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A u s g a b e 24

UniK

Das Studierendenmagazin

Thema

Leichte Kost

Juni 2013

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‫ޖ‬Q‫]ܼ]ܼܧ‬ festival

DJ-SETS // FILME // LIVE-MUSIK // PERFORMANCES // SILENT DISCO SOUNDINSTALLATIONEN // VORTRÄGE // WORKSHOPS

fr | 14. juni – so | 16. juni b-05 MONTABAUR facebook.com/noises.festival

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INHALTSVERZEICHNIS STUDENTENLEBEN 07 09 10 11

Unser Campus soll bunt werden! Schuldnerberatung beim AStA Viel Lärm um Nichts - Nichts als Theater Lernen in und mit Organisationen

TITELTHEMA: LEICHTE KOST 13 16 18 21

Leichte Kost liegt schwer im Magen! Mathematische Tipps und Tricks GNTM, DSDS, TVK und so Wenn der Traumprinz zweimal klingelt...

HOCHSCHULPOLITIK 26 27 29 34

Campus als Lebensfeld - CampusGrün Ein elitärer Zirkel? Masterabschluss LA Grundschule und Realschule plus Für dich im AStA

BILDUNGSFORUM

38 Koblenzer Bildungsforum stellt sich vor 39 Veranstaltungsübersicht 41 Bildungsplaner to go

LESEFUTTER 43 44 45 46

Ali Shaw - Der Mann, der den Regen träumt Benjamin Lacombe - Schneewittchen Kat Falls - Das Leuchten Brandon Sanderson - Kinder des Nebels

FUN

49 Star Trek Into Darkness 50 The Great Gatsby 55 Sneak-Preview: The Sapphires 56 Horoskope 60 Sudoku / Kreuzworträtsel

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IMPRESSUM KONTAKT unik@uni-koblenz.de facebook.com/Unik.Koblenz

http://unik.uni-koblenz.de

REDAKTIONSSCHLUSS Ausgabe 25 Thema: Alltagshelden Deadline: 21.06.2013

REDAKTEURE Nadine Kaiser und Silke Jungblut (AStA Referenten für Presse); Andreas Janke, Ilka Jot, Klaus Bubenheimer, Ronja Thum, Maria Lebeda, Sabine Kottenhahn, John Joe, Kevin Kirch, Elena Stirner, Nichts als Theater, Daniela Brandt HERAUSGEBER AStA der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz DRUCK Print + Design / Kornpfortstraße 1 / 56068 Koblenz AUFLAGE 1000 Stück LAYOUT Nadine Kaiser DESIGN Michael Eisenhart, bearbeitet durch Katharina Pitzschk BILDNACHWEIS Anne Dobler / jugendfotos.de (1, 12), noises festival (2), Julius T. / jugendfotos.de, Merle Petrasch / jugendfotos.de (6), Nadine Kaiser (7, 8 ), zcool.com.cn (7, 8, 29, 47, 54, 59, 63), AStA Uni-Koblenz (9, 34, 35, 36 ), Nichts als Theater (10), Shana Larissa Klappert / jugendfotos. de (13), Stephanie Huber / jugendfotos.de (14), Ilka Jot (17), Lisa Eickmann / jugendfotos.de (19), Daniela Uhrich / jugendfotos.de (20), user: dogwatcher / flickr.com (21), Maria Schröter / jugendfotos.de (22), user: Maegan Tintari / flickr.com (24), Jessica Harwart / jugendfotos.de (25), CampusGrün Koblenz (26), Mariesol Fumy / jugendfotos.de (28), Jesper Ylijärvi / jugendfotos. de (30), Bildungsforum Koblenz (38), openclipart.com (41), Maria Amelie / jugendfotos.de (42), Verlag script 5 (43), Verlag Jacoby & Stuart (44), Ravensburger Buchverlag (45), Verlag HEYNE (47), Sabine Schmutzler / jugendfotos.de (48), Paramount Pictures (49), Warner Bros. (51, 52), Raphael Heidrich (53), Goalpost Pictures (55), user: noauser / flickr.com (56), Fräulein Kirsten / Nadine Kaiser (64) Werbung: PSD Bank Koblenz (33) Rechtliches: 1. Die in der UniK enthaltenen Informationen können trotz Prüfung Fehler enthalten. Für Schäden, die durch Nutzung unserer Informationen entstanden sind, haften wir nicht. 2. Der Nachdruck sowie Verwendung von Text- oder Bildmaterial (auch in Auszügen), ist nur nach schriftlicher Genehmigung durch die Chefredaktion bzw. der rechtlichen Eigentümer erlaubt. 3. Namentlich gekennzeichnete Beiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der gesamten Redaktion wieder.

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Liebe Leser, in letzter Zeit hat sich ein bisschen was in der UniK geändert und damit ist noch lange nicht Schluss. Denn unser kreativer AK arbeitet mit vollem Enthusiasmus, um euer Studierendenmagazin noch interessanter zu gestalten. Wer Lust hat, sich mit in die Ideen-Findung zu stürzen, ist im UniK-AK herzlich willkommen! Die neue Referentin nach Katharina Pitzschks Rücktritt ist Silke Jungblut. Sie studiert Germanistik und Ethik auf Lehramt und schreibt seit anderthalb Jahren Artikel und Rezensionen. Katharina bleibt uns im AK erhalten, worüber wir sehr froh sind, da sie doch ein fester Teil der UniK ist und bleibt. Die neue Ausgabe „Leichte Kost“ hält einiges an Spaß für euch bereit. Dieses Mal wollen wir euren Lieblingsdozenten küren, also stimmt für eure Professoren, denn der Sieger erhält eine Urkunde. Reißt dafür einfach die entsprechende Seite aus dem Heft und werft sie in die Abgabe-Box am Schankwagen der Sommeruni. Da könnt ihr auch gleich gemütlich ein erfrischendes Kaltgetränk auf eure Dozentenwahl trinken. Ansonsten wünschen wir euch viel Spaß mit unserer neuen Ausgabe und einem hoffentlich sonnigen Sommer! Euer UniK-Team

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Unser Campus soll bunt werden!

Am 16.05.2013 traf sich der Arbeitskreis zur ‚Campus-Verschönerung‘ zum ersten Mal. Wir wollen in der nächsten Zeit fünf Projekte, die wir euch im Folgenden kurz vorstellen möchten, realisieren.

Unsere Projekte Mülleimer Die Mülleimer sollen mit Sprüchen beklebt oder Sprüche per Schablone aufgesprüht werden.

Dominosteine An die Wand in D 028 bei den Treppen möchten wir gerne eine Reihe fallender Dominosteine malen.

Sprüche Die (16) Säulen der Bibliothek sollen mit dem Spruch „Liebe für Alle, Hass für Keinen“ in verschiedenen Spra-

chen, Farben, Schriftar- ten, e t c . bemalt werden.

Bild 1 An die Außenwand am F-Gebäude möchten wir ein großes gemaltes Bild setzen.

„Willkommens-Bild“ an der Wand des E-Gebäudes (Bei der Wiese) Hier möchten wir ein großes, buntes Motiv mit folgendem Spruch von Nelson Mandela anbringen: “Education is the most powerful weapon which you can use to change the world!”

Und nun seid ihr gefragt! Für den Spruch von Nelson Mandela suchen wir noch ein passendes Motiv. Also ran an die Stifte & Pinsel, zeichnet & malt was das Zeug hält und schickt eure Vorschläge dann per Mail

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Natürlich könnt ihr euch auch gern bei anderen Projekten beteiligen oder auch einfach nur schön finden, was wir machen ;)

an soziales@uni-koblenz.de Wer seine Idee nur unzu- r e i chend visualisieren kann (nicht böse gemeint – ich kann auch nicht zeichnen :D ) ist trotzdem gefragt – wir haben auch Künstler in unserer Gruppe, die eure Vorstellungen umsetzen können. Zur Sommeruni werden wir uns treffen, den Gewinner bestimmen und das Motiv in Kombination mit dem Spruch von Nelson Mandela an der Wand anbringen. Über alle weite-ren Termine und Vorgänge werden wir euch über den Newsletter sowie Facebook auf dem Laufenden halten!

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Kontakt: soziales@uni- koblenz.de Maria Lebeda


Schuldnerberatung beim AStA Die Sozialberatung des AStA bietet jetzt neben der allgemeinen Sozialberatung und der BAföG-Beratung auch Schuldnerberatung an. In einem 96 Einheiten umfassenden Seminar (6 Wochenenden) habe ich umfangreiche Informationen zu sämtlichen Themen aus dem Schuldnerrecht erhalten, sowie in praktischen Übungen z.B. die Konversation mit Gläubigern eingeübt. Sollte euch eines oder mehrere der folgenden Themen betreffen, könnt ihr euch also gerne an uns wenden: • Mahnschreiben von Gerichtskassen, Mobilfunk, Versandhandel, Versicherungen,… • die Existenz bedrohende Krisen (Wohnungskündigung, Energiesperre, Kontozugriff und Bankverbindung) • Haftvermeidung bei Geldstrafen, Geldauflagen, Geldbußen • Anpassung von Unterhaltstiteln, Realisierung von Unterhaltsforderungen • Bankkredite • Verzug, Inkasso, Mahn- und Vollstreckungsbescheid • Zwangsvollstreckung

• Lohnpfändung, Kontopfändung, Pfändung von Sozialleistungen • Vermögensauskunft/eidesstattliche Versicherung Außerdem helfen wir gerne bei folgenden Vorgängen: • Schuldenbestandsaufnahme • Prüfung, ob Forderungen (in der genannten Höhe) gerechtfertigt sind • hauswirtschaftliche Beratung • Verhandlungsführung und Schriftverkehr mit Gläubigern Sabine Kottenhahn, AStA-Sozialberatung N-Gebäude ,1. Etage. Sprechstunde: Mi 10:00 – 14:00 Uhr Do 10:00 – 13:00 Uhr

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Viel Lärm um Nichts Das Koblenzer Unitheater „Nichts als Theater“ präsentiert stolz „Viel Lärm um nichts“ - frei nach Shakespeare. Als die Fürstin mit Gefolge bei ihrer alten Freundin Leonore einkehrt, verliebt sich Claudio, der Vertraute der Fürstin, in Hero, die Tochter Leonores. Der Hochzeit stünde nichts im Weg, wenn die Schwester der Fürstin nicht mit allen Mitteln die Hochzeit zu verhindern versuchte… Und auch die Fürstin weiß nicht so recht, ob sie die Hochzeit gutheißen kann… Ein Stück mit zwei Hochzeiten, Intrigen, Schlagabtausch, skurrilen Gestalten und natürlich Liebe, Hass und Versöhnung - wie eine Seifenoper, nur mit viel besserem Text. Vorverkauf 4,00€ (erm.) / 7,00€ (normal) Die Aufführungen finden statt am 18.06. und 21.06.2013 in der KUFA Koblenz.

Abendkasse 6,00€ (erm.) / 9,00€ (normal) www.nichtsalstheater.de

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Lernen in und mit Organisationen Fachtagung und Infoveranstaltung am 14. Juni 2013 auf dem Campus Koblenz

O r g a n i s a t i o n e n Lernen auseinandersetzen. In sind in ständigem den acht parallel verElena Stirner in und mit elena.stirner@web.de Fluss und entwilaufenden Vorträgen Organisationen ckeln sich durch und Arbeitsgruppen Anmeldung per E-Mail Lernprozesse wei- Fachtagung und wird das Thema aus elena.stirner@web.de Informationsveranstaltung ter. Die Akteure unterschiedlichen Per15 € Teilnahmegebühr: innerhalb der Einspektiven betrachtet. Bei verbindlicher Anmeldung 10 € bis zum 31.05.2013 richtungen passen Ausgerichtet wird die Weitere Ermäßigung für Studierende auf und Erziehungswissenschaft mit sich – bewusst Fachtagung von StuAnfrage, Entrichtung der Teilnahmegebühr dem Schwerpunkt Forschung unbewusst – diesen dierenden des Masvor Ort. und Entwicklung in Lernprozessen an. Organisationen terstudiengangs „ErIn der Fachtagung ziehungswissenschaft Fachbereich I: Bildungswissenschaften und Informationsmit dem Schwerpunkt http://www.uni-koblenz-landau.de/koblenz/fb1 Informationen zum Master-Studiengang veranstaltung „Ler- 14.6.2013 Forschung und EntErziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt nen ininOrganisationen und mit Or- Campus Koblenz wicklung in OrganisaForschung und Entwicklung http://www.uni-koblenz-landau.de/koblenz/fb1/BAMA ganisationen“ wird tionen“ der Universität beleuchtet, welche Koblenz-Landau. Lehrräume in Organisationen künfNähere Informationen tig gebraucht und erhalten Sie auch auf geschaffen werden der Homepage: www. und wie Organisauni-koblenz-landau.de. tionen in pädagoInteressierte können gischer Hinsicht aussehen werden. sich unter der Mailadresse: elena.stirDabei stellt sich die Frage, wie sich ner@web.de anmelden. Die TeilnahOrganisationen steuern lassen und megebühr beträgt € 15, bei verbindwer sie mit Leben erfüllen wird. Die licher Anmeldung bis 31. Mai 2013 € Veranstaltung findet am 14. Juni 10. Für Studierende sind Vergünsti2013 auf dem Campus Koblenz im gungen auf Anfrage möglich. Gebäude E statt. Sie richtet sich an Pädagoginnen und Pädagogen sowie Ansprechpartner: Frau Elena Stirner, Studierende und andere Interessierte, Emailadresse: elena.stirner@web.de. die sich mit dem Thema professionell

Kontakt

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Leichte Kost 12


Leichte Kost liegt schwer im Magen! Aus der Reihe – glitzerglitzer - Legendäre Unierlebnisse

Natürlich ist wieder Donnerstag und ich sitze in der Mensa. Lustlos spieße ich einzelne Pommes auf meine Gabel, um sie in stoischer Ruhe zu verspeisen. Vor mir sitzt eine enthusiastisch anmutende Mitstudentin, die in der letzten halben Stunde nicht aufgehört hat zu reden. Natürlich hat sie dabei auch nicht aufgehört zu essen, so dass ich immer wieder ungewollte Einblicke in ihr Mundinneres bekomme, das angefüllt ist mit einem Konglomerat aus unterschiedlichsten Nahrungsmittelteilen. Gerade erklärt sie mir ihre letzte Diät, wirft dann einen neidvollen Blick auf meinen vollen Pommesteller und fragt mit aufgeworfenem Wimpernklimpern: „Also, wie schaffst du es nur bei dem ganzen ungesunden Essen immer noch deine

Figur zu behalten?“ Sofort stellen sich mir die Nackenhaare auf, meine Haut reagiert mit einer bedacht-vorsichtigen Gänsehaut und mein Hirn wird mit Überschallgeschwindigkeit in die Realität zurückgeworfen. Auf diese Frage gibt es keine Antwort, alles was ich sage, kann und wird ohne Umschweife gegen mich verwendet werden. Und für einen kurzen Moment schäme ich mich dafür, dass ich meine Pommes esse und trotzdem nicht dick bin. Ich hebe den Blick in die immer noch fragend auf mich gerichteten Augen meines Gegenübers und stammle: „Äh... also... ja, sag mal, wann machen wir eigentlich den Twilight-Abend?“ Abgelenkt legt meine Kommilitonin den Finger an die Lippen, grübelt kurz und beginnt mir zu erklären, wann

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sie warum nicht kann. Erleichtert aufatmend lasse ich meine Gedanken wieder schweifen. Twilight... auch so etwas, wofür man sich beim ersten Outing kurz schämt, obwohl es eigentlich keinen Grund dafür gibt. Ich habe alle Romane von der Reihe gelesen und fand sie gut. Meine Mitbewohnerin ist fast vom Stuhl gefallen, als ich dieses Geständnis in ihrer Anwesenheit machte und lief sofort los, um mir „ein richtiges Buch“ zu holen. Tja, ich als GermanistikStudentin habe von so was natürlich überhaupt keine Ahnung. Es mag sein, dass manche Werke als Trivialliteratur abgetan werden, aber wer entscheidet denn über den Wert eines Buches oder seines Inhalts? Und nach welcher Funktion werden die Richtlinien bestimmt? Sobald ich ein Buch mit Freude lese, ist doch zumindest der Unterhaltungswert durchaus erfüllt, muss denn jedes Buch auch noch einen pädagogischen Gehalt haben oder Bildung unters Volk bringen? Immerhin kann das erste Buch der Twilight-Saga eine Verkaufszahl von inzwischen 50.000.000 (in Worten: Fünfzig Millionen) Stück aufweisen. Sollten sich all diese Menschen

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geirrt haben und sind in ihrem Leseverhalten fehlgeleitete Schäfchen, die von Wenigen zurück auf den Pfad der papierbedruckten Tugend geführt werden müssen? Naja gut, nach den Quoten von diversen umstrittenen Mittagssendungen will ich jetzt lieber nicht googeln, mich fürchtet vor dem Ergebnis. Dennoch ist interessant zu sehen, wie bestimmte Menschen beim Erwähnen des Wortes „Eduard“ oder „Glitzervampir“ an die Decke gehen. Es


ist die Rede vom Verderben unserer Jugend, vom Verherrlichen von Beziehungen zu Kriminellen und Monstern, ohne darüber nachzudenken, dass der Vampir vielleicht schlichtweg als Symbol für den Außenseiter steht, der einen anderen Lebensweg eingeschlagen hat als den, den die Allgemeinheit vorgibt. Aber vielleicht trifft auch gerade deswegen eine solche Geschichte genau in das trotzige Herz des praktizierenden, literarischen Moralapostels ohne Ausbildung, weil er keine Ahnung hat, dass genau von ihm selbst die Rede ist. „Waaaaas? Siehst du mich glitzern?“ Ja, nee, leider nicht, sonst würde ich vielleicht öfter mit dir in die Sonne gehen und dich stundenlang anschauen... Mal ehrlich? Natürlich macht das Glitzern den Vampir nicht wirklich blutrünstig, aber genau das sollen Eduard und Konsorten ja auch gar nicht sein. Immerhin leben sie als moralisch-reflektierte Vegetarier vollkommen harmonisch und unblutig zusammen mit Menschen und fluffigen Werwölfen, die zwar nicht glitzern, aber stolz ihr Sixpack in die Sonne halten und glänzen. Jeder, der gern ein Sixpack anschaut oder sich über das anbetungswürdige Aussehen einer favorisierten Schauspielerin freut, sollte ab jetzt lieber ganz kleine Brötchen backen, was seine Urteile angeht. Aber vegetarische Vampire, wo gibt es denn sowas? Das wollen wir wirklich

nicht, das kann ja nicht sein, BITTE erfüllt doch weiter unsere Klischees und Stereotypen, sonst werden wir aber wirklich wütend! Ja, als Konsequenz müssten wir aber doch mit gutem Beispiel voran gehen und selbst als stereotyp-gesteuerte Klischee-Zombies durch die Länder torkeln und aufpassen, dass wir keine individuellen Züge entwickeln. Wer von einem Vampir erwartet, dass er seine scharfgeschliffenen Zähne brutal in den Hals seines karg angezogenen Opfers schlägt und dabei ja nicht aus der Reihe fällt, der sollte sich das nächste Mal genau überlegen, ob er selbst die Richtlinien seines Lebenswandels in angemessener Art und Weise einhält. Ja, oder er schaut sich True Blood und Konsorten an, da fließt das Blut wie Wasser durch die Niagara-Fälle. True Blood als das blutige Steak für den literarischen Fleisch-Konsumenten, Twilight für den praktizierenden Buch-Vegetarier, jeder entscheidet selbst, aber das Missionieren sollten wir lieber anderen überlassen. Ich für meinen Teil finde einen glitzernden Vampir zwar selbst nicht sehr attraktiv, aber wenn er gerne glitzern möchte, werde ich ihn sicher nicht davon abhalten. Jeder sollte lesen, was ihm gefällt und was ihn in irgendeiner Art und Weise anspricht und man sollte niemand anderen für sein Leseverhalten verurteilen. Immerhin lesen diese Menschen noch! …

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„Ups, jetzt hab ich auf deinen Teller gespuckt! Tihihihihi,“ ertönt es vom gegenüberliegenden Stuhl. Resigniert lege ich mein Gabel aufs Tablett und blicke bedauernd auf meine bespuckten Pommes. „Äh, macht nichts, ich war eh satt.“ „Achso? Dann kann ich deine Pommes haben?“ Symbolisch schiebe ich den Teller in ihre Richtung und schaue zu wie sie bei jedem Vokal, der die Lippen öffnet weitere Portionen in den Mund manövriert. Ist auch eine Kunst, während dem Reden zu essen, ohne eine der Aktivitäten zu unterbrechen. Eventuell sollte man darüber auch ein Buch schreiben, vielleicht wird es ein neuer Bestseller? Nicht Feuchtgebiete, sondern …

Schleimhautspiele? Für einige wird das dann humoristische, leichte Kost, die einem anderen gleichzeitig genauso schwer im Magen liegt wie der glitzernde Eduard oder die schleimbesprenkelte Toilettenbrille. Und aus der Ferne meiner Gedanken höre ich noch ein gedämpftes „Isst du deinen Donut noch?“, bevor sich mein Kopf müde auf den Tisch legt und in rhythmischen Bewegungen auf und ab bewegt, wobei er bei jedem Auftreffen auf die Platte ein leises „Klonk“ von sich gibt. Ilka Jot

Mathematische Tipps und Tricks Für viele Berechnungen gibt es einfache Regeln, die eine Lösung im Kopf ermöglichen. Die folgende Auswahl an mathematischen „Abkürzungen“ sollte nicht nur für angehende Mathematiker nachvollziehbar sein.

1. Teilbarkeit Aus der Schule sind die einfachsten Regeln zur Prüfung der Teilbarkeit schon bekannt: Jede gerade Zahl ist teilbar durch 2. Jede Zahl mit einer Quersumme, die durch 3 teilbar ist, ist teilbar durch 3. Jede Zahl, die durch 2 und 3 teilbar ist, ist teilbar durch 6. Jede Zahl, die auf 0 oder 5 endet,

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ist teilbar durch 5. Etwas weniger bekannt sind die Teilbarkeits-Regeln für 4, 8, 9 und 11: Eine Zahl ist teilbar durch 4, wenn die letzten 2 Ziffern durch 4 teilbar sind. Eine Zahl ist entsprechend teilbar durch 8, wenn die letzten 3 Ziffern durch 8 teilbar sind. 11028 ist demnach teilbar durch 4, aber nicht durch 8. Eine Zahl ist teilbar durch 9, wenn ihre Quersumme durch 9 teilbar ist. Eine Zahl ist teilbar durch 11, wenn ihre alternierende Quersumme durch 11 teilbar ist. Für die alternierende Quersumme werden die Ziffern abwechselnd addiert und subtrahiert, z. B. 1089: 1 - 0 + 8 - 9 =


0, d. h. 1089 ist teilbar durch 11 (0 ist durch jede Zahl außer 0 teilbar).

2. Quadrate Die kleinsten Quadratzahlen sind 0, 1, 4, 9, 16, 25 und 49. Für das Quadrieren von Dezimalbrüchen wie 0,4 * 0,4 = 0,16 gilt, dass das Komma zuerst ignoriert und das Quadrat wie gewohnt berechnet wird: 4 * 4 = 16. Danach wird das (fiktive) Komma um die doppelte Anzahl der Nachkommastellen der Ausgangszahl verschoben. Die 0,4 hat eine Nachkommastelle, also wird bei der 16 das Komma zweimal verschoben: Aus 16,0 über 1,6 wird 0,16. Bei der Berechnung großer Quadratzahlen wie 31 * 31 kann man auf bekannte benachbarte Quadratzahlen zurückgreifen. Wenn 30 * 30 = 900 bekannt ist, müssen wir nur noch die kleinere und die größere Zahl addieren, um auf 31 * 31 zu kommen: 900 + 30 + 31 = 961. Um 32 * 32 zu erhalten, könnte man jetzt wieder 31 + 32 addieren und bekäme 1024. Noch ein Beispiel: 51 * 51 = (50 * 50) + (50 + 51) = 2500 + 101 = 2601. Das Prinzip funktioniert auch, wenn die gesuchte Zahl etwas kleiner ist als eine bekannte Quadratzahl, z. B. 19 * 19. Wir berechnen zuerst 20 * 20 = 400 und ziehen dann beide Zahlen einmal ab: 400 - 20 - 19 = 361. Bei einer größeren Differenz kann die Me-

thode wieder mehrfach angewandt werden: Der erste Schritt bei 58 * 58 ist 59 * 59 = (60 * 60) - 60 - 59 = 3600 - 119 = 3481. Der zweite Schritt ist 58 * 58 = 3481 - 59 - 58 = 3364.

3. Brüche und Dezimalbrüche Jeder Bruch kann als reiner Bruch wie 3/4 oder als Dezimalbruch wie 0,75 dargestellt werden. Wenn der Nenner des reinen Bruchs nicht nur die Primfaktoren 2 und 5 enthält (also die Teiler der 10), ist die Dezimalbruch-

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darstellung periodisch, z. B. 1/3 = 0,33… bzw. 0,p3. Wie kann man einen Dezimalbruch in einen reinen Bruch umwandeln? Bei einem nicht-periodischen Dezimalbruch ist die Umwandlung trivial. Für 0,468 erhält man z. B. vorläufig 468/1000 und kann dann noch durch 4 kürzen = 117/250. Der vorläufige Nenner ist in diesem Fall immer eine Potenz von 10. Handelt es sich um einen periodischen Dezimalbruch, ist die Bestimmung des Nenners etwas schwieriger. Dieser fängt immer mit einer 9 an und endet auf 9 oder 0. Die Anzahl der 9er entspricht der Periodenlänge, die Anzahl der evtl. folgenden 0er entspricht der Anzahl der Vorziffern. Drei Beispiele: 0,p3 = 3/9, 0,0p5 = 5/90, 0,9p03 = 894/990.

Alle Beispiele könnte man noch kürzen zu 1/3, 1/18 und 164/165. Die Berechnung des Zählers erfolgt wie im letzten Beispiel immer durch Abziehen der Vorperiode von der kompletten Zahl. Für den Zähler wird also immer der Dezimalbruch als Zahl ohne Komma verwendet und um den Dezimalbruch ohne Komma und Periode reduziert: 0,p5 = (5 - 0) / 9 = 5/9. 1,20p8 = (1208 - 120) / 900 = 1088/900 = 272/225. 0,2p531 = (2531 - 2) / 9990 = 2529/9990 = 281/1110. 3,p76 = (376 - 3) / 99 = 373/99. Klaus Bubenheimer

GNTM, DSDS, TVK und so Diese Woche war mal wieder voller Casting-Show-Highlights: Am Donnerstag reduzierte die große Blondine auf Pro7 ihre Schar auf sechs Mädchen, drei Wochen nach „DSDS“ und „The Voice Kids“ wird dann das Finale von „GNTM“ 8.0 in Mannheim ausgestrahlt. Das „Let‘s Dance“-Finale auf RTL folgt dann direkt einen Tag später. Die Shows „Popstars“ (Pro7) und „X-Factor“ (VOX) pausieren dieses Jahr. Die Siegerin der 10. Staffel „DSDS“, Beatrice Egli, ist erst die zweite Frau, die bei „DSDS“ gewann, und kommt

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aus der Schweiz. Zuletzt hatte Elli Erl 2004 die zweite Staffel gewonnen. Im Finale standen auch damals schon zwei Frauen. Beatrice Egli erzielte mit 70,25 % der Stimmen sogar das zweitbeste Telefonergebnis. Nur Mark Medlock bekam 2007 sensationelle 78 % der Stimmen. Meist waren die Entscheidungen jedoch knapp, die folgenden Gewinner erhielten nur 50 - 53 % der Anrufe: Daniel Schuhmacher, Pietro Lombardi und Luca Hänni (Schweiz). Staffel 9 und 10 wurden also von Schweizern gewonnen. Luca Hänni erreichte 2012 nach seinem Triumph als erster Schweizer seit 52


Jahren Platz 1 der deutschen Charts. Nach „DSDS“ wird Dieter Bohlen bald wieder in der 7. Staffel „Das Supertalent“ zu sehen sein. Auch hier soll - wie durch Tokio Hotel in der „DSDS“-Jury - frischer Wind reinkommen. Der von RTL erhoffte neue Juror Harald Glööckler ist an einer Teilnahme aber nicht interessiert. Auch das „TVK“-Finale konnte eine Schweizerin für sich entscheiden: Die von H-Blockx-Sänger Henning Wehland gecoachte 12-jährige Michèle setzte sich im Finale gegen ihre fünf Konkurrentinnen durch. Die Finalisten waren 9 - 14 Jahre alt, in den SingOffs („Halbfinale“) war die jüngste Sängerin sogar nur 8 Jahre alt. Da

die Teilnehmenden minderjährig waren, wurde die Show um 45 Minuten zeitversetzt gesendet, sodass auch nach 22 Uhr noch Auftritte gezeigt wurden. Die Abstimmung war dann wieder live am Ende der Sendung. Die Gewinnerin erhielt 15.000 € und einen optionalen Plattenvertrag, über den die Eltern entscheiden. Das Urgestein der deutschen Casting-Shows, „DSDS“, zahlt dem Sieger dagegen 500.000 € aus. Bei „GNTM“ gibt es ein Auto und einen Modelvertrag bei ONEeins Management zu gewinnen, bei „Supertalent“ 100.000 € und einen entsprechenden Vertrag. Wie „DSDS“ bekam auch „GNTM“ 2012 neue Konkurrenz: Von den Sen-

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bei Heidi und Pro7 in Ungnade gefallen, nachdem sie auch Casting-Shows für die Konkurrenz produzierte. Außerdem hatte die siebte Staffel auch die niedrigste Einschaltquote. Der Produzentenwechsel verlief dann aber nicht so reibungslos wie gedacht. Heidi Klum beklagte sich über fehlenden Freiraum: „Die Modelwelt ist eben ein einzigartiges Geschäft, und da ich mit meinem Namen dahinter stehe, möchte ich niveaulose Sachen einfach nicht machen.“

dungen „Das Perfekte Model“ mit Eva Padberg und Karolina Kurková sowie „Million Dollar Shooting Star“ mit Bar Refaeli, Oliver Gast und Peyman Amin wurde jeweils die erste Staffel gedreht. Der „GNTM“-Ableger „Die Model-WG“ ist dagegen nach zwei Staffeln 2010 und 2011 wieder in der Versenkung verschwunden. Auch die aktuelle „GNTM“-Staffel unterscheidet sich in einem Punkt von den sieben vorherigen: Abgesehen vom neuen Jury-Mitglied, dem mexikanischen Fotograf Enrique Badulescu, der in München studiert hat und in New York lebt, produzierte erstmals RedSeven die Casting-Show. Die frühere Produktionsfirma Tresor TV war

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Das hartnäckige Gerücht um die favorisierten Blondinen bei „GNTM“ hat allerdings seinen Grund: 4 der 7 Siegerinnen waren blond. Üblicherweise erhält am Ende der Staffel aber nicht nur die beste Kandidatin einen Vertrag bei ONEeins Management, sondern auch andere Finalistinnen. Nur der Vertrag von Jana Beller, Gewinnerin der sechsten Staffel, wurde bereits nach zwei Monaten wieder aufgelöst. Seitdem gilt die ohnehin beliebtere Rebecca Mir als heimliche Gewinnerin, die auch für ONEeins arbeitet. Auch von Jennifer Hof, der Siegerin der 3. Staffel, hat man lange nichts mehr gehört. Sie ist nicht mehr bei ONEeins unter Vertrag. Klaus Bubenheimer


Wenn der Traumprinz zweimal klingelt...

Hachja, die Vorstellung prae-pubertierender Mädchen, wie schön es doch wäre, wenn ein Prinz auf seinem edlen Ross dahergeritten käme, um sie anzuschmachten. Also ehrlich, wie viele Mädels träumen davon? Und später wenn sie mal Hausfrauen geworden sind, dann wird dieser Traum schnell zu einer Nachtmahr, denn... Da kommt so ein geschniegelter Prinz mit Silikon-Bizeps dann in die Wohnstube geritten. Ein wunderschönes weißes Ross mit teurem Zaumzeug und kostbar verziertem Sattel erweckt sofort romantische Träumereien, die schnell zerplatzen als es vollkommen unedel erst mal ein paar Pferdeäpfel auf den neuen Ikeaf-Flo-

kati fallen lässt. Das kriegt ja keiner mehr sauber. Nicht jeder hat Rosen auf dem Teppich gepflanzt und freut sich dann über kostenlosen Dünger frei Haus. Also wäre das Pferd schon mal abgehakt. Nächste Vorstellung: Der Prinz kommt ohne Pferd ins Haus spaziert und bietet dem edlen Burgfäulein eine Rose an, natürlich ohne Pferdeäpfel. Die Dame des Hauses nimmt sie galant entgegen, wobei ihr Blick auf den schon erwähnten Teppich fällt, der zwar nicht mit Pferdekot bestückt, jedoch von den Rüstungsstiefeln des Prinzen totaaaal zereimert ist. Überall da Fransen, wo keine sein sollten, und die trashmässige Viel-Loch-Tech-

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nik wird auch schon ewig nicht mehr angewendet. Frei nach „Werner“ brüllt die Hausfrau dann „SCHUHE AUS!“ Jetzt stellen wir uns dann vor, der Prinz kommt zum Haus geritten, stellt sein Pferd im Garten ab und friemelt erstmal eine halbe Stunde an seinen Stiefeln herum, die er dann gekonnt vor der Eingangstür abstellt. Direkt neben dem stylisch-spießigen Abputz-Igel, der so aussieht als wäre er in seiner 10jährigen Daseinsfrist nicht ein einziges Mal benutzt worden. Sockfußens marschiert der Adlige ins Wohnzimmer, um der Angebeteten nun schon ein wenig gestresst die in Mitleidenschaft gezogene Rose zu präsentieren. Die Dame nimmt sie

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lächelnd entgegen und bietet dem Prinzen höflicherweise einen Kaffee an. Der Prinz nickt dankbar und lässt sich auf einem angebotenen Sessel nieder, nur um dann die tödlichen Blicke der Hausfrau zu empfangen, da er gerade mit seinem lebensrettenden Zweihandschwert die Polsterung des Designersessels zerteilt hat. Ein erneuter Rauswurf ist die Folge. Der Ritter reitet unermüdlich wiederholt zum Haus seiner Auserwählten, stellt das Pferd fachgerecht im Garten ab, friemelt an den Stiefeln, stellt sie neben den Abputz-Igel, lehnt den Zweihänder vorsichtig gegen die verklinkerte Hauswand und betritt das Wohnzimmer des modernen Burgfräuleins. Unsicher hält er ihr einen Rosenstiel entgegen an dem keine


Blütenblätter mehr zu finden sind und harrt mit zusammengekniffenen Augen einem neuerlichen verbalen Angriff. Doch es kommt keiner. Denn die tüchtige Hausfrau steht mit weit aufgerissenen Augen am Küchenfenster und starrt auf das Pferd des Edelmannes, welches genüsslich die sorgsam angepflanzten Azaleen beknabbert. Es bedarf keiner weiteren Worte, um das Unglück unseres bemitleidenswerten Prinzens zu beschreiben, der zum Ende nur noch mit gesenktem Kopf die steril eingerichtete Folterkammer verlässt. Neuer Versuch, neues Glück. Der Ritter bindet das Pferd auf dem Bürgersteig an, was einen strafenden Blick von seinem getreuen Reittier zur Folge hat, verschließt hinter sich sorgfältig das Gartentürchen, stellt seine Stiefel vor die Tür, lehnt den Zweihänder an die Hauswand und betritt das Haus. Erschöpft und zerzauselt sieht er die Dame des Hauses schon fast flehend an und erntet einen abschätzigen Blick, der die zertrümmerte Gestalt schon als bettelnden Rumstreicher anklagt. Mitleidig geht das Fräulein dann in die Küche und bietet dem Prinzen eine Tasse Kaffee an, die er brav mit ausgestrecktem kleinen Finger in die geschürzten Lippen schüttet. Natürlich immer einen unsicher fragenden Blick auf die gestrenge Hausherrin gerichtet. Diese steht mit in die Hüften gestemmten Händen

vor ihm und sieht in mit eisigem Blick an. Ein einzelner Finger deutet auf die Lehne des Sessels, auf dem die bearmschiente Hand des Ritters ruht. Bedächtig hebt der Ritter den Arm, nur um mit Entsetzen zu erkennen, dass die Teile, die seine Unterarme vor Hieben und todbringenden Schlägen schützen sollten, dezente Rostflecken auf der Lehne hinterlassen haben. Mit eingezogenem Kopf schleicht er Richtung Ausgang, verfolgt von den zerstörenden Blicken der Hausfrau, die schon einen Glizzi-Schwamm in der Hand hält, um das Desaster zu beheben. „Ein letzter Versuch“, denkt sich der edle Prinz, reitet zum Haus der Herzensdame, bindet sein Pferd mit tausend Entschuldigungen am Gartenzaun fest, verschließt sorgsam das Gartentürchen, stellt seine Stiefel vors Haus, lehnt den Zweihänder vorsichtig an die Wand, nimmt die Brustrüstung mit den Armteilen ab und hängt sie sorgsam an die Garderobe und geht mit fest entschlossenen Schritten und dem Eifer der Sehnsucht in den Augen durch die Wohnzimmertür, sieht sich kurz um, dreht um, nimmt die Brustrüstung von der Garderobe, zieht seine Stiefel an, nimmt den Zweihänder in die Hände, geht durch das Gartentürchen ohne es hinter sich zu verschließen, bindet sein Pferd los und reitet langsam der untergehenden Sonne entgegen.

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„Hätt‘ ich bloß geklingelt“, sagt er zu seinem Ross und kriegt das Bild nicht mehr aus dem Kopf, dass er sah, als er ins Wohnzimmer blickte: Die gestrenge Hausfrau nackt und vollkommen mit Nutella beschmiert auf dem Designersessel, halb auf ihr liegend der Anwalt von nebenan, nur noch mit seiner Krawatte bekleidet und eine absolut neue Bakkara-Rose zwischen den weißgebleichten Zähnen, die bei jeder Bewegung kleine Löcher in die Polsterung reißt. Ilka Jot

Immer auf dem Laufenden bleiben: www.facebook.com/Unik.Koblenz

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Hochschulpolitik

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Liebe Studierende, einige Zeit ist seit der StuPa-Wahl vergangen und die Legislatur des StuPa 2013 ist nun in vollem Gange. Nun ist es an der Zeit sich auch bei EUCH noch einmal zu bedanken, denn wir sind als STÄRKSTE FRAKTION in das Studierenden Parlament eingezogen! DANKE! Als stärkste Fraktion im Studierenden Parlament übernehmen wir Verantwortung, indem wir unter anderem den Präsidenten im StuPa stellen und nun auch programmatisch aktiv werden wollen - mit euch, den LeserInnen der UniK zusammen.

1. Regelmäßige Treffen der Hochschulgruppe Campus Grün 2. Aktionen während der Sommeruni 2013 z.B. Verteilung Infoheft CG 3. Diskussionsrunde im HoPo-Zelt während der Sommeruni 2013 4.und vieles mehr… Wir würden uns auch freuen, wenn ihr uns bei Fragen und Problemen ansprecht oder uns eine Email schreibt. Für Anregungen und natürlich auch für neue Mitglieder sind wir offen! Besucht doch auch mal unsere Homepage…

Daher hier auch noch einen kleinen Ausblick auf unsere kommende Arbeit. Wir würden uns freuen euch dabei auch begrüßen zu dürfen:

Daniela Brandt Hochschulgruppe Campus Grün http://campusgruen-koblenz.de/ campusgruen-koblenz@gmx.de

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Ein elitärer Zirkel? Hochschulpolitik ist kein großes Thema. Ich wollte wissen warum. Ich war zu Gast bei einer Sitzung des Studierendenparlaments, oder besser: mehr oder weniger geduldeter Beobachter dieser Sitzung, die sich vor allem um sich selbst drehte und dabei nicht immer souverän wirkte. Engagement ist selten geworden. Die Wahlbeteiligungen sind allenfalls durchwachsen, die Teilnehmerzahlen der meisten Vollversammlungen mehr als überschaubar. Es ist nicht meine Frage, ob und wie daran etwas geändert werden sollte. Vielmehr stellt sich doch die Frage: Wer sind die Leute, die anscheinend fast niemand gewählt hat? Und was wird wichtiges entschieden? Und wen interessiert das? Zur letzten Sitzung des Parlaments vor dieser Ausgabe war ich jedenfalls der einzige Gast, der vollkommen freiwillig erschien. Als eine Dame im kurzen Plausch vor Beginn der Sitzung selbige als „Kindergarten“ abtat, lachten die Parlamentarier verlegen. Ich wusste nicht was auf mich zukommen sollte. Was folgte war eine zumindest konsequente, zuweilen leidenschaftliche Abarbeitung der vorbereiteten TOPs. Unter anderem soll ein Vertreter der Studierendenschaft in den Hochschulprüfungsausschuss berufen werden. Unklar war jedoch, für welchen Zeitraum diese Berufung gilt. Zudem soll die Satzung der Studentenschaft geändert werden, was,

so nach einigen Diskussionen festgestellt, eine positive Urabstimmung plus 2/3-Mehrheit des Parlaments verlangt. Nicht jeder wusste zu diesem Zeitpunkt, was überhaupt geändert werden sollte. Lebhafte Diskussionen entspannen sich gleich um zwei Themen: Einerseits die Frage der Abstimmung per EMail in dringenden Fällen. Dies wurde als zu unsicher eingestuft, denn Wahlen könnten verfälscht werden. Die Idee, die vom AStA vermutlich auf diese Art und Weise aufgestellten Beschlüsse nun anzufechten wurde jedoch verworfen; entweder waren die Fristen abgelaufen oder hehre studentische Belange betroffen. In Zukunft soll jedoch eine sichere Plattform zur Abstimmung in dringlichen Fällen eingerichtet werden. Der Antrag des Präsidiums, indem das StuPa den AStA auffordert in den entsprechenden Räumlichkeiten den Alkoholkonsum einzuschränken, traf bei vielen Parlamentariern einen sensiblen Nerv, wenn auch in unterschiedlichen Extremen. Die Einen empörten sich beipflichtend über die zuweilen

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StuPa-Sitzung: Kein Publikumsmagnet.

herrschende Unordnung, Andere empörten sich über blinden Aktionismus des Präsidiums, aufgrund eines individuellen Fehltritts die Gesamtheit des AStA zu bestrafen (Die Härte der Strafe, auf einen gemäßigten Alkoholkonsum zu achten, liegt hier wohl im Auge des Genießers). Die Sitzung hindurch spürte ich die verstohlenen Blicke auf meinen einzelnen Sitzplatz in der vorletzten Reihe. Es erweckte den Eindruck als sei das StuPa Besuch weder gewöhnt noch sonderlich froh über selbigen. Ein Parlamentarier schien die Situation zu erahnen und ermahnte das Parlament, nicht zu überheblich zu wirken wenn es um Freiheiten geht,

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die es sich selbst zuspricht: Gerade in den Räumen, die eigentlich die gesamte Studierendenschaft vertreten sollen. Es wirkte fast schon ironisch, als einer der Schriftführer im direkten Anschluss an diesen Beitrag den (im O-Ton: „uns allen unter den Nägeln brennenden“) Antrag auf Ausschluss der Öffentlichkeit, auf deutsch: meinen Rauswurf, beantragte. Im Weiteren könnten wohl personenbezogene Details zu Vorfällen in den Räumen des Asta/StuPa erörtert werden, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Verständlich. Aber das Gefühl bleibt. Und deswegen würde ich jedem raten, vielleicht gerade denen, die nicht gewählt haben: Schaut euch eine Sitzung des StuPa an und überlegt, ob ihr demnächst nicht doch wählen wollt. Das StuPa freut sich jedenfalls unheimlich über Besuch und Feedback... Kevin Kirch


Masterabschluss für LA Grundschule und Realschule plus Oder: Liebe Kinder habt fein Acht, Masterabschluss für LA Grundschule und Realschule plus ist nicht leicht gemacht… – § 19 Abs. 3 „Ich will kein Lehrer werden!“ Dies ist mir seit dem Bachelor of Education bereits bewusst. Da Mama und Papa leider kein Geld haben, um mich zu unterstützen, wähle ich keinen neuen Studiengang, sondern beende zunächst das Studium, was ich mir irgendwann in einem Anflug von Sicherheitsfanatismus ausgesucht habe (der Habitus schlägt offensichtlich voll durch). Also auf zum Master. Da ich es noch nie so mit der vermeintlichen Elite hatte, wähle ich das Lehramt Realschule plus. Auf den einschlägigen Internetseiten der Universität finde ich den entsprechenden Steckbrief und unter Abschluss steht klar und deutlich der „Master of Education (M. Ed.)“. Die Jahre vergehen… Filmriss – ich sitze in einem Büro im Hochschulpüfungsamt und will meine Abschlussbescheinigung abholen. Die soll ich auch haben: ein Fetzen Papier, auf dem lediglich meine Fächer und meine Masterarbeit aufgeführt sind, wird mir vorgelegt. Ich denke an meinen Studierendenausweis und seufze. „Und was ist mit dem Zeugnis? Das bräuchte ich, denn ich will gar kein Lehrer werden, sondern mich an einer anderen Universität für ein

strukturiertes Promotionsprogramm bewerben“. „Schlechte Nachricht für Sie“, sagt ein netter junger Mann, „der Abschluss ist an den Vorbereitungsdienst gebunden und solange Sie diesen nicht mindestens 6 Monate lang absolviert haben, werden Sie kein Zeugnis, keine Urkunde, also keinen Abschluss erhalten.“ Mir wird schlagartig bewusst, dass ich die entsprechende Stelle in der Master-PO nicht gelesen habe, denn durch den identischen Aufbau mit der BA-PO habe ich nur noch die für mich relevanten Passagen gelesen, dazu gehörte nicht der Paragraph 19 „Bescheinigung, Zeugnis, Diploma Supplement“. Hier der entscheidende Abschnitt:

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„(3) Hat die Kandidatin oder der Kandidat die Masterprüfung bestanden sowie die erforderlichen 120 Leistungspunkte erhalten, wird zusätzlich zu der Bescheinigung ein Zeugnis entsprechend der Regelungen in Absatz 1 und 2 ausgestellt. 60 Leistungspunkte im Masterstudiengang für das Lehramt an Grundschulen und 30 Leistungspunkte in den Masterstudiengängen für das Lehramt an Realschulen plus sowie für das Lehramt an Förderschulen können im Rahmen des Vorbereitungsdienstes erworben werden. Das Zeugnis ist von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen und mit dem Siegel des Landes zu versehen.“ Das „Können“ sollte besser durch ein „Müssen“ ersetzt werden, denn die Al-

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ternativen bedeuten, dass man letztlich einen anderen Studiengang abschließen muss, wenn man nicht das Referendariat absolvieren möchte! Da ich nun nicht einmal wusste, wie ich mich nennen durfte, wenn ich mich irgendwo bewarb, rief ich beim Ministerium an, schrieb das Zfl an sowie den ehemaligen Vizepräsidenten. Das Ministerium ist gut über diese Situation informiert, gab es doch schon einige Beschwerden an der Trierer Universität. Es wird deutlich, dass die Universitäten in ihrer Autonomie dafür verantwortlich sind, dass diese Alternativen anbieten. Das Zfl sollte angeblich auch informiert sein, aber hier kam eine ziemlich nutzlose Antwort und der Blumentopf wurde lieber weitergereicht. Der ehemalige


Vizepräsident der Koblenzer Universität kannte sich nun wirklich mit der Situation aus und siehe da, ein Entwurf für eine Alternative wäre in Arbeit: in einem Semester den Studiengang M. Ed. für LA Gym machen und so den heiß ersehnten Titel Master of Education erwerben (so wohl der Masterplan zum Entwurf, aber seltsamerweise vom Ministerium und nicht von der autonomen Universität…). Natürlich sei es auch möglich, den Master Erziehungswissenschaften zu studieren, was allerdings nochmal 2 Jahre dauern würde und bei den Kulturwissenschaftlern müsste man mal selbst anfragen. Ich bat unseren ehemaligen Vizepräsidenten in vollem Verständnis meiner eigenen Schuld (denn ich war es ja schließlich, die das Lesen versäumt hatte) darum, diesen Hinweis doch bspw. mit einem Sternchen an der entsprechenden Schulart auf den einschlägigen Internetseiten zu markieren (man denke bspw. auch an Menschen aus anderen Bundesländern, die hier den entsprechenden Master absolvieren wollen und für die diese Situation etwas unverständlich erscheint. Aber bekanntermaßen liest ja jeder, bevor er sich für einen Studiengang bewirbt die entsprechende PO). Antwort (wörtliches Zitat): „Na, ja: Immerhin ist diese Situation explizit in der Prüfungsordnung geregelt (§ 19 der Masterprüfungsordnung,

Abs. 3 im Vergleich zu Abs. 1). Aber wer liest die schon?“ Solche Kommentare und Bemühungen in einem weiteren Sinne werden die Situation sicherlich erleichtern. Wie viele Anfragen würden sich die angesprochenen Menschen nur ersparen, wenn die mögliche Situation einfach bereits bei der Bewerbung für den Studiengang deutlich würde. Aber das System erhält sich eben selbst; nicht, dass noch jemand überflüssig wird. Der Bachelor ist nicht berufsqualifizierend, den Master of Education bekomme ich nicht, d. h. im Grunde habe ich mehrere Jahre studiert, um am Ende was zu haben? Bildung! Und Bildung schafft ja angeblich mehr Arbeitsplätze *hust*. Da bleibt ja noch ein wenig Hoffnung und die stirbt ja bekanntlich zuletzt. Wollt ihr also keine Lehrer werden, dann entscheidet euch schnell für den Masterstudiengang LA Gym, denn hier bekommt man den Master of Desaster. Oder entscheidet euch, Idealisten zu werden: Das, was ich alles gelernt habe, bin ich als Resultat und dafür brauche ich keinen billigen Abschluss. Ansonsten sind kompetente und nette Ansprechpartner: Hr. Fischer vom Ministerium sowie Prof. Dr. P. Ullrich (Beauftragter für Lehrerbildung). John Joe

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: PSD 4YOU n! irokonto für Studente Das kostenlose G

Célia Okoyino da Mbabi Studentin der Uni Koblenz und Spielerin der deutschen FrauenfußballNationalmannschaft

Weitere Informationen: www.psd4you.de oder 0261/1301-0

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www.facebook.com/StudentenkontoPSD4YOU


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Für dich im AStA (N-Gebäude) Vorsitz

Finanzen

Soziales

Conrad Szudra vorsitz@uni-koblenz.de

Maria Lebeda Heike Rinderspacher finanzen@uni-koblenz.de soziales@uni-koblenz.de

Interne HoPo

Externe HoPo

Politische Bildung

Alexa Menzel intern@uni-koblenz.de

Stefan Heimann extern@uni-koblenz.de

Angelique Lischka polbil@uni-koblenz.de

SommerUni

Presse

Yvonné Stoßhoff, Christoph Primm sommeruni@uni-koblenz.de

Nadine Kaiser, Silke Jungblut unik@uni-koblenz.de

Kulturelle Bildung Ökologie und Mobilität Sport Hannah Wagner kultur@uni-koblenz.de

Anna Lanfermann oekomob@uni-koblenz.de

Erstsemester

Jan-Holger Nahler sport@uni-koblenz.de

Internationales und Gleichstellung

Kevin Schönig Myriam Klecha erstsemester@uni-koblenz.de intergleich@uni-koblenz.de

Öffentlichkeitsarbeit Andrea Rammer - sprachrohr@uni-koblenz,de

AStA - Homepage www.uni-koblenz.de/~asta

Tel.: 0261 / 287 - 1667 Fax: 0261 / 287 - 1666 E-Mail: asta@uni-koblenz.de

Auf der AStA - Seite findet ihr zusätzlich die Seiten der einzelnen Referate und die Sprechzeiten des AStA

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SommerUni

GruBiLab GrundschulBildungsLabor

2013 www.sommeruni.com · www.uni-koblenz.de/grubilab · www.khg-koblenz.de · www.gew-rlp.de

präsentieren

BILDUNGSFORUM

2013

12. – 19. Juni · 10 – 20 Uhr · Uni Koblenz · www.uni-koblenz.de/bildungsforum

Das Koblenzer Bildungsforum ist eine selbstorganisierte Veranstaltungsreihe, die im Rahmen der SommerUni 2013 stattfindet. Wir präsentieren insgesamt 30 Veranstaltungen rund um das Thema Bildung – eine Woche lang, an jedem Vorlesungstag von 10 bis 20 Uhr. Mit seinem abwechslungsreichen Programm voller interessanter Vorträge und Workshops namhafter Referent*innen ist das Bildungsforum ein offener Ort für alle, denen eine vielseitige, kritische und innovative Auseinandersetzung mit dem vielschichtigen Phänomen „Bildung“ am Herzen liegt! Viele Begeisterungsmomente in den Veranstaltungen wünschen euch Benjamin, Catharina, Christian, Christine, Dominik, Guido, Kathrin, Irina, Jana, Sr. Kinga, Miriam, Peter & Varinia

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Mittwoch, 12. Juni 2013 10:00–12:00 Uhr · Raum B-016/017 · Heinz Gniostko

Schulentwicklung in NRW Der nordrhein-westfälische Schulkonsens – auf dem Weg in die Zweigliedrigkeit

12:30–14:00 Uhr · Raum B-016/017 · Dr. Helmut Müller

„Das Christentum hat dem Eros Gift zu trinken gegeben“ (Nietzsche) Gedanken zu seinem Überleben in kirchlichen Lehrschreiben

14:00–16:00 Uhr · Raum B-016/017 · Annette Schwer

Umgang mit Heterogenität am Beispiel der Schule für Circuskinder Individualisiertes, selbstverantwortetes und selbstgesteuertes Lernen

16:00–18:00 Uhr · Raum B-016/017 · Bertrand Stern

Frei sich-bilden? Aber selbstverständlich! 18:00–20:00 Uhr · Hörsaal M-001 · Prof. Dr. M. Jung, Prof. Dr. Th. Schneider, K. K. Stauch, R. Ponitka

Brauchen wir noch Religionsunterricht? Zur Debatte um die Wertevermittlung durch Religionen in der Schule

Donnerstag, 13. Juni 2013 10:00–12:00 Uhr · Raum B-016/017 · Dr. Werner Moskopp

Krisna-Bewusstsein und Bildung der Anarchie Vorsichtiger Versuch einer Philosophie der Tat über die Mikrophysik der Bildebatterien

12:00–14:00 Uhr · Raum B-016/017 · Anna Riecke

Theaterlabor – Die Welt steht Kopf 14:00–16:00 Uhr · B-016/017 · Arne Fritjof Schmeiser

David und Gooliath Machthaber und Machtstrukturen des Internets

16:00–18:00 Uhr · Raum B-016/017 · PD Dr. Olaf Sanders

Über universitäre Bildung im Anthropozän ...und die Widersprüche zwischen Bildung und Universität

18:00–20:00 Uhr · Hörsaal M-001 · Otto Herz

Ist die – gegenwärtige – Schule ein Auslaufmodell?? Was heißt das für mich als LehrAMTS-Student*in?

Freitag, 14. Juni 2013 10:00–12:00 Uhr · Raum B-016/017 · Jörg Hahn

Geschichte (an-)fassen: In die Hand nehmen, was sonst nur in Vitrinen steht! Das Museum auf Rädern – wie entwickelt, wie eingesetzt; dann selbst erleben

12:00–14:00 Uhr · Raum B-016/017 · Prof. Dr. Petra Weber

Musik und Bildung 14:00–16:00 Uhr · Raum B-016/017 · Dr. Barbara Wolf

Kann man Bildung messen? Ökonomisierung des Sozialen

16:00–18:00 Uhr · Raum B-016/017 · Alia Ciobanu

Revolution im Klassenzimmer Wenn Schüler ihre eigene Schule gründen - Das „methodos“-Prinzip

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Samstag, 15. Juni 2013 10:00–18:00 Uhr · Raum B-016/017 · Jochen Hiester

Konflikte kompetent lösen nach Marshall Rosenberg

Montag, 17. Juni 2013 10:00–12:00 Uhr · Raum B-016/017 · Sr. M. Doria Schlickmann

Freiheit und Bindung – Gegensatz? Aspekte zu einer schöpferischen Synthese nach Josef Kentenich

12:00–14:00 Uhr · Raum B-016/017 · Dipl.-Päd. Gerd Cichlinski

Medienbildung in der Grundschule Praktische Beispiele aus der Unterrichtsarbeit

14:00–16:00 Uhr · Raum B-016/017 · Georg Lolos

„Ich lerne, was ich will“ – Der Offene Unterricht von Falko Peschel Filmvorführung und Diskussion mit dem Filmemacher Georg Lolos

16:00–18:00 Uhr · Raum B-016/017 · Masoud & Mojtaba Sadinam

Unerwünscht – Drei Brüder aus dem Iran erzählen ihre deutsche Geschichte Normierung durch Bildung – eine Lesung mit anschließender Diskussion

18:00–20:00 Uhr · Hörsaal M-001 · Prof. Dr. Franz Hamburger

Wie viel Interkulturalität verträgt die Sozialpädagogik?

Dienstag, 18. Juni 2013 10:00–12:00 Uhr · Raum B-016/017 · Florian Laggner

Erfahrungen aus Theorie und Praxis der Montessoripädagogik 12:00–14:00 Uhr · Raum B-016/017 · René Pickhardt

Begabtenförderung an der Deutschen Schülerakademie 14:00–16:00 Uhr · Raum B-016/017 · Florian Sczesny

Gitarrenworkshop für Anfänger Weckt die Lust am Gitarrenspielen!

16:00–18:00 Uhr · Raum B-016/017 · Silvia Hummerich-Holderer

Die offene Pädagogik der Achtsamkeit Ein Beispiel der Umsetzung in der Integrativen Kita Unkel

18:00–20:00 Uhr · Hörsaal M-001 · Rainer Schmidt

Die Kunst des Zusammenlernens von sehr Verschiedenen Wie Inklusion gelingen kann

Mittwoch, 19. Juni 2018 10:00–12:00 Uhr · Raum B-016/017 · Catharina Fuhrmann; N.N.

ArbeiterKind.de Von einer Internetseite zur bundesweiten Initiative für Studierende der 1. Generation

12:30–14:00 Uhr · Räume B-016/017 & E-113 · GEW Rheinland-Pfalz

Was erwartet mich im Referendariat? Informationen zur 2. Phase der Lehramtsausbildung

14:00–16:00 Uhr · Raum B-016/017 · Dominik Müller

Jeux Dramatiques: Freies Theater im pädagogischen Bereich Ein handlungsorientierter Workshop

16:00–18:00 Uhr · Raum B-016/017 · Dr. Antje Schrupp

Feminismus und Islam

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Raum B-016/017

Otto Herz Ist die – gegenwärtige – Schule ein Auslaufmodell?

Hörsaal M-001

Raum B-016/017

Podiumsdiskussion Brauchen wir noch Religionsunterricht?

Hörsaal M-001

Olaf Sanders Über universitäre Bildung im Anthropozän

Raum B-016/017

Raum B-016/017

Raum B-016/017

Raum B-016/017

Bertrand Stern Frei sich-bilden? Aber selbstverständlich!

Georg Lolos Offener Unterricht bei Falko Peschel

Barbara Wolf Kann man Bildung messen?

Arne F. Schmeiser Machthaber und Machtstruktur des Internets – und ihre Widersacher

Annette Schwer Umgang mit Heterogenität in der Schule für Circuskinder

Bildungslücke Raum für Begeisterung

Bildungslücke Raum für Diskussionen

Raum B-016/017

Raum B-016/017

Hörsaal M-001

Franz Hamburger Wie viel Interkulturalität verträgt die Sozialpädagogik?

Brüder Sadinam Lesung: Unerwünscht

Alia Ciobanu Revolution im Klassenzimmer

Raum B-016/017

Hörsaal M-001

Rainer Schmidt Die Kunst des Zusammenlernens von sehr Verschiedenen – Inklusion

Raum B-016/017

Silvia HummerichHolderer Offene Pädagogik der Achtsamkeit

Raum B-016/017

Florian Sczesny Gitarrenworkshop für Anfänger

Raum B-016/017

René Pickhardt Deutsche Schülerakademie

Raum B-016/017

Raum B-016/017

Gerd Cichlinski Medienbildung in der Grundschule

Florian Laggner Montessoripädagogik

Dienstag, 17. Juni

M. Doria Schlickmann Freiheit und Bindung

Montag, 16. Juni

Raum B-016/017

Raum B-016/017

Jochen Hiester Konflikte kompetent lösen nach Marshall Rosenberg

Samstag, 15. Juni

Raum B-016/017

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Raum B-016/017

Jörg Hahn Geschichte (an-) fassen: Das Museum auf Rädern

Freitag, 14. Juni

Petra Weber Musik und Bildung

Helmut Müller

„Das Christentum hat dem Eros Gift zu trinken gegeben“ Raum B-016/017

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Raum B-016/017

Werner Moskopp Krisna-Bewusstsein und Bildung der Anarchie

Donnerstag, 13. Juni

Anna Riecke Theaterlabor – Die Welt steht Kopf

Raum B-016/017

Heinz Gniostko NRW auf dem Weg zum zweigliedrigen Schulsystem

11:00

10:00

Mittwoch, 12. Juni

Bildungsplan für das Koblenzer Bildungsforum 2013

Raum für Reflexionen

Bildungslücke

Raum B-016/017

Antje Schrupp Feminismus und Islam

Raum B-016/017

Dominik Müller Jeux Dramatiques – Freies Theater

Räume B-016 & E-113

GEW Rheinland-Pfalz Was erwartet mich im Referendariat?

Raum B-016/017

Catharina Fuhrmann ArbeiterKind.de

Mittwoch, 18. Juni


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Ali Shaw - Der Mann, der den Regen träumt menfügen, doch auf einem ihrer Streifzüge durch die Berge macht sie eine außergewöhnliche Entdeckung. Sie beobachtet einen Mann, der sich in Wolken verwandeln kann. Zunächst zweifelt Elsa an ihrem Verstand, doch für die Mitbürger von Thunderstorm scheint das Wetter eine andere Bedeutung zu haben als für den Rest der Welt. Von Neugier getrieben macht sie sich auf die Suche, um nicht nur den rätselhaften Mann, sondern auch den Sinn ihres Lebens zu finden.

Das Buch „Der Mann, der den Regen träumt“ von Ali Shaw handelt von Hoffnung und Selbstfindung, die sogar oder gerade in den Momenten möglich sind, in denen wir am wenigsten mit ihnen rechnen. Nachdem Elsas Vater gestorben ist, zieht sich die junge Frau an den entlegensten Ort zurück, den sie finden konnte. Ein kleines Dorf, umsäumt von vier gigantischen Bergen und bewohnt von seltsam anmutenden Einwohnern, wird ihr neues Zuhause. Eigentlich will Elsa hier nur die Scherben ihres Lebens wieder zusam-

Die Geschichte um Elsa und Finn beschreibt ein zartes Band zwischen Menschen, die außergewöhnlich und verschieden sind, aber dennoch genug Gemeinsamkeiten haben, um der Liebe ihren Lauf zu lassen. Wie die Story, so ist auch der Schreibstil gekennzeichnet von der Atmosphäre des Handlungsverlaufes. Zudem ist das Wetter allgegenwärtig erkennbar und führt den Leser wie ein roter Faden durch das Buch. Es ist leicht, sich in Elsas Verfassung hineinzuversetzen und nachzuempfinden, was sie gerade fühlt oder welche emotionalen Höhen und Tiefen sie durchmacht. Dabei ist die fantasievoll gestaltete Welt mit den magischen Kreaturen ein geeigneter Ort, um selbst einmal darüber nachzuden-

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ken, ob man die Perspektive oft genug wechselt oder sich noch erlaubt, an Dinge zu glauben, die wir eigentlich schon für unmöglich abgestempelt haben. Ein Märchen von zwei Men-

schen, der Liebe, Fehlern und Reue, voll von Zauber, Gefühl und nicht zuletzt Wetter. Ilka Jot

Benjamin Lacombe - Schneewittchen

Das Märchen von den Brüdern Grimm, das die Geschichte der Königstochter Schneewittchen beschreibt, kennt wohl jeder aus seiner Kindheit. Ein Mädchen, so schön wie sonst niemand auf der Welt, erweckt den Zorn seiner neidvollen Stiefmutter, die in ihrer Eitelkeit so verhaftet ist, dass sie ihrem Ziehkind den Tod bringen will. Der gesandte Jäger, der das Kind töten und seine Gedärme

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zum Beweis mitbringen soll, hat Mitleid und verschont das Mädchen. Nach langer Suche kommt dieses an ein Haus, wo es sich verpflegt und zur Ruhe bettet. Die dort wohnenden Zwerge sind sehr angetan von der Schönheit und Sanftmut Schneewittchens und nehmen es bei sich auf. Doch die Stiefmutter trachtet weiterhin nach Schneewittchens Leben, bis ein vergifteter Apfel das Ende des schönen Kindes besiegelt... oder nicht? Das Märchenbuch von Benjamin Lacombe ist sicher mit zweierlei Paar Augen zu betrachten. Als reines Kinderbuch vielleicht nicht so gut geeignet wie eine klassische Version, doch gerade deshalb wieder besonders attraktiv. Eltern sollten selbst entscheiden, ob ihr Kind mit den teils abstrakteren Bildern zurecht kommen wird oder ob die Fantasie hier in die falsche Richtung geführt werden könnte. Auch die Sprache ist nicht gewohnt einfach gehalten, sondern mutet altertümlich an, wobei in manchen


Momenten nicht ganz klar ist, ob hier wirklich eine veraltete Sprachvariante nachgestellt werden soll. Die Wortwahl ist jedenfalls ungewöhnlich, wenn auch gewählt und den außergewöhnlichen Bildern in jedem Falle angepasst. Für Erwachsene ist dieses kleine Kunstwerk jedoch ein Muss, vor allem, wenn man einen Faible für

Märchen oder diese Art der Illustrationen hat. Es ist nicht nur ein Hingucker im Bücherregal oder Vitrine, sondern verleitet auch, sich immer wieder neue Aspekte der Grimm-Märchen zu überlegen und spielerisch mit der Thematik umzugehen. Ilka Jot

Kat Falls - Das Leuchten

Nach einer nicht näher beschriebenen Umweltkatastrophe gleicht die Erde dem bekannten Szenario aus Waterworld. Das wenige verbliebene Land

ist eine Wüste und die Menschen beginnen, den Meeresgrund zu besiedeln und zu bestellen. Hier lebt der mittlerweile 15-jährige Ty, der erste Mensch, der unter dem Meer geboren wurde. Doch obwohl die Menschen hier nicht von massiver Sonneneinstrahlung und Dürre geplagt werden, sind die Siedlerfamilien in Gefahr. Die Seabite-Gang, eine Bande gesetzloser Plünderer, macht den Bewohnern des Meeres das Leben schwer und die Regierung – durch Hilflosigkeit angetrieben – fordert die Siedler auf, das Problem selbst zu lösen. Sollten die friedlichen Siedler der Gefahr nicht Herr werden, wird die Regierung alle Güterlieferungen vom Land und Handelsprivilegien versagen. Das Ende der Unterwasserwelt ist nah. Ty ist fest entschlossen, seine geliebte Wasserheimat nicht aufzugeben.

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Doch dann trifft er auf Gemma, ein Mädchen vom Festland, das auf der Suche nach ihrem Bruder aus dem Heim ausgebrochen ist. Sofort gerät Gemma in Schwierigkeiten und Tys Fokus richtet sich auf die Suche nach dem verschollenen Bruder des Mädchens. Nach einem Angriff der Seabite-Gang auf die Nachbarn gerät Ty - und somit auch Gemma - zunehmend in Bedrängnis durch deren Anführer Shade und seine Verbrecherbande. Denn was die beiden Jugendlichen nicht ahnen: Das Schicksal des heimatlosen „Topsider“-Mädchens ist fest mit den Geschehnissen unter Wasser verbun-

den und sorgt für vielerlei Aufregung und Gefahren… „Das Leuchten“ ist ein sehr spannend geschriebenes Buch, welches thematisch wie erzählerisch durchaus auffällt. Das Augenmerk liegt hier nicht etwa auf der Katastrophe, die die Menschen unter Wasser zwang. Nur beiläufig erfährt der Leser, dass Ty beispielsweise gerade durch den Grand Canyon schwimmt. Viele Geheimnisse und Wunder verbergen sich in den Tiefen des Wassers, was die Handlung nur noch verzweigter und spanndender werden lässt… Nadine Kaiser

Brandon Sanderson - Kinder des Nebels Das Leben im „Letzten Reich“ ist von Brutalität und Armut gekennzeichnet, denn nicht nur, dass die gesamte Welt seit 1000 Jahren von Asche bedeckt ist, das gute Leben ist ausschließlich den Privilegierten vorbehalten. Die Mitglieder der großen Häuser profitieren von der Arbeitskraft der unteren Schichten der Skaa, die in kargsten Verhältnissen versklavt bis zu ihrem Tod arbeiten müssen. Doch die Kunde geht um von einem Rebellen namens Kelsier, der aus den sagenumwobenen AtiumMinen, die für ihre Arbeiter das Todesurteil bedeuten, entkommen ist und dem gottgleichen Herrscher Lord

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Ruler die Stirn bietet. Sein Plan ist, die Masse der Skaa und der Gesetzlosen unter sich zu vereinen, um eine Revolution anzuführen. Seine Waffen sind eine kleine Truppe treuer Verturteilter, Scharlatane und Kleinkrimineller und die mysteriöse Kraft der Nebelgeborenen: Die Allomantie. Doch diese magische Fähigkeit ist in verschiedenen Stufen in nur wenigen Menschen vorhanden und selten so stark ausgeprägt wie bei ihm. Als er jedoch eines Tages durch einen Zufall auf das verwahrloste Straßenmädchen Vin trifft, entdeckt er in ihr nicht nur die letzte Figur zur Ausführung seines Plans, sondern auch, dass die Allomantie un-


geahnte Geheimnisse birgt. Brandon Sanderson versteht es wie kaum ein anderer, seine Leser schon auf den ersten Seiten in eine düstere Welt zu ziehen, aus der man dennoch kaum wieder heraustreten möchte. Die von ihm gestalteten Charaktere

sind so voller Leben und Persönlichkeit, dass man sich nicht nur mit ihnen identifizieren kann, sondern sich mit jeder gelesenen Seite selbst als Freund der Rebellengruppe betrachtet. Nicht nur als Teil dieser Welt, sondern auch als Mitwirkender in der Geschichte um den Kampf um Freiheit und Gleichberechtigung fiebert der Leser mit den Geschehnissen mit. Und so kann es vorkommen, dass man beim Lesen ein ums andere Mal selbst versucht, Metall in seinem Magen zu verbrennen, um die Vorzüge der Allomantie für sich zu nutzen (Bitte nicht versuchen nachzumachen). Mit dem Umblättern der letzten Seite fühlt man sich schmerzlich aus einer liebgewonnenen Umgebung herausgerissen, lässt sich jedoch schnell von der Tatsache trösten, dass die „Kinder des Nebels“ nur der Auftakt zu einer spannungsgeladenen und originellen Trilogie ist, die erst mit der Zeit ihr volles Potential entfaltet. Ein Muss für jeden Fantasy-Fan. Ilka Jot

Interesse geweckt? Wenn du dein aktuelles Lieblingsbuch hier vorstellen möchtest, dann schick uns doch eine Rezension mit etwa 300 Wörtern an unik@uni-koblenz.de !

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Fun

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Star Trek Into Darkness Sternenflotte, was zum Tod von Spock führen würde, oder er setzt sich über sie hinweg und rettet seinen ersten Offizier. Wer sich etwas mit der Welt von Star Trek auskennt, weiß, dass Kirk niemals einen Freund zurücklassen würde. Diese Entscheidung hat für ihn natürlich Konsequenzen, nämlich den Verlust seines Kommandos über die Enterprise.

Am 09.05.2013 startete der mittlerweile zwölfte Star Trek-Film mit dem Titel „Star Trek Into Darkness“ in den deutschen Kinos. Es ist der zweite Star Trek-Film von J.J. Abrams. Die Spieldauer beläuft sich auf 127 Minuten und er ist ab 12 Jahren freigegeben. Es ist außerdem der erste Star Trek-Film in 3D. Handlung Direkt zu Beginn des Films steht Kirk vor einer schweren Entscheidung. Entweder er befolgt die Gesetzte der

Zu dieser Zeit wird in London ein Terroranschlag verübt, bei dem etliche Menschen sterben. Bei der anschließenden Krisensitzung erfolgt ein zweiter Anschlag, bei dem viele hochrangige Mitglieder der Sternenflotte getötet werden. Der Attentäter kann zwar auf den klingonischen Heimatplaneten fliehen, aber Kirk nimmt mit seiner Crew die Verfolgung auf, die sich über den ganzen restlichen Film erstreckt. Der Gegenspieler von Kirk ist diesmal ein alter Bekannter und zwar Khan, der bereits aus „Star Trek II – Der Zorn des Khan“ bekannt sein dürfte. Es gibt deshalb auch einige offensichtliche Anspielungen auf diesen vorangegangen Film, auch wenn die eigentliche Handlung eine vollkommen andere ist.

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Positiv Der Film besticht eindeutig durch seine hervorragenden Special-Effects, die es so in Star Trek noch nicht gegeben hat. Auch den Vergleich mit anderen aktuellen Filmen braucht „Star Trek Into Darkness“ in dieser Hinsicht nicht zu scheuen. Ein weiterer Pluspunkt ist die rasante Action und die durchgehend hohe Spannung. Die Geschichte selbst bietet zumindest ein paar Wendepunkte, bei denen die zuvor getroffenen Einschätzungen der einzelnen Personen neu überdacht werden müssen. Die Darstellung der Figur Khan ist Benedict Cumberbatch ausgesprochen gut gelungen. Auch durch den 3D-Effekt kann der Film punkten. Es macht einfach Spaß, all diese Welten endlich mal in 3D erleben zu können.

pekte von „Star Trek Into Darkness“. Persönlich haben mich die Parallelen zu „Star Trek II – Der Zorn des Khan“ etwas gestört. Ich hätte einen komplett neuen Film bevorzugt. Der größte Kritikpunkt ist aber eindeutig die ziemlich oberflächliche Handlung. Es gibt zwar ein paar kleine Wendepunkte, diese spielen aber insgesamt keine große Rolle. Inhaltlich kann der Film leider nichts wirklich Neues bieten. Fazit Insgesamt finde ich „Star Trek Into Darkness“ ziemlich gut gelungen und durchgehend spannend. Vor allem die Special-Effects haben mich wirklich beeindruckt, auch wenn die Handlung etwas zu wünschen übrig ließ. Ich kann den Film jedem, der Star Trek, Science-Fiction oder zumindest viel Action mag, nur empfehlen.

Negativ Neben diesen positiven Aspekten gibt es auch einige weniger gelungene As-

Andreas Janke

The Great Gatsby „New York, 1922. Das Tempo der Stadt hatte sich stark verändert. Die Gebäude waren höher, die Partys größer. Die Moral war lockerer und der Alkohol billiger. Die Rastlosigkeit näherte sich der Hysterie.“ Der Film „The Great Gatsby“, frei nach dem Roman von F. Scott Fitzgerald, spielt zur Zeit der „Roaring Twenties“. Die weltweite Konjunktur lässt nicht nur das Geschehen an der Börse explodieren. Der Alkoholschmuggel blüht

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ebenso wie die schillernde Kunst- und Kulturszene der großen Städte. Nachwehen des ersten Weltkrieges werden überdeckt von der Unterhaltung durch Jazz-Musik, Tanzlokale, endlosen Konsum und Kinopaläste in Hol-


Doch nicht Gatsby, sondern einen schwerreichen Rassisten, der seiner außerehelichen Affäre ein Appartement für Vergnügungsorgien zur Verfügung stellt. Die Ehe mit Daisy, einst „das Goldkind“ genannt, wird zum Schein weitergeführt. Nick Carraway, gespielt von Tobey Maguire, bemerkt das Unglück seiner Cousine. Bei einem gemeinsamen Abendessen in New York wünscht Daisy ihrer kleinen Tochter:

„Ich hoffe sie wird ein Dummchen. Das ist das Beste, was einem Mädchen in dieser Welt passieren kann – ein hübsches kleines Dummchen zu sein.“ lywood. Angeregt durch wirtschaftlichen Aufschwung kommt es auch zu gesellschaftlichen Umwälzungen. Die moderne Frau darf wählen, raucht als Ausdruck ihrer Emanzipation und sichert sich die Gunst eines vielversprechenden Neureichen. Daisy, die Cousine des Erzählers Nick Carraway, wartet vergeblich auf die Rückkehr ihres Geliebten Jay Gatsby aus dem Krieg. Der mittellose Offizier bittet das begehrte Mädchen, auf ihn zu warten, bis er ihr ein angemessenes Leben bieten kann; ein Leben mit Schampus, Wochenendhäusern und voll bepackten Einkaufstüten. Daisy wartet fünf Jahre, dann heiratet sie.

Voller Hoffnung auf das schnelle Geld zieht der Yale-Absolvent Nick in die große Stadt. Seine Unterkunft, das verwaiste Häuschen eines Gärtners, liegt direkt neben einem großen Anwesen – dem des legendären Gatsby. Nick lebt Tür an Tor mit einem Mann, der jede Woche rauschende Feste feiert, zu denen halb New York auftaucht. Nur nicht der Schlossherr selbst, zumindest hat keiner ihn je gesehen. Eines Tages flattert eine Einladung durch Nicks Postklappe vom großen Gatsby persönlich. Nick drängt sich durch die tanzende Menge, am gigantischen Springbrunnen vorbei und durch den Konfetti-Regen, auf der Suche nach dem Gastgeber.

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Als Gatsby sich zu erkennen gibt, kommen die beiden ins Gespräch. Im Laufe eines Ausfluges erfährt Nick den wahren Grund für die extravaganten Partys: der neureiche Gatsby hofft, dass Daisy dort erscheint. Hin- und hergerissen zwischen Moral und Mitgefühl beschließt Nick, ein Treffen mit seiner ahnungslosen Cousine und Gatsby zu arrangieren... Feuerwerk aus Schampus und Konfetti mit bitterem Nachgeschmack Nick selbst bleibt im Laufe des Filmes der ständige Beobachter, als Gatsby, gespielt von Leonardo DiCaprio, und seine frühere Geliebte Daisy (Carey Mulligan) dem verhängnisvollen Ende entgegen schlittern. Während der Film mit Glanz und Glitter beginnt, schlägt die Stimmung bald in Entsetzen und Einsamkeit um. Die romantische Hoffnung von Gatsby,

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seine Jugendliebe zurückerobern zu können, wird zur Tragödie. Der Regisseur Baz Luhrmann („Moulin Rouge“, „Romeo and Juliet“) präsentiert bildgewaltig die Stimmung der damaligen Zeit und überzeugt durch die verspielte Umsetzung der Kulissen und Kostüme. Begleitet wird die Explosion an Emotionen und hemmungslosen Festen von der wenig zeitgemäßen Musik des Mitproduzenten Jay-Z, Beyoncé und Lana Del Rey. Nach der Verfilmung mit Robert Redford (1947) kann die Produktion von Luhrmann nicht unbedingt mit Tiefgang punkten. Aufgrund der prächtigen Bilder hat man eher das Gefühl, eineinhalb Stunden lang in einem Feuerwerk aus Schampus und Konfetti zu sitzen. Mit dem bitteren Nachgeschmack der Moral. Ronja Thum


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The Sapphires

Sneak - Preview vom 21.05.2013 im Odeon - Apollo! Die Zeiten um 1968 sind schwer für die vier Aborigine-Mädchen Gail (Deborah Mailman), Julie (Jessica Mauboy), Kay (Shari Sebbens) und Cynthia (Miranda Tapsell), die in einem Reservat aufwachsen und von den Bewohnern der Stadt diskriminiert werden. Doch je älter sie werden, desto größer wird auch ihr Traum von einer eigenen Gesangskarriere. Auf einem Talentwettbewerb lernen sie Dave Locelace (Chris O‘Dowd) kennen, der sich von ihren Fähigkeiten überzeugen lässt. Gemeinsam bemühen sie sich um die Aufnahme beim amerikanischen Militär, das Entertainer für die stationierten Truppen in Vietnam sucht. Aber die vierte im Bunde, Kay, die als kleines Mädchen von städtischen Pflegeeltern gestohlen und nach weißen Standards erzogen wurde, hat sich von ihren Cousinen entfremdet. Trotz der auftretenden Schwierigkeiten kämpft die Truppe um den gemeinsamen Traum und so beginnt für die Sängerinnen schon bald eine gefährliche Reise voller Musik, Entwicklung, Selbstfindung, Freundschaft und den grausamen Wahrheiten des Krieges.

Die australische Produktion beruht auf einer wahren Begebenheit und greift die facettenreichen Problematiken der damaligen Zeit in filigraner Art und Weise auf, um sie unter dem großen Überbegriff der Musik zu subsumieren. Die Handlung wurde mit viel Liebe zum Detail und sensiblen Einflüssen an eine gelungene Musikmischung angepasst und durch die authentische schauspielerische Leistung unterstützt. Auch wenn die angesprochenen Themen nicht alle vertieft oder genauer behandelt werden, bekommt der Zuschauer mehr als genügend Impulse zum Nachdenken und wird auf emotionaler Ebene angesprochen. Besonders die Schwierigkeiten der Zugehörigkeit und der Kampf um selbstbestimmtes Leben stehen im Vordergrund, aber auch die Bilder der entsetzlichen Grausamkeiten, die Soldaten in einem Krieg durchleben müssen, werden weder beschönigt noch „romantisiert“. Ein wirklich sehenswerter Film mit Tiefgang, Informationen und der Möglichkeit, etwas über Menschen zu lernen, die vielleicht auf den ersten Blick anders sind, aber im Inneren die gleichen Bedürfnisse haben wie jeder von uns. Ilka Jot

Bewertung des Autors:

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Horoskope Wassermann (21.01.-19.02.) Gesundheit Du hast Dir beim Saufen den Finger gebrochen. Trink mal lieber Wasser, Mann! Liebe Du bist die tollste Frau hier... leider aber auch die einzige. Und ja, Männer, die sich mit Rosenduft einsprühen zählen auch als Frau! Uni Die Uni ist der Lichtblick Deines schwarz-morbiden Lebens. Du gehst einfach nie hin. Fische (20.02.-20.03.) Uni Für den Greenpeace-Artenschutz hat die Mensa eine ganz eigene Antwort: „Fresset den Hoki-Fisch!“ Für Dich heißt das... LAUF... äh... SCHWIMM

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UM DEIN LEBEN! Gesundheit Solange Du Dich freitags von der Mensa fern hältst, bleibst Du am Leben. Liebe Auf der Suche nach dem Tümpel der Liebe schwimmst Du leider auf dem Trockenen. Widder (21.03.-20.04.) Uni Zaghaft wagst Du die ersten Schritte in ein CV-Studium, aber keiner hat Dir gesagt, dass du dafür rechnen können musst! Aus Panik schreibst du dich für Kulturwissenschaften ein.... ausgerechnet! Liebe Nachdem du alles verloren hast, erkennst du den Wert deiner eigenen


Person, die wenigstens noch mit dir spricht. Dein Spiegelbild und du, ihr werdet richtig dicke Freunde. Na, wenn sich da nicht was anbahnt! Geld Du hast auf der Straße einen FünfEuro-Schein gefunden, aber... der sieht irgendwie anders aus als vorher. Du wirfst das blöde Spielgeld weg und gehst deprimiert weiter zum Blutspenden. Ist ja erst das achte Mal diese Woche... Stier (21.04.-20.05.)

Uni Aus irgendeinem Grund möchtest Du Dich in einen Bio-Kurs über Kürbisgewächse einschreiben. Das klingt auch viel gesünder als in einem trockenen Geschichts-Seminar zu sitzen und Feinstaub aus antiken Büchern zu inhalieren. Liebe Du liebst Sonne... und Erde... und Wasser... Nur keine Reformen, vor denen fürchtest Du Dich fürchterlich! Krebs (22.06.-22.07.)

Uni Alle Dozenten tragen rote Kleidung. Jedenfalls in Deinen Augen. Ruhe bewahren, schnauben und scharren.

Uni Du hast Dich am Stattstrand eingebuddelt und wunderst Dich jetzt, dass Du übergangen wirst.

Liebe Du hast Katzen...

Gesundheit Die Sonne tut Dir nicht gut, Dein zartes Fleisch wird knusprig gegrillt.

Gesundheit Geh mal wieder zum Tierarzt, Du hast zu viele Katzen! Zwilling / Gurke (21.05.-21.06.) Glück Dein Sternzeichen wurde von der Reformkeule erwischt, die wirklich alles und jeden trifft. Die neue stattlich anerkannte Bezeichnung für den Zwilling ist ab jetzt „Gurke“.

Liebe Dein leckerer Duft zieht Mosel-Möwen an. Eine ganze Herde gieriger, verfressener Land-Mosel-Möwen! Löwe (23.07.-23.08.) Liebe Finger weg vom Chef, der ist vergeben! Achja... an Dich... Du Luder!

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Gesundheit Du hast es endlich geschafft, durch den Trommelkreis Kontakt zu Deinem Uterus aufzunehmen. Männer plaudern mit ihrer Prostata.

alischen Gestank auf dem Campus gefunden, sondern auch eine altägyptische Pharaonenmumie. Leider darfst Du sie nicht behalten, obwohl sie „Mama“ zu Dir sagt.

Uni Ein Dozent krank und schon hast Du die ganze Woche frei? Fütter ihn mit Gurken!

Uni Sommer, Sonne, Sonnenschein... aber nicht für Dich, Du hast Veranstaltungen.

Jungfrau (24.08.-23.09.) Gesundheit Junge Frau, achten Sie mal ein bisschen mehr auf sich! Männer nicht, bei denen ist es egal. Liebe Achtung! Auf dem Highway to Love klebt ein Kaugummi... Uni Fahr ma‘ heim, Dein Haus sucht Dich! Waage (24.9.-23.10.) Liebe: Reformgeplagte Gurken sind momentan leichte Beute. Versuch doch bei ihnen mal Dein Glück, aber hüte Dich vor EHE-C! Glück Du hast in der Kanalisation der Uni nicht nur den Grund für den besti-

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Skorpion (24.10.-22.11.) Liebe Die Wahrsagerin kann Deine Liebesliebe einfach nicht finden. Geld In Oberhupfelshausen wirst Du reich. Du weißt nicht, wo das ist? Ja, wir auch nicht. Uni Deine Lieblingsvorlesung „Polynomdivision mit virtuellen Exponenten“ fällt diesen Monat leider aus. Besuch doch ein Bio-Seminar über Kürbisgewächse. Schütze (23.11.-21.12.) Glück Du suchst schon die ganze Woche nach einem vierblättrigen Kleeblatt. Nach 20 verpassten Veranstaltungen merkst Du, dass Du Dich auf dem


Schotterparkplatz befindest. Glück 2 Hey, dafür hast Du die ganze Woche lang einen Parkplatz gehabt! Uni Jemand schenkt Dir Himbeerbrause. Und da ist ein Kleeblatt drauf! Was für ein Glück! Steinbock (22.12.-20.01.)

Gesundheit Du hast keine Zeit für Krankheiten, aber erkläre das mal Deiner Sommergrippe. Uni Dein Uni-Leben ist ein einziges Auf und Ab. Die Höhen und Tiefen beschränken sich allerdings auf den Raumwechsel zwischen dem ersten und fünften Stock Deiner Fachbereichs-Gebäude.

Liebe Dein Liebesleben gleicht einer Blumenwiese, voller Bienchen und Blümchen. Schade, dass Du Pollen-Allergiker bist.

Du glaubst an das Schicksal und kannst weissagen?

Schreib deine Horoskope an unik@uni-koblenz.de!

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Sudoku

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Schwierigkeitsgrad: leicht

Schwierigkeitsgrad: leicht

Schwierigkeitsgrad: mittel

Schwierigkeitsgrad: schwer


Schwierigkeitsgrad: leicht

Schwierigkeitsgrad: leicht

Schwierigkeitsgrad: mittel

Schwierigkeitsgrad: schwer

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Kreuzworträtsel Firmen- amerik. Südbeteili- Novellist frucht gung † 1849

Bagatelle

span. Artikel

Leitung bei Filmaufnahmen

Orientale musik.: wild , heftig

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Einrichtung für Bankkunden

biblischer Prophet

16 Tropenbaum

griech. Unheilsgöttin

Laubbaum

Wohlgeruch

begeisterter Anhänger

Babymundtuch

dreiatom. Sauerstoff

amerik. Längenmaß

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Erweiterung eines Hauses

kurz für: Alphabet

zeitgemäß

Furcht Grünfutter

Tendenz in der Nähe von

Ansatzsegel franz.: eins

Überprüfung

Vorderasiat Hauptstadt der Türkei

Gebirgstier

Flächenmaß

Bücherfreund

faul, behäbig

Gegenteil von Frieden

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Radiowesen

Vakuum

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Schutz für Wunden

skand. Münze

histor. span. Flotte

Wasserpflanzen

fast

spannendes Buch

Herkunftsverzeichnis

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selten, kostbar

Widersacher

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Inselstaat im Mittelmeer

röm. Grenzwall

Fruchtform Kampfsportart

Bartschur europ. Hauptstadt

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Stützkerbe

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nord. Herdentier

Gaststätte

eingedickter Saft

unverheiratet

Komp. d. Oper ,Das Medium’

orientalischer Markt

Evangelist

Stahlschrank

Öffentlichkeitsarbeit (Abk.)

Stadt im Irak

Obstkern

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treuer Gefolgsmann

Besitzform im MA

Rüsseltier

Hubschrauberdrehflügel episches Werk

Geschäftsraum

Gerade

jüd. Hohepriester

Liebelei

engl. Männername

Jazzstil

Amtstracht

ital. Marmorstadt

Gelände

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Nadelbaum

Luft holen

Ehrenplakette

eigenes Staatsgebiet

Schiffszubehör

Getränkerest

durch, mit

gefeit

USBundesstaat

Bergwerk

ital. Männername

Herrenkleidung

zu jener Zeit

Arbeitshochleistung

Fleischsülze

Blumengöttin

erste Mondlandefähre

Spion, Spitzel

USFürsten- Raum- Aktienhaushalt fahrtgewinn behörde Gattung der Gift14 nattern Initialen Manege von Kana

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Wagenladung

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Auslese der Besten

Gewinn, Sieg

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Söller

südamerik. Hochgebirge

Westeuropäer

Haltevorrichtung

Muschelprodukt

engl. nicht verboten Prin zessin

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Stadt am Niger

int. Hohlmaß für Rohöl

Raub keltische Sprache

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Rotweinbowle

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förml. Anrede

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FUSSBALL

HALLEN TURNIER 15. 06.

63 www.ahs-koblenz.de


FotoWettbewerb

Summer hard! – Warum dein Uni-Sommer härter feiert als der Winter

Du hast diesen Sommer ein unglaublich spektakuläres Bild geschossen oder ein extraordinäres Erlebnis gehabt, das du fotografisch darstellen möchtest? Dann bist Du HIER genau richtig! Wir suchen ein Foto, das uns am eindrucksvollsten zeigt, wie hart Koblenzer Studenten den Sommer an unserer Uni feiern. Dabei ist egal, ob du Dich beim Extreme-PowerSonnen zeigst oder festhältst, wie der Kommilitone aus dem ChemieSeminar versucht, Sonnenstrahlen zu essen. Hauptsache, Du stichst aus der Masse heraus und schnappst Dir einen von drei Preisen! Infos und Teilnahmebedingungen findest du auf unik.uni-koblenz.de oder schreib an unik@uni-koblenz.de Einsendeschluss: 26.06.2013

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Thema: Leichte Kost