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Melanie Pape [25] macht Freudensprünge vor der Sydney Harbour Bridge.

Ruhe prüfen und bei Bedarf telefonisch oder per E-Mail weitere Informationen einholen. Denn auf dem Markt der privaten Praktikumsvermittler gibt es auch schwarze Schafe. »In der Praxis kommt es leider immer mal wieder vor, dass Praktikanten nicht in der gewünschten Branche eingesetzt werden oder bei der Arbeit unterfordert sind. Und wenn dann auch noch womöglich versteckte Kosten auftreten oder der Anbieter sich bei auftretenden Problemen nicht zuständig fühlt, ist das sehr ärgerlich«, weiß Regina Schmieg vom europäischen Beratungsnetzwerk Eurodesk. Frühzeitig prüfen: Stimmen die Inhalte und die Rahmenbedingungen? Genau hinschauen sollten Studierende aber auch bei der selbstständigen Suche oder bei öffentlich geförderten Programmen: Wichtig ist zum einen, ob das Praktikum inhaltlich den eigenen Erwartungen entspricht: Manche wollen zum Beispiel einfach herausfinden, ob ihnen ein bestimmtes Berufsfeld liegt, andere vor allem das Arbeitsleben im Zielland kennenlernen, manche wollen verschiedene Tätigkeitsbereiche einer Organisation kennenlernen, andere einen tieferen Einblick in ein bestimmtes Berufsfeld bekommen. Zum anderen sollen natürlich auch die Rahmenbedingungen stimmen: Dazu gehören ein fairer Praktikumsvertrag, eine gute und verlässliche Betreuung, ein angemessenes und

ausführliches Praktikumszeugnis. Um Studierende bei der Wahl des Praktikumsgebers oder -vermittlers nicht allein zu lassen, hat Eurodesk in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern einen QualitätsCheck Auslandspraktikum zusammengestellt, den es unter www.wege-ins-ausland.org kostenlos zum Download gibt. Darin findet sich eine Liste mit Kriterien, auf die Studierende bei der Beurteilung achten sollen. Darüber hinaus bietet Eurodesk unter der Hotline 0228 / 9506 250 eine kostenlose Beratung an. Bei Melanie lief übrigens alles nach Plan: Nach Australien zu fliegen war zwar ein Risiko, weil sie noch keine feste Zusage für das Praktikum hatte. Doch für den Notfall hatte sie noch die Möglichkeit auf eine ehrenamtliche Tätigkeit in einem Museum in der Hinterhand. Und letztlich bestätigte sich ihr ohnehin guter Eindruck von dem Arbeitgeber zum Glück beim Vorstellungsgespräch vor Ort. Kurz darauf konnte sie mit dem Praktikum beginnen: Ihre Betreuerin führte sie zu Beginn in alle Arbeitsbereiche ein und stand auch danach immer für Fragen zur Verfügung. Melanie hatte Spaß an ihren vielfältigen Aufgaben und durfte auch in die verschiedenen Tätigkeitsbereiche ihrer Kollegen hineinschnuppern. Und am Ende bekam sie ein tolles Arbeitszeugnis. Sie plant jetzt, ihren Master in Irland zu machen und ist überzeugt: »Diesen Mut hätte ich ohne das Praktikum in Australien bestimmt nicht gehabt«. ◆ Janna Degener

Der Arbeitsplatz von Melanie kann sich sehen lassen.

Linktipps www.wege-ins-ausland.org Broschüren ‚Wege ins Auslandspraktikum‘ & ‚QualitätsCheck Auslandspraktikum‘ www.rausvonzuhaus.de Programmdatenbank & kostenlose Beratung

www.go-out.de

Janna Degener hat während ih­ res Studiums zwei längere Aus­ landsaufenthalte eingelegt: Das Praktikum am Goethe-Institut in Damaskus war selbstorganisiert, die Fremdsprachenassistenz in Paris hat der Pädagogische Aus­ tauschdienst vermittelt. Heute arbeitet sie als freie Journalistin für verschiedene Medien, unter anderem für www.go-out.de.

10.08.12 09:19

„go out! studieren weltweit“ ist eine ge­ meinsame Initiative des Bundesministe­ riums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Deutschen Akademischen Aus­ tauschdienstes ( DA AD). Ziel ist es, Schü­ ler und Studierende zu motivieren, einen Te i l d e s S t u d i u m s i m A u s l a n d z u v e r b r i n ­ gen. Tipps zu Studium und Praktikum im Ausland, Erfahrungsberichte & Infos zu S tipendien findest du auf: w w w.g o - o ut .d e

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