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Tobi Löffler, Junior Nkembi und Ian Gehrke im Interview

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Unicorn erhält Profivertrag in der CFL

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Der 41. Sieg in Folge und seine Besonderheit

Ein Blick hinter die Kulissen des Heimspiels

Die Unicorns 2019 als Poster

unicorns.de

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Die Unicorns-U19 im Porträt

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ÜBER


Editorial

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LIEBE FANS!

Ich freue mich, hier im U MAG über die neuesten Entwicklungen berichten zu dürfen. Ihr Fans seid ein ganz wichtiger Bestandteil der Unicorns und ich nutze die Möglichkeit sehr gerne, um euch einen besonderen Blick hinter die Kulissen zu gewähren. In letzter Zeit werde ich oft nach unserer Siegesserie gefragt und ehrlich gesagt rede ich nicht besonders gern darüber. Was ich sagen kann: Der Rekord zeugt von jeder Menge harter Arbeit und verdeutlicht die Konstanz über die letzten Jahre. Das Team hat sich nicht auf dem Erfolg ausgeruht, sondern sich umso mehr den zukünftigen Herausforderungen gewidmet. Dieses Mindset verlangt unglaublich viel Disziplin. Doch was uns Woche für Woche antreibt, ist der Wille, Schwäbisch Hall ein Team zu schenken, auf das es stolz sein kann. Zu Beginn der laufenden Saison hatten wir mit deutlich mehr Problemen zu kämpfen als wir es aus der Vergangenheit gewohnt waren. Aber wie sich die Mannschaft da durchgebissen hat und noch

enger zusammengerückt ist, war beeindruckend. Auch wenn einige der Spiele einseitig gewirkt haben, möchte ich an dieser Stelle betonen, dass es dennoch jedes Mal harte Arbeit war. Unsere Spielvorbereitung ist sehr akribisch – egal, wer der Gegner ist; die Spieler verbringen viel Zeit im Kraftraum, beim Physio und sichten die Spiel- und Trainingsanalysen der Coaches. Schön zu sehen, dass sich all der Aufwand am Gameday auszahlt. Der Fortschritt ist jede Woche zu spüren, aber diesen Entwicklungsprozess werden wir auch brauchen, um unser ultimatives Ziel zu erreichen. Auf die Förderung der Eigengewächse legen die Unicorns seit jeher sehr viel Wert. Das beweisen die derzeit 18 Spieler aus der eigenen Jugend, die zu den Leistungsträgern des GFL-Teams zählen. Darüber hinaus gibt es viele weitere Jungs, die hart an sich arbeiten, um demnächst ihre Chance auf dem Spielfeld zu erhalten. Das Niveau in der GFL ist mittlerweile so hoch, dass es einige Zeit braucht, bis sich Jugendspieler etablieren können. Die Unicorns-

Eigengewächse als Fundament gespickt mit talentierten Spielern von außerhalb, welche die Unicorns-Kultur leben: Das ist die gesunde Mischung, auf die wir auch in Zukunft setzen werden. Dazu wird auch die UNICORNS ACADEMY ihren Beitrag leisten. Über die letzten zwei Jahre hat sich das Programm toll entwickelt, nach den Sommerferien stoßen weitere Neuzugänge hinzu. Derzeit machen vier unserer Academy-Jungs ihr Abitur. Darauf sind wir sehr stolz, schließlich hat der erfolgreiche Schulabschluss Priorität. Abseits aber auch auf dem Spielfeld entwickeln sich die Kids großartig. Umso schöner ist es zu sehen, wie sehr sie zum Erfolg der U19- und U16Teams beitragen. Ich kann es kaum erwarten, bis die ersten Academy-Kids für die GFLMannschaft auflaufen.

It’s all about the U! Danke für eure Unterstützung! Jordan Neuman Head Coach GFL Schwäbisch Hall Unicorns

IMPRESSUM Herausgeber TSG Schwäbisch Hall 1844 e.V., Abteilung American Football Redaktion Julia Brenner Lea Brenner Mitarbeit Axel Streich Jordan Neuman Siegfried Gehrke Grafik & Gestaltung Torsten Helber Titelbild & Fotos Carsten Köth, CK-Pixsfactory Manfred Löffler Sven Löffler Rolf Müller Candice Ward Anzeigen Alexander Koppenhöfer Greenclub Druck Schnelldruckladen


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NEWS Coole Caps für heisse Tage Rechtzeitig zum Beginn des Sommers wartet der Unicorns Fanshop mit einer brandneuen Cap-Kollektion auf: Ob die klassische Schildkappe mit dem „Unicorns“Schriftzug, die lässige Snapback, der „Sun Visor“ in weiß mit grünem Schild oder der „Bucket Hat“ - hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Basecap

Snapback Cap

Junior Bowl 2019 im Optima Sportpark Das Finale um die Deutsche Jugendmeisterschaft im American Football kommt nach Schwäbisch Hall! Der American Football Verband Deutschland (AFVD) hat den Schwäbisch Hall Unicorns den Zuschlag für die Austragung des 38. Junior Bowls gegeben. Ausgetragen wird das Endspiel am 24. August im Schwäbisch Haller Optima Sportpark.

12 Ab sofort erhältlich unter fanshop.unicorns.de sowie bei den Heimspielen im Optima Sportpark oder in der Stadt beim Haller Tagblatt und bei der Tourist Information.

Bucket Hat

Sun Visor

About the U Tickets für das Endspiel sind ab sofort erhältlich unter juniorbowl.de

Übrigens: Der Unicorns-U19 werden gute Chancen zugerechnet, wie 2016 das „Finale daheim“ zu erreichen – alle weitere Informationen rund um den Einhorn-Nachwuchs gibt es ab Seite 26.

„It’s all about the U“ – das Motto, das sich 2019 durch die ganze Unicorns-Organisation zieht, macht auch vor den Online-Kanälen nicht Halt: Das Videoformat „About the U“ unter der Regie von Andreas Haffner bietet in regelmäßigen Abständen einen tollen Einblick in die Welt der Einhörner.

Reinschauen lohnt sich! Zu sehen auf der FacebookSeite und dem YouTube-Kanal der Schwäbisch Hall Unicorns. facebook.com/ unicornsfootball youtube.com/ unicornsfootball


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ein unicorn in kanada Von Schwäbisch Hall nach Calgary – diesen ungewöhnlichen Weg hat Raheem Wilson erfolgreich gemeistert. Denn nach seinen zwei Jahren bei den Unicorns, die jeweils mit dem Deutschen Meistertitel endeten, gelang dem sympathischen US-Amerikaner nun der Sprung in den Kader der Calgary Stampeders, die ihrerseits als Titelverteidiger in die neue Saison in der kanadischen Profiliga CFL gehen. Calgarys Coach Josh Bell weiß über seinen neuen Passverteidiger bislang nur Positives zu berichten: „Ich habe ihn an vier verschiedenen Tagen auf vier Positionen aufgestellt und er hat jede Herausforderung gemeistert.“ Als Club-Maskottchen fungiert in Calgary übrigens ein Wildpferd – bis auf das fehlende (Ein-) Horn bleibt für den 25-jährigen Wilson also alles beim Alten. Die Unicorns wünschen Raheem Wilson für die CFLSaison viel Erfolg!

u19-quarterback ist begehrt Das gibt es im deutschen Football nicht alle Tage: Der Unicorns-U19-Quarterback Alexander Honig hat ein Angebot für ein FootballStipendium an einer USamerikanischen Universität erhalten. Ab 2021 kann er an der University of Massachusetts studieren und in der höchsten CollegeDivision (D1) Football spielen. Bis dahin will Honig zunächst das Abitur in Deutschland machen und sich als Spieler der Unicorns weiter bestmöglich präsentieren. Es ist nicht ausgeschlossen, dass bis 2021 Angebote von weiteren Colleges im Hause Honig eintrudeln werden.

Alexander Honig wird schon seit einiger Zeit als eines der größten Talente im deutschen Footballsport gehandelt. Er weiß, was er kann und welches Potenzial in ihm steckt. So verfolgt er sein Ziel, Football im Mutterland seines Sports spielen zu können, auch ganz konsequent. „Ich war mir sicher, dass ich das Zeug dazu habe, in nächster Zeit ein Stipendiumsangebot zu bekommen“, sagt der 17-jährige Honig selbstbewusst. „Als gestern die Nachricht kam, war ich aber schon etwas geschockt und überrascht. Plötzlich war es so real.“

Grüner Fanschal statt rote Rosen

Ein romantisches Dinner, Kerzenschein und rote Rosen – das sind Standardzutaten für einen gelungenen Hochzeitstag. Simone und Sven Waizenhöfer haben da andere Ansprüche: Die beiden treuen Mitglieder der UNICORNS FAMILY, die ansonsten bei jedem Heimspiel für die

Getränkeausgabe zuständig sind, nahmen an ihrem ersten Hochzeitstag auf der Tribüne im Optima Sportpark Platz, um ihr Lieblingsteam – in voller Fanausrüstung – anzufeuern. Diesen Wunsch erfüllten die Unicorns dem jungen Ehepaar sehr gerne. Vielen Dank für eure Unterstützung!


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41 Siege in Serie

Am 15. Juni 2019 war es dann soweit: Im bereits 51. Derby gegen die Stuttgart Scorpions gingen die Schwäbisch Hall Unicorns als Sieger vom Platz – übrigens auch dank drei Touchdowns von Nate Robitaille (vorne). Und mit dem siebten Erfolg im siebten GFL-Spiel 2019 schafften die Einhörner etwas Besonderes. Denn das 21:63 in der Landeshauptstadt bedeutete saisonübergreifend Sieg Nummer 41 in Serie. Damit schiebt sich Schwäbisch Hall an den Handballern vom THW Kiel vorbei, denen in den Jahren 2011 bis 2012 40 Bundesliga-Siege in Folge gelungen waren. Übrigens in jeder einzelnen der 41 Partien als Head Coach an der Seitenlinie: Jordan Neuman, der nach der letzten Niederlage (German Bowl 2016) den Posten als Cheftrainer der TSG-Footballer übernommen hatte.


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„Die Unicorns haben uns miterzogen“ Unicorns ein Leben lang – das trifft auf Junior Nkembi, Ian Gehrke und Tobi Löffler voll und ganz zu. Die drei Eigengewächse, die mittlerweile zu GFL-Stammspielern gereift sind, sprechen im Interview über die Anfänge ihrer Football-Karriere, Freundschaft unter Teamkollegen und die Besonderheit der Unicorns. Ihr seid gerade mal Anfang 20 – trotzdem tragt ihr alle schon über ein Jahrzehnt das Unicorns-Trikot. Fühlt ihr euch schon wie Routiniers oder seid ihr doch noch eher die Lehrlinge, die sich von den Großen etwas abschauen? Tobi: Football ist Football (lacht). Es ist halt alles ein bisschen größer und schneller in der GFL. Ian: Mir kommt es noch viel länger vor als ein Jahrzehnt. Gefühlt haben die Unicorns uns das ganze Leben begleitet. Tobi: Ja, wir haben ziemlich viel unserer Lebenszeit miteinander verbracht. Ian: Für alle drei ging es letzte Saison vor allem darum, von den anderen zu lernen. 2019 haben wir in der GFL alle eine etwas größere Rolle. Junior: Dennoch lernt man ja nie aus und wird über die Jahre besser und besser. Ihr seid sowas wie die neue Generation von UnicornsEigengewächsen, die sich immer mehr Spielzeit in der GFL erarbeitet. Wie nervös seid ihr noch vor den Spielen?

Tobi: Durch die neue Regelung, nach der man ab 18 Jahren nach der JugendSaison bei den Aktiven einsteigen kann, habe ich mein erstes GFL-Spiel schon 2015 gemacht, da wird man ganz gut herangeführt. Und das hat mir auch für meine letzte Jugendsaison enorm geholfen, weil du dann schon das Körperliche und die Gegenspieler auf GFL-Niveau gewöhnt bist. Was bedeuten die Unicorns für euch? Junior: Die Unicorns haben uns, sportlich aber auch persönlich, ein Stück weit miterzogen. Die Art, wie ich heute denke, habe ich auch von unseren Coaches hier. Football ist schon ein sehr großer Teil meines Lebens. Ian: Für mich ist Football „bigger than life“, das hängt aber auch damit zusammen, dass ich bei Sigi aufgewachsen bin (alle lachen). Tobi: Es macht auf jeden Fall eine Menge Spaß, sonst würde ich es nicht machen. Auch wenn es für meinen Körper nicht das Beste ist (grinst).

Junior Nkembi erlebte einen guten Start in die Saison 2019.

Ian: Und man muss halt auch echt sagen, dass Football in Schwäbisch Hall was Besonderes ist. Bei anderen Teams hätte ich wahrscheinlich schneller mal mit dem Gedanken gespielt aufzuhören. Aber die Unicorns und die Coaches bewegen sich auf einem so hohen Niveau und die Atmosphäre ist der Wahnsinn… Tobi: Das habe ich auch von Jungs von anderen Teams gehört. Gerade in den Großstädten machen die Teamkollegen kaum etwas

miteinander. Dagegen ist es bei uns wie eine Familie – zwischen 10 und 18 Jahren habe ich mit den Jungs – Ian, Junior, Moe Schreiber, Cedric Ehrenfried und Nico Regner meine komplette Zeit verbracht. Und das merkt man auch auf dem Feld, weil man sich einfach blind vertrauen kann. Wie seid ihr auf American Football aufmerksam geworden und bei den Unicorns gelandet? Tobi: Ich habe mit meinem Nachbar Max Leutert immer

Ian Gehrke steuerte zum Halbfinal-Erfolg gegen Dresden 2018 einen Touchdown bei.

2018 noch mit der #20: Tobi Löffler und sein LinebackerKollege Daniel McCray


Interview

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Position Cornerback Erfolge Deutscher Meister (2018, 2017), Baden- Württemberg- Auswahl U16-U19 Größe 1,85 m Alter 22 Jahre Beruf Auszubildender (Groß- und Außenhandels kaufmann) Hobbys Tanzen (Hip-Hop), Thai-Boxen, Musik

Position Wide Receiver Erfolge Deutscher Meister (2018), Deutscher Jugendmeister (2016), Baden-Württemberg-Auswahl U16-U19, Vize-Europameister U15 Flag (2012), Vize-Europameister U13 Flag (2008) Größe 1,84 m Alter 21 Jahre Beruf Student (ab Herbst: Film) Hobbys Coachen (U19), Basketball, Baseball, Film

Position Outside Linebacker Erfolge Deutscher Meister (2018, 2017), Deutscher Jugendmeister (2016), Baden- Württemberg Auswahl U16-U19, Vize-Europameister U15 Flag (2012), Vize-Europameister U13 Flag (2008) Größe 1,78 m Alter 21 Jahre Beruf Student (Agrarwissen schaften) Hobbys Fahrradfahren, Wandern, Gärtnern, Kochen

Junior Nkembi

ian gehrke

tobi löffler


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Tobi: Erst einmal bin ich meiner Familie dankbar, was sie mir ermöglicht hat. Meine Mama hat kaum ein Spiel verpasst, auch auswärts nicht, was mir sehr viel bedeutet. Und die Leidenschaft von meinem Papa war halt immer schon das Fotografieren, dann hat er mit dem Football mal was Neues ausprobiert. Und Sven ist dann auch noch irgendwie mit reingerutscht. Vielleicht muss ich mich dafür irgendwann mal entschuldigen (lacht).

Wie alles begann: Ian (stehend, Zweiter von links) sowie Tobi und Junior (sitzend, rechts) mit dem Flag-Team 2008 um Sigi Gehrke. auf der Straße gespielt und irgendwann war der dann am Wochenende immer unterwegs, weil er mit Football angefangen hat. Direkt nachdem ich dann 2007 zehn Jahre alt geworden bin, bin ich mal mitgegangen und dabei geblieben. Junior: Ich bin in in der 3. Klasse zu Ian in die Grundschule am Langen Graben gekommen. Nach ein paar Wochen hat Ian dann alle mit zum Flag Football genommen. Das war nur wenige Tage nachdem Tobi angefangen hatte.

Ian: Man muss dazu sagen, dass Football damals erst ab zehn Jahren möglich war. Ich war erst neun, deswegen hat Sigi dann noch die BambiniMannschaft gegründet. Ian, wie bereits angedeutet: Gründungsmitglied und Unicorns-Legende Siegfried Gehrke ist dein Papa. Hätte er dir überhaupt eine andere Sportart erlaubt? Ian: Ja natürlich. Ich habe fast drei Jahre lange Fußball gespielt – so wie Sigi früher

Junior Nkembi ließ sich das Footballspielen auch nicht von zwei Verletzungen nehmen.

auch – und da war er auch immer bei den Spielen. Er hat nie gefordert, dass ich doch mal Football probieren soll. Dann habe ich aber gefragt, ob ich mal mittrainieren darf, weil sich bei uns daheim alles nur um Football gedreht hat. Bei den Löfflers ist der Football-Virus auch ausgebrochen: Papa Manfred macht all die tollen Fotos und Bruder Sven ist für den Livestream verantwortlich - fühlst du dich da manchmal schuldig, Tobi?

Hättet ihr denn gedacht, dass ihr den Unicorns so lange die Treue halten würdet? Ian: Ich wäre wahrscheinlich enterbt worden, wenn ich über ein anderes Team nachgedacht hätte (alle lachen). Ich war aber immer schon jemand, der einer Sache eher treu bleibt. Tobi: Und dazu kommt, dass wir mittlerweile in der Jugend seit über vier Jahren das gleiche System spielen wie bei den Aktiven. So ist man voll drin und kann gute Plays machen. Dazu kommt noch das sehr gute Coaching. Ihr habt die Unicorns und deren Weiterentwicklung von klein auf miterlebt. Wo seht ihr die größten Veränderungen? Ian: Die Aktiven-Spiele damals waren vom Niveau

Ian Gehrke spielte erst drei Jahre Fußball, bevor er zum Football wechselte.


Interview

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um die Auswahl der Sportart geht.

Damals Quarterback und Fan, heute Head Coach und Linebacker: Jordan Neuman mit Tobi Löffler. her nicht mit heute zu vergleichen. Das Interesse an Football ist unfassbar groß geworden. Als ich früher in der Schule erzählt habe, dass ich Football spiele, konnte kaum einer was damit anfangen. Heute ist das einfach jedem in der Gegend ein Begriff. Junior: Wenn Spieler früher aus der Jugend raus kamen, durften sie bei den Aktiven relativ schnell viel spielen - auch, wenn sie nicht so gut waren. Heute kommst du aus der Jugend und es ist eigentlich klar, dass man noch zwei, drei Jahre warten und hart arbeiten muss, bis man seine Chance erhält. Tobi: Ich dachte es diese Saison schon ein paar Mal, als wir wegen vieler Verletzungen relativ dünn besetzt waren: Wir haben mittlerweile eine zweite Garde, die absolutes GFLNiveau hat und uns viel Stabilität geben, wenn mal Leute ausfallen. Das ist echt eine starke Entwicklung. Ian: Es ist ein riesiger Faktor, dass so viele Leute ehrenamtlich für uns aktiv sind. Ich kenne viele Vereine, wo das überhaupt nicht der Fall ist. Und was hier total im Vordergrund steht, ist die Jugendarbeit - die wurde immer schon gefördert.

Ich weiß noch, als wir 2011 den ersten German Bowl gewonnen haben, waren im Training danach gefühlt drei Mal so viele Kids im Training. Tobi: Und heutzutage haben wir schon in den Nachwuchsteams richtige Athleten, weil sie von klein auf gefördert werden. Football ist in Schwäbisch Hall und der Region mittlerweile die Nummer eins, wenn es bei den Kids

Junior, dich haben zwischendurch gleich zwei langwierige Verletzungen vom Football abgehalten. Was war deine Motivation, immer wieder zurückzukommen? Junior: Einige Leuten meinten da schon zu mir: „Bist du eigentlich bescheuert, wieder anzufangen?“ Aber für mich war immer klar: Ich muss fit werden, damit ich wieder spielen kann - es hat einfach etwas gefehlt. Seit ich 2006 von Kamerun nach Deutschland gekommen bin, habe ich quasi ununterbrochen Football gespielt. Die Unicorns haben mir damals auch geholfen, die Sprache zu lernen und mich hier zurecht zu finden. Ihr kennt euch durch die Unicorns alle schon eine Ewigkeit. Wenn man so viel Zeit miteinander verbringt, werden dann aus Teamkollegen zwangsläufig auch Freunde? Tobi: Das ist definitiv Freundschaft. Ob vor oder nach dem Training, an

den Wochenenden – wir haben uns eigentlich jeden Tag gesehen Heute sind wir durch Ausbildung und Studium zwar alle etwas verstreut, aber immer noch eng miteinander verbunden. Ian: Gerade jetzt, da zum Team auch immer neue Leute stoßen, ist es toll zu wissen, dass es ein paar Jungs gibt – also zum Beispiel Junior, Tobi und Moe (Anm. d. Red: Schreiber, #78) – die immer da sind und auf die man sich hundertprozentig verlassen kann. Und wir können ganz detailliert über Plays reden, weil wir das System alle seit Jahren kennen. Dann reden wir doch mal über Football. Tobi, was kann dein DefenseKollege Junior besonders gut? Tobi: Junior ist einer der krassesten Athleten, die ich kenne. Er hatte schon immer eine unglaubliche Schnelligkeit, auch wenn er durch die Verletzungen ein bisschen was eingebüßt hat. Wenn man denkt, er hat seinen Gegenspieler verloren und der Ball kommt, ist er auf einmal da und schlägt den Ball noch weg oder macht eine Interception – aus dem Nichts teilweise.

Auf dem Spielfeld Teamkollegen, abseits des Spielfelds Freunde – und das seit über einem Jahrzehnt: (von links) Tobi Löffler, Ian Gehrke und Junior Nkembi.


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Junior, du triffst als Cornerback im Training gerne mal auf Ian als Receiver. Wo liegen seine Stärken? Junior: Ian läuft seine Routen sehr sehr gut. Manchmal deckt man ihn ganz gut, aber durch die smarte Ausführung seiner Routen lässt er andere Receiver-Kollegen frei werden. Und: Ian hat gute Hände, wie man so schön sagt. Ein Punkt, wo er sich noch verbessern kann, ist der Kontakt. Wenn er den Ball hat, könnte er noch deutlich aggressiver sein. Tobi: Das war schon in der C-Jugend so: Ian ist ein Kopf größer als alle anderen aber geht nach dem Catch sofort ins Aus (alle lachen). Und was sagst du zu Tobis Weiterentwicklung in den letzten Jahren, Ian? Ian: Tobi versteht das System mega gut, was für seine Position enorm wichtig ist, da er das Spiel als Linebacker lesen muss. Schon in der Jugend war Tobi immer derjenige, der alle mitgerissen hat. Wenn alle erschöpft waren, hat Tobi uns motiviert bis zum Ende zu kämpfen. Und genauso spielt er immer. Selbst wenn Tobi mal

k.o. ist, geht er immer noch full speed. Die #4 tritt diese Saison ja in große Fußstapfen: Daniel McCray hat dir nach seiner „Pensionierung“ seine Trikotnummer überlassen. Wie fühlst du dich damit? Tobi: Daniel hat mich mehrmals gefragt, seine Nummer zu übernehmen. Er hat zu mir gesagt, dass ich Football aus Leidenschaft spiele und mein Herz am richtigen Platz habe. Ihm war wichtig, dass so ein Spieler die Vier übernimmt. Das ist schon eine Ehre, auch weil die Vier zuvor mit Sven Mielke einem weiteren starken Linebacker gehörte, der über Jahre eine feste Größe im GFL-Team war.

Ian, du durftest du es an der High School gleich zwei Jahre erleben. Wo liegt Football-technisch der größte Unterschied? Ian: Maine, der Staat in dem ich war, ist vom FootballNiveau her nicht der allerbeste. Ich würde behaupten, dass unsere U19 die meisten High Schools hoch schlagen würde. Der große Unterschied ist nicht mal das Talent oder das Spielverständnis – wir haben hier wirklich auch gute Leute –, sondern die Arbeit, die reingesteckt wird. Wir trainieren hier zweimal die Woche, in den

USA ist fünf Mal die Woche Training. Aber dort ist Football halt Teil der Kultur. Im Gegensatz zu den USA ist Football in Deutschland nur ein Hobby. Wie bekommt ihr das mit eurem Alltag unter einen Hut? Tobi: Für mich ist es ein guter Ausgleich. Mit ein Grund warum ich studiere ist, dass ich das gut mit dem Football vereinbaren kann (lacht). In meinem Freiwilligenjahr im Freilandmuseum habe ich gemerkt, dass man das körperliche Arbeiten abends im Training ganz schön spürt. Beim Studieren ist es deutlich einfacher noch trainieren zu gehen, weil man eh nur den ganzen Tag in der Uni sitzt

Ein ganzes Jahr im Mutterland des American Footballs – davon träumen viele.

Wiedervereinigt: Das Trio auf dem Rathaus-Balkon nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft 2018.


Interview

und sich noch bewegen will. Junior: Ich bin ja die meiste Zeit meines Jobs vor dem Computer, da ist Football ein guter Gegenpol zum Job. Ian: Ich bin noch nie hier auf den Trainingsplatz hoch gekommen und hatte keine Lust. Es ist einfach ein Teil meines Lebens – ein bisschen als hätte ich eine Krankheit und müsste jeden Tag ins Krankenhaus. An den Fingern tragt ihr bereits einige funkelnde Meisterringe. 2016 habt ihr mit der Haller U19 die Deutsche Meisterschaft gewonnen, bei den Aktiven in den letzten zwei Jahren: Sind solche Erfolge Belohnung für all die investierte Zeit? Tobi: Gerade der Junior BowlRing bedeutet dem ganzen 1997er-Jahrgang sehr viel. Der Großteil des Teams hat über fünf Jahre zusammen gespielt und dann auch noch gegen Köln, gegen die wir zuvor

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zweimal im Halbfinale verloren haben. Für die ganze Zeit und Arbeit, die wir über Jahre reingesteckt haben, wurden wir da belohnt. Ian: Wir waren über die komplette Nachwuchszeit recht erfolgreich, haben aber nie was Großes gewonnen. Und der Junior Bowl hat sich einfach self-made angefühlt. Im German Bowl hatte ich das Gefühl, das hätten sie auch ohne mich geschafft, aber am Junior Bowl-Sieg haben wir alle unseren großen Anteil gehabt. Ihr habt in eurem jungen Alter schon echt viel gewonnen - wie motiviert ihr euch, trotzdem weiterzumachen und welche Ziele steckt ihr euch? Tobi: Der Sport hält einen einfach. Die Leute, die ich hier habe und mitziehen sind Grund genug, weiterzumachen. Wir wollen ja unsere Stellung verteidigen und den Leuten beweisen, dass das 2017 und 2018 keine

Eintagsfliegen waren. Junior: Die beiden deutschen Meisterschaften 2017 und 2018 haben mir schon etwas bedeutet, aber mir fehlt noch etwas. Ich arbeite dafür, das zu erreichen, was Tobi und Ian 2016 im Junior Bowl erlebt haben. Dass ich dann wirklich von mir sagen kann, da habe ich etwas bewirkt. Deswegen habe ich mir auch keinen Meisterring machen lassen. Ich will mir den verdienen. Ian: Was mich fasziniert und antreibt, ist zu sehen, dass die Unicorns immer weiter

wachsen und so viele Leute begeistern. Immer wenn ich durch die Stadt gehe, sehe ich jemanden mit einem UnicornsShirt. Das macht einen schon stolz. Ich kann mir vorstellen, dass ich meine Erfüllung irgendwann im Coaching finde. Ich möchte mithelfen, ein langfristiges Fundament an Eigengewächsen aufzubauen und die lokalen Jungs auch halten zu können. Tobi: Irgendwie hofft man, noch das nächste große Ding mit den Unicorns mitzuerleben.

Eigengewächse Gehrke, Löffler und Nkembi sind drei von derzeit 18 Spielern des Jahrgangs 1996 und jünger, die bereits zu den Leistungsträgern der Unicorns-U19 gehörten und in der GFL immer mehr Spielzeit erhalten.

Gemeinsam mit seit Jahren etablierten Eigengewächsen wie Gerry Jäger, Ari Adegbesan oder Simon Brenner bilden sie das Fundament des GFLTeams.

Wir wünschen den

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U MAG #02/19

Ein wichtiger Teil des grossen Ganzen

Während die Schwäbisch Hall Unicorns auf dem Spielfeld Höchstleistungen abliefern, leistet ein ebenso großes Team im Hintergrund seinen Anteil zu einem erfolgreichen Heimspiel des deutschen Meisters. Jan Güntsch, Thomas Munz und Dennis Schmidt sind als Zeugwarte ein Teil der UNICORNS FAMILY, die den Gameday überhaupt erst möglich macht. Ein Unicorns-Gameday wäre ohne die Unterstützung zahlreicher ehrenamtlicher Helfer bekanntermaßen nicht zu stemmen. Angefangen im Bereich der Zuschauerorganisation kümmern sich rund 60 freiwillige Helfer an Heimspieltagen um einen reibungslosen Ablauf. Von den Eintritts- und Bonkassen über Essensausgabe, Küchendienst, Kinderbetreuung im Kids Club bis hin zum Verkauf der Fanwear im stadioneigenen Fanshop: Alle Dienste sind in ehrenamtlicher Hand – powered by UNICORNS FAMILY! Auch auf und rund um das Spielfeld will an einem

Gameday der Unicorns einiges vorbereitet und organisiert sein. Jan Güntsch, Thomas Munz und Dennis Schmidt sind auf dem grünen Rasen bei jedem Heimspiel im Einsatz, immer unterstützt von zwei bis fünf weiteren Helfern. Eine ihrer Hauptaufgaben bildet dabei die Vorbereitung des Spielfeldes und der Aufbau der beiden Teamzonen: Stromkabel müssen verlegt, Torstangen aufgebaut und die vielen Markierungen auf dem Platz gestreut werden. Außerdem bereitet die Crew Getränke und Obst als Stärkung für das Team vor und steht als Notfallsanitäter parat, wenn kurzfristig Equipment von Spielern

repariert werden muss. Kurzum: Güntsch, Munz, Schmidt & Co. legen überall dort Hand an, wo es nötig ist.

„So ein Spieltag zieht sich mit Auf- und Abbau dann schon mal über zwölf Stunden hin. Da bleibt vom Wochenende nicht mehr viel

Die Markierungen auf dem Spielfeld werden einzeln auf den Rasen gespritzt.

Mittendrin: Jan Güntsch und Thomas Munz während des Spiels in der Unicorns-Teamzone.


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Jan GĂźntsch und Thomas Munz inspizieren das Teamzonen-Banner der Unicorns.

Ăźbrig“, sagt Dennis Schmidt, der seit der Saison 2018 als Helfer beim Platzaufbau dabei ist. Mit dem Bestreiten der Heimspieltage ist es aber nicht getan – das Waschen der Spielkleidung des GFL-Teams, die Betreuung während des Trainings und die Begleitung zu Auswärtsspielen kommt noch zusätzlich dazu. „Da sind wir während der Saison schnell bei bis zu 30 Stunden, die wir in der Woche bei den Unicorns verbringen“, verrät Jan GĂźntsch. Was

die Jungs antreibt, einen GroĂ&#x;teil der Freizeit mit ihrem ehrenamtlichen Engagement zu fĂźllen? „Es macht einfach SpaĂ&#x;, ein Teil des groĂ&#x;en Ganzen zu sein. Wenn wieder ein Spieltag oder gar eine ganze Saison erfolgreich Ăźber die BĂźhne gebracht wurde, freut man sich einfach, seinen Teil dazu beigetragen zu haben“, betont Thomas Munz. Und fĂźr diesen Erfolg werden die Drei und Dutzende weitere Mitglieder der

UNICORNS FAMILY auch beim nächsten Heimspiel wieder $2B$Q]HLJHQYRUODJH[B5=LQGG alles geben. Ein groĂ&#x;es DankeschĂśn an die gesamte UNICORNS FAMILY, die vor und hinter den Kulissen, am Spielfeldrand oder hinter der Grilltheke, in der Vorbereitung und während der Saison einen groĂ&#x;artigen Job macht! Thank you, Family!

> Die Fotoserie zu diesem Artikel ist in Zusammenarbeit mit unserem Partner WĂźrth Modyf GmbH & Co. KG entstanden.

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U MAG #02/19

Teamwork: Die Torstangen müssen vor jedem Spiel aufgebaut werden …

Jan Güntsch spielt Notarzt für den Helm von Receiver Nate Robitaille.

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…dabei geht es für Thomas Munz auch mal hoch hinaus.

Die UNICORNS FAMILY macht die Heimspiele für alle Zuschauer zu einem besonderen Erlebnis. Wer die Unicorns ehrenamtlich unterstützen möchte, ist jederzeit willkommen! Die Unicorns freuen sich über jedes

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Wenn ein Rädchen ins andere greift

Die Unicorns-U19 gehört spätestens seit dem Gewinn der Deutschen Jugendmeisterschaft 2016 zum stärksten Football-Nachwuchs Deutschlands und rechnet sich dieses Jahr Chancen auf ein „Finale daheim“ aus. Eine Geschichte über das Erfolgsgeheimnis und die Macher der Haller Jugendarbeit. So stolz, wie die Unicorns auf die Erfolge ihres GFLTeams sind, so sind sie es auch auf ihre Jugend. Es ist nicht nur ein Lippenbekenntnis, wenn Verantwortliche der TSGFootballer sagen, dass die eigene Jugend das Rückgrat und die Basis der aktiven Mannschaft ist. Wie kaum ein anderer Footballverein in Deutschland legen die Unicorns von den jüngsten Flaggies bis hoch zur U19 Wert auf eine gute Betreuung und solide Ausbildung der Spieler. Und das tun sie schon seit über 30 Jahren, in denen sie mehr als 40 Landesmeister- und Süddeutsche Titel in den verschiedenen Altersklassen erringen konnten. Den bislang größten Jugenderfolg feierte Schwäbisch Hall 2016: Vor heimischem Publikum im Optima Sportpark gewannen die Unicorns am 31. Juli 2016 erstmals die Deutsche Jugendmeisterschaft! 2016 war aber zugleich das Jahr des Umbruchs. Denn nach über einem Jahrzehnt äußerst erfolgreicher Jugendarbeit belohnten Johannes „Jonny“ Brenner (U19-Head Coach) und Roland Ehrenfried (Jugendleiter) das Team, die gesamte Organisation und sich selbst mit dem Deutschen Jugendtitel, um die Verantwortung dann in andere Hände zu legen. Damit hatten Brenner und Ehrenfried die Latte für ihre Nachfolger ziemlich hoch

gelegt. „Das waren schon große Fußstapfen, aber ich musste trotzdem nicht lange überlegen um ‚Ja‘ zu dieser Aufgabe zu sagen“, erinnert sich Jan Schreiber, der im Herbst 2016 neuer U19-Head Coach wurde. „Als feststand, dass Jonny die Defense des GFL-Teams übernimmt, wusste ich, dass diese Aufgabe auf mich wartet und ich habe sie gerne angenommen.“ Dem 38-jährigen Realschullehrer war klar, was auf ihn zukommt. Immerhin stand der frühere GFL-Spieler damals schon acht Jahre lang als Defensive Coordinator an der Seitenlinie der U19.

Das Rückgrat des GFL-Teams Im März 2017 wurde dann Nicolas „Nik“ Bendel zum Nachfolger von Roland Ehrenfried in den UnicornsVorstand gewählt. Der 54-jährige Unternehmer ist Gründungsmitglied der Unicorns und war in den ersten fünf Jahren bereits als Kassier im UnicornsManagement aktiv. „Da hat sich in über 30 Jahren schon vieles verändert“, sagt Nik Bendel. „Die Unicorns sind eine faszinierende Organisation und sie haben sich in dieser Zeit zu einem mittelständischen Unternehmen auf ehrenamtlicher Basis entwickelt. Das konnten wir uns Mitte der 80er-Jahre niemals vorstellen.“ Jugendarbeit bringt naturgemäß jedes Jahr große Veränderungen

mit sich. Am Ende jeder Saison verabschiedet sich ein kompletter Jahrgang aus dem Team und bis zur nächsten Runde muss ein neuer integriert werden. „Früher hatte man da tatsächlich das Gefühl, dass man immer wieder bei Adam und Eva beginnt“, sagt Jan Schreiber. Heute empfindet er das anders, was er auf das durchgängige Konzept im Unicorns-Jugendprogramm sowie auf die Arbeit und das Engagement seiner Trainerkollegen in den jüngeren Jugendteams zurückführt. „Die Jungs, die aus der U16 in die U19 kommen, bringen heute ein enormes Spielverständnis und viel Athletik mit.“

Eine hohe Latte für die Nachfolger Das kommt nicht von ungefähr. Auch bei den Jugendteams unterhalb der U19 achtet man darauf, dass sie von ausreichend vielen und kompetenten Trainern betreut werden. So verfügt zum Beispiel schon die U16 über einen achtköpfigen Trainerstab. Darin findet man mit Siegfried Gehrke, Cody Pastorino und Gerhard Jäger Namen, bei denen sich selbst GFL-Teams glücklich schätzen würden, wenn sie diese in ihrem Coaching-Staff auflisten dürften. „Am meisten hat sich in den letzten drei Jahren tatsächlich

unterhalb der U19 entwickelt“, ist sich auch Nik Bendel sicher. „Davon profitiert die U19 mindestens genauso viel wie vom GFL-Team.“ Moment! Die U19 profitiert vom GFL-Team? „Ja“, sagt der Jugendleiter. „Die Aussicht, es in den Kader des Bundesliga-Teams und damit in die Spitze des deutschen Footballs schaffen zu können, motiviert die Jungs enorm.“

Vom Beginn bei Adam und Eva Vor zwei Jahren kam mit der Unicorns Academy ein weiterer, zukunftsweisender Baustein der Haller Jugendorganisation dazu. Die Kooperation mit dem Evangelischen Schulzentrum Michelbach war von Anfang an eine Erfolgsstory. Mit American Football als Schulfach leisten die TSG-Footballer zusammen mit der Internatsschule in Michelbach Pionierarbeit. So greift in der UnicornsJugend ein Rädchen in das andere und am Ende sind es ehemalige Jugendspieler, die für die Erfolge und die Popularität des GFL-Teams sorgen. Eine Popularität, die die nächste und übernächste Spielergeneration dazu animiert, sich selbst im American Football auszuprobieren und ein Jugendtraining der Unicorns zu besuchen. Nach der Überzeugung von Jan Schreiber ist dieser Kreislauf ein wesentlicher Faktor dafür, dass die Haller Jugendarbeit so funktioniert wie sie funktioniert und immer wieder hoch


Team

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gelobt wird. Denn was bei den Spielern beginnt, das setzt sich bei den Trainern fort: „Bis auf ganz wenige Ausnahmen sind alle unsere Trainer als Spieler durch unser eigenes Jugendprogramm gegangen und haben danach in der GFL gespielt“, weiß Jan Schreiber. „Wir können die Kompetenz hier am Ort halten und legen ein hohes Maß an Kontinuität an den Tag.“ Diese Expertise gepaart mit der Tatsache, dass das Management der Unicorns auch finanziell in die Jugendarbeit investiert, erlaubt es den Unicorns, ein qualitativ sehr gutes Training anzubieten.

Kompetenz und Kontinuität als Schlüssel Das macht sie inzwischen auch schon im Jugendalter für Spieler anderer Vereine attraktiv. „Aktive Abwerbung von Jugendspielern bei anderen Vereinen gibt es bei uns nicht“, sagt Jugendleiter Bendel. „Es melden sich aber immer mehr Jugendliche von selbst. Das sind in der Regel Spieler, die die sportliche Herausforderung in der GFL-Juniors suchen sowie an einer soliden Ausbildung und ihrer persönlichen Weiterentwicklung interessiert sind.“ Hierfür machen die TSG-Footballer das richtige Angebot. Sehr bewusst wird das Jan Schreiber immer dann, wenn „Quereinsteiger“ die ersten Trainingseinheiten in seinem Team absolviert

haben: „Meistens sind sie sehr positiv überrascht über die Ausstattung und das Niveau, das sie bei uns erleben.“ So sind zum Beispiel ein Trainer für jede Positionsgruppe oder ständige Videoaufbereitungen und -analysen von Spielen und Trainingseinheiten Standards bei der Unicorns-U19, die man anderswo in dieser Form nur selten erlebt. Gute Ausbildung, attraktives Training, sportliche Erfolge und Perspektiven bringen dann schon auch mal Konstellationen und Herausforderungen mit sich, von denen manch anderes Jugendteam nur träumt. So muss man es schon fast als Luxusproblem bezeichnen, dass die Unicorns-U19 in diesem Jahr mit Louis Waldmann und Alexander Honig gleich zwei sehr talentierte Quarterbacks in ihrem Kader hat. „Es ist einerseits ein Segen für das Team, zwei so gute Quarterbacks zu haben“, weiß Jan Schreiber. „Auf der anderen Seite ist es natürlich ein Balanceakt, zwei Spielern, die sich auf einem so hohen Level bewegen, gleichermaßen gerecht zu werden.“

Ein Luxusproblem auf der QB-Position In der Punktspielrunde wechseln sich Waldmann und Honig in den ersten und zweiten Halbzeiten

Jan Schreiber hat seit 2016 den Head Coach-Posten bei der Unicorns-U19 inne …

… und bildet gemeinsam mit Jugendleiter Nik Bendel ein stimmiges Duo. ab. Es können aber immer und insbesondere in den angestrebten Playoffs Situationen entstehen, bei denen die Tagesform entscheidend für den Erfolg der Mannschaft ist. „Dann müssen wir ad

Für die Saison 2019 hat sich die Unicorns-U19 hohe Ziele gesteckt.

hoc entscheiden, wer entsprechend seiner Stärken und Schwächen wann und wieviel spielt“, sagt Jan Schreiber und ergänzt: „Eines ist klar: Der Teamerfolg geht immer vor!“


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QB-Luxusproblem: Der talentierte Louis Waldmann teilt sich die Spielmacher-Position …

Aber nicht nur bei den Quarterbacks kann die U19 der Unicorns in diesem Jahr glänzen. Jan Schreiber ist überzeugt: „Wir haben dieses Jahr eine wirklich starke Mannschaft, die auf allen Positionen richtig gut besetzt ist.“ Das klare Ziel ist deshalb auch der Gewinn der Südmeisterschaft und der Einzug in den Junior Bowl. „Diese Mannschaft hat wie das Team von 2016 das Zeug dazu, den großen Wurf zu landen“, glaubt auch Nik Bendel. „Aber bis dahin ist es noch ein schwerer Weg, insbesondere in den Playoffs.“ Als Motivation, diesen Weg konzentriert weiter zu gehen, wirkt 2019 die Aussicht auf das „Finale daheim“. Der American Football Verband Deutschland (AFVD) hat im Mai die Ausrichtung des 38. Junior Bowls an die Unicorns vergeben. „Die Schwäbisch

Hall Unicorns sind mit ihren Nachwuchsprogrammen ein Aushängeschild für den deutschen Football. Dies möchten wir mit der Vergabe des Endspiels auch dementsprechend würdigen“, begründete AFVD-Präsident Robert Huber diese Entscheidung.

Die Aussicht auf ein „Finale daheim“ So freut man sich bei den Unicorns, dass man am 24. August 2019 ganz Football-Deutschland zum Junior Bowl XXXVIII nach Schwäbisch Hall in den Optima Sportpark einladen darf. „Auch sowas gehört dazu, wenn man als Sportorganisation für Jugendliche attraktiv sein will“, weiß Nik Bendel. „Das haben wir 2016 deutlich gespürt. Nach dem Junior Bowl haben sich damals viele Kids in der Region noch stärker für American Football interessiert.“

… mit Alexander Honig, der kürzlich sein erstes College-Angebot für 2021 erhielt.

Nachwuchssorgen brauchen sich die Unicorns derzeit nicht zu machen. Der Zulauf zu den Jugendteams ist ungebrochen groß. „Bei uns wurde noch keiner wieder heimgeschickt und Wartelisten oder ähnliches gibt es bei uns auch nicht“, sagt Nik Bendel. „Wenn Kapazitäten an ihre Grenzen

stoßen, dann soll nicht der Jugendliche, der Football spielen will, zurückstecken müssen. Dann sind viel mehr wir gefragt, mehr möglich zu machen. Das war schon immer so bei den Unicorns und das soll auch so bleiben.“ Dafür arbeiten viele Trainer und Helfer Woche für Woche.

Jugend-Football auf Topniveau! Für Football-Freunde lohnt sich nicht nur der Besuch des GFL-Teams im Optima Sportpark. Auch die Jugendspiele der Unicorns auf dem Nebenplatz des Hagenbachstadions sind attraktiv - so kann es schon einmal

sein, dass sich über 400 Zuschauer um den Kunstrasenplatz versammeln. Aktuelle Infos zu den Heimspielen findet man immer unter unicorns.de


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Vorderpfälzische Einhorn-Liebe Die Geschichte warum ein Dutzend Football-Verrückter aus der Vorderpfalz regelmäßig nach Schwäbisch Hall pendelt und wie der 1. Unicorns Fanclub seinen Support in dieser Saison auf ein neues Level hebt. Eigentlich war das alles nur reiner Zufall. „Dass wir hier gelandet sind, haben wir nur der Einhorn-Liebe meines Onkels zu verdanken“, sagt Tanja Kretschmer, eines der Gründungsmitglieder des Unicorns-Fanclubs. „Wir sind alle Footballfans und wollten den American Football in Deutschland unterstützen. Aufgrund des ungewöhnlichen Namens sind es dann die Unicorns geworden, bei denen wir mal vorbeigeschaut haben“. Aus dem Premierenbesuch resultierte wenig später die Gründung des ersten offiziellen Fanclubs der Schwäbisch Hall Unicorns. Und seitdem nehmen die Mitglieder an jedem Heimspiel-Samstag die etwa 90-minütige Autofahrt auf sich, um ihr Lieblingsteam vor Ort anzufeuern. Mehr als zehn Vorderpfälzer sind bereits mit einer Dauerkarte ausgestattet. „Es herrscht einfach eine tolle

Atmosphäre hier im Stadion – familiär, freundschaftlich, man fühlt sich schnell willkommen“, so Tanja Kretschmer. „Nur mit dem Wetter in Hall sind wir diese Saison nicht ganz einverstanden“, fügt sie mit einem Augenzwinkern hinzu. Über die Spiele hinaus treffen sich um die 20 FanclubMitglieder regelmäßig zu Stammtischen und Spielübertragungen, falls ausnahmsweise mal nicht die Möglichkeit besteht, das Team zum Auswärtsspiel zu begleiten. Diese Saison hebt der Unicorns Fanclub seine Unterstützung mit einem ganz besonderen Projekt auf ein neues Level. „Für das Heimspiel gegen Frankfurt Universe haben wir einen Reisebus für 50 Personen angemietet, mit dem wir dann nach Hall fahren werden“, berichtet Michael

Kretschmer. Der 1. Vorsitzende will mit dem Unicorns Fanclub damit „möglichst viele Leute auf American Football in Deutschland aufmerksam machen und sie für die Haller Unicorns begeistern“. Beworben wird die Aktion in der vorderpfälzischen Lokalpresse und in den sozialen Medien.

Michael Kretschmer verrät: „Unser Traum wäre es, wenn wir von den 50 möglichen Mitreisenden dann auch einige als Mitglieder unseres Fanclubs gewinnen könnten“. So wird die vorderpfälzische Vorliebe für die Einhörner dann vielleicht sogar noch ein bisschen größer.

Ein Fanbus zum Topspiel Zum Spitzenspiel der GFL Süd zwischen den Unicorns und Frankfurt Universe am Sonntag, 11. August chartert der 1. Unicorns Fanclub einen Reisebus für alle (zukünftigen) Football-Begeisterten aus der Region aus der Vorderpfalz. Abfahrt in Richtung Optima Sportpark ist um 12

Uhr in Jockgrim. Wer Interesse hat, wendet sich via Facebook an Tanja Kretschmer oder Michael Kretschmer.

rheinland-Pfalz


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Ein Ameisenhaufen voller Unicorns Nach dem ersten German Bowl-Sieg der Unicorns 2011 wurde ich eingeladen, einen Vortrag bei der bayrischen Coaches Convention in Regensburg zu halten. Es sollte die Frage beantwortet werden, wie eine kleine Stadt wie Hall es ganz an die Spitze des deutschen Footballs schaffen konnte. Acht Jahre später haben sich die Unicorns fest dort oben etabliert und viele nehmen das schon als selbstverständlich hin. Aber damals konnte niemand wissen, ob dieser Erfolg nicht nur eine Eintagsfliege sein würde. Neben Faktoren wie viel ehrenamtlichem Engagement und einer für eine Kleinstadt schon damals ungewöhnlich großen Fanbase – immerhin waren über tausend Haller zum Endspiel nach Magdeburg gereist – spielte in meinem Vortrag auch die Jugendarbeit der Unicorns eine große Rolle. Mit etwas Recherche stellte sich heraus, dass rund 60 Prozent der Spieler unseres German Bowl-Kaders vorher in der Jugend der Unicorns gespielt hatten. Beim

Gegner Kiel Baltic Hurricanes waren es nicht einmal 10 Prozent!

entstammen sieben aktuelle Trainer des GFL-Teams der eigenen Jugend.

Der Anteil der Eigengewächse hat sich seitdem verringert, was wohl vor allem mit der gestiegenen Attraktivität der Unicorns für auswärtige Spieler erklärt werden kann. Wer heute zu uns kommt, kann sich gute Chancen ausrechnen, im German Bowl zu stehen, vor 2011 war uns das kein einziges Mal gelungen. Aber immer noch gibt es etliche Spieler im GFL-Kader, die das gesamte Jugend-Programm der Unicorns durchlaufen haben, von den Bambini bis zur U19.

Der wichtigste Grundstein für den erfolgreichen Haller Football ist also noch immer die Jugendarbeit. Und um dieses Fundament zu festigen, wird auch weiterhin viel Zeit und Mühe in die Betreuung der Kinder und Jugendlichen gesteckt. Derzeit kümmern sich knapp 40 Trainer um die etwa 170 Kids, die sich auf die fünf Jugendmannschaften von der U13 bis zur U19 verteilen. Wenn man sich das UnicornsJugendtraining mittwochs oder freitags anschaut, fühlt man sich zeitweise an einen Ameisenhaufen erinnert: Überall wuselt es, aber alles funktioniert mit System.

Drei Jungs, die schon im Grundschulalter mit Flag Football in Hall angefangen haben, kommen an anderer Stelle in diesem Magazin im Interview zu Wort. Es stehen jedoch noch über zwanzig weitere von ihrer Sorte heute auf dem Spielfeld, dazu kommen noch einmal mindestens so viele Ex-Jugendspieler im Kader der 2. Mannschaft. Zudem

Ein weiterer Beitrag zur Jugendarbeit ist seit zwei Jahren die Unicorns Academy am evangelischen Schulzentrum Michelbach. Dort werden inzwischen rund 30 Schüler zusätzlich zu ihrem normalen Schulalltag von den UnicornsCoaches Jordan Neuman und Cody

Siegfried Gehrke ist Gründungsmitglied der Schwäbisch Hall Unicorns und führte die Einhörner als Head Coach (1991 – 2016) zu den ersten beiden deutschen Meisterschaften 2011 und 2012. Heute ist der 54-Jährige als UnicornsSportdirektor im Vorstand und als Jugend-Coach tätig. In jeder Ausgabe des U MAG schreibt „Sigi“ in seiner Kolumne über aktuelle Themen rund um die Unicorns und American Football.

Pastorino im Fach American Football unterrichtet. Damals in Regensburg dachte noch niemand ernsthaft an ein Projekt wie die Academy. Es hätte aber auch kaum jemand für möglich gehalten, dass die Unicorns in den folgenden sieben Jahren sechs Mal im German Bowl stehen würden. Und wer weiß, was in sieben Jahren sein wird? The sky is the limit!


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U MAG #02/19  

+++ Die neue Generation - Interview mit drei Eigengewächsen +++ Unicorns Family - das Team im Hintergrund +++ Erfolgsgeheimnis - die Unicorn...

U MAG #02/19  

+++ Die neue Generation - Interview mit drei Eigengewächsen +++ Unicorns Family - das Team im Hintergrund +++ Erfolgsgeheimnis - die Unicorn...

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