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M ag a z i n f ü r d i e M i ta r b e i t e n d e n d e r u n i v e r s i tät b as e l

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Mitarbeiterbefragung

ausweis für Mitarbeitende

lebensraum erforschen

die uni-angestellten wünschen sich mehr entwicklungsmöglichkeiten.

mit dem fotoausweis können leistungen zum mitarbeitertarif bezogen werden.

der germanist jürgen mischke enträtselt basler orts- und flurnamen.

gestiftete Professuren: Wenn Private Wissenschaftler fördern.


editor ia l

reto caluori universität basel Öffentlichkeitsarbeit

Willkommene Zuwendungen Die Universität Basel hat im vergangenen Jahr einen Re­ kord an Drittmitteln eingenommen: Diese sind um rund 30 Prozent auf beinahe 160 Millionen Franken gewachsen und machen mittlerweile ein Viertel des Budgets aus. Zum grössten Teil handelt es sich dabei um Zusprachen vonsei­ ten des Schweizerischen Nationalfonds und der EU. Be­ sondere Aufmerksamkeit ziehen aber die vergleichsweise bescheidenen Zuwendungen von privaten Geldgebern auf sich. Gerade wenn ein Unternehmen, eine Stiftung oder ein Mäzen die Mittel für eine Professur bereitstellt, führt dies oft zur Frage, wie es um die Unabhängigkeit der Uni­ versität bestellt ist. Den privat finanzierten Professuren ist der Schwerpunkt dieses Heftes gewidmet: Wir haben einen Stifter nach sei­ ner Motivation und seinen Erwartungen sowie einen Stif­ tungsprofessor nach seinen Erfahrungen befragt. Welche Prinzipien und Grundsätze die Universität Basel bei der Einrichtung von gestifteten Professuren befolgt und wie es um die private Forschungsförderung in Europa steht, lesen Sie ab Seite 12. In der im Frühling durchgeführten Mitarbeiterbefragung stellten die Universitätsangestellten ihrer Arbeitgeberin ein gutes Zeugnis aus: Mit ihrem Arbeitsinhalt und dem Arbeitsklima sind sie sehr zufrieden und entsprechend stark identifizieren sie sich mit der Universität Basel (siehe Seite 8). Nur ungenügend fühlen sich die Mitarbeitenden allerdings mit Informationen aus der Hochschule versorgt. Dieses Er­ gebnis kann «uniintern» nicht gleich sein. Wir werden die Ergebnisse sorgfältig prüfen und uns hinterfragen, wie wir Sie besser über die Entwicklungen und Entscheidungen an der Universität informieren können. Für konkrete Vor­ schläge habe ich ein offenes Ohr.

Ich wünsche Ihnen eine gute Lektüre,

uniintern Magazin für die Mitarbeitenden der Universität Basel Petersplatz 1, Postfach, 4003 Basel. Tel. 061 267 24 95, Fax 061 267 30 13 E­Mail: uniintern@unibas.ch www.unibas.ch/uniintern

September 2011 herausgeber Kommunikation & Marketing (Leitung: Matthias Geering) redaktion Reto Caluori (rc), reto.caluori@unibas.ch gestaltung Continue AG, Basel text Frank Krysiak, Achatz von Müller, Beat Münch, Georg von Schnurbein,

Christoph Tschumi, Rahel Walser fotografie Christian Flierl, Claude Giger, Peter Schnetz korrektorat Birgit Althaler, Basel druck Effingerhof AG, Brugg auflage 6100 Ex. inserate Matteo Domeniconi, Schwabe AG, Anzeigenverkauf, Farnsburgerstrasse 8, 4132 Muttenz, Tel. 061 467 86 08, Fax 061 467 85 56, E­Mail: anzeigenverkauf@schwabe.ch termine uniintern erscheint viermal jährlich. redaktionsschluss und Erscheinungstermine der nächsten Ausgaben: 4/2011: 10. Oktober 2011 / 14. November 2011 1/2012: 16. Januar 2012 / 20. Februar 2012 2/2012: 19. März 2012 / 23. April 2012 titelbild Prof. Dr. Philippe C. Cattin erforscht innovative Verfahren der

medizinischen Bildanalyse. Finanziert wird seine Assistenzprofessur vom Medizinaltechnikunternehmer Dr. Hansjörg Wyss. (Foto: Christian Flierl)

reto caluori, reto.caluori@unibas.ch

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i n h a lt

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vizerektor forschung

Mitarbeiterausweis

Positive beurteilung

Was Ed Constable die nächsten vier Jahre im Rektorat erreichen möchte.

Eine Karte für Mensa, Universitätsbibliothek und Unisport.

Verwaltungsdirektor Christoph Tschumi interpretiert die Mitarbeiterbefragung.

leute

universität 4

e-Mail direkt Was bringt die einführung von

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4

Porträt Jürgen Mischke geht den ursprüngen

von Ortsnamen auf den grund.

Microsoft exchange mit sich? ferienregelung 2012 wird an der universität

die fünfte ferienwoche eingeführt.

service

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die zahl

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kolumne Kredit und Krise

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leserbrief

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Personalia

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Medienspiegel

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dienstjubiläen

8 9 10

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neuberufungen

neuer vizerektor ed constable möchte im

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ehrungen und Mitgliedschaften

rektorat die forschenden vertreten.

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somdeb bose dasgupta Medaille für Parasitenforscher

Mitarbeiterausweis bis ende Jahr erhalten

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toolbox schnelle hilfe bei unfällen mit gifttieren

die uni-angestellten einen fotoausweis.

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cartoon nicolas Mahler

Mitarbeiterumfrage die befragten schätzen

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domino Wie viel kostet eine Kilowattstunde atomstrom,

ihre arbeit und wünschen sich mehr entwicklungs-

wenn man alle Kostenfaktoren heranzieht?

möglichkeiten.

fokus 12

stiftungsprofessuren Wie die universität mit

gestifteten Professuren akzente setzt. 14

der stifter Mit 15 Millionen franken unterstützt

Matthias eckensteins stiftung die erforschung von Medikamenten für Kinder und Jugendliche. 16

der stiftungsprofessor Philippe cattin forscht auf

einer Professur, die vom Milliardär hansjörg Wyss finanziert wird. 18

universität und Philanthropie blind date,

Prostitution oder traumhochzeit?

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u n i v e r s i tät

e-m a i l di r e k t von: uniintern@unibas.ch gesendet: donnerstag, 25. august 2011 16:21 an: ruediger.schreiner@unibas.ch betreff: einführung von Microsoft exchange

lieber herr schreiner das e-Mail-system der universität wird ab herbst auf «Microsoft exchange server 2010» umgestellt. Was bedeutet das für die Mitarbeitenden? beste grüsse, redaktion uniintern

von: ruediger.schreiner@unibas.ch gesendet: Mittwoch, 31. august 2011 11:23 an: uniintern@unibas.ch betreff: re: einführung von Microsoft exchange

liebe «uniintern»-leser für die benutzer ändert sich erst einmal nichts. der Mailserver wird weiterhin so kommunizieren, dass mit den gewohnten e-Mail-Programmen wie thunderbird oder Outlook weitergearbeitet werden kann. gleichzeitig bringt die einführung von exchange eine reihe von neuen funktionen mit sich, wie die verwaltung von Kalendern, Kontakten, notizen und aufgaben. diese gruppenfunktionen vereinfachen die zusammenarbeit. zum beispiel kann man anderen

uni-Mitarbeitende erhalten fünfte ferienwoche ■ Der Universitätsrat hat den jährlichen Ferienanspruch ab 2012 um eine auf fünf Wochen (oder 25 Ferientage bis Alter 49) erhöht. Mitarbeitende ab Alter fünfzig erhalten neu 27 Ferientage. Wer sechzig oder älter ist, kann wie bisher 30 Tage in die Ferien fahren.

Die Ferienregelung entspricht der neuen Regelung des Kantons Basel­ Landschaft, wobei die Universität zusätzlich den Dies Academicus als ar­ beitsfreien Tag gibt. Mit der Einführung der fünften Ferienwoche wird das Rektorat gleichzeitig die bislang grosszügige Praxis bei den Frei­ und Fei­ ertagen in Anlehnung an die beiden Trägerkantone etwas restriktiver fas­ sen. Damit die heutigen Mitarbeitenden ab Alter 60 dadurch keine Einbu­ sse erleiden, wird dieser Altergruppe während maximal fünf Jahren ein zusätzlicher Feiertag gewährt. Dank der neuen Regelung können die Universitätsmitarbeitenden flexibel entscheiden, wann sie ihre freien Tage beziehen möchten, da weniger fixe Freitage festgelegt werden. Somit steht es ihnen frei, ob sie ihre zusätzli­ chen Ferientage zusammenhängend, als Brückentage oder für verlängerte Wochenenden einsetzen möchten. Mit der neuen Ferienregelung zieht die Universität mit anderen grossen Hochschulen und Unternehmen gleich, was sowohl für die Attraktivität und die Konkurrenzfähigkeit als Arbeitgeberin als auch für die Motivation der Mitarbeitenden nicht zu unterschätzen ist. Die beiden Trägerkantone haben der neuen Regelung zugestimmt. Christoph Tschumi

benutzern das recht einräumen, auf seinem Kalender freie und gebuchte zeiten einzusehen, was es erleichtert, mit Kollegen schnell einen termin auszumachen. dank der Webschnittstelle «Outlook Web app» kann man von überall aus uneingeschränkt auf e-Mails, Kalender und Kontakte zugreifen, und zwar unabhängig davon, ob man mit einem Windows-, Mac- oder linux-rechner arbeitet. ebenso unterstützt exchange die synchronisation von Kontakten, terminen und e-Mails auf vielen smartphones und anderen mobilen geräten. das universitätsrechenzentrum wird zu beginn 2012 detailliert informieren und entsprechende schulungen anbieten. beste grüsse, rüdiger schreiner, universitätsrechenzentrum

vor der Matur in den hörsaal ■ Besonders motivierte und talentierte Gymna­

siastinnen und Gymnasiasten können bereits vor der Maturität Lehrveranstaltungen an der Uni­ versität Basel besuchen und Kreditpunkte er­ werben. Diese werden ihnen angerechnet, wenn sie sich später regulär in Basel immatrikulieren, wodurch sich ihr Studium verkürzt. Was vor fünf Jahren als Pilotprojekt mit dem Gymna­ sium Liestal begann, steht inzwischen für Gym­ nasien der beiden Basel und Schulen aus den Kantonen Solothurn und Aargau offen. Voraussetzung für eine Teilnahme an der Begabtenförderung ist eine sorgfältige Auswahl durch die Schule und ein Gespräch mit einem Fachvertreter an der Universität. 2010 haben 19 Schülerinnen und Schüler Lehrveranstaltungen an der Philosophisch­ Naturwissenschaftlichen und Philosophisch­Historischen Fakultät belegt. www.gymnasium.bs.ch

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u n i v e r s i tät

frauensicht: eine dreitägige Konferenz reflektiert die rolle afrikanischer frauen in Kirche und gesellschaft.

afrika, die schweiz und die frauen ■ Obwohl keine Kolonialmacht, war die Schweiz im 19. und 20. Jahrhundert aktiv an der Ausgestaltung internationaler Beziehungen mit Afrika beteiligt. Diese waren oft von ökono­ mischen, religiösen und wissenschaftlichen Interessen gelei­ tet. Welches dabei die Rollen und Anliegen von Frauen waren und sind, thematisiert vom 14.–16. Oktober eine internatio­ nale Konferenz, die von der Mission 21 und dem Zentrum für

Afrikastudien der Universität Basel organisiert wird. Die Vor­ träge und Workshops widmen sich insbesondere kolonialen und missionarischen Aspekten der wechselvollen Beziehung zwischen Afrika und der Schweiz. Alle Vorträge sind öffent­ lich und können gegen Voranmeldung besucht werden. http://africa.unibas.ch

die Zahl

Auftritt, erscheint doch nun der Name der Einheit bereits im Briefkopf. Gleichzeitig wird mit den vom Basler Gestal­ ter Lukas Zürcher überarbeiteten Briefschaften das Erschei­ nungsbild der Universität wesentlich einheitlicher.

S

ieben Fakultäten, zwei Betriebssysteme, drei Word­Ver­ sionen und einige zusätzliche Varianten – das ergibt zu­ sammen 340 verschiedene Versionen, die nötig waren, um für sämtliche Einheiten an der Universität Basel eine eigene Vorlage des neuen Briefpapiers bereitzustellen. Die individuellen Briefvorlagen verleihen den Fakultäten, Departementen und Einrichtungen einen eigenständigen

Herunterladen lassen sich die neuen Briefschaften über die passwortgeschützte Corporate­Design­Website. Dort fin­ den sich die Vorlagen für verschiedene Programme wie Word, OpenOffice, Indesign und LaTeX. Die Templates sind nach Gliederungseinheiten geordnet und können nach dem Download mithilfe einer ausführlichen Anleitung mit den persönlichen Angaben ergänzt werden. http://corporatedesign.unibas.ch

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u n i v e r s i tät

kolu m n e

kredit und krise Achatz von Müller, a.vonmueller@unibas.ch

«K

redit leitet sich vom lat. creder ab (glauben, ver­ trauen) und setzt das Vertrauen des Kreditgebers in die Leistungsfähig­ keit des Kreditnehmers voraus». So definiert ein finanzwissenschaftliches Handbuch lakonisch das Wesen des Kredits.

Nun darf ich über den Besuch meiner Vorlesung nicht klagen und schon gar nicht jene vielen Hörer diffamieren, die trotz aller fehlenden liturgischen Kontrolle beständig und mit grosser Treue anwesend waren. Aber wer da­ her glaubt, der zitierte Systemstudent sei eine Ausnahme, kann einpacken. «Die Zeichen sind da. Man muss sie nur wahrnehmen.»

Ganz in diesem Sinne schrieb mir kurz nach Ende des letzten Semesters ein Besucher meiner Vorlesung – Besu­ Dieser Satz stammt von dem be­ cher ist allerdings hier nur Metapher – kannten Krisentheoretiker Kenneth eine E­Mail, in der er gegen meine Rogoff und war natürlich auf die ge­ Weigerung protestierte, ihm den Kre­ waltige Finanzkrise gemünzt, in der «bei kredit geht es nicht um ditpunkt für diese Lehrveranstaltung die Weltwirtschaft zurzeit steckt. Das leistungsfähigkeit an sich, sondern zu erteilen. Er habe, räumte er nicht Wesen dieser Krise – das wissen in­ allein um das vertrauen in diese.» ohne Witz ein, zwar die Vorlesung nie zwischen bereits die Primarschüler besucht, ich hätte aber in der schriftlichen Ankündigung – ist mangelndes Vertrauen. Vertrauen in die Leistungs­ auch ihren Besuch nicht als Voraussetzung für den Kredit­ fähigkeit. In diesem Fall von Firmen, Banken, ganzen punkt bezeichnet. Volkswirtschaften.

Darüber hinaus hat er unbarmherzig die Schwächen dieses Systems aufgedeckt. Studienziel ist der Gewinn von Kredit. Inhalte sind so weit verzichtbar, dass schon der Besuch einer Lehrveranstaltung aus inhaltlichen Gründen allein nicht mehr als hinreichende Motivation gelten kann.

Verspielt haben dieses Vertrauen jedoch genau genommen beide Seiten – Kreditnehmer wie Kreditgeber. Die einen ha­ ben sich zu tief verschuldet, die anderen haben in Erwar­ tung kurzfristiger Gewinne die langfristigen Schuldner zu immer höheren Schulden verlockt. Über den Inhalt des Ver­ trauens – die wahre Leistungsfähigkeit und ihren Nachweis – haben sich alle hinweggeschwindelt. Damit kommen wir auf das eigentliche Geheimnis des Kredits zu sprechen, nämlich seine vertrackte Neigung zu Selbstreferenzialität. Am Ende ist nämlich Kredit kein Vertrauen mehr, sondern Ware. Was also ist zu tun? Für die Kreditkrise der Weltwirtschaft bleibt uns wohl nichts übrig, als den Hexenmeistern der Fi­ nanzökonomie schärfer als bisher auf die Finger zu sehen. Für die Universität ginge es wahrlich konkreter: weniger Kredit, dafür mehr Studieninhalte; weniger Kontrolle, aber dafür wirkliches Vertrauen. Prof. dr. achatz von Müller ist Ordinarius für geschichte des Mittelalters.

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illustration: raphael gschwind

Dieser intelligente junge Mann hatte die oben zitierte finanz­ wissenschaftliche Definition des Kredits messerscharf re­ flektiert und mit der universitären Praxis der Gewährung von Kreditpunkten genau zur Deckung gebracht. Sehr gut hatte er verstanden, dass es nicht um Leistungsfähigkeit an sich geht, sondern allein um das Vertrauen in diese. Und dass zugleich in einem System der Überregulierung alle Ver­ trauenskategorien bezeichnet werden müssen, um Gültig­ keit zu erlangen. Er hatte mit einem Wort systemlogisch ge­ handelt – eben durch Nichthandeln – und entsprechend auf mein systemwidriges Verhalten reagiert.


u n i v e r s i tät

leser br iefe

au s d e n m e d i e n

hochschulmarketing schweiz – eine replik

Innovationen besser kommunizieren, uniintern 02/2011 ■ Marketing für den Hochschul­ und Forschungsstandort Schweiz hat

es in diesem Sinne bereits seit Ende der Fünfzigerjahre gegeben, als der Schweizer Physiker und Mathematiker Prof. Urs Hochstrasser zum ers­ ten Wissenschaftsattaché der Schweizer Botschaft in Washington ernannt wurde. Die Zahl der Wissenschaftsattachés nahm in den darauffolgenden Jahren zu. Heute zählt das Netz der Wissenschafts­ und Technologieräte, wie die Attachés im offiziellen Sprachgebrauch heute heissen, Vertrete­ rinnen und Vertreter an über 20 Botschaften und Konsulaten weltweit (www.swissnex.org). Die Aufgabe der Wissenschaftsrätinnen und ­räte besteht darin, den Hoch­ schul­ und Forschungsstandort Schweiz zu bewerben. Dabei unterstützen sie die Schweizer Hochschulen, und damit auch die Universität Basel, in strategisch wichtigen Hochschulmärkten wie den USA und Asien. Seit Au­ gust 2011 arbeitet die Universität Basel auch enger mit dem Schweizer Kon­ sulat in Boston zusammen und hat für die Verstärkung der Präsenz der Universität im Raum Boston und mit dem Ziel des Aufbaus eines Alumni­ Netzwerkes USA eine Bachelor­Absolventin der Wirtschaftswissenschaft­ lichen Fakultät für die kommenden sechs Monate mit dieser Aufgabe be­ traut. Das Netz der Wissenschaftsattachés ist die eine Achse, auf der Aktivitäten des Hochschulmarketings stattfinden. Die andere Achse bilden die Schwei­ zer Hochschulen selbst, deren Verantwortliche für Internationales sich im Jahr 2007 zum Verein Swiss Universities’ International Marketing (SUIM) zusammengeschlossen haben und als Marketinginstrument das Webpor­ tal www.swissuniversity.ch zunächst neu aufgesetzt haben und es heute für die Bewerbung ihrer Hochschulen im Ausland einsetzen. Da Innovation aus der Diversität von Lern­ sowie Problemlösungskulturen lebt und als Jobmaschine höchste Priorität in allen Ländern geniesst, zielt das Marke­ ting der Schweizer Hochschulen auf Master­ und Doktoratsstudierende weltweit ab. Im Wettlauf um kreative Köpfe stehen die Schweizer Universitäten in einem harten Wettbewerb mit Ländern wie Deutschland, Niederlande, Grossbri­ tannien, Australien oder USA. Nur wer Talente – auch finanziell – fördert und nachhaltig an sich zu binden weiss, wird in diesem Race for Talents und im Kampf um die besten Innovationen bestehen. Erich Thaler, Leiter International Affairs, Universität Basel

■ gründung neuer forschungsstelle am vergangenen Montagabend wurde an der universität basel die forschungsstelle für nachhaltige energie- und Wasserversorgung feierlich eröffnet. im auditorium des Wirtschaftswissenschaftlichen zentrums (WWz) gabs einblick in die neugegründete forschungsstelle. diese wird von drei fakultäten betrieben. (1.9.2011)

■ zulassungsbestimmungen für deutsche studenten Will man in zukunft mit einem deutschen abitur in basel studieren, muss man entweder einen studienplatznachweis einer anerkannten deutschen universität erbringen oder eine abiturnote von mindestens 2,5 vorweisen können. (24.8.2011)

■ Jungliberale fordern doppelt so viele studierende christoph tschumi, verwaltungsdirektor der universität basel, bezeichnet ein Wachstum auf 25 000 studierende als «völlig unrealistisch». die universität geht davon aus, dass die zahl der studierenden bis in zehn Jahren auf 13 500 zunimmt und danach abflacht. (5.8.2011)

■ zentrum für chinesische kultur die Wirtschaftsförderung baselarea steht mit einem chinesischen investor in verhandlungen, der hier ein grosses zentrum für den kulturellen austausch zwischen der schweiz und china bauen will. […] neben dem Kulturzentrum werden in basel noch andere Projekte diskutiert, die mit china in verbindung stehen. so zeigt die universität interesse am aufbau eines Konfuzius-instituts, das als Kompetenzzentrum für chinesische sprache und Kultur dienen könnte. (28.7.2011)

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u n i v e r s i tät

v i z e r ek t o r at f o r s c h u n g u n d n a c h w u c h s f ö r d e r u n g

interdisziplinarität im herzen interview: reto caluori, reto.caluori@unibas.ch

Mit Prof. edwin c. constable wird ein erfolgreicher chemiker neuer vizerektor für forschung und nachwuchsförderung. im interview äussert er sich zu seinen zielen in den nächsten vier Jahren.

Als Chemiker gehören Sie zu keinem der beiden Profilierungsbereiche – ist das ein Vor- oder ein Nachteil? Ich sehe meine Aufgabe in der Vertretung aller Forscher. Die Forschungsdetails sind in den verschiedenen Fächern unterschiedlich, aber die Wünsche, Probleme und Motiva­ tionen sind fast in allen Fakultäten gleich. Sie gelten als Förderer der interdisziplinären Zusammenarbeit – erkennen Sie sich darin wieder? Das ist wirklich in meinem Herzen. Ich habe immer inter­ disziplinär gearbeitet und sehe darin die Zukunft der For­ schung. Wenn man Teams bildet, sind die meistens inter­ disziplinär, und deswegen braucht man Fachkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen. Und wie möchten Sie solche Kooperationen fördern? Man spricht oft über Plattformen zwischen existierenden Strukturen. Ich habe aber das Gefühl, dass wir in fünfzig Jahren eine Universität mit völlig anderen Strukturen se­ hen werden. Manchmal sind die heutigen Strukturen und Kulturen der Fakultäten und Departemente nicht beson­ ders gut für interdisziplinäre Forschung geeignet. Sie leiten die Gruppe, welche für die «Strategie 2014» die Forschungsstrategie erarbeitet – wie soll sie aussehen? Zum Teil muss man ehrlich sagen: «More of the same». Wir sind ausserordentlich erfolgreich in den Life Sciences und in der Kultur. Was sehr wichtig ist: Wir sind noch zu we­

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foto: Peter schnetz

Herr Constable, Sie haben eben einen EU-Grant eingeworben und werden so oft zitiert wie noch nie – was bewegt Sie dazu, ins Rektorat zu wechseln? Die Forschung ist für mich sehr wichtig und das wird auch so bleiben. Aber es ist genauso wichtig, dass gute Forscher eine Rolle in der Universitätsleitung spielen. Wenn ich mit meinen Kolleginnen und Kollegen rede, wird schnell klar, dass sie nur anderen Forschern wirklich trauen. vertreter der forschenden: Prof. edwin c. constable, neuer vizerektor für forschung und nachwuchsförderung.

nig in Baselland präsent, und wir müssen versuchen, bes­ sere Forschungsverbindungen zum Beispiel mit der FHNW in Muttenz zu etablieren. Was für einen Stellenwert hat die Forschungszusammenarbeit mit der Industrie? Die Forscher sind frei, ihre Forschungsgebiete zu wählen. Aber es gibt eine Kultur, dass angewandte Forschung nicht an die Universität gehört, und das ist heute sicher nicht mehr der Fall. Wir sind eine kleine Universität, die versucht, so viele Fächer wie möglich zu unterstützen, aber wenn wir die weltweite Konkurrenz suchen, müssen wir eine kriti­ sche Masse haben. Die können wir nicht immer innerhalb der Universität erreichen, aber wir können in Basel Teams aus verschiedenen Institutionen bilden, deren Mitglieder unterschiedliche Kulturen und Ideen einbringen, und das finde ich sehr, sehr reich als Forschungsumgebung. Sie sind für vier Jahre gewählt – welche Ziele möchten Sie bis 2015 erreichen? Die Doktoratsreform ist sehr wichtig, die Doktoratspro­ gramme müssen in den nächsten ein oder zwei Jahre auf­ gebaut sein. Und ich würde gerne einen Forschungsschwer­ punkt in Nachhaltigkeit und Energie etablieren, der nicht nur naturwissenschaftliche, sondern auch kulturelle As­ pekte einbezieht.


u n i v e r s i tät

M i ta r b e i t e r au s w e i s

alles auf einer karte text: christian Widmann, christian.widmann@unibas.ch

die universität basel führt einen multifunktionalen Mitarbeiterausweis ein. damit können sich die Mitarbeitenden als universitätsangestellte ausweisen und wichtige leistungen beziehen.

In den meisten Gliederungseinheiten der Universität gibt es heute keine Zutrittskontrolle und keine Zeiterfassung, und das soll auch so bleiben. Warum braucht es an der Universi­ tät also einen offiziellen Mitarbeiterausweis? Der Fotoausweis dient der Identifikation gegenüber Dritten und entlastet so die Mitarbeitenden vom Einholen von An­ stellungsbestätigungen. Zusätzlich soll die Karte den Mitar­ beitenden ermöglichen, Leistungen zum Mitarbeitertarif zu beziehen. Dies gilt insbesondere für die Mahlzeiten in der Mensa und in weiteren SV­Betrieben an der Universität, wo künftig drei verschiedene Preisniveaus gelten sollen: subven­ tionierte Preise für Studierende, kostendeckende Preise für Mitarbeitende und Marktpreise für externe Gäste. eine karte für Mensa, ub und unisport

Einen weiteren Nutzen eröffnet der auf dem Ausweis aufge­ druckte Strichcode. Sind die entsprechenden Schnittstellen erst einmal eingerichtet, wird es möglich sein, die Ausleihe von Büchern in der Universitätsbibliothek und die Leistungen des Unisports über eine einzige Karte abzuwickeln. Zudem ist in die Karte ein Chip eingelassen, der es erlaubt, Geld aufzu­ laden, um sich im Personalrestaurant des Universitätsspitals zu Vorzugskonditionen verpflegen zu können.

Die Einführung der Ausweise soll stufenweise – eine Gliede­ rungseinheit nach der anderen – erfolgen, sodass die derzeit rund 2150 bezugsberechtigten Mitarbeitenden noch in die­ sem Jahr zu einem Ausweis kommen. Neueintretende Mitar­ beitende werden in Zukunft mit den Vertragsunterlagen ei­ nen entsprechenden Bezugsschein erhalten. Der Bezug des ersten Mitarbeiterausweises ist gratis. Wird er verloren oder beschädigt, gehen die Kosten der Neuausstellung von 51 Fran­ ken zulasten der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters. Der Fotoausweis gleicht in Form und Material einer Kredit­ karte; das Layout lehnt sich stark an die studentische Legiti­ mationskarte an. Die Universität Basel wird die Ausweise nicht selber herstellen, sondern hat mit dem Universitätsspi­ tal Basel einen Partner gefunden, der langjährige Erfahrung bei der Produktion und beim Ausstellungsprozess solcher Karten mitbringt. Sobald feststeht, wie der Bezug der Ausweise im Detail ab­ läuft, wird jeder bezugsberechtigte Mitarbeitende schriftlich informiert und kann den Ausweis im Foto & Print Center des Universitätsspitals Basel beziehen. christian Widmann ist Personalleiter der universität basel.

Berechtigt, einen Mitarbeiterausweis zu beziehen, sind grund­ sätzlich alle Mitarbeitenden der Universität Basel, die nicht schon über einen anderen Identifikationsausweis verfügen. Wer zum Beispiel als Assistentin oder Hilfsassistent bereits über eine Legi verfügt, braucht keinen zusätzlichen Ausweis. Auch Mitarbeitende mit einem Beschäftigungsgrad von 20% und weniger erhalten keinen Ausweis, da sie strukturell we­ niger eingebunden sind und teilweise keinen Arbeitsplatz in einem universitären Gebäude haben. Bei Bedarf können aber auch sie einen Ausweis beim Personaldienst beantragen.

foto: Peter schnetz

einführung bis ende Jahr

Mehr als ein sichtausweis: Mit dem neuen Mitarbeiterausweis lassen sich verschiedene dienstleistungen beziehen.

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u n i v e r s i tät

M i ta r b e i t e r b ef r ag u n g

Positive beurteilung interview: reto caluori, reto.caluori@unibas.ch; foto: Peter schnetz

die Mitarbeiterbefragung gab den uni-Mitarbeitenden gelegenheit, sich zu aspekten der arbeitszufriedenheit und zu gesundheitsrelevanten themen zu äussern. Wie verwaltungsdirektor christophtschumi die resultate interpretiert, erläutert er im interview mit «uniintern».

Herr Tschumi, haben Sie selber an der Mitarbeiterbefragung teilgenommen? Selbstverständlich, ich hatte die Fragen bereits im Vorfeld angeschaut und war sehr gespannt, wie es technisch funk­ tioniert. Ich war sicher einer der Ersten, der die Befragung ausgefüllt hat. Den Fragebogen haben gut 54% der Mitarbeitenden ausgefüllt – sind Sie zufrieden mit der Beteiligung?

Damit können wir sehr zufrieden sein. Diese Rück­ laufquote entspricht rund 1700 Datensätzen, die wir aus­ werten können, und das gibt quer durch alle Gliederungs­ einheiten ein sehr fundiertes Bild über die Stimmung und die Meinung der Mitarbeitenden. Und wie zufrieden sind Sie mit den Resultaten? Die Indikatoren zur Identifikation mit der Universität und zum Commitment, aber auch die Leistungsbereitschaft und die gesundheitlichen Aspekte wurden quer durch alle Gliederungseinheiten sehr positiv beurteilt – das freut mich sehr, da dies für eine erfolgreiche Universität sehr wichtig ist. Auf der anderen Seite hat sich auch klar gezeigt, wo Handlungsbedarf besteht, nämlich in den Bereichen Entwicklungsmöglichkeiten, Informationsversorgung und Arbeitsbelastung.

m i ta r b e i t e r b e f r ag u n g  di e W ic h t ig s t e n e rg e b n i s s e

Commitment

Arbeitszufriedenheit

Zielorientiertes Verhalten

71 76

81

0

100

0

100

0

100

Quelle: empiricon ag

■ 1769 Mitarbeitende der universität basel haben an der be-

■ am besten bewerten die befragten die themenbereiche

fragung teilgenommen. dies entspricht einer rücklaufquote

arbeitsinhalt, arbeitsklima, sozialkompetenz der direkten vor-

von 54,5%.

gesetzten, arbeitsplatz und attraktivität der universität als arbeitgeberin.

■ insgesamt sind 66% der befragten mit der arbeitssituation an der universität basel sehr oder grösstenteils zufrieden, 20%

■ die tiefsten bewertungen finden sich zu den themen ent-

bezeichnen sich als eher zufrieden. 14% der Mitarbeitenden

wicklungsmöglichkeiten, information, arbeitsbelastung und zu-

sind mit ihrer arbeitssituation nicht zufrieden.

sammenarbeit an der universität.

■ das commitment (zugehörigkeitsgefühl der Mitarbeitenden

■ von den antwortenden beurteilen 93% ihre momentane

zur universität basel) setzt sich aus den drei themen identifi-

körperliche verfassung grundsätzlich als gut. die momentane

kation, fluktuationsneigung und leistungsbereitschaft zusam-

psychische verfassung bezeichnen 90% der teilnehmenden

men. gesamthaft ergibt sich mit 81 von 100 indexpunkten ein

grundsätzlich als gut.

hohes commitment.

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u n i v e r s i tät

christoph tschumi, verwaltungsdirektor: «Wichtig war für mich vor allem, zu sehen, wo handlungsbedarf besteht.»

Welches sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Ergebnisse? Wichtig war für mich vor allem, zu sehen, wo Handlungs­ bedarf besteht. Dies auch im Hinblick auf die «Strategie 2014», die auch darstellen soll, wie die Universität in ihre wichtigste Ressource, ihre Mitarbeitenden, langfristig zu investieren gedenkt. Wie die Umfrage zeigt, sind vor allem die Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der Universität ein wichtiges Handlungsfeld, in dem wir uns verbessern müssen. Es ist ja eigentlich seltsam, dass eine Bildungsins­ titution wie die Universität gerade ein Thema so tief bewer­ tet, wo sie eigentlich stark sein sollte. Wie erklären Sie sich das? Die Analyse hat gezeigt, dass vor allem bei den Karriere­ möglichkeiten beim nicht akademischen Personal Nach­ holbedarf besteht. In einigen Bereichen, insbesondere in der Verwaltung, fehlt schlichtweg die kritische Grösse, um eine Karriere im Sinne eines Aufstiegs zu beschreiten. Eine Entwicklung kann aber auch in der eigenen Arbeit stattfin­ den, etwa indem die Arbeit mit neuen Inhalten bereichert oder die fachlichen und persönlichen Kompetenzen durch Entwicklungsmassnahmen gestärkt werden. Insofern bin ich von diesem Ergebnis nicht sehr erstaunt, denn bei un­ serem internen Fortbildungs­ und Weiterbildungsangebot haben wir bekanntermassen Handlungsbedarf. Zudem vermute ich einen Zusammenhang mit der hohen Arbeits­ belastung, wodurch die Mitarbeitenden zum Teil mögli­ cherweise zu wenig Zeit haben, um Kurse und Veranstal­ tungen zu besuchen.

Die hohe Arbeitsbelastung wird im Empfinden der Mitarbeitenden durch einen grossen Handlungsspielraum aufgewogen – kann dies auf lange Sicht aufgehen? Diesen Punkt müssen wir sorgfältig im Auge behalten. Die hohe Arbeitsbelastung betrifft insbesondere die Adminis­ tration, die sich unterproportional zum Wachstum bei den Studierenden und den Drittmitteln entwickelt hat, das wir in den vergangenen zehn Jahren hatten. Deshalb sind ei­ nige Mitarbeiter ans Limit gekommen. Als Universität neigt man dazu, sämtliche Ressourcen in Forschung und Lehre zu stecken, aber man darf nicht vergessen, diese Ent­ wicklung auch in der Administration mitzugehen. Auch der Mittelbau kritisiert die hohe Arbeitsbelastung. Hier wi­ derspiegelt sich vermutlich der hohe Erfolgs­ und Wettbe­ werbsdruck, häufig verbunden damit, dass auch instituti­ onelle Aufgaben wahrgenommen werden müssen. Das möchten wir optimieren, zum Beispiel, indem der Mittel­ bau vermehrt von Verwaltungsaufgaben entlastet wird. Was passiert nun mit den Ergebnissen aus der Befragung? Eine interdisziplinäre Projektgruppe nimmt nun die Detail­ analyse vor, zudem stellen wir sämtliche Ergebnisse den ein­ zelnen Organisationseinheiten zu und versuchen, mit ihnen zusammen die Resultate vertieft auszuwerten. Aus den Schlussfolgerungen der Projektgruppe werden wir dann Handlungsempfehlungen zuhanden des Rektorats ableiten. Diese sollten noch diesen Herbst ins Rektorat kommen, so­ dass wir bis Ende Jahr die Massnahmen definieren können, die wir gesamtuniversitär oder spezifisch für einzelne Berei­ che umsetzen möchten. Es ist mir ein wichtiges Anliegen, den Mitarbeitenden bis Ende Jahr zu zeigen, was wir aus den Resultaten der Befragung machen.

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fokus

s t i f t u n g s p r o f e s s u r en

Mit gestifteten Professuren akzente setzen text: beat Münch, beat.muench@unibas.ch; fotos: christian flierl

gegen dreissig privat finanzierte Professuren sind seit Mitte der neunzigerjahre an der universität basel eingerichtet worden. damit die Partnerschaft von geldgebern und hochschule wissenschaftliche exzellenz hervorbringt, regeln klare vereinbarungen die zusammenarbeit.

D

ie Schenkung von 15 Millionen Franken zur Errich­ tung einer Professur für Pädiatrische Pharmakologie am Universitätskinderspital beider Basel durch die Ecken­ stein­Geigy­Stiftung hat Aufsehen erregt. Es ist die höchste Summe, die der Universität seit der Einrichtung der Roche­ Professur für Immunologie im Jahre 2001 zuteilgeworden ist. Sie wird den Aufbau eines eigentlichen Forschungszentrums in einem von der Wissenschaft bisher eher stiefmütterlich be­ handelten Gebiet ermöglichen. Nicht alle Stiftungen von Pro­ fessuren finden dieselbe Aufmerksamkeit wie diejenige von Matthias Eckenstein. Oft sind die gestifteten Summen kleiner und die bedachten Gebiete weniger öffentlichkeitswirksam. Und nicht zuletzt hat man sich mittlerweile daran gewöhnt, dass die Universität mit einer gewissen Regelmässigkeit die Finanzierung von Professuren durch Dritte bekannt gibt. Ge­ gen dreissig Professuren sind es mittlerweile, die aus privaten Mitteln finanziert werden oder worden sind. Die meisten dieser Professuren sind nach 1996 eingerichtet worden. Damals wurde die Universität durch das neue und mittlerweile vom Staatsvertrag zwischen den beiden Basler Kantonen abgelöste Universitätsgesetz zur «öffentlich­recht­ lichen Anstalt» mit eigener Rechtspersönlichkeit. Von diesem Zeitpunkt an war die Universität für Private eine selbststän­ dige Vertragspartnerin, was das Abschliessen von Verträgen über Drittmittel allgemein wesentlich erleichterte. In kleinerem Umfang wurden jedoch schon früher Professu­ ren mit gestifteten Mitteln geschaffen. So ermöglichte bei­ spielsweise die Maurice E. Müller Stiftung schon im Jahre 1986 die Einrichtung eines Instituts für hochauflösende Mik­ roskopie, das den Namen der Stifterin trug, mit zwei Profes­ suren. Mit einer Förderzeit von über zwei Jahrzehnten han­

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delt es sich dabei um die langfristigste und umfangreichste Drittmittelfinanzierung in den letzten Jahrzehnten. Auch die Einrichtung der Professur für «Ökumene und Mission sowie interkulturelle Gegenwartsfragen» durch die Basler Mission, die heutige Mission 21, an der Theologischen Fakultät war ein langfristiges Engagement von privater Seite, das noch vor 1996 entstand. beschränkte laufzeit

Gestiftete Professuren sind oft auf eine limitierte Laufzeit von fünf bis zehn Jahren angelegt und haben damit den Charakter einer Anschubfinanzierung. Das Angebot von Dritten, eine Professur zu finanzieren, bedingt vonseiten der Universität demzufolge eine sorgfältige Planung, damit die für das wissen­ schaftliche Arbeiten notwendige Kontinuität gewährt bleibt. In einigen Fällen lässt sich das Engagement einer Stifterin oder eines Stifters bei entsprechendem Leistungsausweis über eine erste Finanzierungsperiode hinaus verlängern, was die Integ­

«Jede gestiftete Professur ist in der Regel auch mit einem finanziellen Engagement seitens der Universität verbunden.» ration einer gestifteten Professur in das Budget der Universi­ tät vereinfacht. Als aktuelles Beispiel mag die Verlängerung der Finanzierung der von der Novartis Forschungsstiftung ge­ tragenen Toxikologie­Professur am Departement Pharmazie dienen, bei der die Stiftung ihr Engagement – in etwas redu­ ziertem Umfang – für weitere fünf Jahre verlängert hat. Lang­ fristige Laufzeiten sind bei gestifteten Professuren eher die Ausnahme und sind in der Regel mit entsprechenden Kapital­ anlagen verbunden, wobei die Universität das finanzielle Ri­ siko der schwankenden Anlageerträge selbst zu tragen hat. Zu bedenken ist auch, dass jede gestiftete Professur nicht nur einen Geldsegen und eine willkommene Erweiterung des uni­ versitären Portfolios darstellt. Sie ist in der Regel auch mit ei­ nem finanziellen Engagement seitens der Universität selbst –


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etwa im Bereich der Infrastruktur – verbunden. Denn private Geldgeber sehen es in der Regel nicht als ihre Aufgabe an, die Grundausstattung einer öffentlichen Universität zu finanzie­ ren. Ihr Interesse gilt ausschliesslich oder primär der Förde­ rung wissenschaftlicher Exzellenz. klare Prinzipien

Eine der Gretchenfragen bei gestifteten Professuren ist jene nach der Unabhängigkeit der Universität. In regelmässigen Abständen beschäftigt sie die Medien, die sich kritisch mit dem zunehmenden Geldfluss von privater Seite in die Univer­ sität auseinandersetzen. Im Zentrum steht dabei die Frage nach der Freiheit der akademischen Lehre und Forschung, die auch in Zeiten einer zunehmenden «Vergesellschaftung» der Universität als Fundament einer universitären Wissenschaft gilt. Es wäre naiv zu glauben, dass private Geldgeber nur aus uneigennützigen Motiven handeln. Die Finanzierung von Professuren ist immer von Interessen geleitet, die eine Stifte­ rin oder ein Stifter umsetzen möchte. Eine der Grundvoraus­ setzungen für eine gedeihliche Partnerschaft ist somit die Übereinstimmung der beiderseitigen Interessen. Dabei ist es nicht von Belang, ob der Partner der Universität eine Privat­ person, eine Stiftung oder eine Firma ist. Wesentlich ist je­ weils auch die Festlegung der Verwendung der Mittel inner­ halb eines abgegrenzten Projektes, das sich in ein Gesamtes einfügt und so die Integration in bestehende Strukturen er­ möglicht. Verträge über gestiftete Professuren enthalten zudem einige Grundmuster, die der Unabhängigkeit der wissenschaftlichen Arbeit dienen. Die Ausschreibung und Besetzung der Stellen verläuft nach den Regeln der Universität und ohne Beeinflus­ sung durch die Stifterin oder den Stifter. Die Unabhängigkeit von Lehre und Forschung im Rahmen eines gemeinsam de­ finierten Arbeitsgebietes ist ebenfalls Bestandteil jedes Ver­ trags. Damit ist auch ein Vorgriffsrecht des Geldgebers auf Forschungsresultate ausgeschlossen. Den Stiftern wird aber in der Regel die Möglichkeit eingeräumt, der Professur ih­ ren Namen zu geben und damit individuelle Sichtbarkeit an­ zustreben. Alles in allem beruht die vielbeschworene Unab­ hängigkeit also weniger auf einer wie auch immer gearteten formalen Dimension, sondern auf einer beiderseitigen Über­ einkunft im Interesse einer hochkarätigen Forschung. Gemessen am Gesamtbudget der Universität nehmen gestif­ tete Professuren einen relativ kleinen Raum ein. Trotzdem ist ihnen eine hohe Beachtung sicher. Das ist auch gut so. Öffent­ lichkeit ist mit ein Faktor, der letztlich die Unabhängigkeit der Universität garantiert. Gestiftete Professuren fördern aber

auch die Verankerung der Universität in ihrem gesellschaftli­ chen Umfeld. Dies stellt ein «Kapital» dar, das für eine Uni­ versität je länger je mehr von Bedeutung sein wird. Denn mit dem von Rektor Loprieno am Jubiläum beschworenen Kul­ turwandel in der universitären Landschaft geht auch der An­ spruch einher, durch wissenschaftliche Exzellenz einen Bei­ trag an die Prosperität der sie tragenden Gesellschaft zu leisten. dr. beat Münch ist adjunkt des rektors.

V e rt e i lu ng de r g e st i f t et e n prof e s su r e n

■ Spitzenreiterin bei den gestifteten Professuren ist mit

rund 40% die Philosophisch­Naturwissenschaftliche Fa­ kultät. Sie wird gefolgt von der Medizin mit rund 25% der Stellen. Die Philosophisch­Historische Fakultät bringt es noch auf rund 15 und die Wirtschaftswissenschaften auf 12%. Bei der Theologie und der Psychologie sind bisher nur vereinzelt Professuren gestiftet worden, die aber insbe­ sondere bei der Theologie eine wichtige Rolle spielen. Der Blick auf die Verteilung der gestifteten Frankenbeträge ergibt ein etwas anderes Bild. Vier Fünftel der insgesamt bisher gestifteten Mittel gehen etwa zu gleichen Teilen an die Medizin und die Naturwissenschaften. Dies bedeutet, dass im Schnitt im Bereich der Medizin die meisten Mittel pro Professur investiert worden sind. Das restliche Fünftel teilen sich die übrigen Fakultäten auf, wobei die Wirt­ schaftswissenschaften einen etwas höheren Anteil als die Philosophisch­Historische Fakultät aufweisen, was wiede­ rum bedeutet, dass mehr Mittel pro Professur eingeworben wurden. Diese Verteilung bezieht sich auf insgesamt bisher für Pro­ fessuren eingeworbene Drittmittel von privater Seite. Die Zahlen sind Richtwerte.

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sichere Medikamente für kinder: Matthias eckenstein möchte mit seiner stiftung Wissenslücken in der Kinderpharmakologie beseitigen.

der stif t er

bleibend, tragend und notwendig text: reto caluori, reto.caluori@unibas.ch

Mit 15 Millionen franken fördert die eckenstein-geigystiftung die erforschung und entwicklung von Medikamenten für kinder und Jugendliche. hinter der schenkung steht Matthias eckenstein, der die familienstiftung zusammen mit seiner verstorbenen frau gegründet hat.

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inder und Jugendliche verarbeiten Medikamente an­ ders als Erwachsene. Säuglinge bauen Wirkstoffe nur langsam ab, weil ihre Leber und Nieren noch nicht ausge­

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reift sind. Dagegen arbeitet bei Kindern über zwei Jahren der Stoffwechsel schneller, und ihr Körper scheidet die Stoffe rasch wieder aus. Doch die meisten Medikamente, die Kin­ derärzte abgeben, wurden weder für Kinder entwickelt noch so geprüft, wie dies in der Erwachsenenmedizin üblich ist; viele sind deshalb eigentlich für Kinder gar nicht zugelassen. Wie wenig über die Wirkung von Arzneien bei Kindern be­ kannt ist, musste Matthias Eckenstein selber erfahren, als vor


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Jahren eines seiner Kinder erkrankte: «Im Bett nebenan lag ein Junge mit derselben Krankheit. Die experimentelle The­ rapie, welche die Ärzte anwendeten, war bei unserem Kind erfolgreich, nicht aber beim anderen Patienten.» Es war nicht zuletzt diese persönliche Erfahrung, die Matthias Eckenstein und seine Frau Jeannine dazu bewog, die Mittel für eine Pro­ fessur und eine Abteilung für Pädiatrische Pharmakologie am Universitäts­Kinderspital beider Basel (UKBB) zu stiften, als ihn dessen Direktor Dr. Conrad E. Müller – ein Freund der Familie – um eine Zusammenarbeit anging.

«Die experimentelle Therapie, welche die Ärzte anwendeten, war bei meinem Kind erfolgreich, nicht aber beim anderen Patienten.» Hauptaufgabe der Stiftungsprofessur wird es sein, über Do­ sierung und Verabreichungsform, Wirkung und Nebenwir­ kungen von Arzneien bei Kindern zu forschen. Angestrebt wird ein intensiver Austausch von Forschungsergebnissen und Erfahrungswissen mit pädiatrischen Kliniken in der Schweiz sowie eine internationale Vernetzung, insbesondere mit der Universität Oxford, wo der Basler Immunologe Prof. Georg A. Holländer eine Doppelprofessur innehat. Zurzeit wird die Ausschreibung der vorerst auf zehn Jahre ausfinan­ zierten «Eckenstein­Geigy­Professur für Pädiatrische Phar­ makologie» vorbereitet; Stifter und Universität möchten sie so schnell wie möglich besetzen. Vorgesehen ist, dass die Ab­ teilung am UKBB einmal ein halbes Dutzend Personen um­ fasst. für die bevölkerung und für basel

Damit sich Matthias Eckenstein als Mäzen engagiert, muss ein Anliegen Interessen berühren, die er und seine Frau geteilt haben – das ist beim Engagement für die Pädiatrische Phar­ makologie ganz ähnlich wie bei seiner 25­Millionen­Spende für den Neubau des Affenhauses im Basler Zolli. «Es ist über­ all das Gleiche drin: Für die Bevölkerung und für Basel» – die Stadt, die seit Generationen die Heimat der Eckensteins und Geigys ist. «Deshalb bin ich sehr froh, dass Basel das Schwei­ zer Zentrum dieser Forschung sein wird, und hoffe, dass sein Ruf weit ausstrahlt, damit wir internationale Forschungsbe­ ziehungen aufbauen und entsprechendes Wissen hier in Basel sammeln können.» Natürlich gehe es ihm auch darum, mit dem selber erwirt­ schafteten und dem aus der Geigy­Dynastie stammenden Vermögen «etwas Gescheites zu machen». Denn das seien von

den Vorfahren «anvertraute Pfunde», und die verjuble man nicht einfach mit Rennautos, dem Kauf von Schlössern oder einem anderen Hobby. Das hätte er zwar auch tun können, sagt der Architekt und Unternehmer, aber es verschaffe eine tiefere Befriedigung, wenn man sieht, «dass das, was du ge­ schaffen oder geerbt hast oder daraus gemacht hast, auch für die Öffentlichkeit da ist und nicht nur für dein Wohlbefinden und dein Vergnügen.» Die Übertragung von Vermögen auf eine Stiftung verschafft ihm gleich zwei Vorteile: Dadurch kann er Steuern einsparen und gleichzeitig selber über die Verwendung der Gelder ver­ fügen. Denn die private Initiative, so Eckenstein, könne eini­ ges zur Beschleunigung und zu mehr Effizienz beitragen: «Bis die pädiatrische Pharmakologie auf dem ordentlichen Weg eingerichtet würde, wären die Mittel schon überholt.» Das Ka­ pital der Eckenstein­Geigy­Stiftung möchte er für Dinge ein­ setzen, die «bleibend, tragend und notwendig» sind – «nicht für die Zucht von Goldfischen, sondern für etwas, das die Menschheit braucht». Sein Stiftungsprogramm läuft über zehn bis fünfzehn Jahre, «und für diese Zeit bin ich so eine Art aus­ verkauft». anstiftung zur forschung

Keine Sorge bereitet dem 81­Jährigen die Nachhaltigkeit sei­ ner Stiftung, auch wenn das Geld für die Eckenstein­Geigy­ Professur nach zehn Jahren aufgebraucht sein wird: «Diese Forschung läuft automatisch weiter, weil man merken wird, dass sie nötig ist. Es werden ständig neue Medikamente ent­ wickelt, von denen man nicht weiss, wie man sie bei Kindern anwendet.» Insofern versteht er sein Engagement an der Uni­ versität Basel auch als eine Art Anschubfinanzierung: «Wenn es recht läuft, dann reicht das nicht, was ich gebe. Dann muss der Staat in einer anderen Kasse noch etwas finden.» Gleich­ zeitig vertraut Matthias Eckenstein auch darauf, dass der Druck auf die Industrie zunimmt, sich an dieser Forschung zu beteiligen. Ansprüche leitet Matthias Eckenstein aus seiner privaten In­ itiative keine ab. «Erwartungen kann ich keine haben, nur Hoffnungen», sagt er im Garten seines Binninger Hauses. Etwa die, dass der Professor eine Kapazität ist, oder die, dass die Idee Nachahmer findet: «Ich wäre froh, wenn in jedem Land so ein Institut entsteht. Und wie sehr würde ich mich freuen, wenn ich hören würde, dass sich irgendwo in Ame­ rika an einer Universität oder in einem Spital jemand auf die Eckenstein­Geigy­Professur aus Basel bezieht.»

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Prof. dr. Philippe c. cattin forscht auf einer assistenzprofessur, die vom Medizinaltechnikunternehmer dr. hansjörg Wyss finanziert wird.

der stif tungsprofessor

vorstoss in neue gebiete text: reto caluori, reto.caluori@unibas.ch

die assistenzprofessur von Philippe cattin wird über eine spende des Milliardärs hansjörg Wyss finanziert. das spielt in cattins alltag kaum eine rolle, prägt aber wesentlich den anfang und den ausgang seiner tätigkeit an der universität basel.

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tiftungsprofessuren ermöglichen Universitäten oft, in in­ novative Wissensgebiete vorzudringen. So auch im Fall von Prof. Philippe Cattin, der 2007 eine Assistenzprofessur

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angetreten hat, die während fünf Jahren vom Medizinaltech­ nikunternehmer Dr. Hansjörg Wyss finanziert wird. «Ein Kollege hatte mir die Ausschreibung geschickt. Es war ein normales Berufungsverfahren mit sechs Kandidaten, die ein­ geladen wurden», erinnert sich Cattin. Seither erforscht der ausgebildete ETH­Ingenieur an der Me­ dizinischen Fakultät neue Verfahren der medizinischen Bild­ analyse. Das von ihm geleitete «Medical Image Analysis Cen­


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ter» ist Teil des fakultären Forschungsschwerpunkts «Clinical Morphology & Biomedical Engineering» (CMBE). «Das CMBE ist eine einzigartige Struktur in der Schweiz. Die Idee dahinter ist, dass man Ingenieure, Ärzte, Physiker, Mathema­ tiker und Materialwissenschaftler an einem Ort zusammen­ führt.» Untergebracht im ehemaligen Frauenspital, erforschen und entwickeln die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaft­ ler innovative medizinische Techniken, welche über kurz oder lang die Arbeit in der Klinik erleichtern sollen. Von praktischer Relevanz ist auch Cattins Sinergia­Projekt, das vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützt wird. Darin untersucht er, wie sich die Bewegung eines Lebertu­ mors während einer Behandlung ausgleichen lässt: «Mit der Atmung verschiebt sich die Leber um bis zu drei Zentimeter nach oben und unten. Damit man bei der Therapie mit Schall­ wellen die nötige Temperatur erreicht, muss man dem Tumor nachfahren, und dazu erstellt meine Gruppe den mathemati­ schen Modellierungs­ und den Messteil.»

Um die Schlüsselpersonen in beiden Institutionen auf sich und die Dienste des «Medical Image Analysis Center» auf­ merksam zu machen, wählte Cattin eine einfache Strategie: «Ich musste zu den Ärzten gehen und ihnen zeigen, was ich kann». Beharrlich hielt er Vorträge in den wöchentlichen Fortbildungstreffen der einzelnen Kliniken und bemühte

«Die Anschubfinanzierung hat es mir ermöglicht, Drittmittel für fünf weitere Doktoranden sowie einen Postdoc einzuwerben.» sich, in die Fakultätsversammlung zu kommen. «Ich bin aktiv zu den Leuten gegangen und habe sie um Kooperationen an­ gegangen.» Mit der gleichen Hartnäckigkeit gelang es ihm schliesslich, seine Vorlesung mit Kreditpunkten ins Vorle­ sungsverzeichnis eintragen zu lassen, obwohl an der Medizi­ nischen Fakultät ECTS­Punkte nicht üblich sind.

unbekannter stifter

Was die Unabhängigkeit vom Stifter betreffe, sei er ein gutes Beispiel, sagt der 44­Jährige. Seinen Stifter informiert er mit einem jährlichen Rechenschaftsbericht über den Fortgang seiner Forschung, persönlich habe er Hansjörg Wyss aller­ dings noch nicht getroffen. Er sei sich aber sicher, dass dieses Treffen bald stattfinden werde, denn Wyss wäre sicher begeis­ tert zu sehen, was aus seinem Startkapital entstanden ist. Die privaten Stiftungsgelder dienten Philippe Cattin in erster Linie als Starthilfe, um seine Forschung zu lancieren: «Mit den Stiftungsgeldern konnte ich eine Doktorats­ und teilweise eine Postdoc­Stelle finanzieren. Diese Anschubfinanzierung hat es mir ermöglicht, die Drittmittel für fünf weiter Dokto­ randen sowie einen Postdoc einzuwerben», führt der Assis­ tenzprofessor aus. Wenn er beim Nationalfonds einen Antrag schreibe, habe er immer ein konkretes klinischen Problem vor Augen, das er gemeinsam mit dem klinischen Partner zu lö­ sen versuche. So hat seine Forschung das Ziel, durch neue in­ novative Technologien den Patienten und Ärzten zu helfen. einfache strategie

Mit der Einrichtung einer befristeten und privat finanzierten Stiftungsprofessur kann eine Hochschule schnell, flexibel und mit wenig Risiko in neu aufkommende Forschungsfel­ der investieren. Für den Inhaber bedeutet dies aber, dass er an seinem ersten Arbeitstag nicht auf gefestigte Strukturen trifft. Sie aufzubauen kostete Philippe Cattin am Anfang ei­ nige Energie.

Da das CMBE organisatorisch zwischen Universität und Uni­ versitätsspital Basel angesiedelt ist, bietet es eine besondere Plattform für technologieorientierte klinische Forschung. Dass es dafür noch keine festen universitären Strukturen gibt, empfindet Cattin nicht unbedingt als Nachteil, denn für diese Art von Forschung müssten erst neue administrative Struk­ turen entwickelt werden. «Auch hierfür leisten wir Pionierar­ beit», erwähnt er mit einem Schmunzeln. zurückhaltende industrie

Hat ihm der Umstand, dass er von einem Unternehmer finan­ ziert wird, umgekehrt die Türen zur Industrie geöffnet? «Das war bisher eher ein schwieriges Thema», meint Cattin. Kon­ kret arbeitet er an einem Projekt über Organbeweglichkeit mit einer international tätigen Medizinaltechnikfirma. Projekte mit Unternehmen aus der Region Basel sind aber erst in der Konzeptphase. Die Stiftungsprofessur sei ihm dabei bisher nie ein Nachteil gewesen, allerdings seien die Firmen wegen der schwierigen Wirtschaftslage besonders zurückhaltend. Dass er über eine Stiftung finanziert wird, spielt im Alltag von Philippe Cattin kaum eine Rolle. «Für mich ist es nur insofern ein Thema, als ich mir überlegen muss, wie es im Anschluss weitergeht.» Gerne möchte er auch nach Ablauf der fünf Jahre in Basel bleiben, darüber wird nach einer Evaluation entschie­ den: «Ich versuche, mein Bestes zu geben, indem ich Dritt­ mittel einwerbe, Vorlesungen halte, Doktoranden betreue und mich im Gesamten für die Universität engagiere.»

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fokus

u n i v e r s i tät u n d p h i l a n t h r o p i e

blind date, Prostitution oder traumhochzeit? text: georg von schnurbein, georg.vonschnurbein@unibas.ch

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er Umgang mit Philanthropie gleicht in der europäi­ schen Universitätslandschaft nach wie vor einer Hass­ liebe. Einerseits wird in Lobreden, Broschüren und Strategien die Bedeutung und Notwendigkeit privater Forschungsförde­ rung begrüsst. Andererseits wird bei privaten Fördergeldern schnell die Frage nach der Einflussnahme auf die Forschung gestellt. Auch werden Forschungsbeiträge von Privaten gerne als qualitativ schlechter eingeschätzt als öffentliche Unter­ stützungen.

«Philanthropie und Universitäten haben in Europa noch nicht zusammengefunden.» Dieser Janusköpfigkeit entsprechend fehlen daher weitestge­ hend konstruktive und strukturierte Fundraising­Massnah­ men an europäischen Universitäten. Manches Blind Date ver­ hilft unverhofft zu einem Geldsegen für die Universität. Grosszügige Unternehmensbeiträge ziehen dagegen nicht sel­ ten den Ruf der Prostitution im Auftrag der Wirtschaft nach sich. Traumhochzeiten, bei denen alle Beteiligten glücklich bis zum Ende sind, sind selten und dafür umso wichtiger. forschungsförderung als kernthema der Philanthropie

Die moderne Philanthropie ist eine Erfindung der Neuzeit. Während sich die Mildtätigkeit im Mittelalter auf soziale Zwe­ cke beschränkte, wurden durch die neuen Philanthropen Ge­ sellschaftsthemen wie Bildung, Forschung und Kunst aufge­ griffen. Der US­amerikanische Stahl­Tycoon Andrew Carnegie (1835–1919) förderte durch den flächendeckenden Bau von Bibliotheken den Zugang zu Bildung für breite Schichten der Bevölkerung. Sein Landsmann John D. Rockefeller (1839– 1937) unterstützte die Forschung an verschiedenen Universi­ täten und gründete beispielsweise 1901 das Rockefeller Insti­ tute for Medical Research in New York. Während die private Forschungsförderung in den USA bis heute einen hohen Stel­ lenwert in der Gesellschaft einnimmt, gilt die Forschung in

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Europa nach wie vor als Staatsaufgabe. In den letzten Jahren ist aber Bewegung in die distanzierte (und teilweise abwer­ tende) Haltung zur privaten Förderung von Universitäten ge­ kommen. Aufgrund eines steigenden Finanzierungshungers der Universitäten und angespannter öffentlicher Haushalte hat die Suche nach privater Förderung zu einer breiten Vielfalt der Unterstützung geführt. Zwischen der Stiftungsuniversität wie zum Beispiel der Leuphana Universität Lüneburg und der Uni­ versitätsstiftung gibt es zahlreiche erfolgreiche Modelle der Kooperation von Universitäten und privaten Förderern. europa als philanthropisches entwicklungsgebiet

Die aktuelle Studie «Giving in evidence. Fundraising from philanthropy in European universities», die im Auftrag der EU­Kommission verfasst wurde, bietet einen Überblick zum Fundraising­Erfolg von europäischen Universitäten (siehe Kasten). Dabei wird gleich zu Beginn deutlich, dass Philanth­ ropie und Universitäten in Europa noch nicht wirklich zu­ sammengefunden haben: Unter den 164 befragten Universi­ täten befinden sich sechs, die jährlich mehr als zehn Millionen Euro an privater Forschungsförderung einwerben. 44% der Universitäten verzeichnen private Fördererträge von weniger als einer Million Euro pro Jahr. Während in den USA private Fördergelder oftmals als «Endowment» in das Grundkapital der Universität fliessen, aus dessen Erträgen dann die For­ schung langfristig unterstützt wird, bevorzugen europäische Förderer die unmittelbare Förderung von Projekten, Stipen­ dien und Einzelpersonen. Wer hat, dem wird gegeben

Wesentlich für den Erfolg des universitären Fundraisings sind gemäss der Studie nicht nur interne Strukturen und Umwelt­ faktoren wie zum Beispiel gesetzliche Rahmenbedingungen. Zusätzlich wird darauf hingewiesen, dass Universitäten im Besonderen von bestehenden Beziehungen zu potenziellen privaten Geldgebern profitieren. Eine gute Beziehung zu pri­ vaten Gönnern in der Vergangenheit zahlt sich in der Zukunft aus. Dieser Grundsatz gilt für Vertreter von Stiftungen und Unternehmen genauso wie für Studierende als künftige Alumni. Das Werben um das scheue Kapital und der Umgang


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«forschung gilt in europa nach wie vor als staatsaufgabe», schreibt Prof. georg von schnurbein vom centre for Philanthropy studies der universität basel, das vom verband swissfoundations initiiert wurde.

mit den Förderern wollen jedoch gelernt sein. Da in Europa die Universität als staatliche Institution verstanden wird, muss sich die Legitimation der privaten Förderung erst noch etablieren. Philanthropie erfordert anfangsinvestitionen

Erschwerend hinzu kommt, dass die Einwerbung privater Gelder zunächst einmal Kosten für die Universität verursacht. Dazu gehört der Aufbau einer professionellen Fundraising­ Einheit, die Erstellung von Adressdatenbanken und von Bro­ schüren. Erste messbare Erfolge lassen sich nach mehreren Jahren feststellen, was nicht selten die Frage aufwirft, ob sich die Anfangsinvestition überhaupt lohnt. Anstatt aber den

Kopf in den Sand zu stecken und weiter auf Zufälle und die Bemühungen Einzelner zu vertrauen, sollten sich Universitä­ ten in ihrem Fundraising fokussieren und nicht versuchen, von Beginn weg Unternehmen, Stiftungen, Alumni und Mä­ zene gleichermassen anzugehen. Fest steht jedoch – und das hat auch die aktuelle Studie der EU gezeigt –, dass ohne diese Bemühungen die Universitäten auch in Zukunft wenig Chan­ cen auf Traumhochzeiten haben.

Prof. dr. georg von schnurbein ist assistenzprofessor für stiftungsmanagement und leiter des centre for Philanthropy studies (cePs) der universität basel.

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leute

J ü r g en M i s c h k e

den eigenen lebensraum erforschen text: rahel Walser, rahel.walser@unibas.ch; foto: claude giger

das totengässlein – eine schmale, verwinkelte gasse im herzen der basler altstadt, die vom Marktplatz zur Peterskirche hinaufführt. dort, in der nummer 3, wo sich Jürgen Mischkes büro befindet, haben einst erasmus von rotterdam und Paracelsus verkehrt. ein guter ort, um an einem regionalhistorischen grundlagenwerk zu arbeiten.

«D

as Totengässlein ist eine der ältesten Gassen der Stadt», sagt der junge Germanist. Der Name Totgas­ sun sei bereits im 13. Jahrhundert erstmals aufgetaucht. «Die Gasse heisst so, weil die Bewohner ihre Toten über diesen Weg auf den Kirchhof St. Peter trugen, um sie dort zu bestat­ ten», erklärt Mischke. Herauszufinden, woher die Namen der Strassen, Häuser und Orte in Basel kommen, ist das Ziel des Forschungsprojekts Orts­ und Flurnamenbuch Basel­Stadt, für das Jürgen Mischke arbeitet: «Wir erstellen ein neues Na­ menbuch für den Kanton Basel­Stadt.» Ein Buch, in dem möglichst alle Strassennamen, Häusernamen und vor allem

Flurnamen wie zum Beispiel «Grosspeter» oder «Auf dem Wolf» geklärt werden. Um den oft weit zurückreichenden Ursprüngen der Namen auf die Spur zu kommen, durchfors­ tet der Basler grossflächig Urkunden und Dokumente und erfasst diese in einer Datenbank. So auch den dicken Wälzer, der auf seinem Schreibtisch liegt. «Das ist ein Klassiker», sagt Mischke und streicht über den Buchrücken, «ein Buch aus dem Jahre 1909, in dem es um die Burgen in der Region, ihre Namen und Bewohner geht.» vom totengässlein auf den Münsterhügel und zurück

Den Hauptteil der Recherchearbeit kann Mischke jedoch nicht in seinem Büro machen, denn viele Dokumente befin­ den sich im Staatsarchiv. Die Strecke zwischen Totengässlein und Staatsarchiv geht er täglich mehrmals. Mischke macht sich auf den Weg. Während er die Treppen des Gässleins he­ runtergeht, erzählt er von seiner Arbeit. «Es ist unglaublich spannend, dass ich mich durch den Lebensraum einer mittel­ alterlichen Gesellschaft bewege, der heute nicht mehr exis­

forschungsprojekt

orts- und flurnamenbuch basel-stadt ■ Gundeldingen, Wettstein, Grosspeter, Hirzbrunnen – die Stadt Basel besitzt eine komplexe Namenstruktur. Strassen­ namen, Ortsnamen, Gebäudenamen oder Quartiersnamen ergeben ein Netz aus Bezeichnungen, welche die Orientie­ rung innerhalb der Stadtgrenzen erleichtern. Doch woher kommen diese Namen?

Das Forschungsprojekt Orts­ und Flurnamenbuch Basel­ Stadt hat sich zur Aufgabe gemacht, dies zu erforschen. Ziel des Projektes ist die Rekonstruktion existierender, vor allem aber auch bereits vergessener Orts­, Flur­, Häuser­, Gewäs­ ser­ und Strassennamen der Stadt. Die Namensbezeichnun­ gen sollen einerseits möglichst vollständig gesammelt und dokumentiert, andererseits auch gedeutet und historisch kontextualisiert werden. Dafür werden historische Belege aus dem Staatsarchiv Basel­Stadt in eine zentrale Datenbank eingearbeitet, welche nicht nur die Belege, Recherchen und

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Deutungen der Baselstädtischen Forschungsstelle enthält, sondern auch jene der Forschungsstellen Baselland, Solo­ thurn und Bern. So können auch überregionale Bezüge her­ gestellt und beachtet werden. Die Gesamtleitung des überkantonalen Projekts hat Prof. Annelies Häcki Buhofer, Ordinaria für Linguistik am Deut­ schen Seminar, inne; die Regionalleitung Basel­Stadt liegt bei Dr. Markus Gasser. Finanziert wird das Projekt durch den Schweizerischen Nationalfonds, die Christoph Merian Stiftung, die Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige Basel, die Gemeinde Riehen und die Freiwillige Akademi­ sche Gesellschaft. Die erste Phase des Projekts geht im Herbst 2011 zu Ende, eine Verlängerung um weitere drei Jahre wurde beantragt. rw www.ortsnamen.unibas.ch


lebensraum erforschen: Jürgen Mischke geht den ursprüngen von basler Orts- und flurnamen auf den grund.

tiert, aber mit dem ich täglich zu tun habe.» Er läuft quer über den Marktplatz, schlängelt sich durch parkierte Velos, Tauben schrecken auf. «Ich habe inzwischen eine sehr enge Beziehung zu den Leuten, die damals gelebt haben. Auch wenn sie nicht mehr leben, bin ich bei ihnen, jeden Tag.» Er biegt in das Mar­ tinsgässlein ab und steigt die Stufen hoch. «Und es ist einfach toll, wenn man dann in den Quellen etwas findet über Orte, an denen man tagtäglich ist. Wenn man zum Beispiel ent­ deckt, wann diese Treppe hier gebaut wurde.»

«Ich habe eine tiefe Beziehung zu meinem Lebensraum entwickelt, weil ich über jede Ecke etwas zu erzählen weiss.» akribisches lesen

Im Staatsarchiv angekommen, geht der junge Mann mit dem roten Haar und der silbernen Brille zielstrebig durch einen langen Gang an zahlreichen Bücherregalen vorbei, bis er an einem Schreibtisch ankommt. «Das ist der Ort, wo ich viel Zeit verbringe», schmunzelt Mischke und setzt sich. Auf dem

breiten Tisch liegt ein ledergebundenes Buch mit einem gros­ sen Siegel, auf den vergilbten Pergamentseiten sind kaum zu entziffernde Tintenbuchstaben sichtbar. Die Handschriften seien oft sehr schwer zu lesen, bestätigt Mischke. Und auch die Sprache müsse man oft erst übersetzen, entweder aus dem Lateinischen, dem Mittelhochdeutschen oder dem Frühneu­ hochdeutschen. «Das ist eine unglaubliche Arbeit», ergänzt der Forscher. Neben dem Schreibtisch steht ein Rollwagen, beladen mit zahlreichen weiteren alten Büchern. 900 Doku­ mente und Bücher habe er bereits in die Datenbank eingear­ beitet, kommentiert Mischke, ohne mit der Wimper zu zu­ cken. tiefe verwurzelung

Die Frage, woher sein Interesse am Lokalen kommt, kann Jür­ gen Mischke nicht sofort beantworten. Wahrscheinlich sei das Aufwachsen und Leben in der Stadt prägend gewesen. «Ich habe eine tiefe Beziehung zu meinem Lebensraum ent­ wickelt, weil ich über jede Ecke etwas zu erzählen weiss. Ich weiss, dass es nicht nur ein Hier und Jetzt gibt, sondern unter allem immer eine historische Tiefe liegt. Das bereichert das Leben ungemein.»

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Prof. dr. attila becskei extraordinarius für synthetic Microbiology per 1. september 2011

Prof. dr. lukas bubendorf extraordinarius für stammzellpathologie per 1. Juni 2011

■ Unsere Forschung beschäftigt sich mit der Analyse und

■ Meine Forschung beschäftigt sich mit der Bedeutung von

Synthese von genetischen Regelkreisen. Die Wechselwirkun­ gen mehrerer Gene rufen oft unerwartete Erscheinungen her­ vor, die nicht von den einzelnen Genen abgeleitet werden können. Wir verwenden mathematische Modellierung, um die Grundsätze dieser Wechselwirkungen zu verstehen. Die Resultate überprüfen wir mit molekularbiologischen Experi­ menten an Hefezellen. An der Universität Basel werden wir unsere Forschung in Zusammenarbeit mit anderen For­ schungsgruppen ausweiten und das Verhalten von Gennetz­ werken in anderen Organismen untersuchen – insbesondere in Bakterien und Säugetierzellen. Dadurch versuchen wir, Mi­ kroorganismen und Gewebezellen für biotechnologische An­ wendungen zu optimieren.

Krebsstammzellen und deren Beziehung zur klonalen Evolu­ tion in soliden humanen Tumoren mit Schwerpunkt Prosta­ takarzinom und Lungenkarzinom. Dabei interessiert uns vor allem die genomische Evolution von Tumorzellpopulationen, die sich anhand modernster Technologien an humanen Tu­ morgewebsproben entschlüsseln lässt. Daraus können wir neue Erkenntnisse über die Entstehung und das Fortschreiten maligner Tumoren und die Bedeutung der intratumoralen Heterogenität gewinnen. Genomische Veränderungen wei­ sen häufig auf Angriffspunkte für zielgerichtete Behandlun­ gen hin. Durch die Identifikation neuer Therapieziele wollen wir zur Entwicklung neuer Strategien zur Krebsbehandlung beitragen.

Prof. dr. Jens gaab extraordinarius für Klinische Psychologie und Psychotherapie per 1. september 2011

Prof. dr. andreas heuser extraordinarius für aussereuropäisches christentum mit schwerpunkt afrika per 1. Januar 2012 (befristet auf fünf Jahre)

■ Mein Interesse gilt den psychosozialen Voraussetzungen

■ In der Perspektive kultureller Globalisierung erforsche ich

und Bedingungen von Veränderungen im Rahmen von In­ terventionen und deren Auswirkungen auf die Effekte von Interventionen. Im Fokus stehen dabei die Überprüfung und die Anwendung dieser Prozesse in der Placebo­ und Psycho­ therapieforschung sowie im Bereich psychobiologischer In­ teraktionen. Warum haben Interventionen Effekte, die über die eigentliche Wirkung der Intervention hinausgehen? Und warum haben Interventionen, die nicht wirken können, Ef­ fekte? Ein Verständnis dieser Prozesse und deren Relevanz ist eine Grundlage zum Verständnis und möglicherweise auch zur Verbesserung von Interventionen. Die Universität Basel liefert hierzu hervorragende Bedingungen und Mög­ lichkeiten und ich freue mich, diesen Fragen hier nachzu­ gehen.

Transformationsprozesse im gegenwärtigen afrikanischen Christentum. Darin kommen Varianten der Pfingstbewegung zum Vorschein, die mit unterschiedlichen Themen (zum Bei­ spiel einem «prosperity gospel» oder «crusade»­Strategien) die gesamte Religionslandschaft in Afrika wie der afrikani­ schen Diaspora beeinflussen. Basel ist ein hervorragender Standort (Afrikazentrum, Mission 21), um transkulturelle Austauschprozesse zu beleuchten und gegebenenfalls Pra­ xisprojekte etwa im Kontext von Migration und Integration zu begleiten. Anhand eines sich ausformenden «devil com­ plex» im afrikanischen Christentum drängen sich mir Aus­ prägungen einer «wild religion» auf, die in Zusammenhänge unter anderem von Religion und Gewalt, Terror oder Geno­ zid führen.

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service

n eu be ru f u nge n

Prof. dr. irene hösli-krais extraordinaria für geburtshilfe per 1. Juni 2011

Prof. dr. elmar Max Merkle Ordinarius für radiologie per 1. Januar 2012

■ Unsere klinische Forschung beschäftigt sich mit Prädikto­

■ Meine Forschungsausrichtung passt gut in die translatio­

ren zur Einschätzung eines Frühgeburtsrisikos bei sympto­ matischen und Risikoschwangeren. Weitere Studien stehen im Zusammenhang mit dysfunktioneller Wehentätigkeit und Einleitungsmethoden. Hierbei sind uns der evidenzbasierte Ansatz und die multizentrische und interdisziplinäre Zusam­ menarbeit grundlegend. Zusammen mit dem Leiter des Prä­ natallabors, Prof. Sinuhe Hahn, untersuchen wir, inwieweit die zellfreie fetale DNA als Marker bei vorzeitiger Wehentä­ tigkeit, bei Malimplantationen der Plazenta und anderen Er­ krankungen in der Schwangerschaft Anwendung finden kann und welche immunologischen und endothelialen Vorgänge mit schweren Erkrankungen wie der Präeklampsie assoziiert sind.

nale Forschung der Universität Basel mit dem Schwerpunkt Onkologie. Hierin beschäftigt sich meine Arbeitsgruppe mit der quantitativen Magnetresonanztomographie, um bei­ spielsweise das Ansprechen von Tumoren bereits vor Beginn einer Chemo­ oder Strahlentherapie und innerhalb der ersten Woche nach Beginn einer entsprechenden Therapie vorher­ sagen zu können. Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeits­ gruppe ist die Optimierung von Prozessabläufen. Hierbei eva­ luieren wir die einzelnen Schritte der verschiedenen bildgebenden Methoden mittels in der Industrie anerkannter Verfahren, um die Prozessabläufe zu verbessern, wobei die di­ agnostische Qualität erhalten oder gar gesteigert werden soll.

Prof. dr. christoph rochlitz Ordinarius für Medizinische Onkologie per 1. september 2011

Prof. dr. lorenza Mondada Ordinaria für französische und allgemeine linguistik per 1. Januar 2012

■ Die Onkologie befindet sich derzeit in einem Umbruch.

■ Meine Forschungsschwerpunkte liegen auf dem Studium

An die Stelle relativ unspezifischer und oft toxischer Chemo­ therapien sollen zusehends Medikamente treten, die moleku­ lare Strukturen treffen, die nur oder vor allem in Tumorzellen vorkommen – ein Ansatz, der unter dem Stichwort «targeted therapy» Bekanntheit erlangt hat. Unsere Forschungsgruppe arbeitet an verschiedenen Projekten einer solchen zielgerich­ teten Therapie, darunter der Verabreichung von Medikamen­ ten durch Nanopartikel, die über Antikörper vermittelt hohe Konzentrationen von Zytostatika in Tumorzellen erreichen. Weitere Ansätze zielen auf die Gefässneubildung in wachsen­ den Tumoren, die sogenannte Angioneogenese, oder unter­ suchen synergistische Aktivität von kombinierter Chemo­ und Immuntherapie.

von Sprache, so wie sie in der sozialen Interaktion beobachtet werden kann, die von alltäglicher Unterhaltung bis hin zu in­ stitutionalisierten Kontexten reichen. Dieser Ansatz ist in der interaktionalen Linguistik und der Konversationsanalyse an­ gesiedelt und basiert auf authentischen Audio­ und Videoauf­ zeichnungen von Sprache im Handlungszusammenhang. Er bezieht verbale sowie körperliche Ressourcen (Gestik, Blick, Körperbewegung) mit ein, die bei ihrer Interaktion eingesetzt werden. Dies stellt die Linguistik vor die spannende Aufgabe, eine Vielzahl von Dimensionen im Rahmen eines Modells zu integrieren, das die emergente Produktion und Interpretation von Sprache in Echtzeit und in Kontext in Rechnung stellt.

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n eu be ru f u nge n

Prof. dr. Jürg schwaller extraordinarius für Kindliche leukämien

Prof. dr. ulf schiller Ordinarius für accounting per 1. februar 2012

■ Meine Forschung passt sehr gut in das Profil der Wirt­

■ Akute Leukämien gehören zu den häufigsten Krebserkran­

schaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel, die eine Integration der Disziplinen Volks­ und Betriebswirt­ schaftslehre vornimmt. Mittels spieltheoretischer Methoden untersuche ich das betriebliche Rechnungswesen als Über­ mittler von entscheidungsrelevanten und verhaltenssteuern­ den Informationen. Rein betriebswirtschaftlich beeinflussen solche Informationen die interne Koordination von Entschei­ dungen in komplexen Organisationen. Rein volkswirtschaft­ lich soll die Regulierung der Rechnungslegung eine effiziente Allokation volkswirtschaftlicher Ressourcen bewirken. Zwi­ schen beiden Disziplinen steht die Suche nach Gleichgewich­ ten zwischen der Bilanzanalyse seitens Kunden, Lieferanten sowie Investoren einerseits und der Bilanzpolitik seitens der Unternehmen andererseits.

kungen beim Kind. Mittels intensiver Therapie kann heute eine Vielzahl von Patienten geheilt werden. Bestimmte For­ men aber wie die akute myeloische Leukämie bleiben eine grosse Herausforderung. Unsere Forschung versucht neue Ansätze zur gezielten Therapie der akuten Leukämien zu fin­ den. Wir haben verschiedene Modelle entwickelt, die es er­ lauben, das Zusammenspiel verschiedener genetischer Muta­ tionen zu studieren. Molekular­genetische, zellbiologische und biochemische Methoden helfen uns, die Mutationen zu identifizieren, welche für die Erhaltung und die Therapie­ resistenz der akuten Leukämien verantwortlich sind. In Zu­ sammenarbeit mit akademischen und industriellen Partnern suchen wir nach Verbindungen, welche gezielt die fehlgelei­ teten Signale in leukämischen Zellen blockieren.

p e r s ona l ia

■ eintritte

Eva Aebersold, Universitätsbibliothek Dr. Esther Allenspach Meili, Juristische Fakultät Annarös Bieli-Jeger, Universitätskliniken für Zahnmedizin Dr. Gabriela Blagoi, Systems X, C­CINA Dominik Borer, Rektorat und Verwaltung Sabina Brandt, Rektorat und Verwaltung Sarah Braun, Departement Biomedizin Dr. Alfredo Bruno, Medical Image Analysis Center Golnaz Djalili, Seminar für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie Dr. Ina Emme-Papastavrou, Departement Chemie Sebastian Gartner, Studentische Körperschaft Joel Gerber, Departement Umweltwissenschaften Livia Glanzmann, Departement Chemie Constantin Hägler, Rektorat und Verwaltung Anita Heimgartner, Rektorat und Verwaltung Dr. Alexis Hofmeister, Historisches Seminar Sonja Hofstetter, Rektorat und Verwaltung Lindy Hooman, Universitätsbibliothek Heidrun Janka, Universitätsbibliothek Olgica Jovanovic, Universitätsbibliothek Caroline Kalweit, Universitätsbibliothek Anja Keller, Studentische Körperschaft

Stefan Keller, Universitätsrechenzentrum Denis Kientz, Universitätsbibliothek Günter-Rudolf Klaws, Departement Biomedizin Szymon Kostrzewski, Medical Image Analysis Center Marco Kraus, Botanischer Garten Gabriela Kuster Vettiger, Euresearch Claudia Lanz, Departement Pharmazeutische Wissenschaften Ilija Lujic, Biozentrum Bettina Nägeli, Seminar für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie Dr. Philipp Ott, Basel Advanced Study Centre Janos Palinkas, Universitätsrechenzentrum Dr. Caroline Peneff-Verheyden, Euresearch Marlies Pichler, Institut für Psychologie Josefin Radtke, Universitätsbibliothek Steven Roth, Biozentrum Katja Rothe, eikones NFS Bildkritik Cigdem Saatcilar, Institut für Medizinische Mikrobiologie Cigdem Scarpatetti, Historisches Seminar Renate Schmidt, Institut für Psychologie Noemi Shich, Universitätskliniken für Zahnmedizin Nicolas Simonius, Rektorat und Verwaltung Evi Sonderegger, Biozentrum Laure Sutter, Institut für Medizinische Mikrobiologie

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Hochschule für Soziale Arbeit Hochschule für Wirtschaft PERSONAL TRAINING

PHYSIOTHERAPIE

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Gratis-Apéritif: Gegen Vorweisen dieses Inserates offerieren wir Ihnen gerne einen Willkommens-Apéritif


service

p e r s ona l ia

Catherine Thommen, Europainstitut Alain Thöni, Medical Image Analysis Center Thai-Anh Tran, Institut für Sport und Sportwissenschaften Dr. Daniela Vavrecka-Sidler, Institut für Bio­ und Medizinethik Dr. Hannes Weigt, Rektorat und Verwaltung Leila Zickgraf, Musikwissenschaftliches Institut Anna Zimmermann, Institut für Medienwissenschaften ■ Pensionierungen

Suzanne Debrot, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Juristische Fakultät Beatrix Lang, Laborgehilfin, Biophysikalische Chemie, Biozentrum Eleonore Müller-Fehlmann, Administration, Wirtschaftswissenschaftliches Zentrum Paulette Sprunger, Bibliothekarin, Universitätsbibliothek Liselotte Walti, Administration, Biozentrum

Wa h l e n

Prof. Dr. Attila Becskei, Extraordinarius für Synthetic Microbiology, per 1. September 2011 Prof. Dr. Lukas Bubendorf, Extraordinarius für Stammzellpathologie, per 1. Juni 2011 Prof. Dr. Jens Gaab, Extraordinarius für Klinische Psychologie und Psychotherapie, per 1. September 2011 Prof. Dr. Andreas Heuser, Extraordinarius für Aussereuropäisches Christentum mit Schwerpunkt Afrika, per 1. Januar 2012 (befristet auf fünf Jahre) Prof. Dr. Irene Hösli-Krais, Extraordinaria für Geburtshilfe, per 1. Juni 2011 Prof. Dr. Elmar Max Merkle, Ordinarius für Radiologie per 1. Januar 2012 Prof. Dr. Lorenza Mondada, Ordinaria für Französische und Allgemeine Linguistik, per 1. Januar 2012 Prof. Dr. Christoph Rochlitz, Ordinarius für Medizinische Onkologie, per 1. September 2011 Prof. Dr. Ulf Schiller, Ordinarius für Accounting, per 1. Februar 2012 Prof. Dr. Jürg Schwaller, Extraordinarius für Kindliche Leukämien Prof. Dr. Verdon Taylor, Extraordinarius für Embryologie und Stammzellbiologie, per 1. November 2011

titularprofessuren

■ Philosophisch-naturwissenschaftliche fakultät

Prof. Dr. Leander Franz für Mineralogie/Petrologie Prof. Dr. Rainer W. Friedrich für Neurobiologie Prof. Dr. Dirk Schübeler für Epigenetics ■ Wirtschaftswissenschaftliche fakultät

Prof. Dr. Paolo Vanini für Banking

ernennungen

■ assistenzprofessuren

Prof. Dr. Gianluca Crippa, Assistenzprofessor für Analysis (mit Tenure Track) Prof. Dr. Malte Helmert, Assistenzprofessor für Computational Intelligence (mit Tenure Track) Prof. Dr. Enno Lenzmann, Assistenzprofessor für Analysis (mit Tenure Track) Prof. Dr. Hugues Marchal, Assistenzprofessor in Neuerer Französischer und Allgemeiner Literaturwissenschaft (mit Tenure Track) Prof. Dr. Hannes Weigt, Assistenzprofessor für Energieökonomik (ohne Tenure Track) Prof. Dr. Damian Wild, Assistenzprofessor für Nuklearmedizin (mit Tenure Track)

V e n ia d o c e n di

■ Medizinische fakultät

PD Dr. Hans-Friedrich Ginz für Anästhesiologie PD Dr. Martin T. R. Grapow für Herzchirurgie PD Dr. Oleg Heizmann für Chirurgie PD Dr. Philipp Kirchhoff für Chirurgie PD Dr. Michael Stefan Kühne für Kardiologie PD Dr. Dr. Johannes Josef Kuttenberger für Kiefer­ und Gesichtschirurgie PD Dr. Axel Regeniter für Labormedizin, speziell Liquor­ und Proteindiagnostik PD Dr. Lukas A. Zahner für Sportwissenschaft ■ Philosophisch-historische fakultät

PD Dr. Gerd Blum für Allgemeine Kunstgeschichte Prof. Dr. Brigitte Röder für Ur­ und Frühgeschichte PD Dr. Carmen Scheide für Osteuropäische Geschichte ■ Philosophisch-naturwissenschaftliche fakultät

PD Dr. Michel Calame für Physik PD Dr. Brian Cutting für Pharmazeutische Wissenschaften ■ fakultät für Psychologie

PD Dr. Michael Plüss für Psychologie PD Dr. Björn Rasch für Psychologie

t o d e s fä l l e

Prof. Dr. Gerhard Backenstoss, emeritierter Ordinarius für Physik und ehemaliger Dekan der Philosophisch­ Naturwissenschaftlichen Fakultät, verstarb in seinem 87. Lebensjahr. Prof. Dr. Fabian Gerson, emeritierter Ordinarius für Physikalische Chemie, verstarb in seinem 83. Lebensjahr. Prof. Dr. Horst Linde, emeritierter Ordinarius für Pharmazeutische Chemie, verstarb in seinem 80. Lebensjahr. Prof. Dr. Klaus Seybold, emeritierter Ordinarius für Altes Testament, verstarb in seinem 76. Lebensjahr. uniiintern 03/11

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service

d i e n s t j u b i l ä e n ( au g u s t, s e p t e m b e r , o k t o b e r )

■ 10 Jahre

■ 15 Jahre

Prof. Dr. Aleksander Berentsen, Ordinarius, Wirtschaftswissenschaftliches Zentrum Prof. Dr. Bernhard Bettler, Ordinarius, Departement Biomedizin Laura Carloni, Handbuchbinderin, Universitätsbibliothek Prof. Dr. Gerhard Christofori, Ordinarius, Departement Biomedizin Philippe Demougin, Laborant, Departement Biomedizin Prof. Dr. Patrick Harries, Extraordinarius, Historisches Seminar Judith Heeb, Rektorat und Verwaltung, Generalsekretariat Dr. Jacqueline Henn Overbeck, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Wirtschaftswissenschaftliches Zentrum Cyrill Hess, Rektorat und Verwaltung, Student Services Claudia Jeker, Administration, Departement Rechtswissenschaften Sandra Kaba, Mitarbeiterin Benutzungsabteilung, Universitätsbibliothek Prof. Dr. Angelika Krebs, Ordinaria, Philosophisches Seminar Susanne Kress, Bibliothekarin, Philosophisches Seminar Ljiljana Kristo, Mitarbeiterin Buchbindereiabteilung, Universitätsbibliothek Prof. Dr. Walter Leimgruber, Ordinarius, Seminar für Volkskunde Prof. Dr. Yvan Lengwiler, Ordinarius, Wirtschaftswissenschaftliches Zentrum Prof. Dr. Sabine Maasen, Ordinaria, Wissenschaftsforschung Vaclav Mandak, Akademisch­Technischer Mitarbeiter, Botanisches Institut Madeleine Müller, Administration, Historisches Seminar Prof. Dr. Magdalena Müller-Gerbl, Extraordinaria, Departement Biomedizin Prof. Dr. Anne Peters, Ordinaria, Juristische Fakultät Jacques Picard, Seminar für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie Brigitte Ritter, Mitarbeiterin Systeme & Support SAP HR, Rektorat und Verwaltung Sabine Rohner, Administration, Historisches Seminar Prof. Dr. Antonius Rolink, Ordinarius, Departement Biomedizin Deborah Scheiblechner, Bibliothekarin, Departement Mathematik Melanie Schmid, Dentalassistentin, Universitätskliniken für Zahnmedizin Dr. Isabel Trueb, Mitarbeiterin Handschriftenabteilung, Universitätsbibliothek Daniel Tschirren, Leiter Benutzung, Haus­ und Garderobedienste, Universitätsbibliothek Slavica Veselinovic, Mitarbeiterin Ausleihe, Universitätsbibliothek Dr. Noortje Vriends Poespodihardjo, Lehrbeauftragte, Fakultät für Psychologie Monika Wechsler, Leiterin Informationsabteilung, Universitätsbibliothek

Elisabeth Kundert, Dentalassistentin, Universitätskliniken für Zahnmedizin Caroline Felber, Administration, Departement Umweltwissenschaften Andreas Ertle, Technischer Mitarbeiter, Universitätsrechenzentrum PD Dr. Lukas Rosenthaler, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Imaging & Media Lab Prof. Dr. Daniel Loss, Ordinarius, Departement Physik

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■ 20 Jahre

Marcel Brülhart, IT­Techniker, Universitätsrechenzentrum Manuel Hermida, Technischer Mitarbeiter, Institut für Organische Chemie Dr. Barbara Stopp, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Prähistorische und Naturwissenschaftliche Archäologie Georg Holderied, Techniker, Institut für Physikalische Chemie Jacques Francis Lecoultre, Techniker, Institut für Physikalische Chemie Prof. Dr. Maria Antonietta Terzoli, Ordinaria, Institut für Italianistik ■ 25 Jahre

Joëlle Glanzmann, Administration, Geologisch­Paläontologisches Institut Veronika Del Zenero-Brunner, Laborantin, Institut für Medizinische Mikrobiologie Eva Sternküker, Bibliothekarin, Englisches Seminar Dr. Christoph Brombacher, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut für Prähistorische und Naturwissenschaftliche Archäologie ■ 30 Jahre

Irene Schweizer, Laborantin, Universitätskliniken für Zahnmedizin Alice Spinnler, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Universitätsbibliothek Prof. Dr. Jean-Marie Le Tensorer, Ordinarius, Institut für Prähistorische und Naturwissenschaftliche Archäologie Regina Stalder, Administration, Ethnologisches Seminar ■ 35 Jahre

Prof. Dr. Rudolf Gschwind, Titularprofessor, Imaging & Media Lab ■ 40 Jahre

Maurus Maier, Werkstattleiter, Institut für Organische Chemie


service

e h ru ng e n u n d m i tg l i e d s c ha f t e n

Prof. Dr. Mark Pieth, Ordinarius für Strafrecht, wurde am Philip C. Jessup International Law Moot Court die Rolle des obersten Richters übertragen.

Prof. Dr. Ed Constable, Ordinarius für Chemie und Vizerektor Forschung und Nachwuchsförderung, erhielt den mit 2000 Pfund dotierten Sustainable Energy Award der britischen Royal Chemical Society.

Prof. Dr. Ingeborg Schwenzer, Ordinaria für Privatrecht, ist von der Arab Society on Commercial and Maritime Law mit dem Career Achievement Award ausgezeichnet worden.

Thomas Eaton, Doktorand am Departement Chemie, wurde vom Chemical Abstracts Service eingeladen, am SciFinder Academic Exchange Programm 2011 teilzunehmen.

■ Philosophisch-historische fakultät

PD Dr. Franz-Josef Elmer, Privatdozent am Departement Physik, wurde für seine Lernsoftware The Pendulum Lab mit dem Mer­ lot­Classics­Award 2011 im Fachbereich Physik ausgezeichnet.

■ Juristische fakultät

Dr. Rebecca Lämmle, Assistentin am Departement Altertums­ wissenschaften, erhielt für ihre Dissertation über die Poetik des griechischen Satyrspiels den mit 25 000 Franken dotierten Marie Heim­Vögtlin­Preis 2011. ■ Philosophisch-naturwissenschaftliche fakultät

Prof. Dr. Ueli Aebi, Ordinarius für Strukturbiologie, wurde von der Deutschen Gesellschaft für Zellbiologie die Carl Zeiss Lecture 2011 zugesprochen. Zugleich verlieh ihm die Microscopy Society of America den diesjährigen Distinguished Scientist Award in Biologie.

Prof. Dr. Witold Filipowicz, Titularprofessor für Biochemie und Gruppenleiter am Friedrich Miescher Institut, wurde von der RNA Society mit einem Lifetime Achievement Award aus­ gezeichnet. Prof. Dr. Karl Gademann, Extraordinarius für Organische Chemie, wurde mit dem Nationalen Latsis­Preis 2011 ausgezeichnet. Der mit 100 000 Franken dotierte Preis ist eine der wichtigsten wissenschaftlichen Auszeichnungen der Schweiz.

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service

e h ru ng e n u n d m i tg l i e d s c ha f t e n

Prof. Dr. Christoph Gerber, Mitglied der Geschäftsleitung des Swiss Nanoscience Institutes und Forschungsgruppenleiter am Departement Physik, erhält für seine Pionierarbeiten in den Nanotechnologien den mit 20 000 Franken dotierten Wissenschaftspreis 2011 der Stadt Basel. Zudem wird er am Miami Winter Symposium 2012 mit einem Lifetime Achievement Award ausgezeichnet. Prof. Dr. Andreas Pfaltz, Ordinarius für Organische Chemie, wurde zum Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, Sektion Chemie, gewählt. Prof. Dr. Jean Pieters, Ordinarius für Biochemie, wurde zum korrespondierenden Mitglied der Königlich­Niederländischen Akademie der Wissenschaften ernannt.

■ fakultät für Psychologie

PD Dr. Pasquale Calabrese, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Abteilung für Allgemeine Psychologie und Methodologie, wurde mit dem vom Healthcare­Unternehmen Merz ausgelobten Preis für Hirnforschung in der Geriatrie 2010 ausgezeichnet. Der Preis ist mit 10 000 Euro dotiert. Dr. Malte Friese, Assistent am Institut für Psychologie, wurde von der European Association for Social Psychology der Jos­Jaspars­ Award verliehen. ■ Weiteres

Prof. Dr. Hedwig J. Kaiser, Vizerektorin Lehre, wurde in den externen wissenschaftlichen Beirat des Universitätsklinikums Hamburg­Eppendorf berufen.

Prof. Dr. Walter Salzburger, Assistenzprofessor für Zoologie, wurde mit dem Walther Arndt­Forschungspreis 2011 der Deutschen Zoologischen Gesellschaft geehrt.

Prof. Dr. Antonio Loprieno, Rektor der Universität Basel, wurde von der Plenarversammlung der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS) einstimmig als Präsident wiedergewählt.

■ Wirtschaftswissenschaftliche fakultät

Prof. Dr. Peter Meier-Abt, ehemaliger Vizerektor Forschung und Nachwuchsförderung, wurde zum Präsidenten der Schweizeri­ schen Akademie der Medizinischen Wissenschaften gewählt.

Prof. Dr. Stefan Felder, Extraordinarius für Health Economics, wurde in den Expertenrat des Medical Board Schweiz gewählt.

Medaille für Parasitenforscher ■ dr. somdeb bose dasgupta,

Postdoktorand am Biozentrum der Universität Basel, gehört zu den diesjährigen Empfängern einer Me­ daille, welche die Indian National Science Academy (INSA) jährlich an hervorragende Nachwuchsfor­ scherinnen und ­forscher vergibt. Der Postdoktorand im Labor von Prof. Jean Pieters erhielt die «INSA Medal for Young Scientists» für seine Forschung über den Parasiten Leishmania donovani, die im Rahmen seiner Promotion am Indian Institute of Chemical Biology in Kolkata entstanden ist. Dieser Parasit verursacht die zum Teil schwer verlaufende Infektionskrankheit viszerale Leishmaniose, die zu einer Entzündung der inneren Organe führen kann. Die Krank­ heit ist in zahlreichen tropischen und subtropischen Län­

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dern verbreitet, insbesondere in Indien, Bangladesch, Äthi­ opien, Brasilien, Nepal und im Sudan. Somdeb Bose Dasgupta konzentrierte sich auf ein wesentli­ ches DNA­veränderndes Enzym (Topoisomerase) im Para­ siten. So konnte er die ungewöhnlichen Eigenschaften der bi­Untereinheit Topoisomerase IB von Leishmania beschrei­ ben, was ein besseres Verständnis der parasitspezifischen Mechanismen bei der Leishmania-Replikation ermöglicht. Seine Arbeit kann nun dazu beitragen, Strategien für einen Rückgang in der Parasitenlast zu entwickeln. Die indische Wissenschaftsakademie INSA zeichnet mit der «Medal for Young Scientists» seit 1974 jährlich bis zu dreis­ sig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für bemer­ kenswerte und kreative Forschungsleistungen im Bereich Wissenschaft und Technologie aus. Die Auszeichnung ist eine der höchsten Anerkennung für junge Forschende in In­ dien und wurde bisher über 500 Mal vergeben.


service

t o ol b oX

Vapaguide – schnelle hilfe bei unfällen mit gifttieren

U

nfälle mit giftigen Tieren gehören zu den am meisten vernachlässigten Gesundheits­ problemen weltweit.

In Indien sterben jedes Jahr gegen 50 000 Menschen allein an Schlangenbissen. Skorpionstiche sind in trockenen Zonen auf dem ganzen Planeten verbreitet und treten zuneh­ mend auch in städtischen Gebieten Lateinamerikas auf. Selbst Bewohner gemässigter Zonen erleiden zunehmend Unfälle mit giftigen Tieren – sei es, weil sie selber zu Hause exotische Arten halten oder weil sie als Touristen in Gebiete mit giftigen Quallen, Spinnen oder Schlangen reisen. Vergiftungen durch Tierbisse oder ­stiche erfordern eine rasche Behandlung. Doch die Informationen, um die Gift­ tiere zu bestimmen und die nötigen Massnahmen einzulei­

ten, sind in der Fachliteratur weit verstreut und in Notsituationen oft nicht zur Hand. Abhilfe schafft hier der frei zugängliche englisch­ sprachige VAPAGuide, der am Universitätsklini­ kum Heidelberg und am Schweizerischen Tropen­ und Public Health­Institut entwickelt wurde, das mit der Uni­ versität Basel assoziiert ist. Der Guide bietet weltweit Zu­ gang zu einer Datenbank, die über die Biologie und die kli­ nische Behandlung von Unfällen mit giftigen Tieren Auskunft gibt. Der VAPAGuide soll in erster Linie medizi­ nisches Personal in der Behandlung von Patienten unter­ stützen, kann aber auch für Feldforscher, Naturfreunde und Reisende nützlich sein. www.vapaguide.info

cartoon mit nicolas m ahler

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domino

Prof. dr. achatz von Müller Ordinarius für geschichte des Mittelalters

Prof. dr. frank krysiak extraordinarius für umweltökonomie

achatz von Müller fragt:

Wie viel kostet eine Kilowattstunde Atomstrom, wenn man alle Kostenfaktoren heranzieht? frank krysiak antwortet:

Die Frage nach den «wahren» Kosten der Kernenergie ist wichtig, aber leider nicht eindeutig zu beantworten. Diese Kosten setzen sich aus zwei Teilen zusammen: den von den Betreibern der An­ lage getragenen Kosten und den sogenannten externen Kosten, die zum Beispiel die Kosten der Freisetzung radioaktiver Substanzen und Umweltschäden bei der Brennstoffherstellung umfassen. Die Höhe der externen Kosten hängt dabei von Werturteilen ab, sodass oftmals sehr unterschiedliche Angaben existieren. Recht einfach ist es, die von den Betreibern getragenen Kapital­, Betriebs­ und Brennstoffkosten zu quantifizieren. Diese betragen in der Schweiz zusammen zwischen 3,6 und 5,1 Rappen pro Kilo­ wattstunde (Rp/kWh). Darin enthalten sind die gesetzlich gefor­ derten Beiträge für den Stilllegungs­ und Entsorgungsfonds sowie die Beiträge für die obligatorische Versicherung gegenüber Haf­ tungsansprüchen im Schadensfall. Die gesetzlichen Vorschriften verlangen aber nur eine Versiche­ rung, die Schäden bis zu 1,8 Mia. Franken deckt. Dies ist weniger als 1% des möglichen Schadens, sodass externe Kosten anfallen. Wie hoch diese Kosten anzusetzen sind, hängt unter anderem da­ von ab, welcher Wert für ein Menschenleben angenommen wird, wie der Verlust von Lebensraum bewertet wird und ob bei der Be­ rechnung Risikoaversion berücksichtigt wird. Bezüglich dieser Punkte gibt es keinen wissenschaftlichen oder gesellschaftlichen Konsens.

Dementsprechend ist es wenig verwunderlich, dass in der Fach­ literatur eine recht grosse Bandbreite von Schätzungen für die ex­ ternen Kosten der Kernenergie zu finden ist. Für die Schweiz sind Werte von 0,2 bis 36 Rp/kWh publiziert worden. Studien aus dem europäischen Ausland weisen zum Teil deutlich höhere Werte aus. Auf der Basis der Schweizer Studien liegen die gesamten Stromge­ stehungskosten der Kernenergie somit zwischen 4,2 und 41 Rp/ kWh. Bei der Interpretation dieser Zahlen ist aber zu berücksich­ tigen, dass die meisten anderen Technologien ebenfalls externe Kosten verursachen, wie zum Beispiel die Kosten von CO2­Emis­ sionen. Insgesamt führt die Bewertung der Kernenergie damit zurück zu grundlegenden ethischen und politischen Fragen. Was ist ein Men­ schenleben wert? Welchen Wert messen wir zukünftigem Leben bei? Je nachdem, wie diese Werturteile gefällt werden, kann eine ökonomische Analyse sowohl deutlich für als auch klar gegen die Nutzung der Kernenergie sprechen.

frank krysiak fragt:

Warum sind in der Schweiz, im Gegensatz zu den meisten anderen Industrieländern, Boulevardzeitungen eher links als bürgerlich­ konservativ ausgerichtet? antwort in der nächsten ausgabe 04/2011.

uniintern 03/2011  

Magazin für die Mitarbeitenden der Universität Basel

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