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Region Zürich-Schaffhausen

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Rechtsfall Aktuelles Agenda Bildergalerie

Nr. 5 | 19. November 2010 Erscheint als Beilage zur Zeitung «work» | Redaktion Unia Region Zürich-Schaffhausen T 044 299 25 25, F 044 299 25 59 | www.unia.ch

Unia Region ZH-SH: Längere Mittagspausen auf dem Bau aus Protest zum schlechten Lohnangebot

Für eine Lohnerhöhung, die ihren Namen verdient Auf 25 Baustellen in der Unia-Region Zürich-Schaffhausen legten Arbeitnehmende aus dem Bauhauptund dem Ausbaugewerbe Ende Oktober längere Mittagspausen als üblich ein. Der Protest richtete sich gegen ihre Arbeitgeber, die für das kommende Jahr nur zu einer mageren Lohnerhöhung bereit sind – trotz anhaltendem Bauboom.

Schweissgerät aus. Stattdessen waren aus dem weissen Festzelt, das am Morgen von Gewerkschaftssekretären errichtet worden war, laute Trillerpfeifen und Rufe zu hören. Von über 20 Baustellen in der Stadt Zürich waren rund 250 Arbeitnehmende in die Kalkbreite gekommen, um gemeinsam ihre verlängerte Mittagspause zu verbringen und ihren Unmut auszudrücken.

Am letzten Donnerstag im Oktober blieb auf einer Baustelle beim Zürcher Tramdepot Kalkbreite der nach der Mittagspause üblicherweise wieder einsetzende Lärm von Bagger, Presslufthammer und

Denn die Arbeiter sind sauer. Trotz voller Auftragsbücher ist die Arbeitgeberseite für das kommende Jahr nur zu einer mageren Lohnerhöhung von 0,6 Prozent bereit. Für die tieferen Löhne auf dem Bau

150 Franken mehr Lohn

macht das gerade mal eine Lohnerhöhung von mickrigen 26 Franken pro Monat aus. Im Hinblick auf die steigenden Krankenkassenprämien für 2011 bleibt den Arbeitnehmern davon kein Franken mehr im Portemonnaie. Angesichts des anhaltenden Baubooms fordern die Gewerkschaften daher 150 Franken mehr Lohn im kommenden Jahr. Auch auf Baustellen in Schlieren verlängerten die Bauarbeiter, Gipser, Maler und Elektriker ihre Mittagspause. In Winterthur versammelten sich rund 100 Bauarbeiter und Arbeitnehmer aus dem Ausbaugewerbe auf einer Baustelle in Winterthur-Seen zum gemeinsamen Mittagessen. In der ganzen

Schweiz nahmen an den Protestaktionen rund 3000 Bauleute teil. Auf den Baustellen diskutierten sie zusammen mit Gewerkschaftssekretären über die Lohnsituation und die eigennützige Haltung der Arbeitgeber. In Zürich zogen die Bauarbeiter zusätzlich noch in einem Demonstrationszug zu einer Baustelle in Wiedikon, um ihre dort noch arbeitenden Kollegen von der Protestpause zu überzeugen.

Substanzielles Angebot

Bauarbeiter und Beschäftigten im Baunebengewerbe deutlich, dass sie vom Schweizerischen Baumeisterverband sowie von den anderen Arbeitgeberverbänden erwarten, dass sie in der nächsten Verhandlungsrunden endlich mit substanziellen Angeboten der realen Situation auf dem Bau Rechnung tragen. Die Forderung der Bauleute nach 150 Franken ist sachlich gerechtfertigt und für die Arbeitnehmenden notwendig. ✏✏ Per Johansson

Die Entrüstung unter den Bauleuten ist gross: «Das akzeptieren wir nicht!», lautet der einheitliche Tenor in der ganzen Schweiz. Mit ihren Aktivitäten machten die

In Zürich demonstrieren 250 Arbeiter aus dem Bauhaupt- und … Protestpause in Winterthur.

… dem Ausbaugewerbe für eine gerechte Lohnerhöhung.

Rote Karte der Arbeitnehmenden in Winterthur.

Weitere Bilder zu den Protestpausen in der Unia-Region Zürich-Schaffhausen unter: www.zuerich-schaffhausen.unia.ch


UniaRegio

Zürich-Schaffhausen | Nr. 5 | 19. November 2010

Aktuell

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Rechtsfall: Andreia Dinis erhielt über zwei Jahre lang keinen korrekten Lohn

«Zum ersten Mal spürte ich Existenzängste» Über zwei Jahre hinweg zahlte ein Restaurantbesitzer im Zürcher Niederdorf einer portugiesischen Angestellten den vertraglich vereinbarten Lohn nicht korrekt aus. Das Leben der Geprellten geriet aus den Fugen, denn plötzlich fehlte das Geld für Miete und Heizkosten. «Hinten in der Küche war mein ­Arbeitsplatz. Dort habe ich Brot ­gebacken. Aber auch vorne am ­Büffet habe ich immer wieder ausgeholfen», beschreibt Andreia Dinis ihre Arbeit in der Milchbar im Zürcher Niederdorf. Die Arbeit in dem kleinen Restaurant war ihre erste Festanstellung in der Schweiz. Sie freute sich über ein geregeltes Einkommen und etwas mehr Sicherheit im Leben. Dankbar packte die junge Portugiesen überall dort mit an, wo sie gebraucht wurde. Während der oft hektischen Mittagszeit schickte sie der Chef aus der Küche nach vorne ans Büffet, um auszuhelfen. Dinis bediente fortan auch die Kunden, obwohl sie damals noch nicht perfekt Deutsch sprach. Ihre Arbeit machte sie gern, und das Wohl der Kunden und die Zufriedenheit ihres Chefs waren ihr wichtig. «An manchen Samstagen habe ich von sieben Uhr morgens bis in den späten Nachmittag hinein pausenlos gearbeitet.» Dass der Patron ihr im Gegenzug keine Freistunden für einen Arztbesuch oder Besichtigungstermine für Wohnungen bewilligte, störte Dinis zwar, doch schluckte sie dies einfach. Das Glück, endlich eine feste Anstellung gefunden zu haben, wog diesen Umstand aus.

Plumpe Ausreden

Unverschuldete Schulden

Dinis ist 2005 im Alter von 24 Jahren aus Portugal in die Schweiz gekommen. Das erste Jahr verdiente sie ihr Geld mit Saisonarbeit im Berner Oberland. Von einer Kollegin hörte sie, dass in der Küche der Zürcher Milchbar eine Aushilfe gesucht würde. Sie bewarb sich und erhielt die Stelle, zunächst nur befristet. Doch Dinis musste ihre Arbeit zur Zufriedenheit ihres Patrons verrichtet haben, denn nach einem halben Jahr erhielt sie die Festanstellung. Dass das Personal, abgesehen von den Lehrlingen, relativ schnell wechselte, fiel Dinis auf, doch schenkte sie diesem Umstand keine grössere Beachtung. Ausserdem war ihr Lohn Ende Monat immer korrekt ausbezahlt worden. Doch just mit der Festanstellung nahmen die Unregelmässigkeiten ihren Anfang. Gemäss geltendem Gesamtarbeitsvertrag hätte Dinis Anspruch auf einen festen Mindest- sowie auf einen 13. Monatslohn gehabt. Aber schon nach einem Monat Festanstellung fehlten bei der ersten Auszahlung ihres Salärs über 200 Franken. Dies zog sich so über mehr als zwei Jahre hinweg; kein Monat verging, in dem ihr der Patron ihren Lohn korrekt auszahlte. Auch vom 13. Monatslohn sah Dinis nach einem Jahr Arbeit in der Milchbar keinen Rappen. «Ich sprach meinen Chef immer wieder auf die falschen Lohnauszahlungen an, doch er vertröstete mich stets auf den nächsten Monat», erzählt Dinis. Selbst als sie ihren Patron zur Rede stellte, gab sich dieser desinteressiert und schob sie mit der plumpen Ausrede beiseite, dass er gerade keine Zeit habe.

Dinis fielen die ausstehenden Lohnbeträge inzwischen zur Last. Ihr Lebenspartner befand sich zu dieser Zeit auf Stellensuche und konnte nicht zum Lebensunterhalt beitragen, so dass das junge Paar auf Dinis Nettolohn von 2600 Franken mehr als angewiesen wäre. Die wenigen Ersparnisse der beiden waren schnell aufgebraucht. Vom Lohn aber fehlten monatlich bis zu 450 Franken. Bei der Bezahlung ihrer Miete und der Heizkosten geriet Dinis immer mehr in Rückstand. Erstmals im Leben spürte die junge Frau wahre Existenzängste. «Ich war unruhig, grübelte die ganze Zeit und spürte 24 Stunden am Tag einen grossen Druck in mir», beschreibt Dinis ihre Gefühle von damals.

Bei falschen Lohnzahlungen heilt die Zeit keine Wunden

Langsames Umdenken beim Chef Als es Dinis schliesslich zu viel wurde, suchte sie beim Rechtsdienst der Unia Rat. Am liebsten hätte sie ihren Chef gleich vors Arbeitgericht gezerrt, doch die zuständige Rechtsberaterin wollte sich zunächst mit dem fehlbaren Patron aussergerichtlich einigen. Dinis erhielt Ratschläge, wie sie ihren Chef umstimmen sollte. Doch als auch das nichts half, entschied sich die Rechtsberaterin, offiziell beim Patron vorstellig zu werden. Per Briefkorrespondenz fordert die Unia diesen auf, die ausstehenden Lohnbeträge endlich auszubezahlen. Doch die eingeschriebenen Briefe wurden ungeöffnet wieder an die Unia retourniert. Dass sich nun die Gewerkschaft dem Fall Dinis annahm, muss den Patron zum Umdenken bewogen haben. Im Folgemonat erhielt Dinis erstmals seit über zwei Jahren, ihren Lohn korrekt ausbezahlt. Ein Tropfen auf den heissen Stein, denn von den fehlenden Lohnbeträgen der letzten Jahre sah Dinis nach wie vor nichts. Nun griff

Andreia Dinis ist wieder guten Mutes. Ihr ehemaliger Arbeitgeber hat ihr die geschuldeten 9000 Franken nach der Intervention der Unia doch noch ausbezahlt.

die Unia härter durch. Der Pa­ tron erhielt Besuch von zwei Inspektoren, welche die Einhaltung des Landes-Gesamtarbeitvertrages im Gastgewerbe überwachen. Die Auswertung der Kontrolleure ergab, dass der Patron Dinis noch einen Betrag von über 9000 Franken schuldete. Derweil bereitete die Rechtsberaterin die Anklage für das Arbeitsgericht vor. Doch zum Gerichtsverfahren sollte es nicht mehr kommen. Einen Prozess wollte der fehlbare Patron offenbar nicht am Hals haben. Denn erstmals wandte er sich selbst an die Unia, mit der Bitte, sich im Fall Dinis aussergerichtlich zu einigen. Daraufhin ging alles plötzlich sehr schnell: Dinis, die ihre Anstellung in der Milchbar inzwischen gekün-

digt hatte, erhielt kurz darauf den ausstehenden Betrag ausbezahlt und die Unia zog ihre Klage wieder zurück. Eine neue Stelle hat Dinis seither zwar noch nicht gefunden. Dennoch ist ihr die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. «Das war eine schreckliche Zeit mit all diesen Ängsten», sagt sie und bereut es, dass sie nicht schon viel früher zur Unia gegangen sei. Stets habe sie daran geglaubt, dass ihr Chef doch noch sein Wort halten würde. Doch ohne gewerkschaftlichen Druck würde Dinis wohl noch bis heute auf das ihr zustehende Geld warten.

In der Schweiz gibt es leider immer wieder ähnliche Vorfälle von nicht korrekt ausbezahlten Löhnen. Der Rechtsdienst der Unia Zürich rät den Arbeitnehmenden, eigene Vermutungen von Lohndifferenzen ernst zu nehmen und sogleich abzuklären. ■

Bei der Vermutung, dass der Lohn nicht korrekt ausbezahlt wurde, sollte man nicht abwarten, sondern sogleich den Vorgesetzten darauf ansprechen. Häufig handelt es sich um Missverständnisse, die geklärt werden können.

Ist der Vorgesetzte nach mehrmaliger Nachfrage nicht für ein Gespräch bereit oder versucht er mit fadenscheinigen Begründungen einem Gespräch aus dem Weg zu gehen, sollten die Alarmglocken klingeln.

In diesen Fällen lohnt sich ein Gespräch mit Mitarbeiter/-innen, um herauszufinden, ob diese ähnliche Erfahrungen gesammelt ­haben.

Ein Telefonanruf an die Unia ist ebenfalls angebracht. Die Gewerkschaft kann schnell beurteilen, wie man im konkreten Fall am besten vorgeht.

Arbeitnehmende im Gastgewerbe sollten sich bei der Unia den aktuellen Landes-Gesamtarbeitsvertrag «Gastgewerbe» bestellen, denn dieser Vertrag ist zwingend einzuhalten. Wichtige Änderungen zu Gunsten des Arbeitnehmers werden ab 1.1.2012 in Kraft treten.

Zudem sollte man vom Arbeitgeber ca. alle zwei Jahre ein Zwischen­zeugnis verlangen.

Jährlich sollte man sich ebenfalls einen AHV-Auszug bestellen. Die Unia ist hierfür gerne behilflich. ✏✏ RD/pj

Sektionsfest Unia Zürich Samstag, 27. November 2010, ab 18 Uhr Schützenhaus Albisgütli

✏✏ Per Johansson


UniaRegio

Zürich-Schaffhausen | Nr. 5 | 19. November 2010

Aktuell

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Unia Region ZH-SH: Deine Gewerkschaft ist nun noch einfacher und länger erreichbar

Wir sind für dich da! Ab sofort wird es den Mitgliedern der Unia-Region Zürich-Schaffhausen noch einfacher fallen, mit ihrer Gewerkschaft Kontakt aufzunehmen. In der ganzen Region gelten seit November verbesserte Telefon­ zeiten. Ab sofort steht die Unia ihren Mitgliedern von Montagmorgen bis Freitagabend telefonisch zur Verfügung – selbst über die Mittagszeit. Diese Umstellung ermög­licht das anfangs November in Betrieb genommene regionale

S­ ervice-Center in Zürich. Die zuständigen Unia-Mitarbeitenden sorgen dafür, dass die individuellen Anliegen der Mitglieder besonders rasch und kompetent behandelt werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Telefon neu in der ganzen Region viersprachig bedient ist. So kann das Mitglied bei einem Anruf selber wählen, in welcher Sprache es sein Anliegen vorbringen möchte. Nach der entsprechenden Wahl mit der Telefontastatur, wird eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter in der jeweiligen Sprache für das Gespräch bereit stehen.

Keine Anfrage bleibt unbeantwortet Für die Unia-Mitglieder ändert sich durch die Umstellung ansonsten aber nichts, denn die bisherigen Telefonnummern der Sektionen behalten alle ihre Gültigkeit. Über alle gelangt man direkt an das Service-Center. Die aus den Sektionen vertrauten Stimmen werden dort nach wie vor zu hören sein. Auch für das Unia-Team bringt das neue System Vorteile mit sich. So sorgt ein einheitliches und klar koordiniertes Vorgehen dafür, dass keine Anfrage der Mitglieder unbeantwortet bleibt. Zudem wird es kaum mehr zu sprachlichen Verständigungsproblemen zwischen Unia-Mitarbeitenden und Mitgliedern kommen, denn im Service-Center sind in der Regel sämtliche Vertreter/-innen einer der gängigen Unia-Sprachgruppen anwesend.

Neue Abläufe in gewohnten Strukturen

André Fernandes (von links), Rosita Profico und Cristina Seixas sowie weitere Unia-Mitarbeitende sorgen dafür, dass die Gewerkschaft nun noch besser erreichbar ist.

Rund eineinhalb Jahre lang waren die für das Projekt zuständigen Mitarbeitenden der Unia damit beschäftigt, ein System auszuarbeiten, wie in der Region ZürichSchaffhausen die Anfragen der Mitglieder rasch und kompetent bearbeitet werden können. Bei der Umsetzung dieses Projektes legten die Verantwortlichen ein grosses Augenmerk darauf, nicht alles Bisherige über Bord zu werfen, sondern altbewährte Strukturen aufrecht zu erhalten und gleichzeitig

Unia Zürich: Tertiär-Team informiert Coop-Mitarbeiter im Verteilzentrum über Lohnerhöhung

Über Nacht zu mehr Lohn Die Löhne der Coop-Angestellten werden per 1. Januar 2011 abgestuft nach Einkommen erhöht. Die Angestellten mit Löhnen bis 4499 Franken haben künftig generell 3 Prozent mehr Geld im Portemonnaie. Dies betrifft rund 20 000 Beschäftigte. Gleichzeitig erhalten Angestellte mit mehr als 10

Dienstjahren zusätzlich eine Lohnerhöhung von 50 Franken pro Monat, was zusammen eine generelle Lohnerhöhung von insgesamt bis 4,3% bedeutet. Die generellen Lohnerhöhungen betragen somit 111 bis 185 Franken im Monat. Den 80 Coop-Angestellten im Verteilzentrum Dietikon, die nachts-

Gewerkschaftssekretär Murat Aktas (links) bespricht mit Coop-Angestellten die Lohnerhöhungen für das Jahr 2011.

über dort arbeiten, überbrachten die Gewerkschaftssekretäre gleich persönlich die positive Nachricht. An einem Unia-Stand konnten sich die Coop-Mitarbeiter während ihren Pausen sowie nach Schichtende über das neue Lohnreglement informieren.

Fast alle Angestellten profitieren Angestellte in den höheren Lohnkategorien erhalten ebenfalls mehr Lohn, dies über individuelle Lohnerhöhungen. Coop sicherte der Unia zu, dass in diesen Kategorien 95 Prozent der Beschäftigten eine Lohnerhöhung erhalten. Die Stundenlöhne werden 2011 ebenfalls auf individueller Basis um 2 bis 3 Prozent steigen. Die Gewerkschaft Unia ist sehr zufrieden mit diesem Ergebnis. Das gute Resultat erhält die Kaufkraft und bringt zudem eine Reallohnerhöhung. Positiv zu werten ist vor allem die Tatsache, dass Coop die unbefriedigende Lohnsitutation der langjährigen Arbeitnehmer erkannt hat und hier zusätzliche Anpassungen vornimmt. ✏✏ KK/pj

die Mitgliederbetreuung zu verbessern. So bleiben die Türen der Sektions-Sekretariate während der Schalterzeiten weiterhin für die Mitglieder offen und Rechtsdienstkonsultationen werden wie gehabt in den Sektionen angeboten. Für Letzteres bedarf es neu aber immer einer telefonischen Anmeldung. Auch hier bringt das regionale Service-Center den Vorteil mit sich,

dass die Termine mit den Rechtsberaterinnen und -beratern einheitlich koordiniert werden. Neu können sich die Mitglieder auch in einer anderen Sektion der Region Zürich-Schaffhausen beraten lassen, sofern dies für sie aufgrund des Arbeitsweges oder des Wohnortes einfacher ist. ✏✏ Per Johansson

Neue Telefonzeiten für die gesamte Unia-Region Zürich-Schaffhausen Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag

10.00 – 18.30 Uhr 09.00 – 18.30 Uhr 09.00 – 18.30 Uhr 09.00 – 18.30 Uhr 09.00 – 16.00 Uhr

Der Kontakt mit dem regionalen Service-Center ist mit allen bisherigen Telefonnummern der Sektionen möglich.

Rechtsberatung Gerne beraten dich unsere Rechtsberater/-innen in allen arbeits- und sozialrechtlichen Fragen. Telefonische Terminvereinbarung notwendig!

Unia Schaffhausen: Gewerbereise an die Neat-Baustelle Amsteg

Moderne Technik und alte Traditionen Wie schnell etwas zur Geschichte wird, haben die Mitglieder der Unia Schaffhausen erlebt, als sie anfangs Oktober anlässlich ihrer Gewerbereise die Neat-Baustelle in Amsteg besuchten. Sie waren noch in einem der längsten Stollen der Welt. Nur wenige Tage nach ihrem Besuch gelang der Durchbruch im Gotthard-Massiv. Als die Tessiner Mineure aus dem Südstollen ihren Kollegen aus dem Nordstollen die Hand reichten, war der Tunnel vollendet. Doch angesichts der gigantischen Grösse der Neat, ist die Unterscheidung zwischen Tunnel und Stollen ein winziges Detail. Zu eindrücklich ist all das, was in den letzten Jahren am Gotthard gebaut wurde. Nach ihrer Ankunft im Infocenter der Alptransit in Erstfeld zogen

sich die Schaffhauser Unia-Mitglieder Helm und Gummistiefel über und fuhren Kilometer in den Berg hinein. Während der Tunnelbesichtigung konnten sich die UniaMitglieder ein Bild von den Arbeitsbedingungen im Stollen machen. Trotz modernster Technik wie der riesigen Tunnelbohrmaschine bleiben die Mineure ihrer Tradition nach wie vor treu. Neben lauten Maschinen und hellen Scheinwerfern brennt an manchen Stellen im Stollen eine kleine Kerze. Zu Ehren ihrer Schutzpatronin, der Heiligen Barbara, errichten die Bergarbeiter im dunklen Tunnel kleine Altäre. Weitere Bilder und Impressionen zum Neat-Besuch der Unia Schaffhausen auf www.zuerich-schaffhausen.unia.ch ✏ pj

Mitglieder der Unia Schaffhausen kurz vor dem Einstieg in den nördlichen Stollen der Neat-Baustelle.


UniaRegio Region

ZürichSchaffhausen IG Migration Samstag, 27. November, 10–12 Uhr, im Unia-Haus, Strassburgstrasse 11, 8004 Zürich: Giornata informativa: Personenfreizügigkeit und zunehmende Fremdenfeindlichkeit mit Politmissbrauch. Eine Veranstaltung der IG Migration Unia Region Zürich-Schaffhausen mit Rita Schiavi (Mitglied der Unia-Geschäftsleitung), Paul Rechsteiner

Zürich-Schaffhausen | Nr. 5 | 19. November 2010

Agenda (Präsident SGB, SP-Nationalrat) und Osman Osmani (Präsident ProIntegra, Fachstelle für Migrationsfragen). Stehlunch im Anschluss. Anmeldung bis 24. November an verena.aerne@unia.ch oder 044 299 25 53.

Sektion

Zürich Samstag, 27. November ab 18 Uhr: Sektionsfest unter dem Motto «Unia hat Talent» im Schützenhaus Albisgüetli.

IG RenterInnen Senioren-Aktionsgruppe: «Etwas ganz Neues». Diese Gruppe hat zum Ziel, die Unia Sektion Zürich bei Flugblatt-Aktionen, Unterschriftensammlungen und wenn nötig auch bei Aktionen der Sektion zu Massentlassungen, Firmen-Schlies­sungen etc. aktiv zu unterstützen. Bist du interessiert? Am Mittwoch, 8. Dezember um 9 Uhr treffen wir uns im Sitzungszimmer der Unia, Volkshaus Zürich, 2. Stock, und besprechen, wie wir uns organisieren werden.

Sektion

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Sektion

Schaffhausen Zürcher IG Frauen Oberland Freitag, 26. November, 19.00– 22.00 Uhr: Weihnachtsgestecke herstellen in der Stadtgärtnerei Schaffhausen, Rheinhardstrasse 6 (Bus Nr. 1 Richtung Waldfriedhof). Anmeldungen bis 24.11.2010 an Unia, Postfach 1372, 8201 Schaffhausen, Tel 052 630 25 10, Fax 052 630 25 11

IG RentnerInnen Mittwoch, 8. Dezember, 14 Uhr: Chlaushock im Altersheim Dietenrain, Uster Riedikon (Bus 842 ab Bahnhof bis Im Hölzli). Auskunft und Anmeldung: Manfred Glufke, Moosstr. 53, 8630 Rüti, Tel. 055 240 43 94, maglu(@bluewin.ch.

AVIG-Verteilaktion am Bahnhof Zürich-Hardbrücke.

Standaktion der Unia Zürich auf der Bahnhofstrasse gegen die FDP-Initiative für liberale ­Ladenöffnungszeiten.

Die Mitglieder der Unia-Seniorengruppe Zürich geniessen die letzten warmen Sommertage auf einer ihrer wöchentlichen Wanderungen.

Sommerausflug der Unia Jugend ZH-SH in die Paintballarena Schänis.

Gemeinsames Bowlen der Unia Jugend-ZH-SH.

Mitglieder der Unia Amt-Limmat-Horgen besuchen das ehemalige Bergwerk Gonzen.

Herausgeberin Verlagsgesellschaft work AG, Postfach, CH-8026 Zürich | In Zusammenarbeit mit Unia Region Zürich-Schaffhausen, Postfach 1544, CH-8026 Zürich, T 044 299 25 25, F 044 299 25 59, zuerich-schaffhausen @unia.ch | Redaktion Verena Aerne | Gestaltungs­ konzept ivony ltd, CH-8008 Zürich | Layout Bubenberg Druck- und Verlags-AG, CH-3007 Bern | Druck Ringier Print Adligenswil AG, CH-6002 Luzern

Weitere Bilder der Unia-Region Zürich-Schaffhausen unter: www.zuerich-schaffhausen.unia.ch

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