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GEHT UNSERE ARBEIT HAND IN HAND. IM STUDIUM UND IM BERUF.

Examen 2009

WEIL WIR EINE GEMEINSAME LEIDENSCHAFT TEILEN,

Examen 2009 ZENTRUM FÜR ZAHNMEDIZIN ZAHNKLINIK SÜD CHARITÉ-UNIVERSITÄTSMEDIZIN BERLIN H U M B O L D T- U N I V E R S I T Ä T Z U B E R L I N

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUM EXAMEN ! EMIL J. BADER Dentaltechnik GmbH / Ilsenburger Strasse 15 / 10589 Berlin T. 030 34 9931 0 F. 030 34 9931 31

Examen 2009 17. Juli 2009 10.00 Euro


ALUMNI IST, WER DIE UNIVERSITÄT ABGESCHLOSSEN HAT, OHNE MIT IHR ABGESCHLOSSEN ZU HABEN. ALUMNI IST, WER ETWAS VON DEM WEITERGIBT, WAS ER GELERNT HAT. ALUMNI IST ZAHNMEDIZIN. ALUMNI IST, WOHER MAN KOMMT UND WOHIN MAN GEHEN WIRD. ALUMNI IST VERGANGENHEIT, GEGENWART UND ZUKUNFT. ALUMNI IST ERFAHRUNG UND NEUGIERDE, MEINUNG UND FRAGE. ALUMNI IST EIN MAGAZIN. Als erstes zahnmedizinisches E-MAG ist das ALUMNI Magazin ausschließlich im Internet lesbar, revolutionär gestaltet und kostenfrei nutzbar. Für junge Zahnärzte und alle, die sich für die Wandlungen in der modernen Zahnmedizin interessieren. Im Vordergrund steht der Mensch und Zahnarzt selbst, sowohl bei den Lesern als auch im Inhalt. ALUMNI ist anders als alles, was Sie bisher kannten. W W W . A L U M N I - M A G A Z I N . D E un-plaqued:multimedia Verlag für junge Medien info@un-plaqued.com

Z I N . D E - M A G A L U M N I W W W . A


"GESCHAFFT! ES WAR´NE GEILE ZEIT UND WIR WAREN DAS BESTE DARAN!"

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BELLUM FINITUM EST! Als ich das Studium im Frühjahr 2004 begonnen habe, hatte ich keine Ahnung, worauf ich mich da eingelassen hatte – und das war auch gut so! Unbedarft, naiv und superoptimistisch – Einstellungen, die mir das Lächeln immer erhalten haben – fing ich an. Mit dem heutigen Wissen über das Arbeitsklima, die Betreuungssituation und die universitäre Lobbyistenpolitik kann man ohne Zweifel fragen: Würde man dieses Studium an der Berliner Uni ein zweites Mal beginnen? Abgesehen von den Schwierigkeiten der Fusion von Nord- und Südklinik, die uns das Leben an der Zahnklinik nicht gerade leicht gemacht hat, können wir von Glück sagen, zur „alten Generation“ gehört zu haben und noch in den Genuss von praktischen Kursen gekommen zu sein, in denen man immerhin auch wirklich am Patienten arbeiten konnte. Es bleibt Mitleid und Verständnis für unsere Nachfolger. Bei deren jeweils sechs Behandlungstagen in Kons und Prothetik pro Semester! braucht es schon ein wenig mehr als ein Augenzwinkern, um diese nachfolgenden Kollegen irgendwann einmal als gut ausgebildete Zahnärzte der Berliner Charité entlassen zu können.

hinter der „neuen“ Berliner Ausbildung stehen oder gar stolz auf sie sein? Leider wurde in Berlin vergessen, um was es hier eigentlich geht: Gute Zahnärzte auszubilden! Stattdessen züchtet man Schildkröten, die irgendwo auf dem Weg untergehen, und Kämpfer, die mit Stärke, einem geraden Blick nach vorne und abgehärtet aus dieser Schlacht gehen. Die Naivität habe ich schnell verloren – den Optimismus und das Lächeln nie!

– DAS SIND WIR –

Nina Taghizadeh

Hat denn der „Lehrkörper“ ein Gewissen? Nur mit verbundenen Augen wird er die Zeugnisvergabe 2011 angesichts der gegenwärtigen Entwicklung verfolgen können. Denn wer könnte mit erhobenem Haupt -2-


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Liebe Kolleginnen und Kollegen, wenn im Rahmen eines Zusammenschlusses zwei unterschiedliche Unternehmenskulturen aufeinander treffen, kann dies für die Kunden des neuen Konzerns durchaus vorteilhaft sein. Falls nicht, würden diese Kunden ja sofort zur Konkurrenz abwandern. Das würde ein Wirtschaftsunternehmen niemals riskieren. Im öffentlichen Dienst ist das aber ganz anders. Der hat ein Monopol für seine Dienstleistungen und muss nicht unbedingt auf seine Kunden Rücksicht nehmen. Und so gerieten Sie, sozusagen die „Kunden“ der hiesigen Universität, mitten hinein in diesen Zusammenstoß unterschiedlicher Lehrmeinungen und unterschiedlicher Umgangsformen. Streng genommen müssten wir Angestellten der Zahnklinik, die wir diese Fusion gestaltet oder auch missgestaltet haben, Sie spätestens jetzt, wo Sie es nun überstanden haben, um Verzeihung bitten. Um Verzeihung für Unfreundlichkeiten, wo Sie eigentlich Unterstützung gebraucht hätten. Für Nichtanwesenheit in Momenten, in denen Sie dringend Hilfe gebraucht hätten. Für ausgefallene Vorlesungen, zu denen Sie extra aufgestanden waren und für langweilige Lehrveranstaltungen, während derer

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die wenigen Anwesenden den Anschnauzer stellvertretend für die Abwesenden erdulden mussten. Ein bisschen mehr Erinnerung an unsere eigene Studienzeit hätte uns sicher gut getan.

Sie stehen nun am Anfang Ihrer persönlichen Dentalgeschichte, für deren Verlauf ich Ihnen alles Gute wünsche! Drei spezielle Ratschläge möchte ich Ihnen auf den Weg geben:

Wenn sich aber der Rauch der vielen Studienschlachten gelegt hat und Sie entweder als Uni-Assistent oder Praxis-Einsteiger arbeiten, dann werden Sie womöglich auch erkennen, wie schwierig diese Gratwanderung zwischen Patientenwohl, StudentenWünschen und Chef-Anordnungen sein kann. Dabei werden Sie sehr bald merken, dass dieser Beruf trotzdem Spaß machen kann. Und Sie können sicher sein: Allen Zahnklinikern, die heute zu Ihrer Examensfeier kamen, hat es mit Ihnen zusammen Spaß gemacht.

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Selbstverständlich hatte auch ich Freude an dieser Arbeit! Ebenso freut es mich, dass in den letzten zwei Jahren der Verbrauch an Kerr-Masse und Wurzelschrauben zurückging, dass Sie die Verwendung von EX-3-N und Vorbißnahmen kennen lernen konnten und dass ich inzwischen unwidersprochen lehren darf, dass abgestützte Freiendprothesen mundoffen zu unterfüttern sind und Bonyhard-Klammern auf den Müllhaufen der Dentalgeschichte gehören.

Belegen Sie so bald wie möglich einen Ergonomie-Kurs, damit diese Geschichte nicht zu früh endet. -2Treten Sie in die Gesellschaft für ZMK an der Humboldt-Universität ein (derzeitiger Vorsitzender: Bla.), damit Sie ein wenig Verbindung zur Alma Mater und ihren Kommilitonen/Kollegen halten und dreimal im Jahr eine praxisrelevante (und kostenfreie!) Weiterbildung besuchen können. -3Packen Sie bitte bei jeder künftigen Überweisung besonders schwieriger Fälle auch eine einfache Krone oder eine Totalprothese drauf - Ihre Nachfolger werden es Ihnen danken! - Ich auch!

Felix Blankenstein Berlin-Wilmersdorf, 17. Juli 2009

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Das alles war jedoch vor unserer „gemeinsamen“ Zeit; Menschen entwickeln sich offensichtlich weiter (sollten sie auch ein Leben lang tun). Ich empfinde Sie rückblickend (ganz ehrlich) als ein sehr angenehmes Semester, mit netten, fähigen und zugleich kritischen Studenten; auch gegenseitige Unterstützung – wenn mal bei jemandem etwas schief ging – war bei vielen von Ihnen stärker ausgeprägt als oftmals üblich. Und ich erinnere mich gern an zahlreiche Gespräche in kleiner und in großer Runde, innerhalb und außerhalb der Kurszeiten, über zahnmedizinische und nichtzahnmedizinische Themen.

Nun soll ich an dieser Stelle ein kurzes Grußwort schreiben, Ihnen alles Gute für die Zukunft wünschen, die typischen Floskeln halt, die man immer so sagt, egal ob gerade Hochzeit, Geburtstag oder Nachwuchs anstehen. Frau Börner und Frau Grünewald rieten mir, ich solle doch damit beginnen, dass Sie den Ruf eines schwierigen Semesters hatten, als ich Sie im Kurs II kennengelernt habe. Und in der Tat kann ich mich erinnern, dass Sie unsere Abteilung damit genervt haben, in den Semesterferien zusätzliche Phantomkurszeit zu erhalten. Dazu mussten (glaube ich) extra Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt und einige Kollegen dazu verdammt werden, den Urlaub zu verschieben, um Sie betreuen zu können. Und dann gab es noch die Sache mit der Sonnenbrille, die als Schutzbrille herhalten sollte, sehr zum Missfallen von Frau Dr. A. R. (eine Farbbestimmung macht sich damit ja auch wirklich schlecht), oder die für einen Herren Ihres Semesters im Schritt zu knapp geschnittene OP-Hose (dabei war die Nase gar nicht so groß).

Natürlich möchte ich Ihnen doch noch ein paar „Weisheiten“ mit auf den Weg geben. Werfen Sie einerseits nicht plötzlich all die Dinge über Bord, die Sie an der Uni gelernt haben (Stichworte: ausführlicher Befund, Patientenberatung, Hygiene, Kofferdam), und übernehmen Sie andererseits nicht all die beruflichen Angewohnheiten Ihrer/ Ihres zukünftigen Chefin/Chefs. Hinterfragen Sie gegebenenfalls kritisch. Wenn sie/ er das nicht zulässt, sind Sie in der falschen Praxis gelandet. Überreden Sie den Patienten nicht zu einer Therapie. Auch wenn die alte Prothese objektiv betrachtet eine Katastrophe ist, so wird der neue, von Ihnen perfekt angefertigte Zahnersatz niemals passen, wenn der Patient ihn nicht will. Verfluchen Sie Ihre alte Uni nicht, nur weil Sie mit einigen Profs, WiMis, SoMis, Studis oder Lehrinhalten nicht klargekommen sind. Erinnern Sie sich lieber an die angenehmen Dinge Ihres Studiums; da wird es ja wenigstens ein paar geben. Ich wünsche Ihnen ein abwechslungsreiches und spannendes (Berufs-)Leben. Ihr Jörn Noetzel -6-


© 05/2009 · BRA/0 · 403837V1

Go with the leader.

GeBR. BRAsseleR GmbH & Co. KG · Telefon 05261 701-700 · www.kometdental.de


Sehr verehrte Kolleginnen und Kollegen, Sie haben es geschafft. Über einen extrem anspruchsvollen Numerus clausus, Wartezeit, Quereinstieg etc. und nach einem langen Studium haben Sie das Staatsexamen nun erfolgreich absolviert. Dazu gratuliere ich Ihnen! Wenn Sie dieses Etappenziel gebührend gefeiert haben, finden Sie hoffentlich Zeit und Muße, um den Blick zurück und nach vorn zu richten. Zurück, weil bekanntlich das Bessere der Feind des Guten ist, und wenngleich wir nach wie vor den Spagat schaffen müssen, eine moderne Ausbildung mit einer veralteten Approbationsordnung zu erzielen, so gibt es sicher auch unter den aktuellen Bedingungen Verbesserungsspielräume. Daher lade ich Sie ein: Für konstruktive Kritik steht Ihnen meine Tür jederzeit offen. Ihr Blick sollte aber auch nach vorn gerichtet sein. Heft 2/2009 des Informationsdienstes des Instituts der Deutschen Zahnärzte weist aus, dass das durchschnittliche Gesamtfinanzierungsvolumen bei der Neugründung einer Einzelpraxis 2006/2007 für Zahnärzte 341.000 Euro betrug. Geld, das Ihre Bank nebst Zinsen wiedersehen möchte. Dies wäre um Einiges leichter, wenn Politik und Krankenkassen eine betriebswirtschaftlich sinnvolle Praxisführung

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erlaubten. Das Dilemma, in dem (Zahn)Ärzte stecken, macht ein Leser-(besser Seher-)Brief deutlich, den ich unlängst an die Redaktion der Tagesthemen geschrieben habe: „Gerade habe ich in den Tagesthemen den Kommentar von Herrn Werner Sonne zur aktuellen Diskussion über die Ausgaben für Gesundheit und die diskutierte Einstufung von Gesundheitsleistungen nach Dringlichkeit gehört und erlaube mir folgende Hinweise: Mit der Selbstständigkeit ist üblicherweise auch die Chance auf ein gutes oder gar sehr gutes Einkommen für die Guten bzw. Besten verbunden. Was viele so genannte selbstständige Ärzte erbost, ist der Umstand, dass sie bezüglich der Kosten (Miete, Angestellte, Geräte) dem Markt unterliegen, die Bezahlung Ihrer Arbeit aber nicht vom Markt festgelegt wird, sondern durch Dritte, und die zur Verfügung stehende Gesamtsumme nach oben gedeckelt ist. Wenn ich mein Auto in die Werkstatt bringe und nach dem Kostenvoranschlag sage, dass mir die Kosten zu hoch sind und ich zudem noch nicht wisse, ob ich zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung noch Geld auf meinem Konto habe, so wird der Werkstattinhaber entweder die Reparatur ablehnen, eine Anzahlung fordern und/oder nach einer preiswerteren Lösung suchen. Aber niemand

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wird von der Werkstatt verlangen, dass Sie zunächst repariert - und zwar alles auf hohem Niveau - und man anschließend den Preis festsetzt. Wenn mein Budget für die nötige Autoreparatur nicht ausreicht, wird es niemand der Werkstatt verübeln, wenn sie den Auftrag ablehnt, da es besser ist, nicht zu arbeiten als defizitär zu arbeiten. Aber merkwürdigerweise wird von einem Zahnarzt erwartet, dass er seine Praxis auch dann noch öffnet, wenn ihm die Kassenzahnärztliche Vereinigung signalisiert, dass seine Leistungen nicht mehr honoriert werden, aber seine MitarbeiterInnen selbstverständlich bezahlt werden (wollen) und die veranlassten Therapien zusätzliche Kosten verursachen. Auf der einen Seite darauf hinzuweisen, dass Ärzte selbstständig seien und ein unternehmerisches Risiko tragen, aber gleichzeitig den moralischen Zeigefinger zu heben, weil Ärzte - offenbar anders als Automechaniker, Friseure und Arzthelferinnen - für ihre Arbeit angemessen bezahlt werden möchten, ist unfair.“ So wünsche ich Ihnen, dass Sie in einem schwierigen Umfeld einen Weg finden, hohe Qualität und wirtschaftlichen Erfolg zu verbinden und damit auf Dauer Freude an unserem gemeinsamen Beruf haben.

Ihr Prof. Dr. Paul-G. Jost-Brinkmann


Liebe Kolleginnen und Kollegen des Examensjahrgangs 2009, als erstes darf ich Ihnen persönlich und im Namen der Berliner Zahnärztekammer die allerherzlichsten Glückwünsche zu Ihrem bestandenen Stattsexamen übermitteln! Sie haben Ihr komplexes Studium der Zahnmedizin mit Erfolg hinter sich gebracht, und die vielen Schwierigkeiten, die es dabei für Sie zu meistern galt, sind mir und meinen Vorstandmitgliedern bestens bewusst. Umso mehr freue ich mich, dass Sie nun ab sofort der „Familie“ des zahnärztlichen Berufsstandes angehören und ich wünsche Ihnen bei dem Schritt in die eigene, freiberufliche Berufsausübung viel Glück und Erfolg! Sie wissen, dass das bestandene Staatsexamen nicht das Ende Ihrer Ausbildung bedeutet, sondern dass es nunmehr gilt, in lebenslanger kontinuierlicher Fortbildung das erlernte Wissen zu erhalten und zu mehren, um den Ihnen anvertrauten Patienten die bestmögliche Beratung, Diagnostik und Therapie zukommen lassen zu können. Die „Halbwertzeit“ ärztlichen und zahnärztlichen „know how´s“ wird immer kürzer, man spricht inzwischen von wenigen Jahren. So stehen Sie ab sofort in großer Verantwortung - für sich selbst, aber auch für den zahnärztlichen Berufsstand in toto. Nutzen Sie deshalb die vielfältigen Fortbildungsangebote unseres kammereigenen Fortbildungsinstitutes „Pfaff“, welche in der dort gebotenen exzellenten Qualität - 10 -


Garant dafür sind, dass Sie in sämtlichen Bereichen der „Zahn-Medizin“ stets auf der Höhe der Zeit sind und bleiben. Sie stehen heute am Anfang freiberuflichen und selbstbestimmten Handelns. Herrmann Hesse schreibt in seinem berühmten Gedicht „Stufen“: „... und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne...“ Begreifen Sie diesen Anfang als große Chance und, dieser Rat sei mir gestattet, vergessen Sie bei Ihrer Berufsausübung nie den folgenden Satz: „Die Gesundheit meines Patienten soll oberstes Gebot meines Handelns sein.“ Diesen Satz aus dem „Genfer Gelöbnis“ sich von Zeit zu Zeit in Erinnerung zu rufen, „lohnt“ sich nach meinen persönlichen Erfahrungen immer aufs Neue, und dies im wahrsten Sinne des Wortes! „... und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne..“ Hermann Hesse schreibt weiter: „... der uns beschützt und der uns hilft, zu leben...“. Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen, diesen Schutz und diese Hilfestellung zuteil werden zu lassen, ist die eigentliche Aufgabe der Zahnärztekammer Berlin. Ich darf Ihnen versichern, dass unsere Berliner Zahnärztekammer es als ihre vornehmste Pflicht ansieht, Ihnen in allen Fragen, angefangen von Berufsausübung über die eigene Praxisgründung bis hin zum kompletten Praxismanagement, unterstützend und beratend zur Seite zu stehen. Als Mitglieder der Zahnärztekammer sollten Sie, wo immer es geboten ist, die vielfältigen und umfangreichen Dienstleistungsange- 11 -

bote „Ihrer“ Kammer wie selbstverständlich auch in Anspruch nehmen! Letztlich aber bestimmen Sie ganz allein, wohin Ihre berufliche Reise geht. Ich bin sicher, gerade Sie haben mit Ihren vielfältigen Erfahrungen während des Studiums eigene Ideen entwickelt, wo es Dinge zu verbessern gibt und wo es mögliche „verkrustete“ Strukturen aufzubrechen gilt. Deshalb meine Bitte: Engagieren Sie sich frühzeitig in berufspolitischen Verbänden oder in der zahnärztlichen Selbstverwaltung! Wir, die Zahnärztekammer und der zahnärztliche Berufsstand, brauchen gerade Sie, die jungen Kolleginnen und Kollegen, um Seite an Seite gemeinsam für den Erhalt und den Ausbau unserer freiberuflichen Tätigkeit zu kämpfen! Noch einmal sei Hesse aus dem oben angeführten Gedicht zitiert: „...nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen...“ In diesem Sinne grüße ich Sie sehr herzlich und wünsche Ihnen erneut viel Glück, gutes Gelingen und großen Erfolg beim Aufbruch zu Ihrer beruflichen Reise!

Dr. Wolfgang Schmiedel Präsident der Zahnärztekammer Berlin


EXAMEN 2009 -1GESCHAFFT ! - 2/3 BELLUM FINITUM EST - 4-11 GRUSSWORTE - 14/15 WHO IS WHO ? - 18-26 DIE BRÜCKE ZUM KRO(E)NENDEN ABSCHLUSS - 28-34 DIE HEILIGEN (LABOR-) HALLEN DER VORKLINIK SÜD - 36-44 JETZT WIRD ALLES BESSER... - 46-85 DIE ABSOLVENTEN DES JAHRGANGES 2009 - 86/87 LOST & FOUND - 88-93 MOMENTE EINES ZAHNMEDIZINSTUDENTEN - 94-99 MEIN ZAHNMEDIZINSTUDIUM - EINE VORHER-NACHHER SHOW - 100/101 DAS BÖSE SEMESTER - 102/103 DAS ASSMANNSHAUSER SYNDROM - 104-106 DIE EHRENNADEL 2009 - 108-111 WAS VOM TAGE ÜBRIG BLIEB... - 112 IMPRESSUM

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WHO IS WHO? Kirstin Andersohn: kirstin_A@gmx.de / Sebastian August: superbaschti@web.de / Hussein Beydoun: Hussein_1979@ freenet.de / Kristin Börner: kristinb0511@yahoo.de / Daniela Braune: dani.braune@web.de / Andrea Büchting: locuta@ freenet.de / Christin Gläser: christin.glaeser@yahoo.de / Sadik Delikaya: sadik.delikaya@gmx.net / Matthias Exner: exnermatthias@gmx.de / Romina Faulstroh: rominita@ hotmail.de / Franziska Grünewald: franny0880@yahoo.de /

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Julia Gurle: juliagurle@web.de / Marcus Gütte: marcus.guette@arcor.de / Sumin Han: sumin@web.de / Viviane Hansche: viviane84@freenet.de / Josefine Hausl: josefinehausl@gmx.de / Elena Hude: elena.hude@gmx.de / Beatrice Hübner: no1_julie@yahoo.de / Anna Karsch: annakarsch@web.de / Robert Kautz: robert.kautz@gmx.de / Pamela Kissel: pampink@ web.de / Mirko Michael Koch: w.angel@gmx.de / Alexander Kusch: alexander.kusch@charite.de / Sven Lichtenfeld: sven_lichtenfeld@yahoo.de / Claudia Nack: ClaudiaN.de@gmx.de / David Omlor: david.omlor@charite.de / René Pollner: rene.pollner@arcor.de / Nora Riemer: norfax@web.de / Maria Schuch: maria.schuch@gmx.de / Pia Sonntag: feybraiha@ freenet.de / Alexandra Staffehl: ola_staffehl@gmx.de / Nina Taghizadeh: nintaghi@web.de / Diana Nadine Wald: diana. wald@hotmail.de / Alexander Wustlich: alex_wustlich@yahoo.de / Not Visible: Stephanie Kuckei: Stephanie.kuckei@web.de Marta Czupajllo: marta.c@gmx.net / Alexey Bezelyuk: bezeluk@msn.com

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DIE BRÜCKE ZUM KRO(E)NENDEN ABSCHLUSS ODER DAS KURZE LEBEN IN DER VORKLINIK NORD

/ Klinik Nord

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DAS GANZE SPEKTAKEL BEGANN IM SOMMERSEMESTER 2004. WILD ZUSAMMEN GEWÜRFELTE, ZUM TEIL GERADE PUBERTÄT UND ELTERNHAUS ENTSPRUNGENE, UNBERÜHRTE ZAHNMEDIZINSTUDENTEN ERBLICKTEN DAS LICHT DER DENTALWELT. ETWA 50 STUD. MED.DENT. ERLERNTEN SOGLEICH AM ERSTEN TAG DIE VORGÄNGE DER MITOSE, INDEM SIE IM VERHÄLTNIS 1:1 DEN NOCH EXISTENTEN ZWEI ZAHNKLINIKEN DER BERLINER CHARITÉ ZUGETEILT WURDEN. ES WAR VOLLBRACHT. NUN SOLLTE ES LOSGEHEN.

Ein neuer Start, ein neuer Lebensabschnitt. Diverse Kurse begannen und (hier durch die Erfahrungen eines „Nordlers“ berichtet) Vorlesungen, die über 5 Stunden die Werkstoffkunde vermittelten. Jeder fragte sich sogleich, ob dies nun Gang und Gebe der nächsten 5 Jahre wäre. Andere schliefen und fragten sich wahrscheinlich gar nichts. Vorherige Anspannung wich schleichend erster Verspannung. Na das kann ja heiter werden!!! Doch Kämpfernaturen, wie Zahnis bereits in den Kinderschuhen sind, machen sich Luft. Nicht etwa mit dem Püster, nein. Der TPK-Kurs wurde einer Bühne gleich als Sängerstübchen umfunktioniert. Lachend, tanzend, begleitet durch viele Gespräche mit wenig Sinn dahinter sowie Putzaktionen auf höchstem Niveau…Nina T. auf High Heels. TPK-Leiter Dr. Lubomir Trendafilov, stetig mit diversen Stresszeichen, wie Badeseen zwischen oberer Extremität und Thorax bilateral und seine rechte zahntechnische Hand, Frau Lück, eher mit psychischer statt physischer Symptomatik (anfangs etwas zickig mit leicht cholerischer Note), ließen dennoch nicht locker.

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Der Draht darf weder kippeln, noch abstehen, darf nicht schaukeln und muss direkt auf der schwarzen Linie liegen…plan eben. Nur hatte niemand einen Plan, wie das funktionieren sollte. Wie eine Epidemie. Die zeitliche und örtliche Häufung einer Krankheit innerhalb einer Population. Dabei leidet jeder Infizierte unendliche Qualen, jedem schmerzen die Fingerkuppen und früher oder später auch der Kopf. Gibt es denn irgendwo auf diesem Planeten jemanden, der uns heilen könnte? Uns war schon jetzt nicht mehr zu helfen. Die erste Zusammenführung der zuvor separierten Studentenschaft kündigte sich in den Sommerferien, Entschuldigung „der vorlesungsfreien Zeit“, im Phantom I an. „Heeeyyy, ab in den Süüüden…der Sonne hinterher, hejo was geht?...“ Urlaubsgefühle - Fehlanzeige. Vitamin D-Mangel dank UV-Entzug. Wenn das so weiter geht, kriegen wir nachher noch ne Osteomalazie…ich fühle schon ne abnorme Weichheit meines Schädelknochens.


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Hier muss ich sein, hier muss ich bleiben! Olympische Disziplinen standen auf der Tagesordnung: Gipsen, Fräsen, Schleifen, Gießen. Schluss mit den alten goldenen Zeiten, trotz Assistenzarzt Gold. „Machen sie das mal ein bisschen schöner!“ Netter Galgenhumor formte sich ab. Also tief durchatmen und dann…PRESSEN…PRESSEN… PRESSEN…danach sei der Schmerz wie weggeblasen, sagt man. Zum Abschluss eines jeden Tages ließ Frau U.K. (nicht zu verwechseln mit dem UK) „putzi, putzi“ verlauten. Definitiv Zeit, nach Hause zu gehen. Oder in eine Bar. Dennoch mit der Sonne im Herzen, statt auf der Haut, hatten wir einen Schein mehr in der Kitteltasche.

HIC LOCUS EST UBI MORS GAUDET SUCCURRERE VITAE (An diesem Ort freut sich der Tod, dem Leben beizustehen.)

Wintersemester 04/05. Erneute mitotische Teilungsvorgänge. Aufenthaltsort BerlinMitte. „Hallo ihr lieben Mediziner, ich bin ein Zahni.“ „Hallo lieber Zahni! Gut, dass du da bist! (Freude) Halt doch bitte mal eben das Buch hier, dann müssen wir es nicht mit unseren Handschuhen anfassen…

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(Entrüstung).“ Moment mal !!! Beistand? Völlig zu Recht! Nach Durchsetzungsaktionen, Schnippelkursen, Pipettierübungen und Pinkeln in ein Gefäß mit dezenter ml-Streifung hatte man dann doch langsam das Gefühl, endlich zu wissen, was man tut. Im Nierenpraktikum gab es für Auserwählte sogar einen Liter Bier gratis!, aus reinen Forschungsgründen, versteht sich natürlich. Hier kann ich sein, hier will ich bleiben!

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In der Zeit zwischen den Semestern hatten wir nun die Wahl. Teilnahme am Vorphysikum oder lieber doch noch nicht. Orbitale, Polysaccharide und Plattenkondensatoren machten sich mit mikroskopisch sichtbaren pink farbenen und blauen Wölkchen und Schäfchen den Platz in unserem Kurzzeitgedächtnis streitig. Hatte man dann ein geeignetes Schubfach in seiner präfrontalen Kortex-Kommode für das jeweilige Wissenspaket gefunden, musste man wenig später feststellen, dass man sich nicht mehr

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MEIN GOTT, ICH WERD DOCH NUR ZAHNARZT!!!


erinnerte, welches es war. Wo hatte ich das noch mal abgespeichelt??? So zog man bei angetretener Prüfung seine zwei Fragen aus dem Fragenkatalog und ließ den Kopf rauchen. Wenn das nicht ungesund ist, was dann? Folgesemester: Schnippeln, Pipettieren, Mikroskopieren. „Schauen sie sich mal die weibliche Urethra an. Sie ist ca. 3-4 cm lang und wenn man vom Bauchraum anfangend eine Son-

de nach kaudal einführt, kommt man…“ Na, wo kommt man da wohl raus? Mein Gott, ich werd doch nur Zahnarzt!!! Auch sehr schön…Prüfer: „Und was steckt noch so in der Vagina?“ Student: „Ähhh, wie genau meinen sie das jetzt??“ - Tja, da muss man wohl durch als Lurch, wenn man Frosch werden will. Nach hemi-sphärischen - wer suchet, der findet – Kursen und dem lang ersehnten Verständnis für die Atmungskette und an-

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deren Schmuckstücken folgte Phantom II. Kippmeihier – Kippmeida und mit Hilfe des berühmten Schneeschuhprinzips nach Wustlich wurden wiederum in Totaler Euphorie im Begleitgesang des Hohlkehlchens für Max und Maria Mustermann aus 12345 Musterhausen diverse Arbeiten angefertigt. „Erst Gips und dann Wasser oder wie rum war das jetzt noch mal?“ „Egal, mach hin!!! Wir haben doch keine Zeit… “ So dachten wir damals und so denken wir auch heute noch. Dennoch ist es für uns nun an der Zeit, wieder in einen neuen Lebens-

abschnitt zu tauchen. Mit Sicherheit wieder begleitet von Höhen und Tiefen. Die Zeit, in der man sich von Kurs zu Kurs hangelte, die trotz Druck, Schweiß und Tränen eine großartige war, ist nun ausgestanden und macht uns zu den Großen. Lasst uns dieser Betitelung bitte alle Ehre machen, nur wenig großmütig und vielmehr großherzig sein. Denkt an die eingesetzte Kraft und Energie während des Studiums und lasst uns sicher sein, dass wir auch alle anderen Hindernisse überwinden können. von Dini

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I LOVE MY TEETH KOLLEKTION .COM

UN-PLAQUED

LEBE LIEBER UN-PLAQUED

Die Welt der Zähne soll Spass machen. Genauso, wie unsere Kollektion aus Shirts, Hoodies und Underwear. Sie soll die Phantasie anregen, dass Thema Zähne anders und verspielt zu betrachten. Sie soll Ausdruck D E U Q A verleihen, strahlen und inspirieren UN-PL - genau wie die Zähne im Gesicht. Und vor MAGAZIN O allem soll man sich darin wohl fühlen, B IM JAHRESA O ob zu Hause oder in der Praxis FÜR 15,-EUR - damit man so sein kann, wie man will.


DIE HEILIGEN (LABOR-)HA

VOLL BEPACKT MIT TOLLEN SACHEN, DIE DAS STUDIUM SCHÖNER MACHEN. HINEIN INS UNI-FEELING… - 28 -


LLEN DER VORKLINIK SĂœD

So standen wir an unserem ersten Tag mit riesigen Koffern, voll von irgendwelchem Zeug, dass wir (noch) nicht kannten, vor dem VorklinikSeminarraum der Zahnklinik SĂźd und warteten, was nun folgen sollte.

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Technische Propädeutik, häää…? Was soll das denn sein? Zu Beginn eines jeden Kurstages kündigte sich der TPK mit der „Frage des Tages“ an und, nachdem wir Gips, Wachs, Draht oder Alginat verarbeitet hatten, endete er mit dem täglichen Laborputz, der von Herr Pischwa peinlichst kontrolliert wurde. „Mollis“ wurden mit Babypuder behandelt, um auch noch das letzte kleine Löchlein zu stopfen. Gießen, Löten, Kontaktpunkte lernen und die erste gegenseitige Abformung, bei der mehr Alginat in Nase und Haaren als im Mund hängen blieb. Ehrfurchtsvoll trugen wir unsere liebevoll angefertigten Arbeiten und Abdrücke zum „Olymp“, um endlich das ersehnte Testat von unseren Göttern in Weiß zu ergattern. Meist mussten wir aber wieder enttäuscht davonschleichen. – „Versäubern bitte!“ Endtestate wollten bestanden werden und dann, zum Abschluss, machten auch wir die Bekanntschaft mit Mikromotor, Winkelstück und Püster: die erste Kronenpräp – wir sind doch schon so gut wie Zahnärzte!

Und dann Semesterferien… eigentlich eher nicht, denn fast das gesamte Semester wurde aus dem Knochen-Testat geKÖPFt und hatte noch eine Bauer-Klausur zu wiederholen. Auch von den nächsten Semesterferien sollten wir nichts haben, denn es kam Vorphysikum und Phantomkurs 1 dazwischen. Nach anatomischem Präpkurs und zahlreichen biochemischen und physiologischen Praktika folgte der Phantom 2 im Sommersemester 2006, einfach unvergesslich dieser Sommer. Wir verbrachten etwa genauso viel Zeit im Labor wie auf der Fanmeile und vor Anas tollem Fernseher. Das Fussballfieber hatte uns angesteckt – die Welt zu Gast bei Freunden! Kurzerhand wurde nach dem Kurs die Wiese hinter der Mensa zum Spielfeld umfunktioniert und „Olli“ hielt jeden Ball. Nebenbei mussten

Nebenbei fanden auch noch Anatomievorlesungen, Terminologie und Histoseminare statt. Werkstoffkunde war auch sehr beliebt, drei Stunden Vorträge über Gips … Echt spannend! Nicht zu vergessen die Physik- und Chemiepraktika – wären wir mal mittwochs früh regelmäßig zu den Vorlesungen gegangen. Dann hätten wir wahrscheinlich mehr mit den Versuchen anzufangen gewusst, aber der Schönheitsschlaf war auch wichtig und manchmal muss man eben Prioritäten setzten.

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allerdings auch noch Totalprothesen und Brücken hergestellt werden. Also wieder ran an die Phantomköpfe und den Bohrer geschwungen. Da gab’s doch so was wie gemeinsame Einschubrichtung, wie war denn das noch mal? Und da war es wieder, das Testat.

„NIE MEHR ALKOHOL !“ Alles klar, nun Silikon ankneten: Doppelmisch, Korrektur, scheißegal – Mund auf, Löffel rein, passt schon! Ab ins Labor, Modelle herstellen, Aufwachsen, Gießen, Ausbetten – oh nein, die Brücke schaukelt, was mach ich jetzt? Aber zum Glück gab’s ja Herrn Lenz: „Einfach vorsichtig die Brücke abdecken, einen kräftigen Hammerschlag und schon passt das Teil, funktioniert aber nur bei Phantommetall.“ Na gut zu wissen! Eine angenehme Unterbrechung war der traditionelle Schlachtensee-Lauf, auf den man sich schon zu Beginn des Semesters gefreut hatte. Essen, trinken, baden, feiern – so sollte jeder Kurstag ausklingen und „Nummer 90“ sorgte noch lange für Gesprächsstoff. Der krönende Abschluss war unsere Feier anlässlich des Bestehens dieses Kurses. Der Grill wurde hinter der Mensa angeschmis-

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sen, die Assis eingeladen, Würstchen und jede Menge Getränke besorgt – außerdem wurde uns Nachschub aus dem Assistentenzimmer garantiert, falls es knapp werden sollte. Der Tag danach sprach für sich: Herr Gold musste sich im Aufnahmedienst vertreten lassen und die meisten anderen vegetierten bei der Laborendreinigung mit dem Gedanken „Nie mehr Alkohol!“ vor sich hin. Und dann war es soweit, wir wollten die Vorklinik hinter uns lassen und traten an zum Physikum. An die Galgen, fertig, los! Einzelne Versprengte von der Zahnklinik Nord standen verwundert in den hinteren Reihen und konnten den Kampf um Rüttler, Vakuumanrührer und Trimmer nicht

ganz begreifen. Im Norden war wohl alles anders. Präparieren, Aufwachsen, Totale aufstellen - wir haben doch keine Zeit! Scheiße Fehlguss, Tränen, Herr Leeeeenz! Und Pressen, Pressen, Pressen … Löten, Okklusion einschleifen, Prothesen polieren – in fünf Minuten ist Abgabe! Dagegen waren Anatomie, Physio und Biochemie ein Kinderspiel. Geschafft!!! Wir sind in der Klinik! Jetzt wird alles besser… wird fortgesetzt

von Julia Gurle

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„... und was machen Sie nach der Examensfeier? Sie stehen am Start in eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Wir würden gerne Ihr Wegbegleiter sein. Von Anfang an! Zum Beispiel bei der Suche nach einer geeigneten Assistenzstelle oder mit Vorbereitungsseminaren für den Schritt in die Selbstständigkeit. Später, bei der Praxisgründung, bieten wir den vollen Service: Geprüfte Standorte, Beratung, Planung und Einrichtung Ihrer Traumpraxis und Betreuung – ein Berufsleben lang. Und das an mehr als 30 Standorten in ganz Deutschland. Wir gratulieren zum Examen! Ute Niedner

dentale zukunft

12099 Berlin, Ringbahnstraße 6 - 8 Fon: 030 / 21 73 41 - 0, Fax: 030 / 21 73 41 - 22

NWD Berlin ist ein Unternehmen der NWD Gruppe.

Fachberaterin Existenzgründung Fon: 01 72 / 3 29 16 70 ute.niedner@nwdent.de


JETZT WIRD ALLES BESSER…

… denkste! Die Worte „Wollen Sie nicht die Uni wechseln, Kinder kriegen oder vielleicht welche erziehen? Oder mal ein Urlaubssemester mit Weltreise oder ne Famulatur einschieben?“ begrüßten uns aufs Herzlichste im sechsten Semester. Endlich waren wir wirklich willkommen!

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Nachdem wir uns auf eine Clockwise-Rotation geeinigt und unser gesamtes Vermögen für Scaler, Küretten und ein unnützes Bohrerset an HuFriedy und Komet verjubelt hatten, konnte unsere gesamte Zeit für die Uni geopfert werden. Geld für Freizeitaktivitäten hatten wir ja eh nicht mehr. Unsere konservierende Laufbahn begann mit unendlichen „Nierchen“ an Zahnhälsen von Oberkiefereckzähnen, schön auf Symmetrie, 1mm Abstand von der SchmelzZement-Grenze sowie Zahnachse achtend. Warum Zahnhalskaries an OK 3ern immer symmetrisch ist, habe ich bis heute nicht verstanden. Weiter ging es mit „Schmetterlingen“ und anderen Amalgamkavitäten, bevor wir uns dem Komposit widmeten, von manchen auch liebevoll Plaste genannt. Den Tinnitus-auslösenden „Feierabend“Ruf von Frau Rieben konnten viele kaum noch erwarten, denn die Sonne war schon lange untergegangen und man befand sich schließlich bereits seit acht Uhr früh in der Klinik. Eine ganz besonders delikate Angelegenheit war die Herstellung der Echtzahnmodelle für unsere endodontischen Vorübungen. Der liebliche Geruch eines 10Liter-Eimers randvoll mit zugezahnsteinten, angeschimmelten, in irgendeiner ominösen Flüssigkeit schwimmenden Zähnen löst bei den meisten von uns noch heute einen leichten Brechreiz aus. Nebenbei wollten auch MiBi, Allgemeine Chirurgie, Anästhesietechniken in der Zahnmedizin, Radiologie und Einiges andere eine freie Schublade in unseren Köpfen finden, stets in der Hoffnung, dass diese Schublade dann im Examen wieder geöffnet werden kann.

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Jeder Freitag gehörte ganz der Kieferorthopädie – Vorlesung, Labor, Seminar und wieder Labor. Und mal wieder Drähte biegen, und vor allem wieder schöööön plan, es ist doch zum verzweifeln! Weingart, De la Rosa, Tweed und Birdbeak hätte man uns genauso gut als Käsesorten verkaufen kön-


Am Ende zählte nur eins: Nicht mehr als sechsmal Minus haben! Leider konnte ein Teil unseres Semesters dieses Kriterium nicht erfüllen und bat um Wiederholung des Klausurbohrens. Nachdem unser Anliegen von höchster Stelle abgelehnt wurde, musste sich selbige jedoch nach Einholen von juristischem Beistand und der Gewissheit, dass auch das Dekanat hinter den Studenten stand, einem zusätzlichen Übungskurs in den Semesterferien mit anschließender Scheinvergabe beugen. Wir hatten gesiegt! Von nun an mussten wir aber mit dem Ruf des furchtbaren Semesters leben, eines Clans voller aufmüpfiger, widerspenstiger Individuen. Selbst unsere künftigen Kursleiter wurden vor Beginn des neuen Semesters vor uns gewarnt. Egal, wir waren geschlossen in den klinischen Kursen angelangt und es stellte sich die Frage, wer mit wem den Bund der Klinik eingehen würde. Jeder fand eine bessere Hälfte und versuchte im integrierten Ehealltag glücklich zu werden. nen. Abformen – ein Hoch auf den AlginatAnmischautomaten! – und Folien tief ziehen für den Sportmundschutz, Kunststoff streuen und Drähte verschiedener Stärken biegen für die aktive Platte, Minischraube setzten und Brackets kleben – das gesamte kieferorthopädische Spektrum an ein paar Freitagen. Später sollten wir noch merken, dass KFO einen hohen Stellenwert an unserer Uni genießt. Trotzdem, das Leben hätte so schön sein können… wäre da nicht das Klausurbohren gewesen. Plus, minus, null – die Würfel waren gefallen! Wie kann der eine Assistent meine Kavität als Plus-würdig einstufen und der andere findet sie grottenschlecht? Das Verstehen dieses Bewertungssystems gehörte wohl auch zu den angekündigten Transferleistungen.

Was integriert auf chariténisch hieß, mussten wir recht schnell begreifen: Chirurgiewoche und Aufnahmedienste waren integriert und stahlen uns Behandlungszeit, die wir doch so dringend brauchten. Dagegen wurden Mindestanforderungen und Punktekatalog nicht integriert und so wurden zahlreiche erbrachte Leistungen nicht berücksichtigt. Daran dachten wir allerdings noch nicht, als wir unseren ersten Patienten auf den Stuhl baten. Die erste PZR dauerte ewig. Beim ersten Befund wurde die eine oder andere Karies noch fehlinterpretiert oder übersehen. Und wieso war beim Legen des Kofferdams eigentlich ständig die Gingiva im Weg, das war doch am Phantom auch nie ein Problem? - 38 -


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Die Punktejagd hatte begonnen! Wir lernten die ungeahnten Möglichkeiten neuer Materialien kennen, frei nach dem Motto: „Tja Herr Weikert, den Löffel mit Impregum kriegen Sie wohl so schnell nicht mehr raus. Was machen Sie denn jetzt?“ „Ganz klar, Okklusion einschleifen!“ Monoblock Zahnstein und Foetor ex ore machten uns die Arbeit nicht gerade leichter. Aber lieber „OS“-Patienten als gar keine, denn gerade in Prothetik herrschte Mangel an Interims- und Totalprothesen sowie festsitzendem Zahnersatz. Mit subtilen Dialogen wie „Was machen Sie denn heute?“ „Bei mir kommt heute Herr Santa, Klaus Santa für eine OK-Totale.“ versuchten wir unsere Assistenten auf diese Situation aufmerksam zu machen. Trotzdem gab es Studenten, die am Ende des 7. Semesters nicht einen einzigen Punkt auf dem Prothetikkonto verbuchen konnten. So pulsierte der Gedanke an die Mindestanforderungen ständig in den unentdeckten Bereichen irgendwo in der Medulla oblongata. Für diejenigen, die einen Patienten abbekommen hatten, wurde das Labor im Keller zum zweiten Zuhause: Klammern biegen, Prothesen unterfüttern, Präp-Grenze freilegen, 28er aufstellen… Oh Mann, ich dachte die ätzende Laborarbeit wäre mit der Vorklinik abgeschlossen. Und wie schraubt man den verdammten Support in den Arti? Zum Glück gab es Ärzte wie OA Blankenstein, den Peter Lustig der Zahnmedizin, die es trotz aller erschwerten Bedingungen verstanden, das letzte Fünkchen Spaß an der Zahnmedizin wieder auflodern zu lassen – auch wenn man dafür einen hohen Preis zahlen musste: die ständige Korrektur der eigenen verhunzten deutschen Sprache. Anderen Assis trugen wir die Abfor- 40 -


mungen und Hilferufe bis an den Kaffeeautomaten in der Mensa hinterher, da sie eher mit Abwesenheit glänzten. Ganz nebenbei sollte in der chirurgischen Woche auch noch das Zähneziehen und Verfassen von Krankengeschichten und OP-Berichten erlernt werden. Welch ein Glück, wenn man eine Reihen-Ex erwischte oder zu dritt über den gleichen Patienten schreiben durfte. Über allem nagte auch noch die magische Zahl „504“ an unserem Gewissen. Das war die Anzahl von Minuten, die wir in der Kieferorthopädie verbringen mussten und die wir, zum Entsetzen der KFO, fast ausschließlich in der letzten Semesterwoche absolvierten – soviel zu ihrem Stellenwert in unserer Rangliste. - 41 -

Am Ende eines anstrengenden ersten Klinikjahres mussten uns leider ein paar Mitstreiter verlassen, da sie die geforderten Leistungen nicht vollständig erbracht hatten. So gingen die ersten festen Bindungen in die Brüche und auch Partner, von denen man es nicht erwartet hätte, gingen fremd. Die Tombola nach dem perfekten Boxpartner war erneut eröffnet. IK2 lautete verheißungsvoll der Name. Neue Assistenten kamen, Anforderungen und Punkteliste wurden angehoben, aber die „504“ blieb gleich. Montags und mittwochs war nun D-Day und manch einer wachte in der Nacht zuvor schweißgebadet und am ganzen Körper zitternd auf, die Gedanken nur auf eine Frage konzentriert: Was war noch mal die biologische Breite? Die Assistenten waren nun nicht mehr so


leicht von der Existenz eines Musculus prothesus haltus zu überzeugen und so musste manch ein anderweitig verplanter Abend der Prothetikvorbereitung geopfert werden. Aber auch in Kons brach die altbekannte Krankheit erneut aus. Nach etwa vier bis fünf Wochen Inkubationszeit waren die ersten Betroffenen an den typischen Symptomen erkennbar: gehetzter Blick, leicht zitternde Hände, das unruhige Hin- und Herdrehen des Kopfes und die ständig quälende Frage: Wie viele sind’s denn heute? Vor der Punkte-Sucht war niemand sicher – naja, mit Ausnahme der Assistenten, mit Approbation gibt’s die Impfung gratis dazu. Und der Freitag, ja, der gehörte mal wieder der Kieferorthopädie. Zu der „504“ gesellte sich an diesem Wochentag noch ein morgendliches Seminar und gegen Mittag eine Vorlesung dazu. Um es mit den Worten von Vivi und Romina zu sagen: „Die Beautymagazinindustrie hat in den letzten 2 Semestern an uns generell sehr viel verdient. Nicht auszudenken welche Wissenslücke entstehen könnte, wenn nicht sämtliche Klatsch- und Tratschblätter den Freitagmorgen und damit die tot langweiligen Kieferorthopädieseminare und -vorlesungen erhellt hätten.

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Frei nach dem Motto: "Ich hab die InTouch mit, was hast du? Tauschen?" Es kann eine umfangreiche Studiensammlung zu Bikinis, Sonnenbrillen, Zellulite und den verschiedenen Möglichkeiten Smokey Eyes zu schminken gegen Gebühr bei uns ausgeliehen werden.“

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Nach dem neunten ging es mit großen Schritten in Richtung Examen – so hatten wir uns das gedacht. Die Realität sah aber etwas anders aus, wenn man am ersten Tag des neuen Semesters durch die Zahnklinik ging: Umzugskisten, Farbeimer, Abdeckplane, aber keine Zahnärzte. Und wo zum


Teufel waren einige Behandlungseinheiten hin? Aber man soll ja immer das Positive sehen und zwei Wochen länger Ferien sind ja auch nicht schlecht! Nachdem der Startschuss erst verzögert kam, legten wir Füllungen, bereiteten Wurzelkanäle auf und präparierten unsere Pfeiler in ständiger Begleitung von Hammerschlägen, Bohrmaschinen und Bauarbeitergebrüll. Kam dann auch noch das permanente rhythmische Piepen der Amalgamabscheider einiger Einheiten hinzu, hätten wir jedem Techno-Schuppen morgens um vier Konkurrenz machen können. Man wächst mit seinen Aufgaben und so merkten wir, dass Aussagen unserer Assistenten wie: „Naja, machen Se ma…“ keineswegs Desinteresse waren, sondern eher von dem Vertrauen in unsere Fähigkeiten zeugten. Wir waren jetzt schließlich die „Großen“ und sollten unser konservierendes und prothetisches Können selbstständig unter Beweis stellen. Das mit der KFO hatten wir nun auch endlich raus: Es fiel gar nicht auf, wenn sich ein und derselbe Student drei Mal mit jeweils anderen Testatzetteln anstellte, um sich die Anwesenheitsbestätigung abzuholen. Nach Adam Riese musste man also nur noch jedes dritte Mal vorbeischauen. Das war doch ein echter Zugewinn für die Freizeit!

Der letzte Behandlungstag rückte näher. Die letzte Krone wurde zementiert, Druckstellen entfernt, Composite-Füllungen auf Hochglanz poliert und der ein oder andere Patient bereits fürs Examen instruiert. Von vielen dankbaren Patienten gab es Abschiedsgeschenke, Glückwünsche und die Zuversicht, dass man das Examen schon bestehen wird. Das haben schließlich schon ganz andere vor uns geschafft! Es war anstrengend, manchmal alles andere als fair und vor allem nervenaufreibend, aber wie man sieht, es war nicht alles schlecht. Und letztendlich bleiben sowieso immer nur die schönen Erinnerungen im Gedächtnis. Und das ist auch gut so! von Julia Gurle - 44 -


Jetzt fängt der Spaß erst an. Genug gebüffelt, jetzt beginnt das wahre Leben! Und weil aller Anfang manchmal etwas schwer sein kann, schenken wir allen sich neu niederlassenden Zahnärztinnen und Zahnärzten zur Praxiseröffnung einen Erstausstattungskoffer mit Heraeus Produkten im Wert von ca. 900 Euro. So wird der Start ins Berufsleben wirklich spielend einfach. Fordern Sie den Heraeus-Koffer ganz einfach per Email unter info.dent@heraeus.com an oder rufen Sie uns an: 0800 437 233 68. Unser Aussendienst freut sich, Ihnen den Koffer persönlich überreichen zu dürfen. Wir wünschen Ihnen schon jetzt einen erfolgreichen Start als Zahnärztin oder Zahnarzt.

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FINALE DIE ABSOLVENTEN DES EXAMENSJAHRGANGES 2009

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Examen 2009

gemeinsam und ohne uns irgendwo zu verlieren durchziehen. Die Harmonie unter uns war manchmal schon beängstigend. Vielleicht lag es daran, dass wir in vielerlei Hinsicht ziemlich ähnlich sind.

Geburtstag : 25.03.1982 / Lieblingszahn : obere 2‘er Lieblingsinstrument : (WHO-) Sonde, da vielseitig einsetzbar / Plan B : theaterpädagogin oder Meeresbiologin

Ohne zahnärztlichen Familienhintergrund kann man schon mal verzweifeln, wenn es darum geht zu wissen, was ein „LeCron“, eine „Muffel“ oder eine „Aderer“ ist. DieAndrea ist: die Harmonielie- se Sprache mussten wir beibende, Verständnisvolle, die de erst lernen. Wie von selbst Vermittlerin, in jedem Men- wurden wir auch ein Team schen Gutes erkennende, in der Box, immerhin hatte wohl viel zu ehrliche Haut das bereits hervorragend im (besonders unter Löwen) TPK-Kurs funktioniert. Gefunden hatten wir uns wähund Chefin im „Ring“ :-) Ein Team sind wir schon seit rend der Erstsemestereinfühunseren ersten Gehversuchen rung im April 2004 und hätten oder auch Wachsschnitz- wohl beide nicht gedacht, dass übungen in der Vorklinik. wir dieses Ding bis zum Ende Nichts kann unser Team kaputt machen. Jetzt ist es amtlich – diese Freundschaft hat ein ganzes Zahnmedizinstudium überlebt!

Bei einer so langen Freundschaft (im Zahnmedizinstudium und besonders zwischen Boxpartnern zählt die Zeit ja mindestens 5fach) kristallisieren sich natürlich besonders in stressigen Momenten ein paar verborgene Eigenschaften heraus. Unter Stress wurden wir, was das Krisenmanagement in unseren viel zu kleinen Schubläden anbetrifft, immer nachlässiger. Ebenso werde ich nie vergessen wie wir nach dem Behandeln das Instrumentenmikado entwirrt haben und mit vereinten Kräften „den Abwasch“ erledigt haben. Heute freue ich mich ungemein, dass wir jetzt wieder „zivile“ Freunde sein dürfen – Aber Andrea, du kannst selbstverständlich immer auf mich zählen, wenn dir mal wieder eine Haarsträhne aus deinem Zopf entwischt. Ich steck‘ sie dir wieder fest!

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1 doch hat Pamela es immer geschafft zu allen Patienten ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Das lag nicht nur an ihrem freundlichen Umgang mit den Patienten, sondern auch daran, dass sie sich sehr für sie einsetzte, immer ein offenes Ohr hatte und für jeden den richtigen Behandlungsplan durchsetzte, ungeachtet dessen, ob die abstrakten Kursanforderungen dadurch erfüllt wurden oder nicht. Auf viele mag Pamela auf den ersten und vielleicht sogar zweiten Blick schüchtern und zurückhaltend wirken, wer sie jedoch näher kennt, weiß, dass sie eine starke Geburtstag : 19.07.1983 / Lieblingszahn : obere Frau ist, die sich durchsetzen Vierer / Lieblingsinstrument : aufgemotzter Miniku- kann und zu ihren Prinzipien gelstopfer / Plan B : Logopädie, Patholinguistik, steht. Wir waren ein sehr gutes Innenarchitektur, Pharmazie oder Medizin. Team, hatten selbstverständlich auch mal MeinungsAls ich Pamela bei der Ein- aus nichts als Drahtseilen be- verschiedenheiten à la Ordführungsveranstaltung im er- stehen. In dieser Zeit wuchsen nungsfreundin meets kreative sten Semester kennen lernte, wir zusammen wie Sam und Chaotin, haben uns aber imwussten wir beide nicht, wo- Frodo und wussten nicht, dass mer wieder zusammengeraprauf wir uns eigentlich ein- die schwerste Bergetappe pelt. Ich bin sehr froh, wähließen. Voller Neugierde und noch lange nicht überwunden rend des Studiums so gute Motivation traten wir zum war. Ich habe Pamelas kolle- Freunde wie Pamela und DiTPK-Kurs an, bei dem wir gialen, loyalen und gerechtig- ana kennen gelernt zu haben schnell lernten, an welcher keitsliebenden Charakter in und bin mir sicher, dass unStelle der Hierarchie wir uns dieser Zeit sehr zu schätzen sere Freundschaft so schnell einzureihen hatten. So bogen gelernt und so bedurfte es kei- nicht klein zu kriegen ist. Viewir z.B. 8 Stunden lang Klam- ner Zehntelsekunde Bedenk- len lieben Dank für die schömern bis uns die Finger blu- zeit als sich die Frage stellte, ne und auch harte Zeit, in der teten und mussten auch das wer mein Boxpartner werden wir uns gemeinsam durchgeeine oder andere Mal am sollte. Auf die Arbeit mit den boxt haben. Präp-Tisch in der Anatomie Patienten wurden wir so gut beweisen, dass unsere Nerven wie gar nicht vorbereitet und - 49 -


Examen 2009

Geburtstag : 25.06.1982 / Lieblingszahn : 32 Lieblingsinstrument : doppelendige Lucas Kürette Plan B : Nachrichtensprecher bei RTL II

Morgens früh um sechs Uhr dreißig, schnell geduscht, dann in die Uni – wie fleißig! Morgens früh um sieben, wo ist deine A-Klasse geblieben?! Ich ras‘ an Dir vorbei mit Helm und Korb. Na, wieder keen Parkplatz ich bin vor dir dort!

Morgens früh um sieben Uhr dreißig, ich bin mit guter Laune geizig, du strahlst mal wieder fleißig. Schüttelst mich bis ich lach‘, dein Charme macht nicht nur die Patienten schwach ;-) Morgens früh um acht, wird unsere „Praxis“ aufgemacht.

Fräsen! Schleifen! Feilen! Keiner darf länger als elf Uhr dreißig verweilen. Noch schnell ein Loch gebohrt, nun endlich - raus aus diesem Ort! Lieber Matthias, danke für dein Lächeln jeden Tag, deinen Optimismus und für‘s Ausbügeln meiner kleinen Vergesslichkeiten. Deine Fine

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Geburtstag : 29.11.1983 Lieblingszahn : UK-Prämolar Lieblingsinstrument : Scaler / Plan B : Tierärztin

„Guten Tag meine Kleine, kannst du mir sagen wo ich die Frau Hausl finde?“ Überrascht wirkte manch einer nachdem das Geheimnis gelüftet war, dass das kleine Mädchen an der Tür ihre behandelnde Zahnärztin sein sollte. Doch Fine ließ ab der ersten Sekunde in ihren Patienten keine Zweifel aufkommen. Sie erkannten schnell, dass ihre Frau Hausl eine kompetente und sehr gewissenhaft arbeitende Studentin war. Und dass eine gewissenhafte Behandlung Zeit kostet - 51 -

haben ihre Patienten schnell erkannt. Ja, Zeit musste man mitbringen, schließlich dauert so eine PZR nach Dr. D. Stephan modifiziert durch J. Hausl schon ein bis zwei Stunden pro Kiefer. Aber das Resultat sprach immer für sich beziehungsweise für Sie.

am Semesterende war sie immer froh, dass sie den ganzen Kram gegen „Abenteuer Urlaube“ mit Alex und ihrer Familie eintauschen konnte. Und pünktlich zum Semesteranfang kamen ihre Patienten mit Begrüßungsgeschenken wieder.

Am Ende will ich mich noch bei ihr bedanken. Es hat viel Spaß gemacht und ich hätte wohl Stunden länger auf meine Testate warten müssen, wenn ich nicht mit ihr eine Box geteilt hätte und damit ein Nutznießer der guten Laune Wie viele Punkte gibt es ei- der ständig bei uns rumhängentlich für eine drei Stunden genden Assistenten gewesen PZR? Punkte ließen ihr kei- wäre. Endbilanz: Lasst euch ne Ruhe. Obwohl sie stets die ihre zukünftige Adresse gePunktehürde gemeistert hat. ben, man weiß nie wann man Punkte, Zeit, Patienten bestel- mal eine gute Zahnärztin len, Zeit, Punkte, Punkte… braucht!


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Examen 2009

Geburtstag : 24.04.1982 / Lieblingszahn : 14 Lieblingsinstrument : menschliche Psyche Plan B : Rennfahrer oder Rockstar

Haben wir heute Kons oder Prothetik? Antwort: Kons! Scheiße, ich bin doch heute mit dem Porsche hier und die Endonadeln liegen noch im TVR!

planer seiner Patienten, fast alle Zwischentestatschritte verschluckt!

Aber das muss man ihm nachsehen. Man muss schon ein waschechter Rennfahrer Für den Laien vielleicht sein, um seinen Praxisablauf manchmal chaotisch, was da in einer One Man Show tägin seiner Box vor sich ging, lich durchziehen zu können, aber für ihn selbst war es stets ohne dass der Patient dadurchdacht. Mit dem Blick runter leidet. Denn nach der auf das Endresultat hat das Trennung von Boxpartner überaus charmante Kerlchen, Robert war er auf sich ganz natürlich nur für den Termin- allein gestellt.

Dank ihm wurde es selbst an den ödesten Assistenztagen nie wirklich langweilig. Wenn ich ihn in Kürze beschreiben müsste, würde ich folgendes sagen: Hauttyp Dr. Alban, die Nase von Gérard Depardieu, das helle Köpfchen von Vicky dem Wickinger und die Kraft von HeMan - aber in der Mischung ein einzigartiges und sehr gelungenes Kerlchen, das mir meine Studienzeit extrem „gepimpt“ hat. Merci beaucoup Monsieur L´August!

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Examen 2009

Geburtstag : 07.03.1984 Lieblingszahn : OK Frontzahn Lieblingsinstrument : Extraktionszange Plan B : Chirurgin / Sportmedizinerin

Es blitzt und glänzt in der Box. Wenn man an Platz 9 im Shed 3 kommt, steigt einem sofort der angenehme Duft von Orangenöl und Sterilium (ach ne, wir haben ja Softa_Man, ist preiswerter) in die Nase. Die Putzfee war dort und hat alle Instrumente nach Behandlungsabfolge, Größe und Farbe geordnet. Alle Materialien sind schon am Platz, da muss man ja überhaupt nichts mehr holen. Zum Glück gibt es Kirstin, die für 2 Leute mitdenkt und alles genau durchplant

und organisiert, wenn man mal seinen Kopf gerade vor lauter Aufregung woanders hat. Sie wusste immer genau bescheid über Termine (Prüfungen, Abgabe, Semesterparties etc.), Abrechnungspositionen, Öffnungszeiten vom ZAF/ Labor und hat viel für das Semester (besonders in Chirurgie) super organisiert. Das Beste an ihr ist, dass man sofort anhand ihres Gesichtsausdruckes ihre Launen erkennt. Manchmal lieber erstmal nicht ansprechen und warten bis sie was sagt.

Kirstin ist absolut fleißig, zielstrebig, ehrgeizig, pünktlich, zuverlässig und vor allem hilfsbereit. Die Zeit mit ihr war super entspannt und angenehm. Ich wünsche ihr alles Gute, Erfolg und Glück für die Zukunft. Mach´ weiter so. Liebe Grüsse von Marcus

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Geburtstag : 17.11.1976 Lieblingszahn : OK EckzahN Lieblingsinstrument : Bein’scher Hebel Plan B : Unfall- Chirurg

Montag Morgen 6:50 Uhr: Die Gänge der Uni sind dunkel und leer. Niemand ist da. Die Wäscheausgabe ist noch geschlossen. Nur in Shed 3 brennt Licht und man hört das all so beliebte, angenehme Piepen der Einheit 9. Ah, Marcus ist schon da und bereitet fleißig den Platz vor. Es ist ein gutes Gefühl, wenn man sich auf seinen Arbeitspartner 100% und mehr verlassen kann. Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Verständnis,

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gute Zusammenarbeit, aber vor allem Spaß an der Arbeit und mit Menschen sind seine Stärken. Immer kombiniert mit dem gewissen Maß an Nervosität und Bewegungsdrang, der den einen oder anderen Assistenten schon mal bei Seite schob. Ja, wenn Marcus in der Box behandelt, ist kein Platz für noch jemanden, besonders nicht für Assistenten. An der Idee mit den braunen Kasaks muss noch gearbeitet werden Marcus.

Sie wurde noch nicht ausreichend durchdacht. Man könnte sie auch grau machen. Ich bedanke mich bei ihm für die 2 Semester in denen wir zusammengearbeitet haben und wünsche ihm für seine private und berufliche Laufbahn alles, alles Gute und viel Erfolg. Lieben Gruss Kirstin


Examen 2009

ten musste, während wir anderen wettentspannen konnten. Aber es gab auch schöne Zeiten in der Klinik, kannst du dich an Herr …ski erinnern, wie er dich mit weit aufgerissenen, strahlenden und glücklichen Augen anstarrte und nur noch: „ein Engel“ sagte? Oder an die Nasenabformung in der KFO? An den Spritzenkurs erinnere ich mich allerdings nicht so gerne. Eine geringfügig schmerzvolle Erfahrung! Liebe Christin, im ersten Semester haben wir zusammen das Studium begonnen, uns zwischenzeitig aus den Augen verloren, aber nach den Geburtstag : 13.11.1981 / Lieblingszahn : 6’er, das gemeinsamen Lern-Sessions schöffelte in der Punktekasse / Lieblingsinstrument: im Studienkabinett in der rotes Winkelstück mit grünem Diamant / Plan B : Anatomie waren wir dann Irgendetwas Anderes, ist eh zu spät.:-) die gesamte Klinikzeit ein unschlagbares Team. Ich werselten half ihr ihre gute Or- de die Zusammenarbeit mit Ode an Christin ganisation dabei, von der ich dir, dein unverwechselbares Mit Desinfizieren, Steribox auch häufig profitiert habe, „jetze“, dein -durch die Kliauspacken und Schwebetray zumindest wusste ich anhand nik leider etwas bedrücktesdecken begann der Tag bereits ihres Bohrerständers immer, fröhliches Gemüt und die 7:30 Uhr, Christin kam meist wo ich meine Schleifer einzu- Spaziergänge mit Bo verum 8:00 Uhr. „Jetze kanns ja ordnen hatte. Sie hatte unse- missen. Ab jetze werden sich losgehen…“ Herr B. war be- re Behandlungszeiten immer unsere Wege trennen, jedoch stellt - die Aufbaufüllung war im Blick, hat mich an meinen nicht der Kontakt. Ich wünabgebrochen,das Kotelett war Aufnahmedienst erinnert und sche euch Vieren eine wunschuld (kann niemand den sonstige lebensrettende Maß- derschöne, glückliche und Patienten erklären, dass man nahmen eingeleitet. Wir mus- gesunde Zukunft. bei einem Kotelett nur das sten so einiges durchstehen, Fleisch isst?) Egal, Christin wie auch die Chirurgie, wo Lasst es euch gut gehen! bewahrte Ruhe und kriegte sie als Lieblingsassistenz von letztendlich auch knifflige Si- Herr „G“lück immer wieder Dein Mitkämpfer Sadik tuationen in den Griff. Nicht gestresst ihren Dienst antre- 56 -


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Geburtstag : 13.06.1975 Lieblingszahn : Augenzahn Lieblingsinstrument : Knochenknabberzange Plan B : Lehrer

Probier´s mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit,

Ich gehe nicht fort hier, auch nicht für Geld.

Jagst du den Alltag und die Sorgen weg.

Die Turbinen summen in der Luft, erfüllen sie mit Zahnarztduft.

Und wenn du, stets gemütlich bist und etwas appetitlich ist,

Und schaust du unter den Füllungen rein,

dann nimm es dir egal von welchem Fleck. Was soll ich woanders, wo‘s mir nicht gefällt?

Denn mit Gemütlichkeit kommt auch das Glück zu dir! Auch zu mir!

Danke für die schöne Zeit am Patienten, Kumpel. Da haben wir es doch geschafft, die Zeit verging wie im Fluge. erblickst du kariöse Stellen, Wie nach unserer Anatomie Physikumsprüfung geplant die hier gut gedeihen. ist die Klinik absolviert in der Regelzeit :-) Probier´s mal ........! Christin

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Examen 2009

Wir beide, hüpfend von einem Bein auf das andere, kichernd zum Trommelschlag.

Geburtstag : 18.08.1983 Lieblingszahn : 2. Prämolar Lieblingsinstrument : Bein’scher Hebel Plan B : Weltenbummler

Die Jule - ab dem ersten Semester haben wir uns durch sämtliche Wetterlagen der Zahnklinik geschlagen. Die ersten 2 Wochen warst du die kleine Blonde von Rügen, aber dann ganz schnell Jule. Der Ernst der Assmannshauser Straße hat uns sehr schnell eingeholt, beweisen mussten wir es am Olymp, sei es im TPK oder im Phantomkurs II; da hat sie neben mir gesessen und poliert und gemacht und getan um es den

Meistern zu zeigen, dass sie ganz groß ist.

Dann im 9.Semester, wir zwei, Boxpartner, bei jedem Wind und Wetter! Beim Tief K. wurde es zunehmend stürmisch mit kalten Temperaturen, Spannung lag in der Luft mit Zusatzinformationen, die keiner wissen wollte. Oh nein, was für ein Tag, aber wir haben ihn mit Bravour gemeistert. Dann Hoch B.W. klarer Sonnenschein bei warmen Temperaturen und Zusatzinformationen, die wir dann genauer wissen wollten. Was für ein toller Tag! Rückblick auf die letzten 5 Jahre: Überwiegend klarer Sonnenschein bei warmen Temperaturen, bei aufkommenden Sturm in der Uni oder auch zu Hause haben wir es zusammen angepackt und die Sonne schnell wieder scheinen lassen. Und eine Lösung gab es immer! Zeig es weiterhin allen, dass du ganz groß bist!!!

Das Physikum haben wir dann auch zusammen angepackt und schon waren wir in die Klinik gerutscht. Nebenbei gab es dann auch die ein oder andere lustige Runde, sei es auf der Dachterrasse, dem Tag am See, der Terrasse der Zahnklinik mit Goldi, den Es war eine schöne Zeit mit Zahnipartys, beim Brunchen dir! oder bei unserem SportproDeine Dani gramm oder African-Dance.

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Geburtstag : 19.10.1983 Lieblingszahn : 46 / Lieblingsinstrument : Kunststoff-Modellierinstrument Plan B : Innenarchitektin

Verrückt genug, mit Robert ne ganze Weile in einer WG zu wohnen, meine Hochachtung! Alle paar Monate Schwärmereien über einen „Neuen“ lauschen, natürlich während der Behandlung, so dass manch ein Patient schon zu Behandlungsbeginn fragte, wie es denn mit den Männern läuft. Gern mal spät dran und doch immer rechtzeitig zur Stelle.

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Auch außerhalb der Uni war Dani für jeden Spaß und tröstendeWorte zu haben.Immer die passende Antwort auf den Lippen: „Frau Braune, wie ist denn die Strukturformel von Natriumhypochlorid?“ „Ich weiß ja, Herr Noetzel, Sie sind ein ganz schlauer, aber ich leider nicht.“ Sie war die Entertainerin für die „anstrengenden“ Patienten, so dass man als Behandler auch mal in Ruhe arbeiten konnte.

Wir waren nur zwei Semester ein Team und haben die Behandlung recht gut gemeistert. Die Patienten waren jedenfalls zufrieden und die Assistenten anscheinend auch, sonst wären wir ja jetzt nicht hier. Es war oft lustig, manchmal stressig und ab und zu hat’s auch mal gekracht. Aber so ist das halt und schließlich haben wir uns danach immer wieder versöhnt. Die Behandlung mit dir hat Spaß gemacht, aber sag mal, gibt es an dieser Uni eigentlich nur seltsame Patienten, die ihre Okklusion nur im aufrechten Stand überprüfen können, plötzlich ohne Grund auf dem Behandlungsstuhl anfangen zu heulen oder sich die Polypen entfernen lassen weil der Joint nicht mehr schmeckt? Ich glaub, ich werde diese Verrückten und dein feixendes Gesicht dazu vermissen. Deine Jule


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Examen 2009

Wir hatten super viel Spaß in der Küche und irgendwo zwischen Oregano, Rosmarin und weißem Burgunder lagen wohl auch Bücher wie der Attin oder Schwenzer. Wir nehmen an, sie zwischendurch gelesen zu haben. Ola ist aber nicht nur eine sehr gute Köchin und Genießerin, sondern lebt auch nach einem ganz speziellen Motto: „Schmeiß die Möbel aus dem Fenster, wir brauchen Platz zum dancen!“ Geburtstag : 27.11.1979 Nach unseren Prüfungen Lieblingszahn : 13 waren wir das Dream-Team Lieblingsinstrument : Kuhhornsonde auf der Tanzfläche, haben uns Plan B : Modedesignerin stundenlang umeinander gedreht und bis in die MorgenOla, Aleksandra oder auch hunger. Ola lacht gerne, ist stunden ausgelassen gefeidie beste Boxnachbarin aller total herzlich und man fühlt ert. So jemanden muss man sich einfach wohl, wenn man erst einmal finden, mit dem Zeiten. mit ihr zusammen ist – eine man kochen, lernen, tanzen, sich stundenlang unterhalten Plötzlich stand sie da und ich Frau zum Pferde stehlen. kann, ohne dass es langweiwusste: wir verstehen uns! Vor mir stand eine kleine, zucker- Eine, die tiefgründig ist und lig wird… Und das sagt eine süße und sexy Frau mit einem sich Gedanken macht. End- Frau über eine Frau… strahlenden Lächeln, dass lich eine Zahnmedizinerin, Ola, du hast mein Studium schnell andere in seinen Bann mit der man sich auch über und vor allem meine Exazieht. Die Frau, die lediglich andere Dinge als Zahnmedi- menszeit bereichert!! ein klitzekleines Problem mit zin unterhalten kann, die es „Frau Staffehl, wie lander Zeit hat – sie ist einfach versteht den Abend mit einem nicht ihr Freund – glänzt an- guten Glas Weißwein und ge dauert eigentlich so eine sonsten durch pure Lebens- italienischen Köstlichkeiten durchschnittliche menschliche Schwangerschaft?“ lust, Motivation und Wissens- ausklingen zu lassen. - 60 -


Examen 2009

Nina Taghizadeh Geburtstag : 22.07.1983 Lieblingszahn : 1'er Lieblingsinstrument : Raypex Plan B : Head-Hunterin

telligente, diplomatische, super organisierte, schnell und effektiv arbeitende, Prioritäten setzende Powerfrau mit Der erste Eindruck geht ja Prinzipien. Was erledigt werbekanntermaßen über das den muss wird erledigt, ohne äußerliche Erscheinungsbild großes hin & her, frei nach - dieses wirkt sehr weiblich, dem Motto, „was du heute sexy, etwas extrovertiert, im- kannst besorgen, dass...“ mer frisch strahlend, gepflegt, selbst nach durchfeierten Trotzdem ist Nina sehr emoNächten. Dahinter steckt eine tional, keinesfalls kalt, erlebt sehr starke, pragmatische, in- ihren Alltag mit Gefühlen Wenn Nina von ganzen Herzen lacht, geht die Sonne auf!!!

von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt, wobei negative Erlebnisse auch schnell als Erfahrung abgehakt werden und der Blick wieder starr nach vorne gerichtet wird. Nina sind Freundschaften und gute Gesellschaft sehr wichtig, dabei zählt für sie allerdings die Qualität und nicht die Quantität. Sie genießt das Leben in vollen Zügen, liebt gutes Essen, gute Musik, liebt es mit Freunden zu kochen und kann dies v.a. seeehr gut! In all diesen Dingen und überhaupt allen wichtigen Dingen ist Nina absolut unkompliziert. Eine Art „Kompliziertheit“ macht sich nur in ihrer mangelnden Entscheidungsfreudigkeit bei unwichtigeren Gegebenheiten wie „was esse ich denn heute...?“ bemerkbar. ;-) Nina ist es gelungen trotz der unglaublich stressigen Examenszeit eine wirklich schöne Zeit zu haben und diese auch mir zu bereiten (wahrscheinlich der gesamten Prüfungsgruppe genauso). Es war toll zusammen! Ich wünsche Dir für die Zukunft alles erdenklich Gute und das Du alle Deine Ziele erreichst.

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Geburtstag : 12.05.1979 / Lieblingszahn : der 8'er hat mir immer viel Freude bereitet Lieblingsinstrument : wahrscheinlich der Bohrer Plan B : es gab keine Alternative, ist eh zu spät

Alex unser Super-Daddy! Wenn man mit jemandem durch Himmel und Hölle gehen kann, ist es Alex - ein modebewusster, immer gut gekleideter Mann mit Stil. Ein Genussmensch, der Wert auf food & beverage legt.Alex ist jemand der sich Gedanken macht und gerne Fragen stellt. Manchmal sogar ein bissl zu viel, aber das ist genau das

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was ihn ausmacht.Alex ist das absolute Gegenteil von egoistisch: Er teilt, hört zu und ist superhilfsbereit (Danke für den Koffer, noch so kurz vor Abflug;!!).

sen, dass der andere verletzt oder nachtragend reagieren könnte. Wie ich im Stress manchmal von dir herzitiert wurde - die Worte bleiben an dieser Stelle lieber unerwähnt;) Es sei dir verziehen, denn auch das hat den Spaßfaktor erhöht!! Wie oft Alex dann auch einfach mal weg war - glücklicherweise kam er immer schnell wieder und die Behandlung konnte weitergehen. Alex ist wirklich der schnellste Raucher den ich kenne (und nicht zu vergessen: Mr. Kaugummi!) Alex, Ich hatte eine superschöne Zeit mit dir und möchte sie ned missen!!

Wir haben viel zusammen gelacht und unsere Späßchen Mit einem guten Freund an gemacht. Wenn es drauf an- der Seite ist der Weg nur halb kam, konnten wir uns aber so lang... auch die Meinung sagen, Nina ohne Angst haben zu müs-


Examen 2009

Gespräch die typische Berliner Schnauze, so veränderte sie sich schlagartig beim Telefonat mit Nancy, wo er plötzlich kaum noch zu hören war. Geburtstag : 18.03.1983 Lieblingszahn : Oberkiefer 6'er Lieblingsinstrument : Spiegel Plan B : Computertechniker

Ich kenne Mirko seit dem ersten Semester. Durch nicht gerade frohe Zeiten in der Vorklinik (u.a. Physik) wurden wir Freunde. Seit 2007 behandelten wir als Team in einer Box jeweils unsere Patienten.

Er fällt durch seine Berliner Schnauze und dem Straussberger Dialekt sofort auf. Man braucht ihn vorher gar nicht zu sehen. Außerdem hat er ein markantes Lachen, was Fremde vielleicht schon als fies bezeichnen könnten.

Mirko ist zuverlässig, fleißig, ein absoluter Perfektionist und was gerade vor den allmorgendlichen Behandlung wichtig war: pünktlich (im Gegensatz zu mir ☺)

Untrennbar von Mirkos Unialltag waren die Telefonate mit seiner Freundin Nancy„Spatz“. Interessant war dabei immer sein Stimmwechsel! War seine Stimmlage im

Abschließend kann ich sagen, dass Mirko der Beste Boxpartner war, den ich mir vorstellen konnte. Denn mit mir klar zu kommen, war bestimmt auch nicht immer einfach. Ich schaue auf ein schönes Studium zurück. Wir hatten viel Spaß, auch wenn dieser eigentlich wenig mit der Unisituation, sondern mehr damit zu tun hatte, dass wir aus der Situation das Beste gemacht haben. Denn vor allem im 9. Semester, Kurs Prothetik galt: „Humor ist, wenn man trotzdem lacht.“

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Geburtstag : 21.10.1982 Lieblingszahn : 18, wegen der Weisheit Lieblingsinstrument : OK 6'Er Zange Plan B : Feuerwehrmann

Auch sein Wissen bei der Behandlung stellte sich oft als herausragend heraus. Seinem Motto: „Man muss nix wissen, aber überzeugend sein!“ unterlagen die Leute reihenweise. Auch mich zog er so regelmäßig in seinen Bann.

Im Examen gelang es ihm sogar Herrn Kielbassa zu überMein Boxpartner und Freund lend aus dem Gipsraum, er zeugen, indem er auf eine Robert, von einigen auch lie- habe schon verfrüht Urlaub. Frage mit totalem Wirrwarr bevoll Kautzi-Bärchen ge- Dumm nur, dass Herr Lenz ganz selbstverständlich antnannt, aufgrund des wohlge- ihn nicht am Olymp vorbei wortete. Als sich Herr Kielformten Bierbauches, den er lies und ihm das Ding wieder bassa umdrehte und anhand eines Bildes erklärte, wie es immer wieder als „Muskeln“ zusammen klebte. denn nun sei, antwortete Rooder „sexuelle Schwungmasse“ zu verkaufen versuchte, Er war ein wettfreudiger bert nur mit dem Satz: „Gewar fast durch nichts aus der Mensch, der auch gern mal nau so hab ich das gemeint“, Ruhe zu bringen. Selbst als im mit dem Wustmaster um 10 was ihm prompt abgenomPhysikum sein Modell für die Euro wettete, wenn es darum men wurde. Totale runter fiel und in meh- ging, der Nächstbesten bei eiMach weiter so, Bob rere kleine Bruchstücken zer- ner Party aufs Pöpele zu klatdein Mirko brach, kam er freudestrah- schen.

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Examen 2009

sen zu können. Für mich bis dato ein absolutes Rätsel. Ich danke Dir für die wunderbare Zusammenarbeit. Dein sportlicher Einsatz bei der Beschaffung von Materialien, sowie die unschlagbare Ordnung in jeder Schublade haben mir so manchen Tag gerettet. Dank gilt Dir ebenso für Deine unbegrenzte Loyalität und Hilfsbereitschaft im Kampf gegen die Zeit, die Anforderungen und manchmal auch gegen Assistenten und Patienten. Das Gelächter über voluminöse Hautporen, ölige Kuchen, wunderschön vorGeburtstag : 01.09.1977 getragene Zahngedichte, FoLieblingszahn : 16 tosessions, die Witzelsucht Lieblingsinstrument : Fadenstopfer mit Zacken des alten Mannes, NugatstanPlan B : Grundschullehrerin gen, selbst gebastelte Entertainmentmentcenter in ReiDeine Ruhe und Freundlich- setaschen und den fragwürLiebe Anna, nach zwei Jahren täglicher keit im Umgang mit nervigen digen Einsatz von gelben Zusammenarbeit ist es und widerspenstigen Patien- Haushaltshandschuhen werschmerzlich zu wissen, dass ten war wirklich sensationell. den mir fehlen. Du in Zukunft nicht mehr auf Wie hast Du es nur immer der anderen Seite des Stuhles geschafft, dass sie dann doch Ich wünsche Dir jedenfalls in irgendwann alles gemacht ha- beruflicher und privater Hinsitzen wirst. sicht, alles erdenklich Gute ben was Du wolltest? für die Zukunft. Und freue Fasziniert hat mich immer deine geradezu bildhauerischen Sobald Laborarbeiten an- mich schon jetzt auf einen Fähigkeiten aus einem Kom- standen, hat man dir die Ab- Besuch in Deiner Landpositklumpen einen wirklich neigung schon aus 100 m zahnarztpraxis in Südtirol! wunderschönen Zahn zu frä- Entfernung angesehen, dann Deine Maria sen. Beim Ersten dachte ich, legtest Du den Turbogang ein dass wird doch nie was, aber und warst in der Hälfte der dann wurde ich eines besse- Zeit fertig, nur um einfach diesen Raum wieder verlasren belehrt. - 66 -


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schwere Zeit mit dir erleben durfte, dass hat es mir um einiges leichter und fröhlicher gemacht. Geburtstag : 25.02.82 Lieblingszahn : Oberkiefer 6'er Lieblingsinstrument : Kofferdam Plan B : Grundschullehrerin

Liebe Maria, es ist so weit, das lang ersehnte LETZTE MAL, wir haben es geschafft! Das letzte Mal kam so oft bei uns vor: der letzte Kurstag, die letzte Boxabgabe, die letzte Krankengeschichte… und mit diesen Worten ist das letzte Mal besiegelt. Maria, ich habe dich erst in der Klinik kennengelernt, dass war Bestimmung. Du und ich

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in einer Box, wäre da nicht der Stress gewesen, dann wäre es ein Traum. Ich habe sehr gern mit dir gearbeitet, gelitten, gefeiert, gezofft, gelacht und geweint. Jetzt müssen wir uns allein durchschlagen. Ich glaube, durch das Studium und die Examenszeit haben wir uns wirklich in allen Lebenslagen erlebt und auch aushalten gelernt. Ich freue mich, dass ich diese

Wir haben uns geschworen, dass wir nie aufgeben, wir gehen erst, wenn wir raus geschmissen werden. Wir wurden nie raus geschmissen, wir entlassen uns selbst. Vielen Dank, Maria, du wirst `ne klasse Zahnärztin. Ich würde immer zu dir kommen. Ich freue mich auf die vielen letzten Male und vielleicht auf die vielen ersten Male, die wir bestimmt noch zusammen erleben werden. Anna


Examen 2009

Geburtstag : 08.03.1984 Lieblingszahn : Bastis 27 / Lieblingsinstrument : Schleifer „Nr.19“ von Blanki, für Provis Plan B : Veterinärmedizinerin

in den Kurs verlegen. „Wer mit wem, wie oft, wie lange und wie war´s?“ wurde genauso diskutiert wie „warum eigentlich“ und „ob das wirklich sein musste“. Unsere lebenserfahrenen Patienten versorgten uns mit Tipps und Tricks für das Verständnis und Überleben in der chaotischen Welt der Männerpsychologie.

Ja ja, die Zeit als Boxpartnerinnen. Da gab es etliche Höhen und Tiefen. Vivi brachte immer Glanz in unseren tristen Alltag mit ihren ausgefallenen Socken und Schuhkombination, und auch die „interessanten“ Frisuren bleiben unvergessen.

re Streitigkeiten teilweise die Anderen nervten, haben wir die harten Zeiten zusammen durchgestanden. Ich kann mir das Behandeln ohne eine gleichartige Person noch gar nicht vorstellen. Danke Vivi, dass du meine Launen immer ertragen hast!

Trotz der Schwierigkeiten im 9.Semester, auf Grund neuer Partnerschaften und der damit verbundenen Nachlässigkeit, haben wir uns doch entschieden weiterhin Partnerinnen zu bleiben. Auch wenn unse-

Unvergessenes: Nachdem die ersten PZRs erfolgreich erledigt waren und wir bemerkten, dass das Unileben plötzlich Ich werde die Zeit sehr verganztags Arbeiten bedeute- missen!! te, mussten wir auch die perDeine Romina sönlichen Gesprächsthemen - 68 -


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ben Freundin (Streitigkeiten in allen Lebenslagen bleiben da nicht aus). Ich denke, ich spreche für uns beide, wenn ich sage, dass wir uns den klinischen Teil des Zahnmedizinstudiums zum Himmel in der Hölle gemacht haben. Was würden wir anders machen, wenn wir noch einmal die Wahl hätten: Da ist ganz klar zu sagen: Zahnmedizin JA! In Berlin NEIN! Lieber Geburtstag : 05.06.1983 einmal zu viel, als zu wenig Lieblingszahn : 17 / Lieblingsinstrument : Hinschauen bei der Partner„Universal“ Fadenstopfer von Maudi wahl!!!!!!!!!!!!!!!!!! Plan B : Kriminalkommissarin Niemals in Impresept fassen Nach gemeinsamen Lernwo- vergessen) und Pünktlichkeit, OHNE Handschuhe!! chen fürs Physikum und ge- wenn ich noch sooo gerne 5 genseitigem Erforschen un- Minuten im Bett geblieben Keinen Sekt mit Paracetamol serer Mundhöhlen in PDE, bin. Gegenseitige Aufmerk- kombinieren ( Julia weiß wawar ein Zusammenarbei- samkeit, Mitdenken und das rum..) ten mit Minchen schnell be- Aneignen von Routineabläuschlossene Sache. Ich danke fen machte uns innerhalb kur- Den hypoallergenen Mundihr für die häufigen Ermah- zer Zeit zu einem effektiven schutz ab dem ersten Tag tranungen zu penibler Hygiene und erfolgreichen Team, das gen! (Die Haut sagt DAN(ja erst vorreinigen, Seifenrei- ich im zukünftigen Praxisle- KE) nigung, Desinfektion, einzeln ben sehr vermissen werde. Chemie ist SEHR wichtig! abtrocknen, einzeln eintüten und bloß nicht den Sticker mit Alles in allen eine wunderDeine Vivi Namen, Box, Shed und Farbe schöne Zeit mit einer ganz lie-

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Examen 2009

Geburtstag : 12.08.1981 / Lieblingszahn : 36 Lieblingsinstrument : grüner Diamantbohrer, konisch, ISO 23 / Plan B : Begründerin von Hübner & Sonntag Gebäudereinigung und Gartengestaltung

Meine Pia... Ich bin sehr froh, dass ich Dich als meine Boxpartnerin haben durfte... Wir haben nicht nur das Studium mit all seinen Höhen und Tiefen zusammen gemeistert, sondern auch viele Begebenheit in unserem Leben. Bei uns verging nicht ein Semester ohne Krankheit, Krankenhausaufenthalt, gebrochenem oder fast abgeschnittenem Finger, Autounfall mit unserem Smart usw.

Aber nichts konnte das Pia – Trixi – Dream - Team aufhalten!!! Nichts und Niemand konnte uns stoppen und so haben wir vom ersten Semester bis zum Examen alles gemeinsam gemeistert. Erholt haben wir uns in gemeinsamen Skiurlauben und als Krönung in Florida. Aber am meisten Spaß hatten wir, wenn wir uns so richtig dreckig im Garten austoben

konnten oder unsere Wohnungen umgebaut, gestrichen oder neu möbliert haben. Es gibt nichts, was wir nicht gemacht haben und vor allem gibt es nichts, was wir nicht können!!! Danke für alles, was du für mich getan und auch an Nerven geopfert hast. Trixi

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17 raus. Gemeinsam haben wir schwierige Patienten überlebt, uns die Wartezeit auf den Assistenzarzt vertrieben, kreativ auf unzählige unsinnige Prüfungen gelernt und Herrn Röhling mit unseren Putzaktionen zu doppelten Unterschriften verleitet.

Geburtstag : 17.07.1982 / Lieblingszahn : 11 Lieblingsinstrument : Comporoller Plan B : Mit Pia eine Gartengestaltungs- und Reinigungsfirma gegründet

Da haben wir fünf Jahre zusammen studiert und lernen uns erst im letzten wirklich kennen. Ich denke, dass wir da vier Jahre lang wirklich etwas verpasst haben. Wenn jetzt die Unizeit vorbei ist, was mache ich ohne dich, mit der ich nicht nur sehr gerne zusammen gearbeitet habe, sondern die mir auch in so kurzer Zeit zu der besten Freundin geworden ist, die ich mir je wünschen konnte?

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Gemeinsam können wir alles schaffen, das habe ich gelernt. Wie legt man ein Fundament? Kann ich mit dem Hochdruckreiniger auch Gartenfiguren reinigen und funktioniert er auch bei Schnee und Hagel? Wie renoviert man Bäder? Und wie bringe ich eine Behandlungseinheit aus den Siebzigern zum glänzen? Alles kein Problem für uns.

Wir haben sprichwörtlich Bäume ausgerissen und BerFachlich haben wir uns super ge versetzt, und mit dir hatte ergänzt. Man könnte sagen: ich jemanden an meiner SeiIch bin die Grobpräparation, te, der für mich da war, wenn du die Feinpräparation. Ähn- mir mal das Herz brach. lich sieht es von außen wohl Wenn sich unsere Wege jetzt auch in unserer Freundschaft trennen sollten, dann weiß aus. Aber so unterschiedlich ich doch, dass uns für immer wir auf den ersten Blick sein die Gebäudereinigungsfirma mögen, haben wir viele Ge- Hübner & Sonntag bleibt. Ich meinsamkeiten gefunden. wünsche dir alles erdenklich Vor allem haben wir uns im- Gute, und dass wir uns nie aus mer perfekt ergänzt. Wann den Augen verlieren. immer mir etwas schwer fiel, Deine Pia wusste ich, du hilfst mir da


Examen 2009

Geburtstag : 19.11.1979 Lieblingszahn : 46 Lieblingsinstrument : Hebel nach Bein Plan B : ZAHNARZT

Ab dem 9. Semester stand die Entscheidung: Wir schaffen die Kurse gemeinsam.Tja und was soll man sagen, wir haben Sie geschafft. Durch die Eigenwilligkeiten des Boxpartners, der Kursassistenten und der Patienten mussten viele Höhen und Tiefen bestritten werden. Ein Behandlungstag bei David kann gut beginnen, wenn er sich mit einem historischen Datum seines geliebten Fußballvereins verbindet. Das erste reguläre Spiel fand am 15. Januar 1911 gegen

den VfB Dortmund statt und wurde 9:3 gewonnen. Wahnsinn!! Mensch David, da bin ich aber glücklich, dass ich das jetzt weiß!!! Auch sonst wurde oft über politisches, wirtschaftliches und allgemeinen Klatsch und Tratsch geredet. Bei „geredet“ werden jetzt die Nachbarboxen sagen: „manchmal auch so laut, dass selbst die letzte Box mitbekam, was los ist.“

Mir bleibt nur zu sagen, dass mich manchmal unsere Partnerschaft zur Weißglut gebracht hat, aber sie war doch auch herzlich, und ich glaube, unsere Patienten fanden es auch recht lustig bei uns. Ich wünsche Dir wirklich von Herzen, dass deine Zukunftsträume in Erfüllung gehen auch wenn es nicht die Zahnarztpraxis mit direktem Blick aufs Spielfeld sein wird, oder vielleicht doch!?!

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Kristin Börner Geburtstag : 05.11.1981 Lieblingszahn : OK Front Lieblingsinstrument : Rosenbohrer Plan B : Hebamme

Was fällt mir denn jetzt alles zu Christel, meiner Boxpartnerin ein? Schwierig, erneut fällt mir auf wie unkreativ ich eigentlich bin. Jetzt aber, bei so einer Person müssten einem eigentlich tausend Dinge in den Kopf kommen. Vielleicht wäre es gut zu erwähnen, dass sie mich morgens fast immer schon freudestrahlend begrüßt hat. Und

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Hause genommen haben. Vielleicht sollte ich das alles schreiben, vielleicht.

wenn ich dann endlich kam, Vielleicht reicht auch einfach, war meistens der Platz schon wenn ich sage, „Danke Christel, es war eine schwierige, vorbereitet, ein Traum! aber gute Zeit. Ich bin mir Vielleicht würde es auch hel- auch sicher, du wirst deinen fen, zu erwähnen, dass sie mir Weg gehen und dann freue ich auch in kniffeligen Momenten mich über den ein oder animmer tapfer zur Seite stand, deren Gedankenaustausch, wodurch wir viele schwierige fachlich wie privat.“ Situationen gemeinsam gemeistert haben. Unstimmig- Von mir an dich jedenfalls keiten wurden ebenso immer alles, alles Gute und viel Ergemeinsam, ohne Patient, in folg. der Box geklärt, so dass wir solche Dinge nie mit nach Dein David


Examen 2009

wurden es. Die letzten zwei Jahre durften wir dann zusammen um die Wette bohren. Franny, wie immer mit 200% Einsatz voraus, meisterte mit Ergeiz jede noch so hohe Hürde. Manchmal auch etwas aufgeregt und sorgevoll ,um das was kommen könnte , schaffte sie es immer wieder, einen anzutreiben und mitzureißen.

Geburtstag : 13.08.1980 Lieblingszahn : Augenzahn Lieblingsinstrument : TNCIGTTMI4 Plan B : Sparkassenfilialleiterin

Es ist kaum zu glauben, dass es schon fünf Jahre her ist, als wir uns beim Einschreiben begegnet sind. So saß ich im Frühling 2004, mitten von angehenden Medizinstudenten umringt, in einer Stuhlreihe vor dem Raum, in dem die nächsten Jahre unseres Seins besiegelt werden sollten. Etwas verwundert, warum denn keine „Zahnis“ dort waren, wartete ich, bis plötzlich auf dem freien Platz neben mir Franny aus Bad Saarow eintraf. Wir kamen gleich ins Ge-

spräch, verstanden uns blendend und wuselten von da an zusammen durch das „Zahnileben“. Viele Höhen und Tiefen durchlebten wir von da an gemeinsam. Wir schweißten gemeinsam Brücken durchs Physikum, stützten uns in allen Prüfungslagen, saugten viele Bücher in unsere Köpfe oder tranken einfach „Lambada im Cayetano“. Damals immer in der Hoffnung „Boxpartner“ zu werden – und wir

Die wahre Krönung unserer gemeinsamen Studienzeit wurde aber unser Roadtrip durch Norwegen. Im Sommer 2008 düsten wir mit Frannys kleinem blauen Auto eine Woche durch den hohen Norden. Es war ein traumhaft schöner Urlaub, mit Erkundungstouren über Stock und Stein, vielen Stadtbummeln, bis hin zum erfolgreichen Fjordangeln. Es war schön, mit Franny die Unwegsamkeiten des Studiums durchzustehen und ich wünsche ihr für die Zukunft alles erdenklich Gute. Wir hatten eine schöne gemeinsame Studienzeit, an die ich mich gerne zurück erinnern werde. Vielen Dank dafür… Claudi - 74 -


19 Du hast mitgemacht, in die Nächte hinein und keine von uns war je allein. Gemeinsam im Anatomiekurs zu sein erleichterte uns nicht nur diesen Schein. Das war unsere Strategie, auch so schafften wir die Physiologie und Biochemie. Auch das Physikum schafften wir gemeinsam, keiner von uns beiden war je einsam. So war es immer klar, wir sind auch ein Boxpartnerpaar.

Geburtstag : 05.01.1984 Lieblingszahn : 23 Lieblingsinstrument : Modellierinstrument Plan B : Biologin

Liebe Claudi, ein freier Stuhl in der Reihe vor dem Immatrikulationsbüro 2004 und wir hatten uns gefunden! Sofort bereit, mich auf das Großstadtleben vorzubereiten , warst Du in mancher Situation ein rettender Engel, nicht nur beim überqueren der Straße.

Ob beim Drähte biegen oder der Chemie du erklärtest mir immer wie. Beim lernen hattest Du immer Elan, denn wir hatten den gleichen Plan. Na ja, jede Vorlesung wolltest Du besuchen und ich fing langsam an zu fluchen. Deshalb entschied ich mich bald, den Crash-Kurs mach ich halt.

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Wir waren vielleicht nicht an der Spitze der Punkteskala, aber ich kann auf tolle Zusammenarbeit zurück blicken. Du hast super schöne Füllungen gemacht, aber auch Dein Verständnis für die Kieferorthopädie scheint Dir in den Genen zu liegen. Und dass Du ein Prothetikhändchen hast, zeigte der Wanderpokal, der ein halbes Jahr unsere Box schmückte. Liebe Claudi, ohne Dich wäre dieses Studium für mich nie so verlaufen. Es hat Spaß gemacht und Du bist eine besondere Bereicherung in meinem Leben. Hey kleine Maus ich freu mich für Dich.


Examen 2009

er schrieb ganze Akteneinträge in „Altdeutsch“, somit war auch immer sichergestellt, dass ich genug Zeit hatte, die Steribox allein zu füllen. Auch an weniger stressigen Tagen konnte ich viel von ihm lernen. So weiß ich heute zum Beispiel, dass nach einer „Dents Dance Party“ nicht nur Diabetiker nach Aceton riechen.

Geburtstag : 10.10.1983 Lieblingszahn : 11 Lieblingsinstrument : Molaren-Zange Plan B : „richtiger“ Mediziner

Alexander Wustlich alias „The Cavedancer“ hat sich besonders in den unteren Semestern einen Namen gemacht. Seine unermüdliche Jagd nach der „perfekten“ Frau zog sich wie ein roter Faden durchs Studium. Ich kann behaupten, dass er mir eine unverzichtbare Hilfe während des Studiums war. Es gibt keine bessere Zahnarzthelferin als ihn! Ich bin noch heute davon begeistert, wie souverän er das Waschbecken mit perfekt angerührtem Alginat abformt.

Was hätte ich nur morgens zum Kursbeginn gemacht, wenn Fräulein Wustlich mich nicht mit einem professionellen Anschiss, der bis zum Shed 8 zu hören war, geweckt hätte. Aber sein Engagement war damit noch nicht beendet: während des Behandelns konnte ich mir immer eines genervten, unter Zeitdruck stehenden Blickes sicher sein. Doch die größte Hilfe kam mir beim Putzen zu. Entweder opferte er seine Zeit, um noch etwas mit den Assistenten zu plaudern oder

Wie sehr haben wir versucht uns während der zahlreichen Unifestlichkeiten gemeinsam zu besaufen. Leider scheiterte dies nicht zuletzt daran, dass Alex stetig nach zwei Bieren ins Delirium fiel. Ach, die schöne Unizeit, wie werd ich sie vermissen! Die Augenblicke an denen Alex mir hinter dem Rücken des Patienten eine Nachricht rüberschob, auf der so Sachen standen, wie: „Jetzt mach doch mal!“ oder „Wird das noch was?“. Zum Schluss sei noch angemerkt, dass wir uns super ergänzten und ich mir keinen besseren Boxpartner als ihn hätte vorstellen können. Auf diesem Wege ein Danke für die unvergessliche Zeit. - 76 -


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Geburtstag : 23 B.C. Lieblingszahn : 16, ich liebe die Crista transversa. Lieblingsinstrument : Ein Tamponadestopfer nach "Union Jack"; ich denk heut noch, dass es sich dabei um eine Flagge handelt. Plan B : Mit meiner Frau "Crista" und einem Krummsäbel am Gyros-Spiess in unserem eigenen griechischen Imbiss "Beydono Transversa" stehen.

beieinander, aneinander und vor allem miteinander arrangierten.

Ich bewundere deine Hilfsbereitschaft bzw. Gelassenheit gegenüber Sätzen wie: “ Hussein kannst du mal…, hilfst du mal…, würdest du mal schnell“ die oft ohne bitte unserer Kommilitonen Unsere Beziehung hat sich lung davon getragen haben, endeten. in den letzten 10 Semestern sondern auch unseren liestark zu der eines lang ver- bevollen Umgang miteinan- Ich bedanke mich für die heirateten Ehepaars entwi- der, der teilweise durch den tolle Zusammenarbeit und ckelt. Nicht nur, dass wir unse- ganzen Shed zu hören war, wünsche Dir für Deine Zure gegenseitigen Stärken und prägte unser Zusammensein. kunft viel Glück, GesundSchwächen sehr gut kennen, Lappalien wie Pünktlichkeit heit und maximalen Erfolg blaue Flecken in Schienbein- waren kein all zu großes Pro- bei allem was Du angehst. region während der Behand- blem, da wir uns gegenseitig Alex (Osseus)

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Geburtstag : 06.04.1975 Lieblingszahn : 81 Lieblingsinstrument : Moskitoklemme Plan B : Augenchirurgie

Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginne, um sich in Tapferkeit und ohne Trauer in andere, neue Bindungen zu geben. Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschütz und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, an keinem wie an einer Heimat hängen, der Weltgeist will, nicht fesseln uns und hegen, er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.

mag lähmender Gewöhnung sich entraffen! Wohlan mein Herz, nimm´ Abschied und gesunde!

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen, nur wer bereit zum Aufbruch ist und Reise ,

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So wurde das letzte Semester gerne ganz der Zahnerhaltung gewidmet und endlich auch diese letzte Gemeinheit mit Fleiß, Disziplin und eisernem Willen überwunden. Mit ihrer lieben Art verzückt sie immer wieder die Herzen ihrer Mitmenschen. Wenn man sich über sie bei andeGeburtstag : 16.08.1982 ren erkundigt, hört man BeLieblingszahn : 25 schreibungen wie: durch und Lieblingsinstrument : Branemark-Haken durch ein guter Mensch, ohne Plan B : Anwältin böse Hintergedanken oder Absichten... sehr ehrlich und die Freude erleben, jeman- eine der wenigen, die auch zuKlein aber oho dem ein Geschenk gemacht hören können, ohne ständig über sich selbst zu sprechen. Extra aus der Hitze Südko- zu machen. Sie ist sorgfältig und tut nichts reas war sie angereist, um sich dem Stress der Berliner Probleme, die es natürlich mit ohne vorher darüber nachgeder Höhe der Stühle, den As- dacht zu haben, überschätzt Zahnklinik auszusetzen. Allerdings möchte man ja sistenten und Patienten gab, sich nicht und ist dabei auch nicht alle Kulturgüter zu- wurden einfach ignoriert und noch sehr bescheiden. rücklassen, und so konnte zur Not einfach der Boxpartman immer wieder fremdlän- ner auf den Behandlungs- Man kann sich nur glücklich disch klingende Laute durch stuhl gespannt (der dann schätzen, sie als Freund zu hadie Flure hallen hören, oder aber immer natürlich ganz ben und auch als Patient kann Geschichten von perfekt ge- weit runter gefahren werden man den Mund weit aufmachen. ;-) gartem Reis lauschen, sowie musste.)

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Geburtstag : 31.08.1980 Lieblingszahn : Eckzahn Lieblingsinstrument : Hartmetallfinierer Plan B : Sport - und Mathelehrer

Erst haben wir nebenbei als Boxnachbarn immer in Sichtweite gearbeitet, bis uns das Schicksal in eine gemeinsame Box zusammenbrachte. Du bist einer der Personen, die immer gut drauf sind, egal ob es 07:30 früh morgens oder 18:30 abends ist. Es ist dir gelungen mich mit deiner guten Laune anzustecken, aber leider nicht, wenn ich etwas launisch war - sorry nochmal dafür. Es war auf jeden Fall

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eines der angenehmsten Semester, die ich in der Zahnklinik verbringen durfte, weil du immer an meiner Seite warst und auch beim Behandeln mich mit guten Ratschlägen versorgt hast- Hartmetallfinierer! ;-) Unsere 178 Bib-Tage, wo wir uns gegenseitig zum Lernen motiviert haben, die 69 Schwarzen Tees, die wir zusammen getrunken haben,

die 1345 SMS zur Kommunikation werden mir immer in Erinnerung bleiben. Egal ob Patient, Assistenz oder Behandler, es war schön, deine lockere, ab und zu vielleicht etwas zu lockere Art erleben zu dürfen und ich hoffe, dass du genau diese Eigenschaft NIE verlierst! Denn genau diese Eigenschaft macht dich zu meinem Boxpartner: Sven Lichtenfeld.


Examen 2009

Geburtstag : 15.05.1984 Lieblingszahn : 12 und 22 Lieblingsinstrument : scharfer Scaler Plan B : Modedesignerin

lade solltest Du jedoch vor allem nicht zum Frühstück Es war einmal in Berlin-Wed- auf nüchternen Magen ausleding, da sahen wir uns zum ben. Ansonsten hast du eine ersten Mal zwischen Wachs- robuste Konstitution, die Du modellation und Testat. Ich in diesem Beruf auch unbehabe dich irgendwie gleich dingt brauchen wirst. Ich hätte vor fünf Jahren auch nicht gern gehabt, Dianchen. gedacht, dass Du mein DrehDu warst nie vorlaut oder hast und Angelpunkt werden dich beschwert, warst immer wirst. Wenn man da an Hr. schön munter und hast sport- T. oder Fr. K. oder an einen lich jede Hürde genommen. der anderen netten PatienDeinen Hang zur Schoko- tInnen so denkt, könnte man Danke, Danke, Danke!

glatt noch mal fünf Jahre mit Dir auf der anderen Backe absitzen, was? Nee lass mal, so schön war es ja doch nicht, da bin ich nicht der Einzige, der so denkt. Aber was wir in den letzten zwei Jahren geleistet haben, verdient gegenseitige Hochachtung und Anerkennung, oder kurz Respekt! Also nochmal: Danke, Danke, Danke...

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ckend und ich kam manchmal echt nicht mit: „Wie? Die anderen 3 Quadranten hast du auch schon kürettiert? Da hab ich mich wohl grad umgedreht=)“. Alexeyein Zahnarzt für alle Fälle, ob Präp 5 mm subgingival oder LG 3 festsitzend alles kein Problem.

Geburtstag : 16.12.1973 Lieblingszahn : 7'er Lieblingsinstrument : alles was Tasten hat Plan B : Ingenieur

Zuerst musste ich Dir beweisen, dass ich besser absaugen kann als du selbst, während Wir sind für einander be- du gleichzeitig mit der andestimmt und sind fast um die ren Hand bohrst. Habe ich halbe Welt gerannt, viele hun- den Sauger dann erobert derte Male von der Box zur und durfte sogar selbststänPommesbude und zurück. dig absaugen… mal hier, mal Die lustigen Versteckspiele da, wo eben ein Pfützchen der Assistenten haben uns zu war… hatte ich das Gefühl, Ausdauersportlern werden dass du mich brauchst. lassen... aber was tut man nicht alles für seinen Box- Dein Tempo war schon manchmal sehr beeindrupartner. Eine Beziehung der besonderen Art:

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Aber egal was kam, auf Dich war stets Verlass und Du warst da, wenn man Dich brauchte... Hast sogar den Prothetik Kurs ganz selbstlos mitgemacht, bzw. dachte Frau. K. ja scheinbar du wärst der Behandler. Du hast ihr zu jedem Stichpunkt einen kleinen Vortrag gehalten, aber Alexey, Kopf schütteln bedeutet NEIN oder nicht weiterreden: „Heute bin ich doch der Boss=)“. Alles in allem waren wir doch ein super Team, das wurde von Assistenten und vor allem auch von den Patienten gelobt. Also vielen Dank, Alexey, für die einzigartige Assistenz und die lustigen Stunden.


Examen 2009

Geburtstag : 23.09. 1984 Lieblingszahn : der nagende Zahn der Zeit Lieblingsinstrument : Geige Plan B : alt und dick sein

Weiß wie Schnee, schwarz wie Ebenholz, rot wie Blut – eigentlich wollte ich ja was über Nora schreiben. Aber erst mal zu mir. Wenn es einem mal schlecht ging, das war in unserem Studium nicht selten der Fall, und Nora den Raum mit einem Freude überstrahlten Gesicht betrat und einem „NAAAAAAA….!“ konnte man eigentlich gar nicht mehr länger dem Trübsal verfallen. Ob Rolling

Stones, Oasis oder Bob Dylan - irgendwas wurde immer beim Absaugen gesummt und brachte einen unweigerlich zum Grinsen. Aber auch für Nora zogen kurz vor Schluss noch dunkle, missgünstige Wolken auf. Als dann noch der Auspuff ihres Minis auf halber Stecke in die Tiefgarage verloren ging, war die gute Laune endgültig vorbei. Dies verdammte einen unweigerlich zum Mitleiden.

Letztlich konnten aber diese Wolken beiseite geschoben werden, der Himmel brach auf und erstrahlte im herrlichsten Blau – richtig, wir sind scheinfrei und halten bald die Approbation in unseren Händen. Bleib so wie Du bist und lass Dich nicht verbiegen. Dein René

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26 Abteilung in Renés Behandlungsstil und ließ ihn nicht mehr zur Ruhe kommen. Trotzdem bot der Alltag einige Lichtblicke: Kurztrip zu McDonald´s (natürlich wurde nur Salat gespeist), Rihanna im Autoradio auf der Fahrt zurück nach Potsdam und Fitnesstraining im hauseigenen Gerätepark.

Geburtstag : 09.07.1977 Lieblingszahn : retinierter 38 mit follikulärer Zyste Lieblingsinstrument : rhodiumbeschichteter, planer Spiegel Plan B : Schauspieler in einer Soap, der die Rolle eines Zahnarztes spielt

Bekanntlich kommen nur gute Dinge aus Thüringen: Rostbratwurst, Johann Sebastian Bach und René. Auf dem französisch angehauchten Vornamen gründen wohl auch sein Charme und die herrliche Leichtigkeit, mit der er viele Situationen meistert.

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Doch während des Semesters zeugten oft tiefe Augenringe von so mancher Nacht, die er zum Tage machte. Leider waren nicht oft Tanzvergnügen die Ursache, sondern Ärger über diverse Vertreterinnen der Damenwelt. Allen voran verbiss sich eine gewisse Kollegin der prothetischen

Leider läuft diese Zeit unweigerlich auf ihr Ende zu. René wird bald dieWälder der Hildburghausischen Umgebung mit einem schicken „Naked bike“ unsicher machen und Fuchs und Hase beim GuteNacht-Sagen stören. René, ich hoffe, dass du deine bisherige Einstellung beibehältst, getreu nach dem Refrain eines großartigen Songs von Bob Dylan: „People are crazy and times are strange I´m locked in tight, I´m out of range I used to care, but things have changed.“ Deine Nora


LOST & FOUND

Franziska Rauhut & Ehssan Roneh

Beste Assistenz der Welt…, Langschäfer,… und findet Geschirrspülen entspannend. Als Lötkönigin war sie die Rettung im Physikum…, eine tolle WG-Mitbewohnerin…, die ihren Bat-Bohrer liebte … und Sushi. Du warst eine super Unterstützung im Examen…, immer da, wenn man sie braucht und einfach unvergesslich…. Viel Glück!

Wären Chemie und Biochemie nicht gewesen sowie ein Semester Auslandsaufenthalt, wäret ihr immer noch in unserer Mitte…. Trotzdem wart ihr immer mit dabei, egal ob Geburtstage, Weihnachtsfeiern, Pokerabende oder Kochsessions. Bei der Behandlung mit Franzi kam auch gelegentlich Ehssans sarkastische Ader durch: „Franzi, ich hab grad Frau Riep und Frau Stephan im Gang gesehen, die haben sich über irgendwas unterhalten und dabei ist dein Name gefallen. Die hatten so einen verärgerten Gesichtsausdruck und haben dabei mit dem Kopf geschüttelt. Was hast du denn bloß gemacht?“ Angstschweiß, Schock und tausend Fragezeichen ließen Franzis Gesicht erstarren! :-)

Anas Hakimeh

Georg Albrecht

Unser Syrer…, immer gechillt und ein Lächeln auf den Lippen. Wir alle werden deine Süßigkeiten von zu Hause vermissen, das kurze Schwätzchen beim Anstehen an der Pommesbude und auch deine grenzenlose Hilfsbereitschaft. Es wäre wirklich schade, wenn du nach dem Examen nicht weiterhin der Zahnmedizin treu bleiben würdest. Der Welt würde ein klasse Zahnarzt verloren gehen!

"Das ist die perfekte Welle…" - So kennen wir ihn, bei Wind und Wetter und immer mit dem Plan B in Greifswald Sport zu studieren, wenn’s mit den Testaten oder Prüfungen mal nicht so klappt. Deine große Klappe werden wir wohl so schnell nicht vergessen und die Wahnsinns-Geburtstagsparty auf Usedom auch nicht.

Bettina Gottschalk

Robert MEy

Zusammen mit Basti das BehandlerDreamteam. Schon Frau Müller-Ugur ist an den „Zuständen“ in dieser Box verzweifelt. Typisches Beispiel für die Behandlungsplanung vor Kursbeginn: „Sag mal Basti, da steht ein Patient und winkt die ganze Zeit in unsere Richtung, hast du den einbestellt?“ „Nee, wolltest du nicht heute behandeln?“ „Hmm… Haben wir heute Kons oder Prothetik?“ „Ähm…“

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MOMENTE EINES ZAHNMEDIZINSTUDENTEN

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MEIN ZAHNMEDIZINSTUDIUM EINE VORHERNACHHER SHOW DAS STUDIUM DER ZAHNMEDIZIN ZEIGT, NACHDEM MAN ES MIT MEHR ODER WENIGER ANGEKRATZTER PSYCHE ERFOLGREICH ABSOLVIERT HAT, DEUTLICH ERKENNBARE PARALLELEN ZU EINER VORHERNACHHER-SHOW.

Vorher ist die Zeit, in der man den heftigen Wunsch verspürte Zahnmedizin zu studieren, um eine sehr gute Zahnärztin/Zahnarzt zu werden. Zu diesem Zeitpunkt erlaubte man sich noch konkrete Wünsche und Träume zu haben, oder sogar Erwartungen an dieses Studium zu stellen. So stellt man sich unter Umständen vor, dass man von Beginn an durch Menschen, Kommilitonen und Zahnärzte begleitet wird, deren tägliche Freude es ist, Zahnmedizin zu praktizieren und natürlich auch zu lehren. Bildlich gesprochen soll man mit jedem Semester, das einen näher zum lang herbei gewünschten Traumberuf „Zahnärztin/Zahnarzt“ bringt, einen weiteren Satz Bausteine überreicht bekommen – Fähigkeiten und unendliches Wissen für das Wohl unserer Patienten, die sich vertrauensvoll in unsere Hände begeben – aus denen wir uns fleißig zu echten Ärzten zusammenbauen. Man träumt geradezu von Situationen, in denen man auf kollegialer Ebene Dinge von den Lehrenden und Betreuenden beigebracht bekommt. Eben die nötigen Tipps und Tricks, die man sich nicht in Büchern anlesen kann. So etwas nennt sich wohl Mentor. Selbstverständlich ist es auch erlaubt Fragen zu stellen, ohne dass man es hinterher bereuen muss.

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Man träumt auch von einer guten Stimmung in dieser Zahnklinik, denn irgendwie sind ja alle derselben Leidenschaft verfallen wie man selbst. Wenn es Organisatorisches oder Ähnliches zu erledigen gilt, sind alle Studenten eines Semesters involviert und daran interessiert eine gute Lösung zu finden, mit der möglichst viele einverstanden sind. Immerhin hat jeder schon einmal von den Studentenaufständen in der Geschichte unsers Landes gehört. Studenten lassen sich also nicht einfach alles gefallen, sondern setzen sich auch zur Wehr, um ihre Interessen zu vertreten. Also was soll schon groß passieren? Nachher – das ist die Zeit der endgültigen Ernüchterung, nachdem man mindestens zehn Semester lang versucht hat, das Positive an diesem Studium zu sehen, das man doch so voller Hoffnung und Vorfreude begonnen hatte. Das Bild, das man sich in der Vorstellung gezeichnet hatte, beginnt bereits im vorklinischen Abschnitt zu bröckeln. In den verschiedenen praktischen Kursen gelten die Prinzipien des Lehrens, des gegenseitigen Respekts und auch der Gleichheit vor den Göttern (des Olymps) schon lange nicht mehr. Vielmehr erscheinen neue Prinzipien wie Schikane, Eitelkeit, Gleichgültigkeit. Kein Miteinander, sondern Gegeneinander ist die Devise. Den Idealisten blieben nur wenige Gleichgesinnte in der kargen Wüste. Von sich zur Wehr setzenden Zahnmedizinern hatte man an diesem Standort in den letzten Jahrzehnten nichts vernehmen können. Es schien die Angst zu regieren und das Motto „lieber still halten, dann passiert mir nichts“ schien nicht aus den Köpfen der Studenten zu schwinden.

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her züngelnd, ist der eiserne Wunsch in uns noch übriggebliebenen doch endlich diese Mauern in Richtung Freiheit zu verlassen. – Das darf jetzt nicht falsch aufgefasst werden, denn wir alle sind schon des Öfteren daran erinnert worden, dass wir freiwillig in Berlin Zahnmedizin studieren. Es wurde immer wieder dafür gesorgt, dass wir nicht vergessen, dass wir der Zahnklinik nicht fehlen würden, falls wir ihr den Rücken kehren sollten… Von hochrangigen Mitarbeitern der Zahnklinik wurde uns tatsächlich mehrere Male ans Herz gelegt uns doch an einer anderen Uni zu bewerben und das, obwohl wir noch nicht zu den wirklich bemitleidenswerten rund 80 Kommilitonen gehörten, die sich in ein normalerweise 40 Studenten starkes Semester zwängen mussten.

Im klinischen Abschnitt flammte die Hoffnung noch einmal zaghaft und scheu auf, um dann endgültig ein jähes Ende zu finden, denn nun ist man Teilnehmer im Spießrutenlauf der klinischen Kurse und bekommt schnell zu spüren an welcher Stelle der Hierarchie man sich einzureihen hat. Spätestens jetzt ist klar, dass man entweder seinen eigenen Prinzipien treu bleiben (und Verzögerungen im Studium in Kauf nehmen muss) oder für kurze Zeit jemand anderes werden muss, um diese Hürden zu meistern. Die einzige Flamme, die dann noch in uns brennt, im rauen Wind der Aßmannshauser Straße hin und

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Was ist da nun noch übrig von dem Traum, den man anfangs zu träumen gewagt hatte? Ich überlege ganz angestrengt und das einzige, das mir noch einfällt, ist die vielleicht unvernünftige wieder einmal zaghaft aufkeimende Hoffnung, dass alles anders wird, wenn wir als frisch gebackene Zahnärztinnen/Zahnärzte einen ersten Blick über den Tellerrand dieser zeitweise doch überwältigend deprimierenden Umgebung werfen.


Auch bleibt noch den uns folgenden Kommilitonen zu wünschen, dass in der „Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde in Berlin“ irgendwann einmal das Gute siegen wird – und zwar besser früher als später. Dazu ist allerdings eine eingeschworene Truppe von Studenten (wohl Semester und allgemein Studentenschaft durch Fachschaft organisiert genannt) von Nöten, die dem rauen Wind und Wetter die Stirn bietet. Mit Hilfe tatkräftiger Unterstützung aus den höchsten Reihen, die das Übel bei der Wurzel packen, mit der geeigneten Aus-

rüstung auf dem Tray und einer Reformierung des Studienganges, könnte womöglich eines Tages auch das Studium der Zahnmedizin in Berlin zu einem im positiven Sinne unvergesslichen Erlebnis werden lassen – fernab von dieser Vorher-Nachher-Show. Was bleibt ist die Gewissheit, dass uns so schnell nichts mehr umhauen kann. Denn wer diese Schule übersteht, hat ein ausreichend dickes Fell, um auch „draußen“ zu überleben. Ebenso sind uns Freunde, die wir im Laufe des Studiums nicht verloren

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haben, sowohl Nicht-Zahnmediziner als auch Zahnis, wohl bis ans Ende unserer Tage sicher – soviel steht fest. Es ist nun an uns, aus diesem Grundgerüst bestehend aus den Bausteinen, die wir im Laufe der Jahre erhalten haben, in der nun folgenden Epoche unseres Lebens mit Hilfe unserer neuen Mentoren eine Einheit zu bilden.

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DAS BÖSE SEMESTER MAN KANN ÜBER UNSER SEMESTER SAGEN, WAS MAN WILL, ABER SICHER NICHT, DASS WIR NICHT AN UNSERER KARRIERE GEARBEITET HÄTTEN. AN UNSERER KARRIERE ALS VON DER OBRIGKEIT AM MEISTEN GEFÜRCHTETES SEMESTER. Schon in der Vorklinik legten wir den Grundstein für diese großartige Laufbahn. Damals noch unbedarft und wohl eigentlich guten Willens, stellte die Zusammenlegung von Nord und Süd unsere Damen und Herren Kursleiter vor ungeliebte Herausforderungen. Wirklich durchgestartet haben wir aber wohl gleich am ersten Tag des sechsten Semesters, als der König der Zahnklinik per Losverfahren drei Leute aus dem Land der klinischen Semester zu vertreiben suchte. Der Nachsatz, wer hierdurch warten müsse, könne sich gleich eine andere Uni suchen, verleitete uns zur Revolte und ließ uns das erste – und sicher nicht letzte Mal – den Weg zum Anwalt beschreiten. Relativ friedlich rotierten wir dann drei Monate mit 43 Leuten um 40 Phantomeinheiten. Diese wurden erst nach uns erneuert, vielleicht hatte man damals schon unser kriminelles Talent erkannt und auf Nummer sicher gehen wollen. Gerade diese direkt im Anschluss folgenden Renovierungsarbeiten aber kosteten den König im nachhinein die Möglichkeit, nochmal sechs von uns ins Exil zu schicken. Uns allen freies Geleit ins

siebte Semester gewähren zu müssen verärgerte ihn doch sehr, und so landeten wir wohl zu diesem Zeitpunkt allesamt auf der Most Wanted Liste des schönen Landes Charité.

SO LANDETEN WIR WOHL ZU DIESEM ZEITPUNKT ALLESAMT AUF DER MOST WANTED LISTE DES SCHÖNEN LANDES CHARITÉ. Am Patienten angekommen versuchten wir uns den neuen Herausforderungen zu stellen. Wie jedes siebte Semester kämpften wir uns durch uns unbekannte Materiallandschaften, fochten gegen übermächtige Wartezeiten und Punktabzüge bei Zeitüberziehung. Aber wir arrangierten uns, und irgendwann lag der IK 1 hinter uns. Als letztes Hindernis dieser ersten Etappe sei noch die Konsklausur am Ende des achten Semesters erwähnt, die ich persönlich so gern nochmal schreiben wollte, dass ich beim ersten Anlauf glatt die letzte Seite übersah. Seitdem steht auf jeder Seite in der Fußzeile 5/6 oder ähnliches. Im IK 2 kam abermals alles anders, als wir - 100 -


dachten. Die Einlagerestaurationen mit ihren neuen Präparationsregeln und horrenden Preisen ließen uns ein ums andere Mal vor Patienten und Assistenten beinahe verzweifeln. Aber wir lernten auch dazu: Heute kann jeder von uns guten Gewissens behaupten, einen PA-Befundbogen im Vierfarbcode einwandfrei und ohne Übermalen in ein wahrhaft farbenfrohes Kunstwerk verwandeln zu können. Und so stürmten wir vorwärts, immer die nachfolgenden Semester im Nacken, die uns zahlenmäßig weit überlegen waren. Dies war aber unsere ureigene Schuld, denn schließlich hatten die sich für den Kampf gegen die Obrigkeit um die klinischen Semester uns zum Vorbild genommen. Und so erreichten wir am Ende unserer Kräfte schließlich das vermeintliche Licht am Ende des Tunnels. Bestückt mit zahllosen Kons-Punkten, eingesetzten Kom- 101 -

bi-Arbeiten und KFO-Zeit ohne Ende klopften wir ans Tor des LaGeSo und erhielten Einlass. Ausgerüstet mit wagen Prüfungszeiträumen betraten wir vor nicht allzu langer Zeit die große Ebene des Staatsexamens, den Blick fest auf den am Horizont schimmernden 10. Juli gerichtet.

NICHTS KANN UNS JETZT MEHR AUFHALTEN Liebe Weggefährten! Nichts kann uns jetzt mehr aufhalten. Kein Nasebohrender Prüfer, und auch nicht solche mit Würfeln als Entscheidungshilfe. Dass jeder so wichtig ist wie er sich nimmt, wussten wir doch schon vorher. Wir werden auch diese letzte Hürde nehmen, und hinterher sagen können, dass diese Uni uns zumindest eines gelehrt hat: Kampfgeist! von Pia Sonntag


DAS ASSMANNSHAUSER SYNDROM - 102 -


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Die Ehrennadel der Berliner Zahnmedizinabsolventen IM LAUFE EINES MODERNEN HOCHSCHULSTUDIUMS IST JEDER BETEILIGTE MIT EVALUATIONEN VERSCHIEDENER ART IN KONTAKT GEKOMMEN. AUCH WENN EINIGE DIESER BEWERTUNGEN DER LEHRE SOGAR AN DIE VERGABE VON FAKULTÄTSGELDERN GEBUNDEN WAR, HABEN SOWOHL DIE STUDENTEN ALS AUCH DIE LEHRENDEN EHER WENIGER EFFEKTE DIESER EVALUATIONEN SPÜREN KÖNNEN. Die Verdienste der Studenten werden schlussendlich durch die Examensergebnisse und vielleicht auch das ein oder andere Geschenk der Familie gewürdigt, aber was geschieht mit den Lehrenden? Sie sind es, die den feinen Unterschied zwischen einem angenehmen und einem Nerven aufreibenden Studium machen. Diejenigen, die diese Aufgabe als Herausforderung annehmen, haben noch dazu oft weniger Zeit, sich um andere Gebiete wie die Forschung oder ähnliches zu kümmern. Auch wenn ih-

nen der Dank und die positive Erinnerung der Absolventen sicher ist, beginnt das Spiel und die Herausforderung der Lehre mit jedem Studienjahr auf´s Neue. Aus diesem Grund hat der damalige Fachschaftsvorsitzende Ingmar Dobberstein 2003 eine unmittelbare und direkte Evaluation eingeführt, bei welcher der Examensjahrgang die jeweils herausragenden wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Mitarbeiter auszeichnet. Die Fach- 104 -


schaftsnadel in Gold, in der Form des offiziellen Berliner Fachschaftssymbols (Brandenburger Tor mit Zahn) hat sich über die Jahre zu einem Zeichen der Wertschätzung der Studenten entwickelt, an dem man die Verdienste eines Hochschullehrers um die Ausbildung erkennen kann. Das Fachschaftszeichen ist seit Jahren ein Symbol der Berliner Zahnmedizin, verkörpert durch Studenten, welche die Ausbildung lernenswerter gestalten wollen. Wie in jedem Jahr wird die Ehrennadel vom Studentenmagazin „UN-PLAQUED“ für den jeweiligen Examensjahrgang gesponsert. 2003 wurde die Fachschaftsnadel zum ersten Mal an Frau Dr. Bethke für ihren besonderen Einsatz als Kursleiterin im OP-Kurs II verliehen. Ab 2004 wurden zwei Nadeln verliehen, eine für die wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen und eine für die Mitarbeiter/innen aus den nichtwissenschaftlichen Bereichen der Zahnklinik. Gewählt wurden 2004 die MTRA Wanda Schrade stellvertretend für die Röntgenabteilung und OA Uwe Blunck, der nie eine Frage unbeantwortet ließ. 2005 konnte die prothetische Abteilung Punkte sammeln, als OA Dr. Blankenstein für seinen Einsatz in der AG Lehre und sein offenes Ohr für die Studenten und Schwester Doreen für ihre Geduld und Mühe beim Erstellen von hunderten von HKP´s ausgezeichnet wurden. Der Examensjahrgang 2006 zeichnete Frau Dr. Schirmer aus der Oralchirurgischen Abteilung und Schwester Christiane aus der Abteilung für Prothetik aus. Die Absolventen des Jahrgangs 2007 kürten Dr. Strietzel aus der Oralchirurgie sowie Frau Benin, die Grand Dame der Zentrale. Au- 105 -

ßerdem verliehen sie erstmals eine Ehrennadel für außerordentliches Engagement an Herrn Prof. Dr. Reichart, den langjährigen Leiter der Oralchirurgie und einen der weinigen Professoren, der seine Vorlesungen noch selbst hielt. Das letzte Examenssemester der Zahnklinik Nord verlieh ebenfalls drei Ehrennadeln, im wissenschaftlichen Bereich für Frau OÄ Dr. Ingrid Peroz für ihre besondere Geduld, Kompetenz und Fairness in fachlichen und organisatorischen Belangen. Bei den nichtwissenschaftlichen Mitarbeitern wurde Schwester Katrin aus der Prothetik für ihre unglaubliche Hilfe bei der Bewältigung aller Aktenberge und HKP Anträge geehrt. Die außerordentliche Ehrennadel aus Feldspatkeramik ging abermals an Uwe Blunck. Für unseren Jahrgang ist es ein Selbstverständnis, Traditionen wie die Ehrennadelverleihung am nun letzten zahnmedizinischen Universitätsstandort in Berlin, der Zahnklinik Süd, fortzuführen. Da unser Semester allerdings größtenteils zusammengewürfelt wurde, teilweise in verschiedenen Vorkliniken groß geworden ist und mitten in eine chaotisch organisierte Fusion zweier Zahnkliniken geriet, war sowohl die Nominierung als auch die Entscheidung eine besonders schwere Aufgabe. Vielen Menschen begegnete man nur kurzzeitig, weil die Organisation oder Kursbetreuung bald wieder umgestellt wurde. Zu kurz die Zeit, um zu beurteilen, ob der eine oder andere sich wirklich kontinuierlich für die Studenten und ihre Ausbildung einsetzt. Aus diesem Grund haben wir auf Nominierungen verzichtet und diejenigen ausgezeichnet, die unseren Studienalltag in all dem Chaos möglichst studierbar gestaltet haben.


Für die Ehrennadel des Berliner Examensjahrganges 2009 werden ausgezeichnet:

- Nichtwissenschaftlicher Bereich -

ZT HERR RÖHLING

- Wissenschaftlicher Bereich -

DAS DEKANAT

Das Dekanat hat sich stärker für die Studenten unseres Semesters eingesetzt als viele wissenschaftliche Mitarbeiter der Zahnklinik. Im 6. Semester waren elf Kommilitonen aufgrund unzureichender Leistungen im Klausurbohren (ein Minus zu viel) durchgefallen. Da ihnen eine Wiederholung des Klausurbohrens, wie es die Studienordnung für Prüfungssituationen vorsieht, nicht gestattet wurde, wanden sie sich an das Dekanat. Für die große Unterstützung, die wir von Seiten des Dekanats, allen voran Herrn Pelz bekamen und der daraus resultierenden Scheinvergabe an alle Studenten, möchten wir uns mit dieser Auszeichnung bedanken. Wir freuen uns, dass sich das Dekanat auch weiterhin für die Studenten der Zahnmedizin an der Charité einsetzt. Das konnten wir vor kurzem erneut in der Diskussion um die reduzierten Behandlungszeiten des 7. Semesters hautnah erleben. Wir hoffen, dass wir Sie mit dieser Ehrennadel motivieren können, noch viele weitere „Zahnis“ der kommenden Jahrgänge zu unterstützen.

Lieber Herr Röhling, mit dieser Auszeichnung möchten wir Ihnen für Ihre Unterstützung und Hilfsbereitschaft in jedweder Situation danken. Durch Ihre Tipps und guten Ratschläge haben Sie unsere Laborarbeiten, ob es verbogene Klammern, ein abgebrochener Prothesenzahn oder andere studentische Missgeschicke waren, stets gerettet. Auch Ihre Demos zur Bruchreparatur sowie Unterfütterung haben uns den Einstieg in den prothetischen Kurs erleichtert. Das gelegentlich länger geöffnete Labor sorgte dafür, dass unsere Patienten ihre Prothesen doch noch hochglanzpoliert zurück bekamen. Bleiben Sie wie Sie sind, wir werden Sie in guter Erinnerung behalten! Vielen, vielen Dank!

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un-plaqued magazin für den

zahnmedizinstudenten

Lebe lieber un-plaqued Das un-plaqued Magazin war Zeit eures Studiums ein Weggefährte und Bollwerk der studentischen Sichtweise. Das wird auch weiter so sein. In gleicher Weise kann die Verbindung der ALUMNI (Ehemalige) zu ihrer Alma Mater nach dem Studium weiter geführt werden und so manche neue Wege eröffnen. Denn eines hat jeder im Studium gelernt - gemeinsam sind wir stärker! Damit Ihr weiter auf dem Laufenden bleibt, könnt Ihr das un-plaqued Magazin auch nach dem Studium erhalten. Direkt nach Hause oder in die Praxis.

un-plaqued MAGAZIN im Jahresabo für 15,-€ un-plaqued:multimedia Verlag für junge Medien info@un-plaqued.com www.un-plaqued.com


WAS VOM TAGE ÜBRIG BLIEB...

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INFO@UN-PLAQUED.COM / WWW.UN-PLAQUED.COM WWW.ALUMNI-ZAHNMEDIZIN.DE / WWW.YOUNG-DENTISTS.ORG ---------VIELEN DANK AN DIE AUTOREN UND IM BESONDEREN AN INGMAR FÜR DIE VERWIRKLICHUNG DIESES JAHRBUCHES. WIR DANKEN ALLEN ELTERN, FREUNDEN UND BEKANNTEN, DIE AN UNS GEGLAUBT UND UNS UNTERSTÜTZT HABEN. VIEL GLÜCK UND ERFOLG FÜR DIE ZUKUNFT WÜNSCHEN WIR ALLEN KOMMILITONEN. WIR HABEN ES GESCHAFFT ! © u n-p l a q u e d: mu l ti m e di a 2 0 0 9

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ALUMNI IST, WER DIE UNIVERSITÄT ABGESCHLOSSEN HAT, OHNE MIT IHR ABGESCHLOSSEN ZU HABEN. ALUMNI IST, WER ETWAS VON DEM WEITERGIBT, WAS ER GELERNT HAT. ALUMNI IST ZAHNMEDIZIN. ALUMNI IST, WOHER MAN KOMMT UND WOHIN MAN GEHEN WIRD. ALUMNI IST VERGANGENHEIT, GEGENWART UND ZUKUNFT. ALUMNI IST ERFAHRUNG UND NEUGIERDE, MEINUNG UND FRAGE. ALUMNI IST EIN MAGAZIN. Als erstes zahnmedizinisches E-MAG ist das ALUMNI Magazin ausschließlich im Internet lesbar, revolutionär gestaltet und kostenfrei nutzbar. Für junge Zahnärzte und alle, die sich für die Wandlungen in der modernen Zahnmedizin interessieren. Im Vordergrund steht der Mensch und Zahnarzt selbst, sowohl bei den Lesern als auch im Inhalt. ALUMNI ist anders als alles, was Sie bisher kannten. W W W . A L U M N I - M A G A Z I N . D E un-plaqued:multimedia Verlag für junge Medien info@un-plaqued.com

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Examensjahrbuch 2009