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RAUM RAUm

Zeitschrift der Fachschaft Zahnmedizin der HU Berlin € 3 / € 2 für Studenten

un-plaqued Zeitschrift für die Berliner Zahnmedizin


Raum Ne der uZordnun ahnm g edizi n

editorial

Und d hin, daa waren sie w s Gefü hl, das ieder – me ine dr mich n ei Pro och Wie vie l ZEIT all diesen vor einem hbleme – Un brauch i, Frau alben Dinge en n. Ja t es, sic h sein Zumindest hr hat endg und Zeitun Zeit un e ültig N m g. Wo n RAU it d d R e a r um sin Bedeu sich fr M zu schaf Uni hat es ein sagen la war es d t a u b n s f e g ss g e olu i zu m en nur we achen n? Wie viel eklappt, teil en zu nig Ra . Die Zeit, d te Größen. D R weise. v A ie seit o um ge U e n n M der ew noc d lassen ig lauf braucht es, Es ist s , um z er letzten A h haben sie e e n u it f u d ü m d s e r je ga em n ZEIT Beispie wir im ? l diesebe vergangeden von uns Raumhsoviel gesch n ist w neunte unters ehen, eft üb e g r a s c a c d r h A e n heinen ass wir sehr in iedlich r unse z und usgab Ziel w ez ga te e r zu u a und in r es auch m r der momespezielles Uns zu zwei H lassen. Abeum richtigensiv. Sie hat m n e it t Meinu eressiert be dieser Ausntan so heiß feld berich ften entschr was ist sch Zeitpunkt g o ie ngen g te tr d efestig eten möchabe wieder iskutierten n, widmen den haben. n richtig? genug te. Ne Neuor Währe t werd w ir d a u d R n en. Se id neu e Denkanst aum zu sch nung in ders un-p Spez d öße so gierig affen, Z a h nmedizial und g d ll e e n n ma ge in enießt den voliefert oder n begeister . t n uns gestaltbestehende eten R aum.

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Raum Ne der uZordnun ahnm g edizi n

editorial

Und d hin, daa waren sie w s Gefü hl, das ieder – me ine dr mich n ei Pro och Wie vie l ZEIT all diesen vor einem hbleme – Un brauch i, Frau alben Dinge en n. Ja t es, sic h sein Zumindest hr hat endg und Zeitun Zeit un e ültig N m g. Wo n RAU it d d R e a r um sin Bedeu sich fr M zu schaf Uni hat es ein sagen la war es d t a u b n s f e g ss g e olu i zu m en nur we achen n? Wie viel eklappt, teil en zu nig Ra . Die Zeit, d te Größen. D R weise. v A ie seit o um ge U e n n M der ew noc d lassen ig lauf braucht es, Es ist s , um z er letzten A h haben sie e e n u it f u d ü m d s e r je ga em n ZEIT Beispie wir im ? l diesebe vergangeden von uns Raumhsoviel gesch n ist w neunte unters ehen, eft üb e g r a s c a c d r h A e n heinen ass wir sehr in iedlich r unse z und usgab Ziel w ez ga te e r zu u a und in r es auch m r der momespezielles Uns zu zwei H lassen. Abeum richtigensiv. Sie hat m n e it t Meinu eressiert be dieser Ausntan so heiß feld berich ften entschr was ist sch Zeitpunkt g o ie ngen g te tr d efestig eten möchabe wieder iskutierten n, widmen den haben. n richtig? genug te. Ne Neuor Währe t werd w ir d a u d R n en. Se id neu e Denkanst aum zu sch nung in ders un-p Spez d öße so gierig affen, Z a h nmedizial und g d ll e e n n ma ge in enießt den voliefert oder n begeister . t n uns gestaltbestehende eten R aum.

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Raumplan Editorial 6 IADS Kongress Berlin 2004 Gedankenraum 9 Leben hat die Katze – Was kommt danach? Fachschaftsarbeit Studierzimmer virtuelle un-plaqued Der Traum vom Webmaster Bufata Vor-der-Klinik Zahni-Killer Biochemie Der Klinik neue Kleider

Raumheft

3 8 16 18 24 30 34 40 46 52 56

un-p Spezial >>

inside out

60 64 68

Die Blumenstraussaffaire für immer und ewig? Impressionen aus den Kliniken 72 Was ist ÖADrEP

laboratorium difficile

74 Rübeling & Klar n terie Bak Überall

83

vom Fach

84

etik Magnete in der Hybridproth TENS 92 Kieferrelationsbestimmung mit ktur pun Aku der gen Grundla ne Alzheimer und fehlende Zäh

100 102

outside in

106 117 118

Ein Wort zur Prothetik ... Sag mir wo die Blumen sind Das digitale Zeitalter kommt

un-plaqued auf Abenteuer

120

Südafrika 128 Cuba ZAD Info

142

Studenten für Studenten

Spindsession Aus dem Leben eines Zahnmedizinstudenten Wie macht man ein gutes Examen? Zahnisommerparty Weihnachtsfeier An der Nadel Alumni 175 SoSo Bilderraum

146 152 161 162 166 170 173

Plaque Cup News Spielraum

180 189 190

Plaque & Play

176


Raumplan Editorial 6 IADS Kongress Berlin 2004 Gedankenraum 9 Leben hat die Katze – Was kommt danach? Fachschaftsarbeit Studierzimmer virtuelle un-plaqued Der Traum vom Webmaster Bufata Vor-der-Klinik Zahni-Killer Biochemie Der Klinik neue Kleider

Raumheft

3 8 16 18 24 30 34 40 46 52 56

un-p Spezial >>

inside out

60 64 68

Die Blumenstraussaffaire für immer und ewig? Impressionen aus den Kliniken 72 Was ist ÖADrEP

laboratorium difficile

74 Rübeling & Klar n terie Bak Überall

83

vom Fach

84

etik Magnete in der Hybridproth TENS 92 Kieferrelationsbestimmung mit ktur pun Aku der gen Grundla ne Alzheimer und fehlende Zäh

100 102

outside in

106 117 118

Ein Wort zur Prothetik ... Sag mir wo die Blumen sind Das digitale Zeitalter kommt

un-plaqued auf Abenteuer

120

Südafrika 128 Cuba ZAD Info

142

Studenten für Studenten

Spindsession Aus dem Leben eines Zahnmedizinstudenten Wie macht man ein gutes Examen? Zahnisommerparty Weihnachtsfeier An der Nadel Alumni 175 SoSo Bilderraum

146 152 161 162 166 170 173

Plaque Cup News Spielraum

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Plaque & Play

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Weltkongress der Zahnmedizinstudenten 9.–15. August 2004 Berlin

Im August 2004 lädt der Zahnmedizinische Austauschdienst ZAD e.V. Zahnmediziner aus der ganzen Welt zum jährlichen Weltkongress des Internationalen Verbandes der Zahnmedizinstudenten IADS. In der langen Geschichte der 1951 gegründeten International Association of Dental Students hatte Deutschland bereits die Ehre, schon 5 Kongresse zu veranstalten, der letzte jedoch 1979 vor 25 Jahren. Umso mehr eine Freude für uns, die Welt der jungen Zahnmediziner in unsere Hauptstadt Berlin zu rufen. Um die 300 Teilnehmer - hauptsächlich Zahnmedizinstudenten, aber auch viele Zahnärzte und Ehemalige – werden erwartet und aus allen Richtungen zu diesem Ereignis zusammenkommen. Während des einwöchigen Kongresses finden die verbandsinternen Versammlungen statt. Gleichzeitig wird allen Gästen ein vielseitiges und unterhaltsames Rahmenprogramm geboten, bei dem sie Berlin und Umgebung und natürlich auch sich untereinander kennen lernen. Am Freitag beginnt das zweitägige Wissenschaftsprogramm mit einer Dental Messe, zu dem wir viele freiwillige Referenten aus unseren Hochschulen und aus den bekannten zahnmedizinischen Gesellschaften gewinnen konnten. In zwei parallel verlaufenden Vorlesungsblöcken werden im 1. Block die Schwerpunkthemen Parodontologie, Implantologie und Prothetik behandelt, während im 2. Block mit vielen verschiedenen Themen ein weiterer Einblick in die Zahnmedizin der Zukunft gegeben wird.

Nicht nur Teilnehmer aus dem Ausland, sondern auch einheimische Interessenten und Kollegen sind herzlich willkommen! Entweder zum gesamten Kongress oder auch „nur” zum Wissenschaftsprogramm am Freitag und Samstag, der für einen symbolischen Preis und mit garantierten Fortbildungspunkten sicherlich für jeden besuchenswert ist. Für mehr Informationen wird ab Anfang Februar 2004 unsere Kongress Hompage online sein. Wir freuen uns auf Euren Besuch und sagen „Bis bald in Berlin!”.

Kongress Komitee ZAD e.V.

[Freiwillige Helfer sind gern gesehen und können sich bei Taskin Tuna t.tuna@iads-congress.de melden]


Weltkongress der Zahnmedizinstudenten 9.–15. August 2004 Berlin

Im August 2004 lädt der Zahnmedizinische Austauschdienst ZAD e.V. Zahnmediziner aus der ganzen Welt zum jährlichen Weltkongress des Internationalen Verbandes der Zahnmedizinstudenten IADS. In der langen Geschichte der 1951 gegründeten International Association of Dental Students hatte Deutschland bereits die Ehre, schon 5 Kongresse zu veranstalten, der letzte jedoch 1979 vor 25 Jahren. Umso mehr eine Freude für uns, die Welt der jungen Zahnmediziner in unsere Hauptstadt Berlin zu rufen. Um die 300 Teilnehmer - hauptsächlich Zahnmedizinstudenten, aber auch viele Zahnärzte und Ehemalige – werden erwartet und aus allen Richtungen zu diesem Ereignis zusammenkommen. Während des einwöchigen Kongresses finden die verbandsinternen Versammlungen statt. Gleichzeitig wird allen Gästen ein vielseitiges und unterhaltsames Rahmenprogramm geboten, bei dem sie Berlin und Umgebung und natürlich auch sich untereinander kennen lernen. Am Freitag beginnt das zweitägige Wissenschaftsprogramm mit einer Dental Messe, zu dem wir viele freiwillige Referenten aus unseren Hochschulen und aus den bekannten zahnmedizinischen Gesellschaften gewinnen konnten. In zwei parallel verlaufenden Vorlesungsblöcken werden im 1. Block die Schwerpunkthemen Parodontologie, Implantologie und Prothetik behandelt, während im 2. Block mit vielen verschiedenen Themen ein weiterer Einblick in die Zahnmedizin der Zukunft gegeben wird.

Nicht nur Teilnehmer aus dem Ausland, sondern auch einheimische Interessenten und Kollegen sind herzlich willkommen! Entweder zum gesamten Kongress oder auch „nur” zum Wissenschaftsprogramm am Freitag und Samstag, der für einen symbolischen Preis und mit garantierten Fortbildungspunkten sicherlich für jeden besuchenswert ist. Für mehr Informationen wird ab Anfang Februar 2004 unsere Kongress Hompage online sein. Wir freuen uns auf Euren Besuch und sagen „Bis bald in Berlin!”.

Kongress Komitee ZAD e.V.

[Freiwillige Helfer sind gern gesehen und können sich bei Taskin Tuna t.tuna@iads-congress.de melden]


„5. Sondern Gott weiß, dass, welches Tages ihr davon esset, so werden eure Augen aufgetan und werdet sein wie Gott, und wissen was gut und böse ist. 6. Und das Weib schaute an, dass von dem Baum gut zu essen wäre, und lieblich anzusehen, dass es ein lustiger Baum wäre, weil er klug machte; und nahm von der Frucht, und aß, und gab ihrem Manne auch davon, und er aß. 7. Da wurden ihrer beider Augen aufgetan, und wurden gewahr, dass sie nackt waren […].[Bibel; 1. Buch Mose, 3. Kap.] Seit Anbeginn der menschlichen Geschichte, sei sie so beschrieben, oder auch nach rein wissenschaftlichen, erkenntnisbasierten Entstehungstheorien abgelaufen, funkt uns unsere kognitive Fähigkeit ständig dazwischen. Von wegen, „wissen, was gut und böse ist“, wer von uns kann dies schon von sich behaupten? Vielmehr ist es die ständige Suche nach diesem Wissen, die uns mit einer Art von Versuch und Irrtum um jedes Fünkchen `Wahrheit´ kämpfen lässt. Immerhin hieß diese Versuchung nicht Baum der Wertung, sondern einfach nur Baum der Erkenntnis und erkennen können wir moderne Menschen heutzutage viel. Aber können wir auch verstehen oder vielleicht sogar bewerten?

Raum Ein Gott ist der Mensch,

wenn er träumt, ein Bettler wenn er nachdenkt. Friedrich Hölderlin

Der Weg zur Erkenntnis

idee

In der christlich abendländischen Welt ist die Erkenntnis weiterhin oberstes Motto und angesehenes Ziel. Ob das im Rahmen der neuesten High-Tech Entwicklungen oder im Sinne der modernen medizinischen Forschung geschieht, ist dabei unwichtig. Wer viel arbeitet und lernt, wer viel Geld verdient und im Interesse der Medien steht, ist angesehen, Bei vielen Zielen handelt es sich um „bedeutende Entwicklungen“, die unbedingt WAHR genommen werden sollen und wie die schönen, lieblich anzusehenden Äpfel des Baumes konsumiert werden. Auch wenn dies für mein Verständnis die permanente Wiederholung des Sündenfalls ist, hatte diese Neugierde nach den Hintergründen der Welt in der Vergangenheit ihr Gutes. Vom ersten Moment unseres Lebens erkunden wir unsere Welt, versuchen zu verstehen und sie vorhersagbar zu machen. Dies verhalf dem Menschen zum bisherigen evolutionären Erfolg. Doch was können wir eigentlich vorhersagen? Die Wettervorhersage ist genauso treffsicher wie vor hundert Jahren, vielleicht sogar etwas weniger, weil man sich heutzutage mehr auf Computer verlässt als auf die Zeichen der Natur und des Wetters selbst. Können wir vielleicht vorhersagen, wann eine Füllung bricht oder wann sie viele Jahre hält? Und können wir wirklich vorhersagen wann eine Krankheit ausbricht und welche Symptome sie zeigen wird? Warum nicht?

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„5. Sondern Gott weiß, dass, welches Tages ihr davon esset, so werden eure Augen aufgetan und werdet sein wie Gott, und wissen was gut und böse ist. 6. Und das Weib schaute an, dass von dem Baum gut zu essen wäre, und lieblich anzusehen, dass es ein lustiger Baum wäre, weil er klug machte; und nahm von der Frucht, und aß, und gab ihrem Manne auch davon, und er aß. 7. Da wurden ihrer beider Augen aufgetan, und wurden gewahr, dass sie nackt waren […].[Bibel; 1. Buch Mose, 3. Kap.] Seit Anbeginn der menschlichen Geschichte, sei sie so beschrieben, oder auch nach rein wissenschaftlichen, erkenntnisbasierten Entstehungstheorien abgelaufen, funkt uns unsere kognitive Fähigkeit ständig dazwischen. Von wegen, „wissen, was gut und böse ist“, wer von uns kann dies schon von sich behaupten? Vielmehr ist es die ständige Suche nach diesem Wissen, die uns mit einer Art von Versuch und Irrtum um jedes Fünkchen `Wahrheit´ kämpfen lässt. Immerhin hieß diese Versuchung nicht Baum der Wertung, sondern einfach nur Baum der Erkenntnis und erkennen können wir moderne Menschen heutzutage viel. Aber können wir auch verstehen oder vielleicht sogar bewerten?

Raum Ein Gott ist der Mensch,

wenn er träumt, ein Bettler wenn er nachdenkt. Friedrich Hölderlin

Der Weg zur Erkenntnis

idee

In der christlich abendländischen Welt ist die Erkenntnis weiterhin oberstes Motto und angesehenes Ziel. Ob das im Rahmen der neuesten High-Tech Entwicklungen oder im Sinne der modernen medizinischen Forschung geschieht, ist dabei unwichtig. Wer viel arbeitet und lernt, wer viel Geld verdient und im Interesse der Medien steht, ist angesehen, Bei vielen Zielen handelt es sich um „bedeutende Entwicklungen“, die unbedingt WAHR genommen werden sollen und wie die schönen, lieblich anzusehenden Äpfel des Baumes konsumiert werden. Auch wenn dies für mein Verständnis die permanente Wiederholung des Sündenfalls ist, hatte diese Neugierde nach den Hintergründen der Welt in der Vergangenheit ihr Gutes. Vom ersten Moment unseres Lebens erkunden wir unsere Welt, versuchen zu verstehen und sie vorhersagbar zu machen. Dies verhalf dem Menschen zum bisherigen evolutionären Erfolg. Doch was können wir eigentlich vorhersagen? Die Wettervorhersage ist genauso treffsicher wie vor hundert Jahren, vielleicht sogar etwas weniger, weil man sich heutzutage mehr auf Computer verlässt als auf die Zeichen der Natur und des Wetters selbst. Können wir vielleicht vorhersagen, wann eine Füllung bricht oder wann sie viele Jahre hält? Und können wir wirklich vorhersagen wann eine Krankheit ausbricht und welche Symptome sie zeigen wird? Warum nicht?

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Was wissen wir denn eigentlich? - Das wir Menschen sind und vom Affen abstammen? Oder das Körper mit einer Masse andere anziehen? Vielleicht auch dass wir uns jetzt gerade an einem Ort, wo auch immer, auf dem Planeten Erde befinden und sich solche und jene Gegenstände und Lebewesen in unserer Umgebung befinden? Würde man eine Mücke fragen, was sie, sich im gleichen Raum befindend durch ihre Facettenaugen sieht, würde wahrscheinlich eine andere Vorstellung derselben Umgebung entstehen. Würde man einen Hund fragen, welche Geräusche und Gerüche er wahrnimmt, während man mit ihm Gassi geht, würden wir einen anderen Eindruck von unserer Alltagswelt haben. Und selbst, wenn wir Menschen dem gleichen Vortrag zu hören oder die gleichen Nachrichten schauen, werden verschiedene Gedanken und Gefühle in uns geweckt, je nachdem, welche Schlüsselreize unsere Aufmerksamkeit erregen. Und können unsere Messapparaturen und Geräte, die uns das Gefühl der Objektivierung unserer Umwelt geben, komplexe Situationen so erfassen, dass ein Wahrheitsanspruch daraus resultieren kann? Eine Studie wird in dem Moment das erste Mal beeinflusst, in dem der Untersucher entscheidet, welche Parameter das Interesse verdienen und welche nicht. Und auch auf anderer Ebene finden sich Phänomene, wo gleiche Reize (Transmitter) unterschiedliche Folgen haben. In der Physiologie versucht man dies zu umschreiben, in dem man postuliert: Der Rezeptor und nicht der Transmitter bestimme die Wirkung! Die heutige Informationsflut ist für einen Menschen allein nicht mehr erfassbar. Eine Konsequenz dessen ist die hohe Spezialisierung moderner Berufe und Arbeitsbereiche, eine andere, die fehlende Verknüpfung der verschiedenen Fach- und Wissensgebiete. Sind es vielleicht zu viele Informationen für uns alle? Wir lernen Ausschnittsdenken und begrenzen unser Gedankenpotential auf einzelne kleine Bereiche, die ihrerseits wiederum Mikrowelten eröffnen können. Jeder kann aus seinem Betätigungsfeld ganze Philosophien über das menschliche Verhalten ableiten. So werden dem einen beim Zusammenwirken von Bakterien die gleichen Grundsätze offenbar, die unserer Gesellschaft zugrunde liegen, einem anderen die persönlichen Bedürfnisse bewusst, wenn er Vögeln beim Zug in wärmere Gebiete zuschaut. Wenn man schon der Erkenntnis hinterher jagt und der Wahrheit nahe kommen möchte, warum verweilt man nicht einen Moment und wertet erstmal aus, was man schon hat? Und da der Mikrokosmos ähnlich dem Makrokosmos funktioniert, sollte man in dieser Hinsicht nicht nur im eigenen Fachgebiet forschen, sondern versuchen, die Grenzen des persönlichen Blickfeldes zu erweitern. Wenn wir jedoch als Menschheit nur einen Ausschnitt der Wahrheit kennen, wir obendrein als Einzelner nur einen Bruchteil davon erfassen können, wie können wir denken, dass unsere Vorstellung von der Wirklichkeit eine gültigere ist, als die anders denkender Menschen oder fremder Kulturen?

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Was wissen wir denn eigentlich? - Das wir Menschen sind und vom Affen abstammen? Oder das Körper mit einer Masse andere anziehen? Vielleicht auch dass wir uns jetzt gerade an einem Ort, wo auch immer, auf dem Planeten Erde befinden und sich solche und jene Gegenstände und Lebewesen in unserer Umgebung befinden? Würde man eine Mücke fragen, was sie, sich im gleichen Raum befindend durch ihre Facettenaugen sieht, würde wahrscheinlich eine andere Vorstellung derselben Umgebung entstehen. Würde man einen Hund fragen, welche Geräusche und Gerüche er wahrnimmt, während man mit ihm Gassi geht, würden wir einen anderen Eindruck von unserer Alltagswelt haben. Und selbst, wenn wir Menschen dem gleichen Vortrag zu hören oder die gleichen Nachrichten schauen, werden verschiedene Gedanken und Gefühle in uns geweckt, je nachdem, welche Schlüsselreize unsere Aufmerksamkeit erregen. Und können unsere Messapparaturen und Geräte, die uns das Gefühl der Objektivierung unserer Umwelt geben, komplexe Situationen so erfassen, dass ein Wahrheitsanspruch daraus resultieren kann? Eine Studie wird in dem Moment das erste Mal beeinflusst, in dem der Untersucher entscheidet, welche Parameter das Interesse verdienen und welche nicht. Und auch auf anderer Ebene finden sich Phänomene, wo gleiche Reize (Transmitter) unterschiedliche Folgen haben. In der Physiologie versucht man dies zu umschreiben, in dem man postuliert: Der Rezeptor und nicht der Transmitter bestimme die Wirkung! Die heutige Informationsflut ist für einen Menschen allein nicht mehr erfassbar. Eine Konsequenz dessen ist die hohe Spezialisierung moderner Berufe und Arbeitsbereiche, eine andere, die fehlende Verknüpfung der verschiedenen Fach- und Wissensgebiete. Sind es vielleicht zu viele Informationen für uns alle? Wir lernen Ausschnittsdenken und begrenzen unser Gedankenpotential auf einzelne kleine Bereiche, die ihrerseits wiederum Mikrowelten eröffnen können. Jeder kann aus seinem Betätigungsfeld ganze Philosophien über das menschliche Verhalten ableiten. So werden dem einen beim Zusammenwirken von Bakterien die gleichen Grundsätze offenbar, die unserer Gesellschaft zugrunde liegen, einem anderen die persönlichen Bedürfnisse bewusst, wenn er Vögeln beim Zug in wärmere Gebiete zuschaut. Wenn man schon der Erkenntnis hinterher jagt und der Wahrheit nahe kommen möchte, warum verweilt man nicht einen Moment und wertet erstmal aus, was man schon hat? Und da der Mikrokosmos ähnlich dem Makrokosmos funktioniert, sollte man in dieser Hinsicht nicht nur im eigenen Fachgebiet forschen, sondern versuchen, die Grenzen des persönlichen Blickfeldes zu erweitern. Wenn wir jedoch als Menschheit nur einen Ausschnitt der Wahrheit kennen, wir obendrein als Einzelner nur einen Bruchteil davon erfassen können, wie können wir denken, dass unsere Vorstellung von der Wirklichkeit eine gültigere ist, als die anders denkender Menschen oder fremder Kulturen?

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Ich verstehe bis heute nicht, wie eine Schulmedizin einen derartigen Gültigkeitsanspruch vertreten kann ohne dabei zum Beispiel (Natur)Heilkunde Verfahren zu berücksichtigen, zu unterrichten oder zu erforschen, die sich seit Jahrhunderten oder Jahrtausenden bewährt haben. Vielleicht, weil sie nicht alles heilen können? Vielleicht aber auch weil noch keine Geräte erfunden wurden, um auf dieser Ebene Untersuchungen anstellen zu können? Was wir nicht sehen, existiert nicht! Und die Erde ist doch eine Scheibe! Wir begrenzen unseren Gedankenraum selbst, weil es angenehmer ist, an scheinbar bewiesene Wahrheiten zu glauben, als zu akzeptieren, dass vielleicht doch alles anders ist als man es sich bisher vorstellte. Doch wo ist da unser Erkenntnistrieb, unsere Neugierde nach der Wahrheit? Reicht doch irgendeine Wahrheit, - Hauptsache man kann ruhig schlafen? Wenn dann doch Menschen quer denken und das „Normale“ hinterfragen, wurden sie früher und werden noch heute eher ausgeschlossen als ernst genommen: sie könnten die mühsam erarbeitete, schöne heile Welt erschüttern.

Der Weg zum Ich

Täglich durchlaufen wir verschiedenste Lebensbereiche und Räume. Von Berufsalltag über Familienleben bis zum Raum für die persönliche Entfaltung gibt es viele Bedürfnisse, die in ein Leben gepackt werden müssen. Welches hat mehr Priorität? Wie viel davon ist überhaupt selbst bestimmbar und wie viel tun wir, weil andere es von uns erwarten? Nicht selten fühlen wir uns überfordert, in einer Welt, die uns so viel Luxus und Bequemlichkeit bietet. Besonders in Städten fühlen sich viele einsam und ziellos, obwohl eine so große Ansammlung von Menschen und Betätigungsfeldern vorhanden sind. Wie geht das? Und was geschieht, wenn wir uns zu viel mit einem dieser Bereiche beschäftigen? Wir fühlen uns beengt und fordern Raum für andere Bedürfnisse und Leidenschaften. Wir wünschen uns in den Urlaub, auf einen Berg oder an das Ufer eines Meeres, um dieses Gefühl der Weite und Freiheit zu spüren und uns damit das Gefühl von Freiraum zu verschaffen. Wie gehen wir damit um, wenn einer dieser dominanten Bereiche zum Beispiel die Arbeit ist, deren Existenz überhaupt erst ein Familienleben und Hobbys ermöglicht und ihnen gleichzeitig keine Zeit dafür lässt? Warum ist Freiheit nicht das Wesentliche, das Arbeit in unserer Gesellschaft heutzutage darstellt? Warum ist die persönliche Selbstfindung nicht das propagierte Ziel der Erkenntnis? Und warum müssen wir so viel arbeiten, dass uns am Ende des Tages die Kraft fehlt, noch etwas für die anderen Lebensräume zu tun? Vielleicht sind wir durch die vielen Informationen und Wahrheiten, Möglichkeiten und Verlockungen ein wenig durcheinander gekommen und haben das eigentliche Ziel unseres Gott-Werdens aus den Augen verloren? Die Erkenntnis bleibt eine Widerspiegelung der scheinbar objektiven Realität - je nach dem wie weit unser gedanklicher Horizont und seine Realität reichen. Da der Erkenntnis eine Zielsetzung oder ein Handlungswunsch vorausgeht, wird es unser Umgang mit diesen Erkenntnissen sein, der entscheidet, ob wir unsere Umwelt beherrschen oder mit ihr leben. Vom ersten Moment unseres Lebens erkunden wir unsere Welt, versuchen zu verstehen ... - und dann hören wir auf damit, und lernen lieber alte Erkenntnisse und Wahrheiten. Neue Gedanken brauchen Raum! idee 13


Ich verstehe bis heute nicht, wie eine Schulmedizin einen derartigen Gültigkeitsanspruch vertreten kann ohne dabei zum Beispiel (Natur)Heilkunde Verfahren zu berücksichtigen, zu unterrichten oder zu erforschen, die sich seit Jahrhunderten oder Jahrtausenden bewährt haben. Vielleicht, weil sie nicht alles heilen können? Vielleicht aber auch weil noch keine Geräte erfunden wurden, um auf dieser Ebene Untersuchungen anstellen zu können? Was wir nicht sehen, existiert nicht! Und die Erde ist doch eine Scheibe! Wir begrenzen unseren Gedankenraum selbst, weil es angenehmer ist, an scheinbar bewiesene Wahrheiten zu glauben, als zu akzeptieren, dass vielleicht doch alles anders ist als man es sich bisher vorstellte. Doch wo ist da unser Erkenntnistrieb, unsere Neugierde nach der Wahrheit? Reicht doch irgendeine Wahrheit, - Hauptsache man kann ruhig schlafen? Wenn dann doch Menschen quer denken und das „Normale“ hinterfragen, wurden sie früher und werden noch heute eher ausgeschlossen als ernst genommen: sie könnten die mühsam erarbeitete, schöne heile Welt erschüttern.

Der Weg zum Ich

Täglich durchlaufen wir verschiedenste Lebensbereiche und Räume. Von Berufsalltag über Familienleben bis zum Raum für die persönliche Entfaltung gibt es viele Bedürfnisse, die in ein Leben gepackt werden müssen. Welches hat mehr Priorität? Wie viel davon ist überhaupt selbst bestimmbar und wie viel tun wir, weil andere es von uns erwarten? Nicht selten fühlen wir uns überfordert, in einer Welt, die uns so viel Luxus und Bequemlichkeit bietet. Besonders in Städten fühlen sich viele einsam und ziellos, obwohl eine so große Ansammlung von Menschen und Betätigungsfeldern vorhanden sind. Wie geht das? Und was geschieht, wenn wir uns zu viel mit einem dieser Bereiche beschäftigen? Wir fühlen uns beengt und fordern Raum für andere Bedürfnisse und Leidenschaften. Wir wünschen uns in den Urlaub, auf einen Berg oder an das Ufer eines Meeres, um dieses Gefühl der Weite und Freiheit zu spüren und uns damit das Gefühl von Freiraum zu verschaffen. Wie gehen wir damit um, wenn einer dieser dominanten Bereiche zum Beispiel die Arbeit ist, deren Existenz überhaupt erst ein Familienleben und Hobbys ermöglicht und ihnen gleichzeitig keine Zeit dafür lässt? Warum ist Freiheit nicht das Wesentliche, das Arbeit in unserer Gesellschaft heutzutage darstellt? Warum ist die persönliche Selbstfindung nicht das propagierte Ziel der Erkenntnis? Und warum müssen wir so viel arbeiten, dass uns am Ende des Tages die Kraft fehlt, noch etwas für die anderen Lebensräume zu tun? Vielleicht sind wir durch die vielen Informationen und Wahrheiten, Möglichkeiten und Verlockungen ein wenig durcheinander gekommen und haben das eigentliche Ziel unseres Gott-Werdens aus den Augen verloren? Die Erkenntnis bleibt eine Widerspiegelung der scheinbar objektiven Realität - je nach dem wie weit unser gedanklicher Horizont und seine Realität reichen. Da der Erkenntnis eine Zielsetzung oder ein Handlungswunsch vorausgeht, wird es unser Umgang mit diesen Erkenntnissen sein, der entscheidet, ob wir unsere Umwelt beherrschen oder mit ihr leben. Vom ersten Moment unseres Lebens erkunden wir unsere Welt, versuchen zu verstehen ... - und dann hören wir auf damit, und lernen lieber alte Erkenntnisse und Wahrheiten. Neue Gedanken brauchen Raum! idee 13


Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.

Antoine de Saint-Exupéry


Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.

Antoine de Saint-Exupéry


un-p

9 Leben hat die Katze - und was kommt danach?

hast Du dir selbst rtlich! Diese Arbeit t du selbst verantwo , wenn man in unserem Studiengang bis g ilun nte tei Zei Für deine man gesagt d ähnliches bekommt aufgehalst! Dieses un STOP! em er Ab et. eit arb ft hri er Vorlesung, bei jed parallel an einer Zeitsc keinem auf? In jed d st un son des das ßen lt sto Fäl Ab nicht? , Provozierendes, Seht ihr das denn de sehe ich Kurioses fragt: Warum? Wieso? Was steckt län Ge das er üb Spaziergang n Kopf und zwängt sich in meine Schönes zugleich. Es es dann immer noch besprechen und wenn einfach um diesen dahinter? ch mi ich ss mu zt, art rei Schon Wenn mich etwas der geschrieben werden. vergessen. pf raus ist, muss es auf chen und sie nicht zu pre zus aus t nicht aus meinem Ko lau sie ng. Und en, itu geb rbe zu era m nsv Rau atio hr me Gedanken etwas hrnehmung und Inform sondern auch von uns Wa ne sei ist hen nsc nicht nur voneinander Das Besondere am Me en wir uns gleichzeitig eben darin unterscheid kann nicht Zeit). gen unplaqued´s. Ich selbst (im Verlauf der eure und ihre jeweili Ausmaße akt ser Red die i ft dre hri n tsc ige So auch die bisher , wenn man eine Zei mt m hatte kom Rau aus en her ein ei n dab dazugekommen. De aufzählen, was alles ues Ne e e Tür ng hst me näc Un e die l ist ein , da hatte man schon macht, aber jedes Ma sich halbwegs sicher lte füh , det un erk man gerade kelt ist. jekt nie fertig entwic gefunden. rum ein solches Pro ergibt wa üb , d nd un Gru zt nar der h Zah Und eben dies ist auc Jahren ist der aktuelle Redakteur fertiger Augen und stoßen n r ere paa and ein t h mi lt nac s We Spätesten se sehen die ung und neuen Studenten. Die antiert Weiterentwickl die Zeitschrift wieder e Wahrnehmung gar lich ied sch ter un Die . lt! auf neue Probleme gestalte Deine Umwe idee den un-p Raum und Verbesserung. Nimm 17


un-p

9 Leben hat die Katze - und was kommt danach?

hast Du dir selbst rtlich! Diese Arbeit t du selbst verantwo , wenn man in unserem Studiengang bis g ilun nte tei Zei Für deine man gesagt d ähnliches bekommt aufgehalst! Dieses un STOP! em er Ab et. eit arb ft hri er Vorlesung, bei jed parallel an einer Zeitsc keinem auf? In jed d st un son des das ßen lt sto Fäl Ab nicht? , Provozierendes, Seht ihr das denn de sehe ich Kurioses fragt: Warum? Wieso? Was steckt län Ge das er üb Spaziergang n Kopf und zwängt sich in meine Schönes zugleich. Es es dann immer noch besprechen und wenn einfach um diesen dahinter? ch mi ich ss mu zt, art rei Schon Wenn mich etwas der geschrieben werden. vergessen. pf raus ist, muss es auf chen und sie nicht zu pre zus aus t nicht aus meinem Ko lau sie ng. Und en, itu geb rbe zu era m nsv Rau atio hr me Gedanken etwas hrnehmung und Inform sondern auch von uns Wa ne sei ist hen nsc nicht nur voneinander Das Besondere am Me en wir uns gleichzeitig eben darin unterscheid kann nicht Zeit). gen unplaqued´s. Ich selbst (im Verlauf der eure und ihre jeweili Ausmaße akt ser Red die i ft dre hri n tsc ige So auch die bisher , wenn man eine Zei mt m hatte kom Rau aus en her ein ei n dab dazugekommen. De aufzählen, was alles ues Ne e e Tür ng hst me näc Un e die l ist ein , da hatte man schon macht, aber jedes Ma sich halbwegs sicher lte füh , det un erk man gerade kelt ist. jekt nie fertig entwic gefunden. rum ein solches Pro ergibt wa üb , d nd un Gru zt nar der h Zah Und eben dies ist auc Jahren ist der aktuelle Redakteur fertiger Augen und stoßen n r ere paa and ein t h mi lt nac s We Spätesten se sehen die ung und neuen Studenten. Die antiert Weiterentwickl die Zeitschrift wieder e Wahrnehmung gar lich ied sch ter un Die . lt! auf neue Probleme gestalte Deine Umwe idee den un-p Raum und Verbesserung. Nimm 17


en

ier z i n u

nn a k n

Ma

h

nic t h c i

n

mm t ko

Wenn ich an die Fachschaft und an die unplaqued denke, könnte ich eigentlich jedes Mal wieder einen Artikel darüber schreiben, was Fachschaftsarbeit bedeutet. Wenn man 6 Jahre lang in der Fachschaft tätig ist, begegnet man vielen Menschen und ist, zumindest vom Hörensagen, den meisten Menschen in der Zahnklinik irgendwie bekannt. Da kann es dann schon mal passieren, dass man nicht einfach durch die Klinik laufen kann, ohne mehrfach von Studenten auf Fragen oder Probleme angesprochen zu werden. Offensichtlich sind Problemfälle also wirklich existent, obwohl sie normalerweise nur selten als solche unseren Fachschaftsraum erreichen. Aufgrund dessen möchte ich immer wieder einen Artikel über Fachschaftsarbeit schreiben – auch wenn man einfach eine alte Ausgabe nehmen, und eben das noch mal nachlesen könnte. Diesmal möchte ich darüber schreiben, was ich nach sechs Jahren über Fachschaftsarbeit denke, wie es mir ergangen ist, und was für mich persönlich dabei herausgekommen ist. Für mich war die Fachschaftsarbeit einer der größten Glücksumstände meines Lebens. Bis zum Beginn des Studiums stand ich meiner Umwelt zwar schon kritisch gegenüber, ließ dem aber kaum Konsequenzen und Handlungen folgen, um eventuelle Missstände zu verändern. Woher kam dann plötzlich dieses Bedürfnis, mich einzumischen? Als ich noch zur Schule ging, waren wir in den Klassen alle irgendwie zusammen gewürfelt, waren alle minderjährig und hatten das ewig gleiche Spiel „Schule“ ja seit dem sechsten oder siebten Lebensjahr erlebt und erleiden gelernt. Dass hier nicht viel Wert auf Individualität gelegt wurde und es keinen Lehrplan gab, der allen gerecht werden konnte, hatte man bereits akzeptiert, und so wurde spätestens in der SEK II langsam der Wunsch laut, endlich mit Menschen zusammen zu kommen, die keinen Ekel dabei empfanden, anderen Menschen im Mund herum zu fummeln. >> 18

die Fachschaft


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Wenn ich an die Fachschaft und an die unplaqued denke, könnte ich eigentlich jedes Mal wieder einen Artikel darüber schreiben, was Fachschaftsarbeit bedeutet. Wenn man 6 Jahre lang in der Fachschaft tätig ist, begegnet man vielen Menschen und ist, zumindest vom Hörensagen, den meisten Menschen in der Zahnklinik irgendwie bekannt. Da kann es dann schon mal passieren, dass man nicht einfach durch die Klinik laufen kann, ohne mehrfach von Studenten auf Fragen oder Probleme angesprochen zu werden. Offensichtlich sind Problemfälle also wirklich existent, obwohl sie normalerweise nur selten als solche unseren Fachschaftsraum erreichen. Aufgrund dessen möchte ich immer wieder einen Artikel über Fachschaftsarbeit schreiben – auch wenn man einfach eine alte Ausgabe nehmen, und eben das noch mal nachlesen könnte. Diesmal möchte ich darüber schreiben, was ich nach sechs Jahren über Fachschaftsarbeit denke, wie es mir ergangen ist, und was für mich persönlich dabei herausgekommen ist. Für mich war die Fachschaftsarbeit einer der größten Glücksumstände meines Lebens. Bis zum Beginn des Studiums stand ich meiner Umwelt zwar schon kritisch gegenüber, ließ dem aber kaum Konsequenzen und Handlungen folgen, um eventuelle Missstände zu verändern. Woher kam dann plötzlich dieses Bedürfnis, mich einzumischen? Als ich noch zur Schule ging, waren wir in den Klassen alle irgendwie zusammen gewürfelt, waren alle minderjährig und hatten das ewig gleiche Spiel „Schule“ ja seit dem sechsten oder siebten Lebensjahr erlebt und erleiden gelernt. Dass hier nicht viel Wert auf Individualität gelegt wurde und es keinen Lehrplan gab, der allen gerecht werden konnte, hatte man bereits akzeptiert, und so wurde spätestens in der SEK II langsam der Wunsch laut, endlich mit Menschen zusammen zu kommen, die keinen Ekel dabei empfanden, anderen Menschen im Mund herum zu fummeln. >> 18

die Fachschaft


die Fachschaft

Frag nicht, was deine Universität für dich machen kann, frag dich, was du für deine Uni tun kannst!

Gleichzeitig erwuchs eine Erwartung, mit der Universität einen Ort finden zu können, an dem Lernen und Denken aktiv gefördert werden würde. Ich dachte, an der Universität würde man sich darüber freuen, dass sich eine Zahl von Studenten dafür entschieden hatte, das Wissen, die Verantwortung und den Stress dieses Berufes erlernen zu wollen. Stattdessen kamen wir an einen Ort, bei dem Fähigkeiten von uns verlangt wurden, die keinem (abgesehen von Zahntechnikern in Ihrer Ausbildung) vorher beigebracht wurden. Learning by doing war das harte Motto der Vorklinik, denn leider hatte uns niemand vorher gesagt, dass sich der Lehrkörper am liebsten ausgebildete Zahntechniker als Studenten wünscht. Wir kamen an einen Ort, an dem wir losen mussten, weil nicht genügend Ausbildungsplätze vorhanden waren, und an dem man uns sehr deutlich zu verstehen gab, dass wir nur Nummern in einer Masse von Studenten sind, die hier schon seit Jahren das Studium auf die gleiche Weise durchlaufen. Man kam aus einer heilen Welt und wurde plötzlich unter gewissen psychischen Stress gesetzt. Diese Enttäuschung suchte sich ein Ventil und fand es im Schornstein der Zahnklinik Mitte, dem Turmzimmer. Und wie es dann so ist, trifft man manchmal die richtigen Leute zum richtigen Zeitpunkt. Mit meinem ersten Besuch im Turmzimmer begann ein Lernprozess, der mit Sicherheit nicht mit dem Staatsexamen aufhört. 20

Was mir damals bewusst wurde, war, dass eine Universität grundsätzlich für die Ausbildung von Studenten und nicht primär für Forschung, Karriereleitern und Selbstprofilierung existiert. Doch einfach sollte es nicht werden, die verantwortlichen Damen und Herren in ihren sicheren Positionen und starren Ansichten zu erschüttern. Unterstützung und Verständnis fand man eher eine Befehlsebene weiter unten. Bei Oberärzten und Kursleitern, die, selbst noch im eigentlichen „Unialltag“ stehen und sehr wohl auf die Probleme in der Ausbildung aufmerksam werden, existieren sogar praktische Konzepte für Veränderungen. Oftmals scheitern diese allerdings am eigenen abteilungsleitenden Professor. Leidlich ist zu sehen, dass auch nach sechs und mehr Jahren friedlicher und konstruktiver Fachschaftsarbeit viele Menschen Angst vor Veränderungen und Mitbestimmung durch Studenten haben. Forderungen, wie die nach Eindeutigkeit und Vergleichbarkeit der Testatvergabe in der Vorklinik oder die Bildung eines Ausbildungsgremiums, prallen seit Jahren an einer Mauer des Schweigens ab.

Dennoch hat sich das Mühlrad ein wenig bewegt und der Druck seine Wirkung gezeigt. Die aus den Kursen gelosten Studenten konnten in Abendkursen weiterstudieren und seit dem ArtikulatorVorfall wurden wir im Gegensatz zu anderen Universitäten von weiteren „Zuzahlungen“ verschont. Mittlerweile gibt es ein Studierzimmer für Studenten, über die Fachschaft organisierte Vorlesungen, ZAD Vorträge und natürlich regelmäßig Partys. Ob es sich dafür gelohnt hat? Wenn nicht dafür, dann, für die Möglichkeit, seine Meinung frei äußern zu können, seinen Gedanken Raum und Gehör zu verschaffen und dabei argumentativ oft besser da zu stehen als der Lehrkörper. Und das gibt nicht nur das gute Gefühl, etwas verändern zu können, sondern schützt gleichzeitig vor Depressionen. „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ lautet eines der Wazlawickschen Axiome. Das heißt, auf irgendeine Weise verteilen wir unseren Frust und Ärger so oder so an andere und uns selbst. Und warum dann nicht gleich die Gedanken in Worte verpacken und diejenigen damit konfrontieren, die verantwortlich sind? idee


die Fachschaft

Frag nicht, was deine Universität für dich machen kann, frag dich, was du für deine Uni tun kannst!

Gleichzeitig erwuchs eine Erwartung, mit der Universität einen Ort finden zu können, an dem Lernen und Denken aktiv gefördert werden würde. Ich dachte, an der Universität würde man sich darüber freuen, dass sich eine Zahl von Studenten dafür entschieden hatte, das Wissen, die Verantwortung und den Stress dieses Berufes erlernen zu wollen. Stattdessen kamen wir an einen Ort, bei dem Fähigkeiten von uns verlangt wurden, die keinem (abgesehen von Zahntechnikern in Ihrer Ausbildung) vorher beigebracht wurden. Learning by doing war das harte Motto der Vorklinik, denn leider hatte uns niemand vorher gesagt, dass sich der Lehrkörper am liebsten ausgebildete Zahntechniker als Studenten wünscht. Wir kamen an einen Ort, an dem wir losen mussten, weil nicht genügend Ausbildungsplätze vorhanden waren, und an dem man uns sehr deutlich zu verstehen gab, dass wir nur Nummern in einer Masse von Studenten sind, die hier schon seit Jahren das Studium auf die gleiche Weise durchlaufen. Man kam aus einer heilen Welt und wurde plötzlich unter gewissen psychischen Stress gesetzt. Diese Enttäuschung suchte sich ein Ventil und fand es im Schornstein der Zahnklinik Mitte, dem Turmzimmer. Und wie es dann so ist, trifft man manchmal die richtigen Leute zum richtigen Zeitpunkt. Mit meinem ersten Besuch im Turmzimmer begann ein Lernprozess, der mit Sicherheit nicht mit dem Staatsexamen aufhört. 20

Was mir damals bewusst wurde, war, dass eine Universität grundsätzlich für die Ausbildung von Studenten und nicht primär für Forschung, Karriereleitern und Selbstprofilierung existiert. Doch einfach sollte es nicht werden, die verantwortlichen Damen und Herren in ihren sicheren Positionen und starren Ansichten zu erschüttern. Unterstützung und Verständnis fand man eher eine Befehlsebene weiter unten. Bei Oberärzten und Kursleitern, die, selbst noch im eigentlichen „Unialltag“ stehen und sehr wohl auf die Probleme in der Ausbildung aufmerksam werden, existieren sogar praktische Konzepte für Veränderungen. Oftmals scheitern diese allerdings am eigenen abteilungsleitenden Professor. Leidlich ist zu sehen, dass auch nach sechs und mehr Jahren friedlicher und konstruktiver Fachschaftsarbeit viele Menschen Angst vor Veränderungen und Mitbestimmung durch Studenten haben. Forderungen, wie die nach Eindeutigkeit und Vergleichbarkeit der Testatvergabe in der Vorklinik oder die Bildung eines Ausbildungsgremiums, prallen seit Jahren an einer Mauer des Schweigens ab.

Dennoch hat sich das Mühlrad ein wenig bewegt und der Druck seine Wirkung gezeigt. Die aus den Kursen gelosten Studenten konnten in Abendkursen weiterstudieren und seit dem ArtikulatorVorfall wurden wir im Gegensatz zu anderen Universitäten von weiteren „Zuzahlungen“ verschont. Mittlerweile gibt es ein Studierzimmer für Studenten, über die Fachschaft organisierte Vorlesungen, ZAD Vorträge und natürlich regelmäßig Partys. Ob es sich dafür gelohnt hat? Wenn nicht dafür, dann, für die Möglichkeit, seine Meinung frei äußern zu können, seinen Gedanken Raum und Gehör zu verschaffen und dabei argumentativ oft besser da zu stehen als der Lehrkörper. Und das gibt nicht nur das gute Gefühl, etwas verändern zu können, sondern schützt gleichzeitig vor Depressionen. „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ lautet eines der Wazlawickschen Axiome. Das heißt, auf irgendeine Weise verteilen wir unseren Frust und Ärger so oder so an andere und uns selbst. Und warum dann nicht gleich die Gedanken in Worte verpacken und diejenigen damit konfrontieren, die verantwortlich sind? idee


Thema: Verbandslehre

Was bringt der FVDZ dir als Student?

Verband; Def.: (engl.) bandage, der, hält zusammen, Stabilisator tragender Strukturen; therap. und prophylakt. Mittel, zu äußerlichen Applikation von Wirkstoffen genutztes Material Als einziger bundesweit flächendeckend organisierter zahnärztlicher Berufsverband kämpft der Freie Verband deutscher Zahnärzte für die Interessen unseres Berufsstandes. Mit 23.000 Mitgliedern ist der FVDZ der größte zahnärztliche Berufsverband und repräsentiert somit die politische Meinung der deutschen Zahnärzte. Dabei geht es um die Sicherstellung der freien Ausübung unseres zukünftigen Berufes, was bei Budgetierung, Gewerbesteuer, Praxisgebühr, Vertragsdiktate durch Krankenkassen nicht gerade leicht gemacht wird. Im Interesse von Zahnärzten und Patienten steht der FVDZ für die zahnärztliche Therapiefreiheit ein und dafür, dass moderne zahnärztliche Methoden allen Patienten offen stehen. Eine Förderung der Prophylaxe und Eigenverantwortung gehören dabei ebenso ins Konzept wie ein System der Kostenerstattung mit Festzuschüssen an Stelle von Budgetzwangsjacken und Vertragsdiktate der Krankenkassen.

Er gibt dir ein Haufen konkrete Hilfen während des Studiums. Monatlich bezieht man die Verbandszeitschrift „Der Freie Zahnarzt“, in der über standespolitische und auch fachbezogene Themen berichtet wird, dazu 2 mal im Monat eine Studentenmail mit universitätsbezogenen Informationen. Außerdem gibt es erhebliche Vergünstigungen bei Leihwagen (z.B. für Umzug), Kreditkarten, Studienfinanzierungs modellen in Kooperation mit der APO-Bank, Handys, Fachbücher und ein kostenloses Sicherheitspaket mit Berufs- und Privatha ftpflichtversicherung bis 2 Jahre nach der Approbation. Desweiteren erhält man 16% Ermäßigung bei Depots der Dental-Union und etliches mehr. Mit Hilfe des Freien Verbandes kann die Fachschaft Praxis-Famulaturen organisieren. Diese werden in Praxen niedergelassener Zahnärzte absolviert und geben die Möglichkeit, in den zu erwartenden Alltag reinzuschnuppern. Bei Interesse meldet euch einfach in der Fachschaft. Seit einiger Zeit kümmert sich Thomas Walber als speziell eingesetzter StudentenBeauftragter um den universitären Nachwuchs. Dabei bietet er für kleines Geld (1,50€/ Monat, statt 27 € Mitgliedsbeitrag) genau die gleichen Service-Leistungen an wie für den praktizierenden Zahnarzt auch. Nicht zuletzt ist der Freie Verband einer der treuesten Helfer bei unseren Sommerpartys, Erstsemester-Einführungen u.v.m.. Fachschaft


Thema: Verbandslehre

Was bringt der FVDZ dir als Student?

Verband; Def.: (engl.) bandage, der, hält zusammen, Stabilisator tragender Strukturen; therap. und prophylakt. Mittel, zu äußerlichen Applikation von Wirkstoffen genutztes Material Als einziger bundesweit flächendeckend organisierter zahnärztlicher Berufsverband kämpft der Freie Verband deutscher Zahnärzte für die Interessen unseres Berufsstandes. Mit 23.000 Mitgliedern ist der FVDZ der größte zahnärztliche Berufsverband und repräsentiert somit die politische Meinung der deutschen Zahnärzte. Dabei geht es um die Sicherstellung der freien Ausübung unseres zukünftigen Berufes, was bei Budgetierung, Gewerbesteuer, Praxisgebühr, Vertragsdiktate durch Krankenkassen nicht gerade leicht gemacht wird. Im Interesse von Zahnärzten und Patienten steht der FVDZ für die zahnärztliche Therapiefreiheit ein und dafür, dass moderne zahnärztliche Methoden allen Patienten offen stehen. Eine Förderung der Prophylaxe und Eigenverantwortung gehören dabei ebenso ins Konzept wie ein System der Kostenerstattung mit Festzuschüssen an Stelle von Budgetzwangsjacken und Vertragsdiktate der Krankenkassen.

Er gibt dir ein Haufen konkrete Hilfen während des Studiums. Monatlich bezieht man die Verbandszeitschrift „Der Freie Zahnarzt“, in der über standespolitische und auch fachbezogene Themen berichtet wird, dazu 2 mal im Monat eine Studentenmail mit universitätsbezogenen Informationen. Außerdem gibt es erhebliche Vergünstigungen bei Leihwagen (z.B. für Umzug), Kreditkarten, Studienfinanzierungs modellen in Kooperation mit der APO-Bank, Handys, Fachbücher und ein kostenloses Sicherheitspaket mit Berufs- und Privatha ftpflichtversicherung bis 2 Jahre nach der Approbation. Desweiteren erhält man 16% Ermäßigung bei Depots der Dental-Union und etliches mehr. Mit Hilfe des Freien Verbandes kann die Fachschaft Praxis-Famulaturen organisieren. Diese werden in Praxen niedergelassener Zahnärzte absolviert und geben die Möglichkeit, in den zu erwartenden Alltag reinzuschnuppern. Bei Interesse meldet euch einfach in der Fachschaft. Seit einiger Zeit kümmert sich Thomas Walber als speziell eingesetzter StudentenBeauftragter um den universitären Nachwuchs. Dabei bietet er für kleines Geld (1,50€/ Monat, statt 27 € Mitgliedsbeitrag) genau die gleichen Service-Leistungen an wie für den praktizierenden Zahnarzt auch. Nicht zuletzt ist der Freie Verband einer der treuesten Helfer bei unseren Sommerpartys, Erstsemester-Einführungen u.v.m.. Fachschaft


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deo studeo st o studeo udeo studeo studeo studeo st u d e o studeo studeo stude o studeo stud studeo studeo eo studeo studeo studeo studeo studeo studeo stude o studeo stud studeo eo studeo stu studeo studeo d e o studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo stude studeo studeo o studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo stude o studeo stud studeo stude eo studeo o studeo stu deo studeo st studeo stude u d eo studeo o studeo stud eo studeo stu studeo stude deo studeo o studeo stu deo studeo st studeo stude u deo studeo o studeo stu deo studeo studeo stude st udeo studeo o studeo stu deo studeo studeo stude studeo stude o studeo stu o deo studeo st studeo stude udeo studeo o studeo st udeo studeo studeo stude studeo stude o studeo stu o deo studeo studeo stude studeo stude o studeo stu o deo studeo studeo stude studeo stud o studeo stu eo deo studeo studeo stude studeo stude o studeo stu o deo studeo studeo stude studeo stude o studeo st o udeo studeo studeo stude studeo stude o studeo st o udeo studeo studeo stud studeo stude eo studeo st o udeo studeo studeo studeo studeo stude studeo studeo o studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo stude o studeo stu studeo studeo deo studeo st studeo stude u d eo studeo stu o studeo stud deo eo studeo stu studeo stude deo studeo o studeo stud studeo eo studeo st studeo stude udeo studeo o studeo stu studeo deo studeo studeo stude studeo stude o studeo stu o studeo deo stude stude

Nach langem Ri ngen wurde in der Zahnklinik ein erstes prov Nord isorisches Studier zimmer eingeric (Raum 0.19). Ab htet er wozu kann man diesen ne Studierraum nutze uen n und welche en dgültige Lösung dieses (Langzeit?!) soll Provisorium ablö sen? „studere, Her r Kollege! Sich um sich wissenscha etwas bemühen, ftlich beschäftige n!“ Wer kennt diesen oder äh nicht nlichen freundl ich gemeinten der gern augenz Hinweis, winkernd von Do zenten dem fra dreinschauenden gend Studenten entgeg engeworfen wird Vielen Dank au . -Ja.

ch.-

Was bleibt einem da schon übrig. Sic h mit innerlich ge Faust umzudreh ballter en, ein möglichs t vollmundiges Sc murmelnd an se himpfwort inen Platz zurück zukehren und sc einen Komillitone hlußendlich n zu fragen (,den n komischerweis Frage noch imm e ist die er nicht beantw ortet) war bisher aufsehenerregend schon die este Reaktion. Doch wer dieses Studium in den letzten Jahren du durchlitten hat, rchlebt oder weiß, wie wenig Raum sich bietet Das ständige Weh . Freiraum. klagen über die wenige verbleiben beiseite gelassen, de Zeit mal fand sich in der Zahnklinik bisher keine Örtlichkeit, tatsächlich wohin sich zurück ziehen konnte we wollte. Sich endl r arbeiten ich mal an die Ep ikrise setzen, ku lesen. Aus der No rz noch etwas t heraus entstan d die Idee, der W Raum dafür zu ha unsch, einen ben, einen Arbe itsbereich

studeo__


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deo studeo st o studeo udeo studeo studeo studeo st u d e o studeo studeo stude o studeo stud studeo studeo eo studeo studeo studeo studeo studeo studeo stude o studeo stud studeo eo studeo stu studeo studeo d e o studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo stude studeo studeo o studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo stude o studeo stud studeo stude eo studeo o studeo stu deo studeo st studeo stude u d eo studeo o studeo stud eo studeo stu studeo stude deo studeo o studeo stu deo studeo st studeo stude u deo studeo o studeo stu deo studeo studeo stude st udeo studeo o studeo stu deo studeo studeo stude studeo stude o studeo stu o deo studeo st studeo stude udeo studeo o studeo st udeo studeo studeo stude studeo stude o studeo stu o deo studeo studeo stude studeo stude o studeo stu o deo studeo studeo stude studeo stud o studeo stu eo deo studeo studeo stude studeo stude o studeo stu o deo studeo studeo stude studeo stude o studeo st o udeo studeo studeo stude studeo stude o studeo st o udeo studeo studeo stud studeo stude eo studeo st o udeo studeo studeo studeo studeo stude studeo studeo o studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo studeo stude o studeo stu studeo studeo deo studeo st studeo stude u d eo studeo stu o studeo stud deo eo studeo stu studeo stude deo studeo o studeo stud studeo eo studeo st studeo stude udeo studeo o studeo stu studeo deo studeo studeo stude studeo stude o studeo stu o studeo deo stude stude

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ch.-

Was bleibt einem da schon übrig. Sic h mit innerlich ge Faust umzudreh ballter en, ein möglichs t vollmundiges Sc murmelnd an se himpfwort inen Platz zurück zukehren und sc einen Komillitone hlußendlich n zu fragen (,den n komischerweis Frage noch imm e ist die er nicht beantw ortet) war bisher aufsehenerregend schon die este Reaktion. Doch wer dieses Studium in den letzten Jahren du durchlitten hat, rchlebt oder weiß, wie wenig Raum sich bietet Das ständige Weh . Freiraum. klagen über die wenige verbleiben beiseite gelassen, de Zeit mal fand sich in der Zahnklinik bisher keine Örtlichkeit, tatsächlich wohin sich zurück ziehen konnte we wollte. Sich endl r arbeiten ich mal an die Ep ikrise setzen, ku lesen. Aus der No rz noch etwas t heraus entstan d die Idee, der W Raum dafür zu ha unsch, einen ben, einen Arbe itsbereich

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studierzimmer

Doch braucht ein Student heute mehr als nur ein Buch, um glücklich zu sein – Computer sollten her. Eine kleine Recherche bei PubMed, die Vorbereitung einer Famulatur. Ohne das Internet als silbersprudelndem Quell wertvoller Informationen fast undenkbar. Wie geht denn das? Fragt sich manch einer unbedarft und lässt dieses Buch mit sieben Siegeln lieber links liegen. Geht ja auch ohne. Schlimmstenfalls findet sich schon jemand, der das für mich machen kann, oder? Es gilt also Grenzen zu überschreiten, denn nur wer einen Computer hat, kann ihn auch benutzen -zumindest theoretisch. Außerdem gestaltet sich eine Internetrecherche mit einem Computer allein recht schwierig. Der Gedanke an das im Minutentakt abrechnende Modem verdirbt so manchem die Lust an der ausgiebigen Schmökerei bei PubMed. Einen Teil dieser Hürden versuchen wir mit dem Studierzimmer abzubauen. Neben einer kleinen Auswahl an Literatur steht dem USER auch das WorldWideWeb in seiner vollen Blüte zur Verfügung. Schon kurz nach dem einloggen signalisiert das dezente Kratzen der Festplatte Kooperationswilligkeit und wenige Augenblicke später erscheint das umwerfend gestaltete Desktop auf dem Bildschirm. Na nu? Der Anblick scheint zwar vertraut, doch irgendwie ist alles ein wenig anders. Wie geht denn das?! Jahaaa, willkommen in der Welt von Linux.

login

26

Da wir von Seiten der Universität eher moralisch in unserem Vorhaben unterstützt wurden, standen für die Einrichtung dieses Raumes genau Null Penunsen zur Verfügung. Die Computer und die Literatur verdanken wir großzügigen Spendern, bei der Software entschieden wir uns für Open Source Programme. Hier steht eine Fülle von Programmen ganz legal kostenlos zur Verfügung. Der Erstellung von Texten, Tabellen und Präsentationen steht somit nichts mehr im Wege. Lediglich im Detail unterscheiden sich diese Programme von ihren kommerziellen Konkurrenten, was man nach einer kurzen Gewöhnungsphase aber mit Sicherheit überwunden hat. Viel Spaß.

Fällt nun bei der Arbeit die ein oder andere Datei an, derer man sich auch später nochmals bedienen möchte, kann diese auf einer zentralen Userfestplatte abgespeichert werden. Es ist also egal, an welchem Computer man sitzt. Die gespeicherten Dateien sind von jedem Arbeitsplatz aus abrufbar, für jeden. Deshalb sollte Vorsicht walten lassen, wer sensible Daten speichert. Zwar kann man seine Dateien mit Passwort bedingt vor andrerleuts Augen schützen, doch sollte jedem klar sein, dass diese Rechner nicht der richtige Ort für die einzige Kopie einer fast fertigen Dissertation sind. Kurzum: Es gibt keine Garantie für die Sicherheit der gespeicherten Daten. Ebenso wenig empfiehlt es sich Passwörter oder besser noch, Kreditkartennummern, zu speichern. Alle Risikobereitschaft in Ehren, dies ist der falsche Ort dafür.


studierzimmer

Doch braucht ein Student heute mehr als nur ein Buch, um glücklich zu sein – Computer sollten her. Eine kleine Recherche bei PubMed, die Vorbereitung einer Famulatur. Ohne das Internet als silbersprudelndem Quell wertvoller Informationen fast undenkbar. Wie geht denn das? Fragt sich manch einer unbedarft und lässt dieses Buch mit sieben Siegeln lieber links liegen. Geht ja auch ohne. Schlimmstenfalls findet sich schon jemand, der das für mich machen kann, oder? Es gilt also Grenzen zu überschreiten, denn nur wer einen Computer hat, kann ihn auch benutzen -zumindest theoretisch. Außerdem gestaltet sich eine Internetrecherche mit einem Computer allein recht schwierig. Der Gedanke an das im Minutentakt abrechnende Modem verdirbt so manchem die Lust an der ausgiebigen Schmökerei bei PubMed. Einen Teil dieser Hürden versuchen wir mit dem Studierzimmer abzubauen. Neben einer kleinen Auswahl an Literatur steht dem USER auch das WorldWideWeb in seiner vollen Blüte zur Verfügung. Schon kurz nach dem einloggen signalisiert das dezente Kratzen der Festplatte Kooperationswilligkeit und wenige Augenblicke später erscheint das umwerfend gestaltete Desktop auf dem Bildschirm. Na nu? Der Anblick scheint zwar vertraut, doch irgendwie ist alles ein wenig anders. Wie geht denn das?! Jahaaa, willkommen in der Welt von Linux.

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26

Da wir von Seiten der Universität eher moralisch in unserem Vorhaben unterstützt wurden, standen für die Einrichtung dieses Raumes genau Null Penunsen zur Verfügung. Die Computer und die Literatur verdanken wir großzügigen Spendern, bei der Software entschieden wir uns für Open Source Programme. Hier steht eine Fülle von Programmen ganz legal kostenlos zur Verfügung. Der Erstellung von Texten, Tabellen und Präsentationen steht somit nichts mehr im Wege. Lediglich im Detail unterscheiden sich diese Programme von ihren kommerziellen Konkurrenten, was man nach einer kurzen Gewöhnungsphase aber mit Sicherheit überwunden hat. Viel Spaß.

Fällt nun bei der Arbeit die ein oder andere Datei an, derer man sich auch später nochmals bedienen möchte, kann diese auf einer zentralen Userfestplatte abgespeichert werden. Es ist also egal, an welchem Computer man sitzt. Die gespeicherten Dateien sind von jedem Arbeitsplatz aus abrufbar, für jeden. Deshalb sollte Vorsicht walten lassen, wer sensible Daten speichert. Zwar kann man seine Dateien mit Passwort bedingt vor andrerleuts Augen schützen, doch sollte jedem klar sein, dass diese Rechner nicht der richtige Ort für die einzige Kopie einer fast fertigen Dissertation sind. Kurzum: Es gibt keine Garantie für die Sicherheit der gespeicherten Daten. Ebenso wenig empfiehlt es sich Passwörter oder besser noch, Kreditkartennummern, zu speichern. Alle Risikobereitschaft in Ehren, dies ist der falsche Ort dafür.


studierzimmer

special thanx to: Mr Prezdiak+Mr. Bartels [network] Sasch+Benny [linuchse] Mr. X [hardwarez] Mr. Datta [try-and-error-Antragsteller] Um der Datenflut Einhalt zu gebieten, werden zwei Wochen nach jedem Semesterende alle Daten von der Userfestplatte gelöscht. Sollte man an bestimmten Daten ganz besonders hängen, kann man sich die in der Fachschaft auf CD brennen lassen. Der Rest wird unwiederbringlich gelöscht. Lässt man den Blick weiter durch den Raum schweifen, fällt dem geschulten Auge ein weiteres Meisterstück der Elektrotechnik auf. HP 500 nennt sich dieses mausgraue Machwerk. Wer artverwandte Geräte kennt, weiß aus leidvoller Erfahrung, dass einem an genau diesem Schwachpunkt gern mal der Dienst versagt wird. („Puh, gerade noch so fertig geworden. Jetzt nur noch schnell ausdrucken und dann aber nix wie zum Seminar“). Die Worte „schnell“ und „ausdrucken“ bieten das Potential großer Enttäuschungen und unüberwindbar scheinender Lebenskrisen. Um rituellem Suizid oder schlichtweg Vandalismus vorzubeugen, sei es an dieser Stelle deutlich gesagt. DER DRUCKER FUNKTIONIERT NICHT. Da dieses so zerbrechliche Geschöpf schon bei der Reproduktion des ersten PZM-Skriptes das Zeitliche segnen würde, haben wir uns entschieden diese Funktion vorerst zu deaktivieren. Man kann sein Glück aber mal in der Bibliothek versuchen... Grundsätzlich empfiehlt es sich, vor Gebrauch die Nutzungsbedingungen durchzulesen, wozu man beim Öffnen des Browsers auch aufgefordert wird. Wer dagegen verstößt wird kielgeholt oder kommt mit Gewichten an den Füßen in die Spree. Alles ����������������������������� klar? NIL 28


studierzimmer

special thanx to: Mr Prezdiak+Mr. Bartels [network] Sasch+Benny [linuchse] Mr. X [hardwarez] Mr. Datta [try-and-error-Antragsteller] Um der Datenflut Einhalt zu gebieten, werden zwei Wochen nach jedem Semesterende alle Daten von der Userfestplatte gelöscht. Sollte man an bestimmten Daten ganz besonders hängen, kann man sich die in der Fachschaft auf CD brennen lassen. Der Rest wird unwiederbringlich gelöscht. Lässt man den Blick weiter durch den Raum schweifen, fällt dem geschulten Auge ein weiteres Meisterstück der Elektrotechnik auf. HP 500 nennt sich dieses mausgraue Machwerk. Wer artverwandte Geräte kennt, weiß aus leidvoller Erfahrung, dass einem an genau diesem Schwachpunkt gern mal der Dienst versagt wird. („Puh, gerade noch so fertig geworden. Jetzt nur noch schnell ausdrucken und dann aber nix wie zum Seminar“). Die Worte „schnell“ und „ausdrucken“ bieten das Potential großer Enttäuschungen und unüberwindbar scheinender Lebenskrisen. Um rituellem Suizid oder schlichtweg Vandalismus vorzubeugen, sei es an dieser Stelle deutlich gesagt. DER DRUCKER FUNKTIONIERT NICHT. Da dieses so zerbrechliche Geschöpf schon bei der Reproduktion des ersten PZM-Skriptes das Zeitliche segnen würde, haben wir uns entschieden diese Funktion vorerst zu deaktivieren. Man kann sein Glück aber mal in der Bibliothek versuchen... Grundsätzlich empfiehlt es sich, vor Gebrauch die Nutzungsbedingungen durchzulesen, wozu man beim Öffnen des Browsers auch aufgefordert wird. Wer dagegen verstößt wird kielgeholt oder kommt mit Gewichten an den Füßen in die Spree. Alles ����������������������������� klar? NIL 28


virtueller Lehrraum

Ein kurzer Abriss über das Online-Lehrangebot der einzelnen Abteilungen

Ein Traum. Flink wandert der Mauszeiger über den Bildschirm. Wenige Klicks später sehe ich vor mir, was vor einem halben Jahr in der Vorlesung an die Wand gebeamt wurde. Zum Glück, denn ich bereite mich gerade auf eine Prüfung vor. Das Buch, das ich mir geleistet habe ist zwar ganz nett, aber spiegelt das auch die Hausmeinung wider? Wird es sich als Fehler entpuppen, aus Geldmangel doch zur alten Auflage gegriffen zu haben? Kein Problem. Während ich mich durch die einzelnen Vorlesungsthemen arbeite, schlage ich vieles nach. Trotzdem bietet das einen guten Leitfaden zur Wiederholung, zusammen mit den Mitschriften, die ich habe, unschlagbar...

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virtueller Lehrraum

Ein kurzer Abriss über das Online-Lehrangebot der einzelnen Abteilungen

Ein Traum. Flink wandert der Mauszeiger über den Bildschirm. Wenige Klicks später sehe ich vor mir, was vor einem halben Jahr in der Vorlesung an die Wand gebeamt wurde. Zum Glück, denn ich bereite mich gerade auf eine Prüfung vor. Das Buch, das ich mir geleistet habe ist zwar ganz nett, aber spiegelt das auch die Hausmeinung wider? Wird es sich als Fehler entpuppen, aus Geldmangel doch zur alten Auflage gegriffen zu haben? Kein Problem. Während ich mich durch die einzelnen Vorlesungsthemen arbeite, schlage ich vieles nach. Trotzdem bietet das einen guten Leitfaden zur Wiederholung, zusammen mit den Mitschriften, die ich habe, unschlagbar...

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virtueller Lehrraum

http://www.charite.de/ Abteilung für Konservierende Zahnheilkunde und Präventivzahnmedizin:

Abteilung für Parodontologie und Synoptische Zahnmedizin:

praevmed/index2_d.htm

studenten-zm/synopse/synopse.htm

An unserem Hause die Mutter aller online education. Hier werden die PowerPointPräsentationen der Vorlesungen kurzerhand ins Netz gestellt. Das Ganze hat inzwischen ein Ausmaß erreicht, dass wir an dieser Stelle einfach mal sagen müssen: fetten Respekt. Zusätzlich finden sich noch das PZM-Skript und allerhand Nützliches wieder. Arbeitsanleitungen zu den verschiedenen Arbeiten sind genau in den einzelnen Testatschritten beschrieben. Das kann wirklich kein Buch allein leisten.

Auf dieser Extraseite für Studenten werden die Fälle, die das 5. Studienjahr eminarweise durchgearbeitet hat, ins Netz gestellt. Auch jüngere Studienjahre können hier problemorientiert bestimmte Krankheitsbilder durcharbeiten. Außerdem steht eine umfassende Linksammlung zur Verfügung. Jedes Jahr zum Staatsexamen werden hier die Prüfungsgruppen und Zeitpläne veröffentlicht.

Die Fachschaft:

Abteilung für Kinderzahnmedizin:

Abteilung für Oralchirurgie und zahnärztliche Röntgenologie:

zahn-fachsch/

ch/kiz/

oralchirurgie

Hier kann man erfahren, wann man Praktikum hat. Vorlesungsinhalte sind hier leider nicht zu finden, was bei der Größe der Abteilung zu entschuldigen ist. Ein Blick auf die Seite der Fachschaft, kann aber weiterhelfen.

Informationen zur aktuellen Röntgenverordnung und ein kleines Lehrwerk über Filmaufbau und Röntgentechnik verhelfen dem Studenten des 6. Semesters zu tieferen Einblicken in die zahnärztliche Röntgenologie. Nach oralchirurgischen Themen sucht man allerdings vergebens.

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Abteilung für Kieferorthopädie und Orthodontie: kieferorthopaedie/default.htm

NIL

Auf dieser Seite gibt es natürlich Informationen zu den einzelnen Ansprechpartnern und eine wachsende Zahl an Mitschriften und Vorlesungspräsentationen. Besonderes Augenmerk gilt dem Waffentestat, hier kann man sich sämtliche in der Chirurgie benutzten Instrumente nochmals „vor Augen führen“. Da diese Seite von der Unterstützung aller abhängig ist, wollen wir an dieser Stelle nochmals darauf hinweisen, dass jeder Dozent eingeladen ist, seine Vorlesungen auf dieser Seite ins Netz zu stellen. Die Fachschaft unterstützt jeden gern bei der Aufbereitung der entsprechenden Dateien. Der aktuelle Ansprechpartner outet sich selbst auf der Seite als Webmaster (momentan Benny Grass).

Nette Auflistung der Vorlesungsthemen, sowie das FRS und Befund Skript. Wer die Vorlesungen selbst sucht, guckt allerdings einfach mal in die Röhre.

Abteilung für Zahnärztliche Prothetik und Alterszahnmedizin: prothetik/ Momentan sind dort zwei Vorlesungen zu finden. Zusätzliche Vorlesungen wurden für die Fachschaftsseite zur Verfügung gestellt.


virtueller Lehrraum

http://www.charite.de/ Abteilung für Konservierende Zahnheilkunde und Präventivzahnmedizin:

Abteilung für Parodontologie und Synoptische Zahnmedizin:

praevmed/index2_d.htm

studenten-zm/synopse/synopse.htm

An unserem Hause die Mutter aller online education. Hier werden die PowerPointPräsentationen der Vorlesungen kurzerhand ins Netz gestellt. Das Ganze hat inzwischen ein Ausmaß erreicht, dass wir an dieser Stelle einfach mal sagen müssen: fetten Respekt. Zusätzlich finden sich noch das PZM-Skript und allerhand Nützliches wieder. Arbeitsanleitungen zu den verschiedenen Arbeiten sind genau in den einzelnen Testatschritten beschrieben. Das kann wirklich kein Buch allein leisten.

Auf dieser Extraseite für Studenten werden die Fälle, die das 5. Studienjahr eminarweise durchgearbeitet hat, ins Netz gestellt. Auch jüngere Studienjahre können hier problemorientiert bestimmte Krankheitsbilder durcharbeiten. Außerdem steht eine umfassende Linksammlung zur Verfügung. Jedes Jahr zum Staatsexamen werden hier die Prüfungsgruppen und Zeitpläne veröffentlicht.

Die Fachschaft:

Abteilung für Kinderzahnmedizin:

Abteilung für Oralchirurgie und zahnärztliche Röntgenologie:

zahn-fachsch/

ch/kiz/

oralchirurgie

Hier kann man erfahren, wann man Praktikum hat. Vorlesungsinhalte sind hier leider nicht zu finden, was bei der Größe der Abteilung zu entschuldigen ist. Ein Blick auf die Seite der Fachschaft, kann aber weiterhelfen.

Informationen zur aktuellen Röntgenverordnung und ein kleines Lehrwerk über Filmaufbau und Röntgentechnik verhelfen dem Studenten des 6. Semesters zu tieferen Einblicken in die zahnärztliche Röntgenologie. Nach oralchirurgischen Themen sucht man allerdings vergebens.

32

Abteilung für Kieferorthopädie und Orthodontie: kieferorthopaedie/default.htm

NIL

Auf dieser Seite gibt es natürlich Informationen zu den einzelnen Ansprechpartnern und eine wachsende Zahl an Mitschriften und Vorlesungspräsentationen. Besonderes Augenmerk gilt dem Waffentestat, hier kann man sich sämtliche in der Chirurgie benutzten Instrumente nochmals „vor Augen führen“. Da diese Seite von der Unterstützung aller abhängig ist, wollen wir an dieser Stelle nochmals darauf hinweisen, dass jeder Dozent eingeladen ist, seine Vorlesungen auf dieser Seite ins Netz zu stellen. Die Fachschaft unterstützt jeden gern bei der Aufbereitung der entsprechenden Dateien. Der aktuelle Ansprechpartner outet sich selbst auf der Seite als Webmaster (momentan Benny Grass).

Nette Auflistung der Vorlesungsthemen, sowie das FRS und Befund Skript. Wer die Vorlesungen selbst sucht, guckt allerdings einfach mal in die Röhre.

Abteilung für Zahnärztliche Prothetik und Alterszahnmedizin: prothetik/ Momentan sind dort zwei Vorlesungen zu finden. Zusätzliche Vorlesungen wurden für die Fachschaftsseite zur Verfügung gestellt.


/ / : p t t h

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schen h spezifi rnet nac alien te ri In te a im n einmal der Lehrm signiert o o h n e sc r m e e W r re n Th hon öfte izinische b. zahnmed musste sicher sc res Material ga a t, b a n rt a h e t m h rw n c e n v e su e g es kaum natürlich auch, w a t d ll , fä n s e e b s aufge rlich ist e iten möchte und ester nig ärge n m re e si e S n rb h n o a W sur v letzte eine Klau riften?“ ie man im sich auf ng ein, d o sind die Mitsch su e rl o V e w , in e m m m e u . ein en?“ r zu d at – „abe upt mitgeschrieb gehört h erha b ü h igenen ic b ite der e oder „ha ternetse nden ist. Es In r e d f u fi a twas zu atürlich, ducation b hier e end ist n online e te u Nahelieg achzuschauen, o ten g r h bestimm eine se ät n Universit re schon oder Artikel zu schaftsseite h Ja n te letz Fach en gab die Mitschrift n gesät und die h in der s, aber ün s. Als ic e der d k r in e L h e te der Kon och mepag paar to waren n „Die Ho nur ein end Themen endrein Seite las: b te dring r o sss w ü e te m N rg d n de u , n r e e beherbe laqued auf der Serv en Held n-p auf dem nd Ruhm für d nicht e rt c e n letzten u a m h u m C diese reiheit ft schlu h mich ja reative F lar, dass ich mir Fachscha erden, k wollte ic k w r r“ a e rt w e st , a si li s“ m aktua l „Web d gewis küsst sin dem Tite sie wach ssen konnte. Mit n la en. entgehe schmück mer mal im n o h sc

-fach sch

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Der Traum vom Webmaster

//ww w.ch arite .d

e/zah n

- oder warum braucht die Zahnklinik eine Webseite der Fachschaft?

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http:

www w. www

35


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Der Traum vom Webmaster

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- oder warum braucht die Zahnklinik eine Webseite der Fachschaft?

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http://

www.charite.de/zahn-fachsch/ Also riss ich diese Aufgabe an mich, aus der Motivation heraus ein Portal für Studenten zu schaffen, welches die Ordner, voll gestopft mit Mitschriften und Kopien zu irgendwelchen Vorlesungen und Seminaren, ersetzen sollte. Ein Projekt, an dem jeder Student mitarbeiten oder einfach nur wertvollen Lernstoff mit anderen teilen kann, ohne großen Aufwand zu betreiben. Das große Ziel ist es, eine Seite zu schaffen, auf der man jede Vorlesung und jedes Seminar, welches wir an unserer Uni besucht haben, noch mal nachlesen, oder weitere Informationen zum Thema finden kann. Der große Vorteil liegt darin, dass man ohne großen finanziellen Aufwand Texte und auch Bilder, die meist sehr zum Verständnis beitragen, mit anderen teilen kann. Nachdem das Layout der Fachschaftsseite feststand, musste sie mit Inhalten gefüllt werden, was gar nicht so einfach war. Viele Lehrende fanden die Idee zwar gut, zögerten aber aus der Angst heraus ihr Lehrmaterial könne von Dritten weiterverwendet werden. Mittlerweile haben wir einen guten Weg gefunden, dieses Problem zu lösen, indem wir alle Mitschriften und Powerpointpräsentationen als .pdf-Datei zur Verfügung stellen. Der Vorteil dieses Formates liegt in der Möglichkeit, diese Dokumente gegen das Kopieren von Inhalten zu schützen und sie auch so klein zu machen, dass sie mit einer normalen Modemverbindung noch problemlos angeschaut und herunter geladen werden können. Zu meiner Freude steigt die Bereitschaft der Lehrenden, uns immer mehr Material zur Verfügung zu stellen. Es sei an dieser Stelle versichert, dass wir Lehrmaterial nur nach Rücksprache mit dem Autor veröffentlichen.

Die Erwartungen an eine Webseite bzw. an so genannte online education sind mittlerweile sehr hoch. Oft wird argumentiert es gäbe doch schon so viele Projekte dieser Art, die viel größer und besser sein, wenn sie mal fertig sind. –„Ich studiere aber jetzt und möchte jetzt von den Möglichkeiten profitieren, die wir haben!“ Die Internetseite der Fachschaft erhebt dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Perfektion, aber wir werden versuchen, so viele Inhalte wie möglich zu realisieren. Im Endeffekt jedoch lebt die Fachschaftsseite von denen, die die Inhalte zur Verfügung stellen. Es hat mich sehr gefreut zu sehen, dass die „Ellenbogenmentalität“ immer mehr abgenommen hat und die Studenten langsam merken, dass miteinander zu arbeiten das Studium einfacher macht. Ich hoffe, dass die Fachschaftsseite für uns zu einer „Quelle des Wissens“ heranwächst. - Wollen wir mal nicht zu dick auftragen; aber die steigende Bereitschaft zur Mitarbeit und reges Interesse vieler Kommilitonen hat mich doch sehr motiviert, an dem Projekt weiterzuarbeiten. Vielen Dank an Euch alle und natürlich auch den Lehrenden, für das entgegengebrachte Vertrauen. Für Kritik, Fragen und Anregungen stehe ich natürlich immer gerne zur Verfügung. the webmaster [cmdgrass@gmx. net] 37


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www.charite.de/zahn-fachsch/ Also riss ich diese Aufgabe an mich, aus der Motivation heraus ein Portal für Studenten zu schaffen, welches die Ordner, voll gestopft mit Mitschriften und Kopien zu irgendwelchen Vorlesungen und Seminaren, ersetzen sollte. Ein Projekt, an dem jeder Student mitarbeiten oder einfach nur wertvollen Lernstoff mit anderen teilen kann, ohne großen Aufwand zu betreiben. Das große Ziel ist es, eine Seite zu schaffen, auf der man jede Vorlesung und jedes Seminar, welches wir an unserer Uni besucht haben, noch mal nachlesen, oder weitere Informationen zum Thema finden kann. Der große Vorteil liegt darin, dass man ohne großen finanziellen Aufwand Texte und auch Bilder, die meist sehr zum Verständnis beitragen, mit anderen teilen kann. Nachdem das Layout der Fachschaftsseite feststand, musste sie mit Inhalten gefüllt werden, was gar nicht so einfach war. Viele Lehrende fanden die Idee zwar gut, zögerten aber aus der Angst heraus ihr Lehrmaterial könne von Dritten weiterverwendet werden. Mittlerweile haben wir einen guten Weg gefunden, dieses Problem zu lösen, indem wir alle Mitschriften und Powerpointpräsentationen als .pdf-Datei zur Verfügung stellen. Der Vorteil dieses Formates liegt in der Möglichkeit, diese Dokumente gegen das Kopieren von Inhalten zu schützen und sie auch so klein zu machen, dass sie mit einer normalen Modemverbindung noch problemlos angeschaut und herunter geladen werden können. Zu meiner Freude steigt die Bereitschaft der Lehrenden, uns immer mehr Material zur Verfügung zu stellen. Es sei an dieser Stelle versichert, dass wir Lehrmaterial nur nach Rücksprache mit dem Autor veröffentlichen.

Die Erwartungen an eine Webseite bzw. an so genannte online education sind mittlerweile sehr hoch. Oft wird argumentiert es gäbe doch schon so viele Projekte dieser Art, die viel größer und besser sein, wenn sie mal fertig sind. –„Ich studiere aber jetzt und möchte jetzt von den Möglichkeiten profitieren, die wir haben!“ Die Internetseite der Fachschaft erhebt dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Perfektion, aber wir werden versuchen, so viele Inhalte wie möglich zu realisieren. Im Endeffekt jedoch lebt die Fachschaftsseite von denen, die die Inhalte zur Verfügung stellen. Es hat mich sehr gefreut zu sehen, dass die „Ellenbogenmentalität“ immer mehr abgenommen hat und die Studenten langsam merken, dass miteinander zu arbeiten das Studium einfacher macht. Ich hoffe, dass die Fachschaftsseite für uns zu einer „Quelle des Wissens“ heranwächst. - Wollen wir mal nicht zu dick auftragen; aber die steigende Bereitschaft zur Mitarbeit und reges Interesse vieler Kommilitonen hat mich doch sehr motiviert, an dem Projekt weiterzuarbeiten. Vielen Dank an Euch alle und natürlich auch den Lehrenden, für das entgegengebrachte Vertrauen. Für Kritik, Fragen und Anregungen stehe ich natürlich immer gerne zur Verfügung. the webmaster [cmdgrass@gmx. net] 37


BDV News

01.12.03

BDV stellt mit VISIdent das System für das Zentrum für Zahnmedizin der Charité Berlin

Neben dem Einsatz von VISIdent in einer stetig steigenden Anzahl von Praxen wie auch Zahnkliniken, stattet BDV mit seinem Abrechnungs- und Informationssystem jetzt auch das Zentrum für Zahnmedizin der Charité in Berlin mit seinem Programm aus. In einer ersten Ausbaustufe werden dabei ca. 50 Arbeitsplätze in der Klinik mit VISIdent bereitgestellt, die in Kürze auf über 100 Arbeitsplätze erweitert werden. Die Charité nutzt dabei die bewährten Module von VISIdent, um neben der reinen Abrechnung auch die Gesamtorganisation und die Abläufe innerhalb der Klinik zu optimieren, das heißt, Leistungserfassung direkt am Behandlungsplatz, wie auch Abruf von Informationen ohne lange Wege. Innerhalb der gesamten EDV-Organisation der Charité wurden von BDV darüber hinaus Schnittstellen zu SAP entwickelt, die die Übernahme von Stammdaten, wie auch die spätere Übergabe in die Finanzbuchhaltung regeln. Als Basis für die Patienten-Stammdaten dient hier die HL-7 Schnittstelle. Daneben ist in einer weiteren Ausbaustufe die Einbindung multimedialer Informationen im Rahmen digitaler Bildbearbeitung, wie auch der Einsatz digitaler Röntgensysteme in Planung, Technologien die VISIdent seit langem bereits in Zahnarztpraxen und Zahnkliniken unterstützt. Gerade eine Klinik wie die Charité stellt an die eingesetzte Software höchste Ansprüche im Rahmen der UserVerwaltung. Nicht jeder Benutzer innerhalb der Charité soll die gleichen Zugriffsmöglichkeiten auf das System haben. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wurde eine umfassende Anwenderverwaltung geschaffen, über die der Systemverwalter die notwendigen Restriktionen steuern kann. 38

VISIdent-Anwenderverwaltung Optional steht der Charité die Kommunikation nach außen frei. Der Zugang zu Informationssystemen, Expertensystemen und dem Internet, wie auch die Kommunikation klinikintern, ermöglichen eine Arbeit auf qualitativ hohem Niveau mit schnellen Reaktionszeiten. Der medizinischen Dokumentation und der Patientenberatung trägt VISIdent durch weitere selbst erstellte Module, wie auch durch Ankopplung von externen Softwareprodukten aus dem Bereich der Visualisierung von Planungen zur besseren Veranschaulichung Rechnung. Die Betreuung der Zahnklinik erfolgt unter VISIdent wie gewohnt unter Einhaltung aller Sicherheitskriterien per Fernwartung, um auch in Notfällen Klinikengpässe soweit wie möglich ausschliessen zu können.

Befunderfassung VISIdent


BDV News

01.12.03

BDV stellt mit VISIdent das System für das Zentrum für Zahnmedizin der Charité Berlin

Neben dem Einsatz von VISIdent in einer stetig steigenden Anzahl von Praxen wie auch Zahnkliniken, stattet BDV mit seinem Abrechnungs- und Informationssystem jetzt auch das Zentrum für Zahnmedizin der Charité in Berlin mit seinem Programm aus. In einer ersten Ausbaustufe werden dabei ca. 50 Arbeitsplätze in der Klinik mit VISIdent bereitgestellt, die in Kürze auf über 100 Arbeitsplätze erweitert werden. Die Charité nutzt dabei die bewährten Module von VISIdent, um neben der reinen Abrechnung auch die Gesamtorganisation und die Abläufe innerhalb der Klinik zu optimieren, das heißt, Leistungserfassung direkt am Behandlungsplatz, wie auch Abruf von Informationen ohne lange Wege. Innerhalb der gesamten EDV-Organisation der Charité wurden von BDV darüber hinaus Schnittstellen zu SAP entwickelt, die die Übernahme von Stammdaten, wie auch die spätere Übergabe in die Finanzbuchhaltung regeln. Als Basis für die Patienten-Stammdaten dient hier die HL-7 Schnittstelle. Daneben ist in einer weiteren Ausbaustufe die Einbindung multimedialer Informationen im Rahmen digitaler Bildbearbeitung, wie auch der Einsatz digitaler Röntgensysteme in Planung, Technologien die VISIdent seit langem bereits in Zahnarztpraxen und Zahnkliniken unterstützt. Gerade eine Klinik wie die Charité stellt an die eingesetzte Software höchste Ansprüche im Rahmen der UserVerwaltung. Nicht jeder Benutzer innerhalb der Charité soll die gleichen Zugriffsmöglichkeiten auf das System haben. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wurde eine umfassende Anwenderverwaltung geschaffen, über die der Systemverwalter die notwendigen Restriktionen steuern kann. 38

VISIdent-Anwenderverwaltung Optional steht der Charité die Kommunikation nach außen frei. Der Zugang zu Informationssystemen, Expertensystemen und dem Internet, wie auch die Kommunikation klinikintern, ermöglichen eine Arbeit auf qualitativ hohem Niveau mit schnellen Reaktionszeiten. Der medizinischen Dokumentation und der Patientenberatung trägt VISIdent durch weitere selbst erstellte Module, wie auch durch Ankopplung von externen Softwareprodukten aus dem Bereich der Visualisierung von Planungen zur besseren Veranschaulichung Rechnung. Die Betreuung der Zahnklinik erfolgt unter VISIdent wie gewohnt unter Einhaltung aller Sicherheitskriterien per Fernwartung, um auch in Notfällen Klinikengpässe soweit wie möglich ausschliessen zu können.

Befunderfassung VISIdent


BundesFachschaftsTagung der Zahnmedizinstudenten

Seit der letzten un-plaqued ist einige Zeit vergangen. Und mit ihr auch einige BuFaTas. In den letzten zwei Jahren hat es uns im wahrsten Sinne des Wortes mehrfach quer durch Deutschland getrieben, stetig auf der Suche nach Kommunikation, beispielhaften Hochschulen und schönen Frauen (und Männern?!).

Kiel – Bonn – Tübingen – Greifswald

waren die letzten Ziele unserer mindestens zehn Studenten umfassenden Berliner Fachschaft. Und das ist auch gut so, denn, abgesehen von Berlin als „noch“ größtem deutschem Ausbildungsstandort in der Zahnmedizin, empfinden wir die BuFaTa jedes Mal als absolutes Muss, angenehmen Ausgleich zum Studienalltag und garantierten Spaßfaktor. Im Laufe der Jahre haben die Organisatoren es immer wieder geschafft, vorhergehende Tagungen zu toppen und aus dem anfänglich kleinen Studententreffen einen fest etablierten Kongress in der Studentenlandschaft zu gestalten. In der Bilanz wurde meistens ganz toll für die verschiedenen Fachschaften gesorgt. Da hat man dicke Begrüßungspakete mit elektrischen Zahnbürsten, Informationsmaterial und einer speziellen BuFaTazeitschrift erhalten, hörte gute Fachvorträge über die jeweiligen Schwerpunkte der Universität und genoss schlussendlich eine geniale große Abschlussparty. Jede Stadt hat es geschafft, regionale Vorzüge und Besonderheiten gut hervorzuheben. In Kiel zum Beispiel gab es besonders gute Vorträge, gerahmt von wunderschönem Wetter und netten Stunden am Meer. In Bonn wurde uns eine frisch renovierte Zahnklinik auf dem neuesten Stand der Technik präsentiert und eine Riesenparty in der Bundeskunsthalle veranstaltet. In Tübingen war für die meisten von uns die bisher am besten organisierte BuFaTa überhaupt. Von der 41


BundesFachschaftsTagung der Zahnmedizinstudenten

Seit der letzten un-plaqued ist einige Zeit vergangen. Und mit ihr auch einige BuFaTas. In den letzten zwei Jahren hat es uns im wahrsten Sinne des Wortes mehrfach quer durch Deutschland getrieben, stetig auf der Suche nach Kommunikation, beispielhaften Hochschulen und schönen Frauen (und Männern?!).

Kiel – Bonn – Tübingen – Greifswald

waren die letzten Ziele unserer mindestens zehn Studenten umfassenden Berliner Fachschaft. Und das ist auch gut so, denn, abgesehen von Berlin als „noch“ größtem deutschem Ausbildungsstandort in der Zahnmedizin, empfinden wir die BuFaTa jedes Mal als absolutes Muss, angenehmen Ausgleich zum Studienalltag und garantierten Spaßfaktor. Im Laufe der Jahre haben die Organisatoren es immer wieder geschafft, vorhergehende Tagungen zu toppen und aus dem anfänglich kleinen Studententreffen einen fest etablierten Kongress in der Studentenlandschaft zu gestalten. In der Bilanz wurde meistens ganz toll für die verschiedenen Fachschaften gesorgt. Da hat man dicke Begrüßungspakete mit elektrischen Zahnbürsten, Informationsmaterial und einer speziellen BuFaTazeitschrift erhalten, hörte gute Fachvorträge über die jeweiligen Schwerpunkte der Universität und genoss schlussendlich eine geniale große Abschlussparty. Jede Stadt hat es geschafft, regionale Vorzüge und Besonderheiten gut hervorzuheben. In Kiel zum Beispiel gab es besonders gute Vorträge, gerahmt von wunderschönem Wetter und netten Stunden am Meer. In Bonn wurde uns eine frisch renovierte Zahnklinik auf dem neuesten Stand der Technik präsentiert und eine Riesenparty in der Bundeskunsthalle veranstaltet. In Tübingen war für die meisten von uns die bisher am besten organisierte BuFaTa überhaupt. Von der 41


BuFaTa

Party oder Politik?

Unterkunft über die Tagung bis hin zur Party ein voller Erfolg, bei dem außerdem deutlich wurde, wie stark dieser Erfolg von dem guten Zusammenarbeiten der Fachschaftsmitglieder abhängig ist. Und auch Greifswald hat, nach anfänglichen Schwierigkeiten, eine tolle Zusammenkunft mit hohem Spaßfaktor und netten NikolausGeschenken organisiert. Nach der zwölften BundesFachschaftsTagung frage ich mich allerdings immer häufiger, ob der einzelne Zahnmedizinstudent aufgrund des Spaßfaktors und der Geschenke zur BuFaTa fährt, oder ob es da noch andere Beweggründe gibt? Wofür war diese Tagung ursprünglich gedacht? Wenn es nur um Spaß oder die Fachvorträge und den ZAD ginge, wundert es mich, dass meist politische Themen wie die Neugestaltung der Studienordnung, die neue APO oder sogar die zukünftige Zahnmedizin an sich als Überschriften für die gesamte Tagung gewählt wurden. Es ist nicht so, dass diese Themen nicht auch angesprochen würden, wenn zum Beispiel in der Aussprache der Fachschaften jedes Mal deutlich wird, wie viele Probleme an den

verschiedenen Zahnkliniken herrschen und diese dann manchmal auch in eigenen Arbeitsgruppen diskutiert werden können. Aber was sind die Konsequenzen dieses Plenums und der Diskussionsgruppen? Und was für Konsequenzen könnte die BuFaTa überhaupt initiieren oder sogar durchsetzen? Es gibt ein Organ der Fachschaften auf bundesweiter Ebene, den Bundesverband der Zahnmedizinstudenten (BDZM), der sich in den letzten Jahren oft mehr mit sich selbst als mit den Problemen der einzelnen Universitäten beschäftigen musste. Und das nicht ohne Grund, da seine Verantwortlichen auf jeder Tagung die gleichen Ansprachen und Motivationsreden führen müssen, die Jahr für Jahr auf´s Neue erklären sollen, wofür ein solcher Verband überhaupt existiert. Dabei sind wir als Fachschaftler die eigentlichen Verantwortlichen und der Verband nur unsere Stimme und ein gewisser Schutzmantel. Zusätzlich habe ich oft den Eindruck, dass der einzelne Student während der Aussprache der Fachschaften weniger darüber nachdenkt, wie die genannten Probleme verändert werden können als vielmehr er die schlechteren Zustände an anderen Kliniken als Begründung dafür nimmt, seine eigenen Probleme wieder abzuwerten und ihnen erst recht keine Konsequenzen folgen zu lassen. Dabei könnte alles so einfach sein, denn wo sonst kann man sich so leicht Tipps, Anregungen und Unterstützung verschaffen wie auf einer BuFaTa? Noch dazu, wenn es einen arbeitswilligen Bundesverband gibt. idee


BuFaTa

Party oder Politik?

Unterkunft über die Tagung bis hin zur Party ein voller Erfolg, bei dem außerdem deutlich wurde, wie stark dieser Erfolg von dem guten Zusammenarbeiten der Fachschaftsmitglieder abhängig ist. Und auch Greifswald hat, nach anfänglichen Schwierigkeiten, eine tolle Zusammenkunft mit hohem Spaßfaktor und netten NikolausGeschenken organisiert. Nach der zwölften BundesFachschaftsTagung frage ich mich allerdings immer häufiger, ob der einzelne Zahnmedizinstudent aufgrund des Spaßfaktors und der Geschenke zur BuFaTa fährt, oder ob es da noch andere Beweggründe gibt? Wofür war diese Tagung ursprünglich gedacht? Wenn es nur um Spaß oder die Fachvorträge und den ZAD ginge, wundert es mich, dass meist politische Themen wie die Neugestaltung der Studienordnung, die neue APO oder sogar die zukünftige Zahnmedizin an sich als Überschriften für die gesamte Tagung gewählt wurden. Es ist nicht so, dass diese Themen nicht auch angesprochen würden, wenn zum Beispiel in der Aussprache der Fachschaften jedes Mal deutlich wird, wie viele Probleme an den

verschiedenen Zahnkliniken herrschen und diese dann manchmal auch in eigenen Arbeitsgruppen diskutiert werden können. Aber was sind die Konsequenzen dieses Plenums und der Diskussionsgruppen? Und was für Konsequenzen könnte die BuFaTa überhaupt initiieren oder sogar durchsetzen? Es gibt ein Organ der Fachschaften auf bundesweiter Ebene, den Bundesverband der Zahnmedizinstudenten (BDZM), der sich in den letzten Jahren oft mehr mit sich selbst als mit den Problemen der einzelnen Universitäten beschäftigen musste. Und das nicht ohne Grund, da seine Verantwortlichen auf jeder Tagung die gleichen Ansprachen und Motivationsreden führen müssen, die Jahr für Jahr auf´s Neue erklären sollen, wofür ein solcher Verband überhaupt existiert. Dabei sind wir als Fachschaftler die eigentlichen Verantwortlichen und der Verband nur unsere Stimme und ein gewisser Schutzmantel. Zusätzlich habe ich oft den Eindruck, dass der einzelne Student während der Aussprache der Fachschaften weniger darüber nachdenkt, wie die genannten Probleme verändert werden können als vielmehr er die schlechteren Zustände an anderen Kliniken als Begründung dafür nimmt, seine eigenen Probleme wieder abzuwerten und ihnen erst recht keine Konsequenzen folgen zu lassen. Dabei könnte alles so einfach sein, denn wo sonst kann man sich so leicht Tipps, Anregungen und Unterstützung verschaffen wie auf einer BuFaTa? Noch dazu, wenn es einen arbeitswilligen Bundesverband gibt. idee


In Greifswald ist in dieser Hinsicht seit langer Zeit etwas sehr Wegweisendes passiert – wir haben im Abschlussplenum über Konsequenzen diskutiert und nicht darauf geachtet, wie wir am schnellsten auf den Weihnachtsmarkt kommen. Es wurde Tacheles geredet und konstruktiv überlegt, wie wir die teilweise extrem veralteten und stark hierarchischen Zustände an Deutschlands Zahnkliniken beeinflussen können. In Zusammenarbeit mit dem BDZM werden in Zukunft postbufatär wieder öffentliche Stellungnahmen in der einschlägigen Fachpresse publiziert werden, die beschreiben, wie der zahnmedizinische Nachwuchs seine Ausbildung und berufliche Zukunft mitgestalten möchte. Und dabei sind wir nicht allein – denn gerade auf einer solchen Tagung wird bewusst, dass wir Studenten schon durch die Organisation und den Aufbau des Studiums allein in das gleiche Boot und den gleichen Problemkreis gesteckt werden. Aber auch auf der Oberarztebene finden sich immer wieder einige vernünftige Menschen, die wissen, dass Ausbildung effektiver ist, wenn problemorientiert, flexibel und in Zusammenarbeit mit der Zielgruppe unterrichtet wird. Die BuFaTa wird also weiter ein Muss bleiben, weil sie ein einmaliges Forum für die Kommunikation interessierter und kritisch-konstruktiv denkender Menschen ist. idee 45


In Greifswald ist in dieser Hinsicht seit langer Zeit etwas sehr Wegweisendes passiert – wir haben im Abschlussplenum über Konsequenzen diskutiert und nicht darauf geachtet, wie wir am schnellsten auf den Weihnachtsmarkt kommen. Es wurde Tacheles geredet und konstruktiv überlegt, wie wir die teilweise extrem veralteten und stark hierarchischen Zustände an Deutschlands Zahnkliniken beeinflussen können. In Zusammenarbeit mit dem BDZM werden in Zukunft postbufatär wieder öffentliche Stellungnahmen in der einschlägigen Fachpresse publiziert werden, die beschreiben, wie der zahnmedizinische Nachwuchs seine Ausbildung und berufliche Zukunft mitgestalten möchte. Und dabei sind wir nicht allein – denn gerade auf einer solchen Tagung wird bewusst, dass wir Studenten schon durch die Organisation und den Aufbau des Studiums allein in das gleiche Boot und den gleichen Problemkreis gesteckt werden. Aber auch auf der Oberarztebene finden sich immer wieder einige vernünftige Menschen, die wissen, dass Ausbildung effektiver ist, wenn problemorientiert, flexibel und in Zusammenarbeit mit der Zielgruppe unterrichtet wird. Die BuFaTa wird also weiter ein Muss bleiben, weil sie ein einmaliges Forum für die Kommunikation interessierter und kritisch-konstruktiv denkender Menschen ist. idee 45


headroom

Vor – der – Klinik Da steht er nun, der Erstsemestler, vor der Klinik. Und er hat so einiges vor sich: einen neuen Lebensabschnitt, neue Herausforderungen des Erwachsenwerdens, eine Menge Arbeit, neue Leute, kurz, einen neuen (Lebens-)Raum. Weiß er, dass sein Studium in zwei großen Abschnitten „organisiert“ ist? Gemeint sind vorklinische und klinische Ausbildung, kurz gesagt Vorklinik und Klinik. Die Vorklinik kann als Grundstudium angesehen werden, denn der Student sollte sich ein Fundament von umfassendem Basiswissen im Kopf anlegen, um später erworbenes fachspezifisches Detailwissen in das ganze System einordnen zu können. – Schließlich erkundet der Arzt – mal trocken gesagt - das System Mensch. Wie sich immer wieder während des Studiums herausstellen wird, ein System, was dem Perfekten nahe kommt. Und liebe Erstsemester, gebt der dafür - hoffentlich oft – aufkommenden Faszination Raum: sie wird eine der Quellen der Kraft sein, dieses Studium zu durchleben.


headroom

Vor – der – Klinik Da steht er nun, der Erstsemestler, vor der Klinik. Und er hat so einiges vor sich: einen neuen Lebensabschnitt, neue Herausforderungen des Erwachsenwerdens, eine Menge Arbeit, neue Leute, kurz, einen neuen (Lebens-)Raum. Weiß er, dass sein Studium in zwei großen Abschnitten „organisiert“ ist? Gemeint sind vorklinische und klinische Ausbildung, kurz gesagt Vorklinik und Klinik. Die Vorklinik kann als Grundstudium angesehen werden, denn der Student sollte sich ein Fundament von umfassendem Basiswissen im Kopf anlegen, um später erworbenes fachspezifisches Detailwissen in das ganze System einordnen zu können. – Schließlich erkundet der Arzt – mal trocken gesagt - das System Mensch. Wie sich immer wieder während des Studiums herausstellen wird, ein System, was dem Perfekten nahe kommt. Und liebe Erstsemester, gebt der dafür - hoffentlich oft – aufkommenden Faszination Raum: sie wird eine der Quellen der Kraft sein, dieses Studium zu durchleben.


headroom „Im vorklinischen Studium sollen dem Studierenden die Grundkenntnisse in den naturwissenschaftlichen Fächern Physik/Biophysik, Chemie, Biologie oder Zoologie sowie Grundlagen der Zahnheilkunde in den Fächern Anatomie, Physiologie, Biochemie, vorklinische Zahnersatzkunde und zahnärztliche Werkstoffkunde, Notfallmedizin und präventive Zahnheilkunde vermittelt werden [...]“, legt die Studienordnung fest. Die Vorklinik endet mit dem Physikum, welches die Fächer Anatomie, Biochemie, Physiologie und Zahnersatzkunde umfasst. Es ist also viel zu tun, weshalb die Stundenpläne mit Lücken geizen müssen. Im ersten Semester startet neben dem zahnmedizinisch relevanten Kursus der technischen Propädeutik (TPK) der Erwerb naturwissenschaftlicher Grundkenntnisse in den Fächern Physik, Biologie und Chemie, über zwei Semester recht sinnvoll vermittelt durch Vorlesungen, Seminare und (Physik und Chemie betreffend) Praktika – natürlich in gewisser Abhängigkeit vom Lehrpersonal. Abgeschlossen werden diese Fächer mit drei mündlichen Prüfungen, in denen der Student nachweisen darf, sich grundlegendes Wissen mit mehr oder weniger vorhandenem Komplexdenken angeeignet zu haben. Besteht der Student diese Prüfungen, so hat er das Vorphysikum in der Tasche und dürfte jetzt daran gewöhnt sein, naturwissenschaftlich zu denken.

Kampf dem Vergessen

Zwei Semester gelten auch der Anatomie. Hier gestaltet sich die Ausbildung schon schwieriger, was das Zusammenspiel von Vorlesungen und praktischem Festigen des Wissens betrifft. Exakterweise ist festzuhalten, dass die Anatomie in vier Semestern präsent ist: im ersten Semester sind Vorlesungen zu besuchen, welche je nach ThemenSchwerpunkt von verschiedenen Dozenten gehalten werden und gewiss einen verwertbaren Überblick veschaffen; - wenn der Student den Antrieb besitzt, sich außerhalb der Vorlesungen mit deren Inhalten soweit zu beschäftigen, dass er mit der Flut von Informationen etwas anfangen und einen kleinen Prozentsatz als Wissen verbuchen kann. Schön gesagt, schwer getan. Der erwähnte Antrieb wird nämlich gebremst durch die anderen Verpflichtungen im Stundenplan: ca. 11 Stunden TPK pro Woche, laufende Vorlesungen in Physik, Chemie, Biologie mit dazu gehörigen Seminaren und Leistungsüberprüfungen sowie mehrstündigen Praktika. Und Selbststudium mit Atlas neben den Vorlesungen hin oder her, die Anatomie prägt sich effektiv besser im Präpariersaal ein. Deshalb ist diese Vorlesungsreihe im ersten Semester in Frage zu stellen, was die Effektivität im Wissenserwerb betrifft. Es sei anzumerken, dass die Humanmedizin-Studenten bereits ab ihrem ersten Semester mit dem Histologie- und 48

Präparierkurs beginnen, weshalb für sie ein Nutzen dieser Vorlesungsreihe durchaus gegeben ist. Im zweiten Semester kommt die anatomische Praxis zur sich fortsetzenden Vorlesungsreihe hinzu: sie beginnt mit dem Kurs der allgemeinen Histologie (Dauer etwa 5 Wochen à 5 Wochenstunden) und setzt sich fort im Präpariersaal an der Leiche: allgemeine Anatomie, Hals. Ungünstigerweise sind die anatomischtheoretischen Grundlagen hierfür bereits im ersten Semester in oben genannter Vorlesungsreihe geliefert worden, was als alles andere als zeitnah zu bezeichnen ist. Demzufolge beginnt man während des Präparierkurses relativ am Nullpunkt des Wissens und startet einen Kampf: binnen weniger Wochen verschlingt der Student die allgemeine Anatomie sowie die des Halses – um die dafür vorgesehenen Testate zu bestehen. Oder auch nicht. Wiederholung möglich. Wie man sieht, spielt sich hier alles eher auf der Ebene des Kurzzeitgedächtnisses ab. Ein Kampf gegen das Versagen des mit aktuellem Überwissen zugedröhnten Kurzzeitgedächtsisses beim Testat. Dieser Marathon setzt sich im dritten Semester fort: spezielle Histologie, Brust-Bauch-Situs, Kopf. Natürlich hat man das alles schon einmal gehört: ein halbes Jahr vorher, in den Vorlesungen. Gegen Ende des dritten Semesters ist noch der Neuroanatomie-Kurs zu absolvieren. Auch hier ist die Art des Wissenserwerbs ähnlich einem Crash-Kurs. Läuft alles nach Plan, so hat man am Ende des dritten Semesters seinen Anatomie-Schein. Im 5. Semester wird dem sich in großen Schritten auf’s Physikum zubewegenden Studenten eine Rigorosumsvorlesung angeboten, welche dem zu diesem Zeitpunkt meist ausgedarbten Anatomie-Wissen wieder Leben einhauchen soll. Zwischen dem zweiten und dritten Semester findet der Phantom-I-Kurs und im vierten sowie fünften Semester der PhantomII-Kurs statt. Begleitend wird im vierten Semester ein Werkstoffkunde-Praktikum durchgeführt. – Aufgrund dieser praktischen Kurse, welche - sichtbar anhand der Semesterwochenstundenzahl – hohe Präsenz in der vorklinischen Ausbildung zeigen, findet


headroom „Im vorklinischen Studium sollen dem Studierenden die Grundkenntnisse in den naturwissenschaftlichen Fächern Physik/Biophysik, Chemie, Biologie oder Zoologie sowie Grundlagen der Zahnheilkunde in den Fächern Anatomie, Physiologie, Biochemie, vorklinische Zahnersatzkunde und zahnärztliche Werkstoffkunde, Notfallmedizin und präventive Zahnheilkunde vermittelt werden [...]“, legt die Studienordnung fest. Die Vorklinik endet mit dem Physikum, welches die Fächer Anatomie, Biochemie, Physiologie und Zahnersatzkunde umfasst. Es ist also viel zu tun, weshalb die Stundenpläne mit Lücken geizen müssen. Im ersten Semester startet neben dem zahnmedizinisch relevanten Kursus der technischen Propädeutik (TPK) der Erwerb naturwissenschaftlicher Grundkenntnisse in den Fächern Physik, Biologie und Chemie, über zwei Semester recht sinnvoll vermittelt durch Vorlesungen, Seminare und (Physik und Chemie betreffend) Praktika – natürlich in gewisser Abhängigkeit vom Lehrpersonal. Abgeschlossen werden diese Fächer mit drei mündlichen Prüfungen, in denen der Student nachweisen darf, sich grundlegendes Wissen mit mehr oder weniger vorhandenem Komplexdenken angeeignet zu haben. Besteht der Student diese Prüfungen, so hat er das Vorphysikum in der Tasche und dürfte jetzt daran gewöhnt sein, naturwissenschaftlich zu denken.

Kampf dem Vergessen

Zwei Semester gelten auch der Anatomie. Hier gestaltet sich die Ausbildung schon schwieriger, was das Zusammenspiel von Vorlesungen und praktischem Festigen des Wissens betrifft. Exakterweise ist festzuhalten, dass die Anatomie in vier Semestern präsent ist: im ersten Semester sind Vorlesungen zu besuchen, welche je nach ThemenSchwerpunkt von verschiedenen Dozenten gehalten werden und gewiss einen verwertbaren Überblick veschaffen; - wenn der Student den Antrieb besitzt, sich außerhalb der Vorlesungen mit deren Inhalten soweit zu beschäftigen, dass er mit der Flut von Informationen etwas anfangen und einen kleinen Prozentsatz als Wissen verbuchen kann. Schön gesagt, schwer getan. Der erwähnte Antrieb wird nämlich gebremst durch die anderen Verpflichtungen im Stundenplan: ca. 11 Stunden TPK pro Woche, laufende Vorlesungen in Physik, Chemie, Biologie mit dazu gehörigen Seminaren und Leistungsüberprüfungen sowie mehrstündigen Praktika. Und Selbststudium mit Atlas neben den Vorlesungen hin oder her, die Anatomie prägt sich effektiv besser im Präpariersaal ein. Deshalb ist diese Vorlesungsreihe im ersten Semester in Frage zu stellen, was die Effektivität im Wissenserwerb betrifft. Es sei anzumerken, dass die Humanmedizin-Studenten bereits ab ihrem ersten Semester mit dem Histologie- und 48

Präparierkurs beginnen, weshalb für sie ein Nutzen dieser Vorlesungsreihe durchaus gegeben ist. Im zweiten Semester kommt die anatomische Praxis zur sich fortsetzenden Vorlesungsreihe hinzu: sie beginnt mit dem Kurs der allgemeinen Histologie (Dauer etwa 5 Wochen à 5 Wochenstunden) und setzt sich fort im Präpariersaal an der Leiche: allgemeine Anatomie, Hals. Ungünstigerweise sind die anatomischtheoretischen Grundlagen hierfür bereits im ersten Semester in oben genannter Vorlesungsreihe geliefert worden, was als alles andere als zeitnah zu bezeichnen ist. Demzufolge beginnt man während des Präparierkurses relativ am Nullpunkt des Wissens und startet einen Kampf: binnen weniger Wochen verschlingt der Student die allgemeine Anatomie sowie die des Halses – um die dafür vorgesehenen Testate zu bestehen. Oder auch nicht. Wiederholung möglich. Wie man sieht, spielt sich hier alles eher auf der Ebene des Kurzzeitgedächtnisses ab. Ein Kampf gegen das Versagen des mit aktuellem Überwissen zugedröhnten Kurzzeitgedächtsisses beim Testat. Dieser Marathon setzt sich im dritten Semester fort: spezielle Histologie, Brust-Bauch-Situs, Kopf. Natürlich hat man das alles schon einmal gehört: ein halbes Jahr vorher, in den Vorlesungen. Gegen Ende des dritten Semesters ist noch der Neuroanatomie-Kurs zu absolvieren. Auch hier ist die Art des Wissenserwerbs ähnlich einem Crash-Kurs. Läuft alles nach Plan, so hat man am Ende des dritten Semesters seinen Anatomie-Schein. Im 5. Semester wird dem sich in großen Schritten auf’s Physikum zubewegenden Studenten eine Rigorosumsvorlesung angeboten, welche dem zu diesem Zeitpunkt meist ausgedarbten Anatomie-Wissen wieder Leben einhauchen soll. Zwischen dem zweiten und dritten Semester findet der Phantom-I-Kurs und im vierten sowie fünften Semester der PhantomII-Kurs statt. Begleitend wird im vierten Semester ein Werkstoffkunde-Praktikum durchgeführt. – Aufgrund dieser praktischen Kurse, welche - sichtbar anhand der Semesterwochenstundenzahl – hohe Präsenz in der vorklinischen Ausbildung zeigen, findet


headroom für Zahnmediziner das Physikum erst nach fünf Semestern statt.(Humanmediziner: nach vier Semestern) Ein weiterer vorklinischer ( Kampf - ) Schwerpunkt ist die Biochemie. Sie gesellt sich im dritten Semester gemeinsam mit der Physiologie zur Anatomie hinzu. Es werden Vorlesungen angeboten und, um die Zulassung zum Praktikum zu erwerben, drei Klausuren à 20 Fragen (multiple choice) geschrieben. Diese sind für Mediziner und Zahnmediziner gleich, worin ein Problem zum Vorschein kommt: die Humanmedizin-Studenten besuchen begleitend zu den Vorlesungen Pflichtseminare, erhalten also theoretisch eine bessere Klausurvorbereitung. Diesem und anderen Biochemie-Problemen ist ein gesonderter Artikel gewidmet. Gegen Ende des dritten Semesters wird mit dem Biochemie-Praktikum gestartet, welches dann im vierten Semester weiter läuft und mit einer Abschlußklausur endet. Ihr Bestehen sichert den Biochemie-Schein. Im Fach Physiologie sind Vorlesungen und Seminare zu besuchen, im dritten wie vierten Semester. Am Ende dieser Semester steht jeweils eine mündliche Konsultation an, welche näherungsweise den Charakter einer Physikums-Physiologie-Prüfung haben soll und dem Studenten seinen aktuellen Wissensstand aufzeigt. Zudem gilt es ein Physiologie-Praktikum zu absolvieren, welches thematisch auf das vorangegangene Semester zielt und den Studenten dazu bringt, das in der letzten mündlichen Konsultation dargestellte Wissen zu wiederholen und ggf. zu vertiefen. Wie vielleicht zu erkennen ist, stellt sich das dritte Semester als eines dar, in dem viel, sehr viel gelernt werden darf. Ist ja auch nichts auszusetzen daran, schließlich sind wir dafür hier. Aber es tut sich ein Missverhältnis auf, zwischen Stoffmenge und zur Verfügung stehender Lernzeit, sodass, wie oben bereits erwähnt, die Effizienz des Behaltens von Wissen auf längere Sicht (mit Ausblick auf’s Physikum) nicht gegeben ist. Es kann nur auf das Kurzzeitgedächtnis zurückgegriffen werden, da, wie im Stunden- sowie Klausur- und Testatplan zu sehen ist, – keine Zeit ist, das Wissen auf Dauer zu festigen. Auf die gleiche Art und Weise gehen die meisten Studenten bei der Physikums-Lernerei vor: da während des Semesters weniger Zeit zum Wiederholen bleibt, muß umso intensiver kurz vorher der Stoff zweier Jahre in die Köpfe aufgesogen werden. Gewiß sollte nicht vergessen werden, dass in den Semesterferien, der vorlesungsfreien Zeit, durchaus genügend Zeit zum Festigen und Auffrischen des bisher gelernten ist. Doch ist dies nicht unbedingt immer ausführbar, geht doch so mancher arbeiten ( schließlich wollen Protar 7 & Co. finanziert sein), muss sich der ein oder andere vom Fast-Zusammenbruch vor Erschöpfung erholen, leben andere Studenten wiederum das ein oder andere Hobby aus, was Sie im Semester unterdrückt haben. Nicht zuletzt haben es junge Menschen an sich, neugierig 50

zu sein, nicht gänzlich nur für ihr Studium und das Fachgebiet zu leben, sondern sich umzuschauen im Leben, in der Welt, in der Kultur, Erfahrungen zu sammeln, sich nicht abzukapseln. Denn in unserem späteren Beruf sollten wir eines können: auf Menschen zugehen, ihnen Vertrauen entgegen bringen, sie als Ganzheit betrachten. Dies ist nur dann möglich, wenn man sich nicht gänzlich im Fachstudium abkapselt und eben FREIRÄUME wie die Semesterferien für sich nutzt, sich RAUM gibt zum Querdenken. Und eben diese Verteilung zwischen Wissensaneignung im Langzeitgedächtnis ( besser ausgebildet sein) und Freiräumen zur Entfaltung der Persönlichkeit sowie Entwicklung vom „sozialen Sein“ ist derzeit unausgewogen. Ein möglicher Ansatz, dem entgegen zu wirken ist – wie so oft – in der Bildungspolitik zu finden: die derzeitige drastische und inakzeptable finanzielle Aushöhlung der Hochschulen samt ihrer Institute muß ein Ende haben. Denn würden wieder mehr Stellen für neue Lehrkräfte geschaffen und damit die überdurchschnittliche Belastung für jede einzelne Lehrkraft auf ein angemessenes Maß abgebaut, so finden sich gewiss engagierte Dozenten, welche die Zeit aufbringen, sich in der vorlesungsfreien Zeit Studenten zu widmen, die „im Stoff“ bleiben, ihn festigen, offene Fragen und Unklarheiten abklären wollen; ganz ohne Testatdruck, ganz für sich selbst. manja


headroom für Zahnmediziner das Physikum erst nach fünf Semestern statt.(Humanmediziner: nach vier Semestern) Ein weiterer vorklinischer ( Kampf - ) Schwerpunkt ist die Biochemie. Sie gesellt sich im dritten Semester gemeinsam mit der Physiologie zur Anatomie hinzu. Es werden Vorlesungen angeboten und, um die Zulassung zum Praktikum zu erwerben, drei Klausuren à 20 Fragen (multiple choice) geschrieben. Diese sind für Mediziner und Zahnmediziner gleich, worin ein Problem zum Vorschein kommt: die Humanmedizin-Studenten besuchen begleitend zu den Vorlesungen Pflichtseminare, erhalten also theoretisch eine bessere Klausurvorbereitung. Diesem und anderen Biochemie-Problemen ist ein gesonderter Artikel gewidmet. Gegen Ende des dritten Semesters wird mit dem Biochemie-Praktikum gestartet, welches dann im vierten Semester weiter läuft und mit einer Abschlußklausur endet. Ihr Bestehen sichert den Biochemie-Schein. Im Fach Physiologie sind Vorlesungen und Seminare zu besuchen, im dritten wie vierten Semester. Am Ende dieser Semester steht jeweils eine mündliche Konsultation an, welche näherungsweise den Charakter einer Physikums-Physiologie-Prüfung haben soll und dem Studenten seinen aktuellen Wissensstand aufzeigt. Zudem gilt es ein Physiologie-Praktikum zu absolvieren, welches thematisch auf das vorangegangene Semester zielt und den Studenten dazu bringt, das in der letzten mündlichen Konsultation dargestellte Wissen zu wiederholen und ggf. zu vertiefen. Wie vielleicht zu erkennen ist, stellt sich das dritte Semester als eines dar, in dem viel, sehr viel gelernt werden darf. Ist ja auch nichts auszusetzen daran, schließlich sind wir dafür hier. Aber es tut sich ein Missverhältnis auf, zwischen Stoffmenge und zur Verfügung stehender Lernzeit, sodass, wie oben bereits erwähnt, die Effizienz des Behaltens von Wissen auf längere Sicht (mit Ausblick auf’s Physikum) nicht gegeben ist. Es kann nur auf das Kurzzeitgedächtnis zurückgegriffen werden, da, wie im Stunden- sowie Klausur- und Testatplan zu sehen ist, – keine Zeit ist, das Wissen auf Dauer zu festigen. Auf die gleiche Art und Weise gehen die meisten Studenten bei der Physikums-Lernerei vor: da während des Semesters weniger Zeit zum Wiederholen bleibt, muß umso intensiver kurz vorher der Stoff zweier Jahre in die Köpfe aufgesogen werden. Gewiß sollte nicht vergessen werden, dass in den Semesterferien, der vorlesungsfreien Zeit, durchaus genügend Zeit zum Festigen und Auffrischen des bisher gelernten ist. Doch ist dies nicht unbedingt immer ausführbar, geht doch so mancher arbeiten ( schließlich wollen Protar 7 & Co. finanziert sein), muss sich der ein oder andere vom Fast-Zusammenbruch vor Erschöpfung erholen, leben andere Studenten wiederum das ein oder andere Hobby aus, was Sie im Semester unterdrückt haben. Nicht zuletzt haben es junge Menschen an sich, neugierig 50

zu sein, nicht gänzlich nur für ihr Studium und das Fachgebiet zu leben, sondern sich umzuschauen im Leben, in der Welt, in der Kultur, Erfahrungen zu sammeln, sich nicht abzukapseln. Denn in unserem späteren Beruf sollten wir eines können: auf Menschen zugehen, ihnen Vertrauen entgegen bringen, sie als Ganzheit betrachten. Dies ist nur dann möglich, wenn man sich nicht gänzlich im Fachstudium abkapselt und eben FREIRÄUME wie die Semesterferien für sich nutzt, sich RAUM gibt zum Querdenken. Und eben diese Verteilung zwischen Wissensaneignung im Langzeitgedächtnis ( besser ausgebildet sein) und Freiräumen zur Entfaltung der Persönlichkeit sowie Entwicklung vom „sozialen Sein“ ist derzeit unausgewogen. Ein möglicher Ansatz, dem entgegen zu wirken ist – wie so oft – in der Bildungspolitik zu finden: die derzeitige drastische und inakzeptable finanzielle Aushöhlung der Hochschulen samt ihrer Institute muß ein Ende haben. Denn würden wieder mehr Stellen für neue Lehrkräfte geschaffen und damit die überdurchschnittliche Belastung für jede einzelne Lehrkraft auf ein angemessenes Maß abgebaut, so finden sich gewiss engagierte Dozenten, welche die Zeit aufbringen, sich in der vorlesungsfreien Zeit Studenten zu widmen, die „im Stoff“ bleiben, ihn festigen, offene Fragen und Unklarheiten abklären wollen; ganz ohne Testatdruck, ganz für sich selbst. manja


inside out

Zahni - Killer Biochemie - ein immer währendes Problem

1. Es gibt da eine Sache, welche die Vorklinik zu beherrschen scheint. Schon im ersten und zweiten Semester dringt es durch und – wir wollen nicht von Angst sprechen – erzeugt zumindest ein unangenehmes Gefühl bei so manchem Studenten. Im dritten Semester wird dann ganz schnell klar, dass jener Eindruck vom Anfang berechtigt ist und im weiteren Verlauf des Semesters in die ein oder andere Horror-Vorstellung übergeht: Werde ich je einen Zugang zur Biochemie finden? Und wenn nicht, ist es trotzdem irgendwie möglich, an den Schein zu kommen? Einfach wird das ganz bestimmt nicht – das zeigen zumindest die KlausurStatistiken der vorherigen Jahrgänge.

Es kristallisieren sich zwei verschiedene Probleme heraus: die Eingangsklausuren zum Praktikum: Es sind drei an der Zahl, ihre Punkte werden zusammengefasst; wie immer sind 51 % zum Bestehen erforderlich. Eines ist wohl einstimmig klar: es wird einem kein Punkt geschenkt, es sei denn, das Glück zeigt sich großzügig und beschert einem die 20 %, welche bei fünf möglichen Antworten für’s richtige Ergebnis stehen – is ja schließlich eine MC-Klausur. Die Klausuren orientieren sich thematisch an den Vorlesungen, welche zusammen mit den Humanmedizinern besucht werden. Womit wir beim Stichwort wären: Irgendwann hat man ja doch einmal Kontakt zu dem ein oder anderen Humanmediziner und stellt fest, dass er und seine Kommilitonen BiochemieSeminare haben. – Moment mal, zeigt sich da etwa ein Vorteil für die Humanmediziner, was die Chancen auf das richtige Beantworten der Klausurfragen betrifft? Viele Zahnmediziner fühlen sich benachteiligt. Und, auch das soll’s geben, sie wünschen sich, fordern Seminare, gerade weil die Biochemie nicht die einfachste Übung auf dem Weg zum Physikum ist. Dementsprechend eingeschüchtert versuchen natürlich alle, irgendwie diese drei Klausuren zu bestehen, manchmal wohl auch mit allen Mitteln.

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inside out

Zahni - Killer Biochemie - ein immer währendes Problem

1. Es gibt da eine Sache, welche die Vorklinik zu beherrschen scheint. Schon im ersten und zweiten Semester dringt es durch und – wir wollen nicht von Angst sprechen – erzeugt zumindest ein unangenehmes Gefühl bei so manchem Studenten. Im dritten Semester wird dann ganz schnell klar, dass jener Eindruck vom Anfang berechtigt ist und im weiteren Verlauf des Semesters in die ein oder andere Horror-Vorstellung übergeht: Werde ich je einen Zugang zur Biochemie finden? Und wenn nicht, ist es trotzdem irgendwie möglich, an den Schein zu kommen? Einfach wird das ganz bestimmt nicht – das zeigen zumindest die KlausurStatistiken der vorherigen Jahrgänge.

Es kristallisieren sich zwei verschiedene Probleme heraus: die Eingangsklausuren zum Praktikum: Es sind drei an der Zahl, ihre Punkte werden zusammengefasst; wie immer sind 51 % zum Bestehen erforderlich. Eines ist wohl einstimmig klar: es wird einem kein Punkt geschenkt, es sei denn, das Glück zeigt sich großzügig und beschert einem die 20 %, welche bei fünf möglichen Antworten für’s richtige Ergebnis stehen – is ja schließlich eine MC-Klausur. Die Klausuren orientieren sich thematisch an den Vorlesungen, welche zusammen mit den Humanmedizinern besucht werden. Womit wir beim Stichwort wären: Irgendwann hat man ja doch einmal Kontakt zu dem ein oder anderen Humanmediziner und stellt fest, dass er und seine Kommilitonen BiochemieSeminare haben. – Moment mal, zeigt sich da etwa ein Vorteil für die Humanmediziner, was die Chancen auf das richtige Beantworten der Klausurfragen betrifft? Viele Zahnmediziner fühlen sich benachteiligt. Und, auch das soll’s geben, sie wünschen sich, fordern Seminare, gerade weil die Biochemie nicht die einfachste Übung auf dem Weg zum Physikum ist. Dementsprechend eingeschüchtert versuchen natürlich alle, irgendwie diese drei Klausuren zu bestehen, manchmal wohl auch mit allen Mitteln.

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2.

Hat man es erst einmal ins Praktikum geschafft, so hat man zwar oft Schwierigkeiten, das bisher in den Vorlesungen Gehörte in den praktischen Kontext zu bringen, doch dürfte beim ein oder anderen auch ein wenig Erleichterung aufkommen, treten doch klinische Relevanzen, die wohl definitiv interessanter sind, in den Blickwinkel der Aufmerksamkeit. Zehn Blöcke umfasst das Praktikum, danach wird die Abschlussklausur geschrieben. An deren erfolgreiches Bestehen (51% der möglichen 100) ist die Scheinvergabe gekoppelt. Sie greift etwa fünf Themen des Praktikums auf und ist eine der größten Hürden, die jeder auf dem Weg zum Physikum auf sich nimmt. Seit einigen Jahren stellt sich bei jedem Studienjahr die Frage, wie viele Wiederholungsmöglichkeiten es für diese Klausur gibt, wann das Praktikum wiederholt werden muss, letztlich die Frage, wie viele Chancen es gibt, den Biochemie-Schein zu erhalten. Es kam zu Klagen, Diskussionen, Panik-Mache. Auf Nachfrage beim Institut scheint sich heraus zu kristallisieren, dass es insgesamt fünf Wiederholungsmöglichkeiten gibt. Wie man sieht, gibt es einige Chancen, an den Schein zu gelangen. Doch sei jedem Studenten angeraten, sich als oberstes Ziel das Bestehen der Klausur im ersten Anlauf zu setzen und sich nicht ausschließlich ruhig zu stellen, mit dem Wissen um die vielen Chancen, welche natürlich durchaus beruhigend wirken. Sicher ist es von großem Nutzen, sich in der Zeit des Praktikums wirklich auf dessen Inhalte einzustellen und den Stoff zeitnah aufzuarbeiten, um nicht kurz vor der Klausur in panische Schübe der Stoff-Flut wegen zu geraten und – überwältigt von der Masse der Fakten – zu kapitulieren. Auch sollte sich niemand scheuen, alle aufkommenden Fragen an die Praktikumsbetreuer zu tragen und sich auf diesem Wege mehr Klarheit zu verschaffen. Es ist halt so: ohne Fleiß geht nichts.

manja 55


2.

Hat man es erst einmal ins Praktikum geschafft, so hat man zwar oft Schwierigkeiten, das bisher in den Vorlesungen Gehörte in den praktischen Kontext zu bringen, doch dürfte beim ein oder anderen auch ein wenig Erleichterung aufkommen, treten doch klinische Relevanzen, die wohl definitiv interessanter sind, in den Blickwinkel der Aufmerksamkeit. Zehn Blöcke umfasst das Praktikum, danach wird die Abschlussklausur geschrieben. An deren erfolgreiches Bestehen (51% der möglichen 100) ist die Scheinvergabe gekoppelt. Sie greift etwa fünf Themen des Praktikums auf und ist eine der größten Hürden, die jeder auf dem Weg zum Physikum auf sich nimmt. Seit einigen Jahren stellt sich bei jedem Studienjahr die Frage, wie viele Wiederholungsmöglichkeiten es für diese Klausur gibt, wann das Praktikum wiederholt werden muss, letztlich die Frage, wie viele Chancen es gibt, den Biochemie-Schein zu erhalten. Es kam zu Klagen, Diskussionen, Panik-Mache. Auf Nachfrage beim Institut scheint sich heraus zu kristallisieren, dass es insgesamt fünf Wiederholungsmöglichkeiten gibt. Wie man sieht, gibt es einige Chancen, an den Schein zu gelangen. Doch sei jedem Studenten angeraten, sich als oberstes Ziel das Bestehen der Klausur im ersten Anlauf zu setzen und sich nicht ausschließlich ruhig zu stellen, mit dem Wissen um die vielen Chancen, welche natürlich durchaus beruhigend wirken. Sicher ist es von großem Nutzen, sich in der Zeit des Praktikums wirklich auf dessen Inhalte einzustellen und den Stoff zeitnah aufzuarbeiten, um nicht kurz vor der Klausur in panische Schübe der Stoff-Flut wegen zu geraten und – überwältigt von der Masse der Fakten – zu kapitulieren. Auch sollte sich niemand scheuen, alle aufkommenden Fragen an die Praktikumsbetreuer zu tragen und sich auf diesem Wege mehr Klarheit zu verschaffen. Es ist halt so: ohne Fleiß geht nichts.

manja 55


inside out

k i n i l K Der

er d i e l K neue

„ Es war einmal eine Klinik, die mitunter viel Geld dafür ausgab, um recht geputzt zu sein. In der großen Stadt, in der sie wohnte, ging es sehr munter her. In jedem Semester kamen viele Fremde an und über etliche Zeit auch einige Politiker, die sich für Senatoren ausgaben und sagten, dass sie das schönste Zeug, was man sich denken konnte, zu bauen verstanden. Die Formen und das Muster seien nicht alleine ungewöhnlich schön, sondern die Kleider, die von ihnen bezahlt würden, sollten die wunderbare Eigenschaft besitzen, dass sie für jeden Menschen unsichtbar seien, der nicht für sein Amt tauge oder unverzeihlich dumm sei..... „ So oder so ähnlich muss es sich zugetragen haben vor einiger Zeit in unserer Hauptstadt, obwohl man im Allgemeinen die Charité nicht um die momentane finanzielle Situation beneidet. Aber in einer Sache schaut Dental-Deutschland neidig auf unser Zentrum für Zahnmedizin. Es ist sogar soweit gekommen, dass die großherzogliche Ludwig-Maximilians-Universität zu München auch schon einige eifersüchtige Blicke Richtung Raum 0.66 / 0.67 unserer Klinik geworfen hat. Dort verbirgt sich nämlich die neueste Errungenschaft der zahnmedizinischen Ausbildung: Es ist der klinische Phantomkurs-Raum. Wie es bei einer Neuentwicklung nicht unbedingt unüblich ist, hat es natürlich einiges an Problemchen gegeben und es ist wohl vermessen zu behaupten, dass der Saal zum Start des letzten Phantomkurses der konservierenden Abteilung fertig gewesen sei. Aber wollen wir froh sein, dass wir ihn so nutzen konnten, wie er uns zur Verfügung gestanden hat und nicht nur als fixe Idee durch Hinterkammer-Finanz-Kommissionen geschleust wurde, um letztendlich im Müllschlucker für gute Ideen zu landen. In der jetzigen Finanz-Situation ist der Neubau eines solchen Saales mit Sicherheit keine Selbstverständlichkeit. Aber auch die Entwicklung zum status quo ist wohl eher als steinig zu bezeichnen. Das zeigt alleine, dass die vorher veranschlagten 1 Mio. € nach und nach auf 750.000 € (- 25%!!) gekürzt worden sind, was dann die Hersteller-Firma Sirona-Dental nicht unbedingt an den Rande des Ruins, aber zumindest, sagen wir mal, in betriebswirtschaftliche Bedenken gebracht hat. Nichts desto trotz existiert dieses neue Klinik-Kleid.

Das Besondere und vor allem Gepriesene daran sind die Kombinations-Arbeitsplätze, die von der Firma Sirona unter tatkräftiger Unterstützung von Dr. Götz Lösche, der als Initiator fungierte, dort eingerichtet wurden. Diese Wunderwerke bestehen aus einer klinische Behandlungs-Einheit C4+, die mit der Simulationseinheit gleichen Typs verbunden ist. Auf dem Patientenstuhl, dessen Funktionen äquivalent zu jeder Klinik-Einheit sind, ist ein Phantomkopf befestigt, der in wenigen Handgriffen zu demontieren ist, und so eine Verwendung des Saales zur gegenseitigen Behandlung, v.a. für die vorklinische Ausbildung, ermöglicht. Darin manifestiert sich eines der modernsten Ausbildungskonzepte in Deutschland. Des weiteren gewöhnt man sich als Behandlungs-Neuling direkt an eine ergonomische Arbeitshaltung und hat schon im Phantomkurs Umgang mit einer klinischen Einheit, so dass man sich nicht neben dem Stress der ersten Patientenbehandlung im 7. Semester auch noch an fremde Bedienungselemente gewöhnen muss. Mit Sicherheit sehr positive, richtungsweisende und aus Studentensicht erfreuliche Entwicklung, für die wir auch allen sich dafür verantwortlich Fühlenden herzlich danken. Leider bleibt ein fader Beigeschmack, den uns der Saal in baldiger Zukunft zumindest in unserer Klinik nicht mehr erstrahlen lassen könnte. Denn über ihm schwebt das Damokles-Schwert der eventuellen Schließung des ZZM am Campus Rudolf Virchow. Da kann man fast nur hoffen, dass bei den neuen Kombinationsarbeitsplätzen auch die PolitikNotbremse eingebaut ist: Eine entsprechende räumliche Flexibilität. Leider. „Aber sie hat ja gar nichts an!“ rief zuletzt das ganze Volk. Das ergriff die Klinik, denn das Volk schien ihr Recht zu haben, aber sie dachte bei sich: „Nun muss ich aushalten“ Und die Kammerherren gingen und trugen die Kleider fort, die sie gar nicht sahen. „ hoh

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k i n i l K Der

er d i e l K neue

„ Es war einmal eine Klinik, die mitunter viel Geld dafür ausgab, um recht geputzt zu sein. In der großen Stadt, in der sie wohnte, ging es sehr munter her. In jedem Semester kamen viele Fremde an und über etliche Zeit auch einige Politiker, die sich für Senatoren ausgaben und sagten, dass sie das schönste Zeug, was man sich denken konnte, zu bauen verstanden. Die Formen und das Muster seien nicht alleine ungewöhnlich schön, sondern die Kleider, die von ihnen bezahlt würden, sollten die wunderbare Eigenschaft besitzen, dass sie für jeden Menschen unsichtbar seien, der nicht für sein Amt tauge oder unverzeihlich dumm sei..... „ So oder so ähnlich muss es sich zugetragen haben vor einiger Zeit in unserer Hauptstadt, obwohl man im Allgemeinen die Charité nicht um die momentane finanzielle Situation beneidet. Aber in einer Sache schaut Dental-Deutschland neidig auf unser Zentrum für Zahnmedizin. Es ist sogar soweit gekommen, dass die großherzogliche Ludwig-Maximilians-Universität zu München auch schon einige eifersüchtige Blicke Richtung Raum 0.66 / 0.67 unserer Klinik geworfen hat. Dort verbirgt sich nämlich die neueste Errungenschaft der zahnmedizinischen Ausbildung: Es ist der klinische Phantomkurs-Raum. Wie es bei einer Neuentwicklung nicht unbedingt unüblich ist, hat es natürlich einiges an Problemchen gegeben und es ist wohl vermessen zu behaupten, dass der Saal zum Start des letzten Phantomkurses der konservierenden Abteilung fertig gewesen sei. Aber wollen wir froh sein, dass wir ihn so nutzen konnten, wie er uns zur Verfügung gestanden hat und nicht nur als fixe Idee durch Hinterkammer-Finanz-Kommissionen geschleust wurde, um letztendlich im Müllschlucker für gute Ideen zu landen. In der jetzigen Finanz-Situation ist der Neubau eines solchen Saales mit Sicherheit keine Selbstverständlichkeit. Aber auch die Entwicklung zum status quo ist wohl eher als steinig zu bezeichnen. Das zeigt alleine, dass die vorher veranschlagten 1 Mio. € nach und nach auf 750.000 € (- 25%!!) gekürzt worden sind, was dann die Hersteller-Firma Sirona-Dental nicht unbedingt an den Rande des Ruins, aber zumindest, sagen wir mal, in betriebswirtschaftliche Bedenken gebracht hat. Nichts desto trotz existiert dieses neue Klinik-Kleid.

Das Besondere und vor allem Gepriesene daran sind die Kombinations-Arbeitsplätze, die von der Firma Sirona unter tatkräftiger Unterstützung von Dr. Götz Lösche, der als Initiator fungierte, dort eingerichtet wurden. Diese Wunderwerke bestehen aus einer klinische Behandlungs-Einheit C4+, die mit der Simulationseinheit gleichen Typs verbunden ist. Auf dem Patientenstuhl, dessen Funktionen äquivalent zu jeder Klinik-Einheit sind, ist ein Phantomkopf befestigt, der in wenigen Handgriffen zu demontieren ist, und so eine Verwendung des Saales zur gegenseitigen Behandlung, v.a. für die vorklinische Ausbildung, ermöglicht. Darin manifestiert sich eines der modernsten Ausbildungskonzepte in Deutschland. Des weiteren gewöhnt man sich als Behandlungs-Neuling direkt an eine ergonomische Arbeitshaltung und hat schon im Phantomkurs Umgang mit einer klinischen Einheit, so dass man sich nicht neben dem Stress der ersten Patientenbehandlung im 7. Semester auch noch an fremde Bedienungselemente gewöhnen muss. Mit Sicherheit sehr positive, richtungsweisende und aus Studentensicht erfreuliche Entwicklung, für die wir auch allen sich dafür verantwortlich Fühlenden herzlich danken. Leider bleibt ein fader Beigeschmack, den uns der Saal in baldiger Zukunft zumindest in unserer Klinik nicht mehr erstrahlen lassen könnte. Denn über ihm schwebt das Damokles-Schwert der eventuellen Schließung des ZZM am Campus Rudolf Virchow. Da kann man fast nur hoffen, dass bei den neuen Kombinationsarbeitsplätzen auch die PolitikNotbremse eingebaut ist: Eine entsprechende räumliche Flexibilität. Leider. „Aber sie hat ja gar nichts an!“ rief zuletzt das ganze Volk. Das ergriff die Klinik, denn das Volk schien ihr Recht zu haben, aber sie dachte bei sich: „Nun muss ich aushalten“ Und die Kammerherren gingen und trugen die Kleider fort, die sie gar nicht sahen. „ hoh

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Interview mit Yvonne Kühne

>> Frau Kühne, MLP ist dafür bekannt, seine Kunden an den Hochschulen zu gewinnen. Aber was macht MLP eigentlich?

Das ist eine kurze, aber dennoch komplexe Frage. Auf den Punkt gebracht kann man das so beschreiben: MLP berät seine Kunden in allen wirtschaftlichen Fragestellungen und verbindet damit den privaten mit dem betriebswirtschaftlichen Bereich.

Kann sich ein einzelner Berater wirklich in allen wirtschaftlichen Fragen von Privatkunden auskennen?

Sie haben recht, das wäre vermutlich etwas zuviel verlangt. Deshalb spezialisieren sich MLPBerater auf jeweils eine akademische Berufsgruppe. Ich bin beispielsweise Finanzberaterin für Zahnmediziner und kenne die wirtschaftlichen Fragestellungen bei Zahnmedizinern ganz genau. Gestern rief mich beispielsweise ein Jurist an und wollte einen Termin vereinbaren – den habe ich an meinen Kollegen verwiesen, der auf die Beratung von Juristen spezialisiert ist. Denn es macht auch bei der wirtschaftlichen Planung einen erheblichen Unterschied, ob ich Partner in einer Kanzlei werde oder ob ich mich in eine Zahnarztpraxis einkaufe. Ich kann, auch mit Unterstützung eines spezialisierten Backoffices, sehr gut beurteilen, welchen Wert die technische Einrichtung, die Kartei – also insgesamt die Praxis hat. Da gibt es kaum jemanden im Finanzmarkt, der sich so wie MLP in den jeweiligen Besonderheiten der Berufssparten auskennt. Meine Hauptaufgabe ist aber, gemeinsam mit meinem Kunden schlüssige und vor allem aufeinander abgestimmte Konzepte zu entwickeln.

An der Uni bieten Sie aber auch Berufsstarterseminare an. Wie passt das denn mit Ihren Finanzdienstleistungen zusammen? Unsere Kernkompetenz ist die Finanzdienstleistung. Aber MLP betreut nun seit über 30 Jahren Zahn- und Humanmediziner, die in der Regel bereits im Hauptstudium Kunden geworden sind. Da hat sich natürlich ein gewisser Erfahrungsschatz aufgebaut, den wir gerne weitergeben – kostenfrei und nicht ausschließlich für Kunden versteht sich.

Aber Sie verkaufen Versicherungen und haben auch Bankprodukte in Ihrem Angebot. Was bekommen Zahnmediziner bei Ihnen, was sie woanders nicht bekommen?

In erster Linie erhalten Sie bei MLP eine exzellente und umfassende Beratungsleistung. Oft wird den Kunden erst in meiner Beratung klar, welche Ziele sie haben – Auslandsaufenthalt, eigene Praxis, regelmäßiger Urlaub, Familie, Hobbies, vielleicht eine Immobilie – jeder verfolgt seine eigenen Ziele. Meine Aufgabe besteht darin, gemeinsam mit meinen Kunden die Ziele zu priorisieren und heute mit den verfügbaren Mitteln damit anzufangen, dass diese Ziele später umgesetzt werden können. Dafür erstelle ich ein Konzept, das eine Strategie beinhaltet. Im allerletzten Schritt schaue ich mir den Markt an, welche Produkte angeboten werden, die optimal in diese Strategie passen. Schon bis hierher, denke ich, sehen Sie bereits einen recht gewaltigen Unterschied zu einem Vermittler, der ausschließlich Produkte eines Unternehmens anbieten kann. MLP hat inzwischen etwas mehr als 500.000 Kunden, davon rund 100.000 Zahnund Humanmediziner. Das sind etwa 30 bis 40 Prozent aller in Deutschland praktizierenden Zahn- und Humanmediziner. MLP nutzt diese Marktstärke, um die Konditionen der Produkte, die wir in unsere Konzepte einbauen, für unsere Kunden vorteilhaft zu verändern, sie zu veredeln. Sie erhalten also bei MLP zu der individuellen Beratung auch Produkte, die nicht nur auf ein Konzept abgestimmt sind, sondern auch für die jeweilige Berufssparte besondere Konditionen haben, während sie sonst von dem jeweiligen Anbieter nur das Standardprodukt erhalten.

Wie können Sie mich erreichen?

Was qualifiziert mich für meine Tätigkeit?

Yvonne Kühne MLP Geschäftsstelle Berlin II Kurfürstenstr. 84 10787 Berlin Tel.: 030/880 334 – 47 Fax: 030/880 334 – 44 e-mail: yvonne.kuehne@mlp-ag.com

Bankfachwirtin (BA) Fachberaterin für Finanzdienstleistungen (EWF) MLP Financial Consultant (CU)

Nehmen wir mal an, ich entscheide mich für einen Beratungstermin bei MLP. Was erwartet mich? Um einen kleinen Eindruck zu geben, würde ich die Beratung in folgende drei Teile gliedern. Zunächst befrage ich meinen Kunden nach seinen Zielen für die Zukunft. Danach wird die momentane Situation des Kunden analysiert. Und im dritten Schritt erarbeite ich ein Finanzkonzept, dass es meinem Kunden ermöglicht, seine Ziele zu erreichen. Dabei besprechen wir Prioritäten und es ist auch meine Aufgabe, dem Kunden eventuell sagen zu müssen, dass bestimmte Ziele vielleicht nicht realistisch sind – auch das gehört zu einer integeren Beratung dazu. Übrigens, die Analyse der momentanen Situation bezieht sich nicht nur auf den finanziellen Bereich, wie viele denken. Sie ist ganzheitlich ausgelegt, wie auch das Finanzkonzept. Wenn ein Kunde beispielsweise plant, ein Jahr ins Ausland zu gehen, sollte das natürlich heute schon im Konzept berücksichtigt werden. Ich denke hier nur an die gegebenenfalls höheren Lebenshaltungskosten oder auch die Frage des Versicherungsschutzes. Auch da gibt es im Ausland andere Anforderungen als hier in Deutschland.

Das Finanzkonzept ist also flexibel und individuell?

Ja, definitiv. An erster Stelle stehen bei MLP die unterschiedlichen Ziele unserer Kunden. Da diese Bedürfnisse nie ganz deckungsgleich sind und sich auch im Laufe des Lebens ändern, wollen wir durch Flexibilität und vor allem durch intelligente Konzepte schlüssige Lösungen anbieten.

Gibt es so etwas wie eine Goldene Regel, um irgendwann wirtschaftlich unabhängig sein zu können? Eigentlich nicht. Aber was man sich ganz gut merken kann, ist dieser Spruch bei MLP: „Die Zeit ist Deine Freundin“. Das bedeutet, je früher man mit gewissen Planungs- und Sparprozessen beginnt, desto wahrscheinlicher ist es, das Ziel zu erreichen. Das ist schon mit kleinen Beträgen möglich. Wichtig ist nur, dass man überhaupt anfängt. Dahinter stecken der Zinseszinseffekt und der sogenannte Cost-Average-Effect. Aber das erkläre ich dann doch lieber im Beratungsgespräch.

Spezielle Angebote für Studenten Vielen Dank für das Gespräch.

-Seminare „Bewerbung und Berufsstart als Assistenzzahnarzt“ und „Niederlassungsmanagement für Zahnmediziner“ -Verleih der Dualen Reihe (Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Dermatologie, Innere Medizin, --Medizinische Mikrobiologie) => Mit der Gewinnkarte in dieser un-plaqued- Ausgabe können -Interessenten auch an der Verlosung teilnehmen. -Girokonto und Kreditkarte für Studenten -Absicherung des Berufsunfähigkeitsrisikos schon für Studenten über das bestpartner concept (ein Vertrag, mehrere Versicherer, optimale Risikostreuung, kleine Beiträge) -MLP Deckungskonzept für junge Akademiker (Krankenversicherung für berufliche Aufenthalte im Ausland, Haftpflicht für Famulaturen, ...) -Risikomanagement-Starterpaket (Haftpflicht, Hausrat, Unfall, Krankheit auf Auslandsreisen) zum -Studentenpreis -Spezielle Unfallversicherung für Zahnmediziner (Tarif Spezial-Hand) -MLP top portfolio (Exklusives Fondsmanagement mit niedrigen Sparraten.) ... und immer eine individuelle Beratung und ein flexibles Finanzkonzept


Interview mit Yvonne Kühne

>> Frau Kühne, MLP ist dafür bekannt, seine Kunden an den Hochschulen zu gewinnen. Aber was macht MLP eigentlich?

Das ist eine kurze, aber dennoch komplexe Frage. Auf den Punkt gebracht kann man das so beschreiben: MLP berät seine Kunden in allen wirtschaftlichen Fragestellungen und verbindet damit den privaten mit dem betriebswirtschaftlichen Bereich.

Kann sich ein einzelner Berater wirklich in allen wirtschaftlichen Fragen von Privatkunden auskennen?

Sie haben recht, das wäre vermutlich etwas zuviel verlangt. Deshalb spezialisieren sich MLPBerater auf jeweils eine akademische Berufsgruppe. Ich bin beispielsweise Finanzberaterin für Zahnmediziner und kenne die wirtschaftlichen Fragestellungen bei Zahnmedizinern ganz genau. Gestern rief mich beispielsweise ein Jurist an und wollte einen Termin vereinbaren – den habe ich an meinen Kollegen verwiesen, der auf die Beratung von Juristen spezialisiert ist. Denn es macht auch bei der wirtschaftlichen Planung einen erheblichen Unterschied, ob ich Partner in einer Kanzlei werde oder ob ich mich in eine Zahnarztpraxis einkaufe. Ich kann, auch mit Unterstützung eines spezialisierten Backoffices, sehr gut beurteilen, welchen Wert die technische Einrichtung, die Kartei – also insgesamt die Praxis hat. Da gibt es kaum jemanden im Finanzmarkt, der sich so wie MLP in den jeweiligen Besonderheiten der Berufssparten auskennt. Meine Hauptaufgabe ist aber, gemeinsam mit meinem Kunden schlüssige und vor allem aufeinander abgestimmte Konzepte zu entwickeln.

An der Uni bieten Sie aber auch Berufsstarterseminare an. Wie passt das denn mit Ihren Finanzdienstleistungen zusammen? Unsere Kernkompetenz ist die Finanzdienstleistung. Aber MLP betreut nun seit über 30 Jahren Zahn- und Humanmediziner, die in der Regel bereits im Hauptstudium Kunden geworden sind. Da hat sich natürlich ein gewisser Erfahrungsschatz aufgebaut, den wir gerne weitergeben – kostenfrei und nicht ausschließlich für Kunden versteht sich.

Aber Sie verkaufen Versicherungen und haben auch Bankprodukte in Ihrem Angebot. Was bekommen Zahnmediziner bei Ihnen, was sie woanders nicht bekommen?

In erster Linie erhalten Sie bei MLP eine exzellente und umfassende Beratungsleistung. Oft wird den Kunden erst in meiner Beratung klar, welche Ziele sie haben – Auslandsaufenthalt, eigene Praxis, regelmäßiger Urlaub, Familie, Hobbies, vielleicht eine Immobilie – jeder verfolgt seine eigenen Ziele. Meine Aufgabe besteht darin, gemeinsam mit meinen Kunden die Ziele zu priorisieren und heute mit den verfügbaren Mitteln damit anzufangen, dass diese Ziele später umgesetzt werden können. Dafür erstelle ich ein Konzept, das eine Strategie beinhaltet. Im allerletzten Schritt schaue ich mir den Markt an, welche Produkte angeboten werden, die optimal in diese Strategie passen. Schon bis hierher, denke ich, sehen Sie bereits einen recht gewaltigen Unterschied zu einem Vermittler, der ausschließlich Produkte eines Unternehmens anbieten kann. MLP hat inzwischen etwas mehr als 500.000 Kunden, davon rund 100.000 Zahnund Humanmediziner. Das sind etwa 30 bis 40 Prozent aller in Deutschland praktizierenden Zahn- und Humanmediziner. MLP nutzt diese Marktstärke, um die Konditionen der Produkte, die wir in unsere Konzepte einbauen, für unsere Kunden vorteilhaft zu verändern, sie zu veredeln. Sie erhalten also bei MLP zu der individuellen Beratung auch Produkte, die nicht nur auf ein Konzept abgestimmt sind, sondern auch für die jeweilige Berufssparte besondere Konditionen haben, während sie sonst von dem jeweiligen Anbieter nur das Standardprodukt erhalten.

Wie können Sie mich erreichen?

Was qualifiziert mich für meine Tätigkeit?

Yvonne Kühne MLP Geschäftsstelle Berlin II Kurfürstenstr. 84 10787 Berlin Tel.: 030/880 334 – 47 Fax: 030/880 334 – 44 e-mail: yvonne.kuehne@mlp-ag.com

Bankfachwirtin (BA) Fachberaterin für Finanzdienstleistungen (EWF) MLP Financial Consultant (CU)

Nehmen wir mal an, ich entscheide mich für einen Beratungstermin bei MLP. Was erwartet mich? Um einen kleinen Eindruck zu geben, würde ich die Beratung in folgende drei Teile gliedern. Zunächst befrage ich meinen Kunden nach seinen Zielen für die Zukunft. Danach wird die momentane Situation des Kunden analysiert. Und im dritten Schritt erarbeite ich ein Finanzkonzept, dass es meinem Kunden ermöglicht, seine Ziele zu erreichen. Dabei besprechen wir Prioritäten und es ist auch meine Aufgabe, dem Kunden eventuell sagen zu müssen, dass bestimmte Ziele vielleicht nicht realistisch sind – auch das gehört zu einer integeren Beratung dazu. Übrigens, die Analyse der momentanen Situation bezieht sich nicht nur auf den finanziellen Bereich, wie viele denken. Sie ist ganzheitlich ausgelegt, wie auch das Finanzkonzept. Wenn ein Kunde beispielsweise plant, ein Jahr ins Ausland zu gehen, sollte das natürlich heute schon im Konzept berücksichtigt werden. Ich denke hier nur an die gegebenenfalls höheren Lebenshaltungskosten oder auch die Frage des Versicherungsschutzes. Auch da gibt es im Ausland andere Anforderungen als hier in Deutschland.

Das Finanzkonzept ist also flexibel und individuell?

Ja, definitiv. An erster Stelle stehen bei MLP die unterschiedlichen Ziele unserer Kunden. Da diese Bedürfnisse nie ganz deckungsgleich sind und sich auch im Laufe des Lebens ändern, wollen wir durch Flexibilität und vor allem durch intelligente Konzepte schlüssige Lösungen anbieten.

Gibt es so etwas wie eine Goldene Regel, um irgendwann wirtschaftlich unabhängig sein zu können? Eigentlich nicht. Aber was man sich ganz gut merken kann, ist dieser Spruch bei MLP: „Die Zeit ist Deine Freundin“. Das bedeutet, je früher man mit gewissen Planungs- und Sparprozessen beginnt, desto wahrscheinlicher ist es, das Ziel zu erreichen. Das ist schon mit kleinen Beträgen möglich. Wichtig ist nur, dass man überhaupt anfängt. Dahinter stecken der Zinseszinseffekt und der sogenannte Cost-Average-Effect. Aber das erkläre ich dann doch lieber im Beratungsgespräch.

Spezielle Angebote für Studenten Vielen Dank für das Gespräch.

-Seminare „Bewerbung und Berufsstart als Assistenzzahnarzt“ und „Niederlassungsmanagement für Zahnmediziner“ -Verleih der Dualen Reihe (Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Dermatologie, Innere Medizin, --Medizinische Mikrobiologie) => Mit der Gewinnkarte in dieser un-plaqued- Ausgabe können -Interessenten auch an der Verlosung teilnehmen. -Girokonto und Kreditkarte für Studenten -Absicherung des Berufsunfähigkeitsrisikos schon für Studenten über das bestpartner concept (ein Vertrag, mehrere Versicherer, optimale Risikostreuung, kleine Beiträge) -MLP Deckungskonzept für junge Akademiker (Krankenversicherung für berufliche Aufenthalte im Ausland, Haftpflicht für Famulaturen, ...) -Risikomanagement-Starterpaket (Haftpflicht, Hausrat, Unfall, Krankheit auf Auslandsreisen) zum -Studentenpreis -Spezielle Unfallversicherung für Zahnmediziner (Tarif Spezial-Hand) -MLP top portfolio (Exklusives Fondsmanagement mit niedrigen Sparraten.) ... und immer eine individuelle Beratung und ein flexibles Finanzkonzept


Die Blumenstraußaffäre

oder die wahrscheinlich asexuellste Form des Masochismus

Da hat man sich richtig abgemüht, bis zur Brechgrenze oder sogar schon alles gegeben, und damit meine ich dann auch wirklich alles. Der Zusammenhalt zwischen den Studenten stieg mit dem Beginn des 5. Studienjahres. Man stelle sich vor, das Semester neigt sich gerade dem Ende entgegen, die letzten Vorbereitungen am Staatsexamenspatienten sind noch zu treffen, da gibt es auf einmal noch so richtig eins auf die Mütze; nee, man könnte sogar eher sagen, Keile, Dresche oder so ähnlich würde es eher treffen. Da fehlt eigentlich nur noch der fakultative Survivalkurs! Na ja, man hat sich über die Jahre ein dickes Fell wachsen lassen, um die Strapazen des Studiums zu überleben: frei nach dem allgemeingültigen Motto: Keile vergeht, Arsch besteht! Ok, zurück zum Thema. Diese Vorbereitungsphase und das Examen im Fach Prothetik bei einer gewissen Oberärztin war das Bizarrste, was einem Studenten widerfahren konnte. Es fing damit an, dass bei manchen Studenten die Antipathien schon beim ersten Kontakt mit der Prüferin offensichtlich wurden und später sogar in handfeste Beleidigungen vor dem Patienten und stundenlange Warteprozeduren übergingen. Selbst die Patienten der so genannten WHO - Klasse 3, immerhin schon stolze 83 Jahre alt, durften bei 30° Celsius Außentemperatur und altersschwacher Klimaanlage stundenlang warten! Service wie in einem modernem geriatrischen Zentrum. Es endete vorerst damit, dass bei einer Studentin neun (9), man lasse sich diese Zahl auf der Zunge zergehen, Patienten abgelehnt wurden! Da fällt einem doch nichts mehr dazu ein, außer vielleicht ganz menschliche nachzuvollziehende Gedanken!!! Man versorgte die seelischen Wunden gegenseitig und sagte sich immer wieder: „Die Zahnklinik ist kein SM Studio, und die Oberärztin ist keine Domina.“ 61


Die Blumenstraußaffäre

oder die wahrscheinlich asexuellste Form des Masochismus

Da hat man sich richtig abgemüht, bis zur Brechgrenze oder sogar schon alles gegeben, und damit meine ich dann auch wirklich alles. Der Zusammenhalt zwischen den Studenten stieg mit dem Beginn des 5. Studienjahres. Man stelle sich vor, das Semester neigt sich gerade dem Ende entgegen, die letzten Vorbereitungen am Staatsexamenspatienten sind noch zu treffen, da gibt es auf einmal noch so richtig eins auf die Mütze; nee, man könnte sogar eher sagen, Keile, Dresche oder so ähnlich würde es eher treffen. Da fehlt eigentlich nur noch der fakultative Survivalkurs! Na ja, man hat sich über die Jahre ein dickes Fell wachsen lassen, um die Strapazen des Studiums zu überleben: frei nach dem allgemeingültigen Motto: Keile vergeht, Arsch besteht! Ok, zurück zum Thema. Diese Vorbereitungsphase und das Examen im Fach Prothetik bei einer gewissen Oberärztin war das Bizarrste, was einem Studenten widerfahren konnte. Es fing damit an, dass bei manchen Studenten die Antipathien schon beim ersten Kontakt mit der Prüferin offensichtlich wurden und später sogar in handfeste Beleidigungen vor dem Patienten und stundenlange Warteprozeduren übergingen. Selbst die Patienten der so genannten WHO - Klasse 3, immerhin schon stolze 83 Jahre alt, durften bei 30° Celsius Außentemperatur und altersschwacher Klimaanlage stundenlang warten! Service wie in einem modernem geriatrischen Zentrum. Es endete vorerst damit, dass bei einer Studentin neun (9), man lasse sich diese Zahl auf der Zunge zergehen, Patienten abgelehnt wurden! Da fällt einem doch nichts mehr dazu ein, außer vielleicht ganz menschliche nachzuvollziehende Gedanken!!! Man versorgte die seelischen Wunden gegenseitig und sagte sich immer wieder: „Die Zahnklinik ist kein SM Studio, und die Oberärztin ist keine Domina.“ 61


inside out

Man konnte doch überhaupt keine so schreckliche Tat begangen haben, um derart bestraft zu werden. Das Mitleid der restlichen Mitarbeiter der Klinik bestärkte die armen Häschen dieser Gruppe nicht unwesentlich. Und dann endlich, nach 2 Wochen Angst und Schrecken, die Fingernägel waren abgekaut und die Okklusion hatte sich schon gesenkt, kam das ersehnte Ende..

Warum hat man solche Erniedringungen über sich ergehen lassen? A) weil man sich an unterster Rangordnung befand, und B) weil man sich innerhalb der Gruppe gegenseitig stärkte und man mal wieder mitbekommen hat, dass es Student XY kurz vorher noch viel schlimmer erwischt hat. Drei der Gepeinigten sind gerade so mit einem grünen und einem blauen Auge davongekommen. Da kommt eine Studentin mit einem Blumenstrauß, nein, eher einem pompösen wunderschönen Sommerblumengeflecht in den Saal. Es roch so herrlich nach Sommer und Freiheit. Die Farben spiegelten die gesamte Pracht der Jahreszeit wieder. Alle dachten, der Strauß sei für unsere Assistenzärzte, die für die besagten drei Studenten in die Bresche gesprungen sind und sich wie „Jung Siegfried“ dem Drachen in den Weg gestellt hatten. >>Denkste, der Strauß war für den Drachen! Äh, schluck noch mal; für die Oberärztin??? Hallo, das´n schlechter Scherz, oder? Nein, es war kein Scherz! Selbst nach heftiger Diskussion war die Kommilitonin aber nicht davon abzubringen. Der Blumenstrauß, der für mich wohl eher den verlorenen Sommer verkörperte, wanderte in die Hand der Oberärztin. In Zeitlupe lief der B-Movie „Das Prothetikexamen“ vor den Augen der meisten anderen Studenten der Gruppe ab. Immer wieder überraschen einen die Menschen, aber noch öfter die Zahnmediziner. Wohl selten hat der Masochismus eine ähnlich ausgeprägte asexuelle Form angenommen wie in diesem Studiengang. studere 63


inside out

Man konnte doch überhaupt keine so schreckliche Tat begangen haben, um derart bestraft zu werden. Das Mitleid der restlichen Mitarbeiter der Klinik bestärkte die armen Häschen dieser Gruppe nicht unwesentlich. Und dann endlich, nach 2 Wochen Angst und Schrecken, die Fingernägel waren abgekaut und die Okklusion hatte sich schon gesenkt, kam das ersehnte Ende..

Warum hat man solche Erniedringungen über sich ergehen lassen? A) weil man sich an unterster Rangordnung befand, und B) weil man sich innerhalb der Gruppe gegenseitig stärkte und man mal wieder mitbekommen hat, dass es Student XY kurz vorher noch viel schlimmer erwischt hat. Drei der Gepeinigten sind gerade so mit einem grünen und einem blauen Auge davongekommen. Da kommt eine Studentin mit einem Blumenstrauß, nein, eher einem pompösen wunderschönen Sommerblumengeflecht in den Saal. Es roch so herrlich nach Sommer und Freiheit. Die Farben spiegelten die gesamte Pracht der Jahreszeit wieder. Alle dachten, der Strauß sei für unsere Assistenzärzte, die für die besagten drei Studenten in die Bresche gesprungen sind und sich wie „Jung Siegfried“ dem Drachen in den Weg gestellt hatten. >>Denkste, der Strauß war für den Drachen! Äh, schluck noch mal; für die Oberärztin??? Hallo, das´n schlechter Scherz, oder? Nein, es war kein Scherz! Selbst nach heftiger Diskussion war die Kommilitonin aber nicht davon abzubringen. Der Blumenstrauß, der für mich wohl eher den verlorenen Sommer verkörperte, wanderte in die Hand der Oberärztin. In Zeitlupe lief der B-Movie „Das Prothetikexamen“ vor den Augen der meisten anderen Studenten der Gruppe ab. Immer wieder überraschen einen die Menschen, aber noch öfter die Zahnmediziner. Wohl selten hat der Masochismus eine ähnlich ausgeprägte asexuelle Form angenommen wie in diesem Studiengang. studere 63


Ich laufe den Gang entlang und denke. So viele Poster hängen hier, schön ordentlich aufgereiht, manche von ihnen seit Anfang der neunziger Jahre. Schon fast eine Ewigkeit. Ich frage mich eigentlich jedes Mal, ob jemand diese Tafeln auf Aktualität prüft, oder ob es vielleicht einfach erarbeitetes Wissen für die Ewigkeit ist? Und dann rattert es. Was bleibt von uns in der „Ewigkeit“, und was wird ewig in uns bleiben? Zweieinhalb Jahre engstes Zusammenleben, Freude und Leid, Stress, Erfolg und Niederlagen, Punktejagd und Angst vorm Durchfallen – all das wird noch sehr lange in meinem Geist und meinen Gefühlen verwurzelt bleiben. Erfahrungen zum Teil, die ich bis dahin nicht machen musste und wahrscheinlich auch so schnell nicht wieder machen werde. Doch auch mein Stuhlgefährte, die Leute aus dem Saal, die Assistenten, Helferinnen und Zivis werde ich vor meinem inneren Auge wieder sehen, wenn ich mich erinnere.

Aber was wird aus dem Wissen, welches uns in der Uni vermittelt wurde. Wie viel davon ist Grundlagenwissen, und wie viel davon Hypothese auf dem neuestem Stand der Entwicklung, untermauert von einem „aber Hintergründe sind noch nicht geklärt“.

für immer und ewig?

65


Ich laufe den Gang entlang und denke. So viele Poster hängen hier, schön ordentlich aufgereiht, manche von ihnen seit Anfang der neunziger Jahre. Schon fast eine Ewigkeit. Ich frage mich eigentlich jedes Mal, ob jemand diese Tafeln auf Aktualität prüft, oder ob es vielleicht einfach erarbeitetes Wissen für die Ewigkeit ist? Und dann rattert es. Was bleibt von uns in der „Ewigkeit“, und was wird ewig in uns bleiben? Zweieinhalb Jahre engstes Zusammenleben, Freude und Leid, Stress, Erfolg und Niederlagen, Punktejagd und Angst vorm Durchfallen – all das wird noch sehr lange in meinem Geist und meinen Gefühlen verwurzelt bleiben. Erfahrungen zum Teil, die ich bis dahin nicht machen musste und wahrscheinlich auch so schnell nicht wieder machen werde. Doch auch mein Stuhlgefährte, die Leute aus dem Saal, die Assistenten, Helferinnen und Zivis werde ich vor meinem inneren Auge wieder sehen, wenn ich mich erinnere.

Aber was wird aus dem Wissen, welches uns in der Uni vermittelt wurde. Wie viel davon ist Grundlagenwissen, und wie viel davon Hypothese auf dem neuestem Stand der Entwicklung, untermauert von einem „aber Hintergründe sind noch nicht geklärt“.

für immer und ewig?

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>> Im Durchschnitt wird alle zehn Jahre elementares Wissen in der Medizin grundlegend erneuert. Behandlungsabläufe, Operationstechniken, Medikationen und Therapiewege werden teilweise um 180° geändert, weil neue Geräte, der Austausch mit anderen Fachbereichen und neuere Forschungsergebnisse eine andere Sichtweise auf die schon bekannte Materie ermöglichen. Und, weil man vorher auch Menschen hatte, die sich, wie auch gegenwärtig, und frei nach dem Motto „wie Fritzchen sich den Krieg vorstellte“, ihre eigenen Vorstellungen von der Natur und dem Leben machten. Was soll man auch anderes tun? Das Menschsein bringt es nun mal mit sich, dass man nicht alles Wissen zu erfassen vermag und zusätzlich eine gewisse Fehleranfälligkeit garantiert. Auf dieser Basis wundert es mich dann allerdings, wenn dieses aktuelle Wissen so vermittelt wird, als wäre es eben diese Wahrheit für die Ewigkeit. Was werden wir mehr wissen, wenn wir 100 neue parodontalpathogene Keime entdeckten oder weitere 500 CD Rezeptoren bestimmen könnten? Erst recht, wenn grundlegende Pathomechanismen nicht bekannt sind. Ich hatte mir immer gewünscht, dass der Dozent mal sagen würde: „Wissen Sie, liebe Studenten, wir können in diesem Bereich nicht alles schlüssig erklären, haben aber eine Hypothese entwickelt, die der Wahrheit möglichst nahe kommen soll, sie aber einfach nicht vollständig beschreibt. Sollten Sie Alternativen haben, würden wir uns freuen, diese mit Ihnen zu diskutieren.“ Stattdessen umklammern wir jeden Strohhalm auf der Suche nach dem verständlichen und/ oder lernbaren Wissen, dass uns möglichst durch das ganze Leben bringen soll. Und wenn nicht für´s Wissen, dann wenigstens nach Ruhm und Ehre streben - einen neuen Schritt menschliche Erkenntnis in seine Promotion geschrieben zu haben. Ein kleiner, aber wichtiger Baustein in dieser wahnsinnigen Maschinerie Mensch zu sein. Noch dazu, wenn jeden Tag international 10.000 Publikationen durch alle Themen veröffentlicht werden. Ich denke da eher an die Wegwerfgesellschaft anstatt an ein Bausteinsystem mit Ziel, denke eher an die Promotion als Titellieferant oder Teil der Karriere eines zukünftigen Professors anstelle der persönlichen Forschungsarbeit und Lebenserfahrung. Ein Glück, dass gerade Zahnmedizin dann doch noch einen praktischen Nutzen hat. Das Geld - welches man verdienen kann, wenn man sich nicht allzu ungeschickt anstellt. Doch wie viel wird das in der Zukunft noch sein? Denn gerade die zukunftsweisenden Therapiemöglichkeiten wie KFO oder die parodontologische Behandlung wurden am meisten bei der neuen BEMA-Gestaltung abgewertet. Und überhaupt, spätestens wenn der Großteil der zahnärztlichen Leistungen gänzlich privat liquidiert wird, werden Sonderangebote und Schnäppchenpreisprophylaxe den Markt bestimmen. Ob dann noch ein Porsche im Stall steht? 66 66

Am Ende bleibt da noch der Patient, für den es sich auf jeden Fall lohnt, gegen Karius und Bactus in den Kampf zu ziehen. Wenn er verstanden hat, warum er krank ist, beziehungsweise wir es ihm erklärt haben. Aber leider ist auch das nicht ewig anhaltend, sondern muss im regelmäßigen Recall immer wieder hergebetet werden. Was bleibt dann also für die Ewigkeit? Da ist der Reiz der ständig neuen Herausforderung, wenn Patienten mit ihren teilweise sehr eigenen Problemen an uns herantreten, oder die Begeisterung im Detail zu arbeiten und gleichzeitig Großes bewirken zu können und die Verantwortung, bewusst mit dem Vertrauen des Patienten umzugehen. Emotionen für die Ewigkeit. idee


>> Im Durchschnitt wird alle zehn Jahre elementares Wissen in der Medizin grundlegend erneuert. Behandlungsabläufe, Operationstechniken, Medikationen und Therapiewege werden teilweise um 180° geändert, weil neue Geräte, der Austausch mit anderen Fachbereichen und neuere Forschungsergebnisse eine andere Sichtweise auf die schon bekannte Materie ermöglichen. Und, weil man vorher auch Menschen hatte, die sich, wie auch gegenwärtig, und frei nach dem Motto „wie Fritzchen sich den Krieg vorstellte“, ihre eigenen Vorstellungen von der Natur und dem Leben machten. Was soll man auch anderes tun? Das Menschsein bringt es nun mal mit sich, dass man nicht alles Wissen zu erfassen vermag und zusätzlich eine gewisse Fehleranfälligkeit garantiert. Auf dieser Basis wundert es mich dann allerdings, wenn dieses aktuelle Wissen so vermittelt wird, als wäre es eben diese Wahrheit für die Ewigkeit. Was werden wir mehr wissen, wenn wir 100 neue parodontalpathogene Keime entdeckten oder weitere 500 CD Rezeptoren bestimmen könnten? Erst recht, wenn grundlegende Pathomechanismen nicht bekannt sind. Ich hatte mir immer gewünscht, dass der Dozent mal sagen würde: „Wissen Sie, liebe Studenten, wir können in diesem Bereich nicht alles schlüssig erklären, haben aber eine Hypothese entwickelt, die der Wahrheit möglichst nahe kommen soll, sie aber einfach nicht vollständig beschreibt. Sollten Sie Alternativen haben, würden wir uns freuen, diese mit Ihnen zu diskutieren.“ Stattdessen umklammern wir jeden Strohhalm auf der Suche nach dem verständlichen und/ oder lernbaren Wissen, dass uns möglichst durch das ganze Leben bringen soll. Und wenn nicht für´s Wissen, dann wenigstens nach Ruhm und Ehre streben - einen neuen Schritt menschliche Erkenntnis in seine Promotion geschrieben zu haben. Ein kleiner, aber wichtiger Baustein in dieser wahnsinnigen Maschinerie Mensch zu sein. Noch dazu, wenn jeden Tag international 10.000 Publikationen durch alle Themen veröffentlicht werden. Ich denke da eher an die Wegwerfgesellschaft anstatt an ein Bausteinsystem mit Ziel, denke eher an die Promotion als Titellieferant oder Teil der Karriere eines zukünftigen Professors anstelle der persönlichen Forschungsarbeit und Lebenserfahrung. Ein Glück, dass gerade Zahnmedizin dann doch noch einen praktischen Nutzen hat. Das Geld - welches man verdienen kann, wenn man sich nicht allzu ungeschickt anstellt. Doch wie viel wird das in der Zukunft noch sein? Denn gerade die zukunftsweisenden Therapiemöglichkeiten wie KFO oder die parodontologische Behandlung wurden am meisten bei der neuen BEMA-Gestaltung abgewertet. Und überhaupt, spätestens wenn der Großteil der zahnärztlichen Leistungen gänzlich privat liquidiert wird, werden Sonderangebote und Schnäppchenpreisprophylaxe den Markt bestimmen. Ob dann noch ein Porsche im Stall steht? 66 66

Am Ende bleibt da noch der Patient, für den es sich auf jeden Fall lohnt, gegen Karius und Bactus in den Kampf zu ziehen. Wenn er verstanden hat, warum er krank ist, beziehungsweise wir es ihm erklärt haben. Aber leider ist auch das nicht ewig anhaltend, sondern muss im regelmäßigen Recall immer wieder hergebetet werden. Was bleibt dann also für die Ewigkeit? Da ist der Reiz der ständig neuen Herausforderung, wenn Patienten mit ihren teilweise sehr eigenen Problemen an uns herantreten, oder die Begeisterung im Detail zu arbeiten und gleichzeitig Großes bewirken zu können und die Verantwortung, bewusst mit dem Vertrauen des Patienten umzugehen. Emotionen für die Ewigkeit. idee


Impressionen aus den Kliniken Laborzeit Ich sitze hier, der Kunststoff stinkt. Zur Kunststoffvergiftung bekommt man in der Klinik auch die Amalgamvergiftung kostenlos. Danke. Draußen ist Frühling, es grünt, schneit und blüht. Aber wenn es dunkel ist, machen die Jahreszeiten kaum einen Unterschied und dunkel ist es, wenn ich komme und wenn ich aus der Uni gehe. Dunkel ist es auch in meinem Kopf. Im Moment. Der breite Fensterstreifen im Labor erscheint mir wie ein Filmausschnitt. Draußen tobt das Leben, die Leute laufen entspannt durch die Mittelallee, Menschen schließen ihre Augen, genießen Sonnenlicht und Wärme. Mist, Frontzähne abgebrochen – na ja, nicht so wichtig, klappt auch so. Immer wieder schweife ich ab, aber nach 5 Stunden behandeln, 2 Seminaren und endlich etwas zum kauen zwischen den Beißerchen, ist es auch selbstverständlich, dass mein Geist seine Freiheit sucht. Keine Chance, geh zurück in den Zahnbogen.

Ich falle in ein Loch

Es ist schwarz. Ich fühle mich allein. Es ist kalt. Ich kann nicht mehr – ich will nicht mehr. Wo ist die Freude? Wo sind die Freunde? In harten Zeiten wächst man zusammen, wahre Freunde zeigen sich. Und wenn Zahnmedizinstudenten nicht harte Zeiten haben, dann weiß ich auch nicht mehr weiter. So bilden sich sehr schnell, und aus Sicht des Examens auch nachhaltig, enge Beziehungen aus. Niederlagen, Erfolge, Parties und vor allem die so wertvolle Freizeit verbringt man umso intensiver miteinander, je mehr die restliche Umwelt Verständnisprobleme mit dieser Situation hat. Doch was für Stress ist das überhaupt? Weniger die Anforderungen, Klausuren oder Praktika verursachen diesen Stress, als das Gefühl, versagen zu können, Monate zu wiederholen, Patienten nicht erreichen zu können oder einfach an persönliche Belastungsgrenzen zu stoßen, letztlich als der Umstand, wiederkehrend in schlaflose Nächte getrieben zu werden. Bei einer so individuellen persönlichen Problematik, was kann ein guter Freund da tun oder was zeichnet ihn aus? Jeder Kommilitone ist durch den gleichen Dschungel gerobbt, wie man selbst. Ob man wollte oder nicht, hat man sich wie gute Freunde unterstützt, Materialen getauscht (meistens) und Trost gespendet, wenn´s mal nicht geklappt hat. Jeder weiss, dass der Ausgang von Testaten und Prüfungen von mehr als nur dem eigenen Können abhängig ist. Wie kann es jetzt sein, dass am Ende des Studiums plötzlich der eine Student dem anderen die besseren Zensuren nicht gönnt? 68

Arbeitsschutz

FREIRÄUME

Anzumerken wäre vielleicht auch, dass angehende Zahnmediziner im Studium mit relativ hohen Schadstoffbelastungen zu kämpfen haben. So verhält es sich am Standort Mitte zum Beispiel so, dass es keine zentrale Absauganlage oder wenigstens Schutzscheiben an den Arbeitsplätzen gibt. Kunststoff soll mit bloßen Händen durchgeknetet werden, was nebenbei den vom Anbieter vorgeschriebenen Verarbeitungsrichtlinien widerspricht. Diejenigen, die dieser Anweisung aufgrund gesundheitlicher Bedenken nicht nachkommen wollten, wurden zurechtgewiesen: „Wer sich dafür zu fein sei, möge doch bei Douglas arbeiten!“ Wir verlangen an diesem, vom Aussterben bedrohten Standort keine teuren Investitionen, doch wenigstens ausreichende Aufklärung zum Thema Arbeitsschutz und Schadstoffbelastung und deren Einhaltung bzw. Beachtung. Erfolg versprechend dagegen folgendes: endlich wurde das seit zehn Jahren bestehende Problem der asbestverseuchten Arbeitsplatten in den Laboren der Klinik gelöst! Wir gratulieren!

Schafft sie Euch, ihr braucht sie. Während des Studiums wird man möglicherweise auf die Probe gestellt: in dem Sinne, dass man dazu verleitet wird, sämtliche Hobbies, die man bisher pflegte, abzulegen und nur noch Raum für’s Studium hat, sich ihm zu unterwerfen beginnt. Es ist anzuraten, sich das ein oder andere Hobby zu halten; das gibt Ausgleich, Kraft und verhindert, dass man sich unter Umständen von dem, was draußen vor der Tür des Studiums geschieht, isoliert. Frei-(Raum)-Zeit will erkämpft sein, doch sie ist es wert.

Depressionen aus den Kliniken

TIPP

Sicher ist vielen aufgefallen, dass in den ersten Semestern wenig von der späteren Praxis zu merken ist und man „Dinge“ während der praktischen Kurse anfertigt, deren Zusammenhang mit der Patienten-Situation nicht klar sichtbar ist. Viele wissen nicht so recht, was sie da produzieren; zudem gestaltet es sich als zäh und mühsam sich mit dem Lehrbuch ein Bild von der Arbeit zu verschaffen – sei es, weil die Vorstellungskraft an ihre Grenzen stößt, oder sei es wegen des Fehlens wirklich guter, mit der Haus-Lehr-Meinung konform gehender Literatur. Es sollte auch die Frage gestellt werden, inwiefern die vorklinische Ausbildung noch praxisnäher gestaltet werden kann. Hier eine Empfehlung an die Vorkliniker, die bisher wenig bis keine Erfahrung mit dem haben, was sie sich zu werden in den Kopf gesetzt haben: Macht ein Praktikum in einer Zahnarztpraxis. Gewiss lassen sich mal vier Wochen locker machen, in manch vorlesungsfreier Zeit. Und sei es, dass man sich einfach nur neben die Behandlungseinheit stellt und zu schaut: es werden Abläufe vertraut, man steigt durch Beobachten hinter den Sinn von mancher Arbeit, die in der Vorklinik angefertigt wird. Man kann auch viel dazu lernen, wenn die Möglichkeit besteht, sich mit dem Zahnarzt über den ein oder anderen Fall auszutauschen. Darin zeigt sich, dass praxisgestütztes Lernen von Theoretischem effektiver ist. Jeder entscheidet selbst, wie vorbereitet er in Richtung Klinik geht.

Arbeit vs. Leistung

Einer der zentralen Punkte einer jeden, eben auch vorklinischen Ausbildung ist die Leistungskontrolle. Sie findet in regelmäßigen Abständen statt und soll - wie in Anatomie, Biochemie, etc.- stichprobenartig befragen, ob das zu Erlernende im ausreichenden Maße beim Studenten abforderbar vorliegt. Soweit scheint alles klar. Im Verlauf des Studiums plagte mich dann jedoch die Frage, wie ist Leistung und damit auch Leistungskontrolle in einem Phantomkurs definiert und praktizierbar? Und wie steht es mit der laut Studienordnung einzuräumenden Wiederholungsmöglichkeit einer unzureichenden Leistung? Eine Hilfe bietet die Physik: Leistung ist Arbeit/Zeit. Wenn aber die unzureichenden Arbeiten innerhalb der Kurszeit wiederholt werden müssen, schrumpft dann nicht die Restzeit für die anderen Arbeiten? Wenn aber der Nenner Zeit des Quotienten Arbeit/ Zeit (Leistung) schrumpft, muss dann nicht auch der Zähler Arbeit(squalität) proportional erniedrigt werden, um einen konstanten Quotienten (Leistung) abfragen zu können (Leistungskontrolle)? Oder aber: wenn der Zähler Arbeits(qualität) bei der Leistungskontrolle konstant bleiben soll, muss dasgleiche dann nicht auch proportional für die zur Verfügung gestellte Zeit gelten?? So viele Fragen!

Ich sitze hier, der Kunststoff stinkt. Zur Kunststoffvergiftung bekommt man in der Klinik die Amalgamvergiftung kostenlos. Danke. Draußen ist Frühling, es grünt, schneit und blüht. Aber wenn es dunkel ist, machen die Jahreszeiten kaum einen Unterschied und dunkel ist es, wenn ich komme und wenn ich aus der Uni gehe. Dunkel ist es auch in meinem Kopf. Im Moment. Der breite Fensterstreifen im Labor erscheint mir wie ein Filmausschnitt. Draußen tobt das Leben, die Leute laufen entspannt durch die Mittelallee, Menschen schließen ihre Augen, genießen Sonnenlicht und Wärme. Mist, Frontzähne abgebrochen – na ja, nicht so wichtig, klappt auch so. Immer wieder schweife ich ab, aber nach 5 Stunden behandeln, 2 Seminaren und endlich etwas zum kauen zwischen den Beißerchen ist es auch selbstverständlich, dass mein Geist seine Freiheit sucht. Keine Chance, geh zurück in den Zahnbogen.

Einundvierzig von Zweiundsiebzig Am 10.07.03 fand die Zwischenklausur für die Teilnehmer des Phantom-II-Kurses statt. Auch wenn „nur“ Zwischenklausur genannt, hat diese Leistungsüberprüfung eine ernsthafte Verankerung in der Praktikumsordnung und sollte unbedingt bestanden werden, da sonst der gesamte Kurs als nicht bestanden gilt. Einundvierzig von zweiundsiebzig Studenten haben’s beim ersten Versuch nicht geschafft! Wieso, weshalb, warum? Das fragen wir uns – und hoffentlich der Lehrkörper auch. Zumindest kennt man das ja von früher, aus Schulzeiten, dass bei solch einer Quote von 41: 72 mögliche Ursachen und deren zukünftige Behebung ins Zentrum der Klausurbesprechung gerückt werden. Jedenfalls konnte man schon während der Korrektur – welche von der Kursleiterin selbst durchgeführt wurde – erfahren, dass offensichtlich


Impressionen aus den Kliniken Laborzeit Ich sitze hier, der Kunststoff stinkt. Zur Kunststoffvergiftung bekommt man in der Klinik auch die Amalgamvergiftung kostenlos. Danke. Draußen ist Frühling, es grünt, schneit und blüht. Aber wenn es dunkel ist, machen die Jahreszeiten kaum einen Unterschied und dunkel ist es, wenn ich komme und wenn ich aus der Uni gehe. Dunkel ist es auch in meinem Kopf. Im Moment. Der breite Fensterstreifen im Labor erscheint mir wie ein Filmausschnitt. Draußen tobt das Leben, die Leute laufen entspannt durch die Mittelallee, Menschen schließen ihre Augen, genießen Sonnenlicht und Wärme. Mist, Frontzähne abgebrochen – na ja, nicht so wichtig, klappt auch so. Immer wieder schweife ich ab, aber nach 5 Stunden behandeln, 2 Seminaren und endlich etwas zum kauen zwischen den Beißerchen, ist es auch selbstverständlich, dass mein Geist seine Freiheit sucht. Keine Chance, geh zurück in den Zahnbogen.

Ich falle in ein Loch

Es ist schwarz. Ich fühle mich allein. Es ist kalt. Ich kann nicht mehr – ich will nicht mehr. Wo ist die Freude? Wo sind die Freunde? In harten Zeiten wächst man zusammen, wahre Freunde zeigen sich. Und wenn Zahnmedizinstudenten nicht harte Zeiten haben, dann weiß ich auch nicht mehr weiter. So bilden sich sehr schnell, und aus Sicht des Examens auch nachhaltig, enge Beziehungen aus. Niederlagen, Erfolge, Parties und vor allem die so wertvolle Freizeit verbringt man umso intensiver miteinander, je mehr die restliche Umwelt Verständnisprobleme mit dieser Situation hat. Doch was für Stress ist das überhaupt? Weniger die Anforderungen, Klausuren oder Praktika verursachen diesen Stress, als das Gefühl, versagen zu können, Monate zu wiederholen, Patienten nicht erreichen zu können oder einfach an persönliche Belastungsgrenzen zu stoßen, letztlich als der Umstand, wiederkehrend in schlaflose Nächte getrieben zu werden. Bei einer so individuellen persönlichen Problematik, was kann ein guter Freund da tun oder was zeichnet ihn aus? Jeder Kommilitone ist durch den gleichen Dschungel gerobbt, wie man selbst. Ob man wollte oder nicht, hat man sich wie gute Freunde unterstützt, Materialen getauscht (meistens) und Trost gespendet, wenn´s mal nicht geklappt hat. Jeder weiss, dass der Ausgang von Testaten und Prüfungen von mehr als nur dem eigenen Können abhängig ist. Wie kann es jetzt sein, dass am Ende des Studiums plötzlich der eine Student dem anderen die besseren Zensuren nicht gönnt? 68

Arbeitsschutz

FREIRÄUME

Anzumerken wäre vielleicht auch, dass angehende Zahnmediziner im Studium mit relativ hohen Schadstoffbelastungen zu kämpfen haben. So verhält es sich am Standort Mitte zum Beispiel so, dass es keine zentrale Absauganlage oder wenigstens Schutzscheiben an den Arbeitsplätzen gibt. Kunststoff soll mit bloßen Händen durchgeknetet werden, was nebenbei den vom Anbieter vorgeschriebenen Verarbeitungsrichtlinien widerspricht. Diejenigen, die dieser Anweisung aufgrund gesundheitlicher Bedenken nicht nachkommen wollten, wurden zurechtgewiesen: „Wer sich dafür zu fein sei, möge doch bei Douglas arbeiten!“ Wir verlangen an diesem, vom Aussterben bedrohten Standort keine teuren Investitionen, doch wenigstens ausreichende Aufklärung zum Thema Arbeitsschutz und Schadstoffbelastung und deren Einhaltung bzw. Beachtung. Erfolg versprechend dagegen folgendes: endlich wurde das seit zehn Jahren bestehende Problem der asbestverseuchten Arbeitsplatten in den Laboren der Klinik gelöst! Wir gratulieren!

Schafft sie Euch, ihr braucht sie. Während des Studiums wird man möglicherweise auf die Probe gestellt: in dem Sinne, dass man dazu verleitet wird, sämtliche Hobbies, die man bisher pflegte, abzulegen und nur noch Raum für’s Studium hat, sich ihm zu unterwerfen beginnt. Es ist anzuraten, sich das ein oder andere Hobby zu halten; das gibt Ausgleich, Kraft und verhindert, dass man sich unter Umständen von dem, was draußen vor der Tür des Studiums geschieht, isoliert. Frei-(Raum)-Zeit will erkämpft sein, doch sie ist es wert.

Depressionen aus den Kliniken

TIPP

Sicher ist vielen aufgefallen, dass in den ersten Semestern wenig von der späteren Praxis zu merken ist und man „Dinge“ während der praktischen Kurse anfertigt, deren Zusammenhang mit der Patienten-Situation nicht klar sichtbar ist. Viele wissen nicht so recht, was sie da produzieren; zudem gestaltet es sich als zäh und mühsam sich mit dem Lehrbuch ein Bild von der Arbeit zu verschaffen – sei es, weil die Vorstellungskraft an ihre Grenzen stößt, oder sei es wegen des Fehlens wirklich guter, mit der Haus-Lehr-Meinung konform gehender Literatur. Es sollte auch die Frage gestellt werden, inwiefern die vorklinische Ausbildung noch praxisnäher gestaltet werden kann. Hier eine Empfehlung an die Vorkliniker, die bisher wenig bis keine Erfahrung mit dem haben, was sie sich zu werden in den Kopf gesetzt haben: Macht ein Praktikum in einer Zahnarztpraxis. Gewiss lassen sich mal vier Wochen locker machen, in manch vorlesungsfreier Zeit. Und sei es, dass man sich einfach nur neben die Behandlungseinheit stellt und zu schaut: es werden Abläufe vertraut, man steigt durch Beobachten hinter den Sinn von mancher Arbeit, die in der Vorklinik angefertigt wird. Man kann auch viel dazu lernen, wenn die Möglichkeit besteht, sich mit dem Zahnarzt über den ein oder anderen Fall auszutauschen. Darin zeigt sich, dass praxisgestütztes Lernen von Theoretischem effektiver ist. Jeder entscheidet selbst, wie vorbereitet er in Richtung Klinik geht.

Arbeit vs. Leistung

Einer der zentralen Punkte einer jeden, eben auch vorklinischen Ausbildung ist die Leistungskontrolle. Sie findet in regelmäßigen Abständen statt und soll - wie in Anatomie, Biochemie, etc.- stichprobenartig befragen, ob das zu Erlernende im ausreichenden Maße beim Studenten abforderbar vorliegt. Soweit scheint alles klar. Im Verlauf des Studiums plagte mich dann jedoch die Frage, wie ist Leistung und damit auch Leistungskontrolle in einem Phantomkurs definiert und praktizierbar? Und wie steht es mit der laut Studienordnung einzuräumenden Wiederholungsmöglichkeit einer unzureichenden Leistung? Eine Hilfe bietet die Physik: Leistung ist Arbeit/Zeit. Wenn aber die unzureichenden Arbeiten innerhalb der Kurszeit wiederholt werden müssen, schrumpft dann nicht die Restzeit für die anderen Arbeiten? Wenn aber der Nenner Zeit des Quotienten Arbeit/ Zeit (Leistung) schrumpft, muss dann nicht auch der Zähler Arbeit(squalität) proportional erniedrigt werden, um einen konstanten Quotienten (Leistung) abfragen zu können (Leistungskontrolle)? Oder aber: wenn der Zähler Arbeits(qualität) bei der Leistungskontrolle konstant bleiben soll, muss dasgleiche dann nicht auch proportional für die zur Verfügung gestellte Zeit gelten?? So viele Fragen!

Ich sitze hier, der Kunststoff stinkt. Zur Kunststoffvergiftung bekommt man in der Klinik die Amalgamvergiftung kostenlos. Danke. Draußen ist Frühling, es grünt, schneit und blüht. Aber wenn es dunkel ist, machen die Jahreszeiten kaum einen Unterschied und dunkel ist es, wenn ich komme und wenn ich aus der Uni gehe. Dunkel ist es auch in meinem Kopf. Im Moment. Der breite Fensterstreifen im Labor erscheint mir wie ein Filmausschnitt. Draußen tobt das Leben, die Leute laufen entspannt durch die Mittelallee, Menschen schließen ihre Augen, genießen Sonnenlicht und Wärme. Mist, Frontzähne abgebrochen – na ja, nicht so wichtig, klappt auch so. Immer wieder schweife ich ab, aber nach 5 Stunden behandeln, 2 Seminaren und endlich etwas zum kauen zwischen den Beißerchen ist es auch selbstverständlich, dass mein Geist seine Freiheit sucht. Keine Chance, geh zurück in den Zahnbogen.

Einundvierzig von Zweiundsiebzig Am 10.07.03 fand die Zwischenklausur für die Teilnehmer des Phantom-II-Kurses statt. Auch wenn „nur“ Zwischenklausur genannt, hat diese Leistungsüberprüfung eine ernsthafte Verankerung in der Praktikumsordnung und sollte unbedingt bestanden werden, da sonst der gesamte Kurs als nicht bestanden gilt. Einundvierzig von zweiundsiebzig Studenten haben’s beim ersten Versuch nicht geschafft! Wieso, weshalb, warum? Das fragen wir uns – und hoffentlich der Lehrkörper auch. Zumindest kennt man das ja von früher, aus Schulzeiten, dass bei solch einer Quote von 41: 72 mögliche Ursachen und deren zukünftige Behebung ins Zentrum der Klausurbesprechung gerückt werden. Jedenfalls konnte man schon während der Korrektur – welche von der Kursleiterin selbst durchgeführt wurde – erfahren, dass offensichtlich


Impressionen aus den Kliniken

nicht viele bestanden hatten. Laut wurde sich über manche Arbeit ausgelassen, wenn nicht sogar lauthals kopfschüttelnd darüber gelacht. Was war so lustig? Erfreulicherweise wurde eine Nachbesprechung angesetzt, von der wir uns erhofften, Antworten auf die eine oder andere unklare und uneindeutige Frage zu bekommen; schließlich sind wir durchaus daran interessiert, unser Wissen aufzustocken und aus Fehlern zu lernen. Leider wurden unsere Erwartungen bezüglich dieses Gesprächs hoffnungslos enttäuscht: Scheinbar haben wir dem Kursleiter ordentlich Stoff geboten, unsere Antworten betreffend, sich zu amüsieren. Vor uns. Über uns. Na, gern geschehen … wer sonst nichts zu lachen hat! Und wer dachte, im Einzelgespräch Aufschluss über die Schwachstellen in der eigenen Klausur zu bekommen, dem wurde im selben Stil eine mehr oder weniger freundliche Abfuhr erteilt. Einundvierzig von Zweiundsiebzig. Zur selben Zeit fand ein ähnliches Drama im ersten Studienjahr statt: zum Endtestat TPK gab es nicht nur eine hohe Zahl an nichtbestandenen Klausuren, sondern auch wütende Schelte von der Kursleitung. Kritisiert wurde fehlendes Interesse, mangelnde Anwesenheit in den Vorlesungen, allgemeine Zähigkeit, ein Missverständnis in Bezug auf den zu leistenden Aufwand an Selbststudium. „Interesse“ und „Zähigkeit“ sind hochgradig subjektive Haltungen und können nur schwer diskutiert werden. Um das geforderte Selbststudium klarer und deutlicher zu untermauern, gab es schon in der Vergangenheit genügend Vorschläge. Bei den Klausurthemen, wo es möglich ist, könnten wenigstens die Definitionen, die die Hausmeinung präsentieren, ins Netz gestellt oder per Handouts ( in anderen Fachbereichen gängige Praxis) den Studenten zugänglich gemacht werden. Es war nämlich den meisten Studenten in den TPKbegleitenden Vorlesungen nicht möglich, dem ungeheuren Tempo in dem die Dias durchgejagt wurden, zu folgen, so dass von den gelesenen Definitionen zumeist das letzte Drittel fehlte... Dies war insofern problematisch, als dass in der Klausur eben jene gelesenen Definitionen genau verlangt wurden. Um das Selbststudium also effizienter gestalten zu können, an dieser Stelle nochmals unser Vorschlag: es müssen Definitionen ausgehändigt werden!

70

Zum Umgang zwischen Assistenten und Studenten (der während des Kurses meist gut war) gilt auch bei uns: viele schlechte Endklausuren sollten für keinen Assistenten Anlass zu maßlosem Hohn und Spott sein, so, wie in schallender Weise geschehen. Wie auch immer die Argumente liegen, wird doch eines deutlich: in Anbetracht von desaströsen Ergebnissen in den prothetischen Klausuren von zwei unterschiedlichen Semestern ist es sicher kein Ding der Unmöglichkeit Denkanstöße zu liefern und Verbesserungen für die kommenden Jahre mit auf den Weg zu geben. Bereitschaft von Seiten der Studenten besteht.

Praxisgebühr „Willkommen in unserer Praxis, - 10 €, bitte“, so wird man in Zukunft seine Patienten begrüßen müssen. Der eigentliche Witz ist, dass alle Kassenpatienten gleichzeitig eine prophylaktische Untersuchung pro Jahr umsonst erhalten sollen. Sobald man aber eine Befundung, die Basis, die kleinste Größe der zahnärztlichen Tätigkeit, durchführt, ist man verpflichtet die Gebühr zu erheben. Also wie denn jetzt … ?!?!?? Untersuchen ohne etwas zu machen, - das klingt für mich wie Musik ohne Geräusche. Als weiteres schönes Paradoxon gibt es für die Erstellung eines Heil- und Kostenplanes überhaupt kein Geld, die geistige Auseinandersetzung mit dem Patienten, die Planung der Therapie als Basis einer hochwertigen Versorgung wird nicht als solche anerkannt und gerne auch mal von der Krankenkasse mit zahnmedizinisch ungebildeten Sachbearbeitern als nicht „adäquate Versorgung“ abgetan und zurückgeschickt. Doch was sollen wir noch alles wegsparen? Wo liegen die tatsächlichen Sparpotentiale? Bei den 7% der Ausgaben, die von niedergelassenen Ärzten und Zahnärzten verursacht werden, oder aber bei den 30% Kosten, die jeweils in der Krankenkassenverwaltung und in den Krankenhäusern anfallen? In den Jahren 1950 bis 1989 gab es in der BRD genau drei Gesundheitsreformen, in den Jahren 1989 bis heute gab es immerhin zehn Gesetzesänderungen. Es scheint, dass wir in Zukunft noch mehr Geld für die Verwirrung und Orientierungslosigkeit der Politiker zahlen werden. 10€ bitte.

KAVO


Impressionen aus den Kliniken

nicht viele bestanden hatten. Laut wurde sich über manche Arbeit ausgelassen, wenn nicht sogar lauthals kopfschüttelnd darüber gelacht. Was war so lustig? Erfreulicherweise wurde eine Nachbesprechung angesetzt, von der wir uns erhofften, Antworten auf die eine oder andere unklare und uneindeutige Frage zu bekommen; schließlich sind wir durchaus daran interessiert, unser Wissen aufzustocken und aus Fehlern zu lernen. Leider wurden unsere Erwartungen bezüglich dieses Gesprächs hoffnungslos enttäuscht: Scheinbar haben wir dem Kursleiter ordentlich Stoff geboten, unsere Antworten betreffend, sich zu amüsieren. Vor uns. Über uns. Na, gern geschehen … wer sonst nichts zu lachen hat! Und wer dachte, im Einzelgespräch Aufschluss über die Schwachstellen in der eigenen Klausur zu bekommen, dem wurde im selben Stil eine mehr oder weniger freundliche Abfuhr erteilt. Einundvierzig von Zweiundsiebzig. Zur selben Zeit fand ein ähnliches Drama im ersten Studienjahr statt: zum Endtestat TPK gab es nicht nur eine hohe Zahl an nichtbestandenen Klausuren, sondern auch wütende Schelte von der Kursleitung. Kritisiert wurde fehlendes Interesse, mangelnde Anwesenheit in den Vorlesungen, allgemeine Zähigkeit, ein Missverständnis in Bezug auf den zu leistenden Aufwand an Selbststudium. „Interesse“ und „Zähigkeit“ sind hochgradig subjektive Haltungen und können nur schwer diskutiert werden. Um das geforderte Selbststudium klarer und deutlicher zu untermauern, gab es schon in der Vergangenheit genügend Vorschläge. Bei den Klausurthemen, wo es möglich ist, könnten wenigstens die Definitionen, die die Hausmeinung präsentieren, ins Netz gestellt oder per Handouts ( in anderen Fachbereichen gängige Praxis) den Studenten zugänglich gemacht werden. Es war nämlich den meisten Studenten in den TPKbegleitenden Vorlesungen nicht möglich, dem ungeheuren Tempo in dem die Dias durchgejagt wurden, zu folgen, so dass von den gelesenen Definitionen zumeist das letzte Drittel fehlte... Dies war insofern problematisch, als dass in der Klausur eben jene gelesenen Definitionen genau verlangt wurden. Um das Selbststudium also effizienter gestalten zu können, an dieser Stelle nochmals unser Vorschlag: es müssen Definitionen ausgehändigt werden!

70

Zum Umgang zwischen Assistenten und Studenten (der während des Kurses meist gut war) gilt auch bei uns: viele schlechte Endklausuren sollten für keinen Assistenten Anlass zu maßlosem Hohn und Spott sein, so, wie in schallender Weise geschehen. Wie auch immer die Argumente liegen, wird doch eines deutlich: in Anbetracht von desaströsen Ergebnissen in den prothetischen Klausuren von zwei unterschiedlichen Semestern ist es sicher kein Ding der Unmöglichkeit Denkanstöße zu liefern und Verbesserungen für die kommenden Jahre mit auf den Weg zu geben. Bereitschaft von Seiten der Studenten besteht.

Praxisgebühr „Willkommen in unserer Praxis, - 10 €, bitte“, so wird man in Zukunft seine Patienten begrüßen müssen. Der eigentliche Witz ist, dass alle Kassenpatienten gleichzeitig eine prophylaktische Untersuchung pro Jahr umsonst erhalten sollen. Sobald man aber eine Befundung, die Basis, die kleinste Größe der zahnärztlichen Tätigkeit, durchführt, ist man verpflichtet die Gebühr zu erheben. Also wie denn jetzt … ?!?!?? Untersuchen ohne etwas zu machen, - das klingt für mich wie Musik ohne Geräusche. Als weiteres schönes Paradoxon gibt es für die Erstellung eines Heil- und Kostenplanes überhaupt kein Geld, die geistige Auseinandersetzung mit dem Patienten, die Planung der Therapie als Basis einer hochwertigen Versorgung wird nicht als solche anerkannt und gerne auch mal von der Krankenkasse mit zahnmedizinisch ungebildeten Sachbearbeitern als nicht „adäquate Versorgung“ abgetan und zurückgeschickt. Doch was sollen wir noch alles wegsparen? Wo liegen die tatsächlichen Sparpotentiale? Bei den 7% der Ausgaben, die von niedergelassenen Ärzten und Zahnärzten verursacht werden, oder aber bei den 30% Kosten, die jeweils in der Krankenkassenverwaltung und in den Krankenhäusern anfallen? In den Jahren 1950 bis 1989 gab es in der BRD genau drei Gesundheitsreformen, in den Jahren 1989 bis heute gab es immerhin zehn Gesetzesänderungen. Es scheint, dass wir in Zukunft noch mehr Geld für die Verwirrung und Orientierungslosigkeit der Politiker zahlen werden. 10€ bitte.


Die Patienten-vor-Vorstellung:

Was ist OÄDREP?

Der An- bzw. Aufmarsch:

„Machen Sie einen Termin, um einen Termin mit mir zur Patienten-vor-Vorstellung zu vereinbaren.“ Wer den Nervenkitzel, das Unberechenbare, das ständig Neue und Unerwartete liebt, sollte sein Staatsexamen unbedingt bei OÄ Dr. E. P. machen.

Die Begrüßung:

Das Röntgenbild:

Die Therapieplanung:

Der Abgang:

OK, der Reihe oder besser ihrem „roten Faden“ nach. Wir wissen alle, wie schwer es ist, eine staatsexamenswürdige Arbeit zu finden, und trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb, gelingt es zum Schluss doch irgendwie jedem. Nun aber der Spezialfall. Soll ein Patient von ihr akzeptiert werden, sollten zur Sicherheit immer 3- 4 Ersatzpatienten in der Warteschleife vorhanden sein. Niemals den eigentlichen Wunschkandidaten als erstes vor-vorstellen!!! klapp,

klapp,

klapp, klapp,

klapp,

...ohjee, Sie kommt wirklich und das auch noch exakt zur vereinbarten Zeit! Jetzt aber schnell alles auf Hochglanz trimmen und bloß die Etikette waren! „Wo ist Platz 61?!“ tönt es durch den Saal und augenblicklich tritt andächtige Stille ein. Wer kann, zieht den Kopf ein oder ist plötzlich sehr stark beschäftigt. „Ach, ich stehe ja direkt davor. Na gut dann wollen wir mal.“ „Möchten Sie bitte Ihren Patienten einmal vorstellen! Ich möchte WHO-Klasse, Eichnerklassifikation, API und die geplante Therapie von Ihnen hören.“ Puhhhhh, das sieht gut aus, das bekommt man schnell hin und so fängt der Student an und wird auch sofort wieder unterbrochen: „Machen Sie mal die Zähne auseinander und nuscheln Sie nicht so. Wir sind Zahnärzte und müssen uns doch verständlich machen! Bei Ihnen ist schon alles ganz verhärtet!!!“ sagt´s und kneift dem Studenten in die Wange. Alte Bilder zur Verlaufskontrolle sind auf jeden Fall gut zu verstecken, und die aktuellen müssen so postiert werden, dass sie sofort ins Auge fallen. CAVE: auf allen OPTG´s sind apikale Aufhellungen im Unterkiefer Regio 4- 5 zu sehen! Ein bereits vorher existierender HKP ist in einer Schublade verschwunden und sicher aus dem Blickfeld entfernt, aber die Gesprächslenkung für die Wunschversorgung des Patienten gestaltet sich schwierig. Viel Glück und Verhandlungsgeschick sind da erforderlich, um so die Chancen auf Erfolg zumindest etwas zu erhöhen. Die vorher gemachten Gedanken müssen nach der ersten Verwirrung erst einmal geordnet werden, und man versucht, etwas Sinnvolles von sich zu geben. Es ist nicht einfach, einen ihr passenden Vorschlag zu machen, wenn bereits die Modelle und Röntgenbilder begutachtet wurden. Der wichtige Blick in den Patientenmund kann da schon mal einfach vergessen oder grundsätzlich abgelehnt werden. „Lieber Patient, es wird eine harte Zeit für uns alle. Aber mit Ihnen werden wir das durchstehen. Sie müssen vorher gut frühstücken und jede Stunde ein Glas Wasser trinken.“ klapp, klapp, klapp, klapp, klapp, klapp, klapp, klapp, ... das Unheil verhallt in den Sälen, und es kehrt wieder Leben in die voll Anspannung versteinerten Studenten und Patienten. Das Leben kann weiter gehen. Bis zum nächsten mal, wenn es wieder heißt: „Ich hab jetzt keine Zeit, machen Sie einen Termin... ... ...!“ GAAX 68


Die Patienten-vor-Vorstellung:

Was ist OÄDREP?

Der An- bzw. Aufmarsch:

„Machen Sie einen Termin, um einen Termin mit mir zur Patienten-vor-Vorstellung zu vereinbaren.“ Wer den Nervenkitzel, das Unberechenbare, das ständig Neue und Unerwartete liebt, sollte sein Staatsexamen unbedingt bei OÄ Dr. E. P. machen.

Die Begrüßung:

Das Röntgenbild:

Die Therapieplanung:

Der Abgang:

OK, der Reihe oder besser ihrem „roten Faden“ nach. Wir wissen alle, wie schwer es ist, eine staatsexamenswürdige Arbeit zu finden, und trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb, gelingt es zum Schluss doch irgendwie jedem. Nun aber der Spezialfall. Soll ein Patient von ihr akzeptiert werden, sollten zur Sicherheit immer 3- 4 Ersatzpatienten in der Warteschleife vorhanden sein. Niemals den eigentlichen Wunschkandidaten als erstes vor-vorstellen!!! klapp,

klapp,

klapp, klapp,

klapp,

...ohjee, Sie kommt wirklich und das auch noch exakt zur vereinbarten Zeit! Jetzt aber schnell alles auf Hochglanz trimmen und bloß die Etikette waren! „Wo ist Platz 61?!“ tönt es durch den Saal und augenblicklich tritt andächtige Stille ein. Wer kann, zieht den Kopf ein oder ist plötzlich sehr stark beschäftigt. „Ach, ich stehe ja direkt davor. Na gut dann wollen wir mal.“ „Möchten Sie bitte Ihren Patienten einmal vorstellen! Ich möchte WHO-Klasse, Eichnerklassifikation, API und die geplante Therapie von Ihnen hören.“ Puhhhhh, das sieht gut aus, das bekommt man schnell hin und so fängt der Student an und wird auch sofort wieder unterbrochen: „Machen Sie mal die Zähne auseinander und nuscheln Sie nicht so. Wir sind Zahnärzte und müssen uns doch verständlich machen! Bei Ihnen ist schon alles ganz verhärtet!!!“ sagt´s und kneift dem Studenten in die Wange. Alte Bilder zur Verlaufskontrolle sind auf jeden Fall gut zu verstecken, und die aktuellen müssen so postiert werden, dass sie sofort ins Auge fallen. CAVE: auf allen OPTG´s sind apikale Aufhellungen im Unterkiefer Regio 4- 5 zu sehen! Ein bereits vorher existierender HKP ist in einer Schublade verschwunden und sicher aus dem Blickfeld entfernt, aber die Gesprächslenkung für die Wunschversorgung des Patienten gestaltet sich schwierig. Viel Glück und Verhandlungsgeschick sind da erforderlich, um so die Chancen auf Erfolg zumindest etwas zu erhöhen. Die vorher gemachten Gedanken müssen nach der ersten Verwirrung erst einmal geordnet werden, und man versucht, etwas Sinnvolles von sich zu geben. Es ist nicht einfach, einen ihr passenden Vorschlag zu machen, wenn bereits die Modelle und Röntgenbilder begutachtet wurden. Der wichtige Blick in den Patientenmund kann da schon mal einfach vergessen oder grundsätzlich abgelehnt werden. „Lieber Patient, es wird eine harte Zeit für uns alle. Aber mit Ihnen werden wir das durchstehen. Sie müssen vorher gut frühstücken und jede Stunde ein Glas Wasser trinken.“ klapp, klapp, klapp, klapp, klapp, klapp, klapp, klapp, ... das Unheil verhallt in den Sälen, und es kehrt wieder Leben in die voll Anspannung versteinerten Studenten und Patienten. Das Leben kann weiter gehen. Bis zum nächsten mal, wenn es wieder heißt: „Ich hab jetzt keine Zeit, machen Sie einen Termin... ... ...!“ GAAX 68


laboratorium difficile Spätestens in diesem Staatsexamen wurde es uns bewusst: die anfallende Menge an Studentenarbeiten kann fast nur von den großen Laboren bewältigt werden. Doch da auch hier feine Unterschiede zu finden sind, werden wir in unserem zweiten Teil des laboratorium difficile das Dentallabor Rübeling und Klar vorstellen. Wir haben eine Reise in die Neubaugebiete am Ostberliner Stadtrand unternommen, um uns innovative Zahntechnik in eigens dafür geschaffenen Räumen anzuschauen.


laboratorium difficile Spätestens in diesem Staatsexamen wurde es uns bewusst: die anfallende Menge an Studentenarbeiten kann fast nur von den großen Laboren bewältigt werden. Doch da auch hier feine Unterschiede zu finden sind, werden wir in unserem zweiten Teil des laboratorium difficile das Dentallabor Rübeling und Klar vorstellen. Wir haben eine Reise in die Neubaugebiete am Ostberliner Stadtrand unternommen, um uns innovative Zahntechnik in eigens dafür geschaffenen Räumen anzuschauen.


laboratorium dif cile

Dentallabor

Rübeling & Klar

Labor schickten, begann ab 1999 der „Studentenbetrieb“. Besonders positiv wird von den Laborleitern das hohe Feedback der Studenten eingeschätzt, die sehr am guten Gelingen ihrer Arbeit interessiert sind und selber mit dem Labor Kontakt halten. Dabei stellt gerade das Staatsexamen besonders hohe Anforderungen an Technik und Logistik. Mal ehrlich, eine kombiniert herausnehmbare Prothese in zwei Wochen von der Präparation bis zur Fertigstellung stellt für Behandler und Techniker eine in der Praxis sonst eher seltene Ausnahmesituation dar. So komisch wie es klingt, es wird anhand auftretender Komplikationen ein Raum

Obwohl Rübeling & Klar erst seit 1999 den Studentenkurs an der Charité betreuen, hat die Zusammenarbeit mit der Klinik eine weitaus längere Geschichte. Anfang 1982 führte ZTM Rübeling, unter dem wirtschaftlichem Druck auch bei preiswerteren Nichtedelmetallarbeiten frikative Sekundärkonstruktionen zu erstellen, die Funkenerosion in die Zahntechnik ein. Aufgrund gemeinsamer Interessen bei der Verwendung von NEM Legierungen im Bereich kombinierter Prothesen wandte sich Prof. Tierfelder 1985 unter Anregung seiner Oberärzte an Herrn Rübeling. Er nahm die Einladung in die Charité an und reiste mit einer Funkenerosionsmaschine „im Gepäck“ nach Berlin. Vor der versammelten Prothetikabteilung hielt er einen Vortrag und demonstrierte das von ihm mitentwickelte Verfahren praktisch. Auch außerhalb der Universitätsklinik zeigten Ostberliner Zahnärzte Interesse an diesem Konzept der Nichtedelmetallverarbeitung. 1986 kaufte die Charité eine Erodiermaschine. Zehn Jahre später frischten Prof. Lange und Dr. Hopp die Kontakte zum Labor wieder auf. Nachdem anfangs nur die Assistenzärzte ihre Arbeiten in das

für die Optimierung und Umgestaltung von Arbeitsabläufen geschaffen. Der alltägliche Betriebsfluss mit der Klinik wird so permanent verbessert. Doch zurück zur Geschichte des Labors. In einer Poliklinik in Mahrzahn gründete im Februar 1991 Herr Rübeling mit Herrn Grütner ein Dentallabor. Nach dem Ausstieg von Herrn Grütner wurde 1992 ZTM Klar Partner im Labor. Kurze Zeit später platzten die Räumlichkeiten förmlich aus allen Nähten, so dass sich Herr Rübeling und Herr Klar zum Neubau eines Dentallabors nach modernsten Standards entschieden. So wurde 77


laboratorium dif cile

Dentallabor

Rübeling & Klar

Labor schickten, begann ab 1999 der „Studentenbetrieb“. Besonders positiv wird von den Laborleitern das hohe Feedback der Studenten eingeschätzt, die sehr am guten Gelingen ihrer Arbeit interessiert sind und selber mit dem Labor Kontakt halten. Dabei stellt gerade das Staatsexamen besonders hohe Anforderungen an Technik und Logistik. Mal ehrlich, eine kombiniert herausnehmbare Prothese in zwei Wochen von der Präparation bis zur Fertigstellung stellt für Behandler und Techniker eine in der Praxis sonst eher seltene Ausnahmesituation dar. So komisch wie es klingt, es wird anhand auftretender Komplikationen ein Raum

Obwohl Rübeling & Klar erst seit 1999 den Studentenkurs an der Charité betreuen, hat die Zusammenarbeit mit der Klinik eine weitaus längere Geschichte. Anfang 1982 führte ZTM Rübeling, unter dem wirtschaftlichem Druck auch bei preiswerteren Nichtedelmetallarbeiten frikative Sekundärkonstruktionen zu erstellen, die Funkenerosion in die Zahntechnik ein. Aufgrund gemeinsamer Interessen bei der Verwendung von NEM Legierungen im Bereich kombinierter Prothesen wandte sich Prof. Tierfelder 1985 unter Anregung seiner Oberärzte an Herrn Rübeling. Er nahm die Einladung in die Charité an und reiste mit einer Funkenerosionsmaschine „im Gepäck“ nach Berlin. Vor der versammelten Prothetikabteilung hielt er einen Vortrag und demonstrierte das von ihm mitentwickelte Verfahren praktisch. Auch außerhalb der Universitätsklinik zeigten Ostberliner Zahnärzte Interesse an diesem Konzept der Nichtedelmetallverarbeitung. 1986 kaufte die Charité eine Erodiermaschine. Zehn Jahre später frischten Prof. Lange und Dr. Hopp die Kontakte zum Labor wieder auf. Nachdem anfangs nur die Assistenzärzte ihre Arbeiten in das

für die Optimierung und Umgestaltung von Arbeitsabläufen geschaffen. Der alltägliche Betriebsfluss mit der Klinik wird so permanent verbessert. Doch zurück zur Geschichte des Labors. In einer Poliklinik in Mahrzahn gründete im Februar 1991 Herr Rübeling mit Herrn Grütner ein Dentallabor. Nach dem Ausstieg von Herrn Grütner wurde 1992 ZTM Klar Partner im Labor. Kurze Zeit später platzten die Räumlichkeiten förmlich aus allen Nähten, so dass sich Herr Rübeling und Herr Klar zum Neubau eines Dentallabors nach modernsten Standards entschieden. So wurde 77


laboratorium difficile

es möglich, die Verwaltung, eine hausinterne Werkstatt, sowie eine Kantine mit Speisesaal, die genauso als Schulungszentrum für interne und für externe Weiterbildungen genutzt wird, unter einem Dach unterzubringen. Außerdem war so auch Platz für einige selbst konstruierte Raffinessen, wie Gipssilos, die sich durch den eigens gebastelten Gipstisch in den Keller absenken lassen und dort bequem aufgefüllt werden können. Sogar an einen Raum, in dem Schliffbilder und Ätzungen hergestellt und mikroskopiert werden, fehlt es nicht. Hundertsiebzehn Mitarbeiter sind allein in Berlin angestellt, wobei achtzig als Zahntechniker arbeiten, vier von ihnen mit Meistertitel. Pro Jahr werden bei Rübeling & Klar vier Auszubildende eingestellt. Diese Kontinuität und die nunmehr vierzig ausgebildeten Zahntechnikergesellen, brachten dem Labor 2003 den Ausbildungsoskar des Stadtbezirkes Hellersdorf/Mahrzahn ein.

Mit wenigen Worten umschrieben, ist Rübeling & Klar ein Allroundlabor mit den Spezialstrecken NEM, Titan, Vollkeramik, Implantologie und ästhetischer Zahntechnik. Dabei kann das Labor von der Erfahrung aus zwanzig Jahren NEM- und zehn Jahren Titan-Technologieentwicklung profitieren.

NichtEdelMetallkonstruktionen erlauben bei umfangreichen, weitspannigen prothetischen Versorgungen eine sehr grazile Gestaltung, ohne dabei an Steifigkeit einzubüßen. Durch gesteuerte Friktion kann der Konuswinkel vernachlässigt und die Ästhetik deutlich verbessert werden. Die Verwendung nur einer Legierung bewirkt ein hohes Maß an Biokompatibilität.

Viel Wert wird auf die hohe Spezialisierung der Mitarbeiter gelegt. Deshalb ist das Labor in einzelne Abteilungen, wie zum Beispiel: Modellguß-, Kunststoffund Keramikabteilung aufgegliedert. Bei einem so großen Labor versteht es sich von selbst, dass der Bedarf an Verbrauchsmaterialien enorm hoch ist. Einmalige Jahreseinkäufe von Einbettmasse und verschiedenen Gipsen sichert gleichbleibende Qualität bei nur einer Charge. Hinter dem Dentallabor steckt ein ein breites Bedarfsfeld abdeckendes Firmenkonzept. 79


laboratorium difficile

es möglich, die Verwaltung, eine hausinterne Werkstatt, sowie eine Kantine mit Speisesaal, die genauso als Schulungszentrum für interne und für externe Weiterbildungen genutzt wird, unter einem Dach unterzubringen. Außerdem war so auch Platz für einige selbst konstruierte Raffinessen, wie Gipssilos, die sich durch den eigens gebastelten Gipstisch in den Keller absenken lassen und dort bequem aufgefüllt werden können. Sogar an einen Raum, in dem Schliffbilder und Ätzungen hergestellt und mikroskopiert werden, fehlt es nicht. Hundertsiebzehn Mitarbeiter sind allein in Berlin angestellt, wobei achtzig als Zahntechniker arbeiten, vier von ihnen mit Meistertitel. Pro Jahr werden bei Rübeling & Klar vier Auszubildende eingestellt. Diese Kontinuität und die nunmehr vierzig ausgebildeten Zahntechnikergesellen, brachten dem Labor 2003 den Ausbildungsoskar des Stadtbezirkes Hellersdorf/Mahrzahn ein.

Mit wenigen Worten umschrieben, ist Rübeling & Klar ein Allroundlabor mit den Spezialstrecken NEM, Titan, Vollkeramik, Implantologie und ästhetischer Zahntechnik. Dabei kann das Labor von der Erfahrung aus zwanzig Jahren NEM- und zehn Jahren Titan-Technologieentwicklung profitieren.

NichtEdelMetallkonstruktionen erlauben bei umfangreichen, weitspannigen prothetischen Versorgungen eine sehr grazile Gestaltung, ohne dabei an Steifigkeit einzubüßen. Durch gesteuerte Friktion kann der Konuswinkel vernachlässigt und die Ästhetik deutlich verbessert werden. Die Verwendung nur einer Legierung bewirkt ein hohes Maß an Biokompatibilität.

Viel Wert wird auf die hohe Spezialisierung der Mitarbeiter gelegt. Deshalb ist das Labor in einzelne Abteilungen, wie zum Beispiel: Modellguß-, Kunststoffund Keramikabteilung aufgegliedert. Bei einem so großen Labor versteht es sich von selbst, dass der Bedarf an Verbrauchsmaterialien enorm hoch ist. Einmalige Jahreseinkäufe von Einbettmasse und verschiedenen Gipsen sichert gleichbleibende Qualität bei nur einer Charge. Hinter dem Dentallabor steckt ein ein breites Bedarfsfeld abdeckendes Firmenkonzept. 79


Herr Rübeling richtet sich seit dem Beginn seiner Selbstständigkeit an den Lehren der Universität aus. So bestimmt zum Beispiel die Baseler Lehrmeinung die Auswahl der Legierungen. Die Zusammenarbeit mit den Universitäten schafft zudem Raum für Forschung, wie zum Beispiel die selbstentworfenen Vollkeramikteleskope mit Friktionsstift, Eigenentwicklungen in der Geschiebetechnik und Kooperation bei Dissertationen. Die Erodiertechnik wird mittlerweile auch in der Implantatologie eingesetzt. So werden Sekundärstrukturen auf spezielle Implantatpfosten auferodiert, so dass der Spalt zwischen Implantat und gegossener Konstruktion auf unter 10 µm verkleinert werden kann. Die Zahnklinik Nord zeichnet sich unter anderem durch eine Vielzahl an kooperierenden Dentallaboren aus, die ihrerseits verschiedene Spezialstrecken beherrschen. So kann man die Zusammenarbeit und Qualität unterschiedlich konzipierter Labore ausprobieren und vergleichen. Schuld eigen, wer davon keinen Gebrauch macht. Auch wenn man als Student nur einen begrenzten Teil des Zahntechnikspektrums nutzen wird, hat man bei Rübeling und Klar die Möglichkeit, die Zusammenarbeit mit einem hochmodernen großen Labor kennen zu lernen. Nette und freundliche Betreuung inklusive.


Herr Rübeling richtet sich seit dem Beginn seiner Selbstständigkeit an den Lehren der Universität aus. So bestimmt zum Beispiel die Baseler Lehrmeinung die Auswahl der Legierungen. Die Zusammenarbeit mit den Universitäten schafft zudem Raum für Forschung, wie zum Beispiel die selbstentworfenen Vollkeramikteleskope mit Friktionsstift, Eigenentwicklungen in der Geschiebetechnik und Kooperation bei Dissertationen. Die Erodiertechnik wird mittlerweile auch in der Implantatologie eingesetzt. So werden Sekundärstrukturen auf spezielle Implantatpfosten auferodiert, so dass der Spalt zwischen Implantat und gegossener Konstruktion auf unter 10 µm verkleinert werden kann. Die Zahnklinik Nord zeichnet sich unter anderem durch eine Vielzahl an kooperierenden Dentallaboren aus, die ihrerseits verschiedene Spezialstrecken beherrschen. So kann man die Zusammenarbeit und Qualität unterschiedlich konzipierter Labore ausprobieren und vergleichen. Schuld eigen, wer davon keinen Gebrauch macht. Auch wenn man als Student nur einen begrenzten Teil des Zahntechnikspektrums nutzen wird, hat man bei Rübeling und Klar die Möglichkeit, die Zusammenarbeit mit einem hochmodernen großen Labor kennen zu lernen. Nette und freundliche Betreuung inklusive.


Nee, ich sag‘ schon! von Bakterien Hat man früher nischt jewußt. Da war‘s Essen noch ´ne Freude Und det Trinken war ´ne Lust. Aber seit man die Bazillen Und dergleichen Zeugs erfund, Is der Mensch total geliefert, Alles is jetzt unjesund.

Ooch det Atmen ist gefährlich: Wenn ick dir jut raten kann, Mitmensch, atme nich zu ville, Sieh dir erst de Luft mal an; Kommste in so`n Pilzjewimmel, Hilft dir keen Karbol und Jod, Ziehste in den janzen Schimmel, Fällste um un biste dot.

Les‘ ick da, det äußerst jiftig Heutzutag Vanillen-Eis; Früher aß man`s mit Vejnügen Jeden Sommer massenweis`. Heute is selbst die Vanille Vom Bazillenherd bedroht, Schmecken dhut se ausgezeichnet, aber nachher is man dot.

Holste dir ´nen netten Schmöker Aus de Leihbibliapothek, Kriegste jleich ´n Schock Milliarden Von Mikroben uf´n Weg; Kommste uf de vierte Seite, Wirste im Jesichte rot, Uf der fünften kriegste´s Fieber, Bei der sechsten biste dot.

Jrüne Aale, sonst det Beste Wo der Mensch nur haben kann, Sind nu ooch nich zu gebrauchen, Seit der Fischbazillus dran. Ißt se eener mit Verjnügen An der Spree zum Abendbrot, Liejt er jleich in letzten Zügen – Zehn Minuten später: dot.

Det ick mit de Hochbahn rutsche, Kommt mir niemals in den Sinn; Nee, in die Bazillenkutsche Da kriegt mir keen Deibel rin! Steigste in fidel und munter, Plötzlich spürste Atemnot. Fährste bis zum Zoo hinunter, Steigste aus und biste dot.

Krebse, rechte scheene, jroße, Wie jesund det früher war! Heute jibt es Krebsbazillen In dem Oderkrebs sogar; Hat man sechs Stück ufjeprepelt, Denkt man jleich.- Schockschwerenot, Warum is mich denn so übel? Nächsten Morjen is man dot.

Nee, ick sag schon! Von dem Leben Hat man nischt als wie Verdruß, Weil man die verfluchten Dinger Immerzu verschlucken muß! Alle Dage muß man lesen, Wie det Kleinzeug uns bedroht, Und wir jroßen Lebenwesen Fallen um - schwapp - mausedot!

Dieses Gedicht erschien 1887 – also bereits vor 117 Jahren – in Berlin in den „Fliegenden Blättern“ entnommen aus: Rundsch. Fleischhyg. Lebensm.-überw. 51, 39 (1999, 2)

ÜBERALL BAKTERIEN Alexander Moszkowski

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Nee, ich sag‘ schon! von Bakterien Hat man früher nischt jewußt. Da war‘s Essen noch ´ne Freude Und det Trinken war ´ne Lust. Aber seit man die Bazillen Und dergleichen Zeugs erfund, Is der Mensch total geliefert, Alles is jetzt unjesund.

Ooch det Atmen ist gefährlich: Wenn ick dir jut raten kann, Mitmensch, atme nich zu ville, Sieh dir erst de Luft mal an; Kommste in so`n Pilzjewimmel, Hilft dir keen Karbol und Jod, Ziehste in den janzen Schimmel, Fällste um un biste dot.

Les‘ ick da, det äußerst jiftig Heutzutag Vanillen-Eis; Früher aß man`s mit Vejnügen Jeden Sommer massenweis`. Heute is selbst die Vanille Vom Bazillenherd bedroht, Schmecken dhut se ausgezeichnet, aber nachher is man dot.

Holste dir ´nen netten Schmöker Aus de Leihbibliapothek, Kriegste jleich ´n Schock Milliarden Von Mikroben uf´n Weg; Kommste uf de vierte Seite, Wirste im Jesichte rot, Uf der fünften kriegste´s Fieber, Bei der sechsten biste dot.

Jrüne Aale, sonst det Beste Wo der Mensch nur haben kann, Sind nu ooch nich zu gebrauchen, Seit der Fischbazillus dran. Ißt se eener mit Verjnügen An der Spree zum Abendbrot, Liejt er jleich in letzten Zügen – Zehn Minuten später: dot.

Det ick mit de Hochbahn rutsche, Kommt mir niemals in den Sinn; Nee, in die Bazillenkutsche Da kriegt mir keen Deibel rin! Steigste in fidel und munter, Plötzlich spürste Atemnot. Fährste bis zum Zoo hinunter, Steigste aus und biste dot.

Krebse, rechte scheene, jroße, Wie jesund det früher war! Heute jibt es Krebsbazillen In dem Oderkrebs sogar; Hat man sechs Stück ufjeprepelt, Denkt man jleich.- Schockschwerenot, Warum is mich denn so übel? Nächsten Morjen is man dot.

Nee, ick sag schon! Von dem Leben Hat man nischt als wie Verdruß, Weil man die verfluchten Dinger Immerzu verschlucken muß! Alle Dage muß man lesen, Wie det Kleinzeug uns bedroht, Und wir jroßen Lebenwesen Fallen um - schwapp - mausedot!

Dieses Gedicht erschien 1887 – also bereits vor 117 Jahren – in Berlin in den „Fliegenden Blättern“ entnommen aus: Rundsch. Fleischhyg. Lebensm.-überw. 51, 39 (1999, 2)

ÜBERALL BAKTERIEN Alexander Moszkowski

83


Permanentmagnete

S S Als in den 1940er Jahren mit den neu entwickelten AlNiCo-Legierungen erstmals ausreichend starke Permanentmagnete in „mundgängiger“ Größe herstellbar waren, interessierten sich auch die Zahnärzte für diese nicht ermüdende Kraftquelle, um damit ein altes Problem zu lösen: den oft mangelhaften Halt von Totalprothesen. Zunächst setzte man (mit wenig Erfolg) auf die abstoßenden Kräfte zweier gleichpolig gegenüber in OK- und UK-Prothese montierter Magnete. In den Sechzigern versuchten die Pioniere der zahnärztlichen Implantologie dann erstmals, die Anziehungskraft der ungleichpoligen Anordnung auszunutzen, indem sie einen der beiden Magnete mit Teflon umhüllten und enossal implantierten. Der Erfolg war nur von kurzer Dauer: Die Anziehungskraft beförderte diese nur bindegewebig umschiedenen Implantate in Richtung Gegenmagnet. Die klinische Anwendbarkeit wurde erst mit den „Seltenerdlegierungen“ SmCo und NdFeB erreicht, die bei deutlich geringerer Dimensionierung ausreichend starke Kräfte entwickeln. Das Problem ihrer sehr hohen Korrosionsanfälligkeit konnte durch Kapselung in einen hauchdünnen, mechanisch stabilen und gasdichten Container aus korrosionsfestem Material gelöst werden. Heute ist das Hauptanwendungs-gebiet der intraoralen Magnete die Ankopplung von

in der Hybridprothetik von Felix Blankenstein

Hybridprothesen auf Wurzelkappen oder Implantaten, daneben gibt es spezielle Systeme zur Verankerung von Epithesen- und Defektprothesen. Auch kieferorthopädisch wird die Magnetkraft (anziehend und auch abstoßend) vereinzelt schon genutzt, hierbei scheint auch der durchblutungsfördernde und schmerzlindernde Allgemeineffekt des Permanentmagnetfeldes positiv zu wirken. Inzwischen liegen klinische Erfahrungen vor, die den Einsatz der Magnete, verglichen mit bisher genutzten Attachments, als gleichwertig, in manchen Indikationsstellungen sogar als bessere Alternative rechtfertigen.

84

S Durch die einerseits „automatische“ Entkoppelung beim Auftreten zu starker Horizontalkräfte und andererseits fast immer wieder problemlose Selbstzentrierung sind die Magnetattachments insbesondere auch für parodontal deutlich vorgeschädigte Wurzeln noch geeignet. Das einfache handling beim Ein- und Ausgliedern und Reinigen (für Patienten und auch Pflegepersonal!) prädestiniert sie als Mittel der Wahl zur Versorgung gerostomatologischer Problemfälle.


Permanentmagnete

S S Als in den 1940er Jahren mit den neu entwickelten AlNiCo-Legierungen erstmals ausreichend starke Permanentmagnete in „mundgängiger“ Größe herstellbar waren, interessierten sich auch die Zahnärzte für diese nicht ermüdende Kraftquelle, um damit ein altes Problem zu lösen: den oft mangelhaften Halt von Totalprothesen. Zunächst setzte man (mit wenig Erfolg) auf die abstoßenden Kräfte zweier gleichpolig gegenüber in OK- und UK-Prothese montierter Magnete. In den Sechzigern versuchten die Pioniere der zahnärztlichen Implantologie dann erstmals, die Anziehungskraft der ungleichpoligen Anordnung auszunutzen, indem sie einen der beiden Magnete mit Teflon umhüllten und enossal implantierten. Der Erfolg war nur von kurzer Dauer: Die Anziehungskraft beförderte diese nur bindegewebig umschiedenen Implantate in Richtung Gegenmagnet. Die klinische Anwendbarkeit wurde erst mit den „Seltenerdlegierungen“ SmCo und NdFeB erreicht, die bei deutlich geringerer Dimensionierung ausreichend starke Kräfte entwickeln. Das Problem ihrer sehr hohen Korrosionsanfälligkeit konnte durch Kapselung in einen hauchdünnen, mechanisch stabilen und gasdichten Container aus korrosionsfestem Material gelöst werden. Heute ist das Hauptanwendungs-gebiet der intraoralen Magnete die Ankopplung von

in der Hybridprothetik von Felix Blankenstein

Hybridprothesen auf Wurzelkappen oder Implantaten, daneben gibt es spezielle Systeme zur Verankerung von Epithesen- und Defektprothesen. Auch kieferorthopädisch wird die Magnetkraft (anziehend und auch abstoßend) vereinzelt schon genutzt, hierbei scheint auch der durchblutungsfördernde und schmerzlindernde Allgemeineffekt des Permanentmagnetfeldes positiv zu wirken. Inzwischen liegen klinische Erfahrungen vor, die den Einsatz der Magnete, verglichen mit bisher genutzten Attachments, als gleichwertig, in manchen Indikationsstellungen sogar als bessere Alternative rechtfertigen.

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S Durch die einerseits „automatische“ Entkoppelung beim Auftreten zu starker Horizontalkräfte und andererseits fast immer wieder problemlose Selbstzentrierung sind die Magnetattachments insbesondere auch für parodontal deutlich vorgeschädigte Wurzeln noch geeignet. Das einfache handling beim Ein- und Ausgliedern und Reinigen (für Patienten und auch Pflegepersonal!) prädestiniert sie als Mittel der Wahl zur Versorgung gerostomatologischer Problemfälle.


vom Fach Drei unterschiedliche Systeme

Es stehen drei grundsätzlich verschiedenen Systeme zur Verfügung: Beim Duo-Magnet entsteht die Retentionskraft durch die Anziehung zwischen den ungleichnamig gegenüberliegenden Polen eines Magnetpaares, der Primärmagnet wird in eine Wurzelkappe geklebt oder als Insert auf ein Implantat geschraubt, der Sekundärmagnet in den herausnehmbaren Zahnersatz einpolymerisiert. Demgegenüber basieren Mono-Magnetsysteme auf der Kraft zwischen einem Prothesenmagneten und einer ferromagnetischen Speziallegierung, aus der individuelle Wurzelkappen gegossen werden oder konfektionierte Implantatabutments lieferbar sind. Beide bisher genannte Systeme weisen ein offenes Magnetfeld auf. Durch eine spezielle Kapselung und die Nebeneinanderanordnung der Magnetpole entsteht die dritte Variante: ein MonoMagnetsystem mit geschlossenem Feld. Dieses Prinzip ermöglicht die stärksten Anziehungskräfte trotz Miniaturausführung. Entscheidender Vorteil aller Mono-Magnetsysteme ist der deutlich geringere Platzbedarf, damit sind sie insbesondere für Wurzelkappen geeignet. Dagegen kommen die unweigerlich mehr Raum fordernden Duo-Magnetsysteme mit weniger Metallen aus:

(1) 86

Alle Teile der Versorgung können aus Titan bestehen: Implantat, Insert und Magnetcontainer. Auf dem deutschen Markt haben sich bisher zwei Fabrikate fest etabliert: steco-Titanmagnetics (stecoSystem-technik Hamburg): ein DuoMagnetsystem mit titangekapselten SmCo-Magneten in verschiedenen Dimensionen und mit entsprechend unterschiedlichen Kräften. Praktisch für alle verfügbaren Implantatsysteme stehen passende Inserts zur Verfügung, für spezielle Indikationen existieren geschiebeartige Konstruktionen (z.B. zur Epithesenverankerung). Ein ähnliches System ist das MicroPlantMagnetattachment, das die Firma Brasseler ausschließlich für ihr hauseigenes Implantat herstellt.

Dyna-System (Dyna-Dental Bergen op Zoom/NL, in Deutschland beziehbar über Hausschild dental, 59039 Hamm): ein Mono-Magnetsystem mit wahlweise titan- oder edelstahlgekapselten NdFeBoder SmCo-Magneten in zwei Bauhöhen und mit entsprechend unterschiedlichen Kräften. Anstelle der individuell vergossenen Wurzelkappe aus einer weichmagnetischen Pd-Co-Legierung steht auch ein konfektionierter Gegenanker zur Verfügung (DynaDirect). Für das firmeneigene und einige weitere Implantatsysteme existieren ferromagnetische Inserts. Neuerdings ist ein in Japan langbewährtes Monomagnet-System mit geschlossenem Feld auf dem deutschen Markt: Magfit (Fa. Aichi europe GmbH).

(2)


vom Fach Drei unterschiedliche Systeme

Es stehen drei grundsätzlich verschiedenen Systeme zur Verfügung: Beim Duo-Magnet entsteht die Retentionskraft durch die Anziehung zwischen den ungleichnamig gegenüberliegenden Polen eines Magnetpaares, der Primärmagnet wird in eine Wurzelkappe geklebt oder als Insert auf ein Implantat geschraubt, der Sekundärmagnet in den herausnehmbaren Zahnersatz einpolymerisiert. Demgegenüber basieren Mono-Magnetsysteme auf der Kraft zwischen einem Prothesenmagneten und einer ferromagnetischen Speziallegierung, aus der individuelle Wurzelkappen gegossen werden oder konfektionierte Implantatabutments lieferbar sind. Beide bisher genannte Systeme weisen ein offenes Magnetfeld auf. Durch eine spezielle Kapselung und die Nebeneinanderanordnung der Magnetpole entsteht die dritte Variante: ein MonoMagnetsystem mit geschlossenem Feld. Dieses Prinzip ermöglicht die stärksten Anziehungskräfte trotz Miniaturausführung. Entscheidender Vorteil aller Mono-Magnetsysteme ist der deutlich geringere Platzbedarf, damit sind sie insbesondere für Wurzelkappen geeignet. Dagegen kommen die unweigerlich mehr Raum fordernden Duo-Magnetsysteme mit weniger Metallen aus:

(1) 86

Alle Teile der Versorgung können aus Titan bestehen: Implantat, Insert und Magnetcontainer. Auf dem deutschen Markt haben sich bisher zwei Fabrikate fest etabliert: steco-Titanmagnetics (stecoSystem-technik Hamburg): ein DuoMagnetsystem mit titangekapselten SmCo-Magneten in verschiedenen Dimensionen und mit entsprechend unterschiedlichen Kräften. Praktisch für alle verfügbaren Implantatsysteme stehen passende Inserts zur Verfügung, für spezielle Indikationen existieren geschiebeartige Konstruktionen (z.B. zur Epithesenverankerung). Ein ähnliches System ist das MicroPlantMagnetattachment, das die Firma Brasseler ausschließlich für ihr hauseigenes Implantat herstellt.

Dyna-System (Dyna-Dental Bergen op Zoom/NL, in Deutschland beziehbar über Hausschild dental, 59039 Hamm): ein Mono-Magnetsystem mit wahlweise titan- oder edelstahlgekapselten NdFeBoder SmCo-Magneten in zwei Bauhöhen und mit entsprechend unterschiedlichen Kräften. Anstelle der individuell vergossenen Wurzelkappe aus einer weichmagnetischen Pd-Co-Legierung steht auch ein konfektionierter Gegenanker zur Verfügung (DynaDirect). Für das firmeneigene und einige weitere Implantatsysteme existieren ferromagnetische Inserts. Neuerdings ist ein in Japan langbewährtes Monomagnet-System mit geschlossenem Feld auf dem deutschen Markt: Magfit (Fa. Aichi europe GmbH).

(2)


Für Wurzelkappen gibt es ein Sortiment von sechs kleinen aber sehr kräftigen Typen. Je nach Bedarf kann man zwischen runden und sehr flachen, oder schmal-ovalär etwas höheren Ausführungen wählen. Als Gegenpol verwendet dieses System einen sogenannten Keeper: ein dünnes, nickelfreies Edelstahlplättchen mit einer zum jeweiligen Magnettypen passend großen Oberfläche. Diese Keeper werden in die Wurzelkappen „eingegossen“, was natürlich mehr Präzision erfordert. Die erstaunliche Miniaturisierung dieses Magnetsystems ermöglicht auch einen Einsatz in Teleskopkronen.

Hybridprothesen auf

vom Fach

Bildunterschriften: Klinischer Fall aus dem Studentenpraktikum: cand. med. dent Evelyn Schopp Ausgangssituation: 4 parodontal leicht vorgeschädigte Pfeiler

Die fertigen Wurzelkappen aus der ferromagnetischen Legierung EFM

ferromagnetischen Wurzelkappen

Neben den auch hier geltenden Indikationen von Hybridprothesen-Attachments sind Magnete besonders für Patienten mit motorischen Störungen oder Pflegebedürftigkeit geeignet, sie 1. Restbestand aus wurzelbehandelten und parodontal „schwachen“ Zähnen bieten eine deutliche Adaptationserleichterung für 2. erhaltungswürdige Wurzeln, die nicht Prothesenneulinge. Dazu kommen einige lokale entfernbare Stiftfragmente enthalten Indikationen: 3. strategisch wichtige Wurzeln, deren Erhalt trotz parodontaler Schäden eine Freiendsituation verhindern kann Bei der Neuanfertigung von Magnetprothesen empfiehlt es sich, zunächst die 4. Restbezahnung, die aus topographischen Gründen keine Stegversorgung ferromagnetische Wurzelkappe (Einstück-Guß!) zuläßt. herstellen zu lassen und zu zementieren. Die Wurzel 5. „Reparatur“eines anderen Kopplungselementes. wird möglichst weit gekürzt, zur Verankerung genügt ein etwa 5mm langer und 1mm dicker Stift, die eigentliche Kappe sollte wenigstens 1mm stark sein, Hilfskavitäten sind nur erforderlich, wenn der Torsionsschutz nicht sicher gegeben ist. Falls eine Stiftverankerung nicht möglich ist, genügt auch eine Der Halt der Hybridprothese sollte nicht adhäsive Befestigung der Kappe (in solchen Fällen 1. ausschließlich auf der Magnetkraft sollten die Kappen durch entsprechende Präparation basieren sondern auch durch möglichst eine ausreichende Primärhaftung aufweisen!). perfekte Basisgestaltung erzielt werden. Danach wird die Prothese in dem vom jeweiligen Praktiker bevorzugten Verfahren angefertigt. Auf 2. Die üblichen Adaptationsschwierigkeiten können noch vor der Montage dem Funktionsmodell ist die Wurzelkappe gut behandelt werden. erkennbar, darauf kann der Zahntechniker einen 3. Nach Einlagerung der neuen Prothese bedarf es bei der Montage des speziellen Platzhalter für den später zu montierenden Attachments keines Resilienzausgleiches Magneten setzen. mehr, die Gefahr des „Reitens“ der Grundsätzlich bevorzugen wir eine späte Prothese über der Wurzelkappe ist Magnetmontage, also erst nach Ablauf der deutlich geringer. Adaptationsphase. Dies hat verschiedene Gründe: 4. Der Patient erhält (psychologisch sehr wichtig!) einen besseren Eindruck von der Effizienz des Magneten.

Die eigentliche Magnetmontage kann sowohl am Patienten als auch im Labor erfolgen. Für das direkte Verfahren steht ein thermoplastisches Kunststoffpellet zur Verfügung (IMP-System). Auf ca. 75°C erwärmt umschließt es in der Platzhalterkavität den Prothesenmagneten. Die Entfernung bei etwa nötig werdender Unterfütterung geschieht ebenso leicht.

Magnet-Inserts können sowohl „Rettungsanker“ für insuffizient gewordene andere Implantat-Attachments sein als auch primär in Fällen schwieriger Topographie eingesetzt werden. Z.B. bedarf es keiner gemeinsamen Einschubrichtung und genügen auch relativ kurze Implantate als Pfeiler. Da die Inserts in verschiedenen Bauhöhen lieferbar sind, ist der Platzbedarf unproblematisch. Die Klinische Vorgehensweise entspricht dem üblichen Verfahren bzw. ist noch einfacher: Für alle steco-Titanmagnetics existieren Abformpfosten (magnetisch, müssen nicht verschraubt werden!), Modellimplantate und drehmomentbegrenzende Ratschen.

Fertige TO mit einpolymerisierten Platzhaltern für die Adaptationsphase

Die Monomagnete (DYNA) einpolymerisierten Magnete

Kontroll-Unterfütterung: alle vier Magnete liegen gleichzeitig auf den Kappen

Zustand nach Tm-Resektion Oberlippe/ Maxilla: Wurzelkappe für Duo-Magnetattachment vorbereitet (steco)


Für Wurzelkappen gibt es ein Sortiment von sechs kleinen aber sehr kräftigen Typen. Je nach Bedarf kann man zwischen runden und sehr flachen, oder schmal-ovalär etwas höheren Ausführungen wählen. Als Gegenpol verwendet dieses System einen sogenannten Keeper: ein dünnes, nickelfreies Edelstahlplättchen mit einer zum jeweiligen Magnettypen passend großen Oberfläche. Diese Keeper werden in die Wurzelkappen „eingegossen“, was natürlich mehr Präzision erfordert. Die erstaunliche Miniaturisierung dieses Magnetsystems ermöglicht auch einen Einsatz in Teleskopkronen.

Hybridprothesen auf

vom Fach

Bildunterschriften: Klinischer Fall aus dem Studentenpraktikum: cand. med. dent Evelyn Schopp Ausgangssituation: 4 parodontal leicht vorgeschädigte Pfeiler

Die fertigen Wurzelkappen aus der ferromagnetischen Legierung EFM

ferromagnetischen Wurzelkappen

Neben den auch hier geltenden Indikationen von Hybridprothesen-Attachments sind Magnete besonders für Patienten mit motorischen Störungen oder Pflegebedürftigkeit geeignet, sie 1. Restbestand aus wurzelbehandelten und parodontal „schwachen“ Zähnen bieten eine deutliche Adaptationserleichterung für 2. erhaltungswürdige Wurzeln, die nicht Prothesenneulinge. Dazu kommen einige lokale entfernbare Stiftfragmente enthalten Indikationen: 3. strategisch wichtige Wurzeln, deren Erhalt trotz parodontaler Schäden eine Freiendsituation verhindern kann Bei der Neuanfertigung von Magnetprothesen empfiehlt es sich, zunächst die 4. Restbezahnung, die aus topographischen Gründen keine Stegversorgung ferromagnetische Wurzelkappe (Einstück-Guß!) zuläßt. herstellen zu lassen und zu zementieren. Die Wurzel 5. „Reparatur“eines anderen Kopplungselementes. wird möglichst weit gekürzt, zur Verankerung genügt ein etwa 5mm langer und 1mm dicker Stift, die eigentliche Kappe sollte wenigstens 1mm stark sein, Hilfskavitäten sind nur erforderlich, wenn der Torsionsschutz nicht sicher gegeben ist. Falls eine Stiftverankerung nicht möglich ist, genügt auch eine Der Halt der Hybridprothese sollte nicht adhäsive Befestigung der Kappe (in solchen Fällen 1. ausschließlich auf der Magnetkraft sollten die Kappen durch entsprechende Präparation basieren sondern auch durch möglichst eine ausreichende Primärhaftung aufweisen!). perfekte Basisgestaltung erzielt werden. Danach wird die Prothese in dem vom jeweiligen Praktiker bevorzugten Verfahren angefertigt. Auf 2. Die üblichen Adaptationsschwierigkeiten können noch vor der Montage dem Funktionsmodell ist die Wurzelkappe gut behandelt werden. erkennbar, darauf kann der Zahntechniker einen 3. Nach Einlagerung der neuen Prothese bedarf es bei der Montage des speziellen Platzhalter für den später zu montierenden Attachments keines Resilienzausgleiches Magneten setzen. mehr, die Gefahr des „Reitens“ der Grundsätzlich bevorzugen wir eine späte Prothese über der Wurzelkappe ist Magnetmontage, also erst nach Ablauf der deutlich geringer. Adaptationsphase. Dies hat verschiedene Gründe: 4. Der Patient erhält (psychologisch sehr wichtig!) einen besseren Eindruck von der Effizienz des Magneten.

Die eigentliche Magnetmontage kann sowohl am Patienten als auch im Labor erfolgen. Für das direkte Verfahren steht ein thermoplastisches Kunststoffpellet zur Verfügung (IMP-System). Auf ca. 75°C erwärmt umschließt es in der Platzhalterkavität den Prothesenmagneten. Die Entfernung bei etwa nötig werdender Unterfütterung geschieht ebenso leicht.

Magnet-Inserts können sowohl „Rettungsanker“ für insuffizient gewordene andere Implantat-Attachments sein als auch primär in Fällen schwieriger Topographie eingesetzt werden. Z.B. bedarf es keiner gemeinsamen Einschubrichtung und genügen auch relativ kurze Implantate als Pfeiler. Da die Inserts in verschiedenen Bauhöhen lieferbar sind, ist der Platzbedarf unproblematisch. Die Klinische Vorgehensweise entspricht dem üblichen Verfahren bzw. ist noch einfacher: Für alle steco-Titanmagnetics existieren Abformpfosten (magnetisch, müssen nicht verschraubt werden!), Modellimplantate und drehmomentbegrenzende Ratschen.

Fertige TO mit einpolymerisierten Platzhaltern für die Adaptationsphase

Die Monomagnete (DYNA) einpolymerisierten Magnete

Kontroll-Unterfütterung: alle vier Magnete liegen gleichzeitig auf den Kappen

Zustand nach Tm-Resektion Oberlippe/ Maxilla: Wurzelkappe für Duo-Magnetattachment vorbereitet (steco)


Physikalische Probleme

vom Fach

Die Magnetkraft erlahmt im Alltag normalerweise nicht. Allerdings sinkt sie, zunächst reversibel, mit steigender Temperatur. Beim Überschreiten der maximalen Einsatztemperatur setzt ein irreversibler Kraftverlust ein. Dieser Temperaturbereich beginnt für SmCo-Magnete bei etwa 220°C, für NdFeB-Legierungen oberhalb 100°C. Dementsprechend sollten diese Magnete nur vorsichtig wärmebehandelt werden. Auch starke externe Magnetfelder führen zu einer Entmagnetisierung, bei MRTUntersuchungen müssen diese Magnete deshalb immer ausgegliedert werden. Aber auch die weichmagnetischen Wurzelkappen erzeugen MRTArtefakte im Bereich des Gesichtsschädels. Zahnsteinablagerungen können schließlich ein Nachlassen der Kraft vortäuschen, da sie den Luftspalt zwischen den beiden magnetischen Polen vergrößern. Die übliche Reinigung erledigt das Problem. Wechselwirkungen mit Herzschrittmachern sind nicht zu erwarten, Computerdisketten werden durch direkten Kontakt nicht beeinflußt. Vorsichtshalber sollte man aber zu Magnetstreifenkarten einen „Sicherheitsabstand“ von 2 cm einhalten. Das Hauptproblem aller modernen Magnetsysteme ist die Dichtigkeit ihrer hauchdünnen Container, deshalb ist größte Vorsicht beim Umgang mit Schleifinstrumenten geraten. Auch permanentes Kippeln vernachlässigter Prothesen über die Magnete kann zum Durchscheuern der Kapseln führen. Der Werkstoff würde dann rasch korrodieren und der eigentliche Magnetkörper sich auflösen.

Fazit

Mit diesen Systemen stehen mittlerweile ausgereifte Attachments zur Verfügung, die gerade in ungünstigen parodontalen und topographischen Situationen den Prothesenhalt noch verbessern können. Es sind die einzigen unter ansteigender Horizontalbelastung selbstentkoppelnden und anschließend auch wieder selbst einkoppelnden Verbindungselemente. 90

weiterführende Literatur: Magnete in der Zahnmedizin. flohr-Verlag Rottweil 2001, ISBN 3-9807023-24 (Hrsg): OA Dr. med. Felix Blankenstein Abt. für Prothetik u. Alterszahnmedizin (Leiter: Prof. Dr. K-P. Lange)


Physikalische Probleme

vom Fach

Die Magnetkraft erlahmt im Alltag normalerweise nicht. Allerdings sinkt sie, zunächst reversibel, mit steigender Temperatur. Beim Überschreiten der maximalen Einsatztemperatur setzt ein irreversibler Kraftverlust ein. Dieser Temperaturbereich beginnt für SmCo-Magnete bei etwa 220°C, für NdFeB-Legierungen oberhalb 100°C. Dementsprechend sollten diese Magnete nur vorsichtig wärmebehandelt werden. Auch starke externe Magnetfelder führen zu einer Entmagnetisierung, bei MRTUntersuchungen müssen diese Magnete deshalb immer ausgegliedert werden. Aber auch die weichmagnetischen Wurzelkappen erzeugen MRTArtefakte im Bereich des Gesichtsschädels. Zahnsteinablagerungen können schließlich ein Nachlassen der Kraft vortäuschen, da sie den Luftspalt zwischen den beiden magnetischen Polen vergrößern. Die übliche Reinigung erledigt das Problem. Wechselwirkungen mit Herzschrittmachern sind nicht zu erwarten, Computerdisketten werden durch direkten Kontakt nicht beeinflußt. Vorsichtshalber sollte man aber zu Magnetstreifenkarten einen „Sicherheitsabstand“ von 2 cm einhalten. Das Hauptproblem aller modernen Magnetsysteme ist die Dichtigkeit ihrer hauchdünnen Container, deshalb ist größte Vorsicht beim Umgang mit Schleifinstrumenten geraten. Auch permanentes Kippeln vernachlässigter Prothesen über die Magnete kann zum Durchscheuern der Kapseln führen. Der Werkstoff würde dann rasch korrodieren und der eigentliche Magnetkörper sich auflösen.

Fazit

Mit diesen Systemen stehen mittlerweile ausgereifte Attachments zur Verfügung, die gerade in ungünstigen parodontalen und topographischen Situationen den Prothesenhalt noch verbessern können. Es sind die einzigen unter ansteigender Horizontalbelastung selbstentkoppelnden und anschließend auch wieder selbst einkoppelnden Verbindungselemente. 90

weiterführende Literatur: Magnete in der Zahnmedizin. flohr-Verlag Rottweil 2001, ISBN 3-9807023-24 (Hrsg): OA Dr. med. Felix Blankenstein Abt. für Prothetik u. Alterszahnmedizin (Leiter: Prof. Dr. K-P. Lange)


Neuromuskulär ausgerichtete Bisslagebestimmung mit Hilfe niedrigfrequenter TENS-Therapie

Die Zahl der Patienten mit Kiefer-, Gesichts-, Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen, aber auch mit anderen funktionellen Beschwerdebildern, wie Schwindel, cochleären Störungen, Tinnitus, pharyngealen Missempfindungen (Globus), aber auch Konzentrationsstörungen und funktionellen Herzbeschwerden, scheinen in den letzten Jahren deutlich zuzunehmen.

B. Losert-Bruggner, R. Schöttl

Bei diesen Patienten bestehen sehr häufig Störungen im Bereich der Kiefergelenke, wie auch im Bereich der Kopfgelenke (Okziput / C1 bis C2/C3). Werden die craniomandibulären und/oder die craniocervicalen Dysfunktionen (CMD, CCD) behandelt, verschwinden oft die Beschwerdebilder bei den Patienten. Ein interdisziplinäres Vorgehen von Zahnarzt und manualtherapeutisch-krankengymnastisch tätigen Kollegen ist in vielen Fällen unabdingbar (Hülse, Losert-Bruggner, 2002). Dies sollte immer im Hintergrund des Artikels bedacht werden (Schöttl, 1991). Die zahnärztliche Therapie einer CMD besteht häufig in der Herstellung einer Aufbissschiene, die die pathologische, habituelle Okklusion des Patienten unterbrechen soll (Schindler, 1993, 1994). Für den Zahnarzt stellt sich die Frage, wie er den Unterkiefer zum Oberkiefer störungsfrei zuordnen soll. Viele Wege führen nach Rom. Und so gibt es auch verschiedene neuromuskulär ausgerichtete Methoden, die eine für das Individuum biologisch ausgerichtete Kieferzuordnung ermitteln können. Eine dieser Methoden, die sich bei uns bei vielen Patienten bewährt hat, ist die Ermittlung der Bisslage nach niedrigfrequenter TENSTherapie der Kaumuskulatur. 92

Niedrigfrequente TENSTherapie wirkt auf vier Ebenen (muskulär, reflektorisch, neural, biochemisch). Die transkutane elektrische Nerven-Stimulation (TENS) der Kaumuskulatur wurde schon 1972 durch Bernard Jankelson beschrieben. Es ist eine hervorragende Methode zur Entspannung der Kau-, Kopf- und Halsmuskulatur (Jankelson 1990, Schöttl 1997 und 2001). In der Regel erfolgt die Entspannung nach 45 Minuten, was durch zahlreiche eigene elektromyographische Untersuchungen belegt werden kann.

Abb. 1a,b: Die Stimulationselektroden sitzen vor dem Ohr und über der Incissura semilunaris. Diese ist als Fossa tastbar. An dieser Stelle werden gleichzeitig der Trigeminus- und Facialisnerv stimuliert. Die Reizung des Trigeminus führt zu einem Zucken der Kaumuskulatur. Die therapeutische Spannung ist dann erreicht, wenn sich der Unterkiefer leicht (0,5mm) alle 1,5 Sekunden nach oben bewegt und wieder in seine Ruhelage zurückfällt. Durch die Innervation des Facialis zuckt gleichzeitig das Gesicht mit. Dies ist für die Entspannung nicht erforderlich, aber auf Grund des Nervenverlaufes nicht zu verhindern. Durch die alle 1,5 Sekunden eintretende An- und Entspannung der Kaumuskulatur durch die TENS-Therapie tritt ein Pumpmechanismus ein. Dies führt zu einer verbesserten Durchblutung der Muskulatur sowie auch zu einem besseren Abtransport der sauren Stoffwechselprodukte, die sich durch die muskulären Verspannungen gebildet und angesammelt haben. Ebenfalls aktiviert wird der Lymphfluss. Über die reflektorische Wirkung der TENS-Therapie kann die physiologische Muskellänge wieder erreicht werden. Darüber hinaus wird durch die TENS-Therapie eine erhöhte Ausschüttung von Endorphinen bewirkt, wodurch die Schmerztoleranz erhöht und zusätzlich ein weiterer Entspannungseffekt erzielt wird. (Abb. 2a,b)


Neuromuskulär ausgerichtete Bisslagebestimmung mit Hilfe niedrigfrequenter TENS-Therapie

Die Zahl der Patienten mit Kiefer-, Gesichts-, Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen, aber auch mit anderen funktionellen Beschwerdebildern, wie Schwindel, cochleären Störungen, Tinnitus, pharyngealen Missempfindungen (Globus), aber auch Konzentrationsstörungen und funktionellen Herzbeschwerden, scheinen in den letzten Jahren deutlich zuzunehmen.

B. Losert-Bruggner, R. Schöttl

Bei diesen Patienten bestehen sehr häufig Störungen im Bereich der Kiefergelenke, wie auch im Bereich der Kopfgelenke (Okziput / C1 bis C2/C3). Werden die craniomandibulären und/oder die craniocervicalen Dysfunktionen (CMD, CCD) behandelt, verschwinden oft die Beschwerdebilder bei den Patienten. Ein interdisziplinäres Vorgehen von Zahnarzt und manualtherapeutisch-krankengymnastisch tätigen Kollegen ist in vielen Fällen unabdingbar (Hülse, Losert-Bruggner, 2002). Dies sollte immer im Hintergrund des Artikels bedacht werden (Schöttl, 1991). Die zahnärztliche Therapie einer CMD besteht häufig in der Herstellung einer Aufbissschiene, die die pathologische, habituelle Okklusion des Patienten unterbrechen soll (Schindler, 1993, 1994). Für den Zahnarzt stellt sich die Frage, wie er den Unterkiefer zum Oberkiefer störungsfrei zuordnen soll. Viele Wege führen nach Rom. Und so gibt es auch verschiedene neuromuskulär ausgerichtete Methoden, die eine für das Individuum biologisch ausgerichtete Kieferzuordnung ermitteln können. Eine dieser Methoden, die sich bei uns bei vielen Patienten bewährt hat, ist die Ermittlung der Bisslage nach niedrigfrequenter TENSTherapie der Kaumuskulatur. 92

Niedrigfrequente TENSTherapie wirkt auf vier Ebenen (muskulär, reflektorisch, neural, biochemisch). Die transkutane elektrische Nerven-Stimulation (TENS) der Kaumuskulatur wurde schon 1972 durch Bernard Jankelson beschrieben. Es ist eine hervorragende Methode zur Entspannung der Kau-, Kopf- und Halsmuskulatur (Jankelson 1990, Schöttl 1997 und 2001). In der Regel erfolgt die Entspannung nach 45 Minuten, was durch zahlreiche eigene elektromyographische Untersuchungen belegt werden kann.

Abb. 1a,b: Die Stimulationselektroden sitzen vor dem Ohr und über der Incissura semilunaris. Diese ist als Fossa tastbar. An dieser Stelle werden gleichzeitig der Trigeminus- und Facialisnerv stimuliert. Die Reizung des Trigeminus führt zu einem Zucken der Kaumuskulatur. Die therapeutische Spannung ist dann erreicht, wenn sich der Unterkiefer leicht (0,5mm) alle 1,5 Sekunden nach oben bewegt und wieder in seine Ruhelage zurückfällt. Durch die Innervation des Facialis zuckt gleichzeitig das Gesicht mit. Dies ist für die Entspannung nicht erforderlich, aber auf Grund des Nervenverlaufes nicht zu verhindern. Durch die alle 1,5 Sekunden eintretende An- und Entspannung der Kaumuskulatur durch die TENS-Therapie tritt ein Pumpmechanismus ein. Dies führt zu einer verbesserten Durchblutung der Muskulatur sowie auch zu einem besseren Abtransport der sauren Stoffwechselprodukte, die sich durch die muskulären Verspannungen gebildet und angesammelt haben. Ebenfalls aktiviert wird der Lymphfluss. Über die reflektorische Wirkung der TENS-Therapie kann die physiologische Muskellänge wieder erreicht werden. Darüber hinaus wird durch die TENS-Therapie eine erhöhte Ausschüttung von Endorphinen bewirkt, wodurch die Schmerztoleranz erhöht und zusätzlich ein weiterer Entspannungseffekt erzielt wird. (Abb. 2a,b)


Abb. 2a,b: Elektromyogramm der linken und rechten anterioren Temporalismuskeln (TA), der Masseter (MM), der hinteren Halsmuskulatur (TP) und der anterioren Digastricusmuskeln (DA) vor und nach niedrigfrequenter TENS-Therapie der Kaumuskulatur.

Wirkungsweise der TENS-Therapie Durchführung der Bissnahme Eigene elektromyographische Untersuchungen bei 130 Patienten mit CMD zeigen, dass die niedrigfrequente TENS-Therapie der Kaumuskulatur mehr als deutlich eine Beruhigung der Kau-, Kopf- und Halsmuskulatur herbeiführen kann (Abb.3). Die Beruhigung auch der Halsund Schultermuskulatur durch niedrigfrequente TENS-Therapie der Kaumuskulatur weist auf die enge reflektorische Beziehung zwischen der craniocervikalen und der craniomandibulären Region hin. Auf dem Markt stehen verschiedene TENS-Geräte zur Verfügung. Wichtig ist, dass die Geräte über die physikalischen Einstellmöglichkeiten der Parameter verfügen, die für die Behandlung der Kaumuskulatur erforderlich sind. Bewährt haben sich bei uns drei Geräte (Abb. 4 a-c). Nach der Entspannung der Kaumuskulatur ist es erforderlich, die neuromuskulär ausgerichtete Kieferzuordnung in Form einer Bissnahme festzuhalten. Hierzu wird von uns ein weiches Silikonmaterial bevorzugt, das zwischen die Zahnreihen gebracht wird und dort in der festgelegten Bisshöhe ohne Zahnkontakt aushärtet (Abb. 5a, b).

94

und

Bei der Bissnahme sollte keine Fremdführung oder Manipulation durch Handführung des Unterkiefers erfolgen. Bei guter Entspannung, die kinesiologisch, kinesiographisch oder über das EMG der Kau-, Kopf- und Halsmuskulatur kontrolliert werden kann, würde eine Führung des Unterkiefers, z.B. durch die Hand des Therapeuten, nur neuerlich Spannungen in das biologische System des Patienten bringen. Ist die Entspannung optimal gelungen, kann die neuromuskuläre Position vom Patienten allein eingenommen werden. Kurse zur myozentrischen Bissnahmetechnik werden im Institut für Temporo-Mandibuläre Regulation (ITMR, www.itmr.org, email info@itmr.org ) seit 1986 angeboten). Diese Technik ist in der Praxis heute soweit ausgereift und wird in Deutschland täglich von Hunderten von Zahnärzten vor allem bei der Behandlung von Funktionsstörungen angewandt, so dass Erfahrungen über mehrere Tausend myozentrische Bissregistrate vorliegen.

Abb. 3: Die Rote Säule gibt die Spannung der Kau-, Kopf- und Halsmuskulatur vor, die blaue Säule nach niedrigfrequenter TENS-Therapie der Kaumuskulatur an. Die Grüne Säule entspricht den Normwerten. Gemessen wurden Masseter, anteriore Temporalismuskeln, anteriore Digastricusmuskeln, hintere Halsmuskulatur, Sternocleidomastoideus und die Trapeziusmuskeln. Alle Muskelgruppen konnten durch 45 minütige niedrigfrequente TENS-Therapie der Kaumuskulatur deutlich beruhigt werden. Die TENS-Therapie wurde mit dem MYO-Monitor (Abb.4) durchgeführt. Abb. 4 a-c: MyoMonitor, Dolotens, TENStem: Geräte zur Entspannung der Kaumuskulatur mittels niedrigfrequenter TENS-Therapie.

Abb. 5a,b: Bei geöffnetem Mund wird ein weiches Registriermaterial auf die Zahnreihen aufgetragen. Bevor es fest wird, lässt man den Patienten bis zur gewünschten Bisshöhe schließen. Wichtig ist, dass der Biss an keiner Stelle durchgebissen wurde, da sonst die Gefahr besteht, über Abgleitkontakte in die Richtung der alten Bisslage zu rutschen.


Abb. 2a,b: Elektromyogramm der linken und rechten anterioren Temporalismuskeln (TA), der Masseter (MM), der hinteren Halsmuskulatur (TP) und der anterioren Digastricusmuskeln (DA) vor und nach niedrigfrequenter TENS-Therapie der Kaumuskulatur.

Wirkungsweise der TENS-Therapie Durchführung der Bissnahme Eigene elektromyographische Untersuchungen bei 130 Patienten mit CMD zeigen, dass die niedrigfrequente TENS-Therapie der Kaumuskulatur mehr als deutlich eine Beruhigung der Kau-, Kopf- und Halsmuskulatur herbeiführen kann (Abb.3). Die Beruhigung auch der Halsund Schultermuskulatur durch niedrigfrequente TENS-Therapie der Kaumuskulatur weist auf die enge reflektorische Beziehung zwischen der craniocervikalen und der craniomandibulären Region hin. Auf dem Markt stehen verschiedene TENS-Geräte zur Verfügung. Wichtig ist, dass die Geräte über die physikalischen Einstellmöglichkeiten der Parameter verfügen, die für die Behandlung der Kaumuskulatur erforderlich sind. Bewährt haben sich bei uns drei Geräte (Abb. 4 a-c). Nach der Entspannung der Kaumuskulatur ist es erforderlich, die neuromuskulär ausgerichtete Kieferzuordnung in Form einer Bissnahme festzuhalten. Hierzu wird von uns ein weiches Silikonmaterial bevorzugt, das zwischen die Zahnreihen gebracht wird und dort in der festgelegten Bisshöhe ohne Zahnkontakt aushärtet (Abb. 5a, b).

94

und

Bei der Bissnahme sollte keine Fremdführung oder Manipulation durch Handführung des Unterkiefers erfolgen. Bei guter Entspannung, die kinesiologisch, kinesiographisch oder über das EMG der Kau-, Kopf- und Halsmuskulatur kontrolliert werden kann, würde eine Führung des Unterkiefers, z.B. durch die Hand des Therapeuten, nur neuerlich Spannungen in das biologische System des Patienten bringen. Ist die Entspannung optimal gelungen, kann die neuromuskuläre Position vom Patienten allein eingenommen werden. Kurse zur myozentrischen Bissnahmetechnik werden im Institut für Temporo-Mandibuläre Regulation (ITMR, www.itmr.org, email info@itmr.org ) seit 1986 angeboten). Diese Technik ist in der Praxis heute soweit ausgereift und wird in Deutschland täglich von Hunderten von Zahnärzten vor allem bei der Behandlung von Funktionsstörungen angewandt, so dass Erfahrungen über mehrere Tausend myozentrische Bissregistrate vorliegen.

Abb. 3: Die Rote Säule gibt die Spannung der Kau-, Kopf- und Halsmuskulatur vor, die blaue Säule nach niedrigfrequenter TENS-Therapie der Kaumuskulatur an. Die Grüne Säule entspricht den Normwerten. Gemessen wurden Masseter, anteriore Temporalismuskeln, anteriore Digastricusmuskeln, hintere Halsmuskulatur, Sternocleidomastoideus und die Trapeziusmuskeln. Alle Muskelgruppen konnten durch 45 minütige niedrigfrequente TENS-Therapie der Kaumuskulatur deutlich beruhigt werden. Die TENS-Therapie wurde mit dem MYO-Monitor (Abb.4) durchgeführt. Abb. 4 a-c: MyoMonitor, Dolotens, TENStem: Geräte zur Entspannung der Kaumuskulatur mittels niedrigfrequenter TENS-Therapie.

Abb. 5a,b: Bei geöffnetem Mund wird ein weiches Registriermaterial auf die Zahnreihen aufgetragen. Bevor es fest wird, lässt man den Patienten bis zur gewünschten Bisshöhe schließen. Wichtig ist, dass der Biss an keiner Stelle durchgebissen wurde, da sonst die Gefahr besteht, über Abgleitkontakte in die Richtung der alten Bisslage zu rutschen.


Der Patientenfall

Frau FI, 30 J.

Der erste Kontakt mit Frau FI, ein Routinejeck, zeigte sich unauffällig. Sie fühlte sich wohl und gesund, auf den ersten Blick zeigte sich ein harmonisches Zahnsystem (Abb. 6 und 7). Die Zähne waren bis auf zwei kleine Füllungen unversehrt. Es wurde lediglich über Zahnfleischbluten geklagt. Zwei Jahre nach diesem ersten Kontakt klagte Frau FI über Schmerzen an allen Zähnen, besonders stark in der Oberkieferfront. Beim Kauen störten die Zähne, jedes Mal ein anderer (Abb. 8). Die Kiefergelenke knackten und Schluckbeschwerden waren aufgetreten. Außerdem hatten sich Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel und Augenbrennen eingestellt. Die neurologische, HNOärztliche und augenärztliche Abklärung konnten keine Ursache dafür finden. In der manuellen und instrumentellen Funktionsuntersuchung zeigten sich deutliche Störungen in der habituellen Okklusion. U.a. Palpationsempfindlichkeit der Kau-, Kopf- und Halsmuskulatur, Retrallage und Seitverschiebung des Unterkiefers (Abb. 9, 10a, 10b), ShimbashiDimension 18 mm, unbalancierte Muskelkontraktion beim Zubeißen (Abb. 11), stark reduzierte Beißkraft in habitueller Okklusion (Abb. 12), offensichtliche Haltungsstörungen und Probleme im HWS-Bereich. In der neuromuskulär ausgerichteten Kieferposition, ermittelt nach niedrigfrequenter TENS-Therapie der Kaumuskulatur, wurde eine Aufbissschiene eingegliedert (Abb.13) und parallel dazu krankengymnastische und manualtherapeutische Maßnahmen eingeleitet. Der Schwindel trat sofort nach Eingliederung der Aufbissschiene nicht mehr auf. Zahnschmerzen, Augenbrennen, Kopfschmerzen und Schlafstörungen waren nach drei Wochen deutlich besser und nach weiteren zwei Wochen gar nicht mehr aufgetreten. 96

Abb. 8: Die Aufzeichnung der Kaubewegung in der Sagittalen und Frontalen bestätigt die Aussage von Frau FI, dass beim Kauen jedes Mal ein anderer Zahn stört. Das Kaufeld ist überhaupt nicht definiert. Der erste Kontakt erfolgt mal vorne, mal hinten, mal links, mal rechts.

Abb. 6: Erste Kontaktaufnahme mit Pat. FI. Körperliches und seelisches Wohlbefinden Abb. 10a, b: Schlifffacetten an den Ober- und Unterkieferfrontzähnen. Häufig Zeichen für Retrallage des Unterkiefers. Untypisch für eine Retrallage ist die Auffächerung der Unterkieferfrontzähne. Bei solch einem Befund würde man eher einen Engstand der Unterkieferfrontzähne vermuten.

Abb. 7: Auf den ersten Blick unauffällige Mundsituation.

Abb. 9: Die neuromuskulär entspannte Schließbewegung verläuft deutlich vor und ein wenig rechts der habituellen Schließbewegung (Tap-Tap). Der interokklusale Abstand nach Entspannung der Kaumuskulatur von 4,3 mm lässt eine Bisserhöhung durch die Schiene um mindestens 2,3 mm zu.

Abb. 11: Keine ausgewogene Muskelaktivierung beim Zubeißen. Die linke Seite tritt zuerst in Aktion, die rechte Seite folgt erst viel später. L=Links, R=Rechts, TA=Temporalis anterior, MM=Masseter

Abb. 12: Kraft der anterioren Temporalismuskeln und Masseter beim Zubeißen. Auf beiden Seiten deutlich reduzierte Beißkraft, wobei die rechte Seite stärker gestört ist, was auch in Abb. 16 deutlich wird. Der Aufbiss auf Watterollen kann die Kraft verstärken. Ein Zeichen dafür, dass noch keine ausgeprägte Muskelermüdung vorliegt und in habitueller Okklusion auf Grund der fehlerhaften Kontaktbeziehungen reflektorisch die Kraft abnimmt. L=Links, R=Rechts, TA=Temporalis anterior, MM=Masseter 97


Der Patientenfall

Frau FI, 30 J.

Der erste Kontakt mit Frau FI, ein Routinejeck, zeigte sich unauffällig. Sie fühlte sich wohl und gesund, auf den ersten Blick zeigte sich ein harmonisches Zahnsystem (Abb. 6 und 7). Die Zähne waren bis auf zwei kleine Füllungen unversehrt. Es wurde lediglich über Zahnfleischbluten geklagt. Zwei Jahre nach diesem ersten Kontakt klagte Frau FI über Schmerzen an allen Zähnen, besonders stark in der Oberkieferfront. Beim Kauen störten die Zähne, jedes Mal ein anderer (Abb. 8). Die Kiefergelenke knackten und Schluckbeschwerden waren aufgetreten. Außerdem hatten sich Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel und Augenbrennen eingestellt. Die neurologische, HNOärztliche und augenärztliche Abklärung konnten keine Ursache dafür finden. In der manuellen und instrumentellen Funktionsuntersuchung zeigten sich deutliche Störungen in der habituellen Okklusion. U.a. Palpationsempfindlichkeit der Kau-, Kopf- und Halsmuskulatur, Retrallage und Seitverschiebung des Unterkiefers (Abb. 9, 10a, 10b), ShimbashiDimension 18 mm, unbalancierte Muskelkontraktion beim Zubeißen (Abb. 11), stark reduzierte Beißkraft in habitueller Okklusion (Abb. 12), offensichtliche Haltungsstörungen und Probleme im HWS-Bereich. In der neuromuskulär ausgerichteten Kieferposition, ermittelt nach niedrigfrequenter TENS-Therapie der Kaumuskulatur, wurde eine Aufbissschiene eingegliedert (Abb.13) und parallel dazu krankengymnastische und manualtherapeutische Maßnahmen eingeleitet. Der Schwindel trat sofort nach Eingliederung der Aufbissschiene nicht mehr auf. Zahnschmerzen, Augenbrennen, Kopfschmerzen und Schlafstörungen waren nach drei Wochen deutlich besser und nach weiteren zwei Wochen gar nicht mehr aufgetreten. 96

Abb. 8: Die Aufzeichnung der Kaubewegung in der Sagittalen und Frontalen bestätigt die Aussage von Frau FI, dass beim Kauen jedes Mal ein anderer Zahn stört. Das Kaufeld ist überhaupt nicht definiert. Der erste Kontakt erfolgt mal vorne, mal hinten, mal links, mal rechts.

Abb. 6: Erste Kontaktaufnahme mit Pat. FI. Körperliches und seelisches Wohlbefinden Abb. 10a, b: Schlifffacetten an den Ober- und Unterkieferfrontzähnen. Häufig Zeichen für Retrallage des Unterkiefers. Untypisch für eine Retrallage ist die Auffächerung der Unterkieferfrontzähne. Bei solch einem Befund würde man eher einen Engstand der Unterkieferfrontzähne vermuten.

Abb. 7: Auf den ersten Blick unauffällige Mundsituation.

Abb. 9: Die neuromuskulär entspannte Schließbewegung verläuft deutlich vor und ein wenig rechts der habituellen Schließbewegung (Tap-Tap). Der interokklusale Abstand nach Entspannung der Kaumuskulatur von 4,3 mm lässt eine Bisserhöhung durch die Schiene um mindestens 2,3 mm zu.

Abb. 11: Keine ausgewogene Muskelaktivierung beim Zubeißen. Die linke Seite tritt zuerst in Aktion, die rechte Seite folgt erst viel später. L=Links, R=Rechts, TA=Temporalis anterior, MM=Masseter

Abb. 12: Kraft der anterioren Temporalismuskeln und Masseter beim Zubeißen. Auf beiden Seiten deutlich reduzierte Beißkraft, wobei die rechte Seite stärker gestört ist, was auch in Abb. 16 deutlich wird. Der Aufbiss auf Watterollen kann die Kraft verstärken. Ein Zeichen dafür, dass noch keine ausgeprägte Muskelermüdung vorliegt und in habitueller Okklusion auf Grund der fehlerhaften Kontaktbeziehungen reflektorisch die Kraft abnimmt. L=Links, R=Rechts, TA=Temporalis anterior, MM=Masseter 97


Der Patientenfall

Studienfinanzierung

für den Endspurt zum Examen Auf zeitraubende Nebenjobs verzichten und sich ganz den Prüfungen widmen? Studenten der akademischen Heilberufe können sich während ihrer Examenssemester über ein Ausbildungsdarlehen der Deutschen Apotheker- und Ärztebank einen monatlichen Beitrag zum Lebensunterhalt auszahlen lassen.

Die Vorteile: • • • • • • • • •

Keine Bearbeitungsgebühren 100%ige Auszahlung des Kredits Freie Verfügbarkeit Niedriger Zinsaufwand Außerplanmäßige Tilgungen, z.B. bei unerwartetem Geldzufluss Stundung von Zinsen bis zum Studierende sowie der Tilgung bis zum Ende der Praktikums-Phase Stundung von Zinsen und Tilgung sowie Verlängerung des Darlehens um ein Semester bei Nichtbestehen Umwandlung des Darlehens in einen neuen Kredit bei Eintritt in das Berufsleben Keine Anrechnung der Darlehensbeträge auf BAföG-Zahlungen

Abgestimmt auf die einzelnen Studienfächer wurden von der APO-Bank spezielle Darlehensprogramme entwickelt.

Darlehensprogramm für Zahnmediziner Dieses Programm bietet für die letzten drei Semester sowie für den Zeitraum der Examensvorbereitung ein Darlehen von bis zu 300 Euro pro Monat. Der Rahmen muss allerdings nicht ausgeschöpft werden. Zusätzlich stellt die APO-Bank – falls erforderlich – Mittel in Höhe von 750 Euro für die Instrumenten-Erstausstattung zur Verfügung. Dieser Betrag kann schon bei Studienbeginn in Anspruch genommen werden. Für die Mitglieder des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte e.V. finanziert die APO-Bank sogar die letzten fünf Semester inklusive Examensvorbereitung. Zudem können die Mitglieder den Betrag für die Instrumenten-Erstausstattung auf bis zu 2.500 Euro aufstocken, z.B. für die Ausstattung eines Klinikkoffers. Außer dem Ausbildungsdarlehen bietet die APO-Bank den examensnahen Studenten attraktive Konditionen für das Girokonto: Neben der spesenfreien Kontoführung gibt es die BANKCARD und das Kreditkarten-Doppel aus VISA und MasterCard (APO Golden Twin) zum Nulltarif. Guthaben auf dem Girokonto werden mit 0,5 Prozent per anno verzinst. Über apodialog, dem Telefonservice der APO-Bank, und das PC-BankingProgramm StarMoney lässt sich das Girokonto bequem steuern.

Fazit für die Praxis

Craniomandibuläre Dysfunktionen treten in den letzten Jahren verstärkt auf. Oft sind sie versteckt vorhanden, so dass sie über eine entsprechende Schmerzsymptomatik noch nicht in Erscheinung getreten sind. Sie können lange kompensiert und symptomlos schlummern. Wie ein Regenfass, das sich langsam füllt. Und wie der letzte Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt, kann ein winzig kleines Ereignis dazu beitragen, die Schmerzsymptome der CMD auszulösen. Was das Erkennen der CMD noch schwieriger macht ist die Tatsache, dass sich diese als Schmerz nicht unbedingt im Kiefer zeigen muss. Kopfschmerz, Schwindel, Tinnitus, Nacken-, Schulter-, Rückenschmerzen u. v. m. können der Ausdruck einer CMD sein. Noch komplexer wird die Betrachtungsweise, wenn man erkennt, dass eine craniomandibuläre Dysfunktionen sehr häufig mit eine craniocervicalen Dysfunktion einhergeht und umgekehrt. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Zahnarzt und Manualtherapeut ist dann zwingend erforderlich. Die hier beschriebene Methode der Entspannung der Kaumuskulatur mittels niedrigfrequenter TENS-Therapie gibt dem Zahnarzt ein wirksames Hilfsmittel zu Hand, die neuromuskulär ausgerichtete Kieferzuordnung zu ermitteln. Es bleibt jedem Therapeuten überlassen, vor der Bissnahme zusätzliche manualtherapeutische Maßnahmen einzuleiten. Abb. 13: Aufbissschiene im Mund.

Literatur in der Redaktion erhältlich

Postadresse Dr. Brigitte Losert-Bruggner Lorscher Str.2 68623 Lampertheim-Hüttenfeld email: praxis@dr-losert-bruggner.de 99


Der Patientenfall

Studienfinanzierung

für den Endspurt zum Examen Auf zeitraubende Nebenjobs verzichten und sich ganz den Prüfungen widmen? Studenten der akademischen Heilberufe können sich während ihrer Examenssemester über ein Ausbildungsdarlehen der Deutschen Apotheker- und Ärztebank einen monatlichen Beitrag zum Lebensunterhalt auszahlen lassen.

Die Vorteile: • • • • • • • • •

Keine Bearbeitungsgebühren 100%ige Auszahlung des Kredits Freie Verfügbarkeit Niedriger Zinsaufwand Außerplanmäßige Tilgungen, z.B. bei unerwartetem Geldzufluss Stundung von Zinsen bis zum Studierende sowie der Tilgung bis zum Ende der Praktikums-Phase Stundung von Zinsen und Tilgung sowie Verlängerung des Darlehens um ein Semester bei Nichtbestehen Umwandlung des Darlehens in einen neuen Kredit bei Eintritt in das Berufsleben Keine Anrechnung der Darlehensbeträge auf BAföG-Zahlungen

Abgestimmt auf die einzelnen Studienfächer wurden von der APO-Bank spezielle Darlehensprogramme entwickelt.

Darlehensprogramm für Zahnmediziner Dieses Programm bietet für die letzten drei Semester sowie für den Zeitraum der Examensvorbereitung ein Darlehen von bis zu 300 Euro pro Monat. Der Rahmen muss allerdings nicht ausgeschöpft werden. Zusätzlich stellt die APO-Bank – falls erforderlich – Mittel in Höhe von 750 Euro für die Instrumenten-Erstausstattung zur Verfügung. Dieser Betrag kann schon bei Studienbeginn in Anspruch genommen werden. Für die Mitglieder des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte e.V. finanziert die APO-Bank sogar die letzten fünf Semester inklusive Examensvorbereitung. Zudem können die Mitglieder den Betrag für die Instrumenten-Erstausstattung auf bis zu 2.500 Euro aufstocken, z.B. für die Ausstattung eines Klinikkoffers. Außer dem Ausbildungsdarlehen bietet die APO-Bank den examensnahen Studenten attraktive Konditionen für das Girokonto: Neben der spesenfreien Kontoführung gibt es die BANKCARD und das Kreditkarten-Doppel aus VISA und MasterCard (APO Golden Twin) zum Nulltarif. Guthaben auf dem Girokonto werden mit 0,5 Prozent per anno verzinst. Über apodialog, dem Telefonservice der APO-Bank, und das PC-BankingProgramm StarMoney lässt sich das Girokonto bequem steuern.

Fazit für die Praxis

Craniomandibuläre Dysfunktionen treten in den letzten Jahren verstärkt auf. Oft sind sie versteckt vorhanden, so dass sie über eine entsprechende Schmerzsymptomatik noch nicht in Erscheinung getreten sind. Sie können lange kompensiert und symptomlos schlummern. Wie ein Regenfass, das sich langsam füllt. Und wie der letzte Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt, kann ein winzig kleines Ereignis dazu beitragen, die Schmerzsymptome der CMD auszulösen. Was das Erkennen der CMD noch schwieriger macht ist die Tatsache, dass sich diese als Schmerz nicht unbedingt im Kiefer zeigen muss. Kopfschmerz, Schwindel, Tinnitus, Nacken-, Schulter-, Rückenschmerzen u. v. m. können der Ausdruck einer CMD sein. Noch komplexer wird die Betrachtungsweise, wenn man erkennt, dass eine craniomandibuläre Dysfunktionen sehr häufig mit eine craniocervicalen Dysfunktion einhergeht und umgekehrt. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Zahnarzt und Manualtherapeut ist dann zwingend erforderlich. Die hier beschriebene Methode der Entspannung der Kaumuskulatur mittels niedrigfrequenter TENS-Therapie gibt dem Zahnarzt ein wirksames Hilfsmittel zu Hand, die neuromuskulär ausgerichtete Kieferzuordnung zu ermitteln. Es bleibt jedem Therapeuten überlassen, vor der Bissnahme zusätzliche manualtherapeutische Maßnahmen einzuleiten. Abb. 13: Aufbissschiene im Mund.

Literatur in der Redaktion erhältlich

Postadresse Dr. Brigitte Losert-Bruggner Lorscher Str.2 68623 Lampertheim-Hüttenfeld email: praxis@dr-losert-bruggner.de 99


über den tellerrand

Grundsätze der Akupunkturbehandlung Die Klassische Chinesische Akupunktur (Körperakupunktur) ist eine der Therapiemöglichkeiten innerhalb der Heilmethode der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Diese hat ihre Ursprünge in China und wird dort bereits seit mehreren tausend Jahren erfolgreich angewandt. Bei der Akupunkturtherapie werden über definierte Punkte der Körperoberfläche Krankheiten gelindert oder beseitigt. In der Klassischen Chinesischen Körperakupunktur sind die Akupunkturpunkte gegliedert nach ihrer Zugehörigkeit zu bestimmten Meridianen. Diese Meridiane stellen nichtsichtbare Verbindungslinien dar, die über den gesamten Körper ziehen und in denen Energien zirkulieren können. Insgesamt gibt es zwölf paarige Hauptmeridiane. Die paarigen Meridiane haben Beziehung zu jeweils einem Organsystem und werden nach diesem benannt. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird als Grund für die Entstehung einer Krankheit ein Energieungleichgewicht in einem oder mehreren Meridianen angenommen. Geprägt wird die TCM dabei von den gegensätzlichen polaren Kräften Yin und Yang. Nach den Lehren der TCM wird der ständige Fluß der Lebensenergie (Qi) durch den immer vorhandenen Spannungszustand zwischen Yin und Yang bewirkt.

Für die Diagnose von behandlungsbedürftigen Akupunkturpunkten bieten sich in der Körper- und Ohrakupunktur verschiedene Möglichkeiten an:

die Zugehörigkeit eines Akupunkturpunktes zur tiefen, mittleren oder oberflächlichen Gewebeschicht bestimmt werden. In verschiedenen Untersuchungen wurde festgestellt, dass der Akupunkturpunkt kein Phantasiegebilde darstellt. Er zeigt einen anderen histologischen Aufbau, weist eine veränderte Elektrophysiologie und eine andere Hauttemperatur auf und bei Reizung von Akupunkturpunkten sind humorale Veränderungen in Blut und Liquor nachgewiesen worden.

Dabei bietet gerade die RAC-Technik eine hervoragende Möglichkeit, Akupunkturpunkte berührungsfrei und damit ohne therapeutische Beeinträchtigung durch Akupressur weiter zu differenzieren und zu verifizieren. Es war wiederum Nogier, der eine Entdeckung des Arztes Leriche aus dem Jahre 1941 aufgriff und 1968 nach eigenen Untersuchungen postulierte, dass eine Reizung im Bereich der Haut zu einer sympathischen Reflexantwort führt, die sich in einer Verstärkung des Pulses bemerkbar macht. Diese Erkenntnis kann als Diagnosemöglichkeit im Rahmen der Akupunktur eingesetzt werden, indem zu untersuchende Akupunkturpunkte einem Mikroreiz ausgesetzt werden und bei einem aktiven Akupunkturpunkt eine Verstärkungen des Pulses zu ertasten ist. Zur therapeutischen Beeinflussung gefundener aktiver Akupunkturpunkte gibt es Möglichkeiten wie MASSAGE (AKUPRESSUR), REIZUNG MIT STROM, ERWÄRMUNG (MOXIBUSTION) , NADELUNG und LASERBESTRAHLUNG.

In den fünfziger Jahren hat der französische Arzt Nogier die Grundsteine für die eher westlich geprägte systematische Ohrakupunktur gelegt, als er feststellte, dass das Ohr des Menschen Reflexpunkte des gesamten menschlichen Körpers aufweist. Diese Reflexpunkte zeigen in ihrer Repräsentation einen auf den Kopf gestellten menschlichen Embryo. Über die Behandlung dieser Reflexpunkte des Ohres ist gleichermaßen eine Beeinflussung von Krankheiten möglich. In weiteren Versuchen hat Nogier herausgefunden, dass einzelne Akupunkturpunkte je nach Wichtigkeit in unterschiedlichen Gewebeschichten zu finden sind. Durch spezielle Untersuchungstechniken kann 100

PALPATORISCHE SUCHE (erhöhte Schmerzempfindlichkeit des aktiven Akupunkturpunktes) ELEKTRISCHE PUNKTSUCHE (Differenzialmessung des Hautwiderstandes) SUCHE MIT PULSTASTTECHNIK (RAC oder Leriche - Nogier - Reflex)


über den tellerrand

Grundsätze der Akupunkturbehandlung Die Klassische Chinesische Akupunktur (Körperakupunktur) ist eine der Therapiemöglichkeiten innerhalb der Heilmethode der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Diese hat ihre Ursprünge in China und wird dort bereits seit mehreren tausend Jahren erfolgreich angewandt. Bei der Akupunkturtherapie werden über definierte Punkte der Körperoberfläche Krankheiten gelindert oder beseitigt. In der Klassischen Chinesischen Körperakupunktur sind die Akupunkturpunkte gegliedert nach ihrer Zugehörigkeit zu bestimmten Meridianen. Diese Meridiane stellen nichtsichtbare Verbindungslinien dar, die über den gesamten Körper ziehen und in denen Energien zirkulieren können. Insgesamt gibt es zwölf paarige Hauptmeridiane. Die paarigen Meridiane haben Beziehung zu jeweils einem Organsystem und werden nach diesem benannt. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird als Grund für die Entstehung einer Krankheit ein Energieungleichgewicht in einem oder mehreren Meridianen angenommen. Geprägt wird die TCM dabei von den gegensätzlichen polaren Kräften Yin und Yang. Nach den Lehren der TCM wird der ständige Fluß der Lebensenergie (Qi) durch den immer vorhandenen Spannungszustand zwischen Yin und Yang bewirkt.

Für die Diagnose von behandlungsbedürftigen Akupunkturpunkten bieten sich in der Körper- und Ohrakupunktur verschiedene Möglichkeiten an:

die Zugehörigkeit eines Akupunkturpunktes zur tiefen, mittleren oder oberflächlichen Gewebeschicht bestimmt werden. In verschiedenen Untersuchungen wurde festgestellt, dass der Akupunkturpunkt kein Phantasiegebilde darstellt. Er zeigt einen anderen histologischen Aufbau, weist eine veränderte Elektrophysiologie und eine andere Hauttemperatur auf und bei Reizung von Akupunkturpunkten sind humorale Veränderungen in Blut und Liquor nachgewiesen worden.

Dabei bietet gerade die RAC-Technik eine hervoragende Möglichkeit, Akupunkturpunkte berührungsfrei und damit ohne therapeutische Beeinträchtigung durch Akupressur weiter zu differenzieren und zu verifizieren. Es war wiederum Nogier, der eine Entdeckung des Arztes Leriche aus dem Jahre 1941 aufgriff und 1968 nach eigenen Untersuchungen postulierte, dass eine Reizung im Bereich der Haut zu einer sympathischen Reflexantwort führt, die sich in einer Verstärkung des Pulses bemerkbar macht. Diese Erkenntnis kann als Diagnosemöglichkeit im Rahmen der Akupunktur eingesetzt werden, indem zu untersuchende Akupunkturpunkte einem Mikroreiz ausgesetzt werden und bei einem aktiven Akupunkturpunkt eine Verstärkungen des Pulses zu ertasten ist. Zur therapeutischen Beeinflussung gefundener aktiver Akupunkturpunkte gibt es Möglichkeiten wie MASSAGE (AKUPRESSUR), REIZUNG MIT STROM, ERWÄRMUNG (MOXIBUSTION) , NADELUNG und LASERBESTRAHLUNG.

In den fünfziger Jahren hat der französische Arzt Nogier die Grundsteine für die eher westlich geprägte systematische Ohrakupunktur gelegt, als er feststellte, dass das Ohr des Menschen Reflexpunkte des gesamten menschlichen Körpers aufweist. Diese Reflexpunkte zeigen in ihrer Repräsentation einen auf den Kopf gestellten menschlichen Embryo. Über die Behandlung dieser Reflexpunkte des Ohres ist gleichermaßen eine Beeinflussung von Krankheiten möglich. In weiteren Versuchen hat Nogier herausgefunden, dass einzelne Akupunkturpunkte je nach Wichtigkeit in unterschiedlichen Gewebeschichten zu finden sind. Durch spezielle Untersuchungstechniken kann 100

PALPATORISCHE SUCHE (erhöhte Schmerzempfindlichkeit des aktiven Akupunkturpunktes) ELEKTRISCHE PUNKTSUCHE (Differenzialmessung des Hautwiderstandes) SUCHE MIT PULSTASTTECHNIK (RAC oder Leriche - Nogier - Reflex)


über den Tellerrand

Alzheimer bei fehlenden Zähnen? In der Ausgabe Nr. 3 der Medical Tribune vom 19. Januar 2001 wird über die Neuburger Demenz-Studie berichtet. In dieser Studie wird festgestellt, dass Patienten mit Alzheimer-Erkrankung überdurchschnittlich häufig fehlende Zähne aufweisen. In der Diskussion um die Kausalität dieses Zusammenhangs werden unter anderem Ernährungsfaktoren oder reduzierte Mundhygienemaßnahmen diskutiert.

DIE TRADITIONELLE CHINESISCHE MEDIZIN KENNT DIE ANTWORT Möglicherweise bieten hier die Anschauungen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) einen Anhaltspunkt für diese auffällige Korrelation. Die Jahrtausende alten Heilverfahren der TCM sehen die Entstehung von Erkrankungen empirisch in einer Dysbalance des energetischen Gleichgewichts innerhalb des Organismus. Nach taoistischer Anschauung sollten die polaren Urkräfte des Yin und Yang in einem möglichst ausgewogenen Verhältnis die Lebenskräfte des Menschen bestimmen und erhalten. Dabei wird die Energie in gedachten Energieleitbahnen, den sogenannten Meridianen, netzförmig über den gesamten Körper verteilt. Das System der Hauptmeridiane hat dabei Beziehungen zu den unterschiedlichen Organen des Menschen, und jeder einzelne Meridian wird nach seinem zugehörigen Organ benannt. Störungen des Gleichgewichts von Yin und Yang können sich durch Zustände der energetischen Fülle, Schwäche und/oder einer Blockierung des Energieflusses in einem oder mehreren dieser Meridiane ergeben. Um jeden einzelnen Meridian wird ein ganzes System unterschiedlicher Bezüge und Eigenschaften (=Orbisikonogramm) gruppiert (Gewebeentsprechungen, Sinnesorgan, Geschmacksrichtung, Gemütszutände, Farben, Jahreszeiten, Himmelsrichtungen etc.). Aus diesen sogenannten Funktionskreisen lassen sich dann neben Zusammenhängen der Kausalität und der Pathogenese einzelner Erkrankungen auch therapeutische Maßnahmen ableiten.

Für den großen Bereich des Gehirns kennt die TCM keinen eigenen Funktionskreis. Das gesamte neurologische System wird dem Funktionskreis der Niere zugeordnet. Zum Nierenfunktionskreis werden darüber hinaus folgende Entsprechungen gruppiert: Wandlungsphase Klima Jahreszeit Tageszeit Himmelsrichtung Sinnesorgan Äußere Entfaltung Körpergewebe Geschmack Stimmlicher Ausdruck Farbe Charakter

Wasser Kälte Winter Vor Mitternacht Norden Ohren Haupthaar Knochen und Zähne salzig stöhnen schwarz Psychopath


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Alzheimer bei fehlenden Zähnen? In der Ausgabe Nr. 3 der Medical Tribune vom 19. Januar 2001 wird über die Neuburger Demenz-Studie berichtet. In dieser Studie wird festgestellt, dass Patienten mit Alzheimer-Erkrankung überdurchschnittlich häufig fehlende Zähne aufweisen. In der Diskussion um die Kausalität dieses Zusammenhangs werden unter anderem Ernährungsfaktoren oder reduzierte Mundhygienemaßnahmen diskutiert.

DIE TRADITIONELLE CHINESISCHE MEDIZIN KENNT DIE ANTWORT Möglicherweise bieten hier die Anschauungen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) einen Anhaltspunkt für diese auffällige Korrelation. Die Jahrtausende alten Heilverfahren der TCM sehen die Entstehung von Erkrankungen empirisch in einer Dysbalance des energetischen Gleichgewichts innerhalb des Organismus. Nach taoistischer Anschauung sollten die polaren Urkräfte des Yin und Yang in einem möglichst ausgewogenen Verhältnis die Lebenskräfte des Menschen bestimmen und erhalten. Dabei wird die Energie in gedachten Energieleitbahnen, den sogenannten Meridianen, netzförmig über den gesamten Körper verteilt. Das System der Hauptmeridiane hat dabei Beziehungen zu den unterschiedlichen Organen des Menschen, und jeder einzelne Meridian wird nach seinem zugehörigen Organ benannt. Störungen des Gleichgewichts von Yin und Yang können sich durch Zustände der energetischen Fülle, Schwäche und/oder einer Blockierung des Energieflusses in einem oder mehreren dieser Meridiane ergeben. Um jeden einzelnen Meridian wird ein ganzes System unterschiedlicher Bezüge und Eigenschaften (=Orbisikonogramm) gruppiert (Gewebeentsprechungen, Sinnesorgan, Geschmacksrichtung, Gemütszutände, Farben, Jahreszeiten, Himmelsrichtungen etc.). Aus diesen sogenannten Funktionskreisen lassen sich dann neben Zusammenhängen der Kausalität und der Pathogenese einzelner Erkrankungen auch therapeutische Maßnahmen ableiten.

Für den großen Bereich des Gehirns kennt die TCM keinen eigenen Funktionskreis. Das gesamte neurologische System wird dem Funktionskreis der Niere zugeordnet. Zum Nierenfunktionskreis werden darüber hinaus folgende Entsprechungen gruppiert: Wandlungsphase Klima Jahreszeit Tageszeit Himmelsrichtung Sinnesorgan Äußere Entfaltung Körpergewebe Geschmack Stimmlicher Ausdruck Farbe Charakter

Wasser Kälte Winter Vor Mitternacht Norden Ohren Haupthaar Knochen und Zähne salzig stöhnen schwarz Psychopath


über den Tellerrand

Aus den genannten Zusammenhängen lässt sich nun zunächst einmal unschwer ableiten, dass eine neurologische Störung, wie der Morbus Alzheimer, in seiner Entstehung auf dem Boden einer angeborenen konstitutionellen energetischen Schwäche begünstigt wird. Gleichzeitig führt dieselbe Schwäche aber über das Bezugssystem der Gewebeentsprechung zu vermehrten Störungen im Bereich der Zähne (z.B. Kariesanfälligkeit) oder des Knochens (Progredienz von Parodontopathien). Nach TCM-Gesichtspunkten besteht deshalb ein wesentliches Element der Therapie in einer möglichst frühzeitigen Stärkung des Funktionskreises Niere, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verzögern. Durch allein diese Zusammenhänge lässt sich das Phänomen des überdurchschnittlich häufigen Zahnverlustes im Zusammenhang mit AlzheimerErkrankungen bereits schlüssig erklären, ohne auf weitere mögliche Interaktionen innerhalb des gesamten Meridiansystems einzugehen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die starke energetische Störung eines Funktionskreises nicht nur in diesem auswirkt. Nach dem Prinzip der sogenannten 5 Wandlungsphasen ergibt sich ein energetisches Bezugssystem der Funktionskreise untereinander. Deshalb ist es durchaus möglich, dass die dem primär gestörten Funktionskreis Niere vorangestellte Phase (Lungenfunktionskreis) und die nachgeordnete Phase (Leberfunktionskreis) ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen werden. Dies wirkt sich in diesem Fall besonders negativ auf die der Lunge zuzuordnende Abwehr von Krankheitskeimen im Bereich der Mundhöhle aus und bewirkt eine zusätzliche Anfälligkeit für Zahnverluste.

Den Einstieg in eine fundierte Ausbildung der traditionellen chinesischen Medizin oder der klassischen chinesischen Akupunktur bietet die Deutsche Akademie für Akupunktur und Aurikulomedizin e.V. in München (Tel: 089 - 8145252, Fax: 089 – 891 10 26, Internet: www.akupunktur-arzt.de). Verfasser: Hardy Gaus Zahnarzt, Ausbildungsleitung Akupunktur in der Zahnmedizin der DAAAM e.V., Kirchstrasse 15, 72479 Strassberg


über den Tellerrand

Aus den genannten Zusammenhängen lässt sich nun zunächst einmal unschwer ableiten, dass eine neurologische Störung, wie der Morbus Alzheimer, in seiner Entstehung auf dem Boden einer angeborenen konstitutionellen energetischen Schwäche begünstigt wird. Gleichzeitig führt dieselbe Schwäche aber über das Bezugssystem der Gewebeentsprechung zu vermehrten Störungen im Bereich der Zähne (z.B. Kariesanfälligkeit) oder des Knochens (Progredienz von Parodontopathien). Nach TCM-Gesichtspunkten besteht deshalb ein wesentliches Element der Therapie in einer möglichst frühzeitigen Stärkung des Funktionskreises Niere, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verzögern. Durch allein diese Zusammenhänge lässt sich das Phänomen des überdurchschnittlich häufigen Zahnverlustes im Zusammenhang mit AlzheimerErkrankungen bereits schlüssig erklären, ohne auf weitere mögliche Interaktionen innerhalb des gesamten Meridiansystems einzugehen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die starke energetische Störung eines Funktionskreises nicht nur in diesem auswirkt. Nach dem Prinzip der sogenannten 5 Wandlungsphasen ergibt sich ein energetisches Bezugssystem der Funktionskreise untereinander. Deshalb ist es durchaus möglich, dass die dem primär gestörten Funktionskreis Niere vorangestellte Phase (Lungenfunktionskreis) und die nachgeordnete Phase (Leberfunktionskreis) ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen werden. Dies wirkt sich in diesem Fall besonders negativ auf die der Lunge zuzuordnende Abwehr von Krankheitskeimen im Bereich der Mundhöhle aus und bewirkt eine zusätzliche Anfälligkeit für Zahnverluste.

Den Einstieg in eine fundierte Ausbildung der traditionellen chinesischen Medizin oder der klassischen chinesischen Akupunktur bietet die Deutsche Akademie für Akupunktur und Aurikulomedizin e.V. in München (Tel: 089 - 8145252, Fax: 089 – 891 10 26, Internet: www.akupunktur-arzt.de). Verfasser: Hardy Gaus Zahnarzt, Ausbildungsleitung Akupunktur in der Zahnmedizin der DAAAM e.V., Kirchstrasse 15, 72479 Strassberg


Freiburg

oder das große Reich der Protheten

Vor einem Jahr beschrieb ein Student an gleicher Stelle das Erlangen seiner Prothetikscheine. Er wurde von einem unter Depressionen leidenden Patienten im Stich gelassen, als er die fertiggestellte Arbeit einsetzen wollte. Nur durch massiven, auch finanziellen Aufwand konnte der Patient rechtzeitig für 20 Minuten in die Klinik bestellt und so das Bestehen des Kurses gesichert werden. Im nächsten Kurs musste der Student sechs Patienten vorbehandeln, bis er fünf Tage vor Examensbeginn wiederholt bei null begann. Die Schuld für den Ausfall der Patienten wurde von Seiten der Kursleitung bei dem Studenten gesucht. Ein wohl allen Prothetikkursstudenten bekannter Psychoterror begleitete die folgenden Wochen. Auch dieses Jahr mussten zahlreiche Studenten zum Teil erst während des Examens ihren Patienten wechseln, andere konnten sich glücklich schätzen, wenn sie nur stunden- bis tagelang auf die Patienten warten mussten. 106

Die Gründe waren die gleichen: die Patienten sind aus finanziellen Gründen fortgeblieben, hatten vielleicht noch offene Rechnungen bei der Zahnklinik, waren aus gesundheitlichen Gründen nicht kursgeeignet, unzuverlässig oder blieben einfach so fern. Dazu kommt, dass die Kursarbeit aus reinem Fetischismus willkürlich erschwert wird. Fragt man fünf erfahrene Zahntechniker zur –ja, ach- so unglaublich bedeutungsvollen „Modellästhetik“, antworten mindestens vier von ihnen, sie artikulierten lieber richtig ein als schön. Und auch die Regeln des sonst unantastbaren, hochheiligen und immer recht behaltenden „Curriculum der Prothetik“ werden hier untergraben. Aus welchen Gründen auch immer werden in den prothetischen Kursen konservierende, chirurgische und prothetische Sanierung gleichzeitig durchgeführt. Sämtliche Genehmigungen der Krankenkasse werden erst während der laufenden Semester angefordert, auch hierdurch werden die Studenten völlig unnötigerweise unter zeitlichen Druck gesetzt. Ein Lernerfolg ist dabei äußerst fraglich. Das zusätzliche Druckmittel der Testathefteinträge, das einen eher an Erziehungsmaßregelungen der gymnasialen Orientierungsstufe erinnert, braucht da eigentlich gar nicht mehr erwähnt zu werden. Die betreuenden Kursassistenten interessiert dies kaum, sie kommentieren nur mit vier großen Buchstaben (P-E-C-H). Mehr noch: sie wissen teilweise schon zu Beginn des Semesters, dass „dieses Semester nach langer Zeit wieder einmal einige Kandidaten durch das Prothetikexamen fallen werden“. Vor diesem Hintergrund wird das Desinteresse des angesprochenen Mitarbeiters ganz anders belichtet. So ist das eben, wenn Assistenten nach oben buckeln und nach unten austeilen. Das pedantische Grinsen ist erst ernstgemeint, wenn man befürchtet, nach oben ein schlechtes Bild abzugeben. Und auch hier wird speichelleckend jeder noch so offensichtliche Fehler mittlerweile gekonnt überspielt, Kritikfähigkeit zum absoluten Fremdwort.


Freiburg

oder das große Reich der Protheten

Vor einem Jahr beschrieb ein Student an gleicher Stelle das Erlangen seiner Prothetikscheine. Er wurde von einem unter Depressionen leidenden Patienten im Stich gelassen, als er die fertiggestellte Arbeit einsetzen wollte. Nur durch massiven, auch finanziellen Aufwand konnte der Patient rechtzeitig für 20 Minuten in die Klinik bestellt und so das Bestehen des Kurses gesichert werden. Im nächsten Kurs musste der Student sechs Patienten vorbehandeln, bis er fünf Tage vor Examensbeginn wiederholt bei null begann. Die Schuld für den Ausfall der Patienten wurde von Seiten der Kursleitung bei dem Studenten gesucht. Ein wohl allen Prothetikkursstudenten bekannter Psychoterror begleitete die folgenden Wochen. Auch dieses Jahr mussten zahlreiche Studenten zum Teil erst während des Examens ihren Patienten wechseln, andere konnten sich glücklich schätzen, wenn sie nur stunden- bis tagelang auf die Patienten warten mussten. 106

Die Gründe waren die gleichen: die Patienten sind aus finanziellen Gründen fortgeblieben, hatten vielleicht noch offene Rechnungen bei der Zahnklinik, waren aus gesundheitlichen Gründen nicht kursgeeignet, unzuverlässig oder blieben einfach so fern. Dazu kommt, dass die Kursarbeit aus reinem Fetischismus willkürlich erschwert wird. Fragt man fünf erfahrene Zahntechniker zur –ja, ach- so unglaublich bedeutungsvollen „Modellästhetik“, antworten mindestens vier von ihnen, sie artikulierten lieber richtig ein als schön. Und auch die Regeln des sonst unantastbaren, hochheiligen und immer recht behaltenden „Curriculum der Prothetik“ werden hier untergraben. Aus welchen Gründen auch immer werden in den prothetischen Kursen konservierende, chirurgische und prothetische Sanierung gleichzeitig durchgeführt. Sämtliche Genehmigungen der Krankenkasse werden erst während der laufenden Semester angefordert, auch hierdurch werden die Studenten völlig unnötigerweise unter zeitlichen Druck gesetzt. Ein Lernerfolg ist dabei äußerst fraglich. Das zusätzliche Druckmittel der Testathefteinträge, das einen eher an Erziehungsmaßregelungen der gymnasialen Orientierungsstufe erinnert, braucht da eigentlich gar nicht mehr erwähnt zu werden. Die betreuenden Kursassistenten interessiert dies kaum, sie kommentieren nur mit vier großen Buchstaben (P-E-C-H). Mehr noch: sie wissen teilweise schon zu Beginn des Semesters, dass „dieses Semester nach langer Zeit wieder einmal einige Kandidaten durch das Prothetikexamen fallen werden“. Vor diesem Hintergrund wird das Desinteresse des angesprochenen Mitarbeiters ganz anders belichtet. So ist das eben, wenn Assistenten nach oben buckeln und nach unten austeilen. Das pedantische Grinsen ist erst ernstgemeint, wenn man befürchtet, nach oben ein schlechtes Bild abzugeben. Und auch hier wird speichelleckend jeder noch so offensichtliche Fehler mittlerweile gekonnt überspielt, Kritikfähigkeit zum absoluten Fremdwort.


Der Kursleiter des prothetischen Kurses 2 verschärfte, es scheint, aus einer seiner vielen Launen heraus, die Kurslinien dieses Semester ins Unmenschliche. Wird eine Abformung öfter als zweimal durchgeführt, muss der Student eine Woche darüber sinnieren, ohne in dieser Zeit weiter behandeln zu dürfen; Sinn vollkommen unklar. Dieser Führungsstil, der offensichtlich von „ganz oben“, wir bleiben allerdings im dritten Stock, geprägt wirdund auch mit dem Einsetzen vielleicht fachlich begnadeter, jedoch menschlich unangenehmer und so pädagogisch unfähiger und didaktisch überforderter Kursleiter unterstützt wird, fordert seine Opfer jedoch nicht nur unter den Studenten. So wurde in diesem Jahr ein Mitarbeiter regelrecht aus der Abteilung „gemobbt“. Das nötige Feingefühl suchte man dabei wohl auf beiden Seiten vergeblich. Diese Ungereimtheiten tragen sich weiter bis in die Notengebung im Examen. Eine Studentin beispielsweise sollte, wohl wieder aus einer Tageslaune heraus, aus dem Kurs ausgeschlossen werden, konnte aber mit plausiblen Argumenten ihre Zulassung zum Examen erwirken. Daraufhin wurde kurzerhand der Prüfer der betroffenen Gruppe getauscht und der als besonders detailverliebter, harter Hund bekannte Abteilungsleiter eingesetzt. Durch

108

mangelnde Objektivität und fehlendes Gefühl für die Situation blieb jedoch ein anderer Prüfling an dieser Klinge hängen. Wäre das zuständige zahntechnische Labor auch nur halbwegs über die vorliegenden Anforderungen der Studentenkurse aufgeklärt, träte die Mehrzahl der Mängel gar nicht erst auf. Besonders zum Nachdenken bringt einen in diesem Zusammenhang die Aussage eines Oberarztes am Morgen der mündlichen Prüfung, es werde „nicht bei dieser einen (gerade von ihm verteilten) 5 bleiben“. Die Frage, ob es nur ein Zufall war, dass beide betroffenen Studenten bereits approbierte und promovierte Mediziner waren, muss hier leider ungeklärt bleiben. Dass die Note nur durch massiven Druck durch das Regierungspräsidium in Stuttgart korrigiert werden konnte, ist dabei nur ein schwacher Trost. Bleibt soweit der Appell an nachfolgende Kandidaten, sich möglichst gar nicht erst als Mediziner zu erkennen zu geben.


Der Kursleiter des prothetischen Kurses 2 verschärfte, es scheint, aus einer seiner vielen Launen heraus, die Kurslinien dieses Semester ins Unmenschliche. Wird eine Abformung öfter als zweimal durchgeführt, muss der Student eine Woche darüber sinnieren, ohne in dieser Zeit weiter behandeln zu dürfen; Sinn vollkommen unklar. Dieser Führungsstil, der offensichtlich von „ganz oben“, wir bleiben allerdings im dritten Stock, geprägt wirdund auch mit dem Einsetzen vielleicht fachlich begnadeter, jedoch menschlich unangenehmer und so pädagogisch unfähiger und didaktisch überforderter Kursleiter unterstützt wird, fordert seine Opfer jedoch nicht nur unter den Studenten. So wurde in diesem Jahr ein Mitarbeiter regelrecht aus der Abteilung „gemobbt“. Das nötige Feingefühl suchte man dabei wohl auf beiden Seiten vergeblich. Diese Ungereimtheiten tragen sich weiter bis in die Notengebung im Examen. Eine Studentin beispielsweise sollte, wohl wieder aus einer Tageslaune heraus, aus dem Kurs ausgeschlossen werden, konnte aber mit plausiblen Argumenten ihre Zulassung zum Examen erwirken. Daraufhin wurde kurzerhand der Prüfer der betroffenen Gruppe getauscht und der als besonders detailverliebter, harter Hund bekannte Abteilungsleiter eingesetzt. Durch

108

mangelnde Objektivität und fehlendes Gefühl für die Situation blieb jedoch ein anderer Prüfling an dieser Klinge hängen. Wäre das zuständige zahntechnische Labor auch nur halbwegs über die vorliegenden Anforderungen der Studentenkurse aufgeklärt, träte die Mehrzahl der Mängel gar nicht erst auf. Besonders zum Nachdenken bringt einen in diesem Zusammenhang die Aussage eines Oberarztes am Morgen der mündlichen Prüfung, es werde „nicht bei dieser einen (gerade von ihm verteilten) 5 bleiben“. Die Frage, ob es nur ein Zufall war, dass beide betroffenen Studenten bereits approbierte und promovierte Mediziner waren, muss hier leider ungeklärt bleiben. Dass die Note nur durch massiven Druck durch das Regierungspräsidium in Stuttgart korrigiert werden konnte, ist dabei nur ein schwacher Trost. Bleibt soweit der Appell an nachfolgende Kandidaten, sich möglichst gar nicht erst als Mediziner zu erkennen zu geben.


Die Frage ist:

Wie lange noch sollen diese unfairen Zustände anhalten? Wann ringt sich die Abteilung durch, die Kurspatienten auf Zuverlässigkeit zu prüfen und die Sanierung auf zwei Semester, zunächst konservierend, chirurgisch und parodontal und dann erst prothetisch, zu verteilen? Dies käme nicht nur den Studenten zugute, auch die Patienten wären bei weniger planerischem Druck weniger Entschuldigung und Schlamperei ausgesetzt. Ebenso könnte man so darauf verzichten, den Patienten zuzumuten, über vier Monate bis zu dreimal wöchentlich einen halben Tag beim Zahnarzt zu verbringen. Auch den oralen Geweben bliebe der jetzt allzu oft in Kauf genommene Dauerreiz erspart.

Alleinherrschaft

Wann wird endlich die des „Curriculum der Prothetik“ durch ein wenig Vernunft ersetzt? So könnte man auch besser mit etlichen Widersprüchen innerhalb dieser Reihe leben. Minimale Courage der Assistenten, zu einer eigenen Meinung zu stehen und sich vielleicht auch einmal vor die Studenten zu stellen, ist doch nicht zuviel verlangt!

Menschlichkeit

Und wann, wann endlich kehrt etwas in diese Abteilung? Das hier leidenschaftlich ausgeführte, freundliche Auftreten reicht dazu nicht, man muss auch wirklich offen und ehrlich nett sein. Wann versteht Ihr, dass auch Lob die Leistung und Leistungsbereitschaft verbessern kann, dass es darum geht, die Studenten fachlich auszubilden, und nicht, durch zahlreiche Stolpersteine eine Ellenbogenmentalität zu übertragen. Wenn fast das gesamte Personal einer Abteilung - natürlich gibt es Ausnahmen - sich gleichermaßen verhält, liegt es nahe, dass auch durch das Einsetzen von Oberärzten gezielt ein Druck aufgebaut und eine Stimmung generiert wird, deren einziges Ventil dieses Verhalten ist. Und genau hier muss nach den wirklichen Ursachen und Verursachern gefahndet werden: Denn wer eigentlich, in Gottes Namen, überprüft die Eignung derer, die solch eine Konstellation zu verantworten haben? P.I.T. 111


Die Frage ist:

Wie lange noch sollen diese unfairen Zustände anhalten? Wann ringt sich die Abteilung durch, die Kurspatienten auf Zuverlässigkeit zu prüfen und die Sanierung auf zwei Semester, zunächst konservierend, chirurgisch und parodontal und dann erst prothetisch, zu verteilen? Dies käme nicht nur den Studenten zugute, auch die Patienten wären bei weniger planerischem Druck weniger Entschuldigung und Schlamperei ausgesetzt. Ebenso könnte man so darauf verzichten, den Patienten zuzumuten, über vier Monate bis zu dreimal wöchentlich einen halben Tag beim Zahnarzt zu verbringen. Auch den oralen Geweben bliebe der jetzt allzu oft in Kauf genommene Dauerreiz erspart.

Alleinherrschaft

Wann wird endlich die des „Curriculum der Prothetik“ durch ein wenig Vernunft ersetzt? So könnte man auch besser mit etlichen Widersprüchen innerhalb dieser Reihe leben. Minimale Courage der Assistenten, zu einer eigenen Meinung zu stehen und sich vielleicht auch einmal vor die Studenten zu stellen, ist doch nicht zuviel verlangt!

Menschlichkeit

Und wann, wann endlich kehrt etwas in diese Abteilung? Das hier leidenschaftlich ausgeführte, freundliche Auftreten reicht dazu nicht, man muss auch wirklich offen und ehrlich nett sein. Wann versteht Ihr, dass auch Lob die Leistung und Leistungsbereitschaft verbessern kann, dass es darum geht, die Studenten fachlich auszubilden, und nicht, durch zahlreiche Stolpersteine eine Ellenbogenmentalität zu übertragen. Wenn fast das gesamte Personal einer Abteilung - natürlich gibt es Ausnahmen - sich gleichermaßen verhält, liegt es nahe, dass auch durch das Einsetzen von Oberärzten gezielt ein Druck aufgebaut und eine Stimmung generiert wird, deren einziges Ventil dieses Verhalten ist. Und genau hier muss nach den wirklichen Ursachen und Verursachern gefahndet werden: Denn wer eigentlich, in Gottes Namen, überprüft die Eignung derer, die solch eine Konstellation zu verantworten haben? P.I.T. 111


Der Krieg ist ein Massaker von Menschen, die sich nicht kennen, zum Nutzen von Leuten, die sich kennen, aber nicht massakrieren. Paul Valery


Der Krieg ist ein Massaker von Menschen, die sich nicht kennen, zum Nutzen von Leuten, die sich kennen, aber nicht massakrieren. Paul Valery


Raum

Die Herrlichkeit der Welt ist immer adäquat der Herrlichkeit des Geistes, der sie betrachtet. Der Gute findet hier sein Paradies, der Schlechte genießt hier schon seine Hölle. Heinrich Heine


Raum

Die Herrlichkeit der Welt ist immer adäquat der Herrlichkeit des Geistes, der sie betrachtet. Der Gute findet hier sein Paradies, der Schlechte genießt hier schon seine Hölle. Heinrich Heine


Bögen Sag mir, wo die

sind ...

gen sind, Sag mir, wo die Böeben? wo sind sie gebli gen sind, Sag mir, wo die Bö was ist geschehn? d sie schon, sin Sag mir, sag, wo ation – Bögen der Evalu verstehn, Wann wird man je verstehn? wann wird man je

gen sind, Sag mir, wo die Bö ld ohne die unser Ge verschwind’! sie verlegt, Sag mir, wo sind n nichts meinst, sie hätte bewegt?! r, sie Sag, war es schwe wegzutragen, tscheidenden Bögen mit den en Fragen? verstehn, Wann wird man je verstehn? wann wird man je gen sind, Sag uns wo die Böe Meinung sonst stirbt uns’r bestimmt!

Kreuz Sagt, habt ihr euer gemacht, gen veracht’?! oder bloß die Bö te laut, bit zt jet Sagt es uns sind geklaut! wenn die Bögen verstehn, Wann wird man je verstehn? wann wird man je gen sind, Sag mir, wo die Bö -hö-gen ... all die grünen Bö

manja

117


Bögen Sag mir, wo die

sind ...

gen sind, Sag mir, wo die Böeben? wo sind sie gebli gen sind, Sag mir, wo die Bö was ist geschehn? d sie schon, sin Sag mir, sag, wo ation – Bögen der Evalu verstehn, Wann wird man je verstehn? wann wird man je

gen sind, Sag mir, wo die Bö ld ohne die unser Ge verschwind’! sie verlegt, Sag mir, wo sind n nichts meinst, sie hätte bewegt?! r, sie Sag, war es schwe wegzutragen, tscheidenden Bögen mit den en Fragen? verstehn, Wann wird man je verstehn? wann wird man je gen sind, Sag uns wo die Böe Meinung sonst stirbt uns’r bestimmt!

Kreuz Sagt, habt ihr euer gemacht, gen veracht’?! oder bloß die Bö te laut, bit zt jet Sagt es uns sind geklaut! wenn die Bögen verstehn, Wann wird man je verstehn? wann wird man je gen sind, Sag mir, wo die Bö -hö-gen ... all die grünen Bö

manja

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Das digitale Zeitalter läuft

- und wir rennen hinterher.

Die Modernität hält allerorts Einzug, und selbst wenn aktuelle wirtschaftliche Krisen die Mehrheit der Menschen zu Sparmaßnahmen treiben, scheint es kaum einen Einfluss auf unseren Konsum technischer Errungenschaften zu machen. Laptop, Organizer und USB Stick machen vor keiner Unitür halt. Und das ist auch gut so, wären doch so viele Studien und Projekte kaum möglich, wenn man nicht die Unterstützung moderner digitaler Datenverarbeitung zur Verfügung hätte. Doch gerade weil dies so ist, begeben wir uns in eine Abhängigkeit dergleichen, die manchmal nicht mehr „physiologisch“ erscheint. Sollte denn mal etwas beschädigt sein an diesen ach so nützlichen Geräten, ist das Desaster groß. Egal ob mit Garantie oder ohne beginnt ein Gefühlsprozess ähnlich einer Freundschaft zwischen zwei Menschen. Von herzzerreißender Angst um Verlust der eigenen Daten, des individuellen digitalen Wohn- und Gedankenraums bis hin zur Wut über menschliches Versagen, ist das komplette Spektrum zwischenmenschlicher Gefühle vertreten. Dabei ist es doch nur eine Maschine. Wenn man den Fehler dann akzeptiert hat, stundenlange eigene Rettungsversuche und Differentialdiagnosen hinter sich hat, bleibt einem nichts weiter übrig, als dieses getreue Gerät, diesen Wegbegleiter und Lebensordner in die Hände fremder Operateure zu geben. In der Realität bedeutet dies eine zweiwöchige oder längere Reise quer durch Europa und für die Betroffenen eine nicht enden wollende Zeit der Sorge und des Wartens. Und als die Post klingelte und mir ein Paket ähnlich der Verpackung meines Babys brachte, schlug mein Herz höher, meine Projekte bekamen wieder ihr physisches Leben zurück und meine Existenz war wieder vervollständigt. Die Wiedersehensfreude war groß und wurde alsgleich zur unglaublichen Enttäuschung und Verzweifelung, als ich feststellte, dass mein Begleiter an genau dem gleichen Problem litt wie vor seiner langen Reise. Was soll man da noch machen, woran kann man überhaupt noch glauben? Scheinbar ist das Ziel einer Reparatur nicht mehr die Restitutio ad integrum, denn wie ich feststellen musste, war dies kein Einzelfall. Für mich unverständlich, da es ungefähr dem gleich kommt, einen Schmerzpatienten mit dicker Backe nach Gabe von Paracetamol als „gesund“ nach Hause zu schicken. 118

Wenn diese treue Rechenmaschine dann ein zweites Mal seine Reise antritt, will man schon nicht mehr an wirkliche Heilung glauben. Ein defektes CD Laufwerk bereitet offensichtlich ähnliche Probleme wie eine schwer diagnostizierbare psychosomatische Erkrankung und führt zu gnadenlosem Werkstatthopping. Egal, nach Stunden in der Warteschlange der Servicehotline durfte ich feststellen, dass ein laut ausgesprochenes „...dann nehmen Sie Ihr Telefon und gehen Sie damit zu Ihrem Chef ...!“ doch weiter brachte als geduldiges Fragen und Warten. Ist der Gefährte dann endlich wieder am heimatlichen Arbeitsplatz, bleibt neben der Freude eine gewisse Skepsis zurück, ein kleiner Vertrauensbruch. Sind meine Daten hier denn wirklich noch sicher? Ein langsamer Annäherungsversuch beginnt, doch immer wieder werden meine Gedanken darauf gelenkt, wie viele Informationen, Bilder, Briefe und Erinnerungen aus meinem Leben mittlerweile in digitaler Form hinter diesem grauen Gehäuse gespeichert sind. Im Fernseher sehe ich einen kindsgroßen Roboter beim Jogging und Baseballspielen. Ich nehme mir Papier und Bleistift - und zeichne ein Bild. idee


Das digitale Zeitalter läuft

- und wir rennen hinterher.

Die Modernität hält allerorts Einzug, und selbst wenn aktuelle wirtschaftliche Krisen die Mehrheit der Menschen zu Sparmaßnahmen treiben, scheint es kaum einen Einfluss auf unseren Konsum technischer Errungenschaften zu machen. Laptop, Organizer und USB Stick machen vor keiner Unitür halt. Und das ist auch gut so, wären doch so viele Studien und Projekte kaum möglich, wenn man nicht die Unterstützung moderner digitaler Datenverarbeitung zur Verfügung hätte. Doch gerade weil dies so ist, begeben wir uns in eine Abhängigkeit dergleichen, die manchmal nicht mehr „physiologisch“ erscheint. Sollte denn mal etwas beschädigt sein an diesen ach so nützlichen Geräten, ist das Desaster groß. Egal ob mit Garantie oder ohne beginnt ein Gefühlsprozess ähnlich einer Freundschaft zwischen zwei Menschen. Von herzzerreißender Angst um Verlust der eigenen Daten, des individuellen digitalen Wohn- und Gedankenraums bis hin zur Wut über menschliches Versagen, ist das komplette Spektrum zwischenmenschlicher Gefühle vertreten. Dabei ist es doch nur eine Maschine. Wenn man den Fehler dann akzeptiert hat, stundenlange eigene Rettungsversuche und Differentialdiagnosen hinter sich hat, bleibt einem nichts weiter übrig, als dieses getreue Gerät, diesen Wegbegleiter und Lebensordner in die Hände fremder Operateure zu geben. In der Realität bedeutet dies eine zweiwöchige oder längere Reise quer durch Europa und für die Betroffenen eine nicht enden wollende Zeit der Sorge und des Wartens. Und als die Post klingelte und mir ein Paket ähnlich der Verpackung meines Babys brachte, schlug mein Herz höher, meine Projekte bekamen wieder ihr physisches Leben zurück und meine Existenz war wieder vervollständigt. Die Wiedersehensfreude war groß und wurde alsgleich zur unglaublichen Enttäuschung und Verzweifelung, als ich feststellte, dass mein Begleiter an genau dem gleichen Problem litt wie vor seiner langen Reise. Was soll man da noch machen, woran kann man überhaupt noch glauben? Scheinbar ist das Ziel einer Reparatur nicht mehr die Restitutio ad integrum, denn wie ich feststellen musste, war dies kein Einzelfall. Für mich unverständlich, da es ungefähr dem gleich kommt, einen Schmerzpatienten mit dicker Backe nach Gabe von Paracetamol als „gesund“ nach Hause zu schicken. 118

Wenn diese treue Rechenmaschine dann ein zweites Mal seine Reise antritt, will man schon nicht mehr an wirkliche Heilung glauben. Ein defektes CD Laufwerk bereitet offensichtlich ähnliche Probleme wie eine schwer diagnostizierbare psychosomatische Erkrankung und führt zu gnadenlosem Werkstatthopping. Egal, nach Stunden in der Warteschlange der Servicehotline durfte ich feststellen, dass ein laut ausgesprochenes „...dann nehmen Sie Ihr Telefon und gehen Sie damit zu Ihrem Chef ...!“ doch weiter brachte als geduldiges Fragen und Warten. Ist der Gefährte dann endlich wieder am heimatlichen Arbeitsplatz, bleibt neben der Freude eine gewisse Skepsis zurück, ein kleiner Vertrauensbruch. Sind meine Daten hier denn wirklich noch sicher? Ein langsamer Annäherungsversuch beginnt, doch immer wieder werden meine Gedanken darauf gelenkt, wie viele Informationen, Bilder, Briefe und Erinnerungen aus meinem Leben mittlerweile in digitaler Form hinter diesem grauen Gehäuse gespeichert sind. Im Fernseher sehe ich einen kindsgroßen Roboter beim Jogging und Baseballspielen. Ich nehme mir Papier und Bleistift - und zeichne ein Bild. idee


Wie funktioniert Zahnmedizin in anderen Teilen der Welt? Ferne Länder, fremde Sitten – andere Zahnmedizin? Was gibt es dort zu erleben? Und wie kommt man überhaupt dahin? - Einige Erfahrungen und Erlebnisse gibt es auf den nächsten Seiten, denn wir waren mit der

un-plaqued auf Abenteuer­ Schön e behü tete W elt

daheim ...

mal 2 der fiesgra u schein 3 °C, das s e Himme l häng t e ressig n Ber a u so un wirklic ch schon e 9. Seme t über der lin, Nove w viele mber s h Stadt t ie e , r is der vor S ich es achen, die allem, da ewig weit t in vollem , vor der T 2002, H s e nur n immer no ich währen s mein letz weg zu se Gang und ür sind es rbst, o c g d so ku ch die nä h nicht ge meines S tes Studien in. Irgendw die Semes erade c r t t zu be zer Zeit ein hsten (letz schafft, ein udiums no jahr angef ie erschein erferien angen komm ch ma ten!) e Stel e Fam t mir Seme le und en? c alles h u h at. Da latur en w ste event uell a rferien. A zu machen ollte. Ja, vo waren so b uch n r och e er ist es ü , und dafü allem hab inen fi r bleib berha e up nanzie e llen Z t noch m n jetzt öglich uschu ss vom , in ZAD


Wie funktioniert Zahnmedizin in anderen Teilen der Welt? Ferne Länder, fremde Sitten – andere Zahnmedizin? Was gibt es dort zu erleben? Und wie kommt man überhaupt dahin? - Einige Erfahrungen und Erlebnisse gibt es auf den nächsten Seiten, denn wir waren mit der

un-plaqued auf Abenteuer­ Schön e behü tete W elt

daheim ...

mal 2 der fiesgra u schein 3 °C, das s e Himme l häng t e ressig n Ber a u so un wirklic ch schon e 9. Seme t über der lin, Nove w viele mber s h Stadt t ie e , r is der vor S ich es achen, die allem, da ewig weit t in vollem , vor der T 2002, H s e nur n immer no ich währen s mein letz weg zu se Gang und ür sind es rbst, o c g d so ku ch die nä h nicht ge meines S tes Studien in. Irgendw die Semes erade c r t t zu be zer Zeit ein hsten (letz schafft, ein udiums no jahr angef ie erschein erferien angen komm ch ma ten!) e Stel e Fam t mir Seme le und en? c alles h u h at. Da latur en w ste event uell a rferien. A zu machen ollte. Ja, vo waren so b uch n r och e er ist es ü , und dafü allem hab inen fi r bleib berha e up nanzie e llen Z t noch m n jetzt öglich uschu ss vom , in ZAD


Drei Monate später: ich sitze im Flieger nach Johannesburg. Ich freue mich auf Afrika, einen Spätsommer auf der Südhalbkugel und die Möglichkeit, Zahnmedizin in einem Entwicklungsland kennen lernen zu können. Einen Tag später stehe ich vor meinem ersten Patienten im Studentenkurs der Abteilung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Universität von Pretoria. Draußen sind es 30° C, und ich kann kaum glauben, dass der betreuende Arzt mich nach einer kurzen Einführung mit den Worten stehen lässt: „If you got a problem call me, if not all the better“. - So schnell kann´s gehen.

Per Internet hatte ich Bewerbungen an alle fünf zahnmedizinischen Universitäten Südafrikas geschickt und mich für die Universität von Pretoria entschieden, da von hier die netteste und verbindlichste Zusage gekommen war. Für eine Geldspritze vom ZAD hatte es nicht mehr gereicht, und für die Reisevorbereitungen war nicht so richtig viel Zeit gewesen, aber ein Land lernt man ja sowieso erst vor Ort so richtig kennen.

Bei der Ankunft in Pretoria wurde ich sehr herzlich vom Dekan und seiner Sekretärin begrüßt. Mit ihr hatte ich schon im Vorfeld regen Kontakt gehabt, und auch jetzt wurde erstmal mein Fahrplan für die kommenden zwei Monate mit mir erstellt. Es ist schon unglaublich, wenn man aus dem Land der Bürokratie kommt und dann mit offenen Armen empfangen wird und die Leute sich so richtig viel Zeit für einen nehmen. 122

SÜDAFRIKA FIRST CLASS - THIRD WORLD


Drei Monate später: ich sitze im Flieger nach Johannesburg. Ich freue mich auf Afrika, einen Spätsommer auf der Südhalbkugel und die Möglichkeit, Zahnmedizin in einem Entwicklungsland kennen lernen zu können. Einen Tag später stehe ich vor meinem ersten Patienten im Studentenkurs der Abteilung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Universität von Pretoria. Draußen sind es 30° C, und ich kann kaum glauben, dass der betreuende Arzt mich nach einer kurzen Einführung mit den Worten stehen lässt: „If you got a problem call me, if not all the better“. - So schnell kann´s gehen.

Per Internet hatte ich Bewerbungen an alle fünf zahnmedizinischen Universitäten Südafrikas geschickt und mich für die Universität von Pretoria entschieden, da von hier die netteste und verbindlichste Zusage gekommen war. Für eine Geldspritze vom ZAD hatte es nicht mehr gereicht, und für die Reisevorbereitungen war nicht so richtig viel Zeit gewesen, aber ein Land lernt man ja sowieso erst vor Ort so richtig kennen.

Bei der Ankunft in Pretoria wurde ich sehr herzlich vom Dekan und seiner Sekretärin begrüßt. Mit ihr hatte ich schon im Vorfeld regen Kontakt gehabt, und auch jetzt wurde erstmal mein Fahrplan für die kommenden zwei Monate mit mir erstellt. Es ist schon unglaublich, wenn man aus dem Land der Bürokratie kommt und dann mit offenen Armen empfangen wird und die Leute sich so richtig viel Zeit für einen nehmen. 122

SÜDAFRIKA FIRST CLASS - THIRD WORLD


un-p auf Abenteuer

Auf meinen eigenen Wunsch sollte ich vor allem in der MKG behandeln, Zähne ziehen und Weisheitszähne osteotomieren. Nach 4 Wochen in Pretoria bestand dann noch die Möglichkeit für eine weitere Woche auf einem Zug, der in die ländlichen Gegenden fährt, zu behandeln. Und natürlich wollte ich das Land nicht verlassen, ohne auf eigene Faust noch ein bisschen gereist zu sein. Einerseits sind die vier Wochen in Pretoria verflogen, und andererseits habe ich das Gefühl, schon ewig hier zu sein. Die Leute sind super nett, sowohl in der Uni, als auch in meinem Wohnheim. Zwischen Ausgehen, Basketball mit dem Wohnheimteam und Sightseeing in der Umgebung bleibt nicht viel Zeit, um die vielen Krankheitsbilder, die wir in Deutschland häufig nur aus dem Lehrbuch kennen, auch hier mal in einem Buch nachzuschlagen. Zugegeben, einige Befürchtungen hatte ich schon gehabt, dass ich nicht wirklich behandeln darf, oder dass die Bedingungen schlecht sind. Aber die Professionalität, Arbeitseinstellung und Motivation der Ärzte und Studenten sind grandios. Ein bisschen schwer fällt es mir schon, dass ich mich schon wieder verabschieden muss. Bei der Ankunft am Flughafen in Kapstadt hatte ich keine Unterkunft für die Nacht, aber auch hier habe ich das Riesenglück ein super Backpackers´Hostel zu finden. Als ich nach so einem, eher stressigen Tag, in die Bar komme, sitzen hier Australier, Franzosen, Engländer, Holländer und Südafrikaner, trinken Bier und spielen Pool. Ein Teil der Leute ist schon ein paar Monate hier oder versucht gerade, in Kapstadt sesshaft zu werden. Die Stadt ist echt ein Hammer. Eine Metropole zwischen zwei Ozeanen mit einem Berg mittendrin. Es ist immer noch ein goldener Spätsommer und trotz der Mengen an Touristen, die die Stadt bevölkern, sind gerade die Einheimischen super entspannt und freundlich. Ganz klar, dass man als Reisender da schon mal ein bisschen länger bleibt, und genauso ergeht es auch mir. 124


un-p auf Abenteuer

Auf meinen eigenen Wunsch sollte ich vor allem in der MKG behandeln, Zähne ziehen und Weisheitszähne osteotomieren. Nach 4 Wochen in Pretoria bestand dann noch die Möglichkeit für eine weitere Woche auf einem Zug, der in die ländlichen Gegenden fährt, zu behandeln. Und natürlich wollte ich das Land nicht verlassen, ohne auf eigene Faust noch ein bisschen gereist zu sein. Einerseits sind die vier Wochen in Pretoria verflogen, und andererseits habe ich das Gefühl, schon ewig hier zu sein. Die Leute sind super nett, sowohl in der Uni, als auch in meinem Wohnheim. Zwischen Ausgehen, Basketball mit dem Wohnheimteam und Sightseeing in der Umgebung bleibt nicht viel Zeit, um die vielen Krankheitsbilder, die wir in Deutschland häufig nur aus dem Lehrbuch kennen, auch hier mal in einem Buch nachzuschlagen. Zugegeben, einige Befürchtungen hatte ich schon gehabt, dass ich nicht wirklich behandeln darf, oder dass die Bedingungen schlecht sind. Aber die Professionalität, Arbeitseinstellung und Motivation der Ärzte und Studenten sind grandios. Ein bisschen schwer fällt es mir schon, dass ich mich schon wieder verabschieden muss. Bei der Ankunft am Flughafen in Kapstadt hatte ich keine Unterkunft für die Nacht, aber auch hier habe ich das Riesenglück ein super Backpackers´Hostel zu finden. Als ich nach so einem, eher stressigen Tag, in die Bar komme, sitzen hier Australier, Franzosen, Engländer, Holländer und Südafrikaner, trinken Bier und spielen Pool. Ein Teil der Leute ist schon ein paar Monate hier oder versucht gerade, in Kapstadt sesshaft zu werden. Die Stadt ist echt ein Hammer. Eine Metropole zwischen zwei Ozeanen mit einem Berg mittendrin. Es ist immer noch ein goldener Spätsommer und trotz der Mengen an Touristen, die die Stadt bevölkern, sind gerade die Einheimischen super entspannt und freundlich. Ganz klar, dass man als Reisender da schon mal ein bisschen länger bleibt, und genauso ergeht es auch mir. 124


Eigentlich wollte ich insgesamt nur vier Tage die Stadt besuchen, aber erst nach zwei Wochen breche ich auf, um an der Südküste (Garden Route) bis nach Port Elizabeth und dann zurück nach Pretoria zu fahren. Grundsätzlich reise ich ja alleine, aber seit dem Flug nach Johannesburg hatte sich das geändert. Und auch die nächsten zwei Wochen verbringe ich mit einer holländischen Schönheit und einem Pärchen aus Perth/Australien. Obwohl wir nicht zur Frühlingszeit auf der Garden Route unterwegs sind, ist die Natur atemberaubend. Hügel, Wälder, kleine Städte und immer wieder der indische Ozean mit traumhaften Sonnenuntergängen, Wellen, Pinguinen, Robben, Delphinen und ... Haien, was uns allerdings nicht vom Wellenreiten abhalten kann. Mal wieder rast die Zeit, und bevor ich mich versehe, befinde ich mich auf dem Rückweg. Dieses Mal bin ich fast froh, alleine zu sein. Auf der langen Autofahrt (1500 km) durch das Landesinnere zurück nach Pretoria habe ich Zeit über die vergangenen zwei Monate zu reflektieren und mir zu vergegenwärtigen, wie schnell diese schöne Zeit verronnen ist und wie lange ich davon noch zehren werde. Zwei Tage später sitze ich mit zwei Freunden vor einem Kaffee in Berlin. Wir unterhalten uns über Südafrika, aber auch über das kommende, letzte Semester. Wir haben Jacken an, aber die Sonne scheint und es ist Frühling. hcl

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Eigentlich wollte ich insgesamt nur vier Tage die Stadt besuchen, aber erst nach zwei Wochen breche ich auf, um an der Südküste (Garden Route) bis nach Port Elizabeth und dann zurück nach Pretoria zu fahren. Grundsätzlich reise ich ja alleine, aber seit dem Flug nach Johannesburg hatte sich das geändert. Und auch die nächsten zwei Wochen verbringe ich mit einer holländischen Schönheit und einem Pärchen aus Perth/Australien. Obwohl wir nicht zur Frühlingszeit auf der Garden Route unterwegs sind, ist die Natur atemberaubend. Hügel, Wälder, kleine Städte und immer wieder der indische Ozean mit traumhaften Sonnenuntergängen, Wellen, Pinguinen, Robben, Delphinen und ... Haien, was uns allerdings nicht vom Wellenreiten abhalten kann. Mal wieder rast die Zeit, und bevor ich mich versehe, befinde ich mich auf dem Rückweg. Dieses Mal bin ich fast froh, alleine zu sein. Auf der langen Autofahrt (1500 km) durch das Landesinnere zurück nach Pretoria habe ich Zeit über die vergangenen zwei Monate zu reflektieren und mir zu vergegenwärtigen, wie schnell diese schöne Zeit verronnen ist und wie lange ich davon noch zehren werde. Zwei Tage später sitze ich mit zwei Freunden vor einem Kaffee in Berlin. Wir unterhalten uns über Südafrika, aber auch über das kommende, letzte Semester. Wir haben Jacken an, aber die Sonne scheint und es ist Frühling. hcl

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CUBA

It is not necessary to take it out completely,

dies soll keine Anleitung für die Kariesadhäsivtechnik werden, sondern ein kurzer Famulaturbericht über Cuba. Im Sommer 2002 flogen meine Chedpartnerin und ich nach Cuba. Wir hatten einen 30 tägigen Aufenthalt in Havanna mit zahnmedizinischer Tätigkeit an der Universitätsklinik geplant, vielleicht auch ein wenig Urlaub. Die enormen Kosten dieser Reise und das teure Arbeitsvisum D2, welches mit 50 Euro sogar mehr als doppelt so viel kostete wie das Urlaubsvisum, konnten uns nicht von diesem verheißungsvollen Trip abhalten. Einige Wochen vorher begann ich mit dem Studium der spanischen Sprache. Carlos, der gerade seine oralchirurgische Facharztausbildung an der Charité absolviert, gab uns die wichtigsten Vokabeln mit auf den Weg. In Sachen Linguistik sollte sich der hundertseitige ECOS Reisesprachführer als wichtigstes Instrument etablieren, mit fünf Seiten unter der Rubrik „im Falle eines Falles“ waren essentielle Vokabeln, die mir die Tratamiento sehr erleichterten.

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CUBA

It is not necessary to take it out completely,

dies soll keine Anleitung für die Kariesadhäsivtechnik werden, sondern ein kurzer Famulaturbericht über Cuba. Im Sommer 2002 flogen meine Chedpartnerin und ich nach Cuba. Wir hatten einen 30 tägigen Aufenthalt in Havanna mit zahnmedizinischer Tätigkeit an der Universitätsklinik geplant, vielleicht auch ein wenig Urlaub. Die enormen Kosten dieser Reise und das teure Arbeitsvisum D2, welches mit 50 Euro sogar mehr als doppelt so viel kostete wie das Urlaubsvisum, konnten uns nicht von diesem verheißungsvollen Trip abhalten. Einige Wochen vorher begann ich mit dem Studium der spanischen Sprache. Carlos, der gerade seine oralchirurgische Facharztausbildung an der Charité absolviert, gab uns die wichtigsten Vokabeln mit auf den Weg. In Sachen Linguistik sollte sich der hundertseitige ECOS Reisesprachführer als wichtigstes Instrument etablieren, mit fünf Seiten unter der Rubrik „im Falle eines Falles“ waren essentielle Vokabeln, die mir die Tratamiento sehr erleichterten.

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Einen Cuba libre bitte! – Cuba no esta libre! oder: manchmal kommt’s halt anders

Wie war es denn eigentlich dazu gekommen...? Da hab’ ich wohl den Schnabel mal wieder zu weit aufgerissen: „also, ich will auf jeden Fall noch mal für eine Famulatur ins Ausland, denn die 4 Monate Südafrika damals waren ja so Klasse – quasi die beste Zeit meines Lebens....“ und – schwupps- saß ich neben Thomas im Flieger auf dem Weg nach Havanna. Total planlos und nicht wirklich sicher, ob das gut gehen würde. Was fiel uns eigentlich ein? Wir taten ja gerade so, als hätten wir während des Semesters nicht schon genug Zeit miteinander verbracht und Gelegenheit für Meinungsverschiedenheiten gehabt. Ich war eigentlich eh schon pleite und Thomas wusste gar nicht, wie ihm geschah als er sich am Flughafen für einen Monat von seiner Familie verabschieden musste ... . Aber nun zurück zur Abreise, welche sich als äußerst tränenschwer, meinerseits, darstellte. Einen Monat getrennt von meiner Familie, für mich unvorstellbar. Der Flug war wenig spektakulär, wie jeder 48 Stundenflug. Oder wie lange dauerte dieser Flug auf engstem Raum, der einem Thrombophobiker die Schweißperlen auf die Stirn getrieben hätte? Auf dem Flug, oder besser: den Flügen, denn wir hatten das Vergnügen eines nächtlichen Zwischenstopps in Madrid, erfuhr ich dann weitere Neuigkeiten: Thomas war noch nie wirklich außerhalb Europas gewesen und um unser Spanisch war und ist es nicht unbedingt gut bestellt. Okay – blieb zu hoffen, dass der „Kontaktprofessor“ ein Organisationstalent sein und schon alles richten würde ...

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Einen Cuba libre bitte! – Cuba no esta libre! oder: manchmal kommt’s halt anders

Wie war es denn eigentlich dazu gekommen...? Da hab’ ich wohl den Schnabel mal wieder zu weit aufgerissen: „also, ich will auf jeden Fall noch mal für eine Famulatur ins Ausland, denn die 4 Monate Südafrika damals waren ja so Klasse – quasi die beste Zeit meines Lebens....“ und – schwupps- saß ich neben Thomas im Flieger auf dem Weg nach Havanna. Total planlos und nicht wirklich sicher, ob das gut gehen würde. Was fiel uns eigentlich ein? Wir taten ja gerade so, als hätten wir während des Semesters nicht schon genug Zeit miteinander verbracht und Gelegenheit für Meinungsverschiedenheiten gehabt. Ich war eigentlich eh schon pleite und Thomas wusste gar nicht, wie ihm geschah als er sich am Flughafen für einen Monat von seiner Familie verabschieden musste ... . Aber nun zurück zur Abreise, welche sich als äußerst tränenschwer, meinerseits, darstellte. Einen Monat getrennt von meiner Familie, für mich unvorstellbar. Der Flug war wenig spektakulär, wie jeder 48 Stundenflug. Oder wie lange dauerte dieser Flug auf engstem Raum, der einem Thrombophobiker die Schweißperlen auf die Stirn getrieben hätte? Auf dem Flug, oder besser: den Flügen, denn wir hatten das Vergnügen eines nächtlichen Zwischenstopps in Madrid, erfuhr ich dann weitere Neuigkeiten: Thomas war noch nie wirklich außerhalb Europas gewesen und um unser Spanisch war und ist es nicht unbedingt gut bestellt. Okay – blieb zu hoffen, dass der „Kontaktprofessor“ ein Organisationstalent sein und schon alles richten würde ...

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Die Hoffnung wurde leider enttäuscht: ziemlich geplättet vom Flug kamen wir abends auf dem nicht besonders attraktiven Aeropuerto Havannas an. Obwohl er nicht sehr groß und damit einigermaßen übersichtlich ist, konnten wir trotz intensiven Suchens und immer mit dem Gedanken „das gibt’s doch gar nicht“ auch nach Stunden niemanden finden, der auch nur ansatzweise so aussah, als hätte er auf uns gewartet. Dieser Umstand war umso erstaunlicher, da 2 Kommilitoninnen von uns bereits im Lande weilten und auch über unsere Ankunft Bescheid wussten. Half nix: es musste eine Entscheidung fallen: auf dem Flughafen schlafen, oder ein teures Hotel zahlen? Wir entschieden uns für letzteres. Wie gut dass es Kreditkarten gibt!

Die Ankunft raubte uns den Atem. Nicht sprichwörtlich, sondern die Melange von Abgasen 50 Jahre alter Autos und der Duft einer Millionenstadt oder besser dessen Kanalisationssystems. Wie viele Ankömmlinge spähten wir nach Empfangsschildern mit einem kurzen Willkommensgruß und unseren Namen. Nach zwei Stunden ohne Letzterem erkannten wir, dass ein Dach über dem Kopf jetzt nicht schlecht wäre. Nach einer Schnäppchentaxifahrt, mit nur 80% „dumme Touris“-Aufschlag, kamen wir für 60 Dollar die Nacht unter. Frisch gestärkt begann am nächsten Morgen die Telefoniererei.

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Die Hoffnung wurde leider enttäuscht: ziemlich geplättet vom Flug kamen wir abends auf dem nicht besonders attraktiven Aeropuerto Havannas an. Obwohl er nicht sehr groß und damit einigermaßen übersichtlich ist, konnten wir trotz intensiven Suchens und immer mit dem Gedanken „das gibt’s doch gar nicht“ auch nach Stunden niemanden finden, der auch nur ansatzweise so aussah, als hätte er auf uns gewartet. Dieser Umstand war umso erstaunlicher, da 2 Kommilitoninnen von uns bereits im Lande weilten und auch über unsere Ankunft Bescheid wussten. Half nix: es musste eine Entscheidung fallen: auf dem Flughafen schlafen, oder ein teures Hotel zahlen? Wir entschieden uns für letzteres. Wie gut dass es Kreditkarten gibt!

Die Ankunft raubte uns den Atem. Nicht sprichwörtlich, sondern die Melange von Abgasen 50 Jahre alter Autos und der Duft einer Millionenstadt oder besser dessen Kanalisationssystems. Wie viele Ankömmlinge spähten wir nach Empfangsschildern mit einem kurzen Willkommensgruß und unseren Namen. Nach zwei Stunden ohne Letzterem erkannten wir, dass ein Dach über dem Kopf jetzt nicht schlecht wäre. Nach einer Schnäppchentaxifahrt, mit nur 80% „dumme Touris“-Aufschlag, kamen wir für 60 Dollar die Nacht unter. Frisch gestärkt begann am nächsten Morgen die Telefoniererei.

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chen Kontakt ich einen telefonises mal in sein Tag ebrechend versuchte s ad de >R fe rde wohl im Lau bis dieselben wieder am wü r de ja, – llen ste rofessor herzu ja, ganz so lange, (oder so, welche Position zu unserem Kontaktper wann stand in den Sternen. Na rden vom Dekan abgeholt und in unsere wu r Wi n. rte wa ht Büro reinkommen,waab nic , mussten wir schleierhaft) ute he bis r mi ist t, ha Himmel zu sehen nnren eigentlich inne der nette alte Manlose Bleibe verbracht... dentenunterkunft planmäßige koste wir dann in einer Stu terkunft bringen Un >>Nachmittags waren die in nik Kli um 16 Uhr von derch s r. Bu da zte ich let r sre de ng s slu un vannas. Da wenig abwe im Randbereich Ha obwohl kostenlos, als , ibe Ble se die h sic es in das Zentrum konnte, stellte ndeln schafften wir auf dem Zimmer. Nach einigem Verha TV ie sow e egung und Dusch uns sehr gut, wenn es auch rpfl Ve t mi t, ch Na 10 Dollar die von Kubas Metropole gefiel es en war von Havanna, für er mo carne.“ Das Ess n Dächern einzustellen. „No co zeichnet. ier sge au tar r ge wa Ve en ei Im 21. Stock übwerde zw Ess f m au e nach de fiel, sich dem Personal sch ßkartoffeln, Bohnen und Reis. Der Kaffe m. Ru m wohlschmeckendt; Sü de d un n Zigarren Ebenso war es mi de

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>Der Blick a u f ’ ss au Meer ock, dem 23. Stch der in dem si befand, Speisesaalios und ich war grandeschehnissen mit den Gie öhnt. d überhaupt waren wir der vers ang, un g bis datof w zu ternet sere ussicht au. In A ie d es Mal an un ab g den Zivilisatiounns dann zum ersten ei b Außerdem rü er d re in se ck n quasi zu ächste Tag sollte . Dort waren u chäf tigt zu bes Der n ngsstätte führen ig damit kl warum Wirku dentinnen bereits eifr urde ar,haf w g ti ar en u g st la it h g M u sc Fl d n u am n s n behandeline Zeit hatten, u : man hatte en sie ke pfang zu nehm in Em bereits Rasta-Zöpfchen So > sich en und flechten laAssbends h t i g, c i r es d sch war damit a u t h e n thi war eifrig d ic ieder n as u d t g ti äf besch schon wf dem n S a ls a ta n ze fast au nach . zu lernen Weg ! draußen z Aber gan leicht so ein gibt Zahni ja f nicht au


chen Kontakt ich einen telefonises mal in sein Tag ebrechend versuchte s ad de >R fe rde wohl im Lau bis dieselben wieder am wü r de ja, – llen ste rofessor herzu ja, ganz so lange, (oder so, welche Position zu unserem Kontaktper wann stand in den Sternen. Na rden vom Dekan abgeholt und in unsere wu r Wi n. rte wa ht Büro reinkommen,waab nic , mussten wir schleierhaft) ute he bis r mi ist t, ha Himmel zu sehen nnren eigentlich inne der nette alte Manlose Bleibe verbracht... dentenunterkunft planmäßige koste wir dann in einer Stu terkunft bringen Un >>Nachmittags waren die in nik Kli um 16 Uhr von derch s r. Bu da zte ich let r sre de ng s slu un vannas. Da wenig abwe im Randbereich Ha obwohl kostenlos, als , ibe Ble se die h sic es in das Zentrum konnte, stellte ndeln schafften wir auf dem Zimmer. Nach einigem Verha TV ie sow e egung und Dusch uns sehr gut, wenn es auch rpfl Ve t mi t, ch Na 10 Dollar die von Kubas Metropole gefiel es en war von Havanna, für er mo carne.“ Das Ess n Dächern einzustellen. „No co zeichnet. ier sge au tar r ge wa Ve en ei Im 21. Stock übwerde zw Ess f m au e nach de fiel, sich dem Personal sch ßkartoffeln, Bohnen und Reis. Der Kaffe m. Ru m wohlschmeckendt; Sü de d un n Zigarren Ebenso war es mi de

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>Der Blick a u f ’ ss au Meer ock, dem 23. Stch der in dem si befand, Speisesaalios und ich war grandeschehnissen mit den Gie öhnt. d überhaupt waren wir der vers ang, un g bis datof w zu ternet sere ussicht au. In A ie d es Mal an un ab g den Zivilisatiounns dann zum ersten ei b Außerdem rü er d re in se ck n quasi zu ächste Tag sollte . Dort waren u chäf tigt zu bes Der n ngsstätte führen ig damit kl warum Wirku dentinnen bereits eifr urde ar,haf w g ti ar en u g st la it h g M u sc Fl d n u am n s n behandeline Zeit hatten, u : man hatte en sie ke pfang zu nehm in Em bereits Rasta-Zöpfchen So > sich en und flechten laAssbends h t i g, c i r es d sch war damit a u t h e n thi war eifrig d ic ieder n as u d t g ti äf besch schon wf dem n S a ls a ta n ze fast au nach . zu lernen Weg ! draußen z Aber gan leicht so ein gibt Zahni ja f nicht au


um 3 nach hause gekommen ist. Während Thomas in den nächsten Tagen scheinbar nur damit beschäftigt war, Zähne zu trepanieren, die mit unglaublich riechenden Mikroorganismen besiedelt waren (trotz der ca. 5 m Luftlinie und der Klimaanlage, die quasi zwischen unseren Behandlungseinheiten stand, wurden mir das ein oder andere Mal die Knie weich, wenn’s dann zur erlösenden Eröffnung des Kanalsystems kam  mach die Scheiße wieder zu!!!!), schlug ich mich ohne Unterstützung durch Licht, Absaugung oder Wasser mit kubanischen Karies und Baktus rum. Zerbröselte Amalgamfüllungen mit Komposit ausbessern... klappt prima, man muss nur selbstretentiv präparieren, habe ich gelernt. Dann hält das drangepfuschte Komposit auch für ne Weile, auch wenn von Trockenlegung nicht die Rede sein konnte. Leider gelang es mir nicht in den 2 Wochen, der Doktora zu erklären, dass aus chemischen Gründen nicht mit einer Haftung des Adhäsivsystems am Amalgam zu rechnen ist, selbst wenn letzteres durch Zerbröselung scheinbar

.... Aber heute beginnt die Behandlung, naja erst mal zuschauen. Wie unsere Kommilitonen uns die Sachen zeigen dürfen, die wir schon von „zu Hause“ kannten. Endlich geht es wirklich los. Oh, es wird ein Zahn gezogen. Aber diesmal von mir. Das Vollbild einer „laterelen Sepsis“ bot sich mir mit einer in Deutschland als Perlenkette bekannten oralen Klinik dar. Perlenkette, umgangssprachlich für bilaterale Approximalkaries, oder zu deutsch: Zähne, die an jeder Seite ein Loch haben. Noch beeindruckender war die wohldurchdachte und für Jahre vorausschauende Planung. Wonach ging es hier, nach Durchmesser der Karies oder der Zugänglichkeit? Aufhören wenn der Patient beim Bohren über Schmerzen klagt. Und ����������������������������� da ist doch noch Karies. “ It is not necessary to take it out completely” lautete die Stimme de Doktora. Da ���������������������� hatte sie uns doch gerade erzählt, dass sie gestern oder besser heute morgen, 136

eine ganz gut retentive Oberfläche hat. Kam dann endlich mal ein Kind ohne Löcher in den Zähnen, durfte ich garantiert aus kieferorthopädischen Gründen Prämolaren extrahieren. Wirklich schlimm war dann die folgende Erkenntnis, die ich in unserer 2. Behandlungswoche machen musste: war eine vollständige Kariesexkavation wegen Schmerzen nicht möglich (warum das massig von uns mitgebrachte Lokalanästhetikum nicht eingesetzt wurde, ist mir bis heute ein Rätsel), wurde abgebrochen, der Defekt mit eugenolhaltigem Zement abgedeckt und der Patient erneut einbestellt. Ebendiese Patienten saßen in der zweiten Woche also wieder auf meinem Stuhl, und ich sollte Füllungen in die Zähne machen und den Zement aus der vergangenen Woche als Unterfüllung belassen. Meine Bedenken, da sei doch noch Karies drunter, wurden als nicht so ausschlaggebend betrachtet. Da war dann das Ende der Fahnenstange erreicht – sogar bei mir, und wer mich kennt, weiß, dass ich


um 3 nach hause gekommen ist. Während Thomas in den nächsten Tagen scheinbar nur damit beschäftigt war, Zähne zu trepanieren, die mit unglaublich riechenden Mikroorganismen besiedelt waren (trotz der ca. 5 m Luftlinie und der Klimaanlage, die quasi zwischen unseren Behandlungseinheiten stand, wurden mir das ein oder andere Mal die Knie weich, wenn’s dann zur erlösenden Eröffnung des Kanalsystems kam  mach die Scheiße wieder zu!!!!), schlug ich mich ohne Unterstützung durch Licht, Absaugung oder Wasser mit kubanischen Karies und Baktus rum. Zerbröselte Amalgamfüllungen mit Komposit ausbessern... klappt prima, man muss nur selbstretentiv präparieren, habe ich gelernt. Dann hält das drangepfuschte Komposit auch für ne Weile, auch wenn von Trockenlegung nicht die Rede sein konnte. Leider gelang es mir nicht in den 2 Wochen, der Doktora zu erklären, dass aus chemischen Gründen nicht mit einer Haftung des Adhäsivsystems am Amalgam zu rechnen ist, selbst wenn letzteres durch Zerbröselung scheinbar

.... Aber heute beginnt die Behandlung, naja erst mal zuschauen. Wie unsere Kommilitonen uns die Sachen zeigen dürfen, die wir schon von „zu Hause“ kannten. Endlich geht es wirklich los. Oh, es wird ein Zahn gezogen. Aber diesmal von mir. Das Vollbild einer „laterelen Sepsis“ bot sich mir mit einer in Deutschland als Perlenkette bekannten oralen Klinik dar. Perlenkette, umgangssprachlich für bilaterale Approximalkaries, oder zu deutsch: Zähne, die an jeder Seite ein Loch haben. Noch beeindruckender war die wohldurchdachte und für Jahre vorausschauende Planung. Wonach ging es hier, nach Durchmesser der Karies oder der Zugänglichkeit? Aufhören wenn der Patient beim Bohren über Schmerzen klagt. Und ����������������������������� da ist doch noch Karies. “ It is not necessary to take it out completely” lautete die Stimme de Doktora. Da ���������������������� hatte sie uns doch gerade erzählt, dass sie gestern oder besser heute morgen, 136

eine ganz gut retentive Oberfläche hat. Kam dann endlich mal ein Kind ohne Löcher in den Zähnen, durfte ich garantiert aus kieferorthopädischen Gründen Prämolaren extrahieren. Wirklich schlimm war dann die folgende Erkenntnis, die ich in unserer 2. Behandlungswoche machen musste: war eine vollständige Kariesexkavation wegen Schmerzen nicht möglich (warum das massig von uns mitgebrachte Lokalanästhetikum nicht eingesetzt wurde, ist mir bis heute ein Rätsel), wurde abgebrochen, der Defekt mit eugenolhaltigem Zement abgedeckt und der Patient erneut einbestellt. Ebendiese Patienten saßen in der zweiten Woche also wieder auf meinem Stuhl, und ich sollte Füllungen in die Zähne machen und den Zement aus der vergangenen Woche als Unterfüllung belassen. Meine Bedenken, da sei doch noch Karies drunter, wurden als nicht so ausschlaggebend betrachtet. Da war dann das Ende der Fahnenstange erreicht – sogar bei mir, und wer mich kennt, weiß, dass ich


un-p auf Abenteuer

nicht so 150%ig bin wie Thomas! Einmal konnten wir einem Professor für Chirurgie beim Operieren zuschauen. Mit wenigen Mitteln verstand er es, ausgezeichnet zu operieren. Auf der anderen Seite des OP-Saales ging es nun wieder den „Cuban Way“; nach einer verzweifelten Suche in einem Implantatbohrsatz wurde dieser kurzerhand auf dem OP-Tisch entleert, ist dann wohl übersichtlicher. „Nach fest kommt lose“, ich konnte es nicht auf spanisch, deshalb war es mir unmöglich, den Operierenden mitzuteilen, dass nach dreißig Umdrehungen des Implantates im

Friends, where are you from?“ den Aufenthalt versüßt hatten. Verdächtig schnell waren wir uns nach zwei Wochen einig, dass jetzt Zeit für Urlaub sei, zumal das Budget sowieso schon grottig überzogen war! So klein wie auf der Karte ist Cuba dann doch nicht und natürlich gehen tagelange Fahrten zu viert im Leihwagen nicht immer ganz geschmeidig über die Bühne, dafür sieht man aber viel vom Land, wenn man schmollend aus dem Fenster starrt. Und als wir uns dann, in einem Anfall von Größenwahn, für die beiden letzten Nächte auf der Piste in einem Luxusstrandclub eingemietet hatten, war alles wieder okay – super Essen, Drinks inklusive, Spitzenstrand und zu der Jahreszeit sogar einigermaßen leer!

Implantatbett wohl keine Primärstabilität zu erwarten ist. Und noch eine kleine Begebenheit aus der Kategorie: „andere Länder, andere Titten“. Folgende Situation: am frühen Morgen hatte eine junge Frau, die sich gegen 15:00 Uhr bei uns vorstellte, einen epileptischen Anfall. Ihrem pflichtbewussten Ehemann war irgendwann einmal eingebläut worden, er habe in diesem Fall dafür zu sorgen, dass der Mund offengehalten werde! Leider war seine Holde zu schnell: sie hatte schon so richtig schön zugebissen, was tut er also? Greift kurzerhand zum Küchenmesser und hebelt die satte Okklusion auf. Das war dem Zahn 33 etwas zu viel – der hat sich verabschiedet, aber er ist ja noch da, oder? Doch, doch, seit ca. 8 Stunden in der Hosentasche....da war doch was mit Zahnrettungsbox, oder? Die hatten wir zugegebenermaßen nicht mitgebracht, war aber auch nicht nötig, denn nach halbstündiger Einlage in Knoblauchlösung haben wir das Zähnchen wieder reponiert und mit einer hübschen Kompositschiene stabilisiert. Und ob man’s glaubt oder nicht, drei Tage später sah alles noch ganz gut aus. Die weitere Entwicklung der kranken Geschichte entzieht sich allerdings unserer Erkenntnis... interessant wäre es schon ! Nach zwei Wochen begannen wir, unseren Urlaub zu planen. Trotz einiger fachlicher Diversitäten war der Abschied herzlich. Mit zwei Medizinstudentinnen, welche wir in der Unterkunft kennenlernten, mieteten wir uns ein Auto. Nach einigen Tagen Autobahnfahrt kamen wir in Santiago de Kuba an, verweilten aber nur zwei Stunden, nachdem uns einige „Hey

Zurück in Havanna – jetzt fühlte man sich schon fast vertraut mit der Stadt- hatten wir noch einen Tag, um unsere sieben Sachen zu packen, ein paar Mitbringsel zu kaufen und Abschied zu nehmen. Dachten wir, wenn da nicht diese Sache mit dem Zyklon gewesen wäre... der Server ist runtergefahren, alle größeren Fensterscheiben verbarrikardiert, die Zahnklinik geschlossen, na, da schien ja was auf uns zuzukommen, auch wenn der Himmel hübsch blau war.... Ich habe nicht wirklich geglaubt, dass das irgendeine Auswirkung auf uns haben könnte... okay, als wir mit dem ganzen Gepäck aus dem 21. Stock ins Erdgeschoss mussten, hatten wir mal wieder einen kleinen Stromausfall und mussten, nur mit geliehener Taschenlampe bewaffnet, durch’s stockdustere Treppenhaus (Cave Cucarachas – die sind glitschig, wenn man drauftritt!), aber das war ja nicht das erste Mal, dass der Strom weg war... .

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un-p auf Abenteuer

nicht so 150%ig bin wie Thomas! Einmal konnten wir einem Professor für Chirurgie beim Operieren zuschauen. Mit wenigen Mitteln verstand er es, ausgezeichnet zu operieren. Auf der anderen Seite des OP-Saales ging es nun wieder den „Cuban Way“; nach einer verzweifelten Suche in einem Implantatbohrsatz wurde dieser kurzerhand auf dem OP-Tisch entleert, ist dann wohl übersichtlicher. „Nach fest kommt lose“, ich konnte es nicht auf spanisch, deshalb war es mir unmöglich, den Operierenden mitzuteilen, dass nach dreißig Umdrehungen des Implantates im

Friends, where are you from?“ den Aufenthalt versüßt hatten. Verdächtig schnell waren wir uns nach zwei Wochen einig, dass jetzt Zeit für Urlaub sei, zumal das Budget sowieso schon grottig überzogen war! So klein wie auf der Karte ist Cuba dann doch nicht und natürlich gehen tagelange Fahrten zu viert im Leihwagen nicht immer ganz geschmeidig über die Bühne, dafür sieht man aber viel vom Land, wenn man schmollend aus dem Fenster starrt. Und als wir uns dann, in einem Anfall von Größenwahn, für die beiden letzten Nächte auf der Piste in einem Luxusstrandclub eingemietet hatten, war alles wieder okay – super Essen, Drinks inklusive, Spitzenstrand und zu der Jahreszeit sogar einigermaßen leer!

Implantatbett wohl keine Primärstabilität zu erwarten ist. Und noch eine kleine Begebenheit aus der Kategorie: „andere Länder, andere Titten“. Folgende Situation: am frühen Morgen hatte eine junge Frau, die sich gegen 15:00 Uhr bei uns vorstellte, einen epileptischen Anfall. Ihrem pflichtbewussten Ehemann war irgendwann einmal eingebläut worden, er habe in diesem Fall dafür zu sorgen, dass der Mund offengehalten werde! Leider war seine Holde zu schnell: sie hatte schon so richtig schön zugebissen, was tut er also? Greift kurzerhand zum Küchenmesser und hebelt die satte Okklusion auf. Das war dem Zahn 33 etwas zu viel – der hat sich verabschiedet, aber er ist ja noch da, oder? Doch, doch, seit ca. 8 Stunden in der Hosentasche....da war doch was mit Zahnrettungsbox, oder? Die hatten wir zugegebenermaßen nicht mitgebracht, war aber auch nicht nötig, denn nach halbstündiger Einlage in Knoblauchlösung haben wir das Zähnchen wieder reponiert und mit einer hübschen Kompositschiene stabilisiert. Und ob man’s glaubt oder nicht, drei Tage später sah alles noch ganz gut aus. Die weitere Entwicklung der kranken Geschichte entzieht sich allerdings unserer Erkenntnis... interessant wäre es schon ! Nach zwei Wochen begannen wir, unseren Urlaub zu planen. Trotz einiger fachlicher Diversitäten war der Abschied herzlich. Mit zwei Medizinstudentinnen, welche wir in der Unterkunft kennenlernten, mieteten wir uns ein Auto. Nach einigen Tagen Autobahnfahrt kamen wir in Santiago de Kuba an, verweilten aber nur zwei Stunden, nachdem uns einige „Hey

Zurück in Havanna – jetzt fühlte man sich schon fast vertraut mit der Stadt- hatten wir noch einen Tag, um unsere sieben Sachen zu packen, ein paar Mitbringsel zu kaufen und Abschied zu nehmen. Dachten wir, wenn da nicht diese Sache mit dem Zyklon gewesen wäre... der Server ist runtergefahren, alle größeren Fensterscheiben verbarrikardiert, die Zahnklinik geschlossen, na, da schien ja was auf uns zuzukommen, auch wenn der Himmel hübsch blau war.... Ich habe nicht wirklich geglaubt, dass das irgendeine Auswirkung auf uns haben könnte... okay, als wir mit dem ganzen Gepäck aus dem 21. Stock ins Erdgeschoss mussten, hatten wir mal wieder einen kleinen Stromausfall und mussten, nur mit geliehener Taschenlampe bewaffnet, durch’s stockdustere Treppenhaus (Cave Cucarachas – die sind glitschig, wenn man drauftritt!), aber das war ja nicht das erste Mal, dass der Strom weg war... .

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Endlich am Flughafen angekommen, seh’ ich auf der Anzeigentafel noch mit einem Auge, dass unser Flug „delayed“ ist ; beim Rauskramen der Flugunterlagen wiege ich mich noch in Sicherheit, denn „delayed“ heißt ja gar nix! Beim nächsten Blick waren wir dann „canceled“ – na prächtig, also zurück in die Stadt, auf Kosten der Fluggesellschaft ins beste Hotel des Ortes und erst mal ans Abendbuffet! Es hätte schlimmer kommen können, und trotzdem kam mir inzwischen der Verdacht, dass wir vielleicht nie wieder rauskommen aus Cuba... Am nächsten Tag ging es dann nicht planmäßig um 12:00 los, sondern irgendwann gegen 18:00, aber egal, dafür fiel die Übernachtung in Madrid aus, und die Flüge haben wir auch überstanden. Diesmal war da auch jemand am Flughafen, um uns abzuholen. Das hat was. Und: „Wie war’s??“ „Ooch, super eigentlich, da ist halt

Fazit

alles etwas anders!“ jast Cuba hat ein sehr gutes Gesundheitssystem und eine Kindersterblichkeit, die unter der der USA liegt. Die Ausgaben in Cuba, welche für das Gesundheitssystem getätigt werden, sind trotz guter Erfolge sehr niedrig. Die medizinische Ausbildung in Cuba ist eine der besten in Süd- und Mittelamerika. Zahlreiche Studenten aus Nachbarländern nehmen die Gelegenheit des Studiums in Cuba trotz höherer Kosten wahr. Politische Umstrukturierungen sowie der Dollar, der seit einigen Jahren in Cuba offizielles Zahlungsmittel ist, schaffen ähnliche Zustände wie in der DDR; eine Nähe zum anscheinend wohlhabenden Westen, einen Konflikt zwischen der alten Generation, die aktiv an der Revolution teilgenommen hat und eine Jugend, die ein aus den Medien und vor allem von den Touristen vorgelebtes Konsumverhalten allzu gern nachleben möchte. Ich bin mir nicht sicher, ob sich die den Machtwechsel in Cuba einleitende Generation über die Konsequenzen ihres Handelns wirklich im Klaren ist. Ähnlich wie in den FNL wird man sich angesichts des zusammenbrechenden Sozialsystems an die guten Zeiten erinnern. Doch ein Wechsel des Systems ist unausweichlich. Zu viel spricht für die wirtschaftliche Abhängigkeit Cubas von außen. Vielen Dank nochmals an Professor Ruben, der viel mit uns unternahm, ohne auch nur irgendeine Gegenleistung zu erwarten. Leider, wie ich finde, einer von wenigen klugen Köpfen, denen die momentane Lage Cubas bewusst ist. Mit viel politischem Geschick pflegt er gute Kontakte inner- und außerhalb seines 141


Endlich am Flughafen angekommen, seh’ ich auf der Anzeigentafel noch mit einem Auge, dass unser Flug „delayed“ ist ; beim Rauskramen der Flugunterlagen wiege ich mich noch in Sicherheit, denn „delayed“ heißt ja gar nix! Beim nächsten Blick waren wir dann „canceled“ – na prächtig, also zurück in die Stadt, auf Kosten der Fluggesellschaft ins beste Hotel des Ortes und erst mal ans Abendbuffet! Es hätte schlimmer kommen können, und trotzdem kam mir inzwischen der Verdacht, dass wir vielleicht nie wieder rauskommen aus Cuba... Am nächsten Tag ging es dann nicht planmäßig um 12:00 los, sondern irgendwann gegen 18:00, aber egal, dafür fiel die Übernachtung in Madrid aus, und die Flüge haben wir auch überstanden. Diesmal war da auch jemand am Flughafen, um uns abzuholen. Das hat was. Und: „Wie war’s??“ „Ooch, super eigentlich, da ist halt

Fazit

alles etwas anders!“ jast Cuba hat ein sehr gutes Gesundheitssystem und eine Kindersterblichkeit, die unter der der USA liegt. Die Ausgaben in Cuba, welche für das Gesundheitssystem getätigt werden, sind trotz guter Erfolge sehr niedrig. Die medizinische Ausbildung in Cuba ist eine der besten in Süd- und Mittelamerika. Zahlreiche Studenten aus Nachbarländern nehmen die Gelegenheit des Studiums in Cuba trotz höherer Kosten wahr. Politische Umstrukturierungen sowie der Dollar, der seit einigen Jahren in Cuba offizielles Zahlungsmittel ist, schaffen ähnliche Zustände wie in der DDR; eine Nähe zum anscheinend wohlhabenden Westen, einen Konflikt zwischen der alten Generation, die aktiv an der Revolution teilgenommen hat und eine Jugend, die ein aus den Medien und vor allem von den Touristen vorgelebtes Konsumverhalten allzu gern nachleben möchte. Ich bin mir nicht sicher, ob sich die den Machtwechsel in Cuba einleitende Generation über die Konsequenzen ihres Handelns wirklich im Klaren ist. Ähnlich wie in den FNL wird man sich angesichts des zusammenbrechenden Sozialsystems an die guten Zeiten erinnern. Doch ein Wechsel des Systems ist unausweichlich. Zu viel spricht für die wirtschaftliche Abhängigkeit Cubas von außen. Vielen Dank nochmals an Professor Ruben, der viel mit uns unternahm, ohne auch nur irgendeine Gegenleistung zu erwarten. Leider, wie ich finde, einer von wenigen klugen Köpfen, denen die momentane Lage Cubas bewusst ist. Mit viel politischem Geschick pflegt er gute Kontakte inner- und außerhalb seines 141


ZAD INFO

Famulatur im Ausland

1.

2. Wer Lust hat, im Ausland zu behandeln (oder auch nur zuzuschauen), wird dabei tatkräftig vom Zahnärztlichen Austausch Dienst unterstützt. Der ZAD ist ein gemeinnütziger Verein, der an den zahnmedizinischen Universitäten Deutschlands mit dem sogenannten Local Exchange Officer (Leo) vertreten ist. Der ideale Zeitpunkt für eine Famulatur sind die Sommersemesterferien nach dem KONS-IKurs (also nach dem 8. Semester), da dieser Voraussetzung für die finanzielle Unterstützung durch den ZAD ist. Viele machen aber auch nach dem 9. Semester oder nach dem Staatsexamen eine Famulatur. Auch vorher ist eine Famulatur durchaus möglich, hat dann aber den Nachteil, dass man wahrscheinlich nicht zum eigenständigen Behandeln kommt und die finanzielle Unterstützung durch den ZAD wegfällt. Sollte sich der stets preisbewusst denkende Student nämlich fristgerecht bewerben und zudem nach der Famulatur einen Beweis über 60 Tage fleißiger Arbeit beibringen, besteht die Möglichkeit je nach Entfernung des Famulaturortes einen Zuschuss von € 100 – 400 zu erhalten. Seid euch zudem darüber bewusst, dass ihr ca. 1 Jahr vor Beginn der Famulatur mit den Planungen und Bewerbungen für dieselbe loslegen solltet (kein Witz!). Das große Problem sind nämlich die Gastunis, die sich sehr viel Zeit lassen mit ihren Antworten...

3. 4. 5. 6.

So, und jetzt mal der Reihe nach: den Leo aufsuchen Momentan gibt es gleich 3 Leo´s • �������������������������������� Dilek Sürücü (4. Studienjahr): dilek-s@web.de • ����������������������������������� Alexandra Franke (5. Studienjahr): amicalex@yahoo.de • ����������������������������������� Torben Klimberg (5. Studienjahr): klimberg@gmx.de Die Leo´s versorgen euch mit den ZAD-Unterlagen, Adresslisten von ausländischen Unis und weiteren Infos. Außerdem werden wir im nächsten Semester wieder eine Informationsveranstaltung organisieren. Wenn ihr wollt, könnt ihr weitere Informationen einholen: • ����������������������������������������������������������������������������������� einleitende Infos findet ihr unter der Rubrik „ZAD” auf der Fachschaftshomepage: www.charite.de/zahn-fachsch/ • ����������������������������������������������������������������������������������� weiterführende Infos gibt´s auf der Homepage des ZAD. Leider ist die neue Homepage noch nicht online. Das wird aber bald passieren. Dann wird’s aktuelle Famulaturberichte und viele weitere interessante Infos geben: www.zad-online.com • �������������������������������������������������������������������������������������������� interessant ist auch die Möglichkeit, relativ kurzfristig Famulaturen mit Hilfe des IADS zu organisieren. Infos dazu unter: www.iads-web.org Ihr könnt jetzt anfangen, euch bei den ausländischen Unis zu bewerben. In den ZAD-Unterlagen werdet ihr eine Liste mit 9 wichtigen Sachen finden, die ihr für die Zuschussbeantragung braucht. Diese müssen fristgerecht zum ZAD zurückgesendet werden. Die Frist endet 10 Wochen vor Famulaturbeginn. Da Auslandsfamulaturen aber immer beliebter werden und auch der ZAD leider nur ein begrenztes Budget hat, wird das Geld nach dem Motto „wer zuerst kommt...“ verteilt. Deshalb lieber deutlich früher die Unterlagen einreichen. Falls bestehende Fragen nicht geklärt werden können, kann man sich auch direkt an Frau Bungartz vom ZAD wenden db@fvdz.de.

Viel Glück und Spaß im Ausland! P.S. Wie oben erwähnt, haben wir momentan 3 Leo´s an der Charité. Alex und ich werden aber bald ausscheiden und da wäre es günstig, noch einen weiteren Leo zu haben. Wer sich also etwas hintergründiger mit Famulaturen beschäftigen möchte, der melde sich doch bitte bei den Leo´s. Ideal wäre jemand aus den vorklinischen Semestern. Torben 143


ZAD INFO

Famulatur im Ausland

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2. Wer Lust hat, im Ausland zu behandeln (oder auch nur zuzuschauen), wird dabei tatkräftig vom Zahnärztlichen Austausch Dienst unterstützt. Der ZAD ist ein gemeinnütziger Verein, der an den zahnmedizinischen Universitäten Deutschlands mit dem sogenannten Local Exchange Officer (Leo) vertreten ist. Der ideale Zeitpunkt für eine Famulatur sind die Sommersemesterferien nach dem KONS-IKurs (also nach dem 8. Semester), da dieser Voraussetzung für die finanzielle Unterstützung durch den ZAD ist. Viele machen aber auch nach dem 9. Semester oder nach dem Staatsexamen eine Famulatur. Auch vorher ist eine Famulatur durchaus möglich, hat dann aber den Nachteil, dass man wahrscheinlich nicht zum eigenständigen Behandeln kommt und die finanzielle Unterstützung durch den ZAD wegfällt. Sollte sich der stets preisbewusst denkende Student nämlich fristgerecht bewerben und zudem nach der Famulatur einen Beweis über 60 Tage fleißiger Arbeit beibringen, besteht die Möglichkeit je nach Entfernung des Famulaturortes einen Zuschuss von € 100 – 400 zu erhalten. Seid euch zudem darüber bewusst, dass ihr ca. 1 Jahr vor Beginn der Famulatur mit den Planungen und Bewerbungen für dieselbe loslegen solltet (kein Witz!). Das große Problem sind nämlich die Gastunis, die sich sehr viel Zeit lassen mit ihren Antworten...

3. 4. 5. 6.

So, und jetzt mal der Reihe nach: den Leo aufsuchen Momentan gibt es gleich 3 Leo´s • �������������������������������� Dilek Sürücü (4. Studienjahr): dilek-s@web.de • ����������������������������������� Alexandra Franke (5. Studienjahr): amicalex@yahoo.de • ����������������������������������� Torben Klimberg (5. Studienjahr): klimberg@gmx.de Die Leo´s versorgen euch mit den ZAD-Unterlagen, Adresslisten von ausländischen Unis und weiteren Infos. Außerdem werden wir im nächsten Semester wieder eine Informationsveranstaltung organisieren. Wenn ihr wollt, könnt ihr weitere Informationen einholen: • ����������������������������������������������������������������������������������� einleitende Infos findet ihr unter der Rubrik „ZAD” auf der Fachschaftshomepage: www.charite.de/zahn-fachsch/ • ����������������������������������������������������������������������������������� weiterführende Infos gibt´s auf der Homepage des ZAD. Leider ist die neue Homepage noch nicht online. Das wird aber bald passieren. Dann wird’s aktuelle Famulaturberichte und viele weitere interessante Infos geben: www.zad-online.com • �������������������������������������������������������������������������������������������� interessant ist auch die Möglichkeit, relativ kurzfristig Famulaturen mit Hilfe des IADS zu organisieren. Infos dazu unter: www.iads-web.org Ihr könnt jetzt anfangen, euch bei den ausländischen Unis zu bewerben. In den ZAD-Unterlagen werdet ihr eine Liste mit 9 wichtigen Sachen finden, die ihr für die Zuschussbeantragung braucht. Diese müssen fristgerecht zum ZAD zurückgesendet werden. Die Frist endet 10 Wochen vor Famulaturbeginn. Da Auslandsfamulaturen aber immer beliebter werden und auch der ZAD leider nur ein begrenztes Budget hat, wird das Geld nach dem Motto „wer zuerst kommt...“ verteilt. Deshalb lieber deutlich früher die Unterlagen einreichen. Falls bestehende Fragen nicht geklärt werden können, kann man sich auch direkt an Frau Bungartz vom ZAD wenden db@fvdz.de.

Viel Glück und Spaß im Ausland! P.S. Wie oben erwähnt, haben wir momentan 3 Leo´s an der Charité. Alex und ich werden aber bald ausscheiden und da wäre es günstig, noch einen weiteren Leo zu haben. Wer sich also etwas hintergründiger mit Famulaturen beschäftigen möchte, der melde sich doch bitte bei den Leo´s. Ideal wäre jemand aus den vorklinischen Semestern. Torben 143


Deutsche Ärzte Finanz - Der Qualitätsberater „Vertrauen ist für alle Unternehmen das Betriebskapital, ohne welches kein nützliches Werk auskommen kann.“ (Albert Schweitzer)

Zunächst eine Berufs- und Privathaftpflichtversicherung, die Schutz vor Schadenersatzansprüchen im Gastland bietet. Damit können finanzielle Forderungen abgewehrt oder abgegolten werden, die gegen Sie, zum Beispiel wegen der Beschädigung von Instrumenten oder bei „Behandlungsfehlern“ an Patienten erhoben werden können.

Das Zitat von Albert Schweitzer ist Leitmotiv und Verpflichtung der Deutschen Ärzte Finanz. Seit Jahrzehnten konzentriert sich das Unternehmen als die zielgruppenorientierte Beratungsund Vermittlungsgesellschaft für Finanzdienstleistungen ausschließlich auf akademische Heilberufler. Dabei steht der Zahnarzt in jeder Berufs- und Lebensphase mit seinem ganz speziellen Bedarf an Finanzdienstleistungen in beruflicher wie auch privater Hinsicht im Mittelpunkt. Das durch den Freien Verband Deutscher Zahnärzte qualitätsgeprüfte Beratungs-, Produkt- und Serviceangebot ist auf die entscheidenden Karriere- und Finanzfragen des Zahnarztes ausgerichtet.

Des weiteren eine Unfallversicherung, mit der Sie sich gegen mögliche Folgekosten absichern können, die in Folge eines Unfalls bei einer beruflichen Fahrt oder privaten Exkursion entstehen. Bei bleibenden Schäden wird eine hohe Invaliditätsentschä digung fällig. Ein wichtiger Schutz, denn der Schutz der Gesetzlichen Unfallversicherung erstreckt sich nicht auf eine Tätigkeit im Ausland.

Gerade für die junge Zahnärztin oder den Zahnarzt, die beabsichtigen, im Ausland zu famulieren, ist die Deutsche Ärzte Finanz der ideale Partner. Denn langjährige Kompetenz und Erfahrung ist gefordert, einen optimalen Rundum-Schutz für den Auslandsaufenthalt anzubieten. Der Versicherungsschutz nennt sich „Sicherheitspaket für die Famulatur im Ausland“ und basiert auf einem Rahmenvertrag, den das Unternehmen mit dem Zahnärztlichen Austauschdienst e.V. (ZAD) zu günstigen Preisen geschlossen hat. Was sind die Komponenten des Sicherheitspaketes?

Dritte Komponente ist die Auslandsreisekrankenversicherung als „Notfallversicherung“. Sie übernimmt alle Behandlungskosten (auch für stationäre Aufenthalte), insbesondere auch die Kosten für einen gegebenenfalls notwendigen Rücktransport nach Deutschland. Profitieren Sie bei Ihrer Famulatur von unserer Erfahrung. Ansprechpartner für Sie ist der Kundenservice der Deutschen Ärzte Finanz, Siegburger Str. 215, 50679 Köln, Telefonnummer 0221/148 22 700 oder email: service@aerzte-finanz.de


Deutsche Ärzte Finanz - Der Qualitätsberater „Vertrauen ist für alle Unternehmen das Betriebskapital, ohne welches kein nützliches Werk auskommen kann.“ (Albert Schweitzer)

Zunächst eine Berufs- und Privathaftpflichtversicherung, die Schutz vor Schadenersatzansprüchen im Gastland bietet. Damit können finanzielle Forderungen abgewehrt oder abgegolten werden, die gegen Sie, zum Beispiel wegen der Beschädigung von Instrumenten oder bei „Behandlungsfehlern“ an Patienten erhoben werden können.

Das Zitat von Albert Schweitzer ist Leitmotiv und Verpflichtung der Deutschen Ärzte Finanz. Seit Jahrzehnten konzentriert sich das Unternehmen als die zielgruppenorientierte Beratungsund Vermittlungsgesellschaft für Finanzdienstleistungen ausschließlich auf akademische Heilberufler. Dabei steht der Zahnarzt in jeder Berufs- und Lebensphase mit seinem ganz speziellen Bedarf an Finanzdienstleistungen in beruflicher wie auch privater Hinsicht im Mittelpunkt. Das durch den Freien Verband Deutscher Zahnärzte qualitätsgeprüfte Beratungs-, Produkt- und Serviceangebot ist auf die entscheidenden Karriere- und Finanzfragen des Zahnarztes ausgerichtet.

Des weiteren eine Unfallversicherung, mit der Sie sich gegen mögliche Folgekosten absichern können, die in Folge eines Unfalls bei einer beruflichen Fahrt oder privaten Exkursion entstehen. Bei bleibenden Schäden wird eine hohe Invaliditätsentschä digung fällig. Ein wichtiger Schutz, denn der Schutz der Gesetzlichen Unfallversicherung erstreckt sich nicht auf eine Tätigkeit im Ausland.

Gerade für die junge Zahnärztin oder den Zahnarzt, die beabsichtigen, im Ausland zu famulieren, ist die Deutsche Ärzte Finanz der ideale Partner. Denn langjährige Kompetenz und Erfahrung ist gefordert, einen optimalen Rundum-Schutz für den Auslandsaufenthalt anzubieten. Der Versicherungsschutz nennt sich „Sicherheitspaket für die Famulatur im Ausland“ und basiert auf einem Rahmenvertrag, den das Unternehmen mit dem Zahnärztlichen Austauschdienst e.V. (ZAD) zu günstigen Preisen geschlossen hat. Was sind die Komponenten des Sicherheitspaketes?

Dritte Komponente ist die Auslandsreisekrankenversicherung als „Notfallversicherung“. Sie übernimmt alle Behandlungskosten (auch für stationäre Aufenthalte), insbesondere auch die Kosten für einen gegebenenfalls notwendigen Rücktransport nach Deutschland. Profitieren Sie bei Ihrer Famulatur von unserer Erfahrung. Ansprechpartner für Sie ist der Kundenservice der Deutschen Ärzte Finanz, Siegburger Str. 215, 50679 Köln, Telefonnummer 0221/148 22 700 oder email: service@aerzte-finanz.de


§

d n i p ion ess

ar. erkennb estaltung G lle vo n n eine si Wenigsten nur bei den d n u s ao Ch s solute re,bei anderen ab manchen gähnende Lee Spinde sind wie Menschen. Die meisten sind verschlossen, nur manche wirklich offen. Wenn man hinter die Tßren schaut, ist bei


§

d n i p ion ess

ar. erkennb estaltung G lle vo n n eine si Wenigsten nur bei den d n u s ao Ch s solute re,bei anderen ab manchen gähnende Lee Spinde sind wie Menschen. Die meisten sind verschlossen, nur manche wirklich offen. Wenn man hinter die Tßren schaut, ist bei


Trotz Widerstand aus den eigenen Reihen, als einige abtrünnige Studenten mit dem selbsternannten „Semestersprecher“ und Anführer der Konterrevolution kollaborierten, kam es nach zahlreichen Verlusten (ein Bolzenschneider + schwerer Muskelkater) zur erfolgreichen Niederschlagung der Spindbesetzung. Beschimpfungen und Androhungen körperlicher und rechtsstaatlicher Gewalt konnten uns nicht beirren. Am 25.03.03 war sie, die Mutter aller Schlachten. 115 Gefangene (Spinde) wurden gemacht. 150 Klinikbekleidungsstücke konnten aus den Händen der Geiselnehmer befreit werden. Besonders heftige Gegenwehr leisteten die vernachlässigten Nahrungsmittel. Als sozialpathologisch und auffällig konnte ein sogenannter Messie identifiziert werden. Er allein besetzte drei Spinde, deren Hohlraum er für die Hortung von Müll gefüllten Einkaufstüten versah. Von einer Überweisung in die Psychiatrie wird aus Sympathie abgesehen, jedoch wird sich dieser Kommilitone vor dem Fachschaftstribunal wegen sexistischer und frauenfeindlicher Propaganda zu verantworten haben. Rechtlicher Beistand in dieser schweren Stunde kam von der Justiziariatangestellten Frau Geißler-Joost und ihrer Praktikantin. Als besonders fronterfahren erwies sich der Oberstgefreite Trauh, dem post klinikum das eiserne Schloß verliehen wird. Er leitete bereits bei zwei Befreiungsschlägen die vorderste Front. Verdienter Kamerad der Fachschaftskompanie, Ingmar, und drei als Kriegsdienstverweigerer gemeldete Freiwillige, zeigten große Einsatzbereitschaft beim Dienst als Panzerknacker. Nur so konnte der Nachschub an lebenswichtigen und schlachtentscheidenden Vorhängeschlössern gewährleistet werden. Trotz materieller Überlegenheit unsererseits mussten wir sechs Spinde wegen fehlender Schlösser ihrem eigenen Schicksal hinter den feindlichen Linien überlassen. 149


Trotz Widerstand aus den eigenen Reihen, als einige abtrünnige Studenten mit dem selbsternannten „Semestersprecher“ und Anführer der Konterrevolution kollaborierten, kam es nach zahlreichen Verlusten (ein Bolzenschneider + schwerer Muskelkater) zur erfolgreichen Niederschlagung der Spindbesetzung. Beschimpfungen und Androhungen körperlicher und rechtsstaatlicher Gewalt konnten uns nicht beirren. Am 25.03.03 war sie, die Mutter aller Schlachten. 115 Gefangene (Spinde) wurden gemacht. 150 Klinikbekleidungsstücke konnten aus den Händen der Geiselnehmer befreit werden. Besonders heftige Gegenwehr leisteten die vernachlässigten Nahrungsmittel. Als sozialpathologisch und auffällig konnte ein sogenannter Messie identifiziert werden. Er allein besetzte drei Spinde, deren Hohlraum er für die Hortung von Müll gefüllten Einkaufstüten versah. Von einer Überweisung in die Psychiatrie wird aus Sympathie abgesehen, jedoch wird sich dieser Kommilitone vor dem Fachschaftstribunal wegen sexistischer und frauenfeindlicher Propaganda zu verantworten haben. Rechtlicher Beistand in dieser schweren Stunde kam von der Justiziariatangestellten Frau Geißler-Joost und ihrer Praktikantin. Als besonders fronterfahren erwies sich der Oberstgefreite Trauh, dem post klinikum das eiserne Schloß verliehen wird. Er leitete bereits bei zwei Befreiungsschlägen die vorderste Front. Verdienter Kamerad der Fachschaftskompanie, Ingmar, und drei als Kriegsdienstverweigerer gemeldete Freiwillige, zeigten große Einsatzbereitschaft beim Dienst als Panzerknacker. Nur so konnte der Nachschub an lebenswichtigen und schlachtentscheidenden Vorhängeschlössern gewährleistet werden. Trotz materieller Überlegenheit unsererseits mussten wir sechs Spinde wegen fehlender Schlösser ihrem eigenen Schicksal hinter den feindlichen Linien überlassen. 149


Für die Zukunft ist Dank digitaler Logistik ein einfaches System zur Überführung der „Überläufer“ geschaffen worden. Trotz dieses ausgereiften Kontrollsystems ist es uns nicht möglich gewesen, vereinzelte gewaltsame Einbrüche in Spind-Privatsphären zu verhindern. Aus diesem Grund seien alle treuen Studenten aufgefordert, ihre vaterländischen Pflichten wahrzunehmen und ihre wertvollsten Dinge stets für den Ernstfall bei sich zu tragen. theid


Für die Zukunft ist Dank digitaler Logistik ein einfaches System zur Überführung der „Überläufer“ geschaffen worden. Trotz dieses ausgereiften Kontrollsystems ist es uns nicht möglich gewesen, vereinzelte gewaltsame Einbrüche in Spind-Privatsphären zu verhindern. Aus diesem Grund seien alle treuen Studenten aufgefordert, ihre vaterländischen Pflichten wahrzunehmen und ihre wertvollsten Dinge stets für den Ernstfall bei sich zu tragen. theid


...ein gewöhnlicher oder fast ganz gewöhnlicher Morgen im Leben eines Zahnmedizinstudenten

Oh Gott, bin ich verpeilt.

... letztendlich ....

Na haste jut jemacht Mädel

Da... da... isser...

Maaaahh, wieso muß ausgerechnet ich diese Woche OP-Kurs haben?

Mmmmmpf Naja, vielleicht wirds doch ganz spannend.

...2-3 min später

Morgen ! Na wunderbar, die Studenten sind ja schon da, dann kanns ja losgehen. komme mal her, sofort Zahn raus, eins, zwei, drei - keine Scheu, ran an den Jungen + schwupp di wupp raus isser, wer will, wer will, wer hat noch nicht

total stolz sei, weil endlich geschafft hab ... aber da ist ja noch was Na, haste nen Zahn gezogen ?

Ja und der war richtig schwer...

Ich hasse Studenten

ins Schwelgen kommen woll... aber...

... she is coming...

mal 5 Minuten unterhalten woll

Student schockiert sei, Pilz völlig von Vorhaben überzeugt sei, denk, daß alles gut sei

Na los, komm mal mein Mädelran an den Achter, der ist auch ein kleines bißchen retiniert.

... Blick auf das Chaos am Stuhl werf, wo Student gerade Zahn gezogen hat ...

Wer hat denn da behandelt !?! Grrrr

Ich wieso ?

Schock...wa ?

jetzt gleich ?!

... wenige Minuten danach

nicht so viel Kraft, mehr Gefühl... vielleicht doch lieber ein Bein ?

Also vielleicht kommen se doch lieber in die Mundschleimhautsprechstunde

Weil Du da jetzt sofort aufräumst !!! Oder denkst Du, das macht sich von alleine !!!

schockiert sei


...ein gewöhnlicher oder fast ganz gewöhnlicher Morgen im Leben eines Zahnmedizinstudenten

Oh Gott, bin ich verpeilt.

... letztendlich ....

Na haste jut jemacht Mädel

Da... da... isser...

Maaaahh, wieso muß ausgerechnet ich diese Woche OP-Kurs haben?

Mmmmmpf Naja, vielleicht wirds doch ganz spannend.

...2-3 min später

Morgen ! Na wunderbar, die Studenten sind ja schon da, dann kanns ja losgehen. komme mal her, sofort Zahn raus, eins, zwei, drei - keine Scheu, ran an den Jungen + schwupp di wupp raus isser, wer will, wer will, wer hat noch nicht

total stolz sei, weil endlich geschafft hab ... aber da ist ja noch was Na, haste nen Zahn gezogen ?

Ja und der war richtig schwer...

Ich hasse Studenten

ins Schwelgen kommen woll... aber...

... she is coming...

mal 5 Minuten unterhalten woll

Student schockiert sei, Pilz völlig von Vorhaben überzeugt sei, denk, daß alles gut sei

Na los, komm mal mein Mädelran an den Achter, der ist auch ein kleines bißchen retiniert.

... Blick auf das Chaos am Stuhl werf, wo Student gerade Zahn gezogen hat ...

Wer hat denn da behandelt !?! Grrrr

Ich wieso ?

Schock...wa ?

jetzt gleich ?!

... wenige Minuten danach

nicht so viel Kraft, mehr Gefühl... vielleicht doch lieber ein Bein ?

Also vielleicht kommen se doch lieber in die Mundschleimhautsprechstunde

Weil Du da jetzt sofort aufräumst !!! Oder denkst Du, das macht sich von alleine !!!

schockiert sei


Was`n hier los ?

Muss sie ja auch nicht! Dafür bist Du doch schließlich speziell ausgebildet, C4 Schwester Anke... oder ? !

Die böse, böse, dumme Studentin will nicht aufräumen !

Wa ?

... und weil man dann noch nicht genug Ärger gehabt hat:

?!

THE END


Was`n hier los ?

Muss sie ja auch nicht! Dafür bist Du doch schließlich speziell ausgebildet, C4 Schwester Anke... oder ? !

Die böse, böse, dumme Studentin will nicht aufräumen !

Wa ?

... und weil man dann noch nicht genug Ärger gehabt hat:

?!

THE END


Auch die Bretter, die mancher vor dem Kopf trägt, kÜnnen die Welt bedeuten. Werner Finck


Auch die Bretter, die mancher vor dem Kopf trägt, kÜnnen die Welt bedeuten. Werner Finck


Wie macht man ein gutes Examen?

Das ist wohl nicht die Frage, die sich ein scheinfreier Student am Ende seines Studiums stellt, sondern: Komme ich durch? Was wird, wenn ich eine Prüfung wiederholen muss? Eine Scheißangst befällt einen. Reicht die Ausbildung, die man genossen hat, um das Examen zu bestehen? Zeit zum Lernen war, wenn überhaupt vorhanden, sehr knapp. Vorlesungen wurden zum Teil nicht abgehalten. Noch gut klangen mir die Worte eines Anatomieprofessors im Ohr, der unsere Dozentin fragte: „Was sind das für welche? ... Ach Zahni´s?! Na, dann machen Sie mal ein bisschen Zähne und so.“ Angst als Antrieb. Ansporn sollte eher der Grund des Wissenserwerbes sein. Bei einer Prüfung wird das während einer Ausbildung erworbene Wissen abverlangt. Für die Hausfächer ist das soweit ausreichend. Nebenfächer mmmh... , das ist wohl lange her. Mittwoch ist Labortag, lieber Prothesen schrubben und Punkte sammeln als „Innere“ Vorlesung anhören. Hier jedoch zurück zum Anfang. Das Staatsexamen ist eine Kollektivprüfung. Sicher man wird einzeln befragt, doch sollte man sich gewiss sein, dass Unwissen eines Kandidaten die Laune des Prüfers und damit die Noten der Leidensgenossen enorm herabsetzen können. Eine harmonische Prüfungsgruppe wird selten einen Prüfer verärgern. An gegenseitiger Unterstützung darf es nie mangeln.

Bei der Auswahl der Bücher sollte beachtet werden, dass sie auch gelesen werden müssen. Hier eine einfache Formel: zu lesende Seiten (Einleitung, Vorwort und Inhaltsverzeichnis müssen nicht gelesen werden) geteilt durch vorhandene Tage bis zur nächsten Prüfung, abzüglich eines Katertages (Durst nach bestandener Prüfung wurde mit alkoholischen Getränken gestillt). Der Quotient (40 bis 80 sind realistisch) wird nach eigener Erfahrung realistisch eingeschätzt, nachdem ein Buch nur bis zu einem Drittel gelesen wurde. Empfehlenswert sind Bücher mit Zusammenfassungen am Rand oder am Ende eines Kapitels, wenigstens diese sollten gelesen werden. Kleine Bücher sind dicken Wälzern nicht immer vorzuziehen, da der Stichpunktschreibstil nicht zum Lesen motiviert und viel zu kompakt ist. Auch von zu alten Büchern muss man sich vorsehen, besonders dann, wenn der Prüfer ein junger Oberarzt ist. Als äußerst wichtig sind Prüfungsprotokolle der vergangenen Jahrgänge anzusehen. Pech, wenn ausgerechnet dieses Jahr ein neuer Prüfer den Prüflingen gegenüber sitzt, aber sonst ist überwiegend mit gleichen oder zumindest ähnlichen Fragen zu rechnen. Keine Angst, wenn man mal nicht weiter weiß. Die meisten Prüfer helfen einem dann schon in irgendeiner Art und Weise weiter. Den Leuten, denen Fortuna nicht immer so wohlgesonnen ist (die Prüfer und Fragen, die man eigentlich zufällig bekommt), sei ans Herz gelegt nicht zu verzagen. Beim nächsten Mal wird es bestimmt besser. Folgende Tipps noch in Kurzform: Hingehen// Prüfungsprotokolle organisieren und nach der Prüfung schreiben// geeignete Lerngruppe suchen// regelmäßig Sport treiben// Kontakt auch außerhalb der Uni pflegen, um nicht der totalen Verblödung anheim zu fallen// Telefonieren mit Kommilitonen und E-mails lesen, da sich Prüfungstermine auch kurzzeitig ändern können// bestandene Prüfungen feiern// auch mal nicht lernen. 161


Wie macht man ein gutes Examen?

Das ist wohl nicht die Frage, die sich ein scheinfreier Student am Ende seines Studiums stellt, sondern: Komme ich durch? Was wird, wenn ich eine Prüfung wiederholen muss? Eine Scheißangst befällt einen. Reicht die Ausbildung, die man genossen hat, um das Examen zu bestehen? Zeit zum Lernen war, wenn überhaupt vorhanden, sehr knapp. Vorlesungen wurden zum Teil nicht abgehalten. Noch gut klangen mir die Worte eines Anatomieprofessors im Ohr, der unsere Dozentin fragte: „Was sind das für welche? ... Ach Zahni´s?! Na, dann machen Sie mal ein bisschen Zähne und so.“ Angst als Antrieb. Ansporn sollte eher der Grund des Wissenserwerbes sein. Bei einer Prüfung wird das während einer Ausbildung erworbene Wissen abverlangt. Für die Hausfächer ist das soweit ausreichend. Nebenfächer mmmh... , das ist wohl lange her. Mittwoch ist Labortag, lieber Prothesen schrubben und Punkte sammeln als „Innere“ Vorlesung anhören. Hier jedoch zurück zum Anfang. Das Staatsexamen ist eine Kollektivprüfung. Sicher man wird einzeln befragt, doch sollte man sich gewiss sein, dass Unwissen eines Kandidaten die Laune des Prüfers und damit die Noten der Leidensgenossen enorm herabsetzen können. Eine harmonische Prüfungsgruppe wird selten einen Prüfer verärgern. An gegenseitiger Unterstützung darf es nie mangeln.

Bei der Auswahl der Bücher sollte beachtet werden, dass sie auch gelesen werden müssen. Hier eine einfache Formel: zu lesende Seiten (Einleitung, Vorwort und Inhaltsverzeichnis müssen nicht gelesen werden) geteilt durch vorhandene Tage bis zur nächsten Prüfung, abzüglich eines Katertages (Durst nach bestandener Prüfung wurde mit alkoholischen Getränken gestillt). Der Quotient (40 bis 80 sind realistisch) wird nach eigener Erfahrung realistisch eingeschätzt, nachdem ein Buch nur bis zu einem Drittel gelesen wurde. Empfehlenswert sind Bücher mit Zusammenfassungen am Rand oder am Ende eines Kapitels, wenigstens diese sollten gelesen werden. Kleine Bücher sind dicken Wälzern nicht immer vorzuziehen, da der Stichpunktschreibstil nicht zum Lesen motiviert und viel zu kompakt ist. Auch von zu alten Büchern muss man sich vorsehen, besonders dann, wenn der Prüfer ein junger Oberarzt ist. Als äußerst wichtig sind Prüfungsprotokolle der vergangenen Jahrgänge anzusehen. Pech, wenn ausgerechnet dieses Jahr ein neuer Prüfer den Prüflingen gegenüber sitzt, aber sonst ist überwiegend mit gleichen oder zumindest ähnlichen Fragen zu rechnen. Keine Angst, wenn man mal nicht weiter weiß. Die meisten Prüfer helfen einem dann schon in irgendeiner Art und Weise weiter. Den Leuten, denen Fortuna nicht immer so wohlgesonnen ist (die Prüfer und Fragen, die man eigentlich zufällig bekommt), sei ans Herz gelegt nicht zu verzagen. Beim nächsten Mal wird es bestimmt besser. Folgende Tipps noch in Kurzform: Hingehen// Prüfungsprotokolle organisieren und nach der Prüfung schreiben// geeignete Lerngruppe suchen// regelmäßig Sport treiben// Kontakt auch außerhalb der Uni pflegen, um nicht der totalen Verblödung anheim zu fallen// Telefonieren mit Kommilitonen und E-mails lesen, da sich Prüfungstermine auch kurzzeitig ändern können// bestandene Prüfungen feiern// auch mal nicht lernen. 161


Die Party, Alle J a h r e wieder und jedes Jahr ein bißchen anders, findet unsere MitteSommerparty statt. Diesmal bestimmte Austin Powers diese Festlichkeiten, es sollte also bunt hergehen und das tat es dann auch. Die „extrem groovige“ Staffage des Innenhofs - welcher folglich kaum wiederzuerkennen war - und „extrem halluzinogene“ Filme des Meisters Austin Powers sorgten für eine sehr dichte, quietschbunte Atmosphäre. Besonders als die Dämmerung hereinbrach und damit auch ein Großteil der erwarteten Gäste, erzeugte die professionell installierte Beleuchtung ein sehr stimmungsvolles, fast psychedelisches Licht. Vor allem aber habt ihr, unsere geliebten Gäste, mit eurer eigenen Körperdekoration viel zum Glamour dieser Party beigetragen, denn was nützt es, wenn nur unser Innenhof in prächtigen Farben schillert? Dafür gab es ja auch einen kleinen Köder: erniedrigte Eintrittspreise für alle Verkleideten unter euch. Doch auch ohne Flower-Power(s) Klamotten konnte man die Party finanziell gut überstehen, denn die Getränkepreise waren human, die frisch zubereiteten Sandwiches von deliSADIK und seiner Crew äußerst lecker. Für den akustischen Groove waren diverse DJs zuständig, die uns mit Musik aus verschiedensten Epochen des Popzeitalters zum Lachen und zum Weinen brachten. Es wurde viel gelacht, es wurde viel getanzt, es wurde viel getrunken, so dass Peace, Love & Harmony wie ein schützendes Regendach über unserer Feier wachten. Und das war auch gut so, denn es hat voll viel geregnet. Doch all die gute Laune und Ausgelassenheit konnte den sehr strikten und engen zeitlichen Rahmen unserer Festivität nicht vergessen machen. Dies führte dazu, dass die Party ein abruptes Ende fand. Natürlich ist so etwas für alle Beteiligten mehr oder weniger ärgerlich, so dass wir dies zum Anlass nehmen, dafür zu sorgen, dass für zukünftige Veranstaltungen die Vorraussetzungen geschaffen sind für einen schönen und harmonischen Ausklang einer solchen Feierlichkeit. ant

die mich liebte


Die Party, Alle J a h r e wieder und jedes Jahr ein bißchen anders, findet unsere MitteSommerparty statt. Diesmal bestimmte Austin Powers diese Festlichkeiten, es sollte also bunt hergehen und das tat es dann auch. Die „extrem groovige“ Staffage des Innenhofs - welcher folglich kaum wiederzuerkennen war - und „extrem halluzinogene“ Filme des Meisters Austin Powers sorgten für eine sehr dichte, quietschbunte Atmosphäre. Besonders als die Dämmerung hereinbrach und damit auch ein Großteil der erwarteten Gäste, erzeugte die professionell installierte Beleuchtung ein sehr stimmungsvolles, fast psychedelisches Licht. Vor allem aber habt ihr, unsere geliebten Gäste, mit eurer eigenen Körperdekoration viel zum Glamour dieser Party beigetragen, denn was nützt es, wenn nur unser Innenhof in prächtigen Farben schillert? Dafür gab es ja auch einen kleinen Köder: erniedrigte Eintrittspreise für alle Verkleideten unter euch. Doch auch ohne Flower-Power(s) Klamotten konnte man die Party finanziell gut überstehen, denn die Getränkepreise waren human, die frisch zubereiteten Sandwiches von deliSADIK und seiner Crew äußerst lecker. Für den akustischen Groove waren diverse DJs zuständig, die uns mit Musik aus verschiedensten Epochen des Popzeitalters zum Lachen und zum Weinen brachten. Es wurde viel gelacht, es wurde viel getanzt, es wurde viel getrunken, so dass Peace, Love & Harmony wie ein schützendes Regendach über unserer Feier wachten. Und das war auch gut so, denn es hat voll viel geregnet. Doch all die gute Laune und Ausgelassenheit konnte den sehr strikten und engen zeitlichen Rahmen unserer Festivität nicht vergessen machen. Dies führte dazu, dass die Party ein abruptes Ende fand. Natürlich ist so etwas für alle Beteiligten mehr oder weniger ärgerlich, so dass wir dies zum Anlass nehmen, dafür zu sorgen, dass für zukünftige Veranstaltungen die Vorraussetzungen geschaffen sind für einen schönen und harmonischen Ausklang einer solchen Feierlichkeit. ant

die mich liebte


164


164


Fest der Liebe


Fest der Liebe


Weihnachtsfeier 03

169


Weihnachtsfeier 03

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An der Nadel, lässt sich in Zukunft die Beliebtheit eines Hochschullehres oder -mitarbeiters, verdient durch gute Lehre und selbstlosen Einsatz für Studenten, erkennen. Die Fachschaftsnadel in Gold ist ein Zeichen der Anerkennung der Studierenden und damit die Möglichkeit, einer unkomplizierten Evaluation, in deren Verlauf es zu keinem Verlust der grünen Evaluationsbögen kommen kann. Ansporn ist, so denken wir, der olympische Gedanke, denn verliehen wird das Abzeichen in Gold, Zahngold verständlicherweise, gesponsert von der un-plaqued, Zeitschrift für die Berliner Zahnmedizin. Das Fachschaftssymbol, seit Jahren ein Symbol der Berliner Zahnmedizin, verkörpert das Streben einiger Studenten, die Lehre lernenswerter zu gestalten. Vertreter des Lehrkörpers mit ähnlichen Ambitionen sollen dieses Ehrenzeichen nun bald ihr Eigen nennen. die Fachschaft


An der Nadel, lässt sich in Zukunft die Beliebtheit eines Hochschullehres oder -mitarbeiters, verdient durch gute Lehre und selbstlosen Einsatz für Studenten, erkennen. Die Fachschaftsnadel in Gold ist ein Zeichen der Anerkennung der Studierenden und damit die Möglichkeit, einer unkomplizierten Evaluation, in deren Verlauf es zu keinem Verlust der grünen Evaluationsbögen kommen kann. Ansporn ist, so denken wir, der olympische Gedanke, denn verliehen wird das Abzeichen in Gold, Zahngold verständlicherweise, gesponsert von der un-plaqued, Zeitschrift für die Berliner Zahnmedizin. Das Fachschaftssymbol, seit Jahren ein Symbol der Berliner Zahnmedizin, verkörpert das Streben einiger Studenten, die Lehre lernenswerter zu gestalten. Vertreter des Lehrkörpers mit ähnlichen Ambitionen sollen dieses Ehrenzeichen nun bald ihr Eigen nennen. die Fachschaft


ALUMNI

Alumni - was ist das?

>>

Alumnus, m. pl. –ni, kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „der Zögling“, wörtlich „der Genährte“, von alere, „ernähren“. Heute ist der Alumnus Absolvent einer Hochschule oder Stipendiat einer Förderorganisation, und weil darunter auch viele Frauen sind, wird die weibliche Form entsprechend gebildet: Alumna, f., pl. –nae. Nun sind wir soweit: keine grünen Heftchen mehr, keine schwarzen Anzüge einmal die Woche, keine „richtigen, aber falschen Antworten“, keine Punkte und Zusatzleistungen, keine KONSpirativen Gespräche, Zeittestate - nur feiern, feiern, feiern... Diesmal müssen wir uns den Grund nicht ausdenken, wir haben es wirklich verdient!!! Und was dann? - Arbeiten, arbeiten, arbeiten...? Schnell den Uni-Alltag und die Identifikation vergessen? Und haben wir überhaupt welche..? Wie wäre es denn, sich in einer Reihe mit den berühmten Kindern unserer alma mater zu fühlen, auf dem Laufenden zu bleiben, eigene Praxiserfahrungen auszutauschen, ab und zu alte Freunde zu treffen und neue Bekanntschaften zu machen, die Option bzw. den Zwang zur beruflichen und wissenschaftlichen Weiterbildung wahrzunehmen? Mit anderen Worten die Verbindung zwischen dem ehemaligen Schüler oder der Schülerin (wir) und dem (unserem) Lehrer oder der Lehrerin - zwischen der Universität und ihren Alumnis weiterbestehen zu lassen. Davon können dann beide profitieren -jeder durch die Erfahrungen des anderen. Dadurch entsteht wieder neues Wissen und innovative Lehre -zum Nutzen folgender Generationen. Jeder kann diese Wahl selber treffen. Alumnis sind ein fester Bestandteil des Unilebens an vielen Universitäten all around the world. Was ist mit uns? Die Existenz von so einem Absolventenclub an unserer Fakultät ist leider noch nicht gegeben, aber irgendwann muss man ja mal anfangen, oder? Wenn nicht wir, dann wer? Und wenn nicht jetzt, dann wann? yevi Äußert Eure Meinung dazu!

zahnmedizin-berlin@web.de 173


ALUMNI

Alumni - was ist das?

>>

Alumnus, m. pl. –ni, kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „der Zögling“, wörtlich „der Genährte“, von alere, „ernähren“. Heute ist der Alumnus Absolvent einer Hochschule oder Stipendiat einer Förderorganisation, und weil darunter auch viele Frauen sind, wird die weibliche Form entsprechend gebildet: Alumna, f., pl. –nae. Nun sind wir soweit: keine grünen Heftchen mehr, keine schwarzen Anzüge einmal die Woche, keine „richtigen, aber falschen Antworten“, keine Punkte und Zusatzleistungen, keine KONSpirativen Gespräche, Zeittestate - nur feiern, feiern, feiern... Diesmal müssen wir uns den Grund nicht ausdenken, wir haben es wirklich verdient!!! Und was dann? - Arbeiten, arbeiten, arbeiten...? Schnell den Uni-Alltag und die Identifikation vergessen? Und haben wir überhaupt welche..? Wie wäre es denn, sich in einer Reihe mit den berühmten Kindern unserer alma mater zu fühlen, auf dem Laufenden zu bleiben, eigene Praxiserfahrungen auszutauschen, ab und zu alte Freunde zu treffen und neue Bekanntschaften zu machen, die Option bzw. den Zwang zur beruflichen und wissenschaftlichen Weiterbildung wahrzunehmen? Mit anderen Worten die Verbindung zwischen dem ehemaligen Schüler oder der Schülerin (wir) und dem (unserem) Lehrer oder der Lehrerin - zwischen der Universität und ihren Alumnis weiterbestehen zu lassen. Davon können dann beide profitieren -jeder durch die Erfahrungen des anderen. Dadurch entsteht wieder neues Wissen und innovative Lehre -zum Nutzen folgender Generationen. Jeder kann diese Wahl selber treffen. Alumnis sind ein fester Bestandteil des Unilebens an vielen Universitäten all around the world. Was ist mit uns? Die Existenz von so einem Absolventenclub an unserer Fakultät ist leider noch nicht gegeben, aber irgendwann muss man ja mal anfangen, oder? Wenn nicht wir, dann wer? Und wenn nicht jetzt, dann wann? yevi Äußert Eure Meinung dazu!

zahnmedizin-berlin@web.de 173


SOSO

das neue Thema ist also „Raum“...

Nachdem Ihr Euch in der letzten Ausgabe mit der knappen „Zeit“ beschäftigt habt, verwende ich nun einen freien Teil der besagten, um mich über den Raum auszulassen, der mir ungefähr genauso fehlt: da hocke ich tagein und tagaus in unserer kleinen Behandlungseinheit und bekomme nicht nur einen Haltungsschaden (nicht vom Ducken, sondern vom unergonomischen Arbeiten natürlich! - Schuld eigene also), sondern leide auch an Bewegungslosigkeit. Wenngleich man Thomas keinen Vorwurf machen kann – an manchen Tagen versucht er, durch diverse „hol’ mir doch mal bitte Luxatemp von der Ausleihe“-, „kannst Du mal bitte die Provis ins Ultraschallbad bringen“- , „ich bräuchte mal eben die Akte von Fr. Soundso“Aktionen für meine körperliche Ertüchtigung zu sorgen. Aber irgendwie reicht das wohl nicht als Bewegungsfreiheit für Körper und Seele, oder wie sonst ist es zu erklären, dass es mich alldonnerstäglich auf die Tanzfläche merkwürdiger Clubs Berlins zieht und ich erst nach Hause radeln kann, wenn ich nicht mehr in der Lage bin zu stehen? Und warum gehe ich nach so anstrengenden Behandlungstagen noch zum Sport, finde neuerdings Boxen total Klasse!? Da kommt einem doch der Gedanke, dass da was Psychisches, nicht gleich psychiatrischPsychopathogenes, aber immerhin so in der Richtung, dahintersteckt. Kann sein, dass ich mich manchmal zu sehr eingeengt fühle in unserer Box, aber nicht weil Thomas und ich, oder der Assi so dick wären, sondern weil wenig Platz ist für neue Gedanken, für andere Wege, die ja eventuell auch nach Rom (oder zur vernünftigen Patientenversorgung und zum bestandenen Examen!) führen könnten; weil es immer eine Vorschrift – im Zweifelsfall noch älter als ich – gibt, die schon alles regelt und meine eigenen Lösungsversuche oder Ansätze überflüssig zu machen scheint. Dabei ist es ja gar nicht so, dass ich nicht aus Erfahrungen anderer lernen will – besonders aus den Fehlern anderer lerne ich lieber als aus meinen eigenen, die ich dann in zeitaufwendigen Unterfütterungsaktionen wieder ausbügeln muss. Vielleicht ist überm oder unterm Kofferdam ja doch mal etwas Platz für eigene Wege, einfach mal was machen zu können, was im Einzelfall richtig ist, auch wenn es so vielleicht nicht in der Kursordnung oder im Skript steht. Dabei möchte ich an dieser Stelle anmerken, dass ich jetzt, im 5. Studienjahr den Eindruck habe, dass man uns doch mehr „einfach so machen lässt“ als noch im 4. – kein Ätzmuster mehr zeigen zu müssen, bietet ja durchaus Vorteile. Irgendwie ist die Leine, an der wir um den Pflock laufen..., doch etwas länger geworden. Zwischendurch kommt mir aber der Verdacht, dass es doch mein Horizont sein könnte, der sich einfach, (wahrscheinlich wegen permanenter Nichtnutzung) so’n bisschen zusammengekrampft hat und mir vorgaukelt, ich könnte doch überall hin... . ...und dann freue ich mich ganz besonders auf den nächsten Urlaub am Meer, wo ich sicher bin, dass alles echt ist! Ich kann am Strand entlang rennen - bis zum Zusammenbruch und wenn ich dann da so im Sand liege und ins Blaue starre, werden meine Gedanken von diesem Horizont nicht schmerzlich gebremst, sondern ich weiß, dass es für jeden von uns eine eigene Welle gibt. jast 175


SOSO

das neue Thema ist also „Raum“...

Nachdem Ihr Euch in der letzten Ausgabe mit der knappen „Zeit“ beschäftigt habt, verwende ich nun einen freien Teil der besagten, um mich über den Raum auszulassen, der mir ungefähr genauso fehlt: da hocke ich tagein und tagaus in unserer kleinen Behandlungseinheit und bekomme nicht nur einen Haltungsschaden (nicht vom Ducken, sondern vom unergonomischen Arbeiten natürlich! - Schuld eigene also), sondern leide auch an Bewegungslosigkeit. Wenngleich man Thomas keinen Vorwurf machen kann – an manchen Tagen versucht er, durch diverse „hol’ mir doch mal bitte Luxatemp von der Ausleihe“-, „kannst Du mal bitte die Provis ins Ultraschallbad bringen“- , „ich bräuchte mal eben die Akte von Fr. Soundso“Aktionen für meine körperliche Ertüchtigung zu sorgen. Aber irgendwie reicht das wohl nicht als Bewegungsfreiheit für Körper und Seele, oder wie sonst ist es zu erklären, dass es mich alldonnerstäglich auf die Tanzfläche merkwürdiger Clubs Berlins zieht und ich erst nach Hause radeln kann, wenn ich nicht mehr in der Lage bin zu stehen? Und warum gehe ich nach so anstrengenden Behandlungstagen noch zum Sport, finde neuerdings Boxen total Klasse!? Da kommt einem doch der Gedanke, dass da was Psychisches, nicht gleich psychiatrischPsychopathogenes, aber immerhin so in der Richtung, dahintersteckt. Kann sein, dass ich mich manchmal zu sehr eingeengt fühle in unserer Box, aber nicht weil Thomas und ich, oder der Assi so dick wären, sondern weil wenig Platz ist für neue Gedanken, für andere Wege, die ja eventuell auch nach Rom (oder zur vernünftigen Patientenversorgung und zum bestandenen Examen!) führen könnten; weil es immer eine Vorschrift – im Zweifelsfall noch älter als ich – gibt, die schon alles regelt und meine eigenen Lösungsversuche oder Ansätze überflüssig zu machen scheint. Dabei ist es ja gar nicht so, dass ich nicht aus Erfahrungen anderer lernen will – besonders aus den Fehlern anderer lerne ich lieber als aus meinen eigenen, die ich dann in zeitaufwendigen Unterfütterungsaktionen wieder ausbügeln muss. Vielleicht ist überm oder unterm Kofferdam ja doch mal etwas Platz für eigene Wege, einfach mal was machen zu können, was im Einzelfall richtig ist, auch wenn es so vielleicht nicht in der Kursordnung oder im Skript steht. Dabei möchte ich an dieser Stelle anmerken, dass ich jetzt, im 5. Studienjahr den Eindruck habe, dass man uns doch mehr „einfach so machen lässt“ als noch im 4. – kein Ätzmuster mehr zeigen zu müssen, bietet ja durchaus Vorteile. Irgendwie ist die Leine, an der wir um den Pflock laufen..., doch etwas länger geworden. Zwischendurch kommt mir aber der Verdacht, dass es doch mein Horizont sein könnte, der sich einfach, (wahrscheinlich wegen permanenter Nichtnutzung) so’n bisschen zusammengekrampft hat und mir vorgaukelt, ich könnte doch überall hin... . ...und dann freue ich mich ganz besonders auf den nächsten Urlaub am Meer, wo ich sicher bin, dass alles echt ist! Ich kann am Strand entlang rennen - bis zum Zusammenbruch und wenn ich dann da so im Sand liege und ins Blaue starre, werden meine Gedanken von diesem Horizont nicht schmerzlich gebremst, sondern ich weiß, dass es für jeden von uns eine eigene Welle gibt. jast 175


MMIII PLAQUE-CUP

180

Die Sonne näherte sich allmählich ihrem Zenit und tauchte die Fußballarena in Berlin-Charlottenburg in ein unwirkliches Licht. Der metallische Geschmack der Luft und die flirrende Hitze ließen erahnen, dass an diesem Tage eine denkwürdige Schlacht stattfinden würde. 16 todesmutige Gladiatoren des Fußballspiels sollten in zwei Gruppen à 7 Spieler gegeneinander antreten. In ihren Gesichtern war zu lesen, dass nur eine Mannschaft in ruhmreichem Glanz - mit dem Titel „ Boltzus Maximus „ in den blutigen Händen – die Arena verlassen würde. Nun hatten wir, die Studenten, den „Boltzcup“ schon dreimal in Folge gewonnen (lüg’), und dies setzte uns unter einen enormen Erfolgsdruck, schließlich wollten wir unseren unzähligen Fans, die durch Abwesenheit glänzten, auch dieses Jahr wieder ein rauschendes Siegesfest bescheren. Die Schmach den „Bolzcup“ in den letzten Jahren nicht erreicht zu haben, motivierte die Assis hingegen zu einem noch intensiveren Training, was uns aus gesicherter Quelle zugetragen worden war. Diese Tatsache hing wie ein Damoklesschwert über unseren Häuptern. Die von Fortuna mit Missgunst bedachten, würden versuchen gegen ihr Fatum anzukämpfen. Es würde nicht einfach werden, das war uns klar... Leider bestätigten sich unsere Erwartungen. Die Assis hatten eine sehr starke Mannschaft aufgestellt. Die Phalanx, angeführt von Enricus Trilkus und Tobiacus Finkus, gefolgt von anderen Helden, bildeten jenes Heer, welches es zu überwinden galt. Tillus Hockus manifestierte die letzte Verteidigungslinie, als unumstößliche, letzte Bastion im Tor.


MMIII PLAQUE-CUP

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Die Sonne näherte sich allmählich ihrem Zenit und tauchte die Fußballarena in Berlin-Charlottenburg in ein unwirkliches Licht. Der metallische Geschmack der Luft und die flirrende Hitze ließen erahnen, dass an diesem Tage eine denkwürdige Schlacht stattfinden würde. 16 todesmutige Gladiatoren des Fußballspiels sollten in zwei Gruppen à 7 Spieler gegeneinander antreten. In ihren Gesichtern war zu lesen, dass nur eine Mannschaft in ruhmreichem Glanz - mit dem Titel „ Boltzus Maximus „ in den blutigen Händen – die Arena verlassen würde. Nun hatten wir, die Studenten, den „Boltzcup“ schon dreimal in Folge gewonnen (lüg’), und dies setzte uns unter einen enormen Erfolgsdruck, schließlich wollten wir unseren unzähligen Fans, die durch Abwesenheit glänzten, auch dieses Jahr wieder ein rauschendes Siegesfest bescheren. Die Schmach den „Bolzcup“ in den letzten Jahren nicht erreicht zu haben, motivierte die Assis hingegen zu einem noch intensiveren Training, was uns aus gesicherter Quelle zugetragen worden war. Diese Tatsache hing wie ein Damoklesschwert über unseren Häuptern. Die von Fortuna mit Missgunst bedachten, würden versuchen gegen ihr Fatum anzukämpfen. Es würde nicht einfach werden, das war uns klar... Leider bestätigten sich unsere Erwartungen. Die Assis hatten eine sehr starke Mannschaft aufgestellt. Die Phalanx, angeführt von Enricus Trilkus und Tobiacus Finkus, gefolgt von anderen Helden, bildeten jenes Heer, welches es zu überwinden galt. Tillus Hockus manifestierte die letzte Verteidigungslinie, als unumstößliche, letzte Bastion im Tor.


Des weiteren konnten die Assis mit professionellem Equipment aufwarten: stollenbewehrte Fußballschuhe und titanbeschlagene Schienbeinschoner (Stichwort: Biokompatibilität). Um unsere Mannschaft war es nicht so gut bestellt; einige wenige Versprengte aus den einzelnen Studienjahren hatten sich zur vereinbarten Zeit (kurz vor der Zehnten Stunde ante meridiem) vor der Arena eingefunden, doch erst als wir uns Seite an Seite auf dem Schlachtfeld wiederfanden, unter den höhnischen, siegessicheren Blicken des Gegners, wurde uns bewusst: Wir waren das Team und sollten die Ehre der Studentenschaft verteidigen. Immerhin waren wir genügend Spieler an der Zahl, so dass die erste Hürde geschafft war.

182

Doch unsere Gladiatoren hatten noch nie gemeinsam einen Kampfeinsatz bestritten, und hieraus ergab sich ein entscheidender Nachteil für unsere Mannschaft, nämlich fehlende Routine im Zusammenspiel als Team. Außerdem mangelte es uns, aufgrund des fehlenden Budgets, an Ausrüstung. Als Fußballschuhe dienten uns einfachste, in Streifen geschnittene Schuhleder, mit denen wir uns auf dem Kunstrasen bewegten wie Bären auf dem Eis. Einheitliche Trikots gab es nicht. Schienbeinschützer waren unsere nackten Beine und schon nach kurzer Spielzeit waren sie übersät mit hässlichen Blutergüssen und tiefen, fleischigen Wunden. Fast fühlten wir uns wie der Hirtenjunge David, nur bewaffnet mit einer einfachen Schleuder, im Angesicht des übermächtigen Goliath...


Des weiteren konnten die Assis mit professionellem Equipment aufwarten: stollenbewehrte Fußballschuhe und titanbeschlagene Schienbeinschoner (Stichwort: Biokompatibilität). Um unsere Mannschaft war es nicht so gut bestellt; einige wenige Versprengte aus den einzelnen Studienjahren hatten sich zur vereinbarten Zeit (kurz vor der Zehnten Stunde ante meridiem) vor der Arena eingefunden, doch erst als wir uns Seite an Seite auf dem Schlachtfeld wiederfanden, unter den höhnischen, siegessicheren Blicken des Gegners, wurde uns bewusst: Wir waren das Team und sollten die Ehre der Studentenschaft verteidigen. Immerhin waren wir genügend Spieler an der Zahl, so dass die erste Hürde geschafft war.

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Doch unsere Gladiatoren hatten noch nie gemeinsam einen Kampfeinsatz bestritten, und hieraus ergab sich ein entscheidender Nachteil für unsere Mannschaft, nämlich fehlende Routine im Zusammenspiel als Team. Außerdem mangelte es uns, aufgrund des fehlenden Budgets, an Ausrüstung. Als Fußballschuhe dienten uns einfachste, in Streifen geschnittene Schuhleder, mit denen wir uns auf dem Kunstrasen bewegten wie Bären auf dem Eis. Einheitliche Trikots gab es nicht. Schienbeinschützer waren unsere nackten Beine und schon nach kurzer Spielzeit waren sie übersät mit hässlichen Blutergüssen und tiefen, fleischigen Wunden. Fast fühlten wir uns wie der Hirtenjunge David, nur bewaffnet mit einer einfachen Schleuder, im Angesicht des übermächtigen Goliath...


Als der schrille Anpfiff noch in unseren Ohren nachhallte, nahm das Team der Assistenten auch sogleich das Heft in die Hand. Ihre ersten Angriffe überrannten uns wie eine Herde von wildgewordenen Büffeln und mit teilweise erstaunlicher Grazie, gelang ihnen auch der eine oder andere gute Spielzug. Auch die ersten Tore fielen, doch leider war es eben öfter unsere Mannschaft, die den Ball gedemütigt und mit verschwitzten Händen aus ihrem Tor fischen musste. Und wir mussten erkennen: Das einzige was uns jetzt noch retten konnte war unsere juvenile Energie, gepaart mit einem flexiblem Geist und unbedingtem Kampfeswillen. Somit ging vorerst die Taktik der Assis auf. Unsere Angriffe glichen dem Sturm auf die Normandie und wurden trotz aller Anstrengungen immer wieder abgeschmettert. Was wir auch taten, die Assis schienen immer einen Schritt voraus... Nach der Halbzeit sollte eine neue Taktik das Blatt wenden. Und wie der „Deus ex machina“ tauchte da plötzlich ein fahrender Söldner namens Christianus Homannikus auf und reihte sich in die Reihen unserer Kämpfer ein. Und wir merkten, wie neuer Kampfeswille und frische Energie unser Team beflügelten, eine Energie, die warm und elektrisierend unsere Adern durchströmte und uns mit der Aura des Siegers umgab. Wir fühlten wahren Teamgeist. So begannen wir die zweite Halbzeit. Unsere Spielzüge griffen ineinander wie die Zahnräder einer gut geölten, perfekten Maschine. Und diese Maschine durchdrang die Verteidigungslinien des Gegners, wie ein heißes LeCron das Wachs. Uns war es gelungen, das wahre Potential unserer Mannschaft zum Leben zu erwecken und bis zum Letzten auszuschöpfen. Das war der Sieg. RanT 184


Als der schrille Anpfiff noch in unseren Ohren nachhallte, nahm das Team der Assistenten auch sogleich das Heft in die Hand. Ihre ersten Angriffe überrannten uns wie eine Herde von wildgewordenen Büffeln und mit teilweise erstaunlicher Grazie, gelang ihnen auch der eine oder andere gute Spielzug. Auch die ersten Tore fielen, doch leider war es eben öfter unsere Mannschaft, die den Ball gedemütigt und mit verschwitzten Händen aus ihrem Tor fischen musste. Und wir mussten erkennen: Das einzige was uns jetzt noch retten konnte war unsere juvenile Energie, gepaart mit einem flexiblem Geist und unbedingtem Kampfeswillen. Somit ging vorerst die Taktik der Assis auf. Unsere Angriffe glichen dem Sturm auf die Normandie und wurden trotz aller Anstrengungen immer wieder abgeschmettert. Was wir auch taten, die Assis schienen immer einen Schritt voraus... Nach der Halbzeit sollte eine neue Taktik das Blatt wenden. Und wie der „Deus ex machina“ tauchte da plötzlich ein fahrender Söldner namens Christianus Homannikus auf und reihte sich in die Reihen unserer Kämpfer ein. Und wir merkten, wie neuer Kampfeswille und frische Energie unser Team beflügelten, eine Energie, die warm und elektrisierend unsere Adern durchströmte und uns mit der Aura des Siegers umgab. Wir fühlten wahren Teamgeist. So begannen wir die zweite Halbzeit. Unsere Spielzüge griffen ineinander wie die Zahnräder einer gut geölten, perfekten Maschine. Und diese Maschine durchdrang die Verteidigungslinien des Gegners, wie ein heißes LeCron das Wachs. Uns war es gelungen, das wahre Potential unserer Mannschaft zum Leben zu erwecken und bis zum Letzten auszuschöpfen. Das war der Sieg. RanT 184


Die Situationsanalyse:

Mit Mut und Strategie zur eigenen Praxis Die eigene Praxis ist der Traum der meisten jungen Zahnärzte. Der Weg in die Selbstständigkeit birgt jedoch Probleme in sich. Gleichzeitig eröffnet der Aufbau der eigenen Praxis dem Existenzgründer viele Chancen - vorausgesetzt das Praxiskonzept stimmt! Die meisten Schwierigkeiten rühren von der fehlenden unternehmerischen Qualifikation und Erfahrung der Neugründer her. Zu den häufigsten Fehlern zählt neben der Standortwahl eine zu hohe finanzielle Belastung durch überhöhte Anfangsinvestitionen. Praxisübernahme oder Neugründung? Ist der Entschluss, sich selbstständig zu machen grundsätzlich gefallen, muss sich der Existenzgründer in einem ersten Schritt für die Art der Existenzgründung entscheiden: Neugründung oder Übernahme? Dazwischen bestehen bedeutende Unterschiede. Und das fängt bei den Investitionskosten an: Im Jahr 2002 beliefen sich die Kosten für eine Einzelpraxenneugründung, so weist es die aktuelle Studie des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) und der Deutschen Apothekerund Ärztebank aus, in Westdeutschland auf durchschnittlich 327.000 Euro, eine Übernahme schlug mit 260.000 Euro zu Buche. In den neuen Bundesländern kostete eine Neugründung im gleichen Jahr im Durchschnitt 191.000 Euro, eine Übernahme 174.000 Euro. Doch die Kosten für die Ersteinrichtung sind nicht alles. Es gilt auch andere Gegebenheiten zu beachten: Der Praxisübernehmer übernimmt die (meisten) Patienten und die Infrastruktur seines Vorgängers, der Neugründer muss sich seinen Patientenstamm selbst „erarbeiten“ und die Räumlichkeiten ausstatten. Das führt dazu, dass Praxisneugründer mit längeren Anlaufzeiten ihrer Praxis zu rechnen haben. Andererseits können Neugründer ihr individuelles Praxiskonzept problemloser und schneller verwirklichen, weil sie nicht die Strukturen eines Vorgängers übernehmen und mühsam nach den eigenen Vorstellungen abändern müssen.

Der Zahnarzt sollte, bevor er den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, eine Situationsanalyse durchführen. Gabriele Marwinski, die 1989 eine Praxis in Bochum übernahm, machte sich erst nach der Übernahme kundig – und musste feststellen (www.kzv-berlin.de): „Ich befand mich in einem Stadtteil mit niedrigem Sozialstatus, viele Arbeiter, Ausländer, Rentner, Kinder. Ich hatte eine Praxis übernommen, die wegen der Lage in einem sozialen Brennpunkt kein Ortskundiger haben wollte.“ Um solche Enttäuschungen zu vermeiden rät sie zu einer umfassenden Bestandsanalyse. Geprüft werden sollten: die Wettbewerbslage, die Standortqualität, die Immobilie, die Räume (Ausstattung, Erweiterbarkeit), das Personal (Qualifikation, Leistung), das Klientel und soziodemokraphische Daten (beispielweise Bevölkerungsent wicklung). Den „goldenen“ Mittelweg gehen Existenzgründer, wenn sie sich für eine an der Grundversorgung orientierte, aber zukunftsfähige, weil ausbaufähige, Praxisausgestaltung entscheiden. Hinter diesem Konzept verbirgt sich die Idee, dass der Arzt, wenn er etabliert ist und seine Praxis entsprechenden Gewinn abwirft, so dass auch steuermindernde Investitionen sinnvoll erscheinen, sich alles das anschafft, auf was er am Anfang seiner Laufbahn verzichten musste. Eine nach dieser Idee ausgestattete Praxis bedarf von Anfang an der Vorbereitung für Erweiterungen, d.h. es gilt Räumlichkeiten und Installationen mit großen Reserven zu planen. Eine solche Strategie erlaubt es dem Zahnarzt, das Leistungsspektrum seiner Praxis im Laufe der Praxistätigkeit der Patientennachfrage bzw. –wünsche anzupassen. Das bedeutet die Möglichkeit gezielter Investitionen. Schnellschüsse ausgeschlossen! Allerdings bedeutet ein umsichtiges und zukunftsorientiertes investieren keinesfalls „billig“ einzukaufen: Insbesondere bei den sehr langlebigen und für den Praxisbetrieb substantiellen Investitionen wie Behandlungsstühlen, Röntgengeräten und Computersystemen zu sparen, wäre der falsche Weg. Mit seinem Existenzgründer-Konzept orientiert sich Sirona besonders an den Bedürfnissen der Existenzgründer, die sich für eine an der Grundversorgung orientierte, aber zukunftsfähige, weil ausbaufähige, Praxisausgestaltung entschieden haben. Das Existenzgründ ungsprogramm „Existenzaufbau“ beinhaltet ein Heft mit 13 Gutscheinen für Produkte aus den Sirona Produktbereichen Behandlungseinheiten, CEREC, Instrumente, Hygiene und Röntgensysteme. Die Gutscheine garantieren dem Existenzgründer gegenüber dem jeweils gültigen Listenpreis einen deutlichen Preisvorteil. Sie können innerhalb von zwei Jahren eingelöst werden, so dass der Existenzgründer im Rahmen der jeweiligen Entwicklung seiner Praxis, erforderliche Investitionen individuell steuern kann. Wird die Existenzgründung sorgfältig und strategisch richtig geplant, steht dem Erfolg der eigenen Praxis nichts mehr im Wege. Eines darf beim Schritt in die Selbstständigkeit allerdings keinesfalls fehlen: „Mut!“


Die Situationsanalyse:

Mit Mut und Strategie zur eigenen Praxis Die eigene Praxis ist der Traum der meisten jungen Zahnärzte. Der Weg in die Selbstständigkeit birgt jedoch Probleme in sich. Gleichzeitig eröffnet der Aufbau der eigenen Praxis dem Existenzgründer viele Chancen - vorausgesetzt das Praxiskonzept stimmt! Die meisten Schwierigkeiten rühren von der fehlenden unternehmerischen Qualifikation und Erfahrung der Neugründer her. Zu den häufigsten Fehlern zählt neben der Standortwahl eine zu hohe finanzielle Belastung durch überhöhte Anfangsinvestitionen. Praxisübernahme oder Neugründung? Ist der Entschluss, sich selbstständig zu machen grundsätzlich gefallen, muss sich der Existenzgründer in einem ersten Schritt für die Art der Existenzgründung entscheiden: Neugründung oder Übernahme? Dazwischen bestehen bedeutende Unterschiede. Und das fängt bei den Investitionskosten an: Im Jahr 2002 beliefen sich die Kosten für eine Einzelpraxenneugründung, so weist es die aktuelle Studie des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) und der Deutschen Apothekerund Ärztebank aus, in Westdeutschland auf durchschnittlich 327.000 Euro, eine Übernahme schlug mit 260.000 Euro zu Buche. In den neuen Bundesländern kostete eine Neugründung im gleichen Jahr im Durchschnitt 191.000 Euro, eine Übernahme 174.000 Euro. Doch die Kosten für die Ersteinrichtung sind nicht alles. Es gilt auch andere Gegebenheiten zu beachten: Der Praxisübernehmer übernimmt die (meisten) Patienten und die Infrastruktur seines Vorgängers, der Neugründer muss sich seinen Patientenstamm selbst „erarbeiten“ und die Räumlichkeiten ausstatten. Das führt dazu, dass Praxisneugründer mit längeren Anlaufzeiten ihrer Praxis zu rechnen haben. Andererseits können Neugründer ihr individuelles Praxiskonzept problemloser und schneller verwirklichen, weil sie nicht die Strukturen eines Vorgängers übernehmen und mühsam nach den eigenen Vorstellungen abändern müssen.

Der Zahnarzt sollte, bevor er den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, eine Situationsanalyse durchführen. Gabriele Marwinski, die 1989 eine Praxis in Bochum übernahm, machte sich erst nach der Übernahme kundig – und musste feststellen (www.kzv-berlin.de): „Ich befand mich in einem Stadtteil mit niedrigem Sozialstatus, viele Arbeiter, Ausländer, Rentner, Kinder. Ich hatte eine Praxis übernommen, die wegen der Lage in einem sozialen Brennpunkt kein Ortskundiger haben wollte.“ Um solche Enttäuschungen zu vermeiden rät sie zu einer umfassenden Bestandsanalyse. Geprüft werden sollten: die Wettbewerbslage, die Standortqualität, die Immobilie, die Räume (Ausstattung, Erweiterbarkeit), das Personal (Qualifikation, Leistung), das Klientel und soziodemokraphische Daten (beispielweise Bevölkerungsent wicklung). Den „goldenen“ Mittelweg gehen Existenzgründer, wenn sie sich für eine an der Grundversorgung orientierte, aber zukunftsfähige, weil ausbaufähige, Praxisausgestaltung entscheiden. Hinter diesem Konzept verbirgt sich die Idee, dass der Arzt, wenn er etabliert ist und seine Praxis entsprechenden Gewinn abwirft, so dass auch steuermindernde Investitionen sinnvoll erscheinen, sich alles das anschafft, auf was er am Anfang seiner Laufbahn verzichten musste. Eine nach dieser Idee ausgestattete Praxis bedarf von Anfang an der Vorbereitung für Erweiterungen, d.h. es gilt Räumlichkeiten und Installationen mit großen Reserven zu planen. Eine solche Strategie erlaubt es dem Zahnarzt, das Leistungsspektrum seiner Praxis im Laufe der Praxistätigkeit der Patientennachfrage bzw. –wünsche anzupassen. Das bedeutet die Möglichkeit gezielter Investitionen. Schnellschüsse ausgeschlossen! Allerdings bedeutet ein umsichtiges und zukunftsorientiertes investieren keinesfalls „billig“ einzukaufen: Insbesondere bei den sehr langlebigen und für den Praxisbetrieb substantiellen Investitionen wie Behandlungsstühlen, Röntgengeräten und Computersystemen zu sparen, wäre der falsche Weg. Mit seinem Existenzgründer-Konzept orientiert sich Sirona besonders an den Bedürfnissen der Existenzgründer, die sich für eine an der Grundversorgung orientierte, aber zukunftsfähige, weil ausbaufähige, Praxisausgestaltung entschieden haben. Das Existenzgründ ungsprogramm „Existenzaufbau“ beinhaltet ein Heft mit 13 Gutscheinen für Produkte aus den Sirona Produktbereichen Behandlungseinheiten, CEREC, Instrumente, Hygiene und Röntgensysteme. Die Gutscheine garantieren dem Existenzgründer gegenüber dem jeweils gültigen Listenpreis einen deutlichen Preisvorteil. Sie können innerhalb von zwei Jahren eingelöst werden, so dass der Existenzgründer im Rahmen der jeweiligen Entwicklung seiner Praxis, erforderliche Investitionen individuell steuern kann. Wird die Existenzgründung sorgfältig und strategisch richtig geplant, steht dem Erfolg der eigenen Praxis nichts mehr im Wege. Eines darf beim Schritt in die Selbstständigkeit allerdings keinesfalls fehlen: „Mut!“


diese Zeitung entstand mit freundlicher Unterstützung von:

+++ +++2004 ist das Jahr der Schwangeren, wir wünschen ihnen gute Genesung und uns eine würdige Vertretung +++ Ein reger Assistentenwechsel steht in der Vorklinik bevor, wir sind auf unsere alten Kommilitonen gespannt +++ Wir wünschen Prof. Jahn, dem Begründer der „eminenzbasierten“ Zahnmedizin, mehr Durchsetzungsvermögen und Führungsqualität: „Also so ja halt nicht“ +++ Der Phantomsaal ist endlich fertig und kann sich mit den modernsten seiner Art messen, auch wenn Audioanlage und Demonstrationsplatz anfänglich noch Startschwierigkeiten hatten +++ Wir würden es begrüßen, dass wenn irgendwann auch das hinterletzte Büro mit Flatpanels und neuen Rechnern ausgestattet ist, dann auch Geld für andere nützliche Dinge ausgegeben werden kann +++ Problem im Aktenschrank: Der Stapel der Quartalsaufkleber des neuen Visident-Abrechnungssystems dürfte in naher Zukunft zu Platznot in der Aktenablage führen, hätte man da nicht früher dran denken können? +++ Trotz all der Technik ist es unserer Klinik nicht möglich, die neu eingeführte Praxisgebühr als Barzahlung oder per EC-Karte einzuziehen. Stattdessen lohnt sich der Gang zum Zahlbüro des CRV oder zur Bank zwecks Überweisung +++ Das erste Diskussionsforum für Zahnmedizinstudenten aus Berlin bei den Yahoo-Groups ist im Netz +++ Die neue LEO (local exchange officer vom ZAD) ist Dilek Sürücü – dilek-s@web.de

+++ Neue und ab jetzt regelmäßige Spindbruchaktionen in den Semesterferien geplant: ausräumen, abgeben oder … zahlen! +++ Die darin sichergestellten Güter kommen dann Anfang des Sommersemesters 2004 in einer Versteigerung unter den Hammer +++ Megagewinne im Gesamtwert von 100,00 Euro für die besten 3 bei unserem RaumQuiz auf Seite (bei mehr als drei Gewinnern entscheidet das Los), haut rein und sendet die Lösung an unplaqued@web.de+++ Am23./24. April 2004 findet im Manzini- Mitte ein Symposium zur zahnärztlichen Betreuung von Behinderten statt. Zu dem Thema: „Menschen mit Behinderungen - Stiefkinder der medizinischen Versorgung?“ referieren deutsche und internationale Dozenten. Dieses Symposium ist das erste seiner Art und wird von OÄ Dr. Imke Kaschke und der Präventivzahnmedizin mitorganisiert. Zu weiteren Informationen und Anmeldung wird es Aushänge in den Kliniken geben, wobei die Teilnahme völlig kostenfrei ist. Der erste Veranstaltungstag wird gesellschaftspolitische und zahnmedizinische Themen miteinander verbinden, während der 2. Tag im Zeichen der Wissenschaft steht.

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diese Zeitung entstand mit freundlicher Unterstützung von:

+++ +++2004 ist das Jahr der Schwangeren, wir wünschen ihnen gute Genesung und uns eine würdige Vertretung +++ Ein reger Assistentenwechsel steht in der Vorklinik bevor, wir sind auf unsere alten Kommilitonen gespannt +++ Wir wünschen Prof. Jahn, dem Begründer der „eminenzbasierten“ Zahnmedizin, mehr Durchsetzungsvermögen und Führungsqualität: „Also so ja halt nicht“ +++ Der Phantomsaal ist endlich fertig und kann sich mit den modernsten seiner Art messen, auch wenn Audioanlage und Demonstrationsplatz anfänglich noch Startschwierigkeiten hatten +++ Wir würden es begrüßen, dass wenn irgendwann auch das hinterletzte Büro mit Flatpanels und neuen Rechnern ausgestattet ist, dann auch Geld für andere nützliche Dinge ausgegeben werden kann +++ Problem im Aktenschrank: Der Stapel der Quartalsaufkleber des neuen Visident-Abrechnungssystems dürfte in naher Zukunft zu Platznot in der Aktenablage führen, hätte man da nicht früher dran denken können? +++ Trotz all der Technik ist es unserer Klinik nicht möglich, die neu eingeführte Praxisgebühr als Barzahlung oder per EC-Karte einzuziehen. Stattdessen lohnt sich der Gang zum Zahlbüro des CRV oder zur Bank zwecks Überweisung +++ Das erste Diskussionsforum für Zahnmedizinstudenten aus Berlin bei den Yahoo-Groups ist im Netz +++ Die neue LEO (local exchange officer vom ZAD) ist Dilek Sürücü – dilek-s@web.de

+++ Neue und ab jetzt regelmäßige Spindbruchaktionen in den Semesterferien geplant: ausräumen, abgeben oder … zahlen! +++ Die darin sichergestellten Güter kommen dann Anfang des Sommersemesters 2004 in einer Versteigerung unter den Hammer +++ Megagewinne im Gesamtwert von 100,00 Euro für die besten 3 bei unserem RaumQuiz auf Seite (bei mehr als drei Gewinnern entscheidet das Los), haut rein und sendet die Lösung an unplaqued@web.de+++ Am23./24. April 2004 findet im Manzini- Mitte ein Symposium zur zahnärztlichen Betreuung von Behinderten statt. Zu dem Thema: „Menschen mit Behinderungen - Stiefkinder der medizinischen Versorgung?“ referieren deutsche und internationale Dozenten. Dieses Symposium ist das erste seiner Art und wird von OÄ Dr. Imke Kaschke und der Präventivzahnmedizin mitorganisiert. Zu weiteren Informationen und Anmeldung wird es Aushänge in den Kliniken geben, wobei die Teilnahme völlig kostenfrei ist. Der erste Veranstaltungstag wird gesellschaftspolitische und zahnmedizinische Themen miteinander verbinden, während der 2. Tag im Zeichen der Wissenschaft steht.

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N3

Spielraum

M2

N1

Suche zu den Bildern den jeweils richtigen Ort, doch bedenke: Manch Ecken leicht zu übersehn‘, wenn sie mit uns durch den Alltag gehen, so nimm dir Zeit und un-plaqued und wandel durch den Zahntrakt! Gib auch acht auf M und N, denn sie können zwei Helfer sein.

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Plaque&Play

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Wenn du wirklich sicher bist, geh‘ zur Fachschaft und lös‘ das Quiz- dann wirst du erstrahlen, hälst du erst den Preis in den Armen. Keinen Kummer, wenn du nur M oder N weißt, denn dann gibt‘s nen Trostpreis!

Bildnummer Ort Nord 1 Nord 2 Mitte 1 Nord 3 Mitte 2 Nord 4 Mitte 3 Mitte 4 Nord 5 Nord 6 Mitte 5 Mitte 6

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un-p Nr. 9 Raum// 2004 Auflage// 2 x 2000 Format// Din A5 (21 x 14,8) Bezugspreis// 3 Euro [2 Euro für Stud Herausgeber// Fachschaft Zahnmed enten] izin der HU Berlin Redaktion// ����������������������������������� Ingmar Dobberstein, Thomas Egerer, // Manja Kölpin, René Tunjan// Julian Layout// �������������������������������������� Hanna Buttenberg, Ingmar Dobberste e Karras in, //Thomas Egerer, René Tunja Anzeigenleitung// Ingmar Dobberste n RedaktionsKTO// Ingmar Dobberste in in // KTO 50 20 120 489// Kontakt// Fachschaft Zahnmedizin//BLZ 100 208 90 Zentrum für Zahnmedizin //Föhrer Str. 15// 13353 Berlin // un-plaqued@web.de Druck// Druckhaus Berlin Mitte // Schützenstr. 18// 10117 Berlin Comics// Miri Bellmann Fotos// Melissa Hostetler, René Tunja n, //Ingmar Dobberstein, Thomas Eger er

un-p die neunte dankt all denen, die mit Mühen, Ideen und Kraft das Entstehen einer neuen Ausgabe ermöglicht haben, oder aber durch ihr Handeln für den Stoff zum Schreiben gesorgt haben. Am Anfang war alles anders und plötzlich gibt es zwei Hefte. Auch in Zukunft wird viel Raum für studentische Gedanken in der un-plaqued sein. Gestaltet ihn mit! 2005 gibt´s eine neue Ausgabe, denn 2x5 ist 10. Danke besonderer Dank gilt: Hanna, Sara, Chrisn, Juliane, Christian Hoh, Niels, Josephine, hc*, Jin Ho, Manja, Franziska, Sabine, Carlo, Sebastian, Melissa, Karen, unseren Eltern, Prof. Presber, OA Blankenstein, Stränger, Jana Paulisch, OÄ mamasweed, the marvellers, Pit, Benny, Christoph, Axel, Rolf, Josi und Ulrike und Erna Dobberstein.

Die in den Artikeln und Mitteilungen ausgedrückte Meinungen sind die Autoren und nicht unbed der ingt die der Redakteuren oder Redakteure und Herausgeber des Herausgebers. lehnen jede Verantwortung oder Inhalt ab und geben keinerlei Garant Haftung für den ie, Gewäh rleistu ng oder Produkte, für die in dieser Empfehlung für die rift geworben wird, die von den Herstellern Zeitsch für die Behauptung derartiger Produkte oder oder Dienstleistungen gemacen, werden. ht

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un-p Nr. 9 Raum// 2004 Auflage// 2 x 2000 Format// Din A5 (21 x 14,8) Bezugspreis// 3 Euro [2 Euro für Stud Herausgeber// Fachschaft Zahnmed enten] izin der HU Berlin Redaktion// ����������������������������������� Ingmar Dobberstein, Thomas Egerer, // Manja Kölpin, René Tunjan// Julian Layout// �������������������������������������� Hanna Buttenberg, Ingmar Dobberste e Karras in, //Thomas Egerer, René Tunja Anzeigenleitung// Ingmar Dobberste n RedaktionsKTO// Ingmar Dobberste in in // KTO 50 20 120 489// Kontakt// Fachschaft Zahnmedizin//BLZ 100 208 90 Zentrum für Zahnmedizin //Föhrer Str. 15// 13353 Berlin // un-plaqued@web.de Druck// Druckhaus Berlin Mitte // Schützenstr. 18// 10117 Berlin Comics// Miri Bellmann Fotos// Melissa Hostetler, René Tunja n, //Ingmar Dobberstein, Thomas Eger er

un-p die neunte dankt all denen, die mit Mühen, Ideen und Kraft das Entstehen einer neuen Ausgabe ermöglicht haben, oder aber durch ihr Handeln für den Stoff zum Schreiben gesorgt haben. Am Anfang war alles anders und plötzlich gibt es zwei Hefte. Auch in Zukunft wird viel Raum für studentische Gedanken in der un-plaqued sein. Gestaltet ihn mit! 2005 gibt´s eine neue Ausgabe, denn 2x5 ist 10. Danke besonderer Dank gilt: Hanna, Sara, Chrisn, Juliane, Christian Hoh, Niels, Josephine, hc*, Jin Ho, Manja, Franziska, Sabine, Carlo, Sebastian, Melissa, Karen, unseren Eltern, Prof. Presber, OA Blankenstein, Stränger, Jana Paulisch, OÄ mamasweed, the marvellers, Pit, Benny, Christoph, Axel, Rolf, Josi und Ulrike und Erna Dobberstein.

Die in den Artikeln und Mitteilungen ausgedrückte Meinungen sind die Autoren und nicht unbed der ingt die der Redakteuren oder Redakteure und Herausgeber des Herausgebers. lehnen jede Verantwortung oder Inhalt ab und geben keinerlei Garant Haftung für den ie, Gewäh rleistu ng oder Produkte, für die in dieser Empfehlung für die rift geworben wird, die von den Herstellern Zeitsch für die Behauptung derartiger Produkte oder oder Dienstleistungen gemacen, werden. ht

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UN-PLAQUED 09 Raum  

Wie viel ZEIT braucht es, sich seinen RAUM zu schaffen? Wie viel RAUM braucht es, sich frei zu machen von der ewig laufenden ZEIT? Zeit und...

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Wie viel ZEIT braucht es, sich seinen RAUM zu schaffen? Wie viel RAUM braucht es, sich frei zu machen von der ewig laufenden ZEIT? Zeit und...

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