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ZAHNARZT

MEISTERLABOR

Damit für PATIENTEN alles stimmt.

ZAHNARZT - INNUNGSFACHBETRIEB - PATIENT

Qualität - Fachkompetenz - Wohnortnähe Bieten Sie Ihren Patienten alles, was unsere Meisterlabore der ZahntechnikerInnung Berlin-Brandenburg für Sie möglich machen. Die Meisterlabore der AMZ Allianz für Meisterliche Zahntechnik stehen für eine qualitätsgesicherte Zahnersatzversorgung in Wohnortnähe. Zahntechnische Innungsfachbetriebe Ihre leistungsstarken Partner in Berlin und Brandenburg ... meisterliche Fachkompetenz ... zuverlässig und schnell ... ganz in Ihrer Nähe!

Zahntechniker-Innung Berlin-Brandenburg - Tel.: 030 3935036 - www.zibb.de

Zahntechniker-Innung Berlin-Brandenburg


Editorial

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SIE HABEN DIE WAHL!

Es ärgert mich und macht mich wütend. Man könnte aus der Haut fahren und mit der Faust auf den Tisch schlagen. Da kämpfen die Ärzte um eine Anhebung ihrer Honorare und was bieten die kranken Kassen? 0,9 % !!! Das ist skandalös und eine Verachtung des ärztlichen Berufes. Respektlos, arrogant und überheblich hocken die Kassen auf eingenommenen Beiträgen der Patienten. Währenddessen werden die Ärzte wie ungelernte Hilfsarbeiter behandelt. Ihre Arbeit, ihr Können, ihren Dienst am Menschen lässt die Kassenbosse und Politik kalt. Ich neide Niemandem ein nobles Gehalt, aber die Relation muss stimmen. Berliner „Topmanager“ steigerten in 2012 ihr Gehalt um 8,3 %. Zum Beispiel: Berliner Bäderbetriebe Berliner Wasserbetriebe Messe Berlin Vivantes Berliner Immobilien Holding

196.395 € 348.922 € 482.000 € 630.000 € 505.997 €

(Quelle: Morgenpost, 27. August 2012)

Dienstwagen, Sonderzulagen, Krankenversicherung, Altersvorsorge, usw. wurden nicht angegeben. Der Flughafenchef Berlin-Brandenburgs erhält unglaubliche 555.000 € für sein Versagen, während eine Krankenschwester etwa 30.000 € im Jahr für ihre täglich erfolgreiche Arbeit am Patienten verdient. Noch ist es ruhig um die Zahnärzte. Aber auch uns wird man jagen, einmal mehr übel verleumden und als reiche Abzocker diffamieren. Wir müssen uns wehren, alle zusammen, gemeinsam und mutig. Unseren Körperschaften KZV und Kammer sind aufgrund ihrer rechtlichen Situation die Hände gebunden. Aber die Berufsverbände sind frei. Der Freie Verband hat die Struktur, die Kraft und das Geld, diese Gemeinsamkeit bundesweit zu demonstrieren. Dafür steht der FVDZ-Landesverband Berlin mit seinem Vorstand und allen Mitgliedern. Gemeinsam sind wir stark! Wählen Sie den Freien Verband Deutscher Zahnärzte e.V.! Ihr Dr. Jürgen Gromball

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5 Gründe für den FVD ! Wir stehen für freiberuflich tätige Zahnärzte und eine selbstbestimmte Berufsausübung. Wir sind gegen Fremdbestimmung und staatliche Versorgungssteuerung! Wir schützen die freie Arztwahl und freie Arzt-PatientenBeziehung und setzen uns gegen Steuerung und Einflussnahme durch Dritte ein! Wir fördern die Direktabrechnung mit dem Patienten sowie die Kostenerstattung. Wir sind gegen intransparente Sachleistungen! Wir arbeiten für den Bürokratieabbau in der Zahnarztpraxis und gegen die Gängelung durch administrative und staatliche Regelungswut! Wir engagieren uns für eine starke und freie Interessenvertretung und gegen staatliche Aufsicht! Be free. Be FVDZ!


xxxx Inhalt & Impressum

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Editorial

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5 Gründe für den FVDZ

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Frontansichten

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Termine

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Pfaff Berlin – 17. Berliner Prophylaxetag

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Stell Dir vor, es ist Wahl und keiner geht hin

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Sachlichkeit, Ehrlichkeit & Gemeinsamkeit

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Wir müssen uns verändern

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Wir können gestalten!

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6 von vielen

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Noch’n Prozess

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Kammer oder KZV?

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Auf gutem Weg, aber noch nicht am Ziel

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Im Zeichen der Kammerwahl

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Zwischen den Generationen

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CAMLOG Zahntechnik-Kongress

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Wählen Sie!

Herausgeber: Freier Verband Deutscher Zahnärzte e.V. Landesverband Berlin Landesgeschäftsstelle Berlin Pistoriusstr. 8, 13086 Berlin Tel.: 030 / 97005943 Mo + Mi 10.00–14.00 Uhr Fax: 030 / 97005946, e-mail: berlin@fvdz.de Bankverbindung: Dt. Apotheker- und Ärztebank Berlin Kto.Nr.: 000 313 35 40, BLZ: 300 606 01

Konzeption & Gestaltung: Zahnatelier / Ingmar Dobberstein Tel.: 0170 559 2305 e-mail: i_dee@un-plaqued.com Redaktion & Anzeigen: Bani-Verlag Niemke Frühlingsweg 2, 37284 Waldkappel Tel.: 05656 / 923190, Fax: 05656 / 923191 e-mail: bani-verlag@t-online.de Verlag, Satz & Druck: VSR Verlag - Satz und Repro GmbH An der Hebemärchte 5, 04316 Leipzig Tel.: 0341 / 6584220, Fax: 0341 / 6584277 e-mail: mail@vsr-gmbh.de

Chefredakteur: Dr. Jürgen Gromball (V.i.S.P.) ZA Ingmar Dobberstein

Die in den Artikeln und Mitteilungen ausgedrückten Meinungen sind die der Autoren und nicht unbedingt der Redakteure oder des Herausgebers. Wir möchten jedoch im Namen der Meinungsfreiheit und der Diskussionsbildung auch konträre Meinungen veröffentlichen. Redakteure und Herausgeber lehnen jede Verantwortung oder Haftung für den Inhalt ab und geben keinerlei Garantie, Gewährleistung oder Empfehlung für die Produkte, für die in dieser Zeitschrift geworben wird, oder für die Behauptungen, die von den Herstellern derartiger Produkte oder Dienstleistungen gemacht werden. Eine Haftung für Folgen aus unrichtigen oder fehlerhaften Darstellungen wird in jedem Falle ausgeschlossen. Die in der Zeitschrift veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung oder Verwertung der Texte und Bilder sind mit Ausnahme der gesetzlich zugelassenen Fälle ohne Einwilligung des Verlages strafbar.

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FRONT ANSICH TEN

Realität der DV Es ist gute politische Gepflogenheit, dass ein Vorstand, dem nach Prüfung durch den Rechnungsausschuss eine gute Haushaltsführung bestätigt wird, einstimmig über alle Fraktionen entlastet wird. Umso erstaunlicher ist es, dass sich Teile der »Opposition« trotz dieser wiederholten Bestätigung der Wirtschaftsprüfer hier der Stimme enthalten. Noch erstaunlicher ist dabei die Begründung, die rein gar nichts mit dem Kammerhaushalt zu tun hat: Sie enthielten sich, weil sie zuvor nicht in einen der Ausschüsse gewählt wurden. Ebenfalls ist es selbst im Bundestag üblich, über Anträge und Resolutionen, die in einer Versammlung vorgelegt werden, zu debattieren und diese anschließend anzunehmen oder abzulehnen. Die in der letzten DV vom Vorstand vorgelegten Resolutionen, die sich inhaltlich zu bekannten Themen äußerten und grundsätzlich die Interessen der gesamten Zahnärzteschaft repräsentierten, wurden zwar einstimmig, aber dennoch mit ein paar Enthaltungen der »Opposition« angenommen. Die Begründung für dieses Vorgehen überraschte ein weiteres Mal, da sich offensichtlich einige Vertreter nicht in der Lage sahen, einen halbe Seite Antrag während einer vierstündigen Versammlung zu erfassen und sich eine Meinung darüber zu bilden. Auch wenn wir seit Jahren die fehlende politische Arbeit seitens der sogenannten »Opposition« gewöhnt sind, wurde die konstruktive Arbeit der Kammer in den letzten Jahren immer wieder durch Angriffe, Klagen und Prozesse in den eigenen Reihen der Zahnärzte geschwächt. Bei der nun anstehenden Wahl zur Delegiertenversammlung der Zahnärztekammer Berlin muss jeder Zahnarzt selbst entscheiden, ob ein derartiges Verhalten heute noch wählbar ist.

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Bertram Steiner neuer proDente Vorsitzender Der Berliner Zahnarzt und Freiverbandsmitglied Bertram Steiner ist zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Initiative proDente e.V. gewählt worden. Die Neuwahl wurde notwendig, da der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) sein bislang nominiertes Vorstandsmitglied Joachim Hoffmann zurückgezogen hat. Bertram Steiner engagiert sich seit über 20 Jahren im Freien Verband Deutscher Zahnärzte und ist nunmehr nach Sundmacher und Hoffmann der dritte Vorstandsvorsitzende der Initiative. Sundmacher hatte das Amt von 1998 bis 2007 inne. Hoffmann führte die Initiative von 2007 bis 2012. In beiden Amtsperioden stieg die Medienwirkung von proDente stetig an. Während seiner Verabschiedung dankte Hoffmann den Mitstreitern: „Die Arbeit im Vorstand und die Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle war immer vertrauensvoll und zielstrebig“. Er sähe proDente gut aufgestellt und wünsche der Initiative weiterhin viele Erfolge. Der neue Vorstandsvorsitzende Steiner betonte, er wolle auf der geleisteten Arbeit aufbauen: „Die Herausforderungen, den Wert schöner und gesunder Zähne darzustellen, werden angesichts des demographischen Wandels nicht kleiner“, betonte Steiner. proDente e.V. wird seit 1998 durch fünf große Verbände finanziert, die das gesamte dentale Leistungsspektrum in Deutschland repräsentieren. Die Initiative vermittelt fundiertes Fachwissen aus den Bereichen Zahnmedizin und Zahntechnik und will den Wert gesunder und schöner Zähne darstellen. Vor allem die Aufklärungsarbeit von der Prophylaxe bis zur Prothetik steht dabei im Mittelpunkt. Für Zahnärzte und Zahntechniker präsentiert proDente zudem ein umfangreiches Service-Angebot, um die Kommunikation mit den Patienten zu erleichtern. >www.prodente.de

50 Jahre Zahnärztekammer Am 5. Dezember 1962 wurde die Berliner Zahnärztekammer gegründet. Das 50-jährige Jubiläum hat der Vorstand der ZÄK Berlin zum Anlass genommen, einen Tag der offenen Tür in der Zahnärztekammer zu veranstalten. Bis 16.00 Uhr wird man am 5.12.2012 in der Stallstraße 1 die Referate, Mitarbeiter und Vorstände treffen können und sich fernab vom Alltagsgeschehen über Standespolitik, die zukünftigen Aufgaben der Kammer und vieles mehr kollegial austauschen können. Alle Berliner Zahnärzte sind herzlich eingeladen, am 5.12.2012 gemeinsam auf 50 Jahre Freiberuflichkeit anzustoßen. Happy Birthday!

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Das duale Ausbildungssystem als europäisches Erfolgsmodell Das deutsche Modell der Berufsbildung wird in Europa immer beliebter: „Das gute ausgebaute System der beruflichen Bildung gilt traditionell als Garant für die Heranziehung qualifizierter Arbeitskräfte und eine niedrige Jugendarbeitslosigkeit“, schreibt die Europäische Kommission in der Bewertung zum Nationalen Reformprogramm 2012. Tatsächlich wurde in Deutschland im August 2012 mit 8,1 Prozent die geringste Jugendarbeitslosigkeit in Europa gemessen. Im europäischen Durchschnitt lag sie bei 22,7 Prozent. Durch das handlungsorientierte Lernen im Arbeitsprozess sorge das duale Ausbildungssystem nicht nur für hohe Ausbildungsqualität, sondern wirke auch motivierend und belebend auf schwächere Schulabgänger. Die Folge: 85 Prozent der deutschen Bevölkerung zwischen 25 und 64 Jahren verfüge mindestens über einen Abschluss der Sekundarstufe II. Im OECD-Durchschnitt seien es nur 73 Prozent. Dennoch gibt es laut den Regierungskoalitionen aus CDU/CSU und FDP Handlungsbedarf, das System weiter zu entwickeln und in den europäischen Rahmen einzubetten. Das Konzept des dualen Lernens werde inzwischen auch in die Hochschulausbildung transferiert. 900 duale Studiengänge seien bereits registriert. In enger Kooperation zwischen Hochschule und Betrieb erwerben die Absolventen am Ende zwei Abschlüsse, einen Bachelor und einen Kammerabschluss. Besonders die demographische Entwicklung, die mangelnde Ausbildungsreife eines Teils der Jugendlichen, die wachsende Studierneigung der jungen Menschen und ein sich abzeichnender Fachkräftemangel würden das deutsche Berufsbildungssystem zukünftig vor neue Herausforderungen stellen.

Termine

FVDZ - Landesverband Berlin November 2012

Stammtisch Weißensee Montag, 12.11.2012, 20.00 Uhr Restaurant „Tandoori“, Bizetstr. 121, Ecke Lindenallee, 13088 Berlin

Kammerwahl 2012 15.11.-29.11.2012 FVDZ LISTE 6 in Ihrem Briefkasten

FVDZ BAR CAMP - NEU Bezirksgruppe 1 Dienstag, 20.11.2012, 19.30 Uhr Café „Haus Grenander“, Wittenbergplatz 3A, 10789 Berlin Thema „Möglichkeiten der 3D Diagnostik“, F. Uckert 2 Fortbildungspunkte nach BZÄK

Treffen der Bezirksgruppe 3 Dienstag, 27.11.2012, 19.30 Uhr Restaurant „Macedonia“, Hans-Sachs-Str. 4F, 12205 Lichterfelde

Dezember 2012

50 Jahre Zahnärztekammer Berlin Tag der offenen Tür

In eigener Sache

Mittwoch, 05. Dezember 2012, 10.00-16.00 Uhr ZÄK Berlin, Stallstr. 1, 10585 Berlin

Leider ist uns in dem Wahlwerbeschreiben, welches von der Zahnärztekammer versand wurde, ein Fehler unterlaufen. Zahnarzt Albert Essink wurde fälschlicherweise mit einem Dr.-Titel benannt. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.

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2. Landesversammlung 2012 Freitag, 07. Dezember 2012, 17.00 Uhr „Piccola Stella“, Suarezstr. 61, 14507 Berlin (U-Bhf. Sophie-Charlotte-Platz)

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Vortragsblock t Samstag 08.12.2012

1 SPG%S5IPNBT"UUJOt;àSJDI DireLtor der ,liniL f�r 1r¸WentiW[ahnmedi[in 1arodontoloHie und ,arioloHie an der UniWersit¸t ;�rich

Zielgruppe Zahnärzte und Mitarbeiter

"TUSJE1PTOFSt#FSMJO Autorin und 3eferentin fĂ?r 1ersĂˆnlichLeitsentXicLlunH FĂ?hrunH 1r¸sentation und ,ommuniLation

Termin 4Bt6IS

Prof. Dr. Andrea Maria 4DINJEU8FTUIBVTFOt#FSMJO Leiterin Oralchirurgie, zahnärztlichen 3Ăˆntgenologie und $hirurgie, $harit½

Kursgebßhr 119,– ₏

1%%S3BJOFS4FFNBOOt,POTUBO[ Externer Oberassistent in der ,liniL f�r ;ahnerhaltung, 1räWentiW- und ,inderzahnmedizin, UniWersität #ern, 4chXeiz

Fortbildungspunkte 8

„Prävention – ein Leben lang?!“1SPG%S5IPNBT"UUJOt;Ă SJDI 6OUFSTDIFJEFOTJDIEJF1SĂŠWFOUJPOTTUSBUFHJFO EJFXJSCFJ1BUJFOUFOVOUFSTDIJFEMJDIFS"MUFSTHSVQQFOBOXFOEFO %FS7PSUSBHEJTLVUJFSUBLUVFMMF5SFOETVOE&SLFOOUOJTTFJOEFSNPEFSOFO ;BIOFSIBMUVOH So bin ich! Wie Sie souverän jede Situation meistern!"TUSJE1PTOFSt#FSMJO /JDIU8"44JFTBHFO TPOEFSO8*&4JFFTTBHFOCFTUJNNUNB•HFCMJDI*IS7FSIĂŠMUOJT[VBOEFSFO.FOTDIFO"CFSXJFHFOBVTUFVFSOXJSEJFTFT7FSIĂŠMUOJT 8JFMĂŠTTUTJDI FJOFXJSL MJDIUJFGHSFJGFOEF7FSĂŠOEFSVOHFOJNFJHFOFO,PNNVOJLBUJPOTWFSIBMUFOCFXJSLFO )VNPSWPMMVOEFJOGĂ IMTBN[FJHU*IOFO"TUSJE1PTOFSXJF4JFBVGEFO"DITFO WPO/ĂŠIFVOE %JTUBO[ %VSDITFU[VOHTGĂŠIJHLFJUVOE"OQBTTVOHTWFSNĂšHFO*ISF"V•FOXJSLVOHKFEFS[FJUCFXVTTUHFTUBMUFOLĂšOOFO Prophylaxe und FrĂźherkennung von Mundschleimhauterkrankungen1SPG%S"OESFB.BSJB4DINJEU8FTUIBVTFOt#FSMJO %JFSFHFMNʕJHF1SPQIZMBYFJTUFJOFHFFJHOFUF.B•OBINF EJF(FMFHFOIFJUCJFUFU .VOETDIMFJNIBVUWFSĂŠOEFSVOHFOCFSFJUTJN'SĂ ITUBEJVN[VFSLFOOFOVOEEJFXFJUFSF"CLMĂŠ SVOHFOWFSBOMBTTFO%FS7PSUSBHWFSBOTDIBVMJDIUQIZTJPMPHJTDIF7BSJBOUFOEFS.VOETDIMFJNIBVUCJTIJO[VQBUIPMPHJTDIFO7FSĂŠOEFSVOHFO EJFFJOFSTDIOFMMFOĂƒCFSXFJTVOH [VN4QF[JBMJTUFOCFEĂ SGFO Zungenreinigung – pro und contra1%%S3BJOFS4FFNBOOt,POTUBO[ *O[XJTDIFOIBUFTTJDISVNHFTQSPDIFO EBTTEJF;VOHFGĂ SEJF.VOEHFTVOEIFJUFJOFXJDIUJHF3PMMFTQJFMU XBTEJF&NQGFIMVOH[VSUĂŠHMJDIFO;VOHFOSFJOJHVOHOBIFMFHU8BT HFOBVJTUBCFSEFN1BUJFOUFO[VFNQGFIMFOo4DIBCFS #Ă STUF NJU;VOHFOHFMPEFSPIOF 4PMMUFNBOFJOFQSPGFTTJPOFMMF;VOHFOSFJOJHVOHOBDIKFEFS1SPQIZMBYFTJU[VOHEVSDI GĂ ISFOVOETPMMUFTJDIKFEFSRVBTJQSPQIZMBLUJTDIoEJF;VOHFTFMCTU[VIBVTFSFJOJHFO 4DIĂ U[UEBTWJFMMFJDIUTPHBSWPS,BSJFTVOE1BSPEPOUJUJT 8FMDIFTTJOEEJF(FGBISFOVOE /FCFOXJSLVOHFO 'SBHFOĂ CFS'SBHFOoIJFSCFLPNNFO4JFFJOFOĂƒCFSCMJDL %BTWPMMTU¸OEJHF,POHSFTTQSPHSBNNJOLMBMMFS8PSLTIPQ5IFNFOćOEFO4JFBVGXXXQGBăCFSMJOEFPEFSVOUFS *ch aL[eQtiere die AllHemeinen Gesch¸ftsbedinHunHen des 1hiliQQ-1faă-*nstitutes #erlin und melde mich hiermit Werbindlich fĂ?r den o a VortraHsblocL ,ursnummer  an Bitte per Fax an 030 4148967

Titel І Name І Vorname Adresse Telefon І Fax І E-Mail Ort І Datum І Unterschrift

Geburtsdatum


STELL DIR VOR, ES IST WAHL UND KEINER GEHT HIN von Ingmar Dobberstein für den FVDZ Berlin

Alle Jahre wieder rufen die Berliner Körperschaften zur Neuwahl ihrer Gremien. Vom 15. bis 29. November 2012 wird nun die neue Delegiertenversammlung, das höchste Gremium der Berliner Zahnärzte gewählt. Im Anschluss daran wird sich ein neuer Vorstand konstituieren, der die nächsten vier Jahre die Entwicklung der Berliner Zahnärzteschaft steuern wird. Obwohl die Freiberuflichkeit – ein gewachsenes und altes Recht einiger weniger Berufsgruppen – Grundlage unseres Schaffens, der freien Arztwahl und freien Therapiewahl ist, sehen wir uns immer wieder damit konfrontiert, dass die Bedeutung einer Zahnärztekammer und ihrer Arbeit bei den Kollegen unklar ist. Nicht zuletzt zeigt die äußerst geringe Wahlbeteiligung bei den vorangegangenen Kammerwahlen, dass die Kollegen die Notwendigkeit einer gut funktionierenden und freiheitlich ausgerichteten Kammerarbeit offensichtlich nicht verstehen. Wie sonst könnte man erklären, dass die Möglichkeit, die Wege des Berufsstandes mitzubestimmen, nicht mal die Hälfte der Berliner Zahnärzte hinter dem Ofen hervor lockt.

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Natürlich sind verschiedene Gründe für ein politisches Desinteresse bei den Kollegen denkbar. Immerhin können wir bei weitem nicht alle Vorstellungen der Zahnärzte vor dem Staat durchsetzen oder anders gesagt, gibt es wesentlich stärkere Lobbys im Land, als die der medizinischen Leistungserbringer. Andererseits hatten verschiedene Regierungen und noch mehr außermedizinische Interessengruppen schon ganz andere Pläne, wie man die Freiheit der medizinischen Berufe beschneiden könnte, natürlich immer unter dem Rubrum des Patientenschutzes. Auf Kosten der Ärzte und Zahnärzte wird seit Jahrzehnten gespart und mittlerweile immer mehr von Staatswegen der Zugang zu einer modernen ZahnMedizin des 21. Jahrhunderts versperrt.

Können Sie sich vorstellen, wo wir heute wären, wenn es keine politische Arbeit der Kammern gäbe? Glauben Sie, dass sich unsere Freiheiten in der Praxis und dem Beruf von alleine verteidigen? Wissen Sie, wem Sie das Feld dieser aufwendigen politischen Arbeit überlassen, wenn Sie nicht wählen gehen?

Über viele Jahre hätte man behaupten können, dass ohnehin immer die gleichen Gesichter in den Ämtern sitzen und sich deswegen vielleicht auch nicht so viel bewegt. Dieses Argument greift heute allerdings nicht mehr, denn Berlin hat gerade aufgrund der enormen Nachwuchsarbeit des Freien Verbandes mittlerweile den jüngsten Kammervorstand in Deutschland. Auch haben gerade die letzten 10 Jahre der erfolgreichen Koalition zwischen dem Freien Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) und dem Verband der Zahnärzte von Berlin gezeigt, wie eine aktive politische Arbeit für die Kollegen funktioniert. Viele unserer Lösungen und Modelle wurden beispielhaft im Nachgang in anderen Bundesländern übernommen. Stellen Sie sich vor, es ist Wahl und keiner geht hin. Was könnte sich dann noch ändern und verbessern? Die Geschichte zeigt weit über die zahnmedizinische Politik hinaus, dass aktive Einmischung, kritisches Hinterfragen und konstruktive Vorschläge mehr erreichen können, als Verweigerung, ewiges Abwinken oder auch das stille Leiden in der heimischen Praxis. Unsere Mitglieder und Vertreter in den Körperschaften und Gremien stehen genau für diese aktive Einmischung. Sie scheuen sich nicht, die freiheitlichen Überzeugungen unseres Berufsstandes lautstark, nachhaltig und vehement zu verteidigen. Niemand erwartet, dass alle Zahnärzte diese aktive politische Arbeit betreiben sollten, wir haben unseren Beruf aus ganz anderen Gründen gewählt. Aber ich erwarte, dass Sie die aktiven Mitglieder der Zahnärzteschaft unterstützen, die Ihre und unsere Interessen vertreten. Ich erwarte, dass einem jedem Kollegen das eigene Schicksal im Berufsalltag so viel wert ist, dass man sich eine Meinung zu diesen Themen bildet. Deswegen hoffe ich auf Ihre Stimme für eine starke und einige Zahnärzteschaft in Berlin.

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Kammerwahl 2012

SACHLICHKEIT, EHRLICHKEIT & GEMEINSAMKEIT Interview mit Dr. Michael Dreyer Vizepräsident der Zahnärztekammer Berlin

Dr. Michael Dreyer ist Jahrgang 1963 und Vater zweier Söhne. Sein Studium absolvierte er in Berlin, wo er seit 1993 in einer Einzelpraxis in Charlottenburg niedergelassen ist. Seit Gründung des Freien Verbandes in Berlin ist er Mitglied desgleichen und hat sich seitdem im Landesvorstand des FVDZ, als stellvertretender Vorsitzender, Delegierter in der Vertreterversammlung der KZV, sowie seit 4 Jahren im Vorstand der Zahnärztekammer und den letzten beiden Jahren als Vizepräsident engagiert. Für den Freien Verband ist er bei der diesjährigen Kammerwahl 2012 Listenführer und Bindeglied zwischen den Generationen. Berlin Aktuell hat dies zum Anlass genommen und Dr. Dreyer über seine Erfahrungen in der Standespolitik und seine Ziele für die Zukunft befragt.

Wir leben in wechselhaften Zeiten und Aufgaben gibt es genug.

Herr Dr. Dreyer, wie verbinden Sie Standespolitik, Einzelpraxis und junge Familie? Als frisch gebackener Vater meines zweiten Sohnes Dorian (vier Monate alt) und meinem ältesten Sohn Nicolas, der gerade eingeschult wurde, liegt der Fokus sehr intensiv bei meiner Familie. Auch die Tatsache, als „Alleinunterhalter“ eine Praxis zu betreiben, muss mit der Standespolitik und meinem Amt als Vizepräsident der Zahnärztekammer Berlin koordiniert werden. Ich halte mich für einen sehr strukturierten Menschen, der eine sehr akkurate Zeitplanung hat. So nutze ich Mittagspausen oder Zeiträume zwischen Praxis und ehrenamtlichen abendlichen Terminen immer, um meine Kinder um mich zu haben und an ihren Tageserlebnissen Anteil zu nehmen. Dies ist allerdings nur möglich, weil meine Partnerin und meine Mitarbeiter mich unterstützen, entlasten und mir den Rücken frei halten, wofür ich mich hiermit herzlich bedanken möchte. Ohne diese Unterstützung wäre es sehr schwer, das Ehrenamt wirklich auszufüllen.

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Welche Notwendigkeiten sehen Sie aktuell für den zahnärztlichen Berufstand? Wir leben in wechselhaften Zeiten und Aufgaben gibt es genug. Die Aufzählung würde hier sicherlich den Rahmen sprengen. Ich will nur vier Beispiele nennen: Die neue GOZ wird uns mit Sicherheit noch einige Zeit beschäftigen. Zur derzeitigen Anwendung aufgrund gesetzlicher Vorgaben sind noch viele Einzelfragen zu klären. Langfristig gesehen ist die Verweigerung des Gesetzgebers, den Punktwert der GOZ anzupassen, nicht akzeptabel. Der Kampf um eine angemessene Honorierung unserer Leistungen wird also weiterhin oberste Priorität haben. Auch die in Arbeit befindlichen neuen Auflagen im Hygienebereich, die zwar für Krankenhäuser sinnvoll sein können, aber unpassender Weise auch auf zahnärztliche Praxen übertragen werden, sind kontroverse Diskussionspunkte. Ungemein wichtig ist die Aus- und Fortbildung zahnärztlicher Mitarbeiter geworden, sowie die Steigerung der Attraktivität aller zahnärztlichen Mitarbeiterberufe. Die Zahnärztekammer und der Referatsleiter Ingmar Dobberstein sind hier bereits aktiv mit Programmen tätig. Diese müssen weitergeführt und ausgebaut werden. Einer der wichtigsten Punkte ist die Steigerung des Interesses und Engagements der einzelnen Kollegen/innen an der Standespolitik. Eine Wahlbeteiligung von 50 Prozent ist leider viel zu

Der Kampf um eine angemessene Honorierung unserer Leistungen wird also weiterhin oberste Priorität haben. wenig, um ausreichend Gewicht in Beschlüsse der Kammer zu legen. Hier halte ich viel Motivation für notwendig, um die Kollegen/innen wieder enger einzubeziehen.

Wie wollen Sie diese Motivation erreichen? Motivieren kann man immer nur dann, wenn die Nähe zu den Fragen und Problemen der Kollegen noch vorhanden ist. Ich, aber auch alle meine Mitstreiter, sind immer offen für eine per-

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sönliche Ansprache, gehen aber auch direkt auf die Kollegen zu, um konstruktiv Fragen zu klären. Die Kammer wird weiterhin stärker zum Serviceunternehmen für Kollegen und Patienten ausgebaut, die Kommunikation auch über die neuen Medien weiter verbessert. Auf diese Weise werden wir mehr Kollegen erreichen und direkter auf Bedürfnisse reagieren können.

Warum sind Sie ursprünglich Mitglied des Freien Verbandes geworden? Das hat einen persönlichen Hintergrund aus der Studienzeit. Ein Kommilitone aus einem höheren Semester und auch heute noch guter Freund und Kollege, sprach mich auf den Freien Verband und seine Vorteile fürs Studium an. Ich habe die Möglichkeiten genutzt, bin gleichzeitig aber auch über Zukunftsperspektiven meines Berufes informiert worden. Das Interesse war geweckt und die Kollegen des Freien Verbandes standen mir immer für Fragen und Diskussionen zur Verfügung. Nach vielen Gesprächen blieb für mich das Programm des Freien Verbandes alternativlos, gerade weil es auch intern immer wieder in Frage gestellt und verbessert wird.

sante Lebensperspektiven in Betracht ziehen, als bereits etablierte Kollegen. Hier ist es sehr spannend, Bewährtes mit Neuem zu verbinden.

Haben Sie eine standespolitische Wunschliste? Wie wirkt sich diese Erfahrung auf Ihre jetzige Tätigkeit aus? Positiv in jeder Hinsicht. So wie mir damals als jungem Kollegen von erfahrenen Zahnärzten Tipps und Hinweise gegeben wurden, möchten meine Verbandskollegen und ich Bindeglied zwischen „alter“ und „junger“ Generation sein. Gefühlsmäßig bin ich der jüngeren Generation sehr verbunden – altersmäßig und sozial „gestanden“, abends nach Feierabend, fühle ich mich auch schon mal etwas „älter“. Auf dieser Grundlage gelingt der Generationenwechsel in unserem Verband eigentlich problemlos. Gerade für den Berliner Freien Verband nehmen die jungen Kolleginnen und Kollegen nicht erst seit gestern eine besondere Bedeutung ein. Zum Einen, weil die Zahl der Frauen in der Zahnmedizin weiter steigen wird und zum anderen, weil junge Zahnärztinnen und Zahnärzte heute deutlich andere, interes-

Die ist sicherlich lang und in vielen Dingen nicht leicht oder gar nicht erfüllbar. Was mir besonders wichtig ist und auch machbar wäre, ist die Verbesserung des kollegialen Umgangs miteinander. Sehr gerne können wir harte, aber sachliche und ehrliche Diskussionen zu standespolitischen Themen führen. Dennoch benötigen wir mehr Geschlossenheit nach diesen Diskussionen und demokratischen Entscheidungen nach außen, auch wenn unter den Zahnärzten die Diskussionen weitergeführt werden. Auf dieser Basis möchte ich in Zukunft in den Gremien arbeiten und erhoffe diese Einstellung auch von den anderen Beteiligten.

Volker Schorling

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Kammerwahl 2012

WIR MÜSSEN UNS VERÄNDERN Interview mit Juliane Gnoth Mitglied des Vorstandes der ZÄK Berlin Referat Fort- und Weiterbildung

Seit zwei Jahren ist Juliane Gnoth die jüngste Frau in einem Kammervorstand in Deutschland. Sie wurde 1981 in Zwickau geboren und ist im vogtländischen Elsterberg aufgewachsen. Nach ihrer Lehre zur Zahntechnikerin in Münster studierte sie Zahnmedizin in Leipzig. Nach dem Examen führte ihr Weg direkt nach Berlin, wo sie bis heute als Angestellte Zahnärztin arbeitet und sich auf den Gebieten der Funktionstherapie und Ganzheitlichen Zahnheilkunde spezialisiert. Seit Beginn ihres Studiums engagiert sie sich über ihre eigenen Belange hinaus, zuerst in der Fachschaft in Leipzig, dann als Vorsitzende des Zahnmedizinischen Austauschdienstes (ZAD) beim Freien Verband in Bonn, als Präsidentin der International Association of Dental Students sowie bis heute in den jungzahnärztlichen Verbänden BdZA (Bundesverband der zahnmedizinischen Alumni in Deutschland e.V.) und Young Dentists Worldwide (YDW).

Denn erst in der Zukunft wird sich zeigen, ob die gleiche Anzahl von Zahnmedizinern mit einem höheren Frauenanteil auch die gleiche Versorgungsleistung in der Bevölkerung bewältigen kann. Was macht Deiner Meinung nach einen guten Kammervorstand aus? Generell sollte heutzutage in derartigen standespolitischen Gremien eine gute Balance aus jüngeren und erfahrenen sowie Kolleginnen und Kollegen vertreten sein. Ich finde es unter diesem Aspekt außergewöhnlich, wie man mich vor zwei Jahren im Vorstand der Berliner Zahnärztekammer als junge Frau aufgenommen hat. Man kannte mich kaum und ich musste mich natürlich auch an die Arbeitsweise einer Körperschaft gewöhnen. Obwohl ich seit einiger Zeit in mehreren Verbänden tätig bin, ist die Zahnärztekammer als Körperschaft öffentlichen Rechts eine andere Ebene, denn meine Entscheidungen können Präze-

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denz-Wirkung in Berlin, aber auch dem Bundesgebiet haben. Ich musste lernen zwischen wichtig und unwichtig zu entscheiden und meine Denkweise in verschiedenen Gebieten verändern. Man entscheidet in einem derartigen Amt immer für die Gemeinschaft und nicht für sich selbst. Gerechtigkeit sollte dabei die höchste Priorität haben, was der jetzige Vorstand auch sehr konstruktiv umsetzt.

2017 ist das Jahr, ab dem es laut Hochrechnungen mehr Zahnärztinnen als Zahnärzte in Deutschland geben wird. Was sollte die Standespolitik bis dahin getan haben? Mehr Frauen in die aktive Standespolitik zu integrieren, wäre mein erster Wunsch, denn dieses Verhältnis sollte sich auch in den Kammern und anderen berufsständischen Organisationen wider spiegeln. Noch lange nicht alle Kammern haben überhaupt Frauen in ihren Vorständen und auch in der Bundesversammlung der BZÄK sind nur wenige Frauen vertreten. Themen wie Work-Life-Balance und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind wichtig für Zahnärztinnen, aber auch für die männlichen Kollegen. Ein Beispiel ist die Weiterbildung in Teilzeit. Diese ist nach unserer Berliner Weiterbildungsordnung nur in Ausnahmefällen möglich. Da sich aber nicht nur der Wunsch nach mehr Zeit mit der Familie, sondern auch die Tendenz zu anderen Berufsausübungsformen und Lebenskonzepten zunimmt, wurden diese Themen jetzt auch von der BZÄK aufgegriffen. Die neue Musterweiterbildungsordnung der Bundeszahnärztekammer wurde im Juni nach vielen Jahren Arbeit endlich verabschiedet und sieht die Teilzeitweiterbildung als reguläre Möglichkeit vor. Dies ist nur ein Beispiel, denn erst in der Zukunft wird sich zeigen, ob die gleiche Anzahl von Zahnmedizinern mit einem höheren Frauenanteil auch die gleiche Versorgungsleistung in der Bevölkerung bewältigen kann.

Wie ist es für Dich als einzige Frau, im Vorstand der Zahnärztekammer zu arbeiten? Von Anfang an bin ich gut aufgenommen worden, auch wenn ich großen Respekt vor der Aufgabe hatte und wie gesagt viel ler-

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nen musste. Mit jeder neuen Entscheidung lerne ich dazu. Neben der Tatsache dass ich eine Frau bin, war ich auch noch keine 30 Jahre alt, weswegen ich dem Freien Verband Berlin sehr dankbar für den Vertrauensvorschuss bin. Am Anfang war ich natürlich etwas vorsichtig, meine Meinung zu äußern und habe vor allem viel zugehört und nachgefragt. Aber ich freue mich über den Respekt, der mir entgegen gebracht wird. Ich bin gerne die einzige Frau in der Runde, aber ich wünschte mir auch, dass andere Zahnärztinnen mehr aktive Arbeit in den Gremien machen würden.

Welche Eigenschaften sollte man als Standespolitiker/in mitbringen? Ein Interesse und Verständnis für Politik im Allgemeinen sowie ein Bedürfnis für »Menschlichkeit« halte ich für unverzichtbar. Man sollte sensibel sein

für die Probleme der Kollegen, darf aber gleichzeitig Konflikte nicht scheuen. Es ist wichtig, dass man sich zurück nehmen kann, denn es geht eben nicht darum, sich persönlich zu profilieren, sondern Lösungen und Angebote für alle Kammermitglieder zu finden. Gerade dafür ist die Konstellation des Kammervorstandes sehr wichtig. Auf die Zahnärzteschaft kommen monatlich neue Themen und Gesetze zu, die uns betreffen und bewegen. Hier müssen wir gemeinsam immer am Ball bleiben.

Es ist wichtig, dass man sich zurück nehmen kann, denn es geht eben nicht darum, sich persönlich zu profilieren, sondern Lösungen und Angebote für alle Kammermitglieder zu finden.

Warum bist Du im Freien Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ)? Vor fast 10 Jahren bin ich als Fachschaftsprecherin der Uni Leipzig auf der Bundesfachschaftstagung in Greifswald in den FVDZ eingetreten. Für mich war klar, dass ich die Studentenpolitik als Aktive verfolgen wollte, mich interessierte damals schon, was Zahnmediziner bundesweit bewegt. Ein Jahr später wurde ich Vorsitzende des Zahnmedizinischen Austauschdienstes (ZAD), der beim FVDZ in Bonn sitzt. Ich war dadurch wesentlich näher am Geschehen des Verbandes und damals schon davon überzeugt, dass der FVDZ zukunftsorientiert denkt. Wenn man Politik für die Kolleginnen und Kollegen in Berlin macht, sollte man dies auch deutschlandweit tun. Da kommt man am FVDZ meiner Meinung nach nicht vorbei. Es ist klar, dass in einem so großen Verband die Interessen nicht immer gleich sind, aber auf Ebene des Landesverbandes finden wir immer einen gemeinsamen Nenner.

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Kammerwahl 2012

WIR KÖNNEN GESTALTEN! Interview mit Ingmar Dobberstein Mitglied des Vorstandes der ZÄK Berlin Referat Aus- & Fortbildung ZFA & Mitarbeiter

Ingmar Dobberstein ist Jahrgang 77 und hat als Urberliner Zahnmedizin in der Hauptstadt studiert. Seit dem Examen arbeitet er in der familiären Praxis in Mitte und fokussiert sich dabei vor allem auf Zahnerhaltung, Funktionstherapie und Ganzheitliche Zahnheilkunde. 2001 hat er seine Leidenschaft als Medienschaffender entdeckt und gibt seitdem das »un-plaqued« Magazin für Mensch und Bildung heraus. Sein standespolitisches Engagement startete er als Fachschaftsvorsitzender am Standort Mitte und Nord und setzte dies später in den Vorständen verschiedener Verbände fort. Er ist Gründungsmitglied und Vize des BdZA und auf internationaler Ebene bei Young Dentists Worldwide aktiv. Für den Freien Verband ist er seit sechs Jahren im Vorstand der Zahnärztekammer Berlin tätig und betreut dort das ZFA Referat.

Du warst das jüngste Vorstandsmitglied in der Geschichte der deutschen Zahnärztekammern? Wie hast Du die Standespolitik damals und heute empfunden? Als der Freie Verband in Berlin 2007 auf mich zukam und fragte, ob ich mir eine Position im Kammervorstand vorstellen konnte, war ich sehr überrascht, weil ich bis dato derartige Positionen nur von älteren Kollegen besetzt sah. Im Grunde genommen hat sich außerhalb von Berlin weder in den Verbänden noch in den Körperschaften diesbezüglich viel bewegt. Der Berliner Kammervorstand ist in seiner Gesamtheit mit Abstand der jüngste in Deutschland. Das ist gut so und auf allen bundesweiten Veranstaltungen durchaus spürbar. Es war eine große Ehre, für den Verband in den Vorstand zu gehen und ich hoffe, die an mich gestellten Erwartungen und Aufgaben in den letzten sechs Jahren gut erfüllt zu haben. Ich habe in der Zeit sehr viel gelernt und kann mit Freude sagen, dass die Arbeit in diesem Vorstand auch viel Spaß gemacht hat. Überhaupt ist es sehr bezeichnend, sowohl für die Arbeit im Berliner FVDZ Vorstand als auch im Kammervorstand, dass ich mich jederzeit so einbringen konnte, wie ich bin. Auf beiden Ebenen war und ist es möglich und gewollt, dass Meinungen und Ansichten so vorgetragen und diskutiert werden können, wie sie es verdienen. Das führt nicht selten zu Reibereien, aber rück-

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wirkend betrachtet immer zu konstruktiven Ergebnissen. Dafür bin ich allen beteiligten Kollegen sehr dankbar.

Wie konntest Du Ziele des Freien Verbandes im Amt in der Zahnärztekammer in den letzten Jahren umsetzen? Ziele und Wünsche sind immer das eine, eine gewisse Realpolitik das andere. Ich habe die Berliner Kammerpolitik der letzten Jahre als größtenteils erfolgreich empfunden. Wir haben die Freiberuflichkeit sowie die Gestaltungsfreiheit der GOZ erhalten, auch wenn wir bei der Steigerung des Punktwertes bisher keinen Erfolg hatten. Begehungen durch Gesundheitsämter sind in Berlin eine absolute Seltenheit, weil wir, auch Dank der Arbeit des Freiverbändlers Lewon Tunjan, mit dem BUS-Dienst viel Vertrauen aufgebaut haben und sehr gut aufgestellt sind.

Ziele und Wünsche sind immer das eine, eine gewisse Realpolitik das andere. Die Zusammenarbeit mit den anderen Körperschaften wie KZV und Versorgungswerk, aber auch den staatlichen Organen, sind besonders im Vergleich zu anderen Bundesländern weitestgehend harmonisch und gut. Das liegt nicht zuletzt an der Koalition zwischen FVDZ und dem Verband der Berliner Zahnärzte, die mittlerweile viele Bewährungsproben gut überstanden hat. Für mich von besonderer Bedeutung ist die Entwicklung der Mitarbeitersituation. Hier sind zwar einschneidende Veränderungen zu vermerken, allerdings ist die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Berlin bisher konstant geblieben. Damit gehören wir zu den wenigen Bundesländern, die bisher noch keinen echten Fachkräftemangel zu verzeichnen haben. Diese Situation ist auf ein hervorragendes Team in der Kammer, eine gute Zusammenarbeit mit den Berufsschulen, Prüfungsausschüssen und Philipp Pfaff Institut, sowie zahlreiche Innovationen und neuen Engagements zur Berufseinsteigergewinnung zurück zu führen.

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um Arbeitszeiten und Geld, sondern zukünftig ebenso um Praxisklima, Flexibilität in der Arbeitsstruktur, Altersvorsorge und vieles mehr. Gute Mitarbeiter zu bekommen und an eine Praxis zu binden wird zukünftig also wesentlich aufwendiger und teurer werden. Es ist daher logisch, dass die Bedeutung von Ausbildung wesentlich größer wird als heute. Ich kann daher nur alle Kollegen, vor allem auch die jüngeren, dazu auffordern, sich nachhaltig mit dem Thema Ausbildung zu beschäftigen. Gerade in unserem Beruf, der so vielen technischen Neuerungen unterworfen ist und dabei einigen Delegationsspielraum hat, wird es noch wichtiger, wirklich hochqualifizierte Mitarbeiter zu haben. Da ich hier auch einen gewissen Generationenwechsel sehe, was die Bedeutung und Wertschätzung von ZMP´s und DH´s angeht, glaube ich fest, dass deren Zahl enorm steigen wird. Gerade die sehr ernst zu nehmende Diskussion, inwieweit Delegation durch Substitution ersetzt und damit auch unserem Einflussbereich entzogen werden soll, wird uns noch viel beschäftigen. Hier müssen wir vor allem aufpassen, dass wir dem Staat durch Missbrauch des Delegationsrahmens nicht selbst in die Hände spielen.

Wie bist Du zum Freien Verband gekommen? Nachdem ich mein Examen und damit auch die Fachschaftsarbeit beendet hatte, entstand schon ein kleines Loch im Bereich Engagements für den Rest der Gesellschaft. Immerhin hatte ich während des Studiums gelernt, dass man seine unmittelbare Umwelt und gewisse Lebensumstände sehr wohl beeinflussen kann.

Welcher Trend ist im Bereich der Mitarbeiter (ZFA) zu erwarten? Wo steuert die Fachkräftesituation in den nächsten Jahren hin? Wir brauchen uns keine falschen Hoffnungen zu machen: Die Mitarbeiter, vor allem die guten, werden sehr knapp werden. Hauptverantwortlich dafür ist der demografische Wandel, der ja noch nicht mal richtig angefangen hat. Es wird sich also erst zwischen 2015 und 2020 zeigen, womit wir dann die nächsten dreißig Jahre umgehen werden müssen.

Wir brauchen uns keine falschen Hoffnungen zu machen: Die Mitarbeiter, vor allem die guten, werden sehr knapp werden.

Das war 2004 und brachte mich dazu, mir die sogenannte Standes- und Verbandspolitik in Berlin etwas genauer anzusehen. Da ich definitiv ein Freiheit liebender Mensch bin, war der Freie Verband eine der wichtigsten Optionen. Zu dieser Zeit befand sich der Verband bereits in allen Vor- und Nachteilen eines Generationenwandels, der sich nicht immer einfach gestaltete. Ich habe allerdings bei allen Meinungsverschiedenheiten und Diskussionen sehr kritisch hinterfragende und an der Sache interessierte Menschen vorgefunden. Das hat mich beeindruckt und zur Mitarbeit angeregt. Mittlerweile befinden wir uns im Landesverband in einer ganz anderen Phase des Generationenwandels. Wir haben aus früheren Fehlern gelernt und sind heute aktiv vom Studenten bis zum Pensionär, vom Angestellten bis zur Einzelpraxis und vom Generalisten bis zum Spezialisten sehr breit aufgestellt. Ich möchte mich an dieser Stelle dafür bedanken, dass meine Kollegen mir dieses Vertrauen entgegen gebracht haben. Über die Politik hinaus ist es immer ein Gewinn, sich im Kreise von Kollegen aller Generationen über das Leben in der Zahnmedizin auszutauschen.

Definitiv konkurrieren unsere Mitarbeiterberufe schon heute mit allen anderen Berufsbildern und Studiengängen, die derzeit auf dem Markt sind. In naher Zukunft wird hier sogar noch die Konkurrenz mit anderen europäischen Ländern hinzukommen, da vielerorts bereits bessere Gehälter als in Deutschland geboten werden und die Anerkennung deutscher ZFA im Ausland sehr hoch ist. Wenn man in diesem Zusammenhang über die Attraktivität eines Berufes spricht, geht es bei weitem nicht nur

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Ihre Kollegen für den Freien Verband FVDZ-Berlin Liste 6:

6 VON VIELEN

Michael Dreyer Juliane Gnoth Albert Essink Thekla Wandelt Ingmar Dobberstein Bertram Steiner Lars Eichmann Karsten Geist Eleni Kapogianni Hendrik Felke Marko Milicevic Jürgen Gromball Marius Radtke Klaudia-Adrijana Miletic Rita Prüfer Florian Sachs Angelika Senger Arnt Gerstenberger Jana Volmajer Lewon Tunjan Manfred Wegner Jan-Günter Frenzel Winfried Bergmann Elio Adler Bernhard Bost Susanne Sachs Uwe Hoffmann Ute Glaser Jasmina Riedel Bernd Reimer Ursula Winkler Holger Frohme Franz Tilpe Angelika Speda-Hübsch

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Dr. Michael Dreyer Jahrgang 1963 tätig in Charlottenburg Vizepräsident der ZÄK

„Ich bin im Freien V ich nur hier die Interes Zahnärzte vertreten se

zukunftsweisende Idee den sind. Mir macht es engagierten Kollegen z an der Zukunft unseres arbeiten.“

ZÄ Eleni Kapogianni Jahrgang 1971 tätig in Charlottenburg Mitglied im FVDZ seit 200

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„Ich bin im Freien Verba nd ich die Position der Fraue n in Berufsstand stärken mö chte. I mehr Kolleginnen müsse n Kin Praxis unter einen Hut bri ngen es wichtig sich mit einzub ringe Außerdem halte ich die Unters unserer Freiheit für unab dingb

ZA Albert Essink Jahrgang 1949 tätig in Reinickendorf Vorsitzender des VA des

Versorgungswerkes der ZÄ

„Dieser Verband hat b und nur so funktioniert B immer wieder durchgeset Vertrauensverhältnis von

ent durch die Unabhängig und Therapiewahl erhalt Das ist das Wesen eines fr

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ZÄ Juliane Gnoth Jahrgang 1981 tätig in Charlottenburg Vorstandsmitglied der ZÄK Berlin für den Bereich Fort-/Weiterbildung „Viele Entscheidungen in der Standespolitik werden auf Bundesebene getroffen und wirken sich nicht nur auf Berlin aus. Deshalb kommt nur ein Verband in Frage, der auch im gesamten Bundesgebiet aufgestellt ist.“

burg ZÄK Berlin

en Verband, weil

eressen der n sehe und

Ideen vorhanht es Spaß, mit

en zusammen seres Berufes zu

Dr. Jürgen Gromball Jahrgang 1945 tätig in Spandau Vorsitzender des FVDZ Berlin „Ich bin im Freien Verband, weil ich meine Freiberuflichkeit unter allen Umständen erhalten möchte. Nur mit einer geeinten Zahnärzteschaft von Schleswig bis Bayern können wir uns dem Zugriff der kranken Kassen entziehen. Unsere Leistung verdient

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band, weil

n in unserem

ein angemessenes Honorar.“

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ngen – da ist ringen. nterstützung

ingbar.“

LISTE 6 ZA Ingmar Dobberstein Jahrgang 1977

es

tätig in Mitte

er ZÄK Berlin

Vorstandsmitglied der ZÄK Berlin für den Bereich ZFA & Mitarbeiter

hat bundesweit, ert Berufspolitik, esetzt, dass das von Arzt und Pati-

+

„Ich bin im Freien Verband, weil ich hier die besten Menschen vorgefunden habe. Der Faktor »Mensch«

ngigkeit der Arzthalten bleibt. es freien Berufes.“

entscheidet zu oft, wie gut oder schlecht sich etwas entwickelt. Im Verband wird der Generationenaustausch beispielhaft gelebt.“

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Politik

NOCH’N PROZESS von Albert Essink

Wem will die Union aus DAZ-BUZ-IUZB-Medeco-GPZ da etwas beweisen? Dass sie Prozesse ohne Ende anstrengen können? Das haben sie doch schon seit Jahren bewiesen. Nicht so erfolgreich, wie sie es gerne hätten, siehe auch die jüngste einstweilige Anordnung gegen ein führendes IUZB Mitglied. Was soll´s? Zwischenergebnisse wurden triumphierend veröffentlicht, als wären es Urteile; selbst das Erheben von Anzeigen hatte in den einschlägigen Mitteilungen schon den Charakter eines Schuldspruches. Doch die Staatsanwaltschaft machte den Herren einen Strich durch die Rechnung: Verfahrenseinstellung mit Persilschein. Eine ganze Amtsperiode in der KZV wurde so vertan. Wichtige Probleme kamen bestenfalls noch am Rande vor. Prozesse ersetzen eben keine Standespolitik. Auch der immer wiederkehrende Versuch, Ergebnisprotokolle von Sitzungen zu eigenen Wahlschreiben umzufunktionieren (natürlich aus dem KZVHaushalt finanziert), war zu offensichtlich. Und nun auch im Versorgungswerk! Mit Aufrufen, grundsätzlich alle Bescheide des Versorgungswerkes mit Widerspruch anzufechten, fing es an. Die Beteiligung war unerwartet gering, aber jeder Widerspruch machte Arbeit und löste damit Kosten aus. Wer bezahlt dafür? Wir alle! Wenn dann vielfach nicht einmal substantiierte Begründungen folgten, musste nach Aktenlage entschieden werden. Doch dann wurden von den führenden Personen dieser Gruppierungen Klagen eingereicht. Damit wurde die Beauftragung von Rechtsanwälten und Gutachtern notwendig. Natürlich wieder nicht ohne dabei Kosten zu verursachen. Dann waren da auch Klagen gegen Veröffentlichung eines MBZ Artikels mit dem Verlangen von Gegendarstellungen jeweils durch den Kammerpräsidenten, den Kammervizepräsidenten und durch das VZB. Diese endeten in einem Vergleich, weil der Richter sagte, dass das VZB natürlich keine politische Wahlwerbung machen dürfe. Er sagte aber auch, dass alle Behauptungen der Kläger über angebliche Inhalte des Artikels darin nicht zu finden seien und der Inhalt des Artikels den Tatsachen entspräche; ohne Vergleich würden die Kläger voll unterliegen. Da dem VZB nicht daran gelegen war, Siege auszukosten und die Kollegen durch weitere Gerichtskosten zu belasten, willigte es in den Vergleich ein. Dies hinterher in einen Prozesserfolg für die sogenannte „Opposition“ umzumünzen, ist schon eine Dreistigkeit, aber es ist ja Wahlkampf! Indes wurden die Eigeninteressen der Kläger gegen die Anwartschaften oder Rentenbescheide deutlich. Das Verwaltungsgericht wies all diese Klagen als unbegründet ab. Also zogen die

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Eines ist aus allen Urteilen herauszulesen: Das Verhalten des Verwaltungsausschusses des VZB sowie von Vorstand und Delegiertenversammlung der Zahnärztekammer war richtig und der Situation angemessen. Ein besseres richterliches Zeugnis hätte die Opposition nicht bewirken können.

Kläger vor das Oberverwaltungsgericht. Dort unterlagen die Kläger wiederum auf voller Linie. Die Berufung wurde ohne Zulassung einer Revision zurückgewiesen. Die Kläger hatten die Kosten der Berufungsverfahren zu tragen. Eine Beschwerde wegen fehlenden rechtlichen Gehöres wurde zurückgewiesen. Der gleiche Kollege versuchte es daraufhin noch mit einem Antrag auf Berichtigung des Tatbestandes in der Urteilsbegründung – erneut erfolglos. Inzwischen legten die Kollegen gegen die Nichtzulassungen der Revision Beschwerde ein. Auch Verlieren will gelernt sein. Eines ist aus allen Urteilen herauszulesen: Das Verhalten des Verwaltungsausschusses des VZB sowie von Vorstand und Delegiertenversammlung der Zahnärztekammer war richtig und der Situation angemessen. Ein besseres richterliches Zeugnis hätte die Opposition nicht bewirken können. Unterstützen Sie die gute Arbeit unserer FVDZ Mitglieder in den Gremien.

Albert Essink ist Jahrgang 1949 und seit 1977 Zahnarzt. Seit 1981 ist er in Berlin-Reinickendorf niedergelassen und seit Anfang der Neunziger Mitglied im Freien Verband. In der Zeit seines standespolitischen Engagements war er für die Berliner Kollegen in der Vertreterversammlung der KZV, der Delegiertenversammlung der Zahnärztekammer Berlin sowie im Vorstand des Landesverbandes des FVDZ tätig. Seit 1999 ist er Vorsitzender des Verwaltungsausschusses des Versorgungswerkes der ZÄK Berlin. Unter seiner Leitung fand unter anderem der Neuaufbau der Verwaltung sowie die Neugestaltung der Satzungsstruktur mit Generationengerechtigkeit statt. Er ist maßgeblich mitverantwortlich, dass wir heute auf ein stabiles Versorgungswerk mit voller Kapitaldeckung vertrauen können.

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Politik

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KAMMER ODER KZV? von Karsten Geist

Oft werde ich gefragt, wo es mir besser gefalle – in der Kammer oder in der KZV? Nun war ich gleichermaßen fast 6 Jahre in beiden Vorständen tätig, auch wenn die letzten zwei Jahre aufgrund der intensiveren Arbeit in der Hauptamtlichkeit zu einer KZV-Lastigkeit führten. Die Antwort ist nach wie vor dieselbe: Man kann es nicht vergleichen, und: Wichtig sind sie beide und brauchen deswegen unser Engagement!

geschrieben worden, ich möchte hier aber einige praktische Dinge erwähnen: Als Kammermitglied gehöre ich meinem Berufsstand an, einer Gemeinschaft, die sich gegenseitig stützen und gleiche Ziele verfolgen sollte. Berufspolitische Ziele, die dazu dienen, die Arbeit zu erleichtern, die Versorgung der Patienten zu verbessern, den Umgang mit dem Staat und den Versicherungen zu optimieren.

Ein Verständnis für beide Seiten zu haben und die jeweilige „Denkart“ zu kennen, ist sehr hilfreich.

Dabei ist es wichtig, die Erfahrungen der älteren Kolleginnen und Kollegen im Blick zu behalten, um Fehler nicht zu wiederholen. Ebenso wichtig ist es, den Nachwuchs frühzeitig zu integrieren, gerade weil wir alle einem „Nachwuchs“ entwachsen sind. Daher ist es unerlässlich, die Zusammengehörigkeit zu fördern, anstatt Neid und Missgunst zu schüren.

Dennoch geht es in der Kammerarbeit um mehr. Es geht um die Ich habe das Glück, beide Körperschaften sehr genau zu kenallgemeine und praktische Berufsausübung, die fachliche Fortnen. Ein Verständnis für beide Seiten zu haben und die jeweiund Weiterbildung, die Ausbildung des Personals und nicht zulige „Denkart“ zu kennen, ist sehr hilfreich. Als ich 2005 von letzt auch um die Ehre, also die Berufsordnung, die das Mitder KZV in die Kammer wechselte, nahm ich mir vor, das eher einander in der Gemeinschaft regelt. Hier dürfen wir uns als zerrüttete Verhältnis zwischen diesen Körperschaften zu verBerufsstand keine Unaufmerksamkeiten leisten. Dem allgemeibessern. Mir wollte einfach nicht in den Kopf, dass mehr Wert nen Werteverfall folgt auch der Verfall der Kollegialität. Mit auf die Konkurrenz und Abgrenzung gelegt wurde, als auf Kosteigender Konkurrenz entgleisen die Werbeaktivitäten einiger operation. Jede Körperschaft hat ihre sehr eng umschriebenen weniger Kollegen und es nehmen die herabwürdigenden ÄußeAufgaben und wird von den Zahnärztinnen und Zahnärzten rungen über die Arbeitsergebnisse von Kollegen zu. Leider wird getragen, die jeden Tag ihre Frau bzw. ihren Mann an der „Patientenfront“ stehen. Beide können den Kolleginnen und Als Kammermitglied gehöre ich meinem BerufsKollegen das Leben schwerer oder leichter machen und beide müssen ab und zu stand an, einer Gemeinschaft, die sich gegenseitig auch Druck nach außen verbreiten, dastützen und gleiche Ziele verfolgen sollte. mit die Gesellschaft und die Zahnärzteschaft, als ein Teil dieser, in Frieden miteinander leben können. die Selbstverwaltung, gerade was die Werbeeinschränkung beEin gewisser Wettbewerb lässt sich dennoch nicht vermeiden. trifft, immer wieder durch die Rechtsprechung ausgebremst. So Während die Bedeutung einer KZV jedem Mitglied deutlich ist dass es über kurz oder lang zu mehr Würdelosigkeit im Miteinund zumindest theoretisch die Möglichkeit bestünde, aus der ander und damit auch der Glaubwürdigkeit in der Gesellschaft KZV auszutreten, ist die große Bedeutung der Kammer bei weikommen wird – durch eigene Kollegen erstritten. tem nicht jedem Mitglied klar. Die Mitgliedschaft in der Kammer zu kündigen verlangt immerhin die Rückgabe der ApproBedrohungen unserer Freiberuflichkeit lauern in vielfältiger bation und das ist starker Tobak! Was habe ich denn nun davon, Form permanent und überall. Hygienerichtlinien und InfekKammermitglied zu sein? Viel ist in der Vergangenheit darüber tionsschutz, Arbeitsschutz, Datensicherheit, Patientenrechte,

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Irrigationswasser, Aufbereitung der Instrumente, GOZ, Bürokratie und vieles mehr. Diese und viele weitere Dinge beeinflussen alle Vertragszahnärzte, denn kein Mehraufwand kann einfach auf das Honorar aufgeschlagen werden. Das führt schnell dazu, dass einzelne Leistungen nicht mehr wirtschaftlich erbracht werden können. Das sind einige Gründe, weshalb ich schon lange in beiden Körperschaften mitarbeite. Aus den gleichen Gründen fordere ich jeden Kollegen und jede Kollegin auf, sich an der Wahl zur Delegiertenversammlung der Zahnärztekammer Berlin zu beteiligen. Nicht jedem Kollegen ist es möglich, sich aktiv einzubringen, aber bitte unterstützen Sie die aktiven Kollegen durch Ihre Wahlteilnahme! Wählen Sie die Kollegen, die sich gemeinsam dafür einsetzen, dass einer der schönsten Berufe weiter mit Freude und Stolz ausgeübt werden kann. Wählen Sie die Kollegen, die nicht von Neid zermürbt blind um sich schlagen und durch Zwietracht unseren Berufsstand schwächen. Es gibt genug Probleme und Stoßrichtungen außerhalb der eigenen Reihen. Stattdessen brauchen wir Einigkeit, denn Machtkämpfe unter Kollegen führen nur dazu, dass wir uns zersplittern und gegeneinander ausspielen lassen. Stärken Sie Ihre Vertreter in den Körperschaften durch hohe Wahlbeteiligungen, die Kammer und ihre Repräsentanten benötigen den Rückhalt in der breiten Kollegenschaft.

Karsten Geist ist Jahrgang 1964, hat an der Humboldt-Uni studiert und erhielt seine Approbation 1989. Seit 1993 ist er in Weißensee niedergelassen und seit 1995 Mitglied im Freien Verband. Von 1993 bis 2004 war er Vertreter für den Bezirk Weißensee in der Vertreterversammlung der KZV Berlin, danach für den Freien Verband. Im Freien Verband war er unter anderem Bezirksvorsitzender und stellvertretender Landesvorsitzender. Von 2001 bis 2004 war Karsten Geist Mitglied des letzten ehrenamtlichen Vorstandes der KZV Berlin und ist seit 2002 im Zulassungsausschuss alternierender Vorsitzender. Seit 1996 ist er Mitglied der Delegiertenversammlung der Zahnärztekammer Berlin für den Freien Verband. Von 2005 bis Januar 2011 war er Mitglied im Vorstand der Zahnärztekammer Berlin, zu Beginn leitete er das ZFA Referat und war anschließend von 2007 bis 2010 als Vizepräsident tätig. Seit Januar 2011 ist Karsten Geist Mitglied im Vorstand der KZV Berlin.

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Politik

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AUF GUTEM WEG, ABER NOCH NICHT AM ZIEL von Dr. Marius Radtke

Als ich gegen Ende des Jahres 2010 gefragt wurde, ob ich zur Kandidatur als Vorsitzender der Vertreterversammlung der KZV Berlin bereit wäre, war ich überrascht und fragte mich, ob man es gut oder nicht so gut mit mir meinte. Wusste ich doch aus den leidvollen Erfahrungen der Vorgängerin, dass das kein „Zuckerschlecken“ werden würde. Bei meiner Befragung vor der Wahl am 10.01.2011 formulierte ich als Zielstellung für dieses Amt und die Vertreterversammlung (VV): „… dass sich dieses von der Kollegenschaft gewählte Gremium so für die Interessen der Kollegenschaft einsetzen werde, wie sich diese das vorstellt. Die Mitglieder der VV bekleiden ein hohes Amt und ich hoffe und gehe davon aus, dass diese Auszeichnung entsprechend von jedem Einzelnen gewürdigt wird. Der Verlauf einiger früherer VVen hatte bei mir und bei den anwesenden Gästen einen bisweilen befremdlichen Eindruck hinterlassen – in Zusammenarbeit mit den Vertretern strebe ich ein Niveau der VV an, welches eines akademischen Berufes würdig ist. …“ Nachdem wir bei entsprechendem Anlass alle Bundestrainer sind, waren wir analog alle VV-Vorsitzende. Für die vielen guten, wohlgemeinten und zum Teil sehr hilfreichen Ratschläge möchte ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bedanken. Um dieses Amt auszufüllen, bedarf es neben standespolitischer Erfahrung und Routine der Kenntnis einer Reihe von Formalien und Vorschriften, um nicht durch Nickeligkeiten* in der Vertreterversammlung zu Fall zu kommen. Für jemanden wie mich, der an Geist und Inhalt sowie an Zielen und deren Erreichung mehr interessiert ist, als an Punkt und Komma, ist das nicht immer einfach – aber es gehört halt dazu. Wenn wir in der Kür-Note der bisherigen Vertreterversammlungen nicht unbedingt Bestnoten erreicht haben, kann ich im Hinblick auf die Pflichtnote, also das bisher Erreichte, mit einer gewissen Genugtuung und Dankbarkeit zurückblicken: • Entlastung des Vorstandes für das Rechnungsjahr 2008 (2) ** • Die Protokolle der vorhergehenden Wahlperiode mit all ihrem Zank und Streit vom 05.02.2010, 07.06.2010 und 08.11.2010 endgültig genehmigt, (die Gültigkeit des Protokolls 16.11.2009 wurde geklärt bzw. festgestellt) (3) ** • Elektronische Kommunikation sowohl zu den VV-Vorsitzenden als auch der Vertreter untereinander über (verdeckte) E-Mail-Verteiler ermöglicht (3)

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• Anträge werden nach einem festen Schema (TOP, Antragsteller, Text, Begründung) schriftlich formuliert (3) • Die neuen Assistentenrichtlinien wurden beschlossen (4) • Haushaltsplan und Investitionshaushalt 2012 sind fristgerecht beschlossen (5) • Durch die geänderte Geschäftsordnung in Sachen Protokoll (Ergebnisprotokoll) und Antragstellung sowie die Möglichkeit persönlicher Erklärungen als Anhang zum Protokoll ist eine bessere Handhabbarkeit gegeben und die Möglichkeit von „Endlosstreitereien“ wie in der vorherigen Wahlperiode (hoffentlich) reduziert (5) • Die Frage der Erstattung der Strafverteidigerkosten für Kollegen Husemann und Pochhammer ist abgeschlossen. ** • Die Protokolle der laufenden Wahlperiode vom 10.01.2011, 14.02.2011 28.03.2011 und 06.06.2011 wurden genehmigt (6) • Die Anpassung der Verwaltungskostenordnung ist beschlossen (7) • Mit der Genehmigung der Protokolle vom 17.10.2011, 21.11.2011 und 12.12.2011 sind wir „auf dem Laufenden“ (8) • Entlastung des Vorstandes für das Rechnungsjahr 2009 (8) • In der VV vom 28.04.2012 hat durch einen erstaunlich zügigen Verlauf gegen Ende einer umfangreichen Tagesordnung die standespolitische Diskussion einen größeren und konstruktiveren Anteil als bisher (8) • Mit dem Abschluss der 8. VV musste kein Tagesordnungspunkt in eine darauffolgende VV verschoben werden. – Wir sind à jour! Was sich so trocken und einfach anhört, bedeutet nicht wenig. Kenner der Standespolitik wissen das. Nach eineinhalb Jahren ist es – dank der Unterstützung meiner Stellvertreterin und der Mehrheit der Vertreter – gelungen, den „Schutt“ der vorhergehenden Wahlperiode wegzuräumen und mit den erforderlichen Beschlüssen und Protokollen aktuell zu sein. Dass ich in dieser Zeit als Ehrenamtlicher alles andere als eine „Bauchrednerpuppe“ des (hauptamtlichen) Vorstandes geworden bin, dokumentieren gelegentliche „mimische Entgleisungen“ einzelner Vorstandsmitglieder, die mir kolportiert wurden. Fairer Weise muss ich aber zugeben, das sich hier die gegenseitige Ressentimentpflege in Grenzen hält.

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Seit der letzten VV hege ich ganz vorsichtig die zarte Hoffnung, dass sich auch „klimatisch“ einiges bessert, wenngleich das folgende Lobbygespräch exemplarisch ist: M. R. zu H. D.d.H.: Diese endlosen Streitereien kosten nur Zeit und Nerven und bringen uns in der Sache nicht weiter. Wir sollten aufeinander zugehen. H. D.d.H. zu M. R.: Dann müssten Sie erst einmal sagen, wie Sie mir entgegenkommen.

schaften Kammer, Versorgungswerk und KZV wesentliche Impulse gegeben und damit die Dinge zum Positiven befördert. Allerdings gelang das nur im Rahmen bestehender Mehrheitsverhältnisse. Hier ist einiges mehr machbar, wenn der Wähler uns dies ermöglicht. Bei ihm liegt die Verantwortung dafür, von wem und damit auch wie die Zukunft gestaltet wird.

Der Dialog zeigt: wir sind noch lange nicht am Ziel.

„Ihre Meinung ist mir ein Greuel, aber ich werde dafür einstehen, dass sie gehört wird!”*** Daher ist es für mich besonders schmerzhaft, wenn die Vertreter des Verbandes der Zahnärzte von Berlin sich dem Dialog über die von mir initiierte interne Plattform VV-Mitglieder@kzv-berlin.de verweigern und ihre Mailadressen aus diesem Forum zurückziehen. Nur wenn man miteinander redet, kann man gemeinsame Lösungen finden. Vor 250 Jahren war ein Voltaire da schon weiter, als er sagte: „Ihre Meinung ist mir ein Greuel, aber ich werde dafür einstehen, dass sie gehört wird!”*** Der FVDZ Berlin hat durch seine konstruktive Arbeit für die Interessenvertretung der Berliner Zahnärzte in den Körper*

WIKIPEDIA sei Dank: Im Sport, hauptsächlich im Fußball, wird mit dem Begriff eine Spielweise bezeichnet, bei welcher der Gegner mit kleinen Fouls eingedeckt wird, die sich im Grenzbereich der Regelwidrigkeit bewegen.

Der 1952 in Ost-Berlin geborene Dr. Marius Radtke approbierte bereits 1975 im Alter von 23 Jahren als Zahnarzt. Für damalige Verhältnisse eher unüblich, ließ er sich 1982 in eigener Praxis im Bezirk Weißensee nieder. Seit dieser Zeit engagierte sich Marius Radtke standespolitisch, zuerst in der „Gewerkschaftsgruppe“ der Niedergelassenen Zahnärzte Berlins, als Gründungsmitglied des Verbandes der Niedergelassenen Zahnärzte in Berlin (Ost), im Verband der Zahnärzte von Berlin, sowie 1995 als Vorstandsmitglied des Landesverbandes Berlin des FVDZ. In diesen Jahren war er für den Freien Verband Delegierter in der Vertreterversammlung der KZV, der Delegiertenversammlung der Zahnärztekammer Berlin, sowie seit 1999 als Beisitzer des Verwaltungsausschusses des Versorgungswerkes der ZÄK Berlin und seit 2011 als Vorsitzender der Vertreterversammlung der KZV tätig. ** ***

„Vergangenheitsbewältigung“ Votre opinion est en effet me dégoûte, mais je vais me laisser tuer qu'ils peuvent dire qu'ils (Nr.) Vertreterversammlung dieser Wahlperiode

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Freier Verband Deutscher Zahnärzte e.V. - LV Berlin Ausgabe 38, Juni 2012

Diese Ausgabe enthält einen Beileger der Firma: ®

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Politik

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IM ZEICHEN DER KAMMERWAHL Landesversammlung des FVDZ am 17.08.2012 von Juliane Gnoth

Im November dieses Jahres tritt der Landesverband Berlin wieder zur Wahl der Kammerversammlung an und somit gab es viel zu besprechen. Bevor es allerdings in die politischen Diskussionen ging, berichtete der junge Zahnarzt Robert Heinze über seine Arbeit in Manila. Unter dem Thema „Extraktion auf dem Gartenstuhl am Ende der Welt“ erzählte er, unterstützt von beeindruckenden Bildern und Film, über die schwierigen und teilweise widrigen Verhältnisse, unter denen man andererorts auf diesem Planeten Zahnmedizin betreiben muss. Im Anschluss wurde als erstes von der aktuellen Arbeit in den Körperschaften berichtet. Albert Essink, Vorsitzender des VZBVerwaltungsausschusses, gab einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen insbesondere im Bezug auf die derzeitige Finanzpolitik und die sinkenden Zinsen. Der Vizepräsident der Zahnärztekammer, Dr. Michael Dreyer, berichtete stellvertretend auch für Juliane Gnoth, verantwortlich für das Referat zahnärztliche Fort- und Weiterbildung und Ingmar Dobberstein, verantwortlich für das Referat zahnmedizinische Fachangestellte. Er erläuterte die Steigerungen der Ausbildungsvergütungen um 12 % für zahnmedizinische Fachangestellte, deren Zahl durch den Fachkräftemangel in vielen anderen Bundesländern rückläufig sind. Die Fachkräftesicherung durch Aus- und Fortbildung sowie die Steigerung der Attraktivität des Berufes ZFA ist derzeit das wohl bedeutendste Thema des Referates von Herrn Dobberstein. Michael

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Dreyer thematisierte weiterhin die Veränderungen im Berufsrechtsreferat durch das kommende Patientenrechtegesetz sowie die Verschärfung der Hygiene-Richtlinien mit Relevanz für den BuS-Dienst, wie die Validierung von Sterilisatoren. Mit Juliane Gnoth, Ingmar Dobberstein und Dr. Michael Dreyer ist der FVDZ derzeit gut im Vorstand der Zahnärztekammer vertreten und wird diese Arbeit in der nächsten Wahlperiode genauso engagiert fortsetzen. Karsten Geist vom Vorstand der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Berlin berichtete, dass der HVM-Ausschuss demnächst wieder tagen wird. Die Vertreter sind bereits von den Fraktionen benannt worden. Stellvertretend für die Arbeit des FVDZ-Bundesvorstandes erläuterte Bertram Steiner die Relevanz der demografischen Entwicklung im Zusammenhang mit dem Fachkräftemangel. Er forderte die Kolleginnen und Kollegen der Landesversammlung auf, an der FVDZ-Hauptversammlung teilzunehmen. Diese vom 10.–13. Oktober in Berlin stattfindende Zusammenkunft aller Landesverbände in Deutschland sollte nicht nur für Delegierte, sondern alle interessierten FVDZ-Mitglieder Anlaufpunkt sein, um den politischen Horizont zu erweitern. Anschließend ging es um einen der wichtigsten Punkte der Landesversammlung 2012, die Verabschiedung der Kandidatenliste zu anstehenden Kammerwahl. Das Motto war klar: „Bewährtes ausbauen und innovativ weiterentwickeln“.

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In den letzten Jahren hat der Landesverband viel Aufmerksamkeit in den Nachwuchs gesteckt und bereits mehrfach jungen Zahnärzten wie Juliane Gnoth und Ingmar Dobberstein die Chance gegeben, sich aktiv einzubringen und zu beweisen. Damit wurde viel Mut und Vertrauen gegenĂźber jĂźngeren Kollegen bewiesen. Eben diese Zusammenarbeit verschiedener Generationen hat die Arbeit des Landesverbandes in jĂźngerer Zeit verstärkt geprägt und nachhaltig bereichert. Die Zusammenstellung der Liste sollte genau dies wiederspiegeln. Es finden sich dort junge Kolleginnen und Kollegen, die zumeist schon zu ihrer Studentenzeit in den Fachschaften bundesweit aktiv waren und die ihre politische Arbeit gerne fortsetzen mĂśchten. NatĂźrlich sind ebenso die bereits seit vielen Jahren bis Jahrzehnten etablierten Mitglieder des Vorstandes vertreten und genau diese Mischung war von Anfang an gewollt, fĂźhrte aber auch in der Landesversammlung zu langen Diskussionen. Am Ende wurde eine Liste verabschiedet, hinter der alle Anwesenden stehen kĂśnnen und die nun als Liste 6 zur Wahl stehen wird. Zum Schluss der Versammlung wurden mehrere politische Forderungen in Form von Anträgen beraten und die Folgenden einstimmig beschlossen: 1. RKI-Richtlinien: Keine zusätzliche Sterilisatorenvalidierung Der Landesverband Berlin des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte spricht sich vehement gegen die angestrebte zusätzliche jährliche Validierung von Sterilisatoren aus und fordert die Zahnärztekammer Berlin auf, sich gegen die EinfĂźhrung dieser ĂźberflĂźssigen MaĂ&#x;nahme zu verwehren. BegrĂźndung: Ein bereits doppelt abgesichertes System braucht keine dritte kostenpflichtige und zudem ineffiziente ZusatzĂźberprĂźfung. Eine undifferenzierte Gleichschaltung aller HygienemaĂ&#x;nahmen zwischen Krankenhaus, Ă&#x201E;rzten und Zahnärzten ist nicht sinnvoll. 2. Patientenrechtegesetz: Keine Beweislastumkehr Der Landesverband Berlin des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte wendet sich gegen die im geplanten Patientenrechtegesetz vorgesehenen Elemente der Beweislastumkehr. BegrĂźndung: Der Patient hat durch die bestehenden Gesetze in Deutschland einen auĂ&#x;erordentlich guten juristischen

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Robert Heinze Schutz. Eine Beweislastumkehr wĂźrde das bisherige Arzt-Patienten-Verhältnis zerstĂśren. Der Arzt schuldet dem Patienten eine lege artis-Behandlung. FĂźr einen Therapieerfolg kann er nicht garantieren. Jede Unzufriedenheit mit dem Behandlungsergebnis wĂźrde zu einer Prozessflut fĂźhren, in der der Behandler von vorn herein beweisen mĂźsste, dass er lege artis behandelt hat. Dies wĂźrde die Behandlung in Richtung absoluter Defensivmedizin â&#x20AC;&#x201C; zum Nachteil der Patienten â&#x20AC;&#x201C; befĂśrdern. 3. GOZ: Keine maschinenlesbare Rechnung Der Landesverband Berlin des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte fordert den Verordnungsgeber auf, die in der novellierten GebĂźhrenordnung fĂźr Zahnärzte vorgeschriebene Maschinenlesbarkeit von GOZ-Rechnungen zurĂźckzunehmen. BegrĂźndung: Die vor der Novellierung der GOZ bestehenden Formvorschriften fĂźr die GĂźltigkeit einer nach der GOZ erstellten Rechnung sind ausreichend. Schwierigkeiten aufgrund fehlender Maschinenlesbarkeit waren bisher nicht vorhanden. Der Transparenz fĂźr den Patienten wurde ausreichend Rechnung getragen. Es geht nicht an, den Zahnärzten zusätzlichen Verwaltungsaufwand aufzuerlegen, nur um den Kosten erstattenden Stellen die Bearbeitung zu erleichtern. 4. GOZ: Punktwertanhebung unverzĂźglich vornehmen Der Landesverband Berlin des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte fordert den Verordnungsgeber auf, die bei der Novellierung der GOZ unterlassene Anhebung des seit 25 Jahren unveränderten Punktwertes unverzĂźglich vorzunehmen. Ein weiterer Antrag fordert die Kolleginnen und Kollegen dazu auf, den § 2, Satz 1 der GebĂźhrenordnung (GOZ) anzuwenden, um die individuellen BedĂźrfnisse der jeweiligen Praxis besser abbilden zu kĂśnnen. Hierbei wird ausdrĂźcklich eine UnterstĂźtzung durch die Zahnärztekammer gewĂźnscht. AuĂ&#x;erdem beauftragte die Landesversammlung den FVDZLandesvorstand damit, einen Antrag zur Hauptversammlung 2012 zu formulieren, der sich mit der Behandlung von Patienten nach § 87, Abs. 2i, SGBV beschäftigt. Die nächste Landesversammlung, zu der wir alle Mitglieder herzlich einladen, findet am 7. Dezember 2012 im Restaurant â&#x20AC;&#x17E;Piccola Stellaâ&#x20AC;&#x153; statt (siehe Termine Landesverband).

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Junge Zahnmedizin

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ZWISCHEN DEN GENERATIONEN Interview mit Lars Eichmann Mitglied im erweiterten Vorstand des FVDZ Berlin Lars Eichmann ist seit 2010 Mitglied des Freien Verbandes in Berlin. Er ist 1984 in Zwickau geboren und hat Zahnmedizin in Jena studiert, wo er sich die gesamte Zeit seines Studiums in der Fachschaft engagierte. Wir freuen uns sehr, ihn zu unseren aktiven Mitgliedern zählen zu können und haben ihn für Berlin Aktuell über seine Vorstellungen zur Standespolitik interviewt.

befindet sich im Wandel, ebenso wie unsere Gesellschaft. Wir können es uns nicht leisten, nicht auf diese Veränderung einzugehen. Ich glaube, wir müssen wieder mehr junge Dynamik in unsere Standespolitik bringen, ohne dabei auf die Erfahrung der älteren Kollegen zu verzichten. Denn Standespolitik hat in den letzten Jahren unter vielen Kollegen eher eine untergeordnete Wahrnehmung erfahren. Sie muss wieder lebendig, agiler und vor allem generationsgerechter werden. Der FVDZ lebt diesen generationsübergreifenden Austausch ganz bewusst.

Warum bist Du im FVDZ? Ich bin im Freien Verband, weil es der einzige Verband ist, indem ich Freunde und Kollegen fand, die nicht nur über den Generationenwechsel sprechen, sondern ihn auch aktiv leben. Als junger Zahnarzt bekomme ich die Möglichkeit und das Vertrauen, mich aktiv politisch zu engagieren.

Wie kam Dir der Gedanke über die Verbandsarbeit hinaus aktiv in der Standespolitik mitzuwirken? Ich war mein ganzes Leben schon politisch aktiv. In der Schulzeit als Klassensprecher und später als Schülersprecher, im Studium dann als Mitglied des Fachschaftsrates, den ich später als Vorstand leitete sowie in anderen Universitätsgremien wie dem Fakultätsrat und dem Universitätssenat. In dieser Zeit lernte ich viele interessante Menschen und damit auch viele verschiedene

Unser ganzes Berufsbild befindet sich im Wandel, ebenso wie unsere Gesellschaft. Wir können es uns nicht leisten, nicht auf diese Veränderung einzugehen. Ansichten und Meinungen kennen. Ich stellte sehr schnell fest, dass es bei vielen Diskussionen immer wieder zu großen inhaltlichen Differenzen zwischen den jungen und den älteren Kollegen kam. Als junger Zahnarzt möchte ich vor allem alte Strukturen und Denkansätze aufbrechen. Unser ganzes Berufsbild

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Wenn Du ein Amt in einer Berliner Körperschaft einnehmen würdest, was würdest Du ändern? Wie eben schon angesprochen ist mein großes Thema der Wandel des Berufsbildes. Wenn man sich die Immatrikulationen der Zahnmedizinstudenten in Deutschland anschaut, fällt eines besonders auf: Wir haben in den letzten Jahren einen enormen Anstieg an weiblichen Studenten. In vielen Universitäten liegt der Anteil der Studentinnen mittlerweile bei über 80 %. Damit verbunden sind entscheidende Veränderungen in unserer Arbeitswelt, denn die klassische Ein-Behandler-Praxis ist für die wenigsten Frauen attraktiv. Im Übrigen auch für viele Männer nicht mehr, aber darauf komme ich später zurück. Als Praxisinhaberin einer Einzelpraxis bleibt nicht nur wenig Zeit für Familienleben und Kinderwunsch, es wird nahezu unmöglich alles unter einen Hut zu bringen, da vor allem die unternehmerischen und bürokratischen Anforderungen enorm gestiegen sind. Heutzutage sind Zahnärztinnen bei der ersten Schwangerschaft im Durchschnitt über dreißig – die Zeit, in der die meisten Existenzen gegründet werden. Dementsprechend wählen viele Kolleginnen die Möglichkeit, als angestellte Zahnärztin zu arbeiten. Auf diesen Wandel vom Einzelkämpfer hin zum Angestelltendasein muss unter anderem mit flexiblen Arbeitszeitmodellen reagiert werden. Wer das als Arbeitgeber versteht, wird in Zukunft weitaus weniger Schwierigkeiten haben, Personal zu finden und vor allem langfristig zu binden. Wo wir gerade dabei sind: Das Personal. Als niedergelassene Zahnärzte und vor allem auch als Standespolitiker müssen wir die zahnmedizinischen Ausbildungsberufe wieder attraktiver gestalten. Neben dem steigenden gesellschaftlichen Stellenwert von Gesundheit und schönen Zähnen werden wir auch aus demografischen Gründen zukünftig eine steigende Nachfrage

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In welche Richtung willst Du Dich zahnärztlich entwickeln? Nach meinem Examen an der Alma Mater Jenensis entschied ich mich bewusst für Berlin. Ich war schon immer begeistert von dieser lebendigen, sich als eine europäischen Metropole etablierenden Stadt. Ich bekomme hier als Zahnarzt die Möglichkeit, Zahnmedizin so auszuüben, wie ich sie mir vorstelle. Nach meiner zweijährigen Assistenzzeit in einer ZweiBehandler-Praxis arbeite ich nun als angestellter Zahnarzt in einer größeren Praxis, die sehr stark auf die Spezialisierung der zahnmedizinischen Tätigkeitsfelder fokussiert ist. Da ich mich standespolitisch engagiere, fehlt mir aktuell die nötige Zeit für eine eigene Praxis. Ich fühle mich im Kreise meiner Kollegen und Freunde sehr wohl und möchte gerne auf längere Zeit in dieser Praxis arbeiten.

Wie stellst Du Dir das Berufsbild eines Zahnmediziners in der Zukunft vor?

nach guter Zahnmedizin verzeichnen können. Demgegenüber wird ein hart umkämpfter Ausbildungs- und Arbeitsmarkt bei Fachkräften und Mitarbeitern stehen. Die Aufgabe der Standespolitik ist es unter anderem, die Ausbildung so zu organisieren, dass wir Fachkräfte erhalten, die in unserem immer stärker technisierten und vielen Änderungen unterworfenen Beruf bestehen können. Viele Arbeitgeber müssen hier noch umdenken und ihre Mitarbeiter stärker weiterbilden und motivieren. Hier geht es darum, Mitarbeiter richtig einzuschätzen und sie bei Aufstiegschancen zu unterstützen. Am Ende spielt auch eine gerechte Entlohnung eine Rolle, die in Zukunft durchaus eher vom Markt geregelt werden wird, als von Tarifverhandlungen. In nicht allzu weiter Ferne, werden wir nicht mehr nur national, sondern auch international um gute Fachkräfte konkurrieren.

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Der Zahnarzt ist in erster Linie kein Einzelkämpfer mehr. Dazu sind erstens die Anschaffungskosten der Geräte zu teuer und zweitens kann heute einer allein nicht mehr in allen Bereichen Spezialist sein. Die Zahnmedizin der Zukunft wird noch spezialisierter. Die Ansprüche der Patienten steigen und erfordern eine immer individuellere Betreuung. Wir Zahnärzte müssen uns eingestehen, dass wir nicht in allen Bereichen Topspezialisten sein können. Da der Anspruch, Zahnmedizin auf dem

Der Zahnarzt der Zukunft ist in erster Linie kein Einzelkämpfer mehr. höchsten Niveau der Zeit zu betreiben, bleiben wird, werden sich die Möglichkeiten und Therapieerfolge einer Zahnmedizin weiterhin verbessern. Darüber hinaus werden die Praxen größer und es werden mehr Gemeinschaftspraxen oder andere Praxissozietäten entstehen. Da es als Einzelpraxis unwirtschaftlich ist, jede Neuentwicklung wie DVT oder Endomikroskop zu kaufen, werden Anschaffungs- und Praxiskosten einfach auf mehreren Schultern verteilt. Wie schon erwähnt, wird der Anteil der Frauen in der Zahnmedizin zukünftig weiter steigen. Das heißt, wir werden unterschiedliche Arbeitsmodelle in einer Praxis vorfinden. Die junge Zahnärztin die nach dem Studium ganztags arbeitet und nach einigen Jahren zwecks Schwangerschaft ausfällt. Die jungen Mütter und Väter, die beide ihre Betreuungszeit mit den Kindern wahrnehmen wollen. Die älteren Kollegen, die nicht zuletzt zu Gunsten der Lebensqualität in den letzten Jahren zeitreduzierter arbeiten wollen. Vor allem in Ballungsräumen wie Berlin werden zudem flexiblere Öffnungszeiten einen höheren Stellenwert erfahren. Die Praxen, die Mittwoch und Freitag ab zwölf Uhr geschlossen haben, werden den Druck der Praxen spüren, die an den Tagen geöffnet haben, an denen die Patienten Zeit haben. Am Ende entstehen aus diesen Veränderungen nicht nur Vorteile für die Patienten, sondern ebenso für unsere Lebensqualität in Familie und Beruf.

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PSEUDOMONAS BILDEN DESINFEKTIONSMITTELRESISTENZEN Auch Chlorhexidin beteiligt Autor: Dieter Seemann

Pseudomonas aeruginosa gilt als einer der wichtigsten durch Trinkwasser übertragenen Erreger nosokomialer Infektionen. Die Bedeutung von Pseudomonas aeruginosa als durch Wasser übertragener Krankheitserreger hat aufgrund neuer Erkenntnisse seit 2006 noch zugenommen. Pseudomonas aeruginosa ist einer der häufigsten und klinisch bedeutsamsten, gramnegativen, fakultativ-pathogenen nosokomialen Krankheitserreger mit z. T. hoher intrinsischer Antibiotikaresistenz, der ca. 20 Prozent aller Wundinfektionen insgesamt verursacht. In einer vom BMBF durchgeführten Studie konnte nachgewiesen werden, dass 27 Prozent aller untersuchten Trinkwasserinstallationen mit Pseudomonas aeruginosa verkeimt waren. Die Wiederfindungsrate in zahnärztlichen Behandlungseinheiten ist dabei noch höher und liegt gemäß internationaler Literaturangaben zwischen 30 und 40 Prozent. Bildung von Desinfektionsmittel- und Antibiotikaresistenzen 2002 wurde in einer Studie von Brooks et al. eine bakterielle Kontamination der Oberflächen von Handseifenspendern mit 2 Prozent Chlorhexidingehalt durch pan-resistente Acinetobacter und Klebsiella, multiresistente Pseudomonaden und Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) gefunden. Auch aus Seifenrückständen am Austritt der Spender konnten Erreger isoliert werden, die ebenfalls intrinsische Resistenzen gegen das Desinfektionsmittel aufwiesen. Die dort gefundenen Pseudomonas aeruginosa, Klebsiella pneumoniae und Acinetobacter baumanii wiesen im anschließenden Versuch alle eine Vermehrung in Gegenwart von 1 Prozent Pseudomonas aeruginosa Kultur Chlorhexidin auf. Eine Chlorhexidin-Resistenz auf Blutagar in Pseudomonas aeruginosa, wie sie zum Beispiel durch niedrige Konzentrationen dieses Desinfektionsmittels induziert werden, erzeugt gleichzeitig eine Kreuzresistenz gegenüber dem Breitbandantibiotikum Norfloxacin aus der Gruppe der Fluorchinolone. Pseudomonas, als von Natur aus einer der stärksten Schleimbilder überhaupt, wird ständig von einer schützenden Biofilmmatrix umgeben, die Antibiotika und Desinfektionsmittel, wie

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zum Beispiel Chlorhexidin, kaum durchdringen können. Mit der Folge, dass im Falle des Einsatzes von Chlorhexidin in zahnärztlichen Behandlungseinheiten Biofilme nicht nur nicht entfernt werden können, sondern dieses in praxi ständig in sublethaler Konzentration an Pseudomonas-Biofilmen anliegt, wo es schnell die Struktur von Biofilmen verändern und Kreuzresistenzen induzieren kann. Die Herausforderung für den Zahnarzt Die Verwendung herkömmlicher, in der Zahnarztpraxis üblicherweise eingesetzter Desinfektionsmittel, ist gerade im Hinblick auf die Resistenzbildung äußerst kritisch zu beurteilen. Bei Einsatz von Chlorhexidin kann es in diesem Zusammenhang zu einer konkreten Gesundheitsgefährdung des Patienten kommen. Die Lösung für den Zahnarzt Daher müssen Biofilme aufgrund ihres hohen Resistenz- und Toleranzverbreitungspotentials mit einem unter realen Praxisbedingungen wirksamen Verfahren konsequent entfernt werden, um in der zahnärztlichen Praxis dauerhafte Rechtssicherheit und einen sicheren Infektionsschutz gewährleisten zu können. Vor dem geplanten Einsatz von Desinfektionsverfahren ist also kritisch zu hinterfragen, ob das angebotene Verfahren neben seiner generellen Zulässigkeit (Trinkwasserverordnung, DVGW) auch unter Praxisbedingungen nicht nur in der Lage ist, Biofilme dauerhaft und garantiert zu entfernen, sondern auch in den unterschiedlichen Herstellerfabrikaten von Behandlungseinheiten herstellerseitig eingesetzt werden kann, um nicht etwaige Gewährleistungsansprüche zu verlieren. Die Wirksamkeit der BLUE SAFETY-Technologie wird gerade hinsichtlich der beschriebenen Anforderungen von Universitäten und unabhängigen Instituten regelmäßig untersucht und bestätigt. Weitere Hinweise zu diesem Thema und hilfreiche, wissenschaftlich basierte Betrachtungen aller angebotenen Verfahren finden Sie auf unserer Webseite www.bluesafety.com. Kontakt: BLUE SAFETY GmbH Siemensstraße 57, 48153 Münster Tel.: 0800 – 25837233, Fax: 0800 – 25837234 hello@bluesafety.com, www.bluesafety.com

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Verschiedenes

dentaltrade lässt Herzenswünsche wahr werden

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Anbieter von Zahnersatz aus internationaler Produktion feiert 10-jähriges Firmenjubiläum

Seit zehn Jahren steht dentaltrade für hochwertigen Zahnersatz zu fairen Preisen. Bereits 4.000 Zahnärzte sowie 180 Dentallabore deutschlandweit profitieren von den attraktiven Konditionen für dentaltrade Zahnersatz. Dieser stammt aus dem eigenen TÜV-zertifizierten Meisterlabor und überzeugt bei der Qualität und dem Preis. Jüngst bewertete der TÜV Saarland im Rahmen der TÜV Service tested Zertifizierung das Preis-Leistungs-Verhältnis von dentaltrade mit sehr gut.

Auf dem Foto v.l.n.r.: Glücksbotin Andrea Stauder, dentaltrade Prokuristin Müserref Stöckemann, Gewinnerin Gerda Beutgen und dentaltrade Geschäftsführer Dr. Olaf Perleberg Dank des innovativen Erfolgskonzeptes von dentaltrade konnten während der zurückliegenden Dekade über eine Viertelmillion Patienten mit einem strahlenden Lächeln versorgt werden. Dabei ist soziale Gerechtigkeit nicht nur in Bezug auf eine hochwertige Zahnersatzversorgung für dentaltrade eine Herzensangelegenheit. So engagiert sich dentaltrade seit der Unternehmensgründung für zahlreiche soziale Projekte, wie etwa für das „Zuhause für Kinder“, „Die Wolkenschieber“ und seit 2012 für die Initiative „Vision für Afrika“. Und auch zum Firmenjubiläum stand der soziale Gedanke im Vordergrund. So rief dentaltrade zum zehnjährigen Geburtstag die Aktion Herzenswünsche ins Leben. Für je 5.000 Euro sollte für eine vorgeschlagene Person ein Wunsch wahr werden. „Wir freuen uns, zu unserem Jubiläum etwas von unserem Erfolg zurückgeben zu können und mit der Umsetzung der Herzenswünsche wahre Glücksmomente zu verschenken. Auch der vielfache Wunsch nach einer Versorgung mit Zahnersatz bestätigt uns, dass wir für immer mehr Patienten die Nummer 1 für Auslandszahnersatz sind“, so Geschäftsführer Dr. Olaf Perleberg.

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Die Gewinner der Herzenswünsche Die dentaltrade Jury hat unter vielen hundert Wünschen die drei Gewinner ausgewählt. Die freiwilligen Helfer der Bürgerstiftung Lilienthal mit integrierter Kinderakademie freuen sich über eine komplett neue Küche. Ein barrierefreier Urlaub in Wien mit Musicalbesuch konnte für die an Muskelschwäche erkrankte Gerda Beutgen aus Mühlheim an der Ruhr organisiert werden. Und für Eva Huberich vom Bodensee wurde ein lang gehegter Traum wahr – sie flog zum Zoo Hannover und durfte hier ihr Lieblingstier, ein Flusspferd, füttern. Mit einer Spende von 1.000 Euro unterstützte dentaltrade zudem die Zoostiftung Region Hannover, die sich für den Artenschutz und die Tiererhaltung einsetzt.

Zum Unternehmen dentaltrade: dentaltrade zählt zu den drei führenden Herstellern von Qualitäts-Zahnersatz aus dem Ausland. Im Jahr 2002 von den beiden Geschäftsführern Sven-Uwe Spies und Wolfgang Schultheiss gegründet, bietet das Bremer Unternehmen allen Patienten hochwertigen Zahnersatz zu fairen Preisen. Seit Oktober 2011 leitet Dr. Olaf Perleberg gemeinsam mit den dentaltrade Firmengründern die Geschicke des Unternehmens. dentaltrade verfügt über ein eigenes Meisterlabor in China und nutzt die dort günstigeren Produktionsbedingungen ohne Qualitätseinbußen. Das eigene Meisterlabor und der dentaltrade Firmenstammsitz sind TÜV-zertifiziert nach EN ISO 13485:2003 + AC 2007 / EN ISO 9001:2008. Alle Produkte durchlaufen zudem strenge Kontrollen durch deutsche Zahntechniker und Zahntechnikermeister. dentaltrade ist TÜV Service tested und wurde vom TÜV Saarland im Rahmen einer freiwilligen und repräsentativen Kundenbefragung mit der Note 1,6 ausgezeichnet.

Kontakt: dentaltrade GmbH & Co. KG Grazer Str. 8, 28359 Bremen Kostenfreie Servicenummer für Behandler: 0800 247 147-1 Fax: +49-421-247 147-9 service@dentaltrade.de, www.dentaltrade.de

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Fortbildung

3. CAMLOG Zahntechnik-Kongress FASZINATION IMPLANTATPROTHETIK in Darmstadt

Nach den überwältigenden Erfolgen in den Jahren 2009 und 2011 veranstaltet CAMLOG am 20. April 2013 erneut einen Zahntechnik-Kongress. FASZINATION IMPLANTATPROTHETIK hat sich in der Zahntechnik und darüber hinaus einen klangvollen Namen gemacht und bürgt für die hohe Qualität dieses Veranstaltungskonzepts. Als Kongressort hat CAMLOG dieses Mal Darmstadt gewählt. „Der Zahntechnik ein Forum zu bieten und dabei zu helfen, diesem schönen Beruf noch mehr Gewicht zu verleihen, das war für uns erneut Motivation, den CAMLOG Zahntechnik-Kongress zu organisieren“, so Michael Ludwig, Geschäftsführer der CAMLOG Vertriebs GmbH. Dass die Wahl auf Darmstadt fiel, hat hauptsächlich zwei Gründe. Stefanie Prassler, Leiterin Veranstaltungen bei CAMLOG: „Darmstadt liegt besonders verkehrsgünstig inmitten der Regionen Rhein-Main/Rhein-Neckar in der Nähe von Frankfurt, Mainz und Heidelberg. Zudem ist das Kongresszentrum „darmstadtium“ hochmodern ausgestattet und verfügt über ein sehr angenehmes Ambiente.“ Ständige Veränderung ist eine der wenigen Gewissheiten, die Wirtschaft, Märke und unternehmerisches Handeln heute prägt. Die Fähigkeit, zukunftsorientiert zu denken und zu handeln ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Die Zahntechnik befindet sich in einem technologischen Wandel, der tiefgreifende Veränderungen in den Arbeitsprozessen mit sich bringt. Diesem Wandel trägt CAMLOG durch ein Kongressprogramm Rechnung, das zukunftsgewandte Technologien würdig, aber auch den bewährten „Goldstandard“ als Maßstab für die Innovationen anlegt. Der Kongress ist in die Hauptthemenblöcke „Die Ebenen der Funktion“ und „Faszination Mensch“ unterteilt, für die hochkarätige Referenten aus der Hochschule, der niedergelassenen Praxis und der Zahntechnik verpflichtet wurden. Dr. Christian Hammächer eröffnet den Themenblock „Die Ebenen der Funktion“ mit einem Vortrag über den Rot-Weiß-Komplex in der Implantologie. Prof. Dr. Katja Nelson referiert über das Zusammenspiel von Implantat, Abutment, Hart- und Weichgewebe. „Heavy metal or metal free?“ heißt es in einer Pro-und-ContraBetrachtung der beiden Teams ZTM Stefan Picha/Dr. Martin Gollner und ZTM Benjamin Votteler/Dr. Michael Fischer. ZTM Vincent Fehmer und Dr. Daniel Thoma fassen unter dem

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Titel „Zwischen Vision und Tradition – Guidelines für die Praxis“ ihre persönlichen Erfahrungen zusammen. Im Themenblock „Faszination Mensch“ berichtet ZTM Jürg Stuck über Sprachmuster als Wegweiser für die implantatprothetische Planung. Prof. Dr. Frauke Müller befasst sich mit Aspekten in der Implantatprothetik für Patienten im Alter „70+“ und ZTM Ralph Riquier behandelt den „digitalisierten Patient“. Prof. Dr. Daniel Edelhoff beleuchtet in einem EPILOG „Die Zahntechnik im Wandel“. Für den „Besonderen Vortrag“ wurde Bergsteiger Alexander Huber gewonnen. Er berichtet in packenden Bildern von „Träumen und Zielen zwischen Himmel und Erde“ und wird dabei auch den Bezug zur Berufswelt nicht vergessen. Durch das Kongressprogramm führen Dr. S. Marcus Beschnidt und ZTM Gerhard Neuendorff. CAMLOG lädt Sie ein, mit Ihren Mitarbeitern und Teampartnern nach Darmstadt zu kommen, um miteinander zu diskutieren und Denkanstöße und Lösungen für den Weg in eine erfolgreiche Zukunft zu finden. Die Teilnahmegebühr beträgt pro Person € 190.- (ab zwei Personen je Labor/Praxis pro Person € 160.- und für Meisterschüler und Auszubildende € 140.-). Weitere Informationen erhalten Sie bei CAMLOG unter Telefon 07044 9445-603 oder im Internet unter www.faszinationimplantatprothetik.de.

CAMLOG Vertriebs GmbH Maybachstraße 5 D-71299 Wimsheim info.de@camlog.com www.camlog.de Tel.: 07044 9445-100 Fax: 0800 9445-000

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Kammerwahl

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BERLIN AKTUELL NR. 40  

Magazin des Freien Verbands Deutscher Zahnärzte e.V. Landesverband Berlin Ausgabe 40 November 2012

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