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D/E ∙ € 6 / chf 7 / $ 9 / £ 5

Das internationale Magazin für Laden-Marketing und Shop-Design The International Magazine for Retailing and Shop Design

karl-Heinz Müller

jörg knör

thomas lipke

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iBRAHIM iBRAHIM

Peter sloterdijk

mAX HOLLEIN

pater karl wallner

nIKE wAGNER

David Chipperfield

Alpbacher Handels-Forum 11. – 13. 10. 2012 Schuhhandel mit neuen Profilen

Shops & Shopping in New York

Trends bei der LED-Beleuchtung


Der Schuhhandel ist auf der Suche nach neuen Profilen. Der Filialist Street Shoes hat sein unverwechselbares Profil bereits gefunden. Mehr dazu in unserem ausführlichen „Schuh-Report“ auf den Seiten 12 bis 21. The shoe retail sector is currently searching for a new profile. The chain store Street Shoes has already found its unique profile. Read more in our extensive Shoe Report on pages 12-21.


Clinique

SHOP Inhalt Contents

Just Browsing – Gemma Ball von Portland Design über das Phänomen des „Showrooming“ – Seiten 26 – 29. Just Browsing – Gemma Ball of Portland Design on the phenomenon of “Showrooming” – pages 26 – 29.

Shops & Shopping in New York: Von Apple und Armani bis Uniqlo und Zara – Seiten 50 – 55. Shops & Shopping in New York: from Apple and Armani to Uniqlo and Zara – pages 50 – 55.

Philips

Atsushi Nakamichi, Nacasa & Partners Inc.

Im SHOP TALK: Alpbach-Referent Peter Sloterdijk über „Die Kunst der Inszenierung“ – Seiten 10 – 11. In SHOP TALK: Alpbach lecturer Peter Sloterdijk on “Stagecraft in Retailing” – pages 10 – 11.

Führende Experten sprechen über die aktuellen Beleuchtungs-Trends in Sachen LED – Seiten 56 – 59. Leading experts talk about the latest lighting trends in LED – pages 56 – 59.

Inhalt Contents SHOP INSIDE Middle East, dlv-Tagung, Führungsstruktur, Website

4 – 5

RETAIL EVENT Internationales Alpbacher Handels-Forum

6 – 9

SHOP TALK Peter Paul Polte im Gespräch mit Peter Sloterdijk

10 – 11

SHOP AKTUELL THEMA Neue Profile für den Schuhhandel Just Browsing

12 – 21 26 – 29

SHOP REPORT Caligula, Meran

22 – 25

SHOP PANORAMA TEL Tante Emma, Arnotts, Mexx, A1, Yves Saint Laurent, Thun, De Fursac, Calumet, Suite 341, Oryx Galleria, SPAR-Gourmet, Molton Brown, Lodenfrey, White Lounge by Zoro

30 – 49

SHOPS & SHOPPING New York Buenos Aires

50 – 55 60 – 63

SHOP DESIGN Trends bei der LED-Beleuchtung

56 – 59

SHOP EVENTS Shop Academy Foren, Genuss in Wien, Retailforum Switzerland Termin-Kalender, Neue Bücher

64 – 67

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umdasch shopfitting

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SHOP Editorial

SHOP Inside

Cross Channel

Umdasch-Erfolge in Middle East

Liebe LeserInnen,

Umdasch Shopfitting hat zwei weitere große Aufträge aus Middle East erhalten. War es zum Jahreswechsel ein Großauftrag für die Einrichtung der 10.000 m² umfassenden Shopping-Landschaft für den Terminal 3 in Dubai, so freut sich das Umdasch Middle East-Team jetzt über eine ähnliche Order aus Doha, der Hauptstadt des Golfstaates Qatar. Und in Jeddah (Saudi-Arabien) wird Umdasch das Erdgeschoß des renommierten LuxusWarenhauses Fitaihi neu gestalten.

Ob es nach Einführung der Selbstbedienung die erste wirkliche Revolution im Handel ist, wie viele Exper ten behaupten, muss sich Reinhard Peneder SHOP aktuell erst zeigen. Auf je- Chefredakteur den Fall ergeben sich Editor-in-Chief durch die Verknüpfung digitaler mit stationären Vertriebskanälen neue Chancen und Herausforderungen, egal ob man nun von Multi Channel, Cross Channel oder gar von einem Haifischbecken spricht. Davon ist auch in dem einen oder anderen Artikel in dieser SHOP aktuell die Rede. Zum Beispiel im Branchen-Report über den Schuhhandel oder im spannenden Aufsatz „Just Browsing“ von Portland Design. Und auch beim Internationalen Alpbacher Handels-Forum DIE KUNST DER INSZENIERUNG III wird Cross Channel ein wichtiges Thema sein. Ibrahim Ibrahim aus London sowie Thomas Lipke von Globetrotter in Hamburg werden dabei aus Sicht des Shop Designers bzw. des Praktikers berichten. Ich wünsche Ihnen viele interessante Anregungen, in Alpbach genauso wie in dieser Ausgabe von SHOP aktuell.

Saudi-Arabien und Qatar sind im Mittleren Osten jene beiden Staaten, in denen derzeit besonders kräftig investiert wird. In Qatar, dem Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft 2022,

Projekts. Die Baukosten belaufen sich auf rund 50 Milliarden US-Dollar. Damit wird Doha neben Dubai zum dominierenden Hub im Mittleren Osten. Einmal mehr hat das große Know-how von Umdasch im internationalen Travel Retail Business für die Auftragsvergabe den Ausschlag gegeben, wobei es eine intensive Zusammenarbeit mit dem Fitout Partner QIAJV, Doha, geben wird. Einzurichten ist am Doha Airport eine Travel Retail Area von rund 12.000 m². Die etwa 40 Abteilungen wurden von der Smart Design Group (Vancouver, Kanada) geplant und müssen in der Rekordzeit von 24 Wochen unter Beachtung strengster Bauvorschriften realisiert

Bereits am bestehenden Airport in Doha hat Umdasch Shopfitting den Duty Free Shop eingerichtet. Nun geht es um nicht weniger als 12.000 m² Verkaufsfläche.

Dear Readers, It remains to be seen whether it is the first true revolution in retailing since the introduction of self-service shops, as many experts believe. In any case, through the interconnection of digital and stationary sales channels, new opportunities and challenges will arise, regardless of whether we are talking about multi-channel or cross-channel retailing, or even a shark pool. Several of the articles in this issue of SHOP aktuell will discuss this idea – for example, the report about the shoe retail sector, and the exciting essay “Just Browsing” by Portland Design. And even at the Alpbach International Retail Forum DIE KUNST DER INSZENIERUNG III (STAGECR AF T IN RE TAILING III), cross-channel sales will be an important topic. I hope you will find plenty of new ideas, in Alpbach as well as in this edition of SHOP aktuell.

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umdasch shopfitting

gibt es einen regelrechten Bauboom. Am 12. 12. 2012 soll in Doha ein neuer Flughafen der Superlative den Betrieb aufnehmen. 40.000 Mitarbeiter, 24 Millionen Passagiere, die längste Runway der Welt, der weltweit größte MaintenanceHangar, Premium-Qualität für bis zu 17 Millionen Transit-Passagiere, Luxus‑ hotels und SPA-Facilities – das sind einige Highlights dieses gigantischen

werden. Das grandiose Design besticht durch anspruchsvollen Materialmix, harmonische Raumkonzepte, erstklassige Präsentation und durch die geschickte Einbindung modernster Medientechnik für Branding und Produktinformation. Neben dem klassischen Duty-FreeSortiment ist natürlich das „Who is Who“ der globalen Designer- und Nobelmarken präsent.

Leserservice Reader service

Wenn Sie Fragen im Zusammenhang mit dem Inhalt diesesr SHOP aktuell haben, so wenden Sie sich per Fax oder E-Mail direkt an die Redaktion. For further information on any of the topics in this issue of SHOP aktuell, please contact our editorial department by fax or e-mail. Fax +43/7472/605-3722, E-Mail: shop.aktuell@umdasch.com

Impressum

SHOP aktuell ist eine Publikation von Umdasch Shopfitting. Adressen siehe Heftrückseite. Nummer 112/September 2012. Deutsch/Englischsprachige Ausgabe. Einzelpreis: € 6, CHF 7, $ 9, £ 5. Abo-Preis: € 24 für 5 aufeinander folgende Ausgaben (zuzüglich Porto). Kostenloser Bezug für Umdasch DMDB-Member. Projektleitung: Reinhard Peneder, Umdasch Shopfitting GmbH, A-3300 Amstetten. CvD: Evelyn Kössler M.A. Autoren und Mitarbeiter dieser Ausgabe: Reinhard Peneder, Mag. (FH) Sonja Scheidl, Evelyn Kössler M.A., Tanja Matuolis M.A., Peter Paul Polte, Christian Hammer, Carina Krenn, Anton Gassner, Gemma Ball. Gestaltung: Denise Siegl, Sandra Schuller. Fotos/Illustrationen: Manfred Aigner, Reinhard Peneder, dlv, Christian Hammer, Street Shoes, Clinique, Uniqlo, Philips, Reno, Leder & Schuh, Caligula, Aldo, Gemma Ball, Leica, Tom Reindel, Axel Heiter, Dielmann, Sanderson Studios, Mexx, YSL, Luca Fazzolari, Frank Barylko, Stefan Schreck, Spar, Duncan Smith, Luis Paterno, REI, Mulberry, Zumtobel, Kristen Pelou, EHI, Tanja Matuolis, GfK, bpk-images, Archiv. Lektorat: Katrin Pollems-Braunfels. Übersetzung: Jane Michael. Druck: Friedrich VDV, Linz. Hinweis: Von Umdasch eingerichtete Projekte sind im Text oder Bildtext als solche gekennzeichnet.

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SHOP Inside

Umdasch stärkt Führungsstruktur www.umdaschshopfitting.com Die Umdasch Shopfitting Group und der Franz Jonas GmbH & Co. KG, (USFG) hat ihre Führungsstruktur geOberhausen. Weiterhin Mitglieder der online stärkt und auf weiteres Wachstum ausGeschäftsführung sind Klaus Haißer gerichtet. Dipl.-Vw. Helmut Neher ist Vorsitzender der Geschäftsführung der

(Umdasch Shopfitting GmbH) und Gerhard Schwers (Jonas). Bei der Umdasch

Seit Frühjahr 2012 ist die neue Website von Umdasch Shopfitting unter www. umdasch-shopfitting.com online. Angeboten werden – wie bei SHOP aktuell – vier Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch. Sehr übersichtlich werden dabei auch die aktuellen Leistungsbereiche von Umdasch Shopfitting dargestellt und im Detail erläutert: Shop Consult – Shop Project – Shop Systems – Shop Production – Shop Academy. Unter www.umdasch-shop-academy.com gibt es ergänzend einen „Blitzzugang“ zum Programm der Umdasch Shop Academy. Die User erwartet jeweils ein modernes, geradliniges Design und professionell aufbereiteter Content mit hohem Aktualitätsgrad. Überzeugen Sie sich bitte selbst!

Die Geschäftsführung der Umdasch Shopfitting Group: Claus Schmidt, Helmut Neher (Vorsitz) und Thomas Birnleitner.

Umdasch Shopfitting Group, u. a. vertritt er die Gruppe in Vorstand und Aufsichtsrat der Konzernmutter Umdasch AG, Amstetten (Niederösterreich). Die beiden USFG-Geschäftsführungsmitglieder Mag. Claus Schmidt und DI Thomas Birnleitner sind gleichzeitig Geschäftsführer der Umdasch Shopfitting GmbH Amstetten und der Assmann Ladenbau Leibnitz GmbH. Dipl.-Bw. Nico Holbein ist seit 1. 4. 2012 Vorsitzender der Geschäftsführungen der Umdasch Shopfitting GmbH Deutschland (Hauptsitz in Neidenstein)

S h o p f i t t i n g AG i n O b e r e n t f e l d e n (Schweiz) hat Mag. Martin Höffinger ab 1. 4. 2012 die Geschäftsführung übernommen, ebenso Pierre Marquette bei der Umdasch Shopfitting SAS in Frankreich. Roman Fußthaler (Großbritannien und Irland), Ing. Christian Kronsteiner, Anneliese Halbartschlager (beide Middle East) und Dr. Herbert Gamper (Italien) sind die weiteren Geschäftsführer bei den Unternehmen der Umdasch Shopfitting Group, die 2011 einen Umsatz von 209 Millionen Euro (+ 6,6 Prozent) erzielt hat.

dlv-Jahrestagung Graz Graz und Leibnitz waren Anfang Mai Schauplatz der diesjährigen Jahrestagung des dlv (Deutscher LadenbauVerband = Netzwerk Ladenbau). Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Next Generation“ und beschäftigte sich insbesondere mit den Chancen und Herausforderungen in einer digitalen Konsumwelt. Weitere Highlights waren Besichtigungen bei Kastner & Öhler in Graz sowie bei Assmann Ladenbau in Leibnitz, einem Unternehmen der Umdasch Shopfitting Group. SHOP aktuell 112

Herzlich willkommen auf www.umdasch-shopfitting.com! Welcome to www.umdasch-shopfitting.com!

The new website of Umdasch Shopfitting has been online since spring 2012 under www.umdasch-shopfitting.com. Like SHOP aktuell, it is available in four languages: German, English, French and Italian. Under www.umdasch-shop-academy.com there is also a quick link to the programme of the Umdasch Shop Academy. Users will find a modern, clean-cut design and professionally prepared content which is always up-to-date. Why not visit the website and see for yourself!

Der steirische Kabarettist Alf Poier war Über­ raschungsgast bei der dlv-Jahrestagung in Graz.

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Internationales Alpbacher Handels-Forum 11. – 13. 10. 2012

Ein Feuerwerk an Inszenierung Im idyllischen Kongressdorf Alpbach dreht sich von 11. bis 13. Oktober 2012 erneut alles um DIE KUNST DER INSZENIERUNG. Mit diesem thematischen Fokus trifft das Internationale Handels-Forum der Umdasch Shop Academy mehr denn je den Nerv der Retailwelt. Top-Referenten aus unterschiedlichen Disziplinen – von Peter Sloterdijk bis David Chipperfield – und ein Entertainment-Programm voller Emotion und Innovation sorgen für ein außergewöhnliches Programm abseits der Hektik des Alltags.

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Retail Event Internationales Alpbacher Handels-Forum

Stararchitekt David Chipperfield (im Bild im Neuen Museum Berlin) und Bread&Butter-Macher Karl-Heinz Müller (hier bei der B&B Summer Night 2012) sind zwei der Top-Referenten bei der KUNST DER INSZENIERUNG III.

Handel ist Wandel – das galt zwar schon immer, in diesen dynamischen Zeiten hat diese Aussage aber eine neue Dimension erhalten. Läden werden zu emotional aufgeladenen Orten, zu Chill-Lounges, zu Showrooms, zu einem Get Together. Fazit: Um für die Zukunft im Handel gewappnet zu sein, ist eine stimmige Inszenierung am POS ein – wenn nicht DER – entscheidende(r) Erfolgsfaktor. Das Internationale Handels-Forum versteht es auf verblüffende Art und Weise, Inszenierung für die TeilnehmerInnen spür- und erlebbar zu machen. Dieser branchenübergreifende, alle drei Jahre stattfindende Kongress soll eine Inspirationsquelle für Handels- und Markenprofis sein. Ganz bewusst wird in Form von Vorträgen, Diskussionen und Live-Erlebnissen der Fokus auf unterschiedliche Disziplinen gelegt. Der daraus gewonnene Benefit wird am besten durch das Teilnehmer-Feedback der KUNST DER INSZENIERUNG II sichtbar: 50 Prozent der TeilnemerInnen gaben an, dass ihre Erwartungen erfüllt wurden, bei den anderen 50 Prozent wurden die Erwartungen sogar übertroffen. In den Kategorien „teilweise erfüllt“ und „nicht erfüllt“ gab es demnach keine Nennungen. Wie Sloterdijk, Chipperfield & Co inszenieren Peter Paul Polte moderiert und führt ein wahrlich hochkarätiges Referententeam durch die Veranstaltung (Referentenporträts auf den Seiten 8 bis 9). Den Eröffnungsvortrag am Abend des 11. Oktober hält mit Peter Sloterdijk einer der bedeutendsten Philosophen unserer Zeit. Am zweiten Kongresstag erzählt Bread&Butter-Macher Karl Heinz Müller, wie er die europäische Modemesse-Szene revolutioniert hat. Die Herausforderungen der E-Volution im Handel beleuchten Branding-Profi Ibrahim Ibrahim bzw. Ober-Globetrotter Thomas Lipke aus der Das beeindruckende Feuerspektakel ist vielen Teilnehmern des HandelsForums 2009 in Erinnerung geblieben. Ein außergewöhnliches Programm an Spannung und Entspannung ist auch 2012 garantiert.

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Retail Event Internationales Alpbacher Handels-Forum

Programm und Referenten-Porträts – DIE KUNST

11.10. 11.10. 12.10. 12.10. 12.10. 18.30 Uhr

19.00 Uhr

9.00 Uhr

10.00 Uhr

11.45 Uhr

Peter Paul Polte

Peter Sloterdijk

Karl-Heinz Müller

Ibrahim Ibrahim

Thomas Lipke

Langjähriger Chefredakteur bzw. Herausgeber der TextilWirtschaft, der größten und auflagenstärksten TextilFachpublikation Europas. Autor der FAZ, der Neuen Zürcher Zeitung und des Handelsblattes Düsseldorf. Polte studierte Volkswirtschaft und Soziologie an den Universitäten Münster, Tübingen und Bochum. Seit 2010 ist er im „Unruhestand“.

Einer der wichtigsten zeitgenössischen Philosophen. Seine zweibändige „Kritik der zynischen Vernunft“ zählt zu den meistverkauften philo­ sophischen Büchern des 20. Jahrhunderts. Sloterdijk ist für seinen scharfsinnigen Geist und seine geschliffene und zugleich originelle Rhetorik bekannt. Zahlreiche renommierte Auszeichnungen unterstreichen seine herausragende Rolle in der philosophischen Welt (Sigmund-Freud-Preis, Lessing-Preis, Cicero Rednerpreis ...).

Chef der weltweit größten Sportswear- und Urbanwear-Messe Bread&Butter. 2001 legte Müller in Köln mit knapp 15.000 Besuchern den Grundstein, heute gastiert die Bread&Butter mit über 50.000 Fachbesuchern (offizielle Zahlen werden nicht mehr veröffentlicht) am historischen Flughafengelände BerlinTempelhof. Die FAZ über den umgänglichen Messemacher: „Er kennt jeden Jeans-Menschen zwischen dem Veneto und dem kalifornischen Denim Valley.“

Weltweit einer der wichtigsten Brandingund Retail-Designer. Ibrahim ist Managing Director der renommierten Londoner Agentur Portland Design und gefragter Key Note Speaker auf internationalen Retail-Kongressen. Er ist sich sicher, dass völlig neue Zeiten auf uns zukommen: „Technology will influence the way we work, shop, play, communicate and love!“

Geschäftsführender Gesellschafter beim Hamburger OutdoorSpezialisten Globetrotter. Lipke steht für perfekt inszenierte Stores und spielt virtuos auf dem Multi-Channel-Klavier. Mit einer stimmigen Verknüpfung von OnlineShop, Katalog und Läden machte er Globetrotter zu Europas erfolgreichstem Outdoor-Haus. Zuletzt sind in München, Dresden und Frankfurt drei neue OutdoorTempel an den Start gegangen.

Sicht des Retail-Designers bzw. des Praktikers. Nicht minder spannend verspricht der Vortrag von Max Hollein zu werden, den Art Review zu den zehn wichtigsten Museumsdirektoren der Welt zählt. Mit dem Städel Museum in Frankfurt hat er zuletzt neue Maßstäbe gesetzt. Pater Karl Wallner von den Heiligenkreuzer Zisterziensermönchen verrät, wie „Chant – Music for Paradise“ in die internationalen Charts geraten ist und weshalb er auf der Wettcouch von Thomas Gottschalk Platz nehmen durfte. Eine stimmige Überleitung zum Abend bietet Nike Wagner. Die Urenkelin von Richard Wagner und Ur-Urenkelin von Franz Liszt wird am Beispiel von Weimar demonstrieren, wie man „Feste feiert“. Den krönenden Abschluss am dritten Kongresstag bildet ein Referat des britischen Star-Architekten David Chipperfield über „Die Inszenierung des öffentlichen Raums“ im Kongresshaus Innsbruck. 8

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Spannung und Entspannung Die Besucher des Handels-Forums dürfen aber nicht nur auf die Vorträge gespannt sein. Die mit neuesten Medientechnologien bespielte Veranstaltungs-Location wird die Gäste in ihren Bann ziehen. Dabei wird die idyllische Bergkulisse in den modernen Räumlichkeiten des Alpbacher Congress Centrums neu interpretiert. Für Entspannung sorgt das umfangreiche Showprogramm. Besonderes Highlight wird das Galadiner mit Bambi-Preisträger Jörg Knör am 12. Oktober im Congress Centrum sein. Der Comedian und Entertainer wird einen Angriff auf die Lachmuskeln der Gäste starten. Zum Abschluss des zweitägigen Kongresses geht es hoch hinauf. Auf dem Programm steht ein Chill-out in der Alpenlounge Seegrube auf 2.000 Meter Höhe über dem Meeresspiegel. SHOP aktuell 112


Retail Event Internationales Alpbacher Handels-Forum

DER INSZENIERUNG III, 11. – 13. Oktober 2012

12.10. 12.10. 12.10. 12.10. 13.10. 13.45 Uhr

14.30 Uhr

16.00 Uhr

21.30 Uhr

9.45 Uhr

Max Hollein

Pater Karl Wallner

Nike Wagner

Jörg Knör

David Chipperfield

Das britische Kunstmagazin Art Review zählt ihn zu den zehn wichtigsten Museumsdirektoren der Welt. Hollein führt gleich drei bedeutende Museen in Deutschland in ein neues Ausstellungszeitalter. „Er ist ein Mann, der ein komplexes kuratorisches Programm mit Management und Marketing verbindet und gleichzeitig aus der Frankfurter Kunstszene nicht mehr wegzudenken ist.“ Mit der Erweiterung des Städel Museums hat er zuletzt neue Maßstäbe gesetzt.

Hat als gar nicht mundfauler Mastermind die Heiligenkreuzer Zisterziensermönche mit „Chant – Music for Paradise“ in die internationalen Charts geführt. Insgesamt verkaufte sich die CD bis Ende 2010 eine Million Mal. Grund genug, dass Pater Karl, PR-Mann des Stiftes Heiligenkreuz, sogar auf Thomas Gottschalks Wettcouch Platz nahm.

Publizistin, Dramaturgin und Leiterin des Kunstfestes Weimar. Ihr Stammbaum ist an kulturellem Hochglanz kaum zu übertreffen: Nike Wagner ist Tochter von Wieland Wagner, Urenkelin von Richard Wagner und Ur-Urenkelin von Franz Liszt. Liszts Geist lässt sie heute in Weimar weiterleben. In Anlehnung an ihn verbindet Nike Wagner mit dem Kunstfest Tradition und Moderne auf kreative Art und Weise.

Deutscher Comedian und Parodist. Als Entertainer wechselt er nicht nur Schwindel erregend schnell die Rollen, er singt auch „… berührend gut!“ (Süddeutsche Zeitung), spielt Saxophon, macht Karikaturen. Der Bambi-Preisträger („7 Tage 7 Köpfe“) ist für seine Spontanität und sein Improvisationsvermögen auf der Bühne bekannt. Ein Kritiker der Welt umschrieb seine Wirkung mit „unheilbare Lachmuskelreizung“.

Einer der bedeutendsten Architekten unserer Zeit. 2010 wurde er von Königin Elisabeth II. für seine Verdienste um die Architektur geadelt. Das Neue Museum Berlin, das P&C Weltstadthaus in Wien sowie das Kaufhaus Tyrol zählen zu seinen aktuellen, auch hierzulande bekannten „Referenzen“. 2012 ist er Direktor der Architekturbiennale Venedig.

Eine Übersicht über dieses illustre Programm sowie viele weitere Details finden Sie auf dem beigelegten VeranstaltungsPoster sowie auf der Website www.umdasch-shop-academy. com. Tickets für das Gesamtprogramm gibt es ab 990 Euro. Anmeldeschluss ist der 30. 9. 2012. Schönstes Dorf Österreichs Denker, Politiker und Wirtschaftsgrößen haben die besondere Ausstrahlung und Stimmung von Alpbach kennen und schätzen gelernt. Auf dem sonnigen Plateau in 1.000 Meter Seehöhe, fernab von urbanem Lärm, werden Gedanken beflügelt. Eine Jahreszeit ist schöner als die andere, ganz besonders aber der Herbst ... Das moderne Congress Centrum Alpbach ist ein architektonisches Juwel, das traumhaft in den Berg eingebettet SHOP aktuell 112

ist. Das „Europäische Forum Alpbach“ hat den Ort weit über die europäischen Grenzen hinaus zum „Dorf der Denker“ gemacht. Perfekt ins Ortsbild passen die Beherbergungsbetriebe, Vierbzw. Dreisterne-Hotels mit allem Komfort und authentischem Flair. So werden etwa das Romantikhotel Böglerhof, der Alpbacherhof oder das Hotel Post charmante Gastgeber sein. Von all diesen Hotels ist das Congress Centrum bequem fußläufig zu erreichen. Alpbach liegt im Alpbachtal, einem Seitental des Tiroler Inntals. Wichtige Entfernungen: Inntalautobahn A12 Ausfahrt Kramsach/Brixlegg 12 km, Innsbruck 57 km, München 160 km, Salzburg 150 km. Innsbruck, München und Salzburg sind auch die relevanten Airports bei einer Fluganreise. 

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SHOP TALK

Interview Peter Paul Polte

Fotos Axel Heiter

„Der Laden als Bühne ist ein Immersions-Ort, in den der Kunde sich mit Haut und Haaren hineinbegeben kann. Die Inszenatoren von Läden können das durch atmosphärisches Design steigern.“

Das Theater des Konsums … ... braucht Bühnen, Bühnenbildner und Regisseure Prof. Dr. Peter Sloterdijk hält am 11. Oktober 2012 das Eröffnungsreferat beim „Internationalen Alpbacher Handels-Forum“. Sloterdijk gilt als einer der bedeutendsten Philosophen unserer Zeit. Seit 1992 ist er Professor für Philosophie und Medientheorie an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, seit 2001 ist er Rektor dieser Hochschule. Gleichzeitig leitet er seit 1993 das Institut für Kulturphilosophie an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Von 2002 bis Mai 2012 moderierte Sloterdijk im ZDF – zusammen mit Rüdiger Safranski – die Gesprächsrunde „Im Glashaus: Das Philosophische Quartett“ und wurde damit auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Im Vorfeld der Alpbacher Tagung unterhielt sich Peter Paul Polte mit Sloterdijk über „Das Theater des Konsums“. Herr Professor Sloterdijk, warum müssen wir Läden inszenieren? Weil wir aus dem Zeitalter des ersten Bedarfs in die Ära der entwickelten Be‑ dürfnisse eingetreten sind. Das ist historisch nicht scharf zu lokalisieren. Es hat für verschiedene Käuferschichten zu verschiedenen Zeiten stattgefunden. Für die Wohlhabenden früher als für die Armen. 10

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Wann hat der historische Sprung in etwa angefangen? Der berühmte Nationalökonom Werner Sombart hat sich intensiv damit beschäftigt. In seiner Theorie entwickeln sich erst mit dem Zeitalter des Kapitalismus die wahren Luxusprodukte. Denken Sie an die Luxusmanufakturen des 18. Jahrhunderts.

Und was ist mit dem Konsum für die breiten Massen? Die Idee des Massenkonsums entsteht erst im 19. Jahrhundert mit der Industrialisierung. In unserer Epoche ist der Massenkonsum extrem gesteigert durch die Revolution der Stückzahlen. Wir sind aus dem Zeitalter des Primärbedarfs

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herausgetreten in ein neues Zeitalter des Konsums. Und das kompliziert dann die Mechanismen des Handels? Ja natürlich, sobald man die Zone des Primärbedarfs verlässt, betritt man den Bereich des Gestaltbaren, und es entstehen permanent wechselnde Bedürfnisse. Was ist das Geheimnis des Verkaufens? Alles Verkaufen hat zu tun mit BedürfnisWeckung und Bedürfnis-Deckung. Worüber wir hier reden, das ist das „Theater des Konsums“. Und das verlangt wie jedes Theater nach eigenen Bühnen, nach Bühnenbildnern und nach Regisseuren. Das Publikum verlangt nach einer Überhöhung des Konsums. Warum ist das so? Wir sprechen von einem Übergang in die Sphäre der Bedürfnis-Evokation. Was passiert denn eigentlich ideengeschichtlich in diesen Prozessen der Inszenierung? Die Inszenierung ist deswegen wichtig, weil wir in einer neo-sophistischen Großwetterlage des Denkens und Empfindens angekommen sind. Die Sophisten der Antike haben sozusagen als Nebenprodukt die Pädagogik entwickelt, um die jeweilige Jugend an das Denken der Alten heranzuführen. Die Pädagogik und die Juristik erlangten in der Antike große Bedeutung für die Entstehung der Rhetorik. Was hat das mit dem Thema der Inszenierung und des Konsums zu tun? Ganz einfach: Die Rhetorik ist die Kunst der Umstimmung einer anwesenden Menschenmenge oder die Kunst, das schwächere Argument zum stärkeren zu machen. Merken Sie, worauf ich hinaus will? Die Inszenierung von Ware hat einen Bezug zur Kunst, das zweitbeste Produkt will sich wie das beste präsentieren. Wie funktioniert das alles praktisch? Die Rhetorik oder die Inszenierung haben das Ziel, eine schwache Kaufneigung bis zu einer positiven Entscheidung zu begleiten und zu unterstützen. Die Inszenierung hat deshalb immer eine konsultatorische Funktion. Sie hat die Aufgabe, eine schwache Neigung in eine echte Dezision umzuwandeln. SHOP aktuell 112

Gibt es Parallelen in der Geschichte? Ja. Wir beobachten ein solches Phänomen im Auftreten des Sekretärs in der Neo-Renaissance des 15. Jahrhunderts. Nehmen Sie den Fall Macchiavelli. Er ist der „Sekretär“ eines berühmten Unternehmers, der dann zum Fürsten aufsteigt, nämlich Lorenzo de‘ Medici. Der Sekretär muss die Ansichten des Fürsten teilen, aber er teilt auch das Geheimnis des Fürsten. Was ist das Geheimnis des Fürsten? Das Geheimnis des Fürsten ist, dass er nicht weiß, was er tun soll. Die Seele des Fürsten ist voll von halbschwachen Impulsen. Der Sekretär hilft dem Fürsten in seiner ganzen Ambivalenz zu Entscheidungen, die letztlich erfolgreich sind. Er muss spüren, wohin der Fürst neigt und ihn dann bestärken. Und so ist es auch beim Konsum? Der Verkäufer muss herausfinden, in welche Richtung die Kaufneigung des Klienten am stärksten geht und dann muss er ihn in diese Richtung begleiten und ermutigen. Warum ist das so? Es gibt kein echtes Kontinuum zwischen einer Neigung und einer Entscheidung. Da ist immer eine Lücke. Die Entscheidung muss immer einen Schritt weiter gehen, als die Neigung von sich aus gehen würde. Die Inszenierung muss den Sprung bewirken von einer Neigung in eine echte Entscheidung. Deshalb braucht man jemanden, der den letzten Schritt bewirkt. Oder der den Kunden so enthemmt, dass er den letzten Schritt tut. Das war alles bis jetzt historisch richtig, was aber passiert denn jetzt, wenn die Menschen immer mehr im Internet einkaufen? Das Internet-Shoppen müsste eigentlich in einem Jahrzehnt die Läden getötet haben, aber die Ladenszene blüht. Warum ist das so? Es gibt drei Kategorien, die das verhindern: 1. Das Bedürfnis der Menschen nach Event und Eventkultur. 2. Ausgehend von der Philosophie des Raumes die Immersion, das Eintauchen. 3. Die Installation, ein Phänomen aus der modernen Kunst. Das alles hilft zu verstehen, warum das Internet kein Ersatz für das Einkaufen ist. Im Internet kann man nicht richtig

„Die Rhetorik oder die Inszenierung haben das Ziel, eine schwache Kaufneigung bis zu einer positiven Entscheidung zu begleiten und zu unterstützen.“

eintauchen, es gibt kein völliges Drinnensein. In einer Installation der Kunst geht der Betrachter in das Kunstwerk hinein. Der Laden als Bühne ist ein ImmersionsOrt, in den der Kunde sich mit Haut und Haaren hineinbegeben kann. Die Inszenatoren von Läden können das alles bewirken und steigern durch ein Atmosphären-Design. Es gab vor einiger Zeit einen großen Aufsatz über „Weltreligion Shoppen“. Gibt es beim Kaufen oder Verkaufen Analogien zur Religion? Zumindest eine starke Analogie zum Bereich des Kultischen. Der Kult lebt von ergriffener Wiederholung und von zelebrierter Wiederholung. Das kultische Verhalten ist vom alltäglichen Verhalten unterschieden, zumindest bei den echten Gläubigen. In der Religion geht es oft darum, dass man in ein Paradies eintreten darf. Viele Läden sind ein Paradies der Genüsse, man sehnt sich als Käufer danach, ein Stückchen von diesem Paradies der Genüsse zu erwerben und dadurch ein Stückchen am Paradies teilzuhaben. 

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Shop Aktuell Thema Schuhhandel

Autor Reinhard Peneder

Viele Wege führen zum Erfolg. Der Schuhfilialist Reno bietet als vertikaler Anbieter eine große Auswahl attraktiver, modischer Schuhe für die ganze Familie. In mehr als 700 Filialen in Europa ist Reno eine Topadresse für Schuhliebhaber. Hier ein Blick in die knapp 400 m² große, von Umdasch Shopfitting eingerichtete Filiale in Budapest.

Der Schuhhandel auf der Suche nach neuen Profilen Rein statistisch gesehen ist der Schuhhandel in den deutschsprachigen Ländern trotz mancher Wetterkapriolen anhaltend gut in der Spur. Dennoch zeichnen sich in der Branche gravierende Veränderungen ab. Vor dem Hintergrund von Vertikalisierung, Digitalisierung und zunehmender Komplettoutfit-Orientierung feilen zahlreiche Unternehmen an passenden neuen Formaten. Unabhängig vom Betriebstyp werden jene Händler auf der Überholspur bleiben, die ihre Zukunft aktiv in die Hand nehmen und auch in die attraktive Inszenierung ihrer Auftritte investieren. Mit einem durchschnittlichen „Jahresverbrauch“ von über den Daumen gepeilt vier Paar Schuhen bleibt der Schuhmarkt eine stabile Größe. Wertmäßig hat etwa jeder deutsche Bundes‑ bürger im Jahr 2011 exakt 113,30 Euro für Schuhe ausgegeben (um 0,90 Euro mehr als 2010). Hinter diesen Durchschnittszahlen verbergen sich jedoch erhebliche Schwankungen im Detail. So haben sich zum Beispiel der Sporthandel und die 12

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Online-Anbieter ein größeres Stück vom Kuchen geholt (siehe Tabelle 1). Nicht zu unterschätzen ist außerdem, dass vor allem die großen Modelabels den Anforderungen nach kompletten Outfits mit eigenen Schuhlinien entsprechen. Ergebnis: Der Fachhandel ist 2011 (in Deutschland) deutlich hinter der Marktentwicklung zurückgeblieben und musste einen Umsatzrückgang von 1,5 Prozent hinnehmen. SHOP aktuell 112


Shop Aktuell Thema Schuhhandel

Erfolgreich als Familienbetrieb. Fünf Generationen haben im niederösterreichischen Straßendorf Sollenau ein Schuhhaus von internationalem Format aufgebaut: „den Wunderl“. Auch an der letzten Etappe der Neugestaltung hat Umdasch Shopfitting wesentlich mitgewirkt.

Sie verkaufen Schuhe aus Leidenschaft – und das bereits in der fünften Generation: Franz und Andrea Wunderl.

Hohe Sympathiewerte erreichen Schuhe in der aktuellen Brigitte-Studie (www.brigitte.de). 73 Prozent der Befragten (ausschließlich Frauen) begeistern sich für schöne Schuhe, 74 Prozent haben generell Spaß am Shopping. Bei der Markenbekanntheit haben die Sportmarken die Nase vorn, im Spitzenfeld sind auch Gabor, Geox, Tamaris (markante Steigerung), s.Oliver (stärkstes Fashion-Label) und Ecco zu finden. Die Markentreue ist bei Frauen relativ stark ausgeprägt, wobei sie in der Regel nicht eine bestimmte Marke bevorzugen, sondern aus einem ganzen Markenpool auswählen. 76 Prozent der in der Brigitte-Studie befragten Frauen geben als bevorzugte Einkaufsstätte für Schuhe das kleinere Fachgeschäft, das mehrere Marken führt, an. Ein Blick auf die tatsächliche Marktstruktur lässt vermuten, dass da sehr viel Wunschdenken dahintersteckt. Man kann das aber auch als deutliches Signal und Chance verstehen. Deichmann und der Rest der Welt Die europäische Rangliste der Player am Schuhmarkt für das Jahr 2011 wird mit Abstand von Deichmann angeführt. Mit Garant, SHOP aktuell 112

ANWR und Leder & Schuh sind in den Top 10 drei weitere Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum präsent. In Deutschland ist Deichmann (mit den Ladenmarken Deichmann, Roland und MyShoes) unangefochtener Marktführer. Der Filialist kommt auf einen Umsatz von knapp 1,8 Milliarden Euro, das ist mehr als die fünf nächstplatzierten Mitbewerber zusammen (siehe Tabelle 2). Mit der dazu gehörenden Dosenbach-Ochsner-Gruppe Entwicklung dominiert Deichmann auch Vertriebskanäle für den Schweizer Markt deutSchuhe 2011 lich. Nur noch Vögele kann Einzelbetriebe Schuhe-FH - 2,7 % da einigermaßen mithalten. Schuh-Filialisten - 1,0 % Anders gehen die Uhren Schuh-Fachhandel - 1,5 % in Österreich. Hier hat der Sport- und Bekleidungs-FH + 3,7 % Kauf- /Warenhäuser - 1,8 % Platzhirsch Leder & Schuh Versender - 4,2 % mit seinem fein gewobeE-Commerce + 54,5 % nen Markenportfolio – Corti, (Internet-Pure-Player) Dominici, Humanic, Jello, SB-WH/VM/Discounter - 2,3 % Sonstige Anbieter + 3,8 % Shoe4You und neuerdings (Tabelle 1) (Quelle Shoez 6/2012) Stiefelkönig – die Nase umdasch shopfitting

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Shop Aktuell Thema Schuhhandel

Mit sechs verschiedenen Ladenmarken spielt der österreichische Marktführer Leder & Schuh ein virtuoses Spiel auf dem Betriebstypenklavier. Mit Humanic (großes Bild aus der Plus City in Linz) wird vor allem ein stark modisch orientiertes Publikum angesprochen, während die Neuerwerbung Stiefelkönig (kleines Bild aus Graz) vor allem in Sachen Lifestyle auftrumpft.

Top 15 Schuhfachhändler Deutschland 2010 Rang

Unternehmen

Umsatz in Mill. Euro 2010

Umsatz in Mill. Euro 2009

Anzahl Filialen

Ladenmarken

1

Heinrich Deichmann Schuhe

1770

1640

1215

2

HR Group

565

540

496

Deichmann, Roland, MyShoes Reno, außerdem ca. 1.300 POS in Warenhäusern und CCMärkten

3

Schuhhaus Siemes

408

385

145

Schuhcenter, Siemes, Leone, Siemes.de

4

Ludwig Görtz

370

330

235

Görtz, Görtz 17, Görtz Shoes, Hess

5

Leiser

216

200

150

Leiser, Bunte, City, Elsner, hako, Schuh Klein, Schuhhof

6

Klauser/Salamander

200

113

130

Schuhhaus Klauser, Romano, Voss-Studio, Schuhhaus Voswinkel, Schuhhaus Paradies, Schuhmarkt Klauser, Salamander

7

Kienast Gruppe

180

180

360

Street Schuhe, K+K Schuh-Center, ABC Schuh-Center, Claudio Schuhe

8

Runners Point

144

144

160

9

Foot Locker Germany

98

86

78

Eine Frage des Formats

Runners Point, run2, Sidestep Foot Locker

10

L&S Deutschland

97

90

70

Humanic, Shoes4You, Corti, Dominici, Jello

11

Josef Tretter

87

83

31

Tretter Schuhe, Thomas Schuhe, Bartu Schuhe

12

SchuhKay

74

70

54

SchuhKay

13

Schuhhaus Dielmann

63

57

28

Dielmann-Schuhe, Braun-Markenschuhe, RohrmeierMarkenschuhe, Geier-Markenschuhe, Tomaso, Dstep

14

Fink Schuhe+Sport

60

60

50

Fink Schuhe, Danny Shoes, Fink Sport, Schuhhaus Lahr

15

Schuhpark Fascies

58

50

76

Schuhpark, Monomarken-Stores von Tamaris

(Tabelle 2) 

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sehr deutlich vor Deichmann. An dritter Stelle rangiert mit Ringschuh eine Verbundgruppe. Auf all diesen Märkten verlieren kleine Schuhgeschäfte weiterhin Marktanteile, zumal viele dieser Läden mangels Zukunftsperspektiven auch gänzlich vom Markt verschwinden. Genau diese kleineren Läden wären allerdings das Wunschformat der Brigitte-Frauen.

Quelle: TextilWirtschaft

Das aus dem Modehandel bekannte Thema der Vertikalisierung hat auch im Schuhhandel Einzug gehalten. Sichtbar wird das insbesondere in Form von Shops von Herstellermarken, durch Monolabel-Stores und SHOP aktuell 112


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Bei den L&S-Marken Shoe4You (großes Bild aus Schwaz in Tirol) und Jello (kleines Bild von der Filiale Villach) fühlen sich vor allem preisbewusste Käuferinnen und Käufer gut aufgehoben. All diese Auftritte zeichnen sich durch eine erstklassige Orientierungsleistung aus.

„Wir sind nicht vordergründig auf Marktanteile aus, sondern möchten in definierten Märkten eine führende Rolle spielen“, umreißt Leder & Schuh-Vorstandsmitglied Mag. Peter Horvath die Zieles seines Unternehmens.

Flächenpartnerschaften wie Shop-inShop. Monolabel-Shops eignen sich nicht zuletzt für kleinere Flächen. Sie punkten dank stringenter Konzepte mit guter Lesbarkeit des Sortiments und hoher Verfügbarkeit der präsentierten Modelle (konsequent abgearbeitete Größenspiegel). Für Multilabel-Händler gibt es durch Flächenpartnerschaften mit Marken noch hohes Potenzial. Entscheidend ist die richtige Dosierung im Verhältnis zum Gesamtangebot und zur Gesamtfläche sowie der richtige Partnermix. Eine Überdosierung oder eine nicht stimmige Partnerwahl können die Kompetenz der eigenen Ladenmarke beeinträchtigen. Das zeigen aktuelle Beispiele aus dem Modebereich. Eine Partnerschaft auf höchstem internationalen Niveau und unter Berücksichtigung des Outfit-Gedankens feiert Ende September in New York Premiere: Die französische Luxus-Marke Louis Vuitton wird ihren ersten SHOP aktuell 112

Shop-in-Shop speziell für Schuhe in der von 2.100 auf 3.100 m² vergrößerten Schuhabteilung von Saks Fifth Avenue eröffnen. Die marktbeherrschenden Schuhfilialisten sind permanent auf der Suche nach der optimalen Sortimentszusammensetzung in Bezug auf Herstellermarken und (margenträchtigere) Eigenmarken. Je besser es bereits gelungen ist, die eigene Kette als Marke zu positionieren, desto höher kann in der Regel der Eigenmarkenanteil sein. Über Betriebstypen und Formate hinweg ist ein Trading-up im Sortiment zu beobachten, häufig einhergehend mit einer Erhöhung des Modegrades. Wirklich glaubwürdig und erfolgreich umgesetzt werden kann ein Trading-up nur dann, wenn auch Ambiente und Atmosphäre in den Geschäften entsprechend aufgewertet werden. Eine Trendumkehr ist hinsichtlich der Größe der Schuhgeschäfte zu erkennen. Das Prinzip „Kompetenz braucht Größe“ gilt nur mehr eingeschränkt, zunehmend rückt wieder die Flächenproduktivität in den Fokus der Betrachtung. Diese Entwicklung ist sehr schön auch in unseren Einkaufszentren abzulesen. Nicht die großen Flächen sind heute hier das Maß der Dinge, sondern die großen Namen. umdasch shopfitting

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Mittelständische Schuhhändler punkten vor allem durch ihre Beratungs- und Servicequalität. Das ist beim Ringschuh-Händler Griesser in Althofen (großes Bild) nicht anders als beim Schuhhaus Wehrli in Basel. Beide Häuser sind kürzlich von Umdasch Shopfitting neu eingerichtet worden.

Beispiele zeigen, dass sich auch inhabergeführte kleinere und mittelgroße Schuhgeschäfte am Markt behaupten können, sofern sie ein unverwechselbares Profil entwickelt haben. Meist punkten diese Unternehmen – die ja nach der Brigitte-Studie über gute Marktchancen verfügen – durch herausragende Beratungs- und Servicequalität. Ein Repräsentant dieser Spezies ist etwa das Schuhhaus Wunderl im niederösterreichischen Sollenau. Dieses unscheinbare Straßendorf zwischen Wien und Wiener Neustadt hat das Familienunternehmen zum Schuhmekka des Großraums Wien gemacht. Selbst die Schickeria des Landes gibt sich hier ob des exquisiten Angebotes und des einzigartigen Ambientes gern ein Stelldichein. Leistungskennziffern im mittelständischen deutschen Schuheinzelhandel 2009 2008 durchschnittl. Geschäftsraum durchschnittl. Beschäftigte durchschnittl. Bruttoumsatz Bruttoumsatz je besch. Person Bruttoumsatz je qm Geschäftsraum Bruttoumsatz je Einzelverkauf Lagerumschlag Lagerbestand je qm Geschäftsraum (Tabelle 3) 

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533 m2 9,7 1,4 Mio. Euro 132.984 Euro 2.019 Euro 75,86 Euro 1,6 x 615 Euro

556 m2 9,5 1,3 Mi Euro 123.759 Euro 1.815 Euro 68,23 Euro 1,5 x 566 Euro

Quelle: Institut für Handelsforschung

„Für unsere Händler sind 120 bis 150 m² Verkaufsfläche eine gut passende Geschäfts­ größe“, sagt Ringschuh-Geschäftsführer Wilfried Harml.

Ganz ähnlich positioniert hat sich das Schuhhaus Caligula in Meran (siehe Reportage auf den Seiten 22 bis 25). Auch für sehr kleine Geschäfte gibt es Optionen. Wilfried Harml von der Grazer Verbundgruppe Ringschuh etwa redet hier einer Spezialisierung das Wort. Dafür eignen sich beispielsweise besonders Kinderschuhe. Ohne Inszenierung ist alles nichts Von entscheidender und stark steigender Bedeutung für den Erfolg von Schuhgeschäften ist ihre stimmige Inszenierung und vor allem die Präsentationsform der Schuhe selbst. Das geht auch aus einer TW-Umfrage aus dem Jahr 2010 hervor, bei der 92 Prozent der befragten Händler eine moderne Warenpräsentation für noch wichtiger als bisher beurteilten. Die Aussagen hinsichtlich der wichtigsten Präsentationsformen (Tabelle 4) SHOP aktuell 112


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Als Schuhsalons kann man die Projekte Caligula in Meran (großes Foto; siehe auch Seiten 22 bis 25) und Eiler in Linz bezeichnen. Beiden Häusern gemeinsam ist außerdem die helle, freundliche Gestaltung und „schwebende Präsentation“ auf Glasfächern.

sind allerdings mit etwas Vorsicht zu genießen, da in der Praxis hauptsächlich individuell konzipierte Mischformen eingesetzt werden. Der Umfragehinweis „es genügt nicht, nach Schuhgrößen zu gliedern“ sollte besonders ernst genommen werden, da diese Präsentationsform – sofern ausschließlich oder als Hauptkriterium eingesetzt – kaum attraktive Warenbilder zulässt.

Selbstbedienung (mit Checkoutkasse), Selbstwahl, Vorwahl, Bedienung (bei Bedarf) und Vollbedienung sprechen. Unabhängig vom Betriebstyp können gestaltete Kartons dazu genutzt werden, um Design- und Qualitätsbotschaften zu unterstützen. Viele Unternehmen gliedern nach Themen und Stilrichtungen, innerhalb der dann nach Farben und Modellen und erst danach nach Größen gearbeitet wird. Das sind auch gute Voraussetzungen für ein emotionales, mit Bildern und Milieurequisiten stimmig angereichertes Visual Merchandising. Zunehmend mit Bestandteil sind dabei (visualisierte) Informationen über die präsentierten Produkte.

Zum Thema Präsentationsform und Präsentationsphilosophie gibt es verschiedene Zugänge. Zunächst einmal kann über den Warendruck (die Anzahl der pro Regaleinheit und/oder Quadratmeter Verkaufsfläche präsentierten Schuhe) die Preiswahrnehmung gesteuert werden. Mit hohem Warendruck wird im Diskont-Bereich agiert, geringer Warendruck signalisiert Luxus. Ein anderer Aspekt betrifft Präsentationsformen im Schuheinzelhandel die Lagerhaltung. Findet sie weitgehend im Verkaufsraum selbst statt (häufig in VerbinMarken 65 % Farben  37 % dung mit Kartonpräsentation der verfügbaGrößen 59 % Preislagen 15 % ren Größen), ist Selbstbedienung angesagt, Warengruppen 50 % Sonstige  5% separate Lagerhaltung (etwa in Verbindung Stilrichtungen  37 % mit Einzelpräsentation) signalisiert Bedienung. Die wichtigsten Präsentationsformen nach Meinung des Handels; es konnten jeweils drei Formen genannt Hinsichtlich der Bedienungsform kann man werden. (Tabelle 4) Quelle: Umfragen der TextilWirtschaft etwa auf der Skala von Diskont bis Luxus von SHOP aktuell 112

Das Familienunternehmen Kienast (Wedemark) zum Beispiel setzt bei seiner Ladenmarke Street Shoes auf Modewelten. In Ladengrößen um die 200 m² wird eine Mischung aus (SB tauglicher) Karton- und bedienter Einzelpräsentation geboten. Die Einzelpräsentation ermöglicht über Farbthemen eine stärkere modische Aussage, was letztlich auch die Preisakzeptanz verbessert. umdasch shopfitting

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Shop Aktuell Thema Schuhhandel

Die Darmstädter Firma Dielmann hat mit DSTEP zusätzlich eine eigene „junge“ Ladenmarke kreiert. Angeboten werden modisch orientierte Marken wie Tommy Hilfiger, Buffalo oder Marc O’Polo. Die Einrichtung kommt von Umdasch Shopfitting.

Über all diesen Details stehen einige grundsätzliche Spiel­ regeln, die der Schuhhandel bei seinen Auftritten beherzigen sollte. Vorneweg steht, so Leder & Schuh-Vorstand Mag. Peter Das Multi Channel-Konzept von Görtz

Kunde

Horvath, die Themenentwicklung über alle Kanäle hinweg. Die in der Marktkommunikation gegebenen Versprechen müssen vor Ort auch eingehalten werden. Der Kunde muss die in einem Geschäft geltenden „Spielregeln“ rasch erkennen und damit clever navigieren können. Dazu gehört eine leicht lesbare Ordnung und Orientierung genauso wie eine stimmige „Ein“ Kunde/eine Database Inszenierung für alle Sinne. Hier ist Humanic in der Branche zweifellos ein Vorreiter. Integrierte Multi Channel-Kommunikation

Multi Channel und Marke: Eine Schicksals‑ gemeinschaft?

Integrierte Services

Filiale

OnlineShop

Print/ Telefon

Sortiment

Sonstiges - Mobile - Facebook

Verschiedene Vertriebskanäle

„Ein“ Sortiment Integriertes SCM

Bestand

(Tabelle/Abbildung 5) 

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„Ein“ gemeinsamer Bestand

Quelle: Görtz

Die tatsächlich auf das Internet entfallenden Schuhumsätze sind schwer greifbar, teilweise sind die Zahlen widersprüchlich. Der BDSE schätzt den Online-Marktanteil bei Schuhen auf 8 bis 9 Prozent. Tendenz stark steigend (siehe Tabelle 1). Mit den sogenannten Internet-Pure-Playern wie Mirapodo und Zalando ist dem traditionellen Schuhhandel eine „kapitalmarktgesteuerte“ Konkurrenz SHOP aktuell 112


ALDO store, 309 Oxford Street, London, UK

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Zwei Beispiele für die Bandbreite der Leistungsmodule der Unternehmen der Umdasch Shopfitting Group: Für Geox (kleines Bild) war Assmann Ladenbau in der Kärntner Straße in Wien als Generalunternehmer tätig. Für das kanadische Label Aldo ist Umdasch in Europa Ladenbau- und Logistik-Partner. Das große Bild zeigt den im April 2012 eröffneten derzeit weltweit größten Aldo Store in der Oxford Street in London (280 m²).

„Multi Channel und Marke sind eine Schicksalsgemeinschaft“ sagt Christoph von Guionneau.

erwachsen, die unabhängig vom tatsächlichen wirtschaftlichen Erfolg dieser Geschäftsmodelle auf jeden Fall Markt und Umsatz absaugt. Fakt ist auch, dass es in unserer digitalisierten Konsumwelt zunehmend zu einer Verknüpfung elektronischer mit stationären Konzepten kommt. Damit haben sich auch schon zahlreiche Schuhanbieter auseinandergesetzt. An vorderster Front zum Beispiel das Hamburger Unternehmen Görtz. Christoph von Guionneau, damals noch Vorsitzender der Geschäftsführung der Görtz GmbH, hat anlässlich der dlv-Tagung Anfang Mai 2012 in Graz Multi Channel Retailing zur Chefsache erklärt und von einer „Schicksalsgemeinschaft zwischen Multi Channel und Marke“ gesprochen. Als Mission Statement hat Görtz verankert: „Wir wollen digitale Mehrwerte am POS integrieren, die beim stationären oder kanalübergreifenden Kaufprozess die Görtz-Zielsetzungen unterstützen und von Kundennutzen sind.“ Neben einem Online-Shop haben digitale Tools in Görtz-Filialen SHOP aktuell 112

Einzug gehalten: Digitale Fenster und Stelen, Screens und interaktive Terminals sowie digitale Mobile Devices. Die Möglichkeiten der digitalen Medien werden auch bei Leder & Schuh aktiv genutzt, ohne dass man dabei in einem Wettbewerbsverhältnis mit Online-Anbietern wie Zalando steht. „Uns geht es darum, dort zu sein, wo der Kunde gerade ist“, sagt Peter Horvath. Dem entsprechend sieht man die eigenen Multi- bzw. besser Cross-Channel-Aktivitäten als ganzheitliches Service- und Convenience-Paket. „Digitale Trend-Informationen und Newsletter Ja, aber kein Online-Verkauf“, so das Statement von Peter-Phillip Kienast, den vor allem die hohen Rücklaufquoten abschrecken. Ähnlich die Aussage von Ringschuh-Mann Wilfried Harml: „Voller Service, aber kein Schuhverkauf übers Internet.“ Letztlich muss also jedes Unternehmen selbst entscheiden, welches die für es passende Cross-Channel-Strategie ist. Nur aussitzen sollte man dieses Zukunftsthema allerdings nicht. Auch wenn E-Commerce, wie kürzlich in style in progress zu lesen war, tatsächlich ein Haifischbecken sein sollte. Umdasch Shopfitting beschäftigt sich im Rahmen eines Innovation umdasch shopfitting

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Akribisch haben die Shop Consult-Profis von Umdasch den neuen Marktauftritt von Street Shoes entwickelt. Nichts wurde dem Zufall überlassen, vor allem was die Warenpräsentation betrifft.

Circle mit der „Entwicklung neuer Ladenformate und ShopSysteme in einer digitalen Konsumwelt“.

„Mit dem neuen Street-Shoes-Konzept haben wir unsere modische Kompetenz und damit auch die Preisakzeptanz deutlich verbessert“, stellt Peter-Phillip Kienast zufrieden fest.

Sinkende Ladenbau-Kosten Die Ladenbau-Kosten für Schuhgeschäfte sinken tendenziell. Das führen Experten darauf zurück, dass heute nicht mehr für die Ewigkeit gebaut wird. Auf der anderen Seite verkürzen sich die Umbauzyklen. Etwas flapsig formuliert könnte man die Entwicklung mit „Kulissenbau statt Ladenbau“ beschreiben. Großer Wert wird auf Flexibilität gelegt, auf die Möglichkeit, ständig Veränderungen vornehmen zu können und den Laden „täglich neu“, entsprechend den Sortiments- und Kundenanforderungen, zu Umdasch Shop Academy: Schuhseminare Neben dem umfangreichen und für viele Branchen relevanten Programm bietet die Umdasch Shop Academy im Jahr 2012 auch ein Spezial-Seminar speziell für den Schuhhandel. Es heißt „Visual Merchandising für Praktiker (Schuhe)“ und wird von Marlies Niehuis von der AREA Management GmbH geleitet. Nächste Termine: 18. September 2012, Amstetten 24. Oktober 2012, Oberentfelden 15. November 2012, Neidenstein/Heidelberg

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inszenieren. Mit dem Einsatz von „Milieurequisiten“ wird die für das jeweilige Konzept stimmige Atmosphäre geschaffen. LED-Beleuchtung wird flächendeckend auch im Schuhhandel salonfähig und erschwinglich. Zunehmend werden digitale Tools in die Konzepte integriert. Die Einstiegspreislagen für die „trockene Einrichtung“ (ohne Boden, Licht, Decke etc.) liegen für SB-Konzepte (KartonPräsentation) für Flächen von 400 bis 600 m² bei rund 170 Euro pro m² (ohne Mehrwertsteuer). Für Fachgeschäfte in einer Größenordnung von 200 m² muss man mit € 350,-/m² rechnen, im gehobenen Bereich auch darüber. Die Unternehmen der Umdasch Shopfitting Group sind seit Jahrzehnten über alle Betriebstypen hinweg professionelle Ladenbau-Partner des Schuhhandels. Das Leistungsspektrum reicht dabei von der Konzeptentwicklung (etwa durch die SHOP aktuell 112


Shop Aktuell Thema Schuhhandel

Der Herrenbereich in den neuen Street-Shoes-Filialen ist durch einen dunkelgrauen Fußboden und einen passenden Loop optisch vom Damenbereich getrennt. Viele kleine Details schaffen ein in Summe überzeugendes Visual Merchandising.

Shop Consult-Profis), die Planung, Lieferung und Montage der Einrichtung bis zu einem Full-Service in Form eines Komplettausbaus. Jeder Kunde entscheidet individuell, welche der Leistungsmodule er in Anspruch nehmen will. Ebenso vielfältig wie das Leistungsangebot ist die Liste der Referenzen. Zuletzt wurden etwa Unternehmen bzw. Marken wie Reno, Stiefelkönig, Geox, Street Shoes, Dielmann oder Nike betreut. Für das amerikanische Schuh-Label Aldo ist man bei verschiedenen internationalen Auftritten tätig. Aber auch im Fachhandel ist Umdasch mit seiner Schuhkompetenz immer wieder präsent. Das zeigen aktuelle Projektbeispiele bei Eiler in Linz, Wunderl in Sollenau, Griesser in Althofen, Wehrli in Basel, Caligula in Meran oder Scarpamonda in Grosseto. Ein gutes Beispiel für ein komplettes Store Branding, von der Konzeptentwicklung bis zur Einrichtung der ersten Pilotläden durch Umdasch, ist die Vertriebslinie Street Shoes des Familienunternehmens Kienast (Wedemark). Ein interdisziplinär zusammengestelltes Shop Consult-Team rund um Maik Drewitz und Aline Mensch hat für Street Shoes einen umfassenden MarkenRelaunch entwickelt und das Ergebnis auch konsequent auf das Laden-Outfit übertragen. Der Auftritt ist nun wesentlich jünger SHOP aktuell 112

und modischer geworden. Nach dem gelungenen Pilotladen in Wuppertal erstrahlen auch die Stores im CentrO in Oberhausen, im Dodenhof in Posthausen und in den Schönauer Arcaden in Berlin im neuen Glanz. Aktuell gibt es 120 Street-Shoes-Läden, die meisten davon in Einkaufszentren. An Ladenbau-Details fallen beim neuen Konzept u. a. die variantenreichen Gondelseiten, Ganzkörperspiegel, ein umlaufendes Grafikband mit Imagebildern, die farbliche Zonendifferenzierung, der „aufgeräumte“ Kassenbereich und die wertige, in einem ganz speziellen Winkel gehaltene Einzelschuh-Präsentation auf.

Herzlichen Dank! Bei der Gestaltung dieses „Schuh-Reports“ haben uns zahlreiche Expertinnen und Experten mit Gesprächen und Informationen unterstützt. Wir bedanken uns in diesem Zusammenhang bei: Maik Drewitz (Shop Consult), Verena Hahn (Görtz, Hamburg), Wilfried Harml (Ringschuh, Graz), Herbert Hirtenlehner (Umdasch Shopfitting), Mag. Peter Horvath (Leder & Schuh, Graz) Peter-Phillip Kienast (Unternehmensgruppe Kienast, Wedemark), Kerstin Slawatycki (HR Group, Osnabrück), Christian Walder (Umdasch Shopfitting) sowie Andrea und Franz Wunderl (Sollenau).

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Shop Report Caligula, Meran Caligula, Merano

Autor Author Reinhard Peneder

Foto Photo Othmar Seehauser

Die Lauben sind die erste Adresse in Meran – und eine sehr traditionsreiche noch dazu. 35 Laufmeter Schaufenster setzen das Angebot auch nach außen attraktiv in Szene (kleines Bild). The arcades are the top address in Merano, and positively radiate tradition. 35 metres of shop window present the product range attractively to passers-by (small photo).

Der Schuhsalon der Kurstadt Meran Es gibt sie noch, die kleinen, feinen, inhabergeführten Schuhgeschäfte und -boutiquen, die sich ihrer Stärken bewusst sind und voller Zuversicht in ihre Zukunft investieren. Eines davon haben wir in den berühmten Lauben der noblen Südtiroler Kurstadt Meran ausfindig gemacht. Es heißt Caligula und wurde im Frühjahr 2012 von Umdasch Shopfitting (Beratung/Planung: Geom. Adalbert Hillebrand, Arch. Elena Catto) komplett neu eingerichtet. Das Schuhhandwerk hat bei Caligula (der Name kommt von den römischen Sandalen) Tradition. Der Urgroßvater von Dietmar Pircher betrieb bereits vor 130 Jahren eine Schusterwerkstatt. Am heutigen Standort in Top-Lage ist der Familienbetrieb (Dietmar Pircher mit Frau, Sohn und Tochter) seit 22 Jahren unter dem Motto „Schuhe sind unsere Leidenschaft“ präsent. 22

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Die Attraktivität des Schuhwerks von Caligula ist in einem Presseartikel in den Dolomiten vom 17. 2. 2010 eindrucksvoll dokumentiert: „Unbekannte sind letzte Nacht durch eine Hintertür in das Schuhgeschäft Caligula unter den Meraner Lauben eingebrochen und haben über 300 Paar Schuhe geklaut. Der Schaden beläuft sich auf mehrere 10.000 Euro …“ SHOP aktuell 112


Shop Report Caligula, Meran Caligula, Merano

Der großzügige Umgang mit dem Raum signalisiert Luxus und Anspruch auf erstklassige Beratung (großes Bild). The generous use of space signalises luxury and the customer’s right to first-class advice (large photo).

Schuhe sind die Leidenschaft der Familie Pircher. Seit 22 Jahren ist man nun an erster Adresse in den Meraner Lauben präsent. Shoes are the passion of the Pircher family. Their shop has occupied a prime site in the arcades of Merano for 22 years.

Anspruch auf erstklassige Beratung Die Begehrlichkeit ist nach dem Umbau wohl jetzt noch größer geworden, allerdings wurde auch sicherheitstechnisch entsprechend aufgerüstet. Mit 400 m² auf zwei Etagen ist Caligula nun nicht wirklich klein. Der großzügige, ja fast verschwenderische Umgang mit dem Raum signalisiert die Hochwertigkeit des Sortiments und den Anspruch auf erstklassige Beratung. Angeboten werden Marken wie Philipp Plein, Alden, Donna Carolina, Pons Quintana, Galizio Torresi, Gravati, Logan, Moreschi, Onitsuka Tiger, Renato Angi, Santoni, Gianvito Rossi und Camper. Die helle, freundliche Gestaltung betont den salonartigen Charakter. Dafür sorgen ein heller Fliesenboden in Holzoptik, die Gipsdecke mit Einbaustrahlern und weiß lackierte Flächen, punktuell mit dunkler Eiche als Kontrast. SHOP aktuell 112

In gebührender Distanz zueinander werden die Schuhe einzeln oder paarweise auf „schwebenden“ Glasflächen präsentiert. Schmuckstücken gleich werden besonders exquisite Modelle in Glasvitrinen dargeboten, ebenso die dazu passenden Accessoires. Weitere interessante Details sind die großzügige Wendeltreppe, schräg gestellte Ganzkörperspiegel, großzügige Sitzmöbel sowie gekonnt arrangierte Tische und Podeste. An der Wand spielt das Umdasch-System Arena Alu sehr dezent eine tragende Rolle für die Glasfächer. Diese in sich stimmige Gesamtinszenierung wird von der Beleuchtung (RZB) punktgenau ins passende Licht gesetzt.

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Shop Report Caligula, Meran Caligula, Merano

Schräg gestellte Ganzkörperspiegel, großzügige Sitzmöbel und attraktive, transparente Schaufenster sind einige der interessanten Gestaltungsdetails bei Caligula. Full-length mirrors positioned at an angle, generous seating units and attractive, transparent shop windows are some of the interesting design details at Caligula.

The Shoe Salon in the Health Resort of Merano Yes, they still exist – those small, exclusive, owner-run shoe shops and boutiques which are aware of their strengths and which have the confidence to invest in their future. We discovered one such establishment in the famous arcades of the elegant health resort of Merano in South Tyrol (Alto Adige). Its name is Caligula, and it was completely refitted during the spring of 2012 by Umdasch Shopfitting (Consultants/Planners: Geom. Adalbert Hillebrand, Arch. Elena Catto). The name Caligula derives from the sandals of ancient Rome, and shoemaking is a tradition that runs in the family. 130 years ago, the great-grandfather of Dietmar Pircher ran a shoemaker’s workshop here. The family-run business (operated today by Dietmar Pircher with his wife, son and daughter) has occupied its present address, a prime location, for the past 22 years. Their motto is “shoes are our passion”. 24

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The attractiveness of Caligula shoes is impressively documented in a newspaper article in the Dolomiten dated 17.2.2010: “Last night, unknown thieves broke into Caligula, the shoe shop in the arcades in Merano, via the back door and stole over 300 pairs of shoes. The damage is estimated at several 10,000s of euros…”

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Shop Report Caligula, Meran Caligula, Merano

Mit verschieden gestylten Glasvitrinen werden extravagante Modelle noch einmal besonders herausgestellt. Extravagant models are shown to best advantage in the glass cases in a variety of styles.

A right to first-class advice The desirability is even greater since the renovations, although corresponding improvements have also been make to the safety technology. Caligula is indeed no small establishment, occupying 400 m² on two floors. The generous, even extravagant use of space reflects the high quality of the product range and the customer’s right to expect first-class advice. The brands on offer include Philipp Plein, Alden, Donna Carolina, Pons Quintana, Galizio Torresi, Gravati, Logan, Moreschi, Onitsuka Tiger, Renato Angi, Santoni, Gianvito Rossi and Camper. The light, friendly design underlines the salon-like character of the sales area. This is enhanced by a light tiled wood-look floor, the plaster ceiling with built-in spots and white painted surfaces with contrasting areas of dark oak. Set at an appropriate distance from each other, the shoes are presented singly or in pairs on “floating” glass shelves. Particularly exquisite models are displayed like items of jewellery in glass cases, as are the appropriate accessories. Further interesting details include the broad spiral staircase, full-length mirrors positioned at an angle, generous seating units and cleverly SHOP aktuell 112

arranged tables and platforms. Against the wall, the Umdasch system Arena Alu skilfully plays a supporting role for the glass shelving. The harmonious overall presentation is accurately shown in the best possible light by the lighting (RZB). 

Infobox Standort Location:

Lauben 246 F (Pobitzer-Galerie) 39012 Meran Merano, Italien Italy

Kontakt Contact:

www.caligula.it

Verkaufsfläche / Anzahl Geschosse Sales area/ no. of floors:

400 m² / 2

Eröffnung Opening:

31. 03. 2012

Branche Sector:

Schuhe Shoes

Planung Planning:

Umdasch Shopfitting Italien Umdasch Shopfitting Italy (Geom. Adalbert Hillebrand, Arch. Elena Catto)

Ladenbau Shopfitting:

Umdasch Shopfitting, Italien Umdasch Shopfitting, Italy

Ladenbausystem Shopfitting system:

Arena Alu + projektspezifische Entwicklungen Arena Alu + project-specific developments

Licht Lighting:

RZB

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Shop Aktuell Thema Showrooming

Autorin Gemma Ball

Kosmetikhersteller Sephora animiert zur Verwendung von Smartphones und bietet nun in allen Läden als Standard einen kostenlosen WLAN-Zugang. Die Kunden können dadurch auf 1,5 Millionen objektive Produktbewertungen zugreifen.

Just Browsing? Der Einzug des Mobiltelefons in unseren Alltag erfolgte schnell und umfassend. Heutzutage ist es üblicher, ein Mobiltelefon zu besitzen, als eine Zahnbürste. Die Einführung des Smartphones in den letzten 10 Jahren hat den Hunger nach Erreichbarkeit nur noch verstärkt, was grundlegende Auswirkungen auf das zukünftige Einkaufsverhalten haben wird. Die Ausgabe 110 von SHOP aktuell stellte das Idealbild des „Digital Native“ vor, bei dem es sich um einen technisch versierten, informationshungrigen und erlebnisorientierten Verbraucher handelt. Aus dieser Kombination von Neugier und unbegrenztem Zugang ist eine als „Showrooming“ bekannte Verhaltensweise entstanden. Dabei handelt es sich um eine Praxis, bei der Kunden einen Laden nur noch besuchen, um sich über das Produkt zu informieren. Meist noch im Laden suchen sie per Smartphone online nach einem günstigeren Preis. Dadurch wird der Laden vor Ort zu einem Ausstellungsraum degradiert. Den aktuellsten Studien zufolge ist dies eine zunehmend globale Praxis. Nahezu 50 Prozent der Online-Shopper in Großbritannien gaben zu, ein Produkt gekauft zu haben, das sie zuerst in einem Laden begutachteten (Click IQ), während allein 71 Prozent der Smartphone-Käufer in den USA angaben, Preise in Elektronikfachgeschäften verglichen zu haben (Nielsen). Online-Händler profitieren in hohem Maße von diesem Trend. Amazon ermutigt aktiv zum „Showrooming“ und hat dafür bereits eine markenspezifische mobile App präsentiert. „Price Check“ ermöglicht einen Preisvergleich noch im Laden. Dafür wird einfach der Barcode gescannt, das Produkt fotografiert 26

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oder der Produktname eingegeben. Verständlicherweise führte dies zu Problemen mit den Einzelhandelspartnern von Amazon. Viele stehen dieser Entwicklung skeptisch gegenüber und fürchten potenzielle Verluste. Ende 2011 geriet der US-Einzelhändler Best Buy in die Schlagzeilen, nachdem das Unternehmen beschuldigt wurde, am Black Friday – Beginn der Weihnachtseinkaufssaison am Freitag nach Thanksgiving – die Barcodes von seinen Produkten entfernt zu haben, um zu verhindern, dass Kunden Preise online vergleichen. Diese fühlten sich anschließend schlecht behandelt. „Showrooming“ ist eine neue Hürde, die sich zu einem dauerhaften Merkmal entwickeln wird, jedoch keine pessimistische Prognose für den traditionellen Einzelhandel bedeuten muss. Tatsächlich wird erwartet, dass bis 2016 mehr als die Hälfte der ausgegebenen Dollar allein im US-Einzelhandel positiv vom Internet beeinflusst werden (Forrester). Um die sich entwickelnde mobile Denkweise des Kunden anzusprechen, müssen Maßnahmen jenseits konkurrenzfähiger Preisgestaltung und Rabatte getroffen werden. Die folgenden Abschnitte behandeln drei unterschiedliche Ansätze, wie Einzelhändler ihre Läden innovativ gestalten können, um Besucher zu Kunden zu machen. SHOP aktuell 112


Shop Aktuell Thema Showrooming

Durch die Verwendung der iPhone-App NM Service im Laden wird für den Kunden von Neiman Marcus ein personalisierteres Einkaufserlebnis geschaffen. Scannen Sie den QR-Code, um ein Informationsvideo anzusehen.

Das brasilianische Modekonzept MeMove hat die RFID-Technologie für ein nahtloses Einkaufserlebnis in seine Ladenumgebung integriert.

Direkter Dialog

hersteller Clinique auf einen persönlichen Service über, der sich auf das Einkaufserlebnis im Laden konzentriert. Das kostenlose Programm „Service As You Like It“ hat das Einkaufserlebnis in drei Servicestufen unterteilt. Beim Betreten des Ladens wählen die Ladenbesucher aus drei farbkodierten Armbändern aus, die das von ihnen gewünschte Serviceniveau bestimmen. Das Tragen eines pinkfarbenen Armbands verrät dem Verkäufer, dass der Kunde sich ungestört umsehen möchte. Ein weißes Armband gibt an, dass der Kunde wenig Zeit hat, sich aber über Empfehlungen freut. Das grüne Armband wird schließlich von Kunden getragen, die sich eine umfangreiche Beratung und Fachwissen wünschen.

Clinique

Das in den USA ansässige Luxuskaufhaus Neiman Marcus ist ein tolles Beispiel dafür, wie ein Einzelhändler von hochwertigen Produkten die Verwendung von Smartphones im Laden für sich nutzt, um einen erstklassigen, auf den individuellen Kunden abgestimmten Service bieten zu können. NM Service ist eine markenspezifische iPhone-App, die ein vollständig personalisiertes Einkaufserlebnis zum Ziel hat. Benutzer können sich anmelden, um den Service zu nutzen und in direkter Kommunikation mit dem gewünschten Verkäufer Produktanfragen zu tätigen, Sonderangebote abzufragen oder Termine zu vereinbaren. Dies fördert nicht nur, dass auch außerhalb des KaufhauIndem der Kunde auf diese Weise die ses das Sortiment durchstöbert wird. Kontrolle behält, kann ihm ganz Interessanterweise zieht die App einfach der gewünschte Service die Kunden wieder in den Laden angeboten werden. Er oder sie zurück. Nach Betreten der vier entwickelt das Vertrauen, dass Teststandorte in den USA begrüdie Marke das gewünschte ßen Ladensensoren automaInteraktionsniveau versteht und tisch die Gäste, und die Verkäurespektiert. fer werden informiert, wenn sich Wenn der Kunde sich für ein „Service As You Like It“der Kunde bei der App anmeldet. Ein weiterer Kosmetikhersteller, Armband von Clinique entscheidet, kann er damit Der Verkaufsmitarbeiter ist mit einem der seinen Kunden ermöglicht, die sein gewünschtes Serviceniveau im Laden kommunizieren. Facebook-Foto ausgestattet, um schnell Kommunikation im Laden zu steuern, ist erkannt zu werden, und kann über ein HandgeSephora. Dem Kunden werden Informationen rät auf die Kaufhistorie des Kunden und die ausgewählten bereitgestellt, die er normalerweise nur durch das Internet Produkte zugreifen, um eine bestmögliche Beratung zu bieten. erhalten kann. Ausgewählte Läden in den USA sind mit iPadDurch diese Kommunikation kann der Kunde mit einer Marke Verkaufsschaltern und einer eigenen iPad-App ausgestattet. ein Gesicht in Verbindung bringen, während der Aufbau einer Durch das Scannen von Produkten mit dem iPad werden die permanenten Markenbeziehung vereinfacht wird. aktuellsten objektiven Produktbewertungen von SephoraKunden angezeigt, die unzensiert und als persönliche MeinunIm Wissen darum, dass nicht alle Kunden das gleiche Servicegen gelesen werden können. Ein mutiger und doch sinnvoller niveau erfordern oder sogar wünschen, geht der Kosmetik‑ Schritt, da eine aktuelle Nielsen-Studie herausgefunden SHOP aktuell 112

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Anleitung zu den QR-Codes Mit den QR-Codes in diesem Artikel können Sie weitere Inhalte ansehen. Laden Sie einfach einen kostenlosen QR-Code Reader aus ihrem Smartphone App-Store herunter und scannen Sie den Code.

hat, dass weltweit 70 Prozent der befragten Personen OnlineBewertungen von Kunden mehr vertrauen, als der traditionellen Werbung. Indem diese Transparenzebene im Laden propagiert wird, wird Verständnis gegenüber den Kundenwünschen demonstriert und gleichzeitig eine Interaktionsschicht jenseits der realen physikalischen Umgebung hinzugefügt. Nachahmung ist die ehrlichste Form von Anerkennung Wie sagt man so schön, man muss mit den Wölfen heulen! Weltweit erlebte die Einzelhandelsbranche einen jährlichen Umsatzverlust von geschätzten 456 Milliarden Dollar, da Läden viele Produkte „nicht vorrätig“ hatten (IHL). Die riesige, vom E-Commerce erfasste Datenmenge ermöglicht ein besseres Verständnis, eine optimalere Verwaltung und vor allem eine schnelle Reaktionsfähigkeit auf Entwicklungen. Durch das Aneignen entsprechender Praktiken und die Nutzung derselben im Laden können Möglichkeiten gefunden werden, schnell zu reagieren und den maximalen Kundenvorteil bereitzustellen.

Die interaktive digitale Produktinstallation von Adidas und Intel kombiniert Einzelhandel mit E-Commerce, um ein erweitertes Einkaufserlebnis zu schaffen. Scannen Sie den QR-Code und schauen Sie sich ein Video von adiVerse im Einsatz an.

bietet. Der mit einem Bildschirm ausgestattete Verkaufsschalter bietet eine kleine Produktauswahl und Zugriff auf den gesamten Adidas-Katalog, um jeden Schuh in einer hochauflösenden Darstellung auf modernsten Touchscreens zu betrachten. Dort erhält der Kunde produktspezifische Inhalte wie prominente Repräsentanten sowie die Möglichkeit, sein Interesse über soziale Netzwerke zu teilen. Nicht vorrätige Produkte können auf einem iPad bestellt werden, um sie sich nach Hause liefern zu lassen. Diese Lösungen wurden entwickelt, um ein komplettes Marken­erlebnis für den Kunden zu schaffen, während gleichzeitig Produktverfügbarkeit, Informationen in Echtzeit und soziale Relevanz gewährleistet werden. Digitale Tools erhöhen den Komfort, da der Laden zunehmend den traditionellen Handel mit dem Online-Handel verbindet. Ein unerreichbares Angebot

Um das Einkaufserlebnis komplett neu zu gestalten, entwickelte Adidas in Kooperation mit Intel das System adiVerse, das in ähnlicher Weise ein digital und sozial erweitertes Einkaufserlebnis

Am anderen Ende der Skala gibt es Vorteile, den Laden auf eine komplett andere Weise anzugehen. dpHUE ist eine dieser Start-up-Marken, die das Einzelhandelserlebnis komplett neu definieren. Sie entdeckte mit der steigenden Nachfrage nach Haarfärbeprodukten für Zuhause und der damit oft verbundenen Unsicherheit der Verbraucher eine Marktlücke. Das Unternehmen bietet deshalb erschwingliche, kundenspezifische Haarfärbesets in Salonqualität an. Die wirkliche Innovation findet jedoch in den Flagshipstores der Marke statt. Dort können Kunden eine Beratung mit zertifizierten Kosmetologen buchen, die in einer gehobenen Salonumgebung über die besten Produkte und die richtige Verwendung informieren. Um sich von Leica (www.leica-camera.co.uk)

Die neue brasilianische Modemarke MeMove möchte dieses Thema durch die Verwendung von RFID-Etiketten (Radio Frequency Identification) angehen, die in jeden Artikel eingenäht sind. Durch diese Technologie können die Kleidungsstücke drahtlos identifiziert und nachverfolgt werden. Damit wird nicht nur sichergestellt, dass die Marke genau über die Lagerbestände und die Bewegung der Kleidungsstücke im Laden informiert ist. Die Informationen können auch dazu verwendet werden, um die Lagerbestände nahtlos im Überblick zu behalten, damit Artikel und Größen in großem Umfang den Kunden zur Verfügung stehen. Mittlerweile können Käufer, die in Eile sind, aufgrund der Etiketten an Selbstbedienungskassen bezahlen. Dazu müssen sie nur ihre Artikel in einen entsprechenden RFID-gestützten Korb legen, der den Gesamtbetrag automatisch errechnet, den Lagerbestand aktualisiert und die kodierte ID-Nummer eines jeden RFID-Etiketts löscht, damit beim Verlassen des Ladens kein Alarm ausgelöst wird.

Leica-Kunden profitieren vom exklusiven Zugang zum In-Store Studio und Café Optik, inklusive professioneller Beratung und hilfreicher Tipps.

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Friseursalons abzugrenzen und erschwingliche Preise anbieten zu können, färben sie den Kunden nicht selbst die Haare. Unter professioneller Anleitung können die Interessenten ihre gekauften Haarfärbeprodukte jedoch im Salon verwenden – ein Einzelhandelskonzept, das auf ein häufiges Kundenproblem mit einer einzigartigen Lösung reagiert. Für ihr aktuelles Flaggschiff entschied sich die Fotografiemarke Leica, den Kunden wirklich nahe zu kommen, um eine exklu­sive Markenumgebung für loyale Klienten der Marke zu schaffen. Der in London ansässige Laden wirft das traditionelle Konzept der Einkaufsumgebung über den Haufen und lädt die Interessenten stattdessen dazu ein, sich im Laden bei einem Espresso in der Kaffeebar Café Optik mit dem Verkaufsteam zu unterhalten. Von dort aus können die Kunden die zugehörige, durch Glas abgetrennte Reparaturabteilung bei der Arbeit beobachten. Das Leica Akademie Trainingszentrum veranstaltet über dem Laden Workshops, bei denen Leica-Besitzer an privaten Produktdemonstrationen, Beratungsgesprächen und Einzelberatungen teilnehmen können und zusätzlich Zugang zu einem professionellen Fotostudio erhalten. Und sogar die Ursache von „Showrooming“ – das Smartphone – muss die Relevanz der Ladenumgebung für das Produkt überdenken, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das Vodafone Smart Store-Konzept in Budapest sieht die Ladenumgebung als öffentlichen Service. Es wird die landesweit größte Auswahl an Smartphones angeboten und jeder Smart Customer Assistant nimmt an einer mehrmonatigen Schulung teil, um die Spezifikationen der über 100 ausgestellten Smartphones vollständig zu kennen. Dazu gehören Produkte in jeder Preisklasse mit Budgetoptionen, Premium-Mobiltelefone und nur im Laden erhältliche limitierte Editionen. Jedes Telefon wird neben einem Touchscreen mit Produktvideos ausgestellt. Und der Laden fungiert als Smart Training Centre, das sicherstellt, dass der Kunde versteht, welches Smartphone am besten zu ihm passt und wie er am besten von seinem Mobiltelefon profitiert. Die 30-minütigen Kurse stehen den ganzen Tag zur Verfügung, und der Laden hat bis zu acht Mal in der Woche auch nach den regulären Öffnungszeiten für Schulungszwecke geöffnet. SHOP aktuell 112

Der lifestyle-orientierte Smart Store von Vodafone unterrichtet und schult den Kunden, durch einen öffentlichen Beratungs- und Supportservice, in Bezug auf seinen potenziellen Smartphone-Kauf.

„Showrooming“ kann bekämpft werden, indem ein Service bereitgestellt wird, der online nur schwer nachgeahmt werden kann. Besucher sowie Käufer werden durch eine zugängliche Produktberatung inspiriert, und Markenschulungen helfen beim Aufbau einer permanenten Kunden- und Markenakzeptanz. Das Verschmelzen von Einkaufen und Technologie kann bei der richtigen Nutzung in der Ladenumgebung zu einer echten Wertsteigerung führen. Die Technologie nur um der Technologie willen ist jedoch nicht die Schlüsselvoraussetzung. Ohne Berücksichtigung der sich weiterentwickelnden Kundenbedürfnisse und -wünsche verfehlen die Lösungen ihren Zweck. Und der Einzelhandel ändert gerade seinen Ansatz „für jeden Kunden das Gleiche“ in Richtung servicebezogener Umgebungen mit persönlicher Beratung. Das Anbieten von personalisierten Erlebnissen, perfektem Komfort und einem einzigartigen Angebot zeigt nur einige der Möglichkeiten, mit denen der Einzelhandel ein permanentes, kundenspezifisches Angebot mit unkonventionellem Denken sicherstellen kann. 

Über das Unternehmen Portland Portland ist ein in London ansässiges branchenübergreifendes Designstudio, das in den Sektoren Einzelhandel, Freizeit und Reisen arbeitet. „In unserer Branche muss man Geschichten erzählen – wir nähern uns jedem Projekt, indem wir die Menschen kennenlernen, die die von uns mitgestalteten Orte nutzen, und wie wir mit ihnen reden und sie informieren, überraschen und begeistern können. Einfach gesagt, entwickeln wir Marken und Orte für Menschen.“ Ibrahim Ibrahim, der Managing Director von Portland, wird auf dem International Retail Forum im Oktober eine Rede zum Thema „Käufer von morgen“ halten. Außerdem erfahren Sie mehr über die Denkweise von Portland auf Twitter. Scannen Sie dazu einfach den QR-Code mit Ihrem Smartphone, um den Twitter-Feed von Portland zu sehen.

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Shop Panorama TEL Tante Emma [1]

Top-Shops von A1 bis Zoro Im wahrsten Sinne des Wortes Top-Shops von A bis Z – vom A1-Shop in Salzburg bis zur White Lounge by Zoro in Zürich Wallisellen – können wir Ihnen im SHOP PANORAMA dieser Ausgabe von SHOP aktuell anbieten. Ebenso bunt wie die Branchen-Mischung der gezeigten Projekte ist die individuelle Vielfalt der von Umdasch Shopfitting dabei eingesetzten Leistungsmodule.

Nr.

Projektname

Standort

Land

Branche/Sortiment

Seite(n)

[1]

TEL Tante Emma

Düsseldorf

Deutschland

Food

30

[2]

Arnotts

Dublin

Irland

Warenhaus

31

[3]

Mexx

Amsterdam

Niederlande

Mode

31

[4]

A1

Salzburg

Österreich

Telekommunikation

32 – 33

[5]

Yves Saint Laurent

London

Großbritannien

Beauty

34

[6]

Thun

La Spezia

Italien

Geschenkartikel

35

[7]

De Fursac

Paris

Frankreich

Mode

36

[8]

Calumet

Essen

Deutschland

Foto-Equipment

37

[9]

Suite 341

Paris

Frankreich

Mode

38 – 39

[10]

Oryx Galleria

Doha

Qatar

Spezial-Kaufhaus

40 – 41

[11]

SPAR-Gorumet

Wien

Österreich

Food

42 – 43

[12]

Molton Brown

London

Großbritannien

Luxus-Körperpflege

44 – 45

[13]

Lodenfrey

Bad Ischl

Österreich

Mode

46 – 47

[14]

White Lounge by Zoro

Wallisellen

Schweiz

Brautmoden

48 – 49

TEL Tante Emma Nostalgie trifft Moderne Das Start-up-Unternehmen TEL verzichtet bei seinen Tante Emma Läden bewusst auf Sortiments­ tiefe und schafft damit einen Gegenpol zu großen Supermarktketten. Man punktet mit Produkt- und Servicequalität. Zur Ladengestaltung: Geradliniges, junges Design und nostalgische Elemente sorgen für willkommene Kontraste.

Infobox Standort:

30

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Kö-Blick Königsalle 61 40215 Düsseldorf Deutschland

Kontakt:

www.tante-emmas-tel.de

Verkaufsfläche / Anzahl Geschosse:

120 m² / 1

Eröffnung:

März 2012

Branche:

Food

Planung:

Room & Ehre

Ladenbau:

Umdasch Shopfitting, Deutschland

Ladenbausystem:

Classic, All4One & brandspezifische Entwicklung

Licht:

Room & Ehre

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Shop Panorama [2] Arnotts, [3] Mexx

Arnotts Elektro neu inszeniert Infobox Standort:

12 Henry Street Dublin 1 Irland

Kontakt:

www.arnotts.ie

Verkaufsfläche / Anzahl Geschosse:

650 m² / 1

Eröffnung:

November 2011

Branche:

Warenhaus

Planung:

Sanderson Studios

Ladenbau:

Umdasch Shopfitting, Irland

Ladenbausystem:

Brandspezifische Entwicklung

Umdasch Shopfitting gestaltete die Elektroabteilung des renommierten Dubliner Warenhauses Arnotts neu. Die eingesetzten Warenträger ermöglichen einen raschen Wechsel des Warenbildes. Ein hinterleuchtetes Beschriftungsband an der Rückwand sowie niedrige Mittelraummöbel sorgen für eine einfache Orientierung.

Mexx Zwischenstopp Amsterdam Infobox Standort:

Klaverstraat 178 1012 XG Amsterdam Niederlande

Kontakt:

www.mexx.com

Verkaufsfläche / Anzahl Geschosse:

400 m² / 2

Eröffnung:

März 2012

Branche:

Mode

Planung:

Different by design

Ladenbau:

Jonas, Deutschland

Ladenbausystem:

Brandspezifische Entwicklung

Licht:

RZB Leuchten

Boden:

Gunreben

Das 2010 entwickelte StoreKonzept des Modelabels MEXX macht nun in Amsterdam halt. Es sind viele kleine Details, die eine Loft-Atmosphäre mit individuellem Charme in den Store zaubern. Das Atrium im Eingangsbereich ist ein architektonisches Highlight.

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Shop Panorama A1 [4]

Feines Facelift A1 ist Österreichs führendes Kommunikationsunternehmen und bietet Festnetz, Mobiltelefonie, Internet und Fernsehen aus einer Hand. Nach der Fusion von Telekom Austria und mobilkom austria 2010 erhielt das Unternehmen 2011 auch eine neue Marke: das neue A1. Im Zuge des Rebrandings folgte auch ein „Facelift“ der A1 Shops. Die neuen Markenwerte „einfach“, „nah am Kunden“ und „richtungsweisend“ sind die wesentlichen Grundelemente des neuen Shop Designs. Die Markenfarbe Weiß und die Akzentfarbe Grün werden konsequent eingesetzt und durch Moodpics an den Wänden unterbrochen. Das dreidimensionale A1 besticht durch seine unterschiedlichen spielerischen Einsatzmöglichkeiten und seine skulpturale Attraktivität. Der Gesamteindruck des neuen Shop Designs ist ungekünstelt, einfach und freundlich. Damit stehen die Beratung und die angebotenen Produkte im Vordergrund. Wohlfühlatmosphäre vermitteln Möbel und Einrichtungsgegenstände wie Fotografien, Bilder, Radios etc. im Retro-Design der 50er- und 60er-Jahre. Sie sind Teil der Corporate Architecture von A1. Der Servicebereich ist in der Mitte des Raumes positioniert. So wird die eindimensionale Frontalsituation der Beratung aufgehoben und werden Warteschlangen vermieden. Die versetzt angeordneten Schalter inszenieren das Verhältnis zwischen Berater und Kunde neu.

Infobox Standort:

Einkaufszentrum Europark Europastraße 1 5020 Salzburg Österreich

Kontakt:

www.a1.net

Verkaufsfläche / Anzahl Geschosse:

184 m² / 1

Eröffnung:

Mai 2012

Branche:

Telekommunikation

Planung:

Architekturbüro BEHF

Ladenbau:

Umdasch Shopfitting, Österreich

Ladenbausystem:

Brandspezifische Entwicklung

Licht:

Zumtobel

Boden:

Oberwinkler

Instore Dekoration:

Technoholz, Wagner, Huber

Weiße Hochglanz-Möbel, Accessoires und Bilder im Retro-Design sorgen für einen interessanten Stilmix. Für die Produktpräsentation setzt man auf flexible Paneele, die sich wie ein Steckkastensystem an den Wänden anbringen lassen.

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Shop Panorama [6] xxxx

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Shop Panorama Yves Saint Laurent [5]

Yves Saint Laurent Französischer Charme Der international führende Kosmetikkonzern L´Oréal versprüht seit 2008 noch mehr französischen Charme. Mit der Übernahme von Yves Saint Laurent Beauté gelang es, den Luxusmarken-Pool (Lancôme, Giorgio Armani, Ralph Lauren …) um einen klingenden Namen zu erweitern. Der aktuelle POS-Auftritt von Yves Saint Laurent verkörpert die Eleganz und Wertigkeit der Marke eindrucksvoll. Zum Einsatz kommt vorwiegend rückseitig schwarz lackiertes Glas. Akzente setzen Gold gebürstete Möbel und Leuchtkästen mit stimmigen Imagefotos. Ein Blickfang ist der Beratungstisch: Über 500 goldene Lippenstifte formen den YSL-Schriftzug. Generell sorgt professionelles Branding – vom Deckensegel bis zur verkleideten Säule – für einen hohen Wiedererkennungswert. Infobox Standort:

Harvey Nichols 109 – 125 Knightsbridge London Großbritannien

Kontakt:

www.yslexperience.com

Verkaufsfläche / Anzahl Geschosse:

40 m² / 1

Eröffnung:

Jänner 2012

Branche:

Beauty

Planung:

L´Oréal

Ladenbau:

Umdasch Shopfitting, UK

Ladenbausystem:

Brandspezifische Entwicklung

Licht:

Umdasch Shopfitting, UK

Im Eingangsbereich des noblen Londoner Harvey Nichols präsentiert sich Yves Saint Laurent im neuen Glanz.

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Shop Panorama [6] Thun

Thun Stimmungsvoller Auftritt Das Südtiroler Familienunternehmen Thun steht seit mehr als 60 Jahren für hochwertige Geschenk- und Dekorationsartikel aus Keramik. Mit viel Herzblut und Liebe zum Detail werden die Stücke im Haus kreiert. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich Thun zum internationalen Player. Kernmärkte sind Italien, Deutschland, Österreich, Schweiz und Spanien. Die Produkte werden vorwiegend über Handelspartner vertrieben. Bei der Standortwahl liegt der Fokus auf Innenstadtlagen und Einkaufscenter. Thun vermittelt mit seiner Produktwelt, die mittlerweile auch Wohnaccessoires und Kindermode umfasst, sowie dem gesamten kommunikativen Auftritt ein hohes Maß an Emotionalität. Infobox Standort:

C.C. Le Terrazze Via Fonte Vivo 18/E 19121 La Spezia Italien

Kontakt:

www.thun.com

Verkaufsfläche / Anzahl Geschosse:

50 m² / 1

Eröffnung:

März 2012

Branche:

Geschenkartikel

Planung:

Thun

Ladenbau:

Umdasch Shopfitting, Italien

Ladenbausystem:

Para & brandspezifische Ent-wicklung

Licht:

Side

Das aktuelle Shop-Konzept von Thun ist durch einen harmonischen Farb- und Materialmix geprägt. Die Produktwelten werden mit individuellen Rückwandgestaltungen hervorgehoben. Gesehen im neuen Shop in La Spezia.

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Shop Panorama De Fursac [7]

De Fursac Auf Wachstumskurs Beim 1973 gegründeten französischen Herrenausstatter De Fursac stehen alle Zeichen auf Wachstum. Das klassische Modesortiment wurde um Premium-Sportswear und Accessoires erweitert. Neben der Präsenz in den berühmten französischen Warenhäusern Galeries Lafayette und Printemps möchte man sich am Heimmarkt verstärkt mit eigenen Läden behaupten. Zu derzeit neun Stores sollen mittelfristig 25 weitere kommen. De Fursac liebäugelt aber auch mit Standorten außerhalb der Landesgrenzen. Europäische Großstädte wie London und Mailand sind im Visier. Ein Blick auf das aktuelle Shop-Konzept zeigt einen hochwertigen Materialmix sowie eine klare Bild- und Formensprache.

Infobox Standort:

Printemps Haussmann Paris Frankreich

Kontakt:

www.defursac.fr

Verkaufsfläche / Anzahl Geschosse:

105 m² / 1

Eröffnung:

Februar 2012

Branche:

Mode

Planung:

Mathema Partners, De Fursac, Umdasch Shopfitting, Frankreich

Ladenbau:

Umdasch Shopfitting, Frankreich

Ladenbausystem:

Brandspezifische Entwicklung

Mittelraumständer aus glänzendem Messing, echter Marmorboden, schwarze Hochglanztische im Mittelraum und matte Rückwandelemente prägen den wertigen Auftritt von De Fursac, hier im Printemps Haussmann.

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Shop Panorama [8] Calumet

Calumet Oase der Fotografie Mit 29 Filialen weltweit ist Calumet der führende Fachhändler für professionelle Foto- und Videotechnik. In Deutschland gibt es derzeit sechs Standorte. Bei der Neugestaltung der Essener Filiale wurde das gesamte Leistungsspektrum von Umdasch abgerufen – von der Strategie- und Design-Entwicklung bis zur Planung und Lieferung der gesamten Ausstattung als GeneralUnternehmer. Auf 400 m² ist eine kaufanregende Oase der Fotografie entstanden, die übersichtlich in die Bereiche „Studio“, „Exhibition“ und „Academy“ gegliedert ist. Besonders stimmig ist die Verknüpfung der Warenpräsentation mit Produkt-Informationen auf iPads.

Infobox Standort:

II. Hagen 7 (am Kennedytower) 45134 Essen Deutschland

Kontakt:

www.calumetphoto.de

Verkaufsfläche / Anzahl Geschosse:

400 m² / 1

Eröffnung:

Mai 2012

Branche:

Foto-Equipment

Planung:

Shop Consult Oberhausen, Umdasch Shopfitting VB West

Ladenbau:

Umdasch Shopfitting, Deutschland

Ladenbausystem:

Quadra + projektspezifische Entwicklung

Licht:

RZB

Kompetenz ausstrahlende Workshop-Atmosphäre ist bei Calumet gekonnt mit moderner Warenpräsentation verbunden. iPads spielen bei der Informationsvermittlung eine wesentliche Rolle.

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Shop Panorama [9] Suite 341

Suite 341 Der Name ist Programm Die französische SMCP Holding ist mit ihren Filialkonzepten Maje, Sandro und Claudie Pierlot auf Expansionskurs rund um den Globus. Alle drei Marken positionieren sich in der gehobenen Mitte und sprechen ein weibliches Klientel (Sandro auch Männer) zwischen 25 und 45 an. Im Frühjahr 2011 launchte SMCP das neue Retailkonzept Suite 341 in den französischen Printemps Warenhäusern in Le Mans und Lille. Bei Suite 341 ist der Name Programm: 3 Brands und 1 gemeinsamer Auftritt oder anders gesagt: All fo(u)r one. Mittlerweile wurde der gemeinsame Auftritt von Maje, Sandro und Claudie Pierlot an rund 25 Standorten in Frankreich realisiert. Darunter befinden sich sowohl eigene Läden als auch Shop-in-Shops. Das Ende der Fahnenstange ist aber keineswegs erreicht. 2012 stehen noch sechs weitere Neueröffnungen in der Pipeline.

Infobox Standort:

3 rue des Rosiers Paris Frankreich

Kontakt:

www.suite341.com

Verkaufsfläche / Anzahl Geschosse:

86 m² / 1

Eröffnung:

August 2011

Branche:

Mode

Planung:

Architekten Agnès Cambus, Jean Pierre Body

Ladenbau:

Umdasch Shopfitting, Frankreich

Ladenbausystem:

Brandspezifische Entwicklung

Licht:

Loom

Boden:

Autrement les sols

Wie in einer luxuriösen Hotelsuite sollen sich die Kunden bei Suite 341 fühlen. Die Thematisierung zieht sich als roter Faden durch die Boutique. Viele Details verdeutlichen den eleganten Hotelcharakter. Stehlampen, Gepäckschilder und Kofferwagen sind in das Store Design integriert. Die Gestaltung des Kassenbereichs erinnert an eine Rezeption. Die dahinter liegende Rückwand ist ebenso ein Eye Catcher wie der Fischgrätboden.

Willkommen in der Suite 341! Eine stimmige Thematisierung verleiht der Boutique einen unverwechselbaren Charakter.

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Shop Panorama Oryx Galleria [10]

Oryx Galleria Meilen einlösen de luxe In der Oryx Galleria kommen Meilensammler der Qatar Airways voll auf ihre Kosten. Die Fluglinie hat sich intensiv mit den Wünschen und Anforderungen ihrer „Privilege Club“ Mitglieder beschäftigt. Eine exklusive Lifestyle-Boutique an der Airport Road ist das gelungene Resultat. Dabei handelt es sich um ein erstes Pilotprojekt, ein späteres Rollout ist nicht ausgeschlossen. Über 600 hochwertige Markenartikel animieren zum Einlösen der Meilen. Im Erdgeschoss treffen die Kunden auf Mode, Sport, Accessoires, Uhren, Schreibwaren und Beauty-Produkte. Im Obergeschoss warten Elektro, Home, Outdoor und Spielwaren. Darüber hinaus informieren zwei interaktive LED Screens über weltweite Sport-, Kultur-, Kunst- und WellnessAngebote. Mit wenigen Klicks lassen sich auch hier die gesammelten Meilen einlösen. Das Sortiment lässt wahrlich keine Wünsche offen. Vielflieger können sich sogar mit einem Mini Cooper belohnen. 7, 5 Millionen „Qmiles“ sind dafür notwendig.

Infobox Standort:

Airport Road Doha Qatar

Kontakt:

www.qatarairways.com

Verkaufsfläche / Anzahl Geschosse:

500 m² / 2

Eröffnung:

Februar 2012

Branche:

Spezial-Kaufhaus

Planung:

Moutragi Interior Design

Ladenbau:

Umdasch Shopfitting, Middle East

Ladenbausystem:

Arena, Vario, Stecco, Classic & brandspezifische Entwicklung

Licht:

Umdasch Shopfitting, Middle East

Eine themenspezifische Inszenierung der unterschiedlichen Sortimente ist zentraler Bestandteil des Shop-Konzepts. Eines ist aber den individuell gestalteten Themenwelten gemeinsam: Ein wertiger Materialienmix begleitet durch die zweigeschossige Boutique. Zum Einsatz kommen u. a. edle Furniere, texturierte Laminate, Hochglanzoberflächen, elegante Sitzmöbel und Kristalllüster.

Mit der Oryx Galleria testet Qatar Airways ein neues Boutiquenkonzept, das Mitglieder des „Privilege Clubs“ in eine exklusive Lifestyle-Welt entführt.

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Shop Panorama SPAR-Gourmet [11]

SPAR-Gourmet Kulinarischer Höhenflug 2012 stehen die Zeichen bei SPAR Österreich klar auf Expansion. Dabei konzentriert sich der Lebensmittelhändler vor allem auf hochfrequentierte Top-Standorte. So eröffnete SPAR einen Gourmet-Tempel im neuen Terminalgebäude „Check-in 3“ am Flughafen Wien-Schwechat. Der neue SPAR-Gourmet lädt Reisende aus allen Ländern der Erde auf einen kulinarischen Höhenflug ein. Das Sortiment des Feinkostmarktes bietet auf 400 m² rund 8.000 Artikel, darunter eine erlesene Auswahl an österreichischen Spezialitäten. Eine große Vielfalt an To-goProdukten nimmt speziell auf das enge Zeitfenster vieler Fluggäste Rücksicht. Schon von Weitem sind die großzügig gestalteten Eingangsportale ein Blickfang in der neuen Flughafen-Mall. Insgesamt sechs an der Zahl öffnen die Sicht auf das vielfältige Warenangebot und die Herzstücke des Feinkostmarktes: die Frischeabteilungen. Schlichtes, geradliniges Design und hochwertige Oberflächen kennzeichnen die Ladeneinrichtung. Egal ob Warenregale oder Kühlvitrinen, der weiche Kontrast aus hellbeigen Fronten und dunkelbraunen Innenflächen schmeichelt

Infobox Standort:

Flughafen Wien-Schwechat Check-in 3 (Skylink) Österreich

Kontakt:

www.spar.at

Verkaufsfläche / Anzahl Geschosse:

400 m² / 1

Eröffnung:

Juni 2012

Branche:

Food

Planung:

Spar, Deephaus Architects

Ladenbau:

Assmann Ladenbau, Österreich

Ladenbausystem:

A30 & brandspezifische Entwicklung

Licht:

Zumtobel

den unterschiedlichsten Produkten. Ansteigende Regalhöhen, kurze Wege aufgrund des Gassenverkaufs und die übersichtliche Sortimentsgliederung ermöglichen dem eiligen Fluggast schnelle Orientierung.

Herzstücke des Feinkostmarktes SPAR-Gourmet am Wiener Flughafen sind die Frischeabteilungen. Vier Expresskassen und eine Take-away-Feinkosttheke sorgen für einen schnellen und stressfreien Einkauf der Reisenden an einem der wichtigsten internationalen Verkehrsknotenpunkte Österreichs.

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Shop Panorama [12] Molton Brown

Molton Brown Made in England 1973 eröffnete in der 58 Molton Street im Londoner Stadtteil Mayfair ein Friseursalon namens Molton Brown. Nachhaltigkeit war von Beginn an das Gebot der Stunde. Entgegen dem Trend der 70er-Jahre arbeitete man mit schonenden Produkten aus eigner Erzeugung und legte besonderen Wert auf deren natürliche Zusammensetzung. Mit dieser Philosophie gelang es der Marke Molton Brown, ein echtes Alleinstellungsmerkmal aufzubauen. Heute ist man in mehr als 70 Ländern der Welt mit einem vielfältigen Angebot an LuxusKörperpflegeartikeln vertreten. Neben dem Vertrieb über eigene Shops sind die hochwertigen Pflegeprodukte auch in Warenhäusern, online und in Luxushotels erhältlich. Bei der Neukonzeption des Stores in der Londoner Broad Street wurde besonderes Augenmerk auf einen hochwertigen Materialmix gelegt. Hochglanzpolierte Edelstahl-Regale, Rückwände in Walnuss-Optik sowie graue Porzellan-Fliesen sorgen für ein klassisch-modernes Erscheinungsbild. Klar strukturiert und mit silbernen Lettern gekennzeichnet, präsentieren sich die unterschiedlichen Sortimente. Durch die indirekte Beleuchtung über LED-Lichtbänder werden die Produkte zusätzlich ins rechte Licht gerückt. Fokuspunkt im Mittelraum ist ein Waschtisch aus weißem Korian. Er animiert

Infobox Standort:

Unit 1, Broad Street London, EC2M 7JH Großbritannien

Kontakt:

www.moltonbrown.co.uk

Verkaufsfläche / Anzahl Geschosse:

50 m² / 1

Eröffnung:

Mai 2012

Branche:

Luxus-Körperpflege

Planung:

Molton Brown

Ladenbau:

Umdasch Shopfitting, UK

Ladenbausystem:

Brandspezifische Entwicklung

Licht:

Applelec

Kunden zum Ausprobieren von Cremes und Waschlotionen vor Ort. Wandspiegel und verspiegelte Oberflächen machen die luxuriöse Beautywelt komplett.

Klassisch-modern präsentiert sich der neue Molton Brown Store im Londoner Bankenviertel. Ein Mix aus Hochglanz poliertem Edelstahl und Walnuss-Holz dominiert das neue Shop Design. Es spiegelt klar die Positionierung im hochwertigen Segment wider.

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Shop Panorama Lodenfrey [13]

Lodenfrey Lebendige Tradition Das Trachten- und Modehaus Lodenfrey ist bekannt für Qualität, Tradition und persönliche Beratung – weit über Landesgrenzen hinweg. Die Kunden schätzen das ausgewählte Sortiment, ein Einkaufserlebnis abseits der Hektik und das besondere Flair am Bad Ischler Kurpark. Umdasch Shopfitting Österreich zeichnet für Neukonzeption, Ladeneinrichtung und den Komplettausbau des 950 m² großen Traditionshauses verantwortlich. Wesentliche Ansprüche an die Neugestaltung waren: Die Geschichte der Marke Lodenfrey im Shop Design neu aufleben zu lassen und die hochwertige Ware vor diesem Rahmen stimmungsvoll zu inszenieren. Die neue Ladeneinrichtung ist geprägt von einer klaren Linie. Weiße Hochglanzflächen bilden in Kombination mit der dunklen Decke und dem edlen Eichenparkettboden ein stimmiges Ambiente. Rahmen- und Stuckprofile an den Rückwänden sind grundlegende Designelemente. Architektonisches Highlight des neuen Hauses ist der vertikale Garten mit Wasserinstallation. Er nimmt Bezug auf die Region des Salzkammerguts und ermöglicht eine Laufstegpräsentation der besonderen Art. Designermöbelstücke und stimmige Accessoires vervollständigen den neuen Look & Feel des Hauses.

Infobox Standort:

Kurhausstraße 4 4820 Bad Ischl Österreich

Kontakt:

www.lodenfrey.at

Verkaufsfläche/Anzahl Geschosse:

950 m² / 2

Eröffnung:

April 2012

Branche:

Mode

Planung:

Umdasch Shopfitting, Österreich; SNP Architekturbüro Neureiter (Außenarchitektur)

Ladenbau:

Umdasch Shopfitting, Österreich

Ladenbausystem:

Classic, Steco, Arena Alu & brandspezifische Entwicklung

Licht:

Umdasch Shopfitting, Österreich

Konsequentes Shop-Design, emotionale Warenbilder und architektonische Highlights prägen den Neuauftritt des Traditionshauses Lodenfrey. Bewusst etwas rustikaler präsentiert – das Thema Leder.

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Shop Panorama White Lounge by Zoro [14]

White Lounge Ein Traum in Weiß Von der Familie „vorbelastet“ haben Katia und Milena Zoro Hochzeitsmode in ihren Genen. „Brautroben und der Wedding Lifestyle waren schon immer unsere Leidenschaft“, so die Schwestern. Nun haben sie sich den Traum eines eigenen Hochzeitsmode-Loft erfüllt, das eine ideale Ergänzung zum hochgenrigen Angebot in der Zürcher City darstellt. Im Designer Center in Wallisellen hat sich eine passende Location dafür angeboten. Mit viel Gefühl haben die Zoro-Sisters dort ein Paradies für die romantische Braut geschaffen – es ist ein Traum in Weiß geworden. Auf rund 400 m² werden die schönsten und romantischsten Hochzeitsroben internationaler Designer in guter Qualität und zu moderaten Preisen präsentiert. Offenes Raumdesign, helle Farben, bequeme Loungemöbel, große Spiegel und geräumige Garderoben mit Emporen prägen die Lounge. Für die individuelle Beratung, in die traditionell ja auch Angehörige und

Freundinnen eingebunden sind, wurden vier großzügige Zonen geschaffen. Sie verfügen jeweils über einen abgeschirmten Präsentations- und Umkleidebereich sowie eine spezielle Accessoire-Vitrine. Stimmig in dieses Umfeld passt die von Umdasch Shopfitting in Hochglanzweiß und ChromstahlAkzenten ausgeführte Möblierung.

Infobox Standort:

White Lounge by Zoro 8304 Wallisellen Schweiz

Kontakt:

www.white-lounge.ch

Verkaufsfläche / Anzahl Geschosse:

400 m² / 1

Eröffnung:

Dezember 2011

Branche:

Brautmoden

Planung:

Zoro; Umdasch Shopfitting, Schweiz

Ladenbau:

Umdasch Shopfitting, Schweiz

Ladenbausystem:

Brandspezifische Entwicklung

Hochglanzweiß, großzügige Beratungszonen und bequeme Loungemöbel sind prägend für das Outfit der White Lounge by Zoro im Zürcher Vorort Wallisellen.

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SHOps & shopping Laden-Dramaturgie LIVE! in New York

Text Reinhard Peneder

Lade n-Dramaturgie New York ... Tag 1

UPTOWN M

M

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Tag 2

10

Der vor aussichtliche „Routenplan“ für den Ablauf der ShopExpedition „Laden. Dramaturgie LIVE!“ Im Fokus stehen die Shopping-Meilen in n Midtown, im Flatiro im Distric t, in SoHo und t, Meatpack ing Distric h wo vor 10 Jahren noc riesige Schlacht- und Kühlhäuser in Bet rieb waren.

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MIDTOWN

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M

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DOWNTOWN M

Lege nde: Tag 1 Metroroute Tag 1 Gehroute Tag 2 Metroroute Tag 2 Gehroute

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w E in Ne nda LIV n Miku lement. a ti s ri Dr. Ch in seinem E ll und vo

York

Highlights von Apple und Armani bis Uniqlo und Zara Vom 27. bis 29. September 2012 führt die spektakuläre Shop-Expedition „Laden-Dramaturgie LIVE!“ der Umdasch Shop Academy erstmals nach fünf Jahren wieder nach New York. Der Big Apple hat sich gerade wieder neu erfunden und ist dabei an Kreativität und Aktualität nicht zu überbieten. Die kompakte Tour mit Dr. Christian Mikunda wird neben weiteren Feinheiten der strategischen Dramaturgie auch aktuelle Beispiele zum „Rough-Luxe-Phänomen“ bieten. Der eine oder andere Blick in neue Flagship-Stores steht ebenfalls auf dem Programm. 50 50

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Atsushi Nakamichi, Nacasa & Partners Inc.

SHOps & shopping Laden-Dramaturgie LIVE! in New York

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Uniqlo

Filetstück der neuen Fashion-Power-Zone in der 5th Avenue ist der 8.000 m² große Uniqlo. Er besticht durch enorme Großzügigkeit, herausragendes Visual Merchandising und mit verblüffenden Extras wie „Schaufenster-Aufzügen“.

Free People

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Niedrige Mittelräume bei Uniqlo in der 5th erleichtern den Überblick und eröffnen ständig neue Perspektiven.

„Free People“, das neue Kleinformat von Anthropologie, überzeugt beim Rockefeller Center mit einem sehr naturnahen Auftritt.

Eine wahre Power-Zone in Sachen Fashion Retail ist in der 5th Avenue, zwischen 53. und 52. Straße entstanden. Flagship an Flagship buhlen hier ein Zara (Eröffnung März 2012), ein Hollister (Eröffnung November 2010) und ein 8.000 m² großer Uniqlo (Eröffnung Oktober 2011) unter dem Motto „Konkurrenz belebt das Geschäft“ um die Gunst der Kunden. Vor allem Uniqlo bietet eine Inszenierung für alle Sinne und überzeugt mit einem Visual Merchandising der Extraklasse. Die „Schaufenster-Aufzüge“ sind ein echter Eye-Catcher. Beim Rockefeller Center hat Anthropologie gerade einen Laden des neuen Formats „Free People“ eröffnet. Sehenswerte „Rough

Luxe“-Gestaltung! Ein neuer Dolce & Gabbana steht ebenfalls an der 5th in den Startlöchern.

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Limelight Marketplace: Schräg und ausgeflippt Der neue Apple Store in der Grand Central Station brilliert vor allem wegen seines beeindruckenden architektonischen Umfeldes. Einen Ausflug in die Welt der Genüsse gönnen wir uns im Eataly unweit des Flatiron Building, ebenfalls an der 5th. Auf 4.600 m² werden hier seit August 2010 in einem enorm authentischen Umfeld italienische Köstlichkeiten umdasch shopfitting

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MIDTOWN SHOps & shopping Laden-Dramaturgie LIVE! in New York

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Apple

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Der neue Apple Store in der Grand Central Station brilliert vor allem wegen seines beeindruckenden architektonischen Umfeldes.

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L ime light ce Marke t pla

Der Limelight Marketplace ist ein durchaus skurriles „Shopping-Center“, ist er doch in einer ehemaligen Kirche untergebracht.

Schräge Boutiquen und Designer Shops prägen den Mietermix im Limelight Marketplace.

dargeboten. Hochfrequenz-Gefahr! Zwei weitere neue und sehenswerte Läden im Flatiron District sind das New Yorker Flagship des finnischen Modelabels Marimekko sowie der Sportartikelstore New Balance. Nur ein paar Gehminuten davon entfernt ist mit dem Limelight Marketplace, untergebracht in einer ehemaligen Kirche, eine besonders schräge Ladenszene mit zahlreichen kleinen Boutiquen und DesignerShops entstanden.

gekommen sind u. a. ein Hollister direkt an der Ecke Houston/ Broadway, ein ebenfalls sehenswerter Uniqlo sowie ein sehr sehr attraktiver Allsaints. Das ist das Modelabel, das im Merchandising gekonnt und konsequent mit alten Nähmaschinen agiert. Im Puck Building an der Ecke Lafayette/Houston ist auf 3.200 m² der sehr naturverbundene Auftritt der kanadischen Outdoormarke REI zu bewundern, der irgendwie an das deutsche Globetrotter-Konzept erinnert. Der neue Longchamp Flagship Store in der Spring Street zelebriert einen spektakulären Entwurf von Thomas Heatherwick – hölzerne Falten, die sich durch den Laden schwingen und mal Wandverkleidung, mal Treppe, mal Warenträger sind. Gleich daneben der

Dynamisch weiterentwickelt hat sich die Ladenlandschaft in und rund um SoHo, also südlich der Houston Street. Die „üblichen Verdächtigen“ haben sich hier längst etabliert. Dazu 52

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SHOps & shopping Laden-Dramaturgie LIVE! in New York

Allsaints

Allsaints, das Label mit dem „Nähmaschinen-Merchandising“ ist nun auch in SoHo präsent.

REI

Matt Peyton, AP Images For REI/AP Images

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Der authentische, bodenständige Auftritt von Allsaints wird konsequent von neuen Medien begleitet.

Die kanadische Outdoor-Marke REI bietet in SoHo auf 3.200 m² eine Inszenierung mit Loft-Charakter.

ebenso sehenswerte Mulberry, der von Umdasch Shopfitting eingerichtet wurde. Knapp nördlich der Houston, also quasi in NoHo an der Adresse 628 Broadway ist ein immer wieder erfrischender Urban Outfitters zu sehen, einige Schritte weiter, 25 Bond Street, der Schuhladen United Nude, der mit einer interessanten LED-Inszenierung besticht.

ehemaligen Kühlhäusern hat sich verzogen, die Mietpreise allerdings wurden nach oben katapultiert. Hier dockt an der Gansevoort mit dem „High Line Park“ auch eine neue New Yorker Attraktion an. Auf einer 20 Meter breiten und 4,7 Kilometer langen, früheren Bahntrasse können sich New Yorker und Touristen unter Bäumen entspannen und das Leben an sich vorbeiziehen lassen.

Vom Geheimtipp zur Flaniermeile Von einem Geheimtipp zu einer urbanen, mit tollen Shops und feiner Gastronomie durchzogenen Flaniermeile hat sich der Meatpacking District entwickelt. Der Fleischgeruch aus den SHOP aktuell 112

Hektischer denn je geht es hingegen am Times Square zu. Eine neu errichtete Tribüne dient einzig und allein dem Zweck, das bunte Defilee von Menschen aus aller Herren Länder aus eindrucksvoller Perspektive zu genießen. Bevorzugte Themen umdasch shopfitting

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M

SHOps & shopping Laden-Dramaturgie LIVE! in New York

t e rs t fi t u O n a Ur b

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MIDTOWN

M

11 Immer wieder ein Erlebnis: Die Warenpräsentation bei Urban Outfitters (gesehen im Shop an der Ecke Broadway/Houston Street).

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Converse Legende:

Mulberry DOWNTOWN M

Tag 1 Metroroute Tag 1 Gehroute Tag 2 Metroroute Tag 2 Gehroute

Converse bietet in SoHo einen Leckerbissen in Sachen Sportschuh-Präsentation.

Der sehenswerte Mulberry Shop in der Spring Street wurde von Umdasch Shopfitting eingerichtet.

der Läden hier sind Souvenirs, Unterhaltungselektronik und Medien. Gut zu dieser rastlosen Szene passt auch ein moderner Forever 21 mit allerhand Kinkerlitzchen in Sachen elektronischer Bespielung.

Shop-in-Shop eingezogen. Nur drei Metrostationen sind es zu den drei Flagship Stores von Polo Ralph Lauren in der Upper Madison, deren Besichtigung schon aus rein dramaturgischer Sicht immer wieder ein Highlight bei den Laden-Dramaturgie LIVE!-Shop-Expeditionen ist.

Nur wenige Schritte sind es vom „Headquarter“ dieser ShopExpedition, dem Renaissance Hotel an der 57th/Ecke Lexington zu permanenten Top-Adressen wie Armani, Escada, Gucci, Bergdorf Goodman, Tiffany, Louis Vuitton, Chanel, Dior, Prada, Tommy Hilfiger, FAO Schwarz oder der immer wieder neu verblüffenden Niketown. Ins riesige Warenhaus Bloomingdale’s an der Lexington Avenue ist ein pinkfarbener Donna Karan 54

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Die Karawane zieht weiter New York ist nach wie vor jene Metropole, in der internationale Brands zuallererst auf ihre globale Tauglichkeit getestet werden. In den einzelnen Geschäftsvierteln findet aber auch ein permanenter und brutaler Ausleseprozess der Standorte und SHOP aktuell 112


SHOps & shopping Laden-Dramaturgie LIVE! in New York

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Time s Square

Eine neu errichtete Tribüne am Times Square dient einzig dem Zweck, das bunte Defilee an Menschen aus aller Herren Länder an sich vorbeiziehen zu lassen.

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High Line Park Der Meatpacking District hat sich als Szene-Viertel etabliert. Hier gibt es auch einen Zugang zum High Line Park, einer neuen New Yorker Attraktion auf einer ehemaligen 4,7 Kilometer langen und 20 Meter breiten Bahntrasse.

Konzepte statt. Manche Leerstände, selbst an noch so prominenten Adressen, zeugen davon. Das renommierte japanische Warenhaus Takashimaya an der 5th Avenue zum Beispiel hat kürzlich für immer die Pforten geschlossen. „Verschwunden“ ist auch der NBA-Store, dort hat jetzt Zara seine Zelte aufgeschlagen. Die Ladenfluktation ist generell sehr hoch, nur die wirklich besten Konzepte setzen sich durch. Dann allerdings gilt: „If you can make it there, you can make it anywhere.“

des Establishments liebevoll und mit großem Engagement revitalisiert – niedrige Mietkosten und hohe Lebensqualität sind dafür vorerst ein gerechter Lohn. Das Viertel wird zum Geheimtipp. Jetzt tritt das Establishment auf den Plan und „kultiviert“ die Szene. Auf coole Kneipen und schicke, kleine Shops folgen die System-Gastronomie und die großen Retail-Adressen, schließlich die Flagships. Die Mieten steigen ins Unermessliche. Die Karawane zieht weiter. Ihre neueste Adresse ist Brooklyn. Aber das ist schon eine andere Geschichte. 

Die Erschließung neuer Viertel scheint in New York einem immer gleichen Plan zu folgen. Vernachlässigte Ecken werden von alternativen Künstlern und anderen Zeitgenossen abseits SHOP aktuell 112

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SHOP design Trends in der Shop-Beleuchtung

Text Evelyn Kössler

Es werde LED! Die Revolution in der Shop-Beleuchtung durch die LED-Technologie schreitet zügig voran. Den Phasen des punktuellen Einsatzes und der Mischkonzepte (HIT-Technik und LED) folgt zunehmend der flächendeckende Einsatz dieser innovativen Technologie, die durch Vielseitigkeit und Energieeffizienz überzeugt. An der Light+Building wurde deutlich sichtbar, dass letzte Schwachstellen gerade ausgemerzt werden und bereits mit viel Phantasie an der nächsten Generation gefeilt wird. Durch die rasante technische Entwicklung hat sich der Einsatz von LEDs in der Shop-Beleuchtung grundlegend erweitert. Vor allem in Kombination mit innovativer Steuerungstechnologie ergeben sich vielfältige Möglichkeiten für den gezielten und dynamischen Einsatz von Licht. „Es gibt heute fast kein Projekt mehr, bei dem LED nicht in irgendeiner Form zum Einsatz kommt“, sagt Anton Gassner, Lichtprofi bei Umdasch Shopfitting. Das ist kein Zufall, „weil mit LED mit immer weniger Leistung immer mehr Output erzeugt werden kann“, wie Max Wöss von Zumtobel anmerkt. Iska Schönfeld von Philips Lighting räumt allerdings in Einzelfällen auch noch Entwicklungspotenzial ein: „Überall dort, wo sehr hohe Beleuchtungsstärken erforderlich sind oder wo die Beleuchtung aus großer Höhe erfolgen muss, haben auch Hochdruck-Metallhalogenlampen noch ihre Berechtigung.“ Insgesamt betrachtet rechnen sich LED-Lösungen in Einzelhandelsgeschäften aufgrund

Aus dem Ladenbau- und Laden-Marketing-Lexikon: LED/LED-Technik – Eine Leuchtdiode (auch Lumineszenz-Diode, englisch auch Light Emitting Diode = LED) ist ein elektronisches Halbleiter-Bauelement. Wenn durch die Diode Strom in die Durchlassrichtung fließt, so strahlt sie je nach der vom Halbleitermaterial und der Dotierung abhängigen Wellenlänge Licht, Infrarotstrahlung (Infrarotleuchtdiode) oder Ultraviolettstrahlung ab. Anders als Glühlampen sind Leuchtdioden keine thermischen Strahler. Sie emittieren nahezu monochromes Licht in einem begrenzten Spektralbereich. Die Vorteile gegenüber der herkömmlichen Glühlampe: LED verbraucht weniger Energie bei gleicher Lichtmenge, erzeugt weniger Wärme, ist unempfindlich gegenüber Erschütterungen, erreicht deutlich kürzere Schaltzeiten und hat eine längere Lebensdauer.

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der langen Lebensdauer und der damit verbundenen reduzierten Wartungskosten mit langen Einschaltzeiten relativ schnell. Multitalent LED Im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen strahlt LEDBeleuchtung weniger Wärme ab. Das ist besonders bei der Beleuchtung frischer Lebensmittel ein großer Pluspunkt. Diese verderben weniger schnell, was wiederum einen geringeren Warenverlust ergibt. Aber auch im Textilbereich punktet sie mit ihrem nahezu „nicht vorhandenen“ UV- und Infrarot-Anteil. So gehört das Ausbleichen oder Vergilben von Waren der Vergangenheit an. Ihre sehr lange Lebensdauer von 50.000 Stunden reduziert Wartungskosten auf ein Minimum. „Es entfällt damit der Leuchtmitteltausch weit über die Lebensdauer des ShopKonzeptes hinaus“, so Max Wöss. Im Vergleich zu Halogenmetalldampflampen, bei denen man von einer Lebensdauer von 12.000 Stunden ausgeht, lebt die LED vier Mal so lang. LED trägt durch ihre präzise Steuerbarkeit auch zur Markenbildung bei, da individuelle Lichtinszenierungen in Lichtstimmung und -farbe möglich sind. Dadurch lassen sich verschiedene Sortimente unterschiedlich in Szene setzen. So kann bereits bei der Lichtplanung aus einem Shop eine Marke gemacht werden. Die LED-Technik ermöglicht es, in der Shop-Beleuchtung individuell auf Tageslichtverhältnisse einzugehen und dadurch die Aufenthaltsdauer und Stimmung der Kunden positiv zu beeinflussen. Selbst weißes Licht lässt sich „tunen“. Die „Tunable SHOP aktuell 112


Philips

SHOP design Trends in der Shop-Beleuchtung

Frei justier- und dimmbare LED-Panels leuchten die Gänge im ersten Green-Building-Kaufpark (Iserlohn, Deutschland) optimal aus. Die tageslichtabhängige Steuerung schaltet zur Grundbeleuchtung nur so viel künstliches Licht zu wie nötig und sorgt damit für zusätzliche Energieersparnis.

White“-Technologien erlauben ein Anpassen von warmweiß bis kaltweiß. Abschließend ist noch ihre flache und kompakte Bauweise zu nennen, die eine vielseitige Anwendung ermöglicht. „Vor allem in der Akzentbeleuchtung von Fächern, Decken (hauptsächlich gerichtetes Licht) und Flächen mit sehr geringer Einbautiefe ist LED unentbehrlich geworden“, so Anton Gassner. Vorteile und Entwicklungspotenzial von LED auf einen Blick: Vorteile

Entwicklungspotenzial

Nahezu frei von UV-Strahlung oder Infrarot-Anteilen > kein Ausbleichen oder Vergilben der Ware

Farbbrillanz teilweise noch verbesserungsfähig

Sehr lange Lebensdauer (50.000 h) im Vergleich zu Halogenmetalldampflampen (12.000 h) > geringe Wartungskosten

Lebensdauer ist stark von Umgebungs- und Betriebstemperatur abhängig

Über viele Jahre wartungsfrei

Aktuell noch die hohen Investitionskosten

Geringe Wärmeabgabe > Wärmelasten in Geschäften werden reduziert

Farbwiedergabe (Lichtausbeute) ist nicht bei allen LEDs zuverlässig gewährleistet

Stufenlos dimmbar von 0 auf 100 %

Leistungsangaben der verschiedenen Leuchtenhersteller sind schwierig zu vergleichen (fehlende Normen)

Kompakte und kleine Bauweise

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LED auf dem Weg zur Flächenbeleuchtung „Im Lebensmittelhandel ist LED häufig bereits flächendeckend im Einsatz. Die Ergebnisse sind vielversprechend“, berichtet Iska Schönfeld. REWEs Green-Building-Kaufpark im deutschen Iserlohn ist ein solches Vorreiter-Projekt. Als erster Lebensmittelmarkt in Deutschland setzt er sowohl im Innenals auch im Außenbereich zu 100 Prozent auf innovative LEDTechnik. Das von Philips exakt auf die ökologischen Anforderungen von REWE zugeschnittene Beleuchtungskonzept liefert trotz hoher Lichtqualität eine signifikante Energieeffizienz. Die tageslichtabhängige Steuerung sorgt für zusätzliche Energieersparnis. Darüber hinaus trägt sie dazu bei, dass der Markt von den Kunden immer wieder anders erlebt wird. Im Textilhandel zählt Bershka, eine spanische Modekette der Inditex-Gruppe, zu den Pionieren in Sachen LED-Flächenbeleuchtung. Hier ist von einer 30-prozentigen Energieersparnis im Vergleich zur bisherigen Lösung die Rede. Damit unterstützt die Lichtlösung von Zumtobel die globale Nachhaltigkeitsstrategie von Inditex maßgeblich. Neben der Energieeffizienz sprach auch hier die steuerbare Lichtstimmung für den Einsatz von LED. Eine umweltfreundliche Lichtlösung war auch im Fall des Levis Green Store in Paris gefragt. Das Lichtsystem mit Schwerpunkt LED passt sich flexibel an die wechselnden Bedingungen im Tagesverlauf an und reduziert somit den Energieverbrauch. umdasch shopfitting

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Zumtobel

SHOP design Trends in der Shop-Beleuchtung

Wie schon beim Pilotprojekt in Barcelona kamen im Bershka Shop in Frankfurt flächendeckend LEDs zum Einsatz. Die Lichtsteuerung wurde hier vor allem zur klaren Abgrenzung der Sortimente verwendet: Weißes Licht bei der Allgemeinbeleuchtung der Damen und dunkle Grundbeleuchtung und gerichtetes Licht auf die Ware bei den Herren.

Im Hartwarenbereich punktet die LED vor allem mit ihrer zuvor schon erwähnten geringen Wärmeabstrahlung. Dies bewirkt neben der verminderten Hitzeentwicklung im Verkaufsraum auch eine Schonung der Produkte. Swisscom, der führende Telekom-Anbieter in der Schweiz, setzt ein nachhaltiges LEDBeleuchtungskonzept in der neuen Generation seiner Läden ein. Im Pilot-Shop im Emmen Center (Zentralschweiz) wurde eine LED-Lösung installiert, die mit der neuen Einrichtung harmoniert und eine akzentuierte Inszenierung der technischen Produkte ermöglicht. Da die LED kaum Einschränkungen in der Formgebung mit sich bringt, stand einer designorientierten Raumbeleuchtung nichts im Wege. Kleine, elegante LEDLeuchten als Schienenstrahler angeordnet und vier spezielle LED-Pendelleuchten fügen sich exzellent in das neue Designkonzept des Shops ein. Wirtschaftlichkeit im Fokus

Investitionen in LED liegen bei drei bis vier Jahren, zwei Jahre wären für den Handel ideal. Unbezahlte und wertvolle Werbung für LED sind steigende Energiepreise, sie machen die Technologie zunehmend sinnvoller und attraktiver. Das zeigt auch die EHI-Studie „Energiemanagement im Einzelhandel 2011“. Die Beleuchtung ist neben der Klimatisierung der größte EnergieKostentreiber. Darum ist die Investitionsbereitschaft in diesem Bereich auch am größten. 93 Prozent aller befragten Händler aus dem Sport-, Schuh- und Textil-Einzelhandel wollen weitere Mittel für die Einsparung im Bereich Beleuchtung aufwenden (siehe Tabelle unten).

Beleuchtung im Sport-, Schuh- und Textil-Einzelhandel – Maßnahmen zur Energieoptimierung: Einsatz energieeffizienter Leuchtmittel

Die LED-Technik ist ein wichtiger Bestandteil in den Nachhaltigkeits-Strategien vieler Unternehmen. Die relativ hohen Kosten, die bei der Umstellung auf LED-Technik anfallen, sind für viele noch ein Hindernis. „Eine Ladenbeleuchtung mit LEDs kostet heute noch deutlich mehr als eine konventionelle Beleuchtungslösung“, schildert Iska Schönfeld die aktuelle Kostensituation. Dem gegenüber steht aber – je nach Anwendung – eine Energieersparnis von bis zu 50 Prozent. Auch Max Wöss sieht in den derzeit noch höheren Anschaffungskosten eine zumindest psychologische Hürde zum flächendeckenden Einsatz. Die durchschnittlichen Amortisationszeiten für die 58

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91%

Herunterfahren der Wattage

73 %

LED (Außen- und Werbebeleuchtung)

73 %

Anpassung an das Bedarfsniveau

73 %

Tageslichtsteuerung

55 %

Geringere Anzahl von Leuchten

45 %

Sonstige Nutzung von LED Zentrale Steuerung von außen

45 % 27 %

„intelligente“ Regelung

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Verzicht auf bestimmte Lichtquellen

18 %

Quelle: EHI Retail Institute 2011

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Kristen Pelou

Kristen Pelou

SHOP design Trends in der Shop-Beleuchtung

Energiesparende Licht-Highlights im Levis Green Store in Paris: Ein Tageslichtsensor im Schaufenster dimmt das akzentuierte Licht je nach Wetterlage. Im Verkaufsraum tragen vier quadratische, von der Decke abgehängte LED-Lichtfelder zur angenehmen Grundbeleuchtung bei. Die Technik dazu lieferte Zumtobel.

Die LED wird sukzessive ineffizientere Technologien verdrängen und in der Anwendung noch wirtschaftlicher werden, da sind sich die Experten einig. Schönfeld: „Wie bei vielen anderen technischen Innovationen vorher auch, kann die grundsätzliche Akzeptanz ihre Zeit brauchen. Danach geht alles sehr schnell.“ Anton Gassner von Umdasch Shopfitting wünscht sich von der Industrie in der Zukunft eine bessere Vergleichbarkeit der relevanten Leistungskennzahlen in Sachen Beleuchtung. Für ihn geht der Trend in Sachen LED klar in Richtung Reduzierung des Stromverbrauches bei gleicher Lichtausbeute (Lumen pro Watt = lm/W). Das theoretische Maximum der LED liegt bei 220 lm/W, während das Maximum moderner Halogenmetalldampflampen bei etwa 130 lm/W liegt. Die Leistungsfähigkeit der LED-Technik ist zwar noch nicht ausgeschöpft, aber schon steht die nächste Innovation in den Startlöchern: OLED (Organic Light Emitting Diode). Das organische Flächenlicht besteht aus hauchdünnen Halbleiterschichten und strahlt weiches, diffuses Licht ab. Durch geringe Wärmestrahlung und hohe Flexibilität bei der Formgebung sind völlig neue Anwendungsfelder möglich. OLEDs eignen sich nicht nur für den Einbau in Möbeln, sondern auch zur Architekturinszenierung z.B. als transparente Beschichtung von Fenstern und Wänden. So lässt OLED mit ihren Eigenschaften das Lichtplaner-Herz höher schlagen.

Philips

Was bringt die Zukunft

Der Einsatz moderner LED-Technik erlaubte im Swisscom Pilot-Store (Emmenbrücke, Schweiz) umfassende Gestaltungsfreiheit. Warmweißes Licht, das über Designpendelleuchten stufenlos dimmbar ist, sorgt in der Ladenmitte für eine aufmerksamkeitsstarke Produktinszenierung.

Die SHOP aktuell-Experten in Sachen LED:

Prof. Iska Schönfeld Philips Lighting

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Mag. Max Wöss Zumtobel

Ing. Anton Gassner Umdasch Shopfitting

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SHOps & shopping Buenos Aires

Text Tanja Matuolis

In den 90er-Jahren wurde mit der Revitalisierung des damals heruntergekommenen Hafenviertels „Puerto Madero“ begonnen. Heute prägen moderne Wolkenkratzer und rote Backsteinhäuser „das Gesicht“ des Trendviertels. Die Fußgängerbrücke „Puente de la Mujer“ von Santiago Calatrava ist Wahrzeichen des neuen Stadtteils.

Bienvenidos in Südamerikas Trend-Metropole Buenos Aires gilt als das Paris Südamerikas, doch die lateinamerikanische Seele der Metropole lässt sich (zum Glück) nicht verleugnen. Ihr einzigartiger Charme liegt in den Gegensätzen. Sie ist historisch, modern, laut, chaotisch, mondän, familiär oder hip und oft auch alles auf einmal. Sicher ist aber, dass Buenos Aires seit einiger Zeit auch über die Grenzen Südamerikas hinaus als Hotspot in Sachen Shopping gilt. Darum werfen wir auf einem Streifzug durch „La Capital“ einen näheren Blick auf die Shoppingszene und ihre Highlights. Patriotismus wird großgeschrieben. Seit der großen Krise im Jahr 2001 hat Argentinien einen enormen Aufschwung erlebt und gerade die Fashionszene in Buenos Aires hat sich immer mehr zu einem internationalen Hotspot entwickelt. Obwohl immer mehr ausländische Firmen hier Fuß fassen, haben sich hauptsächlich südamerikanische Marken die Plätze im Spitzenfeld gesichert. Zu den berühmtesten zählen der chilenische Departmentstore Falabella, der Elektronikriese Fravega, die traditionellen Polo- und Lederwarengeschäfte La Martina und Cardon und natürlich die Fashionmarken: Etiqueta negra, Akiabara, Rapsodia, Ona Saez, Maria Cher, Jasmin Chebar, Clona, Prüne, Ayres – um die bekanntesten zu nennen. Interessant ist, dass sich die Mehrheit dieser Marken hauptsächlich in den großen Shoppingcentern niederlässt, um sich in passendem Rahmen zu präsentieren. Wie zum Beispiel im DOT Shopping Center, welches 2009 an der Stadtgrenze 60

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eröffnet wurde. Hinter der imposanten Glasfassade erstrecken sich 77.000 m² Verkaufsfläche. Die Farbe Orange setzt Akzente vom Fahrstuhlschacht bis zu den Toiletten, die es sogar im Kinderformat gibt. Besonders hervor stechen die Stores von Nike, mit grauen Ziegelwänden, gealterten dunklen Holzböden und Deckenleuchten, die an eine alte Sporthalle erinnern, oder Akiabara. Das Fashionlabel setzt in seinen Läden auf dezente Eleganz. Edler Parkettboden und Stuckdecken in Kombination mit ausgewählten Barockmöbeln verleihen diesen Shops ein herrschaftliches Ambiente. Masse anstatt Klasse heißt es hingegen auf den meist frequentierten Shoppingstraßen, der Fußgängerzone Florida und der vielbefahrenen Avenida Santa Fe. Der bunte Mix aus Markengeschäften, kleinen Billigläden, Fast-Food-Restaurants und Kiosken führt rasch zur Reizüberflutung. Zum Glück bieten sich hervorragende Fluchtmöglichkeiten: Zum einen in das luxuriöse Shopping Center SHOP aktuell 112


SHOps & shopping Buenos Aires

Das neue DOT Shopping Center und die ehrwürdigen Hallen der Galerias Pacifico repräsentieren zwei konträre Gesichter der Metropole. Moderne und Tradition sind sowohl in der Stadtarchitektur als auch in der Shoppinglandschaft allgegenwärtig und werden auch im Shop Design gerne kombiniert.

Galerias Pacifico (Calle Florida) in dem sich nationale und internationale Topmarken ein Stelldichein geben. Mit ihren zwölf gewaltigen Fresken wirken die Galerias wie eine Kathedrale des Shoppings. Neben den erstklassigen Shoppingadressen locken sie außerdem mit der Kunstgalerie Centro Cultural Borges. Zum anderen bietet die Buchhandlung El Ateneo Grand Splendid auf der Avenida Santa Fe einen Ruhepol in der Hektik. Seit 2000 befindet sie sich in dem ehemaligen Theatergebäude aus dem Jahr 1919. Wo früher Theaterbesucher auf ihren Sitzplätzen den Stücken lauschten, füllen nun Bücherregale den prunkvollen Saal. Platz zum gemütlichen Schmöckern findet man nun in den Logen. Ein Cafe auf der Bühne lädt ebenso zum Verweilen ein. El Ateneo verbindet Shopping mit historischem Flair.

Recoleta einquartiert. Eine der schönsten Villen mit beeindruckender Mosaik-Glas-Decke hat sich Ralph Lauren in der Avenida Alevar als Standort gesichert. Passend zum Stil des Viertels präsentiert sich auch das exklusive Shopping Center Patio Bullrich.

Recoleta – Treffpunkt der Reichen und Schönen

Ursprünglich aus den 90er-Jahren wurde sie im Herbst 2011 renoviert und erweitert. Eine moderne Stahl-Glas-Konstruktion bildet den Rahmen für den offenen Eingangsbereich, und im Inneren sorgen dunkle Decken, Screens und Leuchtflächen für eine futuristische Atmosphäre.

Die Stores der High-Class-Marken wie Hermès, Louis Vuitton, Cartier, Fendi, Escada oder Armani haben sich in den eleganten französischen Stadthäusern des ruhigen Nobelviertel SHOP aktuell 112

Die neoklassizistische Architektur des Herrenhauses wurde erhalten, und unter den kunstvollen Eisenverstrebungen finden sich heute zahlreiche internationale Top-Marken wie Salvatore Ferragamo, Christian Lacroix, Cacharel oder Carolina Herrera. Direkt neben dem „Cementario de Recoleta“, der dem berühmten Friedhof Père Lachaise in Paris nachempfunden wurde, befindet sich die Recoleta Mall.

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SHOps & shopping Buenos Aires

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Ayres

Tramando

Ayres zählt in Argentinien zu den führenden DOB-Marken. Der extravagante Store in Palermo Soho beeindruckt durch seine futuristische Ladenarchitektur und ungewöhnliche Lichtstimmung.

Im kleinen Laden des argentinischen Designers Martin Churba bleibt man gerne „hängen“. Denn der Maestro gewährt in regelmäßigen Abständen Einblicke in seine Arbeit.

Palermo Soho – so hip wie sein New Yorker Vorbild

Raum aus verschachtelten Ebenen, verbunden durch Stufen und diagonale Rampen. Sein Store Design soll den Eindruck ständiger Bewegung erwecken. Ein Labyrinth aus Spiegeln und Licht beherbergt die Umkleidekabinen. Es ermöglicht eine Anprobe aus völlig neuen Blickwinkeln. Einen stilistischen Kontrast erzeugt die rustikale Lounge, die hauptsächlich von den Herren der Schöpfung zum Ausruhen genutzt wird.

Das Viertel rund um die Plaza Serrano und die Plaza Armenia war früher bekannt für gute und günstige Autowerkstätten. Doch vor etwa zehn Jahren entdeckten Künstler, Bohemians und junge Designer den Charme der Gegend. Dieser ist geprägt von traditionellen Häusern aus der Kolonialzeit, Kopfsteinpflaster und schönen alten Bäumen. Seither hat sich Palermo Soho zur angesagtesten Adresse für Mode, Design und Gastronomie in Buenos Aires entwickelt. Es ist ein Dorf in der Großstadt, wo man in jedem Geschäft mit einem freundlichen „Hola, como andas?“ begrüßt wird. Ohne den üblichen Verkehrslärm lässt es sich hier stundenlang flanieren und immer wieder Neues entdecken. Seien es nun die bekannten Marken, die sich in Palermo Soho besonders ins Zeug legen, junge argentinische Designer oder neue unkonventionelle Konzepte.

Im neuen Laden des Designgenies Martin Churba fühlt man sich wie in einem Spinnennetz. Eine verwobene Konstruktion aus weißen Gestängen umhüllt die Designerstücke und wirkt besonders nachts sehr beeindruckend. Im Tramando Laboratorio präsentiert Churba nicht nur seine Mode, sondern nützt es auch als öffentlichen Workspace, wo er Interessierte an seinem

Pale rmo Soh o

Zwischen den traditionellen Häusern fällt der Flagshipstore von Ayres eindeutig aus dem Rahmen. Die Architekten Dieguez & Fridman konzipierten für das Fashionlabel einen modernen

AV. CORDOB A

Aire s s o n e u B C it y

LA BOCA

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SAN TELMO

PUERTO MADERO

DOWNTOWN

PALERMO BARRIO NORTE RECOLETA PALERMO CHICO

PALERMO SOHO

PALERMO HOLLYWOOD LAS CANITAS

AV. SANTAFE

Palermo So ho – bena nnt nach se hat sich im inem New letzten Ja Yorker Vo hrzehnt zu Shoppingsz rbild – m Hotspot ene von B in der uenos Aire nationale s entwicke und intern ationale M lt. Bekannt mit kleine arken teile e n Designe n sich das rläden. Viertel

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SHOps & shopping Buenos Aires

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Nike

Garçon Garcia

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Nike setzt in Buenos Aires auf „Turnhallen-Feeling“ im Retro-Look.

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Naima

Im Store des jungen Designerlabels Naima werden die erlesenen Stücke als Einzelpräsentation von der Decke hängend prominent in Szene gesetzt.

Die Herren-Modemarke Garçon Garcia setzt bei der Ladengestaltung wie viele andere in Palermo Soho auf „rustic chic“. Wie in einer gutsortieren Bibliothek wird die Ware geschmackvoll präsentiert und gelagert.

Schaffen teilhaben lässt. Einen „Third Place“ par excellence kreierte die Marke Kosiuko, mit Casa Chic. Das Konzept verbindet den Homeware Store im Erdgeschoss mit einem familiären Bed & Breakfast-Hotel in den oberen Stockwerken. Der Stil ist geprägt von „rustic chic“ mit schwarz getäfelter Fassade, rustikalen Holzböden, dunklen Möbeln und unverputzten Ziegelmauern. Diese Art von Ladengestaltung liegt in Palermo Soho voll im Trend. Auch Etiqueta negra, Nike oder Loft Designed By folgen dieser Linie. Die gemütliche Atmosphäre des Hotels kann der Gast in Form von Produkten der hauseigenen Homeware Linie mit nach Hause nehmen. Das Sortiment von Casa Chic bietet Bettwäsche, Handtücher, Geschirr, verschiedenste Dekoartikel und Seifen.

Gänze aus Brillenfotos zusammengebastelt – und im Inneren schmücken Schwarz-Weiß-Fotos weiterer berühmter Brillenträger die weißen Wände. Die hippen Brillen selbst werden auf schlichten weißen Regalen präsentiert. Seit Kurzem designt die Marke auch Uhren und Kopfhörer. Sehr passend, denn auf der Internetseite hört man das hauseigene Infinit-Radio.

Der Konzeptstore Kabinett wurde von der Idee des „Portable Museum“ von Marcel Duchamp inspiriert. Der minimalistisch in weiß gehaltene Shop soll etablierten Designern und aufstrebenden Talenten eine Bühne geben. Hinter der auffälligen knallgelben Fassade findet man eine von Kuratoren ausgewählte Mischung aus Designobjekten, Büchern, Musik, Mode und Technologie.

Die Mischung macht’s Ein Streifzug durch die Stadt zeigt, dass Buenos Aires nicht nur architektonisch, sondern auch hinsichtlich seiner Shoppinglandschaft eine Mischung aus historisch-traditionell, lateinamerikanisch-chaotisch und weltoffen-modern ist. Gerade diese Unberechenbarkeit, die Unbeschwertheit und die Lebenslust, die Stadt und Bewohner versprühen, machen Buenos Aires zu einer einzigartigen Shopping Metropole. Besonders für jene, denen das Streben nach „Immer größer und immer höher“ schon zuviel ist, bietet Palermo Soho eine Alternative, an der sich auch Stadtplaner ein Beispiel nehmen können. Es bleibt zu hoffen, dass der Aufschwung anhält und sich die Porteños ihre gute Laune nicht durch die hohe Inflation und die restriktive Finanzpolitik der Regierung verderben lassen. 

Ein echter Hingucker ist der Laden von Infinit Eyewear, sowohl von innen als auch von außen. Die Fassade des Stores zieren Fotocollagen von John Lennon und Mahatma Gandhi – zur SHOP aktuell 112

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Shop Events

Equipmag in Paris Umdasch Shopfitting wird vom 11. bis 13. September 2012 an der französischen Ladenbau-Messe Equipmag in Paris als Aussteller teilnehmen. Präsentiert werden Leistungsmodule und Shop-Systeme des Unternehmens. Insgesamt werden in den Messehallen an der Porte de Versailles 450 Aussteller präsent sein, erwartet werden 20.000 Besucher. Geboten wird auch ein interessantes Kongress-Programm, wobei Multi Channel ein wesentliches Thema sein wird. Weitere Informationen: www.equipmag.com.

Pierre Marquette, der Geschäftsführer von Umdasch Shopfitting Frankreich, freut sich auf viele interessante Gespräche während der Equipmag.

Kühne, Hochreuthener, Mikunda beim Retailforum Switzerland at the Retailforum Switzerland Das 2. Retailforum Switzerland, das am 8. November 2012 im Radisson Blue Hotel am Zürich-Airport stattfindet, hat einige hochkarätige Referenten im Programm. So werden Dr. Martina Kühne (GDI), Thomas Hochreuthener (GfK Switzerland) und Dr. Christian Mikunda (CommEnt Wien) ans Podium treten. Durch weitere Referate, den „Tenants Panel“ und den „Landlord Panels“, sollen den Teilnehmern weitere Aspekte und Chancen des Schweizer Detailhandels vermittelt werden. Moderiert wird die Veranstaltung von Stephan Klapproth, dem „10vor10-Frontman“ des Schweizer Fernsehens. Zusätzliche Informationen: www.retailforum.ch. The Second Retailforum Switzerland, which will be held on 8 November 2012 in the Radisson Blu Hotel at Zurich Airport, will be including a number of prestigious lecturers in its programme. Among those taking the stage will be Dr. Martina Kühne (GDI), Thomas Hochreuthener (GfK Switzerland) and Dr. Christian Mikunda (CommEnt Vienna). Through more lectures, the “Tenants Panel” and the

Thomas Hochreuthener ist einer der Key Note Speaker beim Retailforum Switzerland am 8. November. Thomas Hochreuthener is one of the keynote speakers at the Retailforum Switzerland on 8 November.

“Landlord Panel”, participants will gain an understanding of further aspects and opportunities in the Swiss detail retail scene. The event will be introduced by Stephan Klapproth, the “10 vor 10” front man of Swiss television. Additional information: www.retailforum.ch.

Shop Academy-Foren: London, Hamburg, Bozen, Aarau, Wien, Verona Über 600 Besucher konnte die Umdasch Shop Academy in diesem Jahr bei den abendlichen Foren in London (Referent Greg Stobbs), Hamburg (Dr. Christian Mikunda), Bozen (Irmgard Heyd), Aarau (Dr. Hans-Georg Häusel) und Wien (Bernd Reutemann) bereits begrüßen. An die Foren in Hamburg und in Wien wurde jeweils am Nachmittag ein Architektur- und Design-Forum „angedockt“. Dieses Konzept wurde sehr gut angenommen und soll deshalb an ausgewählten Standorten fortgesetzt werden. Noch auf dem Programm, und zwar am 14. November, steht das Umdasch Shop Academy Forum in Verona. Fabrizio 64

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Valente von Kiki Lab Brescia, einem Partner der stark mit dem Einzelhandel verwurzelten Ebeltoft Group, wird unter dem Titel „Mit Innovationen gegen die Krise im Handel“ sprechen (Vortrag in italienischer Sprache). Die Teilnehmer können sich auf einige interessante Ideen freuen. Ebenfalls bereits fixiert wurde das erste Forum des Jahres 2013. Es findet am 28. Februar in London statt, wieder in den schicken Räumlichkeiten der Residenz des österreichischen Botschafters.

Bernd Reutemann zündete beim Forum in Wien ein Ideen-Feuerwerk in Sachen Dienstleistungsund Servicekultur.

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Shop Events

Genuss in Wien: Premiere am 5./6. Oktober Gourmet pleasures in Vienna: Première on 5-6 October In Zusammenarbeit mit CommEnt und Assmann Ladenbau hat die Umdasch Shop Academy erstmals eine eigene Version der begehrten Shop-Expedition „Laden-Dramaturgie LIVE!“ speziell für den Food-Bereich konzipiert. Die Premiere geht am 5. und 6. Oktober 2012 in der österreichischen Bundeshauptstadt über die Bühne und nennt sich deshalb „Genuss in Wien“. Nach dem Theorie-Unterricht im stimmig zum Thema passenden Hotel

In cooperation with CommEnt and Assmann Ladenbau, the Umdasch Shop Academy has developed for the first time a special version of the popular shop expedition “Laden-Dramaturgie LIVE!” (Shop Dramaturgy LIVE!) for the food sector. The première will be presented on 5-6 October 2012 in the Austrian capital and is therefore entitled “Genuss in Wien” (Gourmet Pleasures in Vienna). Following the theoretical study session in the Der Billa Corso im Herrnhuterhaus ist eines der Besichtigungsobjekte beim „Laden-Dramaturgie“-Special „Genuss in Wien“. The Billa Corso in the Herrnhuterhaus is one of the locations to be visited during the “Laden-Dramaturgie” special event “Genuss in Wien”.

Vienna Hollmann Beletage werden Denise und Dr. Christian Mikunda die Teilnehmer durch ihre Heimatstadt führen, gilt sie doch als Hochburg des Genusses, des guten Essens und Trinkens. Auf dem Besichtigungsprogramm stehen exzellent inszenierte Supermärkte, Restaurants, Hotels, Convenience Stores, Delikatessengeschäfte, Märkte, Bars und nicht zuletzt ein Luxus-Würstelstand. Weitere Informationen dazu gibt es unter www.umdaschshop-academy.com sowie telefonisch unter (+43) 7472-605-2328 (Frau Käfer) oder (+43) 3542-700-221 (Frau Koller). Bereits restlos ausgebucht ist die Shop-Expedition „Laden-Dramaturgie LIVE!“, die vom 27. bis 29. 9. 2012 nach New York führt. Für die globale ShopExpedition „In 18 Tagen um die Welt“ – ebenfalls mit Dr. Christian Mikunda – vom 5. bis 24. April 2013 stehen noch 4 der 25 externen Teilnahmeplätze zur Verfügung. Bitte fordern Sie bei Interesse die aktuellen Unterlagen an. SHOP aktuell 112

Hotel Vienna Hollmann Beletage, where the atmosphere matches the subject, Denise and Christian Mikunda will lead participants through their home town, which is considered to be a bastion of pleasure and good food and drink. The tour programme includes well-presented supermarkets, restaurants, hotels, convenience stores, delicatessen shops, markets, bars and last but not least a luxury sausage stand. Further information can be obtained from www.umdasch-shopacademy.com or by telephone under (+43) 7472-605-2328 (Ms Käfer) or (+43) 3542-700-221 (Ms Koller). The shop expedition “Laden-Dramaturgie LIVE!” (Shop Dramaturgy LIVE!), which will be travelling to New York from 27- 29 September 2012, is already fully booked. Four of the 25 external participants places are still available for the global shop expedition “In 18 Tagen um die Welt” (Around the World in 18 Days) – also with Dr. Christian Mikunda – from 5-24 April 2013. If you are interested, please request the latest information.

EuroCIS punktet mit Multi Channel Die EuroCIS 2012 hat ihre Position als führende Fachmesse für Retail Technology eindrucksvoll bestätigt. 6.400 Besucher kamen vom 28. 2. bis 1. 3. 2012 nach Düsseldorf, so viele wie nie zuvor. Dr. Kai Hudetz, der auch für die Umdasch Shop Academy tätig ist, konzipierte und moderierte das bestens besuchte Multi Channel Forum anlässlich der EuroCIS.

Die Messe profitierte nicht zuletzt von der Angebotserweiterung in Richtung Multi Channel und E-Commerce. Besonders gut angenommen wurde der begleitende Kongress zu diesem brennenden Thema. Die nächste EuroCIS dauert vom 19. bis 21. 2. 2013, im Jahr 2014 wird sie dann wieder im Rahmen der EuroShop stattfinden (16. – 20. 2.).

LadenbauLexikon als E-Book Ab Herbst 2012 auch als E-Book: Das „Ladenbauund LadenMarketingLexikon“.

Ab Herbst 2012 wird das von Callwey und der Umdasch Shop Academy herausgegebene „Ladenbau- und LadenMarketing-Lexikon“ auch als E-Book zur Verfügung stehen. Weitere Informationen: www.callwey.de. In gedruckter Form gibt es das Lexikon für „SHOP aktuell“Leser zum Sonderpreis von € 35,00 (zzgl MwSt., Porto und Versandkosten). Bestellungen formlos unter shop.aktuell@ umdasch.com. umdasch shopfitting

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Bücher Books Kalender Calendar

Neue Bücher New Books (deutschsprachige Ausgaben) IRIS SKOWRONEK

ANNE M. SCHÜLLER

101 PRAXISTIPPS FÜR MEHR ERFOLG IM EINZELHANDEL

TOUCH POINTS

„Hilfe zur Selbsthilfe“ bietet der Ratgeber von Iris Skowronek all jenen, die sich im Einzelhandel neu positionieren oder Geschäftsprozesse optimieren wollen. Sei es im Management, bei der Ladenplanung, im Marketing oder im Bereich der Logistik – die Autorin liefert konkrete Tipps, die ohne großen finanziellen Aufwand leicht umsetzbar sind. Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2012, 2 Bände, 370 Seiten ISBN 978-38841-255-2 89 € (D)

Ob ein Kunde kauft, entscheidet sich an den Touchpoints eines Unternehmens. In den letzten Jahren ist eine Fülle solcher Punkte, an denen der Kunde mit Produkt, Mitarbeiter oder Marke in Berührung kommt, entstanden. Das Social Web hat diese Entwicklung zusätzlich begünstigt. Anne M. Schüller beantwortet in ihrem Buch, wie Offline- und OnlineTouchpoints verknüpft werden können, um Kunden zu Promotoren und Fans zu machen. Gabal Verlag, Offenbach, 2012 351 Seiten ISBN 978-3-86936-330-1 29 €

NIKLAS MAHRDT, MICHAEL HACKE

ULRICH EGGERT

AUFBAU EINES FASHION-ONLINE-SHOPS

ZUKUNFT HANDEL

Angesichts deutlich steigender Umsätze im OnlineModehandel sind stationäre Händler häufig mit der Frage, ob ein eigener Online-Shop sinnvoll ist, konfrontiert. Eine Antwort erfordert eine fundierte Analyse aller notwendigen Voraussetzungen und Ressourcen sowie eine sorgfältige Planung. Hilfestellung hierbei bietet die neue Fachdokumentation. Die knapp 100 Seiten erklären Punkt für Punkt den Aufbau eines Online-Shops.

Techno-Discount, Multi Channel-Vertrieb, Smart Shopper – wie sieht die Zukunft des Handels aus? Welche Trends bestimmen das Geschäft von morgen und worauf ist beim Markenmanagement in Zukunft zu achten? Die Trend-Bibel „Zukunft Handel“ beschreibt die maßgeblichen Entwicklungen in der Handelslandschaft. Ulrich Eggert liefert Denkanstöße und zeigt, was Unternehmen und Produzenten über die rasanten Veränderungen im Handel wissen sollten.

BTE – Bundesverband Textileinzelhandel, Köln 2012, 88 Seiten ISBN 978-3-86340-043-9 48,15 € (Preis für Nicht-EHV-Mitglieder)

Walhalla Fachverlag, Regensburg 2011, 231 Seiten ISBN 978-3-8029-3855-9 29 € (D), 49,60 SFR (CH)

Event-Kalender* Calendar of events Datum

Ort

Veranstaltung

Kategorie

Information

5. – 7. 9. 2012

Chicago

International Retail Design Conference

Retail Design

www.irdconline.com

11. – 12. 9. 2012

Köln

EHI Marketing Forum 2012

Marketing-Konferenz

www.ehi.org

11. – 13. 9. 2102

Paris

Equipmag

Foire aménagement de magasin

www.equipmag.com

13. 9. 2012

Bozen

Visual Merchandising für Praktiker (Mode)

Eintagesseminar, Mag. Ardnt Traindl

www.umdasch-shopfitting.com

13. 9. 2012

Frankfurt/Main

Textillogistik Kongress 2012

Logistik-Kongress

www.textilwirtschaft.de

14. 9. 2012

Berlin

37. Internationale Fachtagung für Visuelles Marketing

VM-Konferenz

www.vmm.eu

18. 9. 2012

Amstetten

Visual Merchandising für Praktiker (Schuhe)

Eintagesseminar, Marlies Nihuis

www.umdasch-shopfitting.com

18. 9. 2012

Paris

Stor(y) Branding

Séminaire d‘un jour, Andrea Semprini

www.umdasch-shopfitting.com

18. – 19. 9. 2012

Düsseldorf

EHI Retail Design Konferenz

Shop Design-Kongress

www.ehi.org

19. – 21. 9. 2012

London

World Retail Congress 2012

Retail-Congress

www.worldretailcongress.com

20. – 21. 9. 2012

Berlin

German Council Congress

Shopping Center-Kongress

www.gcsc.de

25. 9. 2012

Amstetten

Bausteine für die erfolgreiche Ladengestaltung

Eintagesseminar, div. Referenten

www.umdasch-shopfitting.com

25. – 26. 9. 2012

Köln

EHI Preisemanagement-Kongress

Handelskongress

www.ehi.org

25. – 26. 9. 2012

London

Retail Week Technology Summit

Retail Technology Event

www.retailtechsummit.com

27. – 29. 9. 2012

New York

Laden-Dramaturige LIVE!

Shop-Expedition, Dr. Christian Mikunda

www.umdasch-shopfitting.com

5. – 6. 10. 2012

Wien

Ladendramaturgie LIVE! Food-Special „Genuss in Wien“

Shop-Expedition, Dr. Christian Mikunda

www.umdasch-shopfitting.com

10. – 11. 10. 2012

Mumbai

India Retail Forum

Retail Forum

www.indiaretailforum.in

11. – 13. 10. 2012

Alpbach

Die Kunst der Inszenierung III

Int. Handelsforum, div. Referenten

www.umdasch-shopfitting.com

16. – 17. 10. 2012

Köln

Energiemanagement im Einzelhandel

Energie-Kongress

www.energiekongress.com

23. 10. 2012

Neidenstein

Bausteine für die erfolgreiche Ladengestaltung

Eintagesseminar, div. Referenten

www.umdasch-shopfitting.com

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Bücher Books Kalender Calendar

(deutsch-/englischsprachige Ausgaben) MATTHIAS SPANKE, SONJA LÖBBEL

ERFOLGREICHES VISUAL MERCHANDISING Visual Merchandising hat in der modernen Kommunikation einen zentralen Stellenwert. Gut genutzt, nimmt es die Funktion eines Kompasses ein, der durch die Markenwelt des Point of Sale führt. Die beiden Autoren, Matthias Spanke und Sonja Löbbel, schufen mit ihrem Buch eine Guideline für erfolgreiches Visual Merchandising. Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2012, 187 Seiten ISBN 978-3-86641-257-6 78 € (D)

PETER W. ENGMANN, AXEL AUGUSTIN

STATISTIK REPORT SCHUHE 2011 Wer in der Schuh- und Lederwaren-Branche erfolgreich sein will, sollte die Lage und Entwicklung des Marktes stets im Auge haben. Hilfreich ist hier der Statistik Report Schuhe. Er beschäftigt sich auf knapp 100 Seiten mit den Rahmenbedingungen und Marktvolumina der Schuhbranche, dem Verbraucherverhalten im Sortiment Schuhe sowie mit Import- und Export-Statistiken. Der Anhang zum Thema Lederwaren rundet das Werk ab. BDSE - Bundesverband Schuheinzelhandel, Köln 2011, 100 Seiten ISBN 978-3-86340-033-0 159,43 € (Preis für nicht EHV-Mitglieder)

HANNES PACHLER, REINHARD UHL, REINHARD WINIWARTER

A RETAILER’S GUIDE TO COMMERCIAL LEASE IN AUSTRIA Die österreichische Handelslandschaft ist wie jede andere auch mit Besonderheiten und Tücken gespickt. Wer auf diesem Markt bestehen will, muss ihn gewissenhaft evaluieren, sich den örtlichen Herausforderungen stellen und notwendiges Knowhow aneignen. Der zweisprachige Guide klärt über das österreichische Mietrecht im Detail auf und gibt eine Einführung in den österreichischen ShoppingCenter-Markt. MANZ‘sche, Wien 2012, 168 Seiten, Deutsch/Englisch ISBN 978-3-214-00677-8 32 € (A)

GRUPPE NYMPHENBURG, FABRIZIO VALENTE

RETAIL INNOVATIONS 7 In „Retail Innovations 7“ erhält der Leser einen handlichen, aber dennoch sehr umfangreichen Überblick über alle aktuellen und tragenden Trends im Handel. Highlights der diesjährigen Ausgabe sind 25 Porträts innovativer Händler und Hersteller aus verschiedenen Branchen. Der Report liefert somit eine Menge an Inspiration. Ebeltoft Group / Gruppe Nymphenburg, München 2012, 142 Seiten, Englisch Schutzgebühr 10 €

Datum

Ort

Veranstaltung

Kategorie

Information

24. 10. 2012

Amstetten

Die Visual Merchandising-Strategie der Zukunft

Eintagesseminar, Rosie Hutner

www.umdasch-shopfitting.com

24. 10. 2012

Oberentfelden

Visual Merchandising für Praktiker (Schuhe)

Eintagesseminar, Marlies Nihuis

www.umdasch-shopfitting.com

24. 10. 2012

Wien

ACSC-Kongress „Handel Himmel Hölle”

Shopping Center Kongress

www.acsc.at

25. – 27. 10. 2012

Frankfurt/Main

viscom

Fachmesse für visuelle Kommunikation

www.viscom-messe.com

30. – 31. 10. 2012

London

Retail Week Ecommerce Summit

Multi Channel Event

www.ecommercesummit.com

31. 10. 2012

Oberentfelden

Die Visual Merchandising-Strategie der Zukunft

Eintagesseminar, Rosie Hutner

www.umdasch-shopfitting.com

6. 11. 2012

Amstetten

Visual Merchandising für Praktiker (Mode)

Eintagesseminar, Irmgard Heyd

www.umdasch-shopfitting.com

8. 11. 2012

Neidenstein

Store Branding Excellence

Eintagesseminar, Arndt Traindl

www.umdasch-shopfitting.com

8. 11. 2012

Zürich

Retail Forum Switzerland 2012

Handels-Kongress

www.retailforum.ch

14. 11. 2012

Verona

Shop Academy Forum

forum commerciale, Fabrizio Valente

www.umdasch-shopfitting.com

14. – 16. 11. 2012

Cannes

Mapic

International retail real estate conference

www.mapic.com

14. – 16. 11. 2012

London

Channel Management

Multi Channel Conference

sumreenr@marcusevansuk.com

15. 11. 2012

Neidenstein

Visual Merchandising für Praktiker (Schuhe)

Eintagesseminar, Marlies Nihuis

www.umdasch-shopfitting.com

20. 11. 2012

Amstetten

Visual Merchandising für Praktiker (Hartware)

Eintagesseminar, Antje Kleine-Berkenbusch www.umdasch-shopfitting.com

5. – 7. 12. 2012

New York

Retail Design Collective

Visual Merchandising Event

www.retaildesigncollective.com

19. – 21. 2. 2013

Düsseldorf

EuroCIS

Retail Technology Trade Fair

www.eurocis.com

28. 2. 2013

London

Umdasch Shop Academy Forum

Trading platform

www.umdasch-shopfitting.com

5. – 24. 4. 2013

Weltreise

In 18 Tagen um die Welt

Shop-Expedition Dr. Christian Mikunda

www.umdasch-shopfitting.com

9. – 11. 4. 2013

Genf

Passenger Terminal Expo

Airport-Event

www.passengerterminal-expo.com

16. – 20. 2. 2014

Düsseldorf

EuroShop

Global Trade Fair

www.euroshop.com

* Die Event-Infos sind in der jeweiligen Veranstaltungssprache angegeben. SHOP aktuell 112

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11.– 13. 10. 2012

Alpbach

Tirol

Internationales Alpbacher Handels-Forum

Der Retail-Event des Jahres 2012 mitten in den Tiroler Bergen: Das Internationale Alpbacher Handels-Forum DIE KUNST DER INSZENIERUNG III.

Starring Peter Paul Polte Peter Sloterdijk Karl-Heinz Müller Ibrahim Ibrahim Thomas Lipke Max Hollein Pater Karl Wallner Nike Wagner Jörg Knör David Chipperfield

Ein Top-Event der Umdasch Shop Academy

Informationen Ticket-Hotline Sonja.Scheidl@umdasch.com Evelyn.Koessler@umdasch.com T +43 (0)7472 605 1957 www.umdasch-shopacademy.com www.umdasch-shopfitting.com

Locations Congress Centrum Alpbach, Romantikhotel Böglerhof, Alpbacherhof, Hotel Post, Congress Innsbruck, Innsbrucker Nordkettenbahn, Alpenlounge Seegrube u. a.

Simultanübersetzung Englisch/Deutsch, Deutsch/Englisch

Powered by Zumtobel, Manstein Verlag, SHOP aktuell

Tickets: € 990 bis € 1.320

www.umdasch-shop-academy.com

Österreich Umdasch Shopfitting GmbH A-3300 Amstetten Josef Umdasch Platz 1 T +43 (0)7472 605-0 F +43 (0)7472 63487 www.umdasch-shopfitting.com usfa@umdasch.com

Deutschland Umdasch Shopfitting GmbH D-74933 Neidenstein Josef-Umdasch-Straße 5–7 T +49 (0)7263 401-0 F +49 (0)7263 401-147 usfd@umdasch.com

Schweiz Umdasch Shopfitting AG CH-5036 Oberentfelden Suhrerstrasse 57 T +41 (0)62 7372525 F +41 (0)62 7372550 usfch@umdasch.com

GroSSbritannien Umdasch Shopfitting Ltd. GB-0X41LF Oxford 54 Marston Street T +44 (0)1865 207800 F +44 (0)1865 207801 usfuk@umdasch.com

Vereinigte Arabische Emirate Umdasch Shopfitting L.L.C UAE-Dubai, PO Box 182774 T +971 (0)4 3417715 F +971 (0)4 3417716 usfme@umdasch.com

Franz Jonas GmbH & Co. KG D-46140 Oberhausen Lessingstraße 18 T +49 (0)208 6218-0 F +49 (0)208 652768 www.jonas-shop.com info@jonas-shop.com

Italien Umdasch Shopfitting S.r.l. I-39055 Pineta di Laives (BZ) Zona Produttiva Vurza 41 T +39 0471 958700 F +39 0471 958777 usfi@umdasch.com

Irland Umdasch Shopfitting Ltd. IRL-County Louth, Drogheda Monasterboice T. +353 (0)1 4909941 usfir@umdasch.com

Frankreich Umdasch Shopfitting SAS F-91160 Champlan 7 Rue du Chemin Blanc T +33 (0)1 60491840 F +33 (0)1 60491841 usff@umdasch.com

Außerdem stehen Ihnen Umdasch Shopfitting bzw. die Umdasch Shopfitting Group an weiteren Standorten zur Verfügung (Auswahl). Österreich: Wien, Traun/St. Martin, Innsbruck, Leibnitz. Deutschland: Hamburg, Oberhausen, Bamberg. Schweiz: Münsingen (Bern), Renens (Lausanne). Italien: Parma, Mailand. Norwegen: Oslo, Sandnes/Stavanger. Slowenien: Zgornja Polskava. Kroatien: Zagreb. Polen: Warschau. Russland: Moskau. Und wo immer Sie wollen!

www.umdasch-shopfitting.com

www.assmann-ladenbau.com

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