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ulm  . neu-ulm

ulm  .  neu-ulm willkommen

Kloster Kloster Wiblingen Wiblingen Kloster Wiblingen

willkommen Das Touristik-Magazin für die Donau-Doppelstadt

Event

2 013 :

Ulmer Fischerstechen

Sehenswert

a b Seit e 1 6

Mittelalter trifft Moderne

Erlebenswert Essen, trinken, bummeln und mehr

Staunenswert

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10 10- -17 17Uhr Uhr Di Feiertag 10 - So, 17 Uhr 10 - 17 Uhr

EUR 3,50

89079 89079Ulm Ulm 38 Schlossstraße 89079 Ulm Tel: Tel:0731 0731 5028975 5028975 89079 Ulm Tel: 0731 5028975 www.kloster-wiblingen.de www.kloster-wiblingen.de Tel: 0731 5028975 www.kloster-wiblingen.de

Öffnungszeiten: Öffnungszeiten: Öffnungszeiten: Di Di- -So, So,Feiertag Feiertag Öffnungszeiten: Di - So, Feiertag

Willkommen

Informationen: Informationen: Informationen: Schlossstraße Schlossstraße38 38 Informationen: Schlossstraße 38

3,50 €

Kunst und Kultur in großer Vielfalt

www.tourismus.ulm.de www.tourismus.ulm.de


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Weihnachtlich

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Um das schönste Fest des Jahres dreht sich alles auf dem Ulmer Weihnachtsmarkt – mit Geschenken, Getränken, Gebratenem und viel Spaß für Kinder. Und das Ganze stimmungsvoll am Fuß des gotischen Ulmer Münsters mit dem höchsten Kirchturm der Welt.

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1 Ulmer Münster (1377–1890)

19 Gänsturm (1360) 20 Kornhaus (1594)

2 Rathaus (1370) mit astronomischer Uhr

21 Einstein-Monument (Geburtsort)

3 Schwörhaus / Haus der Stadtgeschichte

22 Theater in der Westentasche

4 Stadthaus (1993)

23 Kirche St. Johann Baptist

5 Ulms Neue Mitte mit Kunsthalle Weishaupt

24 Edwin Scharff Museum

6 Ulmer Museum

25 Theater Neu-Ulm

7 Fischer- und Gerberviertel, Schiefes Haus

26 Synagoge

8 Stadtmauerpromenade mit Metzgerturm

9 Stadtmauer mit Grabenhäusle / Seelturm

27 Glacis-Park mit Wasserturm (1900)

10 Museum der Brotkultur, Salzstadel 11 Naturkundliches Bildungszentrum

28 Bundesfestung Ulm (1842–1859)

12 Schuhhaus (1537) mit Ulmer Kunstverein 13 Zeughaus (1522) und Einsteinbrunnen

30 Donauschwäbisches Zentralmuseum

14 Wengenkirche (1399) 15 Wilhelmshöhe /Bastion Lauseck (16.–18. Jh.)

32 Georgskirche (1904)

49 Freizeitbad Bad Blau 50 Herrn Zopfs Friseurmuseum

33 Roxy – Kultur in den Hallen

51 sparkassendome

16 Historisches Gebäudeensemble Grüner Hof 17 Dreifaltigkeitskirche

34 theaterWerkstatt Ulm

Jetzt scannen: Der Ulmer Weihnachtsmarkt im Film

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Innenstadt Ulm / Neu-Ulm

18 Adlerbastei / Schneider von Ulm (1811)

Innenstadt – Randlage

29 Theater Ulm 31 Pauluskirche (1910)

35 Congress Centrum Ulm 36 Tagungszentrum Edwin-Scharff-Haus

Stadtrandlage

37 Kloster Wiblingen 38 KZ-Gedenkstätte, Oberer Kuhberg 39 Tiergarten Ulm und Park Friedrichsau 40 Kunstpfad der Universität und Bot. Garten 41 adk – Akademie für darstellende Kunst 42 KCC Theater-Café 43 Junge Bühne im Alten Theater Ulm 44 Ulm Messe mit Donauhalle 45 Science Parks (Wissenschaftsstadt) 46 Ehem. Hochschule für Gestaltung (hfg) 47 Donaustadion 48 Erlebnisbad Wonnemar

In Ulm/Neu-Ulm gilt die Umweltzone, Infos unter www.tourismus.ulm.de


Editoria l

Wenn sich Faust und Mephisto duellieren … … dann lesen Sie entweder gerade das große Werk von Meister Goethe oder aber besuchen das Ulmer Fischerstechen – das große Lanzenturnier auf der Donau. Dort nämlich stehen sich alle vier Jahre an zwei Sonntagen im Juli die beiden Kontrahenten als eines von 16 Stecherpaaren gegenüber.

Weitere Rivalen bei diesem sportlich-illustren Wettstreit sind unter anderem der UImer Spatz und der Schneider von Ulm, der Türkenlouis und der Großwesir und das Überra­schungspaar. Eine mordsmäßige Gaudi, die mehrere tausend Besucher an die Donauufer lockt. Mehr Infos dazu ab Seite 16.

So weit, so gut: Sie brauchen noch ein paar Anreize, um die Donau-Doppelstadt zu besuchen? Kein Thema – einfach das Magazin durchblättern. Ich bin sicher, Sie finden sie.

Willkommen in Ulm/Neu-Ulm – wir freuen uns auf Sie!

Apropos viele tausend Besucher – diese erwarten auch die Open-Air-Theatertage auf der Ulmer Wilhelmsburg im Juni/Juli und die Kulturnacht im September. Beide Veranstal­tungen bieten ein ganz kurzweiliges Programm, für Mann und Frau, jung und älter, für allein und in der Gruppe. Einfach mal hinschauen.

Herzlichst Ihr Dirk Homburg Leiter Kommunikation Ulm/Neu-Ulm Touristik GmbH

Und dann gibt’s noch eine Heimkehr zu feiern, denn er kommt zurück: der „Löwen­mensch“. Die älteste MenschTier-Plastik der Menschheit – immerhin über 35.000 Jahre alt – findet nach sorg­s amer Überarbeitung ( es wurden bei Ausgrabungen weitere Teil­chen gefunden ) wieder ins Ulmer Museum zurück und wird dort ab Spätherbst 2013 an seinem angestammten Platz zu sehen sein.

Impressum thomas vogel kommunikation/publikation

B E RT S C H E

SPIEGEL

Kommunikation und Design

Herausgeber Ulm/Neu-Ulm Touristik GmbH (UNT) Neue Straße 45, 89073 Ulm Tel. 0731 161-2800 www.tourismus.ulm.de Texte www.textagentur-vogel.de, Dirk Homburg (UNT) Gestaltung www.bertsche-spiegel.de Druck www.schirmer-druck.de Alle Angaben ohne Gewähr. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit vorheriger Genehmigung der UNT.

Und wenn Sie uns Ihre Meinung mitteilen möchten – gern! Hier unsere E-Mail-Adresse: unt@tourismus.ulm.de

Bildnachweis Reinhold Mayer (Titelbild), bildwerk 89 (S. 2, 15, 32, 45), Olaf Bertsche (S. 3, 4, 18/19, 22, 24, 25, 29, 31, 32, 33, 43, 50), Ralf Brunner (S. 4/5, 6/7, 9, 19, 21, 43), Fotolia (S. 4, 13, 14, 15, 20, 29, 39, 40, 44), Hr. Billharz (S. 5), Jochen Klenk (S. 5, 11, 34/35), Stadt Neu-Ulm (S. 5, 13), Stadt­archiv Ulm (S. 8, 9, 10, 11, 14, 15, 21, 23, 37, 42), Horst Hörger (S. 10, 17), Dirk Homburg (S. 13, 22, 27), UNT (S. 19, 22, 23, 26, 27, 39, 45, 46, 47), Evangelisches Jugendwerk (S. 15), Jens Kramer (S. 15), Jens Oellermann (S. 15), wikimedia commons (S. 16), shutterstock (S. 26, 38, 39), Nik Schoelzel (S. 26), Martin Duckek (S. 27), Edwin Scharff Museum (S. 27), billbar (S. 31), ADFC/Markus Gloger (S. 44, 45), Solarstiftung (S. 45), Landratsamt Alb-DonauKreis (S. 46), Land­r atsamt Neu-Ulm (S. 47), Theater Neu-Ulm (S. 48, 49) sowie jeweilige Veranstalter bzw. Einrichtungen. Drucklegung 04/2013

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Inhalt Kultur in der Halle Das tut sich im ROXY

S.

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ab S.

2013 platscht es wieder Fischerstechen – das Lanzenturnier auf der Donau

ab S.

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Titelthema 16

Ulmer Fischerstechen 2013

Für Leib und Magen Lassen Sie’s sich schmecken!

Stadtleben 6

Ritterliche Duelle auf schwankenden Zillen

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Die Termine Festzug, Zunfttänze, Fischerstechen

20 Sehenswert Ein kleiner Stadtrundgang 50

Übernachten 38

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Impressionen Bilder der Donau-Doppelstadt

Reiseangebote Pauschal profitieren!

Panorama Tipps, Termine, Infos Zu guter Letzt Was ist eine Barttasse?

Freizeit 36

Night lights Eine Tour durch Clubs und Bars

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Alles in Bewegung Sportliche Aktivitäten für alle

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Umgebung Das bietet Ihnen die Region


Reiseote angeb S. 38

ab S.

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Münster und mehr Das alles ist sehenswert!

S.

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Drama Was für ein Theater!

ab S.

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Veranstaltungstermine z. B. Hermann Köhl-Jubiläum „Neu-Ulm fliegt“

Kulturwelt 24

Laurence Lachnit ROXY – Kultur in Ulm

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Stadthaus Ulm Ein Haus für Vieles

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Museen & Sammlungen Das lässt sich sehen!

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Zum Glück gibt es Theater Theater & Show

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Theater Neu-Ulm Beziehungskisten

Genießen

Service 30

Souvenirs Ulm/Neu-Ulm zum Mitnehmen

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Shopping Einkaufen auf Erlebnisniveau

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Tourist-Information Ihre Anlaufstelle

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Konkrete Köstlichkeiten billbar

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Stadtführungen Entdecken Sie Neues!

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Guten Appetit Hotel und Restaurant Meinl

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Stadtplan mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten 5


Imp ress io nen

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Imp ress io nen

Ansichtssache Beste Nachbarschaft links und rechts der Donau: Bayerischer Blick von Neu-Ulm aus 端ber den Grenzfluss aufs baden-w端rttembergische Ulm

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Imp ress io nen

Mitten durchs Zentrum führt der jährliche Einstein-Marathon – Hommage an den berühmtesten Sohn der Stadt

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Imp ress io nen

Die Spätrenaissance lässt grüßen: Neuer Bau mit Hildegardbrunnen

Die Wilhelmsburg – Hauptwerk der Bundesfestung und im 2-jährigen Turnus beeindruckender Veranstaltungsort für Open-Air-Theater

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Pan oram a

Ulmer Fischerstechen am 14. und 21. Juli 2013 Das gibt’s hier nur alle vier Jahre: Als Frauen ( oder sonstwie ) verkleidete Männer stürzen ins Wasser der Donau – und tausende Zuschauer applaudieren. Alle Infos dazu ab Seite 16 und unter www.tourismus.ulm.de

Tipps e Termin I n fo s

Panorama 2013 Ulmer Schwörwoche 20.– 22. Juli 2013

Lichterserenade 20. Juli 2013 Traditionell wird die Donau nach Einbruch der Dunkelheit zu einem Lichtermeer: tausende Windlichter und angestrahlte Wasserfontänen kündigen den nahen Schwörmontag an.

Schwörmontag / Nabada 22. Juli 2013 Nach dem historischen Schwur des Ulmer Ober­bürger­meis­ters auf dem Weinhof säumen Zehntau­ sende die Ufer der Donau und be­staunen den Wasser­fest­zug „Nabada“, bei dem unzählige Schwimmer, Pad­dler und Boots­f ah­rer an den Zu­schauern vorbeiziehen. Abends wird kräftig gefeiert.

Ulmer Volksfest 12.–22. Juli 2013 Schon vor dem Schwör­montag eröffnet das Ulmer Volksfest auf dem Festplatz in der Friedrichsau. Zahlreiche Fahrgeschäfte und Gastronomie-Stände laden die großen und kleinen Gäste zu einem Besuch ein.

Schwör-Open-Air am 21. Juli 2013

www.tourismus.ulm.de

Stadtgeschichte

5000 v. Chr. Älteste Besiedlung des Ulmer Raums in der frühen Jungsteinzeit.

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854 König Ludwig der Deutsche besiegelt eine Urkunde in  „Hulma“ und sorgt damit am 22. Juli 854 für die erste urkundliche Erwähnung Ulms.

1184 Ulm wird zur Freien Reichs­s tadt erhoben.


Pa nora ma

Deutsche Leichtathletikmeisterschaften 06. –  07.  Juli  2013 Bereits zum vierten Mal wird Ulm der Austragungsort der Deutschen Meisterschaften der Leichtathletik sein. Im Juli 2013 werden wieder die besten Athleten in der Donaustadt erwartet. Zwei Tage lang laufen, springen, werfen und stoßen die Stars der deutschen Leichtathletik im Donaustadion um die Wette und zeigen, was sie können. Reizvolle Duelle, interessante Norm- und Titeljagden und herausragende Topleistungen sind also an diesen beiden Tagen garantiert. Deutscher Leichtathletikverband und Stadt Ulm (Abt. Bildung und Sport) Telefon 07 31 161-34 00 www.leichtathletik.de

Ulmer Zelt Festival 22. Mai  –   6. Juli 2013 Das Ulmer Zelt ist eines der größten und längsten ZeltFestivals in Deutschland. National und international bekannte Künstler geben Konzerte in den Sparten Rock, Pop, Blues, Jazz sowie Comedy, Tanz und Varieté. Außerdem gibt es ein Kinderprogramm und eine leistungsfähige Gastronomie mit Biergarten. Vorverkauf ab Mai.Tipp: Schnell Tickets kaufen! www.ulmerzelt.de

HAIR – THE AMERICAN TRIBAL LOVE · Der Hauptmann von Köpenick

Open-Air vor besonderer Kulisse Theater in der Wilhelmsburg 16. Juni – 20. Juli 2013

Traditionell nutzt das Theater Ulm in jedem zweiten Jahr die besondere Atmosphäre der Wilhelmsburg, die hoch über Ulm aufragt, für ein sommerliches Open-Air-Theater. Zum Ende der Spielzeit 2012/13 wird daraus eine fast fünf Wochen dauernde Sommersaison unter freiem Himmel. Zwei Produktionen locken Besucher auf die überdachten Ränge im Innenhof der Festung: Rockig-kultig-schräge Premiere am 16. Juni 2013: HAIR mit renommierten internationalen Musical-Stars und einer LiveBand. Ideal für die Wilhelmsburg: Carl Zuckmayers Komödie Der Hauptmann von Köpenick ab dem 30. Juni 2013. Vorstellungstermine und Informationen zu den Stücken sind auf der Homepage des Theaters zu finden. Karten sind erhältlich an der Theaterkasse, Telefon 0731 161-44 44 sowie online auf der Homepage www.theater.ulm.de/karten. www.theater.ulm.de

1377 Am 30. Juni 1377 beginnt der Bau des Ulmer Münsters als Bürgerkirche.

1397 Die Ulmer Verfassung – der „Große Schwörbrief“ – tritt in Kraft; er regelt die Machtverteilung zwischen Zünften und Patriziern. Noch heute leistet der Ulmer Oberbürgermeister alljährlich am Schwör­ montag diesen Schwur.

1500

1530

Ulm ist erfolgreicher Handelsplatz: Vor allem Barchent-Tuch mit Ulmer Siegel ist in Europa begehrt. Gleich­zeitig ist die Stadt eines der bedeutend­s ten Kunst­ zentren Süd­deutschlands.

Ulms Bürger beschließen mit großer Mehr­h eit den Übertritt zum Protestan­ tismus.

Ulm um 1500

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In Ulm und um Ulm herum In Ihrer Buchhandlung

Walter G. Pfaus

Unsere Highlights

Größtes Erlebnisb ad in der Region

∙ Wellenbecken ∙ Rutschen-Tower ∙ Gesundheitsbad mit Thermalwasser ∙ Neuer Kinderbereich ∙ Stömungskanal ∙ Große Saunalandschaft ∙ 3 Restaurants

Kindstod Ein Baden-Württemberg-Krimi In einer Garage wird die Leiche eines Neugeborenen gefunden, tags darauf passiert ein Unfall und ein grausiges Verbrechen wird entdeckt: Mit der Beschaulichkeit in einem Dorf bei Ehingen ist es vorbei. Nun ist die ruhige Beharrlichkeit von Dorfpolizist Köberle gefragt, der jeder Spur gewissenhaft nachgeht … 288 Seiten, € 9,90. ISBN 978-3-8425-1247-4

Petra Klotz · Susanne Schönfeld

Zwetschge sucht Streusel Roman

Donaubad Wonnemar Ulm/Neu-Ulm Wiblinger Str. 55 ⋅ 89231 Neu-Ulm www.wonnemar.de www.facebook.com/ wonnemar.ulm

Die quirlige Zeitungsmitarbeiterin Sina, ständig bemüht, ihren Singlestatus abzulegen, trifft in der Ulmer Friedrichsau die etwas biedere Hausfrau Nathalie. Dieses Kennenlernen endet für beide im Krankenhaus und mündet in einer turbulenten Freundschaft. 168 Seiten, € 9,90. ISBN 978-3-8425-1182-8

www.silberburg.de

Gut für die Region.

Die Sparkasse Ulm ist das führende Kreditinstitut in Ulm und im Alb-Donau-Kreis und der bevorzugte und verlässliche Partner in allen Finanzfragen. Die Verbundenheit der Sparkasse Ulm zu ihren Kunden zeigt sich in einem vielfältigen Engagement für den Wirtschaftsraum. Als Arbeitgeber wie als Ausbilder, als Förderer der regionalen Wirtschaft, als Auftraggeber, als Spender und Sponsor und nicht zuletzt als Steuerzahler: Die Sparkasse Ulm ist gut für Ulm und den Alb-Donau-Kreis.


Hermann-Köhl-Jubiläum Start am 13.04.2013 Mit dem Fliegen sind der 1888 in Neu-Ulm geborene Hermann Köhl und seine Begleiter Günther Freiherr von Hünefeld und James C. Fitzmaurice am 13. April 1928 weltberühmt geworden: Ihnen ist erstmals mit der Junkers W 33 „Bremen“ die Überquerung des Atlantik von Ost nach West geglückt. Der dramatische Flug vom irischen Baldonnel in Richtung New York endet nach 36,5 Stunden mit der Landung auf Greenly Island, einer dem Festland von Labrador vorgelagerten Insel. Seitdem gehört Köhl zu den Pionieren der Luftfahrt. New York feiert ihn mit einer Konfettiparade. Der US-Präsident zeichnet ihn mit dem höchsten Fliegerorden der Verei­nig­ten Staaten aus, mehrere Städte verleihen ihm die Ehren­bürgerwürde. Am 7. Oktober 1938 verstirbt Hermann Köhl in München. Er wird in Pfaffen­ hofen bei Neu-Ulm beigesetzt, wo er seit 1935 gelebt hat. Hier hat die Gemeinde ein eigenes Hermann-KöhlMuseum eingerichtet. Erlebnisführungen zu Hermann Köhl Am Rathaus Neu-Ulm starten die 2-stündigen Führungen „Hermann Köhl – Wegbereiter der Lüfte“ um 16.00 Uhr am 09.06. und 18.08. sowie um 18.00 Uhr am 25.06. und 23.07. Infos unter www.tourismus.ulm.de.

Ein Neu-Ulmer in Neu-York: Parade zu Ehren von Köhl, Hünefeld und Fitzmaurice

Veranstaltungen (Auswahl)

1712 Ab 1712 gelangen tausende Auswanderer – „Donau­ schwaben“ – auf dem Fluss ins heutige Ungarn, Serbien, Bulgarien und Rumänien.

13. April 2013

Auftaktveranstaltung im Edwin-Scharff-Haus

11./12. Mai 2013

„Flugwerft, Landeplatz und Ort zum Abheben”: Das Museumsfest im Edwin Scharff Museum im Zeichen Hermann Köhls und der Luftfahrt. Zweitägiges Programm mit vielen Mach-Mit-Angeboten rund ums Fliegen

24.–26. Juli 2013

Musik liegt in der Luft – Neu-Ulm feiert Hermann Köhl musikalisch

7. September 2013

Neu-Ulm fliegt – Aktionstag mit verschiedenen Mitmachangeboten, Flugvorführungen und einem Ballonglühen im Sport- und Freizeitpark Wiley

Weitere Infos: www.nu.neu-ulm.de

1770 Durch Seuchen, Kriegs­ lasten und Erpressungen verschiedenster Belagerer geht die Stadt um 1770 bankrott.

1805 Am 14. Oktober 1805 findet in der Nähe die Schlacht von Elchingen statt; diese führt zur Übergabe Ulms durch die Österreicher an den siegreichen Napoleon.

1810 Ulm kommt 1810 zu Würt­temberg. Die rechts der Donau gelegenen Sied­lun­gen verbleiben bei Bayern und entwickeln sich rasch zur Stadt Neu-Ulm.

1811 Missglückter Flugversuch Albrecht Ludwig Berblingers – „des Schneiders von Ulm“ – anlässlich eines Besuchs des württem­ bergischen Königs.

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Pan oram a

Stadtfest Neu-Ulm 08. 06. 2013 Das alljährliche Stadtfest Neu-Ulm zieht Jung und Alt in die Innenstadt – rund um den Rathausplatz, den Petrusplatz und den Schwal wird gefeiert. Ein buntes Unterhaltungsprogramm und viele weitere attraktive Angebote lassen das Stadtfest zu einem Publikumsmagneten werden.

Ulmer Weinfest 15. 08. –  01. 09. 2013 Gesellig und kurzweilig: Das Ulmer Weinfest, direkt am südlichen Münsterplatz. Über 70 verschiedene Weine und typische Gerichte versprechen Vielfalt und Gaumenfreuden. Infos: Telefon 0731 161-2830 www.ulmercity.de

WEITERE Termine 2013 ff-Museum 09. 02. – 26. 05. Junge Pferde! Kunst im Edwin-Schar

20/21.04. Kleinbrauermarkt, Münsterplatz 12.0 5. Int ern ati ona ler Mu seu mst ag

01.06. ULM ER MÜN STE RTA G

art in Ulm 07.07. 250. Jahrestag des Konzerts von W. A. Moz

28. -30 .06 Don au- Rud er- Cup

12. -14.07. Wiblingen Open -Air

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28.07. Erster Ulmer Einstein-Triathlon

07.09. Töpf erm arkt Neu -Ulm

06.10. A-C app ella- Aw ard Ulm 2013

enmenschen Ab 19.10.2013 Ulmer Museum: Die Rückkehr des Löw

1842 Baubeginn der Bundes­ festung Ulm/Neu-Ulm ( Fertigstellung 1859 ) als Schutz gegen Frankreich. Zum Verteidigungsfall kam es jedoch nie.

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1879 Geburt des JahrhundertGenies Albert Einstein in Ulm.

1890 Vollendung des Münsterturms als bis heute welthöchster Kirchturm.

1944 Bei einem alliierten Groß­angriff am 17. Dezember 1944 werden über 80% der historischen Altstadt zerstört, das Münster bleibt jedoch verschont.


Pa n ora m a

Einstein-Marathon 28./29.  September 2013

Kulturnacht 13 14. September 20

Läufe­r in­nen und Läufer aus aller Welt werden sich auf die 42,195 km lange Strecke begeben. Es gibt aber auch kürzere Distanzen: den Halbmarathon, den Citylauf oder diverse Schnupperläufe.

len tausend Spek takel mit vie Über regionales 0 Künstler 10 0 Or te und 50 Besucher n: Rund mehr. d eater, Kunst un bieten Musik , Th anschauen! gt din be 9 Euro. Un Und das für nur lm.de ww w.kultur-in-u

www.einstein-marathon.de

Ulmer Weihnachtsmarkt 2013 25. November–22. Dezember Der Weihnachts­markt in Ulm: Wie seit vielen Jah­ren wird er insgesamt über eine Million Besucher in die Donaustadt locken. Und die werden nicht enttäuscht. Vor der imposanten Kulisse zu Füßen des höchsten Kirchturms der Welt bilden über 120 festlich geschmückte Holzbuden eine „kleine Stadt in der Stadt“. Kunst­hand­werks­­­artikel, Spielzeug für Groß und Klein, Glas­ bläservorführungen und vieles mehr sorgen für Ab­wechslung. Es gibt ein vielfältiges gas­tro­­nomisches Angebot und für Kinder ist bei den Karussells, beim Schaf­stall und dem Märchenzelt Spaß garantiert. www.tourismus.ulm.de www.ulmer-weihnachtsmarkt.de

Termine 2014 Vormerken! 07.–09.02.2014 Orchideentage Neu-Ulm

1955 Die legendäre Ulmer „Hochschule für Gestaltung“ wird gegründet (1955–1968).

04.–13.07.2014 Internationales Donaufest

1980 Ulm erlangt über 100.000 Einwohner und wird damit Groß­s tadt.

05.–06.07.2014 Landesposaunentage Ulm

1986 Deutschlands erste Wissenschaftsstadt – der Science Park – entsteht. Ziel ist die stärkere Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft.

Heute Sehen Sie selbst …

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T i t e lThem a

Ulmer

Fischerstechen 2013

Schon damals ein Spektakel – Fischerstechen im Juni 1865

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T it elThema

Alle vier Jahre: Ritterliche Duelle auf schwankenden Zillen Das Fischerstechen gehört zu den originellsten unter den Ulmer Bräuchen. Und zu den ältesten im Lande überhaupt. Ein Turnier, ein edler Wettstreit, von den Rittern abgeschaut und auf die Donau verlegt. 2013 ist wieder einmal so ein Jahr des großen Spektakels. Hört sich natürlich einfach an: Zwei Zillen, die aufeinander zu­f ahren. Kurz bevor sie sich in der Mitte der Donau begegnen, gehen die beiden Kerle in Stellung, die im Heck auf kleinen Plattformen stehen. Sie, die Stecher, heben nun ihre „Speere“ an, stemmen das Querholz gegen die Schulter und zielen mit dem ledergepolsterten Knauf auf die Brust des Gegners. Dann gilt vor allem das Prinzip Hoffnung. Meist aber liegt einer oder liegen beide kurz darauf im Wasser. Stopp! Wenn’s dumm läuft, etwa bei einem zu ruckartigen Start des schmalen Kahns, in Ulm Zille genannt, dann geht der Stecher schon viel früher über Bord. Oder die Zillen verfehlen sich. Die Ausübung dieses Brauchs ist von vorn bis hinten ganz schön schwierig. Um das Gefühl für Gefährt und Balance zu verbessern, wird daher auch zwischen den offiziellen Fischerstechen, die in der Regel in Ulm alle vier, fünf Jahre stattfinden, geübt. „Entscheidend ist die Stand­festigkeit“, verweist Hermann Scheuffele auf das, worauf es für die Stecher vor allem ankommt. „Ein großes Körpergewicht allein bedeutet noch keinen Vorteil.“ Nachfolger der Fischer zunft Organisiert wird das Fischerstechen vom Ulmer Schifferverein ( USV ), dessen 2. Vorsitzender Scheuffele ist. Ulm-Kenner werden bei diesem Nachnamen hellhörig, genauso wie bei den Kässbohrers, Molfenters oder den Ruoß’, Nachfahren der alten Ulmer Fischer- und Schifferfamilien allesamt. Nur diese dürfen Mitglied werden in dieser „ulmischsten“ aller örtlichen Vereinigungen, die sich rühmt, Nachfolgerin der Fischerzunft zu sein.

Krettaweber und Bollizischt Susanne Grimmeiß hat den Fundus des USV unter ihren Fitti­chen. Sie und ihre Helferinnen kümmern sich nicht nur um die Beschaffung, Herstellung oder Umarbeitung der benötigten Kostüme und Trachten, sondern auch um deren historische Stimmigkeit. Schließlich treten die Stecher allesamt im Gewand historischer Figuren an, die wiederum viele Epochen umspannen: vom Grafen Eberhard von Württemberg bis zum „Schneider von Ulm“, von Wallenstein und dem Schwedenkönig Gustaf Adolf bis zum „Krettaweber“ alias Jakob Weber, dem 1920 verstorbenen Ulmer Stadtoriginal. Der schwäbische Bruddler zählt zu den beliebtesten Figuren beim Publikum. Zum Anforderungsprofil des entsprechenden Mimen zählt es, sich mit seinem Widerpart, dem Vertreter der „Bollezei“, und den Zuschauern deftige Dia­loge zu liefern. Beide Figuren seien mit am schwersten zu besetzen, fügt Eckhardt hinzu. Ulmer Stecherbesonderheit ist, dass sich in allen Figuren die eigene städtische Historie widerspiegelt. So erinnern „Türkenlouis“ ( Markgraf Ludwig Wilhelm I von Baden ) und Großwesir ( Mustafa Koprülü ) an die Türkenkriege des ausgehenden 17. Jahrhunderts, als von Ulm aus militärische Unterstützung gen Wien gesandt wurde. Mit den beiden Kontrahenten oder Komplementären des „Überraschungspaars“ kommt schließlich die Gegenwart ins Spiel. Ursprünglich ein Fa stnachts -Br auch Die „Weißfischer“, erkennbar am weißen Gewande – im Festanzug mit rotem Rock darüber – führen wohl auf den Ursprung des Brauchs zurück, auf die Fastnacht der frühen Neuzeit. Denn die Gesellschaften aus der damaligen Handwerkerszene traten bei ihren Brauchübungen bevorzugt als „Men in White“ auf. Aus diesem Umfeld innerhalb, aber wohl auch außerhalb der Fischerzunft ergriffen einige Gesellen die Initiative. Inspiriert von den Reiterspielen der Ritter begannen sie, diese auf ihre Weise zu interpre­tieren und zu persiflieren. >

In den Jahren zwischen den Fischerstechen widmet sich der Verein vornehmlich der Geselligkeit im Kreise der Mitglieds­ familien, in den Monaten davor aber beginnen auf einmal emsige Aktivitäten. Wenigstens ein halbes Jahr vorher will Fritz Eck­hardt, der „hochwohllöblichste“ Zunftmeister und Zeremonienmeister des Stechens, die Besetzungsliste mit den 15 Paaren abhaken können, die zum Duell antreten. Auf das Höchstalter von 50 Jahren wird streng geachtet. Bei insgesamt 300 Beteiligten am Turnier sowie den voran­gehenden Umzügen ist dies wiederum nur ein kleiner Aus­schnitt aus einer umfänglichen To-do-Liste.

Lebendige Tradition: Wer fällt in die Donau?

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T i t e lThem a

Die „Kommandozentrale“ des Fischerstechens – natürlich im Fischerviertel gelegen

WICHTIGE GRUNDBEGRIFFE Der Speer Eigentlich eine Lanze. 2,80 Meter lang und aus dem besonders biegsamen Eschenholz. An der Spitze durch eine gepolsterte Scheibe entschärft und am anderen Ende mit einem gerundeten Querholz versehen, das beim Stechen an die Schulter gepresst wird. Die Zille Ein etwa zehn Meter langer, schmaler Kahn. Die Besatzung Der vordere und der hintere Stechruderer haben Steuerungsfunktionen, der mittlere sorgt für die nötige Geschwindigkeit. Der Stecher steht hinten auf einer sehr kleinen Plattform. Da s Schiedsgericht überwacht die Einhaltung der Regeln, der Zunft- und Zeremonienmeister gibt die Entscheidungen bekannt.

DER WETTSTREIT Es treten 15 Stecherpaare an. Per Zille fahren die Kontra­henten von den beiden Donauufern aus aufeinander zu. Begegnen sich die beiden Kähne, versuchen die Stecher, sich mit einem an der Spitze gepolsterten Speer gegenseitig in die Donau zu stoßen.

Maßgeschneidert: Hermann Scheuffele holt sein Bäuerinnenkostüm aus dem Schrank

In Ermangelung der nötigen Rösser sollen einer Lokalsage zufolge Zillen zum Einsatz gekommen sein. Erstmals in historischen Quellen greifbar wird der Brauch im Jahr 1545, als der Rat der Stadt einen Antrag auf ein Fischerstechen abschlägig beschied. Eindeutig dem mittelalterlichen Figurenkanon gehören der Narr, die Bäuerin und der Bauer an – für die Reichstädter in ihrem Dünkel waren die Agrarier der Inbegriff von Tölpel­haftigkeit. Im frühen 17. Jahrhundert wurde das Stechen auf Direktive des Rats hin von der kalten in die warme Jahreszeit verlegt und schließlich auf den „Schwördienstag“ fixiert, den Tag nach dem Ulmer Verfassungsfest, bei dem die männliche Bevölkerung alljährlich ihren Eid auf die Ortsverfassung ablegte. Als Ulm 1802 den Status als Reichsstadt verlor und damit der Schwörmontag seine Grundlage, hatte das Fischerstechen seinen terminlichen Anker eingebüßt. Gestochen wurde weiterhin, nun bei besonderen Anlässen wie der Münstervollendung 1890 oder, wie immer schon, bei hohen Besuchen. 300 Teilnehmer am Festzug Der Figuren-Kanon variiert immer wieder. Historische Gestalten wurden erst 1950 eingeführt, womit das Fischer­stechen unverwechselbar und „ulmischer“ wurde. Als Termine wurden

DIE GRUNDREGELN Beim Stechen müssen sich die Kontrahenten „ritterlich die Brust bieten“. Ausweichen oder Wegdrehen ist grob unritterlich und hat die Disqualifikation zur Folge. Ein Stecher muss „trocken“ bleiben, um im Turnier weiterzukommen – als „nass“ gilt ein Stecher, wenn er ins Wasser fällt vom Standplatz in die Zille tritt seinen Speer verliert nach dem Speer des Gegners greift durch unfaires Handeln seinen eigenen Sturz verhindert oder den des Gegners provoziert.

DER ABLAUF DE S TURNIERS Pro Paar erfolgen zwei Durchgänge, wer dabei mindestens einmal „trocken“ bleibt, kommt in die nächste Runde. Nach mehreren Zwischenrunden, je nach dem, wird im Finale, in erneut zwei Durchgängen gestochen, der Tages­sieger ermittelt. Da das Ulmer Fischerstechen an zwei aufeinander folgenden Sonntagen stattfindet, stechen nach dem Tagesfinale am zweiten Sonntag die beiden Tagessieger um den Gesamtsieg.

Göttlicher Beistand: Vereinsfahne der Schiffleute mit Flussgott Danubius

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T it elThema

Fischerstechen: Die Termine 2013 TIPP

Sonntag 14 . Juli 2013 Links: Speere fürs Stechen. Rechts: Alte Ulmer Namen auf einer Teilnehmerliste von anno dazumal

nun die beiden Sonntage vor dem Schwörmontag festgelegt, welcher auf den vorletzten Montag im Juli fällt. Ebenfalls wurde damals erstmals das Menuett aufgeführt, getanzt von speer­ bewehrten Fischern im roten Feld­rock und von den Fischermädchen in ihrer Tracht nach einer traditionellen Ulmer Weise. Eingeleitet werden die Stecher-Sonntage beide Male durch große Festzüge. Die rund 300 Teilnehmer sammeln sich auf dem Saumarkt im Fischerviertel. Dort führen das Narrenpaar nebst Bauer und Bäuerin erstmals ihren Tanz auf. Die Ruhe in der Wunderk ammer Die „Bäuerin“ ist übrigens eine Männerrolle, dreimal schon hat sie Hermann Scheuffele gegeben. Wir treffen ihn mit seinen Kollegen im Vereinslokal des Schiffervereins, in dem das „alte“ Ulm präsent ist wie kaum noch. Wände, Schränke und Vitrinen sind üppig bestückt und gefüllt mit Bildern, Pokalen, Devotio­ nalien aus der reichhaltigen Geschichte des Vereins und des Fischerstechens. Fast scheint es, als würde in dieser traditionsbeseelten Wunderkammer die Zeit stillstehen, um dann – Magie! – fast unmerklich zurück in die Tiefen der Vergangenheit zu führen. Noch herrscht hier (angespannte) Ruhe. Noch. Wenn Grimmeiß, die Einkleidungsverantwortliche, zu erzählen beginnt von den hektischen Stunden an den Morgen der Fest-Sonntage, dann füllt sich der Raum im Geiste rasch mit dutzenden Mitwirkenden. Hektik greift um sich, da zwackt ein Kostüm, dort fehlt ein Knopf, und dann, oh Schreck, ist auch noch eine Naht geplatzt. Hilfe, wo sind denn bloß die Sicherheitsnadeln!?! Mütter am Rande des Nervenzusammenbruchs, väterliche Kommandos, kichernde Teenies.

12.00 Uhr Großer historischer Festzug mit Zunfttänzen durch die Ulmer Altstadt und Neu-Ulm (Saumarkt, Münsterplatz, Petrusplatz, Kornhausplatz, Marktplatz) 15.00 Uhr Aufmarsch zum Fischerstechen 15.30 Uhr Ulmer Fischerstechen auf der Donau Sonntag 21. Juli 2013 9.30 Uhr Großer historischer Festzug mit Zunfttänzen durch die Ulmer Altstadt (Saumarkt, Hirschstraße/Pfauengasse, Herrenkellergasse, Kornhausplatz, Judenhof, Haus der Begegnung) 14.45 Uhr Tanz auf dem Marktplatz 15.00 Uhr Aufmarsch zum Fischerstechen 15.30 Uhr Ulmer Fischerstechen auf der Donau Eintrit tspreise (voraussichtlich): Tribüne nummeriert: 12,00 EUR (zzgl. VVK-Gebühr) Stehplatz Erwachsene: 5,00 EUR Stehplatz Kinder: 2,00 EUR Aktuelle Informationen unter www.tourismus.ulm.de

Es haben sich noch immer alle Probleme lösen lassen. Den Vereinsvorsitzenden Eckhardt kann ebenfalls so leicht nichts mehr aus der Ruhe bringen. Denkt er an die vielen Freiwilligen, die für das Spektakel gebraucht werden, so kommt nur an einer Stelle ein leichtes Seufzen über seine Lippen. Ach ja, diese etwas mühsame Suche nach den Tänzern. „Menuette sind ja doch nicht ganz so cool.“ Wie er dann verrät, bringe ihn aber nur eine Situation wirklich ins Schwitzen: Wenn zu viele Stecher standhaft bleiben, sich das Spektakel dadurch verlängere und er sich dann als Zeremonienmeister schier den Mund faserig zu reden habe in den Zwischen­pausen.

Zünftiges Begleitprogramm mit traditionellen Tänzen und Musik

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Sehenswe r t

RUndgang Bauten, die Geschichte(N) erzählen

✷ ✷ ✷ ✷ S T O P T I PP rte

n st e n O D ie sc hö eu-U lm in U lm /N

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S ehenswert

Ulmer Münster Köln, Rouen, Wien, Yamoussoukro – nein, nicht dort steht der höchste Kirchturm der Welt, sondern in Ulm. 161,53 Meter ist er hoch, der Aufstieg bis auf 142 Meter möglich. Und wer gut zu Fuß ist und die 768 Stufen bis dorthin geschafft hat, wird mit einem prächtigen Rundblick über Ulm und Neu-Ulm und – bei guter Sicht – bis zu den Alpen belohnt! Doch auch das Innere der Kirche ist äußerst sehenswert: das wunderbare Chorgestühl, die Kanzel mit Schalldeckel, die Besserer­kapelle, der Schmerzensmann, die historischen Fenster und die Totenschilde muss man gesehen haben.

Neue Mitte Ulm besitzt eine hochkarätige „Sammlung“ zeitgenössischer Architektur, die in der „Neuen Mitte“ ihr Zentrum hat. Gemeint sind damit das Kaufhaus „Münstertor“, das neue Sparkassengebäude sowie die Kunsthalle Weishaupt, allesamt angesiedelt auf dem ehemals sechsspurigen Mittelstück der Neuen Straße. Dass es gelungen ist, diese Nachkriegsverkehrsschneise zu korrigieren und so das vorher durchtrennte Gewebe der Innenstadt wieder zu „vernähen“, zählt zum vielfach hervorgehobenen „Ulmer Architektur­ wunder“, das deutschlandweit Staunen auslöst. Angefangen hat die Entwicklung 1993 mit dem Bau der strahlend weißen Bauskulptur des Stadthauses auf dem Münsterplatz, ein Werk Richard Meiers. Neben weiteren, kleineren Projekten mit hoher Gestaltungsqualität ragt die gläserne Pyramide der Zentralbibliothek heraus, ein Entwurf von Altmeister Gottfried Böhm.

Ulmer Rathaus Ein historischer Gebäudekomplex mit multifunktionaler Vergangenheit: Der 1370 errichtete Ostflügel des Ulmer Rathauses mit seiner vielbestaunten Astronomischen Uhr (1520) beherbergte ursprünglich ein Kaufhaus. Spätestens 1383 kam die Funktion als „Gerichtshaus“ dazu, bis der Bau 1419 erstmals als Rathaus erwähnt wurde, was es heute noch ist. 1907 mit neuer Fassadenmalerei versehen, konnte dabei im Ost- und im Nordflügel auf alte Vorlagen und Reste zurückgegriffen werden. Im Zuge der jüngsten umfassenden Sanierung 1986-89 wurde im Lichthof eine Nachbildung des Fluggeräts des Schneiders von Ulm angebracht.

Der besondere Tipp: ein Orgelkonzert! Faszinierende Klänge aus fast 9.000 Pfeifen, wobei die größte 10 Meter misst und die kleinste um 9,92 Meter kleiner ist.

Fischer- und Gerberviertel Idyllisch an der Mündung der Blau in die Donau gelegen, ist das Fischer- und Gerber­ viertel das bedeutendste Altstadtensemble Ulms. Einst Heimat der Handwerker, haben sich heute im malerisch restaurierten Quartier Restaurants, Galerien und kleine Fachgeschäfte mit teils ungewöhnlichem Angebot etabliert. Und wer wissen möchte, wie das laut Guinness-Buch schiefste Hotel der Welt aussieht – dessen Neugier wird hier im Fischerviertel auch befriedigt.

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Sehenswe r t

Bundesfestung Ulm/Neu-Ulm Überall in Ulm und Neu-Ulm begegnet man den Bauten der größten erhaltenen Festungsanlage Deutschlands: viele Türme, Werke und Bastione sind über die Städte verteilt. Erbaut wurde sie Mitte des 19. Jahrhun­derts zum Schutz vor Angriffen Frank­reichs. Ein Schuss zu Verteidi­gungsfällen ist jedoch – Gott sei Dank – nie gefallen. Führungen gibt es zu bestimmten Terminen. Das Quartier „Auf dem Kreuz“ Weg damit! So lautete die Empfehlung eines Gutachters. Das historische Innenstadtquartier „Auf dem Kreuz“ (zwischen Frauenstraße und Zeughausgelände) blieb dann aber glücklicherweise doch von der Abrissbirne verschont. Ab Ende der 1970er Jahre umfangreich, behutsam und stimmig saniert, erlebte das vormalige Viertel der Handwerker und einiger Stadtbauern, das zuletzt zum „Glasscherbenviertel“ verkommen war, einen Wiederaufstieg wie Phönix aus der Asche. Heute ist es eine vitale, innenstadtnahe „Gute Stube“ mit begrünten Innenhöfen und viel Flair, ideal für individuelle Erkundungen abseits vom Schuss.

Kloster Wiblingen 1092 wurde das Kloster Wiblingen von Benediktiner-Mönchen gegründet. Sehens­w ert sind vor allem die spätbarocke St.-Martin-Basilika und der Rokoko-Bibliothekssaal mit prächtigem Deckenfresko. Seit 2004 entführt das Museum im Konventbau eindrucksvoll in die fremd anmutende Welt der barocken Klosterherrschaften. Das Kloster ist auch Ausgangspunkt der Oberschwäbi­ schen Barockstraße.

Festungsweg Entlang der Haupt­um­w allung der Bundesfestung lädt der Festungsweg zum eigenen Erkunden und Spazierengehen ein. Er verbindet einzelne, noch erhaltene Bauwerke des inneren Festungsrings.  Tafeln informieren an markanten Festungswerken. Ein Prospekt ist in der Tourist-Information erhältlich.

Ehemalige Hochschule für Gestaltung Sie ist legendär: die ehemalige Ulmer HfG. Denn hier wurde von 1955 bis 1968 Design von Weltrang entworfen. Heute sind die Räumlichkeiten, in denen u.a. Max Bill und Otl Aicher wirkten, wieder öffentlich zugänglich. Seit Ende 2011 ist hier das HfG-Museum beheimatet. St. Johann Baptist Die Kirche St. Johann Baptist in Neu-Ulm ist eines der wenigen Beispiele expressionistischer Sakralarchitektur in Deutsch­ land. 1860 in neuromanischen Formen erbaut, erhielt sie 1922/23 und nach dem Krieg durch von Dominikus Böhm geplante Erweiterungen ihr heutiges Gesicht. Das Innere prägt eine Bogenkonstruktion, die in der Mitte zu einem Rhombengitter zusammenläuft. Besonders eindrucksvoll ist die expres­sio­nistische Licht- und Raum­d ynamik in den Seitenkapellen.

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S ehenswert

Klosterhof Söflingen Im Westen Ulms liegt der Vorort Söflin­ gen, dessen Herzstück der Klosterhof ist. Heute sind noch das alte Pfarrhaus, das ehemalige Beichthaus und die Kirche St. Maria Himmelfahrt erhalten. Die Rand­­bebauung des Klosterhofes, das ehe­malige Bräuhaus und die alte Kloster­ mühle erhielten ihr barockes Gesicht.

Neue Synagoge Sie ist ein Aufbruchssignal für das neu erwachte jüdische Leben in Ulm und somit ein Hoffnungszeichen. Die 2012 eingeweihte Synagoge, die zudem eine Mikwe (Ritualbad), einen Kindergarten, einen Versammlungssaal sowie eine Bibliothek beherbergt, steht auf dem Weinhof, in räumlicher Nähe zum in der NS-Zeit zerstörten Vorgängerbau. Das in feierlicher Sachlichkeit erstrahlende Gebäude ist räumlicher Mittelpunkt für jene etwa 450 Mitglieder der orthodox ausge­ richteten Israelitischen Religionsgemeinschaft in Württemberg, die in Ulm und der weiteren Region leben. Stadtmauerpromenade und Metzgerturm Einst als Bollwerk gegen feindliche Armeen im „reißenden Wasser der Donau“ errichtet, ist die Stadtmauer heute rund 500 Jahre später ein beliebter Promena­den­­weg. Er führt vom Fischerviertel vorbei am sagenumwobenen, „grottenschiefen“ Metzger­turm mit einer Neigung von 3,3° (Turm von Pisa: 3,9°) bis zur Friedrichsau.

Schwörhaus mit Haus der Stadtgeschichte Der Weinhof ist sehr geschichtsträchtiges Terrain. Das heutige Schwörhaus, 1612 mit Barockgiebel erstellt, befindet sich an der Stelle der ersten Pfalzkapelle, die hier zwischen 850 und 1134 gestanden hat. Der Wachturm Luginsland des Areals sowie ein Schwörhäuslein, dessen repräsentative Funktion auf das Schwörhaus überging, wurden für den repräsentativen Neubau abgebrochen. Zu reichsstädtischen Zeiten legten hier Bürgermeister, Rat und Bürgerschaft den Eid auf die städtische Verfassung ab. Diese Tradition der Schwörfeier ist nach 1945 revitalisiert worden, vom Balkon aus erneuert seither der Oberbürgermeister am „Schwörmontag“ vor versammelter Bürgerschaft seinen Schwur. Seit 2007 sind im Gewölbesaal des Erdgeschosses, ursprünglich ein Weinlager, eine Dauerausstellung zur Geschichte Ulms im Wechsel mit Sonderaustellungen zu sehen.

Glacis-Park mit Wasserturm Der 1898 erbaute ehemalige Wasserturm ist mit seinen barock anmutenden Formen zu einem Wahrzeichen Neu-Ulms geworden. Als Fundament dienen ehemalige Pulver­magazine der Bundesfestung auf der Rück­seite der Glacis-Anlagen. Im Glacis-Park selbst befinden sich eindrucksvolle Mauern der ehemaligen Bundesfestung. Kinder­spiel­plätze, Wasser­ spiele, Biergär­ten und eine Konzertbühne im Wasser sorgen für eine entspannte Park- und Freizeit­atmo­sphäre.

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KULT UR

„Da ist einiges

in Bewegung“

R ÄC H I M G E S P c h n it La L au re nc e U LM Y X O R

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KU LTU R Seit Laurence Lachnit die Regie im Ulmer Roxy führt, weht unterm Dach der alten Industriehallen frischer Wind. Die Powerfrau hat neue Veranstaltungsreihen wie den „Science Slam“, den Talk im „Kulturcafé“ oder eine Mitmach-Karaoke-Show etabliert und neue Publikumskreise für das Kulturzentrum erschlossen. Außerdem präsentiert sich die „Bastion für Kunst und Kultur“ neuerdings an der Hauptfront in Anthrazit statt im wilden Graffiti-Chaos sowie mit neuem Logo. Und damit ist ihr Tatendrang längst noch nicht gestillt, wie sie im Gespräch verriet.

Frau Lachnit, überspringen wir das Jammern, dass für die Kultur immer zu wenig Geld übrig ist. Wie ist die Stimmung in der lokalen Kulturszene? Nach meinem Empfinden ist im Moment einiges in Bewegung. Beispiel gefällig? Die Stadt stellt erstmals 100.000 Euro zur Verfügung für die freie Tanzszene und diverse Projekte, darunter ein Tanzfestival, das wir 2013 in Kooperation mit dem Stadthaus erstmals organisieren werden. Und wer offenen Auges durch die Stadt läuft, findet immer wieder freie, kleine verborgene Kulturschätze. Es tut sich was. Warum setzen Sie so stark auf Reihen? Um so professionelle Schwerpunkte zu markieren, um profil­ bildende Marken für das Roxy zu etablieren. In der Ferne schwebt mir vor, eine Nische zu finden und zu besetzen, mit der Ulm überregionale Aufmerksamkeit auf sich ziehen könnte, wie das einige andere mittelgroße Städte bereits haben: Mit Comic, Tanz, Puppentheater, Film. Ein Filmfestival könnte ich mir in Ulm vorstellen. Natürlich würde das nur mit den richtigen Partnern funktionieren. Mit dem Science-Slam, bei dem junge Wissenschaftler in aller Kürze und möglichst unterhaltsam ihr Fachgebiet erklären müssen, ist das ja aus dem Stand gelungen. Ist es eigentlich schwer, dafür Slammer zu finden? Einfach ist es nicht. Nicht jeder ist begabt für die Bühne, aber es finden sich immer wieder Charaktere, die bei uns etwas ausleben können, was im Kontext ihrer Arbeit bei ihnen nicht zur Geltung gekommen ist. Dürfte bei der Roxy Horror Music Show ähnlich sein? Karaoke mit Live-Musik – sind tolle Abende. In der Reihe „Lied:gut!“ präsentieren Sie deutsche Singer/ Songwriter und treten damit der Tendenz von immer weniger Live-Acts entgegen. Bewusst, weil uns daran sehr viel liegt. 2013 bauen wir das Konzertangebot sogar noch aus, durch eine neue Reihe übrigens. Sie heißt „Welt:klasse!“ und bringt Welt-Musik. Ebenso wollen wir verstärkt in der Sparte der Indie-Music mit der Reihe „Indie: blendend!“ Akzente setzen.

Laurence Lachnit, 33, ist seit 2011 Geschäftsführerin des Roxy. Nach den Universitätabschlüssen in „Europäische Studien“ und Kulturmanagement arbeitete sie in Paris, Montpellier und zuletzt in Stuttgart, dort am „Treffpunkt Rotebühlplatz“. Sie könne sich vorstellen, eines Tages wieder aufs Land zu ziehen. Die Fragen stellte Thomas Vogel.

Der demographische Wandel scheint ja am Roxy spurlos vorbei zu gehen. Nein, tut er nicht. Sie finden in unserem Programm auch viele generationenübergreifende Angebote, Kulturdiskussionen, Kabarett und weiteres. Im Moment denken wir darüber nach, Tanzabende zu entwickeln. Mit allen unseren Spartenangeboten wollen wir jedoch nicht nur die eingefleischten Fans ansprechen, sondern erhoffen wir uns, dass da auch mal andere zumindest reinschnuppern. Zentren wie das 1989 gegründete Roxy segelten anfangs unter dem Banner der Sozio-Kultur. Hat diese noch eine Relevanz? Jüngeren ist dieser Begriff wohl nicht mehr sehr präsent. Ebenso hat sich der Ansatz – hier die „bürgerliche Hochkultur“, da eine freie und lebendige „Szene“ – wohl überholt, da sich beide Sphären längst gegenseitig durchdringen. Zentren wie wir sind jedoch nach wie sehr flexibel. Geblieben ist uns ebenfalls der Auftrag: Leute zur kulturellen Teilhabe zu animieren, durch möglichst niederschwellige Angebote, durch aktivierende Elemente. Was steckt hinter dem „Labor“, das 2013 erstmals öffnen wird? Ein Raum-Angebot des Roxy an die freie Künstlerszene, hier für eine gewisse Zeit zu arbeiten, multimediale Projekte, Installationen oder anderes zu realisieren, egal, ob am Ende der Arbeit eine Vernissage folgt oder alles im Verborgenen bleibt. Als Sie vor zwei Jahren ihren Job im Roxy antraten, hatten Sie noch keinen Lieblingsort in Ulm gefunden. Und jetzt? Mehrere. Einer davon ist das „Casa di España“, das Vereinslokal von in Ulm lebenden Spaniern in der Schillerstraße. Verströmt zwar Resopal-Charme, doch man kommt darin mit sehr vielen Menschen in Kontakt und kann richtig schön vom Alltag abschalten.

TIPP ROX Y: Ulm moves

Das Tanzfestival „Ulm moves“ ist zwischen 3. und 7. Juli terminiert. Täglich wird dann ab 18 Uhr ein „Tanzparcours“ im öffentlichen Raum bespielt. Um 20 Uhr beginnen Gastspiele professioneller Tanz­kompanien an verschiedenen Auftrittsorten in Ulm. Sobald die Planungen abgeschlossen sind, sind Infos unter www.roxy.ulm.de abrufbar. ROXY – Kultur in Ulm Schillerstraße 1 / 12, Ulm Tel. 0731 96862-0

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Museen

SAMMLUNGEN, DIE SICH SEHEN LASSEN Können.

Ulmer Museum

Museum der Brotkultur

Bedeutende Sammlung von Kunst und Kunsthandwerk seit dem Mittelalter. Archäolo­gi­s che Sam­m ­ lung mit Funden aus Ur- und Früh­ geschichte, vor allem der 35.000 Jahre alte „Löwenmensch“. Dauerausstellung zur Hoch­s chule für Gestaltung Ulm (HfG). Sammlung Fried mit bedeutenden Werken u. a. von Warhol und Rothko. Wechselnde Sonderausstellun­gen. www.museum.ulm.de Marktplatz 9, Ulm Tel. 0731 161-4330

Einzigartiges privates The­m en­ museum mit 16.000 Objekten aus mehr als 30 Sammlungsgebieten. Hoch­k arätige Kunstsammlung (mit Werken u.a. von Breughel, Kollwitz, Picasso) und wechselnde Sonder­aus­s tellungen im historischen Salzstadel. www.museum-brotkultur.de Salzstadelgasse 10, Ulm Tel. 0731 69955

TIPP

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N aturkundliches Bildungszentrum

Das „lebendige“ Museum in Ulm mit wissenschaftlichen Sammlun­gen der erdgeschich­tlichen Epochen und der Tier- und Pflanzenwelt. Multisenso­r isch ausgerichtete Ausstel­ lun­gen. www.naturkunde-museum.ulm.de Kornhausgasse 3, Ulm Tel. 0731 161-4742

THE Wa lther C ollec tion

Die Walther Collection ist eine internationale Privatsammlung, die sich auf zeitgenössische Fotografie und Videokunst konzentriert. Sie umfasst auf ca. 1.000 m 2 schwerpunktmäßig Arbeiten von Künstlern aus Afrika und Asien sowie moderne Foto­grafie aus Europa und den USA. Besuch nur mit Führung und nach vor­h eriger Anmeldung, www.walthercollection.com Reichenauerstraße 21, Neu-Ulm Tel. 0731 1769143


M useen

STADTHAUS Haus der verrückt vielen Möglichkeiten Sein Name lautet kurz und bündig: Stadthaus Ulm. Seine vielen Funktionen benötigen schon mehr von Ihrer Speicherkapazität: Ausstellungshaus und Veranstaltungsort, moderne Bauskulptur, demokratisches Bürgerforum und Café-Restaurant, Anlaufstelle für Touristen und Austragungsort eines internationalen Festivals für Neue Musik.

Ach ja, und ein bürgerschaftliches Projekt ist es überdies. Ein Teil der Ulmer hat es von Anfang an mit Begeisterung mitgetragen, ein anderer fremdelte lange mit ihm – wegen der architektonischen Kühnheit. Denn Richard Meier, der Planer dieser komplexen Bauskulptur, steht in der Tradition der Weißen Moderne. In der umgangssprachlichen Betitelung als „Meier-Bau“ wird sicher­gestellt, dass der Name des BauMaestro aus New York in Ulm gegenwärtig bleibt. 1993 wurde sein Werk in Betrieb genommen, vor 20 Jahren also. Mit dem Geburtstagfeiern hält man sich lieber zurück – Ulmer Bescheidenheit – und rückt einen anderen dafür ganz nach vorne. Willy Brandt wäre im Dezember 100 geworden. Ihm zu Ehren wird es zum Jahresende eine Ausstellung geben: Brandt, wie ihn die Fotografen der Illustrierten Stern gesehen haben (ab 19. 12. 2 013).Einen ganz eigenen Ansatz in

K uns th a lle W eish aup t

Hochkarätige Privatsammlung moderner und zeitgenössischer Kunst. Auf 1.280 m 2 Fläche werden in regelmäßig wechselnden Konstellationen europäische und amerikanische Klassiker von der zweiten Hälfte des 20. Jahrhun­derts bis in die Gegenwart präsentiert. www.kunsthalle-weishaupt.de Hans-u.-Sophie-Scholl-Platz 1, Ulm Telefon 0731 161-4360

der Fotografie verfolgt Michael Schäfer, der Models die Posen und Attitüden von Berufs­ politikern nachstellen lässt: „Auf der sicheren Seite“ (14. 9. –24. 11. 2 013). Schließlich – als drittes Highlight – die Außenseiterkunst des Kaliforniers Daniel Johnston, der zwischen Comics, Büchern und Musik oszilliert: „Outside-Art“. (13. 7. – 17. 11. 2 013). Wird bei den Veranstaltungen ein ständiger Perspektivenwechsel forciert, so ist das Gebäude selbst längst Ulms modernes Wahr­ zeichen geworden. Dass es Wirkung zeigt, beweisen allein schon die fast 200.000 Besucher bei den diversen kulturellen Angeboten, wozu auch hochkarätige Konzerte zählen. Wenn Sie in Ulm sind, einfach mal reinschauen. Und niemand wird es Ihnen verwehren, wenn Sie dabei etwas vor sich hinsummen, was wie „Happy birthday, Stadthaus“ klingt.

S ta dth aus Ulm

Das vom New Yorker Star­archi­tek­ ten Richard Meier entworfene Stadthaus ist ein offenes Haus für Kunst, Kultur und Menschen. Wechselaus­s tellungen zeitgenössischer Kunst und Präsentation zur Geschich­te des Münsterplatzes. www.stadthaus.ulm.de Münsterplatz 50, Ulm Tel. 0731 161-7700

Edw in Sch a rff Museum mit K indermuseum

Don auschwä bisches Zentr a lmuseum

Museum im Konventbau – K los ter W iblingen

Werke des aus Neu-Ulm stammen­ den Bildhauers Edwin Scharff, der zu den bedeutendsten Bildhauern der ersten Hälfte des 20. Jahrhun­ derts gehört. Sonder­ausstellungen insbesondere zur klassischen Moderne. Das Kinder­museum lädt alle herzlich zum Mit­m a­chen, An­f assen und Erleben ein. Es ist ein lebendiger Ort der kulturellen Vermittlung. www.edwinscharffmuseum.de Petrusplatz 4, Neu-Ulm Tel. 0731 9726180

Beeindruckende Sammlung über die Geschich­te der Donauschwaben: vom Alltag in Dörfern und Städten, von Landwirt­s chaft und Industrie­ arbeit, vom Zusam­m enleben in der Vielvölker­r egion Südosteuropas und von der Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg. www.dzm-museum.de Obere Donaubastion, Ulm Tel. 07 31 962540

Die Ausstellung zeigt weltliche Aspekte der Klostergeschichte. Sie fragt speziell nach der Entwicklung des Wiblinger Territorialbesitzes und der klösterlichen Gerichtsbar­ keit, nach der Stellung der Bauern und ihrer Landwirtschaft. www.schloesser-und-gaerten.de Schloßstraße 38, Ulm Tel. 0731 5028975

r iseu r o pf ’s F Herrn Z te 50 sieh e S ei

museu M

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S ho pp ing

Cities mit allem drin Einkaufen auf Erlebnisniveau

Alles da, alles drin – die Dosis bestimmen Sie. Einkaufsmekka ist Ulm seit alters her. Sagten Sie Großstadt zu Ulm/Neu-Ulm? Stimmt. Suchen Sie Idyllen? Qualität? Gelassenheit? Finden Sie. Haben Sie ein Gespür für schwäbische Lebens­­art und zurückhaltende Noblesse? Dann kommen Sie!

Einkaufsparadies

Nach Ulm kommt die nähere und fernere Umgebung zum Shopping, und das schon zu Zeiten, als man noch von der Erledigung von Einkäufen sprach. Ein Handels­zentrum ist Ulm seit dem Mittelalter. In der Gegenwart spiegelt sich dies in einer sehr vitalen, buntscheckigen und kleinteiligen Handelslandschaft nieder. Gepaart mit Architektur und öffentlichem Raum von hoher Qualität, wird das Bummeln durch Läden und Geschäfte, Gassen und Straßen zu einem aufregend-sinnlichen Erlebnis mit hohem Entdecker-Faktor. Wer gerne in den großen Strom eintaucht, ist in der Hirschstraße richtig, Ulms pulsierender Einkaufsmeile. Mit ihren Kaufhäusern, Marken-Stores und Fachgeschäften ist sie eine der zehn besucherstärksten Einkaufsstraßen der Republik. In den Lagen rund ums Münster und im verzweigten Geflecht gemütlicher Gassen der Innenstadt geht es etwas ruhiger zu. Hier zeigt sich die zweite Stärke der Ulmer City – die breit gefächerte Auswahl häufig noch inhabergeführter und sehr individueller Fachgeschäfte. Die dritte Stärke wird von Berufsulmern und Italien-Liebhabern gerne unter dem Oberbegriff „südliches Flair“ zusammengefasst. Sobald die Temperaturen es gestatten, nimmt der Ulm-Bewohner seine Latte oder den Snack im Freien ein. Die Betreiber der zahlreichen Cafés, Bistros und Restaurants sind bestens auf diesen Fall vorbereitet. Und wenn das Stadtleben schnell mal zur improvisierten Bühne wird – dann gehören Sie selbstverständlich mit dazu! www.ulmercity.de

Pochender Gegenentwurf  Neu-Ulms Innenstadt hat sich in den vergangenen Jahren einen neuen Look zugelegt. Ein guter Punkt für die Beobachtung urbanen Lebens ist der neu entstandene Petrusplatz, wo sich Cafés, Restaurants und einige Fach­geschäfte angesiedelt haben. Ruhig von hier aus auch noch in die Augsburger Straße abbiegen, den sehr lang gestreckten Mittel­ punkt des im 19. Jahrhundert als Gegenentwurf zum verwinkelten Ulm gegründeten Neu-Ulm.

soffene Verkaufge in Ulm: Sonnta 06.10. 2013 17.03. + 28


Shopping

Man nehme: Reduktion, Klarheit, Sorgfalt Wer als Souvenir ein pfiffiges Wohnaccessoire in Betracht zieht, wird bei „Wohndesign Dirr“ ziemlich sicher fündig. Im Angebot sind exklu­ sive Einrichtungs­gegen­ stände, Möbel, Leuchten und Textilien. Klare Linien, reduzierte For­ men bilden die Leitlinien. Ist Inhaber Theodor Dirr, unterstützt durch seine Frau Marion, als Einrich­ tungsplaner gefragt, wird aus diesem For­men­­ repertoire – in Einklang mit sorgfältig abgestim­ mten Farben und dem gezielten Einsatz von Licht – ein Ambiente von schlichter, anspruchs­ voller Schönheit kreiert. Ulm, Neue Straße 50 www.wohndesign-dirr.de

Lieblingsstücke für den Kleiderschrank Eine schöne Definition liefert Mode-Ikone Vivienne Westwood: „Mode ist die Synthese aus Wissen und Aus­ probieren.“ Bei Reisch­ mann in der Ulmer Fußgängerzone sind Gedanken wie diese in hochkarätige Waren­ welten übertragen. In dem Mode & Design Haus, Nachfolger der Bekleidungs­geschäfts­ legende Walz, finden Sie das ganze Set, von Sports­wear und Casual Wear, Baby- und Busi­ nessmode bis hin zu exklusiven Fashion­ highlights von weit über 100 international be­ kannten Designern, alles mit dem Potential, zum Lieblingsstück in Ihrem Kleiderschrank zu werden. Ulm, Bahnhofstraße 4 www.reischmann.biz

58 shop Der Anlaufpunkt für Board-Sportler aller Richtungen. Das „FiftyEight“, direkt hinter dem Münster befindlich, ist ein Skate-Snow-Surf­ shop in ungewöhnlicher Dimension. Hier finden die Fans von flitzenden Brettern nicht allein die passende Gerätschaft mitsamt Bekleidung. Als Fullserviceshop gehört ein umfang­rei­ ches Dienst­leistungs­ paket mit dazu. Ange­ boten werden über eine professionelle Beratung hinaus Mon­tagen, Repa­ raturen sowie Kurse, Events und Workshops. Bleibt als Wunsch an höhere Mächte offen, dass es nie an Pulver­ schnee, Riesenwellen oder einer steifen Brise mangelt. Ulm, Münsterplatz 25 www.fifty-eight.de

Kleines Schmuckreich mit großem Zeremoniell

Verführungen, denen niemand widerstehen kann

Der König lebt – zumin­ dest im Geiste – fort. Sein Reich war winzig, da identisch mit seiner Goldschmiede. Heute von Ehefrau Gisela und Toch­ ter Ira geführt, trägt sie nach wie vor den wohl­ bekannten Künstler­ familien-Namen Dentler im Schild. Die Kreationen sind für alle Anlässe, erschwinglich auch für weniger Betuchte und phantasievoll wie eh und je. Einmal im Jahr, am Abend des Schwör­mon­ tags, hält Thronerbin Ira vor ihrem Herrschafts­ ge­biet eine Thronrede, ganz in der Tradition ihres Papas alias Rex Ru­dolf, des Schmuck­ philosophen.

Es genügt ein kleiner Biss, und der bigotte Bür­germeister wird zum zarten, willenlosen Lamm. „Chocolat“, ein herzanrührender Film mit Juliette Binoche in der Hauptrolle, springt am Schauplatz Ulm in die Realität über. Regis­seu­ rin ist hier Waltraut Peral. Die Inhaberin der Confiserie Chocolat versteht es, erlesene Pralinen und feine Schokoladen, aber auch Kaffee- und Teespezia­li­ täten von den besten Erzeugern einzusam­ meln und zu arrangieren, alles in der Absicht, tiefe Glücksmomente hervor­ zurufen bei all den frei­ willig oder unfreiwillig Verführten.

Ulm, Gerbergasse 3 www.rexdentler.de

Ulm, Rabengasse 18 www.chocolatundmehr.de

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S O UVEN IR S

Ulm

zum Mitnehmen Tommi

Wolfg a n g

L iese

Cora

Jan a + Paula

Opa

Ma ma

TIPP ULMSHOP

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Die Tourist-Information hält eine große Auswahl an Souvenirs bereit: Klassiker wie Tassen, Postkarten und Pins finden Sie ebenso wie Taschen, T-Shirts und Bastel­sets. Kommen Sie herein und stöbern Sie! Viele der Artikel gibt’s auch im Internet: www.tourismus.ulm.de Tourist-Information Ulm/Neu-Ulm Münsterplatz 50 (Stadthaus) D-89073 Ulm Telefon 07 31 161-2830 und  0731 161-2832

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Öffnungszeiten: Januar – März Mo – Fr 9 – 18 Uhr, Sa 9 – 16 Uhr April – Dezember Mo – Fr 9 – 18 Uhr, Sa 9 – 16 Uhr Sonn-/Feiertag 11 – 15 Uhr


E ssen & Tri nken

konkret geht’s hier um

köstlichkeiten

Sagen wir es mal so: Für einen Ulmer kann kein Zweifel daran bestehen, dass Max Bill den Namensgeber abgegeben hat. Er, der Mitgründer der weltberühmten Ulmer Hochschule für Gestaltung, nicht irgend­ein Bill  X Y, wie mitunter kolportiert. Die Billbar am Fuße der Kunsthalle Weis­ haupt ist eine Location mit zwei Gesich­ tern: beim Ambiente obsiegte der rationale Gestus Konkreter Kunst. Wer auf die Karte tippt, landet hingegen in allen Ruriken bei Gaumenfreuden mehrer Stilrichtungen. Merksatz zum Ausschneiden: die Billbar ist mehr als eine Bar. Sie ist gleichzeitig eben­f alls Restaurant, Café und Vinothek. Be­treiber Tom Kemmer kann natürlich zu allem was sagen, doch als Einstieg in ein Gespräch eignet sich das Thema Wein ganz besonders. Kemmer schätzt guten Wein persönlich sehr. Entsprechend groß ist

die Auswahl mit ständig bis zu 180 Positionen – von soliden Gebrauchsweinen bis hin zu Großen Gewächsen, allesamt von ihm höchstselbst verkostet und geschmack­lich abgespeichert. Den Fehler einer ebenso ausgedehnten Essenskarte macht er nicht. Statt dessen ein übersichtliches, aber Überraschungen enthaltendes Angebot: alles frisch zube­­rei­tet, ein Teil davon im wöchentlichen Wechsel, nichts aus dem ConvenienceRegal. Wachteln, Täubchen, Jakobs­ muscheln tummelten sich bei unserem Besuch in der Spalte der Tapas. Für die Bestückung des Käsetellers stehen bis zu 40 Sorten zur Auswahl. Wird Schinken geordert, so wird der frisch aus der Keule geschnitten mit einer original Hand­s chnei­ demaschine aus Italien. Die kleinen Köst-­ lichkeiten bilden die Basis des lukul­lischen Konzepts, seit Kemmer 2010 das Zepter

übernommen hat. Als seine Kund­s chaft, davon angeregt, nach mehr ver­l angte, kamen Hauptgerichte dazu, auf Wunsch eingerahmt in mehr­gängige Menüs. Wieder locken Angebote fern des Alltäg­lichen. Beim Ortstermin stachen so der Stör mit Rahmkraut hervor, das Ziegen­gulasch und die Weißwein­kut­teln mit Riesengarnele. Die Küche darf sich ruhig mal Experi­men­ tier­l aunen hingeben, ganz im Sinne des kreativen Bill-Geists, der über allem schwebt. Der Schweizer, der Künstler und Entwerfer, hätte sich sicher­lich aus vie­ lerlei Gründen hier wohl gefühlt. Wer als Gast mehr als ein Quäntchen Offenheit mitbringt, ordert kurz ent­s chlos­ sen die diversen Überraschungsangebote. Details lassen sich durch Absprachen durchaus regeln, um Unliebsamkeiten auszuschließen. www.billbar.de Ulm, Hans- und Sophie-Scholl-Platz 1

billbar ·

t s t au r a n ba r · re ents ev

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Essen & T r i nken

Hot e l / Resta u r a nt

MEIN

L

Mein(ls)

Dein ist ganzes Herz „Nö, sage nix.“ Interview schon beendet, noch vor der ersten Frage?  Pause am Telefon. Dann ein Kichern. „Klar, kommen Sie vorbei, war nur ein Scherz.“ Ein paar Tage später, das Treffen mit dem „Scherzbold“. Jörg Pahl-Meinl empfängt froh gelaunt im Tagungszimmer des in vierter Generation geführten Familienbetriebs. Vorneweg: Allein das Mittagessen sprach Bände. Der Chef blieb aber auch keine Antwort schuldig. Seit etwas über zwei Jahren sind bei Meinl die Jungen dran. Man kann den Wechsel schon an der Optik erkennen. Vorne Landhausstil, womit Gerda und Willi Meinl, Generation III, nach Neubau und Umzug den Betrieb vor 30 Jahren auf die Höhe der damaligen Zeit brachten und auf die Er­folgs­­ spur. Hinten, im neuen, lichtdurch­flu­­te­ten Restaurantanbau „Peunt“ – Bauhaus­stil.

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Wird bei warmer Witterung die große Glas­ front geöffnet, lässt sich somit der Innen­ raum bis hinaus auf die Riesen­ter­r asse verlängern. Sonnen­untergangs­betrachter haben hier eine ideale Ausgangs­position. In der Ferne spitzelt das Ulmer Münster aus dem Dunst hervor.

À point in der „Peunt“ „Peunt“, das ist Bayerisch und bedeutet unter Agrariern so viel wie „Wiese mit besonders gutem Futter.“ Ins kulinarische Programm übersetzt, heißt dies: Die Küche bei Meinl veredelt bevorzugt das, was in heimischen Gefilden weidet, laicht und gedeiht, ganz nach Slow-Food-Prinzip. Das dunkle Sößle, das es zum geschmorten Ochsenbäckle gab, war zum Reinknien, das Fleisch zart und mürbe, die bissfesten Gemüsestückchen hatten die beglückende

Die Inhaber Silvia Meinl und Jörg Pahl-Meinl

Bekanntschaft mit einem Nebel aus Trüffel­ öl gemacht. Und wie das alles auf dem Teller lag, hätte Paul Klee nicht besser kompo­nieren können. Sterne ? Das Hotel hat vier, das Restaurant soll keinen bekommen. Pahl-Meinl und seine sympathische Ehepartnerin Silvia Meinl, die so ehrgeizigen wie hochprofes­ sionellen „Jungen“, haben dabei nicht zu­letzt ihr Stammpublikum vor Augen. Ohne jegliche Hemmschwelle solle es auch künftig möglich sein, auch „nur“ auf ein Vesper oder zügiges Mahl vorbeizuschauen. So finden sich Klassiker wie Kässpätzle oder Saure Nierle auf der Karte in trauter Eintracht zu Gänge-Menüs, welche die Schlemmer-Wonnen etwas mehr in die Länge ziehen. Durchaus sind die gehobenen Kreationen von Küchenchef Marco Langer offen für französische oder italienische Einflüsse.


Essen & Tri nken

Magen- und motorradfreundlich Mit dem persönlichen Faible der Inhaber­ familie hängt es zusammen, dass das Haus als motorradfreundliches zertifiziert ist und daher im Notfall auch mal eine Dose Motor­öl geordert werden kann oder ein Schrau­ben­ schlüssel. Biker – er selbst pflege die­ses Hobby ebenso wie sein Schwie­ger­v ater Willi Meinl – wüssten neben der fach­spe­zifisch ausgerichteten Will­kom­menskultur durchaus auch Komfort und Genuss zu schätzen nach einer strapazen­reichen Tagesetappe. Ob es auch Currywurst mit Pommes gebe? Die Frage ist natürlich nur ein dummer Scherz. Doch Pahl-Meinl bewahrt die Contenance. Seiner durchweg ernsthaften Antwort ist dann zu entnehmen, was in der Küche nicht vorhanden ist: eine Friteuse. Meinl Hotel & Restaurant Neu-Ulm/Reutti, Marbacher Straße 4 www.hotel-meinl.de

Küchenchef Marco Langer am Werk: Feine Sößchen für feine Gaumen

Weitere Restaurants Zum Fr a nzl In dieser Oase feiert die K.u.K-Zeit kulinarisch fröhliche Urständ’. Auf den Tellern türmen sich schmackhafte Gebirge, die jeden Diätplan zunichte machen, an den Wänden geht die Opulenz bereits a bisserl in Dekadenz über. Es lebe die Schlemmerei auf Österreicher Art. Und der Kaiser sowieso. www.zum-franzl.de Ulm-Söflingen, Ochsengasse 2 Anondo Bengalen, in eine gute Stube eingepasst, mit nickligen Devotionalien an den Wänden, Essen wie an Familienfeiertagen und einem sehr sympathi­s chen Service. Was auf den Tisch kommt, Lamm, Garnelen, Okra, Blacktiger, Chaa, Karela, ist schmackhaft und solide zubereitet. Das Anando ist ein Treff für alle Freunde fernöstlicher Hausmannskost. www.restaurant-anondo.de Ulm, Syrlinstraße 22 Room Res taur a nt & Ba r Room und Ehre erntet diese Lokalität bei jenen, die ständig auf der Suche nach den besten Steaks der Stadt sind. Ausschließlich perfekt abgehan­genes Angus-Rind aus Nebraska landet in der Pfanne und anschließend – perfekt auf den Punkt gegrillt– auf dem Teller. Stattlichstes Stück ist das Porterhouse, das es auf 900 Gramm bringt. www.restaurant-room.de Ulm, Olgastraße 141

ulm . neu-ulm

gastroguide Die offizielle Gastron

omie-Übersicht

sch deut ish engl

für die Doppelstadt

Cafés Edw in’s Wer das Mövenpick im Edwin-Scharff-Haus kannte, muss sich im Edwin’s, dem Nachfolger, nicht total umstellen. Geblieben sind der sonn­t ägliche Familienbrunch und die anspruchsvolle regionale und internationale Küche. Neu nach dem Totalumbau des dem Golden Tulip Parkhotel angegliederten Restaurants ist eine offene Showküche und das total entstaubte, lichte Ambiente. www.goldentulip-parkhotel-neu-ulm.com Neu-Ulm, Silcherstraße 40

Draußen genießen W irt sh aus K rone In der „Krone“ stiegen ganz, ganz früher die gekrönten Häupter ab. Solche Tradition verpflich­tet, die schwäbischen Klassiker in Originalst­f assung zu kredenzen. Die Rinder­ leber badet im Trollingersößle, das Siedfleisch labt sich an einer Apfel-Meerrettich-Melange und der Pfitzauf an einem Kirschkompott. Wenn’s draußen warm ist, böte der idyllische Innenhof den passenden Rahmen für das HappyEnd in einer romantischen Sommerkomödie. www.krone-ulm.de Ulm, Kronengasse 4 Ba rfüS Ser Neu - Ulm Das hauseigene Bier ist süffig, das Essensangebot gediegen, die Aussicht nach Ulm rüber sensatio­n ell. Mit dem Barfüßer, direkt am bayerischen Donauufer gelegen, zeigt sich der Freistaat gleich mal von seiner sympathischen Seite. Wenn die Witterung mal nicht zur Entfaltung von geselliger Biergartenkultur aufgelegt ist, dann bietet der geräumige Gastraum genügend Ausweichmöglich­keiten. www.barfuesser-brauhaus.de Neu-Ulm, Paulstraße 4

Ca fé P 3 Wenn auf der Karte Eistorten steh’n und Dosen­w urst, Schlemmerseelen, „Vegi-Rollen“ sowie Waffeln aller Art – und nicht zu vergessen: als Widerpart zum „Früh-“ ein „Spätstück“ – so deutet dies ein ausgefallenes Konzept an. Hinter dem P3 steckt wahrlich ein bäuerlicher Direkterzeuger von droben von der Schwäbischen Alb, der beim Einzug seiner kulinarischen Landlust in die große Stadt einen ganz eigenwilligen Weg des unver­f älschten Genusses einschlägt. www.p3-ulm.de Ulm, Glöcklerstraße 5 Museums - Ca fé Ins Museums-Café geht, wer das Grübeln über die Kunst am liebsten an einem stilvollen Ort mit klassischem Gewölbe ausübt. Wer eine Stärkung benötigt – vor oder nach einer Ausstellungs-Visite. Oder wer „einfach so“szenigen Touch erspüren möchte. Bei entsprechenden Temperaturen wird die große Terrasse unterm Sonnensegel übrigens zum guten Aussichtspunkt aufs historische Rathaus. www.museumscafe.info Ulm, Marktplatz 9 Ca fé Gus ta ff Ein heller, lichter Raum. War mal Theaterchen, ist nun Bühne für ein Schauspiel namens Charme­offensive. Der Überraschungsfaktor jedenfalls sitzt aus dem Effeff. Wer nach dem Cappuccino zwischendurch einfach sitzen bleibt, gleitet in den Zuständigkeitsbereich der Mittags- oder Abend­k arte über. Dort gibt es italienisch-mediterrane Anknüpfungspunkte sowie schwäbische – je nach Glückspräferenz. Ulm, Herrenkellergasse 6

Mehr im Gastroguide (Tourist-Info oder Download: www.tourismus.ulm.de)

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The at er & SH OW

Endlich: Sie werden Typen begegnen, denen Sie vermutlich sonst nie begegnet wären. Leuten von gestern und von heute, komischen und tragischen Gestalten. Sie werden vielleicht lachen vor Glück, wenn Sie im Sog der Musik auf Wolke sieben emporschweben. An den pulsierenden Kreativorten der Doppelstadt werden Sie viele inspirierende Momente erleben: schöne und kostbare, nachdenkenswerte und spritzig-komische. Einmal Großes Haus, andermal Kleinkunst-Brettle. Classic oder aufmüpfig. Kanon oder neue Ufer. Wählen Sie!

Zum Glück gibt es

Theater

CARMEN, Theater Ulm, Foto: Jochen Klenk

Theater Ulm

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Gegründet 1641 und damit ältestes städtisches Theater der Republik, hat das Haus längst viel eigene Geschichte geschrieben. Heute pflegt es Opern-, Operetten- und Musicaltraditionen. Sein Schauspiel bedient das breite Repertoire von Klassik(er) bis zu Zeitgenössischem. Und ebenso ist die Institution Heimstatt für Ballett und Sinfonie. Weiteres in Stichworten: eigene Ensembles für alle Sparten, das Philharmonische Orchester und als experimentelle Spielstätte: das Podium. Herbert-von-Karajan-Platz 1, Ulm www.theater.ulm.de


The at er & S H OW

KCC Theater

Spezialität: Zum Essen schräge Comedy Achtung, dies ist eine Warnung: Im KCC besteht Gefahr, dass Sie sich schepps­l achen. Womöglich bleibt Ihnen auch ein Bissen im Hals stecken. Solche Pein droht, sobald sich der Bühnenvorgang hebt und das Restaurant ratzfatz zum Zuschauerraum wird. Die Truppe, die auf diesem Brettle agiert, steht weniger für leise Töne als für volles Karacho. Soll heißen: Bei der Ausübung und Pflege der schauspielerischen und gesanglichen Künste kapriziert man sich im Hause vornehmlich auf die Comedy – mit zuweilen derbem, oft bissigem und meistens ziemlich schrägem Humor. Worum es auf der Bühne geht? Oft um so ein Männer­ zeug, ums Fernsehen, Medienwahn, Kindererziehungs­ kurse, Menschen eigenwilligen Charakters oder zumindest mit Spleens und solche auf der Suche nach ihren Dritten Zähnen. Pro Programm kommen oft mehrere Dutzend fesselnder Themen vor. Gar nicht mal so selten liegt der tiefere Sinn darin, dass, obwohl es keinen gibt, ihn manche trotzdem finden. Weitere Auskünfte zum Thema erteilt Michael Schild, der Chef der Truppe: Herr Schild, früher hieß es, der Ulmer ginge zum Lachen eher in den Keller. Konnten Sie an dieser Gewohnheit mittlerweile etwas ändern? Ja! Allerdings haben wir nicht die Ulmer geändert, sondern die Ulmer uns. Deshalb spielen wir jetzt auch im Keller. Dann haben Sie sicher eine Ahnung, wo­r über der Ulmer dort drunten denn lacht? Was mich überraschte, die Ulmer lachen auch sehr viel über sich selbst. Man kann auch als Wiener seine Späße mit den Schwaben machen, solange man sich selbst auch nicht zu ernst nimmt.

Was ist denn im KCC der Garant für Lacherfolge? Wie gesagt: Die Schwaben selbst, wenn sie sich im Spiegel wiedererkennen. Österreicher kommen auch immer gut. Und vor allem das ewige Spiel zwischen Mann und Frau. Und was ist mit den Frauenwitzen? Wieso Witze? – das ist doch alles wahr?! – Nein Scherz, aber es gilt auch hier die Regel, man kann Witze machen, solange sie niemanden wirklich verletzen. Ist es schwerer, Männer oder Frauen zum Lachen zu bringen? Männer!! Ganz klar, Frauen sind das lockerere Publikum, wahrscheinlich weil sie keine Angst haben uncool zu sein. Wobei es natürlich auch solche gibt. Allerdings, die Steuerfahnder aus dem Ulmer Raum sind hier eine rühmliche Ausnahme. Die waren ein super Publikum. Das war wirklich unglaublich. Die Donau verbindet. Da müsste die Lage des Humors in Ihrer früheren Heimatstadt Wien mit der in Ulm doch irgendwie vergleichbar sein. Na ja, schwarzer Humor, morbide Geschichten kommen bei der Mehrheit des Ulmer Publikums nicht so gut an. Aber auch diese Nische hat Ihre Fans. Aber die Gemeinsamkeit ist da – der Wiener wie auch der Ulmer (Schwabe) können ganz gut über sich selbst lachen – Ausnahmen gehen in die Politik. KCC Restaurant-Theater Ulm, Pfarrer-Weiß-Weg 16 www.kcctheater.de

ratiopharm arena

Über 6.000 Menschen finden hier Platz und die können ganz schön Krach machen. Etwa bei den Heimspielen der Basketballer von ratiopharm ulm oder jubelnd bei Konzerten ihrer Lieblingsstars. Das who-is-who der Protagonisten ist dabei recht vielfältig: von James Last über Helene Fischer und Bülent Ceylan bis zu Seeed. Alle präsent, alle da. Neu-Ulm, Europastraße 25 www.ratiopharmarena.de

ROX Y . 24 /25 siehe S Neu-Ulm r e t a e h T  48/49 siehe S.

Theater Werkstatt Ulm

Akademietheater Ulm

1. Ulmer Kasperletheater

Dahinter verbirgt sich die einzige Amateur- Bühne in Ulm, die regelmäßig von Oktober bis Mai Pro­ gramm bietet. Sie existiert bereits seit 20 Jahren und hat sich längst einen guten Namen erspielt. Im Repertoire sind Stücke und Komö­ dien von Loriot bis Brecht, von Volkstheater bis Kammerspiel.

Das Theater der privaten Akademie für darstellende Kunst heißt: Akademietheater Ulm. Schüler und Dozenten geben mit ihren Arbeiten Einblick in das, womit sie sich beschäftigen. Auf dem Spurt zur Professionalität liegen beachtenswerte Stücke links und rechts am Wegesrand. An manche Insze­ nierung erinnert man sich noch Jahre später voller Staunen. Die trauen sich was.

Kindgerechte Stücke für Leute ab 2 und in anheimelnder Atmo­sphäre, dafür steht das von zwei Schau­ spielprofis mit ideenreich und mit viel Herzblut geführte Klein­theater. Das Motto lautet „Fantasie statt Unterhaltungskonsum“, das The­ menspektrum reicht von „Freund­ schaft“ bis „Ernährung“ und „Verkehr“ – immer mit hohem Spaßfaktor in Szene gesetzt.

Ulm, Schillerstraße 1 (Obere Donaubastion) www.theaterwerkstatt-ulm-ev.de

Ulm, Unterer Kuhberg 12 www.adk-ulm.de

Ulm, Büchsengasse 3 www.kasperletheaterulm.de

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A BEN DS U N TER WE G S

Swobsters

22:32 Rosebottel Die Bar mit der gewagten Schreibweise ist ein idealer Ort für eine nostalgische Zeitreise durch die Welt der Cocktails. Wer es softer liebt, ordert eine der selbstgemachten Limonaden. Unglaublich, der Spirit dieser Lokalität. Ulm, Zeitblomstraße 21 www.rosebottel.de

Café Bar Nia Tagsüber neigt sich das Konzept mehr in Richtung eines schönen Cafes. Abends wird das Nia dann zu Bar & Lounge mit Music & Cocktails & sehr stylischer Illumination. Ab und an besondere Events.

Zurück in die rrroaaaring Fifties – Bar mit gemütlichem WohnzimmerAmbiente mit Cocktailsesseln und Nieren­ tischen. Eine Wucht! Es existiert ein Billardtisch und die Vorfreude auf monatliche Livekonzerte. Ulm, Frauenstraße 113 www.swobsters.de

Ulm, Hirschstraße 12 ( P assage ) www.cafebar-nia.de

23:44 Blaupause Liegt direkt an der Blau, gilt als eine der derzeit besten Cocktailbars der Stadt. Tolle Whiskey­ auswahl, sehr stimmiges Ambiente, überschaubare Platzzahl. Publikum gemischt, von schicky bis freaky. Ulm, Neue Straße 43 www.blaupause-ulm.de

Myer’s Club

02:21

Es ist tiefe Nacht, und die Schönen der Stadt kommen langsam in Schwung. Das Myer’s ist ihre Institution, erregend-vital, exklusiv. Eine Partyzone in Premiumqualität, in der Raum und Zeit zerfließen. Ulm, Lautenberg 1 www.myers.club.de

Enchilada An einem leckeren Cocktail nippen, und bei Bedarf noch einen Happen zu sich nehmen. Und das inmitten einer der angesagtesten Partyszenekneipen der Stadt. Nicht überrascht sein, wenn sie mal wieder rappelvoll ist. Ulm, Schelergasse 6 www.enchilada.de/ulm

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ABE NDS U NT ERW EGS

1:56

Night lights Ulm und Neu-Ulm sind wahrlich gefährliche Pflaster. Denn unversehens dauert hier ein langer Ausgeh-Abend manchmal bis zum frühen Morgen. Die Kneipendichte ist längst legendär. In verrückten Bars werden die Stunden zu einer Passage der Leichtigkeit, die womöglich erst in einem der Clubs den letzten Zielpunkt findet. Hier sind sieben von vielen.

TIPP

Nachtwächterführung Sie brauchen Orientierung? Finden Sie bei der Nachtwächterführung durch die Altstadt, bei der hineingeleuchtet wird ins historische Ulm der dunklen Stunden. Möglich, dass dabei wieder einmal alles ziemlich „romantisch glotzt“ – wäre im Plan.

Wiley Club

20:05

Schon so manche abendliche Tafelrunde endete am riesigen Tresen, 18 Meter lang, beste Übersicht. Einen Cocktail später, so ein Szenario, steigt die Lust auf einen Tango, weil Lokal und Club nun eher einem festlichen Ballsaal gleichen.

Januar–März und September–Dezember: Mi 20.30 Uhr, April–August: Mi 21.30 Uhr Treff: Gerberhaus, Ulm, Weinhofberg 9 Karten in der Tourist-Information (Stadthaus)

Neu-Ulm, Wiley-Straße 4 www.wiley-club.de

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ÜBE RNAC HT E N

Reiseangebote

Total pauschal Wir bieten: Pauschalen fürs Wochenende – mit Übernachtung, gastronomischen Angeboten und Programm. Hotels der Kategorien Standard, Komfort und First-Class erwarten Sie. Und natürlich die Donau-Doppelstadt Ulm/Neu-Ulm. Sie brauchen nur auszuwählen und zu buchen. Und auch wenn Sie ein individuelles Angebot oder Programm wünschen, gilt: Wird gemacht.

Unsere Partnerhotels

Hier buchen Sie

Zwischen drei verschiedenen Hotel-Kategorien können Sie bei Ihrer Buchung auswählen (alle Zimmer mit Bad oder Du/WC):

Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite und buchen Ihr gewünschtes Reiseangebot gerne ein:

Kategorie A (Standard): Hotel am Rathaus, City-Hotel Garni, Hotel Garni Lehrertal, Akzent Hotel Roter Löwe *** S, Hotel Ulmer Spatz, iQ-Hotel Kategorie B (Komfort): Comfor Hotel, Hotel am Rathaus, City Partner Hotel Goldenes Rad ***, Neuthor Hotel, Akzent Hotel Roter Löwe *** S, Hotel Weinstube Zum Bäumle, Best Western Plus Atrium Hotel ****, InterCityHotel Ulm, Hotel Stern Loser GmbH Kategorie C (First-Class): Maritim Hotel Ulm Golden Tulip Parkhotel Neu-Ulm

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Ulm/Neu-Ulm Touristik GmbH (UNT) Reservierungsabteilung Fon 0731 161-2812 Fax 0731 161-1646 Montag – Freitag von 8.30  – 17 Uhr schaefer@tourismus.ulm.de Oder online unter: www.tourismus.ulm.de


ÜBERN ACHTEN

ulm: spatzial

ulm: weihnachtlich

Unser preiswertes Basis-Arrangement für zwei, drei oder vier er­leb­nisreiche Tage. Zur Übernachtung mit Frühstück in der von Ihnen gewählten Kategorie erhalten Sie noch die UlmCard mit ihren vielen Vorteilen. Anlässe, Ulm/Neu-Ulm zu besuchen, gibt es viele – siehe etwa Tipps & Termine.

Wenn einem in Ulm der Duft von Lebkuchen, Glühwein und gebrannten Mandeln in die Nase steigt, ist Weih­­nach­t nicht mehr weit! Denn dann ist Weihnachtsmarkt – von dem viele Besucher sagen, er sei einer der schönsten Deutschlands.

LEISTUNGEN  1–3 Übernachtungen/Frühstück  1 UlmCard mit besonderen Leistungen und Vorteilen (s. S. 40) TERMINE Ganzjährig an Wochenenden Anreise: Fr, Sa, So / Rückreise: Sa, So, Mo Mehr Infos: www.tourismus.ulm.de

LEIS TUNGEN  1–3 Übernachtungen/Frühstück (Zimmer mit Bad oder Du/WC)  1 leckere Ulmer Bratwurst und 1 würziger Glühwein (oder nicht alkoholisches Getränk) auf dem Weihnachtsmarkt  1 UlmCard mit besonderen Leistungen und Vorteilen (s. S. 40) TERMINE 25. Nov.–22. Dez. 2013 Anreise: täglich / Rückreise: täglich Mehr Infos: www.tourismus.ulm.de

ab 59 EUR

ab 63 EUR s. S. 40

s. S. 40

ulm: zünftig

ulm: ladies first

Lassen Sie sich verwöhnen von der schwäbischen Gastlichkeit mit zünftigem Weißwurstfrühstück, einer originellen Bierprobe und typisch schwäbischen Spezialitäten. Dazu erhalten Sie unsere Ulm­C ard mit kostenloser Stadtführung und vielen weiteren Vorteilen.

An alle Damen: Dies ist ein Angebot für Sie! Entspannen Sie sich vom Alltag und genießen Sie ein Wochenende in Ulm/Neu-Ulm. Unser Reisearrangement hat dazu die passenden Inhalte und kombiniert mit einer Shopping-Tour werden Sie sich richtig wohlfühlen.

LEISTUNGEN  1–3 Übernachtungen/Frühstück  Bayerisches Weißwurstfrühstück  Bierprobe ( je 0,1l ) mit vier hausgebrauten Bierspezialitäten und einer frischen Brezel  Original Schwäbischer Rostbraten mit Spätzle in einem urigen Altstadtlokal  1 UlmCard mit besonderen Leistungen und Vorteilen (s. S. 40) TERMINE Ganzjährig an Wochenenden Anreise: Fr, Sa, So / Rückreise: Sa, So, Mo

LEISTUNGEN  2 Übernachtungen/Frühstück im Golden Tulip Parkhotel oder im Akzent Hotel Roter Löwe  1 Wohlfühlbehandlung  1 Abendvorstellung in einem Ulmer/ Neu-Ulmer Theater inkl. 1 Glas Prosecco  1 Mittagsimbiss im Restaurant „Bella Vista“ oder vergleichbarem Restaurant  1 UlmCard mit besonderen Leistungen und Vorteilen (s. S. 40) TERMINE Ganzjährig an Wochenenden Anreise: Fr, Sa, So / Rückreise: Sa, So, Mo

Mehr Infos: www.tourismus.ulm.de

Mehr Infos: www.tourismus.ulm.de

ab 89 EUR s. S. 40

ab 199 EUR s. S. 40

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Ü B E RN AC HT E N

Pauschalen: Alle Preise ulm: spatzial

1 Ü/F

2 Ü/F

3 Ü/F

Kat. A: Standard-Hotel

59,–

111,–

159,–

Kat. B: Komfort-Hotel

69,–

127,–

183,–

Kat. C: First-Class-Hotel

85,–

159,–

229,–

ulm: zünftig

1 Ü/F

2 Ü/F

3 Ü/F

Kat. A: Standard-Hotel

89,–

141,–

188,–

Kat. B: Komfort-Hotel

99,–

157,–

212,–

Kat. C: First-Class-Hotel

115,–

189,–

259,–

ulm: ladies first

1 Ü/F

2 Ü/F

3 Ü/F

Kat. B: Hotel Roter Löwe

199,–

Kat. C: Golden Tulip Parkhotel

229,–

Einzelzimmer-Zuschlag bei 2 Nächten Kat. B: 38,– | Kat. C: 64,–

ulm: weihnachtlich

1 Ü/F

2 Ü/F

3 Ü/F

Kat. A: Standard-Hotel

63,–

114,–

163,–

Kat. B: Komfort-Hotel

73,–

131,–

187,–

Kat. C: First-Class-Hotel

89,–

163,–

233,–

Details Für die Übernachtungen buchen wir die genannten Partner­hotels in den je­weiligen Kate­gorien; die bei den Pauschalen genannten „ab …“-Preise gelten pro Person für Hotel-Kategorie A (Standard). Wir berücksichtigen nach Ver­fügbarkeit auch gerne Ihre Wünsche. Kinderermäßigung: 100 % für Kinder bis 3 Jahren im Zustell­bett, 50% für Kinder von 4 bis 12 Jahren (im Zimmer der Eltern). Alle nebenstehend angegebenen Preise gelten pro Person im Doppelzimmer und in Euro. EZ-Zuschlag pro Übernachtung: Kategorien A und B: EUR 19,–. Kategorie C: EUR 32,–. Die angegebenen Preise für die Pauschalreiseangebote gelten bei Anreise bis 31. Dezember 2013.

Diese und weitere Pauschalangebote finden Sie auch unter www.tourismus.ulm.de

edwin scHarff museum neu-ulm

Hier kann man was erleben!

esm Edwin Scharff Museum Petrusplatz 4 89231 Neu-Ulm www.edwinscharffmuseum.de Kunst-Ausstellungen Mitmach-Ausstellungen

Öffnungszeiten Di, Mi 13-17 Uhr Do, Fr, Sa 13-18 Uhr So 10-18 Uhr Mo geschlossen

Fotos: Nik Schölzel

Werkstattangebote Führungen begleitete Ausstellungsbesuche für Gruppen aus Schule und Kindergarten Kindergeburtstage

Edwin Scharff Museum Kunstmuseum. Kindermuseum. Erlebnisräume


U l mca rd

Die UlmCard bietet Ihnen freie Fahrt mit Bussen und Bahn, eine gratis Stadtführung, freien Eintritt in viele Museen sowie viele weitere Vergünstigungen. Eine UlmCard ist fester Bestandteil bei allen genannten Pauschalangeboten.

Eine Karte, viele Vorteile

UlmCard Mit einer UlmCard für einen oder 2 Tage genießen Sie in Ulm und Neu-Ulm diese Vorteile:  Freie Fahrt in Bussen und Bahn bereits ab 19 Uhr des Vorabends (also z. B. am Anreisetags abends noch unterwegs mit dem ÖPNV, am Folgetag Nutzung aller UlmCard-Vorteile)

rd a C m l U rd a C m Ul Fa

Fahrs

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Tic

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ke t

Kostenlose Stadtführung (oder Ausleihe Audioguide)

Freier Eintritt in : Kunsthalle Weishaupt + Ulmer Museum, Museum der Brotkultur, Haus der Stadtgeschichte, Naturkundliches Bildungszentrum, Museum im Konventbau, Edwin Scharff Museum und Donauschwäbisches Zentralmuseum

Ermäßigungen bei: Ulmer Münster, Theater Ulm, Theater Neu-Ulm, KCC Restaurant Theater, Xinedome, Tiergarten Ulm, Bad Blau – das Wohlfühlbad, Donaubad Wonnemar, Restaurant Zur Lochmühle, Café Tröglen, Crêperie Kornhäusle, Confiserie Chocolat, fruchtrausch – Die Smoothie Bar, X-Lounge, KOLIBRI, Abendbummel und ulmshop (Souvenirs)

UlmCard-Preise 1 Tag EUR 12 2 Tage EUR 18 Verkaufsstellen Tourist-Information am Münsterplatz, DB Service Point im Hauptbahnhof Ulm sowie Hotels und Museen der beiden Städte

Freie Fa hhrrtu ng Stadtfü /Kunst halle M useumil Co c k t a i r S o u ve n lm Card 1 Tag –U N IS E R S PA R

4, 4 0 7,50 10,– 7,50 2,50 31, 9–0 1 2, 19, 9 0

AMERICAN IDOLS VON BASQUIAT BIS WARHOL 24.02. BIS 13.10. 2013 HANS-UND-SOPHIE-SCHOLL-PLATZ 1 89073 ULM / TEL.: 0731 161 43 60 WWW.KUNSTHALLE-WEISHAUPT.DE ÖFFNUNGSZEITEN: DIENSTAG BIS SONNTAG 11 – 17 UHR DONNERSTAG 11 – 20 UHR

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To uri st- Info

Wir für Sie –   24 Stunden lang ... Tourist-Information Zentral gelegen, mitten auf dem Münsterplatz, ist die TouristInformation erste Anlaufstelle, wenn es um Tipps zur Planung Ihres Aufenthaltes geht und Sie Fragen vor Ort haben: Das Team kennt sich bestens aus und berät Sie gerne – und das ‚Service-Q‘ klassifiziert! Öffnungszeiten Januar–März: Mo–Fr 9–18 Uhr, Sa 9–16 Uhr April–Dezember: Mo–Fr 9–18 Uhr, Sa 9–16 Uhr, So/Feiertag 11–15 Uhr

Audio-Guide und App Sie wollen die Doppelstadt gerne auf eigene Faust erkunden? Kein Problem! Leihen Sie sich einfach bei uns in der Tourist Information den itour Audioguide aus. Der Mini Computer führt Sie auf unterhaltsame Art durch die Stadt. Eine weitere Möglichkeit bietet Ihnen der Handy-Audioreiseführer von tomis. Wählen Sie einfach 08122 9999560 plus eine Endziffer, die über die Sehenswürdigkeit ihrer Wahl informiert. Gerne können Sie sich die Infos auch für ihren MP3 Player kostenlos downloaden. Mehr unter www.tourismus.ulm.de.

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Für alles gibt es ein Smartphone-App – auch für die Donau-Doppelstadt mit allen Infos zu den Sehenswürdig­keiten, Restaurants, Shopping, den Hotels und der aktuellen Parkplatzsituation. Kostenlos im iTunes Store.

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Stadt führ ungen

Stadtführungen Eine Stadt bewusst kennenlernen – kein Problem in Ulm/Neu-Ulm. Die Tourist-Information vermittelt Ihnen geschulte GästeführerInnen für Themen von „A“ wie Abendbummel bis „Z“ wie Zitadelle Wilhelms­burg …

Neues entdecken Was hat es mit der Anekdote um den Ulmer Spatzen auf sich? Wie funktioniert die astrono­mische Uhr am Rathaus? Wie „neu“ ist Neu-Ulm? Unterhalt­s ame Ant­worten auf diese und weitere Fragen sowie kuriose, historische und architektonische Aha-Erlebnisse bieten Ihnen unsere Spazier­gänge mit ausgebildeten Gästeführerinnen und -führern. Neben den regelmäßigen klassischen Stadt­führun­gen ( die es auch am Abend gibt ), bei denen Sie das Münster, die Neue Mitte, das Rathaus mit der astronomischen Uhr sowie das Fischer- und Gerberviertel kennenlernen, gibt es eine Vielzahl an Erlebnisführungen zu ganz besonderen Themen: Streifen Sie zum Beispiel mit dem Nacht­w ächter durch die abendlichen Gassen, lassen Sie sich vom „Schneider von Ulm“ aus seinem Leben erzählen oder bummeln Sie mit der Schank­­wirtin durch die Schildwirtschaften Ulms. Wer es lieber bequemer haben möchte – gern: dafür gibt es die Stadtrundfahrt im Bus. Sie führt Sie zu interessanten Sehens­ würdigkeiten der Städte, u.  a. zum Glacis-Park, zur Neuen Mitte, zum Oberen Kuh­berg und zum Neu-Ulmer Donau­ufer mit Post­karten­blick auf Ulm. ulm . neu

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Tickets zu diesen und weiteren Führungen erhalten Sie in der Tourist-Information im Stadthaus. Dort gibt es auch das Heft „Führungen“ mit alle Themen und Terminen.

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Die Stadt neu entdecken!

Zum ersten Mal hier? Wir empfehlen Ihnen die klassische, zweimal täglich stattfindende 90-Minuten-Führung mit Münsterbesichtigung am Vor- oder frühen Nachmittag*

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* April bis Oktober: Mo–Sa täglich 10 und 14.30 Uhr, So und Feiertag 11.30 und 14.30 Uhr November bis März: Sa 10 und 14.30 Uhr, So und Feiertag: 11.30 und 14.30 Uhr Erwachsene EUR 8 / Schüler, Studenten, etc. EUR 4 / Familienkarte EUR 12 Anmeldung und Treffpunkt: Tourist-Information

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F r ei zei t

Als Fitnesstraining absolvieren die waschechten Einheimischen gerne die „Kleine Tour de Donau“ – per Walking, Jogging, Skating, Bikeboarding oder Fahrrading statten sie dabei unseren Stadt-Enten „a Bsüchle“ ab. Eine ebenso tolle Gelegenheit gibt es, sich präalpinistisch dem Climbing und der Vertikalen zu widmen. Oder werden Sie lieber Fan von unseren „langen Kerls“? Richtig erkannt – Couch-Potatoes haben es hier verdammt schwer.

Alles in Bewegung Ein Dome für die Vertikalgemeinde Sie wollten immer schon mal hoch hinaus? Sie sind im Frühstadium des Kletterfiebers oder wollen üben für den Angriff im alpinen Bereich? In Neu-Ulm steht mit dem „Sparkassendome DAV Kletterwelt“ die größte Kletteranlage zwischen Stuttgart und München. Mit ihrer Kletterfläche von rund 2.900 Quadratmetern, bis zu 400 unterschiedlichen Routen und Kletterlängen bis zu 25 Metern macht sie Anfänger ebenso glücklich wie versierte Klettersportler, die sich hier auch mal zum Wettkampf treffen. Reinhold Messner kam höchstpersönlich zum Gratulieren. Im Angebot ist ein Set an Kursen für alle Bedürfnisse. www.sparkassendome.de Neu-Ulm, Nelsonallee 17

Mitreißender Schwung, ansteckende Begeisterung Glauben Sie bitte nicht, Sie könnten sich dort einfach in einen Sessel fläzen. Basketball-Bundesliga ist kein Ponyhof. Wenn unser Team Ratiopharm Ulm in der heimischen ratiopharm arena aufläuft, dann gerät selbstverständlich auch die Kulisse in Schwung. Denn zum einen ist unsere Region nun mal besonders basketballvernarrt, zum andern fightet unser Team in der höchsten Liga um die vorderen Plätze. Regelmäßig verwandelt sich daher die Arena in einen wahren Hexenkessel. Die Kehrseite: Der Andrang auf die 6.000 Plätze ist groß, da sollte man sich sehr rechtzeitig Karten sichern. www.basketball-ulm.com Neu-Ulm, Europastraße 25

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fr eizeit

Freizeitziele Ulm ist dem Wasser zugetan: Der Donau zeigt es sich von seiner schönsten Seite. Der Fluss, einst als Wasserweg und Fischgewässer von hoher wirtschaft­ licher Bedeutung, ist heute vor allem Objekt huldvoller Betrachtung. Hier einige Tipps mit mehr oder weniger Wasser – je nach Ihrer Vorliebe.

Don auba d Wonnem a r

Großes Ulm/Neu-Ulmer Erlebnisbad am Neu-Ulmer Donauufer mit Schwimmerbecken, Wellen-, Kinder- und Kaskadebecken, 2 Warmwasserbecken, Erlebnis- und Actionrutschen und riesiger Saunalandschaft. www.wonnemar.de Ba d Bl au

Pack die Radlerhose ein … äh: aus Alle Radwege führen – nach Ulm, früher oder später. Oder um es so zu formulieren: Ulm ist Knotenpunkt für die schönsten Radwanderstrecken in Süddeutschland. Auf dem Donau-Radwanderweg radeln Sie auf Höhe der Stadt sogar unmittelbar an der Stadtmauer entlang. Fädeln Sie sich bei Eberbach in den Alb-Neckar-Radweg, landen Sie 270 Kilometer später hier bei uns. Von Ulm aus erreichen Sie den Bodensee in einer 120-Kilometer-Etappe, 110 Kilometer sind es auf dem Iller-Radwanderweg von Ulm nach Kempten.

Angenehmes, sehr familienfreundliches Freizeitbad in Blaustein bei Ulm. Im Solebecken dahintreiben, das selbstgesteckte Pensum an Bahnen absolvieren, und dann husch in die Saunawelt. www.badblau.de TIERGARTEN MIT DON AU -AQUARIUM

Kürzere Trips in die nähere Umgebung führen ins Kleine oder Große Lautertal, an den Blautopf oder zum Kloster Roggenburg. Sommers radeln die Ulmer gerne an die vielen Badeseen der Umgebung und ebenso „in d’Au naaa“. In die Friedrichsau, Ulms großen Stadtpark, oder ins Neu-Ulmer Glacis locken … was nochmals genau? Richtig – prächtige Biergärten.

Im begehbaren gläsernen Tunnel des großen Donauaquariums stehen die Besucher quasi mitten in der Unterwasserwelt des Flusses, umschwärmt von den dort lebenden Fischen. Es ist eine der Attraktionen des Ulmer Tiergartens in der Friedrichsau. Das Bärengehege ist ein weiterer Magnet. Im Tropenteil warten Riesenschlangen, Pfeilgiftfrösche, Spinnen, Affen, Krokodile, Fische und Korallen auf Bewunderer. Im Außen­b ereich tummeln sich Nandus, Alpakas, Hirsche und Kängurus. Beliebt gerade bei Kindern, der Streichelzoo. www.tiergarten.ulm.de

Geschichtstour mit Fahrspaß

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Segways sind Zweiräder der etwas anderen Art, Einachser, rollenden Stehpulten nicht unähnlich. In Ulm werden diese Elektromobile, den Fahrspaß und die Kultur verknüpfend, bei der Tour „In Ulm, um Ulm und um Ulm herum“ eingesetzt. Die erfahrenen Gästeführer Gaby Fischer und Jörg Zenker lotsen Sie zu denkwürdigen Punkten und erzählen Ihnen Interessantes und auch Lustiges über die Geschichte unserer Stadt. Auskünfte an der Tourist-Information. Weitere Angebote unter www.einfach-natur-erfahren.de

Per E-Bikeboard durch die hiesigen Galaxien Kunstpfad Ulm, Grüne Meile Neu-Ulm und die Donauufer hüben und drüben in Ulm und Neu-Ulm – diese geführten Touren lassen sich bei der Neu-Ulmer Vertriebsagentur „Tinsz und Partner“ buchen. Die Besonderheit daran: Sie werden per E-Bikeboard bewältigt. Auch die tage- oder stundenweise Anmietung dieser Funmobile ist möglich. Infos und Termine für öffentliche Fahrten unter www.fun2wheel.de

Hans-Krebs-Straße, Ulm Buslinien 3 und 5, Haltestelle „Universität Süd“ oder „Botanischer Garten“. März bis Oktober täglich 9–20 Uhr Nov.–Februar täglich 9–16.30 Uhr www.uni-ulm.de/ einrichtungen/garten Sol a rboote auf der Don au

Das Solarboot verkehrt zwischen Metzgerturm, Adlerbastei, Barfüßer (Neu-Ulm) und Friedrichsau. Die Fähre pendelt zwischen dem Ulmer und Neu-Ulmer Ufer auf Höhe des Edwin-Scharff-Hauses und der Wilhelmshöhe. Beide Boote werden mit Sonnenenergie betrieben. www.solarstiftung.de

TIPP

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U mgebung

Drumherum Ulms Umgebung kann sich sehen lassen: Im Norden und Westen die Wachholderheiden und Höhlen der Schwäbischen Alb, im Süden die Pracht des oberschwäbischen Barock und im Südosten die sanften Hügel Bayerisch-Schwabens. Mehr Infos: www.tourismus-region-ulm.de

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K URZBES U CH

Einiges ist hier von sehr übersichtlicher Größe, wie die Spielstätte oder das feste Ensemble. Umso größer sind dafür Ideenreichtum, Spielwitz und Durchhaltewillen, ja auch die Vorbilder. Das Publikum findet in den Stücken immer ein Stück weit sich selbst. Schon deshalb ist das Theater Neu-Ulm aus der lokalen Szene nicht mehr wegzudenken. Sagt ein Besucher: „Das war wie in der Gefangenschaft.“ Sagt eine Besucherin: „Das ist wie mit mir und meinem Mann zusammen in der Küche.“ Heinz Koch zitiert gerne diese Anekdote aus seinem reichhaltigen Fundus. Denn sie dient ihm zur Erläuterung, wie ein und dasselbe Stück gänzlich – oder zumindest doch ziemlich – unterschied­liche Erinnerungen anzutippen vermag. Berührt hat die Inszenierung offenkundig beide Gäste, und somit ist es gut. Wir sind auf einen Kaffee mit dem Theatermacher verabredet. Das Haferl des Direktors, Regisseurs, Mimen sollte die erste halbe Stunde erst mal unberührt bleiben, sein Inhalt in Folge erst lau werden und dann sehr lau. Er hat einfach zu viel zu erzählen, als dass er sich durch so profane Dinge wie eine dampfende Tasse den Redefluss unterbrechen ließe. 20 Jahre Theaterleben liegen hinter ihm, davon 16 in Neu-Ulm, mit mindestens vier Inszenierungen pro Jahr und darin 110, 120 Vorstellungen. Mit Stücken zwischen einem und elf Darstellern, Erfolgserlebnissen, Rück­ schlägen und Erfahrungen aller Art. Ein repräsentativer Einblick darin will dann erst einmal auf Kaffee-Länge minimiert werden.

Mann und Frau und so

The ater Neu-Ulm Theaterplatz – Hermann-Köhl-Straße 3 www.theater-neu-ulm.de

Und dann noch diese vertrackte Ein­ stiegsfrage: Was das denn sei – intel­ li­gente Unterhaltung ?  Nach kurzer Unterbrechung: „Es ist unser Markenname. Und etwas sehr Gefährliches.“ Gefährlich deshalb, klärt Koch auf, weil manche damit Elitäres verbänden und es doch vielmehr Absicht sei, dem Publikum sehr nahezutreten. Es habe sich so entwickelt, dass dieses hauptsächlich interessiert sei an Beziehungsfragen. Diese aufzuwerfen, freizulegen, auf die Spitze zu treiben, bildet den Kern der Marke „Theater Neu-Ulm“. Gespielt werden bevorzugt Komödien, solche mit doppelbödigen Stoffen, bei denen unter der Oberfläche des Komischen tragische Momente zum Vorschein kommen. Solche der intelligenten Sorte also.

Mittlerweile ist Claudia Riese dazu gestoßen. Riese ist die andere Hälfte der Direktion und wie ihr Partner multifunktional tätig in dem Zimmertheater. Und dann erläutern sie, warum Komödien mit das Schwierigste seien. Daher würden sie die eigenen Inszenierungen wieder und wieder anschauen, immer auf der Suche nach dem perfekten Timing und den Gründen, warum eine Szene funktioniert oder eben nicht. Loriot und Laurel & Hardy nennt Koch als seine Vorbilder, die Uhrwerker des Komischen, und dazu Franca Rame und Dario Fo, die politisch bewegten Erneuerer des Volkstheaters. Gänzlich ausrechen lasse sich der Erfolg einer Aufführung dennoch nicht. „Die andere Hälfte hängt vom Publikum ab“, sagt Koch. Wolle es sich nicht einlassen, klappe die Komik nicht. Frau Riese, Herr Koch, reden Sie sich eigentlich gegenseitig in ihre RegieArbeiten rein ?  Entspinnt sich hier gar ein Komödienstoff ?  Erstaunlich nüchterne Antwort: Sie schicken einander raus, wenn sie in Ruhe gelassen werden wollen. Weitaus häufiger aber sehen sie im Urteil des Partners eine willkommene Möglichkeit, der sich im Laufe von Proben einstellenden Betriebsblindheit zu entgehen. Riese ganz rational: „Ich kann doch nicht einfach sagen, nach mir die Sintflut.“ Wenn schon die Liebe ständig in die Katastrophe mündet, soll doch wenig­ stens die „Beziehungskiste Theater Neu-Ulm“ unverbrüchlich sein. Thomas Vogel

Claudia Riese und Heinz Koch – bei der Arbeit.

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Zu gu te r l e t z t

Milchkaffee

für Wilhelm?

Ob Kaiser Wilhelm II. solch eine Tasse hatte, ist uns nicht bekannt, aber anzunehmen. Denn bei seinem Apparat von Schnurrbart wäre es sicher nützlich gewesen, da Haare im Kaffee – oder Kaffee im Bart – anno dazumal schon nicht gut aussahen. „Weil Deine Tasse war zu klein / Wird diese wohl die Richt’ge sein“ verkündet diese Barttasse aus Herrn Zopf’s Friseur­museum, das frisch in Neu-Ulm eröffnet hat und auf über 300 m2 mehr als 6.000 Exponate rund um die Haarkultur präsentiert ( Dieselstraße 4, Neu-Ulm, geöffnet Sa, So und Mo von 10 bis 17 Uhr, www.deutschefriseur-akademie.de  /  friseurmuseum ). Weitere Museen und Sammlungen in der Donau-Doppelstadt finden Sie adrett frisiert und rausgeputzt auf den Seiten 26 und 27.

Immer aktuell informiert mit unserem Newsletter: www.tourismus.ulm.de 50


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Weihnachtlich

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Um das schönste Fest des Jahres dreht sich alles auf dem Ulmer Weihnachtsmarkt – mit Geschenken, Getränken, Gebratenem und viel Spaß für Kinder. Und das Ganze stimmungsvoll am Fuß des gotischen Ulmer Münsters mit dem höchsten Kirchturm der Welt.

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1 Ulmer Münster (1377–1890)

19 Gänsturm (1360) 20 Kornhaus (1594)

2 Rathaus (1370) mit astronomischer Uhr

21 Einstein-Monument (Geburtsort)

3 Schwörhaus / Haus der Stadtgeschichte

22 Theater in der Westentasche

4 Stadthaus (1993)

23 Kirche St. Johann Baptist

5 Ulms Neue Mitte mit Kunsthalle Weishaupt

24 Edwin Scharff Museum

6 Ulmer Museum

25 Theater Neu-Ulm

7 Fischer- und Gerberviertel, Schiefes Haus

26 Synagoge

8 Stadtmauerpromenade mit Metzgerturm

9 Stadtmauer mit Grabenhäusle / Seelturm

27 Glacis-Park mit Wasserturm (1900)

10 Museum der Brotkultur, Salzstadel 11 Naturkundliches Bildungszentrum

28 Bundesfestung Ulm (1842–1859)

12 Schuhhaus (1537) mit Ulmer Kunstverein 13 Zeughaus (1522) und Einsteinbrunnen

30 Donauschwäbisches Zentralmuseum

14 Wengenkirche (1399) 15 Wilhelmshöhe /Bastion Lauseck (16.–18. Jh.)

32 Georgskirche (1904)

49 Freizeitbad Bad Blau 50 Herrn Zopfs Friseurmuseum

33 Roxy – Kultur in den Hallen

51 sparkassendome

16 Historisches Gebäudeensemble Grüner Hof 17 Dreifaltigkeitskirche

34 theaterWerkstatt Ulm

Jetzt scannen: Der Ulmer Weihnachtsmarkt im Film

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Innenstadt Ulm / Neu-Ulm

18 Adlerbastei / Schneider von Ulm (1811)

Innenstadt – Randlage

29 Theater Ulm 31 Pauluskirche (1910)

35 Congress Centrum Ulm 36 Tagungszentrum Edwin-Scharff-Haus

Stadtrandlage

37 Kloster Wiblingen 38 KZ-Gedenkstätte, Oberer Kuhberg 39 Tiergarten Ulm und Park Friedrichsau 40 Kunstpfad der Universität und Bot. Garten 41 adk – Akademie für darstellende Kunst 42 KCC Theater-Café 43 Junge Bühne im Alten Theater Ulm 44 Ulm Messe mit Donauhalle 45 Science Parks (Wissenschaftsstadt) 46 Ehem. Hochschule für Gestaltung (hfg) 47 Donaustadion 48 Erlebnisbad Wonnemar

In Ulm/Neu-Ulm gilt die Umweltzone, Infos unter www.tourismus.ulm.de


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ulm  .  neu-ulm willkommen

Kloster Kloster Wiblingen Wiblingen Kloster Wiblingen

willkommen Das Touristik-Magazin für die Donau-Doppelstadt

Event

2 013 :

Ulmer Fischerstechen

Sehenswert

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Mittelalter trifft Moderne

Erlebenswert Essen, trinken, bummeln und mehr

Staunenswert

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EUR 3,50

89079 89079Ulm Ulm 38 Schlossstraße 89079 Ulm Tel: Tel:0731 0731 5028975 5028975 89079 Ulm Tel: 0731 5028975 www.kloster-wiblingen.de www.kloster-wiblingen.de Tel: 0731 5028975 www.kloster-wiblingen.de

Öffnungszeiten: Öffnungszeiten: Öffnungszeiten: Di Di- -So, So,Feiertag Feiertag Öffnungszeiten: Di - So, Feiertag

Willkommen

Informationen: Informationen: Informationen: Schlossstraße Schlossstraße38 38 Informationen: Schlossstraße 38

3,50 €

Kunst und Kultur in großer Vielfalt

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Ulm/Neu-Ulm: Willkommen  

Unser touristisches Magazin mit Infos, Reportagen und wunderschönen Aufnahmen der Donau-Doppelstadt Ulm und Neu-Ulm.

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