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20 | ui Zum Jahreswechsel

Liebe Bürgerinnen und Bürger, haben wir also wieder ein Jahr geschafft – manchmal hatten wir auch das Gefühl, das Jahr hat uns geschafft! Aber mit »Zusammenhalten« und »Zusammenhelfen« ist vieles wieder gut geworden. Das Jahr 2015 war geprägt durch die Flüchtlingskrise, obwohl die al-

»» Viele Maßnahmen im Bereich der Infrastruktur (Straßen, Wasser, Kanal, Breitband, Mobilfunk usw.)

»» Große Investitionen in die Feuerwehren »» Erwerb von Flächen zur weiteren Entwicklung

lermeisten Bürgerinnen und Bürger in Hauzenberg davon nichts oder

Das ist nur ein kleiner Auszug von Projekten, die auch nach außen er-

nicht viel direkt gemerkt haben. Allerdings haben sich aus der ur-

kennbar sind. Darüber hinaus sind noch viele weitere Maßnahmen in

sprünglich spontanen Aufgabe sehr verbindliche Helferstrukturen

Planung.

entwickelt. Migration hat in Hauzenberg viele Gesichter: ca. 600 Men-

In 47 Stadtrats- und Ausschusssitzungen mit 318 Tagesordnungs-

schen nicht-deutscher Staatsbürgerschaft mit 50 verschiedenen Natio-

punkten haben wir 281 Mal einstimmige Beschlüsse gefasst, 29 Mal

nalitäten leben bei uns. Sie sind aus verschiedenen Gründen da: sie sind

Mehrheiten für eine Vorlage gefunden und nur 6 Mal gab es eine Ent-

dringend benötigte Arbeitskräfte vor allem in unserer Bauwirtschaft,

scheidung gegen eine Vorlage aus der Verwaltung. Insgesamt wurden

sie suchen Schutz und bessere Zukunftschancen, sie kommen der Lie-

122 Bauanträge und 14 Bauvoranfragen eingereicht. Davon konnten für

be wegen oder aus anderen Gründen. Das Thema bleibt aktuell welt-

76 Bauvorhaben und 5 Bauvoranfragen positive Bescheide erreicht

weit vor allem wegen der unveränderten Fluchtursachen. Hoffen wir

werden, die restlichen Verfahren sind noch in Bearbeitung. Auch 2016

auf mehr Frieden – der würde viel helfen!

haben wir ein großes Pensum Aufgaben mit einer gut qualifizierten,

Stellten wir in einer spontanen Umfrage auf der Straße die Frage,

motivierten Verwaltung und einem einsatzfreudigen Bauhof geschafft.

was 2016 besonders in Erinnerung geblieben ist, würden viele sicher-

Große Anerkennung gilt allen, die sich ehrenamtlich für das Wohl der

lich die Unwetter im Mai und Juni nennen. Dem großen Einsatz der

Allgemeinheit einsetzen.

Feuerwehren, von Hauseigentümern und der Nachbarschaft, Firmen,

Natürlich gibt es auch im Rückblick auf 2016 manches, das besser

der Stadtverwaltung und des Bauhofes ist es zu verdanken, dass die

hätte laufen können – wer von uns allen könnte das für sich selbst in Ab-

größten Schäden schnell behoben werden konnten. Alleine für die Be-

rede stellen – wohl keiner! Aber mindestens genauso hell muss gesehen

hebung der Schäden in der öffentlichen Infrastruktur haben wir bis

werden, was gelungen ist – ohne Aufhebens, quasi ganz selbstverständ-

heute mehr als 200.000 EUR eingesetzt – und es bleibt viel zu tun.

lich, weil jeder von uns jeden Tag sein Bestes gibt. Alles in allem war das

Die Natur zeigt uns deutlich, dass wir gefordert sind, mehr Achtsamkeit walten zu lassen - im privaten und im öffentlichen Bereich.

Jahr 2016 wieder ein Gemeinschaftswerk, an dem viele mitgewirkt haben und wofür ich mich bei allen von Herzen bedanken darf.

Unser natürlicher Lebensraum ist ein wichtiger Teil unserer hohen Le-

Ich wünsche Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger, dass Sie beruf-

bensqualität, aber sie wird sich nicht nach uns richten – wir müssen uns

lich und privat zufrieden auf das Jahr 2016 zurückblicken und mit Mut

anpassen! Was geht wo und was geht gar nicht? Was funktioniert so

und Zuversicht das neue Jahr 2017 beginnen. Ich wünsche uns in der

wie bisher nicht mehr, und was können wir ändern? Wie gehen wir mit

Verwaltung und im Stadtrat eine glückliche Hand und viele gute Ent-

dem verbleibenden Risiko um? Fragen die uns fordern werden, in den

scheidungen zum Wohle unserer schönen Stadt. Das neue Jahr soll uns

Entscheidungen, in den Investitionen und in der Erkenntnis, dass es

allen vor allem Gesundheit, Glück und Freude an unserer Arbeit und an

umfassende Sicherheit nicht gibt.

den kostbaren – im Alltag so oft übersehenen - Zeiten schenken. Wenn

Und was hat uns das Jahr 2016 alles gebracht, was haben wir ge-

wir uns vornehmen – alle miteinander - unsere wertvollen Lebensqua-

schafft? Die gute finanzielle Lage hat uns genügend Spielraum für viele

litäten, unsere Natur, ein Leben in Frieden und Wohlstand, unsere gu-

Projekte geboten:

ten Strukturen in Wirtschaft, Bildung, Kultur und Bürgergesellschaft

»» Weiter auf dem Weg zu der dringend notwendigen Sanierung der

mit großer Achtsamkeit zu pflegen, zu erhalten und weiter zu entwi-

Kläranlage inkl. aller Maßnahmen bis zur Fertigstellung 2018

ckeln, dann können wir optimistisch das neue Jahr angehen.

»» Umfangreiche Investitionen in Bildung, Kultur und Freizeit (z. B. Grundschulen und Sportmittelschule, Freudensee, Kunstrasen

Alles Gute

u.v.m.)

Ihre 1. Bürgermeisterin Gudrun Donaubauer

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