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Ostasiens Millionen

Zu viel vertraut? 900 neue Mitarbeiter, weil Menschen warten

Wir gehören zu den 900! Rund um den Globus beteten Menschen von 2006 - 2011 darum, dass Gott der ÜMG 900 neue Mitarbeiter schenken möge. Auch wenn der „Aufruf zum Gebet“ abgeschlossen ist, ist Gottes Werk in Asien noch lange nicht beendet. Zwei der ersten deutschen „900“ arbeiten seit 2006 in einem muslimischen Land. Wir erfuhren erst nach unserer Ausreise, dass wir zu den Ersten der „900“ zählten! Unsere Vorbereitung hatte allerdings schon einige Jahre vor dem „Aufruf zum Gebet für 900 Mitarbeiter“ begonnen. Nach einer Erkundungsreise nach Asien entschieden wir uns, mit der ÜMG unter Muslimen zu arbeiten. Eine Motivation dafür war, dass es in Asien weltweit die meisten Muslime, aber die wenigsten Mitarbeiter gibt. Letztes Jahr begann unser zweiter Dienstabschnitt. Nach dem Umzug in eine neue Region unseres Einsatzlandes gibt es viel Neues zu lernen. Obwohl wir noch im selben Land leben, sind die kulturellen Unterschiede beträchtlich. Wir müssen wieder neu überlegen, wie wir unseren Alltag gestalten, damit Jesus für die Menschen

www.ümg.de

durch unser Zeugnis anziehend und ansteckend wird. In unserem Projekt zeigte eine einheimische Muslimin gleich zu Beginn großes Interesse an Jesus. Sie unternahm konkrete Schritte hin zu ihm. Mittlerweile sucht sie die Wahrheit wieder im Islam. Unsere Begeisterung über Gottes Wirken wurde etwas gedämpft... Langsam begreifen wir, wie wichtig es ist, unsere Freunde durch Gebet in direkten Kontakt mit Jesus zu bringen. Dadurch kann er sich Ihnen persönlich vorstellen und Leben verändern. Die Zeit der Gebetsinitiative ist abgelaufen. Doch Gottes Arbeit in Asien scheint erst richtig zu beginnen. Es gibt so viele Möglichkeiten, Teil von seiner Geschichte unter Asiaten zu sein. Sei mit dabei! S+A.

Millionen Muslime haben noch nie einen Christen erlebt

Was war nur mit Hudson Taylor los? Verwirrt und verloren stand er auf der Kanzel. Immer und immer wieder stammelte er die selben Worte, wie eine gesprungene Schallplatte: „Du kannst Gott nie zu viel vertrauen. Du kannst ihm nur zu wenig vertrauen. Nie zu viel. Niemals zu viel.“ Der Gemeindepastor führte den alten Mann vorsichtig auf seinen Platz zurück. Taylor war am Ende seiner Kräfte. Aber dieser eine Satz enthielt seine ganze Lebenserfahrung. Haben wir Gott zu viel zugetraut, als wir ihn um 900 neue Mitarbeiter baten? Noch dazu in aller Öffentlichkeit? War dies nicht leichtsinnig, gar überheblich? Nein, ich glaube nicht! Denn wir haben einen großen Gott. Außerdem ging es uns um Gottes eigene große Leidenschaft: Menschen retten. Asiaten in seine Familie holen. Es ging uns nicht darum, selber „groß dastehen“ zu wollen. „Es ist besser, an großen Zielen zu scheitern, als keine Ziele zu haben“, sagte ein weiser Mensch. Lassen Sie sich überraschen, denn Gott hat trotzdem Erstaunliches getan. Und bleiben Sie dran am Gebet. Denn neue Mitarbeiter brauchen wir weiterhin. Für Asien. Auch 2012. Joachim König Redaktionsleiter

Januar - Februar 2012

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„Aufruf zum Gebet“ 2006-2011

Ändern sich die Ziele? Die Herausforderungen Ostasiens sind riesengroß, ähnlich wie vor 60 Jahren, als OMF (in Deutschland: ÜMG) die Nachfolge der ChinaInland-Mission antrat. Über zwei Milliarden Ostasiaten sind vom Evangelium weiterhin unerreicht. Darum bleibt OMF dem Auftrag verpflichtet, Gott durch die dringliche Evangelisation von Ostasiens Millionen zu verherrlichen. Menschen sollen durch das Evangelium von Christus verändert werden.

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Effektive Mitarbeiter für vernachlässigte Gebiete Wir danken Gott für die Gemeinden, die während der vergangenen fünf Jahre mit uns um 900 neue Mitarbeiter gebetet haben. Wir beteten um Menschen, die das Evangelium in vernachlässigte Bereiche bringen. Dabei geht es uns nicht um Menschen in abgelegenen Gebieten, sondern um bisher übersehene Volksgruppen und Bevölkerungsschichten. Unsere Grenzen sind nicht geographischer, sondern geistlicher Natur. Diese Grenzen können nicht alleine durch eine größere Zahl von Mitarbeitern überwunden werden. Darum war ein weiteres Ziel, die Effektivität, geistliches Wachstum und ein gemeinsames Streben nach Heiligung zu fördern. Zahlen und Fakten Am 31. Oktober 2011 betrug die Zahl der vollzeitlichen Mitarbeiter der ÜMG/OMF genau 1.400 Personen aus 40 verschiedenen Nationen. Über 600 neue Mitarbeiter sind seit 2006 zu OMF dazugestoßen. Dies bedeutet ein numerisches Wachstum von 22%. Zusätzlich zu den Mitgliedern zählen wir 329 Pensionäre, 882

Kinder, 238 Angestellte und viele Freiwillige. Alle verfolgen gemeinsam Gottes Ziele für Ost- und Südostasien. Insgesamt stehen über 3.000 Menschen in einer engen Verbindung zu uns. Die 600-800 Kurzzeiter, die jährlich einen Einsatz mit uns machen, sind in diese Zahl noch nicht mit eingerechnet. Dazu kommen weitere zehntausend Missionsfreunde, die beten und geben. Neue Ziele? Die Bestimmung von OMF ist es, gemeinsam mit Gott SEINE Ziele zu erreichen. Nicht das Wohl unserer Organisation, sondern die Ziele Gottes sollen unsere Sorge sein. Darum beten wir weiter, dass der Name Gottes unter den Menschen Ostasiens verkündet wird, obwohl der Aufruf zum Gebet für 900 neue Mitarbeiter nun beendet ist. Das Zeugnis echten Wachstums sind Menschen, die in das Bild Christi umgestaltet wurden. Es besteht in christlichen Gemeinschaften, die das Evangelium in Demut und Aufrichtigkeit unter den Menschen Ostasiens leben und verkündigen. Dafür setzen wir uns weiterhin ein. HERR, fördere die Arbeit unserer Hände. (Psalm 90,17) Patrick Fung Generaldirektor von OMF International (Singapur)

Kurz berichtet Thailand nach den Fluten Auf den ersten Blick scheint sich das Leben in Thailand wieder normalisiert zu haben. Die Märkte haben wieder geöffnet und die Supermärkte sind voll mit Waren. Es stehen aber immer noch viele Felder unter Wasser. In den Städten häufen sich die Abfallberge am Straßenrand und verbreiten stechenden Gestank. Überall sind die Menschen am Aufräumen und Putzen. 11.000 Mitarbeiter der Automobilindustrie wurden von ihren Arbeitgebern entlassen. 39 Zulieferbetriebe in Gewerbegebieten werden auch nach dem Hochwasser nicht weiter produzieren, da die Betreiber 2012 mit ähnlichen Überflutungen rechnen. Die lange Krise hat in den Seelen der Menschen tiefe Spuren hinterlassen. Depressionen nehmen zu. ÜMG Mitarbeiter sind mit dem Verteilen von Hilfsgütern beschäftigt. Dazu arbeiten sie eng mit einheimischen Gemeinden und den Behörden zusammen. Beten Sie um emotionale Stabilität, Kraft und Ausdauer sowie um Gelegenheiten, von der Liebe Jesu zu reden. Persönliche Anteilnahme Im vergangenen September zog das Ehepaar Mike und Rowena McGinty (ehemalige Regionalleiter in Hokkaido) gemeinsam mit einem japanischen Ehepaar in das Tsunami-Gebiet. Japaner, die durch den Tsunami alles verloren haben, wohnen in Wohncontainern auf freien Plätzen (Sportplätzen, Parks etc.). Unsere Mitarbeiter besuchen diese Siedlungen. Sie servieren Tee und Kekse und hören den Menschen zu. Zudem verteilen sie benötigte Hilfsgüter und bieten christliche Literatur an. Langsam wachsen persönliche Beziehungen.


Tendenzen und Entwicklungen

Wachstum ja, aber weniger als erhofft 2006 setzten sich die einzelnen „sendenden Länder“ konkrete Gebetsziele. Darin legten sie fest, wie viele Mitarbeiter sie in den nächsten fünf Jahren aussenden wollten. Die ÜMG Deutschland entschied, um 50 neue Mitarbeiter zu beten. Nach Ablauf dieser Zeit ist es gut, Rechenschaft zu geben.

4) Als letztes beteten wir um eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit all denen, die Jesus unter Asiaten verherrlichen wollen. Um diese vier Punkte umsetzen zu können, baten wir Gott um 900 neue Mitarbeiter. 700 davon waren für den direkten Feldeinsatz vorgesehen; 200 sollten die Infrastruktur unterstützen.

der erwünschten Mitarbeiter. Aus Deutschland konnten wir zwischen 2006 und 2011 genau 24 der erhofften 50 Mitarbeiter senden. Dies könnte an den rückläufigen Geburtenzahlen, verbunden mit wachsendem Materialismus und einer größeren Unsicherheit zusammenhängen. Zweifellos spielt der Rückgang des Missionsverständnisses in den Gemeinden eine wesentliche Rolle.

Langzeit-Missionare im Plus Statt der erbetenen 900 Mitarbeiter kamen Inhalte, nicht Zahlen „nur“ 600 neu in die Der Aufruf zum Gebet umfasste vier weltweite OMF/ÜMG. inhaltliche Punkte. Wir beteten, Überraschend ist, dass 1) dass Jesus allein unser Beten diese Mitarbeiter länger und Handeln bestimmt, bleiben als in der Ver2) für fünf Arbeits-Schwerpunkte gangenheit. Der Anteil unter Asiaten: der Langzeitmitarbeiter Weniger Stoppschilder und Einschränkungen (a) verstärkten Einsatz unter stieg von 2006 - 2011 als man denkt: Mission in Ostasien Muslimen, im Vergleich zu 2001 (b) nachhaltigen Dienst unter - 2006 um 42%. Der Anteil der ÜMG-Ziele für 2012 Buddhisten, Mitarbeiter, die „nur“ für zwei bis Welche Schwerpunkte setzen wir (c) Wahrnehmen wachsender drei Jahre in Asien bleiben, sank im uns in diesem Jahr? Möglichkeiten in China, selben Zeitraum um 30 %. 1) Der Auftrag bleibt: Asiaten (d) Ostasiaten außerhalb sollen von Jesus hören können Asiens („Diaspora“), Asien boomt! 2) Gebet für Asiaten fördern, (e) das Initiieren asiatischer Auffällig ist, wie viele ethnische Asi3) Gemeinden die geistliche Not Missionsbewegungen. aten Gott in die Arbeit der ÜMG beAsiens vermitteln und sie zur 3) Wir beteten zusätzlich um rufen hat. Viele von ihnen stammen Mitarbeit ermutigen, Mitarbeiter für die Begleitung aus Auswandererfamilien in den 4) Neue Mitarbeiter gründlich unserer Missionare (AdminiUSA, Australien oder Neuseeland auf ihren Einsatz vorbereiten stration). und kehren als Missionare in die und in Verbindung mit ihrer Heimat ihrer VorHeimatgemeinde aussenden, Anzahl neuer Mitarbeiter fahren zurück. 5) Unsere Infrastruktur veränderten Bedingungen anpasvon 2006 bis 2011 (Auswahl) Ein Land ersen, um den Auftrag weiterreicht 100% hin ausführen zu können. Holland ist das Gott möchte die Gemeinden einzige Land, das Deutschlands und die ÜMG weidie erbetene Zahl terhin an seinem Auftrag teilhaneuer Mitarbeiter ben lassen. Bitten Sie den Herrn senden konnte. um weitere Mitarbeiter, auch aus Australien, die Deutschland. Hans Walter Ritter Philippinen und Missionsleiter die Schweiz erhielten zwischen 63 % und 87 %

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Kurz berichtet

„Gott muss Asiaten besonders lieben, sonst hätte er nicht so viele geschaffen!“

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Die ÜMG in Ihrer Nähe 12.1. Mundelsheim: Allianzgebetsabend im CVJM (www.mundelsheim-evangelisch.de) 14.1. Mücke: Allianz-Missionsgebetsabend 15.1. Neustadt/W.: Gottesdienst (www.neustadtprojekt.de) 22.1. Burkhardsfelden: Gottesdienst (www.chri-gem-bkf.de) 29.1. Homberg/E.: Missionsgottesdienst (www.eghr.info) 4.2. 26.2. 26.2.

Krelingen: MOVE (www.move-to-mission.de) Bielefeld: Missionsgottesdienst i. d. LKG (www.lkg-bielefeld.de) Gießen: Gottesdienst bei den Jesus Freaks (www.jfgi.de)

Besondere Veranstaltungen 6.1. Trossingen: Missionstag (www.evkt.de) 8.1. Stuttgart: Jugendkonferenz für Weltmission 15.1. Rohrdorf/Mindersbach: Missionstag (www.kirche-rohrdorf.de) 21.-22.1. Puschendorf: Missionsfreizeit. Thema: Jesus in Asien bekannt machen – jeder ist gefragt 18.-19.2. Mücke: ÜMG Info-Wochenende 24.-26.2. Detmold: JUMIKO (www.jumiko-lippe.de) 24.2.-1.3. Steinen und Umgebung: Wiesental-Konferenz. Thema: Bleiben oder gehen? Trotz schwierigem Umfeld nicht aufgeben. 4.-6.5. STEPS Weltmissions-Wochenende, Burbach-Holzhausen www.come.to/steps

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Familien-Nachrichten

Buddhismus-Material

Elke Hain fliegt am 25. Januar für einen weiteren Dienstabschnitt nach Thailand zurück. Elisabeth Weinmann aus Taiwan wird ab dem 26. Januar für drei Monate in Deutschland sein.

Auf unserer Internet-Seite finden Sie Arbeitsmaterial und Kurzfilme, mit denen Sie BuddhismusAbende in Gemeinde oder Hauskreis durchführen können. Gerne können Sie auch einen ÜMG Mitarbeiter dafür einladen. Rufen Sie uns an: 06400/900 55.

ÜMG Deutschland Zweig von OMF International gegründet 1865 von J. Hudson Taylor als China Inland Mission Arbeitsgebiet: Ost- und Südostasien www.ümg.de

www.ümg.de

Anschrift Am Flensunger Hof 12 35325 Mücke Telefon: 06400-90055 E-Mail: de@omfmail.com

Taiwan Die Gemeinde für Verkäufer/innen in Taipei feierte im September ihren siebten Geburtstag. 100 Menschen zählen sich zur Gemeinde und treffen sich in 12 Kleingruppen. In neun Wohngemeinschaften leben 37 Menschen zusammen. Ein Second-HandLaden und ein Restaurant bieten Arbeit für alleinerziehende Mütter. Neben Elisabeth Weinmann arbeiten ein ÜMG Ehepaar und mehrere Taiwanesen vollzeitlich mit. Die Ausgaben der Gemeinde werden zu 75% durch eigene Kollekten gedeckt. Kambodscha Die internationale Hope-Schule wird von vielen Missionarskindern besucht. Dort lernen mittlerweile 350 Schüler (2005 waren es noch 50 Schüler), von denen viele aus nichtgläubigen Elternhäusern kommen. Die Schule ist nicht nur bei Diplomaten, sondern auch bei Kambodschanern aus der High Society beliebt. Deren Kinder können Jesus im Leben von Lehrern und Mitschülern erleben. China In der Provinz Henan befreite die Polizei 17 geistig Behinderte, die in einer Ziegelei wie Sklaven gehalten worden waren. Aus anderen Provinzen wurde von ähnlichen Razzien berichtet. Auf dem Land geht der Aberglaube um, Behinderung bringe Unglück. Darum lassen viele Familien ihre behinderten Kinder im Stich. Beten Sie, dass Christen die von der Gesellschaft Verachteten lieben und ihnen ohne Scheu Gutes tun.

Spendenkonto Sparkasse Oberhessen Konto: 350005161 BLZ 51850079


Gebet um 900 neue Mitarbeiter