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Ostasiens Millionen Heart for Asia. Hope for Billions.

Die unvollendete Aufgabe Die Unerreichten neu im Blick: The Task Unfinished Matthias Holighaus Im Januar 1931 veröffentlichte die China Inland Mission in ihrer Zeitschrift „Chinas Millionen“ ein Lied des damaligen Generaldirektors Frank Houghton. Es trug den Titel „The Task Unfinished“ (Die unvollendete Aufgabe). Darin ging es um den biblischen Auftrag, das Evangelium unter allen Völkern bekannt zu machen. In der ersten Strophe heißt es:

Die Arbeit unvollendet treibt uns neu ins Gebet. Die Not ist unvermindert, mahnt uns, die wir bequem. Als deine Kinder geben wir wieder dir die Hand, woll’n unser Leben geben, damit du wirst bekannt.

Die Raute (#, genannt „Hashtag“) ist ein Suchsymbol im Internet. Der Slogan stammt aus dem Lied: Facing a Task Unfinished (Die unvollendete Aufgabe). Er ist aber auch ein Aufruf von OMF an Christen weltweit, die gute Nachricht zu den Volksgruppen zu bringen, die Jesus noch nicht kennen. Erinnern Sie sich noch an das 150. Jubiläum der China Inland Mission? Im Jahr 2015 fragten wir uns: Was wurde in 150 Jahren erreicht? Wie hat sich Ostasien geistlich verändert? Ist der Missionsauftrag bereits erfüllt? Falls nicht, was ist als Nächstes dran? Aus diesen Fragen entstand die neue Initiative.

Diese Worte sind ein Echo auf Matthäus 24,14: „Die rettende Botschaft von Gottes Reich wird auf der ganzen Welt verkündet werden, damit alle Völker sie hören.“ Wir möchten diesem Auftrag gehorsam sein, bis Jesus wiederkommt. Der Bibelvers spornt uns an, die gute Nachricht von Jesus Christus unter den Völkern Ostasiens bekannt zu machen. Nicht nur mit Worten, sondern durch unser ganzes Leben. Unser Ziel ist, dass Gottes Reich Menschen in allen gesellschaftlichen Schichten erreicht. Unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft, dem kulturellen Hintergrund oder der sozialen Zugehörigkeit. Weiterlesen auf Seite 2 >>>

Mai - Juni 2018

#TheTaskUnfinished: Was bitte?!

Interessant: Die Länder und Dienste, in die wir uns gerufen wissen, haben sich kaum verändert. Doch wir betrachten sie unter neuen Vorzeichen. Davon handelt diese Ausgabe. Beten Sie mit uns, damit viele Asiaten Jesus voller Freude anbeten!

Joachim König

www.omf.de


Vergessene Volksgruppen in Ostasien In den vergangenen Jahren haben wir unsere Einsatzländer erneut unter die Lupe genommen. Dabei legte uns Gott einige „vergessene“ Volksgruppen neu aufs Herz. Unter ihnen ist das Evangelium bisher so gut wie nicht verkündigt worden. Dazu gehören Tibeter und Mongolen. Wir beten für Menschen in Myanmar, Nordkorea und Vietnam. Wir suchen Wege zu den Muslimen in China und anderen Ländern Südostasiens. Wir sehen Studenten und Fachkräfte außerhalb Asiens („Diaspora“). Unser Wunsch ist, dass sich Christen senden lassen, um diesen Menschen Jesu Liebe zu bringen.

Volksgruppen ohne geistlichen Durchbruch Volksgruppen, unter denen unsere Missionare schon viele Jahre arbeiten, bleiben weiterhin ein Schwerpunkt. Trotz erster „Erfolge“ warten wir auf geistliche Durchbrüche. Dazu gehören Länder wie Thailand, Kambodscha, die Arbeiterschicht in Taiwan, Japan und etliche der über 7000 philippinischen Inseln. Wieso kommt die gute Nachricht dort scheinbar nicht an? Unter anderem ist der geistliche Widerstand erheblich (Epheser 6,12). Dies fordert uns als Christen heraus, inständig für die Menschen in diesen Regionen zu beten.

Eine gemeinsame Aufgabe Mir persönlich scheint diese Aufgabe einige Nummern zu groß zu sein. Ein Gedanke von Hudson Taylor ermutigt mich: „Nicht großen Glauben brauchen wir, sondern Glauben an einen großen Gott.“ Als Christen sind wir aufgerufen, zusammenzustehen und gemeinsam diese Aufgabe anzugehen. Wie kann das geschehen? Beten Sie für die oben genannten Länder. Dadurch beteiligen Sie sich an der Erfüllung der unvollendeten Aufgabe. Beten Sie, dass sich Menschen zu den Völkern Ostasiens senden lassen. Nur einer von zehn Asiaten kennt einen Christen. Für suchende Asiaten ist die Chance, seine Fragen mit einem Christen zu besprechen, verschwindend gering im Vergleich zu einem suchenden Europäer. Deshalb ist die Zeit, Missionare zu senden, noch lange nicht vorbei. Mehr Informationen zu dieser Initiative finden Sie auf unserer Homepage, auf Facebook oder Instagram. In diesem Sinne, herzlich Ihr Matthias Holighaus Missionsleiter

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- Gebet

Wir laden Sie ein, im Mai und Juni für unerreichte Volksgruppen in Ostasien zu beten: fünf Minuten am Tag, fünf Tage lang, für fünf strategische Anliegen. Fordern Sie die Anliegen bei uns an. Sie finden sie auch in der Gebets-App: „Deutschland betet“ (unter: OMF). www.deutschlandbetet.de


Diwud und Li: Opfer christlicher Nachlässigkeit Unter dem Motto: #TheTaskUnfinished rückt OMF tausende Volksgruppen in den Blick, die die gute Nachricht von Jesus Christus noch nie gehört haben. Zwei Menschen, zwei asiatische Länder Die meisten Tage in Diwuds Leben sind völlig gleich. Er steht früh auf und verbringt die meiste Zeit des Tages mit harter Arbeit auf dem Feld. Anschließend kehrt er für ein dürftiges Essen mit der Familie ins Dorf zurück. Regelmäßig opfert er Weihrauch, um böse Geister abzuwehren, die seiner Familie Schaden zufügen könnten. Trotzdem fühlt er sich oft kraftlos und voller Angst. Das Leben von Li sieht ganz anders aus. In seiner multinationalen chinesischen Baufirma klettert er auf der Karriereleiter rasch nach oben. Er schafft es bis fast an die Spitze. Auf dem Weg dahin erlangt er Wohlstand und Status. Seine Familie ist stolz auf ihn. Er verdient mehr Geld, als er jemals erträumte. Nichts fehlt ihm. Nur eins: innerer, anhaltender Friede. Tief innen fühlt Li sich leer. Diese Geschichten beschreiben Menschen an verschiedenen Orten Ostasiens. Eines verbindet sie: ihre Sehnsucht nach Frieden, begründeter Hoffnung und Freiheit von Angst. Sie brauchen Jesus Christus: Prinz des Friedens, Hoffnung der Nationen, Herr über Himmel und Erde. Ideal und traurige Realität Das Herz der OMF-Initiative “Die unvollendete Aufgabe” (#TheTaskUnfinished) ist es, Menschen wie Diwud und Li die gute Nachricht zu bringen. Diese Initiative ist ein Ruf an Christen in aller Welt, das Evangelium zu den Volksgruppen zu tragen, die Jesus noch nicht kennen. Wir sind davon überzeugt, dass jeder Mensch auf dieser Erde die gute Nachricht von Jesus Christus hören muss. Idealerweise wird sie ihm durch Gläubige seiner eigenen Volksgruppe gebracht, von einer Gemeinde in der Nähe seines Zuhauses oder durch die Bibel in seiner eigenen Sprache. Die Realität sieht leider anders aus. Milliarden von Menschen haben bis heute keine Möglichkeit, von Jesus zu hören. Vor allem Menschen aus dem Westen kommt diese Aussage gewagt vor. Hat nicht fast jeder Mensch von Jesus gehört?

Volksgruppen, in denen das Evangelium kaum verkündet wird

Volksgruppen ohne geistlichen Durchbruch

Gemeinsam möchten wir diese Völker Ostasiens erreichen. Im Rahmen dieser Initiative stellen wir deshalb in den kommenden Monaten diese Länder und Volksgruppen in den Mittelpunkt. Konkrete Gebetsanliegen und Einsatzmöglichkeiten helfen Ihnen, sich auf unterschiedliche Weise zu engagieren.

Unerreicht: Zahlen und Fakten Die Statistik spricht eine deutliche Sprache. Weltweit haben 29% aller Menschen (zwei Milliarden Menschen!) keine Möglichkeit, die gute Nachricht von Jesus zu hören. Über 6000 Volksgruppen gelten als unerreicht. In der Missiologie redet man von „unerreicht“, wenn in einem Volk weniger als 2% Christen sind. In einem solchen Fall sind die einheimischen Christen zahlenmäßig fast nicht in der Lage, ihre eigene Gruppe ohne fremde Hilfe zu evangelisieren (Definition nach Joshua Project). Ostasien ist das am wenigsten erreichte Gebiet der Welt. 667 Millionen Menschen haben keinen Zugang zum Evangelium, noch nicht von Jesus gehört, zumindest nicht auf eine Art, die für sie verständlich war. (Quelle: globalfrontiermissions.org)

Wunderbare Aufgabe, große Vision Trotz aller Herausforderungen ruft uns Gott, die wunderbare Aufgabe der Verkündigung seiner Herrlichkeit anzupacken. Wir dürfen Menschen in seiner Kraft die gute Nachricht bringen, dass Gott sie liebt. Durch den Preis, den Jesus am Kreuz für sie bezahlt hat, können sie ewigen Frieden haben. Eines Tages werden wir zusammen mit Gläubigen aus „jedem Stamm und jeder Sprache und Nation“ (Offenbarung 7,9) Gott anbeten. Bis es soweit ist, beteiligen wir uns daran, die Völker dieser Welt zu Ihm einzuladen. Wir bitten Sie herzlich mitzubeten!


Beatrix Neblung

Termine

Die unvollendete Aufgabe in Japan

04.-06.05. Burbach: STEPS. Ein Missions-MentoringWochenende. 06.05. Oberissigheim: Dankgottesdienst für den Dienst von Ehepaar Langhans (Ev. Kirche) 18.-21.05. Rehe: Marco Czygan bei der akademikon der SMD. 20.05. Neustadt/W.: Missionsgottesdienst mit Joachim König 20.05. Dornstetten-Aach: Aussendungsgottesdienst von Elisabeth Weinmann (Ev. Kirche) 09.06. Filderstadt-Bernhausen: Kaffeetrinken für Missionarseltern (Info und Anmeldung im OMF Büro) 10.06. Meersburg: Missionsgottesdienst in der Chrischona-Gemeinde mit Ehepaar Langhans 15.-17.06 Mücke: Marco Czygan bei Connect, der Netzwerktagung von SMD-Weltweit 17.06. Salzgitter-Bad: Dankgottesdienst für den Dienst von Ehepaar Langhans, mit Hans-Hermann Heldberg (Ev.-freik. Gemeinde) 22.06. Mücke: OMF Gebetstag von 9-12 Uhr (Info und Anmeldung im OMF Büro) 24.06. Burbach-Wahlbach: Dankgottesdienst für den Dienst von Ehepaar Langhans, mit Matthias Holighaus um 17 Uhr (Ev. Gemeinschaft)

Vorschau: 27.-28.10. Mücke: Deutsch-Japanisches Missionsfest. Mit Einführung von Armin und Heike Messer als Missionsleiter 24.-25.11. Mücke: Ostasien-Infowochenende für Interessierte

Evangelisation durch vier Saiten und Kaffee-Spezialitäten Trotz beschränkter Sprachkenntnisse schafft es unser dauergewellter, allzeit gut gelaunter Kurzzeiter aus Hong Kong, Ukulele zu unterrichten. Drei Japanerinnen tasten sich Griff für Griff voran. Später möchten sie auch den Aufbaukurs besuchen. Parallel dazu werden wir wieder einen Anfängerkurs anbieten. Ob neue Leute kommen? Unser englisches Konversations-Café an fünf Freitagvormittagen lief prima. Zwei junge Mütter frischten ihr Englisch auf. Ein 80-jähriger Mann erinnerte sich an vergessen geglaubte Ausdrücke. Eine Japanerin unterhielt sich in fließendem Englisch mit uns. Zwei Freundinnen kamen gemeinsam und hatten viel Spaß. Am Ende der Ukulele-Stunden und des Englisch-Cafés zeigten wir jeweils kurze Videos von japanischen Christen, die über ihre Erfahrungen mit Jesus sprechen.

News Kommen ... Elke Hain hat ihren Dienst in Thailand abgeschlossen und kam am 1. April nach Deutschland zurück. Am 5. Juni kommt Familie Malessa von den Philippinen in den Heimataufenthalt. Gehen ... Familie Steeb ist zum 1. April aus OMF ausgeschieden. Wir danken ihnen für ihren Einsatz und erbitten Gottes Segen für ihren weiteren Weg. Ende Mai ist der Heimataufenthalt von Elisabeth Weinmann (Taiwan) zu Ende.

OMF International Deutschland Am Flensunger Hof 12, 35325 Mücke Telefon: 06400/900-55, E-Mail: de@omfmail.com

Frühlingsfest im Schnee Im März feierten wir ein Frühlingsfest, zu dem außer alten Bekannten auch etliche Erstbesucher kamen. Wir hatten den Raum in einen kleinen Kirschbaum-Garten verwandelt. Während die echten Parks noch dick verschneit sind, konnten wir unter unseren papierenen Kirschbäumen schon „Hanami“ zelebrieren: Kirschblüten-Betrachten. 17 Gäste (zwischen vier Monaten und 86 Jahren) genossen Spiel, Quiz, Lied und Picknick. Meine Kollegin Sian erzählte anhand eines kleinen Ostergartens, wie Jesus durch seine Auferstehung das Dunkel unseres Lebens hell machen kann. Wir beten darum, dass unsere Gäste dem auferstandenen Herrn begegnen und an Ihn glauben. Mit 86 Jahren auf der Suche nach Gott Frau Sasaki ist ein Beispiel dafür. Mit 86 Jahren kommt sie das erste Mal in unsere Gemeinde. Sie fragt nach dem Sinn ihres Lebens, sucht nach Antworten, innerem Frieden und einer Beziehung mit Gott. Seit einigen Wochen nimmt sie sogar am Gottesdienst teil und besucht einen Glaubensgrundkurs. Beten Sie mit, dass sie sich auf Jesus einlässt?

Neue Stimme am Telefon Am 1. April gab es in der OMF-Zentrale in Mücke einen Wechsel im Sekretariat. Beate Milz ist die Nachfolgerin von Ruth Reitz, die die Stelle gewechselt hat. Vielen Dank, Ruth, für deine Arbeit für OMF! Beate Milz nimmt Ihre Anrufe dienstags bis freitags von 8:30 bis 13:30 Uhr entgegen. Rufen Sie ruhig einmal an.

Spendenkonto: IBAN: DE7651 8500 7903 5000 5161 BIC: HELADEF1FRI

Die unvollendete aufgabe (OMF Ostasiens Millionen, Mai 2018)  

Unter dem Motto #TheTaskUnfinished rückt OMF tausende Volksgruppen in den Blick, die die gute Nachricht von Jesus Christus noch nie gehört...

Die unvollendete aufgabe (OMF Ostasiens Millionen, Mai 2018)  

Unter dem Motto #TheTaskUnfinished rückt OMF tausende Volksgruppen in den Blick, die die gute Nachricht von Jesus Christus noch nie gehört...

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