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Ostasiens Millionen Heart for Asia. Hope for Billions.

Beewe B we gu g un ng Eine Tür geht auf Seit Jahrzehnten betet OMF Kambodscha um eine offene Tür zur Staatlichen Medizinischen Hochschule in Phnom Penh. Missionsärzte könnten dort zukünftige Ärzte unterrichten und Studenten und Professoren mit dem Evangelium bekannt machen. Bisher bekam OMF nur Absagen. JETZT kam endlich eine Vereinbarung zwischen OMF Kambodscha und der staatlichen Uni zustande. Christliche Ärzte sollen dort unterrichten! Die Qualität des Medizin-Studiums in Kambodscha lässt zu wünschen übrig. Durch Frontalunterricht wird zwar Wissen vermittelt, nicht aber kritisches und selbständiges Denken. Zudem müssen die Studenten ihre Professoren bestechen, um die Prüfungen

zu bestehen. Viele eröffnen danach gleich eine eigene Praxis, um schnell viel Geld zu verdienen. Ihr geringes Fachwissen kann jedoch Patienten gefährden! Nun will die staatliche Uni den Besten der Jahrgänge 4-6 ein internationales Programm anbieten, das ausländische Ärzte unterrichten. Sie wollen die Studenten anleiten, kritisch zu reflektieren. Das MMC (Mercy Medical Center), ein von Missionaren gegründetes Krankenhaus, hat sich der Uni außerdem als Lehrkrankenhaus angeboten. Es könnte ein bis zwei Studenten pro Praktikum aufnehmen. Hautnah würden sie nicht nur den medizinischen Alltag, sondern auch Jüngerschaftschulung im MMC erleben. Im MMC werden arme Patienten behandelt, das Evangelium aktiv bekannt gemacht und Einheimische ausgebildet. Die kambodschanischen Assistenzärzte absolvieren dort eine zusätzliche dreijährige Ausbildung zum Allgemeinmediziner, bevor sie sich niederlassen. Sie werden dabei auch in Diagnose und Therapie von hier noch seltenen Erkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck geschult. Auch in Kambodscha werden diese Zivilisationskrankheiten zunehmen. Unsere Ärzte werden dann gut vorbereitet sein, zur Ehre Gottes! Danken Sie Gott mit uns für diese wunderbare Möglichkeit, seine Gegenwart in diesen Bereich der Staatlichen Universität zu tragen! Beten Sie um viel Weisheit, den Dienst dort zu tun! Mögen unsere Ärzte einen guten geistlichen Einfluss auf die Studenten und Professoren ausüben!

Dr. Inge Mathes leitet eine einheimische Kollegin in der Ambulanz des MMC an.

März - April 2018

Dr. Inge Mathes arbeitet seit 2011 als Ärztin am Mercy Medical Center in Phnom Penh.

Liebe Leserinnen und Leser, bei allen Berichten in dieser Ausgabe bewegt sich etwas. Eine Tür zur staatlichen Universität in Kambodscha öffnet sich, neue Jugendkreise für chinesische Jugendliche in Deutschland entstehen, ein OMFMobilisationsteam mit neuen Leitern will in Deutschland etwas in Bewegung setzen. Unter Chinas Gemeinden entsteht eine Missionsbewegung trotz eingeschränkter Freiheit. Gebet bewegt den Arm Gottes. Vorsicht! Wir haben keine Macht über Gott wie ein Puppenspieler, der die Hand seiner Marionette bewegt. Aber wir wissen, dass Gott unser Gebet will. Auch Paulus drängt in seinen Briefen immer wieder dazu, für seinen Missionsdienst zu beten: „Betet zugleich auch für uns, dass Gott uns eine Tür für das Wort auftue und wir das Geheimnis Christi sagen können…“ (Kol 4,3) Danke, dass Sie mit Ihrem Gebet helfen, dass sich in Asien Türen für das Evangelium öffnen! Herzliche Grüße,

Kerstin Richter Missionsreferentin

www.omf.de


Mitarbeiter in neuer Rolle: Marco und Nadine Czygan „Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt. Er selbst kommt uns entgegen, die Zukunft ist sein Land.“ Dieses Lied begleitet uns schon länger. Zuletzt entdeckten wir es in den Losungen am 1.1.18. An genau diesem Tag begann für uns ein neuer Weg: die Leitung des Bereichs Mobilisation innerhalb von OMF Deutschland. Mit einem tollen Team von Haupt- und Ehrenamtlichen wollen wir Interesse und Begeisterung für Weltmission fördern, dabei Einzelne und Gemeinden begleiten, mit denen Gott in seinem weltmissionarischen Anliegen unterwegs ist. In unserer neuen Aufgabe dürfen wir leben, was wir einmal als Gottes roten Faden in unserem Leben entdeckt haben: Menschen helfen, von ganzem Herzen Jesus nachzufolgen, von Gott gewirkte Lebensentscheidungen zu treffen und ihren Platz in der weltweiten Kirche zu finden und zu füllen. Uns, die wir beide aus Hamburg kommen, interessieren schon lange Menschen anderer Kulturen. Nadine leitete während ihres Referendariats als Lehrerin für Sonderschulpädagogik in Dortmund einen Bibelkreis für internationale Studenten. Marco startete während seiner Promotion in Volkswirtschaftslehre in Ilmenau/Thüringen ein Gastfreundschaftsprogramm für internationale Studenten. Danach war Marco als Reisesekretär der SMD für die internationale Studentenarbeit sowie für das Weltmissionsanliegen verantwortlich. Während dieser Zeit lernten wir uns kennen. „Vertraut den neuen Wegen und wandert in die Zeit“ so die zweite Strophe. Gott führte uns nach unserer SMD-Zeit zunächst nach England auf eine Bibelschule und danach für acht Jahre nach Südostasien. Nach dem Erlernen der Sprache unterrichtete Marco an einer Uni. In Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde begleiteten wir nebenbei Studenten und halfen ihnen, Gottes Plan in ihrem Leben zu entdecken.

Birgit mit dem neu gegründeten Jugendkreis der chinesischen Gemeinde in Hannover

Neue Aufgabe Birgit Glaw beendete ihren Heimataufenthalt zum 31.12., bleibt aber vorerst weiter in Deutschland, um ihre Eltern Siegfried und Elisabeth Glaw zu unterstützen. Elisabeth Glaw hatte im Dezember 2016 einen schweren Schlaganfall und braucht ständige Pflege. Wie geht es ihr heute? Birgit schreibt: „Wir sind dankbar, dass sich Mama auf der Pflegestation recht wohl fühlt und gut versorgt wird. Sie freut sich sehr über die regelmäßigen Besuche der chinesischen Freunde. Papa bewohnt im selben Haus eine kleine Wohnung und schlägt sich wacker.“ Siegfried und Elisabeth Glaw waren selbst OMF-Missionare in Taiwan und später Vorreiter der Mission unter Chinesen in Deutschland. Neue Aufgabe: Seit 1.1. hilft Birgit Glaw den chinesischen Gemeinden in Bremen, Hamburg und Hannover, eine deutschsprachige Teenund Jugendarbeit aufzubauen. „Beim ersten Treffen war es spannend zu sehen, wie sich die Jugendlichen auf den Jugendkreis freuten und bei der Bibelarbeit mit dabei waren. Ich war auch bewegt über das Vertrauen der Jugendlichen mir gegenüber. Bei unseren ersten Treffen lasen wir u.a. Psalm 8,6: „Du hast uns mit Ruhm und Ehre gekrönt.“ Das brachte uns auf die Idee, unsere Jugendarbeit „Königskinder” zu nennen. Wir wünschen uns, dass die Jugendlichen Jesus als ihren persönlichen Erlöser kennenlernen und zu Christen heranwachsen, die ihr Umfeld verändern. Ich freue mich auch über Gebet für die Jugend-Osterfreizeit in Berlin. Es haben sich schon ca. 80 Jugendliche angemeldet.“

Seit gut einem halben Jahr sind wir zurück in Deutschland und gewöhnen uns langsam wieder an die „deutschen Wege“. Dazu gehört auch, dass drei unserer vier Kinder statt zuhause unterrichtet zu werden jetzt eine normale Schule besuchen und wir erstmals einen Geschirrspüler besitzen . Wir freuen uns auf Gottes neue Wege und mit Euch gemeinsam unterwegs zu sein!

Logo des neuen Jugendkreises in Hannover


Gebet für unsere Geschwister in China • Um Weisheit für die Christen in China, besonders für die Gemeindeleiter und Ältesten, mit dieser Situation umzugehen. • Für genügend Leiter, die in Jesus tief verankert sind und fähig sind, andere im Wort Gottes anzuleiten. • Um Schutz vor Irrlehren. • Um Treue zu Jesus in äußerer Anfechtung, damit die Christen ein Segen für China sein können. • Dass Jesus sich als der starke Helfer in der Not erweist. • Dass chinesische Missionare berufen und ausgesandt werden, um das Evangelium in bisher unerreichte Länder zu bringen.

China: Neue Religionsgesetze Am 2. Februar sind in China die neuen „Vorschriften für religiöse Angelegenheiten“ in Kraft getreten. Während China offiziell fünf Glaubensbekenntnissen, u.a. dem Protestantismus und Katholizismus, Religionsfreiheit gewährt, gab es schon immer Gesetze, die das Ausleben des Glaubens stark einschränkten. Offiziell erlaubt sind nur die beim Staat registrierten Drei-Selbst-Kirchen. Verboten sind z.B. biblischer Unterricht von Kindern und Jugendlichen oder Spenden aus dem Ausland. Diese Vorschriften wurden bis jetzt in verschiedenen Teilen Chinas unterschiedlich streng durchgesetzt. In vielen Provinzen wurden nicht-registrierte Gemeinden bis jetzt toleriert und sie konnten in relativer Freiheit ihren Glauben leben. Es gibt sogar nicht-registrierte Hausgemeinden mit großen Kirchengebäuden und Hunderten von Gottesdienstbesuchern. Gleichzeitig wurden in anderen Provinzen Gemeindeleiter verhaftet und in einer Provinz Kreuze von Kirchengebäuden entfernt. Mit den neuen Gesetzen scheint die Regierung die Kontrolle anziehen zu wollen, was dem allgemeinen sozio-politischen Klima unter dem jetzigen Präsidenten entspricht. Ins Auge stechen z.B. die neuen Verbote, Räume an nicht-registrierte Gemeinden zu vermieten oder im Ausland Theologie zu studieren und dort an christlichen Konferenzen teilzunehmen. Was wird passieren, wenn die Regierung die verschärften Gesetze tatsächlich durchsetzt? Verstöße sollen mit hohen Strafen geahndet werden. Wer zum Beispiel unerlaubte Veranstaltungen anbietet, kann mit bis zu 300.000 Yuan (fast 40.000 Euro) bestraft werden. Auch Vermieter von Gemeinderäumen müssen mit hohen Strafen rechnen. Was bedeutet das für die Hauskirchen?

• Um Gottes Segen und Weisheit für die Regierung in China. • Dass Christen ihren Glauben trotz Druck in Jesu Frieden und Freude ausüben können.

Gemeinde in den Jahrzehnten nach der Kulturrevolution (1966-76) enorm gewachsen. Eine große Herausforderung wird sein, genügend Leiter zu schulen, die nicht nur fundiertes biblisches Wissen besitzen, sondern auch in geistlicher Reife die Gruppen leiten können.

Gleichzeitig große Vision für Mission Obwohl der Druck steigt, entwickeln immer mehr Hausgemeinden eine Vision für Weltmission. Missionare brachten das Evangelium nach China. Diese „Schuld“ möchten sie nun „zurückzahlen“. Bis zum Jahr 2030 wollen sie mindestens 20.000 Missionare aussenden, besonders in die wenig erreichten arabischen Länder des Mittleren Ostens und nach Zentralasien.

„In der Krise liegt die Chance“, so sagt man. Das kann man auch in den chinesischen Schriftzeichen für „Krise“ erkennen, denn darin befinden sich sowohl ein Teil des Wortes für „Gefahr“, als auch ein Teil des Wortes für „Chance“. 1

Wahrscheinlich drohen den großen Hausgemeinden die meisten Probleme, weil das Mieten von Versammlungsräumen unmöglich werden könnte. Viele werden sich wieder in kleine Zellen teilen und in Privatwohnungen treffen müssen. So berichtet ein Pastor aus Beijing: „Unsere Hausgemeinde hatte ein Dutzend Treffpunkte mit je 80 bis 100 Besuchern. Jetzt haben wir uns in 60 kleinere Gruppen mit je 20 - 30 Leuten aufgeteilt, um auf die kommenden Einschränkungen vorbereitet zu sein.“ Darin liegt natürlich auch eine Chance. Anstatt sich um die Finanzierung von Gebäuden und Hauptamtlichen sorgen zu müssen, könnten die Gemeinden sich wieder mehr auf neutestamentliches Gemeindeleben und die Verbindlichkeit kleiner Gruppen konzentrieren. Auf diese Weise ist ja die

2

= Krise 1

= Gefahr 2

= Chance (Gelegenheit)


Termine 03.-04.03. Mücke OMF-Missionshaus Info-Wochenende für Interessierte 03.03. Aach Ev. Kirche, 19:30 Missionsabend, Elisabeth Weinmann 04.03. Mundelsheim CVJM-Heim, 19:30 Missionsabend, Elisabeth Weinmann

News Wolfgang und Dorothea Langhans sind nach 37 Jahren in Japan und Deutschland ab April im Ruhestand. OMF ist sehr dankbar für ihren treuen und vielfältigen Einsatz und für alles, was Gott durch sie getan hat. Wir danken auch den vielen Betern, die treu an ihrer Seite mitgearbeitet haben!

05.03. Stuttgart-Vaihingen Aidlinger Bibelstunde - Ev. Dreieinigkeitskirche Gemeindesaal, 19:30 Missionsbericht, Elisabeth Weinmann 18.03. Wendlingen a.N. EFG, 10:00 Missionsgottesdienst, Eckehard S.

Neue Mitabeiterin: Anke Capito

22.03. Krakow am See Winterkirche, 19:00 Missionsbericht, Elisabeth Weinmann 20.-21.04. Detmold / Hohenloh Jumiko Lippe http://jumiko-lippe.de/

Ich bin „die Neue“ bei OMF in Singapur, wo unser Team die Kinder der Missionare betreut. Als Lehrerin unterstütze und berate ich Missionarsfamilien. Während sich die Eltern beim Orientierungskurs auf Ostasien vorbereiten, koordiniere ich z.B. die „kidzone“ für ihre Kinder. Außerdem gestalte ich Projektwochen für Missionarskinder, die über Fernschulprogramme unterrichtet werden.

21.04. Gießen August-Hermann-Francke-Schule, 10:00 -17:00 - OMF Studientag Ostasien 22.04. Bielefeld Landeskirchliche Gemeinschaft, 10:30 Gottesdienst, Sandra u. Edgar Düe 26.04. Ebhausen Ev. Kirche, 19:30 Missionsabend, Elisabeth Weinmann

Vorschau 04.-05.05. Burbach Holzhausen Weltmissionswochenende STEPS Schritt für Schritt deinen Weg in Gottes Mission finden www. https://omf.org/de/aktuell/stepsin-die-weltmission/

Gesucht Sind Sie

Allgemeinchirurg, Zahnarzt oder Physiotherapeut mit Freude an Jüngerschaft und medizinischem Unterrichten? Fragen Sie Gott, ob er Sie nach Kambodscha ans MMC ruft. Sie werden gebraucht! (Siehe Bericht Titelseite)

Studientag Ostasien: Chinesen begegnen 21.April, 10-17 Uhr, August-HermannFrancke-Schule, Talstraße 5, 35394 Gießen In Deutschland leben 120.000 Chinesen, davon 35.000 Studierende. Viele haben Interesse am christlichen Glauben. Die Wenigsten kennen jedoch jemanden, mit dem sie über ihre Fragen reden können. Für Christen eine großartige Gelegenheit, sie mit Jesus bekannt zu machen. Welche kulturellen Besonderheiten sollte man beachten? Welche Fragen haben sie? Wenn sie Christen werden: in welchen Bereichen brauchen sie Wachstum und Begleitung? Wie kann man ihnen helfen, sich auf ihre Rückkehr nach China vorzubereiten? Herzliche Einladung zum Studientag Ostasien 2018! Kommen Sie nach Gießen für Referate und Workshops. Freuen Sie sich auf Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten.

Infos: www.studientag.omf.de

Ich selbst bin durch Familie und Gemeinde früh zum persönlichen Glauben an Jesus Christus gekommen. Nach dem Abitur wollte ich ein Studienfach wählen, bei dem ich mit Menschen arbeiten und ihnen auch von Gott erzählen könnte. Eines Tages las ich Berichte über Missionarskinder, die mich sehr berührten. Unter anderem wurde von Schwierigkeiten bei der Schulbildung berichtet. Dies bestärkte mich in meiner Studienwahl für das Lehramt. Nach dem ersten Staatsexamen machte ich einen Kurzeinsatz an einer Internatsschule in Asien. Es war in mancher Hinsicht eine gute Erfahrung, doch ich sah auch, wie fünfjährige Kinder im Internat litten. So hinterfragte ich meine eigene Berufung. Nach dem Referendariat arbeitete ich an einer Grundschule. Während eines Sabbatjahres unterrichtete ich Deutsch in Asien. Dabei erlebte ich in den Familien meiner Kollegen, wie Kinder mit unterschiedlichsten Beschulungsmodellen glücklich heranwuchsen. Später lernte ich bei ehrenamtlichen Aufgaben OMF-Mitarbeiter kennen. Weitere Kurzeinsätze und das anschließende Mission-Mentoring von OMF ermutigten mich, Missionarskinder zu unterstützen. Ich wünsche mir, ein Segen für Familien zu werden.

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Bewegung (OMF Ostasiens Millionen, März 2018)  

Weltmission: Gott bewegt Menschen. Missionare sind in Bewegung. Gebet bewegt Dinge.

Bewegung (OMF Ostasiens Millionen, März 2018)  

Weltmission: Gott bewegt Menschen. Missionare sind in Bewegung. Gebet bewegt Dinge.

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