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Ostasiens

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Millionen Im Beruf in die Mission

www.ümg.de

März-April 2011

Verdeckte Mission?

Fischen verboten Der durchgestrichene Fisch auf dem rot-weißen Schild ist so eindeutig wie das Religionsgesetz unseres Landes: Ausländer dürfen nicht missionieren! Hier sind wir die Ausländer. Haben wir nicht gerade deshalb die Heimat verlassen, weil die gute Botschaft zuerst allen Völkern verkündet werden muss? (Mk. 13,10) Ein Balanceakt! „Wann feiert Ihr denn Weihnachten?“ Unser Regierungspartner, das mächtige Gesundheitsamt, rief an, um sich zum Fest einzuladen. Gefahr oder Chance? Natürlich waren wir nervös. Doch die Gelegenheit war einmalig. Wir hatten alle Freiheit, das Christuskind kommunistischen

Beamten nahezubringen – in Text, Lied und Spiel. Wer sonst sagt es ihnen? Weihnachten passiert nur einmal jährlich. An den restlichen 364 Tagen gilt Matthäus 5,16: „So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen UND euren Vater im Himmel preisen.“ Wie sehr warten wir auf das „und“! Unser Gutsein hält sich in Grenzen, doch Christi Gegenwart ist grenzenlos. Er ist dort präsent, wo wir Kranke heilen, Kollegen unterrichten, unter Nachbarn leben. Das gilt in Asien ebenso wie bei Euch in Deutschland! E.S.

Liebe Leser, die Hälfte der Länder Ost- und Südostasiens toleriert keine Missionare. In diesen sogenannten „geschlossenen Ländern“ leben 1,8 Milliarden Menschen. Das sind 83% der Bevölkerung. Deshalb senden wir Fachkräfte aus. Aber: sind Berufstätige, die als Dozenten, Unternehmer oder Entwicklungshelfer in solchen Ländern arbeiten, „verdeckte Missionare“, die „im Untergrund“ arbeiten? Ist das ethisch vertretbar? Paulus schiebt solchem Ansinnen in 2. Korinther 4 einen deutlichen Riegel vor. „Wir meiden schändliche Heimlichkeit und gehen nicht mit List um … sondern empfehlen uns dem Gewissen aller Menschen vor Gott.“ Unsere Mitarbeiter sind bekennende Christen, die durch ihre Präsenz Jesus verkörpern. Sie sind ein Kanal für Gottes Liebe. Sie zeigen im konkreten Alltag, was es heißt, einen Heiland zu haben. Tauchen Sie ein in den Alltag christlicher Fachkräfte. Fragen Sie sich: Ist für mich ein Orts-, aber kein Berufswechsel dran? Um Jesu Willen! Joachim König, Redaktionsleiter

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Berufen, ein Zeuge zu sein... „Sie sind ganz anders als andere ausländische Dozenten, denen ich bisher begegnet bin“, bemerkte einer meiner Kollegen.

„Ich sehe, dass Sie viel engagierter sind und sich sehr um Ihre Arbeit bemühen. Allah sieht alles, was wir hier auf Erden tun, und wir werden ihm am Tag des Gerichts Rechenschaft ablegen müssen.“ Dies führte zu einer halbstündigen Diskussion über geistliche Themen. Am Ende forderte ich meinen Kollegen heraus, in Erwägung zu ziehen, dass Jesus mehr ist als nur ein Prophet.

In solchen Momenten erlebe ich große Freude und Erfüllung, wenn ich sehe, wie Gott zwei Hauptaspekte meines Lebens zusammenführt – meinen Beruf und die Möglichkeit, Zeugnis zu geben. Wie auch in anderen Teilen der Welt ist mein Beruf ein wichtiger Teil meiner Identität und beinhaltet eine 40-Stunden-Woche. Ich unterrichte und forsche genauso, wie ich es als Dozent an einer Universität in meinem Heimatland tun würde. Der Unterschied liegt darin, dass ich nicht nach Asien gegangen bin, um einer säkularen Arbeit nachzugehen. Gott hat mich berufen, Muslimen seine Wahrheit weiterzusagen, die sonst vielleicht keine Möglichkeit hätten, von ihm zu hören. M.B.

Beruf und Glaube ein Widerspruch?

das Beste geben) darstellen. Auch mein Umgang mit Fehlern und Grenzen lädt meine Kollegen ein, sich der frohen Botschaft zu öffnen.

richtiges Gebet bewirken? Als Kollege wurde meine Meinung nicht als Beitrag eines Außenstehenden gehört. Ich gehörte einfach dazu.

Religion als Alltagsthema In der gemeinsamen Mittagspause diskutieren wir über persönliche Lebensfragen. Meine Meinung als Christ wird wertgeschätzt und erbeten. Eines Tages redeten wir über die schwere Krankheit eines Kollegen. Ich hatte die Möglichkeit, die Frage einzuwerfen, wie man das Konsultieren eines Medizinmannes mit dem Glauben an einen allmächtigen Gott vereinbaren könne? Was könnte auf-

Jesus will uns ganz gebrauchen Meine beruflichen Fähigkeiten verstehe ich als „Talente“, die mir zum Bau von Gottes Reich anvertraut wurden. Nicht nur „geistliche Gaben“ sind in der Missionsarbeit von Nutzen. Ich möchte alle meine Fähigkeiten und Gaben zu Gottes Ehre einsetzen. Sie auch? Treten Sie mit der ÜMG in Kontakt - vielleicht gibt es in Asien auch für Sie eine offene Tür. A.V.

...auch als Dozent in Asien

Lohnt sich die Doppelbelastung als Fachkraft? Seit acht Jahren lebe ich unter einer muslimischen Volksgruppe. Meine Beschäftigung als Universitätsdozent garantiert mir langfristigen Zugang und verschafft mir und meiner Familie eine hohe Akzeptanz in der einheimischen Bevölkerung.

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Glaube für ein ganzes Leben Der Glaube unserer muslimischen Freunde besitzt Anspruch auf ihr ganzes Leben. Das fordert mich heraus, meinen Glauben nicht nur zu verkündigen. Mein ganzes Leben soll zeigen, wie sich das Evangelium in allen Lebensbereichen auswirken kann. Dies geschieht auch in den acht Stunden meines Arbeitstages, die ich mit meinen Kollegen verbringe. Ich kann auf natürliche Art biblische Werte wie Gerechtigkeit (niemanden bevorzugen) oder Hingabe (für Gott


Kurz berichtet Kinderclub in Eigenregie Elke Hain (Thailand) ermutigte die Kinder in der Sonntagsschule, ihren Freunden zu erzählen, was sie während der Woche mit Gott erleben. Schon ein paar Tage später gründete Phon in der Schule eine ‚Gang‘. Fünf Buben, alles Kinder, deren Eltern nach dem Tsunami Christen geworden waren, sind Mitglieder. Sie erzählen sich, „was Gott so gemacht hat“. Ihr Motto ist: „Wir halten zusammen! Wir rächen uns nicht an unseren Feinden, denn das ist Gottes Job! Wir treffen uns an vier Tagen pro Woche.“ Beten Sie für diese Initiative der Jungen. Vergebung in Malaysia Der Abschluss der Fastenzeit ist ein zweitägiges Fest. Ein Bestandteil der Familienfeier ist eine Zeremonie, in der man die jeweils ältere Person kniend für das um Vergebung bittet, was man im vergangenen Jahr versäumt hat. In diese Bitte werden auch Zeiten eingeschlossen, in denen man schlecht über die andere Person gedacht hat. - Dieser Brauch ist über den Ramadan hinaus zu einem Teil der Kultur geworden. Selbst Lehrer entschuldigen sich bei den Eltern für die Fehler, die im Lauf des Schuljahres unweigerlich gemacht wurden. - Ein Vorbild für uns Christen, unsere Fehler spätestens bis zum Abend bereinigt zu haben (Eph. 4,26). Offene Türen in Thailand Der Leiter des Thailand-Feldes berichtet, daß sich für dieses Jahr bisher erst sieben neue Kandidaten für einen Einsatz in diesem buddhistischen Land vorbereiten. „Das sind nicht annähernd so viele Leute, wie wir gebrauchen könnten. Alle unsere Teams beten um neue Mitarbeiter, um die vielen Möglichkeiten wahrnehmen zu können.“ Bitte beten Sie mit!

Abenteuer Kurzzeit-Einsatz mit Händen und Füßen. Die Atmosphäre ist freundlich und Ein Regionalkrankenhaus in humorvoll. Am Abend begegnen China. Ein europäisches Kurzzeitwir einheimischen Christen. Team. Unsere Aufgabe: die Wände Ich staune über ihre fröhliche mit bunten Motiven zu bemalen. Im Opferbereitschaft. Das Singen ist Laufe der Tage entstehen die Arche eine gegenseitige Ermutigung. Noah, Dschungeltiere im Grünen, Eines Nachmittags beobachim Infusionsraum wird Strand- und ten wir einen Künstler in eiMeeresblick für wartende Patienten nem Park, der Tricks mit Rinsichtbar. gen vorführt. Einerseits Unsere Reiseist er kreativ, witzig, organisatoren, schalkhaft, ein deutsches andererseits Ärzteehepaar, offenbart haben an sein Gesicht diesem Ort enttäuschte ihre Aufgabe. Leere und Sie bauen offene LeBeziehungen bensfragen. auf, z.B. zu der – Bei einem quirligen LehreBergspazierrin, deren begabte gang sehen wir Tochter im Restaurant Opferschreine für örtliche stolz ein traditionelles Flötenstück Gottheiten und spüren die vorspielt. Man spürt freundschaftAngst vor dem Ausgelieliche Verbundenheit, Interesse, Refertsein. Wie froh sind wir, spekt. Die ausgestrahlte Liebe malt bei Gott trotz menschlicher ein Bild von dem Christus, an den Zerbrochenheit angenomwir glauben, obwohl auch Belastunmen und geborgen zu gen zum Alltag gehören. sein. Das strahlen wir als Im Krankenhaus bewundern Christen aus, auch ohne neugierige Patienten die entstehenWorte. den Gemälde. Wir verständigen uns A.R.

Farben der Liebe

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Die ÜMG in Ihrer Nähe 6.3. 13.3. 13.3. 13.3. 18.3. 27.3.

Missionsgottesdienst Ev.-meth. Kirche, Kirchheim/Teck Bezirksgemeinschaftstag Bautzen, Am Feldschlößchen 6 Missionsgottesdienst in der Stadtmission Bad Bergzabern ÜMG Gottesdienst in der LKG Eben-Ezer, Berlin-Lichterfelde Info- und Gebetsabend in Mücke. Thema: Missionarskinder Aussendung von Conny Stöckle, Die Apis, Igelsberg

1.-3.4. 10.4. 10.4. 15.4. 17.4. 17.4. 29.4.

Süd-Missionsfest auf dem Schönblick, Schwäbisch Gmünd ÜMG Gottesdienst in der Bibelgemeinde Bremen Missionsgottesdienst in der Christlichen Gemeinde Karlsruhe Info- und Gebetsabend in Mücke. Thema: Philippinen ÜMG Gottesdienst in Burg (Dithmarschen) (burg@vg-sh.de) Missionsgottesdienst Christusgemeinde München Jugend-Missionsabend im CVJM Mundelsheim

Voranzeige: 1.5. Jugendtag in Lonsingen (www.jesus-forever.de) 7./8.5. Frühjahrs-Missionsfest in Mücke Thema: Gott schreibt Geschichte(n), mit Dr. Andreas Loos Samstag Studientag: Gott auf der Anklagebank (9:30-15:30)

Familien-Nachrichten

Nähere Infos unter: 06400/900 55 oder auf www.de.omf.org

Zum Weiterdenken 4

Zur Vertiefung des Themas und zur Reflektion über den Wert des Berufes im Reich Gottes empfehlen wir Ihnen: Rudolf Möckel, Als Christ im Beruf: Biblische Perspektiven für das Leben am Arbeitsplatz (CV, Dillenburg, 2008). Hörenswert sind auch die Vorträge „People at Work“ beim Dritten Lausanner Kongress für Weltevangelisation in Kapstadt. Die Videos finden Sie unter: http://tinyurl.com/65qdyen (Link zur Lausanner Homepage).

ÜMG Deutschland Zweig von OMF International gegründet 1865 von J. Hudson Taylor als China-Inland-Mission Arbeitsgebiet: Ost- und Südostasien www.ümg.de

Anschrift Am Flensunger Hof 12 35325 Mücke Telefon: 06400-90055 E-Mail: de@omf.net

Am 30. Januar wurde Bettie Elisabet, Tochter von Andrea und Markus, geboren. Herzlichen Glückwunsch! Seit dem 17.2. ist Katrin im Heimataufenthalt. Am 7.2. flog Inge Mathes zu ihrem ersten Einsatz nach Kambodscha. Beate Harr kehrte am 28.02. nach Taiwan zurück. Am selben Tag reisten Stefan und Anne wieder nach Asien, zum ersten Mal mit ihrem kleinen Sohn Nino.

Spendenkonto: Sparkasse Oberhessen Konto: 350005161 BLZ 51850079

Als Fachkraft in Asien  

Tauchen Sie ein in den Alltag christlicher Fachkräfte.

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