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C 7624 · ISSN 0933-3312 · August 2013

neue Reifenzeitung 8/2013

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LIEBER LESER Neue Reifenzeitung 8/2013

Lieber Leser ...

... Die Ersten der Letzten? Im Juli erst redete mein Kollege Arno Borchers an eben dieser Stelle dem Anschluss des Reifenfachhandels an einen starken Partner – eine der zahlreichen Kooperationen oder Industrieketten – das Wort. Und kaum einen Monat später wird bekannt, dass traditionsreiche Unternehmen wie Reifen Wagner R.W. mit einer über 90-jährigen Geschichte oder die bereits seit mehr als 50 Jahren bestehende Firma Reifen Blank aus Düren unter dem Dach der Pirelli-Handelstochter Pneumobil ein neues Zuhause finden. Da im Zusammenhang mit der Bekanntgabe der jüngsten Übernahmen durch Pneumobil/Pirelli jeweils explizit betont wird, dass alle Parteien Stillschweigen bezüglich der Details der Transaktionen vereinbart haben, kann man sich eine Nachfrage nach den Hintergründen wohl gleich sparen. Aber sind es ohnehin nicht generell immer dieselben Beweggründe, die langjährige Inhaber, Geschäftsführer bzw. Verantwortliche für eine Firma dazu veranlassen, ihr „Lebenswerk“ bzw. das ihrer Vorfahren in die Hände Dritter zu legen? Ein solcher Grund könnte beispielsweise die verloren gegangene Lust am (Reifenhandels-)Geschäft und eine deswegen angestrebte Neuorientierung sein: sei es in einer ganz anderen Branche oder eben auch gleich der Rückzug ins Privatleben. Zumindest im Falle Reifen Blank scheidet so etwas als Erklärung aus, denn der bisherige Inhaber soll dem Dürener Betrieb unter Pneumobil-/Pirelli-Ägide ja als Filialleiter weiter erhalten bleiben.

Denkbar ist zudem, dass eine fehlende Nachfolge aufseiten der Firmenleitung den Ausschlag dafür gibt, das eigene Geschäft zu verkaufen. Hier spräche im Fall von Reifen Wagner R.W. auf den ersten Blick dagegen, dass schon seit 2007 ein Enkel des ursprünglichen Firmengründers als Geschäftsführer die Geschicke des Reifenhandelsunternehmens mitbestimmt hat und damit eine vergleichsweise junge Generation mit am „Ruder“ steht. Wenn aber all dies nicht als Erklärung herhält, was sollte langjährig bestehende, bis dato unabhängig agierende Reifenhandelsunternehmen dann sonst in die Arme der Industrie oder unter das Dach irgendeiner Kooperation treiben? Sind die zuletzt deutlichen Bremsspuren in der allgemeinen Marktentwicklung sowie die anstehenden Herausforderungen die maßgeblichen Treiber der Entwicklung? Und wenn ja, sind dann Reifen Wagner R.W. bzw. Reifen Blank nur die ersten der letzten freien Betriebe, die einen solchen Weg einschlagen werden?

Christian Marx

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INHALT Neue Reifenzeitung 8/2013

Busreifenportfolio der Marke Continental

Mobilitätsanbieter „Michelin Solutions“ Im Transportgewerbe geht es längst nicht mehr nur um den Verkauf von Reifen, es geht um wesentlich mehr, es geht um Kosten pro Kilometer, um das optimale Profil für die richtige Achse und den richtigen Einsatz, es geht um Mobilität. Und darum gibt es „Michelin Solutions“.

Seit Jahren schreitet die Spezialisierung der Produkte im Nutzfahrzeugreifensegment voran, die Nischen werden immer kleiner. Mit seinem kompletten Busreifenportfolio dürfte die Marke Continental in diesem Subsegment eine Vorreiterrolle.

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Klassikreifen: Ein Geschäft für Liebhaber? Es gibt kaum einen Markt, den man treffender mit der Qualifizierung „klein, aber fein“ umschreiben kann als den Markt für Klassikreifen. Das Volumen ist überschaubar, was von vornherein viele potenzielle industrielle Marktteilnehmer abschreckt. Dafür gilt umso mehr die Erkenntnis, dass mit Klassikreifen vernünftige Margen erzielt werden können und der Markt insgesamt kontinuierlich wächst.

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INHALT

8/2013

LIEBER LESER NFZ-REIFEN Die Ersten der Letzten? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 Neues in Contis Busreifenportfolio . . . . . . . . . . . . . . . . . 36 „Supplier Day“ bei Europart . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41 AKTUELL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Bridgestone: neuer Trailerreifen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42 Michelin wieder „Beste Reifenmarke“ . . . . . . . . . . . . . . 44 MARKT + MARKETING Saccon Gomme will in Deutschland Fuß fassen . . . . 45 Der Blick zurück . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Transporteure kennen Reifenlabel kaum . . . . . . . . . . . . 46 Reifengeschäft bis dato nicht prickelnd . . . . . . . . . . . . . 12 Mit Team beim Truck-Grand-Prix . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48 Michelin-Performance „in line“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 ST:01 Base von Pirelli . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49 Halbjahreszahlen der Reiff-Gruppe . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Mobilitätsanbieter „Michelin Solutions“ . . . . . . . . . . . . . 20 KLASSIKREIFEN Contis Umsatzziel: 34 Milliarden Euro . . . . . . . . . . . . . . 25 Ein Geschäft für Liebhaber? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50 Titan mit mehr Umsatz, weniger Gewinn . . . . . . . . . . . 27 Zentriersatz für Speichenfelgen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53 Oldie-Messe: Ehrhardt Reifen dabei . . . . . . . . . . . . . . . 54 RUNDERNEUERUNG/RECYCLING Exportpreis für Vipal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 PRODUKTE Altreifenmenge spürbar verringert . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 TÜV Süd testet für Auto-Illustrierte . . . . . . . . . . . . . . . . . 56 Ersatzreifen statt Pannenset . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57 GROSSHANDEL Version 7 von „BSS.tire“ kommt früher . . . . . . . . . . . . . 58 Interpneus Industriereifengeschäft . . . . . . . . . . . . . . . . . 32 Reifenlabel: Raus aus dem „Winterschlaf“ . . . . . . . . . . 60 Wechsel in NDI-Geschäftsführung . . . . . . . . . . . . . . . . . 33 Besonders leise Pirelli-Reifen für Audi . . . . . . . . . . . . . 62 Bohnenkamp-Vertrieb neu strukturiert . . . . . . . . . . . . . 34 RFID-Tags in allen Kumho-Reifen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64 2


„Drivers Center“ von Pirelli Alles schon einmal da gewesen, als „Leuchttürme im Markt“ zum Beispiel? Vielleicht. Aber ganz gewiss ist der internationale Ansatz Pirellis bei der Etablierung von Einzelhandelsstätten unter dem Label „Drivers Center“ ein Impuls, der auch andere große Hersteller zum Nachdenken bringen wird.

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Ein Reifenprogramm, das Großes bewegt. Über 45 verschiedene Reifen für Steinbruch, Laden, Heben, Transport.

Finale des „Reifenservice Award 2013“ Anfang August fand in der Haweka-Zentrale das Finale des „Reifenservice Award 2013“ statt, bei dem Reifenmonteure in Zweierteams ihr Fachwissen bzw. ihre praktischen Fertigkeiten rund um den Reifenservice unter Beweis stellen sollten. Gegen die Mitfinalisten durchgesetzt hat sich letztendlich der Reifenund Ersatzteilhandel Heiko Banspach aus Helmstadt-Bargen.

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FELGEN + TUNING Biermaier neuer Abt-Sportdirektor . . . . . . . . . . . . . . . . . 66 MSW 25 und MSW 77 von OZ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67 MENSCHEN + FIRMEN „Revolution“ im Reifenvertrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70 Dr. Landwehr verlässt Goodyear Dunlop . . . . . . . . . . . 75 Finale des „Reifenservice Award 2013“ . . . . . . . . . . . . . 76 Tiresoft-III-Pilotphase abgeschlossen . . . . . . . . . . . . . . 78 Bridgestones „Everywhere“-Kampagne . . . . . . . . . . . . 79 Reifen Wagner geht an Pneumobil . . . . . . . . . . . . . . . . . 80 Schwämmlein jetzt bei Alligator . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81 Zweiter GDHS-Top-Performer gekürt . . . . . . . . . . . . . . 83 Aeolus stellt Reifensortiment vor . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86 19 neue „Juniormanager“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90 RUBRIKEN Anzeigenmarkt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93 Inserentenverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95 WWW – Web-Weg-Weiser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98 Vorschau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100 Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100

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AKTUELL Neue Reifenzeitung 8/2013

Kurzgefasst. Reifen per Bahn aus China Am 2. August kam der erste „fahrplanmäßige“ Güterzug aus der chinesischen Metropole Zhengzhou in Hamburg an – mit Reifen in einigen der 51 Container. 15 Tage war der Zug unterwegs, um durch Kasachstan, Russland, Weißrussland und Polen insgesamt 10.214 Kilometer zurückzulegen. Damit wird der Transport chinesischer Reifen auf den deutschen Markt erheblich verkürzt, zumal eine Reduzierung der Reisezeit um weitere neun Tage möglich sei, so Bahnchef Rüdiger Grube. Die zentralchinesische Stadt mit ihren neun Millionen Einwohnern soll sich nach dem Willen der chinesischen Regierung zu einem internationalen Logistikzentrum entwickeln. Die Verbindung Zhengzhou – Hamburg soll erst einmal wöchentlich fahren, eine tägliche Taktung wird schon heute für möglich gehalten. detlef.vogt@reifenpresse.de

Rückkehr Pirellis in die Rallye-WM, auch Hankook dabei Der italienische Reifenhersteller Pirelli, der eine sehr lange Rallyetradition hat, hatte sich im Jahre 2010 aus der RallyeWM verabschiedet, nicht zuletzt um sich auf das Engagement in der Formel 1 zu konzentrieren. Im nächsten Jahr kehren die Italiener zurück und werden Michelin Paroli bieten wollen. Die ebenfalls in der Rallye-WM antretende Marke Dmack – Hersteller ist Chinas Shandong Yongtai – hat sich bislang nicht zu einem ernstzunehmenden Herausforderer für Michelin entwickeln können. Auch Hankook (bislang Exklusivausrüster der JWRC) hat eine Zulassung für die Saison 2014 und könnte bei einem starken Team die „Reifenrallyewelt“ neu justieren. dv

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Peter Sponagel geht in Ruhestand, Stephan Rau wird sein Nachfolger beim WdK it Wirkung zum 1. August hat Stephan Rau die Technische Geschäftsführung des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie e.V. (WdK) übernommen. Damit tritt er die Nachfolge von Peter Sponagel an, der nach 20 Jahren in dieser Position in den Ruhestand tritt, dem WdK aber als Berater noch verbun- Stephan Rau (links) löst den in Ruhestand den bleiben wird. Rau wird als ausgewiesener Auto- tretenden Peter Sponagel als Technischer mobil- und Kautschukexperte beschrieben. Bis 2006 Geschäftsführer des WdK ab war er als Ingenieur für die Stuttgarter Magna Car Top Systems GmbH tätig, danach übernahm er verschiedene Positionen bei der Michelin Reifenwerke GmbH & Co. KGaA (Karlsruhe), unter anderem als Leiter Produkt- und Motorsportkommunikation, im Team der Challenge Bibendum 2011 sowie zuletzt die des Technischen Verantwortlichen für die LkwErstausrüstung Deutschland, Österreich, Schweiz. cm

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Neues Distributionszentrum von Apollo Vredestein in Enschede Der indisch-niederländische Reifenhersteller Apollo Vredestein hat in Staalsteden – unweit des Vredestein-Reifenwerkes in Enschede – ein neues europäisches Distributionszentrum in Betrieb genommen. Die Kapazität des Lagers wird mit 500.000 Stück beziffert und spiegelt nicht nur wachsende Produktions- und Verkaufszahlen wider,

sondern auch die Ausweitung der Produktrange. Das Distributionszentrum wird im Wesentlichen als Drehscheibe dienen für in Indien gefertigte und via Containerterminal Twente angelieferte Pkw-Reifen der Marke Apollo, die von Staalsteden aus an die europäischen Kunden gehen werden. dv

„Tech“ wieder auf dem deutschen Markt Tech Europe als Tochtergesellschaft der Tech International und Teil der globalen Tech Group ist nach einer Unterbrechung wieder auf dem deutschen Markt und als Generalimporteur für Truflex Pang mit der in Rehden ansässigen Firma Röper GmbH eine Partnerschaft eingegangen. ie Brüder Stefan und Thomas Röper sind seit 1996 bekannte Handelspartner für Gewichte und Ventile, Druckluftzubehör und Werkzeuge – somit ein deutschlandweiter Spezialist für den Reifenfachhandel und die Runderneuerungsbetriebe – und bieten die logistischen und technischen Ressourcen für den Vertrieb von Truflex Pang. 1919 wurde die Firma Pang in der Nähe von Hamburg gegründet und entwickelte den Prozess der Kaltvulkanisation. Viele

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Reifenprofis schwören seither auf dieses Produkt, und so wurde die Tech-Gruppe weltweit mit ihrer Marke Truflex Pang für Reifenreparaturmaterial bekannt. Truflex Pang wurde im Jahr 1998 durch Tech International (Ohio/USA) übernommen, die Produktion dorthin verlegt und eine neue Generation von verbesserten Produkten entwickelt, welche in den USA, Nordirland und China produziert werden. dv


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AKTUELL Neue Reifenzeitung 8/2013

Kurzgefasst. Meistertitel auf Maxxis-Reifen Bei dem Lauf im thüringischen Geisleden zur diesjährigen „Deutschen Motocrossmeisterschaft – Seitenwagen“ hat sich das Team Daiders am letzten Juli-Wochenende zum dritten Mal in Folge den Titel auf Maxxis-Reifen sichern können. „Eine Deutsche Meisterschaft zu gewinnen, ist sicherlich schwierig genug. Diesen Titel jedoch auch noch zweimal in den darauffolgenden Jahren zu verteidigen, ist eine wirklich grandiose Leistung Wir sind stolz drauf, das Team Daiders mit unseren Reifen ausrüsten zu können“, freut sich Martin Krohn von Maxxis Deutschland. Bei den sechs absolvierten Meisterschaftsläufen sei das Team Daiders immer seiner Favoritenrolle gerecht geworden und habe somit in herausragender Art und Weise seinen Titel verteidigt. cm

Das Team Daiders holte sich nun schon zum dritten Mal in Folge auf Maxxis-Reifen den Titel als Deutscher Meister im Seitenwagen-Motocross

„P Zero” Erstausrüstung bei neuem Alfa Romeo 4C Beim neuen Alfa Romeo 4C werden ab Werk Pirelli-Reifen des Typs „P Zero“ als Erstausrüstung montiert. Nach den Worten des Reifenherstellers wird eine spezielle Version dieses Wagens, der im Oktober auf den Markt kommen soll, zukünftig außerdem in der exklusiv von Pirelli mit Reifen ausgerüsteten Superbike-Weltmeisterschaft als Safety Car zum Einsatz kommen. Erstmals gezeigt wurde das Auto in einem an die italienische Landesflagge angelehnten Design Ende Juli in Russlands Hauptstadt auf dem Circuit of Moscow. cm

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F1-Reifendiskussionen ohne negative Folgen für den Pirelli-Absatz

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elten zuvor wie zu Beginn der aktuellen Saison hat das Thema Reifen für Schlagzeilen rund um die Formel 1 gesorgt. Wann immer es um zu stark abbauende Renngummis, die Reifenplatzer beim Silverstone-Lauf oder Reifentests mit nur einem einzigen Team ging, war dabei immer auch Pirelli mit in der Schusslinie. Insofern kann es also durchaus mit negativen Folgen verbunden sein, wenn man als alleiniger Hersteller eine Serie exklusiv mit Reifen ausrüstet: Bei jedem Rennen stellt man zwar den Sieger, aber bei Problemen mit der Bereifung ist man aus Sicht der Öffentlichkeit halt ebenso immer (Mit-)Schuldiger. Doch einen vor diesem Hintergrund zu befürchtenden Imageschaden hat der Hersteller durch all dies offenbar nicht davongetragen, wie Pirellis Motorsportdirektor Paul Hembery in einem AutoBild-MotorsportInterview durchblicken ließ. „Die Verkaufszahlen sind zum Glück nicht runtergegangen“, hat er gegenüber dem Blatt zu Protokoll gegeben. Allerdings sei man „in den

Kämpfen zwischen den Teams aufgerieben“ worden. Für ihn dennoch kein Grund für einen Pirelli-Ausstieg aus der Formel 1, selbst wenn derartige Gerüchte vor dem Hintergrund des bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe offiziell noch immer nicht benannten Reifenausrüsters ab der kommenden Saison schon des Öfteren die Runde machten. Befeuert wurden die nicht zuletzt von entsprechenden Äußerungen Hemberys, der gegenüber AutoBild Motorsport nun jedoch zurückrudert und relativiert, dass seine diesbezüglichen Äußerungen aus dem Zusammenhang gerissen worden seien. „Mir ging es vielmehr um die Frage, ob man uns in der Formel 1 denn überhaupt noch will. Wenn es nach uns geht, bleiben wir. Und davon gehe ich auch aus“, so der Brite in dem Interview. Mit Bernie Ecclestone sei bereits „alles klar“, und es fehlten jetzt nur noch die Verträge mit einigen Teams. Zudem arbeitet Pirelli demnach bereits an den Formel-1-Rennreifen für 2014. „Die offizielle Bekanntgabe dürfte nicht mehr lange auf sich warten lassen“, so Hembery Anfang August. cm

Bundesligasaison von Nexen und Eintracht Frankfurt eröffnet nde Juli wurde die Mannschaft rund um Armin Veh von den Fans von Eintracht Frankfurt gemeinsam mit den Sponsoren euphorisch begrüßt. Beim traditionellen Eröffnungstag genossen ca. 20.000 Eintracht-Fans die Stimmung in der Commerzbank-Arena und prüften begeistert auch das Ausstellungsangebot von Sponsor Nexen Tire. Produktpräsentationen, Gewinnspiele und kleine Incentives präsentiert von Daniel Nagy (Nexen-Tire-Marketing) und seinem Team rundeten das Ausstellungsangebot für die Fußballfans ab. „Wir freuen uns, auch in der kommenden Bundesligasaison die Eintracht weiter zu unterstützen und drücken

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Der Reifenhersteller zeigte sich den Fußballfans von Eintracht Frankfurt fest die Daumen für einen erfolgreichen Saisonstart“, so Jo-Hoo Song (President Nexen Tire Europe). dv


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AKTUELL Neue Reifenzeitung 8/2013

Kurzgefasst. Expansionspläne für Toyos US-Reifenfabrik Der japanische Konzern Toyo Tire & Rubber Co. plant den Ausbau seiner Reifenfabrik in White (Georgia). Während Kapazitätsausweitungen im Heimatmarkt schwierig seien, so Toyo-Präsident Akira Nobuki, sehe man im US-Markt mit profitverheißenden Produkten wie SUV-Reifen zukünftige Chancen. Bis Anfang 2015 könne daher die Jahreskapazität des Standortes von heute 6,5 auf dann 8,5 Millionen Einheiten gesteigert werden, bis 2020 möglicherweise sogar auf zehn Millionen Reifen für SUVs und Pick-ups. Das japanische Unternehmen generiert 36 Prozent seiner Verkäufe in Nordamerika. dv

Personalien bei Conti-Motorradreifen

Selbstcheck für den Reifenfachhandel geht online ie bei seiner jüngsten Mitgliederversammlung in Konstanz angekündigt, hat der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseurhandwerk e.V. (BRV) jetzt seine in Zusammenarbeit mit der Branchenberatung BBE erstellte Studie „Reifenfachhandel 2020 – Zukünftige Entwicklungstendenzen und strategische Handlungsoptionen“ um ein zusätzliches Modul erweitert: Mit einem etwa 15 Minuten Zeit in Anspruch nehmenden Selbstcheck sollen Reifenfachhandelsbetriebe im internen Bereich der BRV-Homepage online überprüfen können, wie gut sie für die Zukunft aufgestellt sind. „Gefragt wird dabei unter anderem nach der Einschätzung der aktuellen und zukünftigen Marktentwicklung, nach eigenen Aktivitäten zur Marktbearbeitung (von der Präsenz im Inter-

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net bis hin zur Abwicklung von Umrüstprozessen) sowie nach Maßnahmen zur Unternehmenssteuerung (von der Teilnahme an Schulungen bis hin zur Vorgabe von Kalkulationsspielräumen/Preisuntergrenzen)“, erklärt der geschäftsführende BRV-Vorsitzende Peter Hülzer. Auf Basis der Antworten werde dann zum Schluss der Eingabe ein unternehmensindividuelles Stärken-Schwächen-Profil angezeigt. Laut BRV erfolgt der Onlineselbstcheck völlig anonym, bei Bedarf stehe aber auch ein BBE-Unternehmensberater für eine kostenfreie telefonische Durchsprache zur Verfügung. „Nutzen Sie das Angebot des BRV. Machen Sie den Onlineselbstcheck, um zu ermitteln, in welchen Bereichen Ihres Unternehmens eventuell Nachholbedarf besteht und um sich auf die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen vorzubereiten“, empfiehlt Hülzer cm dem Reifenfachhandel.

Reifen-Müller jetzt mit 30 Standorten

Neu in Contis Motorradrei- Seit einigen Monaten dabei: fenteam: Ricardo Alava Dieter Grotjohann Der Spanier Ricardo Alava (40) ist bei Continental Motorradreifen für die Märkte Nord- und Osteuropa, Großbritannien, Italien, Griechenland sowie Benelux, darüber hinaus aber auch für die weltweite Preisgestaltung verantwortlich. „Mit der Personalverstärkung werden wir Continental im harten Wettbewerb des Motorradreifenmarktes weiter profilieren können“, so Uwe Reichelt, Head of Sales & Marketing Motorcycle Tyres. Bereits seit einigen Monaten ist Dieter Grotjohann (50) als International Sales Manager Continental-Motorradreifen für die Regionen USA, Asien-Pazifik, Australien und Neuseeland, Frankreich und Südafrika im Team. dv

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eifen-Müller wächst weiter. Wie das Unternehmen mit Sitz im unterfränkischen Hammelburg mitteilt, ist das Filialnetz des Reifenhändlers demnach jetzt an 30 Standorten vertreten. Nach der offiziellen Einweihung im Rahmen eines Tages der offenen Tür hat Reifen-Müller am neuen Standort in DörflesEsbach (bei Coburg) den Tagesbetrieb übernommen. Nicht ganz alltäglich ist indes die Verwendung der Einnahmen aus der offiziellen Einweihung. Die hat Filialleiter Mathias Hämmelmann einem guten Zweck zukommen lassen wollen. Folglich habe Reifen-Müller nun 1.140 Euro an einen lokalen Kindergarten gespendet und bewies damit „ein Herz für Kinder“, wie es dazu weiter heißt. Reifen-Müller betreibt in Hammelburg am Unternehmenssitz darüber hinaus einen Großhandel aus dem 25.000 m² großen Zentrallager sowie eine Runderneuerung mit einer Jahresproduktion von rund 60.000 Stück. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen 400 Mitarbeiter. ab

Reifen-Müller ist jetzt an 30 Standorten präsent – neu hinzugekommen ist eine Niederlassung in Dörfles-Esbach (bei Coburg)


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MARKT + MARKETING Neue Reifenzeitung 8/2013

NRZ 8/2008

„Profiltiefe“ – das ureigenste Der Blick Reifenhändlerthema zurück Überrascht An den Übernahmegerüchten um Continental war also doch etwas dran. Aber nicht eine der Heuschrecken hat sich „angeschlichen“, sondern ein renommiertes Unternehmen aus der deutschen Zuliefererbranche: die SchaefflerGruppe.

Überlegt Ob es sich der bisherige Geschäftsführer Thomas Wrede oder der Gesellschafterrat anders überlegt hat, sei einmal dahingestellt: Wrede jedenfalls zieht vondannen, künftig bilden Jürgen Benz und Rolf Körbler das Führungsduo der Kooperation.

Überregional Pneuhage, Reiff und Vergölst wollen im Pkw-Flottengeschäft zusammenarbeiten und gründen „Fleetpartner“, um überregional präsent sein zu können.

Übersee Yokohama galt bislang als sehr auf den Heimatmarkt Japan und die Region Südostasien fixierter Reifenhersteller. Jetzt werden Pläne konkretisiert, neue Fabriken in Russland und Brasilien zu errichten.

Übergroß Das Duopol von Michelin und Bridgestone endet: Jetzt produziert auch Titan 63-Zoll-Reifen für Bergbauunternehmen. Die supergroßen „Giant Tires“ heißen intern „Big Daddy“, die etwas kleineren 57-Zöller „Sweet Mama“.

... wussten Sie es noch?

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Christina Guth, Geschäftsführerin der CGW GmbH (Krefeld), wird nicht müde, für die Reifensicherheit zu werben. Sie hatte einst im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) die „Initiative Pro Winterreifen“ als Kommunikationsagentur begleitet, setzt sich aktiv für die „Initiative Reifenqualität“ des DVR ein und kann schon jetzt auf mehr als 150 Waschstraßen verweisen, die im Herbst mitmachen, wenn es dort erneut heißt: „Wash & Check“. Dass allerdings das Engagement von Reifenfachhändlern bei allem rund um die Reifensicherheit äußerst verhalten ist – um es vorsichtig zu formulieren –, mag sie nicht verstehen, könnten sie sich doch bei diesem den Händlern ureigensten Thema gegenüber anderen Vermarktungskanälen hervorragend profilieren. So beispielsweise hinsichtlich des Unterthemas Profiltiefe. Die Profiltiefe ist das Fokusthema 2013 für die „Initiative Reifenqualität“, die bereits von einzelnen Reifenherstellern und -händlern – vom Branchenverband BRV ohnehin – unterstützt wird. Der März 2013 stand unter dem Motto „Reifenmonat März“ – einen solchen soll es übrigens auch im nächsten Jahr wieder geben: Wer also im März zur Hauptuntersuchung bei Dekra, KÜS oder TÜV Rheinland vorgefahren ist, wurde über die Relevanz der Profiltiefe informiert. Auch im Herbst soll über Profiltiefe verstärkt kommuniziert werden, u.a. im Rahmen der Wash & Check-Aktion, bei der im September über 100.000 Autofahrer in ganz Deutschland über Reifensicherheit und Reifenqualität informiert werden. Dazu gilt es, wie bei der Initiative PRO Winterreifen auf möglichst breiter Front über den Sicherheitsfaktor Profiltiefe zu informieren – in Fach- und Publikumszeitschriften, im Handel, in der Werkstatt, an Waschstraßen und natürlich auch online. Untersuchungen zeigen, dass viele Autofahrer ihre Winterreifen auch durch den Sommer hindurch fahren und entsprechend im Herbst nicht umrüsten müssen. Deswegen muss frühzeitig darauf hingewiesen werden, wie wichtig eine Profiltiefe von mindestens vier Millimetern bei Winterreifen ist.

Die Ampel greift das Thema Profiltiefe auf Das ist doch eine Einladung an Reifeneinzelhändler, sich aktiv einzubringen! Für 99 Euro kann ein Reifenhändler (für jede weitere Filiale 25 Euro) sich mit einem Datenbankeintrag bei der „Initiative Reifenqualität“ des DVR für ein Jahr beteiligen. Auch Grossisten oder Onlinevermarkter von Reifen haben die Chance, zumindest einen ordentlichen Imagegewinn „für gaaaanz wenig Geld“ zu generieren. Über www.reifenqualitaet.de können sich interessierte Händler, Shops oder Grossisten informieren und anmelden. Wer dazu beiträgt, das Verhalten der Reifenkonsumenten zum Positiven zu verändern, der leistet gleichzeitig einen Beitrag für die gesamte Reifenbranche, ihre Händlerschaft und letzten Endes fördert er auch seine lokake Akzeptanz als Fachhändler. Je mehr Reifenhändler sich einbringen, desto mehr dient es auch dem Einzelnen, das ist eine ganz einfache Rechnung. detlef.vogt@reifenpresse.de


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MARKT + MARKETING Neue Reifenzeitung 8/2013

Deutsches Reifengeschäft bis dato nicht prickelnd, aber immer besser Reifenersatzmarkt Deutschland 2013 Stückzahlentwicklung Januar-Juni gegenüber Vorjahreszeitraum

In Anlehnung an den Liedtext des britischen Popduos Pet Shop Boys könnte man die Lage im deutschen ReiSell-in Sell-in Segment (Industrie an Handel) (Industrie an Handel) fenersatzgeschäft aus derzeitiger Sicht in etwa so umschreiben: nicht so gut, wie es in der Vergangenheit einPkw-Sommerreifen -5,4% -12,3% mal war, aber auch wieder nicht so schlecht wie es – Pkw-Winterreifen -22,4% 7,7% gerade mit Blick nur wenige Monate zurück – sein 4x4-/Offroadreifen -4,0% 4,2% könnte. Wer’s gern klarer hat: Nach doch recht schwaLlkw-Reifen -25,8% -11,1% chen Reifenabsätzen vor allem im ersten Quartal konnLkw-Reifen 4,3% -6,0% ten die diesbezüglichen Rückstände in den einzelnen Quelle: WdK/ERMC 8/2013 Segmenten auch mit Ablauf des ersten Halbjahres zwar noch nicht aufgeholt werden, aber die Entwicklung des Marktes geht in eine positivere Richtung. Für die Beantwortung der Frage, ob dieser seit einigen Wochen je nach Produkt- verbraucher gleichzeitig das einzige Produktsegment, das Wachsgruppe mehr oder weniger schwach ausgeprägte Trend letztend- tum vorweisen kann. Bezüglich Llkw- und Lkw-Reifen weist das solich ausreichen wird, das bis dato aufgelaufene Minus bis zum Jah- genannte Sell-out-Panel des WdK Stand Ende Juni nämlich Rückresende zu kompensieren, dafür ist es mitten im Sommer aber de- gänge um gut elf respektive sechs Prozent aus. Was den Sell-in finitiv noch zu früh – zu viel hängt vom kommenden Winterreifen- betrifft, hat die Industrie nach den Zahlen der European Rubber Mageschäft ab. Vor diesem Hintergrund hat sich beispielsweise auch nufacturers’ Conference (ERMC) im ersten Halbjahr 2013 nicht ganz der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseurhandwerk e.V. 1,2 Millionen Llkw- sowie rund 560.000 Lkw-Reifen an ihre Vermark(BRV) noch nicht mit einer im Zuge der Mitgliederversammlung an- tungspartner aufseiten des Handels geliefert. Bei den Bereifungen gekündigten möglichen Korrektur seiner bisherigen Prognoseda- für leichte Lastwagen kommt dies einem Minus von immerhin beiten aus der Deckung gewagt. nahe 26 Prozent gleich, während für die schwereren Fahrzeuge gut Einstweilen festzuhalten ist jedenfalls, dass gemäß den Daten vier Prozent mehr schwarze Rundlinge abgesetzt werden konnten. des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie christian.marx@reifenpresse.de (WdK) von Januar bis Juni fast zehn Prozent weniger Pkw-Reifen vom Handel in Richtung Endverbraucher (Sell-out) abgesetzt wurden: Einem gut zwölfprozentigen Minus bei den Sommerreifen steht dabei ein fast achtprozentiges Plus bei Winterreifen gegenüber. Da Verbraucher in der ersten Jahreshälfte aber weit mehr Sommer- als Winterreifen erwerben, ist die Gesamtbilanz Der europäische Reifenmarkt zeigt erste Zeichen der Erholung. entsprechend negativ. So auch bei den Absätzen der Industrie Das ist das Fazit der ETRMA. Wie der europäische Reifenherin Richtung Handel (Sell-in): Fast 18,3 Millionen ausgelieferte stellerverband mitteilt, wurden im ersten Halbjahr 2013 zwar Pkw-Reifen im ersten Halbjahr 2013 bedeuten einen Rückgang sechs Prozent weniger Reifen auf den europäischen Ersatzmärkum 9,5 Prozent gegenüber den fast 20,2 Millionen Einheiten des ten verkauft (Sell-in), und zwar insgesamt knapp 91,3 Millionen Vergleichszeitraumes 2012. Pkw-Reifen für den Sommereinsatz Reifen. Dafür lag die Menge der abgesetzten Pkw-Reifen im Jumachten dabei mit knapp 14,5 Millionen Stück zwar den Löwenni über Vorjahr, auch wenn die Aktivität auf den Märkten immer anteil aus, fuhren aber nichtsdestotrotz ein Minus von mehr als noch schwach ist. Interessant sei außerdem, betont die ETRMA, fünf Prozent ein. Und an Pkw-Winterreifen wurden während der dass insbesondere die Märkte in Südeuropa sich deutlich von ersten sechs Monate des laufenden Jahres rund 3,8 Millionen den jüngsten Nachfragerückgängen zu erholen scheinen. Die auf den Weg zu den Handelspartnern der Industrie geschickt Generalsekretärin der ETRMA dazu: „Gerade in Südeuropa könund damit gut 22 Prozent weniger als im entsprechenden Vernen die Kunden ihren Reifenwechsel nicht länger aufschieben. gleichszeitraum des Vorjahres. Es scheint, dass wir das Tal erreicht haben.“ Gerade bei Lkw-ReiAus Sicht der Reifenvermarkter in Richtung Endverbraucher fen verzeichnete die ETRMA im ersten Halbjahr deutlich steigensind 4x4-/Offroadreifen demgegenüber als Wachstumssegment de Absätze. Die Industrie verkaufte gut 3,9 Millionen Lkw-Reifen zu bezeichnen. Denn von ihnen konnte der Handel mit Stand (Sell-in), was einer Steigerung gegenüber dem VergleichszeitEnde Juni bisher gut vier Prozent mehr an die Frau bzw. den raum des Vorjahres von fünf Prozent entspricht. LandwirtschaftsMann bringen. Doch wo Licht ist, ist meist auch Schatten. Einerreifen lagen mit vier Prozent unter dem Vorjahreshalbjahr, Motorseits spiegelt sich diese positive Entwicklung im Sell-out nicht radreifen mit fünf Prozent. Dennoch ist der Verband überzeugt im Sell-in wider, weil die Industrie mit knapp 1,3 Millionen Stück davon, dass am Ende dieses Jahres die Absatzzahlen des Vorvier Prozent weniger solcher Reifen an ihre Handelspartner liejahres erreicht werden können. ab fern konnte. Andererseits ist dies beim Geschäft mit dem End-

EUROPÄISCHER REIFENMARKT: ERSTE ZEICHEN DER ERHOLUNG

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Michelin-Performance „in line“ Der Reifenhersteller Michelin hat das Ergebnis fürs erste Halbjahr 2013 präsentiert und musste bei den meisten Kennzahlen Einbußen hinnehmen, positiv ist gegenüber Vorjahr die Halbierung des Schuldenstandes (net debt) auf 1,1 Milliarden Euro zu vermelden. Der Gewinn (net income) brach von 915 Millionen auf 507 Millionen Euro ein, der Umsatz ging um gut fünf Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Euro zurück, die operative Marge sank von 12,3 auf 11,3 Prozent, der Stückabsatz um 1,5 Prozent. Ein verschlechterter Preismix – sprich Preiszugeständnisse – hat das Unternehmen 242 Millionen Euro gekostet, negative Währungseffekte 143 Millionen. Laut CEO Jean Dominique Senard sei die Michelin-Performance damit „in line“ mit den Zielvorgaben der Gruppe. Fürs zweite Halbjahr und damit auch fürs gesamte Geschäftsjahr 2013 zeigt sich Michelin optimistisch. Die etwa zwei Milliarden Euro Investitionen in neue (und sehr große!) Reifenfabriken in Schwellenländern (China, Indien und Brasilien) werden schon mittel- (China), aber vor allem langfristig Michelins Wachstumspläne in den „Emerging Markets“ befeuern und die nach wie vor starke Gewichtung auf Europa, wo 59 Prozent der weltweit 107.000 „Micheliner“ arbeiten, verringern. Darüber hinaus zeichnet sich ab, dass in Europa die Schwächephase des Reifenmarktes endet, erste Erholungstendenzen waren bereits im zweiten Quartal deutlich zu erkennen. Rückenwind erwartet Michelin auch auf der Einkaufsseite, Rohmaterialien werden 2013 etwa 350 Millionen Euro billiger sein als im Vorjahr, was sich direkt auf den operativen Gewinn auswirken wird. Die Pkw-Reifenerstausrüstung hat im ersten Halbjahr global um ein Prozent zugelegt; im Plus waren Süd- (14 Prozent) und Nordamerika (vier Prozent) sowie Asien (drei Prozent), im Minus Afrika/Indien/

Mittlerer Osten (neun Prozent) und auch Europa (vier Prozent), wobei bezogen nur aufs zweite Quartal mit einem Plus von vier Prozent in Europa die Trendwende da ist. Ebenfalls um ein Prozent hat die weltweite Lkw-Reifenerstausrüstung zugelegt, getragen allerdings in hohem Maße von Südamerika (41 Prozent) und Asien (vier Prozent, ohne Indien); Einbußen gab’s in Nordamerika (13 Prozent) und Afrika/Indien/Mittlerer Osten (neun Prozent), während Europa auf dem schwachen Niveau von 2012 stagnierte – auch hier erlaubt der Blick aufs zweite Quartal (außer in Nordamerika) Zuversicht. Das weltweite Ersatzgeschäft mit Pkw-Reifen entwickelte sich in etwa analog zur Erstausrüstung mit der Einschränkung, dass die Region Afrika/Indien/Mittlerer Osten ein deutliches Plus von sechs Prozent verzeichnen konnte. Noch stärker zeigt sich der positive Trend bei Lkw-Reifen (global plus drei Prozent), findet in diesem Segment doch Europa mit einem Plus von acht Prozent zurück in die Spur. Bei Pkw-/LLkw-Reifen sank Michelins Halbjahresumsatz gegenüber dem Zeitraum Januar bis Juni 2012 von 5,5 auf 5,3 Milliarden Euro, die Marge gab um 0,3 auf 10,3 Prozent nach. Die Geschäftseinheit Lkw-Reifen büßte in gleicher Größenordnung von 3,3 auf 3,1 Milliarden Euro ein, konnte die operative Marge aber sogar leicht auf 6,5 Prozent steigern. In der in der Vergangenheit so überaus profitablen Sparte „Specialty“ (EM-, Agrar-, Zweirad- und Flugzeugreifen) allerdings gab es die massivsten Veränderungen, vor allem weil der Bedarf an EM-Reifen in Nordamerika und Europa stark zurückgegangen ist: Der Umsatz sank um 11,3 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro, die operative Marge auf immer noch sehr beachtliche 23,3 Prozent, der Profit aber ging um satte 25 Prozent auf 400 Millionen Euro zurück. detlef.vogt@reifenpresse.de

Analysten und Anleger goutieren Goodyear-Ergebnis Vor allem der auf 181 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal mehr als verdoppelte Gewinn (net income) der Goodyear Tire & Rubber hat Analysten positiv überrascht und zu einem mehr als zwölfprozentigen Kurssprung der Aktie auf mehr als 19 Dollar an der New Yorker Börse NASDAQ geführt. Dabei ging der Umsatz des Konzerns von 5,2 auf 4,9 Milliarden Dollar zurück, die weltweit verkaufte Anzahl Reifen erhöhte sich hingegen leicht auf 39,5 Millionen Einheiten. Mit anderen Worten: Wie auch Wettbewerber Michelin hat Goodyear Preiszugeständnisse machen müssen. Das Ergebnis ist um so höher zu bewerten als das Geschäft mit sonstigen Produkten (Chemie) rückläufig war und auch Währungseffekte mit immerhin 60 Millionen Dollar negativ zu Buche schlugen. Als Erfolg wird angeführt, dass der Reifenhersteller sein lange kränkelndes Europageschäft auf den Weg der Besserung geführt hat, aber auch die niedrigeren Rohstoffkosten haben nicht unwesentlich zur Ergebnisverbesserung beigetragen. Für die Zukunft sieht Chairman und CEO Richard J. Kramer positive Indikatoren: Man bleibe auf profitable Marktsegmente fokussiert, in denen sich der Wert der eigenen Marke Goodyear niederschlage, und sei bereit zu profitieren, wenn sich die Märkte erholen. Einstweilen ist vor allem die wichtigste Geschäftseinheit Nordamerika, die für 45 Prozent des Konzernumsatzes im zweiten Quartal stand, noch nicht aus dem Gröbsten heraus: Der Umsatz ging um zehn Prozent im Berichtszeitraum auf 2,2 Milliarden Dollar, der Stück-

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absatz um drei Prozent auf 14,8 Millionen zurück. Das OE-Geschäft blieb mau, im Ersatzmarkt büßte Goodyear fünf Prozent bei den Auslieferungen ein. In der leidgeprüften Geschäftseinheit EMEA (Europe/Middle East/Africa, steht für 32 Prozent des Konzernumsatzes) gelang es trotz der krisenhaften Verhältnisse in vielen Ländern, den Umsatz mit beinahe 1,6 Milliarden Dollar fast stabil zu halten, der Reifenabsatz konnte gar von 14,2 auf 14,6 Millionen Einheiten zulegen, vor allem getragen durch das siebenprozentige Plus in der Erstausrüstung (Ersatzmarkt: plus ein Prozent). Die Geschäftseinheit Lateinamerika trug zwölf Prozent zum Konzernumsatz bei und ist weiterhin sehr profitabel, wie der Blick auf die operative Marge von 15,4 Prozent ausweist. Der Umsatz legte um sechs Prozent auf 531 Millionen US-Dollar zu, der Stückabsatz um vier Prozent auf 4,5 Millionen Stück. Während das Erstausrüstungsgeschäft auf niedrigem Niveau war, konnte im Ersatzmarkt ein Absatzplus von neun Prozent eingefahren werden. In der globalen Boomregion Asien-Pazifik, die für zwölf Prozent am Konzernergebnis steht, büßte Goodyear trotz um fünf Prozent auf 5,6 Millionen Einheiten gestiegener Stückzahlen 15 Millionen Dollar Umsatz ein und kam auf 585 Millionen, kann allerdings auf eine operative Marge von 15,6 Prozent verweisen. Das OE-Geschäft verzeichnete ein vierprozentiges Absatzplus, das Ersatzgeschäft ein sechsprozentiges. dv


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Kurzgefasst. Taiwans Cheng Shin will noch einen Rang höher rücken Erst im letzten Jahr hatte sich Taiwans Cheng Shin Rubber Industry (Hauptmarke Maxxis) in der Weltrangliste der Reifenhersteller um einen Platz auf Rang neun nach vorne geschoben, jetzt wird Platz acht als Ziel für die nahe Zukunft ausgegeben. Neben langfristigen Projekten (so eine siebte Reifenfabrik, die wohl im Norden Chinas errichtet werden soll) lassen einige sehr konkrete aktuelle Daten diesen Wunsch als nicht überambitioniert erscheinen: Im Jahre 2013 soll die Produktion von Pkw- und Lkw-Reifen gegenüber 2012 um 20 Prozent hochgeschraubt werden, die von Landwirtschafts- und Industriereifen soll sich verdoppeln und die von Zweiradreifen um mehr als Prozent ansteigen. Dabei sieht das Unternehmen weniger im stabilen Heimatmarkt noch im sich eher träge entwickelnden US- oder im schwächelnden europäischen Markt Potenziale, sondern macht Fortschritte in den Wachstumsmärkten China, Indonesien und Indien. Die zusätzlichen Produktionskapazitäten stammen wesentlich aus den beiden chinesischen Reifenwerken Changzhou und Xiamen. dv

Ehrgeizige Toyo-Pläne in Thailand Seit dem April hat Reifenhersteller Toyo eine Vertriebsgesellschaft in Thailand und vermarktet im Lande nach eigenen Angaben bereits 25.000 Einheiten monatlich über etwa 250 Händler. Die Anzahl der Vermarktungspartner soll bis 2015 verdoppelt, die Anzahl verkaufter Reifen von 400.000 Stück im nächsten Jahr auf 600.000 im Jahre 2015 erhöht werden. Das entspräche etwa fünf Prozent Marktanteil. Thailand, der dreizehntgrößte Automobilmarkt weltweit, wird von Toyo als strategisch besonders wichtig eingestuft. dv

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Studie den Werkstattausrüstungsmarkt Westeuropa betreffend erschienen Die Berliner Leo-Impact Consulting GmbH hat dieses Frühjahr eine neue Marktstudie zum Werkstattausrüstungsmarkt Westeuropa veröffentlicht. Die englischsprachige Publikation mit dem Titel „European Garage Equipment 2012” basiert demnach auf einer Datenbank, die Einträge von mehr als 700 internationalen Firmen enthält, wobei man sich bemühe, beständig mit diesen in Kontakt zu bleiben. Insofern seien in die Studie auch Dutzende von Interviews eingeflossen, die beispielsweise während Messen wie der „EquipAuto“ (Paris), „Autotechnica“ (Brüssel), „Amitec“ (Leipzig) oder „Automechanika“ (Frankfurt) geführt wurden. Eine wochenlange Aufbereitung der Daten bzw. deren Überprüfung mithilfe öffentlich zugänglichen sowie recherchierten Informationen würden die aktuelle Studie zur „besten jemals veröffentlichten in diesem Marktsegment“ machen, sind deren Autoren überzeugt. Auf über 200 Seiten werden jedenfalls die Märkte für diverse Produktkategorien (Klimaservicegeräte, Bremsenprüfstände/Prüfstraßen, Diagnosegeräte, Abgastester, Hebebühnen sowie Maschinen für den Reifen- und Räderservice) ebenso analysiert wie die sieben Absatzgebiete/-länder Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Spanien, Skandinavien und Benelux. Anhand von Daten der Jahre 2011 und 2012

werden entsprechende Trends und Entwicklungen im Werkstattausrüstungsmarkt aufgezeigt. Darüber hinaus liefert die Untersuchung allerdings auch eine Prognose für das laufende Jahr. Mehr zu der Studie und zu den Bezugsmöglichkeiten findet sich unter der Adresse www.leo-impact-consulting.de/garage-equipment.eu/ im Internet. cm

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Delticom trotzt schwachem Markt Im ersten Halbjahr 2013 erlöste der Internetreifenhändler Delticom (Hannover) mit einem Umsatz von 212,2 Millionen Euro ein Plus von 9,8 Prozent. Das EBIT betrug 8,9 Millionen Euro. Der Umsatz im Geschäftsbereich E-Commerce stieg um 11,6 Prozent auf 206,4 Millionen Euro. Dem Unternehmen ist es damit gelungen, im Kernsegment gegen den Markttrend zuzulegen. Im Geschäftsbereich Großhandel sank der Umsatz in den ersten sechs Monaten des Jahres um fast 31 Prozent auf 5,8 Millionen Euro. Im zweiten Quartal haben 271.000 Kunden erstmalig in den Onlineshops von Delticom gekauft, ein Anstieg um 37,6 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal. Neben den Neukunden tragen auch immer mehr Wiederkäufer zum Erfolg des Unternehmens bei. Im zurückliegenden Quartal haben 212.000 Bestandskunden zum wiederholten Mal ihre Reifen bei Delticom gekauft. Die Bruttomarge (Handelsspanne ohne sonstige betriebliche Erträge) sank gegenüber Vorjahreszeitraum um zwei auf 24,4 Prozent. Zum Stichtag 30. Juni verfügte das Unternehmen, das knapp 150 Personen beschäftigt, über eine Nettoliquidität (Liquidität dv abzüglich kurzfristiger Finanzschulden) in Höhe von 7,1 Millionen Euro.


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US-Gewerkschaften einigen sich mit Bridgestone, Goodyear und Michelin ei beiden US-Reifenherstellern schienen bis zum späten Freitagabend, 26. Juli, die Zeichen auf Streik in den jeweiligen Fabriken zu stehen. Aber sowohl an Bridgestone Americas (Nashville) als auch an Goodyear Tire & Rubber (Akron) ging der Kelch des Arbeitskampfes vorüber, weil sie sich quasi in letzter Minute mit den Gewerkschaften United Steelworkers (USW) auf neue Tarifverträge einigen konnten. Auch für die beiden gewerkschaftlich organisierten Michelin-/BFGoodrichFabriken in Tuscaloosa (Alabama) und Fort Wayne (Indiana) mit etwa 2.550 Arbeitern, in denen die Tarifverträge ja auch ausliefen, ist eine Einigung erzielt worden, ohne dass allerdings darüber bislang Einzelheiten bekannt geworden sind. Bridgestone hat in den Gesprächen mit der USW für die nächsten vier Jahre die Tarifbedingungen von etwa 3.500 Arbeitsplätzen in den Reifen-, Schlauch- und Vormaterialfabriken von Akron (Ohio), Des Moines (Iowa), Russellville (Arkansas) und LaVergne (Tennessee) festschnüren können, für die Standorte Warren County (Tennessee) und Bloomington (Illinois) gab es separate Einigungen. Bis zur erwarteten Zustimmung der betroffenen Arbeiter über den neuen Kon-

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trakt wird/wurde (Abstimmung nach Redaktionsschluss) auf der Grundlage der alten Verträge aus dem Jahre 2009 weitergearbeitet. Bridgstone Americas hat darüber hinaus nicht gewerkschaftlich organisierte Fabriken in Graniteville (South Carolina) und Wilson (North Carolina) mit etwa 2.700 Arbeitern, die ca. 950 des Kanada-Werkes Joliette (Quebec) werden durch das „Syndicat des Travailleurs de Bridgestone/Firestone de Joliette“ vertreten. Auch in den USW-Verhandlungen mit Goodyear in Cincinnati lief die Zeit des alten Tarifvertrages ab, und man konnte sich noch quasi in letzter Sekunde einigen. Wie bei Bridgestone hatten sich auch bei Goodyear zahlreiche Arbeiter streikbereit gezeigt, so vor allem in der Motorradreifenfabrik (GoodyearDunlop) in Tonawanda (Buffalo, New York). Die neue Tarifvereinbarung umfasst die sechs gewerkschaftlich organisierten Fabriken in Gadsden (Alabama), Akron (Ohio), Buffalo, Danville (Virginia), Fayetteville (North Carolina) und Topeka (Kansas). Bei Goodyear sind um die 8.500 Mitarbeiter betroffen, die jetzt über die neue Vereinbarung für weitere vier Jahre abstimmen. Das Reifenwerk Lawton (Oklahoma) ist genauso gewerkschaftsfrei wie die kanadische GoodyearFabrik Napanee (Ontario). dv

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MICHELIN UND GOODYEAR TAUSCHEN PLATZ ALS NUMMER EINS IN NORDAMERIKA So wie die NEUE REIFENZEITUNG regelmäßig ein weltweites Ranking der umsatzstärksten Reifenhersteller zusammenstellt, hat RubberNews basierend auf Zahlen des vergangenen Jahres Gleiches mit Blick allein auf die Kautschukverarbeiter im nordamerikanischen Markt veröffentlicht. Demnach ist dort nun nach zuletzt 2009 wieder Michelin dank eines Umsatzzuwachses um fast zwölf Prozent im vergangenen Jahr die Nummer eins mit einem Umsatz in Höhe von knapp zehn Milliarden US-Dollar. Nach einem Umsatzminus von rund zwei Prozent und mit in Summe lediglich 300 Millionen Dollar weniger Umsatz als Michelin müsse sich Goodyear nunmehr mit Rang zwei bescheiden, nachdem der Konzern in den beiden Jahren zuvor – also 2010 und 2011 – die Führung innegehabt habe, heißt es. Als Nummer drei im nordamerikanischen Markt führt RubberNews nach wie vor Bridgestone mit gut acht Milliarden US-Dollar Umsatz in der Region. Dahinter kommen in dieser Reihenfolge die Cooper Tire & Rubber Co. (3,1 Milliarden US-Dollar), Continental AG (2,8 Milliarden US-Dollar), Parker-Hannifin Corp. und New Balance Athletic Show Inc. mit jeweils knapp unter 1,6 Milliarden USDollar, Cooper-Standard Automotive Inc. und Carlisle Companies Inc. mit je 1,5 Milliarden US-Dollar Umsatz sowie die Yokohama Tire Corp. (1,4 Milliarden US-Dollar). cm

Spaß am Autofahren ist den Deutschen noch nicht vergangen Man sagt, der Deutschen liebstes Kind sei das Auto, und dass ihnen das Autofahren mehrheitlich nach wie vor Spaß macht, belegt eine Studie der Dekra. Die Prüforganisation hat dazu 1.900 Autofahrer befragt, die ihr Fahrzeug zur Hauptuntersuchung bei einer Dekra-Niederlassung vorgeführt haben. Zwei von drei Autofahrern (65 Prozent) macht das Autofahren demzufolge „fast immer“ Spaß, weiteren 25 Prozent bereitet es „manchmal“ Freude und nur zehn Prozent haben „selten“ oder „nie“ Spaß am Steuer. So ganz ungetrübt ist das Fahrvergnügen bei den Befragten allerdings nicht, denn hohe Autokosten (71 Prozent), aggressives Verhalten anderer (63 Prozent), Staus bzw. eine hohe Verkehrsdichte (63 Prozent), fehlende Parkplätze bzw. hohe Parkgebühren (40 Prozent), immer mehr Tempolimits (21 Prozent) oder ein schlechtes Gewissen wegen der Umwelt- und Klimabelastung (17 Prozent) stören die Befragten bei ihrer Freude am Fahren. Trotzdem kann sich fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer (46 Prozent) ein Leben ohne Auto nicht vorstellen. Die Aussage „Das Auto bringt mir viele Freiheiten“ teilen zwei Drittel aller Befragten (67 Prozent), wobei Frauen (74 Prozent) und junge Fahrer (73 Prozent) darauf besonders hohen Wert legen. Auf der anderen Seite würden 29 Prozent gerne aufs Auto verzichten, wenn sie könnten. Am wenigsten wollen junge Autofahrer bis 25 Jahre auf den fahrbaren Untersatz verzichten (18 Prozent). Gering ist laut Dekra die Zahl der Skeptiker (zwölf Prozent), die der Aussage zustimmen: „Das Autofahren in der heutigen Form hat keine Zukunft“. Allerdings sind die Zeiten des Spazierenfahrens wohl vorbei. Ebenfalls nur zwölf Prozent steigen manchmal nur des Fahrspaßes wegen ins Auto. cm

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Haben „Talsohle hinter uns gelassen“ – Halbjahreszahlen der Reiff-Gruppe

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elbst wenn die Absatzentwicklung im deutschen en. Als Beispiele dafür werden die Optimierung von Prozessen, die Reifenersatzgeschäft in den ersten sechs Mona- Nutzung von Synergien, der Ausbau von Marktpotenzialen und eiten zu wünschen übrig lässt, so sieht man zumin- ne Verfeinerung der eigenen Onlinekompetenz genannt. dest bei der Reiff-Gruppe inzwischen nicht mehr Die R.E.T. GmbH – mit einem Umsatzanteil von 3,2 Prozent der ganz so schwarz. Zwar hat der lange und kalte kleinste Geschäftsbereich der Gruppe – musste wegen der schwäWinter auch bei den Reutlingern vor allem im ers- cher als erwarteten Hybridtechnologie im ersten Halbjahr zwar eiten Quartal seine Spuren im Geschäftsbereich ne „ungünstige Umsatzentwicklung“ verkraften und sei zudem Reifen und Autotechnik hinterlassen und damit dazu beigetragen, durch höhere Kosten aufgrund einer Akquisitionsoffensive und der dass der Umsatz des Unternehmens im ersten Halbjahr mit 222,9 Neuausrichtung von Produktionsprozessen belastet gewesen. Millionen Euro gut zehn Prozent hinter dem des Vorjahreszeitrau- Doch nichtsdestotrotz gibt sich das Unternehmen für das zweite mes (248,6 Millionen Euro) zurückgeblieben ist. Doch mit Blick auf Halbjahr 2013 insgesamt zuversichtlich. Dabei gründet der Optidie Monate Mai bis Juni ist von einer positiven Entwicklung die Rede, die einen Teil Reiff-Gruppe in Zahlen der als erheblich bezeichneten Einbußen Umsätze in Millionen Euro während der ersten drei Monate des laufenUnternehmen 1. Halbjahr 1. Halbjahr Veränderung den Jahres habe auffangen können. „Die Technischer Handel 70,9 69,2 -2,4% Zahlen vom zweiten Quartal und auch die Entwicklung im ablaufenden Monat Juli zeiReifen und Autotechnik 168,6 146,6 -13,1% gen, dass wir die Talsohle hinter uns gelasElastomertechnik 9,0 7,2 -20,2% sen haben“, ist Eberhard Reiff, Vorsitzender Gesamtunternehmen 248,6 222,9 -10,3% der Geschäftsführung, angesichts dessen Quelle: Reiff 8/2013 überzeugt. Für den Geschäftsbereich Technischer Handel berichtet Reiff für den Zeitraum Januar bis Juni eine im Ver- mismus in erster Linie in der Hoffnung auf eine leicht anziehende gleich zu den entsprechenden Vorjahresmonaten stabile Entwick- Konjunktur und ein besseres Winterreifengeschäft. Denn die Reilung mit einem um etwas über zwei Prozent auf nunmehr 69,2 Mil- fen, die 2010 aus Gründen der verschärften Winterreifenpflicht und lionen Euro leicht rückläufigem Umsatz. Damit ist man durchaus der Abwrackprämie verkauft wurden, seien nun abgefahren, und der zufrieden, zumal auch hier im zweiten Quartal „eine spürbare Ver- Markt werde zunehmend in einen normalen Nachfragezyklus zubesserung der Umsatzzahlen um ein Prozent“ registriert wurde. rückfinden, wird diese Sicht der Dinge begründet. Dies wird den „Der zukunftsorientierte Ausbau der technischen Kompetenzen Reutlingern zufolge dafür sorgen, dass man den Gruppenumsatz und Vorhaben wie die Erweiterung des Logistikzentrums führten des vergangenen Jahres auch 2013 wieder erreichen könne, wähzu einer Erhöhung der Personal- und Sachkosten. Allerdings zeigt rend auf der Kostenseite zugleich erhebliche „Anstrengungen undie aktuelle Auftragseingangssituation, dass sich diese Anstren- ternommen“ sowie die Bestände um 14,1 Prozent oder 19,5 Milliogungen lohnen“, so das Unternehmen, das nach eigenen Aussa- nen Euro reduziert wurden. cm gen aber in allen anderen Geschäftsbereichen unterschiedliche Anstrengungen unternimmt, um seine Marktposition weiter auszubau-

Voith baut für BMW Werk für Rad-Reifen-Montage Voith Industrial Services, ein Konzernbereich von Voith (Heidenheim/Brenz), baut im niederbayerischen Mamming ein Werk für die Rad-Reifen-Montage. Das Werk, das in der Region rund 70 Arbeitsplätze schafft, soll ab Januar 2014 die Fahrzeugproduktion von BMW in Dingolfing komplett mit fertig montierten Rädern versorgen. Diese werden „Just in Time“ und „Just in Sequence“ geliefert und dort an die 5er, 6er und 7er Reihe montiert. Innerhalb von nur sechs Monaten entsteht eine Halle, in der nach Fertigstellung täglich etwa 6.000 Pkw-Reifen auf Felgen montiert werden. Das entspricht 1,6 Millionen Rädern pro Jahr – in 130 verschiedenen Varianten. Weltweit hat Voith Industrial Services bereits mehr als 40 ähnliche Projekte für Automobilhersteller realisiert. Im Heimatmarkt Deutschland wurde Voith jetzt erstmals mit der Errichtung eines Werks für die Rad-Reifen-Montage beauftragt.

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Bei einem Automobilhersteller in Großbritannien montieren 192 Mitarbeiter von Voith in drei Schichten an zwei halbautomatischen Fertigungsstrecken Räder und Reifen, heißt es auf der Website von Voith, Kapazität der Anlage: 1,7 Millionen Montagen im Jahr. Die Einheiten werden gelagert und „just in time“ zur Endmontage in der Produktion geliefert. dv


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Kleine Firmen setzen beim Fahrzeugleasing zunehmend auf Kilometerverträge ach Aussagen von Arval Deutschland ist bei Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern das Leasing schon lange Zeit die Nummer eins, wenn es um Finanzierungsmethoden rund um Kraftfahrzeuge geht. Gemäß des aktuellen „CVO-Fuhrparkbarometers 2013“, für welches das Meinungsforschungsinstitut CSA im Auftrag des Corporate Vehicle Observatory (CVO) mehr als 3.650 Flottenentscheider in zwölf EULändern (Deutschland: 300) rund um die Trends im Flottenmanagement befragt hat, ziehen nun aber auch die kleinen Unternehmen nach: Leasing mit Kilometervertrag werde bei ihnen immer beliebter, heißt es. Allein in den letzten zwei Jahren soll bei Fir-

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men mit bis zu neun Mitarbeitern eine Zunahme des Fahrzeugleasings mit Kilometervertrag um sechs Prozent verzeichnet worden sein. Gegenwärtig finanzieren demnach 23 Prozent der Unternehmen bis zu neun Angestellten ihren Fuhrpark auf diese Art. Zum Vergleich wird eine Quote von 45 Prozent für Unternehmen mit 100 bis 999 Mitarbeitern genannt und bei Firmen mit mehr als 1.000 Angestellten liege der Anteil bei 47 Prozent. Als Hauptgründe, die für Leasing mit Kilometerverträgen sprechen, haben die befragten Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern monatliche Fixkosten (30 Prozent), Budgetkontrolle (17 Prozent) und ein ausgelagertes Restwertrisiko (13 Prozent) genannt. Dinge wie inkludierte Wartung, Beratung im Fuhrparkmanagement oder Out-

sourcing von Fuhrparkprozessen werden zwar mitunter genutzt, spielen derzeit aber offenbar noch eine untergeordnete Rolle. „Die Vorteile, die durch zusätzliche Serviceleistungen bei Leasing mit Kilometervertrag entstehen, werden von den Fuhrparkverantwortlichen häufig noch unterschätzt – denn auch technische Risiken lassen sich durch die Auslagerung von Wartung und Reifenservice minimieren. Die Inanspruchnahme einer integrierten externen Beratung ermöglicht darüber hinaus, die Prozesse im Fuhrpark zu optimieren. So lassen sich im Fuhrpark Zeit, Nerven und letztlich auch bares Geld sparen“, meint Ralf Woik, Sprecher für das CVO in Deutschland. cm

Systemverbünde stehen bei Kfz-Werkstätten hoch im Kurs aut einer Branchenbefragung des Magazins Kfz-Betrieb gehört jede fünfte markengebundene und jede zweite freie Werkstatt einem der zahlreichen Werkstattsysteme wie Bosch-CarService, 1a-Autoservice, Autofit oder ADAuto-Dienst an. Als Grund, Anschluss an einen solchen Systemverbund zu suchen, sollen deren Schulungsangebot (80 Prozent), der „Zugang zu den technischen Daten der Automobilhersteller“ (74 Prozent) und die „Aufwertung des optischen Erscheinungsbildes“ (74 Prozent) seitens der fabrikatsunabhängigen Betriebe am häufigsten genannt worden sein. Bei vertragsgebunde-

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nen Werkstätten stehen demnach die Sicherung der Teileversorgung für ihre Mehrmarkenserviceangebote (68 Prozent) und der Zugang zu technischen Daten (68 Prozent) bei einem Systembeitritt im Vordergrund. „Das bedeutet, dass viele vertragsgebundene Servicebetriebe auch Fremdfabrikate warten und reparieren, um ihre Mechaniker besser auslasten zu können“, folgert das Blatt daraus. Bei alldem wollen sich die Systempartner von den jeweiligen Zentralen aber gleichzeitig offenbar nicht allzu sehr einengen lassen. Denn bei der Umfrage sollen sich 83 Prozent gegen eine Abnahmepflicht von Ersatzteilen ausgesprochen haben, 70 Prozent wollen ihren eigenen Namen und

nicht den des Werkstattsystems bei der Innen- und Außendarstellung im Vordergrund stehen sehen und Systemgebühren lehnen 54 Prozent ab. Ebenso sind eine straffe Führung durch die Zentrale (66 Prozent) und eine vertragliche Bindung (47 Prozent) augenscheinlich nicht sonderlich beliebt. „Den Verlust ihrer eigenen Identität und der Freiheit im Tagesgeschäft sehen die Werkstattinhaber sehr skeptisch. Grundsätzlich ist jedoch ein stringentes Werkstattsystem besser als eine lockere Systemanbindung mit optionalen Leistungsbausteinen“, kommt in diesem Zusammenhang Gerd Heinemann, Geschäftsführer der BBE Automotive GmbH in Köln, zu Wort. cm

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Mobilitätsanbieter „Michelin Solutions“ Unterstützung für Transportunternehmen, um systematisch Kraftstoffkosten zu senken ie unlängst erfolgte europäzen. Sie sind daher ständig auf der Suche nach ische Markteinführung der bealltagstauglichen, zuverlässigen und langfristigen reits 2012 gegründeten „MicheLösungen, die ihr Tagesgeschäft erleichtern und lin Solutions“ (2014 und 2015 die Wirtschaftlichkeit ihrer Unternehmen erhösollen Nord- und Südamerika hen. sowie China folgen) ist das Er- · Damit die Michelin-Kunden den größtmöglichen gebnis eines langjährigen VerNutzen aus den Reifen des Herstellers ziehen änderungsprozesses, den zwei große Trends auskönnen, sollen sie mit einem erstklassigen Sergelöst haben: vice unterstützt werden. · Die Geschäftskunden – in erster Linie FuhrparkDie Aufgabe von „Michelin Solutions“, die ca. manager – müssen sich mit einem besonders 800 Mitarbeiter zählt und rund eine halbe Million wettbewerbsintensiven Umfeld auseinanderset- Fahrzeuge unter Vertrag hat, besteht darin, innova-

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Philippe Miret, Director Michelin Solutions

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Antonio Crespo, Commercial Director Michelin Solutions

Franck Estoquié, Marketingdirektor Michelin Solutions


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ZENTRALE PUNKTE – Seit jeher entwickelt die Michelin-Gruppe leistungsfähige Reifen sowie vielfältige Serviceleistungen und hat sich so zu einem Global Player im Bereich der Mobilität entwickelt. – 2012 hat die Gruppe das Unternehmen „Michelin Solutions“ gegründet mit dem Ziel, die Effizienz und Wirtschaftlichkeit von Fuhrparks zu verbessern. – In Deutschland verzeichnete die Transportbranche einen Rückgang der Tonnenkilometer um 5,2 Prozent im Jahr 2012 (im Vergleich zum Vorjahr). Ähnlich sieht es in Österreich mit minus fünf Prozent und in der Schweiz mit minus zwei Prozent aus. Gleichzeitig ist der Kraftstoff inzwischen gemeinsam mit den Personalkosten zum größten Budgetposten von Transportunternehmen geworden. – „Effifuel“, das erste Angebot von „Michelin Solutions“, wird als eine zukunftsweisende Innovation für die Transportbranche verstanden und stellt für Michelin stellt eine bedeutende Erweiterung des traditionellen Geschäftsmodells dar. – „Effifuel“ wird unter der Marke „Michelin Solutions“ vertrieben. Es handelt sich um ein Angebot mit Geld-zurück-Garantie, bei der das Transportunternehmen keinerlei Risiken eingeht. Dies ist laut Anbieter ein Beleg für verbindliches und konsequentes Engagement für eine effizientere Mobilität.

Im Einzelnen

te die Gruppe von Beginn an auch Dienstleistungen, um die Mobilität ihrer Kunden sicherzustellen. In der Unternehmensgeschichte finden sich dafür zahlreiche Beispiele wie das umfangreiche Programm an Straßenkarten, Reise- und Restaurantführern, Wegweisern oder die Routenplanung. Auch für effiziente Mobilität war Michelin stets Vorreiter, wie beispielsweise mit der Erfindung des Radialreifens im Jahr 1946 und den ersten „grünen“ Reifen mit geringem Rollwiderstand 1992. Stets kombinierte Michelin den Verkauf von Reifen mit ergänzenden Serviceleistungen. „Michelin Solutions“ richtet sich an Fuhrparkmanager aller Fahrzeugarten – von Pkw und Transporter über schwere Lastwagen und Busse bis hin zu Bau- und Erdbewegungsmaschinen. Das neue Unternehmen wurde speziell für die Entwicklung und den Vertrieb innovativer Serviceleistungen für Flotten gegründet. Konkret entwickelt „Michelin Solutions“ derzeit Flottenlösungen zu verschiedensten Themen wie etwa Outsourcing des Reifenmanagements, Wirtschaftlichkeit der Fahrzeuge oder Senkung des Kraftstoffverbrauchs. Den erwirtschafteten Mehrwert teilt „Michelin Solutions“ mit den Kunden. Deshalb enthalten die Verträge zwischen den Kunden und „Michelin Solutions“ auch genaue Vereinbarungen zu den geplanten Ergebnissen und den dafür erforderlichen Mitdv teln.

Seit der Unternehmensgründung versteht sich Michelin als weltweiter Mobilitätsanbieter. Neben den optimalen Reifen für alle Fahrzeuge vom Fahrrad bis zum Großraumflugzeug entwickel-

tive und wertschöpfende Lösungen für alle Bereiche der Mobilität zu entwickeln und zu vermarkten – zum Nutzen der Kunden, die Fuhrparks für Transporter, Lastwagen oder Bau- und Erdbewegungsmaschinen managen. Dieses besondere neue Angebot basiert auf mehreren Merkmalen: · dem vertraglich garantierten Leistungsumfang, der zusammen mit dem Kunden festgelegt wird; · der Einbindung zahlreicher Dienstleistungen, die weit über den Reifen hinausreichen; · der Unterstützung durch ein weitverzweigtes Netz von Experten aus Berei-

Als erste Serviceinnovation bringt Michelin Solutions „Effifuel“ auf dem Markt

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MASSNAHMEN ZUR KOSTENSENKUNG Der Grundgedanke hinter „Effifuel“: Ein Großteil der Betriebsausgaben eines Transportunternehmens entfällt mittlerweile auf den Kraftstoff. Die Kosten für Diesel lassen sich am schnellsten senken und damit die Margen erhöhen. Die Fakten: – Für die kommenden Jahre wird ein Anstieg der Nettopreise für Diesel in einer Größenordnung von drei bis vier Prozent pro Jahr prognostiziert. Zwischen 2005 und 2012 stiegen in Westeuropa die Dieselpreise bereits jährlich um vier Prozent. – Für einen westeuropäischen Fuhrpark macht der Kraftstoff im Durchschnitt nahezu 29 Prozent der Betriebsausgaben aus, in osteuropäischen Ländern bis zu 40 Prozent. In Frankreich wird sogar der größte Anteil der Betriebsausgaben eines Transportunternehmens für Kraftstoff aufgewendet. In Deutschland lag die Quote 2012 bei über 25 Prozent. – Für ein Nutzfahrzeug, das 120.000 Kilometer pro Jahr zurücklegt, bedeutet dies: Die monatlichen Ausgaben für Kraftstoff können die jährlichen Ausgaben für Reifen erreichen, teilweise sogar übersteigen. – Nach Schätzungen von „Michelin Solutions“ kann „Effifuel“ bei einem ganzjährig betriebenen Sattelschlepper in Westeuropa Einsparungen von bis zu 3.000 Euro netto pro Jahr erwirtschaften. Zur wirtschaftlichen Dimension gesellen sich gesetzliche und umweltbeeinflussende Aspekte: In Frankreich beispielsweise wird die Umweltsteuer für Nutzfahrzeuge auf der Grundlage der CO2Emissionen ermittelt. Diese hängen direkt mit dem Kraftstoffverbrauch zusammen. Daher liegt es im Interesse aller Beteiligten, den Kraftstoffverbrauch und damit auch den CO2-Ausstoß zu senken. Bei den gemeinsamen Bemühungen um mehr Effizienz ist der CO2-Ausstoß pro transportierter Tonne der wichtigste Indikator. Diese Menge verhält sich direkt proportional zur Anzahl der verbrauchten Liter Kraftstoff: Ein Liter Diesel entspricht 2,65 Kilogramm CO2.

zent niedrigeren Kilometerpreis (TCO) und sechs Tonnen CO2, die nicht in die Atmosphäre gelangen. Ein Unternehmen mit einem Betriebsergebnis von zwei Prozent würde dieses Ergebnis dank der Kraftstoffersparnis verdoppeln. Ein Unternehmen an der Gewinnschwelle könnte ein positives Ergebnis erzielen und in die Gewinnzone zurückkehren. Diese Werte wurden auf Basis der durchschnittlichen Kosten in den westeuropäischen Ländern ermittelt. Auf Basis der Kosten für die osteuropäischen Länder würde – bei 150.000 Kilometern pro Jahr und 40 Prozent der westeuropäischen Personalkosten – die Ersparnis bis zu 4.200 Euro pro Jahr betragen oder 3,5 Prozent geringere Betriebskosten (TCO).

Die wichtigsten Hebel

– Spritsparkurse für die Fahrer, die von erfahrenen Experten durchgeführt werden, sowie die Analyse des Fahrverhaltens anhand individueller Spritsparwerte. – Spezialisten von „Michelin solutions“, die alle für den Kraftstoffverbrauch relevanten Daten erfassen und auswerten. – Einbau von Telematikanzeigeeinheiten in Lkw, die dem Unternehmer alle relevanten Fahrzeugdaten übermitteln und ihn bei der Analyse des Kraftstoffverbrauchs unterstützen. – Outsourcing und Optimierung des Reifenmanagements auf der Basis eines fest kalkulierten Kilometerpreises mit dem Ziel, den Kraftstoffverbrauch zu senken. Dies schließt die Nutzung rollwiderstandsoptimierter Michelin-Reifen sowie den Einsatz von Reifendruckkontrollsystemen ein, um die Sicherheit der Fahrer, der Fahrzeuge und der beförderten Güter zu erhöhen. „Als einzelne Angebote existieren einige dieser Leistungen bereits. Neu ist die Möglichkeit, alle Einzelleistungen in einem Gesamtpaket anzubieten, das Ganze effizienter zu managen und sich langfristig engagieren zu können“, so Franck Estoquié, Chief Marketing Officer bei „Michelin Solutions“. „Michelin Solutions“ bietet den Transportunternehmen VerträBeispielrechnung ge mit einer Laufzeit von vier Jahren an. Eine Bestandsaufnahme zu Beginn (Art der Fahrzeuge, Reifen, gefahrene Strecken, BelaBei einem 40-Tonnen-Sattelschlepper, der jährlich 120.000 Kilo- dungsgewicht, Fahrverhalten der Mitarbeiter) dient dazu, das Einmeter im Fernverkehr zurücklegt, macht der Kraftstoff etwa 29 Pro- sparungsziel festzulegen. Es wird in gesparten Litern pro hundert zent der Betriebskosten pro Kilometer aus. Bei 90.000 Kilometern Kilometer gemessen. pro Jahr im Regionalverkehr liegt der Anteil des Kraftstoffs an den Die Spritsparexperten nehmen detaillierte Analysen vor und Betriebskosten bei 26 Prozent. Obwohl das Fahrzeug weniger Ki- erstatten regelmäßig Bericht. „Es geht nicht darum, den Flottenlometer zurücklegt, sind die Fixkosten fast genauso hoch. Hinzu manager zu ersetzen“, erläutert Estoquié, „sondern darum, ihm kommt noch, dass in dieser Kategorie generell mehr „Leerkilome- effiziente Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, ihn zu beraten und ter“ anfallen. Transparenz zu schaffen. Nur so kann er seine Arbeitsabläufe opSenkt der Fuhrparkbetreiber den Kraftstoffverbrauch eines timieren und uns einbinden. Wenn das gemeinsam festgelegte Lkw um 2,5 Liter pro hundert Kilometer, so entspricht dies einer Ziel erreicht wird, teilen wir den erwirtschafteten Gewinn fair auf. jährlichen Ersparnis von rund 3.200 Euro im Fernverkehr. Dies be- Falls nicht, erstattet ,Michelin Solutions‘ dem Transportunternehdeutet außerdem einen um mindestens 2,1 Prozent niedrigeren men die Kosten anteilig zurück.“ Das Transportunternehmen geht Kilometerpreis (TCO, Total Cost of Ownership) und acht Tonnen so keinerlei Risiken ein und es kann seine operative Marge bedv CO2, die nicht in die Atmosphäre gelangen, sowierund 2.400 Euro trächtlich erhöhen. im Regionalverkehr. Dies bedeutet einen um mindestens 1,9 Pro-

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Ein wichtiges Element des umfangreichen Leistungspakets ist der Einbau von Telematikeinheiten in der Armaturentafel, welche die exakte Erfassung und Auswertung von Fahrzeugdaten unterstützen

chen wie Fahreraus- und -Weiterbildung, Telematik und Elektronik, die ganzheitliche Lösungen anbieten können; · der Geld-zurück-Garantie, wenn die vereinbarten Ziele nicht erreicht werden. Als erstes Produkt bringt die junge Tochtergesellschaft „Effifuel“ auf den Markt. Diese Systemlösung ist darauf ausgerichtet, die Kraftstoffkosten von Nutzfahrzeugflotten in Europa zu senken. „Effifuel“ berücksichtigt alle Faktoren, die den Kraftstoffverbrauch beeinflussen. Dazu gehören die Ausbildung und Unterstützung der Fahrer, Aktionen zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs mithilfe professioneller Spritsparberater sowie Systeme zur Erfassung von Fahrzeugdaten in Echtzeit. Weitere Lösungen befinden sich in der Entwicklung. Sie sollen die Mobilität der Flottenkunden verbessern und in den kommenden Jahren das Angebot von „Michelin Solutions“ erweitern. Mit ihrer Gründung stellt die Michelin-Gruppe den Kunden ihr gesamtes Fachwissen zur Verfügung. Ihre Lösungen unterstützen Flotten auf dem Weg zu einer zukunftsweisenden Mobilität, die sicherer, effizien-

ter und umweltfreundlicher als bisher ist. „Michelin Solutions“ erfüllt damit auch die hohen Erwartungen der Gesellschaft in Bezug auf mehr Nachhaltigkeit und Effizienz, so Philippe Miret (Direktor „Michelin Solutions“). Als Commercial Director fungiert Antonio Crespo, als Marketingdirektor Franck Estodv quié.

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Pkw-Zulassungsentwicklung Hoffnungsschimmer oder Strohfeuer? Pkw-Neuzulassungen in Deutschland

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jeweils in 1.000 – Zahl für das 3. Quartal 2013 ist eine Prognose

ass die Pkw-Neuzulassungszahlen im Juli (siehe unten) um gut zwei Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zulegen konnten, wertet der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e.V. (ZDK) als „Hoffnungsschimmer für eine positivere Geschäftsentwicklung in den kommenden Monaten“. Viel verspricht man sich demnach offenbar zudem von der im September stattfindenden IAA in Frankfurt: Mit zahlreichen Neuvorstellungen werde die Messe das Thema Automobil in den Blickpunkt rücken und entsprechende Kaufanreize setzen, die aber – so der ZDK weiter – erfahrungsgemäß erst im kommenden Jahr Wirkung zeigen würden. Insofern widerspricht diese Sicht der Quelle: CAMA 8/2013 Dinge auch nicht der jüngsten Prognose des Center für Automobilmanagement (CAMA) an der Universität Duisburg-Essen: Nach „stark rückläufigen“ Pkw-Neuzulassungszahlen im ersten um 1,8 Prozent abnehmenden privaten Nachfrage nach neuen Pkw. Halbjahr im rechnet man dort nämlich damit, dass sich der deutsche Wie es weiter heißt, könnten auch gewerbliche FahrzeugzulassunAutomobilmarkt auch im dritten Quartal 2013 weiterhin negativ ent- gen die rückläufigen privaten Zulassungen nicht ausgleichen. Im Gewickeln wird. Nach CAMA-Berechnungen werden von Juli bis Sep- genteil: Die Pkw-Neuanschaffungen sollen in diesem Segment getember wohl annähernd 704.000 Pkw neu auf bundesdeutsche Stra- genüber dem Zeitraum Juli bis September des Vorjahres sogar um ßen kommen, was in Bezug auf dieselben drei Monate des Vorjah- 3,4 Prozent niedriger ausfallen. Begründet wird dies mit nur sehr geres einem Rückgang um etwa 20.000 Einheiten bzw. 2,8 Prozent ent- ringen Wachstumsimpulsen für die Wirtschaft bei leicht steigenden spräche und mit dem dritten Quartal 2011 als Referenz einem Minus Rohstoffpreisen, einem allgemein unsicheren Geschäfts-/Investitivon 75.000 Fahrzeugen bzw. 9,6 Prozent. onsklima sowie nur leicht steigenden Auftragseingängen. Die rück„Die Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung läufige Entwicklung der Neuzulassungen wird sich nach CAMA-Beund der Anstieg der Sparquote beeinträchtigen die Pkw-Nachfrage. rechnungen dann übrigens auch im vierten Quartal 2013 weiter fortGeringe Neuwagenrabatte und wieder leicht steigende Rohöl- und setzen. „Positive Wachstumsimpulse auf dem deutschen AutomobilEnergiekosten zum Quartalsende werden die Bereitschaft zu größe- markt sind im vierten Quartal aufgrund der konjunkturellen Risiken ren Anschaffungen im dritten Quartal 2013 zusätzlich dämpfen“, be- und der Eintrübung weiterer volkswirtschaftlicher Rahmenindikatogründet das CAMA trotz einer stabilen Entwicklung auf dem Arbeits- ren kaum zu erwarten“, heißt es. Nichtsdestotrotz rechnet man für markt, rückläufigen Verbraucherpreisen und spürbaren Lohnerhö- das Gesamtjahr weiterhin mit alles in allem knapp drei Millionen neucm hungen die Erwartung einer im Vergleich zum dritten Quartal 2012 en Pkw.

Kfz-Neuzulassungen nach sieben Monaten weniger stark im Minus Mit Blick auf die Pkw-Neuzulassungen war der Juli ein positiver Monat in Deutschland: Mit gut 253.100 Autos kamen laut Kraftfahrtbundesamt (KBA) 2,1 Prozent mehr Fahrzeuge neu auf die Straße als im selben Monat 2012. Das ändert jedoch nichts daran, dass sich der Pkw-Markt nach nunmehr sieben Monaten nach wie vor im Minus präsentiert. Allerdings ist es angesichts der in Summe nunmehr knapp 1,8 Millionen Einheiten mit 6,7 Prozent nicht

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mehr ganz so groß wie noch zum Ende des ersten Halbjahres. Einen Zuwachs an Neuzulassungen registrierte das KBA im Juli mit 13,0 Prozent auf über 16.500 Maschinen auch bei den Krafträdern – für Januar bis Juli weist die Statistik in Summe fast 105.600 Fahrzeuge aus, was einem Rückgang um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gleichkommt. Die Nutzfahrzeugneuzulassungen legten demnach im zurückliegenden Monat ebenfalls zu: um

5,7 Prozent, wobei das Plus mit 19,0 Prozent bei den Kraftomnibussen am stärksten ausfiel. Insgesamt wurden im Juli fast 302.600 Kraftfahrzeuge (plus drei Prozent) und 26.660 Kfz-Anhänger (plus 5,5 Prozent) neu zugelassen in Deutschland, im bisherigen Jahresverlauf waren es nicht ganz 2,1 Millionen Kfz (minus 6,5 Prozent) sowie fast 156.800 Kfz-Anhänger (minus cm 3,7 Prozent).


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Contis Umsatzziel für 2013: rund 34 Milliarden Euro Continental bestätigt nach sechs Monaten das Ziel, im Geschäftsjahr 2013 eine bereinigte EBIT-Marge von über zehn Prozent zu erreichen und den Konzernumsatz auf rund 34 Milliarden Euro zu steigern. „Nach einem schwierigen Start in das laufende Jahr ist das zweite Quartal insbesondere in Europa wie erwartet besser verlaufen. Allerdings kann dies nicht als Trendwende gesehen werden“, so der Vorstandsvorsitzende Dr. Elmar Degenhart, der zugleich bestätigt, im Gesamtjahr einen Free Cashflow von mehr als 700 Millionen Euro zu erzielen.

ufgrund unserer globalen Aufstel- ni 2013 beschäftigte Continental 174.713 Mitarbeilung und weiter steigender Ausstat- ter. Dies entspricht einem Anstieg von mehr als tungsraten unserer Produkte in den 5.000 Menschen im Vergleich zum Jahresende Fahrzeugen sehen wir im dritten 2012 und einer leichten Steigerung gegenüber dem Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal ein stabi- Ende des ersten Quartals. Der Aufwand für Forles Wachstum des Konzernumsatzes, aber keine schung und Entwicklung lag im Zeitraum von Januweitere Belebung gegenüber dem zweiten Quartal. ar bis Juni dieses Jahres bei 987 Millionen Euro und Der Grund liegt im Wesentlichen in den Pkw-Ersatz- entspricht einer Quote von sechs Prozent des Umreifenmärkten, die sich insbesondere in Europa satzes. langsamer als erwartet erholen. Ferner erwarten wir Die Automotive Group erzielte nach sechs Moein sich abflachendes Wachstum in den asiatischen naten einen auf Vorjahresniveau liegenden Umsatz Märkten und in der NAFTA-Region“, erklärt Degen- von mehr als zehn Milliarden Euro. Die bereinigte hart. „Entlastend wirkt dagegen die rückläufige Marge lag bei 7,8 Prozent nach 8,3 Prozent im verPreisentwicklung bei Naturund Synthesekautschuk, die hauptsächlich eine Folge der verhaltenen Nachfrage auf den Reifenmärkten ist. Hier rechnen wir mit einer EntlasContinental hat eine weitere Euro-Anleihe mit einem Emissionsvolumen von 750 Miltung für die Rubber Group in lionen Euro erfolgreich bei institutionellen als auch bei privaten Investoren im In- und Höhe von rund 300 MillioAusland platziert. Wie der Automobilzulieferer und Reifenhersteller dazu mitteilte, solnen Euro im laufenden Jahr.“ len mit dem frischen Kapital zum Teil Hochzinsanleihen aus 2010 abgelöst werden. In den ersten sechs MoDie aktuelle Anleihe hat eine Laufzeit von fünf Jahren und wird jährlich mit einem naten dieses Jahres stieg Festzins in Höhe von drei Prozent verzinst. BNP Paribas, Citi, Deutsche Bank, ING der Konzernumsatz im Verund UniCredit sind die gemeinsamen Bookrunner für diese Anleihetransaktion. „Es gleich zum Vorjahreszeitist uns gelungen, das günstige Umfeld auf dem Kapitalmarkt zu nutzen, um unsere raum um 0,4 Prozent auf Zinskosten zu reduzieren und gleichzeitig die Fälligkeitenstruktur unserer Finanzvermehr als 16,5 Milliarden bindlichkeiten weiter zu verbessern. Die deutliche Überzeichnung bewerten wir erEuro. Das operative Ergebnis neut als einen Beweis des Vertrauens, den uns die Investoren entgegenbringen“, er(EBIT) reduzierte sich im ab klärte Finanzvorstand Wolfgang Schäfer. ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr leicht um 1,4 Prozent auf gut 1,6 Milliarden Euro. Dies entspricht gleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Rubber Group einer Marge von 9,8 Prozent nach 10,0 Prozent im erwirtschaftete ebenfalls einen auf dem Niveau der Vorjahr. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT be- ersten sechs Monate 2012 liegenden Umsatz von reinigt) verringerte sich im ersten Halbjahr gegen- mehr als 6,5 Milliarden Euro und erreichte eine beüber dem Vorjahreszeitraum um 4,2 Prozent auf reinigte Marge von 16,3 Prozent auf Vorjahreshöhe. dv knapp 1,8 Milliarden Euro. Im zweiten Quartal überstieg es den Vorjahreswert bereits um 1,5 Prozent. Die bereinigte EBIT-Marge lag bei 10,8 Prozent. Die Nettofinanzschulden konnten im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 864 Millionen Euro auf rund sechs Milliarden Euro erneut reduziert werden. Die Gearing Ratio verbesserte sich entsprechend auf 68,5 Prozent nach 87,9 Prozent im Vorjahr. Ende Ju-

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CONTINENTAL PLATZIERT NEUE EURO-ANLEIHE ERFOLGREICH – REFINANZIERUNG

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Kurzgefasst. „Organisches“ TrelleborgWachstum Der schwedische Konzern Trelleborg konnte im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2013 den Umsatz im Wesentlichen aufgrund organischen Wachstums um zwei Prozent auf 656 Millionen Euro bei einer operativen Marge von 14,6 Prozent (nach 12,5 Prozent im Vorjahreszeitraum) erhöhen. Die Industrie- und Agrarreifenund -rädersparte Trelleborg Wheel Systems (TWS), die für knapp 20 Prozent des Konzernumsatzes steht, konnte im Berichtszeitraum den Umsatz um sechs Prozent auf 130 Millionen Euro steigern bei einer operativen Marge von 12,4 Prozent. Im Geschäftsbericht wird darauf verwiesen, das TWS bei einem führenden Hersteller präferierter Zulieferer von Industriereifen geworden ist und mit einem führenden Schlepperhersteller bei Entwicklung und Produktinnovation hinsichlich Agrarreifen zusammenarbeite. dv

Grüne Reifen aus mexikanischer Pirelli-Fabrik Die Hälfte des Gesamtinvestments von 400 Millionen US-Dollar für Pirellis neues Pkw-Reifenwerk in Silao (Mexiko) ist ausgegeben, inzwischen sind schon mehr als eine Million High-Performance- und UltraHigh-Performance-Reifen ausgeliefert. Die Jahreskapazität soll bis 2015 auf 3,5 Millionen hochgefahren werden und zwei weitere Jahre später 5,5 Millionen Stück erreichen, 1.400 direkte und 400 indirekte Arbeitsplätze werden bis 2017 geschaffen. Bei der zweiten Hälfte des Investitionspaketes geht es aber nicht nur um eine schiere Kapazitätsausweitung, sondern auch um die strategische Ausrichtung auf „umweltfreundliche Premiumreifen“ bzw. eine „grüne Produktlinie“ bzw. „Green Performance“. Von Silao aus werden Kanada, die USA und der heimische Markt Mexiko beliefert. dv

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WdK: Rohstoffengpässe in der Kautschukindustrie überwunden „Vordergründig betrachtet befindet sich die Rohstoffversorgung der deutschen Kautschukindustrie in einem ruhigen Fahrwasser“, so Boris Engelhardt, Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie e.V. (WdK), anlässlich der Bewertung aktueller Rohstoffdaten. Mit dem Nachfragerückgang bei Kautschukerzeugnissen und der entsprechend angepassten Produktion sind Versorgungsengpässe bei Synthesekautschuken und Ruß nicht mehr aktuell. „Die derzeitig relativ entspannte Lage kann allerdings nicht als ein genereller Abschied von knappen Rohstoffmärkten verstanden werden“, warnt Engelhardt. In den zurückliegenden Boomphasen sei es mit organisatorischen und logistischen Aufwand gelungen, die Rohstoffversorgung sicherzustellen. Mit dem weiteren Ausbau der Rohstoffkapazitäten, der insbesondere in Asien vorangetrieben wird, verbindet sich die Hoffnung, dass weniger Material nach Asien abfließt und die Versorgungslage sich damit in künftigen Wachstumsphasen für die deutschen Kautschukverarbeiter stabiler darstellt.

Nach den Worten Engelhardts beobachtet die Branche die Preisentwicklung der Feedstocks mit besonderer Aufmerksamkeit. Die Grundstoffe der Synthesekautschuke haben mit Ausnahme von Butadien das hohe Preisniveau der Jahre 2011/2012 nahezu unverändert beibehalten. Diese Tatsache wirkt durch die gesamte Produktionskette. „Mit zunehmerder Sorge registrieren wir die Entwicklung der Energiekosten für unsere Industrie“, gibt Engelhardt zu Protokoll. Zwar sei der Preis pro Kilowattstunde an der European Energy Exchange gesunken, die Entlastungswirkung des Marktes werde jedoch durch die EEG-Umlage (Erneuerbare-Energien-Gesetz) konterkariert. Engelhardt: „Hier ist die Kautschukindustrie als stromintensive Branche im internationalen Wettbewerb gleich zweifach benachteiligt. Zum einen hat die Umlage einen Anteil an den Stromkosten von einem Fünftel und mehr, zum anderen sind die Kautschuk verarbeitenden Unternehmen von der Umlagebefreiung ausgeschlossen.“ In Anbetracht der verhaltenen konjunkturellen Aussichten für die nächsten Monate wird auch die Rohstoffsituation nach Einschätzung des wdk keine wesentlichen Ändv derungen erfahren.

BINNEN EINES JAHRES HAT SICH NATURKAUTSCHUK UM FAST 40 PROZENT VERBILLIGT Laut Analysten der Deutschen Bank wird Naturkautschuk an den Rohstoffbörsen derzeit zu fast 40 Prozent niedrigeren Preisen gehandelt als noch vor Jahresfrist. Derzeit koste ein Kilogramm dieses auch im Reifenbau verwendeten Materials etwa 2,30 US-Dollar, während der Preis zwölf Monate zuvor noch bei 3,60 US-Dollar gelegen haben soll. Zudem ist mit Blick auf den Durchschnittswert von etwa drei US-Dollar je Kilogramm für das erste Quartal dieses Jahres von einem sich weiter beschleunigenden Abwärtstrend bei der Preisentwicklung die Rede. Dass die Reifenindustrie davon in Form höherer Gewinne besonders profitieren könnte, weil sie auf der Kostenseite dadurch ja entsprechend weniger belastet wird, glaubt man bei der Deutschen Bank indes nicht. Selbst wenn nach Informationen der Finanzexperten die Reifenhersteller Pirelli, Conti und Michelin jedes Jahr 200.000, 300.000 respektive sogar 800.000 Tonnen Naturkautschuk für ihre Produktion kaufen, was im Durchschnitt einem Kostenaufwand in Höhe von bis zu neun oder zehn Prozent ihres Umsatzes ausmachen könne. Vielmehr wird davon ausgegangen, dass die Industrie ihre Ersparnis beim Rohmaterialeinkauf überwiegend wohl an ihre Kunden weitergeben wird. Dies könnte um drei bis vier Prozent sinkende Reifenpreise nach sich ziehen, heißt es. cm


UMZUG?

Sattes Umsatzplus, aber weniger Gewinn für Titan

Dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und schicken es an folgende Adresse: Profil-Verlag GmbH, Postfach 1408, 21654 Stade Fax: 0 4141-60 99 00

Kd.-Nr.: Name, Vorname: Alte Anschrift:

ie Titan International Inc. hat jetzt ihre Unternehmenskennzahlen für das zweite Quartal bzw. das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres vorgelegt. Demnach konnte der US-amerikanische Reifenhersteller von April bis Juni Verkaufserlöse in Höhe von 593,3 Millionen US-Dollar erzielen. Das entspricht einem Zuwachs um 29,2 Prozent gegenüber den 459,2 Millionen US-Dollar des zweiten Quartals 2012. Mit Blick auf die ersten sechs Monate dieses Jahres wird ein Umsatz in Höhe von knapp 1,2 Milliarden US-Dollar berichtet, was einem Plus von 27 Prozent gegenüber den etwas mehr als 920 Millionen US-Dollar des entsprechenden Vergleichszeitraumes 2012 gleichkommt. Der Bruttogewinn konnte ebenfalls gesteigert werden und liegt für das zweite Quartal bzw. das erste Halbjahr 2013 nun bei annähernd 86,7 Millionen US-Dollar (plus 5,6 Prozent) respektive gut 183,4 Millionen US-Dollar (plus 4,5 Prozent). Der operative Gewinn sank allerdings: mit Blick auf die Monate April bis Juni um 54,4 Prozent auf 36,9 Millionen US-Dollar und hinsichtlich des ersten Halbjahres um 39,3 Prozent auf 139,6 Millionen US-Dollar. Ähnlich sieht die Sache beim Nettogewinn aus, der aus Quartalssicht um 47,3 Prozent auf rund 23,2 Millionen US-Dollar nachgab und bezogen auf den Zeitraum Januar bis Juni um 46,2 Prozent auf etwa 42,7 Millionen US-Dollar. Für das zweite Halbjahr kündigt Titan-Chairman und -CEO Maurice M. Taylor unabhängig davon schon einmal neue Umsatzrekorde an. Nicht zuletzt deshalb, weil das Unternehmen spätestens bis zum 1. September die Übernahme des russischen Landwirtschafts- und Industriereifenherstellers Voltyre-Prom unter Dach und Fach gebracht haben und damit seine Marktposition in der GUS-Region stärken will. „Als Folge von Akquisitionen wird Titan im zweiten Halbjahr neue Umsatzrekorde berichten können. Wenn die Märkte sich weiter so entwickeln wie bisher, wird es mit dem Titan-Wachstum auch zukünftig so vorangehen wie in den zurückliegenden Jahren“, ist Taylor überzeugt. „Titans Kerngeschäft sind Reifen und Räder für den landwirtschaftlichen Einsatz, wo die Nachfrage anhaltend hoch ist. Seit 2006 fertigt Titan Landwirtschaftsreifen der Marke Goodyear und gehört damit in Nordamerika zu den Marktführern in diesem Segment. Wir glauben, dass Titan dank dieser amerikanischen Marke seine Marktposition in den kommenden Jahren weiter wird ausbauen können, obwohl die Baubranche weiterhin Anzeichen von Schwäche zeigt“, so der Titan-Chairman und -CEO weiter. Sorge bereitet ihm eigenen Worten zufolge nach wie vor zudem ein wenig die Preisentwicklung. An die Kunden weitergegebene sinkende Rohmaterialkosten sowie ein Überangebot aufseiten der Produkte hätten einen negativen Einfluss auf das Preisniveau, heißt es. cm

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Straße, Hs.-Nr. PLZ, Ort Neue Anschrift Straße, Hs.-Nr. PLZ, Ort Neue Tel.-Nr. Neue Fax-Nr. Ich wünsche die Lieferung der NEUE REIFENZEITUNG an meine neue Adresse ab Heft Nr.

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RUNDERNEUERUNG/RECYCLING Neue Reifenzeitung 8/2013

Brasilianischer Exportpreis an Vipal

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Feierliche Preisverleihung

em Präsidenten von Vipal Arlindo Paludo wurde eine wichtige Ehrung für die Arbeit des Unternehmens auf dem internationalen Markt überreicht, der Exportpreis 2013. Die von der ADVB, einer wichtigen Handelsvereinigung in Porto Alegre (Brasilien), vergebene Auszeichnung zeichnet die wichtigsten Exportunterneh-

men des Bundesstaates Rio Grande do Sul in unterschiedlichen Kategorien aus. Der Rundernerungskonzern erhielt den Preis in der Kategorie Marktdiversifikation für das beste Unternehmen in diesem Bereich im Jahre 2012. Nach Aussage Paludos ist dies „eine Auszeichnung für das Ergebnis der gesamten 40-jährigen Geschichte von Vipal. Wir haben immer auf die Entwicklung von Produkten von hoher Qualität und neuester Technologie gesetzt und dabei nie die Umwelt außer Acht gelassen. Es ehrt uns, dass Auszeichnungen wie der „Prêmio Exportação“ (Exportpreis) dies anerkennen.“ Brasilien gehört zu den wichtigsten Exporteuren für Produkte im Bereich Reifenrunderneuerung und -reparatur in der Welt. Diesen Titel verdankt es hauptsächlich Borrachas Vipal. Das vor 40 Jahren gegründete Unternehmen ist einer der wichtigsten Hersteller für Runderneuerungsprodukte weltweit, Marktführer in Südamerika und liefert in 90 Länder auf allen Kontinenten. Die

wichtigsten Märkte sind Südamerika, Europa und die USA. Das Gesamtvolumen der Exporte des Unternehmens lag 2012 bei 110 Millionen US-Dollar. Vipal nimmt regelmäßig an den wichtigsten internationalen Messen der Branche teil, hat eine seiner drei Fabriken in Brasilien für die Exportproduktion reserviert und analysiert kontinuierlich die Bedürfnisse der Exportmärkte, um spezifische Produkte für diese Länder zu entwickeln. Das Unternehmen hat 3.000 Mitarbeiter und neben den Fabriken in Brasilien auch Vertriebszentren in Spanien, Deutschland, Slowenien, Australien, den USA, (Florida und Virginia), Mexiko und Kolumbien. Außerdem hat Vipal Filialen in acht Ländern: Spanien, Deutschland, Slowenien, Australien, USA, Mexiko, Argentinien, Chile, Kolumbien und Vipal Übersee (Zentral- und Südafrika, dv sowie Asien).

höhere margen erzielen

„Q-Plus Check-Up“ – B&J zieht positive Zwischenbilanz „Wir wollen, dass sich Treue lohnt!“ Damit gab Andreas Müller, Managing Director der B&J Rocket, zum Jahresanfang den globalen Startschuss für eine Marketingoffensive, die sich über das gesamte Kalenderjahr erstreckt. Seit Jahren zählen Rausysteme von B&J Rocket zu den effektivsten und zuverlässigsten Werkzeugen in der Reifenrunderneuerung. Das verdankt das Unternehmen einerseits seinen weltweiten Vertriebspartnern, andererseits den Reifenrunderneuerern als Anwender. Der intensive Dialog trägt zu steten Verbesserungen der Produkte und Services bei und ist ein wichtiger Punkt des vor einiger Zeit gestarteten Programms „Quality Plus“ von B&J. Bei der Aktion Q-Plus Check-Up können die Endkunden durch den Kauf von Original-B&J-Rauklingen Gutscheine erwerben, mit denen sie – je nach Anzahl der Gut-

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scheine – entweder ihren Rocket-Raukopf überholen und, falls noch nicht vorhanden, mit „Turbo“-Technologie aufrüsten lassen oder sie erhalten von B&J einen komplett neuen Raukopf inklusive Bestückung nach Wunsch. Dazu muss der Kunde während des gesamten Kalenderjahres 2013 seine Rechnungen über den Kauf von Original-B&JRauklingen-Sets sammeln. Für jeweils 500 Sets erhält er dann einen Gutschein, den er sofort einlösen kann. Oder er sammelt durch weitere Set-Käufe weitere Gutscheine, mit denen er zusätzliche Leistungen eintauscht. Für den Kunden entstehen dabei keinerlei Artikel- oder Servicekosten. Es werden lediglich Fracht- und Versandkosten berechnet. Nach knapp sechs Monaten Laufzeit zieht B&J eine Zwischenbilanz. „Wir ver-

zeichnen einen deutlichen Anstieg der Nachfrage“, fasst Müller zusammen. Nun gilt es für die Kunden einmal abzugleichen, inwieweit die Voraussetzungen für den Erwerb von Gutscheinen bereits gegeben sind bzw. wie viele Rauklingeneinkäufe noch fehlen. B&J legt Wert auf die Feststellung, dass nur ein einwandfreier Raukopf bestmögliche Arbeitsresultate bei langen Standzeiten erzielt. Weitere Informationen sind direkt über www.bj-rocket.com erhältlich. Ebenso sind die Händler aktiv in die „Q-Plus Check-Up“dv Treueaktion eingebunden.


RUNDERNEUERUNG/RECYCLING Neue Reifenzeitung 8/2013

Neuer B&J-Produktionsmanager Marcos Guzman wurde die Verantwortung für die Produktion in der B&J-Fabrik Middlebury (Indiana/USA) übertragen. Guzman verfügt über eine 16-jährige Erfahrung in den Bereichen Kostenmanagement, Umsatzsteuerung und Unternehmensentwicklung. Er hat in seiner beruflichen Laufbahn bereits für namhafte Zulieferer der Automobilbranche gearbeitet. Marcos Guzman übernimmt ab sofort die Verantwortung für die Sicherung und Verbesserung der gesamten B&J-Produktionsqualität. Neben der weiteren Optimierung von Produktionsprozessen ist er zuständig für Kosten und eingesetzte Ressourcen. Des Weiteren ist er verantwortlich für die Verbesserung von Wartungsarbeiten, Marcos Guzman um einen stets gleichbleibenden hochqualitativen Output zu gewährleisten. Er spricht fließend Englisch und Spanisch und ist ein wichtiger technischer Ansprechpartner für den Vertrieb. Guzman berichtet in seiner Funktion während der Einarbeitung zunächst an Bent Toft Andersen, später dann direkt an Andreas Müller, dem Managing Director von B&J Rocket. Der freut sich über die Verstärkung in seinem Team und verfolgt dabei ein klares Ziel: „Mit der Verpflichtung von Marcos Guzman gehen wir einen weiteren Schritt in unserer ,Quality-Plus’-Kampagne, um die bereits bestehende hohe Produktqualität zu sichern und noch dv weiter zu verbessern.“

Frank Winkler feiert 35-Jähriges bei Reifen Göring Unlängst wurde Frank Winkler für seine 35-jährige Tätigkeit für die Firma Reifen Göring Runderneuerungswerke geehrt. Im Rahmen der Feierlichkeiten hob Ralf Kerstholt – Geschäftsführer der Reifen Göring GmbH & Co. KG – besonders sein unermüdliches Engagement und seine wertvolle Mitarbeit hervor. Winkler nahm im August 1978 seine Ausbildung zum Vulkaniseur bei Reifen Göring auf und absolvierte dann schon 1989 die Prüfung zum Vulkaniseurmeister. Über all die Jahre waren demnach Qualität und Sicherheit der Runderneuerungen von Reifen Göring stets sein wichtigstes Ziel. „Wir freuen uns Herrn Winkler so viele Jahre bei uns beschäftigen zu dürfen und tun dies auch gern noch weitere Jahre bis zum wohlverdienten Rentenreintritt. Frank Winkler ist eine wertvolle Stütze für Reifen Göring, und wir freuen uns sehr, einen solch verdienten Mitarbeiter zu ehren“, cm sagt Ralf Kerstholt.

Reifen-Göring-Geschäftsführer Ralf Kerstholt (links) bei der Ehrung des Jubilars Frank Winkler, der seit nunmehr 35 Jahren in Diensten des Unternehmens steht

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Umweltministerium fördert Contis Runderneuerungswerk Bekanntlich baut Continental am Standort Hannover-Stöcken derzeit das nach Unternehmensangaben weltweit erste vollintegrierte Recycling- und Runderneuerungswerk. Wie jetzt mitgeteilt wird, fördert das Bundesumweltministerium das Vorhaben mit 1,2 Millionen Euro, was damit folglich zwölf Prozent der veranschlagten Gesamtinvestitionssumme in Höhe von über zehn Millionen Euro entspricht. Das Geld entstammt dem „Umweltinnovationsprogramm“ des Ministeriums, das für die Bezuschussung der erstmaligen, großtechnischen Anwendung innovativer Technologien (siehe www.umweltinnovationsprogramm.de/pr ojekte) gedacht ist. Mittel aus diesem Fördertopf sind demnach Vorhaben vorbehalten, die über den Stand der Technik hinausgehen und Demonstrationscharakter haben. „Die neuartige Technologie von Continental erfüllt diese strengen Kriterien und ist auf weitere Standorte des Unternehmens sowie auf andere Reifenhersteller übertragbar. Bei erfolgreichem Projektverlauf wird ein wesentlicher Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasemissionen sowie zur Einsparung von Primärrohstoffen geleistet“, heißt es dazu von Konzernseite. Verwiesen wird in diesem Zusammenhang auf die Einsparung von rund 50 Prozent Energie sowie einen um 80 Prozent geringeren Wasserbedarf bei der Herstellung eines heißrunderneuerten Lkw-Reifens im Vergleich zum entsprechenden Neuprodukt. Auch eine Reduzierung der Abfallmengen um rund 80 Prozent wird angeführt. Und weil die Runderneuerten hinsichtlich ihrer Laufeigenschaften und ihres Rollwiderstands nahezu auf dem Niveau von Neureifen lägen, seien bei einem Sattelzug Kraftstoffeinsparungen von bis zu einem Liter pro 100 Kilometer und dank des Werkes mithin Einsparungen von im Schnitt 80.000 Tonnen Kohlendioxidemissionen pro Jahr möglich, cm heißt es darüber hinaus.

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RUNDERNEUERUNG/RECYCLING Neue Reifenzeitung 8/2013

Kurzgefasst. ContiTread aus South Carolina

Altreifenmenge in Deutschland spürbar verringert

DLS Retreading hat im nördlichen Lancaster County (South Carolina/USA) mit einem Investitionsvolumen von knapp zwei Millionen Euro ein Runderneuerungswerk errichtet, um dort in Lizenz ContiTreads herzustellen und – neben neuen LkwReifen der Marken Continental und General – zu vermarkten. Derzeit arbeiten in der neuen Produktionsstätte zwölf Personen und lasten sie zu etwa einem Drittel aus; angestrebt werden mehr als 50 Arbeitskräfte, die dann arbeitstäglich bis zu 200 Runderneuerte fertigen sollen. dv

Überarbeitete RTA-Website geht ans Netz Die Retread Tire Association (RTA) hat ihrer erst vor gut einem Jahr ans Netz gegangenen Website eine umfangreiche Überarbeitung angedeihen lassen. Die neue Version ist seit Kurzem unter der bekannten Adresse www.retreadtire.org online. Gleichwohl wird weiter an dem Onlineangebot gearbeitet bzw. die Site beständig weiterentwickelt, um damit dem Ziel, die umfangreichste Informationsplattform in Sachen Reifenrunderneuerung und -reparatur bieten zu können, cm noch näher zu kommen.

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„Die Abkühlung der Konjunktur 2012 und das schleppende Neureifengeschäft haben ihre Spuren auch beim Altreifenaufkommen hinterlassen“, stellte Helmut Hirsch, Geschäftsführer der Gesellschaft für Altgummiverwertungssysteme mbH (GAVS), fest. Die GAVS, eine Gesellschaft des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie e.V. (WdK), ermittelt regelmäßig das jährliche Altreifenaufkommen in Deutschland. 2012 waren es insgesamt 582.000 Tonnen, deutlich weniger als in den Jahren zuvor. Hirsch: „Um rund zwölf Prozent hat die Menge der ausgedienten Reifen im letzten Jahr gegenüber 2011 abgenommen. Der Rückgang erstreckt sich über die gesamte Reifenpalette, vom Motorrad-, Pkw-, Transporter-, Lkw- bis einschließlich Landwirtschaftsreifen. Geringere Neureifenverkäufe, weniger Runderneuerungen und ein Rückgang der Gebraucht- und Altreifenimporte haben die Altreifenmenge um 80.000 Tonnen schrumpfen lassen. Neben konjunkturellen Einflüssen ist eine Entkoppelung der Altreifenmenge vom wachsenden Fahrzeug-

bestand zu beobachten. „Während in den letzten fünf Jahren die Anzahl der zugelassenen Pkw um 5,3 Prozent Prozent anstieg, blieb die Altreifenmenge mit durchschnittlich 600.000 Jahrestonnen konstant. Das ist u.a. das Ergebnis einer Weiterentwicklung der Neureifentechnik. Sie ermöglicht eine längere Reifennutzungsdauer“, erklärt Hirsch. Die in Deutschland installierten Altreifenverwertungskapazitäten übersteigen das inländische Aufkommen abgenutzter Reifen bei Weitem. Verwerter greifen deshalb auf Importe von Altreifen und Gummiabfällen zurück. Dank einer innovativen Verwerterbranche, die vielfältige Verwendungsmöglichkeiten erschlossen hat, werden Altreifen zu hundert Prozent eingesammelt und verwertet. „Die Altreifenverwertung in Deutschland ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie eine flächendeckende und vollständige Verwertung ohne ein Zwangssystem effektiv funktionieren kann“, so Hirsch abschließend. dv


RUNDERNEUERUNG/RECYCLING Neue Reifenzeitung 8/2013

Marangoni erweitert Ringlaufstreifensortiment für die Baustelle Marangoni vervollständigt sein On-/Off-Sortiment mit der Einführung eines neuen Ringlaufstreifens. Das Ringtread-Profil MIX101 ist für den gemischten Straßen- und Baustelleneinsatz gedacht, heißt es dazu in einer Mitteilung, und sei die Neuausführung des bewährten MIX100. Von diesem unterscheide sich das neue Profil, da es für weniger schwere Einsätze gedacht ist und ein nicht laufrichtungsgebundenes Laufflächendesign aufweist. Das MarangoniDesign zeichne sich durch eine variable Profilblockgeometrie aus, die unabhängig von der Bodenbeschaffenheit für optimale Traktion sorgen soll. Insbesondere gestatte der eckige Querschnitt der Lauffläche „einen exzellenten Bodenaufstand, sodass die Antriebsleistung kraftvoll auf die Straße übertragen werden kann. Die weite Öffnung der Schultern stellt sicher, dass die Lauffläche konstant von Steinen, Schlamm und Wasser gereinigt wird; zudem verleiht die verstärkte Gestaltung der Mittelrippe Stoßfestigkeit, Abriebbeständigkeit und Stabilität auf lockeren, schlammigen Böden sowie bei hartem, steinigem oder felsigem Untergrund.“ Dank des verstärkten Bindegummis sei das Profil auch hoch widerstandsfest –

selbst unter schwierigsten Einsatzbedingungen im Gelände – und schütze gegen das Eindringen von Fremdkörpern. Eine weitere Besonderheit des Profils sei es, dass der Ringlaufstreifen eben nicht laufrichtungsgebunden ist und daher „flexibler in der Anwendung bzw. mit einem geringeren Risiko für eine Falschmontage behaftet ist“. Das neue Profil ist schließlich ein Produkt, das aus einer Standardmischung gefertigt wird, die sich besonders für weniger anspruchsvolle Strecken eignet, mit dem Vorteil, dass es im Vergleich zum MIX100 preisgünstiger ist. Gegenwärtig wird das RingtreadProfil in der Dimension 315/80 R22.5 und zwei ab Breiten angeboten: 250 und 260 mm.

Marangoni bietet einen neuen RingtreadLaufstreifen für die Baustelle an

Runderneuerter Antriebsachsreifen DEMW 3D von Laurent

Gibt’s heiß- und kalterneuert

Die Laurent Reifen GmbH (Oranienburg, ein Unternehmen der Michelin-Gruppe) bringt dieser Tage mit dem DEMW 3D einen neuen runderneuerten Reifen für Antriebsachsen auf den Markt. Das Profil setzt Laurent Reifen sowohl in der Kaltrunderneuerung als auch in der Heißrunderneuerung ein. In beiden Ausführungen punkte der DEMW 3D mit einer hohen Laufleistung, geringem Rollwiderstand sowie hoher Traktion und Haftung bei allen Witterungsverhältnissen, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Grundlage für diese Leistungsmerkmale ist das innovative Profil der Lauffläche. Es verfügt gleich über mehrere ausgeklügelte Lamel-

lenarten. Die doppelt gewellten Lamellen stabilisieren den Profilblock, was der Laufleistung zugute kommt. Die Wassertropfenlamellen liegen im Inneren des Profils verborgen. Sie öffnen sich erst, wenn das Profil des Reifens zu zwei Dritteln abgefahren ist. Dann bilden sich neue Profilkanten und verleihen dem Reifen über die gesamte Lebensdauer Grip und Traktion, auch auf nassem und rutschigem Untergrund. Die sogenannten Stablamellen schließlich ermöglichen Haftung und Widerstandsfähigkeit gegen Profilausrisse im Profilstollen auch unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen. Der neue DEMW 3D biete außerdem aufgrund seiner Profilgestaltung einen geringen Rollwiderstand und trägt so zu einem vermindv derten Kraftstoffverbrauch bei.

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GROSSHANDEL Neue Reifenzeitung 8/2013

Interpneu mit Industriereifeneinführung zufrieden Seit einem Jahr vermarktet der Großhändler in Deutschland … und der Marke Peakmaster von Hersteller Global Rubber Vollgummireifen der Marke Ultimate … exklusiv Industriereifen der Marken Ultimate XT und Peakmaster von Global Rubber Industries aus Sri Lanka Bei Interpneu (Hauptsitz in Karlsruhe) runden Industriereifen das hauseigene Sortiment an Nfz-Reifen ab. Im Kompetenzzentrum für Nutzfahrzeugreifen von Interpneu in Nossen bei Dresden zeigt sich Produktgruppenmanager Erwin Schwab zufrieden mit Markteinführung und Geschäftsentwicklung: „Die Produkte sind im Premium- bzw. Mittelpreissegment positioniert und machen eine besonders qualitative Vermarktung erforderlich. Wir haben für die Betreuung speziell ein ,Servicecenter Industriereifen’ gebil-

Gut sortiertes Industriereifenlager bei Interpneu in Nossen det. Hier finden unsere Kunden kompetente Ansprechpartner, die sich ausschließlich um dieses Produktsegment kümmern. Das Angebot wird auch rege genutzt.“ Einsatzerfahrungen und Testberichte von Referenzkunden unterstützen neben Produktflyern, Homepage und Außendienst die Vermarktung. Interpneu richtet sich mit

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dem Industriereifenangebot unter anderem gezielt an den qualifizierten Reifenhandel, dem man mittels hoher Verfügbarkeit und einem kompletten Warensortiment den Bezug so einfach wie möglich machen möchte. Das wachsende Angebot von Industriereifen im mittleren und unteren Preissegment sieht man beim Großhändler als Herausforderung und Chance zugleich. Die qualitätsbetonte Vermarktung der Produkte sei dem Unternehmen besonders wichtig, so Schwab. Entsprechend werden den Kunden spezielle Testunterlagen zur Verfügung gestellt. Für die Betreuung von Großverbrauchern will der Produktgruppenmanager außerdem ein bundesweites Netzwerk von Servicepartnern aufbauen und sucht dafür noch Partner: „Reifenhändler, die Teil dieses Netzwerkes werden möchten, sind herzlich eingeladen, Kontakt mit uns aufzunehmen.“ Das Geschäft mit Luftreifen in diesem Marktsegment entwickle sich zwar dynamischer als der Handel mit Vollgummireifen, bestätigt Erwin Schwab Marktanalysen. Aber Interpneu habe sehr lange einen geeigneten Lieferanten für Vollgummiindustriereifen gesucht, denn die Qualität des Produktes müsse zum Unternehmen passen. Daher hat der Grossist eine Vielzahl von Produkten anspruchsvollen Tests in einem zertifizierten KBA-Prüflabor unterzogen, wobei Produkte von Global Rubber die hohen Erwartungen am besten erfüllen konnten. Aber wie immer machen Menschen die Geschäfte: Der für das Europageschäft bei Global Rubber verantwortliche Günter Fleck war aus seiner Zeit bei Gumasol bereits ein guter Bekannter. Schwab: „Das hat den Aufbau der Zusammenarbeit mit dem Hersteller begünstigt.“

Über Ultimate XT und Peakmaster Die Dreischichtvollgummireifen sind mit und ohne Haltenase in den Ausführungen schwarz und nicht kreidend verfügbar. Ultimate XT ist besonders für anspruchsvolle Geräteeinsätze und den Transport hoher Lasten konzipiert. Sowohl Gummimischung als auch Profildesign zielen auf Langlebigkeit und hohe Laufleistung. Die PeakmasterReifen wurden speziell für Geräte im Standardeinsatz entwickelt. Zur Energie- und Treibstoffreduzierung sind beide Reifenserien nach Herstellerangaben rollwiderstandsoptimiert. Das spezielle Dämpfungs- und Federungsverhalten soll Lastentransporte auf Staplern besonders sicher und komfortabel machen. Detaillierte Datenblätter gibt es im Internet unter www.interpneu.de in der Rubrik „Exklusivmarken“. Per E-Mail an info-ind@pneu.com oder Anruf unter 035242/ 463-35 erreicht man geschulte Fachberater, die über den optimalen Einsatz der Produkte und Bezugsmöglichkeiten informieren.

Über Global Rubber Global Rubber wurde 2001 in Sri Lanka gegründet und zählt dort zu den drei größten Industriereifenherstellern. Der große Unterschied zu anderen Herstellern liegt nach Angaben des Unternehmens in der Führung durch ein Technikerteam mit internationaler Erfahrung und Produktkenntnis. Das wichtigste Merkmal der Qualitätsorientierung ist die Zertifizierung der Produktion gemäß ISO 9001. Jeder Reifen durchläuft eine interne Qualitätsprüfung, deren Kriterien sich an indv ternationalen Normen orientieren.


GROSSHANDEL Neue Reifenzeitung 8/2013

Kenneth Kristensen übernimmt NDI-Deutschland-Geschäftsführung

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ie NDI Deutschland GmbH hat einen neuen Geschäftsführer. Wie das Unternehmen mit Sitz in Neumünster auf Anfrage mitteilt, hat Kenneth Kristensen die Führung der Geschäfte zum 1. Juli offiziell übernommen. Die beiden bisherigen Geschäftsführer Michael Witt und Dirk Böhme haben das Unternehmen per Ende Juni verlassen. Beide waren seit April 2008 für das Großhandelsunternehmen tätig. Zu den Gründen der personellen Umstrukturierung mochte Kenneth Kristensen, der der Sohn von Firmengründer und Inhaber Benny Kristensen ist, nichts sagen. NDI Deutschland versuche derzeit, seine Logistik in Deutschland neu zu ordnen. Wie

der 44-jährige neue Geschäftsführer im Gespräch mit der NEUE REIFENZEITUNG erläutert, arbeite man derzeitig mit zwei Lagern in Neumünster, was nicht optimal sei. Deswegen versuche man auch die eigene Immobilie in der Oderstraße in Neumünster zu verkaufen. Dort befinden sich auch die Büros des Unternehmens. Da am zweiten Standort in Neumünster aber keine Büroräume vorhanden sind, suche Kristensen derzeit eine neue Immobilie, die beides biete: Büroräume und mehr Lagerkapazität. Die derzeit stattfindenden Umstrukturierungen hätten keinerlei Auswirkungen auf den allgemeinen Geschäftsbetrieb des Großhandels. NDI Deutschland beschäftigt aktuell 20 Mitarbeiter und ist eine Tochtergesellschaft von NDI Nordisk Dæk Import mit Sitz ab im dänischen Brørup.

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GROSSHANDEL Neue Reifenzeitung 8/2013

Vertrieb von Bohnenkamp neu strukturiert Die Bohnenkamp AG (Osnabrück) hat ihren Kundenservice und die internen Vertriebsstrukturen weiter verbessert. Hierfür wurden die Geschäftsbereiche Agrar, Lkw & EM sowie die Erstausrüstung neu strukturiert, die Verantwortlichkeiten weiter gebündelt und ein noch stärkerer Fokus auf das Produktmanagement gelegt. Vorstand Michael Rieken: „Wir sind in den letzten Jahren stark gewachsen und haben 2013 unsere Aktivitäten auf dem Geschäftsfeld Erdbewegungsreifen deutlich erweitert. Um diesen Anforderungen optimal zu begegnen, haben wir unsere Vertriebsstrukturen genau durchleuchtet und die internen Verantwortlichkeiten effizienter gebündelt. Die Ansprechpartner für unsere Kunden bleiben dabei unverändert. Sie können jedoch auf ein wesentlich stärkeres Backoffice zurückgreifen.“ ine zentrale Bedeutung bei der Neuorganisation haben die drei Vertriebsleiter Thomas Pott (Gesamtvertriebsleiter und OEM), Karsten Krückeberg (Reifenhandel) und Heiko Holthaus (Landmaschinenhandel). Ihre Aufgabengebiete erstrecken sich ab sofort nicht mehr ausschließlich auf den reinen Vertrieb, sondern sie zeichnen auch für die Entwicklung des jeweiligen Geschäftsbereichs und die Produktauswahl verantwortlich. Thomas Pott verantwortet als Gesamtvertriebsleiter zusätzlich den Bereich Erstausrüstung, Karsten Krückeberg ist für den Bereich EM- und Lkw-Reifen verantwortlich, und Heiko Holthaus übernimmt die Geschäftsbereichsleitung für das Segment Agrar. Zentrale Aufgabe der Bereichsleiter ist hierbei neben dem Vertrieb auch die Bedarfsermittlung sowie das Management der verschiedenen Produkte. Auch das Key-Account-Management und der mittelfristige Geschäftsausbau liegen in ihrer Verantwortung. Der Vertriebsinnendienst, der bisher bei den Vertriebsleitern integriert war, wurde als eigener Bereich unter der Leitung von Ullrich Langemeyer etabliert. Das Team von rund 60 Mitarbeitern wird in die drei Fach-

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bereiche OEM, Landmaschinenhandel und Reifenhandel unterteilt bleiben, sodass jeder Kunde weiterhin mit seinen bisherigen Ansprechpartnern zusammenarbeiten kann. „Mit der neuen Struktur legen wir unseren Fokus neben der erstklassigen Kundenbetreuung noch stärker auf die Produkte. Aktuell bieten wir unseren Kunden mehr als 7.000 verschiedene Produkte und erweitern dieses Sortiment jährlich um fast 200 neue Reifen unserer Premiumhersteller. Die Steuerung dieses Sortiments erfordert ein sehr großes Know-how. Heiko Holthaus und Karsten Krückeberg haben ein enormes Wissen über die Märkte und die Bedürfnisse der Kunden. Dieses Wissen nutzen wir Von links: Heiko Holthaus (Leitung Geschäftsbereich Agrar), nun nicht mehr nur für den Vertrieb, Michael Rieken (Vorstand), Thomas Pott (Gesamtvertriebsleiter), Karsten Krückeberg (Leitung Geschäftsbereich sondern übertragen es jetzt auch EM/Truck) auf die Produktauswahl und die Sortimentszusammenstellung. Dadurch kön- und eine spürbar bessere Leistung bieten“, nen wir unseren Kunden ein noch besser auf fasst Thomas Pott den Vorteil der neuen dv ihre Bedürfnisse abgestimmtes Sortiment Strukturen zusammen.

GREGOR RÜTH NEUER BOHNENKAMPVORSTANDSVORSITZENDER Die Bohnenkamp AG (Osnabrück) – Europas führender Vermarkter für Landwirtschaftsreifen und Spezialanbieter für Erdbewegungsmaschinen-, Industrieund Lkw-Reifen – hat zum 1. August 2013 Dipl.-Ing. Gregor Rüth (51) zum Vorsitzenden des Vorstands bestellt. Rüth hat zu diesem Zeitpunkt zusammen mit seinem Vorstandskollegen Michael Rieken die Gesamtverantwortung für die Bohnenkamp AG übernommen. Bisher war Gregor Rüth unter anderem als Vorstand der Körber AG (Hamburg) für die Werkzeugmaschinensparte des Konzerns verantwortlich. Zuletzt leitete er als Sprecher der Geschäftsführung den Gregor Rüth, seit 1. August VorGeschäftsbereich Drehmaschinen im Gildemeisterstandsvorsitzender der Bohnenkamp Konzern (Bielefeld). Als wichtigste Ziele in seiner neuAG en Aufgabe nannte Rüth bei der Vorstellung an die leitenden Mitarbeiter die erfolgreiche Fortsetzung der Wachstumsstrategie der Bohnenkamp AG in Europa und die nachhaltige Ausrichtung des Unternehmens auf die Zudv friedenheit der Kunden.


GROSSHANDEL Neue Reifenzeitung 8/2013

Nfz-Sortiment von Trost nun im gesamten Vertriebsgebiet verfügbar rost hat jetzt das Angebot in den Vertriebsregionen Nord- in den Vertriebsregionen NRW, Nord und Ost verstärkt und dabei rhein-Westfalen (NRW), Nord und Ost um den Bereich sowohl im Innen- als auch im Außendienst insbesondere auf MitNutzfahrzeugteile erweitert. Wie das Unternehmen mitteilt, arbeiter gesetzt, die auf den Nutzfahrzeugbereich spezialisiert sind. biete der Teilegroßhändler nun im gesamten deutschen „Mit der Ausweitung des Nfz-Sortiments auf das gesamte Vertriebsund österreichischen Vertriebsgebiet ein Vollsortiment an Pkw- und gebiet kommen wir der verstärkten Nachfrage in diesem Bereich Nfz-Teilen aller namhaften Markenhersteller an. Die logistischen nach. Wir können unsere Kunden nun überall innerhalb eines TaVoraussetzungen für die flächendeckende Ausweitung des Nfz- ges mit Teilen für alle Fahrzeugarten versorgen“, so Norbert NeuSortiments in Deutschland seien bereits 2012 mit der Einführung haus, Vorstandsmitglied von Trost. Zuletzt standen im April auf der des sogenannten „Innight-Services“ im gesamten Vertriebsgebiet „Trost-Schau 2013“ in Stuttgart die neuen Dienstleistungen innerund der Erweiterung des Zentrallagers in Winsen an der Luhe (Nie- halb des Werkstattkonzeptes „Truckfit“ im Fokus des Interesses der ab dersachsen) geschaffen worden. Nfz-Werkstattpartner. „Hier können über 150.000 verschiedene Artikel, 1,8 Millionen Liter Öl und 400.000 Liter Gefahrstoffe eingelagert werden. Innerhalb von 24 Stunden können 34.000 Artikel bearbeitet werden, rund 27.000 Warensendungen verlassen täglich das Lager“, rechnet die Trost Auto Service Technik SE vor. Zudem greife man in den Regionen NRW, Nord und Ost auf die langjährige Nutzfahrzeugkompetenz aus dem übrigen Trost-Vertriebsgebiet zurück. Um die optimale Beratung und Versor- Nicht zuletzt auch durch die Erweiterung des Zentrallagers in Winsen an der Luhe (Niedersachsen) konnte die Trost Auto Service gung der Kunden zu gewähr- Technik SE nun ihr Angebot im Bereich Nutzfahrzeugteile auf die Vertriebsregionen Nordrhein-Westfalen (NRW), Nord und Ost ausleisten, habe Trost die Teams dehnen

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NFZ-REIFEN Neue Reifenzeitung 8/2013

Umfassendes Busreifenportfolio von Continental Für unterschiedliche Buseinsätze die passenden Reifen Continental präsentiert die neu entwickelte Generation 3 im Premiumsegment der Nutzfahrzeugreifen. Mit wachsenden Anforderungen an Reifen, Umwelt und Sicherheit, ist aus der Sicht von Continental die Zeit reif für eine speziell auf die Bedürfnisse im Personenverkehr optimierte Produktlinie. Gerade der Personennah- und -fernverkehr spielt in dem Trendthemenfeldern Urbanisierung, Ökologie und Mobilität der Zukunft eine zentrale Rolle und verdient die besondere Aufmerksamkeit der Reifenentwickler. Die neue Produktfamilie für den kommerziellen Personentransport deckt alle Einsatzgebiete vom City-Liniendienst über den Regionalverkehr bis hin zum boomenden Segment der Fernreisebusse ab.

Überraschung: Auch mit nur noch 50 Prozent Profiltiefe bremst der Coach HA3 (fast) so gut wie der Neureifen

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Komfort, Wirtschaftlichkeit und Sicherheit stellen dabei in allen Einsatzgebieten die maßgeblichen Anforderungen an moderne Busreifen dar. Mit seinen drei neuen, einsatzspezifisch konstruierten Reifenbaureihen Coach, CityPlus und Urban der jüngsten Reifengeneration 3 bietet Continental kundenorientierte Lösungen für das vielfältige Arbeitsumfeld im Busalltag. Dieses differenzierte Portfolio – noch ergänzt um Spezialisten für winterliche Einsätze – ist bislang in der Reifenbranche in dieser Form einzigartig. Man darf aber davon ausgehen, dass auch die relevanten Wettbewerber mit sehr ähnlichen Konzepten nachziehen werden. Erst einmal sieht sich Continental aber als „Benchmark“ (so Herbert Mensching, Managing Di-

rector Verkauf und Marketing Nutzfahrzeugreifen für Europa, den Mittleren Osten und Afrika) mit der neuen Produktfamilie. Anlass, sie auch zahlreichen Journalisten, aber auch den infrage kommenden Kunden im Rahmen einer aufwendigen europäisch ausgelegten Veranstaltung bei Wien zu präsentieren und das fürs Nutzfahrzeugreifengeschäft verantwortliche Management aufzufahren, angeführt von Reifenvorstand Nikolai Setzer. Mit der Zusammenlegung von Pkw- und NfzSegment versuche man Synergien zu ziehen, so Setzer. Dass dies erfolgreich gelungen sei, macht er am Schließen einer „Technologielücke“ bei LkwReifen etwa in den Jahren 2000 bis 2010 fest. Dass vor etwa zehn, 15 Jahren Continental im Bereich der Lkw-Reifen den Marktführern hinterhergehinkt ist, bestreitet heute im Gespräch keiner aus der Continental-Mannschaft. Um so größer ist der Stolz, heute den führenden Wettbewerbern auf Augenhöhe zu begegnen. Das Segment der Busreifen – bei Continental in der Marktdreiteilung neben „Goods“ und „Construction“ als „People“ klassifiziert – werde wachsen, erinnert Mensching daran, dass ja gerade der Langstreckenverkehr derzeit ein großes Thema in Deutschland sei. Mit dem „A“ beim Reifenlabel für den Coach hinsichtlich Nässe kann Continental erst einmal einen Alleinstellungsstatus vorweisen („B“ beim Rollwiderstand, 70 dB beim Außengeräusch). Und auch der CityPlus (C/A 69dB) sowie der Urban (D/B 70 dB) weisen Labelwerte vor, die anspruchsvoll sind. Von einer „Revolution“ mag Geert Roik (Direk-


NFZ-REIFEN Neue Reifenzeitung 8/2013

Das Label – wie hier beim CityPlus HA3 – ist ein Beleg dafür, dass Conti bei Nutzfahrzeugreifen mit den anderen marktführenden Anbietern auf Augenhöhe ist

terentwickelten Karkasse der Generation 2 mit vierlagigem Dreiecksgürtel nun mit spezieller Busreifenkontur. Die Kombination aus optimiertem Eigenfederungsverhalten und wankstabilem Aufbau verhilft dem spezialisierten Pneu zu komfortablem und sicherem Fahrverhalten. Die für den Personentransport entwickelte Laufflächengummimischung und das neue Profildesign mit volltiefen dreidimensional ausgebildeten Grifflamellen ermöglichen dem Newcomer für den Buslangstreckeneinsatz, den Spagat zwischen Sicherheit, Fahrkomfort und Rollwiderstand zu bewältigen. Die ausgewogene Druckverteilung in der Bodenaufstandsfläche begünstige – so der Anbieter – die Laufleistung sowie Langlebigkeit und damit die Wirtschaftlichkeit der Reifen. Die neue Profiltechnologie mit an den Schultern geschlossenem und in der Mitte offenem Profil mit vier Längsrillen reduziert sowohl das Abrollgeräusch der neuen Busreifengeneration als auch den Rollwiderstand, der direkt einer deutlichen Kraftstoffeinsparung zugutekommt. „Es ist uns mit der neuen Busreifengeneration 3 gelungen, den Zielkonflikt zwischen optimaler Laufleistung und niedrigstem Rollwiderstand weitgehend aufzulösen“, sagt Hans-Bernd Korte, Leiter

tor Forschung und Entwicklung Lkw-Reifen) eher nicht sprechen, wenn er auf den Entwicklungssprung angesprochen wird. Weil in jedem Bereich bei der Reifenentwicklung – ob bei Karkasse, Gummimischung oder wo auch immer – eine Schippe draufgelegt worden sei, habe sich das eben summiert und nennt er zwei Beispiele: So verzahnen sich die neuartigen Lamellen derart ineinander, dass ein hohes Maß an Stabilität erreicht werde. Oder Runderneuerungsfähigkeit: Theoretisch könnten die Reifen durchaus mehrmals runderneuert werden, aber das hängt natürlich immer davon ab, wie die Reifen in ihrem ersten oder zweiten Leben behandelt worden sind.

Coach HA3 Der Personenverkehr ist ein weltweites Wachstumssegment. Kostengünstiger, flexibler Personentransport mit dem Reisebus findet auch in Europa immer mehr Anhänger. Ideal für den Einsatz im innerstädtischen Linieneinsatz Wesentliche Entscheidungskomponenten für Omnibusunternehmer sind Wirtschaftlichkeit, der Produktentwicklung Lkw bei Continental. „DaSicherheit und Fahrkomfort. Bustouristik ist Hoch- mit können wir unseren Kunden die wirtschaftlichstechnologie. Speziell für den tempo- und komfort- ten und sichersten Reifen in ihrer Einsatzklasse anbetonten Langstreckenverkehr in den Dimensionen bieten.“ 295/80 R22.5 und 315/80 R22.5 auf allen Achsen Die 3D-Lamellentechnologie kommt dem Nasskonzipiert, basiert der neue Coach HA3 auf der wei- bremsverhalten über die gesamte Lebensdauer

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Brems- und Lenkkräfte. Die neuen Busreifentypen verfügen wie alle ContinentalPremiumreifen über die patentierte Airkeep-Technik mit diffussionsdichter Reifeninnenschicht. Damit wird schleichender Luftdruckverlust, der zu Mehrverbrauch und vorzeitigem Verschleiß führt, effektiv reduziert. Als international agierendes und auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichtetes Unternehmen deckt Bei Conti hat man auch an Details gedacht, an denen die jeweiligen SpeziaContinental auch besondelisten zu erkennen sind re klimatische und geografides Reifens zugute. Bei einem Praxistest sche Einsatzbedingungen ab. Für den Nassbremsen zwischen einem Coach mit robusten Einsatz auf anspruchsvollen StraVollprofil und einem um 50 Prozent abgefah- ßen im so wichtigen Busmarkt Türkei haben renen war tatsächlich der Bremsweg mit die Conti-Techniker den neuen Busreifentyschon strapazierter Lauffläche nur unwe- pen mit deutlich festeren Gürtelstahlcorden sentlich länger. Die Kombination von durch- und widerstandsfähigem Profil weiter vergängigen Längsrillen und feinen Grifflamel- stärkt und mit dem Zusatzlabel Conti Coach len gewährleistet die Übertragung der ED für „Extra Duty“ versehen. Eine gleich-

falls neu entwickelte Version Coach AC (für Active Cool) verfügt über eine besonders hitze- und rissresistente Laufflächenmischung, die auch bei sehr hohen Umgebungs- und Fahrbahntemperaturen Bestwerte bei Kraftstoffverbrauch und Laufleistung garantiert. Sie steht den Kunden im Nahen und Mittleren Osten und Nordafrika zur Verfügung. Für den Einsatz unter winterlichen Verhältnissen hält Continental mit seinen HSW 2 Coach eine im Jahr 2010 eigens für den Buseinsatz konzipierten Winterreifen bereit. Allerdings sei darauf hingewiesen, dass der bei Wien präsentierte Coach HA3 noch nicht hundertprozentig dem Serienprodukt entsprach, mangelte es ihm nämlich noch an der M+S-Kennung. Mit der Industrialisierung des Reifentyps werde aber auch das M+S-Kürzel auf der Seitenwand hinzugefügt, verspricht Korte auf Nachfrage. Dabei wäre es durchaus nachvollziehbar gewesen, wenn im Interesse der speziellen Einsatzart bei winterlichen Kriterien Abstriche gemacht worden wären.

100 MILLIONEN EURO VON CONTI FÜRS NFZ-REIFENWERK PUCHOV Als nächsten Schritt des Investmentprogramms der Reistruktur umfangreich erneufendivision wird Continental die jährliche Produktionskaert, um eine maximale Effipazität seines Lkw- und Busreifenwerks in Puchov (Slozienz zu gewährleisten. „Wir wakei) von derzeit 2,6 Millionen Reifen auf über drei Miloptimieren fortwährend unselionen Reifen ausbauen. Hierzu investiert Continental in re Prozesse und Produktionsden nächsten Jahren etwa 100 Millionen Euro in das Werk. techniken mit dem Ziel, unse„Trotz der momentan schwierigen Wirtschaftslage in ren Wettbewerbsvorsprung zu Europa erwarten wir mittelfristig eine deutliche Steigerung halten und unseren Kunden der Nachfrage in unserem Geschäft mit Nutzfahrzeugreibeste Produkte zu bieten. Dafen“, erklärt Dr. Andreas Esser, Leiter des Geschäftsberüber hinaus wird Puchov als reichs Nutzfahrzeugreifen von Continental. „Mit der Ererstes Werk unsere neuen schließung der Wachstumsmärkte in Osteuropa, dem NaBusreifen der Generation 3 hen Osten und Afrika sehen wir in den kommenden Jahproduzieren. Mit diesem Inren weiteres Potenzial. Um dieser steigenden Nachfrage vestment werden wir uns in naher Zukunft nachkommen zu können, ist es notwenschnell und flexibel auf die dig, unsere größte Produktionsanlage in EMEA weiter Marktbedürfnisse einstellen auszubauen und zu optimieren.“ Der genaue Zeitplan der können“, erläutert Thierry Wipff, schrittweisen Kapazitätserweiterungen und der damit zu- Dr. Andreas Esser, Leiter des Leiter Produktion Nutzfahrsammenhängenden Investitionen sollen sich nach den Geschäftsbereichs Nutzfahrzeugreifen zeugreifen von Continental. Marktgegebenheiten und der daraus resultierenden KundenZu Beginn des Jahres hat das Unternehmen bereits ein weinachfrage richten. teres Expansionsvorhaben mit Investitionen in Höhe von 70 MilIn dem größten europäischen Continental-Werk für die Prolionen Euro für die Produktion im Werk in Mount Vernon (USA) duktion von Lkw- und Busreifen werden neben der Steigerung bekannt gegeben, die ebenfalls eine Kapazitätsausweitung bei dv der Produktionskapazität auch die Maschinen und die InfraNutzfahrzeugreifen beinhaltet.

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NFZ-REIFEN Neue Reifenzeitung 8/2013

Kurzgefasst. Michelin-Nfz-Reifenproduktionen in Deutschland und Osteuropa sicher Bei einer Telefonkonferenz mit Analysten Mitte Juni erläuterte Michelins Chief Financial Officer Marc Henry, trotz der derzeit stattfindenden industriellen Restrukturierung des Unternehmens mit der Schließung mehrerer Reifenwerke (Frankreich, Algerien, Kolumbien) seien die Nutzfahrzeugreifenfabriken in Deutschland und Osteuropa sicher. Hier produziere Michelin zu niedrigen Kosten und/oder profitiere von einem hohen Auslastungsgrad bzw. einer hohen Profitabilität, wie Morgan Stanley dazu berichtet. Trotz der Restrukturierungskosten halte Michelin weiterhin an den finanziellen Zielsetzunab gen für 2013 fest.

Fortschritte beim ContiErweiterungsprojekt LkwReifen Mt. Vernon Seit dem Jahr 2006 hat Continental in die Produktionsstätte Mt. Vernon (Illinois/ USA) bereits mehr als 615 Millionen USDollar investiert und seit 2010 insgesamt 770 neue Vollzeitarbeitsplätze geschaffen. Das Einsetzen eines Stahlträgers für ein aktuelles Expansionsprojekt in der Nutzfahrzeugreifenproduktion (CVT = Commercial Vehicle Tire) wurde unlängst für ein Zwischenfazit genutzt. Während die 2011 angekündigte Expansion in der Pkw- und LLkw-Reifenproduktion bereits zu etwa 95 Prozent abgeschlossen ist, wird die CVT-Produktion im Jahre 2015 auf eine Gesamtkapazität von drei Millionen Lkw-Reifen hochgefahren und erreicht damit das bereits größte Konzernwerk in diesem Segment eine neue Dimension. Continental Tire the Americas investiert dafür 95 Millionen Dollar und wird weitere mehr als 80 neue Arbeitsdv plätze schaffen.

CityPlus HA3

wort auf die Anforderungen im anspruchsvollen Regional- und Gelegenheitsverkehr Busse im Regionaleinsatz müssen mit ech- dar. ten Alleskönnertalenten aufwarten: Werktags zuverlässig im regionalen Liniendienst Urban HA3 unterwegs und am Wochenende im Gelegenheitsverkehr zu touristischen Destina- In keinem anderen Einsatzgebiet werden tionen, in Wintersportgebiete oder auf klas- Busreifen mehr gefordert als im urbanen Lisischer Ausflugsfahrt – da spielt die richti- nieneinsatz. Oftmalige Brems- und Bege Bereifung eine tragende Rolle. Der neue schleunigungsvorgänge im Stop-and-GoCityPlus HA3 soll diesen vielfältigen Anfor- Betrieb, häufiger Bordsteinkontakt und underungen im abwechslungsreichen Einsatz terschiedliche Fahrbahnoberflächen verlangerecht werden. Die Dimension 295/80 gen von einem Stadtbusreifen echte SteherR22.5 (mit M+S Kennung) des für Europa qualitäten. Der neu entwickelte Urban HA3 hat ein angebotenen neuen Regionalbusreifens meistert seine täglichen Herausforderungen speziell für den innerstädtischen Einsatz mit einem für diesen Einsatzzweck speziell entworfenes Profildesign aus tiefreichenden gestalteten Profil: ausgeprägte Längsrillen Lamellen. Die Laufleistung wurde um bis zu fürs Handling und Nassfahrverhalten kom- 20 Prozent gesteigert, ohne Abstriche an biniert mit volltiefen 3D-Lamellen für zu- der Runderneuerungsfähigkeit machen zu sätzlichen Grip und über die Reifenlebens- müssen, heißt es. Im stark von Kostendruck zeit beständig hohen Bremseigenschaften. geprägten Linienbusbetrieb ist eine deutlich Für die Busreifengeneration 3 haben die verlängerte Lebensdauer der PremiumbeReifenentwickler eine komplett neue Lauf- reifung von Continental ein direkter Wettbeflächengummimischung zusammengestellt, werbsvorteil. „Damit bieten wir unseren Kunden spedie auch den vielfältigen Anforderungen im ziell für den jeweiligen Einsatz und die ReRegionalbuseinsatz entspricht. Breite geschlossene Schulterstreifen gion entwickelte Produkte, die das vielfältibieten dem Reifen auf wenig befestigten ge Arbeitsumfeld in der Busbranche perfekt Straßen oder kurvigen Bergstrecken Seiten- abdecken“, betont Herbert Mensching. Constabilität. Die geschlossenen Seitenflanken tinental bietet den Urban HA3 für Europa in sorgen zusammen mit der Laufflächengum- den Dimensionen 275/70 R22.5 und mimischung für komfortables und geräusch- 315/60 R22.5 als Rundumbereifung mit armes Abrollverhalten. Die verstärkte Sei- M+S-Kennzeichnung an. Für Südeuropa tenstruktur leistet mit geringer Walkarbeit ei- und die Region Mittlerer Osten und Nordafrinen messbaren Beitrag zur Reduzierung ka steht der Urban HA3 275/70 R22.5 zur Verfügung. des Kraftstoffverbrauchs. Für den Einsatz in Städten mit stark win„Mit dem Conti CityPlus bieten wir die passende Antwort auf den schwierig zu lö- terlichen Straßenbedingungen bietet Contisenden Zielkonflikt zwischen Allroundfähig- nental mit dem Conti UrbanScandinavia eikeit und Wirtschaftlichkeit“, sagt Geert Roik. nen speziell für den Betrieb auf Schnee und Wie alle Continental-Reifen der neuen Ge- Eis ausgerichteten Stadtbusreifen. Der Winneration 3 trägt auch der CityPlus HA3 mit terreifen ist eigens als Antriebsachsreifen einem erhöhten Lastindex den durch kom- Conti UrbanScandinavia HD3 oder für die mende Euro-6-Motorentechnik steigenden Rundumbereifung als Conti UrbanScandiFahrzeuggewichten Rechnung. Mit seinen navia HA3 jeweils in der Dimension 275/70 Allrounder-Qualitäten stellt der CityPlus R22.5 erhältlich. detlef.vogt@reifenpresse.de HA3 eine sichere und wirtschaftliche Ant-

reifen felgen fahrwerke zubehör ... 40


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„Supplier Day“ bei Europart: Europa im Fokus Mehr als hundert internationale Zulieferer nahmen unlängst in Hagen an der Premiere des „Europart Supplier Day“ teil. Die Veranstaltung erfolgte als Schlussstein der im Oktober 2012 definierten ersten Stufe der neuen Unternehmensstrategie. Gleichzeitig läutete der Supplier Day die nächste Stufe mit klaren Zielsetzungen auf dem internationalen Markt zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit im gesamteuropäischen Markt ein. Großes Potenzial sieht das Unternehmen mit Sitz in Hagen sowohl bei international agierenden Flotten und Entsorgungsunternehmen als auch bei Bussen – ein attraktiver Wachstumsmarkt mit zahlreichen Synergieeffekten mit Blick auf Lkw. Gegenwärtig sieht sich Europart im Nfz-Aftermarket als Nummer eins in Europa sowie als Nummer drei bei Bussen.

produkte für ihren erfolg

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on zentraler Bedeutung für Unternehmen und weiteres Wachstum ist der professionelle Wandel vom Familienunternehmen zur international agierenden Firmengruppe. Verbunden damit sind eine strategische Neupositionierung, die Konzentration auf das Kerngeschäft und die aktive Teilnahme an der von führenden europäischen Großkunden beschleunigten Konsolidierung der Branche. Transparenz, Vertrauen, Offenheit: Mit diesen Schlagworten brachte Pierre Fleck das Verhältnis mit den Zulieferern auf den Punkt. „Wir brauchen eine konstruktive Zusammenarbeit, um dem anhaltenden Wettbewerbsdruck gemeinsam zu begegnen“, bekräftigte er. „Europäische Key-Accounts im Nfz- und Bussegment erwarten eine Lösung für Europa, ein europaweit einheitliches Pricing- und Logistikkonzept. Bisher bieten nur die Fahrzeughersteller und Europart eine solche Lösung. Dabei können wir künftig gegenüber den Truckund Busherstellern Marktanteile gewinnen, da wir eine breite Produktpalette für mehrere Marken haben – zu Preisen, die kein Fahrzeughersteller unterbieten kann.“ Im Gegensatz zu den meisten Wettbewerbern tritt Europart wie die Fahrzeughersteller auf internationalem Parkett auf und gilt als einziger europaweit agierender Teilehändler als klarer Marktführer im Aftermarket-Geschäft. Linda Weidig, Leiterin Internationale Beschaffung beim Großkunden Deutsche Bahn Arriva, die als Referenzkundin zum „Supplier Day“ geladen war, machte in ihrem Vortrag deutlich, dass gerade diese Internationalität von Europart für ihr Unternehmen von entscheidender Bedeutung ist. Derzeit ist die Europart-Gruppe mit 160

V.l.n.r.: Zabi A. Khan (Europart Dubai), Europart-CEO Pierre Fleck, Jean-Manuel Daussy (Haldex), Frank Kleinschmidt (Europart), Michael Boe (Meritor), Frank Hürter (Federal Mogul) und Hermann Schreiner (Haldex) eigenen Niederlassungen in 23 Ländern vertreten. Inklusive Kooperationspartner umfasst das Netz 200 Standorte in 28 Ländern. „Europart gehört zu keiner Einkaufsgesellschaft, sondern verfügt über ein einzigartiges europäisches Netzwerk bestehend aus Niederlassungen, Joint Ventures und Kooperationspartnern mit Zugang zu 100.000 Kunden aus ganz Europa“, betonte in diesem Zusammenhang Einkaufsleiter Frank Kleinschmidt. Die neue Einkaufsorganisation ist gekennzeichnet durch eine stärkere Zentralisierung und eine Vereinfachung des gesamten Einkaufsprozesses mit einem europäischen Preismonitoring. Das Ziel der Europart bis 2015 ist profitables Wachstum, das sowohl organisch wie auch durch Akquisitionen erreicht werden soll. Eine Schlüsselrolle in der Strategie

spielt dabei auch die Landesgesellschaft in Polen. Schon jetzt ist das polnische Regionallager in Wielu bei Breslau die zentrale Plattform für die osteuropäischen Länder, Großbritannien und Südeuropa. Zum Abschluss des „Supplier Day“ vergab Europart auch den „Tradestar“-Award in den drei Kategorien „Best Supplier“, „Marketing“ sowie „European Collaboration & Performance“. Die Preisträger: Federal Mogul (Best Supplier), Meritor (Marketing) und Haldex. CEO Pierre Fleck und Frank Kleinschmidt bedankten sich bei den Gewinnern für die Zusammenarbeit und ihr klares Bekenntnis, die neue Unternehmensstrategie von Europart mitzugehen. Das schlägt sich auch bereits in wachsenden Zahlen wieder, was den Einkauf bei diesen Zulieferern bedv trifft.

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Michelin stellt neuen Tiefladerreifen für hohe Achslasten vor

Geringerer Kraftstoffverbrauch: Neuer Trailer-Reifen von Bridgestone Bridgestone stellt den neuen Ecopia H-Trailer 001 vor, einen speziellen Reifen für LkwAnhänger, der entwickelt wurde, um im Fernverkehr höhere Einsparungen beim Kraftstoffverbrauch zu erzielen. Dieser Reifen ist die neueste Ergänzung der EcopiaReifen für den Fernverkehr. Dabei handele es sich um die wirtschaftlichste Lkw-Reifenserie, die das Unternehmen jemals entwickelt habe, heißt es in einer Pressemitteilung.

Rollwiderstand und Nasshaftung verbessert

Mit dem X Multi T in der Größe 245/70 Michelins neuer TiefladerreiR17.5 erweitert fen für hohe Achslasten X Michelin seine Multi T ist in der Dimension Lkw-Reifen245/70 R17.5 erhältlich Palette. Dieses als besonders sicher und besonders wirtschaftlich beschriebene Produkt erfülle die Anforderungen der Kunden an Reifen für Schwerlast- und Sondertransporte im Nah- und Fernverkehr. Die geringe Bauhöhe bei gleichzeitig hoher Tragfähigkeit mache diesen Reifen zum „Spezialisten für anspruchsvolle Transporte“. Die Neuerscheinung des französischen Herstellers kann bei maximal 80 km/h mit Zwillingsbereifung pro Achse bis zu zwölf Tonnen tragen (Zusatzbetriebskennung 146/146 F). Um die hohen Achslasten zu ermöglichen, haben die Michelin-Entwickler Karkasse, Wulst und Lauffläche besonders verstärkt, betont der Hersteller. „Die äußerst widerstandsfähige Gummimischung in Lauffläche und Reifenflanke schützt den Reifen nicht nur vor Verletzungen, sondern verleiht ihm eine hervorragende Robustheit gegenüber Anprallund Querbeanspruchung, beispielsweise beim Fahren im Kreisverkehr oder bei unab freiwilligen Bordsteinremplern.

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Eine ausgezeichnete Kilometerleistung und sehr lange Lebensdauer tragen bei Flotten erheblich zu einer Senkung der Kosten pro Kilometer bei. Wie sein Vorgänger, der R109 Ecopia, zeichne sich auch der neue H-Trailer 001 durch eine lange Haltbarkeit, geringen Abrieb, gutes Handling und Runderneuerungsfähigkeit aus, biete aber gleichzeitig einen wesentlich geringeren Rollwiderstand, eine bessere Haftung und ein optimiertes Bremsverhalten bei Nässe, heißt es. Dank der exklusiven Bridgestone-Gummimischung NanoPro-Tech, die den Energieverlust reduziert, warte der Ecopia H-Trailer 001 mit einem besseren Rollwiderstand auf, ohne bei anderen Leistungbereichen des Reifens – wie Nasshaftung und Kilometerleistung – Kompromisse einzugehen. Die wellenförmige Gürtellage des Reifens („Waved-belt“-Technologie) erhöht die Stabilität der Karkasse und die Haltbarkeit, sodass höhere Lasten und eine Runderneuerung der Karkasse möglich sind.

Weniger Kraftstoffverbrauch Unabhängige Tests (durchgeführt im Juli 2011 von der TÜV Süd Automotive GmbH) haben für den Ecopia H-Steer 001 18,9 Prozent und für den Ecopia H-Drive 001 26,5 Prozent weniger Rollwiderstand ergeben als bei den bisherigen Reifen der Ecopia-Serie, sodass 4,4 Prozent weniger Kraftstoff benötigt wird.

Zusammen mit dem Ecopia H-Trailer 001 können Flottenbetreiber im Vergleich zu den bisherigen Ecopia-Reifen bis zu fünf Prozent Kraftstoff sparen, wenn Sie den neuen Aufliegerreifen mit dem Ecopia H-Steer 001 und dem Ecopia H-Drive 001 kombinieren, rechnet Bridgestone vor. Das ist ein wichtiger Vorteil, wenn man bedenkt, dass die Kraftstoffkosten ca. 25 Prozent der Gesamtkosten im Fernverkehr ausmachen. „Dank der optimalen Balance zwischen dem Rollwiderstand und der Kilometerleistung sind die neuen Ecopia-Reifen bestens geeignet für Flotten, die ihre Betriebskosten sowohl beim Kraftstoff als auch im Hinblick auf die Kosten pro Kilometer senken möchten“, so Harald Van Ooteghem, Senior Manager Marketing Planning, Commercial Business Unit bei Bridgestone Europe.

Über die Ecopia-Serie Diese für den Fernverkehr ausgelegten Premiumreifen der Serie Ecopia wurden speziell für fortschrittliche, kraftstoffbewusste Fuhrparkbetreiber entwickelt, denn Rollwiderstand, Kraftstoffverbrauch und Umweltbelastung seien wesentlich niedriger, und das bei gleichbleibender Reifenleistung und Sicherheit. Die Ecopia-Serie stellt aus Sicht des Herstellers geradezu einen Durchbruch im Bereich ökologischer Leistung dar, da sie einen Beitrag zur Kraftstoffersparnis und zur Senkung der CO2-Emissionen leistet, ohne dabei Kompromisse bei der Sicherheit und der Lebensdauer des Reifens einzugehen. Der Ecopia H-Trailer 001 kommt dieser Tage in der Größe 385/55 R22.5 auf den Markt. Beim Rollwiderstand erzielte der Reifen laut europäischer Reifenkennzeichnungsverordnung eine „B“-Wertung, bei der Nasshaftung eine „C“-Wertung und bei den Rollgeräuschen einen Wert von 73 dB. dv Kommt in 385/55 R22.5 auf den Markt


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TravelCenters of America und Goodyear bauen Zusammenarbeit aus n den USA bauen TravelCenters of America LLC und die Goodyear Tire & Rubber Company ihre Zusammenarbeit aus. Einer neuen Vereinbarung zufolge wird ersteres Unternehmen sein Angebot an Goodyear-Nutzfahrzeugreifen um drei Lkw-Profile mit der „Fuel Max“ genannten Konzerntechnologie erweitern: „G399A LHS“ für die Lenkachse, „G572A LHD“ für die Antriebsachse sowie „G316 LHT“ für die Trailerbereifung. TravelCenters betreibt unter den Namen TA sowie Petro Stopping Centers landesweit Servicestationen entlang der Highways und will die drei zusätzlichen Goodyear-Reifenmodelle ins Portfolio seiner 233 TA-Truck-Service- und Petro:LubeStandorte aufnehmen. Ausgewählte Stationen bieten demnach bereits die Supersingle-Profile „G394 SST“ und „G392A“, die beide ebenfalls über die „Fuel-Max“- sowie darüber hinaus allerdings auch über die „DuraSeal“-Technologie verfügen sollen. Und bei den rund 450 von Travel-

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Centers betriebenen Pannendienstfahrzeugen seien ebenfalls Reifen der Marke Goodyear mit an Bord, heißt es. „Wir sind sehr froh, unseren Kunden Lkw-Reifen der Marke Goodyear anbieten zu können”, sagt Tom O’Brien, Präsident und CEO von TravelCenters. Flotten und Fuhrparkbetreiber könnten bei TA und Petro nun auf diese Premiummarke mit der „Fuel-Max“-Technologie zurückgreifen, die nach seinen Worten dabei helfe, die gleiche Strecke mit weniger cm Kraftstoff zurückzulegen.

Die drei neuen Goodyear-Profile im TravelCenters-Portfolio: „G399A LHS“ für die Lenkachse, „G572A LHD“ für die Antriebsachse sowie „G316 LHT“ für die Trailerbereifung

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Leserwahl: Michelin „Beste Reifenmarke 2013“ für Nutzfahrzeuge

Werner Faas (Gesamtanzeigenleiter ETM Verlag), Christoph Kost (Marketingleiter Michelin-Nutzfahrzeugreifen Deutschland, Schweiz, Österreich) und Moderatorin Alexandra Tapprogge

Die Leser der Fachzeitschriften Trans Aktuell, Fernfahrer und Lastauto Omnibus des ETM Verlags haben Michelin zum neunten Mal in Folge zur „Besten Reifenmarke“ in der Kategorie Nutzfahrzeugreifen gekürt. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Reifenhersteller seinen Vorsprung gegenüber den Wettbewerbern noch einmal deutlich ausbauen: 60,6 Prozent (Vorjahr 51,9 Prozent) der Teilnehmer votierten für den französischen Reifenhersteller. Insgesamt stimmten 10.118 Leser ab, rund 2.000 mehr als 2012. „Dieses überwältigende Ergebnis ist eine Auszeichnung für unsere Außendienstmitarbeiter und die Qualität unseres Produktportfolios. Unser Ziel ist es, mit unseren Produkt- und Servicekonzepten die Wirtschaftlichkeit und Sicherheit der Flotten unserer Kunden stetig zu erhöhen. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir noch einmal um über acht Prozent zulegen konnten“, so Christoph Kost, Marketingleiter Michelin-Nutzfahrzeugreifen Deutschland, Schweiz und Österreich. Die Fachmagazine Trans Aktuell, Fernfahrer und Lastauto Omnibus erscheinen im Stuttgarter ETM (EuroTransportMedia) Verlag. Im Fokus der Berichterstattung steht die gewerbliche Nutzung von

Fahrzeugen. Die jährlich stattfindende Leserwahl ist ein Gradmesser der Transportbranche. In 22 Kategorien entscheiden die Leser, welche Marken und Hersteller von – unter anderem – Achsen, Bremsen, Retardern und Getrieben am beliebtesten sind. Mit der Wahl werden die Präsenz, das Image und die Marktakzeptanz der einzelnen Produkte und Hersteller ermittelt. Die Preisverleihung erfolgte unlängst in der Dekra-Hauptverwaltung in Stuttgart. Die ausführliche Leserwahl erscheint im August in Ausgabe 16 der Trans Aktuell, Heft Nummer 9 des Fernfahrer sowie Ausgabe 9 von Lastdv auto Omnibus.

Einmal mehr kann Euromaster eine Leserwahl für sich entscheiden

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ach 2010, 2011 und 2012 zum inzwischen bereits vierten Mal in Folge haben mehr als 8.000 Leser der drei Zeitschriften Lastauto Omnibus, Trans Aktuell und Fernfahrer Euromaster zum besten Partner gewählt, wenn es um Reifen und Service für Nutzfahrzeuge geht. „Wir freuen uns sehr, dass die Experten der Lkw-Branche uns erneut für unsere Dienstleistungsqualität ausgezeichnet haben. Das ist eine große Ehre“, so Dr. Matthias Schubert, Euromaster-Geschäftsführer Deutschland und Österreich, bei der Entgegennahme des Preises zusammen mit Euromaster-Verkaufsdirektor Michael Bogateck. Bei der jährlichen Wahl der besten Unternehmen werden – unterstützt durch die Sachverständigenorganisation Dekra – demnach sämtliche Bereiche rund um das Thema Nutzfahrzeuge in Betracht gezogen. Insofern gelten die Ergebnisse in der Branche als ein wichtiger Gradmesser für Leistung Nahmen den Preis im Rahmen einer Galaveranstaltung in Stuttgart und Qualität. „Die heutige Auszeichnung ist für uns gleichzeitig ein Ansporn. Wir gemeinsam entgegen: Euromaster-Verkaufsdirektor Michael werden zeigen, dass wir zu Recht zum zuverlässigsten Reifen- und ServicepartBogateck (links) und Dr. Matthias Schubert, EuromasterGeschäftsführer Deutschland und Österreich ner gewählt wurden“, meint Bogateck angesichts dessen. cm

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Industrie-/EM-Reifen: Saccon Gomme will in Deutschland Fuß fassen Area Manager: Internationalisierung und mehr Ersatzmärkte wichtig Der Reifenmarkt besteht im Grunde aus vielen kleinen Märkten, in denen jeder Teilnehmer für sich ein Auskommen sucht. Einen solchen Platz für sich gefunden hat ganz offenbar das italienische Unternehmen Saccon Gomme und will diesen nun weiter ausbauen – und zwar gerne nach Deutschland hinein. Saccon Gomme wurde in den 1950er Jahren gegründet und ist einem internationalen Kundenkreis vorwiegend durch die Industrie- und EM-Reifenmarke Ecomega bekannt. Das im norditalienischen Ponte della Priula ansässige Familienunternehmen gehört zu den bedeutenden Erstausrüstungslieferanten in diesem Marktsegment und beliefert etwa weltweit operierende Maschinen- und Fahrzeughersteller wie Terex oder Komatsu. Nun will das Spezialunternehmen seine Reichweite gerne nach Deutschland ausdehnen, wie Area Manager Klaus Doimo im Gespräch mit der NEUE REIFENZEITUNG auf der TOC-Messe in Rotterdam Ende Juni erläuterte. Die TOC ist eine Spezialmesse für Container- und Hafenlogistik. Dazu wolle man jetzt ganz konkret den Kontakt zu möglichen Handelspartnern in Norddeutschland für das umfangreiche Sortiment an Industrie- und EM-Reifen suchen. Auch ein eigenes Lager könnte demnächst folgen und die Gründung einer Vertriebsgesellschaft, so Doimo weiter. Kunden in diesem Umfeld könnten und wollten nicht mehrere Werktage warten, bis ein Ersatzreifen

Stellte auf der TOC in Rotterdam – der Spezialmesse für Container- und Hafenlogistik – aus und möchte jetzt in Deutschland Fuß fassen: Saccon Gomme aus Italien

aus dem Zentrallager im italienischen Portogruaro (bei Venedig) geliefert worden sei, folglich müsse die Logistik für den deutschen Markt anders aufgebaut werden. Wie genau diese Struktur einmal aussehen könnte, vermochte der Area Manager mit Verantwortung für das benachbarte Österreich – dort ist Saccon Gomme bereits gut etabliert –, Deutschland und die Schweiz noch nicht zu sagen. „Das schnelle Geschäft ist in diesem Fall zu vermeiden“, so Doimo weiter. Gründlichkeit gehe also vor Schnelligkeit. Saccon Gomme wird aktuell durch Ennio Saccon geführt, den Sohn des Firmengründers Fausto Saccon; die dritte Genera-

tion des Familienunternehmens steht ebenfalls bereits in den Diensten des Unternehmens. Neben der in China gefertigten Eigenmarke Ecomega vermarktet der Spezialanbieter noch etliche andere Industrieund EM-Reifenfabrikate. Das bestehende Geschäft mit Pkw- oder Lkw-Reifen spielt keine große Bedeutung für Saccon Gomme, macht es doch weniger als zehn Prozent des Jahresumsatzes in Höhe von insgesamt 25 Millionen Euro aus. Das Unternehmen hat rund 50 Mitarbeiter. arno.borchers@reifenpresse.de

BKTs „Container King“ soll mit hoher Lebensdauer punkten Im Rahmen der Münchner Messe „Bauma“ hat BKT sie als eine seiner Neuheiten präsentiert: die „Container King“ genannte Reifenserie speziell für Greifstapler im Hafeneinsatz. Aktuell ist dieses Modell in der Größe 18.00-25 erhältlich und soll auf Fahrzeugen zum Containerumschlag vor allem mit einer hohen Lebensdauer punkten können. Um dies zu gewährleisten und gleichzeitig die Stabilitätsanforderungen beim Heben schwerer Lasten zu garantieren, verfügt der Reifen über ein spezielles Laufflächendesign bzw. einen breiten Zenitbereich in Verbindung mit einer hohen Profiltiefe sowie einer als verschleißfest beschriebenen Laufflächenmischung. „Es ist gerade diese Kombination der Reifenmischung und des optimalen Positiv-Negativ-Verhältnisses, welche dem ‚Container King’ eine lange Nutzungsdauer und maximale Widerstandsfähigkeit im Einsatz verleiht. Dies spiegelt sich in deutlichen Vorteilen in Bezug auf Einsatzleistung und produktive Wirksamkeit wider“, sagt der Anbieter. cm

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Lkw-Reifen aus China Die Hangzhou Zhongce Rubber Company Limited (ZC Rubber) gehört zu den großen chinesischen Reifenherstellern mit internationalem Anspruch und ist nach eigenen Angaben bezogen auf die Stückzahlen der viertgrößte Anbieter von Lkw- und Busreifen weltweit, in diesem Jahr sollen zwölf Millionen Lkw-Radialreifen gefertigt werden. Die Flaggschiffmarke des schnell wachsenden Unternehmens ist Westlake, auch hinsichtlich LkwReifen. Für Europa geeignet seien besonders die beiden Profile CM993 für die Antriebsachse und CR976 für die Lenkachse und auf Trailern. Als zweite China-Marke hat in Europa Infinity im Lkw-Segment Fuß gefasst, bei kleinen mit 15 Dimensionen wie bei großen Lkw-Reifen mit mehr als zwanzig Profilen und 40 Dimensionen. Die Reifen von Infinity Tyres entsprechen den internationalen Standards DOT (USA), SASO (Mittlerer Osten) und ECE (Europa). Herausgehoben wird die Reifenpaarung bestehend aus F865 für die Lenkachse (so in 295/80 R22.5 und 315/80 R22.5) sowie D925 für die angetriebene Achse und darüber hinaus hergebrachten Vorurteilen hinsichtlich der Runderneuerungsfähigkeit begegnet: Die bescheinigt nämlich Bandag den InfinityKarkassen. dv

„IMMENSE“ ÜBERKAPAZITÄTEN Anlässlich einer Tagung in Kanada schilderte Bekaerts Global Marketing Manager Boudewijn De Loose China als Markt mit „immensen“ Überkapazitäten bei Lkw-Reifen. Außerdem gebe es in dem Land nahezu keinen Runderneuerungssektor. Im vergangenen Jahr seien in China 88 Millionen Lkw-Reifen produziert worden, die Kapazitäten lägen indes bei wenigstens 120 Millionen Reifen. Der durchschnittliche Auslastungsgrad der entsprechenden Fabriken liegt De Loose zufolge demnach bei über 70 Prozent. Immerhin. Michelin hatte erst kürzlich die Restrukturierung seiner Lkw-Reifenfabriken in Frankreich angekündigt (Schließung der Fabrik in Joué-lès-Tours) und in diesem Zusammenhang gemeldet, die hiesigen Lkw-Reifenfabriken seien derzeit nur zu 50 bis 60 Prozent ausgelastet. Laut dem Bekaert-Global-Marketing-Manager werden die Überkapazitäten in der chinesischen Lkw-Reifenproduktion vorerst anhalten. Dies – so darf geschlussfolgert werden – sollte sich wiederum negativ auf das Angebot in Europa und Nordamerika auswirken, müssen Hersteller sich doch neue Absatzmärkte für ihre Produkte suchen. Einer der Gründe für die großen Überkapazitäten sei das Fehlen eines funktionierenden Runderneuerungssektors im Land. Nahezu der komplette Bedarf müsse demnach über Neureifen abgedeckt werden. Folglich litten die Fabriken uneingeschränkt unter Veränderungen am Markt und müssen Nachfragerückgänge nicht mit den Runderneuerern „teilen“. ab

Lenkachsreifen von Infinity in den populären europäischen Größen

Transportbranche kennt sich mit dem Reifenlabel nur mangelhaft aus Eine Studie der Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH zur Bekanntheit des EU-Reifenlabels in der deutschen Transportbranche fördert aussagekräftige Zahlen zutage. Während immerhin 82 Prozent der Transportunternehmer bzw. Fuhrparkverantwortlichen das seit November 2012 geltende EU-Reifenlabel kennen, ist die Anzahl derer, denen das Label (noch) nichts sagt, mit 16 Prozent immer noch vergleichsweise hoch; zwei Prozent machten keine Angaben. Beeindruckend im negativen Sinne: Die Leistungsunterschiede der einzelnen Labelklassen waren nur rund fünf Prozent der Befragten bekannt. Demnach konnte nur eine Minderheit der von Goodyear Dunlop Befragten die Leistungsunterschiede der einzelnen Labelklassen sowohl für das Kriterium Energieeffizienz als auch für die Nasshaftung korrekt einschätzen. 4,8 Prozent der Befragten konnten in der Studie von Goodyear Dunlop den Unterschied im Kraftstoffverbrauch von rund fünf Litern zwischen einem in der Kategorie Energieeffizienz mit „A“ und“ „F gelabelten LkwReifen bezogen auf 100 Kilometer richtig beantworten. Zwar trauten 55,1 Prozent der Befragten einem „A“-eingestuften Lkw-Reifen eine Einsparung zu, aber nur zwischen einem bis zwei Litern. 31,5 Prozent hielten einen Minderverbrauch von drei bis vier Litern für

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realistisch. 2,4 Prozent lagen mit sechs Litern weniger Verbrauch ebenfalls falsch und 6,2 konnten keine Angaben machen. „Die Goodyear-Dunlop-Studie zeigt, dass 95,2 Prozent der Befragten die Leistungsunterschiede der Kategorie Energieeffizienz und damit die mögliche Kraftstoffeinsparung nicht kennen. Dieses Ergebnis ist erstaunlich, da Transportunternehmen mit der richtigen Reifenwahl bares Geld sparen können – und das Reifenlabel gibt hier eine wichtige Orientierungshilfe“, bilanziert der Reifenhersteller die Studie. Auch die Leistungsunterschiede der einzelnen Klassen des EU-Reifenlabelkriteriums Nasshaftung sind der Mehrheit der Befragten nicht bekannt. Auf die Frage, wie viel länger der Bremsweg eines „F“-gelabelten Lkw-Reifens bei 80 km/h als der eines „A“Reifens ist, konnte nur eine Minderheit die richtige Antwort geben. Lediglich 4,8 Prozent gaben den Unterschied richtig mit 25 Metern an. 47,3 Prozent schätzte den Bremsweg auf fünf bis zehn Meter länger, 34,5 Prozent tippten auf 15 bis 20 Meter, 2,4 Prozent antworteten mit 30 Meter Unterschied und 9,7 Prozent konnten keine Angabe machen. ab


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Katalog „Rad und Reifen 2013/2014“ von Europart uropart hat einen neuen Katalog zum Thema Rad und Reifen veröffentlicht. Auf 78 Seiten präsentiert der führende europäische Händler für Nutzfahrzeugteile und Werkstattbedarf sein umfangreiches Rad- und Reifensortiment mit ausführlichen technischen Erklärungen und nützlichen Tipps. Ralf Maurer, Commercial Director des Unternehmens: „Beim Zusammenstellen dieses Katalogs war es uns sowohl wichtig, ein kompetentes Sortiment – das für den Rad und Reifenservice von heute von Bedeutung ist – zu präsentieren als auch konkrete Hilfestellungen und Hinweise zu integrieren, mit denen die Kunden Kosten und Zeitaufwand reduzieren können.“ So gibt es etwa nützliche Erläuterungen über den Zusammenhang zwischen richtigem Reifenluftdruckund Kraftstoffverbrauch sowie Reifenverschleiß. Passend dazu findet sich im Katalog eine spezielle Rückschlag-

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ventilkappe, mit der sich die Reifendruckkontrolle wesentlich schneller und einfacher durchführen lässt und die dadurch die Kosten für Wartung und Betrieb des Lkw senken hilft. Auch für Reparaturen bietet Europart in dem neuen Katalog zeit- und kostensparende Lösungen wie beispielsweise eine Radlagerreparaturlösung für Mercedes Sprinter/VW Crafter, die 60 Prozent effizienter ist als die vom Hersteller empfohlene Lösung. Der Katalog gliedert sich in die Kapitel „Montieren und Wuchten“, „Hebetechnik“, „Verbrauchsmaterial für Reifenservice“, „Reifenlagerung“, „Reifenreparatur“, „Reifenwerkzeuge“, „Reifen, Scheibenräder, Schneeketten“, „Radsicherheit“, „Werkstattbedarf“ und „Chemische Produkte“. Neben Produkten der bekannten Marken im Reifensegment wie Rema Tip Top, AC oder Kunzer finden sich in dem jetzt erschienenen Katalog „Rad und Reifen 2013/2014“ auch Produkte der Europart-Eigenmarke für alle Fahrzeugtypen aller großen Nutzfahrzeughersteller.

Die Teilehändler – auch für Nutzfahrzeuge – haben ein Auge auf das Geschäft mit Reifen und Rädern geworfen Der Katalog ist unter der Hotline 0800/ 9090905 bestellbar und in allen deutschen Niederlassungen erhältlich, er wird in Kürze auch in weiteren europäischen Sprachen erscheinen. dv

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Betonhersteller entwickelt mit Conti reifenschonenden Haltestellen-Bordstein Gängige Praxis ist, dass tonnenschwere Linienbusse durch die Bordsteine eingespurt werden, um punktgenau vor dem Fahrgast zum Halten zu kommen. Dabei müssen die Reifenflanken im Minutenabstand maximalen Anpressdrücken widerstehen. Und es kann schon vorkommen, dass die Nehmerqualitäten der verstärkten Seitenflanken genutzt werden, um am Bordstein abzubremsen. Kein leichtes Leben für einen Serienreifen, der möglichst lange und überdies später als Runderneuerungsreifen die Busunternehmerbilanz entlasten soll. Continental-Ingenieure standen daher Pate bei einem neuen Bordsteinkonzept des ostwestfälischen Betonwerks Lintel aus Rheda-Wiedenbrück. Barriflex Busbord heißt das Kind der gemeinsamen Anstrengungen, dem Linienbusreifen eine starke Steinschulter zum Anlehnen zu geben. Thomas Theilmeier, Geschäftsführer Betonwerk Lintel, erläutert die Qualitäten seines reifenfreundlichen Betonelements: „Ultra-hochfester Beton (UHPC), der um ein Vielfaches widerstandsfähiger ist als konventioneller Beton, bildet das dauerhafte Rückgrat für den Bordstein, der mit einer extrem glatten Oberfläche so wenig wie möglich materialzehrenden Reibungswiderstand bietet. Die Dauerhaftigkeit und vor allem aber die extrem hohe Frost- und Tausalzbeständigkeit machen den Barriflex Busbord zum Meilenstein unter den Betonelementen. Die Verwendung dieses extrem verdichteten Werkstoffs ist weltweit einmalig in der maschinellen Serienfertigung.“ Und auch der Reifen soll dauerhaft vom geschmeidigen

Kontaktkurs profitieren. Der beim Anfahren der Haltestelle eng an der verstärkten Flanke geführte Reifen wird mit einer senkrechten Kontaktfläche am Stein so sanft wie nur eben möglich in Empfang genomBarriflex Busbord men. Über die gesamte Führungszeit stützt sich der Reifen nur mit der steifen Seitenwand gegen die speziell ausgeformte Steinkontur ab. Die stoßsensible Lauffläche wird dabei mit minimalen horizontalen Scherkräften an den Führungsaufgaben beteiligt. Der Niederflurbus hält millimetergenau auf barrierelosem Niveau und ermöglicht so auch Fahrgästen mit Handicaps den ungehinderten Zutritt ins Fahrzeug. Die spezielle Kontur des Bordsteins verhindert darüber hinaus bestmöglich das fatale Aufsteigen des Fahrzeugs bei zu stumpfem Anfahrwinkel. Seit einem Jahr ist das neue Bordsteinkonzept auf dem Markt und kommt, so Theilmeier, „zusehends in Fahrt“. Continental-Ingenieure haben errechnet, dass man mit dem reifenschonenden Boxenstopp an der Haltestelle deutlich den Reifenverschleiß minimiert und so die Laufzeiten verlängern kann. dv

Truck Grand Prix 2013 mit mehr als 300 Team-Kunden, -Partnern und Gesellschaftern täglich Mehr als 300 Kunden pro Tag sowie viele Freunde und Gäste der Top Service Team KG (Isernhagen) und ihrer 17 Gesellschafter erlebten beim Truck Grand Prix 2013 auf dem Nürburgring Motorsport pur. In bester Lage, direkt an der berühmt-berüchtigten NKG-Schikane auf dem legendären Kurs in der Eifel, saßen die Team-Partner in ihrem VIP-Zelt. Gerd Wächter, Team-Geschäftsführer: „Zwei tolle Tage lang haben wir am Ring ausgezeichneten Rennsport gesehen und unsere Kunden und Geschäftspartner durch ein stimmiges Servicepaket überzeugt – perfekte Sicht, fantastisches Catering und ein bequemer Shuttle vom Hotel zur Rennstrecke.“ Als Gäste im etwa 400 Quadratmeter großen VIPZelt fieberten am Samstag und Sonntag auch die Gewinner der Team-Aktion „Einer macht das Rennen: Sie!“ bei den Rennen der Team-Geschäftsführer Gerd Wächter (links) mit Trucks mit, die zusammen Ralph Flach, Geschäftsführer von Reifen Casteel etwa 30.000 PS auf den Asphalt bringen. Sie zogen nach der letzten Zielflagge ebenso ein positives Fazit wie Ralph Flach, Geschäftsführer von Reifen Casteel, einer der 17 Gesellschafter der Top Service Team: „Eine Topveran-

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staltung in einem schönen Ambiente. Von unseren Kunden, die wir hier zum Ring eingeladen hatten, erhielt ich nur positives Feedback.“ Diesen guten Eindruck bestätigte zum Beispiel Wolfgang Schäfer aus Hürth, der auf Einladung des Team-Gesellschafters Gummi Berger den Truck Grand Prix besuchte: „Ein schönes Zelt und ein sehr guter Platz.“ Sven Leipold aus Thüringen, ein Kunde von Reifen Wagner, urteilte: „Service, Hotel, Rennen, Organisation – alles hat gepasst. Ich fand’s spitze!“ Auch die Partner fühlten sich im VIP-Zelt der Team offenkundig gut aufgehoben. Dr. Jürgen Wetterauer, Geschäftsführer von Servicequadrat, lobte die „sehr angenehme Plattform, vor allem für unsere Lkw-Kunden“. Gespräche führen, neue Kontakte knüpfen und alte auffrischen – dies gehörte für ihn genauso zum Programm der beiden Tage wie für Tobias Neumüller von Michelin: „Die Nähe zu den Verbrauchern und Händlern ist absolut überzeugend. Ich konnte viele neue Kundenkontakte aufbauen.“ Jens Arnholdt von Bridgestone: „Das Interesse der Verbraucher ist enorm. Wir konnten mit unseren Angeboten echtes Interesse wecken, und das gute Wetter trug natürlich zur guten Laune bei.“ Friedel Loke von Hankook: „Auf dieser sehr gut organisierten Veranstaltung wird unsere Markenbekanntheit gefördert.“ Ralf Gruß von Continental: „Prima Location, ein sehr auf den Verbraucher bezogenes Event – die Team nutzt die Plattform zur Kundenpflege, uns bietet sie eine Basis für gute Gespräche mit unseren Handelspartnern.“ dv


NFZ-REIFEN Neue Reifenzeitung 8/2013

„Eco Performance Award“: Multhaupt neues Jurymitglied mweltverträglichkeit, umweltbewusstes Handeln, effektives Wirtschaften und soziales Engagement: Diese Kriterien stehen im Blickpunkt des seit 2007 jährlich verliehenen „Eco Performance Awards“, mit dem die Nachhaltigkeit von Unternehmen im gewerblichen Straßengüterverkehr ausgezeichnet wird. Für die nächste Verleihung im Jahr 2014 ist in die Jury nun Dr. Marko Multhaupt, Leiter Marketing und Vertrieb Ersatzgeschäft Nfz-Reifen für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei Continental, berufen worden. Gestiftet vom Tank- und Servicekartenanbieter DKV Euro Service sowie wissenschaftlich begleitet vom Lehrstuhl für Logistikmanagement der Universität St. Gallen, gehört der Award mittlerweile zu den führenden Auszeichnungen seiner Art. Eco Performance fasst Komponenten wie das Zusammenspiel ökonomischer (Economy) und ökologischer (Ecology) Aspekte sowie soziales Engagement (Social Responsibility) innerhalb eines Unternehmens zusammen. Der Award wird dabei in zwei Kategorien vergeben: für kleine und mittelständische Unterneh-

U Dr. Marko Multhaupt, Leiter Marketing und Vertrieb Ersatzgeschäft Nfz-Reifen für die Region DACH bei Continental

men (unter 50 Lkw) sowie für Großunternehmen (über 50 Lkw). Der Jury gehören unter anderen Prof. Dr. Wolfgang Stölzle, Ordinarius am Lehrstuhl für Logistikmanagement der Universität St. Gallen, sowie DKVGeschäftsführer Dr. Alexander Hufnagl an. „Die Berufung ist für mich eine große Ehre, zugleich aber auch die Bestätigung dafür, dass Premiumreifen einen entscheidenden Beitrag zur Nachhaltigkeit im gewerblichen Straßengütertransport leisten“, betont Multhaupt. Einen Beleg hierfür sieht er zum Beispiel in den Ergebnissen des von Continental 2010 ins Leben gerufenen Wettbewerbs „Beat-the-Best“, in dessen Rahmen ausgewählte Speditionen aus dem ganzen Bundesgebiet das Kraftstoffeinsparpotenzial von Continental-Reifen unter die Lupe nehmen. „Ich freue mich auf die Aufgabe in der Jury des ,Eco Performance Award’ und bin gespannt, mit welchen Lösungen die Teilnehmer im Wettstreit um den Platz auf dem Siegerpodest antreten“, sagt Multhaupt. Interessierte Unternehmen können sich noch bis zum 31. März 2014 unter www.eco-performanceaward.com bewerben. dv

ST:01 Base von Pirelli für die Mittel- und Langstrecke Pirelli hat sein Reifenangebot für Lkw und Llkw um den neuen ST:01 Base für die Mittel- und Langstrecke erweitert. Gemeinsam mit seinem Partnerunternehmen Formula arbeitet der Konzern daran, seine Produktpalette für Nutzfahrzeuge kontinuierlich weiter auszubauen. Dazu gehören der ST:01 Base, der ST:01 Neverending sowie der „Trailer“ der Zweitmarke Formula . er ST:01 Neverending wird gemäß EU-Reifenlabel mit der Topbewertung „AA“ für den Rollwiderstand und das Bremsen auf Nässe bewertet. Darüber hinaus sei der Reifen bestens für die Runderneuerung geeignet, schreibt der Hersteller in einer Pressemitteilung. Der Formula „Trailer“ für Anhänger und Auflieger punkte bei der Straßenhaftung und der Bremspräzision, insbesondere auf nassem Asphalt, heißt es. Zur Unterstützung dieser Eigenschaften durchziehen sein Profil vier im Zickzackmuster angeordnete Rillen. Der ST:01 biete alle Vorzüge der 01 Serie, so Pirelli: innovative Profile und Strukturen sowie Materialien, die den Rollwiderstand senken, den Spritverbrauch verringern und zugleich umweltorientiert ausgerichtet sind. Dabei ist der Reifen frei von hocharomatischen Ölen (HAOF). Die Mischung und die Struktur des ST:01 Base wurde dahingehend entwickelt, den Abrieb zu verringern und das Reifenleben zu verlängern. Der Pneu ist in zwei Versionen erhältlich, Version R für den Einsatz im Regional-, Version H für den Fernverkehr. Das Laufflächenprofil des ST:01 ist von Pirelli patentiert. Das besondere Design der Lauffläche soll den Rollwiderstand und damit den Spritverbrauch verringern, die zentralen Rillen weisen dabei ein

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einzigartiges Design auf. Das Verhältnis von Negativ- zu Positivprofil wurde von den Ingenieuren ebenfalls optimiert, dadurch wurde die Laufleistung des Reifens erhöht. Zudem fördert das Zickzackprofil den gleichmäßigen Abrieb und verhindert, dass sich Steine und andere Fremdkörper festsetzen. Gleichzeitig ist der ST:01 Base dadurch resistenter gegen Belastungen an der Reifenschulter. Darüber hinaus bietet das neue Mitglied der 01 Serie dank des Reifenwulst aus zwei Mischungen und der so- Komplettierung der ST:01 Serie genannten Hexagonal Bead Wire Technologie (HBW) Fahrkomfort, Flexibilität und robuste Stärke. Der ST:01 Base ist ab diesem Monat in der Dimension 385/65 R22.5 erhältlich. Ab dem vierten Quartal 2013 folgt die Größe 385/55 R22.5. Auf dem EU-Reifenlabel erhielt er ein „A“ für den Nassgriff, „B“ für die Energieeffizienz und wurde mit 73 Dezibel beim Rollgeräusch gemessen. Dies entspricht den Vorgaben der Europäischen Union. dv

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Klassikreifen – Ein Geschäft für Liebhaber? Michelin und Apollo Vredestein teilen Markt unter sich auf

erfolgreich online handeln Die Ruhe vor dem Sturm: Auf die diesjährige „Techno Classica“ kamen 193.000 Besucher – für einen Klassikreifenhersteller wie Apollo Vredestein eine erstklassige Gelegenheit, Produkte zu präsentieren und einen Imagetransfer zum Standard-Pkw-Reifensegment zu vollziehen

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Es gibt kaum einen Markt, den man treffender mit der Qualifizierung „klein, aber fein“ umschreiben kann als den Markt für Klassikreifen. Das Volumen ist überschaubar, was von vornherein viele potenzielle industrielle Marktteilnehmer abschreckt. Dafür gilt umso mehr die Erkenntnis, dass mit Klassikreifen vernünftige Margen erzielt werden können, der Markt insgesamt kontinuierlich wächst und – wichtiger noch – der Kontakt zu hochinteressierten Enthusiasten unter den Händlern und Endverbrauchern hergestellt wird. Dies wirkt nicht nur imagefördernd, sondern lässt die jeweilige Marke auch in einem besonderen Licht erscheinen. In den vergangenen Jahren haben mehr und mehr nur noch zwei Hersteller den Ton auf dem Klassikreifenmarkt angegeben – Michelin und Apollo Vredestein –, während andere Unternehmen das Geschäft offenbar nicht mehr mit der nötigen und letzten Konsequenz betreiben.

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er europäische und insbesondere der deutsche Markt für Klassikreifen wächst, und zwar täglich. Während auf der einen Seite ständig aus einfach nur „alten“ Autos sogenannte Youngtimer werden, bleiben diejenigen Autos, die die ersten 15 bis 20 Jahre ihres Daseins überstanden haben, sehr

wahrscheinlich noch weitere Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte, auf der Straße und werden somit interessant für die Lieferanten von Klassikreifen. Aus Autos werden ab einem bestimmten Alter einfach wieder „Babys“, um die man sich mit großem Aufwand kümmert. Wie immer auf diesem Markt gilt natürlich: Alles hängt irgendwie von der Definition dessen ab, über das man spricht. Allein bei der Unterscheidung zwischen „alten“ Autos, Youngtimern


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und Oldtimern gibt es einen immensen definitorischen Spielraum. Je nachdem, mit wem man sich unterhält – die zum Markt genannten Zahlen variieren zum Teil immens. Lediglich wirklich belastbar ist die Zahl des Kraftfahrtbundesamtes zum Fahrzeugbestand in Deutschland. Danach lag der Anteil an Fahrzeugen mit einem Historienkennzeichen Ende 2012 bei 0,5 Prozent des gesamten Fahrzeugbestandes; in Summe gab es demnach laut KBA Ende vergangenen Jahres 285.052 Fahrzeuge mit HKennzeichen. Ein Jahr zuvor waren dies den Angaben der Behörde zufolge nur rund eine viertel Million Fahrzeuge, was einem Anteil am gesamten Fahrzeugbestand in Höhe von 0,4 Prozent entsprach. Der Markt in Deutschland wächst demnach, dasselbe gilt auch für Europa, wenn auch mit unterschiedlicher Ausprägung, wie Sytze Attema von Apollo Vredestein bescheinigt. Insgesamt wachse der europäische Klassikreifenmarkt jährlich um rund fünf Prozent, so seine Schätzung. Während man uns Deutschen traditionsgemäß ein besonderes Faible für Autos und für Mobilität auf hohem qualitativen Niveau nachsagt, gilt dies nicht unbedingt für viele Südeuropäer, wie der Head Global Produkt Management PV – also Pkw-, SUV- und LLkw-Reifen – beim indisch-niederländischen Reifenhersteller mit Büro im Global Marketing Office des Konzerns in London im Gespräch mit der NEUE REIFENZEITUNG sagt. In Italien etwa fahre man freilich auch leidenschaftlich gerne Auto, nur sei dort der Umgang mit dem eigenen Fahrzeug eben eine Frage der Zweckmäßigkeit und nicht der Emotionen. Dies spiegele sich beispielsweise auch darin wider, dass man in Deutschland zum Teil deutlich mehr für die Instandhaltung von älteren Autos ausgibt, als dies in Italien der Fall ist. Aus dieser quasi persönlichen Verbindung vieler Kunden in Deutschland zu ihrem Automobil entwickelt sich auch eine besondere Bereitschaft, für sein „Baby“ auch entsprechend zu bezahlen. Gleichzeitig entwickelt sich daraus auch ein besonderes technisches Interesse an dem Produkt und dessen Bereifung. All dies macht aus Deutschland offensichtlich einen der interessantesten Märkte für Hersteller von Klassikreifen. Auch hier gilt noch einmal: Die definitorische Abgrenzung, was nun genau ein Klassikreifen ist, muss jeder mit sich selber abmachen, da nicht einmal die Experten der Branche eine allgemeingültige Bestimmung vornehmen können. Der Markt in Europa, so der Chef des weltweiten Produktmanagements für Consumer-Reifen bei Apollo Vredestein, umfasse schätzungsweise

Marktführer auf dem Klassikreifenmarkt ist Michelin; der französische Reifenhersteller kümmert sich seit Jahrzehnten um die Bedürfnisse dieser ganz besonders interessierten Kundschaft

200.000 Reifen. Der wichtige deutsche Markt steht dabei für wenigstens ein Drittel dieses Marktvolumens, liege also irgendwo zwischen 60.000 und 80.000 Reifen. Der zweitwichtigste Markt nach Deutschland ist der britische. Stellt man dieselbe Frage nach dem deutschen Marktvolumen im Klassikreifenfachhandel, erhält man schon wieder ganz andere Antworten. Harald Möller etwa, Inhaber des gleichnamigen Handels für Oldtimer- und Weißwandreifen im schleswig-holsteinischen Quickborn nördlich von Hamburg, schätzt den deutschen Markt für Klassikreifen auf „wenigstens 30.000 Stück“. Wie ge-

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sagt: Am Ende ist dies eine Frage der Definition. Fallen die Reifen für einen über 30 Jahre alten Golf I nun in die Kategorie Klassikreifen oder nicht? Zählt man moderne Radialreifen im alten Design noch hinzu oder eben nicht? Tatsache ist und bleibt, der Markt ist denkbar klein. Bei insgesamt fast 72 Millionen in Deutschland 2012 verkauften PkwReifen (Ersatzmarkt und Erstausrüstung; laut WdK) liegt der Anteil der Klassikreifen dabei gerade bei über 0,1 Prozent vom Gesamt-Pkw-Reifenmarkt. Ist der Kuchen klein, fallen auch die Kuchenstücke klein aus. Infolgedessen ist die Anzahl der Marktteilnehmer, die sich um ein Stück vom Kuchen bemühen, eher gering. Zählte man früher noch die Reifenmarke Dunlop in die Riege der etablierten Klassikreifenanbieter, so hat sich in den vergangenen zehn bis 20 Jahren doch mehr und mehr ein Duopol auf dem Klassikreifenmarkt gebildet. Heute wird der gesamte Markt beinahe ausnahmslos von Michelin und Apollo Vredestein bedient. Während Michelin überall als klarer Marktführer geführt wird, eigenen Angaben zufolge pro Jahr etwa 100.000 Oldtimerreifen (weltweit) fertigt und als das Traditionsunternehmen schlechthin in diesem Segment gilt, hat Apollo Vredestein seit dem Einstieg in diesen Nischenmarkt in den 1990er Jahren doch ein immer größeres Stück vom Kuchen für sich beansprucht. Beiden Platzhirschen trauen Marktkenner leicht einen Anteil von insgesamt über 90 Prozent zu. Während Michelin gerade bei Diagonalreifen klar den Markt dominiert und hier auch von Wettbewerbern einen Marktanteil von beachtlichen 80 Prozent und mehr zugestanden bekommt, ist der Markt bei Radialreifen etwas komplexer. Da Apollo Vredestein Klassikreifen ausschließlich in radialer Bauweise fertigt, ist dies auch der Markt, auf dem man stark ist, so Sytze Attema gegenüber dieser Zeitschrift. Hier könne sich der Newcomer aus den Niederlanden, der – wie gesagt – erst seit den 1990er Jahren in diesem Geschäft aktiv ist, durchaus mit Michelin messen. Laut dem Head Global Produkt Management PV könnten beide Hersteller einen in etwa gleichgroßen Markt bedienen. Händler zollen den Entwicklungen aus Enschede auch technisch großen Respekt.

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Dass aber Michelin auf diesem Nischenmarkt in Sachen Qualität die Maßstäbe setzt und allerorten als Marktführer gilt, entsprechende Umfragen zur „Best Brand“ gewinnt, verwundert nicht, ist der Hersteller und Vollsortimenter doch bereits seit 1889 im Geschäft und gilt auch auf allen anderen Märkten als Benchmark. Auch preislich liegen zwischen vergleichbaren Reifen beider Hersteller oftmals große Unterschiede, die sich auf bis zu 50 oder 60 Prozent belaufen können, wie Harald Möller erläutert. Dies darf aber nicht als Hinweis auf eine fehlende Entschlossenheit bei Apollo Vredestein verstanden werden. Im Gegenteil. In den 1990er Jahren hat man sich in Enschede ganz bewusst dazu entschlossen, in das Geschäft mit Klassikreifen schrittweise einzusteigen. Dass ein entsprechender Einstieg Zeit brauchen würde und nicht über Nacht und auf ganzer Front gelingen konnte, war der damals treibenden Kraft hinter diesem Engagement auch klar: Rob Oudshoorn. Der ehemalige CEO des niederländischen Reifenherstellers ist selber bekennender Klassikliebhaber und hat damals das Unternehmen in eine entsprechende Richtung gelenkt. „Wenn du dieses Geschäft machen willst, dann musst du es richtig machen“, sagt Sytze Attema gegenüber der NEUE REIFENZEITUNG. Halbherzigkeiten und Unregelmäßigkeiten bei der Versorgung mit Reifen würden die Kunden nicht besonders schätzen. Folglich werden in Enschede bei Apollo Vredestein die Klassikreifen auch vor-, also auf Lager produziert, und zwar das ganze Jahr über ohne nennenswerte saisonale Schwankungen. Die Vertriebsgesellschaften in den Ländern könnten demnach in der Regel ständig liefern, auch wenn es um besondere Raritäten geht. Beim Mitbewerber Michelin hingegen werden in der Regel erst mehrere Bestellungen abgewartet, bis einige Tausend Reifen in (Klein-)Serie gefertigt werden können und sich folglich ein Produktionslauf rechnet. Der französische Hersteller betont demnach mehr die Rolle des Fachhandels bei der Versorgung des Marktes mit Klassikreifen, die dieser als Problemlöser und erster Ansprechpartner für Besitzer von Oldtimern und Youngtimern auch wahrnimmt.

Die Produktion und der Verkauf von Klassikreifen seien durchaus ein lukratives Geschäft, findet Sytze Attema; die Erträge seien generell schon überdurchschnittlich im Vergleich zum Standard-Pkw-Reifensegment. Interessanter allerdings als die Beiträge zum Betriebsgewinn ist der Beitrag zum Image einer Marke und zur Kundenbindung, so der Head Global Produkt Management PV von Apollo Vredestein weiter. Dadurch, dass man bei Klassikreifen beinahe ausschließlich mit Enthusiasten, Liebhabern und in vielerlei Hinsicht Hochinteressierten zu tun hat, ist die Beziehung zum Kunden und deren Stabilität eine ganz andere als dort, wo der Kunde eben Reifen haben muss und nicht Reifen haben will, also auf dem „normalen“ Reifenmarkt. Der Produktmanager von Apollo Vredestein warnt allerdings davor zu glauben, dass Menschen, die eine viertel Million Euro und mehr für einen Oldtimer bezahlen (können), nicht trotzdem beim Reifen auf den Preis achteten. Manchmal werde schon „um den Euro“ gefeilscht. Dennoch: Das Geschäft ist lukrativ, nicht zuletzt auch, weil sich das Engagement im Klassikreifensegment eben auch positiv auf das Standardreifengeschäft auswirke. Als einer der beiden größten Marktspieler ist Apollo Vredestein natürlich bei fast allen Oldtimermessen, Ausfahrten und anderen Zusammenkünften mit eigenem Personal und einem Stand präsent – auch bei der größten Oldtimermesse der Welt. Die „Techno Classica“ lockte im April 193.000 Besucher nach Essen, wo der Hersteller große Teile seines „Sprint-Classic“Klassikreifensortiments präsentierte. Auf Veranstaltungen wie dieser erreiche der Reifenhersteller eine überaus breite und dem Thema Oldtimer überaus positiv gegenüber stehende Öffentlichkeit und könne dabei einen Imagetransfer vollziehen. Dieser wird noch durch das Designthema, das Apollo Vredestein durch die Zusammenarbeit mit Italdesign Giugiaro für sein Pkw-Reifensortiment seit über einem Jahrzehnt besetzt hält, positiv unterstützt und verstärkt. Die Schlüssigkeit dieses Ansatzes erkennen auch Wettbewerber an. arno.borchers@reifenpresse.de


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Vredestein unterstützt wieder die „ADAC Deutschland Klassik“ In diesem Jahr war die „ADAC Deutschland Klassik“ zu Gast im Saarland. An drei Tagen rollten rund 100 klassische und historische Automobile durch das flächenmäßig kleinste Bundesland im Südwesten der Republik und machten Halt bei den schönsten Sehenswürdigkeiten der Region. Das „rollende Museum“ begeisterte Hunderte Interessierte und Zuschauer. In den Pausen wurden die schönen Fahrzeuge ausführlich vorgestellt, und es gab die Möglichkeit, die historischen Schönheiten aus nächster Nähe zu bestaunen. Vredestein war auch in diesem Jahr als Premiumpartner der „Oldtimergenießertour ADAC Deutschland Klassik“ dabei. Am zweiten Veranstaltungstag ging es um den Vredestein-Pokal. Am Start wurden den Teilnehmern ein kleines Präsent und eine Stärkung von einem Vredestein-Promotionteam überreicht. Bestens versorgt begab sich das Teilnehmerfeld auf die Strecke und fuhr durch das westliche Saarland sowie das Saargau. Tagessieger und damit Gewinner des Vredestein-Pokals wurden das Ehepaar Püh-

Auch in diesem Jahr unterstützte Vredestein wieder die „ADAC Deutschland Klassik“, die in Saarbrücken stattfand

KÄFER DER ADAC STRAßENWACHT AUF VREDESTEIN Die ADAC-Zentrale und Regionalclubs bewahren zahlreiche Oldtimerund Youngtimer-Fahrzeuge, einer von ihnen ist der originale Straßenwacht-Käfer aus dem Jahre 1969. Er wurde vom ADAC in Hamburg von 1969 bis 1977 bei mehr als 15.000 Pannenhilfen eingesetzt und legte dabei mehr als 145.000 Kilometer zuHier beim Einsatz im Saarland rück. Voll fahrbereit ist er mit Vredestein-Reifen aus der Serie „Sprint Classic“ ausgestattet. Der VW Käfer nimmt an vielen Oldtimerveranstaltungen teil, so auch bei der ADAC Deutschland Klassik im Saarland, gefahren von Prof. Dr. Mario Theissen. Mit den klassischen Reifen, die über moderne Technik verfügen, rollte der zuverlässige gelbe Helfer der Vergangenheit sicher durch die malerische Landschaft des Saarlands. Wieder bestens bereift mit Vredestein Sprint Classic wird der nächste „Einsatz“ des Straßenwacht-Käfers bei der ADAC Trentino Classic Ende Audv gust stattfinden. se mit ihrem Porsche 356 C – 1600 C Coupé, Baujahr 1964. Fahrer Werner Pühse war im Übrigen früher Marketingleiter bei Michelin und später dort dann Direktor im Geschäftsbereich Erstausrüstung. Michael Lutz, Geschäftsführer Apollo Vredestein Deutschland, resümiert über die Tour: „Eine tolle Veranstaltung – wir freuen uns als langjähriger Partner, die ‚ADAC Deutschland Klassik’ zu unterstützen. Es ist schön, in lockerer und entspannter Atmosphäre fachliche und informative Gespräche mit ab Kunden und Interessierten zu führen.“

Mit Haweka-Zentriersatz werden Speichenfelgen richtig gewuchtet Haweka stellt seinen neuen Zentriersatz für Speichenfelgen vor. Denn gerade bei Fahrzeugen mit Speichenfelgen wird die Fahrfreude des Öfteren getrübt durch ein „unangenehmes Zittern und Wackeln am Lenkrad – ein deutliches Indiz für eine

Mit dem neuen Zentriersatz von Haweka wird das Wuchten von Speichenfelgen erleichtert

Unwucht an den Rädern“, heißt es dazu in einer Mitteilung. „Doch welche Werkstatt hat das passende Equipment und kann Speichenfelgen mit Zentralmutter aufspannen und fachgerecht auswuchten?“, fragt das Unternehmen aus Burgwedel bei Hannover. Ein Problem, für das Haweka jetzt eine Lösung entwickelt hat. Die aus Burgwedeler präsentieren mit dem Zentriersatz für Speichenfelgen jetzt ein Produkt, „das für eine optimale Laufruhe der Räder sorgt. Der handliche, in einem praktischen Koffer untergebrachte Zentriersatz ist platzsparend in

Kofferraum, Garage und Werkstatt zu verstauen. Er besteht aus zwei Distanzstücken, zwei Zentrierhülsen und einem Konus. Der Zentriersatz ist mit jeder handelsüblichen Radauswuchtmaschine kompatibel und simuliert dort den identischen Sitz des Rades ‚wie am Fahrzeug’. Ein perfektes Auswuchten mit optimalem Ergebnis ist garantiert und einem wackel- und zitterfreien Saisonverlauf steht somit nichts mehr im Wege“, heißt es weiter in der Mitteilung. Der Zentriersatz ist über den Teilegroßhandel oder ab direkt bei Haweka erhältlich.

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H-Kennzeichen gibt es nur noch mit EuropaSternen as amtliche H-Kennzeichen für Oldtimer muss dem Erscheinungsbild heutiger Kennzeichen entsprechen und das seit 1997 obligatorische blaue Eurofeld mit den zwölf Europa-Sternen und der Landeskennung D für Deutschland tragen. Darauf weist die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) jetzt hin. Ob durch das Eurokennzeichen das historische Erscheinungsbild der ansonsten bis in alle Details restaurierten Fahrzeuge leide, sei verkehrsrechtlich ohne Belang, schreibt die GTÜ in einer Mitteilung. Das hat jetzt das Verwaltungsgericht Minden in einem aktuellen Urteil klargestellt (Aktenzeichen.: 2 K 2930/12). Mit seinen entsprechenden Entscheidungen habe das Gericht die Klagen von zwei Oldtimerbesitzern aus dem Kreis Paderborn abgewiesen, die sich gegen die Zu-

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Auch Oldtimer müssen mit einem amtlichen H-Kennzeichen inklusive der zwölf Europa-Sterne versehen sein, egal, ob diese das „ästhetische Empfinden der Fahrzeughalter“ beeinträchtigen; Fahrzeuge, die bereits vor 1997 ein H-Kennzeichen ohne Eurofeld erhalten haben, genießen unterdessen Bestandsschutz teilung neuer Kfz-Kennzeichen mit Eurofeld für ihre Oldtimer gewehrt hatten. Ihnen waren zuvor in den Jahren 2007 und 2011 offenbar fälschlicherweise die alten H-Kennzeichen zugeteilt worden. Die Oldtimerbesitzer argumentierten vor dem Gericht, durch das Eurokennzeichen werde das historische Erscheinungsbild der klassischen Fahrzeuge beeinträchtigt. Dem folgte das Verwaltungsgericht nicht, wie die GTÜ weiter berichtet. „Das ästhetische Empfinden der Fahrzeughalter sei nicht ausschlaggebend. Das Aussehen der Kennzeichen im öffentlichen

Straßenverkehr sei vielmehr einheitlich vorgeschrieben, heißt es dazu in der Urteilsbegründung. Ausnahmen aus optischen Erwägungen habe der Gesetzgeber nicht zugelassen, sie seien auch nicht erforderlich. Sonst müssten auch für Fahrzeuge, je nach Alter, jeweils andere und längst nicht mehr gültige historische Kennzeichen vergeben werden.“ Von der Entscheidung unberührt bleiben aus Gründen des Bestandsschutzes jene Fahrzeuge, die bereits vor 1997 ein HKennzeichen ohne Eurofeld erhalten hatten. ab

Oldie-Messe – und Ehrhardt Reifen mittendrin Mai und Käfer – das passt! Seit nunmehr 30 Jahren treffen sich stets im Wonnemonat Mai VW-Käfer-Fans auf dem Messegelände in Hannover. Mittendrin präsentierte die Ehr-

hardt Reifen + Autoservice GmbH & Co. KG (Sitz in Wulften am Harzrand) auf einer Aktionsfläche von etwa 225 Quadratmetern nicht nur kompetenten Reifen- und Werkstattservice, sondern auch zahlreiche Aktionen. Als Unternehmen mit acht Filialen (von insgesamt 28 Fachbetrieben in Niedersachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Hessen) im Umkreis von Hannover war Ehrhardt Reifen + Autoservice ein beliebter Anlaufpunkt zwischen all den Käfern, Bullies, Karmann Ghias oder VW-Kübel. Ausgewählte Produktpräsentationen von Reifen und modernen, Bei Ehrhardt hat man sich zum „Maikäfertreffen“ einiges einfallen lassen Felgensortimenten wech-

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selten sich mit viel Musik, Spielen sowie Mitmachangeboten für die jüngeren Besucher ab. Die Aktionsbühne am Ehrhardt-Stand stellte mit ihrem silbernen Trailer die Verbundgruppe Top Service Team KG, zu dessen 17 Gesellschaftern auch die Ehrhardt Reifen + Autoservice GmbH & Co. KG gehört. Gemeinsam mit dem hauseigenen Skydancer sowie einem VW-Bus vom legendären Typ T1, den Continental am Ehrhardt-Stand geparkt hatte, weckte dieses Ensemble großes Interesse unter den etwa 16.000 Besuchern und war auf dem weitläufigen Messegelände ein echter Hingucker. „Das war ein sehr ansprechendes Programm für Jung und Alt rund um die eigene Marke, mit dem wir auch neue Kunden gewinnen konnten“, freute sich Geschäftsführer Rolf Ehrhardt über den Erfolg beim dv Käfertreffen „vor seiner Haustür“.


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PRODUKTE Neue Reifenzeitung 8/2013

TÜV Süd testet für Schweizer Auto-Illustrierte Immer mehr Autofahrer gehen aus Sparsamkeit oder Bequemlichkeit dazu über, Winterreifen auch in den warmen Jahreszeiten zu fahren. Ein gefährlicher Trend, wie die Schweizer Auto-Illustrierte bei einem Vergleichstest von Sommer-, Winterund Ganzjahresreifen unter sommerlichen Temperaturen herausgefunden hat. Partner für den in der aktuellen August-Ausgabe veröffentlichten Test (Erscheinungstag: 22. Juli): die Reifenexperten von TÜV Süd. Deren Fazit fällt deutlich aus: „Winterreifen stellen im Sommer ein deutliches Sicherheitsrisiko dar“, so Thomas Salzinger, Teamleiter Reifen TÜV Süd, der in Garching ein Reifen-/Räder-Labor unterhält.

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eit 2010 müssen Fahrzeuge für den Betrieb bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte mit Winterreifen ausgerüstet sein. Wer bei winterlichen Straßenverhältnissen unterwegs sein will, muss folglich einen Satz dieser Spezialpneus anschaffen. Gerade in Zeiten stetig steigender Autokosten ist die Versuchung für manchen Autofahrer groß, sich nach der kalten Saison den üblichen Wechsel auf Sommerreifen zu sparen. In der Tat würde der Verzicht auf den Satz Schönwettergummis neben einer vermeintlichen Kostenersparnis durchaus weitere Vorteile mit sich bringen: Das Problem mit der Lagerung wäre gelöst und das lästige Ummontieren würde entfallen. Aber wie ist es um die Sicherheitsreserven der Frostspezialisten bei sommerlichen Temperaturen bestellt? Dieser Frage ging die Schweizer AutoIllustrierte in einem Test nach. Außer Sommer- und Winterreifen verglichen die Redakteure des Schweizer Fachmagazins als Alternative einen Ganzjahresreifen. Alle Pneus stammten vom Hersteller Goodyear. Die Reifenexperten von TÜV Süd begleiteten den Test gewissermaßen als neutrale Instanz. Gefahren wurde auf VW Golf 2.0 TDI

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Bremsen deutlich schlechter: Winterreifen bei sommerlichen Temperaturen (Bild: Auto-Illustrierte)

im südfranzösischen Mireval bei hochsommerlichen Temperaturen. Die Versuche wurden entsprechend der gängigen Teststandards der Industrie durchgeführt. Untersucht wurden dabei sicherheitsrelevante Anforderungen wie Nassbremsen aus 80 km/h, Trockenbremsen aus 100 km/h, Kreisfahrt auf Nässe, Längsaquaplaning sowie Handling trocken. Der Winterreifen konnte lediglich im Prüfkriterium Längsaquaplaning punkten. Dank guter Wasserverdrängung schwamm er erst bei einer Geschwindigkeit von rund 81 km/h auf, gefolgt vom Sommer- (78 km/h) und Allwetterpneu (75 km/h). Bei allen anderen Prüfpunkten dagegen war der Sommerreifen den beiden anderen Probanden überlegen. Besonders deutlich waren die Unterschiede beim Trockenbremsen aus 100 km/h. Während der sommerbereifte Golf schon nach 34,9 Metern stand, kam der mit Winterreifen ausgestattete erst nach bedenklichen 45,9 Metern zum Stillstand (AllSeason 44,1 Meter). Anders ausgedrückt: Wenn das Auto mit Sommerreifen schon steht, hat das mit Winterpneus noch eine Restgeschwindigkeit von fast 50 km/h. Ein

Unfall bei dieser Geschwindigkeit stellt schon ein erhebliches Sicherheitsrisiko für die Insassen dar. Nicht ganz so gravierend fielen die Ergebnisse bei den anderen Kriterien aus. Aber stets lautete die Reihenfolge: 1. Sommerreifen, 2. Ganzjahresreifen, 3. Winterreifen. Für Salzinger ergibt sich nach dem Test ein eindeutiges Bild: „Wer im Sommer mit Winterreifen fährt, handelt leichtsinnig und kurzsichtig. Die meist teureren Winterreifen verschleißen in der warmen Jahreszeit nicht nur deutlich schneller, man gefährdet unter Umständen auch sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer. Wer sicher unterwegs sein will, sollte daher immer mit den saisonal geeigneten Reifen unterwegs sein. Als Entscheidungshilfe gilt für Winterreifen hier die Regel O bis O, Oktober bis Ostern. Der Ganzjahresreifen stellt eigentlich nur für Fahrer mit wenig Kilometerleistung bei geringen Geschwindigkeiten, wie zum Beispiel in der Stadt, eine überlegenswerte Alternadv tive dar.“


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Auf langen Touren Ersatzreifen statt Pannenset – so der TÜV Süd Seit Ersatzräder nicht mehr zur Serienausstattung gehören, ist der Plattfuß zeitaufwendiger und teils mit hohen Kosten verbunden. Denn mit Notrad oder Pannenset geht’s höchstens bis zur nächsten Werkstatt. Besonders für die Urlaubsfahrt daher der Tipp vom TÜV Süd: Wer große Touren plant und auf fremdsprachliche Preisverhandlungen verzichten möchte, der nehme – so denn der Platz dazu da ist – besser ein vollwertiges Ersatzrad mit.

typspezifischen Vorgaben finden Autofahrer in der Bedienungsanleitung ihres Fahrzeugs. Gerade bei Noträdern vorher den Luftdruck kontrollieren, der liegt höher als bei den üblichen Pneus: in der Regel über vier bar. Zum Reifenreparaturset: Auch wenn moderne Gummis kaum noch schlapp machen – was die Hersteller nur begrenzt beeinflussen können, ist der Schutz vor Beschädigungen. Spitze Gegenstände sind nach wie vor Reifenpannenursache Nummer eins. Für solche Schäden haben sich in den vergangenen Jahren Reparatursets etabliert. Diese besterüher hieß es bei einer Reifenpanne: Anhal- hen aus einer Dichtflüssigkeit und einem kleinen ten, Reifen wechseln weiterfahren. Heute Kompressor. Die Dichtflüssigkeit dichtet den Schakommt oft noch der Besuch in der nächst- den rund um den eingefahrenen Nagel für eine gegelegenen Werkstatt im Umkreis dazu. Denn wisse Zeit ab, bereits entwichene Luft wird mit dem weiter als 50 Kilometer darf mit den serienmäßigen Kompressor wieder aufgefüllt. Wie mit dem Notrad, Noträdern üblicherweise nicht gefahren werden. Die ist auch die direkte und verlangsamte Fahrt zum gleiche Reichweite ist für sogenannte Reparaturkits nächsten Reifenhändler angesagt. Vorteil der Reifenangegeben. Werkstatt suchen, Reifen montieren las- reparatursets: das Umstecken der Räder entfällt. sen, warten – was im Alltag schon ärgerlich ist, kann Nachteile: Sie sind nur bei kleinen Beschädigungen auf der Urlaubsfahrt zur kleinen Odyssee samt Kos- wie etwa bei Nägeln oder Scherben einsetzbar. tenfalle werden, so die Prüforganisation. Das fängt bei Last, but not least der Kommentar zum Ersatzder Suche nach der Werkstatt an und endet bei mög- rad: Die Mulde fürs klassische „fünfte Rad“ ist bei vielichen Übernachtungskosten, weil der Händler den len Modellen noch vorhanden. Gerade auf langen richtigen Gummi nicht auf Lager hat. „Wer den Platz Fahrten in abgelegene Gebiete bietet nur der volldazu hat, sollte bei Fahrten in Länder, in denen man wertige Ersatz uneingeschränkte Mobilitätsgarantie. sich nicht gut auskennt, das Notrad durch ein voll- Dabei sollte man aufs Alter (nicht älter als zehn Jahwertiges Ersatzrad ersetzen“, so Michael Staude von re) und auf den Luftdruck achten. „Am besten der TÜV Süd. „Denn damit lässt sich im Fall des Falles Empfehlung des Herstellers folgen und den nicht die Reise einfach fortsetzen.“ Auch wer weit abseits montierten Ersatzreifen entsprechend mehr aufpumder Hauptrouten Urlaub macht, sei mit dem Vollrad pen als im Fahrbetrieb vorgeschrieben. Dann ist man Behelfsmäßig pumpen und fahren: besser ausgerüstet, weil der nächste Reifenhändler auch bei beladenem Fahrzeug auf der sicheren Sei- Viele Autos sind ab Werk nur noch dv mit einem Pannenset ausgerüstet auf dem Behelfspneu unter Umständen gar nicht zu te“, sagt der Experte des TÜV Süd. erreichen ist. Zum Notrad meint der TÜV Süd: Wenn der Halter seine Reifen pflegt, immer auf den richtigen Reifendruck achtet und Bordsteinkollisionen vermeidet, kann er seine Pneus bis zum Erreichen der Mindestprofiltiefe und einem Alter von maximal zehn Jahren verwenden. Reifenplatzer und Plattfüße sind selten geworden. Damit sind auch die Anforderungen für den Notfall gesunken: „Weil Autos heute kaum noch wegen einer Reifenpanne liegen bleiben, sind die meisten Wagen nur noch mit einem Notrad ausgerüstet“, so Staude. Fürs Fahren auf Noträdern gelten modellspezifische Vorgaben. So darf in den meisten Fällen nicht schneller als 80 Kilometer pro Stunde gefahren werden. Außerdem sind sie nur für den behelfsmäßigen Gebrauch, das heißt für die Fahrt in die nächstgelegene Werkstatt geeignet. Die genauen Vorgaben variieren von Hersteller zu Hersteller. Die

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Version 7 von „BSS.tire“ für Anfang 2014 angekündigt lljährlich bietet die Kumavision AG bei ihrem „Reifenforum“ der Reifenbranche einen Treffpunkt, um sich über die aktuellen Themen auszutauschen, aber auch, um die Anwender in Bezug auf die Neuigkeiten rund um die Branchenlösung „BSS.tire“ auf dem Laufenden zu halten. „Das Kumavision-‚Reifenforum’ ist für uns einerseits eine ideale Plattform, um mit den Anwendern unserer Reifensoftware in den Dialog zu treten und den Kurs für die Weiterentwicklung von ‚BSS.tire’ gemeinsam zu bestimmen. Andererseits haben wir auch darüber hinausgehende Themen im Blick, die weiteres Effizienz- und Umsatzpotenzial mitbringen“, erklärt Kumavision-Berater Marco Heitmann. Letzteres betreffend standen in Leinfelden-Echterdingen (bei Stuttgart) diesmal unter anderem Dinge wie die Folgen der Pflicht zu Reifendruckkontrollsystemen bei Fahrzeugen der Klasse M1 oder ganz allgemein die zukünftigen Herausforderungen für den Reifenfachhandel auf der Agenda. Gleichzeitig verkündete Michael Hanin von der österreichischen Begusch Software Systeme GmbH (BSS), dass die auf Microsofts „Dynamics NAV 2013“ basierende Version 7 von „BSS.tire“ schon im Januar kommenden Jahres und damit gut neun Monate früher als ursprünglich angekündigt erscheinen werde.

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Laut Michael Hanin von der österreichischen Begusch Software Systeme GmbH (BSS) kommt die auf Microsofts „Dynamics NAV 2013“ basierende Version 7 von „BSS.tire“ schon im Januar kommenden Jahres und damit gut neun Monate früher als ursprünglich angekündigt auf den Markt

gewinne steigern

Die neueste Warenwirtschaft für den Reifenhandel zeichnet sich seinen Worten zufolge demnach vor allem durch eine überarbeitete, an die Office-Produkte aus dem Hause Microsoft angelehnte Oberfläche aus. Sie bietet daher auch die sogenannten „Ribbons“, welche der Redmonder Softwareriese vor einigen Jahren bei seinen Produkten eingeführt hat. Dass die Office-Integration in „BSS.tire“ im Zuge dessen erweitert wird, dürfte sich von selbst verstehen. Mit RTC (Role Tailored Client) wird darüber hinaus zudem umschrieben, dass die Branchenlösung zukünftig – so Hanin – „rollenbasierende Ansichten für Daten und Prozesse“ bietet. „In ‚Dynamics NAV 2013’ sind für jeden Mitarbeiter die Startfenster (Rollencenter) individuell zugeschnitten. So sieht jeder Benutzer die für ihn relevanten Daten, Aufgaben und Aktivitäten je nachdem, ob es sich beispielsweise um einen Mitarbeiter aus dem Verkauf, der Logistik oder dem Management handelt“, erklärt er. Wenn kommendes Jahr das nächste „Reifenforum“ stattfindet, wird die neueste „BSS.tire“-Version zwar bereits im Markt sein, doch die spannenden Themen, die Anlass für Diskussionen und Fachgespräche bieten, dürften Kumavision sicherlich trotzdem nicht ausgehen. christian.marx@reifenpresse.de

Interstates neuer „Tracer A/T“ hat offizielle Premiere Im Rahmen der „Latin American & Carribean Tyre Expo 2013“ vom 24. bis zum 27. Juli in Panama hat Interstate Tires einen neuen AllTerrain-Reifen vorgestellt. Im Rahmen der Messe bzw. bei einer im Vorfeld vor Ort stattfindenden Händlerveranstaltung hatte das „Tracer A/T“ genannte Modell seine offizielle Premiere und soll gleichzeitig auch in zehn Llkw-/SUV-Größen verfügbar sein. „Der Interstate ‚Tracer A/T’ ist der ideale Reifen für den Einsatz auf und abseits befestigter Straßen. Er ist außergewöhnlich robust und haltbar – selbst unter schwierigen Einsatzbedingungen”, erklärt Theo de Vries, Vice President der Interstate Tire & Rubber Co. „Händler, die Erfahrung mit unserer ‚Sport-SUV-G/T’-Produktfamilie haben, werden den ‚Tracer A/T’ als exzellente Erweiterung des Line-ups und als wertvolles Angebot für ihre Kunden empfinden”, ist er sich sicher. Dank seiner robusten Konstruktion eigne sich der

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neue Reifen jedenfalls bestens unter anderem beispielsweise für Fahrzeuge im landwirtschaftlichen Einsatz oder auf Baustellen. Mit ihm sollen aber gleichwohl auch „normale“ Fahrer angesprochen werden, die vielleicht nur gelegentlich ihrer Vorliebe für das Trekking im Gelände nachgehen. Anbieteraussagen zufolge kann der „Tracer A/T“ bei alldem mit einer großen Bodenaufstandsfläche ebenso aufwarten wie mit einem gleichmäßigen Abrieb, Stabilität und einer allen Bodenverhältnissen gerecht werdenden Laufflächenmischung. Zudem sei seine Seitenwand so ausgelegt, dass der Reifen in diesem Bereich möglichst gut vor Verletzungen geschützt ist, heißt es cm darüber hinaus.


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Luftdrucktabelle steht zum Herunterladen auf Conti-Website bereit Da nach Aussagen des Reifenherstellers Continental an vielen Tankstellen Angaben zum korrekten Reifenfülldruck fehlen und Autofahrer den Aufkleber mit den richtigen Werten meist erst nach längerem Suchen finden, will das Unternehmen jetzt Hilfestellung leisten. Seit Kurzem steht in der Rubrik „Downloads – Technische Informationen“ unter www.continental-reifen.de daher eine Luftdrucktabelle zum Herunterladen bereit. Sie

soll die Daten für rund 700 aktuelle Fahrzeugmodelle von 42 Herstellern enthalten, wobei die Luftdruckwerte für das jeweilige Fahrzeug mit und ohne Beladung angegeben werden. „Wer seinen Wagen dort nicht findet oder andere als die Serienreifen fährt, kann sich durch seinen Reifenfachhändler oder in seinem Autohaus beraten lassen“, empfiehlt der Reifenhersteller darüber hinaus unter Verweis darauf, dass ein an die Beladung des Wagens angepasster Reifenluftdruck hilft, den Rollwiderstand zu senken und damit Kraftstoff zu sparen. Gleichzeitig verringere er den Verschleiß und beuge Schäden durch Überlastung vor. Continental empfiehlt daher, alle 14 Tage, jedoch spätestens nach jedem Tanken den Luftdruck der Reifen zu prüfen. Dazu sollte der Reifen noch nicht warm cm gefahren sein.

Auf seinen Internetseiten hält der Reifenhersteller Continental ab sofort eine Luftdrucktabelle zum Herunterladen bereit, welche die Daten für rund 700 aktuelle Fahrzeugmodelle von 42 Herstellern enthalten soll

umsatz steigern

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Kurzgefasst. Motorradrennslicks der Marke Dunlop jetzt auch bei Reifenhändlern Jetzt können auch Amateurrennfahrer und Track-Day-Teilnehmer Dunlops mehrfache Meisterschaftgewinner KR106 (vorne) und KR108 (hinten) im Reifenfachhandel erwerben. Die von Dunlop Motorsport entwickelten Racingslicks sind in verschiedenen Mischungen für unterschiedliche Rennstreckenbedingungen und Fahrstile erhältlich. Die meisten Dunlop-Rennteams sind bereits auf die Kombination KR106/KR108 umgestiegen. „Wir sind weltweit in über 140 Meisterschaften vertreten“, so Patrice Omont, Geschäftsführer der Tyre Technology Motorcycle & Motorsport. „Unsere Meisterschaftsgewinne dokumentieren, dass wir die KR106-/ KR108-Racingreifen unter unterschiedlichsten Rennbedingungen entwickelt haben und somit Profis und Amateurrennfahrer von unserer einzigartigen Reifentechnologie profitieren können.“ dv

Neuer „Super-Ultra-HighPerformance“-Reifen von Kumho kommt Kumho Tires will jetzt einen sogenannten „Super-Ultra-High-Performance“-Reifen weltweit einführen. Wie der koreanische Reifenhersteller auf seiner Konzerninternetseite schreibt, werde der Ecsta PS91 in acht 19- und 20-Zoll-Größen erhältlich sein. Er biete einen verbesserten Grip, mehr Haltbarkeit bei hohen Geschwindigkeiten und einen erstklassigen Rundlauf. Das Produkt wurde kürzlich im Rahmen eines Händlerevents in China eingeführt. Der Reifen sei für Fahrzeuge im Leistungsspektrum von 500 PS und mehr entwickelt worden und vereine Kumho Tires’ Motorsporttechnologie in sich. Auf Nachfrage der NEUE REIFENZEITUNG sei mit einer Markteinführung in Europa aber vermutlich nicht mehr in diesem Jahr zu rechnen. ab

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EU-Reifenlabel: Fachhandel sollte aus seinem „Winterschlaf“ erwachen „Was spricht eigentlich dagegen, das Label gezielt anzusprechen?“ Was hat die Branche im vergangenen Sommer kontrovers über die bevorstehende Einführung des EU-Reifenlabels diskutiert. Konferenzen fanden statt zum Inhalt des kleinen, bunten Aufklebers, Presseveranstaltungen und zu guter Letzt auch die Reifenmesse, auf der es 2012 kaum ein anderes Thema zu geben schien; entsprechend groß war das Medienecho und die allgemeine Erwartungshaltung. Zurecht hatten damals alle Marktteilnehmer betont, das Reifenlabel ist ein Sommerreifenlabel, folglich müsse man bis zur kommenden Sommerreifensaison warten, um die Auswirkungen der EUVerordnung auf das Käufer- und Verkäuferverhalten und den Reifenhandel insgesamt bilanzieren zu können. Nun, es ist Sommer 2013 – die Zeit ist reif, sich ein fundiertes Urteil zu bilden. Dieses fällt derweil vernichtend aus, leider! Der stationäre Handel vergibt hier eine große Chance. ugegeben, das diesjährige Sommerreifengeschäft war nicht gerade das beste; der Wettbewerb war enorm, die Preise standen deutlich unter Druck. Da ist es nachzuvollziehen, dass Reifenhändler bzw. deren Verkäufer sich im Verkaufsgespräch nicht lange mit „Nebenkriegsschauplätzen“ aufhalten, sondern gleich zur Sache kommen, sprich: auf den Preis. Jüngste Umfragen von point S Deutschland werfen in diesem Zusammenhang ein äußerst fahles Licht auf die Fachhändlerschaft. Während die Beratung in Bezug auf das EU-Reifenlabel sogar durch die Verordnung vorgeschrieben ist, ohne dass diese sich über die Details der Beratung auslässt, fand die Kooperation aus Ober-Ramstadt im Rahmen eines sogenannten Mystery Shoppings Folgendes heraus: 70 Prozent der Händler hatten es nicht für notwendig erachtet, das EU-Reifenlabel am Verkaufstresen überhaupt zu erwähnen. Ob sich diese Zahl verallgemeinern lässt, muss jeder für sich selber entscheiden. Fakt ist aber auch: Fragt man bei anderen Organisationen des Reifenhandels oder direkt bei Reifenfachhändlern nach, ist die Antwort eigentlich stets dieselbe: Reifenlabel, das spielt bei uns keine Rolle! Dies ist eine vertane Chance, finden dabei nicht wenige aus der Industrie und aus den Organisationen. Auch BRV-Chef Peter

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Hülzer fand auf der jüngsten Mitgliederversammlung seines Verbands deutliche Worte. Für einen Reifenhändler, der sich als Fachhändler auf seinem lokalen Markt positionieren will, sollte die Information über grundlegende Produkteigenschaften zum Standardrepertoire gehören – und der geschäftsführende Vorsitzende meinte damit Leistungseigenschaften und nicht den Preis. Hülzer fand wenig lobende Worte für den Umgang der Händlerschaft mit dem Thema EU-Reifenlabel und kritisierte die Art mit dem Kunden zu kommunizieren, die eben nicht nachhaltig sei. Ins selbe Horn stieß kürzlich ebenfalls Rolf Körbler, Geschäftsführer der point S Deutschland GmbH. Auf der oben bereits genannten Tagung nahm er die Ergebnisse des Mystery Shoppings zum EU-Reifenlabel zum Anlass um zu fragen: „Was spricht eigentlich dagegen, das Reifenlabel ganz gezielt beim Kunden anzusprechen?“ Der Fachhändler könne sich gegenüber dem Kunden mit Informationen zum Produkt als der einzig richtige Ansprechpartner für das Thema Reifen herausstellen und die Komplexität des Produktes somit zu seinen Gunsten nutzen. Die Antwort auf seine eigene Frage musste Körbler freilich schuldig bleiben, gerieten doch selbst versierte Reifenhändler bei der Beantwortung ins Stocken. Das EU-Reifenlabel begleitet die Marktteilnehmer jetzt bereits zwei Saisons. Vielleicht ist es da einfach noch zu früh, sich ein


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abschließendes Urteil zu erlauben, ob es trug das Label jedoch wenig bei. Allerfunktioniert oder nicht, ob es Endverbraudings dauerten die Beratungsgesprächer dazu bringt, bessere Reifen schlechche in einigen Fällen dadurch deutlich teren vorzuziehen und ob Hersteller große länger als vor dem Label. Die Anzahl der Summen in die Verbesserung eben jener Kaufinteressenten, die grundsätzlich Reifen investieren. „Zum jetzigen Zeitpunkt nach Reifen mit guten Labelwerten an– relativ zeitnah zur Einführung des EUfragten, war extrem gering.“ Reifenlabels – ist es deutlich zu früh, be- Zugegeben, das EU-Reifenlabel ist erklärungsbedürftiger als der Die Liste an ähnlich gelagerten Ausreits ein abschließendes Fazit zur Akzep- Alternativvorschlag oben, der vielleicht von der Redaktion der sagen ließe sich ohne Not noch ausweiNEUE REIFENZEITUNG in die Diskussion hätte eingebracht tanz des EU-Reifenlabels zu ziehen“, lauten. Der Punkt ist allerdings deutlich gewerden sollen – aber gerade dieser Umstand gibt Reifenfachtet die Stellungnahme, die Peter Hülzer auf händlern doch die Gelegenheit, sich gegenüber dem Kunden mit worden: Reifenhändler nutzen das EUNachfrage der NEUE REIFENZEITUNG da- Informationen zum Produkt als der einzig richtige Ansprechpart- Reifenlabel so gut wir gar nicht. Dabei zu abgibt. „Laut WdK weist eine erste Un- ner für das Thema Reifen herauszustellen und die Komplexität vergeben sie eine Chance, in einem votersuchung im Auftrag eines der Herstel- des Produktes zu ihren Gunsten zu nutzen; der Fachhandel soll- latilen Markt, dessen Beständigkeit in te endlich aus seinem diesbezüglichen ‚Winterschlaf’ erwachen ler darauf hin, dass Endverbraucher in den vergangenen Monaten zuallererst Deutschland beginnen, das EU-Reifenlabel vermehrt in ihre Kauf- die Unbeständigkeit gewesen ist, einen klaren Akzent zu setzen entscheidungen einzubeziehen. Die Ergebnisse marktübergreifen- und eben nicht „mit der Herde – über die Klippe“ zu laufen. der Studien zu diesem Thema stehen derzeit noch aus“, so der gePeter Hülzer dazu: „Aus unserer Sicht bietet das Label eine ausschäftsführende BRV-Vorsitzende weiter. gezeichnete Möglichkeit, Endkunden zu vermitteln, wie viel IntelliAndererseits: „Aus dem Kreis unserer Mitglieder hören wir, dass genz, Kreativität und Know-how in einem Qualitätsreifen stecken. Kunden das Reifenlabel in Verkaufsgesprächen bis dato kaum bis Das deutlich zu machen, liegt in unseren Händen – so lautet ungar nicht thematisieren. Wenn überhaupt, dann betrachten sie es sere klare Botschaft an den Reifenhandel. Erforderlich ist sicherweniger als Entscheidungshilfe für den Kauf, sondern äußern eher lich eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit, die auch von den staatliVerunsicherung darüber, ob und inwieweit die Labelwerte über- chen Stellen flankiert werden muss. Fakt ist: Obwohl die Verbrauhaupt aussagefähig sind. Interessant ist in dem Zusammenhang ei- cher bislang zurückhaltender auf das Reifenlabel reagiert haben als ne Information des WdK, dass die Premiumreifenhersteller aus den von uns erhofft, darf die Chance, mithilfe des Labels zu einer höverschiedenen Distributionskanälen unterschiedliches Feedback heren Sensibilisierung für das Low-Interest-Produkt Reifen zu komerhalten: Während die Labelkriterien beim Großhandel und bei in- men, nicht vertan werden.“ ternetgestützten Vertriebswegen offenbar Bedeutung haben, wird Man begrüße natürlich „im Handelsbereich das eingeführte Ladas EU-Reifenlabel beim stationären Handel als Informationsinstru- bel als weiteres Verkaufsargument. Aus unserer Sicht hat die Indusment zu den Leistungseigenschaften Rollwiderstand, Nasshaftung trie im Vorfeld alles getan, um den Reifen noch besser nach Wirtund Geräusch noch nicht flächendeckend nachgefragt bzw. einge- schaftlichkeit und Sicherheit beurteilen zu können“, ergänzt Presetzt. Das deckt sich mit unserer Einschätzung.“ mio-Leiter Jochen Clahsen. „Jetzt ist es die Aufgabe der ReifenDie Erfahrungen mit dem EU-Reifenlabel und dessen Bedeu- hersteller die Reifen dementsprechend weiterzuentwickeln und tung an der Verkaufsfront sind auch für die Verantwortlichen bei der möglichst gut gelabelte Produkte in den Markt zu bringen.“ GD Handelssysteme nur schwer zu greifen. „Das EU-Label wurde Inwiefern Endverbraucher aber in Zukunft nach eben solchen von den Reifenhändlern sehr unterschiedlich angenommen“, sagt Produkten fragen, steht in den Sternen. Auch wenn Sterne bekanntetwa Premio-Leiter Jochen Clahsen im Gespräch mit der NEUE lich nur schwer zu erreichen sind, hat zumindest Reifenhändler PeREIFENZEITUNG. „Einige GDHS-Partner haben die Bewertungen ter Deubzer eine positive Erfahrung mit dem EU-Reifenlabel geder Reifen teilweise argumentativ genutzt, von anderen Partnern macht, wie er im Gespräch mit der NEUE REIFENZEITUNG erzählt: wissen wir, dass sie sie gar nicht eingesetzt haben. Die Händler ha- „Lediglich an eine ältere Dame kann ich mich erinnern, die darauf ben die Argumentationshilfen, die sich durch das Label ergeben bestand, einen ,AA’-gelabelten Reifen montiert zu bekommen. Ich haben, noch nicht wahrgenommen. Im deutschen Reifenmarkt zäh- kann mir nicht vorstellen, dass dem Reifenlabel in Zukunft mehr len immer noch in hohem Maße die Ergebnisse der unterschiedli- Bedeutung zukommen wird“, gibt sich der Händler pessimistisch. chen Reifentests. Ein Testlabel hat einen höheren Stellenwert beim „Der Kunde ist vom Reifenlabel nicht überzeugt. Für uns bedeuteKunden, er fragt nach ‚sehr gut‘ und ‚sehr empfehlenswert‘, noch te es in einigen Fällen deutlich mehr Beratungsaufwand, der zur nicht nach den Labelwerten ,A’ und ,B’.“ Kaufentscheidung letztendlich nur sehr selten beigetragen hat.“ Diese Erfahrung hat auch Peter Deubzer gemacht. Der ReifenNicht ganz so kritisch will Jochen Clahsen die Situation sehen händler aus Speichersdorf bei Bayreuth sagt: „Das Reifenlabel hat und meint: „Der Großteil der Reifenverkäufe findet innerhalb weniim Frühjahr bei der Kaufentscheidung unserer Kunden so gut wie ger Wochen des Jahres statt. Da ist es natürlich schwierig, aufgrund gar keine Rolle gespielt. Obwohl wir die Kunden beim Verkaufsge- des Zeitmangels aktiv die Labeleigenschaften zu erklären. Wir spräch in der Regel sehr deutlich auf das Reifenlabel hingewiesen glauben, dass die Akzeptanz des Reifenlabels über mehrere Wechhaben, entschieden sich wesentlich mehr von ihnen für einen Rei- selsaisons erst wachsen muss. Bei der Elektroware hat sich das fen, der in Tests gut abgeschnitten hatte, als für ein Produkt mit bes- Label auch erst über Jahren etabliert.“ seren Labelwerten. Gelegentlich fragten Kunden, wie groß die Unarno.borchers@reifenpresse.de terschiede in den einzelnen Klassen seien; zur Kaufentscheidung

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Besonders leise OE-Reifen von Pirelli für Audi Pirelli hat für den Volkswagen-Teilkonzern Reifen entwickelt, welche die Lärmbelästigung im Fahrgastraum signifikant reduzieren, so der Reifenhersteller in einer Pressemitteilung. Das dazu eingesetzte sogenannte „Pirelli Noise Cancelling System“ (PNCS) sei das jüngste Ergebnis in der langen Geschichte der technologischen Partnerschaft der beiden Unternehmen.

Geräuschdämmung dank Polyurethanschwamm

Reifen mit PNCS-Kennung

er italienische Reifenhersteller liefert sein „Pirelli Noise Cancelling System“ erstmals im Rahmen einer Erstausrüstung aus. Die PNCS-Technologie verringere das Fahrgeräusch jedes Reifens deutlich, heißt es. Dieses Geräusch entsteht durch die Vibrationen der Luft, die in der Aufstandsfläche des Reifens komprimiert wird. Von dort wandert das Geräusch erst zur Reifenmitte und dann über die Lenkung und das Fahrgestell in das Innere des Fahrzeuges, die Fahrgastzelle. Die PNCS-Technologie nutzt einen im Reifeninneren montierten Polyurethanschwamm, der die Vibrationen absorbiert und dadurch die Geräusche reduziert, die in den Fahrgastraum gelangen. Das System verringert den Lärm, je nach Geschwindigkeit, um zwei bis drei Dezibel – im Schnitt also um rund die Hälfte des üblichen Wertes – und trägt somit zur Verbesserung des Fahrkomforts bei.

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Umfangreiche Tests haben bestätigt, so das Unternehmen, dass der Einsatz des lärmreduzierenden Schwammes keinerlei Auswirkungen auf die anderen Eigenschaften des Reifens hat. Mit dem Einsatz dieser Technologie in der Erstausrüstung reagiert Pirelli auf die steigende Nachfrage der Automobilindustrie nach geringeren Fahrgeräuschen, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Fahrzeugs. Außerdem entspricht das Unternehmen damit den europäischen Vorschriften zur Senkung der Lärmbelästigung. Zurzeit ist das „Pirelli Noise Cancelling System“ für den Audi RS6 sowie RS7 in den Dimensionen 285/30 ZR21 und 275/30 ZR21 erhältlich. Reifen mit dieser Technologie sind an den auf der Seitenwand aufgedruckten Buchstaben „PNCS“ zu erkennen. Produziert werden die Reifen mit der PNCS-Technologie für die Erstausrüstung (OE) im Werk der Pirelli Deutschland GmbH in Breuberg im Odenwald. dv

WheelKleener ergänzt Ultraschallradwaschanlage um Reinigungsscheibe ie WheelKleener KG aus Berlin führt jetzt eine neu entwickelte „Reinigungsscheibe“ aus EPDMKautschuk ein, mit der die gründliche Reinigung der Räderinnenseiten „halbautomatisch, schnell und sauber“ möglich ist, und zwar „ohne Handbürste, ohne Chemie, ohne Spritzwasser“, wie es dazu in einer Mitteilung heißt. Trotz der problemlosen Ultraschallreinigung der Vorderseite einer

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Pkw-Felge in der WheelKleener-Ultraschallradwaschanlage bereite oftmals der zähe Schmutz auf der Innenseite Schwierigkeiten. Dieser Schmutz könne jetzt im Ultraschalltauchbad durch einige Drehungen der Kautschukreinigungsscheibe problemlos entfernt werden, so WheelKleener weiter: „Unsere EPDM-Kautschukscheibe rubbelt WheelKleener ergänzt jetzt seine Ultraschall-Radden Schmutz weg, so ähnlich wie ein Ra- waschanlage um eine „Reinigungsscheibe“ aus EPDMdiergummi.“ ab Kautschuk für die Felgeninnenseiten


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Rückruf von 7.000 Caravans aufgrund möglicher Radverluste Als Hersteller von Achssystemen führt ALKO (AL-KO Fahrzeugtechnik in Kötz) regelmäßig Marktbeobachtungen durch. Dabei sind bei Caravanachsen Unregelmäßigkeiten bei der Lackschichtdicke mit der Bremstrommel in der Baugröße 2361 aufgefallen. Diese können im ungünstigsten Fall durch Lockerung der Radschrauben eine Auswirkung auf die sichere Radverbindung haben. Für eine korrekte Radverbindung sind verschiedene Faktoren ausschlaggebend. Neben der Lackschichtdicke der Bremstrommeln können auch Konturdifferenzen von Felge und Radschraube sowie der Verschraubungsprozess zu einem Radablöser führen. Die beobachteten Fälle von Radverlusten treten in erster Linie mit bestimmten Alufelgen und deren Radschrauben auf. Da-

her untersucht AL-KO derzeit zusätzlich einzelne, ganz bestimmte Alufelgen in Kombination mit ganz bestimmten Radschrauben, bei welchen Radverluste entstanden sind. In diesem Zusammenhang weist das Unternehmen darauf hin, dass AL-KO für die verwendeten Radschrauben, Alufelgen bzw. für den Montageprozess der Alufelgen keine Gewährleistung übernehmen kann. AL-KO als Hersteller von Achssystemen ruft die Bremstrommeln der Baugröße 2361 im Produktionszeitraum von Oktober 2012 bis Mai 2013 zurück. Zur Behebung des möglichen Problems der Lockerung der Radschrauben mit Caravanachsen wurde deshalb gemeinsam mit den Caravanherstellern und -händlern eine Austauschaktion gestartet.

Michelin will Standard für RFID-Sender einführen – Kostenlose Lizenzen

Reifen mit integrierten RFID-Sendern erleichtern deren Identifikation in großen Flotten und das dortige Reifenmanagement erheblich – ein Reifenleben lang In dem Bestreben, einen international allgemeingültigen Standard für die Übertragung von Daten per RFID-Tags zu etablieren, hat Michelin jetzt seine entsprechenden Patente zugänglich und damit auch für Wettbewerber nutzbar gemacht. Man wolle dafür lediglich entsprechende kostenlose Lizenzen vergeben. RFID-Sender werden immer öfter in Neureifen integriert und erleichtern deren Identifikation in großen Flotten und das dortige Reifenmanagement erheblich; die Sender funktionieren ein ganzes Reifenleben lang, können also auch in der Runderneuerung genutzt werden. Nicht nur Michelin als weltweit einer der führenden Lkw-Reifenhersteller hat ein großes Interesse an einer Harmonisierung, auch anderen Unternehmen der Branche ist an einem einheitlichen Standard gelegen, erleichtere dieser doch die internationale Verbreitung der RFID-Technologie in Reifen sowie die Handhabung in der Praxis. „Wir sind der Überzeugung, diese Technologie lässt sich leichter durch die Verständigung auf einen weltweiten Standard auf breiter Front in der Transportbranche etablieren“, kommentiert Terry Gettys, Executive Vice President für Forschung und Entwicklung bei Michelin. ab

Betroffen sind alle einachsigen Caravans der deutschen, slowenischen oder skandinavischen Hersteller mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 1.600 Kilogramm, einer AL-KO-Achse und mit Auslieferungsdatum ab Oktober 2012. Das Unternehmen bittet alle Verbraucher, die einen dieser Caravans in Gebrauch haben, ihren Händler oder AL-KO zu kontaktieren, um festzustellen, ob ihr Caravan unter die Austauschaktion fällt. Bei den betroffenen Caravans werden die Bremstrommeln an den Achsen ausgetauscht. Der Austausch erfolgt kostenlos über die Händler oder Werkstätten. AL-KO fertigt im Jahr weltweit mehr als eine Million Achsen. Von diesem Rückruf sind etwa 7.000 Caravans betroffen. dv

„eEinlagerung“ von FullSystem vorgestellt Die FullSystem Software GmbH hat mit der „eEinlagerung“ genannten Dokumentenmanagementsoftware ein neues Produkt vorgestellt, das über Scannen bzw. eine automatische Erkennung die Ablage unterschriebener Einlagerungsbelege in den entsprechenden Kundenakten ermöglichen soll, ohne diese nochmals bearbeiten zu müssen. „Durch ‚eEinlagerung’ sparen Kunden viel Zeit bei der Ablage der Dokumente. Gerade in der Saison ist ‚eEinlagerung’ eine große Hilfe. Durch die Stapelverarbeitung können große Belegmengen in Sekunden gescannt und verarbeitet werden. Eine Ablage, die gut eine halbe Stunde in Anspruch genommen hat, dauert so nur noch wenige Sekunden“, so FullSystem-Vertriebsleiter Dennis Klaus. Unternehmensangaben zufolge erkennt das System nach dem Scannen anhand verschiedener Kriterien den Beleg und legt ihn ab. Per Knopfdruck soll dieser dann in den Einlagerungssätzen entsprechender Warenwirtschaftssysteme wieder geöffnet werden können. Dabei könne „eEinlagerung“ nicht nur an das FullSystem-Warenwirtschaftssystem „Reifen“ angebunden werden, sondern auch an die meisten anderen gängigen Warenwirtschaftssysteme, heißt es. „‚eEinlagerung ist eine wunderbare Zusatzsoftware für unsere eigene Warenwirtschaft, kann aber auch mit Fremdsystemen ohne großen Aufwand zusammenarbeiten“, erklärt Patrick Schmitt, Geschäftsführer der FullSystem Software GmbH. Interessenten können unter www.fullsystem.de/eeinlagerung übrigens ein kostenloses Informationspaket anfordern. Außerdem hat der Anbieter auf Youtube dazu ein Video ins Netz gestellt. cm

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Kumho Tires stattet alle Reifen weltweit mit RFID-Tags aus Kosteneinsparungen und Prozessrationalisierungen Kumho Tires will zukünftig alle seine produzierten Reifen – also auch Pkw-Reifen – mit RFID-Tags ausstatten. Wie der koreanische Hersteller mitteilt, habe man in diesem Jahr begonnen, Lkw-Reifen aus den beiden Fabriken im Heimatland (Gwangju und Gokseong) sowie Pkw-Reifen für Erstausrüstungskunden mit entsprechenden Sendern auszustatten. Im weiteren Verlauf dieses Jahres sollen dann alle Reifen für den Heimatmarkt entsprechend ausgestattet werden, während Kumho Tires dann im kommenden Jahr alle acht Fabriken weltweit – das sind vier in China, eine in Vietnam sowie drei in Korea – umstellen und somit jeden einzelnen Reifen mit einem RFID-Tag ausstatten will. Kumho Tires sei damit eigenen Aussagen zufolge Kumho Tires stattet ab dem kommenden Jahr jeden einzelnen Reifen mit einem RFIDder erste Reifenhersteller weltweit, der die- Sender aus und will dadurch Kosteneinsparungen und Prozessrationalisierungen bewirken sen Schritt unternehme. über das Tracking des Produktes über die Vertriebskanäle über die Lagerhaltung und über das Bestandsmanagement. Dadurch kann außerdem der Vertrieb über illegale Kanäle oder der Verkauf mangelhafter Produkte verhindert werden, was das Vertrauen und die Zufriedenheit der Kunden steigert.“ Durch den Gebrauch der pflasterartigen RFID-Tags – das sind Minisender mit einer Reichweite von mehreren Metern, die bei Kumho Tires während des Herstellungsprozesses in den Innerliner integriert werden – könne sich der koreanische Hersteller auch von allen anderen Wettbewerbern differenzieren, die in der Regel noch vielfach auf die Kennzeichnung der Reifen durch Barcodes setzten. Barcodes hätten den Nachteil, sie müssten aus nächster Nähe gelesen werden und könnten nur eine begrenzte Menge an Daten enthalten. Gerade weil die RFID-Tags mehr RFID-Tags haben gegenüber Barcodes mehrere Vorteile: Die Da- und mehr zu Pfennigartikeln werden und auch die Handheld-Geräte (RFIDtenmenge kann ungleich größer sein und sie können auch über eine größere Entfernung ausgelesen werden Reader) zum Auslesen der Daten Der große Vorteil dabei: Man realisiere „ein integriertes (Reifen-)Managementsystem von der Produktion bis hin zum Vertrieb“, heißt es dazu in einer Mitteilung. „Unter dem neuen RFID-System kann der komplette Lebenszyklus des Produktes systematisch gesteuert werden, indem der gesamte Prozess rationalisiert wird angefangen bei der Produktqualität während der Herstellung

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des Speichers im RFID-Tag zunehmend weiter verbreitet sind, mache den globalen Gebrauch dieser Technologie durch Kumho Tires auch wirtschaftlich interessant. Wie es dazu heißt, ergäben sich allein aufseiten des Reifenherstellers mögliche Kosteneinsparungen bei Logistik, Produktion und Qualitätskontrolle in Höhe von 10,4 Milliarden Won (sieben Millionen Euro). Über die Kosten des Projektes bzw. die Kosten für RFID-Tags und Reader schweigt Kumho Tires sich aus. Der Hersteller verfügt über eine weltweite Produktionskapazität von 64 Millionen Reifen und dürfte dem Vernehmen nach wenigstens 50 Millionen Reifen pro Jahr fertigen. Die Umstellung der Produktion finde unter dem „u-IT New Technology Verification Project“ statt, das in Zusammenarbeit mit der koreanischen „National IT Industry Promotion Agency“ (NIPA) durchgeführt werde. Die NIPA unterstützt bei der industriellen Einführung neuer IT-Technologien aus Korea und ist staatlich. Von einer finanziellen Unterstützung der flächendeckenden Einführung der RFID-Tags darf man demnach ausgehen. An der Entwicklung der genutzten RFID-Tags habe außerdem der Systemanbieter Asiana IDT mitgewirkt – das Unternehmen gehört wie auch Kumho Tires zur Asiana Group. arno.borchers@reifenpresse.de


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Fahrzeuge ohne RDKS sollten nachgerüstet werden, empfiehlt Yokohama Yokohama Reifen GmbH, der Deutschland-Dependance des japanischen Herstellers. Schließlich könne ein Reifen sein volles Potenzial nur dann entfalten, wenn er unter ausreichendem Druck stehe. „Wir arbeiten deshalb seit vielen Jahren daran, den bei jedem Pneu auftretenden Luftverlust auf ein Minimum zu reduzieren. Zu diesem Zweck haben wir zur bessren Abdichtung etwa einen ultradichten Innerliner entwickelt und sind damit vielen anderen Herstellern einen Schritt voraus. Völlig lässt sich der Luftverlust nach aktuellem Stand der Technik allerdings nicht vermeiden“, erklärt er. Insofern sei eine regelmäßige Überprüfung des Reifenfülldrucks nach wie vor immens wichtig, da schon einige Zehntel bar zu wenig den Reifen dauerhaft schädigen, den Verbrauch in die Höhe treiben und die Fahrsicherheit reduzieren könnten. Da laut Yokohama jedoch viele Autofahrer den Check unterlassen bzw. nur selten durchführen, werden Laut Yokohama vernachlässigen viele Autofahrer die regelmäßige Kontrolle des Reifenfüllsensorgestützte Systeme zur Luftdrucküberwachung als eidrucks, weswegen sensorgestützte Systeme als eine wertvolle Hilfe für die Luftdruck ne wertvolle Hilfe angesehen. Zumal sie auch im Falle eines unentdeckten Reifenschadens Alarm schlagen. Der ReiBekanntlich müssen alle seit 1. November vergangenen Jahres al- fenhersteller empfiehlt deshalb für Fahrzeuge, die nicht über RDKS le neu homologierten Fahrzeuge der Klasse M1 mit einem Reifen- verfügen, die Nachrüstung mit einem entsprechenden System. Dies druckkontrollsystem (RDKS) ausgestattet sein und ab November sei selbst bei älteren Fabrikaten möglich, heißt es. „Die Mehrkosten 2014 dann alle neu zugelassenen Fahrzeuge dieser Kategorie. Bei hierfür lassen sich teilweise sogar wieder hereinfahren, denn ein Yokohama ruft diese EU-weite Vorgabe eine eindeutig positive Re- Reifen mit ‚Idealdruck’ fährt besonders rollwiderstandsarm und dasonanz hervor. „Als Premium-Reifenhersteller begrüßen wir diese mit Treibstoff sparend. Und darüber freut sich die Umwelt genauso cm Regelung“, sagt Wolfgang Schiwietz, Leiter Technik & Tuning der wie der Geldbeutel“, argumentiert das Unternehmen.

SPEZIELLE RDKS-WEBSITE UNTER WWW.REIFENDRUCKSENSOR.INFO IM NETZ Mit – wie es heißt – tatkräftiger Unterstützung seines Fördermitgliedes Alligator Ventilfabrik GmbH hat der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseurhandwerk e.V. (BRV) eine spezielle Website rund um Reifendruckkontrollsysteme (RDKS) auf die Beine bzw. ins weltweite Datennetz gestellt. Das Ganze soll unter anderem als Informationsquelle dafür dienen, welche Fahrzeuge serienmäßig oder optional mit einem direkt messenden, also auf entsprechenden Drucksensoren im Reifeninneren basierenden System ausgestattet sind. „Sie geben dort zuerst das Baujahr des gesuchten Fahrzeuges, dann die Fahrzeugmarke, das Fahrzeugmodell und die Fahrzeugvariante ein und erhalten dann die entsprechende Information zum OE-Sensor“, erklärt BRV-Geschäftsführer Hans-Jürgen Drechsler. Gleichzeitig verweist er darauf, dass der BRV über seine Homepage unter www.bundesverband-reifenhandel.de zudem Zugriff auf diverse weitere Unterlagen zum Thema RDKS ermöglicht wie etwa auf die Kurzübersicht „Der Start in das RDKS-Geschäft“, die REFA-Studie betreffend den höheren Zeitaufwand beim Reifenservice an Fahrzeugen mit direktem RDKS, das Kalkulations-Tool „Dienstleistungspreise inklusive RDKS“ sowie verschiedene Schulungsunterlagen von Alligator oder Tecma. Freilich ist die Verbandswebcm site auch mit www.reifendrucksensor.info verlinkt.

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FELGEN + TUNING Neue Reifenzeitung 8/2013

Biermaier neuer Sportdirektor bei Abt Sportsline

er auf Fahrzeuge aus dem Volkswagen-Konzern spezialisierte Tuner Abt Sportsline (Kempten/Allgäu) hat die Organisation seines Motorsportengagements neu strukturiert: Ab sofort trägt Thomas Biermaier (35) als Sportdirektor die Gesamtverantwortung für alle motorsportlichen Aktivitäten des Unternehmens und berichtet dabei direkt an Geschäftsführer und Teamchef Hans-Jürgen Abt. Thomas Biermaier leitete zuvor fünf Jahre lang die Exportabteilung der Kemptener und soll nun die Motorsportmannschaft im nationalen und internationalen Geschäft in die Zukunft führen. „Die Schaffung dieser Position ist ein eindeutiges Zeichen, was für eine große Bedeutung der Motorsport für unser Unternehmen hat“, sagt Geschäftsführer HansJürgen Abt. „Als Audi-Werksteam in der DTM bewegen wir uns auf sportlich höchstem Niveau. Unser Anspruch ist es, dort in jedem Jahr um Siege und den Titel zu fahren. Das genießt oberste Priorität. Gleichzeitig möchten wir für die Zukunft weitere Engagements in unseren Märkten sondieren und auf den Weg bringen. Mit Thomas (Biermaier) als Sportdirektor haben wir unsere Wunschlö-

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Thomas Biermaier, der zuvor fünf Jahre lang die Exportabteilung bei Abt Sportsline leitete, trägt als Sportdirektor ab sofort die Gesamtverantwortung für alle motorsportlichen Aktivitäten des Unternehmens sung gefunden, um die aktuellen Herausforderungen noch besser zu meistern und uns gleichzeitig perfekt für die Zukunft aufzustellen“, ist er überzeugt. Das Team Abt Sportsline ist als AudiWerksteam erfolgreich im Tourenwagensport unterwegs: Fahrer der Mannschaft gewannen 2002, 2004, 2007, 2008 und 2009 den Titel in der DTM. Hinzu kommen Erfolge in der STW-Meisterschaft, in der Formel 3, im Langstreckensport sowie im ADAC GT Masters und im ADAC Formel Masters. Als Dienstleister betreut Abt Sportsline darüber hinaus seit eineinhalb Jahrzehnten exklusiv die Volkswagen-Markenpokale. Das Team aus dem Allgäu kann demnach auf eine mehr als 60-jährige Tradition im Motorsport zurückblicken. In der Verantwortung Bier-

maiers liegen künftig die kaufmännische Leitung, die Personalführung und die strategische Steuerung der etwa 50 Mann starken Motorsportabteilung sowie die Koordination des Teammanagements. Teammanager bleibt wie bisher Michael Seifert. Die Leitung der Technik liegt weiter in den Händen von Albert Deuring, der im DTM-Engagement von Jacky Eeckelaert unterstützt wird. Um die Bereiche Marketing und Sponsoring kümmert sich wie bisher Marketingchef Harry Unflath. Um weitere Synergien zu bündeln, soll Robert Heine künftig die Leitung des Gesamtvertriebs übernehmen. Er ist seit 2001 im Unternehmen und verantwortete seit Mitte 2009 bereits den Vertrieb. cm

Zweites Aluräderwerk für Mexiko der Ronal Group Gerade erst hat die Ronal Group, der europäische Marktführer für Aluminiumräder, eine dritte Produktionsstätte mit einer Jahreskapazität von zwei Millionen Einheiten im polnischen Walbrzych eröffnet, die gerade hochgefahren wird, da wird ein weiteres Projekt bekannt: Im mexikanischen San

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Luis Potosi beginnt die Ronal Group im kommenden Januar den Bau einer auf anfangs ebenfalls zwei Millionen Einheiten ausgelegten Fabrik, die aber von vornherein Erweiterungspotenzial hat. Nach Querétaro, wo das Unternehmen seit 2001 bis zu zwei Millionen Aluminiumräder jährlich

für die Erstausrüstung fertigt und auch eine Flowforming-Einheit in Betrieb hat, ist San Luis Potosi der zweite mexikanische Standort des Herstellers und wird die Gesamtkapazität innerhalb der Gruppe auf dv über 19 Millionen Einheiten bringen.


FELGEN + TUNING Neue Reifenzeitung 8/2013

Gemeinsames Tuningprojekt von XXL-Wheels und Novitec ie Firma XXL-Wheels (Hemsbach) und Novitec (Stetten) haben zusammen ein Tuningprojekt auf die Beine bzw. gemeinsam einen Lamborghini Aventador LP700-4 auf die Räder gestellt. Letzteres ist dabei wortwörtlich zu verstehen, denn dem italienischen Sportwagen wurden exklusive mehrteilige Schmiederäder von XXL spendiert: an der Vorderachse in der Dimension 9,0x20, an der Hinterachse in der Größe 13,0x21 Zoll. Wie das Unternehmen selbst sagt, hat man bei der Konstruktion der als gewichtsoptimiert be-

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schriebenen Räder auf FEM-Berechnungen zurückgegriffen. „Die Radsterne wurden aus einer speziellen wärmebehandelten Titan-/Aluminiumlegierung designgefräst“, erklärt XXL-Inhaber Christian Weimer, worauf er sich mit seiner „Exklusivrädermanufaktur“ in den letzten zwölf Jahren in Sachen Entwicklung und Konstruktion von Leichtmetallrädern spezialisiert hat. Sämtliche Komponenten der mehrteiligen Räder werden demnach von ihm höchstpersönlich verschraubt und montiert, weshalb er für Perfektion garantiere. cm

MSW 25 und MSW 77 von OZ Unter dem Dach der italienischen OZ-Gruppe richtet sich die 1985 gegründete Marke MSW, hierzulande vertrieben durch die OZ Deutschland GmbH (Biberach), vor allem an Einsteiger und preisbewusste Käufer von Hightech-Rädern: neu mit den Designs MSW 25 und MSW 77. Mit dem komplett neu gezeichneten MSW 25 will OZ allen sportlich orientierten Fahrern von Premiummarken wie BMW, Mini, Audi und Mercedes-Benz ein Angebot unterbreiten: Die sieben Y-Speichen des einteiligen Radtyps bilden eine Gitterstruktur, durch ihre konkave Ausformung verleihen sie dem Leichtmetallrad optisch zusätzliche Größe und Präsenz. Ein Effekt, den die sich zum Felgenrand hin verjüngenden Y-Speichen betonen – bei den großen Rädern in 18 Zoll und 19 Zoll (Fünf-Loch-Bohrung) ebenso wie bei den kleineren Ausführungen in 15 Zoll, 16 Zoll und 17 Zoll (Vier- und Fünf-Loch-Bohrung). Zwei Ausfertigungen stehen zur Wahl: matt titanium und matt titanium poliert. Sieben Speichen zieren auch das einteilige MSW 77, das bislang in den Größen 14, 16 und 17, ab jetzt aber auch in

15 Zoll im Handelist. Die massiven, diagonal profilierten Speichen haben eine strapazierfähige Finish-Lackierung in Silber, was den ganzjährigen Einsatz ermöglicht. MSW 25 und MSW 77 sind mit passendem Gutachten und Allgemeiner Betriebserlaubnis (ABE) für zahlreiche Fahrzeugmodelle führender Hersteller verfügbar. Ideal eignen sich die „fixgebohrten“ Vier- und Fünf-Loch-Ausführungen für Fahrzeuge von BMW, Mini und MercedesBenz: Die Nabenkappe mit dem Schriftzug „MSW – designed by OZ“ kann einfach gegen die Nabenkappen des Original-Radsatzes getauscht werden („OE Cap Ready“). Niederdruckgusstechnik wird in der Herstellung der MSW 25 eingesetzt, während die MSW 77 im Schwerkraftgießverfahren gefertigt wird. dv

Komplett neu gezeichnetes Design MSW 25

Im Schwerkraftverfahren gefertigte MSW 77

Rädergeschäft hilft Accuride

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er nordamerikanische Zulieferer der Nutzfahrzeugindustrie und Anbieter von Nfz-Rädern aus Stahl und Aluminium Accuride Corporation (Evansville/Indiana, USA) hat das Ergebnis des zweiten Quartals 2013 präsentiert. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ging der Umsatz um mehr als 21 Prozent auf 211,3 Millionen US-Dollar zurück, als Verlust (net loss) werden 5,4 Millionen

US-Dollar genannt. Überproportional gut schlug sich die größte Unternehmenssparte „Wheels“, die für 47 Prozent vom Umsatz steht. Vor allem die in den letzten Jahren getätigten Investitionen in das Equipment zur Herstellung geschmiedeter Aluminiumräder – eine neue Lackieranlage im Werk Henderson (Kentucky) wird gerade installiert – berechtigt künftigen Optimismus. Den zieht

Präsident und CEO Rick Dauch aber auch aus der Erwartung für „gesündere Volumina“ in der nordamerikanischen Nfz-Industrie. Womit vor allem das Erstausrüstungsgeschäft gemeint sein dürfte, denn im Ersatzgeschäft des zweiten Quartals ist der Räderabsatz Accurides sogar gestiegen. Als Zielkorridor für den Jahresumsatz werden 775 bis 800 Millionen Dollar genannt. dv

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Kurzgefasst. Typ X von Autec jetzt auch in Schwarz matt Xenos (alias Typ X) vom Schifferstädter Aluminiumräderanbieter Autec GmbH & Co. KG ist charakterisiert durch markante, konturierte Speichen, die dem Rad ein dominantes Erscheinungsbild verleihen. Ab sofort wird der Radtyp neben der Farbvariante brillantsilber auch in Schwarz matt angeboten. Die neue Lackierung sei – so der Anbieter – bestens für den Winter geeignet und betone das sportliche und kraftvolle Design des Rades. Aufgrund der hohen Traglast ist Typ X besonders prädestiniert für Vans und Utilities. Reifen mit C-Kennung können problemlos montiert werden. Xenos in Schwarz matt ist mit ABE in 6,5x16 Zoll und 7x17 Zoll für zahlreiche Fahrzeuge mit FünfLoch-Anbindung erhältdv lich. Erhältlich mit ABE in 6,5x16 Zoll und 7x17 Zoll

Isuzu fürs Grobe auf Mickey Thompson Um rund 150 mm höher wird der Isuzu DMAX von Sejari Kraftfahrzeuge GmbH (Odelzhausen) durch den Geländereifentyp ATZ der Dimension 305/60 R18 von Mickey Thompson sowie einer 100-mmHöherlegung des Fahrzeugs – dank der delta Geländesport und Zubehör Handv dels GmbH am gleichen Ort.

Höhergelegt

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„München“ heißt das neueste Alurad von Kelleners Sport Kelleners Sport bringt nach Produkten wie „Hamburg“ und „Berlin“ oder „Frankfurt“ mit dem „München“ genannten Modell ein neues Leichtmetallrad auf den Markt. Mit dem einteiligen Gussrad will der im saarländischen Merzig ansässige Tuningspezialist „einmal mehr markante Akzente in Sachen Felgendesign“ setzen. „München“ ist charakterisiert durch fünf konkav verlaufende Doppelspeichen, die von der versenkten Nabe bis ganz an den äußersten Rand des Rades reichen. Auf diese Weise soll das Rad noch größer wirken, egal ob es in 18, 19 oder 20 Zoll montiert wird. Mit hinterfrästen Speichen verbindet der Anbieter eine Gewichtsersparnis bei dem Rad, das in drei Farbtönen bzw. den Dimensionen 8x18 Zoll, 8x19 Zoll, 8.5x19 Zoll, 9.5x19 Zoll, 8x20, 8.5x20 Zoll sowie 10x20 Zoll (alle mit Lochkreis

In der Ausführung „Mattschwarz poliert“ soll das „München“ genannte neue Rad besonders sportlich wirken 5x120 Millimeter) geordert werden kann und auf alle BMW-Fahrzeuge außer X5 und X6 cm passen soll.

Brocks „RC24“-Rad nun auch in Schwarz Klar Matt verfügbar Vergangenes Jahr erst hatte Brock in Form des „RC24“ genannten Modells ein neues Leichtmetallrad speziell auch für die kälteren Monate des Jahres vorgestellt – jetzt baut das Unternehmen dessen Lieferprogramm noch weiter aus: Zu den bisher schon verfügbaren Farben Kristallsilber (KS) und Titan Metallic (TM) gesellt sich neuerdings noch eine dritte Variante in Schwarz Klar Matt (SKM). „Die markant und elegant geformten Speichen bringen das Design in der Kombination des neuen Farbtons perfekt zur Geltung. Damit unterbaut das Aluminiumrad mit aussagekräftiger Bescheidenheit, dass es sich in den Größen von 15 bis 17 Zoll auch als neues Winterhighlight sehen lassen kann“, sagt der Anbieter. Als Vorteile des Winterdesigns, das dank seiner speziellen Acryllackierung besonders resistent gegen Bremsstaub, Steinschlag und Salz sein soll, führt er unter anderem einen breiten Anwendungsbereich oder zahlreiche Schneekettenfreigaben an. Lieferbar ist das „RC24“-Rad demnach in den Größen 6.0x15 Zoll, 6.5x16 Zoll, 7.0x16 Zoll und 7.5x17 cm Zoll.


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Felgenreiniger von ProLine elgenanbieter ProLine Wheels geht neue Wege und erweitert sein Produktsortiment um eine komplette Zubehörlinie für Reifen und Räder: Zusätzlich zu den bereits im Handel erhältlichen Felgenschlössern ProLine Locks bietet das Mannheimer Unternehmen nun auch Reifenmontagewachs für den Reifenhandel und einen neuen Felgenreiniger an. Der Felgenreiniger wird gleichmäßig und flächendeckend direkt auf die kalte Felge aufgesprüht. Durch den integrierten Wirkindikator sei – so der Anbieter – nach drei

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bis vier Minuten an der auftretenden Verfärbung erkennbar, ob sich der Schmutz von der Felge gelöst hat. Sobald sich die Felge einfärbt, wird der ProLine-Felgenreiniger mit einem Hochdruckgerät oder einem starken Wasserstrahl einfach abgespült. Der „ProLine Care Products“-Felgenreiniger in der 750-ml-Sprühflasche kann über den Reifenhandel bedv stellt werden. Produktlinie „Care Products“

Reifen beim „Sport Auto Award“ 2013: Zweimal Michelin, einmal Conti vorn 15.353 Leser (ca. 25 Prozent mehr als vor einem Jahr) der Zeitschrift Sport Auto aus dem Hause Motor Presse Stuttgart haben nicht nur über die sportlichsten Autos 2013 entschieden, sondern in drei Unterkategorien auch über Reifen ihr Urteil zu den „Best Brands“ gefällt: Bei den Sommerreifen setzt sich Michelin mit 49,1 Prozent der Stimmen gegen Continental durch (45,9 Prozent). Bei den Winterreifen dagegen kann Continental 43,0 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinen und den französischen Konkurrenten Michelin knapp auf den zweiten Platz (42,3 Prozent) verweisen. Bei den Rennreifen gelingt es Michelin, 30,7 Prozent der Stimmen auf sich zu vereinen und sich gegen den F1-Lieferanten Pirelli (25,3 Prozent) durchzusetzen.

In der Wertung der Tuningklasse schafft es kein Tuner, mehr als eine Kategorie zu gewinnen. Souveräner Sieger in der Kategorie Kleinwagen wird mit dem besten Wahlergebnis der gesamten Tunerwertung (41,2 Prozent) der MTM Audi A1 Nardo. Bei den Coupés bis 80.000 Euro gibt es ebenfalls ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Dabei setzt sich der Hohenester Audi TT RS mit 0,3 Prozentpunkten Vorsprung (22,0 Prozent) gegen den a-workx BMW 1er Coupé Mighty 1 (21,7 Prozent) durch. Die weiteren Sieger bei den Tunern heißen Sportec BMW M135i, AC Schnitzer BMW 330d, Gassner Mitsubishi hg500R, G-Power BMW M5, Wendland Porsche Boxster, Techart Porsche GT Street R, Manthey Porsche M570 und Mansodv ry Lamborghini Carbonado.

Felgen-Trend 2013:

BAVARO polar-silber 6,0 x 15 . 6,5 x 16 . 7,5 x 16 7,5 x 17 . 8,0 x 18

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„Revolution“ im Reifenvertrieb durch Pirellis „Driver Center“ Pirelli will es Endverbrauchern ermöglichen, bequem von zu Hause oder unterwegs, online Termine mit dem Reifenmonteur zu vereinbaren und spricht in diesem Zusammenhang in einer Pressemitteilung von nichts weniger als einer „Revolution“ im Reifenvertrieb. In einem Loungebereich in der Werkstatt können die Kunden die Zeit des Reifenwechsels entspannt verbringen oder die Arbeiten am Fahrzeug verfolgen.

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as sind einige Elemente die das Vertriebsnetzwerk von Pirelli auszeichnen, das in Europa unter dem Namen „Driver Center“ firmiert und in den anderen Teilen der Welt durch die Marke Pirelli vertreten wird. Darüber hinaus bietet das Distributionssystem von Pirelli ein Interface und eine umfangreiche Dienstleistungspalette. Das neue internationale Projekt für das Pirelli-Netzwerk wurde in Russland mit exklusiven Filialen in Moskau und Sankt Petersburg gestartet. Im Mittleren Osten eröffnete Pirelli kürzlich einen Designer-Store in Jeddah (Saudi-Arabien), Anfang Oktober wird ein Store in Kuwait folgen. Bis 2015 soll das Netzwerk in Italien und anderen Ländern, in denen Pirelli aktuell präsent ist, weiter ausgebaut werden. Dazu gehören derzeit rund 3.500 Verkaufsstellen und Werkstätten, einschließlich exklusiver Pirelli-Händler und „Driver Center“. Diese Anzahl soll in den kommenden drei Jahren kontinuierlich ausgebaut werden. Die neuen „Driver Center“ sowie die exklusiven Händler sollen umfassende Serviceleistungen bieten, darunter Onlineterminvereinbarungen, Einlagerung der Saisonreifen oder Felgenreinigung und -wartung. Abgerundet wird das Konzept durch einen speziellen Bereich für Beratung und Verkauf sowie eine Lounge mit Video-Screens und kostenfreier Wifi-Nutzung. Daneben werden viele weitere Leistungen angeboten, wie ein Hol- und Bringdienst für Fahrzeuge oder auf Wunsch ein Ersatzfahrzeug. Zu den von Pirelli angebotenen Lösungen und Dienstleistungen gehört auch das kontinuierliche Training aller Mitarbeiter der Partner-

Ein wenig futuristisch sieht es schon aus

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filialen. Regelmäßige Softwareupdates sollen die Aktivitäten jedes der spezialisierten Geschäfte noch effizienter und kundenorientierter gestalten. Die neuen Filialen bieten zusätzlich reifenunabhängige Dienstleistungen an wie Ölwechsel und Kfz-Services, bei denen die Mitarbeiter einfache Reparaturen ausführen. Dazu wurde das Fachpersonal von den entsprechenden Berufsverbänden sowie den Autoherstellern selbst geschult. Diese Beispiele sind eine kleine Auswahl der Serviceleistungen, die Pirelli im neuen Konzept zusammengestellt hat, um die Bedürfnisse der Kunden optimal zu erfüllen. Um den lokalen Gegebenheiten seines Standorts ideal zu entsprechen, kann jeder Pirelli-Reifenhändler aus diesem Servicekatalog individuell die von ihm offerierten Dienstleistungen zusammenstellen. Pirelli will mit diesem Konzept die Grenzen der bisherigen Modelle im Reifenhandel öffnen und einen einzigartigen Service an bieten. Das neue Pirelli-Projekt kann fast überall umgesetzt werden, in kleineren wie in größeren Werkstätten. Das Konzept ist eine Kombination von Showroom, technologischer Galerie, Beratungsraum, Lounge, Verkaufs- und Servicebereich. Die Kunden können geschulte Techniker direkt bei der Arbeit beobachten oder sich über Produkte informieren, alles in einer angenehmen und entspannten Atmosphäre. Dekoriert sind die Geschäfte in den bekannten Markenfarben von Pirelli. Das traditionelle Gelb wurde dabei mit Stahlgrau und Schwarz kombiniert, um entsprechend dem ganzheitlichen Konzept Eleganz, Performance und hochwertige Technologie zu symbolisieren. dv


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IN FRANKFURT ERRICHTET PIRELLI EIN „DRIVER CENTER“ Am 13. September eröffnet Pirelli ein neues „Driver Center“ in der Hanauer Landstraße 195 in Frankfurt am Main, das zugleich Werkstatt und Verkaufsstelle sein soll. Ein innovatives StoreKonzept wird die Kunden mit einem bislang einzigartigen Ambiente überraschen, in dem ein umfangreiches Angebot an professionellen Dienstleistungen rund um den Reifen- und KfzService angeboten wird. Das neue „Driver Center“ ist ein Multibrand-Store und gehört zum internationalen Netzwerk exklusiver Pirelli-Händler, das der Konzern bis 2015 weiter ausbauen will. Im Mittelpunkt des Store-Konzepts soll eine freundliche und angenehme Atmosphäre stehen, die Kunden ein neues Erlebnis beim Reifenkauf und -service vermitteln soll. Viele Loungeelemente und ein stilvolles Design spiegeln dabei den Premiumanspruch von Marke und Service wider. Farblich wird das „Driver Center“ in den bekannten Markenfarben des Unternehmens gestaltet sein. Das traditionelle Pirelli-Gelb wird dabei mit den Farbtönen Stahlgrau und Schwarz kombiniert, die Eleganz, Performance und hochwertige Technologie symbolisieren sollen. Das „Driver Center“ im komplett neu erbauten Gebäude wird optimale Bedingungen rund um den Reifen- und Kfz-Service bieten. Das Angebot des Meisterbetriebs der Kfz-Innung beinhaltet unter anderem die Möglichkeit von Onlineterminvereinbarungen, Rad- und Reifenservice, Fahrzeughol- und -bringservice, Servicecheck oder Hauptuntersuchung. Zur Einlagerung von Saisonreifen besteht eine Lagerkapazität von rund 24.000 Kundenrädern. Das „Driver Center“ in Frankfurt ist eine Niederlassung der Pneumobil GmbH aus der deutschen Pirelli-Gruppe. Kundenzufriedenheit, Fachkompetenz und exzellenter Meisterservice werden als Unternehmensphilosophie bezeichnet. dv

So soll das „Driver Center“ von außen aussehen …

… und so von innen

Die Markenfarben von Pirelli wurden mit Stahlgrau und Schwarz kombiniert

In Russland wurde das Konzept bereits erprobt

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Reifen Wagenbach: Einfaches Rezept mit großem Erfolg Point-S-Händler setzt auf Bodenständigkeit, Kundennähe und Freundlichkeit Einem regelmäßigen Gast der point-S-Jahreshauptversammlungen sollte es nicht entgangen sein, dass bei der Vergabe des mittlerweile etablierten Kundenzufriedenheits-Awards immer wieder ein Name unter den Geehrten auftaucht: Reifen Wagenbach. In den vergangenen vier Jahren ist es dem Familienbetrieb aus Hundsangen im Westerwald allein zweimal gelungen, den ersten Platz zu holen; ein zweiter und ein vierter Platz runden das Bild ab. Was ist das aber für ein Unternehmen, das offenbar so überaus zufriedene Kunden hat? Und ist das alles nur Zufall oder eben doch erfolgreiches Geschäftsmodell? Im Gespräch mit der NEUE REIFENZEITUNG sprechen Peter und Bernd Wagenbach über ihr einfaches Erfolgsrezept. odenständigkeit, Kundennähe und Freundlichkeit, das sind die Zutaten, die für Peter und seinen jüngerer Bruder Bernd Wagenbach das Erfolgsrezept der Reifen Wagenbach GmbH ausmachen. Der point-S-Betrieb wurde bereits vor mehr als einem halben Jahrhundert durch Vater Giselbert Wagenbach gegründet; 2012 konnte man das 50-jährige Jubiläum mit über 2.000 Gästen feiern. Damals wie heute sind die Wagenbachs in ihrem Ort Hundsangen, der im Westerwald genau zwischen Montabaur und Limburg liegt, fest verwurzelt. Das Unternehmen ist ein Familienbetrieb. Neben den beiden Brüdern Peter und Bernd arbeitet noch deren Schwester Angelika Fischer im Geschäft. Und die dritte Generation steht auch bereits ihren Mann bzw. ihre Frau. Dass man im Ort groß wird und dort arbeitet, sei natür-

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Peter Wagenbach, Schwester Angelika Fischer und Bernd Wagenbach (von links) sind bei Reifen Wagenbach ein eingespieltes (Familien-)Team; seit mehreren Jahren ist der point-S-Händler aus Hundsangen im Westerwald immer wieder ganz oben bei der Wahl zum Kundenzufriedenheits-Award mit von der Partie

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lich eine Erleichterung, erzählt Peter Wagenbach: Man kennt sich, man gehört dazu. Entsprechend hoch sei auch der Stammkundenanteil, den er auf wenigstens 80 bis 90 Prozent schätzt. Auch das Geschäft mit den Einlagerungen ist ein Indiz für die Verwurzelung des Unternehmens vor Ort. Hinter dem Betriebsgebäude an der Hauptstraße des Ortes steht ein Dutzend 44-Fuß-Container mit eingelagerten Reifensätzen. Wer zu Reifen Wagenbach auf den Hof kommt, steht in der Regel nicht lange suchend herum, bis einer der heute insgesamt 21 Beschäftigten auf einen zukommt und freundlich fragt: Wie kann ich Ihnen helfen? Die Freundlichkeit, mit der Kunden und Gästen begegnet wird, ist dabei allerdings nicht Masche oder aufgesetzt. Sie sei eben einfach da. „Ein Dankeschön kostet ja nichts“, sagt Bernd Wagenbach. Jeder Mitarbeiter im Betrieb wisse schließlich, dass dies im Zweifel den eigenen Arbeitsplatz sichern helfe. Kunden, die von übellaunigen Mitarbeitern angegangen werden, kommen in der Regel nicht wieder. Das gehe einem selbst schließlich auch so, wenn man irgendwo einkauft, irgendwo eben Kunde ist, meint Peter Wagenbach. „Bei jedem Schritt, den ich mache, frage ich mich: Was denkt der Kunde?“ Diese Kundenorientierung scheint zu funktionieren. Gerade im lokalen, im regionalen Wettbewerbsumfeld sei es wichtig, einen Akzent zu setzen, Kunden den Unterschied zu anderen Reifenvermarktern aus dem Ort oder aus den beiden Nachbarstädten Montabaur und Limburg deutlich zu machen. Während man bei einer Industriekette nach 18 Uhr nicht mehr anzurufen brauche und der Filialleiter vielleicht schon seit 17 Uhr im Feierabend ist, sind die Wagenbachs für ihre Kunden immer ansprechbar, quasi rund um die Uhr. Da komme es schon mal vor, dass spät abends noch das Handy klingelt, weil ein Stammkunde mit einer Panne irgendwo liegengeblieben ist. Die Wagenbachs helfen, wo sie können; viele der Kunden kennt man


Reifen Wagenbach wurde vor mittlerweile 51 Jahren gegründet – Bodenständigkeit, Kundennähe und Freundlichkeit, das sind die Zutaten, die das Erfolgsrezept des Betriebes ausmachen letzten Endes auch privat. Als Vollsortimenter mit einem nicht zu unterschätzenden Anteil an Lkw-, Landwirtschafts-, EM- und Industriereifen am gesamten Sortiment ist dieser Service Alltagsgeschäft, finden die Wagenbachs. Natürlich betreibe man ein Lkw-Pannenfahrzeug mit mobiler Reifenmontage und repariere als MTR-Partner von Rema Tip Top professionell Reifen. Auch dieser Service sei wichtig für die Kundenbindung, finden Peter und Bernd Wagenbach. „Wir nehmen unsere Kunden ernst und gehen auf sie ein“, so der jüngere der beiden Brüder. Dass im Hause Wagenbach die Aufgaben und Verantwortlichkeiten im Betrieb unter den beiden Brüdern und weiteren Familienmitgliedern aufgeteilt werden können, sei einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren und sei nicht unerheblich für die hohe Kundenzufriedenheit mitverantwortlich. Während Peter Wagenbach sich ums Büro und den Verkauf kümmert, ist die Werkstatt das Reich von Bernd Wagenbach. Ein großer Vorteil im Vergleich zu vielen Wettbewerbern, so betonen beide: „Bei uns ist immer einer von beiden ansprechbar; einer von uns kümmert sich immer.“ Dass im Familienbetrieb Wagenbach ständig einer der Chefs in der Nähe ist, sorgt natürlich dafür, dass Kunden – ob im Verkaufsraum oder vor der Werkstatt – stets mit einem hohen Grad an Motivation bedient werden und der Umgang kompetent und verantwortungsvoll ist.

Auch für die Mitarbeiter sei dies von Vorteil, merkten die doch, dass der Chef „einer von ihnen“ ist und sich nicht nur einmal kurz am Montagmorgen zur Stippvisite blicken lässt. „Bei uns stimmt das Betriebsklima“, sagt Bernd Wagenbach und verweist auf zahlreiche langjährige Arbeitsverhältnisse im Betrieb. Arbeiten bei Reifen Wagenbach dürfe aber auch Spaß machen, sagen beide Chefs, in deren Nähe gerne und viel gelacht wird. Die Werkstatt bei Reifen Wagenbach ist entsprechend ausgestattet, damit bei Bedarf auch ein Notfall zwischengeschoben werden kann. Von den fünf Hebebühnen seien grundsätzlich zwei für die Reifenmontage und zwei für den angebotenen Kfz-Service reserviert. „Der Service muss stimmen, und wir müssen Leistung bieten“, so Bernd Wagenbach weiter und hält die fünfte Bühne stets als Puffer bereit, ohne dass dafür feste Termine vergeben werden. Bei dem point-S-Händler legt man großen Wert auf die Ausbildung der eigenen Mitarbeiter und ist selber TÜV-zertifiziert. Die Kunden honorieren dies ganz offensichtlich und votieren jedes Jahr wieder für den Betrieb, der dadurch bereits mehrere Kundenzufriedenheits-Awards verliehen bekommen hat. „Dieser pointS-Award bedeutet uns sehr viel; darauf sind wir sehr stolz, gerade weil wir dafür hart arbeiten“, so Peter Wagenbach. arno.borchers@reifenpresse.de

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Goodyear Dunlop führt DACH-Cluster auch im Flottengeschäft ein Christian Fischer sieht Wettbewerbsvorteile – „Geringfügige Änderungen“ Fuhrparkmanagement- und Leasinggesellschaften verstärken zunehmend ihre internationale Ausrichtung. Um diesem dynamischen Marktumfeld gerecht zu werden, bündelte die Goodyear-DunlopGruppe das Flottengeschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum 1. Juli 2013 unter dem Dach der GDHS-Tochtergesellschaft 4Fleet Group GmbH in Köln. „Ziel ist es, damit das Netzwerk der Reifenfachhandelsbetriebe und des Serviceangebots für die Fuhrparks und Leasinggesellschaften in den Ländern, die die gleiche Reifensaisonalität haben und sogenannte Winterreifenländer sind, weiter auszubauen“, heißt es dazu in einer Mitteilung.

ie 4Fleet Group zählt mit einem Netzwerk von 1.120 Servicestationen in den drei Ländern bereits heute zu den führenden Dienstleistungsunternehmen auf dem Gebiet des Reifenmanagements. Zu den Angeboten zählen unter anderem die mobile Reifenmontage vor Ort, das sogenannte „Mobile Fitting“, und das Rahmenabkommen im Bereich Autoservice. „Hier setzt das Unternehmen mit seinen Prozessen zu Onlineabrechnung und Onlineautorisierung, einem Onlinekomplettradkonfigurator für Fuhrparks sowie mit einer neuen mobilen Website, die den Fahrern die nächste Werkstatt anzeigt, MarktChristian Fischer kümmert sich bei der GDHS als Manager standards“, heißt es dazu 4Fleet künftig um den Flottenmarkt im gesamten sogenannten weiter. DACH-Cluster Für die bestehenden Handelspartner in Österreich und der Schweiz ergeben sich durch diesen Schritt nur geringfügige Änderungen. Vertragspartner der Händler im Bereich des Flottenmanagements sind zukünftig nicht mehr die GoodyearDunlop-Gesellschaften in den Ländern, sondern die 4Fleet Group. Die AbSeit dem 1. Juni hat Bernhard Sahler als Retail Manager Austria die Leitung des dortigen Retailgeschäftes im Goodyear-Dunlop-Kon- rechnungen werden wie gewohnt über das eurozern übernommen

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paweit standardisierte Abrechnungssystem Fleet OnlineSolutions (FOS) abgewickelt. „Die Berücksichtigung der marktspezifischen Besonderheiten bei Kunden- und Handelsstrukturen ist ein zentrales Element der Markterschließungsstrategie. Daher arbeitet 4Fleet mit jeweils lokalen Ansprechpartnern für die Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Beibehalten werden zudem die vorhandenen nationalen Innendienste“, bestätigt Goodyear Dunlop. „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, die Arbeit in der gewohnt partnerschaftlichen Weise fortzusetzen. Gleichzeitig möchten wir die Reifenfachhändler in Österreich und der Schweiz von unseren 20 Jahren Erfahrung bei der 4Fleet Group profitieren lassen“, erklärt Christian Fischer, Manager 4Fleet DACH. „Wir freuen uns, als Flottenmanagement im Markt jetzt im DACH-Cluster organisiert zu sein und versprechen uns davon klare Wettbewerbsvorteile“, so Fischer weiter. Zur Betreuung der österreichischen Handelspartner hat Bernhard Sahler seit 1. Juni 2013 als Retail Manager Austria die Leitung des Retailgeschäftes im Goodyear Dunlop Konzern übernommen. Er soll mit den Abteilungen der GD Handelssysteme in Köln auch die Unterstützungsmaßnahmen für die Partner in Österreich weiterentwickeln und im Markt einführen. Bernhard Sahler bringt mehrjährige Erfahrungen aus der Automobilbranche mit. So war er unter anderem für die Renault Österreich GmbH sowohl in der Betriebsberatung und Händlernetzentwicklung sowie auch als Manager Kundendienst tätig. Hier verantwortete Sahler im Außendienst das Ersatzteilgeschäft, die Servicequalität und Kundenzufriedenheit. Der 34-Jährige studierte internationale Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniab versität Wien und in den USA.


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Dr. Rainer Landwehr verlässt Goodyear Dunlop – Nachfolger benannt Goodyear Dunlop erhält einen neuen Group Managing Director für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Wie das Unternehmen mit Sitz in Hanau mitteilt, hat Dr. Rainer Landwehr das Unternehmen zum 1. August auf eigenen Wunsch hin verlassen, „um neue Herausforderungen außerhalb des Unternehmens zu suchen“. Landwehr war seit Ende 2007 Chef der Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH und somit verantwortlich für aktuell 7.400 Mitarbeiter, sechs Reifenfabriken in Deutschland und damit eine Produktionskapazität von rund 30 Millionen Reifen; die deutsche Dependance des

In Zukunft soll George Rietbergen die Geschäfte im DACH-Markt führen

US-amerikanischen Reifenherstellers generiert im Jahr einen Umsatz in Höhe von 677 Millionen Euro (jeweils 2011). Ab Anfang 2012 war er auch für die Märkte Österreich und die Schweiz verantwortlich („DACH-Cluster“). Goodyear Dunlop hat unterdessen George Rietbergen zum 1. August zum neuen Group Managing Director für Deutschland, Österreich und die Schweiz ernannt. Zuvor war der gebürtige Niederländer Leiter des Geschäftsbereichs CommercialReifen in der EMEA-Region des Reifenherstellers. Rietbergen startete seine Laufbahn bei Goodyear im Jahr 2001 als Leiter der Bereiche E-Business und Retail-Geschäft in EMEA. Ab dem Jahr 2005 verantwortete er die Geschäfte der Benelux-Region, wo er ein Cluster-Modell einführte. „Ab 2010 führte er als Managing Director für Großbritannien und Irland die dortige Landesorganisation zurück zur Profitabilität. In seiner letzten Funktion führte Rietbergen erfolgreich das Nutzfahrzeugreifengeschäft in der EMEA-Region“, heißt es dazu in der Mitteilung. In den kommenden Wochen wird Dr. Landwehr mit George Rietbergen zusammenarbeiten, um einen reibungslosen Übergang an der Spitze der hiesigen Goodyear-Dunlop-Organisation sicherzustellen. Henry Johnson, Vice President Emerging Markets EMEA, hat zusätzlich zu seinen bestehenden Aufgaben zum 1. August die Leitung des Geschäftsbereichs Commercial-Reifen in EMEA übernommen, um die sich bisher Rietbergen gekümab mert hat.

Nach knapp sechs Jahren an der Spitze der Goodyear Dunlop Tires Germany verlässt Dr. Rainer Landwehr nun auf eigenen Wunsch das Unternehmen

Jetzt auch Goodyear-Mode Vor allem Michelin, aber auch Pirelli sind in den letzten Jahren immer wieder mit Produkten aufgefallen, die jedenfalls auf den ersten Blick nichts mit Reifen zu tun haben. Pirelli hat sich modischen Accessoires verschrieben, und auf dieser Schiene will offensichtlich jetzt auch Goodyear mitmischen: Mit The Mercer Ridge und The Hogues Hill präsentiert Goodyear zwei Softshelljacken, bei denen das Blimp-Logo nadv türlich nicht fehlen darf.

Outdoorkleidung mit Blimp

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Reifenservice Banspach beim „Reifenservice Award 2013“ siegreich Anfang August fand in der Haweka-Zentrale in Burgwedel (bei Hannover) das Finale des „Reifenservice Award 2013“ statt, bei dem Reifenmonteure in Zweierteams ihr Fachwissen bzw. ihre praktischen Fertigkeiten rund um den Reifenservice unter Beweis stellen sollten. Gegen die Mitfinalisten durchgesetzt hat sich letztendlich das Team „Reifenservice Banspach“ vom Reifen- und Ersatzteilhandel Heiko Banspach aus Helmstadt-Bargen.

ieses Jahr haben der Werkstattausrüster Haweka und Kaguma – Betreiber der gleichnamigen B2B-Reifenplattform im Internet – erstmals gemeinsam den sogenannten „Reifenservice Award“ ausgeschrieben. Bei dem bundesweiten Wettbewerb ging es darum, die besten Reifenmonteurteams in Deutschland zu küren. In einem ersten Schritt mussten die teilnehmenden Zweiermannschaften dabei zunächst online diverse Fragen rund um Rad und Reifen beantworten, um ihre Kompetenz bzw. ihr Fachwissen unter Beweis zu stellen. „Über 200 Teams haben sich angemeldet, von denen dann rund 30 alle Fragen fehlerfrei beantworten konnten“, sagt Uwe Geldner, Bereichsleiter Werkstattausrüstung bei Haweka, der die Idee zu dem Wettbewerb hatte und in KagumaGeschäftsführer Marco Schulz einen Mitstreiter für die Aktion gefunden hat. „Die Fragen waren nicht einfach, aber auch nicht so schwierig, dass zu viele daran scheitern“, so Geldner weiter. Da von Anfang an geplant war, dass an der Endrunde in der Haweka-Zentrale im niedersächsi-

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Hatte die Idee zu dem Wettbewerb: Uwe Geldner, Bereichsleiter Werkstattausrüstung bei Haweka

Ingesamt zehn Zweierteams hatten sich fürs Finale des erstmals ausgetragenen „Reifenservice Award“ qualifiziert – aufgrund zweier kurzfristiger Absagen gekommen sind schlussendlich acht

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clever

reifen kaufen

schen Burgwedel, wo dann die praktischen Fertigkeiten im Vordergrund standen, zehn Finalteams teilnehmen sollten, musste daher das Los entscheiden. Für das ursprünglich schon im Mai geplante, dann aber wegen des spät einsetzenden Sommergeschäftes auf Anfang August verschobene Finale wurden so die Teams „Moszicke“ vom Ad Auto Dienst Moszicke (Bad Berleburg), „Mezgerschweinfurt“ vom der Bosch-Service Mezger GmbH + Co KG (Schweinfurt), „Schulte-Kellinghaus“ von der H. Schulte-Kellinghaus GmbH (Oberhausen), „Seidelbande“ der Firma Kfz-Seidel (Birkenhügel), „1a Reifenteam“ von der Neises GmbH (Saarburg), „Die Ventilkappen“ von Reifen Fuchs (Aglasterhausen), „Premio Heidenau“ der Reifen Funke GmbH & Co. KG (Heidenau), „Reifen Horn“ von der Reifen Horn GmbH (Lutherstadt Eisleben), „Reifenservice Banspach“ vom Reifen- und Ersatzteilhandel Heiko Banspach (Helmstadt-Bargen) sowie „RTC Dierchen“ vom RTC Reifen & Autoservice Dierchen (Riesa) eingeladen. Gekommen sind schlussendlich acht dieser Zehn, weil zwei von ihnen – die Mannschaften „1a Reifenteam“ und „Reifen Horn“ – aus persönlichen Gründen kurzfristig absagen mussten. Das tat der Spannung im Finale allerdings keinen Abbruch. Beweisen mussten sich die verbliebenen Finalisten hierbei in zahlreichen Disziplinen angefangen beim Reifenwechsel über das Montieren eines Notlaufreifens vom Typ Goodyear „Eagle Ultra Grip GW-3“ (Mercedes-Benz-Spezifikation „MO Extended“) in der Dimension 245/40 R18 97V


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Das Team „Reifenservice Banspach“ vom Reifen- und Ersatzteilhandel Heiko Banspach aus Helmstadt-Bargen sicherte sich bei der Premiere den ersten Platz und das Auswuchten dreier verschiedener Räder bis hin zum Erkennen etwaiger Fahrwerksfehleinstellungen unter anderem anhand unterschiedlicher Abriebsbilder einer Auswahl von Reifen. „Routine ist der größte Feind des Profis“, gab Geldner den Teilnehmern zu Beginn des Finales als Tipp mit auf den Weg. Denn bei allen geforderten Tätigkeiten stand Gründlichkeit eindeutig vor Schnelligkeit. Entsprechend hoch konzentriert, aber ohne dass deswegen der Spaß auf der Strecke geblieben wäre, gingen die Teilnehmer zu Werke. In Summe am besten meisterte das Zweierteam von Reifen Banspach die gestellten Aufgaben. Als Siegprämie kann man sich bei dem Unternehmen nun über ein Kart-Event im Wert von 1.500 Euro freuen. Die Zweitplatzierten – das Team „Premio Heidenau“ – konnten einen Media-MarktGutschein im Wert von 750 Euro mit nach Hause nehmen und das Team „Schulte-Kellinghaus“ als Dritte eine Kaffeemaschine im Wert von 500 Euro. Ein abschließendes Resümee der Verantwortlichen hinter dem Wettbewerb steht zwar noch aus, aber dass es auch im nächsten Jahr wieder einen „Reifenservice Award“ geben dürfte, steht wohl außer Frage. „Wir sind positiv überrascht über die Resonanz. Das hat allen sehr viel Spaß gemacht, und der Wettbewerb wird sicher weitergehen“, freut sich Haweka-Ge-

schäftsführer Dirk Warkotsch darüber, wie positiv der „Reifenservice Award“ von der Branche aufgenommen worden ist. Wenn das keine gute Voraussetzung für eine Fortsetzung ist, was dann? christian.marx@reifenpresse.de

Ein abschließendes Resümee der Verantwortlichen hinter dem Wettbewerb – HawekaGeschäftsführer Dirk Warkotsch (links) und KagumaChef Marco Schulz – steht zwar noch aus, aber angesichts der positiven Resonanz der Premiere in diesem Jahr dürfte es als sicher gelten, dass es auch 2014 wieder einen „Reifenservice Award“ gibt

hier trifft sich die

branche

Mit dem Wechseln von Reifen, deren Montage und Auswuchten oder der Auswertung von Abriebsbildern wurde bei den Finalaufgaben die tägliche Praxis im Reifenservice abgedeckt, und die jeweiligen Leistungen der Zweiermannschaften wurden an allen Stationen dann mithilfe von je zwei Beobachtern akribisch in Ergebnislisten festgehalten

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Pilotphase zu Tiresoft III ist abgeschlossen Zwölf „Piloten“ haben das neue Warenwirtschaftssystem der GD Handelssysteme GmbH, das den Partnern der GDHS zahlreiche Vorteile bringen soll, bereits während des Frühjahrsgeschäftes live getestet. Nun ist Tiresoft III bereit für den ersten Rollout. „Es herrscht nach der Testphase während des Frühjahrsgeschäftes eine sehr positive Stimmung bei den Piloten. Der neue Beratungsbildschirm mit all seinen Möglichkeiten hat die Händler überzeugt. Die Angebote an den Kunden konnten schnell und übersichtlich erstellt werden, und mit den neuen Arbeitsschritten haben sich alle schnell angefreundet“, freut sich Rebekka Nerlich, IT Specialist bei GDHS und verantwortlich für die Begleitung der Piloten und der Rollouts. Während die ersten Betriebe Tiresoft III schon einsetzten und letzte Verbesserungsvorschläge einbrachten, fanden im Juni die ersten sieben Infotage für die Betriebe statt, die ebenfalls bald das neue System nutzen wollen. „Die Pilotphase hat auch gezeigt, dass vorbereitende Informationsveranstaltungen unverzichtbar sind. So k��nnen Fragen und Vorbehalte schon geklärt werden, bevor die Mitarbeiter die Schulungen besuchen“, erklärt Christian Trommer, Leiter IT Retail. Genau das wurde während der Infotage in Köln, Philippsburg, München, Berlin und Dresden umgesetzt für 46 Unternehmen, die zu den Veranstaltungen teilweise sogar mit größeren Teams angereist waren. Joachim Hirschkorn, Premio-Partner in Friedberg, begleitete als Pilot die Infotage: „Wir haben jetzt im Rahmen der Tiresoft-IIIEinführung einige Prozesse verbessert und eine Performance-Steigerung. Der Unterschied zu Tiresoft II, dem bisherigen Warenwirtschaftssystem der GDHS, ist, dass wir damit am Ende der Fahnenstange angekommen sind und nun wieder ganz vorne stehen. Das Programm bietet wahnsinnig viele neue Möglichkeiten. Das ist für mich ein ganz klarer Vorteil gegenüber unserem Wettbewerb.“ Wie weit Tiresoft III schon entwickelt ist, zeigte sich ebenfalls in den Inforunden: „Viele Fragen konnten unsere Experten durch bereits bestehende Funktionalitäten klären“, so Trommer. Darüber hinaus wurden neue Anbindungen vorgestellt, die parallel weiter programmiert werden. So wird in diesem Quartal auch die wichtige Anbindung an den neuen GDHS-Teilekatalog umgesetzt, der

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eine in den Nutzungsgebühren von Tiresoft enthaltene Alternative zu den klassischen Temot-, ATR- und weiteren Autoservicekatalogen darstellt. Wer trotzdem mit den gewohnten Katalogen arbeiten will, kann das jedoch mit ATR heute schon voll integriert in Tiresoft III, mit Temot oder anderen dann im nächsten Jahr weiterhin tun. Für das erste Quartal 2014 ist dann der Live-Gang der technischen Anbindung an die FRI-Plattform geplant, der ebenfalls viele Vorteile und Erleichterungen für den Händler bringen dürfte. 25 Unternehmer, von denen viele bereits Tiresoft II nutzen, aber auch neue Warenwirtschaftsnutzer der GDHS haben sich nach den Infotagen direkt für das neue System entschieden. „Wir freuen uns, so viele Partner spontan zum Rollout bewegt zu haben und dass die Vorteile von Tiresoft III überzeugen können“, erklärt Trommer. Für diese Betriebe starten jetzt die Schulungstermine und Vor-Ort-Umstellungen mit Hilfe des professionellen Teams der IT-Retail-Abteilung.

Informationen zu Tiresoft III Bei der Entwicklung des neuen Systems wurde besonders Wert auf die Optimierung der Beratungs- und Verkaufsprozesse gelegt. Der neue Beratungsbildschirm ist eine der hervorzuhebenden Neuerungen und stellt dem Verkäufer alle Informationen und alternativen Angebote für das Beratungsgespräch Form bereit. Die Benutzerfreundlichkeit und automatische KBPreispflege bilden, heißt es in einer Pressemitteilung, eine deutliche Entlastung bei der Produkt- und Preisfindung mit dem Kunden im Verkaufsgespräch. Besonders komfortabel sei die Integration von Flotte, CRM, VMI, Berichtswe-

sen, vieler Lieferanten im Teile-After-Market sowie die geplanten E-Commerce-Funktionalitäten. Die Daten der verschiedenen Funktionalitäten greifen nahtlos ineinander und verringern dadurch die Prozesskosten. Neu ist auch ein zentrales Data-Center im Hintergrund. Damit muss sich nicht mehr jeder Reifenfachbetrieb alleine um seine Datenspeicherung kümmern und Datenverluste fürchten. Kosten für Server und Serverlizenzen, Archivierungskosten, Programmaktualisierungen und manuelle Backups entfallen damit für den Tiresoft-III-Nutzer. Somit erscheint das System für die heutigen und zukünftigen Anforderungen im Zeitalter der Internet-Cloud bestens gerüstet. Die Anbindung von mobilen Konzepten (iPad, Smartphone, iPhone, Social Media, elektronischen Luftdruckmesssystemen etc.) ist bereits in der Umsetzung. Zudem ist Tiresoft III schon jetzt von jedem internetfähigen Endgerät weltweit aufrufbar. Die Handelspartner können somit jederzeit von jedem Ort auf die aktuellen Geschäftszahlen zugreifen. dv Präsentation von Tiresoft III


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Eine Million Besucher auf der Website der Bridgestone-Kampagne „Everywhere“ In weniger als zwei Monaten hat die neue Bridgestone-Website für die „Everywhere“-Kampagne in ganz Europa die Marke von einer Million Besuchern geknackt. Die Kampagne basiert auf dem Bridgestone-Slogan „Your Journey, Our Passion“ und bietet dem Besucher die interaktive Möglichkeit, sein eigenes Road-Trip-Video mit personalisierten Filmszenen zu kreieren. ake Rønsholt, General Manager Corporate and Brand Communications bei Bridgestone Europe: „Bridgestone ist absolut begeistert von den positiven Reaktionen auf die neue Markeninitiative. Reifen sind für viele Menschen ein LowInvolvement-Produkt; mit Hilfe von ‚Everywhere’ kommen wir mit den Endverbrauchern auf einer Ebene ins Gespräch, die weitaus wichtiger für sie ist: ihre Reisen. Gleichzeitig bieten wir Ihnen Unterhaltung, Informationen und interessante Fakten. Und natürlich zeigt die Einbindung unserer Initiative in Social Media, wie sehr die Besucher das Erlebnis genießen und wertschätzen.“ Die Kampagne „We’ve been everywhere“ beinhaltet verschiedenste Elemente wie zum Beispiel Wettbewerbe, interaktive Games und Events, bei denen man tolle Preise gewinnen kann. Motorradfans konnten beispielsweise ein MotoGP-VIP-Wochenende gewinnen und dabei den mehrfachen Weltmeister Valentino Rossi treffen. Neben dem „Road-Trip-Creator“ und dem Valentino-Rossi-Gewinnspiel stießen auch das interaktive „Zelt“-Spiel und die „Tattoo“Seite auf das Interesse der Besucher. Derek Turner-Smith, CEO von JWT International, der Werbeagentur, die hinter der Initiative steht: „Es ist fantastisch zu sehen, wie Menschen in ganz Europa sich auf diese Weise für die Marke interessieren. Dies bestätigt unseren Ansatz für die Schaffung innovativer Lösungen, die Marken erlebbar machen.“ Die starke und kreative Partnerschaft zwischen Bridgestone Europe, JWT, die das Konzept entwickelt und umgesetzt hat, und

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PhD, die für die Medienkampagne zuständig ist, hat zu einem ganz anderen und innovativen Kampagnenkonzept geführt. Die Initiative soll jedoch keineswegs nur eine kurzfristige Angelegenheit sein: Bridgestone Europe strebt vielmehr an, das ganze Jahr über mit den Endverbrauchern in Beziehung zu treten. Dr. Ivana Uspenski, Account Director von PhD: „Bridgestone ist derselben Meinung wie wir, dass die effektive Bekanntmachung und Verbreitung der Website durch die Medienagentur PhD über Facebook, Internetbanner und andere Mechanismen eine wichtige Rolle bei der Erreichung einer solch hohen Trefferquote spielte. Allein in den ersten Monaten der Kampagne haben die Medienaktivitäten mehr als 20.000 neue Facebook-Fans generiert.“ dv

Aufs Ersatzrad mögen europäische Autofahrer nicht verzichten Im Rahmen einer europaweiten Umfrage hat Bridgestone 3.000 Menschen zum Thema Autofahren befragt. Dabei ging es unter anderem um solche Dinge wie etwa, auf welcher Strecke man gerne reisen würde (von Barcelona nach Monaco), wen man unterwegs am liebsten auf dem Beifahrersitz neben sich sitzen hat (65 Prozent nannten ihren Lebenspartner, nur ein Prozent die Schwiegermutter), welchen Song man für die Fahrt wählen würde („Beautiful Day“ von U2) oder was für Sorgen einen rund um die Fahrt am meisten beschäftigen (Staus). Aber natürlich wurden dabei auch reifenrelevante Fragen gestellt. So beispielsweise, wie oft der Reifendruck geprüft wird oder ob dies vor Antritt einer längeren Reise zum Standard gehört. Ergebnis: Von den in

Deutschland befragten Autofahrern sollen 67 Prozent gesagt haben, dass sie den Fülldruck vor Fahrtantritt überprüfen – bei den Polen (68 Prozent), Italienern (74 Prozent), Spaniern (80 Prozent) und den Franzosen (84 Prozent) war die Quote demnach höher, bei den Briten (44 Prozent) niedriger. Interessant auch, dass viele der europäischen Autofahrer es nach wie vor als notwendig erachten, ein Ersatzrad mit dabei zu haben. Zwar rangieren Mobiltelefone und Navigationsgeräte in Sachen Wichtigkeit für eine längere Fahrt insgesamt gesehen noch weiter vorn, aber in Spanien wollen immerhin 84 Prozent der Umfrageteilnehmer ein fünftes Rad im Kofferraum ihres Wagens liegen wissen. Für Frankreich nennt Bridgestone eine Quote von 80 Prozent, in Polen

äußerten sich demnach 74 Prozent in diesem Sinne, in Italien 68 Prozent, in Deutschland 67 Prozent und in Großbritannien 31 Prozent. „Diese Umfrage hat einige wirklich interessante und teils lustige Ergebnisse zutage gefördert, die unsere ‚Everywhere’Kampagne unterstützen“, so Andy Dingley, Communications Manager bei Bridgestone für die Region Nord. Gleichzeitig habe man sich gefreut zu sehen, dass sich die Fahrer ziemlich gut auf längere Fahrten vorbereiten und unter den drei wichtigsten Punkten ihrer Checkliste neben einem vollen Tank und der Kontrolle des Motorölstandes eben auch die Überprüfung des Reifendruckes zu finden ist. cm

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Reifen-Wagner R.W. Auto-Technik geht an Pneumobil Die Pneumobil GmbH, ein Unternehmen der deutschen Pirelli-Gruppe, übernimmt zum 1. September 2013 die Reifen-Wagner R.W. Auto-Technik GmbH & Co. KG (Landshut). Der Kaufvertrag wurde am 19. Juli 2013 unterzeichnet, über die Details der Transaktion wurde zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart.

V.l.n.r.: Thomas Wagner (Reifen-Wagner R.W.), Hella Wagner (Geschäftsführerin Reifen-Wagner R.W.) und Christian Mühlhäuser (Geschäftsführer der Pneumobil GmbH)

Mit der Übernahme der Reifen-Wagner R.W. biete die Pirelli-Tochter der Familie Wagner eine zukunftsweisende Lösung für die Fortführung ihrer Betriebe, heißt es in einer Pressemitteilung. Sämtliche Mitarbeiter in den Betrieben und im Vertriebsbereich werden übernommen. Reifen-Wagner R.W. agiert seit über 90 Jahren im bayrischen Markt. In den vergangenen Jahrzehnten entwickelte sich das Unternehmen vom reinen Reifenfachhandel zur Kfz-Meisterwerkstatt mit zehn Niederlassungen in Bayern. Aktuell beschäftigt Reifen-Wagner R.W. mehr als hundert Mitarbeiter. Das Leistungsportfolio umfasst das gesamte Servicespektrum rund ums Fahrzeug, darunter Kfz-Reparaturen aller Art, Fahrzeuginspektionen, Spurprüfungen, Scheibenreparatur/Austausch für Pkw und Lkw sowie zahlreiche weitere Dienstleistungen. Die Standorte in Bayern ergänzen das Pneumobil-Niederlassungsnetz ab dem 1. September 2013. „Es freut uns, dass wir den Verkaufswunsch der Familie Wagner erfüllen und dadurch unsere regionale Präsenz ausbauen können. Dazu gewinnen wir ein erfahrenes Serviceteam und eine erfolgreiche Vertriebsmannschaft“, sagt Christian Mühlhäuser, Geschäftsführer der Pneumobil GmbH. „Wir planen, das gesamte Servicenetz der Reifen-Wagner R.W. fortzuführen. Mithilfe der sehr gut qualifizierten Mitarbeiter können wir unsere Kunden in dieser wirtschaftlich starken Region im Sinne des Premiumgedankens zukünftig noch besser bedienen.“ dv

Wechsel in deutscher Pirelli-Geschäftsführung: Penkert löst Borchert ab

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it Wirkung zum 1. August hat Andreas Penkert (48) – bisher CEO & Director Continental India Ltd. – bei der Pirelli Deutschland GmbH die Geschäftsführung für den Bereich Vertrieb und Marketing übernommen. Er folgt damit auf Michael Borchert (47), der in dieser Funktion seit dem 1. März 2008 verantwortlich war und Unternehmensangaben zufolge während der vergangenen fünf Jahre maßgeblich dazu beigetragen habe, „die Premiumstrategie des Konzerns erfolgreich umzusetzen und die Position der Pirelli Deutschland GmbH kontinuierlich auszubauen“. Er kam 2003 zu Pirelli und wird seinen Nachfolger in die Geschäfte einarbeiten, bevor er das Unternehmen verlässt. Der diplomierte Verwaltungswissenschaftler Penkert wird als exzellenter Kenner der internationalen Reifenund Fahrzeugbranche beschrieben. Seine berufliche Karriere startete er 1991 bei Goodyear in Köln. Für den US-amerikanischen Reifenhersteller übernahm er in den Folgejahren Führungsverantwortung als Director Retail Europe, Managing Director Goodyear Dunlop HS GmbH sowie CEO & Director Goodyear TrentTyre South Africa Ltd., bevor er von 2006 bis 2010 für die Siemens AG als Vice President Global System Engineering Transportation Systems MT und später als CFO Transportation Systems IS im Bereich Verkehrstechnik tätig war, um 2010 dann als CEO & Director Continental In-

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dia Ltd. in die Reifenbranche zurückzukehren. In seiner neuen Funktion berichtet Andreas Penkert an Michael Schwöbel (50), Vorsitzender der Geschäftsführung der Pirelli Deutschland GmbH, sowie an Daniele Deambrogio (44), CEO Central Europe Pirelli Tyre S.p.A. cm

Andreas Penkert (links) übernimmt bei der Pirelli Deutschland GmbH die Geschäftsführung für den Bereich Vertrieb und Marketing und löst damit Michael Borchert ab, der das Unternehmen verlässt


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H. Schulte-Kellinghaus GmbH investiert in Umbau und Personal Bereits unmittelbar nach dem verspäteten Sommerumrüstgeschäft startete bei Premio Reifen+Autoservice H. Schulte-Kellinghaus (Oberhausen) Ende Mai eine seit längerer Zeit geplante Umbauphase.

Großbaustelle bei Premio Reifen+Autoservice H. Schulte-Kellinghaus

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o bleiben bis zur Wintersaison in etwa nur vier Monate Zeit, eine alte Lagerhalle mit ca. 5.000 von insgesamt am Stammsitz gelagerten 18.000 Kundenrädern umzulagern, die im Gebäude bislang ebenfalls untergebrachten Sanitär- und Umkleideräume provisorisch zu verlegen, die Gebäudeteile samt Teile des Schaufensters und der angrenzenden Lkw-/NfzMontagehalle nebst sämtlicher Versorgungsleitungen abzureißen

und größer mit einer deutlich erweiterten Lagerkapazität neu zu errichten. „Die Umbaumaßnahme wurde für uns zwingend notwendig, um am bestehenden Standort weiter zu wachsen, größere Lagerkapazitäten für Kundeneinlagerungen vorzuhalten und last, but not least auch für ein frisches optisches Erscheinungsbild gemäß den neuesten Premio-CI-Richtlinien Sorge zu tragen“, so Dr. Michael Neidhart aus der Geschäftsführung der H. Schulte-Kellinghaus GmbH. „Zum aktuellen Zeitpunkt sind bereits über stolze 75 Tonnen Profilstahl verbaut worden, und erste Ausmaße des neuen Hauptgebäudekomplexes werden erkennbar. Dabei stellt uns alle der Umbau am lebenden Objekt tagtäglich vor neue, nicht vorhersehbare Herausforderungen. Bis heute hat hierauf das gesamte Team flexibel und kurzfristig reagiert, sodass trotz teilweise erheblicher Einschränkungen die Reaktionszeit auf Kundenanfragen nicht angestiegen ist“, ergänzt Neidhart. Auch die weiteren Geschäftsführer Simone Neidhart und Hermann Schulte-Kellinghaus sind sich trotz etwaiger Unwegsamkeiten sicher, den straffen Zeitplan bis zum dann 20-jährigen Firmenbestehen im Oktober 2013 einzuhalten. Das Firmenjubiläum soll dann auch gleich mit einem neuen Innendienstverkäufer und Tuningexperten gefeiert werden. dv

Michael Schwämmlein leitet Alligator-Geschäftsfeld Sensorik urch die Produktfamilie sens.it hat sich der Bereich Sensorik bei Alligator zum wichtigen Standbein entwickelt. Die Leitung dieses Geschäftsfeldes wurde jetzt mit Michael Schwämmlein besetzt. Die Betreuung der Kunden der Alligator-Gruppe erfolgt dabei unverändert weiter von den Standorten Giengen/Brenz (Deutschland), dem Standort Nekla in Polen, Plymouth/MI (USA) sowie von China, Japan und Südkorea aus. Der Dipl.-Ing. (FH) Schwämmlein ist nach seinem Studium der Elektrotechnik seit nunmehr nahezu 25 Jahren im Umfeld der Reifenindustrie und des Handels in Deutschland und Europa verwurzelt. In 15 Jahren im Hause Michelin wechselte er aus dem Bereich der Reifenfertigung aufgrund seines engen Bezuges zum Produkt in den Bereich der Produkttechnik. Einmal in der Vertriebswelt angekommen, übernahm er den Bereich Runderneuerung in Deutschland/Österreich/Schweiz und sammelte anschließend Erfahrungen als Key-Accoun- Manager in der Großflottenbetreuung, der Erstausrüstung und bei Fleet Solutions. Anschließend leitete er fünf Jahre bei Kraiburg Austria die Bereiche Kundenservice und Produktmanagement für die Runderneuerungssparte. Bis zum Frühjahr dieses Jahres verantwortete er bei Rema TipTop als Global Director Business Segment den Automotive-Bereich. Hier übernahm er als Prokurist auch die Ausrichtung des alljährlichen „Round Table Reifentechnik“, einer der wichtigsten Informations- und Kommunikationsplattformen der Reifenbranche in Deutschland.

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Als langjähriges Mitglied im Arbeitskreis Technik des BRV und als Technical Consultant des europäischen Runderneuerungsverbands BIPAVER unterstützte er über Jahrzehnte hinweg die Reifen- und Runderneuerungsbranche bei der Bewältigung der sich ständig weiter entwickelnden Herausforderungen. Auch deshalb ist er in der Branche bestens vernetzt. Diese umfangreiche Erfahrung in der Reifenbranche sieht Alligator „als hervorragende Ba- Jetzt bei Alligator: Michael sis für die Weiterentwicklung dieses Ge- Schwämmlein schäftsfeldes mit seinen vielfältigen und innovativen Produkten“. Die vor ca. vier Jahren in den USA und vor rund einem Jahr in Europa eingeführte Produktlinie sens.it ist neben Komponenten für Reifendrucküberwachungssysteme das am schnellsten wachsende Geschäftssegment der Alligator-Ventilgruppe. Schwerpunkte sind dabei programmierbare Sensoren, welche Originalsensoren ersetzen können und damit zu deutlich geringeren Beständen in den Werkstätten führen, sowie einstellbare und patentierte Ventile, die eine optimale Anpassung an die sich im Markt befindlichen Felgengeometrien erlauben. Im Nutzfahrzeugbereich arbeitet Alligator nach eigenen Angaben aktuell an einer Flotten- und Reifenmanagementlösung, die unter anderem ein permanentes Luftdruckkontrollsystem beinhaltet. dv

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Stellvertretender Ministerpräsident Hessens im Reifenwerk Fulda

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er Hessische Minister für Justiz, für Integration und Europa und stellvertretende Ministerpräsident Jörg-Uwe Hahn informierte sich bei einem Besuch des Goodyear-DunlopReifenwerks in Fulda über die Leistungsfähigkeit des osthessischen Industriestandorts. Das Reifenwerk des Goodyear-DunlopKonzerns in Fulda gehört mit seinen rund 1.450 Mitarbeitern zu den größten Arbeitgebern der Region Fulda und laut Reifenhersteller zu den modernsten im europäischen Konzernverbund. Jörg-Uwe Hahn zeigte sich beeindruckt von der modernen Fertigung und bezeichnete das Werk als „Beispiel für ein erfolgreiches unternehmerisches Engagement in Osthessen“. Goodyear Dunlop zeige, dass die Industrie – mit Spitzentechnologie in der Fertigung und mit innovativen Produkten – in Hessen Zukunft habe. Die Goodyear-Dunlop-Gruppe hat im Reifenwerk Fulda in den vergangenen Jahren kontinuierlich die Fertigungsanlagen modernisiert und die Produktionskapazitäten ausgebaut. So werden heute bis zu 21.000 Reifen der Marken Goodyear, Dunlop und Fulda pro Tag produziert – vor allem Hochleistungsreifen für Fahrzeuge wie SUVs, Reifen bis 20 Zoll und für Pkw mit Grenzgeschwindigkeit bis 300 km/h. Jährlich rollen rund 6,4 Millionen Reifen im Werk Fulda vom Band. „Moderne Produktionstechnologien sind ein wichtiger Beitrag zur Zukunftssicherung unseres Standortes. Wir produzieren hier in

Werksdirektor Jens Pfeffermann (links) und Standortmanager Erik Demmler (rechts) mit Jörg-Uwe Hahn Fulda Hochleistungsreifen, die in der Produktion technisch anspruchsvoll sind. Und diese Reifen sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für unseren Konzern“, so Jens Pfeffermann, Produktionsdirektor des dv Goodyear-Dunlop-Reifenwerks in Fulda.

Teambus von Juventus Turin auf Marathon Coach

Der italienische Fußballmeister fährt Goodyear

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Juventus Turin, zum zweiten Mal in Folge Meister der italienischen Serie A, ist mit dem neuesten Goodyear-Busreifen Marathon Coach unterwegs. Der Reisebus des Meisterteams ist damit bestens für die kommende Saison gerüstet. Schon im Winter vertrauten die italienischen Profis auf Buswinterreifen von Goodyear, um sicher jeden Spielort zu erreichen. Komfort und Zuverlässigkeit sind die wichtigsten Ansprüche des Teams an seine Reifen. Goodyear ist seit der Saison 2011/2012 offizieller Reifenlieferant von Juventus Turin. Der Marathon Coach ist ein Reifen für alle Achspositionen, der das ganze Jahr über gefahren werden kann – und der erste speziell für Reisebusse entwickelte Reifen von Goodyear. Er verfügt über ein asymmetrisches Design, das der ungleichmäßigen Reifenabnutzung entgegenwirkt, die auf der Lenkachse vieler moderner Reisebusse zu beobachten ist. Der Marathon Coach verfügt über eine TravelMax genannte Kombination von Technologien. Zu diesen Technologien gehören unter anderem die Silefex-Laufflächenmischung, das asymmetrische Design und eine spedv zielle Karkassgeometrie.


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Zweiter Top-Performer 2013 der GDHS: Premio Zink & Hirschkorn

Ein eingespieltes Team, Vertrauen und viel Engagement, auch in der Zusammenarbeit mit dem Systemgeber, das sind für die Geschäftsführer des Premio-Betriebes in Friedberg, Burkhard Zink und Joachim Hirschkorn, die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Unternehmensführung. Dafür und für ihren Einsatz im Rahmen des Rollouts des neuen Warenwirtschaftssystems Tiresoft III wurde der Betrieb nun von der GDHS als Top-Performer ausgezeichnet.

Die Inhaber und Geschäftsführer Joachim Hirschkorn (links) und Burkhard Zink or 13 Jahren starteten die Inhaber Joachim Hirschkorn und Burkhard Zink ohne bestehenden Betrieb direkt als Premio-Partner. „Wir haben, wie man so schön sagt, das Geschäft auf der grünen Wiese gebaut. Damit sind nicht nur wir, sondern auch der Systemgeber ein hohes Risiko eingegangen. Wir fühlten uns von Anfang an als Partner der GDHS zum Erfolg verpflichtet“, erklärt Joachim Hirschkorn. Die Erfolgsgeschichte des Betriebes ist vor allem dem unternehmerischen Denken der beiden Unternehmer zu verdanken. „Alles steht und fällt mit dem Team. Wir führen den Betrieb mit einer flachen Hierarchie und kurzen Kommunikationswegen“, so die Geschäftsführer. Voraussetzung dafür sei, dass die einzelnen Mitarbeiter absolut in das Team passen. Darum bildet der Betrieb diese in erster Linie selbst aus. Dieses Vorgehen hat sich bereits an örtlichen Schulen herumgesprochen, und hin und wieder erhält der Premio-Partner Anrufe von Lehrern, die ihm Schüler für ein Praktikum empfehlen. Derzeit beschäftigt der Betrieb zwei Auszubildende, einen in der Werkstatt und einen im Verkauf.

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Die „Wohlfühlstimmung“, die die Geschäftsführer nach innen tragen, spielt aber auch bei der Außenwirkung eine führende Rolle. Auch dadurch erklärt sich der hohe Stammkundenanteil des Betriebes. „Wir pflegen einen sehr persönlichen Kontakt zu unseren Kunden. Wenn jemand in das Geschäft kommt, kenne ich in den allermeisten Fällen nicht nur den Namen, sondern weiß auch etwas über die Person. Jeder hat bei uns das Gefühl, besonders wichtig zu sein, was gerade im Saisongeschäft häufig zu einer Herausforderung wird. Dennoch wissen unsere Kunden diese Nähe sehr zu schätzen“, erklärt Hirschkorn. Die positive Atmosphäre hat der Betrieb mit einer Neugestaltung des Verkaufsraums unterstrichen: „Von einem schönen Teller isst man schließlich lieber“, lacht Zink. Für den Erfolg ihres Unternehmens machen sie aber nicht allein ihre eigene Unternehmensphilosophie verantwortlich. Die klare Führung und die Werkzeuge von Premio bieten für sie die optimalen Grundlagen: „Das Konzept und die Rahmenbedingungen von Premio mit Gebietsmanagern, Tagungen, eigener Warenwirtschaft Tiresoft III und Werbung passen zum Markt und helfen einem, seine Ziele auch wirklich zu erreichen. Natürlich hat sich in den vergangenen Jahren viel verändert, zum einen die Anforderungen aus dem Markt, zum anderen ist das Netz gewachsen, aber gerade die menschliche Unterstützung der Zentrale motiviert mich weiterhin, mich ebenfalls zu engagieren“, so Hirschkorn. Ganz besonders deutlich wird die gelebte Partnerschaft von Premio und Zink & Hirschkorn bei der Unterstützung und Entwicklung des Bausteins Tiresoft III. Der Betrieb ist der erste, der bereits während der Umrüstphase mit dem neuen Warenwirtschaftssystem live gearbeitet hat. „Unser ganzes Team ist in besonderer Weise dabei gefordert. Aber mit unseren Ergebnissen und Anregungen können wir die ganze Gruppe weiterbringen“, erklärt Hirschkorn. „Wir sind stolz, dazuzugehören.“ dv

Das Team von Premio Reifen und Autoservice Zink & Hirschkorn in Friedberg

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Kurzgefasst. Fünf Jahre LanxessBildungsinitiative Die Bildungsinitiative von Lanxess wurde vor fünf Jahren aus der Taufe gehoben. Seit 2008 fördert das Unternehmen gezielt den NaLanxess denkt schon an die ganz turwissenschaftsunjungen Schüler terricht in Schulen, unter anderem durch themenspezifische Projektwochen, Wissenswettbewerbe sowie Sach- und Geldspenden. Seit Ende vergangenen Jahres verteilt der Konzern zum Beispiel eigens für den Unterricht mit Primarstufenschülern entwickelte Chemieexperimentierkoffer. Bisher hat der Konzern rund sechs Millionen Euro in Bildungsprojekte investiert, davon allein vier Millionen Euro in Deutschland. Lanxess hat damit weltweit in etwa 200 Projekten um die 100.000 Kinder, Jugendliche und dv junge Erwachsene erreicht.

Bekanntheit von Lanxess deutlich angestiegen Die diesjährige Lanxess-Hauptversammlung fand bereits zum fünften Mal in der „Lanxess Die „Lanxess Arena“ hat maßgeblich zur Arena“ statt, die größeren Bekanntheit des Unternehmens nun seit genau beigetragen fünf Jahren den Namen des Spezialchemiekonzerns trägt. Seit der Namensgebung im Juni 2008 ist die Bekanntheit des Unternehmens in der deutschen Bevölkerung um knapp 30 Prozent gestiegen. Das ergab eine Onlineumfrage unter rund 500 Wirtschaftsinteressierten in Deutschland, die im März 2013 durchgeführt wurde. Nachdem die Arena im vergangenen Jahr mit fast 1,5 Millionen Besuchern den ersten Platz im deutschen Zuschauerranking einnahm, hat sie im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs zusätzlich Platz drei im weltweiten Ranking unter den Multifunkdv tionsarenen belegt.

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Modernstes Butylkautschukwerk Asiens von Lanxess eingeweiht Lanxess hat auf einem Festakt mit rund 400 Gästen planmäßig sein neues Butylkautschukwerk auf Jurong Island in Singapur eröffnet. Für die Anlage mit einer Kapazität von 100.000 Tonnen hat der Spezialchemiekonzern rund 400 Millionen Euro investiert. In dem Werk entstehen etwa 160 neue hochqualifizierte Arbeitsplätze, die überwiegend lokal besetzt werden. Die Anlage gilt als die modernste ihrer Art in Asien und wird Premium-Halobutylkautschuk sowie StandardButylkautschuk herstellen. Das deutsche Chemieunternehmen ist damit der erste Hersteller von Butylkautschuk mit einem eigenen globalen Produktionsnetzwerk. Mit der Neueröffnung in Singapur und den bereits bestehenden Butylkautschukwerken in Sarnia (Kanada) und Zwijndrecht (Belgien) ist man nun mit modernen Anlagen auf drei Kontinenten vertreten. Die Butylkautschukanlage in Singapur wurde bereits im ersten Quartal 2013 in Betrieb genommen und schrittweise hochgefahren. Im dritten Quartal dieses Jahres startet die kommerzielle Produktion. Die volle Kapazität wird die Anlage voraussichtlich im Jahr 2015 erreichen. „Mit der bisher größten Investition in unserer Unternehmensgeschichte unterstreichen wir den Stellenwert des Standorts Asien für unser Geschäft mit synthetischen Kautschuken“, so der Lanxess-Vorstandsvorsitzende Axel C. Heitmann während der Eröffnungsfeier. „Beim Bau dieses Butylkautschukwerks hatten wir immer die Zukunft der Mobilität im Sinn. Wir denken und handeln vorausschauend und nachhaltig.“ An der Eröffnungszeremonie nahmen unter anderem auch der stellvertretende Ministerpräsident von Singapur Teo Chee Hean, die Deutsche Botschafterin in Singapur Angelika Viets sowie der Leiter des Lanxess-Geschäftsbereichs Butyl Rubber Ron Commander teil. Teo Chee Hean: „Lanxess nutzt Singapur als Ausgangspunkt für das gesamte Asiengeschäft. Auch andere Unternehmen weiten ihre Aktivitäten in Singapur aus – sei

es durch neue Firmensitze oder Forschungseinrichtungen. Wir hoffen, dass sich daraus eine Reihe von neuen Karrieremöglichkeiten im Chemiesektor für die Singapurer ergibt. Ich möchte Lanxess herzlich zur Eröffnung des ersten Butylkautschukwerks in Asien gratulieren. Wir freuen uns auf viele weitere Jahre der erfolgreichen Zusammenarbeit.“

Megatrend Mobilität In den kommenden Jahren werden für den Butylkautschukmarkt durchschnittliche Wachstumsraten von fünf Prozent erwartet, getrieben von der rapiden Entwicklung des Megatrends Mobilität, vor allem in Asien. Etwa drei Viertel ihres Umsatzes erzielt die Business Unit Butyl Rubber mit der Reifenindustrie. Mehr als die Hälfte des Umsatzes kommt aus dem asiatischen Raum. Allein in China und Indien soll sich zum Beispiel vor allem aufgrund der wachsenden Mittelschicht die Anzahl der Pkw in den nächsten 15 Jahren mehr als verdreifachen. Zudem werden zunehmend Radial- und schlauchlose Reifen für Nutzfahrzeuge wie Busse und Lkw in Indien und China genutzt. Bei modernen Radialreifen besteht die innerste Schicht aus Halobutylkautschuk. Hier eingesetzt, sorgt der Kautschuk durch seine Gasundurchlässigkeit dafür, dass der Reifendruck länger konstant bleibt. Somit werden Treibstoff gespart und CO2-Emissionen reduziert. Ein neues Einsatzgebiet für Halobutylkautschuk ist die Lauffläche des Reifens. Dort eingesetzt, verbessert Bromobutylkautschuk (ein Halobutylkautschuk) sowohl die Bodenhaftung als auch das damit verbundene Nassbremsverhalten bei gleichbleibendem Rollwiderstand. Auch in pharmazeutischen Verschlüssen und Abdichtungen kommt Halobutylkautschuk zum Einsatz. Der Spezialkautschuk ist sogar in einigen asiatischen Ländern gesetzlich vorgeschrieben, zum Beispiel in China. In Asien haben einige der weltgrößten Hersteller solcher Produkte für


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den pharmazeutischen Markt ihren Sitz. Der Pharmaanteil am Lanxess-Butylkautschukgeschäft liegt bei rund zehn Prozent. Weitere Einsatzmöglichkeiten von Butylkautschuk sind Schutzkleidung, Schuhsohlen, Klebstoffe und Kaugummi. Auch in Klimaanlagen von Automobilen sowie Tankauskleidungen bewährt sich die Gasundurchlässigkeit und Chemikalienbeständigkeit des Kautschuks.

Hochkomplexes Herstellungsverfahren Die Herstellung von Butylkautschuk ist hochkomplex und erfordert Prozessschritte bei Temperaturen zwischen minus 100 und plus 200 Grad Celsius. Das bislang bekannte Produktionsverfahren für Butylkautschuk wurde komplett überarbeitet und kommt nun in Singapur zum Einsatz. Rund zehn Prozent der Investitionssumme sind in Technologien geflossen, die das neue Butylkautschukwerk umweltverträglicher machen. So wird beim Herstellungsprozess deutlich weniger Dampf als in vergleichbaren Anlagen benötigt, was zu einem geringeren Energieverbrauch führt. Die thermische Abgasanlage behandelt die im Produktionsprozess anfallenden chemischen Verbindungen, sodass die Umwelt nicht beeinträchtigt wird. „Die angewendeten Verfahren belegen unsere weltweite Führungsposition. Ich bin stolz darauf, dass wir damit einen neuen Standard in der Industrie setzen“, kommentiert Ron Commander.

Eindrucksvoller Komplex von Lanxess in Singapur

Optimale Bedingungen in Singapur Die Butylkautschukanlage wurde von der Foster Wheeler Asia Pacific Pte. Ltd. auf einem 150.000 Quadratmeter großen Gelände auf Jurong Island in Singapur geplant und gebaut. Das Grundstück wurde von der JTC Corporation, einer Körperschaft des Ministeriums für Handel und Industrie in Singapur, geleast. Die der Hauptinsel vorgelagerte Insel Jurong Island ist auf die chemische Industrie ausgerichtet und bietet mit seiner Infrastruktur optimale Bedingungen für Lanxess. So ist beispielsweise die langfristige Belieferung mit Isobuten, einem wichtigen Rohstoff zur Produktion von Butylkautschuk, durch eine benachbarte Raffinerie sichergestellt.

Ebenfalls auf Jurong Island baut Lanxess seit vergangenem Jahr eine neue Produktionsanlage für Neodymium-basierten Performance-Butadien-Kautschuk (Nd-PBR). Durch ihre Nachbarschaft mit der Butylkautschukanlage ergeben sich für das Unternehmen wertvolle Synergien, zum Beispiel durch gemeinsame Infrastruktur und Logistik. Lanxess beschäftigt aktuell rund 380 Mitarbeiter in Singapur. Der Standort ist ein wichtiger Knotenpunkt für das Unternehmen in Südostasien und Asien-Pazifik. Singapur ist seit 2010 der globale Hauptsitz der Business Unit Butyl Rubber. Die Business Unit Butyl Rubber ist Teil des Segments Performance Polymers, das 2012 einen Umsatz von 5,2 Milliarden Euro dv erzielte.

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Aeolus Tyres stellt Reifensortiment in Italien vor Thomas Wohlgemuth: Anerkennung über die Jahre verdienen Unter dem Motto „Drive Smarter“ stellte Aeolus Tyres kürzlich sein neues Sortiment an Pkw-, SUV- und LLkw-Reifen vor. Zu der Zusammenkunft in der Toskana hatte Thomas Wohlgemuth, WesteuropaManager der chinesischen Reifenmarke, gemeinsam mit dem italienischen Vertriebspartner Intergomma eine Gruppe an Händlern geladen und diesen dabei insbesondere einen ersten Blick auf den neuen Aeolus „GreenAce AG02“ sowie die Möglichkeit gewährt, den Pkw-Sommerreifen auf der Straße direkt selbst zu testen. Für den 2004 gegründeten Reifenhersteller Aeolus Tyres, der zum KongloTesten ist für Aeolus Tyres überaus merat ChemChina gehört, hätten Praxiswichtig, folglich konnten die Teilnehmer tests stets eine zentrale Rolle in der Entdes „Drive-Smarter“-Events alle Reifen wicklung neuer Produkte gehabt, wesweselber ‚erfahren’ gen man auch jetzt den Handelspartnern die Gelegenheit habe geben wollen, die Pkw-, SUV- und LLkw-Reifen anknüpfen, Dabei passt es ins Bild, dass WohlgeReifen selber „zu erfahren“, so Wohlgekonnten die Gäste Ende Juni in der Toskana muth sich mit der Pkw-Reifenmarke Aeolus muth im Gespräch mit unserem italienierfahren. „Wir sind uns der Tatsache bewusst, nicht von Anfang an „aggressiv“ aufdrängen schen Schwestermedium PneusNews.it.

Im Rahmen der Präsentationen erläuterte der deutsche Aeolus-Vertriebsverantwortliche – der Hersteller vermarktet Reifen seines Consumer-Segmentes selber in Europa – etwa die Eigenschaften der aktuellen Produkte, die Ergebnisse durchgeführter Reifentests und geplante Weiterentwicklungen des Aeolus-Reifensortiments. Es sei die Strategie von Aeolus Tyres, den europäischen Markt schrittweise zu penetrieren. „Wir wollen Reifen produzieren, die sich über die klassische Trennung zwischen Budgetund Premiumreifen hinwegsetzen. Wir wünschen uns die größtmögliche Vielfalt an Kunden, und das mit einem Sortiment, das in alle drei klassischen Marktsegmente passt“, so Wohlgemuth weiter. Aeolus Tyres ist bereits seit Jahren mit einem umfangreichen Sortiment an OTRReifen am Markt aktiv, diese werden unter anderem für die deutschsprachigen Märkte über den Großhändler Heuver Banden (Niederlande) vertrieben. Diese Reifen würden Preis und Qualität ideal miteinander verbinden, so Wohlgemuth. An diesen Erfolg wolle Aeolus Tyres jetzt mit dem Sortiment an

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dass unsere Marke derzeit als Budgetmarke wahrgenommen wird“, so Wohlgemuth weiter, „wir sind uns aber sicher, diese Wahrnehmung ändern zu können.“ Dass dies möglich sei, unterstrich er mit einem Verweis auf den Umfang der Tests, die stattfänden, bevor ein Reifen auf den Markt kommt. So hatte etwa der chinesische Hersteller die Einführung seiner Pkw-Reifen in Europa eigens um ein Jahr verschoben, „um alles richtig zu machen, mit Ernsthaftigkeit“. Die aktuellen Winterreifen wurden in Finnland getestet, während im Juli die Sommerreifen bei der britischen MIRA getestet wurden.

will, wie er sagt. Vielmehr wolle man sich Respekt und Anerkennung über die Jahre verdienen, dies werde auch durch ein entsprechendes Marketingkonzept untermauert. Auch setze Aeolus Tyres großen Werk darauf, nicht Quantität in der Produktionsstätte in China zu fertigen (deren Kapazität liegt aktuell dennoch bereits bei 13 Millionen Reifen jährlich und soll bis 2015 sogar noch verdoppelt werden), sondern Qualität. Dies sei einfach unerlässlich, um auf reifen Märkten wie denen in Europa Fuß fassen zu können. Selbst wenn dies sieben oder acht Jahre dauere, sei das kein Problem, so der Aeolus-Vertriebsverantwortliche, der parallel dazu ein Vertriebsbüro in Deutschland aufbauen will. ChemChina hat bereits über 156 Millionen US-Dollar in das Pkw-Reifenprojekt investiert. Innerhalb weniger Jahre sollte der Hersteller aber zu den größten PkwReifenherstellern des Landes aufschließen und zu den 20 größten Reifenherstellern der Welt zählen. moreno.gioli@pneusnews.it/ab

Das Aeolus-Sortiment umfasst auch Winterreifen


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Pneu-Expo-Termin 2014 steht – Messe künftig immer im Reifenmesse-Jahr ter, man wolle eine alle zwei Jahre stattfindende Messe etablieren; dieser Plan wurde durch den Erfolg der ersten Messe geändert: Die „Pneu Expo“ sollte fortan jährlich stattfinden. Nun ändern die Veranstalter ihren Plan erneut und betonen in einer Mitteilung, dass die „Pneu Expo“ nach der Veranie Veranstalter der französischen Reifenmesse „Pneu Expo“ haben nun den Termin für die nächstjährige Veranstaltung angekündigt. Demnach wird sich die Reifenbranche am 9. und 10. April 2014 wieder in Lyon treffen. In diesem und dem Jahr davor, dem Auftaktjahr, hatten die Besucher noch drei Tage Zeit, die Ausstellerstände zu besuchen. Den Veranstaltern zufolge komme man dadurch den unter ständigem Zeitdruck stehenden Verkaufsteams und Ausstellern entgegen. Die „Pneu-Expo“-Veranstalter rechnen unterdessen wieder mit rund 3.000 Besuchern und über 100 Ausstellern. Die „Pneu Expo“ findet im EurexpoMessezentrum von Lyon statt. Auch 2014 will man wieder ein umfassendes Rahmenprogramm anbieten, zu dem etwa Konferenzen gehören sollen. Als die Auftaktveranstaltung der „Pneu Expo“ 2012 in Lyon stattfand, hieß es vonseiten der Messeveranstal-

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staltung 2014 wieder alle zwei Jahre (stets in geraden Jahren, wie auch die Reifenmesse in Essen) stattfinden soll. Mit dieser Entscheidung folge man dem allgemeinen Wunsch von Ausstellern und Besuchern, ab heißt es dazu.

RESERVIERUNGEN FÜR DIE REIFENMESSE 2014 BESSER ALS ZUVOR Die Messe Essen bestätigt noch einmal offiziell den Termin für die Reifenmesse im kommenden Jahr. Wie die Veranstalter der „weltweit größten Leistungsschau der Reifenindustrie“ mitteilen, trifft sich die Branche wieder vom 27. bis 30. Mai 2014 in Essen. Im Rahmen der 28. Internationalen Reifenmesse stellen wieder Aussteller aus aller Welt ihre neuesten Produkte und Weiterentwicklungen vor. „Die internationale Reifenmesse ist das Innovationsforum für alle wichtigen Branchenbereiche wie Neureifen, Vulkanisation, Reifenerneuerung, Handel und Dienstleistungen sowie Reifenund Fahrwerkstechnik. Die Nachfrage von Ausstellern ist hoch: Schon jetzt sind mehr Quadratmeter Ausstellungsfläche vermietet als zum Vergleichszeitpunkt vor zwei Jahren“, heißt es dazu in einer Mitteilung. Zusätzlich zeichne sich ab, dass zahlreiche Unternehmen 2014 ihre Premiere auf der Reifenmesse planen. Die Hersteller der besten Neuheiten können sich erneut Hoffnungen auf den sogenannten „Reifen Innovation Award“ machen. Der „Oscar“ der Reifenbranche wird in den drei Kategorien „Technik und Produkte“, „Dienstleistungs-, Servicekonzepte & Prozessoptimierung“ sowie ab „Umwelt- und Ressourcenschonung“ verliehen.

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Ettlinger rettet drei Frauen vor Feuertod und wird „Held der Straße“ Durch ein beherztes Bremsmanöver konnte Wilhelm Dirkmann aus Ettlingen am 17. April 2013 auf der A8 bei Karlsruhe drei Frauen vor dem Flammentod retten. Der 45jährige IT-Berater bemerkt einen qualmenden Pkw vor sich auf der Autobahn und handelt umgehend: Er setzt sein Fahrzeug vor den offenbar bremsunfähigen Pkw, bringt diesen zum Stehen und hilft den drei Insassen, das Fahrzeug zu verlassen, bevor dieses komplett ausbrennt. Für sein vorbildhaftes Handeln haben Goodyear und der Automobilclub von Deutschland (AvD) Wilhelm Dirkmann zum „Held der Straße“ des Monats Juli gekürt. Im Rahmen der Verkehrssicherheitsaktion werden das ganze Jahr Menschen ausgezeichnet, die besonnen, mutig und selbstlos andere Verkehrsteilnehmer vor Schaden bewahrt und so für mehr Sicherheit im Straßenverkehr gesorgt haben. ilhelm Dirkmann ist am späten Nachmittag auf dem Rückweg von einem Kundentermin zurück nach Ettlingen. Nachdem er auf die A8 gewechselt ist, entdeckt er vor sich auf dem abschüssigen Wolfartsweierer Hang bei Karlsruhe einen Pkw, der Flüssigkeit verliert und zu qualmen beginnt. Plötzlich beginnt das Heck des Wagens zu brennen. Im Inneren des Pkw bildet sich starker Rauch, sodass die drei Frauen ihre Köpfe aus den Fenstern strecken. Gleichzeitig wird der Wagen immer schneller. Dem IT-Fachmann ist sofort klar, dass diese Situation

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Wilhelm Dirkmann: „Held der Straße“ des Monats Juli

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schnelles Handeln erfordert. Er überholt, setzt sein Auto vor den brennenden Wagen und lässt ihn vorsichtig auffahren. Nach weniger als zwei Minuten schafft er es durch dieses außergewöhnliche Bremsmanöver, den in Flammen stehenden Pkw auf dem Standstreifen zum Stehen zu bringen. Dann hilft er sofort den drei Frauen aus dem Fahrzeug und bringt sie hinter der Leitplanke in Sicherheit. Kurz danach fängt das komplette Auto Feuer und brennt vollständig aus. Die 31-jährige Fahrerin und ihre beiden Begleiterinnen erlitten dank dem schnellen Eingreifen von

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Wilhelm Dirkmann nur leichte Rauchvergiftungen und wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Aufgrund seines vorbildlichen Verhaltens wurde Dirkmann nicht nur zum „Held der Straße“ Juli gekürt, neben der Auszeichnung erhält er ferner vom Automobilpartner Hyundai vier Eintrittskarten für das Legoland sowie ein Erste-Hilfe-Set von Goodyear. Die Preise werden vom ortsansässigen Hyundai Autohaus Wolbert GmbH in Nordhorn übergeben. Neben einem Pokal, der Wilhelm Dirkmann als Held der Straße auszeichnet, erhält er zudem eine kostenlose Mitgliedschaft im AvD für ein Jahr, damit er auch in Zukunft sicher und jederzeit im Straßenverkehr mobil ist. Goodyear und der AvD suchen Monat für Monat mutige und selbstlose Helden wie Wilhelm Dirkmann. Bewerben kann sich jeder über die Internetseite www.held-derstrasse.de Auf den aus allen „Helden“ gewählten „Held des Jahres 2013“ wartet das sportliche i30 Coupe des Automobilpartners Hyundai mit einer Autoversicherung der Allianz für ein Jahr. Unterstützt wird die Aktion unter der Schirmherrschaft des Bundesverkehrsministers Dr. Peter Ramsauer sowie durch die beiden Zeitschriften Auto Test und Trucker. Da zahlreiche „Helden“ ihre Taten nicht als besonders heldenhaft ansehen, bleiben sie oft unentdeckt. Deshalb sind auch alle angesprochen, die einen möglichen „Held der Straße“ kennen und ihn vorschlagen möchten. Schriftliche Bewerbungen nimmt die Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH, Abteilung Kommunikation, Stichwort „Held der Straße“, Dunlopstraße 2, 63450 Hanau, oder per Telefon unter 0221/97666-494 bzw. Fax unter 0221/97666-9324 entgedv gen.


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Hamburger Schaufelraddampfer als Werbeplattform für Goodyear

Eine besondere Maßnahme: Goodyear hat die Einführung des neuen EfficientGrip Performance auf einem Hamburger Schaufelraddampfer beworben it einer ungewöhnlichen Marketingmaßnahme hat Goodyear die Einführung seines neuem Sommerreifens EfficientGrip Performance begleitet. Dazu wurde das Schaufelrad eines Schaufelraddampfers mit einer Spezialkonstruktion verkleidet und verwandelte dieses in einen überdimensionalen Reifen. Zu sehen war das Reifen-Schaufelrad am auf der populären „Louisiana Star“, die im Hamburger Hafen sowie im Elbkanal ihre Runden dreht. „Diese ungewöhnliche Werbeplattform ergänzt unsere klassische

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Anzeigenkampagne zum neuen Produkt“, sagte Fabian Schreiber, Marketingmanager von Goodyear. „Wir versprechen uns mit dieser neuen Form der Werbeansprache ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit und rechnen mit mehr als 80.000 Kontakten täglich.“ Die am Schaufelrad angebrachte und bedruckte Reifenfläche hat einen Durchmesser von über sieben Metern und eine Fläche von 80 m². Zugleich soll die Aktion auch ein wesentliches Leistungsmerkmal des neuen Reifens transportieren: die ausgezeichnete Nasshaftung. Dies beweise der neue Effi-

cientGrip Performance mit seinen Einstufungen nach dem EU-Reifenlabel. In der Kategorie Nasshaftung verfügt er mit über 80 Prozent seiner erhältlichen Größen über die Bestnote „A“. Konzipiert wurde die Hamburger Schaufelraddampferidee von Leo Burnett Deutschland. Die Agentur entwickelte auch den neuen Goodyear-Kampagnenauftritt mit dem Slogan „Made to feel good“, in deren Mittelpunkt die stärkere emotionale ab Ansprache der Verbraucher steht.

„Flügelschuh“ von Goodyear eines der ältesten US-Firmenlogos Manch einer mag ja glauben, das Luftschiff „Blimp“ sei das Wahrzeichen Goodyears. Zu den ältesten und den bekanntesten Logos in den Vereinigten Staaten gehört aber der „Flügelschuh“ des Reifenherstellers, wie eine US-Zeitung schreibt. Als ältestes Firmenwahrzeichen gilt in dieser Liste das des Traktorherstellers John Deere aus dem Jahre 1876. Der „Wingfoot“ von Goodyear, Firmengründung 1898 durch Frank Seiberling, gehört mit seinem Geburtsjahr 1900 ebenfalls zu den älteren Logos. Es geht zurück auf den Götterboten Hermes (bzw. Merkur), der sich laut Mythologie schneller bewegen kann als das Licht, weil je zwei kleine Flügel an seinem Schuhwerk dv angebracht sind.

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19 neue „Juniormanager“ Marc Johann, Vorsitzender des Prüfungsausschusses, konnte 19 neuen Juniormanagern/innen zum Bestehen ihrer Prüfung gratulieren. Der diesjährige BRV-Juniormanagerlehrgang, für den Vredestein wie schon in den Jahren zuvor das Sponsoring übernommen hatte, fand in Rösrath statt. Der Lehrgang wendet sich an die Nachwuchsführungskräfte im Reifenfachhandel. Themeninhalte sind: · Markt und Wettbewerb im Handel mit Reifen · Handelsmarketing · Recht · Betriebswirtschaftslehre · Personalführung,Mitarbeitermotivation, Führungsverhalten. Das Produkt Reifen werde durch immer neu hinzukommende Themen – wie z.B. WdK-zertifizierter Reifenfachhandel, EUReifenlabel und RDKS – zunehmend komplexer. Parallel dazu sei es eine bedauerliche Tatsache, dass der Reifenfachhandel von Jahr zu Jahr Distributionsanteile an konkurrierende Distributionskanäle verliere, so Johann anlässlich der Zeugnisvergabe und appellierte zugleich: „Versäumen Sie es auch in Zukunft nicht, sich mit den anstehenden Themen vertraut zu machen. Nur durch Kompetenz können Sie Ihre Kunden vom Reifenfachhandel als ersten Ansprechpartner ,rund ums Rad’ überzeugen und sich im Wettbewerb behaupten!“

Die frisch diplomierten Juniormanager/innen

Dass die Investition in das Know-how der Mitarbeiter nicht vergeblich ist, beweisen bereits die Prüfungsergebnisse der frisch diplomierten Teilnehmer/innen am BRV-Juniormanagerlehrgang: Der Notenspiegel der Teilnehmer/innen lag bei knapp 1,8. Lehrgangsbester wurde Sandro Wadtosch von Pneuhage mit der Note 1,1. Auch im kommenden Jahr 2014 wird der BRV wieder drei Reifenfachverkäufer- sowie einen Juniormanagerlehrgang organisieren. Die ausführlichen Ausschreibungsunterla-

gen mit den neuen Terminen zu den Lehrgängen in 2014 können sich Interessierte ab September/Oktober auf der BRV-Homepage downloaden unter: http://www.brvbonn.de/Aus-und-Weiterbildung.34.0.html (oder www.brv-bonn.de, Menüpfad Unternehmer/Aus- und Weiterbildung/BRV-Lehrgänge). Interessenten können sich auch direkt an die BRV-Geschäftsstelle wenden. Ansprechpartnerin ist Nicole Müller, Tel. 0228/2899473 bzw. n.mueller@bundesverband-reifenhandel.de. dv

Neues GDHS-Onlinetrainingscenter Seit Anfang Juli steht das neue Onlinetrainingscenter für die Partner der Goodyear Dunlop Handelssysteme (GDHS) in neuer Form und mit vielen neuen Funktionen zur Verfügung. „Bei der Weiterentwicklung der Plattform wurde besonders darauf geachtet, gewohnte Funktionen zur Nutzung beizubehalten und Neuerungen so einzubinden, dass diese intuitiv gefunden und bedient werden können“, erklärt Christian Lehmann, Operation Manager des Trainingscenters. arüber hinaus wurde der Zugang noch komfortabler gestaltet: Ohne erneute Anmeldung erreichen Partner das Trainingscenter über einen Link direkt aus dem partner.net, dem internen Informationsportal der GDHS. Alternativ besteht für die Partner und deren Mitarbeiter die Möglichkeit, sich auf der Homepage www.gdhs-trainingscenter.de zu registrieren. Die auffälligste Neuerung für die Nutzer liegt jedoch in der Trainingssuche: „Mit verschiedenen Filtermöglichkeiten nach Themen, Zeiträumen, Veranstaltungsorten und Umkreissuche eines Standortes wird die Auswahl erheblich übersichtlicher. Alternativ kann die Suche direkt über eine Karte er-

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folgen, in der alle Trainingsorte und Angebote angezeigt werden“, so Lehmann. Sollten der Ort oder Zeitpunkt eines Trainings nicht passen, kann diese Information einfach mit einem „Klick“ an das Trainingscenter übermittelt werden. Die so vorgemerkten Interessenten werden dann bei einem folgenden Termin vom Trainingscenter informiert. „Bei einer größeren Anzahl von Interessenten werden wir auch Zusatztermine organisieren und uns dabei bemühen, die Anreisezeiten für die einzelnen Partner zu minimieren“, berichtet Lehmann. Ein Fokus des Trainingscenters liegt damit auch auf dem lokalen Aspekt und der Flexibilität des Trainingsangebotes. „Die letzten Regionaltagungen im Frühjahr 2013

haben uns gezeigt, dass die Verkürzung der Anreisedauer ein wesentliches Anliegen der Partner ist. Mit diesen Maßnahmen möchten wir diesen verständlichen Wünschen gerecht werden“, erklärt Lehmann. Um dies zu unterstützen werden außerdem in den regionen Partnerbetriebe mit geeigneten Räumlichkeiten ausgewählt, die als „lokale Trainingsstandorte“ für Schulungen und Stammtische genutzt werden können. Das maßgeschneiderte Angebot des Trainingscenters und die bedarfsorientierte Nutzung der angebotenen Trainingsmodule stellen einen maßgeblichen Leistungsbaustein dar und untermauern die Systemführerschaft der GDHS im Reifenfachhandel. dv


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Reifenfachverkäuferlehrgang des BRV mit 21 erfolgreichen Teilnehmern Ende Juni endete der zweite BRV-Reifenfachverkäuferlehrgang in diesem Jahr. An der von Dunlop gesponserten und vom BRV (Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseurhandwerk) organisierten Weiterbildung nahmen diesmal insgesamt 21 Mitarbeiter/innen des Reifenfachhandels teil.

eben dem Umgang mit Kunden, die sich im Internet über (oftmals nur vermeintlich günstigere) Angebote informiert haben, wurde den Teilnehmern im Lehrgang vermittelt, wie man im Kundengespräch die ebenfalls wichtigen Zusatzgeschäfte abschließt und vor allem über die Einlagerung von Kundenrädern den Kunden dauerhaft an sich binden kann. „Wenn Ihr Kunde Ihnen sagt, er habe den Reifen schon zu einem günstigeren Preis gesehen, dann vergessen Sie nicht, ihm die richtigen Fragen zu stellen: Mit Montage oder ohne? Welche DOT? Welche Lieferzeit?“, riet Dietmar Hüschler, ehemaliger Direktor Vertrieb/Marketing der Toyo Tire Europe GmbH (Neuss) und Mitglied der Prüfungskommission, bei der Besprechung der mündlichen Abschlussprüfung. „Wer fragt, der führt. Sie werden sehen, dass manche Angebote nur vermeintlich günstiger sind. Aus dem Grund müssen Sie dem Kunden unbedingt zeigen, was Sie ihm alles bieten. Vor allem: Denken Sie daran, dem Kunden die Einlagerung seiner Räder anzubieten! Die Einlagerung ist das Instrument zur Kundenbindung!“ Auch wenn der eine oder andere Teilnehmer in der mündlichen Prüfung mit seiner Nervosität zu kämpfen hatte und vereinzelt die Angst vor der Preisargumentation aufblitzte oder die Einlagerung vergessen wurde, so waren sich am Ende doch alle einig: „Wir haben in der einen Woche für den Umgang mit Kunden viel gelernt!“ Und das sind die frisch diplomierten Reifenfachverkäufer/innen:

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Frisch diplomiert: die 21 neuen Reifenfachverkäufer/innen

- Jana Hartmann, Reifenhandel Wagenfeld GmbH, Lemförde - Tino Hartwig, Reifen-Service-Kontor Pohle GmbH & Co. KG, Hamburg - Stefan Hönig und Annika Schleßelmann, Reifen Helm GmbH, Hamburg - Garreth Hornig und Jürgen Steiner, Kurz Karkassenhandel GmbH, Landau - Marco Lirangi, Michael Molitor, Ekkehard Thome und Katharina Weber, - Maik Byczynski, Reifenhandel Wagenfeld Reifen Kiefer GmbH, Saarbrücken GmbH, Bremen - Stefanie Luther, Auto- und Reifenservice - Alexander Greff, Alexander Greff, Luther GmbH, Eckental Lichtenau - Bastian Möller und Fabian Noack,

Der Lehrgangsbeste: Ralf Sippel von der Reifenvertrieb24 GmbH (Bildmitte, zwischen Dozenten und Prüfern) schloss die Weiterbildung zum BRV-Reifenfachverkäufer mit der Topdurchschnittsnote 1,35 ab

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Reifen-Müller Georg Müller GmbH & Co. KG, Berlin Christian Pietsch, Reifen Helm GmbH, Berlin Julia Schmidt, Pneumobil GmbH, Breuberg Jens Schüller, Gummi Berger Hans Berger KG, Gummersbach Ralf Sippel, Reifenvertrieb24 GmbH, Edermünde-Grifte Christian Vanderstuyf, Reifen Göring GmbH & Co. KG, Meschede Sören Witczak, Reifen Helm GmbH, Norderstedt dv

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Mit mobilem Bilstein-Fahrwerkstester Stoßdämpferdefekten auf der Spur Da sich Bilstein zufolge die meisten Autofahrer den Folgen schadhafter Stoßdämpfer nicht bewusst sind, ist das Unternehmen auch dieses Jahr wieder mit einem mobilen Fahrwerkstester in ganz Deutschland unterwegs, um diesbezüglich Aufklärungsarbeit zu leisten. Das Gerät soll binnen weniger Minuten Daten zur Bodenhaftung liefern und damit den aktuellen Zustand des Fahrwerks dokumentieren können. Eine entsprechende Aktion hatte man auch 2012 schon durchgeführt und dabei bundesweit mehr als 500 Fahrwerktests durchgeführt. Gehen Prüforganisationen wie TÜV Nord und Dekra davon aus, dass bis zu 15 Prozent aller Fahrzeuge hierzulande mit defekten Stoßdämpfern unterwegs sind und damit etwa sechs Millionen Autofahrer sich und andere unnötig gefährden, sollen die Bilstein-Fahrwerkstests des vergangenen Jahres diese Quote mehr oder weniger bestätigt haben. „Das Hauptaugenmerk der Überprüfung gilt den Dämpfungsunterschieden zwischen linker und rechter Seite der Fahrzeugachse. Getestet werden auf der ‚Rüttelplatte’ Vorder- und Hinterachse. Demnach wies sogar jedes vierte Fahrzeug eine Bodenhaftungsdifferenz von mehr als 20 Prozent aus – ein untrügliches Zeichen für einen Fahrwerksdefekt. Bereits bei einem Differenzwert von 15 Prozent sollte der Dämpfkraft auf den

Zahn gefühlt werden. Ob dafür Stoßdämpfer oder andere Fahrwerkskomponenten verantwortlich sind, kann nur die Sichtprüfung in der Werkstatt klären“, heißt es vonseiten des Unternehmens, nach dessen Worten der mobile Fahrwerkstester entscheidend dazu beiträgt, einen schleichenden Stoßdämpferverschleiß zu erkennen. Zumal die Überprüfung der Schwingungsdämpfer oftmals auf der Checkliste von Werkstattbetrieben fehle, obwohl die Entdeckung relevanter Schäden alles andere als schwierig sei. „Es ist wichtig, das Bewusstsein für die regelmäßigen Überprüfungen in den Werkstätten zu schärfen“, erklärt Rainer Popiol, Leiter Schulung und Training bei Bilstein. „Zudem sind die regelmäßigen Fahrwerkschecks verbunden mit kompetenter Beratung wichtige Elemente der Kundenbindung“, ergänzt er. Neben dem Ölaustritt liefern demnach Anschlagpuffer und Schutzrohre untrügliche Indizien für fehlerhafte Dämpfer. Um aber auf den ersten Blick intakten Dämpfern auf die „Schliche“ zu kommen, sei eine Probefahrt oder eben der Einsatz eines Fahrwerkstesters notwendig. Als aus defekten Stoßdämpfern resultierende Sicherheitsrisiken werden in diesem Zusammenhang ein um bis zu 20 Prozent verlängerter Bremsweg vor allem bei Fahrzeu-

gen mit ABS genannt, jedoch auch früher einsetzendes Aquaplaning, mangelnde Bodenhaftung und eine erhöhte Schleudergefahr in Kurven oder bei Ausweichmanövern. Darüber hinaus können schadhafte Dämpfer laut Bilstein die Wirkung elektronischer Fahrerassistenzsysteme wie ABS, ASR oder ESP entscheidend mindern. Als gravierend werden darüber hinaus die Auswirkungen maroder Dämpfer für das Portemonnaie der Autofahrer beschrieben. Denn defekte Dämpfer könnten diverse Folgeschäden nach sich ziehen: beispielsweise erhöhter Verschleiß an Radaufhängungen, Anschlagpuffern, Radlagern, Federn und Lenkung. „Der mobile Fahrwerktester liefert den Werkstätten Fakten und damit schlüssige Argumente, die Notwendigkeit eines Stoßdämpferwechsels plausibel zu erläutern. Nach der unkomplizierten Überprüfung der Leistungsfähigkeit der Stoßdämpfer im eingebauten Zustand hält der Autofahrer das Protokoll mit den ermittelten Werten in der Hand. Die anschließende Sichtprüfung der übrigen Fahrwerksteile führt schließlich zu einer umfassenden Bewertung“, erklärt das Unternehmen, warum man auch dieses Jahr wieder mit dem mobilen Fahrwerkstester dazu beitragen will, das Bewusstsein der Autofahrer für defekte cm Stoßdämpfer zu schärfen.

Auch dieses Jahr ist Bilstein wieder mit einem mobilen Fahrwerkstester in ganz Deutschland unterwegs, um Aufklärungsarbeit zu leisten, welche Folgen schadhafte Stoßdämpfer nach sich ziehen können – 2012 wurden so bundesweit mehr als 500 Fahrwerkstests durchgeführt

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Stellenmarkt

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Gebietsverkaufsleiter (m/w) Sie übernehmen zum nächstmöglichen Zeitpunkt das Gebiet Nordbaden / Pfalz, mit derzeit 10 Niederlassungen (Ettlingen, Karlsruhe-Fiducia, Karlsruhe Reifen Karle, Bruchsal, Hockenheim, Walldorf, Germersheim, Speyer, Alzey und Kirchheimbolanden). Eine umfassende Einarbeitung wird Ihren Start erleichtern. Ihre Aufgaben Sie sind verantwortlich für die ertragsorientierte Weiterentwicklung unserer Marktposition im Gebiet sowie für die Umsetzung der zentralen Vertriebskonzepte. Ein weiterer Schwerpunkt Ihrer Arbeit ist die Kundenbetreuung und -akquisition im Firmenkundengeschäft. In dieser verantwortungsvollen Position berichten Sie direkt an den Vertriebsleiter der Pneuhage Reifendienste auf Geschäftsleitungsebene. Für die Niederlassungsleiter sind Sie kompetenter Ansprechpartner und Unterstützer in allen Fragen der Leitung und Führung der Niederlassungen. Ihr Profil Sie verfügen über mehrjährige Vertriebs- und Führungserfahrung im Reifenhandel. Dabei bringen Sie die entsprechenden Markt- und Kundenkenntnisse sowie Verkaufserfahrung im Innen- und Außendienst mit. Die Lösung vielschichtiger Vertriebsfragen gehört genauso wie die Argumentations- und Kommunikationsstärke gegenüber internen und externen Kooperationspartnern zu Ihren hervorgehobenen Fähigkeiten. Sie sind bereit, falls Sie nicht im genannten Gebiet wohnen, nach der Einarbeitungsphase Ihren Lebensmittelpunkt in das Gebiet zu verlegen. Wir heißen Sie willkommen und freuen uns über die Zusendung Ihrer vollständigen Bewerbungsunterlagen unter Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung. Nutzen Sie die Möglichkeit der Onlinebewerbung unter http://jobs.pneu.com. Für erste Fragen stehen Ihnen vorab Herr Bernd Emmert (Tel. 0721/ 6188-211) oder Herr Dr. Wolfgang Koppert (Tel. 0721/6188-355) gerne telefonisch zur Verfügung. Pneuhage Reifendienste Süd GmbH Personalabteilung Herr Dr. Wolfgang Koppert An der Rossweid 23-25 76229 Karlsruhe www.pneuhage.de bewerbung@pneu.com

Leidenschaft in Reifen

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Seit 60 Jahren ist die Pneuhage Unternehmensgruppe ein erfolgreiches Service- und Handelsunternehmen in der Reifen- und Felgenbranche mit stetigem Wachstum. Deutschlandweit sind wir mit 88 Niederlassungen vertreten. Mit einem vielfältigen Produkt- und Markenangebot beraten wir unsere Kunden im PKW- und Nutzfahrzeugbereich fair und kompetent. Unsere qualifizierten Mitarbeiter setzen Maßstäbe im Service- und Dienstleistungsbereich. Für unser Verkaufsgebiet München / Oberbayern suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen qualifizierten

Produktberater (m/w) Industriereifen in München Nach entsprechender Einarbeitung übernehmen Sie folgende Aufgaben: Selbständige Betreuung des vorhandenen Kundenstammes und Ausbau des Geschäftsvolumens Aktive Neukundengewinnung gewerblicher Industriereifenkunden Angebotserstellung und -verfolgung Organisation der mobilen Montageeinheit Zusammenarbeit mit den Niederlassungen im Verkaufsgebiet.

Für dieses Aufgabengebiet bringen Sie die folgenden Qualifikationen mit: Kaufmännische und / oder handwerklich-technische Ausbildung Mehrjährige Erfahrung im Außendienst, idealerweise im Reifenhandel Verkäuferisches Geschick sowie Kenntnisse von Verkaufsmethodik und -technik Gute Produktkenntnisse, speziell im Bereich Industriereifen Zeitliche und aufgabenbezogene Flexibilität EDV-Kenntnisse in den gängigen Microsoft-Office-Anwendungen Führerschein Klasse B ist zwingend erforderlich.

Wir heißen Sie willkommen und freuen uns über die Zusendung Ihrer vollständigen Bewerbungsunterlagen unter Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung. Nutzen Sie die Möglichkeit der Onlinebewerbung unter http://jobs.pneu.com. Für erste Informationen stehen Ihnen der Gebietsverkaufsleiter, Herr Uli Schmied (Tel. 0173/6293-463), und Herr Kai Altmeyer aus der Personalabteilung (Tel. 0721/6188-354) gerne zur Verfügung.

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Pneuhage Reifendienste Süd GmbH Personalabteilung Herr Kai Altmeyer An der Rossweid 23-25 76229 Karlsruhe bewerbung@pneu.com

Leidenschaft in Reifen

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Seit fast 60 Jahren ist die Pneuhage Unternehmensgruppe ein erfolgreiches Service- und Handelsunternehmen in der Reifen- und Felgenbranche mit stetigem Wachstum. Deutschlandweit sind wir mit 88 Niederlassungen vertreten. Mit einem vielfältigen Produkt- und Markenangebot beraten wir unsere Kunden im PKW- und Nutzfahrzeugbereich fair und kompetent. Unsere qualifizierten Mitarbeiter setzen Maßstäbe im Service- und Dienstleistungsbereich. Wir suchen für das Verkaufsgebiet Nordbaden / Pfalz einen


ANZEIGENMARKT Neue Reifenzeitung 8/2013

·· Inserentenverzeichnis A

N

Aczent ...........................................96

Nexen ................................................5

B

P

BKT .................................................39 Bohnenkamp .......................3, 33

Pneuhage ...........................94, 96 Point S ...........................................43

C

R

CITEXPO ......................................59 Continental ....................................7

REG .................................................97 Reifen China ..............................27 Rial ..................................................69

D Dunlop ..............................................9

S Sava .................................................11

E Euro-Tyre ......................................35

T

F

Tepe ................................................97 Tyre24 ...........13, 16/17, 28/29,

Fulda ..............................................U2

....40/41, 50/51, 58/59, 76/77

G

V

Reifen Göggel ...........................19 Reifen Gundlach ......................31

Vredestein ...................................55

H Hankook .......................................15

W Wenzel ..........................................47 Wesseler ......................................97

I Interpneu .....................................U1

K Käppler ................................96, 97 Kumho .................................95, U4

M Martin & Partner ......................93

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Kumho Tire Inc. ist ein Tochterunternehmen der koreanischen Kumho Asiana Gruppe und gehört zu den weltweit führenden Reifenherstellern. Die Kumho Tire Europe GmbH mit Sitz in Offenbach am Main steuert die Marketing- und Vertriebsaktivitäten In Deutschland und Europa. Für die Gebiete Post Code 0,1 oder 4,5 oder 8,9 suchen wir zum nächstmöglichen Termin je einen

Regional Sales Manager Stellenbeschreibung • Vorort-Betreuung und Neugewinnung strategischer Kunden Realisierung der Absatz-, Erlös- und Deckungsbeitragsziele • Bearbeitung des Gebietes und Ausschöpfung aller für Kumho interessante Potentiale in Abstimmung mit der Vertriebsleitung • Umsetzung bzw. Durchsetzung der zentralseitig gesteuerten Vertriebsaktivitäten (Verkaufsförderungsmaßnahmen, etc.) • Erhebung und Dokumentation der Marktdaten und Wettbewerbsdaten (Marktbeobachtung/ Marktinformationen) • Mitwirkung bei der Festlegung der Verkaufsziele und der Kunden-Jahresplanung • Berichtswesen • Home Office Anforderungen • abgeschlossene Berufsausbildung mit nachweislich mehrjähriger Berufserfahrung im aktiven Außendienst-Vertrieb, • idealerweise aus der Branche • Reisebereitschaft • Unterstützung des Sales Direktors bei der strategischen und operativen Planung der Vertriebsaktivitäten • ein hohes Maß an Eigeninitiative, Kommunikationsfähigkeit, Verhandlungsgeschick, mündliches und schriftliches Präsentationsvermögen • Sie sehen im Verkauf eine persönliche Herausforderung • gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift Haben Sie Interesse an dieser Herausforderung? Dann senden Sie uns Ihre Bewerbungsunterlagen in englischer Sprache mit Angaben Ihres frühestmöglichen Eintrittstermins an: KONTAKT: Kumho Tire Europe GmbH | Personalabteilung | Brüsseler Platz 1 | 63067 Offenbach am Main e-mail: : personal@kumhotire.de | www.kumhotire.de

Rufen Sie uns an: 04141/5336-22

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Seit 60 Jahren ist die Pneuhage Unternehmensgruppe ein erfolgreiches Service- und Handelsunternehmen in der Reifen- und Felgenbranche mit stetigem Wachstum. Deutschlandweit sind wir mit 88 Niederlassungen vertreten. Mit einem vielfältigen Produkt- und Markenangebot beraten wir unsere Kunden im PKW- und Nutzfahrzeugbereich fair und kompetent. Unsere qualifizierten Mitarbeiter setzen Maßstäbe im Service- und Dienstleistungsbereich. Wir suchen für unsere Niederlassung in Stuttgart einen erfolgsorientierten

Niederlassungsleiter (m/w) im Reifenfachhandel

Ihr Profil Verkaufserfahrung im Innen- und Außendienst Gute Produktkenntnisse im Nutzfahrzeug- und PKW-Bereich Bereitschaft zur Mitarbeiterführung sowie entsprechende Fähigkeiten und Erfahrungen Ausgeprägtes betriebswirtschaftliches Denken

Starke Kommunikationsfähigkeit Gutes Organisationstalent, Flexibilität und Belastbarkeit Abgeschlossene kaufmännische und/oder handwerklich-technische Berufsausbildung Führerschein der Klasse B ist zwingend erforderlich.

Wir heißen Sie willkommen und freuen uns über die Zusendung Ihrer vollständigen Bewerbungsunterlagen unter Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung. Nutzen Sie die Möglichkeit der Onlinebewerbung unter http://jobs.pneu.com. Für erste Informationen stehen Ihnen der Gebietsverkaufsleiter, Herr Helmut Seidel, (Tel. 0173/6293-406) und Herr Kai Altmeyer aus der Personalabteilung (Tel. 0721/6188-354) gerne zur Verfügung.

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Nach einer gründlichen Einarbeitung übernehmen Sie die ergebnisorientierte Führung der Niederlassung. Als Verkaufsprofi gewinnen und betreuen Sie Kunden im Innen- und Außendienst. Sie organisieren effiziente Arbeitsabläufe und leben Ihren Mitarbeitern die Begeisterung für den Dienst am Kunden vor. Ihnen ist bewusst, dass Sie optimale Leistungen nur zusammen mit Ihren Mitarbeitern erreichen können und handeln entsprechend. Sie und Ihr Team haben eine gemeinsame Zielvorstellung: „Wir sind eine erfolgreiche Pneuhage-Niederlassung.“


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·· EDV/Software www.cormeta.de www.domuspro.de www.kumavision-reifen.de www.ids-edv.de www.orgaplus.de www.reifensystem.eu www.ypsystems.de

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www.rial.de www.rod-wheels.de www.ronal-wheels.com www.smoor-felgen.de www.zerra.de

·· Felgenschlösser www.felgenschloesser.de

·· Flottendienstleister www.4fleet.de

·· Kooperationen/Franchise www.com4tires.de www.efr-online.de www.mlx.de www.gdhs.de www.pneuhage.de

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·· Montage/Kompletträder www.wheelmachine.de

·· Reifenhandel/Großhandel www.bbreifen.de www.eska-reifendienst.de


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·· Reifenhersteller www.aldobowi.com www.avontyres.com www.cooper-avon.de www.federaltire.com.tw www.firestone.de www.nokian-reifen.de www.pirelli.de www.toyo.de www.trelleborg.com/wheelsystems www.vredestein.com www.yokohama.de

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·· Runderneuerung www.kraiburg-retreading.com www.marangoni.de

·· Sonstige www.mtdealer.com www.reifenstudie.de

·· Spurverbreiterungen www.spurverbreiterung.de

·· Veranstaltungen www.citexpo.com.cn www.reifen-china.com

·· Werkstatt/Zubehör www.alligator-ventilfabrik.com

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Vorschau

IMPRESSUM VERLAG:

8

Profil-Verlag GmbH Harsefelder Str. 5, 21680 Stade Postfach 1408, 21654 Stade Telefon: 0 4141 53 36-0 Telefax: 0 4141 60 99 00 Online: www.reifenpresse.de E-Mail: info@reifenpresse.de

HERAUSGEBER: Klaus Haddenbrock

REDAKTION: Klaus Haddenbrock (Chefredakteur) Telefon: 0 4141 53 36-0 E-Mail: klaus.haddenbrock@reifenpresse.de Detlef Vogt, Tel.: 0 4141 53 36-21 E-Mail: detlef.vogt@reifenpresse.de

Reifen „aus der dritten Reihe“ Budget- oder Economy-Reifen, Private Brands, Exklusivmarken – wie auch immer man sie nennt: Sie sind Teil des Marktes in der dritten Reihe hinter den Premiumprodukten und dem Mittelpreissegment. Einige Namen sind längst in der Versenkung verschwunden, andere haben sich etabliert oder investieren, um als Marke wahrgenommen zu werden.

Christian Marx, Tel.: 0 4141 53 36-28 E-Mail: christian.marx@reifenpresse.de Arno Borchers, Tel.: 0 4141 53 36-27 E-Mail: arno.borchers@reifenpresse.de

WEITERES REDAKTIONSBÜRO: Tyres & Accessories 6A Salem Street Etruria, Stoke-on-Trent Staffordshire, ST1 5PR, UK Tel.: 00 44 1782 2142 24 Fax: 00 44 1782 26 02 52 Online: www.tyrepress.com E-Mail: info@tyrepress.com

ANZEIGEN: Ute Monsees, Tel.: 0 4141 53 36-22 E-Mail: ute.monsees@reifenpresse.de Tanja Fergin, Tel.: 0 4141 53 36-24 E-Mail: tanja.fergin@reifenpresse.de

Die Winterreifensaison steht bevor In Mitteleuropa herrschen subtropische Temperaturen, in den Reifenwerken schwitzen die Arbeiter an ihren Maschinen – und produzieren Winterreifen. Die Saison steht bevor, und eigentlich deuten alle Indikatoren auf ein gutes Geschäft hin.

VERTRIEB: Petra Sander-Dammann, Tel.: 0 4141 53 36-20 E-Mail: vertrieb@reifenpresse.de

LAYOUT, SATZ UND REPRO: Heike Schomaker-Eymers, Tel.: 0 4141 53 36-23 E-Mail: heike.schomaker-eymers@reifenpresse.de Gaby Hinck Tel.: 0 4141 53 36-26 E-Mail: gaby.hinck@reifenpresse.de

ERSCHEINUNGSWEISE: monatlich in der dritten Woche

BEZUGSBEDINGUNGEN UND PREISE:

„Retreading Special“ Zusammen mit September-Ausgabe der NEUE REIFENZEITUNG erscheint die neueste Ausgabe unseres „Retreading Special“. In der zweisprachigen Redaktionsbeilage wird in Kooperation mit unserem englischen Schwestermagazin TYRES & ACCESSORIES einmal mehr ein detaillierter Blick auf aktuelle Entwicklungen und Trends rund um das Geschäft mit runderneuerten Reifen geworfen.

Jahresbezugspreis pro Kalenderjahr Inland 126,00 Euro inkl. USt. und Versand, Preis des Einzelheftes (Inland) 12,50 Euro inkl. USt. und Versand. Bezugspreis für Auslandsabonnenten: 159,00 Euro inkl. Versandkosten (Europa), 183,00 Euro inkl. Postzustellung per Luftpost (weltweit). Onlineabo 140,00 Euro (Inland inkl. 19% USt., Ausland exkl. USt.) Abbestellung im Inland und Ausland bis zum 30. September jeden Jahres zum Jahresende.

BANKVERBINDUNG: Kreissparkasse Stade Kto.-Nr. 122 986 BLZ 241 511 16 IBAN: DE35241511160000122986 SWIFT-BIC: NOLADE21STK Dresdner Bank Kto.-Nr. 250 911 800 BLZ 200 800 00 IBAN: DE32200800000250911800 SWIFT-BIC: DRESDEFF209 Namentlich gekennzeichnete Artikel stellen die Ansicht des Verfassers dar, nicht unbedingt die der Redaktion oder des Verlages. Nachdruck oder Vervielfältigung nur mit Genehmigung des Verlages. Einsender von Manuskripten, Briefen o.ä. erklären sich mit redaktioneller Bearbeitung einverstanden. Alle Angaben ohne Gewähr. Keine Haftung für unverlangte Einsendungen. Lithos und PR-Fotos werden den Einsendern in Rechnung gestellt. Das Nichterscheinen infolge höherer Gewalt, Streiks, Papierverknappung oder dergleichen berechtigt nicht zu Ansprüchen an den Verlag.

Freuen Sie sich auf Ihre September-Ausgabe am 17.9.2013 100

DRUCK: Strube OHG Stimmerswiesen 3, 34587 Felsberg ISSN 0933-3312


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Neue Reifenzeitung 8/2013