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Februar 2012

SPECIAL: SCHWARZWALD Unterwegs in Deutschlands schönster Geniesser-Ecke

AKTIV ERLEBEN Wandern und Radfahren entlang der Donau

KUNSTMETROPOLEN Berlin | Düsseldorf Ruhrgebiet | Münster

FERIENREGIONEN Brandenburg | Bayern


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Zu zweit, mit Freunden, mit der Familie

Hausbooturlaub auf der

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führerscheinfrei* Leinen los und ahoi! Verwirklichen Sie sich Ihren Traum und seien Sie Ihr eigener Kapitän. 3 Abfahrtshäfen in Deutschland – Fürstenberg, Ketzin (bei Berlin) und Untergöhren / Land Fleesensee. Hausboote in ganz Europa: Deutschland – Frankreich - Holland - Irland - Italien - Polen. Komplett ausgestattete Boote für 2 bis 12 Personen. Buchung über Reisebüros oder Atelier du Voyage / Lausanne möglich

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© TMB-Fotoarchiv

INHALT Städte 04 KUNSTMETROPOLEN Architektur und Museen von Weltruf

07 EISENACH Zwischen Reformation und Musik

Ferienregionen

07 BACHHAUS Bach, Luther und die Musik

08 BRANDENBURG © Andy Nowack

Velotipp für Fans von Industriekultur

10 SCHWARZWALD Die Erlebnis- und Genussregion

10 SCHMUCKMUSEUM PFORZHEIM Schmuckkunst aus fü nf Jahrtausenden

11 HERMANN HESSE-MUSEUM

1 Brandenburg Schloss Oranienburg 2 Schwangau Paragliding 3 München Museum Brandhorst 4 Baiersbronn Sterneköche

Hermann Hesse-Jahr 2012 in Calw

13 FREUDENSTADT Einfach das bessere Klima!

14 DIE BAYERISCHEN SCHLÖSSER Max-Emanuel-Jahr 2012

15 PASSAU 350 Jahre

Ferien in Deutschland – spannend • natürlich • überraschend erscheint als Beilage von TOURING Nr. 02/2012 Herausgeber: Typeline Werbeagentur GmbH & Co.KG, Hanauer Landstraße 192 DE-60314 Frankfurt, Tel. +49 (0)69 95 14 490, hallo@typeline.de, www.typeline.de Titelfoto: Blick auf Bauernhof im Münstertal, Schwarzwald, © Erich Spiegelhalter/STG. Text- und Bildabdruck nur mit Genehmigung des Herausgebers. Alle Angaben beruhen auf Quellen der genannten Organisationen und Unternehmen. Stand: Februar 2012

© Baiersbronn Touristik

© TAM / Haydar Koyupinar

italienische Barockstadt


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Düsseldorf MedienHafen

KUNSTMETROPOLEN Architektur und Museen von Weltruf Deutschland begeistert seine Gäste von jeher durch seine kulturelle Vielfalt. Gross und bunt ist das Angebot an Architektur, Museen und kulturellen Veranstaltungen, die einen Blick auf die spannende Geschichte ermöglichen und den sich stetig wandelnden Zeitgeist widerspiegeln.

MARTa Herford: Nur 10 km von Bielefeld entfernt steht einer der innovativsten Museumsbauten weltweit. Im Inneren der dekonstruktivistischen Raumskulptur Frank Gehrys ist das Ausstellungskonzept der Wechselschauen auf einen spannenden Diskurs von Kunst, Design und Architektur ausgerichtet.

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Kunsthauptstadt Berlin Die deutsche Hauptstadt Berlin hält ein überwältigendes Entdeckungspotenzial bereit. Drehund Angelpunkt ist die berühmte Museumsinsel, einer der bedeutendsten Museumskomplexe der Welt. Seit 1999 gehört sie als weltweit einzigartiges bauliches und kulturelles Ensemble dem Welterbe der UNESCO an und wird im Rahmen eines Masterplans noch bis 2015 grunderneuert. Wie grosse Teile Berlins ist auch die Museumsinsel vom Architekten Karl Friedrich Schinkel geprägt: Sein 1830 eröffnetes Altes Museum ist einem griechischem Tempel nachempfunden und beherbergt seit Anfang 2011 die bislang geteilte Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin. Neben der Alten Nationalgalerie mit Gemälden und Skulpturen des 19. Jahrhunderts, dem BodeMuseum und dem Pergamonmuseum mit dem legendären Pergamonaltar sollte ein Besuch des Neuen Museums nicht verpasst werden: In dem nach Plänen von Stararchitekt David Chipperfield wieder errichteten Bau von 1855 fand 2009 die atemberaubende Büste der ägyptischen Königin Nofretete ein neues Zuhause. Auf der Potsdamer Strasse wartet die Neue Nationalgalerie von Ludwig Mies van der Rohe – eine architektonische Ikone der Klassischen Moderne in Form eines

quadratischen Stahl-Glas-Pavillons – mit zeitgenössischen Einzelausstellungen, aber auch der klassischen Moderne bis zu den siebziger Jahren auf. Fussläufig gelangt man zum Potsdamer Platz, dessen Gebäude gleich von einem ganzen Reigen internationaler Architekten, darunter Helmut Jahn, Renzo Piano, Hans Kollhoff oder Otto Beisheim, in den 1990er Jahren errichtet wurden. Ein weiteres Berliner Highlight ist das Jüdische Museum, dessen spektakuläre Architektur von Daniel Libeskind an einen zerbrochenen Davidstern erinnert. Die dortige Dauerausstellung mit Exponaten, Dokumenten und Medienstationen zeigt die zwei Jahrtausende alte, bewegte deutschjüdische Geschichte auf. Medien, Mode und Museen in Düsseldorf Wer Düsseldorf am Rhein besucht, für den gehört der sogenannte MedienHafen zum Pflichtprogramm. Der einstige Rheinhafen hat in den letzten zwei Jahrzehnten einen drastischen Wandel erlebt: Wo einst Lagerhallen die Skyline des Hafengebiets prägten, stehen heute von renommierten Architekten erbaute Gebäudekomplexe. Dabei sind Grössen wie Steven Holl, David Chipperfield oder Frank O. Gehry ebenso vertreten wie führende regionale Architekten. Dank ihrer Kunstakademie verfügt die Metropole zugleich über eine ganze Reihe von interessanten Museen: Bedeutend in Deutschland ist unter anderem die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, die mit den Häusern K20 und K21 auf zwei Standorte verteilt ist. Ersteres zeigt Klassische Moderne und

© PantherMedia.net/Horst Zwiefelhofer; Marta Herford / Hans Schröder

Highlight

Viel ist in den letzten Jahren passiert: Altes wurde aufwändig renoviert und erstrahlt in ganz neuem Glanz, zugleich brachten – und bringen sich international renommierte Architekten ein und schufen spektakuläre Neubauten.


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Berlin Kulturforum Potsdamer Platz

© Staatliche Museen zu Berlin. Foto: Maximilian Meisse; 2007 Uli Kowatsch / CTZ Nuernberg; phæno: Klemens Ortmeyer

amerikanische Kunst nach 1945 und ist in einem spektakulär geschwungenen Gebäude mit schwarz glänzender Granitfassade des Kopenhagener Architekturbüros Dissing & Weitling untergebracht. Das K21 konzentriert sich dagegen auf Kunst des 21. und des späten 20. Jahrhunderts. Kunst & Kultur in der Metropole Ruhr Als Kulturhauptstadt Europas 2010 hatte sich mit dem Ruhrgebiet erstmals eine ganze Region präsentiert. Insgesamt 53 Städte beteiligten sich bei diesem Projekt und führten erfolgreich vor, wie aus einem von Kohle und Industrie geprägtem Gebiet eine einzige Kunst-Region werden kann. Kaum zählbar sind die musealen Neueröffnungen oder Einweihungen von Industriedenkmälern. So seien nur das Museum Ostwall im 2010 neu eröffneten Kulturzentrum „Dortmunder U“ mit Kunst nach 1960, das Essener Museum Folkwang mit seiner Sammlung moderner Kunst und einem Anbau von David Chipperfield oder das weltweit einzigen Lichtkunstmuseum in Unna genannt. Aktuell und bis Mitte Juni 2012 zeigt das Ruhr Museum „Von A bis Z. Die Fotografische Sammlung des Ruhr-Museums“. Der Besucher kommt dabei in den Genuss ungehobener Schätze, überraschender Funde und natürlich der überwältigenden Anlage des UNESCO-Welterbes Zollverein. Mittelalter und Moderne in Nürnberg Vor über 500 Jahren wurde der weltberühmte Universalkünstler Albrecht Dürer in Nürnberg geboren. Im einstigen Wohnhaus des berühmten Sohnes der Stadt findet sich ein Museum, das spannende Einblicke in das Leben und Werk des Malers gewährt. 2010 wurde das integrierte „Graphische Kabinett“ neu gestaltet, hier sind Wechselausstellungen aus den Museen Nürnbergs zu sehen. Das 2000 eröffnete Neue Museum inmitten der historischen Altstadt präsentiert eine Kombination aus Kunst ab den 50er Jahren – beispielsweise von Joseph Beuys und Neo Rauch – und Design seit 1945. Gegenwartskünstler wie

Nürnberg Neues Museum

Juergen Teller, Klara Black und André Butzer werden im Museum Kunsthalle gezeigt, eindrucksvolle Installationen von Künstlern aus der Region können auf dem stillgelegten AEG Gelände im Museum „Auf AEG“ entdeckt werden. Das Germanische Nationalmuseum ergänzt seine kulturhistorischen Exponate seit 2010 in einer neu eröffneten Abteilung mit Werken von Dürer, Cranach und Rembrandt. Frankfurts Skyline als Gesamtkunstwerk Nähert man sich der Metropole Frankfurt am Main, so wird schnell klar: Hier wird Architektur gross, oder besser hoch geschrieben. Mit ihren mehr als 30 Wolkenkratzern bildet sie allein schon ein Gesamtkunstwerk. Der höchste ist mit 259 m der Commerzbanktower von Sir Norman Foster, aber auch Helmut Jahn hat sich mit dem markanten Messeturm ein Denkmal gesetzt. Hinzu kommen die Frankfurter Architekten Christoph Mäckler oder Albert Speer jun. Fast jährlich ergänzt ein neuer Wolkenkratzer die Skyline, so können versierte Fans aktuell den in sich verdrehten Neubau der Europäischen Zentralbank (185 Meter) des Wiener Architekturbüros Coop Himmelb(l)au verfolgen. Mit 60 Museen hat Frankfurt auch Deutschlands grösste Museumsdichte vorzuweisen: Allein das Museumsufer beherbergt 13 in historischen oder modernen Gebäuden untergebrachte Museen – darunter auch das Städel mit seiner hochkarätigen Sammlung europäischer Kunst vom Mittelalter bis zur Moderne, das Ende 2011 mit einem einzigartigen unterirdischen Erweiterungsbau neu eröffnet wurde. Lohnenswert sind auch das Liebieghaus mit Skulpturen von der Antike bis zum Klassizismus, das Museum für Moderne Kunst, die Kunsthalle Schirn oder das Deutsche Architekturmuseum. Medien und Mobilät in Karlsruhe Architektonisch hat das 1715 gegründete Karlsruhe einiges zu bieten: Neben klassizistischen Bauten, Fachwerk und Jugendstil findet man mit der

Highlight Kugelbahnen im phæno in Wolfsburg Einzigartige kinetische Kunstwerke und faszinierende Mitmachstationen – bis zum 02.09.2012 dreht sich im phæno alles rund um die Kugel! Bringen Sie die Kugel ins Rollen und erforschen Sie spielerisch physikalische Gesetze.

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Highlight El Greco und die Moderne: In der Ausstellung vom 28.04. bis 12.08.2012 im Düsseldorfer Museum Kunstpalast wird dieser Künstler zum ersten Mal in Deutschland ins Zentrum der Betrachtung gerückt.

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Karlsruhe ZKM

Dammerstock Siedlung auch eines der bekanntesten Bauten der Bauhaus Architekturschule. Aufgrund der strahlenförmig vom Schloss ausgehenden Strassen trägt Karlsruhe auch den Beinamen „Fächerstadt“. Die einstige Residenzstadt verfügt in der Kunsthalle über eine reiche Sammlung vor allem aus badischen Fürstenhäusern. Die Musik aber spielt in der Gegenwart mit der Akademie der Bildenden Künste, der Hochschule für Gestaltung, dem Kunstverein und dem ZKM. Das Medienmuseum des ZKM (Zentrum für Kunst und Medientechnologie), untergebracht in einer ehemaligen Waffenfabrik, beschäftigt sich mit den Schnittstellen zwischen Kunst und Neuen Medien. Wer sich darunter bisher eine endlose Reihe von Bildschirmen mit Künstler-Videos vorgestellt hat, wird überrascht sein: es blitzt, blinkt und bewegt, raumfüllende Installationen fordern zum Eingreifen auf. Der Besucher spielt Ping-Pong mit Seifenblasen oder ist plötzlich Teil eines Theaterstückes. In der Sonderausstellung „Car Culture. Medien der Mobilität“ geht es um das Kultobjekt der Deutschen: das Auto.

Grüne Grossstadt Freiburg Freiburg hat sich mit seiner ehrgeizigen Umweltpolitik und einem politischen Bekenntnis zu erneuerbaren Energiequellen als Green City weltweit einen Namen gemacht. Das Bedürfnis nach Nachhaltigkeit zeigt sich auch in der Architektur der geschichtsträchtigen Schwarzwaldmetropole. So ist aus der ehemaligen Klosterkirche dank des Architekten Christoph Mäckler ein beeindruckender, moderner Museumsbau für das Augustinermuseum entstanden, der eine perspektivenreiche Annäherung an die Werke ermöglicht und den Besuch zum Erlebnis macht. Die renommierte Sammlung präsentiert Kunst vom Mittelalter bis zum Barock sowie Malerei des 19. Jahrhunderts. Meisterwerke von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwart repräsentieren im Museum für Neue Kunst die grossen Kunstströmungen der vergangenen 100 Jahre. Namen wie Feininger, Dix, Heckel, Hofer, Macke, Scherer, Kanoldt, Dischinger und Scholz stehen für unterschiedlichste Aspekte zwischen Expressionismus und Neue Sachlichkeit.

Breisach-Touristik

Hotel MutterHaus Düsseldorf

Weinfest Kaiserstuhl + Tuniberg in Breisach

Das andere Hotel in Düsseldorf

31.08. - 03.09.2012 Eines der grössten Weinfeste in Baden auf dem romantischen Festplatz am Rhein. Verkosten kann man eine breite Palette an regionalen Spezialitäten. Eröffnet wird das Rahmenprogramm mit der Krönung der neuen Weinprinzessin und einem grossen Feuerwerk. www.breisach.de

Das mitten in einem idyllischen Park im malerischen Düsseldorf-Kaiserswerth gelegene Haus bietet Behaglichkeit und Komfort in historischem Ambiente. 55 stilvoll möblierte Zimmer und vielseitige Veranstaltungsräume (20-212 qm) versprechen einen aussergewöhnlichen Aufenthalt. Frische, abwechslungsreiche Küche – auch in Bio-Qualität. www.hotel-mutterhaus.de

Marktplatz 16 | DE-79206 Breisach am Rhein Tel. +49 (0)7667 94 01 55 | Fax +49 (0)7667 94 01 58

Geschwister-Aufricht-Str.1 | DE-40489 Düsseldorf Tel. +49 (0)211 61 727-0 | info@hotel-mutterhaus.de

© Thomas Eicken; ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, Christina Zartmann

Freiburg Augustinermuseum


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Eisenach Wartburg / www.wartburg-eisenach.de

Neues Bachhaus

EISENACH Zwischen Reformation und Musik So eng wie mit der Wartburg ist die deutsche Geschichte nirgendwo verknüpft: neben Martin Luther beherbergte sie auch Johann Wolfgang von Goethe, die Studenten des berühmten Wartburgfests und zu ihren Füssen erblickte Johann Sebastian Bach das Licht der Welt.

© Bachhaus Eisenach, Foto: André Nestler, Ulrich Kneise; Florian Monheim / www.bildarchiv-monheim.de / Wartburg Stiftung

Das Wahrzeichen der Stadt Eisenach ist die hoch über ihr thronende Wartburg, in Teilen fast 1.000 Jahre alt, UNESCO-Welterbe und Namensgeber der gleichlautenden Automarke, die hier zu DDRZeiten gebaut wurde. Grosse Namen – bedeutende Werke Legendär ist Eisenach für andere Berühmtheiten. Zum einen für den Komponisten Johann Sebastian Bach, der hier 1685 geboren wurde, zum anderen für den 1521 nur zum Schein auf der Wartburg gefangen gehaltenen Martin Luther. Hier übersetzte er das Neue Testament erstmals ins Deutsche. Auch Eisenachs prominentester Sohn, J. S. Bach, schöpfte beim Komponieren tief aus seinem protestantisch geprägten Glauben und griff auf Luthers Werk zurück. Die mittelalterliche Burg-

anlage wirkt von innen wie eine kleine Stadt, vereint Romanik, Gotik sowie Renaissance und belohnt mit einem Blick auf die Stadt nebst Thüringer Wald. Zu besichtigen gibt es Gemälde von Lucas Cranach dem Älteren, einen Schrank nach den Entwürfen Albrecht Dürers und natürlich die Lutherstube. Themenjahr 2012 „Reformation und Musik“ Mit der Wartburg, dem Bachhaus und dem Lutherhaus verfügt Eisenach über Orte, an denen Reformation und Musik intensiv zusammentreffen. Mehrfach wird der Leipziger Thomanerchor mit Konzerten in Eisenach gastieren und während der 15. Eisenacher Telemann-Tage im Juli findet ein weiterer Komponist, der hier lange als Konzertund Hofkapellmeister wirkte und als Erfinder der modernen Kirchenkantate gilt, seine Ehrung.

Highlight Thüringer Bachwochen 31.03.-22.04.2012 Die Thüringer Bachwochen sind das grösste Musikfestival Thüringens. Das Festival widmet sich 2012 dem thematischen Schwerpunkt „Reformation und Musik“ und präsentiert 51 Konzerte, Kantatengottesdienste, Vorträge sowie ein Symposium. Neben Gastspielen von internationalen Künstlern und renommierten Ensembles wird es mit dem Abschlusskonzert im Erfurter Dom St. Marien eine Premiere im Auftrag des Festivals geben.

Bach, Luther und die Musik Die Sonderausstellung in Johann Sebastian Bachs mutmasslichem Geburtshaus macht die vielfältigen Bezüge zwischen Bach und Luther an zahlreichen Hörstationen zum musikalischen Erlebnis. Stündlich wird auf fünf Instrumenten der Bach-Zeit ein kleines Live-Konzert aufgeführt. Im Neubau nebenan kann man in schwebenden „Bubble-Chairs“ Bachs Musik lauschen oder sich in einem „Begehbaren Musikstück“ multimedial in die Aufführung von 4 Bach-Werken entführen lassen. Danach entspannt man im barocken Museumsgarten oder dem „Café Kantate“.

KUNSTZEIGER

Bachhaus Eisenach

25.2. – 11.11.2012

Bachhaus Eisenach Frauenplan 21 DE-99817 Eisenach Öffnungszeiten: täglich 10 - 18 Uhr oder auf Anfrage Sprachen: dt./en., frz. auf Anfrage Eintritt: € 6 - 7,50 (ab 10 Personen) € 4 (Schüler, Studenten) www.bachhaus.de

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Potsdam Radeln durch das „Holländische Viertel“

Industriekultur Besucherbergwerk F60

BRANDENBURG Velotipp für Fans von Industriekultur

Mehr Informationen www.ziegeleipark.de www.musikfestspiele-potsdam.de www.potsdamer-schloessernacht.de www.toepfereien.crinitz.de Weitere tolle Urlaubs- und Ferienideen finden Sie auf: www.reiseland-brandenburg.de

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D er Oder auf dem Oder-Neisse-Radweg für 282 km in Brandenburg folgen. Den Havelradweg ganze 334 km radeln. Von Berlin nach Kopenhagen auf 115 km durch Brandenburg rollen. Mitten durch den Ziegeleipark Mildenberg führt der Berlin-Kopenhagen-Radweg. Hier wurden die Bausteine für Berlin gebrannt – sagt man. Weil davon so viele benötigt wurden, entstand um den Ziegeleipark eine einzigartige Tonstichlandschaft. Im Park selbst sollte man Zeit für eine Führung durch den Ringofen haben und die Ausstellung besuchen. Oder richtig Kilometer „fressen“ auf der Tour Brandenburg mit 1.111 km. Der Velorouten gibt es viele im Land um Berlin. Brandenburg ist Velorevier und mit Seen und Flüssen gesegnet. Vom Sattel rein ins kühle Nass. Pause machen, rasten. Lecker essen gehen. Oder ein Schloss besuchen. Am 17. Juni 2012 startet zum dritten Mal das Fahrradkonzert in und um Potsdam. Mit dem Velo zu 16 Konzerten, Lesungen, Performances fahren und Kultur pur tanken an insgesamt 24 friederizianischen Orten. Obendrauf gibt es Schloss-, Museums-, Hausund Kirchenbesichtigungen. Die Potsdamer Schlössernacht 2012 Dieses sommerliche Veranstaltungshighlight lockt jedes Jahr begeisterte Besucher nach Potsdam. Erleben Sie die 14. Potsdamer

Schlössernacht als Höhepunkt eines Wochenendurlaubs vom 17. bis 19. August 2012 in der UNESCO-Welterbestadt. Nirgendwo zeigt sich Preussens Barock glanzvoller und romantischer als im Park von Sanssouci, dem Sommerparadies der preussischen Könige nahe der Hauptstadt Berlin. Im wundervoll illuminierten Park trifft man zwischen Schlössern und verschiedenen Themengärten auf Märchenerzähler, lebende Statuen, Musiker, elfenhafte Figuren, fantasievolle Stelzenkunst und Schäferspiele. Über 350 Künstler gestalten an mehr als zehn Spielstätten und Open-Air-Bühnen ein facettenreiches Programm: Am Schloss Sanssouci gibt es Chorlieder der Klassik und Romantik sowie höfische Tänze des Rokoko und Barock. An der Orangerie spielt das Berliner Kammerorchester die schönsten Walzer. Ein besonderes Erlebnis versprechen die Auftritte des „Ballet Baroque“ vor der Kaskade an der Orangerie. Das Landesjugendsinfonieorchester Brandenburg gibt auf der Bühne am Neuen Palais das Abschlusskonzert seiner diesjährigen Welttournee. Zur Schlössernacht erklingen auch temperamentvolle südamerikanische Rhythmen, feurige Flamenco- und Tangomusik, Swing und Jazz. Höhepunkt des Festes ist auch in diesem Jahr das brillante Schlössernacht-Feuerwerk um Mitternacht am Neuen Palais. Kulturerlebnisse ganz anderer Artet bietet Brandenburgs Industrie.

© Rainer Weisflog; TMB-Fotoarchiv Ehn; F60; TMB-Fotoarchiv Zibell; Clemens Zahn

Backsteinbauten, Stahlgiganten, schnaufende Dampfrösser und eine Gartenstadt. Brandenburg, das Land um Berlin, bietet für den Radkulturreisenden viel Spannendes. Am besten mal testen. Auf den Sattel und losgeradelt.


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Havelradweg

Industriekultur auf zwei Rädern entdecken Mit dem Velo geht’s auf in die jüngere Vergangenheit der Region auf der noch weniger bekannten, aber mit drei Sternen ausgezeichneten Kohle-, Wind- und Wassertour. Hier steht die Gewinnung von Energie im Mittelpunkt. Unspannend, mag mancher denken, und vor Ort überrascht werden: Die 250 km lange Veloroute durchs südliche Brandenburg starte man in Falkenberg Elster. Das ist mit der Bahn von Berlin in nur 1,5 Stunden bequem zu erreichen. Schon nach wenigen Kilometern haben Velofahrer die Brikettfabik „Louise“ erreicht. Sie ist die älteste noch erhaltene Brikettfabrik Europas. Hier wurde seit 1882 viel Kohle gemacht. Für Interessierte werden Fabrikführungen und Wanderungen in die Folgelandschaft des Bergbaus angeboten. Weiteres Highlight entlang der Strecke ist das Besucherbergwerk F60, auch liegender Eiffelturm genannt. Für den Besuch des Stahlgiganten sollte man zwei Stunden einplanen. Gleich zu Anfang gibt’s ’nen Helm auf den Kopf – aber keinen Velohelm. Beim Rundgang und Aufstieg erfährt der Besucher mehr über die Funktionsweise der ehemaligen Abraumförderbrücke. Am Schluss wird man mit einer guten Aussicht (60 m über dem Grund) belohnt. Eindrucksvolle Beispiele der Industriekultur in Brandenburg sind auch die Biotürme in Lauchhammer. Früher wurden hier industrielle Abwässer geklärt. Heute nutzt man die Riesen als Aussichtsturm, für Ausstellungen oder als Veranstaltungsort für Theater oder Konzerte. Unbedingt ansehen. Nur wenige Kilometer östlich liegt Brieske bei Senftenberg. Es ist der Standort der sanierten Bergarbeitersiedlung „Gartenstadt Marga“. Sie wurde 1907 und 1915 für die Arbeiterkolonie der Ilse Bergbau AG angelegt. Die Häuser gruppieren

sich auf einem kreisförmigen Siedlungsgrundriss. Im Zentrum befindet sich der rechteckige Marktplatz, der von Schule, Kirche, Friedhof, Gasthaus und Geschäftshäusern umgeben ist. Sowohl in der Gartenstadt als auch bei den Biotürmen werden Führungen nur auf Anfrage vorgenommen. Wer sich für (Kunst-)Handwerk interessiert, kann den Sattel auf der Kohle-, Wind- und Wassertour gegen einen Sitzplatz in der Niederlausitzer Museumseisenbahn eintauschen. Aber Achtung! Abfahrt ist nur an bestimmten Tagen im Jahr von Finsterwalde (der Sängerstadt) nach Crinitz ins Töpferdorf. Fahrräder können auf die etwa 17 km lange Bahnfahrt zwischen April und Oktober mitgenommen werden. Eine Warnung vorab: In Crinitz sollte man auf sein Portemonnaie achtgeben. Das Töpferdorf der Niederlausitz verlässt mancher Besucher mit mehr gebranntem Ton im Gepäck und weniger „Kohle“, als ursprünglich geplant. Um sich von der vielen Strampelei zu erholen, raste man im Erlebnisbad und der Saunawelt Wonnemar in Bad Liebenwerda.

TIP

Ein Gefühl für historische Bausubstanz vermittelt das Landgut A. Borsig in Gross Behnitz nur eine Stunde westlich von Berlin. Die berühmten Eisenbahnen Borsigs stehen für Innovation und Mobilität. Das frühere landwirtschaftliche Mustergut steht seit 1866 für Erfindungsund Fortschrittsgeist. Heute kann man im Hotel entspannen und die gute Küche des Restaurants geniessen. Führungen vom neuen Gutsbesitzer gibt es auch. Das Landgut liegt in der Nähe des Havelland-Radweges. www.landgut-aborsig.de

Lauchhammer Biotürme

Der Oder-Neisse-Radweg, der Havelradweg und weitere Radwege in Brandenburg sind buchbar über verschiedene Schweizer Veranstalter wie z.B. Railtour Suisse, Eurotrek, Baumeler Reisen. Wer mit dem CityNightLine von Zürich nach Berlin reist, kann das eigene Velo mitnehmen und ist gleich morgens schon da. So aufregend und abwechslungsreich ist ein Velo-Urlaub in Brandenburg. Noch mehr Infos zu Routen und Velofahren in Brandenburg finden Sie unter www.reiseland-brandenburg.de und www.radeln-in-brandenburg.de

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Triberg Wasserfall

SCHWARZWALD Die Erlebnis- und Genussregion

Schwarzwald Tourismus GmbH Tel. +49 (0)761 89 64 693 Fax +49 (0)761 89 64 694 prospektservice@schwarzwaldtourismus.info www.schwarzwald-tourismus.info

Der bis auf 1.493 Meter ansteigende Schwarzwald macht etwa zwei Drittel der beliebten Ferienregion aus, der er den Namen gibt. Die ungemein vielfältige Landschaft erstreckt sich von Karlsruhe und Pforzheim im Norden bis an die Schweiz im Süden, vom Oberrhein im Westen bis zu den Flusstälern von Nagold und Neckar im Osten. Die Ferienregion Schwarzwald gilt dank ihrer landschaftlichen Reize, ihrer Küche und ihrer Weine als „schönste Geniesser-Ecke Deutschlands“. Zugleich ist sie eines der abwechslungsreichsten Wanderziele Europas: Mehr als 24.000 Kilometer Fern- und Rundwanderwege sind hier markiert. Gleich sechs Qualitätswanderwege und 13 Premiumwege sind ein Beleg für die hohe Qualitätsorientierung des Wanderangebotes im Südwesten. Wandern für Geniesser und Sportler Damit Wanderer gezielt Landschaft und Geniesserfreuden kombinieren können, wurde das Label „Schwarzwälder Geniesserpfade“ entwickelt.

Zur aktuellen Wandersaison wurden bereits acht zertifizierte „Premiumwege“ ausgezeichnet, die Wanderern auf 6 bis 15 km langen Strecken besondere kulinarische, kulturelle und landschaftliche Genusserlebnisse bieten. Dazu zählt z.B. der Gernsbacher Sagenweg, der uralten Sagen und geheimnisvollen Mythen nachspürt. Am Schloss Eberstein lädt die Schlossschenke zur Stärkung ein und zum Abschluss eine gemütliche Rast in der malerischen Altstadt von Gernsbach. Ein Muss für Streckenwanderer ist der 285 Kilometer lange „Westweg“. 1900 als erster Fernwanderweg angelegt, passiert er von Pforzheim bis Basel die tiefsten Wälder und die aussichtsreichsten Berge. Grandiose Fernblicke bis in die Alpen und über die Rheinebene sind garantiert. Für sportlich ambitionierte Wanderer gibt es hier eine besondere Spezialität: das „Speedhiking“. Ausgerüstet mit langen Stöcken, um den Körper zu stabilisieren, läuft der Wanderer auf naturnahen Pfaden und trainiert so das Herzkreislaufsystem.

Schmuckkunst aus fünf Jahrtausenden Das Schmuckmuseum Pforzheim ist ein weltweit einzigartiges Museum zur Geschichte des Schmucks. Die Besucher erwarten Kostbarkeiten aus Antike, Renaissance und Jugendstil sowie eine einzigartige Kollektion moderner Schmuckkunst. Das im International Style errichtete Reuchlinhaus ist ein architektonisches Juwel.

Schmuckmuseum Pforzheim Jahnstrasse 42 DE-75173 Pforzheim Öffnungszeiten: Di bis So und feiertags 10 - 17 Uhr (ausser Hl. Abend und Silvester) www.schmuckmuseum.de

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Schmuckmuseum Pforzheim

© Presseteam Schwarzwald Tourismus/Sebastian Gartmann; Schmuckmuseum Pforzheim, Foto: Valentin Wormbs, Günter Meyer

Ursprünglich, kontrastreich, herausfordernd: Der Schwarzwald steht für eine Erlebniswelt ganz eigener Art. Tannen- und Mischwälder wechseln mit breiten Tälern, steilen Schluchten, aussichtsreichen Berghöhen und sonnigen Rebhängen.


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Feldberg Schäferwanderung

Ausgezeichnete Gastronomie Wer so viel für sich tut, darf ruhig auch mal „sündigen“ – und wo lässt sich das besser tun, als in einer Ferienregion, in der fast 350 Restaurants, Gasthöfe und Hotelküchen zwischen Rhein und Nagold, Lörrach und Pforzheim von den fünf grossen Gourmet- und Gastroführern 2012 für ihre herausragende Küche ausgezeichnet wurden. In „Deutschlands schönster Geniesserecke“ leuchten insgesamt 25 Michelin-Sterne über 19 Restaurants, 98 Gault-Millau-Hauben schmücken 53 Küchen, mit 164 Feinschmeckerpunkten sind 71 Restaurants ausgezeichnet. Dazu kommen 438 Varta-Diamanten für 231 Gasthöfe, Restaurants und Hotelküchen sowie 535 Kochlöffel im AralSchlemmeratlas für 270 Betriebe. Einige der Küchenchefs haben sich ausdrücklich den Einsatz heimischer Produkte auf die Fahnen geschrieben. Nach dem Motto „Aus der Region, für die Region“ beziehen die Gastronomen frisches Obst und Gemüse, Fleisch aus artgerechter Tierhaltung, Marmelade, Honig und Käse direkt bei den heimischen Erzeugern.

© Achim Mende/STG; Freudenstadt Tourismus; Stadtverwaltung Calw

Kultur und Tradition Wo auf der Ostseite das Mittelgebirge sanft über das Gäu und die Baar zur Schwäbischen Alb abfällt, erwarten kulturinteressierte Besucher 2012 eine Vielzahl besonderer Events. Die Städte Donaueschingen, Hüfingen und Bräunlingen sind 2012 Gastgeber der traditionellen „Heimattage BadenWürttemberg“. Seit über 30 Jahren finden die

KUNSTZEIGER

Feldsee am Feldberg Bike Crossing

Heimattage Baden-Württemberg statt und jedes Jahr hat eine andere Stadt oder ein Städteverbund die Möglichkeit, dieses Grossereignis auszurichten. Sie zeigen das ganze Jahr über in vielen Veranstaltungen alle Facetten der vielfältigen Kulturregion, die 2012 unter dem Motto „Ein Fluss vereint“ stehen. Höhepunkte dürften die „Baden-Württemberg-Tage“ vom 4. bis 6. Mai und die Landesfesttage am 8. und 9. September werden. Das kleine Städtchen Calw am Nordostrand des Schwarzwaldes feiert 2012 den 50. Todestag von Hermann Hesse mit fünfzig Veranstaltungen. Unter anderem soll zwischen Nagold und Pforzheim ein „Literarischer Radweg“ entstehen. Der meistgelesene deutschsprachige Dichter des 20. Jahrhunderts wurde am 2. Juli 1877 in Calw geboren. Ein besonderes Highlight des Hesse-Festivals ist der 10. „Gerbersauer Lesesommer“ vom 2. Juli bis 9. August. Familienspass im Süden Für Familienfreundlichkeit gibt es in Deutschlands höchstem Mittelgebirge die Auszeichnung „familien-ferien Baden-Württemberg“. Wer den Schwarzwald nur mit Kuckucksuhr und Bollenhut in Verbindung bringt, weiss nicht, was er verpasst. Denn der Naturpark Südschwarzwald hat unendlich mehr zu bieten als diese beiden typischen Merkmale. Er umfasst 370.000 Hektar (so gross wie die Ferieninsel Mallorca) im äussersten Südwesten Deutschlands. Im Westen – bei Müllheim und Schliengen – reicht sein Gebiet bis fast an die

TIP

Landesausstellung 900 Jahre Baden: Die grosse Landesausstellung „900 Jahre Baden“ zeigt vom 16. Juni bis 11. November 2012 im Schloss in Karlsruhe die Entwicklung der kleinen Markgrafschaft Baden über die Badische Revolution von 1847/48 zu einem liberalen „Musterländle“. Zum Landesjubiläum gibt es auch in vielen anderen Orten Ausstellungen und Aktionen.

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Hermann Hesse-Jahr 2012 in Calw

Hermann HesseMuseum

Am 9. August 2012 jährt sich der Todestag des Dichters und LiteraturNobelpreisträgers Hermann Hesse (1877 - 1962) zum 50. Mal. Aus diesem Anlass finden in der Hesse-Geburtsstadt Calw 50 Aktionen und Veranstaltungen statt, mit denen an den grossen Sohn der Stadt erinnert werden soll. Zentraler Ort für Ausstellungen und Veranstaltungen wird das Calwer Hermann Hesse Museum sein. Im Mittelpunkt steht neben dem Gedenken an Hermann Hesse die Auseinandersetzung von zeitgenössischen Schriftstellerkollegen und Künstlern mit seinem Leben und Werk.

Marktplatz 30 DE-75365 Calw

Hermann Hesse-Museum

02.07. - 09.08.2012

Öffnungszeiten: April - Oktober Di - So: 11-17 November - März Di - Do, Sa - So: 11-16 Mo und Fr geschlossen www.calw.de

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TIP

Landesgartenschau in Nagold – Die Landesgartenschau Baden-Württemberg steht 2012 unter dem Motto „Grüne Urbanität“. Im Fachwerkstädtchen Nagold am Ostrand des Schwarzwaldes gibt es dazu vom 27. April bis 7. Oktober wechselnde Blumenschauen, Ausstellungs- und Themengärten mit mehr als 2.000 Veranstaltungen.

Schluchsee

französische Grenze entlang des Rheins, im Süden am Hochrhein grenzt er an die Schweiz, im Osten schliesst er mit der Linie Wutachtal – Donaueschingen – Villingen ab und im Norden endet der Naturpark bei St. Georgen im Schwarzwald, den Triberger Wasserfällen und der Emmendinger Vorbergzone. Für Familien mit Kindern bieten sich ganz besondere Attraktionen an, um die Natur hautnah zu erleben. Der Baumkronenweg Waldkirch führt auf einer 200 m langen Stahlkonstruktion mit vier Aussichtstürmen in 23 Metern Höhe durch die faszinierende Welt der Wipfel verschiedener Baumtypen des Schwarzwaldes. Der Zauberweg von der Bergstation am Hasenhorn bis nach Todtnau ist ein Wanderweg für Kinder zwischen 5 und 10 Jahren mit tollen Spielstationen, Schnitzereien, einer Fledermaushöhle mit Zauberstein und Grillstelle. Den Weg begleiten verschiedene von Künstlern aus der Region gefertigte Figuren und illustrieren die Geschichte der Wichtel. Wellness im Schwarzwald Zeit finden, ausspannen und neue Kraft tanken. Klares Quellwasser, duftende Öle, heisse Saunen – Wellness ist mitunter der schönste Ausgleich

zum stressigen Alltag. Wo könnte man das besser als in einer so vielfältigen Umgebung wie im Schwarzwald. Bereits die Römer machten sich die heilende Kraft des Thermalwassers zu Nutze, als sie sich in der Rheinebene und an den Hängen des Schwarzwaldes niederliessen. In Badenweiler bauten sie einen der grössten Thermenkomplexe nördlich der Alpen. Heute gibt es eine Vielzahl eleganter Thermen- und Saunalandschaften mit Solarien, Beauty- und Wellnessprogrammen, mit Massagen und Anwendungen aus aller Welt. Nur die Namen erinnern noch manches Mal an die Zeiten der Römer: Caracalla-Therme in BadenBaden, Vita Classica in Bad Krozingen, CassiopeiaTherme in Badenweiler. Noch vor 100 Jahren galt Baden-Baden als „Sommerhauptstadt Europas“. Dank seiner Bäderarchitektur und der exklusiven Hotels und Thermen ist Baden-Baden eines der Topziele für Wellness in Deutschland. Im waldreichen Nordosten des Schwarzwaldes liegen die Heilbäder Bad Wildbad, Bad Teinach-Zavelstein, Bad Liebenzell und der Heilklima-Kurort Bad Herrenalb. Die Siebentäler-Therme in Bad Herrenalb oder das Palais Thermal in Bad Wildbad gehören zu den schönsten Wohlfühltempeln im Schwarzwald. Am südlichen Westrand des

RÖMERSTRASSE

NECKAR-ALB-AARE

Herzlich willkommen... ...im ältesten Schwarzwaldgasthof von Titisee-Neustadt. Bei uns im ca. 1127 m hoch gelegenen Bergdorf Waldau können Sie alle sportlichen Aktivitäten direkt ab dem Hotel unternehmen. Wandern, Mountainbiken, Langlaufen, Skifahren, Rodeln... alles, was das Herz begehrt. Freizeitbäder, Sport- und Kletterparks finden Sie ganz in unserer Nähe. Neueröffnung: Badeparadies „Schwarzwald“ in Titisee. www.badeparadies-schwarzwald.de Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ihr Eugen Winterhalder.

Hotel - Schwarzwaldgasthof

im Bergdorf Waldau bei Freiburg | Sommerbergweg 1 DE-79822 Titisee-Neustadt | Tel. +49 (0)7669-229-0/Fax -29 info@traube-waldau.de | www.traube-waldau.de

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Zu einer faszinierenden Entdeckungsreise auf den Spuren der Antike lädt die Römerstrasse Neckar-Alb-Aare ein. Entlang alter römischer Strassen in Süddeutschland und der Schweiz lassen Ausgrabungen und spannende Funde, Freilichtmuseen und Römerfeste das Alltagsleben der römischen Provinz Obergermanien vor fast 2000 Jahren lebendig werden! RÖMERSTRASSE NECKAR-ALB-AARE e.V. Geschäftsstelle Rottweil | Telefon: +49 (0) 741 494-303 info@roemerstrasse.net | www.roemerstrasse.net

© Schluchtensteig; Tourist-Information Schluchsee

Wutachschlucht Schluchtensteig


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© Zweckverband Tal der Murg; Gerhard Eisenschink/STG

Murgtal Heuhütten

Freudenstadt Malerische Aussicht

grössten deutschen Mittelgebirges sind Badenweiler, Bad Bellingen und Bad Krozingen, aber auch Freiburg für Ihre vielfältige Thermenlandschaft bekannt. Das östlich gelegene Bad Dürrheim und Bad Säckingen an der Schweizer Grenze sind gerade wegen ihrer Thermen besonders gern besuchte Wellnessziele. Ob jung oder alt, sportlich aktiv, naturverbunden oder kulturell und kulinarisch interessiert – die vielfältige Erlebniswelt des Schwarzwaldes bietet für jeden Geschmack einen bunten Strauss an Möglichkeiten, seine Ferien zu geniessen

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Einfach das bessere Klima! Malerisch auf einem Hochplateau gelegen, bietet Freudenstadt Urlaubs- und Lebensfreude pur!

Reine Luft, Sonnenschein, geringe Luftfeuchtigkeit, wenig Nebel und kaum Wind sind charakteristisch für diese Region. Dank seiner idealen Topographie sind hier Sportarten wie Gleitschirmfliegen, Mountainbiken und Wandern ebenso möglich wie Golfen und winterliches Schneeschuhwandern. Rund um den grössten Marktplatz Deutschlands macht Einkaufen und Bummeln so richtig Spass und ein Muss ist die Besichtigung der winkelhakenförmigen Stadtkirche auf dem Unteren Marktplatz. Wer Natur liebt und gerne Urlaub mit Gesundheit verbindet, ist auf den sieben Heilklima-Wanderwegen bestens aufgehoben, denn hier lernt man wieder frei durch- und aufzuatmen. www.freudenstadt-tourismus.de

Mehr Urlaub mit der Inklusiv-Gästekarte

• Freie Fahrt • Freier Eintritt • Gratis Skifahren u.v.m. Wandern. Wellness. Wintersport. Schönstes Hochtal im Naturpark Südschwarzwald Telefon +49 (0) 76 75 / 16 00 30 • www.bernau-schwarzwald.de

Grenzenlos vielfältig Grenzenlos vielfältig

breisach

Herzlich willkommen in Breisach, unsere charmante Stadt nahe bei Freiburg und dem Schwarzwald! Kontakt: Breisach-Touristik Marktplatz 16 D-79206 Breisach am Rhein Tel. +49 (0) 7667 940155 Fax +49 (0) 7667 940158 breisach-touristik@breisach.de

www.breisach.de

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Schloss Nymphenburg

Neues Schloss Schleissheim Festsaal

DIE BAYERISCHEN SCHLÖSSER Max-Emanuel-Jahr 2012

Bayerische Schlösserverwaltung Postfach 20 20 63 DE-80020 München Tel. +49 (0)89 179 080 Fax +49 (0)89 179 08 154 poststelle@bsv.bayern.de www.schloesser.bayern.de

K urfürst Max Emanuel von Bayern prägte als Bauherr, Sammler und Mäzen die bayerische Kulturlandschaft entscheidend. So erweiterte er die Schlossanlage Nymphenburg – einst anlässlich seiner Geburt vor 350 Jahren errichtet – zu einem Gesamtkunstwerk von Weltrang. Von den Wittelsbachern als Sommerresidenz hoch geschätzt, gehört Schloss Nymphenburg mit seinen Parkbauten heute zu den grossen touristischen Attraktionen der Bayerischen Schlösserverwaltung. Max Emanuel ist mit dem Neuen Schloss Schleissheim und dem Jagdschloss Lustheim auch ein zweites herausragendes Ensemble barocker Schlossbau- und Gartenkunst im Raum München zu verdanken. Die weitläufigen Schlossgärten beider Anlagen sind mit ihren Wasserspielen beliebte Erholungsziele nicht nur bei den Münchnern.

Der Kurfürst gestaltete unter anderem das Schloss Dachau mit seinem reizvollen Garten neu. Seine vielfältigen Sammlungen von Gemälden, Tapisserien, Möbeln, Tafelgeschirr und Ostasiatika sind in der Residenz München und ihrer Schatzkammer zu sehen. Max Emanuels bewegter Regierungszeit kann man auch in Schloss Höchstädt in Schwaben nachspüren, wo eine spannende Ausstellung an die Schlacht von 1704 erinnert. In seinem Jubiläumsjahr 2012 steht der legendäre „Blaue Kurfürst“ im Fokus zahlreicher Veranstaltungen (Infos: www.schloesser.bayern.de)

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TIP

Im Marstallmuseum von Schloss Nymphenburg wird der restaurierte „Herkulesschlitten“ (s. Bild li.) zu sehen sein.

ingolstadt

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© Bayerische Schlösserverwaltung

Auf den Spuren des „Blauen Kurfürsten“ gibt es in Bayerns Schlössern und Gärten viel zu entdecken.


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„Dreiflüsse“-Stadtrundfahrten

Passau Barocke Schönheit einst und jetzt

PASSAU 350 Jahre italienische Barockstadt

© Tourist-Information Passau

Die „Drei-Flüsse-Stadt“ Passau feiert 2012 die Entstehung ihres italienisch-barocken Stadtbildes.

P assau, die bayerische Grenzstadt zu Österreich, beeindruckt gleichermassen durch ihre Landschaft wie durch ihr Stadtbild. Wegen der einzigartigen Lage am Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz trägt sie den Beinamen „DreiFlüsse-Stadt“. 1662 legte ein verheerender Stadtbrand die gesamte mittelalterliche Stadt mit ihrem gotischen Dom in Schutt und Asche. Für den Wiederaufbau holten die Fürstbischöfe berühmte italienische Barockmeister und -künstler nach Passau. So entstand das italienischbarocke Stadtbild mit dem Dom St. Stephan, in dem die grösste Domorgel der Welt erklingt, malerischen Plätzen, romantischen Promenaden und verwinkelten Gassen. Hoch über den Flüssen thronen die Burganlage Veste Oberhaus und die Wallfahrtskirche Maria Hilf.

Donautal-

Mit den Festspielen „Europäische Wochen Passau“, Stadttheater, Scharfrichterhaus, Museen und Galerien nimmt Passau eine herausragende kulturelle Stellung ein. Auf Rundfahrt-, Ausflugsund Kreuzfahrtschiffen erlebt man den besonderen Zauber. Hier starten und enden internationale Fernradwege wie der Donauradweg nach Wien, der Innradweg aus der Schweiz und der Donauradweg aus Donaueschingen sowie die beiden Fernwanderwege Goldsteig durch den Bayerischen Wald und Donausteig beiderseits der oberösterreichischen Donau

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TIP

Barockfest „Passau PArockt!“. Vom 31.08. bis 02.09.2012 wird die Passauer Innen- und Altstadt in die Zeit des Barock versetzt.

Tourist-Information Passau Rathausplatz 3 DE-94032 Passau Tel. +49 (0)851 95 59 80 Fax +49 (0)851 35 107 tourist-info@passau.de www.tourismus.passau.de

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Radelspaß 23. September, 10.00 – 18.00 Uhr Genussradeln pur auf gesperrten und beschilderten Strecken.

… mehr zum Radeln entlang der schönsten Flüsse unter www.donautal-radfahren.de

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UNESCO-WELTERBE ZOLLVEREIN

DAS KULTURELLE HERZ DES RUHRGEBIETS Industriekultur / Museen / Kunst / Konzerte / Tanz Events / Gastronomie / Natur

www.zollverein.de

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Ferien in Deutschland  

Beilage in Touring Nr. 02/2012, Clubmagazin des TCS

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