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Fußball Geschichten aus Bundesliga FußballGeschichten aus der der Bundesliga

Tabelle Landesliga - Saison 2009/2010

PUTSCH MIT PAUL Mannschaft

Sp.

g

u

v

Torverh.

Differenz

Punkte

1. Bahlinger SC 2 2. FC Steinen-Höllstein 3. SV Heimbach 4. SV Munzingen 5. SV Waldkirch 6. Freiburger FC 7. FC Teningen 8. FV Brombach 9. FV Herbolzheim 10. FC Emmendingen 11. SV Opfingen

16 16 16 16 16 16 15 16 16 16 16

12 11 9 9 7 8 8 7 7 5 6

1 0 3 2 6 1 0 3 2 6 3

3 5 4 5 3 7 7 6 7 5 7

51:25 23:20 34:28 39:23 26:18 34:30 31:25 29:24 31:28 30:27 31:34

26 3 6 16 8 4 6 5 3 3 -3

37 33 30 29 27 25 24 24 23 21 21

12. TV Köndringen

16

6

1

9

28:37

-9

19

13. FC Zell 14. SV Rhodia Freiburg 15. FV Sasbach 15. FC Denzlingen 2 17. FC Eintracht Stetten

16 16 15 16 16

5 5 4 4 1

3 2 4 2 3

8 9 7 10 12

25:31 25:35 18:32 29:40 27:54

-6 -10 -14 -11 -27

18 17 16 14 6

Drei Punkte für den TVK: Wir drücken die Daumen!

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Sepp Maier hatte Fieber, Paul Breitner lag mit einer Magen-Darm-Grippe im Bett, und K-H Rummenigge konnte wegen einer Bänderdehnung gar nicht laufen. Doch am 17.3.1979, quälten sich die 3 Stars für den FC Bayern auf den Platz, ackerten sich in einem grausig anzusehenden Spiel zu einem 0:0 in Braunschweig, und jubelten, als wären sie Meister geworden. Ihr Plan schien aufzugehen. Die Saison war miserabel, mit 23:23 Punkten lagen sie auf Platz 7, Trainer Lorant war nach einem 1:7 in Düsseldorf geflogen, unter Nachfolger Csernai ging es auch nicht voran. Die Spieler, die den ruhigen Csernai mochten, hatten W. Neudecker nach einer peinlichen 0:4 Heimpleite gegen Bielefeld noch eine Frist abringen können. "Wenn wir in den 2 Auswärtsspielen 3 Punkte holen, dann darf der Trainer bleiben, versprach Neudecker", erinnert sich Maier. Ansonsten drohte er mit einem neuen Trainer, der ein harter Hund sein sollte. Um den Punkt in Braunschweig hatten die angeschlagenen Stars deshalb gekämpft wie selten. Doch die Freude war schlagartig vorbei. Paul Breitner, damals Antreiber und Wortführer des Teams, erzählt: "Neudecker hatte bereits am Samstag M.Merkel als Trainer unter Vertrag genommen" Merkel galt als erbarmungsloser Peitschenschwinger."Da gab es schon ein Interview mit Neudecker zu sehen." sagte Maier. Der hatte sein Versprechen gebrochen, Breitner und Maier waren vor Wut außer sich."Der Sepp und ich haben zum Team gesagt: Mit uns nicht!" eine Teamsitzung samt Abstimmung fand nicht statt "Sepp und ich waren die Verantwortlichen, wir haben gesagt, was wir tun werden. Da gab's kein Ja, kein Nein. Wir wussten, wie das Team denkt, und haben so gehandelt." Noch am Samstag rief Maier bei Neudecker an und stellte ihm ein Ultimatum: Wir "Der Mannschaftsrat undmachen ich möchten Ihnen übermitteln:Wenn am Montag ein neuer Trainer da ist, dann kommen wir nicht ins Training, dann streiken wir."Der Präsident drehte durch, beschimpfte den Kapitän aufs Übelste, Bewegung stark. nannte ihn einen Anarchisten und belegte ihn mit der schlimmsten Bezeichnung, die ihm einfiel:"Sie reden ja wie badenova bewegt als sportlicher Partner ein Gewerkschaftsboss! Von ihnen lass mir nix vorschreiben, ich mach was ich will, am Montag ist ein neuer mit Engagement Schulen und ich Vereine in unserer Region. Und ist mit Energie Trainer da."Maier blieb hart:"Wir kommen, aber wir gehen nicht ins Training."Am Montag versammelten sich die seit Jahren. Tag für Tag. Profis um 10 Uhr andabei. derSchon Säbener Straße. Kurz darauf stürmte Neudecker mit rotem Kopf herein und brüllte: "Meine Herren! Auf diesen Vorfall mit Herrn Maier trete ich zurück." Merkel war erst gar nicht da. Später bestätigte eine Pressemitteilung des Clubs Neudeckers Demission. Den Spielern des FC Bayern, vor allem Sepp Maier und Paul Breitner, war etwas in der Bundesliga-Geschichte Einmaliges geglückt: Sie hatten durch ihren Widerstand gegen die bis dahinbadenova.de fast überall im Profifußball üblichen autoritären Strukturen einen bereits fest verpflichteten Trainer gekippt und den damals mächtigsten Vereinsboss gleich mit. Breitner lobt Neudecker noch heute als "Visionär und Modernisierer", der aber mit derart selbstbewusst auftretenden Spielern "völlig überfordert" war. Zudem stand er 1979 schwer unter Druck, weil der FC Bayern sportlich immer weiter abrutschte und finanziell in Schwierigkeiten war. Eine offene Revolution in dieser schwierigen Lage war gewagt, weil die Öffentlichkeit fassungslos bis ablehnend reagierte. Sepp Maier wurde angesichts der brisanten Situation live ins "heute-journal" zugeschaltet, wo der Moderator einen Text verlas, der eher an ein Tribunal erinnerte. Maier, bereits im Bild, bebte vor Zorn und ließ niemand mehr zu Wort kommen. "Jetzt red I!", befand der Keeper und stellte in einem wütenden Monolog klar: "Wir haben weder den Präsidenten gestürzt, noch sind wir eine Terrortruppe. Ich bin kein Anarchist, ich bin nur der Teamsprecher des FC Bayern." Neudecker, der auch im Vorstand des DFB saß, sorgte dafür, dass Maier vorerst aus der Nationalmannschaft flog. Am Samstag reisten die Bayern zum Erzrivalen Borussia Mönchengladbach, der auch eine miese Saison spielte und noch hinter den Bayern lag. Wer gehofft hatte, dass der FC Bayern einbrechen würde, sah sich getäuscht: Die Spieler rannten und kombinierten, als ginge es um ihr Leben. Zur Halbzeit führten sie bereits 5:1, am Ende stand es 7:1, allein Rummenigge schoss 3 Tore und gab 3 Vorlagen. Die Revolution war vollendet. Im brillanten Dokumentarfilm "Die Profis" sieht man die Stars als scheinen sie selig entrückt auf einer Wolke zu schweben und sind gleichzeitig so wild entschlossen wie Piraten auf einer Kaperfahrt in stürmischer See - allen voran der rauschebärtige Breitner, damals gerade 27 Jahre."Alle Leute haben uns das Schlechteste gewünscht, denn das war etwas, das im deutschen Fußball noch nicht da war. Dass wir uns eben gegen den Trainer und gegen den Präsidenten gewandt haben, dass wir da für deutsche Verhältnisse revolutionäre Wege gegangen sind, ist etwas, was der Deutsche nicht akzeptiert, und schon gar nicht von hochbezahlten Fußballern." Breitner war die historische Einmaligkeit der Situation damals bewusst: "Das ist, glaube ich, das erste Mal in mehr als 75 Jahren FC Bayern, dass die Mannschaft nach dem Spiel einen saufen geht. Tatsächlich übernahmen die Spieler in der Folge sogar den ganzen Club - zumindest zwei von ihnen. Uli Hoeneß, der zu Beginn der Saison 1978/79 noch für die Bayern auf dem Platz stand, aber immer wieder mit Knieproblemen zu kämpfen hatte, übernahm zum Ende der Spielzeit den Posten des Managers. Diese Personalie war zwar noch unter Neudecker eingefädelt worden, doch durch dessen Abgang erhielt Hoeneß, damals ebenfalls erst 27, schnell eine ungeahnte Machtfülle. Sepp Maier musste zwar nach einem Autounfall im Sommer 1979 seine Karriere beenden, doch Hoeneß' bester Freund Paul Breitner war fortan als Spieler dem Trainer Pal Csernai mindestens ebenbürtig. Der Erfolg kehrte zurück. 1980 und 1981 wurden die Bayern wieder Meister, 1982 erreichten sie das Europacupfinale. Ohne die Revolte von 1979 würde es den FC Bayern in der heutigen Form möglicherweise gar nicht geben. Als Nachfolger von Hoeneß war auch Paul Breitner im Gespräch. Nicht einmal der geschasste Trainer Max Merkel war den erfolgreichen Revoluzzern lange böse. "Dem war das wurscht", erzählt Sepp Maier heute grinsend, "er hat zwei Jahre Gehalt vom FC Bayern bekommen, obwohl er nicht ein einziges Mal auf dem Trainingsplatz gestanden hat."

Martina Bastian, Marketing

Platz

Tel.: 0761/44451 Fax: 0761/44461 www.ffsh.de e-mail: info@ffsh.de

Sepp Maier und Paul Breitner in einem Spiegelinterview.

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Fußball-Aktuell 7 Saison 2010/11  
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