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DE 2016

eppan

magazin

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www.eppan.com 3 Eppan Magazin

Burgen | Seen | Wein


inhaltsverzeichnis

Inhalt Aktiv

28

2 Eppan Magazin

Unterwegs 13

Geheimtipp oberhalb Eppan: In den Bergdörfern Perdonig und Gaid kommen Natur- und Gourmetliebhaber auf ihre Kosten.

Mit dem Rad unterwegs: Tipps für Mountainbiker, E-Biker und Rennradliebhaber.

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Herausragende Architektur: Walter Angonese über die besondere Baukultur von Eppan.

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Blütenmeer: Das Frühlingserwachen in Eppan in Bildern.

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Filmlocation: In Eppan sind seit jeher internationale Filmproduktionen zu Gast.

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Golfparadies: Mit dem „Blue Monster“ besitzt Eppan eine Golfanlage der Extraklasse.

60

Winter- und Weihnachtsstimmung: Der Eppaner Advent in Bildern.

28

Kraftorte: Auf den Spuren des Goldjägers Peter Wöth am Wilder-Mann-Bühel

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Das Wochenprogramm: Alle Highlights für Genießer und Aktivsportler auf einen Blick.

44

Tipps für Familien: Spaß und Abenteuer für Kinder in Eppan.

56

Events: Die besten Veranstaltungen im Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

7

Landschaftsschutzgebiet Montiggler Seen: Ein Paradies für Genießer und Aktivsportler.

10

39


inhaltsverzeichnis

Genuss

Menschen

4

„Südtirol Balance“: Eine Veranstaltungsreihe im Zeichen von Entspannung und Wohlbefinden.

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Charakterkopf: Der Kaufmann Werner Schmid im Porträt

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Rezepte: Drei Eppaner Spitzenköche und ihre Kreationen.

31

39

Kulinarisches Highlight: Sternekoch Herbert Hintner lädt zur „Gastlichen Tafel in den Gassen von St. Pauls | Eppan“.

Bergsteigerlegende: Interview mit Reinhold Messner und seiner Tochter Magdalena über das Messner Mountain Museum auf Schloss Sigmundskron.

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Einblicke: Eppaner Geschichten entdecken.

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Spitzenweine: Vier Kellermeister stellen ihre Favoriten vor.

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Weinevent: Der Weißburgunder als herausragende Rebsorte bekommt eine internationale Plattform.

52

Kellereien und Brennereien: Eppaner Betriebe auf einen Blick.

44

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Wissenswertes 66

Grüne Mobilität: Stromtankstellen auf dem Vormarsch.

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Mobil in Südtirol: So erreichen Sie uns mit Auto, Bahn und Bus.

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genuss

e für Angebot n und gesunde ten entspann genuss Frühlings Juni April/Mai/

Rundum wohlfühlen Im Frühling steht Eppan im Rahmen der Südtiroler Veranstaltungsreihe „Südtirol Balance“ im Zeichen von Entspannung und Wohlbefinden für Körper und Seele. Te x t : Debora Longariva

4 Eppan Magazin


genuss

E

ppan erwacht schon früh aus dem Winterschlaf. Südtirols Süden erstrahlt dann im saftigen Grün der Reben und im reinen Weiß der Apfelblüten. Zu diesem Anlass wurde mit „Südtirol Balance“ eine Initiative ins Leben gerufen, die von April bis Juni eine Mischung aus Bewegung, Naturheilkunde, Wein und kulinarischen Genüssen zum Thema „Gesunder Genuss“ anbietet. Bei einer gemütlichen Wanderung durch die schöne Landschaft kann zum Beispiel die Ruhe in der Natur bewusst erlebt werden: durch den Schilfgürtel des Montiggler Sees, den Montiggler Wald zum Kraftort Jobenbühel, vorbei an Gletscherschliffen und der Sumpf- und Torflandschaft Langmoos. Wenn auch der Montiggler Wald sein Winterkleid gegen lebhafte Grüntöne tauscht, zieht es Naturfreund Alberto Fostini dorthin. Der erfahrene Wanderführer erzählt allerlei Wissenswertes über die Geschichte, die Tier- und Pflanzenwelt und über natürliche Heilmittel. Wer mit ihm unterwegs ist, entdeckt altes Heilwissen neu und lernt viele praktische Tricks für den Alltag. Denn die Natur kann so einiges. Ob sanfte Heilmittel und Balsam für die Seele oder kulinarischer Genuss – bei einer kleinen Wanderung und einem Workshop im Gartenhaus lernen Interessierte, Kräuter für alle Sinne zu nutzen. Hildegard Kreiter führt in die Welt der Kräuter ein und erzählt viel Wissenswertes über Lebensmittel, die uns die Natur bietet. Ganz nach dem Motto: Gesund genießen. Auch der Wein hat eine positive Wirkung auf den Körper. Was liegt also näher, als mit einem Glas

Wein in den Frühling zu starten, zum Beispiel bei der Degustation „Die Balance im Wein“ im Weingut Klaus Lentsch oder in den Weinbergen des Bioweingutes Hof Gandberg, wo gemeinsam mit dem Winzer Thomas Niedermayr Eppaner Weine mit Bioland-Siegel und hausgemachte Frühlingsboten verkostet werden. Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltungsreihe beschäftigt sich mit regionalen und saisonalen Produkten, die im Zeichen von Qualität und bäuerlicher Tradition stehen. So interpretiert Sternekoch Herbert Hintner Bekanntes neu und kreiert zusammen mit Gästen frühlingshafte Gerichte, die diese dann selbst genießen können. Zu einem Ausflug auf den Bauernmarkt laden dagegen die beiden Eppaner Bäuerinnen Ricky Huber Ortler und Anni Innerhofer Pichler: Die dort gekauften Produkte werden gemeinsam zu traditionellen Gerichten wie etwa Knödel weiterverarbeitet und anschließend genossen. Und auch Michael Falkensteiner, Küchenchef des Gasthof Steinegger, lädt zum gemeinsamen Kochen ein. Aus der Kombination aus saisonalen und regionalen Produkten sowie Eppaner Wein entstehen dabei genussvolle Kreationen: Weinsuppe mit gerösteteten Frühlingsblüten-Ofenplent-Würfelchen und Lagrein-Tagliatelle mit Südtiroler Blauschimmelkäse und Frühlingsspinat. Das vollständige Programm inklusive Partnerbetriebe mit speziellen Angeboten der Initiative „Südtirol Balance“ in Eppan finden Sie unter

eppan.com/suedtirol-balance

Sternekoch Herbert Hintner

Bio Weinbauer Thomas Niedermayr

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PR-ANZEIGE

Sanvit – Bike & Fitness Der Bikeprofi in Südtirol

S

anvit ist ein spezialisiertes Fahrradfachgeschäft mit einer großen Auswahl an aktuellen Fahrrädern und Fitnessgeräten. Auf vier Etagen sind trendige Mountainbikes, Rennräder, E-Bikes und Trekkingbikes der führenden Marken wie Scott, Cube und Pinarello zu finden. In der oberen Etage finden Sie Fahrradbekleidung, Helme, Schuhe, Brillen, etc. von den bekanntesten Marken Assos, X-Bionic, Nalini, Castelli, Sportful, Gore, Craft, Vaude, Deuter, Sidi, Gaerne, Mavic, Met, LAS, Oakley, Adidas, Salice. Funktionelles technisches Zubehör, verschiedene Serviceleistungen sowie Reparaturen und ein großer Fahrradverleih runden das Angebot ab. Das sportliche Sanvit-Team legt besonderen Wert auf eine kompetente Beratung und besten Service. Ganz nach dem Motto: „Nur ein zufriedener Kunde empfiehlt uns weiter und kommt gerne wieder“.

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aktiv

Unterwegs in Montiggl Das Landschaftsschutzgebiet Montiggler Seen | Wald ist ein Paradies für Genießer und Aktivsportler. Eppan Magazin stellt eine Auswahl der vielfältigen Möglichkeiten vor. Te x t : Debora Longariva

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aktiv

Der Felsvorsprung über dem Großen Montiggler See lädt zur Rast mit grandiosem Ausblick ein

Schwimmen und Sonnenbaden Wer im Naturparadies von Montiggl schwimmen will, dem stehen gleich drei Möglichkeiten offen: der große und der kleine Montiggler See sowie das „Lido“. Die Montiggler Seen zählen zu den beliebtesten Badeseen in Südtirol. Der große Montiggler See hat eine Oberfläche von etwa 18 Hektar, der kleine Montiggler See erstreckt sich über nur knapp 5 Hektar. Spaß und Erholung sind vorprogrammiert, und das mitten in der Natur. Das öffentliche Schwimmbad „Lido Montiggl“ liegt direkt am großen Montiggler See. Zum gepflegten Badetrieb gehören eine große Liegewiese, die längste Wasserrutsche Südtirols und ein Bootsverleih. Rund um die beiden Seen führt auch ein Wanderweg, entlang dessen Verlauf man immer wieder gemütliche Plätze zum Abkühlen und Sonnenbaden findet.

Wandern, Nordic Walking und Laufen Der Montiggler Wald ist nicht nur bei Wanderern beliebt. Auf dem weichen Waldboden lässt es sich sehr gut laufen und auch Freunde des Nordic Walking können zwischen zahlreichen Forst- und Wanderwegen wählen. „Da ist für jeden Anspruch etwas dabei, von ebenen Wanderungen für Familien oder Genussläufen durch das Frühlingstal mit seiner Vielfalt an Blüten bis zu schweißtreibenden Steigungen wie etwa zum Wilder-Mann-Bühel“, versichert auch Heinz Sachsalber, Laufexperte aus Eppan, der das Gebiet wie seine Westentasche kennt. Weitere Informationen zu den vielfältigen Wander-, Lauf- und Nordic-Walking-Möglichkeiten erhalten Interessierte beim Tourismusverein Eppan.

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aktiv

Radfahren Im Landschaftsschutzgebiet bieten sich sowohl für Mountainbiker als auch für Genussradler interessante Touren an. Auf der Zwei-Seen-Runde geht es zum Beispiel über einfache Wege zu den beiden Montiggler Seen, der Rückweg führt durch die reizvolle Landschaft der Weinberge. Für anspruchsvollere Radfahrer gibt es mittelschwere bis schwere Touren etwa zum Wilder-Mann-Bühel oder zu den Hirschplätzen mit ihrem faszinierenden Ausblick auf den Großen und Kleinen Montiggler See.

Reiten „Montiggl eignet sich wunderbar zum Reiten“, sagt Verena Tavernini, Reitlehrerin beim lokalen Reitverein. „Man muss nie auf die Straße, sondern man gelangt vom Reitverein direkt in den Wald.“ Dort ist es auch im Hochsommer angenehm kühl und bei einem kurzen Ausritt kann man so richtig die Seele baumeln lassen. Geübte Reiter genießen den Geländeritt durch den Wald zum Montiggler See. Anfänger holen sich das nötige Rüstzeug am besten bei einer oder mehreren Reitstunden.

Fischen Auch für Angler sind der kleine und der große Montiggler See ein Eldorado. Neben Karpfen, Schleien und Hechten tummeln sich hier auch Barsche und Aale. Als Biotop steht das Gebiet unter besonderem Schutz. Zum Angeln benötigen Urlauber eine Gästelizenz und eine Fischwasser-Tageskarte, die für beide Montiggler Seen gültig ist. Bruno Battisti vom Fischereiverein Eppan verrät einen aktuellen Trend: „Schon seit vielen Jahren gibt es bei uns das sogenannte Catch and Release, also Fangen und Freilassen. Deshalb haben wir einen sehr guten Fischbestand. Das spricht sich herum und die Leute kommen gerne hierher.“

Mehr Informationen zu den zahlreichen Aktivmöglichkeiten im Landschaftsschutzgebiet Montiggler Seen | Wald finden sich unter

eppan.com/montiggl

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aktiv

In die Pedale treten Te x t : Petra Schwienbacher

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Zahlreiche Wege, Trails und Steige ziehen sich durch die vielf채ltige Eppaner Landschaft. Eppan Magazin hat drei Radexperten und Kenner der Gegend nach ihren Lieblingsrunden gefragt.

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aktiv

Mit dem Mountainbike

Zu den Rosszähnen Strecke

27 km

Dauer

4–5 Stunden

Höhenmeter

846 m

Schwierigkeitsgrad

anspruchsvoll

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ie Profi-Mountainbikerin Eva Lechner aus Eppan ist Siegerin dreier Mountainbike-Weltcuprennen und von zwei Weltcuprennen im Cyclocross. Sie ist zweifache Olympiateilnehmerin und hat mehrere EM- und WM-Medaillen geholt. Eva ist auf der ganzen Welt unterwegs. Zu den Rosszähnen, einer beeindruckenden Felsformation, die vom Tal aus nicht sichtbar ist, kehrt sie aber immer wieder gerne zurück. „Die Tour ist anspruchsvoll und besticht durch ihre abwechslungsreichen Singletrails und technischen Abfahrten“ sagt sie. Highlights sind die malerischen Montiggler Seen, die Rosszähne und der Weitblick über das Südtiroler Unterland. Der Weg führt vom Dorfkern St. Michael | Eppan über den Patersteig durch den Montiggler Wald am Weiher Langmoos vorbei und entlang in Richtung Totental. Es geht immer mal bergauf und bergab über Singletrails bis zum Kojotenpass. „Wer unterwegs genug hat, der kann stets eine Abfahrt nehmen und die Tour abkürzen“, schlägt Eva vor. „Wer hingegen noch weitere Herausforderungen sucht, setzt die Fahrt fort. Anspruchsvolle Singletrails zwingen unterwegs auch die Mutigsten dazu, einige Male vom Rad zu steigen.“ Am Kojotenpass angelangt die Asphaltstraße überqueren und dem Forstweg Richtung Rosszähne folgen. Nach anfänglicher Steigung biegt der Weg dann links ab und folgt der Markierung zu den Rosszähnen. Schon bald wird der Steig steil und ein wenig technisch. Anschließend führt die Fahrt auf einem schönen Singletrail zum Kalterer See. Dann geht es auf dem Radweg zurück nach Eppan.

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aktiv

Mit dem Rennrad

Mit dem E-Bike

Mendel-Gampenpass-Runde Drei-Seen-Tour Strecke

80 km

Strecke

33 km

Dauer

5 Stunden

Dauer

2–3 Stunden

Höhenmeter

1.900 m

Höhenmeter

615 m

Schwierigkeitsgrad

mittelschwer

Schwierigkeitsgrad

leicht

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er Eppaner Andreas Pichler ist 42 Jahre alt, passionierter Radfahrer und Präsident des Radclubs Dynamic Bike Team. Mit dem Rad ist er in ganz Südtirol unterwegs, die Mendel-Gampenpass-Runde gehört zu seinen Lieblingsrouten. „Das Besondere an der Tour ist, dass die Strecke von Februar bis Oktober befahrbar ist“, weiß Andreas Pichler. Nach einer kurzen Strecke auf dem Radweg in Eppan geht es rechts hinauf Richtung Mendelpass. Oben auf 1.363 Metern angekommen, bietet die Aussicht Postkartenmotive – vor allem die alten Gebäude und die Souvenirstände bestechen durch ein besonderes Flair. „Vom Mendelpass lohnt sich ein Abstecher auf den Penegal“, empfiehlt Pichler. „Die zusätzlichen 3,5 Kilometer und 350 Höhenmeter sind zwar steil und anstrengend zu treten, man wird jedoch mit einem atemberaubenden Panorama belohnt.“ Weiter führt die Tour vom Mendelpass über eine kurze Abfahrt bis nach Fondo im italienischsprachigen Trentino. Hier gabelt sich die Straße und es geht Richtung Gampenpass. Der Anstieg zum Gampenpass auf 1.518 Metern ist gering und gleichmäßig, zieht sich aber in die Länge. „Am höchsten Punkt der Tour angekommen, kann man entweder der Gampenpassstraße bis hinunter nach Lana folgen oder über Tisens nach Nals abfahren“, erklärt Pichler. Von dort aus erreicht man den Radweg nach Eppan. „Landschaftlich schöner ist jedoch die Rückfahrt über die Feldwege zwischen den Apfelbäumen“, so Pichler. 12 Eppan Magazin

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avid Ortler ist Wanderführer und Mountainbike-Guide in Eppan. Der 66-Jährige ist auf den zahlreichen Fahrradwegen unterwegs – vor allem die Drei-Seen-Tour findet er wunderbar. „Die klassische Drei-Seen-Tour verläuft über Forstwege durch den Montiggler Wald, vorbei am kleinen und großen Montiggler See und dem Kalterer See“, erklärt David Ortler. Start ist in Eppan, dann fährt man weiter zu den Montiggler Seen. Die Strecke kann man der eigenen Kondition und Tageslaune anpassen, denn durch den Montiggler Wald führen Forstwege, Steige und Trails, die mit dem E-Bike befahrbar sind. Empfehlenswert ist ein Tagesausflug mit Aufenthalt an einem der beiden Montiggler Seen. „Am schönsten ist die Tour, wenn man einen Abstecher zu den Hirschplätzen macht, bevor man die Seen umrundet“, sagt Ortler. Dort auf 580 Metern steht eine Forsthütte, an der man eine kleine Rast einlegen und seinen Wasservorrat auffüllen kann. Überdies lohnt sich der Ausblick auf den kleinen und großen Montiggler See sowie den Monte Roen im Mendelgebirge. Nach dem Stopp geht es über die beiden Seen weiter zum Kalterer See und über den Radweg zurück nach Eppan. Auskünfte zu den Tourdaten, weiteren Bike-Touren, speziellen Angeboten und allen Partnerbetrieben finden Sie unter

eppanBike.it


unterwegs

Mediterrane Bergdörfer Einladende Landgasthäuser, reizvolle Wanderwege durch Wälder und satte Bergwiesen, vorbei an Burgen und Schlössern sowie eine Kräuterexpertin, die Einblick in die Geheimnisse ihres Garten gewährt: Perdonig und Gaid in Eppan sind echte Geheimtipps nicht nur für Naturliebhaber. Te x t : Lisa Maria Kager

Fünf begeisterte Gastwirte, fünf Perdoniger Freunde, eine genussvolle Leidenschaft. Ihre Berggasthäuser sind nicht nur zur Törggelezeit beliebte Einkehrorte.

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unterwegs

O

bstwiesen, Weinberge, Seen und urige Dörfer eingebettet in eine sanfte Hügellandschaft – und immer wieder eine tiefgrüne Gardasee-Zypresse, die weit in den blauen Himmel ragt: So kennt man den Süden Südtirols entlang der Weinstraße, der aber neben mediterranem Zauber durchaus auch alpine Schätze birgt. Inmitten von saftigen Wiesen und unter dem Hausberg der Eppaner, dem kühn aufragenden Gantkofel, liegen die kleinen Dörfer Perdonig und Gaid auf 800 bzw. 900 Metern Meereshöhe.

Mischwälder unD saftige Bergwiesen strahlen hier in ihren schönsten Farben. Nicht mit dem Auto oder Fahrrad, sondern zu Fuß mache ich mich nach Perdonig auf. Um nicht der üblichen Variante von A nach B zu folgen, entscheide ich mich für einen willkommenen „Umweg“ über den Eppaner Burgenweg. Von St. Michael aus orientiere ich mich an der Markierung 8B und errei14 Eppan Magazin

che über den Kreuzweg das Schloss Freudenstein, das mit seinem hauseigenen Golfplatz bereits von Weitem zu erkennen ist. An ihm vorbei geht es zum Gasthof Kreuzstein, eines der beliebten Landgasthäuser dieser Gegend, wo ich rechts abbiege und weiter der Markierung 8A und dem sogenannten Burgenweg folge. Warum sich so viele Burgfräulein und Ritter hier in diesem Burgendreieck von Boymont, Hocheppan und Korb heimisch gefühlt haben, versteht man spätestens, wenn man die erste Burgruine, Boymont, oder später das Schloss Hocheppan passiert und sich ein wenig Zeit für die Aussicht nimmt. Wald, Obstbäume und Weinreben strahlen hier in ihren schönsten Farben mit den Bergen um die Wette. Der Weg steigt nun an und in der Höhe wird es bald etwas kühler. Der frischen Brise folgend, geht es im Schatten von Buchen und Weißtannen weiter auf Weg Nummer 12 bis nach Perdonig. Ich bin nun am Ziel. Schatten spendenden Wald gibt es hier genug. Nicht umsonst ist das kleine Dörfchen für seine Waldfeste bekannt, bei denen nicht nur die Bewohner des Dorfes zu Volksmusik das Tanzbein schwingen. Nicht mehr die Apfelbäume, sondern saftige Bergwiesen bestimmen hier im Sommer mit ihrer


unterwegs

bunten Blütenpracht das Bild. Als würden sie sich freuen, so tanzen die Blumen im Wind. Dass diese Wiesen mehr hergeben als nur das Futter für die Kühe, erfährt man spätestens, wenn man der Perdonigerin Hildegard Kreiter einen Besuch abstattet. Die Kräuterexpertin kennt sich aus mit den Schätzen der Natur. Ob Bibernelle, Taubenkropf oder Seifenkraut, auf den speziellen Kräuterwanderungen erfährt man vom selbsternannten Kräuterweiblein alles über die verschiedenen Wiesenkräuter und ihre richtige Verwendung. Gegen jedes Wehwehchen ist ein Kräutlein gewachsen – und Hildegard kennt sie alle. Das Haus der mehrfachen Buchautorin liegt direkt unterhalb der Pfarrkirche zum Heiligen Vigilius. Über ein von Moos überwuchertes Holztreppchen gelange ich vom Burgenweg direkt in den weitum bekannten Kräutergarten. Kräuterspiralen mit exotischen Kräutern, Gemüsebeete, mächtige Rosenbüsche und ein kleiner Teich haben hier das Sagen. „Für einen Menschen allein ist diese ganze Schönheit fast nicht erträglich“, meint Hildegard und lacht. Und so lässt die pensionierte Lehrerin immer wieder interessierte Besucher an der Schönheit ihres Garten teilhaben und gibt in ganz Südtirol in kräuterkundlichen Kursen ihr Wissen weiter. Ihre Augen leuchten und ein strahlendes Lachen macht sich auf ihrem Gesicht breit, wenn sie von ihrer Leidenschaft erzählt – soeben kommt sie von der Ernte der Brennnesselsamen zurück. „Als Kalziumlieferant und Gewürz sind sie das beste Mittel, um den Winter unbeschadet zu überstehen“, sagt Hildegard, während sie die Samen zwischen ihren Fingern zerbröselt. Fragt man sie nach dem Geheimrezept für ihren Prachtgarten, meint sie gelassen: „Die Pflanzen wachsen so schön, weil ich ihnen viel Liebe schenke, mich auf sie einlasse, sie hege und pflege und mich tagtäglich an ihnen freue.“ Nach einem solchen ereignisreichen Tag verdient sich jeder Wanderer eine herzhafte Stärkung. Und dafür sorgen zum Glück gleich mehrere Gasthöfe und Landgasthäuser hier oben in Perdonig, die auch eine zünftige Südtiroler Marende im Angebot haben und nicht nur zur Törggelezeit sehr beliebt sind. So kehre auch ich ein und genieße in einem der Landgasthäuser bei Kaffee und Kuchen den Panoramablick über das gesamte Etschtal bis zum Rosengarten. In diesem Moment, so denke ich, gibt es keinen besseren Platz, um die Erlebnisse des Tages Revue passieren zu lassen.

Übersicht zu allen Gasthäusern in Perdonig und Gaid unter

eppan.com/perdonig-gaid

Besondere „Südtirol Balance“-Initiativen zum Thema „gesunder Genuss in Eppan“ mit Hildegard Kreiter: Hildegard Kreiter aus Perdonig | Eppan ist Kneipp-Gesundheitstrainerin, Kräuterpädagogin, Natur- und Landschaftsführerin, Gedächtnistrainerin und mehrfache Buchautorin. Sie kennt unzählige Kräuter und Wildpflanzen und weiß diese zu wertvollen Hausmitteln zu verarbeiten und nach Bedarf vorbeugend, lindernd oder heilend einzusetzen. Im Garten und in der Natur – dem schmackhaften Grün auf der Spur Für die einen sind Kräuter sanfte Heilmittel und Balsam für die Seele, für die anderen kulinarischer Genuss von hohem gesundheitlichem Wert. Bei einer kleinen Wanderung mit Hildegard Kreiter in reizvoller Landschaft sowie beim Besuch eines Hausgartens, der durch seine Vielfalt besticht, werden Interessierte vor Ort in die zauberhafte Welt der Kräuter eingeführt und lernen diese bei einem kleinen Workshop im Gartenhaus für alle Sinne nutzen.

Mit allen Sinnen dem Eppaner Frühling entgegen gehen – eine Genusswanderung für Körper, Geist und Seele Hildegard Kreiter führt durch die herrliche Überetscher Natur- und Kulturlandschaft und informiert über deren kulinarische Angebote. Wissenswertes über Lebensmittel, die die Natur zum Nulltarif für uns bereithält und Interessantes zu traditionsreichen Überetscher- und Südtiroler Schmankerln machen Lust auf mehr. Treffpunkt: Abzweigung Buchwald (Kreuzstein) Wegverlauf: vom Parkplatz (Abzweigung Buchwald) zum Gasthof Steinegger nach Schloss Freudenstein und über den Kreuzstein zurück zum Ausgangspunkt Termin: freitags, 10 Uhr Dauer: ca. 4 Stunden Schwierigkeit Wanderung: leicht Teilnahmebeitrag: 8 Euro

Treffpunkt: Feuerwehrhalle Perdonig Termin: mittwochs, 10 Uhr Dauer: ca. 2,5 Stunden Schwierigkeit Wanderung: leicht Teilnahmebeitrag: 8 Euro Die Programmpunkte finden in den Monaten April, Mai & Juni statt. Mehr zu „Südtirol Balance“ auf Seite 4.

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Im Blütenmeer

Während viele Gegenden noch das Winterkleid tragen, erwacht der Frühling in Eppan schon früh im Jahr. Im Hintergrund: Der Dom von St. Pauls | Eppan, der im Volksmund auch „Dom auf dem Lande“ genannt wird.

Eppan ist idyllisch gelegen zwischen alten Ansitzen und einer lebendigen Natur. Hier: Das Museum Schloss Moos-Schulthaus in St. Michael | Eppan nahe dem Gleifhügel oberhalb des Weilers Pigeno.


Der Fr端hling in Eppan tobt sich in seiner Farbenvielfalt aus: Im Bild die St.-Anna-Kirche in St. Michael | Eppan.

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as Schuhgeschäft Weger lockt mit aktuellen Trends für die ganze Familie und begeistert vor allem mit seinem hochwertigen Sortiment an modischen Schuhen und Accessoires sowie technischen Bergsportartikeln. Seit 60 Jahren führt die Familie Weger mit viel Liebe den Betrieb im Herzen von St. Pauls | Eppan und teilt die Begeisterung für den Bergsport mit ihren Kunden. Besonderen Wert legen Georg, Priska und Sohn Michael auf fachlich kompetente Beratung.

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60 Jahre


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Das Golf-Juwel Mit dem „The Blue Monster“ besitzt Eppan eine Golfanlage der Extraklasse. Viel Wasser, noch mehr Grün und ein atemberaubender Ausblick ermöglichen eine unvergessliche Golfpartie. Te x t : Lisa Maria Kager

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aktiv

„Oh wow, look at this, Lisa. It’s better than my HD television!“, begeistert sich Malcolm J Harrison in schönstem Oxford English. Harrison ist der Head-Professional des Trainingscenters des Golfclubs Schloss Freudenstein | Eppan und nun auch des neu gebauten Golfplatzes „The Blue Monster“. In perfektem Golf-Dress gekleidet, steht der Golflehrer da und hält sich zum Schutz vor der Sonne die Hand knapp über seine hellblonden Augenbrauen. Konzentriert schaut Harrison dem Golfball nach, den er soeben mit einem kräftigen Schlag vom Ende des Platzes in Richtung Berge verabschiedet hat. Einen solchen Backdrop habe er im Laufe seiner Karriere selten gesehen. Nur mit Mühe kann man den weißen Ball verfolgen, wenn er direkt auf den rostroten Porphyr und die tiefgrünen Bäume zufliegt. Den „hongetn Stoan“ nennen die Einheimischen diese steile Felswand. Doch dieser Ausblick ist längst nicht das Einzige, was der Golfer hier im Eppaner Flachland genießen darf. „I love this setting“, sagt Harrison mit einem breiten Grinsen. Dreht er sich einmal im Kreis, schweift sein Blick nämlich von der Meraner Texelgruppe über die verschiedenen Burgen und Schlösser der Umgebung bis hin zu dem Bozner Talkessel, dem Schlerngebiet und dem Rosengarten und schließlich weiter über Schwarz- und Weißhorn bis zum Gantkofel, dem Hausberg der Eppaner. Der Engländer golft, seit er 10 Jahre alt ist, er ist Mitglied der PGA (Professional Golfer’s Association) und seine Bälle erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 180 km/h. Er ist Profi durch und durch, 20 Eppan Magazin

„Der Schwung passiert nur in den Schultern, die Kraft kommt aus der Hüfte.“ Malcolm J Harrison, Head-Professional

ich bin blutige Laiin, aber das hindert uns nicht, gemeinsam ein paar Bälle zu schlagen. So lassen wir uns vom Clubhaus aus in einem Golfcart über die Straße und direkt auf die Anlage kutschieren und legen los. Schlag um Schlag entfernen wir uns vom Abschlagplatz und nähern uns dem weißen Fähnchen, das uns den Standort des Loches zeigt. Auch wenn gerade viele andere Golfer auf dem Platz unterwegs sind, spürt man im „Blue Monster“ nichts von dem Trubel. Wir ziehen unsere Golftaschen über kleine Holzbrücken, an einigen der acht Seen vorbei und immer wieder über die grünen Hügel, die mich an Wellen und Harrison an Sanddünen erinnern. Knie leicht gebeugt, Arme ausgestreckt, Hintern leicht nach außen und ein gerader Oberkörper: „Der Schwung passiert nur in den Schultern, die Kraft kommt aus der Hüfte“, weiß der Profi und schickt den Ball mit einem eleganten Schlag in die Weiten der 10.000 Quadratmeter Greens. Meine ersten Versuche sehen bestimmt unbeholfen aus, doch das scheint Harrison nicht zu stören. Er scherzt und erzählt mir von seiner Heimat Rugby in England, wo das Golfen ungefähr so populär ist


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Südtirol Golfsafari Eppan i bis 1. Ma 24. April

Paket „Südtirol Golfsafari“ vom 24.4.–1.5.2016 (7 Nächte) - 7 Übernachtungen im Doppelzimmer ÜF - Willkommensgeschenk - Welcome-Aperitif im Weinbunker - Tägliche Trainingsmöglichkeiten im Golf-Trainingscenter Schloss Freudenstein - Greenfees in folgenden Südtiroler Golfplätzen MO: Golfclub St. Vigil Seis (18-Loch)

wie bei uns das Skifahren. Breite Wege, keine Bäume und viel Grün, das sei der traditionelle Stil, der in Harrisons Heimat das Bild der Golfplätze bestimmt. Ein sogenannter Links-Platz – so einer ist auch der „The Blue Monster“ – ist immer den Golfplätzen in Großbritannien nachempfunden.

DI: Golfclub Petersberg (18-Loch) MI: Golfclub Lana Gutshof Brandis (9-Loch) DO: Dolomiti Golfclub Sarnonico (18-Loch)

FR: Golfclub Eppan – The Blue Monster (9-Loch)

- Kellereibesichtigung & Weinverkostung

In Berge eingebettet, von Obstwiesen umgeben Der Präsident des Golf & Country Clubs in Eppan, Alexander Gostner, wollte zusammen mit Stararchitekt Thomas C. Himmel aber nicht einen traditionellen Golfplatz nach Eppan verpflanzen, sondern auch das ursprüngliche Gelände mitreden lassen. Wo heute die Hügel des Golfplatzes stehen, lagen früher nämlich die Eppaner Auen. Das Wasser dieser Uferlandschaften spiegelt sich nun in einer Vielzahl von Wasserhindernissen, kleinen Seen und Flüssen wider, die als kleine Biotope sogar seltenen Vogelarten wieder eine Heimat bieten. Der Hinweis auf das Wasser steht auch für den Namen der Golfanlage Pate: „Blue Monster“ nennt sich allerdings nicht nur die Neun-Loch-Anlage in Eppan, sondern auch ein weltberühmter Golfplatz in Miami. Harrisons nächster Abschlagplatz gleicht einer kleinen Tribüne. Auf dieser Höhe stünde man gerade richtig, um ein paar Äpfel vom Baum zu pflücken. Der Golfplatz ist nämlich nicht nur in die Berge eingebettet, sondern auch von Obstwiesen umgeben. Wer sich beim Golfen die Zeit nimmt, kann hier vom Frühjahr bis zum Herbst beobachten, wie aus den Blüten Früchte entstehen und sich dann langsam färben. Die Saison von März bis November bietet genügend Zeit, sich beim Spielen gewaltig zu verbessern. Das gilt besonders für eine Anfängerin wie mich. Zum Abschluss belohnen wir uns dann noch mit einer Erfrischung im gegenüberliegenden Clubhaus, das ab April 2016 mit zusätzlichen Angeboten wie einem eigenen Fitnessstudio, einigen Zimmern und einem Restaurant zum Ausspannen einladen wird.

Golfplätze in Eppan und Umgebung im Überblick: Infos zu Greenfees, Turnieren und Kursangeboten unter

eppan.com/golf

- Golfturnier „eppan.com Golf-Trophy“ im Golfclub Eppan inkl. Greenfee und Turniergebühr Preis ab € 709,00 pro Person

Short stay „Südtirol Golfsafari“ vom 27.4.–1.5.2016 (4 Nächte) - 4 Übernachtungen im Doppelzimmer ÜF - Willkommensgeschenk - Tägliche Trainingsmöglichkeit im Training Golf-Trainingscenter Schloss Freudenstein - Greenfees für einige der schönsten Golfplätze in Südtirol - DO: Dolomiti Golf Club Sarnonico (18-Loch) - FR: Golfclub Eppan – The Blue Monster (9-Loch) - Kellereibesichtigung & Weinverkostung - Golfturnier „eppan.com Golf-Trophy“ im Golfclub Eppan inkl. Greenfee und Turniergebühr Preis ab € 418,00 pro Person

Weitere Informationen unter

eppan.com/suedtirol-golfsafari Eppan Magazin 21


menschen

Das Urgestein Ansprechpartner, Seelsorger und Wanderf체hrer. Kein anderer kennt die Aufgaben eines Dorf-Kaufmannes besser als Werner Schmid. Seit 체ber 30 Jahren ist er in diesem Gesch채ft t채tig. Te x t : Lisa Maria Kager

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om mächtigen Zwiebelturm der Kirche von St. Pauls | Eppan schlägt es halb neun. Frauen eilen mit ihren Einkaufskörben durch die Gassen, Traktoren rattern über das holprige Pflaster durchs Dorf, im Dorfcafé treffen sich die ersten Runden zum allmorgendlichen Kaffeeplausch. Werner Schmid sperrt um diese Zeit seinen Laden im Herzen von St. Pauls auf. Er kennt das Dorf wie seine Westentasche, ist nicht nur für die geschichtlichen Führungen in den urigen Gassen zuständig, sondern führt seit 1981 zusammen mit seiner Frau auch die Paulser Kunststube: ein Geschäft, das Antiquitäten und Kunsthandwerk verkauft. Gleich wie sein Besitzer ist dieses Geschäft nicht nur für die Einheimischen, sondern auch für die zahlreichen Stammkunden unter den Urlaubern nicht mehr aus dem Dorfbild wegzudenken.

Einzigartige Qualität Inmitten von Bilderrahmen, Polstern und fein gehäkelten Decken sitzt Werner Schmid auf seinem urigen Holzstuhl. Er trägt Hemd, eine grüne Samtweste und darüber ein Jackett aus grünem Lodenstoff. Wenn er an die Anfänge seines Geschäftes zurückdenkt, runzelt er nachdenklich die Stirn. „Vor 30 Jahren gab es noch mehr Geschäfte in St. Pauls, mittlerweile sind viele nach St. Michael gezogen oder mussten notgedrungen schließen“, sinniert Schmid, der eigentlich gelernter Optiker ist. Die vergangenen Krisenjahre seien nicht nur für die großen Geschäfte in der Stadt, sondern auch für die kleinen Läden im Dorf nicht einfach gewesen. Weil die Uhren auf dem Land jedoch immer noch etwas langsamer ticken und man mit dem Stress

hier noch etwas anders umgeht, schätzen die Menschen Geschäfte wie die Paulser Kunststube nach wie vor. „Hier im Dorf nimmt man sich nicht nur Zeit für die Sorgen, Nöte und Freuden der Bevölkerung, sondern auch für den einen oder anderen Wandertipp für so manchen Urlauber. Das schätzen die Menschen“, weiß der 64-Jährige. Fachkompetenz, Freundlichkeit und Kommunikation sind nach Schmid die Qualitäten, die den Kaufmann vom Land auszeichnen.

Die Facetten der Nahversorgung Neben der Kommunikation zählt für einen Kaufmann wie Werner Schmid vor allem auch die Bodenständigkeit. Sieht man ihn in seinem Laden sitzen, mit den Kunden plaudern oder mit dem Geschäftsnachbarn schnell auf einen Kaffee eilen, weiß man, was den Einkauf im Dorf so reizvoll macht. Ein Spaziergang durch urige Gassen, ein Kaffee, das Stöbern in den kleinen Läden – dieses besondere Feeling lassen sich viele Kunden aus nah und fern nicht entgehen. Der Stadt mit ihren Kaufhäusern steht das Dorf also in nichts nach. „Im Gegenteil“, meint Schmid, „die Gemeinde Eppan mit ihren zahlreichen Dörfern sind imstande, jeden Bedarf zu decken.“ Nahversorgung bedeute dabei nicht, die Menschen nur mit Nudeln und Reis zu versorgen. „Im gemütlichen Dorfladen gibt es vom Blumenstock über das Schuhband bis zum Spezialkleber wirklich alles – und dazu das Gespräch mit dem Kunden. Nahversorgung hat nicht nur alles, sondern ist eben alles“, schmunzelt der erfahrene Kaufmann.

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eppan.com/shopping-lifestyle Eppan Magazin 23


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„es ist schon schön bei euch, noch …“ eppan, das ist jene nördliche nachbargemeinde, die einen kalterer wegen ihres baukulturellen erbes schon etwas neidisch werden lässt. nicht dass wir hier in kaltern keine wichtigen baukulturellen denkmäler hätten, aber eppan hat einige mehr. Der Text stammt von Walter Angonese, einem bekannten Architekten und Gesellschaftskritiker aus der Nachbargemeinde Kaltern. Eines seiner Markenzeichen ist die Kleinschreibung.

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wenn man – im internationalen vergleich – über südtirols reichtum an ansitzen und burgen spricht, dann trifft dies, bezogen auf ein gemeindegebiet, besonders auf die großgemeinde eppan zu. besiedelungsgeschichtlich gesprochen beginnt das schon in der jungsteinzeit. eine gewaltige wallburg im ausmaß von 200 mal 90 meter bezeugt die rätische präsenz und der römische name „apium“ rührt von einem römischen kastell her, das konsul drusus 16 vor christus dort errichten ließ. auch die vor mehreren jahren oberhalb von st. pauls ausgegrabene römische villa zeugt bereits vom herrschaftlichen wohnanspruch, der zu jener zeit geherrscht haben muss. das kastell wurde übrigens 590 im zuge der völkerwanderung von den franken im krieg gegen die damals herrschenden langobarden zerstört. diese episode bringt, auf eppan und das ganze überetsch bezogen, auch schon die geografisch und geopolitisch vorherrschende situation auf den punkt, nämlich, dass wir hier, historisch, aber auch baukulturell gesprochen, seit jeher zwischen den beiden großen kulturkreisen, jenem nördlich der alpen und jenem des mediterranen bereichs, lebten und zu leben wussten, unabhängig davon, wo sich gerade die grenzen des landes befanden. das bauliche erbe bis zum jahre 1000 ist natürlich sehr spärlich überliefert worden. ab dem hohen mittelalter aber herrscht in eppan eine rege, sehr rege bautätigkeit. noch ins späte 12. jahrhundert hinein wird die entstehung der burg hocheppan datiert, im 13. und 14. jahrhundert bricht dann ein regelrechter bauboom aus. hocheppan, die burg boymont oder schloss korb, die burg wart und die altenburg, die burg freudenstein und andere sind anschauliche zeugnisse dafür. aber auch überreste profaner wohnbauten, die sich meist in später überformten umbauten wiederfinden, zeugen vom baukulturellen reichtum eppans. einige klöster aus dem näheren und weiteren umfeld errichten hier ihre weinhöfe. im späten 14., dem ganzen 15. und auch im 16. jahrhundert entstehen ein vielzahl von kirchen und kapellen, die dem meist von norden her beeinflussten gotischen Baustil zuzuorden sind.

ab dem hohen mittelalter aber herrscht in eppan eine rege, sehr rege bautätigkeit.

ab der mitte des 16. jahrhunderts beginnt dann die zeit des „überetscher stils“, wie ihn josef weingartner genannt hat, jene stilepoche einer etwas retardierten renaissance, die über meist comascher baumeister sehr schnell die spätgotik Eppan Magazin 25


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abzulösen wusste und die uns unvergleichbare baukulturelle zeugnisse hinterlassen hat. verantwortlich dafür sind der wirtschaftliche wohlstand, den nicht einmal der dreißigjährige krieg zu beginn des 17. jahrhundert zu kompromittieren wusste, sowie die besonderen klimatischen vorzüge, die ein hedonistisches leben ermöglichten. die ansitze aus dem späten 16. und 17. jahrhundert sind heute noch die „filetstücke“ der eppaner baukultur. der begriff des ansitzes als eigene typologie kommt auch nur hier in dieser eindeutigkeit zur anwendung und meint eigentlich eine ländliche form eines palazzos, abgeleitet vom italienischen begriff „tenuta“. die baumeister jener zeit – der beruf des architekten im heutigen sinne ward ja noch nicht geboren – waren für heutige begriffe sehr gut organisiert. bautypologien wie jene des ansitzes mit durchgestecktem mittelsaal im piano nobile, gewölbekellern im erd- oder untergeschoss, umfriedung des anwesens und deren zusammenschluss mit etwaigen wirtschaftsgebäuden charakterisieren nicht nur die stilepoche, sondern waren garant für eine methodisch höchst interessante, effiziente und auf vorfertigung einzelner bauteile (sandsteingerahmte fenster- und türeinfassungen, bi- und

die ansitze aus dem späten 16. und 17. jahrhundert sind heute noch die „filetstücke“ der eppaner baukultur.

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triforenfenster etc.) beruhende baustellenorganisation. und genau hier können wir eine überlegung initiieren, die uns eben von der eppaner hochblüte in baukultureller hinsicht – das 16. und 17. jahrhundert – in die jetztzeit führt. wie erwähnt haben wirtschaftlicher wohlstand und die besondere landschaft auch dazu beigetragen, dass hier herrschaftliche ansprüche an eine gehobene wohnkultur entstanden sind und zudem hat das aufkommen einer niederen adelsschicht, die auf alteingesessene adelsfamilien getroffen ist, gleichfalls dazu beigetragen, dass ansprüche und größe eines baues gestiegen sind. es muss aber eine besonders günstige sozialpolitische konstellation gewesen sein, die es auch tüchtigen landwirten erlaubt hat, wenn auch im kleineren maßstab, so doch immerhin einen ansitz zu errichten. aus diesen voraussetzungen ist eine vielzahl von deklinationen um ein thema entstanden, das heute maßgeblich zum erscheinungsbild und landschaftsbegriff der eppaner baukultur beiträgt. diesen anspruch an vielfalt, die aus einem thema heraus entsteht, die sich von einem grundtypus heraus ableitetet, diesen anspruch hat die jetztzeit verloren. vielfalt wird als „alles ist möglich“ erachtet und die angst, dass alles möglich ist, hat schon immer zu einem gewissen maß an einfältigkeit geführt, nicht einer einfältigkeit der formen, sondern einer einfältigkeit in einer ganzheitlich reflektierten baukultur. dass der bogen über das baukulturelle erbe, das einen landstrich kennzeichnet, herauf in die jetztzeit auch im sinne eines weiterdenkens und wei-


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terbauens gespannt werden kann, davon zeugen drei wenige hier exemplarisch aufgelistete bauten, die auf eppaner gemeindegebiet in den letzten 50 jahren errichtet worden sind: zum einen die villa tabarelli von carlo scarpa und sergio los sowie das restaurant/pension kreuzwegerhof von peter paul von putzer und schließlich das haus terzer von modus architekten. all diesen bauten ist ein weiterbauen am historischen erbe eigen, ein weiterbauen, das nicht eine pervertierte folkloristische imitation meint, sondern über den landschaftsbezug und das ins spiel bringen einer tradierten wohnkultur zu agieren weiß. und so spielen beim kreuzwegerhof die überformung des vollwalmdaches und eine neuinterpretation der belichtungsthematik für die dachgeschosse, gepaart mit anleihen aus der klassischen moderne, eine wichtige rolle, die diesem bau einen besonderen, durchaus für die jetztzeit geeigneten beispielgebenden charakter (eines wirklich zeitgenössischen ansitzes) verleiht. so wie es bei der villa tabarelli die bezüge zur reblandschaft sind, wo aus den zeilen der pergolaerziehungsmethode heraus ein gebäude entstanden und – früher, vor seiner nachbarschaftlichen umbauung – dann wieder in die rebanlagen übergegangen ist, ist es dazwischen eine ode an die wohnkultur, wie wir sie aus den werken carlo scarpas zur genüge kennen, wo licht und materialien aufeinandertreffen, wo landschaft teil des gebäudes wird, wo wohnkultur von nördlich der alpen sich mit dem typologischen reichtum des mediterranen bauens

zu vereinigen weiß, so wie wir es von den ansitzen des überetscher stiles her kennen. schließlich, dann vor einigen jahren das haus terzer, das den anspruch einer bauherrenschaft an ein wohnen im zeitgenössischen sinne in verbindung mit einer authentischen und tradierten baukultur des ortes zu würdigen weiß, wo wiederum das dach eine rolle zu spielen hat und eine verbindung zwischen einem bautypus und einem topografischen, aus der landschaft heraus gewachsenen element herzustellen vermag. all diesen bauten ist es eigen, dass hier nicht eine historische form als modell für das bauen gesehen wurde und sie – wie leider allzuoft auch in eppan – durch ein baurechtliches korsett schließlich in einer peinlichen persiflage endete, sondern die tradierte baukultur als „benchmark“ angesehen wurde, dessen ganzheitlicher geist und ganzheitliche konzeption – durchaus experimentell hinterleuchtet – zu etwas neuem geführt haben, ohne das gesamtgefüge von bebauter landschaft auch nur minimal in frage zu stellen.

walter angonese geboren 1961 in kaltern, lebt und arbeitet zwischen kaltern und mendrisio im schweizerischen tessin. er betreibt in kaltern ein architekturbüro und ist ordentlicher professor für entwurf an der accademia di architettura/università della svizzera italiana in mendrisio.

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Der wilde Mann Wer mit dem Fahrrad zum Wilder-Mann-Bühel in Montiggl radelt, fährt einem Stück Geschichte entgegen. Am Kraftort über den Montiggler Seen versteht man erst, warum der Girlaner Goldjäger Peter Wöth hier seine letzten Tage verbrachte. Te x t : Lisa Maria Kager

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Vorbei am Großen und Kleinen Montiggler See geht es zum Wilder-Mann-Bühel.

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s ist ein wolkenloser Sommertag in Eppan. Im Schutz des Montiggler Waldes wechseln sich steile Aufstiege und Abfahrten ab. Am Großen und am Kleinen Montiggler See vorbei geht es auf weichem Waldboden, der Markierung Nr. 1 folgend, dem Ziel meiner heutigen Biketour entgegen: dem Wilder-Mann-Bühel. Der Kraftort knapp über den beiden Seen ist ein echter Geheimtipp, wenn es ums Wandern und Radeln im Landschaftsschutzgebiet Montiggler Seen | Wald geht. Auf knapp 650 Metern Meereshöhe wird man nicht nur mit einem unvergesslichen Panorama belohnt, sondern begegnet auch einem interessanten Stück Vergangenheit. Der Wilder-Mann-Bühel verdankt seinen Namen der außergewöhnlichen Geschichte von Peter Wöth, der hier als wilder Mann, fernab der Zivilisation, nach seinen Abenteuern in Amerika seinen Lebensabend verbrachte. Aber fangen wir vorne an: Wir schreiben das Jahr 1852. Seit nunmehr über fünf Monaten ist ein Schiff samt Mannschaft auf dem Weg von Bremerhaven über Kap Hoorn in Richtung San Francisco unterwegs. Mit an Bord sind auch Joseph Steinberger, Hansjörg Baumgartner, Anton Hauser und Peter Wöth, vier Abenteurer, die in Amerika ihr Glück als Goldgräber versuchen wollen. Als sich Peter Wöth den Goldjägern anschließt, hat er bereits eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Geboren im Jahr 1824, wächst der junge

Wöth dort auf, wo heute die Weinkellerei Josef Niedermayr steht – in der Jesuheimstraße in Girlan | Eppan. Als junger Mann fällt er vor allem als Raufbold auf und schließt sich einer Gruppe von politischen Aktivisten an – er träumt von Gütergemeinschaften und einer klassenlosen Gesellschaft nach dem Vorbild kommunistischer Siedlungen in Amerika. Der örtliche Pfarrer sieht im wachen und kritischen Kopf einen gefährlichen Revolutionär, von der Polizei wird er beobachtet und verhört. Der Pfarrer versucht ihn zu bekehren, aber Wöth lässt sich von seinem Plan nicht abhalten. Er verkauft Haus und Hof der Eltern an seinen Onkel und bricht nach Amerika auf. Nach über sechs Monaten kommt er am Ziel in San Francisco an. Dann aber verliert sich seine Spur. Wöth taucht erst 1868 nach seiner Rückkehr aus Amerika wieder in Girlan auf. In diesem Jahr kauft er sich ein Stück Land im Girlaner Ortsteil Lamm. Dort baut er sich eine Trapperhütte nach amerikanischem Vorbild und frönt einem Leben als Einsiedler, inmitten der Natur und in völliger Abgeschiedenheit. Für die Einwohner des Dorfes gilt er als Sonderling. Auch die dunklen Jahre in Amerika sorgen bis zum heutigen Tage für Gesprächsstoff in Girlan. Man munkelt, er habe mit Indianern gelebt und sei mit viel Gold zurückgekehrt, das er im Montiggler Wald vergraben habe. Wieder andere meinen zu wissen, er habe dort, hoch oben auf dem Wilder-Mann-Bühel, bis an sein Lebensende vergeblich nach Gold gesucht. Eppan Magazin 29


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Aussichtsreiches und ruhiges Plätzchen neben dem St.-Justina-Kirchlein oberhalb St. Pauls | Eppan

Vom Bühel hoch über den Montiggler Seen weitet sich der Blick über das Grün der Reben unter dem Mendelkamm bis hinunter nach Bozen. Wer hier steht, kann verstehen, warum Wöth nach seinen wilden Jahren in Amerika genau hier die Ruhe suchte. Steinmännchen speichern die Sonnenwärme des Tages, um sie am Abend wieder abzugeben. Nur das Vogelgezwitscher durchbricht die Stille.

Wöth wurde 71 Jahre alt. Auf einem der Steine hat er sich mit seinen Initialen und seinem Geburtsjahr (”P.W. 1824“) verewigt – dort, wo er sich seine letzte Ruhestätte wünschte. Sein Wunsch ging nicht in Erfüllung. Begraben liegt er auf dem Friedhof von St. Pauls | Eppan.

Plätze der entspannung und der erholung - Wilder-Mann-Bühel im Montiggler Wald Auf dem höchsten Berg des Montiggler Waldes gelegen und einer herrlichen Aussicht über das Überetsch.

- Aussichtsplatz unterhalb des Gasthofs Buchwald Im idyllischen Bergdorf Perdonig gelegen und mit einer beeindruckenden Aussicht.

- Hirschplätze im Montiggler Wald Idyllisches Plätzchen mitten in der Natur mit Ausblick auf die beiden Montiggler Seen.

- St.-Justina-Kirchlein in St. Pauls Unmittelbar neben der historischen Kirche und inmitten von Weingärten befindet sich ein ruhiges Plätzchen mit einer Bank und einer herrlichen Aussicht.

- Gleifkirche, Teufelsessel, Gletscherschliffe & Eislöcher Orte, die viel über Erdgeschichte und Mystik verraten sowie ein Naturschauspiel der besonderen Art: Kalte Luft strömt aus Öffnungen im Boden.

- Kraftort unterhalb Kreuzstein Idyllischer Platz inmitten einer weitläufigen hügeligen Wiese mit schönem Ausblick über das Überetsch bis nach Bozen.

- Felsen über den Großen Montiggler See Der Felsvorsprung mit dem unglaublichen Ausblick auf die umliegende Bergwelt ist nur zu Fuß erreichbar.

- Das Frühlingstal Ein Heer an Blüten und eine einzigartige Natur empfangen Besucher in diesem Laubwald.

- Burgfried Schloss Boymont Über 105 Stein- und Holzstufen hinauf zur Aussichtsplattform mit Aussicht über Eppan, Bozen und die Dolomiten.

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Entdecken Sie Wandertipps zu den Kraftorten unter

eppan.com/suedtirol-balance


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Feurige Gespräche Erinnerungen an Eppan, Anarchie in den Bergen, das Besondere am Messner Mountain Museum auf Schloss Sigmundskron und Zukunftsprojekte – im Gespräch mit dem Grenzgänger und Museumsgestalter Reinhold Messner und seiner Tochter Magdalena. I n t e r v i e w : Martin Hanni

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err Messner, Ihr Museum auf Schloss Sigmundskron liegt unmittelbar an der Gemeindegrenze zwischen Eppan und Bozen. Welchen Bezug haben Sie zu Eppan? Reinhold Messner: Ich war vor rund fünfzig Jahren Mittelschullehrer in Eppan, habe dort gewohnt und kletterte viel. Auch weitere Brüder von mir haben in Eppan unterrichtet. Damals habe ich an den Schlossmauern von Sigmundskron trainiert. Als viele Jahre später die Idee zum Museum spruchreif wurde, hat Eppan eine neue Beziehung zu diesen Mauern finden müssen.

Wie verbringt Reinhold Messner seinen Urlaub? Reinhold Messner: Mein Leben ist ein einziger Urlaub. Ob ich hier im Museum gestalte, auf einen Berg steige oder in die Antarktis fahre – solange ich morgens beim Aufstehen selbst entscheiden kann, ob ich heute schreibe, morgen auf die Alm gehe und übermorgen auf Schloss Sigmundskron im Rahmen des Projektes „Gespräche am Feuer“ Geschichten erzähle, solange empfinde ich das als Urlaub.

Es gab eine Medienkampagne gegen Sie und das Projekt. Reinhold Messner: Stimmt, aber als ein politisch denkender Mensch lässt man sich nicht von den Medien ins Bockshorn jagen. Um das Schloss hatte sich kaum jemand gekümmert und so habe ich meine Idee bei der Südtiroler Landesregierung deponiert. Zum Glück glaubte der damalige Landeshauptmann Durnwalder an die Idee eines Bergmuseums.

Und Sie, Frau Messner? Machen Sie Cluburlaub? Magdalena Messner: Ein Cluburlaub wäre eine Strafe und keine Erholung. Ich bin in dieser Hinsicht sehr stark von meinen Eltern geprägt worden. Als kleines Kind konnte ich bereits unheimlich tolle und ungewöhnliche Reisen in die verschiedensten entlegensten Winkel der Welt mitmachen. Das mache ich heute immer noch.

Was macht dieses Museum so besonders? Reinhold Messner: Wir sind ein Bewegungsraum zum Thema Berg, wo Geschichten erzählt werden – das unterscheidet uns von anderen Museen. Wir sind kein Kunst- oder Naturmuseum. Ich wollte dem Berg als kultureller Erscheinung eine Bühne geben, das war mir wichtig. Einen wesentlichen Anteil am Gelingen hat der Architekt Werner Tscholl. Die neuen Akzente, die er im Einklang mit der alten Burg gesetzt hat, sind sehr gelungen. Heute ist das

Sie sind seit zwei Jahren im Museums-Team ihres Vaters – eine freie Entscheidung? Magdalena Messner: Es war meine freie Entscheidung, ohne irgendeinen Druck. Ich bin beim Projekt „Corones“,dem letzten Museumsprojekt meines Vaters dazugekommen und konnte ihm dabei über die Schulter schauen. In Sigmundskron habe ich nun mein Büro. Nachdem das ganze Museum auf sechs Orte in Südtirol aufgeteilt ist, bin ich allerdings auch viel unterwegs, aber das macht mir Spaß.

MMM Firmian in Frangart | Eppan – das Herzstück der Bergmuseen Reinhold Messners

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Messner Mountain Museum (MMM) ein Erfolgsprojekt, eine Attraktion für Einheimische und Touristen.


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Magdalena Messner, Tochter des Extrem-Bergsteigers Reinhold Messner

Zudem habe ich das grafische Erscheinungsbild des Gesamtprojektes neu gestaltet. Mir ist wichtig, dass sich mein Vater weiterhin einbringt, solange er noch so viel Energie hat. Es ist nach wie vor sein Projekt. Sie haben Ihren Vater bereits in einem Buch festgehalten … Magdalena Messner: Das Buch zeigt die Aspekte meines Vaters, die die Öffentlichkeit nicht kennt und über die er selbst nicht viel spricht. Es geht um die Selbstversorgung im bäuerlich-wirtschaftlichen Sinn, aber auch im museal-wirtschaftlichen Sinn, weil wir ja mit den Museen auch als Selbstversorger überleben müssen. Ich habe für dieses Buchprojekt viele Menschen zu meinem Vater befragt und für mich selbst erkannt, wie gut es ist, wenn man sich für persönliche Gespräche Zeit nimmt. Herr Messner, Sie haben in Eppan an ihrem ersten Buch geschrieben. Reinhold Messner: Das stimmt. An meinem ersten Buch „Zurück in die Berge“ habe ich immer wieder abends während meiner Lehrerzeit in Eppan gearbeitet. Das Buch ist dann in einem Südtiroler Medienhaus erschienen, welches sich später in vielen Dingen – unter anderem zu diesem Museum – gegen mich gestellt hat. Ich war einst Liebkind dieses Medienhauses und damals sein erfolgreichster Autor. Als ich dann später auf einer Veranstaltung sagte, dass ich nicht für Südtirol auf den Everest gestiegen bin, sondern für mich und dass mein Taschentuch meine Fahne ist, da kam es zum Bruch. Ich wurde von einem Tag auf den anderen zum Heimatverräter und Nestbeschmutzer. Dabei würden Sie sich selbst als Anarchist bezeichnen … Reinhold Messner: Wenn ich in die Eigernordwand einsteige, vielleicht sogar solo, bin ich reiner Anarchist, ich entscheide allein – niemand kann mir

irgendetwas verbieten und mir etwas vorschreiben: Ich kann nach links klettern oder hinunterspringen. Ich bin wegen dieser Aussage sehr kritisiert worden. Man muss aber wissen, was Anarchie bedeutet, denn im Griechischen bedeutet es: Keine Macht für niemand. Ich will über andere keine Macht ausüben und ich will nicht, dass jemand über mich Macht ausübt. In der Anarchie ist alles aufeinander abgestimmt und es funktioniert. Ich und meine Tochter leben beispielsweise in einem anarchischen Verhältnis. Welchen Stellenwert hat der Standort Sigmundskron im Rahmen der MMM? Magdalena Messner: Sigmundskron ist unsere Verwaltungszentrale und zieht die meisten Besucher an. Es ist auch das größte von allen unseren Museen und es gibt einen guten Überblick über das, was an den anderen Standorten vertieft wird. Was erwartet die Besucher des Museums in Zukunft? Magdalena Messner: Es gibt so viele Möglichkeiten, wie man diesen Raum noch nutzen kann. In Zusammenarbeit zwischen meinem Vater und mir entstanden und entstehen immer wieder neue Ideen – etwa die „Gespräche am Feuer“. Reinhold Messner: Ja, hier in unserer kleinen Theaterarena machen wir ein Feuer und ich erzähle Geschichten. Das ist die Urform des Erzählens. Der Barde kommt nach Hause, hat etwas erlebt, kann weder lesen noch schreiben, hat keinen Diaprojektor, er macht ein kleines Feuer und erzählt seine Geschichte. Diese einfache Veranstaltungsform ist ein großer Gewinn – auch für Eppan.

Eppan ist reich an Schlössern, Burgen und Ansitzen. Mehr Informationen dazu unter

eppan.com/burgen Eppan Magazin 33


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Eppaner Gaumenfreuden Vor-, Haupt- und Nachspeise: Drei Eppaner Küchenchefs, ihre Küchencredos und ihre Rezepte für kulinarischen Hochgenuss.

Daniel Sanin

Vinothek Pillhof, Frangart | Eppan Ravioli gefüllt mit Avocadocreme auf Garnelenragout und Safranschaum Chefkoch Daniel Sanin steht am Anfang seiner Karriere – der Kalterer ist erst 24 Jahre jung. Chefin Kathrin Oberhofer beschäftigt seit drei Jahren den talentierten Koch, der die Gäste der Vinothek Ansitz Pillhof mit ständig neuen schmackhaften Ideen begeistert. Die Kochausbildung absolvierte er auf verschiedenen Stationen im In- und Ausland. Warme Vorspeisen sind seine Spezialität.

Kochen ist für mich Leidenschaft. Bodenständige Gerichte neu zu interpretieren, ist tagtäglich meine Herausforderung.

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Roland Lamprecht Stroblhof, Pigeno | Eppan

Heimisches Rinderfilet im Blauburgunder Pigeno pochiert, Speck-Karottencreme, gefüllte Kartoffel Roland Lamprecht wurde in Brixen und Meran zum Küchenmeister ausgebildet. Seine große Leidenschaft für die Kochkunst entdeckte er während seiner Zeit als Souschef im Restaurant Alpes im Hotel Bad Schörgau in Sarntal. Heute begeistert er als Küchenchef im Restaurant Stroblhof in Pigeno seine Gäste mit Gerichten, die sich durch Heimatverbundenheit und Perfektion auszeichnen. Regionale und saisonale Qualitätsprodukte macht er ganz bewusst zur Basis für seine kreativen, modernen Gerichte.

Nachhaltigkeit und Frische sind mir besonders wichtig und stehen für mich an erster Stelle. Mein Ziel ist es, den Gast zu überraschen und ihm ein Genusserlebnis der Extraklasse zu bescheren, das ihm lange in Erinnerung bleibt. Eppan Magazin 35


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Denny Mair

L’Arena Weinegg, Girlan | Eppan Spongecake von der Bitterschokolade, Grand-Marnier-Mousse, Gewürzbirne, Schafjoghurtcreme Denny Mair beendete seine Kochlehre 2008 an der Berufsfachschule Emma Hellenstainer. Darauf folgte die Weiterbildung zum Küchenmeister, unter anderem beim Schweizer Spitzenkoch Andreas Caminada. Seit 2012 ist er im Gourmetrestaurant L’Arena Weinegg als Küchenchef tätig und verwöhnt seine Gäste mit eleganten Gerichten von kulinarischer Finesse. 2015 erhielt Mair und sein Team eine begehrte Haube des Gourmetführers Gault Millau.

Unser Ziel ist es, nach einer attraktiven und innovativen Küche zu kochen, die mediterran-alpin genannt wird. Natürlich passen wir auch einige Klassiker der heutigen modernen Küche an. Wir möchten mit unseren Produkten einfach das Beste erzielen.

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Daniel Sanin Vorspeise für 4 Personen

Ravioli gefüllt mit Avocadocreme auf Garnelenragout und Safranschaum Avocadocreme: 6 Avocados, 300 g Mascarpone, Salz, Pfeffer, Zitronensaft, Knoblauch Zubereitung: Die Avocados schälen und mit dem Pürierstab pürieren, den Mascarpone dazugeben, mit Salz, Pfeffer, einem Spritzer Zitronensaft und ein bisschen Knoblauch würzen. Ravioliteig: 200 g Weizenmehl 00, 200 g Hartweizenmehl, 80 g Eigelb, 4 Eier Zubereitung: Die Zutaten zu einem Nudelteig verarbeiten. Den Teig in eine Klarsichtfolie packen und kühl stellen. Den Nudelteig dünn ausrollen, die Avocadocreme darauf verteilen und Ravioli formen. In leicht köchelndem Salzwasser gar ziehen lassen. Garnelenragout: 15 Garnelen, helles Wurzelgemüse Zubereitung: Für die Sauce die Garnelenschalen im Ofen kurz erhitzen, danach mit hellem Wurzelgemüse anbraten, mit Wasser aufgießen und kochen lassen, leicht einreduzieren. Danach die Garnelenschalen und das Gemüse abseihen und die Sauce wärmen. Die Garnelen putzen und klein schneiden, die Sauce dazugeben. Safranschaum: Safranfäden, Sahne, Milch, etwas Salz Zubereitung: Safranfäden, Sahne, Milch und Salz kurz aufkochen lassen, danach mit dem Mixer schaumig mixen. Anrichten: Das Garnelenragout in einen tiefen Teller geben. Die Ravioli in Salzwasser kochen und auf die Garnelen geben. Mit Safranschaum garnieren.

Roland Lamprecht Hauptspeise für 4 Personen

Denny Mair Nachspeise für 4 Personen

Heimisches Rinderfilet im Blauburgunder Pigeno pochiert, Speck-Karottencreme, gefüllte Kartoffel

Spongecake von der Bitterschokolade, Grand-MarnierMousse, Gewürzbirne, Schafjoghurtcreme

Rinderfilet: 600 g Rinderfilet, 400 ml Blauburgunder Pigeno (Stroblhof), 200 ml Portwein rot, Salz, Pfeffer, Thymian, Lorbeerblatt, Knoblauch Zubereitung: Den Blauburgunder Pigeno auf die Hälfte reduzieren. Vom Herd nehmen, die Gewürze und Kräuter dazugeben. Das parierte Rinderfilet darin einlegen und zugedeckt im Ofen bei 90 °C ca. 50 Minuten garen, bis es 52 °C Kerntemperatur erreicht hat. Warm stellen.

Spongecake von der Bitterschokolade: 40 g Bitterschokolade, 80 g gemahlene Pinienkerne, 10 g Mehl, 40 g Eigelb, 125 g Eiweiß Zubereitung: Die Bitterschokolade über dem Wasserbad schmelzen, mit den restlichen Zutaten vermengen. In ein Sahnesyphon füllen, mit einer Gaspatrone versetzen und kühl stellen. In kleine Behälter füllen und bei 900 W für ca. 1 Minute in die Mikrowelle geben.

Speck-Karottencreme: 300 g Karotten, 3 Stück Schalotten, 3 Scheiben Speck gewürfelt, Gemüsebrühe, Salz, weißer Pfeffer, Thymian Zubereitung: Schalotten schälen, grob würfeln und mit den geschälten, in Stücke geschnittenen Karotten und dem Speck in Olivenöl dünsten. Mit Gemüsefond aufgießen und mit Salz, Pfeffer und Thymian abschmecken. Weich kochen und fein mixen. Beiseite stellen. gefüllte Kartoffel: 2 große Kartoffeln, Speckwürfel, Butter, Milch Zubereitung: Kartoffeln schälen, halbieren. Die halben Kartoffeln aushöhlen und beide Teile im Salzwasser kochen. Mit dem Inneren der Kartoffeln mit Butter und Milch ein Püree zubereiten. Dieses mit Speckwürfeln verfeinern und in die ausgehöhlten Kartoffeln füllen. Anrichten: Die Karotten-Speckcreme auf einem runden Teller verteilen. Das Rindsfilet in vier Scheiben schneiden und auf die Creme legen. Die gefüllten Kartoffeln dekorativ platzieren und mit Kräutern garnieren.

Grand-Marnier-Mousse: 100 g Schokolade (beliebig), 40 ml Grand-Marnier, 2 Eigelb, ½ TL Staubzucker, 1 Blatt Gelatine, 250 ml geschlagene Sahne Zubereitung: Die Schokolade schmelzen. Den Grand-Marnier mit Eigelb und Staubzucker über dem Wasserbad schaumig schlagen, Schokolade unterrühren und etwas erkalten lassen. Gelatine und Schlagsahne unterheben. Gewürzbirne: 100 g Zucker, 200 ml Weißwein, etwas Orangensaft, 2 Sternanis, 2 Lorbeerblätter, 2 Nelken, 1 Zimtstange, 4 Birnen Zubereitung: Die Birnen schälen und den Strunk entfernen. Die übrigen Zutaten aufkochen lassen, vom Herd nehmen. Birnen dazugeben und nochmals aufkochen, dann über Nacht ziehen lassen. Schafjoghurtcreme: 1 Becher griechisches Schafjoghurt, 10 g Puderzucker, 1 TL Weißwein Zubereitung: Zutaten glattrühren. Anrichten: Die Schafjoghurtcreme auf einem Teller verteilen, die Gewürzbirne, das Mousse und den Spongecake darauf platzieren. Nach Geschmack mit Früchten dekorieren.

Die vollständige Übersicht aller Restaurants, Bars und Kaffeehäuser in Eppan unter

eppan.com/gastronomie Eppan Magazin 37


PR-Artikel

Gutes Bewahren, schönes Entdecken Wo sich Fashion und Handwerk lieben lernen, ist das Eppaner Modelabel glücklich+Heiss daheim.

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ie kleine Boutique glücklich im Herzen von Eppan definiert das Konzept alpine Mode gänzlich neu. Sie geht zurück zu den Wurzeln und lässt daraus frische Triebe sprießen, die in neuen Farben, Formen und Materialien ihren Ausdruck finden. Das Konzept ist einfach: Produkten, die durch Kultur, Geschichte und Tradition im Alpenraum angesiedelt sind, wird durch eigensinnige Kombinationen ein neuer Geist eingehaucht. Sei es durch die Begegnung von robusten Wollfasern mit edlen Stoffen, knalligen Borten oder der einfachen Verbindung mit dem Geschmack der Zeit. So wird aus altbewährten Materialien schließlich Ihr ganz persönliches Lieblingsstück. Die urigen Wände am Rathausplatz bieten dabei Zeit und Raum für die unverwechselbare Herstellungsgeschichte eines jeden Stücks. glücklich bewegt sich nämlich in kleinen Realitäten und schwört der Massenware ab. So entstehen regionale Partnerschaften, die vom Schafbauern für das Rohmaterial der Strickjanker bis hin zu den fleißigen Hausfrauen für den letzten Feinschliff mit peppigen Stickereien reichen. Nicht nur Kostbarkeiten vom eigenen Label glücklich+Heiss finden in der kleinen Boutique ihre Heimat, sondern auch erlesene Mode von kleinen Schneidereien in Norditalien sowie feine Kosmetikprodukte und allerlei Selbstgemachtes. Jedes Stück kommt immer nur von dort, wo die Wurzeln der Alpen fest im Boden verankert sind und es Raum für neue Triebe gibt.

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glücklich Rathausplatz 11 St. Michael | Eppan Tel. +39 0471 974 989 info@gluecklich.it www.gluecklich.it


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334 Teller und ein Sternekoch Exklusive Genussmomente mitten in den Gassen von St. Pauls | Eppan erleben – Herbert Hintner und sein Team machen es einmal im Jahr möglich. Trotz der über 300 Gäste bewahrt der Chef an diesem Tag immer die Ruhe. Te x t : Lisa Maria Kager

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noch letzte Einzelheiten überprüft: hier ein paar der weißen Stühle gerade gerückt, dort die letzte Gabel blank poliert.

Jedes Jahr im Sommer steht das historische Dorf im Herzen der Gemeinde Eppan für zwei Wochen ganz im Zeichen des Weines. Ein Tag sorgt dabei für besonders viel Aufregung bei den Einwohnern des Dorfes. Dann nämlich, wenn der Eppaner Sternekoch Herbert Hintner zur „Gastlichen Tafel in den Gassen von St. Pauls | Eppan“ lädt.

Jeweils fünf Messer, fünf Gabeln, fünf Weingläser und ein Wasserglas zieren jedes einzelne Gedeck am langen Tisch. Diese Anzahl spricht für sich. Fünf Gourmet-Gänge werden die über 300 Gäste an diesem Abend genießen dürfen. Was auf ihren Tellern landet, wissen sie jedoch noch nicht. Herbert Hintner liebt es, aus seinen Gerichten ein kleines Geheimnis zu machen.

0 Kilogramm Hirsch, 10 Kilogramm Topfen, 8 Kilogramm Speck und 334 volle Teller. Das ist der Höhepunkt der „WeinKulturWochen“ von St. Pauls | Eppan in Zahlen ausgedrückt.

Bereits am frühen Nachmittag wird der Dorfkern abgesperrt und die Paulsner beginnen, ihr Dorf für ein Gourmetdinner der besonderen Art zu schmücken. Das gesamte Unterdorf ist an diesem Tag ein großer Speisesaal: Eine rund 130 Meter lange Tafel wird mit weißen Tischtüchern, glänzendem Besteck und einem Orchideenmeer als Blickfang festlich gedeckt. Die urigen Gassen des Dorfes liefern die Kulisse dazu. Wenn die knapp 4 Tonnen schwere Anna Maria, die berühmte Paulsner Turmuhr, schließlich mit kräftigem A-Ton halb acht schlägt, ist der Abend eröffnet. Die Gäste schreiten zum Sektempfang, extravagantes Fingerfood gibt einen ersten Vorgeschmack auf die Köstlichkeiten des Abends. Von den Gästen unbemerkt werden entlang der Tafel

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Von den Vorbereitungen dafür ahnen die Gäste auf dem Sektempfang noch nichts. Saxophonklänge sorgen direkt unter dem „Dom auf dem Lande“ für ein gemütlich-festliches Ambiente. In einem Hinterhof etwa auf der Höhe der Tafelmitte steht ein langer Tisch mit vielen kleinen, gleich aussehenden Glastellern. „334 sind es“, meint Herbert Hintner, der vor diesen Tellern behände hin und her hüpft. Der Chef des Sternerestaurants „Zur Rose“ in St. Michael rollt gerade Speck zu kleinen Türmchen und wirkt angesichts des ganzen Trubels, der sich vor seiner Outdoor-Küche abspielt, noch relativ entspannt. Der Star des Abends erklärt, worauf es bei einer solchen Kochleistung ankommt: „Die kalte Vorspeise kann vorbereitet werden, wie man hier sieht. Bei den warmen Tellern braucht


genuss

es eine gute Logistik und viele helfende Hände, damit jeder an der Tafel seinen Teller zum richtigen Zeitpunkt bekommt.“ Elf Leute in der Küche und 25 im Service sorgen heute dafür, dass auch jeder Tafelgänger zur rechten Zeit den richtigen Teller vor sich stehen hat. Jedes Jahr überrascht hier Hintners Kreativität mit kulinarischen Neuschöpfungen. Regionalität wird dabei groß geschrieben. „Und auch das Moderne darf man nie aus den Augen verlieren“, meint der Sternekoch. Aus einem traditionellen Schüttelbrot wird so schnell einmal Tiramisu vom Schüttelbrot mit heimischem Topfen, Feldsalat und Südtiroler Bauernspeck – die Vorspeise des Abends, auf die man draußen bereits gespannt wartet. Neugierig lassen sich die Gäste vom Saltner Hartmann Haller zu Tisch geleiten. Während Hartmanns Vater bis 1958 – und damit als einer der Letzten – noch als Saltner, als Hüter der Weinberge in Amt und Würden gekleidet war und sie vor Vögeln und Dieben schützte, übernimmt sein Sohn im Saltnergewand des Vaters an diesem Abend die Rolle des Zeremonienmeister in den Paulsner Gassen. Die Tracht, zu der auch die blau-grünen Pfauenfedern und der Fuchspelz als Kopfputz gehören, ist eine Attraktion für die Gäste. Auf der Suche nach dem richtigen Platz trifft man hier auch den Bürgermeister höchst persönlich. „Ich glaube, die gastliche Tafel in einem Ambiente

wie den Paulsner Gassen ist einmalig“, meint er. Als schließlich jeder an seinem Platz sitzt, gibt Hintner sein Go. Adrett gekleidete Kellner schwirren aus und servieren den Gästen die Vorspeise. Gleichzeitig wird zu jedem Gericht der passende Eppaner Wein

Bei den warmen Tellern braucht es eine gute Logistik und viele helfende Hände. Herbert Hintner, sternekoch

eingeschenkt, den eine interne Jury der lokalen Kellereien im Vorfeld bei einer Blindverkostung ausgewählt hat. Dem reinen Genuss mit erlesenem Essen, exzellentem Wein und guter Musik zwischen den braunen Erkern von St. Pauls steht nichts mehr im Wege.

Das vollständige Programm der „WeinKulturWochen“ in St. Pauls | Eppan finden Sie unter

eppan.com/weinkulturwochen

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Mit der „Golf Academy Schloss Freudenstein Eppan“ aktiv entspannen und fit bleiben unterwegs

Film ab

Eppan ist immer wieder Schauplatz für internationale Filmproduktionen, bekannte Regisseure und Schauspieler geben sich hier die Klinke in die Hand. Te x t : Martin Hanni

D

er legendäre Schauspieler und Regisseur Luis Trenker soll nach dem Ersten Weltkrieg in Eppan einen Film für Touristen gedreht haben. Gefunden wurde der Film bisher nicht. Aber vielleicht ist es nur eine von vielen Legenden, die sich rund um die Person Trenkers ranken. Belegt ist, dass Trenker häufig in Eppan war, gerne in Begleitung der jungen Schauspielerin Marianne Hold, die mit Hilfe Trenkers ab der zweiten Hälfte der 1950er-Jahre zu einem der Topstars des Genres Heimatfilm aufstieg. Marianne Hold besaß zum Zeitpunkt ihres

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Durchbruchs sogar ein kleines Häuschen nahe dem Ansitz Liebenburg im Weiler Pigeno in Eppan, das sie 1966 an ihren Entdecker Trenker verkaufte. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs war Eppan immer wieder Schauplatz und Drehort für Filmproduktionen, bekannte Regisseure und Schauspieler geben sich hier die Klinke in die Hand. Beim Filmen in Eppan geht es aber nur selten um kleine Häuschen, sondern meistens um große Burgen, Schlösser und Ansitze – sie genießen in der Branche große Aufmerksamkeit. So war der Ansitz Zinnen-


unterwegs

berg bereits in Pier Paolo Pasolinis Meisterwerk „Decamerone“ aus dem Jahr 1970 zu sehen. Ein weiterer Ansitz, der sogenannte Kreithof, spielte hingegen für zwei gegenwärtige Filmproduktionen eine nicht unwesentliche Rolle. Zum einen ist der Ansitz Kreithof Hauptdomizil der ARD-Kommissarin von „Kripo Bozen“, zum anderen ist er in einer kurzen Szene der überaus erfolgreichen Filmkomödie „Honig im Kopf“ von Til Schweiger als Kulisse zu erkennen. Für den jungen Eppaner Regisseur Matthias Lang waren die Schlösser Boymont und Moos-Schulthaus die perfekte Kulisse für die Verfilmung der Sage des König Laurin. Bereits während seines Studiums sammelte er Erfahrungen bei Hollywood-Produktionen wie etwa „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“. Auf seinen Spielfilmerstling darf man gespannt sein, der Film kommt 2016 in die Kinos. 2015 wurde dagegen der Film „Wie ich dich liebe, Rätselleben“ fertiggestellt, in dem wiederum ein Eppaner Schloss als Kulisse dient. Einige Szenen des Filmes über die renommierte russisch-deutsche Psychoanalytikerin Lou Andreas-Salomé wurden

auf Schloss Englar gedreht. Interessantes Detail am Rande: Salomé war eine Wegbegleiterin des Dichters Rainer Maria Rilke, der selbst Ende des 19. Jahrhunderts Schloss Englar besuchte und sogar ein Gedicht über den Schlossbrunnen verfasste. Um Literatur ging es auch bei den Dreharbeiten im nahe gelegenen Schloss Gandegg, welches Ende der 1970er-Jahre für eine literarische Verfilmung von Johann Wolfgang von Goethes Werk „Die Wahlverwandtschaften“ die Kulisse abgab. Unter dem Titel „Le affinità elettive“ drehte das italienische Team unter Regisseur Gianni Amico im Schloss und im Schlosshof, in Eppan-Berg und am Montiggler See. Mit dabei waren Filmgrößen wie Nino Castelnuovo und Veronica Lazăr, die bereits mit bekannten Regisseuren wie Bernardo Bertolucci, Michelangelo Antonioni und Dario Argento zusammengearbeitet hatte. Die damals noch sehr junge Francesca Archibugi, heute eine der bekanntesten Regisseurinnen Italiens, war ebenfalls dabei, damals als Hauptdarstellerin ihres ersten und einzigen Films vor der Kamera. Ab diesem Film stand Archibugi lieber hinter der Kamera und gewann zahlreiche Preise, unter anderem in Cannes. Den Sprung von der Schauspielerin zur bekannten Regisseurin machte auch Margarethe von Trotta. Viele ihrer Filme, etwa „Die bleierne Zeit“ oder „Hannah Arendt“, genießen heute Kultstatus. Anfang der 1970er-Jahre drehte sie unter der Regie ihres damaligen Ehemannes Volker Schlöndorff eine bezaubernde Anfangsszene für den Film „Übernachtung in Tirol“ am großen Montiggler See. Dabei ruderte sie in einem kleinen Boot über das Wasser des Waldsees und sang lauthals den Hit „Pazza idea“ (Verrückte Idee) der damals angesagten italienischen Sängerin Patty Pravo. In Eppan wurden viele weitere Filme oder Filmszenen gedreht, etwa jüngst für das österreichisch-italienisch-US-amerikanische Filmdrama „Der stille Berg“, die italienische Verfilmung von Simon Wiesenthals Buch „Max und Helen“. „Ruhe bitte!“ wünschen sich in Eppan also nicht nur Urlauber, sondern auch Filmmenschen bei der Arbeit. Und Eppan erfüllt diesen Wunsch.

Der Publizist und Filmemacher Martin Hanni ist auch Autor des Buches „Südtirol mit Geschmack und Geheimnis“. Darin erzählt der gebürtige Eppaner Anekdoten und Kuriositäten rund um seine Lieblingsplätze in Südtirol, darunter auch einige in Eppan.

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aktiv

Prinzessinnen und Walddetektive Te x t : Debora Longariva

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aktiv

Was bietet Eppan Familien mit Kindern, die hier ihren Urlaub verbringen? Eppan Magazin hat bei einheimischen Eltern nachgefragt. „Frühlingszeit ist bei uns Radelzeit“, erklärt Greti und nimmt darauf mit ihrer vierjährigen Tochter den Radweg von Eppan in die Nachbargemeinde Kaltern – ca. 6 km hin und retour – in Angriff. „Diese Route ist ideal für Kleinkinder: Sie weist keine Steigungen auf und auf der Strecke bieten sich Spiel- und Rastplätze zum Toben und Verweilen an“, so die Mutter. Von Anfang bis Mitte April säumt ein Meer aus weißen Apfelblüten den Radweg. Den Ansporn zum Durchhalten auf dem Rückweg liefert die Aussicht auf das erste hausgemachte Eis der Saison, das es in einem der Cafés der Gegend gibt. Den siebenjährigen Elias zieht es dagegen unabhängig von der Jahreszeit zum Überetscher Reitverein. „Er reitet für sein Leben gern“, verrät seine Mutter Julia, die ihren Sohn beim Unterricht auf dem Reitplatz oder manchmal auch beim Geländeritt durch den Wald begleitet. Wenn die Tage länger und wärmer werden, erwandert Greti mit ihrer Tochter den Eppaner Burgenweg oder auch nur Teilstücke davon. „Burgen und Schlösser sind für die Kinder ein Hit: Wir stellen uns dann vor, welche Prinzessin wohl hier gelebt haben mag, und erfinden uns tolle Geschichten dazu.“ In den Burgen gibt es nicht nur atemberaubende Aussichten, sondern auch leckere Knödel und so manche andere regionale Köstlichkeit. Nach diesen Genüssen wird einmal ausgiebig gerastet: „Vor dem Schloss lässt es sich auf einer Picknickdecke im Schatten wunderbar dösen“, schwärmt Greti. Wenn es so richtig heißt ist, suchen viele Eltern mit ihren Kindern ein kühles Plätzchen: das Naturphänomen der Eislöcher zum Beispiel. Hier können sich die Kinder austoben und reichlich frische Luft tanken. „Die Wanderung dauert nur ungefähr

zwei Stunden und ist deshalb auch für kleinere Kinder ideal“, erzählt Karin, die sich oft mit ihrem zweijährigen Sohn im Kindertragerucksack auf den Weg macht. Startpunkt ist St. Michael, wo die Promenade zum Kalvarienberg und dem schön gelegenen Gleifkirchlein beginnt. Dann geht’s vorbei am Museum Schloss Moos-Schulthaus bis zum Waldweg, der zu den Eislöchern führt. Wenn der Herbst das Laub gelb und rot färbt, ist es im Montiggler Wald besonders schön. Greti und ihre vierjährige Tochter gehen dann am liebsten dort spazieren: „Es riecht nach Unterholz und die Sonne scheint durch das bunte Laub.“ Den Rundweg – vom oberen Parkplatz über den Kleinen zum Großen Montiggler See und retour – schafft auch ein Kleinkind mit den nötigen Pausen und Spielen mühelos. Langweilig wird es hier nie. „Am Weg sammeln wir schöne Blätter, Steine und kleine Tannenzapfen, aus denen wir Schäfchen basteln“, verrät Greti. Außerdem winkt auf dem Heimweg ein Zwischenstopp in einer der Cafés oder Konditoreien, wo es etwa heiße Schokolade oder das erste Kastanienherz der Saison gibt, eine süße Spezialität der Gegend.

Kinder-Wochenprogramm Wer dagegen mehr Action will, nutzt eines der Angebote aus dem Kinder-Wochenprogramm in Eppan: Kinder begeben sich auf Schatzsuche im Montiggler Wald oder erkunden als Walddetektive die Tiere der Gegend.

Mehr Informationen zum Kinder-Wochenprogramm gibt es unter

eppan.com/wochenprogramm

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genuss

Auf ein gutes Glas

Lukas Martini Kellerei Martini & Sohn

Johannes Pichler Bergmannhof

Lukas Martini ist der jüngste der Martini und arbeitet seit einigen Jahren eng mit seinem Vater Gabriel zusammen. Von ihm hat er die Liebe zum Wein geerbt, seine Kenntnisse und Arbeitserfahrungen im Weinbau hat er in Südtirol und Neuseeland gesammelt.

Im Jahr 1978 hat Josef Pichler begonnen, die Weintrauben aus den Gütern rund um seinen Hof zu Wein zu verarbeiten, seit 2008 hilft Sohn Johannes im Betrieb mit. Sein Handwerk erlernte Johannes an der Fachschule für Kellerwirtschaft und Weinbau Laimburg, anschließend arbeitete er fünf Jahre lang beim Kellermeister Hans Terzer in der Kellerei St. Michael-Eppan.

Lukas Martini empfiehlt:

Weißburgunder „Palladium“

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„Die Südtiroler Weinwirtschaft hat den Weißburgunder als eine der drei weißen Leitsorten Südtirols erwählt. Derzeit wird in Südtirol auf 515 ha Weißburgunder angebaut. Historisches Anbauzentrum der Sorte ist die Gemeinde Eppan, Südtirols größte Weinbaugemeinde. Mit seinen intensiv-komplexen Aromen, die an Grapefruit, Äpfel, Birnen und reife tropische Früchte erinnern, und dem strukturierten Körper passt er gut zu leichten Speisen und wird auch gerne als Aperitif getrunken. Der Weißburgunder der Linie Palladium ist ein frischer, knackiger, fruchtiger Weißwein mit Charakter und überzeugender Eleganz.“

Josef und Johannes Pichler empfehlen:

Lagrein Riserva „Der Bergmann“ „Der Lagrein kommt auf den sonnenverwöhnten Eppaner Weinbergen zur absoluten Vollreife und wird dadurch zu einem kräftigen, dunklen granatroten Wein mit einem lang anhaltenden Abgang. Der im Barrique-Fass gelagerte Lagrein Riserva ist ein echter Gaumenschmeichler: Der Wein überzeugt mit vielfältigen Aromen von reifen roten Früchten und seiner vollen, angenehmen und komplexen Struktur.“


genuss

In Eppans Kellern reifen edle Tropfen heran. Eppan Magazin hat vier „Weinmacher“ und Sekthersteller gebeten, einen ihrer Lieblingstropfen vorzustellen.

Martin Lemayr Kellerei Schreckbichl

Wolfgang Tratter Kellerei St. Pauls

Als Martin Lemayr 2005 seine Tätigkeit als Kellermeister bei der Kellerei Schreckbichl begann, war das auch eine Rückkehr zur alten Wirkungsstätte. Denn 1988 hatte er dort als Praktikant begonnen und in den darauffolgenden Jahren das A und O des Weinanbaus erlernt.

Wolfgang Tratter ist der verantwortliche Önologe der Kellerei St. Pauls. Mit Leidenschaft und Erfahrung gelingt es ihm und seinem Team, Weinbautradition mit moderner Kellertechnologie in Einklang zu bringen. 2008 interpretierte er den renommierten Sekt neu und legte somit den Grundstein für den neuen Praeclarus.

Martin Lemayr empfiehlt:

Cabernet Sauvignon „Lafóa“

Wolfgang Tratter empfiehlt:

Praeclarus Cuvée St. Pauls „Der Cabernet Sauvignon Lafóa hat bei mir einen ganz besonderen Stellenwert: Dieser Wein ist unser Prestigewein, der Wein mit den meisten Auszeichnungen. Für die Herstellung des Lafóa müssen alle Bedingungen perfekt passen. So gibt es manchmal auch Jahrgänge, bei denen man einsehen muss, dass sie sich nicht für die Herstellung eignen. Umso mehr genieße ich es den fertigen Wein zu verkosten. Der Cabernet Sauvignon ist ein Wein mit dichtem Bukett von Johannisbeeren und Brombeeren und hat eine dunkelviolette bis schwarze Farbe.“

„Aus drei ausgewählten Chardonnay-Weinbergen in St. Pauls stammen die Trauben für den Sekt. In einem alten Militärbunker aus dem Zweiten Weltkrieg reift unser Praeclarus Cuvée St. Pauls. Neben den fruchtigen Aromen des Praeclarus bestechen auch seine saftig-fruchtige, komplexe Struktur, die cremige Weichheit und der erfrischend lange, anregende Abgang. Mit diesem Produkt haben wir einen einzigartig prickelnden Hochgenuss in der Südtiroler Sektwelt geschaffen.“ Eppan Magazin 47


genuss

Ein Podium für den Weißburgunder Der Südtiroler Weißburgunder hat einen unverwechselbaren Charakter und ist einzigartig in Europa. Das Event „Spatium Pinot Blanc“ in Eppan bietet der Rebsorte eine internationale Plattform. Te x t : Petra Schwienbacher

Spatium nc Pinot Bla g gun mit Fachta ag: chert und Besu ust 4.–6. Aug

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genuss

S

eine Farbe ist grünlich bis hellgelb, sein so Kofler. Deshalb ist genau dieser Traube frischfruchtiger Geschmack erinnert in Eppan – der Weißburgunder-Gemeinde leicht an Apfel und Birne. Der typische Südschlechthin – eine hochkarätige Fachtagung tiroler Weißburgunder, Pinot Blanc, besticht und Verkostung gewidmet: das „Spatium Pinot mit schönem Säurespiel und Mineralität. Blanc“. „In der Sorte steckt großes Potential, Ab September das internatiobeginnt die Ernnal noch häufig te in den wichverkannt wird. tigsten AnbauDeshalb wollgebieten des ten wir dieses WeißburgunEvent ins Leders: in Rheinben rufen, um hessen, Baden diese vor allem Hans terzer, und der Pfalz, für uns ÜberKellermeister Kellerei St. Michael-Eppan sowie im Elsass, etscher ungeÖsterreich und mein wichtige Norditalien. Heute pflanzen Südtirols Weinund klassische Rebsorte besser zu profilieren“, bauern die Weißburgundertraube auf über sagt Hans Terzer, Kellermeister der Kellerei St. 515 Hektar an. „Tendenz steigend“, sagt GerMichael. Er schwört auf die exzellente und hard Kofler, Kellermeister der Kellerei Girlan. oft unterschätzte Sorte: „Sie bringt auch in Dies gilt vor allem in Eppan, wo die Traube in schwierigen Jahren konstant gute Qualitäten, den höheren Hanglagen und auf den schottund ist nicht umsonst die ‚weiße Vorzeigesorrigen Böden besonders gut gedeiht. Hier hat te‘ in der Weinbaugemeinde Eppan.“ 2014 sie den unverwechselbaren Charakter und fand das Event „Spatium Pinot Blanc“ zum die besondere Eigenart entwickelt, die den ersten Mal statt und zeigte sich gleich von Eppaner Pinot Blanc von denen des restlichen seiner besten Seite. Europas deutlich abhebt. „Der Weißburgunder zählt zu den wichtigsten Sorten Südtirols“,

In der Sorte steckt groSSes Potential, das international noch häufig verkannt wird.

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genuss

Spatium nc Pinot Bla inzige Europas e underWeißburg ung Veranstalt

4. August Der Weißburgunder und seine Speisen

Gerhard Kofler, Kellermeister Kellerei Girlan

Hans Terzer, Kellermeister Kellerei St. Michael-Eppan

5. August Fachtagung für geladenes Fachpublikum - Fachvorträge, Präsentation Marktstudie und Podiumsdiskussion - Exkursionen in Weißburgunderlagen - Präsentation zweier WeißburgunderGastregionen - Weißburgunderverkostung und geführte Masterclass-Verkostungen 6. August Besuchertag - Präsentation und Verkostung von mehr als 120 nationalen und internationalen Weißburgundern - geführte Masterclass-Verkostungen mit

Über 80 Produzenten aus Italien, Österreich, Deutschland, Frankreich, Luxemburg und der Schweiz boten 120 Weißburgunder zur Verkostung an. Auch im Jahr 2016 hat jeder Weinliebhaber die Möglichkeit, an diesem Event teilzunehmen und qualitativ hochwertige Weißburgunder aus ganz Europa zu genießen. Am ersten Tag des Events findet eine Tagung für das breite Fachpublikum statt. Winzer, Rebforscher, Weinhändler, Journalisten, Restaurateure und Weinliebhaber diskutieren über den Weißburgunder in Südtirol. Die Tagung beinhaltet Fachvorträge, Marktstudien und eine Podiumsdiskussion sowie die Verkostung aller ausgestellten Weißburgunder und die bereits im Vorjahr überaus gelungenen Masterclass-Verkostungen. Der zweite Tag ist den Weinliebhabern vorbehalten. Auch hier gibt es sämtliche ausgestellten Weißburgunder aus nah und fern zu verkosten und es gibt eine weitere geführte Masterclass-Verkostungen. Auch für die Kulinarik ist gesorgt.

Spitzenweißburgundern aus Europa, kommentiert von Weinexperten

Anmeldung für Fachtagung sowie Masterclass-Verkostungen im Tourismusverein Eppan oder unter spatium-pinotblanc.it Weitere Infos zur Weinveranstaltung unter

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Events in Eppan und Umgebung Das ganze Jahr hindurch finden Urlauber und Interessierte in Eppan vielfältige Aktiv-, Gourmet- und Kulturangebote. Frühling

EPPANER MUSIKNÄCHTE EPPAN

kulinarische woche Eppan

Kinder-EgetmannUmzug Tramin

Zahlreiche Konzerte im Zeitraum Frühling bis Herbst

April

9. Februar

KULTUR KONTAKT EPPAN EPPAN

Bozner Weinkost Bozen

Zahlreiche Konzerte im Zeitraum Frühling bis Herbst

2. bis 5. März

einkaufssamstage Eppan April und Mai

eppanBIKE | Days EPPAN 9. bis 16. April

Sanvit Bike Festival EPPAN

PAULS SAKRAL EPPAN

9. und 10. April

Zahlreiche Konzerte im Zeitraum Frühling bis Herbst

JUNIOR ACADEMY EPPAN 12. bis 14. April

Südtirol balance Eppan April bis Juni

KALTERER SEE HALBMARATHON KALTERN 20. März

TAG DES EPPANER WEINES EPPAN 16. April

56 Eppan Magazin


aktiv

Alpin Tweed Ride Eppan

Markusmarkt Auer

REBENBLÜTE MUSIK & WEIN EPPAN

16. April

25. April

JÖRGIMARKT Terlan

eppan.com Golf-Trophy EPPAN

DAS BESTE AUS KALTERN KALTERN

20. Mai

16. April

30. April

20. Mai

GASSEN-GENUSS AM ROTEN TEPPICH EPPAN

BLUMENMARKT BOZEN

Int. Museumstag Südtiroler Museen

17. April

30. April und 1. Mai

22. Mai

EPPANER OKTOBERFEST EPPAN

Kinderfestival Bozen

22. und 23. April 6. und 7. Mai

zweite Maihälfte

Südtirol Golfsafari EPPAN

Sommer GSCHLEIER WEINKOST EPPAN

MAIBAUMFEST TERLAN

4. Juni

1. Mai

CASTELRONDA EPPAN

24. April bis 1. Mai

SPARGEL, MUSIK UND WEIN Terlan 24. April

WEINWANDERTAG KALTERN Kaltern

RITTERSPIELE ANDRIAN

4. und 5. Juni

20. bis 22. Mai

KALTERN GANZ IN WEISS KALTERN

INTERNATIONALER KALTERER SEE TRIATHLON KALTERN

21. Juni

JAZZ FESTIVAL BOZEN

7. Mai

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22.04. – 11.06.2016 Erleben Sie 7 Wochen lang unterschiedlichste kulinarische & kulturelle Weinveranstaltungen entlang der Südtiroler Weinstraße. / 10 JAHRE /

NACHT DER KELLER

SAMSTAG, 11. JUNI 2016 Genuss-Highlight der Südtiroler WeinstraßenWochen 2016. Weingüter und Kellereien öffnen ihre Tore und gewähren von 17 – 24 Uhr Einblick in ihre Keller. Eppan Magazin 57 W W W. S U E D T I R O L E R - W E I N S T R A S S E . I T

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aktiv

5. ORTLER CLASSIC OLDTIMER RUN EPPAN

INTERNATIONALES ATP TENNISTURNIER EPPAN

25. Juni

10. bis 17. August

EPPANER LIEDSOMMER EPPAN

LORENZINACHT BOZEN

28. Juni bis 4. Juli

10. August

EPPANER STERNSTUNDEN EPPAN

STRUDELFEST ANDRIAN

Herbst Almabtrieb Truden und Altrei im September

AUTOFREIER TAG AUF DER MENDELPASSSTRASSE EPPAN 17. September

19. August

WEINSOMMER GIRLAN EPPAN

SPRINT-TRIATHLON MONTIGGLMAN EPPAN

KALTERER SEESPIELE KALTERN

26. August

Anfang/Mitte September

19. und 26. Juli und 2. August

Bolzano Festival Bozen Bozen

PAULSNER DORFFEST EPPAN

WEINKULTURWOCHEN EPPAN

im August und September

3. und 4. September

Langer Mittwoch im Juli und August

21. bis 31. Juli

EINKAUFSSAMSTAGE EPPAN

GASTLICHE TAFEL EPPAN

im September und Oktober

26. Juli

BIKE WOMEN CAMP KALTERN

SPATIUM PINOT BLANC EPPAN

15. bis 18. September

4. bis 6. August

Die feine Enothek in St. Pauls | Eppan | Südtirol In einem modernen und freundlichen Ambiente stehen in den Verkaufsregalen über 400 der besten Weine aus Südtirol und anderen Regionen Italiens, Schaumweine, edle Süßweine, Spitzendestillate und kulinarische Spezialitäten, die darauf warten SIE kennenzulernen.

Vis à Vis Enothek KG des Schwarzer Martin Unterrainerstraße 21/b St. Pauls | Eppan tel +39 0471 662919 tel +39 339 3699971 info@visavis-enothek.com www.visavis-enothek.com 58 Eppan Magazin

Wein & Genuss Genießen Sie die guten Tropfen, die wir täglich für Sie offen halten. Neben den ausgewählten Tagesweinen können Sie sich auch an wunderbaren Weinen aus unserer hochmodernen Weinschank-Anlage „WINE TO TASTE“ überraschen lassen. Wöchentlich finden Weinfachverkostungen von April bis Oktober statt, zu denen Sie sich gerne anmelden können. Mo–Fr: 9–13 Uhr / 16–19.30 Uhr Sa: 9–13 Uhr (in den Monaten September-Oktober auch am Nachmittag von 15–18 Uhr)


aktiv

TRAMINER TÖRGGELEFEST TRAMIN

DIE LETZTE TRAUBENFUHRE EPPAN

MARTINI FEST- UND FREISCHIESSEN EPPAN

30. September und 1. Oktober

8. Oktober

5. November bis 5. Dezember

KASTANIENTAGE ANDRIAN 30. September und 7. und 14. Oktober

TAG DER OFFENEN GRAPPABRENNEREIEN Eppan und Umgebung

GASSEN-GENUSS AM ROTEN TEPPICH EPPAN

Winter

16. Oktober

ERNTEDANKFEST BOZEN

CHRISTKINDLMARKT BOZEN

Mitte Oktober

24. November bis 6. Jänner 2017

Anfang Oktober

CASTELMUSIKA EPPAN

eppanADVENT EPPAN

Kalterer Weinkulinarium Kaltern

23. Oktober

25. November bis 6. Jänner 2017 Krippen-, Lichter- und WeinweltWeihnacht

1. Oktober

EPPANER WEINSTRASSENLAUF EPPAN

KLAVIERAKADEMIE EPPAN

29. Oktober

5. bis 8. Oktober

MARTINIMARKT EPPAN

Silvesterlauf Boclassic Bozen 31. Dezember

11. November

Weitere Veranstaltungen und Termine gibt es in der Ferienzeitung „Info & Events“ sowie unter eppan.com. Änderungen vorbehalten.

Eppan Magazin 59


Eppan ist auch im Winter eine Reise wert In der Vorweihnachtszeit verwandelt sich jede Ortschaft in Eppan in ein kleines Winterwunderland. Die Gassen von St. Pauls mit ihren historischen Häusern werden zum Krippenmuseum. St. Michael erstrahlt im Laternenlicht und der Weihnachtsmarkt lädt mit Südtiroler Spezialitäten und regionalem Handwerk zum Stöbern ein. Girlan bleibt seiner Leidenschaft auch im Winter treu. Kunstwerke aus dem Holz der Weinfässer schmücken die Straßen. Ein besonderes Highlight ist die gemütliche Kutschenfahrt durch das winterliche Eppan. Unzählige Geschäfte, Restaurants und Bars laden zum Flanieren und Shoppen ein.


Weihnachtsstimmung in den urigen Gassen und auf den Marktst채nden, die Kunsthandwerk und leckere Spezialit채ten anbieten: Eppan ist auch zur k채lteren Jahreszeit eine Reise wert.

Eppan Magazin 61


unterwegs

Erlebniswelt Eppan

WEINKUTSCHENFAHRT

Von der Biene zum Honig

Weinparcours Girlan

Mit einem Haflingergespann Eppan erkunden – das können Sie jeden Dienstag. Kutscher Peter Marini nimmt Sie mit auf eine Spazierfahrt durch die Weinberge der idyllischen Eppaner Ortschaften. Zum Abschluss wird in eine Weinkellerei eingekehrt. Abwechselnd laden der Fischerhof, die Kellereien Brigl, Martini und St. Pauls sowie die Vinothek Amberg zu Weinverkostung und traditioneller Marende ein. Für die kleinen Gäste gibt es leckere Säfte. Die Weinkutschenfahrt ist ein besonderes Erlebnis für Groß und Klein.

Dies ist ein Naturerlebnis für Jung und Alt. Besichtigen Sie einen Bienenstock, nehmen Sie echte Bienenwaben in die Hände und sehen Sie eine Bienenkönigin und Drohnen von Nahem. Wie ist ein Bienenvolk organisiert, wie ist der Weg von der Blüte zum Honig und warum sind Bienen so wichtig für uns. Unser Imker erzählt Ihnen Wissenswertes über die fleißigen Insekten und ihr süßes Erzeugnis. Anschließend wird zur Verkostung verschiedener Honigsorten auf Schloss Englar geladen.

Der Südtiroler Weinbau und eine farbenprächtige Vegetation begleiten den Wanderer entlang des Natur- und Weinlehrpfades im Weindorf Girlan | Eppan. Weinliebhaber und Weinbauinteressierte erfahren auf diesem malerischen Weg vom Experten alles rund um den Eppaner Wein. Sie können sich ein Bild vom Leben und Wirken der Weinbauern machen und bekommen einen Einblick in die Bedeutung des Weinbaus für den Süden Südtirols. Abgerundet wird das Weinerlebnis mit der Besichtigung zweier Weinkellereien oder einer Wein- und einer Sektkellerei mit Verkostung erlesener Tropfen und einer kleinen Marende.

62 Eppan Magazin


unterwegs

Geführte Radtouren, Kutschenfahrten, Verkostungen von Edelbränden oder Einblicke in die Eppaner Burgenwelt. Das Wochenprogramm in Eppan hat für Aktiv- und Genussurlauber viel zu bieten.

KUNSTPARK HOCHFRANGART

GEFÜHRTE RADTOUREN

WOCHEN- & BAUERNMARKT

Schon von Weitem sieht man den monumentalen, völlig runden Körper, der hoch über Frangart auf einem Bunker zu schweben scheint. Die Kugel aus poliertem Stahl mit einem Durchmesser von 8 Metern – Teil des Kunstparks Hochfrangart – dreht sich trotz ihrer Größe mit erstaunlicher Leichtigkeit. Die Wanderung von Girlan | Eppan durch die Weinberge zu diesem Kunstgarten ist ein besonderes Erlebnis, bei dem man viele andere Sammlerstücke des Kunstmäzens Karl Nicolussi-Leck bewundern kann: den Drachen Dragobert im Tal, die zu Kunstwerken geformten Bäume und vieles mehr. Die Figuren stehen frei im Wald, zwischen den Obstanlagen, überragen den Fahrradweg oder liegen in der Wiese. Ein Kosmos im Kleinen, das ist Hochfrangart.

Sonnige Radwege, rockige Trails und kurvenreiche Panoramastraßen – entdecken Sie bei den geführten Radtouren mit geprüften Bike-Guides die reizvollsten Touren in Eppan und Umgebung. Egal ob Mountainbiker, Freerider, Rennradfahrer, Genussradfahrer oder E-Biker: Sie erhalten Geheimtipps, die auf keiner Karte zu finden sind. Die Bewältigung von Singletrails und Spitzkehren, der Umgang mit Hindernissen, das Anfahren und Bremsen in der Steigung – all das können Sie beim Fahrtechniktraining gezielt üben. Regelmäßig werden geführte Touren und Fahrtechnikkurse angeboten.

Neben dem traditionellen Wochenmarkt bieten von Frühjahr bis Herbst auf dem Rathausplatz von St. Michael | Eppan auch die Bauern aus der Umgebung ihre Erzeugnisse an. Der beliebte Bauernmarkt findet wie der Wochenmarkt dienstags statt. Mit den bunten und frischen Farben der Produkte locken die verschiedenen Stände und verführen zum Kauf von Gemüse, Käse, Eiern, Brot, Honig und Blumen, die direkt vom Bauernhof kommen. Rezepte werden beim Kauf der Produkte an den Ständen ausgetauscht und ein kleiner Plausch darf ebenfalls nicht fehlen. Außer in den Wintermonaten findet der Wochenmarkt in St. Pauls | Eppan immer am Montag und in Girlan | Eppan am Donnerstag statt.

Eppan Magazin 63


unterwegs

Naturabenteuer für kleine Ritter und Walddetektive Auf kleine Gäste und Familien wartet ein abwechslungsreiches Programm mit einer bunten Mischung aus spannenden Spielen und Bastelarbeiten in der freien Natur, beispielsweise das Mühlespiel auf der Burg Boymont. Bei den Hirschplätzen geht es darum, in Kleingruppen ein Feuer zu entfachen. Die Walddetektive hingegen machen sich bei den Eislöchern auf die Suche nach Tierfährten. Lassen Sie sich von den Ideen Ihres Begleiters Philipp Deluggi überraschen.

APFELSEMINAR

EDLE TROPFEN

In Südtirol werden auf einer rund 18.400 Hektar umfassenden Fläche Äpfel angebaut. Jeder zweite in Italien geerntete Apfel stammt aus Südtirol – jedes Jahr werden hier ungefähr 950.000 Tonnen Äpfel geerntet. Das entspricht 10 % der eruopäischen Apfelernte. Dies und viele andere interessante Dinge rund um den Apfel erfahren Sie vom Apfelführer beim Apfelseminar mit Filmvortag, Flurbegehung und Besuch einer Obstgenossenschaft, in der die Verarbeitung der Äpfel gezeigt und erklärt wird.

In Eppan werden Destillate von höchster Qualität hergestellt. Wer sich davon selbst überzeugen will, sollte in einer der vier Brennereien vorbeischauen: Die Brennmeister der Gutshofbrennerei Walcher, der Brennerei Ortler, der Brennerei St. Urban und der Brennerei Fischerhof verstehen ihre Kunst. Mit viel Fingerspitzengefühl halten sie Aromen in der Flasche fest. Gewinnen Sie bei einer Führung Einblicke in die Welt der Hochprozentigen und verkosten Sie die Südtiroler Edelbrände.

Das gesamte Wochenprogramm und nähere Informationen unter

eppan.com/wochenprogramm

64 Eppan Magazin


menschen

Wir Eppaner‌ Eppaner Geschichten. Eppaner, Journalisten und Insider geben Einblicke in das Eppaner Dorfleben und Brauchtum sowie in die Alltagskultur. Lese die neuesten Stories und Interviews nach unter

eppan.com/blog

Kurztrip nach Eppan. Besuche Eppan auf Facebook und Instagram und bleibe auf dem Laufenden

facebook.com/eppan instagram.com/eppan_tourism

Eppaner sind Genussmenschen. Hier essen, shoppen, wandern, biken und feiern die Eppaner

eppan.com/insidertipps

Eppan Magazin 65


Wissenswertes

E-Mobilität auf dem Vormarsch Der Ausbau der nachhaltigen Mobilität in Eppan wie in ganz Südtirol wird forciert. Mittlerweile gibt es im ganzen Land öffentlich zugängliche Ladestationen. Irschenberg

St. Anton am Arlberg Brenner

AT

AT sterzing brixen

glurns

klausen

meran

CH

bruneck

Bozen

TESLA Schnellladestation

eppan Eppan wird E-Mobil

aew-Schnellladestation 47 kW Gleichstrom aew-Ladestation 22 kW Wechselstrom

0

10

20

30 km

Affi

Insgesamt stehen in Eppan vier aew-Ladestationen (22 kW; Dorfzentrum St. Michael und Golfplatz Eppan) zur Verfügung. In der nahen Landeshauptstadt Bozen (11,5 km) und in der Kurstadt Meran (29 km) gibt es weitere Ladestationen (22 kW und 47 kW). Im Büro des Tourismusverein Eppan erhält man die aew-Aufladekarten im Wert von 15 und 30 Euro.

Nähere Informationen zur Elektromobilität in Südtirol, den verschiedenen Ladestationen und den Veranstaltungen zum Thema E-Mobilität finden Sie unter

eppan.com/e-mobility 66 Eppan Magazin


wissenswertes

Auf schnellem Weg nach Eppan und Südtirol

Timmelsjoch Reschenpass

Innsbruck Sterzing

Meran

Brixen

Lienz

Schweiz

Stilfserjoch

Mit der Bahn aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Mit den Sparpreisen von DB Bahn z. B. bereits ab 39 Euro, solange verfügbar. Kurze Entfernungen sogar noch günstiger, z. B. München–Bozen ab 29 Euro. 5 x täglich direkt. Eigene Kinder/Enkel unter 15 Jahren fahren kostenlos mit (Eintrag auf der Fahrkarte der Eltern/Großeltern notwendig). Informationen und Buchung unter www.bahn.de/italien

museumobil Card. Diese Variante (7 oder 3 Tage) vereint die Mobilcard mit der Museenlandschaft Südtirols: jedes der über 80 teilnehmenden Museen kann ein Mal besucht werden.

Eppan

Bozen

Südtirol

Verona

bikemobil Card. Mit der bikemobil Card (7, 3 oder 1 Tag) steht Ihnen an einem der Nutzungstage ein Leihfahrrad von Südtirol Rad zur Verfügung. Nur erhältlich von April bis Oktober. Detaillierte Informationen, Preis, Fragen zur Nutzung und Verkaufsstellen unter www.mobilcard.info

DB/ÖBB und Mobilcard In den EuroCity-Zügen der DB/ÖBB zwischen München und Bozen kann für die Anschlussmobilität in Südtirol am Tag der Hinreise die Mobilcard 1 Tag zum Vorteilspreis von 5 Euro erworben werden.

Fahrpläne Südtirol Vom Busbahnhof in Bozen, in unmittelbarer Nähe des Zugbahnhofes, fahren Busse zu allen Orten der Ferienregion Südtirols Süden. In Terlan und Vilpian hält der Zug zwischen Bozen und Meran. Schnellzüge halten auch in Auer, von hier führen ebenfalls Buslinien zu den umliegenden Ortschaften.

Flughafen-Bustransfers nach Südtirol Bustransfer ab/zu den Flughäfen München, Verona, Bergamo und Malpensa. München z. B. 6 x täglich ab 50 Euro. Aktuelle Fahrpläne, Informationen und Buchung unter www.suedtirolbus.it und www.busgroup.eu

Ausführliche Infos zur Anreise unter

eppan.com/anreise

IMPRESSUM Redaktion: Ex Libris Genossenschaft, Tourismusverein Eppan | Raiffeisen; Grafisches Konzept, Layout: effekt.it, Tourismusverein Eppan | Raiffeisen; Übersetzung: Ex Libris Genossenschaft; Fotoquellen: Tourismusverein Eppan | Raiffeisen, allesfoto.com, Marion Lafogler, Helmuth Rier, Sybille Huber, fotolia.com (6), Tom Bause, Eva Lechner, Livestyle, Alex Filz (SMG), Frieder Blickle (SMG), Tiberio Sorvillo, oki.it, Hannes Meraner, Andres Kern, Johannes Fein, Schloss Korb, glücklich+heiss, Goldschmied Kerschbaumer, Peter Daldos (Südtiroler Burgeninsitut); Autoren: Debora Longariva, Petra Schwienbacher, Lisa Maria Kager, Arch. Walter Angonese, Martin Hanni, Daniela Sattler, Klaudia Zublasing, Thomas Rauch; Druck: Karo Druck; Hinweis: Trotz sorgfältiger Auswahl der Quellen kann für die Richtigkeit der Angaben nicht gehaftet werden. Nachdruck und Verwendung nur mit Genehmigung der Redaktion. Alle Angaben ohne Gewähr.

Busfahrplan Südtirol unter www.sii.bz.it

Mobil in Südtirol Mobilcard Südtirol. Mit der Mobilcard Südtirol (7, 3 oder 1 Tag) können alle öffentlichen Verkehrsmittel wie die Bahn in Südtirol und bis Trient, alle Nahverkehrsbusse inklusive zahlreicher Wanderbusse, die Seilbahnen nach Meransen, Jenesien, Ritten, Mölten, Vöran, die Trambahn Ritten sowie die Standseilbahn auf die Mendel beliebig genutzt werden.

Eppan Magazin 67


Burgen | Seen | Wein

ST. MICHAEL GIRLAN ST. PAULS FRANGART MISSIAN UNTERRAIN PERDONIG GAID MONTIGGL

Tourismusverein Eppan Rathausplatz 1 I-39057 St. Michael | Eppan Tel. +39 0471 662 206 info@eppan.com www.eppan.com

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