Page 1

Sehenswertes in der Region


Liebe Gäste, sehr geehrte Damen und Herren! Die Tourismusregion Bad Hall - Kremsmünster hat eine Menge an Sehenswürdigkeiten zu bieten. Mit dieser Broschüre möchten wir Ihnen einen Überblick von unserem umfangreichen Angebot ermöglichen. Es lohnt sich auf alle Fälle, die Region auf eigene Faust zu erkunden, gibt es doch neben weltberühmten Attraktionen wie dem Stift Kremsmünster noch eine Menge an Sehenswertem zu entdecken, die eine oder andere Überraschung wird für Sie sicher dabei sein. Ich wünsche Ihnen genussvolle Entdeckungen und eine kurzweilige Zeit in unserer Region. Gerhard Lederer Tourismusdirektor

Bad Hall

3

Kremsmünster

19

Adlwang

31

Pfarrkirchen

37

Waldneukirchen

43

IMPRESSUM | Herausgeber: Tourismusverband Bad Hall - Kremsmünster, A-4540 Bad Hall, Kurpromenade 1, Tel. +43(0)72 58/72 00-0, info@badhall.at, www.badhall.at Redaktion: Gerhard Lederer Fotos: Oö. Tourismus/Röbl: S 26, Tourismusverband Bad Hall - Kremsmünster und die Betriebe. Besonderer Dank gilt Hr. Mag. Neunteufel, der uns viele Fotos zur Verfügung gestellt hat. Visuelle Konzeption, Gestaltung: hebesberger & amatschek, www.4visual.com 2


Bad Hall

Kurpark Kurhaus »Altes Badhaus« Musikpavillon Brunnenweibchen Gästezentrum »Trinkhalle« Marienhof Gradiergrotte Franzl-Wenger-Gedenkstein Villa Rabl Robert-Stolz-Denkmal Ludwig-Anzengruber-Gedenkstein Gustav-Mahler-Gedenkstätte Stadttheater Museum Forum Hall Stadtpfarrkirche Weißer Riese Margarethenkapelle Schloss Hall Jugendstil in Bad Hall Landesvilla und Bahnhof Hauptplatz Historische Führungen

5 5 6 6 7 7 8 8 9 9 10 10 11 12 14 14 15 15 16 17 18 18 3


Kurhaus und Gästezentrum

Stadtgemeinde Bad Hall Fläche: 13,38 km 2 Einwohner: 5.174 Seehöhe: 378 m Lage: Die Stadt gehört zum Bezirk Steyr-Land. Das auf einem Plateau gelegene Stadtzentrum mit dem ca. 34 ha großen Kurpark ist eingerahmt von den sanften Hügeln des Alpenvorlandes. Geschichtliches: »Hall« wird im 12. Jh. erstmals urkundlich erwähnt und 1287 als blühende Handwerkersiedlung zum Markt erhoben. Nachdem in der Quelle im Sulzbachtal, der heutigen Tassiloquelle (drei Salzsieder wurden bereits in der Gründungsurkunde des Stiftes Kremsmünster von Bayernherzog Tassilo III. erwähnt), das Element Jod festgestellt worden war, wurde 1829 in Bad Hall die erste Badestube eingerichtet und somit der Grundstein für den heutigen Gesundheitsbetrieb gelegt. 1855 wurde Bad Hall zum Oö. Landesbad ernannt. Durch die Nutzung der natürlichen JodSole-Quellen hat es sich zu einem beliebten TourismusZentrum entwickelt. Im Jahr 2001 setzte sich der Aufschwung fort mit der Stadterhebung und weitere große Erfolge erreichte Bad Hall durch die Oö. Landesgartenschau im Jahr 2005. Gäste und Bürger finden hier eine Einheit von Geselligkeit, Kultur, Gesundheit und Sport. Der malerische Stadtkern mit einladenden Geschäften, Lokalen und Schanigärten und das bunte Angebot an Veranstaltungen sorgen für Abwechslung und fröhliche Stimmung.

Stadtamt Bad Hall A-4540 Bad Hall, Hauptplatz 5 Tel. +43(0)72 58/77 55-0, Fax +43(0)72 58/77 55 -17 www.badhall.at, gemeinde@bad-hall.ooe.gv.at 4


Kurhaus

Brunnenweibchen

Kurpark (inkl. Stifter-Park): Beim Bau des Badehauses (1855) wurde ein Park angelegt (ca. 3 ha), gestaltet vom Gärtner des Stiftes Kremsmünster. 1866 errichtete Landesbadearzt Dr. Rabl seine Villa mit Parkanlage, die 1907 vom Land OÖ gekauft wurde. Der Stifter-Park (1904 angelegt) wurde nun um 13.200 m2 erweitert und mit wertvollem Baumbestand angereichert. Größe des Parks heute: ca. 34 ha. Phantasievoll bepflanzte Blumenbeete, Themengärten: Schattengarten, Rosen- und Villengarten; Naturteich, großes Biotop, viele exotische Hölzer, Kinderspielplätze ... Kurhaus »Altes Badhaus«: Das schlossähnliche Gebäude diente als erstes Badehaus und wurde 18531855 nach Plänen des Wiener Architekten Paul Sprenger im neuklassizistischen Stil erbaut. Gleichzeitig wurde der vordere Teil des Kurparks eröffnet. Im Jahr 2008 wurden die Therapien in das neue Physikarium verlegt. Heute im Haus: der Tourismusverband Bad Hall - Kremsmünster, die Direktion des EurothermenResort Bad Hall und die ParacelsusGesellschaft (Forschungsabteilung). Die Räume im 1. Stock werden für Festlichkeiten und Seminare genützt. 5


Musikpavillon: im Jahr 1912 erbaut nach Plänen des Architekten Mauriz Balzarek (Schüler von Otto Wagner). Die strenge Geometrie der muschelförmigen Schale und der Wandpfeiler zeigen Balzareks gestalterischen Ansatz, stilistisch noch nahe an der Otto-Wagner-Schule. Leider sind die interessanten, dekorierten Jugendstilelemente an den Wandpfeilern nicht erhalten geblieben. Noch heute spielen das Kurorchester und verschiedene Musikgruppen bei Schönwetter ihre Konzerte darin.

Brunnenweibchen: zeitweise Brunnenknabe genannt. Man weiß nicht, welches Geschlecht die Statue hat. 1862 als Vogeltränke aufgestellt zählt sie zu den ältesten Denkmälern im Park, der Bildhauer ist leider unbekannt. Franz Grillparzer saß während seiner mehrmaligen Kuraufenthalte in Bad Hall gerne hier auf einer Parkbank und klagte in einem Brief an seine Freundin Katti Fröhlich über das zähe Rindfleisch bei der Wirtin »Zur Kaiserin Elisabeth«.

6


Gästezentrum »Trinkhalle«: wurde 1873 von Paul Sprenger als Wandelhalle und zur Trinkwasserausgabe im neoklassizistischen Stil errichtet, 1928 -1930 erfolgte der Ausbau (drei Säle und zwei Innenhöfe) nach Plänen des Architekten Clemens Holzmeister. Die letzten Umbauten wurden 1980 vorgenommen. Heute wird die »Trinkhalle« als Gäste- und Veranstaltungszentrum für Ausstellungen, Konzerte, Vorträge, Hochzeiten und Feierlichkeiten genutzt (Vermietung auf Anfrage beim Tourismusverband).

Marienhof: Kurpromenade 3, zweibis dreigeschossige langgestreckte Villa mit Mansarddach, 1882 als Dependance des damals nobelsten Hauses von Bad Hall, dem »Hotel Elisabeth«, errichtet. Einst Unterkunft für den Hochadel und für hohe Offiziere der k. u. k. Monarchie. 1904 und 1905 war Erzherzog Otto, der Vater des letzten Kaisers Karl I. von Österreich, als Kurgast hier zur Behandlung seiner Syphilis, dem Ergebnis seines skandalträchtigen Lebenswandels. Heute Teil der Eurothermen. Neugestaltung des Vorplatzes 2005 (Oö. Landesgartenschau). 7


Gradiergrotte: Freiluft-Inhalatorium im Park gegenüber dem Gästezentrum, erbaut 1999. Im Innenraum sind etwa fünf Meter hoch Weißdornbündel aufgeschlichtet. Über diese rieseln aus 33 Düsen stündlich ca. 1000 Liter Jodsole. Diese wird dabei fein zerstäubt und reichert die Umgebungsluft mit Jodsalz und ätherischen Ölen des Weißdorns an. Lange und tiefe Atemzüge entspannen, verbessern die Lungenfunktion und bauen Stress ab. Eine Wohltat für die Atemwege. Genießen Sie eine Aufenthaltsdauer von zehn bis 20 Minuten täglich! Franzl-Wenger-Gedenkstein: hinter der Gradiergrotte. »Ob des Frühlings Brautkleid dich bezaubernd schmückt, ob des Sommers Sonnengold die Flur beglückt, ob der Maler Herbst dein Blättermeer in Farben taucht, ob des Winters Starre dich in Himmelswolle haucht. Du Perle des Landes bezwingendes all, dein Heilborn er macht dich zum einzigen Hall.« Franzl Wenger, Franz Stein (1821-1898), Volksschuldirektor in Bad Hall, nach Heirat Namensänderung auf Wenger. Er ist der Großvater des Wiener Schauspielers und ORF-Sprechers Günter Tolar. 8


Villa Rabl: 1866 nach Plänen des »Wiener Ringstraßenarchitekten« Theophil Hansen erbaut. Auftraggeber war Dr. Johann Rabl, ein bedeutender Kurarzt, der u. a. Franz Grillparzer und Ludwig Anzengruber betreut hatte. Viele exotische Bäume verdanken ihm ihre Existenz im Kurpark. Die Villa zählt zu den ältesten erhaltenen Beispielen von bürgerlicher »Weltarchitektur«, ihre klare Form lässt deutlich den Einfluss der italienischen Renaissance erkennen. Lange Dependance des »Kurhotel« (jetzt »Miraverde«), in Landesbesitz und derzeit vermietet. Robert-Stolz-Denkmal: Seit 1984 wird im Stadttheater im Sommer Operette gespielt. Gegründet als »Robert-Stolz-Festspiele« werden in den ersten fünf Jahren ausschließlich Werke von ihm gespielt: 1984 Venus in Seide, 1985 Zwei Herzen im 3/4-Takt, 1986 Der Tanz ins Glück, 1987 Frühjahrsparade und 1988 Himmelblaue Träume. Mit dieser Büste im Kurpark ehrt man den beliebten Komponisten. 1989 wird der Name auf »Operettenfestspiele Bad Hall« geändert, denn erstmals werden auch Werke von anderen Operettenkomponisten aufgeführt. 9


Ludwig-Anzengruber-Gedenkstein: im Adalbert-Stifter-Park. »Wer der Gesundheit Schatz aufs Neue. Gewann und wieder heimwärts trägt. Der laß’ das Mitleid nicht dahinter. Das gegenseits uns hier bewegt. Gedenkend daß wir Alle kranken. An dieser Zeit Gebrechen schwer. Erbarme Einer sich des Andern. Und unser Aller Gott der Herr!« Bad Hall im Juni 1889, L. Anzengruber (geb. 1839, gest. 10. Dez. 1889). Geschrieben während eines Kuraufenthaltes in Bad Hall. Denkmal 1906 aufgestellt von Herrn DI Pesendorfer (Kurdirektor, Bürgermeister). Gustav-Mahler-Gedenkstätte: im Kurpark am Hillischerweg, an der Stelle des alten hölzernen Sommertheaters. Gustav Mahler (1860 -1911) hat hier 1880 die gesamte Saison als Kurkonzert-Kapellmeister verbracht. Seine damaligen Aufgaben waren, vor jeder Vorstellung die Noten auf die Pulte zu legen, das Klavier abzustauben und während der Pause das Baby Mitzi Zwerenz (Tochter des Theaterdirektors) in ihrem Kinderwagen rund um das Theater zu fahren. Tipp: Eine Ausstellung über sein Wirken in Bad Hall finden Sie im Museum Forum Hall. 10


Stadttheater: Nachdem das hölzerne Theater (1871-1883) im Kurpark durch einen Brand zerstört worden war, wurde nahe dem Stadtplatz dieses Haus gebaut und 1885 mit dem Volksstück »’s Nullerl« von Morré eröffnet. Immer wieder umgebaut und modernisiert erweist sich das Theater mit seinen 400 Sitzplätzen als interessanter Aufführungsort für die verschiedensten Ensembles. Das Haus kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, in der berühmte Namen auf den Besetzungslisten aufscheinen: Paul Hörbiger, Marcel Prawy, Otto Schenk, Peter Alexander, Udo Jürgens und Adolf Dallapozza. Das Golden Gate Quartet, Brazil Tropical und Ensembles wie das Wiener Burgtheater, die Wiener Volksoper und das Linzer Landestheater waren ebenso zu Gast. Seit 1984 locken die Operettenfestspiele tausende Besucher ins Haus, seit mehreren Jahren hat auch das Musical hier eine Heimstätte und 2000 steht erstmals eine Oper als Eigenproduktion am Programm. Im Reigen der Großen hat das ambitionierte Ensemble um Felix Hafergut, die »Tassilo-Bühne«, seinen fixen Platz. Nicht umsonst zweimal mit dem oö. Theater-Oskar für Boulevard-Theater ausgezeichnet! 11


Museum Forum Hall Drei Museen unter einem Dach. 1908 errichtete das Land Oberösterreich das dringend benötigte zweite Kurhaus, damals als »Neues Badehaus« bezeichnet. Die Innengestaltung plante der berühmte Jugendstil-Architekt Mauriz Balzarek. Die Eingangshalle, heute der Kassenbereich, blieb davon erhalten. Von 1943 -1945 beherbergte das umfunktionierte Haus die Linzer Frauenklinik mit Geburtenabteilung, die wegen der drohenden Bombenangriffe nach Bad Hall übersiedelt worden war. 1945 -1946 besetzten amerikanische Truppen das Haus. Im Tiefparterre hatten sie eine »Bar«, deren Wände vom Maler der Kuranstalten mit »Pin-up-Girls« dekoriert wurden, wiederentdeckt erst bei der Museumserrichtung 1990. Um 1980 konnte das »Neue Badehaus« die Ansprüche eines modernen Heilbades nicht mehr erfüllen. Die Gemeinde startete das Projekt »Museum«. 1990 erfolgte nach einer grundlegenden Sanierung die Einrichtung des Heimathauses im Tiefparterre, 1995 wurden die Türenausstellung im Dachgeschoss und der erste Teil des Handwerkermuseums eröffnet. 1998 Fertigstellung des Handwerkermuseums, 1999 Vereinigung beider Vereine zum Verein »Forum Hall – Heimat, Handwerk, Haustüren«. 2007 Neugestaltung des Vorraumes zur Türenausstellung. Zusätzlich zu den drei Museen werden jedes Jahr attraktive Sonderausstellungen gestaltet.

Museum Forum Hall A-4540 Bad Hall, Eduard-Bach-Straße 4 Tel. +43(0)72 58/48 88 www.forumhall.at, office@forumhall.at 12


Heimatmuseum: »Schatztruhe der Vergangenheit«, zeigt die Geschichte von Bad Hall beginnend mit den bäuerlichen und handwerklichen Erwerbsmöglichkeiten bis hin zur entscheidenden Wandlung zum Kurort: Orts- und Regionalgeschichte,W affenschmiede, Geschichte des Heilbades, Gustav Mahler in Bad Hall, bäuerliche Wohnkultur, großer Mostkeller, Geschichte der Bad Haller Siebenbürger Sachsen. Handwerkermuseum: »Verachtet mir die Meister nicht«. Es präsentiert auf einer ganzen Etage 22 Landhandwerke mit deren Arbeitsund Lebensbedingungen, Zunftwesen und Brauchtum. Bei jedem Handwerk sind die originalen Werkzeuge und Geräte zu sehen. Auch der Strukturwandel im Banne der Industrialisierung ist ein Thema. Haustürenmuseum: Die 1. Haustürensammlung der Welt! Bei über 100 Türen und Toren aus dem Traunviertel kann man viel Interessantes über die Symbolik auf Haustüren erfahren. Weitere Aspekte: die Fertigung von Türen und Toren, der Gebrauch des Fallschlüssels und der Türklopfer. Mit einer Sprichwörtersammlung wird die Aufzeichnung des Brauchtums rund um Tür und Tor abgerundet. 13


Stadtpfarrkirche: Mit ihrem 60 m hohen Turm einer der schönsten neugotischen Bauten Oberösterreichs,1 866 -1888 vom Linzer Dombaumeister Otto Schirmer erbaut. 1985 -1988 wurde die Kirche saniert, da der Turm einzustürzen drohte. Hochaltar aus französischem Sandstein mit Jesus, dem Welterlöser, der hl. Margaretha und der hl. Cäcilia. Glasfenster mit Bildern aus dem freudenreichen, dem schmerzhaften und dem glorreichen Rosenkranz, hochwertig geschnitzte Seitenaltäre. Im Jahr 2000 wurde die neue Orgel (Rieger) mit 29 Registern geweiht. Weißer Riese: Tassilo III., Herzog von Bayern und Gründer des Stiftes Kremsmünster (777). Ursprünglich am Hauptplatz wurde die Gedenkstatue 1999 im Zuge der Neugestaltung des Platzes in die Kirchenstraße verlegt. Eine Skulptur des Pfarrkirchner Bildhauers Josef Diethör (1919-2006). Von ihm stammen unter anderem auch das GrillparzerRelief in der Eduard-Bach-Straße, die Kreuzigungsgruppe in der Evangelischen Lukaskirche, der Nikolausbrunnen in Waldneukirchen und der Dorfbrunnen in Adlwang. 14


Hl. Margaretha

Margarethenkapelle: vor 1298 erbaut, ältestes Gebäude und Wahrzeichen von Bad Hall (im Stadtwappen abgebildet). Früher Filialkirche der Pfarre Pfarrkirchen, nach der Gründung der Pfarre Bad Hall 1784 wurde sie Pfarrkirche. Nach Errichtung der neuen Kirche 1888 als Kindergarten, Mädchenarbeitsschule, Schwesternwohnung, Jugendheim und Pfarrsaal genutzt. 1982 Adaptierung der gotischen Kapelle: ehemaliges Altarbild mit hl. Margaretha, neue Glasfenster von Prof. Kolbitsch mit Bezug zur Geheimen Offenbarung des Johannes. Schloss Hall: bei der Stadtpfarrkirche, Linzer Straße 1, heute Seniorenwohnhaus der Caritas, ursprünglich der weltliche Sitz des Ortes Hall (das geistliche Zentrum lag in Pfarrkirchen). Etwa zur Zeit der Wittelsbacher Herrschaft über Hall (13. Jh.) stand hier wahrscheinlich eine kleine Burg mit unterirdischen Fluchtgängen (Reste davon im Keller). 1644 wurde die Herrschaft Hall an den Grafen Trautmannsdorff verpfändet, der hier ein standesgemäßes Renaissanceschloss erbauen ließ. 15


Hotel Hallerhof

Villa Dr. Porsche

Hotel Hallerhof

16

Villa Pfanner

Jugendstil in Bad Hall: Die Jugendstilbewegung zu Beginn des 20. Jh. war weit mehr als eine architektonische Modeerscheinung. Jeder Alltagsgegenstand wurde als künstlerisch formbares Produkt von Handwerkern spezifisch gestaltet. Mit der Natur und dem menschlichen Körper als Vorbild wurden qualitätsvolle Produkte in einer neuen Formensprache erzeugt. In dieser Phase wurde der Architekt Mauriz Balzarek für Bad Hall zur Leitfigur des Jugendstils. Durch ineinandergreifende Baukörper und die sorgsame Verwendung von dekorativen Elementen entwickelte er eine bürgerliche Baukultur, die in der Spätphase des Jugendstils noch einmal ihren ganzen Prunk entfaltete. Gemeinsam mit den Handwerkern wurden Gesamtkunstwerke geschaffen wie das Meisterwerk, die Landesvilla, eindrucksvoll beweist. Unter Balzareks Einfluss entwickelte sich eine Baumeisterarchitektur durch August Lang und Kollegen. Merkmal dieser Architektur ist die gute Gliederung der Baukörper mit romantisch verspielten Details aus dem Geist des Jugendstils. Mauriz Balzarek: Landesvilla, Eingangshalle Forum Hall, Musikpavillon, Villa Dr. Porsche (bei der Pfarrkirche), Friedhofskapelle, Park-WC


Landesvilla: berühmtester Jugendstilbau Oberösterreichs. 1912-1914 nach Plänen von Mauriz Balzarek errichtet für den erwarteten Besuch des deutschen Kaisers Wilhelm II., der in Bad Hall einen Kuraufenthalt plante. Wegen Ausbruch des 1. Weltkrieges kam es jedoch nicht dazu. Viergeschossiger Bau mit steilem Satteldach, mit zwei jeweils dreiachsigen, hervortretenden Risaliten mit floral verzierten Rundfenstern; betonter Eingangsbereich mit Rundbogenfenstern und Dekorelementen des Jugendstils; unter Denkmalschutz,in Besitz des EurothermenResort. Bahnhof: Bahnstrecke Rohr – Bad Hall (1887-1989), Steyrtal-Bahnstrecke Pergern – Bad Hall (1891-1953). Das Bahnhofsgebäude aus dem Jahr 1905 wurde 1914 im Jugendstil erweitert: ausgeprägte Krüppelwalmdächer mit Mansardenfenstern, holzverschalte Giebel, Bahnsteigdach auf Eisenstützen mit jugendstilartigen Säulenkapitellen. Unter Denkmalschutz. Bis 1989 Personen- und bis 1992 Güterverkehr. 2009 innen umgebaut, beherbergt heute ein Café sowie zwei kleine Gewerbebetriebe. Es ist nun zentraler Bestandteil des Einkaufszentrums »Am Bahnhof«. 17


Blick aufs Rathaus

Weißer Riese, Stadtpfarrkirche

18

Hauptplatz: ellipsenförmig, gesäumt von vielen, schönen Bürgerhäusern, von denen die meisten im 19. und 20. Jh. Hotels und Pensionen waren. Wurde zweimal von großen Bränden zerstört. Das Rathaus musste 1855 der Eduard-Bach-Straße weichen und wurde an der heutigen Stelle neu errichtet. Der Hauptplatz,zule tzt 1999 neu gestaltet,w ar immer schon beliebter Treffpunkt der Kurgäste und der Einheimischen: Man kann in den Geschäften flanieren, das bunte Treiben in der Stadt beobachten und in den Schanigärten »genüsslich« verweilen. Historische Führungen: Wir freuen uns, dass Sie bei uns zu Gast sind und sich für die Geschichte unseres Kur- und Urlaubsortes interessieren. Wir bieten Ihnen regelmäßig Führungen an: durch die Stadt Bad Hall und den Nachbarort Pfarrkirchen. Die Termine entnehmen Sie bitte dem aktuellen Veranstaltungskalender. Treffpunkt: Tourismusbüro, Dauer: ca. 1,5 Std., Teilnahme: kostenlos! Auch zu anderen Zeitpunkten organisieren wir gerne eine historische Führung für Sie (ab 5 Personen). Anmeldung und Informationen beim Tourismusbüro Bad Hall.


Kremsmünster

Benediktinerstift Kremsmünster Stiftskirche Kaisersaal Tassilokelch Kunstsammlung Bibliothek Sternwarte Fischkalter Moschee

21 22 22 23 23 24 24 25 25

Musikinstrumenten-Museum Schloss Kremsegg Raritäten der Bläsermusik Franz Schubert Das »Clavierland« Friedrich Gulda

26

Rokokokirche Kirchberg Markt Kremsmünster Baum mitten in der Welt Wettermacher-Ortsführung

29 29 30 30

27 27 28 28

19


Marktgemeinde Kremsmünster Fläche: 42,19 km2, davon 72% landwirtschaftliche Fläche und 16% Wald Einwohner: 6.664 Seehöhe: 345 bis 488 m Lage: Eingebettet in die geschützte Talniederung des Kremsflusses und die abwechslungsreich gegliederten Hangflächen des Voralpengebietes liegt auf historischem Boden, am Rande des Städtedreiecks, der Markt Kremsmünster, von Linz 33 km, von Wels 18 km und von Steyr 28 km entfernt. Geschichtliches: Stift Kremsmünster wurde im Jahr 777 von Bayernherzog Tassilo III. gegründet. Der Ort wurde 1489 durch Kaiser Friedrich III. zum Markt erhoben. Beschreibung des Ortes: Im Kulturgeschehen ist die Musik dominierend, sei es bei Konzerten, gesungen oder gespielt, klassisch oder modern, kirchlich oder weltlich. Sie findet das ganze Jahr über statt, in den Kirchen und Wirtshäusern genauso wie im Kulturzentrum Kino, im Konzertsaal von Schloss Kremsegg, im Kaisersaal des Stiftes ... Bedeutend ist auch der »Dilettantentheaterverein 1812 Kremsmünster« mit seinen Aufführungen im historischen Theaterhaus am Tötenhengst. Wirtschaft: Kremsmünster verfügt über ca. 3.100 Arbeitsplätze, mehr als 200 Unternehmen, daneben gibt es noch mehr als 200 Kleinbetriebe und rund 200 Landwirte.

Marktgemeindeamt Kremsmünster A-4550 Kremsmünster, Rathausplatz 1 Tel. +43(0)75 83/52 55-0, Fax +43(0)75 83/70 49 www.kremsmuenster.at, gemeinde@kremsmuenster.at 20


Benediktinerstift Kremsmünster Das Stift bildet in allen seinen Teilen, in seiner inneren und äußeren baulichen Gliederung, ein imponierendes Gesamtkunstwerk. Die Barockzeit hat hier, wie bei den meisten oberösterreichischen Klöstern, das heute vorherrschende Architekturbild geschaffen. Das »Kloster an der Krems« ist ein mächtiger Baukomplex, reich gegliedert, überragt von der doppeltürmigen Westfassade der Stiftskirche und der 50 m hohen Sternwarte. Es zählt zu den größten, bedeutendsten und ältesten Klosteranlagen Österreichs. Außer St. Peter und Nonnberg in Salzburg ist kein bestehendes Kloster älter. 777 wurde das »Münster an der Krems« zu Ehren des Weltheilands geweiht. Bayernherzog Tassilo III. stattete die Neugründung mit reichem Landbesitz und einem gewaltigen Missions- und Arbeitsauftrag aus: von der Traun bis an die Enns, von St. Florian bis zum Almsee. Das Seelsorgegebiet der heute vom Stift Kremsmünster betreuten 26 Pfarreien deckt sich noch zum Teil mit dem damaligen Missionsbereich in der Südostecke des bayerischen Herzogtums. Das Stift ist ein geistliches Zentrum, aber auch eine pädagogische Institution, eine Forschungsstätte, ein Wirtschaftskörper und ein Museum. Seit 1200 Jahren ist es ein Ort, der geprägt ist von der benediktinischen Spiritualität des Betens, Arbeitens und der geistigen Auseinandersetzung – nach dem Motto ora - labora - lege.

Benediktinerstift Kremsmünster A-4550 Kremsmünster, Stift 1 Tel. +43(0)75 83/52 75-150, www.stift-kremsmuenster.at tourismus@stift-kremsmuenster.at 21


Gunthergrab

Erdgeschoss des Nordturmes

Stiftskirche: Nachdem Brände die frühromanische, im Jahr 1082 geweihte Kirche unbrauchbar gemacht hatten, musste ein Neubau errichtet werden. 1277 wurde das Langhaus vollendet. Unter Abt Anton Wolfradt (1613-39) erreichte die erste Barockwelle die Kirche. Ihre endgültige Gestalt bekam sie unter Abt Erenbert Schrevogl (1669 -1703). Er beauftragte oberitalienische Baumeister und Stukkateure, die in kurzer Zeit (1680-82) die Kirche dem neuen Ideal anpassten. Das Hochaltarbild von Andreas Wolf wurde nach 12jähriger Arbeitszeit 1712 vollendet. Kaisersaal: Abt Erenbert Schrevogl ließ Ende des 17. Jh. durch Carlo Antonio Carlone diesen Saal errichten. Das Deckenfresko ist ein Werk des Münchners Melchior Steidl. Dieser hatte gerade die Stiftskirche von St. Florian ausgemalt, als ihn der Abt beauftragte, die fast flache Decke zu freskieren. Steidl verkleinerte die Fläche, indem er über dem Abschlussgesims eine wuchtige, den Raum illusionistisch durchbrechende Bildarchitektur auftürmte. An den Wänden: die Herrscher der Habsburger Dynastie, gemalt von Martino Altomonte (1721).

22


Schatzkammer

Tassilokelch: Der bayerische Herzog, Tassilo III., und seine Gemahlin, die langobardische Königstochter Liutpirg, haben sich hier ein Denkmal gesetzt. Die Inschrift am Kelchfuß: Tassilo, tapferer Herzog, Liutpirc, königlicher Spross. Hauptsächlich der Inschrift wegen wird er als Hochzeitskelch angesehen und auf etwa 769 datiert. Auf der Kuppa: Christus umgeben von den Evangelisten. Auf dem Fuß: die Gottesmutter, vielleicht das älteste Marienbild nördlich der Alpen. Der Kelch steht heute noch bei feierlichen Gelegenheiten in liturgischer Verwendung.

Wolfradtsaal

Kunstsammlung: Wie in den großen kulturellen Zentren war auch im Stift das 17. Jh. die Zeit der großen Sammeltätigkeit. Unter Abt Wolfradt erhielt die Sammlung eines ihrer wertvollsten Objekte: den »Sippenaltar« von Michael Coxcie (1540), dem »Nordischen Raffael«. Abt Schrevogl erwarb viele niederländische Bilder des 16. und 17. Jh.: »Die Heilige Sippe« von Dirk Vellert, die »Vier Elemente« von Jan Brueghel d. Ä. Im 18. Jh. wurden Werke einheimischer Künstler gesammelt: Martino und Bartolomeo Altomonte, Kremser Schmidt, J. G. Schwanthaler ... 23


Bibliothek: Jedes Benediktinerkloster braucht religiöse Literatur, um ein Leben nach der Regel führen zu können. So ist auch in Kremsmünster von Anfang an eine Bibliothek vorauszusetzen. Älteste Zeugen dafür sind Fragmente einer Prophetenhandschrift aus dem 8. Jh. Erhalten haben sich die beiden Codices Millenarii (um 800 bzw. zweite Hälfte des 9. Jh.), die in der Schatzkammer gezeigt werden. Gegenwärtig umfasst der Bestand etwa 400 mittelalterliche, 1400 neuere Handschriften, 630 Wiegendrucke (bis 1500) und ca. 140 000 Bände späterer Drucke.

Mineralogisches Kabinett

24

Sternwarte: »Das erste Hochhaus Europas«, Observatorium und Museum zugleich, wurde 1748 -59 errichtet. Der Ordensmann der damaligen Zeit wollte »seinen Gott aus seinen Werken durch Forschen und Studieren kennen lernen«. Der Bau weist mit seiner strengen Fassadengliederung auf eine klare, innere Ordnung hin. 1. Stock: Geologie und Paläontologie, 2. Stock: Mineralogie, 3. Stock: Physik, 4. Stock: seit 1880 Zoologie und Botanik, vorher Gemäldegalerie, 5. Stock: Anthropologie, 6. Stock: Astronomie, 7. Stock: Kapelle und Aussichtsterrasse.


Fischkalter: Wie aus einem Guss wirkt die einzigartige Barockanlage. Ihre fünfbeckige, durchgehend arkadierte, symmetrische Erscheinungsform geht jedoch auf einen Bau des Carlo Antonio Carlone von 1690-92 zurück sowie auf einen Umbau Jakob Prandtauers, der im Jahr 1718 beendet war. Die Brunnenfiguren stellen Samson, David, Neptun, Triton, Petrus und Tobias dar. Die als Unikat geltende Anlage stellt eine der interessantesten Bauschöpfungen Österreichs dar und zählt darüber hinaus zu den künstlerisch bedeutendsten Nutzbauten überhaupt. Moschee: Die architektonische Kulisse des alten Ziergartens bildete das Obergeschoss dieses Gartenhauses, bekannt unter dem Namen »Moschee«. Eine Kuriosität barocker Lebensart: ein Gartenhaus im orientalischen Stil. Abt Bonifaz Negele ließ es 1640-42 zweigeschossig an den Steilhang bauen. Von der südöstlich vorgelagerten kleinen Terrasse bietet sich ein herrlicher Blick auf den Markt Kremsmünster. Abt Negele (1639-44) brachte das Stift an den Rand des wirtschaftlichen Ruins und musste auch aus moralischen Gründen abgesetzt werden. 25


Schloss Kremsegg Musikinstrumenten-Museum Haus der Kultur Herren aus dem vergessenen Geschlecht der Rot erbauten das Schloss im Mittelalter als adeliges Anwesen auf einem Hügel rechts der Krems. Eine frühe Erwähnung findet sich 1235. Im 16. Jh. war es der Sitz der protestantisch gesinnten Adelsfamilie Grünthaler. Im Zuge der Gegenreformation musste sie das Land verlassen. Anton Wolfradt, einer der bedeutendsten Äbte des Stiftes Kremsmünster, kaufte 1627 das Schloss, was eine lateinische Inschrift über dem Hauptportal dokumentiert. Wie das Stift erhielt das Schloss 1726 unter Abt Alexander Strasser eine lange Mauer um das Areal. Auch Jakob Prandtauer beschäftigte sich planerisch mit Kremsegg. Seit dem 19. Jh. verlor das Schloss immer mehr an Bedeutung. Schließlich wechselten rasch die Besitzer. In Erinnerung bleibt das Wirken der Gräfin Therese Kinsky und des Industriellen Werner Lutzky. Seit 1996 ist Schloss Kremsegg mit seinem international renommierten Musikinstrumenten-Museum ein attraktives Ziel für Kulturtouristen und ein Geheimtipp für Familien. Denn ausgewählte Instrumente selbst anzuspielen, macht Spaß – mit oder ohne Kinder!

Musikinstrumenten-Museum Schloss Kremsegg A-4550 Kremsmünster, Kremsegger Straße 59 Tel. +43(0)75 83/52 47- 0 www.schloss-kremsegg.at, info@schloss-kremsegg.at

26


Zarenhorn

Raritäten der Bläsermusik: Die erste und im wahrsten Sinne des Wortes »glänzendste« Ausstellung im Haus. Zu sehen sind die Highlights der riesigen Sammlung an Blasmusikinstrumenten. Chronologisch geordnet bilden die Objekte einen Bogen: angefangen von einfachen Hörnern, über Trompeten und Posaunen bis zur Erfindung der Ventile und der Entwicklung des Jazz. Ausgewählte Stücke kann man selbst ausprobieren, als idealen Museums-Spaß.

Franz Schubert: Schloss Kremsegg gehörte lange zum Besitz des Stiftes, wo vor rund 200 Jahren Franz Schubert ein gern gesehener Gast war. Ein Hörraum lässt die Klangwelt jener Zeit wieder auferstehen. Bevorzugt musizierte man seinerzeit in privaten Räumen und bürgerlichem Ambiente. Auf Schloss Kremsegg gibt es zwar keine ausgesprochene »Schubertiade«, aber regelmäßig kammermusikalische Konzerte. Außerdem wird hier auch der traditionelle »Musiksommer Kremstal-Pyhrn« organisiert. 27


Das »Clavierland«: Es erstreckt sich mittlerweile über das ganze erste Stockwerk. Museumspädagogisch aufbereitet erfassen die Besucher die Geschichte des europäischen Klavierbaus und seine technischen Voraussetzungen. Vor allem sehen und hören Sie aber wertvolle Instrumente aus den besten Klavierbau-Werkstätten Europas. Mozart spielte seine Klaviermusik noch auf kleinen Hammerflügeln. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entstanden die großen Konzertflügel wie wir sie heute kennen.

Friedrich Gulda: Er war MozartVerehrer, Tasten-Genie, mitunter ein Enfant terrible und ein ewig Suchender nach »befreiten Klängen«. Dazu war diese Musikerpersönlichkeit auch noch Wahl-Oberösterreicher. Es lag nahe, seinen Nachlass zu übernehmen und ihm im Museum eine Personale zu widmen: Ein lebendiges Mosaik aus privaten Erinnerungsstücken, autobiographischen Texten, unzähligen Veröffentlichungen und jeder Menge Musik, quer durch sein gesamtes Œuvre.

28


Rokokokirche Kirchberg: Nordöstlich des Stiftes befindet sich die reizende Kaplaneikirche Kirchberg, eine der schönsten Rokokokirchen des Landes. Sie wurde im 11. Jh. als Pfarrkirche von Kremsmünster erbaut und 1098 zu Ehren des hl. Stephanus geweiht. Die Statuen am Hochaltar: hl. Stephan, hl. Benedikt und hl. Plazidus. Die Figuren auf dem Hochaltargesimse stellen die vier damals bekannten Erdteile dar: Amerika, Asien, Europa und Afrika. Die Orgel von Kirchberg ist die einzige erhaltene bedeutende MooserOrgel in Oberösterreich.

Marktrichterhaus in der Herrengasse

Markt Kremsmünster: Schon bald nach der Gründung des Klosters bildete sich eine dörfliche Niederlassung, die sich in ihrer Anlage an den beiden Stiftseingängen orientierte: beim Eichentor im Norden und im Bereich der »Langen Stiege« im Süden, wo sich der älteste Dorfplatz befindet. Er liegt in der Herrengasse am Bäckerberg, eine Stiege führt zum heutigen Rathausplatz. Die nördliche und die südliche Siedlung bildeten im Spätmittelalter das Dorf Kremsmünster. Auf die Bitte des Abtes hin erhob Kaiser Friedrich III. 1489 das Dorf zum Markt. 29


Baum mitten in der Welt: Er befindet sich am Gustermairberg. 488 m über dem Meeresspiegel bietet sich hier ein grandioser Ausblick. Der »Baum mitten in der Welt« heißt so, weil sein Standort 1823 unter Kaiser Franz I. zu einem Koordinatenursprung der österreichischen Katastervermessung wurde. Der »Baum« war bis zum Jahr 1929 eine alte, mächtige Linde. In Adalbert Stifters »Nachsommer« war sie Vorlage für den »Kirschbaum«, von dem aus die Bewohner des Rosenhauses ihre Besitzungen betrachteten. 1916 wurde eine neue Linde gepflanzt. Wettermacher-Ortsführung: Der »Wettermacher von Kremsmünster« führt Sie durch das Stiftsareal und den historischen Markt: Marktplatz, Kirche St. Johann, Bäckerberg, Herrengasse, Marktrichterhaus, Theaterhaus am Tötenhengst (Heimat der ältesten aktiven Laienbühne Österreichs). Führungen ab fünf Personen nach Vereinbarung. Dauer: ca. 1,5 Std. Es besteht die Möglichkeit, die Führung gegen einen Aufpreis mit abschließendem WettermacherKaffee oder Wettermacher-Menü zu buchen. Infos und Buchungen im Tourismusbüro Kremsmünster. 30


Adlwang

Wallfahrtskirche Gnadenbrünnlein Goldene Samstagnächte Waldlehrpfad Filialkirche St. Blasien Nikolauskapelle und Hl. Quelle Kultstein »Die Hand« Kugelsteine

33 33 34 34 35 35 36 36

31


Gnadenbrünnlein

Gemeinde Adlwang Fläche: 17,20 km 2 Einwohner: 1.700 Seehöhe: 419 m Lage: Adlwang, der älteste Wallfahrtsort Oberösterreichs, im Kurbezirk Bad Hall gelegen, lädt inmitten einer romantischen Landschaft mit sattgrünen Wiesen und sauberen Wäldern zu ausgiebigen Wanderungen und Spaziergängen ein. Geschichtliches: Im Jahre 1180 wurde Adlwang erstmals urkundlich erwähnt. Im November 1794 wurde eine eigene Pfarre gegründet. Erst viel später, nämlich am 21. Januar 1893, wurde die eigenständige Gemeinde Adlwang formal anerkannt. Adlwang war bereits gegen Ende des 17. Jahrhunderts ein blühender und weithin bekannter Wallfahrtsort, der schon zur damaligen Zeit von vielen Pilgern aus nah und fern besucht wurde. Diese Tradition hat sich bis heute erhalten. Adlwang wird besonders in den Marienmonaten Mai und Oktober als Wallfahrtsort besucht. Der Urlaubsort: Hier, inmitten der Natur, können sich unsere Gäste noch richtig wohl fühlen. Für besonders Aktive besteht die Möglichkeit zum Radfahren, Reiten, Asphaltstockschießen, Jagen und Fischen. Bei einer Einkehr in unseren gemütlichen Gastbetrieben schmecken dann die zünftige Bauernjause und ein Glas Traunviertler Most erst so richtig.

Gemeindeamt Adlwang A-4541 Adlwang, Kirchenplatz 5 Tel. +43(0)72 58/74 55-0, Fax +43(0)72 58/74 55-22 www.adlwang.at, gemeinde@adlwang.ooe.gv.at

32


Wallfahrtskirche: Ursprung ist wohl ein Adelssitz aus dem 12. Jh. Seit 1330 ist die Marienwallfahrt nach Adlwang nachweisbar. Das Gnadenbild, die »Schmerzhafte Muttergottes von Adlwang«, eine Steingussarbeit aus der Spätgotik (ca. 1410), soll in einem Ameisenhaufen die Zeit der Reformation überdauert haben. Kirche ursprünglich gotisch, Mitte des 17. Jh. einer der ersten frühbarocken Kirchenbauten der Gegend. Gebetserhörungen, Krankenheilungen und besonders das »Verschontbleiben« von der Pest führten zu einem neuerlichen Anstieg der Wallfahrt. Gnadenbrünnlein: Ursprung von Adlwang. Der »Hl. Brunnen« liegt ca. 300 Meter westlich der Wallfahrtskirche »Sieben Schmerzen Mariä«. In der kleinen Brunnenkapelle finden Sie die Quelle und eine Pietà. Früher floss aus der Seitenwunde Jesu das Heilwasser. Erzählt wird, dass das Wasser hilft, das Herz zu öffnen, um sich selber annehmen zu können. Ebenso soll es bei Augenleiden hilfreich sein.

33


Goldene Samstagnächte: gelebtes Brauchtum. Um die Entstehung ranken sich verschiedene Geschichten, auf jeden Fall eine aus der Wallfahrt entstandene Veranstaltung. Sie finden traditionell jedes Jahr an den drei Wochenenden nach dem Namensfest des hl. Michael (29. September) statt: umfangreiche Ausstellungen heimischer Betriebe, einer der größten Kirtage (Standerlmärkte) des Landes, großer Vergnügungspark für Jung und Alt, Festzelt, kulinarische Schmankerl, Musik ...

Waldlehrpfad: Beim »Wirt am Hallerwald« beginnt ein Lehrpfad, der das Verständnis der Menschen für natürliche Lebensräume fördern soll: Info über Holzzuwachs und Funktion des Waldes, Wissenswertes über Pflanzen, Pilze und Bäume. Vorbei am »Weißen Herrgott« und weiter an eingezäunten Ameisenhaufen und interessanten Schautafeln geht es zurück zum Ausgangspunkt.

34


Filialkirche St. Blasien mit Mesnerhäusl: an der Straße nach Waldneukirchen, der Überlieferung nach um 1348 erbaut. Der heutige spätgotische Innenraum hat ein Netzrippengewölbe mit sechseckigen Rautensternen. Besonders kostbar: die sechs restaurierten Glasfenster, die barocken Altäre und das Traufenpflaster (Kopfsteine aus dem Blasenbach). 1967 wurde die Kirche restauriert. Kirchenkonzerte und der Sonntagsgottesdienst um 10.30 Uhr haben die Kirche wieder belebt. Das liebevoll renovierte Mesnerhäusl kann für Feste gemietet werden. Nikolauskapelle und Hl. Quelle (Kraftort): Adlwang, Abzweigung »Wirt am Hallerwald«, nach ca. 200 m rechts. Alte »Heilig-Brunn-Tradition«, Wasser allerdings nicht jodhältig, nur gewöhnliches Quellwasser (heute vom Grundbesitzer genutzt). Die Nikolauskapelle wurde 1987 erbaut, eines der »kleinen Heiligtümer« dieser Gegend. An ihrer Stelle stand die 1792 abgebrochene Filialkirche St. Nicolai der Pfarre Waldneukirchen. Zum Namensfest des hl. Nikolaus findet ein Laternengang zur Kapelle statt. Im Mai werden Abendandachten gehalten. 35


Kultstein »Die Hand«: ca. 50 cm langer Lochstein mit Rillen an der Oberfläche, die einer »Hand« genug Raum geben. Relikt eines »Fruchtbarkeits- und Frauenkults«, symbolisiert ursprünglich die Öffnung einer Vagina, wird für viele Kinderwünsche und Heilerfolge (Gicht) verantwortlich gemacht. Ursprünglich an der 1792 abgerissenen Nikolauskirche, jetzt an der Rückseite des Mesnerhäusls. Die Besitzerin, die selbst ihr hohes Alter diesem »Kraftort« zuschreibt, weiß viele Geschichten und lässt Sie den Stein gerne testen. Kugelsteine: Die »kugelförmigen Sandsteinsphären« stammen aus der Flysch-Hauptdecke (Geologie) und wurden 2003 im Sulzbach nahe der »Emsenhub« gefunden. Einige wurden aus dem Bach geborgen und zur Dekoration in Gärten aufgestellt. Ein solcher Stein befindet sich auch beim Mesnerhaus (Nikolauskapelle). Diese Gesteinskugeln wurden ursprünglich den Kelten zugeordnet, doch geologische Befunde belegen, dass sie natürlich entstanden sind. Aufgrund fehlender Untersuchungen lassen sich derzeit noch keine konkreten Angaben machen. 36


Pfarrkirchen

Pfarrkirche St.-Georgs-Brunnen Kalvarienberg und Kalvarienbergkirche Tassiloquelle mit Quelltempel Schloss Feyregg Schloss Mühlgrub Ranshofner Kapelle Biotop Zöhrmühle

39 39 40 40 41 41 42 42

37


Kirche und Pfarrhof

Gemeinde Pfarrkirchen Fläche: 11,18 km 2, davon 76% landwirtschaftliche Fläche und 9,5% Wald Einwohner: 2.100 Seehöhe: 401 m Lage: Pfarrkirchen ist ein idyllischer Ort im Alpenvorland, nur einen Kilometer von Bad Hall entfernt. Land und Leute in dieser unberührten Landschaft inspirierten bereits Adalbert Stifter zu seinem Bildungsroman »Nachsommer«. Die Ursprünglichkeit der Landschaft hat sich bis heute bewahrt. Geschichtliches: Bereits vor 1200 Jahren erstmals urkundlich erwähnt kann Pfarrkirchen auf eine lange Tradition zurückblicken. Beschreibung des Ortes: Pfarrkirchen positioniert sich als Wohlfühlgemeinde. Mit seinen besonderen landschaftlichen Reizen empfiehlt sich der Ort vor allem für Menschen, die Ruhe, Erholung und Entspannung suchen. Gepflegte Wanderwege laden ein, die herrliche Landschaft kennen zu lernen. »Kulturwandern« – die beste Möglichkeit, Kultur in Verbindung mit landschaftlichen Reizen zu genießen – wird ebenfalls groß geschrieben. Die einst kleine Landgemeinde hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem Ort mit ausgezeichneter Wohnqualität entwickelt.

Gemeindeamt Pfarrkirchen A-4540 Pfarrkirchen/Bad Hall, Möderndorfer Straße 1 Tel. +43(0)72 58/24 33-0, Fax +43(0)72 58/24 33-13 www.pfarrkirchen-badhall.at gemeinde@pfarrkirchen-badhall.ooe.gv.at

38


Pfarrkirche: Juwel des Rokoko (Hochaltar und Kanzel, zarte Dekoration an den Wänden), 1179 errichtet, dem hl. Georg geweiht, unter dem Abt von Kremsmünster Alexander III. umgebaut. Die schönste Rokoko-Dorfkirche Österreichs: wunderbare Fresken von Wolfgang Andreas Heindl, herrlicher Tabernakel vom Ennser Meister Balthasar Melber, hl. Blutreliquie in der Seitenkapelle, Bilder des Wiener Malers Ignaz Remp. Ursprünglich war sie die Pfarrkirche von Bad Hall, bis der Markt 1784 eigene Pfarrei wurde.

St.-Georgs-Brunnen: etwas unterhalb der Rokokokirche gelegen. Besonders nitratarmes Wasser, das gern abgefüllt und mit nach Hause genommen wird. Georgs-Statue beim Brunnen.

39


Kalvarienberg und Kalvarienbergkirche: 1848 unter P. Placidus Hall, Pfarrer von Pfarrkirchen, erbaut. Abt von Kremsmünster war damals Thomas Mittendorfer. Fresken von der Todesangst Christi und der Grablegung und vor allem die Kreuzigungsgruppe geben dieser Kirche Ausdruck. Zu ihr führt der Rosenkranzweg mit den Stationen des schmerzhaften Rosenkranzes. Die Reliefs stammen vom Pfarrkirchner Bildhauer Prof. Josef Diethör. Die Kalvarienbergkirche wurde in den Jahren 1988 -1990 außen und innen (inklusive der Fresken) restauriert.

Besichtigung jederzeit möglich

40

Tassiloquelle mit Quelltempel: Im Vorhof sprudelt die Tassiloquelle. Bayernherzog Tassilo III. schenkte sie 777 dem Kloster Kremsmünster. Neben der Salzgewinnung wurde das Wasser gegen Krätze und zur Erzeugung von »Kropfbrot« verwendet, ab 1827 wurde es zu Kurbadzwecken eingesetzt. 1841 stiftete die Wiener Kauffrau Maria Selig diesen neoklassizistischen Tempel zum Dank für die Heilung ihrer Tochter von jahrelangem Siechtum. Dabei wurden hier Münzen aus der Römerzeit gefunden (Kaiser Antonius Pius, 138 -161).


Schloss Feyregg: eines der schönsten Barockschlösser Oberösterreichs. Ursprung bereits im 12. Jh. als die »Feuerhube«, barocke Umbauten im 17. und 18. Jh. unter Baumeister Johann Michael Prunner. Sehenswerte barocke Stuckdecken von Johann Peter Spatz, im Bildersaal reliefgeschmückter Ofen aus dem 17. Jh., 1629 -1812 Lehen des Stiftes Spital am Pyhrn. Die Familie Harmer kaufte im Jahre 1937 das Schloss und die Landwirtschaft, von 1969-2007 wurde ein Teil des Schlosses als Hotel geführt. Privatbesitz, leider keine Besichtigung möglich! Schloss Mühlgrub: einst ein vieltürmiges Schloss, um 1600 erbaut. Der ursprüngliche Hof »Hub« gehörte 1299 dem Stift Kremsmünster. 1415 kauften ihn die Mühlwagner, von da an wurde er »Mühlgrub« genannt. 1891 gründete Hans Hager eine Brauerei, die von der Familie Fein fortgeführt wurde. In den 70er Jahren des 20. Jh. entstand für die »Schartner Bombe« die größte Flaschenabfüllanlage der Welt. Seit 2001 ist das Schloss durch den Betrieb einer Verkaufsausstellung für Wohn- und Gartenaccessoires der Öffentlichkeit zugänglich. 41


Ranshofner Kapelle: hinter Lamplhub auf Wanderweg Nr. 11. Hauskapelle vom Bauernhof »Breinesbergergut«, erbaut im Jahr 1897. Eine typische Wallfahrerkapelle mit Mutter Gottes »Zu den sieben Schmerzen Mariä« (gleich wie in Adlwang). Es war früher der Brauch, ca. eine Stunde vor dem Wallfahrtsort, den man besuchen wollte, eine Rast zu machen und eine Andacht abzuhalten. Von dieser Kapelle aus ist es genau eine Stunde Gehzeit nach Adlwang.

Biotop Zöhrmühle: Durch den Kurpark hinunter zum Sulzbachtal, links ein Stück bachaufwärts und nach ca. 15 Minuten überqueren Sie neben einer Brücke die Straße. Nach ca. 100 Metern erreichen Sie die Zöhrmühle und finden dort links am Hang einen vom Hausherren mit größter Liebe angelegten TaglilienGarten: bunte Vielfalt der verschiedenen Sorten, Biotop mit Teich, umgeben von vielen seltenen Pflanzen.

42


Waldneukirchen

Panoramaplatz Hohe Linde

Pfarrkirche und Friedhofskapelle Kleindenkmäler Aussichtspunkt »Hohe Linde« Teufelsturm Steyrtal Museumsbahn Themenweg »Natur und Jagd« Waldlehrpfad

45 45 46 46 47 47 47

43


Gemeinde Waldneukirchen Fläche: 26,52 km 2 Einwohner: 2.210 Seehöhe: Dorfplatz: 443 m, höchste Erhebung: 569 m Lage: Die Gemeinde Waldneukirchen ist eine im Alpenvorland gelegene, landwirtschaftlich geprägte Gemeinde mit Bedeutung als Gewerbestandort. Von der Flussterrasse der Steyr steigt das Flysch-Gelände in sanft geböschten Hängen bis zum Ortskern, welcher auf 443 m Seehöhe liegt. Der höchste Punkt der Gemeinde liegt auf 569 m Seehöhe. Von dort hat man einen herrlichen Rundblick: hinab ins Steyrtal, auf das Tote Gebirge und in das Voralpengebiet. Beschreibung des Ortes: Ein ausgeprägtes Vereinsleben prägt diesen Ort, in dem man sich noch persönlich kennt, sich nach dem Kirchgang trifft und Gemeinschaft und Nachbarschaftshilfe aktiv gelebt werden. Der markante und renovierte Pfarrhof mit Pfarrsaal, öffentlicher Bücherei und Jugendräumen ist Stütze des gesellschaftlichen Lebens. Viele liebevoll gepflegte Marterl, Wegkreuze, Hausinschriften und Kapellen prägen neben Bauernhöfen mit Mostobstbaumbeständen die Landschaft. In den bäuerlichen Betrieben werden gesunde Lebensmittel biologisch oder naturnah erzeugt. Die ruhige und günstige verkehrstechnische Lage zwischen Steyr und Bad Hall machen die Gemeinde zu einem beliebten und familienfreundlichen Wohnort.

Gemeindeamt Waldneukirchen A-4595 Waldneukirchen, Dorfplatz 1 Tel. +43(0)72 58/38 12-0, Fax +43(0)72 58/38 12-40 www.waldneukirchen.at gemeinde@waldneukirchen.ooe.gv.at 44


Friedhofskapelle

Pfarrkirche und Friedhofskapelle: Die Kirche ist den Namenspatronen Peter und Paul geweiht, 1270 erstmals urkundlich erwähnt. Mächtiger Zwiebelturm, die Glocke erhielt sie um 1400. Prächtiger neugotischer Flügelaltar der Brüder Johann und Josef Rint. Die Friedhofskapelle im neugotischen Stil entstand 1850 unter der Leitung von P. Florian Wimmer. Die große Christusfigur stammt aus der Kunstschule des Ludwig Schwanthaler. Turm und Peter-Mandorfer-Gedächtnisglocke sind aus dem Jahre 1954. Die Priestergruft wurde 1928 eingebaut. Kleindenkmäler: Rund um den Ort Waldneukirchen können Sie zahlreiche Kulturgüter wie Kapellen, Bildstöcke, Kreuze und Hausbilder finden. Das Land OÖ. fördert alljährlich die Renovierung dieser hölzernen und steinernen Schmuckstücke. Die Gemeinde hat sich unter dem Motto »Bewahren wir unsere Kleindenkmäler« zum Ziel gesetzt, diese »Wegweiser« der Vergangenheit als Mahnung für die Zukunft zu erhalten und zu pflegen. Siehe Ortsplan, erhältlich beim Gemeindeamt Waldneukirchen sowie beim Tourismusverband Bad Hall - Kremsmünster. 45


Aussichtspunkt »Hohe Linde«: 1880 erstmals urkundlich erwähnt, damals als »Seidlhuberlinde« im Besitz des gleichnamigen Bauern. Später wurde das Gebäude mit den zwei hochaufragenden, weithin sichtbaren Linden zu einer Jausenstation umgebaut. Seit 1987 ist die »Lind’n« im Besitz der Familie Tretter. Der Juniorchef (gelernter Gastronom und Weinliebhaber) kümmert sich, wie seit Generationen Brauch, um das Wohl der Gäste. Einzigartiges Panorama vom Steyrtal bis ins Sengsengebirge südlich und in die Mühlviertler Berge nördlich. Tipp: das »Panoramaklo«. Teufelsturm: Ausgrabungen einer mittelalterlichen Burganlage oberhalb der Steyrtal-Bundesstraße, im Volksmund »Teufelsturm« genannt. Zu sehen sind die Reste von den Burgmauern und vom Hungerturm, die geschichtlichen Forschungen sind abgeschlossen. Im Boden wurden Tonscherben und Eisennägel gefunden. Die »Teufelslucka«: ein 30 m tiefer Brunnen, den der Herr der Unterwelt persönlich ausgehoben haben soll. Schriftlich wird der »Teufelsturm« im Sagenbuch von Steyr erwähnt. 46


Steyrtal Museumsbahn: Österreichs älteste 760 mm-Schmalspurbahn. Die Strecke wurde 1982 stillgelegt. Eine Teilstrecke (17 km von Steyr nach Grünburg, Bahnhof im Gemeindegebiet von Waldneukirchen) wird im Museumsbetrieb an Wochenenden weitergeführt. Fahren Sie durch das idyllische Steyrtal, vorbei an wunderschönen Wald- und Aulandschaften! Die Loks und Waggons wurden liebevoll restauriert, sodass man dem »Schnauferl« seine 100 Jahre kaum ansieht. Fahrradtransport möglich, Fahrpläne im Tourismusbüro. Themenweg »Natur und Jagd«: Ausgehend vom Ortszentrum hat die Jägerschaft in Zusammenarbeit mit der Gemeinde den Themenweg »Jagd und Natur« geschaffen. Auf elf Schautafeln wird das Verständnis für Natur, Wild und Jagd gefördert. Waldlehrpfad: Beim Gasthaus »Wirt am Hallerwald« beginnt der Waldlehrpfad: Erfahren Sie Wissenswertes über Holzzuwachs, über die Funktion des Waldes und über Pflanzen, Pilze und Bäume. Der Weg führt vorbei am »Weißen Herrgott«, an eingezäunten Ameisenhaufen und an interessanten Schautafeln. 47


Genussvolle Entdeckungen wünscht Ihnen der Tourismusverband Bad Hall – Kremsmünster!

hebesberger & amatschek | www.4visual.com

Bad Hall 4540 Bad Hall Kurpromenade 1 Tel. +43(0)72 58/72 00-0 Fax +43(0)72 58/72 00-20 info@badhall.at www.badhall.at Kremsmünster 4550 Kremsmünster Rathausplatz 1 Tel. +43(0)75 83/7212 Fax +43(0)75 83/70 49 info@badhall.at www.badhall.at Wichtige Rufnummern: Aktueller Ärztedienst: 141, Feuerwehr: 122, Polizei: 133, Rettung: 144

Sehenswürdigkeitenbroschüre  

Alles was es in der Tourismusregion an Sehenswürdigkeiten gibt auf einen Blick

Sehenswürdigkeitenbroschüre  

Alles was es in der Tourismusregion an Sehenswürdigkeiten gibt auf einen Blick

Advertisement