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naturns

news

Naturns bei Meran Südtirol Ausgabe 2013

Das Magazin für: aktivität · alpine Wellness · Familie & Events

Inklusi ve Hotelf ührer: So wohn t man in Naturn s

Der Schlüssel zum Bergglück Mit dem Bergrad hoch hinaus Die Rucksäcke des Reinhold Messner


Impressum: Konzeption, Layout, Produktion und Satz: Werbung by Herbert Holzer, Innsbruck, office@werbung-holzer.at Fotos: PhotoGrünerThomas, Frieder Blickle, Therme Meran, Alberto Campanile, Gärten von Schloss Trauttmansdorff, Mario Entero, Laimer Konrad, Georg Mayr, Monika Schölzhorn, Tappeiner AG - Georg Tappeiner, Helmuth Rier, Nischler Klaus, Peter Santer, Tourismusverband Vinschgau, Bilddatenbank Marketinggesellschaft Meran, Tourismusverein Schnalstal, Naturparkhaus Texelgruppe Naturns, Archiv Tourismusverein Naturns, Tourismusverein Kastelbell-Tschars. Druck: Lanarepro, Lana

Tourismusverein Naturns I-39025 Naturns, Rathausstraße 1 T +39 0473 66 60 77 F +39 0473 66 63 69 E info@naturns.it W www.naturns.it


Editorial

Naturns macht Appetit auf mehr Würde es für das kontrastreiche Naturnser Landschaftsbild ein Rezept geben, könnte dieses vielleicht so aussehen: Man nehme 315 Sonnentage und einen blauen Himmel, vermische das Ganze mit einem Hauch von frischer Alpenluft, und man erhält einen alpin-mediterranen Wellnessort, der in Südtirol einzigartig ist. Und da das Auge schließlich „mit isst“, verfeinern wir Naturns noch mit weitläufigen Apfel- und Weinlandschaften, erlebnisreichen Waalwegen, geschichtsträchtigen Kraft- und Kultplätzen, abenteuerlichen, neuen Bike-Strecken und schönen Wanderwegen für Groß und Klein.

und Eindrücke näher zu bringen, ohne dabei auf nützliche Insider-Tipps und Urlaubsvorschläge zu verzichten. Um das Gesamtbild von Naturns bestmöglich zu vervollständigen, bieten wir Ihnen auch einen Einblick in den Veranstaltungs- und Eventkalender 2013, der von interessanten Urlaubspaketen ergänzt wird. Wir hoffen, dass unser Magazin „Naturns News“ Ihren Appetit auf Naturns weckt und wir Sie schon bald im Alpine Wellness Ort Naturns bei Meran begrüßen dürfen!

Das Urlaubsmagazin „Naturns News“, in seinem neuen Stil und Layout, hat sich im letzten Jahr bei unseren Gästen bewährt und erscheint daher nun bereits zum zweiten Mal in dieser Form. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, Ihnen die einzigartige Kombination von Aktivität und Alpine Wellness durch persönliche Geschichten

Ihr Stefan Perathoner Präsident Tourismusverein Naturns

www.naturns.it Für Smartphone-Benutzer: Code scannen, z.B. mit der App „Scanlife“

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Mit dem Bergrad hoch hinaus Neue Mountainbikestrecke am NĂśrderberg

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Der SchlĂźssel zum BergglĂźck

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Events

Naturns lacht


Inhalt

Highlights

Coverstorys 06 14

30 Südtirols "Klein Venedig" Unsere Nachbargemeinde Plaus

Der Schlüssel zum Bergglück Moderne Aufstiegsanlagen machen es möglich Mit dem Bergrad hoch hinaus Bikerparadies Naturns

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Aktiv

34 Botanisch-kultureller Hochgenuss Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff 42 Besuch im Naturparkhaus Experiment Natur

19 Mit dem E-Bike unterwegs Klaus Nischler im Portrait

Genuss

21 Ötzi Bike Academy Bikeprofi und Kenner der Bikeszene in Naturns

46 Weinspitzen im Apfel-Hochland König Riesling in Naturns

55 Der Ötzi Alpin Marathon Roland Osele, der 1. Sieger im Interview

52 Die Schlosswirt-Köchin Monika Schölzhorn verrät ihr Rezept

Kultur

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56 Frühling, Sommer, Herbst Events der Extraklasse

22 Wege verbinden, indem man sie geht Wenn Kunst Brücken schlägt

Infos

Alpine Wellness

63 Gut zu wissen Anreise und Vorteilskarten Unterkünfte

25 Orte der Kraft Kult- und Kraftplätze erleben 32 Das Thermenparadies Wohlfühlen und Entspannen im modernen Design

25 Ihre Gast geber in Naturn s

Familie 36

Hotels, Pen sionen, Bauernhöfe , Campingp lätze

Die Rucksäcke des Reinhold Messner Erlebnisreicher Familientag auf Schloss Juval

44 Wenn das Schwimmen zum Erlebnis wird Abwechslung und Abenteuer

Events

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Coverstory

Text: Anita Rossi

Der Schl端ssel zum Berggl端ck Den Naturpark Texelgruppe mit seiner ausgedehnten Hochgebirgslandschaft zu erwandern bedeutet ein St端ck weit Einkehr halten in einer archaischen und entschleunigten Welt am Steilhang. Moderne Aufstiegsanlagen erleichtern den Zugang und geben majest辰tische Panoramablicke auf Flora und Fauna, sowie die bunten Besonderheiten des sonnigen und kontrastreichen Wandergebiets preis.

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Seilbahn Texelbahn Betrieb von Ostern bis November 8 bis 19 Uhr (sonntags ab 7 Uhr, im Frühling und Herbst bis 18 Uhr) T +39 0473 96 82 95 www.texelbahn.com

Wandertipp: Abstieg vom Giggelberg/Bergstation zum Partschinser Wasserfall über die Markierung 2B/8 zum Rammwald- und zum FletscherHof, dann der Markierung 8B folgend zum Gasthaus Wasserfall. Den Absprung des Wasserfalls muss man gesehen haben: Mit seinen 97 Metern Fallhöhe und einer Wasserführung von 4.000-10.000 Litern pro Sekunde ist er einer der eindrucksvollsten in den Alpen. Über den Fischer-Engl-Steig und die Markierung 23 gelangt man zum Gasthaus Birkenwald und von dort der Markierung 1 folgend wieder zur Talstation der Texelbahn. Abstieg: 909 Meter Gehzeit: 2,5 Stunden

Von Giggelberg durch's Tal der "Tausend Stufen" nach Unterstell oberhalb von Naturns.


Coverstory

Die Texelbahn Talstation markiert den Beginn der Reise: eine Reise in höhere Lagen, denn die Bergstation liegt auf 1.565 Meter, und in eine gemütlichere Zeit, jene des Bergs mit seinen von der Natur vorgegebenen Rhythmen. Eine Verschnaufpause am Berg ist besonders an Wochentagen eine Glückserfahrung. Das merken wir bereits frühmorgens an der sonnendurchfluteten Talsohle. Um 8 Uhr geht der Betrieb los, doch die erste Fahrt ist erholsam still. Wir sind zu dritt in der 25-Personen-Kabine, man grüßt sich, auch wenn man sich nicht kennt. Oben an der Aussichtsplattform angekommen, bleibt uns die Spucke weg. Die Hänge am Sonnenberg sind markant und der Blick wandert frei vom Tal bis zu den Gipfeln, vor deren Füßen wir den Einstieg in den Meraner Höhenweg finden. Auf unserer mehrstündigen Wanderung treffen wir immer wieder auf alte Materialseilbahnen, teilweise heute noch die raschesten Verbindungen von unten nach oben. Durch Mischwald und Lärchenwäldchen, an Holzzäunen, alten Höfen und satten Wiesen vorbei, marschieren wir auf dem schmalen Steig und richten den Blick in schwindelerregende Höhen auf der einen und ebensolchen Tiefen auf der anderen Seite. Die Vegetation ändert sich mit jeder Kurve, Wind und Sonne haben hier die Landschaft geprägt. Auch das Wasser ist ein überragendes Element. Jede Schlucht, die wir auf unserem Weg überqueren, birgt neben den vom Mensch in den Hang gebauten Stein-, Holzund Metalltreppen oder Hängebrücken, auch Wasserfälle, Bäche und Rinnsale, die sich ihren Weg steil nach unten bahnen. Alle Gastbetriebe hier oben lehnen ihre großzügigen Terrassen weit hinaus ins Nichts und bieten so grandiose Aussichtsplätze ins Etschtal. An der Bergstation der Schwebebahn Unterstell angekommen, haben wir die Möglichkeit, die Kombikarte in Anspruch zu nehmen und mit der modernen Seilbahn ins Tal zu schweben. Oder aber auch von der Bergstation Unterstell diverse weitere Wanderwege in Angriff zu nehmen. Ein Blick in die Geschichte offenbart, dass es von der ersten Materialseilbahn zum Unterstell-Hof aus dem Jahr 1968 bis zur 2004 eröffneten videoüberwachten Anlage ein weiter Weg war.

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Die Nachfrage der Wanderer und Freizeitsportler nach einer Aufstiegsanlage auf den Naturnser Sonnenberg war groß und die heutigen Zahlen belegen es: 100.000 bis 120.000 Fahrgäste im Jahr sind eine stattliche Zahl. Ein Höhepunkt für Wanderer, mit Ausgangspunkt Bergstation Unterstell, ist mit Sicherheit die 1000-StufenSchlucht, die im Zuge der "Sonnenbergtour" UnterstellGiggelberg (Gehzeit: 3,5 Stunden) zu absolvieren ist. Auf dem Meraner Höhenweg (Markierung 24) begegnen wir den Höfen Galmein, Grub und Pirch, steigen die 1000-Stufen-Schlucht hinunter und wieder hinauf. Dabei genießen wir immer wieder den atemberaubenden Ausblick auf die Bergwelt und auf die Verformung der Landschaft durch die Wucht des Wassers. Danach geht’s nach Hochforch und zum Giggelberg. Die Texelbahn führt wieder ins Tal, der Gäste- oder Linienbus zur Talstation Unterstell zurück. Auch ohne Auto unterwegs Die Kombikarte erlaubt es, Texel- und Unterstellbahn gemeinsam zu nutzen, sodass eine Rundwanderung samt problemlosem Erreichen des Startpunkts möglich ist (von Anfang April bis Anfang November). Der Naturpark und seine Möglichkeiten Der größte der acht Südtiroler Naturparks dehnt sich über 33.430 Hektar aus und umfasst die gesamte Texelgruppe zwischen Schnalstal und Passeiertal, mit Teilen der Stubaier- und der Ötztaler Alpen. 1976 wurde der Naturpark gegründet. Seitdem hat man sichere und gut markierte Wege errichtet und das Gebiet zu einem wahren Wanderparadies gestaltet. Auf dem „Meraner Höhenweg“ (fast 100 Kilometer) ist in mehrtägigen Etappen die gesamte Texelgruppe zu durchwandern. Ein Abendspaziergang im Naturpark Texelgruppe? Wer die Dämmerung am Berg miterleben möchte, kann jeden Mittwoch bis 21 Uhr für den Abstieg ins Tal die Unterstell-Seilbahn nach Naturns nehmen.

Seilbahn Unterstell Naturns im Naturpark Texelgruppe Gut markierte Wanderwege in einer einmaligen Naturund Kulturlandschaft kreuzen immer wieder den Meraner Höhenweg. Malerische Bergbauernhöfe laden zur Einkehr und bieten hausgemachte Speisen an. Herrliche Panoramablicke – ein Naturgenuss pur zu allen Jahreszeiten! Angebot: KombiCard der Seilbahn Unterstell, Naturns und der Seilbahn Texel, Partschins. Ein Wanderweg entlang des Meraner Höhenweges, sowie die „1000 Stufen Schlucht“, verbinden die beiden Bahnen. Ungefähr 3,5 Stunden wandern Sie ab „Giggelberg“ (Bergstation Seilbahn Texel) bis zur Bergstation der Seilbahn Unterstell und treffen unterwegs immer wieder auf liebevoll geführte Jausenstationen. Fahrplan Seilbahn Unterstell: täglich 8–19 Uhr jede halbe Stunde. Informationen und Preise: Tel. (+39) 0473 66 84 18 und unter www.unterstell.it.


Aktiv sein in Naturns, das bedeutet in erster Linie Wandern und Radfahren. Naturns hat das Glück, Gästen von mediterraner Lieblichkeit über genüssliche Mittelgebirgslandschaften bis hin zu alpinen Bergkulissen alles bieten zu können. Praktisch die Qual der Wahl für alle, die sich auf Schusters Rappen oder per Drahtesel bewegen wollen.

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Coverstory

Text: Uwe Trenkwalder

Mit dem Bergrad hoch hinaus … will man in Naturns. Seit längerem herrscht im Tourismusverein Naturns und in der Ötzi Bike Academy Aufbruchstimmung. Es muss etwas getan werden, für die Bergradler, neue Touren sollen entstehen, erstmals mit System ausgeschildert und in ein Südtiroler Gesamtkonzept eingebunden.

In den Nachbargemeinden hat man es vorgemacht, im Sommer 2012 wurden dort mehrere Routen für Mountainbiker geschaffen, markiert durch eine einheitliches Beschilderungskonzeptes, wie es nun für andere Orte als Vorlage gilt. In Naturns wird mit gemeinsamen Kräften, zusammen mit Grundbesitzern und Interessensverbänden, versucht, das Bikerevier Naturnser Nörderberg, durch welches bereits jetzt einer der Transalp-Klassiker zur Naturnser Alm führt, noch attraktiver zu machen. Geplant sind die Realisierung eines übergemeindlichen MTB-Höhenweges auf ca. 1.500 Metern entlang der Flanken des Nörderberges, sowie die Errichtung und Ausweisung von rund 80 km zusätzlichen Mountainbikestrecken und Routen in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen. Zudem sind Auffahrten entlang von panoramareichen Bergstraßen, gemütliche Querungen und VerbindungsFahrten auf Forststraßen, sowie knackige Single-Trails für die Abfahrt geplant – an alles wird gedacht.

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Die neuen Strecken werden im Laufe des Jahres 2013 umgesetzt und verwirklicht. Im Spätsommer sollte das Erlebnis "Bergradln am Nörderberg" in Naturns dann neu beginnen können. Um unseren Gästen auf zwei Rädern bis zur Fertigstellung der neuen Mountainbike-Routen die Schönheiten und Besonderheiten des Naturnser Nörderbergs nicht vorzuenthalten, haben wir hier eine bereits bestehende Biketour näher beschrieben. Es kann also losgehen mit einem kleinen Vorgeschmack darauf, was diese idyllische Talseite für Biker bald noch so alles zu bieten haben wird. Gute Fahrt!

Nörderberg – Eine Tour mit Weitblick: Vom Büro des Tourismusvereins im Zentrum von Naturns ausgehend, geht es kurz die Rathausstraße und dann rechts abzweigend ein Stück die Hauptstraße entlang. Gleich an der ersten Kreuzung im Ortszentrum zweigen wir in die Bahnhofstraße ab und folgen ihr über die Etschbrücke bis 16 naturns news 2013

zum Naturnser Sportplatz. Dort angekommen beginnt bereits die konstante Steigung auf den Naturnser Nörderberg. Auf den Spuren der Transalp radeln wir vorbei an mehreren Bergbauernhöfen, stets den gegenüberliegenden Sonnenberg und den fruchtbaren Talboden im Blick. Es geht weiter bergauf bis wir das Ende der asphaltierten Straße erreichen. Wir folgen der Forststraße bis zum Parkplatz Kreuzbrünnl (ca. 1.600 m). Dieser ist Ausgangspunkt für verschiedenste Alm-Touren am Nörderberg, mit dem Rad oder auf Schusters Rappen. Wer die Tour erst hier beginnen möchte, sei auf den bequemen Shuttle Nörderberg hingewiesen, welcher Sie und Ihr Bike auf Vorbestellung von Naturns bis zum Parkplatz bringt. Wir setzen unsere Tour teilweise etwas flacher in Richtung Naturnser Alm fort. Nach einem letzten Anstieg erreichen wir die Alm. Gestärkt mit Südtiroler Köstlichkeiten machen wir uns auf und setzen unsere Tour in Richtung Vigiljoch fort. Das Hochplateau ist besonders wegen seines einzigartigen Ausblicks ein sehr beliebtes Ausflugsziel für


Radfahrer und Wanderer. Kurz nach der Naturnser Alm kommen wir aus den dichten Nadelwäldern des Nörderbergs heraus und befinden uns „ob holz“, was so viel wie „über der Waldgrenze“ bedeutet. Über den Steig 9a, welcher direkt hinter der Alm rechts abzweigt, gelangen wir nach einem kurzen Aufstieg zur „Durrnlacke“, einem kleinen malerischen Gebirgssee, danach auf die weite, baumlose Hochebene des „Rauhbühels“ und schließlich zum Vigiljoch. Schaut man sich um, erfasst der Blick die prächtigen Bergmassive der Dolomiten mit Rosengarten, den Schlern, sowie die meist schneebedeckten Gipfel der Brentagruppe, die felsigen Gipfel der Texelgruppe und viele mehr. Dieser Ausblick ist unbezahlbar und sicherlich das Highlight dieser Tour.

Neu! Singletrail: Alternativ kann man von der Kirche St. Vigilius weiterfahren bis zum Gasthaus Seespitz und dann über den vom Tourismusverein Partschins neu eingerichteten Singletrail am Steinbruch vorbei abfahren bis man beim Hof Unterbrunn wieder auf die Zufahrtsstraße nach Aschbach stößt. Dieser folgt man dann bergab bis nach Töll.

Nach einer Besichtigung der Kirche St. Vigilius geht es über den Forstweg 28 abwärts in Richtung des kleinen Bergdorfes Aschbach. Im Weiler mit der malerischen Kapelle Maria im Schnee angekommen, erfolgt die Abfahrt über die asphaltierte Zufahrtsstraße wieder hinunter bis ins Tal in den Ort Töll.

Tipp: Im Spätsommer 2013 wird die neue Seilbahn Aschbach eröffnet. Mit Benützung der Seilbahn kann die Tour an der Bergstation in dem kleinen Bergdorf Aschbach begonnen und somit abgekürzt werden. Sie wird dann in umgekehrter Reihenfolge, also Aschbach – Vigiljoch – Naturnser Alm – Naturns, gefahren.

Nach Überquerung der Etschbrücke radeln wir zum Auslockern über den Vinschgauer Radweg zurück nach Rabland, Plaus und zu unserem Ausgangspunkt Naturns. Vom Radweg aus können wir den Blick nochmals hinaufschweifen lassen über die Hänge des Nörderbergs und in Gedanken bereits die nächste Tour planen.

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F端r versierte Biker bietet die kontrastreiche Landschaft anspruchsvolle Singletrails.


Mit dem E-Bike unterwegs Auch in Südtirol erfreuen sich E-Bikes immer größerer Beliebtheit, sodass es sich natürlich anbietet, von Naturns aus längere und kürzere Touren zu unternehmen. Das Elektrofahrrad ermöglicht es auch denjenigen die Landschaft zu erkunden, die nicht so trainierte Beine haben oder für die der Genuss und nicht die sportliche Leistung im Vordergrund steht.

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Der Vinschgauer Radweg ist ideal für Genussbiker.

Naturns ist als Ausgangsort für E-Biker ideal, weil man fernab vom Straßenverkehr kürzere und auch etwas ausgedehntere Touren unternehmen kann, auf denen es viel zu sehen gibt; vor allem der Radweg entlang der Via Claudia Augusta ist hierfür besonders geeignet, weil er von Meran durch den ganzen Vinschgau führt und man so bequem die ganze Umgebung mit all ihren Sehenswürdigkeiten erkunden kann. Für etwas ambitionierte E-Biker gibt es natürlich auch die Möglichkeit, die umliegenden Berge mit all ihren Forststraßen, die zu diversen Almen führen, zu entdecken, aber primär sind hier die etwas „gemütlicheren“ Radler angesprochen, für die die Kombination aus Sport und Sightseeing im Vordergrund steht. Wie bereits erwähnt, gibt es sehr viele Möglichkeiten, so kann man z.B. den ganzen oberen Vinschgau mit all seinen schönen Dörfern und Burgen erkunden, oder einfach nur die schöne, und zum Teil schon etwas rauere Landschaft auf sich wirken lassen. Fährt man über den Radweg in Richtung Meran, so kommt man vorbei an Plaus, wo man im Dorfzentrum

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an der Friedhofsmauer den „Plauser Totentanz“ des Vinschger Künstlers Luis Stefan Stecher besichtigen kann, um dann bis zur Töll weiterzuradeln. Gleich nach der Töll befindet sich direkt neben dem Radweg der Aussichtspunkt Hochkreuz mit den Trauttmansdorffer Thronsesseln, die einen herrlichen Blick auf die Stadt Meran bieten. Weiter geht es in kurvenreicher Abfahrt (vorsichtig fahren) hinunter bis nach Algund, von wo aus man der Etsch entlang weiterfährt, bis man zu einer kleinen Unterführung kommt, die ins Meraner Stadtgebiet führt. Am besten folgt man den Hinweisschildern, die Richtung Zentrum führen. Dort angekommen kann man sich einfach die Stadt anschauen, der Promenade entlangspazieren oder auch unter den berühmten "Lauben" ein bisschen shoppen. Ein Highlight von Meran und Umgebung sind die Gärten von Schloss Trauttmansdorff, die sich etwas außerhalb der Stadt befinden. Mit dem E-Bike fährt man am besten vom


Theaterplatz über die Freiheitsstraße in Richtung Norden und überquert die Postbrücke. Dort biegt man links ab und radelt bergauf, bis auf der rechten Seite der Winkelweg beginnt; nach etwa fünf Minuten kommt man an der Pizzeria „Tanner“ vorbei. Von dort braucht man nur noch kurz geradeaus weiterzufahren und schon hat man das Besucherzentrum der Gärten von Schloss Trauttmansdorff erreicht. Für die Besichtigung der Gärten sollte man viel Zeit mitbringen; wer will, kann auch noch einen Rundgang durch das „Touriseum“ machen, das eine anschauliche Zeitreise durch die Tourismusgeschichte Merans und Südtirols bietet. Für den Rückweg nach Naturns sollte man noch genügend Kraftreserven haben, denn vor allem der Anstieg von Algund auf die Töll hat es aufgrund einiger recht steiler Passagen in sich. Wer sein E-Bike nicht von Zuhause mitnehmen kann oder keines besitzt, kann in Naturns bequem ein Elektrofahrrad (Trekkingräder und E-Mountainbikes) bei der „Ötzi Bike Academy“ ausleihen.

Der Bike-Shuttle Naturns bietet einen besonderen Service: Dienstags und donnerstags – von Ostern bis Allerheiligen – bringt Sie ein Luxusbus mit Ihrem Rad bis nach Glurns oder Graun. Von da radelt man gemütlich der Via Claudia Augusta entlang zurück nach Naturns, vorbei an allerlei kulturhistorischen Stätten. Sollten Sie kein Rad dabei haben, können Sie dieses natürlich auch ausleihen. Wer in die andere Richtung fahren möchte, sprich nach Meran, kann diesen Shuttle ebenfalls in Anspruch nehmen. Jeden Mittwoch und Freitag bringt Sie der Shuttle mit Ihrem Fahrrad von Meran wieder zurück nach Naturns.

"Ötzi Bike Academy" Gleich an der Ortseinfahrt befindet sich die Basis der „Ötzi Bike Academy“, wo man Bikes, Rennräder, Trekkingräder und E-Bikes ausleihen kann. Hier kann man sich auch über die verschiedenen Angebote informieren, die von geführten Biketouren über diverse Rennradtouren auf Südtirols Pässe bis zu einem eigenen TechnikTrainingsparcour reichen. Die „Ötzi Bike Academy“ gibt es seit nunmehr fünf Jahren, sie ist ein fester Bestandteil des Naturnser Tourismuskonzeptes, was dazu geführt hat, dass immer mehr Radfahrer nach Naturns kommen, um dort zu biken, Rennrad zu fahren oder E-Bike-Touren zu unternehmen. Klaus Nischler, Chef und Besitzer der „Ötzi Bike Academy“, beschreibt seine Arbeit folgendermaßen: „Wir versuchen, unseren Kunden die Schönheiten in unserer unmittelbaren und weiteren Umgebung näher zu bringen. Statt zu wandern, machen wir das eben mit den Mountainbikes oder Rennrädern. Bei den Touren sollte immer das Erlebnis im Vordergrund stehen, aber auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Deshalb muss es nach einem Anstieg auch eine ausgedehnte Rast auf einer der vielen Almen oder Hütten geben, damit man dann für den krönenden Abschluss der Tour, eine mehr oder weniger anspruchsvolle Abfahrt, gerüstet ist. Daneben bieten wir den Bikern auch die Möglichkeit, auf unserem Trainingsparcours ihre Fahrtechnik unter der Anleitung unserer Guides zu verbessern.“ www.oetzi-bike-academy.com

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Kultur erleben

Text: Josef Prantl

Wege verbinden, indem man sie geht Unspektakulär liegt das Prokuluskirchlein in den Obstwiesen vor dem Ortskern von Naturns. Dem ahnungslosen Spaziergänger wird der Platz mit seinem alten Kirchlein zwar anmutig erscheinen, viel mehr aber nicht. Dabei ist Prokulus ein Kleinod: beherbergt die Kirche doch Fresken aus dem 8. Jahrhundert und damit die ältesten im deutschen Sprachraum. Dazu kommt noch, dass auf diesen Wandmalereien Motive zu sehen sind, die so gar nicht in eine Kirche passen. Da sieht man unter anderem an den aschgrauen Innenwänden Kühe, einen Hund, einen Mann mit riesigen Augen und riesigen Händen, der durch die Luft schaukelt und dabei von einer Frauen- und Männergruppe beobachtet wird. Alles Bilder, die gut in einen Comic passen würden, aber nicht in eine Kirche! Prokulus ist für Konrad Laimer ein Ort der Ruhe und Inspiration. Vor 12 Jahren entstanden die ersten nachempfundenen Schmuckarbeiten aus dem vorkarolingischen Freskenzyklus der Prokuluskirche Naturns. „Karolingische Bildsprache in Schmuckform“ war der Titel der Ausstellung 2004, wo er zum ersten Mal seine Kreationen der Öffentlichkeit präsentierte. Passend dazu kredenzte er eine Suppe nach Rezept aus der Zeit Karls des Großen in einer eigens dafür konzipierten Keramikschale. Konrad Laimer bezeichnet sich als gestaltender Handwerker, Kunst und Handwerk stehen in seiner Werkstatt im

Dialog. Über Grafik, Rauminstallationen und Schmuck vermittelt Konrad Laimer, wie Materie und Handwerk über durchdachte Konzepte zu Aussagen und Formen finden. Für die Organisation von "Prokulus 12" im vergangenen Jahr zeichnet Konrad Laimer sich mitverantwortlich. Die Wiederentdeckung der vorkarolingischen Wandmalereien vor 100 Jahren war für die Marktgemeinde Naturns der passende Anlass, Prokulus über das ganze Jahr auf vielseitige Weise (kreativ, wissenschaftlich, festlich) zu thematisieren und in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. Eine unter den vielen Veranstaltungen war die Ausstellung von 12 Illustrationen Laimers zu 12 Prokulus-Fresken. „Die Einzigartigkeit der Wandmalereien und Darstellungen haben einen extrem hohen Wiedererkennungswert. Es gilt, die eigene Bildsprache in die heutige Zeit und in neue Anwendungen zu bringen, und 12 ist für die Analyse der Gestaltung eine Schlüsselzahl und bleibt es für das Neue“, kommentiert Laimer seine Idee, die er mit der Algunder Designerin Eva Moser realisiert hat. Die Grafiken legen den Blick auf das Detail, auf die übergroßen Augen, Hände, Kühe, Schaukel usw.

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Wenn Kunst verbindet: von Naturns über Venedig nach Kaliningrad.

In den Jahren der Auseinandersetzung mit Prokulus wurde die Idee geboren, Schmuckkünstler aus Nord und Süd zusammenzuführen. Nicht ohne Grund bezeichnet Laimer sein Vorhaben als „Claudia-Augusta-Kunstprojekt“, benannt nach der alten römischen Verbindungsstraße zwischen Venedig und Donauwörth bei Augsburg. Die auf ihrem Verlauf durch den Vinschgau am Prokuluskirchlein vorbeiführende römische Straße hat schon immer Kulturräume des Südens und Nordens miteinander verbunden. „Südtirol war und ist eine Schnittstelle zwischen Nord und Süd“, betont Laimer. Entlang der Via Claudia Augusta will er Begegnungen und Austausch zwischen Künstlern unterschiedlicher Kulturräume ermöglichen. Im gemeinsamen handwerklichen Schaffen miteinander in Bezie-

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hung, Dialog und Austausch zu treten, und damit dem Gewerbe des Goldschmieds, wieder einen Stellenwert zu geben, der in mehr besteht, als nur Schmuck zu verkaufen, ist das erklärte Ziel. Einmal im Jahr wird Laimers Werkstatt, das „Posthaus“ am Gerberweg, für ein Wochenende zum Treffpunkt für Kunst und Kulturschaffende aus Nord und Süd. Die Ergebnisse dieser Workshops werden in der Posthausgalerie im Anschluss der Öffentlichkeit vorgestellt. Besonders intensive Kontakte pflegt Laimer zu Russland, genauer Kaliningrad. Es war ein glücklicher Zufall, der ihn mit den Goldschmieden in der russischen Enklave in Kontakt brachte. Seitdem besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Bernsteinmuseum und der Kunstschule in Kaliningrad. Aber auch zu den Kunstschulen von Venedig und Padova, wo er als Gastreferent arbeitet, pflegt Laimer sehr gute Beziehungen. Dieses Netzwerk an Kontakten und Freundschaften dient ihm dazu, seine Vision vom Austausch und der Begegnung zwischen Schmuckkünstlern aus Nord und Süd (derzeit sind es vor allem junge Goldschmiede aus Kaliningrad, Südtirol und dem Raum Venedig) in die Tat umzusetzen. Und so schließt sich der Kreis zwischen der Via Claudia Augusta und der alten Bernsteinstraße, die beide einst in Venedig zusammentrafen.


Text: Josef Prantl

Orte der Kraft Auf Naturnser Gebiet finden sich diverse Kraftplätze, also Orte, denen eine positive Kraft auf das Gemüt der Menschen zugeschrieben wird. Archäologische Spuren bezeugen, dass rund um Naturns und im Vinschgau bereits seit Jahrtausenden Menschen leben. Viele dieser Stätten geben große Rätsel auf, doch eines ist gewiss: Es geht auch heute noch ein unglaublicher Reiz von diesen Kraftplätzen aus.

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Die Schalensteine auf "Halbweg" zur Burg Juval und beim Hof Karnell Der Vinschgauer Sonnenberg ist uraltes Siedlungsgebiet, auf dem bereits zahlreiche frühgeschichtliche Funde gemacht wurden und noch zu erwarten sind. Sehr eindrucksvolle Hinweise bieten uns die zahlreichen, in die Megalithkultur weisenden, Schalensteine. Es sind dies Felsen mit künstlichen Vertiefungen verschiedenster Form. Sie haben oft kultischen Ursprung; heute noch lebende Bräuche in Indien lassen darauf schließen, dass das Bohren dieser Schalen in den Stein die Befruchtung der Mutter Erde bedeutet. Demnach handelt es sich um einen Fruchtbarkeitskult. Aber auch dem Steinpulver wurden magische Kräfte zugewiesen. Schalensteine findet man, außer in Australien, auf der ganzen Welt. Als gesichert gilt ihre religiöse Funktion, wenngleich eine einheitliche Deutung nicht gelungen ist. Nach gängiger Meinung habe man bei uns in den Schalen Öl entzündet, als Weihelicht, vielleicht auch für Tote, die vorbeigetragen wurden. Man vermutet auch Nachbildungen der Gestirne oder eine Hilfe zur Sonnenortung und damit verbunden zur Datumsbestimmung.

Schloss Juval Hoch über dem Eingang zum wildromantischen Schnalstal thront auf 927 Metern Meereshöhe, auf dem gleichnamigen Bergrücken, Schloss Juval. 1983 erwarb der bekannte Extrembergsteiger Reinhold Messner die Halbruine, von der aus man einen großartigen Blick auf die Ötztaler Alpen hat: Man sieht bis zum Similaungletscher und dem Hauslabjoch, dem Fundort der berühmt gewordenen Gletschermumie „Ötzi“. Der Name „Juval“ leitet sich von Jupiter ab („Mons Jovis“). Das Schloss wurde in der Mitte des 13. Jahrhunderts gebaut und ist 1278 mit seinem Bauherrn Hugo von Montalban urkundlich zum ersten Mal erwähnt. Großteils zerfallen, erwarb es Messner im Sommer 1983 und restaurierte es komplett. In ihrem Inneren beherbergt die Anlage mehrere Kunstsammlungen, darunter Messners Tibetika-Sammlung. Zum Schloss gehören auch das Weingut Unterortl und der Biohof Oberortl. Die hier produzierten Produkte werden im „Schlosswirt“ angeboten.


Dieser Ort muss etwas Besonderes an sich haben, wenn Reinhold Messner, der beinahe überall in der Welt zu Hause ist, gerade hier seine Sommerresidenz einrichtet.

Wegsteine

Der Wallburgboden

Einstmals war die Talsohle mit Auen bedeckt, mit Sümpfen, durch die sich die Etsch schlängelte. Um das Sumpffieber zu vermeiden und trockenen Fußes wandern zu können, wurden im Mittelalter die Wege meist am Berghang angelegt und gepflastert. So haben sich die Wagenund Schlittenspuren in den Stein eingeschrieben. Die Rillen auf dem gepflasterten Weg zum Schloss Juval und zu den Höfen von Juval erinnern daran.

Steigt man von Kompatsch aus rund eine Stunde leicht bergan, erreicht man einen faszinierenden Aussichtsplatz: den Wallburgboden mit seinen uralten Funden. Auf dieser teils mit Gras bewachsenen, teils felsigen Hangschulter am Naturnser Sonnenberg oberhalb der Schnalser Mündungsschlucht sollen sich einst noch Mauerreste einer Wallburg aus vorchristlicher Zeit befunden haben. Nach einer alten Legende soll eine Hängebrücke aus Leder die Burg mit Schloss Juval verbunden haben. Vom Wallburgboden aus genießt man einen herrlichen Ausblick in den Vinschgau und bis hinunter in das Meraner Becken.

Wer den Sonnenberg durchwandert, wird immer wieder vom raschen Wechsel des Vegetationsbildes überrascht. Urwaldartige Üppigkeit und Steppe liegen dicht beieinander. Dieses Unikum der Südtiroler Landschaft zeichnet sich durch besondere Sträucher und Gräser aus, unter ihnen auch Endemite, also nur hier anzutreffende Pflanzen, wie etwa der Vinschgauer Bergfenchel oder der Vinschgauer Balsentragant. Besondere Kostbarkeiten sind das Meerträubchen und der Astragalus, beide östlicher Herkunft. Das Vorkommen einer für Ungarn typischen Grasart am Sonnenberg bereitet den Wissenschaftlern manches Kopfzerbrechen.

„Rostplott“ Die „Rostplott“ oder auch „Groaßplott“ oder „Tuiflplott“ genannt, befindet sich rund 20 Minuten oberhalb von Naturns auf dem Weg nach Unterstell. Auf dieser Steinplatte glaubt man, Gesäß- und Fußabdrücke eines menschlichen Körpers zu erkennen. In der Sage gibt es drei Erklärungen dafür: einmal soll der Teufel eine böse Sennerin aus dem Schnalstal bei der Verschleppung nach Partschins, einmal

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Wasser ist der Beginn allen Lebens und seit jeher auch ein wichtiges Element von Kraftplätzen.

eine böse Dirn und zum Dritten einen bösen Hirten in die Steinplatte gedrückt haben. Fachkundige entschlüsseln die dreizehn Schälchen im Stein als Fruchtbarkeitssymbole und der große Abdruck wird als „Erdmutter“ in Gestalt eines rastenden Weibes mit großem Busen gedeutet.

Kraftplatz St. Prokulus Im zwischen Apfelbäumen gelegenen Prokuluskirchlein, dessen Kirchenschiff kaum größer ist als eine Waschküche, wird es nicht langweilig: Grund sind die wunderschönen, unorthodoxen und dazu noch im deutschen Sprachraum ältesten Malereien. Das gibt es sonst nirgends. Tatsächlich ist das aus dem Frühmittelalter stammende Bild an der Südwand ein für eine katholische Kirche ungewöhnliches Fresko: Da sitzt ein Mann im langen Gewand auf einer Schaukel, die, so meint man, aus einem Fenster hängt. Die Haare unterm Heiligenschein wehen im Wind. Eine andere Mauer im Kirchlein wird von einer Herde Kühe geschmückt. Direkt neben der St. Prokuluskirche liegt das Prokulus-Museum, dessen Parcours komplett unterirdisch angelegt ist. Die Geschichte des Kultplatzes von der Spätantike über das Mittelalter bis in die jüngere Zeit wird in verschiedenen Raum-Zeit-Stationen veranschaulicht.

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Seit mehr als tausend Jahren kommen Menschen hierher, mit ihren Bitten, Anliegen und Gedanken. Man sagt, es sollten sich hier ganz besondere Strahlen treffen. Ein kosmischer Strahl mit einem Erdstrahl und diese Strahlung – so behaupten die Geomanten – hätten positive Wirkung auf Körper, Geist und Seele des Menschen. Prokulus ist ein ganz besonderer Kraftort.


Hier wird Alpine Wellness groß geschrieben.

Wie vom Wind geformt

Bei unseren Partnern für Ihr Wohlbefinden finden Sie exklusive Anwendungen auf Basis alpiner Naturprodukte, sowie therapeutische Behandlungen:

Sonnenberg und Nörderberg prägen das landschaftliche Bild Der Sonnenberg ist ein etwa 50 Kilometer breiter, von Partschins bis Mals, nach Süden gewölbter Gebirgsbogen. Er steigt von 500 bis zu 3.000 Metern Meereshöhe und beeindruckt durch monumentale Wucht. Wegen ihrer Vielfalt gehört die Steppenvegetation des Sonnenbergs zu den interessantesten Forschungsgebieten des Alpenraumes. Schönheit durch Vielfalt, Millionen von Jahren werden hier greifbar, die Kräfte der Alpenfaltung ebenso wie die Spuren der Eiszeit. Ihm gegenüber als Gegenpart steht der Nörderberg, die nach Norden offene Talflanke des 80 Kilometer langen Vinschgaus. Die starken Klimaunterschiede zwischen Sonnenund Nörderberg bewirken ein völlig konträres Landschaftsbild. Während der Nörderberg und viele darauf liegende Berghöfe in den Wintermonaten lange keine Sonne – im Winter auch keinen Mond – haben, lässt die einstrahlende Wintersonne am Sonnenberg selbst im Januar Frühlingsgefühle aufkommen.

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Staunen

Text: Stefan Stabler

Südtirols "Klein Venedig" Ob es eine Legende ist, oder doch etwas mehr, die Geschichte der Ortschaft Plaus – „Palus“ = lat. Sumpf – erzählt von der Entstehung der Siedlung in einer Sumpf- und Moorlandschaft. Das war im Jahr 1270. Und an diesem Umstand hat sich auch mehr als 600 Jahre lang nichts geändert. Der Umschwung kam eigentlich erst 1903 mit der Regulierung des Flusses Etsch, die auch einen wirtschaftlichen Aufschwung mit sich brachte. Davor wurde das Dorf regelmäßig von Überschwemmungen heimgesucht, was Plaus den Beinamen „Klein Venedig“ einhandelte. Noch heute erzählt man sich von den „Gondolieri“, die die Schüler einst in kleinen Holzbooten, den sogenannten „Nachen“, zur Schule gebracht haben sollen. Die in der Talsohle verlaufende Etsch hat über Jahrtausende Landschaft und Menschen geprägt und die dort lebenden Menschen mussten dem Fluss jeden Zentimeter Acker- und Weideland in mühevoller Arbeit abgewinnen. Einer großen Ansiedelung waren somit natürliche Grenzen gesetzt und auch deshalb blieb Plaus von Anfang an Kleinstgemeinde (die Gemeinde zählt aktuell knapp 700 Einwohner auf insgesamt 5 Quadratkilometern Gemeindegebiet). Heute, wo die Etsch „gebändigt“ und geordnet in ihrem Flussbett Richtung Süden fließt, erinnert nur noch das Plauser Maskottchen an die Entstehung und die „feuchte“ Vergangenheit der kleinen Ortschaft. Ein überdimensionales Exemplar eines Frosches ziert die Parkanlage im Dorf.

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Das Thermenparadies Lust auf einen Meraner Apfeltag? Ein Weintraubenbad im Bottich gefällig? Oder noch besser: Ein Kaiserpaket samt Molkesprudelbad genießen und dann ab ins Hirtenbett und zur Aromaölmassage mit Kräutern aus dem Ultental? Das Wohlfühlpaket, das die neue Therme Meran ihren Gästen bietet, nützt die Kraft der Südtiroler Produkte, die damit nicht nur gut schmecken, sondern auch Balsam für das Wohlbefinden der Gäste sind.

Im Herzen der alten Kurstadt Meran ist im September 2005 die größte Thermenlandschaft Südtirols eröffnet worden. 7,5 Hektar stehen Ihnen in der Therme Meran zur Verfügung. Im Sommer ist auch das Sportschwimmbecken, das in einen Seerosenteich übergeht, zugänglich. Im Spa&Vital Center wird ein einmaliges Südtiroler Gesundheits- und Wohlfühlangebot angeboten. Meraner Heilwasser hilft gegen rheumatische Beschwerden und Erkrankungen der Atemwege. Wellnesspakete und Bewegungsangebote lassen den Urlaub einmalig werden.

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Die Therme Meran bietet Erholung auf höchstem Niveau in einer einzigartigen Umgebung zwischen alpinen Berggipfeln und mediterranem Stadtflair.

Die Innenraumgestaltung hat der Mailänder Stararchitekt Matteo Thun übernommen. „Die Gäste der Therme Meran werden schwimmend den Blick auf schneebedeckte Berge und den Blütenzauber des Etschtales erleben können“, sinniert Matteo Thun und gerät ins Schwärmen, wenn er von seinem Werk spricht. „Die Therme Meran ist im gesamten europäischen Raum und darüber hinaus etwas Einmaliges. Nirgendwo sonst gibt es eine solche Oase der Natur im Zentrum der Stadt.“ So ist die Therme Meran mit ihrem markanten Kubus aus Glas und Stahl auch mit Sicherheit das neue architektonische Wahrzeichen der Stadt Meran. Die Wohlfühloase interpretiert Merans Tradition als Kurstadt neu, nutzt die Kraft Südtiroler Naturprodukte für Bäder, Massagen und Gesundheitsanwendungen und garantiert rundum Entspannung und Erholung. Bemerkenswert ist auch der

Thermen-Park: In mehreren Terrassen steigt das frische Grün des gepflegten Rasens sanft an, eine Gruppe imposanter Schirmpinien rahmt den Glaskubus der Thermen ein, dahinter ragt der Küchelberg hervor und das ganze Bild findet schließlich seine Vollendung im Panorama der imposanten Texelgruppe. Vom Seerosenteich aus, dem Herzstück des Thermenparks, öffnet sich der Blick auf diese herrliche Kulisse. Der fünf Hektar große und von Frühsommer bis Herbst geöffnete Park ist so angelegt, dass ein Bereich exklusiv den Thermengästen vorbehalten und ein weiterer auch öffentlich zugänglich ist. Dadurch bietet der Park allen einen Ort der Ruhe mitten in der Stadt. Therme Meran Thermenplatz 1 T 0039 0473 25 90 00 www.thermemeran.it

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Entspannung

Botanisch-kultureller Hochgenuss Wo Sissi einst wandelte, tun es ihr heute Meran-Liebhaber gleich. 80 Natur- und Kulturlandschaften schmiegen sich um das gelbe, liebliche Schloss Trauttmansdorff – einst Residenz der Kaiserin – und die gleichnamigen Gärten. Ein Spaziergang durch amerikanische Wälder, eine ostasiatische Teeplantage und ein nahezu in Vergessenheit geratenes Stückchen Südtirol sind nur einige der Höhepunkte in den Gärten von Trauttmansdorff, die bereits zum schönsten Garten Italiens und Europas Garten Nr. 6 gekürt worden sind. Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff bestechen durch ein einzigartiges Landschaftsbild und erstrecken sich in Form eines natürlichen, terrassierten Amphitheaters über einen Höhenunterschied von 100 Metern. Auf 12 Hektar präsentieren sie mehr als 80 Gartenlandschaften aus aller Welt. Zahlreiche Erlebnisstationen und Veranstaltungsreihen begeistern Jung und Alt und machen den Besuch der Gärten zu einem Erlebnis für alle Sinne. 2011 eröffnete zudem die Botanische Unterwelt, bei der ein Parcours 200 Meter tief in ein mysteriöses, unterirdisches Reich entführt. Die Besucher durchschreiten diverse Kavernen, in denen jeweils ein Thema im Mittelpunkt steht und multimedial vermittelt wird: Wasser, Erde, Nährstoffe, Wurzelwerk und Licht. Die Gärten sind aber nicht nur ein landschaftliches Highlight, hier gibt es auch Kultur vom Feinsten zu genießen. Die beliebten und mittlerweile etablierten Veranstaltungen erfreuen jede Altersgruppe: Höhepunkte sind sicherlich die Gartennächte World Music, die zwischen Juni und August stattfinden. Größen wie Emiliana Torrini, Goran Bregovic, Chico and the Gypsies, Giora Feidman, Andreas Vollenweider, Noa, Nigel Kennedy traten hier auf. Auch das anstehende Programm verspricht Musikgenuss. An Freitagabenden im Juli laden DJ-Musik und bunte Cocktails am Seerosenteich zum chilligen Beginn des Wochenendes ein. Erlebenswert: die bezaubernde nächtliche Atmosphäre der Gärten. Im Zentrum der Gärten thront übrigens das Schloss: Wo einst Kaiserin Elisabeth – die beliebte Sissi – zur Winterkur weilte, zeigt heute das Touriseum, Südtiroler Landesmuseum für Tourismus, 200 Jahre bewegte alpine Tourismusgeschichte.

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff Geöffnet von 1. April bis 15. November T 0039 0473 23 57 30 www.trauttmansdorff.it

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Text: Anita Rossi

Die Rucksäcke des Reinhold Messner Juval: Reinhold Messners Expeditionsgarnituren, sowie die Marmeladen der MessnerFamilie reihen sich im Schlosskeller säuberlich aneinander. Weiter oben laden bunte Sammlungen religiöser Symbole zur Beschäftigung mit dem Glauben und mit den wichtigen Fragen des Lebens. Und unten im Tal jagt ein natürlicher Klettergarten Adrenalin ins Blut von großen und kleinen Boulder-Begeisterten.

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Der Begriff Familie wird in Naturns großgeschrieben. Ob beim Erlebnisspaziergang mit Tieren oder beim Klettern in den Hochseilgärten – es ist für jeden das Passende dabei.

Die Buchstabenfolge Kalisho, „Willkommen“ auf Tibetisch, begleitet das letzte Stück des Aufstiegs zum Schlossportal. Tibet ist hier allgegenwärtig, das ferne Berggebiet, in dem Messner viele Expeditionen durchgeführt und Glück und Unglück in seinem Leben erfahren hat. Im Schloss aus dem 13. Jahrhundert treffen fernöstliche Tradition und Weisheit auf westliche Bräuche und Wurzeln. Seine Blüte erreichte es in der Renaissance, Messner erwarb es 1983 und eröffnete darin bereits 1985 sein erstes Messner Mountain Museum. Dass er während der Sommermonate auch hier wohnt, mit Frau und drei Kindern, macht die Schlossmauern freilich noch spannender, trifft man doch auf Schritt und Tritt auch private Objekte aus dem Alltag der Messners und hört man während der Schlossführungen nicht auch Anekdoten über den Schlossherrn. Kinder fragen Löcher in den Bauch: Zu Recht nehmen die Jüngsten unsere Welt mit einer entwaffnenden Intensität und Tiefe wahr. Vor allem bei Fragen zum Sinn und zum Ursprung des Lebens. Hier oben am Hügel, auf Schloss Juval, werden einige dieser Fragen ganz von alleine beantwortet oder gar nicht erst gestellt. Auf eine schlichte und herzerwärmende Weise. Denn im Schlossgarten, in den verschachtelten Gemächern und im wuchtigen Bergfried mit Glasdach tummeln sich allerlei kuriose Gestalten in Form von Statuen, Wandbehängen und Masken aus aller Welt. Kinderaugen sehen Drachen, Trolle und Fabelwesen,

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wenn sie auf die Darstellungen von Gottheiten, Dämonen und Weisheitssymbolen aus Hinduismus, Buddhismus, Schamanismus und Animismus treffen. Warum glänzt der dicke Bauch des Ganesha, des mehrarmigen Elefantenmenschen? Weil man dessen Fülle als Glückssymbol anbetet. Was soll der Buckelstier Nandi am Schlosseingang, und die vielen tanzenden Gestalten auf den „Thankas“, den tibetischen Seidenteppichen an den Schlosswänden? Was haben die Weltreligionen gemeinsam? Worauf weisen sie hin? Was hält die Welt zusammen? Der Granitfelsen unter Schloss Juval birgt aber weit mehr, gerade für Familien. Der Bergtierpark beim Buschenschank „Schlosswirt“ und beim Schlossbauer hält für Kinder eine Menge tierischer Überraschungen bereit: neben Lamas, Alpakas und verschiedenen Schaf- und Ziegenrassen, Esel, allerlei Geflügel, auch drollige Hängebauchschweine. Lohnend sind auch die Klettermöglichkeiten Richtung Himmel: Im Klettergarten Juval, am rauschenden Ufer des Schnalstaler Bachs, erwarten Sie von Mai bis Spätherbst Gneisrouten für die ganze Familie, vom gemütlichen 3c bis hin zum beachtlichen 8a. Geschulte Bergführer begleiten Kinder ab 6 Jahren (natürlich auch Erwachsene!) beim Bezwingen der Touren an der glatten Felswand, unter anderem über die „Hennenstiag“, das „Betthupferl“ und den „Asterix & Obelix“.

Schloss Juval Geöffnet von Palmsonntag bis 30. Juni und vom 1. September bis zum ersten Sonntag im November, 10 bis 16 Uhr (Besichtigung nur mit Führung möglich). Mittwoch Ruhetag. Zufahrt nur mit Shuttle-Bus oder zu Fuß ab dem Parkplatz unter dem Berghügel. T +39 0471 63 12 64 oder +39 348 44 33 871 www.messner-mountain-museum.it Klettergarten Juval Anmeldungen für geführte Kindertouren – T +39 0473 66 60 77


Montag - 3D – Bogenparcours in Katharinaberg* - Besuch am Biobauernhof Oberniederhof im Schnalstal Dienstag - Natur Pur für die ganze Familie mit den Naturexperten - Naturparkhausquiz Mittwoch - Abenteuer Lama-Trekking - offener Nachmittag auf dem Technik trainingsplatz – mit den Bikeguides der Ötzi Bike Academy

Familienprogramm 2013

Donnerstag - Familienklettern im Klettergarten Juval mit geschulten Bergsteigern - Schatzsuche Freitag

- Prokulusmuseumstag für Kinder - „Kraxeln“ in unseren Hochseilgärten* - Minigolf - Nachmittag*

Samstag - Rafting auf der Etsch (ab Mai)* - frei wie ein Vogel – Tandemflüge für Groß und Klein* Sonntag - Jugend- und Erlebnisbahnhof Naturns (ab Ende April) - Besuch der Eisenbahnwelt in Rabland* *auch an anderen Tagen möglich

Folgende Highlights runden das Familien-Programm ab: Ostermontag, 01.04.2013 Haflinger Galopprennen am Pferderennplatz Meran vom 31.05. bis 02.06.2013 Keramikmarkt in Naturns Im Juni Schafübertrieb im Schnalstal und Martelltal vom 10.07. bis 24.07.2013 (jeweils Mittwoch) Nacht der Lichter in Naturns mit Hüpfburg, Luftballonmodellierer und Schminkecke vom 06.08. bis 23.08.2013 Naturns lacht! 13. Internationales Comedyfestival – Kinderlachen jeden Mittwoch vom 10.10. bis 13.10.2013 Internationales Minigolfturnier in Naturns Im September Schafübertrieb im Schnalstal und Martelltal 29.09.2013 Großer Preis von Meran Forst am Pferderennplatz Meran vom 02.10 bis 30.10.2013 (jeweils Mittwoch) Törggelen am Naturnser Dorfbrunnen

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Staunen

Besuch im Naturparkhaus Viel zu schade, das Naturparkhaus Texelgruppe nur als Schlechtwetterprogramm einzuplanen: Kleine und große Kinder finden hier jede Menge Gelegenheiten zum Experimentieren und zum Staunen, mit und ohne geschulte Führung. 2013 steht im Zeichen der Reptilien. Begrüßt wird man von Franz Müller, dem Betreuer des Naturparkhauses. Der Tausendsassa kümmert sich um den Wissensdurst der Besucher und weiß zu fast allen Fragen rund um die Natur der Gegend eine Antwort. Zudem identifiziert er kleinere und größere Insekten (die ihm Einheimische wie Gäste gern vorbeibringen), auch Vögel, Fledermäuse, Wildtiere und die Spuren, die diese hinterlassen, führt Gruppen und Schulklassen, erklärt vor dem großen Naturpark-Relief Kindern, wem und was sie auf einer Wanderung im Schutzgebiet Texelgruppe begegnen können. Nebenbei füttert er die Schlangen, die dieses Jahr in der Reptilien-Sonderschau im Naturparkhaus zu bewundern sind. In den Terrarien im hinteren Teil des Hauses sind die acht heimischen Schlangen- und vier Eidechsenarten zu sehen, furchterregend-faszinierend, aber meist harmlos, mittlerweile alle auf der „Roten Liste“ der gefährdeten Tierarten Südtirols. Bis zu 12.500 Neugierige kommen während einer Naturparkhaus-Saison vorbei, darunter auch viele Schüler und Sommer-Kinderbetreuungsgruppen. Diese finden neben den klassischen didaktischen Materialien wie Foto-Film-Diorama und Schautafeln auch lustige Selbsttestgelegenheiten, beispielsweise die Kräuter-Geruchskästen, die Tierfellecke zum Blind-Raten, den Vogelstimmen-Detektor, oder die Mikroskope. In der Dauerausstellung, zum Lebensraum Sonnenberg, zu bestaunen sind außerdem drei Aquarien mit Elritzen aus den nahen Hochgebirgsseen und heimischen Flusskrebsen, im oberen Stock das Waldbiotop mit präparierten Tieren der Gegend: Wildtiere, die man selten zu Gesicht bekommt, weil sie scheu, meist nachtaktiv und oft nur in sehr hohen Lagen anzutreffen sind. Aha-Erlebnis Natur: Nach einer Familienwanderung oder als Vorbereitung zu einer kleinen Expedition im Naturpark ist ein Besuch bei Herrn Müller im Naturparkhaus Naturns sehr zu empfehlen.

Naturparkhaus Texelgruppe Geöffnet vom 26. März bis 9. November 2013, Dienstag bis Samstag 9.30 bis 12.30 Uhr und 14.30 bis 18 Uhr, im Juli/August/September auch sonntags geöffnet. Feldgasse 3, angrenzend an die Mittelschule Naturns T +39 0473 66 82 01 E info.tg@provinz.bz.it

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Wer Lust auf Abenteuer und Spaß, aber gleichzeitig auch auf Erholung und Entspannung hat, ist im Erlebnisbad genau richtig.

Wenn das Schwimmen zum Erlebnis wird Spaß für die ganze Familie? Da ist das Erlebnisbad Naturns genau die richtige Adresse. Ob Frei- oder Hallenbad, Massagen oder Sauna, Sonnenbank oder Restaurant: Das Angebot überzeugt Kinder und Eltern, Jugendliche wie Erwachsene. Abwechslung und Abenteuer sind im Erlebnisbad Naturns Maxime und deshalb ist hier fröhliches Kinderlachen nicht nur geduldet, sondern erwünscht. Dann etwa, wenn der Sprössling sich über die 51 bzw. 71 Meter lange Rutsche im Hallen- oder Freibad hinunter ins Schwimmbad stürzt. Oder aber, wenn sich die Kinder im stark fließenden Strömungskanal treiben lassen. Zum abwechslungsreichen Erlebnis wird auch der Aufenthalt im

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Spielbereich und im Kinderbecken. Aber auch für Eltern und Erwachsene hält das Erlebnisbad Naturns Interessantes parat: den Saunabereich, die Massagen oder ganz einfach nur den herrlichen Blick hinauf zum dicht bewaldeten Nörderberg, zu den Apfelbäumen und Weinbergen oder zum feudalen Schloss Hochnaturns. Und wer Ruhe sucht, dem seien die Sprudelliegen oder das Solebecken empfohlen.


Family

Fun

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Relax

Zum Ausklang des erlebnisreichen Tages dürfen sich Schwimmbadbesucher auf eine Pizza, ein SportlerMenü, einen Cocktail oder ganz einfach auf einen Cappuccino bzw. ein Eis freuen.

Hallenbad mit Erlebnisbecken (30°)

51m-Riesenrutsche, Strömungskanal, Sprudelliegen, Solebecken, Whirlpools (36°), Massageliegen, Kinderbecken, Solarium

Freibad (27°)

25 m-Becken, 75m-Riesen-Rutsche, Sprudel, Wasserfontänen, Kleinkinderbecken, große Liegewiese, Spielplatz

Große Saunalandschaft

Finnische Sauna, großer Freiluftbereich mit Naturteich, Außensauna mit Panoramablick und Duschen im Freien, Dampfbad, Bio-Sauna, Wasserbetten, Tauchbecken, Kneippbecken, Ruheraum

Kostenlose Teilnahme

Aquafitness, Schwimmstilverbesserung

Restaurant/Pizzeria

Massagen nur nach Voranmeldung.

Erlebnisbad Naturns I-39025 Naturns / Feldgasse 5 / T +39 0473 668 036 / www.erlebnisbad.it


Text: Stefan Stabler

Weinspitzen im Apfel-Hochland In Deutschland ist er unangefochten und unumstritten der König der Weißweine und repräsentiert die deutsche Weinkultur. Im kleinen Weinbauland Südtirol führt er ein absolutes Nischendasein und trotzdem werden Weinliebhaber auf den vibrierenden Südtiroler Riesling mehr und mehr aufmerksam.

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Der Riesling ist eine der beliebtesten Weißweintrauben. Die Rieslingtage zwischen Oktober und November bieten Einblick in die Weißweinwelt der Südtiroler Winzer.

Es sind lediglich 52 Hektar, die in Südtirol mit Riesling bepflanzt sind. Mehrheitlich wird der Weißwein mit belebender Säure im Eisacktal und im Vinschgau rund um Naturns angebaut. Und das mit Erfolg – sind wohl die beiden wichtigsten Riesling-Interpreten in Naturns zu finden. Naturns und der mittlere Vinschgau haben sich auch dank der Rieslingtage einen Namen weit über die Bezirksgrenzen hinaus gemacht und sich klar für die rassige Weißweinsorte ausgesprochen. Es war Erzherzog Johann von Österreich, der diese Rebe im 18. Jahrhundert nach Südtirol gebracht hat. Anders als in Deutschland, dem großen Vorbild, werden hier die Weine durchgegoren und fast zur Gänze, ohne oder nur mit sehr wenig, Restsüße ausgebaut. Das Klima um Naturns mit ausgeprägten Tag- und Nachtschwankungen im Herbst kurz vor der Ernte verleiht dem Riesling eine fruchtige Säure mit feinem Pfirsich- und Zitrusaroma. Der Riesling stellt hohe Ansprüche an die Lage, aber geringe Ansprüche an den Boden. Je nach Terroir bringt er sehr unterschiedlich nuancierte Weine hervor.

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Die Weingüter Unterortl und Falkenstein sind das Aushängeschild für den Naturnser Riesling.

Martin Aurich, Unterortl Der Wahlsüdtiroler lebt seit 1983 im Land und lehrte und forschte zunächst am Land- und forstwirtschaftlichen Versuchszentrum "Laimburg". Doch die Selbstständigkeit reizte ihn und so suchte er nach Möglichkeiten, diese auch zu leben. Fündig wurde er in einem aufgelassenen Hof am Juvaler Berg. Mit dem Hausherren Reinhold Messner wurde sich der ausgebildete Getränketechnologe sehr schnell handelseinig. Das war 1992. Die erste Tat des Martin Aurich war es, sich eine Motorsäge zuzulegen. Mit gutem Grund, denn es galt, das abschüssige Gelände vom überwuchernden Gestrüpp zu befreien. Das erste Jahr, 1992, kam einer Feldstudie gleich. Mehrere Rebsorten wurden in diversen Lagen gepflanzt, mit dem Ziel, von den ersten Ergebnissen zu lernen. Unter den angebauten Rebsorten war auch der Riesling und schon bald verstand Aurich, dass diese Sorte an den kargen, abschüssigen Böden am Juvaler Hügel ganz ausgezeichnet gedeiht. Mit den

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Jahren wuchs auch die Erfahrung mit dieser Sorte, sowie mit Böden und Mikroklima. Heute baut Aurich seinen Riesling in dreifacher Form aus: klassischer Riesling, ein Lagenwein mit selektionierten Trauben aus 650 bis 750 Metern Höhe und eine Variante mit Restsüße, eine Spielerei, ein „trinkbarer Wein mit ausgewogenem Spiel aus Süße und Säure“, wie Aurich es zu umschreiben pflegt. Allein schon dieser Sortenspiegel zeigt, dass der Riesling eine sehr vielseitige Rebsorte ist, bei der nicht so sehr der Boden ausschlaggebend ist, sondern eben die klimatischen Bedingungen. Und auch hier: Wesentlich für eine gute Säurestruktur und vielseitige, komplexe Aromen sind die kühlen Nachttemperaturen insbesondere im Herbst: diese paaren sich im Weingut Unterortl mit leichten, durchlässigen Terrassenböden, die sich in der mittleren Bronzezeit (um 1600 v. Chr.) formiert haben.


Führungen Falkenstein und Unterortl Erleben Sie mit den Winzern der Weingüter Unterortl und Falkenstein einen spannenden Rundgang durch die Weinlagen. Erfahren Sie Wissenswertes über Klima, Boden, Rebsorten, deren Pflege und Geschichte. Besichtigen Sie den Keller und verkosten Sie ausgezeichnete Weine. Beginn jeweils donnerstags (Ende März bis Anfang November) um 15.30 Uhr, Dauer ca. 1,5 Stunden, Anmeldungen im Tourismusbüro Naturns oder in Ihrer Unterkunft bis zum Vortag. T +39 0473 66 60 77

Franz Pratzner, Weingut Falkenstein Es handelt sich bei Falkenstein um einen Jahrhunderte alten Weinhof, der seit 150 Jahren im Besitz der Familie Pratzner ist. „Am Anfang bauten wir auf Vernatsch, denn es galt, unseren hauseigenen Buschenschank zu beliefern. Doch schon bald verstanden wir, dass sich die Böden ganz ausgezeichnet für Weißweine eignen“, erinnert sich Franz Pratzner. Zu Beginn setzten die Pratzners auf Weißburgunder und Gewürztraminer, Weinanbau und Apfelanbau funktionierten nebeneinander. Mitte der 90er-Jahre folgte schließlich die Entscheidung, den gesamten Betrieb auf Wein umzustellen und auch als Mitglied der Vereinigung der Freien Weinbauern Südtirols die Vermarktung selbst in die Hand zu nehmen. Der heutige Sortenspiegel umfasst zu 50 % Riesling, 20 % Weißburgunder, 10 % Sauvignon, 10 % Gewürztraminer und 10 % Blauburgunder. „Den Riesling habe ich persönlich in Österreich kennen

und lieben gelernt und nach den ersten Pflanzungsversuchen wurde mir klar, dass die auf Urgesteinsböden aufbauenden, durchlässigen Böden den Weinen eine spannende Mineralität und Frische verleihen“, so Pratzner zur Entscheidung, auf Riesling zu setzen. Zugute kommt dem Weinbauer auch das Vinschger Mikroklima mit deutlich herbstlichen Temperaturschwankungen bei Tag und Nacht und sehr luftigen, niederschlagsarmen Rahmenbedingungen. Ihre Rieslinge wachsen an Rebstöcken in Drahtrahmenerziehung diversen Alters auf, wobei die ältesten 20 Jahre in Produktion stehen. Insgesamt produzieren sie auf 7 Hektar Grund jährlich 50.000 Flaschen Riesling. Die Weine sind geradlinig und überzeugen durch ihre vibrierende Schärfe.

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Die Köchin vom Juvaler Schlosswirt Monika Schölzhorn ist begeisterte Köchin und Wirtin. So betreibt sie den Schlosswirt Juval, knapp unterhalb des Schlosses ihres Hausherrn Reinhold Messner gelegen, in durch und durch professioneller Art und Weise.

Verarbeitet werden Produkte, die aus der eigenen Landwirtschaft oder von lokalen Lieferanten des Vertrauens stammen. Artgerechte Tierhaltung und eine ökologische Bewirtschaftung sind für Monika Schölzhorn und ihre Familie eine Selbstverständlichkeit. Aufgetischt werden in der alten Bauernstube, im großen Mansardensaal bzw. im Felsengarten original Südtiroler Spezialitäten. Monika Schölzhorn greift dabei teilweise auf Rezepte zurück, die noch von ihrer Lehrmeisterin stammen: ihrer Mutter. Neben den hofeigenen Erzeugnissen wird auch Juvaler Eigenbauwein ausgeschenkt. Jüngst ist auch ein Buch mit Monika Schölzhorn erschienen. Im Südtiroler Apfelkochbuch stellt Monika Schölzhorn 15 bäuerliche Rezepte vor und huldigt somit dem Südtiroler landwirtschaftlichen Produkt par excellence. Gut zu wissen: In Südtirol werden auf 18.000 Hektar Flä-

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che jährlich 5 Milliarden Äpfel geerntet, wobei der Vinschgau neben dem Etschtal Hauptanbaugebiet des Südtiroler Apfels ist. Buchtipp Südtiroler Apfelkochbuch, 75 köstliche Apfelrezepte, Athesia Verlag. Das Buch beweist, dass Apfelrezepte nicht nur süß sein müssen. Traditionelle wie ausgefallene Apfelrezepte begeistern als Vor-, Hauptund Nachspeise den Gaumen. Köche im Buch: Monika Schölzhorn, Herbert Hintner, Othmar Raich, Philip Hafner und Martin Lercher.


9. Rieslingtage

Südtirol Naturns Riesling & Gourmet

14.10. – 15.11.2013 Jeden Montag organisierte Weinreisen zu den namhaftesten Südtiroler Winzern in die verschiedenen Anbaugebiete.

Apfelschmarren Zutaten für 4 Personen ·· ·· ·· ·· ·· ·· ·· ·· ·· ·· ··

500 ml Milch 250 g Weizenmehl 1 Msp. Zitronenschale, gerieben 1 Pkg. Vanillezucker 1 EL Rum 6 Eigelb 6 Eiweiß 1 Prise Salz 100 g Zucker 4–5 mittelgroße Äpfel Öl zum Anbraten 70 g Rosinen, gewaschen und in Rum eingeweicht

Zum Anrichten Staubzucker

Zubereitung Milch mit Weizenmehl, Zitronenschale, Vanillezucker, Rum und Eigelb glatt rühren. Eiweiß mit Salz und Zucker steif schlagen. Unter die Masse heben. Äpfel schälen, entkernen und in dünne Scheiben schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen und Äpfel leicht darin anbraten. Masse fingerdick in die Pfanne gießen und mit Rosinen bestreuen. Mit einem Deckel abdecken und goldgelb backen. Wenden und zweite Seite ohne Deckel goldgelb backen. Anrichten Schmarren mit einer Gabel in Stücke reißen, auf dem Teller geben, mit Staubzucker bestreuen und servieren. Zubereitungszeit: 30 Minuten Schwierigkeitsgrad: Leicht

Jeden Dienstag öffnen die örtlichen Riesling-Winzer, Weingut Unterortl/Juval und Weingut Falkenstein, ihre Keller zur Besichtigung. Dabei können die an den Sonnenhängen oberhalb Naturns gereiften Tropfen verkostet werden. Ihren Abschluss finden die Dienstage mit einem Galadinner im 4-Sterne-Ambiente. Jeden Donnerstag Verkostung von Rieslingweinen aus den besten europäischen Anbaugebieten und verschiedenen exotischen Ländern, begleitet von musikalischen Klängen bei „Wine & Blues“.

Weitere Informationen: www.rieslingtage.com


„Es ist ein erhabenes Gefühl“ Der Meraner Roland Osele, Jahrgang 1970, war der erste Sieger des Ötzi Alpin Marathons, der 2013 in seine zehnte Auflage geht. In der Folge nahm er an allen Ausgaben des Berg-Triathlons teil. Im Kurzinterview erinnert sich Osele an seinen ersten Wettkampf und Sieg.

Naturns News: Herr Osele, welche Erinnerung haben Sie an den ersten Ötzi Alpin Marathon? Roland Osele: Der Ötzi Alpin Marathon war damals einer der ersten seiner Art, denn die Disziplin Skitouren war und ist auch heute noch bei einem Triathlon eher ungewöhnlich. Ich konnte nicht auf Erfahrungswerte zurückgreifen und hatte mich auch nicht spezifisch auf den Wettkampf vorbereitet. Deshalb war ich umso erfreuter, dass ich als erster durchs Ziel fahren konnte. Ich kann mich gut erinnern, dass ich beim Wechsel auf die Skier noch Sechster war und den Favoriten des Rennens erst unweit vor dem Ziel abfangen und überholen konnte. Naturns News: Was ist das Besondere beim Ötzi Alpin Marathon? Osele: Die Disziplin Skitouren. Laufen und Radfahren sind klassische Triathlon-Disziplinen, der letzte Abschnitt mit den Skiern aber macht den Unterschied. Das Besondere sind natürlich auch die 3.300 Höhenmeter, die erklommen werden müssen, und das einzigartige Naturerlebnis. Es ist für jeden Teilnehmer ein erhabenes Gefühl, die Ziellinie hoch oben am Schnalser Gletscher zu überqueren.

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Naturns News: 2013 steht die 10. Ausgabe an. Was bedeutet diese für Sie? Osele: Zumal ich an allen Editionen teilgenommen habe, ist diese Jubiläumsausgabe für mich natürlich etwas ganz Besonderes. Es ist dies jedes Jahr der Wettkampf, auf den ich mich am gründlichsten und sehr gezielt vorbereite. Und auch 2013 hoffe ich natürlich, ein gutes Ergebnis heimfahren zu können.

Ötzi Alpin Marathon Der Ötzi Alpin Marathon führt vom Blütenmeer des Tales direkt im Dorfzentrum Naturns bis zum Schnalstaler Gletscher samt beeindruckendem Rundumblick auf die umliegenden Gipfel. Dabei müssen die Athleten insgesamt 42,2 Kilometer – verteilt auf die drei Disziplinen Mountainbike (24,2 km/1.570 Höhenmeter), Laufen (11,8 km/495 Höhenmeter) und Skiberggehen (6,2 km/1.201 Höhenmeter) – zurücklegen. Der Name dieses Extrem-Marathons ist nicht zufällig gewählt, wollte man doch der unweit von Naturns am Hauslabjoch gefundenen Gletschermumie Ötzi gedenken. Aus Ötzis Zeiten ist bekannt, dass große Entfernungen unter den damals noch extremeren Bedingungen und ohne Hilfe technologischer Mittel zurückgelegt wurden. Daher wurden die Organisatoren bei der Suche eines geeigneten Namens für diese anspruchsvolle Veranstaltung auch bald fündig. Die Ankunft dieses Extrem-Marathons, der jährlich um die 500 Sportler lockt, wurde bewusst auf 3.212 Metern Höhe festgesetzt, liegt doch die Fundstelle des weltberühmten Mannes aus dem Eis gleich nebenan. Die 10. Jubiläumsausgabe des Ötzi Alpin Marathon findet am 19. April (bei Schlechtwetter am 20. April) 2013 statt.


April

Naturns, Hochburg für Radfahrer Naturns liebt die Radfahrer und die Radfahrer lieben Naturns. Das ist weitum bekannt. Auch 2013 beraten Weltmeister, bekannte Trainer und Experten in einer unnachahmlichen Natur und dank der Professionalität der "Ötzi Bike Academy" begeisterte Radfahrer. Unvergessliche Touren inklusive. Weltmeisterlich: Der Rad-Saisonstart in Naturns beginnt mit dem Schweizer Straßenweltmeister Oscar Camenzind. Vom 6. bis 14. April 2013 verwandeln sich Naturns und der Vinschgau mit der „Procycling“ Rennrad-Openig-Woche in ein Rennrad-Trainingslager. Die Natur und das professionelle Coaching einerseits und der Komfort der "Ötzi Bike Academy" Mitgliedsbetriebe andererseits machen die ersten Rennrad-Kilometer des neuen Jahres mit den Testbikes der Firmen Storck und Focus zum puren Genuss. Insgesamt sind sechs Touren in jeweils zwei unterschiedlichen Leistungsgruppen eingeplant. Bergrad-Freaks kommen hingegen vom 20. bis 28. April 2013 voll auf ihre Kosten, wenn Techniktrainings und Tipps vom Profitrainer Urs Graf (Ex-Nationaltrainer der Schweiz) und Jürg Graf (Schweizer MTB-Meister 2007) angesagt sind. Bei sieben Biketouren in zwei unterschiedlichen Leistungsgruppen geht es über Stock und Stein,

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up- und downhill. Zum Basecamp für engagierte Biker werden die "Ötzi Bike Academy" Mitgliedsbetriebe. Die neueste MTB-Technologie und die Testbikes der Firma Focus sind das Tüpfelchen auf dem i. Und schließlich die Ortles Tour. Vom 6. bis 14. Juli 2013 ist alles so, wie es sich jeder Rennradliebhaber erwartet: eine abwechslungsreiche Herausforderung, professionell geplant, dank fachkundiger Guides, und inmitten der einmaligen Natur auf der Sonnenseite der Alpen. Der Höhepunkt, das wissen Naturnser Radfreunde sowieso, hat es in sich. Die Ortles Tour führt über vier Pässe um das Ortlermassiv mit knapp 245 Kilometern und schweißtreibenden 5.500 Höhenmetern. Die darüber hinaus angebotenen Touren führen von Naturns zu den Dolomiten und in Richtung Süden zum Gardasee. Insgesamt sind sechs Rennradtouren für zwei unterschiedliche Leistungsklassen geplant.


Events

Mai

Auf Tour mit den Südtiroler Spitzbuam Eine Woche Musik und Gaudi mit zahlreichen Touren und Ausflügen wartet auf alle Freunde von Natur und volkstümlicher Musik. Die 5. Spitzbuam-Wanderwoche ist 2013 wieder für den Mai fixiert. Neben aussichtsreichen Panoramawanderungen, malerischen Waalwegwanderungen, geführten Fahrradtouren oder einem Spaziergang durch prächtige Obstanlagen (stets in Begleitung der Spitzbuam!), ist natürlich reichlich für musikalische Genüsse und Höhepunkte mit den Südtiroler Spitzbuam gesorgt, die bereits auf eine 25-jährige, erfolgreiche Musikkarriere zurückblicken können.

Juli

Nacht der Lichter Bühne frei für die „Nacht der Lichter“! An drei Mittwochabenden im Juli (10., 17., und 24. Juli) verwandelt sich das für den Verkehr gesperrte Naturnser Zentrum zum Schauplatz für kulinarische Köstlichkeiten und Südtiroler Spezialitäten. Künstlerische Darbietungen verschiedenster Art und ein abwechslungsreiches Musikprogramm sorgen für gute Unterhaltung. Die örtlichen Wirte und Hersteller heimischer Produkte bieten eine Genießer-Verwöhn-Meile: von Gerichten aus der „Alpinen Wellness Küche“ bis hin zu „süßen Sünden“, wie den originalen Südtiroler „Strauben“ und „Krapfen“. Zudem laden die Kaufleute bis 22 Uhr zum Shoppen ein. Für die kleinen Gäste gibt es eine breite Palette an Attraktionen und ein buntes Animationsprogramm.

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Events

August

Naturns lacht! „Naturns lacht!“ und ein ganzes Dorf lacht mit. Seit weit über zehn Jahren verwandelt sich Naturns im Hochsommer in eine Comedy-Hochburg. 2013 geht der Internationale Humorsommer vom 6. bis 23. August bereits in seine 14. Auflage. Nirgendwo sonst in Südtirol gibt es ein derartiges Comedy-Festival mit einzigartigen und renommierten Künstlern. Die herrliche Freilichtarena mitten im Dorfzentrum verwandelt sich an Dienstagen und Freitagen schlagartig in eine Kulisse für allerlei Schabernack. Die erfolgsverwöhnte Veranstaltung steht für mimische Artistik, Satire und süffisante Sketche vom Feinsten. Auch für Kinder gibt es wieder eine große Portion Spaß mit dem Naturnser Kinderlachen jeweils am Mittwoch, das sich für Kinder ab 4 Jahren bestens eignet. Verantwortlich für so viel Lachen sind die Volksbühne Naturns, die Experimentierbühne Carisma der der Tourismusverein Naturns und die Kultur & Freizeit GmbH als Trägergruppen unter der Schirmherrschaft von Naturns Aktiv. Auch 2013 dürfen sich Gäste und Einheimische auf internationale Vollblut-Komiker, Kabarettisten und Clowns freuen. Man darf schon gespannt sein, wer 2013 die Lachmuskeln der Anwesenden auf eine harte Probe Probe stellen wird! Das genaue Programm ist im Internet unter www.naturnslacht.com einsehbar.

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September

Pferdestärken gefragt Der große Preis von Meran Forst – ein Jagdrennen über 5.000 Meter – zieht Pferdesportbegeisterte Europas Jahr für Jahr am letzten Wochenende im September in seinen Bann. 2013 steht das hoch dotierte Hindernisrennen am Untermaiser Rennplatz für den 29. September auf dem Programm. Der Große Preis von Meran Forst bedeutet in erster Linie atemberaubende, anspruchsvolle Sprünge – 24 an der Zahl. Es siegt derjenige, der seine Kräfte bis zum letzten Meter richtig dosiert. Die schwierigsten Hindernisse sind die Fence (190 cm hoch und einschließlich Vor- und Nachstufe 3 m breit) und der Wassergraben mit einer Eingangshürde von 65 cm und einer Gesamtlänge von 3,1 m – beide schön gelegen vor der Tribüne. Entscheidend für den Ausgang des Rennens ist aber oft der Vertikalsprung, Hindernis 23, der nach fast 4.500 Metern letzte, Kraft raubende Akt. Und schließlich die lange Zielgerade mit dem befreienden Zieleinlauf.

September

Genuss vom Feinsten Eine der exklusivsten und elegantesten önogastronomischen Veranstaltungen Europas findet auch 2013 wieder in den eleganten Sälen des Kurhauses von Meran statt. Zahlreiche ausgewählte Weinproduzenten aus dem In- und Ausland präsentieren auf dem Merano WineFestival (08.-11.11.2013) ihre Spitzenerzeugnisse des Weinbaus, kulinarische Meister deren gastronomische Köstlichkeiten, Bierbrauereien ihr Selbstgebrautes, Destillerien deren hochkarätige Tropfen. Meran verwandelt sich in diesen Novembertagen zur europäischen Hochburg edler Tropfen und des guten Geschmacks.

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Events

Oktober, November

Ein Herbst voller Genüsse Naturns ist ein Ort für Feinschmecker. Und es ist besonders der Herbst, der sich in punkto Genuss von seiner köstlichsten Seite zeigt. Im Oktober und November sind Rieslinge vom Feinsten, echte Bauernküche und geselliges Beisammensein beim Törggelen angesagt.

4 Sterne Superior Ambiente und die kulinarischen Highlights ausgesuchter Spitzenköche locken 2013 wieder zum Gourmet-Herbst nach Naturns. Starköche aus den verschiedenen Provinzen Italiens bereiten exklusive GalaMenüs zu, einmal wöchentlich wird ein Degustationsmenü zum Thema Riesling angeboten. Die besten nationalen und internationalen Riesling-Weine werden im Rahmen der 9. Rieslingtage Südtirol Naturns vom 14. Oktober bis 15. November serviert. Abgerundet wird das Programm von Weindegustationen mit namhaften Winzern, organisierten Weinreisen zu den besten Kellereien Südtirols und geführten Besichtungen der örtlichen Rieslingwinzer Weingut Unterortl/Juval und Weingut Falkenstein am Naturnser Sonnenberg (siehe auch Portraits der beiden Winzer auf Seite 48/49). Der Oktober ist in Südtirol und in Naturns aber auch Törggele-Zeit. Jeweils am Mittwoch werden am Dorfbrunnen unter dem großen Kastanienbaum ab 15.30 Uhr „Keschten“ (Kastanien) gebraten. Dazu werden der junge Wein „Sußer“, sowie Krapfen mit diversen Füllungen serviert. Damit die Stimmung auch passt, umrahmen heimische Klänge örtlicher Musikgruppen das gesellige Beisammensein. Höhepunkt für alle Liebhaber der volkstümlichen Musik ist im Oktober das Törggelefest mit den Südtiroler Spitzbuam auf dem Rathausplatz. Die Bauern vom Naturnser Sonnenberg präsentieren ihre bäuerlichen Spezialitäten und die Südtiroler Spitzbuam sorgen mit ihrer schwungvollen, aufmunternden Musik für die richtige Stimmung.

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Highlights und Urlaubspakete 2013 Weitere Informationen unter www.naturns.it 31.01. – 31.03.2013

Skifahren und Entspannen in Naturns/Schnalstal

Sommer

Sterne Schlösser Almen

Gletscher-Genuss auf 3.200 Metern – Ski- und Snowboardspaß mit jeder Menge Extras

Die 5 Sterneköche des Meraner Landes bereiten Ihnen auf Schlösser und Almen unvergessliche Gaumenfreuden

16.03. – 22.06.2013

06.07. – 14.07.2013

Genießerfrühling in Naturns

Rennradfahren auf der Sonnenseite der Alpen

Das Frühlingserwachen in Naturns mit allen Sinnen genießen und spüren.

mit Highlight-Tour Ortlerumrundung – powered by „Focus“

06.04. – 14.04.2013

10.07. – 24.07.2013

Saisonstart mit dem Schweizer Straßenradweltmeister Oscar Camenzind und unseren Özi-BikeAcademy Guides

Die Straßen von Naturns werden zum Schauplatz für kulinarische Hochgenüsse, künstlerische Darbietungen und abwechslungsreiche Musik

13.04. – 28.04.2013

07. – 28.08.2013

Das zweite Festival der Gesundheit im Meraner Land

Immer donnerstags verwandelt sich der Burggräflerplatz in eine Bühne voller Bluesklänge

„Procycling“ Rennrad-Opening-Woche

Meran-o Vitae Frühling

Sternenküche: “Die Nacht der Lichter”

„Blues on the Street“

19.04. – 20.04.2013

10. Auflage des Ötzi-Alpin-Marathon Vom Dorfzentrum in Naturns bis zum Schnalstaler Gletscher in einem Triathlon der Extraklasse

06.08. – 23.08.2013

Naturns lacht! – Internationaler Humorsommer Naturns lacht! = mimische Artistik, Satire und süffisante Sketche vom Feinsten

20.04. – 28.04.2013

„Focus“ Mountainbike-Opening-Woche

14.09. – 09.11.2013

Biken mit dem Schweizer Ex-Nationaltrainer Urs Graf und seinem Sohn Jürg Graf (Schweizer MTB-Meister 2007)

Herbstzeit, Erntezeit in Naturns So bunt wie der Herbst ist auch das Veranstaltungsprogramm in Naturns

18.05. – 25.05.2013

02.10. - 30.10.2013

Eine Woche Musik und Gaudi beim Wandern und Radeln im Naturpark Texelgruppe rund um Naturns

Tradition, die verpflichtet – ein Genuss-Erlebnis mit festen Wurzeln

5. Wanderwoche mit den Südtiroler Spitzbuam

31.05. – 02.06.2013

Törggelen am Naturnser Dorfbrunnen

10.10. – 13.10.2013

Keramikmarkt

Südtiroler Miniaturgolf-Herbst

Ein Treffpunkt für Liebhaber von Keramikartikeln, jeglicher Art.

Internationales Combiturnier um die St. Zeno Trophäe und internationales Miniaturgolfturnier um die St. Prokulus-Trophäe

01.06. – 16.06.2013

Meran-o Vitae Sommer 2013 findet das Festival der Gesundheit im Meraner Land zum zweiten Mal auch im Sommer statt

Oktober

Törggelefest mit den Südtiroler Spitzbuam Auf dem Rathausplatz findet in geselliger Runde das „Törggelefest“ mit den Südtiroler Spitzbuam statt

20.06. – 11.09.2013

Familiensommer in Naturns Sommerzeit – Ferienzeit! … In Naturns wird FAMILIE groß geschrieben

14.10. - 15.11.2013

Naturnser Gourmet Herbst 9. Rieslingtage Südtirol Naturns Ein Genuss-Festival für alle Weinliebhaber und Gourmets

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Infos

Gut zu wissen

Tourismusverein Naturns I-39025 Naturns, RathausstraĂ&#x;e 1 T +39 0473 66 60 77 F +39 0473 66 63 69 E info@naturns.it W www.naturns.it 63


So erreichen Sie Naturns mit dem Bus inklusive Zubringerdienst direkt bis zu Ihrem Urlaubsquartier Ab München: Meraner Land Express Anreise im Reisebus jeden Samstag und jeden Mittwoch vom 16.03 bis 09.11.2013. Abreise ab München um 14.00 Uhr, mit Ankunft in Naturns gegen 19.00 Uhr. Rückreise ab Naturns um 06.00 Uhr, mit Ankunft in München gegen 11.00 Uhr. Hin- und Rückfahrt: E 70,00. Einfache Fahrt: E 45,00. Bitte berücksichtigen Sie, dass der Meraner Land Express nur in Anspruch genommen werden kann, sofern Sie eine Unterkunft in Naturns gebucht haben. Die direkte Anmeldung erfolgt unter www.naturns.it/meranerlandexpress

So erreichen Sie Naturns mit der Bahn Unser Tipp: DB Autozug aus Berlin, Düsseldorf, Hildesheim und Hamburg Altona nach Bozen. Wöchentlich von März bis November 2013. Weitere Infos unter www.dbautozug.de

Ab Stuttgart: Südtirol Tours Ganzjährig von Stuttgart über Ulm – Fernpass – Landeck – Reschenpass nach Naturns. Jeden Samstag Abfahrt von Stuttgart um 10.50 Uhr mit Ankunft in Naturns gegen 18.00 Uhr. Jeden Sonntag Rückfahrt von Naturns um 09.15 Uhr mit Ankunft in Stuttgart gegen 16.40 Uhr. Hin- und Rückfahrt: E 160,00. Einfache Fahrt: E 90,00. Die direkte Anmeldung erfolgt bei Klopfer-SüdtirolTours, Winnenden (D) T 0049 (0)71 95 78 84, F 0049 (0)71 95 74 43 9, www.suedtiroltours.de

Aus der Schweiz: Südtirol Express Route: St. Gallen – Winterthur – Zürich – Naturns Jeden Samstag vom 06.04 – 26.10.2013. Abreise ab St. Gallen um 06.00 Uhr mit Ankunft in Naturns gegen 12.00 Uhr. Rückreise ab Naturns um 14.50 Uhr mit Ankunft in St. Gallen gegen 21.00 Uhr. Hin- und Rückfahrt: 180,00 SFR. Einfache Fahrt: 120,00 SFR (inklusive Zubringerund Abholdienst zum/vom Quartier). Die direkte Anmeldung erfolgt bei Südtirol Express, Erwin Hofmann, Wilenstr. 11/c, CH 9322 Egnach, T 0041 (0)71 29 80 91 7, www.suedtirolexpress.ch

Änderungen vorbehalten!

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So erreichen Sie Südtirol im Flug Nur 40 Kilometer entfernt liegt der nächstgelegene Flughafen Bozen. Spezielle Angebote: günstige Transfers von den Low Cost – Flughäfen Bergamo und Verona nach Meran. Weitere Infos zur Anreise nach Naturns finden Sie auf www.naturns.it/urlaubsplaner/anreise

BikeShuttle von Naturns nach Glurns oder Graun am Reschenpass Jeden Dienstag und Donnerstag, von Ostern bis November, bringt Sie ein komfortabler Reisebus mit Ihrem Fahrrad im Anhänger bis nach Glurns oder Graun am Reschensee! Genießen Sie anschließend individuell eine herrliche Panorama-Bike-Tour entlang des „Vinschgauer Radwegs“, vorbei an zahlreichen kunsthistorischen Stätten und durch weitläufige Obstplantagen. Wer selbst kein Rad hat, kann sich direkt vor Ort ein Vinschgau-Bike ausleihen. Die Gesamtstrecke von Reschen bis Naturns beträgt rund 65 Kilometer, dabei haben Sie aber immer die Möglichkeit, die Tour unterwegs abzubrechen und mit der Vinschgauerbahn nach Naturns zurückzukehren. Kosten für den Bike-Shuttle bis Glurns E 12,00 und bis Graun am Reschensee E 17,00.


Infos

kostenlosen Teilnahme an Veranstaltungen des Tourismusvereins – von der Apfelführung bis hin zum kunsthistorischen Erlebnisspaziergang. Die GuestCard erhalten Sie bei der Ankunft bei Ihrem Vermieter. Die Karte ist kostenlos und während des gesamten Aufenthalts gültig. Viel Spaß damit!

MobilCard Südtirol

NEU: BikeShuttle von Meran nach Naturns Lernen Sie die Kurstadt Meran mit all ihren Sehenswürdigkeiten auf dem Fahrrad kennen, radeln Sie durch das herrliche Burggrafenamt oder entspannen Sie nach einer Radtour durch das Passeiertal auf der Kurpromenade. Ein Shuttle-Kleinbus mit Fahrradanhänger bringt Sie jeden Mittwoch und Freitag ganz unkompliziert mit Ihrem Fahrrad wieder zurück nach Naturns! Kosten für den Bike-Shuttle von Meran nach Naturns E 8,00.

GuestCard 2013

Entdecken Sie Südtirol mit der MobilCard. Fahren Sie mit allen Verkehrsmitteln des Südtiroler Verkehrsbundes im ganzen Land zu einem absoluten Vorzugspreis. Informationen zu den Varianten der MobilCard (MobilCard, MuseumobilCard und BikemobilCard) erhalten Sie im Tourismusbüro.

BusCard Meran Mit der BusCard Meran fahren Sie zu einem Preis von E 13,00 eine Woche lang mit allen Busverbindungen von Naturns in die umliegenden Orte, vom Gletscher im Schnalstal bis in die Kurstadt Meran und ihre Umgebung. Weitere Infos finden Sie unter www.naturns.it/urlaubsplaner/vorteilskarten

Hot Spot Mit Handy oder Laptop einfach und schnell ins Internet, dank des Hot Spots am Naturnser Rathausplatz. Außerdem steht Ihnen ein Surfpoint im Büro des Tourismusvereins Naturns zur Verfügung. Die Zugangsberechtigung erhalten Sie gegen eine geringe Gebühr im Büro des Tourismusvereins.

Über 100 Ideen für große Erlebnisse zum kleinen Preis. Museen, Seilbahnen, Sport- und Freizeitwelten in Naturns und Umgebung bieten GuestCardInhabern exklusive Ermäßigungen. Ebenso berechtigt die GuestCard zur

Durchschnittliche Tageshöchsttemperaturen in Naturns (2001–2010) 35 30

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