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#NaturParadies

#pr채romanische kunst #felskunst #UNESCO #museen #feste


Verleger: SOCIEDAD PÚBLICA DE GESTIÓN Y PROMOCIÓN TURÍSTICA Y CULTURAL DEL PRINCIPADO DE ASTURIAS, SAU Design: Paco Currás Diseñadores Layout: Zinco Pensamiento Creativo Kartographie: Intermapa Texte: Sociedad Pública de Gestión y Promoción Turística y Cultural del Principado de Asturias, SAU Übersetzung: 1000 Linguae Traductores Nativos Fotografie: Einband Benedicto Santos y Arnaud Späni. Innere Alfonso Suárez y Eigenarchiv Druckerei: Estudios Gráficos Europeos D.L.: AS-03887/2013 ©CONSEJERÍA DE ECONOMÍA Y EMPLEO DEL PRINCIPADO DE ASTURIAS WIRF MICH BITTE NICHT WEG, RECYCLE MICH!

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A

sturien ist ein Naturparadies mit historischen Schätzen und einem reichen Kulturerbe, welche die Identität des Landstrichs tragen und ihn für den Fremdenverkehr prädestinieren. Die paläolithische Felskunst und die präromanische Kunst Asturiens sind von solch außergewöhnlichem künstlerischem Wert, dass sie von der UNESCO zum Welterbe erhoben wurden. Asturien ist zwar nicht besonders groß, begeistert jedoch mit einer erstaunlichen Vielfalt. Vom Westen bis in den Osten des Landes entdeckt der Besucher ein wunderbares kulturelles Mosaik; dem „asturischen Dreieck“ der Städte Avilés, Gijón und Oviedo mit ihrer ganz eigenen Persönlichkeit kommt dabei eine ganz besondere Rolle zu. Das Gebiet begeistert neben archäologischen Fundstätten, Türmen und Tempeln aus dem Mittelalter, noblen Villen aus moderner Zeit, Fördergerüsten von Bergwerken und Industrieanlagen aus dem 19. Jahrhundert auch mit einem prächtigen ethnografischen Erbe, das auf Schritt und Tritt Überraschungen bereithält und dem Besucher die Wurzeln der Region näherbringt. Die Traditionen, die sich in aus primitiver Zeit überlieferten Mythen und lebendigen

Festen und Feiern widerspiegeln, gestatten uns einen Blick auf den ursprünglichen Charakter Asturiens und seiner Bewohner. Der Prinz-von-Asturien-Preis zeichnet Orte aus, in denen man Althergebrachtes mit viel Liebe aufrechterhält. So setzt man sich für die Bewahrung hundertjähriger Häuser, alter Speicher für Korn und Feldfrüchte oder eindrucksvoller Mühlen ein, und bemüht sich zudem um die Aufrechterhaltung von Lebensweisen, Ideen und Werten, die sich dem modernen Leben anpassen. Die Industrialisierung und Abwanderung nach Amerika brachten im Asturien des 19. und 20. Jahrhunderts entscheidende Veränderungen mit sich, welche das Land prägten und seinen Charakter formten, bis im 21. Jahrhundert schließlich die Erhaltung des Kulturerbes und der Identität des asturischen Volkes in den Mittelpunkt rücken konnten. In allen Ecken des paradiesisch grünen Fürstentums stößt man auf die Spuren seiner Geschichte: ein Erbe und eine Identität, die dem Besucher sensationelle Erfahrungen und Erlebnisse bescheren – unbeschreiblich, einzigartig und unnachahmlich. Asturien ist lebendige Kultur.

#asturien #kultur

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#asturien #kultur

Kultur Santa MarĂ­a del Naranco (Oviedo)


01 Einleitung 04 UNESCO-Welterbe Paläolithische Höhlenmalereien Präromanische Kunst Asturiens

09 Gerüstet für das 21. Jahrhundert Das Oscar-Niemeyer-Kulturzentrum, weit mehr als ein Symbol Laboral, die, Stadt der Kultur“ Architektonisches Ensemble Buenavista

13 Asturien, Paradies der Filmkunst Asturiens Liebe zur Kamera

16 Tradition und Identität 17 Covandonga Wandern rund um Covadonga

20 Auf den Spuren Amerikas 22 Das Erbe der Industrialisierung 24 Ein Land in Feststimmung Veranstaltungen von Interesse

29 Museen und Ressourcen von Interesse 36 Karte

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UNESCO- Welterbe Paläolithische Felskunst „Paläolithische Höhlenmalerei im Nordwesten Spaniens“ ist der Titel einer Stätte auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste, die fünf Höhlen in Asturien umfasst Die hervorragende Qualität, der außergewöhnliche Wert und die weltweite Bedeutung des Kulturerbes Asturiens für die gesamte Menschheit wurden durch die Aufnahme der paläolithischen Felskunst und der präromanischen Architektur in die prestigeträchtige UNESCO-Welterbeliste gebührend gewürdigt. Dies macht das Land und seine Sehenswürdigkeiten über die nationalen Grenzen hinaus bekannt. Erfreuen wir uns alle gemeinsam daran!

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#asturien #kultur

Das Fürstentum ist reich an Zeugnissen aus der letzten Phase des Paläolithikums (35.000 bis 9.000 v. u. Z.), darunter Malereien und Ritzungen an Höhlenwänden. Diese zeugen unmissverständlich von der Existenz von Jägern und Sammlern in der Altsteinzeit, deren künstlerischer Aktivität sowie der Tatsache, dass soziale Gemeinschaften im Begriff waren, sesshaft zu werden. Von der UNESCO ausgewählt wurden El Pinal, Tito Bustillo, Candamo, Covaciella und Llonín – fünf asturische Fundstätten von mittlerweile internationalem Ruf. EL PINDAL (PIMIANGO, RIBADEDEVA). Die Höhle liegt an der Mündung des Flusses Cares-Deva im extremen Osten Asturiens, an einem Küstenabschnitt, der als Kap San Emeterio bekannt ist. Sie verfügt über einen einzigen Eingang über dem Meer mit Blick auf die Küste, sowie eine etwa 600 m lange Galerie, von der lediglich die ersten 300 m besichtigt werden können. Verteilt auf fünf Bereiche, wartet der aus dem Magdalénien stammende Komplex mit Tierdarstellungen wie Hirschen, Pferden und Bisons auf, wobei ein Fisch und ein Mammut besonderes Augenmerk auf sich ziehen.


In der Stadt Ribadesella befindet sich die HÖHLE TITO BUSTILLO. In den Bergen von Ardines gelegen, ist sie Teil eines Karstkomplexes an der Mündung des Sella, welcher weitere Hohlräume wie La Lloseta oder die Biesca-Höhle aufweist. Sie wurde 1968 entdeckt und umfasst eine 700 m lange Galerie, von der verschiedene Nebenräume ausgehen. Die Höhle wartet mit 11 Felsbildkompositionen auf, darunter ein spektakulärer Saal mit einem komplexen Gesamtbild, das über einhundert geritzte und gemalte Darstellungen vereint. Diese stammen aus zwei verschiedenen Zeitaltern: Ein Teil (rote Zeichen und spärliche Tierabbildungen) wird auf die Zeit vor dem Magdalénien datiert, während der übrige Teil mit verschiedenen, anhand unterschiedlicher Techniken abgebildeten Tierformen aus dem Magdalénien stammt. Bemerkenswert sind die polychromen Pferde und Rentiere, die dank der Verwendung verschiedener Pigmente und schwarzer Linien zur Darstellung von Umrissen ungewöhnlich lebendig wirken. Ebenfalls erwähnenswert sind die „Galerie der Pferde“, die „Nische der Vulven“ und eine unlängst entdeckte Galerie mit antropomorphen Darstellungen. Ergänzend bietet es sich an, die „Cuevona de Ardines“ zu besuchen, die später bewohnt wurde als Tito Bustillo. Sie umfasst einen großen zentralen Saal und kann das gesamte Jahr über besichtigt werden. Ganz in der Nähe befindet sich zudem das Zentrum der Felskunst Tito Bustillo“. Das avantgardistisch anmutende Gebäude bietet einen Überblick über die asturische Vorgeschichte und begeistert mit Informationen und Ausstellungsstücken von archäologischem Interesse, darunter Stücke aus der gleichnamigen Höhle sowie Nachbildungen. DIE HÖHLE LA PEÑA befindet sich in San Román (Candamo) am Unterlauf des Flusses Nalón unweit seiner Mündung. Es handelt sich um die auf dem europäischen Kontinent am weitesten westlich gelegene Höhle mit paläolithischer Kunst. Ihr Zugang befindet sich an der Basis eines Kalksteinhügels; sie besteht aus einer kleinen Galerie, die sich zu einem großen Saal hin öffnet und insgesamt etwa 70 m lang ist. Die Malereien (Teil des Gravettien bis zum Ende des Magdalénien) konzentrieren sich in der, Halle der Gravuren“ mit sechs Felsbildkompositionen. Besonders hervorzuheben ist die „Wand der Gravuren“, welche die größte Anzahl an Bildern und die komplexeste Struktur mit teilweise überlagerten Darstellungen aufweist.

El Camarín (Candamo) STEINZEIT Paläolithikum

MesolithikumNeolithikum

Unteres

Oberes Höhlenmalereien Asturiens

120.000 v. u. Z.

35.000 v. u. Z.

10.000 v. u. Z 7.000 v. u. Z. 4.000 v. u. Z.

Technik:

• 1 oder 2 Farben (Schwarz und Rot oder Gelb). • Gemalt wurde mit den Fingern, verbrannten Zweigen oder primitiven Pinseln.

Themen:

• • • •

Tiere (Bullen, Bisons, Pferde, Hirsche, Bären usw.) Hände und Geschlechtsorgane. Auch abstrakte Symbole. Überwiegend realistischer Stil, außer bei menschlichen Figuren, deren Geschlechtsorgane besonders betont werden.

Ebenso erwähnenswert ist „El Camarín“, der„Schrein“ – eine erhöhte Vertiefung mit Darstellungen von Pferden und Rindern, die so angelegt sind, dass sie am besten vom Saal aus zu sehen sind. Dies zeugt von einem klaren Sinn für szenisches Arrangement. Das mit der Höhle von Candamo befasste Interpretationszentrum mit einer didaktischen Aula ist im restaurierten Palast Valdés-Bazán untergebracht – ein wunderschönes, Anfang des 17. Jahrhunderts erbautes Herrenhaus. Neben naturgetreuen Nachbildungen von in der Höhle gefundenen Schätzen wartet die Einrichtung mit einer Multimedia-Anlage aus, welche die Höhlenkunst an der Küste Kantabriens im Detail beleuchtet. LLONÍN UND COVACIELLA SIND ZWEI WEITERE HÖHLEN, die auf der Welterbeliste der UNESCO stehen. Sie sind ein Schlüsselelement des Programms „Paraíso Rupestre“, das den Osten Asturiens als „Felskunstparadies“ bekanntmachen soll. Wer sich einen umfassenden Überblick über dieses gesamte Zeitalter verschaffen möchte, ist im „Park der Vorgeschichte“ in Teverga genau richtig. Dort wurden in der „Cueva de Cuevas“ die bedeutendsten Beispiele paläolithischer Kunst aus ganz Europa so originalgetreu wie möglich nachgebildet. #asturien #kultur

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Präromanische Kunst Asturiens Im Jahre 1985 nahm die UNESCO die Bauwerke Santa María del Naranco, San Miguel de Lillo und Santa Cristina de Lena in ihre Welterbeliste auf. 1998 wurde die Liste um die Kirche San Julián de los Prados, das Brunnenhaus La Foncalada und die Cámara Santa der Kathedrale von Oviedo erweitert. Insgesamt profitieren also sechs asturische Monumente des 9. Jahrhunderts von diesem Privileg, was die von Experten geäußerte Einschätzung der Bauwerke bestätigt: „Es handelt sich um das vollständigste und einheitlichste Ensemble hochmittelalterlicher Architektur in Westeuropa, das geografisch konzentriert und dessen ursprünglicher Zustand außergewöhnlich gut erhalten ist – was seine Einzigartigkeit ausmacht.“ Die Bezeichnung „präromanisch“ legt die Vermutung nahe, dass diese Kunstform der Vorläufer der später folgenden romanischen Architektur sei – doch könnte nichts weiter von der Wahrheit entfernt sein. Die Architektur, die mit dem Beginn des Königreichs Asturien in Verbindung gebracht und auf das 9. sowie die frühen Jahre des 10. Jahrhunderts datiert wird, stellt die letzte Phase der traditionellen Bauweise dar, die in der frühchristlichen Epoche ihren Ursprung fand. Dies bezeugen die eingesetzten Techniken, ihre Räumlichkeit und die dekorativen Motive. Im Gegensatz zu der vielfach geäußerten Behauptung, Asturien sei auf kultureller Ebene isoliert und rückständig gewesen, belegt dieses Ensemble vielmehr sein Teilhaben an den europäischen Strömungen seiner Zeit. Die präromanische Architektur Asturiens deutet darauf hin, dass das Königreich in die Anfänge des Aufbaus Europas eingebunden war, und stellt es auf eine Stufe mit dem karolingischen und dem byzantinischen Hof. In ihren Wesensmerkmalen ähnelt sie jener europäischen Architektur, die eine ähnliche Größenordnung und Bestimmung aufweist: Verschiedene Typologien bestehen nebeneinander, die räumliche Aufteilung setzt sich nach außen fort, die Innenräume scheinen das Zwielicht zu suchen, und das Mauerwerk hält sich bedeckt. Ornamentale Motive sind nur spärlich vorhanden, basieren jedoch auf dem reichen Repertoire orientaler Ornamente, das auf die Spätantike zurückgeht. 06

#asturien #kultur

Die Dekoration dieser Werke ist charakterisiert von einer Mischung aus originalen und wiederverwendeten Stücken aus Plünderungen. Die Bedeutung dieser Bauwerke liegt jedoch vor allem in ihrer bildlichen Dekoration. Jegliche äußere Verzierungen sind mit der Zeit verblasst, doch ist uns die außergewöhnliche Innengestaltung geblieben. Die erhaltenen Wandgemälde darf man getrost als das bedeutendste Ensemble seiner Art aus der hochmittelalterlichen Epoche Westeuropas bezeichnen. SANTA MARÍA DEL NARANCO. Bis heute gibt uns dieses Meisterwerk, das anhand der Widmung des Altars auf das Jahr 848 datiert wurde, Rätsel auf: Anstatt liturgisch verwendet zu werden, war es wahrscheinlich Teil einer größeren Anlage und diente dem asturischen König Ramiro I., dem Auftraggeber des Baus, als (dauerhafte oder temporäre) Residenz. Nachdem es anfangs andere Aufgaben erfüllt hatte, wurde das Gebäude mindestens vom Anfang des 12. und bis zum ersten Drittel des 20. Jahrhunderts als Kirche genutzt. Seine streng symmetrische und harmonische Raumaufteilung und seine zwei Stockwerke mit jeweils drei Seitenräumen lassen in ihrer Form kaum eine kirchliche Verwendung vermuten, obwohl die reiche Ausschmückung (mit einer Serie von 32 Medaillons) religiöse ikonografische Motive aufweist. Man nimmt an, dass das Bauwerk für repräsentative Veranstaltungen oder besondere liturgische Feiern genutzt wurde. SAN MIGUEL DE LILLO TZwischen 842 und 850 an den Hängen des Monte Naranco errichtete Kirche, die ebenfalls von Ramiro I. in Auftrag gegeben wurde. Spätestens im 12. Jahrhundert wurde sie dem Erzengel Michael geweiht. Das, was wir heute sehen, macht nur ein Drittel einer ursprünglich viel umfangreicheren Anlage mit eingewölbten Räumen aus, die Ende des 11. Jahrhunderts durch einen Erdrutsch stark beschädigt wurde. Die verbliebene Struktur wurde gefestigt und in derselben Epoche durch eine einfache östliche Kapelle ergänzt. Unter ihrem Skulpturenschmuck besonders hervorzuheben sind das Ensemble von 20 Säulen, deren Basen symbolische Darstellungen der Evangelisten aufweisen, sowie die Reliefplatte der Portallaibung – zwei außergewöhnliche Stücke, auf denen unter anderem eine römische Zirkusszene zu bewundern ist.


SANTA CRISTINA DE LENA Aufgrund der Komplexität ihrer inneren Raumaufteilung und ihres Grundrisses einzigartig, mit einem einzigen Eingang, was auf die gemeinsame Nutzung durch eine Glaubensgemeinschaft im Dienst eines Klosters hinweist. Untermauert wird diese Theorie durch die ikonografische Vielfalt, auf die die Kapitelle und die Transennen des Innenraums hindeuten, sowie die meisterhafte Ausführung des Bauwerks, das mit harmonischen Proportionen beeindruckt. Der Bau wurde auf einen Zeitpunkt kurz nach 848 datiert. Ihr heutiges Aussehen erlangte die Kirche durch Ende des 19. Jahrhunderts durchgeführte Restaurierungsarbeiten sowie Reparaturen im Anschluss an die Revolution von 1934. Sie verfügt über ein einziges Schiff, an das sich entlang der zwei Symmetrieachsen auf allen vier Seiten quadratische Räume anschließen: zwei Seitenräume, eine Vorhalle mit darüber befindlicher Empore sowie eine erhöhte Kapelle. Im östlichen Bereich des Bauwerks ist das Presbyterium durch eindrucksvolle Reihen meisterhaft verzierter Rundbögen über einer dreifachen Arkade abgetrennt, getragen von wiederverwendeten Säulen mit korinthischen Kapitellen. Die Fläche zwischen den beiden Bogenreihen ist mit durchbrochenen Transennen verziert. Im mittleren Bogen befinden sich eine Steinschranke aus zwei Platten und ein etwas höherer Pfeiler, an dessen Rändern unvollständige Inschriften erhalten sind.

SAN JULIÁN DE LOS PRADOS (SANTULLANO) Alfons II. (791-842) ließ diese Kirche zu Ehren der ägyptischen Märtyrer Julian und seiner Frau Basilissa errichten, und zwar an einem als „Los Prados de Oviedo“ bekannten Ort außerhalb der Stadtmauern. Von beeindruckender Größe und bewundernswerter Harmonie, umfasst die dreischiffige Pfeilerbasilika ein ungewöhnlich hohes und breites Querhaus, zu dem sich ein Triumphbogen öffnet, eine Stirnseite mit drei Apsiden sowie drei Vorhallen (zwei seitliche und eine im Westen). Ihre Bedeutung liegt in den außerordentlich gut erhaltenen Wandmalereien in ihrem Innenraum, die hinsichtlich ihres Umfangs, ihres Erhaltungszustands sowie ihres ikonografischen Programms in Westeuropa einzigartig sind. Die Al-fresco-Technik, die geometrischen, pflanzlichen und architektonischen Motive und die Abwesenheit christlicher Symbole (abgesehen von dem Kreuz) verweisen auf klassische pompejanische Prototypen des 1. Jahrhunderts sowie spätantike Modelle. Die Pracht der Innengestaltung des Bauwerks ermöglicht eine adäquate Einschätzung des am Hof von Oviedo erreichten kulturellen Niveaus. Das Gebäude war außen verputzt, wodurch die Einfachheit des Mauerwerks verborgen wurde. Wahrscheinlich hat das heutige Aussehen der Kirche nur wenig mit ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild gemein.

FONCALADA Es handelt sich um ein einzigartiges Beispiel der hydraulischen Werke des europäischen Frühmittelalters – der am wenigsten bekannte Aspekt des architektonischen Erbes des Königreiches von Asturien. Das Brunnenhaus war einst mit unzähligen Inschriften bedeckt, von denen jedoch lediglich die Hauptinschrift am Giebel als Fragment lesbar ist. Die Analyse der Charakteristiken der Buchstaben, welche jenen der Inschrift der Kirche San Tirso in Oviedo sehr ähnlich sind, ordnen das Bauwerk der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts zu. Es besteht aus drei Elementen: einem reichlich 14 m langen Becken, einer Kapelle sowie einem Graben. Diese wurden bei Ausgrabungen während der 1990er Jahre entdeckt und gestatten es, sich einen Eindruck von der ursprünglichen Monumentalität des Bauwerk zu machen. #asturien #kultur

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DIE „CÁMARA SANTA“ Die „Heilige Kammer“ ist in den südlichen Arm des westlichen Querschiffs der Kathedrale San Salvador von Oviedo integriert. Sie ist von großem kulturellem und künstlerischem, jedoch auch symbolischem Wert. Ihre Geschichte geht auf die Zeit Alfons’ III. (866 – 910) zurück. Der Bau besteht aus zwei übereinanderliegenden und untereinander nicht verbundenen Stockwerken, die keine gemeinsamen Zugänge haben. Das Untergeschoss wird als Krypta der Heiligen Leocadia bezeichnet (in der Reliquien heiliger Märtyrer bestattet sein sollen). Im Obergeschoss befindet sich eine dem Erzengel Michael geweihte Kapelle, die in Presbyterium und Schiff unterteilt ist. Ende des 12. Jahrhunderts wurden an dieser Kapelle bedeutende Veränderungen vorgenommen: Die ursprüngliche Holzdecke wurde durch ein mit Gurtbögen verstärktes Tonnengewölbe ersetzt. Beeindruckend sind die romanischen Apostelskulpturen, die zu den herausragenden Werken der spanischen Romanik zählen. Die ebenfalls aus jener Zeit erhaltenen, außergewöhnlichen Schmiedearbeiten zeugen vom kulturellen und materiellen Reichtum der Epoche: Das Engelskreuz (Cruz de Los Ángeles), datiert auf das Jahr 808 und Wahrzeichen Oviedos, das Siegeskreuz (Cruz de La Victoria) aus dem Jahre 908 und Wahrzeichen Asturiens, sowie der Achatschrein (Caja de las Ágatas), gestiftet 910 von Fruela II.

Die Liste der präromanischen Kunstwerke geht über die sechs von der UNESCO anerkannten Monumente weit hinaus. Daneben stehen weitere wertvolle Kulturgüter mit diesen ganz besonderen Bauwerken in Verbindung. In der Mehrheit handelt es sich dabei um Kirchenbauten, wofür das Kloster Valdediós, in dem zum Teil noch der originale Fußboden erhalten ist, ein herausragendes Beispiel darstellt. Bei einigen sind das ursprüngliche Erscheinungsbild und die Bausubstanz weitestgehend intakt – Santianes de Pravia ist hierfür ein gutes Beispiel. Erwähnenswert ist auch der „Torre Vieja de San Salvador“ (Alter Turm San Salvador) in Oviedo: Sein unterer Teil schützte als Befestigungsanlage die schwache Seite der „Cámara Santa“ (Heilige Kammer). Darüber hinaus sind weitere isolierte Werke in Teilen erhalten, wie zum Beispiel die Ostfassade der Kirche San Tirso in Oviedo mit ihrem großen Drillingsfenster mit typischem Alfizrahmen, das von der Straße aus sichtbar ist. Ebenso sind vereinzelte Fenster, Transennen, Inschriften und Kapitelle über weite Teile des Landes verstreut. Mauregato 783-789 Silo 774-783 Aurelio 768-774 Fruela I 757-768 Alfonso I el Católico* 739-757 Favila o Fáfila 737-739

Bermudo I el Diácono 789-791 Alfonso II el Casto 791-842 Nepociano (usurpador) 842-842 Ramiro I 842-850 Ordoño I 850-866 Alfonso III el Magno 866-910

Don Pelayo 718-737

KÖNIGE DER ASTURISCHEN MONARCHIE

Römische

Präromanische V

IX

Romanische Epoche X

XI

Westgotische Kunst Präromanische Kunst Asturiens

Wesentliche Merkmale der präromanischen Kunst:

• • • • • • 08

#asturien #kultur

Konstruktionen mit Rundbögen. Mauern aus Bruchsteinmauerwerk mit äußeren Strebepfeilern. Basilikagrundriss mit drei Kirchenschiffen, wobei Mittelschiff und Seitenschiffe unterschiedliche Höhen aufweisen. Reicher Bilderschmuck Fenster mit Transennen und dreigeteilten Bogenfenstern an Stirnseite und an den Mittelräumen.


Gerüstet für das 21. JahrhundertI Neue Bühnen für die Kultur

Die Geschichte Asturiens spielt sich in einem schönen, aber harten Land ab, dessen Bewohnerinnen und Bewohner seit jeher nach Fortschritt und Entfaltung streben. Dieses Streben hat ein reichhaltiges Kulturerbe hervorgebracht, das sich nicht nur in der Gegenwart widerspiegelt, sondern darüber hinaus in die Zukunft blickt. Asturien wartet mit ehrgeizigen Projekten auf, die sich über den regionalen Rahmen hinausgehend in die künstlerische und kulturelle Avantgarde einfügen, und die für jeden Besucher, der offen für Überraschungen ist, ein breites Angebot bereithalten.

#asturien #kultur

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Das Oscar-Niemeyer-Kulturzentrum, weit mehr als ein symbol Der brasilianische Architekt Oscar Niemeyer, der zu den einflussreichsten Architekten der Moderne zählt, war ein Wegbereiter bei der Erkundung der konstruktiven und plastischen Möglichkeiten von Stahlbeton als Baumaterial und wurde unter anderem mit dem Prinz-von-Asturien-Preis für Kunst geehrt (1989). Heute ist sein Name untrennbar mit Asturien verbunden. Das Oscar-Niemeyer-Kulturzentrum in Avilés ist das einzige Werk, das der Architekt in Spanien umsetzte, und in seinen eigenen Worten sein ihm liebstes Projekt außerhalb von Brasilien. Als die Stiftung anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Prinz-von-Asturien-Preises 2006 alle früheren Preisträger bat, die Feierlichkeiten mit einer Vorlesung, einer Konferenz oder einem Publikumstreffen zu unterstützen, schenkte Niemeyer Asturien seinen Entwurf für ein Kulturzentrum mit den Worten: „Ich bin Architekt und kann daher Gebäude entwerfen. Was ich deshalb machen werde, ist: ein Gebäude zeichnen.“ Das an der Ría von Avilés am Fuße der historischen Altstadt gelegene „Centro Niemeyer“ befindet sich in einem ehemali10

#asturien #kultur

gen Industriegebiet. Es wurde in einen Ort umgewandelt, in dem Exzellenz und Kreativität im Mittelpunkt stehen, und hat sich zu einem Symbol für die Zukunft Asturiens entwickelt: ein Land, das – ohne seine industriellen Wurzeln zu verleugnen – auf Nachhaltigkeit, Technologie, Bildung und Kultur als Motoren der Entwicklung setzt. Der Komplex besteht aus fünf unabhängigen Einheiten, die sich jedoch gegenseitig ergänzen. Die Konzerthalle mit 998 Sitzplätzen, deren Portal sich zur Erweiterung der Bühne zum Platz hin öffnen lässt, die Kuppel, die einen transparent gestalteten Ausstellungsbereich mit Elementen von großer plastischer Wirkung umschließt, der Turm mit einer Höhe von 20 Metern, der als Aussichtspunkt dient und die Gastronomie beherbergt, das Mehrzweckgebäude mit Proberäumen und Sitzungs- und Konferenzsälen, sowie ein Café, einen Shop und einen Empfangsbereich. Hinzu kommt der – in den Worten Niemeyers – „weitläufige Platz, der sich allen Männern und Frauen der Welt öffnet: eine große Theaterbühne, die auf die Ría und die Stadt Avilés blickt“.


Laboral, die “Stadt der Kultur” Gijón begeistert mit der Stadt der Kultur „Laboral“, einem außergewöhnlichen architektonischen Komplex, der als der Förderung von Bildung, Kultur und avantgardistischem künstlerischem Schaffen gewidmetes Zentrum für neue Lebendigkeit sorgt. Mit dem Bau der als Waisenhaus für die z. T. elternlosen Kinder verunglückter Bergleute konzipierten „Universidad Laboral de Gijón“ wurde 1948 unter der Leitung des Architekten Luis Moya Blanco begonnen. Sie wurde mit dem Ziel gegründet, Generationen von Arbeitern zu qualifizierten Fachleuten auszubilden, und umfasst Klassenräume, Werkstätten, einen Vortragsraum, eine Kapelle, Internate und sogar einen 100 ha großen Bauernhof – innerhalb eines beeindruckenden Anwesens von 130.000 m2.

Im Jahr 2007 als „Stadt der Kultur“ eröffnet, widmet sich die Einrichtung der Innovation in der Welt der Kunst. Ihr großartiges Theater und das Zentrum für Kunst und industrielle Gestaltung gehören zu den Hauptbereichen dieses asturischen Kulturzentrums. Neben den gebotenen Aktivitäten ist auch die Architektur des Komplexes von unbestreitbarem Interesse. Sein schierer Umfang, die hervorragende Qualität und die Einzigartigkeit seines Angebots lassen keinen Besucher gleichgültig. Den Mittelpunkt stellt der majestätische zentrale Innenhof dar, der von gewölbten Arkaden umgeben ist. Im Osten befindet sich das Gebäude der ehemaligen Direktion, im Süden das Gebäude des Stiftungsvorstands. Im Norden liegt das Theater, an dessen Außenfassade der klassizistische Stil dominiert, und im Westen steht die eindrucksvolle Kirche, welche über den Platz herrscht. Hinter der Kirche erhebt sich der 117 m hohe Turm, dessen Panoramaaufzug den Besucher auf die obere Terrasse mit herrlichem Blick auf die Bucht von Gijón und ihre Umgebung bringt. LABORAL – ZENTRUM FÜR KUNST UND INDUSTRIELLE GESTALTUNG Dieses Ausstellungszentrum ist speziell der Kunst, der Wissenschaft, der Technologie sowie der visuellen Kommunikation mithilfe moderner Medien gewidmet. Es handelt sich um einen Ort, der sich mit der künstlerischen und technischen Forschung, Bildung und Produktion sowie der Reflektierung neuer Formen von Kunst und industrieller Gestaltung befasst. Der Besucher ist eingeladen, die ständige Ausstellung zu erkunden; zudem stehen interessante Wechselausstellungen auf dem Programm.

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Architektonisches Ensemble Buenavista Oviedo ist nicht nur eine Stadt der Kultur, die mit hochkarätigen Veranstaltungen wie der Opernsaison oder den kulturellen Einrichtungen der Altstadt wie dem Museum der Schönen Künste Asturiens oder dem Archäologischen Museum begeistert. Darüber hinaus zeigt sich das Genie des valencianischen Ingenieurs und Architekten Santiago Calatrava Valls in diesem Komplex rund um den Ausstellungs- und Kongresspalast. Er wurde als bedeutendstes ziviles Bauwerk Asturiens seit der „Universidad Laboral“ bezeichnet; innerhalb seiner für den Architekten typischen runden Formen wartet er mit einem reichhaltigen Programm auf. Das Projekt, das in diesem großen Werk gipfelte, nahm im Jahre 2001 Gestalt an und zählt heute zu den unverwechselbaren Wahrzeichen der asturischen Hauptstadt. Der Ausstellungs- und Kongresspalast steht im Zentrum eines halboffenen Platzes und wird von U-förmig angelegten, untereinander verbundenen Bauten umrahmt. Das Gebäude, das ihn zu drei Seiten umfasst, erinnert an gläserne Behälter, gestützt von sehr hohen, stählernen Pfeilen. Im unteren Teil befindet sich ein großes Einkaufszentrum (MODOO), zudem ist die Anlage von mehr als 30.000 m2 Fläche umgeben, die für öffentliche Zwecke zur Verfügung stehen.

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DER AUSSTELLUNGS- UND KONGRESSPALAST DER STADT OVIEDO Eiförmige Struktur unter den für Calatrava typischen weißen Stahlstreben – eine Art schützender Helm, den ein überragendes Wetterdach abschließt. In Bezug auf die eingesetzten Materialien und die verwendete Formensprache handelt es sich um ein für den Architekten charakteristisches Werk: grandios, ausdrucksstark und schön. Es setzt auf die Materialien Beton, Glas und Stahl mit ihren ganz besonderen Eigenschaften, Farben und Beleuchtungseffekten. Das monumentale Ergebnis wird dem der Nutzung der Anlage entsprechenden Bedarf rundum gerecht: Einzigartigkeit, Kapazität und Funktionalität. Besondere Erwähnung verdienen die Außenterrasse über der Vorhalle des Einkaufszentrums – durch den Überstand des Gebäudes überdacht und für verschiedene Nutzungsmöglichkeiten geeignet –, sowie die Konzerthalle mit ihrem 45 m hohen Gewölbe und einer mehr als 350 m2 großen Bühne. Diese auf internationaler Ebene wegweisende Architektur trägt dazu bei, Oviedo zu einer weltweiten Referenz auf dem Gebiet der Ausrichtung von Kongressen und bedeutsamen Veranstaltungen zu machen.


Asturien, Paradies der Filmkunst: ein blick hinter den Kulissen

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Standbild aus „Para qué sirve un oso“

Asturiens Liebe zur Kamera Mit seiner natürlichen Schönheit, seinem reichen Kulturerbe, seinen außergewöhnlichen Landschaften und faszinierenden Bewohnern zieht Asturien die Aufmerksamkeit unzähliger Künstler und Filmregisseure auf sich – seit den Zeiten, als die Brüder Lumière das Kino erfanden, bis zum heutigen Tag. Natürlich kann sich auch das Fernsehen der Faszination Asturiens nicht entziehen – als einem Land, dessen Farbpalette, Umrisse und Szenarien die besten Drehbuchautoren, Produzenten und Regisseure zum Träumen bringen… Das Filmarchiv Asturiens (Oviedo, Plaza Daoiz y Velarde, 11. Telefon: +34 985 207 350) bewahrt und dokumentiert die Gesamtheit der von Asturien inspirierten Filmografie.

Szene aus „Das Waisenhaus“ (Llanes)

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Szene aus „La Señora” (Cadavedo)

In den letzten Jahren waren einige Regisseure mit ihren Werken „Stammgäste“ in Asturien. Nachfolgend einige der bedeutendsten Filme und Fernsehserien:

· El detective y la muerte (1994) von Gonzálo Suárez (Llanes). · Volver a Empezar (1982) von José Luis Garci (Gijón und Cangas de Onís).

FILME · Para qué sirve un oso (2010) von Tom Fernández (Proaza, Quirós, Teverga und Somiedo).

FERNSEHSERIEN · Doctor Mateo (Colunga).

· Fuga de cerebros (2009) von Fernando Gonzálezz Molina (Gijón).

· La Señora (Llanes, Ribadedeva yund Aller).

· Vicky Cristina Barcelona (2008) von Woody Allen (Oviedo).

· Segunda Enseñanza (Oviedo).

· El Orfanato (2007) von José Antonio Bayona (Llanes und Ribadedeva).

· La Regenta (Oviedo und Mieres).

· Luz de Domingo (2007) von José Luis Garci (Oviedo, Gijón, Avilés,…).

· Vientos de Agua (Gijón, Sobrescobio, San Martín del Rey Aurelio).

· La Torre de Suso (2007) von Tom Fernández (Aller, Mieres, Castrillón und Oviedo). · Oviedo Express (2007) von Gonzalo Suárez (Oviedo). · Pudor (2007) David und Tristán Ulloa (Gijón). · Historia de un beso (2002) von José Luis Garci (Llanes, Gijón, Oviedo, Siero, Carreño und Gozón). · El portero (2000) von Gonzalo Suárez (Cuencas Mineras). · You’re the one (2000) von José Luis Garci (Cangas del Narcea, Llanes, Siero, Oviedo, Gijón und Avilés).

· Jinetes del Alba (Cangas de Onís und Oviedo).

Die natürlichen Kulissen Asturiens verzaubern die Zuschauer. So kommen viele Besucher in unser Land, um sich „live vor Ort“ die Drehorte jener Geschichten anzuschauen, die sie auf dem Bildschirm oder der Leinwand bewegt haben. Die Begeisterung der unzähligen Fans hier gedrehter Fernseh- und Kinofilme hat mit dem Thema befasste touristische Routen und Angebote hervorgebracht, so zum Beispiel: • Llanes de Cine (LLanes) www.llanesdecine.com

· Carne de Gallina (2000) von Javier Maqua (Mieres).

• Route „Doctor Mateo“ (Lastres) www.lacomarcadelasidra.es

· Pídele cuentas al rey (1999) von José Antonio Quirós (Cuencas Mineras).

Darüber hinaus wartet die Region mit zahlreichen Filmfestivals auf. Zu den bekanntesten und ältesten Festivals zählt das vor über einem halben Jahrhundert aus der Taufe gehobene Internationale Filmfestival von Gijón, eine Referenz für das unabhängige, avantgardistische Kino in Europa.

· El Abuelo (1998) von José Luis Garci (Llanes, Gijon, Lena, Oviedo, Siero, Valdeas und Cudillero).

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Tradition und Identität: das authentische Asturien

Seit prähistorischen Zeiten besitzt Asturien eine reiche Kultur, wie die zahlreichen, über die gesamte Region verteiltenHöhlenmalereien belegen, von denen einige zum UNESCOWelterbe erklärt wurden. Von dieser fruchtbaren Frühzeit über die präromanische Epoche und das Asturien der keltischen Wallburgen – welches sich eher im Westen des Landstrichs zeigt –, das römische Asturien – dessen Ausdehnung durch die verschiedenen römischen Verkehrswegeinsbesondere im zentralen Teil der Region klar definiert ist –, das mittelalterliche Asturien – mit Reconquista,Monarchie und Jakobsweg –, und natürlich das aufgeklärte Asturien mit seiner ethnografischen Vielfalt, Wasserkraftanlagen und Mühlrädern, der industriellen Revolution und der Emigration nach Amerika: All diese Facetten machen das moderne Asturien aus. Deutlich wird dies in lebendigen Zeugnissen, Festen und Feiern, Stätten und Museen, die an die bewegte Vergangenheit, Umwälzungen und Revolutionen erinnern, welche zur Gestaltung der europäischen Gegenwart beigetragen haben. 16

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Asturien prägt die spanische und kontinentale Identität, und verleiht ihr durch den Respekt von Traditionen eine gewisse Würde – Traditionen, die in den Weilern und Dörfern, Küstenorten und Städten, Naturschutzgebieten und Biosphärenreservaten des Landes aufrecht erhalten werden. Die Traditionen des Fürstentums stellen eine reicheRessource für Volkskundler dar und sind eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration für alle Arten von Reisenden: Wer Geschichte, Kunst und Monumente liebt, traditionelle Kultur erleben möchte oder sich für Ethnografie interessiert, die Natur und das Landleben kennenlernen will, sich für Architektur begeistert, sich als Hobby-Archäologe betätigen oder mit Leib und Seele an einem der unzähligen Feste des Landes teilhaben möchte, die mit Musik, Ausgelassenheit, gutem Essen und dem allgegenwärtigen ApfelweinRitual begeistern, der ist in Asturien genau am richtigen Ort …


Covadonga,

der Ursprung einer Identität In 11 km Entfernung von Cangas de Onis befindet sich das Heiligtum von Covadonga, eine für die Bewohner Asturiens ausgesprochen bedeutsame Stätte, an der Natur, Religion und Geschichte sich ein Stelldichein geben. Im Anschluss an den Sieg Pelayos in der Schlacht von Covadonga im Jahre 722 entwickelte sich ein christlicher Kult an diesem Ort, der seit mehr als 12 Jahrhunderten bis heute als Wallfahrtsstätte dient. Die dezimierte christliche Armee ging siegreich aus der Schlacht hervor, Pelayo wurde König, und das Kreuz sowie die prophetische, göttliche Botschaft wurden auf Flagge und Wappen der asturischen Monarchie verewigt. Heute umfasst das Ensemble die Basilika von Covadonga, die Höhle mit einer kleinen Kapelle, kirchliche Gebäude sowie Hotels und Gaststätten. El Repelao. Den Zugang zum Heiligtum von Covadonga und zum Nationalpark „Picos de Europa“ markiert der Obelisk „El Repelao“. Der Legende nach ist dies der Ort, an dem sich Pelayo von den asturischen und kantabrischen Kriegern zum Anführer bestimmen ließ. Die Höhle. Zwei Wege führen zu der Höhle, einer über den Vorplatz der Basilika und der zweite über die Treppe am Fuße des Berges, in dem sich die Höhle befindet. Viele Pilger erklimmen diese „Treppe der Versprechen“ auf Knien und lösen damit ein Versprechen ein oder richten eine Bitte an die „Jungfrau von Covadonga“. Deren Abbild befindet sich in der kleinen Kapelle im Inneren der Höhle.

Das Heiligenbild der Santina. Das heute sichtbare Heiligenbild der Santina stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde vom Rat der Kathedrale Oviedos als Ersatz für das romanische Bild gestiftet, das bei einem Brand Opfer der Flammen geworden war. Am Fest- und Ehrentag der Heiligen können die Besucher den Glanz ihrer prächtigen, original erhaltenen Kronen bewundern, gefertigt aus Platin und mit Diamanten und Edelsteinen besetzt. Den Rest des Jahres sind diese im Museum zu besichtigen. Grabstätten. Bevor man das Heiligenbild der Jungfrau erreicht, passiert man ein Grab mit der Inschrift: „Hier ruht der heilige König Don Pelayo, gewählt im Jahre 716, der in dieser wunderbaren Höhle die Rückeroberung Spaniens begann. Nach dem Sieg über die Mauren im Jahre 737 gestorben, ruht er hier in Begleitung seiner Frau und seiner Schwester.“ An diesem Ort ruhen die Gebeine Pelayos, seiner Frau und seiner Schwester sowie von Alfons I. und seiner Frau. Quelle der Ehe. Am Fuße der „Heiligen Höhle“ befindet sich die sogenannte „Fuente del Matrimonio“ (Quelle der Ehe), welcher der Volksglauben die Fähigkeit zuschreibt, all jene Mädchen zum Altar zu führen, die aus ihr trinken. Stiftskirche von San Fernando. Bei der Stiftskirche von San Fernando handelt es sich um das älteste in Covadonga erhaltene Gebäude. Sie wurde im 16. Jahrhundert an den Berg hinangebaut, und zwar an der Stelle des mittelalterlichen Klosters. In dessen Kreuzgang sind einige wunderschöne romanische Grabstätten erhalten, die wahrscheinlich aus dem 12. Jahrhundert stammen #asturien #kultur

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Die Basilika. Nachdem man die engen Kurven des zum Heiligtum führenden Wegs erklommen hat, erreicht man die über steilen Abhängen errichtete Basilika. Für ihren Bau wurde der rosafarbene Kalkstein der umliegenden Berge verwendet. Ihr theatralisch wirkender Standort ist ebenso beeindruckend wie die Werke in ihrem Inneren: die von Juan Samsó gefertigte sitzende Jungfrau Maria, die Gemälde Madrazos, die Pelayo in Covadonga zeigen, sowie die Aufnahme der Gottesmutter in den Himmel von Carducho – ein hervorragendes Werk aus dem Barock. Museum von Covadonga. Das Museum lädt den Besucher auf eine spannende Reise durch die Geschichte des Heiligtums ein. Es umfasst eine Reihe von Gemälden, die die Könige von Asturien zeigen, sowie interessante Schmiedearbeiten, Skulpturen (ein Christus aus Elfenbein) und dekorative Kunstwerke wie der goldbestickte Umhang, den Königin Isabel II. für die Jungfrau anfertigen ließ. Die „Campanona“. Spektakuläre, 3 m hohe Glocke mit einem Gewicht von 4 Tonnen, verziert mit Szenen aus der Göttlichen Komödie. Auf der Weltausstellung in Paris 1900 wurde das Werk mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Park des Prinzen. Man durchstreift den Park vorbei an üppiger Vegetation und schönen Holzbrücken, die neben einzigartigen architektonischen Stücken die Schönheit des Ortes noch unterstreichen und seinen historischen und künstlerischen Wert hervorheben. Weitere Gebäude von Interesse. Das Hotel Pelayo (1908), das „Haus der Musiker“ (18. Jahrhundert), das „Wirtshaus der Pilger“ (18. Jahrhundert). Letzteres war seinerzeit die einzige Herberge des Heiligtums; später waren hier die Sängerknaben von Covadonga und die ehemaligen Schulen untergebracht. Heute wird das Gebäude als Herberge sowie für Jugendbegegnungen genutzt, die im Park des Prinzen stattfinden. 18

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Ruta de las Peregrinaciones Travesía Andariega Historische Route von Llanes nach Covadonga

GIJÓN Deva

VILLAVICIOSA

Route von Muñigo nach Covadonga Route zum Kreuz von Priena Route Vega de Orandi Route zu den Seen

Amandi

LLANES

Sietes Los Callejos

POLA SIERO OVIEDO

Lamuño

NAVA

Bendición

Piloñeta Martinporra

LANGREO

ARRIONDAS Villanueva CANGAS DE ONÍS

Llames

INFIESTO

Corao

Espinaredo

La Matosa

La Gargantada

Muñigo El Sellón

Posada

Vega del Puerto

Cruz de Priena Covadonga

Lago Enol Vega de Orandi Lago de la Encina

Wandern rund um Covadonga WEGE IN DER UMGEBUNG COVADONGAS Von Muñigo nach Covadonga. Dieser etwa 1,5 km lange Weg beginnt am an der AS-262 gelegenen Parkplatz von Muñigo. Man überquert eine hölzerne Fußgängerbrücke und steigt einen durch den Wald mit Kastanien, Birken und Ahornbäumen führenden Weg hinauf, der im westlichen Teil des Gebäudeensembles von Covadonga endet. Route zum Kreuz von Priena. Dieser Weg führt uns in über 700 m Höhe. Der Aufstieg belohnt den Wanderer mit einem herrlichen Blick auf das Meer, den Sueve, auf Arriondas und Cangas de Onis, auf die Straße der Seen und die höchsten Gipfel dieser Täler. Die eineinviertelstündige Wanderung startet unweit von El Repelao (AS-262). Der Zickzack-Weg führt auf den durch das „Kreuz von Priena“ oder auch „Kreuz von Pelayo“ gekrönten Gipfel. Hier lockte Pelayo die sarazenischen Truppen im Jahre 722 in einen Hinterhalt, und die darauf folgende Schlacht von Covadonga läutete die spanische Reconquista ein. Route Vega de Orandi. PR-PNPE-6. Der Pfad zur Vega de Orandi, eine der schönsten Landschaften des Gebiets, startet direkt am Heiligtum von Covadonga. Wir steigen an den Hängen des Monte Auseva durch einen schönen Wald auf, bis wir den Colladín de Orandi erreichen. Hier beginnt der Abstieg, der uns zur Vega de Orandi führt.

PILGERWEGE Ruta de las Peregrinaciones (Pilgerroute). Von Oviedo nach Covadonga. Diese 104 km lange Strecke führt in 7 Etappen durch Dörfer und Täler sowie über Bergwiesen: Oviedo Ctra. la Gargantada (15,0 km); Gargantada - Alto del Espinadal (17,5 km); Alto del Espinadal - Puente Miera (16,7 km); Puente Miera - Espinaredo (9,5 km); Espinaredo - La Matosa (14,0 km); La Matosa - Cangas de Onís (19,5 km), Cangas de Onís - Covadonga (13,5 km). Travesía Andariega. Von Gijón nach Covadonga. Dieser Fernwanderweg von etwa 75 km Länge führt in drei Etappen durch wunderschöne Naturlandschaften: Deva - Amandi (25,0 km); Amandi - Llames de Parres (25,0 km), Llames de Parres - Covadonga (25,0 km). Die historische Route von Llanes nach Covadonga. Dieser vor einigen Jahren neu erschlossene Weg führt in drei Etappen durch wunderschöne Naturlandschaften: Llanes Los Callejos (15,6 km); Los Callejos - Vega del Puerto - Corao (19 km), Corao - Abamia - Cruz de Priena - Covadonga (9 km).

Route zu den Seen von Covadonga. Den wichtigsten Zugang ins Innere des Nationalparks Picos de Europa stellt die Straße dar, die direkt zu den Seen führt. Der kurvige Aufstieg belohnt mit einem Panoramablick, der die gesamte Umgebung umfasst. Die Seen (Enol und Ercina) sind ein Ort von großer natürlicher Schönheit. Hier bieten sich dem Besucher zahlreiche Möglichkeiten – von einem einfachen Rundgang ab dem Parkplatz Buferrera bis hin zu der unendlichen Vielfalt an Wegen und Pfaden mittlerer und hoher Schwierigkeit, die sämtliche Winkel des Parks erkunden. #asturien #kultur

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Auf den spuren Amerikas: die „Indianos“

Auf der Suche nach einem besseren Leben machten sich ab der Mitte des 19. Jahrhunderts bis ins erste Drittel des 20. Jahrhunderts hinein viele Asturer auf in Richtung Amerika. Aus allen Teilen des Landes begaben sie sich auf eine lange Reise, von der später viele als gemachte Leute in ihre Heimat zurückkehrten. Angesichts des starken Bevölkerungswachstums und der Knappheit der Ressourcen, oder auch in der Hoffnung, dem Militärdienst zu entgehen, wagten viele ein Abenteuer, das Unternehmungslust und harte Arbeit bedeutete. Durch den engen Kontakt zu anderen Emigranten konnten die Auswanderer ihre Identität bewahren. Viele der Rückkehrer investierten den in Übersee erworbenen Reichtum als Einzelperson oder im Rahmen von Wohlfahrtsverbänden in die Konstruktion von Straßen, die Installation von Straßenbeleuchtung, den Bau von Plätzen, Brunnen und Waschplätzen in ihrem Heimatland. Vor allem aber wurden in zahlreichen Dörfern Schulen gegründet, ausgestattet und unterhalten, sowie

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Lehrer bezahlt, was in vielen Ecken des Landes eine Grundbildung möglich machte. Mit prächtig dekorierten Palästen, riesigen Villen und prunkvollen Häusern, die von der neu erworbenen bürgerlichen Mentalität der Heimkehrer zeugten, strebten viele von ihnen danach zu zeigen, dass sie die soziale und wirtschaftliche Leiter emporgestiegen waren und sich von ihren Mitbürgern abhoben. Die Architektur entwickelte sich zu einem Zeichen des sozialen Ranges. Auch die meist mit einer majestätischen Palme versehenen Gärten, die viele dieser Bauten umgeben, zeugen von diesem Statusunterschied. Nicht zuletzt versuchte man durch prächtige Grabstätten und Familiengräber, seinen neu gewonnen Status auch aufs Jenseits auszudehnen. Am besten lässt sich die historische Tragweite dieses Phänomens in der Stiftung „Archivo de Indianos“ – Museum der Emigration entdecken, die in Quinta Guadalupe, in Colombres (Ribadedeva), in einem hübschen Herrenhaus untergebracht ist, das der nach Mexiko ausgewanderte Íñigo Noriega 1906 erbauen ließ.


In ganz Asturien haben die „Americanos“ oder „Indianos“ – aus Amerika reich in ihre Heimat zurückgekehrte spanische Auswanderer – ihre Spuren hinterlassen. Gute Beispiele finden sich an der Westküste zum Beispiel in Navia (mit Wohnvierteln wie Tox oder Villapedre), Valdés (mit der größten Anzahl markanter Gebäude rund um Barcellina oder Villar) sowie Cudillero. Ein Ort, der aufgrund der außerordentlichen Qualität der hier konzentrierten Architektur und der schieren Anzahl an Herrenhäusern mit Gartenanlagen besondere Erwähnung verdient, ist Somao (Pravia). Die „indianische“ Route in Llanes macht den Besucher mit den herausragendsten Beispielen der über den Ort verteilten architektonischen Juwelen vertraut. Weitere interessante Routen gibt es in Cangas de Onís mit einer Gruppe prächtiger Chalets vom Anfang des 20. Jahrhunderts, Piloña (Sevares, Villamayor und Coya), Caravia sowie weiteren Orten im östlichen Asturien. Teilweise wurden Grünflächenpflege und Gärtnerei auch in den Dienst der Gemeinschaft gestellt. So ist es in Asturien keine Seltenheit, dass öffentliche Parks mit „indianischem“ Kapital finanziert und gestiftet wurden – so zum Beispiel der Park Vicente Loriente in Castropol oder der Park Ballina in Villaviciosa.

Stiftung „Archivo de Indianos“ (Colombres)

Anfang Juli wird die Feria Indiana, die „indianische Messe“ gefeiert. Dann verwandelt Colombres sich in einen riesigen Markt mit Waren und Gütern aus Übersee, die Seite an Seite mit handwerklichen und gastronomischen Produkten der Region angepriesen werden. Führungen, musikalische Darbietungen und Ausstellungen runden das Festprogramm ab. #asturien #kultur

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Das Erbe der Industrialisierung:

Das Vermächtnis der Arbeiterbewegung

Die tiefgreifendste und schnellste Veränderung erlebte Asturien durch die Industrialisierung. Als das traditionelle, seit dem Mittelalter etablierte Gesellschaftsmodell in eine Krise trat, begann das moderne Zeitalter – mit Wirtschaftskapitalismus, städtischer Expansion und natürlich der Arbeiterbewegung. Dies hatte organisatorische Auswirkungen: Zwar war das gesamte Fürstentum von Veränderungen betroffen, jedoch befand sich das mittlere Drittel, in dem sich Kohlebergbau und Eisenmetallurgie konzentrierten, in einer begünstigten Lage. Eisen- und Stahlfabriken wurden zunächst in den Kohlerevieren errichtet, bis das erste integrierte Stahlwerk Spaniens, ENSIDESA, in Avilés gebaut wurde. Die Verkehrsverbindungen (insbesondere Bahnstrecken und Häfen) entwickelten sich im Gleichschritt mit. Auf dem Gebiet der Energieproduktion ergänzten sowohl die anfänglichen kleinen Wasserkraftwerke im Gebirge (La Malva, in Somiedo) als auch die großen Staudämme der Nachkriegszeit (Grandas oder Tanes) die Wärmekraftwerke und die wenigen urbanen Produktionsstätten wie das Gaskraftwerk in Oviedo. Auch das alltägliche Leben änderte seinen Kurs. Das ländliche Gehöft, auf dem gemeinsam gewirtschaftet und gewohnt wurde, verlor seine Vorrangstellung. Und zwar nicht nur aufgrund der Abwanderung in die Städte, wo Arbeiterviertel und Mietshäuser errichtet wurden: Quartiere und Baracken für Arbeiter schossen vielerorts und auch in ländlichen Gebieten oder im Gebirge aus dem Boden. Der sogenannte „industrielle Paternalismus“ sorgte für eine 22

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neue Beziehung zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgeber, der neben einer Unterkunft außerdem für die Energieversorgung (Konsumgenossenschaften), ärztliche Betreuung (kleine Krankenhäuser) und Bildung (religiös geleitete Schulen) sorgte. Ein wunderbares Beispiel für den „industriellen Paternalismus“ stellt Bustiello (Mieres) dar, ein nach dem Modell einer Gartenstadt angelegter Ort. Seine Bewohner kamen in den Genuss hochqualitativer Gebäude und einer umfangreichen Betreuung. Dies zeigt sich sowohl in den Reihenhäusern als auch in den Einrichtungen, die die Steinkohlengesellschaft „Sociedad Hullera Española“ bereitstellte, um die Einwohner zu umsorgen, an sich zu binden und – kurz gesagt – zu kontrollieren: Schulen, Krankenhaus, Konsumgenossenschaft, Kirche, Erholungszentrum… Der Hafen von San Esteban de Pravia (Muros de Nalón) verbindet auf harmonische Weise seine derzeitige Nutzung zu Fischerei- und Freizeitzwecken mit der erfolgreichen Bewahrung des reichen industriellen Erbes dieses einst wichtigsten Kohlehafens in Spanien. Der Besucher kann einen Blick auf die verschiedenen Hafengebäude werfen (Zoll, Kommandantur, Lagerhallen, Hafenaufsicht …), am in einen Fußgängerpfad umgewandelten Gleisbett der ehemaligen Schmalspurbahn entlangspazieren, oder die majestätischen Kräne zum Laden von Frachten und die sanierten Verladeplätze für Mineralprodukte bestaunen.


Daneben wartet das Fürstentum mit weiteren Beispielen aus der Anfangszeit der Industrialisierung auf. Das Bergwerksmuseum von Arnao (Castrillón) beherbergt den ersten vertikalen Tiefenschacht Asturiens zur Mineralgewinnung, mit einem mit Zinklamellen verkleideten Förderturm, den die „Real Compañía Asturiana de Minas“ betrieb. Der Besucher kann durch das Fabrikdorf mit Wohnhäusern (sowohl der Arbeiter als auch der Unternehmensleiter und Eigentümer), Schulen, Konsumgenossenschaft usw. spazieren, oder einen Blick auf die in seiner Anfangszeit installierte Bahnstrecke werfen, die den Ort mit San Juan de Nieva verband. In Cuenca del Caudal ist ein Besuch ein absolutes Muss: Das Valle de Turón (Mieres) beeindruckt mit Relikten des Bergbaus, die sich über den schmalen Grund und die steilen Hänge des Tals verteilen. Hier steht der Förderturm Pozo Santa Bárbara (1914), der als erster zum „geschützten Kulturgut des Fürstentums“ erklärt wurde. Das Valle del Caudal hat in der Bergbaugeschichte der Region sein ganz eigenes Kapitel geschrieben und blickt auf ein Vermächtnis, das es sich lohnt zu entdecken. Das Ecomuseo del Valle de Samuño in Langreo ist ebenfalls unbedingt einen Besuch wert. Es umfasst den ehemaligen Förderturm Pozo San Luis, das zugehörige Bergbaudorf La Nueva, sowie die Bergwerksbahn zum Transport der Kohle, mit der die Besucher des Ökomuseums den Weg nachvollziehen können, den das einst hier geförderte schwarze Gold nahm. Eine Alternative, um den Besuch ehemaliger Produktionsstätten mit körperlicher Bewegung in der freien Natur zu verbinden, bieten die alten, einst für den Bergbau genutzten Bahnstrecken, die mittlerweile als Wege für Fußgänger und Radfahrer dienen – wie zum Beispiel der Senda del Oso, der die Gemeinden Santo Adriano, Proaza, Teverga und Quirós durchquert, die Vía Verde in Turón (Mieres) oder die über 7 km lange Vía Verde in La Camocha (Gijón) zwischen La Camocha und Los Campones.

Museum für Bergbau und Industrie (El Entrego)

sche des Bergwerks wahr – natürlich ohne den Gefahren ausgesetzt zu sein, denen einst die Bergarbeiter gegenüberstanden. DAS MUSEUM DER EISENINDUSTRIE (MUSI) Das Besucherzentrum des Museums ist in einem beeindrukenden Kühlturm des ehemaligen Stahlwerks der Gruppe Duro Felguera in Langreo untergebracht. Das im 19. Jahrhundert gegründete und in Spanien wegweisende Unternehmen bietet dem Besucher einen historischen Überblick, der von der Unternehmensgründung und ihrer Bedeutung für die Bevölkerung und den Landstrich ausgeht. Modelle, Tafeln, interaktive Module und Sammlerstücke bieten Informationen über die Entwicklung des Betriebs und seiner Einrichtungen, und informieren darüber, welche Auswirkungen sich für den Ort Langreo ergaben.

In den letzten Jahren wurden in Asturien drei Einrichtungen eröffnet, die sich mit der historischen Interpretation und Erforschung der drei Pfeiler befasst, auf die sich die Industrialisierung Asturiens stützt: das Museum für Bergbau und Industrie, das Museum der Eisenindustrie sowie das Eisenbahnmuseum.

Darüber hinaus bietet das MUSI neben Führungen durch die ständigen Ausstellungen auch optionale Rundgänge durch die unmittelbare Umgebung an – wie zum Beispiel „Arbeiterwohnungen in La Felguera: Lebensräume“ oder „La Felguera, vom Unternehmergeist Pedro Duros und den Ursprüngen und der Entwicklung eines Ortskerns“.

DAS MUSEUM FÜR BERGBAU UND INDUSTRIE (MUMI)

DAS EISENBAHNMUSEUM

In El Entrego (San Martín del Rey Aurelio) gelegen. Die ständige Ausstellung führt den Besucher durch die technische Geschichte des Bergbaus in Europa – vom Zeitalter der Dampfmaschine bis zur Blütezeit der Industrialisierung in Asturien. Dabei wurden von den Bergarbeitern genutzte Räumlichkeiten nachgebildet, so zum Beispiel der Brennraum, die Krankenstation oder das Duschhaus. Den Mittelpunkt des MUMI bildet ein metallenes Fördergerüst unter freiem Himmel, während das „Modellbergwerk“ im Untergeschoss den Höhepunkt der Besichtigung darstellt. Hier wurde das Innere eines Bergwerks in Originalgröße und mit echten Werkzeugen und Ausrüstungen nachempfunden, wodurch dem Besucher die wichtigsten Aspekte des Abbaus und der Förderung von Kohle, ihres Transports innerhalb der Mine sowie der Luftzufuhr im Bergwerk erläutert werden. Die Einfahrt in den Schacht erfolgt mit dem Förderkorb, ein überaus ergreifender Moment. Zudem nimmt der Besucher die Gerüche und Geräu-

Untergebracht in den sanierten Einrichtungen des einstigen Nordbahnhofs von Gijón. Das Museum befasst sich mit der Erhaltung, Erforschung und Verbreitung der Eisenbahngeschichte Asturiens. Es bietet einen umfassenden Überblick über die Zusammenhänge zwischen dem Aufkommen der Eisenbahn und der sozialen, technischen und wirtschaftlichen Geschichte, und untersucht die Auswirkungen von industrieller Revolution und technologischer Entwicklung im Anschluss an die Einführung der Eisenbahn in der Region. Das Museum umfasst über fünfzig mobile, restaurierte und teils noch funktionstüchtige Ausstellungsstücke des asturischen Eisenbahnnetzes, das zu den dichtesten Spaniens zählt. Dampflokomotiven, alte Waggons und viele weitere Objekte von großem Wert sind auf alten Gleisen ausgestellt und bescheren dem Besucher ein rundum faszinierendes Erlebnis.

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Ein Land in Feststimmung: Feste, die vor Leben sprühen

Wer in Asturien eines der traditionellen Feste besucht, die im Laufe des Jahres im ganzen Land stattfinden, erlebt mitreißende Unterhaltung von sozialem Charakter. Asturische Festtage beginnen für gewöhnlich mit einer „Pilgerfahrt“, gefolgt vom sogenannten „Puya’l ramu“ und einem Volksfest. Bei der „Pilgerfahrt“ ziehen die Teilnehmer zu der heiligen Stätte oder Kirche, in der eine Messe abgehalten wird. Während der Prozession wird das verehrte Heiligenbild vom „Ramu“ begleitet, das einige Einwohnern auf ihren Schultern tragen. Es handelt sich dabei um ein mit Lorbeerzweigen und Blumen geschmücktes Holzgestell, an dem Brotlaibe und Brotkränze hängen. Das Brot wird später beim „Puya’l ramu“ vers24

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teigert – der Ertrag wird für die Ausrichtung des nächsten Festes verwendet. Nun beginnt das Festessen, bei dem Trommel und Dudelsack oder eine Musikkapelle für Unterhaltung sorgen. Den Abschluss des Festtags stellt das abendliche Volksfest dar, bei dem ausgiebig getanzt wird. Üblicherweise tragen die Teilnehmer dabei das „Traxe’l país“ – traditionelle Trachten, die ein integraler Bestandteil der kulturellen Identität Asturiens sind. Zu „Festen von Interesse für den regionalen Tourismus“ wurden vor allem jene Beispiele der asturischen Festlandschaft erklärt, die für unseren Landstrich besonders charakteristisch sind. So wartet der Festkalender Asturiens mit uralten Bräuchen und zeitlosen Emotionen auf.


Veranstaltungen von Interesse JANUAR Guirria und Aguinaldo, in Ponga Gegen Mittag am Neujahrstag ziehen Guirria und sein Gefolge sowie die Reiter des Aguinaldo von San Juan de Beleño nach Cainava. Hier beginnt sein teuflischer Zug durch Beleño. In Cainava angekommen, begibt er sich in alle unverschlossenen Häuser und verteilt Küsse an so viele Mädchen wie möglich. FEBRUAR Gastronomische Schlachttage, Amieva und Alto Sella An allen Wochenenden des Monats bieten die hiesigen Restaurants Menüs auf der Basis von Schweinefleisch und Schlachtprodukten an. MÄRZ Lachsmesse, Cornellana, Salas Ein Muss für alle, die sich für die Welt des Lachses und Angelns sowie die Natur interessieren. Die Messe markiert traditionell den Beginn der Angelsaison und ist in Asturien tief verwurzelt: Sie läutet den Wettlauf um den „Campanu“ oder ersten Lachs der Saison ein. Antroxu (Karneval), Avilés Die Feierlichkeiten dauern von Donnerstag („Jueves de Antroxu“) bis Sonntag („Domingo de Viella“). Unter anderem ziehen dabei am Samstag beim „Descenso Fluvial Internacional de Galiana“ Karossen in einer mit Schaum gefüllten Straße der Altstadt vorbei. Dabei wird die Menge reichlich aus Wassereimern begossen.

APRIL Lachsmesse, Cornellana, Salas Ein Muss für alle, die sich für die Welt des Lachses und Angelns sowie die Natur interessieren. Die Messe markiert traditionell den Beginn der Angelsaison und ist in Asturien tief verwurzelt: Sie läutet den Wettlauf um den „Campanu“ oder ersten Lachs der Saison ein. Karwoche, Avilés Die traditionellen Feiern zur Karwoche gehen in Avilés auf das Jahr 1948 zurück, in dem erstmals eine Prozession abgehalten wurde. Seitdem findet dieses Fest alljährlich statt – mit Prozessionen von Palmsonntag bis Karfreitag. Bollo-Fest, Avilés Die Ursprünge dieses volkstümlichen Festes, bei dem das gemeinschaftliche Zusammenleben im Mittelpunkt steht, gehen auf das späte 19. Jahrhundert zurück. Man feiert die Ankunft des Frühlings und das Ende der österlichen Fastenzeit am Ostermontag. Fest der bemalten Eier, Pola de Siero Das Festival wird von folkloristischen Gruppen aus ganz Asturien begleitet. Im Mittelpunkt stehen die Ausstellung und der Verkauf unzähliger künstlerisch gestalteter Ostereier. Es findet am Osterdienstag statt. Picadillo- und Sabadiego-Fest, Noreña Die Innung der Wursthersteller rief diese Feier vor etwa 25 Jahren zu Ehren ihres Schutzpatrons San Marcos ins Leben. Mit der Zeit hat sich daraus ein Fest mit volkstümlichem Charakter entwickelt. MAI Runde um den Stausee von Trasona, Corvera de Asturias Seit über einem halben Jahrhundert zieht dieses traditionelle Volksfest alljährlich am 1. Mai unzählige Besucher an. Milchreis-Festwoche, Cabranes Teil des Festprogramms zu Ehren des Franz von Paola, das in Santa Eulalia de Cabranes seit über 200 Jahren jeweils am 2. Sonntag des Monats veranstaltet wird. Kunsthandwerksmarkt, Milchreis-Workshop, Musik und vieles mehr. Himmelfahrt-Messe, Oviedo Am Wochenende des Himmelfahrtssonntags. Viehmarkt, Aktivitäten und Ausstellung von Produkten zu Ehren der Männer und Frauen auf dem Lande, die Traditionen bewahren und sich bemühen, die landwirtschaftliche Aktivität Asturiens am Leben zu erhalten. JUNI Corpus-Blumenteppiche, Castropol Am Sonntag nach Fronleichnam werden die engen Straßen mit viel Liebe mit Blüten, Samen und Muscheln dekoriert. Über diesen Blumenteppich wird der unter einem Baldachin aufgebahrte Leib Christi getragen, begleitet von Kindern, die ihre erste Kommunion feiern, sowie einer Musikkapelle. #asturien #kultur

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Fest zu Ehren des Antonius von Padua, Cangas de Onis Die Verehrung des Heiligen geht auf 17. Jahrhundert zurück; seit 1749 ist es Brauch, Dinkelbrot zu versteigern. Sacramental de Cué, Llanes Findet am Johannistag statt. Gemeinsam weben die Dorfbewohner wunderschöne Blumenteppiche, die die Straßen bedecken. Mercáu Astur, Nava Nachstellung eines traditionellen asturischen Marktes in Nava, gutes Essen und Apfelwein, Kunsthandwerk... Amuravela-Fest, Cudillero Die traditionelle weltliche Predigt „L’Amuravela“ wird alljährlich am 29. Juni im Hafen gehalten. Von einem an Land liegenden Kahn aus hält ein Anwohner auf „Pixueto“ (alte, in der Stadt Cudillero gesprochene Sprache) eine Ansprache und erzählt dabei auf ironische Weise und bis ins kleinste Detail von den Geschehnissen des vergangenen Jahres. JULI Exconxuraos, Llanera Das mittelalterliche Abendessen ist eine der vielen Attraktionen, die bei diesem Fest auf dem Programm stehen. Es versetzt uns ins Mittelalter zurück und erinnert an ein historisches Ereignis: Einst zogen die Bewohner des Ortes in der Hoffnung, Vergebung zu finden und der Exkommunikation zu entgehen, in einer Prozession nach Oviedo. Das Fest findet am ersten Juliwochenende statt. Lammfest, Prau Llagüezos (Quirós - Lena) Beliebtes asturisches Volksfest, bei dem in ganz Prau Llagüezos ab den frühen Morgenstunden unzählige Lämmer am Spieß gebraten werden. Vormittags treten folkloristische Gruppen auf und man misst bei traditionellen Sportarten seine Kräfte. Apfelweinfestival, Nava Wird am zweiten Juliwochenende rund um den Apfelwein gefeiert. Folkloristische Unterhaltung, kostenlose Apfelweinverkostung, Straßenmarkt usw. Fest Nuestra Señora del Carmen, Cangas del Narcea. „La Descarga“ Das Feuerwerk startet am 16. Juli in dem Moment, da das Abbild der Jungfrau Maria den höchsten Punkt der Brücke über dem Zusammenfluss von Narcea und Luiña erreicht. Tausende Feuerwerkskörper sorgen für intensives Getöse und lassen ein unvergleichliches „Gebet in Pulverform“ zum Himmel aufsteigen. Fest Santa María Magdalena, Llanes Der große Festtag am 22. Juli beginnt mit dem Versetzen und Verbrennen des „Joguera“ genannten Festtagsbaums. Zum Abschluss werden die Tänze „Baile del Rodeo“ und „Danza Prima“ aufgeführt.

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Fest Santa María Magdalena, Cangas del Narcea Am 22. Juli findet eine Prozession zu Ehren der Heiligen Jungfrau statt, während der Heimatverein „La Magdalena“ für Feuerwerk, musikalische Darbietungen und weitere festliche Aktivitäten sorgt. Intercéltico-Festival, Comarca Avilés Auf mehreren Bühnen wird in der Comarca Avilés keltische Musik verschiedener Regionen dargeboten. Zudem gibt es keltische Kunst, Aufmärsche, Sportvorführungen, traditionelle Spiele und vieles mehr. Fest Carmín de la Pola, Pola de Siero Vergnügsames religiöses Fest, das seit mehr als 300 Jahren am auf den 16. Juli folgenden Montag gefeiert wird – mit Festessen und einem Volksfest auf dem Festplatz, das sich in den Straßen der Stadt fortsetzt. Hirtenfest, Vega d’Enol (Cangas de Onis) Im Anschluss an die Messe in der Kapelle des Guten Hirten finden der Rat und der Verband der Hirten zusammen und teilen die Weiden unter allen Hirten der Berge von Covadonga auf. Bollu-Fest, La Peruyal (Parres) Das Fest beginnt mit der Verlesung der Festrede auf den Balkonen des Rathauses. Anschließend zieht eine Dudelsackkapelle durch die Straßen der Stadt und kündet den Bewohnern den bevorstehenden Beginn der Feierlichkeiten an.. Vaqueiro-Fest, Aristébano (Tineo - Valdés) Bei dem in Braña de Aristébano am letzten Julisonntag stattfindenden Fest gedenkt man in einer traditionellen VaqueiroHochzeit den Bräuchen und der Kultur der „Vaqueiros“ genannten asturischen Wanderhirten. Strandtennis-Turnier „Tenis – Playa“, Luanco (Gozón) Einzigartiger Sportwettbewerb, bei dem erstklassige Spieler auf dem Sand des Rivera-Strandes gegeneinander antreten. Findet Ende Juli oder Anfang August statt. Festival der Dudelsackkapellen „Villa Candida“, Candas (Carreño) Ein Ereignis, das tausende Menschen aus ganz Europa anzieht, und bei dem die besten Dudelsackkapellen aus der gesamten keltischen Welt aufspielen.


Nationale Meisterschaft im Goldschürfen, Navelgas (Tineo) Hervorragende Möglichkeit, diesen Freizeitsport kennenzulernen und sich über die Techniken des Goldschürfens zu informieren. Dieses Sportereignis zieht zahlreiche Fans aus Spanien und aller Herren Länder an, die Wissen und Neuigkeiten austauschen. AUGUST Festival der Sardine, Candás (Carreño) Alljährlich am 1. August begibt man sich ab 17 Uhr zum Paseo de San Antonio und genießt dort an den Ständen der teilnehmenden Restaurants gegrillte Sardinen. Kanufest. Internationale Sella-Abfahrt. Parres – Ribadesella Findet seit 1930 am ersten Sonntag im August statt. Das Fest beginnt mit einer Parade der Teilnehmer durch die Straßen von Arriondas. An der Abfahrt auf dem Fluss nehmen zahlreiche Kanusportler teil, die von der begeisterten Menge angefeuert werden. Ein „Flusszug“ begleitet die Ruderer am Ufer. Traditionelles Flussschwimmen in der Ría, Navia Dieses Ereignis zieht Sportler aus ganz Spanien und sogar dem Ausland an. Der Wettbewerb wird von verschiedenen Festlichkeiten begleitet. Asturien-Tag, Gijón Traditionelle Parade von den Jardines de la Reina zum Park Cerro de Santa Catalina am ersten Augustsonntag. Fest Les Carroces de Valdesoto, Siero Die traditionelle Parade von Prunkwagen in Valdesoto geht auf das Jahr 1950 zurück, als einige Einwohner auf die Idee kamen, das Fest durch geschmückte Karossen zu bereichern. Fest Nuestra Señora de Andrín, Llanes Vergnügsames religiöses Fest mit Dudelsackkapellen, die durch die Straßen des Ortes ziehen. Findet am 15. August statt. Nuestra Señora del Cébrano, Carrea (Teverga) Typisches asturisches Volksfest zu Ehren der Jungfrau Maria am 15. August. Nuestra Señora del Rosario, Luarca (Valdés) Rosenkranzfest mit typischen Seemannsliedern und einer Fischerprozession zu Ehren der Jungfrau Maria, deren Statue in Begleitung einer Flotte aus zahlreichen Schiffen in einem Boot auf hohe See gebracht wird. Findet am 15. August statt. Fiesta del Alba, Quirós Das Fest zu Ehren der Jungfrau Virgen del Alba findet am 15. August auf dem gleichnamigen Berg statt (Bergkette des Ara-

mo), wo sich auch das Heiligtum befindet. Fiesta de San Roque, Llanes Volksfest am 16. August, bei dem folkloristische Gruppen der Gemeinde Llanes traditionelle Tänze vorführen. Fiesta de San Roque, Tineo Wanderhirtenfest auf dem Feld von San Roque mit folkloristischem Ambiente, Tanzdarbietungen, Gesängen und Bräuchen der „Vaqueiros“. Darüber hinaus wird am 16. August der Heilige geehrt. Asturcón-Fest, Sueve (Piloña) In festlichem Ambiente werden die „Asturcones“ genannten Wildpferde Asturiens dressiert und die im letzten Jahr geborenen Jungpferde markiert. Zudem wird der „Pastor Mayor del Sueve“ ernannt. Fest San Pedrín de la Cueva, Nárzana (Sariego) An diesem Fest findet eine Prozession zur Ehren des Heiligen statt, die von der Kapelle mit seinem Bildnis bis zu der natürlichen Höhle führt. San Timoteo, Luarca (Valdés) Am Morgen des 22. August werden Feuerwerkskörper und Böller abgeschossen. Fanfaren und Dudelsackkapellen ziehen in einer Prozession zum Feld von San Timoteo. Dabei tragen die Dorfbewohner den typischen „Chambrón“ (Umhang), einen Stab und ein Brot in T-Form um den Hals. Folkloristische Abfahrt auf dem Nalón, Pola de Laviana Zeitgleich mit dem Patronatsfest der Stadt am letzten Augustwochenende findet die traditionelle Abfahrt auf dem Nalón statt, bei dem die verkleideten Teilnehmer den Fluss auf selbst gebauten Wasserfahrzeugen hinabfahren. Käseschau des Quesu Casín, Caso Am letzten Wochenende im August findet diese Käseschau auf dem Arnicio-Pass (Caso) statt. Verkostungen, Verkauf und Workshops zur Herstellung dieses Käses mit geschützter Herkunftsbezeichnung. Tag der Völker Asturiens, Navelgas (Tineo) Fest der Brüderlichkeit im Geist alter Traditionen der Erntezeit. Menschen aller Gemeinden genießen Darbietungen folkloristischer Gruppen, Fanfaren, Musikkapellen sowie eine abwechslungsreiche Gastronomie. Käseschau des Queso de Cabrales, Las Arenas (Cabrales) Ausstellung von Queso de Cabrales und Vorführungen zur Käseherstellung, untermalt von Darbietungen folkloristischer Gruppen. #asturien #kultur

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La Regalina, Cadavedo (Valdés) Bei diesem 1931 aus der Taufe gehobenen Fest stehen die Folklore, die Bräuche und Traditionen Asturiens zu Ehren der Jungfrau Maria im Mittelpunkt, deren Bildnis an dem unter dem Namen Riégala oder Regla bekannten Ort gefunden wurde. Es findet am letzten Wochenende im August statt. Apfelwein-Festival, Gijon Festtage rund um das beliebteste Getränk Asturiens am letzten Wochenende im August, bei dem alljährlich versucht wird, einen neuen Guinnessrekord im gleichzeitigen Einschenken aufzustellen. Vaqueiro-Markt in San Martín de Luiña (Cudillero) Traditioneller Markt der Wanderhirten mit regionalen Produkten und umfangreicher Handwerksschau sowie traditionellen Spielen. Den Höhepunkt stellt eine typische Vaqueiro-Hochzeit dar. Festival Intercelticu L’Occidente, Tapia de Casariego Eine Referenz auf dem Gebiet der keltischen Musik und ein Muss für Liebhaber des Folk. Das Besondere an diesem Festival ist jedoch die Bühne am Strand von Murallón – ein spektakuläres natürliches Amphitheater mit dem Meer als Kulisse. SEPTEMBER Fest Virgen de la Guía, Llanes Patronatsfeste am 8. September, deren Höhepunkt die abendliche Prozession mit dem Bild der Jungfrau Virgen de la Guía darstellt. Fest Nuestra Señora de El Carbayu, Langreo Volksfest am 8. September zu Ehren der Jungfrau Virgen de El Carbayu, mit religiösen Aktivitäten und Vergnügungen für jeden Geschmack und alle Altersgruppen. Amerika-Tag in Asturien, Oviedo Parade als Hommage an die zahlreichen Bürger Asturiens, die nach Amerika ausgewandert waren. Dabei ziehen am 19. September Prunkwagen in Begleitung folkloristischer Gruppen durch die größten Straßen der Stadt. Das Fest ist Teil der in der Stadt veranstalteten Festlichkeiten zu Ehren des Heiligen Matthäus. Pilgerfest der Heiligen Märtyrer von Valdecuna (Mieres) An diesem Festtag ziehen die Pilger zur Kapelle der Märtyrer (Hl. Cosmas und Damian). Dort wird im Anschluss an die Messe das „Ramu“ genannte Brot versteigert, und es findet ein gemeinsames Picknick statt. Das Fest wird am 27. September gefeiert. Rallye Príncipe de Asturias, verschiedene Austragungsorte Autorennen in verschiedenen Regionen Asturiens, das zahlreiche heimische und auswärtige Fans anzieht. Fest Santo Cristo del Amparo, Nueva (Llanes) Volkstümliche Paraden von „Porruanos“ und „Aldeanas“ ziehen auf der Suche nach Musikkapellen durch die Straßen, welche die Prozession zu Ehren des Heiligen begleiten sollen. Zum Abschluss wird der traditionelle Christus-Tanz vorgeführt.. OKTOBER Haselnuss-Festival, Infiesto (Piloña) Diese Produktschau Anfang Oktober ist halb Feier, halb gastronomisches Ereignis und dreht sich rund um die beliebte Trockenfrucht. 28

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Apfel-Festival, Villaviciosa Am dem spanischen Nationalfeiertag „Día de la Hispanidad“ am nächsten gelegenen Wochenende. Besichtigung von Apfelplantagen, Apfelverkostung, Apfelweinproben und Apfelschauen werden begleitet von festlichen Aktivitäten. Das Festival findet in ungeraden Jahren statt. Weinlesefest des Vino de Calidad de Cangas, Cangas del Narcea Gegen Ende der Weinernte wird dieses volkstümliche und religiöse Fest zu Ehren der Jungfrau Virgen del Acebo gefeiert, und zwar an dem Wochenende vor dem spanischen Nationalfeiertag. Käseschau des Queso de Gamoneo, Benia (Onís) Verkauf, Käseschau, Ausstellung und Verkostung der traditionellen Käsesorte. Unter den Molkereien und Erzeugern der Region werden die Preise „Premio a la variedad del Puerto“ und „Premio del Gamonéu del Valle“ verliehen. NOVEMBER Magische Nacht und Festival del Esfoyón y Amagosto, Navelgas (Tineo) Bei diesem Festival werden alte Traditionen wie zum Beispiel „Esfoyón“ (Entblättern von Maiskolben) und„Amagosto“ (Rösten von Kastanien) wiederbelebt, zudem gibt es „Sidra de duerno“ (unfermentierter Apfelwein). Die Besucher können sich die Funktionsweise alter Schmieden ansehen und traditionellen Handwerkern über die Schulter schauen. Rüben-Fest, Sotrondio (S. Martín del Rey Aurelio) Die an der Schau teilnehmenden Restaurants bieten verschiedene Menüs auf der Basis von Rübengerichten zur Verkostung an. Fiesta de los Humanitarios, Moreda (Aller) Gesungene Messe mit Dudelsackbegleitung und anschließende Parade von Prunkwagen. Die Teilnehmer tragen regionale Trachten. Fest der gefüllten Zwiebel, El Entrego (S. Martín del Rey Aurelio) Menüs auf der Basis gefüllter Zwiebeln werden in verschiedenen Restaurants zur Verkostung angeboten.


Felskunst:

Stätten und Höhlen, die besichtigt werden können Asturien lädt den Besucher dazu ein, seine Höhlen mit prähistorischen Wandmalereien zu entdecken. Erleben Sie den Zauber dieser ganz besonderen Orte und heiligen Stätten unserer Vorfahren.

Höhle Tito Bustillo Zentrum der Felskunst Tito Bustillo Ribadesella. Avda. de Tito Bustillo Tel:+34 902 306 600 / +34 985 861 255 www.cuevatitobustillo.com

Höhle La Loja Besucherzentrum der Höhle La Loja Peñamellera Baja. El Mazo Tel: +34 985 414 297 und +34 985 414 008 (Rathaus

Park der Vorgeschichte in Teverga Teverga. San Salvador de Alesga Tel: +34 902 306 600 / +34 985 764 739 www.parquedelaprehistoria.es

Höhle El Pindal Interpretationszentrum Ribadedeva. Pimiango Ctra Mirador del Picu al Faro. Tel: +34 608 175 284 (Fremdenführer)

Höhle La Peña in Candamo Interpretationszentrum der Höhle von Candamo Candamo. San Román Tel: +34 985 829 702 (Interpretationszentrum) / +34 985 828 056 (Rathaus) www.ayto-candamo.es Höhle Buxu Cangas de Onís. Cardes Tel: +34 608 175 467

Höhle La Lluera Oviedo. Las Caldas Tel: +34 615 298 615 www.cuevasdelalluera.com Höhle Conde und Felsenvorsprung Santo Adriano Santo Adriano. Tuñón Tel: +34 637 061 610 www.laponte.org

Höhle La Peruyal Interpretationszentrum der eiszeitlichen Fauna Onís. Avín - Benia Interpretationszentrum der eiszeitlichen Fauna. Tel: +34 616 212 483 http://orienteastur.info/paraisorupestre/ fauna-glaciar #asturien #kultur

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Asturische Präromanik Tauchen Sie bei einem Besuch präromanischer Bauwerke in eine Epoche königlicher Pracht und fesselnder Legenden ein, die das Königreich Asturien geprägt haben.

Zentrum für Interpretation und Dokumentation der präromanischen Kunst Asturiens Oviedo. Antiguas escuelas del Naranco Tel: +34 985 114 901 / +34 902 306 600 www.centroprerromanicoasturiano.com Präromanisches Museum in Santianes de Pravia Pravia. Santianes Tel: +34 616 446 465 / +34 985 820 473 / +34 985 821 204 (Fremdenverkehrsamt) Präromanisches Museum in San Martín de Salas Salas. Plaza de la Campa Tel: +34 985 830 988 (Fremdenverkehrsamt) / +34 985 830 004 (Rathaus) Basilika San Juan (Santianes de Pravia) Pravia. Santianes Tel: +34 616 446 465 / +34 985 820 473 / +34 985 821 204 (Fremdenverkehrsamt) www.museoprerromanico.com Kirche Santo Adriano Santo Adriano. Tuñón Tel: +34 637 061 610 Santa María del Naranco Oviedo. Monte Naranco Tel: +34 638 260 163 (Fremdenführer)

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#asturien #kultur

Kirche San Miguel in Lillo Oviedo. Monte Naranco Tel: +34 638 260 163 (Fremdenführer) Kirche San Julián de los Prados Oviedo. C/ Selgas, 2 Tel: +34 607 353 999 (Fremdenführer) Heilige Kammer und gotischer Kreuzgang der Kathedrale Oviedo. Pza. Alfonso II (in der Kathedrale) Tel: +34 985 221 033 (Sakristei) / +34 985 203 117 (Museum) Santa Cristina de Lena Lena. La Cobertoria Teléfonos: +34 985 490 525 / +34 609 942 153 (Wärterin) Didaktische Aula der asturischen Präromanik in La Cobertoria Lena. La Cobertoria Tel: +34 985 497 606 Kirche San Salvador in Valdediós (Kirche und Kloster) Villaviciosa. Valdediós Tel: +34 670 242 372 (Fremdenführer)


Die Welt der Kunst In Asturien spiegelt sich das gesamte Universum künstlerischen Schaffens wider.

Museum der Schönen Künste von Asturien Oviedo. C/ Santa Ana, 1 - 3 Tel: +34 985 213 061 www.museobbaa.com Städtische Pinakothek in Langreo Eduardo Úrculo Langreo. C/ La Unión, 31 Tel: +34 984 182 858 www.langreo.as Museum Evaristo Valle Gijón. Camino de Cabueñes, 261 Tel: +34 985 334 000 www.evaristovalle.com Museum „Casa Natal de Jovellanos“ Gijón. Pza. Jovellanos Tel: +34 985 185 152 http://museos.gijon.es

Museum Nicanor Piñole Gijón. Plaza de Europa, 28 Tel: +34 985 359 594 http://museos.gijon.es Museum Juan Barjola Gijón. C/ Trinidad, 17 Tel: +34 985 357 939 www.museobarjola.es Skulpturenzentrum Candás. Museum Antón Carreño. Candás Tel: +34 985 871 800 www.museoanton.com Laboral – Zentrum für Kunst und industrielle Gestaltung in Gijón C/Luis Moya Blanco, 261 Tel: +34 985 185 577 www.laboralcentrodearte.org

#asturien #kultur

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Das Vermächtnis der Geschichte Seit Jahrtausenden ist Asturien eine Bühne menschlicher Aktivität. Lassen Sie sich von der Geschichte Asturiens begeistern!

Archäologisches Museum von Asturien Oviedo. C/ San Vicente, 3 - 5 Tel: +34 985 208 977 www.museoarqueologicodeasturias.com Römische Thermen in Campo Valdés Gijón. Campo Valdés s/n Tel: +34 985 185 151 http://museos.gijon.es Römisches Haus in Veranes Gijón. Sta. María de Veranes Tel: +34 985 185 129 http://museos.gijon.es Besucherzentrum von Castro de Coaña Coaña. Villacondide Tel: +34 985 978 401 www.parquehistorico.org

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Museum und Castro del Chao Samartín Grandas de Salime. Castro Tel: +34 985 627 143 www.chaosamartin.es www.parquehistorico.org Prähistorisches Heiligtum Peña Tú Interpretationszentrum des Heiligtums Peña Tú Llanes. Puertas de Vidiago Tel: +34 985 400 164 (Fremdenverkehrsamt) Archäologischer Naturpark von La Campa Torres Gijón. Cabo Torres Tel: +34 985 185 234 http://museos.gijon.es Römische Bäder von Valduno Las Regueras. Valduno www.caminrealdelamesa.es/turismo/es/ museos


Tradition und Volkskunde Den einzigartigen ethnografischen Reichtum Asturiens kann man in Museen bewundern, die Traditionen rundum lebendig präsentieren.

Ethnografisches Museum des asturischen Volkes Gijón. Paseo Doctor Fleming, 877 Tel: +34 985 182 960 http://museos.gijon.es - www.redmeda.com Ethnografisches Museum in Grandas de Salime Grandas de Salime. Avda. El Ferreiro Tel: +34 985 627 243 www.museodegrandas.com www.redmeda.com Ethnografisches Museum - Geburtshaus des Marqués de Sargadelos Santa Eulalia de Oscos. Ferrereila de Baxo Tel: +34 985 621 295 / +34 985 626 032 (Rathaus) www.redmeda.com Ethnografisches Museum „Juan Pérez Villamil“ und Tor zum Parque Histórico Navia. Puerto de Vega Tel: +34 985 648 805 www.parquehistorico.org www.redmeda.com

Vaqueiro-Museum (MUVAS) Tineo. Naraval Tel: +34 985 804 835 / +34 677 896 992 www.muvas.es - www.redmeda.com Ethnografisches Ökomuseum in Somiedo Somiedo. Pola de Somiedo Tel:+34 985 763 984 www.caminrealdelamesa.es/turismo/es/museos www.redmeda.com Ethnografisches Museum in Grado Grado. Finca “La Cardosa” Tel: +34 985 752 277 www.redmeda.com Ethnografisches Museum der Comarca Quirós in Quirós. Bárzana Tel: +34 985 768 160 Buchung: +34 689 754 466 www.quiros.es/museo-etnografico www.redmeda.com

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Ethnografisches Museum La Llechería Morcín. C/ Naveo, 31 - La Foz Tel: +34 985 795 222 / +34 985 795 461 www.redmeda.com Meereskundemuseum von Asturien Gozón. Luanco Tel: +34 985 880 101 www.museomaritimodeasturias.com www.redmeda.com Apfelweinmuseum von Asturien Nava. Pza. Príncipe de Asturias Tel: +34 985 717 422 www.museodelasidra.com www.redmeda.com Museum der ländlichen Schule Cabranes. Viñón Tel: +34 985 898 213 / +34 985 898 002 (Rathaus) www.museodelaescuelarural.com www.redmeda.com

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Museum für Holz und Bienenzucht Caso. Veneros y Tanes Tel: +34 985 608 097 / +34 985 608 002 www.caso.es www.redmeda.com Reserva Previa Ethnografisches Museum von Ostasturien Llanes. Porrúa Tel: +34 985 402 547 www.porrua.net www.redmeda.com Ethnografischer Komplex Os Teixois Taramundi. Teixois Tel: +34 985 979 684 www.osteixois.com


Thematische Museen und Stätten Asturien wartet mit einem reichhaltigen Angebot für Freizeit und Vergnügen auf. Mehr dazu erfahren Sie auf www.turismoasturias. es sowie bei den Fremdenverkehrsämtern des Fürstentums Asturien.

Jura-Museum von Asturien (MUJA) Colunga. Rasa de San Telmo Tel: +34 902 306 600 - +34 985 868 000 www.museojurasicoasturias.com

Museum für Stadtgeschichte in Avilés Avilés. Calle la Ferrería, 35 Tel: +34 985 565 512 www.avilescultura.es

Stiftung Selgas Fagalde Cudillero. La Quinta (El Pito) Tel: +34 985 590 1200 www.selgas-fagalde.com - Reserva Previa

Stiftung „Archivo de Indianos“ Ribadedeva. Colombres Tel: +34 985 412 005 www.archivodeindianos.es

Museum der Eisenindustrie (MUSI) Langreo. La Felguera Tel: +34 985 678 477 www.museodelasiderurgia.es

Interpretationszentrum des Bergbaudorfs Bustiello Mieres. Bustiello Tel: +34 985 422 185 www.territorio-museo.com

Eisenbahnmuseum Gijón. Pza. Estación del Norte Tel: +34 985 308 575 http://museos.gijon.es/ Museum für Bergbau und Industrie (MUMI) San Martín del Rey Aurelio. El Entrego Tel: +34 985 663 133 www.mumi.es Aquarium von Gijón Gijón. Playa de Poniente Teléfono: 985 185 220 www.acuariodegijon.com Atlantischer Botanischer Garten Gijón. Avenida Jardín Botánico Tel: +34 985 185 130 / +34 985 130 713 http://botanico/gijon.es Museum des Riesenkalamars - Meeres - Aula Valdés. Luarca Tel: +34 985 640 447 / +34 660 660 400 www.cepesma.org Goldmuseum von Asturien (MOA) Tineo. Navelgas Tel:+34 985 806 018 www.museodeloro.es

Weinmuseum in Cangas Cangas del Narcea. Barrio de San Tiso Tel: +34 984 497 009 / +34 680 148 012 http://museovinocangas.wordpress.com Museum „Casa de les Radios“ Bimenes. Suares Tel: +34 985 700 491 / +34 985 700 004 http://casadelesradios.blogspot.com.es/ Ankermuseum Philippe Cousteau Castrillón. Salinas Tel: +34 985 502 163 www.museodeanclas.es - Visita libre Bergbau-Ökomuseum Valle de Samuño Langreo. Ciaño Tel: +34 984 082 215 www.ecomuseominero.es Bergwerksmuseum in Arnao Castrillón. Arnao Tel: +34 985 507 799 www.museodelaminadearnao.com

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Legende Leyenda ENTIDADES DE POBLACIÓN EINRICHTUNGEN DER BEVÖLKERUNG

OVIEDO Autonomie-Hauptstadt OVIEDO Capital de Autonomía Pob.+100.000 +100.000ein. hab. Bev. Pob.20.000 20.000--100.000 100.000ein. hab. Bev. Pob.5.000 5.000--20.000ein. 20.000 hab. Bev. Pob.500 500--5.000 5.000ein. hab. Bev. Pob.100 100--500 500ein. hab. Bev. Pob.00--100 100ein. hab. Bev. Capital de concejo kommunale Hauptstadt

CARRETERAS STRASSEN Autopista o autovía Autobahn oder Schnellstraße Carretera estatal Staatliche Autobahn Carretera regional Regionalstraße Carretera comarcal Die Ortsstraße Carretera local Städtische Straße


GRENZEN

ANDERE TELEFONNUMMERN Grenze der Provinz Gemeindegrenze Begrenzung der parks

ZÜGE

Notruf : 112 Bus-Stationen: - Oviedo: (+34) 985 969 612

- Navia: (+34) 985 630 153

- Gijón: (+34) 985 342 713

- Llanes: (+34) 985 402 485

- Avilés: (+34) 985 561 277

- Siero: (+34) 985 720 894

Breite mit der Bahn Schmalspur-Bahn

MEHRERE Bestell-Nr. Puerto de San Isidro 1.520 Gamoniteiru 1.786

Gebirgspass Fluss, Stausee und Talsperre Berg

1. Castropol 2. Vegadeo 3. San Tirso de Abres 4. Taramundi 5. Villanueva de Oscos 6. Santa Eulalia de Oscos 7. San Martín de Oscos 8. Pesoz 9. Grandas de Salime 10. Ibias 11. Degaña 12. Cangas del Narcea 13. Allande 14. Illano

15. Boal 16. Tapia 17. El Franco 18. Coaña 19. Villayón 20. Navia 21. Valdés 22. Tineo 23. Belmomte 24. Somiedo 25. Teverga 26. Yernes y Tameza 27. Grado 28. Salas

29. Pravia 30. Cudillero 31. Muros del Nalón 32. Castrillón 33. Soto del Barco 34. Illas 35. Candamo 36. Las Regueras 37. Oviedo 38. Ribera de Arriba 39. Santo Adriano 40. Proaza 41. Morcín 42. Riosa

43. Quirós 44. Lena 45. Aller 46. Mieres 47. Langreo 48. Siero 49. Noreña 50. Llanera 51. Corvera 52. Avilés 53. Gozón 54. Carreño 55. Gijón 56. Villaviciosa

57. Sariego 58. Cabranes 59. Nava 60. Bimenes 61. San Martín del Rey Aurelio 62. Laviana 63. Sobrescobio 64. Caso 65. Piloña 66. Colunga 67. Caravia 68. Ribadesella 69. Parres

70. Ponga 71. Amieva 72. Cangas de Onís 73. Onís 74. Llanes 75. Cabrales 76. Peñamellera Alta 77. Peñamellera Baja 78. Ribadedeva


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