turi2 edition #13: Agenda 2021

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Petra von Strombeck, wie kamen Sie 1993 an Ihren ersten Job? Ich meine mich zu erinnern, dass das über persönliche Kontakte lief, Vitamin B. Über einen Studienfreund habe ich dort mein letztes studienbegleitendes Praktikum bekommen und bin im Anschluss übernommen worden. Das war lustig: Ich war Brand Manager für Dany Sahne. Das Produkt war damals genauso alt wie ich. Und ich habe schlagartig sehr viel Pudding gegessen.

Petra von Strombeck

wird 1969 geboren. Sie studiert in Paris, Oxford und Berlin Betriebswirtschaft. Ihre Karriere startet bei Danone, über Premiere, Tchibo und Lotto24 kommt von Strombeck Anfang 2020 in den Vorstand der börsennotierten New Work SE in Hamburg. An der Firma hinter Xing hält Burda 50 Prozent. Im Herbst 2020 wird bekannt, dass New Work mindestens 70 von 1.900 Stellen streicht. Wir treffen von Strombeck zum Fotoshooting im „Wiener Café“ im Xing-Büro am Hamburger Gänsemarkt

Klingt nach wenig Stress. Das war tatsächlich recht einfach. Rückblickend muss ich aber sagen, dass ich bei all meinen Jobwechseln immer auch relativ viel Glück gehabt habe. Ich habe nie Hunderte von Bewerbungen schreiben müssen. Meist habe ich mir meine Arbeitgeber sogar aussuchen können. Ein „von“ im Nachnamen macht das Ganze sicher etwas leichter, oder? Ich halte das für Unsinn. Die ersten paar Etappen meiner Laufbahn habe ich mit meinem Mädchennamen Stehle absolviert, ohne „von“. Ohnehin glaube ich nicht, dass es einen Adels-Vorteil beim Recruiting gibt. Kam Ihr New-WorkJobangebot als XingNachricht rein? Nein. Auch da war es Vitamin B. Ich kannte meinen Vorgänger Thomas Vollmoeller, weil ich mit ihm bei Tchibo zusammengearbeitet habe. Durch ihn kam ich in den RecruitingProzess des Aufsichtsrates. Aus der Auswahl hat er sich herausgehalten.

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