Page 26

Sonthofen

Dienstleister-Tag Was bewegt Unternehmer, Selbständige und Gastgeber? Darüber hat die Agentur ESELSOHR nachgedacht und eingeladen zu mehr Ideen, mehr Impulsen und mehr Wissen! Der gute Besuch der Veranstaltung zeugte davon, dass genau der Bedarf der Zielgruppe, nämlich Dienstleister und vor allem Gastronomen und Gastgeber, getroffen wurde. „Kurz und knapp in 30 Minuten – das ist perfekt“, meinte eine Teilnehmerin, die selbst einen Gastronomiebetrieb in Oberstdorf hat. „Ich möchte neue Idee und Impulse, da ist das genau das richtige Maß“. Eine Meinung, die den Tenor des Events widerspiegelt. Ob „Moneymaker in der Küche“, oder „Verhandeln Frauen anders?“ – die Vorträge waren oftmals bis auf den Platz voll. Agenturchefin und „Oberesel“ Mareike Achterberg war absolut zufrieden mit dem Tag. „Wir sind Netzwerker und freuen uns über neue Kontakte. Und wir sind selbst Dienstleister, kommen aus

bei Eselsohr dem Tourismus und wissen, wie sehr man sich neuen Input wünscht, aber oft nicht die Zeit findet um Bücher zu wälzen und Seminare zu besuchen.“ So ist die Idee diese „Impulstages“ entstanden. „Und natürlich möchten wir zeigen, dass mit dem richtigen Konzept, einer crossmedialen Werbestrategie und den wichtigsten Erfolgsfaktoren „MUT“ und „TUN“ Unternehmen und Veranstaltungen ein Erfolg werden. Die Agentur Eselsohr ist von außen betrachtet eine normale Marketing- und Werbeagentur. Doch hinter dem Konzept steckt mehr. Die Agentur arbeitet „Werte basiert“ – denn ihr Ansatz ist, dass Menschen nur dann gut zusammen bzw. füreinander arbeiten können, wenn die Wertebasis übereinstimmt. Ganz gezielt arbeitet Eselsohr mit Müttern. Mareike Achterberg hat sich dafür entschieden, weil es Mütter besonders schwer am Arbeitsmarkt haben.

FOTO: ESELSOHR

Mehr als 100 Gäste folgten der Einladung zum Dienstleistertag

Sie ist jedoch davon überzeugt, dass gerade Mütter Spitzenleistungen erbringen, da sie organisiert und fokussiert sind und gerne Arbeiten.

Stuttgart/Allgäu

Hohe Risiken durch Drohnen Experten raten Hobby-Piloten zu Schulungen

BILD: DEKRA

Drohnen-Crash 3: Bei der Kollision mit einem Pkw liegt ein großes Risiko im Schreckmoment für den Fahrer.

Auch bei uns im Allgäu sind die kleinen Flieger fast schon allgegenwärtig. Doch was die wenigsten wissen ist, dass von Drohnen eine sehr hohe Verletzungsgefahr ausgeht, wenn die ferngesteuerten Fluggeräte außer Kontrolle geraten. Zu diesem Ergebnis kommen die Experten von DEKRA nach einer Versuchsreihe mit Drohnen unter zwei Kilogramm, wie sie in Deutschland ohne besondere Qualifikation betrieben werden dürfen. „Die moder-

26

nen Fluggeräte sind meist mit sehr starken Motoren und Propellerblättern aus Karbon oder Kunststoff ausgestattet, die bei einer Kollision mit Personen gravierende Verletzungen hervorrufen können“, sagt Luftfahrt-Experte Stefan Schneider von DEKRA Aviation. Völlig außer Kontrolle geriet eine 1,8 Kilogramm schwere Drohne nach der Kollision mit einem Pkw bei rund 65 km/h. Das Flugobjekt krachte gegen die Windschutzscheibe, stieg danach in beschädigtem Zustand unkontrolliert auf 40 bis 50 Meter Höhe und war nicht mehr steuerbar. Schadenfälle durch Drohnen sind von der privaten Haftpflichtversicherung in der Regel nicht gedeckt. Ohne spezielle Police haftet der Hobbypilot selbst in vollem Umfang. Aber auch mit Drohnen-Police muss sich der Betreiber an die Vorschriften halten und Luftsperr-

gebiete, Flughöhe, Sichtfluggebot sowie die Privatsphäre anderer beachten. Bei Verstößen kann der Versicherungsschutz ganz oder teilweise verloren gehen. „Es gibt so viele Regelungen und ein so hohes Risikopotenzial, dass wir Drohnenbetreibern dringend empfehlen, an einer professionellen Schulung teilzunehmen. Es geht um nicht weniger als die Sicherheit in der Luft und am Boden“, betont Schneider. Wer gegen die Regeln der Flugsicherung verstößt, macht sich wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr strafbar und ist für mögliche Schäden verantwortlich und haftbar. Im Zeitraum von Januar bis Oktober 2016 registrierte die Deutsche Flugsicherung (DFS) 61 Fälle an internationalen Flughäfen in Deutschland, in denen der reguläre Flugverkehr von Drohnen behindert wurde.

2 | 2017 Allgäu Wirtschaftsmagazin

Allgäuer Wirtschaftsmagazin 2/2017  

Mit einer Auflage von 11.900 Exemplaren erreicht das Allgäuer Wirtschaftsmagazin ca. 54.000 Leser pro Ausgabe im bayerischen und württemberg...