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Ulm

Vorstand der Handwerkskammer Ulm diskutiert mit Landtagsabgeordneten die „Blaue Plakette“

BILD: HKW ULM

Der Vorstand der Handwerkskammer Ulm um Präsident Joachim Krimmer im gemeinsamen Austausch mit dem Ministerialdirigenten des Staatsministeriums, Werner Schempp.

„Die Landespolitik bestimmt massiv die Bedingungen unseres regionalen Handwerks. Dorthin müssen wir unsere Argumente liefern“, so die Bilanz von Joachim Krimmer, Präsident der Handwerkskammer Ulm, zur vergangenen Vorstandsreise in die Landeshauptstadt. Im Zentrum des gemeinsamen Austausches mit der Politik standen unter anderem die Auswirkungen der „Blauen Plakette“. Hier formulierte der Vorstand klare Erwartungen nach Ausnahmeregelungen und Übergangsfristen. „Viele Betriebe haben ihren Fuhrpark erst auf die grüne Plakette samt Euro-5-Norm angepasst“, so Krimmer. „Da unsere Investitionszyklen meistens acht bis zehn Jahre umfassen, ist jede Änderung betriebswirtschaftlich unrentabel und mit unsinnigem Mehraufwand verbunden.“ Darauf müsse die Landepolitik jetzt entsprechend Rücksicht aufnehmen. Insbesondere die Umrüstung von Lieferfahrzeugen auf Euro6-Norm sei kompliziert, teuer und stehe nicht im Verhältnis zu den Anforderungen der Kunden an das Handwerk. Krimmer: „Unsere Kunden fragen nicht mit welchem Fahrzeug wir kommen. Unsere Kunden verlangen nach einer zeitnahen und qualitativ guten Bearbeitung ihrer Anliegen.“

Sonthofen/Oberallgäu

Elektromobile Destination Oberallgäu

BILD: SP

Mit intelligenten Stromtankstellen deckt das Allgäuer Überlandwerk den wachsenden Bedarf ab.

In einem Brief an die Bürgermeister und die Bürgermeisterin des Landkreises machte sich Landrat Anton Klotz für die Umsetzung landkreisweiter Projekte für den Allgäu Wirtschaftsmagazin

2 | 2017

Energie- und Klimaschutz im Rahmen des Masterplans 100 % Klimaschutz einzusetzen. Besonderes hervor hebt er dabei den Ausbau der Elektromobilität hervor.

Nur für eine Minderheit der deutschen Bevölkerung haben Elektroautos bereits direkte Auswirkungen auf den Alltag, weil zum Beispiel ein Elektroauto regelmäßig genutzt wird. Viele öffentliche Verwaltungen, darunter auch das Landratsamt Oberallgäu, haben begonnen, ihre Fuhrparks umzurüsten. So wird Mitarbeitern die Möglichkeit geboten, Alltagserfahrungen mit der eMobilität zu sammeln. Für Landrat Klotz ist klar: „Das Oberallgäu sollte sich daher das Ziel setzen, kein weißer Fleck auf der Landkarte der Elektromobilisten zu bleiben. Die AllgäuStrom Partner haben hier bereits seit 2010 mit 15 öffentlichen Ladesäulen einen ersten Schritt gemacht. Die öffentlichen Verwaltungen sollten ebenfalls einen Beitrag leisten.“

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Allgäuer Wirtschaftsmagazin 2/2017  

Mit einer Auflage von 11.900 Exemplaren erreicht das Allgäuer Wirtschaftsmagazin ca. 54.000 Leser pro Ausgabe im bayerischen und württemberg...

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