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Diesen Blick hatten die Trainingsteilnehmer auf die herrliche Landschaft rund um den Gardasee während ihrer intensiven Trainingseinheiten.

Tennis vor 50 Jahren Erkennen Sie den Mann rechts auf dem Bild? Eigentlich nicht schwer. Er hat sich nämlich in den letzten 50 Jahren kaum verändert: Rudolf Brunner, besser bekannt unter seinem Pseudonym „Stips“. Im Jahre 1969 hatte er als frisch gekürter Stadtmeister seinen ersten großen Auftritt beim Paul-Schwarz-Gedächtnisturnier. Das war damals das gesellschaftliche Tennisevent in Mainburg. Die Stadtmeister von Kelheim, Mainburg, Moosburg und Pfaffenhofen rangen alljährlich um den Wanderpokal, den die Familie Schwarz in Erinnerung an den viel zu früh verunglückten Sohn Paul Schwarz gestiftet hatte. Gewonnen hat ihn freilich ein Mainburger nie. Auch später nicht der Stips.

Man konnte auch schlechterem Wetter Positives abgewinnen. Nach einem kräftigen Regenguss mit Hagel, Blitz und Donner war ein doppelter Regenbogen über dem Gardasee zu bestaunen. Im Hintergrund Malcesine.

Westen, hinter einem Bergmassiv verborgen, der Lago d’Idro. Im Osten das Monte Baldo Massiv, noch schneebedeckt über der Ortschaft Malcesine. Das kleine, feine Hotel Miralago hatte neben der hervorragenden Küche etwas ganz Spezielles zu bieten: Einen gigantischen Ausblick von der Terrasse 400 Meter über dem Gardasee. Dieses Hotel als Geheimtipp zu bezeichnen wäre unangemessen. Sonst kommen vielleicht noch andere Mainburger Tennisler auf den Geschmack. Und dann ist dieser magische Ort ja kein Geheimtipp mehr. Bleibt nur der Dank an Kapitän H.P. Brandl zu richten, der dieses grandiose Event für seine Tennisfreunde wie all die Jahre vorher bestens organisierte.

Wie aber schlug er sich bei seinem ersten Auftritt auf der größeren Bühne? Dazu ein Zitat aus der Hallertauer Zeitung vom 26.08.1969: „Im ersten Spiel des Turniers stand Mainburgs junger Clubmeister Rudi Brunner dem Moosburger Rödl gegenüber. Für „Stips“ war das erste Spiel in einem Turnier mit hervorragenden Spielern eine große Nervenbelastung, darum fand er auch nicht zu seinem Spiel. Mit 2:6 und 0:6 mußte er den Sieg dem Moosburger überlassen. (…) Im Spiel um den 3. und 4. Platz bewies Rudi Brunner eindeutig, daß er mehr kann, als er am Vormittag zeigte. Gegen Stamprecht-Pfaffenhofen (siehe Bild) lieferte er eine kämpferisch ausgezeichnete Partie. Scheinbar unerreichbare Bälle erspurtete er mit unheimlicher Schnelligkeit. Mit 6:4 und 8:6 überließ er nur ganz knapp den Sieg an Stamprecht.“ Es sei noch erwähnt, dass der Kelheimer Stadtmeister Hasenpusch den Wanderpokal zum dritten Mal gewann und ihn so endgültig in die damals noch nicht Kreisstadt mitnehmen durfte.

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Ausgabe 3/2019. Berichte und Neuigkeiten aus den Sportabteilungen des TSV Mainburg.  

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