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Im Speerwerfen blieb er ebenso wie David Summerer ganz knapp unter der Bestleistung vom Werfertag in Regensburg, während Michael Hintermeier sich deutlich verbesserte (24,39 Meter) und Moritz Peters angesichts deutlicher Probleme froh war, zumindest die 20-Meter-Marke geknackt zu haben. Das Diskuswerfen sah dann David wieder vor seinen Teamkollegen (27,98 Meter), während Tobi mit neuer Bestleistung von 26,00 Meter endgültig die Quali absicherte und auch Moritz und Michi sehr zufrieden waren. Und so war der zweite Tag dann ziemlich schnell fortgeschritten und der abschließende 1500-Meter-Lauf stand an. Mit deutlichem Respekt gingen alle vier das Rennen an. Auch wenn es, wie man im Nachhinein feststellte, bei allen noch etwas schneller gegangen wäre, war man in erster Linie froh und stolz, am Ziel zu sein. Alle Teilnehmer der U18 konnten den Wettkampf beenden, das allein war Grund zum Feiern. Bald schon wich die Erschöpfung einer großen Freude und man begann, für den nächsten Zehnkampf zu planen. Die Schmerzen und Blessuren zu pflegen, dafür reicht’s auch noch am nächsten Tag!

Jeder Teilnehmer war irgendwann, manche auch mehrfach, an einem Punkt, an dem er mit dem Gedanken des Aufhörens gespielt hat oder sich zumindest fragte, ob er es denn bis zum Schluss durchhalten würde. Und wie um alles in der Welt das eigentlich funktionieren sollte!? Hier halfen vor allem der Teamgeist und die anderen Teilnehmer. Die machten dasselbe durch und der alte Spruch „geteiltes Leid ist halbes Leid“ bewahrheitete sich: zu sehen, wie die Kollegen auf die Zähne beißen, steigert auch den eigenen Kampfgeist und verscheucht die Verlockung des Aufgebens. Nun muss man sehen, ob Tobi Petz noch Mitstreiter für die Bayerischen Mehrkampfmeisterschaften findet. Zwei Kandidaten gibt es noch, sie müssen aber noch qualifizieren. Die Zeit dafür wird knapp. Der gesamten Gruppe jedoch hat der Zehnkampf soviel Spaß gemacht, dass schon überlegt wird, wann man gemeinsam den nächsten angeht. Der Jedermanns-Zehnkampf in Regensburg am letzten Juli-Wochenende ist der nächste gute Termin.

Zudem gab es Medaillen in Hülle und Fülle. Tobi Petz wurde wie im Fünfkampf auch im Zehnkampf souveräner Dritter der Südbayerischen Meisterschaften und gleichzeitig Niederbayerischer Meister, David holte erneut Bronze in der Niederbayernwertung. Da im Zehnkampf eine Mannschaft nur drei Teilnehmer benötigt, konnte man hier auch in der Mannschaftswertung punkten, Moritz Peters war der dritte Mainburger in der Wertung. Da kein anderer Verein genug Athleten gemeldet hatte, gab es den Niederbayerischen und auch den Südbayerischen Titel sozusagen kampflos. Aber ganz sicher nicht ohne Kampf, denn allein das Durchkommen ist ein gewaltiger Kampf mit sich selbst und gegen den inneren Schweinehund. Und gegen Schmerzen, die zwangsläufig entstehen, wenn man mal umknickt, sich die eigenen Spikes in die Wadln rammt, irgendwo hängenbleibt oder anschlägt etc. Bei so langen Wettkämpfen passiert immer irgendetwas!

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Ausgabe 3/2019. Berichte und Neuigkeiten aus den Sportabteilungen des TSV Mainburg.  

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