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Nr. 02_8.2011 ISSN 2192-5402

Beginn einer mehrteiligen Serie:

! s i t Gra

IRT – Trucker in gefährlicher Mission

Die Armutsspirale S.8 Firmenporträt: Max-Logistik

„Tanz der Dosen“

Miteinanderverkehren: Licht an/aus! Bewerbungstipps Sammler: Die Ratsche

Das kostenlose Magazin für Profi-Kraftfahrer/innen

S.15

S.22

S.14 S.24 S.30


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editorial

Nr. 2_8.2011

Ei Guude,

In dieser Ausgabe finden Sie: titelstories

IRT - Trucker in gefährlicher Mission (Teil 1) Tanz der Dosen

S. 4 S.22 S. 7,10,14,32

stellenanzeigen soziales

Die Armutsspirale

S. 8

sammelseiten

Die Ratsche Handkraftmessgerät

S. 12 S. 14

firmenprofil

MAX-Logistik

S. 15

...aus der praxis

Verbannung der Plagegeister

S. 19

pinnwand

S. 20

berufsbild

Bewerbungsunterlagen überflüssig?

S. 24

so viel, damit auch jeder interessierte Kollege eine Zeitung erhalten kann. Wer noch keine Zeitung hat, kann diese auch auf unserer Webseite (http://www.truck-xpress.eu) lesen. Nachdem wir mit dem neuen Actros einen Blick in die Zukunft gewährt haben, schauen wir dieses Mal in die Gegenwart oder Vergangenheit?! Für die vier erfahrenen Ice-Road-Trucker war der Trip nach Indien definitiv eine Reise in die Vergangenheit. Für die indischen Kraftfahrer ist das allerdings Gegenwart. In einer mehrteiligen Serie werden wir die Herausforderungen schildern und hoffen, Dich damit unterhalten zu können. Diese Ausgabe wird zudem durch Themen über Ladungssicherung geprägt. Wir erklären die Ratsche und informieren über erleichternde Hilfsmittel. Ein solches Hilfsmittel, den Gurtspannkontroller, kannst Du auch gewinnen, wenn Du das Rätsel löst und uns das Lösungswort rechtzeitig einsendest.

kampagne „miteinander verkehren“

Licht an/aus!

von der ersten Ausgabe unseres Truck-Xpress hatten wir eindeutig zu wenig drucken lassen. Rasch waren alle Exemplare verteilt, und die Nachfrage war immer noch hoch. Von dieser Ausgabe gibt es gleich doppelt

S. 26

tagebuch

„Grüner“ Verkehr

S. 28

rätselecke

S. 30

Viele Kraftfahrer sind verschuldet. Dies belastet sie und schränkt sie meist auch in ihrer Arbeit ein. Wir zeigen die Armutspirale auf, in welche viele Kraftfahrer gelangen, sobald sie in den Beruf einsteigen.

Ich wünsche Dir Allzeit Gute Fahrt!

Karsten Roth Chefredakteur Impressum TruckXpress Herausgeber Job-Inform Personal-Service-Beratung GmbH Hintergasse 19 55450 Langenlonsheim Telefon 06704-209 2001 Telefax 06704-209 9002 viSdP Ulrike Mahr, Bernd Albrecht Redaktion molkenstehler.eu Chefredakteur: Karsten Roth Am Ludwigsberg 29 66113 Saarbrücken Telefon 0681-4010008 Telefax 0681-4010010 Freier Redakteur: Thorsten Hastenteufel

Gestaltung Lennert Design Text Konzept Ernst-Reuter-Str. 58 55130 Mainz Telefon/Telefax 06131-986663 Druck Dresdner Verlagshaus Druck GmbH Meinholdstraße 2 01129 Dresden Telefon 0351-4864-2588 Telefax 0351-4864-2546

Titelbild: „Trucker in gefährlicher Mission“ (jeden Donnerstag um 18 Uhr auf HISTORY)

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titelstory

trucker in gefÄhrlicher m Da waren sie! Die vier erfahrenen Kraftfahrer, die uns längst von den Eisstraßen in Nordamerika bekannt sind. Keine Herausforderung ist ihnen zu groß. Souverän fahren Sie auf Eis über Flüsse, Seen und sogar über den Ozean. Hierbei schaffen sie es, jede noch so ungünstig fahrbare Ladung unversehrt ans Ziel zu bringen. Sie haben alles bewältigt:

n erört zu de h e g i k s bogor Alex De Fahrern. W’s unn te s er mit LK traßen fahren t is re h Ja iss Über 30 nd kennt die E e u als sein s r g e e s s e b terw a k ameri von Nord che. s dicht be ta us dem Westen a . n g ih e W ert er Schon d Delhi überford für den h völkerten tscheidet er sic n wichn e be e ll L e n in h Sc ihm se a d , g e Heimw tiger ist.

Die Straßensituation, die Ladungen, die widrigen Witterungsbedingungen und sogar die lange Zeit ohne Schlaf.

Drei dieser erprobten EisstraßenKraftfahrer, sowie ein weiterer, machten sich auf in eine andere Welt: Indien. Der Himalaya war ihr Ziel. Ob sie sich vorher schon bewusst waren, was da wirklich auf sie zukommen wird, steht in Frage! Sie machten sich auf in eine Reise in die Vergangenheit mit einem Hauch von Exotik. Die Serie „Trucker in gefährlicher Mission“ berichtet von den vier nordamerikanischen Kraftfahrern, die sich der Herausforderung in einem fremden, unterentwickelten Land gestellt haben.

ruckers -Road-T e Ic n e on d Auch v Rick Yemm. in an e Figur m t kenn chillernd efärbten s ie d r g he Er ist e . Mit einer blau ien an, d m In a e T in r m de tritt e r u is eren zufr d n n uch a a Irokese r e b a ich, um es s n. e is e bew

Die Fahrer Drei Eisstraßen-Veteranen machten sich auf den Weg nach Indien: Alex Debogorski, Rick Yemm und Lisa Kelly. Schon bald verabschiedet sich Alex Debogorski und für ihn kommt Dave Redmon ins Team.

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Alle Bilder im Artikel: „Trucker in gefährlicher Mission“ (jeden Donnerstag um 18 Uhr auf HISTORY)


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r mission Eine Frau gehört schon auf den Eisstraßen Nordamerikas nic ht zum Alltag. In Indien gab es vor Lisa Kelly faktisch keine Frau am Lenkrad eines LKW’s. Auf den Eisstraßen hat sie sich immer mehr gefordert. In Indien waren die Herausforderungen we sentlich größer! Am Ende hat sie es den Männern allerdings gezeig t.

Die Fahrzeuge Für den Einsatz steigen die vier Fahrer auf die landestypischen Tata 1613 um. Diese reich verzierten mittelschweren LKW entsprechen nicht den hohen Sicherheitsstandards, die Fahrer aus Industriestaaten gewöhnt sind. So gibt es ein robustes Chassis aus Stahl, welches dafür gebaut wurde, mit wenig Wartung ewig zu halten. Darauf bauen eine Kabine und eine Ladefläche auf, die aus Holzteilen, wie ein Streichholzobjekt, zusammen gebaut sind. Bei einem Zusammenstoß hätten Fahrer und Beifahrer nur geringe Überlebenschancen. Angetrieben wird der Zweiachser von einem robusten 150 PS-Motor, der seine Kraft über ein manuelles 5-Gang-Getriebe auf die Räder bringt. Indien war eine der großen Kolonien der Briten. Noch aus dieser Zeit stammt der Linksverkehr auf den Straßen. Noch heute befindet sich das Lenkrad auf der rechten Seite. Für die Nordamerikaner ist das ungewohnt, da diese - wie wirRechtsverkehr auf den Straßen haben. Die Routen

Nachdem Alex das Handt uch geworfen hatte, kam Dave Redmon ins Team. Er stammt aus Alabama. Es stellte sich heraus, dass sein umfangreiche Kenntnis des Jobs und der Technik eine Stütze für den Einsatz im Himalaya waren.

In Indien stoßen Welten aufeinander. Eine ausgereifte Straßenverkehrsinfrastruktur, ähnlich den Industrieländern gibt es nicht. Dennoch sind die Transporterfordernisse hoch. Lange war die Bahn als Hauptgütertransportmittel eingesetzt worden. So kam es auch nicht zum notwendigen Ausbau der Straßen. Der Prozess zum Ausbau des Straßenverkehrsnetzes hat jedoch begonnen und wird mit hoher Energie vorangetrieben. Bei einem so großen Land wie Indien kann das allerdings noch einige Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Bis dahin wird man sich mit den vorhandenen Straßen behelfen müssen. Selbst in abgelegene Gebiete füh-

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titelstory

trucker in gefÄhrlicher mission

ren keine guten Straßen. Wo auch immer man in Indien hinkommt, wird man vom Eselskarren bis zum leistungsstarken LKW alles auf den Straßen entdecken. Das Abenteuer beginnt in der zweitgrößten Stadt Indiens: Delhi. Die Stadt selbst hat etwa 12,6 Millionen Einwohner. Die Straßen sind chronisch überlastet. Der Verkehr folgt nicht wirklich festgelegten Regeln. Vielmehr können den Faktoren Glück und Zufall, sowie der geringen Bedeutung von materiellen Schäden an Fahrzeugen zugesprochen werden, dass der Verkehr so fließt, wie er eben fließt. Alle möglichen Arten von Fahrzeugen sind auf den Straßen anzutreffen. Von Fußgängern über Nutzvieh, über alle möglichen Arten von Transportfahrzeugen – angefangen von Eselskarren bis hin zu LKW, Fahrrad- und Motorradfahrer, einer Masse an PKW bis hin zu motorisierten LKW kann man alles auf den Straßen von Delhi im Durcheinander finden.

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Jeder Fahrer hat in Indien einen Beifahrer, welcher als Lotse durch den Verkehr dient. Einerseits wird der sog. Spotter durch die eingeschränkte Sicht des Fahrers erforderlich, andererseits durch die stark befahrenen Straßen, nicht zuletzt auch durch den mangelnden Ausbau der Strecken für den tatsächlichen Verkehr.

Im Weiteren wird die NH21 befahren. Gegen sie ist die NH22 ein reines Zuckerschlecken. Die NH21 führt mitten in das Herz des Himalaya Richtung Manali bis nach Keylong.

Das Durchfahren der Städte gehört hier noch zu den geringsten Problemen. Die wahren Probleme entstehen beim Überqueren des Rohtang Passes. Diese Straßen verdienen die Bezeichnung Straße gar nicht. Regen und massiver Schneefall machen die Strecke fast unbefahrbar. Der Verkehrsdruck ist sehr hoch Von Delhi geht es über und führt häufig zu folgenschweren die NH22 von Shimla in Unfällen. Nicht selten werden Teile nordöstlicher Richtung der Strecke für Wochen gesperrt. nach Rampur in die Gemeinden Tapri, Karcham, Ladungen Kuppa und Kalpa. Die Streckenabschnit- Es ist unglaublich, welche Ladunte der NH22 werden mit gen mit dem Fahrzeug alles beför„malerischen“ Namen, wie dert werden. „Freefall Freeway“, „The Mehr könnt ihr in der nächsten AusCutouts“, „Breakaway gabe lesen. ms Bend“, „The Ledge“ und „Angry Mountain“ betitelt. Von daher kann man schon erahnen, dass es sich nicht um eine Spazierfahrt handelt.


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soziales

Viele Kraftfahrer befinden sich schon lange in einer Armutsspirale. Es dreht sich eigentlich

Die Armutsspirale

alles nur noch um den Job und Von einem erfüllten Leben kaum noch um das eigene Leben. spricht kaum ein Kraftfahrer mehr. Der Job des Kraftfahrers kann nicht wirklich mit anderen Jobs verglichen werden. Er stellt hohe Ansprüche. Der Alltag fordert viel vom Kraftfahrer ab. Er steuert durch einen Urwald an Vorschriften, die zu berücksichtigen sind. Seine Sorge obliegt nicht nur dem Steuern der überdimensionalen Fahrzeuge, sondern auch dem Wohlergehen der sonstigen Verkehrsteilnehmer. Als Profi muss er Fehler anderer Verkehrsteilnehmer erkennen; aus allgemeinen, aber auch aus betrieblichen Interessen. Diese Aufgabe erfordert eine hohe Aufmerksamkeit. Für seinen Job wird ein hoher Zeitaufwand gefordert. Selbst bei nur schichtbezogener Abwesenheit muss ein Zeitbedarf von 12 – 14 Stunden kalkuliert werden. Andere Anwendungen fordern sogar bis zur mehrwöchigen Abwesenheit von zuhause. Das Privatleben – sofern überhaupt vorhanden – wird dadurch massiv eingeschränkt, aber auch die generelle Handlungsfähigkeit in privaten Angelegenheiten. Der Beruf gehört zu den Jobs, für die man eine hohe Aufopferungsbereitschaft, aber auch Verantwortungsbewusstsein mitbringen muss. Selten entspricht das Entgelt für diese Tätigkeit den Anforderungen. Eine gute Bezahlung stellt in der Branche eher eine Ausnahme dar. Es gibt Transportunternehmer, die Kraftfahrern ernsthaft einen Job für einen Bruttolohn von 860,- Euro im Monat anbieten. Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) hat aufgrund von Untersuchungen und ihrer täglichen Praxis festgestellt: „Die Branche wird regelrecht von Kriminellen angezogen.“

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Man befindet sich sprichwörtlich in einem Teufelskreis, dem man nicht entfliehen kann. Diese bezeichnete Kriminalität lässt sich nicht wirklich einschränken. Sie umfasst oft auch die Arbeitsverhältnisse. Dies fängt schon bei der Lohngestaltung an. Der Bruttolohn hat ein äußerst geringes Niveau. Ein Dschungel an undurchsichtigen Zulagen und Prämien, gespickt mit umfassenden Ausschlussfristen, kann das Entgelt erst in eine interessante Höhe bugsieren. Selbst Spesen (steuerlich: Verpflegungsmehraufwendungen) werden dem Lohn hinzugerechnet, obwohl dies ja ein Ersatz für erhöhte Auslagen ist, der durch den zeitlichen oder örtlichen beruflichen Aufwand entsteht. Noch nicht einmal, dass diese Aufwendungen beruflich entstehen, lässt Skrupel entwickeln. Sogar hier wird gespart. Die Spesen werden in vielen Firmen nicht mehr nach den amtlichen Tabellen gezahlt, sondern nur gekappt. Zahlungen von Mehraufwendungen für die Verpflegung werden steuerlich begünstigt. Hierfür gibt es amtliche Tabellen, die den Mehrbedarf pauschalieren, um eine Einzelabrechnung zu vermeiden. Tatsächlich gibt es sogar ein Ausschluss von individuellen Aufwandsnachweisen. Nur die Pauschbeträge gelten. Eine Kappung wird lapidar

Bilder: Fotolia


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damit abgewiesen, dass man die nicht gezahlten Spesen in der Steuererklärung geltend machen kann. Im Effekt führt dies zu einer Auszahlung in Höhe des tatsächlichen Steuersatzes eines jeden Einzelnen Steuerpflichtigen. Kraftfahrer liegen aufgrund ihres zu versteuernden Einkommen zwischen 0 und 18 %, wobei das Gros sich bei 8 bis 12 % einfindet. Im Klartext wird man als Kraftfahrer privat kostenaufwändig losgeschickt, man ist aber nicht bereit die tatsächlichen Kosten hierfür zu tragen. Vielmehr verlangt man die Mitinvestition des Kraftfahrers in die Firmengeschäfte. Praktisch versorgen sich viele Fahrer unterwegs selbst - das ist billiger. Anstelle täglich eine warme Mahlzeit zu genießen, nutzt man das wenige Spesengeld als Aufbesserung des Lohnes und trägt es nach Hause. Dort wird es ja auch dringend gebraucht. Zulagen und Prämien haben nicht selten eine Bindung an die aktive Beschäftigung in der Firma. Aktiv hat hier eher die Bedeutung: Solange ich zahlen muss, um den Kraftfahrer zur Arbeit zu bewegen, werden diese Beträge gezahlt. Sobald diese keinen Anreiz zur aktiven Tätigkeit im Unternehmen haben, wird die Zahlung eingestellt. Immer werden diese Leistungen in Arbeitsverträgen und/oder Anlagen dazu als explizit freiwillig deklariert. Während sich Arbeitgeber anderer Berufe vor der Einstellung Gedanken machen, ob sie ihre Mitarbeiter auch tatsächlich bezahlen können,

kann dies bei vielen Transportunternehmern in Frage gestellt werden. Dies zeigt sich in vielen unbezahlten Löhnen. Einen pünktlich und vollständig gezahlten Lohn erleben nur die Fahrer weniger Firmen. Die Lohnabrechnung und -zahlung gehören nicht zu den wesentlichen Aufgaben der meisten Transportunternehmer. Wer nur eine verspätete Zahlung erhält, kann sich noch glücklich schätzen. Immer wieder wird nur in Raten gezahlt, wobei die Zahlungen innerhalb eines Monats selten der Auszahlungsbetrag eines Monats erreichen. Annähernd jeder Kraftfahrer kann von einer insolventen Firma in seinem Werdegang berichten. Es soll Fahrer geben, die über Insolvenzgeldanträge besser Bescheid wissen als Insolvenzverwalter. Genauso selten wie Zahlungen werden in diesen Unternehmen Lohnabrechnungen gestellt. Entweder gibt es gar keine Lohnabrechnung, oder sie kommt viel zu spät. Nicht selten müssen Kraftfahrer Lohnabrechnung sogar gerichtlich einklagen. Belastet durch die unvollständigen Zahlungen liegen bei einem hohen Anteil der Kraftfahrer Pfändungen vor. Geht der Lohn auf das Konto, erhöht sich der Aufwand für Pfändungsschutzmaßnahmen zur Sicherung des Lebensunterhaltes maßgeblich. Gepaart mit dem hohen zeitlichen und oft örtlich eingeschränkten Zugang wird die Sicherung des Lebensunterhaltes unmöglich gemacht.

Der Autor dieses Artikels war lange Zeit in die Sanierung von Unternehmen, darunter auch Transportunternehmen, involviert. Aus seiner Praxis weiß er, dass die pünktliche Erstellung von Lohnabrechnungen und Zahlung des vollständigen Lohnes wesentIn Deutschland ist die bargeldlose lich zur Erreichung der wirtschaftZahlung des Arbeitsentgelts üblich. lichen Ziele des Unternehmens beigetragen haben. Nicht so bei Kraftfahrern. Spesen werden oft sowieso bar ausgezahlt. Das erscheint als Aufwand- Berufskrankheiten gar nicht geltend sersatz auch vernünftig. Vielfach machen. wird aber auch das sonstige Entgelt Kritisch sind die Einstellung von auf diesem Weg zur Auszahlung Diabetes und Bluthochdruck zu begebracht – sei es durch die man- trachten – leiden doch viele Kraftgelhafte Liquidität des Arbeitgebers fahrer darunter. Nicht nur, dass die oder durch die Unmöglichkeit zur Einstellungsphasen auf neue MediEröffnung eines Kontos. kamente ein Fahrverbotsgrund wären, fährt man auch unbehandelt weiLohnzahlungen haben nicht nur Aus- ter. Der berufliche Einsatz verhindert wirkungen auf das aktive Arbeitsver- den meist den Besuch von Ärzten. hältnis, sondern auch auf das Krankengeld und die Rente. Der geringe Lohn hat auch AuswirNicht selten fühlt ein Kraftfahrer in kungen auf das Arbeitslosengeld. seiner Krankheit allein gelassen. Kündigungsfristen werden bei TransSchon die Praxisgebühren sind nicht portunternehmen selten ernst geeinfach zu bezahlen; wie aber sollen nommen. „Wenn ein Fahrer nicht die Medikamente bezahlt werden? mehr will, dann will er nicht mehr“, Das Krankengeld liegt unter dem lautet die Parole. Damit fangen die Hartz IV-Niveau. Probleme aber erst an. Die Überlegung, die Krankheit nicht Zuerst muss man nachweisen, nicht behandeln zu lassen, sondern wei- selbst gekündigt zu haben. Dann ter zu arbeiten, erfolgt nicht selten. folgt auch gleich die Hiobsbotschaft: Hinzu kommt die Gefahr der kurz- Das Arbeitslosengeld reicht nicht! fristigen, zwar ungerechtfertigten Eine Aufstockung mit Hartz IV muss Kündigung. her. Hier wird man sehr schnell in eiZwar kann man dagegen gerichtlich nen noch schlechteren Job vermittelt vorgehen, bis man allerdings Geld und die Spirale dreht sich weiter. sieht – wenn der Arbeitgeber überhaupt noch zahlungsfähig ist – liegt Erschwerend kommt hinzu, dass in weiter Ferne. Die Arbeitsgerichte viele Arbeitgeber von Kraftfahrern sind überlastet, und es gibt Kraft- – wenn überhaupt – nur noch den fahrer, die von den Arbeitsrichtern Grundlohn bezahlen. schon mit Vornamen angesprochen Meist fallen diese Zahlungen allerwerden. dings aus. Einerseits ist man für das Unternehmen nicht mehr nützlich, Das Gros aller Kraftfahrer muss sich andererseits werden oft unberechgefallen lassen, „Hilfsarbeiter mit tigte Gegenrechnungen gestellt, geFührerschein“ zu sein. gen die man wieder vor Gericht vorDurch die fehlende Berufsausbil- gehen muss; selbstverständlich mit dung als Kraftfahrer kann er typische der bekannt langen Vorlaufzeit. kr

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Die Ratsche Als alltägliches Ladungssicherungshilfsmittel wird die Ratsche zwar oft verwendet, aber wer kennt sich so richtig damit aus? Hier beschreiben wir die Ratsche im Detail. Das Gurtschloss funktioniert über eine Winde, welche den Gurt aufnimmt. Durch die mehrfache Umwicklung (2 ¼) des runden Kerns wird der Gurt gehalten. Zahnräder, die einseitig wirken, sorgen in Kombination mit einer Sicherung für das Halten der Umwicklung. Die Wicklung wird durch ein Spannelement, den Ratschenhebel, vorgenommen. Eine Sicherung sorgt einem ungewollten Lösen der Ratsche vor. Eine Lösevorrichtung erlaubt das Überwinden der Sicherung, was die Freigabe des Gurtes zur Folge hat. In der offenen Stellung des Ratschenhebels kann die Winde frei bewegt werden. Die Ratsche ist auf statische Werte ausgelegt, die auf einem Etikett zu sehen sind. Die Farbe des Etikettes zeigt an, aus welchem Material der Gurt gefertigt wurde. Bei mehrteiligen Gurten ist darauf zu achten, dass Ratsche und Gurt zusammen passen, da die Sicherungsfähigkeit ansonsten nicht gewährleistet ist. Etikettenfarben: Blau PES-Gurtband Grün PA-Gurtband Braun PP-Gurtband Das Material wird auf dem Etikett nochmal angegeben.

aufgebracht werden. Geringere und höhere Werte führen zu einer unbestimmbaren Größe. Zurrkraft (LC) (Lashing Capacity) Das ist die Kraft, wofür der Zurrgurt Zu geringe Werte haben eine unund die Ratsche im gerade Zug ma- zureichende Sicherung der Ladung ximal ausgelegt wurde. Ein Über- zur Folge. schreiten sollte unbedingt vermie- Zu hohe Werte führen zur Überlastung von Gurt und Schloss, womit den werden. die Sicherung gefährdet werden kann. Handzugkraft (HF, SHF, STF) Hiermit wird die Kraft am Griff des Eine zu hohe Handkraft führt auch Spannelementes (HF Hand Force) zum unkontrollierten Öffnen des beschrieben, die die Zugkraft im Gurtes, was eine Gefahr für den Benutzer darstellt. Zurrgurt erzeugt. Die normale Handkraft (SHF Stan- Von der Aufbringung von mehr dard Hand Force) beträgt 500 N Handkraft unter Zuhilfenahme eiund wird als 50 daN angegeben. nes Hilfsmittels (Verlängerung des Dies entspricht einer Kraft, die eine Spannhebels) muss zwingend abPerson mit 50 kg auf den Griff des geraten werden. Sofern die Sicherungskraft eines Schlosses nicht Spannelementes aufbringt. Die normale Spannkraft (STF Stan- ausreicht, muss man auf leistungsdard Tension Force) gibt an, wieviel fähigere Schlösser in der KombiKraft nach dem Loslassen der Rat- nation mit den passenden Gurten zurückgreifen. sche noch verbleibt. Das Etikett enthält folgende Angaben (Auswahl der Angaben):

Normnummer Der Gurt muss typgeprüft sein. Diese erfolgt nach DIN EN 12195-2. Gurt und Gurtschlösser ohne diese Kennzeichen dürfen nicht zum Einsatz gelangen. Etikett Das Etikett kennzeichnet die Leistungsfähigkeit des Schlosses und des Gurtes. Es muss zwingend an beiden angebracht und auch lesbar sein. Kann man das Etikett nicht mehr lesen, darf das Gurtelement nicht mehr zur Ladungssicherung eingesetzt werden. Wie schon beschrieben, handelt es sich um ein System, welches in sich abgestimmt wurde. So muss für die korrekte Wirkung des Gurtes die erforderliche Handkraft von 50 daN auch tatsächlich

In praktischen Tests haben mehrere Hilfsmittelhersteller herausgefunden, dass die Handkraft von 50 daN oft nicht aufgebracht wird. Nachdem ein Indikator am Gurtschloss bei allen Herstellern fehlt, wurden Gurtspannkontroller entwickelt. Sie zeigen an, wann die erforderliche Handkraft auf das Schloss aufgebracht wurde. Ein weiterer Vorteil liegt in der Hebelwirkung dieser Hilfsmittel. So wird die notwendige Kraft auf bis zu einem Drittel reduziert. Damit die Sicherung funktioniert, sollte man darauf achten, dass der Schieber der Zahnwelle auf beiden Seiten greift. Nach dem Spannen muss der Hebel komplett geschlossen werden. Auf diese Weise wird der Schieber gesperrt und das ungewollte Lösen des Gurtes verhindert.

In der Ladungssicherung taucht regelmäßig die Größe Dekanewton (daN) auf. Deka steht für 10 und Newton (1 daN = 10 N) beziffert eine Kraft. Auch wenn es eine Relation zu Kilogramm (kg) gibt, werden damit unterschiedliche Größen bezeichnet. Kilogramm definiert ein Gewicht. Eine Ladung sichert man nicht nach Gewicht, sondern nach der Kraft, die sie in der Bewegung aufbringt. Krafteinheiten sind oft sehr schwer einzuschätzen. Daher kann man hilfsweise eine Regel anwenden: 50 daN entspricht in etwa der Kraft, die von einer Masse von 50 kg aufgebracht wird.

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ladungssicherung Ladungssicherung

Die Ratsche

3. Die Länge der Zurrgurte muss nach dem Ladegut als auch der Zurrart ausgewählt werden.

Bei der Positionierung ist darauf zu achten, dass die Ratsche nicht über 4. Eine Planung des Einsatzes einer Kante liegt. von Zurrgurten erleichtert das Vor dem Öffnen der Verzurrung Anbringen und Entfernen. muss man sich vergewissern, dass Bei mehrteiligen Ladungen die Ladung auch ohne Sicherung sollten Teilentladugen gleich noch sicher steht. Selbst wenn das berücksichtigt werden. Gurtschloss ein kontrolliertes Lösen des Gurtes ermöglicht, darf diese 5. Zum Niederzurren dürfen nur Überprüfung nicht vernachlässigt Zurrsysteme mit ausgewiesewerden. ner Handkraft (STF) verwendet werden. Das Gurtende sollte so lang sein, dass es beim Lösen des Gurtes 6. Alle Gurtelemente müssen zunicht aus der Winde heraus fliegt. sammen und zu den LadungsDie im Gurt befindliche Spannung sicherungseinrichtungen des sorgt für eine enorme Energie auf Fahrzeugs passen. das Gurtende. Schwere körperliche Schäden können die Folge eines zu 7. Vor dem Öffnen einer Verzurkurz ausgelegten Gurtes sein. rung muss sichergestellt werden, dass die Ladung danach Praktische Hinweise: noch sicher steht und niemanden durch Herabfallen gefähr1. Die Zurrgurte müssen der Ladet. dung entsprechend ausgewählt Schon beim Verzurren muss auf werden. die Entladung geachtet und geGröße, Form und das Gewicht gebenenfalls zusätzliche Gurte der Ladung entscheiden über zur sicheren Entladung eingedie korrekte Auswahl der Gurte. setzt werden. Darüber hinaus muss die beabsichtigte Verwendungsart der 8. Vor Beginn des Abladens müsGurte, die Transportumgebung sen die Verzurrungen soweit und die Art der Ladung berückgelöst sein, dass die Last frei sichtigt werden. Hier muss auf steht. das Material des Zurrgurtes, als auch auf die erforderliche Zurr- 9. Falls Zurrgurte Anzeichen von kraft geachtet werden. Schäden zeigen, müssen sie außer Betrieb genommen wer2. Mindestens zwei Zurrgurte beim den. Als Anzeichen von SchäNiederzurren und zwei Paare den gelten Zurrgurte beim Diagonalzurren – bei Gurtbändern: bringen erst die erforderliche Risse, Schnitte, Einkerbungen Stabilität. und Brüche in lasttragenden

Fasern und Nähten, sowie Verformungen durch Wärmeeinwirkung; – bei Endbeschlagteilen und Spannelementen: Verformungen, Risse, starke Anzeichen von Verschleiß und Korrosion. 10. Kommen Zurrgurte in Berührung mit Chemikalien, sind diese außer Betrieb zu setzen; hilfsweise ist der Hersteller oder Lieferer zur Weiterverwendbarkeit zu befragen. 11. Eine Beschädigung des Zurrgurtes durch die Kanten der Ladung ist zu verhindern. 12. Nur lesbar gekennzeichnete Zurrgurte mit Etiketten dürfen eingesetzt werden. 13. Zurrgurte dürfen nicht überlastet werden. Die maximale Handkraft von 50 daN darf nur mit einer Hand aufgebracht werden. Mechanische Hilfsmittel, wie Stangen und Hebel, dürfen nicht verwendet werden. 14. Geknotete Zurrgurte dürfen nicht verwendet werden. 15. Schäden am Etikett sind zu verhindern. 16. Gurtbänder sind vor Reibung und Abrieb sowie vor Schädigungen durch Ladungen mit scharfen Kanten durch die Verwendung von Schutzüberzügen und/oder Kantenschonern zu schützen. kr

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Handkraftmessgerät Gurte zu spannen gehört nicht zu den einfachsten Aufgaben, ganz besonders wenn man unter den verschiedenen typischen Kraftfahrer-Haltungsschäden leidet. Dies verleitet Kollegen zur Nutzung von ungeeigneten Hilfsmitteln, die vorwiegend wie ein Hebel wirken. Damit wird die notwendige Kraft zum Spannen des Gurtes wesentlich verringert. Davon ist dringend abzuraten. Auf der anderen Seite schaffen es viele Kraftfahrer nicht, die erforderliche Handkraft aufzubringen, um die Sicherungswirkung des Gurtes auch tatsächlich zu erreichen.

bel auch seine Vorteile für den Benutzer. Die körperliche Belastung sinkt enorm. Werden 50 daN auf die Ratsche aufgebracht, wird das akustisch, optisch und haptisch signalisiert. Durch die Nutzung dieser Handkraftmessgeräte wird das Spannen von Gurten wesentlich erleichtert. Unbestritten wird auch tatsächlich die gewünschte Vorspannkraft auf den Gurt aufgebracht. Die Ladung unterliegt tatsächlich der berechneten Sicherung. Die Nutzung eines solchen Hilfsmittels empfiehlt sich daher. Die Firma GUSPAKO hat uns drei Gurtspannkontroller als Hauptgewinn im Rahmen unseres Rätsels zur Verfügung gestellt. Als wirksames praktisches Hilfsmittel haben wir das gerne angenommen.

Die Krux liegt darin, dass der Komplex Gurt und Ratsche nur auf einen festen Wert eingestellt ist. Erst wenn die definierte Handkraft auf die Ratsche aufgebracht wurde, liegt die angezeigte Sicherungskraft des Gurtes auch tatsächlich vor. Eine Varianz gibt es nicht. Daher ist sicher zu stellen, dass die angezeigte Handkraft auch tatsächlich aufgebracht wird. Einfache Leute könnten auf die Idee kommen, einen Indikator für die aufgebrachte Handkraft direkt im Gurtschloss zu verbauen. Auf die Idee kam jedoch noch keiner der Hersteller. Vielmehr muss man sich zusätzlicher Hilfsmittel hierzu bedienen.

Wer das richtige Lösungswort zu unserem Rätsel mit Sprachschatz aus der Transportlogistik zusendet, wird ein potentieller Gewinner dieses praktischen Hilfsmittels sein. GUSPAKO: Länge: 430 mm Gewicht: ca. 0,9 kg für Ratschen von 85 bis 110 mm, Kraftaufwand ca. 20 daN

Zwei Hersteller haben sich hierzu Gedanken gemacht. Sie bieten Messgeräte an, welche die aufgebrachte Handkraft messen, bzw. anzeigen, wann die erforderliche Handkraft von 50 daN aufgebracht wurde. Diese ist für die gängigen Gurte erforderlich. Beide dienen gleichsam auch als Verlängerung des Ratschenhebels. Braun-SIS SpannControl: Damit soll gewährleistet werden, Länge: 580 mm, dass auch jeder die erforderliche Gewicht: 4,2 kg Handkraft aufbringen kann. Neben für Ratschen bis zu einer dem tatsächlichen Erreichen der Hebelbreite von 112 mm notwendigen Handkraft hat der He- Kraftaufwand ca. 15 daN

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Nichts geht über Volumengüter … für

Das Berufsbild des Kraftfahrers hat sich im Laufe der letzten Jahre stark geändert. Die gesetzlichen Bestimmungen wurden erweitert, die Einführung der digitalen Kontrollgeräte und deren richtige Bedienung ist immer noch für viele Kollegen ein Buch mit sieben Siegeln. Der Kraftfahrer von heute muss nicht nur die gesetzlichen Bestimmungen der Lenk- und Ruhezeiten beachten, sondern diese auf die jeweiligen Transportaufträge täglich neu planen und berechnen.

Der Einstieg in den Beruf wird für viele Kollegen mit großen Problemen verbunden sein, da die meisten Speditionen und Transportfirmen nur Kraftfahrer mit langjähriger Berufserfahrung suchen. Eine Einarbeitung, wie es in anderen Berufen üblich ist, wird zurzeit von vielen Unternehmen nicht ermöglicht, da dieses mit hohen Kosten verbunden ist. Wir stellen die Frage an das Transportgewerbe: Wer wird sich dieser Herausforderung annehmen?

oben, rechts: Die Firmenzentrale der Max Logistik GmbH in Senden-Bösensell

Die Firma MAX-Logistik GmbH in Senden-Bösensell bei Münster, einem Marktführer im Bereich Jumbotransporte, sah sich diesen Herausforderungen gewachsen und hat in Zusammenarbeit mit der Firma F A W Fernfahrerakademie Senden eine Qualifizierung und Weiterbildung für Kraftfahrer erarbeitet. So begann vor über einem Jahr ein Umdenk-Prozess in dem Unternehmen. Bedingt durch die Größe und den anhaltenden Wachstum ergaben sich weitere Faktoren, welche zur Berücksichtigung gelangten. Mit den Veränderungen sieht man sich den Herausforderungen der Zukunft in Bezug auf Auftragsab-

wicklung, Fahrermanagement, Qualifizierung und Wachstum gut gewappnet. Das Unternehmen Das Unternehmen MAX-Logistik GmbH wurde 1999 gegründet. Von Anfang an hat man sich auf Volumentransporte spezialisiert. Im Laufe der Jahre hat sich das Unternehmen zu einem der Marktführer in diesem Segment entwickelt. Die Kunden sind vorwiegend in der Industrie anzutreffen. Angefangen bei Dämm- und Schaumstoffen, über Verpackungen bis hin zu Hygieneartikel werden großvolumige Güter jeglicher Art auf den Fahrzeu-

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firmenprofil

Fahrzeuge der Max Logistik GmbH kennt man auf europäischen Straßen

Vergleich: 850 Nm bei 12 t = 70,8 Nm/t 2.100 Nm bei 40 t = 52,5 Nm/t 40 t x 70,8 Nm/t = 2.832 Nm (!)

Fahrer Udo Machholz fühlt sich schon seit vier Jahren wohl in dem Unternehmen.

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Der Kurs, bestehend aus gesetzlichen, theoretischen und praktischen Inhalten und wurde in enger Zusammenarbeit mit MAX-Logistik GmbH speziell für die Einarbeitung und Qualifizierung von neuen Mitarbeitern für das Unternehmen entwickelt. Eine enge Zusammenarbeit und Problemaustausch gewährleistet die ständige Anpassung und Verbesserung an die betrieblichen und gesetzlichen Erfordernisse. Nicht immer reichen drei Tage aus, um jeden neuen Fahrer auf den Job als Kraftfahrer vorzubereiten. gen der Firma befördert. Gerade Berufseinsteiger überschätDer hohe Grad an Spezialisierung zen die Wissens- und Fertigkeitserlaubt den Einsatz optimierter Fahr- anforderungen an den Beruf des Kraftfahrers. zeuge: Die Tandemzüge mit 120 m³ Lade- Hierfür bietet das Unternehmen zuvolumen, einer Gesamtlänge von sätzliche Tage an, an denen Einzel18,76m, 2,50m Breite und 4,00m schulungen und Intensivschulungen Höhe erreichen derzeitig das ge- stattfinden. Auf diese Weise kann jeder Fahrer gezielt auf einen einsetzliche Maximum. heitlichen Qualitätsstand und HandDie Güter haben nur ein geringes lingsniveau gebracht werden. Gewicht. So bedarf es auch keiner großen Antriebsmaschine um zeit- In der alltäglichen Praxis werden all gemäße Geschwindigkeiten und das Wissen und die Fertigkeiten gefordert. Wirtschaftlichkeit zu erreichen. Die Erfahrungen aus der Praxis und Das traut sich nicht jeder gleich von die enge Zusammenarbeit mit dem Anfang an zu. Hierfür bietet man bei Fahrzeugaufbauer führten immer MAX-Logistik GmbH bis zu vier Wowieder zu weiteren Optimierungen chen Training in Doppelbesatzung an. Ein erfahrener Fahrer gibt an der Fahrzeuge. den neuen Mitarbeiter sein Knowhow weiter. Fahrerintegration Um den Lernprozess nicht zu beEine der wichtigsten Veränderungen hindern, wird das doppelt besetzte war die Qualifizierung und Weiterbil- Fahrzeug wie eine Einzelbesatzung dung der Mitarbeiter in Zusammen- disponiert. Es bleibt also genug Zeit, arbeit mit der Firma F A W Fernfah- um wirklich Wissen und Fertigkeit, rerakademie Senden, um die neuen auch außerhalb des Auftrages zu Mitarbeiter auf das Berufsleben, die erwerben. Aufgaben im Unternehmen, die verwendete Technik und Abläufe vorzu- Die F A W Fernfahrerakademie Senden betreut neue Fahrer noch eine bereiten. Weile in den Beruf hinein. Jeder Mitarbeiter, der in dem Un- Sanft wird die Betreuung an die einternehmen anfängt, absolviert auf zelnen zuständigen Fahrerbetreuer Firmenkosten eine Qualifizierungs- übergeben. schulung bei der F A W Fernfahrer- Diese bilden die Schnittstelle von Fahrern zum Rest des Unternehakademie Senden. Die Fahrlehrer/Fahrtrainer haben mens. Was auch immer geschieht, selbst Praxiserfahrung und kennen und welche Anliegen der Fahrer das Unternehmen MAX-Logistik auch immer haben mag, sein Fahrerbetreuer ist der erste AnsprechGmbH bestens. partner in allen Angelegenheiten.


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1. Anstellung 2. Schulung

durch die F A W Fernfahrerakademie Senden

3. Optional:

Einzelschulung durch die F A W Fernfahrerakademie Senden

4. Optional:

Learning by doing

Der Fahrerbetreuer sorgt für den reibungslosen Ablauf. Schon vor Auftragserteilung an den Fahrer stimmt dieser die Machbarkeit des Auftrages anhand der Fahrzeugspezifikation, der Lenk- und Ruhezeiten, der Freiwochenenden, eventuellen Reparatur- oder Wartungsanforderungen, als auch einem gewährten Urlaub ab.

Lenk- und Ruhezeiten stets eingehalten und durch seinen Fahrerbetreuer kontrolliert und gegebenenfalls korrigiert.

Erst wenn dem Auftrag nichts im Wege steht, wird er die Freigabe zur Auftragserteilung an den Fahrer geben. Unabhängig von der Verfügbarkeit des Fahrers (z. B. in der Ruhezeit) werden so die Möglichkeiten und Wünsche respektiert.

Jedes zweite Wochenende kommen die Fahrer bei MAX-Logistik GmbH nach Hause. Sollte dafür die Lenkzeit nicht ausreichen, organisiert die Firma einen Mietwagen zu einem MAN Stützpunkt und übernimmt sämtliche Kosten hierfür. Zweimal im Jahr wird jeder Fahrer an seinem Auswärtswochenende zwecks Schulung des ECO-Training Ungruh und Machholz besprechen das Fahrerhandbuch. und Handling zur Firma F A W FernMachholz fühlt sich wohl hinter dem Steuer eines Fahrzeugs von Max Logstik. fahrerakademie Senden gelotst. Hier werden die oben genannten Kurse auf Kosten der MAX Logistik GmbH angeboten. Die ergänzenden und auffrischenden Trainings am Fahrzeug dienen dem Stressabbau.

Praxis

Die Transportaufträge führen durch das gesamte westliche Europa, wobei Relationen in der Schweiz, Italien, Frankreich, Benelux und Deutschland angefahren werden.

Im Wesentlichen erfolgt die Kommunikation über ein Telematik- und Kommunikationssystem, das auf die Unternehmensbedürfnisse angepasst wurde. Durch den dualen Informationsaustausch können die Aufträge besser geplant werden und der Fahrer kann sich in Ruhe der Auftragsabwicklung widmen. Den Umgang mit der Telematik ist ein Bestandteil des Qualifi- Praktisch verbringt ein Fahrer von Max-Logistik Ware vom Versendezierungskurses bei der F A W. zum Empfangsort. Die Ladeaufträge erhält der Fahrer Für das Be- und Entladen werden geocoordiniert auf die Telematikein- die Fahrzeuge geöffnet sowie anschließend wieder geschlossen. heit. Ein Knopfdruck weiter berechnet Die Ladungssicherung führt der das Navigationssystem die passen- Fahrer selbständig aus. Durch seine de Route. Auch die Entladestellen Kenntnis weiß er um die Bedeutung werden auf diese Weise übermittelt. der korrekten Lastverteilung. Auf Basis dieser Informationen plant Zur Sicherung nutzt er die mitgeder Fahrer die Tour und berücksich- führten praxisgerechten Ladungssitigt die Anforderungen an die Lenk- cherungshilfsmittel. und Ruhezeiten, Arbeitszeiten so- Selten muss der Fahrer selbständig wie den ihm bekannten Verkehrs- die Güter vom Fahrzeug auf eine Übernahmefläche beim Kunden verhältnissen. Anhand seiner Planung werden die transportieren. Überwiegend über-

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firmenprofil

nehmen Verlader und Empfänger tere Gewichtsoptimierungen zu erdiese Aufgabe. langen. Die Fahrzeuge der Firma MAX Logistik GmbH werden mit Die Arbeit von Kraftfahrern kann dem zweitgrößten Fernverkehrsfahheute nicht mehr auf das reine Fah- rerhaus, das MAN anbietet, ausgeren beschränkt werden. rüstet. Die Planung von Route und Zeiten, die Bedienung von Kommunikati- Wie bei vielen Unternehmen wird onsgeräten und die Integration in die Kühlbox nicht standardmäßig die Transportorganisation gehören verbaut. heute zum Job zwingend mit dazu. Hierfür darf man sich bei den KolDie Kooperation mit seinem Fahr- legen bedanken, welche eine enterbetreuer und den anderen Stellen sprechende Hygiene nicht für erim Haus, insbesondere die frühzei- forderlich hielten. Allerdings bietet tige Information über mögliche Ab- MAX-Logistik GmbH jedem Fahrer laufschwierigkeiten, sind ein wichti- den Einbau einer Kompressorkühlger Bestandteil für ein stressfreien box an. Die Kühlbox geht zu Lasten und sicheren Arbeitsplatz in einem des Fahrers, der Ein- und der späUnternehmen wie MAX-Logistik tere Ausbau bezahlt das UnternehGmbH. men. In verträglichen Raten kann der Fahrer die Kühlbox bezahlen. Das Entgelt setzt sich aus einem Mit eigenen Sachen geht man halt Grundlohn, und qualitätsbezogenen viel besser um. Prämien und Spesen zusammen. Diese wird immer pünktlich zum Alle Fahrzeuge verfügen über ein 10. des Folgemonats ausgezahlt, Navigationssystem mit Telematiksofern alle notwendigen Abrechnun- einheit. gen vorliegen. Bei Problemen stehen aufgrund von Besonders an die Auszahlung der Verträgen die MAN-Werkstätten zur Spesen hat der Gesetzgeber hohe Verfügung, wobei es mit ausgeAnforderungen gestellt. suchten und verkehrsgünstig geleSo muss die Abrechnung vorlie- genen Werkstätten eine intensivere gen und der Arbeitgeber muss eine Zusammenarbeit gibt. Plausibilitätsprüfung vornehmen. Noch nicht einmal ein Ersatzrad wird Fahrertrainer Hülsheeger stammt selbst aus der Praxis. Erst dann darf er die steuerfreien mitgeführt. So kommt der Fahrer gar Spesen auch tatsächlich auszahlen. nicht in Verlegenheit, ein Rad selbst Bewerbung Fehlt mal eine Spesenabrechnung, wechseln zu müssen. werden die fälligen Spesen nachge- Kaputte Lampen werden entweder Schon heute wohnen die Fahrer in Für die Bewerbung reicht eine kurze zahlt, sobald eine solche eingereicht selbst auf die Tankkarte besorgt ganz Deutschland verstreut. Das Email mit Telefonnummer vollkomwurde. und ausgetauscht oder die nächste passt gut zu der Auftragssituation men aus. Man kann auch direkt anvon MAX-Logistik GmbH. rufen. MAN-Werkstatt übernimmt das. Arbeitsmaterial Die Werkstatt sorgt auch für prophy- Auch in Zukunft wird man offen für Selbst bei eingeschränkten finanzilaktische Reparaturen, so dass die Bewerber aus ganz Deutschland ellen Verhältnissen findet man Wege Die Fahrzeuge werden gleich mit ei- Ausfälle unterwegs auf ein Minimum sein. zu einem eventuellen Vorstellungsnigen Komfortmerkmalen bestellt. Selbst Anfängern und Aufsteigern gespräch und zur Arbeitsaufnahme reduziert werden. gibt man eine Chance. zu kommen. So gehören beispielsweise der Kom- Der Fahrer hat immer die Gewiss- So können viele Züge mit der alfortsitz, das Multifunktionslenkrad, heit, ein funktionstüchtiges Fahr- ten Klasse 3 gefahren werden. Die eine zweite Liege sowie ein gutes zeug zu führen. Hinzu kommt, dass Abmessungen entsprechen denen, Soundsystem zur Standardausstat- alle Fahrzeuge regelmäßig nach eines großen LKW’s. Bei einer spätungsliste des Unternehmens. drei Jahren durch Fahrzeuge neus- teren Erweiterung der FahrerlaubWeiterhin wurde auch nicht an der ter Bauart ausgetauscht werden. nisklasse wird man dadurch weFahrerhausgröße gespart, um weisentliche Vorteile haben.

Eine Bewerbung richtet man direkt an Herr Jäger [jaeger@max-logistik.de] oder per Telefon unter 02536-3487-410

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Verbannung der Plagegeister! Kaum ein Kraftfahrer wird sich direkt nach der Fahrt ins Bett legen und schlafen. Man isst noch etwas, liest vielleicht noch, schaut Fernsehen oder nutzt noch eine Weile den Laptop. Hierbei lässt man das Fenster gerne noch eine Weile auf. Nicht selten zieht das Licht ungewollte Plagegeister wie Fliegen und Mücken an. Die stören und behindern anschließend den Schlaf.

So hatte er den gewünschten Luftwechsel und die Plagegeister aus dem Fahrzeug verbannt. Allerdings war Holz kein ideales Material für diese Aufgabe. Als er Anfragen für sein Produkt erhielt, musste er einen Werkstoff finden, mit dem er auch größere Mengen produzieren konnte. Letztendlich stellte sich Polyethylen als der passende Werkstoff heraus.

Mit seiner Firma Mogi-JG vertreibt Auch Jürgen Grieb fühlte sich durch er die mittlerweile patentierten diese ungebetenen BesuInsektenaufsatzgit! e ll -Mode W K L cher ben ter für fast jedes Modell e ngig st alle gä fa r fü und Fabrikat. Für ans e gibt kitogitter s o dere Modelle bietet er M IG MO Einzelanfertigungen an. lästigt. Gegen Überfälle bieten diese Gitter Einerseits wollte er nicht allerdings keine hinreichende Barriauf das Durchlüften des Fahrzeu- ere. Betäubungsgas kann weiterhin ges verzichten, andererseits aber in die Kabine eingeleitet werden. auch ruhig schlafen können. Für einen Fahrer, der nachts mit teilSeine Suche nach einem geeigne- geöffnetem Fenster schläft, wird der ten Produkt blieb erfolglos: Niemand Zugriffsschutz allerdings erhöht. hatte sich bisher über dieses Problem Gedanken gemacht. Ihm blieb Letztendlich muss jeder Fahrer annur, selbst eine Abhilfe zu schaffen. hand seiner Parksituation und seiner eigenen Schutzbedürfnisschwelle Aus Holz zimmerte er sich Flie- entscheiden, ob er das Gitter wähgengitter, die er in das Fenster ein- rend des Schlafes einsetzt oder klemmte. ms nicht.

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Der Master Tug TMS dient tats ächlich dem Verfahren von Aufliegern, allerdings nur von ungeladenen. Die Obergrenze liegt bei 8.000 kg. Dieses Gerät wird vorwiegend bei Fahrzeugherstellern eingesetzt.


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titelstory

Fahrsituation Schon gewöhnliche Fahrsituationen überforderten die Sicherungsmaßnahmen. Die Ladung verteilte sich auf der Ladefläche, wurde verformt und zusammengedrückt. Selbst die darunter liegenden Güter wiesen Beschädigungen auf.

Situation Bei einer Kontrolle fiel ein Sattelauflieger auf. Er war zweireihig beladen. Das Ladegut bestand aus Paletten mit

Problematik 1: Bildung von Ladeeinheiten

Konserven, wobei die Dosen zu jeweils 12 auf Kartontrays

Jeder Versender muss sog. Ladeeinheiten bilden, welche die Transportanforderungen abbildet.

aufeinandergestapelt und mit Streckfolienhaube umschlossen waren. Die untere Reihe wurde schlüssig zur Stirnwand hin verladen. Nach hinten diente ein Zwischenwandverschluss (Klemm-

Zweireihige Beladung eines Sattelaufliegers mit Konservenpaletten. Die obere Reihe beginnt hinter der ersten Runge und endet an der letzten Runge. Die untere Reihe wurde mit Formschluss nach vorne und zur Seite geladen. Die obere Reihe wurde nach vorne mit einem Klemmbrett und nach hinten mit zwei Klemmbrettern gesichert.

brett) als Sicherung. Bei der Beladung der oberen Reihe dachte man an die Lastverteilung. Hierfür begann man die Beladung nach der ersten Runge. Sie endet vor der letzten Runge des Fahrzeuges. Die Sicherung nach vorne bestand aus einem Klemmbrett. Nach hinten wurden zwei Klemmbretter eingesetzt.

Die Sicherung der oberen Reihe nach hinten erfolgte mit zwei Klemmbrettern, die nicht bündig zur Ware angebracht wurden. Zwischen den Paletten der unteren Reihe sind deutliche Lücken erkennbaren.

Alle Bilder: W. Jaspers, KLSK® e. V., http://www.klsk.info

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Bei dieser Sendung ging man sehr nachlässig an diese Aufgabe heran. Eine ordentliche Verladeeinheit hätte die notwendige Stabilität und Sicherheit der palettierten Güter gewährleistet. Die ausgebrochenen Dosen sind auf den Bildern deutlich zu erkennen. Bei dieser Verladung kommt erschwerend hinzu, dass es eine Stapelung gibt. Dadurch muss jede Ladeeinheit auch diese Last abtragen können. Eine ordentliche Ladeeinheit hätte auf unterschiedliche Weise hergestellt werden. Die Optionen sollen hier nicht besprochen werden. Der Verlader hatte zwölf Dosen jeweils auf ein Papptray gepackt. Dies hat keinerlei Sicherungswirkung. Mehrere Reihen dieser Dosentrays wurden übereinander gestapelt. Eine stabilisierende Zwischenlage, z. B. Karton oder Antirutschpapier, fehlt. Eine Sicherung, welche das Verschieben einzelner Lagen verhindert gibt es nicht. Die Streckfolie an sich reicht hierfür nicht aus. Ergänzend kommt die mangelnde Eckabsicherung hinzu.


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Die mangelnde Festigkeit der Paletten sorgt erhöht den dynamischen Einfluss auf die oberen Paletten. Bei dieser Form der Ladeeinheitbildung war vorher zu sehen, dass sich die einzelnen Lagen untereinander verschieben, nicht zusammenhalten und einzelne Untereinheiten sogar ausbrechen würden.

lettengewicht um die 520 kg aus. Ein Klemmbrett für die Sicherung von 14 Paletten (= obere Reihe) nach vorne konnte auf keinen Fall reichen. Die Kraft war so massiv, dass es zum Einknicken des Klemmbrettes gekommen war. Hier hätte man schon erheblich mehr an Sicherung aufbringen müssen.

Der Fahrer hat die Verladung der unzureichend gebildeten Ladeeinheiten nicht abgelehnt. Die Ware hätte erst umgepackt und dann erst verladen werden dürfen. Die Ladungssicherung erfolgte unfachmännisch und war faktisch gar nicht vorhanden.

Fazit:

Eine Option wäre die Sicherung über mehrere Kopfschlingen gewesen. Der Fahrer hätte die Verladung Alternativ hätte man das Fahrzeug auch mit geeigneten Längsbalken solcher Ladeeinheiten ablehnen und arretierbaren Sperrbalken ausmüssen! statten können. Damit wäre eine stabile, zuverlässigere und erheblich höhere Ladungssicherung erProblematik 2: reicht werden können. Zwischenwandverschlüsse Solche Systeme können, abhängig Die Zwischenwandschlüsse, ge- vom Modell, bis zu 2.800 daN abmeinhin als Klemmbretter bezeich- sichern. net, werden aus Aluminium gefertigt. Sie sind in der Länge veränderbar. Warum die Entscheidung des FahDie Befestigung erfolgt über eine rers auf eine höhere Sicherung oder zwei Klemmvorrichtungen an nach hinten gefallen ist, kann man nicht nachvollziehen. den Latten des Aufbaus. Selbst einem Laien sollte klar sein, Die technische Sicherungskraft sol- dass nach vorne höhere Sichecher LaSi-Elemente liegt zwischen rungskräfte aufgebracht werden 400 und 625 daN. Das ist an sich müssen. schon ziemlich wenig. Um diese Si- Auch unklar ist, warum die Spanncherungskraft zu erreichen, müssen bretter nicht direkt an der Ware andie Verschlüsse passend eingestellt gebracht worden sind, sondern mit werden und dürfen nicht beschädigt einigem Abstand. Dennoch hätten zwei Klemmlatten nicht für die Absisein. In der Praxis findet man nur selten cherung von rund 7,3 t gereicht.

kr eingestellte Verschlüsse. Die technischen Möglichkeiten der Spann- Fazit latten werden nur selten tatsächlich Vorwürfe müssen sich bei dieser Verladung drei Parteien machen erreicht. lassen: Aus den Bildern und den Erläute- Der Verlader, der Transportunterrungen gehen wichtige Angaben nehmer und auch der Fahrer. nicht hervor. Wir können hier nur mit Annahmen Der Verlader rechnen. Es muss davon ausgegan- hat die Ladeeinheiten nicht ordgen werden, dass das Fahrzeug mit nungsgemäß gebildet. Obwohl das Fahrzeug die Ladung um die 24 t ausgeladen war. Indizien hierfür sind die nur teilweise nicht passend hätte absichern könBeladung in der oberen Reihe und nen, wurde dennoch verladen. die nicht zur Stirnwand formschlüsDer Transportunternehmer sige Verladung. Oben befinden sich sieben Palet- hat womöglich das falsche Fahrtenreihen. Die untere Reihe war zeug für die Ladung geschickt. wohl annähernd bis hinten ausgela- Es wird nicht klar, ob hinreichend den. Eine Beladung mit 46 Paletten Ladungssicherungsmittel zur Verfügung standen. Auch das wäre dem erscheint wahrscheinlich. Daher gehen wir mal von einem Pa- TU vorzuwerfen gewesen.

Gewöhnliche Fahrmanöver haben die Leistungsfähigkeit des Zwischenwandverschlusses überfordert. Schon ein normales Bremsen führte zum Knick im Klemmbrett.

Die mangelhafte Bildung der Ladeeinheiten kann hier deutlich gesehen werden. Die Umverpackungen brachen auf und die einzelnen Trays verteilten sich auf dem Fahrzeug. Die Dosen wurden eingedrückt und teilweise auch geöffnet. Auch auf den unteren Paletten wurden Schäden an der Ware festgestellt. Hinweis: Dieser Bericht wurde aufgrund der Bilder und einer ergänzenden Auswertung des Kontrollbeamten erstellt. Er hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Er dient lediglich dem Hinweis auf die gemachten Fehler und bietet Alternativen für ein korrekteres Verhalten an. Eine Haftung wird ausgeschlossen.

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Rasthof Uhrsleben

berufsbild

Hallo Brummifahrer sei uns ganz herzlich willkommen! Für deine Pausen bieten wir 200 LKW-Stellplätze, für deine Sicherheit und die deiner Ladung haben wir 50 Sicherheitsparkplätze im „Parc fermé“ geschaffen. [http://www.rasthof-uhrsleben.de/parc_ferme.php] Unser freundliches Team ist rund um die Uhr für dich da und versucht, während deiner langen Reise ein bisschen deine Familie zu ersetzen. Du sollst dich einfach bei uns wohlfühlen und gern wiederkommen. Besucht auch unseren Fernfahrerstammtisch mit der Autobahnpolizei Börde, an jedem ersten Mittwoch im Monat.

Bewerbungsunterlagen überflüssig? Für Kraftfahrer hat sich die Arbeitsmarktsituation wesentlich verbessert. Gute (sprich: brauchbare) Fahrer werden gesucht. Gehören aufwändige Bewerbungsunterlagen damit der Vergangenheit an? Die Bewerbungsexpertin Ulrike Mahr von Top-Trucker.de erklärt, warum man um gut gemachte Bewerbungsunterlagen nicht rum kommt. Die Redaktion: Frau Mahr, wie hat sich der Arbeitsmarkt für Kraftfahrer entwickelt? Ulrike Mahr: Generell hat sich der Arbeitsmarkt für Kraftfahrer wesentlich gebessert. Die Frage nach brauchbaren Fahrern hat tendenziell mehr zugenommen als die allgemeine Nachfrage. Die Redaktion: Wollen Sie damit sagen, dass es auf dem Arbeitsmarkt zu wenig gute Kraftfahrer gibt? Ulrike Mahr: Eindeutig ja! In unseren Gesprächen mit Unternehmen wird deutlich, wie sehr der Fahrermangel die Abläufe sehr stört. Neue Aufträge werden abgelehnt. Sogar Fuhrparkerweiterungen werden verschoben oder gar gestrichen. Die Unternehmen erleiden damit wirtschaftliche Einbußen. Die Redaktion: Das hört sich nach guten Zeiten für die Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer an. Die können sich den Job doch jetzt aussuchen, oder?

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...das Gratis-Magazin von www.top-trucker.de berufsbild

Ulrike Mahr: Im Moment ist es tatsächlich einfacher als in der Vergangenheit, eine Anstellung als LKW-Fahrer zu finden. Arbeitsplätze gibt es mehr als genug. Die Aufgaben gestalten sich unterschiedlich. Die Ausstattung und die Arbeitsbedingungen unterscheiden sich jedoch stark. Nur so kennen wir das Verkehrsgewerbe. Um die guten Jobs gibt es nach wie vor einen harten Wettbewerb. Für eine solche Stelle muss man sich verkaufen können. Die Redaktion: Was raten Sie einem Bewerber? Wie kommt man an die guten Jobs ran? Ulrike Mahr: Eine rasche telefonische Bewerbung kann mitunter schon zum Erfolg führen. Gibt es viele Bewerber auf eine Stelle, geht so eine Bewerbung durchaus auch mal unter. Das ist ein Risiko, welches jeder Bewerber für sich abwägen muss.

Top-Trucker.de ist eine Onlineplattform für LKW-Fahrer auf Stellen-suche und Unternehmer auf der Suche nach qualifizierten Fahrern. Die Macher von Top-Trucker sind selbst viele Jahre als LKW-Fahrer und Disponenten unterwegs gewesen. Schon im Jahr 2005 erkannten sie, dass die strukturierte Suche Vorteile für Arbeitgeber und Fahrer hat. Für Fahrer und Fahrerinnen ist die Nutzung des Onlineportals immer kostenfrei. Das Team von Top-Trucker steht gerne auch per Telefon (0 67 04) 209-2001 und per Email unter fahrer@top-trucker.de mit Rat und Tat, rund um erfolgreiche Bewerbungen, zur Verfügung.

Aus der Praxis zeigt sich, dass eine gut gemachte schriftliche Bewerbung besser im Gedächtnis bleibt. Für die Firma wird dadurch auch die Ernsthaftigkeit der Bewerbung deutlich. Die Redaktion: In vielen Personalbüros türmen sich die schriftlichen Bewerbungen. Wie soll ein Personalsachbearbeiter diese alle durchsehen? Ulrike Mahr: Eine Fahrerbewerbung kann heute ohne weiteres per Email abgegeben werden. Das Handling für den Personalsachbearbeiter gestaltet sich dadurch erheblich einfacher. Anders sieht es aus, wenn der Arbeitgeber ausdrücklich eine schriftliche Bewerbung fordert. Die Redaktion: Kann ein Bewerber etwas tun, um schnell als geeignet für eine Stelle erkannt zu werden? Ulrike Mahr: Ja, durchaus. Jeder Personalsachbearbeiter sucht sich die für ihn wichtigen Informationen aus den Bewerbungsunterlagen heraus. Sind diese gut strukturiert und bringen leichtverständlich die notwendigen Informationen, stellt das eine Erleichterung dar. Gute Erfahrungen haben wir mit dem Leistungsprofil auf unserem Online-Stellenmarkt gemacht. Das wäre eine gute Alternative und wird von vielen Arbeitgebern auch genutzt. Dort werden gezielt nach Qualifikationen und Erfahrungen gefragt, die für den Arbeitgeber von Kraftfahrern interessant sind. Der Arbeitgeber kann einfach auf die Informationen zugreifen und gewinnt rasch den Überblick. Das macht diese Art von Bewerbung bei Arbeitgebern sehr beliebt. Bewerber können ihr Profil an beliebig viele Arbeitgeber versenden. Das geht schnell, spart Portokosten und kann jederzeit ergänzt werden, beispielsweise wenn eine zusätzliche Qualifikation hinzukommt.

Was genau muss eine Fahrerin/ ein Fahrer dafür tun und was kostet es? Ulrike Mahr: Auf unserer Webseite http://www. top-trucker.de gibt es im Menü „Für Fahrer/-innen“ den Punkt „Service für Sie“. Dort werden all unsere Angebote für Bewerber aufgelistet. Mit „Stellengesuch schalten“ kommt

man zu unseren Formularen. Diese sind einfach aufgebaut und lassen sich schnell ausfüllen. Einmal ausgefüllt, stehen die Formulare für immer zur Verfügung. Der Fahrer kann selbst entscheiden, wer seine Bewerbung in welchem Umfang sieht. Unser Service ist für Fahrerinnen und Fahrer absolut kostenlos.

Die wichtigsten Bewerbungstipps

1.

Informieren Sie sich im Vorfeld, welche Bewerbungsart gewünscht wird und halten Sie dies unbedingt ein.

2.

Prüfen Sie, ob die ausgeschriebene Stelle auch tatsächlich zu Ihnen paßt.

3.

Ist schriftliche Bewerbung gewünscht, bitte keine Bewerbung per Mail oder Telefon.

Nahverkehrsfahrer, die sich auf eine Stelle im Fernverkehr bewerben oder umgekehrt verärgern Personaler immer wieder. Bei schriftlichen Bewerbungen: Halten Sie Ihr Anschreiben kurz und klar, maximal eine DIN-A-4 Seite

4.

Stellen Sie dar, welche Fahrzeugarten Sie beherrschen und in welche Verkehrsarten Sie eingesetzt werden wollen.

5.

Führen Sie Ihre Qualifikationen in einer kurzen Liste innerhalb des Lebenslaufs an, aber senden Sie keine Kopien des Führer-

6.

Beispiel: „Ich beherrsche Wechselbrückenzüge und möchte im einwöchigen Fernverkehr fahren“.

scheins, der Fahrerkarte, des Staplerscheins u.s.w. mit. Bringen Sie die Original stattdessen aber unbedingt zum Vorstellungsgespräch mit! Nutzen Sie Online- und E-Mailbewerbungen, wo immer der Arbeitgeber dies zuläßt. Dies spart Ihnen Geld und dem Arbeitgeber wird die Bearbeitung erleichtert.

Die Redaktion: Dieses Angebot klingt sehr gut.

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kampagne

Kampagne „miteinander verkehren“ In Deutschland mangelt es an einem respektvollen Miteinander auf den Straßen. Darunter haben nicht nur die professionellen Straßenbenutzer zu kämpfen. Entgegen des § 1 der Straßenverkehrsordnung (Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme) beherrscht ein Wettkampf der einzelnen Verkehrsteilnehmer untereinander die Straße.

Licht an/aus!

Licht macht uns sichtbar. Es dient nicht nur der eigenen Sicht, sondern auch, um von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen zu werden.

In der Straßenverkehrsordnung wird die Nutzung der Beleuchtung bei Dämmerung, bei Dunkelheit oder wenn die Sichtverhältnisse es sonst erfordern, vorgeschrieben. Nicht definiert wird dabei, wessen Sichtverhältnisse damit gemeint sind.

Was sind gute Sichtverhältnisse? Wenn man selbst die Straße noch sieht, reicht das dann schon? Muss einen der Hintermann sehen? Muss einen der Vordermann sehen? Obwohl bei Sonnenschein eine gute Sicht gegeben ist, kann es Sinn machen, das Licht einzuschalten. Kommt die Sonne von hinten, kann man selbst gut nach vorne sehen. Der vorausfahrende Verkehrsteilnehmer wird in seinen Spiegeln allerdings geblendet.

Erwirbt man in Deutschland eine Fahrerlaubnis, dann lernt man nur die eigene Fahrerlaubnisklasse. Über die Besonderheiten und Eigenheiten der anderen Verkehrsteilnehmer wird man nicht geschult. Die Idee des Vorrangs wendigerer Fahrzeuge wie auch das mangelnde Wissen über die Eigenheiten der weniger wendigen Verkehrsteilnehmer führt oft zu äußerst kritischen Situationen. Häufig kann ein schwerwiegender Unfall gerade noch so vermieden werden. Darum geht es in unserer Kampagne: Wir wollen informieren und für ein „Gemeinsam“ auf Deutschlands Straßen werben.

Bilder: Fotolia

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Mit eingeschaltetem Licht wird man früher entdeckt. Fährt man der Sonne entgegen, wird der nachfahrende Verkehr – ganz besonders wenn dieser schnell unterwegs ist – nur spät ein vorausfahrendes Fahrzeug erkennen. Das kann schon zu spät sein, um rechtzeitig abzubremsen. Fährt man einen LKW, fällt es nicht selten schwer, ein schnell herankommendes Fahrzeug rechtzeitig zu entdecken. Mit eingeschaltetem Licht kann ein heranpreschendes Fahrzeug früher erkannt werden. Wer sich etwas schneller im Verkehr bewegt, sollte sich überlegen, ob das Einschalten des eigenen Lichtes das eigene Vorankommen fördert?! Viele professionelle Kraftfahrer schalten immer das Licht an. Weni-


s!

...das Gratis-Magazin von www.top-trucker.de kampagne

ge beschränken sich hierbei auf das Standlicht. Das ist allerdings verboten. Entweder Abblendlicht oder gar kein Licht.

nehmen, um selbst schneller voran zu kommen. Andererseits gibt es aber auch LKWFahrer, die darauf reagieren und auf die rechte Spur zurück scheren. Als Fahrer eines LKW erlebt man auf Ein LKW muss einen MindestabAutobahnen bei Nacht des Öfteren stand von 50 m einhalten. Überholt einen entgegenkommenden PKW, ein Verkehrsteilnehmer einen LKW, der das Fernlicht nicht abblendet. muss er diesem auch den MindestNicht selten wird die Meinung ver- abstand gewähren, ansonsten würtreten, dass dies die LKW-Fahrer/ de das dem Straftatbestand der Nöinnen nicht stören würde. tigung entsprechen. Dem ist nicht so. So eine Blendung Ein PKW-Fahrer, der einem überkann einen folgenschweren Unfall holenden LKW zu früh aufblendet, zur Folge haben. nötigt den überholenden LKWDaher: Rechtzeitig abblenden und Fahrer, den überholten Verkehrsnotfalls die Geschwindigkeit ent- teilnehmer zu nötigen und das aus sprechend den Sichtverhältnis- widrigen Interessen. sen verringern. Da Abstandsverstöße hart bestraft werden, und professionelle Fahrer für die Bestreitung ihres Lebensunterhaltes die Fahrerlaubnis benötigen, sollte man damit rechnen, dass man entsprechend beäugt und das Kennzeichen notiert wird. Für PKW-Fahrer gilt: Lieber nicht aufblinken, denn das könnte einem den Führerschein kosten. Für LKW-Fahrer gilt: Darauf achten, dass - sofern man das überhaupt benötigt – das Aufblenden tatsächlich vom überholten Fahrzeug kommt. Der überholte VerkehrsteilnehImmer wieder erlebt man nachfah- mer sollte - sofern er überhaupt rende PKW’s, die das Fernlicht ein- aufblendet – dies erst tun, wenn geschaltet haben oder einschalten, der erforderliche Mindestabstand bevor sie einen LKW überholt ha- aufgebaut ist. Heutzutage sind die ben. Die Spiegelflächen von LKW’s Spiegel an allen LKW’s so gut, dass sind enorm. Nur so kann man diese man – sofern sie geputzt sind – die Dimensionen überhaupt sicher im Abstände auch bei Nacht gut einVerkehr bewegen. Ein einstrahlen- schätzen kann. kr des Licht führt direkt zur Blendung des Fahrers, dem er nicht ausweichen kann. Daher: Zuerst vollständig überholen und dann erst das Fernlicht anschalten.

§ 17 Beleuchtung (1) Während der Dämmerung, bei Dunkelheit, oder wenn die Sichtverhältnisse es sonst erfordern, sind die vorgeschriebenen Beleuchtungseinrichtungen zu benutzen. Die Beleuchtungseinrichtungen dürfen nicht verdeckt oder verschmutzt sein. (2) Mit Begrenzungsleuchten (Standlicht) allein darf nicht gefahren werden. Auf Straßen mit durchgehender, ausreichender Beleuchtung darf auch nicht mit Fernlicht gefahren werden. Es ist rechtzeitig abzublenden, wenn ein Fahrzeug entgegenkommt oder mit geringem Abstand vorausfährt oder wenn es sonst die Sicherheit des Verkehrs auf oder neben der Straße erfordert. Wenn nötig, ist entsprechend langsamer zu fahren.(…)

Professionelle Fahrer verständigen sich untereinander mit den verschiedensten Lichtzeichen. So wird überholenden LKW’s durch Aufblenden angezeigt, dass ein Einscheren möglich ist. Zunehmend gibt es pfiffige PKWFahrer, die das Aufblenden über-

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tagebuch

Mein liebes Tagebuch... ...ich bin etwas konfus! Der Verkehr soll grüner werden! Nein … nicht die Fahrzeuge sollen grün lackiert werden, sondern die Emissionen durch Schadstoffe und Lärm sollen sich verringern. Was sind überhaupt Schadgase

und warum? Die Anstrengungen sind massiv, aber wo führt das hin? Werden notwendige Grenzen eines Schadstoffs technologisch unterschritten, taucht schon der nächste Schadstoff auf, der nicht in die Umwelt gelangen darf.

Schau ich mir die bisherigen

Anstrengungen an, kann ich keinen wirklichen Plan hinter all dem Aktionismus erkennen.

Zuerst führt man die EuroEmissionsnormen ein. Dies führte zu einer saubereren Verbrennung. An sich möchte ich den Weg ja nicht in Frage stellen. Den Abschnitt seit Euro IV stelle ich aber in Frage. Immense Entwicklungskosten und eine stattliche Anzahl von Bauteilen mehr führen zu überteuerten Motoren, die fast doppelt so viel wiegen und empfindlich auf variierende Qualitäten von Ausgangsstoffen sind. Schon Wasserdampf, verursacht durch Wasser im Diesel, zerstört die empfindliche Innenbeschichtung der hochkomplexen Einspritzdüsen. Die heutigen Motoren reagieren empfindlich auf unterschiedliche Kraftstoffqualitäten. Die Technik und die Steuerung dieser Motoren wurden äußerst komplex. Die „Umwelttechnik“ überlädt den Motor und erreicht fast dessen Gewicht. Rechne ich mal zusammen:

Die Motoren wiegen mehr und füh-

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ren somit zu einem höheren Fahrzeuggewicht, dabei weiß man doch, dass durch mehr Gewicht auch mehr verbraucht wird.

arbeiten auch stabil, allerdings halten sie den Strom nicht lange. Sie eignen sich mehr als kurzfristiger Zwischenspeicher.

Alle zusätzlichen Komponen-

Woher kommt denn überhaupt der Strom? Nur weil er aus der Steckdose kommt, die an sich ja sauber sein mag, muss der Strom noch lange nicht umweltneutral produziert worden sein.

ten müssen nicht nur hergestellt, sondern auch transportiert werden. Die hohe Empfindlichkeit sorgt für einen gesteigerten Ersatzteilbedarf.

Mir erscheint, das Thema wird

rid-Fahrzeuge wurden zahlreich entwickelt. Das Systemgewicht überschreitet die lastsensiblen Anforderungen. Hinzu kommt der extrem höhere Preis, der sich praktisch bei Nutzfahrzeugen nicht darstellen lässt.

Haben wir denn noch Optimierungspotential bei den herkömmlichen Verbrennungsmotoren? Schließlich wird auf breiter Front dafür entwickelt. In Australien werden schon lange LKW’s mit einem zusätzlichen Gassystem ausgestattet. Das LPG sorgt für eine vollständigere Verbrennung, womit Dieselverbrauch und Emissionsausstoß sinken. Mittlerweile gibt es auch in Europa entsprechende Überlegungen -

zu punktuell betrachtet. Im Gesamtsystem kann ich da nicht wirklich Prinzip des Turbocompounds einen Umweltvorteil erkennen.

Man rechnete sich aus, dass man mit Brennstoffzellen sauber die notwendige Energie für Fahrzeuge produzieren kann. Massive Anstrengungen wurden angestellt. Was sieht man heute? Nicht mehr als Testfahrzeuge und Meldungen über die Einstellung von Entwicklungsprojekten in dieser Richtung. Der Wasserstoff als Kraftstoff ist auch heute noch keine Option, da er sich nicht fahrzeuggerecht lagern lässt, und eine landesweite Versorgung nicht sichergestellt werden kann. Das Systemgewicht wäre zu hoch und die erreichbare Strecke zu gering, um für den Praxiseinsatz geeignet zu sein. Das aktuelle Stichwort heißt „Elektromobilität“. Hätte man hinreichend leistungsfähige Speicher für Elektrizität, könnte das ein Thema sein. Jede Speicherform birgt aber Hindernisse für den Einsatz in Fahrzeugen. Lithium-Ionen-Akkus neigen zum Explodieren und liefern den Strom nicht schnell genug für den Einsatz in Fahrzeugen. Doppelschichtkondensatoren liefern zwar den Strom rasch genug,

(Quelle: Scania)

Vor einer Weile habe ich eine

Studie zur Umweltverträglichkeit der Verkehrsträger Straße und Schiene gelesen. Tatsächlich wurde der Straßengüterverkehr in Deutschland günstiger bewertet. Anders in Frankreich. Dort ist der Einsatz von Atomstrom recht hoch. Lässt man die Umweltschäden durch die Endlagerung außer Betracht, muss dort der Bahntransport günstiger bewertet werden. Der Haken liegt aber wieder an der eingeschränkten Betrachtungsweise.

Vielleicht muss man die

mobile Stromerzeugung mit einem Elektroantrieb kombinieren? Hyb-

?

allerdings als Neuheit verkauft. In Großbritannien nutzt ein Hersteller die Abgaswärme und Wasser, um mobil Wasserstoff zu produzieren. Abgaswärme wird oft ungenutzt in die Umwelt abgegeben. Auch der Wasserstoff führt zu einer günstigeren Verbrennung.

Zur Nutzung der Abgaswärme

hatte Scania seinerzeit den Turbocompound zur Serienreife entwickelte. Dieser nutzt die ungenutzte Abgaswärme über ein komplexes System für eine erhöhte Antriebsleistung. Später entschied sich auch Volvo, ein solches System bei einem Motor einzusetzen.


...das Gratis-Magazin von www.top-trucker.de tagebuch

Mit der neuen Motorengeneration setzt Daimler auf die Vorteile des Turbocompounds. Der Vorteil des Systems liegt in der Verringerung der Abgaswärme, was allerdings mit den neuerdings verbauten Partikelfiltern gar nicht gewünscht ist. Im Partikelfilter sammelt sich Ruß – unverbrannter Kraftstoff. Dieser wird nicht aus dem Filter geklopft, sondern verbrannt, wozu nicht selten zusätzlich Kraftstoff verwendet wird.

Noch nicht gesehen habe ich

eine Entwicklung mit thermoelektrischen Generatoren (TEG’s). Diese Peltierelemente produzieren durch die Differenz einer heißen und kalten Seite elektrische Ener-

Auxiliary Power Unit (APU)

In Europa wird als nächster Schritt die Abkopplung der Zusatzaggregate wie Lichtmaschine und Luftpresser vom Hauptmotor angekündigt. Bisher wurde das durch die Gesetzgebung noch nicht erlaubt. Es stellt sich nur die Frage, wie diese Systeme dann angetrieben werden. Kommt dann auch eine APU zum Einsatz, wird regenerative Energie verwendet oder zieht man ein Stromkabel hinter sich her? Ich weiß es nicht! Das zur RWTH in Aachen gehö-

?

(Quelle: Kohler Power)

?

als kleiner Verbrennungsmotor mit Stromerzeuger und direkter Anbindung an das Klimasystem wird so aktiver Umweltschutz betrieben.

(Q

(Quelle: OWI Aachen)

In den USA sah man eine hohe Belastung der Umwelt durch die Standzeiten. Für die benötigte Elektrizität und die Klimatisierung muss ja nicht der große Fahrmotor laufen. Man hat beschlossen, die Leerlaufzeiten zu begrenzen. So findet man nunmehr an vielen Fahrzeugen eine Auxiliary Power Unit (APU), auch als Mobile Power Unit bezeichnet. Vorwiegend

?

Vielfältige Wege werden gegangen. Ob die beschrittenen Wege die richtigen sind? Ich bezweifele das. Wohin die Reise geht? Ich habe keine Ahnung.

-Motor OPOC comotors) uelle: E

Brennstoffzelle mit Kalte-FlammeVerdampfer

gie. Diese könnte zwischengespeichert und im Fahrzeug verwendet werden. Jedes System, welches die Wärme nutzt, sorgt für eine verringerte Wärmeemission in die Umwelt.

kolbenmotor) wurde ursprünglich für die militärische Nutzung entwickelt. Der Motor mit hoher Leistungsdichte erfreute sich großer Beliebtheit in den 1930er bis 1960er Jahren, wurde jedoch von Viertakt-Dieselmotoren weitestgehend verdrängt. Bei weniger als dem hälftigem Gewicht und einer äußert geringen Komponentenanzahl liefert dieser Motor eine hohe Effizienz und Sauberkeit.

rende Oel-Wärme-Insititut (OWI) entwickelt an einem Kalte-Flamme-Verdampfer, der die unterschiedlichen Kraftstoffe in ein Gas umwandelt. Dieses kann dann entweder in einem Gasverbrennungsmotor oder gereinigt in einer Brennstoffzelle, welche ebenfalls von diesem Institut entwickelt wird, verwendet werden.

Ein deutscher Ingenieur, der die

Dieselmotorenentwicklung bei VW wesentlich beeinflusst hat, bereitet einen neuen Motor, basierend auf einer wiederentdeckten Technologie, für die zivile Nutzung vor. Der OPOC-Motor (Opposed Piston Opposed Cylinder Engine, Gegen-

?

Liebes Tagebuch,

Du siehst, wie orientierungslos ich in die Zukunft des Antriebes von Nutzfahrzeugen blicke. Ich hoffe auf Zeichen, wohin die Reise geht.

Dein Karsten

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rätselecke

Unter den Einsendern des richtigen Lösungswortes verlosen wir Einsendeschluss ist der 03.09.2011 Das Lösungswort bitte per Post, Fax, SMS oder E-mail schicken: „truckXpress“ Job-Inform personal-service-beratung GmbH Hintergasse 19 55450 Langenlonsheim E-mail: Kreuzwort@truck-xpress.eu Fax: 0 67 04 - 20 99 00 2

1. Preis: Ein Gurtspannkontroller „GUSPAKO“ 2. Preis: Eine Autobahnrabattkarte 3. Preis: Ein Jahresabo „Truck-Xpress“ 12 x

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Gewinner des Rätsels aus der Juli-Zeitung:

Absender: Vor- und Nachname Straße, Haus-Nr. PLZ, Wohnort Handy-Nr.

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1. Preis: Truckmodell „Consistently Efficient“ von Kögel Hubert Middendorf, Holdorf 2. Preis: Autobahnrabattkarte André Dziawer, Hannover 3. Preis: Jahresabo „Truck-Xpress“ Alexander Thiele, Celle


...das Gratis-Magazin von www.top-trucker.de stellenangebote

Waagerecht: 1 Berechtigung zum Führen von Fahrzeugen 3 Ergänzende Schulung 4 Verbindung zwischen Fahrzeugen zum Steuern der Bremsen 5 Berechtigung zum Führen von Fahrzeugen 7 Ergänzende Schulung 8 Verbindung zwischen Fahrzeugen zum Steuern der Bremsen 10 Kraft, mit der ein Körper von der Erde angezogen wird 14 Beleuchtung für weite Sicht 15 Güterverkehr mit Seeschiffen 16 Autoschlange 17 Vertiefung in Fahrzeugen zur Aufnahme von runden Gütern 23 Strichcode, anderes Wort 25 Wird befördert 26 Fahrzeugmodell spezialisiert als Geräteträger 28 Abk. zulässige Zugkraft (engl.) 30 Kolli, Einzahl 31 Kfz-Kennz. für Emden 32 Deutscher Diskounter 37 Kfz-Kennz. für St. Ingbert 38 Ware in Beförderung 40 Kfz-Kennz. Technisches Hilfswerk 47 Kfz-Kennz. der Stadt Bottrop 48 Kfz-Kennz. Land Rheinland-Pfalz 50 Abk: rutschhemmende Unterlage Senkrecht: 2 Verbindung zwischen Fahrzeugen zum Steuern der Bremsen 9 Masse eines Fahrzeuges mit Ladung 12 Reinigungsgerät 13 Transport für eigene Zwecke 16 Dienstleister, der die Versendung von Waren besorgt 18 Schiebeplanenaufbau (engl.) 19 Ladehilfsmittel 20 Verschiedene Arten einer Zurrung (engl.) 21 Zollrechtliches Ausland inmitten der EU 22 Schweres Nutzfahrzeug 24 Bewegungszulassende Verbindung 27 Zeitpunkt 28 Gibt Hinweis auf zulässige Zurrkraft 29 Norddeutscher Trailerhersteller 33 Erzeugnis, Produkt, Sache 34 Deutscher Diskounter 35 Abk. Rollende Landstraße 36 Hauptstadt Schweiz 39 Kfz-Kennz. für St. Ingbert 41 Kfz-Kennz. für Emden 42 Kfz-Kennz. für Saarlouis 43 Kfz-Kennz. Land Sachsen-Anhalt 44 LKW-Baureihe von MAN 45 Kfz-Kennz. Land Nordrhein-Westfalen 46 Kfz-Kennz. des Burgenlandkreises 49 Kfz-Kennz. für Landkreis AichachFriedberg 53 Abk. zulässige Zugkraft (engl.) 54 Abk. zulässige Zugkraft (engl.)

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Die zweite Ausgabe unserer neuen, kostenlosen Fahrerzeitung.

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