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DIE LUST A M

I N S Z E N I E R E N

20 jahre trendhouse event marketing


editorial FOTO: INA ZABEL

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Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde und Partner! Es ist ein sehr emotionaler Moment für mich, Ihnen heute unser Jubiläumsmagazin zu überreichen und ans Herz zu legen.

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20 Jahre trendhouse: Ich reibe mir die Augen, wenn ich daran denke, wie

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schnell die Zeit ins Land gegangen ist. Ich bin beglückt über das hohe Maß an

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Vertrauen, das mir in zwei Jahrzehnten entgegengebracht worden ist, und

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auch ein bisschen stolz auf das Erreichte.

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1994 fing ich als Einzelkämpferin auf dem noch jungen Markt des Eventmarketings an. Eine Art Goldgräberstimmung lag damals in der Luft, und ich wollte dabei sein. Inzwischen sind wir ein gestandenes Unternehmen. Ich

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arbeite mit einem fantastischen Team, auf und über das ich mich täglich freue.

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Uns alle eint ein großes Gefühl, man kann es auch als den Herzschlag dieser

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Agentur bezeichnen: Wir sind neugierig auf das Leben in all seiner Schönheit

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und Vielfalt. Es macht uns glücklich, Menschen zu berühren. Wir fühlen uns der

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Qualität verpflichtet. Wir lieben unsere Arbeit und unsere Geschäftspartner.

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Etwas von dieser Liebe hoffen wir in diesem Heft zum Ausdruck gebracht

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zu haben. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Blättern und Lesen. Schauen

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Sie mit uns kurz zurück auf zwanzig wunderbare Jahre – und dann gemein-

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sam in die Zukunft.

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Herzlich, Ihre Brigitte Nußbaum

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Inhal

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Editorial

Impressum Was im Gründungsjahr 1994 die Welt bewegte

Nach oben mit zündenen Ideen: die Firmengeschichte

Events, auf die wir stolz sind

Impressum

„Die Story muss stimmen“: Interview mit trendhouse-Gründerin Brigitte Nußbaum

Herausgeber: trendhouse EventMarketing Gmbh Rosenheimer Str. 145e 81671 München Tel. +49(0)89-368 498-0 brigitte.nussbaum@trendhouse.de www.trendhouse.de

Ein Team, kreativ bis in die Fingerspitzen

„Macht weiter so“: Glückwünsche zum Jubiläum

Verantwortlich für den Inhalt: Brigitte Nußbaum

„Emotionen für das Publikum“: der Künstler Rolf Sachs im Gespräch

Objekt-Management: Sina Milde

Die Macher von morgen Ausbildung: Wie man Eventmanagement lernt

Redaktion: Andreas Odenwald

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TV-Star Barbara Schöneberger erinnert sich an ihre „tollen Jahre bei trendhouse“

Schlussredaktion: Bettina Brix

Nachdruck (Text und Bild) nur mit Genehmigung des Verlages

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Gestaltung: Axel Ganguin

Druck: Fibo-Druck- und Verlagshaus GmbH

02

Ehrung: die Trophäe zur Aufnahme Brigitte Nußbaums in die „MICE Hall of Fame“. Siehe Seite 9

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Europas Stolz

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Eröffnung des Eurotunnels. High-Speed unterm Ärmelkanal. Von Paris nach London nur noch knapp drei Stunden.

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Sammy, der Kaiman

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Ein Reptil auf Abwegen füllt tagelang das deutsche Sommerloch. Dann hat Jörg Zars aus Dormagen seinen Liebling mit den Bernsteinaugen wieder. Happy End.

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Kanzlerwahl Helmut Kohls letzter Sieg. Rudolf Scharping kann ihn nicht vom Sockel stoßen.

Whitney Houston „I Will Always Love You“ ist der Hit des Jahres. Und das beruht bis heute auf Gegenseitigkeit.

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Hochzeit des Jahres

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Michael Jackson heiratet Elvis Presleys Tochter Lisa Marie. Auf der MTV-Awards-Bühne der erste öffentliche Kuss.

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Der WWW-Erfinder

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Eklat Fußball-WM, USA. Stefan Effenberg beleidigt das Publikum, sein Trainer schickt ihn vorzeitig nach Hause.

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Der englische Physiker und Informatiker Tim Berners-Lee gründet in den USA das World Wide Web Consortium. Das wüste Internet bekommt Struktur.

Die Welt im Jahre

Eins

Was die Menschen bewegte, als in München eine kleine Agentur namens trendhouse an den Start ging.


Forrest Gump Ein Mann sitzt auf der Bank und erzählt sein Leben: der erfolgreichste Film des Jahres beiderseits des Atlantiks. Tom Hanks wird für seine Darstellung mit dem Oscar belohnt.

1994 Navi-Premiere

BMW ist auf der Überholspur und baut – im 7er – das erste serienmäßige Navigationssystem in einem deutschen Auto.

Held und Idol

Nelson Mandela, ehemaliger politischer Häftling, der 27 Jahre im Gefängnis saß, wird zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt.

Schumi

Nach dem letzten Rennen der Saison in Australien ist Michael Schumacher Weltmeister in der Formel 1, als erster Deutscher. Mit einem Punkt Vorsprung vor Damon Hill.

Ein bisher ungenutztes Zwischengeschoss im U-Bahnhof Königsplatz wird zu einer Dependance des Lenbachhauses ausgebaut und für Ausstellungen genutzt. Kein Tageslicht, umso geheimnisvoller das Ambiente.

Unwort des Jahres „Peanuts“ sind für Hilmar Kopper, Vorstandschef der Deutschen Bank, die unbezahlten Handwerkerrechnungen des flüchtigen Baulöwen Jürgen Schneider – angesichts der Summe von 50 Millionen Mark ein kühnes Statement. Der Sturm der Entrüstung folgt prompt.

Die Schönsten Für Versace angetreten: Carla Bruni, Olga Pantushenkova, Christy Turlington, Linda Evangelista, Claudia Schiffer, Yasmeen Ghauri. Helena Christensen kniet.

FOTOS: DPA, EUROTUNNEL, WIKIPEDIA, MAGNUM/IAN BERRY

Kunstbau München


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LIMOUSINE AM HAKEN Zur Vorstellung der neuen 7er-Reihe von BMW wurde 1994 ein Exemplar 221 Meter hoch auf den M端nchner Olympiaturm gehievt.

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Nach oben mit z端ndenden

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1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 20


denschaft. Den Kunden, seine Marke und seine

TU München, Verlag moderne industrie, Versiche-

Brigitte Nußbaum die Anfrage eines Münchner

satzstärksten

Deutschlands,

Ziele umfassend zu verstehen und daraus ein

rungskammer Bayern – um nur einige zu nennen.

BMW-Händlers, der sich etwas Außergewöhnli-

durchgeführt von der maßgeblichen Fachzeit-

durchgängiges, lebendiges Storytelling abzulei-

Zu einem der Höhepunkte der Firmenge-

ches für die Vorstellung der neuen 7er Modell-

schrift „werben & verkaufen“, von Platz 21 auf

ten, ist der Kern erfolgreicher Live-Kommunika-

schichte zählt die Unternehmerin die 850-Jahr-

reihe wünscht. Es entsteht die Idee, die Luxuska-

Platz 13 vor und bekam das Prädikat „Aufsteiger

tion.“

rosse während einer Gala 221 Meter hoch auf den

des Jahres“.

EIN BILDERBUCHSTART in Höhenluft: 1994 bekommt

2012 rückte die Agentur im Ranking der umEventagenturen

Feier ihrer Heimatstadt München im Jahr 2008.

Diese Maximen vermittelt Brigitte Nußbaum

Über ein Jahr wurde an dem Mega-Event „Isar-

Gleichzeitig wurde die Inhaberin in die neuer-

auch dem akademischen Nachwuchs. Seit 2001

brückenfest“ gearbeitet. Dann kamen 550.000

richtete „MICE Hall Of Fame“ gewählt. Die Abkür-

hält sie an der LMU vor Studenten der Kommuni-

Besucher, um zu feiern. Und die Münchner Polizei

was man damals noch nicht so nannte – kommt

zung steht für Meetings, Incentives, Conventions

kationswissenschaft Seminare in Eventmarketing

lobte: selten habe man bei einer Großveranstal-

glänzend an bei den Gästen. Noch lange nach der

und Events. Mit der Aufnahme in die Ruhmeshalle

ab. Seminare an der IHK München und der staatli-

tung ein so professionelles Vorgehen erlebt.

Münchner Olympiaturm zu heben (s. Foto). Das Konzept zu diesem grandiosen Event –

gelungenen Umsetzung wird es für Gesprächsstoff

werden herausragende Persönlichkeiten geehrt,

chen Berufsakademie Ravensburg sind hinzuge-

Doch das Abenteuer Event liegt nicht nur vor

sorgen. Die Pressebilder gehen um die Welt. Be-

die sich in dieser Branche verdient gemacht haben.

kommen. Seit dem Wintersemester 2008/9 hat sie

der Haustür. Die Scouts und Ideenbastler von der

glückt vom Erfolg beschließt Brigitte Nußbaum

Brigitte Nußbaum auf die Frage, wie sie einem

überdies einen Lehrauftrag an der Münchner Aka-

Rosenheimer Straße richten ihr Fernrohr auch in

noch am selben Abend die Gründung einer eige-

Fremden die Tätigkeit ihrer Firma beschreiben

demie Campus M21, die ein privates Studium mit

die große, weite Welt, wenn es darum geht, eine

nen Agentur: trendhouse.

würde: „Wir inszenieren Events. Das heißt: Bot-

staatlichem Abschluss anbietet.

Incentive-Reise zu planen. Brigitte Nußbaum: „Bei

Heute, zwanzig Jahre später, ist trendhouse

schaften, die ein Unternehmen für eine Produkt-

Wie ein WHO IS WHO des modernen Event-

unseren Incentive-Reisen steht neben dem ‘Money

eine der erfolgreichsten Eventagenturen Deutsch-

präsentation oder eine Imagekampagne an eine

marketings liest sich die Kundenkartei von trend-

can’t buy’-Gedanken und den sehr außergewöhnli-

lands. Die hochmotivierte Mannschaft der Fir-

bestimmte Zielgruppe senden möchte, wandeln

house, das im Münchner Stadtteil Haidhausen re-

chen Erlebnissen, die den Gästen geboten werden,

mengründerin und -chefin spielt in der Bundesliga

wir in eine emotionale Darstellung um. Damit

sidiert: Allianz, Autobahndirektion Süd, BMW,

die Botschaft im Vordergrund. Hier kommt es dar-

der Veranstaltungsbranche – und der Trend nach

diese Botschaften lange und positiv in Erinnerung

Deutsches Herzzentrum, Hofbräu München,

auf an, eine perfekte Synthese zwischen der Infor-

oben hält noch an:

bleiben, inszeniert trendhouse mit Liebe und Lei-

Landeshauptstadt München, Mini, Strenesse,

mation und der Emotion zu schaffen.“

20 Jahre trendhouse – die Geschichte eines unaufhaltsamen Aufstiegs. Für die Inszenierung ihrer Events schätzen Kunden aus allen Branchen Kreativität und Sorgfalt im Team des Unternehmens.

Ideen

Live-Kommunikation Konzeption, Organisation, Durchführung, Nachbereitung von Marketing-Events Corporate Events

. .. ..

Produktpräsentationen Kick Offs Jubiläen Preisverleihungen Mitarbeiter-Events

UNTER EINEM DACH Das trendhouse-Portfolio, intern das „Kommunikationshaus“ genannt. Alle Zimmer liegen zur Sonnenseite, Besichtigung jederzeit.

KongressManagement

.. ..

Vertriebsveranst. Kongresse Tagungen Symposien

IncentiveReisen

. . ..

Money can’t buyGedanke weltweite Destinationen Teambuilding Motivation

Promotion & Public Events

.. .. .

Roadshows Handelspromotion Gastropromotion Streetpromotion Power Selling

Exhibition Events

..

Ausstellungen Messen

MedienEvents

.. .

PR-Inszenierungen PR-Output Verknüpfung von Event mit Medien

Weltweites Locationscouting, Grafik- und Webdesign, technische Planung und Ausschreibungserstellung, persönliche VIP-Kontakte, Künstler- und Moderatorenvermittlung, Pool an 1.000 Promotoren und Hostessen mit Schulung in der trendhouse-Akademie, Guest-Management, Akquise von Sponsoren

Deutschland, Europa, International

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BMW

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11.000 Gäste, ein 1er BMW und „Die Fantastischen Vier“. So hochtourig wurde in München noch keine Produkteinführung gefeiert.


Allianz

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Escada

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16 Mädchen und ein Mann, so ist das, wenn an der Maximilianstraße der neue Flagship-Store glamourös eröffnet. Damenkollektionen auf 450 Quadratmetern. München ist um eine Attraktion reicher, und trendhouse darf dazu beitragen.

„Fassaden-Mapping“ in der weltberühmten spanischen Hofreitschule zu Wien, die auf 400 Jahre Geschichte blickt. Einmal im Leben muss man die berühmten Lippizaner gesehen haben. Kein Wunder, dass der Festakt des Kunden sehr emotional gerät.

20Gründe stolz zu sein ...

... und dankbar für das Vertrauen, das uns in zwei Jahrzehnten entgegengebracht worden ist. Die Events auf dieser und den folgenden Seiten sind nur eine Auswahl aus vielen hochkarätigen Veranstaltungen, die wir realisieren durften. Allen gemeinsam sind: Freude an einem überzeugenden Drehbuch, Passion für Perfektion, Liebe zum Detail und der Wunsch, etwas zu schaffen, an das man sich gern erinnert.

KARE

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Eine Dragqueen und andere schräge Vögel im Cityhaus des Münchner Einrichters. Motto des 30-jährigen Jubiläums: KAREoke. Auch wer den richtigen Ton nicht trifft, ist willkommen.


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Alphabet Während andernorts noch geredet wird, wird hier schon gefahren. Und zwar elektrisch. Das Mobilitätskonzept ist schlau, vernünftig und zeitgemäß. Da kann man schon mal ein wenig größer werben.

Hofbräu München Zum traditionellen Maibockanstich kommen die Politiker gern. Denn Django Asül derbleckt ganz besonders charmant. Für bestes bayerisches Bier sorgt das Hofbräuhaus, um das Wohlergehen der Gäste und den Augenschmaus, die hübschen Hostessen im Dirndl, kümmert sich trendhouse.

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Medienclub München

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Beim sommerlichsten Filmfest der Republik haben auch die jüngsten Filmemacher ihren Auftritt. Auf dem Weg nach Hollywood winkt als Preis der Weiße Elefant.

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8 Mary Kay

Sonne, Strand und Zuckerhut. Direktorinnen-Reise nach Brasilien. Lebensfreude und atemberaubende Landschaften machen das Land zum Incentive-Traumziel.


Fischer Wie ein Magnet wirkt der Stand des österreichischen Skiherstellers und Weltcup-Ausrüsters Fischer auf die Besucher der Sportartikelmesse ISPO. Models als lebende Schaufensterfiguren und eine unvergessliche Messeparty schaffen eine perfekte Bindung.

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sloggi Wie schafft man Aufmerksamkeit für die junge und hippe Marke sloggi aus dem Hause Triumph? Man veranstaltet einen Wettbewerb rund um das Thema Körperkult und Kurven; Motto:„Show me your sloggi“. Den Event legt man einen Tag vor die Verleihung der MTV-Awards in München. Präsenz von Presse und Fernsehen also garantiert.

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Versicherungskammer Bayern Die Kammer ruft ihre Kunden zum 200-jährigen Bestehen– und sehr viele kommen. In 14 Freilichtmuseen in Bayern und der Pfalz feiern 250.000 Geburtstagsgäste vier Tage lang – und bescheren den Museen die besten Besucherzahlen seit ihrem Bestehen.

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Stadt München Musik ist die beste Medizin. Davon können sich Konferenzmanager und Geschäftsführer medizinischer Verbände aus ganz Europa, zusammengeschlossen im renommierten AC Forum (Associations & Conference), in der BMW Welt überzeugen. Zum ersten Mal tagt das Forum in München – und trendhouse liefert mehr als nur den Soundtrack.


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Holzmann Medien

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Die Show der Münchner Meisterschule für Mode ist einer der Höhepunkte auf der 75-Jahr-Feier des bayerischen Verlags Holzmann Medien. Das Material, auf dem Holzmann druckt, tragen die Models auf der Haut. Motto: „Papier trifft Haute Couture“.

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Isarbrückenfest Ein Fest für die Landeshauptstadt – und für trendhouse als Münchner Agentur. 550.000 Menschen feiern drei Tage und drei Nächte lang. Die bis heute größte Veranstaltung.

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M-net Aus M-net wird M-net. Für die Kunden ein neuer Markenauftritt, für die Mitarbeiter das langersehnte Zeichen eines neuen Selbstbewusstseins des regionalen Telekommunikationsanbieters mit Hauptsitz in München. Bei drei Events in München, Augsburg und Nürnberg lernen sie die neue Marke emotional kennen.

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16 Deutsches Herzzentrum Ein Herz für die Medizin: Seit Jahren organisiert die Agentur den großen Herzchirurgenkongress in München. Bei über Großleinwand übertragenen Live-Operationen können Chirurgen sich einschalten und mit dem OP-Team austauschen.


Triumph Blick in die Zukunft: Für die Kollektion von Triumph zum Start der WM 2006 in Deutschland buchte trendhouse Fußballerfreundinnen als Models. Dass Lena Gercke ihren Sami Khedira erst 2011 kennenlernt, spricht für ein gelungenes trendscouting.

17 MINI Beim MINI Incentive im Schwarzwald lassen wir Kuckucksuhren im MINI Style basteln. Macht den Hobbyrennfahrern genauso viel Spaß wie Gasgeben im MINI Racecar.

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AutoScout24 AutoScout24, europaweit der grö ß te OnlineAutomarkt, feierte sein 15-jä h riges. Es ging „Gemeinsam hoch hinaus.“ Und die Gä s te erlebten einen unvergesslichen Abend mit Keynote Speaker und Showact in luftiger Hö h e.

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Closer Ein Fall von Guerilla-Promotion. Die Mädels haben zwar außer ihrem Charme keine Waffen dabei, aber beherrschen die Kunst des Unterwanderns. Der Name des auftraggebenden Magazins passt in diesem Fall perfekt zur Taktik.

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I N T E R V I E W: A N D R E A S O D E N WA L D FOTOS: INA ZABEL

Woher kommt bei Ihnen die Leidenschaft für die Inszenierung

War das noch vor der Gründung der Agentur?

von Events – vom Theater, aus dem Kino?

Ja, ich war noch Einzelkämpferin, kaum mehr als ein Greenhorn.

Unter anderem. Ich gehe tatsächlich sehr gern und viel ins Theater, in die Oper, ins Kino. Aber nicht nur dort wird meine Fantasie beflügelt.

Frisch von der Uni?

Ich finde Anregungen auch in Zeitschriften, in Büchern. In Bildbänden

Kann man so sagen, aber gänzlich unerfahren war ich wiederum auch

zum Beispiel schwelge ich regelrecht. Auch Dokumentationen können

nicht mehr, denn während meines Studiums hatte ich in zwei hochin-

ungeheuer inspirierend sein.

teressanten Jobs schon „Blut geleckt“: beim Radiosender Charivari, wo ich die Abteilung für Veranstaltungen mit aufgebaut habe, und bei ei-

Was zeichnet eine gelungene Inszenierung für Sie aus?

ner Werbeagentur, deren Messekunden ich betreute. Nach meinem Ex-

Mir gefällt alles, was emotional berührt, am besten natürlich positiv.

amen wollten beide mich übernehmen. Und da ich beide Jobs genossen

Ich liebe es, Menschen zu überraschen, zu begeistern und zu berühren,

hatte und beide Unternehmen toll fand, konnte ich mich nicht ent-

Gänsehaut bei ihnen zu erzeugen, ihnen etwas zu geben, was sie bereits

scheiden. In diese Zeit fiel dann der Job von BMW, den ich mitgeholfen

in sich tragen und nun herausholen können.

hatte, zu gestalten.

Die Eventveranstaltung als großes Kino?

Die Sache mit dem Auto?

Großes Kino ist tatsächlich so ein Lieblingsausdruck von mir. Ich

Ja, die. Ich weiß noch, wie ich hinterher da oben auf dem Olympiaturm

möchte jedenfalls keinen Event organisieren, vorbereiten und veran-

saß, mit baumelnden Beinen. Ich sah die glitzernden Lichter meiner

stalten, wo die Leute hinterher nach Hause gehen und sagen: naja,

Heimatstadt München, ich war froh über die gelungene Veranstaltung

schön, war ganz nett, was machen wir jetzt? Es muss schon etwas mehr

und dass wir Menschen damit glücklich gemacht hatten. Und dann

sein, tiefer gehen, nachwirken. Es muss etwas hängenbleiben, das ver-

sagte ich mir: So was, das mach ich in Zukunft selber. Das war, wenn

lange ich von mir und von meinen Mitarbeitern. Die Begeisterung und

man so will, der Gründungsabend von trendhouse. Ich ganz allein,

das Herzblut, das wir in die Sache gesteckt haben, sollen sich auf den

hoch oben zwischen Himmel und Erde.

Zuschauer übertragen. Das ist unser Ziel. Und als Sie wieder festen Boden unter den Füßen hatten ... Ihr allererster Event vor zwanzig Jahren war ja gleich eine

... mietete ich mir in der besagten Werbeagentur einen Schreibtisch.

Inszenierung par excellence.

Das war der Beginn von trendhouse: mein Schreibtisch und ich.

Ja, völlig crazy. Wie kommt das Auto auf den Olympiaturm? Die Idee entstand beim Brainstorming mit BMW: die Limousine 221 Meter dort

Wie war damals die Situation auf dem noch jungen Markt

hoch zu hieven. Da zeigte sie sich schon, meine Lust am Inszenieren –

Eventmanagement, gab es große Konkurrenz?

und das noch ohne jegliche Berufserfahrung.

Zunächst mal: Den Begriff Event benutzte man damals noch gar nicht,

„Die Story muss stimmen“ Im Gespräch erläutert trendhouse-Chefin Brigitte Nußbaum, worauf es beim Eventmarketing ankommt und was immer an vorderster Stelle steht: eine Geschichte zu erzählen, die berührt.


der kam ja erst viel später auf. Es gab einige Veranstaltungsagenturen,

handelt, ob eine Versicherungsgesellschaft oder eine Bank der Auftrag-

Und Sie, immer mittendrin?

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so nannten die sich, aber das Feld war durchaus überschaubar. Da

geber ist: Man hat die Zielgruppe direkt vor Ort, face to face.

Ich habe eine Kreativabteilung, die hat nichts anderes zu tun, als sich

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tolle Eventideen auszudenken, allein oder auch im Team. Manchmal

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waren nicht so viele. Es herrschte aber eine gewisse Pionierstimmung. Immer mehr große Unternehmen wollten Feste feiern und gaben die

Wie gehen Sie bei der Planung eines Events vor? Lässt man Ihrer

Organisation außer Haus.

Inszenierung freien Lauf oder entsenden die Firmen ihre eige-

bin ich – sehr gern – dabei, manchmal auch nicht.

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nen Co-Regisseure?

Gibt es, um welche Art Event es sich auch immer handelt, so et-

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Woran lag das? Firmen haben doch seit jeher gefeiert, aber mei-

Alle Varianten. Wir haben Kunden, die sehr klare Vorstellungen haben,

was wie einen gemeinsamen Nenner?

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stens in eigener Regie. Warum musste es jetzt auf einmal eine

und solche, die uns völlig freie Hand lassen. Inzwischen bin ich ja

Ja. Die Story muss stimmen, die konsequente Weiterentwicklung der

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Agentur sein?

längst nicht mehr alleine, sondern mit einem inspirierten Team geseg-

Ursprungsidee, erzählt als Geschichte mit erkennbarem roten Faden.

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Das lag damals irgendwie in der Luft. Keiner wusste, wie lange es dau-

net. Natürlich gibt es immer noch die Wahnsinnsidee, die einem unter

Das geht los mit der Location, führt zur Ausstattung und zum Am-

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ern würde, manche hielten es für eine kurze Zeitgeisterscheinung, die

der Dusche einfällt – aber meistens ist es systematische Arbeit:

biente bis hin zum Catering und den auftretenden Künstlern. Das nen-

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bald wieder verschwinden würde. Denn eigentlich waren Events und

Brainstorming mit in der Regel fünf bis zehn Leuten, die in einer halben

nen wir die Story, eine Inszenierung, die die Menschen mitnimmt. Sie

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Veranstaltungen bis dato nicht unbedingt klassische Marketinginstru-

Stunde ein Maximum an Ideen generieren.

muss vom Gast erkennbar sein.

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Wie laufen diese Sitzungen ab?

Was ist beispielsweise bei einer Preisverleihung die Story?

Sind sie es denn heute?

Unterschiedlich. Grundsätzlich ist es so, dass jede Kritik verboten, jede

Preisverleihungen sind immer eine besonders schöne Herausforde-

Ja, heute gehören sie zum Marketing, keine Frage. Das hat sich seit je-

verrückte Idee erlaubt ist. Mal diskutieren wir heftig, mal ist es so, dass

rung. Es gilt einerseits, dem zu Ehrenden eine große Wertschätzung

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nen Anfängen ganz klar in diese Richtung entwickelt.

jeder etwas aufschreibt. Und dann gibt es noch das sogenannte „Mind-

entgegen zu bringen, seine Leistung mit seiner Persönlichkeit zu ver-

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Mapping“: Ein Thema liegt auf dem Tisch, ich spinne es immer weiter.

knüpfen und dabei eine hohe Emotionalität auf der Bühne zu kreieren.

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mente gewesen.

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Was ist die Idee dahinter?

Am Ende des Tages habe ich dann eine Assoziation, die möglicherweise

Auf der anderen Seite das Publikum, das auch bei mehreren Preisträ-

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Eine der ältesten Ideen, die es gibt: Menschen treffen sich gerne per-

nichts mehr mit meiner ursprünglichen Idee zu tun hat, aber gerade

gern eine spannende, dramaturgisch gut durchdachte Inszenierung er-

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sönlich und tauschen sich aus, lieber als am Telefon oder über das In-

deswegen spannend ist. Und wenn das alles steht, dann fängt man an

warten darf. Dazu ein überraschendes Ambiente, originelle filmische

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ternet. Und man hat damals ganz schnell gemerkt, dass man Veranstal-

zu schauen, was ist in der Realität machbar.

Einspielungen, eine anspruchsvolle Moderation. Das ist für mich >> 2 1

tungen nicht nur machen, sondern sie auch steuern, dass man Botschaften emotionalisieren und ganz bestimmte Zielgruppen ohne

Das Kreativ-Team von

Streuverluste im Direktkontakt ansprechen kann. Womit sich dann die

trendhouse

Marketing- und Eventziele direkt erreichen lassen. Das ist Kundenbindung in ihrer reinsten Form. Verbunden aber auch mit einem gehörigen Maß an Selbstdarstellung. Die ist ja nicht verwerflich. Im Gegenteil: Die Selbstdarstellung wird ja auch als Chance genutzt, die Wertigkeit des Unternehmens zu unterstreichen. Beispielsweise, wenn – was ich besonders liebe – ein Jubiläum zu feiern ist. Wo man sowohl Mitarbeitern als auch Kunden direkte Anerkennung aussprechen kann. Wo man einen Blick in die Geschichte des Unternehmens wirft. Wo es um die Frage geht: Was hat uns erfolgreich gemacht, wofür stehen wir?

Hintere Reihe, von links: Anna Frammelsberger, Astrid Schormann, Claudia Neuner, Sina Milde, Selina Spänle, Brigitte Nußbaum, Marielle Veith, Katrin Merle, Kerstin Rößler. Vordere Reihe: Simone Brenner, Karen Weh, Martin Danner.

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Gilt das für alle Branchen?

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Das ist wohl eher branchenunabhängig, ja. Egal, ob es sich um Autos,

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Beauty, Telekommunikation, Shop-Eröffnungen oder Fashion-Shows

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Storytelling at its best, wenn Sie mich fragen.

Kongresse aus – ein besonders wichtiges Feld übrigens, das allerhöchste Sorgfalt erfordert.

Sind die Events von heute noch mit denen vor zwanzig Jahren vergleichbar?

Werden auf Kongressen nicht vor allem lange Reden gehalten?

Ich habe neulich mal ein Event wieder angeschaut, das erst vier Jahre

Die Inszenierung von Monologen ist ja auch am Theater nicht

alt und große Klasse war. Man glaubt es kaum, wie veraltet das heute

unbedingt das spannendste Genre.

schon wirkt. Vier Jahre sind schon eine ganz lange Zeit, von zwanzig

Stimmt, aber darin liegt genau die Herausforderung. Die Inszenierung

ganz zu schweigen. Allein, was für technische Möglichkeiten wir heute

eines Kongresses muss eher subtil sein, unaufdringlich. Hier kommt es

haben, ist gigantisch. Man baut zum Beispiel heute kaum noch Kulis-

vor allem darauf an, dass alles stimmt, dass die gesamte Organisation

sen und dergleichen, um Räume dreidimensional zu gestalten. Auch

hervorragend klappt. Das fängt schon bei der Registrierung an, ein an-

mit Laser-Shows lockt man in diesen Zeiten keinen Hund mehr hin-

genehmer Service mit allen technischen Möglichkeiten im Internet

term Ofen vor. Dafür haben wir ganz neue Technologien. Wir sind mit

und Intranet, und setzt sich fort mit einer sehr persönlichen Ansprache

der technischen Entwicklung wie selbstverständlich mitgewachsen,

bei der Ankunft – vergleichbar etwa dem Einchecken in einem Luxus-

das ist gut so.

hotel. Und der Ablauf muss perfekt sein, alle Beamer doppelt bestückt,

Kann man, auch was das Inhaltliche betrifft, von einem Werte-

loses Ambiente.

keine pfeifenden Mikrofone, professionell geschulte Hostessen, tadelwandel sprechen? Unbedingt! Der Moralbegriff hat sich gewandelt, das Umweltbewusst-

Wenn es nach allen Vorbereitungen endlich soweit ist und

sein. Das Zauberwort von der Nachhaltigkeit, das früher weitgehend

gewissermaßen der Vorhang hoch geht: Wie erleben Sie persön-

unbekannt war, aber heute jeder in den Mund nimmt, steht im Raum.

lich diesen Augenblick?

Diesen Dingen muss man Rechnung tragen. Und auch einer gewissen

Ich nenne das den „Moment X“. Dann habe ich selbst nicht mehr so viel

Bescheidenheit. Die Inszenierung muss nicht big, big, big sein, sondern

zu tun und stehe irgendwo hinter der Säule, beobachte das Publikum,

soll eher signalisieren: Wir sind bodenständig, wir wollen keine aufge-

den Moderator, höre auf die Musik. Dabei spüre ich ganz genau, ob das,

blasene Glitzer- und Glamourwelt kreieren, wir schmeißen nicht das

was wir am grünen Tisch geplant haben, jetzt auch funktioniert, ob der

Geld unserer Kunden zum Fenster hinaus. Denn das würde bei allen Be-

Funke überspringt. Wir haben ja, anders als am Theater, keine General-

teiligten einen falschen Eindruck erwecken. Auch beim Catering hat

probe, nur eine Ablaufprobe, also ohne Menschen. Dieser „Moment X“

sich einiges geändert, der Trend geht zur regionalen und saisonalen

dauert nur ein paar Minuten, dann merkt man, ob es klappt oder nicht

Küche.

optimal ist. Ich kann aber sagen, meistens klappt’s.

Hat sich auch die Struktur der Kundschaft geändert?

Gibt es noch etwas, das Sie gern mal inszenieren würden, Ihnen

Das Kernsegment bleibt das gleiche: Banken, Versicherungen, Automo-

aber bisher noch nicht angeboten wurde? So eine Art Traum?

bilkonzerne, Lifestyle- und Luxusunternehmen, die IT-Branche, Tele-

Früher träumte ich davon, mal eine „Oscar“-Verleihung zu inszenieren.

kommunikationsunternehmen. Als Münchner Kindl und als Münch-

Heute würde es mir schon genügen, einmal dabei zu sein, ich muss es ja

ner Unternehmerin bin ich auch besonders stolz und dankbar, dass

nicht machen. Und sonst ... (langes Zögern) ... ich würde gern mal eine

meine Stadt, der wir im Rahmen der 850-Jahr-Feier das „Isarbrücken-

Olympiade mitgestalten mit allem Drum und Dran.

fest“ ausrichten durften, so ein treuer Kunde ist. Aber außerhalb dieser Kerngruppe ergeben sich auch immer wieder neue Auftraggeber, wie

Das war ja schon mal zum Greifen nah.

etwa das Deutsche Herzzentrum, die Technische Universität München

Ja, die Winterspiele in Bayern, aber das hat ja leider nicht geklappt mit

oder sogar das Finanzministerium.

dem Austragungsort. Aber das wäre immer noch ein Traum von mir: eine Olympiade. Es muss auch nicht Deutschland sein. Irgendwo auf

Was gibt’s denn beim Finanzministerium zu feiern?

der Welt eine Stadt, ein ganzes Land in einen Taumel versetzen! Ein

Wir sind ja nicht nur zum Feiern angetreten, sondern richten auch

schöner Traum, nicht wahr?


L

01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17

STROMBER G* und tren dhouse verbindet die Leiden schaft, Menschen zusammen zu bringen, das Z iel, mehr zu le is ten, als ein Eve nt nur zu b eg le iten, und dabei immer glau bwürdig und mensc hlich zu b Unsere Ph leiben. ilosophie, aus einem „Unternehm Catering ei en Hochg n enuss“ zu deckt sich machen, dabei wun derbar mit trendhouse der DNA vo , Veransta n lt ungen run dig zu ges d um lebentalten. Kurz um, uns b Vision, au eide eint d s Ereignis ie sen für un Erlebnisse se re K u n d zu machen en , und davo nicht genu n kann ma g haben! n Happy Birth house und day trendauf die näch sten 20 Jah Holger Stro re! mberg

18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38

Nee, echt? Zwanzig? Also: Ungefähr 15 davon hab’ ich mitbekommen und kann nur sagen:

Die schönsten Veranstaltungen,

lg in einer 20 Jahre Erfo ewerbsderart wettb anche, das intensiven Br sich. spricht für Kompanie Bei Kofler & s auf freuen wir un zukünftige gemeinsame KP Kofler Erfolge.

die besten Leute ... es macht

altungen t. te Veranst eu tr be durchgeführ se ou n Niveau le el n Von trendh io en ss ll fe a pro ld in auf höchstem en dieses Umfe werden stets als Künstler bietet en für einen gelungen ng zu et ss u Für mich r. a re or hö e idealen V geisterte Zu Belangen di ritt und damit für be und die akribische Auft Support rt. nk für den nstaltungs-O Vielen Da g am jeweiligen Vera Vorbereitun

einfach richtig viel Spaß mit Euch!

Happy Birthday trendhouse

und bleibt so, wie Ihr seid, ich liebe Euch! Sabine Sauer

Joja Wendt

Macht weiter so Glückwünsche und lobende Worte, die uns das Herz erwärmen. Und anspornen.

Ich komme aus München, meine Fans aus Verzweiflung, und wenn mir mal ein Auge im Haus tränt, denk ich mir: Mensch, das war aber damals schon ein toller Auftritt im Tränthaus ! Macht’s weiter so – Viele Grüße und alles Gute Willy Astor

78

trendhouse? Passt super! Mit Spürnase für Trends – alles aus einem „house“ – und sorgfältig, zuverlässig, herzlich seit 20 Jahren. Herzlichen Glückwunsch! Nina Ruge

Liebes trendhouse, wer 20 Jahre in diesem Business gut übersteht, hechelt nicht den Trends hinterher, sondern schafft selber welche – in diesem Sinne alles Gute für die nächsten 20 Jahre! Django Asül


Herzliche Glückwünsche

D

zum 20-jährigen Firmenjubiläum und weiterhin viel Erfolg.

Alles Gute wünscht Ihnen Georg Hackl

ru, el Sara Nu Top-Mod in e , n 4 e d n n W-Ku and Fa ta ine Top-B isterte BM e e l, g e k c b a 0 H 0 e 10.0 horsch iere ein n portler Sc r zur Prem e d , st a ein Top-S G niertes licher ers glück d ein beto d n n u t so e m b m o ek allte und ein schenkt b h die geb W 1er ge a spüre ic D t! g ä das tr neuen BM t d Gesich aum un itte Nußb Grinsen im g ri B ! r fü mit Stern n“. Und inen 1er ... Moderiere e h m c a u e a d s e u m r ibt’ „Fre Markus Oth se-Team g trendhou

p

Ein Freund, ein guter Freund ist das Beste auch und gerade in unserem Business. Hat man das große Glück, mit Brigitte Nußbaum und Astrid Schormann ein Projekt gemeinsam zu bearbeiten, moderiert es sich wie von selbst. Die Damen zeichnet nicht allein ihre hohe Professionalität aus. Sie sind, und dies ist ungleich wichtiger, wundervolle Menschen. Stets gut gelaunt, klug in ihrer Argumentation und schnell im Handeln. Wenn man mit beiden telefoniert, ist man danach gleich noch beschwingter. Ich muss es wissen, ich habe es schon viele Male erleben dürfen. Schon heute freue ich mich auf viele weitere gemeinsame Projekte mit trendhouse und wünsche weiter viel Erfolg, Fortune und Humor. Anouschka Horn

Kaum zu glauben, dass es schon 20 Jahre her ist,

HAPPY BIRTHDAY TO YOU!

i

Ich wünsche Frau Nußbaum und ihrem Team weiterhin alles Gute und viele bunte Ideen!

Haben Sie vielen Dank für Ihre kreative Unterstützung meines Vereins HORIZONT e. V., herzlichst, Jutta Speidel

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen erwartungsvoll in einem Konzert. Das Orchester tritt auf, die Spannung steigt. Aber bevor der Dirigent den Einsatz gibt, ruft er ins Publikum: „Letzte Woche hätten Sie uns hören sollen, da waren wir einfach großartig!“ Ich wünsche Ihnen daher nach 20 erfolgreichen Jahren das orchestrale Motto der Exzellenz: „Lasst uns das Gestern vergessen, damit wir das Heute und Morgen mit Leidenschaft gestalten können“. Herzlichst – Christian Gansch

trendhouse war eine der ersten Agenturen, die unsere neue Mission verstanden und mitgetragen haben. Wir schätzen die professionelle und faire Zusammenarbeit sehr, und ich glaube, dass wir noch die eine oder andere Überraschung gemeinsam platzieren werden.

dass wir gemeinsam den ersten großen Event auf dem

Herzlichen Glückwunsch und weiter-

Münchner Olympiaturm zelebriert haben.

hin viel Erfolg in dieser interessanten

Glückwunsch zu dieser erfolgreichen Strecke, in der Ihr gewachsen und noch besser geworden seid. Ein tolles Team, mit dem ich immer wieder sehr gerne arbeite in diesem Sinne: auf in die nächsten 20 Jahre! Silvia Laubenbacher

wie turbulenten Branche! Korbinian Kohler


ADVERTORIAL

Die Beachcomber Hotels auf Mauritius, den Seychellen und in Marrakesch bieten einmalige Erlebnisse mit Charakter für alle Ansprüche im MICE Bereich. Ein einzigartiges Ziel ist das Sainte Anne auf der gleichnamigen Insel.

Sainte Anne Resort & Spa

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– die perfekte Seychelleninsel für Incentive- und Gruppenreisen IHRE INCENTIVE-REISE nach Sainte Anne könnte so aussehen: Abends Abflug von Deutschland, Ankunft

Inseln angeflogen: Praslin mit dem Weltkulturerbe des Vallée-de-Mai-Naturparks und das wohl

Mahé am nächsten Morgen (nur zwei, drei Stunden Zeitverschiebung), zehn Minuten Boots-Transfer

typischste Eiland, „La Digue“, berühmt für unberührte Natur, Puderzuckerstrände, kristallklares

nach Sainte Anne. Einchecken in eine der privaten Villen des Resorts. Erkundung der Insel und des

türkisfarbenes Meer und imposante Granitfelsen. – „Zu Hause“ auf Saint Anne begrüßt Sie eines der

ältesten Marine-Nationalparks der Seychellen. Alternativ: Behandlung im Clarins-Spa, Nutzung der

besten Restaurants der Seychellen zum Dinner: „Le Mont Fleuri“.

zahlreichen Sportmöglichkeiten im Sainte Anne oder auf Seeschildkröten-Entdeckung bei einer

● Der neue Tag startet mit einer Trekking-Tour rund um Sainte Anne. Der Nationalpark und seine bis

Runde Schnorcheln bzw. Tauchen.

zu 600 Meter hohen Berge bieten fantastische und grandiose Ausblicke über tropische Wälder und

● Am nächsten Morgen: Bootsausflug nach Mahé, Erkundung der Seychellen-Hauptinsel auf einer

den funkelnden Indischen Ozean. Pünktlich zum Beginn der Dämmerung mit dem Katamaran zur

Rallye mit Autos und Roadbooks. Besuch der Hauptstadt Victoria. – Zurück im Sainte Anne Resort,

Sunset Cruise – mit Cocktails und Musik in den Sonnenuntergang. Direkt am Robinson-Restaurant

Apéritif in der Royal Villa des Resorts und anschließend Genuss des Special Evenings „Creole Night“

legen Sie an – am Strand wartet ein toller Abschlussabend mit Lagerfeuer und schmackhaften Hot-

mit Musikband.

Stone-Spezialitäten, die am Tisch zubereitet werden.

● Mit einer kleinen Propellermaschine der Air Seychelles werden am nächsten Tag zwei weitere

● Am nächsten Morgen: Transfer und Abflug in Richtung Heimat.


01 02

I N T E R V I E W: A N D R E A S O D E N WA L D FOTO: KARL GROSS

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„Ganz oben steht das

10 11 12 13 14 15 16

Herr Sachs, Sie sind ein erfolgreicher Künstler, Ihre Ausstellungen sind große Events. Es stellt sich auch für Sie die Frage, wie man sein Publikum erreichen will und kann. Deshalb wollen

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wir mit Ihnen über die G-Skala sprechen.

18

Was verbirgt sich hinter diesem Kürzel?

19 20

Die Kriterien, nach denen ich Sie fragen möchte, fangen ver-

21

blüffenderweise alle mit dem Buchstaben G an: Geist, Gefühl,

22

Geschmack, Glück, Genuss. Auf welche dieser Begriffe kommt

23

es für Sie in der kreativen Arbeit besonders an, womit berührt

24 25

man das Publikum am ehesten? Ein origineller Ansatz, gefällt mir. Das große G. In meiner kreativen Arbeit steht an erster Stelle das Gefühl. Ich möchte Objekte machen, die

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Emotionen auslösen, das ist für mich das oberste Gebot. Im Bereich des

27

Designs geht es mir darum, rein dekorative durch emotionale Ele-

28

mente zu ersetzen. Meine Auffassung von Kunst ganz allgemein ist,

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dass die Menschen eine Idee greifen können. Nicht mehr diese totale

30

Abstraktion! Auch wer nicht vom Fach oder der große Kunstkenner ist,

31

muss die Idee des Künstlers greifbar spüren, muss sie fühlen.

32 33 34

Haben Sie das bei Ihrer Kölner Ausstellung „Typisch deutsch?“ erreicht? Ich glaube ja. Es war alles zum Greifen und damit zum Begreifen, die

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Begriffe und die Objekte selber. Den Besuchern hat es Freude gemacht,

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es hat sie berührt.

37 38

Heißt das, Geist und Intellekt sind nicht so wichtig?


Emotionale“ Ein Gespräch mit dem Künstler Rolf Sachs über seine Art, das Publikum zu erobern und das Leben zu gestalten.

Doch, sehr wichtig sogar, ich würde das als meine zweite Triebfeder im

Der Genuss als schrankenloser Hedonismus ist offenbar passé.

Kreativen nennen. Geist aber nicht als furchteinflößende Größe, son-

Hat es da einen Wertewandel gegeben?

dern vor allem im Sinne von Humor. Und von Originalität. Als etwas,

Zum Glück! Das ist gut so. Ich muss dazu bemerken, dass ich nicht zu

das überrascht. Denn darum geht es ja überhaupt in der Kunst: den

denen gehöre, die sagen, früher war alles besser. Im Gegenteil: Unsere

Geist zu erweitern, Menschen einen freieren Blick und eine größere To-

Zeit wird immer besser. Wir leben in einer fantastischen Zeit.

leranz zu geben. Haben wir nicht ein G vergessen? Wie geht es weiter auf der Skala?

Ich ahne schon, worauf Sie hinaus wollen, aber bevor ich darauf

Zur Person

An dritter Stelle stünde der Geschmack, womit ich nicht den herr-

komme, möchte ich von mir aus noch ein Stichwort in die Debatte wer-

ROLF SACHS, Jahrgang 1955, geboren in

schenden Kunstgeschmack meine, sondern eher den persönlichen Stil.

fen, das mir – als ehemaligem Internatskind – persönlich sehr viel be-

Lausanne, genießt in der Kunstwelt ei-

Genuss und Glück, G 4 und G 5, spielen, wenigstens für mich, in der

deutet: die Geselligkeit. Der Kontakt mit Freunden und Mitmenschen

nen hervorragenden Ruf als Designer,

kreativen Arbeit nicht so die große Rolle. Das sind Dinge, die aber im

ist es, was uns Energie und Ideen gibt und dem Leben einen großen

Bühnenbildner und Schöpfer zahlrei-

privaten Bereich einen hohen Stellenwert haben.

Reichtum.

cher stark frequentierter Ausstellungen.

Und wie fällt dort, auf dem Gebiet des persönlichen Lebens,

Und damit zur letzten Frage.

folg war 2014 seine Schau „Typisch

Ihre Bewertung aus?

Ja, G wie Gunter, das meinen Sie wohl. Ich beantworte die Frage gern.

deutsch?“ im Kölner Museum für Ange-

Wir alle suchen im Endeffekt das Glück im Leben: Inhalt, Erfüllung, Er-

Mein Vater hat aus seinem Leben etwas Großartiges gemacht. Wir wa-

wandte Kunst, die sechs Monate zu

folg. Dann kommt das Gefühl, also die privaten Emotionen. Es folgt der

ren ja eine sehr deutsche Familie, aber dann ist er hinaus in die Welt,

sehen war. Der Sohn von Gunter Sachs

Geist, und da nehme ich den Humor mit rein. Zur Verwirklichung

nach Lausanne, nach Paris.

aus dessen erster Ehe sagt über sich: „Ich

Ein großer Publikums- und Kritikerer-

gehört auch der Geschmack, womit sich für mich persönlich besonders

Ohne ihn hätte es dieses Frankophile bei uns gar nicht gegeben – und

empfinde mich als eine internationale

Dinge wie Anstand, Stil und Fairplay verbinden.

das begann zwölf, dreizehn Jahre nach dem Krieg, als die Deutschen in

Person, aufgewachsen als Deutschfran-

Frankreich noch als böse galten!

zose in der Schweiz, seit 1994 in London

Und der Genuss?

Der Vater war vielleicht nicht der Prägende im Sinne meiner Kreati-

lebend. Aber je älter ich werde, desto

Als Genuss betrachte ich den Luxus, Zeit zu haben. Zeit, um sie mit

vität, aber ein Katalysator. Durch ihn kam alles schneller, ob das mit

mehr wird mir bewusst, dass meine

Freunden zu verbringen, Zeit, um Sachen zu tun, die man nicht unbe-

seinem Humor zu tun hat, seiner Originalität, seinem Anstand, seinem

Wurzeln deutsch sind und meine Arbei-

dingt machen muss, aber gerne machen möchte. Das ist ja das, was uns

Stil, seiner Weltläufigkeit, seiner Liebe zur Kunst. Ich habe ihm sehr

ten durch diese Vergangenheit geprägt

heute fehlt. Wir sind alle irgendwo Gehetzte.

viel zu verdanken.

werden.“


Dort, wo fr체her die F채den des LODENFREY Unternehmens zusammenliefen, wird heute ein ganz anderes Garn gesponnen.

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Alle sind happy: Die jungen Studenten der Akademie Campus M 21 haben die Eventprobe bestanden. Ihr Sommerfest für die von der Stiftung „Horizont“ betreuten Kinder war ein voller Erfolg.

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Die Macher von

morgen

Zur Ausbildung zum Veranstaltungsprofi muss man Spaß, Kreativität und Organisationstalent mitbringen. Damit allein – nebst behutsamer Anleitung – lässt sich schon ein erfolgreicher Event organisieren, wie Studenten der Münchner Akademie Campus M 21 eindrucksvoll bewiesen. >>

31 32 33 34 35 36 37 38


01

DAS BUDGET ist zwar nicht unwichtig, wie jeder an-

derin der Stiftung ist die Schauspielerin Jutta Spei-

02

gehende Eventmanager als eine der ersten Lektio-

del. trendhouse-Geschäftsführerin und Campus-

03

nen lernt, aber eben auch nicht alles. Mindestens

Dozentin Brigitte Nußbaum agierte als Coach.

ebenso bedeutsam für Planung und Ablauf eines

Als Story für das Fest wählten die jungen Ma-

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erfolgreichen Events ist die Begeisterung. In zwei-

cher das Motto „Wolkenlos – eine Schiffsreise um

facher Hinsicht: Man muss sie mitbringen – und er-

die Welt“. Spielerisch konnten die teilnehmenden

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zeugen.

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Kinder verschiedene Kulturen aus fünf Kontinen-

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Die jungen Leute auf unserem Foto haben das

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Kunststück vollbracht, so begeistert, leidenschaft-

fieren lassen, eine Zaubershow genießen, basteln,

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lich und einfallsreich

herumtollen und sich über von Sponsoren gestif-

einen rundum gelun-

tete Preise und Geschenke freuen.

10 11 12 13 14

„Bei diesem Projekt haben wir soziale Verantwortung übernommen, und Kindern, denen es nicht so gut geht wie uns, einen Tag voller Freude bereitet.“ Julia Pöschl, Studentische Projektleiterin

ten kennenlernen, sich mit einem Piraten fotogra-

Wie wird man

Eventmanager?

genen Event hinzule-

Beglückt fiel das Fazit der studentischen Pro-

VIELE WEGE führen heute in die Branche. Zahlreiche

gen, dass die Frage

jektleiterin Julia Pöschl aus: „Die strahlenden Ge-

private und staatliche Bildungseinrichtungen bie-

nach dem Budget sich

sichter der Kids waren der größte Lohn für uns.“

ten eine Ausbildung an: Fachhochschulen, Aka-

gar nicht stellte. Gut

Und Brigitte Nußbaum lobte: „Eine gelungene Ver-

demien, Institute. Ein Einstieg ist auch über das

so, denn sie hatten

anstaltung – und das ohne einen breiten Fundus

Hotelfach, verschiedene Ausbildungsberufe im

15

auch keins. Umso mehr durften sie am Ende

16

salutieren: Auftrag ausgeführt.

vorhandener Geld- und Sachmittel.“ Mit diesem Fundus arbeiten zu lernen, gehört

Messe- und Kongresswesen, die Universität oder ein privates Studium möglich.

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Es sind Studenten der Münchner Akademie

im trendhouse-Alltag allerdings zum Einmaleins

Der klassische Weg ist seit 2001 die Ausbil-

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Campus M 21. Sie studieren Sport-, Event- und Me-

der Ausbildung. Die hat sich die Agentur auf die

dung zum Veranstaltungskaufmann beziehungs-

19

dienmanagement. Ihr Auftrag lautete, ein Som-

Fahnen geschrieben und die dafür notwendige

weise -frau an der Industrie- und Handelskammer

20

merfest für von der gemeinnützigen Stiftung „Ho-

Lizenz erworben. „Der Nachwuchs“, so Brigitte

(IHK). Sie dauert zwei bis drei Jahre. Und hier

21

rizont“ betreute Kinder zu organisieren. Die Grün-

Nußbaum, „hat bei uns immer eine Chance.“

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kommt nun trendhouse direkt ins Spiel. Brigitte Nußbaum: „Wir sind Ausbildungsbetrieb und im

Nach dem Fest ein Scheck für die Kinder: Professor Heinrich Wiedemann, Direktor am Campus M 21, umrahmt von Christine Lindemann (Leitung Fundraising/PR „Horizont“), Brigitte Nußbaum, „Horizont“-Gründerin Jutta Speidel und den studentischen Projektleiterinnen Julia Pöschl und Julia Emmerl (v.l.).

Prüfungsausschuss der IHK. Damit nehmen wir die Prüfungen der Auszubildenden ab.“ Bereits zehn Azubis haben erfolgreich die Talentschmiede trendhouse durchlaufen. Begehrt bei jungen Berufsanfängern sind auch die begleitenden oder vorbereitenden Praktika, die die Agentur zusätzlich anbietet. Auf die Frage, was man mitbringen muss, nennt Brigitte Nußbaum: „Spaß, Leidenschaft und Durchhaltevermögen, Organisationstalent, Kreativität und Umsetzungsstärke.“


I N T E R V I E W: A N D R E A S O D E N WA L D FOTO: STEPHAN PICK

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Unter dem Dach unserer Agentur werden nicht nur Ideen, sondern auch Stars geboren. Die Münchnerin Barbara Schöneberger zum Beispiel fragt sich im folgenden Interview, ob sie wohl so weit gekommen wäre in ihrer beachtlichen Karriere als TV-Moderatorin und Allround-Künstlerin, wenn sie nicht Mitte der 90er Jahre mit Leidenschaft und einer großen Portion Neugier bei trendhouse gearbeitet hätte. Bitte umblättern!

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TV-Star Barbara Schöneberger erinnert sich:

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„Meine tollen Jahre bei

trendhouse“

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01

Frau Schöneberger, bei Wikipedia lesen wir, dass Sie während Ih-

War man zufrieden mit Ihnen?

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res Studiums in Augsburg (Soziologie, Kommunikationswissen-

Offenbar ja, denn nach den ersten Hostesseneinsätzen lernte ich Bri-

03 04

schaft und Kunstgeschichte) für die Agentur trendhouse gearbei-

gitte Nußbaum näher kennen, und sie bot mir an, in der Agentur mit-

tet haben. Mehr als dieser eine Satz steht dazu aber nicht. Die Ge-

zuarbeiten, so richtig mit eigenem Schreibtisch.

schichte würden wir gern etwas ausführlicher hören.

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Mit Vergnügen, ich rede gern über diese tollen vier Jahre. Sie waren für

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mich wahnsinnig aufregend. Und wichtig, denn ich habe dort eine

Ich habe sie schrankenlos bewundert, wie weit sie war und was sie

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Menge gelernt.

schon alles erreicht hatte in ihrem noch nicht mal 30-jährigen Leben:

Wie kamen Sie überhaupt zu trendhouse?

staunte nur.

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Was für einen Eindruck hatten Sie von Ihrer Chefin?

eigene Agentur, tadelloser Auftritt, hohes Maß an Verantwortung. Ich

„Mir machte das richtig Spaß bei trendhouse. Ich sah mich als Dienstleister.“

Wenn ich mich recht erinnere, hatte mich eine Jobagentur dahin vermittelt, als Hostessen gesucht wurden. So etwas machte ich damals ne-

Ihr erstes eigenes Projekt ...

ben meinem Studium, um Geld zu verdienen. Einer der ersten Einsätze

... war eine Gala für eine Versicherungsgesellschaft. Die musste ich ge-

für trendhouse waren die Münchner Medientage. Da kamen der bayeri-

meinsam mit einem Kollegen auf die Beine stellen.

sche Ministerpräsident Stoiber und lauter wichtige Menschen, Chefredakteure, Reporter, Regisseure. Ich fand das ganz toll, die hatten

Die Eventbranche war ja damals noch in den Kinderschuhen und

alle spannende Berufe und man konnte sich gut mit ihnen unterhalten.

hat sich seitdem enorm weiterentwickelt. Welche „acts“ hatte

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Ich weiß noch, wie ich dachte, da würde ich vielleicht auch gern mal

man in jenen Jahren denn so im Programm?

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hin, in diese Medienbranche.

15

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Gemessen am heutigen Standard war das alles noch recht einfach gestrickt: Da gab’s zwei ukrainische Tuchtänzerinnen, da trat ein

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Worin bestand Ihre Arbeit?

Jongleur auf, da hatten wir einen Mann in der Kartei, dessen Paraderolle

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Leute begrüßen, Programmhefte ausgeben, Garderobe abnehmen, Aus-

Inge Meysel war. Das waren damals beliebte Showelemente. Darum

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künfte erteilen, den Weg weisen – was man eben so zu tun hat als Ho-

hatte ich mich zu kümmern – aber auch um solche Dinge wie die Farbe

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stess. Mir machte das richtig Spaß, ich sah mich als Dienstleister. Als

der Tischdecken.

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der verstehe ich mich übrigens heute noch. Dazu gehört ja auch die Kalkulation der Kosten. Das muss man

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doch auch erstmal lernen, oder?

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Allerdings! Ich erinnere mich an eine Kalkulation, die ich dem Kunden

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aufs Fax legte, in der minutiös jeder einzelne Posten verzeichnet war,

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bis hin zum Preis der Brezen. Dummerweise nur hatte ich versäumt,

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am Schluss der Aufstellung die Gage für die Agentur aufzuführen.

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Komplett vergessen! Als mir das einfiel, wollte ich im Boden versinken.

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Gottseidank war aber das Fax nicht durchgegangen, da fiel mir ein

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Stein vom Herzen und ich konnte das noch korrigieren.

32 Worauf hatte man, ganz generell, zu achten, in einem Team wie

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trendhouse?

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Mir wurde eines ganz schnell klar: Wie ich mich hier verhalte, das ist

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die Visitenkarte der Agentur – und, noch wichtiger, die des Kunden.

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Aus der Pionierzeit:trendhouse-Mitarbeiterin Barbara Schöneberger (Mitte) und ihre Chefin Brigitte Nußbaum, Münchner Medientage 1995.

Wie sah denn damals Ihre Lebensplanung aus? Wollten Sie länger bleiben oder waren diese vier Jahre schon als Zwischenstopp


vorgesehen – auf dem Weg zu höheren Weihen? Höhere Weihen hatte ich damals überhaupt nicht in der Planung. Ich hatte schon in Augsburg gemerkt, eine richtige Wissenschaftlerin werde ich wahrscheinlich nicht. Und weder träumte ich von der großen weiten Welt, noch von einer Villa oder einem reichen Mann. Was ich wollte, nach Ende des Studiums, war Eventmarketing und -management. Bei Brigitte in der Agentur. Ganz normal, mit Festanstellung.

„Meine trendhouseErfahrung kommt mir heute zugute. Events sind die beste Schule fürs Fernsehen.“

Weshalb wurde daraus nichts? Schon während des Studiums war ich in diese Fernsehgeschichte reingerutscht. In der Künstleragentur „Pool Position“ – bei der bin ich heute noch – hatten sie mich in der Kartei, mit Fotos. „Wir haben doch hier die schönen Bilder von dir“, meinte eines Tages der Chef, „da lass uns doch mal was versuchen. Im Fernsehen suchen sie nach neuen Talenten.“ Naja, dachte ich, neue Talente, was das wohl sein soll. Aber das hat tatsächlich geklappt, und ich bekam meinen ersten Fernsehjob, bei „Bube, Dame, Hörig“. Und dann kamen die nächsten Engagements. Haben Sie noch manchmal Heimweh nach der Eventbranche? Was heißt Heimweh, ich bin ja noch mittendrin und inzwischen so etwas wie ein Eventspezialist. „Pool Position“ hat eine große Eventabteilung, in guten Zeiten moderiere ich drei große Events pro Woche. Galas, Preisverleihungen und solche Sachen. Da kommen mir meine „Lehrjahre“ bei trendhouse enorm zugute, so sehr, dass ich mich oft auch in die Regie und die Ablaufplanung einbringe. Das gilt übrigens auch für meine Tätigkeit im Fernsehen, wo ich ja keine Ausbildung genossen habe. Events sind die beste Schule fürs Fernsehen. Haben Sie noch Kontakt zu Ihrer Ex-Chefin? Der Kontakt ist nie abgerissen. Wir sind ja längst Freundinnen. Kürzlich haben wir uns in Berlin gesehen. Brigitte war wie immer bestens organisiert, sah tiptop aus. Ich bin immer noch beeindruckt von ihr – sie hat’s einfach drauf.



trendhouse_20