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2/2011 März-April Deutschland € 4,50 / Österreich € 5,20 / Schweiz Sfr. 8,80 www.trekkingbike.com

DAS FAHRRADMAGAZIN

Reise

Test

Ibiza & Formentera Neusiedler See

Leichte Alleskönner für Stadt und Tour

Touren MTBs um 1000 Euro

Schmerz ade BeNeLux 1 5,30 / Italien 1 6,00 / Dänemark 53,00 DKR / Schweden 65,00 SKR / SK 1 6,80 Printed in Germany

16 anatomische Sättel im Vergleich

Die besten Packtaschen

Große Kaufberatung: So finden Sie Ihr Traumrad für Alltag, Reise, Sport und Tour Norditalien Die 8 schönsten Rad-Regionen

Testkeller inside Zu Besuch in der Folterkammer

Klassen-Kampf Sram, Rohloff und Shimano im Vergleich

Werkstatt Frühjahrs-Check fürs Kinderrad

H 57848


Immer neue Wege erfahren.

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TREKKINGBIKE – das Fahrradmagazin für alle Trekkingbiker: 6 x im Jahr erscheinen hier die besten Reise- und Tourentipps, kompetente Kauf beratungen, ausführliche Testberichte sowie faszinierende Fotoreportagen. Ihre Vorteile im Überblick:

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Und zwar für mindestens 1 Jahr (6 Ausgaben) zum derzeit gültigen Preis von € 27,– (Deutschland), € 36,30 (Ausland), inklusive Porto und Versandkosten. Nach diesem Jahr kann ich die Lieferung jederzeit stoppen.

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Editorial

EXTRA 100 Elektroräder im Überblick sPeZIAl

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1/2011

Deutschland 4,90 Euro H 57848

Alles über elektroräder

Grosse

Modellübersicht

Österreich � 5,60 / Schweiz sfr 9,50 / BeNeLux � 5,95 / Italien � 6,60 / Spanien � 6,60 / Slowenien � 6,60

Fotos. Daniel Simon( 2)

alle preise und technischen daten

25 räder

im test! kAuFBERATunG

welches bike passt zu mir? mIt unserem selbsttest fInden sIe es herAus! technIk

rePortAge

fAsZInAtIon

reIse

So bleibt der Akku länger fit

Werksbesuch: Ein Rad entsteht

Edel-E-Bike für 5.000 Euro

Fünf Touren für Genießer

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E-Bike-Reise nach Österreich

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24.01.11 12:10

24. März: E-Bike

Packendes Thema Wie einfach war die Fahrradwelt noch vor weni-

Es lohnt sich den Erscheinungstermin im Kalender rot anzumerken. Ab 24. März 2011 ist die neue Ausgabe von E-Bike erhältlich. Mit Tests, fundierter Kaufberatung und Antworten auf alle Fragen.

gen Jahren. Für Tourenradler mit Gepäck gab es im Prinzip nur eine Wahl: die Planentasche von Ortlieb. Globetrotter aus aller Welt festigten den legendären Ruf. Und selbst im entferntesten Winkel von Australien schwören Radfahrer noch heute auf die unzerstörbare Qualität aus „Germany“. Wer sich jetzt jedoch auf dem Markt der Packtaschen für Tom Bierl, Tourenfahrer orientiert, wird von einer regelrechten Flut von Chefredakteur Konkurrenzprodukten bedrängt. Der Fahrradfahrer steht im Fokus vieler Marketingstrategen, die allesamt nur das Beste versprechen.

Wie unser Packtaschen-Test ab Seite 48 beweist, ist die gute Packtasche allein heute kein Kauf-Kriterium mehr. Ganz andere Gewissenserforschung ist angesagt. Ist Gewicht wichtiger als Haltbarkeit, sind luftige Außennetze entscheidender als versiegelte Wasserdichtigkeit. Immer mehr drängen sich zudem Fragen nach Nachhaltigkeit und ökologischen Produktionsprozessen in den Vordergrund. Das Grundlegendste sollte bei aller Wahl kein Packtaschenkäufer aus den Augen verlieren: Passt die neue Tasche auch wirklich ans eigene Rad?

Testkeller inside Jeder Besucher, der das erste Mal unseren Testkeller in der Münchener Redaktion betritt, kommt aus dem Staunen meist nicht heraus. Grund für uns auch einmal all unseren Lesern Einblick zu gewähren. Die Reportage beginnt auf Seite 54.

2/2011 TREKKINGBIKE

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[ Inhalt ]

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Traumtour: Ibiza Wer nur an Party und Strand denkt, hat das Beste verpasst: Ibiza und Formentera verwöhnen ausgeschlafene Rad-Feinschmecker.

Extra-HEft: Kaufberatung Heft 2 / 2011

Spezial www.trekkingbike.com

48

Packtaschen

Welches Rad passt zu mir?

Zehn aktuelle Reise-Taschen fürs Heck im Vergleich.

Die wichtigsten Fragen ● Wo informiere ich mich ● Tipps zur Probefahrt ● Kaufempfehlungen für Alltag und Tour ● Gute Räder für Sport und Reise TB02_11_059_Kaufberatung_Titel .indd 59

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26.01.2011 12:51:52 Uhr

124

16 Seiten Extra-Heft Kaufberatung

Neusiedler See – Wien Die Zutaten für eine perfekte Radwoche: die weite Puszta, steile Weinberge, ein eigenartiger See und eine prächtige Stadt.

Nie wieder Fehlkäufe: Unser Extra zum Saisonstart beantwortet die wichtigsten Radler-Fragen.

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Test inside Angewandte Forschung: Im TREKKINGBIKE-Testlabor lüften ausgefuchste Maschinen viele Rad-Geheimnisse.

4


40

28

Test: MTBs

Test: Alleskönner

Talent fürs Grobe: acht TourenMountainbikes unter 1000 Euro im TREKKINGBIKE-Test.

Höchstgewicht 15 Kilo, ehrlich gewogen. Die Allround-Räder glänzen durch vernünftigen Leichtbau. Im Test: zehn Modelle zwischen 800 und 2100 Euro.

Fotos: Daniel Simon (8), Jörg Spaniol

Räder im Heft Bergamont Platoon 5.1 999 Euro Cannondale Tesoro 1399 Euro Canyon Grand Canyon AL 6.0 999 Euro Carver Las Vegas SL 1199 Euro Carver Pure 150 999 Euro Cube Delhi 999 Euro Drössiger HTA 1.5 D 999 Euro Focus Black Forest 4.0 999 Euro Gudereit SX-45 799 Euro Hercules Pasero 799 Euro Kalkhoff Select Comp Disc 999 Euro Koga Lightrunner S 1599 Euro Kreidler Dice Big 7 999 Euro KTM Life Style 1499 Euro Müsing Offroad Comp 999 Euro Radon Sunset 9.0 SL 1799 Euro Radon ZR Race 6.0 999 Euro Simpel Wegwärts NuVinci 1049 Euro Simplon Silk CFX 2099 Euro

43 35 43 34 44 33 44 44 32 32 33 36 46 36 46 38 46 24 38

88

Anatomische Sättel Ungewöhnliche Designs in der Diskussion: Was bringen Stufen, Löcher, Luftpolster?

Report & Nachrichten 6 Magazin

Aktuelle Nachrichten für Trekkingradler.

8 Bücher

Vorgestellt: Literatur und Medien für Radfahrer.

10 Reisemagazin

54 Test Inside

Ungeahnte Möglichkeiten: Ein Rundgang durchs TREKKINGBIKE-Testlabor.

Komponenten LX, XX oder lieber XTR? Systematisch erklärt: die wichtigsten Teile zum Schalten und Bremsen.

Ein Problem, viele Lösungen: alle Sattel-Grundtypen im Vergleich.

96 Frühjahrs-Check fürs Kinderrad

Gemeinsam

Neues aus der Reisebranche.

Von Hundeattacke bis Kettenwechsel: die Tipps der TREKKINGIBKE-Redaktion.

80

88 Anatomische Sättel

lernen, sicher fahren.

12 Ratgeber

79 Online

Familie & Gesundheit

Unsere Serviceseiten im Internet.

Test & Technik 24 Pin-Up: Rad des Monats

Wegwärts NuVinci von Simpel: ein Schweizer Stadvelo mit pflegeleichtem Gemüt.

28 Test: Alleskönner

Zehn Allrounder unter 15 Kilo in Labor und Praxis.

40 Test: Touren-MTBs Preislimit 1000 Euro: acht robuste Tourer mit Federgabel.

48 Test: Packtaschen

Keine Tour ohne Taschen: zehn aktuelle Hinterrad-Modelle im Test.

Reisen & Touren 14 Traumtour: Ibiza

Wenig beradelt liegen Ibiza und Formentera im Mittelmeer. Ein klares Versäumnis!

67 Touren-Tipps

Einmal Bayern, einmal Nordsee: Tagestouren um Ingolstadt und St. Peter Ording. Mit Karte und allen Infos.

110 Unterwegs

Städtereise im Sattel: Genusstouren in und um Hamburg.

114 Urlaubsplaner Norditalien

Piemont, Marken, Trentino, Südtirol: die schönsten Trekkingrad-Touren.

124 Neusiedler See

Rund um den See und ab nach Wien – fünf Tage in Österreichs Ostzipfel.

Rubriken 3 Editorial 134 Vorschau/Impressum

Titelfoto: Daniel Simon

80 Komponenten

Die wichtigsten Antriebsgruppen von SRAM, Shimano und anderen im Vergleich. 5


TRAUMTOUR IBIZA & FORMENTERA

Über den Dächern ist Ruh’: Blick von der Festung14 auf die Altstadt von Eivissa.


Das Erbe der

Karthager

Wer Ibiza und Formentera als reinen Treffpunkt f체r Hippies, Partyhengste und Sonnenanbeter abstempelt, verpasst eine herrlich vielf채ltige Inselwelt.

15


Rad des Monats: Simpel wegwärts Nuvinci

Radlers Freud’ Entspannend: Der angenehm konturierte Sattel und eine gefederte Stütze filtern untergründiges Rumoren einfach weg.

so gut wie UNzerstörbar: Dicke Rohre und Wandstärken schützen vor Alltagsschrammen, zäher Pulverlack gegen Korrosion.

stufenloses Getriebe: Die NuVinci-Nabe gestattet ein Anpassen der Übersetzung in kleinsten Nuancen.

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Einfach nur fahren. Und sich am Rad um nichts kümmern. Ewige Utopie? Mit dem Wegwärts NuVinci rückt dieser paradiesische Zustand ein gutes Stück in Richtung Realität. Simpel hat mit der neuen Stufenlos-Schaltung ein ideales Rad für Wartungsmuffel gebaut.

Natürlicher Halt: Regelrecht entgegenkommend wirkt das Cockpit. Die Hände greifen wie von selbst an den richtigen Platz.

Keine KOMPROMISSE: Die Beleuchtung entspricht dem Stand der Technik. Sicherheit geht absolut vor.

Gut für viele kilometer: Robuste 37er Marathon-Reifen mit verstärktem Flankenschutz sind ausdauernde Rollpartner.

Sorglos-Stopper: Die Rollenbremse arbeitet auch bei Nässe unbeirrt.

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Leichte Alleskönner

Die Leichtmacher Alles drin, alles dran – aber bitte unter 15 Kilo! Das sind die Auswahlkriterien für unser Testfeld von 10 vollausgestatteten Allroundern zwischen 800 Euro und 2100 Euro. Und wirklich, das Testen war dieses Mal besonders angenehm.

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Touren-Mountainbikes


Ab durchs Gelände Mountainbikes als Touren-und Alltagsräder haben ihre Vorteile: Stabiles Fahrwerk und haltbare Komponentenauswahl. Bereits für 999 Euro erhält man attraktive Hardtails. Gemeinsam mit dem Magazin BIKE haben wir acht Modelle verglichen. Text: T. ROEgner/S. Loibl

Fotos: Daniel Simon

Grundsätzlich eignen sich 26-Zoll-Fahrräder auch hervorragend als Touren- und Lastenesel im Alltagsbetrieb. Im Vergleichstest unseres Schwestermagazins Bike wurden acht Einsteigerbikes im hart umkämpften Preissegment von 999 Euro auf Herz, Nieren und Fahreigenschaften getestet. Denn die relativ günstigen Mountainbikes besitzen – wie hier alle Vertreter im Testfeld – stabile Rahmen aus Aluminium und ausnahmslos hydraulische Scheibenbremsen sowie zuverlässige Anbauteile und belastbare Innenlager. Zwei Versender-Bikes und sechs Modelle von Marken aus dem Fachhandel wurden in Theorie und Praxis auf den Prüfstand gestellt. Ergebnis: Die Geometrien schwanken zwischen Race und Tour, bei den Komponenten lassen sich die Kandidaten von Bergamont, Canyon, Carver, Drössiger, Focus, Kreidler, Müsing und Radon nicht lumpen. Die meisten Räder kommen mit der mehr als alltagstauglichen Shimano Deore SLX, teils sogar mit XT-Teilen aufgewertet. Diese Qualitätsstufe sichert lange Wartungsintervalle, auch bei häufigen Regenfahrten, und funktioniert auch ohne größere Einstellarbeiten meist über mehrere tausend Kilometer klaglos. Herzstück des Fahrrads, egal ob im 26oder im 28-Zoll-Segment, ist der Rahmen. Durch die Massenfertigung und langjährige Entwicklungsarbeit besitzen die hier vertretenen Hersteller reichlich Erfahrung, wie man günstig und dennoch qualitativ gute Rahmen produziert. Dabei kommen hochwertige Techniken zum Einsatz wie Konifizierungen oder innenverlegte Züge. Das Gewicht des Rahmens ist ein Kriterium, Steifigkeit und Verarbeitung ein anderer wichtiger Punkt für eine Kaufentscheidung. Im gemeinsamen Testkeller der Redaktionen von Trekkingbike, Tour und bike werden alle Räder komplett gestrippt, der nackte Rahmen wird selbst gewogen – man verlässt sich nicht auf Herstellerangaben. Das Testfeld führt hier das Canyon Grand Canyon AL6 an, mit 1610 Gramm. Am Ende der Skala liegt das Kreidler Dice Big 7 mit einem Rahmengewicht von 2011 Gramm.

Doch was nützt ein superleichter Rahmen, wenn er nicht mehr fahrstabil ist? Vor allem bei der Umrüstung zum Alltags- und Tourenrad und der möglichen Zuladung durch Arbeitsunterlagen oder Gepäcktaschen, ist die Steifigkeit des Rahmens entscheidend. Zum einen wird im Labor der STW-Wert gemessen (stiffness to weight, das Verhältnis der Nachgiebigkeit an Tretlager und Lenkkopf zum Gewicht), und zum anderen die absolute Steifigkeit. Beim STW liegt das Canyon ganz vorne, gefolgt von Bergamont, Carver und Müsing. Die hintere Hälfte im Testfeld bilden Drössiger, Kreidler, Radon und Focus. Rahmengewicht und -steifigkeit hin oder her, was wiegt denn nun das fahrfertige Bike? Aufgrund der Komponentenwahl schiebt sich beim Gesamtgewicht das Radon ZR Race 6.0 nach vorne: 11,50 kg stehen den beiden Schlusslichtern mit jeweils 12,80 kg gegenüber – das Drössiger HTA 1.5D und das Müsing Offroad Comp. Über die Notwendigkeit einer Federgabel an einem Alltagsrad kann man trefflich streiten. Die Testkandidaten, ursprünglich für den moderaten Geländeeinsatz vorgesehen, sind ausnahmslos mit Federgabeln im Bereich 100 Millimeter ausgestattet. Und diese arbeiten sogar recht ordentlich, wie das Testteam auf den Praxisrunden und im Labor feststellen konnte. Modelle von RockShox, Manitou, Suntour und X-Fusion sind verbaut, und machen ihren Job gut. Positiv fiel den Testern die Gabel Enix von X-Fusion auf, denen sie sogar eine bessere Funktion („sensibel und progressiv“) als den Teilen der Platzhirsche RockShox und Suntour bescheinigten. Wichtiges Kriterium, sowohl im Gelände wie im Straßendschungel: die Bremsen. Vollhydraulische Scheibenbremsen haben auch in diesem Preissegment die zwar leichten, aber nässeempfindlichen V-Brakes verdrängt. Avid Elixir und Juicy 3, Formula RX, Hayes Ride Comp und Tektro Draco sind am Testfeld verbaut. Dabei fiel das Tektro-Modell am Focus negativ auf: Wenig Bremskraft und wechselnder Druckpunkt, so die Testaussage, auch die HayesDiscs glänzen nicht gerade mit Bissigkeit. Abgesehen von Qualität und Ausstattung sind 2/2011 TREKKINGBIKE 41


Test: Packtaschen


Sie können

einpacken!

Auf dem Packtaschenmarkt tut sich in den letzten Jahren einiges: neue Hersteller, neue Materialien, neue Fertigungstechniken. Wir haben zehn Hersteller gebeten, uns ihre neuesten Modelle zum Praxistest zu schicken. vermitteln schon auf den ersten Blick einen wasserdichten und robusten Eindruck. Dagegen wirken die dünnen, stoffigen-anmutenden Taschen viel weniger robust. „Planenmaterial ist doppelseitig beschichtet, dadurch wird es stabiler und reißfest, dagegen ist die einfache PU-Beschichtung flexibler und knickbeständiger und um einiges leichter“, erklärt Rolf Kathrein-Lehmann vom Taschenpionier Ortlieb. Die wohl größte Errungenschaft der letzten Jahren war die neuartige Verarbeitungstechnik. Beinahe alle Taschen werden mit Hilfe von hochfrequentem Ultraschall zusammengeschweißt. Durch die entstehende Hitze vermelzen die Oberflächenkanten miteinander zu einer extrem stabilen Verbindung. Zusätzlich werden diese Verschweißungen noch getaped. Undichte, anfällige und aufgehende

Text: Barbara Merz-Weigandt Fotos: Daniel Simon

Die Bitte an die Hersteller war relativ simpel: Schickt uns eure aktuellesten PacktaschenModelle, Volumen ca. 20 Liter pro Tasche, wenn möglich wasserdicht. Was dann an Testmustern geliefert wurde, war doch recht unterschiedlich. Drei Hersteller schickten Taschen aus Planenmaterial (Basil, Vaude, X-Treme), Haberland und Taschen-Neuling Racktime schickten Modelle, die zwar stark wasserabweisend sind, zum 100%igen Schutz aber noch mit Regenhülle aufgerüstet werden müssen. Die größte Gruppe waren Abus, Deuter, Norco, Ortlieb und Rixen&Kaul, die wasserdichte Taschen aus Polyurethan-beschichtetem Polyester schickten. Sehen so also die neuen, wasserdichten Taschen aus? Planentaschen

Gute Ideen

Keine Chance für Langfinger: Stahlkabelschlaufen und Schlösser sichern bei Abus, Vaude bzw. Basil die wertvolle Fracht.

Plane oder Stoff? Die bunten Planentaschen der Firma Ortlieb sind seit beinahe 30 Jahren der Inbegriff für wasserdichte, robuste und lang haltbare Gepäcktaschen. Doch viele moderne Packtaschen sehen anders aus: Die Materialien wirken dünner, sind leichter und trotzdem wasserdicht. Der Unterschied liegt vor allem in den Beschichtungen. Herkömmliche Planentaschen waren oft beidseitig PVCbeschichtet, die modernen Packtaschen bestehen meist aus Polyestergewebe mit einer Polyurethan-Beschichtung. Diese wird oft nur innenseitig aufgebracht, somit wirken diese Taschen von außen wie Stofftaschen. Für welche Taschenart Sie sich entscheiden, müssen Sie nach Ihren Vorlieben und Ihrem Einsatzzweck entscheiden. Wir haben die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Taschenarten gegenübergestellt:

Planentaschen + längere Lebensdauer + reißfester + innen und außen beschichtet + gut zu säubern + oft günstiger + auf ersten Blick als wasserdicht erkennbar – schlechter verstaubar – höhere Umweltbelastung, teils PVC-haltig – schwerer – weniger Luftdurchlässigkeit

Stofftaschen mit PU-Beschichtung + PVC-frei + leichter + flexibler, knickbeständiger + mehr Luftdurchlässigkeit – gehen schneller kaputt – nur innen beschichtet, Schmutz bleibt –

außen haften meist teurer

Bei Basil wird die Sicherung gegen das seitliche Pendeln fest an der Strebe verschraubt.

Bei Rixen & Kaul ist eine komplett herausnehmbare Innentasche zur besseren Ordnung inklusive.

Optional bei Ortlieb und Abus: ein RucksackTragesystem für die Packtasche zum Anklicken an die Hakenleiste. 49


Testkeller inside

Die Unbestechlichen

Mancher Radhersteller träumt von diesem Testlabor. Für die einen ist es Alptraum, andere besäßen es gerne. Mit Hightech, Elektronik und selbst entwickelten modernsten Prüfständen testen die Redaktionen Trekkingbike, tour, bike und Freeride 1000 Räder im Jahr, um unbestechliche Werte zu ermitteln. Ein Rundgang durch die Folterkammer.


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Extra-Heft: Kaufberatung Heft 2 / 2011

Spezial www.trekkingbike.com

Welches Rad passt zu mir?

Die wichtigsten Fragen ● Wo informiere ich mich ● Tipps zur Probefahrt ● Kaufempfehlungen für Alltag und Tour ● Gute Räder für Sport und Reise


Kaufberatung-Spezial

Die wichtigsten Fragen Viele Räder, große Verwirrung. Deshalb sind vor jedem Radkauf ein paar grundsätzliche Überlegungen nötig. Wir haben für Sie die wichtigsten Fragen zusammengestellt. 1. Wofür brauche ich das Rad, was will ich damit unternehmen? Hier ist ehrliche Gewissenforschung nötig. Möchten Sie damit täglich und ganzjährig zur Arbeit fahren oder nur ab und zu eine Baggersee-Tour am Wochenende bei schönem Wetter unternehmen? Es macht keinen Sinn, regelmäßig mit dem scharfen Speed-Bike zum Einkaufen zu fahren. Ihm fehlt der praktische System-Gepäckträger. Also flunkern Sie sich

nicht zu sportliche Ambitionen vor und betreiben Sie diese Gewissenserforschung bevor Sie den Radladen Ihrer Wahl betreten.

richten. Als Faustregel gilt hier, je intensiver die Nutzung, desto teurer das Rad.

2. Wie oft und wie lange sind Sie unterwegs?

Wer mit dem neuen Rad künftig eine enge Beziehung eingehen möchte, sollte hier nicht zu knickerig sein. Gerade das Fahrrad quittiert 100 Euro mehr auch mit deutlich mehr Fahrspaß und Lebensdauer. Ausgereifte Räder für Freizeit-Nutzer gibt es ab 600, für Vielfahrer ab 800 Euro. Leicht und schnell kostet ab 1000 Euro. Wer mehr, noch leichter oder individueller Rad fahren möchte, kann ab 1400 Euro fündig werden. Für spezielle Anforderungen an ein Reise- oder Lastenrad gehen schnell 2000 und mehr Euro über die Theke. Setzen Sie sich ein realistisches, persönliches Limit, aber halten Sie sich für ein wirklich überzeugendes Angebot auch ein Polster nach oben hin offen.

Sind Sie nur am Wochenende zwei Stunden auf Tour oder kurbeln Sie täglich 15 Kilometer ins Büro? Danach sollten sich Qualitätsniveau und Anschaffungspreis Ihres Rades

Der richtige RadShop Nichts ist wichtiger als die Wahl des richtigen Radshops. Lassen Sie sich hier nicht von fetten Anzeigen und verlockenden Sonderangeboten blenden. Was nützt das tollste Schnäppchen, wenn das Rad nicht zu Ihnen und Ihren Ansprüchen passt. Suchen Sie sich möglichst einen Shop in der Nähe, dessen optischer Auftritt und Personal Ihnen sympathisch ist und wo Sie sich wohlfühlen. So liegen künftig auch Service und Werkstatt nah. Gehen Sie gut (vor-)informiert und nicht zu Spitzenzeiten ins Verkaufsgespräch. Lassen Sie sich Zeit für einen Zweit- oder Drittbesuch, bis Sie sich sicher entscheiden können. Fahren Sie nicht nur kurz, sondern ausgiebig und realitätsnah Probe. 62

3. Wie hoch liegt Ihr finanzielles Limit?

4. Fahren Sie bei jedem Wetter? Wer nur im Trockenen unterwegs ist, kann beim neuen Rad nicht nur auf die Schutzbleche verzichten. Auch Schaltzüge, Lager und alle anderen beweglichen Teile wer-


KomponentenGruppen

80 TREKKINGBIKE 2/2011


Die Summe aller

Teile

Was sind eigentlich Komponentengruppen und wozu sind sie gut? Welche Gruppen für Trekkingräder gibt es am Markt und worin bestehen die Unterschiede? Trekkingbike klärt auf und zeigt die aktuelle Entwicklung.

Text: Kai HilBertz

Fotos: Daniel Simon

Ob Gruppe, Gruppo oder Group, immer ist bei Fahrrädern dasselbe gemeint. Eine Komponentengruppe, kurz „Gruppe“, ist eine Ansammlung verschiedener Einzelkomponenten eines Hersteller, die alle derselben Preis- und Qualitätsklasse angehören, und die speziell entworfen wurden, um harmonisch miteinander zu funktionieren. Man kann sich das durchaus als eine Art Familie von miteinander verwandten Einzelteilen vorstellen. Stilistisch werden Gruppen so gestaltet, dass alle Teile wie aus einem Guss erscheinen. Gruppen beinhalten nicht immer genau dieselben Einzelkomponenten; üblich sind Bremsen, Schalthebel und Schaltungen, Kurbeln und Naben. Manchmal gehören auch Kassetten, Ketten, Pedale oder ganze Laufräder dazu. Dagegen werden Sattelstützen, Sättel, Vorbauten und Lenker relativ unabhängig von der Gruppe von anderen Herstellern bezogen. Den Gruppengedanken im Fahrradbau gibt es schon lange, er bietet sowohl den Fahrradfirmen wie auch den Käufern Vorteile. Gruppen erlauben es den Firmen, Einzelteile einer bestimmten Qualitätsstufe dem Käufer unter dem Oberbegriff des Gruppennamens anzubieten. Gerade bei Gruppen, die es schon länger gibt und die sich einen guten Ruf erworben haben, wissen potentielle Käufer sofort, was gemeint ist. So gibt es die Campagnolo Record-Gruppe seit 1958. Jeder, der sich für Rennräder interessiert,

weiß, dass Record-Teile spitzenmäßig sind, aber natürlich auch nicht ganz billig. Im Jahr 1982 entstand mit Shimano Deore XT die weltweit erste Gruppe für Mountainbikes (MTBs). Mit dem Siegeszug des MTBs wurden immer mehr Komponenten für die unterschiedlichsten Ansprüche entwickelt. Heute gibt es neben Einzelkomponenten und Komponentengruppen für Rennräder und Mountainbikes auch Gruppen für Trekkingbikes, für Stadt- und Komforträder, und sogar für BMX. Während im Rennbereich mit Campagnolo, Shimano und SRAM drei Hersteller Komplettgruppen anbieten, sind es im Mountainbike- und Trekkingbereich nur zwei; Shimano und SRAM. Shimano ist im Trekkingbereich der dominierende Anbieter mit seinen drei Gruppen Deore (Einstiegsklasse, Varianten für MTB und Trekking), Deore LX (Mit-

telklasse, nur Trekking), und Deore XT (Oberklasse, MTB- und Trekkingversionen). Shimano ist auch bei Nabenschaltungen mit Nexus und Alfine Marktführer. SRAM hält mit seinen VIA 24 und 27, i-Motion und Dual Drive dagegen. Ferner hat SRAM bei seinen X7, X9, XO und XX MTB-Gruppen schon frühzeitig zehn Ritzel am Hinterrad eingeführt. Oft machen sich Trends aus anderen Bereichen mit einer gewissen Verzögerung bei Trekking- und Stadträdern bemerkbar. So war es bei Scheibenbremsen und Carbonrahmen, so wird es auch bald mit dem Zehnfach-Antrieb sein. Natürlich müssen Räder nicht immer komplette Gruppen montiert haben. So mischen Fahrradfirmen manchmal Teile verschiedener Gruppen eines Herstellers, oder sie montieren neben Teile einer Gruppe z. B. eine Kurbel und eine Bremse eines anderen Herstellers. Solange dabei funktionelle Richtlinien eingehalten werden, ist das keine Frage von richtig oder falsch, sondern mehr eine Frage der Rad-Philosophie. Mehr dazu finden Sie auf den folgenden Seiten.

Zukunft 10-fach

DIPL.-ING. Kai HilBertz, Technik-Mitarbeiter von TREKKINGBIKE

2010 brachte Shimano eine neue Deore XT-Mountainbike-Gruppe heraus mit zehn statt den bisherigen neun Ritzeln am Hinterrad. Obwohl es dieses Jahr weiterhin die 9-fach Deore XT sowohl in der MTB- wie auch in der Trekkingversion gibt, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Shimano auch für Trekkingräder 10-fach einführt. SRAM hat dies bei seinen Mountainbike-Gruppen schon längst getan. Merke: Aktuelle Hinterradnaben können sowohl 9wie auch 10-fach-Kassetten aufnehmen. Ein neues Hinterrad wird daher beim Umstieg nicht notwendig, wohl aber eine ZehnfachKassette und Kette, neue Schalthebel und eventuell Kettenblätter.

2/2011 TREKKINGBIKE 81


Kaufberatung: S채ttel

88 TREKKINGBIKE 2/2011


Problemlöser ? Fahren Sie bereits einen Wohlfühlsattel oder träumen Sie noch davon? Kaum ein anderes Produkt besitzt eine größere Vielfalt an Materialien und Formen als der Sattel. Wir zeigen die ganze Bandbreite und sagen, was beim Kauf wichtig ist.

Text: Angelika Urbach

Fotos: Daniel Simon

Der Sattel entscheidet in besonderem Maß über den Spaß auf dem Rad. Umso erstaunlicher ist es, dass viele Radfahrer Sitzbeschwerden schlichtweg ertragen anstatt zu versuchen, deren Ursache auszumerzen. Dabei liegt die Verm t, sollte dabei drei Dinge beachten, rät der Augsburger Orthopäde und Sportmediziner Dr. Claus Oehler: „Der Sattel muss zur bevorzugten Sitzposition, zur Ver­ weildauer auf dem Rad und zur spezifischen Anatomie des Radfahrers passen.“ Allerdings gilt: Vor einer mitunter kostspieligen Neu­ anschaffung lohnt es sich unbedingt, erst die feinen Verstellmöglichkeiten des eigenen Sattels auszureizen. „Oft nützt schon ein leichte Variation des Kippwinkels oder eine Bewegung auf der Längsachse um wenige Millimeter – und die Beschwerden verschwin­ den von selbst“, rät Dr. Oehler. Bringen diese Maßnahmen keine Besse­ rung, ist der Kauf eines neuen Sattels ratsam. Die Wahl der passenden Polsterung richtet sich am besten nach der Art der Nutzung des Rades: Je länger die Strecken, umso här­ ter sollte der Sattel sein. „Unsere Gelsättel empfehlen wir für Radfahrer, deren Touren höchstens 40 Kilometer lang sind“, sagt Matteo Paccagnella, Marketing Manager von

Ein Problem, zwei unterschiedliche Lösungen: Stufensättel (SQlab) und Modelle mit Aussparungen (z. B. Terry Riviera) entlasten den Dammbereich.

Selle Royal. Wer länger unterwegs ist, ist mit einem härteren Sattel in der Regel besser beraten. Die Sitzknochen benötigen einige Touren, um sich an die härtere Auflage zu gewöhnen. Doch auf Dauer fahren die meis­ ten Menschen damit schmerzfreier als mit einem zu weichen Sattel, auf dem die Sitz­ knochen weit einsinken. Druckmessungen auf verschiedenen Sätteln haben diese Erfah­ rung bestätigt, so Dr. Oehler: „Je stärker die Sitzknochen die weiche Masse der Polsterung verdrängten, umso größer war die punktuelle Druckbelastung, die an den Sitzknochen gemessen wurde.“ Der individuelle Abstand der Sitzhöcker ist die zweite wichtige Größe bei der Suche nach dem Wohlfühlsattel. Sitzhöcker heißen jene Knochen, die wir spüren, wenn wir auf einer harten Bank sitzen und das Becken von einer Seite zur anderen kippen. Je weiter sich der Oberkörper auf dem Rad nach vorne neigt, umso enger wird der Abstand, in dem die Knochen auf dem Sattel aufliegen, denn sie führen nach vorne in Richtung Schambein aufeinander zu. Einer von der Firma SQlab erstellten Statis­ tik zufolge beträgt der Abstand der Sitzkno­ chen bei Männern im Durchschnitt zwischen 6 und 16 cm und bei Frauen zwischen 9 und 17 cm. Wer seinen persönlichen Wert selbst ermitteln will, legt am besten ein Stück Well­ pappe auf eine harte, ebene Fläche und setzt sich in einer dünnen Hose einige Minuten darauf. Nach dem Aufstehen ist der Abdruck der Sitzhöcker auf der Pappe erkennbar. Auch die Händler von SQlab und Specialized bieten eine Vermessung an, bei der die Fachleute gleichzeitig die jeweilige Neigung des Oberkörpers in der Lieblingshaltung des Kunden auf dem Rad mit einbeziehen. Das Ergebnis der Rechnung zeigt dem Händler genau, welche Sattelbreite die richtige ist. Die Formenvielfalt auf dem Sattelmarkt kennt kaum Grenzen. Radfahrer haben die Wahl zwischen dem klassischen Sattel wie er seit rund 130 Jahren verwendet wird,

Schmerzkiller Wer die Ursache seiner Sitzbeschwerden kennt, kann gezielt nach einer Lösung suchen. Das schafft Abhilfe bei:

Kribbeln, Taubheitsgefühle Ursache: Nerven und feine Blutbahnen im Genitalbereich werden komprimiert oder schlechter durchblutet. Lösung: Ein Sattel, der die Traglast der Sitzhöker verstärkt und den Dammbereich entlastet, z. B. durch Aussparungen oder eine Stufe.

Schmerzende Sitzknochen Ursache 1: fehlende Gewöhnung, z.B. zu Beginn der Radsaison. Lösung: ca. 5 Ausfahrten mit je 2 Pausetagen dazwischen reichen in der Regel aus, damit sich die schmerzempfindlichen Muskel- und Sehnenansätze anpassen. Ursache 2: ein zu weicher Sattel. Dieser kann bereits nach 30 Minuten unbequem werden, weil die Sitzknochen so weit einsinken, dass das darunter liegende Gewebe gereizt wird. Lösung: härterer Sattel. Ursache 3: Die Sattelform passt nicht zur individuellen Anatomie. Lösung: eine andere Form testen.

Druck aufs Steißbein Ursache: Bei aufrechter Sitzposition oder einem weichen Polster, auf dem die Sitzknochen weit einsinken, kann das Steißbein dem Sattel zu nahe kommen. Lösung: eine andere Sattelform oder ein härteres Polster.

2/2011 TREKKINGBIKE 89


Urlaubsplaner: Norditalien

Genussradeln in S端dtirols S端den: Autofreie Radwege f端hren rund um Bozen durch die Weinberge.


Alpen und Adria Italien entdeckt das Radwandern. Vor allem in S체dtirol und im Trentino w채chst stetig das Radwegenetz durch die attraktiven Alpent채ler. Aber auch in den Marken, im Piemont oder am Po l채sst es sich prima radeln.

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Neusiedler See

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Im Vogelparadies Der Neusiedler See ist zwar nur zwei Meter tief, aber dafür 35 Kilometer lang. An den Ufern der österreichisch-ungarischen Riesenpfütze wechselt sich die Weite der Puszta mit burgenländischen Weinbergen ab – und Wien liegt praktisch um die Ecke.

Ohne Aufstieg kein Ausblick: Von den Weinbergen bei Mörbisch reicht die Sicht weit über die Südhälfte des Sees.


Vorschau Test 11-Gang-Räder

23. Februar 2011, 10. Jahrgang / Heft 2/2011 Chefredakteur: Tom Bierl (verantwortlich)

Shimanos 11-Gang-Nabe „Alfine“ war ein Glanzlicht der Messe. Wir überprüfen, ob es auch in der Praxis strahlt.

Art Direction: Hildegard Imping Redaktion: Jochen Donner (Test & Technik), Armin Herb (Reise & Touren), Barbara Merz-Weigandt (Schlussredaktion & Zubehör), Jörg Spaniol (Reportage & Technik), Angelika Urbach (Familie & Gesundheit) Anette Jacoby (Assistenz), Tina Brandes (Leserservice)

Test Crossräder

Bildredaktion: Daniel Simon Labor/Werkstatt: Hans-Peter Ettenberger Mitarbeiter dieser Ausgabe: Kai Hilbertz, Christian Rolle (Karten)

Leichtfüßig und geschmeidig: Acht Geländesportler bis 1200 Euro sind am Start. Da geht was!

Zubehör Die besten Radcomputer Wenn weniger mehr ist: TREKKINGBIKE erleichtert die Auswahl im unübersichtlichen Angebot – wir zeigen einfach nur die besten.

Fotos: Tom Bierl, Daniel Simon, Jörg Spaniol Trekkingbike-Redaktion Steinerstraße 15 (Haus D) 81369 München, Postfach 701120, 81310 München Fon 089/729602-0, Fax 089/729602-40 E-Mail-Adresse: info@trekkingbike.com Internet: www.trekkingbike.com TREKKINGBIKE erscheint im Delius Klasing Verlag

Gesundheit Augen

-Leser-Hotline: 0521/559922 Alles unter einer Nummer: Abo-Service, Kleinanzeigen, Heftnachbestellungen u.v.m.

Auf der Suche nach dem perfekten Augenblick: neue Lösungen für Fehlsichtige und Gesundheitsbewusste.

Delius Klasing Verlag GmbH Siekerwall 21, 33602 Bielefeld, Postfach 101671, 33516 ­Bielefeld, Fon 0521/559-0, Fax 0521/559114, E-Mail info@delius-klasing.de Konto: Postbank ­Hannover 109021-301, Commerzbank, Bielefeld (BLZ 480800202), Konto-Nr. 208394200

Reise Kleine Flüsse

Verlagsleitung Markus Gries Anzeigenleitung Radsport-Magazine Ingeborg Bockstette, Fon 0521/559270, Fax 0521/55988270 Disposition: Fon 0521/559274 Gültige Anzeigenpreisliste Nr. 10

Diemel statt Donau, Erft statt Elbe: Der TREKKINGBIKEReiseplaner entdeckt kleine Flüsse mit großem Charme.

TREKKINGBIKE erscheint sechs Mal jährlich. Einzelheftpreis: 4,20 ¤ Jahresabonnement Inland: 25,20 ¤ Jahresabonnement Ausland: 34,10 ¤ jeweils inkl. Versandkosten TREKKINGBIKE ist nach Ablauf des Mindestbezugszeitraumes jederzeit kündbar.

Extra:

Werkstatt Die Schaltung rattert, die Bremse schleift? Keine Panik. Mit unseren Schritt-fürSchritt-Anleitungen lösen Sie souverän die häufigsten Technikprobleme.

Vertrieb Abo: Fon 0521/559922 Fax 0521/559114 Vertrieb Grosso und Bahnhofsbuchhandel DPV Network GmbH Hamburg, Fon 040/378450, www.dpv-network.de Produktionsleitung: Olaf Klinger Reproduktionen: Nureg GmbH Dorfäckerstr. 31, 90427 Nürnberg Druck: Kunst- und Werbedruck 32549 Bad Oeynhausen Diese Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen einzelnen Bei­träge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes bedarf der Zustimmung des Verlages. Die Verwendung von Zitaten aus Testberichten für Anzeigen ist nur nach Absprache mit dem Verlag möglich. Durch Annahme eines ­Manuskriptes erwirbt der Verlag das ausschließliche Recht zur Veröffentlichung. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung übernommen.

Zubehör Basiswissen Reifen

Das nächste Heft erscheint am 20. April 2011.

TREKKINGBIKE wird ganz oder in Teilen im Print und digital vertrieben. ISSN 1860-1421

Fotos: daniel simon (4), tom bierl

Dauernd Ärger oder samtenes Gleiten? Der richtige Reifen entscheidet. Im nächsten Heft steht, woran Sie ihn erkennen.

Im Delius Klasing Verlag erscheinen außerdem:

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass in der Vorschau angekündigte Themen aus aktuellen Gründen verschoben werden können. 134

TREKKINGBIKE 2/2011


Leseprobe 2/2011  

Trekkingbike Das Fahrradmagazin Leseprobe 2/2011 März/April

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