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5/2010 September-Oktober Deutschland € 4,20 / Österreich € 4,80 / Schweiz Sfr. 8,20 www.trekkingbike.com

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DAS MODERNE FAHRRADMAGAZIN

Reise

Traumtour in Oberbayern Ostfriesland für Genießer

Test

TransportRäder Jetzt umrüsten!

Das neue Licht am Rad

GPS-Geräte Im Vergleich

ien Radguide Ligur

mit GPS-Daten

www.trekkingbike.com

Reise spezial Das MODeRNe FaHRRaDM

aGaziN

Radguide Ligurien Die schönsten Touren, die besten Adressen

radtouren Die schönsten Fahr lia und La Spezia zwischen Ventimig

Gesundheit

Der richtige Tritt

Neuheiten 2011 Reportage Leihradsysteme in Europa

Fotostory Rad fahren im Herbst

Fahrberichte Schicke Frauenräder

Räder - Zubehör Messehighlights

Urlaubsplaner 8 Top-Touren in Benelux

H 57848

4 1 9 5 7 84 8 0 4 2 0 6

05


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Immer neue Wege erfahren.

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TREKKINGBIKE – das moderne Fahrradmagazin für alle Trekkingbiker: 6x im Jahr erscheinen hier die besten Reise- und Tourentipps, kompetente Kauf­ beratungen, ausführliche Testberichte sowie faszinierende Fotoreportagen.

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Immer alles im Griff. Mit den ergonomisch geformten Lenkergriffen von ERGON (GP1 Series) bleiben Ihre Finger auch auf kilometerweiten Fahrten entspannt. Das spezielle Design bietet eine optimale Druckverteilung und eine besonders schnelle Montage. Für den perfekten Sitz an Ihrem Lenker sind die Griffe in zwei Größen erhältlich.*

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Und zwar für mindestens 1 Jahr (6 Ausgaben) zum derzeit gültigen Preis von  25,20 (Deutschland),  34,10 (sonstiges Ausland), inklusive Porto und Versandkosten. Nach diesem Jahr kann ich die Lieferung jederzeit stoppen. (Geschenkabos werden nur für ein Jahr aufgenommen.) Als Begrüßungsgeschenk erhalte ich (bitte ankreuzen): die original TREKKINGBIKE ERGON-Griffe GP1: für kleine Hände (ZBI82) für große Hände (ZBI83) das original TREKKINGBIKE Buff-Tuch (ZTR18) Freuen Sie sich auf Ihr Begrüßungsgeschenk, das wir Ihnen gern schicken, sofern Sie Neuabonnent bzw. länger als 6 Monate kein TREKKINGBIKE-­ Abonnent gewesen sind.



Gut betucht. Mit dem original Buff-Tuch sind Sie für jede Situation gewappnet. Es kann auf 12 verschiedene Arten getragen werden, z. B. unter dem Helm oder als Halstuch um vor Zugluft zu schützen. Bei Bedarf dient es auch blitzschnell als Mund- und Nasenschutz. Die atmungsaktiven Materialien wie Microfaser, Windstopper® und Polartec® schützen gegen Wind und Wasser und sorgen für einen hohen Tragekomfort. Die Polygiene-Technologie verhindert zusätlich die Ent­ stehung unangenehmer Gerüche.*

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Editorial spezial

1/2010

www.trekkingbike.com

Deutschland 4,90 Euro H 57848

alles über elektroräder

MEga-TEsT 22 Österreich 1 5,60 / Schweiz sfr 9,50 / BeNeLux 1 5,95 / Italien 1 6,60 / Spanien 1 6,60 / Slowenien 1 6,60

e-bikes im Vergleich

kaufberatung Welches e-bike passt zu mir?

Who’s Who

die 22 top-hersteller

kraftWerke so funktionieren die motoren

NEUhEITEN: die trends des Jahres

Daniel Simon

r adfahren ohne muhe

Strahlende Erscheinung. Die neuen LED-Scheinwerfer machen sogar am Tag auf sich aufmerksam.

reportage

reisetipps

edel, edel

zubehör

Menschen und Maschinen

Im Urlaub E-Bikes testen

Carbonrad mit Rückenwind

Clevere Teile rund um’s Elektrorad

E-Bikes elektrisieren in diesem Herbst die Fahrradbranche. Wir haben ein Sonderheft zu diesem Thema gemacht. Am Kiosk ist es allerdings längst vergriffen, deshalb haben wir die Inhalte online verfügbar gemacht. „Alles über Elektroräder“ unter www.trekkingbike.com

Licht-Revolution Jetzt ist die Zeit, über Licht nachzudenken. Schneller als gedacht bricht nach Büroschluss oder dem Abendsport die gefährliche Dunkelheit herein. Doch das ist nicht der alleinige Grund, warum wir das Licht zum zentralen Zubehör-Thema in unserem Heft gemacht haben. Von vielen Radfahrern leider unbemerkt, vollzog sich in den letzten fünf Jahren eine regelrechte Licht-Revolution. Die Generation der LED-Scheinwerfer, gepaart mit leistungsfähigen Nabendynamos, hat die Welt der Fahrrad-Beleuchtung radikal verändert. In diesem Sommer kam zudem ein enormer Preissturz für die neuen Superscheinwerfer hinzu.

Front- und Rücklicht kosten zusammen weniger als 50 Euro. Das ist für jeden

Tom Bierl, Chefredakteur

engagierten Radfahrer ein faires Angebot. Trübe Funzeln haben deshalb endgültig ausgedient. Der Umbau ist leicht und schnell erledigt. Das Hintergrundwissen zur richtigen Kaufentscheidung, liefert Ihnen unsere Licht-Beratung ab Seite 50. Aus eigener Erfahrung rate ich dabei zu einem Automatiklicht. Auf das selbsttätige Einschalten der Beleuchtung in Unterführungen oder engen Gassen möchte ich auf meinen Alltagsfahrten nicht mehr verzichten. Gut Licht!

Am 4. September ist Publikumstag auf der größten Fahrradmesse der Welt. TREKKINGBIKE ist in Friedrichshafen natürlich mit einem eigenen Stand vor Ort. Besuchen Sie uns in Halle 3, Stand 104. Wir freuen uns auf Sie.

5/2010 TREKKINGBIKE

3


Inhalt 16

Fotostory Herbstimpressionen Ein letztes Bad in der Sonnenwärme und dem Rausch der verglühenden Herbstfarben.

86

GPS-Vielfalt

Die immer größere Konkurrenz macht die Navigationsgeräte bedienungsfreundlicher.

30

Neuheiten 2011 Verborgene Antriebe und sichtbare Pracht – die ersten Neuheiten für 2011 im Überblick.

Report & Nachrichten 6 Magazin 8 Bücher

Aktuelle Nachrichten für Trekkingradler. Vorgestellt: Literatur und Medien für Radfahrer.

10 Reisemagazin

Neues aus der Reisebranche.

.

12 Eurobike

Die besten Tipps für Messebesucher.

16 Fotostory: Herbst 83 Online

Die Schlussakkorde einer Radsaison.

Unsere Serviceseiten im Internet.

84 Tandem für Drei

Ein edler Dreisitzer als Familien-Gefährt.

96 Reportage: Leihradsysteme

Klimafreundlich und gesund: die Radkonzepte moderner Großstädte.

112 Unterwegs

Zwischen Watt und Weide, immer im Wind: unterwegs an der deutschen Nordseeküste.

4

.

Test & Technik

22 Pin-Up: Rad des Monats

Designer Butch Gaudy greift in die Vollen: ein Damenrad mit Glamour von MTB-Cycletech.

26 Fahrberichte: Patria, Contoura, Viva

Zwei hochentwickelte Damenräder und ein Designerstück in der Fahrpraxis.

30 Neuheiten 2011

Schon vor der Messe: eine nagelneue Elfgang-Nabe von Shimano und viele weitere Highlights.

40 Test: Transporträder

Beladen bis 100 Kilo: sechs Kleintransporter im TREKKINGBIKE-Test.

50 Licht

Endlich sicher: Die wartungsarme LED-Technik hebt immer mehr Fahrradbeleuchtungen auf ein neues Niveau.

58 Testcenter

Neue Teile im Urteil der Redaktion.

86 Test: GPS-Geräte

Neue Geräte für Radfahrer drängen auf den Markt. Sechs Modelle in Theorie und Praxis.


40

Test: Transporträder

Fotos: WOlfgang watzke, Daniel Simon (5), gerhard Eisenschink

Sechs Modelle für die Extraportion Nutzlast im TREKKINGBIKE-Vergleich.

132

vom Kochelsee zum Königssee Ganz großes Kino: Oberbayerns zackige Horizonte ziehen an samtigen Radwegen vorbei.

92

Der Richtige Tritt Schneller mit weniger Kraft: Wie geschmeidige Tretbewegungen den Spaß am Radfahren steigern.

50

Licht

112

Sichtbar gemacht: die kaum bemerkte Revolution bei der Radbeleuchtung.

Unterwegs in Ostfriesland Ein Abschnitt des NordseeRadweges beweist: Auch flachstes Land hat viele Höhepunkte.

Familie & Gesundheit

Rubriken 3 Editorial

92 Der richtige Tritt

Der „Runde Tritt“ ist ein Mythos. Trotzdem lohnt es sich, an der Trettechnik zu feilen.

Reisen & Touren

26

Gocycle* 1695 Euro

38

Kemper Packmax 1190 Euro

44

Titelfoto: Daniel Simon

KTM Gran* k. A.

36

Die schönsten Kurztrips zwischen Niederrhein, Eifel und Nordsee . Zwei Tagestouren in Franken und Thüringen. Mit Karte und allen Infos.

Contoura Parera 949 Euro

142 Vorschau/ Impressum

116 Reiseplaner: Benelux-Länder 123 Touren-Tipps

Die Räder im Heft

Radguide Ligurien

mit GPS-Daten

Larry vs. Harry Bullitt Milk Plus 2700 Euro

46

MTB Cycletech Big Tool* k. A.

31

MTB Cycletech Paris 1014 Euro

22

Patria Bristol 1427 Euro

28

Simplon Silk* k. A.

34

Surley Big Dummy 2199 Euro

44

Velotraum Konfigurationsrad 9* k. A.

32

www.trekkingbike.com

Das MODeRNe FaHRRaDMaGaziN

132 Königssee-Radweg

Reise spezial

Eine Panoramatour vom Kochelsee zum Königssee – auch für Genießer.

59

24 Seiten Extra-Heft

Ligurien

Immer mit Meerblick: Alle Infos zum spannenden Radrevier in Italiens Nordwesten.

Velvet Systems Prana TP300 B 1150 Euro

46

Viva Pista 4 1999 Euro

28

Workcycles Fr8 1600 Euro

48

Xtracycle Free Radical (Anhänger) 494 Euro

48

*neue Modelle 2011 Die schönsten Fahrradtouren zwischen Ventimiglia und La Spezia

5


Rad des Monats: MTB Cycletech Paris

Ein Rad für den großen Auftritt: Die französische ModeMetropole ist Namenspate des „MTB Cycletech Paris“. Modische Eleganz, Stil-Bewusstsein und leichtfüßiger Esprit beleben das brauchbare 1000-Euro-Alltags-Velo mit Pfiff.

Kompakt: Laufräder im 26-Zoll-Format beschleunigen leicht, machen wendig und wahren die Proportionen auch in Größe „S“.

Wächst mit: Bei nur 38,5 Zenti­ metern Sitzrohr passen auch sehr kleine Menschen gut aufs Rad.

Vernunft-Gruppe: Shimanos „Deore“ funktioniert fast wie eine Top-Gruppe, hält aber den Preis niedrig.

Wiegt nix: Stimmiges Detail sind die superleichten weißen „Carbon“-Pedale.

22


Style inclusive: Original Swarovski-Brillis glitzern an Griffen und am Steuerrohr.

Verleiht Flügel: Den Kühlkörper der B&M-Leuchte funktioniert MTB Cycletech zur Galionsfigur um.

Blond, aber nicht blöd: Nur, weil das Paris blendend aussieht, muss man auf solide Ausstattung wie den Nabendynamo nicht verzichten.

23


Neuheiten 2011 Erste Fahrberichte

11-Gang-Liga Meilenstein bei Rädern der 1200-Euro-Klasse. Die neue Alfine 11-Gang-Nabe von Shimano beflügelt den Markt bei hochwertigen Alltags- und Tourenrädern. Noch haben sie nur wenige im Original im Einsatz getestet, doch der Vertrauensvorschuss ist bereits enorm. Mit Einführung der neuen Alfine-Nabe öffnet Shimano 2011 die Tür zu einer neuen Räderklasse. „Die Alfine 11-Gang wird den Markt der sportlichen Alltagsräder neu definieren“, prophezeit nicht nur Marketing-Mann Michael Wild. Auch viele Hersteller vertrauen voll auf die Kraft der 11 Gänge. Nahezu jede namhafte Bikemarke am deutschen Markt hat deshalb ein entsprechendes Modell im neuen Programm. Der Einstieg in Von außen nur für Insider erkennbar. die 11-Gang-Liga liegt dabei bei Das Gehäuse der 11-Gang-Nabe hat die 1000 Euro für ein komplettes Rad. gleichen Dimensionen wie die 8-Gang.

Auch wenn Geländefans das nicht gerne hören wollen. Die neue Alfine 11-Gang ist nicht für den Einsatz am Mountainbike gemacht. Den Vergleich mit Rohloff hören wir zwar gern, müssen aber ganz klar abwinken. Michael Wild, Marketing Paul Lange/Shimano

Nuvinci Stufenlos schalten Bislang waren Räder mit stufenloser Nabenschaltung eher schwergewichtige Utopie. Im Modelljahr 2011 wird sich das ändern. Die Nuvinci-Nabe hat mit 2,5 Kilo Gesamtgewicht deutlich abgespeckt, Kompletträder bleiben damit im gewohnten Gewichtsbereich. In Deutschland wird beispielsweise das neue Alltagsrad Panther TR-999 Gepard-N mit der neuen Schaltung ausgerüstet sein. Eine erste Probefahrt überzeugte. Selbst unter Last funktionierte das System bestens. Die Schaltung hat das Zeug zum Bestseller. www.pantherbikes.de, www.nuvinci.com

Stufenloses Schalten ist für mich die Zukunft am Rad. Das Nuvinci-Getriebe wird sich im Alltag bald auf breiter Front durchsetzen. Das Schaltgefühl ist bestechend: keine Gangsprünge, intuitives Bedienen. Pieter de Kreek, Fallbrook 30 TREKKINGBIKE 5/2010

Magura HS 33 Neu gewandet treten Maguras Felgenbremsen der HS-Serie auf. Dabei rückt die „kleine“ 11 in der Leistung ganz nah an die große Schwester 33. Beide erhielten neue Hebel mit teilbarer Schelle, axialer Kolben-Ansteuerung und einfacher Belüftungsmöglichkeit. Auch die Bremskörper prangen in neuem Aussehen. Die Überarbeitung passt die schwäbischen Stopper besser an ihre verschiedenen Einsatzgebiete wie Vielfahrer-, Touren- und E-Bikes an. HS 11: 135 Euro, HS 33: 180 Euro. www.magura.de


Keine offene Mechanik: Am neuen „Big Tool“ lassen Schaltnabe und Getriebekurbel allerlei Antriebe zu.

MTB Cycletech Big Tool

sehr gut

Vertrieb MTB Cycletech, 0041/44/7732020, www.mtbcycletech.com Preis/Gew./Gr. steht noch nicht fest/14,50 kg/S, M, L Rahmen/Gabel Alu/Alu, geklebt, Disc Schaltung Shimano Alfine 8, FSA Metropolis 1/1,6; 28/20 Zähne Bremsen Shimano SLX Disc, 180/160 mm Ausstattung Shimano WH-S500-LR mit Nabendynamo; Kenda Kwest 37-622; Cyo 60 Lx; Batterie-Rücklicht; Kronkorken-Vorbaudeckel; Schraubgriffe; farbige Schutzbleche

Vielseitiger Antrieb Eine neue Getriebe-Kurbel macht‘s möglich: MTB Cycletechs Big Tool kann maximal wartungsarm mit Kette, Riemen und unterschiedlichsten Naben fahren.

Fotos: Tom Bierl, Daniel Simon, Hersteller

Das Potenzial ist riesig: FSAs neue Metropolis-Kurbel mit Patterson-Getriebe eröffnet Radherstellern und -Nutzern viele neue Möglichkeiten. Bisher war wartungsfreundliche Nabentechnik im Hinterrad nur mit DoppelKettenblatt oder eigenwillig schaltbarer, teurer Schlumpf-Kurbel auf eine zweite Umlaufbahn zu bringen. Das ist nun Schnee von gestern.

Ex-Sram-Mitarbeiter Sam Patterson hat für seinen neuen Arbeitgeber, den Komponenten-Macher FSA, eine kompakte Getriebekurbel entwickelt, die nur etwa 1700 Gramm schwer, universell montierbar, leicht und einfach mit fast jedem Shifter auch unter Last und im Stand schaltbar und nicht teurer als eine Alfine-Doppelblatt-Kurbel ist. Branchen-

Zwei Gänge im Getriebe: Die Metropolis-Kurbel übersetzt ins 1,6-Fache. FSA hat ein Herz für Pendler, Alltagsund sonstige Vielfahrer. Hier kann die komplett gekapselte Getriebekurbel mit Schmutzresistenz und leichter Schaltbarkeit auch im Stand punkten. Zudem passt die Kurbel ohne weitere Bedingungen an jeden konventionellen Rahmen. Die sinnvolle Einbindung in eine passende Primärübersetzung gestaltet sich noch schwierig.

Kompakte Form: Auf 28 Zähnen läuft der Direktgang, 45 Zähne leistet das Planetengetriebe.

Avantgardist Butch Gaudy, MTB Cycletech, sieht darin noch mehr Chancen: „Damit wird sogar ein gedoppelter Gates-Antrieb mit einfacher Kettenlinie und komplettem Schmutzschutz für Alltagsfahrer denkbar.“ Sein „Big Tool“ entstand aus dem kompakten 26-Zöller „Tool“. Große 28er-Laufräder bringen dem Nahverkehrsrad etwas mehr Abrollfreude und Laufruhe bei. Eine kompakte Sitzposition mit großer Schrittfreiheit und, dank umgedrehtem Lenker, tiefem Cockpit und genügend Gewichtsanteil auf dem Vorderrad lassen beim City-Cruisen auch mal einen Ampelsprint zu. Lowriser-Lenker und PatentSattelstütze in gebürsteter Alu-Optik gehören wie der steile Ahead-Vorbau ebenfalls zur Metropolis-Gruppe von FSA. Beim Fahrtest überzeugte die Kurbel durch mühelose Schaltbarkeit und exakte Funktion unter Last. Weniger angenehm fühlt sich der recht große Sprung vom Direkt- zum Overdrive-Gang an. Muss das bei einer Kettenschaltung durch zwei Schaltschritte kompensiert werden, sind es hier drei. Das vernichtet in Fahrt oft wertvollen Schwung. Eine passend darauf abgestimmte Abstufung im Hinterrad fehlt derzeit also noch. 5/2010 TREKKINGBIKE 31


Test: Transportr채der

Sattel-Schlep 40


per

Sie transportieren große Träume ebenso mühelos wie kleine Kinder oder schwere Taschen: Eine neue Generation von Transporträdern erweitert die Möglichkeiten des wahrhaft „grünen“ Lastentransports. TREKKINGBIKE hat sechs zeitgemäße Packesel über die Straßen getrieben. 41


LED-Beleuchtung und Nabendynamos

So sieht er aus, der neue Volksscheinwerfer. Der Lumotec Lyt von Marktführer Busch & Müller verfügt über eine komplett neu berechnete Optik. In der einfachsten Ausführung kostet das 25 Lux Lichtwunder 32 Euro. Auch Mitbewerber Trelock hat einen neuen 25 Lux Superscheinwerfer für 30 Euro im Programm.


Lichtblicke Von vielen Radfahrern unbemerkt, vollzog sich bei DynamoScheinwerfern und Nabendynamos in den letzten drei Jahren eine regelrechte Revolution. Wir zeigen eine aktuelle Marktübersicht.

Kai Hilbertz ❘ text

K

Daniel Simon ❘ fotos

aum etwas am Fahrrad hat sich in den letzten Jahren so rasant weiterentwickelt wie moderne LED-Leuchten. Um weißes Licht zu erzeugen, werden bei Fahrradleuchten blaue LEDs mit photolumineszierendem Material kombiniert. So kann kurzwelliges, höher energetisches Licht in langwelliges, niedriger energetisches Licht umgewandelt werden. Bis 2006 durften noch Scheinwerfer mit einfacher Birne verkauft werden, die eine Helligkeit von nur 4 Lux aufweisen mussten, Halogenscheinwerfer mussten nur 7 Lux erreichen. Derartige Radbeleuchtungen dienten vor allem als „Positionslichter“, um erkannt zu werden, aber eine effektive Fahrbahnausleuchtung war damit kaum möglich. Seit November 2006 müssen alle gesetzlichen Scheinwerfer mindestens eine Helligkeit von 10 Lux erreichen. Ende 2007 stellte Busch & Müller den IQ Fly vor und löste damit eine kleine Revolution aus. Zum ersten Mal wurde das Licht der LED indirekt über einen computerberechneten Spiegel gelenkt. Die Beleuchtungsstärke erreichte mit ca. 40 Lux das Vierfache des gesetzlich geforderten Mindestwertes und war immer noch zweieinhalb Mal so hell wie gute Halogenleuchten. Ein weiterer Vorteil lag darin, dass die Fahrbahnausleuchtung in etwa doppelt so breit war wie bisher. Die Entwicklung geht weiter. Dabei setzen sich LEDs für Scheinwerfer und Rückleuchten immer mehr durch, weil sie viele handfeste Vorteile haben. Sie sind gegen Erschütterungen resistent und haben eine höhere Effizienz und damit Lichtausbeute als Halogenleuchten, auch im Teillastbereich. Anders als bei konventionellen Leuchten oder Halogenleuchten muss die Leuchtdiode effektiv nie ersetzt werden, da sie mit einer Lebensdauer von bis zu 100.000 Stunden so manch ein Fahrrad überleben wird. Fairerweise sollte erwähnt werden, dass Scheinwerfer mit Leuchtdioden auch drei Nachteile haben. Erstens ist das kalte, weiße Licht von LEDs weniger warm als die gelbliche Halogenbeleuchtung. Manche Radfahrer empfinden dieses Licht bei langen Fahrten

als ermüdender als das wärmere Halogenlicht. Zweitens erzeugen LEDs elektromagnetische Felder, die bei einigen drahtlosen Tachos Störungen hervorrufen können. Drittens waren bisher LEDScheinwerfer eine relativ teure Angelegenheit. Im Einstiegsbereich aller Hersteller gab es daher nur Halogenscheinwerfer. Der dritte Punkt gilt ab sofort nicht mehr. Mit den Modellreihen Busch & Müller LUMOTEC Lyt und Trelock LS 862/863/865 haben jetzt zwei Hersteller kostengünstige Scheinwerfer ab ca. 30 Euro auf den Markt gebracht. Genau wie bei den teureren Modellen gibt es verschiedene Varianten, die teilweise über einen Lichtschalter für Nabendynamos verfügen, eine Standlichtfunktion besitzen, oder einen Lichtsensor mit Einschaltautomatik haben. In unserer Marktübersicht beziehen sich die circa-Preisangaben nur auf Schalter-Scheinwerfer, Modelle ohne Schalter haben wir weggelassen. Nabendynamos haben sich ebenfalls weiterentwickelt. Mit dem SONdelux (ehemals SON 20 R) hat Schmidt Maschinenbau den ersten Nabendynamo der Welt vorgestellt, der speziell für moderne LED-Scheinwerfer ausgelegt ist. So war es möglich diesen Dynamo sehr kompakt, verlustarm und mit 416 Gramm sehr leicht zu gestalten. Shimano hat neue Dynamos wie den Alfine und DH-3N80 auf den Markt gebracht, die deutlich leichter sind als bisher. SRAM spielt mit dem i-Light D7 auch in dieser Gewichtsklasse um die 600 Gramm mit. Dass die Entwicklung auch vor Rückleuchten nicht Halt gemacht hat, ist ebenso erfreulich.

FAZIT: Bei der Beleuchtung hat man heute mehr Auswahl auf höherem Niveau als je zuvor. Wie schon im Heft 2/2009 angemerkt wurde, macht die LEDBeleuchtung „im Vergleich zu altbekannten Halogenlampen im Wortsinn einen Unterschied wie Tag und Nacht.“ Dies gilt heute umso mehr. Mit den neuen LED-Volksscheinwerfern im Einstiegssegment gibt es auch preislich gesehen keinen Grund mehr, auf eine zeitgemäße Beleuchtung zu verzichten. 5/2010 TREKKINGBIKE 51


Radguide Ligurien

mit GPS-Daten

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DAS MODERNE FAHRRADMAGAZIN

Reise Spezial

Die schรถnsten Fahrradtouren zwischen Ventimiglia und La Spezia


Ligurien Radguide

Civezza: auf einem Hügel zwischen Pinien und Oliven.

Immer ein Foto wert ist der Hafen von Portofino.

Zugang ins Mittelalter: Stadtmauer von Finalborgo.

Grandiose Tiefblicke: an der Küste der Cinque Terre.

Meer und Berge Radfahren in Ligurien bedeutet in der Regel ein spannendes Auf und Ab vom Meer in die Berge und wieder zurück. Mare e Monti – Meer und Berge nennt sich Ligurien auch im Untertitel. Italiens drittkleinste Region, die sich wie ein Bumerang um den Golf von Genua schmiegt, besteht aus einem schmalen Küstenstreifen, ansonsten fast nur aus Hügeln und Bergen. Eine Herausforderung für die Fahrradfans. Rennradler haben sie längst angenommen. Fast überall zwischen La Spezia und französischer Grenze gehören sie selbst wochentags zum Straßenbild. Warum sollte die landschaftlich und kulturell so spannende Region nicht auch ein Ziel für Trekkingbiker sein? Ist sie. 60

Allerdings in erster Linie für den erfahrenen Tourenradler, der auch Kondition für einige Höhenmeter mitbringt. Er wird belohnt durch wenig befahrene Bergstraßen mit grandiosen Ausblicken und mittelalterlichen Bilderbuchdörfern, wie etwa im anmutigen Nervia-Tal nahe der französischen Grenze, in den Olivenhainen über Andora und Alassio und – nicht zu vergessen – an der grandiosen Steilküste mit dem Nationalpark Cinque Terre. Wer nur auf der Via Aurelia entlang der Küste radeln möchte, findet dort kulturhistorische Juwele wie zum Beispiel die Städt-

chen Albenga und Noli an der Palmenriviera oder das sündig-schöne Portofino und nostalgische Santa Margherita Ligure an der Riviera di Levante. Zugegeben, der Autoverkehr kann am Meer entlang auch etwas überhandnehmen. Aber wer dann abgibt ins Hinterland, erlebt nach wenigen Kilometern ruhiges, ländliches Ligurien in all seiner Schönheit. Und was auch genießerische Trekkingbiker zu schätzen wissen: In Ligurien liebt man gutes Essen. Dazu wachsen in den Hügeln mit die besten Oliven des Mittelmeerraumes und die Reben für einen süffigen Weißwein.


Der richtige Tritt

Rundkurs


Der runde Tritt? Ist kaum mehr als ein Mythos. Das zeigen Messungen aus der Biomechanik. Trotzdem können Radfahrer einiges tun, um gesund zu pedalieren und Kraft zu sparen. Angelika Urbach ❘ text

Daniel Simon ❘ fotos

Z

wei Dinge bestimmen das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine: die richtige Sitzposition und ein guter Stil beim Pedalieren. Doch während viele Radfahrer schon aus Gründen der Bequemlichkeit an ihrer Sitzposition feilen, schenken die meisten dem richtigen Tritt vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit. Klar: Vorwärts geht’s schließlich immer, auch wenn man noch so kantig in die Pedale stampft. Im Prinzip stimmt das auch. Allerdings geht dabei unterwegs viel Muskelkraft ungenutzt verloren – und das Ende einer ausgedehnten Tour wird umso beschwerlicher. Um zu verstehen, was der Körper während einer Umdrehung des Pedals leistet, lohnt sich ein kurzer Ausflug in die Biomechanik. Mit speziellen Pedalen messen Wissenschaftler die Kräfte, die in jedem einzelnen Punkt der Kreisbewegung auf die Kurbel wirken. „Sowohl bei Freizeitfahrern als auch bei Spitzensportlern ergeben sich dabei ganz ähnliche Ergebnisse“, betont Dr. Björn Stapelfeldt, Sportwissenschaftler und Geschäftsführer des Radlabors Freiburg. Nur in den ersten 180 Grad der Umdrehung, bei denen der kräftige Oberschenkelstreckmuskel mitarbeitet, werden hohe vortriebswirksame Kräfte erzeugt. Physikalisch gesehen liegt das Optimum etwa bei einer Kurbelposition zwischen 75 und 90 Grad: Hier werden rund 90 Prozent der gesamten resultierenden Kraft in den Vortrieb umgesetzt.

■■■■■

Zug um Zug

Ganz anders verhält sich die Kraftübertragung während der so genannten Hubphase. Fast kein Radfahrer zieht dabei das Pedal aktiv nach oben. Das gilt sogar für Spitzensportler: Im Radlabor Freiburg wurde der Tritt von A-Kaderathleten im Bahnradsport gemessen. Ergebnis: Von acht Fahrern schaffte es nur ein einziger, die Kurbel aktiv anzuheben. Ähnlich ineffektiv ist die Tretbewegung in den Bereichen, in denen die Kurbel senkrecht nach oben oder nach unten steht. Da hier die Kraft in Richtung Kurbel wirkt, ist das Drehmoment im Tretlager gleich Null – und es wird keine vortriebswirksame Kraft auf die Kette übertragen. Biomechaniker unterscheiden zwei verschiedene Arten von Kräften, die vom Fuß aufs Pedal übertragen werden: die Radialkraft, die in Richtung der Kurbel wirkt, und die Tangentialkraft, die im rechten Winkel zur Kurbel wirkt. Lediglich die Tangentialkraft bringt Stoff für den Vortrieb. Aus biomechanischer Sicht wäre das Optimum also dann

Biomechaniker vierteln die Kurbelumdrehung: Sektor 1: Bereits in der 325-Grad-Stellung wirken kaum Kräfte aufs Pedal. Sektor 2: Hier passiert der stärkste Vortrieb mit einem Wirkungsgrad von ca. 90 Prozent. Sektor 3: Drückt das Bein lediglich senkrecht aufs Pedal, ist der Vortrieb gleich null. Sektor 4: Wenige Radfahrer ziehen aktiv. Weil das Beingewicht auf dem Pedal lastet, können sogar Negativkräfte entstehen.

erreicht, wenn möglichst die gesamte Muskelkraft in tangentiale Kraft umgesetzt werden könnte, die während einer Umdrehung gleichmäßig auf die Kurbel wirkt. Soweit die Wissenschaft. In Wirklichkeit jedoch scheitert diese theoretische Forderung an den Gegebenheiten des menschlichen Körpers. Denn: Durch das ständige Einwirken der Erdschwerkraft hat sich im Lauf der Evolution die Oberschenkelmuskulatur auf der Vorderseite viel stärker ausgebildet als auf der Rückseite. Deshalb arbeitet beim Pedalieren die Streckmuskulatur des Oberschenkels wesentlich effektiver als seine Beugemuskulatur. ■■■■■

Komplexes Zusammenspiel

Beim Pedalieren stimmen sich verschiedene Muskeln in einem komplexen Zusammenspiel aufeinander ab: Die Druckphase erfolgt in erster Linie über die Hüft- und Kniestrecker, unterstützt von der Wadenmuskulatur und den Senkern im Fußgelenk. Für das Hochziehen des Pedals sorgen dann die Hüft- und Kniebeuger und die vorderen Schienbeinmuskeln, die Heber im Fußgelenk. Das Problem dabei: Während einer Umdrehung kommt es zu einer gleichzeitigen Aktivierung von Extensoren und Flexoren der Beinmuskulatur. Das führt dazu, dass sich die Muskeln in ihrer Streck- bzw. Beugearbeit 5/2010 TREKKINGBIKE 93


Leihradsysteme

Vive le Vélo Die neuen Radmetropolen heißen Paris, Barcelona und Hamburg. Ihre Bewohner fahren Rad, ohne dafür tief in die Tasche zu greifen. Benutzen statt besitzen: Mit dieser Formel krempeln Verleihsysteme die Fahrradszene um. Mietvelos gelten als schick, nachhaltig und spontan. Sie wecken die Lust am Pedalieren - tausendfach.


Angelika Urbach ❘ text

Wigand von Sassen, Daniel Simon ❘ fotos

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it dem Rad ist man in der Stadt oft schneller als mit Bus und Bahn. Dumm nur, dass das eigene Velo meist nicht dort steht, wo man es gerade dringend benötigen würde. Diese Lücke schließen Mieträder. Ihre Zielgruppe sind Urbaniten und Pendler, die das Rad für spontane Kurzstrecken nutzen wollen. Der Erfolg großer Verleihsysteme spricht für sich: 2007 ging in Paris „Vélib“ mit einem Riesenknall an den Start. Im ersten Jahr hat die Betreiberfirma „JCDecaux“ die Anzahl der Räder nahezu verdoppelt. Heute stehen in der französischen Hauptstadt rund 20.600 Vélibbikes. In ganz Westeuropa fahren öffentliche Räder auf Erfolgskurs: Von Sevilla bis Stockholm sind in den letzten Jahren mehr als 50 unterschiedliche Verleihsysteme entstanden. Jüngstes Mitglied ist London: Dort startete im Mai ein System mit täglich 40.000 Fahrten. Sogar in den autoverliebten USA kommt der Verleihmarkt in Schwung: Die Stadt Denver hat bereits ein System, in New York laufen Planungen. Lediglich die osteuropäischen Länder sind bislang weniger gut versorgt. „Das liegt zum einen am immer noch negativen Image des Fahrrads, zum anderen an der schlechten finanziellen Ausstattung der Kommunen“, sagt Janett Büttner von der Berliner Firma „choice“. Die Expertin für Mobilitätskonzepte koordiniert das europäische OBIS-Projekt (Optimising of Bike Sharing in European Cities) – und untersucht Erfolgsfaktoren, die Verleihsysteme begünstigen.

Gründe für den Boom „Die Klimaveränderung in den letzten Jahren hat einen allgemeinen Wertewandel ausgelöst“, sagt Janett Büttner. „Deshalb haben viele Menschen das Rad wiederentdeckt.“ Durch ihr auffälliges und schickes Design, das sich mitunter deutlich von Privaträdern unterscheidet, wurden die öffentlichen Räder schnell zu einem positiven Imageträger: Sie gelten als nachhaltig, gesund, ökologisch korrekt – und bringen mehr Spaß als eine Fahrt im überfüllten Stadtbus. Dabei ist die Idee eines Leihfahrrads nicht gerade neu. Als Vorläufer gelten die weißen Räder in Amsterdam. Sie wurden 1965 überall in der Stadt zur freien Nutzung verteilt. Eine Diebstahlsicherung gab es freilich nicht. 30 Jahre später ging in Kopenhagen das erste System mit Pfandprinzip in Betrieb. Bis heute funktioniert das Ausleihen wie beim Einkaufswagen im Supermarkt: 20-Kronen-Stück einstecken und losfahren. Doch der Komfort auf den wartungsarmen Rädern mit Vollgummireifen hält sich in Grenzen. „Ihren Durchbruch hatten die öffentlichen Räder erst mit der Einführung von Systemen, die hochwertige Räder, eine obligatorische Nutzeridentifizierung sowie einen zuverlässigen Wartungsservice bieten“, sagt Wigand von Sassen, Beauftragter für Fahrradmarketing der Stadt München. Im Jahr 2000 wurde in der bayerischen Metropole das „Call a Bike“-System mit hochwertigen Spezialrädern mit Federgabel, Rahmenfederung und Nabendynamo eingeführt. Der Entwickler, ein Informatiker namens Christian Hogl, wurde vom Erfolg seiner Miet­ räder regelrecht überrumpelt. Die Kapazitäten des Servicepersonals für die Wartung und Umverteilung der Räder reichten nicht aus – und der findige Unternehmer ging pleite. Seitdem führt die DB-Tochter „DB Rent“ den Betrieb.

München: per Anruf Rad Die Münchener Callbikes stehen an beliebigen Plätzen in der City. Sie können per Telefonanruf gemietet und an jeder beliebigen Kreuzung wieder abgestellt werden. Voraussetzung dafür ist eine einmalige Registrierung. Ruft der Nutzer an, erhält er einen Zahlencode, mit dem das Schloss aufgesperrt werden kann. Nach der telefonischen Abmeldung 5/2010 TREKKINGBIKE 97


Urlaubsplaner Benelux-L채nder

Grenzenlos

auf Tour Zwischen Saar und Nordsee, zwischen Ijsselmeer und Maas liegt bekanntes Radland. Und die ureurop채ische Benelux-Region erweitert kontinuierlich ihr Wegenetz f체r den Tourenradler.


Auch die Kultur kommt nicht zu kurz: das belgische Chateau La Motte bei Sint Truiden.

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Bodensee-Kรถnigssee-Radweg

Alpenzaub

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Die bayerischen Berge begleiten wie eine gigantische Theaterkulisse die Tour durchs Alpenvorland vom Kochelsee zum Kรถnigssee.

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Vorschau

test Saisontest

25. August 2010, 9. Jahrgang / Heft 5/2010 Chefredakteur: Tom Bierl (verantwortlich) Art Direction: Hildegard Imping

Acht Vielfahrer, acht Testräder und eine Frage: Hat das Material den Dauereinsatz verkraftet?

Redaktion: Jochen Donner (Test & Technik), Armin Herb (Reise & Touren), Barbara Merz-Weigandt (Schlussredaktion & Zubehör), Jörg Spaniol (Reportage & Technik), Angelika Urbach (Familie & Gesundheit) Anette Jacoby (Assistenz), Tina Brandes (Leserservice) Bildredaktion: Daniel Simon Labor/Werkstatt: Hans-Peter Ettenberger Mitarbeiter dieser Ausgabe: Kai Hilbertz, Sylvia Lischer, Christian Rolle (Karten) Fotos: Gerhard Eisenschink, Robert Niedrig, Wigand v. Sassen, Daniel Simon, Jörg Spaniol, Wolfgang Watzke Trekkingbike-Redaktion Steinerstraße 15 (Haus D) 81369 München, Postfach 701120, 81310 München Fon 089/729602-0, Fax 089/729602-40 E-Mail-Adresse: info@trekkingbike.com Internet: www.trekkingbike.com TREKKINGBIKE erscheint im Delius Klasing Verlag

Messe-Report

Neuheiten 2011

Extra:

Radguide Umbrien

Delius Klasing Verlag GmbH Siekerwall 21, 33602 Bielefeld, Postfach 101671, 33516 ­Bielefeld, Fon 0521/559-0, Fax 0521/559114, E-Mail info@delius-klasing.de Konto: Postbank ­Hannover 109021-301, Commerzbank, Bielefeld (BLZ 480800202), Konto-Nr. 208394200

Kaum vorbei, schon im Heft: Nach der Eurobike steht fest, was das kommende Modelljahr bringt.

Satte Farben, saftige Hügel und eine Landschaft voller Abwechslung: Umbrien liegt mitten im italienischen Stiefel und vereint alles in sich, was Italien unter Rad-Genießern so beliebt macht.

Verlagsleitung Markus Gries Anzeigenleitung Radsport-Magazine Ingeborg Bockstette, Fon 0521/559270, Fax 0521/55988270 Disposition: Fon 0521/559274 Gültige Anzeigenpreisliste Nr. 6 TREKKINGBIKE erscheint sechs Mal jährlich. Einzelheftpreis: 4,20 ¤ Jahresabonnement Inland: 25,20 ¤ Jahresabonnement Ausland: 34,10 ¤ jeweils inkl. Versandkosten TREKKINGBIKE ist nach Ablauf des Mindestbezugszeitraumes jederzeit kündbar.

Service Familienmobile Anhänger oder Kindersitz? Lieber gleich etwas Richtiges: die besten Familienkutschen im Überblick.

Stellen, hängen, hochziehen: Es gibt viele Wege, sein Rad clever aufzuräumen. Wir zeigen sie alle.

Das nächste Heft erscheint am 20. Oktober 2010.

Fotos: Daniel Simon (3), Tom Bierl, Franziska Konietzke, Klaus Toedt-Ruebel

In der herben Vulkanlandschaft reifen viele Delikatessen: Käse, Wein, Salami – und besonders würzige Radtouren.

radaufbewahrung

Vertrieb Grosso und Bahnhofsbuchhandel DPV Network GmbH Hamburg, Fon 040/378450, www.dpv-network.de Produktionsleitung: Olaf Klinger

Reise Auvergne

Zubehör

Vertrieb Abo: Fon 0521/559922 Fax 0521/559114

Reproduktionen: Nureg GmbH Dorfäckerstr. 31, 90427 Nürnberg Druck: Kunst- und Werbedruck 32549 Bad Oeynhausen Diese Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen einzelnen Bei­träge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes bedarf der Zustimmung des Verlages. Die Verwendung von Zitaten aus Testberichten für Anzeigen ist nur nach Absprache mit dem Verlag möglich. Durch Annahme eines ­Manuskriptes erwirbt der Verlag das ausschließliche Recht zur Veröffentlichung. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung übernommen. TREKKINGBIKE wird ganz oder in Teilen im Print und digital vertrieben. ISSN 1860-1421

Im Delius Klasing Verlag erscheinen außerdem:

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass in der Vorschau angekündigte Themen aus aktuellen Gründen verschoben werden können. 142

TREKKINGBIKE 5/2010


Leseprobe 5/2010