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Sorgloser Radurlaub

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Planung: Radurlaub mit Kindern Reportage: Unterwegs im Emsland

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Stößt das Getriebe Rohloff vom Thron?

Werkstatt on Tour Notreparaturen richtig gemacht

Gesundheit Entspannungsübungen für unterwegs 16 Seiten Spezial:

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Mit Stil durch die Stadt

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Praktische Style-Räder und schicke Bekleidung » Zubehör-Test: Die besten Pedale für City, Tour und Sport » Rote Rakete: Specialized mit sportlichem E-Bike » Spezialräder: Exoten im Boom » Gps am Fahrrad: Der neue Mio im Test «

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© Foto: Daniel Simon

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Editorial Juli-August 2012

Trend

Fotos: Daniel Simon

Urban Style – aber mit Funktion

Packtaschen einhängen – und los. Jetzt ist die Zeit, das Rad mit allen Sinnen zu genießen, denn Radurlaub macht den Kopf gänzlich frei. Deshalb haben wir in das vorliegende Heft eine ganze Reihe von Themen gepackt, die Ihnen den Start in den Urlaub erleichtern. Das Rundum-Sorglos-Paket erwartet alle Kurzentschlossenen, deren Wahl auf einen Sterne-Radweg fällt (ab Seite 104). Diese zeichnen sich durch beste Ausschilderung und maximalen Service aus. Sie können also ohne große Planung sofort losfahren und auf Wunsch Ihr Gepäck transportieren lassen. Mehr Radgenuss ist nicht möglich.

Entspannungsübungen

sollten unterwegs nicht fehlen, denn so bleibt der Körper fit und leistungsfähig (Seite 46). Die besten Tipps für einen Radurlaub mit Kindern, hat unsere Autorin Angelika Urbach für Sie zusammengestellt (Seite 52). Denn nur wenn einige Grundregeln beachtet werden, hat der Nachwuchs daran Spaß. Unsere Technik-Redaktion hilft bei eventuellen Notreparaturen und erklärt genau, wie Sie mit wenig Aufwand Ihr eigenes Rad noch urlaubsfitter machen können (Seite 30). Zusätzlich haben wir unser InternetAngebot komplett auf mehr Infos zum Radurlaub getrimmt. Besuchen Sie uns auch auf

Leidenschaftliche Radfahrer wissen das schon lange: Das Fahrrad ist das beste Fortbewegungsmittel in der Stadt. Dies hat mittlerweile die gesamte Nation erkannt und so quellen viele Radwege an schönen Tagen förmlich über. Leider steht im Zug der Urban-Biking-Welle immer mehr Design-Schrott in den Shops.Wir haben für Sie coole Stadträder ausfindig gemacht, die trotz aller Schönheit auch funktionieren. Seite 59

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30

Kaufberatung: Tourenräder Neues Rad für die Reise gesucht? So viel Rad gibt’s fürs Geld. Dazu: die besten Tipps für Selberschrauber.

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22

Fotos: Daniel Simon (5), Jens Hübner (2), Sven Bremer

Inhalt Juli-August 2012

Pinion-Getriebe Besser als die Rohloff-Nabe? Das 18-Gang-Tretlagergetriebe aus Stuttgart im ersten Trekkingbike-Test.

46 Fotostory: Afrika Afrika als Aquarell: Jens Hübner reiste 3.500 Kilometer mit Fahrrad und Pinsel.

Entspannungsübungen Anhalten, durchschnaufen – und richtig dehnen. Danach rollt es wie von selbst.

120 4

TREKKINGBIKE 4-2012

Emsland Große Werften, kleine Kanäle und die Ruhe selbst – das flache Land zeigt viel Charakter.


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Themen

extra: moDerne StaDträDer

Urban biking

Report & Nachrichten 6 Magazin 8 Bücher

Fahrräder mit Stil

Nachrichten für Trekkingradler.

40 Fahrbericht: Mountain Rohler

Heft 4-2012

www.trekkingbike.com

DAS FAHRRADMAGAZIN

Extrem-Tourenrad von Idworx. Literatur und Medien für Radfahrer.

10 Reisemagazin

Noch so jung? Der Donauradweg wird 30 Jahre alt.

42 Fahrbericht: Specialized Turbo Perfektionistisches Power-Pedelec.

44 Test: Mio GPS

12 Ratgeber

Sonnenschutz: Ersetzen UV-Textilien die Sonnencreme?

14 Fotostory: Bilder aus Afrika

Knipsen war gestern: Jens Hübner malt seine Reisebilder.

75 Online

Spezial

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Die häufigsten Defekte sind leicht zu beheben.

76 Basiswissen: Pedale

Jedes Detail zählt: Alles über Lager, Käfige, Bindungen.

82 Versicherungen fürs Rad

Hausrat- oder Spezialversicherungen? Ein Ratgeber.

30.05.12 15:06

Schön sein reicht nicht: Die neuen Räder für die Stadt kombinieren Design und Technik. Reportage: So sehen Trendsetter die Zukunft des Stadtrades.

48 Werkstatt: Reparaturen unterwegs

Unsere Serviceseiten im Internet.

84 Unterwegs

Der neue raDlaDen trägt weiSS

Familie & Gesundheit 46 Entspannungsübungen

Entlang der Donau.

Schmerzlos unterwegs: So wird der Körper wieder locker.

88 Spezialradmesse

Genie und Wahnsinn: Reportage aus Germersheim.

52 Mit der Familie auf Tour

Acht Schritte

zum entspannten Radausflug.

Test & Technik

Reisen & Touren

22 Test: Pinion Tretlagerschaltung Das schwäbische 18-Gang-Getriebe im Praxistest.

30 Kaufberatung: Tourenräder Kompaktwissen zur Auswahl und Profitipps zur Reisevorbereitung.

104 Sterne-Radtouren

Radreise deluxe: die komfortabelsten aller Radwege.

120 Emsland

Stille Tage im Abseits: Nahe der holländischen Grenze ruht ein grünes Idyll.

Rubriken 3 Editorial 130 Vorschau/Impressum Titelfoto: Daniel Simon

Räder im Heft Bergamont Sweep 11

Pedale

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Standpunkte: Pedale prägen unser Fahrgefühl. Typen und Einsatzgebiete im Überblick.

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Bergamont Vitess Ltd. Rigit 999 Euro

34

Cannondale Hooligan 899 Euro

70

Centurion Accordo Lady

1549 Euro

36

Fahrradmanufaktur 8cht

1199

Euro

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Idworx Mountain Rohler

3490 Euro

40

MTB Cycletech Jalopy 1

1079 Euro

71

Patria Helios Pinion

4450 Euro

28

Specialized Turbo S-Pedelec 5499 Euro

42

Stevens Sovereign SX RO

2599 Euro

38

Stevens Speedflight 11

1299 Euro

65

Tern Eclipse P9 999 Euro

66

Tout Terrain Silkroad Xplore 5126 Euro

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Wanderer S 600

76

1499 Euro

2298 Euro

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Winora Alan 449 Euro

64

Mit Kindern auf Tour Kinder brauchen Kurzweil – Tipps zu Motivation, Streckenplanung, Tourenzielen.

4-2012 TREKKINGBIKE

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Ratgeber Juli-August 2012 Kostprobe

Die SüSSkirsche Im Juni ist es endlich so weit: Dann beginnt die Saison der leckeren Süßkirschen! Liebhaber suchen auf regionalen Wochenmärkten nach sonnenreifen Früchten. Eine glänzende Schale, festes Fruchtfleisch und ein fest sitzender, grüner Stil sind Qualitätsmerkmale der Kirschen, die schnell verderben und deshalb möglichst bald nach dem Kauf verzehrt werden sollten. Rund und gesund: Süßkirschen besitzen einen hohen Melatonin-Gehalt und sind großartige Lieferanten von Vitamin C und Kalium. Übrigens: Das alte Gerücht, der gemeinsame Verzehr von Kirschen und Wasser würde Bauchweh verursachen, ist längst widerlegt. Wohl bekomm’s! 100 gramm enthalten: 63 Kilokalorien, 13,3 g Kohlenhydrate, 0,3 g Fett, 15 mg Vitamin C, 210 mg Kalium Herkunft: ursprünglich aus Zentralasien; heute aus Europa, Nordamerika und Asien Saison: Juni bis August

Strahlenschutz Angeblich schützen viele Männer ihre Haut nicht vor UV-Strahlen. Benötigt Männerhaut weniger Schutz? InTerview Dr. Beate Volkmer Nein, natürlich nicht! Männer müssen ihre Haut genauso

Leiterin des UVForschungslabors der Elbe Kliniken in Buxtehude, www.elbekliniken.de

Rechenexempel

Wie lange Cremes und UV-Textilien vor der Sonne schützen, lässt sich mit Hilfe der Eigenschutzzeit der Haut leicht errechnen. Für LSF (Cremes) und UPF (Textilien) gilt dieselbe Formel: Eigenschutzzeit x LSF/UPF = Verweildauer in der Sonne.

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TREKKINGBIKE 4-2012

sorgfältig schützen wie Frauen. Ab welcher Intensität der Sonnenstrahlung ist Sonnencreme nötig? Ein Blick zum Himmel reicht für die Beurteilung der UV-Strahlung nicht aus. Am besten informieren sich Radfahrer über den zu erwartenden UV-Index. Liegt dieser Wert bei drei oder höher, ist ein Schutz für die Haut nötig. Das Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlicht auf seiner Website (www.bfs.de) UVPrognosen im Drei-Tages-Rhythmus. Welchen Sonnenschutz empfehlen Sie für Radfahrer? Viele Menschen tragen Cremes zu dünn auf und erreichen deshalb nicht die tatsächliche Höhe des auf der Packung angegebenen Lichtschutzfaktors (LSF). Verlässlicher ist ein Schutz durch Textilien: Je größer der Anteil der bedeckten Hautfläche, desto besser. Gut geeignet sind leichte Radtrikots mit langen Ärmeln oder Textilien mit UV-Schutzausrüstung. Unbedeckte Hautpartien sollten mit einem wasserfesten Sonnenschutzmittel eingecremt werden. Da Radfahrer mitunter stark schwitzen, ist regelmäßiges Nachcremen nötig. Wie dick sollte die Creme aufgetragen werden? Um den auf der Packung angegeben Lichtschutzfaktor zu erreichen, müssen zwei Mikroliter Creme auf einem Quadratzentimeter Haut verstrichen werden. Zum Vergleich: Ein Erwachsener müsste fast 40 Milliliter Creme verwenden, um seinen ganzen Körper einzucremen. Mein Tipp: Wer einen möglichst hohen LSF wählt, ist auf der sicheren Seite, auch wenn er das Produkt ein wenig dünner aufträgt.

Auf welche Weise schützen Textilien mit UVAusrüstung? Sie wirken ähnlich wie eine Sonnencreme: Durch eine Schutzausrüstung absorbiert bzw. reflektiert der Stoff zusätzliches UV-Licht, deshalb treffen weniger Strahlen auf die Haut. Je höher der UPF (Ultraviolet Protection Factor) eines Trikots, desto mehr Strahlen hält es ab. Prinzipiell bieten jedoch alle Textilien einen gewissen Schutz. Bei hellen, leichten Materialien aus Baumwolle ist die Wirkung eher gering. Besser sind kräftige bis dunkle Farben, Polyestermaterialien und dicht konstruierte Stoffe. Ein schwarzes Baumwoll-Shirt kann einen UPF bis zu 20 besitzen. Beeinträchtigen UV-Absorber den Feuchtigkeits­ transport nach außen? Das lässt sich nicht für alle Produkte hundertprozentig ausschließen. Allerdings: Wird auf dem Etikett ein Feuchtigkeitstransport ausgewiesen, so wurde die Prüfung dazu für gewöhnlich am fertig ausgerüs­ teten Textil durchgeführt und besitzt Gültigkeit. Wäscht sich der UV-Schutz aus? Eine Auslobung gemäß UV-Standard 801 gibt Sicherheit, denn dabei wird der UV-Schutz während des Gebrauchs und nach der Wäsche bewertet.

Filtert UV-Strahlen und transportiert Feuchtigkeit nach außen: Das Trikot „Quest Welcher Hauttyp sind Sie? Jersey“ von Pearl Hauttyp Izumi für 50 Euro; www.pearlizumi.com blasse Haut, rote bzw. blonde Haare

InTerview Sabrina Köhler

Leiterin des Spektroskopie-Labors beim Hohenstein Institute für Textilforschung und Textilprüfung, www.hohenstein.de

Wasserfester Sofortschutz zum Aufsprühen, www.ladival.de

Eigenschutzzeit

5 – 10 Min. helle Haut, blonde Haare 10 – 20 Min. mittlerer Teint, dunkelblonde bis braune Haare 20 – 30 Min. dunkle Haut, braune bis schwarze Haare 40 Min.

Fotos: Daniel Simon (6),privat, Hersteller

Manche Männer mögen keine Sonnencremes. Laut Umfragen aus der Konsumforschung, benutzen 40 Prozent des starken Geschlechts kein Schutzmittel. Gibt es Alternativen?


Werkstatt: Sattelstützen

Hochwertige Federstützen funktionieren sensibel und zuverlässig. Ihr Innenleben benötigt ein geringes Maß an Pflege:

Die gute frage

Welches Essen unterstützt die Regeneration? Nils Schmidt, Ökotrophologe und Koch: „Für eine schnelle Regeneration auf mehrtägigen Touren ist es wichtig, die Glykogenspeicher in den Muskeln nach jeder Tagesetappe rasch wieder aufzufüllen. Die ersten beiden Stunden sind dabei entscheidend. Für ein Gramm Kohlenhydrat, das als Glykogen im Muskel gespeichert werden soll, benötigt der Körper vier Gramm Wasser – und dazu Kalium, z.B. aus Obst oder Gemüse. Vorsicht vor Alkohol und sehr fetten Speisen: Sie behindern das Auffüllen der Glykogenspeicher so stark, dass die Regeneration 72 anstatt der üblichen 24 Stunden dauern kann. www.gesund-genuss.de

Vorspannung einstellen: Am unteren Ende der Stütze komprimiert ein unterschiedlich tief einschraubbarer Deckel die Federn oder Elastomere in der Sattelstütze. Starke Komprimierung macht die Federn straffer, geringe softer.

Federn fetten: Verstelldeckel abschrauben und die Federn herausklopfen. Nun werden Federn und Anschlagsergometer gefettet. Anschließend alles in der richtigen Reihenfolge wieder einsetzen.

Klemmschraube kontrollieren: Bei einigen Elastomerstützen lässt sich die Leichtgängigkeit regulieren. Für ungehindertes Gleiten muss die Überwurfmutter lose sein, ganz zugeschraubt blockiert sie die Stütze.

Elastomere Pflegen: Werden Elastomere dünn gefettet, reduziert das die Reibung im Mechanismus und pflegt die Pufferelemente.

Zuschriften an: Redaktion Trekkingbike, Steinerstr. 15 (Haus D), 81369 München; per E-Mail: info@trekkingbike.com Wir leiten Ihre Briefe und E-Mails gerne weiter.

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 Reportage Afrika

entlang des Nils Text und Fotos Jens Hübner

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TREKKINGBIKE 4-2012

Jens Hübner reiste per Fahrrad 3500 Kilometer quer durch Ostafrika. In Uganda kreuzte er den Äquator an den Quellen des Weißen Nils. Vom Hochland Äthiopiens ging es in den Sudan, dem Flusslauf weiter folgend, querte durch die Sahara und Ägypten bis zur Mündung des Nils am Mittelmeer. In Skizzen und Aquarellen hielt er seine Eindrücke fest.


Unweit dieses Fischerdorfes sonnen sich Krokodile auf Sandbänken.

Uganda – Durch Dschungel und Teeplantagen Das üppig bewachsene, immergrüne Land ist in weiten Teilen hügelig. Als Radfahrer bewege ich mich viel auf rotem Laterit, dem afrikanischen Lehm, der so typisch für die Pisten des schwarzen Kontinents ist. In allen Regionen des Landes begegnen mir einheimische Radfahrer. Auf einfachen indischen Stahlrädern mit dünnen Rahmenrohren, großen Laufrädern und anfälligem Bremsgestänge werden neben Milchkannen, Getreidesäcken, Wasserkanistern auch Baumaterialien, Bambusstangen, Holzbalken oder ganze Bettgestelle transportiert. Sie dienen als rollende Verkaufsstände für Backwaren und Ananas. Ja selbst als Taxis werden die unverwüstlichen Drahtesel eingesetzt. Nach ein paar Wochen des Reisens durch tropischen Urwald, Tee- und Bananenplantagen erreiche ich schließlich die Stadt Jinja, wo der Weiße Nil den Victoriasee verlässt. Gleich nach dem Austritt überspülen die grünblauen Wassermassen felsigen Untergrund und bilden imposante Stromschnellen, an deren Ufer ich ein paar Tage ausruhe.

Besinnliche Annäherung an Fremdes – Radfahren und Reiseaquarellieren.

Zentnerschwere Bananenbündel werden auf einfachsten Fahrrädern aus den Plantagen zu den Sammelstellen gekarrt. 4-2012 TREKKINGBIKE

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report Pinion-Getriebe

Die Pinion 18 Gänge kompakt im Tretlager verstaut – Das Pinion-Getriebe hat die Gene, die Rohloff-Nabe vom Thron zu stoßen. Endlich waren erste Räder zum Test fertig.


s kommen 23


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Kaufberatung Tourenräder

TREKKINGBIKE 4-2012


On Tour Diese Räder begleiten Sie auf Ihren schönsten Kilometern. Deshalb müssen Tourenräder richtig was können. Was und warum, stellen wir hier exemplarisch zusammen. Text Jochen Donner Fotos Daniel Simon

Tourenräder sind per Definition dazu da, Ross und Reiter über eine größere als die alltäglichen Strecken zu transportieren. Und zwar mit möglichst viel Fahrspaß. Das müssen Tourenräder leicht, sicher und komfortabel leisten. Auch Gepäckmitnahme steht im Lastenheft: Ein souveräner Gepäckträger ist allerdings nicht alles. Auch die dafür erforderliche Rahmensteifigkeit und Handlichkeit, aber auch eine passend abgestimmte Gangübersetzung gehören dazu. Eine Tour kann dabei alles sein zwischen einem Sonntagsausflug mit Familie und Picknick-Koffer bis zur Mehrtages-Fahrt mit Reisegepäck auf dreistelliger Kilometer-Strecke. Den Streckencharakter soll ein Tourenrad so wenig einschränken wie die Topografie des Tourenareals. „Tourenrad“ ist also so etwas wie „eierlegende Wollmilchsau“. Möglicherweise bedeutet der Begriff auch für jeden Fahrer etwas völlig anderes. Wir sehen das Touringbike als Universal-Fahrrad: Möglichst stabil, möglichst vielseitig, möglichst wenig einschränkend und ergonomisch so effektiv und bequem wie nur möglich muss es sein. Nach diesen Kriterien haben wir unsere TREKKINGBIKE-Tests aus 2012 und 2011 durchforstet und daraus drei vorbildhafte Exemplare der populären Preisklassen 1000, 1500 (je mit Kettenschaltung) und 2500 Euro (mit Rohloff-Schaltnabe) herausgegriffen. Jedes Bike dieser Auswahl konnte Spitzenergebnisse im Test einfahren, alle drei haben uns Tester jeweils überzeugt. Auf den folgenden Seiten möchten wir an charakteristischen Details erklären, warum wir die drei so beispielhaft finden, worauf es bei einem guten Tourer ankommt. Und wie Sie daraus die Kriterien für Ihren Traum-Tourer ableiten können. 4-2012 TREKKINGBIKE

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Fitness Rücken-Relax-Übungen

Locker

bleiben Im Büro wechseln wir ständig die Sitzhaltung – doch auf dem Rad bleibt der Oberkörper starr fixiert. Schmerzt der Rücken aufgrund der statischen Haltearbeit, ist es Zeit für eine aktive Pause: Sechs schnelle Übungen, die Verspannungen lösen und für weitere Kilometer fit machen. Text Angelika Urbach Fotos Daniel Simon

#1

Oberer Rücken

Mobilisation der Muskeln im Bereich der Brustwirbelsäule:

Das Öffnen und Schließen der Arme im Wechsel lockert die Brust- und Schultermuskulatur. So geht’s: Stehen Sie aufrecht mit leicht gegrätschten Beinen, bringen Sie die Arme auf Schulterhöhe in einer sanften Bewegung so weit nach außen bis der Brustmuskel spannt. Dann die Arme in entgegengesetzter Richtung wieder zusammenführen und sich selbst umarmen bis der gesamte obere Rücken rund wird. Mehrmals wiederholen und so weit dehnen wie es angenehm ist.

#3 #2

Unterer Rücken

Beckenkippen lockert die Muskeln im Bereich der Lendenwirbelsäule.

Beine grätschen, Knie leicht beugen, die Hände ruhen entspannt auf dem Oberschenkel: Kippen Sie das Becken nach vorne bis zum Hohlrücken und bringen Sie es anschließend nach hinten, indem Sie den Po „verschwinden“ lassen. Mehrmals wiederholen. 46

Schultern

Große Kreise mobilisieren die Muskeln des Schultergürtels ..., die auf dem Rad in eine statische Halteposition gezwungen werden. So geht’s: Die Arme hängen entspannt nach unten, der Kopf ist gerade. Nun führen die Schultern eine Kreisbewegung aus, ohne dass die Arme sich mitbewegen. Starten Sie mit kleinen Bewegungen, die langsam größer werden. Führen Sie die Kreise vorwärts und rückwärts aus – sofern die Bewegung in beide Richtungen schmerzfrei ist.


Werkstatt Nothilfe unterwegs

Werkzeug

Viel hilft viel: Ein kompaktes Minitool mit Kettennieter. Hier das Mini 20 Pro mit ebenso vielen Werkzeugen von Topeak. 152 g; 29,95 Euro; www.topeak.de

Fotos: Daniel Simon

Stecken Sie ein Paar EinmalSchutzhandschuhe in die Satteltasche. 100 Stück ca. 7 Euro; in jedem Drogeriemarkt.

Gut für optimalen Druck: eine Minipumpe mit Manometer. Crankbrothers Power Pump Alloy; 176 g; 38,90 Euro; www.crankbrothers.com

Reparaturen auf touren

Pannenhilfe

Unterwegs Die Technik versagt mitten in der Landschaft und keine Werkstatt weit und breit? Für die häufigsten Pannen zeigen wir, wie Sie sich selbst helfen können. Sie müssen nur ein Minitool, Flickzeug und Pumpe als Grundausstattung in der Satteltasche haben.

# 2 Kette klemmt

Sofort anhalten, nicht weitertreten. Absteigen, das Rad auf den Kopf stellen. Ziehen Sie die Kette beidhändig mit Gefühl und Kraft aus dem Spalt zwischen Ritzel und Speichen. Oft hilft es, wenn eine zweite Person die Speichenpaare beider Seiten im Kreuzungsbereich umfasst und zueinander drückt. Das entspannt die Situation und schafft etwas Platz. Justieren Sie anschließend die „H“-Schraube des Schaltwerks. 48

# 1 Rad

umdrehen

Vorweg: Drehen Sie die Klingel zur Seite, nehmen Sie GPSGerät, Tacho oder Stecklicht vom Lenker. Stellen Sie sich seitlich neben Ihr Rad, beugen Sie sich über das Oberrohr. Fassen Sie das Rad mittig an Gabelholm und Sitzstrebe. Heben Sie das Velo an und es rotiert um die Längsachse, ohne dass Sie es aktiv drehen müssen. Setzen sie es mit Lenker und Sattel auf festem, ebenem Boden ab.

Springt in Fahrt die Kette ab, liegt’s meist an verstelltem Schaltwerk oder zu geringer Kettenspannung. Eine verkeilte Kette kann Kurbel oder Laufrad völlig blockieren.

Hängt die Kette zwischen kleinstem Ritzel und Rahmen, brauchen Sie nur die LaufradAchsbefestigung (Schnellspanner oder Mutter) zu lösen und die Achse leicht anzuheben. Die Ausfallenden tendieren sowieso meist dazu, etwas weiter aufzumachen als es die Radachse eigentlich benötigt. Justieren Sie in diesem Fall anschließend den äußeren Anschlag des Schaltwerks an der „L“-Schraube.

Hängt sie zwischen innerem Kettenblatt und Rahmen, können Sie die Kette durch Ziehen und Rückwärtskurbeln im Kopfstand frei bekommen. Hilft das nichts, lösen Sie bei Hollowtech-Kurbeln die gegenüberliegende Kurbel. Achswelle, Kettenblätter und rechte Kurbel bilden eine Einheit. Die können Sie bei gelöster linker Kurbel mitsamt Achse etwas verschieben, um mehr Platz an der Klemmstelle zu schaffen. Lösen Sie die

beiden 5 mm-Klemmschrauben der linken Kurbel so weit, dass die Kurbel sich auf der Achsverzahnung verschieben lässt. Öffnen und schließen Sie beide Schrauben immer nur eine halbe bis ganze Umdrehung, damit die jeweils andere nicht verkantet. Ist diese Klemmung lose, lässt sich auch die Sternschraube, die die Kurbel auf die Achse spannt, mit einigen parallel aufgeklappten Werkzeugen Ihres Multitools leicht auf- und handfest (das reicht) wieder zudrehen. Wenn Sie jetzt die gelöste Achse seitlich Richtung Klemmstelle schieben, kommt jede Kette aus der Klemme. Legen Sie den Gliederstrang aufs Kettenblatt und kurbeln Sie einmal durch: Kette sitzt wieder. Justieren Sie den Anschlag des Umwerfers neu, damit die Kette zukünftig sicher auf dem Blatt bleibt.


 Familie Mit Kindern auf Radtour

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Ideal für einen Radurlaub mit Kindern: Der Vinschgau-Radweg zwischen Mals und Meran.


Nachwuchs Tourer Text Angelika Urbach Fotos Angelika Urbach und Daniel Simon

Eine Radreise ist der perfekte Familienurlaub: Eltern und Kinder teilen dabei kostbare Momente und treten für ein gemeinsames Ziel in die Pedale. Mit der richtigen Planung wird Ihr Mehrtäger ein Spaß für Groß und Klein.

Entspannter können Familien kaum reisen: Während die Kinder auf ruhigen Wegen gemütlich dahin pedalieren, finden Eltern inmitten der grünen Natur herrliche Erholung vom stressigen Alltag zu Hause. Auf Tour ist die ganze Familie von früh bis spät zusammen, teilt spannende Erlebnisse und Begegnungen am Wegrand, trifft Entscheidungen gemeinsam und meistert jede Tagesetappe als Team. So werden Radreisen zu einem kostbaren Gemeinschaftserlebnis, das Kindern meist viel länger in Erinnerung bleibt als ein Urlaub, bei dem jedes Familienmitglied seiner eigenen Wege geht: Pool für die Mama, Sport für den Papa und Bespaßung im Kinderclub für den Nachwuchs. Schritt 1: die passende Route wählen Eine gelungene Radreise mit Kindern beginnt bei der Wahl der richtigen Route. Ob diese durch Bayern, entlang der Nordseeküste oder durch die Mecklenburger Seenplatte führt, ist zunächst zweitrangig. Auch touristische Highlights aus dem Reiseführer spielen eine untergeordnete Rolle, denn die besten Attraktionen liegen meist direkt neben dem Weg: z.B. eine Pferdekoppel, Pusteblumen oder ein Baumstamm zum Balancieren. Über die gute Laune unterwegs entscheiden in erster Linie die Beschaffenheit und die Infrastruktur des Weges. Vier Dinge sollten Eltern bei der Planung und Ausarbeitung der Route beachten: 1. Kinder benötigen Wege ohne Autoverkehr, auf denen sie gefahrlos strampeln können. Der Belag muss nicht unbedingt asphaltiert sein, aber doch frei von grobem Schotter. Andernfalls geht schnell die Kraft aus. 2. Flaches oder leicht abschüssiges Gelände ohne Steigungen erleichtert dem Nachwuchs das Treten. 3. Suchen Sie nach Landschaften, die Ihren Liebling in den Pausen zum Spielen und Entdecken einladen. Radwege entlang steiniger Flussufer oder durch urwüchsige Wälder eignen sich für spannende Stopps, in denen Kinder die Natur erforschen können – und sich ganz nebenbei von der Monotonie des Tretens erholen. 4. Lückenlos ausgeschilderte Wege ersparen Eltern häufige Orientierungsstopps, die die Geduld kleiner Pedalritter mitunter stark strapazieren. 5. Gut, wenn die Strecke entlang öffentlicher Verkehrslinien

verläuft. Dann lässt sich eine Tagesetappe individuell abkürzen, wenn der Tourennachwuchs beispielsweise nach einem Sturz nicht mehr weiterfahren will. Unser Tipp: Entlang von Flüssen mit Schiffsverkehr oder Regionalbahnlinien klappt der Transport von Fahrrädern meist gut. Darüber hinaus fahren mancherorts im Sommer Fahrradbusse; Auskünfte bei örtlichen Fremdenverkehrsbüros. Schritt 2: Tagesetappen berechnen Länge und Schwierigkeitsgrad der einzelnen Etappen bemessen sich immer an der Leistungsfähigkeit des schwächsten Mitglieds der Familie. Diese lässt sich durch Pauschalangaben in Relation zum Alter nur vage ermitteln, da die Entwicklung von Kindern individuell verläuft. Als Anhaltspunkt gilt:

Mama, Sind wir bald da? Kindern fehlen die Kraft und die mentale Ausdauer, um viele Kilometer zu treten. So kitzeln Sie den Ehrgeiz der Kleinen:

1. WETTrennen Kurze Herausforderungen wie ein Wettrennen gegen den Papa bringen Schwung und Abwechslung. Schön, wenn Eltern dabei auch mal verlieren können!

2. Suchfahrt Ist der Radweg mit Wegweisern versehen? Für jedes zuerst entdeckte Schild gibt es einen Punkt. Und der Sieger nach Punkten erhält ein Eis. 3. Belohnung Kaum zu glauben, wie sehr die Aussicht auf einen Stopp in der Bäckerei des nächsten Ortes oder im Schwimmbad müde Radfahrer beflügelt. 4. Spielstopp Ein Halt am nächsten Abenteuerspielplatz fördert die Erholung. Kein Spielplatz in Sicht? Dann rufen Sie einen Familienwettstreit im Zielwerfen mit Steinen aus oder spielen „Fang mich“ auf der nächsten Wiese. 5. Snacks Kinder benötigen häufiger Nachschub an Nährstoffen als Erwachsene. Ein süßer Riegel liefert neue Energie.

4-2012 TREKKINGBIKE

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Extra: Moderne Stadtr채der

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Heft 4-2012

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Der neue Radladen tr채gt weiSS 8 trendige Cityr채der im Test


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schöne

neue

Radwelt Text und Fotos Jörg Spaniol

Modische Menschen bevölkern die Radwege, Radläden werden zu Boutiquen – das Fahrrad wandelt sich zum städtischen Trendgefährt. Zwei Trendsetter der urbanen Fahrradkultur geben Auskunft über die Geheimnisse guten Velo-Stils.

Stilrad: Der Radladen als Kunstgalerie.

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Unterwegs... von Linz zum Schwarzen Meer

Verlobungsreise

auf zwei Rädern

Klara und Florian radeln 17 Tage von Linz nach Constanta am Schwarzen Meer. Steinewerfer, Hunde und sengende Hitze machen die Reise zur Bewährungsprobe.

Verdientes Feierabendbier nach einem langen Tag im Sattel.

Text und fotos Florian Prüller

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„Ist das flach hier, das hat ja nie ein Ende“, höre ich Klara von meinem Windschatten aus seufzen. Umgeben von den endlosen Weiten der rumänischen Mais-, Weizen- und Sonnenblumenfelder, bewegen wir uns mit unseren vollbepackten Fahrrädern unter der sengenden Sommerhitze langsam gen Osten. Jede Kurbelumdrehung bringt uns weiter nach Constanta – die Monotonie der Bewegung und der Landschaft ist schon fast meditativ und lässt uns täglich rund sieben Stunden im Sattel verweilen, wobei die gesamte Fahrt wie ein langer Tag vergeht. Es ist ein schönes Gefühl ist, mal direkt von der Haustüre weg in den Radurlaub zu starten und einfach immer der Donau zu folgen bis man am Meer „ansteht“. Ein Hochgefühl beflügelt uns aber auch, da diese Reise zu unserer Verlobungsreise wurde, denn eine halbe Stunde vorher hat

die zukünftige Braut ihr Jawort gegeben. Die Wachau mit ihren imposanten Weinhängen ist ein kulturelles und landschaftliches Highlight bei einer Reise entlang der Donau. Über Hainburg gelangen wir nach Bratislava und nachdem wir die Stadt ohne langwierige Besichtigung hinter uns lassen, radeln wir stundenlang die flachen Dämme der Slowakei entlang. Nur selten erblicken wir eines der vor Ungarn ist Heimat zahlreicher

Über der alten ungarischen Stadt Esztergom thront die Basilika.

Störche.


Abstecher durchs Gebirge bei Negotin (Serbien).

960 km 5 Bundesländer 200 Bett+Bike Betriebe

3

Mehr erleben: D-Route 3!

Bis Rumänien ist der Donau— radweg sehr gut beschildert.

Fortbewegung im Süden Rumäniens.

Trotzdem erreichen wir verschwitzt und abgekämpft Szentendre kurz vor Budapest, unseren ersten Meilenstein auf unserer Reise ans Schwarze Meer. Die Orientierung ist ganz einfach: „Immer Riesenburger für hungrige Radl der Donau flussabwärts folgen und wenn er. man nicht mehr weiter kann hat, ist sich hin dösenden Dörfer, die aussehen das Ziel erreicht.“ Ganz so simpel ist es als wenn sie den Beitritt zur EU verschla- dann aber doch nicht. Gutes Kartenmafen hätten. Auf den Teichkronen und terial ist unerlässlich, um sich auf den kleinen Landstraßen, die sich die Donau Straßen, Dämmen und Schotterwegen entlang immer weiter in die panonische zurechtzufinden. Zwar ist der DonauradTiefebene hinein schlängeln, erreichen weg grundsätzlich bis Budapest sehr gut wir bei hochsommerlichen Temperaturen und bis Serbien ausreichend beschildert, Esztergom, eine der ältesten Städte um aber die unterschiedlichen Routen Ungarns, welche von einer auf einem bestmöglich auswählen zu können, hilft Hügel thronenden imposanten Basiliein Blick auf die Karte immer wieder. ka geprägt ist. Rein landschaftlich hat In Rumänien und Bulgarien konnten der weitere Weg durch den Duna-Ipoly wir dann keine Wegweiser mehr ausNemzeti Park mit seinen Burgen und findig machen – die sind auch nicht steilen Hängen wieder mehr zu bieten. mehr nötig, da der Radweg offiziell aus Die Ufer der Donau laden immer wieeiner einzigen Bundesstraße von West der ein, Körper und Geist abzukühlen. nach Ost besteht. Entweder auf der

Einige der vor sich hin dösenden Dörfer sehen aus, als hätten sie den Beitritt zur EU verschlafen.

wollen entWie viel sie erleben ein: Sieben scheiden sie ganz all tätten besuchen, UNESCO-Welterbe-S en genießen, vielfältige Landschaft entdecken, ursprüngliche Orte knüpfen – interessante Kontakte nügt. einfach losfahren ge

tschland.de www.radnetz-deu

Initiatoren und Projektverantwortliche:


Fahrradmesse Spezi

etwas

anders

Radeln Ende April ist Spezi-Zeit. Die Spezialradmesse lockt seit 17 Jahren ihr engagiertes Publikum in die Pfalz. Es feiert die bunten Seitenzweige und die jüngsten Triebe der Fahrrad-Evolution.

Text und Fotos Jörg Spaniol

eigenbau-tieflieger

von Martin Schröferl und Christoph Moder

Mit ihren selbst gebauten CarbonLiegerädern stehlen die beiden Freunde manchem Aussteller die Schau. Nur 9,5 Kilo soll eines davon wiegen, und schnell machen sie außerdem: „Mein Rekord waren mal 200 Kilometer in fünf Stunden, mit Gepäck“, sagt Martin Schröferl. Auf dem Weg zur Spezi haben sie auch nicht gebummelt: In acht Tagen sind sie von München herübergeradelt – mit einem Umweg über Slowenien, Mailand und den Bodensee. Mit dem Solarpanel auf seiner Bauchtasche lädt Christoph Moder unterwegs die Bordelektronik auf.

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A

Blick nach innen, und immer schön um den Parcours fahren: wie fühlt es sich an, das Test-Liegerad?

75 Zähne Spezialräder brauchen Spezialteile: Ein Kettenblatt mit 75 Zähnen bringt mächtig Entfaltung.

m Busbahnhof von Germersheim ist heute die Hölle los. Menschen in Leuchtwesten blasen in Trillerpfeifen, winken, rufen. Absperrgitter stehen herum. Auf die Fahrbahn traut sich ohnehin keiner – denn es ist Spezi-Time in Germersheim, und da wird der Busbahnhof zur Teststrecke. Für zwei Tage haben Radler die Busse verdrängt. „Langsam in der Kurve!“, ruft ein Streckenposten, als ein elektrisch verstärkter Liegeradler mit aufgerissenen Augen vorbeischießt, die Spur noch etwas verzittert vom ungewohnten Lenkverhalten. „Bitte jetzt wirklich absteigen“, mahnt der Posten, als ein Pärchen gar nicht aufhören will, verzückt auf einem Dreirad-Tandem zu rotieren. Doch das Gedränge am Einlass ist groß: 150 Spezialräder stehen im Testfuhrpark, und viele der 9000 Besucher sind extra angereist, um diesen Gefährten einmal die Sporen zu geben. Öffnet sich der Einlass zum Fuhrpark, geht ein Gerenne los wie einst am Kinderkarussell: Wer bekommt das Feuerwehrauto, wer den Jet, wer das Pferd? Vom Tieflieger bis zum Lastenrad – hier stehen die Räder, über die sich die Fangemeinde mangels praktischer Testmöglichkeiten sonst im Internet austauscht. Während auf dem Testparcours bisweilen der Spieltrieb regiert, tummeln sich in der voll gestellten Stadthalle die Fachmenschen. Wo sonst trifft man jemanden, mit dem sich über Gangschaltungen fürs Einrad oder die Vorteile der Mac-Pherson-Radaufhängung am Dreirad fachsimpeln lässt? Wo sonst bekommt man Trikots, bei denen die Taschen auf dem Bauch statt auf dem Rücken angenäht sind (auf dem der Liegeradler eben liegt)? Die „Spezialradmesse“, die mittlerweile zum siebzehnten Mal in dem Pfälzer Kleinstädtchen stattfand, sammelt ihr Publikum aus vielen Ländern ein: Holländisch, italienisch, französisch klingt es im Freigelände, und zwei Amerikaner stellen fest, dies sei das „Rock’n Roll-Festival des Radfahrens“. An Punkrock haben sie dabei sicher nicht gedacht, denn dafür ist das Publikum in Stil und Alter einfach zu gesetzt. Und doch ist der Vergleich mit dem Musik­ereignis nicht ganz falsch: was zählt, ist das Lebensgefühl und der Austausch mit den anderen verstreut Lebenden, für die das normale „Aufrechtrad“ nicht das Ende der Evolution markiert. Auf der Spezi treffen sich die Fans des unkonventionellen Rades – und zwar auf beiden Seiten der Aussteller-Tresen. Publikumsnähe? Deutlich stärker als beim Rock-Ereignis. Denn obwohl sich die Branche in den über 20 Jahren Liegeradentwicklung deutlich professionalisiert hat, sind die Firmen klein. So ist mancher Hersteller sichtbar interessiert an der Rückmeldung seiner Kunden, die oft genug mit eigenmächtig verändertem Serienmaterial nach Germersheim rollen – und sich schon beim Einparken so ins Gespräch mit dem Nachbarn vertiefen, dass die Messe in den Hintergrund tritt. Als am Samstagabend alle Rennen gefahren und die Räder für diesen Tag getestet sind, leert sich das Gelände allmählich. Grüppchen plaudern noch und bestaunen Privatfahrzeuge, ein per Bahn angereister Referent mit großem Rucksack sichtet die Umgebung nach einem ruhigen Plätzchen draußen, um seinen Schlafsack auszurollen, Reise­ radler kochen auf den Stufen der Stadthalle ihr Abendessen. Rockfestival, erweitertes Familientreffen oder weltanschaulicher Kongress? Das Germersheimer Traditionstreffen ist alles davon. Und in der einmaligen Mischung seiner Zutaten ganz einfach … das Zentrum einer parallelen Radwelt.

Lust auf eine neue Perspektive? Legen Sie die Beine hoch! Ihr Alltag ist schon anstrengend genug. Lässig sitzen Sie auf dem Reiseliegerad Street Machine Gte in der windschnittigen Position, für die Sie früher kräftig buckeln mussten. Enstpannt genießen Sie die Panoramaperspektive! Fahrvergnügen serienmäßig. Mit einigen kraftvollen Tritten beschleunigen Sie ungewohnt schnell – agil in engen Gassen und laufruhig auf der Landstraße. Hier liegen Sie richtig. Nehmen Sie Platz in HP Velotechniks luftigem ErgoMesh®Netzsitz oder dem einstellbaren BodyLink®Schalensitz. Der ist gut für Ihren Po, Ihre Bandscheiben und Ihre Familienplanung. Flexibel wie das Leben gibt er angenehmen Halt für dynamische Sprints. Testurteil: Sehr gut. „HP Velotechnik versteht es, erstklassige Liegeräder zu bauen. Das Geschoss unter mir ist wohl das Beste, was man sich kaufen kann. Denn die weiterentwickelte Street Machine Gte ist ein perfekt gemachter, äußerst harmonisch und kompetent zusammengestellter Edel-Tourer. Sie beweist erstklassige Touren- und Reisetauglichkeit! Ein überragendes Liegerad, absolut empfehlenswert!“ aktivRadfahren Erleben Sie selbst bei einer Probefahrt, wieviel Spaß unsere Räder auf Ihren Touren machen – auf Wunsch auch mit Elektromotor. Fordern Sie jetzt Ihr kostenloses LiegeradInfo-Paket an!

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Zubehör Pedale

BindeGlieder Was macht ein Fahrrad zum Fahrrad? Es gibt Fahrräder ohne Gangschaltung, ohne Bremsen und sogar ohne Ketten, aber kaum ein Fahrrad ohne Pedale. Erst dieses unterschätzte Teil verwandelte die Laufmaschine von Karl Drais in ein ernstzunehmendes Transportmittel.

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Text Kai Hilbertz Fotos Daniel Simon

Trekkingbike-Autor Dipl.-Ing. Kai Hilbertz hat sich Pedale vieler Kategorien angeschaut und ausprobiert.

Wer sich im Jahre 2012 wegen hoher Spritpreise aufs Fahrrad setzt, schließt einen Kreis, der vor zweihundert Jahren seinen Anfang nahm. Anfang des 19. Jahrhunderts waren die Preise für Hafer als Futtermittel für Pferde so wichtig wie der Ölpreis heute; durch die Napoleonischen Kriege waren sie bereits stark gestiegen. Dann führte der massive Vulkanausbruch auf Tambora zum Jahr ohne Sommer 1816. Hungersnöte in ganz Europa und die Schlachtung vieler Pferde beflügelten die Drais’sche Erfindung eines pferdelosen Gefährts im darauffolgenden Jahr. Obwohl die Laufmaschine von Karl Drais eine wichtige Erfindung war, so machten erst Pedale aus dem Spielzeug ein Fahrzeug. Ob Kirkpatrick Macmillan um 1840 wirklich die ersten Pedale erfand, ist umstritten. Die meisten sehen Pierre Michaux oder Pierre Lallement als die Erfinder des Pedals in den 1860ern. Unstrittig ist, dass Michaux ab 1867 Velocipedes mit Pedalen produzierte und dass es ab 1868 in Paris den allerersten Fahrradboom gab. Wer heute Rad fährt, wandelt auf den Spuren dieser Pioniere. Verteilte sich früher die Produktion auf sehr viele verschiedene Pedalhersteller, so werden heute die meisten Pedale von ein paar taiwanesischen Firmen wie Wellgo und VP Components produziert. Xpedo ist die High-End-Marke von Wellgo, während die frühere VP-Tochter Exustar inzwischen unabhängig geworden ist. Viele andere Firmen lassen ihre Pedale von den großen Zwei produzieren. Abgesehen vom Riesen

Shimano, werden eigene Pedale ansonsten überwiegend von etwas kleineren Firmen wie LOOK oder MKS hergestellt, dazu kommen Manufakturen wie White Industries. Manche Radfahrer machen sich nicht viele Gedanken über ihre Pedale, so lange sie funktionieren. Doch die Pedale übernehmen als Bindeglied zwischen Mensch und Maschine eine überaus wichtige Funktion. Dabei gibt es, vereinfacht ausgedrückt, zwei Pedalarten: konventionelle Pedale mit Käfig oder Plattform, die teilweise auch mit Pedalhaken gefahren werden können, und Klickpedale, die über mechanische Bindungen verfügen. Bei den „Klickies“ gibt es, herstellerbedingt, verschiedene Systeme. Schlechte oder schlecht ausgesuchte Pedale können den Fahrspaß beeinträchtigen und kosten Kraft. Wenn man sich dagegen die Mühe macht, Pedale auszusuchen, die gut zum avisierten Fahrzweck und zu einem selbst passen, wird man durch ein angenehmeres und effizienteres Fahr­erlebnis belohnt. Wer sich etwas umschaut, wird schnell feststellen, dass es eine schier unübersichtliche Anzahl verschiedener Pedalmodelle gibt, und das ständig neue Modelle hinzukommen. Dieser Artikel will anhand von zwölf, zum Teil sehr unterschiedlichen Modellen die große Bandbreite von Pedalen skizzieren, wie sie für Stadtradler, Pendler, Touren- und Trailfahrer relevant sind. Es werden bewusst keine rennradspezifische Klickpedale präsentiert, da sie bei Trekkingbikes keine Rolle spielen.

Vorsicht bei billigpedalen Man bekommt schon für unter 10 Euro einen Satz Pedale. Aber machen billige Pedale auch Sinn? Einiges spricht dafür, lieber in Qualität zu investieren.

Wer für 8,95 Euro einen Satz Pedale gekauft hat, hat zwar wenig Geld ausgegeben, aber nicht unbedingt gut gewirtschaftet. Billige Pedale (Foto oben) sind mit Konuslager minderer Qualität ausgestattet. So kommt es bei einem Satz häufig vor, dass zwar das eine Pedal noch halbwegs „rund“ läuft, dafür sein Pendant deutlich mehr reibt und sich nicht so gut dreht. Sowohl die Reibung im Lager wie auch seine Langlebigkeit sind mehr oder minder Glückssache. Ab circa 18-20 Euro gibt es dagegen Qualitätspedale mit gedichteten Industrielagern (Foto unten). Sie laufen nicht nur besser, sondern auch wesentlich länger, und sind damit ihren Mehrpreis wert. Setzen Sie beim Kauf lieber auf Qualität und Langlebigkeit.


Urlaubsplaner ADFC-Sterne-Touren

Neue Qualitätsradroute in Österreich: Tauern-Radweg beim Gasteinertal.

Deutschland-Österreich

Alte Salzstrasse Lüneburg Berlin Oder-Spree-Tour Spree Marburg Lahntal

Freiburg Wien

Südschwarzwald

Tauern-radweg Neusiedler see

Die Zehn Testkriterien 1. Eindeutiger Name 2. „Nationaler Rang“: Bekanntheit, Pauschalangebote, Länge 3. Befahrbarkeit: Breite, Umlaufschranken, Poller, Stufen, Treppen, Gefahrenstellen 4. Fahrbahnoberfläche: Material, Schiebestrecken, Querrillen, große Löcher 5. Wegweisung: Art der Wegweisung, falsche Richtung, fehlende Schilder, schlecht lesbare Schrift, Widerspruch zur StVO 6. Routenführung: Lärmbelastung, Geruchsbelästigung, Staubbelästigung, Umwege, Thema verfehlt, Höhenmeter, monotone Führung 7.Kfz-Verkehrsbelastung: autofrei, Klassen nach Kfz-Belastungen, ungesicherte Querungen 8. Touristische Infrastruktur: Unterkunftsstruktur, Campingplätze, Gastronomie, Bett & Bike-Betriebe, Tourist-Info, Infotafeln, Abstellanlagen, Fahrradbox/Radstation, Spielplätze, Schutzhütten, Rastplätze 9. Anbindung der Route an öffentliche Verkehrsmittel: Häufigkeit des Bahn-Fernverkehrs mit Fahrradmitnahme, Häufigkeit des Öffentlichen Verkehrs mit Fahrradmitnahme, Fahrradbus 10. Marketing: vorhandenes Karten- und Informationsmaterial, in Abhängigkeit von Maßstab und Aktualität, Internetpräsenz

neue Stars: siebe Die Zahl der Qualitätsradrouten ist auf 29 angewachsen. Mittlerweile zählen auch sechs Fernradwege in Österreich dazu. Wir stellen die sieben interessantesten Newcomer vor.

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Foto: Daniel Simon

n Sterne-touren 4-2012 TREKKINGBIKE 105


Reise Emsland

flachland Links und rechts der Ems warten alles andere als steile Berge, daf체r romantische Auen, schmucke St채dtchen wie Meppen und Papenburg, niederl채ndische Akzente und ein exzellent ausgebautes Radwegenetz.

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Schöne, alte Allee bei Lingen (links). Die historische Wind- und Wassermühle in Hüven (oben).

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Vorschau September-Oktober 2012

27. Juni 2012, 11. Jahrgang / Heft 4/2012 Chefredakteur: Tom Bierl (verantwortlich)

Fotos: Daniel Simon (3), Jörg Spaniol, Stefan Bau, Neele Margarete, Hersteller

Art Direction: Hildegard Imping

Spezial:

29er

Redaktion: Jochen Donner (Test & Technik), Armin Herb (Reise & Touren), Barbara Merz-Weigandt (Schlussredaktion & Zubehör), Jörg Spaniol (Reportage & Technik), Angelika Urbach (Familie & Gesundheit), Anette Jacoby (Assistenz), Tina Brandes (Leserservice) Bildredaktion: Daniel Simon Labor/Werkstatt: Hans-Peter Ettenberger Mitarbeiter dieser Ausgabe: Sven Bremer, Kai Hilbertz, Jens Hübner, Florian Prüller, Christian Rolle (Karten) Fotos: Martin Kirchner, Daniel Simon, Jörg Spaniol, Angelika Urbach Trekkingbike-Redaktion Steinerstraße 15 (Haus D) 81369 München, Postfach 701120, 81310 München Fon 089/729602-0, Fax 089/729602-40 E-Mail-Adresse: info@trekkingbike.com Internet: www.trekkingbike.com TREKKINGBIKE erscheint im Delius Klasing Verlag -Leser-Hotline: 0521/559922 Alles unter einer Nummer: Abo-Service, Kleinanzeigen, Heftnachbestellungen u.v.m.

Neuheiten 2013

Vorschau auf das neue Radjahr

Ist größer besser? Große Räder mit dicken Reifen sind beim Mountainbike der Trend des Jahres. Liegt ihr wahres Potenzial im Trekking- und Tourenbereich?

Das neue Jahr schickt seine Räder voraus. Schon vor den Messen zeigt TREKKINGBIKE, was den Entwicklern für 2013 eingefallen ist.

Delius Klasing Verlag GmbH Siekerwall 21, 33602 Bielefeld, Postfach 101671, 33516 ­Bielefeld, Fon 0521/559-0, Fax 0521/559114, E-Mail info@delius-klasing.de Konto: Postbank ­Hannover 109021-301, Commerzbank, Bielefeld (BLZ 480800202), Konto-Nr. 208394200 Verlagsleitung Markus Gries Director Media Sales Ingo van Holt, Fon 0521/ 559-909, Fax 0521/ 559-88-909 Anzeigenleitung Radsport-Magazine Ingeborg Bockstette, Fon 0521/559270, Fax 0521/55988270 Disposition: Fon 0521/559274 Gültige Anzeigenpreisliste Nr. 10

Reisen test

TREKKINGBIKE erscheint sechs Mal jährlich. Einzelheftpreis: 4,50 ¤ Jahresabonnement Inland: 27,00 ¤ Jahresabonnement Ausland: 36,30 ¤ jeweils inkl. Versandkosten TREKKINGBIKE ist nach Ablauf des Mindestbezugszeitraumes jederzeit kündbar.

Radträger fürs Auto 15 Modelle für Dach und Heck im harten Praxis-Check: Wie komfortabel reist das Rad – und wer übersteht den Elchtest?

Vertrieb Abo: Fon 0521/559922 Fax 0521/559114 Vertrieb Grosso und Bahnhofsbuchhandel DPV Network GmbH Hamburg, Fon 040/378450, www.dpv-network.de

Wein und Wellness

Produktionsleitung: Olaf Klinger

Zum Wohl! Unser Reiseplaner verrät, wo Radtour, Weinprobe und Wellness perfekt zusammengehen.

Zubehör

Rad-Innenhosen Unverzichtbar und unterschätzt: Die Funktionsunterschiede bei Rad-Innenhosen sind gewaltig. Zwölf Unterzieher im Praxistest.

Kaufberatung

Solo für Neele Längs durch die USA – und abends zu Gast bei Fremden. Die abenteuerliche Radreise der Neele Margarete.

Lenker Die Form ist kein Zufall: Jeder Lenker passt zu einem bestimmten Fahrertyp. Ein TREKKINGBIKE-Wegweiser zum perfekten Fahrgefühl.

DAS NÄCHSTE HEFT ERSCHEINT AM 22. AUGUST 2012. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass in der Vorschau angekündigte Themen aus aktuellen Gründen verschoben werden können. 130 TREKKINGBIKE 4-2012

Reproduktionen: Nureg GmbH Dorfäckerstr. 31, 90427 Nürnberg Druck: Kunst- und Werbedruck 32549 Bad Oeynhausen Diese Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen einzelnen Bei­träge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes bedarf der Zustimmung des Verlages. Die Verwendung von Zitaten aus Testberichten für Anzeigen ist nur nach Absprache mit dem Verlag möglich. Durch Annahme eines ­Manuskriptes erwirbt der Verlag das ausschließliche Recht zur Veröffentlichung. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung übernommen. TREKKINGBIKE wird ganz oder in Teilen im Print und digital vertrieben. ISSN 1860-1421 Im Delius Klasing Verlag erscheinen außerdem:


www.trekkingbike.com

© Foto: Daniel Simon

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Leseprobe 4/2012  

Trekkingbike Das Fahrradmagazin Ausgabe 4/2012 Juli-August

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