Fountain 3

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des über die Jahre verlassenen Ortes erhalten bleibt, pflanzte man Wildblumen und dichtes Buschwerk, das sich in den 1980er Jahren angesiedelt hatte, nach. Der erste Teilabschnitt eröffnete Mitte Juni 2009, der zweite im Juni 2011. Die Fotografien der High Line habe ich ein paar Tage nach der Eröffnung aufgenommen. Man fühlt sich priviligiert, dass der Eintritt gewährt wird, dass man teilhaben darf. Der Park, der zum Müßiggang, Innehalten und Abschalten einladen soll, wirkt in der Kulisse mit den von Pflanzen überwachsenen Schienen, historischen Industriegebäuden, grauem Himmel, frischen, grünen Büschen und Wildblumen so abgehoben und irreal, um diese Künstlichkeit geht es in meinen Arbeiten. Gabriele: Interessant ist, dass diese Parklandschaft auf Grund von Bürgerinitiativen entstanden ist, und so als Pilotprojekt eines neuen grünen gesellschaftlichen Bewusstseins vor dem Hintergrund der Ökonomisierung eine wichtige Rolle spielt. Du hast in dieser Stadt schon viel Zeit verbracht, 2008 zwei Monate hier gewohnt und kehrst seither jährlich wieder, was waren deine letzten Highlights? Elisabeth: Im Bereich Ausstellungen war es Kenneth Anger, Filme, PS1, Juni 2009; und ein Brief an dich vom 7. März 2011: Liebe Gabi, ich bin jetzt im WmcA, habe ein ziemlich dunkles Loch von Zimmer,... und gestern hat es geregnet cats and dogs, aber ich lass mich eh nicht unterkriegen. Ich fototgrafiere nach wie vor Parks. Gestern war ich Stunden bei B+H, das ist dieses fantastische Kamerageschäft, das mein Herz höher schlagen lässt und am Abend in Brooklyn, bei meiner Uraltfreundin, sie ist jetzt Galeristin, bewundernswert, habe mir dort ein paar Galerien angeschaut.... Die Zeit läuft, und es ist so eine tolle kostbare Zeit hier, das weiss ich auch sehr zu schätzen. Du kannst dich auf NY freuen, es gibt unglaublich viel zu tun und es ist einfach sehr sehr inspirierend... Gabriele: Und so war es dann auch...

Eva Teissl, 2011

Manifest – Ekstase – Dichte – Entwurf – Blocks – Ghostwriter – Programm – Projekt – Kolonie – Prophezeiung – Bericht – Religion – Teppich – Turm – Kugel – Kontrast Laboratorium – Streifen – Verbindung – Gleise – Turm – Treibgut Invasion – Flugbahn – Elektrizität – Zylinder – Pferde – Formel – Astronauten – Theorie – Infrastruktur – Erscheinung – Dach – Sprung – Schreibtisch – Kartografie Defizit Aussenposten – Revolution – Fiasko – Verdammung – Kasernen – Trumm – Kugel – Sockel – Stationen – Diskrepanz – Fundament – Feuer – Ende Hausgäste – Niederwerfung – Die Besiedelung der Lüfte – Die Vervielfachung der Welt – Theorem – Alibi – Tarnung – Triumpf – Modell – Die Annexion des Turms – Gebäude – Der Block für sich – Zunge Standbild – Kathedrale – Automonument – Lobotomie – Experiment – Haus – Stolz Höhle – Schisma – Schatten – Gesetz – Dorf – Nebel – Athen – Korrekturen – Forschungsarbeit – Bemühungen – Schoss – Börsenkrach – Klarstellung – Treibsand – Venedig – Stau – Kultur – 1931 – Leere – Ballett – Frau Paroxysmus – Konkurrenz – Standort – Spaltung – Aura – Zwilling – Feldzug – Tod – Befreiung – Programm – Lastwagen – Säge – Traumplanung – Luftschiff – Obdachlosigkeit – Kommune – Problem – Einsamkeiten – Geschichte – Tentakel – Spielfilm – Epos – Kuh – Apotheose – Territorien – Brutkasten – Repräsentant – Globus 1 – Theorie – Gold – Globus 2 – Eisberg – Schisma – Schizophrenie – Vorahnung – Berge – Barriere – Paradoxon – Ursprünge – Nieten – Krater – Börsenkrach – Fakten – Test – Wettbewerb – Verkehrsschnittpunkt – Gehirn – Ehe – Belagerung – Archäologie – Projekt Die Begriffe bezeichnen die Überschriften aus dem Buch Rem Koolhaas, Delirious New York, ein retroaktives Manifest für Manhattan. 79


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