Culinarisch! 2021

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2021


Editorial

Eine Zeit für Dankbarkeit Das vergangene Jahr zwang uns dazu, Gewohntes, ja Selbstverständliches in einem völlig unerwarteten neuen Licht zu sehen. Was am einen Tag noch im Überfluss zur Verfügung stand, war am nächsten Morgen ausverkauft und Mangelware. Die ungewohnten Lücken im Regal wurden nicht mehr aufgefüllt. Eine erschreckende Erfahrung war, wie rasend schnell sich die harmlose Frage «Wo gehen wir morgen einkaufen?» veränderte zur ernsthaften Überlegung: «Wo bekomme ich morgen noch alles Notwendige für den täglichen Bedarf?» Bei der Gründung von CULINARIUM vor 21 Jahren hatte kaum jemand eine derart dramatische Situation vor Augen. Doch die seither mit viel Herzblut und nachhaltigem Erfolg gestärkte Produktion und Vermarktung von einheimischen Nahrungsmitteln leistete einen beruhigenden Beitrag zur Versorgungssicherheit. Unsere regionalen Produzenten waren rasch bereit und haben keinen Aufwand gescheut, um die vielen neuen Seit 20 Jahren tragen Präsident Walter Müller (links) und Urs Bolliger als Geschäftsführer die Marke CULINARIUM.

Kunden zu bedienen, von denen sonst nicht wenige gern jenseits der Grenze einkaufen, weil es dort halt … In diesem Moment waren sie froh, dass es im Hofladen noch genug Kartoffeln gab. Und ein freundliches Lächeln. Ich bin sicher, viele Menschen haben in dieser Zeit das vielfältige Lebensmittelangebot in ihrer Region – vor ihrer Haustüre! – wieder bewusster wahrgenommen und schätzen gelernt. Diese ganz und gar nicht selbstverständliche Dienstleistung verdient unseren respektvollen Dank. Doch damit ist es nicht getan. Nach dem Danken kommt das Denken! Wir haben es alle erlebt: Hochwertige Nahrungsmittel aus der Region sind auch in einer scheinbar so stark vernetzten Welt eine Lebensversicherung. Das geht in guten Zeiten manchmal vergessen. Tragen wir Sorge dazu, damit wir uns auch künftig im Notfall darauf verlassen können. Es ist einfach: Die Nahversorgung wird durch regelmässige Nachfrage gestärkt. Mit bewusstem Konsum in der Region schaffen wir uns quasi einen Notvorrat. Darum im Namen aller unserer Mitglieder ein herzliches Dankeschön an all die Konsumentinnen und Konsumenten, die mit ihren täglichen Kaufentscheidungen ihre Verantwortung wahrnehmen und mithelfen, dass regionale Nahversorgung und Wertschöpfung eine Zukunft haben im CULINARIUM-Land.

Walter Müller Altnationalrat und Präsident des Trägervereins CULINARIUM

IMPRESSUM Herausgeber Trägerverein CULINARIUM, Rheinhofstr. 11, 9465 Salez, 071 552 13 30, info@culinarium.ch, culinarium.ch Redaktion Daniel Luther, Urs Bolliger Freie Journalistinnen Cécile Alge, Silja Lippuner Layout Janine Simons, Daniel Luther Titelbild Daniel Luther Fotos Daniel Luther, stock.adobe.com, envato.com, Archiv CULINARIUM Druck Galledia AG, Berneck Auflage 22 500 Ex.

Die Wiedergabe von Artikeln und Bildern, auch auszugsweise oder in Ausschnitten, ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion gestattet.


CULINARIUM

Land & Leute

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Leitartikel: Die Krise als Chance?

58 CULINARIUM-König 2021: Christian Lütolf lässt

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Regionalität ist relevanter denn je – Ein Gespräch

mit CULINARIUM-Geschäftsführer Urs Bolliger

62 Vo Puur zu Puur: Landwirtschaft live erleben

den Ribelmais rocken

12 Qualitätszeichen AOP und IGP: Die Wert-

63 Preisgekrönte Regionalprodukte

68 Exotische Regionalität: Hanspeter Meyer setzt

schätzung wächst

14 Genuss-Agenda 2021

auf Orchideenzucht

18 Könige für ein Jahr – CULINARIUM-König Wein Fleisch, Fisch & Geflügel

70 Beweglichkeit ist eine alte Winzertugend

20 Regionale Metzgereien und wie sie diese

72 Interview mit Branchenpräsident Stefan Hörner

73 Prämierte St. Galler Weine

Zeiten meistern

28 Näf-Metzg Mosnang: Aus der Nachbarschaft

das Beste machen!

Getränke 80 Schorle – Wie man eine Krise mit Mineralwasser löst

Milch & Käse 34 Butter & Krise – ein unzertrennliches Paar

Service 89 Adressverzeichnis aller CULINARIUM-Lizenznehmer

Gastronomie & Gemeinschaftsgastronomie

96 Ein neues Power-Duo für den CULINARIUM-Club

44 Regionale Betriebe unterstützen mit Gutscheinen 46 CULINARIUM-König 2021: Marc Wöhrle

und die Seeburg in Kreuzlingen

52 Verborgene Helden – die wichtige Rolle

der Gemeinschaftsgastronomie

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CULINARIUM

Die Krise als

Chance? Es sind wahrhaft herausfordernde Zeiten, die ohne Vorwarnung über die ganze Welt hereingebrochen sind und vieles infrage stellen, was selbstverständlich und garantiert schien. Wir werfen einen optimistischen Blick auf eine Krise, die vielfältige Chancen eröffnet für Regionalität, wie wir sie seit 20 Jahren unterstützen. Gäbe es ein Copyright auf das Wort Krise, wären die Besitzer 2020 damit sehr reich geworden. Tatsächlich gibt es eine ganze Reihe von Unternehmen, die von dieser Krise profitiert haben, und es gibt Entwicklungen – negative, aber auch positive, die enorme Fahrt aufgenommen haben. In diesem Artikel schauen wir hin, mit welchen Veränderungen CULINARIUM und seine Mitglieder, Partner und Kunden durch die Pandemie konfrontiert sind, und wo sich tatsächlich neue Chancen ergeben. Krise? Den Begriff Krise prägten die Ärzte im antiken Griechenland. Sie beschrieben damit eine bedrohliche Entwicklung und besonders ihren Wendepunkt, an dem sich aufgrund verschiedener Faktoren entschied (z.B.

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kluges Handeln, aber auch Glück oder Pech), ob der Patient wieder gesund wurde oder todgeweiht war. Im Laufe der Zeit wurde das handliche Wort zunehmend auf andere Lebensbereiche angewendet wie z.B. Wirtschaft oder Umwelt, für Beziehungen oder für das persönliche Befinden. Nicht alles, was man heute mit Krise betitelt, verdient die Bezeichnung. Doch die Corona-Pandemie hat ohne Zweifel einen Spitzenplatz auf der nach oben offenen Krisenskala. Sie ist akut und global, und sie hat unser Leben auf so vielen Ebenen über den Haufen geworfen, wie man das sonst nur aus Kriegen kennt. Die Idee, dass eine Krise auch eine Chance sein kann, ist fast so alt wie das Wort selbst. Dahinter steht die Erfahrung und die Hoffnung, dass jede Krise eine neue Sicht auf die Dinge eröffnet und in der Not unverhofft Dinge möglich sind, die vorher undenkbar oder zumindest unwahrscheinlich schienen. Nur die Chancen zu sehen wäre allerdings naiv. Es gibt in Krisen immer auch das Risiko, dass mit genau denselben Argumenten wichtige Errungenschaften wie beispielsweise Rechte oder Gesetze über Bord geworfen werden. Eine neue Realität Die Massnahmen gegen die Verbreitung des Covid19-Virus führen zu einschneidenden Konsequenzen, die es in diesem Ausmass noch nie gab, und von denen einige die Rahmenbedingungen auf nie dagewesene Weise verändern. Das sind aus unserer Sicht die wichtigsten Veränderungen, belegt mit aktuellen Schweizer Zahlen des Bundesamts für Statistik: Hygiene und Distanz: An vielen Orten gilt Maskenpflicht. Händewaschen und Desinfektion gehören zum Alltag. Der physische Kontakt zwischen Menschen hat sich stark verringert. Homeoffice: Während des Lockdowns im Frühling 2020 arbeiteten in der Schweiz rund 60 Prozent der Berufstätigen komplett daheim und 27 Prozent teilweise. Das entspricht über 4 Millionen Menschen.


Ausbildung: Zeitweilig wurde der Schulunterricht auf allen Stufen auf Fernunterricht umgestellt. Das betraf fast eine Million Schüler bis zur Sekundarstufe 1 sowie weitere 700 000 in der Sekundarstufe 2 und höheren Ausbildungen. Rund 260 000 Studierende haben weiterhin Fernunterricht. Geschäfte: In den Lockdown-Phasen mussten zeitweise alle Geschäfte schliessen, mit Ausnahme jener, die Lebensmittel verkaufen oder systemrelevante Dienstleistungen anbieten (z.B. Apotheken, Garagen). Gastronomie: Restaurants, Bars und Cafés mussten teilweise mehrere Monate lang schliessen. Einzig Take-away und Hauslieferungen blieben möglich. Kultur und Sport: Eine Vielzahl von Institutionen sind geschlossen und Veranstaltungen dürfen nicht stattfinden. Tourismus: Während des Lockdowns im Frühling 2020 brach der Tourismus ganz ein. Über das ganze Jahr 2020 gingen die Hotelübernachtungen um rund 40 Prozent zurück. Eine gewisse Entschärfung gab es dank Gästen aus der Schweiz und den Nachbarländern. Flugverkehr: Die Passagierzahl ist weltweit um über 50 Prozent gesunken. Globale Lieferketten: Wichtige Warenströme von Rohstoffen bis zu Ersatzteilen wurden teilweise komplett unterbrochen. Arbeitslosigkeit: Die Zahl der Arbeitslosen ist um 35 Prozent auf über 150 000 Menschen gestiegen. Es ist nachvollziehbar, wenn man diese Liste vor allem als gewaltigen Berg von schwierigen Problemen wahrnimmt. Der Trägerverein CULINARIUM wurde vor 21 Jahren als Antwort auf eine drohende Krise der Landwirtschaft gegründet. Wir haben uns angewöhnt, nach Hoffnungsschimmern Ausschau zu halten und die Chancen zu erkennen. Krisenerfahrungen In der Flut von negativen Meldungen und Minuszahlen geht allzu rasch unter, dass die Corona-Krise auch hoffnungsvolle Facetten hat, über die man sich freuen darf und die Komplimente verdienen.

Innovationskraft: In den letzten Monaten haben Behörden, Unternehmen und Organisationen beeindruckend viel Neues auf die Beine gestellt. Wir alle haben enorm dazu-gelernt und möglicherweise wegweisende Erfahrungen gemacht, von denen wir auch in Zukunft profitieren werden. Innovationstempo: Die pure Notwendigkeit beschleunigte Entscheidungen und Prozesse. Viele Dornröschen-Projekte wurden endlich «geweckt» und umgesetzt. Zusammenarbeit: Um gute oder zumindest schnelle Lösungen zu finden, ergaben sich Kooperationen und Konstellationen, die man vor der Krise noch für unmöglich gehalten hätte. Ein spektakuläres Beispiel ist die Impfstoffentwicklung, bei der sich Forscher und Unternehmen weltweit in einer nie dagewesenen Offenheit gegenseitig austauschen und unterstützen. Experimentierfreude: Schon nach den ersten chaotischen Wochen wuchs das Bewusstsein, dass niemand einfach pfannenfertige Lösungen oder Konzepte aus der Schublade ziehen konnte. Selbst Krisenstäbe nicht … Diese für unsere perfektionistische Kultur ungewöhnliche Situation hat für grosse Verunsicherung gesorgt, aber auch viel Energie und Kreativität freigesetzt. Digitalisierung: Corona hat für einen Schub gesorgt und die Einsicht ermöglicht, wie effizient sich viele Dinge mit Software und Netz lösen lassen. Dazu gehören virtuelle Besprechungen, Homeoffice und Online-Shopping. Diese Erfahrungen von Arbeitnehmern, Arbeitgebern, Verkäufern und Konsumenten werden Spuren hinterlassen. Mobilität: Die Kontaktbeschränkung hat das Reisen stark eingeschränkt. Denkt man dabei an Ferien, ist das schmerzhaft. Doch dank Homeoffice fällt viel nerviges Pendeln weg und beim Thema Geschäftsreisen realisiert man, dass deutlich weniger auch funktioniert. Perspektive: Für einen Teil der Menschen brachte der Lockdown eine ungewohnte Entschleunigung, mehr Zeit zum Nachdenken und wertvolle Klarheit. Viele haben diese Chance genutzt und sich kritisch mit ihrer Arbeit, ihrem Konsum und ihren Zielen auseinandergesetzt. Das wird ihr Leben und ihr Verhalten verändern.

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Die nächste Normalität Wer die veränderten Bedürfnisse der Menschen erkennt, versteht und darauf zu reagieren vermag, für den bietet das krisengeschüttelte Umfeld auch Chancen. Wenn es um Konsumentenbedürfnisse geht, sind die Marktforscher und Trendscouts des Gottlieb Duttweiler Instituts (GDI), das zur Migros gehört, eine gut informierte Adresse. Einige der Befunde aus ihrer neuen Studie «Die nächste Normalität» finden wir sehr nützlich. Eine starke Aufwertung erlebt nach den GDI-Autoren das Daheim: Die meisten Menschen verbringen viel mehr Zeit in den eigenen vier Wänden, insbesondere wenn Homeoffice dazukommt. Es wird daheim gekocht, gegessen und getrunken. Entsprechend zugelegt hat der Absatz von Kochbüchern, Küchenutensilien, Geschirr und Dekoration. In dieselbe Richtung zielt der Trend zum Selbermachen, Basteln, Heimwerken und Gärtnern, nicht zuletzt zur Selbstversorgung mit Gemüse, Beeren und Kräutern. Baumärkte und Gartencenter freuten sich über Umsatzrekorde. Klar weniger Geld wird für Bekleidung und Schuhe ausgegeben. Gefragt waren hochwertige und praktische Stücke sowie funktionelle OutdoorBekleidung. Zum «Daheim sein» gehört nämlich im weiteren Sinn auch das Spazieren, Wandern, Picknicken und Camping. Freizeitbeschäftigungen wie Pilzesammeln und Fischen sind populärer geworden. Ein weiterer Daheimaspekt ist das Streaming: Netflix, Spotify & Co. haben 2020 massiv Nutzer dazugewonnen. Dass deutlich weniger Menschen unterwegs sind und sich die Ansprüche an das Daheim verändern, könnte nachhaltige Konsequenzen für den Immobilienmarkt und für die Regionalentwicklung haben. Die Kriterien für den «idealen» Standort von Büros, Läden und Restaurants verändern sich. Für viele Menschen erscheint zurzeit das Landleben wieder attraktiver. Wenn dank mehr Homeoffice das Pendeln wegfällt, eröffnen sich neue Wohnoptionen.

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Eine Stadtflucht hätte wiederum vielfältige Folgen für die Infrastruktur der sogenannten ländlichen Peripherie und ihrer Dörfer. Die Krise macht Appetit Interessante Veränderungen beobachtet die Studie beim Thema Essen, das ganz grundsätzlich an Bedeutung gewonnen hat. Die neusten Zahlen des Schweizer Detailhandels belegen das eindrücklich. 2020 erzielten sie mit knapp 30 Milliarden Franken einen neuen Rekordumsatz. Geradezu explodiert ist das Online-Shopping. Bei der Migros wuchs der Online-Handel um 31 Prozent! Noch erfolgreicher war der Online-Shop farmy.ch (siehe Kasten), der satte 170 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr einfuhr. Mit seinem regionalen Angebot und dem gut organisierten Lieferservice bediente er gleich zwei wichtige Trends und konnte die enorme Nachfrage auch logistisch bewältigen. In grösseren Städten entwickelt sich eine interessante gastronomische Nische, die dem Take-away-Prinzip zu neuer Vielfalt und Qualität verhilft. Selbst sternewürdige Degustationsmenüs mit Weinbegleitung werden nach Hause geliefert. Es taucht ein neues Gastro-Format auf, die sogenannte Ghost Kitchen. Weil sie komplett auf Gasträume verzichtet, macht sie das weniger personal- und kostenintensiv, zudem verändert sich die Logik der Standortwahl. Es braucht weder Seeterrasse noch viele Parkplätze, dafür bleibt Budget für moderne Infrastruktur, gutes Marketing und Top-Zutaten. In Lebensmittelgeschäften führt die Pandemie zu noch mehr Selbstbedienung (Self-Scanning, Self-Checkout). Kontaktloses Zahlen mit dem Mobiltelefon ist innert kurzer Zeit an vielen Orten möglich geworden. Vielerorts sind Einkaufszeiten erweitert worden, um die Kundschaft besser über den ganzen Tag zu verteilen.


Rubrik

Foodtrends im Krisenjahr Zuversichtlich in die Zukunft blickt Foodforscherin Hanni Rützler, die den renommierten Food-Report herausgibt. Sie nennt fünf Trends, die 2020 geprägt haben: Regionalboom: Die Sehnsucht nach Halt und Übersichtlichkeit, das Vertrauen in die Qualität und Lebensmittelsicherheit, die höheren Ansprüche an ökologisch und soziale Nachhaltigkeit sowie das attraktivere Angebot durch innovative Landwirte (Hofläden, OnlineShops). Gesundheitsbewusstsein: Neben der konkreten Bedrohung durch das Virus ist das Bewusstsein gewachsen für gesunde Ernährung. Das bedeutete mehr Nachfrage nach Regional- und Bioprodukten, weniger Fleischkonsum, weniger Convenience Food und mehr frische Produkte, die man selber zubereitet. Do it yourself: Das (gemeinsame) Kochen und kulinarische Werkeln daheim, das Selberanbauen und Sammeln und ein wachsendes Interesse an Lebensmitteln aus Faszination, aber auch um mehr Kontrolle über Anliegen wie Gesundheit und Nachhaltigkeit zu erhalten. Take-away: 2020 ist eine Revolution weg von Fastfood zu einer ungeahnten Vielfalt von neuartigen Angeboten und Logistikkonzepten. Essen und Trinken als Erlebnis: Das Bedürfnis bleibt und hat neben dem gemeinsamen Einkaufen und Kochen neue Wege gefunden: Webinare, Online-Kochkurse und Degustationen. Nach all diesen Betrachtungen hängt eine grosse Frage im Raum: Welche Veränderungen und Trends werden nach Ende der Pandemie bleiben?

CULINARIUM sieht (mindestens) sieben Chancen! Zum Abschluss dieser Tour d’horizon gibt es leider keine Gewissheit und keinen klaren Plan. Und dennoch darf man von CULINARIUM eine Position erwarten. Wo erkennen wir die Chancen für unsere Mitglieder, Partner und Kunden? • Die wachsende Wertschätzung für Nahversorgung und regionale Produkte ist ein aussichtsreiches Klima für bewährte und für neue Ideen. • Der Trend zu Online-Shopping und Lieferservice eröffnet auch kleinen Unternehmen mit lokalen Produkten einen potenziell riesigen Markt mit vielen spannenden Nischen. • Neue Online-Plattformen und Kooperationsmodelle schaffen attraktive neue Absatzkanäle für Produzenten und Verarbeiter von Regionalprodukten. • Neue Arbeits- und Mobilitätsmuster bis hin zur Stadtflucht bedeuten zusätzlichen Absatz für die Landwirtschaft (Hofläden, Märkte, Heimlieferung), Gastronomie (Dorfbeizen, Take-away, Ghost Kitchen) und den lokalen Detailhandel. • Der Erlebnishunger und Nachholbedarf nach Beendigung der Krise wird der Gastronomie und vielen Veranstaltungen Rekordumsätze bescheren. • Nach langem Verzicht werden viele Menschen die Gastronomie bewusster schätzen und unterstützen. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt für Crowd Funding und andere Formen der Beteiligung. • Nach den aktuellen Erfahrungen wird die Stärkung der Nahversorgung und der regionalen Infrastruktur politisch deutlich mehr Gewicht haben, insbesondere, falls wieder mehr Menschen in sogenannte Randregionen ziehen. Das CULINARIUM-Team freut sich auf die Aufbruchstimmung und all die spannenden neuen Wege, die sich abzeichnen.

Der Schweizer Online-Hofladen Nr. 1 Wenn es ein Unternehmen im CULINARIUM-Land gibt, das man als Gewinner der Situation zitieren kann, dann ist das der Online-Shop Farmy, der 2014 in Zürich gegründet wurde. Farmy ist ein Online-Markt für Lebensmittel mit einem starken Fokus auf regionale Produkte und nachhaltig produzierte Spezialitäten aus der ganzen Welt. Im zeitgemässen Sound von farmy klingt das so: «Wir bieten über 14 500 handverlesene Produkte von mehr als 1 200 authentischen Produzent/innen an. Durch unser ausgezeichnetes Logistikkonzept liefern wir diese marktfrisch, emissionsreduziert und zeitsparend direkt

zu dir nach Hause. In den Metropolregionen Zürich und Genfersee erfolgt die Lieferung sogar kostenfrei und mit einer eigener e-Mobil-Flotte». Das Angebot umfasst frische Gemüse und Früchte, Fleisch, Geflügel, Eier und Fisch, Back- und Süsswaren und eine breite Vielfalt von verarbeiteten und konservierten Produkten, zum Beispiel eine riesige Käseauswahl. Mit diesem konsequent umgesetzten Konzept, einem technisch ausgereiften Shop und zuverlässiger Logistik war farmy.ch bereit für den Online-Boom. Er steigerte 2020 seinen Umsatz von 10 auf 27 Millionen Franken. farmy.ch

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Wurzeln, Vertrauen, Heimat – In der Krise liegt das Gute näher Ein Gespräch von Homeoffice zu Homeoffice mit Mr. Regionalität, Urs Bolliger, über eine unerwartete neue Situation, über ihre Risiken und Chancen und über die Arbeit des Trägervereins CULINARIUM in aussergewöhnlichen Zeiten.

Lieber Urs, beginnen wir mit der Ausgangslage. Was hat CULINARIUM in den letzten zwanzig Jahren erreicht? Wir haben aus einer visionären Idee, die damals nicht allzu viele Leute ernst nahmen, eine breit abgestützte Bewegung entwickelt. Am Anfang stand im Vordergrund, dass wir die Ostschweizer Bauern, Käser und Metzger praktisch unterstützen, beispielsweise bei der Vermarktung. Wir wollten sie vorbereiten auf die befürchtete umfassende Marktöffnung. Ein Weg dorthin war und ist, den Menschen die Bedeutung und den Mehrwert der einheimischen Produkte bewusst zu machen. Wir alle haben als Konsumenten oder Unternehmer eine Verantwortung für das Fortbestehen von Traditionen, kulturellem Erbe und Land-

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schaft; man kann es auch Heimat nennen. Diese Idee ist bei den Menschen angekommen. Wer heute ein «Regiojoghurt» mit polnischen Erdbeeren anbietet, muss mit harter Kritik rechnen. Auch aufseiten des Angebots ist enorm viel passiert. Wer hätte gedacht, dass wir einmal Hartweizen in der Schweiz anbauen? Wer hätte gedacht, dass Köche und Bäcker zuverlässig mit Schweizer Baumnüssen planen können? Wer hätte gedacht, dass regionales Bier mit heimischer Braugerste möglich werden wird? Und heute …? … stehen wir mitten in der Coronakrise und die Leute realisieren am simplen Beispiel von Toilettenpapier, dass es selbst in einem der reichsten Länder der Welt keine

Selbstverständlichkeiten gibt. Den Menschen ist schlagartig klar geworden, wie wichtig eine funktionierende Nahversorgung ist und dies weit über den Lebensmittelbereich hinaus. Insbesondere in der Arbeitswelt erlebten viele Berufsleute, wie schnell sich etablierte globale Lieferketten quasi in Luft auflösten. Welche anderen Entwicklungen beeinflussen die Aufgaben von CULINARIUM? Es sind aktuell zwei Themen: Der Stadt-Land-Graben und Nachhaltigkeit. Wobei sich das Stadt-LandThema in der Krise etwas entspannt hat. Die neue Homeofficekultur stellt einige Dinge auf den Kopf. Im Immobilienmarkt sieht man bereits eine erhöhte Nachfrage nach «peripheren» Standorten. Die Städter


der Produktion und Verarbeitung sowie ihre Durchsetzung einsetzen. Etikettenschwindel ist uns ein Dorn im Auge! Durch die wachsende Attraktivität des Verkaufsarguments Regionalität ist die Versuchung gross, etwas als regional anzupreisen, was nur alibimässig «es bitzeli» in der Region verarbeitet wurde, aber definitiv nicht in der Region gewachsen ist. Das kommt in der Gastronomie und im Detailhandel noch allzu häufig vor. Da müssen wir aufpassen, dass wir das gewonnene Vertrauen nicht verspielen. Wichtig ist auch, dass die Qualität und Vielfalt der Produkte und der Dienstleistungen weiter steigt. Geografische Herkunft allein reicht nicht für nachhaltigen Erfolg. Regionalität muss gut schmecken und zufrieden machen! Dabei wollen und können wir mithelfen!

zieht‘s wieder aufs Land! Das Thema Nachhaltigkeit wird sofort wieder stärker in den Fokus rücken, sobald wir Covid-19 medizinisch im Griff haben. Eine Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen im März 2020 zeigt, dass 72 Prozent der Befragten den Einkauf von regionalen Produkten als umweltfreundlich einstufen und dass die beiden wichtigsten Ansprüche an nachhaltige Foodprodukte «weniger Chemie» und «lokale Zutaten» gleichauf an der Spitze liegen. Wir treffen mit unserer Argumentation den Nerv der Zeit. Wenn Produktion, Verarbeitung, Verkauf und Konsum alle innerhalb derselben Region stattfinden können, dann ergeben sich vorteilhafte Kreisläufe. Die Nachhaltigkeit nimmt damit

ökonomisch und ökologisch zu. Wenn zum Beispiel mehr Konsumenten kaufen, was regional produziert wird, verursacht das in der Regel weniger CO2-Emissionen. Welche Ziele setzt sich der Trägerverein für die nächsten Jahre? Wir wollen weiterhin ein starker Motor der Regionalbewegung in der Ostschweiz bis und mit Zürich sein. Wir wollen möglichst viele Menschen für Genuss aus der Region begeistern! Dafür müssen die regionalen Angebote für den Konsumenten noch besser sichtbar werden, wenn er im Laden einkauft oder sich auswärts verpflegt. Natürlich hoffen wir auch, dass das regionale Angebot weiter jedes Jahr zulegt und noch attraktiver wird. Wir werden uns auch weiterhin für klare Vorgaben bei

Was sind die wichtigsten Gründe, dass Konsumenten heutzutage regionale Produkte kaufen? Regionale Produkte geniessen ein höheres Vertrauen und sind nachhaltiger, nicht nur auf der ökologischen Ebene, sondern auch ökonomisch. Sie sichern Arbeits- und Ausbildungsplätze, insbesondere in ländlichen Regionen. Es gibt da zudem eine soziale Komponente, die gern übersehen wird: Landwirtschaft und Lebensmittelbranche bieten auch Arbeitsplätze für nicht so hoch qualifiziertes Personal. Und regionale Produkte sind selbst in der Krise verfügbar. Das Bewusstsein für die Nahversorgung ist durch die Krise klar grösser geworden. Wie wird der Begriff Region bei CULINARIUM definiert? CULINARIUM setzt sich dafür ein, dass das, was draufsteht, auch wirklich drin ist, also in der Region gewachsen und verarbeitet. Aus diesem Grund definieren wir die Regionen auf zwei Ebenen: Wir arbeiten mit Mikroregionen wie Toggenburg,

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Rheintal oder Appenzellerland und mit den beiden Makroregionen Ostschweiz und Grossraum Zürich. Interessant sind die Ergebnisse einer Umfrage des Migros-Genossenschaftsbundes. Die wollten konkret wissen, aus welchem Umkreis die Konsumenten ein Produkt noch als regional betrachten. Das Ergebnis war deutlich, und wir nehmen es ernst. Bei etwa 70 Kilometern endet die Region für die meisten Leute. Häufig wird als innerer Kompass auch ein Kanton oder ein Tal herangezogen. Wie ist der Trägerverein CULINARIUM von der Pandemie betroffen, und wie hat er darauf reagiert? Wir erleben zwei Arten von Betrieben: Produzenten, die in den Detailhandel liefern oder im eigenen Laden verkaufen, erleben einen veritablen Boom. Die sind sehr zufrieden und positiv unterwegs. Betriebe, die viel in die Gastro- und Eventbranche liefern, leiden enorm und fahren ihr Kommunikationsund Marketingbudget möglichst gegen null.

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Uns selbst betrifft stark, dass viele Messen und Events abgesagt werden mussten und müssen. Wir haben deshalb unsere Kommunikation stark in den Online- und Printbereich verschoben und dabei viel gelernt. Wie hat CULINARIUM seine Mitglieder während der Coronakrise unterstützt? Im ersten Lockdown schufen wir die Plattform «Da! für dich», wir organisierten Gutscheinaktionen und boten Filmporträts zu sehr freundschaftlichen Konditionen an. Auf unseren Print- und Online-Kanälen haben wir den Wert der Nahversorgung erklärt und die neuen Chancen für regionale Produkte thematisiert. Auch mit der Online-Wahl der CULINARIUM-Könige, die uns viel Grips und Aufwand abgefordert hat, produzieren wir wertvolle Aufmerksamkeit für unsere Mitglieder und Partner. Ein wichtiges Thema vor Corona war der Appetit vieler Menschen auf mehr Erlebnis und Teilnahme rund um Einkaufen, Essen und

Trinken. Ist das komplett vom Tisch, oder gibt es da neue Ideen? Erlebnisse und sozialen Kontakt vermissen ganz viele Menschen. Ich behaupte, dass der Nachholbedarf riesig sein wird. Die Lust auf Essen im Restaurant, auf Ferien, auf Begegnungen mit neuen Menschen, die spüren wir ja jetzt schon intensiv. Die grosse Frage ist: Wann wird es wieder möglich? Und klar, es sind neue Angebote entstanden wie Online-Degustationen oder -Seminare. Rein technisch funktioniert das gut, aber wir glauben, mit sozialen Elementen wird das viel attraktiver. Also z.B., ich bestelle ein Degustationsset nach Hause und zelebriere das dann nach Anleitung im Kreis meiner Freunde. Wir machen uns Gedanken, wie wir solche Angebote in der Kommunikation unterstützen können. Die Coronakrise hat das Konsumverhalten und die Bedürfnisse vieler Menschen verändert. Welches sind die wichtigsten Veränderungen für die Arbeit von CULINARIUM? Mehr Homeoffice bedeutet, dass der


Ausserhauskonsum abnimmt und der Verkauf über den Detailhandel und Fachhandel zulegt. Was noch niemand sagen kann, ist, ob das nur ein kurzzeitiges Phänomen ist oder ob das auch längerfristig anhalten wird. Welche Rolle wird Homeoffice in Zukunft spielen? Vor der Krise war man überzeugt, dass der Ausserhauskonsum noch deutlich wachsen wird. Die Überlegungen gingen sogar so weit, dass man in grossen Städten begann, Wohnungen nur noch mit minimaler Kücheninfrastruktur zu planen. Aktuell konzentrieren wir uns mit unseren Projekten und Kampagnen mehr auf den Detailhandel und den Fachhandel. Dort spüren wir im Moment enorme Dynamik. Ein neues Thema sind für uns Angebote, die zu Hause im kleinen Kreis für Genuss und Unterhaltung sorgen, zum Beispiel Degustationspakete. Im Nachhinein war unsere Entscheidung weitsichtig, eine Partnerschaft mit farmy.ch einzugehen. Der Online-Regionalfoodshop hat seinen Umsatz 2020 mehr als verdoppelt. Interview: Daniel Luther

Wir begeistern für Genuss aus der Region! Wir setzen uns seit mehr als zwanzig Jahren mit grossem Engagement und sichtbarem Erfolg für die Wertschätzung regionaler Produkte in Gastronomie und Haushalt ein. Der Trägerverein CULINARIUM weckt bei Einheimischen und Gästen Interesse und Begeisterung für regionale Produkte. CULINARIUM in Kombination mit regio.garantie ist ein vom Bund anerkanntes Gütesiegel, hinter dem mehr als 500 Gastronomen und Produzenten stehen, die zusammen über 2000 regionale Produkte anbieten.

Was die gelbe CULINARIUM-Krone bedeutet Wer sich auf dem Markt, im Laden oder im Restaurant für CULINARIUM-Produkte entscheidet, unterstützt Produzenten und verarbeitende Betriebe in der Region und hilft mit, dass auch wirtschaftliche Randregionen in unserem Land gesund und munter bleiben. So erfüllen sie auch in Zukunft ihre wertvolle Rolle als Nahrungsmittelversorger, Erholungsgebiete, Kulturlandschaften und nicht zuletzt als Teil des kulinarischen Erbes der Schweiz.

Die CULINARIUM-Krone bedeutet, dass ... 80% es landwirtschaftliche Produkte sind, die garantiert in der Region gewachsen sind und verarbeitet wurden.

bei verarbeiteten und zusammengesetzten Produkten mindestens 80 Prozent der Zutaten aus der Region stammen.

60% bei einem Gericht mindestens 60 Prozent der Zutaten aus der Region stammen.

alle diese Vorgaben durch strenge, unabhängige Kontrollen geprüft und sichergestellt werden.

die Transportwege kurz sind. Mit allen Vorteilen für Frische und Energiebilanz.

wichtige Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region erhalten bleiben oder sogar neu entstehen.


Hochwertige Ursprungsprodukte mit Tradition sind begehrter denn je! Das Interesse für einheimische Lebensmittel und kulinarische Traditionen ist während der Pandemie stark gewachsen. Die Qualitätszeichen AOP und IGP haben in den letzten zwanzig Jahren dazu beigetragen, das Vertrauen in Produkte mit Herkunftsnachweis aufzubauen, das den Konsumenten in Krisenzeiten wichtige Sicherheit schenkt. Der Wunsch nach Vertrauen, nach Wurzeln, ja vielleicht sogar nach so etwas wie Heimat, ist in der gegenwärtigen Krise spürbar gewachsen. Die Versuchung ist gross, diese Sehnsucht nach kulinarischer Heimat auch für die Bewerbung von möglicherweise nicht ganz so exklusiven Produkten zu nutzen. Wieso nicht einen Allerweltskäse aus importierter Milch mit dem Zusatz Toggenburger ein bisschen «gluschtiger» machen? Solche Marketingkniffe sind auch heute noch möglich. Um traditionsreiche Spezialitäten und die Wertschöpfung, die sie in ihrer Herkunftsregion ermöglichen, gegen diese Art von Missbrauch abzusichern, führte die Schweiz 1999 die Qualitätszeichen AOP und IGP ein. Das kulinarische Erbe der Schweiz bewahren Mit dem Register der Ursprungsbezeichnungen (AOP) und geografischen Angaben (IGP) lassen sich landwirtschaftliche Produkte schützen, zu deren prägenden Eigenschaften ihre geografische Herkunft gehört. Die Franzosen und später die Italiener mit ihrer reichen Tradition des guten regionalen Essens und Trinkens hatten es erfolgreich vorgemacht. Erhält ein Produkt diesen Schutz, darf sein Name ausschliesslich von Produzenten im definierten geografischen Gebiet benutzt werden. Allerdings unter der Bedingung, dass sie sich konsequent an die Vorgaben des sogenannten Pflichtenhefts halten. Regionale Spezialitäten mit Ursprungsgarantie In der Schweiz sind mittlerweile 23 Produkte registriert als AOP (Appellation d‘Origine Protégée). Regionale Spezialitäten, die diese geschützte Ursprungsbezeichnung tragen, garantieren dem Konsumenten, dass von den Rohstoffen bis zur Produktion alles aus einer klar eingegrenzten Ursprungsregion stammt. Der Rheintaler Ribelmais AOP zum Beispiel ist eine alte Maissorte, die unter diesem Namen nur verkauft werden darf, wenn sie in den St. Galler Regionen Rheintal, Werdenberg, Sarganserland sowie im Fürstentum Liechtenstein und in einigen angrenzenden Bündner Gemeinden angebaut wird. Traditionelle Spezialitäten mit geschützter Herkunftsbezeichnung Das Qualitätszeichen IGP (Indication Géographique Protégée) zeichnet Produkte aus mit einer geschützten geografischen Angabe. Aktuell sind 16 Spezialitäten als 12

IGP im Bundesregister der AOP-IGP eingetragen. Diese Spezialitäten werden in der definierten Herkunftsregion nach strengen Vorgaben verarbeitet oder veredelt. Das Rohmaterial dafür darf auch aus anderen Schweizer Produktionsgebieten geliefert werden. Ein gutes Beispiel ist die St. Galler Bratwurst IGP. Um diesen renommierten Namen zu tragen, muss sie zwingend auf dem Gebiet der Kantone SG, AI, AR oder TG produziert werden und diverse Auflagen erfüllen von Grösse, Gewicht und Farbe bis zur Rezeptur. Das Fleisch zur Herstellung des Bräts darf dabei aus der gesamten Schweiz stammen. Wo, wie und womit? Das steht präzis im Pflichtenheft. Es ist für beide Qualitätszeichen eine zentrale Bedingung. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette werden darin alle Faktoren definiert, die für das Erscheinungsbild, die Beschaffenheit, den Geschmack und die Qualität des geschützten Produkts entscheidend sind. Es wird von den Produzenten gemeinsam entwickelt, vom Bundesamt für Landwirtschaft genehmigt und ist rechtlich verbindlich. Dieses Vorgehen führt erfahrungsgemäss zu einer Steigerung der Qualität, da die Einhaltung der Vorgaben durch externe unabhängige Kontrollstellen überprüft werden und die festgestellten Lücken oder Mängel behoben werden. Aufwertung der Region Mittlerweile gibt es in der Schweiz 23 AOP- und 16 IGPProdukte. Die beiden neusten sind das Huile de noix vaudoise AOP (Waadtländer Nussöl) und die Berner Zungenwurst IGP. Mehr Spezialitäten sind unterwegs zur Anerkennung als AOP: der St. Galler Alpkäse, der Jambon de la Borne (Freiburger Chämischinken) und die Boutefas, eine Waadtländer Rohwurst. Um das Label IGP bewirbt sich der berühmte Absinth aus dem Val-deTravers im Kanton Neuenburg. Beim Lesen dieser Zeilen spüren Sie es möglicherweise auch: Diese kulinarischen Namen wecken nicht nur den Appetit, sondern oft auch die Reiselust. Wer beispielsweise Appenzeller Mostbröckli IGP hört, erinnert sich vielleicht an ein gemütliches Berggasthaus im Alpstein. AOP-IGP-Produkte tragen nachweislich zur Stärkung des touristischen Images der Ursprungsregionen bei und sind für das Gastgewerbe eine wertvolle Attraktion.


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1. 1. 2. 2. 1. 3. 3. 2. 4. 4. 3. 5. 5. 4. 6. 6. 5. 7. 7. 6. 8. 8. 7. 9. 9. 8. 10.10. 9. 11.11. 10. 12.12. 11. 12. 13.13. 14.14. 13. 15.15. 14. 16.16. 15. 16. 17.17. 18.18. 17. 18. 19.19. 20.20. 19. 21.21. 20. 21.

Geschützte Ursprungsbezeichnung Geschützte Ursprungsbezeichnung Appellation d’Origine Protégée Appellation d’Origine Protégée Geschützte Ursprungsbezeichnung Appellation d’Origine Protégée Eintrag Eintrag L’Etivaz AOP 02.03.00 L’Etivaz AOP 02.03.00 Eintrag Rheintaler Ribelmais AOP 14.08.00 Rheintaler Ribelmais AOP 14.08.00 L’Etivaz AOP 02.03.00 Tête Moine AOP AOP 08.05.01 Tête dede Moine AOP 08.05.01 Rheintaler Ribelmais 14.08.00 Gruyère AOPAOP 12.07.01 LeLe Gruyère AOP 12.07.01 Tête de Moine 08.05.01 Eau-de-vie de poire du Valais AOP 21.12.01 Eau-de-vie deAOP poire du Valais AOP 21.12.01 Le Gruyère 12.07.01 Sbrinz AOP de poire du Valais AOP 24.04.02 Sbrinz AOP 24.04.02 Eau-de-vie 21.12.01 Formaggio d’alpe ticinese AOP 06.06.02 Formaggio d’alpe ticinese AOP 06.06.02 Sbrinz AOP 24.04.02 Abricotine AOP 06.01.03 Abricotine AOP 06.01.03 Formaggio d’alpe ticinese AOP 06.06.02 Vacherin Mont-d’Or AOP 16.06.03 Vacherin Mont-d’Or AOP 16.06.03 Abricotine AOP 06.01.03 Cardon épineux genevois AOP 10.10.03 Cardon épineux genevois 10.10.03 Vacherin Mont-d’Or AOP AOP 16.06.03 Walliser Roggenbrot AOP 27.02.04 Walliser Roggenbrot AOP 27.02.04 Cardon épineux genevois AOP 10.10.03 Berner Alpkäse AOP AOP Berner Alpkäse AOP Walliser Roggenbrot 27.02.04 Berner Hobelkäse AOP 02.04.04 Berner Hobelkäse AOP 02.04.04 Berner Alpkäse AOP Vacherin Fribourgeois AOP 28.02.06 Vacherin Fribourgeois AOP 28.02.06 Berner Hobelkäse AOP 02.04.04 Poire à Botzi AOP 05.10.07 Poire à Botzi AOP 05.10.07 Vacherin Fribourgeois AOP 28.02.06 Walliser Raclette AOP 21.12.07 Walliser AOP 21.12.07 Poire àRaclette Botzi AOP 05.10.07 Bloderkäse AOP Bloderkäse AOP Walliser Raclette AOP 21.12.07 Werdenberger Sauerkäse AOP Werdenberger Sauerkäse AOP Bloderkäse AOP Liechtensteiner Sauerkäse AOP 18.02.10 Liechtensteiner Sauerkäse AOP 18.02.10 Werdenberger Sauerkäse AOP Damassine AOP 09.03.10 Damassine AOP 09.03.10 Liechtensteiner Sauerkäse AOP 18.02.10 Zuger Kirsch AOP Zuger Kirsch AOP Damassine AOP 09.03.10 Rigi Kirsch AOP 02.09.13 Rigi Kirsch AOP 02.09.13 Zuger Kirsch AOP Glarner Alpkäse AOP 30.01.14 Glarner Alpkäse AOP 30.01.14 Rigi Kirsch AOP 02.09.13 Cuchaule AOP AOP 03.05.18 Cuchaule 03.05.18 Glarner AOP Alpkäse 30.01.14 Huile Noix vaudoise AOP 23.06.20 Huile dede Noix vaudoise AOP 23.06.20 Cuchaule AOP 03.05.18 Huile de Noix vaudoise AOP

Geschützte geographische Angabe Geschützte geographische Angabe Indication Géographique Protégée Indication Géographique Protégée Geschützte geographische Angabe Indication Géographique Protégée Eintrag Eintrag Saucisse d’Ajoie 22.22. Saucisse d’Ajoie IGPIGP 23.23. Walliser Trockenfleisch Walliser Trockenfleisch 22. Saucisse d’Ajoie IGP IGPIGP Saucisson neuchâtelois IGP 24.24. neuchâtelois IGP 23. Saucisson Walliser Trockenfleisch IGP Saucisse neuchâteloise neuchâteloise IGPIGP 24. Saucisse Saucisson neuchâtelois IGP Saucisson vaudois 25.25. Saucisson IGPIGP IGP Saucissevaudois neuchâteloise Saucisse aux choux vaudoise 26.26. aux choux vaudoise IGPIGP 25. Saucisse Saucisson vaudois IGP St. Galler Bratwurst IGP 27.27. St. Galler Bratwurst IGP 26. Saucisse aux choux vaudoise IGP Galler Kalbsbratwurst Galler Kalbsbratwurst 27. St.St. St. Galler Bratwurst IGP IGPIGP Galler OLMA-Bratwurst IGP St.St. Galler OLMA-Bratwurst St. Galler KalbsbratwurstIGP IGP Longeole IGP 28.28. Longeole IGP St. Galler OLMA-Bratwurst IGP Glarner Kalberwurst 29.29. Kalberwurst IGPIGP 28. Glarner Longeole IGP Walliser Trockenspeck 30.30. Walliser Trockenspeck IGPIGP 29. Glarner Kalberwurst IGP Walliser Rohschinken 31.31. Walliser Rohschinken IGP 30. Walliser TrockenspeckIGP IGP Appenzeller Mostbröckli 32.32. Mostbröckli IGPIGP 31. Appenzeller Walliser Rohschinken IGP Appenzeller Pantli 33.33. Pantli IGPIGP IGP 32. Appenzeller Appenzeller Mostbröckli Appenzeller Siedwurst 34.34. Appenzeller Siedwurst 33. Appenzeller Pantli IGPIGPIGP Berner Zungenwurst 35.35. Zungenwurst IGPIGPIGP 34. Berner Appenzeller Siedwurst 35.

Berner Zungenwurst IGP

07.11.02 07.11.02 Eintrag 29.01.03 29.01.03 07.11.02 29.01.03 06.06.03 06.06.03 11.10.04 11.10.04 06.06.03 11.10.04 11.10.04 11.10.04 11.10.04 10.10.08 10.10.08 24.07.09 24.07.09 10.10.08 01.12.11 01.12.11 24.07.09 02.10.15 02.10.15 01.12.11 02.10.15 02.10.15 02.10.15 25.01.18 25.01.18 02.10.15 25.01.18 25.01.18 25.01.18 25.01.18 25.01.18 25.01.18 09.08.19 09.08.19 25.01.18 09.08.19

23.06.20

Schlüsselindikatoren 2019 Wie wirtschaftlich bedeutsam die Schweizer AOP- und IGP-Spezialitäten sind, zeigt ein Blick auf die aktuellen Zahlen: 23 AOP- und 16 IGP-Produkte · 10 000 landw. Betriebe als Rohstofflieferanten · 1 700 Verarbeitungsbetriebe · 15 000 Arbeitsstellen in der Produktion und Verarbeitung · 70 000 t zertifizierte Produkte · CHF 1,6 Mrd Umsatz

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CULINARIUM

Genuss-Agenda 2021

Sie interessieren sich für Ostschweizer Kulinarik mit all ihren Facetten? Freuen Sie sich auf ein vielfältiges Angebot von Begegnungen und Erlebnissen. Angesichts der ungewissen Entwicklung der Pandemie, sind alle diese Termine leider ohne Gewähr. Wir planen sie dennoch voller Vorfreude und Hoffnung!

regio.wochen 2021 26. April bis 8. Mai 2021, Region Ostschweiz

Neue regionale Entdeckungen und kulinarische Horizonterweiterung! Das ist die Idee der CULINARIUM-regio.wochen. Ein wichtiges Element der Frühlings-Ausgabe der regio.wochen 2021 soll das bewusste Einkaufen in der Region sein. Diverse Fachhändler, also Metzgereien, Käsereien, Weingüter, Comestibles, Detaillisten und Hofläden in weiten Teilen des CULINARIUM-Lands (Stadt St. Gallen, Bodensee, Wil, Rorschach, Appenzell, Toggenburg, Thurgau, Rheintal, Werdenberg und Liechtenstein machen mit. Sie offerieren ein bewusst erweitertes Sortiment an regionalen Spezialitäten und Extra-Angeboten. Zudem bieten alle diese Unternehmen zusammen Hand für eine attraktive Aktion. Wer für 50 Franken oder mehr bei einem der teilnehmenden Geschäfte einkauft, erhält einen Gutschein im Wert von 10 Franken. Dieser kann beim nächsten Einkauf in einem der teilnehmenden Betriebe bis und mit 29. Mai 2021 eingelöst werden. culinarium.ch/erleben

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Offene Weinkeller 2021 1. und 2. Mai 2021, Region Ostschweiz

Die ersten zwei Maitage sollten sich Weinliebhaber/innen, die sich für Deutschschweizer Wein interessieren, unbedingt frei halten für eine viel versprechende Degustationstour. Dieses Jahr machen an der populären Veranstaltung voraussichtlich mehr als 200 Winzer aus elf Kantonen mit. Zwischen Baselbiet und Bündnerland öffnen sie die Türen ihrer Weinkeller und laden ein zu Besichtigungen und Degustationen. Einige Winzer öffnen ihre Keller mitten in Städten wie Bern, Basel oder Zürich. Manche Weingüter laden ein an lauschige Plätzchen mit idyllischer Aussicht auf den Vierwaldstättersee, den Zürichsee, den Bodensee, den Rhein oder die Thur. Empfehlung: Nicht verpassen! deutschschweiz.swisswine.ch


©Säntis-Schwebebahn AG

regio.markt Schwägalp 16. Juli 2021, Schwägalp (10.30 bis 17.30 Uhr)

Rebblütenfest im Haus des Weins 5. Juni und 6. Juni 2021, Berneck

Die beeindruckende Naturarena der Schwägalp liefert den stimmungsvollen Rahmen für den ersten Passmarkt, den CULINARIUM veranstaltet. Das Konzept zieht andernorts (z.B. am Lukmanierpass) viele Besucherinnen und Besucher an. Es werden rund 30 regionale Produzenten, viele davon CULINARIUM-Mitglieder, ihre Spezialitäten anbieten. culinarium.ch/erleben

regio.markt Heerbrugg

An diesem hoffentlich schönen Samstag im Frühsommer findet in Berneck das Kilbifest statt. Das Haus des Weins nutzt diesen Anlass mit einem Rebblütenfest zur Feier des Naturwunders, das die Ernte später im Jahr erst möglich macht. Die Festbesucher können dabei das gemeinsame Dach für die Vielfalt der St. Galler Weine kennenlernen. 18 Winzer aus allen St. Galler Weinregionen stellen persönlich ihre besten Weine vor, es werden diverse Führungen angeboten und eine Festwirtschaft vor dem Haus verspricht gemütlichen Austausch unter Gleichgesinnten. hausdesweins-sg.ch

13. und 14. August 2021, Heerbrugg

ProHeerbrugg und der Trägerverein CULINARIUM veranstalten ein Rheintaler Genuss-Wochenende bestehend aus Streetfoodfestival mit Unterhaltung

St. GallerBratwurst- & Bürli-Tage 7. bis 8. Mai 2021, Region Ostschweiz

und Musik und einem regionalen Markt am 14. August. Der Schmidheinypark und die Marktallee in Heerbrugg werden für zwei Tage zu einem gemütlichen Outdoor-Speisesaal.

An diesen beiden Festtagen für alle Bratwurstfans bekommt man in zahlreichen Ostschweizer Metzgereien einen Gutschein für vier knusprige St. Galler Handbürli für jedenViererpack St. Galler Bratwürste IGP. Der Gratis-Gutschein lässt sich bei vielen Bäckereien einlösen und zwar bis spätestens am 31. Mai.

culinarium.ch/erleben

sg-bratwurst.ch

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CULINARIUM

regio.markt St. Gallen

regio.wochen

Ehemaliger Genusstag 18. September 2021, St. Gallen

4. bis 26. September 2021, Region Ostschweiz

Der beliebte St. Galler Genusstag ist der grösste und wichtigste Regionalmarkt der Ostschweiz. Er ist Vorbild für alle unsere regio.märkte, die wir künftig auch in anderen Regionalzentren organisieren. 2021 wird der traditionsreiche Anlass unter dem neuen Namen regio.markt St. Gallen einmal mehr die Marktgasse in der St. Galler Altstadt in ein Schlaraffenland der Regionalprodukte verwandeln. Zwischen Bohl und Marktplatz wartet ein üppiger Regionalmarkt mit tausend Produkten und feinen Ideen – eine bis zum Rand mit Köstlichkeiten gefüllte Schatzkiste für Feinschmecker und ein Tipp für alle, die Freude haben am Flanieren, Ausprobieren und Geniessen.

Im kommenden Spätsommer liegt der Fokus unserer regio.wochen ganz bewusst auf der lange vermissten Freude am Auswärts essen, das dann hoffentlich wieder genussvoll möglich sein wird. Zwischen Bodensee und Zürichsee laden Restaurants und Gasthöfe ein zu heimischen Gaumenfreuden. Die ideale Gelegenheit für Regionalgeniesser, um neue Adressen für regionalen Genuss auszuprobieren. Grossen Anklang fand 2019 auch die Möglichkeit zum aktiven Erleben und Mitmachen bei den sogenannten Manufakturbetrieben. Vom Besuch auf dem Bauernhof über Bierbrauen bis zum Kochkurs. Ein entsprechendes Angebot soll es auch im September 2021 wieder geben.

culinarium.ch/erleben.ch

culinarium.ch/erleben

Bratwurst-Degustationen

1. Siedwurst-Woche 13. bis 18. September 2021

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Die Siedwurst ist neben Mostbröckli und Pantli eine von drei Appenzeller Fleischspezialitäten, die das Qualitätstzeichen IGP tragen dürfen. Im September 2021 planen mindestens 17 Metzgereien, die dieses wichtige Kulturgut nach dem strengen Pflichtenheft herstellen eine CharmeOffensive. Wer in der Siedwurst-Woche mindestens zwei Pärli Siedwürste kauft, bekommt ein schönes Überraschungsgeschenk dazu!

An diesem unterhaltsamen Anlass bekommen Sie die Gelegenheit, vier verschiedene St. Galler Bratwürste von vier Meistermetzgern nach allen Regeln der Kunst zu degustieren. Als knusprige Beilage erwarten Sie nicht nur ein feines St. Galler Handbürli, sondern Geschichten über die Ursprünge der Bratwurst, einstige und heutige Zutaten, raffinierte Rezepte und die anspruchsvolle Herstellung dieser Ikone der St. Galler Alltags- und Festkultur.

appenzeller-fleischspezialitaeten.ch

sg-bratwurst.ch/degustations-seminar


Ostschweizer Käsefeste ©House of Winterthur

regio.markt Winterthur

18. September 2021, Frauenfeld 23. Oktober 2021, Appenzell 30. Oktober 2021, Rapperswil

2. Oktober 2021, Winterthur

Winterthur gilt als wichtige Pforte zur Ostschweiz. Seine Bewohner sind traditionell lebensfroh und haben Sinn für gutes Essen und Kultur. Eine viel versprechende Bühne für Ostschweizer Regionalproduzenten, die mit ihrem Angebot neue Kundschaft gewinnen wollen. CULINARIUM freut sich auf diese neue attraktive Begegnungsmöglichkeit für Produzenten und Konsumenten. culinarium.ch/erleben

AOP-IGP Gastrowochen 18. September bis 3. Oktober 2021

Nur wenige Experten und «angefressene» Foodies kennen die ganze attraktive Vielfalt der Schweizer IGP-Fleischprodukte. In diesen Wochen lassen sie sich entdecken, harmonisch begleitet von Schweizer Weinen. Im kommenden Herbst bringen Ihnen engagierte Gastronomen das kulinarische Erbe der Schweiz näher! Dazu gehören Traditionsprodukte, die mit dem IGP-Qualitätszeichen ausgezeichnet sind. Es schützt die Herkunft dieser Spezialitäten und garantiert, das zur Herstellung ausschliesslich Schweizer Rohstoffe verwendet werden. Heute tragen 14 Fleischspezialitäten das IGP-Label, darunter sind z.B. die St. Galler Bratwurst IGP, das Appenzeller Mostbröckli IGP oder das Walliser Trockenfleisch IGP. Während den IGP-Gastrowochen bieten teilnehmende Gastronomen mindestens drei IGP-Spezialitäten und zwei passende Schweizer Weine an. Das wird ein Fest für die Sinne und für Schweizer Kulinarik.

Diese erfolgreiche Plattform bringt die Käseproduzenten aus dem jeweiligen Einzugsgebiet zusammen mit den käseinteressierten Kunden in den Regionalzentren. Die hochprofessionell organisierten Märkte sind eine attraktive Bühne für Käserinnen und Käser mit vielen wertvollen Chancen zum direkten Kundenkontakt. Aus Konsumentensicht: Wer Freude hat an regionalem Genusshandwerk und landwirtschaftlichem Brauchtum, kann an den Käsefesten die Ostschweizer Käsekultur und die Menschen dahinter authentisch erleben. In Appenzell mit Alpsteinpanorama, in Rapperswil mit Seesicht und in Frauenfeld mit Blick auf die malerische Altstadt. Jeweils rund 20 Produzenten bieten mehrere Hundert Käsesorten an. cheese-festival.ch

igpgastrowochen.ch

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Rubrik

KÖNIGE für ein Jahr

Vom Titel dieses Magazins lächelt Ihnen Christian Lütolf, der frisch gekrönte CULINARIUM-König 2021, entgegen. Für alle, die mit der Ostschweizer Regionalmonarchie noch nicht so vertraut sind, hier die wichtigsten Hintergrundinformationen zum Titel, seinen Pflichten und Privilegien.

Drei Fragen an die Könige 1. Wie hast du den Titel genutzt? 2. Was hat dir der Titel konkret gebracht? 3. Was gibst du deinen Nachfolgern mit auf den Weg?

Dass eine Organisation, die Kronen vergibt, irgendwann auch Königinnen und Könige krönen wird, lag auf der Hand. Von Anfang an wurden zwei Titel vergeben, nämlich in den beiden für CULINARIUM wichtigen Kategorien Produktion und Gastronomie. Die ersten beiden Titel wurden 2007 noch vorsichtig an zwei Kollektive und nicht an Einzelpersonen vergeben. Das Ziel erreicht Als die Regionalbewegung in der Ostschweiz Fahrt aufnahm und die Zahl der Mitglieder stark anstieg, wurden mehr und mehr eindrückliche Beispiele für innovative Unternehmen sichtbar, die mit ihrem Fokus auf Regionalität Erfolg hatten. Zunächst ging es darum, diese Beispiele als Inspiration zu nutzen. Indem man ihre Geschichte öffentlichkeitswirksam erzählte und ihre Produkte und Dienstleistungen vorstellte, gab man auch dem damals kaum bekannten Begriff Regionalität eine konkrete Bedeutung. Die Hoffnung, dass man mit der Königswahl, einer festlichen Krönungszeremonie und dem Titel die Aufmerksamkeit der Medien und der Konsumenten wecken würde, ging in Erfüllung. Der CULINARIUM-König entwickelte sich zu einer eigenen Marke und bedeutet mittlerweile nicht nur für die Träger des Titels, sondern auch für CULINARIUM wirksame Imagewerbung. Ein erfreulicher Zusatzeffekt ist die Tatsache, dass sich der Wettbewerb auch zu einer

2020 2019

2015

Philipp Fässler, appenzeller fleisch und feinkost ag, Appenzell 1. Wir haben auf allen möglichen Kanälen kommuniziert und auf sämtlichen Drucksachen das Königslogo verwendet. 2. Viel Medienpräsenz, Genugtuung für das tägliche Schaffen, aber leider nicht den erhofften Durchbruch im Detailhandel.

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3. Eine Nomination bringt den Betrieb auf jeden Fall weiter, ebenso die Erfahrungen aus dem Wettbewerb.

Mathias Koch, Appenzeller Ziegenprodukte AG, Gonten 1. Wir haben diverse Produkte mit dem Königslogo versehen, bei Führungen im Betrieb wurde der Gewinn der Krone erwähnt, wir haben auf allen Kanälen damit geworben (Facebook, Instagram, Inserate, Interviews, etc.) 2. Stärkere Wahrnehmung des Betriebs. Unsere Kommunikation ist durch den Fokus besser geworden. 3. Voll mitmachen, alle Chancen zum Lernen nutzen und danach den Gewinn der Krone voll ausschöpfen!

ner’s Hoflädeli, Carina Rohner-Heeb, Roh Balgach e Bekanntschaften 1. Vor allem konnte ich neu arbeiten wir jetzt knüpfen, mit ein paar davon sogar zusammen. te auf den Titel 2. Mich haben sehr viele Leu mich riesig gefreut. angesprochen und das hat werden die GastroIch habe gedacht, eventuell als aufmerksam, nomen in der Region nochm so. das war aber leider nicht

lohnt sich für jeden. 3. Ich finde die Teilnahme , wenn ich an aut seh Ich habe jetzt noch Gän für mich eine war Es ke. die Wahl zurückden Arbeit und ere uns für ng nnu wichtige Anerke auf einem guten hat bestätigt, dass wir uns Weg befinden.


Rubrik

Motivationsquelle für manche Mitglieder entwickelt hat. Einige traten sogar dem Trägerverein bei, weil sie der Königstitel reizte. Einige traten auch aus, als sie den Titel gewonnen hatten … Wie die Wahl funktioniert Der Weg zu den beiden Titeln ist unterschiedlich und hat sich im Lauf der Jahre gewandelt. Der CULINARIUM-König der Gastronomen wird aktuell von einer Fachjury ausgewählt, die alle Mitgliederbetriebe beobachtet und ihr Engagement für regionale Produkte, ihre Kommunikation und natürlich die Qualität ihrer Küche beurteilt. Die Kandidaten werden dann angefragt, ob sie sich für den Titel bewerben möchten. Falls ja, wird der Betrieb intensiv gecoacht, denn er präsentiert sich an der Abendveranstaltung des regio.tags mit einem aufwendigen regionalen Vorspeisenteller, der seine Qualitäten ideal zur Geltung bringen soll. 2021 war das aus naheliegenden Gründen nicht möglich, dafür wird König Marc Wöhrle (siehe Seite 46) in der Seeburg interessierten Gästen ein Königsmenü anbieten. In der Kategorie Produktion melden sich die Kandidaten an mit einem Dossier über ihr Unternehmen, ihre Produkte und Perspektiven. Wenn diese Anmeldung die Kriterien erfüllt, werden sie dazu eingeladen, sich einer Fachjury vorzustellen, der auch mehrere ehemalige Könige angehören. Sie beurteilen unter anderem die Originalität der Geschäftsidee, die wirtschaftlichen Aussichten und

2018

Philipp Schneider, Restaurant Krone, Mosnang 1. und 2. Es war gutes Marketing, es stärkte die Mitarbeitermotivation (sowie unsere eigene) und wir haben Wertschätzung von Stammgästen, Lieferanten und Partnern gespürt. Wir durften viel Anerkennung entgegennehmen, haben aber leider den Titel nicht voll genutzt, weil wir zu stark vom Tagesgeschäft gefordert waren. 3. Die Zeit geniessen – aber auch von Beginn an aktiv nutzen! Es ist eine Riesenchance mit sehr viel Potenzial!

nicht zuletzt die Wirkung des Menschen, der sich da präsentiert. Denn ein wichtiger Aspekt des Königstitels ist die Aufgabe, überzeugend einzustehen für die Ideen von CULINARIUM und als Botschafter/Botschafterin für Regionalität zu überzeugen. Alle gewinnen! Die allermeisten Kandidaten bereuen ihre Teilnahme nicht, auch wenn es nicht zum Königstitel gereicht hat. Sie schätzen, dass sie sich intensiv damit auseinandergesetzt haben, was sie tun, was sie anbieten und was sich daraus entwickeln könnte. Sie empfinden die Auftritte vor der Jury und das Feedback all der Fachleute und Kollegen als ermutigende und wertvolle Erfahrung. Dazukommt: Auch wenn man nicht gewinnt, erhält man viel Aufmerksamkeit! Alle Kandidaten werden im Vorfeld der Königswahl auf den diversen CULINARIUMKanälen vorgestellt und profitieren vom grossen Interesse für die Marke. Dieses Jahr war das noch intensiver, weil die Publikumswahl online in den sozialen Medien stattfand und die drei Kandidaten mit professionellen Videoclips porträtiert wurden. Die gewählten Könige erhalten viel Aufmerksamkeit von den Medien, insbesondere in ihrer Region und in ihrer Branche. Der Königstitel wird von Jahr zu Jahr stärker wahrgenommen, und er öffnet interessante Türen. Das erhöht die Nachfrage, und es ist eine günstige Ausgangslage für neue Partnerschaften.

2016

Robin Geisser, Geflügelgourmet AG, Mörschwil 1. Der Titel ist ein geniales Werkzeug für die Kommunikation. Der König muss aber intensiv damit arbeiten und angeben! Idealerweise tun sich mehrere Könige zusammen! 2. Wertvolle Erfahrungen, mehr Bekanntheit und interessante neue Kontakte. 3. Von nichts kommt nichts! Man muss selber aktiv werden und die Unterstützung von CULINARIUM in Anspruch nehmen.

2019 Roland Stump, Hotel Stump’s Alpenrose, Wildhaus 1. und 2. Die mediale Wirkung der Königswahl fand lokal, regional und darüber hinaus deutlich Resonanz. Bei unseren Stammgästen zeigte der Königstitel ebenfalls Wirkung und hat sie in der Wahl ihres Stammlokals bestätigt. Gut getan hat auch die Anerkennung und der Respekt seitens unserer Berufskollegen. 3. Ich rate jedem Königskandidaten, sich über alle Stufen des Prozesses mit Haut und Haar auf die Herausforderung «Königswahl» einzulassen, dabei sich selbst zu sein und sich selbstbewusst mit seiner Idee von Kulinarik und Gastronomie zu zeigen. 19


Fleisch, Fisch & Geflügel

Regionale Metzgereien

Wie erleben und bewältigen sie die Krise? Wie erleben und bewältigen CULINARIUM-Metzgereien die Herausforderung Covid-19? Hilft ihnen ihr Fokus auf Regionalität? Wir haben nachgefragt. Die Antworten stimmen optimistisch. Philip Fässler, der CULINARIUMKönig 2015, ist mit seinen innovativen Ideen und Investitionen ein wichtiger Motor für die regionale Bewegung und der Erfolg gab ihm Recht. Seit einem Jahr bestimmt das Coronavirus unser Leben. Wie sind die Auswirkungen auf Ihren Betrieb? Gerade am Anfang, also vor einem Jahr, war es eine sehr anstrengende Zeit. Es herrschte grosse Ungewissheit, Nervosität und Verunsicherung – und zwar bei der Kundschaft, bei den Angestellten und bei mir. Wie haben Sie darauf reagiert? So gut es ging. Im Betrieb hat sich innert Kürze vieles verlagert. Während uns die Lieferungen für Anlässe und Feste fehlten, lief es dafür beim Detailhandel wie geschmiert. Auffallend war, wie gut unser Laden beim Bahnhof Speicher lief. Dort erzielten wir während des ersten Lockdowns

sogar einen Mehrumsatz von 50 Prozent. Das flachte wieder ab, aber es war ein erfreulicher Lichtblick. Mussten Sie insgesamt grosse Verluste hinnehmen? Bislang ist der Verlust zum Glück kleiner als erwartet. Was mir aber im Moment richtig Sorgen macht, sind die hohen Rohmaterialpreise. Der Markt ist dünn! Eine Option wäre, die Preise zu erhöhen … In einer Krise sind Preiserhöhungen ein sehr schwieriges Thema. Da machen wir lieber mit unserer Topqualität und unserem Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Regionalität von uns reden. Noch ein Blick auf die personelle Situation. Im Lockdown waren Sie froh um jede Hand, die anpackte. Wie sieht das im Moment aus? In der Tat ist im Moment bei uns die Überpersonalisierung ein Thema, das macht mir etwas Bauchweh. Aber wir warten zuversichtlich ab und schauen, wie sich die Lage entwickelt, bevor wir zu so schwierigen Massnahmen greifen.

Marcel Jud

Jud Metzgerei AG in Uznach Es ist immer noch eine aussergewöhnliche Situation, die viel Verständnis von beiden Seiten erfordert.

Im Linthgebiet gilt diese Genusswerkstatt als eine der besten Adressen für regionales Fleisch und die besten St. Galler Bratwürste IGP jenseits des Rickens.

Philip Fässler

Wie waren die Auswirkungen der Pandemie auf Ihren Betrieb? Der Anfang war krass, die Leute waren panisch. Viele wollten sich Reserven anlegen und machten Hamsterkäufe. Nach und nach hat sich die Lage dann normalisiert und eingependelt.

Wäh­rend uns die Lieferungen für Anlässe und Feste schmerzhaft fehlten, lief es dafür beim Detailhandel wie geschmiert.

Aber ein normales Tagesgeschäft gibt es bis heute nicht, oder? Nein. Es ist immer noch eine aussergewöhnliche Situation, die viel Flexibilität und Verständnis von beiden Seiten erfordert.

appenzeller fleisch und feinkost ag in Appenzell


Rubrik

Mussten Sie grosse Verluste hinnehmen? Ja, gerade im Bereich Partyservice, wo wir traditionell sehr stark sind, gingen uns mehrere Hunderttausend Franken durch die Lappen. Ein Riesenverlust – konnten Sie den irgendwie kompensieren? Einen Teil davon konnten wir mit dem Detailhandel abfedern, weil dieser bis jetzt sehr gut läuft. Und auch mit unserem erweiterten Take-away-Angebot, das supergut ankommt. Was hätte aus Ihrer Sicht besser laufen können? Unsere Branche wurde zwar gut informiert, allerdings haben mich die verschiedenen Vorschriften für die einzelnen Kantone verwirrt. Es gab da riesige Unterschiede, und das machte die ganze Handhabung ziemlich unübersichtlich und unklar. Wie haben Sie grundsätzlich auf diese Herausforderung reagiert? Mit grosser Flexibilität in allen Bereichen. Zum Glück haben wir so viele Allrounder/innen im Betrieb. Alle zogen an einem Strick und packten dort an, wo es nötig war. Das hat uns in der Krise gestärkt. Das war eine gute Erfahrung!

Urs Kalberer

Metzgerei Kalberer AG in Wangs Wir haben gelernt, sehr flexibel zu sein. Aber wir wissen jetzt auch, dass wir das können.

Beneidenswert, wer im Sarganserland lebt und gerne gutes Fleisch isst. Das Glück wartet vor der Haustür. Was hat sich durch Corona in Ihrem Betrieb verändert? Gerade am Anfang waren wir alle sehr verunsichert. Da haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, unseren Kunden all das zu bieten, was sie in dieser Situation von uns wünschen. Was heisst das konkret? Die einen wollten nur noch telefonisch bestellen und sich die Dinge nach Hause liefern lassen, andere wollten den Laden nicht mehr betreten und nahmen ihre Einkäufe vor dem Geschäft entgegen, andere wollten mitsamt dem Einkauf nach Hause gefahren werden  – es gab alles. Und Sie haben das alles möglich gemacht? (lacht) Ja, natürlich! Hier bei uns auf dem Land geht sowas noch. Es wurde auch entsprechend geschätzt. Haben Sie wegen Corona grosse Verluste hinzunehmen? Leider schon. Weil keine Veranstaltungen mehr stattfanden, konnten wir auch nichts mehr liefern. Das sind beispielsweise Tausende Würste, die nicht bestellt wurden. Also auch Tausende Franken, die wir nicht einnehmen konnten.

Konnten Sie das irgendwie ausgleichen? Mit knappem Personalbestand. Ein Mitarbeiter, der gekündigt hat, wurde nicht ersetzt. Welche Erfahrungen dieser aussergewöhnlichen Zeit prägen Sie besonders? Das Einkaufsverhalten der Leute. Als die Grenzen zugingen, schätzten sie die regionalen Produkte. Kaum waren sie wieder offen, fuhren viele wieder nach Österreich zum Einkaufen. Dabei arbeiten und verdienen wir doch in der Schweiz, also sollten wir auch eine gewisse Solidarität zeigen. Just in der Coronazeit haben Sie auch noch Ihr Geschäft umgebaut. Ging das gut? Nach 30 Jahren war das nötig. Doch der Zeitplan war sehr eng. Wir hatten nur zweieinhalb Wochen zu, danach Neueröffnung. Zum Glück lief alles glatt. Wir sind sehr zufrieden mit unserem neuen, topmodernen Laden. Würden Sie rückblickend in Bezug auf Corona etwas anders machen? Nein, wir machen bis jetzt das Beste daraus. Wir haben gelernt, sehr flexibel zu sein, weil planen schwierig geworden ist. Aber wir wissen jetzt auch, dass wir das können.

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Rubrik

Reto Rust

Metzgerei Reto Rust in Neu St. Johann Das Thema regionale Produkte wurde plötzlich extrem wichtig!

Beim CULINARIUM-König 2018 kommen Regionalgeniesserinnen und Heimwehtoggenburger voll auf ihre Kosten. Wie haben Sie die Coronazeit bisher erlebt? Als sehr schwierig, weil dauernd Veränderungen im und um den Betrieb entstanden. Einerseits mussten plötzlich Restaurants und Hotels schliessen und gleichzeitig wurden fast alle Anlässe abgesagt. Das hat uns Umsatzeinbussen im sechsstelligen Bereich beschert. Wie haben Sie auf diese Herausforderung reagiert? (schmunzelt) Wie es sich für uns gehört: schnell, flexibel und dienstleistungsorientiert. Wir boten sofort Mittagsmenüs für Arbeiter, Handwerker, Büropersonal etc. an, die nicht nach Hause konnten. Zudem haben wir zusammen mit anderen Produzenten einen überregionalen Onlineshop auf die Beine gestellt. Hatten Sie Erfolg damit? Ja, vor allem das Take-away-Angebot kam super an. Wir konnten zudem viele neue Kunden im Bereich der Lohnschlachtungen gewinnen. Was war die schwierigste Veränderung für Ihr Unternehmen? Eine Herausforderung war die Beschränkung auf maximal zwei Kunden im Geschäft – und das über Ostern!

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Hat sich die Nachfrage nach regionalen Produkten verändert? Die Nachfrage nach regionalen Produkten ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Doch der erste Lockdown im Frühling war ein Riesensprung! Das Thema war plötzlich extrem wichtig. Dann haben Sie auch neue Kunden gewonnen? Ja, wir haben viele neue Kunden dazugewonnen! Vor allem durch das Regional-Marketing, das wir stärker ausgebaut haben. Einen erfreulichen Trend sehen wir bei jungen Erwachsenen. Die Transparenz bei der Herkunft und der Herstellung unserer Produkte schafft Vertrauen. Das erweist sich als gute Basis für eine nachhaltige Kundenbeziehung. Wir haben eine starke Stammkundschaft, die weiter wächst. Das macht uns Freude. Nehmen Sie etwas von diesen Erfahrungen in der Coronazeit mit in die Zukunft? Ja, die freien Samstagabende und Sonntage. Weil wir keine Caterings und keine Festlieferungen machen konnten, hatten wir viel mehr Freizeit. Das schätzten wir. Nun überlegen wir uns, wie wir nach dieser Erfahrung unsere Zukunft gestalten werden.

Wer Siedwurst, Pantli und Mostbröckli liebt, wird hier fündig. Peter Sturzenegger ist Präsident der Sortenorganisation Appenzeller Fleischspezialitäten. Was hat sich durch Corona für Sie und Ihren Betrieb verändert? Wir hatten es in den Coronamonaten ohnehin «strub», weil wir gerade mit dem grossen Umbau unseres Betriebs beschäftigt waren. Covid-19 machte plötzlich alles zusätzlich kompliziert und unsicher. Schutzmassnahmen, schwierige Planung von Anlässen, viele Absagen von Veranstaltungen etc. Sie bereuen den Umbau jetzt aber nicht, oder? Nein, sicher nicht, das war fällig! Wir sind am Wachsen. Wie gesagt, wegen Corona wurden zwar viele Feste abgesagt, aber der Lockdown kam uns letztlich sogar ein bisschen zugute.

Peter

Sturzenegger


Fleisch, Fisch & Geflügel

Inwiefern? Die Leute blieben zu Hause und wollten es dort gemütlich haben. Sie haben viel und gut gekocht, grosse Läden gemieden und spürten plötzlich, dass auch beim Essen Regionalität wichtig ist. Dann haben Sie in dieser Zeit neue Kunden gewonnen? Ja, sehr viele sogar! Ich habe mich zum Teil selbst gefragt, woher all die Leute plötzlich alle kommen (lacht). Und weil alles so gut lief, konnten wir in unserem Team zusätzlich zwei Frauen beschäftigen. Dann war Corona quasi eine Chance für Ihr Geschäft? Das könnte man so sagen. Wir haben viel Neues ausprobiert, und praktisch alles wurde von der Kundschaft angenommen und rege genutzt. Ein Renner waren zum Beispiel unsere Fertigmenüs, darunter viele Schmorgerichte mit gutem Fleisch. Es freut mich selbst, dass wir das so gut hinbekommen haben. Was nehmen Sie von diesen Erfahrungen mit in die Zukunft? Dass man auch in der Krise Mut für Neues haben sollte. Wir haben das gut gemacht und vieles dabei gelernt. Das ist ein gutes Gefühl, das nehm ich gern mit.

Sturzenegger

r Metzgerei in Schwellbrunn und Waldstatt Wir haben viel Neues ausprobiert, und praktisch alles wurde von der Kundschaft angenommen.

Daniel Wegmann Metzgerei Wegmann AG in St. Gallen Den Take-away-Bereich haben wir stark ausgebaut und ein vielfältigeres Sortiment angeboten.

St. Galler sind kulinarisch ein höchst anspruchsvolles Publikum. Wer hier erfolgreich ist, macht vieles nicht nur richtig, sondern richtig gut! Was hat Corona in Ihrem Betrieb angerichtet? Es gab vor allem am Anfang bedrohliche Turbulenzen. Im Lockdown fielen wichtige Einkommensquellen wie der Gastrobereich und das Catering ganz weg. Spitäler und andere Institutionen konnten wir nur noch reduziert beliefern. Und neu war natürlich das ganze Schutzkonzept. Wie haben Sie darauf reagiert? Am Anfang war ich, wie wohl alle, sehr verunsichert. Ich spürte, dass wir uns neu organisieren und viel spontaner werden müssen. Früher haben wir zum Teil schon Monate vorausgeplant, weil wir wussten, welche Feste und Anlässe anstehen. Heute sind es manchmal nur Tage! Haben Sie Verluste eingefahren? Kaum, denn im Laden ging es hoch zu und her. Wir hatten alle Hände voll zu tun, denn es kamen sehr viele neue Kunden. Viele assen nicht mehr im Restaurant oder in der Kantine, sondern arbeiteten im Homeoffice

und kamen zu uns zum Einkaufen. Schön, oder? Auf jeden Fall! Aber auch anstrengend. Neue Kunden legen in der Regel Wert auf gute Betreuung, Information und heutzutage eben auch auf Sicherheit. Das ermöglichen wir gerne, aber das braucht Zeit und Know-how! Aber wir wissen auch: Wer gut bedient wird, kommt wieder. Zum Glück haben wir so gutes und erfahrenes Personal. Kauften die Leute mehr Frischfleisch oder mehr Take-awayMenüs? Beides. Und auffallend viel mehr Wein (lacht)! Man gönnte sich was in dieser beunruhigenden Zeit. Den Take-away-Bereich haben wir stark ausgebaut und ein deutlich vielfältigeres Sortiment angeboten. So gingen jeden Tag 50 bis 60 Menüs über den Tresen. Was nehmen Sie von diesen Erfahrungen mit in die Zukunft? Dass Corona die erste echte Ausnahmesituation in meinem ganzen Berufsleben war und immer noch ist. Und dass wir sie bis jetzt gut meistern. Wir mussten bis jetzt weder Entlassungen aussprechen noch grosse Verluste hinnehmen. Interviews: Cécile Alge

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Näf-metzg: Die Party-Profis Das Sortiment der Näf-metzg umfasst eine Palette an hochwertigem Frischfleisch, Charcuterie-Produkten und Wurstwaren. Die enge Zusammenarbeit mit den Bauern aus dem Mosliger Gebirge ist die wichtigste Arbeitsgrundlage. Daraus entstehen hochwertige Toggenburger Spezialitäten. Nach optimaler Lagerung und sorgfältiger Verarbeitung gelangt das Fleisch direkt in die eigenen Verkaufsgeschäfte. Der Partyservice des Familienbetriebs wird weitherum für kleine und grössere Feste geschätzt. Näf-metzg, 9607 Mosnang, 071 983 15 04, naef-metzg.ch

appenzeller fleisch und feinkost ag «Me häbid Soog» lautet der Slogan der appenzeller fleisch und feinkost ag. Er passt perfekt. Denn die Liebe zur Heimat und zur Tradition, ein respektvoller Umgang mit Natur, Mensch und Tier sowie hohe Standards bei der täglichen Arbeit sind Werte, die sich Rosmarie und Philip Fässler und deren Team verinnerlicht haben. Fässlers führen den Familienbetrieb mit Filialen in Appenzell und Speicher in vierter Generation. Ihnen ist wichtig, dass Topqualität auch mit einer schonenden Verwendung von Ressourcen möglich ist. Deshalb kaufen sie die Tiere direkt ab Hof, schlachten selbst und verarbeiten das Fleisch nach überlieferten Rezepten und professioneller Arbeitsweise. Und dank der topmodernen Schlachtanlage ist nun auch eine restlose und abfallfreie Verwertung der Rohstoffe möglich. Oder mit Fässlers Worten: «Me häbid Soog zur Heimat, zum Tierwohl, zu uns.» appenzeller fleisch und feinkost ag, 9050 Appenzell, 071 787 36 35, appenzellerfleisch.ch

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PF Fleisch, Fisch & Geflügel

Metzgerei Rust in Neu St. Johann Reto Rust und sein Team sind leidenschaftliche Genusshandwerker mit hohen Ansprüchen an ihre Arbeit und an ihre Lieferanten. Das Vieh bezieht der überzeugte Regionalmetzger aus der Nachbarschaft (max. 12 km). Er und seine Mitarbeiter schlachten selber. Das hochwertige Fleisch aus der Region veredeln sie zu einer Vielfalt von Spezialitäten. Der junge Patron hat schon früh erkannt: Das Entwickeln neuer Konzepte und Produkte und das

Streben nach maximaler Qualität macht die Mitarbeiter zufriedener und das Unternehmen erfolgreicher. Das Resultat sind Produkte wie Kalbssteak am Knochen gereift, der kalt geräucherte Lutertalerspeck, Alpstein-Rohschinken, Alpstein-Tatar oder feinste St. Galler Bratwurst IGP. Ein neues Angebot sind die Schweine von Nachbarsbauer Michael Lieberherr, die für die Metzgerei Rust im Freiland, ohne künstliche Futterzusätze und dafür mit viel Geduld, aufgezogen werden. Das Resultat ist wunderbar geschmackvolles Fleisch, das als Toggenburger Landschwein angeboten wird. Metzgerei Rust GmbH, 9652 Neu St. Johann, 071 994 24 51, metzgerei-rust.ch

Albert Spiess – s‘Bündner Original scho sit 1906. «Entdeck an echta Bündner Gnuss.» In der höchstgelegenen Trocknerei Europas, in DavosFrauenkirch, reifen an der frischen Bündner Bergluft die natürlichen Trockenfleisch-Spezialitäten von Albert Spiess zu ihrem einzigartigen Geschmack heran. Die Spezialitäten werden in traditionellem Handwerk nach über Generationen überlieferten Rezepturen und Verfahren hergestellt. Dabei wird nichts dem Zufall überlassen. Albert Spiess garantiert für ein erstklassiges Qualitätsprodukt. Jetzt neu auch online Die echten Bündner Trockenfleisch Spezialitäten von Albert Spiess plus Alp- und Regio-Produkte von über 20 Produzenten werden neu auch online angeboten. «A Moment innehalta, gnüssa und s’Bündnerland khöört diar!» Albert Spiess, 7220 Schiers, 081 308 03 08, albert-spiess.ch

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PR Fleisch, Fisch & Geflügel

Rubli Marthalen AG Ur-Rauch-Spezialitäten Entsprechend der Familientradition dreht sich bei Rubli Marthalen AG alles um Schinken-/Speck-Spezialitäten. Für jeden Geschmack ist etwas dabei: von aromatischen Schnittstückli über Geschenksideen bis hin zum frisch hauchdünn aufgeschnittenen Schinken. Ob Coppa, Landrauchschinken, Buurespeck, Pantli oder Rohwurstwaren: Die Liebe zu Ur-Rauch-Spezialitäten geht durch den Magen! Genauso wie Rubli Marthalen seinen Kundenstamm und dessen Wünsche kennt, wissen sie, woher ihre Produkte stammen und wie sie hergestellt werden. Rubli Marthalen AG, 8460 Marthalen, 052 319 10 49, rubli-marthalen.ch

REZEPT

SIEDFLEISCH VOM RIND 3 Fleisch in den Topf geben und bei schwacher Hitze zwei Stunden lang zugedeckt köcheln lassen. 4 Nach eineinhalb Stunden Wirz dazugeben und alles noch eine halbe Stunde sieden lassen.

ZUBEREITUNG 1 Alles Gemüse ausser Wirz und Zwiebeln zusammen mit den Kräutern und den Gewürzen, Salz und Wasser in einen grossen Kochtopf geben und bei mittlerer Hitze ohne Deckel aufkochen. 2 Öl in einer Bratpfanne auf höchster Stufe erhitzen, Zwiebeln mit der Schneideseite nach unten hineingeben und goldbraun rösten. Dann ebenfalls zum Gemüse in den Topf geben.

Z U TAT E N für 6 Personen 1,2 kg Siedfleisch vom Schweizer Rind 3 Rüebli, geschält, längs halbiert 200 g Knollensellerie, geschält, in Stäbchen geschnitten 1 Lauch, in Stücken

5 Am Ende der Kochzeit mit der Fleischgabel testen, ob das Fleisch gar ist. Wenn sie sich einfach ins Siedfleisch stechen lässt, ist es perfekt.

2 Zwiebeln, halbiert

6 Siedfleisch aufschneiden und zusammen mit dem Gemüse und dem Sud servieren. Wer mag, kann noch mit Salz und Pfeffer würzen und mit Peterli garnieren.

Lorbeerblätter und 4 Gewürznelken

Dieses Rezept stammt von der sehr empfehlenswerten Online-Rezeptsammlung schweizerfleisch.ch. Auf der Webseite kann man die Zubereitung auch in einem appetitanregenden Video anschauen.

1 kleiner Wirz 5 Zweige Peterli, fein gehackt 10 schwarze Pfefferkörner, zerdrückt 1,5 l Wasser 2 TL Salz 1 EL Öl


Spezialitäten aus der Region Säntis / Bodensee Seit 75 Jahren stellt die Rudolf Schär AG eine grosse Auswahl an Fleisch- und Wurstspezialitäten aus der Region Säntis / Bodensee her. Im modern eingerichteten Produktionsbetrieb in Thal (SG) wird täglich mit rund 80 Fachkräften bestes Rohmaterial zu einer breiten Palette an regionalen, CULINARIUM-zertifizierten Fleischprodukten hergestellt. Unter dem gesetzlich geschützten Label IGP (geografisch geschützte Angabe) stellt die Rudolf Schär AG bekannte Spezialitäten wie das Appenzeller Mostbröckli, Appenzeller Pantli oder die beliebte St. Galler OlmaBratwurst her. Die Spezialitäten der Rudolf Schär AG sind bei verschiedenen Grossverteilern, Detaillisten, Privatmetzgereien und über das eigene Fachgeschäft in St. Gallen erhältlich. Rudolf Schär AG, Fleischwarenfabrik, 9425 Thal, 058 571 58 00, schaer-thal.ch Fachgeschäft, Metzgerei Schär, 9000 St. Gallen, 058 571 58 58

Nachhaltigkeit und Regionalität sind wichtig Seit zwei Jahren führt der Landwirt David Roth neben seinem Hof auch die Gröbli Fleisch und Feinkost AG in Dietfurt. In der Metzgerei wirkt er allerdings lieber im Hintergrund als an der Front. Dort überlässt er das Zepter seinen fünf Fachkräften, die jeden Tag mit viel Leidenschaft am Werk sind. Hergestellt und verkauft werden traditionelle und hauseigene Spezialitäten aus Fleisch in Topqualität. Dabei legt David Roth, der auf seinem Hof Kühe und Muttersauen hält, grossen Wert auf Nachhaltigkeit und Regionalität. So stammen alle Tiere von seinem Betrieb oder von solchen aus der Umgebung. Übrigens: Seit letztem Jahr bietet die Gröbli Fleisch und Feinkost AG auch einen Heimlieferservice an. Mit Erfolg. Deshalb soll dieses Angebot noch weiter ausgebaut werden.

Gröbli Fleisch und Feinkost AG, 9615 Dietfurt, 071 983 15 87, groebli.fleischundfeinkost-ag@thurweb.ch

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Fleisch, Fisch & Geflügel

Die Näf-Metzg setzt auf Toggenburger Qualität Die Näf-Metzg in Mosnang gehörte zu den drei Finalisten für den Königstitel 2021. Gemeinsam mit den Landwirten aus der Umgebung schaffen sie regionalen Hochgenuss.

Thomas Näf, was bedeutete die Finalteilnahme für Sie und Ihr Team? Es war wertvolle Anerkennung für unsere Arbeit. Wir sind überzeugt von der CULINARIUM-Philosophie. Natürlich haben wir uns den Titel erhofft, aber wir haben viel gelernt. Die Näf-Metzg war seit ihrer Gründung 1954 ein Familienbetrieb. Aktuell sind zwei Generationen im Unternehmen tätig. War für Sie und Ihre Brüder von Anfang an klar, dass Sie eine Metzgerlehre machen und dereinst im Familienbetrieb tätig sein werden? Meine Brüder und ich durften schon von klein auf in der Metzgerei mithelfen. Wir sind so aufgewachsen und hatten meistens Interesse und Freude daran. Trotzdem legten unsere Eltern Wert darauf, dass wir auch in andere Berufe schnupperten. Wir wussten allerdings schon alle, dass wir sowieso Fleischfachmann werden wollten (schmunzelt). Was fasziniert Sie an Ihrem Beruf? Die Kreativität, die Vielfalt und der tägliche Kundenkontakt. Wir können aus etwas Einfachem etwas Aussergewöhnliches kreieren und für unsere Kunden den Einkauf zu einem kleinen Erlebnis machen – das motiviert und macht Freude.

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Sie legen viel Wert auf Regionalität und Natürlichkeit. Ihre Schlachtviehlieferanten sind alle aus dem Mosliger Gebirge und Sie kaufen nur natürliche Nahrungsmittel aus der Region. Genau. Uns ist sehr wichtig, dass wir wissen, woher die Tiere kommen und dass wir deren Besitzer kennen. Denn so sind wir sicher, dass die Tiere einen kurzen Transportweg haben. Auch den Käse beziehen wir ausnahmslos aus der Region. Wir schätzen diese Zusammenarbeit mit hiesigen Bauern und möchten diese auch bewusst pflegen. Das schätzen auch unsere Kunden. Sie bieten Privaten und Jägern auch Schlachtungen für den Eigenbedarf an. Wird das genutzt? Ja, das kommt sogar super an und wird entsprechend rege genutzt. Wir sind sehr gut ausgerüstet, sodass wir zum Beispiel auch personalisierte Etiketten drucken können, damit jeder seine Produkte individuell und gleichzeitig professionell beschriften kann. Kundinnen und Kunden sind beim Fleischkonsum kritischer geworden. Man will wissen, was man isst. Spüren Sie das auch? Ja, das spüren wir ganz klar, und ich

begrüsse das. Es freut mich, dass die Konsumenten mehr Wert auf Qualität und Regionalität legen. Das passt zu unserer Philosophie. Sie sind noch jung und trotzdem schon erfahren. Gibt es Dinge im Beruf, die Sie anders machen als Ihr Vater oder Grossvater? Ganz klar, im Vergleich zu früher hat sich vieles verändert, deshalb bieten wir heute zum Beispiel viel mehr Essen zum Aufwärmen an. Das war zu Zeiten, in denen unser Grossvater und Vater den Betrieb geführt haben, noch undenkbar. Aber eben, wir sind eine neue Generation mit neuen Ansprüchen und neuen Ideen. Und da die Zeit nicht stehen bleibt, gehen wir mit ihr. Sie gelten als innovative Metzgerei. Ein aktuelles Beispiel? Wir lancieren regelmässig neue, saisonale Produkte. In dieser Grillsaison waren es zum Beispiel sogenannte Special Cuts vom Rind wie die Flat Iron Steaks. Viele Kunden, die das probiert haben, waren begeistert. Grundsätzlich ist unser Sortiment in letzter Zeit um einiges breiter geworden, insbesondere bei den Produkten, die auf den Grill kommen oder die pfannenfertig sind.


Wovon oder wie lassen Sie sich bei der Arbeit inspirieren? Ich beobachte den Markt, rede oft mit Kunden übers Kochen und probiere auch immer wieder selbst etwas Neues aus – das sind meine wichtigsten Inspirationsquellen. Welches Stück Fleisch aus Ihrem Betrieb essen Sie am liebsten? Im letzten Sommer war es definitiv das erwähnte Flat Iron Steak. Es ist

ein Stück von der Rindsschulter, kräftig im Geschmack und butterzart. Das war für mich ein neuer, wunderbarer Fleischgenuss. Gibt es Fleisch, das Sie nie essen würden? Insekten reizen mich gar nicht.

optimal verlaufen wird. Unser Vater wird bald in Pension gehen, und dann führen wir drei Söhne das Geschäft weiter. Ich hoffe, dass wir das mit Harmonie, gegenseitigem Respekt und Erfolg schaffen werden. Interview: Cécile Alge

Haben Sie einen beruflichen Traum? Mein Wunsch ist es, dass der Generationenwechsel in unserem Betrieb

Thomas (links) und Andreas Näf setzen voller Überzeugung auf das ausgezeichnete Fleisch von Produzenten aus der Nachbarschaft.

Näf-Metzg in Mosnang Die NÄF-metzg AG in Mosnang ist ein Familienbetrieb und wird mittlerweile in dritter Generation geführt. Sie beschäftigt 13 Personen, darunter die Eltern Albert und Edith Näf und ihre Söhne Andreas und Thomas Näf. Sandro Näf, der dritte Bruder, wird nach seinen Lehr- und Wanderjahren im Schweizer Fleischfachhandel in absehbarer Zeit in den familiären Betrieb zurückkehren. Zum Angebot gehören nicht nur eine beeindruckende Auswahl an Fleischspezialitäten aus lokalem Fleisch (z.B. eine exzellente St. Galler Bratwurst IGP), sondern auch zunehmend komplette Fertiggerichte und kulinarische Dienstleistungen wie Partyservice und die Vermietung von hochwertigem Equipment vom Grill bis zum Zelt. naef-metzg.ch

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Quellpark Kundelfingerhof – Regionaler Fisch in höchster Qualität Seit über 100 Jahren nutzt der Kundelfingerhof das reine Wasser der grössten Quelle der Nordostschweiz, um Saiblinge, Forellen und Lachsforellen in bester kulinarischer Qualität aufzuziehen. Das ganzjährig kühle Quellwasser ist frei von Anti­biotika, Schwermetallen und Mikroplastik. Der Kundel­fingerhof bietet ein attraktives Spektrum vom ganzen Frischfisch über entgrätete Filets in allen Varianten bis zu marinier­ten und geräucherten Spezialitäten. Eine Delikatesse sind beispielsweise die kaltgeräucherten Lachsforellenfilets. Beliebt sind auch die Forellen-Knusperli im Ci­der-Teig aus regionalem Apfelwein. Fischhändler und Gastronomen werden täglich mit der hofeigenen Logistik beliefert (z.B. Marc Wöhrle, der CULINARIUM-König 2021). Für Fischliebhaber lohnt sich ein Besuch des Quellparks mit seinem hervorragenden Fischrestaurant rund ums Jahr. Die stilvolle Anlage ist ideal geeignet für Feiern und Firmenanlässe. Quellpark Kundelfingerhof, 8252 Schlatt, 052 646 06 06, kundelfingerhof.ch

Zahner Fischhandel AG Berufsfischer, KnusperliProduzent und Zulieferer Tagtäglich werden bei der Zahner Fischhandel AG in Gommiswald fangfrische Fische wie Felchen und Hecht aus den Seen sowie Forellen und Saiblinge aus Zuchten (bspw. Kundelfingerhof Schlatt TG oder Brüggli Sattel SZ) verarbeitet und veredelt: selbstverständlich in CULINARIUM-Qualität. Als Spezialitäten gelten die in der eigenen Produktion von Hand und mit grösster Sorgfalt hergestellten Felchen- und Forellen-Knusperli – auf Wunsch produziert in einem von diversen CULINARIUM-Bierteigen. Mit Partner Robin Geisser (Seite 31) werden sogar aus Ribelmais-Poulet einzigartige Knusperli hergestellt. Neben diesen regionalen Produkten handelt der Comestibles-Händler weiter mit einem grossen Sortiment an zertifizierten Meeresfischen, CULINARIUM-Geflügel, CULINARIUM-Wild und verschiedenen Fleischdelikatessen. Die Gastronomiekunden werden von Zahner Fischhandel direkt durch eigene Logistik beliefert. Für die Endkonsumenten sind mobile Verkaufsfahrzeuge in der Ostschweiz unterwegs. Zahner Fischhandel AG, 8737 Gommiswald, 055 280 17 55, frisch-fisch.ch

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PR Fleisch, Fisch & Geflügel

Geflügel Gourmet AG Vielfalt für die regionale Küche in höchster Qualität Robin Geisser hat nach seiner Ausbildung zum Geflügelzüchter im bernischen Zollikofen prägende Lehrjahre in Frankreich verbracht. Nirgendwo sonst werden Hühner, Enten und Gänse so geschätzt in der Küche, nirgendwo sonst wird Geflügel mit so viel Herzblut und Können aufgezogen und verarbeitet. Es waren die berühmten Geflügelzüchter aus der Region Bresse, die ein Gütesiegel forderten, um ihr altes Genusshandwerk zu schützen. Das französische Landwirtschaftsministerium schuf für sie 1965 das Label Rouge. Nur langsam wachsende Geflügelrassen, die artgerecht im Freiland gehalten werden und hochwertiges Futter erhalten, dürfen es tragen. Das Ergebnis dieser Haltung ist ein hoher intramuskulärer Fettanteil, der das Fleisch saftiger und aromatischer macht. Mit diesem wertvollen Know-how und vielen Ideen kehrte Robin Geisser heim in die Ostschweiz. Seine Vision umgesetzt Robin Geisser glaubte fest daran, dass es auch in der Ostschweiz einen Markt gibt für hochwertiges Gourmetgeflügel. Schon einer der ersten Versuche war ein Erfolg! Mit CULINARIUM als Partner startete er sein bis heute wichtigstes Projekt, die Rheintaler RibelmaisPoularden. Die Ostschweizer Regionalgastronomie hatte nur gewartet auf so ein Top-Produkt, und wenig später begannen auch Privathaushalte die aussergewöhnliche Qualität zu schätzen und zu kaufen. Dank einem Mobilstallsystem können die Ribelmais-Poularden – natürlich eine Label-Rouge-Rasse – heute auf der Weide und sogar auf dem Maisfeld aufwachsen. Robin Geisser unterstützt zurzeit 30 Landwirtschaftsbetriebe in der Region mit Know-how und etablierten Verkaufskanälen. Engagierte

Maispoulardenmäster können «ihre Hühner» aber auch im eigenen Hofladen anbieten. poulet-buur.ch Appenzeller Enten Ein weiterer kulinarischer Volltreffer ist Robin Geisser mit den Appenzeller Enten gelungen. Er verwendet auch dafür eine langsam wachsende Rasse, die von der weissen Peking-Ente abstammt. Sie liefert eine wunderbare Fleischqualität, wenn man sie mit ausreichend Platz, der nötigen Geduld und dem richtigen Futter aufzieht. Das machen zurzeit drei Appenzeller Bauern. Zusätzlich bietet die Geflügel Gourmet AG auch geräucherte Entenbrust und einen luftgetrockneten Entensalsiz an. Beide Spezialitäten wurden schon mehrfach ausgezeichnet. Saisonale Spezialitäten Eine Stärke der Geflügel Gourmet AG ist die Vielfalt des Angebots. Dazu gehören im Spätherbst die Rheintaler Ribelgänse vom Gehrenhof und die begehrten KellyBronze-Truthähne. Eine weitere Exklusivität sind die rotfleischigen Ribel-Perlhühner mit ihrem feinen Wildvogelaroma. Nicht nur Spitzenköche nutzen diesen kulinarischen Luxus; in diesen aussergewöhnlichen Zeiten haben viele Menschen ihre Freude am Kochen wieder entdeckt und dabei die aussergewöhnliche Qualität des Regionalgeflügels der Geflügel Gourmet AG schätzen gelernt. Das komplette Sortiment und fachkundige Beratung findet man im Hofladen in Mörschwil sowie beim Geflügel Gourmet-Marktwagen am St. Galler Wochenmarkt. Die meisten Produkte lassen sich auch im Onlineshop auf gefluegelgourmet.ch bestellen. Geflügel Gourmet AG, 9402 Mörschwil, 071 866 12 00, gefluegelgourmet.ch

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PR Fleisch, Fisch & Geflügel

Schweizer Geflügelfleisch macht Sinn! Krisen bergen die Chance, zu realisieren, was uns wirklich wichtig ist. Wir gewinnen Klarsicht. Die letzten Monate haben uns gezeigt, wie wertvoll es ist, unkompliziert Schweizer Qualitätsprodukte einzukaufen, bei denen Qualität, Herkunft und Produktionsbedingungen stimmen – ohne Wenn und Aber. Gerade im Bereich der Nahrungsmittel gewinnen diese Dimensionen eine besondere Relevanz. Die frifag märwil ag stellt mit ihrem aussergewöhnlichen Angebot sicher, dass Kundinnen und Kunden Geflügelfleisch kaufen können, das zu 100% aus der Schweiz stammt und mit grösster Sorgfalt nachhaltig hergestellt wurde. All die Monate im Zeichen der Pandemie haben bei vielen Schweizerinnen und Schweizern dazu geführt, möglichst lokal einzukaufen und regionale Produkte zu bevorzugen. Nicht umsonst erleben lokale Detailhändler ein Revival. Die Kundschaft interessiert: Woher kommt mein Fleisch? Unter welchen Bedingungen leben die Tiere? Und: Ich will wissen, was da drin steckt. Schliesslich gehört zu unserem Wohlbefinden auch, dass wir uns gesund und bewusst ernähren. Nicht wenige geniessen es, während der Zeit im Homeoffice wieder öfter zu Hause zu kochen und dabei stärker darauf zu achten, welche Produkte sie da eigentlich verwenden.

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Lückenloser Herkunftsausweis Die frifag märwil ag hat sich bei Partnern und Kunden Vertrauen und Respekt erarbeitet als Geflügelproduzent mit grossem Verantwortungsbewusstsein für die Region. Konsequente Regionalität gehört zur DNA des Thurgauer Unternehmens. Nur wer die Wertschöpfungskette vollständig in die eigene Hand nimmt, kann seinen Kunden mit gutem Gewissen Qualität, Herkunft und Nachhaltigkeit garantieren. Darum hat Andi Schmal, Geschäftsleiter des Ostschweizer Qualitätsbetriebs, bewusst entschieden, die gesamte Wertschöpfungskette nicht nur zu kontrollieren, sondern selber zu übernehmen: vom eigens zusammengestellten Futter für die Tiere, bis hin zur lückenlos rückverfolgbaren Verarbeitungskette vom Stall bis zur Ladentheke. Wer frifag-Produkte kauft – beim lokalen Metzger oder im Detailhandel – wählt ein wertvolles Lebensmittel, das äusserst sorgfältig produziert und verarbeitet wird.


Achtsame Produktion wird zum Genuss Rund 130 Schweizer Landwirtschaftsbetriebe beliefern die frifag märwil ag und haben sich dem anspruchsvollen Haltungskonzept verschrieben. Die achtsame Produktion des frifag-Geflügelfleischs schmeckt man mit jedem Bissen: Dafür sorgen unter anderem die selber entwickelte, gesunde Futtermischung für die Tiere sowie ihre besonders tier- und umweltgerechte Haltung auf den Schweizer Bauernhöfen. Die Poulets und Truten werden aufgezogen nach zeitgemässen und artgerechten Tierhaltungskonzepten, die regelmässig mit strengen internen und externen Kontrollen überprüft werden.

Gesundes, fettarmes Fleisch Schweizer Geflügelfleisch erfreut sich als fettarmer und schmackhafter Proteinlieferant grosser Beliebtheit. Das breite frifag-Sortiment wird auch den aktuellen Trends in Sachen Regionalität, Qualität und Nachhaltigkeit gerecht, die wohl gekommen sind, um zu bleiben. Es besteht Einigkeit darüber, dass, wo Herkunft und Qualität stimmen, Zubereitung und Genuss grad noch mehr Freude bereiten. Mehr Informationen und die ganze Produktepalette auf frifag.ch frifag märwil ag, 9562 Märwil, 071 654 65 00, frifag.ch

Rezept für vier Personen

Poulet mit Honig und Rosmarin aus dem Ofen 1 ganzes Schweizer Poulet (in acht Teile zerlegt) 2 EL Honig 6 EL Olivenöl 1 TL Paprikapulver, edelsüss 1 EL Rosmarinnadeln 2 Knoblauchzehen 800 g Kartoffeln, festkochend 400 g Rüebli 2 Fenchel Salz und Pfeffer aus der Mühle

Sofern nicht schon vom Metzger gemacht, Poulet mit scharfem Messer in acht Teile schneiden. Den Honig mit der Hälfte des Olivenöls, Paprikapulver, Rosmarin und Salz glattrühren. Das Poulet auf ein Backblech legen und mit der Honigmarinade gründlich bestreichen. Knoblauch und Rüebli schälen, Kartoffeln gründlich waschen, Fenchel putzen. Alles grob schneiden und mit auf das Backblech geben. Mit Salz und Pfeffer würzen, restliches Olivenöl darüberträufeln. Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C etwa 50 bis 55 Minuten garen.

Rezept von schweizerfleisch.ch

Lass dir von deinem Metzger zeigen, wie man ein ganzes Poulet in acht Teile zerlegt.

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Milch & Käse

Butter & Krise ein unzertrennliches

PAAR Butter war so begehrt in der aktuellen Krise, dass die Regale leer gekauft wurden und aus dem vertrauten Butterberg plötzlich ein tiefes Butterloch wurde. Das ist nur eine von ungezählten Krisen in der langen Geschichte dieses aussergewöhnlichen Lebensmittels.

Butter, das tönt nach gemütlichem Zmorge oder frischen Guetzli aus dem Ofen. Mit Butter verbinden wir viele positive Erfahrungen und Bilder. Das war schon vor tausend Jahren so. Butter ist seit jeher ein emotionales Lebensmittel und sehr begehrt. Kein Wunder, dass es immer wieder Konflikte gab, sobald Butter knapp wurde. 2020 ist es wieder passiert. Im Lockdown konsumierten die Menschen deutlich mehr Butter und legten zudem Notvorräte an. Man kochte und backte viel mehr zu Hause und zusätzlich fiel der Einkaufstourismus weg. Die Anfang 2020 gut gefüllten Butterlager waren rasch leer gekauft. Die grossen Detailketten beantragten zum Ausgleich insgesamt 5 700 Tonnen Importe aus Irland und anderen EU-Staaten. Das war nachvollziehbar, aber es hat für viel Kritik gesorgt – quasi für eine Krise in der Krise. Was ist Butter? Um Butter zu verstehen, muss man sich zuerst mit Milch beschäftigen. Diese weisse Flüssigkeit ist ein Naturwunder: Ein gehaltvoller Nährstoff-Cocktail, um dem Nachwuchs einen idealen Start zu ermöglichen. Milch ist eine eiweissreiche wässrige Lösung mit winzigen, fein darin verteilten Fettkügelchen. Man nennt das eine

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Emulsion. Lässt man frisch gemolkene Milch eine Weile stehen, steigen die Kügelchen zur Oberfläche. Dort bilden sie eine dicke Fettschicht, die wir Schweizer Rahm nennen. Rahm ist das Rohmaterial für die Herstellung von Butter, aber auch für Käse. Um ihn in Butter zu verwandeln, wird der Rahm geschlagen. Die Fettkügelchen werden zerstört, und die darin enthaltenen Milchfettmoleküle ordnen sich neu und haften enger aneinander. Die Flüssigkeit aus dem Inneren der Kügelchen wird als sogenannte Buttermilch abgetrennt. Die Butter wird dann zu einer geschmeidigen Masse geknetet, die einfach geformt, verpackt und transportiert werden kann. Ein Blick zurück Fett macht uns Menschen seit jeher glücklich. Es ist extrem energiereich und liefert überlebenswichtige Bausteine für unseren Körper und insbesondere unser Gehirn. Der Appetit auf Fett ist seit Urzeiten fest in unseren Genen verankert. Mehr als hunderttausend Generationen unserer Vorfahren freuten sich über alles Fett, das sie finden konnten: In Nüssen und Samen, in Eiern und in Tieren. Tierische Milch wurde erst vor etwa 10 000 Jahren ein Teil der Ernährung, als der Mensch lernte, Vieh zu halten und zu melken. Wie lange es ging, bis die ersten Ur-


Rubrik

bauern das Buttergeheimnis lüfteten, ist wieder vergessen gegangen. Die ersten überlieferten Hinweise auf Butter stammen aus Mesopotamien. Sie sind «nur» etwa 5 000 Jahre alt. Auch die alten Griechen kannten butyron; sie nutzten Butter allerdings lieber als Heilsalbe. In der Küche bevorzugten sie ebenso wie die Römer Olivenöl. Nördlich der Alpen allerdings spielte Butter neben tierischen Fetten (Schmalz) eine zentrale Rolle als Fettlieferant. Im Mittelalter entwickelte sich Butter zu einem wichtigen Handelsgut, das in Töpfen und Fässern sogar auf dem Seeweg transportiert wurde. Wie beinahe jede wertvolle Ressource führte Butter unweigerlich zu Konflikten. Butterneid Alles in Butter war in der Buttergeschichte nie. Zu begehrt und gleichzeitig zu knapp war der kostbare kulinarische Rohstoff. In Schweizer Chroniken und Geschichtsbüchern liest man von Butterschwindel, Butterschmuggel und Butterverboten. Tatsächlich gab es Zeiten, als den Bauern von ihren Obrigkeiten verboten wurde, den Rahm für die Butterherstellung zu verschwenden. In Form von Käse war das Milchfett nämlich viel mehr wert, als sich im späten Mittelalter erste Schweizer «Marken» wie Emmentaler und Greyerzer zum lukrativen Exportartikel entwickelten. Umgekehrt verboten Klöster, Adlige und Städte ihren Untertanen die Käseproduktion, um sich ihre Butterversorgung zu sichern. Erst mit der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert wurde Butter zu einem zuverlässig verfügbaren Produkt. Allerdings blieb Butter teuer, und nur Reiche konnten sich das feine Fett die ganze Woche über leisten. Für die meisten Leute gab es Butter nur an Sonn- und Festtagen. Im Bann der Geschichte Mit der Einführung der Kältetechnik Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Butter zum haltbaren Massenprodukt. Nun liessen sich die starken saisonalen Schwankungen bei der Butterproduktion durch Lagerung ausgleichen. Dieser erfreuliche Fortschritt wurde rasch infrage gestellt durch die schwierige Versorgungslage in den beiden Weltkriegen und in der Weltwirtschaftskrise dazwischen. An die Buttermärkli während des Zweiten Weltkriegs können sich ältere Zeitzeugen noch gut erinnern. Es entstanden staatlich unterstützte Organisationen zur Sicherung der Landesversorgung für verschiedenste Lebensmittel, natürlich auch eine für Butter. Sie hiess Butyra und wurde 1999 aufgelöst. In der Nachkriegszeit wurde die Situation zunehmend komplexer. Die Globalisierung begann, die Landwirtschaft wandelte sich wie die ganze Gesellschaft in einem historisch einmaligen Tempo. Seit 1950 hat beispielsweise die Zahl der Milchproduzenten von 150 000 auf 20 000 abgenommen. Schwierige Fragen stellten und stellen sich: Wie erhält man in diesem komplexen Um-

feld eine Landwirtschaft, die im Notfall die Grundversorgung des Landes sicherstellen kann? Ist das überhaupt möglich, und zu welchem Preis? Wie schützt man in einem Hochpreisland den Niedrigpreissektor Landwirtschaft, ohne seine internationalen Partner so stark zu verärgern, dass man andere, viel gewinnträchtigere Branchen schädigt? Butterkrisen … … sind Ausdruck von viel umfassenderen Krisen und Umbrüchen. Eine Zeitlang galten garantierte Abnahmepreise als taugliches Mittel. Das begünstigte mehr Produktion, als der Markt benötigte. Bald einmal türmten sich Butterberge in den Kühlhäusern, die dank staatlichen Subventionen zu Dumpingpreisen ins Ausland exportiert wurden. Ein bekanntes Beispiel ist das sogenannte Schoggi-Gesetz. Damit verbilligte der Bund seit 1974 inländische Butter (und Getreide) so stark, dass Lebensmittelhersteller wie z.B. Chocolatiers ihre weltweit begehrten Produkte zu international konkurrenzfähigen Kosten herstellen und verkaufen konnten. Solche nationalen Exportfördermassnahmen hat die Welthandelsorganisation WTO per 2020 verboten. Die neue, ganz ähnlich funktionierende Lösung namens Rohstoffverbilligungs-Fonds ist privatwirtschaftlich organisiert, wird jetzt aber über eine «exportunabhängige» Verkehrsmilchzulage des Bundes finanziert. Ein Schelm, wer an ein Buebetrickli denkt. Neu ist ein Sondertopf für den verbilligten Butter-Export, der bereits für harte Diskussionen sorgt. Eine Butterkrise mehr … Die Kritik an der aktuellen Buttersituation scheint heftiger als je zuvor. Und die Front ist breit. Sie reicht von Umweltschutz- und Konsumentenorganisationen über einen Teil der Milchproduzenten bis zu wirtschaftsliberalen Thinktanks. Beklagt werden je nach Standpunkt die Überproduktion, die Ineffizienz, der fehlende Wettbewerb, die überhöhten Margen der Verarbeiter und des Detailhandels oder die unvorteilhafte CO2-Bilanz der Butterproduktion. Regionalität als Lösung In den letzten zwanzig Jahren hat CULINARIUM ein grosses Vertrauen entwickelt, dass unsere findigen Produzenten auch in schwierigen Situationen gute Ideen haben und Lösungen finden. Der Buttermarkt ist anspruchsvolles Terrain, aber das war einst auch beim Käse so. Wenn man schaut, wie erfreulich sich die Diversifikation und Regionalisierung des Schweizer Käsemarkts entwickelt hat, dann ist die Hoffnung berechtigt, dass Butter eine vergleichbare Perspektive hat, wenn man das ermöglicht. Der Markt und die Kundschaft ist da für hochwertige Produkte mit Herkunft, und erste Schritte in diese Richtung sind sichtbar. Stichwort: Alpbutter, Käsereibutter oder Kräuterbutter. Für regionale Butterspezialitäten gibt es definitiv einen Markt.

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PR Milch & Käse

Neue Marke «Affinage Kündig – seit 1923» Die Familie Kündig legte im Jahr 1923 in Rorschach den Grundstein für die heutige Kündig Feinkost AG. Zuerst wurde das grosse Fachwissen über Generationen in der Familie weitergegeben. Nun, nach fast hundert Jahren, haben Thomas Stiegler und David Vincze als neue Inhaber das Vertrauen gewonnen, die Kündig Feinkost AG weiterzuführen. «Damit das Unternehmen auch die nächsten hundert Jahre weiterbesteht», wie

sie betonen. Neu lanciert wurde die Marke «Affinage Kündig – seit 1923», in der ein stetig wachsendes Sortiment an Eigenprodukten zusammengefasst wird. Es sind Kreationen, in denen das von Generation zu Generation weitergegebene Wissen über die Kunst der Veredelung exquisiter Käsespezialitäten und Delikatessen steckt. Produkte, bei welchen Passion und Qualität im Vordergrund stehen. Kündig Feinkost AG, 9400 Rorschach, 071 841 17 75, 9000 St. Gallen, 071 222 28 59, kuendigfeinkost.ch

Berg-Käserei Gais Die Berg-Käserei Gais von Andreas Hinterberger liegt eingebettet im hügeligen Appenzellerland zwischen Bodensee und Säntis. Das unabhängige Unternehmen ist so erfolgreich, dass 2018 ein durchdachter, moderner Neubau möglich wurde. Mit seinem Team verarbeitet Hinterberger hier täglich bis zu 45 000 kg Appenzeller Bergmilch zu Halbhart- und Bergkäsespezialitäten. Den hochwertigen Rohstoff dafür liefern rund 60 Milchlieferanten aus dem Appenzellerland, zu denen die Berg-Käserei engen Kontakt pflegt. All diese Betriebe liegen im Berggebiet, wo jede Kuh noch ihren Namen hat und täglich auf der Weide frisches Gras geniessen und in die Sonne blinzeln kann. Andreas Hinterbergers Leitgedanke ist das Bekenntnis zu einer Region, in der landwirtschaftliche Tradition noch bewusst gelebt wird. Dass er mit dieser Strategie wichtige Wertschöpfung in der Region möglich macht, macht ihn zu einem beeindruckenden Botschafter für die CULINARIUMPhilosophie. Berg-Käserei Gais, 9056 Gais, 071 793 37 33, bergkaeserei.ch

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Güntensperger Käse, Lütisburg-Station Reto und Marcel Güntensperger führen zusammen mit ihrem Cousin Roman Egli die Bütschwil Käse AG in dritter Generation. Aus ihrer Käserei stammen die beliebten regionalen Qualitätskäse wie Gwitterchäs, Roter Teufel, Trüffelperle, Appenzeller, Swiss Lady oder (neu) FC St. Gallen 1879 Käse. Von zartschmelzend bis kräftig ist für jeden Geschmack etwas dabei. Aromatische Fondues im Winter und würziger Grillkäse im Sommer runden das Sortiment ab. Die hochwertige, silofreie Milch wird täglich mit den eigenen Lastwagen bei rund 100 Milchproduzenten aus dem Toggenburg abgeholt – und in feinste Käsespezialitäten verwandelt. Ein Besuch im Verkaufsladen, der jeweils am Freitagnachmittag sowie Samstagmorgen geöffnet ist, lohnt sich. Wer möchte, kann auch direkt online bestellen. Da gilt: Heute bestellt, morgen geliefert. En Guete!

Käse geniessen 2.0 mit cheezy.ch Die Idee ist absolut zeitgemäss und die Umsetzung überzeugt. Mit ihrem Start-up cheezy.ch hat die Milchgenossenschaft mooh einen digitalen Volltreffer gelandet. Auf der schönen Webseite kann man Käse-Päckli bestellen, die mit viel Geschmack und Stilsicherheit zusammengestellt werden. Geschäftsführer Michel Sägesser sagt: «Wir haben Cheezy gegründet, um Käsefans die wunderbare Schweizer Käsevielfalt möglichst einfach zugänglich zu machen. Die Gewinne, die wir so erzielen, gehen zurück zu unseren Produzenten. So stärken wir die regionale Landwirtschaft!» swissmooh AG, 8401 Winterthur, 058 220 34 66, cheezy.ch

Bütschwil Käse AG, 9601 Lütisburg-Station, 071 983 50 24, guentenspergercheese.com

Urnäscher Käse, «de vo öös» Vor rund 10 Jahren wurde in Urnäsch die erste Charge Urnäscher Käse produziert. Damals haben sich knapp 40 Milchlieferanten aus Urnäsch und Umgebung dafür entschieden, die Verarbeitung und Vermarktung ihrer hochwertigen Bergmilch in die eigenen Hände zu nehmen. Es entstand eine moderne Käserei, welche wahre Käseschätze produziert. So gilt der preisgekrönte Urnäscher Hornkuhkäse, aus 100 % Milch von behornten Kühen, als DIE Käsespezialität aus dem Appenzeller Hinterland. Ausserdem wird auch Urnäscher Ginkäse mit Gin von der Appenzeller Edelbrand, Urnäscher Berggouda mit holländischen Kulturen sowie Urnäscher Edelweiss, der einzige Weissschimmelrahmweichkäse aus dem Appenzellerland, produziert. Die Urnäscher Milchspezialitäten AG führt einen Direktverkaufsladen in Urnäsch und einen Webshop.

Neuer Käse mit Bio-Wein Philipp und Sandra Müller führen die Landkäserei Neuwies zwischen Wil und Wattwil. Hier, inmitten saftig grüner Wiesen und Kuhglockenklängen, verwandeln sie täglich bis zu 4 000 Liter hochwertige silofreie Milch aus der Nachbarschaft in regionale Käsespezialitäten wie Helvetikuss, Wiesenzauber, Waldmeister, Rauchkäse oder Ur-Gesteinskäse. Die neuste Erfindung der innovativen Käserfamilie ist das Weingestein – ein Bio-Käse mit Schweizer Bio-Wein. Er ist einzigartig im Aussehen und unverwechselbar im Geschmack. Dank der verschiedenen Käsekeller ist eine ungewöhnlich breite Palette an Aromen und Konsistenzen möglich – von cremig-mild bis rezent und kräftig. Käserei Neuwies, 9601 Lütisburg-Station, 071 980 09 08, kaeserei-neuwies.ch

Urnäscher Milchspezialitäten AG, 9107 Urnäsch, 071 364 27 10, urnaescherkaese.ch

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Alpschaukäserei Schwägalp 55 Landwirte aus der Region bringen ihre Milch in die Alpschaukäserei bei der Talstation der Säntisbahn. Sie produziert daraus vor allem den begehrten Schwägalpkäse. Dazu kommen Alpbutter, Mutschli, diverse Raclettekäse und Ziegenkäse. Alle diese Spezialitäten können degustiert und gekauft werden im schönen Laden, der von Mai bis Oktober geöffnet ist. Bei schönem Wetter auch im November. Individuelle Besichtigungen sind ohne Anmeldung möglich während der Käsereisaison von Mai bis September. Für Gruppen von 8 bis 30 Personen werden Führungen angeboten. Anmeldung bei der Talstation der Säntisbahn oder beim Säntis-Event-Team unter 071 365 65 65. Ein besonderes Erlebnis ist das Schwägalp-Chäsfescht, das jeweils am ersten Oktoberwochenende stattfindet, 2021 am 2. und 3. Oktober. lbhar t, Fett m ind .5

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Wie schmeckt das Appenzellerland?

Bergkäserei Liechti, Ricken SG

Frisch, kräftig bis mild, nussig, leicht säuerlich, würzig, vollwertig, gesund. Im Betrieb der Appenzeller Ziegenprodukte AG veredeln Mathias Koch und sein Team jedes Jahr Hunderttausende Liter Ziegenmilch zu Frisch- und Weichkäse. In der modernen Schaukäserei kann man ihnen in die Töpfe schauen, bei Apéros und Degustationen von allerlei «Gloschtigem» kosten. Der innovative Betrieb in Gonten verrührt Tradition mit Hightech – und sorgt so nebenbei dafür, dass die Herde der Appenzeller Ziegen nicht weiter schrumpft.

Die Geschichte der Käserei Liechti geht zurück ins Jahr 1904. Sie ist eng mit der Verkehrsgeschichte am Rickenpass verbunden. Die Käserei hat nämlich noch heute ihren Sitz im Dorf Ricken. Damals beste Voraussetzungen, um die örtliche Milch zu verarbeiten und den regionalen Käse an die Postkutschenreisenden zu verkaufen. Seit 1939 und drei Generationen ist die Käserei im Besitz der Familie Liechti. Markus Liechti freut sich, die neue, weltweit einmalige und geschmackvolle Käsespezialität, den Hochmoor-Chäs, vorzustellen. Die einzigartige Pflanzen- und Kräuterwelt des Hochmoors auf dem Ricken verleiht dem Käse seinen wunderbar unverwechselbaren, herb-würzigen Geschmack.

Appenzeller Ziegenprodukte AG, 9108 Gonten, 071 794 12 74, ziegenprodukte.ch

Käserei Liechti, Bergkäserei, 8726 Ricken, 055 284 51 11, liechti-kaese.ch

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Alpschaukäserei Schwägalp, 9107 Schwägalp, 071 364 12 20, alpschaukaeserei.ch


Rubrik PR Milch & Käse

Der Schlüssel zum Geheimnis Seit aller Ewigkeit schweigen sich die Appenzeller Sennen aus. Woraus genau die Kräutersulz besteht, die dem Appenzeller® sein einzigartiges Aroma verleiht, bleibt streng geheim. Andere Geheimnisse des Käses lüftet die Schaukäserei in Stein (AR). Hier erlebt man die Verbundenheit zwischen Menschen, Traditionen, dem Brauchtum und der Region auf eindrückliche Weise.

Nirgendwo sonst kommt man dem Geheimnis des würzigen Käses so nahe wie hier. Mit einem Schlüssel, einem leeren Säckli und einer Degustationsbox ausgerüstet, erkundet man in der Erlebnisausstellung fünf interaktive Räume. Die kleinen Gäste werden spielerisch mit «Chäsli Jakob» durch die Ausstellung geführt. Den Anfang macht «der Ursprung», der über die Herkunft der Milch, die Landwirtschaft und das Appenzellerland als Milchproduktionsgebiet informiert. Der nächste Raum widmet sich unter dem Titel «Geschichte» den Traditionen des Appenzellerlandes. Im anschliessenden «Produktionsraum» erhält man Einblicke in die Käseherstellung und die Marke Appenzeller®. Vom Raum «Mystik», der sich der lokalen Klangwelt widmet, gelangt man zum Käsekeller und kann zu guter Letzt im Säckli seine eigene Kräutermischung zusammenstellen. Ergänzend taucht man auch im frei zugänglichen Restaurant, dem Shop oder auf dem Spielplatz in die Welt des Appenzellers® ein. Genuss pur mit CULINARIUM regio.garantie! Appenzeller Schaukäserei AG, 9063 Stein AR, 071 368 50 70, schaukaeserei.ch

Käserei Gabriel, Oberbüren In Oberbüren, im schönen Fürstenland am Fusse des Alpsteins, produzieren Betriebsinhaber Marcel Gabriel und sein Team täglich hochwertige Naturkäse. Die Käserei geniesst einen guten Ruf als verlässlicher regionaler Partner. Die Milch wird täglich von über 30 Bauernhöfen in der nahen Umgebung frisch eingesammelt und im modernen Käsereibetrieb mit viel Liebe zum Detail und dem nötigen Know-how verarbeitet. Nebst der Appenzellerkäse-Produktion hat sich die Käserei Gabriel der Herstellung von gut ausgereiften Käsespezialitäten verschrieben. Der Galluskäse, ein Hartkäse mit besonderer Note, ist ein typischer St. Galler: hart und kraftvoll, aber trotzdem harmonisch und ausgeglichen. Er wurde 2012 anlässlich des Gallusjubiläums (612 – 2012) ins Leben gerufen. Das extrawürzige, rassige Aroma verdankt der Stärnächäs der sehr langen und natürlichen Pflege. Beide Käse wurden am World Cheese Award mehrmals mit SuperGold ausgezeichnet und erfreuen sich im In- sowie im Ausland wachsender Beliebtheit. Käserei Gabriel, Schollrüti, 9425 Oberbüren, 071 951 77 40, kaesereigabriel.ch

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PR Milch & Käse

Käserei Müller-Thurgau Die Müller-Thurgau-Käsereien in Hagenwil, Siebenhausen und Steinebrunn sind unter der Handelsfirma Käse Thurgau AG zusammengefasst. Aus silofreier Rohmilch aus der Region entsteht eine breite Produktepalette verschiedener Käsesorten und Spezialitäten. Ein erfolgreicher kreativer Wurf ist die Käsesorte Müller-Thurgau, die seit dem Jahre 2000 als eingetragene Marke geschützt ist. Dank ihres aromatischen, vollmundigen Geschmacks erfreut sich diese Spezialität wachsender Beliebtheit. Der MüllerThurgau ist ein Halbhartkäse aus Kuhmilch und in den Sorten mild, würzig und rezent erhältlich. Käse Thurgau AG, 8580 Hagenwil bei Amriswil, 071 411 15 59, mueller-thurgau.ch

Kartause Ittingen Die Kartause Ittingen zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern der Bodenseeregion. Das ehemalige Kartäuserkloster ist seit 1983 ein Kultur- und Seminarzentrum mit vielfältigem Angebot. Hier verbinden sich die klösterlichen Werte Kultur, Spiritualität, Bildung, Fürsorge, Gastfreundschaft und Selbstversorgung zu einem einzigartigen Ganzen. Nebst vielen anderen Produkten aus eigenem Anbau wie Wein, Edelbränden, Getreide, Obst, Gemüse oder vielfältigsten Kräuter- und Teesorten sind die neun verschiedenen Käse ein einzigartiger Genuss. Hergestellt wird diese Sortenvielfalt mit viel Handarbeit und ausschliesslich aus der hofeigenen silofreien Milch von 50 Kühen, die jeden Morgen vom nur 200 Meter entfernten Melkstand in die Käserei gebracht wird. Stiftung Kartause Ittingen, 8532 Warth, 052 748 44 11, kartause.ch

Bündner Bergkäse Bio aus 100% reiner Bündner Bio-Bergheumilch Der beliebte Bündner Bergkäse Bio mit dem Steinbock in seinem Label ist das Produkt der Sortenorganisation Bündner Bergkäse (SOBK) mit Sitz in Chur. Verteilt über die gesamte Region Graubünden, befinden sich die neun Sennereien der Sortenorganisation in den Dörfern Andeer, Bever, Brigels, Lumbrein, Müstair, Nufenen, Splügen, Sufers und Vals. Der Bündner Bergkäse ist ein urchig-natürliches Original, das nach altbewährtem Rezept auf über 1 000 Höhenmetern von Hand gekäst wird, aber erst nach der Fahrt ins Tal und einer Reifezeit von bis zu neun Monaten seinen erstklassigen Charakter entfaltet. Im Bündner Bergkäse ist drin, was in Graubündens Höhenlagen nur einmal pro Jahr wächst und von mehr als 100 traditionellen Kleinbetrieben aus den weit verstreuten Tälern beigesteuert wird. Sortenorganisation Bündner Bergkäse, 7001 Chur, 081 258 36 14, buendnerbergkaese.ch

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Studer Spezialitätenkäserei – Original anders. Um herkömmlichen Käse herzustellen, benötigt man eigentlich nur Milch, Milchsäurebakterien, Lab und Salz, ausserdem die richtigen Utensilien und viel Geduld. Um einen aussergewöhnlichen Käse mit gewissem Etwas zu schaffen, braucht es aber mehr, viel mehr – unter anderem gute Ideen, Fingerspitzengefühl, wertvolle Zusatzstoffe, Qualitätsbewusstsein, Erfahrung und Fantasie. Was mit diesen Zutaten entstehen kann, beweisen die einzigartigen Käsekreationen der Studer Spezialitätenkäserei. Die Geschichte der Käserei Studer reicht weit zurück. Im Jahr 1929 übernahm die erste Generation der Familie Studer die 1867 gegründete Emmentaler-Käserei in Hatswil und entwickelte sie konsequent weiter. Als die dritte Generation der Familie das Sortiment fortlaufend mit eigenen Käsekreationen ergänzte, nahm die Erfolgsgeschichte der Spezialitätenkäserei Studer richtig Fahrt auf. Durch den Fokus auf Regionalität und Innovationen, kombiniert mit traditionellem Käsehandwerk und modernster Technologie, entstehen seither hochwertige Käsespezialitäten mit unverwechselbarem Charakter. Käserei Studer AG, 8580 Hefenhofen, 058 227 30 60, kaeserei-studer.ch

Käserei Preisig in Sternenberg Seit über 50 Jahren käsen die Preisigs auf dem Sternenberg im idyllischen Zürcher Oberland. Sie holen noch täglich die silofreie Milch ab bei den Bauern in der Region und stellen daraus ihre begehrten Spezialitäten her. Am bekanntesten ist sicher der Sternenberger, ein aromatischer Halbhartkäse, den die Preisigs in verschiedenen Reifegraden anbieten. Zum Sortiment gehören auch ein urchiger Hartkäse, der cremige Sternenberger Brie sowie verschiedene Raclettekäse und Fonduemischungen. Aus der Zürcher Oberländer Milch entstehen am Fusse des Hörnli auch feine Butter, Joghurt, Quark und diverse Rahmspezialitäten. Ein Besuch im Verkaufsladen lässt sich wunderbar mit einem Ausflug in dieses lohnende Wandergebiet verbinden. Die Käserei Preisig ist leicht zu finden: einfach ganz rauf auf den Sternenberg! Ladenöffnungszeiten Montag, Mittwoch bis Freitag, 8 –12 Uhr Samstag, 8 –16 Uhr durchgehend Dienstag und Sonntag geschlossen Käserei Preisig Sternenberg, 8499 Sternenberg, 052 386 12 76, kaeserei-preisig.ch

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PR Milch & Käse

Käserei Stofel macht Toggenburger Käse aus Leidenschaft Seit 1983 produziert die Käserei Stofel in Unterwasser feinste Qualitätsprodukte aus erstklassiger Kuh-, Schafund Ziegenmilch von rund fünfzehn ausgesuchten Obertoggenburger Bauern. Die weit über das Toggenburg hinaus geschätzten Regionalspezialitäten werden nach traditionellen Rezepturen hergestellt und mit viel Fachwissen und Gespür verfeinert. Es entstehen laufend neue geschmackvolle Kreationen, etwa mit weissen oder blauen Schimmelkulturen, mit würzigen Holzspänen oder duftenden Heublumen. Der regelmässige Medaillensegen bei Prämierungen im In- und Ausland überrascht deshalb nicht: Swiss Cheese Awards 2012, 2014, 2016 und 2018 für den besten Bloderkäse AOP! Im Jahr 2003 übernahm Thomas Stadelmann die Käserei von seinem Vater Niklaus. Seither hat er dieser seinen ganz persönlichen Stempel aufgedrückt. Gemeinsam mit seiner Frau Marianne erweiterte er den Betrieb baulich, optimierte die Abläufe und schuf mehr Platz in der Produktion und im Käsekeller. Jedes Jahr werden in der Käserei Stofel rund 1,2 Millionen Kilogramm

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Toggenburger Milch zu Pastmilch, Rahm, Joghurt, Quark und Käse verarbeitet. Die Milch kommt aus der näheren Umgebung, von Bio-Bauernhöfen, die in der Bergzone liegen. Die Kühe weiden auf Berg- und Alpwiesen – entsprechend würzig ist ihre Milch. Zur Philosophie des Unternehmens gehört auch, neue Arbeitsplätze zu schaffen, in der Ausbildung junger Menschen eine aktive Rolle einzunehmen und die extensive Landwirtschaft zu fördern, um die einzigartige Toggenburger Landschaft zu erhalten. Alle Produkte der Käserei Stofel sind erhältlich im modernen Verkaufsladen direkt an der Staatsstrasse zwischen Unterwasser und Alt St.Johann. Ausgesuchte Sorten findet man in einer Vielzahl von Fachgeschäften in der ganzen Schweiz. Den Heublumenkäse können Käseliebhaber sogar jenseits des Atlantiks in New York oder Chicago kaufen. Käserei Stofel AG, 9657 Unterwasser, 071 999 11 40, bergmilch.ch


Rubrik

Feine Raclette-Sorten haben immer Saison! FeineRaclette-Sorten Raclette-Sorten haben immer Saison! Feine haben immer Saison!

eine Raclette-Sorten haben immer Saison! Der Thurgauer Familienbetrieb produziert bereits seit 1990 Raclette-Spezialitäten

Der Thurgauer Familienbetrieb bereits seitseit 1990 Raclette-Spezialitäten Der Thurgauer Familienbetrieb produziert bereits Raclette-Spezialitäten und ergänzt das vielfältigeproduziert Programm immer wieder mit1990 neuen Sorten. Im Fabrikladen kann man viele weitere Spezialitäten entdecken – direkt aus dem weitläufigen und ergänzt das vielfältige Programm immer wieder mit neuen Sorten. ImIm Fabrikund ergänzt das vielfältige Programm immer wieder mit neuen Sorten. Fabriker Thurgauer Familienbetrieb produziert bereits seit 1990 Raclette-Spezialitäten Käsekeller in Siegershausen. Die Öffnungszeiten von Montag bis Samstag: laden kann man viele weitere Spezialitäten entdecken direkt ausaus dem weitläufi gengen laden kann man viele weitere Spezialitäten entdecken – direkt dem weitläufi d ergänzt das vielfältige Programm immer wieder mit–neuen Sorten. Im Fabrik07.30 – 11.30 / 13.30 – 17.00 Uhr. Am Mittwoch und Samstag nur am Morgen offen. Käsekeller in Siegershausen. Die Öffnungszeiten von Montag bis Samstag: Käsekeller in Siegershausen. Die Öffnungszeiten von Montag bis Samstag: den kann man viele weitere Spezialitäten entdecken – direkt aus dem weitläufigen 07.30 11.30 / 13.30 17.00 h.Siegershausen, Am Mittwoch undund Samstag nurnur amam Morgen offen. 07.30 – 11.30 / 13.30 –Die 17.00 h. Am Mittwoch Samstag Morgen offen. Strähl Käse– AG, 8573 äsekeller in– Siegershausen. Öffnungszeiten von Montag bis Samstag: 071 678 11 11, straehl.ch

.30 – 11.30 / 13.30 – 17.00 h. Am Mittwoch und Samstag nur am Morgen offen.

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Strähl Käse AG, 8573 Siegershausen Strähl Käse AG, 8573 Siegershausen 071 678 11 11, straehl.ch 071 678 11 11, straehl.ch

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Gastronomie

Gutscheine kaufen und regionale Betriebe unterstützen! Der Name sagt‘s schon! Mit unseren Gutscheinen kann man Gutes tun und sich oder anderen etwas Gutes gönnen. Dank dem neuen superflexiblen Konzept und im Zusammenspiel mit der ausgefeilten Online-Suche ist das ein rundum attraktives Angebot! Das verrückte Pandemiejahr 2020 hat auch bei CULINARIUM einiges auf den Kopf gestellt, vieles verunmöglicht, aber umgekehrt auch einiges möglich gemacht. Eine attraktive Neuerung sind die völlig frei und individuell wählbaren Geschenkgutscheine. Wir haben sie im Herbst 2020 als Antwort auf die schwierige Situation vieler CULINARIUM-Mitglieder in unser Angebot aufgenommen. Gutscheine für alles, was unsere Mitglieder anbieten! Mit den CULINARIUM-Gutscheinen lässt sich das komplette Spektrum der Produkte und Dienstleistungen begleichen, das unsere aktuell 522 Lizenznehmer anbieten. Das reicht von einem simplen Sack Rheintaler Kartoffeln über frisch gepressten Most oder gut gelagerten Alpkäse bis zur Brauereiführung mit Degustation. Der Gutschein kann telefonisch bestellt werden unter 071 552 13 30, per E-Mail an info@culinarium.ch oder online auf culinarium.ch/gutscheine. Mit dem Gutschein oder den Gutscheinen erhält man eine Rechnung. Der Betrag auf dem Gutschein ist frei wählbar. Eine Obergrenze haben wir noch nicht definiert. Fordern Sie uns heraus! Es gibt nur eine Einschränkung: Die Gutscheine müssen aus administrativen Gründen jeweils komplett bei einem Betrieb eingelöst werden. Der Betrieb sendet den Gutschein nämlich an CULINARIUM und erhält dafür eine Gutschrift. Deshalb empfiehlt Manuel Geisser, der bei CULINARIUM das Gutscheindepartement unter sich hat, dass man die Gutscheine in Grössen stückelt, die für einen einmaligen Einkauf sinnvoll sind, also beispielsweise 100

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Franken. «Natürlich kann man auch 10-Franken oder 1111-Franken-Gutscheine bei mir bestellen. Ich bin da flexibel», ergänzt Geisser, der auch mitgewirkt hat an einem der wichtigsten Fortschritte auf unserer Webseite culinarium.ch. Dieser Fortschritt ist eine zeitgemässe, ausgeklügelte und vor allem funktionierende Suche. Das macht den Gutschein um einiges attraktiver! Erfolgreich suchen auf Finden Der ausgefeilte Suchalgorithmus in der Rubrik Finden ermöglicht kostenlos und rund um die Uhr die Suche nach Regionalprodukten, regionalen Produzenten, Direktvermarktern (z.B. Hofläden), Detailhändlern und


Drehrestaurant Hoher Kasten – Symbolbild aus dem Jahr 2008

Rubrik

Gastronomiebetrieben. Man kann beispielsweise nach Honig, Forellen, Lammfleisch oder Maisbier suchen und bekommt eine Liste von Produzenten und Verkaufsstellen. Auch wer einen Hofladen vor seiner Haustür sucht oder ein Regionalrestaurant im Sarganserland, wird hier fündig. Eine zweite Möglichkeit, um sich Verwendungsmöglichkeiten für seinen Gutschein herauszupicken, ist das Adressverzeichnis aller CULINARIUM-Mitgliederbetriebe am Ende dieses Magazins (Seiten 89 bis 95). In 20 Rubriken von A wie Agrotourismus bis W wie Weine & Edelbrände hat man die feine Qual der Wahl unter 522 Adressen.

Die Gastronomie bitte direkt unterstützen! Besonders hart trafen und treffen die Corona-Massnahmen die Gastronomie. Unseren 60 Mitgliedern mit Restaurationsangebot, aber auch allen anderen Restaurants und Gasthäusern, die Ihnen am Herzen liegen, helfen Sie im Moment am wirkungsvollsten, wenn Sie Gutscheine direkt bei ihnen erwerben. Oder Sie nutzen die verschiedenen Take-away- und Hauslieferangebote. Das bringt diesen Betrieben die überlebensnotwendige Liquidität, mit der sie diese Krisensituation hoffentlich überstehen. Eine vollständige Liste finden Sie in diesem Magazin auf Seite 91. Die Unternehmensporträts einzelner Betriebe folgen diesem Artikel von Seiten 48 bis 50.

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Seeburg Kreuzlingen Hier flirtet Klassik mit Moderne

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Das Restaurant Schloss Seeburg in Kreuzlingen darf 2021 den Titel CULINARIUM-König Gastronomie tragen. Küchenchef Marc Wöhrle, die Gastgeber Jacqueline und Matias Bolliger und ihr Team verbinden hier am Bodensee exquisites Essen mit festlichem Ambiente. Auf die Tafel kommen – soweit möglich – einheimische Spezialitäten und frische Produkte aus der Region.

Marc Wöhrle, herzliche Gratulation zum Königstitel! Was ist das für ein Gefühl? Ein gutes! Die Krone ist eine schöne Bestätigung dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Der Königstitel ist für das ganze Seeburg-Team eine Ehre. Schmeckt regionales Essen besser? Das würde ich nicht so pauschal sagen. Sicher schmeckt ein Produkt immer besser, wenn es gerade Saison hat. Reife und Frischegrad sind entscheidend. Und natürlich die Zubereitung. Haben Sie einen persönlichen Bezug zu regionalem Essen? Als ich ein Junge war, haben wir Kinder im Garten zusammen mit Vater das Gemüse geerntet. Die Sa-

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men der besonders grossen Tomaten haben wir gesammelt, getrocknet und in der nächsten Saison wieder ausgesät. Mein Vater hat sich sehr für den Naturschutz, die Biodiversität und gegen Pestizide engagiert. Das hat mich geprägt. Sie und Ihr Team haben schon einige Lorbeeren gepflückt. Die Seeburg ist seit 2016 mehrfach ausgezeichnet worden, etwa von der Tafelgesellschaft zum Goldenen Fisch, von den Gilde-Gastronomen und vom Guide Bleu. Bei der Sendung «Mini Beiz, dini Beiz» hat sie souverän gewonnen. Was liess Sie zusätzlich nach der Krone greifen? Mit dem Titel können wir noch stärker nach aussen kommunizieren, dass man auch mit regionaler,

saisonaler Küche erfolgreich sein kann. Dass es sich lohnt, kleinere Produzenten zu unterstützen, darauf zu achten, woher eine Zutat kommt, wer sie produziert hat, wie sie verpackt, transportiert und zubereitet wird. Regionalität liegt uns am Herzen. Inspiriert Sie die märchenhafte Umgebung des Schlosses zu besonderen Gerichten? (Lächelt) Was mich inspiriert, sind eher die Produkte – zum Beispiel saftige, süsse Zwetschgen oder frischer Fisch – und der persönliche Kontakt zu den Produzenten. Kennen Sie Ihre Lieferanten persönlich? Die meisten, ja. Wir haben uns nach und nach ein gutes Netzwerk auf-


Gastronomie

gebaut. Wir beziehen unter anderem Fisch, Käse, Eier, Honig, Zwetschgen, Äpfel, Birnen, Fleisch, Wild, Randen, Kartoffeln, Salat, Schokolade und Fruchtsaft von regionalen Partnern – und Kräuter direkt aus dem Schlossgarten. In kleinem Rahmen sind Sie also auch Produzent. Bei Ihnen werden sogar hauseigene Rosen zu Sirup gekocht. Die «Seeburg» hat viele Vorzüge … Ja, es ist wirklich megaschön hier! Was wir immer wieder hören, ist,

dass die Leute sich bei uns wohlfühlen. Das Ambiente ist festlich, aber auch gemütlich. Die Seeburg ist ein eher kleines Schloss, man fühlt sich hier gut aufgehoben. Daheim. Das geht auch mir und dem Team so. Wir sind wie eine kleine Familie.

ten Bauwerks der Schlossbesitzerin überlassen können. Die Stadt Kreuzlingen sorgt für das Gebäude, die Infrastruktur und den Park. Sie kümmert sich um alles, was die Optik des Anwesens betrifft und sogar um Teile der Innenausstattung.

Wer gehört alles zu dieser Familie? Unser Team besteht aus 15 Festangestellten und 5 bis 10 Aushilfskräften. Wir haben viel jugendlichen Schwung. Unser Geschäftsführer Matias Bolliger ist 37, ich bin 36. In dieser Familie hat noch keiner grosse Marotten entwickelt (lacht). Und jeder bringt sich mit ein.

Bewirten Sie im Schloss lauter erlauchte Gäste? Anders gefragt: Wer sitzt vornehmlich an Ihrer Tafel? Unser Kerngeschäft sind Hochzeiten und grosse Feiern. Wir kochen aber auch à la carte. Unter unseren Gästen finden Sie heute sowohl den älteren Geschäftsmann, der hier gern ein Glas Wein und im Rauchersalon eine Zigarre geniesst, aber mittlerweile auch die 14-jährige Schülerin. Als mit dem ersten Corona-Lockdown die grossen Feste ausfielen, haben wir angefangen, für Kindertagesstätten zu kochen und Schüler zu verpflegen. Das hat einen unerwarteten, schönen Nebeneffekt: Wir können den Nachwuchs inspirieren. Bei uns erfahren die Schülerinnen und Schüler zum Beispiel, weshalb es im Herbst zum Dessert eher knusprige Apfelchips oder karamellisierte Birnen gibt statt Erdbeeren mit Rahm.

Ein junges Team in einem jahrhundertealten Schloss. Eine spannende Kombination. Vielleicht auch ein Grund, weshalb wir auch beim Kochen gerne neue Kombinationen ausprobieren. Wir lieben es zu experimentieren, Geschmäcker neu zu verbinden, Stile zu mischen. Wir servieren zum Beispiel ein indisches Linsen-Dal mit Thurgauer Gemüse. Wir spielen auch gerne mit den Gegensätzen Klassik mit Moderne, kultivieren etwa alte Konservierungsmethoden wie das Einwecken und mischen exotische Gewürze bei. Sie kochen für grosse Feste, Bankette, Seminare, à la carte und seit Kurzem auch für Schüler und Kindertagesstätten. Haben Sie überhaupt Zeit zum Experimentieren? Nein! (Lacht) Aber kleine Zeitfenster finden sich immer. Wenn es nicht anders geht, in der Freizeit. Meine Freundin und ich wohnen direkt neben der Seeburg – was Vorund Nachteile birgt. Apropos Seeburg. Der Schlossgarten mit Sicht auf den nahen Bodensee ist märchenhaft. Es muss aufwendig sein, ein Anwesen wie dieses zu unterhalten. Wir haben das Glück, dass wir in einem Mietverhältnis stehen und den Unterhalt des denkmalgeschütz-

Restaurant Schloss Seeburg in Kreuzlingen Marc Wöhrle (36) führt gemeinsam mit dem Gastgeberpaar Jacqueline und Matias Bolliger das Schloss-Restaurant Seeburg. Der 36-jährige BadenWürttemberger ist seit 2016 Küchenchef in der «Seeburg» und seit 2018 stellvertretender Geschäftsführer. Das vor über 400 Jahren erbaute Schloss Seeburg in Kreuzlingen gehört zu den schönsten Orten am Bodensee. Hinter diesen Mauern werden grosse Feste ausgerichtet, feierliche Bankette, rauschende Hochzeiten. Ein edler Rahmen für schöne Erinnerungen. schloss-seeburg.ch

Interview: Silja Lippuner 47


Gartenterrasse mit wunderschöner Aussicht, Gemütlichkeit und Genuss in der WaldRose

Karin Müller-Mäder verwöhnt ihre Gäste unkompliziert mit einer überschaubaren Speisekarte, auf der Braten und Schmorgerichte nicht fehlen.

Restaurant WaldRose, 9512 Rossrüti, Wil SG, 071 565 19 20, waldrose.ch

Biokäse vom Berghof Ob jung und mild oder länger gelagert – der würzige Bio-BerghofKäse entsteht aus feinster Biomilch aus der Region von gesunden Biokühen, die alle in nächster Nähe des Berghofes weiden. Ganz einfach: Diese voll- oder viertelfetten Halbhartkäse, natur oder mit Zutaten wie beispielsweise Pfeffer, Kümmel oder Alpenkräutern, überzeugen jeden Geniesser! Zum Betrieb Restaurant-Käserei Berghof in Aewil bei Ganterschwil gehören eine Bergkäserei zur Produktion von Biobergkäse und anderen Spezialitäten sowie ein gemütliches Panoramarestaurant mit Käseladen, eine «Deguschüür», ein Kinderspielplatz sowie eine schöne Gartenwirtschaft mit wunderbarem Ausblick ins Toggenburg. Restaurant-Käserei Berghof, 9608 Ganterschwil, 071 983 15 72, berghof-ag.ch

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Stump’s Alpenrose, Wildhaus Das Toggenburg verleiht seiner Tradition der Alpkultur mit Klang und einer Fülle von landwirtschaftlichen Produkten lebendig Ausdruck. Diese naturverbundene Lebendigkeit ist Grundlage der authentischen Gastfreundschaft in Stump’s Alpenrose. Vivien Stump folgt ihrem Vater Roland Stump in die Gastgeberverantwortung und lässt Gäste die kulinarische Vielfalt des Toggenburgs erleben – «einfach – natürlich – persönlich»! Stump’s Alpenrose, 9658 Wildhaus, 071 998 52 52, stumps-alpenrose.ch


PR Gastronomie

Restaurant zur Alten Eiche in Triesen Dieses kulinarische Paradies liegt nur wenige Hundert Meter abseits der Landstrasse Triesen-  Balzers (Abzweigung Campingplatz, Säga). Dennoch fühlt sich der Gast hier wie in einer anderen Welt. Direkt am Waldrand und beschattet von einem teils hundertjährigen Baumbestand – darunter auch eine alte Eiche – wirkt das ehemalige Bauernhaus mit der umgebauten Scheune äusserlich genauso heimelig und romantisch, wie es sich dem Gast im Innern präsentiert: warm und gemütlich wie eine gute Stube! An der gediegenen Speisekarte, an der Freundlichkeit der Bedienung und an den Leistungen der Küche erkennt der geneigte Gast, dass hier eine Verbindung von Gemütlichkeit und Qualität angestrebt wird, wie man sie auf dem Land selten antrifft. Katrin und Roger Nuss verwöhnen ihre Gäste mit grosser Herzlichkeit. Restaurant zur Alten Eiche, FL-9495 Triesen, +423 392 26 86, alteeiche.li

Stilvoll und gemütlich – die «Krone» wächst Mit vier Eröffnungen von April bis Juni wächst das Gasthaus Krone in Mosnang 2021 über sich hinaus: Auf der erweiterten Terrasse, in der stilvollen neuen Lodge, im zusätzlichen Saal und im Restaurant KroneGnuss bekommen die traditionellen «Krone»-Qualitäten noch mehr Raum. Der familiäre Charme bleibt – und wird

harmonisch ergänzt durch neue Möglichkeiten. Damit auch die Kinder rundum glücklich sind, hat der grosse Spielplatz im Sommer eine Auffrischung erhalten. Neben den innovativen Ausbauplänen wurde darüber hinaus die Krone 2020 übrigens mit der Auszeichnung «Excellent» bei «Best of Swiss Gastro» gekrönt. Wachstum braucht gute Ideen – und lebendige Wurzeln: Die «Krone» wird seit fünf Generationen von der Familie Schneider geführt. Ihr Charme und ihr herzlicher, persönlicher Umgang mit den Gästen bilden die Grundlage dafür, dass man seit 1891 gerne hier is(s)t.

Krone Mosnang, 9607 Mosnang, 071 983 28 47, kronemosnang.ch

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Rubrik

Restaurant Kreuz in Zuzwil

Restaurant Burg in Au

In den gemütlichen Gaststuben, die mit viel Stil eingerichtet sind, lässt es sich wunderbar entspannt tafeln. Das «Kreuz» hat sich über die Region hinaus einen guten Namen als Oase für Regionalgeniesser gemacht. Der Fokus auf anspruchsvolle saisonale Küche mit Frischprodukten aus der Ostschweiz erweist sich als Erfolgsrezept. Perfekt auf den Punkt bringt Patrick Züger seine Philosophie mit kulinarischen Events wie der Kalbsmetzgete im März oder dem legendären Wildbuffet von September bis November. Bis zu 150 Stück Wild aus heimischer Jagd verarbeitet das Kreuz-Küchenteam. Wildliebhaber pilgern Jahr für Jahr von weit her nach Zuzwil für diese aussergewöhnlichen Gaumenfreuden.

Burg. Was den Namen rechtfertigt, ist die traumhafte Burgherrensicht über das Rheintal. Nicht nur die burgeigenen Reben schätzen das milde Mikroklima, sondern auch die Gäste. Nun fährt niemand nach Au, nur um sich einen gesunden Teint zu holen. Das Ziel ist die Küche – eine Küche, die mit handwerklicher Perfektion und Leidenschaft die Qualität und Frische der Produkte aus der Region feiert. Der Einsatz von Sascha Beilke und Alexandra Schilken-Beilke blieb nicht unbeachtet. So belegten die beiden 2016 den 3. Platz des Best of Swiss Gastro Award und wurden als CULINARIUM-Könige 2017 gekürt. Der GaultMillau anerkennt das Können in der Burg mit 13 Punkten.

Restaurant Kreuz, 9524 Zuzwil, 071 944 15 21, kreuz-zuzwil.ch

Restaurant Burg, Beilke & Co., 9434 Au SG, 071 536 22 95, burg-au.ch

Die Blume – Der gemütliche Treffpunkt im Osten von St.Gallen

Bleibende Erlebnisse

Das sympathische Blume-Team entführt seine Gäste in die Welt der traditionellen und internationalen Küche und verwöhnt sie mit frischen und kreativen Gerichten, ausgewählten regionalen Produkten und täglich neuen kulinarischen Ideen. Naturmaterialien wie Holz und Stein und die hellen, freundlichen und warmen Farben in der Blume schaffen das ideale Ambiente für entspanntes Beisammensein und Genuss. Die grosszügigen Räumlichkeiten bieten genügend Platz für Jubiläumsfeste, Weihnachtsfeiern, Kundenanlässe, Firmenevents, Traueressen, Konfirmationen und Geburtstage. Restaurant Blume, 9000 St. Gallen, 071 245 19 10, restaurant-blume-sg.ch

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Das Schloss Seeburg in Kreuzlingen wurde vor vielen Hundert Jahren erbaut. Heute entfaltet sich hinter diesen ehrwürdigen Mauern, nur wenige Minuten von der Stadt entfernt, eine Welt der inspirierten Kulinarik. Umgeben vom romantischen Schlosspark, zaubert ein junges Küchenteam unter der Leitung von Marc Wöhrle aus regionalen Zutaten unwiderstehliche Kompositionen. In der «Seeburg» wird jeder Aufenthalt zum bleibenden Erlebnis – sei es ein Essen oder ein rauschendes Fest. Schloss Seeburg, Kreuzlingen, 071 688 40 40, schloss-seeburg.ch


PR Gastronomie

Angebaut in der Ostschweiz – Verarbeitet in Bischofszell In unserer stark globalisierten Welt sehnen sich die Konsumentinnen und Konsumenten nach regionalen Produkten. Swiss Gastro Solutions reagiert auf diesen Trend mit einem vielfältigen Angebot aus der Ostschweiz für Köche in der Gastronomie, Hotellerie, Gemeinschaftsverpflegung sowie in Heimen und Spitälern. Swiss Gastro Solutions ist speziell auf die Bedürfnisse der Gastronomie ausgerichtet und vertritt unter anderem die Produkte von Bischofszell Nahrungsmittel AG. Die Produkte zeichnen sich durch hohe, kontrollierte Qualität, einen hohen Conveniencegrad sowie durch hauseigene Rezepturen aus. Die mit dem CULINARIUM-Signet ausgezeichneten Produkte sind durch ProCert zertifiziert und garantieren hochwertige, landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der Region, kurze Transportwege und eine gesicherte Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region. Das Sortiment umfasst Pommes frites, verschiedene Gemüse, Apfelmus und Rhabarber. swissgastrosolutions.ch

«Unsere Zusammenarbeit mit Bischofszell Nahrungsmittel AG hat einst klein angefangen – mit Erbsen. Nun liefert unser Familienbetrieb im grösseren Stil, und schon in der dritten Generation. Wir freuen uns, dass unsere Kartoffeln für den ‹Genuss aus der Ostschweiz› stehen!» Beat Meier, Landwirt, Frauenfeld

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PR XYZ

Die verborgenen Helden der Nachhaltigkeit Die Schweizer Gemeinschaftsgastronomie kauft Lebensmittel ein für rund 500 Millionen Mahlzeiten pro Jahr. Wenn in diesen Küchen noch stärker auf Nachhaltigkeit geschaut wird, lässt sich viel erreichen und die regionale Landwirtschaft unterstützen. Der Schlüssel dafür ist Information. Die grosse Krise mit C überlagert eine nicht weniger bedrohliche Umweltkrise, die langfristig unsere Lebensgrundlagen gefährdet. Mehr Nachhaltigkeit gehört zu den drängendsten gesellschaftlichen Anliegen der Gegenwart. Vergleichsweise einfach und mit grossem Hebel lässt sich etwas erreichen bei der Ernährung. Das wird rasch klar, wenn man sich die enormen Grössenordnungen vor Augen führt. Es macht einen gewaltigen Unterschied, was 8,6 Millionen Schweizerinnen und Schweizer konsumieren oder eben nicht. 2019 waren es beispielsweise 440 000 Tonnen Fleisch, 1,5 Milliarden Eier oder 430 Millionen Liter Milch. Man kann sich bei solchen Mengen leicht vorstellen, dass jeder Transportkilometer und jedes Gramm Verpackung eine Rolle spielen. Dieser massive ökologische Fussabdruck lässt sich mit einer bewussteren Wahl der Lebensmittel stark verkleinern. Nachhaltiger einkaufen Eine natürliche Vorreiterrolle sehen Nachhaltigkeitsexperten bei der Gemeinschaftsgastronomie. Dazu zählt man die Restaurationsbetriebe von Kinderkrippen, Schulen, Universitäten, Alters- und Pflegeheimen,

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Spitälern, Verwaltungen und weiteren staatlichen Institutionen. Mit rund 500 Millionen Mahlzeiten pro Jahr spielt dieser Sektor eine gewichtige Rolle. Natürlich nicht in der Grössenordnung, in der sich der Konsum der Privathaushalte bewegt, aber mit einem entscheidenden Vorteil. Es gibt in der Schweiz gesetzliche Grundlagen, die es Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden ermöglichen, Einfluss zu nehmen auf die Beschaffung der Lebensmittel und auf das Angebot der Gemeinschaftsgastronomie in ihrer Verantwortung. Die Idee: Mit klaren Vorgaben und konsequenter Umsetzung lässt sich in diesem Sektor am einfachsten und raschesten viel bewegen. Pioniere und verborgene Helden Die aussichtsreichsten Handlungsfelder werden in einer Wegleitung des Bundesamts für Umwelt vorgestellt, die Ende 2020 erschienen ist. Sie heisst «Empfehlungen für die nachhaltige öffentliche Beschaffung im Bereich Ernährung» und ist dank der jahrelangen Vorarbeit des landwirtschaftlichen Kompetenzzentrums Agridea und von Beelong (siehe Kasten) ausgesprochen praxisorientiert. Sie haben beispielsweise die Erfahrungen aus einem gemeinsamen Projekt für die Gemeinschaftsgastronomie im Urbanraum Zürich einfliessen lassen, an dem auch CULINARIUM mitgewirkt hat. Die Autorin Charlotte de La Baume (Mitgründerin von Beelong) hat in ihrer Publikation einen schönen Begriff geprägt: die Helden im Verborgenen. Sie meint damit die Küchenchefs und Einkäufer von Gastrobetrieben und erklärt: «Mit den beträchtlichen Mengen an Nahrungsmitteln, die sie täglich einkaufen, haben sie einen riesigen Einfluss auf unsere Landwirtschaft und sogar die Zukunft unseres Planeten.» Chancen für die Landwirtschaft In der Wegleitung werden 14 Handlungsfelder definiert in drei Kategorien, nämlich Nachhaltig einkaufen (7), Gesunde Ernährung (2) und Nachhaltig arbeiten (5). Besonders drei Handlungsfelder bedeuten wertvolle Anerkennung für die Regionalbewegung und die Bemühungen der heimischen Landwirtschaft, nachhaltiger zu produzieren. Wir zitieren Beispiele aus den Merkblättern.


Gemeinschaftsgastronomie

Saisonprodukte bevorzugen Ziele: CO2-Emissionen reduzieren, welche durch fossil beheizte Gewächshäuser oder den Flugtransport importierter Produkte verursacht werden. Empfehlungen: • Obst und Gemüse bevorzugen, die nicht in einem künstlich beheizten Gewächshaus angebaut wurden. • Den Konsum von exotischen Produkten reduzieren und regionale Saisonprodukte bevorzugen. • Per Flugzeug importierte Produkte dank Saison kalender vermeiden. Kriterien für den Einkauf: • Mindestens 70% des Gesamtgewichts der frischen Obst- und Gemüseeinkäufe entsprechen einem offiziellen Saisonkalender. • Mindestens 80% des Gesamtgewichts der frischen Obst- und Gemüseeinkäufe werden nicht in einem künstlich beheizten Gewächshaus angebaut. Regionale Produkte bevorzugen Ziele: Soziale und ökologische Belastungen vermindern, durch Transport verursachte CO2-Ausstösse verringern, die aus Sicht der Nachhaltigkeit wirksame Schweizer Agrargesetzgebung bevorzugen sowie die Rückverfolgbarkeit und Frische fördern. Empfehlungen: • Produkte bevorzugen, die in der Region angebaut, gezüchtet, gefischt und verarbeitet werden (nicht an wendbar bei Ausschreibungen, die unter inter nationale Abkommen fallen). • Die Herkunft des Fleisches und der Fische klar auf der Menükarte und/oder separaten Anzeigen deklarieren. • Produkte bevorzugen, deren Rohstoffe und Zutaten sich leicht rückverfolgen lassen.

Der Eco-Score von Beelong Beelong ist ein Spin-off der Hotelfachschule Lausanne. Den Gründern Charlotte de La Baume und Mathias Faigaux wurde während ihres Studiums dort bewusst, dass Ernährung zu den wichtigsten Faktoren für Klimawandel und Artensterben gehört. Sie erkannten die Verantwortung der Gastronomie und realisierten bald, dass für nachhaltigeres Handeln wesentliche Informationen fehlten. Also entwickelten sie einen Fragebogen, um den ökologischen Fussabdruck eines Lebensmittels zu definieren mit Kriterien, die seriös vergleichbar sind. Der Beelong-Indikator beurteilt die Nachhaltigkeit von Lebensmitteln in fünf Kategorien und mit sieben Noten von A (hervorragend) bis E (katastrophal). So lassen sich einzelne Lebensmittel, ein Gericht oder der ganze Einkauf eines Betriebs beurteilen. Er wird bereits von über 190 Betrieben zur Analyse und Erfolgskontrolle eingesetzt.

Kriterien für den Einkauf (Auswahl) • Mindestens 50% des Gesamtgewichtes aller landwirt schaftlichen Rohstoffe sind schweizerischen Ur sprungs. Bei zusammengesetzten Produkten die Hauptzutaten. • Die Herkunft von 100% des Gesamtgewichts des servierten Fleisches und Fisches ist klar auf den Menü karten und/oder auf einer separaten Anzeige de klariert. Das gilt auch für die Herkunft der Haupt bestandteile der Gerichte. Auf culinarium.ch findet man einen Link zum kompletten Dokument. Die Waadt geht voran Pionier bei der Förderung von einheimischen Produkten in der Gemeinschaftsgastronomie von kantonalen und kommunalen Betrieben ist der Kanton Waadt, der sich schon früh mehr Nachhaltigkeit auf die grün-weisse Fahne geschrieben hat. Im Artikel 23 des Waadtländer Landwirtschaftsgesetzes von 2010 betont er die Vorbildfunktion des Staats. Er verpflichtet sich darin, den Konsum lokaler landwirtschaftlicher Produkte zu fördern bei Veranstaltungen, die von seinen Abteilungen organisiert werden oder von Subventionen profitieren, sowie in Einrichtungen, die von der kantonalen Verwaltung verwaltet werden. Gemeint sind damit Mensen und Kantinen. 2014 wurde daraus eine Strategie zur Förderung regionaler Produkte in der Gemeinschaftsgastronomie abgeleitet. Sie zielt darauf ab, durch Anreize die Bevorzugung nachhaltig produzierter regionaler Produkte auch in Einrichtungen zu fördern, die nicht direkt unter kantonaler Verwaltung stehen, insbesondere in Gemeinden und Einrichtungen wie Krankenhäusern, Alters- und Pflegeheimen oder Kindertagesstätten.

Wofür gibt‘s gute Noten? Herkunft Regionale Produkte bevorzugen. Produktion Nachhaltig, umweltfreundlich und sozial fair. Saison berücksichtigen. Anerkannte Label erleichtern die Bewertung. Klima/Ressourcen Verzicht auf CO2-intensive Produktion, reduzierter Konsum tierischer Proteine. Verarbeitung Frische Produkte, Sparsamkeit, minimaler Abfall, kluge Vorratshaltung. Mehr Infos und Kontakt auf beelong.ch

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PR Gemeinschaftsgastronomie

Naturliebhaber, Familien, Biker, Reiter & Co. – Macht mal Pause! «Inmitten eines wunderschönen Wander-, Velo- und Reitgebietes liegt das café Littenheid und verwöhnt Sie mit frisch zubereiteten Speisen, herzhaften Snacks, einem reichhaltigen Kaffee- und Kuchenangebot sowie einem köstlichen Schlemmer-Brunch jeden letzten Sonntag im Monat. Auf Ihre Kinder wartet ein abenteuerlicher Spielplatz, und für Ihr Pferd gibt es eine Tränke. Geniessen Sie kulinarische Leckerbissen und die herrliche Umgebung. das café-Team freut sich auf Sie!» das café Littenheid, 9573 Littenheid, 071 929 62 62, das-cafe.ch

REZEPT

ZWETSCHGENSTREUSELKUCHEN (CRUMBLE PIE)

2 Geriebene Zitronenschale, kalte Butter und ein bis zwei Eier dazugeben. 3 Von Hand oder mit einem Teigrührer so lange vermengen, bis ein «brösmeliger» Teig entsteht. 4 Etwa einen Drittel davon für die Streusel zur Seite stellen. Ein feiner Znüni oder Zvieri hebt die Moral, sei das im Altersheim, im Spital oder in einer Schulmensa. Zu den beliebtesten regionalen Desserts gehört der Streuselkuchen. Hier zum Beispiel einer mit Zwetschgen, wie sie z.B. im Thurtal hervorragend gedeihen.

ZUBEREITUNG 1 Mehl, Backpulver, Zucker, Salz und Vanillezucker in einer Schüssel mischen (evtl. sieben).

5 Den Rest gerade so lange kneten, bis der Teig geschmeidig, aber nicht schmierig wird. 6 Die Kuchenform gut buttern, mit dem Teig den Boden belegen und einen etwa fingerbreiten Rand formen. Danach den Teig in der Form etwa eine Viertelstunde in den Kühlschrank stellen. 7 Die Zwetschgen halbieren, entsteinen und mit Rohzucker bestreuen.

8 Die Hälften auf dem Teig verteilen, die Streusel «crumbeln» und etwa 40 bis 50 Minuten backen (180°C Ober-/Unterhitze). 9 Eine Stunde auskühlen und ruhen lassen. Evtl. mit Zimt und/oder Puderzucker bestreuen und servieren!

Z U TAT E N für eine 28 cm-Springform 400 g Weizenmehl 250 g Butter 150 g Zucker 1 gestrichener EL Vanillezucker 1/2 Päckchen Backpulver 1 Bio-Zitrone 1 gestrichener TL Salz 1 bis 2 Eier 1 kg Zwetschgen Butter für die Kuchenform 1 bis 2 EL Rohzucker


Klinik St. Pirminsberg in Pfäfers Mens sana in corpore sano – ein gesunder Geist in einem gesunden Körper! Diese alte römische Weisheit wird in der Klinik St. Pirminsberg in Pfäfers hoch gehalten. Hier werden erwachsene Menschen mit psychischen und psychosomatischen Störungen aus dem Süden des Kantons St. Gallen behandelt und betreut. Zusätzlich zur hochkarätigen fachlichen Betreuung wird grosser Wert gelegt auf eine ausgewogene Ernährung mit Zutaten aus der Region. Das HotellerieTeam setzt sich ein für eine bewusst fettarme und zuckerreduzierte Ernährung, die Freude macht und mit Geschmack überzeugt. Sie wird dafür mit den Zertifikaten von CULINARIUM und natürlich und ausgewogen ausgezeichnet und gewann 2015 sogar die CULINARIUM-Krone. Klinik St. Pirminsberg, 7312 Pfäfers, 058 178 60 60, psych.ch

Leben und Wohnen auf der Risi Das umfassend sanierte und erweiterte Betreuungszentrum Risi am Dorfrand von Schwellbrunn bietet älteren, betagten und auch kranken Menschen altersgerechte und zeitgemässe Wohn- und Lebensmöglichkeiten. Der Name Risi steht für Herzlichkeit, professionelle Pflege und Betreuung, köstlich frische und regionale Küche und einladende Räumlichkeiten. Auf den Geh- und Rundwegen der Anhöhe oberhalb des wohl schönsten Dorfs im Appenzellerland lässt sich die grandiose Aussicht auf Säntis und Alpstein geniessen. Betreuungszentrum Risi, 9103 Schwellbrunn, 071 353 31 31, risi-schwellbrunn.ch

Bild von Beat Bühler

Psychiatrie St. Gallen Nord in Wil Die Psychiatrie St. Gallen Nord setzt bewusst auf regionale Produkte aus der Ostschweiz und auf saisongerechte Gerichte. Viele Zutaten können erntefrisch aus der BioGärtnerei auf Platz bezogen werden. Das täglich wechselnde Angebot im Restaurant umfasst ein reichhaltiges Salatbuffet, eine Tagessuppe, drei verschiedene Menüs und selbst gemachte Patisserie.

Im Sommer bietet der «Dorfplatz» das ideale Ambiente, um unter schützenden Sonnenschirmen ein bisschen Dolce Vita zu geniessen. Eingeladen zum Essen sind alle: Patienten, Angehörige, Besucher und Mitarbeitende. Für Bankette bietet das Restaurant Platz für bis zu 250 Personen in elegant warmem Stil. Psychiatrie St. Gallen Nord, 9500 Wil, 071 913 16 41, psgn.ch

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CULINARIUM-Schaufenster + Seitenzahl zum Produzenten-Portrait

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Damit ist Bernhard Zahner und dem Kundelfingerhof ein regionaler Bestseller gelungen: saftige Quellwasserforelle, umhüllt mit einem feinen Thurgauer Cider-Teig! kundelfingerhof.ch und frisch-fisch.ch

Aligro in Gossau, Frauenfeld, Rapperswil und Sargans – das sind Ihre Einkaufsmärkte in der Ostschweiz. Seit vielen Jahren pflegen wir unsere regionalen Lieferanten und Produkte. Als Partner von CULINARIUM präsentieren wir unseren Kunden ein tolles und vielfältiges Sortiment. Dieses umfasst ein grosses Angebot an Gemüse, Früchten, Fleisch und Fisch – aber auch an Food und Nonfood. Bei über 25 000 Artikeln und wöchentlich mehr als 2 000 Aktionen finden auch Sie, sei es privat oder als Profi, die von Ihnen gesuchten Köstlichkeiten. Besuchen Sie uns von Montag bis Samstag, wir freuen uns auf Ihren Besuch. Aligro, 9201 Gossau, 071 388 13 00, aligro.ch

42 Die neuen Fondue-Kreationen Most mit alkoholfreiem Most (Möhl), Kloster mit dem Kloster Bräu (Schützengarten) und als Grundlage die feinen Stofel Bergkäse. kaesereistofel.ch

Frigaliment mit neuer regionaler Linie «Rhintler» Der würzige MüllerThurgau ist ein Ostschweizer Klassiker aus regionaler Milch. mueller-thurgau.ch 40

Regionalität beginnt dann zu leben und Wirkung zu entfalten, wenn man sie bewusst geniessen kann. Die CULINARIUM-Produkte auf dieser Seite zeigen, wie einfallsreich und handwerklich talentiert unsere Mitglieder sind. 56

Aligro – regional und offen für alle!

Die Frigaliment AG in St. Margrethen ist eine Fullservice-Dienstleisterin mit Fokus auf Frisch- und Tiefkühlprodukte für Profis und Geniesser. Passend zum Zeitgeist spielen auch beim Rheintaler Traditionsunternehmen die Regionalität und CULINARIUM-zertifizierte Rohstoffe eine immer wichtigere Rolle. Entsprechend breit gefächert ist das Sortiment an einheimischen Produkten. Die Frigaliment AG verfügt auch über eine hauseigene Manufaktur für «Chnusperli» erstklassiger Qualität. Mit der neuen Marke «Rhintler» – hergestellt im Rheintal, mit Rheintaler Zutaten – wird Frigaliment in Kürze mit ihrem Angebotssortiment neue Massstäbe setzen. Frigaliment GmbH, 9430 St. Margrethen, 071 747 30 20, frigaliment.ch


PR Gemeinschaftsgastronomie

Stiftung Kronbühl – Qualität und Genuss In der Stiftung Kronbühl in Wittenbach werden Kinder, Jugendliche und erwachsene Menschen, die von schweren körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen betroffen sind, mit grossem Engagement individuell gefördert und betreut. Dabei stehen eine selbstbestimmte aktive Lebensgestaltung und ein unterstützender Lebensraum im Vordergrund. «Qualität und Genuss stehen bei uns an erster Stelle», sagt Küchenchefin Slavica Cacic überzeugt. «Wir erfahren täglich, dass hochwertige Ernährung einen wesentlichen Beitrag zum Wohlbefinden und zur Gesundheit unserer Schülerinnen und Bewoh-

nerinnen leistet. Wir legen daher besonderen Wert auf eine vielseitige, saisonale Küche und die Verwendung hochwertiger regionaler Produkte. Das CULINARIUMLabel hilft uns dabei, Produzenten zu finden, die unsere Philosophie teilen. Wir freuen uns sehr, dass wir die Anforderungen dieses Labels erfüllen. Für uns ist das Anerkennung und täglicher Ansporn.» Stiftung Kronbühl, 9300 Wittenbach, 071 292 19 21, sh-k.ch

«Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen.» Diese Lebensweisheit hat eine grosse Bedeutung im Alltag der Rheinburg-Klinik in Walzenhausen. Hier werden Menschen mit neurologischen und /oder muskuloskelettalen Erkrankungen betreut und behandelt. So sind es nicht nur beste medizinische Betreuung, Therapie und Pflege, die zur Genesung jedes Einzelnen beitragen, sondern auch die gute, regionale Küche. Mit viel Liebe und grossem Können zaubert Küchenchef Martin Zeller zusammen mit seinem Team ausgewogene und frisch zubereitete Menüs. Patienten mit Schluckstörungen werden hier ebenso kulinarisch verwöhnt wie all jene, die auf Spezialkost oder Diät angewiesen sind. Die wunderschöne Aussicht über das gesamte Dreiländereck, das freundliche Servicepersonal und die entspannte familiäre Atmosphäre tragen darüber hinaus zum Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten und damit auch zum Erfolg ihrer Rehabilitation bei. Rheinburg-Klinik Walzenhausen, 9428 Walzenhausen, 071 886 11 11, rheinburg.ch

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Rubrik

Rheintaler Ribelmais rockt Die Lütolf Spezialitäten AG in St. Margrethen spielt eine zentrale Rolle für die Renaissance des Rheintaler Ribelmaises. Zuerst stellte sie die entscheidende Infrastruktur für Verarbeitung und Auslieferung, neu entwickelt sie selbst Produkte, die den Zeitgeist treffen und den Landwirten im Rheintal neue Verdienstmöglichkeiten eröffnen. Christian Lütolf leitet das Team, das diese Entwicklung möglich macht.

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Christian Lütolf, was bedeutet Ihnen der Titel CULINARIUMKönig? Das macht mich sehr stolz und verdeutlicht, was unser Team in den letzten zwei Jahren gemeinsam erreicht hat. 2018 haben wir unseren Betrieb umgebaut und neue Produktionsanlagen installiert. Vor ein paar Monaten bauten wir auch noch eine neue Mühle. Durch diese Investitionen wurden alle Mitarbeitenden stark gefordert. Aber es hat sich gelohnt!

vestitionsphase. Für den Erfolg gibt es zwei wichtige Faktoren. Erstens wächst bei den Konsumenten weiterhin das Bedürfnis nach regionalen Produkten. Die Menschen wollen wissen, woher ihr Essen kommt, was es drin hat, wie es verarbeitet wurde. Zweitens haben wir viel Zeit, Energie und Kreativität investiert, um Rheintaler Ribelmais als Marke bekannter zu machen.

Das spiegelt sich in den Produktions- und Verkaufszahlen. Der Rheintaler Ribelmais erfreut sich grosser Beliebtheit. Wieso? Für unseren Familienbetrieb ist das sehr erfreulich, aber auch sehr wichtig, nach dieser grossen In-

Sie streben also auch einen Imagewechsel an. Ist es ein bisschen so, dass viele junge Leute den Ribel von ihren Grosseltern her kennen, die einst damit gross und stark wurden? Diese Wahrnehmung hat sich bereits ziemlich gewandelt. Ich bin über-

Bekannter oder trendiger? Zum Glück beides.

zeugt, dass der Ribelmais ein starkes überregionales Produkt ist, das in der heutigen Zeit viele Wünsche und Ansprüche der Kunden erfüllt. Woran liegt das? Natürlich an den feinen, knusprigen Ribelmais-Chips (Seite 66) und weiteren neuen Produkten wie Vegi-Würsten, -Schnitzel und -Aufschnitt aus Ribelmais von der Migros. Aber auch an den Köchen in der Region, die tolle RibelmaisKreationen erfinden, und eben am Bewusstsein der Konsumentinnen und Konsumenten. Sie sehnen sich nach Beständigem, nach Regionalität, nach Kulturgut. Apropos Kulturgut, Sie dürfen bei Ihrer Arbeit auf die Unterstützung des Vereins Rheintaler Ribelmais


Land & Leute

zählen, der 1998 gegründet wurde. Dieser bietet auf seiner Webseite viele Informationen rund um dieses Rheintaler Urprodukt. Unsere Zusammenarbeit mit dem Verein macht Freude und ist sehr fruchtbar. Der Verein hat es geschafft, dass Rheintaler Ribelmais 2000 als erstes Schweizer Getreide die geografische Herkunftsgarantie AOP erhielt, und er tut seither viel dafür, dass der Ribelmais bekannter wird und mehr konsumiert wird. Ausserdem ist er für das Saatgut verantwortlich und leistet da ausgezeichnete Arbeit. Sie sind Mitglied des Trägervereins CULINARIUM. Wie erleben Sie diese Zusammenarbeit? Als sehr sympathisch, unkompliziert und professionell. Für uns war es von Anfang an eine hilfreiche Partnerschaft.

dann beflügeln mich und das ganze Team natürlich unsere Erfolgserlebnisse, die wir aktuell mit neuen Projekten und Produkten erleben.

Europa, die ersten Versuche bei uns in St. Margrethen, bis hin zum weit über den Erwartungen liegenden Erfolg der Chips.

Dazu gehören die RibelmaisChips, mit denen sich die Lütolf Spezialitäten AG vor drei Jahren an eine herausfordernde neue Aufgabe gewagt hat. Mit durchschlagendem Erfolg. Schon im ersten Jahr verkauften Sie 15 Tonnen Chips, also rund 100 000 Packungen. Ja, die Geschichte mit den Ribelmais-Chips hat schon fast Hollywood-Charakter. Angefangen bei der Bestellung der Chips-Produktionsmaschine in den USA, über die abenteuerliche Verschiffung nach

Mutig, verrückt und schön – nachzulesen auf Ihrer Webseite. Ja genau! Werfen Sie für uns einen Blick in die Zukunft! Wie könnte das Ribelmaismärchen noch weitergehen? Mein Traum ist es, dass wir die Marke Ribelmais in der ganzen Schweiz bekannt machen können. Das bedeutet viel Arbeit, aber wie schon erwähnt, sind wir ein Topteam und vielleicht gelingt es uns ja, diesen Traum zu verwirklichen.

Sie sind gelernter Oberstufenlehrer und haben Ihren Job vor sieben Jahren für den Ribelmais aufgegeben. War für Sie schon immer klar, dass Sie dereinst in den Familienbetrieb einsteigen werden? Überhaupt nicht, im Gegenteil. Ich habe zwar schon früher – vor allem in der Erntezeit – im Betrieb mitgeholfen. Aber voll hier zu arbeiten, hätte ich mir nicht vorstellen können. Und jetzt sind Sie Geschäftsführer. Wie kam es zum Sinneswandel? Irgendwann spürte ich dann doch den Wunsch zur Mitgestaltung. Auch weil ich merkte, wie viel Freude es macht, mit diesen Produkten zu arbeiten, welches Potenzial in ihnen und dem Unternehmen steckt. Ich absolvierte die Ausbildung zum Fachmann Unternehmensführung und habe diesen Schritt keine Sekunde bereut. Was mögen Sie an Ihrer Arbeit besonders? Die Abwechslung. Es ist kein Tag wie der andere, das gefällt mir. Und

Lütolf Spezialitäten AG in St. Margrethen Ernst (68) und Christian (37) führen die Lütolf Spezialitäten AG in 2. und 3. Generation. Der Betrieb beschäftigt 13 Mitarbeitende und ist ein wichtiges Logistikcenter für Getreide. Eine Spezialität ist die Verarbeitung und der Vertrieb von Rheintaler Ribelmais AOP. Zusätzlich zum traditionellen Rheintaler Ribel hat das Unternehmen neue Produkte entwickelt. Das bekannteste Beispiel sind die Ribelmais-Chips, zu denen das Unternehmen drei Dip-Saucen anbietet, die ebenfalls aus regionalen Rohstoffen hergestellt werden. Das eröffnet neue attraktive Verdienstmöglichkeiten für Rheintaler Landwirtschaftsbetriebe. Mittlerweile wird diese alte regionale Maissorte wieder auf 90 Hektar Fläche angebaut. luetolf-spezialitaeten.ch

Interview: Cécile Alge 59


PR MIGROS Ostschweiz

Frucht der regionalen Zusammenarbeit Die Landi Hüttwilen beliefert die Migros Ostschweiz mit getrockneten Aroniabeeren und Aroniasaft «Aus der Region. Für die Region.» Die Produkte sind Erfolgsgeschichten – dank ausgezeichneter regionaler Kooperation. Zu Tausenden liegen die gefrorenen Aroniabeeren in der grauen Rahmenpalette bereit für die weitere Verarbeitung; wie kleine Rohdiamanten, denen noch der richtige Schliff verpasst werden muss. «Frisch sind die Aroniabeeren kein wirklicher Genuss, denn ihr Geschmack ist sehr herb», weiss Jürg Weber, Mitglied der Geschäftsleitung der Landi Hüttwilen. Er ist zuständig für alle Verarbeitungsbeeren. «Zu Saft gepresst oder getrocknet entwickeln sie jedoch ein feines fruchtiges Aroma.» So veredelt kann man ihre inneren Werte – eine gehörige Portion Vitamine und Nährstoffe – unbeschwert geniessen. Verschworene Gemeinschaft Die Landi Hüttwilen koordiniert im Kanton Thurgau die Ernte und Verarbeitung der Aroniabeeren. 22 Produzenten liefern hier die schwarzblauen Früchte ab. Das Produkt passt wunderbar ins Portfolio der Genossenschaft. Sie hat seit jeher eine Vorliebe für Spezialitäten, seien das nun Mini-Kiwis, violette Spargeln oder eben Aroniabeeren. «Unser oberstes Ziel dabei ist es immer, die Wertschöpfung in der Region zu behalten», erklärt Geschäftsführer Rudolf Grunder und ergänzt: «Der Genossenschaftsgedanke wird bei uns sehr stark gelebt.» Für die Bauern sind die Aroniabeeren ein attraktives Nischenprodukt; immun gegen eisige Temperaturen und weitgehend resistent gegen Schädlinge und Krankheiten. Dadurch bedarf es keinerlei Pflanzenschutzmittel; nicht zuletzt deshalb sind viele Lieferanten Bio-Betriebe. «Bei vielen Produzenten spielen auch idealistische Gründe eine wichtige Rolle. Sie haben ganz einfach Freude an diesem tollen Naturprodukt», erklärt Jürg Weber und fügt hinzu: «Es ist eine echte Gemeinschaft, ein richtig gehend verschworener Club rund um die Aroniabeere entstanden. Das ist glaube ich einmalig in der Branche!»

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Rudolf Grunder (links) und Jürg Weber.


Ostschweizer Erfolgsgeschichte Im Thurgau ist die ursprünglich aus Nordamerika stammende Aroniabeere noch nicht lange heimisch. Dass sie hier wächst und gedeiht, ist dem Ostschweizer Pioniergeist zu verdanken. «2007 wurden hier zusammen mit dem Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg die ersten Versuche gemacht», erzählt Jürg Weber. Danach verbreitete sich die Beere über das Mittelland bis ins Bernbiet und in die Westschweiz. Nebst Pioniergeist war am Anfang viel Durchhaltewillen gefragt, um den kleinen Früchten zum Erfolg zu verhelfen. Denn für die Landi Hüttwilen war es gleichzeitig der Einstieg in die Welt der Verarbeitung. Dank der ausgezeichneten Zusammenarbeit mit regionalen Landwirten hatten wir den Weg vom Feld bis in unser Lagerhaus voll im Griff. Das Thema Produktveredelung hingegen war Neuland für uns», erklärt Geschäftsführer Rudolf Grunder und Jürg Weber ergänzt mit einem Schmunzeln: «Ich kann mich noch gut an den ersten Saft erinnern, den wir gemeinsam mit einem Thurgauer Weinbauern herstellten. Er war absolut ungeniessbar. Leider haftet dieses Image dem Saft immer noch ein wenig an. Zu Unrecht!» Jürg Weber schwärmt: «Der Saft und die Trockenbeeren schmecken heute mild und aromatisch. Das sind Welten!» Vor allem auch, weil die Landi Hüttwilen sich seither viel Know-how angeeignet hat. «Ganz nach dem Motto: Auf die Nase fliegen, aufstehen, weitermachen», resümiert Weber. Regionalität pur Wie geht die spannende Geschichte der Aroniabeere in Hüttwilen weiter? Nebst Pressen und Trocknen gibt es noch eine Vielzahl weiterer Verarbeitungsmöglichkeiten für die dunkelblauen Früchte: Konfitüre, Sorbet, Nahrungsergänzungsmittel oder auch Balsamico-Essig. Doch Saft und getrocknete Beeren dürften auf absehbare Zeit die Favoriten bleiben, meint Rudolf Grunder. «Es sind naturbelassene Produkte, unverdünnt, ohne Zusatzstoffe oder Konservierungsmittel. Das ist gefragt – pure Regionalität.» Was ist AdR? Das Programm «Aus der Region. Für die Region.» wurde 1999 von der Genossenschaft Migros Luzern lanciert. Seit 2003 finden AdR-Produkte auch bei Migros-Kunden in der Ostschweiz stetig wachsenden Anklang. Basis für den Erfolg bilden die über 1500 AdR-Produkte – und damit die mehr als 4000 Bauernfamilien, Produzenten und Lieferanten aus der Region, die mit Leib und Seele hinter ihren Produkten stehen. Durch den Kauf von AdR-Produkten unterstützen Konsumenten unmittelbar die heimische Wirtschaft und helfen mit, Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten. Weitere Informationen zum Programm unter: ausderregion.ch.

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Ein Blick in die Einkaufskörbe zeigt es deutlich: Fleisch, Käse, Gemüse und Wein stammen immer häufiger aus der Region. Auch die Hofläden können eine positive Entwicklung verbuchen und bekommen immer wieder neue Gesichter zu sehen. In diesen aussergewöhnlichen Zeiten interessieren sich die Menschen eindeutig stärker dafür, woher die Lebensmittel stammen, und wie sie hergestellt werden. Was liegt deshalb näher, als selber einen Augenschein im Stall oder auf dem Feld zu nehmen? Die Landwirtschaft bietet den Konsumentinnen und Konsumenten verschiedene Möglichkeiten, um den Bauernfamilien auf Augenhöhe zu begegnen. Das Ziel ist mehr gegenseitiges Verständnis und Vertrauen. «Stallvisite» Das Projekt «Stallvisite» lässt tiefer in die Ställe blicken. Bei allen beteiligten Bauernhöfen darf man ohne Hemmungen hereinspazieren und dem Bauer oder der Bäuerin bei der Arbeit zuschauen. Mit einem authentischen Blick hinter die Kulissen der Landwirtschaft wird beispielsweise die Produktion von Milch, Fleisch und Eiern verständlicher. In der ganzen Schweiz beteiligen sich über 300 Bauernhöfe bei der «Stallvisite». An den Standorten gibt es Informationen mit individuellen Öffnungszeiten und Verhaltensregeln. Alle Bauernhöfe sind auf stallvisite.ch zu finden. Die Aktion läuft das ganze Jahr und die Besuche sind kostenlos.

Landwirtschaft live erleben 1.-August-Brunch Eier von den Hühnern, die Beeren im Birchermüesli aus dem eigenen Garten und Käse aus der örtlichen Käserei. Wer sich am 1. August 2021 für einen Brunch auf dem Bauernhof entscheidet, wird kulinarisch reichlich belohnt. Neben all den Köstlichkeiten aus der Region bietet der Tag viele wertvolle Erlebnisse, insbesondere für Familien mit Kindern und musikalische Unterhaltung. Gut zu wissen: Der 1. August 2021 ist ein Sonntag. Der Brunch auf dem Bauernhof dauert von 9 bis 13 Uhr, und es ist eine rechtzeitige Anmeldung beim Anbieter nötig. Die Preise bewegen sich je nach Ort und Angebot von 25 bis 40 Franken pro Person. Für Kinder gelten ermässigte Tarife. Alle teilnehmenden Bauernhöfe findet man auf: brunch.ch «Vo Puur zu Puur 2021» Gleich mehrere Bauernhöfe zur Besichtigung, bietet der beliebte Anlass «vo Puur zu Puur» am Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag. Sieben Bäuerinnen und Bauern öffnen in der Region Werdenberg ihre Türen und Tore und bieten die Chance für spannende Einblicke in ihren Alltag. Zum Programm gehören vielfältige Verpflegungsmöglichkeiten (oft mit lokalen Spezialitäten), musikalische Unterhaltung und diverse Aktivitäten für Familien mit Kindern. «Vo Puur zu Puur 2021» findet statt am Sonntag, 19. September 2021, von 10 bis 17 Uhr. Der Besuch ist kostenlos. Zwischen den Betrieben verkehrt ein kostenloser Shuttlebus. vopuurzupuur-sg.ch

Agriviva – Spannende Erfahrungen für Jugendliche Tapetenwechsel gefällig? Die Vermittlungsstelle «Agriviva» macht es möglich und bietet Jugendlichen verschiedene Möglichkeiten für Arbeitseinsätze auf dem Bauernhof. Die jungen Helferinnen und Helfer

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unterstützen die Bauernfamilie bei ihrer täglichen Arbeit und lernen deren Lebensalltag kennen. Jährlich machen rund 1 500 Jugendliche einen Agriviva-Einsatz in der Schweiz. Diese finden bei 500 Bauernfamilien in allen

Landesteilen statt, wo sie neue Tätigkeiten erlernen und betreut werden. Ab sofort sind alle Einsätze auf agriviva.ch aktualisiert. Neben Kost und Logis erhalten die Jugendlichen eine kleine Entschädigung.


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Ausgezeichnete

Produkte Sie greifen nach den Sternen. Mit ihren Auszeichnungen an nationalen und internationalen Wettbewerben demonstrieren CULINARIUM-Betriebe die hohe Qualität regionaler Produkte und machen wertvolle Werbung für die Ostschweiz.

10. Ostschweizer Edelbrandprämierung Gruppe Wacholder Säntisblick Destillerie Ltd. Crosstown Gin 18 Punkte Gruppe Quitten Zogg MostereiBrennerei AG Quitten 18 Punkte

Apfelsaft- und CiderPrämierungen Kategoriensieger Sonderfruchtgetränk Mosterei Kobelt AG Hopp Goldmedaille Sonderfruchtgetränk Mosterei Kobelt AG Apfeldessertwein

Kategoriensieger Apfelsaft Strickhof Süssmost Silbermedaille Mischsaft Mosterei Kobelt AG Apfel-Beeren-Saft Silbermedaille Obstschaumwein Mosterei Kobelt AG Cidre Demi Sec Konsumentenpreis Getränke mit Alkohol Mosterei Kobelt AG Apfeldessertwein

DGF-Rapsöl Medaille 2020 St. Gallische Saatzuchtgenossenschaft Ostschweizer Rapsöl kaltgepresst St. Galler Rapsöl kaltgepresst

Viel mehr ausgezeichnete Produkte von CULINARIUM-Betrieben finden Sie auf culinarium.ch/praemiertes.

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Öpfelfarm – Aus Gutem das Beste Gute, natürliche Produkte, von denen man weiss, was drinsteckt, und woher sie kommen. Der Hofladen auf der Öpfelfarm ist ein Wunderland für grosse und kleine Geniesser und Feinschmeckerinnen, voller feiner Sachen zum Selberessen oder zum Verschenken. Köstlichkeiten, wo man hinschaut, hausgemachte Leckereien, Süsses und Salziges, Frisches und Eingemachtes, ganz wie zu Grossmutters Zeiten. Und wie das riecht! Der Familienbetrieb der Kauderers legt grossen Wert auf das Menschliche, das Persönliche und setzt auf zeitgemässe Produktionsmittel – nur so wird die Qualität durchgehend hochgehalten. Ein Besuch lohnt sich! «Lassen Sie sich überraschen.» Öpfelfarm, 9314 Steinebrunn, 071 470 01 23, oepfelfarm.ch

Othmar Murers SPAR-Filialen sind Schaufenster fürs Toggenburg Othmar Murer ist mit Herzblut ein Toggenburger. In den drei Filialen, die er als Partner der SPAR Handels AG in Wildhaus, Alt St. Johann und Ebnat-Kappel führt, bietet er ein reichhaltiges Regionalsortiment von rund zwanzig Toggenburger Produzenten. Es reicht von Bio-Eiern, Backwaren und Konfitüre über Fleisch- und Käsespezialitäten bis zu Bier und Schnaps. Zusätzlich zum kulinari-

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schen Angebot findet man in Murers Läden regionales Kunsthandwerk und einheimische Literatur. Bei Murer bekommt man originelle Geschenke «made in Toggenburg», auch im individuell bestückten Geschenkkorb. Othmar Murer, Feines aus der Region, 9656 Alt St. Johann, 071 999 11 66, murer-toggenburg.ch


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Ein Hof wie aus dem Bilderbuch Der malerische Eindruck auf der schönen Webseite bangshof.li bestätigt sich beim Einkauf in dessen Hofladen im liechtensteinischen Ruggell. Mit viel Herzblut und Liebe zur Natur produziert die Familie Hasler verschiedene Sorten Liechtensteiner Käse, Freilandeier, Fleischprodukte wie Landjäger oder Mostbröckli, Teigwaren, Konfitüren, Liköre und Sirup. Das Angebot wird ergänzt durch die von Isabel Hasler liebevoll und individuell befüllten Geschenkkörbe – perfekt für den anspruchsvollen Geniesser. Die frischen Qualitätsprodukte bekommt der Kunde täglich im neuen, modernen Hofladen, aber auch in verschiedenen Läden in Liechtenstein und der Ostschweiz. Ausserdem werden auf dem Bangshof unvergessliche Hochzeiten, Firmenfeste und Geburtstage gefeiert. Je nach Wetter und Saison im gemütlichen Veranstaltungsraum «Isa’s Traum» oder im Freien unter den Bäumen. Verwöhnt werden die Gäste mit eigenen Köstlichkeiten vom Grill, frischen Salaten und hausgemachten Torten. Die stimmigen Anlässe machen einem das Heimgehen nicht einfach. Bangshof, 9491 FL-Ruggell, +423 373 49 30, bangshof.li

Rohner‘s Hoflädeli – Frisches Rheintaler Gemüse Seit 1995 betreibt die Familie Rohner ihren Hofladen im Weiler Krummensee zwischen Balgach und Diepoldsau. Hier wird saisonales Gemüse verkauft, das zu einem grossen Teil aus dem hofeigenen Anbau in der fruchtbaren Flussebene des Alpenrheins stammt. Auf rund 25 Hektar wachsen hier Kartoffeln, Chabis, Lauch, Zwiebeln, Blumenkohl, Kohlrabi, Fenchel, Kürbis, Rettich, Radiesli, Spargeln, Rhabarber und ein Dutzend Sorten Salate. Um das saisonale Angebot noch vielfältiger zu machen, werden Gemüse, Kräuter, Beeren und Obst von befreundeten Bauern aus der Region angeboten. Zusätzlich findet man im Hoflädeli auch allerlei Eingemachtes, Käse, Fleischwaren, Öl, Schnäpsli und vieles mehr, was im Rheintal produziert wird. Ein neuer Service ist Rohner‘s Gmüasbox. Im Umkreis von 20 Kilometern kann man sich wöchentlich eine Box mit Gemüsen und Früchten aus der Region vor die Haustür bringen lassen. Rohner‘s Hoflädeli, Familie Rohner, 9436 Balgach, 071 722 39 57, rohners-hoflaedeli.ch

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Lütolf Spezialitäten AG – Ribelmais in fünf Variationen Der innovative, seit 1963 im Rheintal ansässige Familienbetrieb Lütolf Spezialitäten AG wird heute von Ernst und Christian Lütolf geführt und beschäftigt 17 Personen. Die Grundlage des Unternehmens ist die einheimische Kulturpflanze Ribelmais (seit 20 Jahren AOP-anerkannt). Verkauft wird diese als originaler Rheintaler Ribelmais, als etwas gröber gemahlene Bramata, als Dunst und Mehl sowie als Ribelmais Chips. Die Chips sind der jüngste Streich des Unterneh-

Firmenname, PLZ Ort, Telefon, Webseite

Miliament? Fericiis. Goldgekröntes St. Galler Ravocta Bürli Die Genussbäckerei Omniendis ant ulpa Lichtensteiger quid enimusamistetüber velisdie alibuscia voluptate Region hinaus praepuda bekannt dolenihit für ihre volupta exquisiten tionseque Back-parum quia veritiur,Zu erzeugnisse. ulpa besonderem nobisci enescient Ruhm brachte diteste mperum es quame das «original nonseque St. Galler re num Handbürli qui is ut Culinarium», exerspis et eatest esciendus das an derdebit Swissuntione Bakery Trophy cone laci2019/20 volorro mit que der molupta speruntiis voluptaquo Goldmedaille ausgezeichnet eiusantwurde. ibustem Inhaber reperiaUrs cus, odigniatis aceperi antisquam Lichtensteiger hat lange daran es estrum getüftelt, vel magnihilit bis die- pratem volorpo ses «Goldbürli» rporro voloratet seinen Vorstellungen laut ererfer roreheni entsprach. soluptaqui re eumquunt Die Zutaten sind fugiahochwertig, il ium venderepere aber simpel: pro es cuscia cuptatiis Mehl, dassimi, eigens consequos für diesemagnia Bürli hergestellt pero etur?wird, Xere eiundi Wasser, Hefealiqui und Meersalz. ditatio. Estiorepedit Doch der wichtigste aNam et dolor mod moditat Faktor bei derfacid Produktion quae nonet ist die molum Zeit. Bis dolupta ein tiandanim sunduci Handbürli in der enisciam, Genussbäckerei niet hiliquis den si Ofen aliquod itibea aut et volupta verlässt, vergehen nos 28 cusdam Stunden. ratem In expliquia dieser Zeit quam re, et, omnit fugitiossi durchläuft der Teig berferfernam verschiedene autProzesse, milibus isdurch exernate is molorem die er einesant. samtige Struktur bekommt, sowie Luptatur Aroma und si to Frische blanimi bildet. litium Dievolliquos Bürli werden consevon dollab iditas ut Hand ausaspiet dem eumenimint. Teig ausgebrochen und bei 250 To consedi Grad über 45 rempos Minuten ulparum ausgebacken. nobis experiorepta Aussen volorum quibus, quiinnen knusprig, con et luftig faccus undestiume saftig locken pa vit lia sie de dann nullore zum Reinbeissen. Mmmhhh! Firmenname, PLZ Ort, Die Telefon, Genussbäckerei Webseite Lichtensteiger AG Bäckerei, 9014 St. Gallen, 071 245 45 15, genussbaeckerei.ch

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mens; das Ergebnis einer langen Tüftelei und letztlich ein kulinarischer Volltreffer! Bereits im ersten Produktionsjahr verkaufte die Lütolf Spezialitäten AG 100 000 Packungen respektive 15 Tonnen Ribelmais Chips. Ein Jahr davor – 2019 – überzeugten die knusprigen Dreiecke auch die Jury vom Schweizer Wettbewerb für Regionalprodukte – es gab die Silbermedaille! Und nun darf sich das Unternehmen auch noch mit königlichem Ruhm schmücken, denn es gewann am 23. Februar den Titel CULINARIUM-König 2021 für Produzenten. Lütolf Spezialitäten AG, 9430 St. Margrethen, 071 744 58 58, luetolf-spezialitaeten.ch


Regionale Köstlichkeiten aus dem Stadt-Hofladen Beim St. Galler Stadt-Hofladen RegioHerz ist der Name Programm. Es ist ein Laden mit Herz, bei dem regionale Klein- und Kleinstproduzenten ihre Produkte einer urbanen und qualitätsbewussten Kundschaft im Direktvertrieb präsentieren können. Die Inhaberin Grace Schatz erklärt, wie das genau funktioniert: «Unsere Produzenten führen bei uns ihren eigenen kleinen Shop in der Grösse eines Regalfachs. Sie liefern ihre Produkte und wir kümmern uns um den Verkauf und das Marketing.» Auf diese Weise können sich die Produzenten auf ihre Kernkompetenzen – die Herstellung ihrer regionalen Leckereien – konzentrieren und die Vermarktung den Profis überlassen. «Wir bringen zusammen, was zusammengehört: Kunden, die auf regionale, saisonale und nachhaltig hergestellte Produkte achten, und regionale Produzenten, die mit Herzblut und naturverbunden produzieren. Eine Win-win-Situation für alle.» RegioHerz GmbH, 9000 St. Gallen, 071 548 77 50, regioherz.ch

Rohners Hofladen – s’Gueti isch so nöch! Wenn man Leute fragt, wieso sie zwischen Haag und Salez haltmachen, um im Hofladen der Familie Rohner einzukaufen, bekommt man vor allem drei Argumente zu hören: die sympathische Beratung, Frische und Qualität der Produkte sowie die innovativen Dienstleistungen. Neben all den Gemüsen und Salaten vom Hof gibt es täglich frisches Brot, Backwaren und am Wochenende feine Butterzöpfe. Bekannt sind die Rohners für ihre aromatischen Erdbeeren. Dank dem Treibhaus und geschickter Sortenwahl gibt es hier die vitaminreichen, roten Delikatessen von April bis Dezember aus eigenem Anbau! Die erntefrisch individuell gefüllten Gemüsetaschen, bei denen man die Grösse, Lieferintervall und

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persönliche Vorlieben selbst bestimmen kann, sind sehr gefragt. Wer sie nicht im Laden abholen möchte, kann sie sich auch per Post oder Lieferservice nach Hause bringen lassen. Ein weiterer Service sind regionale Snack-/Znünikörbli für Unternehmen (je nach Vorlieben mit Früchten, Gemüse, Käse, Fleisch, Brot etc.) und regionale Geschenkkörbe von klein und fein bis spektakulär, für diverse Anlässe. Immer mehr Kunden benutzen den OnlineWebshop, da dort die Möglichkeit besteht, aus einem riesigen Biosortiment auszusuchen und zu bestellen. Rohners Hofladen, 9469 Haag, 081 771 53 31, rohners-hofladen.ch

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Autorin: Silja Lippuner

Orchideen mit Herz – Ein überraschendes Regionalprodukt Hanspeter Meyer produziert im Zürcher Glatttal Orchideen – nachhaltig und regional! Wie schon sein Grossvater und sein Vater hat er einen grünen Daumen und setzt seine unkonventionellen Ideen mit viel Herzblut um. Die Ernte allerdings hat sich seit den Dreissigerjahren deutlich gewandelt: Innerhalb dreier Generationen sind die Meyers von Gemüsebauern zu Orchideengärtnern geworden. «Wo mein Grossvater früher Lebensmittel anbaute, produzieren wir heute ein exotisches Luxusprodukt», sagt Hanspeter Meyer mit einem Lächeln. «Wir brauchen die Orchidee nicht zum Leben, aber sie macht unser Leben definitiv schöner.» Sein Vater Peter Meyer (81) hat in den Sechzigerjahren die ersten Zierpflanzen aufgezogen und verkauft. Er arbeitet heute noch im Betrieb und kümmert sich um die Jungpflanzen.

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Wunder der Natur Der Inhaber und Geschäftsführer der Meyer Orchideen AG liebt die «Königin der Blumen» wegen ihrer Schönheit, und er ist fasziniert von ihrer ungeheuren Vielfalt. «Diese Pflanzenfamilie ist unglaublich anpassungsfähig. Sie kommt mit Ausnahme der Antarktis auf allen Erdteilen vor. Bis heute kennt man rund 30 000 Arten, und jedes Jahr kommen neue Entdeckungen dazu.» Dass die exotischen Jungpflanzen im Glatttal so gut gedeihen, dafür ist neben der liebevollen Zuwendung der 30 Mitarbeitenden auch erneuerbare Energie aus der Region verantwortlich. Holzschnitzelheizung und Grundwasserwärmepumpe, Regenwassertank, Solarstrom und Strom aus Wasserkraft sorgen auf nachhaltige Weise für genügend Wärme, Licht und Feuchtigkeit.

Gelebte Herzlichkeit Der Zusatz «mit Herz», den Hanspeter Meyer ins Firmenemblem aufgenommen hat, ist ihm wichtig – und weit mehr als ein Lippenbekenntnis. Die Meyer Orchideen AG kümmert sich nicht nur fürsorglich um ihre Pflanzen und ihre Mitarbeitenden, sie engagiert sich auch für Menschen mit einem Handicap und achtet auf einen ökologischen Umgang mit Ressourcen. «Wir können es uns nicht leisten, die Natur immer weiter auszubeuten», sagt Hanspeter Meyer. Seit 2011 ist sein Betrieb CO2-neutral – aus ökologischen und ökonomischen Gründen, wie Meyer betont. Einerseits ist es ihm wichtig, Ressourcen zu schonen, andererseits gewährt ihm seine Holzschnitzelfeuerung Unabhängigkeit von Öl und damit eine grössere Kostenstabilität. Zuwendung zählt (auch) Was braucht eigentlich die Orchidee, diese kapriziöse Schönheit, damit sie einen mit ihren fantastischen Blütenkaskaden belohnt? Wichtig ist Wärme. «Die Orchidee stammt ursprünglich aus tropischen Gebieten. Ein handwarmes Wasserbad oder eine sanfte Dusche in der Badewanne tun ihr gut», rät Hanspeter Meyer. «Jedoch gibt es etwas, das ebenso wichtig ist wie Wärme, Wasser, Substrat und Dünger. In meinen Orchideen-Workshops hatte ich schon Teilnehmende, die aus Gärtnersicht alles

falsch machen – und trotzdem blühen ihre Orchideen unverdrossen. Sie haben vielleicht keinen grünen Daumen, aber ein grünes Herz.» Weiterwachsen Hanspeter Meyer ist ein fesselnder Erzähler. Man spürt: Er ist mit Leib und Seele dabei – und er lässt nicht nur Blumen blühen. Er möchte auch selber weiterwachsen und lernen. Sein Betrieb bietet besten Nährboden dafür. So beteiligt sich die Meyer Orchideen AG etwa an einem langfristig angelegten Forschungsprojekt im Bereich der erneuerbaren Energie. Eines der Gewächshäuser ist dabei «Versuchskaninchen». Wertvolle Weiterentwicklung für das Unternehmen passiert auch in der Neon-Gruppe. Diese kleine internationale Gruppe von Orchideengärtnern trifft sich abwechselnd in den Betrieben ihrer Mitglieder, tauscht sich aus und hilft sich mit Rat und konstruktiver Kritik. Hanspeter Meyer ist begeistert: «So lerne ich ständig dazu. Das motiviert mich enorm!» Sie lässt auch junge Herzen höher schlagen Seit sein Vater Peter in den Siebzigerjahren die ersten Orchideen eintopfte, hat sich das wirtschaftliche Umfeld stark verändert. Hanspeter Meyer erklärt: «Früher war die statistische Stammkundin eine Frau zwischen 50 und 60 Jahren. Dank Urban Gardening und anderen Lifestyle-Trends haben wir viel mehr junge Kundinnen und Kunden, manche sind kaum 20. Gleich geblieben ist der hohe Qualitätsanspruch. Eine Orchidee ist eben eine besondere Blume.» 30 Prozent der Blumenköniginnen aus den Meyerschen Gewächshäusern ziehen über den schönen Verkaufsladen direkt um in private Wohnzimmer oder Geschäftsräume, 70 Prozent gehen in den Grosshandel. In Wangen bietet die Meyer Orchideen AG auch Orchideen-Workshops, Apéros und Führungen an. Neu im Angebot ist der Onlineshop – ein Kind der Coronazeit. «Ich dachte, Orchideen verschicken sei nicht praktikabel», sagt Hanspeter Meyer. Doch mit Unterstützung seiner Kollegen bei der Neon-Gruppe hat er den Schritt gewagt und ist zufrieden. «Unser Shop ist jetzt im Aufbau und wächst Tag für Tag.» Meyer Orchideen AG in Wangen (ZH) Hanspeter Meyer (54) ist Inhaber und Geschäftsleiter der Meyer Orchideen AG in Wangen bei Dübendorf. Der gelernte Gärtnermeister ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Zusammen mit seiner Frau Sabine und 30 Mitarbeitenden produziert Meyer jährlich auf einer Treibhausfläche von 14 000 Quadratmetern rund 500 000 Schweizer Orchideen – eine halbe Million Exoten aus der Region! swissorchid.ch

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Wein

Beweglichkeit ist eine alte Winzertugend Die Coronakrise stellt vieles infrage, das bis jetzt erfolgreich war. Sie ist für jedes der rund 300 Mitglieder des Branchenverbands St. Galler Wein eine persönliche und wirtschaftliche Herausforderung. Doch trotz aller Widrigkeiten sind den St. Galler Winzern 2020 wertvolle Fortschritte gelungen. Als Ende März 2020 die erste Coronawelle über der Schweiz zusammenschlug, war die Verunsicherung riesig. Veranstaltungen fielen reihenweise aus, Degustationen wurden zum Gesundheitsrisiko, die Gastronomie als wichtige Kundschaft brach weg. Im Lauf des Jahres nahm das Interesse für regionalen Wein erfreulich zu. Neue Kunden interessierten sich für das Genusshandwerk vor der Haustüre, so viele Menschen wie seit Jahrzehnten nicht mehr verbrachten ihre Ferien daheim, und ganz grundsätzlich wurde und wird während der Pandemie mehr Wein getrunken. Für die St. Galler Winzer war 2020 eine emotionale Achterbahnfahrt, und sie ist noch nicht zu Ende. Dass der Rückblick überraschend erfreulich ausfällt und auch

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jetzt Zuversicht überwiegt, ist neben dem sprichwörtlichen unternehmerischen Geschick der Winzer auch dem klugen Krisenmanagement der Branchenverbände zu verdanken. Sie verschafften sich rasch einen Überblick und unterstützten ihre Mitglieder mit verlässlichen Informationen und Empfehlungen. Sie reagierten auf die Krise mit neuen Ideen und viel Engagement. So wurde die wichtigste Kampagne des Branchenverbands Deutschschweizer Wein, der Tag der offenen Weinkeller, mit enormem organisatorischem Aufwand auf den 1. und 2. August verschoben und rund 150 Winzer aus elf Kantonen vom Aargau bis Zürich nahmen teil. Auch wenn die Besucherzahlen nicht mit jenen in den Vorjahren verglichen werden können, so war es ein wichtiges Lebenszeichen und eine starke Botschaft, die gut ankam.


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Gestärkte Partnerschaft Eine weitere symbolische und sympathische Aktion war Swiss Wine Summer von Swiss Wine Promotion (SWP), der nationalen Organisation zur Förderung von Schweizer Wein. Sie reagierte geistesgegenwärtig auf das spürbar wachsende Interesse für regionale Produkte und die problematische Situation der Gastronomie. Die Idee war einfach: Beizen, Bars und Hotels, die mindestens drei Schweizer Weine im Offenausschank anboten, wurden mit einem grosszügigen Rabatt beim Einkauf unterstützt. Der Branchenverband St. Galler Wein ging noch weiter und sponserte zusätzlich Einkaufsgutscheine im Wert von 10 000 Franken, die exklusiv bei seinen rund 35 Mitgliederbetrieben eingelöst werden konnten. Diese Gelegenheit wurde rege genutzt und gleich zwei Ziele wurden erreicht: Mehr Swissness auf den Weinkarten und in den Gläsern plus eine gestärkte Partnerschaft mit jenen Gastgebern, von denen manche schon seit Jahrzehnten auf regionale Weine setzen und so die Entwicklung vom Zweierli zum Spitzenwein mitgetragen haben. Ausgezeichnete Winzer und Weine 2020 haben St. Galler Winzer an wichtigen Weinwettbewerben zahlreiche Goldmedaillen gewonnen. Sie finden alle diese Siegerweine aufgelistet auf Seite 73. Die erfolgreiche Teilnahme vieler St. Galler Winzer an nationalen und internationalen Weinwettbewerben freut den kantonalen Rebbaukommissär Markus Hardegger: «Engagierte Weinmacher nutzen die Wettbewerbe als Chance zur Standortbestimmung. Selbstverständlich braucht es für eine Medaille immer auch ein Quäntchen Glück, und der Aufwand ist enorm. Für jene Betriebe, die sich auf dieser Bühne erfolgreich behaupten, sind die Auszeichnungen wertvolle Werbung, die gleichzeitig auf die ganze Region ausstrahlt.» Ein weiterer Lichtblick ist die Aufnahme von Roman Rutishauser aus Thal in die Liste der 150 Schweizer TopWinzer von GaultMillau. Er ist nach Marco Casanova aus Walenstadt der zweite St. Galler Winzer, dem diese Ehre zuteil wird. Leitbild und Leuchtturm 2020 brachte wertvolle Fortschritte für die Marke St. Galler Wein. Der Branchenverband St. Galler Wein hat sich 2020 einen lang gehegten Wunsch erfüllt und im Sommer sein Leitbild vorgestellt, das die gemeinsamen Werte und Ziele in klare Worte fasst. In der Schweizer Weinwelt setzte er damit ein Ausrufezeichen. Dort ist als Ziel festgehalten: «Wir schaffen gemeinsam ein einzigartiges Weinangebot, das in Bezug auf Vielfalt, Innovation und Nachhaltigkeit auch internationalen Vergleichen standhält».

Das 2018 eröffnete Haus des Weins im Rheintaler Winzerdorf Berneck entwickelt sich zum erhofften regionalen Leuchtturm und wird als attraktives touristisches Angebot wahrgenommen. Der markante Bau des Bernecker Architekturbüros Carlos Martinez bietet ein gemeinsames Dach für die St. Galler Weinbaubetriebe. Hier lässt sich der Weinkanton mit seinen verstreuten Anbauregionen systematisch entdecken. Aktuell stellen 19 Betriebe aus den Regionen Rheintal, Sarganserland, Walensee und Zürichsee rund 80 Weine in der spektakulären Weinwelt aus. Sie alle können mit fachkundiger Begleitung degustiert, verglichen und gekauft werden. Der Trägerverein CULINARIUM unterstützt die Ortsgemeinde Berneck und den Branchenverband St. Galler Wein beim Betrieb und stellt mit Elisabeth Federer die Geschäftsführerin. 2020 hat sie mit den Gastgeberinnen Pia Ulmann, Marlen Oggier und Gabi Kuster ein attraktives Veranstaltungsangebot auf die Beine gestellt (Seite 78). Das Haus lebt und wird mehr und mehr als Ausflugsziel entdeckt. Neue Wege wagen Die Themen Online-Werbung und Online-Verkauf haben in dieser aussergewöhnlichen Zeit auch für den bodenständigsten Winzer eine ungeahnte Bedeutung bekommen. Viele St. Galler Winzer haben schon im Lauf des Jahres in ihren digitalen Auftritt investiert. Einige Pioniere experimentierten mit virtuellen Degustationen oder Online-Weinseminaren. Die Krise erweist sich als Labor für neue Wege in der Kommunikation und im Verkauf. Dazu gehören auch Social-Media-Plattformen wie Facebook und Instagram, wo sich ein junges Publikum sehr interessiert am Thema Wein zeigt. Eine spontane Antwort auf die Krise und eine Aktion mit nachhaltiger Wirkung waren die Winzerfilme, die der Branchenverband St. Galler Wein und CULINARIUM mitten im Coronaherbst realisierten. In rekordverdächtiger Zeit entstanden professionelle Videoporträts von 14 Betrieben. Dank finanziellem Zustupf aus der Verbandskasse wurde so zeitgemässe Online-Werbung zu einem sehr freundschaftlichen Preis ermöglicht. Als Krönung entstand aus dem Material auch ein Image-Film, der den St. Galler Wein in den schönsten Herbstfarben zeigt. Er ist zu sehen auf stgaller-wein.ch oder auf den Webseiten der St. Galler Winzer. Auch 2021 wird der St. Galler Wein hoffentlich in aller Munde sein (Doppeldeutigkeit durchaus beabsichtigt). Geplant ist zum Beispiel ein Rebblütenfest am 5. und 6. Juni in Berneck und mit der Eröffnung des wunderschön renovierten Rathauskellers, als Teil des neuen Kultur- und Kongresszentrums Verrucano in Mels, bekommt auch das Sarganserland einen neuen Hotspot für Weinfans.

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Wein

Interview mit Stefan Hörner Welches sind die grössten Herausforderungen, mit denen ihr Winzer durch die Pandemie konfrontiert seid? Natürlich schmerzen die fehlenden Einnahmen! Vor allem für Betriebe, die viel Wein in die Gastronomie liefern, ist das eine schwierige Zeit. Nicht zu vergessen all die Anlässe von Firmen und Vereinen, die nicht stattfinden konnten. Das sind viele schöne Bestellungen, die uns allen fehlen. Für viele Weingüter hängt der nachhaltige Erfolg davon ab, ob sie es Jahr für Jahr schaffen, neue Kunden

Zentral war aber die Bewirtschaftung unserer Homepage. Mehr Information, bessere Texte, schönere Bilder, ein Video und dazu ein Newsletter mit interessanten Angeboten. Vor allem die Startseite muss überzeugen und inspirieren! Zum Glück hatten wir schon einen funktionierenden Web-Shop. So haben wir erfreulich viel Wein verkauft und überraschend viele Neukunden gewonnen. Unsere Einsicht: Bevor wir einen neuen Traktor kaufen, werden wir zuerst in unseren Online-Auftritt investieren.

Stefan Hörner ist Präsident des Branchenverbands St. Galler Wein. Er bewirtschaftet mit seiner Frau Anita das traditionsreiche Weingut der Bergwerk Gonzen AG in Sargans.

von ihren Produkten überzeugen zu können. Wir machen Führungen mit Degustationen, gehen an Messen, oder veranstalten Weinseminare. Alle diese wichtigen Begegnungsmöglichkeiten wurden plötzlich schwierig bis unmöglich. Jetzt ist der Moment, um sich zu überlegen, wie man in Zukunft die Risiken besser verteilen kann, indem man beispielsweise seine Kundschaft diversifiziert. Oder über welche Kanäle man seinen Wein verkauft. Was beschäftigt dich? Der wichtigste Absatzkanal für unser Weingut waren schon vor Corona die Privatkunden. Das hat sich verstärkt. Für uns stellte sich die Frage, wie wir unsere Kunden informieren, und was wir ihnen anbieten. Die kostenlose Lieferung kam gut an, und auch Degustationssets verkauften sich gut.

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Wie hat der Branchenverband St. Galler Wein seine Mitglieder im Corona-Jahr 2020 unterstützt? Wir haben rasch über die Massnahmen des Bundes informiert. Was darf man, was nicht? Die Infobriefe von der Fachstelle Weinbau in Absprache mit uns werden sehr geschätzt. Am 24. Juni gab es eine Veranstaltung für die Winzer. Da haben wir die Aktionen Swiss Wine Summer und Offene Weinkeller erklärt. Damals ist auch die Idee entstanden, dass wir unseren Mitgliedern die Möglichkeit für ein professionelles Videoporträt bieten und sie dabei finanziell unterstützen. Die Aktion Swiss Wine Summer zielte auf die vitale Zusammenarbeit zwischen Gastronomie und Weinbau. Wie lässt sich diese Partnerschaft weiter verbessern?

Im persönlichen Gespräch! Auf Verbandsebene, aber vor allem individuell. Gastronomen und Winzer sind Individualisten. Da muss die persönliche Chemie stimmen und der Service massgeschneidert werden. Mit der Qualität, die wir anbieten, müssen wir uns definitiv nicht verstecken. Auch die Preise stimmen. St. Galler Weine sind den Preis wert! Wir müssen das alle zusammen noch besser verkaufen. Der Branchenverband und jeder einzelne Betrieb. Wie lässt sich die Marke St. Galler Wein weiterentwickeln? Jeder von uns hat Verantwortung für die Gesamtwirkung. Mit seinen Weinen und mit seinem Auftritt. Natürlich kann der Branchenverband die Rahmenbedingungen verbessern. Wenn wir es schaffen, das Bewusstsein und die Wertschätzung für St. Galler Weine weiter zu steigern, dann nimmt auch das Kundeninteresse zu. Wenn die Gäste nach St. Galler Wein fragen, dann wird mein nächstes Verkaufsgespräch mit dem Wirt einfacher … Ich wünsche mir Botschafter für den St. Galler Wein. Menschen, die Freude haben am St. Galler Wein und diese Freude zeigen. Chefköche, Unternehmer, Künstler, Politiker, mein Nachbar! Wo könnt ihr euch noch etwas abschauen ? In der ganzen Schweiz gibt es innovative Regionen und Betriebe, die vieles richtig machen und sich als starke Marke etablieren konnten. Ich bin überzeugt, wenn wir mit der Marke St. Galler Wein dorthin wollen, dann müssen wir unsere preisliche Komfortzone verlassen und den Preisfächer nach oben öffnen. Unsere besten Weine werden zurzeit unter ihrem wahren Wert verkauft. Wir müssen den Mut haben, auch teurere Weine anzubieten. Wenn die überzeugend sind und Kunden finden, dann kommt das der gesamten Marke zugute. Ich habe mir vorgenommen, mehr Mut zu zeigen!


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Prämierte WEINE 2020 aus dem Kanton St.Gallen Internationaler PIWI-Weinpreis 2020 Gold – 90 PAR-Punkte Weingut am Steinig Tisch, Thal Violine 2019 – Johanniter

Mondial des Pinots 2020

Silber – 88 PAR-Punkte Schmid Wetli AG, Berneck St. Johannis 2019 – Johanniter

Gold Weinkellerei Haubensak, Altstätten Pinot Noir Réserve

Wein-Bewertungen Falstaff Riesling-Sylvaner Trophy Weinkellerei Haubensak, Altstätten 89 Punkte Rebgut Hochhapf Müller-Thurgau tobias wein.gut., Berneck 89 Punkte tobias RIVANER Weingut am Steinig Tisch, Thal 89 Punkte Riesling-Sylvaner Falstaff Pinot Noir Trophy Weingut am Steinig Tisch, Thal 92 Punkte Alte Rebe Pinot Noir 90 Punkte Sinfonie Pinot Noir 88 Punkte Pinot Noir Falstaff Piwi Trophy Weingut am Steinig Tisch, Thal 92 Punkte Burg Rheineck 91 Punkte Violine Falstaff Rosé Trophy Weingut am Steinig Tisch, Thal 88 Punkte Pinot Noir Rosé

Silber Weinkellerei Haubensak, Altstätten 13.12.2018 Trockenbeerenauslese Eisenbergwerk Gonzen AG, Sargans Gonzen Pinot Gris Gonzen Pinot Noir Sax Weinbau Burghof, Pfäfers Portaser Federweiss Bester Bio Pinot Noir Weingut Calvinza, Walenstadt

Grand Prix du Vin Suisse 2020 Gold tobias wein.gut., Berneck tobias Rouge G4 Silber Weingut am Steinig Tisch, Thal Riesling-Sylvaner 2018 Sauvignon Blanc 2018 Weissherbst Weinkellerei Haubensak, Altstätten 13.12.2018 Trockenbeerenauslese

Wine Advocat - Robert Parker Weingut Höcklistein, Rapperswil Merlot Paradies, 2015, Rotwein

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PR Wein

Weingut am Steinig Tisch Handgemacht und ausgezeichnet Die stärkste Kraft liegt im Bewusstsein. Nach diesem Credo produziert die Winzerfamilie um Roman Rutishauser stimmige Weine. Am Buchberg in Thal, im St. Galler Rheintal, wo die Hügel steil, die Böden karg und tonig und das Mikroklima ausserordentlich mild ist. Roman Rutishauser führt das Unternehmen in dritter Generation. Er trägt Sorge zum Erbe und zur Natur, ist mit Fachkenntnis und Passion am Werk und pflegt ehrliche Werte. Das Resultat sind Weine, die das Prädikat unverwechselbar verdienen. Wenig verwunderlich, werden sie längst weit über die regionale Grenze hinaus geschätzt und getrunken. Seine bisher schönsten Auszeichnungen: Der hochtalentierte Jungwinzer wurde von GaultMillau zum «Rookie of the year 2019» gekürt und 2021 ebenfalls durch GaultMillau auf die Liste der «150 besten Schweizer Winzer» gewählt. Die Auszeichnungen sind für ihn Anerkennung und Ansporn! Roman Rutishauser, Weingut am Steinig Tisch, 9425 Thal, 071 888 17 33, rutishauser-weingut.ch

Beste Lagen – Handarbeit – moderne Vinifikation Den Rohstoff für die Weinspezialitäten liefern die beiden Stadtzürcher Lagen Riedhof und Klingen in Höngg sowie zehn Hektar eigene Weinberge am Zürichsee und im Zürcher Unterland. Auch hervorragendes Traubenmaterial aus dem Aargau sowie von befreundeten Zürcher Weinbauern gelangt jeden Herbst nach Zürich-Höngg, um hier vom Winzer und Önologen Urs Zweifel und seinem erfahrenen Team mit Leidenschaft, Know-how und modernster Technologie vinifiziert zu werden. Ein nachhaltig gepflegter Weinberg ist ein vielfältiges Ökosystem. Schaut man genauer hin, kreucht und fleucht es überall! Gewisse Lebewesen kommen nur kurz vorbei, andere verbringen ihr ganzes Dasein inmitten der Reben. Zwölf verschiedene Weine der Linie «Fauna» widmen sich den Tieren. Modern, frisch und unkompliziert kommen die Flaschen daher. Mit Sicherheit sind sie der Mittelpunkt bei jedem Gedeck und hervorragend geeignet als Geschenk! Zweifel 1898, 8049 Zürich, 043 455 77 77, zweifel1898.ch

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Weine aus der Kartause Ittingen

Weingut Steinersteg in Heiligkreuz

Der Weinbau in der Kartause Ittingen hat eine lange Tradition. Schon die Kartäusermönche kelterten hier Wein im grossen Stil. Heute werden auf zehn Hektaren Land neun verschiedene Rebsorten gepflegt. Diese Sortenvielfalt ermöglicht es, für den Aperitif zwischen einem Müller-Thurgau, Sauvignon Blanc oder Federweiss, zum Fisch zwischen einem Seyval Blanc und einem Pinot Gris oder auch einem fruchtigen Blauburgunder Kartause Ittingen zu wählen. Zum Festessen stehen wahlweise eine Komposition von verschiedenen roten Traubensorten, ein reinsortiger Blauburgunder aus bester Lage aus dem Eichenfass oder gar aus dem Ittinger Barrique bereit.

Das vier Hektar umfassende Weingut wird von der Familie Müller gemeinschaftlich bewirtschaftet. Es besteht aus einem Mosaik von mehreren kleinen Südlagen mit exzellenten kalkhaltigen Böden. Die seit Generationen bewährte Steinersteg-Formel lautet: naturnaher Anbau, behutsame Ernte und Achtung vor der Pflanze im Kreislauf der Natur. Der Melser Pinot Noir Barrique ist eine ausgewogene und feine Selektion handverlesener Trauben, der durch seine dunkelrote Farbe besticht. Der fruchtige Duft nach dunklen Früchten, die prägnante Barriquenote und sein langer Abgang haben ihn zum Lieblingswein vieler Kenner werden lassen.

Stiftung Kartause Ittingen, 8532 Warth, 052 748 44 11, kartause.ch

Weingut Steinersteg, 8888 Heiligkreuz (Mels), 081 723 71 40, muellerwein.ch

Weingut am Huberberg

Tom zaubert feine Weinraritäten

Das Weingut am Huberberg wurde nach seinem Dornröschenschlaf in den Achtzigerjahren des letzten Jahrhunderts wieder erweckt. Am mit Querterrassen strukturierten Südosthang wird ein umweltnaher IP-Weinbau betrieben. Am Huberberg vereinen sich traditionelle Handarbeit und modernste Kelterungsmethoden. Die einzigartige Bodenbeschaffenheit verleiht den Weinen eine besondere Note. Für Gesellschaften bietet das dazugehörende «alt Füürwehrdepot Hueb» Platz für etwa 30 Personen.

Den Gästen einen ganz speziellen Tropfen aus der Region einschenken – das wünscht sich jeder Gastgeber. Fündig wird man im Ochsentorkel in Thal. Der Önologe Tom Kobel pflegt seine, teils sehr alten Rebstöcke am Buechberg in Thal mit viel Leidenschaft und Wissen. Für ihn ist der Weinberg nicht nur Produktionsstandort, sondern auch ein artenreiches Biotop, mit welchem er respektvoll umgeht. Vierzehn verschiedene Weine stehen im Angebot vom Ochsentorkel. Die hauseigene Vinothek lädt ein zur Degustation. Dabei gewährt Tom Einblicke in den faszinierenden Entstehungsprozess des Weins.

Weingut am Huberberg, 9463 Oberriet 071 761 19 43, am-huberberg.ch

Ochsentorkel Weinbau AG, 9425 Thal SG, 071 888 57 52, ochsentorkel.ch

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Der Wein, der im Berg reift Die Aussicht vom traditionsreichen Weingut auf das St. Galler und Bündner Rheintal ist idyllisch, die Bedingungen für die Reben am Fuss des Gonzen sind ideal. Neben den Rebbergen in Sargans bewirtschaftet das Team um Stefan und Anita Hörner auch prächtige Lagen in Sax im St. Galler Rheintal. Dem Winzerpaar liegt der respektvolle Umgang mit der Natur am Herzen. Beim Ausbau ihrer Weine setzen sie auf einen modernen und frischen Stil, ohne traditionelle Tugenden aus den Augen zu verlieren. Die Grundlage für die hohe Qualität ihrer Tropfen sind Trauben mit optimaler Reife und sorgfältige Verarbeitung im Keller. Das Weingut Gonzen bietet ein breites Sortiment an betont frischen und eleganten Weiss-, Rosé- und Rotweinen. Ein Flaggschiffwein ist die Cuvée Barbara, eine Kreation aus roten, farbkräftigen Traubensorten mit südlichem Charme. Zur Betonung der Tannine und Nuancierung der Aromen reift dieser Wein in der Barbara-Kaverne tief im Inneren des Gonzen. In diesen Stollen wurde während Jahrhunderten Eisenerz abgebaut. Ein besonderes Erlebnis bietet die Führung «Stein und Wein». Dabei lässt sich das Naturmonument Gonzen «über Tag und unter Tag» auf genussvolle Weise erleben. Weingut der Eisenbergwerk Gonzen AG, Sargans, 081 723 16 15, weingut-gonzen.ch

Neuheiten vom tobias wein.gut. Das bereits in der 5. Generation geführte Weingut aus Berneck strahlt mit seinem modernen Sortiment an ausgesuchten Weinen weit über die Grenzen des St. Galler Rheintals hinaus. Hochwertige Rot-, Weiss- oder RoséWeine und viele neue Kreationen zeichnen die Arbeit des innovativen Weinmachers Christoph Schmid aus. Neu zu entdecken gibt es den limitiert erhältlichen «tobias Felswein». Ein einzigartiger Chardonnay, der im Natur-Granitfass vergoren und als exquisiter Weisswein ausgebaut wird. Eine weitere Neuheit bietet das Weingut mit dem «tobias Rosécco». Ein spritzig-sommerlicher Rosé-Sekt, welcher mit fruchtigem Duft zu überzeugen vermag. Wer es exklusiver mag, für den wäre der elegante «tobias Crémant brut» empfehlenswert. Der noble Schaumwein aus dem Rheintal wird im traditionellen Verfahren der Flaschengärung hauseigen hergestellt und passt perfekt zu besonderen Anlässen. Lust auf eine Neuentdeckung? In Berneck gibt es einen Verkaufsladen direkt auf dem Weingut, und natürlich lässt sich das komplette Angebot auch bequem studieren und rund um die Uhr bestellen im tobias-E-Shop: tobias-weingut.ch/shop tobias wein.gut., 9442 Berneck, 071 726 10 10, tobias-weingut.ch

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Miliament? Fericiis. Ravocta

Miliament? Fericiis. Ravocta

Omniendis ant ulpa quid enimusam et velis alibuscia voluptate praepuda dolenihit volupta tionseque parum quia veritiur, ulpa nobisci enescient diteste mperum quame nonseque re num qui is ut exerspis et eatest esciendus debit untione cone laci volorro que molupta speruntiis voluptaquo eiusant ibustem reperia cus, odigMelser Rathauskeller niatis aceperi antisquam es estrumin vel Mels magnihilit pratem volorpo rporro voloratet laut ererfer roreheni soluptaqui re eumquunt Die 1938 gegründete fugia il ium Weinbaugenossenschaft venderepere pro es cuscia Mels zählt cuptatiis heute 55 simi, Mitglieder, consequos die mit magnia viel Herzblut pero etur?9 Hektaren in Xere eiundi Mels, Heiligkreuz aliqui und ditatio. Sargans Estiorepedit bewirtschaften. a Bei Kellermeister Toni Bardellini laufen alle Fäden zusammen. Er empfiehlt hier, berät dort und sorgt unter anderem dafür, dass die Anzahl Triebe konsequent begrenzt wird, damit im Herbst die Traubenqualität seinen hohen Anforderungen entspricht. Rund acht Hektaren sind mit Pinot Noir bepflanzt, aus denen im Melser Rathauskeller preisgekrönte Weine gekeltert werden. Auch Müller-Thurgau (Riesling-Silvaner), Char­donnay, Sauvignon Blanc, Regent und Gamaret gedeihen gut im milden Föhnklima.

Omniendis ant ulpa quid enimusam et velis alibuscia voluptate praepuda dolenihit volupta tionseque parum quia veritiur, ulpa nobisci enescient diteste mperum quame nonseque re num qui is ut exerspis et eatest esciendus debit untione cone laci volorro que molupta Nüesch Weine – Genusshandwerk speruntiis voluptaquo eiusant ibustem reperia cus, odigniatis aceperi und Tradition antisquam seit es estrum 1834vel magnihilit pratem volorpo rporro voloratet laut ererfer roreheni soluptaqui re eumquunt Seit mehr als 175 fugiaJahren il iumwird venderepere in der Kellerei pro esNüesch cuscia in cuptatiisdas Balgach simi, Wissen consequos um diemagnia Pflege pero der Rebberge etur? und der Xere eiundierlesener Kelterung aliqui ditatio. TropfenEstiorepedit kultiviert und a an die nächste Generation weitergegeben. Barbara und Sven Hulsbergen halten dieses Erbe seit über 15 Jahren hoch. Mit eigenen Weinbergen im St. Galler und Bündner Rheintal sowie in der Toskana setzt Nüesch Weine mehr denn je auf die Produktion von überzeugender Spitzenqualität. Mit Leidenschaft, Begeisterung und zeitgemässem Know-how widmet sich die Weinkellerei Nüesch der Zubereitung der edlen Tropfen. Aus den Balgacher Trauben entstehen beliebte regionale Weine vom Federweissen bis zum legendären Cuvée Rhine Valley aus Pinot Noir und Cabernet Dorsa mit der kultverdächtigen Etikette.

Weinbaugenossenschaft Firmenname, PLZ Ort, Mels, Rathauskeller Telefon, 8887 Mels, Webseite 081 723 52 49, wbgmels.ch

Firmenname, PLZ Ort, Telefon, Weine, Nüesch Webseite Emil Nüesch AG, 9436 Balgach, 071 722 22 22, nuesch-weine.ch

Weinkellerei Haubensak – Weinkultur seit 1880 Die Weinkellerei Haubensak ist ein Rheintaler Traditionsbetrieb, der 1880 gegründet wurde. Über Generationen wurden das Wissen und die Leidenschaft rund um den Weinbau weitergegeben. Bei der Pflege der Reben wird naturnah und komplett von Hand gearbeitet. Im Fokus des nachhaltigen Schaffens ist die Langlebigkeit des Bodens. Produziert werden authentische, charaktervolle Weine; einige davon bald aus neuen Sorten. Der neue Betriebsleiter Dionys Wyss ist sichtlich stolz auf seinen traditionsreichen neuen Wirkungsort: «Die Weinkellerei Haubensak ist ein Treffpunkt für lokale Weinkultur. Sie haben die Möglichkeit, die erlesenen Weine direkt vor Ort in der Vinothek zu degustieren. Es werden auch Keller- und Rebbergführungen angeboten. Hier erfahren Sie viel Wissenswertes über das Handwerk eines Weinbaubetriebes. Zudem finden verschiedene Veranstaltungen und Festivitäten vor Ort statt, an welchem wir die Weinkultur aufleben lassen. Sie finden Informationen und News auf unserer Webseite oder auf Social Media.» Weinkellerei Haubensak, 9450 Altstätten, 071 755 14 09, haubensak-weine.ch weinkellereihaubensak weinkellerei_haubensak

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PR Wein

Das Haus des St. Galler Weins in Berneck Die Vielfalt der St. Galler Weine entdecken unter einem Dach! Für diese schöne Aufgabe ist das markante Haus des Weins im Herzen des Rheintaler Winzerdorfs Berneck geplant und gebaut worden. Im spektakulären Weinkeller, der an einen Tempel erinnert, stellen aktuell 20 Winzer ihre besten Tropfen aus. Sie stammen von zahllosen idealen Lagen zwischen Zürichsee und Bodensee. Die landschaftliche Vielfalt des Kantons St. Gallen ermöglicht eine überraschende Auswahl von Sorten, die in 30 Weinbaugemeinden angebaut werden: von den Klassikern Pinot noir und MüllerThurgau bis zu trendigen PIWI-Sorten wie Cabernet Jura oder Johanniter. Hervorragend ausgebildete Winzer nutzen die natürlichen Standortvorteile und produzieren Weine, die mittlerweile an internationalen Wettbewerben absolut konkurrenzfähig sind. Diesen regionalen Reichtum kann man im Rahmen von Führungen oder an den Offenen Samstagen (aktuell von 11 bis 20 Uhr) auch individuell entdecken. Jeden zweiten Samstag im Monat wird die Möglichkeit geboten, einen oder zwei «Winzer des Monats» zu erleben und ihre Weine zu probieren sowie im persönlichen Gespräch ihre Philosophie und ihre Projekte kennenzulernen.

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Chumm, probier und schtuun! Im Haus des Weins lassen sich eine grosse, immer wieder wechselnde Auswahl an Weinen degustieren, konsumieren und kaufen. Ein zeitgemässes Angebot sind die kulinarischen Weiterbildungsangebote, die interessierten Weinfreunden wertvolles Hintergrundwissen rund um ihre Leidenschaft vermitteln. Gemeinsam mit dem Branchenverband St. Galler Wein werden hoffentlich schon 2021Veranstaltungen realisiert, bei denen die kulturelle Bedeutung des Weins erlebbar wird. Ein schönes Beispiel ist das erste Rebblütenfest am 5. und 6. Juni. Der Branchenverband St. Galler Wein und CULINARIUM unterstützen die Ortsgemeinde Berneck bei der Vermarktung dieses neuen Leuchtturms der Ostschweizer Regionalbewegung. Alle wichtigen Details zu Anfahrt, Events, Preisen und Reservationen auf hausdesweins-sg.ch Haus des Weins, 9442 Berneck, 071 570 57 87, hausdesweins-sg.ch


PR St. Gallen-Bodensee Tourismus

«Wir verstehen Genuss und Kulinarik als verbindendes Element»

Welchen Stellenwert hat die Kulinarik in eurer Strategie? Die Stadt St. Gallen hat ein aussergewöhnlich dichtes und vielfältiges kulinarisches Angebot. Vom Bratwurst-Stand an der OLMA bis zum Gourmettempel. Auch im Umland ist die regionale Gastronomie für Gäste attraktiv, ob am Bodensee, im Alpstein oder im Toggenburg. Für uns ist Kulinarik allerdings kein Schlüsselthema. Unsere A-Themen für die Vermarktung sind St. Gallen als Kulturmetropole mit dem Kloster als UNESCO-Welterbe, die Textilgeschichte, die Grand Tour of Switzerland, Kongresse und der Geschäftstourismus. Wir verstehen Kulinarik als zentrales, verbindendes Element: Ein hochwertiges, unverwechselbares kulinarisches Angebot ist ein Erfolgsfaktor für jedes der A-Themen. In unserem Verständnis von Marketing geht es nicht mehr primär darum, spezifische Emotionen oder Bedürfnisse zu wecken. Wir betrachten das ergebnisoffener. Unsere Aufgabe ist es, vielfältige Chancen für Resonanz zu schaffen. Wir möchten unseren Gästen ganz grundsätzlich erfreuliche, authentische Erfahrungen ermöglichen. Dazu laden wir sie ein. Wir sind dann erfolgreich, wenn es zwischen den Gästen, den Gastgebern und der Bevölkerung funkt. Wenn sich die Menschen gern an ihre Zeit bei uns erinnern! Diese Idee lebt natürlich von einem vielfältigen, sich gegenseitig ergänzenden Angebot.

Ein Gespräch mit Thomas Kirchhofer, dem Geschäftsführer von St. Gallen-Bodensee Tourismus, über Kulinarik und den Sinn fürs grosse Ganze, das eine attraktive Destination ausmacht. Was erkennst du als Stärken für das kulinarische StandortMarketing in eurem Wirkungsraum? St. Gallen ist seit ihrer Gründung vor 1 400 Jahren eine FoodStadt, das gehört zu ihrer DNA. Es gibt wunderbare Einkaufsmöglichkeiten, Spezialitätenläden und Märkte. Wir haben viele exzellente Restaurants von altehrwürdig bis avantgardistisch plus eine junge wilde Gastroszene. Eine weitere Stärke ist die reiche kulinarische Tradition der Stadt. Wir profilieren uns mit den vier B: Bratwurst, Bürli, Bier und Biberli. Es ist viel Potenzial da für spannende Geschichten, die das Erlebnis für die Gäste vertiefen. Zum Beispiel die uralte Bierbrautradition des Klosters. Ein wichtiger Aspekt ist Nachhaltigkeit. Dieses neue Bewusstsein führt automatisch zu mehr Nachfrage von regionalen Produkten. Das macht zum Beispiel Konzepte wie «farm to table» auch bei uns möglich, also die ganz direkte Partnerschaft zwischen Produzenten und dem Küchenchef, der das lokale Angebot zelebriert und ein einzigartiges Angebot daraus kreiert. Wo gibt es aus eurer Sicht noch Lücken im kulinarischen Angebot? Wir haben heute für jeden Geschmack attraktive Angebote, über die man gute Geschichten erzählen kann. Die Lücken sehe ich vor allem dort, wo das Zusammenspiel fehlt. Der Blick für das grössere Ganze. Ein Beispiel: Die Stadt St. Gallen ist natürlicherweise prädestiniert als touristischer Hub für die ganze Region. Wenn wir für St. Gallen werben, dann ist das immer auch Werbung für alle Regionen in der Umgebung. Wir gewinnen als Destination, wenn wir rundherum attraktive Angebote anbieten können. Mehr Vertrauen in dieses Konzept würde uns sehr helfen. Eine echte Lücke sehen wir an den Wochenenden. Vor allem das Sonntagsangebot ist zu schwach. Viele Besucher sind enttäuscht vom fehlenden Leben in der Stadt. Die schöne Kulisse allein reicht nicht. Die beliebtesten Städte rund um den Globus leben von Erlebnissen und Begegnungen, und das bieten sie 365 Tage im Jahr an. Ein unerwartetes positives Erlebnis war für mich der Sommer 2020. Als Reaktion auf die Pandemie wurden in der Innenstadt grosszügige Flächen für die Gastronomie freigegeben. Ein so lebendiges St. Gallen habe ich nie zuvor erlebt! Das war eine wichtige Erfahrung, die hoffentlich nachhaltig gewirkt hat.

St. Gallen-Bodensee Tourismus Die Wirtschaftsregion St.Gallen-Bodensee ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Ostschweiz. St. GallenBodensee Tourismus trägt als Non-Profit-Organisation dazu bei, dass Stadt und Region als attraktiver Standort für Wirtschaft, Bildung und Kultur mit hoher Lebensqualität wahrgenommen werden. Als Tourismusdestination positioniert sich St. Gallen-Bodensee Tourismus in den Bereichen: Kongresse und Seminare (MICE), Kultur und Freizeit, Tagestourismus Sie schafft damit auch Beiträge zur lokalen und regionalen Identitätsbildung und ermöglicht eine höhere wirtschaftliche Wertschöpfung. st.gallen-bodensee.ch

Thomas Kirchhofer ist seit dem 1. August 2017 Geschäftsführer von St. Gallen-Bodensee Tourismus.

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Wasser, Saft & Bier

Mehr als Most mit Blööterli Aus dieser Geschichte lässt sich Hoffnung schöpfen und lernen. Eine Traditionsbranche schaffte es in einer schweren Krise, sich neu zu erfinden und danach erfolgreicher zu werden als je zuvor. Der Anbau von Äpfeln und Birnen und ihre Verwertung als Most hat in der Schweiz eine lange Tradition, die bis ins frühe Mittelalter zurückreicht. In manchen Regionen wie dem Thurgauer Seerücken war die Mosterei ein überlebenswichtiger Wirtschaftszweig. Sie prägte das Leben und das Landschaftsbild. Die Mostkrise Nach dem Zweiten Weltkrieg erfasste eine tiefgreifende Krise das einst so lukrative Gewerbe, das jahrzehntelang von staatlichen Abnahmegarantien profitiert hatte. Als die eidgenössische Alkoholverwaltung die sogenannte «Umstellung im Obstbau» beschloss, begann für die Mostereibetriebe und ihre Lieferanten eine schwierige Zeit, die auch tiefe Spuren in der Landschaft hinterliess. Um die Menge von Mostobst drastisch zu reduzieren und damit die Kosten für die Überschussverwertung wurden zwischen 1950 und 1975 allein im Kanton Thurgau eine halbe Million Obstbäume gefällt. In den folgenden Jahrzehnten ging es bedrohlich abwärts mit dem Mostkonsum. Das Getränkeangebot hatte sich vervielfacht mit diversen gesüssten Wassern wie z.B. Rivella, Eistee und später auch Alcopops. Vor allem Süssmost wurde zunehmend wahrgenommen als altmodisch, etwas, das einem das Grosi beim Besuch einschenkte. Die richtige Idee zur richtigen Zeit Ernst Möhl leitete in jener Zeit die 1895 von seinem Grossvater gegründete Mosterei Möhl in Arbon. Ihm war klar, dass es neue Produktideen und zeitgemässe Vermarktung brauchte, um einen Ausweg aus der exis-

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tenzgefährdenden Krise zu finden. Mit der Lancierung von Swizly zum 100-Jahr-Jubiläum des Unternehmens sammelte Möhl die ersten Erfahrungen und wichtiges Selbstvertrauen. Den klassischen Saft vom Fass verwandelte man mit Erfolg in einen trendigen Cider. Noch erfolgreicher erwies sich diese «Verjüngungskur» beim Shorley, der im Jahr 2000 auf den Markt kam und sich rasch zum Bestseller entwickelte. Das lag einerseits am pfiffigen Namen und dem ungewohnt modernen Erscheinungsbild, aber vor allem auch an der geschickten Vermarktung. Originell war die Idee ja keineswegs. Das Prinzip Schorle kannte man in vielen Regionen Europas. Auch in der Schweiz wurde regelmässig saure und süsse Mostschorle bestellt und serviert. Möhls Innovation war einfach, aber genial: Er lieferte die geschmacklich perfekte Mischung aus 60 Prozent Süssmost und 40 Prozent Passugger Mineralwasser abgefüllt in einer praktischen 3-Deziliter-PET-Flasche mit attraktiver Etikette. Nur ein paar Schritte weniger zum gewünschten Genuss, aber eben die entscheidenden: der Convenience-Gedanke in Vollendung. Mit den Werbeargumenten für den smarten, natürlichen Durstlöscher traf man damals einen neuen Nerv. Aus dem langweiligen Ladenhüter wurde ein trendiges Lifestyle-Getränk. Eine lukrative Zeit lang kamen einem die schicken Fläschchen aus Arbon wie eine Art Fitness-Talisman vor: Nach jedem Schluck fühlte man sich gesünder, fitter, aktiver. Es war der Vorgeschmack auf eine Flut von Wellness-Getränken, die immer noch nicht abebbt. In den letzten Jahren hat sich die Werbebotschaft bei Shorley und den diversen Mitbewerbern, die Apfelschor-


le anbieten (z.B die CULINARIUM-Betriebe Guldenberg, Kobelt und Fresh Drink), verändert. Mittlerweile steht der Aspekt Regionalität deutlich stärker im Vordergrund. Variationen des Erfolgsrezepts Inspiriert vom Erfolg der Apfelschorle sind in den letzten Jahren eine Vielzahl von Schorlen entwickelt worden, die das ursprünglich simple Grundrezept Süssmost und Wasser abwandeln und ausloten, bis hin zu Kreationen, die wirklich Geschmacksache sind. Gute regionale Beispiele sind die Apfelschorlen der Mosterei Guldenberg in Embrach, die zusätzlich aromatisiert werden, so etwa mit Minze, Holunder- oder Himbeersaft aus eigenem Anbau. Ein interessanter neuer Markt ist so auch für manche Winzer entstanden. Die Traubenschorle des St. Galler Staatswingerts in Frümsen hat sich beispielsweise zu einer gefragten alkoholfreien Apéro-Alternative für Anlässe des Kantons entwickelt. Eine weitere spannende Variation über das Thema hat die innovative Appenzeller Brauerei Locher im Sortiment: Ihr Bschorle ist ein Mix aus alkoholfreiem Bier mit dem Saft aus 28 Apfel- und Birnensorten aus der Region Oberegg. Heute zählen Schorlen und insbesondere Apfelschorlen zu den beliebtesten und umsatzstärksten Regionalprodukten der Schweiz. Damals – mitten in der Mostkrise –  konnte sich das selbst Visionär Ernst Möhl nicht in diesem Ausmass vorstellen. Den ersten Schritt hat er dennoch gewagt!

Als Schorle bezeichnet man im gesamten deutschen Sprachraum einen Obstoder Fruchtsaft, der mit Mineralwasser gemischt oder «gespritzt» wird. Dazu zählen auch Wein und Bier. Auf Französisch und Italienisch heisst das übrigens Spritz oder Spritzer (z.B. Spritzer de pomme). Die Bezeichnung Schorle stammt laut Duden-Herkunftswörterbuch aus Süddeutschland, wo er zunächst Schorlemorle hiess und vor allem für Wein mit Wasser verwendet wurde. Das geht sehr wahrscheinlich zurück auf das mittelalterliche Wort Schurrmurr, das Mischmasch bedeutete. Die ältesten Wurzeln des einprägsamen Worts stammen aus dem Orient, wo Schurimuri für Durcheinander stand. Schorle ist also möglicherweise das älteste bekannte Wort für ein Mixgetränk! Gesunde Mischung Vor allem Apfelschorle gilt als wirkungsvoller Durstlöscher für sportliche Aktivitäten, weil er dem Körper neben Flüssigkeit ein ideales Verhältnis von rasch verfügbaren Kohlenhydraten und Mineralstoffen zur Verfügung stellt. Ein Deziliter Apfelschorle (60% Apfelsaft / 40% Mineralwasser) enthält etwa 4 Gramm Fruchtzucker und etwa 1,2 Gramm Traubenzucker – das entspricht rund 25 Kilokalorien. So lässt sich der Blutzuckerspiegel rasch, aber massvoll steigern. Zudem enthält der Apfelsaft Beta-Karotin, Vitamine der B-Gruppe und Vitamin C sowie Apfelsäure, Milch- und Zitronensäure. Ihnen schreibt man positive Effekte auf den Stoffwechsel zu.

Der enorme Erfolg von Apfelschorle als Alltagsgetränk trägt dazu bei, solche Kulturlandschaften in der Ostschweiz zu erhalten und mit ihnen wichtige regionale Wertschöpfung vom Landmaschinenhandel bis zum Ausflugsrestaurant.

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Rubrik Saft & Bier Wasser,

Christoph Möhl, Mosterei Möhl, Arbon Wer kauft und trinkt heutzutage Schorle? Als wir vor mittlerweile 20 Jahren Möhl-Shorley auf den Markt brachten, war uns noch nicht richtig bewusst, dass die Mischung aus Süssmost und Passugger-Mineralwasser ein so breites Publikum ansprechen würde. Jung und Alt, Frauen und Männer! Trinkbar bei jeder Gelegenheit, beim Wandern, aber auch als Apéro. Dazu kam mit der Zeit ein neues Element. Als Regionalität und das Thema Herkunft der Lebensmittel und Getränke wichtiger wurde, konnten wir mit Shorley gleich nochmals punkten. Wir verarbeiten ja ausschliesslich Äpfel aus der Region rund um Arbon. Zwei Drittel unseres Mostobstes beziehen wir direkt von Landwirten aus der näheren Umgebung. Ein Drittel wird von Obstsammelstellen im Umkreis von 40 Kilometern angeliefert. Gibt es regionale Unterschiede? In der Deutschschweiz wird wesentlich mehr Apfelschorle getrunken als in der Westschweiz und im Tessin. So wie wir es wahrnehmen, wird hier mehr der klassische, unverdünnte Apfelsaft getrunken. In diesen Regionen ist bei Getränken etwas mehr Süsse gefragt. Wie sehen Sie die Zukunft der Schorle-Produkte? In welchen Bereichen gibt es noch Potenzial und wie lässt sich das nutzen? Obwohl Apfelschorlen von einer wirklich breiten Kundschaft konsumiert werden, gibt es heute schon spezifische Trends, die für uns relevant werden. Dazu gehören sicher kalorienreduzierte Produkte. Die Erwartungen an Getränke sind grundsätzlich gestiegen. Da geht es heute um viel mehr als Durst löschen. Gesundheit und Nachhaltigkeit sind zwei wichtige Aspekte. Wir haben deshalb unser Shorley-Konzept weiterentwickelt. Anfang 2021 lancieren wir Möhl-Shorley-Balance ein wirklich neues ApfelschorleGeschmackserlebnis, das auf ganz natürliche Weise kalorienreduziert ist.

Ruedi Kobelt, Mosterei Kobelt, Marbach Wie seht ihr die Zukunft der Schorle-Produkte? In den letzten fünfzehn Jahren wurde in der Schweiz mit allen möglichen SchorleKreationen experimentiert; in Zukunft werden es sicher auch noch einige mehr sein. Grundsätzlich lässt sich aus jedem Fruchtsaft ein Schorle machen. Es sind wohl eher die Trends der gesamten Branche, wie z.B. Regionalität, Biodiversität und weniger Zucker, die sich auch hier durchsetzen werden. Für uns ist es beim Schorle die Einfachheit, die überzeugt: ein naturbelassener Fruchtsaft, gemischt mit gutem Wasser. Aus unserer Sicht ist auch hier die Qualität der Rohstoffe das Wichtigste. Wir setzen bei unseren Produkten grundsätzlich auf regionalen Apfelsaft aus Direktsaft, nicht aus Konzentrat. Ausserdem bieten wir neben der klaren auch eine naturtrübe Schorle an, die den Zeitgeist besonders trifft. Was lässt sich mit dem Mixgetränk Schorle Feines mixen? Schorle eignet sich vor allem zum Mischen mit anderen Fruchtsäften, wie zum Beispiel Beerensäften. Für Drinks würden wir zum Mischen Süssmost vorziehen, um mehr Süsse und eine intensivere Apfelnote zu erreichen. Zu welchen Gerichten passt Schorle? Schorle ist nicht zu süss und nicht zu dominant im Geschmack. Man kann Schorle grundsätzlich also zu allem trinken. Wir schätzen am Schorle aber vor allem seine erfrischenden und durstlöschenden Eigenschaften. Gerade z.B. beim Wandern oder beim Sport finden wir Schorle optimal. 82


Rubrik

Das nationale Gütesiegel für echte Regionalprodukte regio.garantie ist das nationale Gütesiegel zur Auszeichnung und Kommunikation von zertifizierten Regionalprodukten. Diese müssen zu mindestens 80 Prozent aus regionalen Rohstoffen bestehen, und ihre Wertschöpfung wird zu mindestens 2/3 in der Region generiert. Dieses Gebiet wird durch jede Regionalmarke selbst definiert. Die nationalen Richtlinien für Regionalmarken findet man auf:

schweizerregionalprodukte.ch

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Heiteres aus dem Eichenfass Vom Heiterhof der Familie Freund in Eichberg blickt man weit übers Rheintal. Auf dem Bilderbuchbetrieb leben Milchkühe, Mutterkühe, Rinder, Kälber, Zwergziegen und Hühner. Sie sorgen für eine reizvolle kulinarische Vielfalt im Hofladen. Zu den lokalen Spezialitäten gehören z.B. Chnoblipantli, Salsiz, Landjäger, Mostbröckli, Alpkäse, Alpbutter, verschiedene Konfitüren und Rheintaler Baumnüsse in feinen Variationen. Eine bekannte Spezialität des Heiterhofs ist die hofeigene Mosterei mit Brennerei. Neben Süssmost und Apfelwein entstehen hier auch feine Spirituosen. Für den Feierabend hält die Familie Freund etwas ganz Besonderes bereit: Wenn frisch gepresster Apfelsaft und frischer Apfelbrand im Eichenfass eine Symbiose eingehen, verwandeln sie sich je nach Reifegrad in fruchtiges Heiterwasser (18 Vp) oder edlen Heiterbrand (40 Vp). Ein Brand, der sachte an Whisky erinnert – und den auch Frauen mögen. Heiterhof, 9453 Eichberg, 071 755 52 59, heiterhof.ch

Von Appenzell und seinen Menschen heisst es … ... sie seien klein, aber oho. Selbstbewusst und erfinderisch, vorwitzig und auch ein wenig versponnen. Das ist das Land, in dem unsere Firma verwurzelt ist. Hier fliesst unsere Quelle, hier schlägt unser Herz, hier schöpfen wir Kraft und Ideen, hier ist das Zuhause von Flauder, Appenzell Mineral und Co. Die Goba AG ist eine der kleinsten Mineralwasserproduzentinnen der Schweiz. Mit einem Team von rund 60 Mitarbeitenden produzieren wir unsere beliebten, regionalen Erfrischungen und Köstlichkeiten. Unser Mineralwasser «appenzell» ist ein Naturprodukt, das mehr als zwanzig Jahre lang durch die Gesteinsschichten sickert, bevor es laut, leise oder still ausgeschenkt und getrunken wird. Zudem ist es die Grundzutat für all unsere Erfrischungen wie die Flauder-Familie mit dem neusten «Sprössling» Flauder Yolo und unsere Goba-Limonaden. Wusstest du, dass die erste Flasche Goba Citro schon 1935 in Gontenbad abgefüllt wurde? Jetzt schreiben wir das Jahr 2021, und man darf gespannt sein, mit welcher regionalen Erfrischung wir dieses Jahr überraschen werden.

Flauder Yolo überrascht mit dem wilden Zitrus-Charakter der Yuzu, welche ein unverwechselbares Geschmackserlebnis bereitet und «Yuchze Ond Loschtig Ommetanze» lässt.

Goba AG, Mineralquelle und Manufaktur, 9108 Gontenbad, 071 795 30 30, goba-welt.ch


PR Wasser, Saft & Bier

Willkommen im wunderschönen Glarnerland! Natur pur. Sprichwörtlich. Schroffe Felsen, grüne Wiesen, sauberes Wasser. So präsentiert sich die eindrucksvolle Landschaft, wo das Elmer Citro und das Elmer Mineral entspringen. Seit über 94 Jahren besteht die Marke Elmer erfolgreich am Schweizer Markt – eine Erfolgsgeschichte. Aus dem Öl der Zitronenschale wird die Essenz gewonnen und verleiht dem Elmer Citro seinen einzigartigen Geschmack. Angereichert mit dem frischen Quellwasser aus der St. Martinsquelle in Elm garantiert Elmer Citro echte Bergfrische. Das unveränderte Elmer Citro-Rezept von 1927 entspricht dank seinem natürlichen Zitronenaroma, das ganz auf Konservierungsmittel und Stabilisatoren verzichtet, ganz dem heutigen Zeitgeist. Aus dem Boden direkt in die Flasche: Das Wasser von Elmer Mineral stammt aus der alpinen St. Martinsquelle. Diese liegt oberhalb von Elm auf 1 200 Meter über Meer, 120 Meter tief im Berginnern, abseits jeglicher industrieller und landwirtschaftlicher Nutzung. Dank dieser vorteilhaften Lage ist das Quellwasser von erstklassiger Qualität. Das durch zahlreiche Gesteinsschichten gereinigte, mineralisierte Quellwasser aus dem Gebirge ist frei von Nitraten und natriumarm. RAMSEIER Suisse AG, Mineralquellen Elm, 8767 Elm, 058 434 44 00, elmercitro.ch

Die Elmer-Welt entdecken! Der Elmer-Citro-Quellenweg ist ein Erlebnis für Gross und Klein. Auf der leichten Rundwanderung erfährt man allerlei Spannendes über das Elmer Mineralwasser und das Elmer Citro und beim Elmer-Quellenerlebnis steigt man tief hinab in den Quellenraum und fühlt den mächtigen Berg. Hier lässt sich darüber staunen, wie sich die Elmer-Werbung in der über 94-jährigen Geschichte verändert hat und von der Galerie beobachten, wie die Getränke in die Flasche kommen.

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PR Wasser, Saft & Bier

Apfelsaft-Spezialitäten aus Familienhand Naturreine Apfelsaftgetränke nach alter Familientradition – die Familie Möhl in Arbon ist seit fünf Generationen dem Safthandwerk verpflichtet. Die feinen Möhl-Säfte schmecken nicht nur besonders, sie werden auch nachhaltig hergestellt. Selbstverständlich sind sie glutenfrei und für Veganer geeignet. Der ökologische Anbau in nächster Nähe, die schnelle Verarbeitung und die kurzen Transportwege schaffen Vertrauen bei unseren Kunden. Möhl-Apfelsaftgetränke – eine regionale Spezialität für den natürlichen Trinkgenuss. Mosterei Möhl AG, 9320 Arbon, 071 447 40 74, moehl.ch

Mostindiens Nationalmuseum Willkommen im Schweizer Mosterei- und Brennereimuseum in Arbon. Das MoMö ist die Erlebniswelt des Apfels für die ganze Familie. Hier kann man eintauchen in die Genusswelt der Familie Möhl.

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Öffnungszeiten Mittwoch – Freitag: 9 – 18.30 Uhr Samstag | Sonntag: 9 – 17 Uhr Montag | Dienstag geschlossen momoe.ch


Sonnenbräu – Bier braucht Heimat Der Slogan der Sonnenbräu heisst: «Bier braucht Heimat!» Diesen Spruch hat sie sich auf die Fahne geschrieben und es ist für die Sonnenbräu eine besondere Ehre, diese regionalen Spezialitäten wie Ribelgold Maisbier, Thurbobräu und Ländlegold herstellen zu dürfen. Dank dem Engagement von regionalen Braugerstenbauern kann die Rheintaler-, Liechtensteiner- und Wiler-Spezialität mit direktem Bezug zur Region produziert werden. Die Bauern pflegen die gleichen Werte wie Sonnenbräu als Familienbrauerei und sind sich der Wichtigkeit der Gerste für die Produktion bewusst. Denn die Qualität der Gerste ist entscheidend für die Qualität des Bieres. Die Sonnenbräu ist davon überzeugt, dass der Konsument langfristig diese Transparenz honoriert und vermehrt lokale Biere bevorzugt. Sonnenbräu AG, 9445 Rebstein, 071 775 81 11, sonnenbraeu.ch

BIER IN DER KÜCHE Bier macht nicht nur den Koch oder die Köchin entspannter und kreativer, es ist auch eine vielseitige Zutat, die vielen Gerichten das gewisse Etwas verleihen oder sogar für freudig überraschte Gesichter sorgen kann, z.B. in einem Dessert. Zu beachten ist, dass sich beim Erhitzen der Geschmack des Bieres erheblich verändert und mit dem ursprünglichen sensorischen Eindruck beim Trinken nicht mehr viel gemein hat. Beim Erhitzen verflüchtigen sich zuerst die Kohlensäure, dann der Alkohol und schliesslich die subtileren Aromen. Die geschmacksbestimmenden Komponenten des Bieres bleiben zurück und verstärken sich. Bei der heutigen Biervielfalt ist klar, dass nicht jedes Bier für alle Zubereitungen geeignet ist. Vor allem bittere Sorten sind anspruchsvoller zu kombinieren. Es kann kulinarisch spannend sein, ein Gericht

wie z.B. einen Schmortopf mit verschiedenen Bieren zu probieren, bis man die perfekte «Paarung» gefunden hat.

tische Grundlage für einen kräftigen Sud (z.B. für Siedfleisch) oder aber cremige Suppen mit Mehl, Ei und Butter.

BIER-IDEEN FÜR DIE KÜCHE

Glasur Bier wird über gegartes, heisses Fleisch (z.B. Braten) gegossen, verdampft und führt zu einer aromatischen Glasur.

Beizen & Marinaden Im Bier werden Fleisch und Geflügel eingelegt. Die Kohlensäure verändert die Eiweissstruktur und erleichtert Gewürzen und anderen Aromen das Eindringen ins Gewebe. Vor allem für zartes, geschmortes Fleisch ist Bier ein Geheimtipp.

Aufschäumen Mit Eigelb zusammen kann Bier aufgeschäumt und z.B. als Basis für eine Sauce hollandaise verwendet werden. Mit Zucker und Eiweiss ist auch ein süsses Bier-Sabayon möglich.

Saucen Das Bier wird eingekocht und die sogenannte Reduktion dient als Basis für eine dunkle Bratensauce oder zum Ablöschen für eine Kräuterrahmsauce. Bouillon & Suppen Bier ist eine aroma-

Teig Mit Bier lässt sich Wasser oder Milch als Grundlage eines Teiges ersetzen. Ein bekanntes Beispiel ist der Bierteig zum Backen von Fischfilets. Teige mit Bier verleihen Broten oder anderen Backwaren eine herbe, interessante Note.


PR Wasser, Saft & Bier

Landbier – Eine herrliche St. Galler Bierspezialität Das Landbier von Schützengarten gehört wie das St. Galler Klosterbräu, der Weisse Engel, der Schwarze Bär und das Gallus 612 in das Spezialitätenbier-Sortiment der ältesten Brauerei der Schweiz. Da es neben Gerste auch Weizen und Mais enthält, verfügt das Landbier über eine hellgoldene Farbe und ein einmaliges samtig-bieriges Aroma.

Braumeister Richard Reinart gerät spontan ins Schwärmen: «Unser Landbier wird besonders von Bierkennern, die ein mildes und frisches Bier schätzen, sehr gerne getrunken.» Das jeweils im Juli geerntete Getreide wird sorgfältig geröstet und geschrotet, um daraus Landbier zu brauen. Nach perfekter Gärung und Lagerung gelangt es dann ab dem Spätherbst in die Verkaufsregale und wird in der Gastronomie ausgeschenkt. Jede Flasche Landbier trägt die CULINARIUM-Krone, die exklusiv für zertifizierte Regionalprodukte aus der Ostschweiz mit all ihren Vorteilen steht. Mehr Information über die traditionsreiche St. Galler Brauerei Schützengarten und ihr spannendes Sortiment von Bierspezialitäten finden Bierliebhaber auf schuetzengarten.ch Brauerei Schützengarten AG, 9004 St. Gallen, 071 243 43 43, schuetzengarten.ch

Die Braugerste für das Landbier kommt vom Gutsbetrieb Schloss Watt in Mörschwil.

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Service

CULINARIUM-Partnerbetriebe Agrotourismus

Eiertom Handel GmbH Oberlangenhard, 8486 Rikon im Tösstal, 052 383 21 11

Martin und Sonja Fritsche Steigmatt, 9462 Montlingen, 071 755 22 01

Eugster Eier AG Schulstrasse 11A, 8362 Balterswil, 079 404 82 35

Ribelhof Gastronomie GmbH Rietstrasse 52, 9450 Lüchingen, 071 755 52 82

G. Bianchi AG Allmendweg 6, 5621 Zufikon, 056 649 28 28

Heiterhof Härdlistrasse 77, 9453 Eichberg, 071 755 52 59

Gen. Migros Ostschweiz Industriestr. 47, 9201 Gossau SG, 058 712 21 11 Genossenschaft Migros Zürich Pfingstweidstrasse 101, 8005 Zürich, 058 561 51 11

Bier & Saft

Heiterhof Härdlistrasse 77, 9453 Eichberg, 071 755 52 59 hosberg AG Neuhofstrasse 12, 8630 Rüti ZH, 055 251 00 20

Biotta AG Pflanzbergstrasse 8, 8274 Tägerwilen, 071 466 48 48

Käserei Stofel AG Hauptstrasse, 9657 Unterwasser, 071 999 11 40

Böschni Hof Ranser Rheinweg 2470, 9475 Sevelen, 081 785 13 88

Lüchinger + Schmid AG Steinackerstrasse 35, 8302 Kloten, 058 571 60 01

Brauerei Schützengarten AG St. Jakobstrasse 37, 9000 St. Gallen, 071 243 43 43

Lüchinger + Schmid AG Toggenburgerstrasse 23, 9230 Flawil, 058 571 60 01

Burelade Familie Schilliger Häuslen, 9240 Niederglatt SG, 071 393 10 17

Rohrer Gemüsebau Stöck, 9470 Buchs SG, 078 699 75 78

CC ALIGRO Mooswiesstrasse 42, 9201 Gossau SG, 071 388 13 00

Rütihof Geflügel GmbH Vorderhaslen 33, 9054 Haslen AI, 071 333 22 46

E. Brunner AG Hauptstrasse 1, 8162 Steinmaur, 044 853 15 55

Schnyderhof Wiesenstrasse 15, 8865 Bilten, 055 615 27 19

Eichenberger Obst Im Brand 1, 8248 Uhwiesen, 052 659 14 96

Schuler‘s Hofladen Ludihof 4, 8717 Benken SG, 055 283 15 84

Guldenberg AG Guldenbergstrasse 120, 8424 Embrach, 044 865 23 46

SPAR HANDELS AG Schlachthofstrasse 12, 9015 St. Gallen, 071 313 66 38

Heiterhof Härdlistrasse 77, 9453 Eichberg, 071 755 52 59

steinkeller & hunger lebensmittel AG Gewerbezone, 7307 Jenins, 081 303 70 00

Landi Hüttwilen und Umgebung Im Winkel 4, 8536 Hüttwilen, 052 748 00 44

Tenti AG Sulzer-Allee 50, 8404 Winterthur, 052 235 18 28

M. Vetsch AG Sägenstrasse 5, 9472 Grabs, 081 771 44 66

TopCC AG Schlachthofstrasse 12, 9015 St. Gallen, 071 313 66 38

Mosterei Kobelt AG Staatsstrasse 21, 9437 Marbach SG, 071 777 12 20 Mosterei Möhl AG St. Gallerstrasse 213, 9320 Arbon, 071 447 40 74 Rohner‘s Hoflädeli Krummensee 2817, 9436 Balgach, 071 722 39 57

Fisch

Sonnenbräu AG Alte Landstrasse 36, 9445 Rebstein, 071 775 81 11

Fischerei A. Gerny GmbH Seestrasse 559, 8038 Zürich, 079 472 76 09

SPAR HANDELS AG Schlachthofstrasse 12, 9015 St. Gallen, 071 313 66 38

Fischzucht am Bachtel GmbH Tösstalstrasse 208, 8636 Wald ZH, 044 952 50 05

Stiftung Kartause Ittingen 8532 Warth, 052 748 44 11

Forellenzucht Schwendi Weisstannenstr. 147, 7325 Schwendi, 081 723 54 22

TopCC AG Schlachthofstrasse 12, 9015 St. Gallen, 071 313 66 38

Gen. Migros Ostschweiz Industriestrasse 47, 9201 Gossau SG, 058 712 21 11

Verein Rhyboot Wyden Bodenstrasse 52, 9436 Balgach, 071 757 19 19

Kundelfingerhof AG Diessenhofen, 8252 Schlatt TG, 052 646 06 08

Werdenberger Bäuerinnen-Apéro Haagerstrasse 43, 9473 Gams, 081 771 46 20

Micarna SA Seafood Pfingstweidstrasse 101, 8021 Zürich 1, 071 932 77 77 Zahner Fischhandel AG Hof 15, 8737 Gommiswald, 055 280 17 55

Brot & Backwaren JOWA AG (Hauptsitz) Erlenwiesenstrasse 9, 8604 Volketswil, 044 947 91 11

Fachhandel

JOWA AG Regio. Bäckerei Gossau Industriestr. 71, 9200 Gossau SG, 071 388 55 88

Appenzeller Schaukäserei AG Dorf 711, 9063 Stein AR, 071 368 50 70

JOWA AG Regio. Bäckerei Volketswil Erlenwiesenstr. 9, 8604 Volketswil, 044 947 91 11

Beck Schneider Hauptstrasse 20, 8416 Flaach, 052 318 11 60

Lichtensteiger AG Bäckerei Oberdorfstrasse 20, 9230 Flawil, 071 393 16 24

Berg und Tal Marktladen AG Limmatstrasse 231, 8005 Zürich, 044 271 21 61

Magenbrot Rohner AG Rietstrasse 10, 9445 Rebstein, 071 777 11 11

BioHofMädertal Mädertal, 9200 Gossau SG, 071 385 19 20

MIDOR AG Bruechstrasse 70, 8706 Meilen, 044 925 88 00

Bulant Käsespezialitäten GmbH Obertorstrasse 9, 8266 Steckborn, 052 761 23 81

Schuler‘s Hofladen Ludihof 4, 8717 Benken SG, 055 283 15 84

Caviezel Molkerei und Mosterei Grenzstrasse 8, 9430 St. Margrethen SG, 071 744 13 87 Chäs Paradies GmbH Dorfstrasse 17, 8532 Weiningen TG, 052 747 21 85

Eier

Chäs Renz Rathausstrasse 10, 8570 Weinfelden, 071 622 24 93 Chäs-Glogge Molkereistrasse 8, 8645 Jona, 055 212 38 71

Abderhalden Christian Säss 62, 9656 Alt St. Johann, 071 999 19 43

Chäsgnuss und meh Bahnhofstrasse 25, 8580 Amriswil, 071 411 55 75

Bangshof Familie Hasler Fallagass 41, 9491 Ruggell, +423 373 49 30

Chäs-Trückli Dietfurt Landstrasse 11, 9615 Dietfurt, 071 983 17 86

Beutter Freilandeier Birnstielstrasse 8, 9225 Wilen (Gottshaus), 071 422 52 31

Dorfladen Dintheer Staatsstrasse 32, 9437 Marbach SG, 071 777 13 61

Bienen Brunner Weieren 46a, 9523 Züberwangen, 071 944 19 12

Emma und Söhne GmbH Paradiesstr. 10a, 9000 St. Gallen, 071 577 01 80

Böschni Hof Ranser Rheinweg 2470, 9475 Sevelen, 081 785 13 88

Go Poschta Au GmbH Zollstrasse 3, 9434 Au SG, 071 744 24 24

Braun Früchte und Gemüse AG Industriestr. 21, 9552 Bronschhofen, 071 913 85 00

Go Poschta Widnau GmbH Poststrasse 3, 9443 Widnau, 071 722 21 91

caviezel giovanettoni ag Schöntalstrasse 31, 9320 Arbon, 071 447 11 00

Gourmelino Gabriel GmbH Alpenstrasse 3, 8640 Rapperswil SG, 055 210 60 76

CC ALIGRO Mooswiesstrasse 42, 9201 Gossau SG, 071 388 13 00

Hofstadl Albertschwil 585, 9200 Gossau SG, 071 385 82 01

ei-color ag Chriesilöserstrasse 61, 7310 Bad Ragaz, 081 330 74 77

Käserei Kaufmann AG Oberdorfstrasse 5, 9607 Mosnang, 071 983 15 44

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Service

Kündig Feinkost AG Schwertgasse 22, 9000 St. Gallen, 071 841 17 75

Metzgerei Hälg AG Bahnhofstrasse 75, 9315 Neukirch (Egnach), 071 477 13 09

Kündig Feinkost AG Marktplatz 6, 9400 Rorschach, 071 841 17 75

Metzgerei Kalberer AG Dorfstrasse 26, 7323 Wangs, 081 723 13 69

Milchzentrale Bad Ragaz AG Maienfelderstrasse 3, 7310 Bad Ragaz, 081 302 11 52

Metzgerei Leibacher GmbH Sandeggstrasse 2, 8560 Märstetten, 071 657 11 44

Milchzentrale Ennetbühl Dorf 1341, 9651 Ennetbühl, 071 994 17 48

Metzgerei Ochsen Unterdorf 20, 9105 Schönengrund, 071 361 11 04

Molkerei Kaufmann Sonnhaldenstrasse 5, 8370 Sirnach, 071 966 11 04

Metzgerei Rust GmbH Sidwaldstrasse 26, 9652 Neu St. Johann, 071 994 24 51

Molkerei Rüegg Walderstrasse 4, 8340 Hinwil, 044 937 32 13

Metzgerei Schmid AG St. Jakobstrasse 48, 9000 St. Gallen, 071 244 81 32

müller - lebe deinen genuss Guisanstrasse 95, 9010 St. Gallen, 071 244 66 23

Metzgerei und Fleischtrocknerei Lozza AG Hauptstrasse 21,

murer, Metzgerei + SPAR Supermarkt Dorfstr. 4, 9656 Alt St. Johann, 071 999 11 66

7180 Disentis/Mustér, 081 947 51 05

murer, Metzgerei + SPAR Supermarkt Dorf 3, 9658 Wildhaus, 071 999 31 66

Metzgerei Wegmann Hagenbuchstrasse 10, 9000 St. Gallen, 071 244 69 78

RegioHerz GmbH Bahnhofstrasse 2, 9000 St. Gallen, 071 548 77 50

Metzgerei Würmli AG Püntstrasse 35, 8543 Gundetswil, 052 369 25 25

Rohner‘s Hoflädeli Krummensee 2817, 9436 Balgach, 071 722 39 57

Micarna SA Neue Industriestrasse 10, 9602 Bazenheid, 058 571 41 11

Rohners Hofladen Hiltisau 1, 9469 Haag (Rheintal), 081 771 53 31

Micarna SA Natura Veia Cantunala 78, 7453 Tinizong, 058 571 52 00

Salzer Weine GmbH Dorfplatz 2, 8737 Gommiswald, 055 280 58 70

Micarna SA Plattform Fleisch Pfingstweidstr. 101, 8021 Zürich 1, 071 932 77 77

Schlaraffenland Zürcherstrasse 203, 8500 Frauenfeld, 052 722 21 11

Minnig Metzgerei AG Industriestrasse 2, 8608 Bubikon, 055 246 15 85

Schlemmerzentrum AG Hauptstrasse 60, 8280 Kreuzlingen, 071 672 41 12

MÖFAG, Mösli Fleischwaren AG Industriestr. 9, 9524 Zuzwil SG, 071 944 11 11

Schuler‘s Hofladen Ludihof 4, 8717 Benken SG, 055 283 15 84

NÄF-metzg AG Bütschwilerstrasse 2, 9607 Mosnang, 071 983 15 04

Segmüllers Genüsslichkeiten Marktgasse 13, 9450 Altstätten SG, 071 755 88 00

Ochsen Metzg AG St. Gallerstrasse 31, 9200 Gossau SG, 071 385 16 12

Sennhütte Thal AG Dorfstrasse 4, 9425 Thal, 071 888 29 53

Rubli Marthalen AG Alti Ruedelfingerstr. 26, 8460 Marthalen, 052 319 10 49

Spar-Markt Engelburg Breitschachenstrasse 8, 9032 Engelburg, 071 260 18 48

Rudolf Schär AG Aegetli 1, 9425 Thal, 058 571 58 00

Urnäscher Milchspezialitäten AG Herisauerstr. 32, 9107 Urnäsch, 071 364 27 10

Säntishof Engishalden 176, 9103 Schwellbrunn, 076 222 77 83

Verein Rhyboot Bleichestrasse 2, 9450 Altstätten SG, 071 757 91 91

SAXA-top Metzgerei Gutsbetrieb Saxerriet Saxerrietstr. 1, 9465 Salez, 058 228 29 50

Wiederkehr Getränke AG Fürstenlandstrasse 115, 9014 St. Gallen, 071 277 32 44

Scheiwiller Schlossmetzg AG Schwellbrunnerstr. 54, 9100 Herisau, 071 351 17 24

Zöpfli-rollt Flawilerstrasse 52, 9604 Lütisburg, 076 708 28 63

Schuler‘s Hofladen Ludihof 4, 8717 Benken SG, 055 283 15 84 somm ag fleisch & comestibles schrofen Langhaldenstrasse 45,

Fleisch & Wurstwaren

8280 Kreuzlingen, 071 688 68 53 SPAR HANDELS AG Schlachthofstrasse 12, 9015 St. Gallen, 071 313 66 38

Albert Spiess AG Dorfstrasse 64, 7220 Schiers, 081 308 03 08

Spycher Spezialitäten Metzgerei GmbH Dorf 5, 9042 Speicher, 071 344 14 64

appenzeller fleisch und feinkost ag Weissbadstr. 86, 9050 Appenzell, 071 787 36 35

Sturzenegger Metzgerei Egg 59, 9103 Schwellbrunn, 071 351 32 32

Böschni Hof Ranser Rheinweg 2470, 9475 Sevelen, 081 785 13 88

Suttero Ernst Sutter AG Neue Industriestr. 60, 9602 Bazenheid, 058 476 30 04

Breitenmoser Fleischspezialitäten AG Sägehüslistrasse 12,

Suttero Ernst Sutter AG Schlachthofstr. 20, 9200 Gossau SG, 058 476 30 00

9050 Appenzell Steinegg, 071 788 09 80

TopCC AG Schlachthofstrasse 12, 9015 St. Gallen, 071 313 66 38

Carna Holding AG Gewerbestrasse 2, 9562 Märwil, 071 655 16 40

Ueli Zeller AG Buchenstrasse 18, 9100 Herisau, 071 351 70 10

CC ALIGRO Mooswiesstrasse 42, 9201 Gossau SG, 071 388 13 00

Verein Rhyboot Wyden Bodenstrasse 52, 9436 Balgach, 071 757 19 19

Dorfmetzg FleischReich AG Dorfschulweg 8, 9472 Grabs, 081 771 26 62

Werdenberger Bäuerinnen-Apéro Haagerstrasse 43, 9473 Gams, 081 771 46 20

Ernst Sutter AG Schlachthofstrasse 20, 9200 Gossau SG, 058 476 30 00

Wick AG Juchstrasse 29, 8500 Frauenfeld, 052 744 55 66

Fleischfachgeschäft Fürer AG St. Gallerstrasse 4, 9230 Flawil, 071 393 16 30

Zahner Fischhandel AG Hof 15, 8737 Gommiswald, 055 280 17 55

Fleischhandel Crüzer AG Riedlöserstrasse 2, 7302 Landquart, 081 300 04 04

Ziegler delikat essen AG Welchogasse 5, 8050 Zürich, 043 288 40 89

Fleischtrocknerei Churwalden AG Riedlöserstr. 11, 7302 Landquart, 081 307 87 87 Geiser AG Rietbachstrasse 11, 8952 Schlieren, 044 738 11 11

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Genossenschaft Migros Ostschweiz Industriestr. 47, 9201 Gossau SG, 058 712 21 11

Früchte & Beeren

Genossenschaft Migros Zürich Pfingstweidstrasse 101, 8005 Zürich, 058 561 51 11

Beerstecher AG Hochbordstrasse 15, 8600 Dübendorf, 044 823 10 00

Gröbli Fleisch und Feinkost AG Bahnhofstrasse 2, 9615 Dietfurt, 071 983 15 87

Bienen Brunner Weieren 46a, 9523 Züberwangen, 071 944 19 12

Gustav Spiess AG Musterplatzstrasse 2, 9442 Berneck, 071 747 40 50

BioLand Agrarprodukte AG Hauptstrasse 56, 8162 Steinmaur, 044 854 05 04

H.R. Kyburz Vieh und Fleisch AG Dorfstrasse 32, 5242 Lupfig, 056 444 94 00

Bischofszell Nahrungsmittel AG Industriestr. 1, 9220 Bischofszell, 058 475 91 11

Heiterhof Härdlistrasse 77, 9453 Eichberg, 071 755 52 59

Böschni Hof Ranser Rheinweg 2470, 9475 Sevelen, 081 785 13 88

Herbert Ospelt Anstalt Schaanerstrasse 79, 9487 Gamprin-Bendern, 058 377 10 00

Braun Früchte und Gemüse AG Industriestr. 21, 9552 Bronschhofen, 071 913 85 00

Hösli Metzg AG Oswald Heer-Strasse 13, 8750 Glarus, 055 640 19 67

Burelade Familie Schilliger Häuslen, 9240 Niederglatt SG, 071 393 10 17

Jud Metzgerei AG Zürcherstrasse 53, 8730 Uznach, 055 280 22 10

caviezel giovanettoni ag Schöntalstrasse 31, 9320 Arbon, 071 447 11 00

Keller Metzg AG Wilenstrasse 29, 9500 Wil SG, 071 923 20 80

CC ALIGRO Mooswiesstrasse 42, 9201 Gossau SG, 071 388 13 00

Lötterle Tösstaler Schinkenräucherei AG Oberzelgstr. 2, 8493 Saland, 052 386 24 20

Conorti AG Brennersfeld, 9469 Haag (Rheintal), 081 750 75 00

Lucarna Macana AG Wildbachstrasse 20, 8340 Hinwil, 043 888 30 20

Egger Gemüsebau AG Wertbühl 6, 8575 Bürglen TG, 071 634 81 81

Massnahmenzentrum Bitzi Bitzi 1682, 9607 Mosnang, 058 228 15 85

Eichenberger Obst Im Brand 1, 8248 Uhwiesen, 052 659 14 96

Mérat & Cie. AG Sägenstrasse 5, 7302 Landquart, 058 571 41 52

Erich Berner AG Walenbüchelstrasse 21, 9000 St. Gallen, 071 278 68 61

Metzgerei Angst AG Herdernstrasse 61, 8004 Zürich, 044 497 96 96

Ernst Gygli AG Oberdorf 37, 8752 Näfels, 055 612 11 29

Metzgerei Fässler AG Rinkenbach 33, 9050 Appenzell, 071 787 18 73

Fahrmaadhof AG Fahrmaadstrasse 16, 9444 Diepoldsau, 071 733 25 92


Frigaliment Import GmbH Industriestr. 7, 9430 St. Margrethen SG, 071 747 30 20

Landgasthof Linde Lindengasse 1, 8892 Berschis, 081 733 22 21

Früchte Bamert AG Zürcherstrasse 34, 8856 Tuggen, 055 465 65 65

Landwirtschaftliches Zentrum SG Rheinhofstrasse 11, 9465 Salez, 058 228 24 00

Gemüsebau Segmüller Rietstrasse 34, 9450 Lüchingen, 071 755 27 25

Lebensraum Gartenhof Hauptstrasse 33, 9323 Steinach, 071 447 56 56

Gemüsezentrale Tägerwilen AG Konstanzerstrasse 54,

Mensa Kantonsschule Romanshorn Weitenzelgstr. 12, 8590 Romanshorn, 058 345 58 58

8274 Tägerwilen, 071 666 62 82

Mensa Kantonsschule Trogen Kantonsschulstr. 26, 9043 Trogen, 071 343 61 64

Gunterswiler AG Messenriet 30, 8500 Frauenfeld, 052 723 30 30

Oberwaid AG - Das Hotel. Die Klinik Rorschacher Strasse 311,

Häberli Fruchtpflanzen AG Stocken, 9315 Neukirch (Egnach), 071 555 37 00

9016 St. Gallen, 071 282 00 00

Hofstadl Albertschwil 585, 9200 Gossau SG, 071 385 82 01

PANORAMA CATERING Churerstrasse 10, 9400 Rorschach, 071 421 77 00

ISEPPI Frutta SA Via Cantonale 229a, 7748 Campascio, 081 839 21 11

Psychiatrie St. Gallen Nord Zürcherstrasse 30, 9500 Wil SG, 071 913 16 41

Kellenberger Frisch Service frigemo AG Pfingstweidstrasse 105,

Restaurant 5egg Bahnhofstrasse 33, 9230 Flawil, 071 394 33 55

8005 Zürich, 058 433 85 00

Restaurant Blume Brauerstrasse 27, 9000 St. Gallen, 071 245 19 10

Kesseli AG Breiten 3, 9473 Gams, 081 750 30 80

Restaurant Burg Walzenhauserstrasse 100, 9434 Au SG, 071 536 22 95

Landi Hüttwilen und Umgebung Im Winkel 4, 8536 Hüttwilen, 052 748 00 44

Restaurant Jägerhaus Hafenstrasse 10, 9423 Altenrhein, 071 855 17 77

LANDI Züri Unterland, Genossenschaft Wehntalerstr. 38, 8181 Höri, 044 217 70 30

Restaurant Kiesfang Aeulistrasse 8, 7324 Vilters, 081 725 52 10

Mazenauer Flawil - Früchte und Gemüse - GmbH Oberdorfstrasse 31,

Restaurant Kreuz Oberdorfstrasse 16, 9524 Zuzwil SG, 071 944 15 21

9230 Flawil, 071 393 21 42

Restaurant Öpfelbom Unterstüdtlistrasse 16, 9470 Buchs SG, 081 740 58 18

Öpfelfarm Olmishausen 18, 9314 Steinebrunn, 071 470 01 23

Restaurant Riet Rietstrasse 5, 9496 Balzers, +423 384 44 80

Peter Knup AG Dozwilerstrasse 46, 8593 Kesswil, 071 463 17 24

Restaurant Schloss Seeburg Seeweg 5, 8280 Kreuzlingen, 071 688 40 40

ProVerda AG Balgacherstrasse 6, 9445 Rebstein, 071 775 96 96

Restaurant Seehus Grund 2427, 8878 Quinten, 081 738 16 64

Rathgeb BioLog AG Rohräcker 414, 8476 Unterstammheim, 052 744 00 00

Restaurant Sonne Nasen 6, 9038 Rehetobel, 071 877 11 70

Rohners Hofladen Hiltisau 1, 9469 Haag (Rheintal), 081 771 53 31

Restaurant Traube Alte Landstrasse 87, 9445 Rebstein, 071 777 11 90

SALONET AG Kindergartenstrasse 19, 9462 Montlingen, 071 760 05 01

Restaurant Waldrose Boxloo 564, 9512 Rossrüti, 071 565 19 20

Schibli Beeren Näppbrunnenhof, 8112 Otelfingen, 044 844 43 23

Restaurant Zur Alten Eiche Sägastrasse 29, 9495 Triesen, +423 392 26 86

Schuler‘s Hofladen Ludihof 4, 8717 Benken SG, 055 283 15 84

Restaurant-Käserei Berghof Aewil 487, 9608 Ganterschwil, 071 983 15 72

SPAR HANDELS AG Schlachthofstrasse 12, 9015 St. Gallen, 071 313 66 38

Rheinburg-Klinik Walzenhausen Dorf 113, 9428 Walzenhausen, 071 886 11 11

steinkeller & hunger lebensmittel AG Gewerbezone, 7307 Jenins, 081 303 70 00

Rössli Kirchberg Neudorfstrasse 3, 9533 Kirchberg SG, 071 931 31 31

Tenti AG Sulzer-Allee 50, 8404 Winterthur, 052 235 18 28

Säntis Gastronomie AG St. Jakob-Strasse 87, 9008 St. Gallen, 071 242 03 60

Tobi Seeobst AG Ibergstrasse 28, 9220 Bischofszell, 071 424 72 88

SeniorenZentrum Uzwil Waldburgstrasse 10, 9244 Niederuzwil, 071 955 61 61

TopCC AG Schlachthofstrasse 12, 9015 St. Gallen, 071 313 66 38

Spital Linth Gasterstrasse 25, 8730 Uznach, 055 285 40 24

Verdunova AG Simon-Frick-Strasse 22, 9466 Sennwald, 081 750 75 00

Staatskeller Staatskanzlei St. Gallen Klosterhof 3, 9000 St. Gallen, 071 229 33 30

Verein Rhyboot Wyden Bodenstrasse 52, 9436 Balgach, 071 757 19 19

Stiftung Altersbetreuung Herisau Kasernenstr. 91, 9100 Herisau, 071 354 75 75

Werdenberger Bäuerinnen-Apéro Haagerstrasse 43, 9473 Gams, 081 771 46 20

Stiftung Kartause Ittingen 8532 Warth, 052 748 44 11 Stiftung Kronbühl Ringstrasse 13, 9300 Wittenbach, 071 292 19 21 Strickhof Lindau Eschikon 21, 8315 Lindau, 058 105 98 00

Gastronomie

Strickhof Winterthur-Wülflingen Riedhofstr. 62, 8408 Winterthur, 058 105 91 00

Altersheim Rotmonten Kirchlistrasse 14, 9010 St. Gallen, 071 243 41 41

Stump‘s Alpenrose AG Vordere Schwendistr. 62, 9658 Wildhaus, 071 998 52 52

Appenzeller Schaukäserei AG Dorf 711, 9063 Stein AR, 071 368 50 70

Stütlihus Wohnen im Alter Stütlistrasse 23, 9472 Grabs, 081 750 38 40

Bahnhöfli Gamserstrasse, 9469 Haag (Rheintal), 081 771 11 83

Wasserschloss Gastronomie AG Schloss-Strasse 1,

Bed & Breakfast Laui Lauistrasse 782, 9651 Ennetbühl, 071 571 29 94

8580 Hagenwil bei Amriswil, 071 411 19 13

Betreuungszentrum Risi Risi 376, 9103 Schwellbrunn, 071 353 31 31

Werdenberger Bäuerinnen-Apéro Haagerstrasse 43, 9473 Gams, 081 771 46 20

Café Restaurant dreischiibe Tobelackerstrasse 60, 9100 Herisau, 071 353 80 70

Wienerberg Wohn- und Pflegehaus Guisanstr. 19a, 9010 St. Gallen, 071 228 69 77

Clienia Littenheid AG Littenheidstrasse, 9573 Littenheid, 071 929 60 60

Wirtschaft zum Bären, das Urwaldhaus Robach 25, 9038 Rehetobel, 071 877 13 13

Fabrik-Café Hauptstrasse 27, 9477 Trübbach, 081 725 50 30 Flury‘s Schönhalden Kleinbergstr. 1752, 8894 Flumserberg Saxli, 081 733 11 96 GHG Rosenberg Kreuzackerstrasse 6, 9000 St. Gallen, 071 274 85 85

Geflügel

haus vorderdorf Wäldlerstrasse 4, 9043 Trogen, 071 343 82 82

appenzeller fleisch und feinkost ag Weissbadstr. 86, 9050 Appenzell, 071 787 36 35

Hoher Kasten Drehrestaurant und Seilbahn AG Dorf 22, 9058 Brülisau, 071 799 11 17

Bianchi Geflügel AG Mühltobel 895, 9427 Wolfhalden, 071 866 72 00

Hotel Dom Webergasse 22, 9000 St. Gallen, 071 227 71 71

Breitenmoser Fleischspezialitäten AG Sägehüslistrasse 12,

Hotel Hecht Hauptstrasse 51, 9424 Rheineck, 071 888 29 25

9050 Appenzell Steinegg, 071 788 09 80

Hotel Sonne Wildhaus AG Passhöhe, 9658 Wildhaus, 071 999 23 33

Carna Gallo AG Steinacker 19, 9556 Affeltrangen, 071 918 84 00

Johanneum Johanneumstrasse 3, 9652 Neu St. Johann, 071 995 51 24

Carna Holding AG Gewerbestrasse 2, 9562 Märwil, 071 655 16 40

Kantonsspital St. Gallen Rorschacher Strasse 95, 9000 St. Gallen, 071 494 25 03

CC ALIGRO Mooswiesstrasse 42, 9201 Gossau SG, 071 388 13 00

Klinik St. Pirminsberg Klosterweg 2, 7312 Pfäfers, 081 303 60 60

frifag märwil ag Hauptstrasse 11, 9562 Märwil, 071 654 65 00

Krone Mosnang AG Unterdorf 20, 9607 Mosnang, 071 983 28 47

G. Bianchi AG Allmendweg 6, 5621 Zufikon, 056 649 28 28

Kundelfingerhof AG Diessenhofen, 8252 Schlatt TG, 052 646 06 08

Geflügel Gourmet AG St. Gallerstrasse 9, 9402 Mörschwil, 071 866 12 00

91


Service

Genossenschaft Migros Ostschweiz Industriestr. 47, 9201 Gossau SG, 058 712 21 11

Hofstadl Albertschwil 585, 9200 Gossau SG, 071 385 82 01

Metzgerei Hälg AG Bahnhofstrasse 75, 9315 Neukirch (Egnach), 071 477 13 09

Höneisen Gemüsebau Winkelacker, 8463 Benken ZH, 052 319 19 86

Metzgerei Ochsen Unterdorf 20, 9105 Schönengrund, 071 361 11 04

Huber Frischgemüse Trübenbachweg 135, 8107 Buchs ZH, 044 844 01 26

Metzgerei Rust GmbH Sidwaldstrasse 26, 9652 Neu St. Johann, 071 994 24 51

Huber Gemüse Neubrunnenstrasse 12, 8162 Sünikon, 044 854 80 80

Metzgerei Schmid AG St. Jakobstrasse 48, 9000 St. Gallen, 071 244 81 32

Imhof Gemüsekulturen AG Poststrasse 13, 8115 Hüttikon, 044 847 50 20

Micarna SA Werk B Rte de l‘Industrie 25, 1784 Courtepin, 026 684 91 11

Imhofbio AG Eichhof, 8603 Schwerzenbach, 043 355 30 00

MÖFAG, Mösli Fleischwaren AG Industriestr. 9, 9524 Zuzwil SG, 071 944 11 11

Kellenberger Frisch Service frigemo AG Pfingstweidstrasse 105,

Ochsen Metzg AG St. Gallerstrasse 31, 9200 Gossau SG, 071 385 16 12

8005 Zürich, 058 433 85 00

Ospelt food AG Tiefrietstrasse 7, 7320 Sargans, 058 377 30 00

kellermann.ch ag Neue Horgenbachstr. 2, 8548 Ellikon an der Thur, 052 725 00 00

SPAR HANDELS AG Schlachthofstrasse 12, 9015 St. Gallen, 071 313 66 38

Kesseli AG Breiten 3, 9473 Gams, 081 750 30 80

steinkeller & hunger lebensmittel AG Gewerbezone, 7307 Jenins, 081 303 70 00

Kuhn Champignon AG Alpsteinstrasse 56, 9100 Herisau, 071 353 77 77

Sturzenegger Metzgerei Egg 59, 9103 Schwellbrunn, 071 351 32 32

Landi Hüttwilen und Umgebung Im Winkel 4, 8536 Hüttwilen, 052 748 00 44

TopCC AG Schlachthofstrasse 12, 9015 St. Gallen, 071 313 66 38

Leuenberger Gemüsekulturen AG Fallwiesenweg 2, 8114 Dänikon ZH, 044 847 50 30

Ueli Zeller AG Buchenstrasse 18, 9100 Herisau, 071 351 70 10

Massnahmenzentrum Bitzi Bitzi 1682, 9607 Mosnang, 058 228 15 85

Zahner Fischhandel AG Hof 15, 8737 Gommiswald, 055 280 17 55

Mazenauer Flawil - Früchte und Gemüse - GmbH Oberdorfstr. 31, 9230 Flawil, 071 393 21 42

Ziegler delikat essen AG Welchogasse 5, 8050 Zürich, 043 288 40 89

Meier René - Gemüse en gros Amriswilerstrasse 36, 8589 Sitterdorf, 071 422 15 16 MINOG AG Balgacherstrasse 6, 9445 Rebstein, 071 775 91 91

Gemüse & Kartoffeln

müller azmoos ag Plattis 5, 9476 Weite, 081 785 32 62 Öpfelfarm Olmishausen 18, 9314 Steinebrunn, 071 470 01 23

Beerstecher AG Hochbordstrasse 15, 8600 Dübendorf, 044 823 10 00

Ott Gemüse Hansrorenstrasse 6, 8254 Basadingen, 052 657 39 39

Bienen Brunner Weieren 46a, 9523 Züberwangen, 071 944 19 12

ProVerda AG Balgacherstrasse 6, 9445 Rebstein, 071 775 96 96

BioLand Agrarprodukte AG Hauptstrasse 56, 8162 Steinmaur, 044 854 05 04

purnatur ag Neue Horgenbachstrasse 2-4, 8548 Ellikon an der Thur, 052 725 00 00

Bischofszell Nahrungsmittel AG Industriestr. 1, 9220 Bischofszell, 058 475 91 11

Rathgeb BioLog AG Rohräcker 414, 8476 Unterstammheim, 052 744 00 00

Bodensee Rhein Gemüse AG Balgacherstrasse 9, 9445 Rebstein, 071 775 96 50

Rohner‘s Hoflädeli Krummensee 2817, 9436 Balgach, 071 722 39 57

Böschni Hof Ranser Rheinweg 2470, 9475 Sevelen, 081 785 13 88

Rohners Hofladen Hiltisau 1, 9469 Haag (Rheintal), 081 771 53 31

Braun Früchte und Gemüse AG Industriestr. 21, 9552 Bronschhofen, 071 913 85 00

Rohrer Gemüsebau Stöck, 9470 Buchs SG, 078 699 75 78

Brunner KA-GE AG Zürichstrasse 70, 8303 Bassersdorf, 044 809 88 88

SALONET AG Kindergartenstrasse 19, 9462 Montlingen, 071 760 05 01

Burelade Familie Schilliger Häuslen, 9240 Niederglatt SG, 071 393 10 17

Schärer Gemüsebau Dorfstrasse 1, 8165 Oberweningen, 044 856 03 47

caviezel giovanettoni ag Schöntalstrasse 31, 9320 Arbon, 071 447 11 00

Schuler‘s Hofladen Ludihof 4, 8717 Benken SG, 055 283 15 84

CC ALIGRO Mooswiesstrasse 42, 9201 Gossau SG, 071 388 13 00

SGG Waser AG Turmstrasse 1, 8952 Schlieren, 044 755 77 22

Conorti AG Brennersfeld, 9469 Haag (Rheintal), 081 750 75 00

SPAR HANDELS AG Schlachthofstrasse 12, 9015 St. Gallen, 071 313 66 38

E. Hermann AG Heulöser, 7310 Bad Ragaz, 081 302 11 89

St. Gallische Saatzuchtgenossenschaft Mattenweg 11, 9230 Flawil, 071 394 53 00

ecco-jäger Früchte + Gemüse AG Chriesilöserstr. 65, 7310 Bad Ragaz, 081 303 84 84

Steffen-Ris fenaco Genossenschaft Oberwiesenstr. 126, 8500 Frauenfeld, 052 725 25 00

Egger Gemüsebau AG Wertbühl 6, 8575 Bürglen TG, 071 634 81 81

steinkeller & hunger lebensmittel AG Gewerbezone, 7307 Jenins, 081 303 70 00

EO Keller AG Aargauerstrasse 1a, 8048 Zürich, 044 406 87 77

Stüdle Gemüsekulturen Staubishub 5, 9315 Neukirch (Egnach), 071 477 21 02

Erich Berner AG Walenbüchelstrasse 21, 9000 St. Gallen, 071 278 68 61

Tenti AG Sulzer-Allee 50, 8404 Winterthur, 052 235 18 28

Ernst Gygli AG Oberdorf 37, 8752 Näfels, 055 612 11 29

UMAMI AG Badenerstrasse 569, 8048 Zürich, 079 726 92 91

Fahrmaadhof AG Fahrmaadstrasse 16, 9444 Diepoldsau, 071 733 25 92

Verdunova AG Simon-Frick-Strasse 22, 9466 Sennwald, 081 750 75 00

Fässler Gärtnerei AG Hotterdingerstrasse 25, 8590 Romanshorn, 071 463 51 80

Verein Rhyboot Wyden Bodenstrasse 52, 9436 Balgach, 071 757 19 19

Feldhof Gemüse AG Eichaustrasse 2b, 9463 Oberriet SG, 071 761 07 60

Werdenberger Bäuerinnen-Apéro Haagerstrasse 43, 9473 Gams, 081 771 46 20

fenaco Genossenschaft Fohlochstrasse 1, 8460 Marthalen, 058 434 06 20 FRESH AG.CH Untere Bergstrasse 5, 8103 Unterengstringen, 043 455 20 70

92

Frigaliment Import GmbH Industriestr. 7, 9430 St. Margrethen SG, 071 747 30 20

Getränke

Früchte Bamert AG Zürcherstrasse 34, 8856 Tuggen, 055 465 65 65

Allegra Passugger Mineralquellen AG Hauptstrasse 1, 7062 Passugg, 081 256 50 50

Gamper BioChicorée AG Hauptstrasse 7, 9507 Stettfurt, 052 376 12 57

Bienen Brunner Weieren 46a, 9523 Züberwangen, 071 944 19 12

Gamper Gemüsekulturen Hauptstrasse 4, 9507 Stettfurt, 052 376 12 57

Burelade Familie Schilliger Häuslen, 9240 Niederglatt SG, 071 393 10 17

Gebr. Meier Gemüsekulturen AG Erlenhof, 8108 Dällikon, 043 411 61 00

CC ALIGRO Mooswiesstrasse 42, 9201 Gossau SG, 071 388 13 00

Gemüsebau Segmüller Rietstrasse 34, 9450 Lüchingen, 071 755 27 25

Fresh Drink AG Bruggacherstrasse 14, 8117 Fällanden, 044 825 85 85

Gemüsezentrale Tägerwilen AG Konstanzerstr. 54, 8274 Tägerwilen, 071 666 62 82

Goba AG, Mineralquelle und Manufaktur Gontenstr. 51, 9108 Gonten, 071 795 30 30

Gerber BioGreens AG Rütihof, 8320 Fehraltorf, 044 954 80 25

Guldenberg AG Guldenbergstrasse 120, 8424 Embrach, 044 865 23 46

Gerber Gemüsebau Rütihof, 8320 Fehraltorf, 044 954 80 00

Holderhof Produkte AG Ufhofen, 9203 Niederwil SG, 071 387 40 40

Grob Gemüse AG Bodenacker, 8255 Schlattingen, 052 646 40 00

Massnahmenzentrum Bitzi Bitzi 1682, 9607 Mosnang, 058 228 15 85

Gunterswiler AG Messenriet 30, 8500 Frauenfeld, 052 723 30 30

Mineralquellen Mels AG Melserbrunnenstrasse 7, 8887 Mels, 081 720 19 32

H. Eymann Gemüse & Co. Bitzibergstrasse 2, 8185 Winkel, 044 860 14 09

Mosterei Kobelt AG Staatsstrasse 21, 9437 Marbach SG, 071 777 12 20

Hilcona Agrar AG Bendererstrasse 21, 9494 Schaan, 058 895 95 95

Mosterei Möhl AG St. Gallerstrasse 213, 9320 Arbon, 071 447 40 74


Öpfelfarm Olmishausen 18, 9314 Steinebrunn, 071 470 01 23

Bienen Brunner Weieren 46a, 9523 Züberwangen, 071 944 19 12

RAMSEIER Suisse AG Wiese, 8767 Elm, 058 434 44 00

Bio Käserei Maseltrangen Portholz 1045, 8723 Maseltrangen, 055 615 16 17

SPAR HANDELS AG Schlachthofstrasse 12, 9015 St. Gallen, 071 313 66 38

Böschni Hof Ranser Rheinweg 2470, 9475 Sevelen, 081 785 13 88

TopCC AG Schlachthofstrasse 12, 9015 St. Gallen, 071 313 66 38

Braun Früchte und Gemüse AG Industriestr. 21, 9552 Bronschhofen, 071 913 85 00

Werdenberger Bäuerinnen-Apéro Haagerstrasse 43, 9473 Gams, 081 771 46 20

Bütschwil Käse AG Hofstrasse 9, 9606 Bütschwil, 071 983 50 24 Carna Holding AG Gewerbestrasse 2, 9562 Märwil, 071 655 16 40

Getreide & Teigwaren

Cascharia Breil/Brigels GmbH Via Pundual 3, 7165 Breil/Brigels, 081 941 15 15 caviezel giovanettoni ag Schöntalstrasse 31, 9320 Arbon, 071 447 11 00

Bischofszell Nahrungsmittel AG Industriestr. 1, 9220 Bischofszell, 058 475 91 11

CC ALIGRO Mooswiesstrasse 42, 9201 Gossau SG, 071 388 13 00

Bonvita AG Hofwisenstrasse 15, 8260 Stein am Rhein, 052 740 31 00

Chascharia Val Müstair Chassellas 121a, 7537 Müstair, 081 858 51 94

Bruggmühle Goldach AG St. Gallerstrasse 117, 9403 Goldach, 071 841 13 12

Chäsi Girenbad Höhenstrasse 110, 8340 Hinwil, 044 937 20 69

Bruhin-Mühle Mühle, 8856 Tuggen, 055 445 23 75

Dorfchäsi Kriessern Altstätterstrasse 3, 9451 Kriessern, 071 755 68 53

caviezel giovanettoni ag Schöntalstrasse 31, 9320 Arbon, 071 447 11 00

Dorfkäserei Thundorf Käsereistrasse 5, 8512 Thundorf, 052 376 31 88

CC ALIGRO Mooswiesstrasse 42, 9201 Gossau SG, 071 388 13 00

Dörig Käsehandel AG Unterdorfstrasse 26, 9107 Urnäsch, 071 364 11 04

Domino Food AG Herbergstrasse 29, 9524 Zuzwil SG, 071 944 18 33

Emmi Schweiz AG Betrieb Gossau Industriestr. 135, 9200 Gossau SG, 071 388 34 18

Empanadas&CO Industriestrasse 7, 9430 St. Margrethen SG, 078 662 12 02

Emmi Schweiz AG Betrieb Landquart Mühlestrasse 2, 7302 Landquart, 081 300 64 60

Frigaliment Import GmbH Industriestr. 7, 9430 St. Margrethen SG, 071 747 30 20

F. & A. Sommer GmbH Rebbergstrasse 6, 8444 Henggart, 052 316 15 55

Imhof Gemüsekulturen AG Poststrasse 13, 8115 Hüttikon, 044 847 50 20

Genossenschaft Migros Ostschweiz Industriestr. 47, 9201 Gossau SG, 058 712 21 11

Knecht Mühle AG Oberdorfstrasse 123, 5325 Leibstadt, 056 247 11 44

Genossenschaft Migros Zürich Pfingstweidstrasse 101, 8005 Zürich, 058 561 51 11

Lütolf Spezialitäten AG Industriestrasse 19, 9430 St. Margrethen SG, 071 744 58 58

H. & R. Habegger AG Käserei Dammi, 9652 Neu St. Johann, 071 994 11 70

Meyerhans Mühlen AG Industriestrasse 55, 8570 Weinfelden, 071 626 35 35

Hardegger Käse AG Poststrasse 2, 9243 Jonschwil, 071 923 26 26

Meyerhans Mühlen AG Langenhagstrasse 6, 9424 Rheineck, 071 888 27 27

Heiterhof Härdlistrasse 77, 9453 Eichberg, 071 755 52 59

MiAdelita GmbH Steinacherstrasse 105, 8804 Au ZH, 044 781 40 46

Imlig Käserei Oberriet AG Staatsstr. 163, 9463 Oberriet SG, 071 761 11 10

Mühlebach AG Mühleweg 3, 5303 Würenlingen, 056 297 10 40

Käse Thurgau AG Landstrasse 9, 8580 Hagenwil b. Amriswil, 071 411 15 59

Pasta Bonetti GmbH Elestastrasse 8, 7310 Bad Ragaz, 081 302 76 01

Käserei Bettswil Bettswilerstrasse 61, 8344 Bäretswil, 044 939 11 28

Pasta Premium AG Breitenstrasse 2b, 8500 Frauenfeld, 052 723 31 11

Käserei Brääg Brääggfeld 1357, 9602 Bazenheid, 071 931 57 30

Rohners Hofladen Hiltisau 1, 9469 Haag (Rheintal), 081 771 53 31

Käserei Bregensdorf Bregensdorf 240, 9313 Muolen, 071 411 23 28

Schuler‘s Hofladen Ludihof 4, 8717 Benken SG, 055 283 15 84

Käserei Camenzind GmbH Lammetstrasse 4, 8492 Wila, 052 385 42 40

Sonnenbräu AG Alte Landstrasse 36, 9445 Rebstein, 071 775 81 11

Käserei Eggsteig Eggsteig, 9534 Gähwil, 071 931 10 74

SPAR HANDELS AG Schlachthofstrasse 12, 9015 St. Gallen, 071 313 66 38

Käserei Egligen Hintergoldingerstrasse 4, 8638 Goldingen, 055 284 11 67

St. Gallische Saatzuchtgenossenschaft Mattenweg 11, 9230 Flawil, 071 394 53 00

Käserei Gabriel Schollrüti, 9245 Oberbüren, 071 951 77 40

TopCC AG Schlachthofstrasse 12, 9015 St. Gallen, 071 313 66 38

Käserei Germann Feldstrasse 1, 9249 Niederstetten, 071 393 86 32

Unicorn (Region Zürich) SA Küferweg 10, 8912 Obfelden, 056 622 52 36

Käserei Graf AG Riemen 139, 9035 Grub AR, 071 877 11 85

Verdunova AG Simon-Frick-Strasse 22, 9466 Sennwald, 081 750 75 00

Käserei Herschmettlen Dürntnerstr. 15, 8626 Ottikon (Gossau ZH), 044 935 12 35

Verein Rheintaler Ribelmais Rheinhofstrasse 11, 9465 Salez, 058 228 24 21

Käserei Hungerbühler Oberrindal 57, 9604 Oberrindal, 071 385 15 68

Werdenberger Bäuerinnen-Apéro Haagerstrasse 43 9473 Gams, 081 771 46 20

Käserei Kaufmann AG Oberdorfstrasse 5, 9607 Mosnang, 071 983 15 44

Willi Grüninger AG Büntenriet, 8890 Flums, 081 720 19 19

Käserei Koch Käsereistrasse 6, 8582 Dozwil, 071 411 36 66

Zahner Fischhandel AG Hof 15, 8737 Gommiswald, 055 280 17 55

Käserei Koller Mezikonerstrasse 51, 9543 St. Margarethen TG, 071 966 29 07 Käserei Muolen Dorfstrasse 38, 9313 Muolen, 071 422 12 31

Käse

Käserei Neuwies Neuwies, 9601 Lütisburg Station, 071 980 09 08 Käserei Niederbüren, H.+N. Näf Staatsstr. 52, 9246 Niederbüren, 071 422 16 53

A. & M. Kurmann AG Tannen 1668, 9534 Gähwil, 071 931 12 58

Käserei Niederhaus Eggstrasse 113, 8498 Gibswil, 071 999 20 92

Alois Koch AG Rüeggerstrasse 6, 9108 Gonten, 071 794 11 80

Käserei Oberli Rislen AG Rislen, 9512 Rossrüti, 071 911 14 22

Alpkäse-Pool GmbH Dorfstrasse 77, 8766 Matt, 055 642 14 92

Käserei Otmarsegg Augartenstrasse 26, 9204 Andwil SG, 071 385 25 63

Alpkorporation Kohlschlag 8887 Mels, 081 723 48 71

Käserei Pfister GmbH Bürgstrasse 1, 8638 Goldingen, 055 284 11 10

Alpschaukäserei Schwägalp Genossenschaft Schwägalp, 9107 Urnäsch, 071 364 12 20

Käserei Preisig Höchstockstrasse 7, 8499 Sternenberg, 052 386 12 76

Appenzeller Milchspezialitäten AG Hauptstr.48, 9105 Schönengrund, 071 788 50 80

Käserei Riethof Riethof 7, 8360 Eschlikon TG, 071 971 36 60

Appenzeller Ziegenprodukte AG Jakobsbadstrase 14b, 9108 Gonten, 071 794 12 74

Käserei Rossfallen Chammstrasse 2, 8638 Goldingen, 055 284 11 26

Bangshof Familie Hasler Fallagass 41, 9491 Ruggell, +423 373 49 30

Käserei Rüegg GmbH Neueggstrasse 2, 8340 Hinwil, 079 457 31 37

Baumann Käse AG Zürcherstrasse 9, 3052 Zollikofen, 058 227 28 28

Käserei Sax GmbH Käsereistrasse 1, 9468 Sax, 081 757 19 58

Baumann Käse AG Depot Gossau Industriestr. 135, 9200 Gossau SG, 058 227 28 28

Käserei Stadelmann AG Hauptstrasse 22, 9650 Nesslau, 071 994 18 45

Berg-Käserei Gais Forren 22, 9056 Gais, 071 793 37 33

Käserei Stofel AG Hauptstrasse, 9657 Unterwasser, 071 999 11 40

Bergkäserei Liechti Waldestrasse 3, 8726 Ricken SG, 055 284 51 11

Käserei Studer AG Romanshornerstr. 253 / Hatswil, 8580 Hefenhofen, 058 227 30 60

Bergkäserei Mädris AG Meilenstrasse 16, 8886 Mädris-Vermol, 081 710 09 93

Käserei Trungen Mörikonerstrasse 1, 9552 Bronschhofen, 071 911 16 57

Bergkäserei Mühlrüti Dorf 2, 9613 Mühlrüti, 071 983 36 77

Kellenberger Frisch Service frigemo AG Pfingstweidstr. 105,

93


Service

8005 Zürich, 058 433 85 00

ProVerda AG Balgacherstrasse 6, 9445 Rebstein, 071 775 96 96

Keller-Käse GmbH Tiergartenstrasse 6, 8852 Altendorf, 055 442 40 51

Rathgeb BioLog AG Rohräcker 414, 8476 Unterstammheim, 052 744 00 00

LESA Lataria Engiadinaisa SA Via Charels Suot 18, 7502 Bever, 081 852 45 45

Rohner‘s Hoflädeli Krummensee 2817, 9436 Balgach, 071 722 39 57

Malanser Alp Calfeisen 7208 Malans GR

Rohners Hofladen Hiltisau 1, 9469 Haag (Rheintal), 081 771 53 31

Mifroma SA Industriestrasse 4, 9300 Wittenbach, 071 290 15 18

Schlatter Agro AG / Schlatter Kräuter AG Otelfingerstr. 18,

Milchhof AG Scanastrasse 12, 9494 Schaan, +423 237 04 04

8113 Boppelsen, 044 844 33 13

Milchmanufaktur Einsiedeln AG Alpstrasse 6, 8840 Einsiedeln, 055 412 68 83

SGG Waser AG Turmstrasse 1, 8952 Schlieren, 044 755 77 22

Milchzentrale Bad Ragaz AG Maienfelderstr. 3, 7310 Bad Ragaz, 081 302 11 52 Molkerei Biedermann AG Steigstrasse 2, 9220 Bischofszell, 058 227 56 56 Molkerei Davos Betriebs AG Tobelmühlestr. 6, 7270 Davos Platz, 081 410 03 40

Milchprodukte

Molkerei Forster AG Windegg 2, 9100 Herisau, 071 351 18 47

Alpkorporation Kohlschlag 8887 Mels, 081 723 48 71

Molkerei Fuchs + Co. AG Greinastrasse 10, 9400 Rorschach, 071 846 81 80

Alpschaukäserei Schwägalp Genossenschaft Schwägalp, 9107 Urnäsch, 071 364 12 20

Mooser-Chäsi GmbH Wilerstrasse 23, 8575 Istighofen, 071 633 36 88

Appenzeller Milch AG Mettlenstrasse 4, 9050 Appenzell, 071 787 88 88

Näf Käserei Kleinbasel 24, 8357 Guntershausen b. Aadorf, 052 365 20 20

Appenzeller Milchspezialitäten AG Hauptstr. 48, 9105 Schönengrund, 071 788 50 80

natürli zürioberland AG Frauwiesstrasse 8, 8493 Saland, 052 766 06 06

Appenzeller Ziegenprodukte AG Jakobsbadstrase 14b, 9108 Gonten, 071 794 12 74

Restaurant-Käserei Berghof Aewil 487, 9608 Ganterschwil, 071 983 15 72

Bergkäserei Liechti Waldestrasse 3, 8726 Ricken SG, 055 284 51 11

Rohner‘s Hoflädeli Krummensee 2817, 9436 Balgach, 071 722 39 57

Bergkäserei Mädris AG Meilenstrasse 16, 8886 Mädris-Vermol, 081 710 09 93

Rohners Hofladen Hiltisau 1, 9469 Haag (Rheintal), 081 771 53 31

Braun Früchte und Gemüse AG Industriestr. 21, 9552 Bronschhofen, 071 913 85 00

Säntis AG Linden 4, 9300 Wittenbach, 071 298 34 43

Bütschwil Käse AG Hofstrasse 9, 9606 Bütschwil, 071 983 50 24

Schafmilchkäserei Koster Hittenbergstrasse 50, 8636 Wald ZH, 055 246 57 00

Cascharia Breil/Brigels GmbH Via Pundual 3, 7165 Breil/Brigels, 081 941 15 15

Schupplis Geisse-Chäsi Höhenstrasse 102a, 8340 Hinwil, 044 937 11 90

caviezel giovanettoni ag Schöntalstrasse 31, 9320 Arbon, 071 447 11 00

Schwyzer Milchhuus AG Seewenstrasse 54, 6440 Brunnen, 058 564 99 99

CC ALIGRO Mooswiesstrasse 42, 9201 Gossau SG, 071 388 13 00

Sennereigenossenschaft Nufenen Oberhäusern, 7437 Nufenen, 081 664 10 24

Chäsi Girenbad Höhenstrasse 110, 8340 Hinwil, 044 937 20 69

SPAR HANDELS AG Schlachthofstrasse 12, 9015 St. Gallen, 071 313 66 38

e.st Käse GmbH Käsereistrasse 5, 8556 Wigoltingen, 052 763 15 72

Sprenger Fine Foods AG Birnstielstrasse 5, 9225 Wilen (Gottshaus), 071 422 59 35

Generationengemeinschaft Beat und Edith Jud Ächeltschwilerstrasse 1070,

Städtlichäsi Lichtensteig GmbH Uttenwilerstr. 2, 9620 Lichtensteig, 071 994 32 86

8730 Uznach, 079 294 91 89

Stiftung Kartause Ittingen 8532 Warth, 052 748 44 11

Guldenberg AG Guldenbergstrasse 120, 8424 Embrach, 044 865 23 46

Strähl Käse AG Bahnhofstrasse 1, 8573 Siegershausen, 071 678 11 11

H. & R. Habegger AG Käserei Dammi, 9652 Neu St. Johann, 071 994 11 70

Tannzapfenland Käse AG Fischingerstr. 4, 8372 Wiezikon b. Sirnach, 071 977 13 71

Heiterhof Härdlistrasse 77, 9453 Eichberg, 071 755 52 59

Tenti AG Sulzer-Allee 50, 8404 Winterthur, 052 235 18 28

Käserei Bettswil Bettswilerstrasse 61, 8344 Bäretswil, 044 939 11 28

Toni Gübeli Käserei GmbH Müselbachstrasse 6, 9612 Dreien, 071 983 16 14

Käserei Brääg Brääggfeld 1257, 9602 Bazenheid, 071 931 57 30

TopCC AG Schlachthofstrasse 12, 9015 St. Gallen, 071 313 66 38

Käserei Germann Feldstrasse 1, 9249 Niederstetten, 071 393 86 32

Tschumper GmbH Käserei Ifang, 9113 Degersheim, 071 371 54 31

Käserei Kaufmann AG Oberdorfstrasse 5, 9607 Mosnang, 071 983 15 44

Urnäscher Milchspezialitäten AG Herisauerstr. 32, 9107 Urnäsch, 071 364 27 10

Käserei Niederhaus Eggstrasse 113, 8498 Gibswil, 071 999 20 92

Verein Alpkäseproduzenten Rheinhofstrasse 11, 9465 Salez, 058 228 24 20

Käserei Riethof Riethof 7, 8360 Eschlikon TG, 071 971 36 60

Verein Rhyboot Wyden Bodenstrasse 52, 9436 Balgach, 071 757 19 19

Käserei Rüegg GmbH Neueggstrasse 2, 8340 Hinwil, 079 457 31 37

Werdenberger Bäuerinnen-Apéro Haagerstrasse 43, 9473 Gams, 081 771 46 20

Käserei Stofel AG Hauptstrasse, 9657 Unterwasser, 071 999 11 40

Wildberg Käse AG Rikonerstrasse 2, 8489 Wildberg, 076 586 33 73

Käserei Trungen Mörikonerstrasse 1, 9552 Bronschhofen, 071 911 16 57

Ziegenalp Malschüel Rheinhofstrasse 11, 9465 Salez, 058 228 24 59

Kellenberger Frisch Service frigemo AG Pfingstweidstr. 105, 8005 Zürich, 058 433 85 00

Züger Frischkäse AG Industrie Haslen 9a, 9245 Oberbüren, 071 955 98 77

LESA Lataria Engiadinaisa SA Via Charels Suot 18, 7502 Bever, 081 852 45 45 Malanser Alp Calfeisen 7208 Malans GR

Kräuter & Gewürze

94

Milchhof AG Scanastrasse 12, 9494 Schaan, +423 237 04 04 Milchzentrale Bad Ragaz AG Maienfelderstrasse 3, 7310 Bad Ragaz, 081 302 11 52

Beerstecher AG Hochbordstrasse 15, 8600 Dübendorf, 044 823 10 00

Molkerei Biedermann AG Steigstrasse 2, 9220 Bischofszell, 058 227 56 56

Böschni Hof Ranser Rheinweg 2470, 9475 Sevelen, 081 785 13 88

Molkerei Davos Betriebs AG Tobelmühlestrasse 6, 7270 Davos Platz, 081 410 03 40

Fässler Gärtnerei AG Hotterdingerstrasse 25, 8590 Romanshorn, 071 463 51 80

Molkerei Forster AG Windegg 2, 9100 Herisau, 071 351 18 47

Gärtnerei Kipper AG Stäge, 8594 Güttingen, 071 695 21 65

Molkerei Fuchs + Co. AG Greinastrasse 10, 9400 Rorschach, 071 846 81 80

Gemüsebau Segmüller Rietstrasse 34, 9450 Lüchingen, 071 755 27 25

Molkerei Neff AG Bachtelstrasse 22, 8636 Wald ZH, 055 246 11 17

H. Eymann Gemüse & Co. Bitzibergstrasse 2, 8185 Winkel, 044 860 14 09

mooh Genossenschaft Bernerstrasse Süd 167, 8048 Zürich, 058 220 34 00

Hofstadl Albertschwil 585, 9200 Gossau SG, 071 385 82 01

Mooser-Chäsi GmbH Wilerstrasse 23, 8575 Istighofen, 071 633 36 88

Huber Frischgemüse Trübenbachweg 135, 8107 Buchs ZH, 044 844 01 26

Restaurant-Käserei Berghof Aewil 487, 9608 Ganterschwil, 071 983 15 72

Huber Gemüse Neubrunnenstrasse 12, 8162 Sünikon, 044 854 80 80

Schupplis Geisse-Chäsi Höhenstrasse 102a, 8340 Hinwil, 044 937 11 90

Imhof Gemüsekulturen AG Poststrasse 13, 8115 Hüttikon, 044 847 50 20

Stiftung Kartause Ittingen 8532 Warth, 052 748 44 11

Imhofbio AG Eichhof, 8603 Schwerzenbach, 043 355 30 00

Strähl Käse AG Bahnhofstrasse 1, 8573 Siegershausen, 071 678 11 11

Massnahmenzentrum Bitzi Bitzi 1682, 9607 Mosnang, 058 228 15 85

Tenti AG Sulzer-Allee 50, 8404 Winterthur, 052 235 18 28


Toni Gübeli Käserei GmbH Müselbachstrasse 6, 9612 Dreien, 071 983 16 14

St. Gallische Saatzuchtgenossenschaft Mattenweg 11, 9230 Flawil, 071 394 53 00

Urnäscher Milchspezialitäten AG Herisauerstr. 32, 9107 Urnäsch, 071 364 27 10

Verein Rhyboot Wyden Bodenstrasse 52, 9436 Balgach, 071 757 19 19

Verein Alpkäseproduzenten Rheinhofstrasse 11, 9465 Salez, 058 228 24 20

Werdenberger Bäuerinnen-Apéro Haagerstrasse 43, 9473 Gams, 081 771 46 20

Werdenberger Bäuerinnen-Apéro Haagerstrasse 43, 9473 Gams, 081 771 46 20

Wiler Stadtimkerei Thuraustrasse 12b, 9500 Wil SG, 076 375 14 85

Wildberg Käse AG Rikonerstrasse 2, 8489 Wildberg, 076 586 33 73 Züger Frischkäse AG Industrie Haslen 9a, 9245 Oberbüren, 071 955 98 77

Öl, Nüsse & Samen

Wein & Edelbrände aagne Familie Gysel Atlingerstrasse 27, 8215 Hallau, 052 681 38 10

Brütsch erdverbunden GmbH Ölmühle Griesbach, 8200 Schaffhausen, 052 649 18 76

Bärtsch Weine Grofstrasse 11, 8887 Mels, 081 723 10 33

CC ALIGRO Mooswiesstrasse 42, 9201 Gossau SG, 071 388 13 00

Burelade Familie Schilliger Häuslen, 9240 Niederglatt SG, 071 393 10 17

Rohners Hofladen Hiltisau 1, 9469 Haag (Rheintal), 081 771 53 31

CasaNova Wein Pur AG Seestrasse 43, 8880 Walenstadt, 079 218 91 38

St. Gallische Saatzuchtgenossenschaft Mattenweg 11, 9230 Flawil, 071 394 53 00

Gebr. Kümin Weinbau und Weinhandel AG Oechsli 1, 8807 Freienbach, 055 417 40 20

Walnusskompetenzzentrum Neuberg 2, 7208 Malans GR, 077 529 61 91

Heiterhof Härdlistrasse 77, 9453 Eichberg, 071 755 52 59 Höcklistein - Weingut am Zürichsee Zürcherstrasse 156, 8645 Jona, 055 222 87 90

Pflanzen & Kräuter

Jürg Obrecht Weinbau und Weinhandel Ausserdorf 14, 7307 Jenins, 081 302 26 80 Landwirtschaftliches Zentrum SG Rheinhofstrasse 11, 9465 Salez, 058 228 24 00

Agroservice GmbH Birmensdorferstrasse 170, 8902 Urdorf, 044 491 60 42

Melser Rathauskeller Platz 2, 8887 Mels, 081 723 52 49

Bienen Brunner Weieren 46a, 9523 Züberwangen, 071 944 19 12

Mosterei Kobelt AG Staatsstrasse 21, 9437 Marbach SG, 071 777 12 20

Fischer Pflanzenkulturen AG Roswis 4, 8602 Wangen b. Dübendorf, 044 833 04 30

Nüesch Weine Hauptstrasse 71, 9436 Balgach, 071 722 22 22

Gärtnerei Kipper AG Stäge, 8594 Güttingen, 071 695 21 65

Ochsentorkel Weinbau AG Dorfstrasse 7, 9425 Thal, 071 888 57 52

Gärtnerei Meier AG Dättlikonstrasse 3, 8413 Neftenbach, 052 315 16 84

Öpfelfarm Olmishausen 18, 9314 Steinebrunn, 071 470 01 23

Gensetter Topfpflanzen AG Obermühleweg 1, 7302 Landquart, 081 307 21 31

Reb- und Weingut Maienhalde Obereggerstrasse, 9442 Berneck, 071 744 12 46

Imhof Flora AG Eichhof, 8603 Schwerzenbach, 043 355 30 00

Regli Weine GmbH Selmattenstrasse 30, 8215 Hallau, 052 681 29 21

Imhofbio AG Eichhof, 8603 Schwerzenbach, 043 355 30 00

Rohner‘s Hoflädeli Krummensee 2817, 9436 Balgach, 071 722 39 57

Josef Kressibucher AG Ast 2, 8572 Berg TG, 071 636 11 90

Säntisblick Destillerie Ltd. Geisberg 602, 9246 Niederbüren, 071 422 23 20

Lamprecht Pflanzen AG Hirschacherstrasse 10, 8308 Illnau, 052 355 20 20

SCHMID WETLI AG Tramstrasse 23, 9442 Berneck, 071 747 90 90

Meyer Orchideen AG Roswies 14, 8602 Wangen b. Dübendorf, 044 833 24 01

Schmidheiny - Weingut im Rheintal Schlossstr. 210, 9435 Heerbrugg, 071 722 82 13

Peter Knup AG Dozwilerstrasse 46, 8593 Kesswil, 071 463 17 24

SPAR HANDELS AG Schlachthofstrasse 12, 9015 St. Gallen, 071 313 66 38

RUTISHAUSER AG Blumen.Pflanzen.Kulturen. Unterdorf 6,

Stiftung Kartause Ittingen 8532 Warth, 052 748 44 11

9523 Züberwangen, 071 555 33 00

tobias wein.gut Hinterburgstrasse 24, 9442 Berneck, 071 726 10 10

Schmid Hermann Langacher, 8113 Boppelsen, 044 845 00 23

TopCC AG Schlachthofstrasse 12, 9015 St. Gallen, 071 313 66 38

Senn Gärtnerei Sunnmattstrasse 4, 8330 Pfäffikon ZH, 044 950 14 57

Verein Rhyboot Wyden Bodenstrasse 52, 9436 Balgach, 071 757 19 19

Spirig AG Bürglenstrasse 33, 8570 Weinfelden, 071 626 23 40

Wein Berneck GmbH Rathausplatz 7a, 9442 Berneck, 071 744 24 13

Stefan Isler Schnittblumenkultur Obermoosstr. 32, 8332 Russikon, 044 954 29 56

Weinbau Tobler Kreienhalde 1, 9425 Thal, 071 888 34 36

Straub Christbaumkulturen AG Schützewisstr. 1, 8580 Hefenhofen, 071 461 22 50

Weingut am Huberberg Hub 11, 9463 Oberriet SG, 071 761 19 43

UMAMI AG Badenerstrasse 569, 8048 Zürich, 079 726 92 91

Weingut am Steinig Tisch Dorfstrasse 17, 9425 Thal, 071 888 17 33 Weingut Burkhart Hagholzstrasse 5, 8570 Weinfelden, 071 622 47 79

Verschiedene Produkte

Weingut Familie Zahner Im Bächi 67, 8467 Truttikon, 052 317 19 49 Weingut Gonzen St. Gallerstrasse 75, 7320 Sargans, 081 723 16 15

Bienen Brunner Weieren 46a, 9523 Züberwangen, 071 944 19 12

Weingut Stegeler AG Blumenstrasse 4, 9442 Berneck, 071 744 27 09

Bischofszell Nahrungsmittel AG Industriestr. 1, 9220 Bischofszell, 058 475 91 11

Weingut Steinersteg Staatsstrasse 163, 8888 Heiligkreuz (Mels), 081 723 71 40

Bartholdi Roland Obidörfli 16, 9220 Bischofszell, 071 422 82 46

Weinhof Tschirky Im Hof 5, 9604 Lütisburg, 071 931 14 60

Brändle Pascal Tannsegeten, 9308 Lömmenschwil, 079 706 03 79

Weinkellerei Arnold Graf AG Karmaad 34, 9473 Gams, 081 771 44 54

Bufis AG Industriestrasse 135, 9200 Gossau SG, 071 387 40 60

Weinkellerei Haubensak Rorschacherstr. 22, 9450 Altstätten SG, 071 755 14 09

Burelade Familie Schilliger Häuslen, 9240 Niederglatt SG, 071 393 10 17

Werdenberger Bäuerinnen-Apéro Haagerstrasse 43 9473 Gams, 081 771 46 20

CC ALIGRO Mooswiesstrasse 42, 9201 Gossau SG, 071 388 13 00

Zweifel Weine Regensdorferstrasse 20, 8049 Zürich, 044 344 22 11

Empanadas&CO Industriestrasse 7, 9430 St. Margrethen SG, 078 662 12 02 Gadeglace, Fam. Bürge Brääggweg 10, 9602 Bazenheid, 071 565 47 35 Heiterhof Härdlistrasse 77, 9453 Eichberg, 071 755 52 59 Hug Hans Dorfstrasse 20, 9313 Muolen, 071 411 43 25 Imkerei Heidi Meyer Buchenloo 10, 8196 Wil ZH, 044 869 30 15 Imkerei Knobel GmbH Geissrüti 5, 8756 Mitlödi, 055 644 41 59 Imkerhof Imkereibedarf GmbH Untere Industrie 11A, 7304 Maienfeld, 081 284 66 77 Öpfelfarm Olmishausen 18, 9314 Steinebrunn, 071 470 01 23 Schuler‘s Hofladen Ludihof 4, 8717 Benken SG, 055 283 15 84

CULINARIUMzertifizierte Betriebe und Produkte können Sie auch bequem online finden. Mit verschiedenen Filtern und einer übersichtlichen Karte finden Sie jeden Betrieb und jedes Produkt. culinarium.ch/finden

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Service

Sie interessieren sich für Essen über den Tellerrand hinaus? Der Genuss wird für Sie intensiver, wenn Sie wissen, woher ein Produkt stammt, wer es wo gepflanzt, geerntet und veredelt hat? Sie lächeln und nicken? Bei uns sind Sie in bester Gesellschaft. Und dank des neuen Führungsduos Jolanda und Thomas dürfen Sie sich auf frische, attraktive Ideen und Erlebnisse freuen. Jolanda Kunz und Thomas Scherraus haben den CULINARIUMClub im Sommer 2020 von Marion Zanella übernommen. Die quirlige Walliser Powerfrau hat eine neue spannende Aufgabe gefunden. Doch vorher hat sie die Zahl der ClubMitglieder mit guten Ideen und ihrem Charme innert Kürze beeindruckend vergrössert. Das neue Duo kann in beiden Kategorien durchaus mithalten. Wir haben Jolanda und Thomas Anfang Jahr für ein Gespräch über ihre neue Aufgabe getroffen. Stellt euch doch bitte für die aktuellen und künftigen Club-Mitglieder vor: Jolanda: Im November 2019 habe ich beim Trägerverein CULINARIUM begonnen. Zusammen mit Thomas realisiere ich Projekte und Kampagnen. Als CULINARIUMBotschafter sind wir Ansprechpartner und Berater für Gastronomen und Produzenten. Ich finde, wir ergänzen uns grossartig. Thomas arbeitet mit voller Energie und viel Enthusiasmus und reisst mich auch mal mit, wenn ich unsicher bin oder

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Willkommen im

eine gute Idee brauche. Thomas ist der geborene Verkäufer und geht die Organisation des Clubs an wie auch alle seine anderen Projekte. Mit viel Herzblut! Ich freue mich darauf, diese schöne Aufgabe gemeinsam mit ihm zu übernehmen. Thomas: Seit nun sieben Jahren darf ich mich in den verschiedensten Bereichen bei CULINARIUM einbringen. Die Vielzahl meiner persönlichen und geschäftlichen Beziehungen zu unseren Lizenznehmern kann ich nun perfekt für einen spannenden CULINARIUMClub nutzen. Ich bin zuversichtlich, dass wir den einen oder anderen exklusiven Blick hinter die Kulissen anbieten können, einen Apéro an einem aussergewöhnlichen Ort oder Produkt-Prototypen zum Degustieren und Bewerten. Die Club-Mitglieder sind ja ein sehr interessantes Testpublikum für jeden Produzenten. Als Frontmann mit Leib und Seele bin ich dankbar für die souveräne Unterstützung von Jolanda in der Administration. Ich habe grossen Respekt für die Aufbauarbeit von Manuel und Marion. Wir möchten die beiden und unsere

über 250 Mitglieder nicht enttäuschen! Wie würdet ihr den Club beschreiben? Thomas und Jolanda: Um unsere Vorgängerin und Wegbereiterin Marion Zanella zu zitieren, die während eines feinen Apéros ganz spontan den Nagel auf den Kopf getroffen hat: «Wir sind eine unverbindliche Interessensgemeinschaft von stolzen Ostschweizern, die gerne geniessen und regionale Produkte schätzen.» Mit unverbindlich meinte sie nicht unpersönlich oder wischiwaschi, sondern dass im CULINARIUMClub alle nach ihrer Façon selig werden können. Wie nehmt ihr die Stimmung im Club wahr? Jolanda: Unsere Mitglieder, Thomas und ich sind stolz auf all die regionalen Produkte und Produzenten im CULINARIUM-Land zwischen Zürichsee, Rhein und Bodensee. In jedem Tal gibt es hervorragende Käser, Metzger, Bäcker, Winzer, Bierbrauer und viele innovative, engagierte Landwirte. Uns allen ist


Thomas Scherraus und Jolanda Kunz sorgen mit doppeltem Engagement dafür, dass der CULINARIUMClub lebt und Freude macht.

bewusst: In der Ostschweiz zu leben ist ein Privileg! Diese Landschaft, diese Infrastruktur, diese Lebensqualität und so viele Möglichkeiten, zu geniessen. Alles vor der Haustür! Dieses kulinarische Heimatgefühl möchten wir miteinander teilen und unseren Horizont gemeinsam erweitern. Was bringt mir eine Mitgliedschaft? Thomas: Jedes Jahr organisieren wir mindestens zwei exklusive, kulinarische Events. Das kann eine aussergewöhnliche Führung mit Degustation, ein Festessen in einem Schlossgewölbe oder ein Spaziergang mit Picknick am See sein. Hauptsache interessant und genussvoll! Auch die Ideen und Kontakte der Mitglieder fliessen ein in diese Planung. Drei Mal im Jahr verschicken Jolanda und ich das beliebte «Gnusspäckli» an alle Mitglieder. In den Inhalt dieser Päckli investieren wir viel Hirnschmalz und lassen unsere

Beziehungen spielen. Natürlich achten wir dabei auf Saisonalität, aber wir möchten dich mit dem Inhalt auch überraschen und kulinarisch weiterbilden. Mit diesen Aktionen unterstützen wir regionale Produzenten und unsere Mitglieder erhalten einen Einblick in das vielfältige Angebot im CULINARIUMLand. Manchmal können sie neue Produkte ausprobieren, manchmal ist auch ein Klassiker oder ein Bestseller mit dabei. Das Päckli einpacken ist echte Handarbeit. Dafür wird unser Büro 102 zu einer Packstation umgerüstet. Es läuft gute Musik, es gibt einen feinen Kafi, und wenn unser Bürokollege Röbi Zeit hat, hilft er mit. Manchmal dauert es zwei Tage, bis wir alle Gnusspäckli zum Versand bereit haben und wir sie dem Pöstler mit auf den Weg zu dir geben. Du weisst nicht wann, und du weisst nicht was. Lass dich einfach überraschen!

Zudem schenken wir dir jedes Jahr einen kostenlosen Eintritt für die OFFA (im Frühling) und die OLMA (im Herbst). Auch zur Genussakademie und zum Produzentenmarkt am regio.tag, der normalerweise im Januar stattfindet, bist du immer herzlich eingeladen. Was kostet eine Mitgliedschaft? Wie kann man sich anmelden? Jolanda: Eine Club-Mitgliedschaft kostet pro Person CHF 90 im Jahr oder CHF 150 für Paare. Die Mitgliedschaft kann jederzeit und per sofort gekündigt werden. Am einfachsten geht die Anmeldung online auf culinarium.ch unter der Rubrik «CLUB» oder mit der Anmeldekarte auf der letzten Seite des Magazins! Natürlich kannst du dich auch persönlich bei uns melden auf 071 552 13 30, uns Fragen stellen oder dir etwas genauer erklären lassen. Wir freuen uns auf jedes neue Mitglied!

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Service

Geteilter Genuss, ist doppelter Genuss!

Als Club-Mitglied erwarten dich/euch •

jedes Jahr 3 Gnuss-Päckli

mindestens 2 kulinarische Club Events (Frühling & Herbst) •

kostenlose Eintritte an die Messen OLMA und OFFA •

eine Einladung an den regio.tag

eine aktuelle Ausgabe des CULINARIUM-Jahresmagazins •

interessante neue Erfahrungen und genussvolle Erlebnisse rund um regionale Kulinarik

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GAS/ECR/ICR

Ja, ich interessiere mich für Genuss aus der Region!

B

nicht frankieren ne pas affranchir non affrancare 50412313 000001

Ich möchte das nächste Magazin Culinarisch! 2022 mit der Post erhalten. Ich möchte den regelmässigen E-Mail-Newsletter erhalten. Ich möchte diesen Lesegenuss gerne teilen, bitte um Zustellung dieses Magazins an:

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Trägerverein CULINARIUM Rheinhofstrasse 11 CH-9465 Salez

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Ja, ich möchte Club-Mitglied werden

B Einzelperson CHF 90.– pro Jahr Familie CHF 150.– pro Jahr  zwei im selben Haushalt lebende Personen Firma CHF 500.– pro Jahr vier in der selben Firma beschäftigte Personen

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Trägerverein CULINARIUM Rheinhofstrasse 11 CH-9465 Salez

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Philip Fässler, Appenzeller Fleisch und Feinkost AG

Rubrik

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