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Ausgabe 45 • Oktober 2010

Countdown für neue Erdrakete


2011: Neue Erdrakete kommt!

Mehr Leistung: GRUNDODRILL XP

Titelthema:

Bohranlagen, wie die neuen GRUNDO­DRILL 10 XP und 15 XP weisen viele High-Tech-Komponenten auf. Die Bedienung ist aber deshalb keinesfalls komplizierter geworden - im Gegenteil. Viele Anregungen und Wünsche der Anwender wurden bei diesen Bohranlagen berücksichtigt. Seite

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Die neue N-Erdraketengeneration ist ein Meilenstein in der 40jährigen Geschichte der GRUNDOMAT-Erdraketen.

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Projekt des Monats:

Ein Hauch von Gizeh

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Rohrstrang durch Abwasserschacht mit BURSTFORM

Die Pyramiden unterliegen einem innovativen Energiekonzept. So entschied man sich schon beim Bau der ersten Pyramide im Jahre 2005 für die Nutzung von Erdwärme zum Heizen und Kühlen. Lesen Sie mehr auf

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Berstlining in Genf Es war ein Mammutprojekt, das sich die Firma PIASIO vorgenommen hat. Mit dem GRUNDOBURST, Typ 2500G sollte eine überalterte und unterdimensionierte 500er-Trinkwassertransportleitung aus Grauguss durch ein 730er­-Betonrohr mit Stahlkern BON­­­­NA ersetzt werden.

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Die Erneuerung eines Kanals mit einer Gesamtlänge von 412 m stand an wegen Fremdwasserzufluss durch Risse und undichte Verbindungen. Interessanter Einsatz­bericht auf Seite

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Inhalt 4

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Neuvorstellung: 2011: Neue Erdrakete kommt!

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Gesteuerte Bohranlagen: Mehr Leistung: GRUNDODRILL XP

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- 12 GRUNDODRILL 25 N: Rheinkraftwerk Iffezheim: KS-Rohrbündel unter dem Rhein verlegt - 14 GRUNDODRILL 15 N: 452 m-Bohrung im Wasserund Naturschutzgebiet

Kurzbericht: GRUNDOPIT Hausanschluss in nur 3 Stunden!

- 17 Erdwärme: GRD-Einsatz ...wo andere passen müssten - 19 Information: Energieeffizienz von radial eingebrachten Erdwärmesonden (GRD) - 22 Erdwärme GRD: Umstellung auf Erdwärme im Altbaubestand

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- 25 Projekt des Monats: Ein Hauch von Gizeh

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- 27 GRUNDOBORE: Hausanschlusskanal grabenlos neu verlegt

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- 29 GRUNDOBURST: Berstlining in Genf

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Kurzbericht: GRUNDOBURST-Einsatz in Xanten

- 33 Einsatzbericht: Rohrstrang durch Abwasserschacht mit BURSTFORM

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- 36 Reportage: Mit TIP-Verfahren Schlauchliner saniert

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- 39 Erdrakete: Der perfekte Hausanschluss

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- 41 Spezialeinsatz Erdrakete: Pfahlgründung mit GRUNDOMAT 75

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Einsatz GRUNDODRILL 15 N: HDD-Bohrung im weltberühmten Weingut Château Margaux

Kurzbericht: In nur 25 Minuten 60 m Betonrohr erneuert

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Impressum

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BAUMA Rückblick: BAUMA 2010 sieht nach vorn

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Auszeichnung: TT erhält Axia Award

© Copyright by: TRACTO-TECHNIK GmbH & Co. KG D-57356 Lennestadt Redaktion und Inhalt: Günter Naujoks Gestaltung und Layout: Alexa Wirth Auflage: 15.000

Information: TT zweimal bei RTL

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TUBOMAT: 40 Jahre Biege- und Rohrbearbeitungstechnik TT-Intern: Stabwechsel

TT-Intern: Neue Spitze neu besetzt: Vertriebsleiter

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2011:

Neue

Erdrakete kommt! Neue GRUNDOMAT N Erdrakete

Auf der BAUMA in München wurden Prototypen einer grundlegend neuen Generation der seit 1970 bekannten GRUNDO­MATErdraketen präsentiert und inzwischen auf Herz und Nieren auf vielen Baustellen getestet. Das Urteil der Tester lautet unisono gut bis sehr gut. Die neue N-Erdraketengeneration ist ein Meilenstein in der 40-jährigen Geschichte der GRUNDOMAT-Erdraketen.

Spannhülse

Ein markantes Merkmal des neuen GRUNDOMAT N ist der Kronenkopf. Er stellt sich auf die vielen „Unbekannten“ im Boden am besten ein und steht für eine hohe Durchschlagskraft. Der Kronenkopf erweitert die Bohrung direkt auf den vollen Bohrdurchmesser. Die scharfen Schneidkronen rammen sich vollflächig in größere Steine und zerkleinern diese. Durch die kleine Angriffsfläche der Schneidkronen wird bei gleichhoher Schlagenergie der größtmögliche Wirkungsgrad erreicht. Das bearbeitete Material passiert die Öffnungen und wird bis hinter den Kopf umgelagert. Die „Kopfarbeit“ vollzieht sich in folgenden Arbeitstakten:

• • • •

Vorschlagen Zerkleinern Umlagern Verdrängen

Neu ist auch die Dreigangsteuerung ein absolutes Novum und eine bahnbrechende Weiterentwicklung in der Erdraketentechnik. Zwei Vorwärtsgänge mit variablen Schlagfrequenzen ermöglichen eine schnelle Anpassung an wechselnden Böden für einen ruhigen, gleichmäßigen aber dennoch kraftvollen Vorlauf. Der Rücklauf wird z. B. bei Stichbohrungen eingelegt. Die Umschaltung von Vor- und Rücklauf und umgekehrt erfolgt durch ¼ Umdrehung am Druckluftschlauch. Des Weiteren ist die neue GRUNDOMAT N-Generation noch servicefreundlicher geworden. Wenn z. B. ein Dichtring ausgetauscht oder das Hülsrohr angebaut werden muss, kann die Montage auf der Baustelle ausgeführt werden. Der Trick: Ein Spannelement spreizt das Gewinde

Schneidkronen

Bohrung für Zugöse

Zusätzlicher Dichtring hält Schmutz und Wasser ab.

Perforationsöffnungen, durch die das Bohrgut nach hinten umgelagert wird. Der „Kronenkopf“ des neuen GRUNDOMAT N.

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Bohrung unter Straße.


Neuvorstellung

wie einen Dübel und fixiert so die Endverschraubung im Gehäuse. Vordergehäuse, Endkonus bzw. Hülsrohr sind nicht mehr eingeklebt, d. h. keine klebebedingten Wartezeiten. Der Kronenkopf wird mit den bewährten Spannhülsen befestigt und kann im Bedarfsfall auch leicht gegen einen Stufenkopf der bisherigen Erdraketengeneration ausgewechselt werden. Ein Sicherheitspaket, bestehend aus einem nichtleitenden Druckluftschlauch und einem Isolationsadapter, sowie die Sicherheitsausstattung für den Bediener sorgen für erhöhte Sicherheit gegen stromführende Leitungen. Für den Start aus kleinen Baugruben gibt es extrakurze Maschinentypen mit 65, 75 und 95 mm Durchmesser. Hausanschlüsse für Gas, Wasser, Abwasser, Strom und Telekommunikation lassen sich auch direkt aus dem Keller heraus unterirdisch und mit einer dichten Hauseinführung verlegen. GRUNDOMAT N ist ab 1.4.2011 in den Größen 55 N, 65 N, 65 NK, 75 N, 75NK, 95 N und 95 NK lieferbar., ab 1.7.2011 folgten die 45 N, 85 N, 110 N, 145 N und die 180 N (NK= Kurzversion). Selbstverständlich bleibt für eine Übergangszeit auch die GRUNDOMAT-P im Produktprogramm.

Einfacher Austausch Rücklaufkonus gegen Hülsrohr auf der Baustelle durch Spannelement. Kein Kleben mehr.

Vorteile • Kronenkopf für noch höhere Durchschlags- kraft und • verbesserte Laufstabilität • je nach Einsatz ist der Kronenkopf gegen Stufenkopf austauschbar • variable Schlagfrequenzen durch 2 Vorwärtsgänge • leicht • handlich • kurz für kleine Baugruben • leichte Umschaltung von Vor- auf Rücklauf und umgekehrt • montage- und servicefreundlicher • teilgeriffeltes Gehäuse für mehr Grip • einsatzsicher durch Sicherheitspaket z. B. durch Isolationsadapter zum Schutz vor stromführenden Leitungen • gut abgedichtet gegen Schmutz / Wasser und für sparsamen Luftverbrauch • lange Lebensdauer: Kopf und Kolben sind gehärtet, das Gehäuse ist innen und außen hartverchromt, der Kolben lagert auf Gleitringen, die die Reibung von Stahl auf Stahl verhindern

Teilgeriffeltes Gehäuse für mehr Grip.

Der Isolationsadapter ist für alle GRUNDOMAT-Typen erhältlich.

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Mehr Leistung:

GRUNDODRILL XP GRUNDODRILL 10 XP

Ein optischer Blickfang des Grundodrill XP ist die neue großräumige Arbeitskabine.

GRUNDODRILL 15 XP

Bohranlagen, wie der neue GRUNDO­ DRILL 10 XP und 15 XP, weisen viele High-Tech-Komponenten auf. Die Bedienung ist aber deshalb keinesfalls komplizierter geworden - im Gegenteil. Viele Anregungen und Wünsche der Anwender wurden bei diesen Bohranlagen berücksichtigt. Erhebliche Leistungssteigerungen sowie Modernisierungen sprechen für den XP, der viel leiser ist als vergleichbare Bohrsysteme. Dazu gehörten das 400 mm breite Gummikettenfahrwerk, die Bohrdatenerfassung, die Zugkraftmessung mit Funkdatenübertragung auf das

Das für GRUNDODRILL typische Schlagwerk vergrößert die Einsatzmöglichkeiten der Maschinen in steinreichen Böden. Mit dem dynamisch schlagenden Hammerwerk (1500 Schläge / Minute) lässt sich sogar stark aufgewitterter Fels durchörtern.

Kontroll-Display für Ortung

Kontrolle der Bohrfunktionen über LCD-Display.

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LCD-Display, das auch den Bohrbetrieb und die Bohrautomatik überwacht. Alle relevanten Bohrdaten werden auf dem Display angezeigt, wie z. B. Vorschub-, Rotations- und Bentonitpumpendruck, Litermenge, Gestängezähler, Schaltstufen etc. Für den optimalen Betrieb können außerdem am Display durch Vorauswahl von verschiedenen Menüs Einstellungen und Feinjustierungen vorgenommen werden. Dies sind nicht nur Maschinenparameter, sondern auch z. B. die Umstellung der Bedienersprache und kleine Berechnungstools. Eine „Blackbox“ speichert den gesamten Bohrvorgang ab. Die Bohrdaten sind jederzeit gemäß DVGW 321 abrufbar.

Kontrol ldisplays in der Arbeitskabine für Ortung und Bohrfunktionen.

Aber auch die Feinheiten in der Mischtechnik für die Bohrsuspension erfordern eine angepasste Maschinentechnik. Je besser die Bohrspülung in Tragfähigkeit, Gelstruktur, Fließeigenschaft, Schmierfähigkeit, Filtratwerten und Quellverhalten auf die Bodenverhältnisse abgestimmt ist, desto leichter ist die Durchdringung des Bodens bei der Pilotbohrung, beim Aufweiten und dem Rohreinzug.


Gesteuerte Bohranlagen Bohrwellenadapter und Bentonitleitblech

Die Mischanlage, Typ MA 010, erfüllt die Anforderungen. Sie besteht aus einem Zweikammersystem mit einem Fassungsvermögen bis zu je 4000 l. Durch Umschalten im Mischkammersystem lässt sich schnell und direkt vom Vormischen auf fertiges Mischgut schalten. Mit hochleistungsfähigen Pumpen wird die Bohrspülung durch das Bohrgestänge zum Bohrkopf gepumpt und trägt dort zum Abtrag und Abtransport des Bohrguts bei. Der Bohrspülungsdruck lässt sich in automatisierten Anlagen optimal steuern und mittels Datenaufzeichnung protokollieren. Neben der Leistungsoptimierung lag der Entwicklungsfokus auf Verbesserungen der Arbeits- und Betriebssicherheit sowie der korrekten und schadensfreien Ausführung der Bohrarbeiten.

Viele Anregungen der Anwender wurden bei diesen Bohranlagen berücksichtigt.

Mit einer Funk-Fernbedienung kann sich der Bediener ohne störendes Verbindungskabel frei um die Bohranlage bewegen. So ist der sichere Fahr- und Rangierbetrieb gewährleistet. Eine weitere Funk-Fernbedienung ermöglicht die Ansteuerung der Bohrlafette von der Zielgrube aus, um Bohrwerkzeuge sicher an- und abzubauen. Die Nothydraulik dient dazu, bei einem Ausfall der Steuerungstechnik den Einziehvorgang abzuschließen. Quetschungsgefahren sind durch die geschützte Gestängebox und den gesicherten Lafettenbaum ausgeschlossen. Das Eigengewicht und das hydraulisch absenkbare Stützschild gewährleisten die Standstabilität der Bohranlage. Die beheizbare Arbeitskabine (Klimaan­ lage optional)ist in 5 Stufen bis max. 75° schwenkbar und ermöglicht einen vollständigen Überblick und damit die optische Kontrolle über den gesamten Bohrvorgang. Die geräumige Kabine ist mit einem ergonomischen Arbeitssitz ausgestattet. Mit den Joysticks werden die Bohrfunktionen angesteuert. Ein Hochdruckreiniger (optional) sorgt für

Nothydraulik

die Sauberkeit. Der vollautomatische Ablauf des Gestängewechsels, der schnelle Leerhub des Bohrschlittens, das schnelle Klemmen, Verschrauben und Lösen, die automatische Gestängeschmierung und das schnelle Entnehmen und Zurücklegen der Gestänge in die MaFunk-Fernbedienungen (Optional):

...für Fahr- und Rangierbetrieb.

...für Bedienung von der Grube.

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Fortsetzung von Seite 7 – „Mehr Leistung: GRUNDODRILL XP“

Die weitgeöffnete GfK-Haube erlaubt eine sehr gute Servicefreundlichkeit.

gazinfächer entlasten den Bediener und reduziern erheblich die Bohrnebenzeiten. Die Bohrautomatik optimiert zudem den Einzug des Produktrohres in Abhängigkeit zum anstehenden Drehmoment. Die automatisierten Abläufe der HDD-Anlage sind so eingestellt und geregelt, dass zwar ein sehr schnelles Arbeiten möglich ist, gleichzeitig das Arbeiten jedoch im „Nor-

malbereich“ erfolgt und nicht ungewollt im Last- oder Überlastbereich. Das Arbeiten im optimierten Bereich schont die Maschine und erhöht die Lebensdauer.

Die geräumige Arbeitskabine mit Ausstellfenster

Vorgerüstet für kabelgeführte Bohrungen bei Flussunterquerungen, in großen Tiefen und bei starken Interferenzen (Schleifring Option).

Informationen und Kontakt:

Automatische Schmiereinrichtung

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jochen.schmidt@tracto-technik.de Tel.: 0 27 23 - 80 81 85 oder 01 71 - 2 11 65 73


Durchdacht bis ins Detail zum Beispiel das Ankerbohrgerät zur Erhöhung der Standstabilität, mit dem je nach Boden Erdnägel und U-Profile in unterschiedlichen Längen eingebracht werden können.

hydraulisches Ankerbohrgerät

Ankerbohrgerät mit Zahnstange seitlich verschiebbar

Bentonitauffangwanne mit Absaugpumpe (Option)

Bohrstange zum Vorbohren durch Asphalt, Beton und Schotter.

Kompatibel mit langen Erdnägeln, wenn keine Leitungen im Untergrund liegen.

Kompatibel mit mehreren U-Profilen für sehr weichen Untergrund.

Vergleich GRUNDODRILL XP 10 XP 15 XP

• Perkins Dieselmotor 75 kW • Zug- und Schubkraft bis 105 kN • Drehmoment 3300 Nm • Spindeldrehzahl 200 U/min • HD-Bentonitpumpe 115 l/min • Gestängemagazin 44 Bohrstangen (132 m) • Superschallgedämpft 66 dB(A) • Bohrlänge bis 250 m (bodenabhängig) • Rohreinzug bis DA 355 (bodenabhängig) • Arbeitsbreite ab 1,74 m • Dieseldrehzahl max. 1.900 1/min. (kraftstoffsparend und leise)

106 kW 147 kN 4500 Nm 180 U/min 200 l/min 60 Bohrstangen (180 m) 66 dB(A) 350 m (bodenabhängig) DA 450 (bodenabhängig) 1,85 m

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Rheinkraftwerk Iffezheim

KS-Rohrbündel unter

dem Rhein verlegt

Die im Bau befindliche 5. Turbine.

Rheinübergang der B 500 nach Frankreich das größte Laufwasserkraftwerk Deutschlands und eines der größten in Europa. Die RKI, eine gemeinsame Gesellschaft der EnBW sowie der EDF und Betreiber der Wasserkraftanlage, wird nach Fertigstellung rund 90 Millionen Euro investiert haben und jährlich 122 Millionen kWh CO2-freien, umweltfreundlichen Strom erzeugen. Dass der Strom von der Turbine bis zum Umspannwerk auf der anderen Rheinseite fliessen kann, daran hat die Firma WMZ aus Wittislingen wesentlichen Anteil. Das Bohrunternehmen hatte mit einem einfallsreichen Konzept den Auftrag für fünf jeweils 220 m lange Bohrungen und den Einzug von Mehrfach-Rohrbündeln unter dem Rhein erhalten.

Keine Routineaufgabe

Übersichtsskizze für die 5 Bohrungen unter dem Rhein bei der Staustufe Iffezheim.

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V

on 2009 bis 2012 dauern die Arbeiten für die Erweiterung des Rheinkraftwerkes Iffezheim (RKI) mit einer 5. Turbine. Hier entsteht am

Diese Bohrmaßnahme ist jedoch keine Routineaufgabe. Ein Großteil der angefragten Unternehmen war der Meinung, dass sich im Bohrbereich, d. h. direkt im Unterstrom der Schleuse, keine Bohrungen qualitätssicher ausführen lassen. Der Untergrund unter dem Flussbett ist anerkanntermaßen schwer bohrbar. Sand, Kies und Geröll in allen Korngrößen müssen bohrtechnisch beherrscht werden. Hohe Anforderungen ergaben sich aufgrund der durchlässigen Struktur auch an die Bohrspülung. Eine Vielzahl metal-


GRUNDODRILL 25 N

Kein Routinejob! GRUNDODRILL 25 N beim Rohreinzug.

lischer Gegenstände im Untergrund, die noch aus der Errichtung der Staustufe Iffezheim mit Schleuse und Kraftwerk in den 70er Jahren stammen, bewirken, dass die herkömmliche Ortungs- und Steuerungstechnik aufgrund der Interferenzen und des regen Schiffverkehrs nicht eingesetzt werden konnte. Das Bohrunternehmen WMZ aus Wittislingen hat mit einem überzeugenden Konzept und der richtigen Technik den Auftraggeber, die Arge Implenia/Schleith, überzeugt und inzwischen die Bohrungen erfolgreich im vorgesehenen Takt und Zeitrahmen ausgeführt.

der Mole eingebaut. Die Uferböschungen sollten durch mögliche Ausbläser der Bohrsuspension nicht beschädigt werden. Zudem waren 3 m Bohrabstand von der Mole einzuhalten. Für den Pilotvortrieb wurde der GRUNDO­ DRILL 25 N quer zur Mole positioniert. Das Raupenfahrwerk und die hintere Schildabstützung fanden gerade mal zwischen Böschungskante und Startgrube Platz. Deshalb konnte auch keine größere Bohranlage eingesetzt werden. Nach den Startvorbereitungen wurde das Bohrgestänge in das Casingrohr eingeschoben. Nach 30 m Stahlrohrtour begann der Bohrkopf seine Arbeit für den noch ca. 190 m langen Weg in Richtung Umspann-

Beginn des Rohreinzugs auf der Mole.

Die Ausführung

Zu den vorgenannten Schwierigkeiten kamen die eingeschränkten Platzverhältnisse. Die Pilotbohrung musste von der Mole aus erstellt werden. Für die Aufweitungsvorgänge und den Einzug des 4-fach Rohrbündels musste die Bohranlage zum Umspannwerk auf der anderen Rheinseite umgesetzt werden. Bevor die Bohrarbeiten jedoch beginnen konnten, waren noch die Vorarbeiten für die Startgruben auszuführen. Dazu gehörten die Sicherung der Gruben mit Spundbohlen und der Einbau von Casingrohren. Hierbei handelt es sich um ca. 30 m lange Stahlrohre DN 600. Die Rohre wurden mit einer Neigung von 42° im Bohrpressverfahren in Vortriebsrichtung verlegt. Sie wurden für den Schutz

Eines von 5 verlegten Rohrbündeln.

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Fortsetzung von Seite11 – „KS-Rohrbündel unterm Rhein verlegt“

Für die drei folgenden Aufweitungsgänge auf 280 mm, 360 mm und auf 580 mm Bohrdurchmesser und den Einzug des 4-fach Rohrbündels wurde die Bohranlage auf die andere Rheinseite zum Umspannwerk transportiert und dort positioniert, da die Vorstreckung der einzuziehenden Rohre nur auf der Mole möglich war. Verschweißt wurden 20 m Stangen egelen® PE 100, AD 160 mm , SDR 11, zu vier jeweils 220 m langen Rohrsträngen, die gemeinsam eingezogen wurden.

Position der Bohranlage vor dem Umspannwerk.

Blick über den Rhein zur Mole.

werk. Der tiefste Punkt der Trasse lag ca. 8 m unter der Flusssohle, insgesamt 23 m tief. Für eine zuverlässige Ortung wurde aus den genannten Gründen ein eigenes Magnetfeld aufgebaut. Die dafür verlegten Kabel umspannten ein Viereck, das vom Startpunkt der ersten Bohrung, durch die bereits verlegten Rohre, dann parallel zum Rhein und über die B 500 auf der Staustufe zum Startpunkt der folgenden Bohrung geführt wurde. Die erste Bohrung diente als Referenztrasse, die mit dem Para-Track-Verfahren auf die jeweils nächste in einem Abstand von 10 m parallel verlaufende Bohrung übertragen wurde. Soll- und Ist-Trassen wurden mit Symbolen für Neigungen, Tiefen und Längen auf dem Monitor eines Laptops übersichtlich dargestellt. Die hinterlegte Software prüft und vergleicht dafür kontinuierlich Messwerte und Daten, die per Kabel an den vorne im Pilotkopf installierten Sender übermittelt werden. Daraus ergeben sich die Steuerbefehle, die auf der Bohranlage in Vorschub oder Rotation des Pilotgestänges umgesetzt werden. Bei jedem Nachlegen eines Gestänges wurde auch die Datenleitung um weitere 3 m verlängert. 12

Spezialisten waren bei der Rezeptur für die Bohrsuspension gefragt, die möglichst optimal auf die Stützung des Bohrkanals und die Reibungsreduktion beim Rohreinzug abzustimmen war. So gab es aufgrund der Bodenstruktur keinen nennenswerten Bohrgutaustrag, und die Zugkräfte erreichten nur ca. 12 t beim Einzug des ca. 5 t schweren Rohrbündels. In eines der Rohre wurden dann in einem separaten Einziehvorgang noch 3 Schutzrohre 50 x 4,4 mm für Steuerleitungen sowie das Kabel für den Aufbau des Magnetfeldes für die Steuerung der nächsten Pilotbohrung eingezogen. In die verbleibenden drei Schutzrohre AD 160 mm wird später vom Netzbetreiber jeweils ein Kabel für die dreiphasige Übertragungsleitung eingezogen. Beim Einzug musste das Rohrbündel mit einem Bagger mehrere Meter über den Damm hinausragend gehalten werden, damit durch den entstehenden Oberbogen und die zusätzliche Länge der Auslage der minimal zulässige Biegeradius der Rohre nicht unterschritten wurde. Der Einzug selbst dauerte nur 3 - 4 Stunden.

Fazit

Unter geometrisch, baugrund-, ortungsund steuerungstechnisch schwierigen Randbedingungen hat das 4-köpfige Bohrteam die anspruchsvolle Bohraufgabe erfolgreich gemeistert. Dazu beigetragen haben mehrere Faktoren: Ausgangspunkt ist ein wohlüberlegtes ausgewogenes Konzept, das präzise vorbereitet wurde; maßgebend auch die enge Zusammenarbeit mit Unterstützung durch Spezialisten für die Spülungstechnik sowie für die spezielle Ortungs- und Steuerungstechnik. Als wichtigster Aspekt ist aber die ruhige und besonnene Zusammenarbeit der Bohrmannschaft zu nennen, die eine zuverlässige Bohrtechnik für die genaue und technisch einwandfreie Herstellung einer Mehrfachrohrtrasse eingesetzt hat.

Kontakt: Bohrunternehmen: info@wmz-bohrtechnik.de jochen.schmidt@tracto-technik.de Tel.: 01 71 - 2 11 65 73


GRUNDODRILL 15 N

452 m-Bohrung im

Naturschutzgebiet

„F

ür die 452 m lange Bohrung unter einem Kornfeld in Alfter bei Bonn gibt es viele gute Gründe“, so Helmut Schürmann von Firma REVOR GmbH aus Rossbach/Wied,

Bodenschicht aus Eisen- und Quarzkies verursacht wird, die bis in etwa 6 m Tiefe reicht, extrem kompakt und verdichtet ist. Das bestehende Drainagesystem durfte nicht beschädigt werden. Deshalb war auch keine Zwischengrube möglich, so dass die Bohrung ohne Unterbrechung in einer Länge ausgeführt werden musste. Der Auftraggeber forderte eine Verlegetiefe von mindestens 5 m. Zudem ist das Gebiet um Alfter ein Wasser- und Naturschutzgebiet. Bauleiter Helmut Schürmann und Bohrgeräteführer Michael Foltin sind alte Hasen im Bohrgeschäft und verfügen über 15 Jahre Bohrerfahrung. Mit der einge­setzten HDD-Bohranlage, Typ

Der GRUNDODRILL neben der Freileitung, die erdverkabelt werden soll.

die als Subunternehmer diese Bohrung ausführte, um eine 110 kV-Freileitung in einem Rehau-Kabelrohr PE HD 160 x 14,8 mm unter die Erde zu verlegen. Zum einen liegen in etwa 1,50 m Tiefe und in Abständen von 10 m flächendeckend Drainageleitungen, die am Feldrand in einen 2,50 m tiefen Sammler münden. Angelegt wurde das Drainagesystem vom Arbeitsdienst Ende der 30iger Jahre. Der Grund dafür liegt in der Staunässe, die durch eine wasserundurchlässige

Anmischung Bohrspülung.

Erdverkabelung einer Freileitung 13


Fortsetzung von Seite13 – „452 m Bohrung im Naturschutzgebiet“

Versorgungsfahrzeug mit Bentonitmischanlage.

Backreamer zu und stellte das Bohrteam bei den drei Aufweitvorgängen auf zunächst 190 mm dann auf 250 mm Durchmesser und schließlich auf 350 mm Durchmesser auf eine harte Geduldsprobe. „Wie heißt es im Volksmund ‘In der Ruhe liegt die Kraft‘, und am Ende hat es sich – wie schon so oft – gelohnt”, meint Michael Foltin. Die mittlere Bohrtiefe lag bei 6,60 m, in der Zielgrube bei etwa 3 m. Insgesamt 160 m3 Bohrspülung wurden verbraucht. Die Wasserversorgung für die Anmischung der Bohrspülung war kein Problem, da der Startpunkt auf dem Gelände des örtlichen Wasserwerks lag.

Rohreinzug.

GRUNDODRILL 15 N, arbeiten sie schon mehr als 3 Jahre und sind überzeugt, dass ihre Bohranlage diese Aufgabe bewältigen kann. Beide wissen aber auch um die Her­ ausforderung in diesen Bodenverhältnissen und die zu erwartende extreme Abrasivität der eingesetzten Bohrwerkzeuge. Schon bald sollte sich die Vermutung bestätigen. Der Pilotbohrkopf musste mehrmals herausgezogen und neu aufgepanzert werden. Das gleiche traf auch auf den

Das Rehau-Kabelrohr kam vom Ringbund und wurde viermal verschweißt. In dem weitläufigen Gelände konnte der Rohrstrang in voller Länge ausgelegt und ohne Unterbrechung eingezogen werden. Der Rohreinzug dauerte von morgens 9.00 Uhr bis abends 18.00 Uhr. Ihrem Leitmotto „Wir bohren durch und durch“ wurde Firma REVOR auch bei diesem Einsatz mehr als gerecht.

Kontakt:

Helmut Schürmann, Tel.: 01 71 - 2 47 81 32 Info@revor-drilling.de jochen.schmidt@tracto-technik.de Tel.: 01 71 - 2 11 65 73

Der ausgelegte Rohrstrang.

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Einziehgrube.


GRUNDOPIT

Diese Maßnahme ist kurz erzählt und zeigt, wie schnell ein Hausanschluss durch einen schön angelegten Garten mit Treppenanlage in steiler Hanglage (10 - 30%) verlegt werden kann. Die Aufgabe bestand darin, ein PE-Kabelschutzrohr DN 32 von der Wohnstraße bis zum Wohnhaus auf 34 m Länge in einer Tiefe zwischen 1,40 m und 1,70 m zu verlegen. Bei etwa 7 m kreuzte in 1,15 m Tiefe ein Regenabwasserrohr die Trasse. Die Tiefenlage des Regenabwasserrohres war nicht bekannt und wurde deshalb vor Beginn der

Kurzbericht

Hausanschluss in nur 3 Stunden! Bohrarbeiten mit der Ortungstechnik ermittelt. Zum Einsatz kam die gesteuerte Kleinbohranlage GRUNDOPIT Power von TRACTO-TECHNIK mit der Hydraulikantriebsstation, Typ TT B 20, und der Mischanlage, Typ MA 09, jedoch wurde keine Bohrspülung sondern nur Wasser eingesetzt. Die Arbeits- und Anschlussgrube war bereits ausgehoben. Die Pilotbohrung wurde von 14.00 Uhr bis 14.50 Uhr erstellt. Der Rohreinzug ohne Aufweitvorgang dauerte von 15.00 Uhr bis 15.35 Uhr. Nach 3 Stunden war die Baustelle geräumt.

GRUNDOPIT benötigt wenig Transportfläche.

Zielankunft.

Pilotbohrung.

Bohrtrasse.

Eingezogenes Rohr.

Rohreinzug.

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GRD-Einsatz ...wo andere passen müssten

Nachbargrundstück

Die Firma Winter aus Fürth hatte sich für den Ersatz der in die Jahre gekommenen Elektroheizung in ihrem Wohn- und Geschäftsgebäude entschieden und deshalb den Geothermie-Markt bereits über zwei Jahre sorgfältig beobachtet. Die Planung sah eine geothermisch betriebene Anlage mit 20 kW Kälteleistung vor. Für diese Leistung sind insgesamt ca. 400 m Bohrungen erforderlich. Dafür stand der als Parkfläche genutzte etwa 120 m2 große Innenhof des Gebäudekomplexes zur Verfügung.

Vertikalbohrungen waren wegen 6 m Sondenabstand nicht machbar.

Hier ging es nur mit Schrägbohrungen unter dem Baubestand ! 16

Bereits die niedrige und schmale Zufahrt in den Hinterhof hätte die für Geothermiebohrungen eingesetzten Vertikalbohranlagen in Schwierigkeiten gebracht. Aber auch die eingeschränkten Rangier- und Installationsmöglichkeiten in dem anschließenden engen Hinterhof hätten den Bohrbetrieb beeinträchtigt. Deshalb war hier ein kompaktes wendiges Bohrgerät mit Schrägbohrtechnik gefordert, wie es das Heizungsinstallationsunternehmen Michael König aus Prühl einsetzt. Aufgrund des Zuschnitts der nutzbaren Grundstücksfläche und die von der Behörde begrenzte Bohrtiefe von 60 m waren geneigte von einer Stelle ausgehende Bohrungen im Vorteil. Zudem war bei der Bohrplanung ein Gewölbekeller unter der Hoffläche bis 4,50 m Tiefe zu berücksichtigen. Bei einer entsprechenden Einstellung des Neigungsgrades für die Bohrungen stellte der Keller aber kein Hindernis dar, so dass die notwendigen Bohrungen mit der GRD-Bohranlage der Firma Michael König ausgeführt werden konnten. Für diese Herausforderung hat sich kein anderes Bohrunternehmen gefunden. Neben der Kompaktheit in Breite und Höhe ist die Bohrausrüstung ein weiteres wesentliches Merkmal der GRD-Bohranlage, mit der sowohl in kiesig-rolligen, gewachsenen als auch felsigen Böden gearbeitet werden kann. In nicht standfesten Böden wird in den meterweise eingebauten Schutzrohren (Casingrohren) gebohrt, so dass auch unter Neigungen von 35° bis 65° der Bohrlochquerschnitt für den Sondeneinbau erhalten bleibt.


Erdwärme GRD Die rote Linie deutet die Zuleitung zur Wärmepumpe an.

Nach dem Entfernen von lediglich 1,50 x 1,50 m der gepflasterten Hoffläche wurde der Startschacht (1 m Ø und 1,20 m Tiefe) gesetzt. Das GRD-Bohrgerät wurde von der Trägerlafette getrennt und auf einem Drehkranz so positioniert, dass mit einem Einstichwinkel ab 50° der Gewölbekeller unterbohrt werden konnte. Insgesamt 10 Bohrungen mit Längen zwischen 30 und 50 m mussten unter 50° bzw. 65° Neigung bis in Tiefen von 22 bis 46 m Tiefe vorgetrieben werden. Der Boden selbst war alles andere als leicht bohrbar. Auf den sandigkiesigen Boden im oberen Bereich bis 10 m Tiefe folgte nur noch harter Sandstein. Der druckluftbetriebene Imloch-Hammer zerkleinerte den Sandstein und förderte das Bohrklein mit Wasser staubfrei in einen Container. Dort konnten sich die Feststoffe über Nacht absetzen und das überschüssige Wasser anderntags entfernt werden.

Blick in den Bohrschacht.

Nach der Ringraumverpressung mit Thermozement wurden die bis zum Sandsteinhorizont mitgeführten und wieder verwendbaren Casing-Schutzrohre wieder herausgezogen.

nik, die sich unter stark einschränkenden Platzverhältnissen positionieren lässt. Bohrtechnisch werden stark variierende Bodenverhältnisse, von sandig-kiesigem Untergrund bis zum Sandstein, sicher beherrscht.

Des Weiteren musste die Verbindungsleitung vom Bohrschacht zum Aufstellort der Wärmepumpe verlegt werden. Dazu wurde in dem vorgesehenen Kellerraum ca. 1 m unter der Kellerdecke eine Kernlochbohrung erstellt, durch die dann über 11 m Länge ein Stahlschutzrohr DN 168 mit der Rammtechnik bis zum Bohrschacht vorgetrieben wurde. Dadurch erübrigte sich der Aufbruch bis zum Keller.

Für den Bauherrn konnten mit der GRDBohranlage die notwendigen Erdwärmesonden für die gewünschte Geothermieanlage unter schwierigen Randbedingungen realisiert werden, wo andere Bohranlagen nur unter großem Zusatzaufwand oder gar nicht einsetzbar gewesen wären.

Bei diesem Einsatz der GRD-Anlage haben sich wieder einmal deren spezifische Stärken gezeigt. Es sind die kompakten Abmessungen der Bohranlage mit Schrägbohrtech-

Die von den Genehmigungsbehörden immer häufiger geforderte Bohrtiefenbegrenzung spricht für den Einsatz von GRD.

Kontakt: oliver.hilllebrand@tracto-technik.de Tel.: 02 72 3 - 8 08 22 0 Tel.: 01 51 - 1 51 53 58 1

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EnerGieeffizienz

Radial eingebrachter

ErDwärmesonden Der fachgerechte Ausbau einer Erdwärmebohrung mit hochwertigen Materialien und die Anordnung der Bohrungen zu­ einander sind ganz maßgeblich für die Effizienz einer Erdwärmeanlage. Am Institut für Geotechnik der Universität Siegen sind in einer Modellstudie und mittels Berechnungen nach der Finite-Elemente-Methode Vorteile bei geneigt gegenüber vertikal eingebauten Erdwärmesonden (EWS) nachgewiesen worden. Begründet wird dieser Effekt durch den thermodynamisch wirksamen Abstand zwischen den Sonden, der bei radialer Anordnung ungleich größer ist als bei vertikaler Anordnung mit gleichlangen Erdwärmesonden.

Thermografieaufnahme nach 30 min. für eine Vertikalbohrung (90°) und für eine Radialbohrung (30°).

Beim GRD-Verfahren wird diese Erkenntnis durch geneigt bzw. radial angeordnete EWS umgesetzt. Gleichzeitig wird die oberflächennahe, wirksame, solare Einstrahlung genutzt. Wegen der geringen Endteufe kann das GRD-Verfahren auch dort eingesetzt werden, wo geotechnisch bedingte und behördlich festgelegte Maximaltiefen vorliegen.

Die Untersuchungen

Zunächst wurden Modellexperimente mit geneigt und vertikal angeordneten Sonden ausgeführt. Die zeitgleich durchgeführte Überprüfung mit Finite-Elemente-Analysen zeigte, dass der Austausch von Wärmeenergie mit dem Untergrund bei radial angeordneten Erdwärmesonden schneller erfolgt, als dies bei benachbarten Vertikalbohrungen derselben Gesamtlänge der Fall ist. • Bemerkenswert ist, dass die mittels Radialbohrungen ausgetauschte Wärmemenge pro Tag um bis zu 114% über der eines Feldes von kurzen, aber in der Summe gleich langen Vertikal bohrungen liegen kann. Verantwortlich für die deutlich höhere Energieeffizienz geneigt eingebauter Sonden sind: • die niedrige gegenseitige Beeinflussung flach geneigter Sonden, • die Beeinflussung der Wärmetauscher fläche durch den solaren Wärmeeintrag. Die transiente Finite-Elemente-Analyse zeig­­te auch, dass bei flachen Radialbohrungen die Soletemperatur im langjährigen Mittel höher liegt als bei tiefen Vertikalbohrungen. Die daraus nach 20 Jahren kumulierte Ersparnis der Betriebskosten kann 30% - 50% der aufgewendeten Bohrkosten kompensieren. Damit lässt sich bei entsprechender Anordnung der Sonden eine deutlich höhere Energieeffizienz gegenüber Erdwärmesonden mit allein vertikaler Anordnung erzielen.

GRD® - Die praktische Umsetzung Schema GRD- Verfahren.

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Mit der GRD®-Bohranlage lassen sich Schrägbohrungen mit einer Neigung von 35°


Durch die dreidimensionale Anordnung wird räumlich das bestmögliche Wärme­potential erfasst. Wegen der geringen Endteufe kann das GRD®-Verfahren auch dort eingesetzt werden, wo geotechnisch bedingte Maximaltiefen vorliegen. Auch Einschränkungen aufgrund einer behördlich angeordneten Begrenzung der Bohrtiefe kann leichter begegnet werden. Die beim GRD®-Verfahren eingesetzte Bohrtechnik erlaubt das Bohren in nahezu allen Untergrundformationen. Lockere Bodenformationen werden im Spülbohrverfahren durchfahren; für schwierigen, felsigen Untergrund steht ein pneumatisch betriebener Imloch-Hammer mit staubfreier Abförderung des Bohrkleins zur Verfügung. Die Bohrungen werden generell verrohrt ausgeführt, so dass die Bohrlochstabilität gegeben und der Spülstrom stets unter Kontrolle ist. Mit dem GRD®-Verfahren können Erdwärmesonden auch unter sehr beengten Verhältnissen mit geringen Beeinträchtigungen und minimalem Flurschaden kostengünstig eingebaut werden. Das ist oft der Fall, wenn die Grundstücke bereits bebaut sind und Umrüstungen oder Modernisierungen von Heizungsanlagen anstehen. Weitere Erdwärmesonden können nachträglich, z. B. für eine Erweiterung der Anlage, vom vorhandenen Betriebsschacht aus installiert werden. Eingebaut werden Koaxial- und Doppel-U­Sonden.

Information GRD

bis 65º zur Oberfläche und Endtiefen bis ca. 40 m abteufen. Durch die radiale Anordnung von einem Bohrpunkt aus können auch bei geringen Grundstücksabmessungen die erforderlichen Bohrmeter auf dem Grundstück und auch unter Gebäuden untergebracht werden. Kurze, vertikale Bohrungen sind auf begrenztem Areal wegen der erforderlichen Abständen zueinander nicht mehr installierbar.

Einsatz im beengten Vorgarten.

Studie:

„Untersuchungen zur Energieeffizienz von geschlossenen Wärmeüberträgersys­ temen (Erdwärmesonden) infolge der geometrischen Anordnung bei Bohrungen bis 100 m u. GOK – mit Modellversuchen und „Finiteelemente-Modellierungen“. Erstellt durch Institut für Geotechnik Universität Siegen, 57068 Siegen, Univ.-Prof Dr. Ing. Richard Herrmann und Andreas Hagedorn, MBA, Dipl. Geologe

Informationen und Kontakt: andreas.hagedorn@tracto-technik.de Tel.: 01 71 / 56 48 24 8

Effizienzvergleich Vertikal vs. Radial: Die Säulen vergleichen die dem Erdreich durch vertikale oder radiale Erdwärmesonden entnommene Wärmemenge nach 5 Jahren Betriebsdauer. Der Ertrag ist im Radialfeld ca 25% höher, die Betriebskostenersparnis beträgt schon nach 5 Jahren bereits ca. 1600 Euro.

Doppel-U-Sonde

Koaxialsonde Y I D K

B

Y

E

D C B

A Erdreich B Verdämmtes Material:

A

Z

A

D Sole: Funktion umweltfreundlich, gute Cp-

Werte, gute Fließgeschwindigkeit Aufgabe: gute Wärmeleitfähigkeit, gute E Halter für Schenkelabstand Frosttauwechselbeständigkeit Funktion: je weiter die Sondenstränge entC Doppel-U-Rohr fernt sind, desto besser der Wirkungsgrad

K I Y Z

Koaxialsonde Außenrohr Koaxialsonde Innenrohr Flussrichtung Sole Wärmeflussrichtung aus dem Erdreich

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Umstellung auf

Erdwärme im Altbaubestand

Saubere Baustelle mit GRD-Bohranlage.

Bohren 2 m vor der Haustür ohne Lärm, Staub und Schmutz

Doch der Reihe nach: Nach 22 Jahren hatte der alte Koks-Heizkessel ausgedient. Früher war Koks ja noch ein günstiger Brennstoff im Braunkohlerevier bei Eschweiler. Jetzt hatte die Familie sich entschlossen eine Heizungsumrüstung vorzunehmen. Dazu sollte die praktisch kostenlose Erdwärme unter ihrem insgesamt nur 300 m2 großen Grundstück für die Beheizung der Doppelhaushälfte genutzt werden. Als Wärmebedarf wurden 10,4 kW ermittelt,

Jetzt wird es ernst für die Familie N. in Eschweiler. Nicht nur der Winter steht vor der Tür, sondern auch das GRD-Bohrgerät. Und davor hatte die ganze Familie, besonders Frau N., doch etwas "Bammel". Denn Bohren direkt 2 m vor der Haustür, das kann man sich nicht ohne Lärm, Staub und jede Menge Schmutz vorstellen. Und dann sind da noch die beunruhigenden Nachrichten aus der vergangenen Woche. In Wiesbaden war eine Erdwärmebohrung in 130 m Tiefe auf eine gespannte Wasserblase gestoßen, wodurch mehrere Stunden lang das umliegende Stadtgebiet überflutet wurde. „Beim GRD-Verfahren kann so etwas praktisch nicht passieren,” beruhigt Projektleiter Jürgen Schwittek die Familie, „da maximal nur bis ca. 40 m Tiefe gebohrt wird.” 20

Die alte Koksheizung soll einer Erdwärmepumpe weichen.


Erdwärme GRD Bohrung direkt vor der Haustür schräg unter dem Haus.

die über eine gleichzeitig installierte Fußbodenheizung als behagliche Wärme optimal verteilt wird. Die notwendige Wärme kann dem Boden mit einer Entzugsleis­ tung von 44 W / m entnommen werden. Die Berechnung erfolgte aufgrund einer vorher durchgeführten geothermischen Ergiebigkeitsanalyse in dem hier anstehenden Boden. Der Vorteil besteht vor allem auch darin, dass Erdwärme auch in länger anhaltenden Kälteperioden auf gleichbleibendem Niveau verfügbar ist. Der Einsatz einer Vertikalbohranlage war wegen ihrer Größe und der beengten Platzverhältnisse nicht möglich. Die Lösung des Problems war die kleine, kompakte GRDBohranlage mit Schrägbohrtechnik, die rasch auf dem einen Tag zuvor gesetzten Bohrschacht installiert war. Der mit einem Deckel abschließbare spezielle Kunststoffschacht ist für Servicearbeiten und spätere nachträgliche Bohrungen, z. B. bei einem Hausanbau, jederzeit zugänglich.

Erdwärme bleibt auch in langen Kälteperioden auf gleichbleibendem Niveau.

Von diesem Schacht wurden dann 6 Bohrungen von je 34 m Länge mit Neigungen zwischen 50 und 65 Grad unter dem Wohnhaus durch den feinsandigen, leicht kohligen Boden vorgetrieben. Die Bohrung erfolgte im Schutz einer Stahlrohrtour, die nach Beendigung der Bohrung und Einbau der Erdwärmesonde wieder herausgezogen wurde. An den Erdwärmesonden war ein dünner Schlauch befestigt, durch den die Bohrung mit Thermozement verfüllt wurde, so dass die Sonde gleichmäßig eingebettet mit dem wärmespendenden Erdreich verbunden ist. Wie die Bilder von der „Minibaustelle“ zeigen, reichte eine Arbeitsfläche von der Größe eines Stellplatzes aus, um die Bohranlage, das Antriebsaggregat und die Bohrstangen unterzubringen. Die eigentliche Bohrstelle blieb ohne der sonst

Blick in den Bohrschacht.

üblichen Oberflächenverschmutzung sauber. Das an der Bohrspitze abgebaute Bohrklein wurde über einen an dem GRDBohrgerät staubdicht angeschlossenen Abluftschlauch in einen separat aufgestellten Container befördert und entsorgt. Der letzte Vorgang nach Abschluss der Bohrarbeiten war die Anbindung der Erdwärmesonden an eine Sammelleitung und deren Verlegung in einem isolierten Rohr zur Wärmepumpe in den Keller 21


Fortsetzung von Seite 21 – „Umstellung auf Erdwärme im Altbaubestand“

Bohrplan.

des Hauses. Was zunächst nach Riesenbaustelle, möglichem Ärger mit Anliegern und umfangreichen Wiederherstellungsmaßnahmen an den verlegten Pflasterflächen aussah, hat sich Dank des GRD-Verfahrens als eine saubere und kurze Baumaßnahme von drei Tagen herausgestellt. Nach Aussage von Herrn Huenges vom Geoforschungszentrum Potsdam in der Wirtschaftswoche vom 12.11.2009 ist derzeit jedes fünfte Gebäude an die oberflächennahe Geothermie angeschlossen, um Heizkosten zu sparen. Diese Technologie ist jetzt schon sehr wettbewerbsfähig und bei Neubauten Standard. Aber auch bei der Altbausanierung lohnt sich nach einer BDH-Studie die Umrüstung auf Geothermie. „Für ein Einfamilienhaus aus den 70iger Jahren mit 150 m2 Wohnfläche fallen dabei insgesamt Kosten von rund 22.000 Euro an,“ sagt BDH-Sprecher Carsten Dittmar. Die Investitionskosten verringern sich durch Zuschüsse vom Bafa (www.bafa.de) von bis zu 3.000 Euro - mit Einliegerwohnung sogar um 6.000 Euro. Die jährliche Heizkostenersparnis kann bis zu 2.500 Euro betragen, so dass sich die Investition in 7,5 Jahren amortisiert (Quelle: Die Welt vom 12.11.2009). Allerdings sind dabei nicht die Stromkosten für den Betrieb der Wärmepumpe berücksichtigt. Mit dem Projekt in Eschweiler wurde ein weiteres und bereits bestehendes Gebäude auf Erdwärme umgerüstet und vorbildlich gezeigt, wie sich mit dem GRD-Verfahren auch unter schwierigen räumlichen Rand22

bedingungen eine zukunftsweisende Wärmeversorgung umsetzen lässt.

Näheres zum GRD-Radialbohrverfahren finden Sie unter www.tracto-technik.de Initiiert wurde die Maßnahme von der VOX-Serie: WOHNEN NACH WUNSCH

Kontakt:

oliver hillebrand@tracto-technik.de Tel.: 01 51 - 1 51 53 58 1

Einschub der Erdwärmesonden in die Bohrung.


Projekt des Monats

Energieagentur NRW: Projekt des Monats April 2010

Ein Hauch von

Gizeh

Winterimpression von einer Sauerland-Pyramide.

Wer nach Gizeh reist, der sieht dort - wen wundert's - Pyramiden. Aber im Sauerland erwartet das niemand und ist beeindruckt, wenn man vor den Pyramiden steht. Nicht minder überraschend ist das energetische Konzept. Die Sauerland-Pyramiden liegen hoch über dem Ortsteil Meggen in Lennestadt und sind schon von weitem erkennbar. Es ist ein Ort des Staunens und des Wunderns, der der Öffentlichkeit ab 2010 zugänglich ist. So wird das Areal auch als Galileo-Park bezeichnet. Schon heute finden dort Ausstellungen und Veranstaltungen statt. In 3 von insgesamt 7 Pyramiden hat die Firma RAYONEX seinen Sitz. „Es ist kein Ort der einfachen, seichten Unterhaltung, sondern voller anspruchsvoller Attraktionen, die Interesse an neuen Themen wecken und zum Nachdenken anregen,” so Wolfgang Schmidt, Erbauer der Pyramiden. Die Pyramiden unterliegen einem innovativen Energiekonzept. So entschied man sich schon beim Bau der ersten Pyramide im Jahre 2005 für die Nutzung von Erdwärme zum Heizen und Kühlen. Ein Grund lag darin, weil das Gebiet für Gas noch nicht erschlossen war und somit als einzige Alternative Öl in Frage gekommen wäre, was auf keinen Fall gewünscht war. Zudem war bei TRACTO-TECHNIK das nötige Bohr-Know-How vorhan-

Ein Blick auf die GRD-Bohranlage, mit der auf dem Inselteich radiale Bohrungen erstellt werden.

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Fortsetzung von Seite 23 – „Ein Hauch von Gizeh“

GEO­DRILL 20 V abgeteuft. Anschließend wurden diese Bohrungen ebenfalls mit Doppel-U-Sonden (Durchmesser 32 mm) ausgestattet. Als Wärmeträgermedium dient hier eine 25%-MonoethylenglykolMischung. Um das Erdsondenfeld genau zu dimensionieren, wurde die Auslegung der Sonden zuvor mittels der Software „Earth Energy Designer” berechnet. Von der Energieversorgungsstation, dem sogenannten „Energietempel”, wird die Heizung bzw. Kühlung der Pyramiden zentral gesteuert. Die hier installierte 63 kW-Wärmepumpe sorgt für ein angenehmes Klima in allen Parkpyramiden. Blick in den fertig installierten Sondenschacht.

den, so dass die Entscheidung sehr schnell für die Erdwärme fiel. Um die 1300 m² Büro- und Produktionsfläche der Rayonex-Pyramiden zu beheizen, wurden insgesamt 15 flach geneigte Bohrungen von je 60 m Länge (insgesamt 900 m) mittels Horizontalbohrtechnik in den Berg eingebracht und anschließend mit Doppel-U-Sonden ausgestattet. Die Heizlast beträgt 32,6 kW. Geheizt wird direkt, das heißt ohne Einsatz von Wärmetauschern durch Umwälzung des Sole­volumens aus den Pyramiden in das Gebirge und umgekehrt. Da das Areal auf einer Aufschüttung eines stillgelegten Bergbaugebiets errichtet worden ist, wurde beim Bohren besonderer Fokus darauf gelegt, möglichst wasserführende Horizonte zu durchbohren. Damit sollte eine hohe Entzugs- und gute Regenerationsleis­ tung erzielt werden. Für die Beheizung und Kühlung der anderen Pyramiden kam ein weiteres Bohrverfahren zum Einsatz. Insgesamt 9 Vertikalbohrungen à 99 Meter (insgesamt: 881 m) wurden mit dem Vertikalbohrgerät

10 ˚C

Die kompakte Bohranlage benötigt nur eine kleine Aufstellfläche und richtet kaum Flurschaden an. Insofern ist die Bohranlage bei Heizungserneuerungen im Altbaubestand im Vorteil. Zudem belegt eine Studie der Universität Siegen, dass radiale Bohrungen besonders energieeffizient sind und nur geringe Betriebskosten verursachen. Als Wärmeträgermedium in den Koaxialsonden wurde Wasser verwendet. Es handelt sich hierbei um eine direkte Heizung bzw. Kühlung, ohne dass eine Wärmepumpe im Kreislauf zwischengeschaltet ist. Die geothermische Heiz- und Kühllast beträgt 15 kW. Zudem ist ein Tiergehege mit aktuell vier Nasenbären, die als „Wächter“ der Pyramiden gelten, durch eine 8 kW starke Luft-Wasser-Wärmepumpe an die Bodenheizung angeschlossen. Die Sauerlandpyramiden werden also mit horizontal, vertikal und radial verlegten Erdwärmesonden sowie mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe betrieben. Die nachstehende Tabelle gibt einen Überblick über Größe, Leistung und Kosten der einzelnen Sondenfelder und der Luft-Wasser WP. Der Mehrverbrauch von Sondenfeld 2 im Vergleich zu Sondenfeld 1 (bei ähnlicher Quadratmeterzahl) erklärt sich durch den regen Publikumsverkehr und Gaststättenbetrieb im Galileo-Park. Daher wurde die WP größer dimensioniert.

11,6 ˚C Der radiale Einbau von Erdwärmesonden ist besonders energieeffzient.

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Im Galileo-Park wird allerdings nicht nur das Gebäude beheizt und gekühlt, sondern auch ein 200 m² großer Teich. Hierbei kam die innovative GRD-Technik zum Einsatz. Ein Schacht wurde auf der Insel des Teiches installiert, von wo aus zehn Bohrungen bis 50 m Tiefe radial, das heißt strahlenförmig, erstellt wurden (Durchmesser 114 mm).

Die Verbrauchszahlen von Sondenfeld 2 sind allerdings noch Prognosewerte, da der Park erst Ende 2010 in Betrieb geht.


Die 63 kW-Wärmepumpen-Anlage im sogenannten „Energietempel“ des Galileo-Parks. Sondenfeld zu Heiz- bzw. beheizende Kühllast Fläche

Öl nur Heizen

Gas Strom WP nur Heizen Heizen u. Kühlen

1 Horizontalbohrungen RAYONEX-Pyramiden 1300 m²

32,6 kW

7500 €

8670 €

3100 €

2 Vertikalbohrungen Pyramiden Galileo-Park 1400 m²

63 kW

6900 €

7950 €

4290 €

3 GRD-Schrägbohrtechnik Teichanlage 200 m²

15 kW

3500 €

3950 €

450 €

4 Luft-Wasser WP Tiergehege

8 kW

2250 €

2600 €

850 €

130 m²

Kosten

Kontakt:

andreas.hagedorn@tracto-technik.de Tel.: 01 71 / 56 48 24 8

Informationen:

www.tracto-technik.de www.energieagentur.nrw.de (Projekt des Monats April) www.sauerland-pyramiden.de

Zweimal bei

„Einsatz in 4 Wänden“

Am 19.7. in der Sendung „Das Messie Museum“ verlegte die GRUNDOMAT-Erdrakete von der Anschlussgrube unter einer Straße und durch einen Vorgarten einen Gasanschluss.

In der Sendung am 9.8. „Die Mittelalter Hölle“ war der GRUNDODRILL zu sehen, der für einen Abwasser-Hausanschluss an das öffentliche Kanalnetz eine 120 m Boh- Mehr unter rung erstellte. www.rtl-now.rtl.de 25


Hausanschlusskanal

Grabenlos

neuverlegt Grundstücksmauer

SW-Hauptkanalschacht Beton DN 1000 ca. 4,00 m tief

Hausanschlussschacht Beton, DN 1000 ca. 1,90 m tief durchlaufendes Gerinne

Versorgungsleitungen bis ca. 1,50 m Tiefe

Bohrtrasse für Anschlusskanal DN 150, PP

ca. 3,00 m

Länge 18 m, ca. 5% Gefälle

2,30 m

Baugrube mit Verbau 1,20 x 1,20 m ca. 2,50 m tief

KG-Rohr

RWK Ø 300 Tiefe ca. 4,00 m

SWK, STZ DN 200 Tiefe ca. 4,00 m

Bild oben u. rechts: Querschnittsskizze und Leitungsverläufe der Baustelle.

D

er SchmutzwasserHausanschluss der Familie K. in Wildeshausen weist partielle Schäden auf, so dass sich dieser regelmäßig zusetzt und dann frei gespült werden muss. Deshalb hat man sich entschlossen, den Kanal neu zu verlegen. Doch erst vor ca. 2 Jahren wurde die Straße erneuert. Durch eine Reparatur oder Neuverlegung des Hausanschlusses in offener Bauweise würde die tragende Teerschicht durchtrennt und nachträgliche Setzungen bewirken. Daher sollte ein neuer Hausanschluss vom Hauptkanalschacht bis zum 18 m entfernten Hausanschlussschacht durch eine grabenlose Rohrverlegungstechnik erstellt werden. Eine maßgeschneiderte Aufgabe für die gesteuerte Bohrpress-

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anlage GRUNDOBORE 200S. Der Vorteil dieses Maschinentyps ist, dass er aus einem Schacht mit einem Durchmesser von nur 1 m eingesetzt werden kann. Neben dem bisherigen Schmutzwasserkanal liegt auf gleicher Tiefe noch ein Regenwasserkanal. Die Bohrung wurde daher im 4 m tiefen Hauptkanalschacht bei 3 m Höhe angesetzt. Das neue Kanalrohr verläuft nun mit einem Gefälle von 5 % bis zur Sohltiefe des Hausanschlusskanals. Die im Bürgersteig liegenden Versorgungsleitungen sowie das Fundament der Grundstücksmauer werden dabei


GRUNDOBORE Beginn der Pilotbohrung.

GRUNDOBORE 200S vor dem Einbau in den Hauptkanalschacht.

Aufweitbohrung von der Baugrube zum Hauptkanalschacht.

von der Bohrung unterquert. Das neue Kanalrohr endete in einer zuvor ausgehobenen Baugrube (L x B x H: 1,20 m x 1,20 m x 2,50 m), was die Aufweit- und Einzugsarbeiten sowie die Anbindung an den Hausanschlusskanal wesentlich erleichterte. Eine Verlegung direkt in den Hausanschlussschacht hinein wäre aber auch möglich gewesen. Mit der Ausführung wurde die Firma Huneke aus Leer beauftragt. Der gesteuerte Vortrieb erfolgte aus dem Hauptkanalschacht bis in die Baugrube vor dem Hausanschlussschacht. Der eingesetzte GRUNDOBORE 200S besteht aus den zwei Komponenten ‚Pressrahmen’ und ‚Bohrantrieb’. Dadurch sind Installation und Ausrichtung im Schacht einfach ausführbar. Dazu wurde vorab nur für diesen Einsatzfall auf ca. 3,30 m Tiefe eine Plattform eingebaut. Für den Antrieb des GRUNDOBORE 200 S stand die Hydraulikantriebsstation Typ TT B20 zur Verfügung. Als Erstes wurde mit dem GRUNDOBORE 200S eine Kernbohrung von 250 mm Durchmesser in der Schachtwand erstellt. Dieser Vorgang dauerte etwa 10 Minuten. Nach dem Werkzeugwechsel nahm der Steuerbohrkopf mit dem eingebauten Sender seine Arbeit auf. Dabei musste das Gefälle von 5 % eingehalten werden. Neigung, Tiefe, Position, Richtung und Verrollung des Steuerbohrkopfs konnten exakt verfolgt und bei Richtungs- oder

Installation von GRUNDOBORE 200S in den Hauptkanalschacht.

Neigungsabweichungen entsprechend nachgesteuert werden. Die Pilotbohrung mit 82,5 mm Durchmesser dauerte genau eine Stunde. In umgekehrter Richtung wurde anschließend die Pilotbohrung mit einem Flügelbohrkopf aufgeweitet. Das dabei abgebaute Erdreich wird im Schutz der wieder verwendbaren WG-Rohre (Ø 170 mm) durch eine Bohrschnecke in die Baugrube abgefördert. Nach diesem Arbeitsschritt konnten die Schöngen-Produktrohre PP-HM 170 x 12 mm, Nutzlänge 450 mm, vom Kanalschacht aus eingeschoben und mit Übergangsmuffen in beiden Schächten angeschlossen und entsprechend abgedichtet werden. Wieder einmal hat die grabenlose Bauweise gezeigt, wie ohne umfangreiche Tiefbauarbeiten eine Hausanschlussmaßnahme ohne große Beeinträchtigungen abgewickelt werden kann.

Kontakt: manfred.pachutzki@tracto-technik.de Tel.: 0 27 23 / 80 81 39

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Berstlining in Genf E

s war ein Mammutprojekt, das sich die Firma PIASIO, ein Tochterunternehmen der Firma COLASSCHWEIZ, in Genf Meyrin vorgenommen hat. Mit dem GRUNDOBURST, Typ 2500 G (250 t Zugkraft), sollte eine überalterte und unterdimensionierte 500er-Trinkwassertransportleitung aus Grauguss durch ein 730er-Betonrohr mit Stahlkern "BONNA" ersetzt werden.

Der Rohrmantel des Betonrohres mit Stahlkern.

Beim Ausbau öffentlicher Verkehrswege, wie in diesem Fall das Straßenbahnnetz, werden in Genf im Vorfeld grundsätzlich auch alle unterirdischen Versorgungsnetze überprüft und gegebenenfalls erneuert und ausgebessert. Denn einer Auflage zufolge dürfen bis 5 Jahre nach Arbeiten an öffentlichen Verkehrswegen keinerlei Baugruben ausgehoben werden. Hässliche Straßennarben, Flickschusterei mit ständigen Ausbesserungen und unfallträchtige Gefahrenstellen sollen dadurch für einen überschaubaren Zeitraum vermieden werden. Die Versorgungsnetze betreuen die Genfer Stadtwerke (SIG) und betreffen die Wasserversorgung ebenso wie die Gas- und Stromversorgung der Stadt. Dies wiederum ermöglicht eine effiziente und koordinierte Planung und Ausführung. Die Auswahl der Rohrwerkstoffe obliegt den SIG mit klaren Vorgaben: • Polyethylen für Rohre unter 300 mm Durchmesser • Guss für Rohre von 300 bis 400 mm Durchmesser • Beton für Rohre über 400 mm Durchmesser

Es wurden jeweils 2 Rohrlängen zusammengeschweißt.

Die Baumaßnahme sollte Anlieger und Verkehr so wenig wie möglich beeinträchtigen. Dies war mit ein Grund für den Einsatz des Berstliningverfahrens, mit dem das alte Rohr zerstört und das neue größere Rohr in gleicher Trasse eingezogen wird. Das Berstliningverfahren eignet sich für die meisten Rohrwerkstoffe. Der Hauptvorteil besteht in der grabenlosen Verlegung eines Neurohres mit entsprechend langer Lebensdauer. In diesem Fall erstreckte sich die Erneuerung des Rohres über mehrere Abschnitte auf insgesamt 450 m Länge.

Die Rohre werden in die Einziehgrube gehoben.

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„Wir befassen uns seit 1998 mit der Berst­ technik und haben inzwischen mit dem GRUNDOBURST, Typ 400G und 800G, sehr gute Erfahrungen gemacht“, so JeanMichel BALMAT, der „No-Dig“-Verantwortliche von COLAS SCHWEIZ. „Das ist besonders hilfreich bei einer Baustelle mit diesen Ausmaßen, die auch für uns ein Novum ist. Die Herausforderung lag in einem Teilabschnitt von 125 m Länge, der leicht gekrümmt in einer Tiefe zwischen 1,70 m und 3 m unter einer Tankstelle verlief.“


GRUNDOBURST Die alte 500er-Gussleitung wird mit dem Rollenschneidmesser aufgeschnitten, dann folgt das Neurohr in der Aufweitung, die das aufgeschnittene Altrohr in das umgebende Erdreich verdrängt.

Der Rohrstrang mit der 810 mm Aufweitung und dem 600 mm Rollenschneidmesser.

Den Anliegern wurde im Vorfeld eine Broschüre mit Informationen und Erklärungen zum Berstliningverfahren und den einzelnen Arbeitsschritten ausgehändigt. Durchnummerierte Schilder auf dem Bürgersteig informierten über den jeweiligen Arbeitsfortschritt. Eine Maßnahme, die die Anlieger zu schätzen wussten.

immerhin 210 kg ein großer Montagevorteil. Das Ablassen und die Bergung der QuickLock-Berstgestänge bewerkstelligt eine spezielle Hebevorrichtung. Für den Einzug der Rohre wurde auf der Gegenseite eine 15 m lange Grube benötigt, in der 2 zusammengeschweißte Rohrlängen von je 6,5 m Länge Platz hatten. Bei 2 Rohrlängen lag das Rohrgewicht bei fast 4 t, hochgerechnet auf 125 m Länge bei 37,5 t. Nach dem Schweißvorgang wurde eine Isoliermuffe über die Naht gezogen. Die Schweißarbeiten dauerten pro Rohr etwa 2 Stunden und wurden von einer Spezialfirma durchgeführt. Nach dem Vorschub des QuickLock­ Gestänges durch das alte Rohr wurde der Aufweitkopf mit dem Neurohr und einem Rollenschneidmesser angekoppelt. Der Berstvorgang und der Einzug der neuen Leitung erfolgte unter Beimengung von Bentonit, um die Reibung zu verringern. Darüber hinaus wurde besonders auf die Einhaltung der zulässigen Einzugskräfte geachtet, um die vom Hersteller empfohlenen Werte nicht zu überschreiten.

GRUNDOBURST 2500 kN (250 t) Zugkraft, mit der Altrohre ab DN 300 bis ≤ DN 1000 erneuert werden können.

Für den GRUNDOBURST 2500G wurde eine 10 m lange Grube ausgehoben. Die GRUNDOBURST-Lafette muss auch bei höchster Zugbeanspruchung in der Maschinenbaugrube sicher stabilisiert werden. Dafür war an der Ortsbrust eigens eine Abstützung aus Stahlbeton hergestellt worden. Das bewährte Prinzip der QuickLock-Gestänge ist durch das einfache Einklinken bei einem Gestängegewicht von

Abzüglich aller Nebenarbeiten dauerte der Berst- und Rohreinzugsvorgang 3 Tage. Die zahlreich anwesenden Vertreter der Stadtwerke zeigten sich nach Abschluss der Arbeiten hochzufrieden über den technisch und wirtschaftlich gut geplanten und durchgeführten Berstliningeinsatz.

Kontakt: Bjoern.freimuth@tracto-technik.de Tel.: 01 60 / 70 16 72 4

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GRUNDOBURST Kurzbericht

Einsatz in Xanten Bauherr: Bauausführung (Firma): Ort der Baustelle: Art der Erneuerung: Schadensbilder: Haltungslänge: Altrohr (DN / Typ / Material): Neurohr (DN / Typ / Material): Maschinentyp: Aufweitung: Reine Berstzeit: Besonderheiten:

Stadt Xanten – Tiefbauamt Heinrich Loock GmbH, Kleve Marktplatz Xanten Berstlining Deformationen,Versätze, Undichtigkeiten 160 m / 84 m DN 600 Kreisprofil Beton DN 600 Kreisprofil PP-HM 630x35,7 GRUNDOBURST 1250G 690 mm 90 Minuten Sehr enge Platzverhältnisse, kleine Maschinenbaugruben

Ausgelegter Rohrstrang DN 600 mit Berstkopf.

Einzug durch Zwischenschacht.

Kontakt:

Information

sebastian.schwarzer@tracto-technik.de Tel.: 0 27 23 / 80 82 96

GRUNDOBURST 1250G beim Rohreinzug.

40 Jahre Mann + Magar Michael Gastreich von der TT-Niederlassung Viernheim gratuliert Gerd Magar zum 40jährigen Bestehen des Unternehmens und übermittelt die besten Glückwünsche und den Dank der TRACTO-TECHNIK für die 35jährige erfolgreiche Zusammenarbeit. Mann + Mager beschäftigt an ihrem Firmensitz in Merzig insgesamt 28 Mitarbeiter und bietet im Saarland einen excellenten Erdraketenservice. Die gut besuchte Hausmesse Ende Mai zeigte wie eng sich die Kunden mit Mann + Magar verbunden fühlen. 30


Rohrstrang durch Abwasserschacht M

ehr als 30 Ingenieure machten sich in Salzgitter ein Bild von dem TIPVerfahren. Bei einer Vorführung „Am Heller“ wurde ein Rohrstrang aus PE 192 x 13 mm durch den Schacht in das Altrohr aus Steinzeug DN 200 eingezogen. Die Erneuerung des Kanals mit einer Gesamtlänge von 412 m stand an wegen Fremdwasserzufluss durch Risse und undichte Verbindungen. Die offene Bauweise kam aufgrund der unwegsamen Trasse mit starkem Bewuchs sowie des hohen Grundwasserstandes nicht in Betracht. So entschloss sich die ASG Abwasserentsorgung Salzgitter GmbH für die grabenlose Bauweise. Angestrebt wurde eine nachhaltige Lösung mit einem Neurohr und einer entsprechend langen Nutzungsdauer. Der Kontakt zum ortsansässigen Rohrhersteller Karl Schöngen KG brachte die gewünschte Lösung.

Der ausgelegte Rohrstrang kurz vor dem Einzug.

Unwegsame Trasse mit Notentsorgung.

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Einsatzbericht

BURSTFORM


Fortsetzung von Seite 31 – „Rohrstrang durch Abwasserschacht“

BURSTFORM ermöglicht das scheinbar Unmögliche.

Beginn des Rohreinzugs. Der Rohrstrang wird mit BURSTFORM ovalisiert und durch den Schacht in das Altrohr eingezogen.

Ein Blick von oben in den Schacht.

Durchfahrung eines Zwischenschachtes mit Führungshülse und anhängendem Neurohr.

Firma Schöngen schlug das TIP-Verfahren (Tight-In-Pipe) vor, mit dem spezielle PERohre eng an die Innenwandung des Altrohres eingezogen werden können. Durch den minimalen Rauigkeitsbeiwert der PERohre wird die Transportkapazität auch bei reduziertem Rohrquerschnitt kaum beeinträchtigt. Ausschlaggebend für den Einsatz des TIP-Verfahrens war dann schließlich, dass durch die bestehenden 1 m-Schächte auch ein verschweißter Rohrstrang eingezogen werden kann. Bisher war das technisch nicht durchführbar. Erst BURSTFORM ermöglicht das scheinbar Unmögliche. Die mit der Technik bereits vertraute Firma Rettberg GmbH und Co. KG aus Göttingen wurde mit der Ausführung beauftragt. Nach der Aufteilung der Haltungslänge in vier Abschnitte von 58, 112, 115 und 127 m Länge standen als erstes die Einrichtung einer Notentsorgung und die Reinigung des Altrohres

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an. Für die erste Haltung erfolgte 127 m vom Schacht entfernt in einer vergleichsweise kleinen Grube die Installation der Zuglafette GRUNDOBURST. Diese Grube wurde auch für die nächste Haltung in umgekehrter Richtung genutzt, so dass auf eine weitere Grube verzichtet werden konnte. Die hydraulisch betriebene Zuglafette hat die Aufgabe, das QuickLock­Gestänge in das Altrohr bis zum Einziehschacht einzuschieben und den Rohrstrang einzuziehen. Um das kreisrunde Rohr durch den 1 m-Schacht einziehen zu können, wird das Rohr verformt. Dies geschieht mit der mechanischen Vorrichtung BURSTFORM. Der an dem QuickLock-Gestänge angekoppelte Rohr­strang wird durch das Rollenführungssystem gezogen und dabei ovalisiert. Im Schacht - in Höhe des Altrohres - führt das PE-Rohr auf engstem Raum einen 90°-Bogen aus. Unmittelbar vor dem Eintritt in das Altrohr wird das PE-Rohr durch eine Rückverformungsvorrichtung wieder in seinen ursprünglich kreisrunden Zustand gebracht und eingezogen. Durch den Verformungsprozess werden eine höhere Kurvengängigkeit und eine leichtere Handhabung erreicht. Die Materialstrukturen bleiben dabei erhalten. Da-


Eingezogenes Rohr in der Zielgrube.

für ist ein PE 100 RC-Rohrwerkstoff nach PAS 1075 erforderlich. Ein Hauptvorteil des TIP-Verfahrens besteht darin, dass durch die in der Regel tief liegenden Abwasserkanäle auf umfangreiche Tiefbauarbeiten für Baugruben verzichtet werden kann. Der Rohreinzug selbst geht zügig vonstatten. „Am Heller” in Salzgitter dauerte er nicht einmal ½ Tag. Die Rüstzeiten sind dagegen zeitaufwendiger. Das Interesse und die Begeisterung war den Abwasserexperten anzusehen. Einer drückte es so aus: „Mit zunehmender Verlegetiefe sehen wir hinter dieser Technik großes Einsatz- und Einsparpotential”.

Bautechnische Vorteile: • Einsatz im Leitungsbestand, deshalb besonders innerstädtisch vorteilhaft • Punktuelle Baustelle durch kleine Zielgrube • Eine Zielgrube für zwei Haltungen in gegensätzliche Richtungen von je 100 m Länge • Keine Sperrungen, Umleitungen, Fahrbahnverengungen • Kein Ärger mit Wohn- und Geschäftsanliegern • Kaum Erdaushub, kein Straßen aufbruch und keine Straßenwieder herstellung • Kostengünstig durch Verkürzung der Bauzeiten und Reduzierung der Tiefbauarbeiten

Verfahrens-Vorteile: • Verlegung von Abwasser-Neurohren als Langrohr: grabenlos – muffenlos • Rohreinzug i. d. R. vom Startschacht Ø 1 m in eine Zielgrube bis 100 m • Für Rohrwerkstoff / Rohr-Ø: PE 100 RC von DA 192, 242 und DA 292 • Die Rohre werden mechanisch verformt und senkrecht über den Schacht in das Altrohr eingeführt • Vor dem Einzug in das Altrohr wird das Kunststoffrohr wieder in seine kreisrunde Form gebracht und Tight-In-Pipe (eng im Altrohr) eingezogen. • Tight-In-Pipe bedeutet nur ein geringer Querschnittsverlust. Die hydraulische Leistung bleibt weit gehend erhalten. • Die Materialeigenschaften des Kunststoffrohres werden durch den Verformungsprozess nicht beeinträchtigt. • Der Rohreinzug ist auch mit Berstlining möglich, d. h. das Neurohr kann auch größer als das Altrohr sein - auch hier Wegfall großer Einziehgruben. • Die Hausanschlüsse sind unterirdisch anschließbar. • Kurze Bauzeiten

Kontakt: • karsten-rettberg@web.de Tel.: 01 77 / 31 35 61 1 • schlenther@schoengen.de Tel.: 01 51 / 15 14 44 34 • sebastian.schwarzer@tracto-technik.de Tel.: 01 75 / 43 86 05 1

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Mit TIP-Verfahren

Schlauchliner saniert

Von Dipl.-Ing. Markus Mendek und Dipl.-Ing. Jörg Sommer

D

ie Wirtschaftlichkeit bei der Sanierung von Rohrleitungen ist ein zentrales Thema. Unmittelbar im Zusammenhang damit steht die Lebensdauer einer Sanierung und die damit verbundenen Abschreibungszeiten. Innerhalb einer Sanierungsgruppe (Reparatur, Renovation, Erneuerung) kann durchaus von verschiedenen Nutzungsdauern ausgegangen werden. Beim Schlauchlining können diese 40 - 50 Jahre, beim TIP-Verfahren 80 – 100 Jahre [1] betragen. Die Gründe hierfür liegen in den verwendeten Werkstoffen, in der Verfahrensweise, in der Qualitätssicherung, den baustellenspezifischen Randbedingungen und der betrieblichen Beanspruchung im Verlauf der Nutzungsdauer. Darüber hinaus steht an erster Stelle das Fachwissen des Planers.

Mangelndes Fachwissen und falsche Materialwahl können teuer werden.

Wie schnell mangelndes Fachwissen und falsche Materialwahl zu einem teuren Misserfolg führen, zeigt u. a. das folgende Beispiel einer Schlauchliningsanierung in Ravensburg. Ein im Jahr 2001 im Schlauchlining-Verfahren sanierter Schmutzwassersammler DN 500 zeigte starke Beulenbildungen sowie komplett zusammengefallene Inlinerabschnitte. Grund hierfür war u. a., dass das bestehende System an eine Großwäscherei des Zentrums für Psychatrie (Auftraggeber) angeschlossen ist. Hier kommt es immer wieder zu Einleitungen von Abwässern mit Temperaturen bis 90 C°. Im vorliegenden Fall wurde ein Harz auf EP-Basis eingesetzt. Die Glasübergangstemperaturen bei EP-Systemen liegen jedoch bei ca. 70-80 C°. Die Glasübergangstemperatur beschreibt den Übergang vom glas-

Ausgefräster Schlauchliner.

artigen in den amorphen Zustand und umgekehrt. Dies bedeutet, dass der eingebaute Inliner für diesen Sanierungsfall nicht geeignet war. [1] bi Umweltbau 4/08: Mitteilungen der deutschen Gesellschaft für grabenloses Bauen GSTT‚ Information Nr. 22-1; Nutzungsdauer von mittels grabenloser Bau- und Sanierungsverfahren hergestellten bzw. sanierten Ver- und Entsorgungsleitungen

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Zusammengefallener Liner im Altrohr.

Auf Anraten des MBS (Mendek Bau- und Sachverständigenbüro für Kanalsanierung, Ravensburg) wurde zunächst eine Deformationsmessung im sanierten Inlinersystem durchgeführt. Ergebnis war, dass größtenteils nur noch rund 356 mm des vorhandenen Altrohrquerschnitts von 500 mm vorhanden waren. Als kompliziert zeigte sich auch der Verlauf des Sammlers, da dieser sich komplett im Bereich einer Überbauung befand und zusätzlich


Reportage Lageplan

im Fundamentbereich einbetoniert war. Gute Erfahrungen bei der Erneuerung "havarierter" Schlauchlining-Systeme hatte man bislang mit dem statischen Berstlining-Verfahren und Schutzmantelrohren (SLM) gesammelt. Diese Methode schied hier jedoch aufgrund der Randbedingungen aus. Nach Abwägung der Risiken blieb nur noch die Entscheidung, den "havarierten" Liner mittels Fräsroboter zu entfernen. Hierfür wurden auf einer Strecke von 126 m insgesamt fünf Arbeitstage benötigt. Dies allein verursachte einen Kostenblock von ca. 15.000 EUR, umgerechnet also ca. 120,- €/m. MBS entschied sich aufgrund der anschließend durchgeführten TV-Inspektion (Schadensbild Versatzbildung, feh­­­lende Wandungsteile, Quer- und Längsrissbildung, undichte Muffenverbindungen) für die Sanierung im TIPVerfahren. Hierbei werden Kurzrohre aus Polypropylen (PP-HM) oder ein

Rohrstrang aus PE-HD (PE 100 RC) eng an die Altrohrwandung mit minimalem Querschnittsverlust eingebaut. Wegen der schwierigen Randbedingungen fiel die Wahl auf Vortriebsrohre aus Polypropylen (PP-HM) Da 475 x 26,9 mm, System Egeplast mit einer Baulänge von 1,95 m. Diese entsprechen den neuen Anforderungen der VSB-Empfehlung Nr. 6. Mit einer Mindesteinstecktiefe von 10 cm, einer integrierten 3-Lippendichtung sowie zusätzlichem Klick zur Zugstabilität erfüllt die Verbindung das 3-fache der geforderten Norm DIN 4060. Die vorhandenen Anschlussleitungen sind vorab mit dem System Lindauer-Schere der Fa. JT-elektronik in Verbindung mit ASYS Verlaufsvermessung inspiziert und mit x / y / z Koordinaten vermessen worden. Das genaue Einmessen im Hauptsammler erfolgte durch einen Fräsroboter, die Anbindung selbst nach Rohreinzug, für welchen nur 1 Arbeitstag benötigt wurde, mittels Janßen-Stutzen-Verfahren (System Janßen Umwelttechnik).

Egeplast PPB Vortriebsrohre Da 475 x 26,9 mm für Berstlining- und TIP-Verfahren.

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Fortsetzung von Seite 35 – „Mit TIP-Verfahren Schlauchliner saniert“

wären. Im direkten Vergleich waren die 2-fach höhere Lebenserwartung und daraus resultierend die Wirtschaftlichkeit des TIP-Verfahrens ausschlaggebend. Der Erfolg der Maßnahme ist auch der großen Erfahrung im Bereich der Erneuerungsverfahren des ausführenden Bauunternehmers Otto Berenbold GmbH aus Zussdorf zu verdanken.

Fazit:

Verspannen der Vortriebsrohre in der Einziehgrube mit Verspannsystem Burstfix von TRACTO-TECHNIK.

Bei dem Kleinen in sich jedoch schwierigen Projekt konnte mit der dargestellten Verfahrensweise eine langfristige und eine dem Neubau entsprechende Sanierung erzielt werden. Die anfangs erwähnte Abschreibungs- bzw. Nutzungsdauer wirkt sich dazu noch positiv auf die Abwassergebühren aus.

Bei der Renovation mittels Schlauchlining-Verfahren spielt die komplizierte Qualitätssicherung eine tragende Rolle bei der Sicherung der zu erzielenden Nutzungsdauer. Die hohe Zahl an Anbietern mit den verschiedenen Schlauchsystemen und den jeweils unterschiedlichsten Anforderungen an das eingesetzte Material sowie die Installation, kombiniert mit der Vielfalt an Unbekannten auf der Baustelle und im Rohr, stellen höchste Anforderungen an Sorgfalt und Know How an den Planer. Die Erfahrung zeigt, dass Erneuerungsverfahren, wie das Berstliningoder TIP-Verfahren, aufgrund der höheren Nutzungsdauer und der daraus resultierenden Wirtschaftlichkeit durchaus mit den gängigen Schlauchverfahren mithalten. Nicht zu vergessen die gesicherte Qualität des Rohrmaterials ab Werk, die unabhängig vom Einbauort ist und somit den Prozess der Qualitätssicherung enorm vereinfacht. Berücksichtigt man, dass es mittlerweile möglich ist, Kanäle mit BURSTFORM (TIP-Rohrstrangliner bis DN 300) von Schacht zu Schacht sowie einer doppelt so schnellen Einziehleistung zu sanieren, wird die Frage nach der Wirtschaftlichkeit bei den Renovationsverfahren noch interessanter; gerade mit Blick auf den Werkstoff PE 100 RC, qualitätsgesichert nach PAS 1075. Dieser beinhaltet u. a. einen Wärmealterungsnachweis für 100 Jahre Lebensdauer.

Planung: Markus Mendek MBS Bau- und Sachverständigenbüro für Kanalsanierung Mühlbruckstraße 23/1 88212 Ravensburg www.mendek.de

Ausführendes Unternehmen: Otto Berenbold GmbH Ravensburger Straße 16 88271 Zußdorf www.otto-berenbold.de

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Durchfahrung Zwischenschacht

Weitere Informationen:

Der Preis für die Sanierung im TIP-Verfahren belief sich auf ca. 230 €/m zzgl. der Kosten für die Öffnung und Anbindung der Anschlussleitungen, welche allerdings auch bei einer erneuten Sanierung im Schlauchlining-Verfahren angefallen

Dipl.-Ing. Jörg Sommer Über der Kirche 10 57392 Schmallenberg Joergsommer@egeplast.de Tel.: +49 176 149 71090


TRACTO-TECHNIK jetzt auch bei Facebook und Twitter ganz vorn dabei Bereits im Jahr 1994, lange Zeit bevor das Internet seinen weltweiten Siegeszug antrat, präsentierte TRACTO-TECHNIK seine erste Webseite und war somit ein Vorreiter unter den großen Maschinenbauern Deutschlands. Parallel zur Erfolgsgeschichte der TRACTO-TECHNIK entwickelte sich diese Website kontinuierlich weiter. Heute präsentiert sich die offizielle Website der TT unter www.tracto-technik.de in drei Sprachen und wird monatlich von über 40.000 Internetsurfern aus der ganzen Welt besucht. TRACTO-TECHNIK hat nun zusätzlich eine offizielle Fansite im Social Network „Facebook“. Facebook-Nutzer, welche diese Seite abonnieren, bekommen innerhalb ihres Neuigkeiten-Fensters aktuelle Nachrichten der TRACTO-TECHNIK auf ihren PC oder ihr Smart-Phone und werden so über neue Veranstaltungen und Produkte informiert. Besonderen Wert legt TRACTO-TECHNIK dabei auf die Interaktion mit Kunden und Freunden. Nutzer können selbst Bilder und Videofilme hochladen und somit anderen Facebook-Nutzern präsentieren. Beiträge und Bilder können kommentiert werden (www.facebook. com/TractoTechnik). Auch auf Twitter.com zwitschert TRACTO-TECHNIK jetzt fröhlich mit. Ob neueste Produktinformationen oder andere brandaktuelle News aus Lennestadt – TRACTO-TECHNIK-Follower sind künftig stets auf dem neuesten Stand (www.twitter.com/TractoTechnik).

Über 500 Millionen Menschen weltweit nutzen das soziale Netzwerk Facebook, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben. In Deutschland sind knapp 9,8 Millionen Menschen bei Facebook angemeldet.

nodig-Portale knacken 100.000 Besuchermarke Die beiden Internetportale für den Leitungsbau und Grabenloses Bauen nodig-bau.de und nodig-construction.com besuchten im Monat Juli 2010 erstmals zusammen mehr als 100.000 Fachbesucher. Auf ein Jahr kumuliert verzeichnen die Portale somit über eine. Mio. Besucher, eine wohl einzigartige Reichweite für ein Medium in der Branche. Die Portale bieten tagesaktuelle Nachrichten in Form von Fachinformationen, Baustellenberichten und Videobeiträgen an. Auf dem Marktplatz können Bücher und Regelwerke gekauft, Gebrauchtmaschinen verkauft, Stellenanzeigen geschaltet, sowie Ausschreibungen und Submissionen selektiert recherchiert werden. Im Bereich Ratgeber

www.nodig-bau.de -

Information

part of the network

finden die Besucher Informationen zu Themengebieten wie zum Beispiel „Baugrund“, „Grundstücksentwässerung“ oder „grabenlose Verlegetechniken“. Unter der Rubrik Adressen sind im Jahrbuch Gas und Wasser mit dem Branchenführer Leitungsbau rund 14.000 Adressen abrufbar, die täglich aktualisiert werden. Abgerundet wird das Angebot der Portale durch die neue Community „Trenchless & Pipeline People“. Hier können Kontakte hergestellt, Aufträge generiert, und in einem Forum Fachthemen gemeinsam diskutiert werden.

www.nodig-construction.com 37

Information

Be a


GRUNDOMAT 95

Der perfekte

Hausanschluss

Lageplan

Erstellung eines Hausanschlusses mit 12 m Länge aus dem Haus bis in die Hausanschlussgrube hinter der Hecke.

Eckdaten: • Baustelle: Bremersheide bei Burscheid • Aufgabe: Erstellung eines neuen Hausan- schlusses wegen Heizungsumstellung von Heizöl auf Gas • Durchführung: Stadtwerke Burscheid • Besonderheit: Das 1870 erbaute Haus mit 60 cm Bruchsteinwand, extrem kompakter Lehmboden, kreuzende Wasserleitung im Blumenbeet • Gesamtlänge: 12 m davon asphaltierte Fläche: 7 m Blumenbeet: 3m Hecke: 2m • Tiefe: 1,30 m • Zielgrube mit freigelegter Gas-Hauptleitung: 1,50 m x 1,50 m • Erdrakete: GRUNDOMAT 95 mm • Kernbohrung: 100 mm • gasdichtes Vortriebsrohr, Hauff 75 x 3,6 mm, 1 m lang • Medienrohr: 35 mm • Hauseinführung: System Zappo von Hauff • Bauzeit mit GRUNDOMAT-Erdrakete: 3 Hausanschlüsse / 1 Tag zum Vergleich: Bauzeit in offener Bauweise: 1 Hausanschluss / 2 Tage

Start des GRUNDOMAT 95 mm aus dem Keller durch eine 100 mm-Kernbohrung.

Erdrakete GRUNDOMAT 95 mm.

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Erdraketen

Aufgefädelter Rohrstrang, kraftschlüssig mit dem GRUNDOMAT verbunden.

Die gasdichten Schutzrohre von Hauff mit glatten Rastmuffen.

Ankunft des GRUNDOMAT in der Zielgrube.

Das Medienrohr im Schutzrohr.

Anforderung: Zu den grabenlosen Anwendungstechniken im Hausanschlussbereich ist eine kostenlose Broschüre erhältlich: E-Mail: karin.schulte@tracto-technik.de Tel.: 0 27 23 / 8 08 13 2

Die Montage der DVGW zugelassenen ZappoHauseinführung erfolgt in wenigen Minuten absolut gas- und wasserdicht.

Installierte Gasarmatur.

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GRUNDOMAT 75

Pfahlgründungen Equipment: Kompressor 6 - 7 bar, Erdrakete GRU Ø 75 mm mit Haltegriff, Luftverbrauch 0,9 m3 25 m Druckluftschlauch, Anschlussschlauch und Nebelöler.

2m

Tiefe 0,5 m

Ankuppeln des Druckluftschlauches und Start.

Einzäunungsplan eines Grundstücks.

Umstellung auf Rücklauf durch ¼ Umdrehung am Schlauch und Bergung der Erdrakete.

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Erstellung der Verdrängungsbohrung in nur 30 Sek.


Spezialeinsatz Erdrakete Bild oben u. rechts: Verfüllen des Bohrlochs mit Schnellbinder und Einsetzen der Zaunpfähle. Aushärtung ca. 30 Minuten.

Ausrichtung und Nachjustierung der Zaunpfähl. Die Pfähle können sein: T-Profile, L-Profile; entsprechend dem Bohrlochdurchmesser auch Rundprofile aus Stahl oder Holz.

Marketing-Club Siegen bei TRACTO-TECHNIK Information

prmc-siegen: Was ist ein „Hidden Champion“? Eine Antwort auf diese Frage erhielten die interessierten Besucher bei der Vor-Ort-Veranstaltung des Marketing-Clubs Siegen am 8. Juli bei der TRACTO-TECHNIK. „Hidden Champions“, versteckte Meister, werden solche Unternehmen genannt, die äußerst erfolgreich und zugleich aber kaum bekannt sind. Die hohe Innovationsleistung und ein oftmals hoher Exportanteil sind kennzeichnend für einen „Hidden Champion“. Marketingleiter Günter Naujoks erläuterte in seiner einstündigen Präsentation vor den 40 Gästen des Marketing-Clubs ausführlich, warum und welche Innovationen die Unternehmensentwicklung positiv und nachhaltig beeinflusst haben. Abgerundet wurde die sehr interessante Marketing-vor-Ort-Veranstaltung mit einer Betriebsbesichtigung durch Betriebsleiter i. R. Heinz Olbrich, bei dem sich die

Der Marketing-Club Siegen e.V. versteht sich seit über 5 Jahrzehnten als Forum für alle Marketing-, Fach- und Führungskräfte in der Region und bietet eine Plattform für Erfahrungsaustausch, Impulse und Netzwerk.

sichtlich beeindruckten Mitglieder des Marketing-Clubs „live“ von der hohen Güte der Produktionsprozesse und der Qualitätskontrolle, insbesondere bei der Montage der Erdrakete GRUNDOMAT, überzeugen konnten. 41


HDD-Bohrungen im weltberühmten Kurzbericht

Weingut Château

Margaux

Insel Margaux 2 Bohrungen waren erforderlich. Gestartet wurde von der Insel Marqaux in Richtung Insel Verte auf 255 m Länge und anschließend in Richtung Festland auf 270 m Länge. Die gesamte Bohrausrüstung wurde mit dem Boot auf die Insel gebracht.

D

as 25 km nördlich von Bordeaux liegende Château Margaux ist berühmt geworden durch seinen Wein, der zu den Besten der Welt gehört. Das 265 ha große Weingut umfasst auch die beiden Inseln Margaux und Verte im Mündungsdelta des Flusses Gironde. Die Anfänge des Weinguts gehen auf das 11. Jahrhundert zurück. 1977 erwarb der aus Griechenland stammende Unternehmer André Mentzelopoulos das Château Margaux, das mit einem geschätzten Wert von 350 Mio. Euro als einer der teuersten Besitzungen Frankreichs gilt. Zudem ist das Château Margaux Weltkulturerbe und steht unter dem Schutz der Unesco.

GRUNDODRILL 15 N bei der 255 m Pilotbohrung, die in 1,5 Arbeitstagen erstellt wurde. Danach folgten die Aufweitbohrungen mit GRUNDOREAM 300 mm Ø und der Rohreinzug in ca. 4 Arbeitstagen. Im Vordergrund das bereits verlegte PE-HDRohr Ø 160 x 29,2 mm von der Insel Verte, in die später die 20.000 V-Stromleitung eingezogen wird.

42

Bauliche Veränderungen und Eingriffe in die Natur sind daher nur unter Auflagen möglich. Nun jedoch sollten die Wirtschaftsgebäude der beiden unbewohnten Inseln Margaux und Verte an die Stromversorgung angeschlossen werden. Für dieses Vorhaben der ERDF (Electricité Réseau Distribution France) Bordeaux bot sich die HDD-Bohrtechnik an. Nach 3 Wochen Planung und 4 vor­ angegangenen Bodenerkundungsbohrungen musste sich das Bohrteam teilweise auf verfestigten Lehm- und Sandboden einstellen.

Seit 2007 hat Atlantique Forage den GRUNDODRILL 15 N im Einsatz. Aber diese Maßnahme auf dem außergewöhnlichen Anwesen war etwas Besonderes. Deshalb wurde sie für eine Demonstration vor der örtlichen Presse sowie kommunalen Vertretern zum Anlass genommen, um das HDD Spülbohrverfahren in der Region bekannter zu machen. Sogar der Präfekt des Departements war der Einladung gefolgt. Der Chef von Atlantique Forage Jacques Ameline begrüßte die Teilnehmer und erklärte ihnen das Verfahren und die Vorgehensweise, wobei der Natur- und Umweltschutz besonders hervorgehoben wurden. Der hinterlassene Eindruck war äußerst positiv, obwohl die Arbeiten nicht bis zum Schluss verfolgt werden konnten. Die Pilot- und Aufweitbohrungen sowie der Rohreinzug für die gesamte Verlegemaßnahme dauerten etwa 2 Wochen.


In nur 25 Minuten

60 m Betonrohr erneuert! Erneuerung einer Abwassersammelleitung mit Berstlining aus Beton DN 300 im Karl-May-Festspielort Elspe. Schäden: Neurohr:

Einbrüche, Risse Egeplast Kanalrohr PP HM DA 355 Maschine: GRUNDOBURST 1250 G Länge: 60 m Tiefenlage: ca. 1,50 m Einzugsdauer: 25 Minuten Bauunternehmen: ALFES, Wenden Auftraggeber: Stadt Lennestadt

Einzug des Neurohres PP HM 355 x 20 mm.

Der Berstkopf zerstört das Altrohr und verdrängt es in das Erdreich.

Gewinner der

Bauma-Verlosung

ermittelt

Inzwischen wurde der Gewinner aus den 350 abgegebenen Gewinnkarten ermittelt, die am Stand der TT während der Bauma abgegeben wurden. Der Gewinn, eine GRUNDOMAT-Erdrakete 65 mm Durchmesser, ging an das Unternehmen Streubel-Tiefbau GmbH aus 04916 Herzberg. Herzlichen Glückwunsch. Uwe Beckert aus der Niederlassung Lützen gratulierte dem überraschten Firmeninhaber Herrn Heiko Streubel. und übergab die Erdrakete persönlich. Das Leistungsspektrum des Unternehmens umfasst den Tiefbau, Pflasterbau, Winterdienst und die Kabelverlegearbeiten. „Drei Erdraketen haben wir bereits im Einsatz und freuen uns natürlich riesig über den Zuwachs”, so die erste Reaktion von Heiko Streubel. Wir wünschen weiterhin viele erfolgreiche Bohrungen. 43

Information

Glück gehabt!


BAUMA Rückblick

BAUMA 2010

sieht nach vorn

Unglaubliche Menschenmassen!

GRD-Bohranlage

E

s gibt wohl kaum einen Besucher, noch einen Aussteller, der wieder einmal von der BAUMA in München nicht begeistert gewesen wäre. Diesen Eindruck hatte auch die Standbesetzung der TRACTO-TECHNIK. Der besucherstärkste Tag war der Freitag. Vertriebsleiter Kai Bernhardt: „Wir wurden förmlich überrannt. So etwas habe ich noch nicht erlebt.“ Die positive Grundstimmung sorgte für eine entspannte Atmosphäre, in der nach der Zurückhaltung in der Finanzkrise deutlich Kaufinteresse zu spüren war. Besonders erfreulich ist, dass im Inland wieder stärker investiert wird. Auch das Exportgeschäft ist wieder klar auf Wachstum ausgerichtet. Die gesteuerten Bohranlagen in allen Leistungsklassen, speziell die neue GRUNDODRILL XP-Generation mit den Typen 10 und 15 XP, die ausgefeilte GRUNDOBURST-Technologie aber auch die klassischen GRUNDOMAT-Erdraketen – insbesondere der Prototyp der neuen GRUNDOMAT N-Generation - erlebten einen starken Zuspruch.

Das hängt auch damit zusammen, dass bei Neu- und Weiterentwicklungen Anregungen und Wünsche unserer Kunden mit innovativer Technik umgesetzt werden. Dabei legt TT großen Wert auf den praktischen Nutzen und die Sicherstellung der Funktionalität in allen Bohrsituationen. 44


erhält renommierten

Axia Award Im Rahmen eines festlichen Abends in Düsseldorf wurde am 26. Januar 2010 der TRACTO-TECHNIK GmbH & Co. KG aus Lennestadt der Axia Award 2009 verliehen. Der altgriechische Begriff „Axia“ steht für Wert, bedeutet aber auch Fähigkeit und Erfolg und verbindet damit zentrale Herausforderungen mittelständischer Unternehmen. Der Axia Award wurde ausgeschrieben von dem Wirtschaftsprüfungsunternehmen DELOITTE. Partner sind die Financial Times Deutschland FTD und das Wittener Institut für Familienunternehmen WIFU. Mit dem Axia Award werden Mittelständler geehrt, die besondere Erfolge in den Bereichen Innovationsmanagement, Internationalisierung, Personalmanagement und Kundenbeziehungsmanagement erzielt haben. TRACTO-TECHNIK konnte die Jury mit seinem Innovationsmanagement überzeu-

gen. Besonders beeindruckt hat die Jury die Einführung eines eigens entwickelten, schriftlich fixierten Innovationsmanagement namens „TIMI“ (Tracto-IdeenMachen-Innovationen). Die Prozesse im Unternehmen sind derartig ausgestaltet, dass Innovationen aktiv gefördert werden. Auch die Kreativität der Mitarbeiter wird konsequent gefordert und gefördert, z. B. durch einen jährlichen Innovationstag für alle technischen Mitarbeiter, bei dem das Netzwerk, der Austausch von Ideen und das Schaffen von Synergien im Fokus stehen. Um die Innovationsfähigkeit aufrecht zu erhalten bzw. zu stärken, wird jährlich kräftig und konsequent in Forschung und Entwicklung investiert. Etwa 60 Mitarbeiter sind in diesem Bereich beschäftigt. Meinolf Rameil, technischer Geschäftsführer bei TRACTO-TECHNIK, nahm den von Christa Thoben (Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen) überreichten Preis entgegen. Begleitet wurde die TRACTO-TECHNIK-Delegation vom Bürgermeister der Stadt Lennestadt, Stefan Hundt, sowie den beiden stellvertretenden Bürgermeistern Michael Beckmann und Karl-Josef Knoche.

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Auszeichnung

TRACTO-TECHNIK


40 Jahre TUBOMAT

40 Jahre Biege- und

Rohrbearbeitungstechnik gen Nutzungszeiten, die für die enorm hohe Qualität sprechen. Es gibt tatsächlich noch Kunden, die Maschinen der 1. Generation im Einsatz haben. Darauf sind wir besonders stolz."

D

40 Jahre alt: Der TUBOMAT 642 hat in der innovativen Produktpalette von TT immer noch einen Platz. Herzlichen Glückwunsch.

ie Biege- und Montagemaschine für Hydraulikverrohrung, der TUBOMAT 642, feiert 2010 seinen 40igsten Geburtstag. Der TUBOMAT 642 entstand für den Eigenbedarf. Da es eine solche Maschine auf dem Markt nicht gab, wurde diese, typisch für TRACTO-TECHNIK, kurzerhand selbst entwickelt. Der Klassiker, und seinerzeit die einzige Maschine für die Hydraulikrohrbearbeitung, wird heute noch von der Funktion nahezu unverändert hergestellt und angeboten. Bereichsleiter Christian Gerlach: "Wie sehr unsere Kunden den TUBOMAT 642 schätzen zeigen die lan-

Mit dem neuen TUBOTRON VARIO 40 lassen sich nahezu alle Rohrfiguren biegen, da der Biegekopf in alle Achsen schwenkbar ist. Mechatroniker Christopher Hoppe bei einem Funktionstest.

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"Die Anforderungen der Biege- und Rohrumformtechnik haben sich im Laufe der Jahre grundlegend geändert. Präzise, vollautomatische Bearbeitungsprozesse für Serienfertigungen und intelligente Fertigungsprozesse für Einzelstückfertigungen sind inzwischen Stand der Technik. Neben anlagenbezogenen Anpassungen erfordern prozesstechnische Optimierungen ein hohes Maß an Spezial-Know-How und Erfahrungen. Aus diesem Grunde unterhält TT auch eine eigene IT-Abteilung mit 9 IT-Ingenieuren, die dafür die Prozesse optimieren und die entsprechende fertigungsunterstützende Software entwickeln," so Gerlach. Die Zukunft sieht Gerlach in kundenbezogenen Systemlösungen, in der jegliche Einheiten einer Rohrbearbeitungswerkstatt modular aufgebaut und in andere Systeme und Prozesse integriert werden können. Neben den Systemlösungen wird auch die Biegemaschinentechnik weiterentwickelt. Der neue TUBOTRON VARIO 40 lässt keine Wünsche offen. Er kann unterschiedliche Biegeverfahren (Rotationszugbiegen, Freiformbiegen) miteinander verbinden und erlaubt dadurch eine hohe Geometrievielfalt an komplexen Rohrfiguren. Dies ist nur mit dem flexiblen Biegekopf (Rechts-Links- und Mehrebenen-Biegeeinheit) möglich. Alle 11 CNCAchsen sind für eine hohe Dynamik bei geringer Geräuschentwicklung vollelektrisch ausgeführt. Die Reihe wurde für hochflexible Serienproduktionen konzipiert, die einen effizienten Biegeprozess erfordern. Die gleichbleibend hohe Biegequalität sorgt für ein fehlerfreies Endprodukt ohne Ausschuss. Mit TUBOTRON VARIO können alle kaltumformbaren Rohrwerkstoffe im Bereich von 6 bis 42 mm bearbeitet werden.

Kontakt: christian.gerlach@tracto-technik.de Tel.: 0 27 25 - 9 54 02 29


TT intern

A

Stabwechsel

m 30. Juni 2010 wurde der Geschäftsführer der TRACTO-TECHNIK Herr Frank-Volker Theile mit 68 Jahren in den Ruhestand verabschiedet. 45 Jahre war er bei der TRACTO-TECHNIK beschäftigt und hat entscheidend zum Erfolg und dem heutigen Status des Unternehmens beigetragen. In der Zeit der schweren Erkrankung des Firmengründers Paul Schmidt von 1987 bis zur Einarbeitung seines Sohnes Wolfgang Schmidt Mitte der 90iger Jahre hat er das Unternehmen mit großer Loyalität zur Familie Schmidt zielstrebig geleitet. Dies war für ihn keine Pflichtaufgabe, sondern eine Herausforderung. Er identifizierte sich mit dem Unternehmen als wäre es sein Eigenes und handelte danach. Insbesondere widmete er sich der Erhaltung der Finanzkraft und dem Ausbau der Werke und Niederlassungen. Es waren ereignisreiche Jahre geprägt von Höhen und Tiefen mit bleibenden Erinnerungen. 6 Monate zuvor - Ende 2009 – übergab auch der Betriebsleiter der TRACTO-TECHNIK Herr Heinz Olbrich mit 65 Jahren den Stab an Herrn Alfons Heimes und wechselte gleichfalls in den wohlverdienten Ruhestand.

Frank-Volker Theile

Auch Heinz Olbrich war 45 Jahre bei der TRACTO-TECHNIK beschäftigt. Er kümmerte sich um eine reibungslose Produktion und koordinierte die Ablaufprozesse in allen Werken. Die hohen Qualitätsanforderungen setzte er mit modernsten Produktionsmitteln durch. Sein Sachverstand war unbestritten und gefragt. So ganz und gar sehen sie sich nicht als Rentner und stehen auch weiterhin mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen dem Unternehmen zur Seite. Firmeninhaber Wolfgang Schmidt und die gesamte Belegschaft drücken beiden Ruheständlern ihren aufrichtigen Dank sowie ihre Anerkennung für die geleistete Arbeit aus und wünschen ihnen einen ausgefüllten und gesunden Lebensabend.

Heinz Olbrich

neu besetzt

Vertriebsleiter Seit dem 15.04.2009 leitet Kai Bernhardt bei der TRACTO-TECHNIK den Vertrieb Inland. Die Position war bislang nicht besetzt. Er ist zuständig und verantwortlich für die Produktbereiche: Grundomat, Grundoram, Grundoburst, Grundobore und GRD. 10 Jahre war der 44-jährige gelernte Industriekaufmann und Betriebswirt als Leiter der Vertriebsregion NRW bei WACKER Neuson SE tätig. Kai Bernhardt hat sich bei der TT bereits gut eingearbeitet. Kai Bernhardt

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Neue

TT intern

Als

Spitze

Als Nachfolger von Frank-Volker Theile, bestellte Firmeninhaber Wolfgang Schmidt zum 1. Juli 2010 Diplom-Kaufmann Timotheus Hofmeister (37) zum neuen Geschäftsführer und kaufmännischen Leiter der TRACTO-TECHNIK. Herr Hofmeister stammt gebürtig aus Lennestadt-Meggen. Nach dem Abitur am städt. Gymnasium in Lennestadt Altenhundem studierte er an der Universität Siegen Betriebswirtschaftslehre. Seit über 10 Jahren war er als Prokurist bei dem Wirtschaftsprüfungsunternehmen PriceWaterhouseCoopers AG in Siegen beschäftigt und zeichnete sich als Wirtschaftsprüfer bei zahlreichen Unternehmen des Mittelstandes verantwortlich, so u. a. auch seit 2005 für die TRACTO-TECHNIK. Alle TRACTO-TECHNIKer wünschen Herrn Hofmeister einen guten Start und eine glückliche Hand für seine neuen Aufgaben.

Timotheus Hofmeister

Gleichzeitig wurde der langjährige TT-Mitarbeiter Dipl.-Ing. Meinolf Rameil zum technischen Geschäftsführer bestellt. Meinolf Rameil

ERSTE WAHL FÜR PERFEKTE ROHRVERLEGUNG TRACTO-TECHNIK GmbH & Co. KG Spezialmaschinen Postfach 4020 • D-57356 Lennestadt · www.tracto-technik.de / 8 0 8 1 8 0 NL Ost Te l : +Werk 4 9 (20 ) 2 7 2 3 / 8 0 8Werk 0 • F3a x : + 4 9 ( 0 ) 2 7NL2 3Nord:

Werk 1 und Verwaltung:

Reiherstraße 2 D-57368 Lennestadt Postfach 4020 D-57356 Lennestadt Telefon: 0 27 23 / 80 80 Telefax: 0 27 23 / 80 81 80 Verkauf: Klaus Arens 01 70 / 7 71 66 28 Verkaufsleiter HDD: Jochen Schmidt 01 71 / 2 11 65 73 Produktspezialist: Sebastian Schwarzer 01 75 / 4 38 60 51 Produktspezialist: Manfred Pachutzki 01 70 / 9 64 53 54 Vertriebsleiter: Kai Bernhardt 0 27 23 / 80 82 21 01 70 / 9 62 23 82 Exportleiterin: Carola Schmidt (+49) 27 23 / 80 81 10

Internet:

Rohrbiegemaschinen:

Steuerbare Bohrtechnik:

Hunold-Rump-Straße 76-80 D-57368 Lennestadt Telefon: 0 27 25 / 9 54 00 Telefax: 0 27 25 / 95 40 33

An der Karlshütte D-57368 Lennestadt Telefon: 0 27 23 / 9 15 50 Telefax: 0 27 23 / 9 15 54 80

Siemensstr. 8 D-49456 Bakum (Kreis Vechta) Telefon: 0 44 46 / 96 80 38 Telefax: 0 44 46 / 96 80 37 Verkauf: Ewald Heykes 01 70 / 9 64 23 19

Britzer Straße 27a D-16230 Golzow (b. Berlin) Telefon: 0 33 34 / 4 50 70 Telefax: 0 33 34 / 45 07 17 Verkauf: Steffen Schulze 01 70 / 7 86 08 40

Werk 4/NL Mitte-Ost

NL West:

Starsiedeler Straße D-06686 Lützen (b. Leipzig) Telefon: 03 44 44 / 30 10 Telefax: 03 44 44 / 3 01 30 Verkauf: Uwe Beckert 01 71 / 6 95 17 71 Verkauf: Ralf Graul 01 70 / 7 98 86 05

NL Süd:

Heinrich-Hertz-Straße 27a D-40699 Erkrath (b. Düsseldorf) Telefon: 02 11 / 20 30 71 Telefax: 02 11 / 25 27 97 Verkauf: Kurt Treichel 01 70 / 7 98 86 06 Verkauf: Bernd Körfers 01 70 / 2 97 78 67

In den Weiden 20 D-73776 Altbach (b. Stuttgart) Telefon: 0 71 53  /  82 62 62 Telefax: 0 71 53  /  82 62 64 Verkauf: Walter Schad 01 72  /  7 16 69 90 Verkauf: Fabian Baumgartner Telefon: 0 71 53/82 62 62

Werksvertretung Bayern:

NL Süd-West Ind.-Geb. 1 · Lilienthalstr. 1 D-68519 Viernheim (b. Mannheim) Telefon: 0 62 04 / 9 67 20 Telefax: 0 62 04 / 6 51 06 Verkauf: Michael Gastreich 01 70 / 4 86 69 06

http://www.tracto-technik.de E-Mail: marketing@tracto-technik.de http://www.nodig-bau.de

48

BOTEC Hupertz GmbH Am Moosgraben 17 86919 Utting am Ammersee Telefon: 0  88  06  /  14  21 Telefax: 0  88  06  /  24  84 Verkauf: Markus Spatz Telefon: 01 51 / 14 25 11 62

Profile for Tracto-Technik GmbH & Co. KG

Tractuell 45  

Ausgabe November 2011

Tractuell 45  

Ausgabe November 2011

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