TCS Regional Sektion Waldstätte Nr.465

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Strassennetz und auf Parkierungsmöglichkeiten angewiesen. Diese Optik wird bei vielen Mobilitätstheoretikern ausgeblendet. Die Bedürfnisse sind so individuell, dass sie sich eben nicht auf der theoretischen Verkehrskarte aufzeichnen und umlenken lassen. Und auf politischer Ebene? Als Nationalrat sowie auch in meinen bisherigen politischen Tätigkeiten setze ich mich oft mit Mobilitätsfragen auseinander. Meist mit konkreten Projekten und deren Finanzierung. Ebenso habe ich gute Kontakte zu verschiedenen Verkehrsverbänden. Dadurch kann ich dem TCS als Netzwerker einen wertvollen Dienst erweisen. Zudem bin ich schon seit mehreren Jahren Mitglied der FDPinternen Kommission für Verkehrspolitik und Infrastruktur. Dieses Engagement hat nun eine neue Bedeutung erhalten. Als Vertreter der Sektion Waldstätte nehmen Sie auch Einsitz im Verwaltungsrat des TCS. Wofür werden Sie sich einsetzen? Priorität haben die Leistungen für die Mitglieder. Es geht um folgende Fragen:

Welche Leistungen werden erwartet? Welche Leistungen fördern die Mitgliedschaft? Und wie kann nach dem Zwiebelschalen-Prinzip ein Grundangebot und darauf aufbauend Zusatzleistungen definiert und finanziert werden? Das Grundangebot sollte einen vernünftigen Preis haben und so gut sein, dass es für viele Schweizer schlichtweg ein Muss ist, Mitglied zu sein. Zusatzleistungen sollen konkrete individuelle Bedürfnisse abdecken. Sie kandidieren erneut für den Nationalrat. Wie läuft der Wahlkampf bisher? Das kann ich als Kandidat nur schwer beantworten. Meine Partei, die FDP, erhält aktuell einen grossen Zuspruch aus der Bevölkerung. Dies macht den Wahlkampf spürbar angenehmer. Das zeitlich hohe Engagement bleibt. Weshalb sollten TCS-Mitglieder Sie als Nationalrat wählen? Wofür setzen Sie sich in Bundesbern ein? Meine prioritären Themen sind diejenigen meiner KMU-Tätigkeit: Arbeitsplätze, Berufsbildung und Energieeffizienz. Diese Themenbereiche lebe ich auch. Als

Mitinhaber und CEO einer Haustechnikfirma beschäftige ich etwas über 100 Mitarbeitende. Die Förderung und Weiterbildung der Mitarbeitenden hat einen hohen Stellenwert. Rund ein Viertel aller Mitarbeitenden sind Lernende! Energieeffizienz kenne ich vor allem als Gebäudetechnik-Fachmann. Innovation und politischer Vorgaben lassen sich auch in den Mobilitätsbereich transferieren. Und wie gesagt: Ich habe ein gutes Netzwerk und will für eine umfassende Förderung der Mobilität einstehen. Und wie sieht Ihre persönliche Mobilität aus? Sehr unterschiedlich. Mein höchstes Gut ist die Zeit, nach ihr richte ich mein Mobilitätsverhalten aus. In der Stadt bin ich gerne mit meinem wendigen Citroen C1 unterwegs. Nach Bern fahre ich oft mit dem Zug und in der Freizeit geniesse ich dafür mein Cabrio, ein 14-jähriger Volvo C70. Das Velofahren kommt aktuell ehrlicherweise zu kurz. Unsere Erinnerungen an die mehrmaligen Veloferien mit der ganzen Familie haben aber einen hohen Wert.

Karikatur

Oktober 2015 / Nr. 465  |  touring

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