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update software AG GESCHÄFTSBERICHT 2013

Die Erlöse aus Wartungsverträgen werden zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung als Ertragsabgrenzung gebucht und anteilsmäßig über den jeweiligen Leistungszeitraum realisiert. Nutzungsentgelterlöse aus SaaS (Software as a Service)-Verträgen werden zum Zeitpunkt der Leistungserbringung realisiert. Die Höhe der wiederkehrenden monatlichen Erlöse errechnet sich aus der Anzahl der User unter Berücksichtigung der eingesetzten Module sowie dem vertraglich vereinbarten User-Preis. Erlöse aus dem Verkauf von Softwarelizenzen werden im Zeitpunkt des Übergangs der Risiken und Chancen auf den Käufer realisiert. Weitere Voraussetzungen sind das Vorliegen einer verlässlichen Schätzung der mit dem Verkauf in Zusammenhang stehenden Aufwendungen und Erlöse sowie die wahrscheinliche Einbringlichkeit der Forderung. Umsatzerlöse aus Dienstleistungen umfassen Schulungs-, Beratungs- und Implementierungsleistungen. Umsätze, die sich auf Dienstleistungsgeschäfte gemäß IAS 18 beziehen, werden zum Zeitpunkt ihrer Leistungserbringung gemäß IAS 18 realisiert. Dabei wird der Gewinn von Fertigungs-/Dienstleistungsaufträgen bilanziert, sobald er verlässlich geschätzt werden kann. Der Konzern verwendet die Teilgewinnrealisierungsmethode (percentage of completion method), um den angemessenen Betrag einer Periode bestimmen zu können. Der Arbeitsfortschritt wird dargestellt als das Verhältnis von bereits angefallenen Arbeitsstunden bis zum Bilanzstichtag und den gesamten Arbeitsstunden für das jeweilige Projekt. Verluste werden ab dem frühestmöglichen Zeitpunkt der Erkennung bilanziert.

HERSTELLUNGSKOSTEN DER ZUR ERZIELUNG DER UMSATZERLÖSE ERBRACHTEN LEISTUNGEN Die Herstellungskosten zur Erzielung der Umsatzerlöse aus wiederkehrenden Leistungen (Wartung und SaaS) umfassen die Kosten für den Betrieb der SaaS – Plattform, Gehälter und Gehaltsnebenkosten zur Erbringung von Dienstleistungen im Rahmen von SaaS – Aufträgen sowie Gehälter und Gehaltsnebenkosten für den zentralen Helpdesk und Aufwendungen für Wartungsleistungen, die von update Partnerunternehmen erbracht werden. Anteilige Gemeinkosten wurden auf diese Funktionsbereiche entsprechend umgelegt. Die Herstellungskosten für Umsatzerlöse aus nicht wiederkehrenden Leistungen (Lizenzen und Dienstleistungen) bestehen im Wesentlichen aus Gehältern, Gehaltsnebenkosten und

anteilig verumlagten Gemeinkosten für jenes Personal, das die Implementierungs-, Beratungs- und Schulungsleistungen erbringt sowie Aufwendungen für Implementierungseistungen und Provisionen aus Lizenzverkäufe von update Partnern.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Für Forschungsaufwendungen besteht ein Aktivierungsverbot. Entwicklungskosten stellen im Regelfall ebenfalls einen Periodenaufwand dar. Sie sind nur dann zu aktivieren, wenn durch den selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswert ein voraussichtlicher künftiger wirtschaftlicher Nutzen erzielt wird. Darüber hinaus sind die unter IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte) angeführten Kriterien kumulativ zu erfüllen. Die Praxis zeigt, dass die Kriterien für den Ansatz von selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten aus der Softwareentwicklung erst kurz vor der Marktreife der Produkte vollständig erfüllt sind. Entwicklungskosten, die nach der Erfüllung der Aktivierungskriterien entstehen, sind unwesentlich. Aus diesem Grund sind sämtliche Forschungs- und Entwicklungskosten zum Zeitpunkt des Anfalls als Aufwand erfasst.

STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG Laufende Ertragsteueransprüche und -verpflichtungen sind mit den Beträgen angesetzt, in deren Höhe die Verrechnung mit den jeweiligen Steuerbehörden erwartet wird. Für die Berechnung latenter Steuern wird das bilanzbezogene Temporary-Konzept, das die Wertansätze der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit den Wertansätzen vergleicht, die für die Besteuerung des jeweiligen Konzernunternehmens zutreffend sind, angewendet. Abweichungen zwischen diesen Wertansätzen führen zu temporären Wertunterschieden, für die – unabhängig vom Zeitpunkt ihrer Auflösung – latente Steueransprüche oder latente Steuerschulden zu bilden sind. Die Berechnung der latenten Steuern in den einzelnen Konzernunternehmen erfolgt mit den zukünftig anzuwendenden landesspezifischen Steuersätzen. Latente Steueransprüche auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge werden dann bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass in der Zukunft zu versteuernde Gewinne in entsprechender Höhe in der gleichen Gesellschaft anfallen.

update software AG TOSA Publishing  
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