Issuu on Google+

CHF 3.90

TopPharm

2 13 Apotheken

4 Kinderkrankheiten Zwiebelsäckchen, Glacé und Antibiotikum 25 Verhütung Im Minimum ein Gummi drum 32 Gourmet Artischocke – Heilpflanze mit Herz 38 Assistenzhunde Aus dem Leben eines Teams w w w.t o p p h a r m.c h


Hilft. t. Schütz Pflegt.

Das neue Similasan Thera Therapiekonzept bei trockenen Au Augen.

t in Jetz theke o r Ap e! Ihre Drogeri und

SANFTE WELLE AUS NATURREINEM MEERWASSER

Zertifiziert durch: Service Allergie Suisse

by

by

HYPERTONISCH Speziell für Allergiker geeignet

Allergischer und chronischer Schnupfen

abschwellende ✓ Natürliche Wirkung durch osmotischen Effekt die Atemwege auf Basis ✓ Befreit von Meerwasser

be

im

Ka Gr uf at Sp ein is N Ihr ray 1 es T ase er 2 rio ns Gü TopP 5 ml mer alb ltig ha . Ei ® H e bis rm- nlös ype 31 Ap bar rto .5. oth in nis 20 ek ch 13 e. .

Grosses Spray zum Spülen/Befeuchten. Erhältlich in Apotheke/Drogerie, auch als Taschenspray und Monodosen.


EDITORIAL 2 / 3

Das erwartet Sie in dieser Ausgabe 4 Im Brennpunkt So behandelt man Kinderkrankheiten. 12 Wissen rundum Das Kind. 15 Wissen Blühende Zukunft für Pollenallergiker. 17 Wissen Pollen im Anflug. 21 Wissen Lachen ist ansteckend! 25 Im Brennpunkt Verhütung: Weisst du Bescheid? 28 Im Brennpunkt Übergewicht bei Kindern verhindern. 32 Gourmet Artischocke: Heilpflanze mit Herz. 35 disKreTe BerATung Diskret beraten bei TopPharm. 36 DER Experte Wir müssen am selben Strick ziehen.

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2013

38 Aus dem Leben Wie Assistenzhunde helfen können. 43 Wissen Neues Wohnen im Alter. 49 Kurz notiert 50 Rätseln & Gewinnen Preise im Wert von CHF 5550–.

Die Familie im Mittelpunkt Liebe Leserinnen, liebe Leser Schwerpunktmässig behandeln wir in dieser Nummer die Familie. Zur Familie gehören Kinder und zu Kindern die hochansteckenden Kinderkrankheiten. Die kennen wir alle. Aber hätten Sie gedacht, dass es auch «soziale Ansteckung» gibt? Soziale Ansteckung, die Übertragung von Verhaltensweisen und Gefühlen, läuft über persönliche Beziehungen: Alles, was wir tun, beeinflusst unsere Freunde. Ein Beispiel: Am 30. Januar 1962 brechen drei Schülerinnen eines Internats im heutigen Tansania in wildes Lachen aus. Es steckt an. Doch lesen Sie selbst ab Seite 21. In einem Gesundheitsmagazin wie dem TopPharm Ratgeber schreibt man normalerweise über Krankheiten. Das ist kein Widerspruch, denn gesund ist nur, wer nicht an einer Krankheit leidet. In dieser Ausgabe berichten wir beispielsweise über die Pollenallergie. Wenn es im Frühling grünt und blüht, leiden Allergiker wieder. Vor Kurzem haben Schweizer Wissenschafter aber zwei vielversprechende Ansätze gegen Heuschnupfen entdeckt. Daneben erfahren Sie viel Wissens- und Lesenswertes rund um die Gesundheit in der Familie. Für die ganze Redaktion herzlich Ihr Christoph Baumgartner

IMPRESSUM Ausgabe Nr. 2, März 2013. Herausgeberin: TopPharm AG, 4142 Münchenstein, ratgeber@toppharm.ch, Tel. 061 416 90 90. Anzeigen: Tanja Dirschnabel. Leitung Marketing & Kommunikation: Judith Lanz. Projektlei­ tung: Caroline Kuster. Redaktion: Christoph Baumgartner. Mitarbeit: Christine Micheloud, Dr. Jürgen Schickinger, Dr. Klaus Duffner, Veronica Bonilla, Katrin Roth, Patricia Heyne, Beat Grossrieder. Druck und Versand: Swissprinters AG, Zofingen. Auflage: Druck 524 047, WEMF 485 470. Gestaltung: rotor agentur für kommunikation, Zürich. Der Abdruck oder die Publikation im Internet ist nur mit ausdrücklicher Ge­nehmigung der Redaktion gestattet.


Der Nestschutz h채lt etwa sechs bis neun Monate.


Brennpunkt 4 / 5

Zwiebelsäckchen, Glacé und Antibiotikum Verschiedene Krankheiten machen Babys und Kindern das Leben schwer. TopPharm stellt die häufigs­ ten Kinderkrankheiten vor und sagt, wie Eltern ihrem kranken Kind helfen können.

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2013

Wenn es um die Gesundheit ihrer Kinder geht, machen Eltern keine Kompromisse. Trotzdem muss man nicht mit jedem kleinen Problem direkt zum Kinderarzt gehen. Manchmal hilft schon ein klärendes Gespräch mit dem TopPharm Gesundheits-Coach, der je nach Schwere des Kinderleidens einen Arztbesuch empfehlen kann oder auch nicht. Baby Laura: Nestschutz Die ersten zwölf Monate ihres Lebens stellen die klei­ ne Laura vor enorme Aufgaben. Unzählige neue Ein­ drücke und Reize fluten auf den Winzling ein, aber auch Viren, Bakterien und Pilze, die seine Abwehrkräfte herausfordern. War Laura im Mutterleib vor diesen Attacken noch weitgehend geschützt, muss ihr Körper nun lernen, sich selber dagegen zur Wehr zu setzen. Zum Glück besitzt ein reifgeborenes Baby gute Voraussetzungen, um mit den meisten Krankheitserregern fertig zu werden, denn während der Schwangerschaft hat es über die Nabelschnur ein ausgezeichnetes Startkapital erhalten, eine «Grundausstattung» mit den wichtigsten Abwehrstoffen, den Antikörpern. Dieser

Von Christine Micheloud

sogenannte Nestschutz schützt das Baby in den ersten Lebensmonaten vor vielen Krankheiten, gegen die seine Mutter Abwehrkräfte besitzt. Der Nestschutz hält etwa sechs bis neun Monate, dann sind die spezifischen Antikörper der Mutter im Körper des Babys abgebaut. Zwar bekommt es auch über die Muttermilch Antikörper, diese bieten aber nur geringen Schutz auf den Schleimhäuten. Um Lauras Immunsystem auf die Sprünge zu helfen, sind schon ab dem zweiten Lebensmonat bestimmte Schutzimpfungen empfohlen. Zum Beispiel gegen Keuchhusten (Pertussis), gegen den der Nestschutz nicht hilft. Aber auch gegen Diph­therie, Tetanus (Starrkrampf), Polio (Kinderlähmung) und Hirnhautentzündung. Yvan, 1 Jahr: Erkältung und Mittelohrentzündung Yvan war bis jetzt ein völlig problemloses Kind, ausser Schnupfen hatte er keine grösseren Wehwehchen oder Krankheiten. Doch nun scheint er alles nachzuholen. Er ist stark erkältet, hat Schnupfen und Fieber und scheint durch seine kleine verstopfte Nase kaum Luft zu bekommen. Der Kinderarzt empfiehlt Nasentropfen auf der Basis von physiologischer Kochsalzlösung oder verdünntem Meerwasser zur Anfeuchtung der trockenen Nasenschleimhaut. Er rät den Eltern, den Kleinen viel trinken zu lassen, um den Schleim zu verflüssigen, und die Raumluft anzufeuchten, damit die Schleimhäute nicht austrocknen. Das kann man beispielsweise tun, indem man nasse Tücher über die Heizkörper legt. Gefässverengende Nasentropfen oder Nasensprays bewirken ein rasches Abschwellen der Nasenschleimhaut. Es gibt sie in schwächeren Dosierungen auch schon für Säuglinge und Kleinkinder. Sie dürfen jedoch nur sparsam und nicht länger als eine Woche angewendet werden, da es bei längerem Gebrauch zu einem Anschwellen der Nasenschleimhaut kommt, » Seite 7


d Kin

er

Fieber, Husten, eine Erkältung oder Schmerzen beim Zahnen können Ihrem Kind ganz schön zusetzen. Homöopathische Arzneimittel für Kinder von OMIDA® sind speziell auf die Bedürfnisse der Kleinen und Kleinsten abgestimmt. Erhältlich in Ihrer Apotheke oder Drogerie. Lesen Sie die Packungsbeilagen.


Brennpunkt 6 / 7

Christine Waldner, Fachapothekerin Offizin und Geschäftsinhaberin TopPharm Länggass Apotheke in Bern

was wiederum zur weiteren Verwendung der Tropfen verleitet. Deshalb sollte man sich immer zuerst kompetent in einer TopPharm Apotheke beraten lassen.

Gefässverengende Nasentropfen oder -sprays nicht länger als eine Woche anwenden. Kaum ist die Erkältung einigermassen überstanden, leidet Yvan an Ohrenschmerzen. Tatsächlich folgt auf eine simple Erkältung oft eine Mittelohrentzündung, da Bakterien oder Viren über die Ohrentrompeten vom Hals ins Mittelohr wandern und dort eine Entzündung hervorrufen können. Da Yvan nur leichtes Fieber hat, versucht seine Mutter, die Entzündung mit Wärme und einem Zwiebelsäckchen zu behandeln, was auch tatsächlich hilft. Wenn es dem Kleinen nach zwei, drei Tagen nicht besser geht und sein Fieber nicht abklingt, wird sie den Kinderarzt aufsuchen, der in einem solchen Fall ein entzündungshemmendes Schmerzmittel und möglicherweise ein Antibiotikum verschreibt.

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2013

Mit einem Jahr ist Yvan zudem alt genug, um die erste Impfdosis gegen die klassischen Kinderkrankheiten Masern, Mumps und Röteln zu erhalten. Joel, 2 Jahre: Dreitagefieber Der kleine Joel leidet, er atmet schnell und oberflächlich, seine Wangen glühen. Das Fieberthermometer zeigt knapp 40 Grad. Schnupfen und Husten hat Joel nicht, sein Stuhl ist jedoch etwas weich und die Mutter macht sich wegen des Fiebers grosse Sorgen. Nach drei Tagen fällt das Fieber jedoch schnell ab und Joel ist munter und scheint völlig erholt. Dafür zeigt sich am Bauch und am Rücken ein Ausschlag mit feinen roten Flecken, der sich nach einem Tag zurückbildet. Joels Mutter weiss nun, dass der Kleine am sogenannten Dreitagfieber leidet. » Seite 9

5 Fragen Alternativmedizinische Verfahren wie die Homöopathie werden als «natürlich» und «sanft» beschrieben. Doch sie können schwere Nebenwirkungen nach sich ziehen. Wie gefährlich sind diese Therapien für Kleinkinder? Meistens sind alternative Heilverfahren sanft und sicher. Interessant ist, dass zum Beispiel die Homöopathie manchmal auch Substanzen einsetzt, die beim direkten Gebrauch giftig wären, durch die homöopathische Verdünnung = Potenzierung aber ungefährlich werden, wie die bekannte Belladonna-Pflanze, auf Deutsch Tollkirsche genannt. Wirklich gefährlich wird es erst, wenn wegen sturen Glaubens an Alternativmedizin nötige Therapien oder grundlegende Impfungen oder das für Veganer lebensnotwendige Vitamin B12 weggelassen werden. Auch zu beachten ist die Wirkung auf die Zähne: häufiges Lutschen von zuckerhaltigen Kügelchen kombiniert mit dem Gebrauch von fluorloser Zahnpasta fördert Karies bei Kindern. Warum schwören so viele Eltern auf die Komplementärmedizin? Weil die Schulmedizin, im Beson­deren Antibiotika, zu lange und zu oft unkritisch eingesetzt wurde. Weitere Gründe können Unwissen sein oder auch weil negative Ereignisse von der Presse stark aufgebauscht wurden und weil Eltern heute den Anspruch an sich selber haben, perfekt zu sein. Was empfehlen Sie jungen Eltern? Nur seriöse Therapeuten berücksichtigen, d. h. keine Heilsversprechen und keinen, der die Schulmedizin verteufelt. Weiter empfiehlt es sich, auch in der Apotheke nachzufragen, die über Schul- und Komplementärmedizin Bescheid weiss. Weiterhin sollte auch der Kinderarzt oder die Kinderärztin über alternative Therapien informiert werden. Wann greifen Sie als Apothekerin auf die Schulmedizin zurück? Wenn man dem Kind mit dem herkömmlichen Medikament besser helfen kann. Warum gibt es nur wenige Medikamente spezifisch für Kinder? Weil sich die Firmen nicht trauen, auf diesem Gebiet zu forschen, und die Eltern sich nicht trauen, ihre Kinder als Forschungsobjekte benutzen zu lassen, und weil es sich für die Firmen nicht rentiert. Das Gespräch führte Christoph Baumgartner.


Wunden wirksam desinfizieren! Braunol® schneller und länger wirkende PVP Iod Desinfektions-Lösung ■ ■ ■

gegen Bakterien, Pilze und Viren kleines, praktisches 30 ml Fläschchen auch als Salbe (Braunovidon®) erhältlich

Bitte lesen Sie die Packungsbeilage! B. Braun Medical AG | OPM | 6204 Sempach | www.bbraun.ch


Brennpunkt 8 / 9

Betroffen sind überwiegend Kinder im Alter von sechs Monaten bis drei Jahren. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion, die Zeit zwischen Ansteckung und Erkrankung dauert etwa 5 bis 15 Tage. Aufgrund des rasch steigenden, hohen Fiebers kann es zu Fieberkrämpfen kommen, die jedoch keine Folgeschäden hinterlassen: Ein Krampfanfall sieht zwar beängstigend aus, ist in der Regel jedoch harmlos. Im Laufe des Jahres macht ihm der Durchbruch der zweiten Backenzähne zu schaffen. Das Zahnfleisch ist geschwollen, seine Wangen sind gerötet, er schläft schlecht und hat nicht mehr so viel Appetit wie sonst. Zudem leidet er an Verstopfung und seine Temperatur ist leicht erhöht. Zur Linderung der Schmerzen gibt es spezielle Beissringe oder Zahnungsgels. Joels Mutter legt seinen Beissring in den Kühlschrank, denn gekühlt hilft er noch besser.

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2013

Lisa, 3 Jahre: Magen-Darm-Beschwerden Lisa hat Durchfall und klagt über Bauchweh. Weil sie zudem leichtes Fieber hat, ist die Mutter beunruhigt. Kinder leiden jedoch häufig unter Durchfall, denn ihr empfindliches Verdauungssystem reagiert sehr leicht auf körperliche Beeinträchtigungen. In vielen Fällen ist er aber genauso schnell wieder verschwunden, wie er gekommen ist. Durchfall kann auch eine typische Begleiterscheinung bei Erkältungen, einer Mittelohrentzündung oder anderen fieberhaften Infekten sein. Tritt Durchfall im Zusammenhang mit Fieber und/oder Erbrechen auf, handelt es sich in der Regel um eine Magen-Darm-Infektion, die durch Viren oder Bakterien ausgelöst wird. In diesem Fall hilft eine Schonkost. Hält der Durchfall oder Brechdurchfall länger als zwölf Stunden an, muss der Arzt aufgesucht werden. Besonders bei Kleinkindern besteht aufgrund des grossen Flüssigkeitsverlustes die Gefahr einer lebensgefährlichen Austrocknung. Die verloren gegangene Flüssigkeit sollte möglichst durch Elektrolytgetränke wieder zugeführt werden. In Ihrer TopPharm Apotheke erhalten Sie Elektrolytpulver zum Auflösen. Tobias, 4 Jahre: wilde Blattern (Windpocken) Tobias hat am ganzen Körper rote juckende Bläschen, der kleine Mann leidet an den wilden Blattern, auch Spitzblattern oder Varizellen genannt. Die Krankheit begann mit Fieber, später traten kleine blassrote Flecken auf, aus denen sich schnell kleine Bläschen mit flüssigem Inhalt entwickelten.

Wilde Blattern sind in der Regel harmlos, aber sehr unangenehm, da die Bläschen stark jucken. Sie dürfen jedoch auf keinen Fall aufgekratzt werden, da sich die Haut sonst mit Bakterien infiziert und helle Narben zurückbleiben. Tobias’ Mutter reibt ihn deshalb mit einer juckreizlindernden Lotion aus der Apotheke ein. Die Fingernägel sollten kurz geschnitten und die Hände regelmässig gewaschen werden. Kleinen Kindern kann man über Nacht Baumwollhandschuhe anziehen. Man sollte das Kind nicht baden, sondern lauwarm duschen. Eine Impfung wird nur empfohlen, wenn das Immunsystem des Kindes geschwächt ist oder es an Neurodermitis leidet. Anna, 6 Jahre: Scharlach Anna leidet an Scharlach. Ihre Rachenmandeln sind geschwollen und dunkelrot mit eitrigen Belägen. Die Zunge ist ebenfalls auffällig rot mit kleinen Knötchen – eine richtige Himbeerzunge. Anna hat einen » Seite 11

Impfplan des Bundesamtes für Gesundheit Für Säuglinge und Kinder empfiehlt der Impfplan des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) Basisimpfungen gegen Diphtherie, Starrkrampf, Keuchhusten, invasive Infektionen durch Haemophilus influenzae Typ b, Kinderlähmung, Masern, Mumps und Röteln. Die Kosten für diese Impfungen werden von den Krankenkassen übernommen. Des Weiteren gibt es eine Anzahl ergänzende Impfungen, die gegen ein bestimmtes Risiko schützen sollen. Dazu gehören die Impfungen gegen Pneumokokken und Meningokokken der Gruppe C. Das BAG empfiehlt sie allen Kindern, deren Eltern den Schutz vor seltenen, aber poten­ ziell tödlichen Krankheiten als wichtig erachten. Auch diese Impfungen werden von den Krankenkassen bezahlt. Und nicht zuletzt gibt es Impfungen für Kinder, die einer besonderen Risikogruppe angehören, sei es, weil sie ein höheres Komplikationsrisiko haben (z. B. Frühgeburt, chronische Krankheiten, schwaches Immunsystem etc.) oder eher einer Infektionskrankheit ausgesetzt sind. Für sie empfiehlt das BAG weitere Impfungen gegen Hepatitis A, Hepatitis B, Grippe, Pneumokokken, Meningokokken, Windpocken, Tuberkulose oder Zeckenenzephalitis (FSME).


Deckt fast alle pathogenen Keime ab Augentropfen mit antibakterieller Wirkung ■

Bakterielle Konjunktivitis

Keratokonjunktivitis

Dacryocystitis

Infektionen der Tränenwege

Prä- und postoperative Desinfektion

Desomedin® DD

In jedem Fall für alle Fälle… Desomedin® DD. SwissMedic Liste C, Bakterielle Konjunktivitis und Keratokonjunktivitis. Dacryocystitis und Infektionen der Tränenwege. Prä- und postoperative Desinfektion. 4–6 mal täglich 2 Tropfen instillieren. Dies ist ein Arzneimittel. Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten und lesen Sie die Packungsbeilage. Bausch & Lomb Swiss AG, CH-6301 Zug, www.bausch-lomb.ch

www.supradynenergy.ch www.supradynene

in Zeiten erhöhter Belastung l t

Hochdosiertes Multivitaminpräparat für Zeiten mit erhöhtem Vitamin- und Mineralstoffbedarf.

Bitte lesen Sie die Packungsbeilage.


Brennpunkt 10 / 11

samtartigen Ausschlag, auch das Gesicht ist rot, nur die Region um den Mund bleibt typischerweise ausgespart. Scharlach wird wie eine bakterielle Tonsillitis (Man­del­­­ent­ zündung) durch bestimmte Streptokokken-Bak­terien ausgelöst. Beide Krankheiten werden mit Antibiotika behandelt, um Spätfolgen wie rheumatisches Fieber und Schäden an Herz und Nieren abzuwenden.

Vera, 10 Jahre: Ringelröteln Vera hat leichtes Fieber und einen girlandenförmigen Hautausschlag. Ihr Gesicht hat auf den Wangen ein sogenanntes schmetterlingsförmiges Exanthem. Sie leidet an Ringelröteln, einer durch Tröpfcheninfektion übertragenen Virus­ erkrankung, die vor allem Klein- und Schulkinder trifft. Gegen die Krankheit gibt es keine Impfung, sie verläuft meist auch harmlos und bedarf im Allgemeinen keiner Behandlung. Wichtig: Infektionen während der Schwangerschaft können das Ungeborene schädigen. Aus Rücksicht vor Schwangeren sollten Kinder mit Ringelröteln deshalb weder in den Kindergarten noch in die Schule noch in Geschäfte gehen. Ansteckungsgefahr besteht bis zum Rückgang des Ausschlags.

Eiswürfel aus Früchtetee wirken schmerzstillend.

Neben Gemüsepüree und Suppe bietet die Mutter Anna Griessbrei, Pudding und Glacé an, die fast immer rutschen – auch durch einen schmerzenden Hals. Eiswürfel aus Früchtetee wirken zudem aufmunternd und schmerzstillend. Dann ist für das kleine Mädchen Bettruhe angesagt.

Falsche Ernährung, Stress und Bewegungsmangel übersäuern Ihren Körper und bringen ihn aus der Balance. Basica® unterstützt regulierend Ihren Säure-Basen-Haushalt und damit Ihre Vitalität und Leistungsfähigkeit

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2013

*Basica® enthält wichtige basische Mineralstoffe und Spurenelemente, insbesondere das für den Energiestoffwechsel wertvolle Magnesium und Zink

Erhältlich in Ihren TopPharm Apotheken. Infoline: 0800 80 40 42 (gebührenfrei) info@basica.ch, www.basica.ch

Weniger Säure – fühlbar mehr Energie* Der Säure-Basen-Spezialist


Sprachwunder

Ein Neugeborenes kann nur im Abstand von 30 cm scharf sehen. Aber schon nach Säuglinge können vermutlich

wenigen Monaten sieht

alle Laute der Sprache unter-

es genauso gut wie ein Erwachsener.

scheiden. So konnten sechs Monate alte kanadische Babys Hindi-Laute differenzieren, die für kanadische Erwachsene alle gleich waren.

Zwischen dem sechsten und zwölften Monat entsteht eine Vorstellung dafür, wie Laute klingen. Nach einem Jahr werden bestimmte Lautkategorien unterschieden: die Basis der Muttersprache.

1,52

Kinder Weltbevölkerung

Anzahl Kinder pro Familie

7 Mrd.

4,38

6 Mrd.

3,68

Franken

5 Mrd.

800 + bei Paaren mit einem Kind + CHF 819, bei Paaren mit zwei

+ Kindern CHF 655 und bei Paaren + mit drei Kindern CHF 528 pro Kind. + Bei Alleinerziehenden mit einem Kind sind es CHF 1092.

3 Mrd. 1,38

1,52

1876

1900

1950

1970

2 Mrd. 1,2 Mrd.

2000 2012

1876 brachte eine Frau in der Schweiz durchschnittlich 4,38 Kinder zur Welt. Damals waren Familien mit acht und mehr Sprösslingen keine Seltenheit. Um 1900 wurden im Schnitt immer noch 3,68 Nachkommen geboren, 1950 waren es 2,40 Kinder. Nach dem «Pillenknick» sank dieser Wert 1970 auf 2,1 Kinder. Kurz nach der Jahrtausend­wende wurde ein Tiefstand mit nur 1,38 Kindern erreicht. Danach ging es wieder leicht aufwärts: Heute sind es 1,52 Kinder.

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2013

+ nach Anzahl der Elternteile und + Kinder im Haushalt. Sie betragen

2,10

Pillenknick

+ Die monatlichen Kosten für ein + Kind in der Schweiz variieren je

4 Mrd.

2,40


Wissen rundum 12 / 13

250 g Ein Gehirn wiegt bei der Geburt 250 g. Mehr als

100

Mrd.

Neugeborene besitzen bei der Geburt rund 100 Milliarden Gehirnnervenzellen. Diese Neuronen sind nur wenig

750 g sind es nach einem

vernetzt. In den ersten drei Jahren bilden sich zwischen

Jahr und über 1 kg im

den Nervenzellen rund 200 Billionen Kontaktstellen, die

fünften Jahr. In der Puber-

bis nach der Pubertät wieder um die Hälfte reduziert

tät wird das Endgewicht

werden. Entsprechend benötigt das Gehirn eines Dreijäh-

von rund 1,4 kg erreicht.

rigen doppelt so viel Energie wie das eines Erwachsenen.

14 Jahre Kind Als Kindheit bezeichnet man die Zeit Nach dem zwölf Monate dauernden Säuglingsalter schliesst sich in den folgenden beiden Jahren das Kleinkindalter an. Zwischen dem vierten und sechsten Lebensjahr spricht man vom Vorschulalter. Darauf folgen die mittlere (7.–10. Lebensjahr) und die späte Kindheit (11.–14. Lebensjahr).

7

M it K in t l e r e dh eit

e S pät heit K ind

10

von der Geburt bis zur Pubertät.

lhu rsc lter o V a

14 Pubertät

Säuglingsalter

ind ink Kle lter a

1

3

Schimpansenkinder Kleine Mädchen spielen eher mit Puppen als Jungen. Ob diese in vielen Kulturen beobachteten Unterschiede das Ergebnis von Erziehung oder genetisch bedingt sind,

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2013

weiss man nicht. Nun haben Forscher in einem Nationalpark in Uganda herausgefunden, dass das Spiel junger Schimpansen dem Spiel menschlicher Kinder sehr ähnelt. Während junge Weibchen eher dazu tendieren, Stöcke wie eine Puppe durch die Gegend zu tragen, benutzen Männchen die Stöcke lieber als Waffen. Zusammengestellt von Dr. Klaus Duffner


ZinCream Medinova

®

Bei wunder Haut in jedem Alter

Haarausfall … Kraftlose Haare … Brüchige Nägel …

… können durch Biotinmangel auftreten.

hilft, diesen Mangelzustand zu beheben. Die Entstehung gesunder Haare und Nägel

So wirkt Biotin und NagelmatrixBiotin wirkt auf die Vermehrung der Haarzellen , unterstützt die Bildung von Keratin und verbessert die Keratinstruktur.

Wunde, entzündete Haut sollte sowohl sanft gereinigt als auch wirksam behandelt werden. Speziell dafür wurde ZinCream Medinova® entwickelt. Die Cremepaste enthält den bewährten Wirkstoff Zinkoxid, der die Wundheilung fördert. Aufgrund der einzigartigen Zusammensetzung können Sie ZinCream Medinova® mit Wasser abwaschen, ohne die Haut zusätzlich zu reizen. Frei von Parfüm, ätherischen Ölen und Wollfett. www.zincream.ch

Testen Sie ZinCream Medinova® Gratismuster stehen Ihnen in Ihrer TopPharm-Apotheke zur Verfügung.

1 x täglich Biotin > vermindert den Haarausfall > verbessert die Haar- und Nagelqualität > erhöht die Haar- und Nageldicke

Vertrieb: Biomed AG, 8600 Dübendorf www.biomed.ch

Wirksam bei Windelentzündung, Schürfungen und Kratzwunden. Mit Wasser abwaschbar.

Spezialisierte Hautzellen (Epidermiszellen) in der Haarund vermehren sich durch Zellteilung und schieben Nagelmatrix sich so langsam nach oben . Dabei reifen sie und bilden das faserige Eiweiss Keratin, den Hauptbestandteil der Haare und Nägel. Keratin verleiht Haaren und Nägeln ihre Festigkeit.

Erhältlich in Ihrer TopPharmApotheke.

Bitte lesen Sie die Packungsbeilage. Medinova AG, 8052 Zürich

Bitte lesen Sie die Packungsbeilage.


Wissen 14 / 15

Blühende Zukunft für Pollenallergiker

Von Dr. Jürgen Schickinger

Die Pollensaison dauert immer länger. Die Zahl der Pollen steigt, was vielen Menschen einen stärkeren Heuschnupfen beschert. Könnten bald neue Be­ hand­lungen helfen?

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2013

Jährlich steigt die Pollenbelastung in Städten um drei Prozent. Auf dem Land wächst sie ebenfalls. Laut Experten ist die Ursache die, dass die Konzentration an Kohlendioxid in der Atmosphäre ständig zunimmt. Dadurch erwärmt sich das Klima, weshalb Pflanzen jedes Jahr früher knospen, Pollen eher fliegen und später damit aufhören. Eine «blühende Zukunft» naht, was Menschen mit Pollenallergien weniger erfreut. Doch kürzlich haben Schweizer Wissenschafter zwei vielversprechende Ansätze gegen Heuschnupfen entdeckt. Das Ende allergischer Reaktionen? Bei Pollenallergien lauern im Körper bestimmte Antikörper gezielt auf bestimmte Pollen – bei einer Birkenpollenallergie beispielsweise auf Birkenpollen. Sobald ein Antikörper einen Birkenpollen erkannt hat, bindet er sie an Mastzellen. Diese Zellen schütten Botenstoffe aus, welche im Körper zu den Allergiesymptomen führen. Doch ein neues künstliches Protein kann allergische Reaktionen völlig stoppen. Das Team des Berner Immunologen Dr. Alexander Eggel hat es zusammen mit amerikanischen Kollegen von der Stanford-Universität entwickelt. «Das Protein bricht die Bindung zwischen Antikörper und Mastzelle auf», erklärte Eggel dem TopPharm Apotheken Ratgeber. «Aber dafür braucht es eine gewisse Zeit.» Für allergische Notfallbehandlungen sei das neue Protein namens DARPin E2-79 daher wohl zu langsam, vermutet der Immunologe. Wahrscheinlich kann es Menschen mit Pollenallergien aber beschwerdefrei machen, wenn sie das neue Protein vorbeugend einnehmen. Wann es in die Apotheken kommen wird, ist laut Eggel schwer

abzuschätzen: «Ich rechne mit mindestens fünf Jahren.» Im Moment ist die Methode nämlich erst im Reagenzglas erprobt. Spezielle Pflaster verringern die Beschwerden Dagegen hat die Arbeitsgruppe um Dr. Gabriela Senti vom Universitätsspital Zürich schon 132 Patienten mit «Heuschnupfen-Pflastern» behandelt. Diese enthalten Extrakte sechs verschiedener Gräserpollen. Patienten trugen die Pflaster am Oberarm – sechsmal einen Tag lang innert zwei Monaten vor der Pollensaison. In der Saison und noch im Folgejahr liessen die Symptome um durchschnittlich 70 Prozent nach. «Manche Patienten wurden sogar beschwerdefrei», sagt Senti. Heftige allergische Reaktionen traten während der Behandlung nicht auf, weil keine Blutgefässe in den äusseren Hautschichten liegen. Hier führen Kontakte zwischen Abwehrzellen und Pollen dazu, dass sich das Immunsystem langsam an die Pflanzenteilchen «gewöhnen» kann. Doch Senti, Leiterin eines Studienzentrums der Universität Zürich und Fachärztin für Dermatologie und Allergologie, will das Verfahren noch verbessern. Bisher entfernte ihr Team mit einem Klebeband die Hornhaut am Oberarm, damit die Pollen eindringen konnten. Das funktionierte jedoch nicht bei allen Patienten gut. «Es sind weitere Studien nötig», betont Senti. Wie lange es dauern wird, bis ihr Verfahren den klinischen Alltag erobert, kann sie nicht vorhersagen. Mehrere Unternehmen zeigen bereits Interesse daran: Die Pflasterbehandlung ist gegenüber der Immuntherapie viel weniger aufwendig und risikoärmer.


WIRK T bis zu

24 Std .

Ceteco Sandoz hilft bei Allergien. ®

• Hilft bei Heuschnupfen, allergischem Schnupfen und allergischer Bindehautentzündung • Wirkt bis zu 24 Std. • Die Tabletten sind klein und angenehm zu schlucken Mehr Informationen zu Ceteco Sandoz unter www.generika.ch ®

a Novartis company

Bitte lesen Sie die Packungsbeilage.

Sandoz Pharmaceuticals AG, Hinterbergstrasse 24, 6330 Cham 2, Tel. 041 748 85 85


Wissen 16 / 17

Pollen im Anflug Heuschnupfen ist die häu­­f­igste Allergie in der Be­­völ­ke­rung. Ursache dafür ist eine Überreaktion unseres Immunsystems auf eigentlich harmlose Pollen-Eiweisse.

Von Dr. Klaus Duffner

Irgendwas blüht fast immer Im Frühjahr sind es vor allem Baumpollen (Haselnuss, Eiche, Weide, Pappel, Erle, Ulme), im Früh- und Hochsommer Gräser- und Getreidepollen (Roggen, Hafer, Weizen), im Spätsommer und Herbst dann Kräuterpollen (Beifuss, Gänsefuss). Am gefährlichsten ist es dabei oft im Mai und Juni, wenn viele Gräser, Bäume und Kräuter gleichzeitig blühen. Jeder Siebte betroffen In der Schweiz sind heute rund 15 Prozent der Bevölkerung vom Heuschnupfen betroffen. Durch bemerkenswert genaue Aufzeichnungen weiss man, dass dies nicht immer so war. Während 1926 nur rund ein Prozent der Schweizer daran litt, nahm die Häufigkeit der Pollenallergien stetig zu. «So wie es aussieht, ist der Höchststand seit einigen Jahren nun wohl erreicht», sagt Prof. Dr. Jürgen Grabbe vom Kantons­spital Aarau. «Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass wir nicht von neuen Pollen wie z. B. Ambrosia überflutet werden», so der Allergologe.

Sonne, Wärme, Blütenpracht: Eigentlich könnte alles so schön sein, wenn – ja, wenn da nicht diese verstopfte, juckende Nase wäre. Heuschnupfen ist eine Überreaktion unseres Immunsystems auf eigentlich harmlose Substanzen in der Umwelt. Das sind oft Pollen von Blüten, Bäumen, Kräutern oder Gräsern. Gegen sie werden Abwehrstoffe, sogenannte Antikörper, gebildet. Kommen wir dann erneut mit dem Allergen in Kontakt, werden Botenstoffe ausgeschüttet. Die Folge: Die Haut rötet sich, die Schleimhäute schwellen an, die Nase und die Augen jucken. Heuschnupfen eben.

» Seite 19 Pollenkalender Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Hasel Erle Weide Pappel Esche Birke Hage­buche Platane Eiche TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2013

Buche Gräser Roggen Ampfer Wegerich Quelle: MeteoSchweiz 1 – 9

10 – 99

100 – 999

> 1000

Pollenkonzentration/m3 Luft in 10 Tagen


Nase voll? Emser ist die Lösung! ®

Bei akutem Schnupfen: Die Emser Nasendusche Nasanita mit Emser Salz ®

®

®

• spült Bakterien und Viren aus der Nase • löst festsitzenden Schleim • lässt die Nasenschleimhaut abschwellen Schleimhautabschwellend – ohne Gewöhnungseffekte

Erhältlich in Apotheken!

www.emser.ch Emser Nasendusche Nasanita : Zur einfachen und gründlichen Reinigung der Nase. Wirkungsvoll mit einer isotonen Lösung mit Natürlichem Emser Salz. Leicht zu befüllen und zu reinigen. Der Spüldruck ist individuell regulierbar. Emser Salz : Zur Behandlung von akuten und chronischen katarrhalischen Erkrankungen der Nase und Nasennebenhöhlen, des Rachens, des Kehlkopfes und der Bronchien; zur Inhalation, zur Nasenspülung, zur Spülung des Mund- und Rachenraumes sowie zum Gurgeln. Bitte Packungsbeilage beachten! Sidroga AG, Weidenweg 15, CH-4310 Rheinfelden. ®

®

®

Sagen Sie dem Heuschnupfen Adieu. • 1 Tablette täglich • Macht nicht müde

Dies ist ein Arzneimittel. Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten und lesen Sie die Packungsbeilage. sanofi-aventis (schweiz) ag 1214 Vernier GE

ANTIALLERGIE


Wissen 18 / 19

Über die Gründe kann nur spekuliert werden. Einerseits scheint die Umweltbelastung eine wichtige Rolle zu spielen, denn Pollenkörner, die mit Schadstoffen besetzt sind, wirken viel aggressiver als «saubere». Andererseits könnte auch übertriebene Hygiene im Kindesalter die frühe Ausbildung eines gesunden Abwehrsystems stören. Tatsächlich beginnt eine typische Heuschnupfenkarriere oft im Schul- beziehungsweise Teenageralter. «Etagenwechsel» vermeiden Man könnte nun sagen: ein bisschen Nasenjucken – halb so wild. Dagegen spricht aber, dass sich bei längerem Heuschnupfen manchmal die Entzündungen des Mundrachenraumes zusätzlich in Richtung Bronchien verlagern. Ein solcher «Etagenwechsel» kann sich dann leicht zu einem klinischen Asthma bronchiale auswachsen. Damit es erst gar nicht so weit kommt, empfiehlt Prof. Grabbe ein paar einfache, aber wirkungsvolle Verhaltensregeln, nämlich zu den Pollenflugzeiten auch nachts die Fenster

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2013

Anzeige

Prevalin™ Microgel-Spray ist eine neuartige und gut verträgliche Möglichkeit Ihre HeuschnupfenSymptome zu lindern. Prevalin™ neutralisiert die Pollen, bevor Ihre Heuschnupfen-Symptome explodieren.

Prevalin™ und Prevalin™ Kids sind Medizinprodukte. Interdelta SA | 1762 Givisiez | www.interdelta.ch

schliessen, die Kleider nicht im Schlafzimmer ausziehen und abends die Haare waschen. Wer kann, sollte zur Pollenhochsaison auch seine Freizeitaktivitäten etwas einschränken oder noch besser seine Ferien möglichst nicht in Pollenfluggebieten verbringen. Also eher an die Küste oder ins Hochgebirge fahren. Generell ist eine frühe Behandlung ratsam. Schon zwei bis drei Wochen vor der Pollensaison können Mastzellstabilisatoren angewendet werden. Für eine kurzfristige Linderung der Beschwerden eignen sich hingegen Antihistaminika in Form von Nasensprays oder Augentropfen sehr gut. Hingegen sollten abschwellende Nasensprays nur maximal eine Woche eingesetzt werden, da sonst die Gefahr besteht, dass die Nasenschleimhäute austrocknen und sich entzünden. Bewährt haben sich auch Spülungen der Nase mit physiologischer Kochsalzlösung oder Nasenduschen und Nasensalben, die vor Pollen schützen. Therapien aus der Komplementärmedizin wie Homöopathie, Spagirik oder Akupunktur können ebenfalls erfolgreich eingesetzt werden. Oft werden bei schwereren Fällen Antihistaminika mit kortisonhaltigen Medikamenten kombiniert. Moderne Kortisonpräparate gibt es heute als rezeptpflichtige Augentropfen und Nasensprays. Da sie am Auge oder an der Nasenschleimhaut verbleiben und nicht durch die Haut in den Körper dringen können, sind die Nebenwirkungen nur sehr gering. Desensibilisierung am nachhaltigsten Wenn diese Behandlungen keine ausreichende Wirkung zeigen, kann auch an eine Hypo- oder Desensibilisierung gedacht werden. Das ist eine Art «Impfung», bei welcher der Arzt den Allergiker wiederholt mit geringen Mengen des Allergens in Kontakt bringt. Während bei der «klassischen» Immuntherapie über mehrere Jahre alle sechs Wochen geimpft wird, ist bei der «Kurzzeitbehandlung» über eineinhalb Monate eine wöchentliche Injektion notwendig. Schliesslich ist für die Behandlung von Gräserpollen-Allergien eine sogenannte sublinguale Immuntherapie (SLIT) möglich. Dabei werden Tropfen unter die Zunge gegeben, was sich bei Kindern und empfindlichen Patienten bewährt hat. In 70 bis 80 Prozent der Fälle sind solche – aufwendigen – Desensibilisierungen erfolgreich. Informationen zu Pollenallergie und tägliche Prog­ nosen finden Sie unter www.toppharm.ch/pollen


So einfach. Und so sanft. Die Interdentalbürsten CPS prime sind samtweich – und sie reinigen in einer einzigen Putzbewegung: rein, raus, fertig. Das freut den Sulcus. Und lässt Gingivitis keine Chance. Erhältlich in fünf Grössen.

IINNTTEE RRDD

E RIM SP

BÜRST EN CP TAL S EN

CURADEN International AG | 6011 Kriens www.curaprox.com

Vitamin D3

unentbehrlich für jeden Lebensabschnitt

Vitamin D3 Wild wird angewendet zur Vorbeugung und Behandlung von Vitamin-D-Mangelerkrankungen (z.B. Rachitis, Osteomalazie). Vitamin D3 Wild ist ein Arzneimittel, bitte lesen Sie die Packungsbeilage.

Dr. Wild & Co. AG, 4132 Muttenz

www.wild-pharma.com


wissen 20 / 21

Soziale Ansteckung verändert unsere Werte

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2013

Glück, Schwangerschaft, Über­gewicht, Rücken­ schmerzen und Unehrl­ich­­ keit. Sie verbreiten sich nicht durch Viren, sondern über Freunde und Bekannte – das soziale Netzwerk. Von Fremden im Aufzug fängt sich niemand Schwangerschaften oder Pfunde ein. Soziale Ansteckung, die Übertragung von Verhaltensweisen und Gefühlen, läuft über persönliche Beziehungen: Alles, was wir tun, beeinflusst unsere Freunde. Ihr Handeln wirkt sich auf das Tun ihrer Freunde aus, aber ebenso auf unser eigenes. Es kann ja nicht falsch sein, was die Menschen treiben, die wir schätzen. So schämt sich in

Von Dr. Jürgen Schickinger

den USA keiner für seine Fettpolster. Schliesslich fallen sie nicht auf, weil sowieso viele Amerikaner dick sind. In der Schweiz rauchen dagegen mehr Menschen als in den Staaten: Rauchen gilt dort als asozial, Dickleibigkeit jedoch als normal. Soziale Ansteckung verändert unsere Werte durch Gruppenzwang und Nachahmung. Auf diese Weise breiten sich auch etwa Glück, Übergewicht, Rauchen oder Einsamkeit in Wellen aus. Die Lachepidemie Am 30. Januar 1962 brechen drei Schülerinnen eines Internats im heutigen Tansania in wildes Lachen aus. Sie lachen auch an den folgenden Tagen. Das Gelächter lässt sich nicht beherrschen. Es steckt an. Mitte März schütteln unkontrollierbare Lachattacken 95 der 159 Schüler. Die Lehrer schliessen das Internat, schicken alle Kinder heim in ihre Städte und Dörfer, wo sie andere anstecken. Das grosse Lachen greift auf die gesamte Region über. Es befällt mehrere Tausend Menschen. Erst 1963 legt sich die «TanganjikaLachepidemie». Sie gilt als extremes Beispiel dafür, wie Gefühle von Mensch zu Mensch springen können. » Seite 23


Grosswerden ist kein Kinderspiel! lfrei

Harmonie für Kinder RESCUE® Kids

alkoho

Erhältlich in Apotheken und Drogerien. Vertrieb: Hänseler AG, CH- 9101 Herisau, www.haenseler.ch

NEW Muttermilch ist das Beste für den Säugling. Die WHO empfiehlt 6 Monate ausschliessliches Stillen.

SUPER PREMIUM 2 für zufriedene Babies

Der Bimbosan AG ist es gelungen eine Ver einzigartige sehr gut verträgliche Folgetra ue 78 Sie aun auch milch mit allen neusten Komponenten f J Erf AH der modernen Zeit zu entwickeln. ah R run g

Omega 3 V itam in B2, B in m 12 Vita C, E A, Bio tin

E

Dieses Produkt entspricht der aktuellen Lebensmittelgesetzgebung und enthält nebst den üblichen Vitaminen und Mineralstoffen sowohl Omega 3 und Omega 6, GOS, 5 Nukleotide und langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren ARA und DHA, jedoch kein Palmöl. Diese spezielle Zusammensetzung unterstützt die ideale Entwicklung und das Wohlbefinden des Säuglings. Nicht gestillte Kinder erhalten mit Bimbosan alles, was ein Baby für ein ideales Gedeihen in den ersten Monaten seines Lebens braucht.

Burgerstein Sport:

Mit einem Lächeln zur Dopingkontrolle.

Burgerstein Sport wurde nach den modernsten Erkenntnissen der Sportund Ernährungswissenschaft entwickelt. Burgerstein Sport, ein Champion in der Sportszene.

Die Bimbosan Produkte sind in Apotheken und Drogerien mit einer Rücknahmegarantie erhältlich.

B E S T E L LTA L O N für gratis Folgemilchmuster Name:

Vorname:

Strasse / Nr:

PLZ / Ort:

Schweizer Produkt Produit Suisse Prodotto Svizzero Swiss Product

Tut gut. Burgerstein Vitamine Erhältlich in Ihrer Apotheke oder Drogerie – Gesundheit braucht Beratung.

4716 Welschenrohr www.bimbosan.com

Alter und Stuhleigenschaft des Kindes:

Bitte senden Sie den Talon an: Bimbosan AG · Postfach 62 · 4716 Welschenrohr Beratungsdienst Hotline 0041 (0)32 639 14 44 · info@bimbosan.com

Antistress AG, Gesellschaft für Gesundheitsschutz, 8640 Rapperswil-Jona

www.burgerstein.ch


wissen 22 / 23

Gefühle wirken über drei «Ecken» Glückliche strahlen quasi infektiöses Glück aus. Die Glückswahrscheinlichkeit ihrer direkten Freunde wächst um 15 Prozent. Selbst Freunde dieser Freunde sind zehn Prozent glücklicher als der Durchschnitt. Sogar die Glücklichkeit von Freunden der Freundesfreunde steigt noch um sechs Prozent.

Der Einfluss von Freunden ist grösser als der von Familienmitgliedern.

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2013

Nach Beziehungen über drei «Ecken» ebben soziale Ansteckungswellen ab. Davor ist der Einfluss von Freunden grösser als der von Familienmitgliedern. Das haben der Soziologe Nicholas Christakis und der Politologe James Fowler entdeckt, als sie ein Netzwerk der persönlichen Beziehungen in Framingham erstellten. Die Bewohner dieser US-Kleinstadt hatten für Studien über mehrere Jahrzehnte regelmässig Fragen zu Gesundheit, Lebensstil und -gefühl beantwortet. Die Angaben enthüllen zudem: Glückliche Freunde sind kaum mit Geld aufzuwiegen. Gehaltserhöhungen von 10 000 Dollar liessen den Glücksindex nur um magere zwei Prozentpunkte klettern.

Unglückliche ziehen herunter Leider überträgt sich auch Negatives. Unglückliche ziehen Glücksgefühle unmittelbarer Freunde um sieben Prozent herunter. Die Gefahr, sich bei Bekannten mit Rauchen anzustecken, liegt bei 36 Prozent. Einsamkeit infiziert direkte Freunde zu 52, um zwei Ecken zu 25 und um drei Ecken zu 15 Prozent. Fettleibigkeit wird zu 57 Prozent durch direkte Bekannte weitergegeben, aber schwächer auch durch Unbekannte: Nadine wurde das mit dem Sport zu viel. Sie nimmt zu. Nadines Freundin Lea findet das nicht so schlimm. Sie besucht nun selbst seltener das Fitnessstudio, wobei ihre Freundin Heidi sie immer begleitet hat. Heidi fehlt jetzt ein Anreiz, dorthin zu gehen. Sie drückt sich öfter, findet leichter Ausreden. Heidi setzt Gewicht an, weil Nadine – die sie gar nicht kennt – faul geworden ist. So können sich Ansichten darüber, was gut und weniger gut ist, angleichen. Wer unter Bekannten eine Meinung äussert, die andere teilen, erfährt Anerkennung. Sie ist angenehmer als Ablehnung oder Widerspruch, die bzw. den man für abweichende Standpunkte erntet. An Knotenpunkten ansetzen Den grössten Einfluss haben Personen, die Autorität, hohe Positionen und viele Kontakte besitzen. Diese sozialen Knotenpunkte sind ebenfalls entscheidend für die Verbreitung von Infektionskrankheiten. Laut Nicholas Christakis hätten Gesundheitskampagnen, die an Knotenpunkten ansetzen, mehr Erfolg. Darum bemühen sich Wissenschafter, gesellschaftliche Netzwerke zu kartieren. Doch etwas Einfluss haben alle. Wir können Ansteckungswellen erhalten oder verstärken. Wer Gutes tut, tut somit gut daran, es zu verkünden. Letztlich ist das Fazit uralt: Jeder von uns kann die Welt ein kleines bisschen besser machen.


ESSEN KĂ–NNEN WAS SIE LIEBEN

FETT REDUZIEREN WELCHES SIE HASSEN

www.formoline.ch formoline L112 auf Facebook formoline Switzerland

Folgen Sie uns auf Twitter @formolineL112

Vermindert die Kalorienaufnahme aus den Nahrungsfetten. Interdelta SA, 1762 Givisiez, www.interdelta.ch


BRENNPUNKT 24 / 25

Schon beim ersten Mal gilt: Im Minimum ein Gummi drum. Verschiedene Dinge aus­ probieren, Sex haben – das gehört zum Erwach­ senwerden dazu. Und zu Sex gehört Verhütung. Weisst du Bescheid? Mach dich schlau!

Will sie heute?

Von Veronica Bonilla

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2013

Sicher weisst du schon fast alles, vieles, einiges … jedenfalls eine ganze Menge über die «schönste Nebensache der Welt», die plötzlich so interessant wird! Nicht nur für dich, sondern auch für deine Kollegen und Kolleginnen. Die Zeit für das erste Mal Sex ist richtig, wenn du bereit dazu bist – und dein Partner oder deine Partnerin ebenfalls. Aber denk daran: Lass dich nicht unter Druck setzen! Nur etwas mehr als die Hälfte der Jugendlichen hat laut der Studie «Jugendsexualität im Wandel der Zeit» (Eidgenössische Kommission für Kinder und Jugendfragen, EKKJ, Oktober 2009, www.ekkj.admin.ch) vor dem 17. Geburtstag schon einmal Geschlechtsverkehr gehabt. Ganz wichtig ist, dass du weisst, wie du dich vor einer Schwangerschaft und vor Geschlechtskrankheiten schützen kannst. Und du musst dir zutrauen, dieses Wissen im entsprechenden Moment anzuwenden. So gehst du vor: Am besten besorgst du dir ein paar Kondome, denn das Präservativ ist unkompliziert, billig und schützt nicht nur vor einer Schwangerschaft, sondern auch vor vielen sexuell übertragbaren Krankheiten. «Korrekt angewendet ist es sicher», sagt Bernadette Schnider, Leiterin Sexualpädagogik bei der Berner Gesundheit. Ein Mindest­a lter für den Kauf gibt es nicht. Kondome sind in allen TopPharm Apotheken und Drogerien, in Lebensmittelgeschäften, am Kiosk und an Automaten erhältlich. «Jugendliche kaufen Kondome am liebsten in der Selbstbedienungsabteilung», sagt Schnider. Auch in den Apotheken und Drogerien finden sie sich meist

Wie funktioniert jetzt das Kondom schon wieder?

in diesem Bereich, wenn nötig gibts dort zusätzlich auch noch Beratung. Vielleicht schenken dir sogar deine Eltern die erste Packung Kondome. Bist du regelmässig sexuell aktiv, solltest du die Verantwortung für die Verhütung selber übernehmen. Schnider: «Wichtig ist, dass Teenager genug Taschengeld dafür bekommen.» Jetzt gehts zur Sache. Jungs probieren den Umgang mit dem Kondom am besten bei der Selbstbefriedigung aus: auspacken, abrollen, schauen, ob es richtig sitzt. Am besten gleich mehrmals. Übrigens: Die regulären Kondome mit einer Weite von 50 bis 54 mm sind für viele junge Männer zu gross – ob das so ist, merkst » Seite 27


Ratlos bei Verhütung? Verhü

tung

ation

Guter Rat muss nicht teuer sein! Informieren Sie sich mit dem kostenlosen Ratgeber der Mepha Pharma AG.

_d_1

8080

2_d

für Pa

tient

innen

10.0

6.11

17:1

8 Sei te

2

Bess er das V informi er erhü ten m t über it de r Pill e

it de

Alle Mepha-Ratgeber sind unter www.mepha.ch erhältlich.

m Re

genb

ogen

5012

Die m

Die mit dem Regenbogen

_UG

Inform


BRENNPUNKT 26 / 27

Zum Glück habe ich ein Kondom dabei!

Heute noch nicht.

du, wenn sich Falten bilden oder wenn das Kondom abrutscht. Hotshot von Ceylor ist nur 45 mm weit und wurde extra für Jugendliche entwickelt, deren Penis noch nicht ausgewachsen ist.

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2013

Auch für junge Frauen ist es sinnvoll, mit dem Kondom vertraut zu werden, denn nur mit dem Gummi kannst du dich vor sexuell übertragbaren Geschlechtskrankheiten schützen. Neben Aids gibt es auch noch weitere Krankheiten, die beim Sex übertragen werden können. Zu den häufigsten gehören Genitalherpes, Syphilis, Gonorrhö, Hepatitis, Chlamydien und Papillomaviren. Deshalb ist der wichtigste Grundsatz: Kein Sex ohne Kondom! Den solltest du dir so gut einprägen, dass du dich auch daran hältst, wenn du zum Beispiel unter Alkoholeinfluss nachlässiger wirst. Das Kondom ist nach wie vor das einzige Verhütungsmittel für den Mann. Frauen haben ein etwas grösseres Angebot; am beliebtesten ist die Pille. Sie enthält künstlich hergestellte weibliche Hormone und muss meistens während 21 Tagen geschluckt werden, darauf folgt eine Pause von sieben Tagen. Wer die Pille regelmässig einnimmt, ist sehr zuverlässig geschützt vor unerwünschten Schwangerschaften. Weil es viele verschiedene Pillen gibt und manchmal Nebenwirkungen auftreten können, muss ein Arzt oder eine Ärztin entscheiden, welches die richtige ist. Nicht nötig für ein Pillenrezept ist die Zustimmung der Eltern. Vergisst du die Pille oft oder musst du häufig erbrechen oder hast du Durchfall, eignet sich für dich vielleicht eine Verhütungsmethode, an die du nicht

täglich denken musst. Wie etwa das Hormonpflaster, der Verhütungsring oder das Implanon, ein Hormonstäbchen, welches an der Innenseite des Oberarms unter die Haut eingesetzt wird. Weniger geeignet für junge Frauen unter 16 sind Kupfer- oder Hormon­ spiralen. Nicht zu empfehlen wegen seiner eher komplizierten Handhabung ist das Diaphragma, welches vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingeführt wird. Unzureichenden Schutz bieten chemische Verhütungs­m ittel wie Zäpfchen, Schaum oder Gel. Manchmal geht alles schief, es kommt zur Verhütungspanne. Nimm so schnell wie möglich, aber spätestens 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr die Pille danach. Diese erhältst du zusammen mit einem Beratungsgespräch in jeder TopPharm Apotheke oder bei der Frauenärztin. Aber vergiss nicht: Die Pille danach ist nur für den Notfall ge­dacht.

Infos zu Sexualität, Verhütung und Geschlechtskrankheiten für Jugendliche: www.tschau.ch www.feel-ok.ch www.lilli.ch www.lustundfrust.ch www.isis-info.ch www.check-your-lovelife.ch Auf www.mysize.ch kannst du die Masse deines Penis ein­ geben und herausfinden, welche Kondomgrösse für dich richtig ist.


Snacks und Softdrinks machen Kinder dick

Schon nur beim Gedanken an die nächste Sportstunde schiessen der Schülerin die Tränen in die Augen: «Wir haben Turnen und ich habe richtig Angst davor. Ich wurde in meiner alten Grundschule immer gemobbt, ich sei zu pummelig und könne deswegen nicht turnen! Was kann ich machen?», fragt das Mädchen, das sich Miss Scary nennt und seine Sorgen den Teilnehmern eines Internetforums anvertraut. Der leidige Kampf gegen überflüssige Kilos – er beschäftigt mittlerweile eine ganze Generation: Jedes fünfte Kind bei uns bringt zu viel auf die Waage, jedes zwanzigste ist gar fettleibig. Sie alle wiegen zu viel für ihr Alter und ihre Grösse und sie alle haben es wörtlich schwer im Leben, denn häufig kommen zum Spott über Schwabbelbauch und Doppelkinn noch gesund-

heitliche Probleme wie Bluthochdruck, Diabetes oder Schäden am Bewegungsapparat durch Überbelastung hinzu. Eingeschränkt in ihrer Beweglichkeit durch die Körpermasse, haben Kinder wie Miss Scary überdies ein höheres Unfallrisiko als ihre normalgewichtigen Alters­genossen. Veranlagung, ein falsches Körperbild oder psychische Probleme ��� es gibt verschiedene Gründe, warum sich ein niedlicher Pummel zum dicken Kind isst. Immer gleich hingegen sind die Ursachen dafür, sagt Thomas Mattig, Direktor von Gesundheitsförderung Schweiz: «Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen ist eine Folge von veränderten Ernährungs- und Lebensgewohnheiten.» So sei zum Beispiel das Angebot an energiedichter Fast-Food-Verpflegung sehr hoch, dazu würden zucker- und fetthaltige Lebensmittel aktiv beworben. «Gleichzeitig sind diese Lebensmittel häufig günstiger als die gesünderen Alternativen, was sich vor allem auf die Ernährung von armutsbetroffenen Familien negativ auswirkt.» Aus­serdem würden sich Kinder und Jugendliche heute deutlich weniger bewegen. Bettina Isenschmid, Präsidentin des Schweizerischen Fachverbandes Adipositas im Kindes- und Jugend­alter (AKJ), spricht in diesem Zusammenhang von einer unausgeglichenen Energiebilanz: «Wer mehr Energie in Form von Nahrung aufnimmt, als er benötigt, bildet Fettspeicher.» Um zu verhindern, dass ein Kind solch

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2013

Übergewicht in jungen Jahren ist wörtlich eine Last für die Betroffenen. Mit einer ausgewogenen Ernährung und mehr Bewegung lässt sich das ändern.

Von Katrin Roth


Brennpunkt 28 / 29

unnötige Energiereserven mit ins Erwachsenenalter schleppe, müsse das gewichtige Problem möglichst früh wieder abgebaut werden. Was einfach tönt, ist für viele der Betroffenen eine Herausforderung, die sie nur mit Unterstützung ihres Umfeldes meistern können. Am meisten gefordert sind dabei die Eltern: weil sie eine Vorbildfunktion einnehmen, aber vor allem auch, weil sie bestimmen, was wann auf den Tisch kommt. Aber genau hier harze es in vielen Familien, sagt Ernährungsberaterin Steffi Schlüchter von der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung (SGE): «Unregelmässige Mahlzeiten und das daraus resultierende Snacking mit stark zuckerund fetthaltigen Lebensmitteln spielen beim Übergewicht eine grosse Rolle, ebenso wie der Konsum von Süss- und Energiegetränken.»

wegen des Wachstums bereits ein Erfolg. Gar nichts hingegen bringen radikale Diäten, bei denen ein Nährstoffmangel droht und die im schlimmsten Fall in einer Essstörung enden können. Im Namen eines gesunden Körpergewichts gilt es stattdessen, einfache Grundregeln einzuhalten: fri­ sche Mahlzeiten, gemeinsam eingenommen am Fami­ lientisch statt einsam verputzte Fertiggerichte vor dem Fernseher; Wasser oder ungesüsste Tees statt » Seite 31

Soll es übergewichtigen Kindern an den Speck gehen, muss die ganze Familie ihren Lebensstil dauerhaft ändern. Dabei geht es erst einmal nicht darum abzunehmen, sondern das Gewicht zu halten: Wenn ein dickes Kind langsamer zunimmt als zuvor, ist das

KINDERWUNSCH? SCHWANGER? Wer sich ein Baby wünscht, möchte alles dafür tun, dass es sich gesund entwickelt. Für die Mütter von morgen, die sich fragen, was sie schon heute für ihr Baby tun können, gibt es zwei aufeinander abgestimmte Femibion® Produkte:

Zuerst beschützen!

Ab Kinderwunsch bis zur 12. Schwangerschaftswoche

Und dann entwickeln!

" Ich möchte o Femibion 800 o Femibion 400 ausprobieren Ab der 13. Schwangerschaftswoche bis zum Ende der Stillzeit

Die richtige Versorgung mit Mikronährstoffen spielt für den positiven Schwangerschaftsverlauf eine wichtige Rolle. Folsäure und das körpereigene Folat Metafolin® unterstützen die gesunde Entwicklung Ihres ungeborenen Kindes. Die hochungesättige Fettsäure DHA ist in der Schwangerschaft und Stillzeit für die Entwicklung der Gehirn- und Sehfunktion essentiell. Das Nahrungsergänzungsmittel Femibion® ist auf die unterschiedlichen Phasen der Schwangerschaft abgestimmt und gewährleistet somit eine optimale Versorgung. Metafolin ist eine eingetragene Marke der Merck KGaA, Darmstadt, Germany. Medinova AG, Eggbühlstrasse 14, 8052 Zürich, Tel. +41 44 306 13 30, Fax +41 44 306 13 10 ®

Gratismuster in Ihrer TopPharm Apotheke Weitere Informationen unter www.femibion.ch

Name: Vorname: Strasse: PLZ/Ort: e-mail: Datum: Unterschrift: Gegen Eintausch dieses Coupons erhalten Sie Ihr Femibion Gratismuster in IhrerTopPharm Apotheke (solange Vorrat)


NEU HEI T KORREKTURSCHIENE FÜR HALLUX VALGUS AUF DIESEN RÖNTGENAUFNAHMEN KORRIGIERT DIE SCHIENE DIE FEHLSTELLUNG UM 14° OHNE BANDAGE

PATENTIERTE BANDAGE

MIT BANDAGE

ÄusseresBandaus EPITHELIUMTM FLEX Schutzpad aus EPITHELIUMTM

Waschbare und wiederverwendbare patentierte Bandage

22°

STÜTZBANDAGE

Die Korrekturschiene korrigiert und schränkt die Entwicklung des Hallux Valgus ein und lindert gleichzeitig Gelenkschmerzen. Sie passt sich leicht an jeden Schuh an und wirkt beim Laufen auf alle Faktoren ein, die die Fehlstellung verschlimmern.

- Das äussere Band aus Silikon mit EPITHELIUMTM FLEX ermöglicht die Korrektur der GrosszehFehlstellung. Es lindert gleichzeitig Schmerzen, indem es den Druck auf die Extose (Hallux) absorbiert.

Sicherheitshinweis: Falls der Ballenzeh seitlich nicht mehr beweglich ist, darf die Schiene nicht verwendet werden.

- Die enorm dünne Stützbandage und das Gegendruck-Schutzpad aus EpitheliumTM unterstützen bei der Vorbeugung der Absenkung des Vorfusses.

Entscheiden Sie sich in diesem Fall für den Epitact Schutz bei Hallux Valgus.

• DP SUNFR

Kennen Sie dieses Gefühl von schmerzenden Bauchkrämpfen? Wenn es krampft, sticht oder sich alles zusammenzieht? Hier lindert Buscopan die Schmerzen und wirkt krampflösend auf die Muskulatur des Magen-Darm-Traktes. Buscopan – und der Bauch entspannt sich.

Buscopan. Gegen schmerzende Bauchkrämpfe. www.buscopan.ch

Erhältlich in Apotheken. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage.


Brennpunkt 30 / 31

Softdrinks; Gemüsesticks statt Chips und Süssigkeiten nur noch für den «Gluscht». «Die Ernährungsumstellung soll den individuellen Bedürfnissen angepasst und unbedingt in Begleitung einer diplomierten Ernährungsberaterin stattfinden», sagt Schlüchter von der SGE. Alternativ möglich sind Kurse für übergewichtige Kinder, wie sie verschiedene Kantone, die Gesundheitsförderung Schweiz sowie diverse Kinderspitäler anbieten. Und natürlich helfen auch die Profis in den Apotheken und Kinderarztpraxen gerne bei Fragen rund um das Übergewicht von Kindern. Egal, mit wessen Beistand die Pfunde zum Schmelzen gebracht werden, am besten klappt es, wenn die Betroffenen aktiv mitmachen. Hauptsache, pummelige Kinder wie Miss Scary haben wieder Freude – am Sport, am Essen und am Leben.

Hier finden Sie Hilfe: www.akj-ch.ch: Auf der Website des Fachverbandes Adipositas im Kindes- und Jugendalter gibt es Beratung und Unterstützung durch Fachpersonen, Tipps zur Ernährungs­ erziehung, ein Portal für Jugendliche und vieles mehr. www.gesundheitsfoerderung.ch: Tipps für ein ge­ sundes Körpergewicht, BMI-Rechner für Kinder und Jugendli­ che und vieles mehr. www.minuweb.ch: Rezepte, Forum und Verhaltens­ training für übergewichtige Kinder. www.nutrikid.ch: Informationen zu Ernährung für Kinder und Eltern. www.netzwerk-essstoerungen.ch: Experten-Netz­ werk für Essstörungen.

Calobalin® Sandoz 60 unterstützt das Abnehmen

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2013

NEU

Bis zu 50% mehr Gewicht verlieren als mit einer regulären Diät a Novartis company Bitte lesen Sie die Packungsbeilage.

Sandoz Pharmaceuticals AG, www.generika.ch


gourmet 32 / 33

Eine Königin unter den Heilpflanzen

Kleine Quiches auf Blattsalat Zutaten für vier Personen Blätterteig: 100 g kalte Butter 170 g Mehl Salz und Pfeffer aus der Mühle Backpapier und getrocknete Bohnen Belag: 4–6 Artischockenherzen ½ Bund italienische Peterli 1 Knoblauchzehe 12 Cherrytomaten Salz und Cayennepfeffer Guss: 125 g Ricotta 50–80 g Pecorino 1 dl Milch oder Halbrahm 2 Eier ½ KL Backpulver

Wie ein Krönchen sitzt die violette Artischockenblüte auf den fleischigen Blättern, die von Gourmets weltweit geschätzt werden. Ein königlicher Genuss sind auch die zartbitter schmeckenden Artischockenherzen, die sich darunter befinden. Die grösste Heilwirkung haben jedoch die Blätter weiter unten am Stengel, aus denen wertvolle Extrakte gewonnen werden. Bitterstoffe wie Cynarin sind nicht nur für den typisch feinherben Geschmack der Artischocke verantwortlich, sie regen auch den Stoffwechsel von Leber und Galle an. Daher wirken Artischocken verdauungsfördernd und helfen bei Völlegefühl und Blähungen. Vor allem nach einer fettreichen Mahlzeit können Artischocken Verdauungsbeschwerden lindern. Auch Alkohol kann besser abgebaut werden. Besonders interessant ist die cholesterinsenkende Wirkung, die der Artischocke zugeschrieben wird. Es ist ein doppelter Effekt: Die Cholesterinproduktion in der Leber wird gehemmt und die Ausscheidung von Cholesterin aus der Nahrung gleichzeitig gefördert. Dadurch erhält die Artischocke eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung gegen Arteriosklerose – der eigentlichen Königsdisziplin dieser Heilpflanze.


Artischocke

Heilpflanze mit Herz Von Patricia Heyne

Zubereitung Für den Teig die Butter in Stücke schneiden, mit Mehl, Salz, Pfeffer und 1–2 EL kaltem Wasser verkneten. Vier kleine QuicheFormen (10 cm Ø) damit auskleiden, Teig in den Förmchen ca. 1 Stunde kühl stellen. Für den Belag Artischockenherzen achteln. Die frischen Artischocken zuerst 10–15 Minuten in Zitronenwasser kochen (tiefgekühlt oder aus der Büchse können sie direkt verwendet werden). Peterli waschen, trocknen und fein hacken. Knoblauch schälen und zerdrücken. Mit den halbierten Cherrytomaten mischen.

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2013

Für den Guss Ricotta mit der Milch, dem ge­­riebenen Pecorino, den Eiern unddem Backpulver verrühren, mit Salz und Cayenne­pfeffer abschmecken. Backofen auf 200 °C vorheizen. Den Teig in den Förmchen mit einer Gabel mehrmals einstechen. Danach mit dem Backpapier und den getrockneten Bohnen belegen (pro Förmchen eine Handvoll) und im heissen Ofen ca. 10 Minuten blindbacken. Bohnen und Backpapier entfernen. Artischockenmischung in die Formen legen, Guss darüber verteilen und im Ofen noch ca. 25 Minuten bei 180 °C backen. Abkühlen lassen und aus den Förmchen lösen.


Frauensache. Die tägliche Intimpflege unterstützt die natürliche Schutzfunktion der Haut Der physiologische pH-Wert im äusseren Intimbereich einer Frau kann schnell aus dem Gleichgewicht geraten. LACTACYD® femina hilft im Gegensatz zu Duschgels oder Seifen, das natürliche Gleichgewicht wiederher-

zustellen und die Schutzfunktion der Haut aufrechtzuerhalten. LACTACYD® femina reinigt und pflegt den Intimbereich sanft und sicher und schützt so vor Hautirritationen und Reizungen.

Interdelta SA | 1762 Givisiez | www.interdelta.ch

u Ha

tbe

s

e erd w ch

n

OMIDA Homöopathie

l wie l e u d i v i d n i « so

Wenn es juckt, schuppt und brennt. Die gute Wahl bei allen akuten und chronischen Hautbeschwerden. Erhältlich in Apotheken und Drogerien. Lesen Sie die Packungsbeilagen.

Sie! »


Diskrete Beratung 34 / 35

Diskret beraten bei TopPharm Von Christoph Baumgartner

Vaginalpilz holt frau sich nicht, sie hat ihn.

Hämorriden sollten behandelt werden.

Statistisch gesehen leiden drei von vier Frauen mindestens einmal im Leben unter einer vaginalen Pilzinfektion. Der Auslöser ist dabei nicht immer eindeutig. Scheidepilz ist unangenehm, aber nicht selten. TopPharm Apotheken bieten wirksame Medikamente zur Behandlung an. Zudem gibt es in jeder TopPharm Apotheke einen Beratungsraum, in dem der Gesundheits-Coach anhand eines Algorithmus, also einer eindeutigen Handlungsvorschrift, abklärt, welche Schritte unternommen werden sollen. Dank dem Projekt netCare kann, wenn nötig, ein Videogespräch mit einem Arzt von Medgate in die Wege geleitet werden. In einem gesunden Scheidenmilieu finden sich viele Bakterien und seltener auch Pilze. Solange das Verhältnis der Mikroorganismen im Gleichgewicht bleibt, bereiten sie frau keine Probleme. Wenn die Pilze allerdings die Oberhand gewinnen, entzündet sich die Vaginalschleimhaut. Das kann brennen, jucken und zu weissem Ausfluss führen.

Niemand redet gerne über seine Leiden. Fast tabu sind besonders solche, die im Intimbereich liegen wie Hämorriden. Dabei plagen sich viele Menschen damit herum. Etwa die Hälfte der Menschen ab 50 leidet an vergrös­serten Adern im Bereich des Afters. Risikofaktoren sind eine falsche Ernährung, mangelnde Bewegung, erbliche Veranlagung oder ungünstiges «Stuhlverhalten». Je früher Hämorriden behandelt werden, desto eher lassen sich operative Eingriffe vermeiden. Darum lohnt es sich, in einer TopPharm Apotheke um ein Gespräch im Diskretionsraum zu bitten. Wenn nötig kann dort nach einer Abklärung (Algorithmus) der Gesundheits-Coach ein Videogespräch mit einem Arzt von Medgate in die Wege leiten. Wenn sich der Enddarm füllt, hält ihn zum einen ein Schliessmuskel dicht. Er wird vom hämorridalen Schwellkörper unterstützt – einem ringförmigen Netz aus Adern. Dieses trägt zur Abdichtung bei, indem es sich mit Blut füllt. Nach der Sitzung auf dem stillen Örtchen entspannt sich alles wieder und auch die Gefässe ziehen sich zusammen. Wenn sie jedoch zu oft zu viel Druck abkriegen, leiern sie aus und bleiben dick. Diese dauerhaft vergrösserten Gefässe heis­sen Hämorriden.

Auslöser der Infektion gibt es viele. Eine Schwangerschaft oder eine Diabeteserkrankung erhöhen das Risiko. Auch die Einnahme von Antibiotika kann zu einem Ungleichgewicht der Vaginalflora und in der Folge zu einem Vaginalpilz führen.

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2013

Dank netCare erhalten Sie medizinische Hilfe. Gerade bei unangenehmen Gesundheitsfragen und Tabuthemen sind Diskretion und ungestörte Beratung wichtig. ■■

Erstabklärungen in Ihrer TopPharm Apotheke

■■

Ohne Wartezimmer, ohne Voranmeldung

■■

Kompetente Beratung von Montag bis Samstag

■■

Persönlicher Beratungsraum

■■

Sofortige Medikation

Im Stadium 1 lindern Zäpfchen und Salben die Begleiterscheinungen wie Jucken und Brennen. Dazu eignen sich auch Naturprodukte. Wichtig ist auch eine sorgfältige Feuchtreinigung nach jedem Stuhlgang mit Medizinal- oder Feuchttüchlein. Dabei sollte man tastend und tupfend vorgehen. Nie scheuern! Leichte Hämorriden lassen sich auch durch Veröden zum Schrumpfen bringen. Bei Stadium 2 (selten auch 3) schnüren die Fachleute die vergrösserten Gefässe eher mit einem Gummiring ab, sodass sie verkümmern. Für die Behandlung der schweren Stadien 3 und 4 kommen verschiedene operative Eingriffe in Frage. Viele dieser Operationen sind einfach und schmerzfrei. Allerdings können Hämorriden zurückkehren. Ohne Behandlung entstehen manchmal schmerzhafte Entzündungen, Ekzeme und Geschwüre.


Wir müssen am selben Strick ziehen Der TopPharm Ratgeber diskutiert mit Kinderarzt Markus Bücker aus Allschwil und TopPharm Apotheker Stéphane Haller aus Basel über die Gesundheit von Kindern. Letzte Woche erhielt eine Arbeitskollegin einen Anruf aus der Kinderkrippe. Ihre kleine Tochter war gestürzt und hatte ein geschwollenes Handgelenk davongetragen. Muss die Kleine jetzt zum Kinderarzt oder reicht ein Besuch in der Apotheke? Dr. Markus Bücker: Also wenn es geschwollen ist, würde ich sagen, ist ein Arztbesuch ratsam. Vielleicht muss man röntgen, um sicher zu sein, ob etwas gebrochen ist oder nicht. Stéphane Haller: Ja, in diesem Fall würde ich das Kind auch sofort an den Arzt verweisen. Bei einem aufgeschürften Knie beispielsweise sieht die Sache natürlich anders aus. Das könnte man sowohl in der Apotheke als auch zu Hause behandeln.

Das Gespräch moderierte Christoph Baumgartner.

Ganz allgemein gefragt: Beanspruchen Eltern mit ihren Kindern eher zu oft oder zu wenig oft medizinische Hilfe? Stéphane Haller: Es gibt beides: Kunden, die sozusagen mit dem Kopf unter dem Arm zu uns in die Apotheke kommen, und andere, die uns schon wegen eines kleinen Schnittchens im Finger besuchen. Unsere wichtigste Aufgabe in der Apotheke ist deshalb eine Vordiagnose, die sogenannte Triage. Markus Bücker: Das sieht bei mir ganz ähnlich aus. Ich muss auch oft abklären, ob ich das Kind behandeln kann oder ob eine Einlieferung ins Spital nötig ist. So gesehen unterscheidet sich eine Erstabklärung beim Arzt nur wenig von einer solchen in der Apotheke. Trotzdem besteht, vorsichtig formuliert, ein gewisses Misstrauen zwischen Arzt und Apotheker … Markus Bücker: Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass die Zusammenarbeit zwischen den umliegenden Apotheken und meiner Praxis recht gut funktioniert. Ich schreibe viele Rezepte und informiere die Apotheken auch telefonisch über die Therapie. Stéphane Haller: Wir arbeiten auch gut mit einem Kinderarzt in der Umgebung zusammen. Ich glaube, wenn wir mehr miteinander kommunizieren, vielleicht sogar mal ein Bier zusammen trinken würden, wären noch Verbesserungen möglich. Markus Bücker: Da stimme ich zu. Es gibt noch Poten­ zial für eine intensivere Zusammenarbeit.


Der Experte 36 / 37

Woran scheitert es dann? Stéphane Haller: Für uns Apotheker ist die Selbstdispensation (Anm. Red.: Direktverkauf von Medikamenten durch den Arzt ist im Kanton Baselland erlaubt) natürlich schon ein Problem. Ich glaube aber, dass dies auf dem Land ausgeprägter ist als in der Stadt. Markus Bücker: Ich gebe ab und zu schon etwas mit, aber immer im Interesse von Mutter und Kind. Damit diese nach dem Arztbesuch wieder direkt nach Hause gehen können. Und ich kann Ihnen versichern: Ein Kinderarzt wird nicht reich mit dem Verkauf von Heilmitteln. Dr. med. Markus Bücker, Facharzt FMH für Kinder- und Jugend­ medizin, Schularzt und Vater von drei Kindern.

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2013

Herr Haller, wie reagieren Sie, wenn Eltern anstelle der im Rezept aufgeführten Medikamente nach alternativen Produkten verlangen? Stéphane Haller: Das kommt kaum vor. Aber wenn, würde ich das nicht machen. Wenn ein Rezept ausgestellt wird, muss es eingehalten werden. Ich denke, es ist ganz wichtig, dass Arzt und Apotheker zum Wohle des Kindes am selben Strick ziehen. Markus Bücker: Auch für mich ist es entscheidend, dass ich weiss, wie man in der Apotheke in solch einem Fall reagiert. Es gibt natürlich verschiedene Sichtweisen der Dinge und das ist auch gut so. Aber an oberster Stelle steht immer das Wohl des Kindes. Warum sind eigentlich Medikamente aus der klassischen Schulmedizin bei Eltern so unbeliebt? Markus Bücker: Viele Eltern möchten ihren Kindern nicht allzu viel Chemie zumuten. Das verstehe ich sehr gut. Wenn es aus meiner Sicht aber angemessen ist, versuche ich die Eltern natürlich von der entsprechenden Therapie zu überzeugen. Zudem ist es einfach Fakt, dass viele sogenannt alternative Heilmittel keinen wissenschaftlichen Nachweis ihrer Wirksamkeit erbringen können. Stéphane Haller: Bei einem starken Infekt beispielsweise gibt es keine Alternative zu einem Anti­ biotikum. Als Apotheker kann man dann allenfalls

noch ein ergänzendes Heilmittel dazugeben und hoffen, dass die Medikamente auch wie verordnet eingenommen werden. Markus Bücker: Die fehlende Compliance (fachgerechte Einnahme von Medikamenten) ist leider ein grosses Problem. Stéphane Haller: Sie glauben gar nicht, wie viele Medikamente unberührt in die Apotheke zurückkommen. Sackweise jeden Monat! Medikamente sind selten für Kinder konzipiert. Wie soll man als Eltern richtig dosieren? Markus Bücker: Es gibt schon kinderspezifische Medikamente, aber leider viel zu wenige. Zudem wurden einige in den letzten Jahren vom Markt genommen. Ich würde empfehlen, sich an die Packungsbeilage zu halten. Im Zweifelsfall lieber zu tief dosieren und gegebenenfalls nachlegen. Stéphane Haller: Das ist interessant, was Sie sagen. In der Westschweiz macht man es gerade umgekehrt: Man startet mit einer eher höheren Dosis und baut dann langsam ab. Das hat viel mit Mentalität zu tun. Stéphane Haller, Apotheker und Inhaber der TopPharm Apotheke Gellert. Vater von zwei Kindern und Gross­vater von drei Enkelkindern.

Schliessen wir dieses Gespräch mit einer Glaubensfrage: Soll man seine Kinder impfen oder nicht? Stéphane Haller: Unbedingt. Ich liess meine Kinder damals impfen und auch meine Enkel wurden geimpft. Ich finde das sehr, sehr wichtig. Polio, die Kinderlähmung, gibt es bei uns praktisch nicht mehr, und das ist gut so. Wo es nicht mehr nötig ist, krank zu sein, kann man auch darauf verzichten. Markus Bücker: Es gibt doch wirklich kein Argument dagegen, eine Krankheit zu vermeiden. Ich finde es gut, dass es in der Schweiz keinen Impfzwang gibt. Trotzdem sind 80 bis 85 Prozent der Kinder geimpft. Impfungen sind seit über 100 Jahren sehr segensreich für die Kindergesundheit. Die Pocken wurden ausgerottet, das ist Fakt. Wer seine Kinder nicht impft, muss dann aber bereit sein, die Konsequenzen zu tragen.


«Sie macht alles für mich!» Roland Born ist auf seinen Rollstuhl angewiesen. Dank Stella, seiner ausgebilde­ten Assistenzhündin, wird sein Leben jetzt aber leichter und wesentlich freudiger. Von Christoph Baumgartner

Die Begrüssung ist freundlich. Stella zeigt sich interessiert, aber wenig beeindruckt. Als dann alle Beteiligten am Tisch sitzen und reden, ist für sie klar: Das hat nichts mit ihrem Job zu tun. Kinder spielen im Garten vor der Parterrewohnung. Für Stella ist dies bei solch misslichen äusseren Bedingungen offensichtlich keine Alternative zur Decke in der Ecke. Jetzt ist Pause angesagt. Alle Viere genüsslich ausgestreckt, versinkt Stella, die viereinhalbjährige Labradordame, kurzfristig in einen relaxten Stand-by-Modus. Ihren Lauten nach zu urteilen, findet sie die Besucher, die über sie und ihr Herrchen berichten wollen, wenig spannend. Das gilt aber nicht für Herrchen. Wenn er etwas braucht, ist sie zur Stelle. Roland Born und der Assistenzhund Stella arbeiten und leben seit knapp zwei Wochen zusammen. «Es ist einfach unglaublich, sie macht alles für mich», sagt Roland Born, während Stella auf Kommando – in diesem Fall ausschliesslich für unseren Fotografen – das Telefon zu Roland an den Rollstuhl apportiert. Dies alles unter den wohlwollenden aber gestrengen Augen von Hunde-Instruktorin Natalie Corman. Sie begleitet und überwacht die ersten 14 Tage von Assistenzhund und Hundeanwärter und erklärt den verdutzten Berichterstattern, dass ein wenig Vanillezucker am Telefonapparat das Erlernen des Apportierens erheblich erleichtert habe. Labradorhunde haben eine sehr sensible Nase. Im Alter von viereinhalb Jahren erkrankte der heute 71-jährige Roland Born an Polio. Früher trat die hochansteckende Kinderlähmung auch in der Schweiz relativ häufig auf. Durch die Einführung der Schluckimpfung im Jahr 1962 wurde sie fast vollständig


Aus dem Leben

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 1 | 2013

38 / 39

zurückgedrängt. Der Kinderlähmungsvirus befällt vor allem die Nervenzellen im Rückenmark, die für die Muskelkontrolle zuständig sind. Deshalb leidet Roland Born bis heute an Lähmungen in den Beinen. Seit acht Jahren ist er an den Rollstuhl gefesselt. Das schränkt seine Selbstständigkeit erheblich ein. Er, der während 44 Jahren als Uhrmacher gearbeitet hat, an Krücken gehen konnte und auch gerne Auto fuhr, hat seinen Führerschein vor einem Jahr abgegeben. «Es geht nicht mehr. Aber meine Frau fährt noch», erklärt er den Kleinbus vor seinem Haus mit Rollstuhlkleber. Auch Hanny Born ist aufgrund von Polio-Spätfolgen auf einen Rollstuhl angewiesen. «Stella tut meinem Mann richtig gut.» «Stimmt», pflichtet er bei. Nach dem Tod seines letzten Hundes sei er kaum noch nach draussen gegangen. Er habe sich vor allem mit dem Computer herumgeschlagen. «Und eine Spätfolge von Polio ist, dass man sehr oft müde ist», sagt Roland. Mit Stella geht er wieder bei Wind und Wetter ins Freie. Mindestens eine Stunde pro Tag. Und nicht nur weil er vertraglich dazu verpflichtet ist. Wer nämlich einen Assistenzhund der Stiftung Schweizerische Schule für Blindenhunde übernimmt, muss sich an gewisse Regeln halten. So darf Roland Stella niemals unbeaufsichtigt vor einem Geschäft anleinen. «Die Kosten, welche für die Ausbildung eines Assistenzhundes anfallen, können sich auf gut und gerne 40 000 Franken belaufen», erklärt Natalie Corman. Deshalb werden die Hunde auch nicht verkauft, sondern – sozusagen – zur Verfügung gestellt. Die Finanzierung wird von der Stiftung und teilweise von der Invalidenversicherung übernommen. Zudem müssen Anwärter auf einen Assistenzhund diesen auch wirklich benötigen. Tierliebe und eine artgerechte Haltung werden selbstredend vorausgesetzt. Die Ausbildungsstätte legt auch grossen Wert darauf, dass die Hunde ihr Gewicht halten, die erforderlichen Impfungen gemacht werden, ein Tierarzt vorhanden ist, und ganz wichtig: Stella muss mindestens eine Stunde pro Tag «frei haben» und einfach nur «Hund» sein dürfen. Eigentlich schwebte der Schule für Stella eine andere Karriere vor. Sie sollte als Blindenhund ausgebildet werden. Bis zur Ausbildung leben die Junghunde bei Paten, die von der Stiftung betreut werden. Vom 12. bis 18. Lebensmonat werden sie ausgebildet. Die Hunde erleben eine liebevolle, vollständig gewaltfreie Erziehung mit ausgewählten Motivationstechniken und viel positiver Bestärkung. «Es zeigte sich jedoch schnell, dass Stella dafür nicht geeignet war», erinnert sich Assistenzhunde-Trainerin Corman. Insbesondere Treppensteigen möge Stella nicht. Oder wenigstens nicht so, dass ein Sehbehinderter damit umgehen könnte. Sie nehme die Stufen für gewöhnlich

in einem beherzten Satz. Vor allem dann, wenn sie in einen Zug oder ein Tram einsteige. «Weil Stella aber sehr gerne arbeitet, waren wir von Anfang an überzeugt, dass sie ein guter Assistenzhund werden wird», erklärt die Hundetrainerin. Dem kann Roland Born nur beipflichten: «In einer rollstuhlgerechten Wohnung gibt es zum Glück keine Stufen», lacht der ehemalige Bogenschütze, der die Schweiz dreimal an den Paralympics vertrat. Heute ist Roland Born froh, dass ihm Stella hilft, wenn ihm zum Beispiel etwas runterfällt und neben dem Rollstuhl landet. Das erspart ihm langwieriges Manövrieren, denn nach links bücken kann er sich nicht mehr. Sitzt Roland Born dagegen auf dem Sofa, reicht ein Befehl auf Französisch und der Labrador zieht den Rollstuhl zu seinem Herrchen. Ein «Kunststück», das uns Stella sofort und – wie es scheint – gerne vorführt. Aber warum spricht der Solothurner mit seinem Hund in einer Fremdsprache? «Französisch oder sonst eine lateinische Sprache eignet sich deshalb besser, weil es mehr Vokale in den einzelnen Wörtern hat. Das verstehen Hunde besser», erklärt Natalie Corman. Jetzt wird es ernst. Roland Born streift Stella ein blaues «Gstältli» über. Das bedeutet: Stella ist im Dienst. Jetzt ist sie ausschliesslich auf ihr Herrchen konzentriert. Falls Sie, liebe Leserin, lieber Leser, einmal einem solchen Gespann begegnen, verzichten Sie bitte auf Streicheln und alles, was den Hund ablenken könnte. Es ist regnerisch nass und sehr kühl, als wir den Garten der Borns betreten. Stella wedelt mit dem Schwanz und freut sich aufs Arbeiten. Zuerst zieht sie das Gartentürchen gekonnt auf, Roland folgt im Rollstuhl und hat sichtlich Spass an seiner Hundedame. «Ich war auch schon mit ihr auf der Post. In der Migros brauch ich sie noch nicht. Noch nicht», betont der pensionierte Uhrmacher. Und weil der Dienst an diesem Tag nur für die Show war, kehren wir zurück in die gemütlich warme Stube. » Seite 41


Abnehmen? Gewicht halten? Liposinol, Carbosinol und Appecal unterstützen Sie dabei. Reduziert die Kalorienaufnahme aus Nahrungsfetten.

Reduziert die Kalorienaufnahme aus Kohlenhydraten.

Bewirkt ein Sättigungsgefühl und hemmt den Appetit.

www.irniger.ch

Gewichtskontrolle, Prävention und Behandlung von Übergewicht Pflanzliche Wirkstoffe

www.natuerlichabnehmen.ch ©

2013 Biomed AG. All rights reserved.

Schöne Füsse in nur 3 Tagen*

+ 50% gratis

NEU

Ridge Filler Pflanzen-Stammzellen Cellules souches végétales Vernis comble stries

Bei splitternden,trockenen Nägeln Pour ongles fendillés et secs

Glättet Nagelrillen Lisse les stries des ongles

Ihre Füsse werden so schön, dass Sie sie einfach zeigen müssen! www.dikla.ch

Express Nagelhärter Pflanzen-Stammzellen Cellules souches végétales, Calcium Durcisseur express

MIT DERMATOLOGEN ENT WICKELT

*Wissenschaftliche Studie 2004, 32 Testpersonen. Anwendung Neutrogena Fusscreme zweimal täglich: Nach 3 Tagen 45,3% weniger Trockenheit bei extrem trockenen Füssen.

Erstmals mit vitalisierenden und schützenden Pflanzen-Stammzellen


Aus dem Leben 40 / 41

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 1 2 | 2013

Nun haben auch Anna und Iven, die beiden Enkel, genug vom Schneematsch und vergnügen sich an der Wärme mit Lego-Steinen. Stella scheinen die Kinderfreuden doch etwas zu hektisch, und nach einem prüfenden Blick auf Roland zieht sie sich auf ihre Decke zurück. «Sie betrachtet uns als ihr Rudel», sagt Hanny Born. Deshalb gebe es auch nicht die geringsten Probleme mit den Kindern ihrer Tochter. Einzig, wenn es ums Fressen geht, kennt Stella keinen Kompromiss. «Sie frisst für ihr Leben gern», bestätigen die beiden unisono. Wenn die Familie isst, muss der Labrador darum einen fixen Platz einnehmen. Betteln darf er nicht. «Wir erziehen unsere Hunde nach dem Prinzip belohnen und nicht bestechen», unterstreicht Natalie Corman. Das heisst, macht der Hund etwas richtig, lobt ihn sein Herrchen sofort. Aber ein Leckerli gibt es dafür nicht immer. Dienst ist Dienst. «Apporte», nuschelt der dreieinhalbjährige Iven und Stella holt die Leine. «Sie gehorcht eigentlich allen, aber derzeit wird sie auf Roland geprägt», erklärt Natalie Corman. Seit nunmehr sieben Jahren arbeitet die gebürtige Kanadierin als Hunde-Instruktorin. «Ich muss immer ein bisschen aufpassen, dass ich mich nicht zu sehr einmische», sagt sie. Denn Stella müsse klar werden, dass jetzt Roland Born der Boss sei. Die Ausbildungszeit hängt letztlich davon ab, wie schnell der Hund sich entwickelt, und am Schluss der Ausbildung auch davon, welche speziellen Aufgaben ein Hund für seinen behinderten Menschen übernehmen soll. Wenn alles geklappt hat, können nach internationalen Standards festgelegte Prüfungen abgelegt werden. Bei der Verabschiedung erweist uns die Labrador­ dame noch einmal die Ehre, wedelt kurz mit dem Schwanz und trottet friedlich zurück in ihre Ecke. Au revoir, Stella. Wer kann sich um einen Assistenzhund bewerben? Grundsätzlich kann jeder Mobilitätsbehinderte, der durch einen Assistenzhund seine Lebensqualität wesentlich verbessern kann, ein Gesuch einreichen. Voraussetzungen, die der Bewerber erfüllen muss: den Nachweis erbringen, dass er bei der Schweizerischen Invalidenversicherung leistungsberechtigt ist. in der Lage sein, sich mit dem Assistenzhund durch eindeutige, klar unterscheidbare Hör- oder Sichtzeichen zu verständigen. über die intellektuellen Fähigkeiten und das notwendige Verantwortungsbewusstsein verfügen, um den Assistenzhund zu führen. die Bereitschaft und die Fähigkeiten mitbringen, den Assistenzhund artgerecht zu halten. Gesuche sind zu richten an: Stiftung Schweizerische Schule für Blindenführhunde Fides Assistenzhunde, Markstallstrasse 6, 4123 Allschwil, info@blindenhundschule.ch, www.fides-assistenzhunde.ch


ZAHNSCHMERZEN?

RÜCKENSCHMERZEN?

MENSTRUATIONSSCHMERZEN?

GELENKSCHMERZEN?

Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke oder Drogerie beraten!

Zur kurzfristigen Behandlung von Schmerzen und Fieber (z.B. Kopf-, Zahn-, Rücken-, Gelenkoder Menstruationsschmerzen).

Typ-2-Diabetes NEieUrfrei &

cod

Das Navi für Ihre Blutzuckerkontrolle mit dem PLUS für mehr Lebensqualität. www.menarinidiagnostics.ch A. Menarini Diagnostics S.r.l., Eggbühlstrasse 14, 8050 Zürich Tel. 044 307 44 20, info@menarinidiagnostics.ch

Typ-1-Diabetes

01/12, 1001-01

Bitte lesen Sie die Packungsbeilage.


Wissen 42 / 43

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2013

Neues Wohnen im Alter Damit auch Betagte eine hohe Lebensqualität be­ wahren können, braucht es private und professionelle Hilfe. Gefordert ist die Gesellschaft als Ganzes: Sie muss sich für flexible Lebens- und Wohnformen öffnen. Eine simple Formel für alternatives Wohnen im Alter hat Pro Senectute Kanton Zürich entwickelt: Pro Quadratmeter Wohnfläche ist eine Stunde Arbeit pro Monat fällig. Im Jahre 2009 hat die Stiftung das Projekt «Wohnen für Hilfe» eingeführt und «durchwegs

Von Beat Grossrieder, NZZ

positive Erfahrungen gemacht», sagt Franjo Ambrož, Vorsitzender der Geschäftsleitung. Das Projekt richtet sich an ältere Menschen, die leer stehenden Wohnraum haben, sowie an Studierende, die ein günstiges Daheim suchen. Pro Senectute bringt die beiden Gruppen zusammen und vermittelt Zimmer gegen Hausarbeit und Gesellschaft sowie ein paar Franken Nebenkosten. Die Studierenden wohnen gratis bei den alten Menschen, helfen dafür 10 bis 15 Stunden monatlich beim Staubsaugen, Waschen, Gartenpflegen usw.; für die entstehenden Nebenkosten vereinbaren sie eine Pauschale. Über 300 Studierende sind auf der Warteliste, knapp 40 haben bisher ein solches Logis gefunden. «Viele ältere Menschen verfügen über Wohnraum, den sie selbst nicht mehr vollständig nutzen», sagt Ambrož. Sie hätten aber Bedarf an Hilfe und den Wunsch nach Gesellschaft, im Gegenzug fänden Studierende Wohnraum. Dank «Wohnen für Hilfe» könnten ältere Menschen in der vertrauten Wohnung bleiben, ohne einsam oder überfordert zu sein. Die jungen Untermieter profitierten von der günstigen Bleibe und dem Austausch mit den Gastgebern. Erst in zweiter Linie gehe es darum, den Eintritt ins Altersheim ab» Seite 45


DIE SANFTE EPILATION Unterstützt die Muskelfunktion

Haarentfernung leicht gemacht! NETLINE Institutwachs wird ohne Streifen verwendet für ein professionelles Resultat auch bei ganz kurzen Härchen. Ohne Paraben.

Das neue Direktgranulat mit Magnesiumcitrat wie es als Baustein im Körper vorkommt. • Schnell. Stark. Direkt. • Ohne Zucker und ohne künstliche Süssstoffe • Nur 1 ✕ täglich Erhältlich in Ihren toppharm Apotheken.

Gratis*

professioneller Spachtel aus Buchsbaum *beim Kauf eines Netline Institutwachses. Buchsbaumholz splittert nicht und leitet die Wärme nicht für ein Topresultat ohne Risiko.

Löst sich im Mund ganz ohne Wasser auf.

Entdecken Sie sämtliche Netline Wachse und Cremen in Ihrer TopPharm Apotheke.

ch mit Jetzt au m e iv intens ar o m a . n e g n a Or

www.diasporal.ch

Als Brausetablette und neu auch als Trinkgranulat erhältlich.

Kopfschmerzen?

Bitte lesen Sie die Packungsbeilage.

Saridon N forte hilft.


Rubrik 44 / 45

zuwenden, die meisten Wohnraumanbieter seien noch rüstig. Die Frage «Ins Heim oder daheim?» stelle sich für die Mehrheit erst «im vierten Lebensalter», das oft mit Krankheit und Partnerverlust verbunden sei. Ambrož beobachtet einen gesellschaftlichen Wandel. Die normative Erwartung, sich vollumfänglich um die Pflege der Eltern kümmern zu müssen, sei stark gesunken, das Klischee vom Ins-Heim-Abschieben sei veraltet. Viele Heime würden sich modernisieren, die meisten Betagten wohnten gerne dort; unfreiwillige Eintritte gebe es eher wegen des Wohnungsmarkts. In einer Stadt wie Zürich würden ältere Mieter bei Sanierungen ihre Wohnungen verlieren und fänden im Quartier kaum Ersatz. Nicht zuletzt habe sich auch die Generation der alten Menschen verändert: «Wir haben es mehr und mehr mit aktiven, selbstbewussten Senioren zu tun, die selber entscheiden wollen.»

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2013

Es stellt sich die Frage, wie die ältere Bevölkerung in Zukunft wohnt. Das zeigt sich bereits an den Begrifflichkeiten. Ausdrücke wie «Betagte» oder «Rentner» wirken verstaubt, heute spricht man eher von «Golden Agers» oder «Silverbirds». Finanziell Gutgestellte können sich eine Suite in einer Seniorenresidenz mieten und müssen nicht mehr ins kommunale Altersheim ziehen. Beim Suchdienst search.ch stösst man inzwischen auf über 800 solcher Residenzen, deren Preise aber teilweise happig sind: So kostet eine Zweizimmerwohnung in einer Residenz in Basel über 5000 Franken monatlich plus 1200 Franken extra, falls ein

Partner die Räume mitbewohnt. Wer sich das nicht leisten kann, wird eher bei homegate.ch fündig, wo es die Rubrik «wohnen 50 plus» für Wohn- und Hausgemeinschaften gibt. Einen Boom erlebt auch das Service-Wohnen. Private und Gemeinden bauen neue Alterssiedlungen, deren Zweck Pro Senectute Schweiz wie folgt umschreibt: «Ältere Menschen wohnen in hindernisfreien Wohnungen und können nach Bedarf spezielle Dienste abrufen.» Service-Wohnen befinde sich «zwischen daheim und Heim» und umfasse Leistungen wie Haushalthilfe, Mahlzeiten- und Fahrdienst oder Pflege, die nach Aufwand dem Auftraggeber verrechnet würden. Ein Beispiel sind die James-Siedlungen, die es inzwischen in Lausanne, Winterthur und Zürich gibt und die auch bei Pensionierten gefragt sind. Ein Concierge nimmt Besuche, Post und Anrufe entgegen, gegen einen Aufpreis lässt er die Wäsche waschen, eine Glühbirne ersetzen oder den Hund ausführen. » Seite 47


Fieberbläschen?

Aviral Crème ®

Wirkt gezielt bei Fieberbläschen } hemmt die Vermehrung der Herpesviren } gratis in Ihrer Apotheke und Drogerie: Aviral Schutzdose ®

1912

Dies ist ein Arzneimittel.

Bitte lesen Sie die Packungsbeilage. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage. Erhältlich in Apotheken. Mepha Pharma AG

e dukt der n Pro Eines erkaufte rpes! v e t meis Lippenh n gege

Die mit dem Regenbogen

Neu ALLE 12 STUNDEN ANWENDEN

UND ARTHROSESCHMERZEN LINDERN.

Knirschende Gelenke, schmerzende und steife Finger – so kann sich die zunehmende Verschleisserscheinung des Gelenkknorpels (Arthrose) bemerkbar machen. Ab 40 Jahren leidet fast jeder an einer Abnutzung des Gelenkknorpels – oft ohne die Arthrose als solche zu erkennen. Seit Mai 2012 steht neu Voltaren Dolo forte Emulgel bei akuten Arthrose- und Gelenkschmerzen rezeptfrei zur Verfügung. Voltaren Dolo forte Emulgel muss nur alle 12 Stunden angewendet werden und wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend. Somit können alltägliche Bewegungen wieder erträglicher werden. Voltaren Dolo forte Emulgel unterstützt das Engagement der Rheumaliga Schweiz gegen Arthrose. Mehr Informationen finden Sie unter www.voltaren-dolo.ch

Lesen Sie die Packungsbeilage.


Wissen 46 / 47

Daneben drängen Anbieter auf den Markt, die gezielt «Golden Agers» ansprechen: So soll in Zürich eine Residenz mit Restaurant, Wellness, Arztpraxen samt Pflegestation und Operationssaal entstehen. Dieses Angebot richtet sich etwa an frisch Pensionierte, die ihr Haus verkaufen möchten, weil sie lieber reisen, als daheim den Rasen zu mähen. Nur: Günstig sind solche Service-Wohnungen in der Regel nicht. Daher stellt sich die Frage: Wie wohnt die Mehrheit der alten Bevölkerung in Zukunft? Laut Prognose des Bundesamtes für Statistik (BfS) wird sich der Anteil der über 65-Jährigen zwischen 2010 und 2030 von 17 auf 24 Prozent erhöhen, bis 2060 sogar auf 28 Prozent. Besonders stark steigt der Anteil der über 80-Jährigen, was die Pflegequote erhöht. Brauchen all diese Alten einen Platz in einer Institution, geht das ins gute Geld: Laut Hochrechnung kosten die zurzeit rund 90 000 Alterspflegeplätze jährlich

8,2 Milliarden Franken – 22,5 Millionen pro Tag. Die Zahl der Pflegebedürftigen dürfte bis ins Jahr 2030 auf bis zu 230 000 Personen ansteigen, was diese Kosten mehr als verdoppeln würde. Diese Entwicklung wird neue Lebens- und Wohnformen mit noch flexibleren Pflegearrangements nötig machen. Angehörige, Spitex, Nachbarschaftshilfe, kommunale und private Dienste müssten zusammenspannen, um den Graben zwischen Zuhause und Heim zu verkleinern, hält das Gesundheitsobservatorium (Obsan) fest: «Es zeichnet sich vermehrt ein Zusammenspiel verschiedener Unterstützungsformen ab, neue Konzepte kombinieren ambulante und stationäre Angebote. Allein lebende, pflegebedürftige alte Menschen können oft nur zu Hause bleiben, wenn Spitex und das informelle Netz durch Familie, Freunde und Nachbarn zusammenspielen.»

TENA Lady – jetzt gratis testen! Ja, bitte schicken Sie mir diskret verpackt meine TENA Lady Gratismuster:

Manchmal wollen Sie mit dem, was Sie tragen, auffallen.

 Slipeinlagen: TENA Lady Mini Magic, Ultra Mini  Einlagen: TENA Lady Mini, Mini Plus, Normal  Einlagen+: TENA Lady Extra, Extra Plus, Maxi Coupon bitte ausfüllen, ausschneiden und abschicken an: SCA Hygiene Products AG Mailinghouse · Industrie Nord 9 · 5634 Merenschwand

Name

Vorname

Manchmal nicht.

PLZ, Ort

Geburtstag

TENA Lady Ultra Mini. Genauso diskret wie herkömmliche Slipeinlagen, dabei aber doppelt so saugfähig.

E-Mail

Ihr Gratismuster erhalten Sie unter 08 40 - 22 02 22* oder auf TENA.ch/diskret

Ich bin mit der Speicherung und Nutzung meiner Daten zum Zwecke der Werbung sowie der Markt- und Meinungsforschung in Bezug auf TENA Produkte einverstanden und möchte künftig Werbung zu TENA Produkten über folgende Kanäle erhalten:  Post  Telefon  E-Mail

TENA. Praktisch unsichtbar. * 0.08 CHF/Minute, Mobilfunkpreise können abweichen.

Datum, Unterschrift

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2013

Telefon

Ich kann diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft per E-Mail an info.tena@sca.com widerrufen.

PTL_CH_Toppharm_0313_D

Strasse, Nr.


Eingeschlafene Füsse? PADMA® 28 fördert die Durchblutung

071212/sto.ch

w w w.padma.ch

PADMA® 28 bei Durchblutungsstörungen mit Beschwerden wie Einschlafen von Händen und Füssen sowie Kribbeln, Ameisenlaufen, Schwere- und Spannungsgefühl in den Beinen und Armen, Wadenkrämpfe.

Tibetisches Arzneimittel. Aus Pflanzen und Mineralien. Hergestellt in der Schweiz.

durchblutungsfördernd · entzündungshemmend · antioxidativ

Bit te lesen Sie die Packungsbeilage.


Kurz notiert 48 / 49

Atemtest für Diagnose von Darmkrebs Italienische Forscher haben eine elektronische «Nase» entwickelt, mit der sich Darmkrebs nachweisen lässt. Bei Versuchen lag die Diagnose in rund 75 Prozent der Fälle richtig, wie es im Fachmagazin «British Journal of Surgery» heisst. Darmkrebs ist in Europa nach Lungen- und Brustkrebs die Tumorerkrankung, an der die meisten Menschen sterben. Der Atemtest würde einfacher ausfallen als bisherige Untersuchungsmethoden, beispielsweise eine Stuhlprobe oder eine Darmspiegelung. Die Gastroenterologin Isabelle Nion-Larmurier vom Saint-Antoine-Krankenhaus in Paris warnte aber, 75 Prozent richtige Diagnosen seien noch nicht ausreichend. Zudem müsse der Test nun an einer grösseren Zahl von Patienten durchgeführt werden.

Spielsucht Jugendliche spielen fast doppelt so häufig wie Erwachsene. Beim Online-Spiel sind vor allem Männer gefährdet, und in Casinos werden Personen mit Migrationshintergrund besonders oft gesperrt. Dies sind die Ergebnisse dreier Studien, die im Rahmen eines interkantonalen Programms durchgeführt wurden.

Studien der Industrie beschönigen Ergebnisse Mit Industriegeldern finanzierte Studien zu Medikamenten und Medizinprodukten vermitteln ein positiveres Bild als anderweitig finanzierte Studien. Auch stimmen die Schlussfolgerungen seltener mit den Befunden überein, berichtet ein internationales Medizinerteam in der Fachzeitschrift «Cochrane Library». Mediziner um Andreas Lundh vom Cochrane Center in Kopenhagen haben 48 Medizinprodukte und Medikamente unter die Lupe genommen.

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2013

Zu viel Salz schadet Kindern Zu viel Salz tut auch Kindern nicht gut: Zwei neue Studien deuten darauf hin, dass hoher Salzkonsum das Risiko für Bluthochdruck und Übergewicht erhöht. Kinderärzte warnen vor stark salzhaltigen Nahrungsmitteln. Fast Food, Knabbereien wie Chips und gesalzene Nüsse, viele Fertiggerichte, Wurst und Käse sind stark gesalzen. Deshalb sollten Kinder nicht überwiegend solche Nahrungsmittel verzehren. Auch das zusätzliche Salzen von Gerichten sollte vermieden werden. Ein Kind zwischen sieben und zehn Jahren benötigt laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) pro Tag etwa 460 mg Natrium und 690 mg Chlorid – das entspricht etwa einer Messerspitze Salz. US-Studie in der Zeitschrift «Pediatrics»

Cliff erschnüffelt Keime im Spital Hunde könnten künftig beim Aufspüren gefährlicher Krankenhauserreger helfen. Die Medizinerin Marije Bomers vom Amsterdamer Universitätskrankenhaus VUMC bewies mit dem Beagle Cliff, dass die Tiere bestimmte Klinikkeime erschnüffeln können. «Er spürt mühelos Infektionen mit dem Bakterium Clostridium difficile auf», sagte die Internistin der Nachrichtenagentur dpa. Ihre Erkenntnisse veröffentlichen die niederländischen Forscher im «British Medical Journal».

Waffe gegen Autoimmun­krankheiten Forschern der ETH Lausanne (EPFL) ist es gelungen, an einer Autoimmunerkrankung beteiligte weisse Blutkörperchen zu besänftigen. Die Methode könnte sich gegen Diabetes Typ I und multiple Sklerose als vielversprechend erweisen. Bei Autoimmunkrankheiten greift das Immunsystem den eigenen Körper an. Die Forscher konnten in einem Mäusemodell für Diabetes Typ I die verantwortlichen Immunzellen neu ausrichten. Sie haben dafür ein körpereigenes Protein so verändert, dass es sich an die roten Blutkörperchen anhängen kann. Damit konnten sie bei den Mäusen die Symptome der Krankheit vollständig beseitigen. Erste Tests am Menschen planen die Wissenschafter für 2014. Sie haben zur Kommerzialisierung der Methode das Start-up Anokion SA auf dem Lausanner Campus gegründet. Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS).


Rätsel 50 / 51 RÄTSELN & GEWINNEN

Gewinnen Sie mit TopPharm Gewinnen Sie mit TopPharm Wert: 3550 Franken!

Kreuzworträtsel

1 × einen Electrolux Swissline Wäschetrockner TW SL6 E im Wert von 3550 Franken. Beim TW SL6 E passt sich die Trockenzeit automatisch der Beladung an und die Kleidungsstücke werden dank tiefer Temperaturen geschont. Der Electrolux-Wäschetrockner unterbietet die Anforderungen der besten Energieeffizienzklasse A um 50% und ist darum Teil des Green Spirit «best in class»Angebots von Electrolux. www.electrolux.ch

So nehmen Sie teil: SMS: Senden Sie TOPPHARM1 gefolgt von Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an 970 (CHF 0.80/SMS). Telefon: Wählen Sie 0901 560 092 (CHF 0.80/Anruf vom Festnetz). Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten: m.vpch.ch/TPH11241 (gratis über das Handynetz).

Auflösung Ausgabe 1/13:

6

8 6 5 3 1 8

2

4 1 9 5 8

2 9 5 4 7

7

6

5 8 2 9 6 3

1

Sudoku

Wert: 2000 Franken!

1 × fünf Nächte für 2 Personen in einer Lake View Suite im Parco San Marco am Lago di Lugano im Wert von 2000 Franken. Gewinnen Sie 5 Übernachtungen in einer Lake View Suite im Parco San Marco am Lago di Lugano. Inkl. täglichem «Buongiorno»-Frühstücksbuffet, täglich ein 4-Gang-Menü am Abend im Ristorante & Bistro San Marco (ohne Getränke), freier Zugang ins SPA San Marco u.v.m. www.parco-san-marco.com So nehmen Sie teil: SMS: Senden Sie TOPPHARM2 gefolgt von Ihrer Lösungszahl und Ihrer Adresse an 970 (CHF 0.80/SMS). Telefon: Wählen Sie 0901 560 093 (CHF 0.80/Anruf vom Festnetz). Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten: m.vpch.ch/TPH11242 (gratis über das Handynetz).

Teilnahmebedingungen: Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeitende von TopPharm AG sind nicht teilnahmeberechtigt. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Keine Barauszahlungen. Teilnahmeschluss: 21. April 2013

Auflösung Ausgabe 1/13: 9 2 1 4 8 6 7 5 3

5 7 6 3 9 2 8 4 1

3 4 8 7 1 5 2 6 9

Gewinner Ausgabe 6/12 Kreuzworträtsel: M. Brupbacher Winterthur / R. Hofer, Bern Sudoku: R. Koviljka Lausen / M. Odermatt-Barmettler, Fürigen / T. Stucki, Schwarzenburg

1 3 7 8 6 4 5 9 2

8 9 2 5 7 1 6 3 4

6 5 4 2 3 9 1 8 7

7 8 9 6 2 3 4 1 5

2 1 5 9 4 8 3 7 6

4 6 3 1 5 7 9 2 8

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2013

2


Haarausfall?* Strapaziertes Haar? Vorzeitiges Ergrauen? 3

Das lass ich hinter mir – dank pantogar

MonatsKur

®

Merz Pharma (Schweiz) AG, 4123 Allschwil

Erhältlich in Apotheken und Drogerien. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage. * bezogen auf das breite Indikationsspektrum von pantogar

®

Verspannt? ABATT 10 % R L-X GEL U AUF D RELAX. r NECK in Ihre

M6W, das perfekte Blutdruckmessgerät für die ganze Familie

; .4.2013heke. t bis 30 Gültig pPharm Apo ht o T ist nic abatt Der R mulierbar. ku

3 Jahre Garantie und Gratiskontrolle inklusive.

Gel Neck Relax Lindert Nacken- und Schulterverspannungen. Zieht sofort ein und wirkt rasch. Fettet nicht und duftet angenehm. Erhältlich in Apotheken und Drogerien.

Qualität und Präzision. Garantiert.

Das eigene Gewicht kennen Sie. Aber wie schaut es mit dem Blutdruck aus? Jeder vierte Erwachsene in der Schweiz hat zu hohen Blutdruck! Bluthochdruck ist ein grosser Riskofaktor, eine regelmässige Kontrolle mit einem klinisch validierten Gerät wie dem M6W ist deshalb sehr wichtig. Erhältlich in Ihrer TopPharm Apotheke.

www.dul-x.ch


100

Neue Zeckenkrankheit rund um Zürich

Von Christoph Baumgartner

In der Schweiz gibt es eine neue Krankheit, die durch Zeckenbisse über­tragen wird. Hierzulande sind vornehmlich zwei von Zecken übertragene Krankheiten bekannt: die Borreliose, die von Bakterien verursacht wird, und die virale Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die eine schwere Gehirnentzündung auslösen kann. Doch schon 2010 tauchten überall auf der Welt erstmals Patienten auf, die nach Zeckenbissen an wiederkehrendem hohem Fieber von bis zu 40 Grad, Gewichtsverlust und Unwohlsein litten. Es konnte kein Auslöser entdeckt werden. Ein Fall für das Team um Guido Bloemberg vom Institut für Medizinische Mikrobiologie (IMM) der Uni Zürich: Sie durchsuchten das Blut der Patienten auf Erbgutspuren von möglichen Erregern und wurden fündig. Gleichzeitig mit Kollegen aus Deutschland und Schweden wiesen sie ein Bakterium namens Candidatus Neoehrlichia mikurensis als Krankheitsverursacher nach. Dieses war 1999 erstmals in Zecken und Nagetieren in Europa und Asien entdeckt worden. Bis heute sind in Europa aber erst insgesamt acht Patienten mit dem neuen Erkrankungsbild «Neoehrlichiose» beschrieben, drei davon aus dem Grossraum Zürich. Sie alle hatten dieselben Symptome und konnten durch eine Antibiotikatherapie vollständig geheilt werden. In der Folge untersuchten die Zürcher Forscher rund 2000 Zecken aus der Umgebung der Wohngebiete der drei Schweizer Patienten, die sich häufig in Wäl-

… und in der nächsten Ausgabe erwartet Sie alles zum Thema «Fit durch den Sommer».

dern und Wiesen aufhielten. Sie fanden heraus, dass im Grossraum Zürich fünf bis zehn Prozent der Zecken den Erreger in sich tragen, wie sie im «Journal of Clinical Microbiology» berichten. Das legt nahe, dass der Grossraum Zürich ein Risikogebiet für Neoehrlichiose ist. Die Bevölkerung müsse sich aber nicht mehr Sorgen machen als vorher. Die Erkrankung sei für Gesunde vermutlich weniger gefährlich als FSME und sie sei mit Antibiotika leichter zu therapieren als Borreliose, so die Forscher. Fast alle der bis anhin in Europa erkrankten Personen hatten ein geschwächtes Abwehrsystem, erklären die Experten.


TopPharm Apotheken Ratgeber März 2013