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4 / 18 MAGEN–DARM

Wenn es im Bauch drunter und drüber geht VERSICHERUNGSMODELLE

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Schwindel ist nicht gleich Schwindel IM FOKUS

Magen–Darm


Jetzt aktuell

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Wenn es im Bauch drunter und drüber geht 4

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IMPRESSUM Ausgabe Nr. 4, August/ September 2018 Herausgeberin TopPharm AG, 4142 Münchenstein, ratgeber@toppharm.ch, Tel. 061 416 90 90 Anzeigen Michael Bollinger Leitung Marketing & Kommunikation Anita Spycher Projekt leitung Nadja Jehle Redaktion Christoph Baumgartner Mitarbeit Redaktion Christoph Baumgartner, Dr. Jürgen Schickinger, Dr. Klaus Duffner, Veronica Bonilla, Anja Stamm, Inga Pfannebecker, Patricia Heyne Druck und Versand Swissprinters AG, Zofingen Auflage Druck 475 344 Gestaltung kreisvier communications ag, Basel Der Abdruck oder die Publikation im Internet ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion gestattet.

Schwindel ist nicht gleich Schwindel 22

TopPharm e-Paper Diese Ausgabe können Sie auch online lesen ! Besuchen Sie unsere Website : www.toppharm.ch


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Stefan Wild Geschäftsführer TopPharm AG

Im Fokus : Magen-Darm Wenn es im Bauch drunter und drüber geht 4 Durch dick und dünn 10 Stören Sie Ihre Darmflora nicht unnötig 13 Mediziner im Gespräch « Wer unsicher ist, sollte sein Bauchweh abklären lassen» 16

Bauchgefühl Liebe Leserin, lieber Leser Aus dem Bauch heraus entscheiden, ein Bauchgefühl haben, Schmetterlinge oder Flugzeuge im Bauch haben oder sich gebauchpinselt fühlen; wir sprechen oft über den Bauch, aber meinen nicht die Verdauung. Wenn es im Bauch wirklich drunter und drüber geht, kann das viele Ursachen haben: Blähungen, Magenbrennen oder eine Glutenunverträglichkeit. Deshalb fragen Sie uns, wenn es in der Körpermitte rumort, denn wir sind der direkte Weg zur Besserung. Jetzt aktuell: Gluten-Test. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Ratgeber Krankenkassenprämien sparen 8

Freundliche Grüsse

Lästige Blutsauger als Bettgenossen 21 Schwindel ist nicht gleich Schwindel 22 Glutenfrei: Sinnlos für Nichtallergiker 26

Stefan Wild Geschäftsführer TopPharm AG

Es ist Erntezeit für Superfood aus dem Garten 30 Und ausserdem … Ernährungstrend : Renaissance des Wochenmarktes 18 Ausflugstipps : Erlebnisparks in der Schweiz 24 Neues aus Forschung und Wissenschaft 29 Rätseln und Preise im Wert von über CHF 4400.– gewinnen ! 33

TopPharm AG Grabenackerstrasse 15 4142 Münchenstein Telefon 061 416 90 90 Fax 061 416 90 99 www.toppharm.ch ratgeber@toppharm.ch

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Jetzt aktuell

in Ihrer T opPharm Apotheke

IM FOKUS

Der Bauch ist der Spiegel der Seele Wenn der Darm aus der Balance gerät oder Gluten auf den Magen schlägt, führt der direkte Weg zur Besserung in Ihre TopPharm Apotheke. Machen Sie jetzt den Gluten-Test. Von Christoph Baumgartner | Das «Bauchgefühl» ist immer wichtig. «In meiner Tätigkeit als Apotheker stelle ich immer wieder fest, dass man nicht gerne über Magen- und Darmbeschwerden spricht. Darum ist Aufklärung so wichtig», sagt TopPharm Apotheker Dr. Lorenz Schmid. Sein Anliegen an alle Kunden: «Nehmen Sie Ihren Bauch ernst.»

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Nach dem Essen Bauchschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden. Wenn sie plötzlich auftreten, spricht man von akuten Bauchschmerzen, etwa nach dem Essen, oder wenn sie über einen längeren Zeitraum anhalten und immer wiederkehren, dann spricht man von chronischen Bauchschmerzen.


Bauchweh tritt je nach Ursache an unterschiedlichen Stellen des Bauchs auf. Die lateinische Bezeichnung für den Bauch lautet Abdomen – Ärzte verwenden für Bauchschmerzen daher auch Begriffe wie «Abdominalschmerzen» oder «abdominelle Beschwerden». Symptome Bauchschmerzen können dumpf, krampf- oder kolikartig sein und mit zusätzlichen Beschwerden einhergehen, zum Beispiel: n Übelkeit n Erbrechen n Sodbrennen n Durchfall n Verstopfung n Blähungen n Blutungen n Fieber n harte Bauchdecke

Neben Magen und Darm befinden sich im Bauchraum jedoch auch viele andere Organe, die ebenfalls eine mögliche Ursache für die Bauchschmerzen sein können, etwa die Bauchspeicheldrüse oder die Galle. Stress Häufig sind Bauchschmerzen auch die Folge von Stress beziehungsweise psychischen Belastungen und können Anzeichen für funktionelle Beschwerden wie etwa ein Reizdarm-Syndrom sein. Treten bei Frauen die Bauchschmerzen immer im Zusammenhang mit der Menstruation auf, könnte es sich um Regelschmerzen oder auch eine gynäkologische Erkrankung wie Endometriose handeln. Diverse Ursachen Bauchschmerzen können viele verschiedene Ursachen haben. Meist steckt nur eine harmlose Ursache hinter den Bauchschmerzen, zum Beispiel eine Magenverstimmung. Weitere häufige Ursachen sind Reizdarm-Syndrom, Magen-Darm-Infekte oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Aber auch ernstere Erkrankungen (z. B. Darmkrebs) können mit Bauchschmerzen einhergehen.

In den meisten Fällen liegen die Ursachen der Bauchschmerzen tatsächlich im Bauchraum, beispielsweise im Darm. Gelegentlich strahlt der Schmerz von einem anderen Organ (z. B. dem Herz) in den Bauch aus. Diffuse Schmerzen Bauchschmerzen betreffen manchmal auch direkt den Bereich, in dem das erkrankte Organ liegt: Schmerzen im rechten Oberbauch deuten zum Beispiel auf Erkrankungen der Gallenblase hin – tut es im rechten Unterbauch weh, können die Bauchschmerzen von einer sogenannten Blinddarmentzündung herrühren. Bei Magen-Darm-Verstimmungen oder einem Reizdarm betreffen die Bauchschmerzen allerdings nicht nur einen bestimmten Bereich des Bauchs – Mediziner sprechen dann von «diffusen Bauchschmerzen». Bauchschmerzen können jedoch auch auf eine Notfallsituation hinweisen: Beginnen die Bauchschmerzen aus heiterem Himmel, sind sehr heftig und verstärken sich innerhalb kurzer Zeit – also innerhalb von Minuten bis Stunden – kann dies ein Hinweis auf eine ernsthafte, möglicherweise lebensbedrohliche Erkrankung sein. Oft verschlechtert sich gleichzeitig auch der allgemeine Zustand des Betroffenen sehr rasch, und es kommt zum Beispiel zu Blässe, Übelkeit, Schweissausbrüchen oder Kreislaufproblemen. In solchen Fällen ist es sehr wichtig, umgehend einen Notarzt zu informieren. Check in der Apotheke Deshalb empfiehlt Dr. Lorenz Schmid: «Beugen Sie vor, suchen Sie das Gespräch mit einer Fachperson und lassen Sie sich beraten.» So unangenehm es ist und so schwierig es sein kann, die richtigen Worte zu finden, gehen Sie in die Apotheke – der direkte Weg zur Besserung.

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IHR GESUNDHEITS-COACH DR. LORENZ SCHMID ÜBER

Aufklärung tut not Wenn es im Bauch drunter und drüber geht, ist es Zeit für einen Magen–Darm-Check. Wen wollen Sie mit der Magen–DarmKampagne ansprechen? Mit dem Schwerpunktthema Magen–Darm wenden wir uns an eine breite Öffentlichkeit. Betroffen sind sowohl ältere als auch junge Menschen. Ihnen gemeinsam ist die Suche nach einer kompetenten und schnell verfügbaren Auskunft von einer Fachperson. Und hier liegt auch die Stärke der Apotheke. Die speziell ausgebildeten Fachpersonen nehmen das Anliegen der Kunden ernst und können mit einigen gezielten Fragen Lösungen vorschlagen und Empfehlungen für eine mögliche Behandlung geben. Warum ist ein Magen–Darm-Check so wichtig? Mehr Menschen, als wir glauben, leiden unter MagenDarm-Beschwerden und erleben im Alltag Einschränkungen, die nicht sein müssen: Seien es das unangenehme Aufstossen von Magensäure, Bauchkrämpfe oder auch – schwerwiegender – Blutspuren im Stuhlgang. Der Magen– Darm-Check, verknüpft mit einem persönlichen Gespräch in der TopPharm Apotheke, zeigt der Kundin oder dem Kunden Behandlungsmöglichkeiten auf oder kann, was niemand hofft, auch dazu führen, dass er oder sie an einen Facharzt überwiesen wird. Was bringt ein Gluten-Test? Der Gluten-Test bringt in erster Linie «Aufmerksamkeit». Alle sprechen über Gluten und nur wenige wissen, was es damit auf sich hat. Deshalb tut Aufklärung not. Die Apotheke ist die ideale Anlaufstelle für diese Aufklärung, und wir dürfen gleich die Gelegenheit nutzen, über Bauch- und Verdauungsprobleme zu sprechen. Denn nicht jede Blähung, Verdauungsbeschwerde oder jeder Durchfall lässt sich auf eine Gluten-Unverträglichkeit zurückführen. Wer aber über lange Zeit unter Verdauungsbeschwerden leidet

und Symptome wie Übelkeit, Appetitlosigkeit, Antriebsschwäche oder Gewichtsabnahme kennt, für den kann der Gluten-Test wertvolle Aufschlüsse geben. Ganz sicher hilft die Besprechung des Testresultats mit einer Fachperson, die Gesundheitsstörungen besser verstehen zu können und mögliche Behandlungswege in Erfahrung zu bringen. Welche Ziele hat die Aufklärungsaktion Magen–Darm? Apotheken sind die erste Anlaufstelle für jegliche gesundheitlichen Anliegen – immer in der Nähe, mit kundenfreundlichen Öffnungszeiten und ohne Voranmeldung oder Terminvereinbarung. Mit dem Magen–Darm-Check, mit dem Gluten-Test oder mit der Aktion DarmkrebsProphylaxe wollen über 720 Apotheken in der Deutschschweiz, gemeinsam mit allen Apotheken-Gruppierungen und -Ketten, Impulse für den Besuch einer Apotheke geben und gleichzeitig den Kunden die Schwellenangst nehmen. Nur gemeinsam gelingt es uns, die Apotheke als unverzichtbare Institution bei der Schweizer Bevölkerung zu verankern.

Zur Person Dr. Lorenz Schmid Apotheker, Geschäftsführer und Inhaber der TopPharm Apotheke Paradeplatz in Zürich, Vorsitzender Steuerungsausschuss und Kampagnenleitung «Ihre Apotheke. Der direkte Weg zur Besserung.», Präsident Apothekerverband des Kantons Zürich.

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Erfolgreiche Versicherungsmodelle bei TopPharm Bereits 64 000 Personen haben sich bei den Krankenkassen SWICA und Sympany mit dem innovativen Apothekenmodell versichern lassen und profitieren von reduzierten Prämien und einer medizinischen Betreuung ohne Wartezeit rund um die Uhr. Von Christoph Baumgartner | Ohne Voranmeldung – ohne lange Wartezeit. Bei den Grundversicherungsprodukten von Sympany und SWICA wenden sich Versicherte für eine Erstberatung an eine der 130 TopPharm Apotheken. Diese verfügen über ein separates Betreuungszimmer und die Möglichkeit, direkt einen Arzt in die Erstbeurteilung per

Telefon einzubeziehen. So kommen Versicherte ganz einfach zu medizinischem Rat ohne Wartezeiten. Die erfolgreichen Modelle unterstützen die Eigenverantwortung der Versicherten, sollen die Hausärzte entlasten und die Apotheker bewusst in die Erstversorgung einbinden. Damit leisten sie einen Beitrag zur Eindämmung der Gesundheitskosten.

Erfolgreiche ApothekenVersicherungsmodelle bei TopPharm

Telemed. Beratung

Prämienrabatt Spezialist

n Wenn Sie krank sind, gehen Sie zuerst in eine TopPharm Apotheke. n Eine Apothekerin oder ein Apotheker führt die Beratung in einem separaten Raum durch und kann bei Bedarf telefonisch einen Arzt konsultieren.

Hausarzt

Krankheit

So funktioniert’s:

n Wenn nötig, wird eine Überweisung an einen Hausarzt, zum Teil nach Wahl, einen Spezialisten oder ein Spital vorgenommen. n Der TopPharm Gesundheits-Coach erkundigt sich einige Tage nach der Beratung nach Ihrem Befinden.

Spital

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n Können Sie nicht in die Apotheke gehen, erhalten Sie medizinischen Rat via Telefon.


Übrigens … n ... 15 von 20 Problemen werden direkt in der Apotheke gelöst. n ... 4 von 20 Triagen werden mit einer Zweitmeinung durch einen Arzt begleitet. n ... 1 von 20 Personen wird direkt an Hausarzt, Spezialist oder Spital weitergeleitet. n ... dauert die Beratung durchschnittlich 18 Minuten – bei höchster Kundenzufriedenheit

Ihre Vorteile: n Sie können sich an rund 130 TopPharm Apothe-

ken wenden (www.toppharm.ch). n Das telemedizinische Zentrum von Medgate oder

sante24 steht Ihnen telefonisch rund um die Uhr zur Verfügung. n Die Beratungsgespräche in der Apotheke und per Telefon sind vertraulich und unterliegen dem Berufsgeheimnis. n Notwendige Medikamente erhalten Sie vor Ort.

n Sie können sich weiterhin an Ihren Hausarzt (ge-

mäss Liste) überweisen lassen. n In Notfällen gehen Sie direkt zum Notfallarzt oder

zur Notfallstation. Den Augenarzt und den Gynäkologen können Sie ebenfalls direkt aufsuchen. n Bei laufenden Behandlungen, Therapien oder für Vorsorgeuntersuchungen ist keine vorgängige Konsultation der Apotheke nötig. n Sie sparen Krankenkassenprämien. Denn eines ist sicher: Ärzte allein können die medizinische Grundversorgung nicht mehr gewährleisten. Dank dem Apothekenmodell braucht man sich nicht als Allererstes um einen Arzttermin zu kümmern, sondern geht direkt in die Apotheke. Dort kann man sich gleich vor Ort beraten und je nach Situation mit dem passenden Medikament behandeln lassen oder der Empfehlung für einen Arztbesuch Folge leisten.

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Durch dick und dünn Trotz gegensätzlicher Folgen haben Verstopfung und Durchfall eines gemein: Die normale Darmfunktion ist behindert. Obwohl zumeist harmlos, können beiden Störungen unterschiedlichste Ursachen zugrunde liegen. Von Dr. Klaus Duffner | Unser Darm ist Tag und Nacht aktiv. Aus täglich bis zu zwei Kilogramm Nahrung holt er alle verwertbaren Nährstoffe heraus, der unverdaubare Rest «kommt hinten wieder raus». Je nachdem, was gegessen wurde, dauert die slalomförmige Passage durch Mund, Speiseröhre, Magen, Dünndarm, Dickdarm, Mastdarm und After 60 bis 120 Stunden. Allerdings können die Verweilzeiten der Nahrung im Körper erheblich variieren: Während bei starkem Durchfall das Essen bereits nach wenigen Stunden wieder draussen ist, dauert die Darmpassage bei Verstopfung oft eine Woche und länger. Beides kann sehr unangenehm sein. Nur mit grosser Anstrengung Wer seltener als dreimal in der Woche seinen Darm entleeren kann, wer dann nur kleine, harte Stuhlklumpen entlässt, wer sich nur mit grossem Kraftaufwand Erleichterung verschafft, leidet per Definition unter Verstopfung. Treten solche Symptome über mehr als drei Monate auf, spricht man von chronischer Obstipation (so der Fachausdruck). In der Schweiz leiden zwischen 7 und 16 Prozent der Bevölkerung darunter. Dagegen sind von einer kurzzeitigen, akuten Obstipation wahrscheinlich noch mehr Menschen betroffen. Sie kann beispielsweise als Reiseverstopfung durch zu langes Sitzen oder durch die Umstellung des Tagesrhythmus auf-

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treten. Begünstigt wird eine Verstopfung zudem durch Fieber, Hitze, mangelnde Flüssigkeitszufuhr, ballaststoffarme Ernährung, Bewegungsmangel und häufige Unterdrückung des Stuhlgangreizes. Menschen, die beruflich wechselnden Tag-Nacht-Rhythmen ausgesetzt sind, wie Nachtschichtarbeiter, Pflegende oder Vielreisende, sind ebenfalls häufig von Verstopfung betroffen. Zwar könne die Entleerung dann sehr schmerzhaft sein, erklärt der Gastroenterologe Dr. med. Michael Manz vom St. Claraspital in Basel, danach sei aber zumeist wieder alles gut. Viele Ursachen für «rien ne va plus» Neben solchen akuten Verstopfungen können unterschiedlichste Störungen auch länger anhaltende Obstipationen hervorrufen. Dazu gehören Krankheiten des zentralen Nervensystems wie Parkinson, multiple Sklerose, Schlaganfall, Demenzerkrankungen oder Tumore. Auch eine Unterfunktion der Schilddrüse oder eine Überfunktion der Nebenschilddrüse führen zu einer Verlangsamung der Darmtätigkeit. Daneben kann auch Kaliummangel, verursacht durch Medikamente oder Nierenschwäche, sowie ein permanent erhöhter Blutzuckerspiegel Verdauungs- und Stuhlprobleme hervorrufen. Apropos Medikamente: Magensäurehemmer, einige blutdrucksenkende Medikamente wie Betablocker oder Calcium-Antagonisten und harntreibende Mittel,


aber auch Schlaf-und Beruhigungsmittel, Antidepressiva, Antiepileptika oder starke Schmerzmittel, sogenannte Morphinpräparate, haben das Potenzial, den Stuhlgang zur Herausforderung werden zu lassen. Schliesslich können auch Verwachsungen im Darm oder Hämorrhoiden irgendwann als mechanisches Hindernis einen Darmverschluss hervorrufen. Typische Symptome dafür sind krampfartige Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähbauch, fehlender Stuhlgang und eventuell Fieber. Dann gilt es, sofort den Arzt zu konsultieren! Zumeist harmlos Trotz dieser vielen «Verstopfungsmöglichkeiten» ist ein verzögerter Stuhlgang fast immer harmlos. «Die allermeisten Leute mit Obstipation haben keine zugrunde liegende Erkrankung, sondern schlicht einen trägen Darm, der langsam arbeitet», erklärt Dr. med. Michael Manz. «Durch Medikamente, die den Stuhl weich machen, kann ihnen relativ einfach geholfen werden.» Solche Medikamente enthalten verschiedene Abführmittel. Sie sollten nur nach fachlicher Anweisung eingenommen werden. Auch durch eine Umstellung des Lebensstils lässt sich ein träger Darm oft wieder in Schwung bringen. Dazu gehören mehr Bewegung, Ballaststoffe (Vollkorn, Leinsamen, Obst und Gemüse), ausreichend Flüssigkeit und Trockenfrüchte. Gleichzeitig sollten Lebensmittel, die eher verstopfend wirken, wie beispielsweise Schokolade, Bananen oder Weissbrot, gemieden werden. Akuter Durchfall durch Viren und Bakterien Der vielleicht noch unangenehmere Bruder der Verstopfung ist der Durchfall. «Man ist in seinen Sozialkontakten schon sehr eingeschränkt, wenn man dauernd aufs WC laufen muss», sagt Dr. med. Michael Manz. Auch hier können sehr unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen. Eine länger als drei Wochen anhaltende chronische Diarrhö ist häufig ein Anzeichen für eine Darmentzündung wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder Reizdarm. Aber auch eine Schilddrüsenüberfunktion oder eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse sind möglich. Wesentlich häufiger ist jedoch der akute Durchfall. Mit ihm signalisiert der Körper, dass gerade irgendetwas nicht stimmt. Oft stecken Infektionen mit Viren oder Bakterien, manchmal aber auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Lebensmittelvergiftungen oder Stress dahinter. Ansteckende Durchfallverursacher sind Rotaviren (v. a. bei Säuglingen und Kleinkindern), Noroviren (vorzugsweise im Winter) und Adenoviren. Hat ein solches Virus die Darmwand infiziert, können die entzündeten Darmzellen buchstäblich das Wasser nicht mehr halten und geben es unkontrolliert in den Darm ab. Unter den Bakterien sind Campylobacter, Salmonel-

len und Kolibakterien gefürchtete «Dünnpfiffmacher». Vor allem in Ländern mit eingeschränkten hygienischen Verhältnissen sind sie, zusammen mit einer ganzen Reihe weiterer Bakterien und Parasiten, nicht selten für lästige Ferienunterbrechungen verantwortlich. Im Normalfall wird jedoch unser Immunsystem nach wenigen Tagen mit den Erregern fertig. Schlechtes Essen – schnell wieder raus Tritt der Durchfall nach einem (zu) üppigen Essen auf, will unser Körper die aufgenommene Nahrung schnellstmöglich wieder loswerden. Nicht selten sind solche Durchfälle mit krampfartigen Bauchschmerzen und starken Blähungen verbunden. Auslöser können beispielsweise fettreiche Speisen, sehr scharfes Essen, stark gezuckerte Nahrung oder Alkohol sein. Natürlich wehrt sich der Körper auch bei Vergiftungen, etwa durch Pilze, mit sofortiger Ausscheidung. Auch Lebensmittelunverträglichkeiten sind für Diarrhö verantwortlich. Die häufigsten Verursacher sind Laktoseintoleranz, Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) oder Fructoseintoleranz. Nicht selten reagieren Menschen vor Prüfungen oder anderen stressbelasteten Situationen mit spontanem Durchfall. Schliesslich können auch unzählige Medikamente (z. B. Antibiotika) als unerwünschte Nebenwirkung einen breiig-flüssigen Stuhl hinterlassen. Trinken – und nochmals trinken Bei einer Diarrhö verliert der Körper sehr viel Flüssigkeit. Oberstes Ziel ist es daher, die verlorene Flüssigkeitsmenge wieder zu ersetzen. Erwachsenen mit Durchfall wird empfohlen, die tägliche Flüssigkeitsmenge auf etwa drei Liter zu verdoppeln. Mit dem wässrigen Stuhl werden dem Körper aber auch wichtige Elektrolyte und Nährstoffe entzogen. Fachleute empfehlen daher, diesen Verlust wieder auszugleichen. Eine Möglichkeit sind hierbei spezielle, in der Apotheke erhältliche Elektrolytmischungen. Sie beinhalten das richtige Mengenverhältnis von Mineralsalzen und Zucker. Auch süsse Kräutertees oder klare Suppen können helfen. Leiden Säuglinge und Kleinkinder unter Durchfall, ist die Gefahr einer Austrocknung deutlich grösser als bei Erwachsenen. Auch ältere Menschen haben geringere Flüssigkeitsreserven und neigen eher dazu, etwas weniger zu trinken. Während gesunde Erwachsene normalerweise einen akuten Durchfall ohne ärztliche Hilfe nach ein paar Tagen meistern, sollte man bei Kleinkindern und Senioren nicht zögern, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Auch bei länger anhaltendem Durchfall ist es ratsam, die potenziellen Ursachen durch einen Arzt abklären zu lassen. Er kann auch entscheiden, ob der kurzzeitige Einsatz von Krampflösern, Antibiotika oder Schmerzmitteln sinnvoll ist.

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Stören Sie Ihre Darmflora nicht unnötig Viel Salz stört die Darmflora. Starke Schieflagen können die Verdauung und andere Körperfunktionen beeinträchtigen. Von Dr. Jürgen Schickinger | Durchfall und Dauerstress missfallen der Darmflora. Das ist bekannt. Doch jetzt kam heraus, dass selbst Kochsalz einigen Mikroorganismen im Darm schadet. Bei Störungen der Darmflora drohen Blähungen, Durchfall und Verstopfung. Möglicherweise verschlechtern sich ebenfalls geistige Leistungen, Allergien, die Stimmung und der Blutdruck. Ein gesunder Speiseplan bringt den Darm meistens wieder ins Lot. «Gute» Darmbakterien verschwinden Für eine Studie erhielten zwölf gesunde Männer zwei Wochen lang täglich je sechs Gramm Kochsalz zusätzlich. Maximal fünf Gramm empfiehlt die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung. Am Ende der Studie fehlten im Darm der Teilnehmer ein paar Bakterien fast völlig – sogenannte Laktobazillen. Sie gehören zu den «guten» unter den zigtausenden Arten von Mikroorganismen in unserem Darm. Die «Guten» helfen, Nährstoffe aufzunehmen, stellen Vitamine her und halten potenziell schädliche Arten in Schach oder verhindern, dass diese sich im Darm ansiedeln. Nachträglich zeigte sich aber: Bei sieben Studienteilnehmern waren Laktobazillen von Anfang an nicht nachweisbar. Keiner der fünf, bei denen sie durch mehr Salz verschwanden, klagte über Beschwerden. Dafür war vermutlich der Studienzeitraum zu kurz. Auf längere Sicht führen Störungen der Darmflora zu Verdauungsbeschwerden. Oft treten auch Kopfschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Gedächtnisschwäche und Stimmungsschwankungen auf. Womöglich können sich sogar Allergien verstärken und Depressionen entwickeln.

Eine Wohlfühl-Darmflora hat ihre Bedürfnisse Anhaltender Stress, Erkrankungen im Verdauungstrakt und manche Medikamente (z. B. Antibiotika) sind akute Störquellen für die Darmflora. Meistens verändert sie sich aber langsam durch ungünstige Ernährung – durch zu hohe Mengen an tierischen Fetten, Zucker, Alkohol und wohl auch Salz. Davon versteckt sich oft viel in verarbeiteten Lebensmitteln wie Tiefkühlpizza, Fleisch- und Wurstwaren, Backwaren und Käse. Dagegen lieben die «guten» Darmbakterien ballaststoffreiche Nahrung, etwa Vollkornprodukte, Gemüse, kalte Kartoffeln, Bohnen, Sojabohnen, Lein- und Chiasamen. Nahrungsmittel, die fördern, dass sich «gute» Darmbakterien vermehren, heissen Präbiotika. Probiotische Lebensmittel enthalten nützliche Mikroorganismen sogar in lebender Form. Hierzu gehören etwa Hefe, Sauerkraut, Naturjoghurt, Buttermilch, Kimchi und Miso. Eine gestörte Darmflora renkt sich durch eine ausgewogene Ernährung meist wieder ein. Mit prä- und probiotischen Mitteln geht es oft schneller. Lassen die Beschwerden nicht nach, können Darmkuren helfen. Jedenfalls reicht es für eine Wohlfühl-Darmflora nicht, allein am Salz zu sparen. Wie stark es auf Darmflora und Blutdruck wirkt, bleibt zudem noch unsicher: Der Salzabbau im Körper ist deutlich komplizierter, als lange gedacht. Für den Blutdruck sind Bewegungsmangel und hohes Körpergewicht sowieso viel schlechter als Salz. Darum tun Personen mit Bluthochdruck besser daran, sich mehr zu bewegen, Übergewicht abzubauen und allgemein kleinere Portionen zu essen. So wird dem Körper auch automatisch weniger Salz zugeführt.

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MEDIZINER IM GESPRÄCH

«Wer unsicher ist, sollte sein Bauchweh abklären lassen» Bauchschmerzen sind oft harmlos und verschwinden bald wieder. Manchmal sind sie jedoch Warnzeichen für ernsthafte Erkrankungen. Dann sollte keine Zeit vergeudet werden. Interview mit dem Gastroenterologen Dr. med. Michael Manz vom St. Claraspital Basel. Von Dr. Klaus Duffner | Mediziner im Gespräch, TopPharm Apotheken Ratgeber : Herr Dr. Manz, jeder kennt Bauchschmerzen. Warum ist der Bauch eigentlich so empfindlich? Es gibt unglaublich viele verschiedene Gründe, die hinter Bauchschmerzen stecken können. Bei den meisten Patienten liegen aber keine dramatischen Ursachen vor, und die akuten Beschwerden verschwinden innerhalb von 12 bis 24 Stunden von allein. Ursachen können beispielsweise zu üppige und fettige Mahlzeiten sein, zu viel Alkohol am Abend, bestimmte Medikamente, Menstruationsbeschwerden bei Frauen oder eine Infektion mit Viren oder Bakterien durch verdorbene Speisen oder verunreinigtes Wasser. Solche klassischen, über Nahrungsmittel übertragenen Magen-Darm-Infektionen kommen in unseren Breiten eigentlich nur noch selten vor. Am häufigsten treten noch Bakterien-Infektionen mit Campylobacter oder, wenn auch deutlich seltener, mit Salmonellen auf. Beides wird über rohe Speisen wie Eier oder halbgares Poulet

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übertragen. Die Betroffenen leiden dann unter heftigsten Bauchschmerzen, vergesellschaftet mit Fieber, Erbrechen und Durchfall. Viele gehen mit solchen akuten Bauchschmerzen zum Hausarzt oder zum Apotheker und werden dort gut beraten. Sie müssen ein paar Tage sehr leiden, aber erholen sich dann schnell wieder. Also einfach abwarten, bis die Schmerzen wieder weggehen ... Nein, so einfach ist es leider nicht. Die Schwierigkeit beim Bauchweh ist, dass sowohl ganz banale Befindlichkeitsstörungen als auch schlimme Erkrankungen zugrunde liegen können. Deshalb müssen wir jeden Fall, der zu uns kommt, abklären. Wir dürfen da nichts verpassen. Meistens wird von den Betroffenen dem Essen die Schuld an Bauchschmerzen gegeben. «Ich habe etwas Schlechtes gegessen» hören wir jedoch auch oft von Leuten, die mit einer akuten Blinddarmentzündung bei uns erscheinen.


Und wenn einem der Ärger oder der Stress «auf den Magen» schlägt? Prinzipiell ist Stress ja nichts Negatives. Empfindliche Menschen können jedoch auf Stress mit unspezifischen Bauchschmerzen reagieren. Nicht selten stellen sich solche Bauchbeschwerden nach einer strengen Woche dann nach dem Essen ein. Oft finden wir auch bei chronischem Bauchweh keine relevante Pathologie. Das sind dann eben Reizdarm-, Reizmagen-, funktionelle oder psychosomatische Beschwerden. Ich nenne das einen «empfindlichen Bauch». Solche Menschen reagieren einfach sensibler auf äussere Einflüsse als andere. Die Ursachen können seelischer Natur sein, es kommen aber auch bestimmte Nahrungsmittelunverträglichkeiten infrage. Manche Leute bekommen in bestimmten Situationen Kopf- oder Rückenschmerzen und andere eben Bauchweh. Auch im Kopf findet man selbst mit der besten Diagnostik in den meisten Fällen nichts – und trotzdem haben die Menschen heftigste Kopfschmerzen. Im Bauch ist das häufig auch so. Welche Schmerzen können unseren Bauch plagen? Wir unterscheiden einen viszeralen und einen parietalen Schmerz. Die Beschwerden beim viszeralen Schmerz gehen von den inneren Organen aus, also Magen, Darm, Gallenblase, Gallengang, Harnwege oder innere Geschlechtsorgane. Dieser Schmerz ist eher diffus, dumpf und drückend. Typisches Beispiel ist eine Kolik, bei der Gallensteine eine schmerzhafte Dehnung der Gallengangwände verursachen. Das läuft oft in Intervallen ab, mit Schmerzen und Beschwerdefreiheit. Auch ein Darmverschluss bereitet solche wellenförmigen Schmerzen. Dabei müssen sich die Betroffenen typischerweise auch erbrechen, weil die Darmpassage verschlossen ist. Beim parietalen Schmerz wird das Bauchfell der Bauchhöhle durch eine Entzündung gereizt. Schon eine leichte Erschütterung kann dort heftige Schmerzen verursachen. Klassisches Beispiel ist die Entzündung des Blinddarms, der meist unter der rechten unteren Bauchwand liegt. Wenn ich dann dort draufdrücke, löse ich normalerweise den Schmerz aus. Manchmal sind die Schmerzen aber ganz woanders lokalisiert, als man vermutet. Ja, bei Gallenkoliken nehmen die Patienten häufig den Schmerz in der rechten Schulter wahr. Bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung strahlt der Schmerz oft auf den Rücken aus, und die Menschen klagen über Rückenschmerzen. Umgekehrt kann ein Herzinfarkt Bauchweh verursachen. Gerade bei älteren Menschen gibt es nämlich Infarkte, die nach unten ausstrahlen. Deshalb gehört auf der Notfallstation ein EKG zur Standarduntersuchung bei Bauchschmerzen. Es kommen auch jüngere Frauen

mit Bauchbeschwerden zu uns. Dann stellt sich heraus, dass sie schwanger sind, wovon sie überhaupt nichts wussten. Aber auch Entzündungen des Uterus oder der Eileiter können ausstrahlen und grosse Beschwerden im Bauchraum bereiten. Bei welchen Bauchschmerzen sollte sofort ein Arzt oder gar eine Notfallstation aufgesucht werden? Wer nach einem Pouletsalat Bauchschmerzen mit Erbrechen und Durchfall bekommt, kann davon ausgehen, dass er sich eine Infektion eingefangen hat, die nach einigen Tagen wieder abklingt. Wer jedoch schlimmes Bauchweh und Fieber ohne diese Begleitsymptome entwickelt und die Schmerzen über mehrere Stunden anhalten oder sogar kontinuierlich schlimmer werden, sollte zum Arzt. Aber auch, wenn man weder essen noch trinken kann, sich dauernd übergeben muss und kein Wind mehr nach unten durchkommt, braucht Hilfe. Das sind Zeichen für einen Darmverschluss. Auch bei Verdacht auf eine Blinddarmentzündung sollte sofort gehandelt werden. Von allen Patienten, die mit akuten Bauchschmerzen die Notfallstationen aufsuchen, geht rund ein Drittel auf das Konto einer Appendizitis. Wird da zu lange gewartet, ist ein gefährlicher Darmdurchbruch möglich. Bei manchen Patienten ist der Blinddarm auch nach hinten umgeschlagen, sodass der typische Druckschmerz im rechten Unterbauch fehlt. Und wer regelmässig Bauchschmerzen hat? Gerade bei lange andauernden chronischen Bauchschmerzen sollte man sich ausführlich Zeit nehmen und diese Erkrankung beim Spezialisten einmal sehr gründlich abklären. Dazu gehören Laborwerte wie Blutbild, eine Spiegelung des Darmes oder des Magens und eine Bildgebung, beispielsweise mit dem Ultraschall. Dann wissen wir meist, ob es sich um Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, einen Reizdarm oder aber um eine psychosomatische Erkrankung handelt.

Zur Person Dr. med. Michael Manz Der Gastroenterologe Dr. med. Michael Manz studierte und promovierte in den 90er Jahren an der Universität Basel. Seiner Tätigkeit als Oberarzt in der Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie am Universitätsspital Basel folgte der Wechsel ans St. Claraspital Basel, wo er seit 2016 als stellvertretender Chefarzt Gastroenterologie im Bauchzentrum arbeitet.

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Renaissance des Wochenmarktes

Jetzt ist die richtige Zeit für einen Bummel über den Markt, denn nun sind die Stände voll mit saisonalem Obst und Gemüse aus der Region und laden zum Geniessen ein. Von Inga Pfannebecker | Früher waren Wochenmärkte nicht nur die wichtigste Einkaufsmöglichkeit für frische Lebensmittel, sondern auch sozialer Mittelpunkt jeder Stadt. Mit dem Aufkommen der Supermärkte verloren sie stetig an Bedeutung und verschwanden in vielen Orten sogar ganz. Seit einigen Jahren sind Märkte jedoch wieder im Trend und beliebt wie lange nicht mehr. Ihr neuer Erfolg beruht zum einen darauf, dass der Stellenwert von pflanzlichen Lebensmitteln wie Gemüse, Obst, Kräutern und Salat stark gestiegen ist, zum anderen auf der Sehnsucht der Verbraucher nach einer Alternative zu den genormten Produkten der Supermärkte. Denn auf dem Wochenmarkt kommt ein Grossteil der angebotenen Lebensmittel direkt aus der Region und wird oft sogar vom Produzenten selbst verkauft.

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Der freut sich zu erzählen, wo seine Tomaten, Beeren oder Bohnen herkommen und wie sie angebaut wurden, und er verrät auch gerne noch den einen oder anderen Zubereitungstipp. So wird der Einkauf zu einem Erlebnis, das nicht nur seinen Zweck erfüllt, sondern auch Spass macht und guttut – und das sowohl der Seele als auch dem Körper und der Umwelt. Frisches Gemüse und Obst der Saison und aus der Region ist besonders reich an gesunden Nährstoffen, denn es hat nur kurze Transportwege hinter sich und kommt so perfekt gereift und frisch an den Marktstand

und auf den Teller. Kurze Wege schonen ausserdem die Umwelt und tragen zum Klimaschutz bei. Ein weiteres Plus: Saisonales Obst und Gemüse ist in der Regel preiswerter als Sorten, die ausserhalb der Saison von weit her oder aus dem Gewächshaus kommen. Ein bisschen flexibel sollten Sie auf dem Markt daher schon sein, denn nicht immer ist alles zu jeder Zeit erhältlich. Aber wer weiss, vielleicht entdecken Sie dadurch sogar ein neues Lieblingsgemüse und lassen Ihrer Kreativität beim Kochen freien Lauf. Denn auch das ist ein Vorteil des Wochenmarktes: Er regt alle Sinne an.

Online-Rezept: Mais-Plätzli Weitere Informationen unter: www.toppharm.ch/kochrezepte


Wissenswertes zum Wochenmarkt n Wo und wann in Ihrer Nähe ein Markt stattfindet, können Sie z. B. unter www.buurpur.ch/maerkte.html oder auf http://marktverband.ch/D/index.php beim Schweizerischen Marktverband herausfinden, der auch einen Marktkalender herausgibt. n Welche Obst- und Gemüsesorten zurzeit Saison haben, können Sie vor Ihrem Marktbesuch auf der übersichtlichen Internetseite www.saisontabelle.ch nachschauen. n Da die meisten Märkte nur ein- oder zweimal in der Woche stattfinden, ist etwas Planung beim Einkauf angesagt. Dann reicht der Obst- und Gemüsevorrat auch für die ganze Woche, und es bleibt alles bis zur Verwendung frisch. n Auf dem Markt müssen Sie nicht die Katze im Sack kaufen: Fragen Sie den Händler nach Empfehlungen und lassen Sie sich beraten, wenn Sie z. B. Produkte für ein bestimmtes Rezept suchen. Oft darf man die Ware auch vor dem Kauf kosten. n Timing ist alles: Wenn Sie früh da sind, haben Sie die grösste Auswahl an den Marktständen und können meist ohne Gedränge entspannt auswählen. Wenn Sie dagegen gerne auf Schnäppchenjagd gehen, sollten Sie kurz vor Marktschluss kommen. Dann werden die noch übrigen Produkte oft zu Sonderpreisen abgegeben. n Auf dem Markt geht es meist persönlich zu. Wer «seinen» Ständen treu bleibt, bekommt oft den knackigsten Salat angeboten und manchmal auch noch ein bisschen was extra in die Tüte.

Zucchini-Plätzli mit halb getrockneten Tomaten Zubereitung : 30 Min. Backzeit : 3 Std. Für 4 Portionen Tomaten 400 g Datteltomaten 2 Zweige Rosmarin 2 Knoblauchzehen 2 EL Olivenöl Salz Plätzli 1 Zucchini (ca. 350 g) 125 g Halloumi (Grillkäse) 2 Frühlingszwiebeln je ¼ Bund glatte Petersilie und Minze 2 Eier (Grösse M) 50 g Mehl 1 Msp. Backpulver Salz Pfeffer 1 Bio-Zitrone, abgeriebene Schale 2 EL Öl zum Braten Zubereitung : Für die Tomaten den Backofen auf 100 °C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Tomaten waschen, trocken reiben und halbieren. Nebeneinander auf dem Blech verteilen. Den Rosmarin waschen, trocken schütteln, in Stücke zupfen und auf den Tomaten verteilen. Den Knoblauch schälen, grob hacken und über den Tomaten verteilen. Die Tomaten mit Öl beträufeln und salzen. Im heissen Ofen 2 ½ bis 3 Stunden backen, bis sie klein und eingeschrumpelt sind. Für die Plätzli die Zucchini waschen, putzen und grob raspeln. Die Raspel auf ein sauberes Geschirrtuch geben und kräftig ausdrücken, sodass sie möglichst trocken werden. Den Halloumi grob raspeln. Die Frühlingszwiebeln putzen, waschen und fein schneiden. Die Kräuter waschen, trocken schütteln, die Blätter von den Stielen zupfen und hacken. Die Eier verquirlen. Das Mehl mit dem Backpulver, etwas Salz und Pfeffer und der Zitronenschale mischen. Zum Ei geben und unterrühren. Die Zucchini- und die Käseraspel zugeben und unterheben. Das Öl nach und nach in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Pro Plätzli 1 gehäuften EL der Masse in die Pfanne geben, mit dem Löffel flach streichen und pro Seite 3–4 Minuten goldbraun braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen. Auf diese Weise 8 Plätzli braten. Die Plätzli mit den Tomaten anrichten. Dazu schmeckt Zaziki oder Kräuterquark.

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Lästige Blutsauger als Bettgenossen Bettwanzen trifft man hierzulande immer häufiger an, mit etwas Pech sogar im eigenen Bett. Von Veronica Bonilla | Von einer Invasion zu sprechen, wäre vermessen. Doch einiges deutet darauf hin, dass Bettwanzen in Schweizer Schlafzimmern auf dem Vormarsch sind: Die Schädlingsprävention und -beratung des Kantons Zürich erhält täglich mehrere Anrufe von Menschen, die von Bettwanzen heimgesucht werden; vor 10 Jahren waren es noch weniger als 20 Meldungen pro Jahr.

che beieinander an oder sie verlaufen in einer reihenartigen Anordnung, auch Wanzenstrasse genannt. Auf weissem Bettzeug sieht man möglicherweise winzige Blutströpfchen. Auch sondern Bettwanzen über ihre Drüsen einen penetrant süsslichen Geruch ab. Zudem hinterlassen sie untrügliche Kotspuren: kleine schwarze Punkte, die auf Bettrahmen zu finden sind, in Ritzen und Spalten, wo sich die Tierchen verkriechen, bei Steckdosen, Bodenleisten oder hinter Bildern.

Gründe für die Vermehrung Früher hat man die unerwünschten Bettgenossen grosszügig mit Insektiziden und Pestiziden vernich- Folgen eines Bettwanzenbefalls tet, mittlerweile ist der Einsatz dieser chemischen Fast immer kommt es an der Einstichstelle zu heftiMittel verboten. Die Ausbreitung der Bettwanzen gem Juckreiz. Durch das Kratzen kann es zu Entist heute vor allem ein unangenehmer Nebeneffekt zündungen kommen. Natalie Fuortes, Gesundheitsder globalisierten Welt: Meist geschieht der Erst- coach bei der TopPharm Hirsch-Apotheke in kontakt zwischen Mensch und Parasit im Hotel. Als Solothurn, empfiehlt, die Einstichstellen baldmögblinde Passagiere werden Bettwanzen im Reisege- lichst mit einem Wärmestift zu behandeln, allerpäck aus anderen Ländern eingeschleppt. Ebenso dings nur, wenn sie noch nicht geschwollen sind. verstecken sie sich in Kartons und Verpackungen «Die konzentrierte Wärme kann den Juckreiz vervon Importgütern sowie Secondhand-Möbeln. Sind hindern», so Fuortes. «Haben sich schon Quaddeln die Schädlinge in der Wohnung entdeckt, muss der gebildet, hilft es, die Haut zu kühlen und ein juckreizlinderndes Gel aufzutragen, das Entzündungen Fachmann für die Entfernung engagiert werden. vorbeugt.» Wie Bettwanzen aussehen Eine ausgewachsene Bettwanze misst 4 bis 6 Milli- Wie man sich vor Bettwanzen schützen kann meter und ist flach; nach einer Blutmahlzeit kann Wanzen hausen übrigens genauso gern in Luxushosie fast 10 Millimeter lang werden und ähnelt etwas tels wie in Billig-Absteigen, halten sich aber oftmals nur in einzelnen Zimmern auf. Wer feststellt, dass einem Apfelkern mit sechs Beinchen. bereits unliebsame Gäste im gebuchten Raum logieren, wechselt so schnell wie möglich das Zimmer. Wie man sie entdeckt Die ersten Zeichen eines Bettwanzenbefalls finden Wer es erst am nächsten Tag merkt, will verhindern, sich in der Regel auf der eigenen Haut. Nachdem dass die Blutsauger im Gepäck in die eigene Wohdie Blutsauger zugebissen haben, bilden sich an der nung ziehen. Koffer also draussen auspacken, KleiEinstichstelle rote Quaddeln, ähnlich wie bei Mü- der wenn möglich bei 60° C waschen oder bei 50°C cken- oder Flohstichen. Oft trifft man mehrere Sti- im Tumbler behandeln, Koffer gut reinigen.

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Schwindel ist nicht gleich Schwindel Unter Schwindel leiden viele Menschen. Meistens lassen sich keine Ursachen finden, doch Möglichkeiten zur Behandlung gibt es dennoch. Von Dr. Jürgen Schickinger | Schwindel bringt die Welt ins Wanken: Viele Betroffene verlieren ihre Unbeschwertheit. Besonders Menschen, die unter starken, überraschenden Schwindelanfällen leiden, ziehen sich oft aus Angst aus dem öffentlichen Leben zurück. Ausserdem kommt Schwindel selten allein. Meistens begleiten ihn weitere Beschwerden wie etwa Übelkeit, Benommenheit, Schweissausbrüche oder Hörverlust. Woher Schwindel kommt, bleibt in zwei von drei Fällen leider ein Rätsel. Zum Glück gibt es trotzdem Mittel und Methoden, die helfen können. Davor sollten die Form des Schwindels und mögliche Ursachen gut abgeklärt sein. Im Alter ist jeder Zweite betroffen Im Kern besteht unser Gleichgewichtsapparat aus dem Gleichgewichtsorgan im Innenohr, dem Gleichgewichtsnerv und den zuständigen Bereichen im Gehirn. Aus dem Innenohr fliessen Signale über den Nerv ins Gehirn, das unsere Körperposition im Raum berechnet. Dazu verwendet es noch weitere Daten – etwa aus den Muskeln, Gelenken und Augen. Wenn sich die Informationen widersprechen oder Teile des Gleichgewichtsapparats nicht korrekt arbeiten, entsteht als Symptom oft Schwindel. Die Gründe können banal sein, etwa eine falsch eingestellte Brille

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oder Schlafmangel. Ebenso kommen Infektionen, Entzündungen, Durchblutungsstörungen, Verletzungen, Schlaganfälle, Tumore, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Blutarmut, Medikamente, Mangelerscheinungen und einige andere körperliche Ursachen in Betracht. Nicht zuletzt erscheint Schwindel häufig bei Angststörungen und Depressionen. Schwindel ist weit verbreitet, besonders im Alter. Einer von fünf Erwachsenen spürt mindestens einmal im Monat Schwindel. Ab einem Alter von 75 Jahren klagt jede zweite Person regelmässig über Vertigo, so der Fachbegriff. Bei einem von zwei Betroffenen vermuten Fachleute psychische Ursachen, bei weiteren zwei finden sie körperliche. In den übrigen sieben von zehn Fällen ist kein triftiger Anlass zu entdecken. Doch Therapien können auch hier Schwindelanfälle abschwächen, schneller beenden und vorbeugen. Vorher sollte jedoch geklärt sein, dass keine ernste Störung hinter dem Schwindel steckt. Hinweise liefern oft Begleitsymptome wie beispielsweise Übelkeit, Erbrechen, Unruhe, Herzrasen, Schweissausbrüche, Ohrgeräusche, Hör-, Seh- und Schluckstörungen, Kopfschmerzen und Taubheitsgefühle. Die Art der Beschwerden kann auf bestimmte Ursachen hinweisen und andere ausschliessen.


Seegang, Karussell oder Aufzug? Auch Bewegungen oder andere Auslöser, der Verlauf der Anfälle, ihre Dauer und die Form spielen eine Rolle für die Diagnose. Schwindel ist nicht gleich Schwindel! Bei Drehschwindel haben Betroffene den Eindruck, dass es sie dreht oder sich die Umgebung um sie herum dreht. Sie klagen häufig über Übelkeit. Einige berichten von Gefühlen wie auf dem Karussell. Menschen mit Schwankschwindel meinen zu schwanken oder dass die Welt um sie herum schwankt wie ein Schiff bei Seegang. Vielen wird schwarz vor Augen. Sie befürchten, ohnmächtig zu werden. Bei Liftschwindel spürt man Hebe- und leichte Fallgefühle wie in einem Aufzug. Benommenheitsschwindel ähnelt Schwankschwindel. Betroffene fühlen sich zusätzlich unsicher, wackelig und taumelig. Medizinische Untersuchungen empfehlen sich, wenn Schwindel aus unerklärlichen Gründen neu auftritt oder die Anfälle wie aus heiterem Himmel einsetzen. Gleiches gilt, wenn Schwindelgefühle oft wiederkehren oder lange andauern. Auch bei starken Begleitsymptomen wie Schmerzen, Fieber, Hörstörungen und Atemnot sollte zügig eine Abklärung stattfinden. Einige Beschwerden können auf gefährliche Ursachen hinweisen! Schwindel und Lähmungen kommen häufig bei Schlaganfällen vor. Hier handelt es sich um medizinische Notfälle, bei denen jede Sekunde zählt. Die besten Anlaufstellen für gezielte Untersuchungen zu Ursachen sind Schwindelambulanzen mit verschiedenen Fachärzten. Das Gleichgewicht ist lernfähig Egal woher der Schwindel kommt – Gleichgewichtstraining bietet sich immer an. Denn der Gleichgewichtsapparat ist lernfähig: Gewisse Übungen im Liegen, Stehen und Sitzen verbessern die Balance, und dadurch lassen Schwindelgefühle oft deutlich nach. Manchmal bleibt das Training die einzige Therapie, bisweilen unterstützt es andere Behandlungen. Wer frühzeitig zu üben beginnt, beugt mit dem Training sogar vor, dass überhaupt Schwindel auftritt. Anleitungen für geeignete Übungen geben viele Schwindelambulanzen aus und finden sich auch auf einigen Websites. Schwindel ohne ersichtliche Ursache hängt oft mit Kreislaufschwäche und niedrigem Blutdruck zusammen. Spaziergänge bringen den Kreislauf in Schwung. Der Blutdruck sinkt, wenn dem Körper Flüssigkeit fehlt und sich bei Wärme die Blutgefässe weiten. Menschen mit Schwindel sollten mehr als andere darauf achten, ausreichend zu trinken. Durch Schwitzen in der Hitze, intensiven Sport und Durchfälle

verliert der Körper besonders viel Flüssigkeit und Elektrolyte. Unter solchen Umständen können Präparate mit Mineralien und Elektrolyten sinnvoll sein. Sonst verhindert eine ausgewogene Ernährung üblicherweise, dass Mangelzustände auftreten. Diabetiker mit Schwindel sollten darüber hinaus Unterzuckerung vermeiden. Medikamente und Pflanzen können helfen Mittel, die gegen Schwindel helfen können, heissen Antivertiginosa. Sie lindern Schwindel und Übelkeit oder fördern die Durchblutung. Infrage kommen Substanzen aus Wirkstofffamilien wie den Antihistaminika, Antiemetika (Mittel gegen Übelkeit und Brechreiz), Histaminagonisten und Calciumkanalblockern. Einige Betroffene machen gute Erfahrungen mit Pflanzen oder pflanzlichen Präparaten. Am weitesten verbreitet sind Ginkgo und Ingwer. Doch positive Wirkungen bei Schwindel werden einer ganzen Reihe an Kräutern nachgesagt: Melisse, Lavendel, Frauenmantelkraut, Nelkenwurz, Schafgarbe, Pfingstrosenwurzel, Ehrenpreis, Gartenraute, Thymian – um nur ein paar zu nennen. Auch die Alternativmedizin bietet homöopathische Mittel und Schüssler Salze, die zur Behandlung von Schwindel vorgesehen sind. Beratungen zum besten Mittel und seiner Anwendung sind empfehlenswert: Einige können Mundtrockenheit und Müdigkeit hervorrufen, andere eignen sich nicht zur Dauerbehandlung oder ihre Wirkung ist unsicher. Oft ist auch Geduld gefragt: Viele Behandlungen fruchten erst nach Wochen oder Monaten. Andererseits verschwindet Schwindel manchmal über Nacht und vereinzelt sogar ganz von allein.

Häufigste Formen mit bekannter Ursache n Gutartiger Lagerungsschwindel: Ablagerungen im Innenohr. Therapie, Lagerungstraining. n Phobischer Schwankschwindel: psychische Störung. Psych. Gespräche, Verhaltenstherapie. n Zentraler Schwindel: Störung im Gehirn. Therapie der ursächlichen Erkrankung. n Vestibuläre Migräne: Migräne mit Schwindel. Therapie der Migräne. n Morbus Menière: möglicherweise Stauung von oder Übermass an Lymphflüssigkeit. Medikamente, Übungen, evtl. Operation. n Neuritis vestibularis: vorübergehende Nervenentzündung. Medikamente.

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hier ist was los: erlebnisparks in der schweiz

Von Patricia Heyne

Es muss nicht immer der Europa-Park in Rust sein, auch in der Schweiz gibt es tolle Freizeit- und Erlebnisparks für die ganze Familie.

ERLEBNISWELT SEETEUFEL (BE)

SIKYPARK IN CRÉMINES (BE)

Klein, aber fein. Im Tier- und Erlebnispark Seeteufel in der Nähe des Bielersees warten zahlreiche Tiere und viele Spiel- und Erlebnisaktivitäten auf kleine und grosse Besucher. Vor allem für kleinere Kinder bis 10 Jahre wird hier auf sieben Hektaren einiges geboten. Mehrere Indoor- und Outdoorspielplätze sowie Kletterparks laden zum Herumtoben ein. Im Tierpark sind Tierarten aus aller Welt vertreten – darunter Schildkröten, Lamas, Otter, Zebras, Erdmännchen, Kattas, Wallabys, Esel, exotische Fische, Lemuren, Kaimane, Sumpfbiber und Hirsche. Einige Tiere dürfen gefüttert werden. Es gibt auch spannende Show-Fütterungen, bei denen man viel über die Tiere lernen kann. Unser Tipp: Für Geburtstagskinder ist der Eintritt gratis.

Der Sikypark im wunderschönen Berner Jura ist bisher noch ein Geheimtipp. An 365 Tagen im Jahr gibt es dort zahlreiche Tiere wie Wölfe, Waschbären, Esel, Schweine und Kapuzineräffchen zu besichtigen. Bekannt ist der Sikypark bisher vor allem für seine tollen Greifvogelschauen. Seit Kurzem sind auch Raubtiere im Park zu Hause. Am 28. Juli 2018 wurde die neue Raubtieranlage offiziell eröffnet. Seither sind auch Pumas, Tiger und Löwen im Sikypark zu sehen. Unser Tipp: Mit dem Weissenstein-Express ab Solothurn fahren (der Zoo hat eine eigene Haltestelle direkt vor der Tür) und unterwegs das Kinder-Detektivabenteuer «Tim und Lena» der SBB spielen. In der Broschüre, welche man am Bahnhof erhält, ist ein Gutschein für einen Kinder-Gratiseintritt in den Sikypark enthalten.

www.seeteufel.ch

www.sikypark.ch www.sbb.ch/timundlena

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CONNYLAND IN LIPPERSWIL (TG) Im Freizeitpark im thurgauischen Lipperswil ist für alle etwas dabei – ein Riesenspass für Jung und Alt. Neben der grössten Achterbahn der Schweiz bietet der Park auch eine Wildwasserbahn, den Mammut Tree, ein Piratenabenteuer, einen Lasertempel, einen grossen Indoor-Abenteuerspielplatz, ein 4-D-Kino, einen 5-DFlugsimulator und viele weitere Attraktionen. Ein besonderes Highlight ist die Seelöwen-Anlage, in der täglich mehrere Shows gezeigt werden. Unser Tipp: Viele Attraktionen im Connyland sind überdacht. Der Park hat auch bei Regenwetter einen hohen Spassfaktor.

www.connyland.ch

HAPPYLAND IN GRANGES (VS) Der kleine Vergnügungspark im Wallis punktet mit viel persönlichem Charme, etwas Nostalgie und dem allzeit freundlichen Personal. Das Happyland bietet eine grosse Auswahl an Attraktionen für Kinder bis ca. 10 Jahre. Besonders beliebt sind die Elektro-Karts und die Cherokee-Galoppbahn, bei der man fest im Sattel durch die Gegend saust. Für ältere Kinder und Erwachsene ist das Angebot neben einer Wildwasserbahn nicht ganz so gross, dafür kann man es sich auf der grossen Sonnenterrasse des Restaurants gemütlich machen und die Kinder einfach mal herumtoben lassen. Auch sonst ist die Atmosphäre unglaublich entspannt. Ein Tag im Happyland bedeutet grosser Spass für die Kleinen und wenig Stress für die Grossen. Unser Tipp: Der richtige Vergnügungspark für alle, die nicht gerne anstehen. Hier gibt es bei den Bahnen für gewöhnlich keine Schlangen.

SCHONGILAND BEIM HALLWILERSEE (LU) Spass und Abenteuer für die ganze Familie: Der Erlebnispark Schongiland im luzernischen Schongau lockt von März bis Oktober mit vielen spannenden Aktivitäten: Streichelzoo, Hüpfburg, Achterbahn, Höllenrutsche, Wasserspielplatz, Tretkart-Bahn. Auf der OutdoorBike-Bahn auf 900 Quadratmetern kann man sich richtig austoben. Bikes und Schutzausrüstung gibt es gratis vor Ort. Der Höhepunkt eines Besuchs im Schongiland ist aber die 380 Meter lange Sommer-Rodelbahn – sie ist überdacht und somit wetterfest. Wer nach so viel Spass Hunger bekommt, auf den warten ein Selbstbedienungsrestaurant und eine grosse Gartenwirtschaft. Unser Tipp: Verpflegung selbst mitbringen und an einem der schönen Picknickplätze essen oder an der Grillstelle am Mühliweiher bräteln. Brennholz steht gratis zur Verfügung.

www.schongiland.ch

www.happyland.ch

CHARMEY AVENTURES (FR) Der Kletterpark in den wunderschönen Freiburger Alpen punktet nicht nur mit der schönen Landschaft, sondern auch mit dem grossen Angebot für alle Altersstufen. Zusätzlich zu den sieben verschiedenen Kletterparcours mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen gibt es spezielle Kinderparcours für die Kleinen von 2 bis 6 Jahren. Das ist aber längst nicht alles. Die Besucher erwarten auch Seilrutschen von der Bergstation Vounetz bis zum Abenteuerpark auf der Mittelstation (ab 10 Jahren), eine Schatzsuche, eine Kletterwand und Trottinetts. Unser Tipp: Den Kletterpark erreicht man mit der Seilbahn Rapido ab Charmey. Wenn die Seilbahn nicht in Betrieb ist, wird der Transport durch Busse sichergestellt. Diese sind im Preis inbegriffen.

www.charmeyaventures.ch

SWISSMINIATUR MELIDE (TI) Wie wäre es, die ganze Schweiz an einem Tag zu besuchen? Im Swissminiatur in Melide ist das möglich, denn dort gibt es die grössten Schweizer Sehenswürdigkeiten im Taschenformat zu sehen. Rund 120 Modelle im Massstab 1: 25 zeigen Burgen, Kirchen, berühmte Bauten sowie Drahtseil- und Zahnradbahnen. Zudem fahren 18 Modelleisenbahnen rundherum. Bei einem Spaziergang durch das Swissminiatur oder bei einer Fahrt mit dem Swissminiatur-Express kann man alles in Ruhe bestaunen. Eine Karte hilft, die Gebäude zu identifizieren. Wer die Schweiz noch nicht so gut kennt, kann hier einiges lernen. Und auch für Schweizkenner gibt es viel zu entdecken. Zudem bekommt man tolle Inspirationen für den nächsten Ausflug, denn das eine oder andere Wahrzeichen hat man bestimmt noch nicht in natura gesehen. Unser Tipp: Laden Sie die Gratis-App von Swissminiatur herunter. Dort gibt es Informationen zu allen Modellen und eine Karte, die zeigt, wo in der Schweiz die Originale zu finden sind.

www.swissminiatur.ch

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Glutenfrei: sinnlos für Nichtallergiker Was für Menschen mit einer zöliakischen Glutenunverträglichkeit lebenswichtig ist, bringt gesunden Menschen wenig. Wann und warum eine glutenfreie Ernährung Sinn macht. Von Ania Stamm | Wer unter Zöliakie leidet, muss bei Nudeln, Brot und süssen Stückchen auf glutenfreie Varianten zurückgreifen. Denn bei Menschen mit dieser chronischen Dünndarmerkrankung führt der Verzehr glutenhaltiger Lebensmittel zu einer fehlgeleiteten Abwehrreaktion des Immunsystems. Glutenverzicht Ein bestimmter Glutenbestandteil löst diese Autoimmunreaktion aus: Diese führt zu einer chronischen Entzündung und Schädigung der Dünndarmschleimhaut. Das kann zu einer Mangelversorgung, z. B. mit den fettlöslichen Vitaminen A, D, E, K und B12 sowie mit Mineralstoffen wie Kalzium und Eisen führen. Auch Energielieferanten wie Eiweiss und lebensnotwendige Fettsäuren können dann nicht in ausreichendem Masse zugeführt werden. Mögliche Spätfolgen einer unbehandelten Zöliakie sind Dünndarm- oder Speiseröhrenkrebs. Deshalb ist es wichtig, Zöliakie rechtzeitig zu erkennen und die Ernährung konsequent auf glutenfreie Lebensmittel umzustellen. Gluten – das steckt dahinter Gluten ist das z. B. in Dinkel, Weizen, Roggen oder Gerste enthaltene Klebereiweiss des Getreides. Es macht Nudel- und Brotteig elastisch und weist positive Backeigenschaften auf. Deshalb werden die 26

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meisten Brotarten aus glutenreichem Mehl gebacken. Die Glutene verschiedener Getreidearten unterscheiden sich geringfügig in ihren Bestandteilen. Weizengluten weist die besten Backeigenschaften auf. Bezogen auf die Nährwerte gilt Gluten als minderwertiges Eiweiss. Wer eine Glutenunverträglichkeit aufgrund von Zöliakie aufweist, muss darauf verzichten. Wer diszipliniert einkauft und kocht, braucht dabei keine gesundheitlichen Bedenken zu haben. Denn Gluten zählt nicht zu den lebenswichtigen Nährstoffen. Freiwilliger Verzicht bringt nichts Glutenfreie Produkte gibt es in vielen Lebensmittelmärkten. Bei Teig- und Backwaren wird das Mehl etwa durch getreidefreie Zutaten ersetzt, z. B. aus Kartoffeln, Reis, Mais oder Buchweizen. Einer Ernährung ohne Gluten eilt der Ruf voraus, besonders gesund zu sein – weshalb Produkte ohne das etwas in Verruf geratene Klebereiweiss im Trend liegen. Doch ohne Grunderkrankung dauerhaft darauf zurückzugreifen, bringt offenbar wenig. So zeigte 2017 beispielsweise eine gross angelegte Studie von Forschern der Columbia University und der Harvard Medical School, dass bei gesunden Menschen ein Verzicht auf Glutenprodukte das Herzinfarktrisiko nicht signifikant senkt. Dieser Zusammenhang war in früheren Studien, die ausschliesslich mit


Zöliakie-Betroffenen gemacht wurden, festgestellt und von Diätratgebern auf die Gesamtbevölkerung verallgemeinert worden. Die Analyse der US-Forscher ergab eher das Gegenteil: In der Probandengruppe mit der geringsten Glutenmenge lag das Risiko für einen Herzinfarkt sogar leicht höher als in der Gruppe mit dem höchsten Glutenkonsum. Auch die Hoffnung vieler Menschen, glutenfrei schneller abzunehmen, ist bislang nicht wissenschaftlich belegt. Lebensmittel ohne Gluten sind in der Regel nicht kalorienärmer, teurer hingegen schon. Dennoch glauben viele Menschen, die von ihrer Veranlagung her überhaupt keine Zöliakie entwickeln können, unter einer Glutensensitivität zu leiden. Subjektiv fühlen sie sich besser, seit sie das Gluten einfach weglassen. Nocebo-Effekt Das bewegte die australischen Wissenschaftler um Jessica R. Biesiekierski und Peter Gibson, in zwei kleineren Studien (2011 und 2013) zu untersuchen, ob es eine nicht-zöliakische Glutensensitivität gibt. Die von ihnen untersuchten Patienten mit Reizdarm und einer vermuteten Glutensensitivität reagierten zwar positiv auf eine Diät mit glutenfreien Nahrungsmitteln. Die gleichen Ergebnisse erzielten aber auch Probanden, in deren Diäten auf andere Stoffe verzichtet wurde. Nun vermuten die Forscher einen Nocebo-Effekt – das heisst, die gewünschte Wirkung tritt allein aufgrund der erwarteten Wirksamkeit und unabhängig von der eliminierten Substanz selbst ein. Kennzeichen der Zöliakie Eine genetische Veranlagung zählt zu den Ursachen der Zöliakie, es sind also vielfach auch andere Mitglieder innerhalb einer Familie betroffen. Meist bricht die Erkrankung im Säuglingsalter aus, ca. 1 bis 6 Monate, nachdem die Babys erstmals Brei mit Griess bzw. Getreideflocken gefüttert bekamen. Doch Zöliakie kann in jedem Lebensalter erstmalig auftreten. Diagnose Treten die genannten Beschwerden auf, ist ein Arztbesuch angebracht. Blutuntersuchungen weisen einen Nährstoffmangel und Autoantikörper nach. Eine Verlaufskontrolle nach Behandlungsbeginn zeigt innerhalb der nächsten Wochen, ob die Therapie – in diesem Falle eine Ernährungsumstellung – erfolgreich ist, und erhärtet den Verdacht. Was bei Zöliakie wichtig ist Die Behandlung der Zöliakie erfolgt über eine konsequente Umstellung der Ernährung auf glutenfreie Lebensmittel, die in den allermeisten Fällen lebenslang durchgehalten werden muss. Dabei werden

anstelle von Getreiden wie Weizen, Roggen und Gerste glutenfreie Lebensmittel gegessen oder als Koch- und Backzutaten verwendet, z. B. Reis, Mais, Maisstärke, Buchweizen, Hirse, Quinoa, Amarant, Kartoffeln, Kartoffelstärke. Glutenersatz Als Ersatz von Vollkorn können glutenfreie Saaten genutzt werden, etwa Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Sesam oder Kürbiskerne. Auch Milch und Milchprodukte sind glutenfrei, sofern Käse keine bemehlte Rinde haben. Fleisch, Fisch und Geflügel sind glutenfrei – wer sein Essen selbst kocht, geht sicher, dass Sossen keine glutenhaltigen Bindemittel und Gewürzmischungen enthalten. Alle Arten von Obst und Gemüse sowie Kräutern sind glutenfrei, wobei auch hier auf glutenhaltige Zubereitungen verzichtet werden muss (z. B. Gemüse nicht in Mehlsosse). Glutenfrei sind auch Nüsse und Mandeln, Zucker, Honig und Marmeladen, Kochsalz sowie Essig. Zu den glutenfreien Getränken zählen nicht aromatisierter Tee, Kakaopulver, Fruchtsäfte, Mineral- und Tafelwasser. Unter den Genussmitteln sind Bohnenkaffee, Wein sowie klare Spirituosen glutenfrei. Anzeige

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Neues aus Forschung und Wissenschaft

Kinder sind so fit wie Ausdauersportler

Sport und Demenz

Sie rennen, springen und kicken ohne Pause. Kinder vor der Pubertät haben eine Durchhaltekraft wie Ausdauersportler. Was erschöpfte Eltern lange ahnten, hat eine kleine französische Studie jetzt belegt. Fitness-Vergleiche einer Gruppe von acht- bis zwölfjährigen Knaben mit untrainierten Erwachsenen sowie mit Ausdauersportlern zeigten: Kinder haben nicht nur besonders müdigkeitresistente Muskeln, sondern erholen sich auch schneller von hochintensivem Training. Das berichten die Wissenschaftler um Sébastien Ratel, Sportwissenschaftler an der Universität im französischen Clermont-Ferrand, im Journal «Frontiers in Physiology».

Sport kann eine Demenz-Erkrankung laut einer Studie nicht aufhalten. Die Krankheit schreite bei regelmässigem Training nicht langsamer voran, schrieben britische Wissenschaftler im Fachmagazin «British Medical Journal». Die Forscher fanden heraus, dass das Training zwar die körperliche Fitness von Patienten mit leichter bis mittelschwerer Demenz steigert, die Erkrankung selbst aber nicht aufhalten kann. Die Verschlechterung der kognitiven Fähigkeiten werde «nicht verlangsamt». Es gilt als sicher, dass Sport das Risiko senkt, an Alzheimer oder anderen Formen von Demenz zu erkranken. Bislang war aber umstritten, ob körperliche Bewegung auch das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen kann.

Nachteulen riskieren psychische Erkrankungen

Verhüten mit ungesundem Essen

Wer dauerhaft seine innere Uhr missachtet, riskiert laut einer Studie psychische Probleme von einer Depression bis hin zu einer bipolaren Störung. «Sobald es morgens hell wird, sollte man aufstehen», sagte die Neuropsychologin Laura Lyall von der schottischen Glasgow-Universität der Fachzeitschrift «The Lancet Psychiatry». Verstimmungen sowie Psychosen kamen häufiger bei Studienteilnehmern vor, die ihren Biorhythmus ignorierten. Zu den Risikogruppen gehören demnach Menschen, die in Nachtschichten arbeiten, ebenso wie solche, die häufig weite Strecken im Flugzeug zurücklegen und an Jetlag leiden.

Frauen, die Obst meiden und viel Fast Food essen, brauchen einer Studie zufolge länger, um schwanger zu werden. Es sei für diese Frauen zudem unwahrscheinlicher, innerhalb eines Jahres schwanger zu werden, heisst es in einer Studie im Fachblatt «Human Reproduction». Durch eine Ernährungsweise, die praktisch kein Obst enthalte, trete die Empfängnis im Schnitt um zwei Wochen später ein als bei einer Ernährung, die mindestens drei Portionen Obst pro Tag umfasse. Frauen, die mindestens vier Mal pro Woche Fast Food konsumierten, bräuchten im Vergleich zu denen, die solches Essen nie konsumierten, einen Monat länger, um schwanger zu werden.

Drogen-Krise bringt USA mehr Spenderorgane Durch die verheerende Opioid-Epidemie ist die Menge der verfügbaren Spenderorgane in den USA unerwartet gestiegen: Die Zahl der Drogentoten, die mindestens ein Organ spendeten, hat sich von 59 (2000) auf 1029 (2016) erhöht. Fast 14 Prozent sämtlicher Organspenden gehen mittlerweile darauf zurück. Forscher der University of Utah in Brigham untersuchten, wie sicher die Organe von Drogentoten für die 110 000 Menschen sind, die in den USA dafür auf der Warteliste stehen. Die Experten geben nun zumindest für Lungen und Herzen grünes Licht.

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Es ist Erntezeit für Superfood aus dem Garten Gemüse, Kräuter, Früchte und Beeren sind ein Geschenk für unsere Gesundheit. Der Garten gibt jetzt besonders viel davon her. Von Veronica Bonilla | Nahrung ist mehr als nur Brennstoff, der uns mit der nötigen Energie versorgt, um den Alltag zu meistern. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass 50 bis 70 Prozent der chronischen Erkrankungen ernährungsabhängig sind. Nahrung kann uns krank machen, vor allem wenn wir zu viele denaturierte, industriell gefertigte Lebensmittel zu uns nehmen. Zum Glück ist aber auch das Gegenteil möglich. Besonders wertvoll für unsere Gesundheit sind alle sogenannten lebendigen Nahrungsmittel: nämlich Gemüse, Früchte, Beeren und Kräuter. «Eure Nahrung soll eure Medizin sein», soll schon der Grieche Hippokrates, Urvater der Medizin, gefordert haben. Bereits in frühen babylonischen, altägyptischen, indischen oder chinesischen Texten gibt es Hinweise darauf, dass Pflanzen mit einer Heilungsabsicht genutzt wurden. Die moderne Wissenschaft ist gerade daran, zu beweisen, wie sinnvoll das ist. Im Fokus stehen die sekundären Pflanzenstoffe, auch Biostoffe genannt, die den Pflanzen ihre Farbe, ihren Geruch und ihren Geschmack geben und verantwortlich sind für das pflanzliche Immunsystem und für die Wachstumsregulierung. Diese Biostoffe spielen auch für unsere Körperfunktionen eine ausserordentlich positive Rolle und sind derzeit die Stars in der Forschung zur Bekämpfung von Krankheiten wie Krebs, Aids und vielen Zivilisa-

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tionskrankheiten. Zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören beispielsweise die Bitter- und Gerbstoffe oder die Flavonoide, die für die Farbgebung der Pflanzen zuständig sind. Im Gegensatz zu den primären Pflanzenbestandteilen wie Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten kommen die Biostoffe nur in sehr geringen Mengen vor. Der Gehalt beziehungsweise die Zusammensetzung variiert von Pflanze zu Pflanze. Das Gleiche gilt für Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, deren positive Wirkung auf unsere Gesundheit bereits besser erforscht ist. Lebensmittel, die aufgrund ihres Nährstoffgehalts einen höheren gesundheitlichen Nutzen aufweisen, werden heute als Superfoods bezeichnet. Auch in hiesigen Gärten und bei Schweizer Produzenten wachsen Pflanzen, welche der Definition von Superfood entsprechen. Früchte, Gemüse, Beeren oder Kräuter, die direkt vor unserer Haustüre wachsen, haben ausserdem den unschlagbaren Vorteil, dass sie reif geerntet werden können und der Transportweg vom Feld auf den Teller kurz ist, was den Nährstoffgehalt positiv beeinflusst. Wenn nun die Haupterntezeit für einen grossen Teil des heimischen Obsts und Gemüses beginnt, sollten diese wertvollen Lebensmittel möglichst gut in unserem Speiseplan vertreten sein. Vieles lässt sich zudem haltbar machen für die kommende kalte Jahreszeit, sei es durch Einmachen, Einfrieren oder Dörren.


Saisonkalender Sommer & Herbst

Juli

August

September

Oktober

November

Obst

Ă„pfel Beeren

Erdbeeren Brombeeren Johannisbeeren Himbeeren Stachelbeeren Heidelbeeren GemĂźse

Kartoffeln Blumenkohl Broccoli Federkohl Zwiebeln Knoblauch

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