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inhalt 3

Liebe Leserin, lieber Leser Der Frühling naht. Keine Jahreszeit beflügelt uns Menschen mehr. Die Natur blüht auf, die Tage werden länger. Dichter und Denker ­lobten zu allen Zeiten die Nach-Winter-Zeit über den grünen Klee. Einer davon: «Die schöne Jahreszeit, in der der Winterschlaf aufhört und die Frühjahrsmüdigkeit beginnt», schrieb der deutsche Dichter Emanuel Geibel (1815 – 1884). Und ein chinesisches Sprichwort sagt: Im Herbst verkauft man Obst, im Frühling – Medizin. ­Sicher, über diese Aussagen liesse sich streiten. Aber etwas ist schon dran.

4 | Top Thema – «Jetzt mues de Buuch weg.» 15 | Interview – Weniger Essen – mehr bewegen.

Es ist wahrscheinlich weniger die Frühjahrsmüdigkeit als der Heuschnupfen, der uns ­einen Apothekenbesuch nahelegt. Die Augen brennen wieder, die Nase läuft, das Atmen fällt schwer, die Pollenallergie plagt Allergiker.

17 | Nordic Walking – Die Stocktechnik ist entscheidend. 20 | Heilpflanzenserie – Bärlauch, riecht gut, schmeckt gut. 23 | Heuschnupfen – Kämpferisches Immunsystem.

Grund zur Freude haben dafür Gourmets und Kleingärtner. Es ist wieder Kräutersaison. Das heisst, man kann sein Essen schon bald wieder mit frischen Kräutern verfeinern. Und dazu braucht man nicht einmal einen eigenen Garten – ein Blumentopf oder ein Balkonkistli reichen schon aus.

26 | Beauty-Tipps – Für Körper und Geist. 29 | Burn-out – Von der Manager- zur Volkskrankheit. 32 | Schwangerschaft – Gesundheit beginnt im Mutterleib. 37 | Weinen – Tränen lügen nie.

Aber Feinschmecker aufgepasst: Küchenkräuter machen zwar nicht dick. Die Sos­sen, die sie verfeinern, eventuell schon. Die ­TopPharm Apotheken führen diesen Frühling die Kampagne «Abnehmen» durch. Fragen Sie doch einmal Ihren Gesundheitscoach, der berät Sie nämlich ehrlich.

42 | Osteoporose – Gebrechliche Knochen im Alter. 45 | Kräuter – Der Kräutergarten auf Balkonien. 46 | Schöne Männer – Kosmetik wird auch zur Männersache. 48 | Vista Expo – Die Messe für ein gesundes Leben.

Einen gesunden Frühling wünscht Ihnen

49 | Kurz notiert – Tierisch und schlafend gesund bleiben.

Ihr TopPharm Ratgeber Team

50 | Rätseln & Gewinnen – Preise im Wert von CHF 5000.–.

IMPRESSUM Ausgabe Nr. 2 März 2011

Anzeigen

Redaktion

Auflage

Gestaltung

Tanja Dirschnabel tanja.dirschnabel@toppharm.ch

Christoph Baumgartner christoph.baumgartner@toppharm.ch

Druckauflage 431 093 WEMF-bestätigt 467 990

rotor agentur für kommunikation | Zürich

Leitung Marketing & Kommunikation

Mitarbeit in dieser Ausgabe: Dr. Klaus Duffner, Christine Micheloud, Patricia Heyne, Dr. Jürgen Schickinger, Patrik Thommen, Susanne Wagner, Dr. Kathrin Meier-Rust

Druck und Versand

Herausgeberin

TopPharm AG Grabenackerstrasse 15 4142 Münchenstein ratgeber@toppharm.ch abo@toppharm.ch T 061 416 90 90

Titelbild

Judith Lanz | judith.lanz@toppharm.ch Marketing & Kommunikation

Dominik Gschwend dominik.gschwend@toppharm.ch

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Swissprinters AG | Zofingen Abonnement

Jahresabonnement CHF 23.40 Erscheint 6-mal jährlich

Der Abdruck oder die Publikation im Internet ist nur mit ausdrücklicher Ge­nehmigung der Redaktion gestattet.


Jeder Mensch is(s)t anders Übergewicht ist mehr als ein Schönheitsfehler. Das Treppensteigen wird anstrengender, der Spass am Leben kommt zu kurz und das Risiko für ernste Erkrankungen ist erhöht. Christoph Baumgartner


top thema 5

Eigentlich können wir sie kaum mehr hören: die unendliche Geschichte vom Übergewicht und vom Abnehmen. Aber weil wir es täglich sehen – oft sogar im Spiegel – bleibt es wohl auch in näherer Zukunft eines der grossen Gesundheitsthemen. Denn der Verlockungen gibt es gar viele. Noch nie in der Geschichte der Menschheit war die Verfügbarkeit von Nahrung wenigstens in den «reichen» Ländern derart gross. Mehr dick als dünn Der amerikanische Ernährungswissenschafter Barry Popkin wies vor drei Jahren auf eine menschheitsgeschichtliche Premiere hin: Erstmals gab es auf der Welt mehr übergewichtige als unterernährte Menschen. Übergewicht wird verantwortlich gemacht für eine ganze Reihe von Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Probleme, Diabetes, Atemstörungen und Krankheiten des Bewegungsapparates. Ganz abgesehen von psychischen Belastungen. Eine Studie des Bundesamtes für Statistik (BfS) aus dem Jahr 2007 zeigt Erschreckendes: In der Schweiz sind 38,7 Prozent der erwachsenen Bevölkerung übergewichtig oder adipös (fettleibig). 2,2 Millionen Erwachsene haben einen Body-Mass-Index, der auf eine Gesundheitsgefährdung hinweist. Der Vergleich mit Zahlen aus den Gesundheitsbefragungen von 1997 und 1992 zeigt eine steigende Tendenz. Mit einem Anteil Übergewichtiger von insgesamt 47,5 Prozent sind Männer deutlich häufiger betroffen als Frauen (30,5 Prozent). Alter ist wichtig Das Alter ist einer der Haupteinflussfaktoren. Am stärksten von Übergewicht betroffen sind Männer ab 45 und Frauen zwischen 65 und 74. Männer wie Frauen legen insbesondere in den früheren Erwachsenenjahren markant an Gewicht zu; bei den Männern sind in der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen bereits mehr als ein Drittel übergewichtig: praktisch doppelt so viele wie bei den 18bis 24-Jährigen.

Auch die Nationalität spielt eine Rolle. Sowohl bei Frauen wie bei Männern sind Personen ausländischer Herkunft häufiger betroffen als Schweizerinnen und Schweizer. Die Bildung fällt dabei besonders ins Gewicht. Je höher der Ausbildungsgrad, desto seltener kommt Übergewicht vor. Diese Tendenz ist laut der Studie bei Frauen besonders ausgeprägt. Ähnliches gilt in Bezug auf das Einkommen. Je höher das Einkommen, desto weniger häufig leiden die Befragten an Übergewicht. Schliesslich spielt auch der Beruf eine Rolle. Bei den Männern sind diejenigen, die einen an- oder ungelernten manuellen Beruf ausüben, sowie Kleinunternehmer und selbständige Handwerker am häufigsten übergewichtig. Am wenigsten betroffen sind höhere Führungskräfte, Angehörige freier Berufe sowie Angehörige höher qualifizierter nichtmanueller Berufe und das mittlere Kader.

Die Bildung fällt besonders ins ­Gewicht.

Essen ist mitunter eine – häufiger von Frauen als von Männern angewandte – Strategie, um Stress und gewisse Emotionen zu bewältigen. Das spiegelt sich nun in der BfS-Studie. Insbesondere jüngere Frauen, die sich sehr oft oder ziemlich oft einsam fühlen, sind klar häufiger übergewichtig als solche, die unter diesem Gefühl nie oder nur manchmal leiden. Schokoriegel oder Apfel Es stellt sich daher die Frage, warum Personen mit tieferer Bildung und kleinerem Einkommen häufiger von Übergewicht betroffen sind und warum sie sich seltener «gesund» verhalten. Das oft genannte Argument, ein gesunder Lebensstil sei teuer, kann diese Frage nicht hinreichend erklären. Ein Apfel zum Beispiel ist kaum teurer als ein kalorienreicher Snack, und einen Waldlauf gibts sogar gratis.


6 top thema

Die Gründe für Übergewicht und Adipositas sind oft im Lebensumfeld, insbesondere in der ungesunden Ernährung verwurzelt. Diese hat bereits im Kindesalter negative Auswirkungen auf das Körpergewicht. Heute ist bereits jedes fünfte Kind übergewichtig oder adipös. Übergewichtige Kinder Am Morgen mit dem Auto zur Schule chauffiert werden, am Mittag rasch einen Hamburger im Fast-Food-Restaurant verzehren, zu wenig Bewegung und unausgewogene Ernährung: Die Weichen für Übergewicht werden bereits in der frühen Kindheit, ja im Säuglingsalter gestellt, beispielsweise was den Zuckerkonsum betrifft. Um solchen Mechanismen entgegenzuwirken, lernen Kinder heute in der Schule, wie man sich richtig ernährt. Der TopPharm Gesundheitscoach will, anders als die Schule, nicht lehrmeisterlich auftreten. Aber professionell begleitetes Abnehmen verspricht den grössten Erfolg. Begleitetes Abnehmen TopPharm bietet viele Dienstleistungen rund ums Thema Übergewicht und Abnehmen an. Im diskreten Besprechungszimmer bestimmt der Gesundheitscoach den Body-Mass-Index und misst den Bauchumfang. Er klärt ab, ob bereits zusätz­ liche Risikofaktoren wie hoher Blutdruck oder hohe Blut­zucker- und Blutfettwerte vorliegen.

Ihr persönlicher Gesundheitscoach empfiehlt: rr Abnehmen

können Sie nicht von heute auf morgen. Haben Sie deshalb etwas Geduld. Kurzfristige Diäten lösen Ihr eigentliches Problem nicht, denn die Essgewohnheiten, durch die das Über­ gewicht entstanden ist, bleiben bestehen. Nur eine dauerhafte Umstellung auf eine gesunde Ernährung führt Sie langfristig zum Ziel. rr Setzen Sie sich realistische Ziele: Ein halbes Kilo Gewichtsverlust pro Woche sind genug. Und das ist auch schon ein toller Erfolg. rr Ein ideal zusammengesetzter Teller sollte folgende Lebensmittel enthalten: rr die Hälfte mit Salat oder Gemüse rr ein Viertel mit Kohlenhydratbeilage (Brot, Teigwaren, Reis, Kartoffeln) rr ein Viertel mit Proteinbeilagen (Fisch, Fleisch, Eier, Käse, Milchprodukte) rr Analysieren Sie Ihr Essverhalten. Wo können Sie am einfachsten Kalorien einsparen? Egal, bei welchen Nahrungsmitteln Sie Kalorien einsparen, Hauptsache, die Kalorienzufuhr ist tiefer als der Verbrauch. rr Keine Lebensmittel sind verboten. Auch Süssigkeiten sind Ihnen erlaubt, aber bitte mit Mass. Erhalten Sie sich die Lust am Essen, denn die Ernährungsumstellung gilt lebenslänglich. rr Wenn Sie sich mehr bewegen, können Sie den Erfolg der Gewichts­ reduktion noch steigern.

Wer bereits unter Übergewicht leidet, kann sich beraten lassen – zum erfolgreichen Abnehmen und zu weiteren Themen: rr Informationen zur gesunden Ernährung rr Tipps für mehr Bewegung rr Vermittlung von Ernährungsberater­Innen rr Nahrungsergänzung rr Rezeptfreie Arzneimittel zur Gewichtsreduktion rr Online-Abnehm-Tool (siehe Seite 11) rr Diverse Messungen Risikoprofil erstellen Das aufgrund der ermittelten Angaben und Messwerte berechnete individuelle Risikoprofil kann helfen, Folgekrankheiten frühzeitig zu bekämpfen. Erfolgreiches Abnehmen beginnt nämlich im Kopf. Wer sein Gewicht langfristig senken will, muss mehr Kalorien verbrauchen als aufnehmen! Die Lebensgewohnheiten müssen überdacht und verändert werden. Nur so geht man sicher, dass während oder nach der Diät keine gesundheitlichen Beschwerden oder gar Krankheiten auftreten. Nachhaltig schlank Doch auch wer seine Ernährung ändert: Meistens schafft man es nicht, dauerhaft abzunehmen und nachhaltig schlank zu bleiben. Viele Diäten scheitern, weil sie nicht zum Gewichthalten gemacht sind. Jede Schlankheitskur sollte auch ein Bewegungsprogramm enthalten, das auch nach dem Abnehmen noch durchgeführt wird, um den Jo-JoEffekt zu vermeiden. «Wer schlank sein will, muss satt sein!» Das erreicht man durch schwere und volumenreiche Nahrung, also wasser- und ballaststoffreiche Produkte wie etwa Gemüse. Besonders wichtig: Befriedigung! Essen muss Genuss und ­Lebensfreude bedeuten. Diäten Was aber bedeutet «Diät» eigentlich? Nie mehr Schokolade? Nur noch Salat? Finger weg von Brot, Pasta und Pommes frites? Und das feine Glas Wein am Abend weicht ab sofort der Tasse Grüntee? Mit dem Wort «Diät» assoziieren wir Verzicht, Frust, Langeweile und permanenten Hunger. Alles falsch: Das Wort «Diät« wurde ursprünglich im Sinne von «Lebensweise» benutzt, es kommt aus dem Griechischen (diaita) und bedeutet sinngemäss «richtige Ernährungsweise». Wer seine Ernährung umstellt oder anpasst, um ein Ziel zu erreichen, hält Diät. Umgangssprachlich dient das Wort heute hauptsächlich als Synonym für Schlankheitskuren. Was, wenn trotz aller guten Vorsätze der plötzliche Heisshunger kommt? Nicht verzweifeln und in die Jetzt-ist-sowieso-alles-egal-Falle tappen. Ein Ausrutscher ist ein Ausrutscher, mehr nicht. Also weitermachen!


top thema 7

Reduktionsprinzip Das grundsätzliche Problem bei Diäten ist: Bei allen handelt es sich um ein Reduktionsprinzip, also einen Verzicht. Das ist langfristig nur in den seltensten Fällen durchzuhalten. Spätestens wenn man sich wieder normal ernährt, steigt das Gewicht wieder (oft sogar über den Ausgangswert), da es an einer grundlegenden Änderung des eigenen Verhaltens mangelt. Das A und O beim Abnehmen sind daher Geduld und Gelassenheit. Wer sich zu sehr unter Druck setzt und zu hohe, unrealistische Ziele setzt, läuft Gefahr zu scheitern. Der Frust verschlimmert das Ganze dann meist noch. Eine Gewichtsabnahme von zwei Kilogramm pro Monat hat sich praktisch bewährt und verspricht dauerhaften Erfolg. Zählen hilft nicht Lediglich die Kalorien zusammenzuzählen, macht kein Gramm leichter. Wichtig also: Durchhaltevermögen! Schnelle Crash-Diäten bringen gar nichts – meist ist hinterher ganz schnell mehr wieder drauf, als man sich vorher mühsam runtergehungert hat. Der berüchtigte Jo-Jo-Effekt!

Testen Sie Ihr Wissen Die empfohlene Kalorienzufuhr pro Tag beträgt für eine Frau rund 2000, für einen Mann 2500 kcal, ­abhängig von Alter, Gewicht, Grösse und Aktivität. Aber wie viel Kalorien und Fett pro 100 g haben ­eigentlich die folgenden Produkte?

1. Wasser 2 kcal, 0 g Fett 0 kcal, 0 g Fett 2 kcal, 1 g Fett

3. Gipfeli 355 kcal, 18 g Fett 100 kcal, 5 g Fett 183 kcal, 12 g Fett

Wir haben jahrelang gedacht, wir wüssten genau, was gut und gesund für uns ist und wo­rauf wir beim Essen lieber verzichten sollten: wenig ­rotes Fleisch, dafür Ballaststoffe, Gemüse und Obst. «Alles falsch!», behauptet jetzt die britische Ernährungswissenschafterin Zoë Harcombe. Andere Ansichten Die Autorin geht in ihrem Buch «The Obesity Epidemic» (zu Deutsch «Die Fettsucht-Epidemie», derzeit nur auf Englisch erhältlich) unter anderem der Frage nach, welche Gründe es für den rasanten Anstieg von Über­gewichtigen gibt und wie Fett­ leibigkeit gestoppt werden kann.

2. Apfel tt 51 kcal, 0,3 g Fe tt Fe 5 g 0, , al 100 kc tt Fe 93 kcal, 1 g

4. Milchschokolade 256 kcal, 23,7 g Fett 540 kcal, 32,9 g Fett 148 kcal, 48 g Fett

5. Pommes frites 221 kcal, 9,6 g Fett 106 kcal, 5,4 g Fett 523 kcal, 12,3 g Fett

e 6. Pommes Chips natur 326 kcal, 8 g Fett t 1123 kcal, 40,3 g Fet t 538 kcal, 35,1 g Fet

Fortsetzung Seite 9

7. Mayonnaise 742 kcal, 81,7 g Fett 1253 kcal, 98 g Fett 458 kcal, 50,8 g Fett

8. Hühnerei 92 kcal, 8 g Fett 146 kcal, 10,5 g Fett 174 kcal, 11 g Fett

9. Lagerbier 42 kcal, 2 g Fett 54 kcal, 5 g Fett 38 kcal, 0 g Fett

AUFlösung 1. Wasser: 0 kcal, 0 g Fett 2. Apfel: 51 kcal, 0,3 g Fett 3. Gipfeli: 355 kcal, 18 g Fett 4. Milchschokolade: 540 kcal, 32,9 g Fett 5. Pommes frites: 221 kcal, 9,6 g Fett 6. Pommes Chips nature: 538 kcal, 35,1 g Fett 7. Mayonnaise: 742 kcal, 81,7 g Fett 8. Hühnerei: 146 kcal, 10,5 g Fett 9. Lagerbier: kcal 38, 0 g Fett. Quelle: Schweizer Nährwerttabelle, SGE, BAG, ETH Zürich


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top thema 9

Zoë Harcombe sagt, dass starkes Übergewicht nichts mit zu wenig Bewegung zu tun hat, sondern damit, was wir essen. In den vergangenen Jahrzehnten wurden viele ­Ernäh­rungs­em­pfeh­lun­gen von staatlicher Seite veröffentlicht. Seit dieser Zeit, so die Autorin, stieg der Anteil Übergewichtiger deutlich an. Bis in die 70er-Jahre waren die Ernährungstipps einfach: Nahrung aus Mehl und Getreide machen dick und Süssigkeiten ganz besonders. Fünf am Tag? Die Regel «Fünf am Tag» ist wohl einer der ­bekanntesten Ernährungs-Leitsätze. Das sagt die Expertin: «Die 5-am-Tag-Kampagne wurde von ­einem Marketingunter­nehmen und dem amerikanischen Nationalen Krebsinstitut ins Leben gerufen.» Harcombe erklärt, dass Obst und Gemüse zwar zur Ernährung gehören – Gemüse sollte mit Butter zubereitet werden, um die enthaltenen Vi­ tamine verwerten zu können – aber der Frucht­ zucker im Obst geht direkt in die Leber und wird als Fett g ­ espeichert. Ursprüngliche Ernährungsweise Das Problem: Kohlenhydrate zerfallen bei der Verdauung in Glukose. Dadurch wird vermehrt Insulin produziert. Die Hauptaufgabe von Insulin ist Fettspeicherung. Alle Kohlenhy­drate, die nicht als Energie genutzt werden, werden also als Fett gespei­chert. Die Empfeh­lung der Ernährungswissenschafterin: Wir sollten zu ­einer ursprüng­lichen Ernährungsweise zurückkehren: unbearbeitetes Essen mit viel Fleisch, Fisch, ­Eiern, Gemüse und Salat. Seit drei Jahrzehnten wird immer wieder propagiert, Ballaststoffe seien gut für den Körper und unterstützten das Verdauungssystem. Keine gute Idee, findet Harcombe: «Der Hinweis, mehr Ballaststoffe zu essen, hängt zusammen mit der Theorie, dass das Verdauungssystem in ständiger Bewegung ­gehalten werden muss. Essenzielle Mineralien werden aber erst im Darm aus der Nahrung aufgenommen. Warum sollte es also so schnell wie möglich wieder aus dem Körper raus?» Gesunde Küche Doch auch wer den provokativen Aussagen der englischen Ernährungswissenschafterin glaubt, wird kurzfristig wohl kein Gramm weniger auf die Waage bringen. Dennoch scheinen die Lockrufe für eine gesunde Küche anzukommen; zu rezeptpflichtigen Schlankmachern greifen Konsumenten jedenfalls immer weniger. So hat sich der Umsatz von rezeptpflichtigen Medikamenten fürs Abnehmen in der Schweiz rückläufig entwickelt. Die Schlankheitspillen haben in den vergangenen zwölf Monaten noch 11,5 Mio.

Franken in die Kassen geschwemmt – 6,1 Prozent weniger als im Vorjahr, wie der Verband pharmaSuisse auf Anfrage mitteilte. Professionelle Hilfe Konstant hingegen ist die Zahl der Konsumenten, die bei einer vom Arzt empfohlenen Ernährungs­ beraterin professionelle Hilfe suchen. «In unserem Beratungsalltag ist das Thema Übergewicht oft an Begleit- oder Folgeerkrankungen gekoppelt», sagt Brigitte ChristenHess, Vorstandsmitglied beim Schweizerischen Verband der dipl. Ernährungsberater. Professionell arbeitende Fachpersonen, sagt sie, kämpften im Dschungel der Diätkuren und Wundermittel um Abgrenzung. Im Vordergrund stehe bei den diplomierten Ernährungsberatern die professionelle, individuelle ­Arbeit mit den Klienten.

Diät bedeutet ursprünglich ­richtige Ernährungsweise.

«Unter Beachtung der medizinischen Indikation begleiten wir Betroffene in lösungs- und verhaltensorientierten Beratungsgesprächen bei der Veränderung ihres Essverhaltens. Dies aus Überzeugung, da uns bewusst ist, dass Diäten im herkömmlichen Sinne nichts bringen», sagt sie.

Wie berechnet man den Body-Mass-Index (BMI)? Der Body-Mass-Index (BMI) errechnet sich aus dem Körpergewicht [kg] dividiert durch das Quadrat der Körpergrösse in Meter.

kg

kg Körpergewicht (kg) Körpergrösse (m) x Körpergrösse (m)

Dies bedeutet, eine Person mit einer Körpergrösse von 160 cm und einem Körpergewicht von 60 kg hat einen BMI von 23,4 [60 : (1,6 m)2 = 23,4]. Untergewicht: 16 –18,5 Normalgewicht: 18,5 – 25 Adipositas: 30 – 40


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top thema 11

Mit dem Online-Abnehm-Tool zum Idealgewicht Der body.Coach ist ein innovatives, individualisiertes Online-Abnehm-Tool, mit dem Sie gesund und nachhaltig – aber auch mit Spass – Ihr Idealgewicht erreichen. Es ist so eine Sache beim Abnehmen: Meistens klappt es nicht richtig, und wenn, stellt sich alsdann der Jo-Jo-Effekt ein. Wer jetzt aber keine Magenband­ operation auf sich nehmen möchte oder in einer Spezialklinik unter Anleitung Gewicht verliert, dem bieten die TopPharm Apotheken einen neuen Service im Internet an. Der TopPharm body.COACH (powered by Quevita) bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Ernährung nachhaltig umzustellen oder so anzupassen, dass Sie zu Ihrem Idealgewicht finden. So einfach gehts: 1. Gutschein: Holen Sie sich in Ihrer TopPharm Apotheke den Gutscheincode für ein kosten­ loses dreimonatiges Abo! 2. Registrierung: Registrieren Sie sich unter www.toppharm.ch/abnehmen 3. Ernährungsplan: Individuell auf Sie abgestimmt, wird erklärt, was Sie unbeschränkt oder eingeschränkt pro Tag essen können.

körperlichen Aktivitäten des Tages erfassen. Zur Auswahl stehen verschiedene Aktivitäten aus Alltag und Sport.

4. Menüplan: Sie erhalten einen auf Ihren Ernäh­ rungsplan abgestimmten zweiwöchigen Menü­ plan. Es sind saisonal abgestimmte Mahlzeiten- 7. Gewichtskontrolle: Alle 14 Tage werden Sie vorschläge für Frühstück, Mittag-, Abendessen a­ ufgefordert, Ihr aktuelles Gewicht einzugeben. und, falls erwünscht, auch Zwischenmahlzeiten. So werden die Ernährungspläne immer auf das Sie können die täglichen Vorschläge austauschen, aktuelle Gewicht abgestimmt. indem Sie auf den Vorschlag klicken und die Lebensmittel austauschen. Sie haben auch die Mög- 8. Unterstützung: Ein Expertenteam steht bei lichkeit, mehrere Tage nacheinander das Gleiche ­Fragen gerne zur Verfügung und unterstützt zu essen. Es stehen verschiedene Menüplan-­ Sie, Ihre Ziele zu erreichen. Im Forum können Varianten wie zum Beispiel laktose- oder glu­ Sie Fragen stellen und sich mit Gleich­gesinnten tenfreie Kost zur Verfügung und auch Vegeta­ austauschen. rier finden hier ihre Menüvorschläge. 5. Einkaufsliste: Wenn Sie mit dem Menüvorschlag einverstanden sind, können Sie ganz einfach eine Einkaufsliste ausdrucken. Dabei können Sie entscheiden, ob die Liste nur die Nahrungsmittel für den heutigen Tag oder für die nächsten drei bis sieben Tage enthält. Auch die Anzahl erwachsener Personen und Kinder kann angegeben werden. Die Einkaufsliste passt sich entsprechend an.

Profitieren Sie jetzt von einem kostenlosen dreimonatigen Abo im Wert von CHF 59.–. Holen Sie den Gutscheincode in Ihrer TopPharm Apotheke und registrieren Sie sich unter: www.toppharm.ch/abnehmen

6. Tagebuch: Schreiben Sie abends im Tagebuch auf, was Sie für Lebensmittel oder Menüs konsumiert haben. Zusätzlich zum Essen können Sie pro Mahlzeit das Trinkverhalten sowie die

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Die Ganzheitsmedizin geht das Problem deshalb auch von der Stoffwechselseite her an.


top thema 13

Die gesunde Ernährung im Überblick Die Lebensmittelpyramide stellt übersichtlich die Empfehlungen zum gesunden und genussvollen Essen und Trinken für Erwachsene dar. Die Pyramide stellt eine ausgewogene Mischkost dar, welche eine ausreichende Zufuhr von Energie sowie von lebensnotwendigen Nähr- und Schutzstoffen gewährleistet und massgeblich zu unserem Wohlbefinden beiträgt. Lebensmittel der unteren Pyramidenebenen sollen in grös­seren, solche der oberen Ebenen hingegen in kleineren Mengen gegessen werden. Alle Nahrungsmittel sind erlaubt. Wichtig ist, dass sie möglichst abwechslungsreich und vorzugsweise saisongerecht aus den einzelnen Pyramidenebenen gewählt sowie schonend verarbeitet und zubereitet werden. Gesundes Essen soll natürlich auch Genuss und Freude bereiten; dies gelingt am besten in Gesellschaft. Die Empfehlungen müssen nicht jeden Tag, sondern sollen langfristig eingehalten werden, beispielsweise über eine Woche. Eine Ausnahme bilden die Empfehlungen zur Flüssigkeitszufuhr, die täglich berücksichtigt werden sol-

Quelle: Schweizerische Gesellschaft für Ernährung SGE

len. Unsere Gesundheit ist aber nicht nur von unseren Ess- und Trinkgewohnheiten abhängig. Zur Erhaltung eines gesunden Körpergewichts ist es insbesondere wichtig, sich täglich mindestens eine halbe Stunde

zu bewegen (wenn möglich im Freien). Verzicht aufs Rauchen und der richtige Umgang mit Stresssituationen bzw. bewusstes und gezieltes Entspannen sind ebenfalls Teil eines gesunden Lebensstils.

Empfehlungen für eine gesunde Ernährung Lebensmittelgruppe

Mengenvorschläge

Getränke

Täglich mindestens 2 Liter Getränke, z.B. Wasser, Mineralwasser oder ungesüsster Tee.

Gemüse

Täglich mindestens 3 Portionen Gemüse, davon mindestens eine roh (1 Portion = mindestens 200 g Gemüse als Beilage, Salat oder Suppe).

Frischobst

Täglich mindestens 2 Portionen Frischobst (1Portion = mindestens 150 g = 1 «Handvoll»).

Kohlenhydrate

Täglich zu jeder Hauptmahlzeit eine Stärkebeilage, d.h. 3 Portionen pro Tag, davon möglichst zwei Portionen in Form von Vollkornprodukten. 1 Portion = 50 – 75 g Brot oder 40 – 60 g Hülsenfrüchte (Rohgewicht), wie Linsen/Kichererbsen oder 120 – 180 g Kartoffeln oder 30 – 45 g Teigwaren/­ Flocken/Mais/Reis/andere Getreidekörner (Rohgewicht)

Milch und Milchprodukte

Täglich 3 Portionen Milch oder Milchprodukte – bevorzugen Sie fettreduzierte Varianten. 1 Portion = 2 dl Milch oder 150 – 180 g Joghurt oder 200 g Quark/Hüttenkäse oder 30 g Käse

Fleisch, Fisch und Eier

Täglich abwechslungsweise 1 Portion Fleisch, Fisch, Eier oder andere Eiweissquellen wie Tofu. 1 Portion = 100 – 120 g Fleisch (Frischgewicht) oder 10 – 120 g Fisch (Frischgewicht) oder 2 – 3 Eier oder 100 – 120 g Tofu

Öle, Fette und Nüsse

Täglich wenig, 4 Kaffeelöffel Öl (= 20 g z.B. Raps- oder Olivenöl) und 2 Kaffeelöffel Butter oder ­ argarine. Täglicher Verzehr von 15 – 20 g Nüssen ist empfehlenswert. M

Süssigkeiten, salzige ­Knabbereien, energiereiche Getränke, ­Alkohol

Ausnahmsweise und mit Mass geniessen. 1 Portion = 2 – 3 Guetzli oder 1 kleines Stück Schokolade oder 1 kleine Handvoll Chips oder 1 Glas Limonade, Wein oder Bier.


Hautbeschwerden

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«Abnehmen geht nicht ohne Sport!» Übergewicht ist ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und andere Krankheiten. Und es ist auch eine grosse Belastung für die Gelenke. Das Interview führte Christoph Baumgartner

TopPharm Ratgeber: Was muss ich tun, um bei Übergewicht abnehmen zu können? Sabine Kunz: Weniger Kalorien zu sich nehmen oder mehr verbrauchen. Idealerweise beides! Das heisst weniger und vor allem anders essen und sich mehr bewegen.

Ihr Gesundheitscoach: Ihr Gesundheitscoach:

Sabine Kunz

Apothekerin FPH Sie ist Inhaberin und Geschäftsführerin der TopPharm Apotheke Kunz in Aesch BL. Sie macht Yoga, liebt es, in den Bergen zu wandern, Ski zu fahren, und reist gerne in ferne Länder. Sabine Kunz ist im Vorstand des Baselbieter Apothekerverbandes und auch in der Kommission für ­Öffentlichkeitsarbeit, u.a. für die Nachwuchsförderung zuständig.

Warum funktionieren die Diäten meistens nicht? Weil sie meistens keine langfristige Ernährungsumstellung bewirken. Das heisst, wer langfristig Gewicht verlieren will, muss zwingend seine Gewohnheiten ändern und nach dem Abnehmen langsam wieder etwas mehr essen. Gerade so viel, dass das ­ Gewicht stabil bleibt. Wie verhindert man den so ­genannten Jo-Jo-Effekt? Wer durch reine Lebensmittel­ reduktion abspeckt, verliert neben Fett auch viel Muskelmasse. Deshalb sollte man durch Sport und genügende Eiweiss-Aufnahme die Muskelmasse stabilisieren oder sogar aufbauen, denn eine höhere Muskelmasse steigert den Grundumsatz des Körpers. Wie gut sind Schlankheitsmittel? Das kommt sehr auf das Mittel an. Es gibt gute, die zusammen mit einer Ernährungsumstellung die Gewichtsreduktion verbessern. Schlechte Schlankheitsmittel versprechen ein­faches Abneh­men: keine Ernährungsumstel­lung, ohne Sport und Anstrengung. Das ist unrealistisch und ausser dem Portemonnaie nimmt dabei niemand ab! Ist Fasten eine gute Idee, um abzunehmen? Beim Fasten steht nicht die Gewichtsabnahme im Vordergrund. Bei einer Fastenkur purzeln even-

tuell ein paar Kilo, aber im Allgemeinen geht es da mehr ums Entschlacken (Frühjahrskur). Wie viel Bewegung braucht der Mensch? Ideal für die allgemeine Gesundheit ist eine halbe Stunde jeden Tag. Diese halbe Stunde darf auch in mehreren Etappen absolviert werden. Zum Beispiel 2 x 15 Minuten Arbeitsweg. Zügiges Gehen verbraucht natürlich mehr Kalorien als gemütliches Spazieren. Um Fettreserven abzubauen, muss die halbe Stunde oder auch länger am Stück absolviert werden. Sind Früchte tatsächlich so kalorienarm? Früchte sind dank ihrem relativ hohen Wassergehalt kalorien-­ ärmer als Süssigkeiten. Sie enthalten je nach Sorte mehr, wie beispielsweise Bananen und Trauben, oder weniger Zucker, wie Manda­rinen. Daher kann man nicht beliebig viel davon essen. Pro Tag sollten fünf Portionen Früchte und Gemüse gegessen werden.

Machen Kohlenhydrate dick? Das kommt auf die Menge an. Fett hat mehr Kalorien pro Gramm als Kohlenhydrate und macht schneller dick. Wer mehr Kalorien in Form von Kohlenhydraten zu sich nimmt als nötig, wird davon zunehmen. Helfen Ballaststoffe beim Abnehmen? Ja. Wenn man langsam isst, geben ballaststoffhaltige Lebensmittel ein gutes und lang anhaltendes Sättigungsgefühl. Wie können Übergewichtige feststellen, dass sie tatsächlich Fett abbauen? Beim Fettabbau entstehen Ketonkörper. Diese können im Urin gemessen werden. Es gibt auch Möglichkeiten, den Wasser-, Fettund Muskelanteil zu messen und die Veränderung festzustellen. Die meisten Apotheken bieten Fettmessungen an.


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Gehen am Stock, aber richtig Nordic Walking ist ein Ganzkörpertraining mit Power. Doch das richtige Gehen mit Stöcken will gelernt sein. Christine Micheloud

Wer kennt nicht die Witze, die über die «Skifahrer ohne Schnee» oder das an den Anmarsch einer Truppe Soldaten erinnernde Klicken der «Skistöcke» gemacht werden. Die ersten Mutigen, die sich mit Stöcken auf die Spazierwege wagten, wurden bestaunt wie Zootiere und mussten nicht selten spöttische Bemerkungen über sich ergehen lassen. Inzwischen ist Nordic Walking zu einer richtigen Trendsportart geworden, die von immer mehr Menschen ausgeübt wird. Fast wie ein Hund Die positiven Aspekte des relativ neuen Trainings sind nicht von der Hand zu weisen: Kaum eine andere Sportart schneidet in Sachen Belastung der Gelenke oder Verletzungsrisiko so gut ab wie Nordic Walking. Nur Skilanglauf oder Schwimmen haben hier die Nase noch etwas vorn, doch der gros­ se Vorteil von Nordic Walking ist eben, dass man es zu jeder Jahreszeit und überall ausüben kann. «Nordic Walking ist fast wie ein Hund», sagt Barbara Glatthard, die seit mehreren Jahren begeistert walkt, «das Gehen mit Stöcken treibt einen bei jedem Wetter hinaus an die frische Luft.» Doch aufgepasst: «Nordic Walking ist ein effektives Ganzkörpertraining mit Power und nicht mit einem Spaziergang zu vergleichen», sagt Nordic-WalkingKursleiterin Hanna Liniger. Tatsächlich wurde das

Gehen mit Stöcken bereits in den 1930er-Jahren unter dem Namen «Stockgang» oder «Stocklauf» von Langläufern im Sommer und Herbst ins Training integriert, um die Kondition zu verbessern. Der eigentliche Boom begann aber erst 1997, als der Finne Marko Kantaneva an einer Messe seinen Nordic-Walking-Stock vorstellte und damit den Messepreis gewann. Bereits ein Jahr später stieg der Verkauf der Stöcke rasant an. Zur Verbreitung und Vermarktung der Sportart wurden verschie­ dene Verbände gegründet. Die richtige Technik Um von den positiven Auswirkungen profitieren zu können, ist es allerdings wichtig, die richtige Technik zu beherrschen und zu wissen, wie man sich bewegt. Hanna Liniger empfiehlt Einsteigern denn auch einen Kurs. «Ich erlebe oft, dass die Leute ganz erstaunt sind, wenn sie sehen, wie wichtig zum Beispiel die richtige Stock- oder Körperhaltung ist.» Leider hätten zu viele Leute einfach Stöcke gekauft und seien losmarschiert, ohne sich um die richtige Technik zu kümmern. «Das hat der Sportart geschadet und trägt sicher auch dazu bei, dass man über Walker spottet, die einfach ihre Stöcke neben sich herschleifen», sagt Hanna Liniger.

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Nordic Walking 19

Die falsche Haltung Die richtige Technik ist aber nicht nur fürs gute Aussehen wichtig. «Wer beim Walken eine falsche Haltung einnimmt, zum Beispiel die Schultern hochzieht, ist anschliessend verspannt», sagt Hanna Liniger. Dabei können durch das richtige Training Rückenprobleme und Verspannungen gelöst werden – die beiden grossen Problembereiche des modernen Büro- und Sofamenschen. Überhaupt werden beim Nordic Walking vor allem der Oberkörper aufgebaut und rund 90 Prozent aller Muskeln trainiert – ein gros­ ser Unterschied zum Joggen, das nur die unteren Extremitäten belastet. Allrad-Effekt Der Stock dient also nicht als Stütze, sondern er verlängert wie beim Langlaufen den Schritt nach vorne. Der ständige Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung der Arm- und Schultermuskulatur steigert nicht nur die Durchblutung des ganzen Oberkörpers, sondern sorgt auch für eine bessere Verteilung der Antriebskraft. Dieser «Allrad-Effekt» vermittelt den Sportlerinnen und Sportlern das eigentliche ­Erfolgserlebnis», heisst es auf der Webseite der Swiss ­Nordic Fitness Organisation (SNO). Zurzeit geben rund 340 Instruktorinnen und Instruktoren der SNO in der Schweiz Nordic-WalkingKurse, in denen Einsteiger die so genannte NordicALFA-Technik lernen. Das A steht für die aufrechte Körperhaltung: Ziel ist die natürliche Aufrichtung der Wirbelsäule für ein rückenfreundliches, natürliches Gehen. Das L bedeutet «Langer Arm»: Beim Schwungholen und Abstossen des Stockes sollte der Arm gestreckt sein. F steht für «Flacher Stock»: Für eine effektive Nutzung muss der Stock bei ausgestrecktem Arm einen flachen Winkel zum Boden einnehmen. Das zweite A schliesslich weist auf die angepasste Schrittlänge hin: Die Schritte müssen sowohl dem Gelände als auch der Schubbewegung des Stocks angepasst sein. Die Technik hat also ihre Tücken und das richtige Gehen mit Stöcken ist gewöhnungsbedürftig. Anfänger sollen sich deshalb Zeit lassen und sich nicht unter Druck setzen. Zum Trost: Gerade muskulöse, durchtrainierte Ausdauersportler haben mit solchen Koordinationsvorgängen oft Probleme. Druck auf den Stock Um das saubere Aufsetzen der Stockspitze zu trainieren, sollten Anfänger zunächst ohne den Gummischutz auf Asphalt laufen, denn auch akustisch kann man so leichter eine richtige von einer falschen Platzierung des Stockes unterscheiden. Auf keinen Fall sollte man zu schnell walken. Kalorienverbrauch und Trainingseffekt werden beim Nordic Walking nämlich nicht in erster Linie über die Geschwindigkeit gesteuert. Entscheidend sind die Intensität des

Probieren geht über Studieren Möchten Sie Nordic Walking einmal selbst versuchen? Ihr TopPharm Gesundheitscoach kennt die Techniken und weiss, wie man es richtig macht. Nordic Walking ist für ambitionierte Sportler ebenso geeignet wie für untrainierte Menschen. Kommen Sie vom 24. März bis 21. April 2011 in Ihrer TopPharm ­Apotheke vorbei!

­ tockeinsatzes und der Bewegungsumfang. AnfänS ger sollten kurze Schwünge machen und die Hände locker geöffnet halten. Fortgeschrittene, die sich bewusst anstrengen wollen, vergrössern den Bewegungsumfang der Arme und Beine und erhöhen den Druck auf den Stock. Das führt zu deutlich höherem Energieverbrauch und Trainingseffekt. «Vielleicht werden junge Menschen, die sich auspowern möchten, beim Nordic Walken nicht unbedingt optimal trainiert», sagt Hanna Liniger. Ihnen empfiehlt die Kursleiterin ein Intervalltraining, bei dem sich ­Joggen und Walken abwechseln. Gute Stöcke sind wichtig Das wichtigste Utensil beim Nordic Walking ­ist natürlich der Stock. Hier lohnt es sich, ein bisschen tiefer in die Tasche zu greifen und sich ­einen Stock aus einer Mischung aus Carbon und Glas­ faser zu leisten. Er ist leicht, elastisch, hält hohe Belastungen aus und dämpft die Schwingungen. Inzwischen gibt es in jedem guten Fachgeschäft Nordic-WalkingSchuhe zu kaufen, es eignen sich jedoch auch leichte Trekkingschuhe oder Laufschuhe. Vor dem Kauf sollte man sich überlegen, ob man mehr auf Asphalt oder eher durch Feld und Wald läuft und wie wichtig die ­Wasserfestigkeit ist.

Beim richtigen Walken kommt man ganz schön ins Schwitzen.

Punkto Kleidung empfiehlt Hanna Liniger, sich nach dem Zwiebelprinzip zu kleiden, jedoch nicht zu warm, denn auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht: «Beim richtigen Walken kommt man ganz schön ins Schwitzen.»


20 heilpflanzenserie

Bärlauch – Waldknoblauch für Feinschmecker Im Frühling bereichern für kurze Zeit köstliche Bärlauchgerichte unseren Speiseplan. Geniessen Sie das würzige Wildgemüse ohne Reue, denn der Frühblüher hat auch als Heilpflanze die Nase vorn. Text: Patricia Heyne, Rezept: Torsten Grässlin

Wenn beim Frühlingsspaziergang im Wald plötzlich ein starker Knoblauchgeruch in der Luft liegt, dann wächst Bärlauch ganz in der Nähe. Im Volksmund wird die Pflanze wegen ihres würzigen Dufts auch Waldknoblauch, Hexenzwiebel oder Zigeunerlauch genannt. Den Namen Bärlauch hat die Frühlingspflanze von den Bären, die nach einem langen Winterschlaf oft grosse Mengen von dem Kraut frassen, um ihren Stoffwechsel wieder in Schwung zu bringen. Und da Bärlauch diese anregende Wirkung auch auf den Menschen

Heilpflanze Bärlauch

Wissenschaftlicher Name: Allium ursinum Familie: Zwiebelgewächse (Alliaceae) Verwendete Pflanzenteile: Blätter Wichtigste Inhaltsstoffe: Allicin, Ascorbinsäure (Vitamin C), Eisen, Magnesium, Schwefel, Biokatalysatoren, Flavonoide, Fructosane Sammelzeit: April und Mai Verwechslungsgefahr: Maiglöckchen, Herbstzeit­ lose und gefleckter Aronstab sehen sehr ähnlich aus, sind aber giftig. Heilwirkung: Anregend für Stoffwechsel, entzündungshemmend, schleimlösend, blutdrucksenkend und vorbeugend gegen Arteriosklerose. Hilft bei ­Appetitlosigkeit, Magen-Darm-Erkrankungen, Asthma, Bronchitis, Fieber, Rheuma und Hautreizungen.

hat, ist es ein wunderbares Mittel gegen Frühjahrsmüdigkeit. Aber die Heilpflanze kann noch viel mehr. Bärlauch gegen Bluthochdruck Bärlauch wurde bereits im Mittelalter als Arzneipflanze genutzt. Vor allem bei Magen-Darm-Erkrankungen und Bluthochdruck wirkt die Heilpflanze gut. Aber auch bei Appetitlosigkeit, Asthma, Bronchitis, Fieber, Rheuma und Hautreizungen kann Bärlauch helfen. Genau wie der verwandte Knoblauch soll er aus­ serdem gegen Arteriosklerose vorbeugen. Verwendet werden hauptsächlich die grünen Blätter der Pflanze, die allerdings vor der Blüte gesammelt werden müssen, denn danach verlieren sie ihre Heilwirkung – und ihr Aroma. Die beste Sammelzeit ist im April und Mai. Auch das Trocknen der Blätter ist keine gute Idee, da dabei viele wertvolle Inhaltsstoffe verloren gehen. Frische Bärlauchblätter können als Tee oder Tinktur angewendet werden. Besser schmecken sie jedoch als Bärlauchpesto, im Salat oder als Gewürz für viele weitere Frühlingsgerichte. Würzige Blätter Bärlauch wächst auf feuchtem, schattigem Boden am liebsten unter Gebüschen oder Bäumen. Die Pflanze bildet oft grosse Vorkommen an einem Ort, denn sie breitet sich schnell aus. Die lanzettförmigen Blätter entspringen einer kleinen, weissen Zwiebel und können bis zu 25 cm lang werden. Ab Mai bilden sich weisse, sternförmige Blüten, die in Scheindolden angeordnet sind und Kapselfrüchte tragen. Darin befinden sich die kleinen, schwarzen Samen. Bärlauch ist eine mehrjährige Pflanze, die

sich nach der Blüte wieder in ihre unterirdische Zwiebel zurückzieht und dort auf den nächsten Frühling wartet. Typisch für die Bärlauchpflanze ist ihr würziger Geruch, der stark an Lauch oder Knoblauch erinnert. Kein Wunder, denn Bärlauch ist botanisch eng mit ihnen verwandt. Achtung Verwechslungsgefahr! Bärlauch gibt es während der Saison auf dem Markt und bei vielen Gemüsehändlern frisch zu kaufen. Er lässt sich auch wunderbar im eigenen Kräutergarten anpflanzen. Wer jedoch im Wald Bärlauch sammeln möchte, sollte unbedingt genau hinschauen. Bärlauch sieht nämlich den Blättern der Maiglöckchen, der Herbstzeitlosen und des gefleckten Aronstabs zum Verwechseln ähnlich – die sind jedoch alle drei sehr giftig! Am besten zerreibt man ein Blatt mit den Fingern und riecht daran. Nur wenn ein deutlicher Knoblauchgeruch hervortritt, handelt es sich wirklich um Bärlauch. In einigen Regionen ist der Bärlauchbestand bereits stark zurückgegangen. Deshalb sollte man in der freien Natur immer nur in grossen Vorkommen sammeln und mindestens zwei Drittel der Blattrosette stehen lassen. So kann man sicher sein, dass die Pflanze auch im nächsten Jahr wieder wächst. Die gesammelten Bärlauchblätter müssen ausserdem besonders gut gereinigt werden, da sich Eier des Fuchsbandwurms darauf befinden können. Durch das Abkochen bei mindestens 70 Grad sterben die Eier jedoch ab und man kann den Waldknoblauch mit gutem Gewissen geniessen.


REZEPT 21

Poulet mit BärlauchRicotta-Füllung Zutaten für vier Personen 20 g Bärlauch 100 g Ricotta 1 Zitrone Salz und Pfeffer 4 Pouletbrüstchen à ca. 180 g 2 EL Olivenöl 6 EL Rahm Bärlauch in feine Streifen schneiden. Etwas für die Garnitur beiseite stellen. Die Pouletbrüstchen waagrecht auf-, aber nicht durchschneiden. Aufklappen, mit Klarsichtfolie abdecken und mit dem Fleischklopfer zu dünnen Schnitzeln klopfen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Brüstchen mit Ricotta und Bärlauch belegen und zu einer Roulade rollen. Im Öl bei kleiner Hitze ca. 10 Minuten gut durchbraten. Warm halten. Eine Zitrone auspressen. Bratsatz mit Zitronensaft ablöschen. Restliche Ricotta-Bärlauch-Masse und Rahm zugeben. Zu einer sämigen Sauce mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Pouletbrüstchen mit Sauce und beiseite gestellten Bärlauchstreifen servieren. ­Eignet sich sehr gut zu Nudeln. Aus dem TopPharm Ratgeber Nr. 2 | 2011 Weitere Rezepte finden Sie unter www.toppharm.ch

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heuschnupfen 23

Die sinnlose Schlacht gegen falsche Feinde Auf Pollen ist Verlass: Kaum wird es wärmer, schwirren sie umher. Für viele Schweizer beginnt das grosse Schniefen, Tränen und Jucken. Woher kommt Heuschnupfen eigentlich? Dr. Jürgen Schickinger

Im Frühjahr schicken Bäume und Sträucher ihre Pollen los, später die Gräser und zuletzt noch die Kräuter. Jede fünfte Person in der Schweiz reagiert auf mindestens eine Pollensorte allergisch: Die Augen tränen und jucken, die Nase kitzelt und läuft. Niesreiz macht sich breit. Allerdings kann aus Heuschnupfen Asthma entstehen. Das lässt sich nur durch eine konsequente Behandlung verhindern. Es gibt drei Wege, Heuschnupfen zu entschärfen: Geschicktes Lüften und Ausgehen, Filter, Saugen und Wischen halten viele Pollen fern. Als Zweites lindern Medikamente die Beschwerden deutlich. Lokal eingesetzte Cortisonpräparate haben kaum Nebenwirkungen. Sie mildern aber alle Symp­

Rund 70 Prozent der Pollenallergiker reagieren auf Gräser

tome ausser denen am Auge. Dafür kommen moderne Antihistaminika infrage, die auch sehr gut verträglich sind. Langsamer wirkt Dina­triumcromoglicinsäure

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ländlichen Gebieten lüften Sie am besten abends zwischen 19 Uhr und Mitternacht. In städtischen Gebieten liegt die pollenärmste Zeit morgens zwischen 6 und 8 Uhr. rr Schliessen Sie sonst die Fenster oder bringen Sie Pollenfilter an. rr Trocknen Sie Wäsche nicht im Freien. rr Legen Sie Strassenkleidung abends ausserhalb des Schlafzimmers ab und waschen Sie Ihre Haare, bevor Sie schlafen gehen. rr Benutzen Sie Papiertaschentücher nur einmal. rr Nasengele und Pollenschutzsalben halten Pollen von den Schleimhäuten fern. Nasenduschen spülen Pollen kurzzeitig aus Ihrer Nase. rr Saugen Sie in der Pollensaison täglich Böden, Teppiche und Polstermöbel. Die Staubsauger müssen HEPA-Filter haben. rr Wischen Sie glatte Flächen oft feucht ab. rr Verwenden Sie keine Ventilatoren, die Staub aufwirbeln. rr Wenn es 30 Minuten oder länger geregnet hat, ist die Luft pollenarm. rr Schliessen Sie die Autofenster bei Fahrten und schalten Sie die Lüftung ab oder bauen Sie Pollenfilter ein. rr Machen Sie zur schlimmsten Pollenzeit Ferien in pollenarmen Regionen (z.B. Hochgebirge, am Meer). Ihr Gesundheitscoach kennt den regionalen Pollenbericht und weiss, welche Pollen zurzeit Probleme bereiten. Fragen Sie uns, oder schauen Sie regelmässig auf unserer Webseite vorbei: www.toppharm.ch/pollen

(DNCG). Ihr TopPharm Gesundheitscoach empfiehlt Ihnen gerne das Mittel, das für Sie im Alltag am besten ist. Zuletzt bleibt noch eine spezifische Immuntherapie oder «Allergieimpfung». Sie packt Al­ lergien an ihrer Wurzel. Aber wie entstehen überhaupt Allergien? Die Waffen des Immunsystems Das Immunsystem schützt uns vor Schädlingen und Schadstoffen: Es muss also zwischen körpereigenen und fremden, harmlosen und gefährlichen Stoffen unterscheiden. Das geschieht mit Antikörpern, den Immunglobulinen (Ig). Davon kann das Immunsystem Milliarden verschiedene herstellen. Jeder spezifische Antikörper ist speziell trainiert: Er erkennt unter Milliarden Substanzen nur eine einzige, weil sie ein bestimmtes, einmaliges Eiweiss trägt. So fischt ein spezifischer Antikörper aus den zigtausend Substanzen, mit denen wir täglich Kontakt haben, nur genau sein zugehöriges Antigen heraus. Das Immunsystem schaltet den gefährlichen Fremdstoff dann aus. Die Gefahr ist gebannt.

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Sensibilisierung und Allergie Bei Allergien macht das Immun­ system einen entscheidenden Fehler: Wenn ihm etwa Birkenpollen zum ersten Mal begegnen, stuft es die unschädlichen Pollen als «feindlich» ein. Deshalb stellt es spezifische Anti­körper her – Waffen gegen Birkenpollen. Diese Immunglobuline gehören zur Klasse E (IgE). Wenn spezifische Anti-Birkenpollen-IgE im Blut einer Person kursieren, ist sie «sensibilisiert». Das können Allergologen mit Hautund Bluttests erkennen. Eine Sensibilisierung ist aber keine Allergie: Kinder sind häufig gegen Lebensmittel sensibilisiert, ohne dass der Verzehr Probleme macht. Noch rasselt das Immunsystem also nur mit seinem Säbel. Eine Allergie kann aber durch weitere Kontakte zu Birkenpollen entstehen – nämlich dann, wenn das Immunsystem seine Anti-Birkenpollen-IgE tatsächlich in den Kampf schickt.

Diese treffen auf Birkenpollen und lösen eine Kettenreaktion aus. Dabei schütten Immunzellen viele Botenstoffe aus. Eine heftige Abwehrreaktion findet statt, heftiger als übliche Immun­ antworten. Wenn die sinnlose Schlacht künftig nach jeder Begegnung mit Birkenpollen tobt, hat sich die Allergie entwickelt. Toleranz durch Immuntherapie Toleranz ist fast das Gegenteil ­einer Allergie. Das Immunsystem greift ja die meisten harmlosen Substanzen nicht an. Es toleriert sie. Bei Lebensmittelallergien bilden sich Toleranzen oft spontan: Nach zwei Jahren totaler Abstinenz können einige Menschen wieder Sachen essen, auf die sie vorher allergisch reagiert haben. Spezifische Immunthe­ rapien (SIT, auch Hyposen­si­ bi­lisierung, Desensibilisierung oder Allergieimpfung) führen absichtlich Toleranzen herbei. Dazu muss das Allergen, also

etwa eine bestimmte Pollenart, eindeutig durch diagnostische Tests identifiziert sein. Dann erhalten Allergiker über lan-

Gegen Heuschnupfen hilft nur Meiden, Mildern oder Impfen. ge Zeiträume steigende Dosen ihres Allergens. So lernt das Immunsystem, auf diese Substanz nicht mehr übertrieben zu reagieren. Der zeitliche, diagnostische und therapeutische Aufwand kann gross sein. Doch eine SIT ist derzeit die einzige Chance, Heuschnupfen für immer abzustellen.

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26 Beauty-tipps

Frühlingsputz macht glücklich Wenn draussen die Vögel zwitschern, ist jedem klar: Der Frühling zieht ins Land. Mit unseren Tipps machen Sie sich fit für die neue Jahreszeit. Patrik Thommen

Tipp 1 | Gegen die Frühjahrsmüdigkeit

Kennen Sie das? Draussen scheint endlich wieder die Sonne und Sie fühlen sich matt und schwach. Mit den ersten warmen Tagen weiten sich die Blutgefässe und der Blutdruck sinkt. Jetzt hilft es, wenn Sie Ihren Tag nach der Sonne richten. Früh aufstehen und nicht spät ins Bett. Und so oft wie möglich an die frische Luft. Das Sonnenlicht hilft dem Körper, Serotonin zu produzieren. Und das sorgt für gute Stimmung.

Tipp 2 | Frühlingspflege für die Haut

Kälte und Heizungsluft haben die Haut den Winter über strapaziert. Jetzt braucht sie ein Plus an Feuchtigkeit, um sich zu erholen. Bei normaler oder fettiger Haut sollte deshalb auf eine leichte Tagescreme mit viel Feuchtigkeit umgestellt werden. Nur trockene Haut benötigt auch im Frühling eine reichhaltige Pflege. ­Fragen Sie am besten Ihren TopPharm Gesundheitscoach. Er kann Ihnen die richtigen Produkte für Ihre Haut empfehlen.

Tipp 3 | Putzen hat etwas Reinigendes Frühlingsputz macht glücklich? Ja, und hier sind Gründe dafür: Die Sonne scheint heller durch saubere Fenster. Die Luft duftet frischer, wenn sie staubfrei ist. Der Wintermief macht Platz für einen neuen Frühling. Ausserdem ist Putzen körperliche Arbeit und verbrennt Kalorien. Und der besiegte innere Schweinehund ist eine wunderbare Trophäe, mit der sich jeder Frühlingstag doppelt so gut genies­sen lässt.


Beauty-tipps 27

Tipp 4 | Lieber fünf statt drei

Auch ein guter Tipp gegen die Frühjahrsmüdigkeit: Lieber mehrere kleine Mahlzeiten als wenige grosse zu sich nehmen. Ein umfangreiches Essen beschwert zusätzlich, frische, leichte und vitaminreiche Kost dagegen hilft dem Körper, den Stoffwechsel in Fahrt zu bringen.

Tipp 5 | Aktive Entgiftung

Wenn Sie Fitness betreiben und die Fettpolster abschmelzen, werden dort gespeicherte Gifte und Schwermetalle ins Blut abgegeben. Damit diese ausgeschieden werden können, müssen sie wasserlöslich gemacht werden. Schwefelverbindungen in Lauchpflanzen und Zwiebel – die übrigens auch für den Effekt des Tränens sorgen – helfen dabei.

Tipp 6 | Enthaarung auf Arabisch

Problemzone Winterfell? Halawa ist eine natürliche Art der Haarentfernung und kommt aus dem orientalischen Raum. Dabei wird eine Masse aus Zucker, Zitronensaft und Öl auf die zu enthaarenden Körperstellen gegeben, ein Baumwolltuch daraufgelegt und wie ein Pflaster flach abgerissen. Haarentfernung auf diese Weise ist gründlicher und weniger schmerzhaft als mit Wachs. Ausserdem wachsen die Haare nur langsam und ohne Stoppeln nach.

Minuten ziehen. Dann absieben und ungesüsst oder mit Honig gesüsst lauwarm trinken. Drei bis vier Tassen am Tag sollten es aber sein. Aus dem Guss kann man einen Halswickel machen. Einfach alles in ein Halstuch geben und 20 Minuten um den Hals wickeln. Tipp 9 | Vitamine machen munter

Tipp 10 | Die Farben des Frühlings

Eine wahre Wunderpflanze, die im Frühjahr an allen Ecken wächst, ist die Brennnessel. Über drei bis vier Wochen jeden Tag drei Tassen helfen Ihnen, Ihren Körper zu entschlacken. Das enthaltene Kalium hat eine entwässernde Wirkung. Kieselsäure stärkt das Bindegewebe, Fingernägel und Haare. Und Folsäure und Eisen helfen bei der Blutbildung. Gemacht wird der Tee aus jungen, frischen Blättern, die Sie leicht selbst sammeln können. Fixfertige Tees finden Sie in Ihrer TopPharm Apotheke.

Tipp 8 | … und Thymiantee hilft gegen Husten

Es gibt viele Kräutertees gegen Husten. Der wichtigste ist der Thymiantee. Geben Sie einen Teelöffel Thymiankraut in eine Tasse, übergiessen sie es mit einer Tasse kochendem Wasser und lassen Sie es zehn

Die Natur erwacht aus ihrem Winterschlaf und bringt ein Bouquet an Farben, Formen und Düften hervor. Holen Sie sich etwas davon in die gute Stube. Ein Frühlingsstrauss vertreibt den Winter auch aus den eigenen vier Wänden. Maiglöckchen, Tulpen und Hyazinthen oder die wohlriechenden Blüten des Schneeballstrauchs sind jetzt eine Augen- und Nasenweide. Aber Achtung bei Heuschnupfen.

Tipp 11 | Junges Gemüse

Tipp 7 | Brennnesseltee entschlackt ...

Die Batterien sind nach dem Winter leer, wir brauchen jetzt Vitamine und Vitalstoffe. Viel frisches Obst und Gemüse auf dem Speiseplan sorgen für Power und versorgen den Körper mit vielem, was er braucht. Ganz einfach hilft ein Saftcocktail. Mischen Sie mehrere Sorten von Säften, dann nehmen Sie wertvolle Inhaltsstoffe aus verschiedenen Früchten und Gemüsen auf.

Spargel ist ein Frühlingsgemüse, das in Mitteleuropa wächst und jetzt wieder auf Märkten und in den Läden anzutreffen ist. Spargel muss vor allem eines sein: frisch. Die Stängel verlieren schnell an Aroma, Zartheit und Saftigkeit. Die Pflanze ist ein hervorragendes Diätgemüse und enthält wertvolle Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. Kalium und Asparaginsäure regen ausserdem die Nieren an und entwässern den Körper.

Tipp 12 | Last, but not least

Von Sebastian Kneipp stammt das Bonmot: «Alle Kuren, Diäten und Gymnastik taugen nichts, wenn der Mensch verdriesslich ist.» Entschlacken Sie also auch Ihre Seele. Schenken Sie dem Positiven in Ihrem Leben mehr Aufmerksamkeit, denken Sie gleich beim Aufwachen an etwas Schönes. Es ist gar nicht so schwer, jeder Sache eine positive Seite abzugewinnen. Und der Frühling ist die beste Jahreszeit, dies zu üben.


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Burn-out – ein Modewort wird zur Volkskrankheit Das Burn-out-Syndrom wird oft nicht ernst genommen. Dabei leiden die Betroffenen sehr – unter der Erkrankung und dem Unverständnis ihrer Mitmenschen. Patricia Heyne

«Irgendwann war einfach alles zu viel. Mein neuer Chef hat mich andauernd kritisiert, obwohl ich ständig Überstunden machte. Schliesslich kriselte es auch noch in meiner Ehe. Und plötzlich ging gar nichts mehr.» So wie Maja S. geht es vielen, die mit einer beruflichen oder privaten Situa­ tion überfordert sind und unter Dauerstress stehen. Die Folge ist ein körperlicher und geistiger Erschöpfungszustand, von dem man sich alleine nicht so schnell wieder erholt. Burn-out-Syndrom nennen Fachärzte diesen Zustand. Experten schätzen, dass rund 10 Prozent aller Berufstätigen in der Schweiz an einem Burn-out leiden, Studien gehen davon aus, dass sogar bis zu 30 Prozent der Bevölkerung früher oder später davon betroffen sind. Vom Symptom zum Syndrom Treten mehrere ähnliche Symptome gleichzeitig auf, spricht man von einem Syndrom. Der Ers-

te, der dieses Gefühl des totalen «Ausgebranntseins» beschrieb, war der Psychoanalytiker Herbert Freudenberger. Er gab ihm 1974 den treffenden Namen Burn-outSyndrom – abgeleitet vom englischen Verb für «ausbrennen». Freudenberger erkannte schon damals, dass ein Burn-out das Ergebnis einer längeren Entwicklung ist, die oft mit Idealismus und besonderem Engagement beginnt und nach Frustration und Überlastung zu Desillusionierung, Gleichgültigkeit, Depression, einem Zustand emotionaler Erschöpfung und reduzierter Leistungsfähigkeit führt. Wie viel Stress ist zu viel? Ausgelöst wird das Burn-outSyndrom durch Dauerstress, der nicht mehr bewältigt werden kann. Nicht jeder Mensch erträgt gleich viel Stress – und vor allem nicht gleich lange. Wenn es zu viel wird und keine Erholungsphasen mehr einge-

halten werden, beginnen sich Körper und Seele zu wehren. Die ersten Warnsignale werden oft ignoriert. Schlechte Konzentrationsfähigkeit, Schlaflosigkeit trotz Müdigkeit, die Unfähigkeit, sich zu erholen, Depressionen oder Aggressivität sind die ersten Vorboten eines Burn-outs. Hinzu

Nur wer einmal entflammt war, kann auch ausbrennen. kommen verschiedene zunächst psychosomatische Leiden wie Herzbeschwerden oder MagenDarm-Probleme, aus denen sich mit der Zeit ernsthafte Erkrankungen entwickeln können.

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Keine Managerkrankheit mehr Es sind längst nicht mehr nur Topmanager, die ein Burnout erleiden. Das Patientenprofil reicht heute vom Studenten bis zur überforderten Mutter. Überdurchschnittlich häufig trifft es Berufsgruppen, deren Arbeit ­besonderen Idealismus und Hingabe erfordert, wie es bei Ärzten, Rettungsdiensten, Pflegeberufen, Sozialarbeitern oder Erziehern der Fall ist. Auch bestimmte Branchen wie Banken, Versicherungen oder Kommunikation, in denen ein überdurchschnittliches Leistungsdenken herrscht, sind oft betroffen. Aber nicht nur die berufliche Dauerbelastung kann ein Burn-out auslösen, auch private Situationen, beispielsweise die Langzeitpflege kranker Angehöriger, kann zum psychischen Dauerstress werden. Die Voraussetzung ist jedoch immer ein gros­ ses persönliches Engagement. Frühzeitig die Notbremse ziehen Was tun, wenn die persönliche Belastungsgrenze erreicht ist? Dr. Doris Straus, Chefärztin der ersten Burn-out-Klinik der Schweiz, rät dazu, sich rasch professionelle Hilfe zu suchen:

«Wichtig ist, frühzeitig zu reagieren. Bei Beginn der Krankheitsentwicklung kann Coaching oder eine ambulante Psychotherapie ausreichend sein. Im weiteren Verlauf braucht es jedoch die Distanz von der Belastungssituation und eine intensive Behandlung, die nur stationär durchgeführt werden kann.» Noch besser ist natürlich, es gar nicht so weit kommen zu lassen. Eine sinnvolle Balance zwischen der Arbeit und dem Privat­leben ist dabei ausschlaggebend. Erholungsphasen, in denen das Handy mal ausgeschaltet bleibt, und soziale Kontakte ausserhalb des beruflichen Umfeldes sorgen für einen guten Ausgleich vom Arbeitsalltag. Aber auch eine gute Prioritätensetzung und die Fähigkeit, sich abzugrenzen, sind wichtig. Burn-out ist therapierbar Leider gibt es kein schnelles Heilmittel gegen Burn-out, sondern nur eine langfristige Therapie. «Zwar helfen Antidepressiva und Schlafmittel gegen die Symptome, aber Medikamente können eine ganzheitliche Therapie nur unterstützen – keinesfalls ersetzen», erklärt Dr. Straus. «Wichtig

Ihr persönlicher Gesundheitscoach empfiehlt: rr Hinterfragen Sie

Ihre eigenen Zielsetzungen. für Ihre Erholung und auch mal Nichtstun ein. rr Trennen Sie nach Möglichkeit Arbeits- und Privatleben. Checken Sie zum Beispiel am Wochenende keine beruflichen E-Mails. rr Pflegen Sie Ihre sozialen Kontakte, zum Beispiel in Vereinen oder durch regelmässige Treffen mit Freunden. rr Gönnen Sie sich Wellness-Anwendungen. rr Verschaffen Sie sich regelmässig frische Luft, möglichst in der ­freien Natur. rr Praktizieren Sie Entspannungstechniken. rr Verschaffen Sie sich genügend Schlaf und ausreichende Arbeitspausen. rr Erhöhen Sie Ihre Ausdauer durch sportliche Aktivität. Sie sollten zumindest ein moderates Training fest in Ihren Wochenablauf ­integrieren. Aber überanstrengen Sie sich nicht. rr Ernähren Sie sich gesund und reduzieren Sie Ihren Konsum von Suchtmitteln wie Nikotin und Alkohol. rr Planen Sie Zeiten

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ist, dass die Behandlung sowohl auf die persönlichen Ursachen fokussiert ist, also biografische Themen, persönliche Verhaltens- und Denkmuster berücksichtigt, als auch auf die äussere Belastungssituation.» Ausserdem braucht es für jeden Patienten ein ganz individuelles Vorgehen, da Burn-out-Prozesse ganz unterschiedliche auslösende Faktoren und Auswirkungen auf die Betroffenen haben.» Ein Jobwechsel ist meist keine Lösung. Deshalb ist es auch das Ziel einer erfolgreichen Burn-out-Therapie, den Patienten behutsam wieder an sein Arbeitsumfeld heranzuführen. Denn wer einmal gelernt hat, mit Stress richtig umzugehen, seine persönlichen Grenzen zu respektieren und seine Kraft effizient einzusetzen, kann auch im anspruchsvollen Berufsalltag die Ruhe bewahren.

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X. (max. 5 Zeilen)

Sogar der Papa beeinflusst sein ungeborenes Kind Das Leben beginnt vor der Geburt: Schon im Mutterleib fallen viele Entscheidungen über die körperliche und seelische Gesundheit des Kindes. Dr. Jürgen Schickinger

Ungeborene bekommen allerhand mit: Temperatur, Töne, Druck. Sie spüren Ablehnung oder wenn sich die Blutgefässe der Mutter vor Aufregung zusammenziehen. Vorgeburtliche Belastungen können Kinder ein Leben lang prägen. Also lassen Sie sich nicht ärgern, verunsichern oder ängstigen, wenn Sie gerade schwanger sind – auch nicht von diesem Artikel. Zwar gibt es viele Dinge, die den Kleinen schon vor der Geburt zusetzen können. Vor den meisten beschützt sie aber die Natur. Geringe Einzelrisiken Die natürliche Plazentaschranke filtert allerlei Stoffe aus dem Blut der Mutter heraus. Lebenswichtige Substanzen passieren die Barriere und erreichen das ungeborene Kind – Sauerstoff, Wasser, Vitamine, Mineralien. Doch auch Alkohol, einige Umweltgifte und andere Chemikalien kommen bei ihm an. So droht Gefahr schon vor der Geburt. Schlechte Gefühle der Mutter können ebenfalls Schaden anrichten. Die Forschung hat erst in den letzten Jahren erkannt, wie stark äussere Faktoren die Entwicklung von Ungeborenen beeinflussen. Viele De-

Schlechte Gefühle der Mutter können Schaden anrichten.

tails liegen noch im Dunkeln. Dennoch deuten sich bereits Gefahrenquellen an. Einzeln erhöhen sie die Risiken meist nur geringfügig. Sich vor Sorgen zu grämen, wäre übertrieben. Wer aber mögliche Schädlinge kennt, kann ihnen ausweichen und verhindern, dass sich Risiken addieren. Die Menge macht das Gift Grob lassen sich die Gefahrenquellen in fünf Gruppen unterteilen: schädliche Chemikalien, Luftschadstoffe, Ernährung, Genussmittel und seelische Strapazen in der Schwangerschaft. Meist steigern sie die Risiken für Früh- und Fehlgeburten sowie für ein geringeres Geburtsgewicht. Bei zu leichten Babys können Störungen der körperlichen und geistigen Entwicklung auftreten. Als Kinder sind sie später oft weniger intelligent, leichter reizbar oder leiden unter Angststörungen und Depressionen. Durch vorgeburtliche Gefahren kann die Wahrscheinlichkeit für Fehlbildungen und Stoffwechselerkrankungen ansteigen. Den Ausschlag gibt die Menge: Viel schadet viel. Wer einmal durch eine übel versmogte Innenstadt flaniert, muss kaum etwas fürchten. Wer dort wohnt, schon eher. Umweltgifte und Chemikalien Motoren, Elektrogeräte, Kunststoffe, Farben, Lacke, Kleber, Reinigungs- und Holzschutzmittel können allerlei giftige Substanzen ausdünsten. Ihre Zahl


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geht in die Hunderte. Luftschadstoffe, besonders Feinstaub, stehen im Verdacht, das Geburtsgewicht zu senken sowie die Risiken für Asthma und Al­ lergien zu erhöhen. Stickoxide sollen vermehrt zu Hautekzemen führen. Offenbar verringern Abgase auch die Intelligenz, sodass Lernschwierigkeiten vorprogrammiert sind. Die Grösse des Kopfes kann ebenfalls kleiner ausfallen. Substanzen aus Kunststoffen begünstigen womöglich Übergewicht, Diabetes, Nervenkrankheiten und Krebs. Dagegen sollen Lösungsmittel, die in vielen Farben und Lacken vorkommen, das Immunsystem der Kinder schwächen. Sie werden anfälliger für Infektionen. Wenn überhaupt, sollte also Papa das künftige Kinderzimmer allein neu streichen und es danach gut auslüften. Ernährung und Genussmittel Selbstverständlich muss die Ernährung alles enthalten, was Ungeborene für ihre Entwicklung brauchen. Zu wenig kann ebenso schaden wie zu viel. Ein Überschuss an Vitamin A ist beispielsweise in der Lage, die Frucht zu schädigen. Bei extrem übergewichtigen Schwangeren (BMI > 30) treten mehr Fehlbildungen am Baby auf. Dennoch raten Fachleute ihnen und allen anderen von Diäten vor oder während der Schwangerschaft ab: Die Gefahr von Mängeln ist zu gross. Ebenso wenig müssen Schwangere «für zwei» essen. 250 Kalorien zusätzlich pro Tag reichen zur Versorgung der Ungeborenen aus, wenn die Ernährung ausgewogen ist. Problematisch sind Genussmittel: Für Alkohol existiert kein Grenzwert, der Entwicklungsstörungen von Embryonen eindeutig ausschliesst. Nur Verzicht ist absolut sicher – ähnlich wie beim Rauchen. Spätestens zur 15. Schwangerschaftswoche sollte damit Schluss sein. Sonst drohen Verhaltensstörungen. Trotz widersprüchlicher Studien scheint mehr als eine Tasse Kaffee täglich die Gefahr von Fehlgeburten zu erhöhen. Seelische Belastungen Das Seelenleben schwangerer Frauen beeinflusst die Entwicklung ihres ungeborenen Kindes. Das geschieht über Hormone, den Herzschlag und andere unwillkürliche Reaktionen des Körpers. In Kombination mit äusseren Reizen wie Geschrei oder Lärm wirken sie daran mit, wie sich die Nerven im Ungeborenen vernetzen, sich sein Hormonhaushalt einstellt und sein Immunsystem reagiert. Diese Einstellungen können sich ­lebenslang halten.

Riskante Speisen Einige Speisen können Listerien enthalten. Die Bakterien richten bei Gesunden kaum Schaden an. Schwangere sind aber erheblich anfälliger für Listerien-Infektionen (Listeriose). Bei ihnen führen die Bakterien häufig zu Fehlgeburten, Totgeburten und Geburten kranker Babys. Mit 20 bis 60 Fällen pro Jahr – von denen nur ein Bruchteil Schwangere betrifft – ist Listeriose in der Schweiz allerdings selten. Zu den riskanten Speisen zählen Rohmilch, Rohmilchprodukte, Käserinde, rohes oder halbrohes Fleisch und Fisch sowie Produkte, die sie enthalten (z.B. Mettwurst, Teewurst, Streichwurst, Tartar, Fleischpasteten, Räucherfisch, manche Sushi-Sorten), Mayonnaise, mit Erde oder Staub verschmutzte Lebensmittel, abgepackte Fertigsalate, ­Feinkostsalate und abgepackter Kartoffelsalat. Wer Bärendräck isst, schüttet mehr Stresshormone aus. Sie gelangen zudem leichter in den Körper von Embryonen, weil ein Inhaltsstoff (Glycyrrhizinsäure) dem Bärendräck die Plazentaschranke durchlässiger macht. Finnische und schottische Forscher fanden heraus, dass Kinder starker Bärendräckesserinnen im Alter von acht Jahren anderen geistig deutlich unterlegen waren. Sie zeigten auch häufiger Verhaltensauffälligkeiten wie ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung). Deshalb raten die Forscher Schwangeren davon ab, grössere Mengen Bärendräck zu konsumieren.

Nach manchen Studien fördert positiver Stress – etwa eine berufliche Herausforderung, die anspornt – die Entwicklung der Embryonen. Umgekehrt senken negativer Stress, emotionale Erregung, Ängste und Ärger das Geburtsgewicht. Das begünstigt später offenbar Verhaltensauffälligkeiten, Depressionen und Lernschwierigkeiten: Belastender Stress in der Schwangerschaft führt vermehrt zu Entwicklungsstörungen, Früh- und Fehlgeburten. Traumata und Schocks haben ebenfalls Folgen: Kriegskinder erkranken später überdurchschnittlich oft an Bluthochdruck, Diabetes und Schizophrenie. Schon Ablehnung wirkt sich aus: Unerwünschte Kinder haben häufiger psychische Probleme und Verhaltensstörungen. Es fällt ihnen schwer, zwischenmenschliche Bindungen aufzubauen. Liebe, Ausgeglichenheit, Entspannung und Optimismus sind gut für den Nachwuchs. Infektionen, Impfungen, Medikamente Zu den häufigsten Ursachen von Frühgeburten gehören bakterielle Infektionen der Scheide. Bevor sie sich irgendwie bemerkbar machen, ändert

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schwangerschaft 35

sich der pH-Wert des Scheidensekrets. Zu seiner Messung gibt es inzwischen auch in der Schweiz preisgünstige Schnelltests. Ihr TopPharm Gesundheitscoach berät Sie gerne zu den Produkten und ihrer Verwendung. Eine einzige ungewöhnliche Abweichung besagt nämlich noch nichts: Der pHWert ändert sich auch durch Urin und Samenflüssigkeit. Wenn der Test ein paar Stunden später noch immer ein aussergewöhnliches Ergebnis bringt, ist es kein Fehler, wenn Sie Ihren Arzt aufsuchen. Er oder Ihr TopPharm Gesundheitscoach sollte auch alle Medikamente inspizieren, die Sie während der Schwangerschaft benötigen. Viele Wirkstoffe können ungeborene Kinder schädigen. Schwangere sollten ebenfalls auf Impfungen verzichten. Wenn dringend eine nötig ist, sind Totimpfstoffe angeraten – also solche, die keine lebenden Organismen enthalten. Auch Papa beeinflusst ungeborene Kinder Auch Männer beeinflussen die Entwicklung Ungeborener. Einerseits sind sie manchmal ja nicht ganz schuldlos daran, wenn werdende Mamas schlechte Laune haben. Andererseits können sie ihre Partnerinnen auffangen und trösten, selbst wenn sie schuldlos sind. Für das Gemüt spielen die Herren eine wichtige Rolle. Zudem verändert ihr Lebenswandel das väterliche Erbgut: Männer, die jung mit

Hände weg vom Katzenkistchen Im Kot von Katzen wimmelt es häufig von Toxoplasma gondii. Der Parasit kann Menschen infizieren. Die bemerken in der Regel gar nichts davon. Fangen sich aber Schwangere den Erreger ein, kann das zu Fehlgeburten und Missbildungen am Ungeborenen führen. In der Schwangerschaft sollte also möglichst jemand ­anderes die Toilette der Mieze reinigen. Der übrige, normale ­Umgang mit ihr birgt kaum Risiken.

dem Rauchen anfangen, bekommen häufiger dicke Söhne. Töchter beeindruckt die väterliche Qualmerei nicht. Lebensumstände können sogar bis in die zweite Generation nachwirken. Wenn Grosspapa als junger Mann hungern musste, haben seine Enkel eine beachtlich hohe Lebenserwartung. Also bleibt immerhin ein bisschen Verantwortung an den Papas hängen, wenn sie sich schon um die Schwangerschaft drücken.

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Warum wir weinen Sich einmal so richtig ausheulen tut gut, heisst es. Die Wissenschaft ist nicht so sicher: Es kommt drauf an, wie und mit wem man weint. Dr. Kathrin Meier-Rust, «NZZ am Sonntag»

«Es lüftet die Lungen, wäscht das Gesicht rein, stärkt die Augen und beruhigt das Gemüt.» Was Armenhausvater Mr. Bumble in Charles Dickens Roman «Oliver Twist» über das Weinen zum Besten gibt, entspricht ganz der Volksmeinung: Sich einmal so richtig ausheulen, so der verbreitete Glaube, tut der Seele gut. Wissenschaftlich nennt man dies die kathartische Funktion des Weinens, vom griechischen Wort «Katharsis» – Reinigung. Weinen wäre demnach eine Art angeborener Selbstheilungsme-

chanismus. Wer nicht weinen kann, ist aus dieser Populärsicht nicht nur ein psychisch blockierter armer Tropf, sondern er schadet auch seiner Gesundheit: Alles Mögliche von Kopfschmerzen bis zum Magengeschwür soll das Nicht-weinen-Können zur Folge haben. Die Frage ist bloss, ob die Sache auch stimmt. Ad Vingerhoets jedenfalls ist sich noch immer nicht sicher. Der klinische Psychologe von der Universität Tilburg in den Niederlanden er-

forscht seit über zwanzig Jahren das menschliche Weinen, und das Phänomen scheint dabei ­immer noch komplexer zu werden. Die Hypothese, dass das Weinen seelische Spannung abbaut und damit den Gemütszustand verbessert, kann die empirische Erforschung des Weinens bisher nämlich nur bedingt bestätigen. Die Schwierigkeiten beginnen schon damit, dass sich Befragungen zur Wirkung des Weinens nicht mit Laborexperimenten in Einklang bringen lassen: Befragt man Menschen nach ihrer persönlichen Erfahrung, so geben regelmässig zwischen 60 und 70 Prozent der Befragten an, sich besser zu fühlen, nachdem sie geweint haben. Experimente im Labor ergeben jedoch das exakte Gegenteil: Man zeigt hier den Versuchspersonen traurige Filme. Danach fühlen sich jene Menschen, denen die Tränen kamen, mit grosser Regelmässigkeit deutlich schlechter als die nicht weinenden Versuchspersonen. Wo bleibt da also die kathartische Wirkung? Und wenn sie ausbleibt, warum weinen wir dann überhaupt? Tiere weinen nicht Auf der Suche nach einer Antwort hat die Forschung über die Jahre viele einzelne Erkenntnisse zum Weinen zusammengetragen. Weinen, so die übereinstimmende Erkenntnis, ist ein besonderer Ausdruck von Emotionen, die nur Menschen kennen. Zwar gab und gibt es immer wieder Berichte von weinenden Tieren – Gorillas und Elefanten etwa –, doch hätten sich diese nie systematisch bestätigen lassen, erzählt Ad Vingerhoets.

Roger Federer hat «nahe am Wasser gebaut»

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Zudem hat der amerikanische Forscher William Frey 200 Tierpfleger und Tierärzte befragt. Sie waren sich darin einig, dass Tiere keine Tränen aus emotionalen Gründen vergiessen. Auch die sprichwörtlichen Krokodilstränen zählen nicht: Die Reptilien vergies­sen sie zwar beim Fressen, aber keineswegs aus Kummer. Nur Menschen weinen also – doch aus welchem Anlass, wo und wann tun sie es? Zusammen mit Jonathan Rottenberg von der University of South Florida in Tampa hat Vingerhoets rund 5000 Männer und Frauen aus 30 Ländern dazu befragt (s. Kasten). Frauen weinen in allen Erdteilen öfter als Männer: «Frauen weinen durchschnittlich 2- bis 4-mal pro Monat, Männer zwischen 0- und 1-mal», erklärt Vingerhoets. Der häufigste Anlass ist eine Verlusterfahrung, wie zum Beispiel Heimweh oder Liebeskummer, und das Erkennen eigener Ohnmacht. Doch dann beginnen schon wieder die Geschlechtsunterschiede: Während Frauen häufiger bei einer Auseinandersetzung weinen und dies oft aus Ärger oder Wut tun, steigen den Männern die Tränen häufiger bei positiven Gefühlen in die Augen, aus Rührung also. Oft ist der Anlass zum Weinen ungemein trivial, während dramatische Ereignisse wie Todesfälle schon rein biografisch selten Tränen verursachen.

Zu Hause und abends Geweint wird, statistisch gesehen, ganz überwiegend zu Hause, allein oder in Anwesenheit nur einer weiteren Person, eher abends – genauer: zwischen 18 und 22 Uhr – und öfter in den kalten Ländern des Nordens als in den warmen des Südens. Menschen, so die Erklärung der Forscher, haben Hemmungen, in der Öffentlichkeit oder am Arbeitsplatz zu weinen, und tun dies deshalb eher abends zu Hause, wo überdies Fernsehnachrichten oder Filme traurig stimmen können und Müdigkeit die Reizschwelle herabsetzt. Und zur merkwürdigen Korrelation zwischen Weinen und Durchschnittstemperatur: Dass Menschen in südlichen Ländern ihren Gefühlen eher freien Lauf lassen, könnte dem Weinen vorbeugen, ebenso dass man sich am Abend eher draussen und unter Menschen aufhält. Im kalten Klima dagegen sitzen die Menschen allein zu Hause. Im Ganzen gesehen sind die kulturellen Unterschiede beim Weinen bemerkenswert gering. Einen paradoxen Befund gibt es aber: Der Abstand zwischen Männern und Frauen ist ausgerechnet in jenen reicheren Ländern besonders gross, wo auch die Gleichberechtigung der Frauen fortgeschritten ist, wie etwa in Skandinavien. Will heissen: Auch in Afrika und China weinen Frauen mehr als Männer, aber eben nicht so viel mehr.

Fakten zum Weinen Männer weinen im Durchschnitt 1-mal pro Monat, Frauen 2,7-mal. In der Schweiz weinen Männer durchschnittlich 0,7-mal pro Monat, Frauen 3,3-mal. Anlass zum Weinen ist oft: Erfahrung eines Verlustes (26 Prozent) rr eine Auseinandersetzung (19,5 Prozent) rr das Mitansehen von Leid (16 Prozent) rr Erfahrung eigener Unfähigkeit (12,5 Prozent) rr ein posi­tives Ereignis (9,5 Prozent) rr die

Wirklich grosse Unterschiede sieht Vingerhoets aber weniger zwischen heutigen Gesellschaften als in der Geschichte: «Was weinen doch die Helden bei Homer! Auch in den Liebesgedichten von Ovid sind es die Männer, die weinen, wenn die

Bevor die Tränen kommen, beschleunigt sich der Herzschlag. Geliebte sie verlässt. Und dann erst die Romantiker im 18. Jahrhundert – die weinten dauernd!» Auch ist Vingerhoets auf mehrere Berichte von Anthropologen gestossen, wonach Indianer – in Nord- und Südamerika – jeweils bei einer Begrüssung nach langer Abwesenheit Tränen vergossen hätten. Dies sei damals als ein soziales Bindungsverhalten gedeutet worden. Was zur Frage zurückführt, warum wir weinen. Um sie zu beantworten, wurden zunächst auch ganz handfeste Dinge untersucht: etwa die Tränen selbst, dieses leicht salzige Wasser, das den Augapfel befeuchtet und dann, aus Freude oder Trauer, plötzlich reichlich zu sprudeln beginnt. Eine amerikanische Studie wollte in Kummertränen mehr Stresshormone gefunden haben als bei Tränen, die bloss beim Zwiebelschneiden flossen. «Ich habe zweimal versucht, dieses Ergebnis zu verifizieren. Aber es ist mir nicht gelungen, einen chemischen Unterschied zu finden», erzählt Vingerhoets. Weiter galt es, physiologisch zu untersuchen, was denn ­eigentlich beim Weinen im Körper passiert. Messungen an 60 schluchzenden Studentin-

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nen im Labor zeigten ein komplexes Geschehen: Bevor die Tränen kommen, beschleunigt sich kurz der Herzschlag, was erhöhten Stress signalisiert. Wenn die Tränen dann fliessen, verlangsamt sich jedoch die ­Atmung, ein Zeichen für den einsetzenden Spannungsabbau. Dieser Ablauf deutet darauf hin, dass Weinen beides sein könnte: ein Signal für Stress und Erregung sowie ein Mechanismus der Selbstberuhigung. Ob weinen als erleichternd empfunden wird, könnte demnach auch vom Zeitpunkt abhängen, zu dem die Menschen befragt werden: Kurz nach der WeinEpisode, wie im Labor, könnten sie die positive Wirkung noch gar nicht verspürt haben. Um besser zu begreifen, worauf es ankommt, hat Ad Vingerhoets mit seinen Kollegen genauer untersucht, welche Personen unter welchen Umständen und in wel-

chem sozialen Kontext ihr Weinen als erleichternd empfinden. Die Resultate zeigen: Wer häufig weint, verspürt nicht automatisch auch seelische Erleichterung. Auch das Geschlecht spielt bei dieser Frage keine Rolle. Wichtig für die positive Wirkung des Weinens ist dagegen die Art der Persönlichkeit – extrovertierte Menschen etwa fühlen sich besser nach dem Weinen – und der Gemütszustand: Depressiv gestimmte Menschen weinen zwar besonders viel, verspüren davon aber nur sehr wenig Erleichterung. Geradezu zentral für eine positive Wirkung der Tränenausbrüche ist jedoch der soziale Kontext. In seiner jüngsten Studie konnte Ad Vingerhoets zeigen, dass Weinen die Stimmung immer dann verbessert, wenn eine zweite Person anwesend ist und Trost spendet. Wer dagegen allein vor sich hin heult, verspürt

wenig Erleichterung. Und das Weinen in grösseren Gruppen wurde sogar als unangenehm und beschämend empfunden. Wir weinen also, um Trost und Unterstützung zu finden? «Unsere Forschung steht erst am Anfang», sagt Ad Vingerhoets. «Doch dass jemand, der weint, dazu aufruft, sich um ihn zu kümmern, wissen wir eigentlich schon von unseren Babys.»


42 osteoporose

Wenn die Knochen dünner werden Jeder Mensch wird im Alter gebrechlicher. Ob dies jedoch zu einem Brechen der Knochen führt, hängt von vielen Faktoren ab. Manche davon kann man glücklicherweise selbst beeinflussen. Dr. Klaus Duffner

Ist «alt und gebrechlich» ein Duo, das immer zusammengehört? Tatsache ist, dass mit steigendem Alter auch das Risiko von Knochenbrüchen zunimmt. Grund dafür sind Ab- und Umbauprozesse an den Knochen. Während junge Menschen im Alter von etwa 25 Jahren die grösste Knochendichte besitzen, beginnt die Knochenmasse ab einem Alter von etwa 35 bis 40 Jahren allmählich abzunehmen, es wird mehr Material ab- als aufgebaut.

Bewegung fördert den Knochenstoffwechsel und festigt die Knochen. Beispielsweise werden die für die Stabilität wichtigen Knochenbälkchen immer weiter ausgedünnt. Die Folge: Der Knochen verliert nach und nach an Festigkeit, er wird porös und bricht leichter – man wird «gebrechlicher». Das ist im Prinzip ein natürlicher Prozess. Ist allerdings die Regulation zwischen Knochenaufund -abbau massiv gestört, wird also das Knochenmaterial weit über das normale Mass hinaus vermindert, liegt eine Osteoporose vor. Fehlendes Östrogen Sicher ist die Tendenz zur Osteoporose bei Frauen vor allem nach der Menopause stärker als bei Männern. Da nämlich das weibliche Sexualhormon Östrogen eine entscheidende Funktion bei der Regulation des Knochenstoffwechsels besitzt und es nach den Wechseljahren vom Körper re-

duziert wird, kann es zur «Mangelware» werden. Nach einigen Jahren können sich dann erste Knochenbrüche einstellen, wobei recht häufig die Brustwirbelknochen betroffen sind. Oft reichen sehr leichte Belastungen, manchmal sind sogar überhaupt keine äusseren Einflüsse zu erkennen. Der bei solchen Ereignissen einschiessende Schmerz wird nicht selten als ­Hexenschuss fehlgedeutet. Obwohl solche Rückenschmerzen mit der Zeit wieder verschwinden können, bleiben bisweilen sichtbare «Erinnerungen» zurück. Denn eingebrochene Wirbelkörper führen nicht selten dazu, dass den Betroffenen ein paar Zentimeter Körperhöhe fehlen. Auch ein Buckel ist ein typisches Ergebnis von Wirbelbrüchen. Nicht minder gefährlich sind Oberschenkelhalsbrüche, die Osteoporose-Patienten schon bei einem leichten Sturz zustossen können. Gerade für ältere Menschen hat das oft fatale Folgen. Nicht nur Frauen betroffen Knochenschwund verläuft oftmals ohne Beschwerden und bleibt lange unerkannt. Die beschriebenen Symptome wie Rückenschmerzen, eine langsame Verkrümmung der Wirbelsäule, eine auffällige Reduktion der Körpergrösse (4 Zentimeter und mehr), aber auch scheinbar grundlose Knochenbrüche geben Hinweise auf eine Osteoporose. Durch Knochendichtemessungen lässt sich relativ zuverlässig eine entsprechende Diagnose stellen. Es ist ein Irrtum zu glauben, dass ausschliesslich alte Frauen von Osteoporose betroffen sind. Auch junge Frauen sowie Männer mit einem Testosteronmangel können an einer übermässig starken

Abnahme der Knochendichte leiden. So ist jeder zweite bis dritte Patient mit osteoporotisch bedingtem Knochenbruch ein Mann. Schleichende Epidemie Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt diese «schleichende Epidemie» mittlerweile zu den zehn häufigsten Erkrankungen überhaupt. Die Rheumaliga Schweiz gibt an, dass derzeit rund 600 000 Menschen in der Schweiz an Osteoporose leiden, mehr als doppelt so viele Frauen wie Männer. Und die Tendenz ist steigend. So hat sich die Zahl der durch Knochenschwund ausgelösten Schenkelhalsbrüche laut der Schweizerischen Osteoporose-Informationsplattform OsteoSwiss zwischen 1980 und 1995 fast verdoppelt. Eine Basler Forschungsgruppe hat hochgerechnet, dass die Zahl der jährlichen Hüftfrakturen in der Schweiz von etwa 8400 im Jahr 2000 auf 11 400 im Jahr 2020 zunehmen wird. Entsprechend werden die direkten Behandlungskosten für Osteoporose in die Höhe schiessen, nämlich von 713 Millionen auf 950 Millionen Franken. Training und Milchprodukte Was können wir tun, damit solche Hochrechnungen nicht Wirklichkeit werden? Während man auf Risikofaktoren wie die familiäre Belastung, starke hormonelle Veränderungen (z.B. durch die Entfernung der Eierstöcke), chronische Darm- oder Schilddrüsenkrankheiten nicht oder kaum Einfluss nehmen kann, sind andere Risiken sehr gut zu steuern. Regelmässige Bewegung fördert den Knochenstoffwechsel und festigt die Knochen. Zu empfehlen sind langsames Joggen,


Osteoporose 43

rr Korrigieren

von Sehschwächen Medikamente, die zu Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen führen (z.B. Schlafmittel) rr Keine Stolperfallen im Haushalt (Kabel usw.) rr Gute Beleuchtung in der Wohnung und im Flur rr Keine glatten Böden (AntiRutsch-Fussmatten) rr Bei Glatteis nur die Wohnung verlassen, wenn unbedingt notwendig rr Keine

Auf Versorgung achten Die richtige Ernährung kann den Knochenabbau verlangsamen. So liegt der Bedarf eines Erwachsenen zwischen 25 und 50 Jahren bei 1000 mg Kalzium und für Erwachsene über 50 Jahre respek­ tive Frauen nach der Menopause bei 1500  mg Kalzium täglich. Schwangere Frauen benötigen noch mehr von diesem für den Knochen essentiellen Mineral. Besonders viel Kalzium enthalten Milchprodukte wie Käse, Joghurt oder die Milch selbst, aber auch ein kalziumreiches Mineralwasser kann den täglichen Bedarf unterstützen. Auch Vitamin D ist enorm wichtig für den Aufbau

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Wann besteht für Sie ein Osteoporose-Risiko? rr Wenn Sie

ohne erkennbare Ursache unter Knochenbrüchen leiden rr Wenn Osteoporose gehäuft in Ihrer ­Familie auftritt rr Wenn Sie zu den Frauen mit spätem Beginn der Regelblutung und frühem Beginn der Wechseljahre zählen rr Wenn Ihnen die Eierstöcke entfernt wurden rr Wenn Sie cortisonhaltige Medikamente in höherer Dosierung während einer ­längeren Zeit einnehmen müssen rr Wenn Sie sich zu wenig bewegen rr Wenn Sie untergewichtig sind

und den Erhalt der Knochen. Normalerweise werden Vorstufen dieser Substanz mithilfe der Sonne in der Haut hergestellt und dann in der Leber und den Nieren in eine aktive Form umgewandelt. Vitamin D sorgt einerseits dafür, dass genügend Kalzium aus dem Darm aufgenommen wird, und andererseits, dass die Muskeln gestärkt werden. Bei Osteoporose kann daher eine Behandlung mit Vitamin D und Kalzium helfen. Sinnvolle Medikamente Daneben können Medikamente sinnvoll sein. Die derzeit am häufigsten verwendete Klasse sind die rezeptpflichtigen Biphosphonate. Sie hemmen den Knochenabbau und stärken die noch vorhan­ dene Knochenmasse, müssen aber sehr konsequent eingenommen werden. Auch die selektiven Östrogen-Rezeptor-Modulatoren (SERM) werden als Tablette ein-

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rr Wenn Sie

unter Mangelernährung wie beispielsweise chronisch zu geringe Kalziumzufuhr leiden rr Wenn Sie rauchen rr Wenn Sie dem Alkohol übertrieben zusprechen rr Wenn Sie unter chronischen Darmkrankheiten wie Morbus Crohn oder Rheuma leiden rr Wenn Ihre Nebenschilddrüse und Ihre Schilddrüse Überfunktionen aufweisen rr Wenn Sie schon ein höheres Lebensalter erreicht haben

genommen, verhindern den Knochenabbau und regulieren den Knochenstoffwechsel. Den direkten Knochenaufbau fördert Parathormon, ein Abkömmling des Nebenschilddrüsenhormons. Es wird zumeist nur bei schweren Fällen eingesetzt und muss – maximal 18 Monate lang – einmal täglich unter die Haut gespritzt werden. Über die Nebenwirkungen der jeweiligen ­Medikamente sollte man sich genau informieren lassen.

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Walking, aber auch Wandern und Spazierengehen. Damit wird nicht nur der Knochen gestärkt, sondern auch der Gleichgewichtssinn und die Beweglichkeit, was wiederum der Sturzprophylaxe zugute kommt. Auch moderates Krafttraining kann den Muskeln und der Knochensubstanz helfen. Daneben sollten ältere Osteoporose-Patienten alles tun, um Stürze zu vermeiden:


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Ein Mini-Kräutergarten auf dem Balkon Kalendarisch ist jetzt Frühling. Aber auch wenn man keinen eigenen Garten hat: Auf frische Kräuter muss man nicht verzichten. Christoph Baumgartner

Ein Balkonkistli oder ein Blumentopf findet überall Platz, um zu Hause feine Kräuter ernten zu können. Wichtig für das Gedeihen der meisten Kräuter ist es, dass sie einen möglichst windgeschützten und sonnigen Platz bekommen und in gute Kompost- oder Gartenerde gepflanzt werden. Kräuter in Töpfen oder Kistli brauchen mehr Aufmerksamkeit als Kräuter im Garten. Da sie in wenig Erde wachsen, muss man sie häufiger giessen und zwischendurch auch immer wieder düngen. Thymian, Salbei, Oregano oder Rosmarin mögen es trockener, Pfefferminze, Petersilie, Schnittlauch oder Melisse können etwas mehr Feuchtigkeit vertragen. Je kleiner die Töpfe sind, desto schneller trocknet die Erde aus. Kübel und Töpfe am besten auf zwei Dachlatten oder Füsschen aus Terrakotta stellen, damit die Löcher im Topf frei bleiben und Staunässe verhindert wird. Wenn man die Blüten der verschiedenen Kräuter zwischendurch immer wieder abschneidet, bekommen die Blätter mehr Pflanzensaft und sind aromatischer. Und das Ganze ist ja kei-

ne Hexerei: Denn bei den Grossverteilern oder in Gartenzentren kann man fertig gezogene Kräuter in Töpfchen für den Balkon kaufen. Und mal abgesehen vom Geschmack – frischer ist auch ­gesünder. Basilikum Gut für Fleisch, Fisch, Salate, Tomaten. Sehr aromatisch. Rosmarin Geschmackvoll bei der Zubereitung von Geflügel, Lamm, Fisch und Kartoffelgerichten. Melisse Schmeckt erfrischend. Als Tee hilft sie bei Einschlafstörungen. Pfefferminze Macht Desserts und Eistee einfach besser. Für Menschen mit britischem Migrationshintergrund auch zu Fleisch möglich. Tee-Klassiker bei MagenDarm-Beschwerden. Estragon Gut zu Geflügel und Fisch. Verfeinert Marinaden. Gibt Senf und Essig richtig Würze. Dill Verliert getrocknet sein Aroma, ansonsten prima zu Gurkenund Fischgerichten. Petersilie Kein Essen ohne Peterli: passt eigentlich zu allem.

Kräuter in Töpfen und Kisten: Sehen schön aus und schmecken gut

Schnittlauch Macht jeden Salat besser. Passt in Suppen, Quark, Eierspeisen oder zu Spargel. Salbei Bei Saltimbocca unerlässlich, sonst sparsam verwenden. Als Tee ein guter Entzündungshemmer. Kresse Würzt Frischkäse, Butterbrote, Salate. Senföle verleihen Schärfe, Schärfe regt die Verdauung an. Liebstöckel Das auch als «Maggikraut» bekannte Gewürz schmeckt nach Sellerie, würzt Suppen und Eintöpfe. Thymian Nur sparsam verwenden, etwa bei Wild und Lamm. Als Tee gut bei Erkältung. Oregano Keine Pizza ohne Oregano; schmeckt auch zu Tomaten, Käse, Aufläufen oder Gemüsegerichten. Beim Bepflanzen von Töpfen und Kistli ist es ratsam, Kräuter mit gleichen Standortansprüchen zusammenzustellen. Gut vertragen sich Basilikum, Majoran, Petersilie und Schnittlauch. Bohnenkraut, Oregano, Zitronenmelisse, Rosmarin, Salbei und Thymian harmonieren ebenfalls bestens. Einige Kräuter vertragen sich hingegen überhaupt nicht, wie zum Beispiel Petersilie und Minze. Und Schnittlauch fühlt sich allein im Topf am wohlsten. Im Spätherbst die mehrjährigen Kräuter an einen geschützten Ort stellen. Aber Vorsicht: Pflanzen müssen auch im Winter regelmässig gegossen werden, wenn der Boden nicht gefroren ist. Die meisten Pflanzen, die den Winter nicht überstehen, erfrieren nämlich nicht, sie vertrocknen.


46 schöne männer

Makellose Männlichkeit Möglichst lange jung und attraktiv aussehen: Die Pflegelinien für den Herrn boomen, und bereits jeder fünfte Kunde der ästhetischen Chirurgie in der Schweiz ist männlich. Susanne Wagner, «Beobachter»

Seit den 90er-Jahren werben ästhetische und spärlich bekleidete Männerkörper auf Plakaten für Unterwäsche und Parfüm. Stars wie der englische Fussballer David Beckham pflegen den so genannten metrosexuellen Look und propagieren Verhaltensweisen, die einst eher dem Lebensstil von Frauen oder dem Klischee des homosexuellen Mannes zugeordnet wurden: Sie rasieren den ganzen Körper, gehen regelmässig zur Kosmetikerin und trainieren im Fitnessstudio. Zeichen des Älterwerdens Mode und Medien haben die männliche Körperpflege längst salonfähig gemacht. Für viele Männer gelten ein jugendliches Gesicht und ein sportlicher Körper auch als Karrierefaktoren. Das ist mit ein Grund, dass sich immer mehr Männer nicht mit den äusseren Zeichen des Älterwerdens abfinden wollen und Hilfe beim Schönheitschirurgen suchen. Wie die Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland mitteilte, stören sich Männer vor allem an der Zornesfalte zwischen den Brauen, die das Gesicht alt und vergrämt aussehen lässt.

In Deutschland hat die Zahl der Faltenbehandlungen mit Botox im letzten Jahr um 44 Prozent zugenommen. Manche Männer machen kein Geheimnis daraus, dass sie der Natur nachgeholfen haben. So berichtete etwa der 64-jährige Ex-Fussballer Fritz Künzli in der TV-Sendung «Rundschau», dass er sich die Falten wegspritzen lässt, weil er für seine Frau immer noch gut aussehen will. Männer unterm Messer Hierzulande werden sich gemäss einer Studie des Beratungszentrums für plastische Chirurgie Acredis bis Ende Jahr rund 9500 Männer unters Messer eines Schönheitschirurgen gelegt haben. Das bedeutet einen Anstieg um etwa fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vertreter des starken Geschlechts machen damit bereits rund 19 Prozent des Gesamtmarkts in der Schweiz aus. Bei den 50bis 60-jährigen Männern sind chirurgische Augenlidstraffungen mit 3500 Eingriffen im Jahr 2010 mit Abstand am beliebtesten, gefolgt von Faceliftings mit 500 Operationen. Eingriffe wie Fettabsaugen oder Nasenkorrekturen mit 2500 beziehungs-


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weise 1500 Operationen werden bereits in früheren ­Jahren vorgenommen und sind vor allem bei den 30- bis 40-Jährigen verbreitet. Männer haben Hautprobleme Die Kosmetikindustrie hat den Mann schon vor über zehn Jahren als Zielgruppe entdeckt. Die Auswahl an spezifischen Pflegecremen für ihn ist zwar kleiner, doch die Zahl der Pflegelinien wächst. Auch Männer haben Hautprobleme, wie etwa zu fettige, zu trockene oder gerötete Haut. Was viele nicht wissen: Männerhaut ist anders aufgebaut als die Haut der Frauen. Sie ist etwa 20 Prozent dicker und robuster, stärker durchblutet und produziert mehr Talg. Daher benötigt sie auch eine Pflege, die weniger Fett und mehr Feuchtigkeit enthält. Der Griff in den Cremetopf der Partnerin kann deshalb kontraproduktiv wirken. Strapaziert wird die Männerhaut vor allem durch die ultravioletten Strahlen der Sonne und die tägliche Rasur des Barthaars. In der Regel sind langwierige Schönheits- und Pflegerituale nicht die Sache des Mannes. Für viele beschränkt sich die tägliche Schönheitspflege maximal auf die Rasur und das kurze Wangentätscheln mit Aftershave. Allzu ausführliche Anwendungen von Cremen, Peelings, Lotionen oder Masken sind den meisten zu aufwändig, zu zeitraubend oder schlicht zu mühsam. Manchen harten Kerl plagt auch die Angst, durch übertriebene Pflege unmännlich zu wirken. Dies widerspiegelt sich auch in der Werbung für Männerkosmetika. Während Cremen für Frauen mit den Faktoren Anti-Aging, Verwöhnen und Luxus beworben werden, geht es bei den Pflegeprodukten für die Männerhaut bedeutend sachlicher, praktischer und unkomplizierter zur Sache: Statt zu schmeichelnden Cremen greift der Mann zu energiespendenden Gelen für den Frischekick der Haut oder zu Roll-on-Sticks mit Koffein gegen Augenringe. Wieder mal entspannen Weil für viele Männer ein gepflegtes Erscheinungsbild dazugehört, findet man sie auch immer öfter als Kunden in Wellnessoasen oder bei der Kosmetikerin, wo sie sich pflegen und verschönern lassen. Oft buchen sie gleich ein ganzes Schönheitsweekend in einem Wellnesshotel mit Massagen, Gesichtspflege, Maniküre und Pediküre. «Viele Männer haben im Alltag gar keine Zeit für Wellness, weil sie permanent unter Strom stehen», erklärt Kosme­

tikerin ­Beatrice Aeberhard. Speziell für gestresste Manager bietet sie deshalb in ihrem Kosmetikstudio in Münsingen BE eine Businesspflege über Mittag an. Die 50-minütige Powerbehandlung für die Haut umfasst ein Peeling, das Einmassieren eines Wirkstoffkonzentrats sowie eine Gesichtsmaske oder eine Gesichtsmassage. Einige Männer kommen wegen Hautproblemen zu Aeberhard, andere wollen frischer aussehen oder einfach mal wieder entspannen. Auch das Zupfen der Augenbrauen gehört zur Basispflege. Aeberhard, die auch Männer über 50 zu ihren Kunden zählt, weiss genau, wie Männer wirken wollen: «Natürlich, aber gepflegt.» Männliche Blondine Soll man die Spuren des Älterwerdens zu verwischen versuchen – oder alles so belassen, wie es wächst? Diese Frage stellt sich fast jedem Mann früher oder später auch beim Thema Haare. Prominente wie Thomas Gottschalk haben die Antwort für sich längst gefunden. Seit Beginn der Moderation von «Wetten, dass …?» vor über 20 Jahren hat sich die «männliche Blondine» äusserlich nur unmerklich verändert: Die lockige Haarpracht des heute 60-Jährigen dürfte kaum aus eigener Kraft so blond geblieben sein.

Die Modewelt hat die männ­liche Körperpflege salonfähig gemacht.

Doch aufgepasst: Was für Männer aus dem Showbusiness passen mag, kann bei Otto Normalverbraucher schnell angestrengt und lächerlich wirken. Allzu offensichtlich gefärbte Haare oder die immer zum Scheitern verurteilten Versuche, eine Glatze mit Hilfe von drapierten Haarsträhnen zu verstecken, führen meist zum Gegenteil – sie lassen einen Mann älter aussehen, als er ist. Viel souveräner wirkt es, bei sich lichtender Haarpracht die Haare ganz kurz zu schneiden, eine sexy Glatze stehen zu lassen oder sich über die ergrauenden Haare einfach zu freuen. Sie wirken auf viele Frauen attraktiv. Oder hat jemals jemand gehört, dass sich der Schauspieler George Clooney die Haare färbt? Eben.


48 Vista Expo

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KURZ NOTIERT 49

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Praxis für Liebeskummer Liebeskummer kann jeden und jede treffen. Seit Ende letzten Jahres gibt es in der Schweiz die erste Liebeskummer-Praxis. Wer glaubt, vor allem Frauen suchten Rat, täuscht sich. In Deutschland sind 70 Prozent Männer, die bei einer neutralen Stelle über ihren Liebeskummer reden wollen. http://bit.ly/dYMoq9

Wenn Frauen während der Schwangerschaft Kontakt zu Nutztieren oder Katzen haben, erkranken ihre Kinder seltener an der chronischen Hautentzündung Neurodermitis. Das zeigt eine gross angelegte Studie in fünf Ländern unter der Leitung der Universität Zürich. Dass Umwelteinflüsse vor Allergien schützen können, ist schon lange bekannt. Solche Krankheiten sind weniger häufig bei Bauernkindern oder bei Kindern, deren Mütter während der Schwangerschaft auf einem Bauernhof leben. Schützende Wirkung haben frische Milch sowie der Kontakt zu Nutztieren und zu einigen Bestandteilen von Bakterien. Bisher nicht nachgewiesen wurde diese schützende Wirkung für die Neurodermitis. Diese chronische, schmerzhafte Entzündung der Haut tritt oft in der frühen Kindheit

Schlafen macht gesund Die Idee des Schönheitsschlafs ist erstmals wissenschaftlich belegt: Wie schwedische Forscher im Fachmagazin British Medical Journal berichten, wirken Menschen nach ausreichender Nachtruhe sowohl attraktiver als auch gesünder. Die Psychologen des Stockholmer Karolinska-Instituts fotografierten zunächst 23 junge Erwachsene an zwei verschiedenen Tagen am frühen Nachmittag: Bei einer Gelegenheit durften

Notfallnummer für Herzmassage Wer ausserhalb des Spitals einen Herzstillstand erleidet, hat eine Überlebenschance von nur fünf Prozent. Mit einer Herzmassage verfünffacht sich dieser Wert. Seit zweieinhalb Jahren geben Experten im Kanton

auf, meist beginnt sie schon im Säuglings­ alter. In industrialisierten Ländern leiden bis zu 20 Prozent der Kinder daran. http://bit.ly/fpsNFc die Probanden vorher ausschlafen, das andere Mal waren sie übernächtigt. Bedingungen und Lichtverhältnisse waren bei beiden Terminen identisch: Die Versuchspersonen sollten – gewaschen, mit offenem Haar und ohne Makeup – neutral und entspannt in die Kamera schauen. Im nächsten Schritt bewerteten 65 Beobachter die Gesundheit und die Attraktivität der Gesichter. Sie stuften die ausgeschlafenen Teilnehmer als deutlich attraktiver und gesünder ein. Die Forscher halten das Resultat für gesellschaftlich bedeutsam, da immer mehr Menschen unter Schlafstörungen leiden. http://bit.ly/g3Hp7H

Waadt über die Notfallnummer 144 Anweisungen für Herzmassagen – mit Erfolg. Rund zwei Drittel der Personen, welche über die Notfallnummer 144 den Herzstillstand einer Drittperson melden, willigen ein, unter Anleitung beim Patienten eine Herzmassage durchzuführen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Waadtländer Stiftung Medizinische Notrufzentrale und des Lausanner Universitätsspitals CHUV.

Kirsch und Wein zum Fondue Dass Weisswein und Kirsch zum Käsefondue die Verdauung ankurbeln, ist ein Ammenmärchen. Das zeigt eine Studie von Forschern des Universitätsspitals Zürich. Im Gegenteil: Der Alkohol bewirkt, dass der Käse mehrere Stunden länger im Magen liegen bleibt als bei Teetrinkern. http://bit.ly/gVRicd Medikamentenvergiftungen Vergiftungen durch Medikamente bei älteren Menschen haben massiv zugenommen; die Anzahl der Fälle hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. Nimmt ein Patient beispielsweise aus Versehen zu viele Blutdruckmittel ein, kommt es zu einem dramatischen Blutdruckabfall. So­ bald eine Patientin oder ein Patient 12 oder mehr Medikamente pro Tag einnehmen muss, kommt es schon mal zu Irrtümern – die dramatisch enden können. Chronische Darmentzündung Die chronische Darmentzündung Morbus Crohn verursacht laut ­einer Schweizer Studie posttrauma­tische Belastungstörungen, ähnlich wie sie bei Unfallopfern auftreten. Das führt zu einem Teufelskreis, denn die psychische Belastung scheint ihrerseits die Darmkrankheit zu verschlimmern. http://bit.ly/ewuiHw

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Auflösung Ausgabe 1/11: 3 1 4 8 5 6 2 7 9

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REPORTAGE

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«Ich bin nicht nur Verkäuferin.» TopPharm stellt in jeder Ausgabe eine Mitarbeiterin und ihren Beruf aus einer Partner-Apotheke vor. Diesmal Pia Rebsamen, Pharma-Assistentin in der TopPharm Leonhards-Apotheke Zürich. Sie habe Mutterwitz, bestätigt ein Arbeitszeugnis aus den 80er-Jahren. Pia Rebsamen schmunzelt, als sie sagt: «Darauf bin ich besonders stolz.» Seit knapp 40 Jahren steht die dreifache Mutter mal mehr, mal weniger oft in einer Apotheke. «Als ich 1972 meine Lehre begann, hiess der Beruf noch Apotheker-Gehilfin. Nicht Apotheken…», betont die 55-jährige Pharma-Assistentin. So heisst der Beruf der weissbeschürzten Damen heute korrekt. «Als ich noch ein Kind war, ging ich gerne in die Apotheke, weil Fräulein Oesch, so sagte man damals, wunderschöne rote Fingernägel hatte.» Dass sie diesen Beruf letztlich wählte, kam so: «Ich lag krank im Bett, blätterte das Telefonbuch durch und las die verschiedenen Berufsbezeichnungen. Dann entschloss ich mich für die Apotheke.» Zurzeit arbeitet Pia Rebsamen 50 Prozent. Daheim

versorgt sie Haus und Garten. Pia Rebsamen ist seit 32 Jahren verheiratet. «Mit demselben Mann», wie sie schelmisch anmerkt. Zwei ihrer drei erwachsenen Töchter leben noch im Hotel Mama. «Die Älteste ist übrigens auch Pharma-Assistentin und meine zweite Tochter studiert Pharmazie.» «An meine erste Arbeit in der Apotheke erinnere ich mich noch gut: Ich musste 10 000 Tabletten in Zehnerpackungen abfüllen», erzählt die überzeugte Pharma-Assistentin. Es waren halt andere Zeiten damals. «Die weissen Kittel waren hochgeschlossen und wir mussten sie selber bezahlen.» Heute, so schätzt sie, seien rund 9000 verschiedene Medikamente am Lager. Wie viele davon kennt sie? «Viele, sehr viele. Nur die neueren Generika sind mir nicht so geläufig.» Trotzdem hat sie sich nie als Verkäuferin empfun-

TopPharm AG, Grabenackerstrasse 15, 4142 Münchenstein, Telefon 061 416 90 90 Fax 061 416 90 99, www.toppharm.ch ratgeber@toppharm.ch

den. «Einmal habe ich ein Kind mit Pfeifferschem Drüsenfieber gerettet», freut sich Pia Rebsamen. Sogar der Arzt habe später angerufen und sich bedankt. «Wenn sich Menschen nach einer guten Beratung bedanken, ist das schon Balsam auf die Seele.» Weil ihr Kochen und Essen genauso wichtig sind wie die Gesundheit, entschloss sie sich vor zehn Jahren zu einer Zusatzausbildung als Ernährungsberaterin. Davon profitieren heute die Kunden der TopPharm LeonhardsApotheke. «Menschen zu beraten, macht mir wirklich grosse Freude.» Wenn sie etwas an ihrer Arbeit zu bemängeln hätte, dann dies: «Als Pharma-Assistentin bleibt man irgendwie immer Hilfspersonal.» Trotzdem: «Wenn ich nochmals wählen müsste, wäre es wieder der Beruf in der Apotheke» – nicht nur wegen der roten Fingernägel von Fräulein Oesch.


TopPharm Ratgeber März 2011