Issuu on Google+

CHF 3.90

TopPharm

2 14 Apotheken

4 SCHMERZEN Wie man sie effektiv behandelt 27 AKUPRESSUR Sanfter Druck lässt den Schmerz abklingen 30 Gourmet Chicorée – der Diätbegleiter 43 Wechseljahre Gegen viele Beschwerden ist ein Kraut gewachsen w w w.t o p p h a r m.c h


BITTE LESEN SIE DIE PACKUNGSBEILAGE. GlaxoSmithKline Consumer Healthcare AG

Kraftvolle Wärme – natürlich Isola®

Isola® Capsicum N und Isola® Capsicum N PLUS: Die wärmenden Schmerzpflaster aus pflanzlichen Wirkstoffen Helfen bei Verspannungen sowie Rücken- und Muskelschmerzen und wirken unterstützend bei rheumatischen Beschwerden.

Dies sind Arzneimittel. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage und lassen Sie sich von Ihrem Apotheker oder Drogisten beraten.

IVF HARTMANN AG, CH-8212 Neuhausen, www.waermepflaster.ch


EDITORIAL 2 / 3

Das erwartet Sie in dieser Ausgabe 4 Im brennpunkt Schmerzen effektiv behandeln. 12 Wissen rundum Schmerzsignale. 15 Wissen Schmerzliche Erinnerungen. 18 Interview «Schmerzen machen Menschen kaputt.» 21 Wissen Metabolisches Syndrom – gefährliches Quartett. 24 Aus dem Leben «Plötzlich war alles anders.» 27 wissen Akupressur – sanfter Druck gegen Schmerzen. 30 Gourmet Chicorée – vom Kaffee-Ersatz zum Diätwunder. 33 wissen Warum wir uns im Lift unwohl fühlen. 36 Ausflugstipps Bahnerlebnisse für die ganze Familie. 38 wissen Viele Kinder lernen nicht mehr schwimmen. 41 wissen Altersheuschnupfen als Neuerkrankung. 43 Wissen Die Wechseljahre. 46 10 Tipps Spass am Sport.

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2014

49 Kurz notiert 50 Rätseln & Gewinnen Preise im Wert von über CHF 5000.–.

Besuchen Sie die Seite der TopPharm Apotheken und Drogerien auf Facebook. Dort erwarten Sie ausgewählte Neuigkeiten und tolle Wettbewerbe. Es lohnt sich! www.facebook.com/TopPharm

Schmerzen Liebe Leserinnen, liebe Leser Seit frühester Kindheit wollte ich ein Indianer sein. Aber ich bin keiner, denn ich kenne Schmerzen. Und ich bin keiner, der sie gut aushalten kann. Darum greife ich bei Kopf- oder Zahnweh ziemlich schnell zu Schmerztabletten. Das ist vielleicht wehleidig, aus medizinischer Sicht aber durchaus sinnvoll. Das Schlimmste, was bei Schmerzen passieren kann, ist, dass sie chronifizieren und sich so zu einer eigenen Krankheit auswachsen können. Deshalb widmet sich TopPharm in der aktuellen Gesundheitskampagne den Schmerzen und darum berichten wir auch in dieser Ausgabe des TopPharm Ratgebers ausführlich über das Thema. Aber nicht nur: Wie man auch mit lebensbedrohenden Krankheiten umgehen kann, erfahren Sie im eindrücklichen Porträt einer Dame, die trotz schlimmster Diagnose den Lebensmut nicht verloren hat. Warum fühlen wir uns eigentlich unwohl, wenn uns fremde Menschen zu nahe kommen? Dieser Frage gehen wir eingehend nach, wenn wir das menschliche Raumverhalten beschreiben – denn unerwünschte Tuch­fühlung weckt in jedem von uns Urinstinkte. Viel Lesevergnügen wünscht Ihnen Ihr Christoph Baumgartner

IMPRESSUM Ausgabe Nr. 2, März 2014. Herausgeberin: TopPharm AG, 4142 Münchenstein, ratgeber@toppharm.ch, Tel. 061 416 90 90. Anzeigen: Tanja Dirschnabel. Leitung Marketing und Kommunikation: Judith Lanz. Projekt­leitung: Caroline Kuster. Redaktion: Christoph Baumgartner. Mitarbeit: Beat Felber, Christine Micheloud, Dr. Klaus Duffner, Dr. Jürgen Schickinger, Patricia Heyne. Druck und Versand: Swissprinters AG, Zofingen. Auflage: Druck 499 641, WEMF 523 726. Gestaltung: rotor agentur für kommunikation, Zürich. Der Abdruck oder die Publikation im Internet ist nur mit ausdrücklicher Ge­nehmigung der Redaktion gestattet.


Brennpunkt 4 / 5

Schmerzen effektiv behandeln Von Dr. Jürgen Schickinger

Stechend, ziehend, pochend: Schmerzen können sich sehr unterschiedlich anfühlen und an vielen Stellen des Körpers auftreten.

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2014

Was drückt denn da so schmerzhaft? Hat sich etwas entzündet oder ist ein Nerv eingeklemmt? Wie Schmerzen entstanden sind, interessiert anfangs meist nur am Rande. Wenn es wehtut, möchten wir das unangenehme Gefühl loswerden, so schnell es geht. Das ist auch richtig so: Schmerzen, die länger anhalten, können sich verselbstständigen und selber zur Krankheit werden. Doch nicht jedes Mittel eignet sich gleich gut für alle Schmerzen. Je nach Schmerzursache können Medikamente versagen oder ungünstig sein. Andere dürfen unter einigen Bedingungen nicht zum Einsatz kommen. Um Schmerzen effektiv behandeln und Folgeschäden verhindern zu können, muss man ein paar Umstände im Auge behalten. Oberflächliche Schmerzen machen selten Pro­bleme Schmerzen begleiten und beschäftigen die Menschen seit jeher. Die wenigsten Rätsel gaben ihnen äusserliche Verletzungen auf: Selbst unsere Urahnen, die kaum Kenntnisse vom Körper hatten, konnten hier die Ursache ihrer Schmerzen mit eigenen Augen sehen – eine Schürfung, ein Kratzer, ein Schnitt. Da­rauf legten Heiler Blätter von Pflanzen oder andere Naturerzeugnisse. Damit sich oberflächliche Wunden schliessen und die Schmerzen vergehen, reichen

heute auch örtliche Behandlungen aus, etwa mit einem guten Schmerzgel. Es kühlt, lindert Schmerzen und hemmt entzündliche Reaktionen, die an verletzten Stellen ablaufen. Je nach Grösse sind Kratzer und Schnitte nach Stunden oder wenigen Tagen verheilt. Der Vorfall ist abgehakt – meistens. Wenn sich Verletzungen aber entzünden, anschwellen, röten und eitern, können Antibiotika nötig werden. Gerade grössere Entzündungen sollte man zeitig behandeln, um zu verhindern, dass sie sich über die Blutbahn ausbreiten und zur Blutvergiftung werden.

Nicht jedes Mittel eignet sich gleich gut für alle Schmerzen. Dämonen und Saftstau So einfach wie bei oberflächlichen Verletzungen liegt der Fall nicht immer, selbst wenn etwas zu sehen ist. Wer einmal Gürtelrose gehabt hat, kennt die Bläschen auf der Haut, die höllisch schmerzen. Bei ihnen richten übliche Schmerzgele wenig aus, denn hier entstehen die Beschwerden anders – durch Herpes­v iren. Wie sollten unsere Vorfahren das ahnen? Noch mysteriöser erschienen ihnen aber Schmerzen im Kopf, im Bauch oder an anderen Stellen, an denen nichts Auffälliges sichtbar war. Derart rätselhafte Leiden » Seite 7


Kopfschmerzen?

Bitte lesen Sie die Packungsbeilage.

Saridon N forte hilft.

Bekämpft Keime wirksam Augentropfen mit antibakterieller Wirkung n

Bakterielle Konjunktivitis

n

Keratokonjunktivitis

n

Dacryocystitis

n

Infektionen der Tränenwege

n

Prä- und postoperative Desinfektion

Desomedin® DD

In jedem Fall für alle Fälle… Desomedin® DD. SwissMedic Liste C, Bakterielle Konjunktivitis und Keratokonjunktivitis. Dacryocystitis und Infektionen der Tränenwege. Prä- und postoperative Desinfektion. 4–6 mal täglich 2 Tropfen instillieren. Dies ist ein Arzneimittel. Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten und lesen Sie die Packungsbeilage. Bausch & Lomb Swiss AG, CH-6301 Zug, www.bausch-lomb.ch


Brennpunkt 6 / 7

konnten sich die alten Ägypter, Griechen und Inder nur durch höhere Mächte erklären. Sie glaubten, dass Dämonen am Werk seien. Später machte die Lehre der Körpersäfte sowohl Saftstau als auch Saftarmut in Körperteilen für Schmerzen verantwortlich. Immerhin erkannten die alten Heiler: Gewisse Heilmittel bessern manche Schmerzen, andere nicht. Heutige Fachleute wissen glücklicherweise weit mehr darüber, wie sie unterschiedliche Schmerzformen effektiv behandeln und wie sie verhindern, dass aus akuten Schmerzen eine chronische Schmerzerkrankung wird (lesen Sie mehr dazu im Interview auf den Seiten 18 und 19).

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2014

Im Altertum machte man Dämonen für Schmerzen verantwortlich. Wir kennen unsere Schwachstellen Auch wir selbst kennen uns besser mit unserem Körper und seinen Schwachstellen aus. Wir ahnen oft, woher Schmerzen kommen. Plagt ein Zahn, ist es wohl eine bakterielle Infektion. Drückt der Bauch, erinnern wir uns, dass in der letzten Mahlzeit Zwiebeln oder etwas anderes war, was wir nicht so gut vertragen. Der Nacken schmerzt nach einer «falschen» Bewegung oder einer Überlastung, wahrscheinlich, weil sich ein Muskel verspannt hat. Wir greifen aus Erfahrung auf Mittel zurück, von denen wir glauben, sie helfen am besten. Tatsächlich aber nehmen viele Menschen selbst bei Schmerzen, die sie kennen, nicht das optimale Medikament. Zum Teil lässt sich auch der Ort, von dem das Übel ausgeht, nicht benennen. Schmerzen können ausstrahlen. Sogar um nur einen maroden Zahn ausfindig zu machen, sind manchmal kalte Luft, Abklopfen oder Röntgenbilder erforderlich. Deshalb kann eine fachliche Beratung enorme und nachhaltige Fortschritte bewirken. Sie sollte unbedingt stattfinden, wenn neue Schmerzen auftauchen, diese sich zum wiederholten Mal nicht befriedigend mildern lassen oder man unsicher ist, woher sie kommen. Dann hilft ein Schmerz-Check bei Ihrem TopPharm Gesund» Seite 9

Kristina Wernli Eidg. dipl. Apothekerin FPH Verwalterin TopPharm Apotheke & Drogerie Buchs

5 Fragen Wie können Sie helfen, wenn jemand mit Schmerzen in die Apotheke kommt? Ich beginne mit einer gezielten Befragung. Um welche Art von Schmerz handelt es sich? Wurden schon Schmerzmittel eingenommen und, falls ja, welche? Ich kläre ab, für welche weitere Therapieformen der Patient allenfalls offen ist. Spricht er eventuell auf komplementärmedizinische Therapien an? Danach kann ich mit dem Patienten eine auf ihn abgestimmte Schmerzkon­trolle zusammenstellen. Warum ist es gut für Patienten, wenn die Apotheke in eine Schmerztherapie mit eingebunden ist? Viele Patienten haben Fragen, vor allem zu Einnahme und Verträglichkeit von Schmerzmitteln. In der Apotheke können wir den Patienten über die Therapie aufklären und einen gemeinsamen Strategieplan erarbeiten. Wir können den Patienten zudem auf ergänzende Therapien aufmerksam machen. Indem wir den Patienten als Partner betrachten und ihn professionell durch eine Schmerztherapie führen, können wir die Therapietreue auch häufig optimieren. Wie häufig kommt es vor, dass Menschen ihre Medikamente falsch einnehmen? Konkrete Zahlen habe ich nicht. Aber es kommt leider noch viel zu oft vor. Man kann «Falschanwender» in zwei Gruppen unterteilen: diejenigen, welche die falschen oder zu wenig wirksamen Medikamente einnehmen, und die anderen, die aus Angst vor Abhängigkeit nicht genügend der verordneten Medikamente einnehmen. In beiden Fällen können wir aufklären und in Absprache mit dem Arzt die Medikation optimieren. Wie gross ist denn die Gefahr, von Schmerzmitteln abhängig zu werden? Viele chronische Schmerzpatienten befürchten, von Opiaten und Opioiden abhängig zu werden. Man weiss aber, dass man der psychischen Abhängigkeit und dem damit verbundenen Missbrauch vorbeugen kann. Wichtig sind eine sachgerechte Anwendung und die gezielte Wahl der Verabreichungsform. Was machen Sie, wenn Sie Kopfweh haben? Zum Glück leide ich nicht an Migräne, sondern nur ab und zu an Spannungskopfweh. Dann schnür ich mir ein Dreier­päckli: ein wärmendes Schmerzgel im Nacken- und Schulterbereich einreiben, eine schnell wirksame Schmerztablette einnehmen und gezielte Yoga-Dehnungsübungen durchführen, damit sich meine Verspannungen lösen. Die Fragen stellte Christoph Baumgartner.


Dr. Andres Wallwurz Salbe ist ein Heilmittel. Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten und lesen Sie die Packungsbeilage.Homöopharm AG, Dr. Andres Apotheke Stadelhofen

Offizieller Sponsor der Rollerderby Girls www. rollerderby.ch

R

G

EN

EN

MO

DS

Morgens besser starten und der Tag gehört mir.

B S UND A

Haben Sie morgens knirschende Gelenke oder schmerzende und steife Finger aufgrund akuter Gelenk und Arthroseschmerzen? Starten Sie Ihren Tag mit Voltaren Dolo forte Emulgel. Der doppelt dosierte Wirkstoff sollte 2x täglich - morgens und abends - angewendet werden und wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend.

www.voltaren-dolo.ch Lesen Sie die Packungsbeilage Novartis Consumer Health Schweiz AG

Schonen Sie Ihre Gelenke und finden Sie praktische Alltagshilfen auf www.rheumaliga-shop.ch. Voltaren Dolo forte Emulgel unterstützt das Arthrose-Engagement der Reumaliga Schweiz.


Brennpunkt 8 / 9

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2014

heits-Coach. Er gibt Tipps, findet Lösungen oder leitet Sie an Experten weiter. Schmerzgefühle geben nur schwache Hinweise Schmerzen lassen sich mit vielen Worten beschreiben, wie «hell», «dumpf», «brennend», «ziehend», «klopfend», «vernichtend». Schmerz hat viele Gesichter, und jeder weiss, dass sich Zahnweh anders anfühlt als ein Nadelstich. Beschreibungen können wichtige Hinweise geben. Leider erlaubt allein die Art der Wahrnehmung aber nicht, Schmerzen sicher in eine der drei grossen Entstehungsgruppen einzuordnen. Bei der Mehrheit handelt es sich um Nozizeptorenschmerzen. Hier reizen äussere Einwirkungen wie Stösse oder Stiche, Entzündungen oder teils auch Tumore unsere Schmerzfühler (Nozizeptoren). Sobald der Reiz im zentralen Nervensystem ankommt, tut es weh. Bei kleinen Verletzungen wie Nadelstichen tritt der Nozizeptorenschmerz nur oberflächlich auf. Oberflächenschmerzen fühlen sich eher hell und scharf an. Ebenso können sich Nozizeptorenschmerzen aber auch als Tiefenschmerzen zeigen. Diese sind schwerer lokalisierbar und stechend, aber weniger spitz. Sie kommen aus dem Körperinneren, von Skelettmuskeln, Knochen, Gelenken und dem Bindegewebe. Eine dritte, oft dumpfe Unterform (viszerale Schmerzen) geht von inneren Organen aus. Diese Beschwerden können so stark sein, dass sie Schweissausbrüche und Übelkeit auslösen (zum Beispiel bei Gallenkoliken) oder sogar ein Vernichtungsgefühl (Herzinfarkt). Neuropathische Schmerzen Sind direkt Nervenzellen gequetscht oder geschädigt, spricht man von neuropathischen Schmerzen (von

griech. «neuron» = Nerv und «pathos» = Krankheit). Während die Art der Beschwerden bei Nozizeptorenschmerzen weitgehend gleich bleibt, kann sich neuropathischer Schmerz ständig wandeln. Seine Behandlung ist oft kompliziert. Doch geeignete, individuell abgestimmte Therapien können die Lebensqualität deutlich verbessern. Nervenschäden, die zu diesen Schmerzen führen, können beispielsweise durch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, Alkoholismus, virale und bakterielle Infektionen wie Gürtelrose, Lyme-Borreliose, Verletzungen des Rückenmarks oder Schlaganfälle entstehen. Auch Phantomschmerzen, bei denen amputierte Körperteile nach Amputationen scheinbar wehtun, zählen dazu. » Seite 11

Diese Informationen helfen, Schmerzen zu beurteilen: ■■

■■

■■ ■■

■■ ■■

■■

Welche Stelle schmerzt oder von welcher Stelle geht der Schmerz aus? Wie fühlt sich der Schmerz an – hell, dumpf, stechend, ziehend, pochend? Wann trat der Schmerz erstmals auf? Gab es einen konkreten Auslöser oder vermuten Sie einen? Wie stark empfinden Sie Ihren Schmerz? Wie lange haben Sie schon Schmerzen – anhaltend oder wiederkehrend? Gehen andere Beschwerden mit den Schmerzen einher (zum Beispiel Schwellungen, Fieber, Übelkeit)?


Schmerzen?

Flector EP Tissugel®: Kleben statt schmieren.

Kühlt nicht, wärmt nicht … wirkt! www.flectoreptissugel.ch ER AST

JAHREN

TV

ZP

IS ER

FL

E DA S M

Bei Verstauchungen, Prellungen und Muskelzerrungen. Jetzt auch bei symptomatischer Kniearthrose. - Bekämpft Schmerz und Entzündung lokal - Einfach und sauber anzuwenden. - Dringt tief in das entzündete Gewebe ein.

SEIT

KA

UFTE SCH

M

ER

- Wirkt mindestens 12 Stunden. - Jede Packung enthält einen elastischen Fixationsstrumpf.

Dies ist ein Arzneimittel. Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten und lesen Sie die Packungsbeilage. IBSA Institut Biochimique SA, Headquarters and Marketing Operations, Via del Piano 29, CH-6915 Pambio-Noranco, www.ibsa.ch

Bewegt Menschen.

Kennen Sie dieses Gefühl von schmerzenden Bauchkrämpfen? Wenn es krampft, sticht oder sich alles zusammenzieht?         auf die Muskulatur des Magen-Darm-Traktes. Buscopan – und der Bauch entspannt sich.

Buscopan. Gegen schmerzende Bauchkrämpfe. www.buscopan.ch

Erhältlich in Apotheken. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage.


Brennpunkt 10 / 11

Funktionelle Schmerzen Weder Verletzungen noch Zellschäden spielen eine Rolle für die dritte Gruppe. Sie umfasst Schmerzen, die Folgen funktioneller Störungen sind. Bekanntestes Beispiel sind Rückenschmerzen, die wegen Fehlhaltungen entstehen. Bestimmte Migräneformen kommen daher, dass die Durchblutung des Gehirns gestört ist. Psychosomatische Schmerzen, also solche aufgrund seelischer oder gesellschaftlicher Probleme, gehören ebenfalls in diese Gruppe, werden teils aber separat aufgezählt. Welches Mittel für welchen Schmerz? Neuropathische Schmerzen sprechen schlecht auf übliche Mittel an, die Wirkstoffe wie Acetysalicylsäure (ASS), Paracetamol, Ibuprofen, Diclofenac oder ähnliche enthalten. Hier kommen eher Antidepressiva, Antikonvulsiva, Opioide und örtlich wirkende Substanzen wie Lidocain oder Capsaicin infrage. Bei Schmerzen wegen funktioneller Störungen helfen gängige Mittel teilweise.

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2014

Wer Schmerzen behandeln will, hat vieles im Blick zu behalten. Massnahmen gegen die Ursachen, beispielsweise Psychotherapien, Entspannungsübungen oder Krankengymnastik, sollten die Therapie unterstützen. Auch bei manchen Nozizeptorenschmerzen können Begleittherapien sinnvoll sein. Ihre medikamentöse Behandlung richtet sich nach dem Dreistufenschema der Weltgesundheitsorganisation WHO, das die Schmerzstärke berücksichtigt. Dafür halten Betroffene ihre subjektive Beurteilung in Skalen mit Zahlen

oder «Schmerzgesichtern» fest. Zuletzt muss das Mittel noch passen. ASS dürfen etwa Personen mit Geschwüren in Magen oder Darm, starker Herz- oder Nierenschwäche und Frauen im letzten Drittel der Schwangerschaft nicht verwenden. Fast alle Mittel können zu unerwünschte Neben- oder Wechselwirkungen führen. Manchmal ist dann nur der Zeitpunkt oder die Art der Einnahme ungünstig. Wer Schmerzen behandeln will, hat vieles im Blick zu behalten. Das eigene Vorgehen einmal unverbindlich mit Fachkundigen zu beraten, lohnt sich – auf antike Naturheilmittel zu vertrauen, eher nicht: Gegen Kopfschmerzen empfahl Plinius der Ältere im ersten Jahrhundert n. Chr. «abgeschnittene Köpfe von Schnecken».

WHO-Schema der Schmerzmittel nach Stärke Stufe 3 NichtopioidAnal­getika (siehe Stufe 2) und Nichtopioidhochpotente Anal­getika (siehe Stufe 1) und Opioidanalgetika, z. B.: niederpotente Opioidanalgetika, ■■ Buprenorphin z. B.: Stufe 2

Stufe 1 NichtopioidAnal­getika, z. B.: ■■

ASS

■■

Diclofenac

■■

Ibuprofen

■■

Naproxen

■■

Celecoxib

■■

Metamizol

■■

Paracetamol

■■ ■■

Tramadol

■■

Tilidin

■■

Codein

■■

Fentanyl Hydromorphon

■■

Morphin

■■

Oxycodon

Zusätzlich können Begleitmedikamente zum Einsatz kommen, um die schmerzstillende Wirkung zu unterstützen oder Nebenwirkungen der Schmerzmittel abzumildern.


Schmerzen bei Tieren Die Stärke eines Schmerzes lässt sich beim Menschen durch dessen eigene Aussage bestimmen. Tiere können ihre Leiden auf diese Art nicht mitteilen. Aufgrund des komplexen Nervensystems und vielerlei Verhaltensweisen besteht trotzdem kein Zweifel, dass Wirbeltiere ebenfalls Schmerzen empfinden. So belegen Experimente mit Forellen, Karpfen und Goldfischen, dass auch Fische über ein komplexes System zur Schmerzwahrnehmung verfügen. Auch bei Krebsen und Oktopussen konnte schon ein nachhaltiges Schmerzempfinden nachgewiesen werden. Bei Insekten ist das noch unklar. Ein Käfer mit zerstörtem Bein läuft umher, ohne es sicht bar zu schonen. Heuschrecken fressen einfach weiter, während sie selbst von einer Gottesanbeterin verspeist werden. Obwohl auch Insekten oder Würmer Sinnesorgane zur Schmerzwahrnehmung besitzen, scheint sich ihre Schmerzempfindung von der uns rigen deutlich zu unterscheiden.

Unterschiedliche Schmerzfühler

50 m/s

Unsere Nervenfasern sind wie lange Kabel, umgeben von einer isolierenden Hülle. Je dicker die Nervenfasern und je massiver die Isolationsschicht, desto schneller werden elektrische Impulse übertragen. Unsere Nervenbahnen (Axone) sind von

Schmerzrezeptoren liegen an den verzweigten Enden

sogenannten Myelinscheiden umhüllt. So verpackt,

der Nervenfasern. Sie befinden sich in den

werden Nervenleitgeschwindigkeiten von

Muskeln, Knochen, den inneren Organen und

1 bis 100 Metern pro Sekunde (m/s)

natürlich in der Haut. Solche Schmerzfühler

erreicht. Beispielsweise rasen

sind im Körper nicht gleichmässig verteilt,

die Nervenimpulse im Arm

dies erklärt die unterschiedliche Schmerz-

eines Gesunden mit über

empfindlichkeit verschiedener Körperregionen.

50 m/s zum Gehirn.

Myelinscheide (Isolierschicht)

Zu den inneren Organen, die ein direktes Schmerzempfinden besitzen, gehören Magen, Galle, Nieren und der Blinddarm. Organe ohne Schmerzempfinden sind das Gehirn, die Leber

und die Bauchspeicheldrüse.

100 Mrd.

Pro Jahr werden auf der ganzen Erde – hauptsächlich gegen Schmerzen – 100 Milliarden Tabletten Aspirin beziehungsweise Medikamente mit demselben Wirkstoff konsumiert.

Nervenfaser (Axon)


Wissen rundum 12 / 13 Zusammengestellt von Dr. Klaus Duffner

Schmerzen sind nicht berechenbar Schmerzen können erstaunlich unterschiedlich daherkommen. Ein Wespenstich oder der Schnitt mit einem scharfkantigen Papier bereiten unerhörte Schmerzen. Andererseits kennt man Geschichten aus dem Krieg, wo selbst schwere Verletzungen zuerst gar nicht bemerkt wurden. Menschen, die Opfer einer Haiattacke wurden, verspürten oft nur einen dumpfen Stoss – obwohl ein Fuss fehlte. Viele Faktoren spielen bei der Schmerzerfahrung eine Rolle. Ob ein Schmerz nun als heftig erfahren wird oder nicht, entscheidet immer das Gehirn.

Schmerzknotenpunkte Schmerzsignale werden über Sensoren und Nervenfasern ins Gehirn geleitet. Während früher geglaubt wurde, es existiere dort nur ein einziges Schmerzzentrum, weiss man heute, dass bei Schmerzerfahrungen viele Teile des Gehirns gleichzeitig aktiviert werden. Diese Schmerzknotenpunkte sind miteinander verschaltet. Die Stärke der Gehirnaktivierung kann sowohl von Person zu Person als auch bei derselben Person zu verschiedenen Gelegenheiten unterschiedlich sein.

50

Schmerzende Phantome

Mrd.

Schmerzen verursachen europaweit geschätzte 50 Milliarden Franken Kosten. Auch in der Schweiz wird ein enormer Teil der Gesundheitsausgaben durch Schmerzen und deren

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2014

Folgen verursacht.

Phantomschmerzen sind eine merkwürdige Sache. So erleben 50 bis 70 Prozent aller Menschen, die ein Körperteil verloren haben, den fehlenden Arm oder Fuss (oder anderes) immer noch als

tatsächlich existierendes Phantomglied. Es kann jucken und schmerzen. Wenn der Patient gestresst ist oder jemand anderes in die Nähe des fehlenden Körperteils kommt, verschlimmern sich die Symptome. Manche Handamputierten spüren beispielsweise immer noch ihren Ehering oder ihre verkrampften Finger am Motorradlenker. Phantomschmerzen können entweder gleich nach der Operation, aber auch erst Wochen, Monate oder sogar Jahre danach auftreten. Bei den meisten Patienten stellen sie sich im ersten Monat nach dem Verlust ein.


OMNIMED® Ortho PediCone

Qualität fest im Griff...

Ihre Füsse verdienen Qualität

heit ® tneu Wel SILINAN mit k t e r i e l l anti

ba

Diese Weltneuheit setzt neue Massstäbe im Bereich der Zehen- und Fuss-Druckentlastung – und dies zu einem unglaublichen Preis!

Dank SILINAN® – einem silberhaltigen Spezialwerkstoff, der auch die unangenehme Bakterien-/Pilzbildung wirksam verhindert.

Auf den Punkt gebracht dies sind Ihre Vorteile • •

umfassendes Produktsortiment einzigartig dank SILINAN

Besser Gehen mit Stöcken und krücken aus Ihrer Apotheke


WISSEN 14 / 15

Schmerzliche Erinnerungen Von Dr. Klaus Duffner

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2014

Chronische Schmerzen gehen oft auf die Ausbildung eines Schmerzgedächtnisses zurück. Akute Schmerzreize hinterlassen bei unzureichender Behandlung Spuren im Nervensystem. Wer sich mit dem Messer in den Finger schneidet, wer sich beim Skifahren ein Bein bricht, wem beim Kochen das heisse Fett über den Arm läuft, hat gehörige Schmerzen. Eine blutende Wunde, ein merkwürdig verdrehter Knochen oder eine sich gelblich aufwölbende Blase zeigt jedem: Das tut jetzt richtig weh. Für eine ganze Weile kann die betroffene Stelle dann schmerzempfindlicher sein – man spricht von einer primären Hyperalgesie. Auch umliegende Bereiche werden schmerzsensibler (sekundäre Hyperalgesie). Diese Prozesse führen dazu, dass wir die verletzte Körperregion schonen und damit die Heilung unterstützen. Manchmal ist die ehemalige Schmerzursache aber längst verheilt und es werden Reize als schmerzhaft wahrgenommen, die es eigentlich gar nicht sind (Allodynie). Das kann so weit gehen, dass schon ein harmloser Windhauch oder leichteste Berührungen kaum auszuhalten sind: Aus dem akuten ist ein chronischer Schmerz geworden. Das Nervensystem hat sich die starken Schmerzen gemerkt – es hat ein Schmerzgedächtnis ausgebildet. Schmerzverstärker im Rückenmark Wie kommen diese schmerzhaften Erinnerungen des Nervensystems zustande? In den vergangenen Jahren haben Neurowissenschafter dazu erstaunliche » Seite 17

Illustration des Nervensystems


Schnupfen?

Xylo-Mepha

®

Befreit in Minuten – für Stunden

4613

 auffallend günstiger Preis  ohne Konservierungsmittel – gut verträglich Bitte lesen Sie die Packungsbeilage. Mepha Pharma AG

ohne Konservierungsmittel

Die mit dem Regenbogen

Muskelkater? Perskindol Classic hilft bei Muskelverspannungen und Bewegungsschmerzen, vor und nach dem Sport. Lesen Sie die Packungsbeilage.


WISSEN 16 / 17

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2014

Erkenntnisse gewonnen. Schmerzrezeptoren nehmen Reize wahr und leiten diese über Nervenbahnen an das Rückenmark weiter. Jeder Schmerz bedeutet Gefahr. Bei chronischen Schmerzen verändern sich die «Gefahr-melden-Nervenzellen» im Rückenmark. So bleiben mit jedem Reiz bestimmte «Gefahrensensoren» ein bisschen länger geöffnet. Gleichzeitig werden unter dem Einfluss speziell aktivierter Gene (IE-­ Gene) immer mehr solcher Sensoren produziert. Eine Flut von sensibilitätsverstärkenden Substanzen überschwemmt die Kontaktstellen der Signal­ übertragung der Nerven (Synapsen). Neu spriessende Neuronen können zusätzlich dafür sorgen, dass noch mehr «Gefahrenmelder» ausgeschüttet werden. All dies sorgt für eine lang anhaltende Schmerzverstärkung im Rückenmark. Dem Gehirn, in dem ja alle Informationen zusammenlaufen und wo der Schmerz letztlich entsteht, wird vorgegaukelt, dass es im Gewebe mehr Gefahren gibt, als tatsächlich vorhanden sind. Die Veränderungen im Rückenmark führen aber auch im Gehirn zu Umgestaltungen. Dazu gehört die Zunahme der Sensoren in den Schmerzknotenpunkten des Gehirns. Zudem werden neurochemische Substanzen vermehrt, die wiederum diese Knoten aktivieren können. Auch eine Art «Verwischung» wird beobachtet: Gehirnareale, die normalerweise für verschiedene und klar abgegrenzte Körperfunktionen zuständig sind, beginnen sich zu überlappen. Dadurch werden nahe gelegene Körperabschnitte übertrieben empfindlich. Die Folge: Schon ein kleiner Reiz genügt, um einen Sturm loszutreten. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass nicht nur schmerzhafte Erfahrungen das Schmerzgedächtnis aufschrecken, sondern schon bestimmte Worte ausreichen, um es zu aktivieren. Mithilfe der Magnet­ resonanztomografie konnte beobachtet werden, dass Begriffe wie «quälend», «zermürbend» oder «plagend» bei Testpersonen genau diejenigen Regionen im Hirn aktivierten, in denen die Schmerzen verarbeitet werden. Chronische Volkskrankheit So ist bei vielen Menschen der Schmerz von einem notwendigen Warnsignal des Körpers zu einer eigenständigen Krankheit geworden. In der Schweiz leiden einer Studie aus dem Jahr 2007 zufolge 1,2 Millionen Menschen an chronischen Schmerzen, das heisst: Sie leiden länger als drei bis sechs Monate. Da keine sichtbaren Ursachen vorhanden sind, werden viele Schmerzpatienten als Hypochonder abgestempelt. Dabei sollten die Beschwerden ernst genommen und

möglichst früh reagiert werden – denn je länger sich der Schmerz «einnistet», desto schwieriger ist die Behandlung. Heute werden in speziellen Schmerzzentren unterschiedliche Therapien miteinander kombiniert. So versucht man, mit nichtmedikamentösen Behandlungsverfahren die Inhalte des Schmerzgedächtnisses zu löschen. Dadurch sollen Situationen mit intensiv erlebten Schmerzen vermieden und solche mit geringeren Schmerzen gefördert werden. Dazu muss oft der Tagesablauf komplett umgestellt werden. Auch ein besseres Verständnis des Schmerzes kann dessen Verarbeitung entscheidend fördern. Zudem können aktive Bewältigungsstrategien wie beispielsweise körperliche Bewegung und Aufbau der Rückenmuskulatur sowie physikalische Therapien mit Kälteanwendungen, aber auch viele andere Therapiemöglichkeiten schmerzlindernd wirken. Ergänzt wird dies durch eine psychologische Behandlung, in der zum Beispiel Schmerzbewältigungsstrategien trainiert und persönliche Belastungen thematisiert werden.

Schmerzen: vom Warnsignal zur eigenständigen Krankheit. Da aufgrund der neurochemischen Veränderungen im Gehirn nichtmedikamentöse Verfahren häufig nicht ausreichen, kann eine dreistufige medikamentöse Schmerztherapie weiterhelfen. Dabei können zuerst die sogenannten Nichtopioid-Analgetika und später schwach beziehungsweise stark wirksame Opioide und gegebenenfalls Antidepressiva eine wichtige Rolle spielen. Obwohl es oft schwierig ist, chronische Schmerzen vollständig zu beseitigen, kann die sinnvolle Kombination solcher Massnahmen dabei helfen, trotz der Beschwerden gut zu leben und das Schmerzgedächtnis langsam seiner «Erinnerungen» zu berauben. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch im Interview mit PD Dr. med. Markus Béchir, Chefarzt im Zentrum für Schmerzmedizin in Nottwil (siehe nächste Seite).


«Schmerzen machen Menschen kaputt» Warum es im Schweizer Paraplegiker-Zentrum in Nottwil eine Schmerzklinik gibt und wie man dort den Schmerz bekämpft. Was machen Sie, wenn Sie Kopfweh haben? PD Dr. med. Markus Béchir: Ich nehme eine Tablette (lacht). Warum? Weil ein Schmerzmittel bei diesem akuten, bei mir äusserst seltenen Ereignis sehr gut wirkt. Weshalb wurde in Nottwil vor rund 15 Jahren da­ mit begonnen, eine Schmerzklinik aufzubauen? Das Hauptproblem war und ist, dass viele gelähmte Patienten als Reaktion auf die erlittenen Verletzungen Schmerzen empfinden. Diese klingen auch nach einer Operation oder einer anderen Therapie oft nicht ab. Die Schmerzempfindung findet im Hirn statt. Das heisst, dass viele der Patienten in Nottwil nach einer Querschnittlähmung trotzdem Schmerzen empfinden können, ohne dass dafür ein eigentlicher akuter Stimulus auszumachen wäre.

Das Gespräch führte Christoph Baumgartner

Sprechen Sie jetzt von Phantomschmerzen? Nein, aber man kann es sich ähnlich vorstellen. Unser Gehirn kann Schmerzen memorieren, obwohl es keine eigentliche Schmerzursache mehr gibt. Man muss sich das wie eine Art Schmerzgedächtnis vorstellen. Ist das auch der Grund, warum die Schmerz­ klinik einen neuen Ansatz in der Bekämpfung von Schmerz wählte? Wir sind davon überzeugt, dass ein linearer Ansatz nicht optimal ist. Deshalb werden bei uns Patienten von verschiedensten medizinischen Fachrichtungen abgeklärt. Danach setzen sich die Spezialisten an einen Tisch und diskutieren den Fall gemeinsam. So erreichen wir eine massgeschneiderte Therapie, welche die bestmöglichen Ergebnisse zeitigt. Das hört sich ziemlich kostenintensiv an? Wenn man sieht, dass ein chronischer Schmerzpatient heute rund eine Million Franken Rentenkosten verursacht, relativiert sich der Aufwand. Die IV geht von gegen sieben Milliarden Franken aus, die allein Schmerzpatienten verursachen. Es ist aber richtig, dass wir in Nottwil investieren mussten, um die Schmerzklinik aufzubauen. Hatten die Menschen früher weniger Schmerzen? Das glaube ich nicht. Trotzdem steigt die Anzahl der Schmerzpatienten unaufhörlich. Verschieden Fakto-


Interview 18 /���19

ren spielen dabei eine Rolle: Die Patienten werden heute immer älter, entsprechend nehmen Krankheiten und auch Schmerzen zu. Aus Angst vor dem Verlust des Jobs geht man beispielsweise trotz Schmerzen arbei­ten, was die Gefahr einer Chronifizierung des Schmerzes klar erhöht. Kommt ein Patient erst dann zu uns, ist die Behandlung schwierig. Es gilt: Je früher eine Behandlung ansetzt, desto grösser ist die Aussicht auf Erfolg. Wie lange darf ich also mit einer professionellen Abklärung warten, wenn ich Schmerzen habe? Die Faustregel besagt, dass bereits nach zwei bis vier Wochen die Gefahr besteht, dass Schmerzen chronifizieren. Wir haben aber oft Patienten, die erst nach sieben bis elf schmerzgeplagten Jahren zu uns kommen. Warum so spät? Einige sind einfach alte Schule. Nach dem Motto: Ein Indianer kennt keinen Schmerz. Jüngere Patienten kommen häufig nach einer ärztlichen Odyssee zu uns. Die Behandlungen und Operationen haben das Leiden nicht vermindert, sondern eher verstärkt, und die Medikamente wirken oft nicht mehr. Wie können Sie dann helfen? Wenn jemand erst nach Jahren zu uns kommt, wird er wahrscheinlich nie mehr völlig schmerzfrei leben können. Es geht dann darum, die Lebensqualität zu verbessern und den Patienten aus einer Negativspirale zu befreien.

als zu klein ist. In der Intensivmedizin, nach einem Unfall beispielsweise, hat man die Schmerzen mit Medikamenten gut im Griff. Die Gefahr einer Abhängigkeit besteht praktisch nicht, die Medikamente sind sehr gut regulierbar. Was ist aus Ihrer Sicht das Wichtigste, um chroni­ sche Schmerzen zu bekämpfen? Entscheidend ist, dass der Patient von einem Team gesehen und betreut wird. Dann braucht es eine auf ihn zugeschnittene Strategie. Gibt es die nicht, läuft der Patient Gefahr, in eine Spirale zu fallen. Das endet dann häufig in einem Raubbau am eigenen Körper. Wie meinen Sie das? Wie gesagt, Schmerzen machen den Menschen kaputt. Wenn also keine Verbesserungen auftreten, kommt es allenfalls zu falschen Belastungen. Das kennt jeder: Es zwickt im Rücken, man entlastet die schmerzende Stelle, was zu weiteren Schmerzen führt. Am Schluss hat man Angst vor jeder Bewegung. Gibt es eine Schmerzprävention? Man sollte bei chronischen Beschwerden möglichst früh abklären, warum man Schmerzen hat. So kann einer Chronifizierung am ehesten entgegengewirkt und die volkswirtschaftlichen Folgekosten können in Grenzen gehalten werden. Jede vermiedene IV-Rente spart eine Million Franken.

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2014

Wir sprechen in diesen Fällen aber nicht von Paraplegikern … Nein, rund 80 Prozent unserer Patienten sind nicht an den Rollstuhl gefesselt. Leider können wir mittlerweile nicht mehr alle Patienten so schnell aufbieten und behandeln, wie wir uns das wünschen. Deshalb gibt es Wartezeiten. Früher war die Angst vor opiathaltigen Medika­ menten gross. Ist das heute nicht mehr so? Doch, am Anfang haben die Menschen grosse Angst, von diesen Medikamenten abhängig zu werden. Dann kommt leider oft die Angst vor dem Entzug, die sie daran hindert, eine individuelle Therapie zu beginnen. Medikamente müssen ins Konzept passen und sind immer nur Teil der Lösung des Ganzen. Das ideale Medikament gegen Schmerzen gibt es also nicht … Nein, als Mediziner muss ich sogar sagen, dass der Glaube an die Macht der Medikamente eher zu gross

PD Dr. med. Markus Béchir leitet seit Februar 2013 den neu geschaffenen Bereich Intensiv-, Schmerz- und Operative Medizin am Schweizer Paraplegiker-Zentrum in Nottwil. Ursprünglich Physiklaborant, erwarb er später die Matura und absolvierte danach ein Medizinstudium an der Universität Zürich. Die berufliche Laufbahn mit Schwerpunkten in der internistischen und der chirurgischen Intensivmedizin, Kardiologie und Pneumologie absolvierte er vor allem am Universitätsspital (USZ) Zürich.


«Wir haben unser Idealgewicht gefunden.» Appecal-Biomed™, Liposinol-Biomed™ und Carbosinol-Biomed™ unterstützen bei der Gewichtskontrolle.

Pflanzliche Wirkstoffe

Mehr Informationen unter www.natuerlichabnehmen.ch

Biomed AG, 8600 Dübendorf © Biomed AG. All rights reserved.

Auffallend unauffällig.

A. Menarini Diagnostics S.r.l. Eggbühlstrasse 14, CH-8050 Zürich

T + 41 (0)44 307 44 20 www.menarinidiagnostics.ch

Einfach und gen!al abnehmen

In weniger als 20 Sekunden.

Foto: © Ammentorp Photography/shutterstock.com

All-in-one

NEU

Die diskrete Art, Blutzucker zu messen.

Lassen Sie sich in Ihrer TopPharm Apotheke kompetent beraten.

Exklusiv in der

SCHWEIZ

www.progenom.ch

Einfach 2.5 mal mehr abnehmen! Ohne Diäten – im Einklang mit Ihrer individuellen Natur!

Vertrieb: ProGenom Schweiz · Seefeldstrasse 81 · 8008 Zürich Zentrale Tel. 062 745 16 60


WISSEN 20 / 21

Dicker Bauch mit Folgen

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2014

Das metabolische Syndrom, ein Quartett aus Bauchfett, Bluthochdruck, veränderten Blutfettwerten und Insulinresistenz, ist auf dem Vormarsch. Wirksamste Therapie ist die Umstellung des Lebensstils. Es gab Zeiten, da war ein dicker Bauch ein Zeichen für Wohlstand und Gesundheit. Nur die Wohlhabenden konnten es sich leisten, viel zu essen, während die Armen aus Nahrungsmangel zwangsläufig schlank blieben. Heute sind Nahrungsmittel in den reichen Industrienationen im Überfluss vorhanden. Das einstige Statussymbol ist nicht nur für Reiche, sondern für Menschen aller Schichten zu einem «Problemranzen» geworden. Ernährungswissenschaftler und Mediziner sind sich heute einig: Zu viel Bauchfett –

Von Dr. Klaus Duffner

fachsprachlich auch als «stammbetonte oder abdominelle Adipositas» bezeichnet – ist häufig der Anfang einer krankhaften Stoffwechselveränderung. Sie mündet nicht selten in einer Kombination verschiedener Risikofaktoren, was man als «metabolisches Syndrom» zusammenfasst. «Gefährliches Quartett» Dieses «Wohlstandssyndrom» ist durch vier Faktoren charakterisiert, nämlich Fettleibigkeit, Bluthochdruck, veränderte Blutfettwerte und Insulinresistenz. Da mit dem metabolischen Syndrom das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, also beispielsweise Herzinfarkt und Schlaganfall, zunimmt, wird in diesem Zusammenhang auch vom «gefährlichen Quartett» gesprochen. Tatsächlich scheint bei dessen Entstehung das Bauchfett eine zentrale Rolle zu spielen. Ist es im Übermass vorhanden, kann dies dazu führen, dass unsere Körperzellen immer weniger empfindlich auf Insulin reagieren. Insulin hat die Aufgabe, Zucker zur Energiegewinnung aus dem Blut in die Körperzellen zu schleusen. Durch die Insulinresistenz steigt der Blutzucker und es entwickelt sich langsam ein Altersdiabetes. Neuere Forschungen haben zudem überraschende Resultate zutage gebracht: Speziell das Fettgewebe am Bauch » Seite 23


Magnesiumpräparat für sportlich aktive Menschen mit: L-Carnitin · Kalium · Zink · Vitamin C, B1, B6

www.magnesium-vital.ch

Maximal dosiertes Magnesiumpräparat für Ihren engagierten Alltag mit der 3-fach Kombination aus organischen Magnesiumsalzen

www.magnesium-vital.ch

Bei herabgesetzter

körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit

Dies ist ein Arzneimittel. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage. Pfizer AG, Division Consumer Healthcare, Zürich


WISSEN 22 / 23

ist nicht nur ein passiver Energiespeicher, sondern auch ein Hormonproduzent, der aktiv in unseren Stoffwechsel eingreift. So beeinflussen Fettgewebshormone, sogenannte Adipokine, sowohl den Zuckerstoffwechsel als auch das Hormon Insulin − und fördern damit Insulinresistenzen. Gleichzeitig wird immer deutlicher, dass die Fettzellen des «Wohlstandsbauchs» durch die Produktion von Entzündungsfaktoren verschiedenste entzündliche Prozesse im Körper anheizen.

Immer mehr Menschen sind übergewichtig oder fettleibig.

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2014

Blutfette durcheinander Da beim metabolischen Syndrom das Insulin in den Zellen nur ungenügend wirken kann, versucht der Körper, als Gegenreaktion den Insulinspiegel anzuheben und dadurch die Insulinwirkung zu normalisieren. Entsprechend steigt die Konzentration des Insulins im Blut. Dies bewirkt, dass in der Niere vermehrt Wasser und Salz zurückgehalten werden, was wiederum − zusammen mit weiteren Vorgängen − den Blutdruck steigen lässt. Aber auch die Blutfette kommen beim metabolischen Syndrom durcheinander. Die Störung des Fettstoffwechsels fördert − zusammen mit den beschriebenen Entzündungen − letztlich die Ausbildung von Arteriosklerose. Die Blutgefässe «verkalken», der Herzinfarkt droht. Birne oder Apfel? Die Zahl der Menschen, die übergewichtig oder fettleibig sind, nimmt stetig zu. Mediziner unterscheiden dabei zwei Fettverteilungsmuster: Personen, deren Fettpolster sich eher an der Hüfte und am Gesäss angesammelt haben («Birnentyp», eher bei Frauen), sind deutlich weniger gefährdet als solche, deren überflüssige Kilos sich am Bauch ansammeln («Apfeltyp»). Zu Letzteren zählen etwa 80 Prozent der übergewichtigen Männer. Da bei der Entwicklung eines metabolischen Syndroms auch familiäre Vorbelastungen mit hineinspielen, leidet nicht jeder stolze Besitzer eines Bauchs automatisch an einem

solchen Krankheitsbild. Trotzdem wird heute geschätzt, dass einer von sechs Europäern (mancherorts sogar einer von drei) unter dem metabolischen Syndrom leidet. Lebensstil ändern Um eine Diagnose zu stellen, misst der Arzt Gewicht, Taillenumfang, Blutzucker, Blutfette und Blutdruck. Wer nun das metabolische Syndrom wirkungsvoll behandeln will, muss vor allem eines: seinen Lebensstil umstellen. Dazu gehören die Reduktion der überschüssigen Pfunde und eine dauer­ hafte Ernährungsumstellung mit kalorien- und fettreduzierter Mischkost. Also: Vollkornprodukte, Ballaststoffe, Fisch, frisches Gemüse und Salat. Der Frühlings- und Sommertisch ist dafür reichlich gedeckt. Die Zubereitung ungewöhnlicher Mahlzeiten mit saisonalen Leckereien muss nicht unbedingt mit vielen Kalorien verbunden sein. Genauso wichtig ist jedoch regelmässige körperliche Aktivität. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass täglich eine halbe Stunde Velo fahren, joggen oder ein zügiger Spaziergang das Risiko, einen Diabetes zu entwickeln, spürbar senkt. Zu einer solchen Lebensstiländerung gehören übrigens auch ausreichend Schlaf, öfters kleine Pausen und Stressabbau. Das Frühjahr ist eine ideale Jahreszeit, um solche Vorsätze in die Tat umzusetzen. Wenn die Krankheit jedoch schon weiter fortgeschritten ist, können zusätzliche Medikamente notwendig werden. Dazu gehören beispielsweise Arzneien zur Senkung des Blutzuckers oder des Blutdrucks. Noch besser ist es jedoch, ein solches Syndrom von vornherein zu vermeiden. Deshalb der Ratschlag der Gesundheitsfachleute: schon bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen früh eine übermässige Kalorienzufuhr vermeiden und die jungen Leute zum Sport motivieren.

Machen Sie jetzt in Ihrer TopPharm Apotheke einen Herz-KreislaufCheck! Überprüfen Sie die wichtigsten Risikofaktoren und behalten Sie Ihre Gesundheit dank dem praktischen Herz-KreislaufPass im Auge.

Persönlich Herz-Kreis er lauf-Pass

Name

Vorname

Geburtsdatu

m

Ihr Gesundhe

its-Coach .


«Plötzlich war alles anders» Von Beat Felber

Die Diagnose einer lebensbedrohenden Krankheit ver­ änderte ihr Leben radikal – ihren Humor und ihren Lebens­ mut hat Therese Oesch trotz allem nicht verloren. Damals, vor zehn Jahren, erging es Therese Oesch wie vielen anderen Eltern auch, deren Kinder erwachsen werden. «Ich habe gedacht: So, jetzt komm ich an die Reihe, habe mehr Raum und Zeit, mich Neuem zu widmen. Ich freute mich darauf, vermehrt eigene Projekte zu verfolgen», sagt die heute 57-Jährige. Doch obwohl eigentlich nichts darauf hindeutete, sollte alles anders kommen. Die ausgebildete Krankenschwester hatte sich bereits Jahre zuvor mit einer eigenen Gesundheitspraxis in der Komplementärmedizin selbstständig gemacht. Das Geschäft mit Rückentherapien und Fussreflexzonen-Massagen fing an zu laufen. Schon immer war sie ein aktiver Mensch, fuhr gern Ski, reiste viel und war fast täglich mit ihrem Velo unterwegs, beispielsweise, um sich beim Schwimmen in der Badi abzukühlen. «Es war dieser heisse Sommer 2003», erinnert sich Therese Oesch, «plötzlich schaffte ich es nicht mehr, Längen zu schwimmen. Es fehlte mir schlicht die Luft.»

Auch bei anderen Tätigkeiten ging ihr schneller als sonst der Atem aus. «Zuerst dachte ich noch: Na gut, schliesslich gehe ich so gegen 50, da wird man halt einfach ein bisschen schneller müder als auch schon.» Der Hausarzt überwies sie zur genaueren Untersuchung zu einem Pneumologen, der ein Anstrengungsasthma diagnostizierte und ihr entsprechende Medikamente verschrieb. Doch deren Wirkung blieb aus. Schlimmer noch: Immer mehr raubten ihr auch kleinste Anstrengungen den Atem, sie bekam richtige Atemnot. Als sie dann zufälligerweise am Fernsehen eine Gesundheitssendung über Lungenhochdruck sah, kamen ihr die Symptome ziemlich bekannt vor. Und tatsächlich, eine weitere Abklärung bei einem Kardiologen brachte die Gewissheit: Sie leidet unter pulmonaler Hypertonie, einer Krankheit, die noch vor Kurzem innert drei bis vier Jahren tödlich verlaufen ist und zu den seltenen Krankheiten (siehe Kasten) gehört. Die dabei erkrankten Lungengefässe führen zu einem Blutdruckanstieg in der rechten Herzhälfte und führen im schlimmsten Fall zu Herzversagen. «Es war ein wahnsinniger Schock: für mich, meine Familie, die Freunde, die Umgebung. Plötzlich wurde ich von einem Tag auf den anderen mit der Endlichkeit des Lebens konfrontiert», sagt Therese Oesch. «An Arbeit war nicht mehr zu denken. Ich fand mich plötzlich in den eigenen vier Wänden wieder mit einer tödlichen


Aus dem Leben 24 / 25

Krankheit. In der Zeit nach der Diagnose drehte sich alles nur noch um diese Krankheit und um mich. Ich stellte mir Fragen wie: Was will ich noch machen, bevor ich sterbe? Wie soll mein Leben aussehen? Wen und was will ich noch sehen? Es war eine sehr schwierige Zeit, es war sehr einsam in mir drinnen.» Eine Zeitlang verkroch sie sich richtiggehend in ihrer Wohnung, traf kaum mehr jemanden, ging kaum mehr hinaus. Doch Therese Oesch wäre nicht diese aktive, lebensbejahende Frau, wenn sie nicht eines Tages zum Schluss gekommen wäre, dass sie trotz allem noch am Leben teilnehmen wolle. «Ich habe», so sagt sie heute mit einem Lachen, «mir innerlich einen Schupf gegeben. Und es war ein guter Entscheid. Nach und nach kam ich zur Erkenntnis: Ich kann zwar nicht mehr alles machen, doch dieses und jenes liegt durchaus noch drin. Das musste ich jedoch zuerst entdecken.»

«Ich habe mir innerlich einen Schupf gegeben.»

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2014

Nach einer Therapie fing die Birsfelderin an, ihr Leben, inklusive ihrer Krankheit, wieder in die Hand zu nehmen. Sie lernte zu weben, fing an, Musik zu machen und zu malen. «Wichtig dabei war», sagt sie rückblickend, «dass es von mir aus gekommen ist: Ich musste wollen. Wenn ich nicht gewollt hätte, wäre ich heut nicht da, wo ich bin. Denn ich habe gemerkt: Es gibt ein Leben mit der Krankheit.» Längst hat sie sich an den täglichen Medikamentenmix sowie die Sauerstoffbrille gewöhnt, die sie Tag und Nacht trägt. Durch meterlange Schläuche ist sie damit mit dem Konzentrator verbunden, einer Sauerstoff produzierenden Maschine. Umständlich zwar, doch deswegen hat sie ihren Humor noch längst nicht verloren. «Ich laufe damit in der Wohnung herum wie ein Hund an der Kette», lacht sie. Geht sie nach draussen, nimmt sie eine kleine Sauerstoffflasche in einem Rollköfferchen mit und kann damit sogar kurze Spaziergänge oder einen Ausflug auf dem Elektromobil unternehmen. Auf ihrem Weg zurück in ein einigermassen geregeltes Leben kam ihr zugute, dass die Forschung auf dem Gebiet der pulmonalen Hypertonie in den vergangenen Jahren grosse Fortschritte erzielt und neue Medikamente entwickelt hat. «Heute existieren zum Glück eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten. Zudem gibt es einen regen Austausch von Patientinnen

und Patienten», sagt Therese Oesch und spielt damit auf eine Aufgabe an, der sie sich seit einiger Zeit mit viel Energie widmet: Sie ist Präsidentin des Schweizerischen Vereins für Menschen mit pulmonaler Hypertonie: «Unser Ziel ist es, den Informationsaustausch zwischen den Mitgliedern zu fördern und die Krankheit bekannter zu machen.» Rund 160 Mitglieder tauschen sich denn auch regelmässig über den Verein aus – sei dies telefonisch oder an Zusammenkünften. «Für mich ist es eine grosse Aufgabe, das Wissen über diese Krankheit zu verbreiten und den Betroffenen damit zu helfen, denn mir selber hat der Austausch mit Betroffenen sehr geholfen. Unter anderem deswegen komme ich heute mit meiner Krankheit viel besser zurecht und kann mich auch an kleinsten Dingen erfreuen – sei dies ein Spaziergang am Rhein, ein Essen mit der Familie oder ein Lächeln meines Enkelkinds.»

Informationen zur pulmonalen Hypertonie finden Sie auf: www.lungenhochdruck.ch

Seltene Krankheiten In der Schweiz und der EU gilt eine Krankheit als selten, wenn 5 oder weniger von 10 000 Einwohnern daran leiden. Heute sind weltweit rund 7000 bis 8000 seltene Erkrankungen bekannt. Oft sind es lebensbedrohliche oder chronisch einschränkende Erkrankungen, die einer speziellen Behandlung bedürfen. Weil so wenig darüber bekannt ist, sind die meisten seltenen Krankheiten nur schwer zu diagnostizieren. Deshalb kann es lange, oft mehrere Jahre, dauern, bis ein Patient die richtige Diagnose erhält, was für die Betroffenen leidvoll und entsprechend kostenintensiv sein kann.


Bei Verletzungen wie: Verstauchungen Verrenkungen Prellungen



Dies ist ein Arzneimittel. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage.

Zulassungsinhaberin: ebi-pharm ag, 3038 Kirchlindach


WISSEN 26 / 27

Mit den eigenen Händen helfen

Von Christine Micheloud

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2014

Mithilfe der Akupressur lässt sich eine ganze Reihe von körperlichen und seelischen Beschwerden selber be­ handeln. Was tun Sie, wenn nach einem langen Arbeitstag der Schädel brummt? Sie massieren instinktiv mit den Fingern die Schläfen – und fühlen sich gleich etwas besser. Dasselbe bei Bauchweh: Ganz automatisch massieren wir bei Unterleibsschmerzen die betroffene Region und spüren Erleichterung. Was hier wirkt, ist Akupressur: Sanfter, gezielter Druck lässt Schmerzen abklingen. Die jahrtausendealte chinesische Methode verspricht zwar keine Wunderheilung und ist kein Ersatz für einen Arztbesuch, bei All­tagsbeschwerden lohnt sich ein Versuch jedoch allemal.

Die Akupressur (chinesisch: «aku» = Punkt oder Loch) gehört wie die Akupunktur zu den Behandlungsmethoden der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Der Vorteil gegenüber der Akupunktur: Akupressur lässt sich jederzeit und überall anwenden, man braucht dafür nur seine eigenen Hände. «Ich leide immer wieder unter Migräneattacken», sagt Barbara Grossen, die eine Ausbildung in Akupressur an einer Fachschule machte. «Wenn ich spüre, dass sich wieder einmal eine Attacke anbahnt, kann ich den Anfall mit Akupressur oft abwenden.» Was Barbara Grossen neben der schnellen Wirkung besonders schätzt: «Akupressur kostet nichts, ist frei von Chemie und Nebenwirkungen, und ich kann sie auch in der Öffentlichkeit anwenden.» Wie funktioniert Akupressur? Nach den Vorstellungen der Traditionellen Chinesischen Medizin strömt die Lebensenergie Qi in festen Bahnen, den sogenannten Meridianen, durch den Körper und sorgt für den energetischen Ausgleich. Wenn wir verspannt und unruhig sind, ist der Fluss des Qi » Seite 29


Schöne Füsse in nur 3 Tagen*

+ 50% gratis

Warzen?

Ihre Füsse werden so schön, dass Sie sie einfach zeigen müssen!

 gegen Warzen an Händen und Füssen  wirksam und praktisch

Bitte lesen Sie die Packungsbeilage. Mepha Pharma AG

4613

*Wissenschaftliche Studie 2004, 32 Testpersonen. Anwendung Neutrogena Fusscreme zweimal täglich: Nach 3 Tagen 45,3% weniger Trockenheit bei extrem trockenen Füssen.

Vereist Warzen – mit nur einer Anwendung

Die mit dem Regenbogen MIT DERMATOLOGEN ENT WICKELT

IM

GESEHEN

+

Patentierte Schiene Maschinenwaschbar


WISSEN 28 / 29

behindert, es können Beschwerden und Schmerzen entstehen. «Indem wir bestimmte Punkte massieren, regulieren wir den Energiefluss des Körpers, aktivieren die Lebensenergie und regen die Selbstheilungskräfte an», erklärt Barbara Grossen. Die Punkte sind dabei die gleichen wie bei der Akupunktur. Nur werden sie nicht mit Nadeln, sondern durch Ziehen, Klopfen, Drücken oder Massieren behandelt. Die westliche Medizin kann die Energieleitbahnen nicht nachweisen, trotzdem ist die Wirkung der Akupressur unbestritten.

Sanfter, gezielter Druck lässt Schmerzen abklingen. Tatsächlich lässt sich mithilfe der Akupressur eine ganze Palette von Beschwerden selbst behandeln: Die fernöstliche Druckmassage wirkt erwiesenermassen bei so unterschiedlichen Beschwerden wie Asthma, Heiserkeit, Schluckauf sowie niedrigem Blutdruck, und sie lindert Schmerzen in Augen, Kreuz, Kopf und Bauch.

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2014

Tipps für die Selbstbehandlung Die Akupressur eignet sich sehr gut zur Selbstbehandlung. Bevor Sie beginnen: Machen Sie es sich gemütlich und sorgen Sie dafür, dass Sie nicht gestört werden. Als Anfänger führt man die Akupressurbehandlung am besten im Bett liegend durch, denn dort hat man die nötige Ruhe und Entspannung, um die Akupressur voll zur Wirkung zu bringen. Später oder in akuten Situationen kann die Akupressur überall durchgeführt werden. So lassen sich zum Beispiel im Büro die Konzentration fördern und beginnende Kopfschmerzen lindern.

Sie hilft aber nicht nur bei körperlichen Beschwerden, auch die Seele kann sie positiv beeinflussen. «Ob Angstzustände, Depressionen oder Schlafstörungen – Akupressur kann helfen», ist Barbara Grossen überzeugt. Dies jedoch nur, wenn man weiss, wo genau die entscheidenden Punkte liegen und mit welchem Finger man sie zum Schwingen bringen muss. «Akupressur lässt sich problemlos lernen», weiss Barbara Grossen. «Neben unzähligen Büchern und Artikeln im Internet gibt es Schulungen bei Fachpersonen, und auch Volkshochschulen bieten immer wieder Einführungskurse für Akupressur an.» Gibt es Kontraindikationen? Akupressur ist nicht immer angezeigt: So sollte man zum Beispiel nicht direkt auf eine erkrankte oder entzündete Hautstelle drücken. Auch bei schweren Herz-Kreislauf-Krankheiten sollte man auf Akupressur verzichten. Schwangere sollten Akupressur von einer ausgebildeten und erfahrenen Person durchführen lassen. Ausnahme ist der Punkt an der Innenseite des Unterarms, drei Fingerbreiten von der Handgelenksfalte entfernt: Er ist bei Schwangeren als völlig sicheres und wirksames Mittel gegen Übelkeit seit Langem erprobt.

Weitere Informationen zur Akupressur: www.akupressur-verband.ch

Sorgen Sie für warme Hände – kalte Finger sind eher unangenehm. Um die Haut nicht zu reizen, können Sie etwas Massageöl auf die Fingerspitzen geben. Dann die jeweiligen Akupressurpunkte mit kleinen, kreisenden Bewegungen massieren. Die Energiepunkte sind spiegelbildlich immer auf beiden Körperhälften zu finden und wenn möglich gleichzeitig zu behandeln. «Man merkt von selbst, wenn man die richtige Stelle getroffen hat», erklärt Barbara Grossen, «da sie etwas druckempfindlicher ist als die umliegende Region.» Massieren Sie mit sanftem Druck und erzwingen Sie nichts: Sollten Sie beim ersten Versuch nicht gleich eine positive Veränderung spüren, versuchen Sie es weiter – die Wirkung kommt bestimmt.


gourmet 30 / 31

Vom Kaffee-Ersatz zum Diätwunder Von Patricia Heyne

Zitronenrisotto mit Chicorée-Piccata Rezept für 4 Personen Zitronenrisotto 1 Zwiebel 1 Knoblauchzehe 1 l Gemüsebouillon 2 EL Olivenöl 1 EL Butter 300 g Risottoreis 1 dl Weisswein 8 EL geriebener italienischer Hartkäse z. B. Grana padano) Salz, Pfeffer aus der Mühle 2 TL abgeriebene Biozitronenschale 2 EL Zitronensaft Piccata 4 Eier 120 g Parmesan Salz, Pfeffer 4 Chicorées 2 EL Butter

Im 19. Jahrhundert dienten geröstete Zichorienwurzeln als erschwinglicher Kaffee-Ersatz. Ganz zufällig entdeckten belgische Bauern bei der Lagerung, dass die Wurzeln im Dunkeln weisse Triebe entwickeln, deren zart-bitterer Geschmack noch heute Gourmets in aller Welt begeistert. Die leckeren Knospen wachsen nur nach einem künstlichen Winterschlaf, deshalb kann man Chicorée eigentlich das ganze Jahr über ernten. Bei uns wird er vor allem als Wintergemüse angeboten. Und das ist gut so: Denn mit seinem hohen Anteil an den Vitaminen A, B1, B2, C sowie Betacarotin und den Mineralstoffen Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphor bringt uns der Chicorée gesund durch die Grippezeit. Der Bitterstoff Intybin wirkt zudem wie ein Magenbitter. Da die feinen Triebe ausserdem nicht nur kalo­ rienarm, sondern auch säurebindend sind (gut für Diabetiker und Rheumatiker) und der hohe Anteil an Ballaststoffen verdauungsfördernd wirkt, ist der Entgiftungskünstler ein idealer Begleiter für jede Diät. Und bei den zahlreichen Zubereitungsarten wird jede Chicorée-Diät zu einem Vergnügen.


��icorée

Schmeckt warm oder kalt

Zubereitung Zitronenrisotto Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. Bouillon aufkochen und auf der ausgeschalteten Herdplatte warm halten. Öl und Butter in einem Topf erhitzen und Zwiebeln und Knoblauch darin dünsten. Reis zugeben und unter Rühren kurz mitdünsten. Mit Weisswein ablöschen und stark einkochen. Ein Drittel der Bouillon zugiessen und bei mittlerer Hitze unter Rühren einkochen, bis der Reis die Flüssigkeit aufgenommen hat. Diesen Vorgang mit der restlichen Bouillon wiederholen, sodass der Risotto insgesamt 20 Minuten kocht und die Reiskörner noch leichten Biss haben.

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2014

Käse untermischen und den Risotto mit Salz, Pfeffer, Zitronenschale und -saft würzen. Falls der Risotto zu fest ist, evtl. noch etwas Bouillon unterrühren. Pfanne zur Seite stellen. Piccata Eier und Parmesan vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Piccatamasse mindestens fünf Minuten quellen lassen. Chicorée längs vierteln. Butter in einer Bratpfanne erhitzen. Chicoréetranchen einzeln durch die Masse ziehen und portionenweise in die Pfanne legen. Bei mittlerer Hitze beidseitig je ca. 3 Minuten goldbraun braten. Herausheben, zum Abtropfen kurz auf Haushaltspapier legen und mit dem Risotto servieren.


NEU

nicorette Spray Sp y ®

zur An Anwe Anwendung wendung ndung in der Mundhöhle Mundhöhle

Kann Ihr akutes Rauchverlangen nach 1 Minute lindern. 1)

Damit Sie es langfristig schaffen können, rauchfrei zu werden. MINUTE

Schnelligkeit: Kann akutes Rauchverlangen nach 1 Minute lindern. 1)

1)

108751 11/2013

Effektivität: Ef ktivität: 2,5 mal höhere Effe Er lgschancen zum Rauchausstieg. Erfo Erfolgschancen

1) 2,5 mal höhere Chance, nach 12 Monaten rauchfrei zu werden; www.swissmedic.ch oder www.swissmedicinfo.ch

Dies ist ein Arzneimittel. zneimittel. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage. Janssen-Cilag AG, 6300 Zug


WISSEN 32 / 33

Wie nah ist zu nah?

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2014

Oh je, ist der Lift voll! Unerwünschte Nähe zu anderen Menschen fühlt sich unbehaglich an. Warum ist das so? Hanna sagt «Stopp!». Ihr wirds zu eng. Der Kursleiter hatte Hanna und die anderen Teilnehmer auf zwei Reihen verteilt, die sich entfernt gegenüberstanden. Dann musste eine Seite auf die andere zugehen. Bei Hannas «Stopp!» liegt eine knappe Armlänge zwischen ihr und Marion, die auf sie zukam. Für die Wiederholung des Versuchs stellt der Kursleiter die Reihen so um, dass neue Paarungen entstehen. Nun kommt Kevin auf Hanna zu. Beide trennt deutlich mehr als eine Armlänge, als sie «Stopp!» ruft: Wir lassen nicht alle Menschen gleich nah heran!

Von Dr. Jürgen Schickinger

Vier Distanzzonen Mit solchen Tests erforschte der Amerikaner Edward Hall (1914–2009) in den 1960ern menschliches Raumverhalten. Das neue Fachgebiet, die Proxemik (von lat. «proximare» = sich nähern), verbindet Psychologie und wortlose Kommunikation. Hall entdeckte vier Zonen, die Menschen wie unsichtbare Schutzblasen umhüllen: In die intime bis 50 Zentimeter dürfen nur wirklich Nahestehende eindringen – etwa Mütter und Partner. Die persönliche Zone (ca. 0,5 bis 1,2 Meter) steht Freunden und guten Bekannten offen. Für Kontakte zu Verkäufern, Handwerkern, neuen Geschäftspartnern und anderen Unbekannten ist die soziale Zone vorgesehen (1,2 bis 3,6 Meter). Jenseits davon beginnt die unpersönliche öffentliche Zone. Unerwünschte Tuchfühlung weckt Urinstinkte Wenn jemand bei uns in die falsche Zone eindringt oder wir anderen zu sehr auf den Leib rücken müssen, fühlen wir uns unwohl. Daher das Unbehagen im vollen Lift. Der Körper spannt sich an, schüttet Adrenalin aus, pumpt mehr Blut in Hirn und Muskeln. Er rüstet sich zur Flucht oder zum Angriff: » Seite 35


Ratlos bei Allergien? Guter Rat muss nicht teuer sein! Informieren Sie sich mit dem kostenlosen Ratgeber der Mepha Pharma AG.

Ratg

eber

tient

innen

und

Patie

nten

Bess er 체ber informi er Aller gien t

it de

m Re

Alle Mepha-Ratgeber sind unter www.mepha.ch erh채ltlich.

genb

ogen

4613

Die m

Die mit dem Regenbogen

f체r Pa


WISSEN 34 / 35

Unerwünschte Tuchfühlung weckt Urinstinkte – auch bei Tieren. Dompteure müssen zu Löwen einen gewissen Abstand halten, damit die Raubkatzen nicht attackieren. Im Grunde geht es um Sicherheit. Echte Nähe dulden wir nur von vertrauten Menschen. Schon unsere jagenden und sammelnden Vorfahren liessen einzig Blutsverwandte und Sippenmitglieder dicht an sich heran. Fremden konnte man nicht trauen. Sie waren potenzielle Feinde, eine Gefahr für Nachwuchs und Nahrungsvorräte. Diese alte Furcht sitzt tief. Fremdartige Menschen müssen noch heute mehr Distanz wahren als solche, die uns vom Aussehen her und kulturell ähnlich sind.

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2014

Macht schafft Distanz Kinder gelten als harmlos. Sie haben Sonderrechte – bis zu einem gewissen Alter: Bei einem Test sollten sich Fünf-, Acht- und Zehnjährige in eine Warteschlange Erwachsener drängeln. Den Jüngsten lächelten die Wartenden zu, sie ignorierten die Achtjährigen und wandten sich von den Zehnjährigen ab. Je grösser der Schaden ist, der von jemandem ausgehen könnte, desto mehr gehen wir auf Abstand. «Schwächere» halten sich gern von Menschen fern, die einen hohen sozialen Status besitzen. Mächtige erlauben sich mehr Nähe und sogar Berührungen: Chefs dürfen Untergebenen auf die Schulter klopfen. Umgekehrt gilt das eher als mangelnder Respekt. Körperliche Grösse schafft ebenfalls Distanz, weil sie für Stärke steht. Zu Grösseren müssen wir «aufschauen». Proxemik spiegelt sich auch in der Sprache wieder. Um «auf Augenhöhe» mit Hochgewachsenen zu verhandeln, heben viele Menschen das Kinn. Könige thronen «über» dem Volk, was das Machtgefälle betont. Frauen ertragen Nähe besser Männer reden miteinander am liebsten von Angesicht zu Angesicht. Diese Konstellation kann auch eine Konfrontation darstellen. Frauen sitzen mit Menschen, die sie schätzen, bevorzugt Schulter an Schulter. Der «Schulterschluss» drückt Einigkeit aus. Frauen hängen generell enger beieinander. Sie können wohl aus biologischen Gründen besser mit Nähe umgehen: Sie tragen den Nachwuchs im Leib, mehr Nähe geht nicht. Anschliessend säugen Mütter ihre Babys und hegen die Kinder, während ihre Männer einst fern der Hütte Nahrung sammelten und

jagten. Darum können viele Frauen ihre Distanziertheit leichter überwinden, wenn sie beim Arzt, Masseur oder Coiffeur sind. Hier zeigt sich, wie räumliche Nähe auch das persönliche Verhältnis steuert: Coiffeure bekommen mehr Privates erzählt, als es ihrer Vertrautheit mit den Kunden entspricht. Abwehrhaltung, Rückzug, Barrieren, Symbolik Menschen in der Mitte eines Zimmers lassen grössere Nähe zu als solche, die an der Wand lehnen. Letztere haben weniger Fluchtmöglichkeiten. Der Weg nach oben zählt offenbar mit: Auch in hohen Räumen schrumpft das Distanzbedürfnis. Schüchterne schätzen grössere Abstände als Extrovertierte. Doch zonale Behaglichkeit hängt besonders von Sympathie ab. Näher ran rücken darf, wen wir mögen. Bei Ungleichgewichten schiebt oft eine Seite. Die andere lehnt sich zurück, verschränkt die Arme. Ihre Körpersprache signalisiert: «Komm mir nicht zu nahe!» Schaffen Abwehrhaltungen keine Freiräume, folgt der Rückzug: Gesprächspaare beginnen zu wandern. Das geschieht oft intuitiv, ebenso wie das Abstecken von Revieren mit Barrieren. Zur Raumsicherung legen wir Taschen auf den Nachbarsitz im Zug oder platzieren das Handy, das Feuerzeug oder das Glas mitten auf dem Restauranttisch. Unter Zwang wie im Aufzug stellen Menschen symbolisch Distanz her: Sie setzen ein Pokerface auf, meiden Blickkontakte, schauen alle auf die Aufzugtür oder die Stockwerksanzeige. Kontaktfreudige Kulturen All das hat Hanna im Teamdynamik-Kurs erfahren. Darin lernen Ausbildner, Teamentwickler und Therapeuten etwa, wie sie ihr Auftreten verbessern können, welche Bestuhlung für Tagungen oder Zwiegespräche am produktivsten ist und wie nahe man Klienten oder Schülern treten darf. Allerdings unterscheiden sich persönliche Bannmeilen regional. Südeuropäische, arabische und lateinamerikanische Gesellschaften gelten als Kontaktkulturen. Dort läuft Zwischenmenschlichkeit angeblich stärker über Düfte und Berührungen, dafür ist Nähe nötig. Auf diese legen die Bewohner Ost- und Südostasiens, Nordeuropas, Australiens und von Teilen Nordamerikas weniger Wert. Beim nächsten Urlaubsflirt empfiehlt sich also, die Herkunft der Zielperson zu klären und sie möglichst in der Mitte eines hohen Raums ansprechen, aber keinesfalls im Aufzug.


Bahnerlebnisse für die ganze Familie

Von Patricia Heyne

Die Schweiz besitzt einige der schönsten Bahnstrecken der Welt. Warum nicht einmal eine der atembe­ raubenden Zugfahrten zum Ausflugs­ziel machen?

Glacier Ex press

Der lang same Kla ssiker Von wege n Express: Ganze 7,5 braucht de Stunden r berühmte Glacier Ex von Zerma press tt nach St. Moritz. De führt durch r Weg 91 Tunnel und über 2 cken, hina 91 Brüuf auf den Oberalpp 2033 Mete ass auf rn und da nn wieder die Rheinsc hinunter in hlucht, de n «Grand der Schwe Canyon» iz. Im Pan oramawag gigantisch en wird die e Aussicht zu einem Jung und A Erlebnis fü lt. r

http://to p

apo.ch/g lacierex press

hn JungfraZuabhnaradbahn zum Ecish pvoanladsetr Kleinen

e n quält si aujoch, Die steil hnradbah ufs Jungfr a a Z is b te h m c h Mön ! Die Die berü iger und 4 Metern g durch E s auf 345 a p einen ro r u e E b Scheideg n a r, hat hnstatio te a e B m n o e il st K h ngekomrund 9 der höc . Oben a zwar nur rn t g te ä e tr M e b 0 140 sation»: Strecke lpine Sen d von fast A ie « h c g rs n a te g n durch nisrund Höhenu 50 Metern der Erleb 2 h f c u si a t n n h a m iner men, lo alle» wird geführt, e Sphinx-H Eispalast» « n te m Von der « h berü nen zum hereis. Installatio im Gletsc le h ö H n e ig ahn gewalt ngfraub /ju papo.ch http://to

Luzern-Engelberg-Express Vom Klo

sterdorf in den Titlis-H immel Im Panoramawagen ab Luz ern kann man beobachten, wie die Berge immer höher und steiler werden. In Engelberg geht es mit Gondel, Luftseilbahn und der erst en Drehseilbahn der Welt hinauf zum Gipfel auf 3020 Metern. Dort sollte man unbedingt die berühmte blaue Gletschergrotte besuchen, die tief unter den Gletscher führt. Wer noch nich t genug hat, kann – auch im Sommer – im Gletscherpark auf verrückten Rutschgeräten den Hang hinuntersausen.

http://topapo.ch/titlis


Ausflugstipps 36 / 37

ss GoldenupndaSchokoladenzuitgag bis Sonntag von

esezug Fre Der Käs er Käser hrt der Kä fä l ri p ort zeigt d A D e . d x n E ’Œ is -d B teau r seinen nach Châ lich, wie e n ö rs ren. e p t Montreux Chale uch probie urants Le an den a m n n n o a V k des Resta ue. rlich Käsefond tellt. Natü ein feines Käse hers s e t Montreux ib b g a n g gesse denzu la o k die o h c S Zum Mitta der ts Cailler ktober ist i Chocola e b n st a u sl m Mai bis O n kann Herze s. In Broc und nach n e g ti h unterweg c besi denfabrik Schokola n. degustiere aesezug /k papo.ch http://to

BLS-RegioExp ress

Der Wilde Westen vo n Luzern Ab Bern geht es durch das reizvolle Emm das malerisch ental und e Entlebuch m it seinem Bios reservat. Aus ph ärensteigen lohnt sich in Schüpf Von dort brin he im . gt einem das Postauto «Pan Route Expres orama s» nach Söre nberg, wo m Luftseilbahn an mit der zum Rothorn (2350 Meter Auf der Restau ) kommt. rantterrasse ka nn man mit ei spektakuläre ner n Aussicht au f Eiger, Mönch Jungfrau spei un d sen. Wieder unten, geht es über die Pano w ei ter ramastrasse nach Giswil Anschluss na m it ch Luzern un d Interlaken. http://topa po. ch/regioex press

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2014

Albula-Linie

zum Bahnmuseum Auf der Unesco-Strecke ltkulturt ohne Grund zum Unesco -We Die Albula-Strecke wurde nich de gen erre del die Fahrt über schwin erbe erklärt. In Thusis beginnt , ren fah ritz Mo ich kann man bis St. Brücken und Viadukte. Natürl nBah das t steh auch in Bergün. Dort aber der Ausstieg lohnt sich Kins über die Albula-Linie erfährt. alle museum Albula, wo man n tive rak inte l für sie gestalteten der werden auf einem speziel ührt. Highlight des Museums gef Weg durch die Ausstellung r. Weiter gehts mit dem Zug ist der Krokodil-Fahrsimulato Metern. Dort kann man auf hinauf nach Preda auf 1800 nlehrpfad sein Wissen dem 7 Kilometer langen Bah po.ch/albula vervollständigen. http://topa


Viele Kinder lernen nicht mehr schwimmen Aus Spargründen werden in der Schweiz viele renovationsbedürftige Hallenbäder geschlossen. Mit fatalen Folgen: Die Schwimmkompetenz der Kinder nimmt ab. Die achtjährige Lena und der siebenjährige Nico stehen am Bassinrand. Gleich werden sie mit einem Purzelbaum ins Wasser springen. Tauchen sie auf, müssen sie sich orientieren und sich eine Minute lang über Wasser halten können. Und schliesslich müssen die beiden Kinder noch 50 Meter weit schwimmen. Diesen Test sollten in der Schweiz alle Kinder bis zur vierten Primarklasse absolviert haben. Es ist der «Wasser-Sicherheits-Check» (WSC), der in vielen Kantonen obligatorisch ist und Kindern, aber

Von Beat Felber

auch Jugendlichen hilft, die eigenen Fähigkeiten besser einzuschätzen. «Es ist erwiesen», sagt Prisca Wolfensberger von der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft (SLRG), «dass man zwischen vier und sieben Jahren das Schwimmen am leichtesten erlernt. Tatsache ist jedoch auch: Kinder haben immer weniger Gelegenheiten, das Schwimmen zu lernen. Es fehlt an Geld und Infrastruktur.» Effektiv haben insbesondere mittlere und kleine Gemeinden Mühe mit der Umsetzung des Schwimm­ unterrichts. Einerseits werden in der Schweiz aus Geldmangel immer mehr renovationsbedürftige Hallenbäder geschlossen. Andererseits stehen Schulen vermehrt unter Spardruck. Geopfert wird dann meist zuerst ein Teil des Sportunterrichts, und da wiederum insbesondere der Schwimmunterricht. Eine schweizweite Statistik zeigt die Problematik der knappen Wasserflächen für Schwimmunterricht auf – und dies notabene im «Wasserschloss Schweiz» mit seinen unzähligen Flüssen und Seen: Im Kanton Zürich gibt es auf 10 000 Einwohner 99 Badeanlagen (Becken, Sprungtürme usw.), gefolgt vom Kanton


WISSEN 38 / 39

Bern mit bereits nur mehr 50. Vielerorts ist jedoch vor allem auf dem Land die Abdeckung mit Badeanlagen überaus dürftig. So verfügen viele ländliche Gemeinden über kein eigenes Schwimmbad, geschweige denn ein Hallenbad. Grossräumige Flächen ohne Bäder finden sich vor allem in der Westschweiz und in den Kantonen Uri, Graubünden, Tessin und im Oberwallis. Fehlende Anlagen und mangelnder Unterricht haben fatale Folgen für Kinder und Erwachsene. Gemäss dem Schweizer Fernsehen SRF zählt die Schweiz fast eine halbe Million Nichtschwimmer. In der Schweiz ertrinken pro Jahr rund 50 Menschen – darunter viele Kinder und Jugendliche. Laut der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) ist Ertrinken die zweithäufigste Todesursache unter den Fünf- bis Vierzehnjährigen. Noch häufiger als Ertrinken sind vor allem bei Kindern die sogenannten «BeinaheErtrinkungsfälle». Bei diesen sind meist lebenslange körperliche und geistige Schäden die Folge. Die bfu

hat denn auch eine Präventionskampagne lanciert, um Eltern, Betreuungspersonen und Kinder auf die Gefahren beim Schwimmen aufmerksam zu machen. Ein Kind sollte nie aus den Augen gelassen werden, da es innerhalb von 20 Sekunden ertrinken kann! Auch Jugendliche und junge Erwachsene sind laut bfu-Report eine Risikogruppe – obwohl sich mehr als drei Viertel der Zehn- bis Vierzehnjährigen für gute oder sehr gute Schwimmer halten. Lena und Nico wird eine solche Fehleinschätzung nicht passieren, haben sie doch rechtzeitig gelernt, ihre Schwimmkompetenz richtig einzuschätzen.

Weitere Informationen mit Facts und Tipps: www.water-safety.ch www.das-wasser-und-ich.ch www.swimsports.ch

Anzeige

Ceteco Sandoz hilft bei Allergien. ®

• Hilft bei Heuschnupfen, allergischem Schnupfen und allergischer Bindehautentzündung

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2014

• Wirkt bis zu 24 Std. • Die Tabletten sind klein und angenehm zu schlucken Mehr Informationen zu Ceteco Sandoz unter www.generika.ch oder www.swissmedicinfo.ch. ®

Bitte lesen Sie die Packungsbeilage.

Sandoz Pharmaceuticals AG, Suurstoffi 14, Postfach, CH-6343 Rotkreuz, Tel. 041 763 74 11


Bei Überempfindlichkeitsreaktionen der Augen rundum versorgt. Juckreiz und Brennen der Augen, z.B. bei Heuschnupfen. Rötungen und Schwellungen der Augen.

Bitte lesen Sie die Packungsbeilagen. Schweizweite Beratung in Apotheken und Drogerien.

Similasan AG | www.similasan.com

Sagen Sie dem Heuschnupfen Adieu.

ANTIALLERGIE

• 1 Tablette täglich • Macht nicht müde

sanofi-aventis (schweiz) ag 1214 Vernier GE

028018-02/2013

Dies ist ein Arzneimittel. Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten und lesen Sie die Packungsbeilage.


WISSEN 40 / 41

Altersheuschnupfen als Neuerkrankung Neuerdings bekommen nicht allein jüngere Menschen zum ersten Mal einen Heu­ schnupfen, sondern erstaunlicherweise auch viele ältere.

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2014

Lange glaubten Fachleute: Wer bis zum 30. Geburtstag nie Heuschnupfen hatte und am gewohnten Wohnort bleibt, muss keine Pollenallergie mehr fürchten. Doch Alter schützt nicht vor Allergien! Seit einiger Zeit beobachten Mediziner, dass die Zahl der Menschen über 40 Jahre wächst, die zum ersten Mal unter Heuschnupfen leiden. Neue Fälle gibt es sogar bei Senioren über 80 Jahre. Schwelle oder Schlummer? Nur etwa die Hälfte der Menschen, die eine genetische Veranlagung für Allergien besitzen, bekommt allergische Beschwerden. Also spielen auch Lebensstil und Umwelt eine Rolle. Eine Theorie zu den Neuerkrankungen an Heuschnupfen im Alter geht deshalb von einem Schwellenwert aus. Diesen muss die Pollenbelastung überschreiten, damit Heuschnupfen entsteht. Zum Überlaufen bringt das SchwellenwertFass möglicherweise, dass der Klimawandel die Pollenflugsaison verlängert hat und zugewanderte Pflanzen wie Ambrosia die Pollenmenge erhöhen. Eine andere Theorie besagt, Altersheuschnupfen sei gar keine Neuerkrankung, sondern ein Erwachen schlummernder Allergien. Viele Kinder vertragen bestimmte Lebensmittel nicht, haben Ausschläge und schniefen häufig. Das legt sich meist und gerät in Vergessenheit. Waren Allergien im Spiel, leben diese später womöglich wieder auf.

Von Dr. Jürgen Schickinger

Mehr Leid im Alter Bei Ortswechseln und entsprechender Veranlagung ist es möglich, dass Allergien erst im gehobenen Alter ausbrechen. Dann versetzt die ungewohnte AllergenUmgebung das Immunsystem in Aufruhr. Doch allgemein werden neue allergische Erkrankungen im Alter zu selten in Betracht gezogen. Bei Senioren bleibt laut Studien die Hälfte aller Fälle von allergischem Asthma unerkannt. Ärzte vermuten da eher Bronchitis, Dauerhusten (chronische obstruktive Lungenkrankheit, COPD) oder Herzleiden. Dabei haben ältere Menschen teils stärkere allergische Beschwerden als jüngere. Die Zellen der Atemwege verlieren mit den Jahren meist viele der «Härchen», mit denen sie Pollen und andere Fremdkörper abtransportieren. Die Reize halten länger an. Andere Erkrankungen und Medikamente berücksichtigen Die Heuschnupfenbehandlung beginnt immer damit, die Pollenbelastung so klein wie möglich zu hal­ ten – beispielsweise durch geschicktes Lüften, Pollenfilter, Nasenduschen, häufiges Saugen mit einem geeigneten Staubsauger. Bei älteren Menschen ist weiter zu beachten, dass Medikamente auf andere Erkrankungen und laufende Therapien abgestimmt werden müssen. Unbedenklich sind meist Mittel für örtliche Anwendungen, sowie alle homöopathischen und spagyrischen Mittel. Medikamente zum Einnehmen (zum Beispiel Antihistaminika) lösen leichter unerwünschte Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten aus. Zu ursächlichen Behandlungen, die gegen Baum- und Gräserpollen unempfindlich machen (Hyposensibilisierung), sollten sich ältere Patienten fachlich beraten lassen. Die Verfahren sind bei vielen Erkrankungen und medikamentösen Therapien (zum Beispiel mit Betablockern) ausgeschlossen, weil ihre Risiken dann zu hoch sind.


NEU

Die nächste Generation der natürlichen Heuschnupfen-Produkte

Entzündungshemmend und zellschützend

Lindert allergische Beschwerden

Stärkt und pflegt die Schleimhaut

Dies sind Medizinprodukte, lesen Sie die Produktinformationen.

Augentropfen

Nasenspray

s AL da IN G RI

O

Vaginalprobleme? Gynofit befreit – von Jucken, Brennen und Ausfluss! • Ohne Konservierungs- und Duftstoffe. • Einfache, hygienische Anwendung im Applikator. • Sanft, wirksam, hormonfrei. hormonfrei

Schwanger?

Gynofit Damm-Öl zur Geburtsvorbereitung

Milchsäure Vaginalgel Bringt die Scheidenflora ins Gleichgewicht

www.gynofit.ch Rezeptfrei in Drogerien und Apotheken

Ins_Gynofit_183x127.5_toppharm-d_12.13.indd 1

hergestellt in der Schweiz

19.12.13 08:34


WISSEN 42 / 43

Die heissen Jahre

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2014

Die Wechseljahre bringen verschiedene typische Beschwerden mit sich. Gegen viele davon ist jedoch ein Kraut gewachsen. Beatrix Sieber, Anfang 50, zweifache Mutter von Teenagern und berufstätig, scheint in sich zu ruhen, eins zu sein mit sich und ihrem Leben. Das war nicht immer so: «Noch vor ein paar Monaten war ich ein nervliches Wrack», sagt sie. Fast jede Nacht sei sie mehrmals total verschwitzt in einem klatschnassen Bett aufgewacht und nach dem Wäschewechseln stundenlang wach gelegen. «Tagsüber fühlte ich mich müde, gereizt und unausgeglichen.» Andauernd gerieten sie und ihre 15-jährige Tochter aneinander. «Es war, als wären wir beide in der Pubertät.» Die Wechseljahre hatten Beatrix Sieber voll erwischt, «von jetzt auf gleich». Abhilfe brachten Hormone, die ihr der Frauenarzt am Ende ihres Leidenswegs

Von Christine Micheloud

verschrieb. «Eigentlich wollte ich ja nie Hormone nehmen, doch nachdem weder pflanzliche Mittel noch autogenes Training oder Yoga geholfen hatten, biss ich halt in den sauren Apfel», sagt Sieber. Die Wechseljahre (auch: Klimakterium) bezeichnen die Lebensphasen vor und nach der Menopause, in der eine Umstellung des Hormonhaushalts stattfindet. Sie dauern im Durchschnitt 15 Jahre und beginnen bei den meisten Frauen im Alter von 45 bis 55 Jahren, verlaufen aber äusserst unterschiedlich. Während ein Drittel aller Frauen keine und ein Drittel einige leichtere Beschwerden hat, leidet ein Drittel massiv unter den für die Abänderung typischen Symptomen. Was passiert in den Wechseljahren? Bei Einsetzen der Wechseljahre sinkt der Östrogenspiegel drastisch, die Eierstöcke stellen immer weniger Östrogen und Gestagen her. Der Monatszyklus kommt zunehmend aus dem Rhythmus, bis die Regelblutung schliesslich ganz aufhört. Die Wechseljahre lassen sich in folgende Phasen einteilen: Prämenopause, Menopause, Perimenopause und Postmenopause. Der «Startschuss» für das Klimakterium » Seite 44


erfolgt bei jeder Frau in einem anderen Alter. Es gibt Frauen, die haben schon mit Ende 30 erste Anzeichen, andere kommen erst mit 60 ins Klimakterium. Typische Beschwerden Der zunehmende Hormonmangel in den Wechseljahren führt zu den typischen körperlichen und psychischen Beschwerden, die man unter dem Sam­mel­­be­griff «klimakterisches Syndrom» zusammen­fasst. Da­zu gehören unter anderem Hitzewallungen, Schweiss­ausbrüche, Rückgang der Libido, Trocken­­heit der Scheidenhaut, allgemeine Reizbarkeit, de­­pres­­-

sive Ver­ stimmungen, Antriebslosigkeit, Schwindel, Konzentrationsschwäche, Harnwegsinfektionen, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, trockene Haut und Schleimhäute, Herzbeschwerden, Gewichtszunahme, Haarausfall und Muskelschmerzen. Diese Beschwerden treten nicht alle auf einmal auf, und die meisten davon verschwinden wieder, sobald die Wechseljahre abgeschlossen sind. Dies trifft jedoch nicht auf Hitzewallungen und Schweissausbrüche zu, diese können auch Monate oder Jahre nach der letzten Regel (Postmenopause) andauern oder

Hilfe bei Wechseljahrbeschwerden Neben einer gesunden Ernährung mit wenig Kaffee und Alkohol und viel Bewegung können folgende pflanzlichen Arzneimittel (Phytomedizin) gegen Wechseljahrbeschwerden helfen. Ihr TopPharm Gesundheits-Coach berät Sie gern.

Traubensilberkerze Die Extrakte aus dem Wurzelstock dieser Pflanze zählen zu den Pflanzenöstrogenen. Sie wirken wie körpereigene Östrogene.

Mönchspfeffer Das Pflanzenpräparat hilft vor allem zu Beginn der Menopause, wenn der Zyklus noch nicht endgültig aufgehört hat. Es regt die Produktion von Progesteron an und aktiviert die Eierstöcke.

Rotklee Die bei uns heimische Pflanze liefert ebenfalls pflanzliche Hormone. Sie enthält ähnliche Stoffe wie Soja.

Johanniskraut Sind die Hitzewallungen mit depressiven Stimmungen verbunden, ist Johanniskraut hilfreich. Es muss täglich eingenommen werden, wirkt aber erst nach ein paar Wochen.

Soja Die Pflanzenfarbstoffe von Soja, Isoflavone genannt, reduzieren Hitzewallungen und Schweissausbrüche. Sie wirken sich positiv auf Herz-Kreislauf-Funktionen und den Knochenstoffwechsel aus. Zudem können sie zu einer Verminderung des Brustkrebsrisikos beitragen. Soja-Isoflavone besitzen die Fähigkeit, Östrogenmangelzustände sanft auszugleichen.

Salbei Sehr rasch wirkt bei vielen Frauen ein Tee aus Salbei: Einen Teelöffel Kraut pro Tasse mit kochendem Wasser über­brühen und zehn Minuten ziehen lassen. Dreimal täglich genommen, hat er noch weitere positive Effekte: Er beruhigt das in den Wechseljahren oft strapazierte Nervenkostüm und mindert das Schwitzen.


WISSEN 44 / 45

dann sogar erstmals auftreten. Dies ist kein Grund zur Sorge, denn Hitzewallungen haben mit der Menstruation nichts zu tun. Zudem gibt es zahlreiche pflanzliche Mittel, die Abhilfe schaffen können (siehe Info-Box). Erleichterung bringen können auch Yoga, Akupressur und Bachblüten. Wie kommt es zu Hitzewallungen? Hitzewallungen, auch fliegende Hitze genannt, sind Störungen der Körpertemperaturregelung im Gehirn. Diese Störungen werden durch Schwankungen des Östrogenspiegels ausgelöst. Der Körper bekommt falsche Temperatursignale und nimmt dabei eine scheinbare Überhitzung wahr. Die Durchblutung wird gesteigert, der Pulsschlag erhöht, ein Schweiss­ ausbruch soll den Körper abkühlen. Im Anschluss an die Hitzewallung frösteln viele Frauen. Bei starken

Anzeige

Immer mit dabei:

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2014

DermaPlast® Erste-Hilfe-Sets bei Schürf-, Schnitt- und Brandwunden.

IVF HARTMANN AG, CH-8212 Neuhausen – www.ivf.hartmann.info

Hitzewallungen kann eine Hormonersatztherapie tatsächlich Abhilfe schaffen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass die Beschwerden oft wieder auftreten, sobald die Hormontherapie abgesetzt wird. Zudem kann nach den neuesten Studien bereits im ersten Anwendungsjahr das Brustkrebsrisiko steigen. Hormone sollten deshalb nur bei äusserst starken Beschwerden angewendet werden. Untersuchungen zeigen allerdings, dass die Gemütslage in den Wechseljahren eher durch soziale und kulturelle als durch hormonelle Faktoren beeinflusst wird. Wo ältere Frauen hohe Wertschätzung erfahren, im Berufsleben ausgefüllt sind und mit heranwachsenden Kindern mitten in der Familienphase stecken, leiden sie viel seltener unter seelischen und körperlichen Wechseljahrbeschwerden.


Spass am Sport

Von Andrea Freiermuth, Beobachter

Eigentlich wäre man ja gern fit. Aber irgendwie schafft man es nicht, regelmässig zu trainieren, Wunsch und Motivation klaffen meilenweit auseinander. Mit diesen Fitnesstipps kommen auch Sportmuffel in Bewegung. 1

Überlegen Sie sich, warum Sie Sport treiben wollen. Stellen Sie eine Liste mit Gründen zusammen, warum Sie sich mehr bewegen wollen. Was treibt Sie an? Möchten Sie etwas für Ihre Gesundheit tun, Gewicht verlieren oder Stress abbauen? Wollen Sie Menschen kennenlernen, sich mit anderen messen oder gemeinsam mit anderen ein Ziel erreichen? Suchen Sie Nervenkitzel, Spielsituationen oder Naturerlebnisse?

2

4

Überprüfen Sie Ihre Ziele mit der sogenannten «SMART»-Checkliste. Die Abkürzung steht für spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert. Zum Beispiel: S: Ich will mich im Alltag mehr bewegen. Darum werde ich keine Treppe mehr auslassen und öfter zu Fuss gehen. M: Ich will jeden Tag 10 000 Schritte machen, die ich mit dem Schrittzähler aufzeichne. A: Ich werde mich besser fühlen und stolz auf mich sein, wenn ich jeden Tag 10 000 Schritte schaffe. R: Bisher habe ich 7000 Schritte pro Tag gemacht. 3000 mehr schaffe ich wahrscheinlich. T: Ab morgen versuche ich, mein Bewegungsziel von 10 000 Schritten täglich zu erreichen. Ab 1. Mai will ich auf 15 000 erhöhen.

Finden Sie die passende Bewegungsform. Informieren Sie sich beim Sportamt Ihrer Gemeinde über Vereine und sonstige Bewegungsangebote und schauen Sie sich das Programm von privaten Anbietern an.

3

Gehen Sie geschickt mit Rückschlägen um. Betrachten Sie Ihre Schritte hin zu einem bewegten Lebensstil als Experiment und fragen Sie sich bei Misserfolgen: Warum hat das Experiment nicht geklappt? Was muss ich beim nächsten Mal anders machen?

Setzen Sie sich «SMARTe» Ziele.

5

Erstellen Sie einen Plan. Ein guter Plan ist ein einfacher Plan. Er ist möglichst konkret und beantwortet die wichtigsten «W»-Fragen. Zum Beispiel: Was? Nordic Walking. Wie? Mit den Stöcken, die ich von Christine ausgeliehen habe. Wann? Dienstag- und Donnerstagabend um 19 Uhr. Wie lange? 30 Minuten. Wo? Am Waldrand. Mit wem? Am Dienstag in der Gruppe, am Donnerstag mit Viktor.


Tipps 46 / 47

7

Lassen Sie die «SOS»-Frage gar nicht erst zu. Der Moment vor der Bewegung ist entscheidend. Oft stellt man sich da die «SOS»-Frage: «Soll ich oder soll ich nicht?» Lassen Sie es gar nicht so weit kommen: Verabreden Sie sich mit anderen zum Sport. Und setzen Sie sich gar nicht erst aufs Sofa, bevor Sie starten.

8

Protokollieren Sie Ihr Bewegungsverhalten. Halten Sie in einem Bewegungstagebuch Ihre Mo­tive, Ideen, Ziele, Pläne und Fortschritte fest. Tragen Sie die Sporttermine in der Agenda ein und kontrollieren Sie jeweils Ende Woche, ob Sie Ihre Absichten umgesetzt haben. Solche Protokolle erlauben Ihnen, die «Gutschein-Strategie» anzuwenden: So können Sie zum Beispiel mit sich selber abmachen, dass Sie sich mit einem Wellness-Weekend belohnen, wenn Sie über mehrere Wochen verteilt 100 Kilometer in den Joggingschuhen absolviert haben.

9

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2014

6

Bei Rückschlägen stellt sich leicht der «What the hell»-Effekt ein – die Frage «Was soll das Ganze überhaupt?», eine Art Trotzreaktion. Wahrscheinlich sagt sich das Unterbewusstsein in solchen Momen­ ten: «Egal, ich wusste es ja, dass ich es nicht schaffen werde.» Oder: «Zur Hölle damit, es ist mir eh nicht so wichtig.» Lassen Sie sich von diesen Gefühlen nicht beirren!

Formulieren Sie «Wenn … dann …»-Sätze. Ein Bewältigungsplan für kritische Situationen hilft, die schwachen Momente zu erkennen und Strategien dagegen zu entwickeln. Formulieren Sie «Wenn … dann …»-Sätze für jene Momente, in denen sich der «innere Schweinehund» meldet. Zum Beispiel: «Wenn ich mich abends zu müde fühle, dann frage ich trotzdem in meinem Freundeskreis nach, ob jemand etwas Sportliches mit mir unternehmen will. Ausserdem halte ich mir dann vor Augen, wie erfrischt ich mich nach dem Sport jeweils fühle.»

Machen Sie sich auf den «What the hell»-Effekt gefasst.

10

Machen Sie sich einen Spass daraus. Bewegungseinsteiger sehen oft nur die Anstrengung beim Sport. Aber körperliche Aktivität macht auch Spass. Manchmal muss man einfach erst in Schwung kommen – doch das dauert. Um so lange dranzubleiben, kombinieren Sie am besten das Anstrengende mit dem Angenehmen. Gehen Sie nach dem Sport in die Sauna. Verabreden Sie sich mit Freundinnen zum Joggen und Tratschen.


Sie wollen die sicherste Lösung für Ihre empfindliche Haut? Jetzt kennenlernen

Peaux intolérantes

Tolérance extrême

Überempfindliche Haut

Allergische Haut

Atopische Haut

Die Haut ist endlich beruhigt.

Beruhigt und pflegt die Haut.

Endlich durchschlafen. Die Haut juckt nicht mehr.

Geniessen Sie den Winter in Bewegung!

Streifenfreie Hygiene für alle Böden ter -Musn Gratisla e ver ng

Wischpflege Konzentrat

vepo Cleaner

JETZNT! TESTE

Entwickelt in Zusammenarbeit mit Fachärzten und Physiotherapeuten.

www.myfuturo.ch

Beratung, Gratismuster und den Vepo-Ratgeber erhalten Sie in der Apotheke oder auf www.vepo.ch

®

Qualitätsprodukte für Sauberkeit und Hygiene

Vepochemie AG


Kurz notiert 48 / 49

Jeder dritte Mensch hat keine Toilette zur Verfügung Für mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung sind Toiletten ein unerreichbarer Luxus. Mehr als 2,6 Milliarden Menschen leben laut der UNO ohne eine ausreichende Sanitärversorgung. Viele müssen ihre Notdurft ungeschützt im Freien verrichten, so gelangen Fäkalien ungehindert ins Wasser. Schätzungen zufolge stehen 80 Prozent aller Krankheiten in Entwicklungsländern im Zusammenhang mit verunreinigtem Trinkwasser. Pro Tag sterben etwa 5000 Kinder unter fünf Jahren an Krankheiten, die im Zusammenhang mit mangelhafter Hygiene und verschmutztem Wasser stehen.

Mäuse sind immun gegen Fettsucht Lausanner Forscher haben bei Mäusen ein Gen ausgeschaltet und sie so gegen Fettleibigkeit resistent gemacht. Das Protein, das diese Wirkung verursacht, könnte ein Ansatzpunkt für eine Therapie gegen Adipositas beim Menschen sein, schreiben die Forscher im Online-Fachjournal «PLOS ONE». Allerdings komme das Protein in vielen Geweben und Organen vor, weshalb unerwünschte Nebeneffekte nicht ausgeschlossen werden könnten, erklärten die Forscher in einer Mitteilung der Uni Lausanne.

Medikamententest für Autofahrer Nicht nur Drogen beeinträchtigen die Konzentration beim Autofahren, auch Medikamente können sich negativ auf die Fahrtüchtigkeit auswirken. Doch mit den gängigen Drogen­ schnelltests ist es nicht möglich, alle diese Substanzen nachzuweisen. Ein neuer Test soll Abhilfe schaffen. Nicht nur Schlaf- oder Beruhigungsmittel, auch Medikamente, die beispielsweise die Symptome von Heuschnupfen bekämpfen, können die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen.

Salz senkt Blutdruck Während hoher Salzkonsum im Normalfall den Blutdruck erhöht, scheint er ihn bei schwangeren Frauen zu senken. Zu diesem überraschenden Schluss kommt eine Studie des Inselspitals Bern. Eine salzreiche Ernährung könnte demnach für werdende Mütter günstig sein, wie das Spital mitteilt. Der grosse Salzhunger äussert sich etwa durch Gelüste nach Salzgurken oder Heringen. Ursache ist ein Hormon, das Salz im Körper zurückhält. In der Schwangerschaft gibt es im Körper mehr von diesem Hormon, denn es vergrössert das Blutvolumen der Mutter zur Versorgung des Kindes.

TopPharm Apotheken Ratgeber Nr. 2 | 2014

Fortschritte bei «Pille für den Mann» Australische Forscher vermelden, der «Pille für den Mann» einen Schritt näher gekommen zu sein. Ihnen gelang es, bei Mäusen zwei für den Transport des Spermas zuständige Proteine auszuschalten. Das Ergebnis davon sei vollständige männliche Unfruchtbarkeit. Bisherige Versuche bei der Entwicklung einer Verhütungspille für Männer waren entweder auf hormoneller Basis oder hatten unfruchtbares Sperma produziert. Solche Methoden können jedoch die sexuelle Aktivität beeinträchtigen und langfristige und potenziell irreversible Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit haben. US Fachjournal «Proceedings of the National Academy of Sciences», Monash University, Melbourne.

Sport ist nützlicher als Medikamente Sportliche Betätigung kann einer gross angelegten Studie zufolge bei einigen Krankheiten dieselben positiven Effekte haben wie Medikamente. Besonders heilend wirkt Bewegung bei Herzproblemen und Diabetes, heisst es in der Untersuchung. London School of Economics und Harvard Medical School.


Rätsel 50 / 51

Gewinnen Sie mit TopPharm Kreuzworträtsel

Gesamtwert: 2815 Franken!

So nehmen Sie teil: SMS: Senden Sie TOPPHARM1 gefolgt von Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an 970 (CHF 0.80/ SMS). Telefon: Wählen Sie 0901 560 092 (CHF 0.80/Anruf vom Festnetz). Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten: m.vpch.ch/ TPH11241 (gratis über das Handynetz).

5 × eine elegante Notruf-Uhr von Swisscom, inkl. 6 Monate Basic Abo, Wert von je 563 Franken. Mit der Notruf-Uhr von Limmex und dem Netz von Swisscom ist schnelle Hilfe auf Knopfdruck verfügbar. Dank eingebauten Mobilfunk-Funktionen verbindet Sie die Uhr im Notfall mit einer Reihe von Ihnen festgelegten Personen. Das bietet Ihnen im Ernstfall Sicherheit, auch wenn Sie ihr Handy nicht dabei haben. www.swisscom.ch/notruf-uhr

Auflösung Ausgabe 1/14: OPTIMISMUS

6

8

9

5

1

2 7 8 7 6 4 4 2

8 4 1 3 9 7 5 8

1 Conceptis Puzzles

Sudoku

3

9

2

1

Gesamtwert: 2286 Franken!

3 × eine Woche Ferien, offeriert von Thermalp Les Bains d’Ovronnaz, im Wert von je 762 Franken. Thermalbäder im Herzen der Walliser Alpen. Erholung und Wellness während sechs Tagen im Thermalzentrum in einer gemütlichen 2-Zimmer-Wohnung. Weitere Infos finden Sie unter: www.thermalp.ch So nehmen Sie teil: SMS: Senden Sie TOPPHARM2 gefolgt von Ihrer Lösungszahl und Ihrer Adresse an 970 (CHF 0.80/SMS). Telefon: Wählen Sie 0901 560 093 (CHF 0.80/Anruf vom Festnetz). Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten: m.vpch.ch/TPH11242 (gratis über das Handynetz).

06010029302

Teilnahmebedingungen: Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeitende von TopPharm AG sind nicht teilnahmeberechtigt. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Keine Barauszahlungen. Teilnahmeschluss: 20. April 2014

Gewinner Ausgabe 6/13 Kreuzworträtsel: S. Mancini, Aarberg / R. Meury, Reinach / R. Jäggi, Muri b. Bern / E. Furer, Oberhofen Sudoku: U. Huwyler, Sarnen

Auflösung Ausgabe 1/14:

8 3 5 9 1 2 7 4 6

6 1 7 3 8 4 5 2 9

4 9 2 6 7 5 3 1 8

5 7 1 2 6 3 8 9 4

3 2 4 8 9 1 6 5 7

9 6 8 5 4 7 2 3 1

2 8 6 1 3 9 4 7 5

7 5 9 4 2 6 1 8 3

1 4 3 7 5 8 9 6 2 06010029301


Burgerstein Sport:

Mit einem Lächeln zur Dopingkontrolle. Burgerstein Sport wurde nach den modernsten Erkenntnissen der Sport- und Ernährungswissenschaft entwickelt. Burgerstein Sport, ein Champion in der Sportszene.

Tut gut. Burgerstein Vitamine Erhältlich in Ihrer Apotheke oder Drogerie – Gesundheit braucht Beratung.

www.burgerstein.ch

Antistress AG, Gesellschaft für Gesundheitsschutz, 8640 Rapperswil-Jona

Sauber war noch nie so sanft.

Prevalin™ neutralisiert die Pollen, bevor Ihre Heuschnupfen- Symptome explodieren. Prevalin™ und Prevalin™ Kids sind Medizinprodukte. Interdelta SA | 1762 Givisiez | www.interdelta.ch

shop.curaprox.com

CURADEN International AG | 6011 Kriens

www.curaprox.com

CU

Ideal bei Implantaten, Zahnspangen und Brackets.

X HY D R O SO PRO RA

C NI

Prevalin™ Microgel-Spray ist eine neuartige und gut verträgliche Möglichkeit Ihre Heuschnupfen-Symptome zu lindern.

Das ist die Schallzahnbürste vom Schweizer Mundgesundheitsprofi CURAPROX: Ultrafeine CUREN® -Filamente sorgen auf sanfteste – und einfachste – Weise für wirkungsvolle Prophylaxe. Entwickelt mit Prof. Dr. med. dent. Ueli P. Saxer.


OSW

Sicherlich, das Älterwerden ist nicht immer ganz einfach, trotzdem fühle ich mich für viele Sachen im besten Alter und bin aktiver als je zuvor. Falls es mich aber doch wieder einmal zwickt und zwackt, steht mir mit meinem persönlichen Gesundheits-Coach ein verlässlicher Partner in allen Gesundheitsfragen zur Seite. Lotti Z., Rentnerin

Ich habe meinen Gesundheits-Coach.

www.toppharm.ch

100

Ich habe jemanden, der mich jung hält.


TopPharm Apotheken Ratgeber März 2014