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1-2|14 TOPHOTEL.DE

DIE FACH-ILLUSTRIERTE FÜR DAS HOTEL-MANAGEMENT

M Intergait Messes-tra Guide

SCHNELLER & PROFITABLER Mit den New Generation Hotels steht der Siegeszug unbekannter Marken bevor

HOTELTEST BEI SWISSÔTEL Spiegelt sich die Toplage des Dresdner Luxushotels auch in der Leistung wider?

Logistik-Unternehmer Kühne will Deutschlands bestes Hotel bauen

Der Herausforderer


Inhalt_1-2_2014 23.01.14 18:20 Seite 4

INHALT MARKT 40 Messen 45 Fairmas-Trendbarometer: München 46 Int. Hotelaktienbörse

HOTELPROJEKTE 26 »Wenn schon, denn schon« – Nach diesem Motto will der Logistik-Unternehmer Klaus-Michael Kühne mit The Fontenay in Hamburg »Deutschlands schönstes Hotel« bauen. Autor Bernd Schiller traf den Investor im Grand Elysée des Hoteliers Eugen Block, der demnächst sein Nachbar und Konkurrent sein wird

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FOYER 6 8

Die bunte Seite der Hotellerie Nachrichten

TOPHOTELLERIE 10 Interview mit Michael Mücke: Mein Haus, meine Marke, mein Management 12 Anonymer Hoteltest im Swissôtel Dresden 24 Nachrichten 28 Neue Hotels im In- und Ausland

MANAGEMENT 50 Deutscher GM im Ausland: Thomas Henseler 54 New Generation Hotels: Profitabler, schneller, besser 58 Interkulturelle Kompetenz: Den besten Mix finden 60 Karriere: Männer führen anders, Frauen auch 61 Steuertipp: Reisekostenrecht geändert 62 Personalien In- und Ausland, Firmen 64 Personenaufnahme: Stephan Gerhard

VERBÄNDE & KOOPERATIONEN 66 68 70 71 72 73 74

BDVT FBMA FCSI GAD HSMA Landidyll e.V. Romantik Hotels & Restaurants 75 Selektion Deutscher Luxushotels 76 VSR e.V. 77 Wellness-Hotels & Resorts Deutschland

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KÜHNE IM GESPRÄCH

LUXUSHOTELTEST

NEW GENERATION HOTELS

ROMANTIK HOTELS & RESTAURANTS

TOP HOTEL | 1-2/2014


Inhalt_1-2_2014 23.01.14 18:20 Seite 5

INVESTITION 78 Wellness & Spa: Wellness? Natürlich! 90 Umbau & Modernisierung: Revolution der Meetingkultur 98 Minibar & Roomservice: Ein Service unter der Lupe 103 Facility Management: Was Kunden wollen 104 Porzellan: Aufgetischt! Vier Stilwelten geben den Ton an

FOOD & BEVERAGE 110 Frühstück & Brunch: Roomservice – die Extraportion Luxus am Morgen 116 Weinwegweiser 119 Food-Konzepte: Aus REWE-Foodservice wird Transgourmet 121 Produktneuheiten

SERVICE 122 132 132 134

Branchen-Navigator Testfahrt: BMW 740i Buchtipp Impressum Vorschau

COMMUNITY 133 Die Branche in Bildern

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UMBAU & MODERNISIERUNG

COMMUNITY


Foyer_1-2 24.01.14 09:03 Seite 6

DIE BUNTE SEITE DER HOTELLERIE

FOTO DES MONATS

FOYER

Pssst!

Wenn die Natur im Winterschlaf liegt, sollte der Mensch nicht stören. Im Schweizer Whitepod Resort wird daher leiser und umweltschonender Tourismus praktiziert – »Eco Luxury« heißt das Zauberwort. Die Gäste residieren auf 1400 Metern Höhe in einem privaten Skigebiet in geodätischen Zeltkuppeln. An

VORGEMERKT 22. März - 22. Juni 2014, Baden-Baden: Mythos Hotel: Unter dem Titel »Room Service« präsentiert die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden und das Museum Frieder Burda eine Ausstellung mit Kunst-Parcours, der den Besucher unter anderem in das Brenners Park-Hotel & Spa führt. Info: www.kunsthalle-baden-baden.de

Komfort fehlt es in den Pods keineswegs; auch ein Wellnessbereich und ein Konferenzraum sind im Resort vorhanden. Info: www.whitepod.com

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TOP HOTEL | 1-2/2014

5. und 6. April 2014, Curio-Haus Hamburg: Neues Messekonzept in der Hansestadt: Mit der »WeinTour« gibt es erstmals eine Wein- und Reisemesse, auf der sich Endverbraucher und Fachbesucher einen Überblick über Weine und Winzer sowie die touristischen Besonderheiten aller 13 deutschen Anbaugebiete verschaffen können. Info: www.weintour.net


Foyer_1-2 24.01.14 09:03 Seite 7

GESCHICKT

GEKNICKT

... und damit fast die Hälfte aller Bundesbürger würde sich gerne eine längere Auszeit – auch Sabbatjahr genannt – nehmen. Das ist das Ergebnis einer im Dezember vergangenen Jahres durchgeführten Studie von HiltonHHonors. Als Hauptbeweggründe wurden Arbeitsstress und der Wunsch nach längeren Reisen (je 44 %) genannt. Info: www.hilton.com

49,1 Prozent ...

Zahl des Monats

BLICKFANG Kunstwerke, die um die Ecke gehen, hat die Digital Print Group O. Schimek GmbH unter dem Namen »Convolution« im Programm – darunter ein Zimmermädchen-Motiv (Foto). Das Unternehmen druckt exklusive Bilder ausgewählter Fotografen und Künstler auf verschiedene Materialien. Zur Auswahl stehen über 450 Motive. Info: www.art a n d p l ea s u re.d e

KufenKunst

Vor einer märchenhaften Wolkenkratzerkulisse und zu festlicher Musik können die Gäste des Peninsula Chicago im Winter über das Eis gleiten. Der 200 Quadratmeter große »Peninsula Sky Rink« befindet sich auf der Außenterrasse im vierten Obergeschoss des Hauses. Zum Aufwärmen gibt es heiße Schokolade, warmen Cidre und auch traditionellen deutschen Glühwein. Das FünfSterne-Luxusdomizil an der Magificent Mile ist das einzige Hotel in Chicago mit einer eigenen Schlittschuhbahn. Info: www.peninsula.com

Undercover ... ... war diesmal Accor-Deutschlandchef Michael Mücke im Hotel unterwegs. Getarnt als Praktikant putzte er im Münchner MercureHotel die Zimmer, in einem ibis-Hotel stand er als Küchenhilfe seinen Mann und in einem ibis budget-Hotel an der Rezeption. Zu sehen war der Einsatz in der dritten Folge der neuen Staffel der TV-Doku »Undercover Boss« am 27. Januar auf RTL, sie kann aber auch unter www.rtl-now.rtl.de abgerufen werden. TH 1-2/2014 | TOP HOTEL

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Hoteltest_Swissotel_Dresden 23.01.14 18:32 Seite 12

TOP-HOTELLERIE ANONYMER LUXUSHOTEL-TEST

Designverliebt in der Barockstadt Im April 2012 eröffnete Swissôtel in exponierter Lage ein stylisches Luxushotel, das in Dresden seinesgleichen sucht. Unser anonymer Tester sah sich Ende vergangenen Jahres in dem 235-Zimmer-Haus um, das »typisch schweizerische Gastfreundschaft« und »jeden nur erdenklichen Komfort« verspricht

MO. 25/11, 11:15

Telefonische Anfrage / Internetbuchung Frau N. erinnert mich an eine dieser Sprechpuppen, die es früher gab. Drückte man denen auf den Bauch, gaben sie einen Satz von sich oder fingen an zu weinen. Nun drücke ich Frau N. weder auf den Bauch, noch fängt sie an zu weinen, aber die Reservierungsmitarbeiterin des Swissôtel Dresden Am Schloss spricht während unseres Telefonats eben immer erst dann, wenn ich ihr eine Frage stelle. Im Normalfall müsste Frau N. die Gesprächsführung übernehmen, gerade weil ich mich bezüglich einer Buchung in ihrem Hotel noch unentschlossen zeige. Auch müsste es ihr ein Leichtes ★★★★★ sein, mir die in Erwägung gezoANONYMER gene Kurzreise zum Dresdner LUXUSHOTELWeihnachtsmarkt schmackhaft TEST zu machen, liegt dieser doch diFOLGE 98 rekt vor der Hoteltür. Doch während des Telefonats bin ich es, die das Gespräch führt. So frage ich beispielsweise nach einem Package über zwei Tage, das Frau N. allerdings verneint. Warum bloß? Packages sind zwar – aus welchen Gründen auch immer – nur online buchbar, aber es gibt sie definitiv. So buche ich schließlich nicht persönlich, sondern über die Hotel-Website ein »Spa-Package« mit zwei Übernachtungen, Frühstück, einer Stadtführung, einem Drei-Gänge-Menü und einer einstündigen Massage zum Preis von 395 Euro. Das günstigste Einzelzimmer mit Frühstück hätte 158 Euro pro Nacht gekostet. Vorbildlich: Der automatischen Online-Bestätigung des Packages folgt eine persönliche Mail der Reservierungsabteilung mit der Bitte um Absprache der einzelnen Programmbausteine meines Aufenthalts. Wertung: befriedigend 12

TOP HOTEL | 1-2/2014


Hoteltest_Swissotel_Dresden 23.01.14 18:32 Seite 13

Swissôtel Dresden Am Schloss Schlossstraße 16 01067 Dresden Telefon 0351-501200 www.swissotel.de/hotels/ dresden dresden@swissotel.com Kategorie ***** Direktorin Yvette Thüring 230 Zimmer & 5 Suiten Preise DZ ab 99 ¤, Suite ab 250 ¤

Sowohl das Design als auch die Leistungen im Empfangsbereich und im Spa überzeugten den Tester auf ganzer Linie 1-2/2014 | TOP HOTEL

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Kühne_Porträt 23.01.14 17:34 Seite 26

TOP-HOTELLERIE HOTELPROJEKTE

»Wenn schon, denn schon« Nach diesem Motto will der Logistik-Unternehmer Klaus-Michael Kühne mit The Fontenay in Hamburg »Deutschlands bestes Hotel« bauen. Top hotel-Autor Bernd Schiller traf den Investor im Grand Elysée von Hotelier Eugen Block, der demnächst sein Nachbar und Konkurrent sein wird

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in freundliches »Guten Morgen«, ein kräftiger Händedruck, Kaffee oder Tee? Klaus-Michael Kühne, nicht nur in Hamburg bekannt als einer, der viele Dinge in Bewegung bringt und dabei selten einem Streit ausweicht, geht offen und geradezu herzlich auf den Gesprächspartner zu. Es ist noch sehr früh am Tag. An der Rezeption des Grand Elysée, dem Fünf-Sterne-Haus zwischen Damtor-Bahnhof und der Außenalster, herrscht betriebsames Ein- und Auschecken. Klaus-Michael Kühne, der im Juni 77 Jahre alt wird, hat längst sein Joggingpensum absolviert. Eine halbe Stunde lang ist er um die Moorweide gelaufen, einer grüne Oase direkt neben dem Hotel. Noch bis vor Kurzem lief der hochgewachsene Logistik-Unternehmer mit Wohnsitz in der Schweiz – wann immer er in seiner Heimatstadt war – täglich einmal um die Alster herum, immerhin eine Strecke von knapp acht Kilometern. Kühne, der auf der Liste der reichsten Deutschen unter den Top Ten rangiert, ist einerseits »Hamburger von Geburt und aus Überzeugung«, wie er selber sagt. Vielleicht ist damit auch sein kostenintensives Investment beim glücklosen Bundesligisten HSV zu erklären sowie sein Engagement bei der Traditionsreederei Hapag Lloyd, die derzeit ebenfalls in schwerer See dümpelt. Zum anderen ist dieser Mann, der ein Leben lang nach der Devise »Wenn schon, denn schon« gelebt hat, alles andere als ein zurückhaltender Hanseat. Streitlust und Wagemut haben schon immer sein Handeln bestimmt. 26 TOP HOTEL | 1-2/2014


Wegen dieser Geradlinigkeit und wegen seiner Großzügigkeit schätzen ihn die Hamburger. Der Senat der Hansestadt ehrte ihn mit einem Professorentitel für seine Förderung von Kultur, Wissenschaft und Denkmalpflege, nicht zuletzt auch für seinen ungebrochenen Einsatz beim Großprojekt Elbphilharmonie. Und nun will dieser Mann auch noch mit einem spektakulären Hotelneubau die Silhouette seiner Heimatstadt verändern. Am Standort des ehemaligen InterContinental, das derzeit abgerissen wird, entsteht bis spätestens Mitte 2016 The Fontenay. Es soll nichts weniger als »Deutschlands bestes Hotel« werden ... Klaus-Michael Kühne plant gern in großen Dimensionen; sein zweites Motto »Klotzen statt kleckern«, verträgt sich durchaus mit dem hanseatischen Kaufmannsgrundsatz »Wer nicht wagt, der nicht gewinnt«. Kühne hat sich bereits einen Hoteltraum erfüllt und auf seiner Lieblingsinsel Mallorca, einem seiner Wohnsitze, eine Finca zum kleinen, sehr feinen Castell Son Claret umgebaut. Das Haus wird viel gelobt, verdient bislang aber – wie Kühne freimütig zugibt – noch kein Geld. Der gelernte Bank- und Außenhandelskaufmann sieht sich ohnehin nicht als Hotelier, will auch nicht, wie etwa Oetker, eine Kollektion aufbauen. Für das Investitionsprojekt The Fontenay holt er sich Expertise von den Besten aus der Branche, zum Beispiel von Gert Prantner, der einst 25 Jahre lang als Direktor des Hamburger Luxushotels Vier Jahreszeiten wirkte und heute als weltweit tätiger Berater in der Top-Hotellerie agiert.

Visionen, die auf Weltformat zielen Kühnes neues Spitzenhaus in Hamburg wird eine ruhige, sanft geschwungene Fassade bekommen – ein Hingucker von hanseatischer Gediegenheit, entworfen von den Hamburger Architekten Störmer, Murphy and Partners in Zusammenarbeit mit Matteo Thun. Große Glasflächen und weiße keramische Fassadenelemente werden das Gebäude prägen. Ein Sterne-Restaurant on top, mit traumhaftem Panoramablick über die Alster, soll neben den Hausgästen auch die Hamburger locken: »Es wird«, so verspricht Kühne, bei dem sich schon jetzt namhafte Köche melden, »ein Highlight der Hamburger Gastronomie werden, eines, das neue Maßstäbe setzen wird.« Aber bis er, gemeinsam mit Prantner und anderen Fachleuten, Bewerbungen sichtet, »wird noch viel Wasser die Elbe runterfließen. Noch gibt es ja nichts zu tun für die Künstler am Herd«, sagt der Pragmatiker. Dem im Sternzeichen des Zwillings geborenen Kühne ist eine Mischung aus solider Anpassung an ortsübliche Gepflogenheiten und Visionen, die auf Weltformat zielen, wichtig. Ein Denkmal, so sagt der Kaufmann, wolle er sich mit dem Hotel in seiner Heimatstadt nicht setzen: »Das Haus soll den höchsten Wohlfühlfaktor erhalten, der heutzutage und auf lange Sicht in einer Großstadt möglich ist, mit einem Wellnessbereich, der Maßstäbe setzen wird. Und mit einem Service, wie er persönlicher nicht sein kann.« Aber, so fügt er hinzu: »Es muss sich rechnen, es muss ein kommerzieller Erfolg werden. Und das wird es auch. Schon bei einer Auslastung von etwa 70 Prozent.« Ein großer Ballsaal ist nicht vorgesehen: »Davon gibt es in benachbarten Häusern genug«. Wohl aber werden kleine, hoch-

»Es muss sich rechnen. Und das wird es auch. Schon bei einer Auslastung von etwa 70 Prozent.« Klaus-Michael Kühne, Investor des Fontenay

karätige Events – zum Beispiel Hauskonzerte – in entsprechenden Räumen stattfinden. Auch ein kleines Medizinzentrum, etwa für Patienten aus dem Nahen Osten, kann sich Kühne vorstellen. Bei der Ausstattung mit Kunst und Design wird sich Kühnes Ehefrau Christine mit einbringen. Sie ist nicht nur eine aktive Förderin in der Allergieforschung, sondern auch »eine kritische Beobachterin auf unseren Reisen, besonders in Hotels«, wie KlausMichael Kühne betont. Das Ehepaar schipperte gerade mit der »Europa« durch die Südsee, als es die Nachricht vom geplanten Abriss des InterConti erreichte. Man entschloss sich noch am selben Tag, halbwegs zwischen Tahiti und Bora Bora, bei der Versteigerung des Erbpachtrechts für das Sahnestück an der Alster mitzubieten. Der Senat, so erzählt Kühne, habe sich gefreut, dass letztlich er, der als schwierig, aber auch als verlässlich gilt, den Zuschlag bekam. Neben 130 Suiten (45 bis circa 200 qm) werden 20 Residenzen und ein Schwimmbad, auch mit Blick aufs Wasser, das Fontenay zu einer der ersten Adressen am wohl schönsten Stadtsee einer europäischen Metropole machen. Branchenkenner sind überzeugt, dass sich selbst in einer auf Traditionen so bedachten Stadt wie Hamburg die alten Platzhirsche »warm anziehen« und sich etwas einfallen lassen müssen, wenn erst die Sterne über The BERND SCHILLER Fontenay strahlen.

Weitere Entwürfe zum Fontenay finden Sie auf www.tophotel.de 1-2/2014 | TOP HOTEL 27

Entwurf: Strömer, Murphy & Partners

Kühne_Porträt 23.01.14 17:34 Seite 27


New Generation Hotels 23.01.14 18:21 Seite 54

MANAGEMENT HOTELKONZEPTE

Weniger ist mehr: Diesem Motto folgen New Generation Hotels wie Bloc, Glow oder HTL. Mit weniger Personal, mehr Automatisierung und geringeren Investitionen in die Zimmer erzielen sie mehr Umsatz als »klassische Häuser« – und sind dennoch alles andere als billig

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New Generation Hotels 23.01.14 18:21 Seite 55

Profitabler, schneller, besser

New Generation Hotels Diese Attribute werden den New Generation Hotels attestiert, was vor allem durch eine hochgradige Automatisierung bei reduziertem Personaleinsatz realisiert wird. Steht ein Siegeszug bislang unbekannter Hotelmarken bevor?

ie reduzieren den Service, benötigen weniger Mitarbeiter, optimieren alle internen Arbeitsabläufe bis ins letzte Detail und sind Profis beim Onlinemarketing. Die New Generation Hotels wie OKKO Hotels, citizenM, Ruby Hotels, Glow, Bloc oder HTL revolutionieren derzeit den Markt. »Viele ›klassische‹ Hoteliers reiben sich erstaunt die Augen, wie gut deren Konzept von den Gästen angenommen wird. Der Erfolg scheint viele althergebrachte Grundannahmen der Branche zu widerlegen«, berichtet Ulrich Pillau vom Hotelsoftware-Startup hetras. Der erfahrene Hotel-IT-Experte beobachtet die New Generation Hotels genau: Sie investieren weniger pro Zimmer, kommen mit weniger Personal aus als vergleichbare Hotels und erzielen trotzdem höhere Umsätze pro verfügbarem Zimmer. Unter dem Strich steht eine deutlich höhere Rendite als bei vergleichbaren Häusern der klassischen Hotellerie. Hotels wie das citizenM Glasgow, das Glow Hotel Eindhoven oder das in Kürze eröffnende Ruby Hotel München positionieren sich typischerweise im Drei- bis Vier-Sterne-Segment. Doch während die klassischen Häuser – branchenübliche Beispielzahlen vorausgesetzt – 100.000 bis 170.000 Euro pro Zimmer investieren, kommen die New Generation Hotels im besten Fall mit 70.000 Euro pro Zimmer aus. Dabei sind sie alles andere als »BilligHotels«. Im Gegenteil. Sie erzielen regelmäßig Spitzenwerte bei den Tagesraten – und das bei Auslastungen, die oft deutlich die 90-Prozent-Marke überschreiten. Demzufolge kann der RevPAR um rund 50 Prozent über dem Durchschnitt von Drei-Ster-

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ne-Hotels in gleicher Lage liegen. Die Mitbewerber aus dem First Class-Segment werden immerhin noch um 20 Prozent übertrumpft. Zu den wichtigsten Kriterien bei der Konzeption eines guten New Generation Hotels gehört ein schlanker Mitarbeiterstamm. Ziel ist es, mit weniger als 0,2 Angestellten pro Zimmer auszukommen, sodass die Personalkosten lediglich neun Prozent des Umsatzes ausmachen. In der klassischen Vergleichsgruppe sind es durchschnittlich 0,5 Mitarbeiter pro Zimmer. »Erstaunlicherweise wird das von den Gästen meist gar nicht wahrgenommen, denn die New Generation Hotels realisieren den niedrigen Personalbedarf nicht zu Lasten der Gäste«, so Pillau. Ermöglicht werde der niedrige Personalbedarf vor allem durch die Automatisierung administrativer Tätigkeiten und durch die Standardisierung von regelmäßigen Abläufen. »Die wenigen Mitarbeiter im Hotel können sich ganz auf die Gäste konzentrieren. Das spiegelt sich auch in den ausgezeichneten Bewertungen auf Portalen wie TripAdvisor oder HolidayCheck wider«, erläutert Pillau.

Wer Erfolg haben will, muss zur »Generation iPad« gehören Mauricio Schaul ist ein New Generation Hotelier. Der Immobilienmanager, Flughafen-Spezialist und Chef des 52-Zimmer-Hotels Bellevue in Seeboden am Millstätter See in Kärnten zählt sich zur Avantgarde. »Ich gehöre ganz klar zur Generation iPad. Für mich ist der iPad-Zugriff auf sämtliche Hoteldaten von jedem Ort der Welt aus ein

Mauricio Schaul Hotel Bellevue Seeboden

Ich gehöre ganz klar zur Generation iPad. Für mich ist der iPad-Zugriff auf sämtliche Hoteldaten von jedem Ort der Welt aus ein Muss.

Muss. An dieser Voraussetzung scheiterten viele Hotelmanagementsysteme schon im Vorfeld«, berichtet Schaul. Mit hetras organisierte er den Hotelvertrieb komplett neu: »Heute arbeiten wir mit mehreren neuen Direktkanälen, einschließlich Coupons, Angeboten, Kundenbindungsprogrammen und Sonderpartnerschaften. Wir investierten stark in unsere Website und BuchungsEngine und erkundeten Möglichkeiten der Suchmaschinenoptimierung und -marketing.« Dazu wurden neue, bedeutende Schnittstellen geschaffen: Meldedaten werden vom hetras-System automatisch an das lokale Tourismusbüro und das nationale Statistikamt gesendet. Die Kundendaten fließen per Knopfdruck in ein CRMund Loyalty-System sowie an Coupon-Portale. Zudem wird jede Buchungsanfrage an 1-2/2014 | TOP HOTEL 55


Umbau und Modernisierung 23.01.14 17:58 Seite 90

INVESTITION UMBAU & MODERNISIERUNG



der Meetingkultur 

90 TOP HOTEL | 1-2/2014




Umbau und Modernisierung 23.01.14 17:58 Seite 91

»Next Generation Meeting Spaces« – unter diesem Namen fasst Marriott die Neukonzipierung seiner Konferenz- und Meeting-Bereiche zusammen, mit der die Amerikaner auf die steigende Nachfrage nach einem inspirierenden und kreativen Arbeitsumfeld reagieren. Im Münchner Haus der Gruppe sind Meeting-Suiten, Technik-Innovationen und Stühle, die mit den alten Mustern brechen, bereits im Einsatz

D

ie Zielvorgabe ist eindeutig: Marriott will weltweit eine neue Generation von Meetings auf den Weg bringen – nicht mehr und nicht weniger. Eine gründliche Befragung von Tagungsplanern und -teilnehmern hatte ergeben, dass sich die Anforderungen an Tagungen und Seminare stark verändert hat. »Meetings werden heute grundsätzlich kleiner abgehalten, sind stark auf die Kommunikation untereinander ausgelegt und müssen technisch absolut zukunftsweisend sein. Das erfordert nicht nur ein hohes Maß an Flexibilität seitens des Hotels, sondern auch top-geschultes Personal und innovatives Equipment«, erklärt Robert Juntke, Director of Events Europe bei der Marriott Hotel Holding GmbH. Das Arbeitsumfeld sollte dabei inspirierend und kreativ zugleich sein. Für die amerikanische Hotelgesellschaft bedeute dies, bestehende Konzepte umzugestalten und neu zu durchdenken – vom Design über die Technik bis zum Meeting-Service.



Die ersten europäischen Hotels, in denen das neue Konzept der »Next Generation Meeting Spaces« zum Einsatz kommt, sind das Amsterdam und das München Marriott Hotel – die bayerische Landeshauptstadt zählt nach Ansicht von Juntke zu den Keymarkets in Europa. Mit flexiblen Arbeitsplätzen ausgestattet, sollen die grundlegend überarbeiteten Veranstaltungsflächen das Ziel eines jeden Meetings noch mehr in den Vordergrund stellen. Technik und Design gehen dabei Hand in Hand, um jede Art der Veranstaltung zu erleichtern und zu optimieren – von Networking-Events, über Geschäftstreffen bis hin zu interaktiven Tagungen und Konferenzen. Eine solche Umkonzipierung hat natürlich ihren Preis: Das Investitionsvolumen lag in München rund 30 Prozent über dem üblichen Rahmen; insgesamt umfasst die Veranstaltungsfläche 868 Quadratmeter mit 13 Arbeitsräumen inklusive des teilbaren Ballsaals. Optisch ist der Schritt in das neue MeetingZeitalter auf den ersten Blick sichtbar: Das Interieur ist in Braun und Gelb gehalten und verströmt bei aller Modernität sehr viel Wärme; überdimensionale Bilder Münchens an den Wänden vermitteln zudem regionale Verbundenheit. Nicht nur räumlich, sondern auch inhaltlich neu ist das Foodkonzept: Der zentral gelegene »Living Room« mit seiner LoungeMöblierung bildet in den Tagungspausen den passenden Rahmen für ungezwungene Kommunikation. Da sich Marriott International zum Ziel gesetzt hat, weltweit Vorreiter im nachhaltigen Hotelmanagement zu sein, besteht das Speisenangebot weitestgehend aus saisonalen Produkten sowie aus Bio- und Fair-

trade-Ware. Zudem haben energiespendende Vitalmenüs und kleine Snacks Vorrang vor mit viel Zucker zubereitenden Pausenangeboten. Neue Ideen werden am besten im Kreativraum geboren, dessen spezielle Lichteffekte das Brainstorming genauso fördern sollen wie die beschriftbaren Glaswände. Dem Bedarf an »State of the art«Technik wird man nicht nur mit ANZEIGE

Austausch von Badewannen ohne Fliesenschaden

Emailleschadenreparatur

   beschichtung

Deutschlandweit Inspirierend bis ins Detail:  der »Living Room« für ungezwungene Tagungspausen;  Boardroom;  Stühle mit Dashboards;  Robert Juntke, Director of Events Europe

Tel: 02066 / 50 84 71

badgruppe.de 1-2/2014 | TOP HOTEL

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Minibar und Roomservice 1-2-14 24.01.14 10:33 Seite 98

Fotos: fotolia.de, Dometic

INVESTITION MINIBAR & ROOMSERVICE

Welche Getränke gehören in die Minibar und wie viel darf eine Flasche Bier kosten? Um das herauszufinden, hat Top hotel eine Online-Umfrage durchgeführt, an der 140 Personen teilnahmen

Ein Service unter der Lupe

M

ineralwasser, Softdrinks und Bier: Das sind die Getränke, die in einer Minibar keinesfalls fehlen dürfen, sind diese doch der Umfrage nach die Top3-Bestseller. Dabei steht Mineralwasser als meistverkauftes Getränk bei 56,5 Prozent der Befragten auf Platz 1, gefolgt von Bier, das bei 36,5 Prozent auf Rang 2 liegt. Mit 30,3 Prozent nehmen Softdrinks den dritten Platz ein. Zusätzlich werden oft Wein, Sekt, Spirituosen und Energydrinks angeboten (sh. Grafik re. oben). Als Alternative zum konventionellen Angebot wird der Gast in einigen Hotels auch mit Cock98 TOP HOTEL | 1-2/2014

tails, Champagner, Säften oder Eiskaffee in der Minibar überrascht. Auch Wellnessdrinks kommen zum Einsatz. Neben den Standard-Snacks wie Schokolade (83,7 %), Chips (76,9 %) sowie Gummibärchen (34,6 %) werden verschiedene Nuss-Sorten – überwiegend Erdnüsse, Müsli- und Energy-Riegel oder Frucht- und Nuss-Mischungen angeboten. Auch Kekse oder Leckereien wie Giotto können das Snack-Angebot bereichern. Um zum einen die Minibar noch attraktiver zu gestalten und zum anderen dem Umwelt-Gedanken gerecht zu werden, bestücken Hoteliers ihre Minibars zuneh-

mend mit regionalen beziehungsweise außergewöhnlichen Produkten. Dazu gehören selbstgebraute oder regional erzeugte Biere ebenso wie Regioweine, regionale Knabbereien und Spreewaldgurken bis hin zu Fair Trade-Produkten oder exotischen Leckereien. Viele Hoteliers hatten 2013 neben einem stagnierenden (54,5 %) beziehungsweise schlechteren (32,1 %) Umsatz im Vergleich zu 2012 zunehmend mit Betrug zu kämpfen. In den meisten Fällen tricksten die Gäste und gaben ihren tatsächlichen Verzehr nicht an. Bei 62,2 Prozent der Befragten blieb die Zahl dieser


Minibar und Roomservice 1-2-14 24.01.14 09:57 Seite 99

Das Getränkeangebot in der Minibar Mineralwasser

94,8 %

Softdrinks

91,8 %

Bier

90,3 %

Wein

61,9 %

Sekt

53 %

Spirituosen

44,8 %

Energydrinks

32,1 %

Fälle gleich. 24,3 Prozent sind dagegen vermehrt davon betroffen. Zwar bleiben 46,7 Prozent der Befragten vom Phänomen des Getränkeumfüllens verschont, doch stellen 41 Prozent eine Stagnation und 12,4 Prozent eine Zunahme der Fälle fest. Von anderweitigen Betrugsfällen sind laut Umfrage nur 12,4 Prozent vermehrt und 25,8 Prozent in gleichbleibendem Umfang betroffen. 61,8 Prozent hatten ehrliche Gäste. Bei einem Großteil der Befragten (91,4 %) sind alle Zimmer des Hauses mit einer Minibar ausgestattet – in 53,6 Prozent der Fälle handelt es sich dabei um Geräte mit einem Fassungsvermögen von 30 Litern. Jeweils 4,3 Prozent der Teilnehmer bieten eine Minibar nur in 75 Prozent beziehungsweise nur in bis zu 50 Prozent ihrer Zimmer an. Für viele ist die Minibar aus dem Hotelzimmer nicht wegzudenken, sie ge-

hört zum Service eines guten Hauses. Einige Hotels gehen jedoch andere Wege wie das Frankfurter Marriott. »Hotelminibars werden aufgrund der Preisstruktur und des limitierten Angebots von unseren Gästen immer weniger genutzt. Daher haben wir uns für ein völlig neues Konzept entschieden: Statt einer Minibar gibt es in allen Zimmern unseres Hotels einen kleinen Kühlschrank mit nur zwei großen Flaschen Mineralwasser – mit und ohne Kohlensäure – zu günstigen Preisen«, erklärt General Manager Hansjörg Hefel. »Statt der limitierten Auswahl in der Minibar bieten wir im 24-Stunden-Shop direkt im Hotel ein großes Angebot an unterschiedlichsten Artikeln: Neben Getränken und Snacks können die Gäste hier auch Hygieneartikel, Krawatten und kleine Frankfurter Souvenirs erwerben – zu weitaus günstigeren Preisen.«

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Food Konzepte 24.01.14 09:53 Seite 119

KONZEPTE FOOD & BEVERAGE

Aus REWE-Foodservice wird Transgourmet Seit Anfang Januar 2014 heißt REWE-Foodservice offiziell Transgourmet. Im Interview mit Top hotel erklärt Geschäftsführer Frank Seipelt die Gründe und was sich für die Kunden ändert

Top hotel: Was bedeutet die Umfirmierung für Ihre Hotelkunden? Frank Seipelt: Ein neuer Name hat erst einmal nichts mit einer neuen Leistung zu tun. Die Hotelkunden kaufen bei uns wegen der bisherigen Leistung, die sie wertschätzen. Wir haben den Namen REWE abgelegt, weil er ein Teil der Vergangenheit ist. Wir gehören zur Coop in der Schweiz, da verwirrt REWE als Name gehörig. Transgourmet drückt viel besser aus, was wir tun: Wir liefern (Trans…) wertige Lebensmittel (...gourmet). Der Bezug zum Kunden in der Profiküche ist jetzt klarer im Unternehmen verankert. Die Sortimente werden immer spezieller und immer stärker auf die gastronomische Profiküche ausgerichtet – hier ist besonders der Eigenmarkenbereich zu sehen, der massiv aufgestockt wird. Top hotel: Werden sich in Zukunft die Anzahl der Transgourmet-Standorte erhöhen? Seipelt: Als Transgourmet Deutschland verfügen wir national über 15 Food-Service-Betriebsstandorte (Transgourmet), 44 große C+C (Fegro/Selgros) und kleine C+C Betriebe mit Zustellung (Transgourmet Cash & Carry). Die großen Standorte bleiben unverändert. Die kurz- und mittelfristige Planung sieht aber vor, überall dort kleine kombinierte Zustell- und C+C Standorte zu eröffnen, wo wir heute noch nicht nah genug an der Gastronomie und Hotellerie sind. Top hotel: Nachhaltigkeit und Regionalität sind wichtige Trends in der Gastronomie und Hotellerie. Werden die Transgourmet-Standorte vermehrt mit regionalen Lieferanten zusammenarbeiten? Seipelt: Wir haben uns zum Ziel gesetzt, das nachhaltigste Unternehmen in der Foodservice-Branche zu werden, was bei uns auch den Bereich »Verantwortungsvolle Produkte und Beschaffung« einschließt. Hier haben wir zum Beispiel unsere Marke »Ursprung« positioniert. Sie symbolisiert die Rückbesinnung auf Tradition, deutsche regionale Genussvielfalt, handwerkliche Herstellungsverfahren sowie eine weitreichend nachhaltige Erzeugung der Produkte. Das kann man nur regional leben, jeder zentrale Ansatz ist hier falsch; die Kontrolle über die Einhaltung der hohen Maßstäbe an die Produkte muss dann aber zentral erfolgen, wir stehen schließlich mit unserem Namen dahinter. Top hotel: Wie sieht das aktuelle Eigenmarken-Portfolio von Transgourmet aus, das Sie neu aufgestellt haben?

 Hintergrund Unter der Dachmarke Transgourmet Deutschland stehen künftig die Vertriebsmarken Transgourmet (Foodservice) und Fegro/Selgros (Cash & Carry). Die bisherige Vertriebsmarke REWE-Foodservice wird somit nicht weitergeführt, sondern firmiert seit dem 1. Januar 2014 unter Transgourmet. Die beiden Vertriebsmarken bleiben dabei operativ selbstständige Bereiche, um die jeweiligen Stärken noch weiter konsequent ausbauen zu können. Den Vorsitz der gemeinsamen Geschäftsführung bildet die Doppelspitze Frank Seipelt (Foto) und John Matthew.

Seipelt: Wir haben drei Qualitätsstufen bei den Eigenmarken: Für den gastronomischen Anspruch etwa haben wir jetzt »Transgourmet Quality« (ehemals Honneurs) mit aktuell über 900 Artikeln und »Transgourmet Premium« (ehemals FineLine) für allerhöchste Ansprüche. Für Premium haben wir mit Spitzenkoch 1-2/2014 | TOP HOTEL 119

Leseprobe Top hotel  

Leseprobe Top hotel 1-2/2014

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