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10|13 TOPHOTEL.DE

DIE FACH-ILLUSTRIERTE FÜR DAS HOTEL-MANAGEMENT

Wer kann MICE? 6 Hotels, 1 Stadt, 1 Anfrage: In Kooperation mit IFH fühlt Top hotel ab sofort den Veranstaltungsprofis auf den Zahn

Comeback mit Selfness Wie Erfolgshotelier Stephan Bode jetzt im Schwarzwald für Furore sorgen will

Quo vadis

Ratenparität? Experten über die Zukunft der BestpreisKlausel: Wo lauern die Gefahren?


Villeroy_u_Boch_1-1 08.10.13 15:43 Seite U2

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Check-in 10.13 08.10.13 16:53 Seite 3

CHECK-IN Creating Hospitality

AFFINITY Premium Porcelain Thomas Karsch, Chefredakteur karsch@tophotel.de

Das Bangen geht weiter Das Volk hat entschieden und der Union ein überragendes Wahlergebnis beschert. Doch die Freude darüber hält sich in Grenzen, da der langjährige Koalitionspartner F.D.P. erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte. Für eine Regierungsmehrheit muss nun ein neuer Verbündeter her. Ob Rot oder Grün, macht für die gastliche Branche jedoch kaum einen Unterschied. Denn es kursiert das Gerücht, dass eine Wiederanhebung der Mehrwertsteuer auf Logisleistungen jetzt auch aus den Reihen der CDU gefordert wird. Für Sie als Hotelier ein Schlag ins Gesicht, käme es tatsächlich zu einer solchen Fehlentscheidung. Umso wichtiger ist nun der Einsatz des Dehoga-Bundesverbandes, an geeigneter Stelle und mit entsprechendem Nachdruck auf die fatalen Folgen einer Steueranhebung hinzuweisen. Wie sich Branchenvertreter zum Wahlausgang äußern, lesen Sie auf Seite 10 und 11. Ohne MICE keinen Preis – Deutschland zählt zu den beliebtesten Tagungs- und Konferenzdestinationen in Europa. Das belegen Studien jedes Jahr aufs Neue. Die Mehrheit der spezialisierten Hotels lebt gut vom MICE-Geschäft. Alles in Butter also? Top hotel fühlt diesen Betrieben ab sofort regelmäßig auf den Zahn. Der neue MICECheck, der in Zusammenarbeit mit dem IFH Institute For Hospitality Management alternierend zum Luxushotel-Test veröffentlicht wird, gibt Aufschluss darüber, wie kundenorientiert und effizient die Sales-Abteilungen arbeiten. Dafür wird eine fiktive Veranstaltungsanfrage an geeignete Hotels gestellt. In der ersten Folge haben die Tester die Hauptstadt ins Visier genommen. Die sechs angefragten Berliner Adressen zeigten zum Teil sehr unterschiedliche Leistungen, am besten schnitt jedoch das Hilton ab – von Perfektion kann allerdings bei keinem der Kandidaten die Rede sein. Den ausführlichen Testbericht finden Sie ab Seite 12. Freuen Sie sich schon jetzt auf unsere November-Ausgabe. Es ist die 300. und wird eine Reihe von Überraschungen beinhalten. Also, bis in vier Wochen! Ihr

Top hotel ist Offizielles Verbandsorgan von:

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Inhalt_10_2013 09.10.13 15:34 Seite 4

INHALT MARKT 48 Hotelmarkt Afrika: »Karibu« & »Akwaaba« 52 Int. Hotelaktienbörse 55 Fairmas-Trendbarometer: Köln / Bonn

FOYER 6

MICE-CHECK 12 Mystery-Check in Berlin Im Auftrag von Top hotel führte das IFH Institute For Hospitality Management eine Marktstudie in der Hauptstadt durch. Mittels einer fiktiven Anfrage für eine zweitägige MICE-Veranstaltung wurden die Leistungsfähigkeit und das Verkaufsverhalten der SalesAbteilungen von sechs namhaften Hauptstadthotels im Mystery-Check untersucht

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Die bunte Seite der Hotellerie Nachrichten

TOPHOTELLERIE 10 Reaktionen zur Wahl 20 Stefan Bode: Comeback mit Selfness Wie der Hotelier das Hotel Schwarzwald Panorama in Bad Herrenalb umkrempelt 26 Beauty-Award: Wählen Sie die Top hotel-Beautys 2013! 28 Neue Hotels im In- und Ausland

56 Deutscher GM im Ausland: Fiona Riesch 60 Ratenparität: »Man muss sein Geschäft verstehen« 62 Hotelimmobilien: Deutsche Hotels als gefragte Kapitalanlage 64 Karriere: Work-Life-Balance ist nicht unmöglich 66 Karriere: Nachwuchsförderung im Fokus 67 Steuertipp 68 Personalien In- und Ausland, Firmen 70 Personenaufnahme: Willem van der Zee

VERBÄNDE & KOOPERATIONEN 71 72 74 76

BDVT FBMA FCSI Gastronomische Akademie Deutschlands 77 Landidyll e.V. 78 Selektion Deutscher Luxushotels 79 VSR e.V.

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MICE-CHECK

HOTELMARKT AFRIKA

GAD E.V.

20 STEFAN BODE: COMEBACK MIT SELFNESS

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MANAGEMENT

TOP HOTEL | 10 /2013


Inhalt_10_2013 09.10.13 15:35 Seite 5

„Alles, was den Erfolg zum Dauergast macht.“ DEKRA Dienstleistungs-Pakete für die Hotellerie. Nachhaltigkeitsstrategien

INVESTITION 80 Umbau & Modernisierung: Der Umbau-Manager 98 Housekeeping: Ökologisch? Logisch! 110: Tischkultur: Gegensätze ziehen sich an 116:Küchentechnik: Farbe für die »Weiße Brigade«

FOOD & BEVERAGE 126 Gastronomiekonzepte: Kochen für Kinder – Spagat statt Spaghetti 130 Tagungs- / Frühstücksidee des Monats 132 Weinwegweiser

Prüfung der Gebäudeund Anlagentechnik

Immobilienprüfung und -bewertung

SERVICE 133 Testfahrt: Peugeot 508 HDi 160 133 Buchtipp 134 Branchen-Navigator 146 Impressum Vorschau

Betriebliches Gesundheitsmanagement HACCP

Brandschutz

COMMUNITY 144 Die Branche in Bildern

Arbeitssicherheit

Mit Sicherheit gehört Ihrem Haus die Zukunft. Unsere DEKRA Experten unterstützen Sie dabei, internationale Sicherheitsstandards und wettbewerbsfähiges Qualitätsniveau zu erlangen und zu halten. Individuell betreut, mit einem speziell auf Ihren Bedarf abgestimmten Dienstleistungspaket. Mehr Infos, wie Sie das Know-how der führenden Sachverständigen-Organisation Europas entlastend und gewinnbringend einsetzen können, erhalten Sie unter der Service-Hotline 0711.7861-3900 oder per Email an: hotel@dekra.com.

116 KÜCHENTECHNIK

144 COMMUNITY

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Foyer_10 09.10.13 14:26 Seite 6

FOYER

DIE BUNTE SEITE DER HOTELLERIE

FOTO DES MONATS

FRAME IT! Einem asymmetrischen Bilderrahmen gleich thront das Unbalance Hotel auf den Felsklippen nahe Lima. Die Architekten von OOIIO planen nicht nur ein Gebäude, das »aus dem Rahmen« fällt, sondern wollen auch die Landschaft – Pazifik und Anden – in Szene setzen. Doch keine Bange beim Einchecken: Gäste des 125spa & swimming pool

rooms

Zimmer-Luxushauses müssen nicht schief schlafen,

gym and beauty

meeting areas

check-in&common spaces

restaurant&bar

wie die clevere Innenkonstruktion zeigt. Info: www.ooiio.com/projects/hotel-unbalance

Am 17. Oktober findet die kostenfreie Veranstaltung »Tourism matters! Erlebnisinszenierung in der

VORGEMERKT

Hospitality-Branche als Schlüssel zum langfristigen Erfolg« des Master Forum Tourismus in der Fakultät für Tourismus der Hoch-

schule München statt. Ab 19:00 Uhr erklären die Referenten, wie es durch gekonnte Inszenierung gelingt, Dienstleistungen zu einem einzigartigen und emotionalen Erlebnis zu machen, das die Buchungs- oder Kaufentscheidung positiv beeinflusst. Eine Anmeldung ist unter www.masterforumtourismus.de möglich. 6

TOP HOTEL | 10 /2013


Foyer_10 09.10.13 14:26 Seite 7

BEATS aus der Glühbirne

Stattliche

50 Millionen

ZAHL DES MONATS

Euro …

Musik hören und dabei nicht im Dunkeln sitzen – das ist mit »boomer light« der Firma Ultron möglich. Die LED-Glühbirne leuchtet mit über 300 Lumen, die eingebauten Lautsprecher können per BlueBLICKFANG tooth mit Smartphone oder Tablet verbunden werden. Info: www.ultron.de

Toiletten-Spaß

… hat sich Deutschlands höchstes Hotel, das Frankfurt Marriott, in den vergangenen Jahren die Renovierung so ziemlich aller Bereiche kosten lassen. Da fallen die 90.000 Euro für die Umrüstung der Außenbeleuchtung von Glühbirnen auf LEDs nicht weiter ins Gewicht – möchte man meinen. Doch dass gerade die

Modernisierung des größten beleuchteten Schriftzuges der Frankfurter Innenstadt extrem nachhaltig ist, zeigt

Ein Männlein steht im Walde ... nein, hier soll kein Rätsel aus einem Kinderlied gelöst werden. Es geht vielmehr um echte Kerle, die auf der Toilette des Schwarzwaldhotels Tanne in Baiersbronn an den Baum pinkeln können – im wahrsten Sinne des Wortes. Einige Schwarzwälderinnen schauen dem Gast dabei ungeniert zu. Info: www.hotel-tanne.de

sich bei einem Blick auf die Stromrechnung. Denn was schätzen Sie, lieber Leser, was das Frankfurt Marriott allein durch die neue LED-Technik im Schriftzug jährlich an Stromkosten spart? 6000 Euro? 16.000 Euro? Oder gar 60.000 Euro? Die Auflösung finden Sie in unserem

Tanz der PUPPEN

Special Umbau & Modernisierung auf S. 83. Denn wir haben dem Lenker und Denker der Marriott-Renovierung, GM Hansjörg Hefel, über die Schulter geschaut.

Das Kunstprojekt »Royale ARTdolls« des Leonardo Royal Hotel Munich ließ kleine und große Köpfe kreativ

ZUGEHÖRT

»Das Fontenay in Hamburg hat den Anspruch, das beste Hotel Deutschlands und eines der besten in Europa zu werden.

«

werden und 125 Zentimeter große Puppen zu Kunstobjekten umgestalten. Mitte September wurden die besten Werke prämiert – den ersten Platz machten die Teilnehmer des Betriebskindergartens der Telefónica, Telefónica & Bubble

Klaus-Michael Kühne, Logistik-Milliardär (sh. Bericht Seite 46)

Bande. Das Hotel stellt die Puppen nun dauerhaft aus. Info: www.leonardo-hotels.com 10 /2013 | TOP HOTEL

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Foyer in Küze 09.10.13 08:09 Seite 8

FOYER NACHRICHTEN

Gastgewerbliche Ausbildung immer weniger gefragt Die Lehrberufe im Gastgewerbe schneiden im Ausbildungsreport 2013 des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) schlecht ab. Demnach fällt die Ausbildung zur Hotelfachkraft im Ranking von Platz 23 auf Platz 25 zurück, die Ausbildung zum Koch von Rang 13 auf Rang 19. Der Anteil an unbesetzten Ausbildungsplätzen liegt mittlerweile zwischen 20 und 30 Foto: DEHOGA / Cordula Giese

Prozent, die Abbrecherquote übersteigt – beispielsweise bei den Restaurantfachleuten – teilweise die 50-Prozent-Marke. Die Ursachen hierfür liegen zum einen in den regelmäßigen Überstunden, wie 65 Prozent der befragten Auszubildenden zur Hotelfachkraft angaben. Zudem werde die geleistete Arbeit oft weder in Freizeit noch in Geld ausgeglichen. Weitere Infos: www.dgb.de

Hotelübernahmen: Zwei Arcadia Hotels gehen an Vienna International Die Vienna International Hotels übernahmenzum1.September2013zweiHäuserderArcadia-Gruppe.»DieArcadiaHotelsLimburgundGünzburgsindeinweitererSchrittunserer ExpansioninDeutschland.Wirnutzendashistorischniedrige Zinsumfeld,umazyklischindenAusbauunsererEigentumshotelszuinvestieren«,soDr.AndreasKarsten,CEOViennaInternationalHotelmanagementAG.DieneuenHotelsinDeutschland wurden durch die VI Asset GmbH erworben, über den Preis wurdeStillschweigenvereinbart.DieMitarbeiterderbeidenHotelswerdenübernommen.

Kooperation: Kempinski und Leela beenden langjährige Zusammenarbeit

Lohndumping: Dienstleister oft unterbezahlt Als Auftraggeber vergütenHotelbetreiberihreDienstleisterimFacility Management oft unzureichend, sodass es nicht möglich sei, einen»existenzsicherndenLohn«zubezahlen,wieEberhardSasse, ChefderSasseAGundPräsidentderIHKMünchen-Oberbayern,gegenüberdemBayerischenRundfunkerklärte.Immerwiederwird namhaftenHotelsLohndumpinggeradebeimReinigungspersonal vorgeworfen,sozuletztineinerRTL-ReportageüberdasWaldorf AstoriaBerlin.DerMissbrauchmüssebekämpftwerden,soSasse.»Es mussbeidenAuftraggeberndasBewusstseinvorherrschen,dasssie soeinkaufen,dassdieMitarbeiterauchbezahltwerdenkönnen.«

Onlinevertrieb: Buchungen über Smartphones und Tablets nehmen zu

Die beiden Hotelgesellschaften habeneinvernehmlichbeschlossen,ihre25-jährigeZusammenarbeitam30.September 2013zubeenden.BeideUnternehmenwerdenihreGeschäfte damitkünftiggetrenntvoneinanderbetreiben,nachdemsiesich 2012daraufverständigthatten,ihreKooperationstufenweise auslaufenzulassen.DieÜbereinkunftermöglichtesKempinski, dieeigeneEntwicklungimindischenMarktweitervoranzutreiben,währendsieLeelaerlaubt,daseigeneSales-undMarketing-Netzwerkweiterzufestigen.

Wie aus einer Umfrage vonTravelzoozumBuchungsverhalten undderWLAN-Nutzunghervorgeht,haben92Prozentder1003BefragtenbereitseineHotelübernachtungübermobileEndgerätegebucht, obwohl nur etwa 38 Prozent der Teilnehmer diese für Reisebuchungenverwendet.MitderFunktionundderBedienbarkeit dermobilenAnwendungenzeigtensich72Prozentvonihnenzufrieden.Während47ProzentallerBefragtenoffeneWLAN-Netzegar nichtundfast40ProzentdiesemitBedenkennutzen,haben13ProzentdabeikeineBedenken.ÜberalleAntwortenhinwegliegenoffene WLAN-VerbindungenvonHotelsmit83Prozentvorn.

Skandinavien: Scandic etabliert neue Hotelmarke

USA: Onlinebewertungen massiv gefälscht

Innerhalb der nächstenfünfJahresollen20Hotelsdesneuen Brands HTL in den größeren Städten Skandinaviens auf den Marktgebrachtwerden.DasKonzeptumfasstHäuserinbesten innerstädtischenLagenzugutenPreisen,inklusiveeineshochwertigenDesignsundeinerAusstattungmitneuesterTechnik. InStockholmwirdvoraussichtlichimMai2014dasersteHotel mit275Zimmerneröffnet.EinzweitesHTL-HausinderStadt istebenfallsinPlanung.

Da sie gefälschte OnlinebewertungeninPortalewieGoogleoder Yahooeingestellthaben,sind19InternetfirmeninNewYorkzuGeldstrafenvoninsgesamtrund259.000Euroverurteiltworden.AlsGewerbetreibender oder Unternehmer konnte man sich bei diesen FirmenpositiveReviewserkaufen.DiesistsoauchinDeutschland möglich. Da Hotelbewertungen direkten Einfluss auf Buchungen haben,kannsichdiesnachhaltigaufdieGeschäftsentwicklungauswirken. TH

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TOP HOTEL | 10 /2013


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Bundestagswahl 09.10.13 14:38 Seite 10

TOP-HOTELLERIE BUNDESTAGSWAHL 2013

Eine Branche in Wartestellung Gibt es nun eine große Koalition zwischen Union und SPD oder kommt doch SchwarzGrün? Noch ist diese Frage offen – die Hotellerie jedoch macht sich Sorgen um die siebenprozentige Mehrwertsteuer, die bei Koalitionsverhandlungen als Verhandlungsmasse möglicherweise zur Disposition stünde

in Wechselbad der Gefühle sei der Wahlausgang für das Gastgewerbe gewesen, sagte Otto Lindner, Vorstand der Lindner Hotels. Zunächst das Entsetzen über das Ausscheiden der F.D.P., dann das Staunen über die mögliche absolute Mehrheit der Union und schließlich die Furcht vor Rot-Rot-Grün. Letzteres Szenario scheint so gut wie ausgeschlossen, nichtsdestotrotz sorgt das Wahlergebnis für Unruhe in der Branche, vor allem in Bezug auf die erst 2010 eingeführte Mehrwertsteuersenkung für Übernachtungen. Zwar hatte ein CDU-Sprecher noch Anfang Oktober dementiert, dass es eine Rückkehr zur 19-prozentigen Mehrwertsteuer gibt; die CDU wolle daran festhalten. Doch ob das Thema zur Verhandlungsmasse im Koalitionspoker werden könnte, ist noch völlig offen. Von der Hotellerie kommt derweil ein klares Signal an Angela Merkel und Horst Seehofer: Steuererhöhungen wären Wortbruch. Dies schließt auch die kolportierte Wiederan-

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Bundestagswahl 09.10.13 14:38 Seite 11

Top hotel hebung der Mehrwertsteuer auf Hotelübernachtungen ein. Darauf weist Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Dehoga-Bundesverbandes, gegenüber der »Bild« hin. »Ich erwarte, dass die CDU/CSU zu ihrem Wort steht, wonach es keine Steuererhöhungen gibt«, sagte Hartges. »Alles andere wäre Wortbruch.« Dehoga-Präsident Ernst Fischer ergänzte: »Das wäre unverantwortlich.« Sollte es aber zu einer Koalition mit der SPD kommen, stünden sich die Parteien in ihren Ansichten zu diesem Thema völlig konträr gegenüber, wenngleich ein Blick in den immer noch aktuellen tourismuspolitischen Leitfaden der SPD erkennen lässt, dass die SPD in früheren Zeiten diese Maßnahme vehement gefordert hatte. Vor der Bundestagswahl allerdings hatten die Sozialdemokraten die Rücknahme der boshaft als »Mövenpick-Steuer« bezeichneten Steuererleichterung im Wahlprogramm deutlich annonciert. Die politische Mär, die Steuersenkung sei ein Wahlgeschenk der F.D.P. gewesen, war schon 2009 nicht haltbar. Auch die CSU hatte die Angleichung der Mehrwertsteuer auf Hotelübernachtungen an den EU-Durchschnitt gefordert und geplant.

Einschätzung zu den zentralen politischen Fragen der Branche • Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Mehrwertsteuer auf Hotelübernachtungen wieder angehoben wird? Was der F.D.P. als »Klientelpolitik« angekreidet wurde und ihr offenbar Wählersympathien und -stimmen gekostet hat, genießt bei der CDU keine hohe Priorität: Die 2010 auf sieben Prozent reduzierte Mehrwertsteuer auf Hotelübernachtungen hat zwar einen großen Investitionsschub ausgelöst – dieser ist aber nun vorüber, die Effekte sind verpufft. Politische Beobachter erwarten, dass sich die Union, allen voran die CSU, bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen auf eine Beibehaltung des niedrigen Steuersatzes versteifen wird. Die Forderung vom möglichen Koalitionspartner SPD nach einer Abschaffung ist nicht als zentrales Element im politischen Ringen um ein gemeinsames Regierungsprogramm anzusehen. • Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Mehrwertsteuer auch für F&B-Umsätze in der Gastronomie gesenkt wird? Die steuerliche Gleichbehandlung aller Speisen, unabhängig vom Ort des Verzehrs und der Art der Zubereitung, ist zwar ein hehres politisches Ziel, aber angesichts des fehlenden »großen Wurfes« in der Mehrwertbesteuerung nur ein relativ kleiner Teilaspekt. Die Belange der Wirte und Gastgeber werden offenbar in Politik und Gesellschaft nicht hoch geschätzt – erst kurz vor der Wahl titelte die »Wahl-Bild« hämisch: »Wer nicht wählt, wird Wirt.« In den anstehenden Koalitionsverhandlungen werden große Themen wie Energiewende, Rentenausgleich, Mindestlohn und Verkehrsinfrastruktur beherrschend sein. Platz für neue Gastro-Klientelpolitik wie 2009 wird es kaum geben, erwarten politische Beobachter. • Wer wird neuer Tourismusbeauftragter der Bundesregierung? Ernst Burgbacher (F.D.P.) trat nicht wieder zur Bundestagswahl an. Sein Amt als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium hätte er nun ohnehin nicht behalten. Somit steht für die neue Bundesregierung nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen die personelle Entscheidung an: Wer wird neuer Tourismusbeauftragter? Die Funktion war bislang an die Position des gewählten Staatssekretärs im Wirtschaftsministerium gebunden. Entscheidend wird nun sein, wer neuer Wirtschaftsminister wird. Es scheint wenig vorstellbar, dass dies ein Vertreter des möglichen Koalitionspartners SPD sein wird. Ein neuer CDU-Wirtschaftsminister wird eine(n) Vertraute(n) benennen – das Rennen ist noch völlig offen. TH

DATE BOOK Kompakt zusammengefasst: Messen, Events und Seminare

3G.ABE

AUSpril 2014 im A

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MICE-Check_10_neu 09.10.13 15:17 Seite 12

Berlin Marriott

Grand Hyatt Berlin

Hilton Berlin

MICE-Check in der Hauptstadt Im Auftrag von Tophotel hat das IFH Institute for Hospitality Management – spezialisiert auf Mitarbeiterqualifizierungen für die Hotellerie und Gastronomie sowie Qualitätssicherung via Mystery-Shopping und -Calls – eine Städtemarkt-Studie für Berlin durchgeführt. Mittels einer fiktiven Anfrage für eine zweitägige Veranstaltung wurden im Rahmen eines MysteryChecks die Leistungsfähigkeit und das Verkaufsverhalten der Sales-Abteilungen von sechs führenden Hauptstadthotels untersucht

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er MICE-Bereich gilt – insbesondere für die nachfolgend genannten Häuser der oberen Preisklasse – als entscheidend für Erfolg oder Misserfolg im hart umkämpften Hotelmarkt der Hauptstadt. Ob die Berliner Hotels den Anforderungen an eine internationale MICE-Destination gewachsen sind, zeigt eine MICE-Analyse, die auf verschiedenen Kategorien aus dem umfangreichen Kriterienset der IFH basiert. Für die Studie wurden neben dem Hilton, dem Grand Hyatt und dem InterContinental auch das Kempinski Bristol und das Westin Grand getestet. Ursprünglich wurde auch das Ritz-Carlton Hotel angefragt, das jedoch aufgrund mangelnder Kapazität auf das Schwesterhotel Marriott verwies. Bei allen sechs Häusern – inklusive Marriott – handelt es sich um namhafte Businesshotels internationaler Hotelketten, die sich im Zentrum Berlins befinden. 12

TOP HOTEL | 10 /2013

Was wurde angefragt? Unsere sechs an der MICE-Studie beteiligten Hotels erhielten am 19. August eine E-Mail, in der sie um ein Angebot für eine zweitägige Tagung am 12. und 13. Mai 2014 gebeten wurden. Inbegriffen sollte eine bestimmte Anzahl von Tagungsräumen mit Pausenverpflegung sein, ein Gala-Abend für 140 Personen sowie ein entsprechendes Zimmerkontingent. Einige Details wurden absichtlich offen gelassen. So fehlten beispielsweise neben näheren Angaben zur Bestuhlungsart der Veranstaltungsräume und der gewünschten Technik auch Details zur Tagungspauschale.

Nach welchen Gesichtspunkten wurde bewertet? • Wurde individuell auf den Kunden eingegangen? Wurden proaktiv Fragen bezüglich der fehlenden Details gestellt, bevor dem potenziellen Kunden das Angebot unterbreitet wurde?


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InterConti Berlin

Kempinski Bristol Berlin

• Wurde das Angebot in einem zeitlich angemessenen Rahmen und übersichtlich strukturiert versandt? • Wurde sichergestellt, dass der Kunde das Angebot erhalten und dieses keine Fragen aufgeworfen hat bzw. dass man sich durch zu hohe Preise nicht vorzeitig aus dem Wettbewerb katapultiert hat? • Produktkenntnisse der Mitarbeiter: Stellte das Hotel Vorteile gegenüber seinen Mitbewerbern dar? • Stand der Mitarbeiter für das Hotel und seine Produkte ein und vertrat das Preis-Leistungs-Verhältnis? • Waren die Reaktionszeiten angemessen, um beim Kunden in Erinnerung zu bleiben? • Waren die Mitarbeiter Preiseinwänden gewachsen und boten Alternativen an, die nicht automatisch Einbußen im Revenue bedeuteten?

Die wichtigsten Einzelergebnisse Anruf vor Angebotsversand Um ein möglichst präzises und kundenorientiertes Angebot erstellen zu können, empfiehlt es sich, den Kunden anzurufen und Fragen bezüglich der nicht erwähnten Details zu klären. Gut schnitt hierbei das Hilton ab. Dessen Verkaufsbüro nahm besonders schnell nach der E-Mail-Anfrage Kontakt zum Kunden auf und führte zunächst ein detailliertes Gespräch mit proaktiven Fragen. Der Tester fühlte sich gut beraten. Nur ein weiteres Hotel, das Grand Hyatt, kontaktierte den Kunden ebenfalls per Telefon. Beiden Gesprächen fehlte jedoch eine strukturierte Vorgehensweise. Die anderen reagierten lediglich per E-Mail oder übersandten direkt ein Standardangebot. Die frühe Möglichkeit des Upsellings nutzte keines der Hotels. Am Ende konnten die sechs Häuser in der Bewertung zusammen nur 43,3 Prozentpunkte (von insgesamt 100 %) erzielen. Anzumerken ist, dass im Westin Grand die Anfrage über die hauseigene Homepage versandt wurde. Nachdem der Tester nach zwei Tagen kein Angebot erhalten hatte, kontaktierte er das Hotel

The Westin Grand Berlin

und erfuhr, dass die Anfrage nicht eingegangen war. Um die Vergleichbarkeit der Häuser zu gewährleisten, wurde über diesen Fakt hinweggesehen. Das Angebot Erwartet wurde, dass nach der Anfrage innerhalb von 24 Stunden ein schriftliches Angebot vorlag, das die angefragten Leistungen mit Preisen in übersichtlich strukturierter Form enthielt. Generell führt das Anbieten von zusätzlichen Optionen für Pauschalen oder Zimmertypen zu einem positiveren Ergebnis in dieser Kategorie. Übertroffen wurde die Erwartung von Hilton, Westin Grand und Grand Hyatt – alle anderen schnitten weniger positiv ab. Immerhin waren alle Angebote übersichtlich gestaltet. Fünf wurden in weniger als sechs Stunden nach dem Erstkontakt versandt. Jedoch stellte keines der Hotels seine USPs vor. Das durchschnittliche Ergebnis lag bei 70 Prozent. Anruf nach Angebotsversand Teil der Strategie des Mystery-Checks war es, auf den Eingang des Angebots zunächst nicht zu reagieren und stattdessen eine Antwort des Hotels innerhalb von 48 Stunden abzuwarten. Drei der sechs Hotels – das Grand Hyatt, das Marriott und das Kempinski – nahmen innerhalb von zwei Tagen telefonischen Kontakt mit den Testern auf. Bei zwei Hotels betrug die Reaktionszeit zwischen drei und vier Tagen. Beim verbleibenden Hotel kontaktierte der Tester die Verkaufsabteilung aktiv, um die Analyse weiterführen zu können. Die Hälfte der Häuser hat es während der Analyse bedauerlicherweise verpasst, durch einen zeitnahen Anruf beim Kunden in Erinnerung zu bleiben. Verkaufsverhalten Fast nur schlechte Noten vergaben die Hoteltester für das allgemeine Verkaufsverhalten. So wurde in keinem der geführten Gespräche das Hotel vollständig mit seinen USPs beschrieben, kein einziges Mal fand ein proaktiver Verkauf statt und fast im10 /2013 | TOP HOTEL

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MICE-Check_10_neu 09.10.13 15:17 Seite 14

TOP-HOTELLERIE MICE-CHECK

mer entstand der Eindruck, dass der Verkaufsmitarbeiter sich nicht wohlfühlte, wenn er Preise benennen sollte. Konkret darauf angesprochen, durch was man sich von seinen Mitbewerbern unterscheiden würde, nannte ein Mitarbeiter nach einigem Zögern die Speisen im Hotel, mit dem Verweis, dass alle Fünf-Sterne-Häuser gut bzw. ähnlich wären und jeder mit seinen »Tricks« arbeiten würde. Letztlich konnte nur das Hilton punkten, da der Mitarbeiter die Vorteile des Hotels darstellte und direkt am Telefon eine Tagungspauschale anbot. Bedauerlicherweise verloren andere Ho-

tels in dieser Kategorie Punkte, da sie es versäumten, die Anfrage zu qualifizieren. Interessant war die Reaktion des Kempinski Bristol, welches sich die Zeit nahm, ein Angebot – wenn auch ohne vorherige Absprache mit dem Kunden – persönlich vorbeizubringen. Die Mitarbeiterin wollte die Unterlagen nebst einer »süßen Überraschung« persönlich überreichen, was bei Neukunden zum Standard des Hauses gehöre. Grundsätzlich wäre ein erster telefonischer Kundenkontakt essenziell gewesen, um die fehlenden Details aus der Anfrage zu klä-

Berlin Marriott

Grand Hyatt Berlin

Hilton Berlin

Logis 370 Zimmer und 9 Suiten Preise EZ und DZ ab 119 ¤, Suite ab 175 ¤ Veranstaltungsbereich 13 Meetingräume auf 1032 qm, USP: multifunktionaler Raum »Wandelbar« für bis zu 50 Pers. mit Showküche Gastronomie 1 Restaurant, 1 Bar

Logis 322 Zimmer und 20 Suiten Preise EZ ab 205 ¤, DZ ab 235 ¤, Suite ab 425 ¤ Veranstaltungsbereich 9 Tagungsräume auf 3065 qm, max. Kapazität 1430 Pers., USP: großer Ballsaal mit 743 qm für bis zu 350 Pers. Gastronomie 3 Restaurants, 1 Bar

Logis 601 Zimmer und 28 Suiten Preise EZ und DZ ab 159 ¤, Suite ab 279 ¤ Veranstaltungsbereich 15 Tagungsräume auf ca. 2000 qm, USP: Ballsaal (500 Pers.) mit angrenzendem Panoramafoyer Gastronomie 2 Restaurants, 1 Lounge

InterContinental Berlin

Kempinski Bristol Berlin

The Westin Grand Berlin

Logis 498 Zimmer und 60 Suiten Preise EZ und DZ ab 131 ¤, Suite ab 183 ¤ Veranstaltungsbereich 34 Veranstaltungsräume auf 5700 qm, max. Kapazität 3000 Pers., USP: größter Ballsaal Berlins ohne Säulen (1520 qm) Gastronomie 2 Restaurants, 1 Bar

Logis 246 Zimmer und 55 Suiten Preise EZ und DZ ab 119 ¤, Suite ab 159 ¤ Veranstaltungsbereich 10 Tagungsräume auf 1400 qm, max. Kapazität 234 Pers., USP: mögliche Präsentation von Fahrzeugen in der Lobby Gastronomie 2 Restaurants, 1 Bar

Logis 360 Zimmer und 40 Suiten Preise EZ ab 129 ¤, DZ ab 129 ¤, Suite ab 279 ¤ Veranstaltungsbereich 11 Tagungsräume auf 1000 qm, max. Kapazität 220 Pers.; USP: gläsernes »Drachenhaus« für bis zu 160 Pers. im Garten Gastronomie 2 Restaurants, 1 Bar

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TOP HOTEL | 10 /2013


Daimler_10 08.10.13 15:38 Seite 1

Ein Pionier in Sachen Verbrauch: der neue Sprinter mit 6,3 Litern auf 100 km*. Der beste Sprinter aller Zeiten.

Eine Marke der Daimler AG

Das kann nur ein echter Pionier leisten: Der neue Sprinter verbraucht nur 6,3 Liter auf 100 km* und ist damit der effizienteste Transporter seiner Klasse. Kein Wunder, dass er da zum Einsatz kommt, wo Nachhaltigkeit großgeschrieben wird. Zum Beispiel beim Pionierprojekt Gemasolar** in Spanien.

*Beim Sprinter 213/313 CDI und BlueTEC, Aufbaulänge Standard mit Hochdach, BlueEFFICIENCY-Paket plus, serienmäßigem Schaltgetriebe und Pkw-Zulassung. Kraftstoffverbrauch (kombiniert) 6,3 l/100 km, CO2-Emission (kombiniert) 165 g/km. **Eigentum von Torresol Energy. Anbieter: Daimler AG, Mercedesstraße 137, 70327 Stuttgart

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TOP-HOTELLERIE MICE-CHECK

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Hilton Westin Grand Grand Hyatt Marriott Kempinski InterContinental Total

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lung

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Ran g

Reaktionszeiten Die durchschnittliche Reaktionszeit zwischen der Anfrage und dem Gespräch zur Detailabsprache lag bei 20,59 Stunden. Am besten schnitt hier das Hilton mit 17,23 Stunden ab. In der zweiten Phase wurden vier Angebote innerhalb von sechs Stunden nach der Anfrage beziehungsweise nach dem ersten persönlichen Kontakt versandt. Das Kempinski benötigte dafür allerdings mehr als 36 Stunden. Der Zeitraum zwischen Angebot und Follow-up-Anruf lag durchschnittlich bei 45,6 Stunden. Erschreckend war allerdings die Diskrepanz zwischen dem Grand

Wie gut wurde der Preiseinwand behandelt? Bei annähernd vergleichbaren Leistungen lag der preisliche Mittelwert aller sechs Angebote bei 85.076 Euro. Dabei betrug die Differenz zwischen dem günstigsten Angebot (Kempinski mit 78.680 €) und dem teuersten (Grand Hyatt mit 96.280 €) stolze 17.600 Euro. Grundsätzlich wurde zu jedem Angebot seitens der Tester ein Preiseinwand hervorgebracht, auf den die Verkäufer auf unterschiedliche Weise reagierten. In fünf Fällen wurde auf den Einwand am Telefon eingegangen und versucht, den Kunden zufriedenzustellen. In drei von fünf Gesprächen wirkten die Mitarbeiter jedoch überfordert, fanden keine guten Argumente zur Verteidigung des Preises und stellten schnell eine Preisreduktion in Aussicht. Im sechsten Fall, dem Hilton, war die Kontaktperson telefonisch nicht erreichbar, woraufhin der Tester vom Hotel gebeten wurde, seinen Preiseinwand per E-Mail zu stellen. Obwohl die Kommunikation nicht verbal weitergeführt wurde, konnte sich das Hilton noch vor dem InterContinental platzieren, da die Mitarbeiterin in Letzterem sehr passiv und wenig kundenorientiert auf den Einwand reagierte. Nur die Mitarbeiterin des Kempinski Bristol ging im Gespräch kompetent auf die Bedenken des Kunden ein und erklärte genau, wie sich der Preis zusammensetzt und dass sie diesen nicht so einfach reduzieren könne. Nach erfolgtem Preiseinwand konnten Reduktionen zwischen 700 Euro und 4200 Euro (durchschnittlich 1,5 %) erreicht werden, wobei das teuerste Hotel mit vier Prozent auch den höchsten Nachlass gewährte.

80 80 80 40 60 40 63

in Prozent

Überzeugungskraft Überraschenderweise präsentierten sich hier die Hotels während der einzelnen Verkaufsphasen wenig überzeugend. Dem Tester war es kaum möglich, sich ein Bild der angebotenen Veranstaltungsmöglichkeiten zu machen, weder im persönlichen Gespräch am Telefon noch anhand des schriftlichen Angebots. In keinem der Gespräche wurden einzelne Leistungsmerkmale beschrieben oder hervorgehoben, um dem Hotel einen Vorteil zu verschaffen. Einzig das Hilton stellt eine Ausnahme dar, denn der Mitarbeiter beschrieb den Tagungsbereich ausführlich. Jedoch strebte er damit ebenfalls keinen Zusatzverkauf an. Um einen Kunden für das jeweilige Hotel gewinnen zu können, hätten die Mitarbeiter durch gute Argumentation die Unterschiede zu den Mitbewerbern darstellen müssen. Dem Gast muss vermittelt werden, dass der Preis der Leistung entspricht. Dies kann unter Angabe der USPs wie zum Beispiel großzügig geschnittene, frisch renovierte Zimmer oder Tageslicht durchflutete Konferenzräume mit State of the Art-Technik geschehen.

Hyatt, welches sich bereits nach 17 Stunden beim Kunden meldete, und dem InterContinental, welches erst nach 92 Stunden anrief. Kunden erwarten heutzutage, dass ihre Anfragen umgehend und vollumfänglich bearbeitet werden. In einer Wettbewerbssituation mit anderen Hotels kann eine verzögerte Reaktionszeit zum Verlust des Gastes führen.

Weit erem pfeh

ren und um das Hotel als möglichen Veranstaltungsort positiv hervorzuheben. Weitere Kriterien sind zudem ein maßgeschneidertes und übersichtlich gestaltetes Angebot mit Gesamtsumme sowie ein Follow-up mit dem Kunden nach dem Angebotsversand, um eventuelle Rückfragen zu klären.


MICE-Check_10_neu 09.10.13 15:18 Seite 17

Generell haben die Hotels jedoch versäumt, sich zu erkundigen, mit wem sie im Wettbewerb stehen, um somit ihre Leistungen vergleichbar zu machen. Des Weiteren wurden keinerlei Zusatzleistungen anstelle einer Preisreduktion angeboten. Standard hierbei sollte immer die Darstellung der Vorteile des Hauses sein, die den Kunden dazu bewegen, sich trotz des Preises für das Hotel zu entscheiden. Es sollte selbstverständlich sein, dass Rückfragen in einem persönlichen Telefonat schneller zu beantworten sind als in einer zeitaufwendigen E-Mail-Korrespondenz.

Endergebnisse DAS FAZIT DER TESTER Bestes Hotel »Anfragehandling«: GRAND HYATT BERLIN Bestes Hotel »Preis-Leistungs-Verhältnis«:

Gesamteindruck und Weiterempfehlungsquote Betrachtet man den Gesamteindruck der Hotels, erreichen die Häuser zusammen einen durchschnittlichen Wert von 56,2 Prozent. Allerdings ist der Durchschnittswert hier trügerisch, da die Ergebnisse um 35 Prozentpunkte variieren. Das Hilton schneidet in der Wertung mit 65,6 Prozent am besten ab, da es sehr kundenorientiert vorging und darüber hinaus nur kurze Reaktionszeiten benötigte, dicht gefolgt vom Westin Grand, welches ein Endergebnis von 64,7 Prozent vorweisen kann. Die prozentuale Differenz des Grand Hyatt, des Marriott und des Kempinski ist marginal. Auf dem letzten Platz schließt das InterContinental mit mageren 30 Prozent ab. Allerdings würden die Tester nur die Hälfte der Hotels aufgrund einer schnellen Reaktionszeit sowie der Einhaltung aller besprochenen Vereinbarungen (z. B. Zusendung des Angebotes bis zum nächsten Vormittag) weiterempfehlen. Bei den anderen erfolgte der angekündigte Rückruf nicht oder auf den getätigten Preiseinwand wurde nicht, wie vereinbart, reagiert.

Der MICE-Test von Top hotel entsteht in Kooperation mit der IFH (Institut For Hospitality Management), zu deren Dienstleistungsangebot neben Weiterbildungen auch MysteryShopping und Mystery-Calls zählen. www.ifh-worldwide.com

KEMPINSKI BRISTOL BERLIN Bestes Hotel »Kundenorientierung«: HILTON BERLIN

ENDRESULTAT:

Magerer Durchschnitt bis unbefriedigend IFH-Geschäftsführerin Susanne Hazenberg ist vom Gesamtergebnis der Analyse wenig überzeugt und bescheinigt den untersuchten Häusern in Bezug auf die Bearbeitung und Abwicklung der Anfrage im Durchschnitt eine nur mittelmäßige Qualität: »Mit Blick auf die Tatsache, dass wir eine Veranstaltung mit einer Wertigkeit von circa 80.000 bis 90.000 Euro in Aussicht gestellt haben, hätten wir bei allen Hotels eine ganze Portion mehr Engagement erwartet. Unter dem Strich haben unsere Tester nur ein mageres Gesamtergebnis von durchschnittlich 56,2 Prozent ermitteln können. Selbst das in unserem Ranking führende Haus – das Hilton Berlin – erreichte nur 65,6 Prozent. Enttäuschend präsentierte sich das InterContinental Berlin, welches mit 30 Prozent das Schlusslicht bildet.« TH

RANKING DER HOTELS

30 %

InterContinental

57,9 %

Kempinski

58,9 %

Marriott

60,6 %

Grand Hyatt Westin Grand

64,7 %

Hilton

65,6 %

0%

10%

20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% 10 /2013 | TOP HOTEL

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Ausgewählte_Bücher 08.10.13 09:58 Seite 18

TOP-HOTELLERIE MARKETING

Vier Hotelführer – ein Konzept Die Buchreihe »Ausgewählte Hotels zum Wohlfühlen« aus dem Freizeit-Verlag Landsberg und das korrespondierende Internetportal MeinTophotel.de bieten Hotels mit den Schwerpunkten Tagung, Wellness, Familie und Wintersport eine ideale Plattform, um sich aus der breiten Masse hervorzuheben

»Wir haben noch einen Nachzügler für Wellness in Österreich. Wer könnte das Haus vor Ort prüfen?« Jacqueline Schaffrath, Chefredakteurin Hotelführer, greift unverzüglich zum Hörer und startet einen Rundruf bei den Testern. Einer muss sich noch kurz vor Redaktionsschluss auf den Weg machen. Eine halbe Stunde später ist alles geklärt, das Hotel wird besucht. 153 Häuser werden in der 11. Ausgabe der »Ausgewählten Wellnesshotels zum Wohlfühlen« vertreten sein, darunter Adressen, die schon seit vielen Jahren dabei sind. Das Titelbild? Steht eigentlich, wird dann aber wieder verworfen. »Zu wenig emotional. Finden wir vielleicht was Besseres?« Eine von vielen Fragen, die zu klären sind. – Welche Band spielt auf der Verleihung der Wellness-Aphrodite? Welche Location eignet sich für den nächsten Grand Prix der Tagungshotellerie? Wie könnte der Preis für die »Ausgewählten Skihotels« aussehen? Vier Titel erscheinen mittlerweile in der vom Freizeit-Verlag Landsberg publizierten Reihe; hinzu kommen die Auszeichnungen der Branchen-Besten in verschiedenen Kategorien und die dazugehörigen Veranstaltungen, die sich in den vergangenen Jahren zu glanzvollen Galas gemausert haben. Alles in allem ein umfangreiches Projekt, das der Verlag über die Jahre sukzessive weiterentwickelt hat. Mit Tagung fing vor 18 Jahren alles an, es folgten Wellness und Familie. Im vergangenen Jahr kamen die Skihotels dazu. Thomas Karsch, Geschäftsführer der Freizeit-Verlag Landsberg GmbH: »Das Konzept wird immer weiter optimiert und an den Details gefeilt. Seit vergangenem Jahr kooperieren wir beim Tagungsbuch beispielsweise mit dem BDVT und dem VDR – zwei starke Partner«. 18

TOP HOTEL | 10 /2013

Wichtige Termine • 2. Dezember 2013: Verleihung der »Wellness-Aphrodite«, des »Beauty Award« und des »Family Cup« im Europa-Park Rust • 1. Februar 2014: Verleihung des »Grand Prix der Tagungshotellerie« im Rahmen der INTERGASTRA in Stuttgart • April 2014: Prämierung der besten »Ausgewählten Skihotels zum Wohlfühlen« auf der Ski-WM der Gastronomie in Ischgl (9./10.4.2014)

Die Grundidee ist allerdings geblieben und hat sich bewährt, denn der Ansatz unterscheidet sich von Hotelführern, die auf Basis von Prospektmaterial zusammengestellt werden. Bei den »Ausgewählten« wird das abgebildet, was der Gast bzw. Kunde tatsächlich vorfindet. Dazu werden die Bewerberhotels von den Journalisten erst besucht und dann beschrieben. Die Autoren haben die Aufgabe, vor allem die Besonderheiten herauszufiltern, die das jeweilige Hotel ausmachen. Dabei geht es weniger um Quadratmeterzahlen des Spa im Wellnesshotel oder Mega-Spielplätze im Familienhotel. »Wohlfühlen« hat bekanntlich andere Parameter. Gerade kleinere Hotels punkten oft mit Charme, einem runden Konzept und ihren gastgeberischen Qualitäten. Sehen die Autoren die Anforderungen allerdings nicht erfüllt, ist eine Aufnahme nicht möglich. »Das kommt regelmäßig vor; die Häuser, die sich bei uns für einen Eintrag ins Buch und damit gleichzeitig für das Internetportal MeinTophotel.de bewerben, müssen die hohen Standards einhalten«, erklärt Jacqueline Schaffrath. Während die »Ausgewählten Wellnesshotels« und »Familienhotels« auf dem Weg zur Druckerei sind, läuft für die beiden Projekte »Tagungshotels« und »Skihotels« bereits die Bewerbungsphase an. Jacqueline Schaffrath: »Bei den ›Skihotels‹ gibt es nach der erfolgreichen Pilot-Ausgabe 2013/2014 dieses Mal für die Hotels ebenfalls Auszeichnungen in verschiedenen Kategorien. Verliehen werden die Preise im April in Ischgl bei der Ski-WM der Gastronomie.« Info: schaffrath@tophotel.de oder www.meintophotel.de


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Hotelkonzepte_10_neu 09.10.13 11:14 Seite 20

TOP-HOTELLERIE HOTELKONZEPTE

Stephan Bode hat dem Ruland´s Thermenhotel in Bad Herrenalb kein teures Facelifting verpasst, sondern die wahre Schönheit des Betriebes erkannt und mit den richtigen Mitteln betont: Mittlerweile firmiert das Hotel unter dem Namen Schwarzwald Panorama, »Selfness« lautet das neue Konzept

Comeback mit

Selfness

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»Es ist eigentlich kein Hexenwerk, ein solches Hotel nach oben zu bringen. Wenn man weiß wie.« Stephan Bode, Direktor des Schwarzwald Panorama

10 /2013 | TOP HOTEL

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TOP-HOTELLERIE HOTELKONZEPTE

D

as waren wir vor wenigen Wochen«, sagt Stephan Bode, zieht einen grünen Hotelprospekt aus einer Mappe und legt ihn auf den Tisch. Ruland´s Thermenhotel ist darauf zu lesen. Das Layout: nicht schön, nicht hässlich, irgendwo zwischen bieder und konventionell. Dann legt der 48-Jährige einen zweiten Prospekt daneben. Weiß in Grau in Rot. Frisch, frei, schlicht. Moderne Gestaltung eben. »Und das sind wir jetzt«, fügt er stolz hinzu. Was ist passiert, in der Zeit zwischen konventionell und modern? Ein Um- oder Neubau des Hotels? Eine Komplettrenovierung mit beachtlichem Investitionsvolumen? Nichts von alledem. Als Bode Anfang des Jahres den Betrieb als General Manager übernahm, versicherte er gegenüber den neuen Eigentümern, der Acura-Kliniken Baden-Baden GmbH, alle Investitionen aus dem Cashflow herauszuarbeiten. Und genau das hat er getan: Innerhalb eines halben Jahres wurde die Fassade renoviert, der Internetauftritt neu aufgesetzt, die Lobby umgestaltet – kurzum, der Cash floss: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdoppelte der Direktor die Belegung.

»Es geht um den Aufbau einer Unternehmenskultur, die von Mitarbeitern getragen wird, die Spaß und Freude haben, an dem was sie tun.« Stephan Bode

Zur Person:

Stephan Bode

Perfekte Basis für einen Hotelier Das Schwarzwald Panorama – wie das Hotel seit Anfang 2013 heißt – liegt in Bad Herrenalb, einem heilklimatischen Städtchen im Nordschwarzwald. Die Anreise gleicht einer Landpartie, die Urlaubsregion präsentiert sich hier von ihrer schönsten Seite: grüne Wiesen mit grasenden Kühen, kurvige Waldstraßen, würzige Luft und prächtige Nadelwälder, so weit das Auge reicht. Gottverlassen mit Mutter Natur ist man im Nordschwarzwald allerdings nicht, auch wenn es ein wenig so klingt: Karlsruhe, Baden-Baden oder Pforzheim liegen nur 30 Kilometer von Bad Herrenalb entfernt, Heidelberg 80 Kilometer. Das Städtchen selbst ist ein Idyll mit ein bisschen Fachwerk, ein bisschen Gastronomie, ein bisschen Shopping, dazwischen eine Kirche, Spielplätze und die Siebenthäler Therme. Das Vier-Sterne-Superior-Haus selbst verfügt über 89 Zimmer, acht Appartements, ein Restaurant, eine Bar und Tagungsräume. Der Wellnessbereich mit Schwimmbad, Whirlpool, Saunen und Dampfbad wird teilweise mit Thermalwasser versorgt. Zudem gibt es einen direkten Übergang zur angrenzenden Falkenburg Reha-Klinik mit den Fachbereichen Kardiologie und Orthopädie. 22 TOP HOTEL | 10 /2013

Der 48-Jährige wuchs in Hannover auf. Mit 15 Jahren, in der achten Klasse, ging er von der Schule ab und begann 1980 im Hotel Wienecke eine Ausbildung zum Kellner. Anschließend folgten Wanderjahre in der Schweiz und auf der »MS Europa«, ehe er in Südafrika als Restaurantleiter engagiert wurde. 1990 kam Bode zurück nach Deutschland, arbeitete sich in diversen Betrieben nach oben, vom Restaurantleiter über den Veranstaltungsmanager und F&B Manager bis hin zum Wirtschaftsdirektor. Als Hoteldirektor war der Niedersachse erstmals 1999 im Atoll Ocean Resort auf Helgoland tätig, ehe er 2002 ins Bio-Seehotel Zeulenroda wechselte und dies zu zahlreichen nationalen Awards führte (siehe Foto). Nach Rucksackreisen durch Neuseeland, Australien und Indien wurde er Anfang 2013 als General Manager des Schwarzwald Panorama Bad Herrenalb vorgestellt. Seit September ist er zudem Geschäftsführer der an das Hotel angrenzende Falkenburg-Klinik.


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TOP-HOTELLERIE HOTELKONZEPTE

Prinzipiell lag also eine perfekte Basis für ein florierendes Hotelgeschäft vor, doch der Betrieb lief jahrelang sehr schleppend – nach Auskunft von Stephan Bode wurde das Hotel sogar subventioniert. Zuletzt lag das Haus bei einer durchschnittlichen Belegung (Januar bis Juni 2012) von 42 Prozent. Trotz dieser wenig berauschenden Kennzahlen kribbelte es dem Hoteldirektor in den Fingern – nicht zuletzt auch wegen des gut erhaltenen Interieurs, das aufgrund der geringen Frequentierung der vergangenen Jahre kaum Verschleiß aufwies. Es dauerte nicht lange und Stephan Bode, der sich gern »von seinen inneren Bildern nährt«, hatte ein neues Konzept und Leitbild für das Hotel vor Augen.

Selfness im Ländle Die Idee zur neuen konzeptionellen Aufstellung des Hauses kam ihm wie ein Geistesblitz – wie seinerzeit im Bio-Seehotel Zeulenroda. Drei Jahre war er in dem Thüringer Betrieb als Hoteldirektor beschäftigt, als er 2005 das Rauchen aufgibt. Er beginnt Sport zu treiben, sich bewusst zu ernähren und fragt sich plötzlich, ob »Bio« nicht das neue Leitbild des Hotels werden könnte. Gedacht, getan: Das »Ausgewählte Tagungshotel zum Wohlfühlen« wurde nach und nach umgestellt, das Konzept begann zu fruchten und sorgte in puncto Nachhaltigkeit für Aufsehen in der Branche. 24 TOP HOTEL | 10 /2013

Nicht nur mit Wellness, sondern mit Selfness will das Schwarzwald Panorama seine Gäste nachhaltig begeistern Das Schwarzwald Panorama ist für den General Manager nun die konsequente Weiterentwicklung dieser Marschrichtung, was nicht nur an der neuen Ausgangssituation liegt, sondern auch an der hiesigen Mentalität: »In Thüringen fühlte ich mich oft wie ein Ochse auf dem Acker, der den Karren zieht. Wenn man im Schwarzwald von Slow Food, Klimawandel oder Fair Trade spricht, dann stößt man auf Offenheit. Das ist wichtig, wenn man neue Wege beschreitet.« Selfness also. Allein schon der Begriff hat Vorteile, schließlich ist das Thema noch nicht ausreichend besetzt. Der Trend ist formbar, ausbaufähig und noch

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lange nicht so überstrapaziert wie Wellness. Mittlerweile werden ja sogar aromatisierte Mineralwässer als Wellnessdrinks beworben, Schuhproduzenten haben Wellnessmodelle im Sortiment und der Deutschen liebstes Kind, dem Auto, wird mancherorts »Car-Wellness« zuteil. Der Wellnessmarkt ist überschwemmt mit Angeboten und auch die Hotellerie überschlägt sich mit WohlfühlArrangements. Aus der Masse hervor sticht nur, wer mit frischen Ideen zu überzeugen weiß. Einerseits. Andererseits haben Wellness und Selfness zwar Schnittmengen, sind aber im Kern doch grundverschieden. Selfness setzt dort an, wo Wellness aufhört und ist vielleicht die Fortentwicklung davon. Ein Teil der Bevölkerung hat bereits begriffen, dass man vom bloßen Konsum der Wellnessprodukte nicht schlank, schön, sportlich, pfiffig, tiefenentspannt oder glücklich wird. Das ist mit Hotelarrangements nicht anders. Mögen die Versprechungen aus den Werbebroschüren kurzzeitig in Erfüllung gehen, die Energiereserven sind nach einem Urlaub schnell aufgebraucht, die Gelenk- und Muskelschmerzen kehren zurück, die Nerven liegen rasch wieder blank. Der Anspruch des Selfness-Gastes ist hingegen, etwas Dauerhaftes aus dem Urlaub mit nach Hause zu nehmen, nicht nur schöne Erinnerungen, sondern eine neue Geisteshaltung, die nach Möglichkeit blüht und weitere Knospen treibt. »Dauerhafte Selbstveränderung« nennt es Zukunftsforscher Matthias Horx, der den Begriff »Selfness« vor knapp zehn Jahren maßgeblich prägte. Neue Bewegungstherapien, Entspannungsmethoden oder Fitnessprogramme möchte der Gast ausprobieren, erlernen und auch nach dem Urlaub fortführen. Er möchte seine Ernährung umstellen, Kompetenzen und Strategien zum Wohlbefinden im Alltag erhalten. Der Selfness-Gast will darüber hinaus ein selbstbestimmtes gesundes Leben führen und sich ganzjährig gut fühlen, nicht nur während und kurz nach dem Urlaub. Dafür sucht er Ankerpunkte und Inspiration. »Mir gefällt darin die gehörige Portion Egoismus, der Ich-Bezug der Gäste. Diese Menschen kümmern sich um sich selbst,


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sie sind sich wichtig, sie wollen für sich die bestmögliche Qualität, nicht nebenbei, nicht beiläufig, sondern bewusst«, sagt Bode, legt beim Sprechen die Arme um sich und umarmt sich kurz selbst.

Medizin, Nachhaltigkeit und Tagung Was hat Bode also getan, als er ohne finanziellen Spielraum und mit nichts als seinem neuen Konzept in der Tasche das Ruland´s Thermenhotel betrat? Er begann sofort das offensichtliche Potenzial des Betriebes freizulegen. Er suchte und förderte die Kommunikation mit der Gemeinde. Er knüpfte Kooperationen im Onlinebereich, ließ sich von Vereinigungen zertifizieren. Und er vermittelte Basiswissen bezüglich Nachhaltigkeit und Selfness. Überrascht war der General Manager darüber, mit welcher Offenheit er von Gesellschaftern und Bürgern aufgenommen wurde, weswegen er auch nur wenig Widerstände zu überwinden hatte. Abgesehen von den Mitarbeitern vielleicht, denn nach und nach verließen mehrere Angestellte den Betrieb, teilweise trennte sich das Hotel von ihnen: »Es geht um den Aufbau einer Unternehmenskultur, die von Mitarbeitern getragen wird, die sich mit Wertschätzung und Respekt, mit Verstand und Herz begegnen, die Spaß und Freude haben, an dem was sie tun. Nur dadurch kann eine einmalige Atmosphäre entstehen, die auch die Gäste trägt.« Der Hoteldirektor baute zusätzlich eine aktive Zusammenarbeit mit der Klinik auf, in der mittlerweile kardiologische Checkups zur Beratung und gezielten Gesundheitsvorsorge angeboten werden. Aber auch Türen zur Alternativmedizin stieß Bode auf. In einem neuen Zentrum für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) liegt der Schwerpunkt auf Kräuterheilung, Zungendiagnostik oder Akupunktur. Seit Juli ist außerdem eine festangestellte Yogalehrerin im Betrieb tätig. Auch wurden die ersten Schritte zu einer konsequenten Ausrichtung des Betriebs in puncto Nachhaltigkeit gemacht – kein Überbleibsel aus alten Tagen und auch kein konzeptioneller Querschläger, wie Bode findet: »Bildlich gesprochen: Die Gäste wollen einfach nicht, dass unter

Knut die Eisscholle wegschmilzt. Sie wollen auch im Urlaub das Gefühl haben, zum Klimaschutz beizutragen. Das ist ein ganz klares egoistisches Motiv und passt gut zu Selfness.« Mittlerweile handelt das Hotel nach der Prämisse »Global denken, regional handeln«. Der Schadstoffausstoß wird reduziert, energiesparende Technik angeschafft, Kosmetiklinien werden der Nachhaltigkeit untergeordnet. 70 Prozent der verarbeiteten Lebensmittel sind biozertifiziert und stammen von Verbänden mit strengen Richtlinien, die übrigen 30 Prozent kommen von regionalen Erzeugern. Und wenngleich sich das Hotel noch in den Startlöchern befindet, wurde zu guter Letzt auch der Tagungsbereich neu aufgestellt. In Zukunft werden nicht nur Seminare ausgerichtet, sondern aktiv angeboten – darunter auch »Green Meetings«,

Fernblick inklusive – sowohl aus dem Veranstaltungskomplex »Campus« als auch aus den 89 Gästezimmern

weitestgehend klimaneutrale Veranstaltungen. »Campus« nennt Bode diesen Bereich, da der Begriff für ihn das »Lernen auf hohem Niveau, lernen in einer lernzielfördernden Atmosphäre« verkörpert. Besonders der oberste Konferenzsaal, rundum verglast, sorgt hier bei einer Begehung für Aufsehen: Das Schwarzwaldpanorama und der Ausblick auf Bad Herrenalb wirken fast wie eine Fototapete. Bode scheint selbst kurz gebannt: »Es ist kaum vorstellbar, dass dieses Haus quer finanziert wurde. Denn eigentlich ist es kein Hexenwerk, ein solches Hotel nach oben zu bringen. Wenn man weiß wie.« HANNES FINKBEINER 10 /2013 | TOP HOTEL 25


BeautyAward_2013 09.10.13 10:31 Seite 26

PIA DAUSER

SIRLE BARRAGAN GARCIA

ANNABELLE GALM

Wohnort: Ofterschwang

Wohnort: Berlin

Wohnort: Weisweil

Alter: 24 Jahre

Alter: 36 Jahre

Alter: 19 Jahre

Sternzeichen: Widder

Sternzeichen: Wassermann

Sternzeichen: Fische

Job: Chef de Rang

Job: Serviceleiterin

Job: Auszubildende zur Hotelfachfrau

Betrieb: Sonnenalp Resort Ofterschwang

Betrieb: Hotel Gendarm nouveau Berlin

Betrieb: Europa-Park Hotel Resort Rust

Hobbys: Wandern, Skifahren, Lesen, Kaffeestunden mit Freundinnen

Hobbys: Zeit für Familie & Freunde, Lachen, Kochen, Musik hören, Tanzen

Hobbys: Jazz-Dance, Modern-Dance, Reisen, Lesen

SABINE HUCKENBECK

TOMMA JANSSEN

JESSICA LEUTHOLDT

Wohnort: Immenstadt

Wohnort: Brake

Wohnort: Aulendorf

Alter: 27 Jahre

Alter: 23 Jahre

Alter: 22 Jahre

Sternzeichen: Widder

Sternzeichen: Wassermann

Sternzeichen: Widder

Job: Kosmetikerin

Job: Stellv. Veranstaltungsserviceleitung

Betrieb: Sonnenalp Resort Ofterschwang

Betrieb: Atlantic Hotel Sail City Bremerhafen

Job: Studentin BWL / Hotel- und Gastronomiemanagement

Hobbys: Klettern, Berge, Mountainbiken, Wintersport

Hobbys: Klavier, Tanzen, Handball

JANINA MATERNA

SINAH SCHUMACHER

Wohnort: Braunlage

Wohnort: Neustadt an der Weinstraße

Alter: 22 Jahre

Alter: 22 Jahre

Sternzeichen: Fische

Sternzeichen: Wassermann

Job: Spa-Rezeptionistin

Job: Empfangssekretärin

Betrieb: Hotel Romantischer Winkel Bad Sachsa

Betrieb: Bell Rock Europa-Park Rust

Hobbys: Lesen, Schwimmen, Fitness

26 TOP HOTEL | 10 /2013

Hobbys: Turniertanzen, Schlagzeug, Zumba, Reisen, Shopping

Betrieb: Duale Hochschule Ravensburg Hobbys: Step-Aerobic, Zumba, Reisen


BeautyAward_2013 09.10.13 10:31 Seite 27

TOP HOTEL BEAUTY AWARD

2013 WÄHLEN SIE DIE TOPHOTEL BEAUTYS 2013! Aus 97 Bewerbungen wurden acht Kandidatinnen (Fotos links) ins Halbfinale des TOP HOTEL BEAUTY AWARD 2013 gewählt. Sie haben die Möglichkeit, Ihre Stimme für Ihre persönlichen 3 Favoritinnen abzugeben. Schreiben Sie die 3 Namen auf eine Postkarte und senden diese an: FREIZEIT-VERLAG LANDSBERG, Stichwort TOP HOTEL BEAUTY AWARD 2013, Celsiusstraße 7, D-86899 Landsberg am Lech, oder stimmen Sie einfach im Internet unter www.tophotel.de ab. Unter allen Einsendern verlosen wir ein Wellness-Wochenende für zwei Personen in einem Ausgewählten Wellnesshotel zum Wohlfühlen – Einsendeschluss ist der 15. November 2013. Die 3 Kandidatinnen mit den meisten Stimmen werden bei der Verleihung der Top hotel WellnessAphrodite am 2. Dezember im Europa-Park Rust vorgestellt.

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Neue Hotels_10_orig 09.10.13 10:49 Seite 28

TOP-HOTELLERIE NEUE HOTELS

Wachstum an der Weser

28 TOP HOTEL | 10 /2013


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Als der ehemalige Nationalspieler Torsten Frings Anfang September zusammen mit diversen Spielerkollegen seinen Abschied aus dem aktiven Geschäft feierte, übernachteten die Fußballer im neuen Steigenberger Hotel Bremen. Dieser imageträchtige Einstieg war ganz nach dem Geschmack von Direktor Carlton Courtney, der mit dem neuen Vier-SterneSuperior-Haus schnell seinen Platz in der hart umkämpften Hansestadt finden will

Ü

blicherweise werden zu einer Hoteleröffnung zahlreiche Glückwüsche ausgesprochen. Im Fall des Steigenberger Bremen wurden seitens des Dehoga-Landesverbandes Bremen hingegen ein paar kritische Worte hinterhergeschickt, weil man den Markt mittlerweile für übersättigt hält – ganz im Gegensatz übrigens zur Bremer Touristik-Zentrale. Auch Puneet Chhatwal, CEO der Steigenberger Hotels AG, sieht im Hotelmarkt der 550.000-EinwohnerStadt noch viel Potenzial. »Bremen ist für uns ein wichtiger Standort mit einer ungebrochen hohen Anziehungskraft und stetig steigenden Übernachtungszahlen.« Dementsprechend hat sich die Gruppe für zumindest 20 Jahre den Standort direkt am Weserufer der neuen Überseestadt gesichert. Gepachtet wurde es von der Grundstücks- und Baugesellschaft Siedentopf, die Steigenberger zudem ein Vorkaufsrecht einräumte. Für die Ge10 /2013 | TOP HOTEL 29


Neue Hotels_10_orig 09.10.13 14:43 Seite 30

Schlichte Eleganz, dezente Farben und klare Formen bestimmen das Interieur des Vier-Sterne-Hauses in der Hansestadt, in dem traditionelles Hafenambiente auf modernen Wohnkomfort trifft

sellschaft ist es mittlerweile der 83. Betrieb; 15 Hotels stehen in Norddeutschland.

Direkte Anbindung ans Varietétheater Befragt man Carlton Courtney, der aus dem InterCityHotel Nürnberg an die Weser kam, nach den wichtigen Eckpfeilern für die Gästegewinnung, verweist der General Manager einerseits auf das Tagungs- und Veranstaltungsgeschäft, für das ein 450 Quadratmeter großer Konferenzbereich mit frei zugänglicher Business Corner und sechs Tagungsräumen zur Verfügung steht, andererseits auf das »GOP«. Hinter diesem Kürzel verbirgt sich ein ebenfalls neueröffnetes Varietétheater mit direkter Anbindung an das Hotel. Der 3000 Quadratmeter große Theatersaal fasst rund 400 Besucher, von denen – so die Vorstellung des GMs – möglichst viele nach einer Aufführung im Steigenberger übernachten oder auf einen Cocktail einkehren sollen. »Dies ist eine einzigartige Kombination im norddeutschen Raum«, erklärt Direktor Carlton Courtney. Zusätzliche Impulse erhofft sich der 47Jährige durch den Standort des Steigenberger und seine unmittelbaren Nachbarn: beispielsweise durch den 82 Meter hohen Weser-Tower mit seinen 22 Etagen, in den 30 TOP HOTEL | 10 /2013

erst jüngst mehrere hundert Mitarbeiter eines Energieversorgungsunternehmens Quartier bezogen haben. Darüber hinaus sind auch andere geplante oder vollzogene Ansiedlungen in der Überseestadt vielver-

TOP-PARTNER STEIGENBERGER HOTEL BREMEN

sprechend. Denn peu à peu verwandelt sich das ehemalige Hafengebiet in ein Mekka für Kreative und Dienstleister, was laut der Bremer Wirtschaftsförderung eine »intensive Wertschöpfung« garantiere. Im neuen Steigenberger ist man daher fest entschlossen, nach Kräften an dieser ungewöhnlich dynamischen Entwicklung zu partizipieren.

Maritimer Charakter – auch architektonisch Das offiziell am 1. September eröffnete Steigenberger Hotel Bremen präsentiert sich – ganz dem Stil der Kaufmannstadt entsprechend – modern-elegant und bietet auf sechs Etagen insgesamt 137 Zimmer. 81 werden als Deluxe-Zimmer (28 qm) verkauft, hinzu kommen 50 Superior-Einheiten sowie zwei Junior-Suiten und zwei 56 bzw. 66 Quadratmeter große Suiten. Ergänzt wird das Angebot durch zwei behindertengerecht eingerichtete Zimmer. Das Interior Design ist inspiriert vom maritimen Flair der Hansestadt. Bei der Wahl der Möbel, Materialien und Farben treffen traditionelles Hafenambiente und moderneleganter Wohnkomfort aufeinander – so beispielsweise in den kupfernen Wandpaneelen, Wellenmotiven in den Teppichen oder rostroten Zierkissen. Neben Schreibpult und Sessel samt Beistelltisch


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TOP-HOTELLERIE NEUE HOTELS

und Stehleuchte ergänzt ein großzügig gestaltetes Badezimmer mit bodenebener Dusche und Rainshower-Brause die Einrichtung der Zimmer, die zudem alle einen Blick auf die Weser gewähren. Der maritime Charakter des Hauses wird aber auch in architektonischer Hinsicht fortgeschrieben. Die Hamburger Innenarchitekten von JOI-Design und die Gebäude-

architekten vom Berliner Büro Eicke Becker haben vor allem mit großen Fenstern und viel Glas an der Fassade sowie weiteren Details wie Duckdalben in der offenen Bar und rostrot ummantelten Aufzügen für eine unverkennbare maritime Note gesorgt. Carlton Courtney spricht dabei gern von einem »modern-eleganten Seefahrer- und Hafen-Flair«.

Hotelschiff im Stil der 20er-Jahre Eine außergewöhnliche Möglichkeit für Veranstaltungen, Tagungen und Übernachtungen gibt es in Bremen demnächst mit der Motoryacht »Nedeva«. Nachdem der ehemalige Schiffsbauer und jetzige Werbeagentur-Chef Georg Papp das Hotelschiff in den vergangenen Monaten aufwendig renovieren ließ, hat es nun sein neues Quartier am Anleger der Weserpromenade Schlachte in Bremen bezogen. Entdeckt hatte Papp die 1930 gebaute »Nedeva« vor einigen Jahren im US-amerikanischen Westport, allerdings erinnerte zu dieser Zeit nicht mehr viel an die Glanzzeiten der 23 Meter langen Yacht. Georg Papp sucht jetzt den Schulterschluss zur Gastronomie und Hotellerie im Raum Bremen – mit dem Dorint Park Hotel Bremen wurde bereits eine Zusammenarbeit vereinbart. »Mit ihrem einzigartigen nostalgischen Charme der 20er-Jahre bietet dieser Traum aus Chrom und edlen Hölzern den exklusiven Rahmen für eine Vielzahl von Anlässen«, erklärt Papp. Die Mahagoni-getäfelten Salons und das überdachte Achterdeck können bis zu 33 Personen aufnehmen, hinzu kommen elf Sitzplätze auf dem Sonnendeck. Darüber hinaus wurden in fünf Kabinen elf Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen. Die erste Trauung an Bord hat bereits im August stattgefunden. THOMAS KLAUS

Ein uneingeschränkter Blick auf das Flussambiente ist dank der bodentiefen Panorama-Glasfront ebenfalls im 120-Plätze-Restaurant »Blaufeuer« und auf der 80Plätze-Terrasse gewährleistet. Als Küchenchef konnte Steigenberger Thomas Seeländer gewinnen, der bereits im Hilton sowie im Swissôtel Bremen tätig war und zuletzt im Restaurant »Hansen« hinter dem Herd stand. Schon dort hatte sich der 30Jährige auf eher ungewöhnliche Speisenkreationen spezialisiert – und diese sollen auch zu einem Markenzeichen im »Blaufeuer« werden. Eines der fantasievollen Beispiele hierfür sind gegrillte Jacobsmuscheln mit gebackener Blutwurst. Seeländer arbeitet jetzt in einer Küche, in der die Edgar Fuchs GmbH die Ausführungsplanung übernommen hatte. Außerdem zeichnete der Objektausstatter aus Aschaffenburg für die Lieferung und Montage der gesamten Küchentechnik, die Kühlhäuser, Lüftungsdecken sowie die gesamte Barund Buffet-Technik verantwortlich. Nicht fehlen darf in einem neuen FirstClass-Hotel wie dem Steigenberger ein eigener Fitness- und Wellnessbereich. Auf einer Fläche von knapp 200 Quadratmetern wurde der im obersten Stockwerk eingerichtet und verfügt über mehrere Laufbänder, ein Aroma-Dampfbad und zwei Saunen. THOMAS KLAUS

Steigenberger Bremen Am Weser-Terminal 6 28217 Bremen Telefon 0421-478370 www.bremen.steigenberger.de Kategorie ★★★★ Direktor Carlton Courtney Logis 137 Zimmer, davon 2 Junior-Suiten, 2 Suiten Preise DZ ab 110 ¤

Erfolg ist planbar. Ob es um die Ausstattung Ihrer Hotelküche geht, neue Ideen für die Bar, Cafeteria-Anlage oder Ihr Restaurant – bei uns gibt es das Mehr an Ideen, das aus einem tollen Projekt ein erfolgreiches Objekt macht. Den Erfolg planen: 0 60 21– 84 02 0.

32 TOP HOTEL | 10 /2013

w w w. e d g a r f u c h s. c o m


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Best Western Nr. 2 für Usedom Ende dieses Jahres geht das Best Western Plus Hotel Baltic Hills Usedom an den Start. Das moderne Vier-Sterne-Hotel entsteht aus dem ehemaligen Hotel Pirol, das derzeit komplett um- und ausgebaut wird. Nach Fertigstellung bietet das direkt am hauseigenen 19-Loch-Golfplatz gelegene Ferienhotel 71 Zimmer und Suiten sowie ein Café und Restaurant mit 130 Plätzen inklusive Blick auf eine 3500 Quadratmeter große Gartenanlage. Bis Mitte kommenden Jahres sollen zudem 14 Familienappartements mit einer Größe von bis zu 110 Quadratmetern das Angebot erweitern. Der Wellnessbereich (360 qm) umfasst neben diversen Saunen, einer Blockhaussauna und einem Massage- und Kosmetikbereich mit Anwendungsräumen auch einen beheizten Außenpool. Das Hotel hat sich mit der Neueröffnung der internationalen Marke Best Western angeschlossen, von der sich Ilka Eissner, Direktorin des neuen Hauses, besonders Vorteile in Sachen Hotelbuchung und Qualitätsstandards einer internationalen Marke verspricht, ohne dabei auf die unternehmerische Eigenständigkeit verzichten zu müssen. Info: www.bestwestern.de

Es herrscht Bewegung bei den zehn größten Hotelmarken: Mit 10.000 neuen Zimmern legt Hilton kräftig zu und überholt hinsichtlich Zimmerzuwachs den Branchenprimus Holiday Inn / Holiday Inn Express, der »nur« rund 7700 neue Gästezimmer bereitstellen wird. Das geht aus einer aktuellen Auswertung von Tophotelprojects hervor. Demnach liegt Holiday Inn/Holiday Inn Express der InterContinental Group weiterhin auf Rang 1 der zehn größten Hotelmarken. Zwar wächst der Verfolger Best Western ebenso stark – in-

Hilton wächst am stärksten

ternational entstehen rund 4700 neue Zimmer –, doch bleibt die Hotelgruppe mit derzeit 311.000 Gästezimmern weiterhin hinter dem Erstplatzierten. Hilton – die Marke des gleichnamigen US-Konzerns, der im Frühjahr 2014 wieder an die Börse gebracht werden soll – wird in den nächsten Jahren die Marke Comfort Inns & Suites der Choice Hotels überholen und den Abstand zu Marriott verringern. Schon heute ist Hilton Worldwide die zweitgrößte Hotelgruppe und liegt vor Marriott International und etwas hinter IHG. Eine zweite HiltonHotelmarke wächst derzeit ebenso stark: Hampton Inn by Hilton. Rang

Hotelmarke

Hotelgruppe

1

Holiday Inn

Holiday Inn Express

7.719

23

2

Best Western

Best Western

4.775

30

3

Marriott

Marriott Int.

7.050

53

4

Comfort Inns & Suites

Choice Hotels Int.

196

1

5

Hilton

Hilton Worldwide

10.098

60

6

Hampton Inn by Hilton

Hilton Worldwide

3.901

29

1.978

18

7

Ibis

Accor

8

Home Inns

Home Inns

9

Sheraton

Starwood Hotels

10

Days Inn of America

Wyndham Hotel Group

Neue Hotelzimmer bei Hotelbau-Projekten

Hotelprojekte

0

0

5.574

25

0

0

10 /2013 | TOP HOTEL 33


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TOP-HOTELLERIE NEUE HOTELS

Das Farbkonzept der Zimmer ist an Klees Bilder angelehnt; im »PauLily« erinnert der Name an den Künster und seine Frau

Ein Zimmer mit Klee, bitte! Das HotelKlee in Berlin macht genau das möglich – hat sich Cihan Arin, Besitzer und Architekt des Hauses, hinsichtlich Design und Ausstattung an den Werken des berühmten Malers und Grafikers orientiert. Und so wohnt in jedem Zimmer immer auch ein bisschen Paul Klee Anlehnung daran entworfenen Teppich mit violetten, orangefarLeuchtend weiß strahlt die mit kleinen bunten Glasfenstern verbenen und blauen großen und kleinen Rechtecken. zierte Fassade des Jugendstilgebäudes in Friedenau, im SüdweIn einem der Zimmer angekommen, präsentieren sich die Mösten Berlins. Noch in den 1970er- und 1980er-Jahren gingen hier bel in verschiedenen Gelbtönen; ein dunkelrotes Sofa und der die im Viertel ansässigen Literaten wie Günter Grass und Max dunkelbraune Holzfußboden bilden interessante Kontraste. Für Frisch ein und aus. Dort befand sich damals noch das »Café Bundie Farbgebung des Raumes stand das Gemälde »Senecio« von deseck«. Mittlerweile ist es kein Café mehr, und anstelle der LitePaul Klee aus dem Jahr 1922 Pate, das sich in raten kommen hier heute Touristen zusammen, textiler Variante auf dem Vorhang wiederfindet. um die mediterrane Restaurantküche des im Mai HotelKlee Berlin So wie in diesem Zimmer bestimmt auch in den dieses Jahres eröffneten HotelKlee Berlin zu geBundesallee 75, 12161 Berlin weiteren jeweils ein Werk des Künstlers die Farnießen. Das modern eingerichtete Outlet mit seiTelefon 030-4050863-0 be der Möbel sowie das Motiv des Vorhangs. nen großen Fenstern und Türen bietet 120 Plätze www.hotelklee.de Neben dem Restaurant, das in einem angrenund einen Blick auf das quirlige Leben Friedenaus. Kategorie ★★★★ superior zenden Kaminzimmer weitere 20 Plätze und auf »PauLily« heißt es – benannt nach dem Maler und Direktorin Evelyn Cameron der Außenterrasse 48 Sitzmöglichkeiten bereitGrafiker Paul Klee und dessen Frau Lily. Der InLogis 81 Zimmer und Suiten hält, verfügt das von Evelyn Cameron geführte haber und Architekt des Hotels, Cihan Arin, fand Preise EZ ab 69 ¤, DZ ab 79 ¤, Privathotel über einen klimatisierten KonfeGefallen an den Werken Klees und hat sich nicht Suite ab 109 ¤ renzraum. Dieser befindet sich im Obergeschoss nur beim Namen, sondern auch bei Design und des Jugendstilhauses und ist mit moderner Ausstattung an Klee orientiert. Technik ausgestattet. In Kürze wird auch die im Will der Gast eines der 81 Zimmer erreichen, TOP-PARTNER HOTELKLEE BERLIN Untergeschoss angesiedelte Wellness-Oase die geht er beispielsweise Schritt für Schritt über das Gäste mit Sauna, Dampfbad, Whirlpool und Fit»Feuer am Abend«, ein Werk Klees von 1929. Nanessgeräten zum Sporttreiben und Erholen eintürlich setzt er nicht wirklich einen Fuß auf das laden. AKA echte Kunstwerk, sondern schreitet über einen in 34 TOP HOTEL | 10 /2013


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NEUE HOTELS TOP-HOTELLERIE

Holiday Inn Express und Hampton by Hilton unter einem Dach Am 17. September erfolgte im Zentrum Nürnbergs die Grundsteinlegung für den Baukomplex eines Doppel-Hotel-Projekts, in dem die beiden Hotels Holiday Inn Express mit 124 Zimmern

Glück für die Insel

und Hampton by Hilton mit 80 Zimmern untergebracht werden.

Im April 2014 soll auf der Klosterinsel Reichenau im Bodensee das Hotel Mein Inselglück eröffnet werden. Das neue Haus, das von den Architekten Krehl und Girke aus Konstanz entworfen wurde, strebt die Kategorie Drei-Sterne-Superior an und soll als Mehrgenerationen-Familienbetrieb geführt werden. Der Komplex, dessen ortstypische Satteldachbauten sich um einen Innenhof gruppieren, verfügt über 32 Dachsuiten und Zimmer – zwei davon behindertengerecht –, die sich mit großzügigen vorgelagerten Loggia- und Terrassenbereichen zur Landschaft öffnen. Im »Inselbistro« mit 60 Sitzplätzen im Innenbereich und 80 weiteren auf der Terrasse mit Seeblick soll unter anderem Wein aus den eigenen Rebanlagen serviert werden. Im Wellnessbereich stehen den Gästen Sauna, Sanarium, Dampfbad sowie eine Infrarotkabine, Fußbäder und ein Außenbereich zur Verfügung. Zum Angebot zählen zudem Massagen und Beautyanwendungen. »Wir begrüßen es, dass durch den Hotelneubau in Mittelzell die Bettenkapazität auf der Reichenau erhöht wird. Dies kommt den steigenden Gästeanfragen auf der Insel sehr entgegen«, zeigt sich Karl Wehrle, Geschäftsführer des Verkehrsvereins Reichenau e.V. mit dem Hotelprojekt zufrieden. Info: www.meininselglueck.de

Bereits im Herbst 2014 sollen dort die ersten Gäste übernachten. Betreiber beider Häuser der gehobenen Economy-Klasse ist Foremost Hospitality, für die es das erste Doppelprojekt in Deutschland ist. »Mit dieser Hotel-Kombination sprechen wir an einer zentralen Stelle Nürnbergs all jene Gäste an, die die unterschiedliche Einrichtung und Ausstattung zweier international führender Hotelketten zu schätzen gelernt haben und diese sich auch bei der Übernachtung in Nürnberg wünschen«, erklärt Hubert van de Loo, Geschäftsführer bei Foremost Hospitality.

Olympia-Bau-Boom in Sotschi In wenigen Monaten ist es soweit: Am 7. Februar 2014 werden die 22. Olympischen Winterspiele in Sotschi am Schwarzen Meer eröffnet. Die russische Ferienmetropole erlebt im Vorfeld einen noch nie dagewesenen Hotelbau-Boom. Für das Sportspektakel werden rund 50.000 Hotelzimmer bereitstehen – hinzu kommen rund 12.000 Zimmer auf Kreuzfahrtschiffen, die vor der Schwarzmeer-Küste ankern sollen. Derzeit sind 17 große Hotelprojekte in der Entstehung. Der Immobilienentwickler ICN Development beispielsweise baut einen Hotel- und Villenkomplex im Dorf Esto-Sadok in Krasnaja Poljana bei Sotschi. Geplant sind ein Designhotel mit 162 Zimmern und Appartements sowie 23 Villen. Das Hotel befindet sich bereits seit 2012 im Bau und soll bis zu den Olympischen Spielen im Februar fertiggestellt sein. Die Kosten belaufen sich auf rund 60 Millionen Euro. Auf dem neun Hektar großen Gelände sind Fitness- und Spa-Einrichtungen, ein Schwimmbad, Restaurants, Bars, ein Nachtklub, ein Kino sowie ein Hubschrauberlandeplatz für den Transport zu den Skipisten vorgesehen. Gleich mit zwei Hotels wird Swissôtel künftig in Sotschi vertreten sein – zum einen mit einem Luxushotel in einem Naturpark am Schwarzen Meer, zum anderen mit einem Bergresort auf 960 Metern Höhe.

Auch der Investor, die GBI AG, ist von dem Projekt überzeugt. »Nürnberg ist einer der meist unterschätzten und vielversprechendsten Hotelmärkte in der Bundesrepublik«, erläutert GBIVorstand Reiner Nittka. »Hier haben wir auch mit drei anderen Projekten sehr gute Erfahrungen gemacht.« Ein Beleg für die gute Investitionsentscheidung mit einem überzeugenden Konzept ist der bereits vor Baubeginn abgeschlossene Verkauf der Hotels an einen deutschen ImmobilienSpezialfonds.

10 /2013 | TOP HOTEL 39


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TOP-HOTELLERIE NEUE HOTELS

Innside the Hafen Die Eröffnungswelle rollt: Wolfsburg (2014), Frankfurt (2015), Hamburg (2015), Essen (2015), Aachen (2015) und Leipzig (2015) werden in den nächsten beiden Jahren ein Hotel der modern-urbanen Designmarke von Meliá bekommen. Seine ersten Gäste konnte bereits das stylische Innside Düsseldorf Hafen begrüßen, das anspruchsvolle Individualisten und Kosmopoliten aus aller Welt anziehen will

Langsam, aber sicher entwickelt sich der Düsseldorfer Medienhafen zu einem Ort außergewöhnlicher Hotels. Den Anfang machte 2005 Rezidor mit dem stylischen Radisson Blu Media Harbor, Ende 2010 folgte das 90-Millionen-Euro-Projekt Hyatt Regency Düsseldorf und nun präsentierte Meliá – gerade einmal 150 Meter vom Hyatt entfernt – das Innside Düsseldorf Hafen im farbenfreudigen »Colorium«-Turm. Diesem 2001 vom britischen Stararchitekten William Allen Alsop entworfenen 62 Meter hohen Gebäude wurde eine aufmerksamkeitsstarke, aus über 2000 farbig bedruckten Glaspaneelen bestehende Fassade vorgehängt. Unter Federführung der Düsseldorfer Kai18 Projekte GmbH und des spanischen Innenarchitekten Alvaro Sans wurden zwölf bislang für Büros genutzte Etagen in den vergangenen neun Monaten zum Hotel umgebaut. »Unsere lifestylige Innside-Marke und das ›Colorium‹ passen von ihrem kreativen Anspruch optimal zusammen«, erklärt Kai Lamlé, Deutschland-Chef der Meliá Hotels International Gruppe. Hinter der bunten Fassade setzen die Architekten auf ruhige, zurückhaltende Farben, edle Materialien und ein puristisches 40 TOP HOTEL | 10 /2013

Direktor Markus Vergin (2.v.r.) und Team vor dem »Colorium«Turm am Düsseldorfer Medienhafen, der das Innside beherbergt

Innside Düsseldorf Hafen Speditionstraße 9, 40221 Düsseldorf Telefon 0211-33679662 www.innside.com Kategorie ★★★★ Direktor Markus Vergin Logis 134 Zi., davon 9 Junior-Suiten Preise Zimmer ab 119,80 ¤ Junior-Suite ab 214,40 ¤

Ambiente. Dies zeigt sich bereits im Entree: Über eine ansteigende Plattform, die durch Lichtschienen ähnlich einer Landebahn inszeniert wurde, gelangt der Besucher in den schwarz-weißen Empfangsbereich mit seinen zwei inselartigen Rezeptionen, die die Verbindung zum Wasser suggerieren. Ebenfalls gelungen in Szene gesetzt wurde die »The VIEW Skylounge & Bar« im 16. Stock mit einem spektakulären 360-Grad-


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Blick auf den Hafen und die Düsseldorfer Innenstadt. Das F&B-Outlet bietet auf über 300 Quadratmetern Lounge, Bar sowie Frühstücks- und A-la-Carte-Restaurant und ist überdacht durch das signalrote, ins Hafenbecken hineinragende Technikgeschoss. Sowohl das in Silber-, Gold- und Bronzetönen gehaltene Interieur als auch der schwarzglänzende Marmortresen in der Skylounge werden durch variable LEDLichtsysteme immer wieder anders in Szene gesetzt. Ebenso unterhaltsam präsentiert sich das Programmangebot, das Direktor Markus Vergin für diesen Bereich konzipiert hat: Mit wechselnden DJ-Events, Live-Cooking-Aktionen, international inspirierten Bar- und Lounge-Nights, einer spannenden Crossover-Küche, innovativen Food-Konzepten sowie einer klassischen Barkultur im modernen Ambiente will das Hotel hier immer wieder neue Akzente setzen.

Viel Technik & gläserne Wohnbäder Die Stockwerke fünf bis 14 beherbergen 134 Zimmer inklusive neun Lifestyle Suiten mit getrenntem Wohn- und Schlafzimmer. Bei der Inneneinrichtung dominieren hochglänzendes Schwarz, neutrales Weiß und Silber sowie glänzender Edelstahl. Die Gäste des Innside – zu 80 Prozent

Einen spektakulären Rundumblick bietet die stylische »The VIEW Skylounge & Bar« in der 16. Etage; puristisch und modern sind die 134 Zimmer eingerichtet, in die gläserne Wohnbäder integriert wurden

TOP-PARTNER INNSIDE MELIA DÜSSELDORF HAFEN Business Traveller – erwartet eine Stateof-the-art-Ausstattung im Hinblick auf Komfort und Technik: Die Fernseher mit bis zu 42-Zoll-Smart-LED-Flachbildschirmen erlauben nicht nur den Gratisempfang von Sky Sport, sondern sind auch internetfähig und lassen so das im gesamten Haus freie WLAN nutzen. Zu den weiteren Annehmlichkeiten gehören Gratis-Softge-

tränke in der Minibar, eine Nespresso-Maschine sowie die gläsernen Wohnbäder mit Rainshower-Duschen. Zur Eröffnung verkauft Vergin die Zimmer ab 99,80 Euro, später werden 119,80 für die günstigsten Einheiten fällig. Dafür haben die Gäste auch Zugang zum kleinen Wellfit-Bereich mit Sauna, Fitnessraum und Ruhebereich sowie zur hauseigenen Tiefergarage.

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TOP-HOTELLERIE NEUE HOTELS

Historisch opulent und doch schlicht Die hohen Räume sind verziert mit Fresken und Reliefs, an den Decken sind Gemälde von Giovanni Batista Tiepolo zu sehen, einem bekannten Maler des 18. Jahrhunderts – fast könnte man meinen, man befinde sich in einem Museum. Doch tatsächlich handelt es sich bei dem Papadopoli-Palazzo um das kürzlich eröffnete Aman Canal Grande Venedig, das erste Hotel des AmanresortGründers Adrian Zecha in Italien

»Es ist nicht unbedingt ein Geschenk, einen solchen Palast zu besitzen«, sagt Graf Giberto Arrivabene Valenti Gonzaga im Hinblick auf die immensen Unterhaltskosten des direkt am Canale Grande liegenden Gebäudes. Und weil die Familie den riesigen Palast ohnehin nicht mehr komplett nutzen konnte, wurden die mit wertvollen Fresken und Reliefs verzierten hohen Präsentationsräume bereits in der Vergangenheit für Feierlichkeiten vermietet.

Auf »Partnersuche«

Die Inneneinrichtung des historischen Palastes setzt dem barocken Baustil unaufdringlichen Luxus und klare Linien entgegen 42 TOP HOTEL | 10 /2013

Doch dem Grafen war an einer dauerhaften Lösung gelegen. Zunächst dachte er an die Einrichtung von 40 Appartements, später verhandelte er mit mehreren Hotelgesellschaften und favorisierte zunächst Rocco Forte. Vor sieben Jahren


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fang Juni eröffnet. Der Palazzo befindet sich in San Polo, einem der ältesten Viertel der Stadt und besteht aus zwei nebeneinanderliegenden Gebäuden, von denen eines im 16. Jahrhundert von dem Architekten Giangiacomo de’ Grigi für die Coccinas aus Bergamo errichtet wurde. Die Brüder Nicolò und Angelo Papadopoli Aldobrandini erwarben das Gebäude Anfang des 19. Jahrhunderts und betrauten mit der Innenausstattung Michelangelo Guggenheim, einen führenden Vertreter der Neorenaissance und des Barocks, der den Palast zu einem der prächtigsten am Canale Grande machte. Später kauften sie die beiden angrenzenden Paläste hinzu, die sie abreißen ließen, um zwei Gärten anzulegen – eine wahre Seltenheit am Canale Grande. »Wie in der Stadt der Kanäle üblich, reisen unsere Gäste zu Wasser an«, erklärt Olivia Richli, General Manager des Hotels. Zuvor leitete sie das luxuriöse Amangalla Resort an der Südküste Sri Lankas. »Dafür stehen zwei hoteleigene Motorboote zur Verfügung, die die Gäste vom Flughafen oder vom Bahnhof abholen und dann direkt am Steg vor dem Palast anlegen«, erzählt sie.

fand jedoch ein erstes Treffen mit Adrian Zecha statt, dem Gründer der Amanresorts. Zecha wollte in der Lagunenstadt ebenfalls ein Hotel wie das exklusive Cipriani haben. »Zweieinhalb Stunden lief er durch den Palast«, erinnert sich der Graf. »Er wollte einfach alles sehen, interessierte sich für jedes Detail. Mit ihm habe ich den geeigneten Partner für die Umgestaltung des Papadopoli-Palastes in ein luxuriöses Hotel gefunden«, ist er sich sicher. »Und er akzeptierte auch meine einzige Bedingung – meine Familie kann weiterhin die oberste Etage des Palastes bewohnen.« In nur 15 Monaten wurde das denkmalgeschützte Gebäude umgestaltet und pünktlich zum Beginn der Biennale An-

Aman Canal Grande Venedig Palazzo Papadopoli Calle Tiepolo 1364, Sestiere San Polo I-30125 Venedig Telefon +39-041-2707333 www.amanresorts.com Kategorie ★★★★★ Direktorin Olivia Richli Logis 24 Suiten Preise Zimmer ab 1000 ¤ bis 3500 ¤ (Eröffnungspreis)

Mit den hoteleigenen Motorbooten legen die Gäste direkt am Steg vor dem Hotel an. Ebenso wie in der »Piano Nobile Lounge« (oben) weisen auch die 24 Suiten häufig denkmalgeschützte Fresken und Reliefs auf

Die imposante Empfangshalle stimmt mit aufwendig restaurierten Fresken und Reliefs angemessen auf den Aufenthalt in einem Gesamtkunstwerk ein. Eine ausladende Treppe führt über zwei Ebenen hinweg zur repräsentativsten Etage, dem Piano Nobile. Hier befindet sich der in drei Räume gegliederte Dining Room, in dem italienische und asiatische Gerichte serviert werden. Der Ballsaal glänzt mit ver10 /2013 | TOP HOTEL 43


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TOP-HOTELLERIE NEUE HOTELS

NEUE HOTELS IM INLAND Citadines City Centre Frankfurt Kategorie: Appartementhotel Eröffnung: 1. Februar 2014 Zimmerzahl: 165 Wohneinheiten (Hotelzimmer, Studios, Appartements) Beschreibung: an der Messe gelegen; 2 Konferenzräume, Businessbereich, Frühstückslounge, Fitnessraum Kontakt: 030-887760, www.citadines.com

Der Anlegesteg führt direkt in die imposante Rezeptionshalle spiegelten Wänden, üppigen und vergoldeten Stuckarbeiten und Original-Kronleuchtern. Das »Gelbe« und das »Rote« Esszimmer neben dem Ballsaal verfügen über Deckengemälde von Giovanni Battista Tiepolo, einem der bekanntesten Maler des 18. Jahrhunderts. Auch in der Alcova Tiepolo Suite wacht ein Deckengemälde des Meisters über die Träume der Gäste. Bei diesem Anblick fällt es wirklich nicht leicht, am Abend die Augen zur Nachtruhe zu schließen. Aber am nächsten Morgen ist das Gemälde immer noch da und man darf sich wie ein Privatbesucher in einem Museum fühlen, das man so schnell nicht wieder verlassen möchte. Das Mobiliar der 24 Suiten setzt der historischen Opulenz Schlichtheit und klare Linien entgegen; mit 50 bis 103 Quadratmetern gehören die Hotelzimmer auch zu den größten in Venedig. Fast alle Suiten ermöglichen wunderbare Ausblicke auf den Canale Grande und mit etwas Glück erklingen direkt unter dem Fenster »O sole mio«–Gesänge eines Gondoliere. Als Lieblingsplätze empfehlen sich im Palazzo auch eine historische Bibliothek, die bequemen Sitz- und Liegelandschaften im Park und die Altana. Von der für die Lagunenstadt ganz typischen Dachterrasse kann man bei einem »Spritz« einen einmaligen Blick über Venedig genießen. Einen Nachteil allerdings müssen die Gäste in Kauf nehmen – die Eröffnungsraten beginnen bei stolzen 1000 Euro. »Wir haben bereits in der Eröffnungsphase eine erstaunlich große Nachfrage«, sagt Olivia Richli. »Darunter sind natürlich viele Stammgäste der Amanresorts.« DETLEF BERG ANZEIGE

havenhostel Cuxhaven Kategorie: Stadthotel Eröffnung: Spätsommer 2014 Zimmerzahl: 99 Beschreibung: mit Blick auf den Nordseekai; Dachterrasse, Tagungsräume Kontakt: 0471-3096666, www.havenhostel.de

Citadines Michel Hamburg Kategorie: Appartementhotel Eröffnung: 2014 Zimmerzahl: 127 Wohneinheiten Beschreibung: im Büroviertel angesiedelt; Fitnessbereich, Meetingraum, Frühstückslounge Kontakt: 030-887760, www.citadines.com

Hotel Luise Gotha Kategorie: Suitenhotel Eröffnung: Frühjahr 2015 Zimmerzahl: 18 bis 20 Suiten Beschreibung: in Innenstadtlage; Frühstücksbereich, Wellnessbereich, Sauna, Beautyanwendungen, Tagungsbereich Kontakt: 03621-893909, www.regina-immobilien.de

NEUE HOTELS IM AUSLAND Pentahotel Prag/Tschechische Republik Kategorie: Stadthotel Eröffnung: 2. September 2013 Zimmerzahl: 227 Zimmerdesign: Matteo Thun Beschreibung: am Rand der Prager Altstadt; Restaurant, Bar, Lounge, Fitnessbereich, 6 Konferenzräume Kontakt: +420-222332800, www.pentahotels.com

Langham Chicago/USA Kategorie: Stadthotel Eröffnung: 10. September 2013 Zimmerzahl: 316 Architektur: Dirk Lohan von Lohan Anderson (Rezeption), Richmond International (Inneneinrichtung), Rockwell Group (Restaurant »Travelle«) 44 TOP HOTEL | 10 /2013


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NEUE HOTELS IN KÜRZE TOP-HOTELLERIE

Beschreibung: 2 Restaurants, Spa und Healthclub, Meeting- und Veranstaltungsräumlichkeiten, Kunstsammlung, Fitnessraum, Pool

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Kontakt: +1-312-9239988, www.langhamhotels.com

+++ Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der

Renaissance Izmir/Türkei Kategorie: Stadthotel Eröffnung: 11. September 2013

im Handelsregister des Amtsgerichts Lemgo unter HRA 2374 eingetragenen Arminius Hotel GmbH

Zimmerzahl: 110 Beschreibung: unweit des Zentrums und der Seepromenade;

& Co. KG, Ritterstraße 2-8, 32105 Bad Salz-

2 Restaurants, Bücherei, Spa, Veranstaltungsräume, Fitnessraum Kontakt: +90-232-4977777, www.marriott.de

uflen, gesetzlich vertreten durch die persönlich haftende Gesellschafterin, die im Handelsregister des

Country Inn & Suites by Carlson Dearborn/USA Kategorie: Stadthotel

Amtsgerichts Lemgo unter HRB 3029 eingetragene

Eröffnung: September 2013 Zimmerzahl: 100 Beschreibung: in der Nähe des Flughafens; Fitnesscenter, Meeting-

Varus GmbH, diese vertreten durch den Geschäftsführer Christof Blomeyer, ist am 1. September 2013

räumlichkeiten, beheizter Innenpool Kontakt: +1-800-4564000, www.countryinns.com

wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung er-

Radisson Hotel & Conference Centre Calgary Airport East/Kanada

öffnet worden.

Kategorie: Flughafenhotel Eröffnung: September 2013

+++ Über das Vermögen der im Handelsregister des

Zimmerzahl: 120 Beschreibung: Restaurant und Lounge, Weinbar, Spa, Fitnesscenter, Innenpool, Businesscenter, 7 Konferenzräume, 1 Ballsaal

Amtsgerichts Essen unter HRB 9064 eingetragenen Hotel Alma Garni Betriebsgesellschaft mbH,

Kontakt: +1-403-4751111, www.radisson.com

Almastraße 7-9, 45130 Essen, gesetzlich vertre-

Hyatt Place Chicago-South University Medical Center/USA

ten durch den Geschäftsführer Thomas Sommerfeld,

Kategorie: Stadthotel

wurde am 4. September 2013 wegen Zahlungsun-

Eröffnung: September 2013 Zimmerzahl: 131 Beschreibung: neben dem Unicampus der Stadt; Frühstücksrestaurant, Computerraum, Fitnesscenter, Innenpool, Meetingräume, Bar

fähigkeit und Überschuldung das Insolvenzverfahren eröffnet.

Kontakt: +1-773-7525300, www.hyatt.com

Ritz-Carlton Herzliya/Israel

+++ Am 18. September 2013 wurde am Amtsgericht

Kategorie: Strandhotel

Osnabrück das Insolvenzverfahren über das Vermö-

Eröffnung: Ende 2013 Zimmerzahl: 197 Zimmer, davon 82 Suiten

gen der Phoenix Hotel und Saller See GmbH &

Beschreibung: am Meer nördlich von Tel Aviv gelegen; Restaurant, Bar, Spa, Fitnesscenter, Meetingräume, Businesscenter, Rooftop-Pool Kontakt: 06196-4962750, www.ritzcarlton.com

Sofitel Jeddah/Saudi-Arabien

Co. KG, Am Saller See 3, 49832 Freren, vertreten durch die Phoenix Verwaltungsgesellschaft mbH, diese vertreten durch Geschäftsführer Christian

Kategorie: Luxushotel Eröffnung: 2014

Rosteck, eröffnet.

Zimmerzahl: 189 Zimmer und Suiten Beschreibung: liegt an der Küstenstraße in Dschidda; 6 Restaurants, Meetingräume mit Lounge-Bereichen, 2 Swimmingpools, Fitness- und

Quelle: www.insolvenzbekanntmachungen.de;

Wellnessbereich, Squash-Platz, Kino

Justizministerium NRW

Kontakt: 089-63002-0, www.sofitel.com 10 /2013 | TOP HOTEL 45


Neue Hotels_10_orig 09.10.13 10:52 Seite 46

TOP-HOTELLERIE NEUE HOTELS

Das »beste Hotel Deutschlands« Fontenay 10, Hamburg: Noch steht hier das einstige InterContinental, doch im Januar 2014 werden die Abrissbagger anrollen. Dann muss das ehemalige einem neuen Luxushotel weichen: dem Fontenay. Bereits im Sommer 2016 will Klaus-Michael Kühne das 100 Millionen Euro teure Haus eröffnen. An Superlativen wird dabei nicht gespart: Dem Milliardär zufolge soll das Grandhotel nicht nur in Deutschland führend sein, sondern auch »eines der besten in Europa« werden

Nach der Eröffnung seines jüngsten Projekts, dem Grand Resort Castell Son Claret auf Mallorca, hat Klaus-Michael Kühne bereits das nächste in Angriff genommen: An der Hamburger Außenalster will der Logistik-Unternehmer ein Grandhotel bauen, das klassisch luxuriös und modern zugleich ist und künftig vor allem internationale Gäste in die Hansestadt locken soll. Für die Architektur des neunstöckigen Gebäudes mit einer oberirdischen Geschossfläche von 18.000 Quadratmetern zeichnet das Architekturbüro Störmer,

46 TOP HOTEL | 10 /2013

Murphy and Partners in Zusammenarbeit mit dem Stararchitekten Matteo Thun verantwortlich; deren Gewinnermodell soll sich mit seinen weichen, harmonisch geschwungenen Linien in die Alsterumgebung einfügen. Auch ein großzügiger Park ist geplant. Große Glasflächen und weiße keramische Fassadenelemente in eleganten Bändern bewirken eine horizontale Gliederung des Gebäudes.

Baubeginn für das Fontenay, das am Platz des ehemaligen InterConti stehen soll, wird im Sommer 2014 sein

Ein Haus mit Klasse Das Fontenay soll neben zwei Atrien und einem erdgeschössigen Restaurant mit Blick auf die Alster über folgende Einrichtungen verfügen: - 130 Zimmer, davon 90 à 45 Quadratmeter, 20 Suiten mit bis zu 200 Quadratmetern sowie 20 Residenzen - ein Sterne-Restaurant im achten Obergeschoss - ein Wellnessbereich in der siebten Etage mit Infinity-Pool, sowohl indoor als auch outoor, mit Blick auf die Alster - ein Veranstaltungsbereich für exklusive Events. Für das ambitionierte Projekt muss allerdings auch kräftig investiert werden: Rund 100 Millionen Euro nimmt KlausMichael Kühne für das Luxushotel in die Hand. Bereits vor dem Kauf des Grundstücks erklärte er, mit dem anspruchsvollen Projekt in bester Alsterlage sowohl die Verbundenheit zu seiner Heimatstadt unterstreichen als auch den Traditionsstandort an der Fontenay erhalten zu wollen. TH


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Kraftstoff verbrauch (in l/100 km nach VO (EG) 715/2007 und VO (EG) 692/2008 in der jeweils geltenden Fassung): 7,3 (innerorts), 6,1 (außerorts), 6,5 (kombiniert). CO2-Emissionen: 172 g/km (kombiniert).

sogar zusätzlich ausgezeichnet: mit dem NCAP Advanced Reward für fortschrittliche Sicherheitstechnologien. Doch nicht nur das: Der Ford Tourneo Custom punktet auch in Sachen Effizienz. Sein kraft voller Motor verbindet zahlreiche treibstoffsparende Technologien, wie etwa das Start-Stopp-System. Das macht ihn umweltschonend und wirtschaftlich zugleich. Fazit: Komfort, Sicherheit und Effizienz ergeben im neuen Ford Tourneo Custom ein Reiseerlebnis, das auch anspruchsvolle Gäste überzeugt.

Quelle euroncap.com 11/2012


Hotelmarkt Afrika 09.10.13 13:28 Seite 48

Foto: Djibouti Palace Kempinski

MARKT HOTELMARKT AFRIKA

48 TOP HOTEL | 10 /2013


Hotelmarkt Afrika 09.10.13 13:28 Seite 49

Der Hotelmarkt Afrika boomt – von Kenia bis Ghana

Karibu & Akwaaba

*

Marriott tut es. Kempinski auch. Louvre und Mövenpick ebenfalls. Die Hotelketten expandieren in Afrika, einem Kontinent, den man eher mit Armut und Krieg als mit blühendem Tourismus assoziiert. Doch die wirtschaftliche, politische und soziale Lage in vielen der 55 Länder verbessert sich – die Märkte bieten Chancen auf Gewinn und Wachstum

D

ie nächste große Investitionsstory wird in Afrika geschrieben«, ist sich Jonathan Worsley, Organisator des Africa Hotel Investment Forum (AHIF), sicher. Das Event, das Ende September in Nairobi stattfand, verzeichnete eine steigende Besucherzahl von Hoteleigentümern, Investoren, Finanzgebern und Managementfirmen. Vor allem internationale Ketten weisen bei der Expansion in Afrika den Weg. Starwood beispielsweise plant ein Wachstum von circa 30 Prozent in den nächsten drei Jahren – momentan verfügt die Gruppe über 38 Häuser auf dem Kontinent. »Wir fokussieren unser Wachstum auf Schwellenländer wie Algerien, Südafrika und Nigeria – Letzteres ist der größte Wachstumsmarkt für uns und sehr profitabel – sowie in wichtigen Entwicklungsmärkten wie Angola, Ghana und der Republik Côte d’Ivoire, wo Starwood bislang noch keine Häuser betreibt«, erklärt Neil George, Senior Vice President Acquisition & Development, Africa, Indian Ocean & Middle East. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen: Das Portfolio der Louvre Hotels (33 Häuser) soll bis 2017 über 50 Prozent wachsen; Mövenpick will seine Häuser-Anzahl (momentan 15) bis 2015 verdoppeln. Marriott ergänzt seine zehn Domizile in Ägypten, Libyen und Algerien um 24 Hotels in Ländern südlich der Sahara, und Rezidor plant fünf neue Häuser, unter anderem in Südafrika, Nigeria und Angola. Kempinski ist mit sieben Häusern in Ländern wie Dschibuti und Tschad vertreten; bald sollen weitere Hotels in der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda hinzukommen. Andere Hotelketten wie Dusit und Fairmont geben dieses Jahr ihr Debüt in Afrika, ebenso neue Marken von bereits etablierten Ketten wie Hilton Garden Inn, Campanile und Hyatt Place. Und auch regionale Hotelgruppen wie African Sun mit Sitz in Südafrika oder die westafrikanische Gruppe Azalai spielen zunehmend eine Rolle. »Es gibt einen Boom in Afrika, und zwar in allen Sektoren, inklusive der Hotellerie«, erklärt Trevor Ward, Managing Director der Beratungsfirma W Hospitality Group aus Lagos. »Globale Investoren richten ihren Blick auf den Kontinent – sehr viel ernst-

hafter, als das früher der Fall war. Wir werden immer öfter von Kunden kontaktiert, die im afrikanischen Hotelmarkt einsteigen wollen.« Waren früher Urlaubsziele für ausländische Touristen vor allem in Nordafrika und den klassischen »Beach- und SafariGebieten« in Kenia oder Tansania interessant, fragen nun vermehrt in- und ausländische Geschäftsreisende Übernachtungsmöglichkeiten in den Wirtschaftszentren Subsahara-Afrikas** nach. Nach Zahlen der »Hotelmarktstudie Afrika 2012« verzeichnete der Tourismusmarkt auf dem gesamten Kontinent 2009 rund 57,9 Millionen internationale Gästeankünfte, 2010 waren es bereits 63,5 Millionen (+ 9,6 %). Der internationale Marktanteil lag damit bei 6,8 Prozent; knapp die Hälfte davon entfällt auf Subsahara-Afrika.

Gute Rahmenbedingungen Diese steigende Nachfrage geht mit sich positiv entwickelnden Bedingungen einher: Das ökonomische Wachstum liegt nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IMF) in vielen Ländern des Kontinents bei über sechs Prozent; Angola beispielsweise verzeichnete in den vergangenen zehn Jahren – trotz Weltwirtschaftskrise – ein stabiles Wachstum von elf Prozent. Zudem besitzen Länder wie Angola oder Nigeria reiche Rohstoffvorkommen; dadurch entstehen Arbeitsplätze und der Handel floriert. Es kommen zunehmend stabilere politische und wirtschaftliche Systeme wie in Südafrika oder Ghana hinzu. Die Infrastruktur in vielen Ländern wurde verbessert, das Handynetz auf dem gesamten Kontinent ausgebaut und auch die Anreise vereinfacht sich durch den schnell wachsenden afrikanischen Luftverkehrsmarkt. Nicht zuletzt fragt eine wachsende Mittelschicht vermehrt Reisen im eigenen sowie in Nachbarländern nach. Vor allem in den großen Städten – es gibt auf dem Kontinent über 50 Metropolen mit mehr als einer Million Einwohner – lockt Gewinn: »Im Gegensatz zu etablierten europäischen Märkten sind neue Hotels in Afrika quasi vom ersten Tag an sehr rentabel«, sagt Elie Younes, Senior Vice President & Head of Group Development

* ... heißt »Willkommen« auf Swahili (Verkehrssprache in Ostafrika) und Twi (gesprochen in Ghana) ** bezeichnet die 50 südlich der Sahara gelegenen Länder des afrikanischen Kontinents

10 /2013 | TOP HOTEL 49


Hotelmarkt Afrika 09.10.13 13:28 Seite 50

Die offene Lounge im Olare Mara Kempinski in Kenia gewährt den Blick auf das Naturschutzgebiet Masai Mara bei Rezidor. Alan O’Dea, Senior Vice President für Afrika bei Mövenpick, ergänzt: »In vielen afrikanischen Städten ist die Nachfrage nach verfügbaren Hotelzimmern größer als das Angebot – dies ist eine riesige Chance für die Tourismusbranche.« Auch Ulrich Eckhardt, Regionalpräsident Middle East & Africa bei Kempinski, sieht in dem Kontinent einen wichtigen strategischen Zukunftsmarkt. »Wir wollen hier weiter expandieren, denn mit dem wirtschaftlichen Wachstum steigt auch die Nachfrage nach Hotels.«

Besonders Subsahara-Afrika boomt

Foto: Karte aus 2011 ohne Südsudan

Die Hotelentwickler konzentrieren sich nach Angaben der W Hospitality Group zunehmend auf die prosperierenden Länder südlich der Sahara: Waren 2011 noch nahezu gleich viele Hotelprojekte in Nordafrika (75 Hotels mit 17.038 Zimmern) und Subsahara-Afrika (76 Hotels mit 13.700 Zimmern) in Planung, so verschiebt sich 2013 das Verhältnis zugunsten Subsahara-Afrikas: Hier entstehen in diesem Jahr 130 neue Hotels (21.052 Zimmer),

50 TOP HOTEL | 10 /2013

während in Nordafrika die Zahlen auf einem ähnlichen Niveau wie vor zwei Jahren bleiben (77 Hotels mit 18.782 Zimmern). Für Nordafrika ergibt sich damit nach Daten von STR Global ein Wachstum von neun Prozent; Subsahara-Afrika kommt auf satte 23 Prozent (zum Vergleich: Europa liegt bei vier Prozent, Asien/Pazifik verzeichnet 8,6 Prozent Wachstum). Insgesamt sind damit 207 neue Hotels mit circa 40.000 Zimmern auf dem Kontinent in der Pipeline. Die Top-10-Länder für Hotelentwicklungen in Afrika nach Zimmergröße sind derzeit Ägypten, Nigeria, Marokko, Algerien, Kenia, Ghana, Tunesien, Libyen, Südafrika und Gabun. Um erfolgreich zu sein, ist eine differenzierte Sichtweise auf die Länder Afrikas – und die speziellen Bedingungen der jeweiligen Märkte – vonnöten. Jedes Land bringe eigene Herausforderungen mit sich. Neil George von Starwood: »Die Chancen, in neue Märkte einzusteigen, sind nicht in allen Ländern Afrikas gleich. Das Potenzial für Hotelentwicklungen variiert sehr stark je nach Marktbedingungen. In einigen Märkten gibt es keine Finanzierungsmöglichkeiten, in anderen keine qualifizierten Entwickler, in wieder anderen ist Land für Neubauten knapp oder es besteht keine adäquate Infrastruktur.« Diese Herangehensweise liegt auch der »Hotelmarktstudie 2012« zugrunde, die durch die Zusammenarbeit der Zarges von Freyberg Hotel Consulting und Michael Thalmair, Masterabsolvent der Fakultät für Tourismus der Hochschule München, entstand. Sie bietet Einblicke in die Hotelmärkte zehn afrikanischer Hauptstädte; im Fokus steht die Kettenhotellerie sowie deren Chancen und Risiken für neue Hotelvorhaben. Für einige Märkte, zum Beispiel Accra und Pretoria, stellt Thalmair sehr gute Rahmenbedingungen fest; allerdings gibt es bereits eine relativ starke Konkurrenz. In Khartum und Luanda, wo die Konkurrenz noch wenig etabliert ist, erschweren die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Voraussetzungen ein Engagement. Der Autor nimmt jedoch an, dass sich im Zuge des gesamtwirtschaftlichen Aufschwungs auf dem Kontinent die Rahmenbedingungen für den Hotelmarkt allgemein verbessern werden. Pierre-Frédéric Roulot, Präsident und CEO der Louvre Gruppe, teilt diese Einschätzung: »Die Direktinvestitionen sind in den vergangenen Jahren von 15 Milliarden US-Dollar (2000) auf 46 Milliarden US-Dollar (2012) angestiegen. Zudem weisen Hotels in Afrika meist einen hohen ADR sowie RevPAR auf. Afrika ist der weltweit am stärksten wachsende Kontinent.« STEFANIE ULLMANN


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Boerse_10_13 08.10.13 14:57 Seite 52

MARKT INTERNATIONALE HOTELAKTIENBÖRSE

Auf Wachstum getrimmt Der Hotelmarkt ist weltweit stark in Bewegung. Man erkennt die Belebung der Branche an der zunehmenden Zahl von Transaktionen. Es fällt auf, dass Investoren aus China und dem arabischen Raum auf der Käuferseite drängeln, während Hoteleigner und US-Private-EquityUnternehmen bereit sind, Kasse zu machen und ihre Hotelbeteiligungen zu veräußern. Das beweist: Touristik und Hotellerie haben nach wie vor ein riesiges Wachstumspotenzial. An den Wertpapierbörsen wird dies durch steigende Aktienkurse reflektiert. Trotz aller Risiken dürfte die Globalökonomie vorerst wachsen von JONAS DOWEN & GOLI RESMO Nach der Pleite der Investmentbank Lehman

vestmentbanken mit der Suche nach interes-

Beim Umsatz wird mit einer moderaten Stei-

Brothers 2008 durchschritt nicht nur die US-Ho-

santen Hotelunternehmen zu beauftragen.

gerung gerechnet – beim operativen Ergebnis

telbranche eine Talsohle von rund eineinhalb

Diese von Kapitalanlegern nicht gerade erwar-

wird eine weitere Verbesserung erwartet. Mit

Jahren. Die Auswirkungen der Krise waren auch

tete Meldung sorgte für starke Impulse an den

den Fortschritten zeigt sich CEO Friedrich

bei Hotelunternehmen in aller Welt festzustel-

Wertpapierbörsen rund um die Welt. Denn die

Joussen zufrieden: »Wir sind gut unterwegs

len. Doch seither zeigt der Trend im globalen

Aktienkurse großer Ketten wie Marriott, Star-

und sehr zuversichtlich, die kommunizierten

Hotelzyklus wieder deutlich nach oben. »Fünf

wood, Hyatt und Accor oder InterContinental

Finanzziele zu erreichen.«

Jahre nach dem Insolvenzantrag von Lehman

schossen kräftig in die Höhe. Zuvor hatte die

Die Design Hotels AG, deren Aktien im Seg-

Brothers steht die Hotelbranche möglicherweise

Dalian Wanda Group erklärt, in zehn Städten

ment »m:access« der Bayerischen Börse in

sogar stärker da als jemals zuvor«, betonen US-

weltweit weitere 15 Luxushotels pro Jahr er-

München gehandelt werden, hat ihren Umsatz

Analysten. Nach Berechnungen von Smith Tra-

richten oder kaufen und so die Zahl der derzeit

im ersten Semester 2013 um 15 % auf 6,74

vel Research (STR) lag die Zahl der Buchungen

40 eigenen Hotels ausweiten zu wollen.

Mio € und die Buchungskommissionen – mit

in US-Hotels auf einem neuen Rekordniveau.

Auch andere Hotelinvestoren meldeten sich

45 % erneut größter Umsatzträger – ebenfalls

Das Tempo dieser Wende im Hotelzyklus hat

vor diesem Hintergrund zu Wort. So die in Am-

um 15 % auf 3,05 Mio € gesteigert. Der Erlös aus

nicht nur so manchen Kapitalanleger an der Bör-

man ansässige Hotelgruppe R Hotels, die in

Mitgliedsgebühren stieg um 7 % auf 1,55 Mio

se, sondern auch gestandene Hoteliers über-

den kommenden drei Jahren rund 400 Mio $

€. Der Umsatz im Bereich Marketing Products/

rascht.

für den Erwerb und die Entwicklung neuer Ho-

Consulting wies ein starkes Plus von 22 % auf

Im Zeitraum von Januar bis Juli 2013 ist so-

telanlagen in den Golfstaaten einsetzen will.

2,14 Mio € auf. Das Ergebnis nach Steuern be-

wohl die Zahl als auch das Volumen der global

Dabei zielt die Gruppe vor allem auf die Ver-

lief sich im ersten Halbahr 2013 auf 0,111 Mio

durchgeführten Hotel-Transaktionen kräftig in

einigten Arabischen Emirate.

€ – gegenüber einem Verlust von 0,088 Mio € im gleichen Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis

die Höhe geschossen. Nach einer Analyse von Real Capital Analytics liegt der Wert der durch-

Deutschland & Europa

je Aktie errechnet sich mit 0,01 € (nach einem Verlust von 0,01 €). Zum 30. Juni 2013 verfügte

geführten Hotel-Transaktionen im Vergleich zum Vorjahr um 47 % höher bei 14,1 Mrd $. Vie-

Diese Aussage spricht für sich: »Wir haben

Design Hotels über liquide Mittel in Form von

les spricht dafür, dass der Markt in Bewegung

ein klares Ziel – TUI soll wieder dividendenfä-

Bargeld und kurzfristig verfügbaren Einlagen

bleibt. Und dies, obwohl die RevPAR-Kennziffer

hig werden!« Unter diesem Motto beobachten

in Höhe von 3,45 Mio €. Die Bilanz der Gesell-

an Dynamik eingebüßt hat. Im ersten Halbjahr

Börsen sehr sorgfältig die geschäftliche Ent-

schaft ist weiter frei von Bankverbindlichkei-

2013 lag die Wachstumsrate weltweit nur noch

wicklung des Konzerns. Dieser ist operativ gut

ten und nennenswerten Firmenwerten.

bei 5,6 % und damit unter den Zahlen von 6,8 %

in die Sommersaison gestartet, wie aktuelle

Deutschland ist nicht mehr Reiseweltmeis-

im Jahr 2012 und 8,2 % 2011. STR prognostiziert

Zahlen zeigen. Das operative Ergebnis (berei-

ter. Nach einer Analyse der UN World Tourism

für das laufende Jahr ein RevPAR-Wachstum von

nigtes EBITA) verbesserte sich nach Ablauf

Organisation (UNWTO) hat China den deut-

5,7 % und von 6 % im Jahr 2014.

der ersten neun Monate des Geschäftsjahres

schen Touristen diesen Rang inzwischen strei-

Ungeachtet dessen ist das Interesse von

2012/ 2013 bei einem stabilen Umsatz von 11,5

tig gemacht. Die für ihre Gruppenreisen in

Großinvestoren anhaltend hoch; denn diese se-

Mrd € um rund 6 % auf ein saisonbedingtes

organisierter Form bekannten chinesischen

hen in Hotel-Investments »das neue Glück«. Ei-

Minus von 252 Mio €. Im gleichen Vorjahres-

Touristen haben im Jahr 2012 bei ihren Aus-

ner von diesen Finanz-Jongleuren ist Wang Jian-

zeitraum hatte das Minus des Reisekonzerns

landsreisen insgesamt 102 Mrd $ ausgegeben,

lin (58). Der Chairman und Präsident der Dalian

noch 269 Mio € betragen. Zur positiven Ent-

was gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung

Wanda Group, der mit einem Vermögen von um-

wicklung trugen sowohl das Hotelgeschäft als

um 41 % entspricht. Auf den weiteren Plätzen

gerechnet mehr als 14 Mrd $ als reichster Mann

auch die Tochter TUI Travel bei. Der Vorstand

folgen Deutschland und die USA, deren Rei-

im Reich der Mitte gilt, kündigte an, zwei In-

bestätigte den Ausblick für das Gesamtjahr.

sende im Ausland jeweils 84 Mrd $ ausgaben.

52 TOP HOTEL | 10 /2013


Boerse_10_13 08.10.13 14:57 Seite 53

Das vorrangige Ziel der TUI AG (WKN: TUAG00) ist klar: »TUI soll wieder dividendenfähig werden!«

INTERCONTINENTAL (WKN: A1J4TZ) setzt ebenso wie andere Hotelgruppen auf Management-Verträge ohne Besitz

Nordamerika

HOST HOTELS & RESORTS (WKN: 918239) freut sich über eine Auslastung von knapp 80 % im 2. Quartal 2013

mizil Paramount Hotels & Resorts in der Nähe des Burj Khalifa Tower errichten will, der jährlich fast 10 Mio Besucher anzieht. Die Investitions-

Wirtschaftsforscher trauen den USA weiterhin eine positivere konjunkturelle Entwicklung zu, als sie das für Europa tun. Dies dürfte auch den Dienstleistungssektor und allen voran die Touristik und Hotellerie beflügeln. Auch im August 2013 stellte sich hier erneut

summe für die Hoteltürme wird mit rund 1 Mrd $ angegeben. Die Anlage soll Ende 2015 in Betrieb gehen.

Asien / Lateinamerika / Afrika

eine positive Entwicklung ein; denn alle drei Kerndaten der Hotelbranche präsentierten sich weiter im Aufwärtstrend. Die Kapazi-

Große Sportereignisse oder andere Super-Events bringen für Städte

tätsauslastung von US-Hotels stieg im Berichtsmonat um 2,3 % auf

bzw. Regionen nicht selten einen warmen Geldregen mit sich. Vor allem

69,2 % und der durchschnittliche Zimmerpreis wurde 4,5 % höher bei

die Touristik profitiert in der Regel überdurchschnittlich von der Vergabe

112,14 $ ermittelt, wodurch sich die RevPAR-Kennziffer um 6,9 % auf

solcher Veranstaltungen. Das zeigte sich zum Beispiel bei den Olympi-

77,59 $ verbesserte.

schen Spielen in London und ließ zuletzt auch die Aktienkurse brasilia-

Frits van Paasschen folgt konsequent der vor geraumer Zeit ein-

nischer Tourismus- und Hotelaktien im Vorfeld der dort ausgetragenen

geschlagenen Linie. Der Vorstandsvorsitzende der Starwood Hotels

Olympischen Sommerspiele und der Fußball-WM kräftig in die Höhe

& Resorts Worldwide will den Kurs seines Unternehmens weiter vor

schießen. Ähnlich reagierten zuletzt Börsianer an der Börse in Tokio. Als

allem in Richtung Hotelbetreiber bringen. Die Hotelkette will weni-

bekannt wurde, dass das IOC die japanische Hauptstadt mit der Austra-

ger Hotelimmobilien- als vielmehr Management-Unternehmen von

gung der Olympischen Sommerspiele 2020 beauftragt hat, gab es für ja-

Hotelmarken wie St. Regis, Sheraton oder Westin sein. Daher will

panische Hotelaktien für kurze Zeit kein Halten mehr. Auch wenn es in

van Paasschen in den kommenden zwei bis drei Jahren Hotelim-

einem Radius von 45 km um Tokio herum bereits rund 140.000 Hotelzim-

mobilien im Wert von 2 bis 3 Mrd $ veräußern. Dementsprechend

mer gibt, gehen Fachleute davon aus, dass weitere Kapazitäten zur Ab-

äußerte sich der Starwood-CEO bei einer Veranstaltung auf dem Ho-

deckung des Bedarfs errichtet werden müssen. Aktuelle Zahlen zeigen,

telwachstumsmarkt Dubai. Auch andere Hotelketten wie InterCon-

dass sich in Tokio derzeit rund 30 Hotels mit einer Kapazität von 7200 Zim-

tinental Hotels Group (IHG) beschreiten seit geraumer Zeit diesen

mern in der Pipeline befinden.

Weg. So hat IHG seit 2003 insgesamt 191 Hotelimmobilien veräu-

Was für Japan und Brasilien gilt, hat auch für Angola Bedeutung. Das

ßert. Marriott International ist auf diesem Wege bereits sehr weit

afrikanische Land erhofft sich einen kräftigen Wirtschaftsaufschwung von

fortgeschritten; denn das Unternehmen erwirtschaftet rund 90 % sei-

der Vergabe der Rollhockey-Weltmeisterschaften. Die im Süden des Kon-

ner Gewinne aus dem Hotelmanagement.

tinents liegende Nation hat zu diesem Zweck für die Austragung dieses

Über eine Kapazitätsauslastung von knapp 80 % während des

sportlichen Großereignisses mehr als 100 Mio $ in Sportanlagen und in

zweiten Quartals 2013 freut sich Host Hotels & Resorts. »Wir verfügen

die Infrastruktur der Hauptstadt Luanda sowie in Malange und Namibe

wohl über die richtigen Hotelanlagen in den richtigen Märkten«, be-

investiert. Vor allem die Tourismusbranche erhofft sich durch das 16-Na-

gründet Ed Walter diesen Erfolg. Der Präsident und Vorstandschef

tionen-Sportereignis einen kräftigen Anstieg der Zahlen von Geschäfts-

der US-Gruppe berichtet von einem 4,5-%igen Anstieg der durch-

reisenden und Touristen.

schnittlichen Zimmerpreise während des vergangenen Quartals. Walter geht davon aus, dass die RevPAR-Kennziffer im Gesamtjahr

Hotelfinanzierungen

2013 um 5,5 und 6,25 % steigen wird. Allerdings zeigte er sich besorgt darüber, dass das Konferenzgeschäft lahmt und die Buchungen von

Die Lage an der Zinsfront bleibt unklar, denn die Kapitalmarktzinsen

Geschäftsreisenden für 2014 hinter den Erwartungen zurückblieben.

sind nach der Entscheidung der US-Notenbank, den Kauf von US-Staats-

Bis zum Jahresende wolle Host Hotels & Resorts als Immobilienge-

anleihen – als »Quantitave Easing« bekannt – vorerst nicht einzustellen,

sellschaft weitere Hotelanlagen hinzukaufen. Im Juni dieses Jahres

wieder gefallen. Vor allem den Regierungen kann nicht zu einer »Rückkehr

hatte das Unternehmen bereits das 426 Zimmer große Hyatt Place

der Normalität« an den Kapitalmärkten gelegen sein. Entsprechend hoch

Waikiki Beach in Honolulu für 138,5 Mio $ erworben.

ist der Druck der Regierungen auf ihre Zentralbanken, das Niedrigzins-

Immer mehr Unternehmen nutzen den Bekanntheitsgrad ihrer

Umfeld noch für einige Zeit zu garantieren. Staaten, Unternehmen und

Marke, um ins Hotelgeschäft einzusteigen. So auch die Filmgesell-

Verbraucher profitieren derzeit von der lockersten und generösen Geld-

schaft Paramount Pictures, die gemeinsam mit der in Dubai ansäs-

politik aller Zeiten. Touristik- und Hotelfirmen beschaffen sich angesichts

sigen Immobiliengesellschaft Damac Properties Co. das Luxusdo-

des günstigen Börsenumfeldes in diesen Tagen verstärkt Eigenkapital. 10 /2013 | TOP HOTEL 53


Boerse_10_13 08.10.13 14:57 Seite 54

MARKT INTERNATIONALE HOTELAKTIENBÖRSE

T Denn die Zahl der Börsengänge – in der Fachsprache als IPO bezeichnet – in dieser Branche nimmt zu und wird nach Überzeugung von Finanzmarkt-Analysten noch weiter steigen. Dabei zeigten Private-Equi-

Die Hotelbranche im Spiegel der Börse Unternehmen

Währung

ty-Unternehmen wie Blackstone die Bereitschaft, sich von ihren Beteiligungen an Hotelfirmen zu trennen. Wertpapier-Analysten äußerten sich positiv zu den Emissionsplänen von einstmals an der Börse notierten Hotelfirmen wie Hilton und Extended Stay of America. In New York und in anderen Finanzzentren auf dem Globus hoffen sie jetzt darauf, dass die anstehenden Hotel-IPO ähnlich erfolgreich sein werden wie der Börsengang der Hyatt Hotels Corp., deren Aktienkurs seit dem Listing im November 2009 um 82 % gestiegen ist. Erfahrene Börsianer wissen allerdings, dass das Interesse an Börsengängen auf Seiten der Unternehmen immer dann besonders groß ist, wenn sich der Wirtschaftszyklus in der Nähe seines Hochs befindet. Diamond Resorts International: Der in Las Vegas ansässige Betreiber von Hotels und Teilzeitwohnrechts-Anlagen hat einen erfolgreichen Börsengang an der New York Stock Exchange (Nyse) zelebriert. Extended Stay of America: Auch die einst vom Großinvestor Wayne Huizenga gegründete, danach von Blackstone übernommene Hotelkette, die sich auf Gäste mit längerer Verweildauer konzentriert, hat die Rückkehr an die New Yorker Börse angekündigt. Hilton Worldwide Holdings: Blackstone hat eine Rückkehr der Hotelkette an die New York Stock Exchange für das erste Halbjahr 2014 verkündet. Das Private-Equity-Unternehmen hatte Hilton im Jahr 2007 vor dem Beginn der Rezession und vor dem Abwärtszyklus der Hotelbranche für 26,7 Mrd $ übernommen. Analysten gehen davon aus, dass Blackstone zunächst einen Teil seiner Hilton-Aktien an der NYSE listen lässt und im Laufe der Zeit seine Beteiligung peu à peu reduzieren wird. Wertpapier-Analysten schätzen den Wert des Hilton-Konzerns heute auf rund 25 Mrd $. La Quinta Inns & Suites: Noch gibt es keine offizielle Bestätigung, doch in New York pfeifen es bereits die Spatzen von den Dächern, dass Blackstone nach Hilton und Extended Stay of America auch diese Ho-

Air Berlin Aovo Touristik Design Hotel AG hotel.de AG IFA Hotel & Touristik Deutsche Lufthansa AG Travel Viva TUI AG Boyd Gaming Caesars Entertainment Carnival Cruises Chesapeake Lodging Choice Hotel (The Walt) Disney Co. Ryman Hospitality Prop**** Host Hotels & Resorts Inc. Hyatt Hotels Corp. Las Vegas Sands Loews Corporation MGM Mirage Marriott International Marriott Vacation Worldw. MHI Hospitality Morgans Hotel Group Orient Express Hotels Starwood Vail Resorts Wyndham Worldwide Wynn Resorts Compass Group InterContinental Hotels Group Millennium & Copthorne Peel Hotels Rank Group Thomas Cook Group plc Kuoni Reisen Sunstar Holding Victoria Jungfrau

Aktienkurs 21./24.06.2013

Aktienkurs Veränderung 29.09.2013 in %

Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro

1,98 1,20 0,71 30,70 7,95 15,23 12,00 8,62

1,75 1,20 0,75 30,60 8,21 14,38 15,00 9,44

-11,62 0,00 5,63 -0,33 3,27 -5,58 25,00 9,51

US-Dollar US-Dollar US-Dollar US-Dollar US-Dollar US-Dollar US-Dollar US-Dollar US-Dollar US-Dollar US-Dollar US-Dollar US-Dollar US-Dollar US-Dollar US-Dollar US-Dollar US-Dollar US-Dollar US-Dollar US-Dollar

10,89 12,46 33,43 20,30 39,27 62,73 35,27 16,18 39,20 52,29 43,58 13,81 38,93 42,74 4,21 7,55 11,13 62,49 61,30 55,15 129,69

14,13 19,71 32,88 23,64 42,81 65,19 34,75 17,82 43,95 65,88 46,95 20,22 42,35 44,28 4,21 7,25 12,95 66,99 69,59 61,65 158,00

29,75 58,19 -1,65 16,45 9,01 3,92 -1,47 10,14 12,12 25,99 7,73 46,42 8,78 3,60 3,34 -3,97 16,35 7,20 13,52 11,79 21,83

Pence Pence Pence Pence Pence Pence

812,00 1750,00 549,50 44,50 158,20 115,90

848,50 1791,00 553,00 67,50 156,80 152,30

4,50 2,34 0,64 51,69 -0,88 31,41

sfr sfr sfr

292,00 990,00 177,00

367,00 990,00 171,70

25,68 0,00 -2,99

Accor Club Méditerranée Euro Disney SCA Les Hotels Baverez S.A.*

Euro Euro Euro Euro

26,18 17,13 4,40 38,50

30,53 17,38 4,74 45,00

16,62 1,46 7,73 16,88

Sol Meliá S.A. N.H. Hoteles S.A.

Euro Euro

5,36 2,54

7,31 3,80

36,38 49,61

telbeteiligung an die New Yorker Börse bringen und sich auf diese Weise

Rezidor Hotel Group

Schwedenkrone

29,40

39,00

32,65

frisches Kapital in die Kassen holen will. Einzelheiten sollen zu Beginn

Orbis

Polnische Zloty

37,98

35,00

-7,85

des kommenden Jahres genannt werden.

Danubius Hotels

Forint

4290,00

4180,00

-2,56

Marriott Vacations Worldwide: Auf dem Wege der Privatplatzierung

Fujita Kanko Tourist Kyoto Hotel Agora Hospitality***

Yen Yen Yen

412,00 380,00 41,00

451,00 550,00 52,00

9,47 44,74 26,83

Hotel Royal Mandarin Oriental OUE - Overseas Union

Singapur-$ Singapur-$ Singapur-$

3,00 1,65 2,68

3,30 1,62 2,56

10,00 -1,82 -4,48

scher Banker als »kaufenswert«. Als Kursziel wird auf Sicht von zwölf

Great Eagle Hotels HK & Shanghai Hotels Miramar Hotels Regal Hotels International Shangri La Asia Ltd. Wharf Holdings

Hongkong-$ Hongkong-$ Hongkong-$ Hongkong-$ Hongkong-$ Hongkong-$

27,35 12,90 9,40 3,31 13,60 61,00

27,70 11,72 10,00 4,08 12,84 67,20

1,28 -9,15 6,38 23,26 -5,59 10,16

Monaten die Marke von 18,50 € genannt. Die positive Entwicklung der

Hotel Leela Venture Ltd.

Indische Rupie

17,05

14,55

-14,66

City Lodge Tsogo Sun Holdings Ltd** SAB Miller Sun International

Südafrika-Rand Südafrika-Rand Südafrika-Rand Südafrika-Rand

120,10 25,60 474,12 93,04

121,69 25,96 509,89 96,00

1,32 1,41 7,54 3,18

843,41 15106,49 8566,00 381,05 1221,67

8,36 2,08 11,46 9,64 22,01

hat sich der Betreiber von Teilzeitwohnrechts-Anlagen Fremdkapital in Höhe von 237 Mio $ zu einem Zinssatz von 2,21 % beschafft.

Kaufen oder nicht kaufen? Sixt AG: Die Aktie des Autovermieters gilt bei einigen Analysten deut-

Touristikbranche und die anhaltende Reiselust mache die Aktie interessant. Der Aktienkurs sei durch eine vergleichsweise hohe Dividendenrendite von fast 5 % weitgehend abgesichert, heißt es. Kuoni Holdings AG: Nachdem sich das Schweizer Reise-Unternehmen von einigen weniger interessanten Geschäftszweigen getrennt hat, zeige sich der Konzern heute sehr gut aufgestellt, sagt Johannes Braun von der Commerzbank und rät zum Kauf. »Das neue Geschäftsmodell

AKTIEN-INDIZES ZUM VERGLEICH

Dow Jones Hotelindex Dow Jones Industrials Deutscher Aktienindex MS-Weltbörsenindex S&P Casino Index

US-Dollar US-Dollar Euro US-Dollar US-Dollar

ist das am weitesten fortgeschrittene in der ganzen Branche«, so Braun, der für die »deutlich unterbewertete« Aktie ein Kursziel von 450 sfr angibt. 54 TOP HOTEL | 10 /2013

TH

* einst unter Hotel Regina S.A. firmierend ** einst unter Gold Reef Casino Resorts firmierend *** einst unter Tokai Kanko firmierend **** fusioniert mit Gaylord Entertainment

778,35 14799,40 7685,34 347,56 1001,29


Fairmas_10 08.10.13 15:10 Seite 55

TRENDBAROMETER MARKT

Starkes Jahres-Finale in Köln? Schon heute die Entwicklung des Marktes von morgen kennen – das ist die Intention des Trendbarometers der Fairmas Gesellschaft für Marktanalysen mbH, exklusiv in Kooperation mit Top hotel. Diese Ausgabe im Fokus: der Hotelmarkt in Köln /Bonn

gerichts – wieder abgeschafft und mittlerweile in neuer Fassung wiederaufgelegt. Damit aber noch nicht genug: Die zu Unrecht erhobenen Gelder aus der ersten Bettensteuer-Phase sollten eigentlich von der Stadt an die Hoteliers zurückgezahlt

Vorheriger Forecast vom 25.8.2013

Geschäftsverlauf des vergangenen Jahres

Die Kölner Hotellerie war in jüngster Vergangenheit vor allem wegen einer Angelegenheit kontinuierlich in den Medien: der Bettensteuer. Erst wurde die Kulturförderabgabe 2010 eingeführt, dann – nach dem Urteil des Bundesverwaltungs-

Durchschnittliche Auslastung Abweichung gegenüber Vorjahr in Prozent 9,2

8,3 3,0

7,7

7,5

6,3 1,0

2,0

1,0

-0,9

-6,6

-1,9 -5,5

-2,6

-6,2 -10,7 -12,5

Feb

0,0

-0,8

-3,3

Jan

3,3

7,5

7,2

Mar

Apr

-8,9

May

Jun

Jul

Aug

Sept

Oct

Nov

Dec

Durchschnittlicher Zimmerpreis Abweichung gegenüber Vorjahr in Prozent 39,1

3,9

28,0 -0,7

-3,6

0,7

0,2

-10,8

Jan

12,5

9,8

6,6

5,9

1,2

5,4

-3,4

-8,0

Feb

Mar

Apr

0,0

-14,0

-17,4

-16,1

-22,3

May

Jun

2,0

-10,0 -23,5

Jul

Aug

Sept

Oct

Nov

Dec

Aktueller Forecast vom 5.10.2013

Durchschnittlicher RevPAR Abweichung gegenüber Vorjahr in Prozent

49,5

14,3

11,8

3,8

-2,6

-0,7

37,6

13,7

10,9

2,4

2,6 -13,9

4,6 -5,4

-14,1

-1,1 -17,4

-27,8 Jan

Feb

Mar

Apr

May

Jun

Jul

-21,6

Aug

Sept

-10,8 -24,1

Oct

0,0 -0,6

werden – wogegen sich die Stadtkämmerin aber weigert. Weitere Gerichtsverfahren seitens der Hotellerie sind jetzt angekündigt; die Posse wird fortgesetzt. Wesentlich besser sind da die Meldungen, die direkt aus dem Markt kommen. So wird für Oktober in der Region Köln / Bonn eine besonders starke Performance erwartet, die mit einem RevPAR-Plus von 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr abschließen könnte. Hauptverantwortlich ist hierfür die Anuga (5. - 9.10.), ihres Zeichens wichtigste Food & Beverage-Messe der Welt. Mit fast 7000 Ausstellern und 154.000 Fachbesuchern besitzt sie ein sehr hohes Ratenpotenzial und lässt den durchschnittlichen Zimmerpreis im Oktober um 39 Prozent ansteigen. Noch nicht allzu positiv entwickelt sich derzeit das Geschäft für November, was nach Informationen jener Hoteliers, die ihre Kennzahlen dem Benchmark-Spezialisten Fairmas zur Verfügung stellen, an der generell schwachen Nachfrage im Business- und Leisure-Bereich liegt. Dieser Trend kann sich jedoch noch ändern, da der Samstag des ersten Adventswochenendes, an dem auch die ersten Weihnachtsmärkte eröffnet werden, im Gegensatz zum vergangenen Jahr in den November fällt. Auch verzeichnen einige Häuser schon jetzt eine gute Nachfrage zur Fachmesse MEDICA (20. - 23.11.) und hoffen zudem auf einen Overflow aus der Messestadt Düsseldorf. Eine exakte Prognose für den Dezember ist derzeit noch schwierig, jedoch blicken die Hoteliers aufgrund des traditionell starken Silvester-Geschäfts optimistisch auf das Jahres-Finale. TH

-14,5

Nov

Dec

10 /2013 | TOP HOTEL 55


Deutscher_Chef_10 08.10.13 16:58 Seite 56

MANAGEMENT DEUTSCHER GM IM AUSLAND

»Ich wollte diese Welt miterleben«, erklärt Fiona Riesch ihre Entscheidung, in die Hotellerie zu gehen. Die Schwäbin hat es weit gebracht: Von einer Ausbildung zur Hotelfachfrau in ihrer Heimat über führende Positionen im Hotelmanagement in New York bis hin zur Direktorin des Fünf-SterneSuperior-Domizils Castell Son Claret auf Mallorca

Die »Der Arbeitsalltag im Hotel dauert vielleicht etwas länger, aber man hat danach auch unglaublich viel gesehen und gelernt.«

56 TOP HOTEL | 10 /2013


Deutscher_Chef_10 08.10.13 16:58 Seite 57

F

iona Riesch weiß genau, was sie will: Bereits in der 10. Klasse machte sie ein Praktikum im InterContinental Stuttgart, denn dies war für sie »die erste Chance, einen Blick hinter die Hotelkulissen« zu werfen. Zuvor war die aus der Nähe von Stuttgart stammende Schwäbin jahrelang in Hotels weltweit zu Gast, da ihre Eltern immer viel unterwegs waren. Dadurch habe sie viel von der besonderen Atmosphäre in einem Hotel mitbekommen. Oft saß sie wartend in irgendeiner Lobby und schaute »dem wilden Leben zu«, wie sie es ausdrückt. Es gefiel ihr, Gäste und ihre Eigenarten zu beobachten, Charaktere kennenzulernen und viele unterschiedliche Sprachen zu hören. Und deshalb war der heute 38-Jährigen frühzeitig klar: »Diese Welt möchte ich miterleben«. So

Ausbildung zur Hotelfachfrau in dem damals neu eröffneten Haus, das heute als Le Méridien betrieben wird. Hier gingen »Leute von Rang« ein und aus, die Fußball-Nationalmannschaft sowie Kunden von in der Nähe ansässigen Autoherstellern schlugen ihr Quartier in dem Haus auf. Eine spannende Zeit also, die Fiona Riesch keinesfalls missen möchte.

Gäste bereichern das Leben Nach der dreijährigen Ausbildung folgte der Wechsel ins Hamburger Haus der Gruppe. Sie startete als Rezeptionistin und durchlief in den kommenden vier Jahren diverse Stationen bis hin zur Reservierungsleiterin. Hier, so die Schwäbin, habe sie sich auch ihren Dialekt abgewöhnt, denn: »Meine Hamburger Kol-

legen wollten mich einfach nicht verstehen.« Zwischendurch arbeitete sie auch für ein paar Wochen in London an der Eröffnung des vierten InterConti in der Stadt mit, immer begierig, eine neue Stadt sowie neue Kollegen und Gäste kennenlernen und Erfahrungen sammeln zu können. Denn ihrer Meinung nach »bereichern Gäste das eigene Leben« – sei es durch spannende Unterhaltungen oder auch die kleinen privaten Einblicke, die man als Hotelmitarbeiterin in das Leben eines Gastes bekommt. Außerdem ist für sie ein Hotel nach wie vor ein sehr spannender Ort, wo die ganze Welt aus den unterschiedlichsten Gründen zusammenkommt. »Der Arbeitstag im Hotel dauert vielleicht etwas länger, aber wenn man es gern macht, verfliegen die Stunden im Nu

Weltoffene schreckte sie auch die harte Arbeit beim zweiwöchigen Praktikum in der Wäscherei und in der Küche des InterConti Stuttgart nicht ab – im Gegenteil: »So manchem hätte es vielleicht nicht gefallen, doch ich war noch faszinierter als zuvor. Ich wollte es unbedingt machen.« Deshalb begann sie kurze Zeit später eine

Der Eigentümer Klaus-Michael Kühne ließ das Castell Son Claret originalgetreu renovieren und mit viel Liebe zum Detail erweitern. Nun verfügt das Haus über zwei Restaurants, ein Spa, einen PanoramaSalzwasserpool und einen Tennisplatz

Castell Son Claret Carreterra Es Capdella – Galilea km 1,7 E-07196 Es Capdella, Mallorca Telefon +34-971-138-620 www.castellsonclaret.com Kategorie ✩✩✩✩✩ superior Direktion Fiona Riesch Logis 38 Zimmer & Suiten Preise DZ ab 295 ¤, Suiten ab 695 ¤ (jeweils inkl. Frühstück) 10 /2013 | TOP HOTEL 57


Deutscher_Chef_10 08.10.13 16:58 Seite 58

MANAGEMENT DEUTSCHER GM IM AUSLAND

1

2

1 Zu einem Frühstück in gemütlicher Atmosphäre lädt das Restaurant »Olivera« ein

3

2 Die Zimmer, die in schlichtedlen Beige- und Brauntönen gehalten sind, bieten eine luxuriöse Ausstattung 3 Die »Castel Bar« ist in der ehemaligen Kapelle des Hauses untergebracht

und man hat danach auch unglaublich viel gesehen und gelernt«, fasst Fiona Riesch die Begeisterung für ihren Beruf zusammen.

Erste Gewinnerin des AICR In ihre Zeit in Hamburg fiel die Teilnahme 1995 an den »International Receptionist of the year Awards« der Internationalen Vereinigung für Deputy Managers und Front Office Managers von Luxushotels, kurz AICR genannt. Nachdem sie die Landesmeisterschaften gewonnen hatte, fuhr sie zur Endrunde nach Wien. Dort setzte sie sich gegen zwölf weitere Finalistinnen durch und gewann als Erste die neu etablierte »David Campbell Trophy« sowie eine einwöchige Reise nach New York, was ihren weiteren beruflichen Weg maßgeblich beeinflusste. »Diese Stadt hat mich so beeindruckt, dass ich gern für längere Zeit dort leben wollte«, erzählt Fiona Riesch. »Und da ich die Unterstützung meiner Vorgesetzten hatte, wurde dieser Traum bald Wirklichkeit. Ich fing 1998 im InterConti58 TOP HOTEL | 10 /2013

nental The Barclay an.« Hier arbeitete sie in verschiedenen Funktionen im operativen Bereich; später übernahm sie Positionen mit regionaler Verantwortung am New Yorker Standort. Nach sieben Jahren Tätigkeit bei InterConti heuerte die Hotelfachfrau bei Jumeirah an, für die sie die Übernahme des Essex House – vorher ein St. Regis, heute von Marriott betrieben – leitete, das Regionalbüro der Gruppe in New York eröffnete und als Projektleiterin für die Americas zuständig war.

Notkrankenhaus im Ballsaal An diese Zeit in New York hat sie noch viele Erinnerungen – sowohl lustige als auch traurige. So ist ihr ein Stromausfall an der Ostküste der USA noch im Gedächtnis. »Als klar war, dass es länger dauert, wanderte unser Blick schnell in den Kühlschrank. Und da wir nicht alles verderben lassen wollten, gab es dann ein großes Barbecue vor dem Hotel.« Auch wurden die Hotelgäste zu Fuß in den 14. Stock begleitet, solange die Aufzüge un-

benutzbar waren. Diese Haltung, das Beste aus einer Situation zu machen, hat sie sich bis heute bewahrt. Und sie half ihr in einer schweren Zeit in New York: »Wir im The Barclay haben die Anschläge vom 11. September 2001 ziemlich nah mitbekommen, obwohl das Hotel in der 48. Straße in New York liegt, also relativ weit weg. Und doch konnten wir die brennenden Türme sehen – eine unwirkliche Situation.« Das 686-Zimmer-Haus war komplett ausgebucht, als der Verkehr und das »normale« Leben in der Stadt zusammenbrachen: »Die Brücken und Tunnel waren gesperrt, es fuhren keine Taxen mehr. In einer so großen Stadt wie New York musste man auf einmal wieder zu Fuß Distanzen überwinden.« Auch telefonieren war nicht möglich. Viele Hotels in der Stadt waren in dieser Lage Anlaufstelle und Kommunikationsort für Einheimische und Gäste gleichermaßen, ein sicherer Zufluchtsort inmitten des Chaos. So richtete das Barclay im Ballsaal eine Art Notkrankenhaus zur Versorgung der


Deutscher_Chef_10 08.10.13 16:58 Seite 59

Verletzten ein. Fiona Riesch: »In einer solchen Situation funktioniert man nur noch und hilft, wo man kann; das Erlebte lässt sich erst später – wenn überhaupt – verarbeiten.«

Über die Schweiz nach Mallorca 2006 folgte der Wechsel als Hospitality Executive Director nach Zürich zur Spencer Management Partners AG. Im Folgenden war die Deutsche für Projekte in Wien, Zürich und London zuständig. »Und über diese Firma bin ich dann im Castell Son Claret gelandet«, sagt die Schwäbin – die Betreibergesellschaft des Fünf-Sterne-Superior-Hauses Unique Hotel Management ist Teil der Spencer Management Partners AG. Als sie im Februar 2012 als Direktorin anfing, befand sich das Haus noch in der Umbauphase. Nun ist es seit circa 100 Tagen am Markt, das Soft-Opening erfolgte im Mai 2013. Die Direktorin: »Auch wenn wir nun schon seit ein paar Wochen die Farbgerüche gegen himmlische Gerüche aus der Küche sowie den Bauarbeiterdress gegen eine schickere Arbeitskleidung eingetauscht haben, habe ich immer noch eine Gänsehaut, wenn ich dieses tolle Haus sehe.« Zwar sei ihr Arbeitsbereich nun kleiner geworden, doch die Aufgaben damit nicht minder komplex. »Hierbei hilft mir meine internationale Erfahrung unglaublich, vor allem, weil das Haus den Luxusstandard von The Leading Hotels of the World hat.« Das Haus ist bislang das einzige, das 2013 noch vor der Eröffnung als Mitglied der Kooperation aufgenommen wurde – denn nach Sichtung der Baupläne war klar, dass die Umsetzung des Konzeptes auf höchstem Niveau erfolgen würde, erklärt die Direktorin die vorzeitige Aufnahme. »Außerdem waren ja bereits einige Zimmer, Teile des Gartens und der Außenpool fertiggestellt.« Momentan ist ihr Ziel, das Haus am Markt zu etablieren und es noch perfekter zu machen. Doch wenn das richtige Angebot, ein spannendes Projekt an einer interessanten Destination kommen würde, würde sie vermutlich nicht nein sagen – sondern weiterziehen, denn »Die Welt ist viel zu schön, um nur an einem Ort zu sein.« STEFANIE ULLMANN

Die neuen BRILLIANT Spülmaschinen

Momentan ist ihr Ziel, das Haus am Markt zu etablieren und es noch perfekter zu machen.

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Ratenparität 09.10.13 08:15 Seite 60

MANAGEMENT RATENPARITÄT

»Man muss sein Geschäft verstehen« Nach wie vor ist die Ratenparität in der Hotellerie Gegenstand eines Prüfverfahrens des Bundeskartellamtes – und nicht wenige Branchenexperten gehen davon aus, dass die Bestpreisregelung fällt. Über die Folgen, die daraus für die Branche entstehen könnten, sprach Tophotel mit Vertriebsexpertin Carolin Brauer von Quality Reservations

Top hotel: Einer aktuellen HSMA-Umfrage zufolge stellen bereits ein Viertel der deutschen Hoteliers auf der eigenen Website günstigere Preise ein als auf den Buchungsportalen. Wie beurteilen Sie diese Entwicklung?

auf Vertriebskosten, welches Portal gehört zu wem, welche Gäste erreicht man über welches Portal. Wenn man diese Fakten hat, muss ein Konzept erstellt werden. Die entscheidende Frage ist: Welchen Preis verkaufe ich wo in welchen Mengen?

Carolin Brauer: Ich kann die Reaktion verstehen. Manch Hotelier möchte sich ein Stück weit unabhängig machen und seine eigene Marke stärken. Schade finde ich, dass das einzige Argument immer der Preis zu sein scheint, anstelle eines besonderen Mehrwerts – beispielsweise in Form von Upgrades oder Zusatzleistungen, die man kaufen oder bestellen kann.

Tophotel: Kann ein Hotel ohne funktionierendes Yield Management überhaupt wirtschaftlich arbeiten? Carolin Brauer: Nein, wobei Yield Management nicht unbedingt eine technische Lösung bedeutet. Man muss sein Geschäft verstehen, seine Kosten kennen und seine Chancen am Markt richtig einschätzen. Oft werden Mitarbeiter vom Chef nicht über alle Details informiert und machen Belegung statt Rate.

Top hotel: Was passiert Ihrer Einschätzung nach, sollte die Ratenparität wirklich kippen? Carolin Brauer: Es besteht die Gefahr, dass die Raten fallen – und das wäre wirklich schlimm, denn die Kosten des Online-Vertriebs werden in Zukunft nicht geringer werden. Fällt die Ratenparität, wird es noch mehr »Suchen vor Buchen« geben, noch mehr Klicks auf Preisvergleichsportale und damit noch höhere Vertriebskosten. Zudem machen wir aus unseren Gästen wieder »Schnäppchenjäger«. Dabei habe ich gehofft, dass diese Zeiten hinter uns liegen würden.

Tophotel: Führt dann noch ein Weg an den Metasuchmaschinen vorbei?

Carolin Brauer, Geschäftsführerin und Gründerin von Quality Reservations (www.qr-hotels.com)

Carolin Brauer: Die OTAs machen es uns vor und investieren Millionen – das wird sich der Mittelstand in unserer Branche nie leisten können. Das muss aber auch nicht in diesem Maße sein, denn wir haben einen großen Vorteil: Wir kennen unsere Gäste, sie sind für uns keine anonyme, virtuelle Masse. Somit können wir sie individuell ansprechen und auch lenken.

Top hotel: Wie müssten sich die Hoteliers auf die veränderte Situation einstellen?

Tophotel: Gibt es Länder, in denen die Ratenparität gefallen ist? Welche Erfahrung hat man dort gemacht?

Carolin Brauer: Der Entscheid des Bundeskartellamtes wird Raten, Verfügbarkeiten und Buchungsbedingungen umfassen. Das bedeutet: Ein Hotelier kann frei handeln. Nötig dafür ist Know-how in Bezug

Carolin Brauer: Nein, aber es gibt Bewegungen in diese Richtung. So gab es Ende 2012 fast 450 Hotels, die bei Expedia.de in Skandinavien ausgestiegen sind. Mittlerweile sind aber alle wieder buchbar.

60 TOP HOTEL | 10 /2013


Ratenparität 10.10.13 07:51 Seite 61

Sollte die Ratenparität fallen:

SCHON HEUTE DAS MORGEN GESTALTEN

Wäre die Branche auf diese neue Freiheit vorbereitet?

Erfolgsfaktoren der Unternehmensnachfolge

»Der unternehmerisch denkende Hotelier weiß genau, dass Parität nicht gleich Parität ist. Dort wo es ihm hilft, wird er sie nutzen. Wo nicht, wird er sich anders positionieren, um den Direktvertrieb zu stärken.«

Jürgen W. Gangl, Vorstand HDV und Direktor des Grand Hotel Esplanade Berlin

»Bei Expedia ist es unser Ansatz, den Verbrauchern die größtmögliche Auswahl an Reisemöglichkeiten zu den besten Preisen mit global getriebener Nachfrage für unsere Hotelpartner anzubieten.«

Arne Erichsen, Director of Market Management Germany bei Expedia

»Die Kettenhotels haben alle ihre individuellen Strategien erarbeitet und sind auf alle Eventualitäten vorbereitet. Das gilt sowohl für den reinen Entfall der Parität, als auch für sich dadurch eventuell verändernden Geschäftsmodelle der Distributoren. Gleiches gilt, wenn auch nicht in selber Intensität, für die professionellen Einzelhotels. Alle anderen warten erst mal ab und überlegen leider erst dann, wenn es soweit ist.« Haakon Herbst, Geschäftsführender Vorstand der HSMA

»Hoteliers sind sehr gut in der Lage, Pakete zu schnüren, die auf spezielle Angebotskanäle zugeschnitten sind, um ihre Zielgruppe effizient anzusprechen. Ratenparität muss nicht bedeuten, dass jeder Vertriebsweg mit einem anderen Zimmerpreis agiert. Der Hotelier erhält jedoch die Flexibilität und den Aktionsspielraum, Preise zu differenzieren und so auf den Wettbewerb zu reagieren.« Christian Smart, Geschäftsführer Travelzoo Deutschland

Einladung zur FCSI Jahrestagung 2013

16. Nov. 2013 | Berlin Sie wollen Ihr Lebenswerk sichern? Den richtigen Zeitpunkt für den Generationenwechsel finden? Es ist nie zu früh, sich Gedanken zu machen. Wir geben Antworten. Aus der Praxis – für die Praxis. Top-Referenten aus der Branche liefern Strategien, ohne Emotionen außer Acht zu lassen. Überzeugen Sie sich!

»Die Branche wäre mit Sicherheit gut darauf vorbereitet, zumal die Diskussion schon lange im Raum steht. Der Fall der Ratenparität bietet viele Chancen und Vorteile, birgt aber auch gewisse Risiken.«

Rainer Bangert, Hoteldirektor The Westin Grand Berlin

Infos und Anmeldung: Fon: +49 (0) 211 520 3627 www.fcsi.de


Hotelimmobilien_10 08.10.13 10:33 Seite 62

MANAGEMENT HOTELIMMOBILIEN

Deutsche Hotels als gefragte Kapitalanlage 925 Millionen Euro wurden in den ersten neun Monaten dieses Jahres auf dem deutschen Hotelmarkt investiert – das entspricht einer Steigerung von 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gerade für ausländische Investoren gibt es derzeit gute Gründe, in Deutschland aktiv zu werden

Auf das dritte Quartal entfallen die Verkäufe von acht Einzelhotels in einer Größenordnung von rund 216 Millionen Euro. Hinzu kommen drei Portfolioverkäufe, bei denen unter anderem die österreichische Hotelgesellschaft Vienna International fünf betreiberfreie Häuser in Limburg (99 Zimmer), Günzburg (100 Zimmer), Wuppertal (130 Zimmer), Amberg (110 Zimmer) und Coburg (123 Zimmer) von der Arcadia Hotelgesellschaft übernahm.

Verlockend: das Preisniveau Jeder zweite Kauf wurde von institutionellen Investoren getätigt, wie Thorsten Faasch, Leiter Investment bei JLL, erläutert. In den Monaten zuvor waren es vor allem

vermögende Privatpersonen und Family Offices – nicht selten aus dem Ausland –, welche die Transaktionen dominierten. Die Gründe liegen auf der Hand: Die ausländischen Investoren wollen ihr Geld in ein sicheres Land bringen und von der soliden Performance des Gesamtmarktes profitieren. Attraktiv wirken sich zudem die im Vergleich zu anderen Gewerbeimmobilien günstigen Preise der deutschen Hotels aus. »Unsere Prognose für 2013 bleibt vor diesem Hintergrund optimistisch: Ein höheres Ergebnis als im Vorjahr ist möglich – vor allem, wenn eines der sich im Markt befindlichen, großen Hotelportfolien in den kommenden drei Monaten den Besitzer wechselt«, so Ursula Kriegl.

Quelle: Jones Lang LaSalle

Nach einem bemerkenswert starken Jahresauftakt, als bis zum 1. April insgesamt 550 Millionen Euro umgesetzt wurden, gefolgt von einem äußerst schwachen zweiten Quartal (93 Mio €), ging die Formkurve auf dem deutschen Hotelinvestmentmarkt zuletzt erneut steil nach oben: Zwischen Juli und Ende September wurden wieder deutlich mehr Aktivitäten registriert, was sich in einem Transfervolumen von 282 Millionen Euro niedergeschlagen hat. »Nach kurzer Atempause haben in den Sommermonaten sowohl höherpreisige Einzeldeals, als auch kleine Portfolioverkäufe dazu beigetragen, dass sich das Transaktionsvolumen weiter auf einem erfreulichen Niveau bewegt«, erklärt Ursula Kriegl, Leiterin Hotels & Hospitality Group von Jones Lang LaSalle (JLL).

62 TOP HOTEL | 10 /2013


Hotelimmobilien_10 08.10.13 10:33 Seite 63

Das Stue Berlin

One80 Hostel Berlin

Erfolgreich durch Differenzierung Eine Branche im Wandel: Um immer individuellere Zielgruppen anzusprechen, werden die Betriebstypen in Deutschland zunehmend differenzierter – und haben Erfolg. Kleinen, städtischen Pensions- und Familienbetrieben werden schwere Zeiten prognostiziert »Die neuen Konzepte orientieren sich stärker an individuellen Kundenwünschen und besetzen Nischen«, erklärt Andreas Martin, Geschäftsführer der hotelforum management GmbH. Beispielhaft für das gehobene Preissegment sei das Soho House in Berlin zu nennen, ein exklusiver Privat Member Club mit Full Serviced Appartements und einem Spa-Bereich. Hinzu kommen das Casa Camper Berlin mit 24-Stunden-Lounge-Zugang für Frühstück und Snackangebote – im Zimmerpreis immer inklusive – sowie das Luxushotel Das Stue (Foto li.) in einem historischen Gebäude mit zeitgenössischem Design und sehr individuellen Zimmerzuschnitten. Gut konzipierte Low Budget- und Ferienhotels gehören nach Aussage von Andreas Martin ebenfalls zu den Gewinnern: »Das Angebot fächert sich immer weiter auf in Hostels, Themenhotels, Boutiquehotels, Serviced Appartements bis hin zu kombinierten

Angeboten wie dem Bonnox in Bonn, einem Boardinghouse in einer revitalisierten Bestandsimmobilie samt benachbarter, ausgefallener Jugendherberge.« Kleine städtische Pensions- und Familienbetriebe wären demnach der Verlierer dieser Marktentwicklung, in der sich die Nachfrage zwischen preiswerten und luxuriösen Angeboten polarisiert. Hier findet ein spürbarer Verdrängungswettbewerb statt, bei dem konzeptlose und unrentable Einzelbetriebe aus dem Markt gedrängt werden, während der Budget- und Economy-Sektor weiterhin Zuwachsraten verzeichnet. In diesem Bereich engagieren sich verstärkt Markenhotels wie Hampton by Hilton oder Holiday Inn Express sowie die drei neu positionierten Ibis-Marken. Ungebremst ist weiterhin die Expansion von Motel One, die bisher nur vor Feriendestinationen Halt macht. Doch auch hier gibt es mit Explorer im Allgäu und dem a-ja Resort in Rostock-Warnemünde erste Ansätze. TH

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JobManagement10_13 09.10.13 08:20 Seite 64

MANAGEMENT KARRIERE

Work-Life-Balance ist nicht unmöglich Glaubt man den jüngsten Studien des IAB (Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung), dann kletterte die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Ranking der befragten Beschäftigten im Gastgewerbe in den vergangenen Jahren rasant auf einen der ersten Plätze

Der Begriff Work-Life-Balance scheint­in­vielen­Hotelbetrieben­noch­ein­Fremdwort­zu­sein.­Angeblich,­weil­die­Arbeitsbedingungen­der­Branche­Beruf­und­Privates­naturgemäß­unvereinbar­machen­oder­zumindest­schwierig­gestalten.­Kein­Wunder, dass­ das­ Bundesfamilienministerium­ bei­ der­ jährlichen­ Suche nach­den­familienfreundlichsten­Unternehmen­unter­allen­Branchen­in­Hotellerie­und­Touristik­keine­Teilnehmer­am­Wettbewerb­»Erfolgsfaktor­Familie«­findet.­Vor­dem­Hintergrund­des Fachkräftemangels­besteht­hier­jedoch,­nach­meiner­Beobachtung, dringender­Handlungsbedarf.­Reto­Wittwer,­CEO­von­Kempinski, hat­dazu­eine­eigene­Meinung:­»In­Zukunft­werden­Hotels­nicht mangels­Gästen­schließen,­sondern­mangels­Mitarbeitern.«­ Stellen­ Sie­ sich­ vor,­ Ihr­ Hotel­ könnte­ den­ Titel­ »Familienfreundlicher­ Arbeitgeber«­ als­ Wettbewerbssieger­ abräumen. Welch­eine­positive­Außenwirkung­ließe­sich­daraus­schöpfen­– Wer mit vollem Einsatz arbeitet, sollte vom Arbeitgeber gegenüber­potenziellen­Mitarbeitern,­aber­auch­gegenüber­Gäs­auch verlässlich planbare freie Zeiten für Privates, ten!­Dass­auch­kleinere­Hotel-­und­Gastronomiebetriebe­mit­webeispielsweise die Familie, bekommen nig­Aufwand­dazu­beitragen­können,­dieses­scheinbar­unlösbare Problem­zumindest­teilweise­zu­lösen,­zeigt­ein­Hotelier­aus­Süddeutschland.­Ihm­ist­bewusst,­dass­sich­die­oft­langen­Arbeitszei­einer­ganz­einfachen­Liste­für­Frei-­und­Urlaubswünsche­ermögten­kaum­mit­einem­intakten­Familienleben­vereinbaren­lassen. licht­er­seinen­Mitarbeitern­langfristigeres­Planen,­wenn­sie­für Nicht­selten­war­hohe­Fluktuation­die­Folge­–­insbesondere­dann, private­Termine­wie­Geburtstage,­Konzertbesuche­etc.­frei­haben wenn­Familienplanung­anstand.­»Ich­will­versuchen,­den­harten möchten.­Ist­ein­Termin­vom­Chef­einmal­freigegeben,­wird­er Job­auch­für­die­Mitarbeiter­lebbar­zu­machen«,­so­der­Inhaber kompromisslos­respektiert­–­auch­wenn­am­betreffenden­Tag­im des­Hotels.­Er­änderte­kurzerhand­im­Restaurant­die­ÖffnungsHotel­der­»Bär­tanzt«.­Ebenso­gilt­hier:­Niemand­wird­aus­dem­Urzeiten,­verzichtete­außer­samstags­und­sonntags­auf­das­Mittagslaub­geholt,­wenn­Engpässe­entstehen.­Eigentlich­ganz­einfach, geschäft­und­organisierte­seinen­Betrieb­entsprechend­um.­Den oder?­Aber­auch­Accor,­der­Europa-Park­Rust,­das­Best­Western Einnahmeverlust­kompensiert­er­nun­in­drei­Bereichen:­Die­HerPremier­Hotel­Park­Consul­in­Esslingen­und­einige­mehr­bieten stellung­ von­ hauseigenen­ Produkten,­ die­ außer­ Haus­ verkauft ebenso­ Planungssicherheit­ fürs­ Private:­ Es­ gibt­ eine­ Jahresurwerden,­wird­in­die­Morgenstunden­verlegt.­Zudem­entfallen­zwei laubs-­und­eine­Dienstplanung­für­zwei­Wochen­im­Voraus,­die Gehälter,­weil­weniger­Aushilfskräfte­benötigt­werden­und­eine konsequent­ eingehalten­ werden.­ Für­ alleinerziehende­ Mütter frei­werdende­Stelle­nicht­mehr­besetzt­werden­muss.­Die­Mitarwerden­zudem­besondere­Arbeitszeiten­berücksichtigt,­wenn­der beiter­haben­inzwischen­das­Gefühl,­nicht­verheizt­zu­werden.­VieSchichtbetrieb­für­sie­nicht­mehr­zu­leisten­ist. le­von­ihnen­können­sich­jetzt­in­der­Region­einen­langfristigen Ein­Hotelier­berichtete­mir,­dass­er­schon­seit­einiger­Zeit­eine­inLebensmittelpunkt­aufbauen,­weil­sie­einen­verlässlichen­Arbeitteressante­Beobachtung­macht.­Es­ist­das­Motto­vieler­Mitarbeiter geber­haben,­vor­allem­aber­Familie­und­Beruf­besser­miteinander und­Bewerber:­»Wenn­schon­hart­arbeiten,­dann­müssen­aber­auch vereinbaren­können.­Wer­das­Konzept­andie­Arbeitsbedingungen­Spitze­sein.«­Dazu zweifelt,­dem­sei­gesagt,­dass­der­erwähnzählen­nicht­allein­Soft­Facts­wie­der­nette Albrecht von Bonin ist Gete­Betrieb­bei­der­Landgasthof-Staffel­des Chef,­die­tolle­Company,­das­sympathische schäftsführer der VON BONIN SWR­auf­den­ersten­Platz­unter­20­LandTeam.­ Vielmehr­ werden­ konkrete­ Fragen PERSONALBERATUNG GmbH gasthöfen­in­Rheinland-Pfalz­und­Badennach­den­Hard­Facts­eines­Arbeitsplatzes­gemit Sitz in Gelnhausen. Er beWürttemberg­gewählt­wurde.­ stellt.­ Und­ hier­ hat­ mancher­ Betrieb­ noch antwortet Leserfragen direkt Ein­anderer­Privathotelier­ließ­sich­zu Nachholbedarf.­ Dabei­ wäre­ schon­ mit­ ein unter 06051-48280 oder per E-Mail an: info sozial­ verträglichen­ Arbeitszeiten­ und bisschen­Kreativität,­wenigen­Mitteln­und­et@von-bonin.de. Info: www.von-bonin.de Work-Life-Balance­ etwas­ einfallen.­ Mit was­Flexibilität­Abhilfe­zu­schaffen. TH 64 TOP HOTEL | 10 /2013


Steigenberger_10 08.10.13 15:59 Seite 1

Mein Papa sagt, ich bekomme Lakritzpudding zum Nachtisch. Mit Sahne!

Ungewöhnliche Wünsche? Sie machen das. Klare Sache: Ein zufriedener Gast ist das, was Sie daraus machen. Mit Persönlichkeit, Kreativität und herausragender Serviceorientierung sind Sie bei der Steigenberger Hotel Group an der richtigen Adresse, wenn es darum geht, Menschen zum Strahlen zu bringen. In unseren mehr als 80 Hotels begeistern wir unsere 24.500 Gäste täglich mit unserer einzigartigen Qualität — und setzen dabei auf Mitarbeiter wie Sie, die uns dabei unterstützen, höchste Ansprüche zu erfüllen. Erleben Sie es selbst. Unsere Gäste werden Sie lieben. Wünsche werden wahr — in den Steigenberger Hotels and Resorts und InterCityHotels:

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MANAGEMENT KARRIERE

FMTG startet Masterstudiengang

»Ausbildung kompakt« Dass Nachwuchsförderung nicht nur eine Sache der Kettenhotels ist, zeigt das Mauritzhof Hotel Münster mit vielen Projekten, die Direktor Sascha von Zabern auf den Weg gebracht hat. Zum einen wurde kürzlich ein Kooperationsvertrag mit dem Anne-Frank-Berufskolleg Münster geschlossen, den von Zabern und Karin Kietzmann, Schulleiterin der Bildungseinrichtung, unterzeichneten (Foto). Dieser sieht sowohl Informationsveranstaltungen zur Ausbildung im Hotelfach als auch konkrete Aktionen für einzelne Schulklassen vor. Das zweite Projekt »Ausbildung kompakt« beinhaltet eine Ausbildung zum Hotelfachmann mit anschließender dualer Ausbildung zum Handelsfachwirt in Zusammenarbeit mit der IHK Münster. »Mit dem Fachwirt kommt man einfach schneller in die Abteilungsleiterschiene«, erklärt von Zabern. Für das Hotel hat diese Ausbildung den Vorteil, dass es eine Fachkraft für vier Jahre an sich bindet. Dabei übernimmt das Hotel die Kosten für die vierjährige Ausbildung als Stipendium. Info: www.mauritzhof.de

In Zusammenarbeit mit der Freien Universität Bozen sowie der Cornell School of Hotel Administration New York startet die Falkensteiner Michaeler Tourism Group (FMTG) eine Kooperation für die universitäre Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Die Studieninhalte werden von der FMTG und der Freien Universität Bozen gemeinsam festgelegt und der Studiengang von beiden finanziert. Insgesamt stehen 25 Studienplätze zur Verfügung, neun davon für Mitarbeiter der FMTG. Start des Lehrgangs, der berufsbegleitend vier Semester dauert und mit einem »Executive Master in Hospitality Management« abgeschlossen wird, ist das Sommersemester 2014. Die Inhalte des Studiums, dessen Schwerpunkte »Organizational and Human Resource Management«, »Strategic and Marketing Management«, »Financial Management« und »Decision, Risk and Operations Management« sind, werden in englischer Sprache und als Blockveranstaltung an insgesamt 60 Präsenztagen vermittelt und geprüft. Info: www.fmtg.com, www.unibz.it/de

Seminare Arbeitsrecht Im Oktober und November 2013 veranstaltet die YOURCAREERGROUP AG in Zusammenarbeit mit dem Hotelverband Deutschland (IHA) e.V. und dem Anwaltsbüro Claus deutschlandweit arbeitsrechtliche Seminare, die sich an Personalverantwortliche in der Hotellerie und Gastronomie richten und Änderungen des Arbeitsrechts beleuchten. 18.10.2013: INNSIDE München Parkstadt Schwabing, 25.10.2013: Adina Apartment Hotel Hamburg Michel, 08.11.2013: Lindner Congress Hotel Düsseldorf, 11.11.2013 Steigenberger Hotel Berlin, 18.11.2013: Holiday Inn Frankfurt City South. Info: www.yourcareergroup.de

Marriott setzt auf Nachwuchs Unter dem Motto »Diese jungen Menschen sind die Zukunft« fand am 26. August 2013 die 10. Azubi-Konferenz von Marriott International im Kölner Haus der Gruppe statt. Von über 500 Auszubildenden der Marriott Hotels in Deutschland durften die 67 besten Azubis an dieser Konferenz teilnehmen, auf der sie in intensiven Gesprächen mit dem Senior Management-Team mehr über ihre Karrierechancen und Zukunftsperspektiven im Konzern erfuhren. In Workshops und Präsentationen wurden Entwicklungsprogramme, Weiterbildungsmaßnahmen und Transfermöglichkeiten ins Ausland beleuchtet. Neben dem Special Achievement Award und dem Special Recognition Award wurde an diesem Abend auch der Karl Kilberg66 TOP HOTEL | 10 /2013

Award verliehen. Diesen erhielt Nicole Haenschke (Mitte; gemeinsam mit Gitta Brückmann, Area Vice President Central Europe, und Satya Anand, CFO Europa) aus dem Marriott Courtyard München City Center. Die Konferenz bildet regelmäßig den Höhepunkt der dreijährigen Ausbildung in den Fachbereichen wie Hotelfachmann, Gewerbeassistent oder Konditor und war in diesem Jahr zugleich Auftakt für die »Lend a Hand«-Charity-Aktion anlässlich des 25. Geburtstags von Marriott in Deutschland. Ziel der Aktion, die mit dem SOS-Kinderdorf e.V. erfolgt, ist es, Spenden für die Ausbildung und Zukunft junger Menschen in Deutschland zu sammeln. Info: www.marriott.com


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KARRIERE / STEUERTIPP DES MONATS MANAGEMENT

Handy for free Mehr Raum für Bildung Die IST-Hochschule für Management und das IST-Studieninstitut haben ihr neues Quartier bezogen und am 4. September 2013 gemeinsam mit rund 250 Gästen die Eröffnung der neuen Räumlichkeiten in den Düsseldorfer Schwanenhöfen gefeiert. Kontinuierliches Wachstum des IST-Studieninstitutes und die zu Jahresanfang erfolgte Gründung der IST-Hochschule für Management hatten einen höheren Platzbedarf des Düsseldorfer Fernunterrichtsanbieters zur Folge. Das IST hat nun auf rund 2000 Quadratmetern die erforderlichen räumlichen Kapazitäten gewonnen, um die zahlreichen Aus- und Weiterbildungen in den Branchen Sport, Fitness, Tourismus, Wellness, Gesundheit und Kommunikation sowie die neuen Studiengänge, darunter Cruise Management, Catering Management und Fachwirt im Gastgewerbe, durchzuführen. Info: www.ist.de

Exzellenter Ausbilder Als erstes Hotel in der rheinlandpfälzischen Metropole wurde das Atrium Hotel Mainz von der Hoteldirektorenvereinigung Deutschland e.V. als ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb zertifiziert. Am 16. September 2013 überreichte HDV-Vorstand Carsten Schmahl (re.) die Auszeichnung an Hotelinhaber Dr. Lothar Becker (2. v.re.). Auch Marketingleiterin Natascha Frank, Direktionsassistent René Bischel und Personalassistentin Mara Müller (v.li.) freuten sich über die Zertifizierung. Auditiert wurde das Atrium Hotel von der unabhängigen Prüforganisation DEKRA aus Stuttgart. Das Siegel für die Hotelbranche attestiert dem Haus, eine exzellente Ausbildung zu gewährleisten. Junge Mitarbeiter erhalten bereits im Laufe ihrer Ausbildung immer mehr Verantwortung, um auf den vielschichtigen Alltag in der Hotellerie und Gastronomie vorbereitet zu werden. Einmal im Jahr findet zudem ein »Azubi-Tag« statt, an dem das Hotel von den Auszubildenden geführt wird. Info: www.atrium-mainz.de, www.hdvnet.de

Stellt der Hotelier seinen Mitarbeitern ein betriebliches Handy zur privaten Nutzung zur Verfügung, so profitieren beide gleichermaßen davon Gerade in der Hotellerie prägt gutes Personal das Unternehmen und bestimmt dessen Erfolg entscheidend mit. Wer dies erkennt und seinen Mitarbeitern Gutes tun will, denkt an eine Geld- oder Sachprämie oder eine Lohnerhöhung. Was gut gemeint ist, relativiert sich beim Blick auf den Lohnzettel. Nach Abzug von Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträgen bleibt häufig nur die Hälfte übrig. Auch für den Hotelier wird es teuer, denn er muss neben dem höheren Bruttolohn auch den Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung zahlen. Es gibt eine bessere Variante. Der Arbeitgeber kann seinem Mitarbeiter ein betriebliches Handy zur privaten Nutzung steuer- und sozialabgabenfrei zur Verfügung stellen. Das gilt auch dann, wenn der Mitarbeiter dieses ausschließlich privat nutzt. Unerheblich ist, ob ein oder mehrere, preiswerte oder hochwertige Handys überlassen werden. Voraussetzung ist allein, dass der Arbeitgeber Eigentümer oder zumindest Mieter (bei Leasing) des Handys ist. Es darf dem Mitarbeiter nicht geschenkt oder verbilligt verkauft werden. Achtung: Allein die Vertragsumschreibung des Mitarbeiters auf den Arbeitgeber reicht nicht aus, er müsste diesem sein Handy verkaufen oder schenken, um es ihm wieder zu überlassen. Besser ist, der Arbeitgeber erwirbt ein Neues. Die private Nutzung eines betrieblichen Handys ist nur dann sozialversicherungsfrei, wenn sie zusätzlich zum vereinbarten Arbeitslohn gewährt wird. Durch eine Entgeltumwandlung können keine Sozialabgaben gespart werden. Für die Steuerfreiheit ist es ohne Bedeutung, ob das Handy zusätzlich zum Arbeitslohn überlassen oder durch eine Entgeltumwandlung finanziert wird. Die Vorteile für den Hotelier: Der Mitarbeiter bleibt über die regulären Dienstzeiten hinaus in Notfällen erreichbar. Daneben können organisatorische Dinge wie Urlaubsplanung oder Dienstverwaltung mit Hilfe bestimmter Apps jederzeit flexibel erledigt werden. Auch die firmeninterne Kommunikation wird verbessert. Tipp: Nicht nur Handys und Smartphones können den Mitarbeitern lohnsteuerfrei zur privaten Nutzung überlassen werden. Gleiches gilt auch für betriebliche Tablets, Laptops, Scanner und Drucker. Anke Kieser, Steuerberaterin im ETL ADHOGA Verbund aus Wolgast, ist spezialisiert auf die Beratung von Hotels und Gaststätten. Kontakt ETL ADHOGA Wolgast: Tel. 03836-27380 adhoga-wolgast@etl.de • www.etl-adhoga.de

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MANAGEMENT PERSONALIEN

INLAND Alexander Fischer (Foto) leitet als GM das Swissôtel Bremen. Zuletzt war er in gleicher Funktion für das Palace Prag tätig. Er folgt auf Michael Koltes, der nun in der Türkei die Eröffnung zweier Standorte der Gruppe betreut. Fischer begann seine Karriere bei Kempinski, für die er in München, Dallas und Dresden tätig war. Anschließend zog es ihn zurück in den elterlichen Betrieb, das Fürstenbauer Wellness & Resort Hotel Bodenmais. Nach Stationen in Süddeutschland und Österreich leitete er das NH Budapest, bevor er zum art‘otel Park Plaza wechselte.

Holger König (42) zeichnet als GM des Wyndham Grand Berlin Potsdamer Platz verantwortlich. Während seiner Laufbahn war der Berliner u.a. im Ritz London, im Adlon Berlin, im Ritz-Carlton Wolfsburg sowie im Bentley Kempinski London tätig, dort erstmals als Hotel Manager. 2006 kam er ins Kempinski Bristol Berlin – anfangs als Hotel Manager und ab 2009 als GM. Drei Jahre später und 2012 erneut leitete er das Grand Hotel Heiligendamm. König folgt auf Gabriele Maessen, die nun bei der Azure Property Group als Regional Director in Berlin agiert. Die Österreicherin war hier bereits im Leo-

Der VKD hat einen neuen Präsidenten Andreas Becker wird für die nächsten vier Jahre die Geschicke des Berufsfachverbandes lenken. Er löst Robert Oppeneder ab

Andreas Becker (re.), Küchenleiter Vereinigte Hospitien Trier, setzte sich gegen seine Mitbewerber Andreas Rohde, Eventorganisation Landgut Gühlen, Küchenleiter Rehaklinik Hohenelse, und Ralf Meneghini, Schulungsleiter und Anwendungscoach bei Palux in Bad Mergentheim, durch. Mit 856 Stimmen wurde der 41-Jährige von den Mitgliedern zum neuen Präsidenten gewählt. Sein Vorgänger, Robert Oppeneder, kandidierte nicht mehr. Ein neues Präsidium wurde ebenfalls bestimmt. Karl Haaf aus Calw (2. v.re.) sicherte sich als einizger Kandidat von Block Süd wieder seine Position als Vizepräsident. Detlef Richter (2. v.li.), Ausbildungsleiter Akademie Berlin-Schmöckwitz, war der einzige Kandidat von Block Ost. Seine Aufgabe als Vorstandsmitglied ist nun die des Vizepräsidenten. In Block Nord behauptete sich Johann Grassmugg (li.), Betriebsleiter Restaurant »Marina« im Yachtclub Travemünde. Block West stellt noch keinen Vizepräsident und wird einen Kandidaten nachmelden. Becker hatte sich in der Region West sowohl als Präsident wie auch als Vize aufstellen lassen. Den VKD-Gesamtvorstand vervollständigen die sechs Leiter der VKD-Fachausschüsse: Rainer Werchner, Karl Nafz, Bernd Malter, Siegfried Wintgen, Prof. Dr. Gerald Wetzel und Andreas Buss. 68 TOP HOTEL | 10 /2013

nardo Royal, im Westin Grand und im Adlon beschäftigt. Auch agierte sie als Regional Director of Sales & Marketing für InterConti in Österreich, Ungarn und Tschechien. Sven Doliwa fungiert als Vice President Sales & Business Development Europe, Middle East and Africa (EMEA) bei Worldhotels. Er bekleidete bereits Positionen bei Kempinski und Hilton. Zuletzt war Doliwa als Vice President Commercial bei Grand City Hotels tätig. Tom Cudok (Foto) heißt der Direktor des Esplanade Resort & Spa Bad Saarow. Der 35-Jährige folgt am 15. Oktober auf Heinz Baumeister. Tom Cudok war 2003 bereits an der Eröffnung beteiligt. Zuletzt arbeitete der Hotelfachmann für das Cateringunternehmen Kofler & Kompanie. Weitere Stationen des Leipzigers: das Esplanade Berlin, das InterConti Berlin sowie das Grand Hotel Heiligendamm. Robert-Jan Woltering fungiert als GM des Sofitel Munich Bayerpost. Zugleich besetzt er auch den Posten des Area General Manager Sofitel Germany. Er leitete zuvor das Sofitel Legend Grand Amsterdam. Zu den Stationen des Niederländers zählen bei Hilton zudem u.a. Rotterdam und Paris sowie ein Zwischenstopp als F&B Manager im Sheraton Sana’a Hotel im Yemen. Bei Accor war er als F&B Manager im Sofitel Luxembourg Europe tätig gefolgt von Positionen im City Center Hotel and Residences managed by Sofitel in Dubai. Er übernimmt den GM-Posten von Gregory Maliassas, der nach Dubai wechselt, wo er als Senior Vice President Middle East, Africa & Indian Ocean für die Gruppe arbeitet. Andrea Kruse (Foto) ist Senior Manager Sales bei der A-ROSA Flussschiff. Die 34Jährige kommt von TransOcean, wo sie zuletzt die Bereichsleitung Vertrieb und Marketing innehatte. Auch sammelte sie Erfahrung in touristischen Firmen, u.a. bei Thomas Cook. Die Bremerin löst Sandra Pfützenreuter ab, die das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 31. Oktober verlässt.


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Uwe Hanusch (51) zeichnet für das Maritim Badehotel Bad Wildungen verantwortlich. Nach einer Lehre zum Kellner im Steigenberger Augsburg kam er 1983 zu Maritim. Im Laufe seiner Karriere war er neben weiteren Stationen bei Maritim auch in Darmstadt als Bankettassistent tätig. Zuletzt stand er über 17 Jahre an der Spitze des Maritim Hotels Kaiserhof auf Usedom. Gisela Münchgesang tritt als GM des Hilton Berlin die Nachfolge von Roland van Weezel an, der im Oktober nach Australien ins Hilton Brisbane wechselt. Der Niederländer hatte die Leitung des Hilton Berlin seit 2007 inne. Seit mehr als 30 Jahren ist Gisela Münchgesang bereits bei Hilton Worldwide tätig. Nach einer Ausbildung zur Hotel- und Gaststättengehilfin im Hilton Munich Park arbeitete sie in Hotels in den USA und in Kanada. Dann übernahm sie verschiedene Managementpositionen, u. a. in den HiltonHäusern Munich Park, Weimar und Berlin. Auch leitete die Berlinerin Hotels der Gruppe in Zypern, Ungarn, Großbritannien und auf Mauritius. Bevor sie zuletzt 2012 als GM nach Frankfurt wechselte, war sie als Cluster General Manager für das Hilton Mauritius & Seychellen tätig. Ines Theis (47) übernimmt die Leitung des Travel Charme Bernstein Prerow auf der Halbinsel Fischland-Darß. Die Brandenburgerin begann ihre Karriere in den Mövenpick-Restaurants in Leipzig. Nach ihrer Anstellung im Golf- und Landhotel Balmer See auf Usedom wechselte sie ins Travel Charme Strandhotel Zinnowitz. Nach mehreren Stationen in Häusern der Gruppe in Österreich und an der Ostsee arbeitete sie u. a. als stellvertretende Direktorin im Travel Charme Strandhotel Bansin und zuletzt in gleicher Position im Travel Charme Bernstein Prerow. Yvonne Klein leitet das Upstalsboom Seehotel auf Borkum. Die 28-jährige Hotelfachfrau schloss 2012 ihr Studium mit dem Schwerpunkt Tourismuswirtschaft an der Hochschule in München ab.

AUSLAND Detlef F. Linder heißt der Direktor des Dorint Airport-Hotel Zürich, das im März 2014 eröffnet wird. Der 53-jährige Schweizer ist seit 30 Jahren in leitenden Funktionen in der Vier- und FünfSterne-Hotellerie tätig. Er arbeitete in verschiedenen Züricher Hotels, bevor es ihn 1992 ins Ausland zog: Stationen waren u.a. Häuser in Istanbul, Ägypten, Jordanien und Dubai sowie zuletzt das Ramada Zürich City.

Neue Führungsstruktur bei FRHI Jennifer Fox (1) wird zusätzlich zu ihrer Tätigkeit als President bei Fairmont Hotels & 1 Resorts die Position des President International bei Fairmont Raffles Hotels International (FRHI) überneh2 men. Ergänzt wird die Führungsspitze von Kevin Frid (2), der als President Americas, FRHI, mit Sitz in 3 Toronto fungiert. Jeff Senior (3) wurde zum Executive Vice President and Chief Marketing Officer, 4 FRHI befördert. Michelle Crosby (4) übernimmt die Rolle als Executive Vice 5 President and Chief Human Resources Officer, FRHI. Peter French (5) wird weiterhin als President, 6 Raffles Hotels & Resorts tätig sein. Die Position des President, Swissôtel Hotels & Resorts wird auch zukünftig von Meinhard Huck (6) bekleidet.

Torsten van Dullemen ist GM des Mandarin Oriental Manila. Er begann seine Karriere 2004 bei der Gruppe als Resident Manager des Hyde Park London. Drei Jahre später leitete er das Oberoi Udaivilas in Rajasthan, bevor er 2010 als Hotel Manager in das Haus nach Bangkok wechselte. Zuletzt leitete er das ehemalige Mandarin Oriental Chiang Mai. Nick Downing fungiert als Vice President der Per AQUUM Retreats, Resorts, Residences. Zuletzt leitete er das W Retreat auf Koh Samui, Thailand. Bereits von 2003 bis 2006 gehörte der Australier dem Gründungsteam von Per AQUUM an und führte das Huvafen Fushi auf den Malediven. Er war bisher für Hyatt, das Hayman Island Resort und den Palazzo Versace – beide in Australien –, das Soneva Gili Resort und Spa auf den Malediven sowie für das Hotel de la Paix Siem Reap in Kambodscha tätig. Markus Lueck (Foto) zeichnet seit Anfang Oktober für das Palais Hansen Kempinski Wien verantwortlich. Der 37-jährige Deutsche folgt auf Hans Olbertz, der das Haus im März 2013 eröffnete. Zuletzt begleitete Lueck als GM die für 2014 geplante Eröffnung des Gold Coast City Accra, Ghana. Der Trierer arbeitete bereits als Vize-Direktor des Adlon Berlin, des Kempinski Grand Hotel Genf und des Hauses der Gruppe in Bains St. Moritz. Eric Favre führt das Alpina Gstaad. Der Schweizer verantwortete in den vergangenen drei Jahren die Leitung des Djibouti Palace Kempinski. Er übernimmt das Zepter von Niklaus Leuenberger, der das Haus als Managing Director Ende 2012 am Markt positionierte. Nun widmet er sich neuen Herausforderungen. Leuenberger startete seine Karriere 1980 bei Peninsula, wo er 2004 zum Senior Vice President (The Americas) der Gruppe ernannt wurde. Zuletzt fungierte er als Chief Operating Officer der Resorts Development Company in Doha. 10 /2013 | TOP HOTEL 69


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MANAGEMENT PERSONALIEN

FIRMEN

Willem van der Zee Brita Moosmann zeichnet als Geschäftsführerin für Deutschland mit den neuen Standorten in Hamburg und Frankfurt bei HotelPartner Yield Management verantwortlich. Die Wirtschaftswissenschaftlerin war bereits für Hotelkonzerne wie Renaissance, Fairmont und Mövenpick tätig, unter anderem in Kanada. Dr. Heinz Raufer (Foto), Gründungsmitglied der hotel.de AG und Vorstandsvorsitzender, scheidet zum 30. September aus dem Unternehmen aus, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen. Dem Unternehmen bleibt er als Berater verbunden. Seine Vorstandskollegen Ralf Ahamer, Ralf Priemer und Dr. Mathias Warns bilden das neue Führungstrio bei hotel.de. Ahamer, der 2011 vom sozialen Netzwerk XING nach Nürnberg wechselte, wird weiterhin Marketing, Produktmanagement und IT von hotel.de leiten. Priemer wird künftig neben dem Hotel Solutions-Bereich die Unternehmenskommunikation verantworten. Warns, der 2013 von der Hogg Robinson Group zu hotel.de wechselte, wird zusätzlich zum Firmenkundengeschäft die Ressorts Finance und Customer Service übernehmen. Marc-Oliver Schneider ist CEO bei Küppersbusch. Der 49-jährige Diplom-Ingenieur war zuletzt als Vorstandsvorsitzender bei Frima beschäftigt. Zuvor war Schneider für BSH Bosch Siemens Hausgeräte in verschiedenen internationalen Führungspositionen tätig, u. a. als Geschäftsführer der Gaggenau Hausgeräte. Auch arbeitete er bereits in Deutschland, Frankreich, der Schweiz und in den USA.

Tagesaktuelle Personenmeldungen finden Sie auf www.tophotel. de/menschen/ personalwechsel 70 TOP HOTEL | 10 /2013

geboren am 3. Mai 1967 in Spijkenisse, Niederlande verheiratet, zwei Kinder Area Vice President Central Europe, Carlson Rezidor Hotel Group

23 Fragen zur Person Was wären Sie außer dem, was Sie heute sind, gern geworden? Ich hatte immer die Hotellerie und Gastronomie im Kopf Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient? Ich habe das Auto meines Vater gewaschen Was möchten Sie in Ihrem Leben noch erreichen? Viel! Aber ich fasse es mit einem Wort zusammen: WOHLFÜHLEN Wer ist Ihr Vorbild? Michail Gorbatschow, Nelson Mandela, Lech Walesa und im allgemeinen Männer oder Frauen, die etwas in der Welt bewegt haben Wie heißt Ihr Lieblingsautor? Früher Robert Ludlum. Heute unter anderem Carlos Ruiz Zafón Ihre Lieblingsmusik? Alles was gut ist! Egal ob Klassik, Jazz, Pop oder Rock Welches Tier wären Sie am liebsten? Ein Pferd. Pferde sind elegant, treu, stark, sportlich und klug Welches Hobby macht Ihnen am meisten Spaß ? Rasenhockey, Joggen, Ski, manchmal Golf – und viel Gastronomie Welchen Luxus leisten Sie sich gelegentlich? Schöne Anzüge von Scabal Was halten Sie für Ihren größten Vorzug? Leidenschaft – die Voraussetzung für Erfolg Was ist Ihr größter Fehler? Ungeduld und Sturheit Wie bauen Sie Stress ab? Mit Joggen Wovor haben Sie Angst? Wie die meisten Menschen möchte ich nicht schwer krank werden Wem möchten Sie mal so richtig die Meinung sagen? Sylvie van der Vaart … Und allen, die etwas mit der Kulturförderungsabgabe, der Bettensteuer oder City Tax zu tun haben: Stoppt die Bürokratie! Was stört Sie am heutigen Gastgewerbe am meisten? Mittelmäßigkeit und mangelnde Leidenschaft für Service »Hotellerie 2030« – Woran denken Sie da spontan? Technologie und Transparenz in allen Bereichen sowie natürlich an die Gäste Welches Hotel gefällt Ihnen persönlich am besten? Das Radisson Blu Balmoral Hotel in Spa; Belgien Was hat Sie in Ihrem Leben am meisten beeindruckt? Mich beeindruckt generell alles, was hervorragend gemacht wird Sie gewinnen eine Million Euro. Was würden Sie damit tun? Einen Teil verschenke ich an Organisationen wie die Klinikclowns und die World Childhood Foundation. Ich gebe eine Party für Freunde und Familie. Einen weiteren Teil des Geldes erhalten unsere Kinder und dann schaue ich mich nach einem Segelboot um Welche drei Dinge würden Sie auf »die Insel« mitnehmen? Das erwähnte Segelboot, meine Familie und einige Freunde sowie Bücher, ein paar Kisten Wein und Kubanische Zigarren Welcher Versuchung widerstehen Sie nicht? Mindestens einem schönen Glas Wein in der Woche Was haben Sie vor, wenn Sie 70 Jahre alt sind? Noch immer sportlich zu sein, mein Leben mit Freunden und der Familie aktiv zu leben und hoffentlich ein besserer Golfspieler zu sein Welchen Spruch oder welches Zitat würden Sie Ihren Mitmenschen gern ans Herz legen? »If you always do, what you always did, you will always get, what you always got!« TH


BDVT_10_2013 09.10.13 12:54 Seite 71

VERBÄNDE & KOOPERATIONEN

BDVT E.V. – BERUFSVERBAND FÜR TRAINER, BERATER UND COACHES Tel. +49 (0)221-920760 · Fax +49 (0)221-9207610 · info@bdvt.de · www.bdvt.de

Morgens im Hotelbad ... Trainer arbeiten gern in Hotels. Gleichzeitig ist die Zusammenarbeit oft nicht ohne Spannungen. Die typischen Zerreißproben zu kennen und ihnen vorzubeugen, ist Ziel dieses und folgender Beiträge

Wie halten Sie es, liebe Hoteliers, mit dem

Badezimmer? Sicherlich achten Sie auf Sauberkeit, frische Handtücher, Seifenspender, Fön etc. Sie wissen selbst, was zur perfekten Funktion einer Nasszelle gehört. Besonders toll finde ich diese flachen und stylischen Waschbecken. Und diese Armaturen, die an abstrakte Kunstwerke erinnern, absolut ästhetisch. Ich bin tief beeindruckt. Das ändert sich allerdings, wenn ich vom Schauen-Modus in den BenutzerModus wechsle. Mein Leidensweg beginnt. Erste Station: Wo kann ich denn meinen Waschbeutel aufhängen? Selten finde ich dafür in Hotel-Badezimmern einen brauchbaren Haken, an dem das Teil einfach mal abhängen kann. In Griffweite und vor Spritzwasser geschützt. Nächste Station: Wo parke ich meine Toilettenutensilien? Die Zahnbürste kann ich meist noch gut unterbringen. Dann wird’s eng: Wohin mit Rasierapparat, Rasiercreme und Aftershave? Es ist kaum Platz in der Nähe des Waschbeckens, weil alles so durchgestylt ist und nützliche Ablagen vermutlich ästhetisch stören. Wie mögen da erst die Damen leiden, die normalerweise viel mehr Cremes und Pflegemittel benutzen! Nebenbei denke ich, ob der Innenarchitekt dieser stylischen Angelegenheit selbst mal vor so einem breiten, flachen Waschbecken stand und sich rasieren wollte: Nicht immer korreliert die Breite der Waschbecken und der Abstand zum Spiegel mit der installierten Beleuchtung. Den Lichttest hat wohl jemand gemacht, der nicht so eine Durchschnittsfigur hat wie ich, und sich mächtig in Richtung Spiegel vorbeugen kann. Ich hätte es lieber weniger ästhetisch, dafür praktisch. Und zwar so, dass ich mein Gesicht beim Rasieren sehen kann und es mich nicht im Schatten der Beleuchtung hinter mir verzweifelt andunkelt.

kommt, die Temperatur ist geregelt. Aber welche Art von Duschstrahl trifft mich wo und wie?! Also am Duschkopf herumprobiert. Den Duschschlauch mal in die eine, mal in die andere Richtung um die Halterung herum geschlungen. Es will nicht. Der Strahl der Dusche geht haarscharf an den Partien vorbei, die er eigentlich beduschen sollte, und unglücklicherweise auch am Duschvorhang – oder unten durch.

»Hier duscht der Chef selbst«

Schön, aber nicht immer funktional: Waschbecken und Duschen im Hotel

Ich rasiere mich nass. Dazu brauche ich Wasser im Waschbecken. Doch wie geht das bei dieser Armatur? Ein kleiner Intelligenztest darf schon sein. Nächste Hürde: Wie bleibt das Wasser im Waschbecken – und wie läuft es wieder ab? Ich habe auch schon hypermoderne Waschbecken erlebt, bei denen stehendes Wasser nicht vorgesehen ist (oder ich habe den zweiten Intelligenztest nicht bestanden). Meist treffe ich allerdings auf Waschbecken der eher biederen, praktischen Bauweise, bei denen das seifige Bartstoppel-Wasser nicht oder kaum abfloss. Der Abflusstopfen klemmte. Nun mag ich kein seifiges Abwasser hinterlassen. Und zu warten, bis sich diese Lauge ganz langsam Richtung Abfluss bewegt, finde ich auch ziemlich nervtötend. Also werde ich bei der Rezeption Bescheid sagen und hoffen, dass das kleine Dilemma in der zweiten Nacht behoben ist. Jetzt unter die Dusche. Wieder das ingenieurtechnische Gedankenspiel mit der Armatur. Endlich geschafft: Das Wasser

Früher, kommt mir in den Sinn, sah ich an Wirtshäusern oft das Schild »Hier kocht der Chef selbst«. Ob das bei so manch einem Wirt immer eine gute Werbung war, sei dahingestellt. Eines weiß ich aber: Ich wünschte, die Hoteliers würden selbst mal in ihren Nasszellen duschen. Wenn der kleine Hinweis »Hier duscht der Chef selbst« im Hotelprospekt auftauchen würde – mein latentes Misstrauen gegen Nasszellen in Hotels würde sich schlagartig legen. Zugegeben: In den meisten Hotels sind die Bäder nicht nur sauber, sie erfüllen auch ihren Zweck. Dennoch gibt es viel zu viele, bei denen das nicht der Fall ist. Ich wünschte mir, dass auf die eigentliche Funktion eines Bades mehr umweltbewusster Wert gelegt werden würde und sie – wie gute Mahlzeiten – vorher »abgeschmeckt« wird auf den unkomplizierten und angenehmen Gebrauch durch seine Nutzer. TH

Autor Claus von Kutzschenbach ist Managementberater und -trainer sowie Präsident des BDVT e.V.

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FOOD + BEVERAGE MANAGEMENT ASSOCIATION E.V. Sekretariat: Lena Kraft · Tel. +49 (0)6035-917462 · Fax +49 (0)6035-917467 · fbma.kraft@lena-kraft.de · www.fbma.de

»Dream Team« siegt Geglückte Titelverteidigung: Nach 2011 holte sich das »Dream Team« des gastgewerblichen Fachverbandes FBMA erneut den Titel im Mannschaftswettbewerb »The Dream Team« in Kuala Lumpur

Alle zwei Jahre treffen sich dort beim internationalen Gastronomiewettbewerb »Culinaire Malaysia« ambitionierte Teams bestehend aus je drei Nachwuchsfachkräften aus Küche, Service und Bar zum Leistungsvergleich. Seit 2011 beteiligt sich die deutsche Food + Beverage Management Association mit einem eigenen Team an diesem Disziplinen übergreifenden Wettbewerbsformat, das es in dieser Form bisher nur in Asien gibt. Das aus einem landesweiten Casting hervorgegangene »FBMA-Dream Team 2013«

Sponsoren des »Dream Teams«

Sie siegten für Deutschland: Die drei Studenten der Hotelfachschule Hamburg holten sich den Sieg im »Dream Team«-Wettbewerb in Kuala Lumpur mit ihrer überzeugenden Mannschaftsleistung in Küche, Service und Bar. V.li.: Marina Ganz (Service), FBMA-Präsident Udo Finkenwirth, Lisa Korth (Küche), Rico Bannow (Bar)

besteht aus drei Studenten der Hotelfachschule Hamburg: Lisa Korth (Köchin), Marina Ganz (Restaurantfachfrau) und Rico Bannow (Barkeeper). Die drei jungen Fachkräfte gingen am 19. September 2013 hochmotiviert an den Start. Gefordert waren die Zubereitung und der Service in englischer Sprache ihres VierGänge-Menüs unter dem Motto »Fresh Sense of Europe«. In dem zweistündigen Wettbewerb liefen die Drei zur Bestform auf: »Durch unsere gute Teamarbeit konnten wir unseren Gästen eine gelungene Show bieten.« Kurz vor dem Startschuss wurde dem Team noch eine große Ehre zuteil: Ein Mitglied des malayischen Königshauses, 72 TOP HOTEL | 10 /2013

Ihre Hoheit Tengku Puan Pahang, Tunku Hajjah Azizah Aminah Maimunah Iskandariah, kam mit ihrem Gefolge vorbei und wünschte Lisa Korth, Marina Ganz und Rico Bannow viel Glück für den Wettbewerb. Bei der Siegerehrung am 20. September 2013 wurden die Platzierungen bekanntgegeben: Deutschland holte sich den Titel vor dem Team aus Malaysia. Insgesamt nahmen neun Teams aus mehreren asiatischen Ländern sowie Deutschland teil. Der erneute Titelgewinn führte zu wahren Begeisterungsstürmen beim Team: »Wir sind völlig überrascht und freuen uns unendlich. Es ist einfach großartig, dass es gelungen ist, die hohen


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VERBÄNDE & KOOPERATIONEN

Erwartungen zu erfüllen und den Titel noch einmal nach Deutschland zu holen!« Den Sieg gebracht hat nach Einschätzung der beiden Teamleader Oliver Gade und Christina Merz das gelungene Arbeiten Hand-in-Hand, die flexible Koordination der Abläufe und der spaßvolle Umgang mit den Gästen. »Die ganze Präsentation unter dem Motto ›Fresh Sense of Europe‹ war rundum stimmig: Von den Cocktails, dem Menü, der Tischdekoration und den Speisekarten bis zur Unterhaltung der Gäste.« Mit dem Team freute sich der FBMAPräsident Udo Finkenwirth: »Mit dem zweiten Titelgewinn konnten wir eindrucksvoll das Qualitätsniveau sowohl der Gastronomie in Deutschland als auch unserer Ausbildung unter Beweis stellen. Die große Begeisterung und Sympathie, auf die wir hier in Kuala Lumpur getroffen sind, macht die FBMA-»Dream Teams« zu Botschaftern Deutschlands, sogar ganz Europas, in Asien. Zugleich sind die drei Spitzenkräfte der beste Beweis dafür, welche vielfältigen Möglichkeiten die Berufe im Gastgewerbe bieten.« Der FBMAPräsident hob hervor, dass diese Leistung nur mit Hilfe der großartigen Unterstüt-

FBMA Termine 2013 27. – 28.10. Regionalmeeting Nord 10. – 11.11.

Herbsttagung Bamberg

1. – 2.12.

Regionalmeeting Ost

8. – 9.12.

Regionalmeeting West

Hospitality Management School 30.10. – 1.11. HMS Wein Camp Mosel 18. – 20.11.

HMS für Schichtleiter I mit Trendtour Frankfurt

zung von Seiten der Fachverbände VSR, DBU und der Sponsoren möglich war. Großes Lob gab es vom Präsidenten für die beiden Teamleader Oliver Gade und Christina Merz, die das Team während der mehrmonatigen intensiven Trainingsphase und vor Ort in Kuala Lumpur betreuten: »Ich bin sehr stolz auf die drei Hamburger und die Teamleader. Insbesondere auch auf Oliver Gade, der es – wie 2011 bereits – wieder verstanden hat, ein tolles

Einer für alle – alle für einen: Nach mehreren Monaten intensiver Zusammenarbeit stimmten die Teamleader Oliver Gade (li.) und Christina Merz (re.) das »Dream Team« noch ein letztes Mal auf den bevorstehenden Wettbewerb ein

Team zusammenzuschweißen. Er hat einmal mehr für eine perfekte Organisation gesorgt. Christina Merz hat mit ihrer Kompetenz als Spitzenköchin und ihrer Erfahrung als Mitglied des siegreichen »Dream Teams 2011« einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet, dass das Team punktgenau am Wettkampftag in Höchstform war.« Während der Messetage gab es reichlich Gelegenheit für Kontakte zu Kollegen aus ganz Asien. Rund 20.000 Besucher kamen zur Messe Food & Hotel Malaysia (FHM) und über 1000 Fachkräfte nahmen am parallel stattfindenden Gastronomiewettbewerb »Culinaire Malaysia« mit seinen 38 Wettbewerbskategorien teil. Erfahrungsaustausch und Netzwerkbildung stehen für Udo Finkenwirth bei internationalen Wettbewerben im Mittelpunkt: »Das Team hat sich bestens mit den anderen Teilnehmern und Gastgebern verstanden. Der Austausch untereinander ist unheimlich wichtig. Durch das Engagement der FBMA hier in Kuala Lumpur ist die Verbundenheit mit unseren Freunden aus der International Food & Beverage Association IFBA noch einmal verstärkt worden.« TH

Königlicher Besuch am Tisch des deutschen »Dream Teams«: Ihre Hoheit Tengku Puan Pahang, Tunku Hajjah Azizah Aminah Maimunah Iskandariah mit Gefolge 10 /2013 | TOP HOTEL 73


FCSI_10_2013 09.10.13 16:15 Seite 74

FOODSERVICE CONSULTANTS SOCIETY INTERNATIONAL DEUTSCHLAND-ÖSTERREICH E.V. Telefon +49 (0)211-5203627 · Fax +49 (0)211-5203626 · info@fcsi.de · www.fcsi.de

Schon heute das Morgen gestalten Die Faktoren einer erfolgreichen Unternehmensnachfolge sind das zentrale Thema der diesjährigen FCSI-Jahrestagung am 16. November 2013 im Hotel andel’s Berlin

Die Gestaltung der Unternehmensnachfolge gehört zu den wahrscheinlich größten Herausforderungen für mittelständische Betriebe in Hotellerie und Gastronomie. Eine emotionale Bindung an das mit viel eigenem Herzblut aufgebaute Haus, der enge Kontakt mit zahlreichen Stammgästen und die oftmals langjährige Zusammenarbeit mit einzelnen Mitarbeitern machen es vielen Gastgebern schwer, von ihrem Lebenswerk zu lassen und sich zur Ruhe zu setzen. Deshalb ist eine für beide Seiten tragbare Nachfolgeregelung besonders wichtig, um negative Strukturveränderungen zu verhindern. Banken, Institutionen und Verbände raten dazu, sich bei jeder Unternehmensübernahme möglichst frühzeitig von einem unabhängigen Berater – z.B. aus dem Kreis des FCSI – begleiten zu lassen. Er hilft zu rechnen und strategisch zu planen, moderiert und begleitet auf dem Weg zu einer klaren Entscheidung im Sinne von Übergeber und Übernehmer. Den richtigen Zeitpunkt für den Stabwechsel zu finden, ist von außen schwer zu beurteilen. Sieht man von Einflussfaktoren wie etwa Krankheit ab, muss jeder Unternehmer selbst wissen, wie seine Zukunft aussehen soll und wie er sein weiteres Leben gestalten möchte. Diese Antwort kann ihm kein Berater geben. Allerdings ist besondere unternehmerische Weitsicht gefragt, wenn es keinen potenziellen Nachfolger innerhalb der Familie gibt. Jeder führt ein Unternehmen auf seine Art. Machen Sie sich klar: Eine Neuauflage der eigenen Persönlichkeit wird es nicht geben. Die Leitfrage bei der Auswahl ist also nicht: Macht es mein Nachfolger wie ich? Sondern: Ist er in der Lage, den Kern des Unternehmens zu erhalten, dessen Fortbestand und damit die Arbeitsplätze der Mitarbeiter zu sichern?

Ralf Schibelius Ringhotels 74 TOP HOTEL | 10 /2013

Josef Meringer FCSI

Ernst Fischer DEHOGA

Wer voll im Betrieb steht, will oft keinen Gedanken verschwenden, was bei plötzlicher Krankheit oder gar im Todesfall passieren kann. Dabei wären gerade in diesem Fall sowohl die Familie wie auch der Betrieb gut abgesichert, wenn es klare Regelungen, ein Testament oder einen Notfallplan gibt. »Mein Vater war ein sehr guter Unternehmer und ist leider viel zu früh mit 55 Jahren verstorben. Aufgrund seiner Agilität und Spontaneität hat er jedoch eine geregelte Übernahme komplett vergessen bzw. gar nicht in Betracht gezogen, dass auch er einmal nicht mehr sein könnte«, so ein betroffener Hotelier. Welche klassischen Fallstricke es gibt, was es zu beachten gilt und wo die Chancen liegen, beleuchten renommierte Referenten und Experten des FCSI im Rahmen der FCSI Jahrestagung am Samstag, 16. November 2013 im Hotel andel’s Berlin. Die Teilnahme steht allen interessierten Unternehmern, Inhabern von privaten Hotels und Gastronomen offen. Im Pauschalpreis von 229 Euro sind die ganztägige Fachtagung inklusive Tagungspaket, Pausen und Lunch sowie die festliche Abendveranstaltung enthalten. Bei Anreise am Freitag kostet das komplette Programm einschließlich Welcome-Abend im andel’s hoch über der Skyline von Berlin 249 Euro. Als prominenten Gastredner begrüßt der FCSI den DEHOGAPräsidenten und diesjährigen Preisträger der Brillat Savarin-Plakette, Ernst Fischer. Auch er stand einst vor der Frage, wie es mit dem von seinen Eltern übergebenen Betrieb in Tübingen weitergehen soll. Ende der 1970er-Jahre haben er und seine Frau Brigitte das Landhotel Hirsch in Bebenhausen von seinen Schwiegereltern übernommen. HILDEGARD DORN-PETERSEN, FCSI

Klaas Nobel Gasthaus Nobel

Ralph Winterhalter Winterhalter Gastronom GmbH


FCSI_10_2013 09.10.13 16:15 Seite 75

VERBÄNDE UND KOOPERATIONEN

Freitag, 15. November 15 bis 18 Uhr

Mitgliederversammlung, Saal »Granat«

ab 19 Uhr

Welcome-Abend im »Sky-Café«

PROGRAMM

Samstag, 16. November 9.00 Uhr

Martin Rahmann FCSI

Begrüßung Präsident FCSI

9.30 Uhr

Ernst Fischer

DEHOGA-Präsident und diesjähriger Preisträger Brillat Savarin-Plakette Einsteigen und übernehmen – auch eine persönliche Erfahrung

10.00 Uhr

Dr. Alexander Koeberle-Schmid

Unternehmensnachfolge zwischen Ratio und Emotion Strategieempfehlungen eines renommierten Spezialisten, der selbst einer Hoteliersfamilie entstammt

10.45 Uhr

Kommunikationspause mit Mitgliedern des FCSI Deutschland-Österreich und Partnern aus der Industrie

11.30 Uhr

Klaas Nobel

Gasthaus Restaurant Nobel-Moordeich. Gastlichkeit seit 1869, in 5. Generation Beispiel einer erfolgreichen Unternehmensübergabe in der Gastronomie (mit Martin Rahmann FCSI)

12.00 Uhr

Björn Grimm FCSI

Unverhofft kommt oft – und dann...?! Vorausschauende Vorsorge schafft Klarheit für die Nachfolge

12.30 Uhr

Diskussionsrunde mit allen beteiligten Referenten auf der Bühne

13.00 Uhr

Mittagessen im »Café Nachfolge« Smalltalk der Generationen

14.15 Uhr

Ralph Winterhalter

66 Jahre weltweite Firmengeschichte Erfolgreicher Unternehmensübergang in die dritte Generation

14.45 Uhr

Ralf Schibelius

40 Jahre Ringhotels von 1973 bis heute Herausforderung der Unternehmensnachfolge in einer Hotelkooperation

15.15 Uhr

Kommunikationspause mit Mitgliedern des FCSI Deutschland-Österreich und Partnern aus der Industrie

16.00 Uhr

Thomas Röckelein FCSI

19.30 Uhr

Aperitif / Gala Dinner

Den Tatsachen ins Auge blicken – Was ist unser Betrieb de facto wert?

Moderation: Josef Meringer FCSI

Sonntag, 17. November gemeinsames Frühstück, Abreise

Weitere Infos: www.fcsikompetenzforum.de

Martin Rahmann FCSI

Dr. Alexander Koeberle-Schmid Björn Grimm INTES FCSI

Thomas Röckelein FCSI 10 /2013 | TOP HOTEL 75


GAD10_2013 09.10.13 08:17 Seite 76

GASTRONOMISCHE AKADEMIE DEUTSCHLANDS E.V. Tel. +49 (0)2932-8945355· Fax +49 (0)2932-931007 · info@gastronomische-akademie.de · www.gastronomische-akademie.de

Rumohr-Ring für Mosimann Im Rahmen der 54. Jahrestagung der GAD erhielt der Schweizer Koch die höchste Auszeichnung der GAD. Den Auftakt der Veranstaltung bildete ein kulinarischer Talk zum Thema »Kulturerbe Kochkunst – auf dem Weg zum UNESCO-Kulturerbe?«

Am 21. September 2013 verlieh die GAD in Baden-Baden zum Höhepunkt ihrer glanzvollen 54. Jahrestagung den 19. Rumohr-Ring. Der Carl-Friedrich-von-Rumohr-Ring, mit dem die GAD Gastronomische Akademie Deutschlands e. V. in unregelmäßigen Abständen Persönlichkeiten für besondere Verdienste um die Kochkunst sowie die Wein- und Tafelkultur ehrt, erinnert an den großen deutschen Kunsthistoriker, Schriftsteller, Zeichner und Maler, Agrarhistoriker und Gastrosophen Carl Friedrich von Rumohr (1785 bis 1843). Die Auszeichnung ging dieses Mal an den »Koch der Royals«, den 66-jährigen Schweizer und Kosmopoliten Anton Mosimann OBE. »Eine Persönlichkeit, die in ihrer Bescheidenheit, Lebensleistung und Ausstrahlung fasziniert. Ich denke, wir haben einen ›Großen der kochenden Zunft‹ geehrt«, erklärt GAD-Pressesprecher Hans G. Platz.

Kulturerbe der Menschheit Bild oben: GAD-Präsident Hubert Möstl verlieh den Rumohr-Ring (u.li.) an Anton

Auftakt der Baden-Badener Veranstaltung war ein kulinarischer Talk zu der von der GAD gestellten Frage: »Kulturerbe Kochkunst – auf dem Weg zum UNESCOWeltkulturerbe?«. Mit einem Impulsvortrag eröffnete die Baden-Badener Kulturjournalistin Andrea Schmoll die Talkrunde. Sie forderte ein Kulturerbe Kochkunst als europäische Bewegung, »denn das Reden und Schreiben über die Kochkunst ist längst eine eigene Disziplin, Gastrosophie genannt, dies auch und insbesondere in Zeiten von Apps und Kochshows.« Das Wort »Kulturerbe« ist nicht nur unbegrenzt haltbar, es spiegelt zugleich, 76 TOP HOTEL | 10 /2013

Mosimann im Beisein von Ehefrau Kathrin, Laudator Stefan Quante und Wolfgang Gerstner, OB von Baden-Baden (v.li.); unten: Andrea Schmoll, Uwe Frenzel, Anton Mosimann OBE, Sonja Quandt und Stefan Quante (v.li.) beim kulinarischen Talk

welche Bedeutung und welche Auswirkung die Kochkunst auf eine Gesellschaft hat. Sie besitzt das Potenzial, ein Kulturerbe der Menschheit, nicht nur in Frankreich oder Deutschland, sondern in ganz Europa zu sein: »Kochkunst hält nicht nur Leib und Seele zusammen, sie bestimmt sie und wird von ihnen bestimmt. Vor allem gibt es derart viele wechselseitige Einflüsse, dass man von einer interdisziplinären wie grenzüberschreitenden Erscheinung spre-

chen kann, auch was die geografischen Grenzen angeht.« Dies war Tenor der von Andrea Schmoll moderierten Talkrunde, an der neben Anton Mosimann OBE auch der WDR-Fernsehjournalist Stefan Quante, der Kochbuchsammler Uwe Frenzel sowie die Chefin der Manufaktur KühnSilber, Sonja Quandt, teilnahmen, und diese Frage kompetent und unterhaltsam nicht zuletzt mit dem fachkundigen Publikum diskutierten. TH


Landidyll_10_13 09.10.13 08:18 Seite 77

VERBÄNDE & KOOPERATIONEN

LANDIDYLL HOTELS & RESTAURANTS Telefon+49 (0)3643-49150 · Fax+49 (0)3643-491515 · zentrale@landidyll.com · www.landidyll.com

Landidyll Trainingsakademie Gemeinsam mit dem Partner Consemo bietet die Marketingkooperation für die Landidyll-Hoteliers und deren Mitarbeiter bereits das dritte Jahr in Folge einen umfangreichen Seminarplan mit praxisnahen Themen für alle Hotelbereiche an

Mehr als 12.000 Teilnehmer hat Consemo-Geschäftsführerin und NLP Lehrtrainerin Vaya Wieser-Weber seit 2001 trainiert. 2010 gründete sie das Trainingsinstitut Consemo (conscious emotions) mit der Vision, Personal- und Persönlichkeitsentwicklung auf Basis von Emotionen hin zu mehr Energie, Kraft, Lebensfreude und Positivität am Arbeitsplatz zu fördern.

Emotionen steuern Verhalten Ergebnisse aus der Hirnforschung haben belegt, dass Menschen Entscheidungen nur aufgrund von Emotionen treffen – erst im Nachhinein liefert der Verstand eine vermeintliche Erklärung dazu. Demnach sind es Emotionen, die das Verhalten, die Kommunikation, Entscheidungen und somit auch die Ergebnisse steuern. Diesen Erkenntnissen entsprechend liegt der Schwerpunkt der angebotenen Seminare von Consemo • auf dem Wahrnehmen, dem positiven Beeinflussen und Steuern von Emotionen bei sich selbst, im Team und im Unternehmen,

Vaya Wieser-Weber bietet Workshops zur Personal- und Persönlichkeitsentwicklung auf Basis von Emotionen an

• auf der Entfaltung der emotionalen Kompetenz hin zu mehr Positivität, positiver Kraft und Energie – sowohl beim Einzelnen als auch im Unternehmen, • darin, mehr gute Gefühle im beruflichen Kontext zu erleben und auszustrahlen sowie mit mehr Leichtigkeit, Freude und

Themen der Landidyll Seminare 2013/2014: • Work-Life-Balance Präventionsseminar • Echte Stars – die Landidyll Köche! • Das Landidyll Visionsseminar • Einfach mehr Freude am Housekeeping • Empfang: Telefonverkauf mit Esprit und sicher bei Beschwerden!

• Starke Mitarbeiterschulungen selbst durchführen! • Power Seminar: Private Feiern, Hochzeiten und Tagungen erfolgreich verkaufen! • Restaurant: Verkaufen mit Esprit und sicher bei Beschwerden! • Basics für Führungskräfte

Energie die Dinge zu tun, die je nach Position zu tun sind. Die Power-Workshops von Vaya WieserWeber sind eine Mischung aus neurolinguistischem Programmieren (NLP), Positiver Psychologie und aktuellen Erkenntnissen der Neurologie. Bereits das dritte Jahr in Folge bietet Consemo speziell für Landidyll ein maßgeschneidertes Seminarprogramm an (siehe unten). »Die Zusammenarbeit mit Landidyll ist für mich eine ganz besondere«, sagt die Geschäftsführerin des Trainingsinstituts Consemo. »Ich unterstütze die Teilnehmer dabei, neben Fähigkeiten und Wissen vor allem das Bewusstsein über die Unternehmensidentität, die besonderen Werte, die Philosophie und die Einzigartigkeit in den Köpfen und Herzen der Mitarbeiter zu verankern. Diese Aufgabe ist unwahrscheinlich spannend, weil sich Landidyll nicht einfach nur nach außen speziell positioniert, sondern bis in die Grundwurzeln wirklich so ›tickt‹. Das Unternehmen ist kongruent bis in die Fußspitzen«, zeigt sich Vaya Wieser-Weber begeistert. TH

Zusatzangebot Vaya Wieser-Weber bietet eine zehntägige Ausbildung zum »NLP Business Practitioner« mit international anerkannter Zertifizierung an. Teil 1: 18. bis 22. Februar 2014 Teil 2: 11. bis 15. März 2014 Der Veranstaltungsort ist Kitzbühel. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.consemo.eu 10 /2013 | TOP HOTEL 77


Selektion_10 09.10.13 14:02 Seite 78

SELEKTION DEUTSCHER LUXUSHOTELS Tel. +49 (0)40-34940 · Fax +49 (0)40-34942600 · hamburg@fairmont.com · www.selektion-deutscher-luxushotels.com

Der Countdown läuft Am 28. Oktober 2013 findet im Kölner Excelsior Hotel Ernst die Endausscheidung des »Azubi-Contest« statt. Haben die neun Finalisten alle Aufgaben erfolgreich hinter sich gebracht, winken den drei Besten Gutscheine für eine Weiterbildung am IST-Studieninstitut

»Leidenschaft ist wichtig. Wer Leidenschaft für seinen Beruf hat, der empfindet mehr Begeisterung und Befriedigung und ist auch willens, sein Bestes zu geben«, so Schirmherr Christian Rach über die Ausbildung im Gastgewerbe. Diese Leidenschaft ist in diesen Wochen unter den Auszubildenden der Mitgliedshäuser der Selektion Deutscher Luxushotels besonders deutlich zu spüren: Der »AzubiContest« naht und die neun Teilnehmer stehen jetzt fest. Die schriftliche Vorentscheidung, an der rund 200 Auszubildende teilnahmen, fand bereits im Juni statt. Die jeweiligen Gewinner der einzelnen Häuser bereiten sich nun auf die Endausscheidung vor, die am 28. Oktober 2013 im Kölner Excelsior Hotel Ernst unter den Augen der strengen Jury, den Human Resources Managern des Verbunds sowie des Schirmherrn Christian Rach stattfinden wird. Während die schriftliche Prüfung aus fachspezifischen und Fragen zur Allgemeinbildung bestand, erwartet die Finalisten Ende Oktober eine Mischung aus schriftlicher und praktischer Prüfung, deren Aufgaben jedes Jahr neu festgelegt werden. Zwei der Prüfungsinhalte sind den Teilnehmern allerdings bereits bekannt: Zum einen sind sie aufgefordert, ein Haus der Selektion in einer Präsentation vorzustellen, für die sie die Form frei wählen können. Zum anderen darf natürlich die Blindverkostung als traditioneller Bestandteil des Wettbewerbs nicht fehlen. Wenn möglich, betreut diesen Schirmherr Christian Rach gern persönlich. Der Wettbewerb steht ganz im Zeichen der Aus- und Weiterbildung: Neben Übernachtungen in den Mitgliedshäusern des Verbunds werden die ersten drei Plätze 78 TOP HOTEL | 10 /2013

Bei der Blindverkostung sehen die HRManagerin der Selektion, Schirmherr Christian Rach (Mitte) und der Vorsitzende der Selektion Deutscher Luxushotels, Ingo C. Peters (re.), genau hin. Wer den Contest gewinnt, entscheidet die Jury

mit Gutscheinen im Wert von 500 bis 3000 Euro für Weiterbildungslehrgänge des renommierten IST-Studieninstituts in Düsseldorf prämiert. Das IST-Studieninstitut ist seit 2012 Kooperationspartner der Selektion Deutscher Luxushotels. Der »Azubi-Contest« ist ein fester Bestandteil des Nachwuchsprogramms der Selektion Deutscher Luxushotels »Selek-

tion fördert« und wurde vor elf Jahren ins Leben gerufen. Das Programm bietet jungen Talenten neben dem Contest auch spezielle einjährige Trainingsprogramme in den einzelnen Hotels an. Mehr Informationen und Details zum Programm »Selektion fördert« sind auf www.selektion-deutscher-luxushotels.de erhältlich. TH


Verbände-VSR_10 09.10.13 10:14 Seite 79

VERBÄNDE & KOOPERATIONEN

VERBAND DER SERVIERMEISTER, RESTAURANT- UND HOTELFACHKRÄFTE E.V. Telefon +49 (0)8031-4093600 · Fax +49 (0)8031-4093601 · info@vsr-online.de · www.vsr-online.de

Der Fasan ist ausgegangen Nicht immer erhält der Gast im Restaurant das, was er gerne hätte. Peter Braune macht sich Gedanken über die Qualität der Ausbildung in der Branche

Wir verlebten einen Wochenendurlaub im Nordschwarzwald. Am Sonntag suchten und fanden wir ein Restaurant für das Mittagessen. Nachdem wir Platz genommen hatten, nannten wir der Kellnerin unsere Wünsche und warteten auf die Getränke. Am Nachbartisch wurde ein älteres Ehepaar platziert, dem die Servicekraft die Standardkarte reichte. Sie studierten das Angebot und diskutierten darüber, was sie bestellen wollen. Nach einiger Zeit kehrte die Mitarbeiterin zurück. Da das Ehepaar sich noch nicht sicher war, nahm sie die Bestellung für die Getränke auf. Beim Getränkeservice hatte sich das Paar schließlich für den Fasan mit Rotkohl und Klößen entschieden. Die Servicekraft notierte die Bestellung und ging in die Küche. Nach wenigen Minuten kam sie mit einer traurigen Meldung zurück: »Der Fasan ist ausgegangen!« Wie peinlich, dachte ich, der einzige Fasan, der auf der Karte angeboten wurde, hatte seinen freien Tag genommen und war ausgegangen. Die Servicekraft überreichte ihren Gästen erneut die Speisekarte. Deren nonverbale Kommunikation ließ einen gewissen Grad an Enttäuschung erkennen. Da hatten die beiden rund 15 Minuten überlegt und diskutiert, bevor sie zu einer Entscheidung kamen ... Doch nun schaltete die Ehefrau schnell. Ohne noch einmal in die Karte gesehen zu haben, rief sie der Mitarbeiterin nach, dass sie gerne einen kleinen Schweizer Wurstsalat hätte. Diesen hatte sie offenbar in ihrem Blickwinkel, denn eine Portion stand vor mir auf dem Tisch. Blitzartig hatte sie kombiniert: Wenn der Nachbar einen kleinen Schweizer Wurstsalat bestellt hat und dieser dann auch serviert wurde, dann ist sicher noch eine zweite Portion in der Küche vorhanden.

Ärgerlich für den Gast: Das gewünschte Gericht ist nicht mehr vorrätig

Es verging wieder etwas Zeit. Die Servicemitarbeiterin erschien erneut, um die Bestellung des inzwischen schon etwas verzweifelt schauenden Ehemannes zu notieren. Der blieb tapfer bei seinem Wunsch, an diesem Tag Wild zu genießen und entschloss sich für das Gulasch vom Hirsch mit Rotkohl und Klößen. Ich spürte, wie in der Kellnerin das Grauen und die Angst hochstiegen. Jetzt nur nicht noch so eine Panne. Das stand ihr, gut lesbar, auf die Stirn geschrieben. Daher meinte sie, freundlich lächelnd: »Da muss ich erst einmal in der Küche fragen, ob der da ist!« Trotz aller Gästeorientierung versuchte sie schnell den Ort des Grauens zu verlassen. Im Gehen und schon vom Gast abgewandt hörte sie noch dessen verzweifelten, resignativen, aber fast schon humorvollen Text: »Wenn der Hirsch auch aus ist, dann nehme ich eine Portion Käsenudeln und dazu einen Karottensalat!« Wir hatten inzwischen mit dem Essen begonnen. Die Forelle Müllerin, auf die sich

meine Frau so gefreut hatte, entpuppte sich als zwei Forellenfilets nach Müllerin Art. Die jeweiligen Filetenden hatten sich schon ein wenig hin zur Restaurantdecke gerollt. Sie hatten sich offenbar, obwohl sie kopflos waren, mit den in den Filetstücken verbliebenen Restnerven gegen den zu langen Garprozess gewehrt. Am Nachbartisch wurde die Bestellung des Herren serviert. Es waren die Käsenudeln mit einer Portion Karottensalat. Offenbar waren der Fasan und der Hirsch gemeinsam ausgegangen. Ich hoffe, sie hatten viel Spaß an diesem Tag. Bei den Gästen konnte ich den nicht erkennen. Was zurückblieb, waren enttäuschte Restaurantbesucher, eine Umsatzeinbuße für die Gastgeber und eine frustrierte Servicemitarbeiterin. Mein Fazit aus diesem Erlebnis: Ich vermute, dass der Küchenchef vor 1998 gelernt hat. Danach hätte ihm sein Ausbilder beigebracht, dass die Fertigkeiten und Kenntnisse unter Einbeziehung selbstständigen Planens, Durchführens und Kontrollierens zu vermitteln sind. Gut, dass wir heute eine Ausbildungsordnung haben, die hoffentlich dazu beiträgt, dass solche Erlebnisse nach und nach nicht mehr vorkommen. Die sollten die Ausbilder dieses Unternehmens einmal lesen, damit sie die Berufsbildpositionen und Lernziele in Zukunft kennen und vermitteln. TH

Peter Braune, Gründungs- und Ehrenmitglied des VSR, ist deutschlandweit als Berater tätig, um die Aus- und Weiterbildung der gastgewerblichen Berufe voranzutreiben. 10 /2013 | TOP HOTEL 79


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»Man braucht optimaler Weise sechs Monate, um ein Hotel zu verstehen, und zwei Jahre, um es neu konzeptionieren zu können.« GM Hansjörg Hefel (mit Innenarchitektin Katharina Schmid)

Der

UmbauManager


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UMBAU & MODERNISIERUNG INVESTITION

Dem Zürich Marriott Hotel hat Hansjörg Hefel innerhalb von fünf Jahren ein Umsatzplus von über 30 Prozent beschert, indem er es von Grund auf modernisieren ließ. Nun nahm sich der GM das zentraleuropäische Flaggschiff der Gruppe vor – mit einem ambitionierten Ziel: Das Frankfurt Marriott Hotel & Conference Center soll das führende Tagungshotel der gesamten Rhein-Main-Region werden und seinen Marktanteil unter den Frankfurter Hotels innerhalb der nächsten zwei Jahre um mindestens zehn Prozent steigern

W

as für den Rennfahrer der »Duft« von Benzin ist, das ist für Hansjörg Hefel der Staub − pures Adrenalin, sozusagen. Je dicker die Wolke ist, die er aufwirbelt, desto besser. Denn Staub ist ein Zeichen dafür, dass etwas passiert – und wenn etwas passiert, ist Hansjörg Hefel glücklich. Also strahlte der 47-jährige Manager, als er im Juli dieses Jahres seinen Besuch durch die Etagen des Frankfurt Marriott führte. Denn zu diesem Zeitpunkt passiert hier gerade richtig viel. Sämtliche 587 Zimmer und Suiten in Deutschlands höchstem Hotel (159 m) wurden renoviert, die Executive Lounge im 43. Stock modernisiert und der Gastronomiebereich in der Lobby umgebaut. Zehn Millionen Euro wurden allein in diese Maßnahmen investiert − nachdem bereits vor zwei Jahren der Ballsaal des Hotels neu gestaltet und die Außenfassade des Gebäudes energieeffizient saniert wurden. Insgesamt wurden für die Renovierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre 50 Millionen Euro aufgewendet. Dass sich die Vorgabe, pünktlich zur IAA im September mit allem »durch« zu sein, dann auch tatsächlich realisieren ließ, dafür steht Hansjörg Hefel. Schließ-

vorher

nachher

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Renovierung des Frankfurter Hauses kostete insgesamt 50 Millionen Euro 10 /2013 | TOP HOTEL

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Umbau_10 08.10.13 15:06 Seite 82

INVESTITION UMBAU & MODERNISIERUNG

lich hat er schon bei seinen letzten Umbauprojekten – dem Renaissance Zürich Hotel und dem Zürich Marriott Hotel – quasi das Unmögliche möglich gemacht: »Da liefen Wetten unter den Baufirmen, ob der Terminplan einzuhalten sei – aber wir haben es jedes Mal geschafft«, erzählt der gebürtige Vorarlberger, nicht ohne dabei vergnügt zu grinsen. Wenn es darum geht, ein Bauvorhaben sinnvoll zu planen, stringent durchzuziehen und pünktlich zu beenden, ist für Hefel eine gute Vorarbeit die halbe Miete. Dazu gehört auch genügend Zeit, um sich in ein Hotel hineinzudenken: »Man braucht optimaler Weise sechs Monate, um ein Hotel zu verstehen, und zwei Jahre, um es neu konzeptionieren zu können.« Wenn das gedankliche Gerüst für den Umbau steht, studiert Hansjörg Hefel jeden Originalbauplan und alle alten Baugenehmigungen, um vor Überraschungen so gut es geht gefeit zu sein. Dann − Tipp 1 − heißt es: »Fertig planen, bevor man anfängt – also detaillierte Ablauf- und strikte Zeitpläne für alle Gewerke erstellen, die jede Baufirma und jeder Handwerker unterschreiben müssen.« Wer sich nicht daran hält, kann durchaus in Bedrängnis kommen. In Frankfurt beispielsweise passierte Folgendes: »Der Malermeister, der den Terminplan nicht einhielt, wurde schon nach kurzer Zeit vom Teppichleger überholt«, schildert Hefel. Konfrontiert mit erheblich mehr Arbeitsaufwand auf eigene Kosten, verdreifachte der Maler jedoch 82 TOP HOTEL | 10 /2013

Das Planen im Voraus ist das A&O für einen reibungslosen Umbau bei laufendem Hotelbetrieb: Hansjörg Hefel (li.) und Mike Hoffmann von der Firma Gerloff bei der Arbeit

TOP-PARTNER MARRIOTT HOTEL FRANKFURT

Frankfurt Marriott Hamburger Allee 2 60486 Frankfurt Telefon 069-79550 www.marriott.de Direktor Hansjörg Hefel Umbau-Investitionsvolumen insgesamt 50 Mio ¤ Logis 564 Zimmer und 23 Suiten auf 44 Etagen Veranstaltungsfläche 3091 qm (25 Meetingräume)

flugs seine Mannschaft und holte innerhalb einer Woche den Rückstand wieder auf. Damit war auch die Verbindlichkeit des Terminplans geklärt. Der zweite Tipp des Umbau-Managers lautet: »Der billigste Handwerker ist nicht immer die günstigste Lösung. Das Wichtigste an einem Umbau ist die Logistik – und eine nicht funktionierende Logistik kann richtig teuer werden.« Also sollte bei der Vergabe der Aufträge unbedingt auch danach entschieden werden, welche Firmen schon einmal an einem Hotelumbau mitgearbeitet haben – und zwar bei laufendem Betrieb. Wie unabdingbar es ist, dass alle Rädchen nahtlos ineinander greifen, dafür ist die Renovierung des Frankfurt Marriott ein gutes Beispiel. Von Anfang März bis Anfang September galt es, die in den Etagen 28 bis 44 liegenden Zimmer nahezu in Rohbauzustand zu versetzen, vom Boden über die Wände bis zur Elektrik umzubauen und praktisch neu einzurichten. Auch die Bäder wurden einem Facelift unterzogen. Gearbeitet wurde immer in fünf Etagen gleichzeitig − in einem rotierenden Verfahren von oben nach unten. Während beispielsweise in Etage 34 noch der erwähnte Staub qualmte, Möbel entsorgt, Teppichböden herausgerissen und Tapeten abgelöst wurden, befand sich Etage 35 schon in sauberem Rohbauzustand, wo Elektriker und Sanitärfirmen arbeiteten. In Etage 36 wurden Wände gestrichen und tapeziert sowie Teppichböden verlegt, in Etage 37 Möbel eingebaut und Lampen installiert, und Etage 38 lag mit dem Einrichten, Dekorieren, dem Aufstellen der neuen 42-Zoll-LCD-Fernseher und der Endreinigung voll im Finish. Rund um die Uhr an sechs Tagen pro Woche war die Baucrew zugange. Baumaterial und Möbel mussten in der Nacht geliefert und nach oben in die Stockwerke transportiert werden − schließlich wurden die Serviceaufzüge während des Tages für den laufenden Betrieb benötigt. 160 bis 170 Bauarbeiter und Handwerker arbeiteten während der Umbauphase gleichzeitig im Hotel. Dass die Gäste davon kaum etwas mitbekamen, lag an den strikt eingehaltenen »Lärmzeiten« von 14 bis 17 Uhr und auch am Bemühen des Bautrupps. Denn (Tipp 3): »Behandele Bauarbeiter und Handwerker wie deine eigenen Mitarbeiter.« Hansjörg Hefel


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Unser Thema ist Ihre Erfolgsstory verköstigte die Baumannschaft in seiner Hotelkantine (»So kommen Bau- und Hotelmitarbeiter in Kontakt und entwickeln Verständnis füreinander«), spendierte bei 30 Grad Außentemperatur auf den Etagen eine Runde Eis und versuchte auf seinen Rundgängen so viele Handwerker wie möglich mit Namen anzusprechen. »Miteinander reden und aufeinander eingehen ist das A & O«, so Hefel. Das betrifft natürlich auch die eigenen Angestellten, für die der Hotelchef einen Grillabend organisierte, um sich für deren besonderen Einsatz während der Bauphase zu bedanken. Die wichtigste Unterstützung fand Hefel aber in seinem Bauleiter Jean-Paul Lagaly, dem Chief Engineer des Renaissance Zürich Hotels, mit dem Hefel schon in Zürich zweimal erfolgreich umgebaut und den er sich eigens für Frankfurt »ausgeliehen« hatte. Und in seiner Assistentin Katharina Wolf, von ihm liebevoll »die Bautante« genannt. Alle drei eint, was Hansjörg Hefel das »Bau-Gen« nennt. Darunter subsummiert er das Interesse an Technik und die Geduld, sie zu verstehen, aber auch die Fähigkeit, sich komplett in ein anderes Metier hineinzudenken. Eine gewisse Detailbesessenheit gehört ebenfalls dazu. Vor allem aber gute Nerven − »die ersten drei Wochen sind immer der Horror.« Danach aber beginne der schöne Teil des Bauens: »Man sieht etwas wachsen. Aus Plänen, Skizzen und Mustercollagen entstehen reale Räume mit genau der Stimmung und Atmosphäre, die man ihnen zugedacht hat. Und das ist etwas ungeheuer Befriedigendes.« Ganz im Gegensatz zu dem Punkt in Flensburg, den sich Hansjörg Hefel höchstpersönlich als »Verkehrssünder« für einen nicht korrekt geschlossenen Bauzaun einhandelte. CHRISTINE LANDUA

Vom großen Erlebnishotel bis zum kleinen Landgasthof. Vom ideenreichen Konzept bis zur detailverliebten Umsetzung. Mit einem Thema von Neumeier wird Ihr Projekt zu einer wunderschönen Geschichte. Sie ist es wert, erzählt zu werden.

UMBAU-FACTS • Moderne Arbeitsbereiche: Nach dem Umbau von Lobby und Rezeption präsentiert sich das Herzstück des Marriott Frankfurt im »Great Room«-Konzept, das erstmals in einem europäischen Haus umgesetzt wurde. Wesentlicher Bestandteil ist das F&B Outlet »Cross«, das von den Gästen zum Arbeiten, für kleine Meetings oder Geschäftsessen genutzt werden soll.

• 60.000 Euro pro Jahr gespart: Das Marriott Logo an der Fassade, mit 30 Meter Breite und elf Meter Höhe der größte beleuchtete Schriftzug der Frankfurter Innenstadt, wurde ebenfalls umgerüstet. Statt Glühbirnen wurden hier energieeffiziente LEDs installiert.

• Gestochen scharf: Im Frankfurt Marriott sind zwei Hochleistungsbeamer mit 15.000 ANSI-Lumen im Einsatz. Sowohl Tagungsgäste als auch Besucher der Sportsbar kommen in den Genuss von gestochen scharfen Bildern.

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INVESTITION UMBAU & MODERNISIERUNG

Die perfekte Verwandlung Noch vor wenigen Monaten kannte man das Eisvogel Gasthof & Hotel in Bad Gögging als traditionelles Kur- und Ferienhotel. Alles Schnee von gestern. Nach einer rund sechs Millionen Euro teuren Renovierung samt Erweiterung präsentiert sich der Betrieb heute als »Ausgewähltes Wellnesshotel zum Wohlfühlen«. Im Mittelpunkt der Neupositionierung stand die Vision der Inhaberfamilie Zettl-Feldmann

Geträumt haben sie schon lange, wie Direktorin Margit Zettl-Feldmann erzählt. Genau genommen 15 Jahre lang. Und die Planung hat nochmal etwa drei Jahre gebraucht. Dann aber ging es ganz schnell. Innerhalb von zehn Monaten verwandelte sich das einstige Traditionshotel Eisvogel im niederbayerischen Bad Gögging in ein schmuckes Wellnesshotel. Die Investitionen lagen bei knapp 6,5 Millionen Euro, hinzu kommt sehr viel Herzblut, das die 46-jährige Chefin, die das Hotel

Der Umbau vom Kur- und Ferienhotel in Bad Gögging in eine Wellnessoase soll auch neue Zielgruppen – insbesondere jüngere Gäste – anlocken

84 TOP HOTEL | 10 /2013

Entspannendes Extra: Dreimal am Tag erklingt aus der Hauskapelle das »Ave Maria« – zum Innehalten – über dem Gelände. bereits seit 1988 leitet, in das Projekt gesteckt hat. Doch der Reihe nach. Bedingt durch die 85-prozentige Auslastung im Jahresdurchschnitt – bei einem Stammgästeanteil von rund 75 Prozent – war eine Er-

weiterung des familiären Gasthofs von 34 auf jetzt 58 Gästezimmer unausweichlich geworden. Mehr noch. Um auch künftig erfolgreich in der Tourismushochburg Bad Gögging wirtschaften zu können, musste auch das Angebotsprofil des Eisvogel weiterentwickelt werden. So entstand ein 1600 Quadratmeter großer Anbau für den Wellnessbereich, in dem sich nicht nur das Spa des Hauses mit seinen 15 Behandlungsräumen befindet, sondern auch das bewusst niederbayerisch genannte »Badhaus« mit Pool, Saunalandschaft, Ruheräumen, Gymnastik- und Fitnessraum. Eingebettet ist die neue Wohlfühloase in eine 8000 Quadratmeter große Grünfläche, die den Gästen im


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Sommer nicht nur als Liegewiese, sondern auch als Outdoor-Eventgelände bei Veranstaltungen dient. Um nachhaltigen Erfolg in der Wellnesshotellerie zu haben, bedarf es aber mittlerweile eines Alleinstellungsmerkmals. Aus diesem Grund erarbeitete Margit Zettl-Feldmann mit fachlicher Beratung von Wellness-Expertin Hildegard Dorn-Petersen ein Konzept, das sich an der Region, genauer gesagt dem bayerischen Hopfenanbaugebiet Hallertau, orientiert: »HopfenWell« ist sogar als Marke eingetragen und hat Auswirkungen auf das gesamte Wellnessangebot – von Hopfendoldenbädern über Hopfenölmassagen bis hin zu Hopfenpackungen. Ergänzt wird das Konzept durch heimisches, hauseigenes Moor, das Bad Gögginger Schwefelwasser und ausgewählte moderne Naturkosmetik. Als »roter Faden« wurden außerdem fünf G’s fixiert – Gesund, Genuss, Gleichgewicht, Gemach (Ruhe) und Gschaftig (Aktivität). »Jedes Angebot im Haus«, so Margit Zettl-Feldmann, »soll möglichst viele G’s in sich vereinen.« Die neue Optik des neuen Eisvogel spiegelt ein weiteres Anliegen der Hausherrin wider: dem Gast viel Platz bieten. »Wenn man nicht genügend Platz um sich herum hat, kann man nicht atmen«, erklärt die Chefin. So entstand der Anbau mit durchweg hohen Räumen und es wurde eine großzügige SpaRezeption geschaffen, die es dem Gast zudem erlaubt, etwas abseits seine Behandlungswünsche ungestört mit einem der zwölf WellnessMitarbeiter zu besprechen.

Ferner gibt es zahlreiche Ruheräume, Liegen und Kuschelecken – als Kontrast aber auch eine Bibliothek als »Ratschraum«. Und das Schwimmbad im »Badhaus« ist zwar selbst nicht allzu groß, dafür befindet es sich unter einer hohen Kuppel mit kerzenähnlichen Leuchten. Auf diese Weise wurde einerseits viel Freiraum geschaffen, andererseits können die Gäste durch die dreiseitige Verglasung hinaus ins Grüne blicken. Insgesamt fällt angenehm auf, dass das Eisvogel Gasthof, Hotel & Spa von eigenen Ideen lebt – und nicht, wie in der

Wellnesshotellerie leider oft üblich, irgendetwas nachgeahmt wurde. Zweck dieser Maßnahmen ist, sich neue Gästekreise zu erschließen. Vor allem jüngeres Publikum hat die Gastgeberin im Visier, das sie unter anderem mit Hilfe systematischer PR-Arbeit und attraktiven Pauschalen ansprechen möchte. Je nachdem wie die Verwandlung ankommt, plant Margit Zettl-Feldmann weiter für die Zukunft. »Dabei wollen wir aber nicht die Größten, sondern lieber die Besten werden.« KARIN GABLER

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INVESTITION UMBAU & MODERNISIERUNG

Die neue Penthouse Suite des Blauen Reiter in Karlsruhe belegt die oberste Etage des Hotelanbaus »KUBUS« und bietet neben Sauna und Dampfbad sowie Kitchenette einen herrlichen Blick von der Dachterrasse auf den Durlacher Turmberg

Exklusiver Würfel Mit dem »KUBUS« verfügt das Tagungshotel Der Blaue Reiter seit zwei Jahren über einen sachlicheleganten Bau, in dem zwölf zusätzliche Zimmer untergebracht sind. Diese werden jetzt um eine exklusive Penthouse Suite ergänzt, die in Karlsruhe ihresgleichen sucht

Ebenso wie im Haupthaus wurden auch im »KUBUS« – eine Wortkombination aus KUnst und BUSiness – alle Räume nach einem eigenen Konzept gestaltet. Diese präsentieren sich gleichermaßen ästhetisch wie funktionell und punkten mit großen Fotomotiven bekannter Künstler. Ab Januar steht den Gästen zusätzlich die 85 Quadratmeter große Penthouse Suite zur Verfügung, die ihren Bewohnern ein Höchstmaß an Privatsphäre garantiert. Das Top-Refugium des Blauen Reiters befindet sich auf der obersten Etage des »KUBUS«, wodurch ein erstklassiger Blick auf den Durlacher Turmberg garantiert ist. Zu den Highlights der Suite zählen die Kitchenette, die große Dachterrasse, der bewachte Privatparkplatz sowie das Bad mit Sauna und Dampfbad. Hinzu kommen der mit 50 Quadratmetern großzügige Wohn- und Essbe-

reich, in dem auch Besprechungen mit bis zu sechs Personen arrangiert werden können, sowie eine technisch hochwertige Ausstattung mit Flat-TV, DVD-Player, Dolby Surround-Sound, Klimaanlage und Fußbodenheizung. Neben der Penthouse Suite bekommt das »Ausgewählte Tagungshotel zum Wohlfühlen« noch an einer weiteren Stelle Zuwachs: Ab Januar 2014 stehen zwei weitere Langzeit-Appartements in bester Wohnlage am Geigersberg – zwei Kilometer vom Haupthaus entfernt – zur Verfügung, die jeweils rund 50 Quadratmeter umfassen. Zudem plant das Management um Direktor Marcus Fränkle auf der obersten Etage des Haupthauses einen neuen Wellnessbereich, der wohl aber erst im Winter 2014/2015 realisiert werden kann.

modernisierung: tapetenwechsel leicht gemacht – es ist angerichtet. in der neuen decomur datenbank können sie auswählen nach mustern, materialien, farben und preiskategorien und sich anregungen für digitaldruck oder eigene dessins holen. das komplette programm finden sie unter www.decomur.de

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UMBAU & MODERNISIERUNG INVESTITION

Dreifach imposantes Entree Ein enorm kurzes Zeitfenster, Renovierung bei laufendem Betrieb sowie Abbruch- und Entkernungsarbeiten in teilweise neun Metern Höhe – die Voraussetzungen für die Sanierung des gesamten öffentlichen Bereichs im Budapester Luxushotel Kempinski Corvinus hätten für den Generalunternehmer Appia Contract kaum anspruchsvoller sein können, wie auch GM Emile Bootsma unterstreicht: »Es mussten flexible Lösungen für so manches Problem gefunden werden, ohne dabei auf den sehr hohen Qualitätsanspruch zu verzichten.« Dass sich der Aufwand gelohnt hat, wird vor allem an der prachtvollen Eingangshalle deutlich, die den Gast nicht nur mit einem imposanten Treppenaufgang und zwei dreidimensional gedrehten Säulen empfängt, sondern auch mit 1200 LEDLichtpunkten an den geschmackvoll illuminierten Wänden. Im neuen Look präsentieren sich zudem der von der lokalen Kaffeehaus-Kultur inspirierte »Livingroom«, das hauseigene Restaurant im Stil eines ungarischen Wirtshauses und die »Blue Fox Bar«, bei der Appia Contract die Thekenfront blau hinterlegte und zudem aufwendige Bronzearbeiten integrierte. Info: www.appia-contract.com

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Wie klassischer Landhausstil und gezielt gesetzte Akzente für ein stimmiges Gesamtkonzept sorgen können, zeigt das Vier-Sterne-Superior-Hotel im Bergischen Land exemplarisch. Für den Umbau der Lounge mit Restaurantbereich sowie von acht Zimmern der gehobenen Kategorie übernahm XXXL neubert. Hoteleinrichtung die komplette Konzeption, Planung und Einrichtung. Dem Stil des Landhauses folgend wurden sämtliche Zimmer in Eiche Dekor mit floralen, fein strukturierten Akzenten ausgestattet. Farbige Wandstreifen, aufwendige Bettpolster mit Knopfheftung und verchromte Hirschgeweihe kamen als Eyecatcher zum Einsatz, begehbare Kleiderschränke, eine Kaffeestation und

eine Minibar sollen das Niveau des Hauses unterstreichen. In der Lounge wurde auf stimmungsvolle Brauntöne gesetzt. Besondere Aufmerksamkeit kam hier dem Raumteiler aus massivem Spaltholz zu, in dessen kreisrunde Ausschnitte zwei Kamine integriert wurden. Neben den Äthanolflammen sorgen dezente LED-Spots und Wandlampen für eine zusätzliche indirekte Beleuchtung. Als Bodenbelag kommt Parkett zum Einsatz, kombiniert mit einem langfloorigen, roten Teppich, auf dem Ohrenbackensessel, Fußhocker und das über fünf Meter lange Sofa arrangiert wurden – genau das richtige Ambiente für eine romantische Auszeit. Info: www.objekt.de


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Facelift für »The Floating Experience« Hamburgs wohl originellste Konferenzund Eventlocation, das schwimmende Tagungs- und Partycenter »KAI 10« am Mercure Hamburg City, wurde in den vergangenen Wochen umfassend renoviert. Vor allem auf Illumination, Sounderlebnis und Präsentationstechnik wurde großer Wert gelegt, sodass jetzt eine LED-Beleuchtung zum Einsatz kommt, die jede erdenkliche Atmosphäre schaffen kann – von elegant-romantisch bis szenig-cool. Hinzu kommen zwei HD-Projektoren der jüngsten Generation, die in den beiden Konferenzräumen des Pontons beste Bildqualität garantieren. Gleiches gilt für den neu integrierten Bildschirm, der wie ein Chamäleon seine Farben der jeweiligen Umgebung anpasst. »Zu uns kommen Unternehmen und Privatpersonen, die das Besondere suchen. Mit dem technischen Facelift haben wir den individuellen und hohen Ansprüchen unserer Gäste Rechnung getragen«, erklärt Christoph Lueg, Vice President Mercure Hotels Nord. Info: www.kai10.de T

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INVESTITION UMBAU & MODERNISIERUNG

Deutschland im STRANDGUT RESORT IN ST. PETER-ORDING Erst sechs Jahre in Betrieb, aber bereits in der Design-Offensive: Unter dem Motto »Lifestyle trifft Nordsee« wurden vier Suiten und das Restaurant »Deichkind« komplett renoviert. Letzteres präsentiert sich jetzt als Mix aus Bar, Bistro, OpenAir-Lounge und Coffeeshop. Für 2014 sind zudem eine neue Außenterrasse, neue Tagungsräume und ein Restaurant in der angeschlossenen Therme geplant.

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Mit Superlativen will das Hotel BEI SCHUMANN in der Oberlausitz punkten: Stattliche 200 Quadratmeter umfasst die neue »Sonnen-Suite« des Luxushotels – und lässt in puncto Komfort kaum Wünsche offen. Neben Dachterrasse, Jacuzzi und eigener Küche besticht das Top-Refugium des Hauses auch durch die verwendeten Materialien – wie handgeknüpfte Teppiche, Harald Glööckler-Tapeten und Nero Assoluto-Marmor.

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92 TOP HOTEL | 10 /2013

Expansion in den Alpen: Das Wellness Resort Schloss Elmau wird für 30 Millionen Euro um ein Spa Retreat mit 47 Junior-Suiten und Appartements erweitert. Das neue Gebäude entsteht in rund 200 Metern Entfernung vom Schloss und soll bis Ende nächsten Jahres fertiggestellt sein. Die Gäste des Spa Retreat können auch alle Einrichtungen im Schloss nutzen.


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Renovierungsfieber LEONARDO ROYAL HOTEL BADEN-BADEN Die Verwandlung des ehemaligen Best Western Baden-Baden in ein Leonardo Royal Hotel ist vollzogen. Chefdesigner Andreas Neudahm orientierte sich dabei an Lage und Region des Hauses, sodass beispielsweise die Lobby durch extravagante Leuchter und geschmackvolle Kunstdrucke sowie durch eindrucksvolle Architekturaufnahmen der Kurund Casinostadt nachhaltig in Erinnerung bleibt.

SCHLOSS AHRENSBURG BEI HAMBURG Als Restaurant, Bar und Lounge in einem entpuppt sich das »Riva« im Hotel am Schloss in Ahrensburg bei Hamburg. Der Name bezieht sich auf die eleganten Sportboote der 50er-Jahre, die nun – in Form von Schwarz-Weiß-Fotografien – die Wände des F&B Outlets zieren. Zum gelungenen Ambiente im »Riva« tragen zudem moderne Palazzo-Farben, gemixt mit warmem Braun und strahlendem Weiß bei.

RADISSON BLU HOTEL ROSTOCK Um eine Event-Ebene im siebten Obergeschoss wird das Radisson Blu Rostock derzeit erweitert. Rund 700 Quadratmeter wird das neue Areal umfassen, zu dem drei Veranstaltungs-, Meetings- und Tagungsräume gehören. Als besonderes Highlight wird die neue Außenterrasse angepriesen, von der aus die Gäste entlang der Warnow bis nach Warnemünde blicken können.

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10 /2013 | TOP HOTEL 93


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Metamorphose am Times Square Stattliche 85 Millionen Dollar hat Accor in die Renovierung eines Hotels der gehobenen Mittelklasse investiert – allerdings nicht in irgendeinen Betrieb, sondern in das Flaggschiff-Hotel von Novotel auf dem nordamerikanischen Kontinent. Innerhalb von drei Monaten erhielt das 480-Zimmer-Haus im Zentrum New Yorks ein komplett neues Gastronomiekonzept, ein hochmodernes Design sowie neue Gemeinschaftsräumlichkeiten. Diese Faktoren sollen auch in Zukunft bei der überaus ambitionierten Expansion der Gruppe – geplant sind 100 Hotels in fünf Jahren – eine entscheidende Rolle spielen. Unumstrittener USP des New Yorker Novotels ist die neue Außenterrasse mit grandiosem Blick auf den Times Square. Hinzu kommt das neue Restaurant »Supernova«, das durch eine »Xbox 360« erweiterte Entertainmentangebot in den umfassend renovierten Zimmern sowie der neue virtuelle Concierge in der Empfangshalle, über den die Gäste lokale Besucherinformationen, Reisetipps und Wegbeschreibungen sowie Angaben zur Hoteleinrichtung und Speisekarten abrufen können. Info: www.accor.com

Die Fränkische Bettwarenfabrik (FBF) hat pünktlich zum Herbstbeginn den neuen Katalog »Specials ‘13« vorgestellt, der auf rund 30 Seiten eine Auswahl bewährter Artikel rund um die textile Hotelausstattung beinhaltet. Zur Produktpalette gehören Boxspringbetten, Matratzen, Tagesdecken, Hygienebezüge, Lattenroste, Federkissen und Daunendecken, Bettwäsche und Frottierwäsche. Info: www.fbf-bedandmore.de

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Cleveres Ausweichmanöver Welche Vorteile es mit sich bringen kann, zwei absolute TopHotels zu managen, die gerade einmal zwei Kilometer auseinander liegen, zeigt sich derzeit für die Dorchester Collection in Paris: Dort wird das 100 Jahre alte Hôtel Plaza Athénée, eines der besten Grandhotels der Stadt, gegenwärtig restauriert und um ein Nebengebäude erweitert. Auf diese Weise entstehen sechs weitere Zimmer, acht luxuriöse Suiten, ein Ballsaal und zwei weitere Eventflächen. Während der Renovierung werden die Stammgäste gebeten, im Schwesterhotel Le Meurice – geleitet von der deutschen Direktorin Franka Holtmann – zu logieren. Informiert werden die Gäste über diese Aktion durch einen unterhaltsamen Videoclip: www.youtube.com/watch?v=Tf7WgcVqMYU


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Mehr Luxus geht (fast) nicht Auf einer Fläche von umgerechnet vier Tennisplätzen können sich seit Mitte des Jahres die Gäste der neuen »Oceanview Three Bedroom Villa« im Conrad Koh Samui ausbreiten, mit der das Luxushotel vor allem Familien auf die Insel im Golf von Thailand locken will. Das neue Top-Refugium bietet mit seinen drei Schlafzimmern Platz für insgesamt neun Personen, denen eine begrünte Terrasse, ein privater Infinity Pool, ein offener Ess- und Wohnbereich, eine vollausgestattete Küche sowie eine eigene Bar zur Verfügung steht. Damit aber noch nicht genug: Das Hauptschlafzimmer der Villa überrascht neben einem kreisförmigen Bett, einem privaten Büro und einem begehbaren Kleiderschrank mit einer bodentiefen Wanne im Bad, einer Outdoor-Dusche, einem Whirlpool und einem eigenen Tauchbecken. Auch die Optik kommt in der neuen Villa des vom Schweizer General Manager Stefano Ruzza geführten Conrad Koh Samui nicht zu kurz: Tropische Motive wurden hier raffiniert mit thailändischen Einflüssen kombiniert, darüber hinaus wurden satte Farben und natürliche Oberflächen integriert. Info: www.conradhotels.com


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INVESTITION UMBAU & MODERNISIERUNG

Runderneuerung auf bayerisch In neun Monaten wurde die Post Aufkirchen am Starnberger See aufgrund ihres stark renovierungsbedĂźrftigen Gesamtzustands umfassend saniert â&#x20AC;&#x201C; mit sichtbarem Erfolg: Heute zeigt das 29-Zimmer-Haus exemplarisch, wie sich ein Traditionsbetrieb auch im 21. Jahrhundert authentisch präsentieren kann Das bayerische Traditionsgasthaus, das erstmals 1497 urkundlich erwähnt wurde, hat schon viele gute, aber auch schlechte Zeiten erlebt â&#x20AC;&#x201C; im vergangenen Jahr hätte es aber beinahe ein schlimmes Ende genommen. Als GeschäftsfĂźhrer Andreas GrĂśber die Renovierung der Post an der Aufkirchner Kirche Mariä Himmelfahrt in Angriff nahm, zeigte sich, in welch marodem Zustand sich das Gebäude befand. Gefahr ging vor allem von jenen alten Holzbalken aus, die den ersten Stock stĂźtzten. Mit der Schneelast des Winters 2012 / 2013 hätte es im schlimmsten Fall zum Einsturz kommen kĂśnnen. Aufgrund des insgesamt schlechten Zustands des Gebäudes wurden mehr Bereiche als zunächst geplant kernsaniert, was die

MĂśglichkeiten der Gestaltung fĂźr das Einrichtungshaus und PlanungsbĂźro Rudolf Neumeier GmbH & Co KG aus Holzkirchen gleichsam erhĂśhte. So wurde nicht nur das bisherige Restaurant nach SĂźden versetzt, es wurde auch ein unterkellerter Wintergarten angelegt und eine neue Bar in Betrieb genommen. DarĂźber hinaus erhĂśhte Andreas GrĂśber durch den Ausbau des Dachstuhls die Anzahl der Zimmer von neun auf 29. Diese wurden dank zahlreicher EinzelstĂźcke aus dem Fundus des GeschäftsfĂźhrers â&#x20AC;&#x201C; sowohl in puncto MĂśblierung als auch in Bezug auf die Accessoirs â&#x20AC;&#x201C; individuell eingerichtet. ÂťDie Ausgangslage bei der Renovierung war, ein authentisches bayerisches Gasthaus zu planen â&#x20AC;&#x201C; wir wollten hier keinesfalls

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THOHIRQĂ&#x201A;FD[Ă&#x201A;(0DLOLQIR#PRRGPXVLFGH 96 TOP HOTEL | 10 /2013


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NEWS +++ NEWS +++ NEWS +++ Im Zuge der strategischen Weiterentwicklung und Internationalisierung vollzieht der auf das Hotelsegment spezialisierte Generalunternehmer Tenbrink Objekteinrichtungen einen Namenswechsel. Seit dem 13. September firmiert das Unternehmen unter der Marke TKS, einem Akronym für Turn Key Solutions. Der Namenswechsel soll die internationale Sprachregelung für schlüsselfertige Leistungen widerspiegeln. »Wir machen unseren Namen zum Programm«, erklären die beiden Geschäftsführer Manfred Terliesner und Uwe Christian Köhnen. Mit diesem Schritt stellt das Führungs-Duo die strategischen Weichen insbesondere für die ausländischen Tochtergesellschaften im Rahmen der Expansionsstrategie. +++ Planmäßig haben im Spätsommer die Bauarbeiten im Rendsburger Hotel Bayerisch-traditionell präsentiert sich die Post Aufkirchen nach der neunmonatigen Komplettrenovierung, bei der unter anderem die Anzahl der Zimmer verdreifacht wurde

ConventGarten begonnen. Diese beinhalten 32 zusätzliche Zimmer, einen modernen Saunabereich und eine neue Hotelbar. Geplant sind weiterhin die Modernisierung der Hotelhalle und die Erweiterung des Frühstücksbereiches. +++ Aus einer Studie der

irgendwas Modernes integrieren, was nicht zum Charakter der Post passt«, erklärt Martin Neumeier, Geschäftsführer der Rudolf Neumeier GmbH & Co KG. So wurde in der neunmonatigen Renovierungsphase, die im Dezember 2012 abgeschlossen wurde, in erster Linie mit Altholz gearbeitet, das in großer Anzahl auf dem Speicher des Hauses gefunden wurde und das vor allem der »kleinen Stube« einen rustikalen Charakter verleiht. Verstärkt wird dieser Eindruck zusätzlich durch einen für die Region typischen Kachelofen sowie durch die Arbeit eines Kunstmalers, der im Auftrag des Planungsbüros Neumeier eine Außenansicht der Münchner Augustiner Brauerei in die »kleine Stube« integrierte. Großzügig und lichtdurchflutet wurde hingegen der Wintergarten geplant, der jetzt mehr Gästen Platz bietet und mittlerweile auch regelmäßig für Hochzeiten gebucht wird. Info: www.neumeier.de

MIDITEC Datensysteme GmbH aus Bremen unter 150 Hoteldirektoren und -inhabern geht hervor, dass bei der Zutrittskontrolle in deutschen Hotels erheblicher Nachholbedarf herrscht. So sind 50 Prozent aller vorhandenen Lösungen mehr als elf Jahre alt, 13 Prozent gehören mit über 21 Jahren schon zu den Oldtimern der Schließsysteme. Im Einsatz befinden sich hauptsächlich mechanische Systeme (60 %), einige mit Magnetkarte (23 %) und wenige mit RFID-Technik (18 %). Nicht verwunderlich ist es daher nach Ansicht von Experten, dass mehr als 70 Prozent der befragten Hoteliers bereits Erfahrungen mit Einbrüchen, Bränden und Diebstahl gemacht haben. Nachteile herkömmlicher Schlüssellösungen seien aber auch fehlende Kontrolle und Organisationsmöglichkeiten.

TH


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INVESTITION HOUSEKEEPING

Ökologisch? Logisch!

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Nachhaltigkeit im Housekeeping Immer mehr Menschen erwarten von Hotelbetrieben deutliche Zeichen für umweltverträgliches Handeln. Doch nicht nur für die Gäste, auch aus eigenem Interesse sollten Hoteliers eine sanfte Reinigung und nachhaltige Produkte, zum Beispiel bei den Guest Supplies, bevorzugen

H

otels haben einen enormen Verbrauch an Wasser, Strom und Chemikalien – das betrifft nicht nur die Gästezimmer, sondern vor allem auch die öffentlichen Bereiche, Wirtschaftsräume und gegebenenfalls die eigene Wäscherei. Gerade das Housekeeping biete zahlreiche Möglichkeiten, ökologische Ansprüche und Kostenersparnis miteinander zu verbinden, so Sylvia Lehmann, Inhaberin der Firma Lehmann Hotelkompetenz in Nürnberg. Deshalb gibt die 47-Jährige zunächst einmal ganz pragmatische Empfehlungen – beispielsweise, die Beleuchtung in Flur und Backoffices während der Zeiten, in denen diese Bereiche schwach frequentiert werden, zu reduzieren oder Bewegungsmelder anzubringen. Heizung und Klimaanlage in ungenutzten Zimmern können heruntergefahren werden. Um es auch dem Gast so einfach wie möglich zu machen, sich ökologisch zu verhalten, ist es sinnvoll, Doppelschalter im Badezimmer für die separate Schaltung von Licht und Lüftung anzubringen. Die Nachlaufzeit der Lüftung kann zudem meist manuell eingestellt wer-

den. Eine Abfalltrennung auf dem Zimmer in Papier und Restmüll ist sinnvoll – und sollte vom Housekeeping-Team auch beim Beseitigen des Mülls beachtet werden. Um solche Vorgaben einzuhalten, ist es wichtig, das Personal mit ins Boot zu holen. Sylvia Lehmann: »Die Mitarbeiter gestalten die Praxis – das gilt für die Reinigung aller Bereiche ebenso wie für die Umsetzung von Sparmaßnahmen. Sie bestimmen den Erfolg jeder Aktion und sind somit das wichtigste Glied in der Kette.« Sie sollten regelmäßig motiviert, geschult und zum Mitdenken animiert werden, denn dadurch ließen sich zum Beispiel (Bio-)Putzmittel effizienter einsetzen. Auch ein Zimmermädchenwagen, der mit zwei Müllsäcken und einem Korb für Flaschen ausgestattet wird, stößt mit dem richtigen Hintergrundwissen auf mehr Verständnis. Bei den Reinigungsmitteln gilt: Erst den genauen Bedarf inklusive Budgetierung ermitteln, dann beim Einkauf auf Dosierung und Umweltverträglichkeit achten. Das Scandic Hamburg Emporio beispielsweise setzt auf Reinigungsprodukte, die zertifiziert und biologisch abbaubar sind. »Alle

Delivering tomorrow’s services today

»Mitarbeiter bestimmen den Erfolg jeder Maßnahme.« Sylvia Lehmann, Lehmann Hotelkompetenz Nürnberg

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INVESTITION HOUSEKEEPING

Fokus Guest Supplies: Nachhaltigkeit sichtbar machen

»Hoteliers müssen das Thema Nachhaltigkeit für den Gast erlebbar machen.« Andreas Dümmig, Puro Hotelkosmetik

sind auch der Verbrauch und die Kosten besser vorhersehbar«, erklärt die HSKManagerin des Hauses, Elena Fiebig. Ein guter Tipp von Sylvia Lehmann erspart den weitgehenden Einsatz von »chemischen Keulen«: Jeden Morgen kann zur Routine-Zimmerreinigung eine »HeuteGanz-Besonders«-Aufgabe festgelegt werden, bei der an einem Tag alle Duschköpfe, an einem anderen alle Lampenschirme im Mittelpunkt stehen. Dies verhindere auf lange Sicht aufwendige Extrareinigungen, die nötig werden, wenn Kalk und Co. sich schon zu sehr festgesetzt haben. Ein weiteres Plus: Wenn Lichtquellen regelmäßig gereinigt werden, verbrauchen sie nach Angaben der Housekeeping-Expertin weniger Strom und geben mehr Licht. Durch den Einsatz von Mikrofasertüchern kann man zudem die Anzahl der nötigen Putzmittel stark reduzieren; dann ist kein Glasreiniger mehr nötig und auch der Einsatz eines Allzweckreinigers kann auf wenige Bereiche reduziert werden. Beim Reinigen selber reiche es vollkommen, lauwarmes Wasser zu benutzen, erklärt Sylvia Lehmann: »Das Housekeeping-Team muss nicht mit heißem Wasser arbeiten, damit diese Mittel ihre volle Wirkung entfalten.« So ließe sich einfach Energie sparen. 100 TOP HOTEL | 10 /2013

Täglich in Berührung kommt das Housekeeping auch mit Guest Supplies, die für den Gast schon zur Standardausstattung eines Hotels gehören und gern in Anspruch genommen werden. Das bleibt allerdings nicht ohne Folgen: Geschätzt wird, dass die Hotelbranche weltweit mehr als elf Millionen Plastikflaschen pro Jahr in Umlauf bringt. »Hoteliers müssen das Thema Nachhaltigkeit für ihre Gäste erlebbar machen«, erklärt Andreas Dümmig, Geschäftsführer der PURO Hotelkosmetik in Baden-Baden, in diesem Kontext. Doch wie gehen die Hersteller mit diesem Thema um? Auch für die Zulieferer werde Nachhaltigkeit immer wichtiger, erklärt Sylvia Jensch, Marketingdirektorin bei ADA Cosmetics. Denn immer mehr Hotels werben mit diesem Faktor – und auch die Gäste fordern verantwortungsvolles Handeln im Hotel. Sie ist sich sicher: »Weniger wird mehr bei den Guest Supplies – auf Silikone, künstliche Farbstoffe, Mineralöle etc. wird zusehends verzichtet.« Seit 2005 hat ADA unter dem Namen »Green Collection« ökologische, zertifizierte Hotelkosmetikserien eingeführt; 2012 kam die Serie »Fair Trade« mit Inhaltsstoffen aus fairem Handel hinzu. Damit einher geht die ökologische Aus-

»Nachhaltigkeit ist ein Kriterium für Lieferanten.« Sylvia Jensch, ADA Cosmetics

richtung der Verpackungen. Zwar bedeute dies ein Plus an Kosten. Doch, so die Meinung von Sylvia Jensch: »Bio ist zwar teurer, aber nicht zwingend teuer – insbesondere, wenn man die Wertigkeit der Produkte bedenkt.« Auch bei Aficom sind ökologische Aspekte von wachsender Bedeutung: Schon seit Längerem hat das Unternehmen eine Bio-Hotelkosmetiklinie auf dem Markt; doch auch bei den nicht zertifizierten Serien verzichtet Aficom auf Inhaltsstoffe wie Parabene, Silikone oder Rohstoffe tierischen Ursprungs. »Wir präferieren die Herstellung in Europa, um unter anderem weniger Umweltbelastungen durch Transport zu verursachen«, so General Manager Gaetan de Montalivet. Aktuell wird an Rezepturen gearbeitet, die weniger Energie während der Produktion verbrauchen. Auf nachhaltige Inhaltsstoffe setzt auch die dänische Firma Scandinavian Amenities. Consultant Martin Pfülb erläutert: »Waren bisher eine gefällige Optik und ein niedriger Preis Entscheidungskriterien, bestehen mittlerweile klare Anforderungen, was die Inhaltsstoffe – nicht umweltbelastend bzw. zertifiziert – sowie die Verpackungen anbelangt; Letztere sollten nachhaltigen Ursprungs und auf ein Minimum reduziert sein.« Das Unternehmen arbeitet mit Recycling-Papier, Soja-Tinte und organischen Zusatzstoffen wie beispielsweise abbaubares, plastikähnliches Material (PSM-Maisstärke und ECM-Biofilm). Zudem wird an der Verpackung bestmöglich gespart, um Müll zu vermeiden. Ein Beispiel sei der Seifenspender »Illi Two«: Der Inhalt von 525 Millilitern benötige weniger Lagerkapazität, habe einen niedrigeren Prozessaufwand, weniger Entsorgungsmaterial und beinhalte weniger Seifenreste, so Pfülb. Andreas Dümmig von PURO stimmt diesem Prozedere zu: »Der Trend Nachhaltigkeit ist ungebrochen, quer durch alle Kategorien, ob in der Privat- oder Kettenhotellerie.« Als Beispiel dient die in Deutschland entwickelte und produzierte Serie »Stop the water while using me«. »Diese Serie funktioniert in allen Hotelkategorien, weil sie neben der Produktqualität eben noch mehr mitbringt – eine Message, die jedem Gast gut steht: ›gehe sorgsam mit unseren Ressourcen um‹.


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Schwachstellen eher bei der Verpackung: »Die Luxushotellerie muss noch erkennen, dass der Einsatz einer ökologischen und nachhaltigen, für die Luxushotellerie geeigneten Kosmetikserie nicht automatisch mit einer ›Öko-Optik‹ verbunden ist.« Die Serie »Greenland« verbindet Nachhaltigkeit mit Luxusanspruch und einem edlen Design.

Nicht der erhobene Zeigefinger, nicht der Spiegelaufkleber oder Pappaufsteller, sondern ein geschmackvolles Designstück signalisiert dem Gast, dass sein Gastgeber über den Tellerrand blickt und es ernst meint mit seinen Bemühungen, etwas Gutes für unsere Umwelt zu tun.«

Grüne Luxusprodukte? Und wie sieht es mit der Vereinbarkeit von Ökologie und Luxus-Guest-Supplies aus? »Nach unserer Erfahrung steht entweder der Luxus- und Performance-Gedanke im Vordergrund – oder eben der Wunsch nach einer grünen Kosmetik«, betont die Marketingdirektorin von ADA Cosmetics. Die anderen hingegen sehen eine Annäherung der Luxus- und der Öko-Produkte. So denkt Gaetan de Montalivet von Aficom, dass sich Nachhaltigkeit und Luxus nicht ausschließen – dass aber beispielsweise ökologische Rezepturen nicht so stabil seien und deshalb einen hohen Überwachungsaufwand verursachen. Martin Pfülb von Scandinavian Amenities sieht die

»Öko rechnet sich!«

»Wir arbeiten mit Recycling-Papier, Soja-Tinte und PSM-Maisstärke.« Martin Pfülb, Scandinavian Amenities

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Auch für Andreas Dümmig definiert sich Luxus zunehmend über ethische, soziale und ökologische Faktoren. Die Erfahrung zeigt: Kunden, die viel Geld ausgeben, wollen neben dem Produkt auch das Gefühl kaufen, etwas Gutes getan zu haben. TopBrands wie »April Aromatics« aus Berlin stellen sich darauf ein. »Meine Empfehlung an jeden Hotelier lautet, sich nicht nur von Öko-Labeln leiten zu lassen: Zeigen Sie den Mut und den Willen, auch im Kleinen etwas zum Positiven zu verändern und unnötige Umweltbelastungen zu vermeiden. Öko rechnet sich.« STU


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INVESTITION HOUSEKEEPING

Für mehr »Drive«

Faltbarer Helfer

Der neue Zimmermädchenwagen »Premium-ZP-Drive« von Wanzl wartet mit einer Neuerung auf: einem praktischen Elektroantrieb. Dadurch ist das Produkt ohne Kraftaufwand lenk- und schiebbar, selbst bei Vollbeladung. Die »Drive«Einheit ist in der fünften Rolle der Zimmermädchenwagen der Serien »ZP-9« und »ZP11« integriert, unterhalb der Wagenmitte angebracht und wird durch vier Lenkrollen unterstützt. Der Elektroantrieb reagiert lastenabhängig und ist auf individuelle Situationen einstellbar. Serienmäßig bietet Wanzl eine Fernbedienung an; »Drive« ist auch als Nachrüstoption erhältlich. Der »PremiumZP-Drive« besteht aus einer Stahlrohr-Konstruktion in Titangrau. Weitere Dekore sind auf Wunsch lieferbar. Serienmäßig sind ausklappbare Bügel zum Einhängen von Wäsche- und Müllsäcken mit abklappbarem Deckel. Zwei feste und zwei in der Höhe variabel einlegbare Etagen bieten viel Platz fürs effiziente Housekeeping. Info: www.wanzl-hotel.com

Im Arbeitsalltag besonders nützlich ist der kürzlich vorgestellte »X-Cart« von Rubbermaid zum Sortieren und Abtransport von Abfällen oder Schmutzwäsche. Der Rollwagen besteht aus einem reißfesten Kunststoffbeutel, der auf einem stabilen pulverlackbeschichteten Metallrahmen aufgehängt ist. Er ist in den Kapazitätsmodellen 150 oder 300 Liter erhältlich; die Belastungsgrenze beträgt bei beiden Modellen 100 Kilogramm. Farbbänder helfen bei der Kennzeichnung der transportierten Inhalte. Der »X-Cart« verfügt nach Hersteller-Angaben über nicht abfärbende, geräuscharme Rollen, ist leicht zu rangieren und zur platzsparenden Abstellung auch faltbar. Info: www.rubbermaid.eu

Technologie mit »grünem Denken«

Eine neue Gerätegeneration hat Elextrolux Professional jetzt entwickelt: Die Waschmaschinen und Trockner der Baureihe »5000« sind nach Angaben des Unternehmens für eine längere Lebensdauer konzipiert, benötigen weniger Wartung und sind für alle Arten des Betriebs in allen Umgebungen optimiert – zum Beispiel an Standorten mit extremen klimatischen Bedingungen oder instabiler Stromversorgung. Die Geräte sind zu 95 Prozent recycelbar. Die Restfeuchtesteuerung für Trockner misst den exakten Feuchtigkeitsgehalt; so kann Energie durch kürzere Trocknungszeiten gespart werden. Das »Automatic Saving System« für Waschmaschinen passt den Wasserstand an das Gewicht der Wäsche an; das »Efficient Dosing System« berechnet die benötigte Waschmittelmenge automatisch. Werden diese beiden Systeme kombiniert, können bis zu 50 Prozent der laufenden Kosten eingespart werden. Das neue Bedienelement »Compass Pro« ist einfach zu bedienen und in 18 Sprachen verfügbar. Es bietet bis zu 55 Programme, von denen 15 programmierbar sind. Auch verfügt es über einen USBAnschluss, der die Installation der jeweils aktuellen Software-Version erleichtert. Info: www.laundrysystems.electrolux.de 102 TOP HOTEL | 10 /2013


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Waschraumsortiment neu strukturiert Ob öffentliche Toilette, Waschraum im Luxusrestaurant oder Personaltoiletten – Waschraum ist nicht gleich Waschraum und erfordert die jeweils passende Ausstattung. Für eine bessere Übersicht und effizientere Entscheidungen sorgt ab Oktober die Unterteilung des TorkSortiments in vier Waschraumtypen – basierend auf dem Kundenwunsch nach mehr Orientierung. Diese unterscheiden sich in puncto Hygieneanforderung, Design, Service-Level und Kosteneffizienz. Dem sensitiven Waschraum (1) sind alle Produkte zugeordnet, die höchste Hygienestandards erfüllen – zum Beispiel für die Hotelküche. Der exklusive Waschraum (2) für gehobene Hotels und Restaurants enthält besonders innovative und stilvolle Produkte, die zu einem hochwertigen Waschraum-Ambiente beitragen. Der komfortable Waschraum (3) bietet den Gästen eine angenehme Atmosphäre und ein Mehr an Service, beispielsweise zum Make-Up-Auffrischen oder in Form von Blumen. Hier fasst Tork Produkte zusammen, die dieses einladende Ambiente unterstützen. Beim funktionalen Waschraum (4) geht es vorwiegend um die Befriedigung der Grundbedürfnisse; hier steht das Preis-Leistungs-Verhältnis im Vordergrund. Bedingt durch die hohe Fluktuation müssen die Produkte zudem besonders robust, zuverlässig und einfach zu reinigen sein. Doris Berens-Bredahl, Senior Product & Segment Managerin bei Tork, erklärt: »Wir sehen unsere Aufgabe nicht nur darin, die perfekte Hygiene-Lösung für jeden Waschraum zu entwickeln – wir wollen auch, dass unsere Kunden diese Lösung möglichst schnell und einfach finden.« Deshalb wurden auch die Produktnamen angepasst und das Verpackungsdesign überarbeitet. Praktisch: Nachfüllmaterialien enthalten nun auch den Namen des dazugehörigen Spendersystems, was die Zuordnung erleichtert. Info: www.sca-tork.com

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INVESTITION HOUSEKEEPING

Reinigen und Desinfizieren in einem Wisch Das Mikrofaservliestuch der Grizzly-Systemreinigung aus dem Angebot der Paderborner Afz Unternehmensgesellschaft ist ein feines Universaltuch (40 x 40 cm), das nach Angaben des Herstellers hohe Schmutzlöseeigenschaften besitzt und dauerhaft antibakteriell wirkt. Die Reinigung mit desinfizierender Wirkung erfolgt in einem Arbeitsgang, sodass sich die Reinigungszeit deutlich verringert. Das gegen Chemikalien und Desinfektionsmittel beständige Produkt ist für sämtliche Oberflächen und

Effizienz erhöhen

Gegenstände wie Spiegel, Glas, Keramik und Edelstahl sowie Chromarmaturen geeignet. Es nimmt bis zu 400 Prozent Wasser

Quadriga Worldwide ist dem Gastgewerbe ursprünglich als

vom Eigengewicht (160 g /qm) auf. Piktogramme und verschie-

Hersteller professioneller TV-Systeme bekannt. Jetzt aber bietet

dene Farben (Blau, Rot, Gelb, Grün) verdeutlichen den idealen Ein-

das Unternehmen auch eine innovative Housekeeping-App an,

satzbereich. Das farbstabile Tuch ist in der Waschmaschine bis 95

mittels der die Hoteliers bares Geld einsparen sollen. Die Applika-

Grad waschbar sowie wäschetrocknergeeignet.

tion, die als webbasierter Service zur Verfügung steht und über

Info: www.afz-produkte.de

webfähige Mobilgeräte eingesetzt werden kann, beinhaltet unter anderem folgende Funktionen: Zimmerstatusmeldungen an das Reservierungssystem, Minibarnutzung sowie Störungsmeldungen von Zimmern und Mitarbeiter-Nachrichten. Positive Erfahrungen mit der »Housekeeper-App« haben bereits einige skandinavische Hotels gesammelt, die von deutlichen Kosteneinsparungen berichten, da sich die Effizienz der Zimmermädchen um bis zu 50 Prozent gesteigert habe. Als weiterer Pluspunkt wurde angegeben, nun permanent auf ein Echtzeitbild des Zimmerstatus zurückgreifen zu können. Info: www.quadriga.com

Was verdienen Hausdamen in Hotels? Diese Frage beantwortet die »Große Gehaltsstudie Hotellerie 2013« der BBE media und Konen & Lorenzen Recruitment Consultants. Demnach verdienen Hausdamen im Durchschnitt ein monatliches Bruttofestgehalt von circa 1600 Euro, 2. Hausdamen haben pro Monat gut 250 Euro mehr in der Tasche. Das Durchschnittsgehalt für leitende Hausdamen liegt bei knapp 2800 Euro. Die Höhe des Gehalts hängt zudem von verschiedenen Faktoren ab: So verdienen Hausdamen in den neuen Bundesländern übrraschenderweise mehr (1900 ¤) als in den alten Bundesländern (1579 ¤). Auch gibt es ein Gefälle bei der Hotelkategorie: Hausdamen / leitende Hausdamen verdienen in Fünf-Sterne-Häusern durchschnittlich 1680 Euro / 3167 Euro; in Hotels der Ein- bis Drei-Sterne-Kategorie sind es dagegen 1307 Euro/2326 Euro. Während in kleineren Betrieben mit elf bis 50 Mitarbeitern die Gehälter zwischen 1580 Euro (Hausdame), 1700 Euro (2. Hausdame) und knapp 2450 Euro (leitende Hausdame) liegen, geht der Verdienst mit der Anzahl der Mitarbeiter meist in die Höhe. Bei 51 bis 200 Mitarbeitern bekommt eine leitende Hausdame bereits 2876 Euro, bei 201 bis 500 Mitarbeitern beträgt das Bruttofestgehalt 3132 Euro. Die 2. Hausdame erwirtschaftet 1843 Euro (51 bis 200 Mitarbeiter) bzw. 1943 Euro (201 bis 500 Mitarbeiter). Einzig das Gehalt der Hausdame steigt nur geringfügig auf 1625 Euro bei 201 bis 500 Mitarbeitern; bei Häusern der Kategorie 51 bis 200 Mitarbeiter stagniert es (1588 ¤). Info: www.bbe-media.de

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INVESTITION HOUSEKEEPING

Drei neue Experten-Messen Das Thema Housekeeping stand in der ersten Hälfte dieses Jahres gleich dreimal im Fokus: Greif Textile Mietsysteme lud Mitte Juni gemeinsam mit 3B Dienstleistungen zur ersten »Housekeeping & Friends-Veranstaltung« ins Hotel Mercure nach Berlin ein (Foto 2). »In der Hauptstadtmetropole bis an die Grenzen von Hamburg, Leipzig, Dresden und Brandenburg herrscht ein Mangel an Fachveranstaltungen«, begründet Jens Heupel, Greif-Geschäftsführer in Berlin, diesen Schritt. Mit der Messe wolle man der Branche neue Impulse geben und sowohl über Kooperationsmöglichkeiten als auch über Trends – beispielsweise Bio-Wäsche – informieren. Zur ersten Veranstaltung, für die nächstes Jahr eine Fortsetzung geplant ist, kamen über 200 Besucher. Mitte Juni richtete auch Servitex erstmalig einen »Housekeeping Day« in Düsseldorf aus (Foto 1). Rund 50 Besucher erwartete ein umfangreiches Programm mit Fachvorträgen und einer Modenshow zum Thema aktuelle Berufskleidung. »Mit dem ›Servitex Housekeeping Day‹ haben wir eine Plattform geschaffen, damit sich die Teilnehmer auch untereinander austauschen können«, so Karsten Jeß, Geschäftsführer der Servitex GmbH. Im kommenden Jahr soll das Event Anfang April stattfinden. Die »Housekeeping Professional 2013« wurde vom Hotelkompetenzzentrum in Oberschleißheim Ende April im Rilano München veranstaltet. »Dieser Bereich ist längst zentrale Anlaufstelle im Hotel und wird künftig noch mehr an Bedeutung gewinnen«, betont Christian Peter (Foto 3, mit Veranstaltungsmanagerin Elfi Peter, li.), Geschäftsführer des Hotelkompetenzzentrums. Den über 150 Teilnehmern der fortan jährlich stattfindenden Veranstaltung (nächster Termin: 7. April 2014) wurde ein buntes Programm mit Fachvorträgen und einer Podiumsdiskussion geboten. Um den Mühen der Housekeeper Anerkennung zu zollen, wurde zudem der »Housekeeping Manager des Jahres 2013« ausgezeichnet. Dieser Preis ging an Erna Fort vom Hotel Hessischer Hof in Frankfurt (Foto 3, Mitte). Die Jury vergab zudem einen Housekeeping-Innovationspreis an die verantwortliche Hausdame im Adlon Berlin, Lea Bosdorf (Foto 3, re.). Info: www.mietwaesche.de • www.servitex.de • www.hotelkompetenzzentrum.de

Service optimiert MBW-Secure Für den perfekten Minibar-Service: der MBW-Secure mit 3 Schubladen. Mit idealer Schubladeneinteilung für stehenden Transport von Flaschen, abschliessbarem Kunststoffrollo, mit 5. Rolle auf der Stelle drehbar, optimierten Griffmulden und effektiverem Rammschutz.

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INVESTITION HOUSEKEEPING

Länger Freude an beschichteten Fußböden

Für die anspruchsvolle Reinigung Nilfisk bietet seine neue Nass- / Trockensauger-Generation »VL500« in acht Varianten an – die Unterschiede liegen beispielsweise im ein- bzw. zweimotorigen Antrieb oder beim Behältervolumen von 35, 55 sowie 75 Litern. Gemeinsam ist allen Modellen der aufklappbare Motorkopf, damit der Behälter austrocknen kann. Das Gerät verfügt über eine Luftförderung von bis zu 72 Litern pro Sekunde und eine Aufnahmeleistung von bis zu 2500 Watt bei gleichzeitig niedrigem Geräuschpegel von 66 Dezibel. In der Grundvariante beinhaltet der »VL500« einen Nass/Trocken-Einlegetuchfilter; bei dem Modell mit »Dualer Filtration« wird ein Filterwechsel überflüssig. Als Zubehör gibt es beispielsweise Fugen-, Boden- und Universaldüsen, adaptierte Saugbürsten oder ein robustes Edelstahlrohr. Auch gibt es Zusatzoptionen wie eine Entleerpumpe, ein HEPA-Filter oder das Ergo-Fahrgestell – bei diesem ist unter anderem der Handgriff an die Körpergröße des Anwenders anpassbar. Info: www.nilfisk.de

Nachhaltige Ziele Die Igefa veröffentlichte im Juli ihre neue Nachhaltigkeits-Entsprechenserklärung, womit anhand von 20 Kriterien die eigenen Nachhaltigkeitsanstrengungen messbar gemacht werden sollen. »Wir wollen darlegen, dass wir uns unserer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, der Umwelt und unseren Mitarbeiten bewusst sind. Mit unseren Ausführungen machen wir unsere Leistungen und weiteren Vorhaben transparent«, erklärt Julia Del Pino, Nachhaltigkeitsbeauftragte der Igefa. Damit unterstützt das Unternehmen den vom Deutschen Rat für nachhaltige Entwicklung (RNE) aufgestellten Deutschen Nachhaltigkeitskodex. Dessen langfristiges Ziel ist eine Neuausrichtung der Wirtschaft und eine stärkere Orientierung der Märkte in Richtung Nachhaltigkeit. Info: www.igefa.de

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Mit »green care longlife complete« bietet Tana seit Juli eine nachhaltige Pflegedispersion für beschichtungsfähige Bodenbeläge. Besonders in stark frequentierten Bereichen wie der Hotellobby fördert das Produkt dank einer speziell entwickelten Kombination von Hochleistungspolymeren die Widerstandskraft und Langlebigkeit der Fußböden. Die Pflegedispersion schützt nach Angaben des Herstellers insbesondere elastische Bodenbeläge aus PVC, Linoleum oder Kautschuk mit einem strapazierfähigen Schutzfilm gegen Laufspuren und schnellen Verschleiß. Eine Anwendung zum Beispiel auf restfeuchten Linoleumbelägen ermöglicht einen zeitsparenden und effizienten Einsatz. »longlife complete«, das ohne (öko)toxikologisch belastende Inhaltsstoffe wie Zink, TBEP und fluorierte Verlaufsmittel auskommt, wurde mit dem Umweltzeichen »Nordic Swan« ausgezeichnet. Info: www.tana.de

Natur + Luxus = Nuxe Aficom ist ab sofort Herstellungspartner und Distributor für die Hotellinie »Reve de Miel« der französischen Luxusmarke Nuxe – eine Wortkreation aus den Begriffen »Natur« und »Luxus«. Die Produkte beinhalten Honig, dem nach Hersteller-Angaben beruhigende, stärkende sowie feuchtigkeitsbindende Eigenschaften für die Haut zugeschrieben werden. Die Serie in transparenten 40-Milliliter-Flakons umfasst Duschgel, Körperlotion, Shampoo und Contitioner. Aficom bietet das Flüssig-Shampoo und das Waschgel zudem im ökonomischen Spendersystem »Ecopump« (300 ml) an. Auch erhältlich sind Gesichts-, Körper- und Massage-Seifen (20 bzw. 40 g) sowie das Trockenöl »Huile Prodigieuse« im Zehn-Milliliter-Fläschchen. Ein Holztablett zur Präsentation rundet das Angebot ab. Info: www.aficom.de • www.nuxe.com


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NEWS +++ NEWS +++ NEWS NEWS +++ NEWS +++ NEWS +++ Wer zwischen Oktober

sie für geschlossene Stoffkreisläufe ausgerichtet sind und somit die Umwelt möglichst nicht als Müll be-

und Ende März 2014 Wasch-

lasten. +++ Bereits zum 1. Mai wurde die ALTO Deutschland GmbH gesellschaftsrechtlich in die Nilfisk-

maschinen oder Trockner der

Advance GmbH mit Sitz in Memmingen umfirmiert, Ende Juli folgte die deutsche Dachorganisation Nil-

Generation »Octoplus« von

fisk-Advance AG. Die operative Führung der sechs Marken (Nilfisk professional, Nilfisk-CFM, Nilfisk-

Miele Professional kauft,

Egholm, Nilfisk-ALTO, Nilfisk Consumer und Nilfisk-ALTO CarWash) verbleibt an den Standorten Bellenberg,

erhält eine Premium-Garan-

Rellingen und Braunschweig.

tieverlängerung von drei JahANZEIGE ren inklusive einer Wartung am Ende des zweiten Jahres. Die Aktion bezieht sich auf die Maschinen mit der Modellbezeichnung »PW6080« und »PT7186« mit jeweils acht Kilogramm Füllgewicht. Info: www.miele-anschlussgarantie.de +++ Wie man sein Team mit einer »sauberen Weste« einkleidet und diese Kleidung dauerhaft hygienisch rein hält, zeigt der neue Ratgeber »Hygienisch sauber« von Mewa zu HACCP-gerechter Einkleidung. Der Textildienstleister listet darin unter anderem hygienerelevante Richtlinien auf und gibt Tipps, wie man Mitarbeiter dazu bringt, Vorgaben auch einzuhalten. Bestellung unter

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takt/infomaterial +++

Der

Frosch-Reiniger »Citrus Dusche & Bad« von Werner & Mertz aus Mainz erhält die Auszeichnung

»Cradle

to

Cradle Certified Gold«. Das Institut EPEA Internationale Umweltforschung

würdigt

damit die positive Abfallbilanz des Produktes. Bei dem Prinzip »Cradle to Cradle« (von der Wiege zur Wiege) werden Produkte so hergestellt, dass

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TH


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Fotos: Alfred Stolz

INVESTITION TISCHKULTUR

Es ist angerichtet! »Duplo 2013« (oben li.) und »Kabeljau mit Kürbis« (unten re.) auf »Sigillata Signature«, »Blaubeerkuchen rekonstruiert« (oben re.) und »Rehrücken, Schinken, Gulaschsud mit Rosenkohl, Rosinen, Feigen und Pilzen « (unten li.) auf Tellern der Serie »Perfect Imperfection«

Gegensätze ziehen sich an »Avantgardistische Feinschmeckerküche« möchte Sternekoch Benedikt Faust im neuen »KUNO 1408« im Best Western Hotel Rebstock anbieten. Serviert werden die kulinarischen Kreationen auf zweierlei Porzellanserien, die eine interessante Spannung zwischen filigran und klobig erzeugen

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as Best Western Premier Hotel Rebstock in der Würzburger Innenstadt zählt zu den ältesten Herbergen Deutschlands. Seit 1408 ist das mittlerweile auf 70 Zimmer angewachsene Vier-Sterne-Hotel mit seiner denkmalgeschützten Rokokofassade als Gasthaus bekannt. Diese Jahreszahl der ersten urkundlichen Benennung sowie der Name des damaligen Besitzers des Traditionshauses finden sich im Namen des neuen Restaurants »KUNO 1408« mit 34 Sitzplätzen wieder – rund 1,1 Millionen Euro wurden jüngst in den Umbau des Restaurant- und Küchenbereichs investiert. Nach einer Bauzeit

von gut einem Monat konnte das Feinschmeckerrestaurant am 3. September unter Leitung von Sternekoch Benedikt Faust eröffnet werden. Der 34-Jährige leitet bereits seit April dieses Jahres die Küche des Traditionshauses sowie das 15-köpfige Küchenteam. »Mein Küchenstil ist regional und extravagant«, sagt Faust. Und so finden sich auf der Speisekarte traditionell-fränkische Gerichte aus regionalen Produkten wieder, die »dekonstruiert« und komplett neu interpretiert werden. Die minimalistische Speisekarte verrät oftmals nur die Zutaten der Kreationen. »Entscheidend ist, dass die Produkte stimmen und wie die-


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se auf dem Teller in Szene gesetzt sind.« Faust, der an der Konzeption des Restaurants beteiligt war, hat auch die Tableware ausgewählt. Das Resultat ist ungewöhnlich: Mit »Perfect Imperfection« und »Sigillata Signature« der Firma Mania (www.maniagmbh.de) hat er zwei Porzellanserien ausgewählt, die unterschiedlicher kaum sein könnten: die eine weiß, hauchdünn und unregelmäßig geformt, die andere dunkelbraun, massiv und schnörkellos. »Wir haben uns dafür entschieden, weil wir die modernen Elemente von feinstem Bone-China-Porzellan mit retro-klobig wirkendem Porzellan mischen wollten, um eine gewisse Lockerheit zu erreichen«, erklärt der Küchenchef. »Die Farbe Braun, die sich häufig auch im Restaurant wiederfindet, verbindet das alles sehr harmonisch.« Auch neue Gläser wurden angeschafft. Die Wahl fiel dabei auf »Invitation« von Rona (www.ronaglas.de). »Diese Serie ergänzt das Gesamtpaket und unser Konzept optimal«, sagt Faust. Das Gleiche galt für das hochwertige Silberbesteck, das deshalb auch nicht ausgetauscht wurde und weiterhin im Einsatz ist. Welche der angebotenen Speisen auf welchem Teller serviert wird, ist kein Zufall: »Wir kreieren die Gerichte optisch sogar speziell für die jeweiligen Teller«, erklärt Faust, der sich hohe Ziele gesteckt hat und sich auch im »KUNO 1408« einen Stern erkochen möchte. »Zunächst wird geschaut, wie welches Gericht auf welchem Teller wirkt, dann legen wir den Aufbau und die genaue Art des Anrichtens fest.« Die Gäste zeigten sich von den »Kunstwerken« begeistert – allen voran von der Art des Anrichtens. »Manche Gäste nehmen auch das Porzellan ganz bewusst wahr, manchen ist es schlichtweg egal.« Auch ein Naserümpfen habe er schon einmal erlebt, beispielsweise beim schokoladenlastigen und – bewusst – durchweg in Brauntönen gehaltenen Dessert »Duplo 2013«, das Faust einfach mal nicht auf weißen Tellern, sondern auf braunen anrichtet. »Der Gast erwartet bei solch einem Gericht einen weißen Teller, aber das ist einfach eine Frage der Gewohnheit. Ich finde, es wirkt auf braunen Tellern weitaus spannender.« Bei der Bestellung des Porzellans war der Koch »eher zurückhaltend« und hat pro Variante und Größe zunächst einmal 20 bis 30 Stück geordert. Natürlich sei ein solch außergewöhnliches Porzellan sehr empfindlich und auch etwas aufwendiger zu spülen. »Aber wir haben eine gute Lösung gefunden und die Abläufe optimiert«, erklärt Faust. Obwohl besonders die Teile der Serie »Perfect Imperfection« sehr dünn sind, entstehe so dennoch extrem wenig Bruch. »Alle Teller werden zunächst auf einem Abräumwagen in der Spülküche sortiert gesammelt, anschließend wird immer nur exakt die gleiche Sorte gemeinsam bearbeitet.« Nach dem Spülen wird beim Stapeln zwischen jeden Teller – weiß wie braun – eine Lage Küchenkrepp gelegt, damit keine Kratzer entstehen. »Danach wird jedes Teil poliert – von Hand!«, sagt der Sternekoch nicht ohne Stolz. Auch zur Lagerung schützt ein Tuch als Zwischenlage das Porzellan. Faust: »Wir sammeln das Krepp allerdings in einer Kiste und verwenden es wieder.« Bei dieser Vorgehensweise gehe es um

Eingespieltes Team: Küchenchef Benedikt Faust und seine Frau Sabrina, Restaurantleiterin des Traditionshotels ein »gewisses Niveau«. »Wir haben uns selbst einen hohen Standard auferlegt, und den möchten wir auch einhalten.« Der Service komme mit der Handhabung des Porzellans gut zurecht; in Gourmetrestaurants sei man das gewohnt. »Zudem ist die Restaurantleiterin meine Frau Sabrina – und die kann das!« PRO

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INVESTITION TISCHKULTUR

»Hamptons« bekommt Zuwachs Um eine neue Segmentplatte hat Tafelstern jetzt seine Porzellankollektion »Showpieces« erweitert. Auch das neue Designer-Stück in Hartporzellan spielt mit dem vermeintlich Unvollkommenen, das durch die manuelle Gestaltung der Form entsteht. Während sich die kleine, höhere »Hamptons«-Schale besonders für Vorspeisen, Suppen und Desserts eignet und die größere, etwas flachere Schale Hauptgerichte in Szene setzt, erlaubt die neue Platte mit einer Unterteilung in fünf Segmente eine raffinierte Art der Speisenpräsentation – sowohl für Vorspeisen als auch für Hauptgerichte oder Desserts. Das edle Porzellan mit dem natürlichen Look kommt besonders gut auf dunklem Untergrund zur Geltung und ist auch als Obstschale oder Dekorationsobjekt verwendbar. Info: www.tafelstern.de

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112 TOP HOTEL | 10 /2013

»Einfach« schön Ein dezentes Rauten-Relief als charakteristisches Designelement zieht sich durch die neue Serie »Eterno« von VEGA. Die klassisch-moderne Porzellanserie eignet sich für den täglichen Einsatz und lässt Platz für kreative Speiseninszenierungen. Die Angebotspalette umfasst flache Teller in sechs verschiedenen Größen; passend dazu gibt es eine tiefe Tellervariante, zusätzlich einen Pastateller sowie praktische Schälchen. Zwei Platten ergänzen die Gastroserie. Für die Kaffeetafel sind darüber hinaus zwei Ober- und Untertassen samt Zuckerdose, Gießer und Kaffeekanne erhältlich. Alle Einzelteile von »Eterno« sind miteinander kombinierbar, spülmaschinenfest, mikrowellengeeignet und stapelbar. Info: www.vega-direct.com


Tischkultur_10 09.10.13 13:09 Seite 113

Comeback fĂźr Kupfer

Neue &U\VWDO 6WUXNWXU

In den 1970er-Jahren waren Accessoires aus Kupfer äuĂ&#x;erst beliebt, später jahrzehntelang eher verpĂśnt. Doch jetzt feiert das Metall sein groĂ&#x;es Comeback und setzt bei der Tischdekoration glänzende und elegante Akzente in warmen RottĂśnen

Die glänzenden Abdeckhauben mit trendigem Hirschkopf von Hoff Interieur halten nicht nur die Speisen warm, sondern verleihen der festlich gedeckten Tafel zusätzlich ein dekoratives Element. Info: www.hoff-interieur.de

Eine interessante Spannung erzeugt bei der Serie ÂťGlowÂŤ von ASA Selection der Kontrast zwischen dem warmen Kupferton und der rauhen,

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lebendigen Struktur der Kerzenteller. Info: www.asa-selection.com

Aus glänzend lackierter Keramik sind das dreiteilige Sterne-Set sowie die beiden Rentiere mit GlÜckchen am Halsband gefertigt, die VEGA fßr die trendige Tischdekorationen neu im Sortiment hat. Info: www.vega-direct.com

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0XQGVHUYLHWWHQGHU([WUDNODVVH Einen filigranen Eindruck trotz unebenem Rand und gehämmerter Oberfläche machen die flachen Metall-Schalen Reef von Drescher. Besonders edel

Mit Elegance werden echte Tafelträume wahr â&#x20AC;&#x201C; die moderne Alternative zur Tuchserviette.

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Grafisch und modern präsentiert sich das

-HW]WDNWXHOOH0XVWHUEHVWHOOHQ

wirkt der Farbmix aus Kupfer und Silber.

Weihnachtsthema crystal star bei Leonardo. Besonders die Artikel aus Klarglas wie das Teelicht Tanne lassen die metallischen FarbtÜne kräftig leuchten. Info: www.leonardo.de

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Tischkultur_10 09.10.13 13:52 Seite 114

INVESTITION TISCHKULTUR

Besteck »für die Ewigkeit« Mit der Serie »Eterno« (spanisch für »ewig«) hat die Silbermanufaktur Wilkens jetzt ein neues Besteck auf den Markt gebracht, dessen modernens Design besonders durch seine Zeitlosigkeit begeistern soll. »Eterno« wird in hochwertigem 18/10-Edelstahl gefertigt und ist sowohl in polierter als auch in mattierter Ausführung erhältlich. Info: www.wilkens-silber.de

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114 TOP HOTEL | 10 /2013

Die Swozzies kommen Handgemachte Dekofiguren aus Löffeln und Gabeln stellt ein Start-up-Unternehmen aus Kempten im Allgäu her. »Swozzy – die Besteckfigur« dient je nach Ausführung für verschiedene nützliche Zwecke – beispielsweise im Restaurant als Salz- und Pfefferstreuer, Serviettenhalter oder Kerzenständer. Aber auch Smartphones, Gutscheine und Stifte sind bei den »Swozzies« sprichwörtlich in guten Händen. Info: www.swozzy.de

Um dem Gastraum ein weihnachtliches Ambiente zu verleihen, genügen meist wenige Handgriffe. Wichtig ist eine gute »Grundlage« – sprich: Tischwäsche, die für verschiedene Dekorationen und Anlässe geeignet ist. Hotelwäsche Erwin Müller hat mit »Brillante« eine neue Tischwäsche im Sortiment, die dank des goldschimmernden Dessins besonders exklusiv wirkt. In Verbindung mit der entsprechenden Dekoration bildet »Brillante« mit seinen barocken Motiven die Basis für festliche Tischinszenierungen. Erhältlich als Tischset, Tischläufer und Kissenhülle mit Biese, ist das Buntgewebe aus 100 Prozent Polyester mit Fleckschutz besonders pflegeleicht, bügelarm und bei 40 Grad waschbar. Die hohe Licht- und Farbechtheit des Gewebes sorgt nach Auskunft des Herstellers dafür, dass das Dessin auch nach vielen Waschgängen nicht verblasst. Info: www.hotelwaesche.de


Tischkultur_10 09.10.13 13:10 Seite 115

GASTRONOMIE | HOTELLERIE | CATERING

IMMER EINE

IDEE MEHR.

Rekordverdächtig Ein 220 Quadratmeter großes Tischtuch aus einem Stück hat die Kaechele GmbH aus Laichingen anlässlich eines Galadinners im Adlon Kempinski Berlin gefertigt, bei dem 125 Gäste an einer einzigen Tafel Platz finden sollten. Dafür wurden drei Bahnen von schwerem, reinweißem Stoff aus einem Baumwolle-Polyester-Mix mit einer Breite von je drei Metern zusammengenäht. In insgesamt 70 Arbeitsstunden wurden das Tischtuch und eine 200 Quadratmeter große Molton-Unterlage gefertigt. Im Adlon nahm eine Kaechele-Mitarbeiterin vor Ort am Bankett-Tisch den Feinschliff vor. Mit einer Länge von 27,3 Metern und einer Breite von 8,10 Metern ist das ovale Tischtuch wohl die größte Tischdecke der Welt. Zudem lieferte Kaechele für das Dinner 125 persönliche, mit Initialen und Knopfloch versehene Mundservietten. Info: www.kaechele.com

Schneeflöckchen ... Ein schön gedeckter Tisch trägt in der Vorweihnachtszeit zur festlichen Stimmung bei. Praktisch und zeitsparend geht das Eindecken mit dem DuniSortiment in eleganter Stoffoptik von der Hand. Neu in der Weihnachtskollektion ist unter anderem die Motivserie »Knitting red«, deren Muster auf der strukturierten Serviette wie eine gestrickte Schneeflocke aussieht. Im gleichen Farbton erhältlich sind passende Tischsets, Mitteldecken und Tête-àtêtes. Neue Kerzen, Teelichtgläser und Kerzenhalter runden die winterlichen Tischinszenierungen ab. Info: www.duni.de TH

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Kuechentechnik_10 09.10.13 08:27 Seite 116

INVESTITION KÜCHENTECHNIK

Farbe für die

»Weiße Brigade« 116 TOP HOTEL | 10 /2013


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Weiß gekachelte Wände, Edelstahl und Hightech: Funktionell und weitestgehend frei von optischen Reizen werden seit eh und je Profiküchen auf der ganzen Welt geplant und eingerichtet. Aber es geht auch anders: In einigen Hotels kommt nun Farbe ins Spiel – mal sprießt ein zartes Grün an den Wänden, mal sorgen dekorative Elemente und ein neues Lichtkonzept für mehr Atmosphäre, hier und da dürfen die Gäste »fensterln« gehen. Zwei Beispiele aus der großen, weiten Edelstahlwelt, die Schule machen könnten

E

in bisschen ungerecht ist es ja schon, dass ausgerechnet die Kochkunst im Verborgenen agiert. Ist nicht gerade eine Showküche Teil des F&B-Konzeptes, arbeitet die »Weiße Brigade« stets hinter den Kulissen, abgeschottet vom bunten Treiben im Restaurant durch eine Automatiktür; die Fenster hinten raus zum Hof. Kontakt zum Gast hat vielleicht gerade mal der Chefkoch, wenn er seine Honneurs macht. Das aber auch nur in Restaurants, die in der Gourmet-Liga spielen. Hinzu kommt ein eher steriles Arbeitsumfeld – geschuldet den hohen Anforderungen an Hygiene und Funktionalität. Die Frage, wie der Koch seine »Werkstatt« sieht oder gar empfindet, hat man sich bislang offenbar nicht gestellt. So war’s halt schon immer und so bleibt es auch ... Oder auch nicht, denn ganz zögerlich und noch vereinzelt hält Design auch in der Profiküche Einzug. Damit einher geht eine Öffnung der Küche hin zum Restaurant, frei nach dem Motto: Was so schön ist, darf man ruhig auch zeigen. Seit April dieses Jahres sieht im Hotel Jagdhof Glashütte in Bad Laasphe die zwölfköpfige Brigade bunt. »Soul Kitchen« nennt sich das farbenfrohe Konzept für die 100 Quadratmeter große Küche, in der kulinarische Lebenskunst für das Fine-Dining-Restaurant »Ars vivendi« geschaffen wird. Hinter

dem Namen »Soul Kitchen« steckt der Anspruch, »Seele und Herz des Jagdhofs« zu sein – so zu lesen auf der Hotelhomepage. Fest steht: Die Küche ist ein Unikat und zugleich ein Paradiesvogel unter den Hotelküchen, denn Patron Edmund Dornhöfer ist einen ungewöhnlichen Weg gegangen. Er hat seine langjährige Innenarchitektin Gaby Bachhuber-Geißinger mit dem Entwurf für die Großküche beauftragt, die sonst den Zimmern den typischen Jagdhof-Style verpasst. – Nun also eine Küche. Was nicht weniger bedeutet, als den Spagat zwischen Praxistauglichkeit und ansprechender Optik zu wagen. »Das Ergebnis sollte eine helle, frische, naturinspirierte Küche werden, sodass neue, kreative Ideen entstehen können«, beschreibt die Innenarchitektin die Aufgabe, die sich ihr stellte. Die technischen Vorgaben zur Ausstattung kamen vom Hotel und dem Team rund um Marcus Bunzel, der seit Oktober 2012 Küchenchef im Jagdhof Glashütte ist. Denn natürlich weiß das Küchenteam am besten, was an Equipment benötigt wird und wie

Funktionalität und eine außergewöhnliche Optik vereint das »Soul Kitchen«-Konzept im Hotel Jagdhof Glashütte 10 /2013 | TOP HOTEL 117


Kuechentechnik_10 09.10.13 08:27 Seite 118

INVESTITION KÜCHENTECHNIK

Das Auge isst mit: An »Rüffer’s Chef Table« genießen die Gäste ein kulinarisches Schauspiel durch die Anordnung der Bereiche und Geräte die Arbeitsabläufe optimiert werden können. Induktionsplatten, moderne Temperiertechnik (Julabo), Räucherpistolen, Flüssigstickstoff und andere Hightech-Finessen gehören zum Werkzeug für die Köche. Mit im Boot bei dem Projekt: der spanische Küchenausstatter Garcia Casademont, der für sein innovatives Design bekannt ist und beispielsweise Herdblöcke in außergewöhnlichen Formen fertigt. Für den ANZEIGE

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118 TOP HOTEL | 10 /2013

Jagdhof lieferte er Küchenmöbel und die Herdanlage. Statt wie üblich eckig sind die Herdblöcke zum Teil gerundet, der sonst eher kühle Edelstahl-Look wird von Elementen in Schwarz und Gelb aufgelockert. Auch der Boden bekennt Farbe: Anstelle des üblichen grauen Belages leuchtet er in einem freundlichen Gelb. Ebenfalls komplett erneuert wurden die Decken und die Lüftung. Die Kühlzellentüren sind in Grün gehalten und in Pink beschriftet; die Kühlzellen erhielten eine Verkleidung mit Fliesen in Holzoptik. Dabei wurden Farben und Bilder nicht willkürlich gewählt, sie kennzeichnen die unterschiedlichen Aufgabenbereiche. So ist der Spülbereich in Blau gehalten, die Patisserie ist mit einem überdimensionalen Schokoladenbild geschmückt, für die Vorbereitung wurde ein Kräutermotiv ausgesucht. Alle dekorativen Elemente wie die bedruckten Glasscheiben und Glasdekorfliesen erfüllen die Anforderungen an Hygiene und Pflege. Die Jagdhof-Küchenchefs sind ebenso hinter Glas verewigt wie berühmte Sterneköche aus aller Welt und last but not least die eigentlichen »Stars« jeder Küche: frisches Obst und junges Gemüse. Die restlichen Küchenwände sind in Anlehnung an die Natur in Grün gehalten. Der PassBereich ist ganz in Schwarz mit modernen Lüstern gestaltet – schick und edel lautete hier die Devise. Ungewöhnlich für eine Großküche ist auch das TV-Gerät. Allerdings läuft hier nicht der »Tatort«, um den Köchen bei der Arbeit spannende Unterhaltung zu bieten. Vielmehr werden bei Küchenparties, Kochkursen, Talkrunden und der Veranstaltung »Kochen & Kunst« begleitende Filmbeiträge gezeigt. Für maximale Transparenz und Helligkeit sorgen zusätzliche Fensteröffnungen, durch welche die Beschäftigten in der Küche jetzt auf die Terrasse schauen können. Umgekehrt können auch die Gäste einen Blick in die Küche werfen. Ebenfalls offen gestaltet wurde der Eingangsbereich. Auf die Barriere in Form einer Automatiktür hat die Innenarchitektin bewusst verzichtet. Durch Dekoration wurde vielmehr ein fließender Übergang vom Restaurant zur Küche geschaffen. Einblicke in Marcus Bunzels Reich sind erlaubt und erwünscht. Noch mehr Nähe zu den Meistern am Herd und damit einen Einblick »in die Seele des Hauses« genießen die Gäste an einem kleinen, feinen Essplatz in der Küche, der maximal vier Personen Platz bietet.


Kuechentechnik_10 09.10.13 09:22 Seite 119

Ganz nah dran am Kochgeschehen sind auch die Gäste im neu gestalteten Sterne-Restaurant »Haerlin« im Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg. Hier wurde im Zuge der Umbauarbeiten des Restaurants auch die Küche komplett erneuert und ein klimatisierter Raum mit »Rüffer’s Chef Table« für zwei bis acht Personen eingerichtet. Durch Fenster, die sich bei Bedarf aufschieben lassen, schauen die Gäste bequem von ihren Hochstühlen in das Reich von Küchenchef Christoph Rüffer, das mit Geräten und Technologie aus dem Haus Friedmann Großküchen ausgestattet wurde. Individuell geprägte Fliesen aus Spanien bilden durch warme Naturtöne und Strandgutoptik einen interessanten Kontrast zu den kühl schimmernden Edelstahleinbauten. Darüber hinaus wurde durch eine neue Lichtgestaltung der sonst so sterilen Küchenwelt Wärme eingehaucht. »Sie hebt sich angenehm vom üblichen kalten Neonlicht anderer Küchen ab«, erklärt Rüffer, der bei der Neugestaltung mehr als nur ein Wörtchen mitzureden hatte und neben der Optik auch von der Funktionalität seiner neuen Wirkungsstätte begeistert ist.

Maximale Frische und Natürlichkeit Herzstück der Küche ist ein Herd mit Induktionstechnik. Von hier gehen die einzelnen Zubereitungsposten ab, sowie auf einer Seite der Pass zum Anrichten – der mit einer Höhe von 1,10 Metern rückenschonendes Arbeiten ermöglicht –, auf der anderen Seite der Raum mit dem Chef’s Table. Rüffer: »Im Pass integriert sind Warmhalteschubladen für kleinere Geschirrteile wie Saucieren, Dipschalen und kleine Schüsseln, die für unsere neue Tischkultur des ›à-part-Anrichtens‹ bestens geeignet sind.« Ein Tiefkühlschrank und ein mit fließend Wasser ausgestattetes Löffel-Bain Marie runden die Passkonstruktion ab. »Und es gibt zwei neue Dampfgarer für beide Entre-Metier-Posten, sodass Gemüse nun geschmacksintensivierend gedämpft werden kann. Ein neuer Schockfroster ermöglicht ausgefallene Zubereitungsmethoden wie Meerrettichschnee.« Die klimatisierte Patisserie ist durch eine Schiebeglastür von der Küche getrennt und ebenso mit neuester Induktionstechnik ausgestattet wie der Gardemanger-Posten. Gekühlte Natursteinplatten erleichtern die Arbeit mit der wärmeempfindlichen Kuvertüre. Die Köche freuen sich über das stimmige Konzept und die technischen Finessen; die Gäste am Chef’s Table genießen das kulinarische Schauspiel, das sich ihnen in einem ungewöhnlichen Rahmen bietet. Ausgewählte Zutaten, Kräutertöpfe und zwei kleine Treibhäuser signalisieren maximale Frische und Natürlichkeit. Rüffer: »Bei uns werden die Gäste in einen ›Garten Eden‹ versetzt, der sich auch auf den Speisetellern widerspiegelt. Ein wahrlich köTOP-PARTNER nigliches Vergnügen, HOTEL JAGDHOF, GLASHÜTTE live am Herd bei der Zubereitung dabei zu sein und die Speisen persönlich vom Küchenchef serviert zu bekommen.« KIRSTEN POSAUTZ 10 /2013 | TOP HOTEL 119


Kuechentechnik_10 09.10.13 08:28 Seite 120

INVESTITION KÜCHENTECHNIK

Für jeden Bedarf das richtige Modell Schneller, sparsamer, effektiver: Anfang Juni präsentierte Winterhalter in Meckenbeuren die neuen Durchschubspülmaschinen der PT-Serie Das Spülsystem »VarioPower«, das sich bereits in der UC-Serie bewährt hat, sorgt jetzt auch in der PT-Serie für eine optimale Anpassung des Spüldrucks an das jeweilige Spülgut. Zusammen mit den elliptischen Spülfeldern wird im Innenraum eine maximale Flächendeckung erzielt. Neu ist die patentierte Vollstrom-Filtration, die das gesamte Spülwasser während des Prozesses kontinuierlich filtert und überwacht. Unterstützt wird die Funktion durch den bewährten »Mediamat«, der mit Zentrifugalkraft selbst feinste Verunreinigungen wie Kaffeesatz entfernt, erzielt die PT nach Auskunft des Herstellers besonders brilliante und hygienische Spülergebnisse. Erstmals wurde ein aktives Energiemanagement eingesetzt, das die verfügbare Energie optimal verteilt. Die neue Durchschubspülmaschine wird serienmäßig mit dem Abwasserwärmetauscher »EnergyLight« angeboten, der das kalte Zulaufwasser erhitzt. Dadurch werden die Aufheizzeiten reduziert und die Betriebskosten gesenkt.

Mit einer Reihe von neuen Features wartet die PT-Serie auf Optional ist die Serie mit dem Wärmerückgewinnungssystem »EnergyPlus« ausgestattet. Dabei sorgt neben dem Abwas-

ser- ein Abluft-Wärmetauscher für die weitere Erwärmung des Zulaufwassers, was ebenfalls eine Ersparnis mit sich bringt. Beim Öffnen der Haube entweicht dadurch nahezu kein Dampf mehr. Eine weitere Neuerung ist das magnetisch angetriebene Nachspülsystem. Damit gelingt es nach Information von Winterhalter, den Wasserverbrauch auf zwei Liter Frischwasser zu reduzieren und so die Betriebskosten weiter zu senken. Erstmals bietet Winterhalter die Durchschubmaschine als Gläser-, Geschirr-, Bistro- und Besteckspülmaschine an. Die drei Größen M, L und XL sorgen dafür, dass Geschirr, Pizzateller, Tabletts, aber auch GN 2/1-Bleche und Euronormkisten problemlos gespült werden können. Die PT-Serie lässt sich mit einem Touchscreen bedienen. Ergonomisch geformte Haubengriffe sowie eine automatische Haubenöffnung (optional) sorgen für hohen Bedienkomfort und entlasten das Personal. Info: www.winterhalter.de

Küchenabfälle einfach entsorgen In der Gastronomie entstehen große Mengen organischer Abfälle. Bei der konventionellen Entsorgung werden sie bis zur Abholung durch ein Entsorgungsunternehmen in Sammelbehältern in einem gekühlten Bereich zwischengelagert, um Geruchsbelästigung und Kreuzkontamination zu vermeiden. Die Nassmüllsammelanlagen der Serie »Waste-Jet Classic« von ACO Haustechnik hingegen vereinen Sammlung, Konditionierung und Entsorgung in einem System. Über die Eingabestation aus Edelstahl (Nutzvolumen: 20 l) werden die anfallenden Küchenabfälle entsorgt. Die integrierte Hammermühle zerkleinert und homogenisiert Zubereitungsabfälle und Speisereste schnell und sicher. Über die Förderpumpe gelangt die homogene Masse anschließend in den Sammelbehälter aus Polyethylen, der in drei Ausbaustufen erhältlich ist. Optional ist der Trübwasserabzug, mit dem das anfallende Trübwasser aus dem Sammelbehälter einem nachgeschalteten Fettabscheider zugeführt werden kann. Dadurch lassen sich nach Auskunft des Herstellers die Kapazität des Sammelbehälters maximal ausnutzen und die Entsorgungsintervalle merklich verlängern. Info: www.aco-haustechnik.de 120 TOP HOTEL | 10 /2013


Kuechentechnik_10 09.10.13 08:28 Seite 121

Neues Zubehör Mit der Räucher-Box »VarioSmoker« (Foto) von Rational lassen sich im »SelfCookingCenter whitefficiency« und »ComibMaster Plus« Fleisch, Fisch und Gemüse räuchern. Dazu wird die Box auf einem flachen CNS-Behälter in den Garraum geschoben. Sie arbeitet mit handelsüblichen Hackschnitzeln oder Pellets. Der Geschmack und auch die Intensität des Räucherns können durch die verwendeten Räuchermaterialien und durch Veränderung der Temperatur- und Vorbereitungszeit individuell beeinflusst werden. Der »Vario-

Schau mal

Smoker« ist in allen Rational-Geräten ab 1997 verwendbar. Ebenfalls neu im Zubehörprogramm des »SelfCookingCenter« und »CombiMaster Plus« sind Brat- und Backpfannen in zwei Größen (Durchmesser 16 cm und 25 cm) für internationale Pfannengerichte wie Tortillas, Paella, Schweizer Rösti, Quiche sowie für kleine Pizzen und Kuchen. Info: www.rational-online.com

Handwerkszeug für Küchenprofis präsentiert die Firma Vega im Sonderkatalog »Küche & Technik«, darunter funktionale Kochtopf-Serien, Kochmesser und Messertaschen, Warmhalteplatten und vieles mehr. Info: www.vega-direct.com

(K)ein Kunststück Schwungvolle Ornamente und Schriften lassen sich mit den Dekorierlöffel-Sets von Küchenprofi auf die Speiseteller zaubern. Dazu einfach aus einem Behälter eine kleine Menge Soße in den Dekorierstift aufnehmen und die Spitze des Löffels aufrecht auf den Teller setzen. Danach den Löffel einfach über das Porzellan gleiten lassen. Erhältlich sind die Dekorierlöffel-Sets in einer Holz- und einer Edelstahl-Variante, der kleine Löffel misst jeweils 19, der große 23 Zentimeter. Info: www.kuechenprofi.de

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INVESTITION KÜCHENTECHNIK

Hygiene ist Trumpf In der Profiküche ist es besonders wichtig, dass die Geräte schnell und einfach zu reinigen sind, um trotz knapper Zeit die Hygienestandards einhalten zu können. Das umfangreiche MKN-Produktportfolio bietet zahlreiche Features, die das ermöglichen. Mit dem automatischen Reinigungssystem »WaveClean« reinigt sich der »HansDampf« ganz von selbst. Die patentierte TwoIn-One Lösung beinhaltet Reiniger und Klarspüler in einer versiegelten Kartusche. Einfach aufschrauben, einsetzen, Reinigungsstufe auswählen und starten. Dank »SpaceClean« – dem automatischen Reinigungssystem für Tiegel – entfällt im »FlexiChef« das Reinigen des Tiegels per Hand. In den MKN-Meisteranlagen sind die einzelnen Geräte unter einer fugenlosen Drei-Millimeter-Hygienedeckplatte verschweißt, was ebenfalls die Reinigung erleichtert. Info: www.mkn.eu

Per Klick zur richtigen Maschine Welcher Geschirrspüler eignet sich am besten für welchen Einsatz? Auf der Internetseite www.meingeschirrspueler.de von

Miele Professional können Hoteliers und Gastronomen das mit wenigen Mausklicks herausfinden. Vier Fragen zum Einsatzort, Spülgut, zu den Chargenzeiten und zur Menge sind zu beantworten, bevor die Empfehlung für den geeigneten Gewerbegeschirrspüler erfolgt. Die Online-Beratung ist nicht dazu gedacht, das persönliche Gespräch zu ersetzen. Nach der Empfehlung gibt es zwei Möglichkeiten, mit einem Vertriebsbeauftragten Kontakt aufzunehmen, um sich weiterführend beraten zu lassen. Info: www.miele-professional.de

Einfach pressen Dezent & leise Frontcooking ist aus der Gastronomie nicht mehr wegzudenken. Für einen reibungslosen Ablauf sorgt maßgeschneiderte Technik. Von großer Bedeutung ist der Dunstabzug, um den Gästen an der Kleidung haftende Gerüche zu ersparen. Empfehlenswert sind Lösungen, die leise sind und sich dezent in das Design der Frontcooking-Station einfügen. Bei Dunsthauben mit Randabsaugung, wie sie die Firma Novy im Programm hat, wird der aufsteigende Kochdunst von einer Edelstahlplatte erfasst und zu einem Spalt am Rand der Haube geleitet. Beim Modell »in’to« ist die Absaugung unauffällig neben dem Kochfeld integriert; im Gegensatz zu konventionellen Muldenlüftungen lässt sich dieses Modell um zwölf Zentimeter ausfahren, wodurch es sich auch für höhere Töpfe eignet. Beim Öffnen der Ansaugklappe werden die Dämpfe von der Pfanne oder dem Topf direkt in den Fettfilter geleitet; durch eine Schalldämmung entstehen dabei nur minimale Geräusche. Für den deckenintegrierten Einbau wurde die »High’line«Deckenhaube entwickelt, die sich mit unterschiedlichen Größen auf das Kochfeld bzw. die Kochzone abstimmen lässt. Durch abnehmbare Motoren, die sich außerhalb des Gastraumes montieren lassen, arbeiten auch die Deckenhauben besonders leise. Info: www.novy-dunsthauben.de 122 TOP HOTEL | 10 /2013

Zu herbstlichen Gerichten passen herzhafte Kartoffelplätzchen oder pikante Klöße. Mit der »FreshForce«-Kartoffelpresse von Chef’n lassen sich selbst große Kartoffeln schnell und klumpenfrei pressen. Der Küchenhelfer in matt-schwarzem Design hat ein patentiertes Dualgetriebe und einen Zahnmechanismus, der die Kraft bei der Anwendung bündelt. Zu den weiteren Merkmalen gehört eine abnehmbare XL-Kammer aus Edelstahl, die sich in der Spülmaschine reinigen lässt. Info: www.chefn.de


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E-Book statt Papier Rentschler Reven, Hersteller von Dunstabzugshauben und Metall-Lüftungsdecken für Großküchen, gibt seinen Produktkatalog nur noch als E-Book heraus. Der USB-Stick (4 GB) läuft nach Auskunft des Unternehmens auf Android-, IOS-, Windows- und Apple-Systemen. Er enthält in acht Sprachen das Produktprogramm samt Planungsunterlagen und Best-Practice-Beispielen für Küchenplaner, Gastronomen sowie GV-Manager. Das E-Book ist auch abrufbar unter www.reven-ePaper.de. Info: www.reven.de

Kalt und heiß räuchern Der kompakte Heißluftdämpfer »4.10esi CT Express« aus der »CombiTouch«-Serie von Alto-Shaam ist seit Kurzem mit einer optionalen Smoker-Funktion lieferbar. Geräuchert wird dabei mit echtem Holz, das sich im Garraum befindet. Dabei kann sowohl heiß als auch kalt geräuchert werden. Beim »CT Express« lassen sich bis zu 250 Rezepte speichern, jedes mit bis zu zehn Garstufen. Die Bedienung erfolgt über ein Touchscreen-Bedienfeld. Zur individuellen Gestaltung und Anpassung an ein bestehendes Design – beispielsweise im Frontcooking-Bereich – ist das Gerät in unterschiedlichen Farben lieferbar. Eine optionale Aufsatzhaube ermöglicht die Aufstellung ohne bauseitige Abluftanlage. Info: www.alto-shaam.de

Die neue PT-Serie

Top Performance Mobile Hygiene Mit dem tragbaren Mini-Innenabrollungsspender von Tork haben Nutzer die passenden Tücher zum Abwischen von Oberflächen griffbereit – egal, ob in der Küche, an der Bar oder im Restaurantbereich. Bis zum Gebrauch bleiben die Tücher geschützt im Spender, womit das handliche Modell auch zu optimalen Hygienestandards beiträgt. Mit der mitgelieferten Halterung kann der Spender platzsparend an der Wand befestigt werden – etwa neben der Anrichte-Station in der Küche oder an der Bar. Dank des Innenabrollungs-Systems wird nur so viel Papier entnehmen, wie jeweils benötigt. Der Spender ist spülmaschinenfest und durch den abnehmbaren Deckel schnell nachzufüllen. Info: www.sca-tork.com www.winterhalter.de/pt-scout

Motiv

Top Performance: brillant, schnell, sparsam

Verlag / Ausgabe

DU-Termin


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INVESTITION KÜCHENTECHNIK

»Es ist wichtig, Visionen zu haben« Mit dem »VarioCookingCenter« der ersten Generation hat Frima einen ersten Schritt in Richtung computerunterstütztes Kochen gemacht. Für den »MULTIFICIENCY« wurden die Elektronik optimiert und die Prozesse weiterentwickelt. Wie vielschichtig und dynamisch der Bereich Produktentwicklung ist, erläutert Markus Lingenheil, Prozessverantwortlicher Produktentwicklung bei Frima S.A. Wittenheim, im Gespräch mit Tophotel Top hotel: 2005 wurde das erste »VarioCookingCenter« am Markt eingeführt, 2011 das »VarioCookingCenter MULTIFICIENCY«. Was hat sich in den sechs Jahren getan? Markus Lingenheil: Der Unterschied zwischen dem »VarioCookingCenter« und dem »VarioCookingCenter MULTIFICIENCY« liegt in der Elektronik und der Weiterentwicklung der Prozesse. Wir haben zum Beispiel – wie es jeder moderne Mensch von seinem Tablet PC und Smartphone her kennt – einen Touchscreen hinzugefügt. Eine weitere Neuerung ist, dass wir das »MULTIFICIENCY« multifunktional einsetzen können – also zum Braten, Kochen, Druckgaren und Frittieren. Und wir haben zur Qualitätssteigerung intensiv an einzelnen Details gearbeitet. Top hotel: Können Sie hierzu ein Beispiel nennen?

Lingenheil: Ein Beispiel ist unser Tiegelboden »FrimaTherm« – ein dreischichtiger Boden, der sehr dünn und trotzdem sehr widerstandsfähig ist. Mit ihm können wir eine sehr gute Dynamik des Systems erzielen, denn er braucht nur ein paar Minuten, um die gewünschte Temperatur zu erreichen. Das wirkt sich positiv auf die Arbeitsabläufe und den Energieverbrauch aus. Um gleich noch ein Vorurteil auszuräumen: Unsere Geräte haben zwar eine relativ hohe Anschlussleistung, sind aber durch die dynamische und hocheffiziente Auslegung nicht gleichzeitig Stromfresser. Top hotel: Würden Sie sagen, dass das »VarioCookingCenter MULTIFICIENCY« im Markt angekommen ist? Lingenheil: Da muss man zwischen den Kundengruppen differenzieren. In der Gemeinschaftsverpflegung sind wir heute mit fünfstelligen Stückzahlen im Markt vertreten. Wo wir noch deutliches Potenzial sehen, ist in der Hotellerie und im Restaurant. Das A-la-carte-Geschäft ist etwas anderes als die Produktion in einer Gemeinschaftsverpflegung. Hier stehen wir noch am Anfang der Marktdurchdringung. Die Kunden beginnen den Nutzen der

»VCC« zu erkennen – gewohnte Abläufe zu verändern bzw. gewohnte Geräte auszurangieren, fällt aber häufig nicht so leicht. Top hotel: Liegt das ein Stück weit am Bild des Kochs als »kreativer Künstler«? Lingenheil: Durchaus. Es gibt da eine Art Barriere, die wir in den Köpfen der Köche überwinden müssen. Wir bieten Intelligenz in den Geräten, aber wir wollen damit nicht die Intelligenz und Kompetenz des Koches ersetzen. Wir wollen sie vielmehr ergänzen. In der modernen Arbeitswelt ersetzt ein Computer ja auch nicht den Fachmann; das Ergebnis, welches ein Computer liefert, hängt entscheidend von der Kompetenz und der Kreativität des Benutzers ab. Tophotel: Inwieweit fließen Erfahrungen und Wünsche der Kunden in die Entwicklung mit ein? Lingenheil: Frima ist ebenso wie Rational ein Unternehmen der Köche. Das ist zum einen für den Vertrieb wichtig, um das Gespräch von Fachmann zu Fachmann führen zu können, aber auch in der Produktentstehung. Ungefähr 25 Prozent unserer Entwickler haben einen Kochberuf erlernt

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124 TOP HOTEL | 10 /2013

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2005 Premiere und internationale Markteinführung des »VarioCookingCenter« 2006 Frima wird nach ISO 9001:2000 zertifiziert 2008 Frima wird nach ISO 9001:2008 zertifiziert

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Mit X-CYCLONE Fettabscheidern hätte die Küche nicht gebrannt.

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Kuechentechnik_10 09.10.13 08:28 Seite 125

PALUX – IMMER EINE GUTE ENTSCHEIDUNG!

Braten, Kochen, Druckgaren und Frittieren – »MULTIFICIENCY« steht für Multifunktionalität oder ein lebensmitteltechnisches Studium absolviert. Unsere Mitarbeiter in der Anwendungsforschung sind Paten und Sprachrohr unserer Kunden – besuchen sie vor Ort, tauschen sich aus, kochen auch mal ein paar Tage vor Ort mit ihnen mit. Top hotel: Wie sieht es mit den Speisentrends aus – spielen die bei der Weiterentwicklung der Geräte eine Rolle? Lingenheil: Auf jeden Fall. In der Anwendungsforschung sind wir nahe am Kunden und an den Trends; häufig nehmen wir hier Impulse auf. Ein Beispiel ist das sogenannte Konfieren – also die Zubereitung von Fisch in heißem Öl. Öl ist bekanntlich ein Trennmittel. Wenn man ein Stück Lachs in Öl bei rund 80 Grad konfiert, wird verhindert, dass Flüssigkeit aus dem Fisch austritt. Aber es kann auch kein Öl eindringen. Das Fischfleisch bleibt saftig. Das ist ein Trend, dem wir nachgehen und in unseren Prozessen Rechnung tragen. Unsere Kunden müssen, um solchen Trends zu folgen, kein neues Gerät anschaffen, sondern bekommen ein kostenloses Software-Update. Top hotel: Der internationale Markt ist vielfältig – kann man ihn mit ein und demselben Gerät abdecken? Lingenheil: Es ist auf keinen Fall damit getan, nur die Sprache zu übersetzen. Wir gehen vielmehr auf die internationalen Gepflogenheiten ein. Wir haben beispielsweise drei verschiedene Deutsch-Varianten. »Deutsch-Österreichisch« ist nicht nur wegen der Begrifflichkeiten anders, sondern auch wegen der hinterlegten Prozesse. Darüber hinaus kann auch der Kunde sein Gerät und seine Prozesse individualisieren und angepasst abspeichern, um das von ihm gewünschte Garergebnis reproduzierbar herzustellen. Top hotel: Auch die Ansprüche an die

Energieeffizienz von Küchengeräten sind gestiegen – wie geht Frima damit um? Lingenheil: Energieverbrauch ist sicher ein Thema, das an Bedeutung gewinnt und wir stellen uns auch unserer Verantwortung als Hersteller. Wir waren aktiv an der Entwicklung der DIN-Normenreihe 18873 zur Messung des Energieverbrauchs von Großküchengeräten engagiert und veröffentlichen unsere Energieverbrauchswerte in der Datenbank HKICert. Aber wir verkaufen unsere Geräte nicht nur mit dem Argument, dass sie »Energie-Spardosen« sind. Unser Hauptziel ist es, Kundenutzen zu generieren. Die Herausforderung für die Zukunft lautet, sich jetzt zu überlegen, wie eine Profiküche in fünf oder zehn Jahren aussieht: Was sind die Probleme unserer Kunden, und mit welchen Lösungen und Produkten können wir darauf antworten?

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Tophotel: Sie müssen also ein Stück weit in die Zukunft blicken? Lingenheil: In jedem Fall ist es wichtig, Visionen zu haben und diese auch in Projekten umzusetzen. Wir unterscheiden in der Produktentwicklung je nach Reifegrad von Ideen und Technologien verschiedene Kategorien von Projekten. Einmal haben wir einen sogenannten integrierten simultanen Innovationsprozess – Projekte innerhalb dieses Prozesses haben das Ziel, eine Produktidee zur Serienreife zu bringen. Das dauert zwei bis drei Jahre. Bei Grundlagenprojekten gehen wir von grundsätzlichen Ideen aus, die in anderen Bereichen und Branchen vielleicht schon gang und gäbe sind und bringen diese auf einen Reifegrad, der eine Realisierung in einem Produkt ermöglicht. Dann gibt es noch Forschungsprojekte, bei denen wir gemeinsam mit Instituten und verschiedenen Hochschulen Dinge entwickeln, die es so auf dem Markt noch nicht gibt. TH

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Kochen fuer Kinder_10 08.10.13 10:09 Seite 126

FOOD & BEVERAGE GASTRONOMIE-KONZEPTE

Kochen für Kinder

Spagat statt Spaghetti Kinder im Restaurant sind eine Herausforderung: für die Eltern, die Servicekräfte und den Koch Text & Fotos: CHRISTIAN WOLF

E

s ist fast 18:30 Uhr, seit einer Stunde ist nichts los, der Abendbetrieb beginnt heute offensichtlich etwas später als sonst. Die Tür geht auf, ein älteres Ehepaar kommt herein, dahinter die Tochter nebst Ehemann und drei Kindern im Alter von zwei bis neun Jahren. Für die Servicemitarbeiter ist das das volle Programm. Besser jetzt als später, alle Gäste werden einzeln begrüßt, vor allem die Kinder. Die Frage nach dem Namen ermuntert zu weiteren Gesprächen. Während die Kinder bereits ihren Drink am Tisch haben, sinnieren die Eltern noch, wer Auto fährt, und, und, und ... Hauptsache, die beiden älteren Kinder fühlen sich wohl. Die Frage, was sie essen wollen, wird

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von der Mutter unverzüglich beantwortet. Jetzt ist Geschicklichkeit gefordert, denn eine Großfamilie steigert den Umsatz – und um den geht es. Der Schlüssel dazu liegt in den Herzen der Kinder. Sie sind offen und wissbegierig, fürchten aber Langeweile und suchen stetig Anregung. Das ist es, was Kinder als Gäste aber auch interessant macht. Vor allem die Eltern staunen nicht selten, wenn anstelle der Speisekarte den Kindern der Weg in die Küche gezeigt wird. Große Kinderaugen zwischen dampfenden Töpfen, dahinter der Koch, der den Nachwuchs freundlich begrüßt. Von Natur aus sind Kinder in einer fremden Umgebung vorsichtig, der Koch mit seiner weißen Jacke

nebst Kochmütze wird eher respektvoll beäugt. Kein Zweifel, die Kinderherzen schlagen höher, die Neugier obsiegt und das Eis ist gebrochen, wenn sich der Chef persönlich ihrer annimmt. Viel gibt es zu sehen, zu riechen, aber auch anfassen sollte erlaubt sein und vor allem probieren – denn es gibt hier viel mehr zu schmecken, als es die Kinder aus ihrem Alltag kennen. Die Speisekarte wird zur Nebensache, berichtet Martin Schlösser, der in seiner Kochschule auch Kinderkochkurse gibt: »Die haben sich schon ein Sieben-Gänge-Menü zusammengestellt – und auch aufgegessen!« Diese Erlebnisse bleiben haften, Kinder erinnern sich sehr gut und die Frage, wo die Familie dem-


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nächst essen gehen soll, stellt sich künftig nicht mehr. Eine offene Küche, wie bei Martin Schlösser, hat Vorteile, aber eine Expedition ins Reich der Kochkunst ist auch in kleineren Küchen möglich – allerdings nicht immer und auch nicht immer wieder. Das Erlebnis Küche muss etwas Besonderes bleiben, zumal bei Hochbetrieb sowieso wenig Zeit bleibt. Aber der Blick hinter die Kulissen ist immer ein Highlight, weiß Küchenmeister Gerhard Krütten zu berichten. Seine Küche ist zwar klein, dennoch bittet er seine jungen Gäste gern herein. In seinem Restaurant hat er ein Konzept verwirklicht, das nicht nur kindgerecht, sondern auch familiengerecht sein soll.

Zuschauen und probieren erwünscht: Bei Küchenmeister Gerhard Krütten im Restaurant »Die Glocke« in Sankt Augustin dürfen die jungen Gäste einen Blick hinter die Kulissen werfen

»Schließlich bringen die Kinder die Eltern mit«, sagt er. »Schwierig ist es, für alle Altersgruppen etwas zu bieten, der Wickeltisch gehört dazu, eine fantasievolle Spielecke und natürlich auch ein paar Gesellschaftsspiele.«

»Sie müssen die Kinder als Gäste ernst nehmen« Martin Schlösser, Kochschule Senfonie, Altenburg

Denn nach dem Besuch in der Küche und der Bestellung gilt es, die Zeit bis zum Hauptgang zu überbrücken. Ein Brettspiel ist für Alt und Jung eine willkommene Abwechslung. Aber auch einen Malblock und Buntstifte nehmen die kleinen Racker gern an. Martin Schlösser berichtet aus seiner Erfahrung: »Heute ist das doch nicht mehr teuer, ein eigenes Malbuch zu drucken. Das kostet nicht mehr, als eine Anzeige in der örtlichen Zeitung.« Ein wenig Kreativität gehört dazu, aber das sollte Köchen nicht unbekannt sein. Vielleicht findet sich unter den Bekannten und Freunden ein Grafikoder Kunststudent, der gern ein paar Ideen umsetzt – auch das muss nicht teuer sein. Verhandlungssache eben. Die Auflage soll-

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Kochen fuer Kinder_10 08.10.13 10:09 Seite 128

FOOD & BEVERAGE GASTRONOMIE-KONZEPTE

te im Idealfall eher klein sein und häufiger wechseln. Sobald die Speisenfolge geklärt ist, werden Kinderherzen erobert, wenn sie ihr Menü noch vor den Erwachsenen bekommen. Eine kleine kindgerechte Aufmerksamkeit aus der Küche hilft, in der Zwischenzeit das Warten zu verkürzen. Bei allen Vorschlägen und Ideen für kindgerechte Angebote gilt es, eine individuelle Lösung für die eigene Gastronomie zu finden. Nicht jeder hat den Platz für eine großzügige Spielecke oder gar ein Stillzimmer. Kinder als Gäste zu überzeugen, verlangt einerseits Kreativität, andererseits auch Liebe zum Detail. Wer sie als Störenfriede sieht, die beschäftigt werden müssen, verliert diese Kundschaft – und die Eltern – an die Konkurrenz. Kinder sind die Zukunft, sie werden älter, sie feiern Geburtstage, Kommunion, Konfirmation, haben Abitur-Feiern und bringen Eltern, Großeltern oder Verwandte mit. Und jeder Anlass zieht neue Gäste an. Küchenmeister Gerhard Krütten mit seinem Restaurant »Die Glocke« in Sankt Augustin bietet viel für Kinder, legt aber Wert darauf, sein Angebot als familiengerecht herauszustellen. Können sich die Älteren entspannen und schlemmen, zahlt sich die Mühe aus, solange die Kinder ihr Vergnügen finden. Der Weg zu ihnen führt über das Essen, es ist schließlich der Anlass und Zweck des Besuchs. Kindgerechte Portionen aller Ge128 TOP HOTEL | 10 /2013

richte der normalen Karte stellen keinen Koch vor ein Problem – zur Not gibt es auch die in der Kindergunst so hoch stehenden Spaghetti, vorzugsweise serviert mit selbstgemachtem Ketchup oder einer Tomatensoße. Es sind die Kleinigkeiten, die Kindern Freude machen. Sie lieben es, ihre Speisen in eigener Regie ein wenig »aufzupeppen«

Kinder sind die Zukunft. Sie werden älter, sie feiern Geburtstage, Kommunion, Konfirmation, haben Abiturfeiern und bringen Eltern, Großeltern oder Verwandte mit. – deshalb Soße oder Ketchup gesondert reichen, vielleicht mit einer kleinen Erklärung dazu. Kinder sind lernbegierig und sie vergleichen. Und genau darin liegt die Chance. Wenn die Kinder wissen, was sie bekommen und wie es hergestellt wurde, können sie die Unterschiede erkennen. War der Besuch in der Küche der Anfang, so ist die Präsentation am Tisch die Vollendung. Mit den pas-

Gerhard Krütten hat nun zwei neue Fans, deren vorsichtige Neugierde und Begeisterung auch vor dem großen Kochmesser nicht halt machte

senden Worten wird die Neugier auf andere Speisen geweckt – beim nächsten Mal. »Sie müssen die Kinder als Gäste ernst nehmen«, sagt Martin Schlösser von der Kochschule Senfonie in Altenburg. Und wie Jan-Patrick Timmer von der Agentur HighFood aus seiner Erfahrung mit kleinen Gästen weiß, beschleunigt »ein kleines Eis als Give-away an der Tür den Bezahlvorgang immens« – und schon ist Platz für neue Gäste. Der Besuch im Restaurant ist für Kinder nicht alltäglich. Dass es für sie zu einem Erlebnis wird – welches über die nackte Nahrungsaufnahme hinausreicht – bestimmt die Gesamtkomposition und das Zusammenspiel von Eltern, Servicekräften und Küchenpersonal. Im Mittelpunkt steht das Essen. Alles andere muss fein darauf abgestimmt werden. Kreativität ist ebenso gefordert, wie die Freude daran, Kinder zu bewirten. Es ist nicht einfach, im Alltagsbetrieb die Vorlieben der Kinder zu berücksichtigen. Der erste Schritt ist die Vorbereitung und ein Konzept, das die Kinder beflügelt und die eigenen Möglichkeiten nicht überfordert. Es ist ein Spagat, aber er zahlt sich aus, denn strahlende Kindergesichter sind ein herrliches Dankeschön.


Kochen fuer Kinder_10 08.10.13 10:09 Seite 129

Klein und kugelrund

So macht Sitzenbleiben Spaß Wer die Spielecke im Restaurant aufpeppen möchte, ist mit der dreiteiligen Sitzgruppe »friends forever« der Firma howa gut bedient. Das farbenfrohe Motiv ziert die 60 x 60 Zentimeter große Tischplatte mit abgerundeten Ecken sowie die Stuhllehnen. Die Stühle mit einer Sitzhöhe von 26 Zentimetern sind nach Hersteller-Angaben hochwertig verarbeitet, standfest und stabil. Auf den lila Polstern sitzen die Kinder bequem. Erhältlich ist auch eine Naturvariante aus Massivholz. Info: www.howa-spielwaren.de

... sind die »Knödelinos« von Burgi’s. Die Mini-Knödel werden nach Auskunft des Herstellers aus 100 Prozent frischen Kartoffeln ohne Geschmacksverstärker, Aromazusätze, Farbstoffe und Fett hergestellt und passen als Beilage zu Braten- und Soßengerichten. Das Produkt ist mit dem Qualitätssiegel »Geprüfte Qualität – Bayern« ausgezeichnet; für die Gastron o m i e sowie die Gemeinschaftsverpflegung sind die Mini-Knödel in der 1,5-Kilogramm-Packung mit 63 Stück erhältlich. Info: www.burgis.de

Kinder-Knigge Mit dem Büchlein »Gute Manieren beim Essen« hat der kleine Krebs Verlag einen kindgerechten Knigge herausgebracht. Er bietet für Eltern und Hoteliers gleichermaßen Vorteile: Während Mutter und Vater ihren Sprösslingen bei Tisch damit die Zeit vertreiben und einer Langeweile entgegenwirken können, bietet sich Hoteliers die Möglichkeit, ihrer Zielgruppe »Familie« mit dem Give-away dauerhaft in Erinnerung zu bleiben. Und schließlich haben auch die Kleinen etwas davon, ge-

Das Beste kommt zum Schluss

treu dem Motto: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Info: www.der-kleine-krebs.de

Wie die Großen Für den Koch-Nachwuchs, MiniBäcker oder neugierige Küchenbesucher hat Jobeline die Kinderkoch-Kollektion »Joli« im Programm. Dazu gehören Kochjacken, Shirts, Caps, Mützen und Schürzen in klassischem Küchen-Weiß, coolem Schwarz oder peppigem Apfel und Mango. Info: www.jobeline.de

Auch wenn bei den Kindern die Augen oft größer sind als der Mund und die Teller im Restaurant nicht ganz leer gegessen werden – ein Dessert geht immer. Hier hat Nestlé Professional neben der beliebten Götterspeise, die ohne Kochen zubereitet wird (Foto), Kochpuddings in den Geschmacksrichtungen Schokolade und Vanille im Sortiment. Die Puddings lassen sich mit Sahne oder Milch zu einer lockeren Creme aufschlagen und mit »Nestlé Dessertsaucen«, Toppings, Fruchtpürees und frischen Früchten garnieren. Info: www.nestleprofessional.com TH 10 /2013 | TOP HOTEL 129


Fruehstuecksidee 10_13 08.10.13 16:51 Seite 130

FOOD & BEVERAGE FRÜHSTÜCK- / TAGUNGSIDEE DES MONATS





   



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Weinwegweiser_10 08.10.13 10:01 Seite 132

FOOD & BEVERAGE WEINWEGWEISER

Nordpfälzer Silvaner

»Riesling Champions« Beim zweiten Wettbewerb um den

Top hotel-Autor Rudolf Knoll stellt in dieser Ausgabe wieder einen für die Gastronomie überaus interessanten Wein vor, der durch sein sehr gutes Preis-Wert-Verhältnis überzeugt

»Riesling Champion«, ausgerichtet vom Magazin »Vinum«, bekam das Weingut Schäfer-Fröhlich aus Bockenau (Nahe) die höchste Gesamtnote auf der Basis von vier Weinen. Insgesamt wurden 1400 Weine an-

Ist das Zellertal noch pfälzisch oder schon rheinhessisch? Der ers te Blick auf die Karte macht das nicht so deutlich. Denn Worms, ein Stück weiter im Osten, ist eindeutig Rheinhessen, ebenso der Nachbarort Flörsheim-Dalsheim, wo mit dem Weingut Keller einer der deutschen Topbetriebe zu Hause ist. Aber das Zellertal gehört weinrechtlich zur Pfalz. Und es rückt seit einigen Jahren immer mehr in den Fokus der Genießer, weil in Zell selbst ein Weingut mit bemerkenswerten Kollektionen auf sich aufmerksam macht. Die Senioren Gisela und Bernhard Schwedhelm legten den Grundstein dafür und gaben ihrem Betrieb den Namen Klosterhof, weil sich im Ort vor Jahrhunderten ein bedeutendes Kloster befand. So richtig voran kam das Weingut erst mit dem Eintritt des Juniors. Stephan Schwedhelm schloss 2006 sein Weinbau- und Oenologie-Studium an der Uni in Geisenheim ab und befindet sich seitdem »auf der Jagd nach perfekten Weinen«. Und dafür wird im Weinberg einiges geleistet. Die Reben werden naturnah bewirtschaftet, die Umstellung auf ökologischen Anbau ist in vollem Gang. Die Erträge werden durch Traubenhalbierung deutlich reduziert. Viel Wert legt

Stephan Schwedheim auf eine optimale Entblätterung, damit die Trauben gesund bleiben. Dass auf den Fluren des Weingutes viele alte Reben stehen, ist ein zusätzlicher Vorteil. Die Ambitionen des 34-Jährigen fallen überregional auf: Der in der Szene bekannte Blog-Betreiber Dirk Würtz bezeichnete ihn schon als »Entdeckung des Jahres 2012«; die regionale Filiale des Verbandes der Prädikatsweingüter (VDP) nahm ihn in sein Talentförderprogramm auf und erhob ihn dadurch zu einem Mitglieds-Kandidaten. Qualitativ hätte es Schwedhelm heute schon drauf. Rund zwei Drittel der Anbaufläche entfallen auf Weißweine. Der Klosterhof kann erstklassigen Riesling aus verschiedenen Lagen wie Zeller Kreuzberg, Wotanfels und Schwarzer Herrgott, Weißburgunder, Sauvignon blanc, Chardonnay, Scheurebe und Gewürztraminer vorweisen, dazu erstklassigen St. Laurent und eine gehaltvolle rote Cuvée (»Tria R«). Aber Schwedhelm kann es auch mit dem traditionellen Silvaner. Und weil die Sorte indes von manchen Winzern im benachbarten Rheinhessen regelrecht verschleudert wird, gibt es diesen Wein bei ihm auch zum Schnäppchenpreis.

gestellt. Winzer Tim Fröhlich, der auf Spontangärung setzt und bei seinen Weinen einen eigenständigen Stil pflegt, war selbst überrascht über seinen Erfolg. Knapp dahinter und zu zweit gemeinsam auf dem zweiten Platz: Philipp Kuhn aus Laumersheim (Pfalz) und Horst Sauer aus Escherndorf (Franken), welcher in der Gruppe der edelsüßen Weine mit einer 2011er Trockenbeerenauslese gewann. Eine Überraschung gab es in der Einzelwertung in der stark besetzten Kategorie der trockenen Weine. Hier hatte das Weingut Friedrich Becker aus Schweigen (Pfalz) mit dem 2012er Muschelkalk-Riesling die Nase vorn. Dieser Wein ließ so manches Große Gewächs hinter sich.

Riesling Spätlesen Aufgrund historischer Beziehungen zum Rheingau und der Riesling-Spätlese veranstaltet die Stadt Fulda seit 2000 einen Wettbewerb um den »Spätlesereiter-Pokal«. Eine Fachjury unter der Leitung von Top hotel-Autor Rudolf Knoll ermittelte wieder die besten Weine des Jahrgangs 2012. In der Kategorie »trocken« gab es gleich zwei Sieger mit dem Hochheimer Kirchenstück vom Weingut W. J. Schäfer aus Hochheim (Rheingau) und dem Herrenberg »100« vom Weingut Manz aus Weinolsheim (Rheinhessen). Mit einem weiteren Wein aus der Lage Weinolsheimer Kehr belegte Eric Manz zudem den dritten Platz. Die halbtrockene /feinherbe Kategorie bis maximal 25 Gramm Fruchtzucker pro Liter ent-

Der Wein: 2012 Silvaner Qualitätswein trocken

schied das Weingut Reuscher-Haart aus

Der Geschmack: Feine Kräuterwürze im Bouquet, die sich im Geschmack fortsetzt;

Piesport (Mosel) mit einem Piesporter

druckvoll, saftig, komplex, stattliche Länge. Als Essensbegleiter sehr vielseitig, passt

Goldtröpfchen »Überschwang« für sich. Bei

ausgezeichnet zu Nudelgerichten, Kalbfleisch, Geflügel, gebratenem Fisch und Käse.

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Testfahrt_Buchtipp 10 08.10.13 16:50 Seite 133

SERVICE TESTFAHRT / BUCHTIPP

Klassisch schön Der Peugeot 508 lässt sich besonders mit Dieselmotoren sparsam fahren

Was aber in Erinnerung bleibt, ist eine ganze Menge Positives – Peugeot baut wieder marktgerechte Autos, wobei der 508 als zum Beispiel die Sparsamkeit des 508. Die Normverbräuche sind Flaggschiff fungiert. Die rund 4,80 Meter lange Limousine bietet mit 4,0 bis 5,7 Litern Diesel Spitzenwerte, auch wenn der Alltagsauf allen Sitzen üppig Platz für Kopf und Beine, einen bequemen verbrauch freilich höher liegt. Wir fuhren den zweitstärksten Zustieg und einen mächtigen Schlund als Kofferraum. Letzterer Diesel HDi 160 mit einem Durchschnittsverbrauch von nur 6,7 fasst 515 Liter, bei umgeklappter Rücksitzlehne sogar 1381 Litern bei 163 PS Leistung und freuten uns über die Reichweite Liter – keine schlechten Voraussetzungen für den Gästetransfer. von mehr als 1400 Kilometern. Schon die Basisversion verfügt über eine fast vollkommene AusDer 508 ist komfortbetont, aber ohne überweiche Federung und stattung mit Notbremsassistenten, Nebelscheinwerfern, Abbiegeohne Wanken und Schwanken in Kurven. Unser Diesel entwickellicht, Bordcomputer, Bremsenergie-Rückgewinnung, elektrisch te bei Bedarf erstaunlich viel Power, zeigte sich verstellbarer Lendenwirbelstütze am FahrerPeugeot 508 HDi 160 dank sechs klug abgestimmter Gänge elastisch sitz und anderem mehr. Da und dort gibt es und ließ die übliche Dieselmusik nur entfernt aber auch des Guten zu viel: im Armaturenbrett Hubraum 1997 ccm wahrnehmen. Der elegante Franzose ist ein erscheint viel ablenkender Lesetext, wie die BeLeistung 163 PS Auto, das mehr Zuspruch verdient – wir jedendienung insgesamt oft Ungewöhnliches fordert. L/B/H 4792 / 1853 / 1456 mm falls haben ihn gern gefahren. Bei der Ausstattung »Allure« finden sich zudem 129 g/km CO2-Emission Startknopf und tastfläche der elektronischen Leergew. / Zuladung 1640 / 435 kg Das schätzt der Hotelier: Handbremse links vom Lenkrad, wobei LetzteNormverbrauch je 100 km 4,9 Liter D • viel Platz für die Gäste und deren Gepäck re lautstark protestiert, wenn sie nicht fixiert Beschl. 0-100 km / h 8,6 Sek. • preiswerte Sechsstufen-Automatik ist. Störend wirken auch die Spiegelungen der Höchstgeschwindigkeit 226 km/h • als Diesel sehr sparsam H.-R. ZitKA Grundpreis ab 28.900 Euro Armaturenbrett-Oberseite in den Scheiben.

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nierende Räume perfekt in Szene? Mit

im Wettbewerb um das am Markt nur

diesen Fragen beschäftigt sich das Au-

begrenzt verfügbare Potenzial an Fach-

torenteam – Innenarchitektin Corinna

und Führungskräften. Wie man diesem

Kretschmar-Joehnk, Axel Venn (Pro-

Problem mit intelligenter Strategie,

fessor für Farbgestaltung und Trend-

Eigeninitiative und kreativen Ideen er-

Axel Venn, Janina

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Albrecht von Bonin

folgreich zu Leibe rückt, zeigt Per-

Venn-Rosky, Corinna

Wissenschaft und Kunst Hildesheim)

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Kretschmar-Joehnk

und Dipl. Designerin Janina Venn-

finden, fördern, binden

brecht von Bonin in seinem neuen

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2025-2

praktischen Teil; die Texte sind in

und so die Chancen im »War for Ta-

Deutsch und Englisch verfasst.

lent« zu erhöhen.

TH

10 /2013 | TOP HOTEL 133


Navigator_10 08.10.13 10:12 Seite 134

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10 /2013 | TOP HOTEL 141


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10 /2013 | TOP HOTEL 143


Community_10_2013 08.10.13 16:49 Seite 144

COMMUNITY

DIE BRANCHE IN BILDERN

Siegerlachen: Der Travel Industry Club zeichnete Daniela Schade, Senior Vice President Sales & Distribution Central Europe bei Accor, Mitte September in Köln als »Sales & Marketing Manager 2013« aus. Sie nahm den Preis im Beisein von Thorsten Lehmann, Geschäftsführer Sunny Cars, Richard Reindl, Managing Director FTI Touristik, und Klaus Tusche, Commercial Director Avis (v.li.), entgegen

Der »Egon Steigenberger Preis« ging 2013 an Josina Ingrassia, Junior Regional Sales Manager im Regional Sales Office Süd Stuttgart (2.v.li.), und Carola Födisch, Assistant Event Manager im Steigenberger Linz (2.v.re.). Sie setzten sich Anfang September im Frankfurter Hof gegen zehn weitere Finalisten durch. Matthias Heck, Finanzvorstand und Arbeitsdirektor (li.), sowie Christine Steigenberger gratulierten

Radeln für den guten Zweck: Der frühere Handball-Bundestrainer Heiner Brand (li.) und Paul Dreykluft, Direktor des Park Inn by Radisson Köln City West, legten gemeinsam mit weiteren 200 Fahrern bei der Kölner »Tour de Magellan« 111 Kilometer auf dem Rad zurück

144 TOP HOTEL | 10 /2013

Foto: S.Pellegrino /Franco Gulotta

Ausflug in die Opernwelt: Um die neuen, Luciano Pavarotti zeigenden Label auf dem Fine-Dining-Water von S. Pellegrino vorzustellen, gab es eine Roadshow mit klassischer Musik durch einige Städte Deutschlands. Das Bild entstand beim Stopp in München am 10. September und zeigt Gastronom Mario Gamba, Anna V. Rückert (Senior Brand Manager S. Pellegrino und Acqua Panna bei Nestlé Waters Deutschland), Gerd Käfer und Ex-Fußballprofi Andi Brehme (v.li.)


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Kempinski Hotel Bristol Berlin

Wo ein ganzes Hotel von Ost nach West zog Ein Auszug aus dem Buch »Hotelgeschichte(n) weltweit« von Michael Pohl Frederic W. Unger, der einzige überles war Theodor Fontane, der sich bende Enkel der Kempinskis, kehrte nach Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Krieg zurück nach Berlin. Auf dem einer zwar nicht weltbewegenGelände eines abgebrannten Restaurants den, aber doch interessanten Frage der der Familie am Kurfürstendamm errichZeit befasste: In etlichen Städten – vor tete er 1951 ein Hotel – das Kempinski allem in Europa, aber auch in anderen Hotel Bristol. Es sollte den Erfolg des zerGebieten der Welt – wurden in dieser störten Hauses fortführen. Und war noch Zeit Hotels unter dem Namen »Bristol« mehr – eine der ersten großen Investitioeröffnet. Warum bloß, fragt sich der nen im zerstörten Berlin. Zur Eröffnung tiAutor in seinem 1897 erschienenen telte eine Zeitung der Stadt: »Kempinski Roman »Der Stechlin«. l, Berlin ki Hotel Bristo ns pi m Ke heißt: Berlin kommt wieder«. »Alles ersten Ranges, kein Zweifel«, In den folgenden Jahren entwickelte heißt es bei Fontane, »wozu noch sich das »Kempi«, wie die Berliner das kommt, dass mich der bloße Name Haus nun nannten, zum wichtigsten Hotel im Westen der Stadt. Geschon erheitert, der neuerdings jeden Mitbewerb so gut wie ausmeinsam mit dem Café Kranzler stand es über viele Jahrzehnte für schließt. (...) Alle müssen ›Bristol‹ heißen. Ich zerbreche mir den das entspannte Alltagsleben im Westen der geteilten Stadt. Die HoKopf darüber, wie gerade Bristol dazu kommt. Bristol ist doch am telbetriebs AG übernahm noch in den 50er-Jahren das Hotel am KurEnde nur ein Ort zweiten Ranges, aber Hotel Bristol ist immer prifürstendamm. Weil der Name weit über die Grenzen der Stadt hinma.« Der Autor stellt daher die Frage aller Fragen: »Ob es hier wohl aus als Inbegriff von Luxus bekannt war, wurde er schnell zum Menschen gibt, die Bristol je gesehen haben? Viele gewiss nicht, Namen für den gesamten Konzern. Heute gilt die Kempinski-Hoteldenn Schiffskapitäne, die zwischen Bristol und New York fahren, gruppe als älteste Luxushotelkette Europas. Sie verfügt über knapp sind in unserm guten Berlin immer noch Raritäten.« 70 Häuser in Europa, Asien und Afrika. Was dazu führte, dass der Diese Stelle des Romans handelt vom Berliner Hotel Bristol – das Name Kempinski auch wieder in der Straße Unter den Linden zu fines genau genommen zweimal gab. Gustav Georg Carl Gause erbaute den ist: Das Hotel Adlon am Pariser Platz gehört nun ebenfalls zum für Conrad Uhl das erste der beiden zwischen 1890 und 1891 am Konzern. Prachtboulevard Unter den Linden. Es war ein Grandhotel im kaiÜber die Herkunft des Namens Bristol herrscht im Übrigen nach serlichen Stil, prägnant vor allem durch sein zentrales Kuppeltürmwie vor Unklarheit. Zwar verwenden einige der Bristol-Hotels auf chen. Schriftsteller wie George Bernard Shaw stiegen hier ab, der der Welt bis heute Teile des Wappens der südenglischen Stadt (wo Architekt und Designer Peter Behrens (er schuf unter anderem das es übrigens erst seit wenigen Jahren ein »Bristol Hotel« gibt); es deuContinental-Verwaltungsgebäude in Hannover sowie das Mannestet jedoch einiges darauf hin, dass die beliebte Bezeichnung in der mann-Haus in Düsseldorf) erlag in dem Hotel 1940 einem HerzReiselust des vierten Earls von Bristol begründet ist, dem früheren schlag. Und am 30. September 1897 fand im Bristol ein Vorgänger Bischof von Derry. Der soll im 18. Jahrhundert ein bekannter Reider ersten Internationalen Automobil-Ausstellung statt, die heute sender gewesen sein. Was offenbar dazu führte, dass Herbergen sich in Frankfurt veranstaltet wird. Damals freilich noch in geradezu windamit brüsteten, wenn er bei ihnen übernachtet hatte. TH zigem Ausmaß: Gerade einmal acht Fahrzeuge gab es zu sehen. 1904 übernahm die Hotelbetriebs AG der Familie Kempinski die Geschäfte. Diese war bereits sehr erfolgreich in der Gastronomie tätig – musste wegen ihrer jüdischen Wurzeln während des Zweiten Weltkrieges jedoch ins Ausland flüchten. Am 22. November 1943 Michael Pohl schließlich kam auch das Aus für ihr inzwischen von den Nazis überHotelgeschichte(n) weltweit – 75 Herbergen, nommenes Haus: Das Hotel Bristol Unter den Linden wurde durch in denen das Bett zur Nebensache wurde einen Luftangriff zerstört. Es war das vorläufige Ende eines der beCONBOOK Verlag deutendsten Hotelbetriebe der Hauptstadt. Nach dem Krieg kam es 256 Seiten an dieser Stelle nicht wieder zu einem Neuaufbau – Russland bean10,95 ¤ spruchte das Gelände für den Bau seiner Berliner Botschaft. ISBN 978-3-943176-46-9

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10 /2013 | TOP HOTEL 145


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VORSCHAU

Die Fach-Illustrierte für das Hotel-Management Offizielles Verbandsorgan (von 8 Verbänden) • Brillat Savarin-Kuratorium der FBMA-Stiftung • Food + Beverage Management Association e.V. (FBMA) • Foodservice Consultants Society Deutschland-Österreich e.V. (FCSI) • Gastronomische Akademie Deutschlands e.V. (GAD) • Hospitality Sales and Marketing Association Deutschland e.V. (HSMA) • Landidyll Hotels & Restaurants e.V. • Selektion Deutscher Luxushotels • Verband der Serviermeister, Restaurant- und Hotelfachkräfte e.V. (VSR) Redaktionelle Partnerschaft (mit 6 Verbänden/Unternehmen) • BDVT e.V. – Der Berufsverband für Trainer, Berater und Coaches • European Hotel Managers Association (EHMA) • Institute For Hospitality Management (IFH) • Hoteldirektorenvereinigung Deutschland e.V. (HDV) • Hotelverband Deutschland (IHA) • Wellness-Hotels & Resorts GmbH (W-H-R)

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146 TOP HOTEL | 10 /2013

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Profit mit Vierbeinern In der Top-Hotellerie hat sich die einst ungastliche Einstellung gegenüber Hunden und Co. gewandelt – und oft sogar ins Gegenteil verkehrt. Schließlich lässt sich mit dieser neuen Zielgruppe viel Geld verdienen. Was Hotels weltweit alles tun, um die vierbeinigen Gäste glücklich zu machen, hat Top hotel-Autor Helge Sobik recherchiert.

Gesunde Küche Immer mehr Hotels – darunter viele Häuser, die auch Medical Wellness anbieten – setzen auf ein mit Hilfe von Experten ausgearbeitetes Ernährungskonzept. Hierzu gehört auch der neue Lanserhof am Tegernsee, wo Küchenchef Maximilian Jäger seine »Energie Cuisine« umsetzt. Was dahinter steckt, lesen Sie in der nächsten Ausgabe.


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