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kultur

angetan. Diese Rolle hatte ich schon in den USA in einer kleinen Compagnie gesungen, bevor ich nach Deutschland kam – übrigens auf Englisch. Bei den Heidelberger Schlossfestspielen war ich dann ebenfalls in dieser Rolle zu erleben – in deutscher Sprache. In Stuttgart durfte ich die Rolle dann auf Italienisch von Doris Soffel übernehmen. Das war mein Debüt in Stuttgart. top: Und haben Sie noch neue Partien auf Ihrer Wunschliste? Schneiderman: Nein, eigentlich nicht. Ich freue mich auf das, was kommt – ob große oder kleine Rolle. In der nächsten Spielzeit werde ich in Stuttgart zum Beispiel als Neris in Luigi Cherubinis Oper „Medea“ zu hören sein. Das wird für mich erneut ein Rollendebüt sein. Grundsätzlich steht für mich im Vordergrund, gesund zu bleiben, meine Stimme zu erhalten, viel Zeit mit der Familie zu verbringen und noch so oft wie möglich meine Mutter in den USA zu besuchen. top: Unterrichten Sie auch noch? Schneiderman: Ja, das ist nach wie vor eine große Liebe von mir. Im Sommer werde ich an der Universität Mozarteum Salzburg einen Meisterkurs geben, im Herbst dann an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. top: Sind die Studierenden heute besser als früher? Schneiderman: Das lässt sich so nicht sagen. Ich stelle allerdings fest, dass sich viele Studierende nicht genügend Zeit für die Entwicklung ihrer Stimme lassen – sie wollen zu früh große Partien. Das liegt unter anderem auch an der großen Konkurrenz. top: Welchen Tipp haben Sie vor diesem Hintergrund für die Nachwuchssänger des Opernstudios parat? Schneiderman: Freut Euch, dass Ihr zu den Auserwählten gehört und den Sprung ins Opernstudio geschaff t habt. Habt Ge■ duld und bleibt cool. Die Fragen stellte Matthias Gaul

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Konzerttipp Farges mihk nit! – Vergiss mich nicht! Lieder der jiddischen Operette Helene Schneiderman, Mezzosopran Barrie Kosky, Klavier 23. Juli 2017, 20 Uhr, Mercedes-Benz Museum, Großer Saal (Einführung ins Konzert 30 Minuten vor Beginn) In ihrem Programm lassen Helene Schneiderman und Barrie Kosky, Intendant der Komischen Oper Berlin, ein vergessenes Genre wiederaufleben: das jiddische Theater. Die Autoren und Komponisten, darunter Joseph Rumshinsky, Alexander Olshanetsky, Sholom Secunda oder der „jiddische Shakespeare“ Abraham Goldfaden, zum größten Teil aus Osteuropa stammend, emigrierten unter dem Druck der dortigen Pogrome Anfang des 20. Jahrhunderts in die USA, wo sie dem noch in den Kinderschuhen steckenden amerikanischen Musical und der aus Europa importierten Operette ein drittes Genre gegenüberstellten. PS: Liedkonzert-Besucher können das Parkhaus des Mercedes-Benz Museums sowie das gegenüberliegende Parkhaus P4 kostenlos nutzen. Außerdem haben sie die Möglichkeit, bereits ab 17:30 Uhr die Ausstellung des Mercedes-Benz Museums kostenlos zu besuchen.

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Top Magazin Stuttgart Sommer 2017  
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