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schiedlichen Mengenanteile der Pigmente Eumelanin (dunkelbraun bis schwarz) und Phaeomelanin (orange bis rot) bestimmt. Dunkle Haare enthalten viel Eumelanin und wenig Phaeomelanin, bei roten Haaren ist es genau umgekehrt, und blonde Haare enthalten wenig von beiden Pigmenten. Dass sich das „natürliche“ Blond überhaupt bis heute erhalten konnte, liegt nach Ansicht einiger Forscher daran, dass blonde Frauen offensichtlich einen genetischen Vorteil hatten, weil sie sich von anderen unterschieden. Die Männer hätten daher häufiger blonde Frauen zur Fortpflanzung gewählt. Dagegen meint der britische Dermatologe Jonathan Rees, dass blonde Haare und die häufig damit einhergehende helle Haut zum ersten Mal ein Vorteil war, als die Vorfahren der heutigen Menschheit vor etwa 70.000 bis 45.000 Jahren von Afrika aus Europa und Asien besiedelten. Durch ihre hellere Haut konnten sie auch im weniger sonnigen Europa genügend Vitamin D produzieren. Sie waren gesünder und daher bei der Fortpflanzung erfolgreicher.

Und was hat es nun mit dem Vorurteil aller Vorurteile vom dummen Blondchen auf sich? Gar nichts. Erst 2016 hat Jay Zagorsky von der Ohio State University IQ-Tests von über 10.000 US-amerikanischen Frauen und Männern getrennt voneinander ausgewertet. Ergebnis: Blondinen sind keineswegs dümmer, ihr IQ liegt sogar minimal über dem von brünetten, schwarz- oder rothaarigen Frauen. Die Studie bestätigt frühere Untersuchungen, in denen Psychologen vergeblich nach Belegen für die angeblich geringere Intelligenz blonder Frauen gesucht hatten. Dazu passt, was Wissenschaftler der Nottingham Trent University herausgefunden haben: Dass Frauen, die sich ihre Haare blond gefärbt haben, selbstbewusster und mutiger werden – in Sachen Liebesleben ebenso wie im Hinblick auf ihr Durchsetzungsvermögen im Job.

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Mythos blond Licht, Glanz, Helligkeit, Gold, Unschuld: Keine zweite Haarfarbe ruft so viele Assoziationen hervor wie Blond. Auf Gemälden wurde die heilige Maria ebenso mit blonden Haaren dargestellt wie die erste Frau Eva oder die Liebesgöttin Venus. Schon für die Griechen war Blond die Haarfarbe der Götter, reiche Römerinnen ließen sich aus dem Haar germanischer Sklavinnen blonde Perücken fertigen. In Hollywood verstärkten renommierte Filmemacher mit Stars wie Marlene Dietrich, Jean Harlow und insbesondere Marilyn Monroe die Wahrnehmung von Blondinen, mit denen man erotische Anziehungskraft ebenso verband wie Naivität. Wie Forscher der Stanford Universität in Kalifornien erst vor wenigen Jahren feststellten, geht blondes Haar auf die Mutation des Gens KITLG zurück. Besagte Mutation führt angeblich dazu, dass in den Haarfollikeln von Blondschöpfen ein Fünftel weniger Melanin produziert wird als etwa bei Menschen mit braunen Haaren. Grundsätzlich wird die Haarfarbe eines Menschen durch die unter-

Institut für Mammadiagnostik in Esslingen Dr. med. Johannes Herrmann Unser Leistungsspektrum:

Was ist die Mammo-Tomosynthese?

• volldigitale Mammographie

Die Mammo-Tomosynthese ist ein weiterer Diagnostik-Baustein bei Brustkrebs und wird als Zusatzaufnahme bei Unklarheiten eingesetzt. Sie ähnelt in ihrer Technik der Computertomographie, die Röntgendosis ist vergleichbar mit der einer Mammographie-Aufnahme.

• digitale Mammo-Tomosynthese • hochauflösender Brust-Ultraschall

• 3D-Ultraschall-Volumenscanner

• Kernspintomographie (in Kooperation)

Bei der Mammo-Tomosynthese werden vom Drüsenkörper mehrere Aufnahmen aus verschiedenen Winkeln gemacht. Dadurch wird der Drüsenkörper in 3D dargestellt. Unklare Verdichtungen oder sehr dichte Brustdrüsenkörper können so besser beurteilt und vorhandene Tumore besser analysiert werden.

• Knochendichtemessung nach DXA

Das macht Brustdiagnostik noch sicherer!

• Interventionen (Biopsien)

• Brustkrebs-Früherkennung und Nachsorge

Hirschlandstr. 93 73730 Esslingen

Tel.: 0711 / 30 51 10 - 30 Fax: 0711 / 30 51 10 - 38

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