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Ausgabe 4 | 28. Jahrgang Winter 2017/2018 | 3,50 €

DORMAGEN | GREVENBROICH | JÜCHEN | KAARST | KORSCHENBROICH | MEERBUSCH | ROMMERSKIRCHEN

RHEIN-KREIS

NEUSS

reise

Südgrenze der Malediven

Zurück in die Zukunft wirtschaft

Metropolregion Rheinland Eine starke Marke im Herzen Europas? historie

Neusser Stadtarchiv 775 Jahre Neusser Geschichte top-magazin-neuss.de 4194988503502

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Hochzeitsspecial

»Der Rhein-Kreis Neuss traut sich«


FAMILIENWELTEN

Bezahlbarer Wohnraum für Neuss

Seit mehr als 125 Jahren ist die Neusser Bauverein AG Ihr zuverlässiger Partner für bezahlbares Wohnen für die ganze Familie. Das bleibt auch so. In den nächsten Jahren werden wir mehr als 1.000 weitere Wohnungen für die Neusserinnen und Neusser realisieren.

NEUSSER

BAUVEREIN

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wie in schlechten Zeiten. Sie hielt mir immer den Rücken frei, war für mich eine wirklich ernstzunehmende Kritikerin und hat durch ihr außerordentliches Organisationstalent ganz maßgeblich zum Erfolg des Top Magazin Neuss beigetragen. Sie war immer da, wenn ich sie brauchte – eben die gute Seele des Top Magazins. Auch Rolfmehr Lüpertz ist ein Mann der ersten die ganze Welt scheint von nichts Anderem zu reden: DigitalisieStunde und ist für viele das Gesicht des Top rung der Gesellschaft, Start-Up-Förderung, innovative Arbeitsmodelle Magazin Neuss. Er ist für die Top-Verteilung – die Zukunft kommt mit Siebenmeilenschritten näher. Wenn man geverantwortlich sorgt dafür,Nur dassein die Manauer hinschaut, ist die Realität aber noch lange und nicht so weit. gazine immer pünktlich in die Briefkästen paar Beispiele: Auch bei uns im Rhein-Kreis Neuss sind viele Gebiete kommen. Auch als Fotograf bei diversen Topnoch nicht mit Breitband oder Glasfaser ausgestattet. Dem Einzelhandel Veranstaltungen ist Rolf Lüpertz mit seiner Kaist die Tragweite der Digitalisierung zwar bewusst, eine finale Antwort mera unterwegs. auf den Online-Versandhandel gibt es aber noch nicht. Und beim UmChrista Brüster und Ulrike Keller-Hümbs sind zug muss man immer noch persönlich ins Bürgeramt laufen, dortNeuss als Journalistinnen schon langeum im Top auf Papier seine neue Adresse zu melden. Team und für gute, abwechslungsreiche ReEin starkes Signal für die Digitalisierung öffentlichen daktion der verantwortlich. SieVerwaltung haben die meisging in diesem Jahr von Neuss aus:ten AufArtikel der Fachmesse e-nrw diskutierverfasst und Interviews geführt. ten über 500 Top-Entscheider darüber, wie Bürger und Unternehmen zukünftig leichter mit der Verwaltung kommunizieren. Das haben wir zum Anlass genommen, einen Blick auf „Digitalisierung und Gründerkultur“ zu werfen. Wissen Sie, was eine „Fuckup-Night“ ist? Die Wirtschaftsförderung des Rhein-Kreis Neuss hat diese Veranstaltungsreihe heute werde ich mich zum letzten Mal anNeuss die- gebracht. Ganz besonders möchte ich mich bei erfolgreich in den Gare du ser Stelle an Sie wenden: Denn nach 27 JahUlrike Tilswill, bedanken, die seit 25 Jahren Wer einen Blick ins Büro der Zukunft werfen der findet in der neuenfür die ren als Herausgeberin des Top Magazin Neuss gesamte grafische Gestaltung der Rubrik „Must Haves“ den super-bequemen Vetsak, einen SitzsackTop mitMagaist es an der Zeit, diese Aufgaben in jüngere zine verantwortlich ist, was ihr stets hervorWurzeln in Südafrika und Grevenbroich. Weiter finden sich dort tolle Hände zu legen. Ab 2017 werden meine Tochragend gelungen ist, auch unter dem üblichen Geschenkideen von Technik bis hin zu Mode-Accessoires. ter, Nora Wisbert, und ihre Freundin, Nicole Produktionsendstress. Immer wieder stellte Genießen Sie die Weihnachtsfeiertage, schenken Sie ihren Lieben etwas Barendt-Ley, meine Nachfolge antreten. Es sie sich den aktuellen Layout-Vorgaben unseSchönes – aber denken Sie daran: Das schönste Geschenk ist gemeinsam waren 27 schöne Jahre, die mein berufliches rer Lizenzgesellschaft, und setzte sie in Topverbrachte Zeit in der analogen Welt! Das gilt über Weihnachten genauLeben maßgeblich geprägt haben. Von Anfang Form um. In all den Jahren habe ich ihr mit so wie imein Alltag danach. Magaan war es mein Ziel hochwertiges Recht mein vollstes Vertrauen geschenkt. zin herauszubringen, das dem Stil und dem Zum Schluss bitte ich Sie, liebe Leser und InWirdes wünschen IhnenNeuss froheinWeihnachten und einen guten Start in das Ihr Lebensgefühl Rhein-Kreises all serenten, auch meinen Nachfolgerinnen neue Jahr 2018, seiner Vielfalt entspricht, eben authentisch ist. Vertrauen zu schenken und das Top Magazin Obwohl mir anfänglich naturgemäß einige Neuss weiter so wohlwollend zu begleiten. Nora Wisbert und Nicole Barendt-Ley Skepsis entgegengebracht wurde, habe ich Übrigens: Nora Wisbert und Nicole Barendtdieses Ziel Herausgeberinnen immer verfolgt und wie ich finde, Ley werden Anfang 2017 gleich mit einem auch ganz gut erreicht. Das Top Magazin neuen Projekt starten: Dem Top GesundheitsNeuss ist heute aus der Medienlandschaft im magazin, das Ende Januar erscheinen wird. Rhein-Kreis Neuss nicht mehr wegzudenken Lassen Sie sich überraschen von der Vielfalt und hat eine sehr hohe Akzeptanz bei Ihnen, der Ärztetipps und Gesundheitsthemen. liebe Leser, aber auch bei den zahlreichen InNoch ein Tipp: Die bundesweite Leserbefraserenten, die mir jahrelang ihr Vertrauen gegung wurde inzwischen ausgewertet-Infos schenkt haben. Diese Zusammenarbeit hat dazu finden Sie auf www.top-magazin.de. mir immer viel Freude gemacht, und ich glauWie gewohnt wünsche ich Ihnen eine schöne be, dass auch meine Nachfolgerinnen diese Adventszeit, besinnliche Weihnachtstage und mit der gleichen Begeisterung fortführen wereinen guten Start in das Jahr 2017. den- davon bin ich fest überzeugt. Meine AufViel Spaß bei der Lektüre. gabe in Zukunft wird es sein, das Magazin noch aus dem Hintergrund zu begleiten, aber eben nicht mehr in der ersten verantwortlichen Reihe. Heute möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich bei den wichtigsten Wegbegleitern der Ihre letzten 27 Jahre zu bedanken: An erster Stelle bei Ursula Nikolai, die mir alle Marlies Wisbert Jahre treu zur Seite gestanden hat, in guten

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Foto: Fotoatelier Bathe

Foto: Bathe, Frisur: Haarstudio Susanne, Kleid: Cornelia Millack

editorial editorial

Winter 2017 · top magazin RHEIN-KREIS NEUSS

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Winter 2016 · top

magazin NEUSS

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IMPRESSUM

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Top Magazin Winter 2017

Top Magazin Rhein-Kreis Neuss erscheint im: Verlag Marlies Wisbert Herausgeberinnen: Nora Wisbert & Nicole Barendt-Ley Münsterstraße 14 • 41460 Neuss Telefon: 02131.3699300 • Telefax: 02131.3699301 E-Mail: neuss@top-magazin.de Internet: www.top-magazin-neuss.de Verantwortlich für Redaktion: Nicole Barendt-Ley, Nora Wisbert (V.i.S.d.P) Verantwortlich für Anzeigen: Nicole Barendt-Ley, Nora Wisbert Verlagsrepräsentanz: Marlies Wisbert Fotos: Bathe, D. Brinckmann, R. Lüpertz, M. Ritters, M. Wisbert, Fotolia.de, Kunden & Archiv und weitere, in Artikeln genannte Personen Autoren: Ulrike Keller-Hümbs, Daniel Brinckmann (DB), Sebastian Ley (SL), Marlies Wisbert, Nora Wisbert (NW), Nicole Barendt-Ley (NBL), Gisela Rudolph und andere in den Artikeln genannte Personen Medizinische Redaktion (S. 64–65): Dr. med. Gensior, Tel: 02161 - 6 46 18 Layout: Wisbert, Barendt-Ley GbR Druck: Silber Druck Inhalt gedruckt auf Optigloss, 135 g/m2, Umschlag gedruckt auf Optigloss 250 g/m2. Namentlich nicht gekennzeichnete Berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für unverlangt eingereichtes Material (Bilder, Manuskripte, etc.) wird keine Haftung übernommen. Nachdruck von Berichten und Fotos, auch auszugsweise, nur mit vorheriger Genehmigung. Die Urheberrechte der von Top Magazin konzipierten Anzeigen liegen beim Verlag. Top Magazin Rhein-Kreis Neuss erscheint vierteljährlich, die nächste Ausgabe Mitte März 2018. Top Magazin Rhein-Kreis Neuss „Sonderausgabe Neusser Schützenfest“ erscheint jährlich, die nächste Ausgabe im August 2018. Top fit & gesund Rhein-Kreis Neuss erscheint jährlich, die nächste Ausgabe Anfang 2018. Top Magazin ist ein eingetragenes Waren­zeichen und erscheint in Lizenz der /verantwortlich für den Titel: Top of the Tops & Top Magazin International GmbH & Co. Verlags und Lizenz KG Wenzelgasse 28, 53111 Bonn T. (02 28) 96 96-230 F. (02 28) 96 96-242 info@top-magazin.de www.top-magazin.de Geschäftsführung (V.i.S.d.P): Ralf Kern Officemanager: Andreas Herrmann a.herrmann@top-magazin.de Projektleitung: Andrea Volksheimer a.volksheimer@top-magazin.de Grafik: Stephan Förster s.foerster@top-magazin.de Webdesign: Top Magazin online UG (haftungs­ beschränkt) Titelbild: Bildportal www.fotolia.com / Bildnummer 64637190 In Lizenz erscheint Top Magazin mit der Winterausgabe 4-2017 in 38 Städten und Gebieten mit einer Gesamtauflage von 438.000 Exemplaren. Aachen, Augsburg, Berlin, Bielefeld, Bodensee, Bonn, Brandenburg/Potsdam, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Halle (Saale), Hamburg, Karlsruhe, Koblenz, Köln, Leipzig, Luxembourg, Mainz, München, Münster, Neuss, Niederrhein, Nürnberg, Regensburg, Rhein-Neckar, Reutlingen/Tübingen, Ruhr (Essen), Saarland, Sauerland, Siegen/Wittgenstein, Südwestsachsen, Stuttgart, Thüringen, Trier, Ulm/Neu-Ulm, Würzburg, Wuppertal Es gilt die Anzeigenpreisliste vom 01.01.2017 - Stand 1/ 2017

inhalt

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ereignis 6 12 24 28 30 32 33

Top Lounge in der Hafenliebe Benefizkonzert: 4. „Night in white Satin“ Netzwerktreff Grevenbroich in der Sparkasse Netzwerktreff Grevenbroich auf dem Weihnachtsmarkt 1. „FuckUp-Night“ im Rhein-Kreis Neuss Wirtschaft und Schule: Kooperation Walter Rau mit dem Humboldt Gymnasium Neueröffnung Sparda Bank, Neuss Innenstadt

wirtschaft 14 16 18 19 40

Interview mit Vorstands­sprecher der Volksbank Düsseldorf Neuss: Rainer Mellis Metropolregion Rheinland Verleihung Neusser Hansepreis 2017 Sparkasse Neuss: Bank des Jahres Digitales: E-Government-Messe e-nrw in Neuss

porträt 20 26

Investor Peter Soliman über Haus Meer Robert Jordan – Wandel als Konstante

kunst & kultur 30 Nüsser Ovend 2.0 34 775 Jahre Neusser Stadtarchiv 56 Büchertipps 70 Art Düsseldorf im Areal Böhler 72 Integration: bunte Neusser Kultur 76 Kabarettprogram Rheinisches Landestheater Neuss

sport & freizeit 36 37 52 54 55 57

Kinderbauernhof: neuer Hofgarten und kleines Eselsfohlen Kinderbewegungsabzeichen im Rhein-Kreis Neuss Dressurreiten: Gold für Romy Allard Kreismeisterschaft auf dem Nixhof Tennis: ATP Turnier in Kaarst Jahresprogramm Schloss Dyck

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DURCH INNOVATION ZU PERFEKTION

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DNEye® Scanner 2.0 Technologie für Brillengläser so individuell wie Ihr Fingerabdruck!

lebensart 38 Der lange Weg des Weihnachtsbaums 42 Technikhighlights von Media Markt 44 Dormagener Michaelismarkt goes Fashion 45 Steffen Schraut-Kollektion bei Petra Hölscher, Grevenbroich 46, 48 „Must haves“ 47 Top Adressen 48 Modenschau bei Mona´s 58 Reise: Südgrenze der Malediven 77 HOCHZEITSSPECIAL – NEUSS TRAUT SICH 90 Fashion Night bei Möbel Höffner

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gesundheit 63 64 66 67 68

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Neue Tagesklinik und Ambulanz St. Fabiola Dr. Gensior: Facelift? Dem Alter ein Schnippchen schlagen Lukaskrankenhaus: Movember-Aktion – mit Schnäuzer für die Vorsorge Hausärzte Dr. Berghoff und Dr. Schamberger am Reuschenberger Markt Moderne Dermatologie Drususallee: Dr. von Zons

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essung, ndruckm e n in n e g Au parenz der Trans , g n u ll te e Dars nlins der Auge etrie m Pupillo

genuss 85 La Cucina da Gino Leone – Ein Stück Italien in Düsseldorf 86 Weinkolumne von Birgit Fischer 86 Weinprobe: Schloss Esterházy bei Matzner 87 1. Dehoga Lounge Düsseldorf/Rhein-Kreis Neuss 88 Gastro-Guide 89 10 Jahre Koffi in Neuss 89 Genießertreff

Neueste Technik, stete Weiterbildung, objektiv geprüfte Spitzenqualität!

rubriken 3 Editorial 4 Impressum 37 Neue Rechtskolumne von Leonie Eich (Dr. Hüsch und Partner): Recht so? 74 Reisegewinnspiel

Neustraße 18 • 41460 Neuss T. 0 21 31/22 24 66 www.OPTIK-MELLENTIN.de Winter 2017 · top magazin RHEIN-KREIS NEUSS

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ereignis

HAFENLIEBE MEETS OLDTIMER-SHOW: Top Event in maritimem Ambiente

Das Entrée des Top Events zum Herbst bildeten tolle Oldtimer von Matching Numbers, die auf dem Parkplatz vor der Hafenliebe geparkt waren. Empfangen wurden die Gäste dann von den Herausgeberinnen des Top Magazins direkt an der Eingangstür – gefeiert wurde auf dem „Oberdeck“ der Hafenliebe. Im maritimen Ambiente gab es leckere Fingerfood-Spezialitäten aus Suse’s Kombüse und eine kleine Überraschung – aber dazu später mehr.

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Fotos auf dieser Seite: Foto Bathe

uf dem stilvoll eingedeckten Oberdeck eröffnete Herausgeberin Nicole Barendt-Ley den Abend. Ihre Kollegin Nora Wisbert nutzte dann die Gelegenheit zum Gespräch mit Hafenliebe-Betreiber Christian Schoepe. Die Hafenliebe kann nämlich viel mehr als nur klassisches Restaurant mit toller Terrasse und einem einzigartigen Blick auf den Neusser Hafen. Schoepe schilderte, was die Hafenliebe darüber hinaus noch alles anbietet: Hochzeiten, Events, Präsentationen – ein breites Angebot. Sehr beliebt sind auch die Dinner-Events: Tanzen nach stilvollem Dinieren. Steve Kaminski vom Oldtimer-Anbieter Matching Numbers war der nächste Gesprächspartner und gab einige Informationen zu den ausgestellten Modellen, unter anderem ein Mercedes Benz SLS AMG und ein Porsche 981 Boxster Spyder. Der kulinarische Teil des Abends bot den Gästen maritim-exotischen Genüsse. Auch hier zeigte sich Susanne Schoepes Liebe zum Detail: Zusätzlich zum bereits gereichten Fingerfood wartete die Hafen­

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liebe mit einem köstlich angerichteten Buffet auf. In Erinnerung geblieben sind vielen sicher auch die leckeren Desserts, die von Mousse au Chocolat bis Himbeer-Mascarpone reichten. Im besonderen Flair mit exklusiver Dekoration konnten die Gäste an der eigens eingerichteten Gin-Bar nach dem Essen einen Gin Tonic genießen. Regen Zuspruch fand auch die Fotobox von www.selfieshooting.de: Viele Gäste machten hier lustige Schnappschüsse – immer wieder ein geselliger Spaß, mit einem kleinen Andenken zum Mitnehmen. Top Magazin bedankt sich bei allen, die diesen tollen Abend ermöglicht haben. Allen voran natürlich dem Ehepaar Schoepe, die als Gastgeber ihre wunderschöne Hafenliebe zur Verfügung stellten, sowie der Metro für den leckeren Wein, Steve Kaminski für die Oldtimer und Anja Schneider von www.selfieshooting.de für die Fotobox. Und ganz zum Schluss noch ein besonderer Dank an das gesamte Team der Hafenliebe: Der Service war toll! n


rubrik

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ereignis

Fotos auf dieser Seite: Foto Bathe

Birgit Fischer (ENOTECA dell´Arte)

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Magali Matzner, Nicole Matzner (Matzner Event) und Noelle Matzner

Monika Barendt, Gudrun Brandenburg

Michael-Franz Breuer mit Ehefrau Elke (Optik Mellentin)

Andreas Schneider (selfieshooting)

Verena Beckers und Volker Finke (Zoco Bella)

Petra und Dr. Alfred Laufenberg (beide Laufenberg Immobilien)

Dennis Zweigle und Steve Kaminski (Matching Numbers), Christian Schoepe (Hafenliebe), Ronald Reuß (R & R Werbeagentur)

Klaus Ehren (TG Neuss) mit Ehefrau Petra

Marlies Wisbert (Top Magazin Rhein-Kreis Neuss), Ulrich Gross (Neuss-Düsseldorfer Häfen)

Wiebke Schäkel (Yogimotion), Ralf Calefice

Ralph Möring (Top Haus Service Möhring), Tino Menge (MENGE Baumanagement)

Ulrike Kossessa (KOCOM Communications), Suzana Rieke (Webkonzept)

Regina El Sheikh (Top Magazin Rhein-Kreis Neuss), Walid El Sheikh (Pure X Event)

Johannes und Andrea Hügen (Autoplanen Hügen), Irmi Fricke und Stefan Hügen (Hügen Raum und Design)

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Ilka Daub

Max Tauber mit Ehefrau Rebecca (Max Tauber Fliesenlegermeister) Jens Schulte-Bromby mit Ehefrau Kirsten


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Fotos auf dieser Seite: Foto Bathe

ereignis

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Gudrun Preisskorn und Josef Riemel (Riemel Bedachungen)

Gerlinde Töller (Gerry`s Braut- und Festmoden) mit Ehemann Hans

Kim Worssa (PhysioRehaConcept) und Christian Schoepe (Hafenliebe)

Daniela und Matthias Gondorf (Bettenloft)

Hans-Peter Kammann (Sparkasse Neuss) mit Ehefrau Gabriele

Margret Strucken-Jordan und Robert Jordan (Stadt Grevenbroich)

Birgit Bleilevens, Nicole Dujat (Dujat`s Kleiderlädchen), Johannes Brillen

Jürgen Steinmetz (IHK Mittlerer Niederrhein) und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke

Oliver Becker, Thomas Damann (beide Signal Iduna)

Liesbeth und Markus Jungverdorben (Volksbank Düsseldorf Neuss)

David Eich (Bankhaus Metzler) und Leonie Eich (Hüsch & Partner)

Daniela und Thomas Laux (Elektrotechnik Laux)

Jörg Wisbert (Wisbert und Partner)

Andrea Istas (Your suit), Peter Dettmering (Broich Catering)

Ilona und Frank Löbig (VON POLL IMMOBILIEN)

Nicole Barendt-Ley (Top Magazin Rhein-Kreis Neuss), Dr. Jens Aschmoneit (Hermanns, Eckhardt & Aschmoneit)

Susanne Laeven (Haarstudio Susanne) mit Ehemann Heinz-Willi

Jessika Seyda, Thimo Kather und Barbara Bücken (alle drei Swissôtel Düsseldorf Neuss)

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Menschlich vor Ort!


ereignis

4. „Night in white Satin“

Benefizkonzert der Himmelblauen Traumfabrik

Fotos: Bathe

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uch das vierte Benefizkonzert „Night in white Satin“, das Ende November wieder in einem vollbesetzten Zeughaus über die Bühne ging, war ein voller Erfolg. Die Damen des gemeinnützigen Vereins Himmel­blaue Traumfabrik, die seit 2014 als Veranstalter dieses in Neuss einmaligen Konzerts aus einer Mischung von Klassik und Pop durchführen, freuten sich über die erzielten Einnahmen aus den Eintrittsgeldern, die sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen aus dem Rhein-Kreis Neuss zu Gute kommen. So war es auch für Christine Baumeister, die als Haupt­ organisatorin die Begrüßung vornahm, ein Herzensanliegen sich zuerst bei den Sponsoren zu be­danken, die eine solche Veranstaltung erst e­r­ mög­lichen. Anschließend erläuterte Niels Elsässer, Leiter der sozialen Einrichtung „Offene Tür“ im Barbaraviertel, die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Himmelblauen Traum­ fabrik, wenn es um gemeinsame Projekte geht. Dann erfolgte der fulminante Start ins Programm: „Sinfo!“, das Jugendsinfonieorchester der Musikschule Neuss unter der Leitung von Ralf Beckers, spielte den Kaiserwalzer von Johann Strauss. Danach ging es Schlag auf Schlag weiter mit bekannten Songs aus der Pop-Geschichte, die fast jeder

Nadine Stapper

Günter vom Dorp

Die Damen der Himmelblauen Traumfabrik: Anna Marie Buchbender, Rita Arndt, Rita Paul, Dr. Denisse Ohanian, Dorothee Reinartz, Christine Baumeister, Dr. Stefania Schrag-Slavu, Wiebke Schäkel, Tenagne Zellnig, Katrin Schillings, Marlies Wisbert, Ulrike Kamp-Wlasak Es fehlen: Marianne Ingenhoven, Silke Kastien, Dr. Ellen Ritschel 12

mitsingen konnte, vorgetragen von WDR 4-Moderator Günter vom Dorp und seiner Sixties-Kultband „Fun“, teilweise gemeinsam mit Nadine Stapper, die wieder mit ihrer Stimme begeisterte, oder begleitet von den Sängerinnen des Chores „Stimmlich“. Viele Stücke wurden in speziellen Arrangements mit Unterstützung des Orchesters gespielt, einige nur von den Band-Mitgliedern. Hier trat besonders der junge Gitarrist Sebastian Brüggemann hervor, der seiner E-­ Gitarre sensationelle Töne und Akkorde entlockte – ein spontaner Szenen­ applaus war ihm dafür sicher. Auch eine Gesangseinlage von „Adriano Celentano“ mit „Azzuro“ sorgte für Stimmung. Der absolute Höhepunkt war der gefeierte Auftritt der überaus sympathischen Sängerin Luiza Fatyol, Solo-Sopranistin der Oper Düsseldorf, die ohne Mikrofon-Verstärkung mit ihrer gewaltigen, klaren Stimme mit der Arie „Klänge aus der Heimat“ aus der „Fledermaus“ das Zeughaus erfüllte. Den vielgerufenen Wünschen nach Zugabe kam sie gerne im gemeinsamen Finale nach, als es bei „Halleluja“ auch die letzten Zuschauer von den Sitzen riss. Kein Wunder, dass viele Gäste applaudierten als Christine Baumeister die Mitwirkenden sofort für eine weitere „Night in white Satin“ am 24. November 2018 verpflichtete. n


wirtschaft

WISBERT & PARTNER

Wirtschaftsprüfer - Steuerberater Rechtsanwälte

Vorfeld präsentieren und dann gezielt um Unterstützung bitten. Die hierbei entstehende Transparenz und die freiwillige Basis sind Teil unseres Prinzips. Wann werden sich die Mitglieder zum ersten Mal persönlich kennenlernen? Jörg Wisbert: Viele unserer Mitglieder haben sich bereits auf der Gründungsversammlung die Hand gegeben: Heimatfreunde, ZIN, Neusser Häfen - sie alle haChor „Stimmlich“ ben bereits am ersten Tag ihre Mitgliedschaft unterschrieben. Alle, die in den nächsten Wochen dazu kommen, werden Ende September zum ersten Mal aufeinandertreffen und dürfen sich auf ein anspruchsvolles Rahmenprogramm freuen. Danach planen wir einen vierteljährlichen Rhythmus für unsere Mitgliederversammlung. Angestrebt sind zunächst 200 Mitglieder. Was treibt Sie an? Jörg Wisbert: Die Entscheidung der Bürger von Großbritannien, die europäische Union zu verlassen, hat gezeigt, dass es dringend erforderlich Sopranistin Luiza Fatyoist, auf allen Ebenen europäische Verbindungen zu schaffen. Deshalb wollen wir keine Zeit verlieren. Für das Hansenetzwerk wurde ein Arbeitskreis gebildet. Sebastian Ley, Stefan Füger und Nora Wisbert halten hier die Fäden in der Hand und sind gerade aktiv dabei, Neusser Unternehmen für den Aufbau des Hansenetzwerkes zu begeistern. Frau Quiring-Perl, was hat Sie motiviert, zusätzlich zu Ihrem Amt als Hanse-Beauf-

Hansepreis

Ralf Beckers

Bereits in diesem Jahr wird die Gesellschaft den Hansepreis an ein Neusser Unternehmen vergeben, welches sich durch innovative Produkte oder Dienstleistungen in Verbindung mit einem weltoffenen Auftritt auszeichnet. Dieser Preis soll zukünftig jährlich an ein Unternehmen der Industrie, des Dienstleistungsgewerbes, des Handwerks, des Handels oder des Sozialbereichs verliehen werden, das seinen Hauptsitz im Rhein-Kreis Neuss hat. Es soll den Beitrag des Unternehmens an der erfolgreichen Entwicklung des Standortes Neuss und dem wirtschaftlichen Handel über die Grenzen hinaus würdigen. Sologitarrist Sebastian Brüggemann Anfang an begeistert. Dass dieser Funke auf möglichst viele Neusser Bürger überspringt und wir auf der Basis von Vertrauen eine positive Stimmung erzeugen, national und international, dieser Gedanke motiviert mich, dabei zu sein!

Herr Wisbert, wo sehen Sie die Hansegesellschaft in 10 Jahren? Jörg Wisbert: Die Hansegesellschaft wird in einem kurzen Zeitraum 250 oder Niels Elsässer im Gespräch mit Mitglieder Christine Baumeister mehr gewinnen. In der Außenwirkung bedeutet dies, dass wir eine nicht zu überhörende Angelika Quiring-Perl über die Hansegesellschaft Neuss Stimme in Neuss darstellen. Auf der anderen Seite tragte der Stadt auch im Vorstand der wollen wir unser Hanse-Netzwerk mittelHansegesellschaft aktiv zu sein? fristig so ausbauen, dass auch PersönlichAngelika Quiring-Perl: Die Stadt Neuss ist keiten und Unternehmen aus den anderen seit 1980 in der Hanse. Was als eine kleine, 185 Hansestädten in das digitale Netzwerk überschaubare Gemeinschaft anfing, stelleinbezogen werden. Nehmen Sie eine te sich schnell als Motor für grenzüberLandkarte, auf der alle Hansestädte verschreitende, gut funktionierende Kontakmerkt sind und stellen Sie sich diese Landte heraus. Als Hanse-Beauftragte der Stadt karte als digitales Netzwerk vor; dann wisNeuss haben mich die vielen persönlichen sen Sie, was alles möglich ist. CHRISTA BRÜSTER „ www.hanse-neuss.de Gespräche ohne politischen Druck von

„Bei uns sollen sich Menschen auf Augenhöhe begegnen, persönliche Kontakte auf europäischer Ebene knüpfen, und das, frei von politischem Druck.“

Jörg Wisbert, WP/StB/RA Dipl.-Kfm. Rolf Ricken, WP/StB Dipl.-Kfm. Johannes Tolls, StB Dipl.-Kfm. Andreas Hahn, WP/StB Ralf Lingen, StB, FB f. IStR Dipl.-Ök. Christian Ciecierski, StB Christoph Bodenstein, RA/vBP Dr. Stephan Hermanns, RA

Partnerschaftsgesellschaft Neuss Krefelder Straße 68 41460 Neuss Tel.: (0 21 31) 1 52 92-0

Weitere Büros in: Düsseldorf Leostr.31 40545 Düsseldorf Tel.: (0211) 57 79 78-0 Grevenbroich Am Hammerwerk 24 41515 Grevenbroich Tel.: (0 21 81) 47 57 79-20 info@wisbert.de www.wisbert.de

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wirtschaft

Von zu

Angesicht

Wichtig ist der Kontakt zum Menschen – so lautet das Credo von Rainer Mellis, Vorstands­sprecher der Volksbank Düsseldorf Neuss eG

Optimale Handwerkskunst mit transparentem Uhrwerk, wie Rainer Mellis an seiner Armbanduhr demonstriert.

Top Magazin: Wie tickt Neuss und wie die Volksbank Düsseldorf Neuss? Rainer Mellis: Neuss und Düsseldorf sind sehr eng verbundene und weltoffene Städte mit verschiedenartigen Menschen und Meinungen. Das prägt auch unsere Volksbank. Man kann nicht immer einer Meinung sein, aber verbindend ist, dass wir in einer Region leben und arbeiten, die für Deutschland vorbildlich ist. Das bedeutet, hier werden Geschäfte gemacht, wir haben Wachstum, wir brauchen nicht zu jammern – manchmal noch nicht mal über das Wetter. Das alles wird auch in Zukunft für uns und die Menschen hier eine wirkliche, prosperierende Perspektive sein. Welche Themen bewegen denn die Menschen und damit auch Ihre Kunden? Vor allem Sicherheit in allen Finanzbereichen: Wie finanziere ich mein Leben? Kann ich mir das von meinem Gehalt leisten? Brauche ich für Anschaffungen einen Kredit? Wie sieht es mit meiner Altersvorsorge aus? Gerade Letzteres wird gern von Verbraucherschutzverbänden und Medien schlecht geredet. Für die Kunden ist das aber von existenziellem Interesse, wie wir immer wieder bemerken. Für das Alter will sich keiner nur auf staatliche Fürsorge verlassen. Die Menschen wollen vorsorgen und ihren Lebensstandard halten. Sie wissen, dass sie dafür Geld einsetzen müssen. Dazu beraten wir ordentlich, transparent und glaubwürdig. Auch in diesem Jahr sind wir dafür wieder vielfältig aus­gezeichnet worden. Wir bieten bedarfsgerechte Beratung mit einem marktgerechten Preis für jeden einzelnen Kunden. Seit 1881 sind wir persönlich für unsere Kunden da, und diese wissen, dass es bei uns nicht ums „schnelle Geschäft“ geht.

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Winter 2017 · top magazin RHEIN-KREIS NEUSS

Die sich rasant verändernde Zeit inspirierte Rainer Mellis beim diesjährigen Interview mit TOP MAGAZIN zum Blick auf die Uhr. Der Vorstandssprecher der Volksbank Düsseldorf Neuss eG sieht die Chronographen als Symbol für die Zeichen der Zeit zugunsten einer recht­ zeitigen Zukunftsplanung. Und warnt dabei vor über­ mäßiger Digitalisierung: „Damit machen sich die Menschen die Zeit kaputt und laufen Gefahr, unfähig zur direkten zwischenmenschlichen Kommunikation zu werden.“ Deshalb ist auch – oder gerade – im Bankwesen der Kontakt von Mensch zu Mensch, von Angesicht zu Angesicht seine unersetzliche Grundüberzeugung.

Wie ist das bald zu Ende gehende Jahr bisher gelaufen? Sehr erfreulich. Momentan liegen wir auf Vorjahresniveau. Die Vorzeichen in unserer tollen Wirtschaftsregion stehen auf „Doppel-Grün“. Wir nutzen das, was wir mit unseren Mitarbeitern über Jahre aufgebaut haben: die gute Verbindung zu unseren Kunden, der Zuzug von vielen Neukunden, das Aufgreifen von Themen, die die Menschen bewegen. Wir betreiben klassisches Bankgeschäft und halten an unseren Filialen fest. Das, glaube ich, ist das Wichtige: Die Menschen wollen und brauchen Beratung. Und die findet man nicht im Internet. Strafen Sie damit der Bain-Studie Lügen, die deutschen Banken im internationalen Vergleich als Schlusslicht sieht? Die Bain-Studie ist eine von vielen. Unternehmensberater wollen verständlicherweise ihre Beratungsleistung verkaufen. Dazu werden auch gern Problemstellungen neu geschaffen. Manchmal werden eben gern geschmückte Pfingstochsen durchs Dorf getrieben. Aber, ein guter Viehhändler kann den Ochsen vom Stier unterscheiden. Gibt es denn noch heutzutage den genossenschaftlichen Qualitätsbegriff wie zu Gründerzeiten der Raiffeisenbanken? Unser Grundcredo ist die genossenschaftliche Idee, was der einzelne nicht alleine vermag, vermögen viele gemeinsam. Das ist ja auch eine Aussage für uns als Gesellschaft, nicht nur für uns als Volksbank. Heute erleben wir allerdings die Tendenz zum Individualismus, gerade bei jungen Leuten. Das sieht man bei den so genannten „sozialen Medien“. Echte soziale Netz­ werke können nur zwischen Menschen entstehen – und zwar


wirtschaft

von Angesicht zu Angesicht. Nur so bekommt man ein unmittelbares Feedback, das zwar nicht immer schön, aber ehrlich ist! So handhaben wir das auch in unserem Bankgeschäft. Deshalb ist die Gebühr fürs online-Banking günstiger als die konservative analoge Betreuung am Schalter… Ja, weil bei Letzterem immer ein Mensch dahinter steht. Das Menschliche wird von unseren Kunden bewusst gewählt. Dafür sind sie auch bereit, einen Preis zu zahlen. Der Unterschied zwischen Online und Beratung ist bei uns gar nicht so groß. Wir sind, meine ich, in der Region mit der preiswerteste An­ bieter. Im Online-Depot-Bereich sind wir die günstigste Filial­ bank in Deutschland, obwohl wir nur in Düsseldorf/Neuss unterwegs sind. Das ist ein Fakt. Das Gespräch von Mensch zu Mensch kann aber durch Online-Geschäfte nicht ersetzt werden. Da würden wir unsere Kunden nicht mehr mitnehmen. Welche Service-Angebote gibt es denn – außer Investitions­ beratung, die ja ein Umsatzfaktor für die Bank ist? Einfaches Beispiel: Die Abschaffung des Bargelds ist ja ein großes Thema. Viele Banken nehmen gar kein Münzbargeld mehr an. Wir akzeptieren bis zu einem bestimmten Umfang Münzen kostenlos. Wenn es eine Größenordnung erreicht, die den Privatbereich übersteigt, geben wir unsere Kosten weiter. Die Kunden sind dankbar für diesen Service, der ja nicht mehr überall selbstverständlich ist. Wir sind der Auffassung, Cash ist immer noch King. Alles andere ist der Bevölkerung zu kontrollierbar.

Wie hoch ist der Sicherheitsfaktor Ihrer Gebäude und Geldautomaten? Wir können im Fall der Fälle sofort die Sicherheitsbehörden einschalten und in wenigen Minuten vor Ort haben. Bei unseren Geldautomaten haben wir höchste Sicherheitsstandards, so dass bisher nichts passiert ist. Unsere hohen Investitionen für Ab­ sicherungsmaßnahmen bleiben den Profi-Verbrechern ja nicht verborgen. Sie wissen, sie würden ein Hochrisiko eingehen und kommen deswegen – toi, toi, toi – nicht zu uns. Das zeigt auch in diesem Bereich: Qualität kostet Geld.

Rainer Mellis vor der Pegeluhr, die nicht nur die Zeit, sondern auch den Wasserstand des Rheins anzeigt. „Gott sei Dank ist unsere Region zukunftssicher und lebenswert“, sagt der Chef der Volksbank Düsseldorf Neuss.

Worauf freuen Sie sich 2018 – privat wie beruflich? Wir planen gerade die Herausforderungen für unsere Ziele 2018. Mein Impuls für meine Arbeit ist es, die Volksbank mit seinen Kunden wachsen zu lassen und die Region dadurch mitgestalten zu können. Privat freue ich mich, dass unsere Tochter ihr Medizinstudium erfolgreich beendet und einen guten Arbeitsvertrag in einer renommierten Klinik bekommen hat. Im Februar fliegen meine Frau und ich erneut nach Kuba. Was uns die Menschen dort während des Hurrikans Irma im September rübergebracht haben, möchten wir ein wenig zurückgeben. Gerade die Naturkatastrophe hat gezeigt, wie wenig digitale Medien im Notfall nützen und wie sehr das soziale Netzwerk, nämlich direkt von Mensch zu Mensch, nötig ist. GR n

Winter 2017 · top magazin RHEIN-KREIS NEUSS

Fotos: Frankenhauser-Fotografie

Wie sieht’s aus mit der Neusser Flüchtlingsinitiative „Kompass D“? Unser Ziel, bis Ende August 75 Prozent der Teilnehmer ins Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis zu bringen, haben wir leider nicht ganz erreicht. Die Flüchtlinge haben sich zumindest schon mal in der Sprache top-integriert. Ende Oktober sind wir von der IHK ausgezeichnet worden für den Erfolg der Initiative. Wir haben „Kompass D“ in diesem Jahr sogar im Bundeskanzleramt vorstellen und mit mehreren Ministern und Staatssekretären diskutieren dürfen. Schade, dass nicht mehr Unternehmen in der Republik diese Initiative mitbetreiben. Denn 95 Prozent der Flüchtlinge sind Deutschland gegenüber sehr positiv eingestellt und wollen sich einbringen.

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Foto: Marc Boberach/Pixelio.de

wirtschaft

Metropolregion Rheinland Eine starke Marke im Herzen Europas?

In den Kommunen der Metropolregion Rheinland leben rund achteinhalb Millionen Menschen – mehr als in Schottland oder Katalonien, beides Regionen, die in der jüngeren Vergangenheit die Unabhängigkeit von ihrer Nation anstrebten. Solche Bestrebungen sind dem Rheinland seit den Nachwirren des Ersten Weltkrieges fremd. Im Gegenteil: Die Einbindung im Bundesland Nordrhein-Westfalen, in der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union liegt in der DNA der Menschen am großen Fluss.

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Foto: Bernd Rosenbaum

ange wurde eine organisierte regionale Zusammenarbeit in diesem großen Kreis vernachlässigt, ging die Zugehörigkeit zum Rheinland nicht über folkloristische Emotionen hinaus. Mit der Gründung der Metropolregion haben sich die Landräte und Bürgermeister der rheinischen Städte und Kommunen dazu entschieden, daraus mehr als Folklore zu machen. Sie haben die Zeichen der Zeit erkannt: In einer globalisierten Welt ist es immer schwieriger, sichtbar zu werden – das geht nurmehr über Kooperationen mit anderen starken Partnern. Genau das ist die Absicht. „Ziel ist es, das Rheinland als Metropolregion im nationalen, europäischen und globalen Wettbewerb noch erfolgreicher zu machen. Die Region soll in ihren verschiede-

Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart mit dem Vorstand der Metropolregion Rheinland

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Winter 2017 · top magazin RHEIN-KREIS NEUSS

nen Ausprägungen (Arbeits-, Wohn-, Wirtschafts-, Wissens-, Verkehrs-, Planungs-, Tourismus-, Kultur- und Sportregion) als zusammenhängender und gemeinsamer Lebensraum positioniert werden – nach innen und außen, national wie international“, lässt die Metropolregion verlautbaren. Und mit den Maßnahmen zur Ziel­erreichung geht es jetzt los: Die Gründungsversammlung im Februar diesen Jahres fand in der Landeshauptstadt Düsseldorf statt, nun fand sich die erste Mitgliederversammlung im Kölner Gürzenich zusammen. Und dort bekräftigte NRW-Wirtschaftsminister – im Übrigen auch zuständig für Innovation und Digitalisierung – Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Die Metropolregion Rheinland hat mit ihrem Zusammenschluss den richtigen Schritt unternommen. Von ihrer Entwicklungschance in Richtung eines dynamischen Rheinland Valleys bin ich überzeugt.“ Die Mitgliederversammlung beschloss erste Maßnahmen und Veranstaltungen für 2018: Die Metropolregion wird ab dem kommenden Jahr die Ausrichtung des Rheinischen Kultursommers koordinieren. Neue Auftritte und Veranstaltungen im Ausland sind geplant, z. B. auf der DLD (Digital, Life, Design) in Tel Aviv, um sich international als herausragender Innovations- und HighTech-Stand­ ort zu präsentieren. Und eine große Informations­ veranstaltung in der Landesvertretung in Berlin wird Infra­ struktur- und Verkehrs­themen aus dem Rheinland in den Fokus nehmen. Kurz nach der Mitgliederversammlung bestellte der Vorstand der Metro­polregion als ersten „richtigen“ Geschäfts­ führer Dr. Ernst Grigat – die Auf­gabe wurde bis dahin kommissarisch von Dr. Ron Brinitzer und Christian Zaum wahrgenommen.


Starker Standort im Rheinland – der Rhein-Kreis Neuss Auch auf den unteren Ebenen zahlt sich Kooperation aus. Der Rhein-Kreis Neuss ist ein starker Standort mit großen Chancen für Menschen und Unternehmen. Darin war sich die stattliche Delegation von Rhein, Erft und Gillbach einig, die ihre Heimat bei der internationalen Gewerbe-­Immobilien-Messe „Expo Real“ in München präsentierte. Am Messestand der Standort Niederrhein GmbH standen Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen der Städte und Gemeinden sowie zahl­reiche kommunale Wirtschaftsförderer Investoren, Projektentwicklern und vielen anderen Interessierten Rede und Antwort. Dabei ging es etwa um die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt. Der Rhein-Kreis Neuss gehört zum Nieder­rhein und arbeitet bei der Expo Real mit Städten wie Krefeld und Mönchen­gladbach zusammen. Und seit diesem Jahr auch mit der niederländischen

Foto: Lothar Berns

Der promovierte Chemiker hat in seiner beruflichen Laufbahn u. a. die Chempark-Standorte Leverkusen, Dormagen und Krefeld-­ Uerdingen geleitet und lebt mit seiner Familie in Leverkusen. Das Rheinland ist beliebt bei Gästen aus anderen Regionen und Ländern. So generierte das Rheinland 2016 mit 27,3 Millionen Übernachtungen mehr als die Hälfte aller gewerblichen Übernachtungen Nordrhein-Westfalens und er­zielte damit ein Rekordergebnis. Auch die Aussichten für 2017 stimmen positiv: Die Übernachtungen in den Monaten Januar bis August liegen deutlich über den Vorjahreswerten. „Der Tourismus ist als Wirtschafts­ faktor von erheblicher Bedeutung für Nordrhein-Westfalen. Die Branche steht jetzt vor einem großen digitalen Wandlungsprozess. Jede neue Generation von Reisenden ist noch digitaler unterwegs, als die vorhergehende. Diese Kunden erwarten eine hervor­ragende digitale Infrastruktur. Es muss sichergestellt werden, dass die vielen kleinen, regionalen und oft traditionsreichen Betriebe, die die Tourismusbranche in Nordrhein-Westfalen prägen, hier nicht den Anschluss verlieren. Dabei wollen wir sie als Landes­ regierung unterstützen“, sagt Christoph Dammermann, Staats­ sekretär im NRW-Wirtschaftsministerium.

Bürgermeister mit dem Landrat bei der „Expo Real“ (von links): Dr. Martin Mertens, Reiner Breuer, Hans-Jürgen Petrauschke, Dr. Ulrike Nienhaus und Marc Venten.

Stadt Venlo, die sich laut ihrem Bürgermeister als „deutscheste Stadt der Niederlande“ versteht. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, die Vorteile der Internationalität waren auch Thema der finalen Veranstaltung auf der Bühne des Stand­ortes Niederrhein: „Niederrhein: Inter­ national aufgestellte Wirtschaftsregion“.

Zukunft der Metropolregion Rheinland Kultur und Tourismus, Digitales und Infra­struktur sowie Wohnungsbau – wichtige Themen, die nach noch konkreteren gemeinsamen Maßnahmen rufen. Denn ob sich tatsächlich die Marke „Rheinland“ durchsetzt, ob sich die von Minister Pinkwart genannte Bezeichnung des „dynamischen Rheinland Valleys“ durchsetzt, hängt jetzt ganz davon ab, wie es in Zukunft weitergeht. „He am Rhing“ findet sich für Unternehmer und Arbeit­ nehmer ein hervorragender Wirtschaftsstandort. Wir haben international bekannte Städte wie Köln, Düsseldorf, Bonn und Aachen. Wir haben starke Regionen wie den Nieder­rhein, wo auch kleinere Städte wie die alte Römer- und Hansestadt Neuss selbstbewusst auftreten. Und wir sind mitten im Herzen Europas, haben im positiven Sinne offene Grenzen und einen regen Wirtschafts­austausch zu unseren niederländischen und belgischen Nachbarn. All das zusammen mit der Vielfalt an Kultur-, Sport- sowie Freizeit­angeboten und dem rheinisch-­offenen Menschenschlag hierzu­lande machen das Rheinland zu einer lebenswerten Region, die nun gebündelt ihre Kompetenzen „auf die Straße bringen“ muss. SL n

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Foto: Top Magazin Neuss

wirtschaft

Bild v. l. n. r.: Norbert Strack, Manfred Lehner, Monique Abeels, Jörg Wisbert, Yannick Koch, Bürgermeister Reiner Breuer

HANSE-GESELLSCHAFT NEUSS

Neusser Hanse-Preis 2017 N

achdem im vorigen Jahr der erste Hanse-Preis an das familiengeführte Neusser Unternehmen Novopress Pressen und Presswerkzeuge KG, einem weltweit aufgestellten Hidden Champion, ging, hat der Vorstand der Hanse-­Gesellschaft Neuss in diesem Jahr beschlossen, den Hanse-Preis 2017 an das Neusser Unternehmen BEKO Technologies GmbH zu vergeben. Die im Jahr 1982 von Berthold Koch gegründete BEKO ist heute eine Unternehmensgruppe, die weltweit als Marktführer für die Kondensatableitung und die Druckluftaufbereitung aufgestellt ist. Sie beschäftigt in ihren 16 Tochtergesellschaften in Europa, Nordamerika und Asien rund 500 Mitarbeiter, davon die Hälfte in ihrem Hauptsitz in Neuss. Der Vorstand hat sich für BEKO als Preisträger entschieden, nicht nur, weil BEKO als Hidden Champion weltweit deutsche Spitzentechnologie anbietet, sondern auch, weil es sich als familiengeführtes Neusser Unternehmen sowohl seinen Mitarbeitern durch Schaffung zukunftssicherer Arbeitsplätze als auch dem Schutz der Umwelt verantwortlich fühlt. So engagiert sich BEKO als Maschinen und Anlagenbauer für die Nachhaltigkeitskampagne „Blue Competence“. Hierbei stehen ökologische, soziale und ökonomische Ziele im Mittelpunkt unternehmerischen Handelns. Dies gilt im Besonderen für die Verbesserung des weltweiten Klimas durch einen effizienten und schonenden Umgang mit erneuerbaren und nicht-erneuerbaren Ressourcen, der Vermeidung von Abfällen sowie der Wiederverwertung von Produkten und Produktionstechnologien. BEKO hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass ein ökologisch und gleichzeitig ökonomisch ausgerichtetes Familien-Unternehmen sich auf dem Markt weltweit sehr erfolgreich behaupten kann. Dafür hat BEKO den Hanse-Preis 2017 der Hanse-Gesellschaft Neuss verdient. Den Hanse-Preis übergab am 1. Dezember der Präsident der Hanse-Gesellschaft Jörg Wisbert in Gegenwart von Bürgermeister Reiner Breuer, Monique Abeels, Manfred Lehner und Norbert Strack von der Geschäftsleitung der Firma BEKO, Yannick Koch, Mitglied der Gründerfamilie und dem Leiter der Wirtschaftsförderung Andreas Galland. Weiter waren anwesend Gert Rieger, Geschäftsführer des vorjährigen Preisträgers der Firma Novopress, die Mitglieder des Vorstands der Hanse-Gesellschaft, die Vertreter der Neuss-Grevenbroicher-Zeitung und des Top Magazin Rhein-Kreis Neuss sowie Mitglieder der Hanse-Gesellschaft. Jörg Wisbert ging in seiner Laudatio auf die Besonderheiten eines Hidden-Champions und auf die soziale Verantwortung von Unternehmen ein und führte aus, dass BEKO nicht nur ein weltweit aufgestellter Hidden-Champion ist, sondern auch soziale Verantwortung im Unternehmen lebt. n

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wirtschaft

Sparkasse Neuss ist Bank des Jahres

Michael Schmuck und Stefan Meiser bei der Preisverleihung in Düsseldorf

Schmuck betonte: „Den Preis verstehen wir als eine Auszeichnung für jede einzelne Mitarbeiterin und jeden einzelnen Mitarbeiter. Ein solcher Erfolg ist nur gemeinsam und im Team möglich.“

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Sparkasse Neuss

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ine der begehrtesten Auszeichnungen in der Deutschen Wirtschaft geht jetzt nach Neuss: Im Rahmen des von der Oskar-Patzelt-Stiftung in Leipzig durchgeführten Wettbewerbs um den „Großen Preis des Mittelstands“ gewann die Sparkasse Neuss die Sonderwertung für Kreditinstitute. Damit ist die Sparkasse Neuss „Bank des Jahres“. Die Auszeichnung wird für herausragende Verdienste um kleine und mittelständische Unternehmen sowie die heimische Wirtschaftsregion verliehen – einen zweiten oder dritten Platz gibt es nicht. „Unsere Vision, unser Ziel und leidenschaftlicher Antrieb an jedem Arbeitstag ist es, unsere Kunden erfolgreich zu machen“, so der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Neuss, Michael Schmuck. Besondere Anerkennung fand in der Laudatio das weit über die sehr gute Beratungsqualität und das Kreditgeschäft hinausreichende Engagement der Sparkasse für die mittel­ ständischen Betriebe im Rhein-Kreis Neuss wie etwa die zahl­reichen kostenfreien Informationsveranstaltungen, das in diesem Jahr zum zehnten Mal durchgeführte „Mittel­ stands­ barometer“ und die führende Rolle der Sparkasse bei der Vergabe von Fördermitteln. Für Schmuck „beeindruckende Werte, die belegen, dass unsere Leistungen konkret messbare Erfolge in realwirt­schaftlichen Prozessen vor Ort bewirken“.


porträt

ISR-Betreiber Peter Soliman möchte Dependance in Meerbusch errichten

Neues Leben auf dem ehemaligen Klostergelände Haus Meer? Von Ulrike Keller-Hümbs

Haus Meer, einstiges Prämonstratenserinnen-Kloster und Schloss, gilt als die Keimzelle der heutigen Stadt Meerbusch. Im vergangenen Jahr kaufte der Investor Peter Soliman das Areal vom Vorbesitzer Roland Agne. Über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart. Agne wollte mit einer taiwanesischen Investorengruppe ein Luxushotel bauen. Die Pläne scheiterten jedoch an den Vorgaben der Denkmalschutzbehörden. Wegen der außergewöhnlichen Bodenfunde hatten Archäologen und Denkmalschutzexperten ein Veto eingelegt. Das Gelände verfiel zusehends.

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oliman, der schon vor drei Jahren die in finanzielle Schief­l age geratene Internationale Schule am Rhein (ISR) als Investor und Geschäftsführer übernommen hat, investierte nach eigenem Bekunden zunächst ohne konkrete Pläne für die zukünftige Nutzung. „Es hört sich vielleicht merkwürdig an, aber ich hatte damals tatsächlich keine Idee. Ich wollte dieses historische Areal erhalten und es wieder für die Öffentlichkeit zugänglich und erlebbar machen.“ Der gebürtige Amerikaner sieht es als Bekenntnis zu seiner Wahlheimat Meerbusch: „Ich habe einen Bezug zur Stadt Meerbusch, lebe hier mit meiner Familie und möchte etwas zurückgeben. Mir geht es nicht um den kurzfristig zu erzielenden Profit, ich habe aus sehr langfristiger Sicht heraus gekauft. Und es ist mein moralischer Anspruch an mich selbst, dass dort etwas Gutes entsteht, allerdings nicht zu jeder Bedingung.“

Foto: privat

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Peter Soliman hat sich intensiv mit der Historie von Haus Meer beschäftigt und ist beeindruckt von den Parkanlagen, Denk­ mälern und Bodendenkmälern. Nach reiflicher Überlegung und umfangreichen Recherchen zur Geschichte des Klostergeländes legt er jetzt, rund eineinhalb Jahre nach dem Kauf, eine realistische Planung vor. „Ich habe mir viele Gedanken über die zukünftige Nutzung gemacht. Um die historischen Anlagen und den Landschaftspark zu erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, kommt eine Wohnbebauung nicht in Frage. Es ist nicht mein Ziel, das Areal wie ein klassischer Immobilien­ entwickler zu entwickeln, so wie es der Vorbesitzer plante. Es galt also, eine Lösung zu finden, die sowohl mit geringen Eingriffen in die Park­landschaft zu realisieren ist, als auch die gewünschte Zugänglichkeit ermöglicht. Und nicht zuletzt muss sie im Einklang mit dem wirtschaftlichen Nutzen stehen.“ So entstand die Idee, auf dem Gelände eine Dependance der International School on the Rhine, wie sie jetzt heißt, zu errichten. Deren Räumlichkeiten am Konrad-Adenauer-Ring in Neuss stoßen aufgrund der steigenden Schülerzahlen an ihre Grenzen. „Ein beachtlicher Teil unserer rund 800 Schüler kommt aus Meerbusch, daher wäre Haus Meer als Standort perfekt ge­eignet“, sagt Soliman. „Es gibt keine private Nutzung mit so ausgeprägten


Soliman verfolgt nach seinen Worten den Plan aus der Sicht des Schulbetreibers, nicht aus der des Grundstückentwicklers, hat aber auch eine andere Seite im Blick: Für die Stadt Meerbusch bedeute die Schule einen nicht unerheblichen Standortvorteil, betont er. Seinen guten Draht zur Meerbuscher Stadtverwaltung hat er bei der Realisierung diverser Bauprojekte in Osterath unter Beweis gestellt. Mit Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage und Meerbuscher Politikern konnte er bereits offene Gespräche führen und ihnen konkrete Planungen für das ehemalige Kloster­ gelände vorlegen. Auch die Denkmalbehören prüfen derzeit seinen Vorschlag. Der sieht eine eingeschossige Bebauung vor, die Platz für Grundschule und Kindertagesstätte, jeweils mit eigenen Eingängen, sowie eine Kantine bietet. „Das Gebäude soll weitestgehend über dem alten Schlosskeller errichtet werden. Teile dieses Kellers stammen aus der Klosterzeit und sind rund 900 Jahre alt. Daher wird der Bau auf Pfählen ruhen und nicht unterkellert werden. So können massive Eingriffe in Gelände und Bodendenkmal vermieden werden“, erklärt Soliman. „Ich wünsche mir ein Gebäude, das möglichst naturnah gestaltet ist, so dass es sich in den von Josef Clemens Weyhe gestalteten Park einfügt. Geplant ist die großzügige Verwendung von Holz und Glas.“ Für Weyhe waren beim Bau des Schlosses die Sichtachsen im Park ein wichtiger Aspekt, daher sollen sie überwiegend erhalten bleiben. Auch die Wege werden wieder im Sinne des bedeutenden Landschaftsarchitekten hergestellt. Parkplätze sind auf einem angrenzenden Ackergrundstück vorgesehen. Dessen Eigentümer hat bereits zugestimmt. „Dieses Projekt würde einen Teil der Kosten für die Erhaltung des Parks erwirtschaften“, erklärt der Geschäftsmann, der seine Idee

Foto: Ulli Dackweiler

Schließungszeiten wie eine Schule. An Wochenenden und während der Schulferien könnte das Gelände frei zugänglich sein. Und keine andere private Nutzung würde so wenige Eingriffe in das Gelände erfordern wie der Bau einer Grundschule.“

„Das Grundschulprojekt würde einen Teil der Kosten für die Erhaltung des Parks er­wirt­ schaften“, so Soliman.

gemeinsam mit der Stadt weiter entwickeln möchte. „Allerdings werde ich nur einmal fragen und maximal bis Ende 2018 auf eine Entscheidung warten. Entweder man findet eine Lösung für ein Konzept, das das Gelände als Gesamtes erhält, oder eben nicht. Das bedeutet, ich werde keine Nutzungsrechte veräußern und auch das Teehäuschen nicht verkaufen. Wenn Politik und Behörden nicht entscheidungsfreudig genug sind, werden die Pläne für den Schulneubau woanders realisiert“, erklärt Soliman mit Nachdruck. In dem Fall hat er auch für das ehemalige Kloster­ areal genaue Vorstellungen: „Einen großen Wurf wird es dann nicht geben. Als Eigentümer werde ich meiner Verpflichtung, das Anwesen zu erhalten, weiterhin nachkommen. Diesen Weg habe ich schon eingeschlagen, das Grundstück aufgeräumt, die Remise und den Schlosskeller gesäubert, die Immunitätsmauer komplett von Efeu und Bäumen befreit und die Mauer zur Straße instandgesetzt. Auch das Teehäuschen ist saniert worden. Auf diesem Niveau kann es in den nächsten 30 bis 40 Jahren betrieben werden.“ Für Haus Meer und die Stadt Meerbusch könnten sich die Pläne von Peter Soliman als Segen erweisen. Der Eigentümer des historischen Klosterareals gibt sich verhalten optimistisch. Jetzt bleibt abzuwarten, ob die denkmalgeschützte Brache nach 75 Jahren endlich gemäß ihrer historischen Bedeutung aufgewertet werden kann.

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die gute tat

Zum Ersten, zum Zweiten und zum... Bild: Sparkasse Neusss

Dritten!

Kunstwerke zur Verfügung gestellt. Mölder konnte anschließend weitere renommierte Künstler und den Grevenbroicher Galeristen Thomas Geuer mit der Idee einer Kunst­ auktion begeistern. So kamen letztlich insgesamt 13 Kunstwerke unter anderem von Anatol Herzfeld, Horst Wackerbarth, Heinz Mack, Leon Löwentraut, Günther Uecker, James Rizzi, Stefan Szczesny und Ernst Fuchs für die Auktion buchstäblich unter den Hammer. Michael Schmuck fungierte als Schirmherr und betonte in seiner Begrüßung, dass das Stiftungsengagement von Mölder perfekt zur UnterEine Veranstaltung der besonderen Art erlebten rund 200 Gäste im Forum der nehmensphilosophie der Sparkasse passe: „Wir wollen Menschen erfolgSparkasse Neuss: Bei „Kunst meets Jazz“ standen eine Kunstauktion sowie ein reich machen. Dieser Abend bietet Konzert des Jazztrios „Three Wise Men“ auf dem Programm. dazu eine wunderbare Gelegenheit. und 16.000 Euro Erlös zugunsten der „Kinderstiftung Le- Wo könnte Geld besser investiert werden als in die Bildung junsen Bildet“ – dieses tolle Ergebnis konnte Heinz Mölder ger Menschen?“ Als Auktionator fungierte anschließend Sparzum Ende von „Kunst meets Jazz“ verkünden. Der Gründer der kassenvorstand Dr. Volker Gärtner, der die Gäste in charmanter Kinder­stiftung und ehemalige Sparkassenvorstand freute sich Weise zum Bieten animierte und auch so manch interessante sichtlich über den großartigen Erfolg der Veranstaltung. „Mit Hintergrundgeschichte liefern konnte. dem Geld können wir nun alle fürs nächste Jahr geplanten ProIm Anschluss an die rund einstündige Auktion gehörte die jekte durchführen, um bei Kindern und Jugendlichen die Lust Bühne den „Three Wise Men“. Das international erfolgreiche am Lesen und die Begeisterung für Sprache zu wecken.“ Jazztrio nahm die Gäste mit auf eine musikalische Reise durch Die Initialzündung für diesen besonderen Abend ging vom die Welt des Jazz. Eine Reise, die die Gäste wirklich begeisterte – Künstler Otmar Alt aus. Alt hatte der Kinderstiftung eines seiner davon zeugten die Standing Ovations am Ende des Abends.

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Bild: R.Broich

Eishockey-Fans „trödeln“ für Aktion Lichtblicke

Bild: NEV

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rst im April 2017 gegründet zeigten die Mitglieder des Fanclubs bereits soziales Engagement über ihren Support für den Neusser Eishockey Vereins hinaus – Fahnenschwenken und Anfeuern ist wichtig, aber eben nicht alles. Auf Vorschlag des Club-Mitglieds Udo Grunwald beschlossen die NEV-Supporter: „Lasst uns an einem Trödelmarkt teilnehmen – und das, was wir einnehmen, spenden wir!“ Einem einstimmigen Votum folgten die konkreten Aktivitäten. Der Erlös sollte an die Aktion Lichtblicke gehen – wie der des jährlichen „Teddy Bear Toss“ des NEV, der dieses Jahr am 8. Dezember beim Spiel gegen die „Bären Neuwied“ stattfand. Am Trödeltermin selber ging es für die NEV-Fans früh raus – denn beim Trödeln fängt bekanntlich der frühe Vogel den Wurm. Und der Einsatz hat sich gelohnt: Am Ende konnten fast 400 Euro Verkaufs- und Spendenerlöse an die Aktion Lichtblicke übergegeben werden. Der Fanclub bedankt sich ganz herzlich bei allen Käufern und Spender und sichert zu: Das war nicht die letzte Aktion für einen guten Zweck!


die gute tat

DEHOGA spendet 2.500 Euro an die „Aktion Luftballon“ Anfang November fand im Möbelhaus Höffner die erste DEHOGA-­Lounge für das Gastgewerbe Düsseldorf/Rhein-Kreis Neuss statt. Die Besucher hatten neben Netzwerken, kulinarischen und künstlerischen Genüssen auch die Möglichkeit auf attraktive hochwertige Gewinne im Rahmen einer Tombola. Die Einnahmen in Höhe von 2.500 € aus dem Losverkauf hat das Gastgewerbe jetzt dem Förderverein der Kinderklinik des Lukaskrankenhauses „Aktion Luftballon“ gespendet. „Wir freuen uns, dass unsere Gastronomen die erste DEHOGA-­ Lounge in Düsseldorf/Rhein-Kreis Neuss ausführlich zum Netzwerken genutzt haben. Das Konzept hat sich bewährt und wir werden diese Art der Veranstaltung auch im kommenden Jahr wieder anbieten“, so Thomas Kolaric, Geschäftsführer des DEHOGA­Nordrhein e. V. „Wenn am Ende dann auch noch ein namhafter Betrag einem guten Zweck gespendet werden kann, zeigt das eindrucksvoll, dass das Gastgewerbe sich seiner gesamtgesellschaftlichen Verantwortung bewusst ist und auch an diejenigen denkt, denen es nicht gut geht. Wir freuen uns, wenn wir mit der Spende die Aktion Luftballon unterstützen und so damit beitragen können, die Bedingungen der kleinen Patienten während des Klinik­ aufenthalts zu verbessern“, so Kolaric weiter.

Bild: DEHOGA

Thomas Kolaric (DEHOGA Nordrhein), Gerd Röpke, Nora Wisbert (DEHOGA Düsseldorf/Rhein-­Kreis Neuss), Giuseppe Saitta (Kreisgruppe Düsseldorf/Rhein-Kreis Neuss), Susanne Thywissen (Aktion Luftballon), Prof. Dr. med. Guido Engelmann (Lukaskrankenhaus), Matthias Vieten (DEHOGA Düsseldorf/Rhein-Kreis Neuss), Hans-Dieter Heinz (DEHOGA Düsseldorf/Rhein-Kreis Neuss)

Die Vorsitzende der Aktion Luftballon, Susanne Thywissen und Geschäftsführer Thomas Böhm waren beeindruckt von dem Engagement der Gastronomen und bedankten sich sehr herzlich für die großzügige Spende. Der Betrag hilft ihnen bei der Umsetzung von Aktionen und Anschaffungen, wie z. B. die Neuerrichtung bzw. Verbesserung eines therapeutischen Spielplatzes.

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ereignis

56. Netzwerktreffen

in Grevenbroich

Bürgermeister Klaus Krützen

Das vorletzte Netzwerktreffen unter der Leitung von Stadtmarketing-Chef Robert Jordan fand in der Sparkasse in Grevenbroich statt. Gemeinsam mit Hans-Joachim Krömer von der Sparkasse Neuss begrüßte Bürgermeister Klaus Krützen die zahlreichen Gäste aus Politik und Wirtschaft. Bürgermeister Krützen nutzte die Gelegenheit, die Teilnehmer über die Beschlüsse der jüngsten Ratssitzungen zu informieren. Unter den Gästen befanden sich auch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, die Landtagsabgeordnete Heike Troles, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, der stellvertretende Landrat Horst Fischer und der stellvertretende Bürgermeister Edmund Feuster. Ein großer Dank geht an die Sparkasse, die sich als hervorragender Gastgeber in angenehmen Räumlichkeiten präsentierte.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe

Bilder: R. Lüpertz

Hans-Willi Gellen (Hörgeräte Gellen) und Rüdiger Lohmann (Hörcentrum Lohmann)

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Michael Kox und Günter Eßer (beide Sparkasse Neuss)

Hans-Joachim Krömer, Jochen Hennen, Andreas Heinrichs (alle Sparkasse Neuss), Klaus Krützen (Bürgermeister Stadt Grevenbroich)

Friedhelm Schillings (Ratsmitglied), Elena Boguslavskaya und Kay Helten (addmore GmbH), Heike Troles (MdL), Hermann Gröhe (Bundesgesundheitsminister), Stephen Haines (Ratsmitglied)

Werner Moritz (Kreistagsmitglied), Heike Troles (MdL), Friedel Geuenich (Barmer GEK), Horst Fischer (stellv. Landrat), Hermann Gröhe (Bundesgesundheitsminister), Klaus Krützen (Bürgermeister Grevenbroich)

Johann J. Schmidt (Schmidt Consulting) und Mona Bergs (Kreativ Workshops)

Andrea Kleinschmidt-Baum (Steuerberatung), Dr. Stephan Hermanns (Kanzlei Dr. Hermanns & Partner), Hans-Jürgen Petrauschke (Landrat), Guido Hermanns (Architekt), Jürgen Rudolph (Elektro Rudolph), Peter u. Lydia Pfänder (P2 Medien), Birgit Sullivan (Ophoven Immobilien)


rubrik

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porträt

Die einzige Konstante ist Wandel Robert Jordan – Ein Vorbild für alle Quereinsteiger Von Daniel Brinckmann

Foto: D. Brinckmann

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ach 49 Jahren im Dienst der Stadt Grevenbroich geht Robert Jordan (65) Ende Dezember in den wohlverdienten Ruhestand. Als erster und bislang letzter Ausländerbeauftragter der Stadt, Kulturamts-Leiter, Stadtmarketing-Chef und zuletzt seit September auch als Presse­ sprecher hat der Verwaltungsbeamte bleibende Spuren im öffentlichen Leben und im kulturellem Angebot der Gartenstadt hinterlassen. Auf sein Konto gehen Erfolgsgeschichten wie die vor zehn Jahren eröffnete Stadtstrand-Location Evita Beach, die Neujahrs-Gala Schnee-Ball, das mit bis zu 150 Teilnehmern und 57 Veranstaltungen in zehn Jahren überaus erfolgreiche städtische Netzwerktreffen, der Feierabend-­ Markt oder auch das WLAN-Netz in der Innenstadt.

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Dass der gebürtige Glehner ohne jeglichen Marketing-Hintergrund und mit kleinem Budget im Rahmen eines Ein-Mann-Jobs jährlich an die 20 Aktivitäten durchführen konnte, die gleichermaßen das Interesse der Bürger an der Stadt lebendig halten und Grevenbroich nach außen hin präsentieren, ist kein Wunder, sondern das Ergebnis optimaler Vernetzung und guter Zusammenarbeit innerhalb der Stadt­ verwaltung. „Ich hatte anfangs keinen Marketing-Plan, aber viel Freiraum und die Notwendigkeit, Kooperationspartner zu finden um die nötigen Ressourcen zu schaffen“, erinnert sich Jordan beim Orts­ termin im Alten Rathaus. Eine Aufgabe, in die er hineinwachsen musste. Und wollte. Grevenbroichern aller Altersgruppen und Kulturinteressierten aus dem gesamten Rhein-Kreis bleibt er aber vor allem als

Freund der Bildenden Künste und Musikfan erhalten – so wie es als langjähriger rastloser Kulturamts-Leiter vermutlich vor­ bestimmt ist. Eben als jemand, der stets die Extrameile geht und für den eine Abendveranstaltung nach Dienstschluss keine Pflichterfüllung sondern Überzeugungstat ist – ganz gleich ob es eine Vernissage im Kloster Langwaden oder ein Konzert einer jungen Punkrock-Band im Café Kultus ist. Als 17-jähriger frisch gebackener Beamter hatte er ganz andere Sorgen, wie er verrät: „Verwaltung kannst du nicht dein Leben lang machen – da musst du irgend­ wann einen Ausweg finden“ – diese Gedanken habe auch er gehabt. Allerdings brachte der stetige Wandel in der Verwaltung Herausforderungen mit sich, die Routine gar nicht erst aufkamen ließen und ihn statt dessen ganz persönlich prägten. Seine Tätigkeit als Ausländer­ beauftragter zwischen 1986 bis 1999 habe ihn als „Jungen vom Land gelehrt, tolerant zu sein und fremde Dinge einfach mal anzunehmen.“ Mit seinem offenen Horizont und seinem Kommunikations­ talent erschloss er sich schnell ein beständig wachsendes Netzwerk aus Kultur und Wirtschaft und schmiedete so über die Jahre seinen ganz persönlichen Schlüssel zum Erfolg in ganz verschiedenen Positionen. Auch auf der politischen Bühne. Zwischen 1989 und 1999 saß der engagierte Beamte für Bündnis 90/Die Grünen im Neusser Stadtrat – davon neun Jahre als Fraktionsvorsitzender – und bewarb sich einst zeitgleich mit Joseph Beuys auf Bundesebene. Sein Wechsel zu den Christ­ demokraten im Jahr 2009, für die er nach wie vor in den Kulturausschüssen des Rhein-Kreis und der Stadt Korschen­broich sitzt, kam nicht überall gut an, was ihn, wie er sagt, im Nachhinein kaum stört:


porträt

Winter 2017 · top magazin RHEIN-KREIS NEUSS

Foto: privat

„Dass man innerhalb einer zehn Jahre andauernden Pause zu anderen Auffassungen kommen kann, ist wohl verständlich.“ Im Jahr 2011 wurde er zum Vorsitzenden des MIT Stadtverbandes Korschenbroich gewählt. Um das Bürgermeisteramt in Korschen­ broich zu besetzen, für das er 2015 kandidierte, habe es ihm nach vielen Jahren in Neuss als „zurück­ gezogener Fremder“ aber an kommunaler Bindung gemangelt. Keinesfalls aber an Überzeugung. „Schwarz-­grün finde ich auch heute noch gut – in der Ära Töpfer hatte ich das bereits mit Herbert Napp angedacht, aber es kam halt nicht dazu.“ Die einzige Konstante in seiner Karriere, so scheint es, ist der Wandel. Tägliche Routine wie sie andere Verwaltungsleute schätzen und brauchen, hat Robert Jordan eher als einschränkend empfunden. Veränderung, neue Herausforderungen um sich Projekt „Radlager – eine Kunstnabe zur Tour de France“ am 02.07.17 in Kleinenbroich zu entfalten – das treibe ihn an, selbst bei Gegenwind, wie er sagt. Am meisten sei er während seiner Zeit als Kulturamts-Leiter aufgeblüht, und so ist es auch nicht verwunderlich, dass er seine Herausforderung eben einzukreisen. Eine Sonderstellung nimmt für ihn in jedem Fall in diesem Bereich sucht. Beispielsweise mit dem lokalen Forum das Jahr 2002 ein: Neben seinem 50. Geburtstag und seiner Bildender Künstler in Korschenbroich (KiK). Bis zu seinem Aus- Hochzeit erinnert er sich besonders gern an den Kultur- und scheiden in diesem Jahr hat der 65-­Jährige an die 35 Ausstellun- Energiepfad EUROGA, für den Skulpturen und andere Werke von gen allein in Korschenbroich und zahllose weitere im gesamten 50 Künstlern rund ums Thema Wasser an ebenso vielen Stand­ Rhein-Kreis begleitet. Als orten aufgestellt wurden. Oder eben lang­ jähriges Mitglied im die Woche, in der er mit Jörg Immen‹‹Ich kehre also auch nach Neuss zurück Neusser Kulturausschuss dorff ins russische St. Petersburg reiste und möchte da schnell einiges verändern!›› und in mehreren Kultur­ um dessen Vernissage im Deutschen initiativen sowie als KulMuseum mit zu begleiten. Zu den präturamtsleiter hatte er Zugang zu jungen zeitgenössischen Künst- genden Momenten zählen für Robert Jordan Kooperationen mit lern gefunden, denen er Ausstellungen ermöglicht. Ganz einfach dem urbanen Pop-Art-Künstler James Rizzi sowie mit Beuys-­ weil es wichtig sei, „das Besondere rauszufiltern und gute Kunst Schüler und Bildhauer Anatol in der Stiftung Insel Hombroich. zu zeigen“. Kaum verwunderlich, dass Jordan bereits 2015 für Möglichst viele schöne gemeinsame Jahre mit seiner Ehefrau sein ehrenamtliches Engagement im Bereich der Bildenden bei guter Gesundheit seien heute für den dreifachen Vater, StiefKunst mit dem Bürgerpreis der Sparkasse Neuss ausgezeichnet vater und Großvater der größte Wunsch. Mit Hunde-Spazier­ wurde. gängen über die Felder nahe ihrer Oase in Scherfhausen und Zwangsläufig stellt sich die Frage, wie der bekennende Ver­ Urlauben in der Bretagne. Aber so ganz abschalten will und kann ehrer von Andy Warhol und Konzeptkunst-Pionier Marcel er dann auch nicht: In diesem Jahr löste er nicht nur die Künst­ Duchamp neben seinem Beruf über all die Jahre dieses Pensum lerin Martha Reiter als Kurator des Evinghovener Kultursombewältigen und sich obendrein dabei eine gewisse jugendliche mers ab, sondern übernahm zudem den Vorsitz des seit 32 JahCoolness erhalten konnte. Mit Sport als Ausgleich? Mitnichten – ren bestehenden Neusser Künstlerkreis. „Ich kehre also auch keine Zeit. Wirklich mit der Kultur als Muse? Natürlich. Und zwar nach Neuss zurück und möchte da schnell einiges verändern“, im Speziellen mit der Musik, seiner zweiten Liebe: „Mein letztes wie er sagt. Hört sich nicht direkt nach Ruhestand an. Auch auf Konzert ist erst wenige Tage her“, bekennt er lachend, „so viel hat Kloster Langwaden, wo er bereits zweimal als Kurator tätig war, sich seit damals also gar nicht verändert.“ So begeistert er sich für steht für Anfang 2018 die nächste Ausstellung an. Da passt es nur Pink Floyd, die Stones, Leonard Cohen, Patty Smith, aber auch zu gut ins Bild, dass seitens der Stadt Grevenbroich bislang kein für klassische Pianomusik, den Düster-Poeten Nick Cave und die Fest zur Verabschiedung geplant ist. Mit gutem Grund. Wenn experimentelle Postrockband Sigúr Rós aus Island. Nicht zu ver- die Stadtmarketing-Stelle zum 1. Januar verwaist bleibt und die gessen der ebenfalls extrem wandlungsfähige Velvet Under­ Aufgaben zukünftig von einem Verein getragen werden, wird ground-Frontmann Lou Reed, mit dessen Verbindung zu Pop- Robert Jordann dem Team übergangsweise als freier Mitarbeiter künstler Andy Warhol sich der Kreis zur Bildenden Kunst mit Rat und Tat und vor allem Erfahrung beiseite stehen. Viel n schließt. Zeit für Sport wird er wohl auch in Zukunft nicht haben. Naturgemäß schwieriger wird es für den sympathischen ehemaligen Stadtmarketing-Chef wenn es darum geht, die Highlights seiner beinahe fünf Dekaden andauernden Berufslaufbahn

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ereignis

57. Netzwerktreffen

in Grevenbroich Das letzte Netzwerktreffen im Jahr fand traditionell auf dem Weihnachtsmarkt in Grevenbroich statt. Und so freuten sich Bürgermeister Klaus Krützen und Andreas Picker von der Volksbank Düsseldorf Neuss die über 180 Gäste bei winterlichen Temperaturen im Zelt des Weihnachtmarktes begrüßen zu dürfen. Da dies die letzte Veranstaltung von Robert Jordan vor Eintritt in den Ruhestand war, bedankte sich Bürgermeister Klaus Krüt-

Foto: R.Lüpertz

Andrea Kleinschmidt-Baum (Steuerberatung), Frank Krüppel (Blumenhaus Krüppel)

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Birgit Rütten (Zahntechnik Rütten), Karola Krüppel (Blumenhaus Krüppel)

zen bei ihm als Initiator und Organisator für die erfolgreiche Veranstaltungsreihe, welche zu einem Markenzeichen für die Stadt Grevenbroich geworden ist. So ganz wird Jordan nicht von der Bildfläche verschwinden, sondern weiterhin über seine Pensionierung hinaus an den Veranstaltungen mitwirken. Und auch sonst hat er noch einiges vor. Mehr dazu lesen Sie auf den Seiten 26 und 27 in dieser Ausgabe.

Birgit Sullivan (Ophoven Immobilien), Lydia und Peter Pfänder (P2 Medien), Birgit Fiona Gericke (Dr. Hermanns & Partner)

Klaus Krützen (Bürgermeister Grevenbroich), Robert Jordan (Stadt Grevenbroich), Andreas Picker (Volksbank Düsseldorf Neuss)

Brigitte Schalenberg (Künstlerin), Dieter Stürmann (Psychologische Praxis), Janne Gronen (Frauen­beratungsstelle Neuss), Kurt Schalenberg

Norbert Mösgen (NGZ-Verlag), Heike Steireif (Hörcentrum Lohmann), Sandra Kluck (NGZ-Verlag), Rüdiger Lohmann (Hörcentrum Lohmann).

Josef Dappen, Andreas Picker, Annika Bleckmann, Lisa Riedel (alle Volksbank Düsseldorf Neuss)

Klaus Krützen (Bürgermeister Stadt Grevenbroich), Andreas Picker (Volksbank Düsseldorf Neuss)

Simone Müller (Müller Vermietung), Raphael Handen (Agentur Sixwasnine), Claudia Pannes (CBP Linguistics)

Ursula Wolf-Reisdorf (GWG), Petra Thönnessen-Brings (Berufshilfe e.V.), Claudia Hiep (Netzwerkcafe Oelgasse), Heike Schellhaas (St. Augustinus Behindertenhilfe)


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ereignis

Kunst des Scheiterns:

Rhein-Kreis Neuss präsentierte erste

„FuckUp-Night“

„Aus Fehlern lernt man mehr“ lautete der Titel der ersten „FuckUp Night“ im Rhein-Kreis Neuss. Veranstalter waren die Wirtschaftsförderungs­ gesellschaft Rhein-Kreis Neuss und das StarterCenter NRW.

D

Foto: Christian Siedler

ie „FuckUp Nights“ kommen aus Mexiko und entsprangen der Idee vier befreundeter Unternehmer. In gemütlicher Atmosphäre tauschten sie sich über ihre Misserfolge und gescheiterten Projekte aus. Die Idee hat sich schnell verbreitet und wurde zu einer weltweiten Be­wegung. Jetzt redeten drei mutige Sprecher­innen und Sprecher vor 200 Besuchern im „Gare du Neuss“ über ihre Projekte, die gescheitert sind, und ließen Gründungswillige, Gründer, Unternehmer oder bereits Gescheiterte an ihren Erfahrungen teilhaben. Am Anfang stellte Christian Paul Stobbe aus Neuss den „FuckUp seines Lebens“ vor. Vor zehn Jahren gründete er mit einem Freund ein Transferportal für Amateur­ fußballer. Jetzt wurde das Insolvenzverfahren abgeschlossen. Stobbe hatte wertvolle Tipps für die Zuhörer. Danach berichtete Annett Reimers über ihre Arbeit bei einem Teleshopping-­ Sender. Nach großem Erfolg mit Ge-

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sundheitsprodukten investierte sie in selbst gestalteten Magnetschmuck. Dessen Verkauf lief aber nicht so gut. Den Zuhörern riet sie daher, immer einen Plan B parat zu haben. Zuletzt betrat Peter Wiedeking die Bühne. Mit der „Abendtüte“ wollte er mit seiner Ehefrau Susanna 2013 regionale Bio-Lebensmittel nach Hause liefern. Die Expansion des Unternehmens führte dann zu ihrem Ende. Mit einer neuen Idee war Wiedeking zuletzt in der Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ zu sehen. Dort stellte er die App „Too good to go“ vor uns stieß mit seinen Geschäftspartnern auf große Resonanz. Im Nachgang folgte eine Frage- und Dis­ kussionsrunde. Kreisdirektor Dirk Brügge ist vom neuen Format überzeugt: „Der große Zulauf zu dieser Veranstaltung zeigt uns, dass das Thema auf Interesse bei Unternehmern stößt und dass auch das Lernen aus anderen Fehlern einen hohen Stellenwert bei der Gründung hat.“

„De Kappes mit de Pappnas hät Fastelovend im Blot “

U

nter diesem Motto läutete der Hoppeditz am 11.11. die Session ein, das Prinzenpaar Dieter der IV. und Novesia Heike II. wurde auch schon proklamiert. Jetzt geht es bis zum Höhepunkt des Neusser Karnevals am Kappessonntag weiter mit karnevalistischen Terminen. Am Kappes­sonntag sind dann die Jecken und vor allem die Kinder im Straßenkarneval unterwegs, während die organisierten Karnevalisten mit Prunkwagen und Fußtruppen durch die Neusser City ziehen. Nach mehrjähriger Pause findet nun endlich der Nüsser Ovend wieder statt. Erste Lebenszeichen gab es bereits vor dem Sessionsstart. So berichtete das Top Magazin in der letzen Ausgabe über die „Jecke Talentprobe“, ein Casting für den Nüsser Ovend. Jetzt stehen Termin und Programm fest. Die Neusser dürfen sich freuen.


gesundheit lebensart

Foto: Neusser Reha

Nüsser Ovend

Foto: Heimatfreunde

Quadratmetern Wohnfläche entstehen Wohnungen in Größenordnungen bis zu über 100 Quadratmetern. „Die öffentlich geförderten Wohnungen liegen verteilt in den Gebäuden und sind von außen nicht als solche zu erkennen. Eventuell gibt es kleine Unterschiede in der erklärt Wulbeck. Und allem Anschein nach wird der Ovend ab­­ räumten. Als weiteres Innenausstattung“, musikalisches Da durch den Neubau deutlich mehr an einigen Stellen anders, als die Zuschau- Highlight treten „De Fetzer“ auf. Heimatfreunde-Ehrenvorsitzender Ernst Freistühler mit Mitgliedern Wohnraum als bisher vorhanden entsteht, des Elferrats: „Ich bin gespannt, was die Jungs auf die Beine gestellt er es gewohnt waren. Der Fokus des Ovends 2.0 liegt auf dem ist es notwendig, zusätzlichen Parkraum haben. Ich freue mich sehr, werden dass es densich Nüsser Ovend und Gnadental, hier aufwieder gibt Lokalen, den Neusser Persönlichkeiten heide für die Autos der Mieter zudem schaffen. Einemeine Unterstützung zugesagt.“ und habe neuen Elferrat Nüsser Ovend 2.0 – und Talenten: Natürlich wird das Prinzen- den Gebieten der Physiotherapie, ErgotheTiefgarage bietet 24 Stellplätze. LadestatiNeustart im Gare du Neuss paar auftreten, Dieter der IV. und Novesia rapie und Logopädie um die Patienten onen für Elektro-Autos sind ebenfalls vorneuenvon Räume von Der neue Elferrat der Heimatfreunde um Heike II.; das Mottolied der Karnevals-­ kümmern. Top-Tipp:Dazu Nachsind demdie Auszug Prinzengesehen. Möglichkeiten die Akkus von Einsgesamt 423 qm mit 12 Therapieräumen Präsident Jean Heidbüchel hat ein span- Session 2017-18 wird DJ Titschy (Markus paar und Elferrat startet eine After-­ShowBikes zu laden, entstehen an anderer Stelund einem Trainingsraum hervornendes und lokales Programm für die Titschnegg) performen. Party mit großen DJ Titschy, damit die Besucher le. Bei der Energieversorgung für das Geragend mit den neuesten Geräten ausge87. Auflage des Nüsser Ovends zusammen Und es wird komödiantische und rhetori- weiter feiern und karnevalistisch genießen bäude setzt der Bauherr auf regenerative stattet und dem modernsten Standard eingestellt. Eins ist dem Elferrat dabei beson- sche Einlagen geben: Hier ist ein Düssel- können. Der straffe Zeitplan macht es mögEnergien. Geheizt wird mit Erdwärme; eine gerichtet. Selbstverständlich sind auch ein ders wichtig: Alles steht im Zeichen des dorfer dabei, das „Fimmmännchen“ – an- istlich – der istvon nach drei Stunden ja weitere Option auch derAbend Einsatz barrierefreier Zugang über den Aufzug und gute ParkmöglichkeiKarnevals, Kostümierungen und Verklei- sonsten Neuss pur: Vom Prolog über den noch nicht vorbei! Photovoltaikanlagen fürlange die Stromversorvor dem Gebäude vorhanden. „Wir starten hier nicht von Null, dungen sind ausdrücklich erwünscht. in Karnevalskreisenten bestens gung.bekannten Nach und nach werden die bestesondern haben bereits viele die| Gare aus dem Umkreis, z. B. Die „Kölschen Paninis“ reisen aus der Hermann-Josef Maaßen bis hin zu wei- leergezogen. > 13.Patienten, JanuarDen 2018 henden Bauten derzei-du Neuss, Holzheim, Reuschenberg oder Weckhoven kommen und jetzt Domstadt an, sie haben den Jurypreis teren lokalen Auftritten werden die BeBeginn 20:00 Uhr, Einlassmehrere 19:11sich Uhrzur Auswahl. Selb tigen Mietern bleibt bis zum Abriss-Termin über kurze Wege freuen“, so Daniel Schillings, der sich auch gute der „Jecken Talentprobe“ im September sucher des Ovends eine geballte Ladung Vorverkauf in derandere Geschäftsstelle dersie nach der Fertigs können am 1. Juli 2018 Zeit, sich für eine Im gewonnen. Dezember Ebenfalls eröffnet Daniel NEUSvorstellen kann, wennund iminFrühjahr die Ärzte, bei derSchillings, „Jecken Ta-Inhaber Neussder erleben. MehrSynergie-Effekte wird nicht verraten – Bestand Heimatfreunde der Einhorn-­ der neuen Wohnungen ziehe Wohnung aus dem des Bauvereins SERREHA, in Reuschenberg seinen dritten Standort neben Roseldarunter zwei Kinderärzte, ein Zahnarzt und eine Hausarztpraxis lentprobe“ wurden die „Fidelen Novesier“ ein wenig Überraschung soll doch dabei Sieben Apotheke, 23 Euro Peter Wulbeck. Die Kosten f zujaentscheiden. von ihnen haben lerheide und Gnadental. Zehn Mitarbeiter, teilweise ihre Praxen im neuen Gebäude am Reuschenberger Markt gecastet, die als Neusser Band und da­ sein.neu eingear(für Neusser Heimatfreunde 20 Euro) trägt derbezieBauverein. bereits eine neue Wohnung gefunden. „Wir „ beitete, aber auch einige aus der Stammbelegschaft von Rosellerhen werden. mit Lokalmatadoren den Publikumspreis Die Stadt Meerbusch steht d bieten unseren Mietern mindestens haben sehr positiv gegenübe gleichwertige Ersatzwohnungen an, auch

findet wieder statt

NEUSSERREHA –

jetzt auch in Reuschenberg

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wirtschaft

Humboldt-Gymnasium und die Neusser Firma Walter Rau kooperieren:

Schule

mal ganz

praktisch

Zischende Vulkane, Luftballons und Eis: Schülerinnen und Schüler des Alexander-von-Humboldt-­ Gymnasiums auf den Spuren des Klimawandels

W

as haben Eisblöcke in einer Wasserwanne, Backpulver in Essig oder ein Trichter voller Brausetabletten mit dem Klimawandel zu tun? Ganz einfach: Mit diesen simplen Experimenten lässt sich der Klimawandel an­schaulich abbilden. Und genau das taten die Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgangstufen des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums im Rahmen des von der Walter Rau Neusser Öl und Fett AG finanziell unterstützen Nach­haltigkeitsprojektes. Durchgeführt wurde das Projekt von Lehrerinnen der Schule und interessierten Schülerinnen und Schülern. Ergänzt wurden diese Experimente in den neu modernisierten Fachräumen des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums durch eine Klimaexpedition mit dem Umweltinstitut Geoscopia. Das Institut bereitet Umweltthemen pädagogisch auf und zeigt anhand aktueller Satellitenbilder die globalen Auswirkungen des sich verändernden Klimas, so z. B. die Ausmaße des Rückgangs von Regenwäldern. Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich von der Vielfältigkeit dieses Projektes begeistert. Siri Stahl aus der fünften Klasse gefiel, „dass man mit CO2 so viele coole Experimente machen kann“. Ein anderer Schüler meinte: „Wir lesen und hören täglich vom Klimawandel. Zum ersten Mal aber habe ich mir richtige Gedanken zu dem Thema gemacht und gelernt, dass jeder von uns etwas dagegen tun kann.“

KLIMASCHUTZ HAUTNAH! Die Baumpflanzaktion des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfel­ bäumchen pflanzen“, soll Martin Luther gesagt haben. Apfelbäumchen pflanzten die Schüler zwar nicht, dafür aber über 100 Bäume verschiedenster Sorten auf einem von der Stadt Neuss zur Verfügung gestellten Grundstück am Kruchensbusch an der Steinhausstraße. Diese Bäume zählen für die „Billion Tree Campaign“, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), auch bekannt unter „Plant-for-the-Planet“. Ziel dieses Programmes ist es, der CO2-­ Belastung entgegen zu wirken und dafür zu sorgen, dass die Welt von heute auch für die Kinder von morgen noch ein lebenswerter Ort ist. Denn jeder gepflanzte Baum entzieht der Atmosphäre jährlich rund 10 Kilo CO2. Auch der neue Schulleiter des Alexander-­ von-Humboldt-Gymnasiums, Markus Wölke, ist zufrieden. „Mir ist wichtig, dass Unterricht nicht nur in der Klasse stattfindet, sondern dass wir, gerade als Schule mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt, auch viel experimentieren und mit außerschulischen Akteuren zusammen arbeiten. Wir suchen bewusst den Austausch und die enge Kooperation. Das ist immer ein Gewinn für beide Seiten. Ich danke daher allen Unterstützern des Projektes, aln len voran der Firma Walter Rau.“

Fotos: Alexander-von-Humboldt-Gymnasium

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wirtschaft ereignis

Die Sparda-Bank in Neuss nun in der in der Krefelder Straße 62

Seit mehr als zwanzig Jahren ist die Sparda-Bank in Neuss vor Ort. Ab sofort bietet sie ihren Kunden in der Krefelder Straße 62 eine Anlaufstelle direkt in der Neusser Innenstadt. Mit insgesamt acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bietet Stephan Pohl, Filialleiter der Sparda-Bank in Neuss, faire Beratung in allen finanziellen Angelegenheiten. Barrierefreie Räume

Bekenntnis zum Standort

Aktuell betreut die Sparda-Bank in Neuss ins­ gesamt 7.800 Kunden mit einem Geschäfts­ volumen von mehr als 154 Millionen Euro. Aber nicht nur Bestandskunden sind in die neue Filiale eingeladen. „Wir freuen uns über alle interessierten Bürger, die am neuen Standort vorbei­ schauen“, sagt Stephan Pohl. Insgesamt verfügt die Sparda-Bank West über 580 Quadratmeter, die modern eingerichtet sind. An eine großzügige Lobby schließen sich offene, komplett barrierefreie Räumlichkeiten an. Die Kunden profitieren von zahlreichen Serviceangeboten. Dazu gehören ein Geldautomat, ein Ein- und Auszahlungs­ automat, zwei Kontoauszugsdrucker sowie eine Scanbox für beleghafte Überweisungsträger. Darüber hinaus gibt es über 200 Schließfächer und eine Immobilienwand in Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner PlanetHome.

Die neue Filiale ist ein deutliches Bekenntnis zum Standort Neuss. Sie ist nicht allzu weit von den ehe­ maligen Räumen in der Kapitel­ straße 16 entfernt – aber noch zentraler. Auch die Nähe zum Bahnhof ist weiterhin gegeben, schließlich ist die Sparda-Bank West ehemalige Eisenbahnerbank. Stephan Pohl: „Traditionen und Werte sind uns wichtig. Wir machen es uns auch in Zukunft zur Aufgabe, als gemeinwohlorientiertes Kreditinstitut für die Menschen in der Region da zu sein.“ Interessierte sollten sich von den Leistungen einer der freundlichsten und fairsten Banken Deutschlands überzeugen. Die Mitarbeiter der Sparda-Bank in Neuss freuen sich auf Ihren Besuch. n

Fotos: Spardabank

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kultur

Rechtssicherung, Erinnerungskultur und Information über

775 Jahre Neusser Geschichte

Das Neusser Stadtarchiv ist eines der ältesten in Deutschland. In diesem Gebäude werden Dokumente mit Informationen, Lebensdaten, Erinnerungen von und über Generationen von Menschen aufbewahrt – und alle zusammen sind sie die Basis für die Identität und das Selbstverständnis der heutigen Neusser Bürgerschaft. Das Stadtarchiv Neuss an der Oberstraße 15 feierte in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum: Die älteste urkundliche Erwähnung des „archivum publicum Nusie“ findet sich in einer Urkunde aus dem Jahr 1242 – damit ist gesichert, dass dieses Archiv mindestens seit 775 Jahren existiert. Die Geschichte: In besagter Urkunde erklären die Neusser Bürger Siebertus und Gisela von Dülken, dass sie ihr Vermächtnis ändern und frühere Bestimmungen – die eben im „archivum publicum Nusie“ hinterlegt sind – über ihr Vermögen „geringschätzen“ und somit widerrufen. Ihr Wunsch im Jahr 1242: Ihr beträchtliches Vermögen solle nach ihrem Tod an den Deutschen Orden gehen, damit dieser in Neuss ein Armenhospital aufbauen könne. Diese Entscheidung ist in ihrer Konsequenz heute nicht mehr wahrzunehmen – der Deutsche Orden hat an Bedeutung verloren, das Hospital konnte wegen der Gegenwehr der Erben nicht errichtet werden und das Vermögen ist auch längst verschwunden. Was bleibt, ist die hinter den Worten in der Urkunde zu lesende Information: Dass es eben schon vor 775 Jahren ein Archiv der Stadt Neuss gab – und dass diese Einrichtung damit die älteste Institution der Stadt und zudem eines der ältesten Archive in Deutschland ist.

Allerdings betont Dr. Jens Metzdorf, Archivleiter, dass es wohl schon seit der mittelalterlichen Stadtwerdung, die um ca. 1200 abgeschlossen war, ein Archiv gegeben haben muss: Zur Stadt­werdung gehörten im Mittelalter wenigstens „eine Stadtmauer, ein Bürgermeister und eben ein Stadtarchiv zur Sicherung der rechtsrelevanten Dokumente“, erklärt er. Archive gehörten schon immer untrennbar zu einem städtischen oder staatlichen Gemeinwesen. Heute sind sie eine Pflichtaufgabe für eine Stadt und in den Archiv­ gesetzen der Länder verankert. Ihre Bedeutung hat mehrere Aspekte, erklärt Jens Metzdorf, seit 15 Jahren der Herr über mittlerweile 5.000 laufende Regalmeter Archivbestand: „Für ein funktionierendes städtisches Gemeinwesen ist ein Archiv notwendig, damit Rechtstitel dauerhaft verwahrt werden, das Handeln der Verwaltung nachvollziehbar bleibt sowie den Bürgern Auskunft erteilt und historisches Wissen vermittelt werden kann.“ Politisches und verwaltungsrechtliches Wissen Das Stadtarchiv bewahrt neben Akten und Vorgängen unter anderem die Protokolle der Rats- und Ausschuss-Sitzungen auf und macht somit Entscheidungen noch

Jahrzehnte später transparent und überprüfbar. Das ist die Basis für die heutige politische Arbeit, erklärt Heribert Prantl (in: Alles, was Recht ist. Archivische Fragen – juristische Antworten; Tagungsdokumentation des 81. Dt. Archivtages): „Wenn Politik kein Gedächtnis hat, handelt sie hirnlos… Gute Archive sind … auch Fehlervermeidungsapparaturen.“ So kann es zum Beispiel wichtig sein, zu hinterfragen, wie die Lokalpolitiker vor 50 Jahren in einer bestimmten Frage entschieden haben, um daraus heute Entscheidungen für morgen abzuleiten. „Ein Gemeinwesen braucht ein Gedächtnis, um Entscheidungen für die Zukunft zu treffen“, so Metzdorf. Die Sicherung von Rechtstiteln ist ins­ gesamt eine zentrale Aufgabe für Metzdorf und sein Team. Archive spielen etwa eine wichtige Rolle in Erbschaftsangelegen­ heiten: „Viele Anfragen kommen von Gerichten, Notaren oder Rechtsanwälten, um über die Verwandtschaftsbeziehungen zu klären, welche Personen in einer Familie erbberechtigt sind. Als zentrale Überlieferung der Bürgerschaft werden schließlich auch die Standesamtsregister archiviert und sind hier abrufbar“, so Metzdorf. Ein anderes Beispiel für eine aktuelle Aufgabe des Archivs: Wenn in Neuss eine neue Straße benannt werden soll, wird immer das Archiv in die Vorbereitung einbe­ zogen. Das Stadtarchiv macht dem Kulturausschuss Vorschläge oder prüft Bedeutung vorgeschlagener Namensgeber und die historischen Bezüge. Das Stadtarchiv sichert im Übrigen nicht nur die Dokumente von Rat und Verwaltung, sondern auch „nichtamtliches Archiv­ gut“ aus Neuss, also Unterlagen von Vereinen und Verbänden, Parteien, Unternehmen, Familien etc. Historische Forschung Für alle Bürger greifbar ist die Funktion, die untrennbar mit dem Archiv als Bewahrer von Wissen verbunden ist. Wer


kultur

einfache Fragen zur Geschichte hat oder sich selbst an historische Forschungen mit Neusser Bezug begibt, kann sich jederzeit an das Stadtarchiv wenden – egal, ob Laie oder Profi, Schüler, Student oder an­ gehender Professor. „Wir sind Informationsdienstleister und Ermöglicher für alle Forschungsarbeiten zur Neusser Geschichte, die oft eben auch für die Zukunft relevant sind“, so Metzdorf. In diesen Tagen erscheint zum Beispiel in der Schriftenreihe des Archivs eine Arbeit von Alexandra Kohlhöfer: „Magie – Gerüchte – Machtkampf. Hexenverfolgung in der kurkölnischen Stadt Neuss“. Anschaulich kann der Stadtarchivar auch an diesem Thema demonstrieren, wie die Recherche und das Lesen historischer Dokumente funktionieren können. Es gebe nicht zwangsläufig Berichte über alle Hexenprozesse, aber zum Beispiel einen Hinweis in der Stadtrechnung des 15. Jahr­ hunderts. Da ist etwa notiert, „für den Henker die Zaubersche zu versuchen“ – ­was nichts anderes bedeutet als die Bezahlung für die bekanntlich nicht immer zimperlichen Befragungsmethoden im Mittelalter. Gerade bei Themen der jüngeren deutschen Geschichte leistet das Archiv oft konkrete Hilfe – sei es, dass frühere Zwangs­arbeiter oder deren Nachkommen Informationen einholen, um ihre Ansprüche auf Entschädigung zu dokumentieren. Berührt hat den Archivleiter auch die Anfrage einer Frau, die ihren Vater nicht gekannt und nie gesehen hatte: Sie habe im Archiv angefragt, ob es dort ein Bild ihres Vaters gebe: „Wir haben ein Bild gefunden und konnten ihr so helfen.“ Digitalisierung erschließt neue Möglichkeiten Ein Archiv lebt – und verändert sich auch neue Wege für die Arbeit mit dem Archiv­ gut. Über www.stadtarchiv-neuss.de haben Interessenten weltweit einen Zugriff auf die bisher aufgearbeiteten Bestände des Archivs und können dadurch konkre-

te Anfragen an das Archiv richten. Es sind nicht alle Informationen und Urkunden gescannt, aber über die online-„Find­ bücher“ können die Nutzer bereits erkennen, welche Bereiche für sie interessant sein können. Das ist zum Beispiel wichtig für die Vielzahl der Nachkommen früherer Auswanderer, die so eine erste Auskunft einholen können, bevor sie eine konkrete Anfrage formulieren. Konservierung der Bestände Der sorgfältige Umgang mit den alten Dokumenten auf Pergament oder auf Papier ist eine Alltagsaufgabe für die Archiv-­ Mitarbeiter: In der Werkstatt bearbeitet Restaurator Marcus Janssens gerade ein Stück aus dem Archiv-Bestand der „Franzosen-Zeit“ von 1794 bis 1814. Die Dokumente werden gereinigt und anschließend in speziellem säurefreiem Karton verpackt, damit sie für die Zukunft gesichert sind. Zum Thema Konservierung gehört auch, dass das Klima im Archiv – dem früheren Kerzenlager der Firma Overbeck – kontinuierlich überwacht und auf einem gleichmäßigen Level gehalten wird: Zuviel Feuchtigkeit wäre schädlich, außerdem sollen Schädlinge außen vor bleiben. Ausstellung zum Jubiläum Das Neusser Stadtarchiv legt Wert darauf, ein für die Bürger offenes Haus zu sein. Sie können in einem Lesesaal ihrer Arbeit nachgehen. Das Interesse der Bürger ist groß, meint Metzdorf: „Neuss ist sehr geschichtsbewusst. Die Stadt will und braucht schließlich ein Profil.“ Dabei gibt es auch eine intensive Zusammenarbeit mit den Neusser Schulen, die das Stadtarchiv gerne nutzen. Jeder Bürger kann die Archiv-Arbeit unterstützen – über eine Mitgliedschaft im „Forum Archiv und Geschichte Neuss e.V.“ Der gemeinnützige Verein bietet unter anderem ein umfangreiches Jahresprogramm mit Vorträgen und Exkursionen.

Fotos: Stadtarchiv

Festakt „775 Jahre Stadtarchiv“ am 19. Oktober 2017 im Alten Ratssaal: Bürgermeister Reiner Breuer, Kulturdezernentin Dr. Christiane Zangs mit Ehrengast Roland Jahn (Stasi-Unterlagenbehörde) und Dr. Jens Metzdorf

In der Nacht zum 15. September 1796 brach die Bande des Matthias Weber – genannt „Fetzer“ – in das Neusser Archiv ein, erklärt Archivleiter Metzdorf. Die Jubiläumsausstellung zeigt eine der „Archiv-Kisten“, in der damals Geldvorräte und das Silber der Stadt Neuss lagerten, auf die es der Fetzer abgesehen hatte.

Restaurator Marcus Janssens reinigt ein Dokument aus der „Franzosen-Zeit“

Anlässlich des 775-jährigen Jubiläums hat das Team um Dr. Jens Metzdorf eine Ausstellung zur Geschichte des Stadtarchivs erarbeitet. Sie ist noch bis zum Frühjahr 2018 zu sehen. Ein wesentlicher Teil der Jubiläumsfeiern des Neusser Stadtarchiv war zudem der Festakt im Oktober mit einem Vortrag von Roland Jahn, dem Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR. Dieses besondere Archiv, lange als „Gauck-Behörde“ bekannt, trägt dazu bei, dass betroffene Bürger ihr Recht einfordern oder einfach nur Gewissheit über drängende Fragen erhalten können. Für den Neusser Archivleiter Metzdorf ist es damit „ein überzeugendes Beispiel für die grundsätzliche Bedeutung der Archive in der freiheitlichen Demokratie“.

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freizeit

Kinderbauernhof in Neuss-Selikum:

Neuer Hofgarten und kleines Eselsfohlen Seit mittlerweile zehn Jahren gibt es das Sozialprojekt der Sparkasse Neuss. Dabei sägen und hämmern die Auszubildenden des neuen Jahrgangs für einen guten Zweck. Fotos: Sparkasse Neuss

Dieses Jahr war der Neusser Kinderbauernhof dran – eine in der Region bekannte Einrichtung, die die Kinder mit Schweinen, Eseln, Ziegen und vielen anderen Tieren begeistert. Die Azubis bauten einen neuen „Hof-Garten“ neben dem großen Spielplatz des Kinderbauernhofs, der ganzen Familien Platz zum Verweilen auf neuen Picknickbänken bietet. Eröffnet wurde der neue Hof-Garten Ende September. Nach einer launigen Eröffnungs-

Star auf dem Bauernhof Der neue

Foto: Florian Rodermond

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rede von Sparkassen-Vorstandsmitglied Dr. Volker Gärtner versprach Bürgermeister Reiner Breuer einen Umbau des Hof-­ Gebäudes zu einem kleinen Landcafé. Für die Sparkasse Neuss ist ein solches Projekt jedes Jahr zentraler Baustein der Ausbildung. Unternehmenskultur und Werte der Sparkasse Neuss gehören ebenso wie Persönlichkeitsentwicklung und Teamarbeit zu den Inhalten der Projektwoche.

Nachwuchsförderung der ganz anderen Art betreibt auch der Kinderbauernhof selber. Neuester Star dieser Bemühungen ist das kleine Eselsfohlen, das Anfang Oktober geboren wurde und seitdem Kinder wie Erwachsene mit seinen lustigen Bocksprüngen verzückt. Der Kleine wurde im Rahmen des traditionellen Weihnachtsbaumschmückens getauft – er heißt jetzt Jim Knopf. Ausgewählt wurde der Name aus Vorschlägen der Neusser Kinder und ist die logische Konsequenz aus den Namen der EselEltern: Emma und Lukas.


Foto: Fotolia

Fast 400 Kibaz-Abzeichen

im Rhein-Kreis Neuss

Sport bewegt Kinder – das Kinderbewegungsabzeichen wird im Kreis rege genutzt

A

us dem gesamten Kreisgebiet haben Vereine dem ganz jungen Nachwuchs diese Möglichkeit geboten. Ob in Neuss, Dormagen oder Kaarst – eines ist allen Vereinen im Rhein-Kreis Neuss gemein: Sie wollen die kleinen Nachwuchssportler an Bewegung und Sport heranführen. Genau dafür hat der Landessportbund (LSB) dieses Angebot geschaffen: Das Kinderbewegungsabzeichen (kurz Kibaz) ist ein innovatives Bewegungs­ angebot für drei- bis sechsjährige Kinder. Es begeistert die Kinder spielerisch und ihrem Alter entsprechend für Bewegung, Spiel und Sport. Das Kibaz gibt es seit 2014 und wird als allgemeines Bewegungsabzeichen sowie sportartenspezifisch angeboten. „Die Kids werden so spielerisch an Bewegung herangeführt. Wir als Sportbund Rhein-Kreis Neuss freuen uns, dass dieses kostenlose Angebot zur Förderung der Kooperation zwischen Sportverein und Kita so gut angenommen wird. Interessierte Vereine, Kitas und Grundschulen können sich gerne direkt an mich wenden – wir freuen uns, wenn noch mehr Kinder die Möglichkeit bekommen, das Kibaz zu absolvieren“, sagt Ingmar Gettmann, Breitensport­ referent beim Sportbund Rhein-Kreis Neuss.

Foto:Stadt Neuss

Neue Seilbahn am Nierspark

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ie neue Seilbahn im Nierspark für Kinder in Neuss-Derikum und Umgebung ist fertig. Ende November wurde der Ersatz für die demontierte, alte Seilbahn von Umweltdezernent Dr. Matthias Welpmann und Henrike Mölleken, Leiterin des Amtes für Umwelt und Stadtgrün, gemeinsam mit der Initiatorin Waltraut Beyen und einigen Spendern eingeweiht und offiziell den Kindern zur Verfügung gestellt. Die neue Seilbahn befindet sich am bisherigen Standort im Nierspark am Eingang Neißestraße. Sie komplettiert das vorhandene Spielangebot von Kletter- und Bewegungsspielgeräten und ist für Kinder ab vier Jahren geeignet. Die alte Seilbahn musste, nachdem sie schon von mehr als einer Generation genutzt wurde, aus Sicherheitsgründen abgebaut werden. Die neue 25 Meter lange Seilbahn wurde durch eine private Spendenaktion unterstützt. Dank der guten Zusammenarbeit von Politik und dem städtischen Amt für Umwelt und Stadtgrün sowie der großen Spendenbereitschaft der Neusser konnte schnell für Ersatz gesorgt werden. Gespendet haben unter anderem der Neusser Bauverein, der Förderverein Nüsser Pänz e. V., die Himmelblaue Traumfabrik e.V. und Gebr. Kickartz GmbH.

Liebe Leserinnen und Leser, in meiner ersten Rechtskolumne möchte ich anlässlich der bevorstehenden Ferienzeit ein oft unterschätztes Problem vorstellen. Sollten Sie hierzu Beratungsbedarf haben, freue ich mich auf ein persönliches Gespräch in unseren Kanzleiräumen. Viel Spaß beim Lesen!

Ihre Leonie Eich

Grundsätzlich müssen Entscheidungen des täglichen Lebens bei getrennt lebenden Eltern und Ausübung der gemeinsamen Sorge nicht abgestimmt werden. Einvernehmen der Eltern ist nur erforderlich bei sog. Angelegenheiten von erheblicher Bedeutung. Hierzu zählen u. a. ärztliche Eingriffe, die Anmeldung in KITA/Schule und auch Auslandsreisen. Bei einer Auslandsreise des einen Elternteils gibt es oft Streit zwischen den Ex-Partnern, nicht zuletzt, weil der Eine dem Anderen die Reise nicht gönnt. Vordergründig werden aber immer häufiger Sicherheitsaspekte angeführt, denn in den vergangenen Jahren gab es in einigen beliebten Ferienregionen politische Destabilisierungen. Hier ist genau zu differenzieren. Verweigert ein Elternteil grundlos die Zustimmung zum Reise­antritt oder um das Verhältnis des Kindes zum anderen Elternteil zu stören? Dann handelt er nicht im Sinne des Kindeswohls und das Familiengericht kann ihn durch Beschluss zu rechtskonformen Verhalten zwingen. Darüber hinaus stellt sich bei Reiseantritt ein prak­ tisches Problem: Der Check-in am Flughafen oder das Passieren der Einreisekontrolle im Urlaubsland wird verwehrt. Die Grenzbeamten wollen genau wissen, ob die erwachsene Begleitperson berechtigt ist allein mit dem Kind zu reisen. Ein Reisepass reicht als Nachweis für die Zustimmung des anderes Elternteils nicht aus. Die Behörden begründen die strengen Kontrollen mit dem Schutz vor Kindesentführungen. Folgende Unterlagen empfehle ich daher mitzuführen:

Einverständniserklärung des anderen Elternteils, mit beiden Unterschriften

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Personalien und Erreichbarkeit des anderen Elternteils

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Kopie des Ausweises des anderen Elternteils zur Prüfung der Echtheit der Unterschrift.

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Der lange Weg des Weihnachtsbaums

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Spurensuche vom eigenen Wohnzimmer bis zum Kölner Zoo

Fotos: Fotolia

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edes Jahr bringt ein neuer Weihnachtsbaum festlichen Glanz in die deutschen Wohnzimmer – und jedes Jahr muss er wieder entsorgt werden. Aber wo kommen die Bäume eigentlich her und was passiert mit den alten Tannenbäumen? Erst einmal eine Einordnung: Auch wenn das bekannte Volkslied die grünen Blätter des Tannenbaums besingt, handelt es sich nicht immer um eine „Tanne“. Seit vielen Jahren ist zwar die Nordmann-Tanne, eine skandinavische immergrüne Nadelbaum-Art, der beliebteste Weihnachtsbaum. Ebenfalls beliebt ist aber der umgangssprachlich Blau-Fichte genannte amerikanische Nadelbaum, der aus den Rocky Mountains im Westen der Vereinigten Staaten stammt – „die stechen allerdings – das tut die Nordmann-Tanne nicht“, erklärt Robert Selders, Geschäftsführer der Meerbuscher Garten Selders GmbH, die Beliebtheit des echten „Tannen­ baums“. Garten Selders produziert eigene Weihnachts­ bäume, ausschließlich Nordmann-Tannen – und zwar hier vor Ort, in Meerbusch selber. Die ersten Nordmann-Tannen aus eigener Produktion stehen nach zehn Jahren Wachsen dieses Jahr bereit, in einer stattlichen Höhe von bis zu zweieinhalb Metern. Den restlichen Bedarf deckt Garten Selders dann mit Bäumen aus dem Sauerland – bis zu sechs Meter hoch sind die frisch geschlagenen Bäume, die Selders auf Wunsch auch aufstellt und dekoriert. „Alles aus einer Hand“ ist das Motto, das Geschäftsführer Selders hier ausgibt. Das Selbstaussuchen

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und „Selbstabsägen“ bei Selders machen Firmen und Familien zum ganz eigenen kleinen Event – denn Glühwein und Waffeln gibt es im Geschäft auch, und die Bäume wachsen nur wenige hundert Meter entfernt. „Frischer geht es nun wirklich nicht mehr“, betont Selders und versichert, dass die Bäume fast bis Karneval ihre Nadeln behalten. Auf dem neuen Vorplatz von IKEA Kaarst, der sogenannten Plaza, bietet der schwedische Möbelhändler seine Bäume an. Auch IKEA verweist auf eine eigene Produktion – die Bäume stammen aus dem Spessart an der bayrisch-hessischen Grenze. Der dortige Betrieb hat 1920 mit dem Handel von Tannenreisig und Weihnachtsbäumen begonnen, da die schwachen Böden des Spessarts kaum anderen Ertrag brachten. Der geschmückte Nadelbaum gehört inzwischen seit dem 19. Jahrhundert zur deutschen Weihnachtstradition und hat sich von hier aus über die ganze Welt verbreitet. Auf dem Neusser Markt steht der riesige städtische Weihnachtsbaum schon seit Mitte November. Und zum ersten Mal bringt die Zukunftsinitiative Innenstadt Neuss (ZIN) in diesem Jahr die grünen Gesellen in die Innenstadt – 130 Tannen hat sie aufgestellt! Alle Innenstadt-Quartiere beteiligen sich daran und viele Händler und Hausbesitzer haben „ihren“ Baum als Baumpaten geschmückt, wie bspw. der Quirinus-Kindergarten die Bäume der Münsterstraße oder die Spardabank. So viel zum Thema Herkunft und Verwendung. Bei der Entsorgung wird es dann


etwas unromantischer. Bei uns im Kreis gibt es ja keinen Zoo mit Elefanten. In Städten mit Zoo wie etwa in Köln wurden nicht verkaufte Weihnachtsbäume schon mal den dort ansässigen Dickhäutern zum Spielen überlassen – zumindest erzählt sich das der Volksmund. Aber selbst dann können nur einige wenige Weihnachtsbäume auf diese Weise verwertet werden. Bleibt also die Frage nach dem Verbleib der ausgedienten, ehemaligen Prachtstücke, die den weihnachtlichen Glanz in unsere Wohn­ zimmer gebracht haben. Am Ende ist es ganz einfach und banal, was mit ihnen geschieht – für die Entsorgungsbetriebe sind Weihnachtsbäume Grünabfall: Je nach Kommune werden sie der Kom­ postierung zugeführt und zu wertvollem Kompost verarbeitet oder im Rahmen einer thermischen Verwertung zur Energieerzeugung verwendet – in klaren Worten: Sie werden verbrannt. Insgesamt sind es in Deutschland rund 25 Millionen Weihnachtsbäume, die jährlich entsorgt werden müssen, schätzt der zuständige Entsorgungsfachverband BDE. „In der Stadt Neuss wird die Anzahl der eingesammelten Nadelbäume nicht er-

fasst – wohl aber die Menge. Im Schnitt liegt diese im Rahmen der Tannenbaumabfuhr bei rund 125 Tonnen jährlich“, sagt Jürgen Scheer, Pressesprecher der Stadtwerke Neuss. Da kommt also eine ganze Menge zusammen. In Neuss werden die Bäume in Neuss durch das städtische Unternehmen Abfall- und Wertstofflogistik Neuss GmbH (AWL) entsorgt. Sie werden in der ersten Woche nach Dreikönige abgeholt, am Tag der grauen Tonne. Achtung – die Bäume sollten abgeschmückt sein. Denn für die Bäume geht es dann zum Kompostwerk „Blauer Stein“ nach Korschenbroich, und der Kompost sollte doch sauber bleiben! Dafür fallen in Neuss keine Entsorgungsgebühren an – genau wie bspw. auch in Dormagen oder Grevenbroich. Auch wenn es schade ist, dass der Weihnachtsbaum so eine begrenzte „Lebenszeit“ im eigenen Wohnzimmer hat – er spendet doch Behaglichkeit und ohne ihn ist eine schöne Bescherung kaum vorstellbar. Lebende Weihnachtsbäume, die nach dem Fest im Garten weiterwachsen dürfen, konnten sich bisher leider nicht durchsetzen. SL n

Fotos: ZIN

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Starkes Signal aus Neuss:

Digitalisierung der Verwaltung geht voran Fachmesse e-nrw bietet über 500 Top-Entscheidern Diskussionsplattform Mehrere E-Mails, wochenlanges Warten ohne Rückmeldung und am Ende steht eine Mülltonne zu viel vor der Haustür: Der 25jährige Marketing- und Digitalisierungs-„Querdenker“ Dominic Multerer steht in Jeans und ohne Krawatte auf der Bühne und schmeißt den Top-Entscheidern aus Verwaltung und Bürokratie seine Negativ-Beispiele um die Ohren. „Wenn ich ein PDF von einer Homepage herunterladen kann, dann ist das noch lange nicht Digitalisierung“, ruft er von der Bühne in den Saal der Neusser Stadthalle.

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n der Tat: Verwaltung 4.0 ist es noch lange nicht, was Bürger und Unternehmen erleben, wenn sie „aufs Amt“ gehen. Zumindest nicht in der Fläche – denn natürlich gibt es gute Beispiele: Bloggende Führungskräfte, elektronische Aktenführung, ein

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NRW-Landesministerium, das die Digitali­ sierung nun prominent im Namen trägt – all das zeigt, dass Verwaltung und Politik sich der Herausforderung stellen. Eine besondere Herausforderung liegt allerdings in der Komplexität des bundesdeutschen Verwaltungsaufbaus. Jedes Bundesland macht sein eigenes Ding, die kommunale Selbst­ verwaltung lässt jeder Stadt und jedem Kreis eine hohe Entscheidungsfreiheit – und so gibt es natürlich Insellösungen. Insellösungen, die dem Gedanken von Vernetzung und effizientem Datenaustausch widersprechen. In so einer Gemengelage digital zu werden, ist wesentlich schwieriger als es Estland hatte, der digitale Musterschüler. Mit knapp anderthalb Millionen Einwohnern ist es dann doch einfacher, eine Verwaltung von Grund neu aufzubauen. Lernen kann man trotzdem von solchen Positiv­ beispielen – und Veranstaltungen wie e-nrw bringen Impulse, tragen zur (analogen und persönlichen) Vernetzung und zum Informationsaustausch bei. Wilfried Kruse, Geschäftsführer der ivm2 und Moderator des Kongresses, sagt dazu: „Ich bin sehr überzeugt, dass der Kongress mit seinen Themen seiner Leitfunktion in NRW noch weiter gerecht werden wird: Sozusagen als „Digitaler Botschafter aus Neuss“ mit einem neuen und aktualisierten Selbstverständnis der öffentlichen Verwaltungen.“ In die gleiche Richtung denkt Thomas Kaumanns, Stadtverordneter und Vorsitzender der Digitalen Agenda in Neuss: „Der Kongress e-nrw hat viele gute Anregungen und Ideen nach Neuss gebracht. Jetzt müssen wir diese Impulse für unsere Stadt nutzen.“ In der Tat ist das Thema „Digitalisierung“ in Neuss nicht neu: In der Zukunftskommission Digitale Agenda beschäftigen sich die kommunalen Politiker schon länger mit den Auswirkungen und Chancen dieser Entwicklung. Dabei ist nicht nur E-Government das Thema, vielmehr werden alle Bereiche unserer Gesellschaft betrachtet, die von der Digitalisierung betroffen sind: Ob Open Data, Wirtschaft und Arbeit, Schule und Bildung oder Mobilität und Verkehr. Die Bedeutung für die Stadt


zeigt auch die Kongress-Teilnahme des Neusser Bürgermeisters Reiner Breuer. Auf jeden Fall kann man feststellen: Es bleibt spannend, wie es weitergeht. Und wir können froh sein, dass unsere Verwaltung und unsere Politiker sich mit dem digitalen Wandel auseinandersetzen. Wünschen wir ihnen viel Erfolg dabei – und hoffen, dass es an der einen oder anderen Stelle noch schneller vorangeht. Zum Schluss lassen wir den Moderator Wilfried Kruse noch einmal mit lobenden Worten zum neuen Kongressstandort zu Wort kommen: „Als ehe­ maliger Neusser Beigeordneter wusste ich um die sehr guten Möglichkeiten der Neusser Stadthalle mit der für NRW zentralen und bestens zugänglichen Lage. Die Entscheidung des Veranstalters, diesen neuen Standort im Rhein-Kreis Neuss, in der Stadt Neuss zu wählen, hat sich voll ausgezahlt: Die großzügigen Möglichkeiten des großen Saals und der Forenräume sowie das weitläufige Foyer haben uns aus-

Fotos: Tobias Giessen

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schließlich positive bis begeisterte Reaktionen eingetragen.“ Ein Lob, das umso schwerer wiegt wenn man weiß, dass Kruse auch auf der anderen Rheinseite Beigeordneter war – in der Landes­ hauptstadt Düsseldorf. NBL n

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SONY KD 65 A 1 • Dank des OLED-Panels bietet das TV-Gerät KD-65A1 von Sony leuchtende Farben, tiefes Schwarz sowie eine ausgezeichnete Bewegungsschärfe, so dass auch schnell bewegte Bildinhalte nicht verschwimmen. In eine andere Welt abzutauchen fällt bei dem überdurchschnittlich großen 164 cm (65") Display nicht schwer. Die Bilder sind scharf bis ins kleinste Detail, denn das Gerät verfügt über die beeindruckende Ultra-HD-Auflösung von 3840x2160 Pixeln. Ultra HD entwickelt sich derzeit zum neuen Standard im Privatgebrauch. Ab 100 cm (39 Zoll) Größe zahlt sich diese Auflösung besonders aus. Der KD-65A1 unterstützt den HDR-Standard, der mit echtem HDR-Material das gesamte Potenzial der digitalen Bildtechnologie ausschöpfen kann. Das Besondere an diesem Modell ist die exklusive Sony Super Bit Mapping 4K HDR-Technologie, die die brillante Dynamik und den Kontrast von echtem HDR-Material in hohem Maß wiedergeben kann. Nicht ganz – aber immer noch spektakulär besser als die Konkurrenten.

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SONOS ONE • Sonos One vereint großartigen Sound mit der Sprachsteuerung von Amazon Alexa – für volle Kontrolle über deine Musik und mehr. Rede mit Alexa um Amazon Music oder TuneIn Radio zu starten. Alle anderen von Sonos unterstützten Musikstreaming-Services, wie Spotify, Apple Music oder Deezer können wie gewohnt mit der Sonos App ausgewählt und anschließend mit Basis-Sprachkommandos gesteuert werden. Sag Alexa, was du hören willst, während du kochst. Mach leiser oder lauter, während du duschst. Oder frag nach einem Schlaflied, wenn du die Kinder ins Bett bringst.

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GOPRO HERO 6 • Jetzt wird die Steuerung noch einfacher und intuitiver. Die überarbeitete Benutzeroberfläche der GoPro HERO6 Black bietet über das 2-Zoll-Touchdisplay eine komfortable Bedienung. Über Touch-Zoom können Sie jetzt noch direkter Aufnahmen erstellen, Einstellungen anpassen und Videos abspielen. So entstehen noch schönere und emotionalere Bilder. Im Vergleich zur HERO5 Black verfügt die GoPro HERO6 Black über deutlich bessere Leistungsmerkmale. Mit Videos in 4K60 und 1080p240 ist sie doppelt so leistungsstark wie ihr Vorgänger. Zudem verfügt die Actioncam über den GP1-Chip für bessere Aufnahmen, eine verbesserte Windgeräuschminimierung, bessere Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen und eine fortgeschrittene Videostabilisierung.

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BOSE QUIETCOMFORT 35 MK 2 • Kabelloser Musikgenuss beginnt beim Klang. Die Bose® TriPort®-Technologie und Active EQ liefern naturgetreuen, kraftvollen Spitzenklang. Mit tiefen Bässen und glasklaren Höhen sowie ohne störende Kabel werden Sie nicht nur Ihre Musik genießen. Diese Kopf­ hörer bieten den ganzen Tag höchsten Tragekomfort, denn die gepolsterten Hörmuscheln sorgen für einen bequemen Sitz. Auch die Bedienung ist unkompliziert. Unterstützende Sprachansagen machen das Herstellen einer Bluetooth®-Verbindung noch einfacher und infor­ mieren Sie über Statusänderungen. Sie können Titel wiedergeben oder anhalten, Anrufe annehmen und auf Siri oder Google Assistant™ auf Ihrem Smartphone zugreifen. Ein duales Mikrofonsystem filtert störende Umgebungsgeräusche effektiv heraus und ermöglicht so selbst in windiger oder lauter Umgebung klar verständliche Anrufe.

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MICROSOFT SURFACE BOOK 2 INTEL® CORE™ • Surface Book 2 ist mit bis zu 17 Stunden Akkulaufzeit und 2-mal mehr Leistung als bisher das ultimative Kraftpaket. Dank Intel® Core™-Prozessoren der neuesten Generation führt Surface Book 2 professionelle Software, Apps und PC-Spiele mühelos aus.

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SAMSUNG GALAXY NOTE 8 64 GB • Mit dem integrierten S Pen können Sie auch in großer Eile Ideen festhalten. Durch die Screen OffMemo-Funktion muss das Smartphone dafür nicht einmal vorher aktiviert werden, und die personalisierten S Pen-Befehle bieten einen Schnellzugriff auf viele praktische Funktionen.

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HUAWEI MATE 10 PRO 128 GB • Wer auf ein stilvolles Design mit modernster Technologie und ein beeindruckendes Seherlebnis wert legt, macht mit dem HUAWEI Mate10 Pro nichts falsch. Ausgestattet mit einem FullView 6“-Display mit 18:9-Anzeigenverhältnis und HDR10 erhalten Sie intensive und leuchtende Farben. Außerdem ist das Smartphone nach Schutzart IP67 wasser- sowie staubdicht und beweist damit in jeder Situation seine hervorragende Alltagstauglichkeit.

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Glamour, Fashion, dolce vita

Fotos: Markus Schwalenberg

RING CENTER und Chempark setzen modisches Highlight auf dem Michaelismarkt in Dormagen

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Wummernde Beats, Spotlight an, Bühne frei für „Michaelismarkt goes Fashion“. Neun Models und vier Dressmen präsentierten die neue Kollektion des RING CENTERs. Mit der Modenschau setzten das Kaufhaus auf der Dormagener Kö und die Faserhersteller aus dem Chempark, Asahi Kasei und Dralon, das Highlight des diesjährigen Michaelismarktes. Mit der Modenschau kam das Flair aus Mailand, Paris und New York nach Dormagen. Durch die bunte Show führte Modenschau-Vollprofi Claudia Nagel. Weitere Experten der Fashion­ szene tummelten sich ebenfalls auf dem Laufsteg, wie der Direktor des Deutschen Modeinstituts Gerd Müller-­Thomkins. Deutlich wurde: Ohne Partnerschaften zwischen Einzel­ händlern, Einkäufern, Textilherstellern, Designern und Rohstofflieferanten ist den ständig wachs­enden Ansprüchen von uns Verbrauchern nicht gerecht zu werden. Die spezielle Dormagener Partnerschaft zwischen dem RING CENTER und den Faserherstellern im Chempark zeigte sich schon im August 2017: In einer Fabrikhalle von Dralon entstanden nämlich die Bilder für die Herbst- und Wintermode, die jetzt auch auf dem Laufsteg gezeigt wurde. „Für unseren neuen Katalog waren wir auf der Suche nach einer ungewöhnlichen Location. Als Dormagener Kaufhaus war es da ein Riesenglück,

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dass wir direkt im Chempark fündig geworden sind und Dralon uns so ein tolles Setting ermöglicht hat. Das passt zu unserem schicken, aber bodenständigen Anspruch: Schließlich sind fast alle Models Mitarbeiter vom RING CENTER oder deren Angehörige“, freut sich Hans Dieter Lehnhoff, geschäftsführender Gesellschafter des großen Einzelhändlers auf der Kölner Straße. Für den Chempark und das Dormagener Kaufhaus war das Foto­ shooting ein gelungener Startschuss für die gemeinsame Jubiläumsaktion, die große Modenschau auf dem Michaelismarkt. Zusammen werden sie dieses Jahr 150 Jahre alt – 100 Jahre das Werk und 50 Jahre das Kaufhaus. Denn Mode ist das, was sie verbindet: In vielen Kleidungsstücken, die man im RING CENTER kaufen kann, stecken Synthesefasern der Chempark-Unter­ nehmen Asahi Kasei und Dralon. Die Synthesefaser wurde erstmals 1954 von Bayer an den Markt gebracht. Dralon ist heute mit seinen Produktionsorten in Dormagen und Lingen zweit­größter Acrylfaserhersteller weltweit. „100 Jahre Werk am Rhein – dass wir dieses runde Jubiläum begehen können, haben wir auch den Dormagenern zu verdanken. Dieses gute Miteinander feiern wir mit vielen kleinen und großen Aktionen, die wiederum nur in Partnerschaften so gut gelingen konnten. Bei unserer Nachbarschaftsparty im Juni, bei unserem Geburtstagscafé im August und jetzt mit dieser Modenschau wollen wir etwas zurückgeben und jedem, der dabei ist, eine positive „Was hast Du davon?“-Erfahrung bereiten“, freut sich Jobst Wierich, Leiter Politik- und Bürgerdialog des Chem­park Dormagen. Und tatsächlich konnte der Anspruch „Michaelismarkt goes Fashion“ fulminant eingelöst werden: Ergänzt wurde das Gemeinschaftsprogramm von RING CENTER und Chempark durch das große Umstyling „Von der grauen Maus zum Model“, das gastronomische „dolce vita“ und die schillernd-schräge Travestie-­Show. Die Erklärkampagne „Was hast Du davon?“ veranschaulicht darüber hinaus Anwendungen, deren Rohstoffe im Dormagener Werk hergestellt werden, sowie das Engagement des Chempark und seiner Unternehmen im n gesellschaftlichen Leben.


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Mode von Steffen Schraut bei Petra Hölscher Grevenbroich Neben zahlreichen angesagten Mode-Labels findet die modebewusste Frau bei Hölscher Moden in Grevenbroich auch viele Modelle der Steffen Schraut-Kollektion.

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arauf ist Petra Hölscher besonders stolz, denn schon seit acht Jahren ist diese Marke ein fester Bestandteil ihres ausgesuchten Sortiments, und ihre Kundinnen wissen das zu schätzen. Der Düssel­dorfer Designer, der seit 15 Jahren die Modewelt mit seinen modischen aber stets tragbaren Kreationen beeindruckt, wurde in diesem Sommer mit dem Düsseldorfer Mode­ business-­ Award ausgezeichnet, für ihn eine neue Ehrung in einer langen Reihe. Aufgewachsen mit dem schwäbischen Familienunternehmen Blusen Hämmerle wurde Steffen Schraut mit der Mode groß. Nach einer Banklehre arbeitete er in namhaften deutschen Modeunternehmen, zuletzt als Trendscout bei P&C. Den Sprung in die Selbstständigkeit wagte er quasi vom „Küchentisch“ aus und wurde schnell zum Shooting-Star der Deutschen Modeszene. Der 48-jährige ist bekannt dafür, dass er Mode macht, die sich verkauft. Sie ist alltagstauglich, die Stoffe sind hochwertig, Details und Farbmischungen müssen stimmen. „Meine Mode muss tragbar sein, Vorzüge betonen und Spaß machen. Ich möchte Lieblingsteile entwerfen, die man auch nach Jahren noch gerne trägt, weil man sich darin mag“, so Steffen Schraut, der in Düsseldorf Firmensitz, Showroom und n Atelier hat. Fotos: Steffen Schraut

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Wie Ihr Dresscode an den Weihnachtstagen auch ausfällt, bei uns finden Sie den richtigen Look. Fröhliche Weihnachten!

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MUST HAVES Winter 2017

Wenn das Feuer im Kamin knistert, braucht es eigentlich keinen Fernseher mehr. Bei knackigen Außentemperaturen kann man es sich mit den richtigen Accessoires im eigenen Heim so richtig gemütlich machen. Schauen Sie mal, welche Ideen und Vorschläge wir für Ihr gemütliches Winter-Wohnzimmer gefunden haben… Und ganz wichtig: MUST HAVES gibt es natürlich nicht nur für das eigene Heim – Sie finden auch Schmuck- und Kleidungsstücke sowie weitere persönliche Accessoires, die wir Ihnen gerne empfehlen!

ACCESSOIRES 1 1

Les Georgettes by Altesse – eine Originalkreation aus personalisierten Accessoires mit austauschbaren bunten Bändern. In wenigen Sekunden können Sie Ihr zwei­seitiges Lederband umdrehen oder austauschen. Somit passen Sie Ihren Schmuck je nach Handtasche, Look oder Laune an. (Eine Kreation des Altesse Hauses, Frankreichs führender Schmuckproduzent, und Texier, ein renommierter Lederwarenproduzent aus der Bretagne.) Szenario, Neustraße 2 in Neuss

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Armband aus der Kollektion „Dancing in the Rain“ der italienischen Manufaktur NANIS. Material Gelbgold 750/- Länge 19 cm Lässige Eleganz zeichnet diese Kollektion aus, die mit rundlichen Formen universell kombinierbar ist und genauso innovativ wie hochwertig und edel ist. Juwelier Badort, Niederstraße in Neuss, www.badort.com/nanis/

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Lunor Brillen aus dem Schwarzwald; kompromisslose Qualität, meisterliche Handwerkskunst in rund 200 Ar­ beits­schritten; das Ergebnis die perfekte Brillenfassung: dezent und doch zweifellos das ganz Besondere. Die M12 aus reinem Titanium, selbst die Pads oder die A5 aus Baumwoll­acetat. In 5 Farben matt und glänzend, optional mit Sonnenclip Optik Mellentin, Neustraße in Neuss

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Fotos: Hersteller

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Brillen von LINDBERG sind zeitlose Klassiker unter den führenden Fassungslabeln weltweit. Schlichte Eleganz gepaart mit exzellenten Materialien. Ultraleichtgewichte für höchsten Tragekomfort und pures Understatement. Optik Mellentin, Neustraße in Neuss

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Novesiadent – Ihr schönstes Lächeln!

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Wer den Tag mit einem Lachen beginnt, hat ihn bereits gewonnen. (Cicero) Zu Ihrem strahlendsten Lachen will Ihnen Zahnärztin Dr. Natalie Hülsmann und ihr Team in schöner Atmosphäre verhelfen. Ihr Leistungsspektrum umschließt die gesamte Zahnmedizin von der Prophylaxe über Cerec Zahnersatz bis zu minimal­ invasiver Chirurgie sowie der Behandlung von Angstpatienten. Speziell auf dem Gebiet der Implantologie hat sich die gebürtige Neusserin weitergebildet. Hier bietet die Praxis besonders minimal-invasive Methoden wie die Piezochirurgie und die Verwendung von Eigenblut an. Besonders ist auch CEREC, das bedeutet Zahnersatz ohne Abdruck und Provisorium. Innerhalb von einer Stunde kann die Krone eingesetzt werden.

Telefon 02131.467136

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MYSSAGE – Individuelle Massagen für kleine Auszeiten

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Wir lieben und wir leben Brillen – setzen auf Klasse, statt Masse und wissen immer, wo unsere Brillen hergestellt werden. Handwerk und Verarbeitung, hochwertige Materialien und ein Gespür für Farben und Formen sind für uns die wichtigsten Zutaten für eine individuelle Brillenfassung. Zu einer Brille, die die Persönlichkeit perfekt unterstreicht, gehören Gläser, die sorgfältig auf die unterschiedlichen Sehbedürfnisse abgestimmt sind. Individuelle Lösungen sind für uns wesentlich. Die Verarbeitung der Brillen und Gläser erfolgt mit modernster Werkstatttechnik und absoluter Präzision in unserer eigenen Meisterwerkstatt.

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MUS

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INTERIOR 5 9 6 8 7

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Sitzen wie auf Wolken – Sitzsäcke damals: unverschämt hart, viel zu bunt und irgendwann so deformiert, dass man sich davon trennen musste. Sitzsäcke heute: unverschämt gemütlich, aus edlen, wasch- und wechselbaren Bezugsstoffen. Dank Hightech-Füllung aus schadstofffreien Schaumstoffflocken dauerhaft voluminös und für die Ewigkeit gemacht. Ab 110x70 cm, ab ca. 299 Euro www.vetsak.com

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Acryl Pille – Pille aus massivem Acryl in drei Dosierungen (klein: 150mg, mittel: 300mg, groß: 500mg). Verwenden sie eine als Briefbeschwerer oder aber mehrere als Kunst Installation auf ihrem Cocktail Tisch. The Interior Club, Orangeriestraße in Düsseldorf, www.theinteriorclub.de

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Kissen New York – Jonathan Adler Needlepoint Kissen sind eine Mischung aus traditionellem und modischem Stil. Jedes Kissen ist von Hand bestickt und mit luxuriösem Samt bezogen. The Interior Club, Orangeriestraße in Düsseldorf, www.theinteriorclub.de

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SMEG Küchenmaschine – Die neuen Küchenmaschinen von SMEG vereinen in sich die runde Formgebung und die lebhaften Farben der 50er Jahre mit der neuesten Technologie. Jedes Detail der neuen SMEG Küchenmaschinen wurde auf Robustheit, Belastbarkeit und Effizienz hin gestaltet. Mit einem 800 Watt starken Motor und 10 Geschwindigkeitsstufen können die Küchenmaschinen von SMEG im Retro Style individuell auf den jeweiligen Kücheneinsatz eingestellt werden. Küchen Helten, Krefelder Straße in Neuss

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SMEG Kühlschrank – Lebhafte Farben und RetroDesign für stilechte Retro Kühlschränke. Die welt­ bekannten Retro Kühlschränke von SMEG gibt es als Stilikonen im 50er Jahre Look in den verschiedensten Versionen, um in jede Küche den Flair und die Funktionalität des Made in Italy Designs zu zaubern. Küchen Helten, Krefelder Straße in Neuss


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Winterzauber im Wohnzimmer – Die Winterzeit lädt gerade dazu ein, es sich zuhause gemütlich zu machen. Für kuschelige Wohlfühlmomente in der dunklen Jahreszeit sorgt die neue Kollektion „Winter Lights“ von Möbel Höffner, die im Handumdrehen eine zauberhafte Heimeligkeit erschafft. Sanfte Farben wie Mint, Hellgrün und helles Grau sowie funkelnde, silberne Glanzpunkte lassen jeden Raum erstrahlen. Dabei sorgen leuchtende Sterne, kleine Lichterketten und Kerzen für eine entspannte Stimmung. Und das große Sofa „Franka“, kombiniert mit Kissen aus Samt und Fell, wird zur behaglichen Relax-Oase. Eleganter Alleskönner: Der praktische Buffet-Schrank kann sowohl als Sideboard als auch – mit dem entsprechenden Aufsatz – als Allround-Schrank genutzt werden. Er bietet viel Stauraum und durch die Glastüren auch eine Ausstellungsfläche für Deko und Lieblingsstücke.

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BEAUTY 12

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Konsequente Kosmetik – Dr. Bronner’s All-One! Wir sind alle eins und miteinander verbunden. Die Natur bietet all das, was uns gut tut. Das ist die Philosophie des Unternehmens – vegane Kosmetik aus konsequent biologischen, fair gehandelten Inhaltsstoffen. Style und Wertigkeit der Produkte verbinden sich auf unvergleichliche Weise. Ehrlichkeit und Transparenz im Markenauftritt – das überzeugt. Sich selbst und anderen Gutes zu tun kann allen nutzen, denn wir sind alle eins – All-One! Alle Produkte erhältlich unter: www.drbronner.de

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FASHION

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Fotos: Hersteller

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Marie Jo – Der Träger mit Blumenmuster im Sil­ber­glanz ist ein garantierter Hingucker. Prima Donna – Anschmiegende Spitze die einem großen Busen die volle Unterstützung gewährt. Contessa, Sebastianusstraße in Neuss

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Diesel Outfit – Modewerk Lemmys Neuss präsen­tiert aktuelle Highlights von Diesel. Das rot-schwarze Diesel Outfit ist aus der aktuellen Winterkollektion 2017. Lemmys, Münsterstraße in Neuss

Modenschau bei Mona`s Newfashion Z

ur ersten Modenschau luden die neuen Inhaberinnen von Mona`s Newfashion Ende September in ihr Geschäft auf der Krämerstraße ein. Viele Kundinnen folgten gerne der Einladung von Anna Fitzek und Justina PuzigVavritsas und waren bei einem Glas Prosecco und leckeren Canapes begeistert von der aktuellen Herbst/Winterkollektion, die ausschließlich von ganz „ normalen“ Models in allen Konfektionsgrößen vorgeführt wurde. So konnte sich auch manche etwas vollschlankere Kundin gleich in dieser Mode wiederfinden. Das wurde sehr positiv aufgenommen. Ob Wintermantel mit Pelzkragen, modisch kurzer Rock und Kleid in Printoptik, sportliches Outfit mit Jeans und Pulli oder hautenges, rotes Samtkleid, hier wurde fast jeder Mode-Wunsch erfüllt.

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sport

Gold für Romy Allard Die 15-jährige holt den Titel bei der DJM in Aachen

Foto: Mirka Nilkens

Von Ulrike Keller-Hümbs

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s war denkbar knapp, aber dann war der Jubel um so größer: Romy Allard, die 15-jährige Dressurreiterin aus Zons, sicherte sich auf Anhieb Gold bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Aachen. „Wahnsinn, damit habe ich überhaupt nicht gerechnet“, sagt sie. „Ich bin zum ersten Mal dabei ge­wesen und habe noch drei weitere Jahre in der Klasse der Junioren vor mir.“ Mit Romy freuen sich ihre Eltern Marion und Bart Allard, die in Zons das Hotel Friedestrom betreiben. Sieben Jahre war Romy alt, als sie den ersten Reitunterricht bekam. Wie viele andere hatte sie vorher bereits beim Voltigieren Erfahrungen mit Pferden gesammelt. Acht Jahre später den Titel der Deutschen Meisterin zu holen, ist eine beachtliche Leistung. Mit ihrer achtjährigen Oldenburger Rappstute Summer Rose konnte sich Romy Allard im September gegenüber einer starken Konkurrenz in Aachen durch­ setzen. Auf Platz drei in der ersten Prüfung folgte der Sieg in der zweiten M-Dressur. Zu den Klängen der Rocky Horror Picture Show und Sister Act erarbeiteten sich Roma Allard und Summer Rose im Kürfinale die Goldmedaille. Knapp hinter ihr lag Johanna Sieverding auf Lady Danza. Parallel zu den Prüfungen der Junioren startete Romy Allard mit Dujardin B bei den Ponyreitern und erreichte dort den sechsten Platz. Summer Rose steht auf Gut Altwahlscheidt in Neuss-Uedesheim. Hier wird Romy seit kurzem von Anna-Christina Abbelen aus Kempen, eine der erfolgreichsten Nachwuchsdressurreiterinnen Deutschlands und ehemalige Junioren-Europameisterin, trainiert. Für die neue Deutsche Jugendmeisterin Romy Allard läuft die aktuelle Saison ausgesprochen gut. Bei den Rheinischen Meisterschaften in Langenfeld sicherte sie sich zwei Medaillen: Silber auf Dujardin B in der Pony-Dressur

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sport

und Gold auf Summer Rose bei den Junioren. Jetzt will sie es erst einmal etwas langsamer angehen. „Wir können noch drei weitere Jahre in der Juniortour starten, und Summer Rose hat etwas Ruhe verdient.“ Das bedeutet auch etwas mehr Zeit für die Schule. Romy besucht das Marienberg-Gymnasium in Neuss und wird dort ihr Abitur machen. Sie trainiert an sechs Tagen in der Woche, ein Tag bleibt der Schule vorbehalten, da wird nur gelernt. „Ich bin zwar nicht die Klassenbeste, aber eine gute Schülerin“, erzählt die 15jährige. „In der Schule wird auf Turniertermine Rücksicht genommen, indem ich vom Unterricht freigestellt werde, wenn es nicht anders möglich ist.“ Aber sie schielt auch schon nach weiteren Herausforderungen: Das nächste Ziel der ambitionierten Dressurreiterin ist die Qualin fikation für die Europameisterschaft 2018.

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Dritte Auflage der WBO-Kreismeisterschaft auf dem Nixhof Zwei Kreismeisterinnen aus Neuss Von Ulrike Keller-Hümbs

Hamzek (Vorsitzender des Ausschusses Jacqueline Althaus (Kreismeisterin Springen), Josef Reitschule Hamzek), Georgina Voßwinkel für den Allgemeinen Pferdesport und Inhaber der Dressur) eisterin (Kreism Breuer (Kreismeisterin Schulpferde), Julia

Fotos auf dieser Seite: Thomas Schüller

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ehr als 200 Reiterinnen und Reiter hatten sich zur dritten Auflage der WBO-Kreismeisterschaften auf dem Nixhof angemeldet. Josef Hamzek, Inhaber der gleichnamigen Reitschule, freute sich über die große Resonanz. Mit tatkräftiger Unter­stützung seiner Mitarbeiter, vieler Freunde, Einstaller und Reitschüler wurde der gesamte Nixhof für den großen Tag im September vorbereitet. „Ich hatte ursprünglich bei 120 Meldungen Schluss machen wollen, konnte dann aber niemandem den Wunsch abschlagen, bei den Wettbewerben dabei zu sein“, erklärt Hamzek. Obwohl es eine Kreismeisterschaft war, beteiligten sich auch Reiter aus Nürnberg, Siegen und Münster. Anders als in den Vorjahren waren die Prüfungen nicht auf zwei Tage verteilt. Die ersten Reiter starteten am Sonntag um 7 Uhr, die letzten verließen mit ihren Pferden zwölf

Georgina Voßwinkel auf Eddy

Julia Breuer auf Dumbledore

Stunden später den Platz. In der Zwischenzeit hatten auch die beiden Richter und zahlreiche Helfer ein volles Programm. Hamzek, Initiator und Veranstalter, ist besonders stolz darauf, dass in diesem Jahr zwei Kreismeister aus seinem eigenen Stall kommen: Julia Breuer holte sich mit ihrem Pferd Dumbledore den Titel Kreismeisterin Dressur, und Georgina Voßwinkel wurde Kreismeisterin Schulpferd. Kreismeisterin Springen wurde Jacqueline Althaus vom PSV Klitzenhof mit Hazel Grace. Seit 2014 gehört Josef Hamzek zum Vorstand des Kreis-­ Pferdesportverbandes Neuss. Er ist Vorsitzender des Ausschusses für allgemeinen Pferdesport. „Als ich im Vorstand meine Idee, eine Kreismeisterschaft auf Breitensportniveau zu etablieren, vorstellte, waren meine Kollegen zunächst skeptisch. Aber schon die erste Auflage dieser Meisterschaft kam so gut an, dass auch die Skeptiker überzeugt waren. Die dritte Kreismeisterschaft in diesem Jahr übertraf die beiden vorherigen; das Konzept ist aufgegangen. Wir hatten gutes Wetter, die Stimmung war toll, und die gezeigten Leistungen überzeugten“, erzählt Hamzek. Schleifen und Preise gab es nicht nur für die Gewinner und die Platzierten in den einzelnen Prüfungen. „Es war mir wichtig, dass kein Teilnehmer mit leeren Händen nach Hause geht“, betont er. „Für jede absolvierte Prüfung erhielten die Teilnehmer einen Ehrenpreis. Mein Dank gilt den vielen Sponsoren, die das möglich gemacht haben. Vom Startgeld in Höhe von 10 Euro hätten wir das nicht finanzieren können. Und für jeden Gewinner gab es eine von der International School on the Rhine gesponserte Abschwitzdecke.“ Ob die vierte Auflage im kommenden Jahr stattfinden kann, ist noch fraglich. Es sei extrem viel Arbeit, die trotz großer Unterstützung von anderen bei ihm bleibe. In der Folge würde die Arbeit in seinem Betrieb liegen bleiben, bedauert Hamzek. Mit mehr als 20 Schulpferden vom Shetland-Pony bis zum M-Dressur-Pferd ist die Reitschule Hamzek im Nixhof ein Betrieb, der organisiert werden will. Vier Reitlehrer, darunter eine Jahrespraktikantin, alle mit Trainerscheinen, erteilen neben Hamzek selbst Unterricht im Spring­ reiten und in der Dressur. Lehrgänge und Weiter­ bildungen gehören für ihn und seine Mitarbeiter dazu: „Nur so können wir junge Reiter und die, die nach einer längeren Pause wieder einsteigen möchten, qualifiziert n unterrichten.“


sport

13. Weltranglisten Tennisturnier in Kaarst Ende Januar/Anfang Februar 2018

KIRSCHBAUM International präsentieren wieder die ATP Talent Show er Rhein-Kreis Neuss gilt bereits seit vielen Jahren als echte Tennishochburg. Denn neben dem großen ATP Tennisturnier in Meerbusch ist nun bereits seit 13 Jahren das Weltranglisten Tennisturnier im Kaarster Tespo Sportpark mit dem Motto ATP Talent Show gesetzt. Viele Topstars der Tennis­szene schlugen bis jetzt seit der Premiere im Jahr 2005 auf, u. a. Milos Raonic (CAN), Mischa Zverev, Oscar Otte, Andreas Beck, Maximilian Marterer, Philipp Petzschner (alle GER) u.v.m. Titelverteidiger im kommenden Jahr ist Elmar Ejupovic (GER), der im vergangenen Januar völlig über­ raschend im Finale gegen Oscar Otte (ATP Nr. 130) gewinnen konnte. Das Deutsche Spitzentennis braucht Turniere wie in Kaarst, das traditionell mit 15.000 US-Dollar dotiert ist und zur sogenannten ITF Future Serie gehört. Umso mehr freut sich Veranstalter Marc Raffel, daß er den langjährigen Titel­ sponsor „Kirschbaum strings & grips“ wieder für ein Engagement über­ zeugen konnte. „Internationales Spitzentennis, vor allem im Nachwuchsbereich, liegt uns sehr am Herzen“, betont Firmeninhaberin Sandra Kirschbaum, die ihr Unter­ nehmen mit Herz und Leidenschaft im westfälischen Witten leitet. Viele nationale und internationale Spitzenspieler greifen auf die Saiten des westfälischen Traditionsunternehmens zurück. „Wir haben Talente auf ihrem Weg an die Spitze begleitet und sorgen für optimale Unterstützung des Spielers und seines Potenzials“, so Sandra Kirschbaum. Neuer Termin, neues Konzept auf der Turnieranlage Veranstalter Marc Raffel darf bei der Durchführung des Weltranglisten Tennisturniers jedoch auch auf die Unterstützung vieler weiterer Sponsoren zählen. „Tennis ist wieder in“, so der Kölner Diplomsportlehrer. „Unsere Partner kommen vor allem aus der Region und viele sind bereits lange Jahre dabei“, so Raffel. So auch das Neusser Unternehmen Neusser Reha, das in diesem Jahr erstmals als Presenting Partner agiert. Im Tespo Sportpark werden sich die KIRSCHBAUM International by Neusser Reha vom 28. Januar bis 04. Februar 2018 in etwas veränderter Form präsentieren. „Wir werden den ersten Tennisplatz als Ausstellungs- und Zuschauerfläche nutzen und gestalten. Die Atmosphäre wird dadurch großzügiger und angenehmer“ so Raffel. Die KIRSCHBAUM International by Neusser Reha sind erstmals auch zwei Wochen später im Kalender als gewohnt und gehören weiterhin der „German Masters Serie“ an. Der Deutsche Tennisbund hat somit den eigenen Turnierkalender entkrampft und unnötige Überschneidungen vermieden. Die Veranstaltung ist zeitlich eingerahmt von den Deutschen Weltranglisten Tennisturnieren n in Schwieberdingen und Nussloch.

Fotos: MARAsc

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Titelverteidiger Elmar Ejupovic (GER)

Die KIRSCHBAUM International by Neusser Reha kompakt: Turnieranlage: Tespo Sportpark, www.tespo.de Turnierzeit: 28.01. bis 04.02.18 Turnierform: ITF Herren Turnier mit Weltranglistenwertung Preisgeld: 15.000 US Dollar Homepage: www.kirschbaum-international.de Tickets: ab 5 Euro Veranstalter: M.A.R.A. Sport-Consulting, www.mara-sc.de

Doppel Siegerehrung 2017 v.l.n.r.: Finalisten David Pel, (NED), Joran Vliegen (BEL), Marc Raffel (Veranstalter), Gewinner Oscar Otte, Jannis Kahlke (beide GER)

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kultur

Zeit zum Lesen Ein Klassiker der Weihnachtsliteratur: O. Henry erzählt in seiner zu Herzen gehenden Geschichte von einem bitterarmen jungen Ehepaar zu Weihnachten in New York zu Beginn des letzten Jahrhunderts. Sie wollen einander ein besonderes Geschenk machen und trennen sich dafür von ihrem wertvollsten Besitz. Illustriert ist diese Ausgabe von Lisbeth Zwerger. Diese außergewöhnliche Illustratorin hat zahlreiche Preise erhalten, so u. a. den H. C. Andersen-Preis für ihr Lebenswerk. Bilder und Geschichte ergänzen einander ideal. O. Henry, Lisbeth Zwerger | Das Geschenk der Weisen | 32 Seiten, illustriert von L. Zwerger | 7,95 €

Schottland, wie man sich es vorstellt: ein Landsitz in den Highlands, etwas schlampig, aber charmant, skurrile Leute aus dem Bankmanagement, Wetterkapriolen und ein verrückter Pfau, der als Braten endet. Mehr braucht Isabel Bogdan nicht, um eine Atmosphäre heraufzubeschwören, die bestens unterhält und ein weiteres Argument dafür ist, den Brexit zu bedauern. Nicht nur für Britannienfans! Isabel Bogdan | Der Pfau | 247 Seiten | 10,00 €

Ein Märchen, das mit einer verordneten vorweihnachtlichen Feier beginnt und sich zur mutmachenden Sommergeschichte mausert. Wie mit Charme, Witz und dem Wunsch nach Verständnis für die andere Kultur ein Wunder geschieht, das sogar einen rauen Berliner Kiez zu einer fernöstlichen Oase der Freundlichkeit und des Miteinanders verwandelt. Eine bildschöne Utopie, deren gute Laune ansteckend ist. Karin Kalisa | Sungs Laden | 256 Seiten | 9,99 €

Dorothea Gravemann Bücherhaus am Münster

Andreas Steinhöfel hat uns mit Oscar und Rico wundervolle Kinderbuchhelden geschenkt. Und ein liebenswertes Geschenk ist auch Mr. Moose, der Elch. Bertil Wagner glaubt nicht an den Weihnachtsmann, aber der Elch, der durch die Wagnersche Wohnzimmerdecke kracht, macht auch den überzeugtesten Weihnachtsmannleugner skeptisch. Witzig, ironisch und auch noch spannend: eine Weihnachtsgeschichte für die ganze Familie, vorausgesetzt man weiß die besondere Aufgabe der Elche zu schätzen. Andreas Steinhöfel Es ist ein Elch entsprungen | 96 Seiten mit farbigen Illustrationen von Kerstin Meyer | 11,50 €

Walter kann lesen. Allein das beweist, daß Walter nicht irgendeine Ratte ist. Und Miss Pomeroy ist eine bekannte Kinderbuchautorin, die nur nach Ansicht ihres heimlichen Mitbewohners Walter einen entscheidenden Fehler hat: alle ihre mutigen Helden sind ausgerechnet Mäuse. Verständlich, daß Walter tief gekränkt ist, hat er sich selbst doch nach dem tapferen Seefahrer Sir Walter Scott benannt. Wie die beiden miteinander in Kontakt treten und was es mit dem Weihnachtsgeschenk auf sich hat, erzählt diese poetische Weihnachtsgeschichte, die durch die zauberhaften Zeichnungen von Donna Diamond ergänzt wird. Barbara Wersba | Ein Weihnachtsgeschenk für Walter | 64 Seiten mit Illustrationen von Donna Diamond | 14,90 €

Neusser Autor Dr. Albert Wunsch: Kinder wollen Erfolg haben und Gewinner sein. Denn Leistung ist das Ergebnis von Freude am Tun. Doch bei immer weniger Kindern und Jugendlichen ist die Bereitschaft zu Anstrengung, Leistung und Dranbleiben vorhanden, stellen Isabelle Liegl und Albert Wunsch fest. Aus Angst, ihren Nachwuchs zu überfordern, oder um Konflikte zu vermeiden, geben Eltern sich zu oft mit Mittelmaß zufrieden, träumen aber später von der Elite-Uni in den USA. Nur: Wer früh unterfordert wird, ist später oft tatsächlich überfordert. Anhand von Erfahrungen mit den eigenen Kindern, entwicklungspsychologischem Wissen und Kenntnis der Lernkulturen in England, Frankreich und den USA erklären Liegl und Wunsch, was Eltern tun können, um Selbstvertrauen, Motivation und Ausdauer bei Kindern zu fördern um damit gleichzeitig sehr gute Ergebnisse zu erreichen. An konkreten Beispielen zeigen sie, wie Eltern die Kinder und Jugendliche auf dem Weg zu ihren persönlichen Optimal-Leistungen begleiten können und wie die Schritte in Richtung Traumjob – evtl. dann auch die Bewerbung an einer Top-Universität – zum Erfolg führen. Dann ist es gar nicht so weit bis zum persönlichen „Stanford“. Neuerscheinung 2017, 320 Seiten, Verlag: Beltz Weinheim. Preis: 16,95 Euro

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freizeit

Freizeit genießen, feiern, tagen, fürstlich übernachten

Foto: Stiftung Schloss Dyck

Schloss Dyck & Park:

Das historische Wasserschloss bildet die malerische Kulisse für ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm und traditionelle Märkte, bietet eine gute Küche sowie stilvolle Räumlichkeiten für Feiern und Tagungen und seit Juli 2017 auch fürs fürstliche Übernachten. Ob Erwachsene, Jugendliche oder Kinder, Singles oder Familien, Natur- oder Kulturfreunde – die Stiftung Schloss Dyck will mit ihrem Angebot viele Menschen ansprechen. Deshalb hat sie neben den traditionellen Märkten historisch und botanisch Informatives, musikalisch und künstlerisch Unterhaltsames, Lifestyliges und Kultiges in ihr Jahresprogramm 2018 aufgenommen. Die Märkte – Pflanzen & mehr passend zur Jahreszeit Nach der Winterpause erwachen zu Ostern Schloss und Park mit dem Schlossfrühling am 1. und 2. April. Pflanzenkenner, Gartenfreunde, Lifestyle-Fans und Familien können das Marktgeschehen im frühlingshaften Park genießen – Spaß und Überraschungen gibt es auch für die Jüngsten. Im Mai startet die Gartenlust – das große Gartenfestival in Schloss und Park mit Pflanzen, Accessoires, Lifestyle, Kulinarischem und Live-Musik. Ein Spektakel der besonderen Art ist der jährlich statt­ findende Schloss Dyck Lauf am 6. Mai. Augen und Ohren aufgesperrt heißt es, wenn vom 3. bis 5. August die Motoren der Oldtimer während der Classic Days erklingen und die historischen Benzin­ kutschen mit ihren oftmals passend gekleideten Passagieren das Schlossgelände und den Rennparcours bevölkern. Ein

kultiges Erlebnis nicht nur für Old­timerFans. Eine Augenweide bietet auch das Egyptian Event Europe am 1. und 2. September, bei dem Besucher edle Pferdestärken in reinster Form – Araber ägyptischer Linie – im edlen Schlossambiente erleben können. Der Schlossherbst – ländlich und familiär – bietet eine vielfältige Auswahl von Pflanzen, Dekorationen und Köstlich­ keiten rund um das herbstliche Leben. Bei den Dycker Schlosskonzerten werden dieses Jahr unterschiedlichste Be­ setzungen von Solopianistin bis hin zum Orchester auftreten. Abgerundet werden die musikalischen Darbietungen durch das Niederrhein Musikfestival im August. Musik spielt auch bei den Parknächten eine wichtige Rolle, unterstreicht sie doch die eindrucksvollen Effekte der nächtlichen Illumination bei diesem Lichtfestival im September. Für Liebhaber der Fotografie gibt es gleich zwei optische Leckerbissen: die Ausstellung GARTENFOKUS mit großformatigen Fotografien sowie die Ausstellung IGPOTY – INTERNATIONAL GARDEN PHOTOGRAFER OF THE YEAR mit inter­nationaler Gartenfotografie. Offene Führungen und themenspezifische Veranstaltungen, wie etwa die „Kunst der botanischen Ma­ lerei“ oder das Praxisseminar „Moderne Baumpflege“, ergänzen das Programm.

Und zum Jahresausklang findet an allen vier Adventswochenenden die Schlossweihnacht, der stimmungsvolle Weihnachtsmarkt im historischen Ambiente statt. Besucher finden hier exquisite Produkte, ausgesuchte Geschenkideen und ein lebendiges Krippenspiel. Gastronomie, Hotel, Veranstaltungsräume Schick und dennoch im Flair der alten Remise präsentiert sich das Restaurant & Café „Remise Schloss Dyck“. Vom Gastraum mit großen Fenstern, aber auch von der mediterranen Terrasse aus, eröffnet sich der Blick in den herrlichen Schlosspark bei einem vielfältigen Speiseund Getränkeangebot. Im Hotel Schloss Dyck, klein und edel, sind Historie und Moderne harmonisch miteinander kombiniert – das Übernachten hier ist ein echtes Verwöhn-Erlebnis. Ob für private Feiern, Konzerte, Tagungen oder Präsentationen und Ausstellungen, die Stiftung Schloss Dyck vermietet verschiedene Veranstaltungsräume im außergewöhnlichen Schlossambiente un­ abhängig vom Ausstellungs- und Besucherbetrieb. Dabei besteht die Möglichkeit, alle Park- und Gartenanlagen sowie die weiteren Bereiche mit zu nutzen. Weitere Informationen finden Sie auf www.stiftung-schloss-dyck.de

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reise

Südgrenze der Malediven:

Zurück in die Zukunft Von Daniel Brinckmann

Zehn Minuten im Kreis gelaufen und schon ist das Urlaubsparadies abgefrühstückt. Zwar mögen die Malediven berühmt sein für den berüchtigten Inselkoller – nicht aber, wenn man mehrere Eilande und miteinander kombiniert und kulturelle Welten überbrückt.

„S

orry, ich habe leider absolut keine Ahnung, wie spät es ist, habe gerade weder Uhr noch Handy dabei.“ Wenn der Marketing-Direktor eines Luxusresorts, in diesem Fall Rodolphe Bonnemie, so etwas bei der Ankunft auf dem Anlegesteg äußert, dann kann man sich als stressgeplagter Europäer sicher sein, dass man bei der Wahl des Reiseziels irgendetwas richtig gemacht hat. Dass die Zeit auf der Insel Havodda in einem der südlichsten Atolle der Malediven namens Gaafu Dhaalu grundsätzlich stehen geblieben sei, kann man nicht behaupten – vielmehr wiederholt sich dort Geschichte. So wie in den seligen frühen 1980ern, als rund um die Hauptstadt Malé und den Flughafen Hulule erste Resort-Inseln wie zarte Tourismus-Pflänzchen aus dem Meeresboden sprossen, werden nun die Eilande im tiefen Süden rund um die Flughafeninsel Kadhedhoo allmählich erschlossen. Allerdings ohne dabei die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen.

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Ökotourismus trifft auf Luxus Auf dem nur zehn Bootsminuten entfernten Schmuckstück Havodda durfte etwa die typische dichte Vegetation der südlichen Malediven-Inseln fortbestehen wo immer es möglich ist, sodass auch heute noch Flughunde in den Baumkronen rascheln und Eidechsen neugierig aus dem Unterholz lugen. Zirkus-Ein­ lagen wie Stachelrochen-Fütterungen oder Animations­ programm gibt es nicht. Gleich zwei Stege, darunter ein weit ausladender kurvenreicher Doppel-Steg, der halb so lang ist wie die 800 mal 250 Meter große Insel selbst, bieten Platz für 60 Wasserbungalows, die für Ruhe auf den Pfaden sorgen, die die Insel durchziehen. In den 13 Monaten zwischen der Erschließung und der Eröffnung im Januar 2016 haben 400 Arbeitskräfte Vorbildliches geleistet: Nämlich ein Fünf-Sterne-Resort auf dem Sandboden zu errichten


Fotos: Daniel Brinckmann

reise

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REIS

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welches den Ansprüchen von Honeymoonern und der renommierten asiatischen Amari-Hotelmarke gerecht wird, dabei aber so ökologisch verträglich konzipiert ist wie eben möglich. Unbemerkt von den Gästen wird das Leitungswasser im Inselinnern von einer Entsalzungsanlage aufbereitet und über Solar-­Panele auf Temperatur gebracht. Auch das Brauchwasser wird in einer zentralen Anlage auf­ bereitet und zur Bewässerung genutzt. Mit standardmäßigem Freiluft-Bad mitsamt Außenduschen und Privatpool, geräumigem Arbeitsplatz mit USB-Ladestationen und privatem Strandabschnitt kommt der Luxusaspekt freilich nicht zu kurz. Mit i-Tüpfelchen wie den bunten LEDs im riesigen ­Infinity Pool und der exakt auf den Sonnenuntergang ausgerichteten Champagner-Bar am Strand wird deutlich, dass hier im Vorfeld jedes Detail am Reißbrett durchgeplant wurde, aber mit Kreativität und viel Liebe umgesetzt wurde. Gleiches gilt für die drei offenen Restaurants, in denen es aber wie überall im Resort angenehm persönlich und formlos zugeht. Um die berühmte Unterwasserwelt der Male­ diven erkunden zu wollen, benötigt indes niemand einen Tauchschein. Mit ein bisschen Geduld, ­Maske, Schnorchel und Flossen lassen sich während der Erkundungstouren von der Wasserbungalow-­ Treppe aus nicht nur Nemos, Rochen und Schildkröten beobachten, sondern gerade in den Morgenstunden auch harmlose Riffhaie und vielleicht sogar Delfine. Die tiefen strömungsreichen Ozean­ kanäle im Süden der Inselnation haben außerdem dafür gesorgt, dass das gesamte Atoll von der verheerenden Korallenbleiche der vergangenen Jahre verschont wurde und die Riffe bis heute in paradiesischem Zustand sind. Zudem ist auch die Palette der Freizeit-Angebote beachtlich: Katamarane und Glasboden-Kayaks, Tauch- und Kochkurse, Tennisplatz und Wellness-Tempel, Yoga-Klassen und Ausflüge auf bewohnte wie unbewohnte Inseln, zu Vogelschutzgebieten und Delfin-Tummelplätzen sorgen dafür, dass unverbesserliche Aktiv-Urlauber am Ende Urlaub vom Urlaub brauchen.

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Wer nun unermessliche Kosten wittert, hat die Entwicklung der Flugpreise verpasst. Zumindest die Flüge von Düsseldorf nach Malé, respektive zur gegenüber liegenden Flughafen­ insel, sind heutzutage mit ein bisschen Glück für unter 600 Euro haben. Gleichzeitig bietet sich als Stopover ein Besuch der Hauptinsel an, die vom drei Kilometer ent­fernten Flughafen Hulhumale in einer kurzen Fährüberfahrt erreicht werden kann. Malé selbst qualifiziert sich ohne weiteres als modernes Weltwunder, oder als moderner Albtraum. Da die horizontale Baufläche kaum mehr als fünf Quadratkilometer beträgt, wurde einfach in die Höhe gebaut: Umgeben von einer Ringstraße, auf der zahllose Motorroller für ohren­ betäubendes Getöse und Ampelstau sorgen, drängen sich Hochhäuser und großformatige Leuchtreklamen dicht an dicht. Mit rund 134.000 Einwohnern, einem Drittel der maledivischen Bevölkerung, ist Malé eine der am dichtesten besiedelten Städte der Welt. Auch wenn die Insel aus allen Nähten platzt, ist sie allein schon aufgrund ihres bizarren Erscheinungsbildes, das so gar nicht zum Klischee der Malediven passen will, einen Besuch wert. Einheimische wie euro­päische Hotelangestellte entfliehen dem Elfenbeinturm Resort-Insel mit einem Kino-, oder Restaurantbesuch und tanken am freien Tag Privatsphäre. Wendet man den Blick vom allgegenwärtigen Meer ab, könnten sich die Straßen­ szenen ebenso gut in Manila oder Jakarta abspielen. Wer vor dem Weiterflug in den Süden ausreichend Zeit zum Akklimatisieren und für eine Erkundungstour haben will, quartiert sich am besten in einem der hochklassigen Hostels auf der Flughafeninsel ein und wird im selben Atemzug Zeuge der Neulandgewinnung. In einem ambitionierten Projekt haben Unternehmen im Auftrag der Inselregierung seit 1997

zahllose Tonnen Sand aus der Lagune empor gefördert und die Inselfläche um ein Vielfaches vergrößert um Wohnviertel für die Familien der im Tourismus arbeitenden Menschen zu schaffen. Nach Abschluss der letzten Vergrößerungs- und Baumaß­ nahmen in zwei Jahren sollen hier 30.000 Menschen leben. Herausgekommen ist auch dort eine Lebenswelt, die sich mit Einkaufsläden, einem Straßennetz mitsamt Taxis, Parks und Fischteichen, Shisha-Bars, Pinien-Hainen und Großmoscheen von dem gängigen Postkarten-Idyll deutlich unterscheidet, aber vielleicht gerade deshalb anziehend wirkt weil sie eben

Fotos: Daniel Brinckmann

Rush Hour im Paradies

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authentisch ist. Was im selben Atemzug bedeutet, dass Touristen sich an kulturell-religiöse Ge­pflogenheiten halten müssen. Entlang des Strandes weisen Schilder Bikini- und Badehosen-­ Verbote aus. Für „alte Hasen“ ist der Kultur- und Religionsexport aus den Emiraten unüber­sehbar – wie andernorts geht es auch dort deutlich konservativer zu als noch vor zehn Jahren. Gleichzeitig hält die Moderne Einzug. Derzeit lässt ein chinesischer Großinvestor eine Brücke zwischen Hauptstadt- und Flughafen-Insel bauen, was nicht nur für ungewohnte Bewegungsfreiheit und bereits anberaumte Halbmarathons sorgt, sondern ohne Zweifel auch eine neue Ära des Wachstums einläuten wird. Und vermutlich auch den Bau weiterer künstlicher Inseln um dem Bevölkerungswachstum und dem Wunsch nach Wohnraum in Zentrumsnähe gerecht zu werden. Rund um die nahe gelegenen Hotelinseln herrscht schon heute entsprechend viel Bootsverkehr, sodass von einer Oase der Ruhe nicht mehr wirklich die Rede sein kann.

Malediven wie vor 20 Jahren

Fotos: Daniel Brinckmann

Ein Grund mehr, den Inlandsflug in den tiefen Süden zu wagen wo es sowohl in puncto Natur als auch kulturell genauso unverdorben zugeht wie vor zwanzig Jahren. Auf einigen von Fischern bewohnten Inseln, auf denen Touristen noch Exoten-Status haben und mit kaum zu verhehlender Neugierde empfangen werden, können Touristen seit der Lockerung der entsprechenden Gesetze auch in einfachen Gästehäusern übernachten. Wer seine einwöchige luxuriöse Entschleunigungs-­ Kur im Süden der Inselrepublik nicht nur um eindrucksvolle Besuche auf Hulhumale, Malé und auf einer der dörflichen Inseln ergänzen, sondern den etwas anderen zweiwöchigen Malediven-­ Urlaub perfekt abrunden möchte, reist mit dem Wasserflugzeug zum internationalen Flughafen Gan weiter. Und damit über den Äquator in die südliche Hemisphäre. Die letzte Grenze vor der blauen Wüste des Indischen Ozeans verspricht Anblicke, die kein Neckermann-Kunde von den Malediven erwartet: Seen und Auen-Landschaften, Gemüsefelder, Zeugnisse aus der buddhistischen Vorzeit und eine 17 Kilometer lange Asphaltstraße, die gleich neun Inseln miteinander vern bindet. Soviel zum Ursprungsland des Inselkollers.

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Neue Tagesklinik und Ambulanz St. Fabiola eingeweiht

Als kompetenter Ansprechpartner rund um seelische Gesundheit ist das St. Alexius-/St. Josef-Krankenhaus kreisweit bekannt. Um auch Menschen in den kleineren Städten des Rhein-Kreises eine optimal psychiatrische Versorgung zu bieten, gibt es dort vor Ort die Tageskliniken – nun auch in Korschenbroich. Die neue Einrichtung ist die siebte ihrer Art im RheinKreis. Hier finden Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen wie Burnout, Depression, Angst- oder Panikstörungen, Persönlichkeitsstörungen oder psychosomatischen Erkrankungen die Behandlung, die sie benötigen. Dann, wenn ein stationärer Aufenthalt in einer Klinik nicht notwendig ist, eine ambulante Therapie aber nicht ausreicht. Am 4. Oktober wurde die neue Einrichtung feierlich von Dr. Martin Köhne, Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer des St. Alexius-/­ St. Josef-Krankenhauses, Prof. Dr. Dr. Ulrich Sprick, Chefarzt der Tageskliniken und des Ambulanten Zentrums sowie dem stellvertretenden Korschenbroicher Bürgermeister Albert

Foto: St. Alexius

Wohnortnah und verlässlich: Die Tages­ klinik und Ambulanz St. Fabiola ermöglicht Menschen mit psychischen Erkrankungen nun auch in Korschenbroich eine um­ fassende Behandlung und Therapie.

Richter eingeweiht. Die Segensfeier zur Einweihung vollzogen die Pfarrer Marc Zimmermann und Peter Grotepass. Zeitgleich n zur Einweihung fand ein Tag der offenen Tür statt.

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rubrik gesundheit

Dem Alter ein Schnippchen schlagen… Aber muss es denn unbedingt ein Facelift sein? Der Wunsch nach ewiger Jugend und bleibender Schönheit scheint ein Bedürfnis aller Menschen zu sein. Schon im alten Ägypten versuchten Frauen und Männer mit Salben und Kosmetika ein jugendliches Aussehen möglichst lange zu erhalten. Die Erforschung des Alters und der Prozesse, die alle Lebewesen altern lässt, ist ein Thema, das nicht nur in jüngster Zeit das Interesse von Wissenschaftlern, Pharma- und Kosmetikindustrie geweckt hat. Cremes mit Liposomen, Filler und Botulinum finden allgegenwärtig Anwendung. Blitzlampen, unterschiedliche Laser, Hochfrequenzgeräte und andere technische Neuheiten sagen den Falten den Kampf an. Trotz all dieser „Wunderwaffen“ haben die so genannten Lifting-Operationen, insbesondere das „Facelift“ nach wie vor ihre Bedeutung. Wann die ersten Faceliftoperationen durchgeführt wurden ist nicht bekannt, vermutlich Anfang des 20. Jahr­ hunderts. Operationen dieser Art wurden von der universitären Chirurgie noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts als unseriös und trivial abgelehnt. Die ersten Operateure wurden quasi in den Untergrund verdrängt, sodass sich erst spät Aufzeichnungen zu diesen Operationen finden. Top Magazin befragte Dr. Matthias Gensior, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie aus Korschenbroich zu diesem Themenkomplex. Top Magazin: Vorneweg gleich die Frage: Muss es eigentlich gleich ein Facelift sein? Dr. Gensior: Nein, keinesfalls, es gibt heute viele weniger invasive Behandlungs­ möglichkeiten wie schon im Eingang beschrieben. Insbesondere gibt es heute mehr operative Möglichkeiten zur Behandlung des Alterungsprozesses im Gesicht. Hier sind die partiellen Lifting-Operationen – hierzu gehört auch die operative Behandlung der Ober- und Unterlider – also Operationen, die nur Teile des Gesichtes anheben und remodellieren, viel gefragter. Was versteht man unter einem partiellen Lifting? Bei einem partiellen Lifting werden nur umschriebene Anteile angehoben, häufig minimal­invasiv. So ist es z. B. möglich, nur die Wangenregion oder auch nur die Stirnregion anzuheben. Dies geschieht häufig durch ein so genanntes Fadenlift. Was ist darunter zu verstehen? Man liest häufiger von so genannten Meso-Fäden? Wenn der Begriff „meso“ in der ästhetischen Chirurgie auftaucht, empfehle ich immer vorsichtig zu sein. Nicht selten verbirgt sich dahinter eine nicht wissen64

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schaftlich zu begründende Wirkung einer medizinischen Maßnahme, angeblich eine besonders schonende Maßnahme. Eine Wirksamkeit dieser Maßnahme ist leider nicht selten nur sehr bedingt nachweisbar. Ein Fadenlift hingegen erzielt einen sehr guten Lifting-Effekt bei korrekter Anwendung. Es werden dabei spezielle Fäden, die teilweise kleine Haken auf­weisen, durch Stichinzisionen oder kleine Schnitte eingebracht, so dass aufgrund der kleinen Haken quasi eine Aufhängung des Gewebes vorgenommen werden kann. Der Nachteil dieser minimalinvasiven Methode besteht eigentlich nur darin, dass eine zeitlich begrenzte Wirkung besteht. Dafür kann aber eine solche Maßnahme mehrfach wiederholt werden. Diese Behandlung schließt ein späteres Facelift nicht aus. Werden diese Behandlungen mit einer Eigen­ fettaugmentation – also einer Volumenauffüllung durch körpereigenes Fett – ergänzt, lassen sich sehr zufrieden stellende Ergebnisse erzielen. Was ist ein Facelift, wann wird es durchgeführt? Ein Facelift ist immer dann indiziert, wenn der äußerlich sichtbare Alterungsprozess

des Gesichtes im Widerspruch zu dem inneren Selbstgefühl steht und konser­vative Verfahren oder minimalinvasive Verfahren wie schon aufgeführt nicht mehr den gewünschten Erfolg bringen. Ziel kann und sollte dabei nie ein vollkommen faltenfreies Gesicht sein. Durch ein Gesichtund Halslift, bei dem altersbedingt abgesunkene Gesichts- und Hals­partien durch mehrschichtiges Anheben korrigiert werden, wird ein deutlich jugendlicheres Erscheinungsbild des gesamten Gesichtes erreicht. Vermieden werden muss dabei unbedingt eine Änderung des Gesichtsausdruckes, wie zum Beispiel beim Lachen oder bei der Mimik. Viele Patienten, die sich eigentlich schon lange mit dem Gedanken eines Facelifts tragen, scheuen sich nämlich genau aus diesem Grund eine solche Operation durchführen zu lassen. Aber gerade die heute durchgeführten Operationsmethoden vermeiden die früher übliche „Nebenwirkung“ der Reduzierung der Mimik. Nicht komplette Faltenfreiheit, sondern jugendlicheres und frischeres Aussehen unter Beibehaltung der individuellen Mimik stellen für mich eines der wesentlichen Ziele eines Facelifts dar.


Was kann der Patient tun, um Komplikationen zu vermeiden? Wie bei allen größeren Operationen muss zunächst eine sorgfältige allgemein­ ärztliche Untersuchung mit eingehender Beratung durchgeführt werden. Um eine Nachblutungsgefahr zu verringern, müssen bestimmte Medikamente, wie z. B. Aspirin oder andere Antirheumatika, drei Wochen vorher abgesetzt werden. Auch das Rauchen sollte nach Möglichkeit vermieden oder zumindest erheblich reduziert werden. Eine Vor­ behandlung der Haut durch eine Fach­ kosmetikerin stellt eine gute Vorbereitung dar. Was ist das Ziel eines solchen Eingriffes? Können Sie bitte Ihre Vorgehensweise beschreiben. Ziel ist eine möglichst dauerhafte Korrektur der sichtbaren Altersfolgen des gesamten Gesichtes, eine Korrektur des Unterhautgewebes, insbesondere im Bereich der Wangen (Bäckchen) und des Halses. Dadurch wird ein frischeres und jugend­ licheres Aussehen erlangt, ohne Rückschlüsse auf den erfolgten Eingriff. Für die natürlich erscheinende Verjüngung des gesamten Gesichtes darf die Gesichtshaut nicht „gespannt“ werden. Haut, Muskel, Fett- und Bindegewebe befinden sich in unterschiedlichen Schichten und verändern sich beim Altern sehr unterschiedlich. Sinnvoll ist es immer, ein so genanntes mehrschichtiges Eingriffsverfahren anzuwenden. Hier werden die tieferen Strukturen des Gesichtes separat von der Haut gelöst und korrigiert. Danach wird die abgelöste Haut quasi nur ausge­ strichen und nicht gespannt. Es ist immer wieder erstaunlich wie viel überschüssige Haut dann entfernt werden kann. Das abgesunkene Wangenfett wird ebenfalls angehoben, die Mundhebermuskeln werden gestrafft und der erschlaffte Hals wird durch Zügelung des flächigen Halsmuskels korrigiert. Dann kann die Haut ohne wesentliche Spannung wieder darüber ausgebreitet werden. Dies sind die besten Voraussetzungen, um durch ein Face- und Halslift ohne Änderung des Gesichtausdruckes und der Mimik auch auffällige Operationsnarben zu vermeiden. Die Schnittführung berück-

sichtigt den natürlichen Haaransatz im Schläfen- und Stirnbereich, sodass dieser erhalten und nicht verlagert wird. Dies gelingt durch den „hairline cut“. Bei dieser Schnittführung wird im Haaransatz nach der dritten oder vierten Haarreihe sehr tangential der Hautschnitt geführt – und nicht wie sonst üblich senkrecht zur Haut. Bei exakter Hautnaht wird der Schnitt weitgehend unsichtbar verheilen. Als Folge der tangentialen Hauteröffnung können sogar Haare wieder durch die Narbe hindurchwachsen. Am Ohr liegt der Schnitt direkt vor dem Ohrknorpel. Anschließend wird der Schnitt um das Ohrläppchen herumgeführt, verläuft knapp auf der Rückfläche der Ohrmuschel und von dort in der behaarten Nackenhaut aus. Die früher häufige Stigmatisierung mit Verlagerung des Haaransatzes sowie einer auffälligen Narbenbildung hinter dem Ohr wird bei den heutigen Techniken weitgehend vermieden. Gibt es eigentlich unterschiedliche Ansprüche zu solchen Operationen zwischen Männern und Frauen? Durchaus, Frauen lassen eher ein komplettes Facelift durchführen. Männer hingegen begnügen sich eher mit einem Teillift. Es wird dann entweder nur die Stirn angehoben oder das Mittelgesicht mit Entfernung von Tränensäcken. Ein Halslift ist bei Männern eher selten. Häufig reicht eine Absaugung des Doppelkinns aus. Welche Art von Komplikationen können nach so einem Eingriff auftreten? Wie bei jeder Operation bestehen auch bei einem korrekt ausgeführten Facelifting Komplikationsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Wundheilungsstörungen, Nachblutungen oder leichte Nervenschädigengen. Diese Nebenwirkungen sind bei erfahrenen und gut ausgebildeten Chirurgen aber äußerst selten zu verzeichnen. Wird ein solches Facelifting stationär durchgeführt oder ist ein ambulanter Eingriff möglich? Wird sie in Vollnarkose vorgenommen oder reicht eine örtliche Betäubung? Der Eingriff soll grundsätzlich stationär durchgeführt werden. Zum einen hat der Patient nach der Operation mehr Ruhe; hierdurch treten kaum Komplikationen auf und die Operation ist somit für den Patienten schonend und sicherer. Falls doch Komplikationen auftreten, können diese

Dr. Matthias Gensior, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Korschenbroich, www.gensior.de

frühzeitig erkannt und damit sofort behandelt werden. Ich führe den Eingriff im Regelfall in Vollnarkose durch. Ist eine Nachbehandlung nach diesem Eingriff notwendig? Nach dem direkten Klinikaufenthalt sind regelmäßige ambulante Nachbehandlungen empfehlenswert. Nach 10 bis 14 Tagen sind meistens die Folgen der Operation, wie Schwellungen oder Blutergüsse, deren Ausmaß individuell unterschiedlich ist, abgeklungen, so dass sich bereits ein überzeugendes Ergebnis zeigt. Eine ambulante Nachbehandlung zum Entfernen des Nahtmaterials ist immer notwendig, wie auch eine zusätzliche kosmetische Nachbehandlung der Haut ein­ schließlich Lymphdrainage im Einzelfall äußerst hilfreich sein kann. Kann man einen solchen Eingriff nach einer gewissen Zeit wiederholen? Bei korrekter Durchführung der Operation wird ein Verjüngerungseffekt von bis zu 10 Jahren erreicht. Allerdings kann auch die beste Ästhetische Chirurgie unseren Alterungsprozess nicht aufhalten. Die gewonnenen Verjüngungsjahre bleiben jedoch erhalten. Wichtig ist für die meisten Menschen der Gewinn an Lebensfreude, der unermesslich sein kann. Ein erneutes Lifting kann nach diesem Zeitraum grundsätzlich vorgenommen werden. Vielen Dank für das Gespräch!

Ästhetische Chirurgie

Nicht operiert aussehen: „ … keiner hat gemerkt, dass ich operiert bin. Aber ich werde darauf angesprochen, dass ich so erholt und frisch aussehe …“

Foto: Dr. Gensior

gesundheit

weitere Infos siehe Impressum Seite 4 Winter 2017 · top magazin RHEIN-KREIS NEUSS

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gesundheit

„Männer, macht es doch auch.“ Movember-Aktion im Lukaskrankenhaus: Mit Schnäuzer für die Vorsorge

Foto: Lukaskrankenhaus

„Die Frauen machen es. Männer, macht es doch auch.“ Kurz und knapp kommt die Botschaft von Thomas Böhm daher. Er arbeitet im Lukaskrankenhaus im Controlling. Oder der Clip von Dr. Jens Bagner und der Appell von Chefarzt Prof. Dr. Thomas Otto („Euer Männerarzt“): „Geht zur Vorsorge!“ Die Ansprache von Hakan Temel, Verwaltungsrat, an die „Lieben Verdrängungskünstler“. Und so weiter. Videos, nachzusehen bei Facebook. Warum? Wie viele Kollegen im Lukas zeigten sich die Herren im November mit Schnäuzer: Erkennungszeichen einer Aktion, die sich Movember nennt. Hinter dieser Wortschöpfung aus Moustache (Schnurrbart) und November steht eine inter­ nationale Bewegung, die Männer zu mehr Bewusstsein in puncto „Männergesundheit“ bewegen will. Dem hat sich das Lukas­ krankenhaus angeschlossen. Vor einem Jahr waren es die Uro­ logen des Hauses, die mit ihren Schnurrbärten überraschten und geduldig auf die Fragen nach dem Warum Auskunft gaben. Jetzt haben schon deutlich mehr Männer mitgemacht. Immer wieder positionierten sich in diesem Movember-November Mitarbeiter und Freunde des Hauses vom Malteser-Trio bis zu Puppen­doktor Marcel Offermann in kurzen Videoclips auf der Facebook-Seite des Lukaskrankenhauses (www.facebook.com/lukasneuss.de). „Es geht hier nicht um den berühmten Männerschnupfen“, sagt Dr. Nicolas Krämer, Geschäftsführer des Lukaskranken­ hauses und – für vier Wochen – natürlich selbst ein Schnurrbart-

Prof. Dr. Thomas Otto, Chefarzt der Urologie, mit seinem Movember-Team.

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träger: Es gehe darum, Männer zu sensibilisieren, sie zu Vorsorgeuntersuchungen zu bewegen. Männer sterben im Durchschnitt sechs bis acht Jahre früher als Frauen; auch, weil sie die Vorsorgeuntersuchungen scheuen. Deutlich mehr Männer als Frauen vernachlässigen ihre Gesundheit! Da setzt die Movember-Bewegung an. Sie entstand 2004 in Australien, hat mittlerweile in Europa Fuß gefasst und wird allmählich auch in Deutschland bekannt. Schwerpunkt ist die Vorsorge und damit oft auch Vorbeugung von Prostatakrebs. Daran sterben im Jahr 14.000 Männer in Deutschland, die meisten Todes­ fälle wären vermeidbar gewesen. Gerade Prostatakrebs lässt sich, früh erkannt, gut behandeln. Auch Prof. Dr. Thomas Otto, Chefarzt der Urologie am Lukas und ebenfalls ein Movember-Aktivist, registriert die Zurück­ haltung der Männer in puncto Vorsorge. Er kann aus langjähriger Erfahrung sagen: „Was für viele Frauen selbstverständlich ist, müssen Männer sich erst noch erarbeiten.“ Den ungewohnten Schnurrbart hat er in diesem November mit Stolz getragen – wie so viele seiner Ärztekollegen. Und so viele andere im Lukas­ krankenhaus. Glattrasiert haben sich die Beteiligten Ende November nochmal zum Gruppen-Video getroffen. Die Botschaft war klar: Der Aktionsmonat ist vorüber, der (Schnauz-)Bart ist ab – das Thema Vorsorge bleibt aktuell. Die Krankenkassen übernehmen übrigens die Kosten ab dem 45. Lebensjahr.


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Allgemeinmedizin am Reuschenberger Markt

Dr. med. Isabell Berghoff führt seit April gemeinsam mit Dr. med. Joachim Schamberger die Praxis für Allgemeinmedizin mit hausärztlicher Versorgung im neuerrichteten Reuschen­berger Markt. Schon beim Betreten der hellen, modernen Praxis­räume spürt man den Geist und die Philosophie, die beide Mediziner vermitteln möchten. Viele natürliche Materialien und ein freundlicher Empfang des Praxisteams prägen den ersten Eindruck. Neben der allgemeinen ärztlichen Versorgung im akuten Krankheitsfall, zu dem auch der Hausbesuch beim Patienten zählt, bietet die Praxis ein breites Leistungsspektrum von Vorsorge­ untersuchungen an, z. B. allgemeine Gesundheitsvorsorge ab dem 35. Lebensjahr, Darmkrebsvorsorge oder Hautscreening. Außerdem werden Ultraschalluntersuchungen unter anderem der Bauch­organe, der Schilddrüse und Hirnschlagadern, ebenso Ruhe-, Belastungs- und Langzeit-EKG durchgeführt. „Bei einer Erkrankung sind wir zumeist die ersten Ansprechpartner des Patienten und leisten die erste gesundheitliche Versorgung, dann leiten wir bei Bedarf weitere Fachbehandlungen in die Wege“, so Frau Dr. Berghoff, die bereits von 2013 bis Anfang 2017 als niedergelassene Ärztin in Grevenbroich tätig war. Dr. Scham­berger ist als Weltmeister 2016 der tennisspielenden Ärzte prädestiniert für akute orthopädische Erkrankungen, die sich nach einer ersten Diagnose teilweise mit manueller Be­ handlung lindern oder heilen lassen. Bei weiterführender

Foto: G. Kieselmann-Fricke

„Wir kümmern uns um Menschen“

Behandlung wird ein Facharztkollege zu Rate gezogen. Beide Ärzte haben sich der ganzheitlichen Methode verschrieben und arbeiten neben den traditionellen Behandlungen auch mit Naturheil­verfahren und alternativer Medizin. Antibiotika werden nur im äußersten Notfall verordnet. „Wir kümmern uns um die Menschen und haben wirklich Freude an unserer Arbeit“, so die Philosophie, die beide Ärzte vermitteln. Dazu gehören auch die Palliativmedizin und die Betreuung der Patienten zu Hause. Die Praxis ist bequem per Aufzug zu erreichen, ein großer Parkplatz ist vorhanden. Am Reuschenberger Markt 2, 41466 Neuss Tel. 02131/20 155 0 info@hausarzt-neuss.de www.hausarzt-neuss.de


Moderne Dermatologie im Zentrum von Neuss Dermatologie Drususallee: Dr. Peter von Zons

S

Hell und freundlich: Das Wartezimmer

eit mehr als 40 Jahren gehört die Drusus­ allee zu den ersten Adressen in Neuss, wenn es um Hautprobleme geht. Aus der von Doktor Weesbach in den 70er Jahren gegründeten Hautarztpraxis ist mittlerweile ein Zentrum für Dermato­ logie entstanden. Auf über 400 qm leistet die Dermatologie Drususallee mit derzeit vier Ärzten einen großen Teil der haut­ ärztlichen Versorgung von Neuss und Umgebung.

In der Drususallee werden alle Erkran­ kungen an Haut, Haaren und Nägeln und neuerdings auch Krampfader­erkrankungen behandelt.

Die Laserabteilung verfügt mittlerweile über neun Geräte und trägt damit den neuesten Entwicklungen des medizinischen Fortschritts Rechnung. So müssen Krampfadern nicht mehr gezogen bzw. gestrippt werden, sondern werden schmerzlos mittels Lasersonde verschlossen. Da keinerlei berufliche Ausfallzeiten auftreten, wird diese schonende Behandlung nicht nur von den privaten Krankenkassen, sondern auch zunehmend von gesetzlichen Krankenkasse wie z. B. den Betriebskrankenkassen übernommen. In der Podologie hat sich der Laser zur Behandlung von Nagelpilz fest etabliert. Nach wie vor wichtig ist jedoch ein sorgfältiges Abschleifen der befallenen Na­ gel­­­anteile und eine Überprüfung der Durchblutungssituation an den Beinen. Insbesondere durch Krampfadern oder Arteriosklerose kann eine Nagelpilzerkrankung entstehen oder verschlimmert werden. Lasersysteme werden auch zur Entfernung von Haaren, Blutgefäßen und Pigmentflecken sowie Täto­wierungen eingesetzt.

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Dr. Rabut bei der Laserbehandlung


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Dr. med Peter von Zons Drususallee 1, 41460 Neuss www.von-zons.de email praxis@von-zons.de Fon 0 21 31/7 18 71 00 Fax 0 21 31/71 87 10 99 Öffnungszeiten: Mo-Do von 8-18 Uhr und Freitag von 8-14 Uhr

In der kosmetischen Dermatologie, die seit einem Jahr in einer eigenen Abteilung im 3. Stock des Ärzte­hauses betrieben wird, werden Peelings und Micro­ dermabrasion zur Verbesserung des Hautbildes eingesetzt. Auch Faltenbehand­lungen mit Laser, Hyaluronsäure- und Botox werden angeboten. Durch Einbringen von Wachstumsfaktoren aus Blutplättchen mittels Needling (Vampirlift) können Kollagenwachstum und Hauterneu­erung angeregt und Wundheilungen sowie Haarwachstum stimuliert werden. Besonderer Wert wird auf die ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mikronährstoffen gelegt.

Praxisteam Kosmetik

Dr. Härtwig bei einer Botoxbehandlung

Auch Allergien, Neurodermitis und Schuppenflechte wer­den in der Drususallee behandelt. Für Psoriasis steht eine eigene Abteilung für Balneophototherapie (Totes Meer in Neuss) zur Verfügung. Auch diese Termine können im Internet online gebucht werden. Durch Einsatz von modernen Antikörpern kann Schuppen­ flechte gelindert und das Überleben von Hautkrebs­ patienten verlängert werden. Neben den traditionellen Behandlungsverfahren werden alle operativen Behandlungen der Haut, insbesondere Hautkrebs­ behandlungen angeboten. Ergänzt wird das therapeutische Spektrum um moderne Verfahren wie Tageslicht PDT, bei dem Krebs mittels Licht geheilt werden kann. Durch Einsatz spezieller Lampen kann die Behandlung auf der Drususallee auch im Winter durchgeführt werden. Bei aller Technik steht der Patient mit seinen individuellen Bedürfnissen im Vordergrund der Behandlung und wird von einem kompetenten medizinischen Team betreut.

Venenvermessung

Praxisteam

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kunst

Starker

Auftakt

der

Art Düsseldorf

ART DÜSSELDORF – NEUE KUNSTMESSE FEIERT STRAHLENDE PREMIERE Die Art Düsseldorf, die neue internationale Kunstmesse, feierte im November ihre erfolgreiche Premiere. Rund 80 etablierte und junge Galerien aus 21 Ländern, präsentierten moderne und zeitgenössische Kunst in den Hallen des ehemaligen Industriegeländes Areal Böhler. Mehr als die Hälfte der ausstellenden Galerien kamen dabei aus aus Deutschland und aus den Beneluxstaaten. 43.000 Besucher strömten in die Hallen – darunter viele Sammler und Kuratoren. Unter den Künstlern, die die Messe besuchten, waren u. a. Andreas Gursky, Harald Klingelhöller und Thomas Ruff. Wer sich über den ästhetischen Genuss der Werke hinaus für die ganz eigene Ökonomie des Kunstmarktes interessiert, wird die folgenden Zahlen aufmerksam lesen – denn die ausstellenden Galerien vermeldeten starke Verkäufe: Die eigens von Fabrizio Plessi für die Messe angefertigte Video-Installation Energy ging für 480.000 Euro an ihren neuen Besitzer, während das Gemälde Café D – Folgen von Jörg Immendorff (1983) für 280.000 Dollar verkauft wurde.

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kunst

MESSE-APP FÜHRTE BESUCHER DURCH DIE HALLEN Eine eigene Art Düsseldorf App intensivierte die Be­gegnung mit der Kunst. Die App verwendet die aktuellste Bilderkennungs-Technologie, um beim Abfotografieren unmittelbar die zum Kunstwerk gehörenden Informationen bereitzustellen. Moenen Erbuer, Gründer des App-Entwicklers PRNCPL dazu: „Es war fantastisch zu sehen, wie sich alles zusammengefügt hat. Die Reaktionen waren sehr positiv!“ DAS RHEINLAND – VOLL VON SAMMLERN UND KUNSTLIEBHABERN Michael Beck von der Düsseldorfer Galerie Beck & Eggeling International Fine Art wies auf die Bedeutung des Rheinlandes für die Kunstszene hin: „Das Rheinland ist voll von Sammlern und Kunstliebhabern. Zwei wichtige Kunstmessen im Herbst und Frühling in Düsseldorf und Köln würden die Vitalität dieser starken Region vergrößern.“

NICHT NUR FÜR STARS – AUCH TALENTE IM FOKUS Die Art Düsseldorf stellte auch jungen, aufstrebenden Künstlern eine Plattform zur Verfügung, um ihre Werke im Rahmen einer Sonderausstellung vor einem großen Publikum auszustellen. Julian Harper (USA) wurde dabei zum Sieger des Blooom Award 2017 gekürt. Der BLOOOM Award by WARSTEINER ist Deutschlands größter offener internationaler Wettbewerb für Nachwuchskünstler.

Fotos: Sebastian Drüen

ART DÜSSELDORF GEHT WEITER Die Art Düsseldorf will sich als neue, innovative Plattform für Sammler, Galeristen und Kuratoren positionieren und von der wirtschaftlichen Strahlkraft der Landeshauptstadt Düsseldorf, einer aktiven Kunstlandschaft und dem einzigartigen Veranstaltungsort Areal Böhler profitieren. Allem Anschein nach ist ihr das gelungen – die eindrucksvollen Kunstwerke, Besucherzahlen und die Verkaufszahlen sprechen dabei für sich. Die Region darf auf die nächste, die zweite Ausgabe dieser neuen Kunstmesse gespannt sein!

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porträt

Kulturelle Vielfalt – eine Bereicherung für die Gesellschaft

So bunt ist Neuss

Foto: Fabio Borquez

Von Ulrike Keller-Hümbs

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enn Integration nicht-deutschstämmiger Menschen in Neuss gelingt, ist das zu einem nicht unerheblichen Teil ein Verdienst der städtischen und freien Kultureinrichtungen. Für Harald Müller, Leiter des Neusser Kulturamtes, ist das Thema Inter­ kultur ein wichtiges Anliegen: „Seit zehn Jahren beschäftigen wir uns verstärkt damit, Menschen unterschiedlicher Ethnien und Religionszugehörigkeiten den Zugang zu unseren kulturellen Einrichtungen und Veranstaltungen zu erleichtern. Durch den Zustrom der Flüchtlinge in den letzten beiden Jahren hat das Thema Integration eine besondere Dynamik entwickelt. Aber wir dürfen natürlich auch die Menschen, die seit vielen Jahren hier leben, nicht außer Acht lassen. Rund ein Viertel aller Neusser Bürgerinnen und Bürger hat eine Migrationsbiographie, in anderen Städten ist der Anteil noch größer. Auch ihnen frei von ethnischen und sozialen Barrieren Angebote kultureller Bildung zu machen, gehört zu unseren vordringlichen Aufgaben.“ Dabei wird Müller seit eineinhalb Jahren von Deniz Elbir unter­stützt. Elbir ist Beauftragter für Interkultur im Kulturamt. Der gebürtige Neusser mit kurdischen Wurzeln hat sein Abitur an der Janusz-Korczak-Gesamtschule gemacht und Germanistik sowie Kommunikations- und Medienwissenschaften studiert. Für Harald Müller ein Glücksfall: „Deniz Elbir hat durch seinen persönlichen Hintergrund und die damit verbundene migranti-

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sche Sichtweise einen besonderen Zugang zu den verschiedenen Communities. Das erleichtert unsere Interkulturarbeit erheblich.“ Es habe einige Zeit gebraucht, bis man in der Verwaltung gemerkt habe, dass schöne Prospekte und Flyer von der migrantischen Bevölkerung gar nicht wahrgenommen werden. Daher müsse man sich aufgrund der ganz anderen Kommunikationsstrukturen die Frage stellen, wie man die Menschen erreichen kann, so Müller. Viel funktioniere über Mund-zu-Mund-­ Propaganda und soziale Netzwerke. „Deniz Elbir hat die notwendigen Kontakte und die nötigen Soft-Skills, er denkt deutsch, aber man sieht es ihm nicht an. Als Muslim besucht er immer wieder alle fünf Neusser Moscheen und ist in den Communities bestens vernetzt. Viele Migranten reagieren auch mit Stolz: Einer von uns sitzt in der Kulturverwaltung, weiß was wir brauchen und kümmert sich um unsere Belange.“ Als Mittler zwischen Verwaltung und Migrantenschaft fungiert Elbir auch in der Arbeitsgemeinschaft Interkultur, einer Plattform für Mitglieder der städtischen und freien Kultur­ einrichtungen und interessierten Mitarbeitern der Verwaltung, die sich zu diesem Themenfeld austauschen möchten.

RAUM DER KULTUREN 2014 wurde in Neuss der Verein Raum der Kulturen e.V., ein Dachverband für alle interkulturell tätigen Menschen, Vereine und


Stadt Neuss

porträt

Einrichtungen, gegründet. Er dient als ideeller Überbau und Infrastruktur für die Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Vereinen migrantischer Herkunft. Die aktuellste Initiative ist der Aufbau einer Mediathek innerhalb der Stadtbibliothek zu den Themen Migration, Flucht und Vertreibung. Gemeinsam mit dem Kulturamt werden im Schulterschluss mit dem Vorsitzenden des Raum der Kulturen e.V. Hamdi Berdid verschiedene gesellschafts­ relevante Themen beleuchtet, wie beispielsweise zu den bikulturellen Beziehungen. Mit vielen anderen Akteuren der Interkultur hat das Neusser Kulturamt das Modellkonzept „Neue deutsche Stadtgesellschaft“ entwickelt. Es soll Antworten auf wichtige Fragestellungen geben: Wie kann Kultur dazu beitragen, dass Von rechts nach links: Gisela Hohlmann (stellvertretende Bürgermeisterin Stadt Neuss) und Generalkonsul diese moderne neue Stadtgesellschaft funktiodes Königreichs Marokko Jamal Chounaibi mit Gästern der Ausstellung „Drucke und Handschriften aus niert, und welche Bereicherung können die fünf Jahrhunderten. Die Sammlung der Gesellschaft für Kultur und Wissenschaft des Mahgreb." Migranten jeglicher Herkunft für unsere Gesellschaft sein? Ziel ist es, dem demo­grafischen lebt er in Neuss und ist als Solist mit seinem Kanun, einem Wandel und den damit einhergehenden veränderten Lebensrealitäten der sich zunehmend diversifizierenden Saiten­instrument ähnlich der Zither, erfolgreich. Ein großer Gewinn für das Clemens-Sels-Museum ist die EntStadtgesellschaft Rechnung zu tragen. Städtische und freie Kulturinstitute haben sich verpflichtet, Diversität im Programm, beim deckung einer Kunstpädagogin, die in Damaskus studiert hat, aus Syrien geflohen ist und in Neuss eine neue Heimat gefunden Publikum und auch beim Personal abzubilden. „Die städtische Kulturlandschaft hat einen immanenten Bil- hat. Sie bietet Führungen auf arabisch und kurdisch an. „In der ehemaligen Trafostation „Kunstraum Neuss“ wird dungsauftrag, der alle Mitglieder einer Stadtgesellschaft, unabhängig von Herkunft, sozialem Status, sexueller Orientierung demnächst der sehr interessante Künstler Babak Monazzami aus und Religionszugehörigkeit, adressieren soll“, betont Müller. dem Iran ausgestellt“, erzählt Müller. „Schon lange in Neuss lebt „Dabei arbeiten wir institutionsübergreifend mit städtischen zum Beispiel auch Cewad Merwani, der bereits einige CDs herKultureinrichtungen, Teilbereichen der Stadtverwaltung, freien ausgebracht hat. Merwani sammelt seit 25 Jahren kurdisches Kultureinrichtungen, Migrantenselbstorganisationen, Religions- Liedgut, von dem es bislang keine Niederschriften gab. Er hat in der Türkei, im Iran, Irak und Syrien geforscht, die Verschriftligemeinschaften und Kunstschaffenden.“ chung des kurdischen Liedgutes zu seinem Lebenswerk gemacht MULTIPLIKATOREN AUS DEN COMMUNITIES und mittlerweile zwei Liederbücher herausgebracht. Ohne seine Die Erfahrungen der letzten Zeit zeigen, dass es unabdingbar ist, Arbeit könnte diese Kultur nicht erhalten werden.“ Partner in der Migrantenschaft zu gewinnen. „Die in fast allen Ethnien vorhandenen Strukturen wie Vereine, Initiativen oder Das Kulturamt unterstützt Institutionen, die die interkulturelle besonders engagierte Einzelpersonen können als Multi­plikatoren Öffnung voranbringen, nicht nur mit der eigenen Expertise, songenutzt werden“, erklärt er. „Wir haben eine Vielzahl von An­ dern auch mit dem Etat, der dafür zur Verfügung steht. „Die Geknüpfungs­punkten im Bereich der kulturellen Bildung wie zum sellschaft für Kultur und Wissenschaft des Maghreb hat alte Beispiel die Volkshochschule mit ihren Integrations- und Handschriften gesammelt und beschäftigt sich mit den frühen Deutschkursen. Im Rahmen des Landesprogramms „Kultur und Verbindungslinien der damaligen islamischen Welt und EuroSchule“ gibt es in Neuss jährlich 60 Projekte, bei denen Künstler pas. Mit unserem Etat konnten wir dazu einen Katalog erstellen. nachmittags in die Schulen gehen. Auch da werden dann natür- Im RomaNEum wurden im Rahmen der Ausstellung alte Bücher lich viele Kinder migrantischer Herkunft erreicht.“ Etwa 45 und Handschriften gezeigt. Und plötzlich waren dort 60 MarokKünstler beteiligen sich an unterschiedlichen Projekten, die den kaner, die über Social Media oder über Mund-zu-Mund-Kanäle Unterricht ergänzen. Das reicht von Malerei, Bildhauerei, Theater, davon erfuhren. Sie haben sicher nicht die Einladung zu dieser Tanz bis zu Videogestaltung, Fotografie und Musik. Für die Schü- Ausstellung gesehen. Da hat man plötzlich einen ganz anderen ler sind diese Angebote kostenlos, die Teilnahme ist freiwillig. Zugang zu Menschen, die vorher vielleicht noch nie einen Fuß ins RomaNEum gesetzt haben“, freut sich Harald Müller. Zahlreiche Künstler aus anderen Kulturkreisen bereichern die Durch diese und noch viele andere Initiativen Neusser OrganisaNeusser Kulturlandschaft: Die armenische Geigerin Lilit To- tionen, Verbände, des Kulturamtes und vieler Einzelpersonen n noyan lebt in Neuss und ist vor zwei Jahren mit dem Kunst­ wird interkulturelle Kompetenz gefördert und gebündelt. förderpreis ausgezeichnet worden. Der kurdische Musiker Hesen Kanjo reiste lange mit kurdischen Musikern um die Welt. Jetzt

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Termine: Stand 11/2017

Bilder: RLT /Künstler

11.10.2018 JESS JOCHIMSEN HEUTE WEGEN GESTERN GESCHLOSSEN KABARETT. SONGS. DIAS.



hochzeit

! h c s i u t a r t s s e u N Ein JA(hr) voller Emotionen.

Die Hochzeitsplanung kann schon mal ein ganzes Jahr zeitlich in Anspruch nehmen. Damit Ihnen an Ihrem wichtigen Tag keine bösen Überraschungen passieren, haben wir eine Checkliste erstellt. Im Rhein-Kreis Neuss gibt es viele tolle Locations und Dienstleister rund um das Thema Hochzeit, die Ihren Tag unvergesslich werden lassen.

12 -6 Monate vorher Rahmenbedingungen und Art der Hochzeit festlegen: standesamtlich, kirchliche oder freie Trauung n Hochzeitsdatum festlegen und den Termin mit dem Standesamt und ggf. Pfarramt abklären n Trauzeugen ansprechen n Vorläufige Gästeliste erstellen und ggf. fehlende Adressen anfragen n Budget ermitteln und Kosten kalkulieren n Mögliche Locations für die Feier besichtigen und Angebote einholen. Unser Tipp: frühzeitig buchen – besonders be­ liebte Locations sind oft lange im Voraus vergeben n Alle Unterlagen für die Trauung organisieren wie die Geburtsurkunde oder den Taufschein bei der kirchlichen Trauung n DJ, Musiker, Fotografen und Floristen suchen und Termin reservieren n Hochzeitsordner anlegen n

6 Monate vorher n

n n

Eheschließung beim Standesamt anmelden und ggf. kirchliche Trauung beim Pfarramt anmelden Ablauf des Hochzeitstags planen Besprechung der Zeremonie mit dem Standesbeamten bzw. Pfarrer

n

Catering für das Fest buchen

n

Finale Abstimmung der Gästeliste

n

Save the Date Einladungen verschicken

n

n

Brautkleid aussuchen bzw. Termin mit der Schneiderin vereinbaren Design auswählen für Einladungen, Tisch-, Menü- und Danksagungskarten

5 Monate vorher n

n n

n

Hochzeitseinladungen bestellen bzw. in den Druck geben Geschenkeliste oder Hochzeitstisch zusammenstellen Flitterwochen planen, buchen und Sonderurlaub beim Arbeitgeber beantragen Traugespräch mit Pfarrer vereinbaren

4 Monate vorher n n

Einladungen verschicken Eventuell Hotelzimmer für Gäste reservieren und den Gästen am besten in der Einladung mitteilen

n

Bräutigam einkleiden

n

Menüplanung für die Hochzeitsfeier absprechen

n

Blumendekoration mit dem Floristen besprechen

n

Trauringe bestellen und gravieren lassen

n

Brautschuhe und Accessoires besorgen

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Eventuell zusätzliche Unterhaltung organisieren. Feuerwerk, Kinderbetreuung während der Feier

3 Monate vorher n

n

n

Überblick der Zusagen der eingeladenen Gäste dokumentieren Drucksachen wie Tisch-und Menükarten und bei Bedarf Kirchen­heft in Auftrag geben Bei Bedarf Tanzkurs belegen

77 Fortsetzung auf der nächsten Seite...


hochzeit

2 Monate vorher

1 Monat vorher Sitzordnung festlegen und dem Veranstalter mitteilen n Hochzeitskleid und Anzug noch einmal anprobieren und notfalls ändern lassen n Brautschuhe einlaufen n Trauringe abholen n Finale Absprache mit dem Catering bzgl. der Gästeanzahl und besonderer Menüwünsche n Musikliste mit dem DJ besprechen n Gästebuch organisieren n

2 Wochen vorher

VERHEIRATET SEIT:

standesamtlich 17. Mai 2017, im Rahmen einer freien Zeremonie am 17. Juni 2017

WO HABEN SIE GEHEIRATET? standesamtlich auf einem Kutter auf Sylt und im Rahmen einer freien Zeremonie am Mülheimer Flughafen WIESO HABEN SIE SICH FÜR DIESE LOCATION/ DIESEN ORT ENTSCHIEDEN? Da wir sehr reisefreudig sind, wählten wir das Motto „Reiselust“ für unsere Hochzeit, vor allem da die Ehe mitunter auch eine spannende Reise sein kann! Neben Mülheim als Heimatstadt ist Sylt unser zweiter Rückzugsort geworden. Diese Orte haben uns glücklicherweise auch noch in die Karten gespielt und uns entsprechende „Reisefortbewegungsmittel“ zur Verfügung gestellt: ein Kutter, mit dem wir während unserer standesamtlichen Trauung den nördlichsten Punkt Deutschlands „umschippert“ haben und der Mülheimer Flughafen als Location für unsere freie Trauung als Alternative zur Kirche. Die Trauung fand direkt auf dem Flugplatz statt, wobei diese mit dem Einflug der Braut mittels eines Hubschraubers begann – zur großen Überraschung der Gäste! WELCHEN TIPP HABEN SIE FÜR DIE HOCHZEITSPLANUNG? Stress weglassen, Spaß haben und diese aufregende Zeit aufnehmen und genießen. Und das Allerwichtigste: Wir planen die Hochzeit nicht für unsere Gäste sondern für uns! Also immer dran denken, dass es der eigene große Tag ist und für das Hochzeitspaar unvergesslich sein sollte!

1 Tag vor der Hochzeit Am Hochzeitstag Kleidung zurecht legen Gemeinsam noch einmal den Tagesablauf besprechen n Täschchen mit Ersatzstrumpfhose, Make-up, Taschentücher n Trinkgeld einstecken n Ringe und Papiere bereitlegen n n

Gebuchte Termine bestätigen (Fotograf, DJ etc.) n Einplanen wer am Hochzeitstag Trinkgeld erhält n

Solveig und David Kampmann VERHEIRATET SEIT:

Unsere standesamtliche Trauung war im Dezember 2015 und unsere kirchliche Hochzeit feierten wir am 10. Juni diesen Jahres.

Foto: T. Frankenheim

Diane & Stephan Pohl

WO HABEN SIE GEHEIRATET UND WIESO HABEN SIE SICH DIESE LOCATION AUSGESUCHT? Da Solveig in Jena / Thüringen geboren ist haben wir für unsere standesamtliche Trauung diesen Ort gewählt. Das kirchliche Ja- Wort gaben wir uns im schönen Quirinus­münster zu Neuss, da es die Heimatpfarrei von David ist. WELCHEN TIPP HABEN SIE FÜR DIE HOCHZEITSPLANUNG? Man sollte früh genug mit der Planung beginnen. Einige Aufgaben darf man gern abgeben und das Fest der Feste so gestalten, wie man es sich selbst als Brautpaar wünscht und vorstellt.

n

Blumen abholen

Heiraten! Annina & Markus Larisch VERHEIRATET SEIT: standesamtlich: 16. Juni 2017; kirchlich: 23. September 2017

WIE HABEN SIE SICH KENNENGELERNT? WIE LANG DAUERTE ES VOM ERSTEN KUSS BIS ZUM HEIRATSANTRAG? Wir wurden einander durch gemein­ same Freunde am Neusser Schützenfest vorgestellt. Der erste Kuss war am 23. März 2014 und der Heiratsantrag fand am 23. Oktober 2016 statt. Man beachte die Häufigkeit der Zahl 23! WIEVIEL ZEIT HABEN SIE FÜR DIE PLANUNG IHRER HOCHZEIT BENÖTIGT? Viel zu viel :-) WAR IHRE HOCHZEIT GENAUSO WIE SIE ES SICH VORGESTELLT HABEN? Unsere Hochzeit war noch viel schöner als wir sie uns vorgestellt hatten. Der Hochzeitstag für sich – sich also das Ja-Wort zu geben – ist ja schon Highlight genug. Aber unsere Familie und Freunde haben uns noch mit vielen, individuellen, kleinen und großen Highlights überrascht. So sang plötzlich die Grundschulklasse von Annina in der Kirche. Die Musikband des Brautvaters „Just4Fun“ und die Musikband des Bräutigams „Heathcliff“ sorgten für ganz besondere Partystimmung zu späterer Stunde. WELCHEN TIPP HABT IHR FÜR DIE HOCHZEITSPLANUNG? Ganz viele, tolle Freunde und Familienmitglieder wie wir es hatten!

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Winter 2017 · top magazin RHEIN-KREIS NEUSS

Foto: M.Schindler

Beratungstermin beim Friseur wegen Brautfrisur n Make-up bei der Kosmetikerin testen n Hochzeitstorte bestellen n Tischdekoration mit der Location abstimmen und ggf. eigene Wunschdeko anschaffen n Eventuell Gastgeschenke organisieren n Taufschein bei der kirchlichen Trauung n


lebensart hochzeit

Hochzeitsmesse Hochzeitsmesse 2016

ausgeberinnen des Top Magazins Nicole Barendt-Ley und Nora Wisbert. Ein weiterer Trend zeigt sich bei den Hochzeitstorten. So gibt es eine spezielle, natürlich essbare, „Tafel“-Oberfläche“ für die individuellen Beschriftungen.

Foto: D. Jendretzki

Unter dem Motto „Einfach Ja sagen“ fand Ende Oktober zum achten Mal die Hochzeitsmesse Rheinland in der NeusNorbert Pilawa, Veranstalter der Hochser Stadthalle statt. zeitsmesse, verzeichnete am 30.10.2016 Inspirationen für den „schönsten TagBesucherrekord im Leben“ konnten einen neuen bei der 7. sich interessierte Besucher an diesem Tag holen. Hochzeitsmesse in der Insgesamt Neusser Stadthalle: 1000 Besucher sich von den rund 40 regionale und überregionale Firmenließen und Dienstknapp 50 Ausstellern für ihren schönsleister aus allen Branchen stellten rund um das Thema ten Tag im Leben inspirieren. An den Hochzeit aus. Vom Juwelier oder geschmackvoll und hochwertig eingeGoldschmied, Fotograf, Frisurichteten Ständen präsentierten ren, Kosmetik-­ Stying, Oldtimer,Juweliere, Fotografen, LocationanLocation­anbieter,Friseure, DJs, Hersteller bieter, DJ‘s, Konditoren und natürlich von Hochzeitstorten, VeranstalBrautund Herrenmodenausstatter tungstechniker, Kartengestalter aus Neuss und Umgebung alles, was für die bis hin zum Braut- und Herrenperfekte Hochzeitsfeier benötigt wird. ausstatter zählten zahlreiche Norbert Pilawa liebt seinen Beruf noch Anbieter zu den Ausstellern, begenauso wie am ersten Tag. „Hochzeiten geisterten mit Produktbeispielen sind ein schönes Thema“ So freut er sich, und luden zum Erstgespräch ein. dass ca. 60 % der Aussteller jedes Jahr wieder mit dabei sind. Aber Für 2018 steht der Messe­termin in natürlich kommen auch jedes Mal wieder neue interessante Firder Neusser Stadthalle schon fest: men dazu. 21. Oktober 2018 Ein besonderes Highlight auf den Hochzeiten sind die Fotoboxen. (Stand: 11/17)einen Schnappschuss erDort kann jeder Gast per Selbstauslöser

Foto: Top Magazin

in der Neusser Stadthalle in der Stadthalle Neuss

uss:

e N n i t m a s e d n Aus dem Sta

Hafenliebe Susanne Schoepe von der „Hafenliebe“ war in diesem Jahr schon zum 3. Mal als regionale Ausstellerin auf der Hochzeitsmesse in der Stadthalle. Mit viel „Liebe“ richtet diese Location Hochzeiten in ihren Räumlichkeiten im Neusser Hafen aus. Im Hafenbecken 1, schönem Blick auf das Quirinus Münster, können Hochzeit- mit 2016: 590 standesamtliche Hochzeiten in Neuss paare dort ihre Feier in die erfahrenen Hände von Susanne Schoepe und ihrem - 2017: Bis Team Ende geben. November gaben sich bereits 562 Paare

das „Ja-Wort“, bis Ende des Jahres werden es ca. 640 Eheschließungen - Für Eheschließungen außerhalb der Räume des Standesamtes sind die Alte Schmiede, das Zeughaus, die Ski­halle, das Clemens-Sels Museum, das Haus Rottels und der Norfer Wasserturm sehr beliebt. Top Tipp: Seit Kurzem steht auch die Pegelbar in Neuss als Location für die standes­amtliche Trauung zur Verfügung.

stellen und nach kurzer Zeit das fertige Foto in den Händen halten. Mit oder ohne Verkleidung überzeugt das nicht nur die Her-

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hochzeit

Von Boho-Look bis Smoking:

Die Braut in ihrem Brautkleid steht klar im Mittelpunkt, doch es gehören Zwei zu jeder Hochzeit und der Bräutigam möchte an seinem großen Tag ebenfalls eine gute Figur machen. Der richtige Anzug, perfekt passend und den individuellen Stil unterstreichend, wird immer wichtiger. Dabei geht der Trend zunehmend zum maßgeschneiderten Einzelstück. Das Brautkleid wird meist weit im Voraus ausgesucht und bestimmt den Stil der gesamten Hochzeit. Es liegt im Trend, das gesamte Fest unter ein Farbthema zu stellen. Auch das Outfit des Mannes sollte mit den passenden Accessoires darauf abgestimmt werden. Bei der Planung überlassen die Paare nichts dem Zufall. Sie informieren sich im Internet über die unterschiedlichen Trends und wie man diese in Outfit und Dekoration umsetzen kann. Wichtige Themen für die kommende Hochzeitssaison sind zum Beispiel der Vintage- oder Boho-Look, bei dem als Accessoires Weste, Hosenträger, Fliege und Kappe oder Hut nicht fehlen sollten. Ange-

Foto: R. Lüpertz

sagt bleibt der zeitlos elegante Look, bei dem man einen schlank geschnittenen Anzug in Blau-, Braun- oder Grautönen mit klassischen Accessoires wie farblich abgestimmter Weste, Hemd mit Manschettenknöpfen und festlicher Krawatte oder Plastron kombiniert. Wer es sehr festlich mag, der wählt einen Smoking, Cutaway oder Frack mit passendem Hemd, Fliege und Kummerbund. Ist der Stil festgelegt, kann der Bräutigam zur Wahl seines Anzuges schreiten. Dabei ist es wichtig, eine Begleitung mitzu­nehmen, der man vertrauen kann und die im besten Fall das Brautkleid kennt. Meist ist das der Trauzeuge, beste Freund oder Bruder und eventuell eine Vertraute der Braut. Fällt die Entscheidung auf einen maßgeschneiderten Anzug von Your Suit, der individuell auf den Träger zu geschnitten wird, sollten Sie etwa acht VERHEIRATET SEIT: Wochen vor der Hochzeit einen Ter17. November 2017 min vereinbaren. Bei der ersten AnWIE HABEN SIE SICH KENNENGELERNT? probe wählen Sie das Tuch und alle Sebastian ist regelmäßig die Strecke zwischen Köln und Düsseldorf gelaufen, hier weiteren Materialien wie Futter und haben wir uns ab und zu gesehen und uns angelächelt. Am 28. Oktober 2016 habe Knöpfe für Ihren Wunschanzug aus ich Sebastian wieder an der Laufstrecke am Rhein gesehen. Er war so mutig und und bestimmen die einzelnen Details. hat mich nach einem Kaffee gefragt – das war ca. um 15 Uhr – und wir haben uns Dann vermessen wir Sie genau und für denselben Tag verabredet. So nahmen die Dinge ihren Lauf. ermitteln die perfekte Passform. Der WIE LANGE DAUERTE ES VOM ERSTEN KUSS BIS ZUM HEIRATS­ Anzug wird nun in Einzelanfertigung ANTRAG? für Sie genäht. Nach etwa vier bis fünf Der erste Kuss fand am 28. Oktober 2016 statt und der Antrag erfolgte an meinem Geburtstag am 30. Dezember Wochen ist der Anzug für eine weitere 2016, um genau zu sein: 64 Tage. Anprobe bereit. Sollten kleinere ÄndeWIEVIEL ZEIT HABEN SIE FÜR DIE PLANUNG IHRER HOCHZEIT BENÖTIGT? rungen nötig sein, nehmen wir diese Wir haben am 17. Januar 2017 den Vertrag in der Location unterschrieben. Da Deko und viele andere schöne Dinge in unserem Atelier vor. Dann ist Ihr im Vertrag enthalten waren, haben wir hier viel Zeit gespart. Wir waren jeden Monat mit einem neuen Thema neues Lieblingsstück zur Abholung beschäftigt. In Monaten würde ich nach Gefühl sagen:drei Monate. bereit. WAR IHRE HOCHZEIT GENAUSO WIE SIE ES SICH VORGESTELLT HABEN? Besuchen Sie uns in unserem Geschäft Unsere Hochzeit war besser als wir es uns vorgestellt haben. Es war unsere Traum-Hochzeit und ich würde diese in Grevenbroich – wir beraten Sie Hochzeit genauso wieder feiern! gerne in allen Fragen rund um Ihren Hochzeitsanzug – so machen auch Sie WELCHEN TIPP HABEN SIE FÜR DIE HOCHZEITSPLANUNG? Jedes Paar sollte sich genug Zeit nehmen für die Sitzplanung, das kostet viel Zeit und Nerven. Plant eure Hochzeit eine perfekte Figur an Ihrem besondeso wie ihr sie euch vorstellt mit viel Liebe und Herz. Wenn ihr in eure Location kommt sollte euer Herz höher n ren Tag! Foto: A. Klink

Jana & Sebastian Ullrich

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Winter 2017 · top magazin RHEIN-KREIS NEUSS

Foto: your suit

Es muss nicht immer ein schwarzer Anzug sein


Rebecca Möller-Tauber und Max Tauber VERHEIRATET SEIT: 24. Juni 2017 WO HABEN SIE GEHEIRATET? Kirche: St. Peter Hoisten und anschließend Sektempfang mit Kaffee und Kuchen im Pfarrheim, Abendessen und Hochzeitsparty in der Pegelbar in Neuss WIESO HABEN SIE SICH DIESE LOCATION AUSGESUCHT?: Für uns ist die Pegelbar die erste Adresse in Neuss. Es ist eine supertolle und zentrale Location mit Dachterrasse und tollem Blick auf den Hafen und natürlich das Quirinus-Münster. Das Ambiente war einfach grandios und es ist eine super Feierlocation mit leckeren Cocktails. Es war alles prima: eine tolle Bedienung durch ein engagiertes Team und prima Organisation mit vorheriger Absprache durch Bernd Welzel. WELCHEN TIPP HABEN SIE FÜR DIE HOCHZEITSPLANUNG? Rechtzeitig mit der Planung (Location, DJ, Fotograf) anfangen

VERHEIRATET SEIT: 07. Oktober 2017

Laura und Cornel Gondorf

WO HABEN SIE GEHEIRATET? Wir haben standesamtlich in der Brachter Mühle in Brüggen (von Neuss aus ca. 30 Minuten Fahrzeit) geheiratet und abends in der Hafenliebe in Neuss gefeiert. WO HABEN SIE GEHEIRATET UND WIESO HABEN SIE SICH DIESE LOCATION AUSGESUCHT? Die Brachter Mühle haben wir uns ausgesucht, weil Laura in Brüggen aufgewachsen ist und die Mühle ein außer­ gewöhnlicher und hübscher Ort zum Heiraten ist. Die Hafenliebe haben wir ausgewählt, weil sie zu unseren Neusser Lieblings-Restaurants gehört und uns Konzept, Angebot und das Team vor Ort überzeugt haben. WELCHEN TIPP HABEN SIE FÜR DIE HOCHZEITSPLANUNG? Zuerst nur auf die groben Eckpunkte, wie Datum, Art der Hochzeit (nur standesamtlich, kirchlich, freie Trauung) und Location einigen. Danach erst an die Ausgestaltung der Details gehen und nach und nach alles weitere in die Wege leiten. Verteilt auch Aufgaben und Verantwortlichkeiten an die Familien, Freunde und Trauzeugen, so lastet nicht alles auf den Schultern des Brautpaares und es gibt am Hochzeitstag umso mehr Überraschungen.

Patricia & Karsten Oberbach WO HABEN SIE GEHEIRATET? Villa Erckens – Museum der niederrheinischen Seele, Grevenbroich

Foto: S. Böttcher

VERHEIRATET SEIT: 07. Oktober 2017

WIESO HABEN SIE SICH FÜR DIESE LOCATION ENTSCHIEDEN? Der Tradition folgend wollten wir im Geburtsort der Braut heiraten. Zudem sind wir beide am Niederrhein aufgewachsen und leben derzeit in Mönchengladbach, da war die thematische Verbindung zwischen Brautpaar und „Museum der niederrheinischen Seele“ sehr passend. Im Anschluss an unsere standesamtliche Trauung haben wir bei Fingerfood, Sekt und anschließend Kaffee und Hochzeitstorte im Salon noch einen zauberhaften Nachmittag mit unseren Gästen verbracht.

WELCHEN TIPP HABEN SIE FÜR DIE HOCHZEITSPLANUNG? In unserem Fall lagen nur ca. drei Monate zwischen Antrag und Trauung…das war ein straffes Zeitfenster und forderte ein wenig Organisationstalent. Wir haben uns entschieden, Aufträge lokal zu vergeben: Anzug des Bräutigams, Catering, Hochzeitstorte und Blumen… alles „made in Grevenbroich“. Am wichtigsten ist es aber sich selber treu zu bleiben und am Hochzeitstag einfach entspannt den Tag zu genießen …“It’s just a wedding – not a performance“.

»TRAUT EUCH« -

AUF DER GOLFANLAGE HUMMELBACHAUE Emotionale Momente verdienen einen stilvollen Rahmen. Das Team des Restaurant Hummelbach macht Ihren Tag zu einem ganz besonderen Moment.

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hochzeit

Foto: Bathe

Hochzeits-Locations Hafen im Neusser Pegelbar

Die Pegelbar ist schon lange eine der beliebtesten Locations für Hochzeiten in Neuss. Zentral in der Stadt, über den Dächern von Neuss besticht die Pegelbar durch stilvolles Ambiente und den atemberaubenden Ausblick über den Neuss-Düsseldorfer Hafen bis hin zum Quirinus Münster. Die Pegelbar bietet Ihnen ein perfektes Ambiente für bis zu 200 Gäste. Das erfahrene Team kümmert sich um all Ihre Wünsche und durch die bestehenden Kooperationen zu verschiedenen Cateringfirmen, DJs, etc. ist kein individueller Wunsch ausgeschlossen. Selbstverständlich können Sie auch einen Caterer Ihrer Wahl bestimmen. Erfahrene Dekorateure wissen worauf es ankommt um das passende Ambiente für Ihre Hochzeit zu gestalten und auch beim Thema Technik ist das Team der Pegelbar mit modernster Veranstaltungstechnik ausgestattet. Top Tipp: Seit dem 1. November 2017 kann man sich in der Pegelbar sogar standesamtlich trauen lassen.

Hafenliebe

Hochzeitstorte! Natürlich gehört zu jeder Hochzeit eine Hochzeitstorte, wie hier von der Neusser Konditorei Wegel. Herr Wegel berät Sie gern wenn es um Ihren ganz persönlichen Torten­traum geht.

Foto: privat

Ihre Hochzeit soll der schönste Tag Ihres Lebens werden und die Hafenliebe begleitet Sie dabei mit ihrer ganzen Kompetenz und Erfahrung. Die Hafenliebe im Neusser Hafen bietet den perfekten Rahmen für Ihre Feier. Moderne Veranstaltungsräume, einmaliger Service, den Blick auf das Quirinus Münster und das Hafenbecken und ein tolles Küchenteam. Ob rauschendes Fest mit stilvollem Dinner, ein schönes Beisammensein im Kreis der Liebsten oder ein Empfang auf dem Sonnendeck mit Blick in den Neusser Hafen – hier wird jede Traumhochzeit wahr.

Das Hauptdeck bietet auf 160 m2 Platz für 70 Personen sitzend an langen Tafeln. Für eine lockere „Weddingparty“ können auch weitere Gäste stehend eingeplant werden. Mit dem gleichen wunderschönen Ausblick bietet das Oberdeck – die Eventlocation im 1. OG – auf 160 m2 Platz für bis zu 100 Gäste sitzend, zum Beispiel an runden Banketttischen. Dieser lichtdurchflutete Raum verfügt über eine große Theke, Licht-und Tontechnik sowie einen separaten Buffetraum und Loungebereich.Das erfahrene Organisationsteam der Hafenliebe bietet komplette Arrangements an, die sämtliche Kosten von der Stoffserviette bis zur Raummiete und inkl. einer Getränkepauschale alles beinhaltet.

Ba zzar Rösterei / Bohai

Wer in der Bazzar Rösterei im Neusser Hafen oder im angrenzenden Restaurant Bohai seine Hochzeit feiert, kann als ganz besonderes Gastgeschenk seine eigene Hochzeitsröstung kreieren. Mit dem selbstgestalteten Etikette wird das 250g-Paket frischer Röstkaffee zum Give-Away am Ende der Feier, an das sich jeder Gast bestimmt noch lange erinnern wird.


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hochzeit

Hochzeitstraum(a)? 7 Tipps für einen verliebten Start ins Eheglück

Verliebt, verlobt und bald verheiratet? Viele fiebern viele Jahre auf die eigene Traumhochzeit hin! Oftmals entpuppt sich der lang ersehnte Meilenstein jedoch als wahrer Beziehungsalbtraum. Jürgen Höller, Europas führender Erfolgsund Motivations-Experte, der selbst seit 22 Jahren glücklich verheiratet ist, weiß, welchem Druck viele Paare sich aussetzen: „Bei Hochzeitsplanungen bis ins kleinste Detail scheinen Enttäuschungen geradezu vorprogrammiert, da auch immer Unvorhergesehenes geschieht. Braut und Bräutigam tun daher gut daran, ihren Ehrentag gelassen anzugehen, Abweichungen vom Plan zu akzeptieren und sich auf das eigentliche Ziel zu konzentrieren – nämlich den Partner.“

1. Projekt Märchenhochzeit

Bei der Gestaltung der Feierlichkeiten rät der Experte zu einer gesunden Portion Egoismus. Viele Paare tendieren nämlich dazu, sich hierbei nicht nach eigenen, sondern nach den Wünschen der Familie zu richten. Indem zukünftige Eheleute jedoch ihren Tag nach eigenen Vorstellungen gestalten, setzen sie ein wichtiges Zeichen für Foto: Mina Hesse eine selbstbestimmte gemeinsame Zukunft. Untereinander sollten Partner sich jedoch unbedingt kompromissbereit zeigen, damit die Vorstellungen beider mit einfließen. Zudem warnt der Experte eindringlich vor der drohenden Schuldenfalle bei einem zu hoch angesetzten Budget für eine einzige Feier.

2. Stress vermeiden

Durch gute Organisation kommt Stress gar nicht erst auf. Auch der mühselige Gang zu den Ämtern nach dem großen Tag läuft dank einer Liste mit den wichtigen To-Do's ganz entspannt ab. Doch auch mentaler Stress droht! Braut und Bräutigam sollten sich nicht dem Erfolgsdruck unterwerfen, der Tag der Hochzeit müsse als schönster des Lebens in Erinnerung bleiben! Solch ein Zwang hindert lediglich am unbeschwerten Genießen. Viele Paare entfremden sich in dieser Stressphase regelrecht voneinander, was häufig zu Streitigkeiten sogar am Hochzeitstag führt.

3. Perfekter Eheauftakt

Viele haben Angst, dass auf die Hochzeit auch der Ernst des (Zusammen-)Lebens folgt. Besser nehmen Paare daher die neue Situation zum Anlass, sich gemeinsam neue Lebensziele zu stecken, um einem tristen Alltag vorzubeugen. Zudem stärkt gemeinsame Zukunftsplanung das Zusammengehörigkeitsgefühl! Rückblicke auf die gemeinsame Zeit schaffen romantische Momente. Zeit der Nähe hilft dabei, die Liebe lange frisch und die Beziehung auch durch den Alltag hinweg glücklich zu halten. Bei offenen Gesprächen über Zukunftsängste und -wünsche stellen viele sogar erleichtert fest, dass der Partner ganz ähnlich fühlt.

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4. Team fürs Leben

Jedes glückliche Paar ist ein starkes Team. Mit dem Eheversprechen besiegeln Paare diese Verbundenheit. Hochzeitsvorbereitungen nehmen viele zum Anlass, einmal in Worte zu kleiden, was sie aneinander lieben und was sie sich an diesem Tag versprechen möchten. Ein Tipp: Gegenseitig Briefe schreiben – das ist eine lebenslange Erinnerung und schweißt zusammen. Viele erstellen auch eine Liste mit zehn Dingen, die sie gemeinsam erleben möchten, und fangen direkt nach der Hochzeit an.

5. Drum prüfe, wer sich ewig bindet

Jeder Mensch hat Fehler – leider auch der Traumpartner. Daher sollten Pärchen nur Ansprüche aneinander stellen, die jeder für sich selbst erfüllt. Besser ab und an auch mal ein Auge zu­ drücken. Der Partner soll Geborgenheit und Unterstützung bieten, aber nicht als Sündenbock für eigene Probleme dienen. Tipp: Schwierigkeiten direkt ansprechen, um gemeinsam Lösungen zu finden und gegenseitige Schuldzuweisung zu vermeiden. Auch Verheiratete sollten einander unbedingt weiterhin als eigenständige Persönlichkeit mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen, Denkmustern und Bedürfnissen akzeptieren.

6. Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt

Nicht selten fallen Frischvermählte nach dem großen Tag in ein depressives Stimmungstief, das die ersten Schritte in die gemeinsame Zukunft trübt. Und das Erkennen der Ursache fällt schwer, wenn der Hochzeitsblues erst später kommt. Für viele stehen die Hochzeitsvorbereitungen monatelang im Lebensmittelpunkt. Entfallen plötzlich Aufgabe und Vorfreude, stellt sich eine innere Leere ein, verbunden mit Ernüchterung: Das Paar steht nicht mehr im Mittelpunkt. Daher warnt der Experte davor, den großen Tag zum Interessenschwerpunkt der Beziehung zu machen.

7. Von der Kunst, verliebt zu bleiben

Mit dem Tag der Eheschließung beginnt nicht automatisch auch der Ernst des (Zusammen-)Lebens. Paare haben es selbst in der Hand, sich die Leichtigkeit der Verliebtheit lange zu erhalten. Regelmäßige besondere Abende etwa, an denen Paare jedes Mal etwas Neues und Ungewöhnliches unternehmen, bringen Spaß in die Partnerschaft und regen dazu ein abwechslungsreiches n Liebesleben an. Nehmt einander nicht eure Freiheit!


genuss

Konzentriert bei der Arbeit: Gino Leone

„ Mit Qualitätsprodukten und Liebe zur

Kochkunst möchte ich Momente des Genusses am Gaumen meiner Gäste hinterlassen. “

Bella Italia in Düsseldorf ein Erlebnis für alle Sinne

Genuss in entspannter Atmosphäre Ein Stück Italien in Düsseldorf: La Cucina da Gino Leone

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ino Leone, 1971 im italienischen Avellino in der Region Kampanien geboren, erhielt im Koch- und Hotelinstitut seiner italienischen Heimatstadt schon früh sein Diplom und festigte bereits in jungen Jahren seine Passion für die kulinarische Welt im Galassia Parkhotel in Avellino. Seine Philosophie basiert auf der regionalen Küchenkunst und der Verwendung ausschließlich einheimischer Produkte. Gino Leone verfeinerte in intensiven Weiterbildungskursen seine Küchenkunde in Rom und erweiterte seine Konditoreikenntnisse in der berühmten, im Jahre 1905 gegründeten Konditorei und Pâtisserie Augustus in Neapel. Schritte, die ihn schließlich nach Deutschland und direkt nach Düsseldorf führten, wo er erfolgreiche Stationen als Küchenchef im Rosati und im Bocconcino absolvierte. Zwischenzeitlich auch im bekannten Restaurant Obbligo di Scarpetta in Rom. Auf der Suche nach neuen professionellen Herausforderungen wagte er im Joint Venture von fast zehn Jahren im Restaurant Casa Mattoni erfolgreich den Schritt in die Selbstständigkeit. Im August 2012 eröffnete er sein zweites eigenes Restaurant Casa Leone in Meerbusch, in welchem er seinem Anspruch nach bester Qualitätsverarbeitung, mit Verwendung ausschließlich einheimischer Produkte und dem Standard italienischer Gastfreundschaft, ge-

recht werden konnte. Nach vier erfolgreichen Jahren im Linksrheinischen, in dem Gino, Lebensgefährtin Fani und sein Team viele Stammkunden gewinnen konnten, zog es ihn zurück an seine alte Wirkungsstätte Düsseldorf-Golzheim, wo er sein neues italienisches Restaurant „La Cucina da Gino Leone“ auf der Kaiserswerther Straße eröffnete. Im modernen Ambiente, gemütlicher Atmosphäre und bei authentischer Gastfreundschaft erlebt man ein Stück Italien. Die Gäste zeigen sich begeistert. Rainer Mellis, Vorstandssprecher der Volksbank Düsseldorf Neuss: „Ausgezeichnete italienische Restaurants gibt es einige in Düsseldorf. Gino Leone schafft durch seine Kochkunst aber immer wieder, besonders optische und kulinarische Raffinessen auf den Tisch zu zaubern – de luxe!“ Sein Gast, Bauunternehmer Artan Berisha, ergänzt: „Gino steht nicht auf Chichi und Glamour, er ist ein zielstrebiger Arbeiter, dessen größte Freude es ist, wenn der Kunde zufrieden ist.“ Und einen Tipp hat letzerer auch noch parat: „Die Seezunge ist für mich einfach perfekt. Vorher eine kleine Portion Spaghetti mit Trüffeln und dazu ein Glas Lugana. Che è il puro divertimento!“ (Übersetzt heißt es „Das ist Genuss pur!”). Lassen Sie sich von Gino und seinem Team mit köstlichen italienischen Speisen verzaubern. Buon Appetito! „ Weitere Infos: http://lacucina-dagino.de/  

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Trinke lieber ungewöhnlich! Haben Sie eigentlich auch einen Weihnachtswein? Nein, ich meine keinen Glühwein oder Weihnachtspunsch. Auch nicht die lustigen Festtagsweine mit Zipfelmütze oder Christkind auf dem Etikett. Ich erzähle Ihnen mal von unserem Weihnachtswein: Ein paar Jahre nach der Geburt unserer Tochter hatte ich Gelegenheit, eine Kiste einer wahren Wein-Ikone aus dem Piemont aus dem Geburtsjahrgang unserer Tochter einzukaufen (erwähnte ich eigentlich schon, dass ich Rotwein aus dem Piemont liebe, besonders Nebbiolo?). Und seitdem war es unser ganz persönliches gegenseitiges Weihnachtsgeschenk, am Tag vor Heiligabend eine dieser Flaschen aus dem Keller zu holen, damit sie sich akklimatisiert. Zum Heiligabend-Menü wurde sie dann sorgsam geöffnet und mit Bedacht Glas für Glas langsam geleert. Jedes Jahr ein neues Erlebnis, denn der Wein reifte mit uns und wuchs mit unserer Tochter und schmeckte so jedes Jahr zwar vertraut und doch wieder neu und anders – eine ganz eigene Persönlichkeit eben ... In diesem Jahr werde ich die letzte Flasche unseres Vorrat aus dem Keller holen – dann ist er zu Ende getrunken und unsere Tochter nun auch schon erwachsen. Für das nächste Jahr müssen wir uns nun ein neues Ritual überlegen und uns einen neuen Weihnachtswein aussuchen – aber bis dahin ist ja noch ein bisschen Zeit ... Vielleicht habe ich Sie auf die Idee für eine schöne neue Familientradition gebracht. Es muss ja nicht der Geburtsjahrgang sein, auch andere Daten eignen sich. Oder vielleicht ein Wein aus Ihrem liebsten Reiseziel ... Wann starten Sie mit der Auswahl Ihres persönlichen Weihnachtsweins? In diesem Sinne: Bleiben Sie neugierig!

Österreichischer Abend mit Schloss Esterházy bei Matzner Immer sind die Weinproben, veranstaltet von der Familie Matzner, ein ganz besonderer Genuss. Das traf ganz besonders auf den österreichischen Abend mit Weinen und Rezepten von Schloss Esterházy im Sommer zu. Durch einen Kontakt auf der ProWein wurde Nicole Matzner auf das traditionelle Weingut von 1758 aus dem österreichischen Burgenland, das wohl wie kein anderes die österreichische Tradition von Küche und Keller geprägt hat, aufmerksam. Sie war von den außergewöhnlichen Weinen so begeistert, dass sie diese gleich ins Sortiment ihrer Vinothek auf der Büttgerstrasse aufnahm. Schnell war die Marketingleiterin von Schloss Esterházy, Susanne Janotka, von der Idee einer Wein­ verkostung mit typisch österreichischen Spezialitäten, alle aus dem schönen Esterházy-Kochbuch, überzeugt. Und so konnten die vielen Weinliebhaber, die das Glück hatten einen der begehrten Plätze zu ergattern, einen interessanten und sehr amüsanten Abend mit typisch Wiener Schmäh, Spitzenweinen und perfekt zubereitetem Menü aus der Matzner-Küche genießen. Zur Begrüßung gab es den Sparkling-Wein „Quinquin“, zum Zanderfilet mit Zitronensauce auf grünem und weißem Spargel wurde „Der Prinz“, ein Grüner Veltliner gereicht, zur Quin-Quin Suppe mit Flusskrebsen kam der Leithaberg Chardonnay ins Glas und der Hauptgang mit dem berühmten Esterházy Rostbraten wurde begleitet von Estoras Blaufränkisch Merlot. Zum krönenden Abschluss, der legendären Esterházy Tort – perfekt von der Konditorei Wegel zubereitet – wurde eine Beerenauslese kredenzt. Es gab nicht wenige Gäste, die das Ende dieser gelungen Komposition von Unterhaltung und Genuss bedauerten. Aber natürlich kann man diesen Genuss ver­ längern, indem man sich die Weine von Schloss Esterházy, deren Flaschen­­ etiketten stets kleine Kunstwerke sind, in den heimischen Keller holt und das wunderbare Esterházy-Kochbuch mit wirklich leicht nachkochbaren Gerichten bei n Matzner erwirbt.

Ihre Birgit Fischer Gastkolumne von Birgit Fischer, 86

ENOTECA dell´Arte Neuss

Fotos: privat


1. DEHOGA-LOUNGE

Foto: DEHOGA

der Düsseldorfer und Rhein-Kreis Neusser

Gastronomie und Hotellerie Netzwerken, künstlerisches Rahmenprogramm, in geselliger Runde Spezialitäten probieren, über Trends informieren und Spaß haben – so lässt sich die erste DEHOGA-Lounge der Düsseldorfer und Rhein-Kreis Neusser Gastro-Szene in Stichworten beschreiben. Anfang November trafen sich rund 150 Gastronomen, Hoteliers und Zulieferer der Gastronomie im firmeneigenen Restaurant Kochmütze des Möbelhauses Höffner. Sie nutzten die Gelegenheit sich ausgiebig mit den Kollegen und Kolleginnen auszutauschen. So konnten bereits bestehende Kontakte vertieft und neue Kontakte geknüpft werden. Die Besucher hatten die Möglichkeit, sich bei den Firmenpartnern des DEHOGA über die Trends der Branche zu informieren und auch hier den Kontakt herzustellen bzw. zu vertiefen. Gute Getränke, köstliche Speisen, ausgewählte Musik und eine Tombola für den guten Zweck trugen entscheidend zum Gelin-

gen der Veranstaltung bei. Dabei dachten die Gastronomen nicht nur an ihr eigenes Vergnügen. Die Einnahmen aus dem Losverkauf wurden der Aktion „Luftballon“ vom Förderverein der Kinderklinik im Lukaskrankenhaus Neuss gespendet. „Wir freuen uns, dass die 1. DEHOGA-Lounge der Kreisgruppe Düsseldorf/Rhein-Kreis Neuss so erfolgreich verlaufen ist. Unseren Mitgliedern kann ich versichern, dass wir dieses Format auch im nächsten Jahr anbieten werden. Ein großes stabiles Netzwerk zu haben, sichert langfristig den geschäftlichen Erfolg und dafür stellen wir als DEHOGA gern die Plattform zur Verfügung“, so Thomas Kolaric, Geschäftsführer des DEHOGA Nordrhein e. V.

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wird ein monatlich wechselndes „ Amuse bouals ideache Menü“ mit 15 Kleinigkeiten in 5 Gängen enfeiern serviert. Die vorzüglich zubereitete Gans be-18 Uhr. genussgeistert | anzeigen die Gäste jedes Jahr auf`s, ebenso die nen Sie adventliche Stimmung. Ideal für Gesellschafgel“, Miten bis 60 Personen. 6 Hotelzimmer stehen zur 02131/ Verfügung und lassen einen „ Feier“-Abend stressfrei ausklingen. „ Di-So 18-22 Uhr, zus. Sa,So 12-14 Uhr 6.30 Uhr

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RESTAURANT IM CLASSIC-HOTEL

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Friedensstraße 12 | 41564 Kaarst Tel. 02131/128880 | Fax 02131/601833 www.classic-hotel-kaarst.de

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Zusätzlich zu den stilvollen Speiseräumen hat sich seit zwei Jahren „Tanjas Bistro“ mit seinen leckeren Gerichten in lockerer Atmosphäre bewiesen. Geniessen Sie zum Beispiel die leckeren Wildgerichte oder die abwechslungsreichen Pastavariationen. Natürlich immer aus der bewährt guten Frischeküche von Frank vom Dorp und Peter Bäumges. Jeden Donnerstag wird ein monatlich wechselndes „Amuse bouche Menü“ mit 15 Kleinigkeiten in 5 Gängen serviert. Die vorzüglich zubereitete Gans begeistert die Gäste jedes Jahr aufs Neue, ebenso die adventliche Stimmung. Ideal für Gesellschaften bis 60 Personen. 6 Hotelzimmer stehen zur Verfügung und lassen einen „Feier“-Abend stressfrei ausklingen. Di - So 18.00 - 22.00 Uhr Sa & So 12.00 - 14.00 Uhr

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88 Rittergut Birkhof | Betreiber WEBE GmbH Im Im Rittergut Birkhof | Betreiber WEBE GmbH 41352 Korschenbroich-Lüttenglehn 41352 Korschenbroich-Lüttenglehn 02131/206483 | Fax 02131/8986819 Tel.Tel. 02131/206483 | Fax 02131/8986819

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unverallenen Hinter der hellen modernen Fassade verbirgt Rheinsich ein freundliches, anspruchsvoll gestalten Team tes Restaurant, das den idealen Rahmen für ffen gePrivatfeste und Firmenfeiern bildet. Hier kann hs stets emachman entspannt feiern und die meisterliche Frihte, sosche-Küche von Patron und Küchenmeister t einem Klaus Krön genießen. Für Tagungen und Kone Qualiferenzen in gepflegtem Ambiente und mit perden Sorsönlichem Service empfehlen sich die Biblioelle Mitanzeigen | genuss anzeigen |und genuss thek das Studierzimmer – selbstverständern werlich mit dem neuestens technischen Standard.

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„ Di-Fr 9-18 Uhr, Sa 9-16 Uhr, So 13-16.30 Uhr Di-Fr 9-18 Uhr, Sa 9-16 Uhr, So 13-16.30 Uhr

TRATTORIA ENOTECA LUCA TRATTORIA ENOTECA LUCA

Dorfstraße 72 | 40667 Meerbusch Dorfstraße 72 | 40667 Meerbusch Tel. 02132/1318586 | www.luca-meerbusch.de Tel. 02132/1318586 | www.luca-meerbusch.de

DREI KÖNIGE DREI KÖNIGE RESTAURANT AM MARKT

· Hotel & Restaurant Hotel & Restaurant Krämerstr. 1 | 41460 Neuss Neusserstraße | 41516 GrevenbroichNeusserstraße 4949 | 41516 GrevenbroichTel: 02131/222916 Kapellen |Tel. 02182/812153 | Fax 02182/2784 Kapellen |Tel. 02182/812153 | Fax 02182/2784 www.restaurant-am-markt.net www.drei-koenige.net www.drei-koenige.net

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RESTAURANT CLASSIC-HOTEL RESTAURANT IMIM CLASSIC-HOTEL Friedensstraße 12 | 41564 Kaarst Friedensstraße 12 | 41564 Kaarst Tel. 02131/128880 | Fax 02131/601833 Tel. 02131/128880 | Fax 02131/601833 www.classic-hotel-kaarst.de

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10 Jahre Mehr als nur Kaffee!

Am 1. Dezember 2007 erfüllte sich Marcel Fornacon einen langgehegten Traum und startete auf der Neustraße mit dem „Koffi“ in die Selbständigkeit. Das ursprüngliche Konzept, das er damals bereits seit über einem Jahr im Kopf hatte, sah allerdings ein Self-Service Cafe im American Style vor. Die Kunden wollten es aber lieber eher klassisch mit einer freundlichen Bedienung und so entstand das Koffi in seiner heutigen Form als Treffpunkt für Liebhaber von gutem Kaffee und Kuchen, besonderen Getränken und frischen Speisen. Hier gibt es z. B. „Fritz-Kola“, damals einmalig in Neuss. Die Resonanz war so groß, dass 2010 eine Erweiterung auf das angrenzende Ladenlokal eine gute Gelegenheit bot, den dringend benötigten Raum zu schaffen. Das Speisen- und Getränkeangebot hat sich stets an den Kundenwünschen orientiert und bietet heute eine große Vielfalt von Kaffee- und Teespezialtäten – ganz aktuell „der Trunk des Kalifen“( frischer Ingwer, Minze, Orange und Granatapfel) – Kuchen aus Meisterhand, ganzjäh-

rig frische Waffeln, leckeren Eissorten im Sommer und natürlich den beliebten Mittagstisch (auch vegetarisch/vegan) mit stets frisch zubereiteten Gerichten je nach Saison und Wetter – mal regional, mal exotisch. Auch das Frühstücksangebot ist besonders: Jeder kann es sich aus vielen, frischen Komponenten individuell zusammenstellen. Das große Kaffee­angebot von 18 Sorten, teilweise aus eigener Röstung, gibt es auch frisch gemahlen für die heimische Kaffeemaschine, ebenso wird die Gastronomie im Umkreis damit beliefert. Wichtig ist die großzügig bestuhlte Terrasse auf der autofreien Neustraße, die auch in den Wintermonaten offen ist. Hier heißt es immer „sehen und gesehen werden“. Marcel Fornacon und sein Koffi sind auch in Zukunft noch für so manche Überraschung gut! Mo-Fr 9.30-18.30, Sa 9.30-18.00, So 12.00-18.00 Neustraße 3, 41460 Neuss, Tel. 02131/1331152 www.koffi-neuss.de

Genießertreff 2018

Am 18. Januar heißt es in der Stadthalle zum 16. Mal „Probieren, Schlemmen und Genießen“ für alle Glücklichen, die eine der 1.000 Eintrittskarten erwerben konnten. Denn Karten sind rar für diese beliebte Gastronomieveranstaltung, zumal sich die Karten als ideales Weihnachtgeschenk eignen. Viele Gastronomiebetriebe sind teilweise schon seit Anfang an dabei, immer an festen Standplätzen. Aber das Neue kommt nicht zu kurz: Auch dieses Jahr gibt es wieder Teilnehmer, die ihre Köstlichkeiten dem fachkundigen Publikum zum ersten mal präsentieren.

Fotos: Neuss Marketing

Der Andrang ist vorprogrammiert: Denn inzwischen ist der Genießertreff eine feste Größe im Neusser Veranstaltungskalender und hat auch bei vielen Gästen aus dem Umland seinen Ruf als kulinarisches Highlight etabliert.

Zu den Debütanten beim Genießertreff gehören: Big B, YO(U) Dream, Trattoria Gigante und die Kochschule Della Casa. Schon an dieser Auswahl sieht man: Eine abwechslungsreiche Speisenauswahl ist garantiert! Der Veranstalter Neuss Marketing verspricht, dass jeder Besucher auf seine Kosten kommen wird!

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Fotos: Top Magazin

ereignis

2. Fashion Night bei

Höffner in Neuss „Beauty-Alarm“ im Möbelhaus

E

Alles für die Weihnachtsbäckerei Nüsse, Saaten und Trockenfrüchte Weihnachtsbackgewürze Marzipan und Nougat vom Block Köstliche Geschenkideen für Genussmenschen

Ronnefeldt und Kusmi Tee

www.gewuerzmuehle-engels.de

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in tolles Programm bot die zweite HöffnerFashion Night im November. Das reichte von Candy-Bar über Fotoshootings bis hin zu den modischen Highlights auf dem Cat Walk. RTL-Ikone Frauke Ludowig glänzte als Moderatorin nicht nur im elegant-schwarzen Designer-Kleid, Hunderte von Besuchern ließen sich von Schmink-Tipps, Flying Buffets und fetziger Live-Musik verwöhnen. Bildhübsche Models und attraktive Dressmen begeisterten auf einem schwebenden Catwalk mitten im Möbelhaus: Die Fashion Night war optisch, akustisch und kulinarisch etwas Besonderes. Das zeigten auch die vielen Bloggerinnen, die ihre Netz-Community direkt an ihren Eindrücken teilhaben ließen. Der Bachelor 2017 Sebastian Pannek und Freundin Clea-Lacy freuten sich, Frauke Ludowig in Neuss wiederzusehen, die ihnen bestens aus der Sendung bekannt ist. Auf dem roten Laufsteg präsentierte Pannek dann mit anderen Models die Mode-Kreationen regionaler Designer-Labels wie 3Zehn, Lassal, Menashion, Sonja Tafelmeier Couture und Vis a vi u. a. mit Top-Nachwuchs-Model Anna Hiltrop. Glücklich war auch Höffner-Hausleiter Jens Olding: „Die zweite Fashion Night hat unsere Erwartungen nochmals übertroffen. Möbel, Models und Musik passen offenbar sehr gut n zusammen...“


Holger Stahl Energieberater

„Unser Strom

für Euren Spaß“

Strom

Erdgas

Wasser

Wärme

Contracting

Bäder

Wellneuss

Eishalle

Nahverkehr


Schirmherr: Bürgermeister Reiner Breuer

Do. 18.01.2018, in Neuss Köstlichkeiten bekannter Gastronomen aus der Region Neuss

Stadthalle Neuss, Selikumer Straße 25, ab 18.00 Uhr

VVK: ab 04.12.2017

Tourist Info Neuss Büchel 6

Platten Schmidt Theodor-Heuss-Platz 7

Rauchbar, Neustr. 9

27 €

Eintritt: zzgl. VVK-Gebühr Abendkasse: 31 € € inklusive Speisen

Top Magazin Neuss Winter 2017  
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