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Ausgabe 4 | 30. Jahrgang Winter 2016/2017 | 6,– €

Kultur BOCHUM | BOTTROP | DUISBURG | ESSEN | GELSENKIRCHEN | MÜLHEIM | OBERHAUSEN

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Ein Essener zu Gast bei

Donald Trump autos autos

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Wenn der Sohn dem Vater ein

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Kultur

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Faszination Zähne

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Unsere Freude beginnt dort, Wirwir geben Ihren Zähnen wo andere zum Petru Mermeze den natürlichen Lachen bringen! Zahntechnikermeister Petru Mermeze top magazin Klang zurück. Zahntechnikermeister Winter 2016 ·

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Mehr Info!


Editorial

Editorial

for gentlemen only

Chefredakteurin Katrin Kroemer

BEGEGNUNGEN MIT PRÄSIDENTEN UND VIELE IDEEN AUS DEM REVIER Sagen Sie doch mal selber – manchmal gibt es doch verrückte Zufälle! Da ist ein Essener Fotograf vor mehr als 20 Jahren beruflich in Florida unterwegs und trifft dort einen reichen Mann. Na gut, einen sehr reichen Mann. Donald Trump. Immobilien-Mogul und Milliardär, Fernsehshow-Star und Spiele-Palast-Pleitier, Hasardeur, Polit-Provokateur – Präsident. Denn jetzt, über 23 Jahre später, ist dieser Donald Trump tatsächlich zum 45. Staatschef der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt, ein Amt, das er im Januar offiziell antritt. Und der Essener Fotograf, Ralf Schultheiß, ist heute Herausgeber von TOP RUHR und öffnet sein Fotoalbum für unsere Leser. Er war im legendären Mar-a-Lago und hat Donald Trump fotografiert. Der will dort als Präsident seine Winter-Residenz aufschlagen. Spannende Einblicke aus erster Hand also in ein Märchenschloss. Ganz nah dran am Trubel um die Wahlen in den USA war aktuell Birte Glang, ein anderes „Ruhrpott-Kind“. Die drehte in Hollywood und fieberte mit ihren Freunden da hautnah für Hillary Clinton, erzählt sie in ihrer neuen Kolumne für TOP RUHR. Und sie verrät auch: Sie kommt immer gerne zurück nach Hause. In den Pott eben. Der hat ja auch echt eine Menge zu bieten. Spannende Menschen, wie Dr. Stephan Holthoff-Pförtner aus Essen. Der ist

selber Präsident. Aktuell gewählt als oberster Repräsentant der Deutschen Zeitschriftenverleger. Der ist aber noch viel mehr: Königlich-Thailändischer Honorarkonsul, war mit seiner namhaften Anwalts-Sozietät im Einsatz für Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl und ist Landesschatzmeister der CDU in Nordrhein-Westfalen. Spannende Menschen, die gab es immer schon in dieser Region. Die hart anpacken konnten und dabei auch noch kreativ waren. Wilhelm Lehmbruck, der um die Wende zum 20. Jahrhundert ganz besondere Skulpturen schuf. Sein Sohn Manfred hat dem Vater und seiner Kunst in Duisburg ein Museum erbaut. Das hat weltweit einmalige Vorzüge. Vielleicht nicht weltweit einmalig, aber schon beachtlich ist die automobile Leidenschaft in dieser Region. Darum laden wir ein zu einem Spaziergang durch diese Welt – von alten Raritäten über abgefahrene Designer-Cars oder PS-strotzende Kraftprotze bis zu ganz alltagstauglichen Ideen. Ideen, die gibt es viele, immer wieder im Ruhrgebiet. Wir stellen Sie Ihnen vor – und wenn Sie uns treu bleiben, gerne auch weiter 2017! Herzlichst Ihre

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Inhalt

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Ausgabe 4 | 30. Jahrgang Winter 2016/2017 | 6,– €

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Ein Essener zu Gast bei

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MENSCHEN

6 Zu Gast bei Donald Trump 16 Birte Glang – Kolumne 18 Dr. Stephan Holthoff-Pförtner – Der neue Verlagspräsident 120 Heiko Lahne – Hand & Arbeit 124 Albert Ritter – Bürger des Ruhrgebiets 130 topjobs

BUSINESS

24 Klasmeyer 26 Theaterpassage Essen: Bang & Olufsen und Karin Glasmacher-Shop 28 Natalie Feustel – Einsatz für die Schönheit 117 duisport – Rekordjahr bei der Flächenvermarktung 125 Mehr Sicherheit mit S.E.T. 126 Oliver’s Hair in Essen-Kettwig

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SPEZIAL

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James Rizzi – Pop-Art für die Kreuzeskirche Der Speer des Volkes

AUTO

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Top Classic Cars Maserati Levante – Fahren wie der Wind

GESUNDHEIT

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Große Chance für kleine Füße Experten der Geriatrie Hörsysteme Wessling Excellence

KULTUR

66 Buch Tipps 92 Kultur-Szene 94 Klavier-Festival 2017 96 Der Mondpalast von Wanne-Eickel 100 Lehmbruck Museum 128 Musik Tipps


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RUHRREVIER

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Was ist top an Gelsenkirchen Turnerin aus Leidenschaft Musiktheater im Revier

ARCHITEKTUR

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Fragments of Metropolis Wohnbau Essen-Nord

TOP HOT SPOTS

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Infopoint – Messe Essen Neues aus dem Revier

ESSEN & TRINKEN

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Schloss Hugenpoet Der Herr der Reben

TOP TEN

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Tipps und Trends von der TOP Promotion Verlags- und Marketing GmbH

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RUBRIKEN

3 Editorial 137 Impressum 83 Abonnement Winter 2016 · top magazin RUHR

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Menschen

MOGUL MIT MODELS UND MILLIARDEN ZU GAST IN PALM BEACH BEI DONALD TRUMP Ralf Schultheiß hat in seinem Archiv echte

Raritäten: Bilder von

einer Trump-Party 1993

Donald Trump, der designierte 45. Präsident der USA, vor 23 Jahren. Da fotografierte Ralf Schultheiß ihn bei einer Party in seiner Privat-Residenz Palm Beach. Seine Dias hat er nach Trumps Wahl für TOP RUHR wieder herausgesucht.

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Es ist jetzt 23 Jahre her, und auch in den kühnsten Träumen hätte es sich Ralf Schultheiß nicht einfallen lassen, dass er in Palm Beach nicht nur einem der reichsten Männer Amerikas einen Besuch abstatten durfte, sondern dem künftigen Präsidenten der USA. Zu Gast bei Donald Trump – schon damals unter den besonders Reichen und Schönen, den Wichtigen und Prominenten dieser Glamourwelt. Und mittendrin Ralf Schultheiß, immer schon unter den weltbesten People-Fotografen. Heute auch Herausgeber vom TOP MAGAZIN RUHR. In den heiligen Hallen von Mar-a-Lago, der Millionen-Residenz des Milliardärs, ist an diesem Tag im Februar 1993 eine Party angesagt. In diesem Wunderpalast in Palm Beach residiert der Tycoon schon in den 1990er Jahren prunkvoll wie ein König – heute könnte man sagen: wie ein Präsident. Ein livrierter Portier befreit die Gäste bei der Ankunft von ihrem Auto und bringt es zum Parkplatz. Oben auf der Freitreppe, dezent von Sicherheitskräften umgeben, empfängt der Hausherr seine Gäste persönlich mit Handschlag. Als Ralf Schultheiß kommt, stutzt Trump: Hinter dem Fotografen wandelt ein Zwei-MeterMuskelmann im dezenten Doppelreiher. Schultheiß‘ Begleiter, angeheuert, um die wertvolle Ausrüstung bei den Shootings zu bewachen. Freddy aus Essen sieht aus wie ein Double von Trumps Bodyguard – beide lachen. Der Draht zwischen Gastgeber und deutschem Besucher stimmt. Von da geht es weiter in das Wohnzimmer des Anwesens. Überall stehen Bilderrahmen – sie alle zeigen den Milliardär mit anderen Promis. Der Raum selber ist mehr als imposant; „Wie ein Kirchenschiff – absolut hoch und über und über an den Wänden und an der Decke mit massivem Gold verziert“, hat Ralf Schultheiß den besonderen Eindruck dieses Wohnzimmers mit seiner Kopie der Tausend-Flügel-Decke aus der Accademia von Venedig unauslöschlich im Gedächtnis. Dazu passt das Esszimmer mit einem phantastischen Tisch, den Tischen im Palast der Pitti in den Uffizien in Florenz nachempfunden.

Pures Gold an den Wänden und an der Decke im Wohnzimmer von Trumps Märchenschloss Mara-Lago. Dazu eine Raumhöhe, die Ralf Schultheiß immer an ein Kirchenschiff denken lässt.

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Die Partygäste aber gehen nur durch die Wohnräume hindurch, die Feier steigt im großzügigen Park und rund um den Pool, der natürlich Olympia-Maße hat. Essen gibt es im „Gartenhaus“ das so bemessen ist, dass 200 Menschen leicht darin Platz finden, erinnert sich Ralf Schultheiß an die unglaublichen Dimensionen. Alles ist eben „big“ bei Trump. Dabeisein darf schon in den 1990er-Jahren nur, wer entweder fast sinnlos reich und oder wirklich berühmt ist: Arnold Schwarzenegger, Michael Jackson, Gloria Estefan und Tom Selleck als Show-Größen oder ein Mogul wie Adnan Kashoggi geben sich im korallenbedachten Palast von Donald Trump die Ehre. Immer dabeisein dürfen beim Milliardär mit Faible für Mädchen die schönsten Models der Welt. Für die ist auch Ralf Schultheiß nach Amerika geflogen, zu Modeshootings in Miami. Dort macht er außerdem ein Portrait von Horst-Dieter Esch, deutsch-amerikanischer GlamourUnternehmer, der damals gerade Wilhelmina, eine der bedeutensten Modelagenturen der Welt, gekauft hat. Esch mit seinen deutschen Wurzeln und der Fotograf aus Essen verstehen sich bestens, und so bekommt Ralf Schultheiß eine Einladung zur Party im Trump-Palast von Palm Beach. Denn Esch zählt zu der Zeit zu Trumps besten Freunden, beide teilen die Leidenschaft für Milliarden und schöne Mädchen. Und deutsche Wurzeln: Trumps Vorfahren stammen aus Kallstadt (Kreis Bad Dürkheim) in der Pfalz. Bei der Party geben sich die schönsten Models, die reichsten Menschen, die berühmtesten Stars ein Stelldichein. Gold an Wänden und Decken, spanische Fliesen aus dem 15. Jahrhundert dazu – und dann Plastikbecher für die Drinks am Milliardärspool, das lässt selbst den weltgewandten Ralf Schultheiß der bei seinem Blick durch die Kamera auf Glanz und Glamour schon so manches gesehen hat, stutzen. Die Gäste stört das ganz offenbar wenig, sie schlürfen ihren Edel-Champagner auch aus Plastik. American Way of life ...

Models, Mächtige und Millionäre feiern bei Donald Trump in Palm Beach rauschende Feste. Auch im Februar 1993. Da ist der heutige TOP-RUHR-Herausgeber Ralf Schultheiß mit seiner Kamera dabei.

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Donald Trump und Mar-a-Lago – das ist eine besondere Geschichte. Das MärchenSchloss wird in den Goldenen 1920er-Jahren erbaut von einer der reichsten Frauen des damaligen Amerika, der CornflakesErbin Marjorie Merriweather Post, die es nach ihrem Tod 1973 dem Staat vermacht. 1980 bekommt das Luxus-Anwesen mit dem frei übersetzbaren Namen „Zwischen Meer und See“ den Status einer National Historic Landmark. Dennoch möchte sich der Staat vom unterhaltungsaufwendigen Erbe trennen. 1985 tritt Trump als Interessent an und ebnet den Weg auf seine Weise für einen guten Deal. Er kauft vorgelagerte Grundstücke auf und kündigt den Bau großer, sichtraubender Betonbunker vor der Landmarke an. So drückt er den Preis für sein Märchenschloss in der Millionärsenklave Palm Beach – für ihn ein gutes Geschäft. Denn es passt in seine erklärte Philosophie: „Ein gutes Geschäft ist nicht, wenn man etwas umsonst bekommt, dann taugt meistens der Gegenwert nichts, sondern wenn du etwas günstiger kriegst.“ Das ist bei Mar-a-Lago durchaus der Fall – denn er drückt nicht nur damals den Preis auf einen für ihn kleineren Millionenbetrag, sondern darf sich nun über einen heute geschätzten Wert von 70 Millionen Dollar freuen. In diesem Schloss am Meer ist Ralf Schultheiß 1993 ein weiteres Mal zu Gast: Trump hat ihn auf seiner Party persönlich zu einem erneuten Besuch eingeladen. Der bekannte People-Fotograf aus Deutschland darf kommen, um in Ruhe ein neues Shooting mit dem Gastgeber zu machen. Und da trickst Trump nicht: Pfingsten ist es soweit. Schultheiß reist, wie vereinbart, zum Fototermin nach Palm Beach. Hier bekommt der deutsche Fotograf eine private Hausführung vom Gastgeber und trifft in der gigantischen Küche der Residenz auch den deutschen Koch des Milliardärs. Der hat urdeutsche Schokoriegel im Schrank. „Catch it“, lacht Trump und wirft dem Mann mit der Kamera einen davon zu.

Donald Trump posiert für Ralf Schultheiß. Dem StarFotografen aus Essen stellt er sich für ein Shooting Pfingsten 1993 in Mar-a-Lago.

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Donald Trump möchte aus seinem heutigen Privatclub Mar-a-Logo den Präsidenten-Sitz für den Winter machen, wenn er ab Januar im Amt ist

Das Märchenschloss unter Palmen ist heute Trumps Privatclub – sein Besitzer nicht mehr nur Immobilien-Mogul, sondern er wird im Januar 2017 der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Mar-aLago mit seinen stolzen 128 Räumen hat dann das Zeug zur präsidialen Winterresidenz dem Winter-White-House, hat Donald Trump bereits deutlich durchblicken lassen. Hier heiratete er im Januar 2005 seine jetzige Ehefrau Melania – die künftige First Lady der USA. Seither halten sie in der Residenz im spanischen Stil prunkvoll Hof.

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Vom Ruhrgebiet in die ganze Welt... und zurück! Sie ist eine erfolgreiche Schauspielerin und kommt herum in der Welt. Dabei bekennt sie sich dazu, ein „Ruhrpott-Kind“ zu sein. Für TOP RUHR schreibt Birte Glang nun eine Kolumne über das, was sie auf ihren Touren erlebt. Hier der 1. Teil

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BIRTE GLANG kolumne

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er im Ruhrpott groß geworden ist, der weiß, was es heißt, für die kurze Strecke zwischen Recklinghausen und Essen 90 Minuten zu brauchen. Der versteht es, dass jede Stadt sein eigenes Flair hat, auch wenn dieses für Außenstehende nicht unbedingt erkennbar ist. Ruhrpöttler unter sich finden sich immer und sprechen eine manchmal raue, aber liebenswürdige Sprache. Doch wie ist es aus Sicht eines echten Ruhrpottlers in ein Business einzutauchen, das vor Oberflächlichkeit und falschem Schönheitspotenzial nur so strotzt? Schon meine Arbeit als Fotomodel hat mich in eine Welt aus absoluten Gegensätzen geführt – und auch rund um den Globus. Doch erst die Schauspielerei führte mich nach Hollywood, in die Hochburg von Schein und Sein und purer Selbstüberschätzung. Hier kommen Slogans wie „Fake it until you make it“ und „In Amerika kann jeder Präsident werden“ wahrlich eine ganz andere Bedeutung zu. Und das nicht erst, seitdem wir hier live die Wahl von Mr. Donald Trump zum nächsten US-Präsidenten ertragen mussten. Den einen Tag wird ein Mr. Trump als Gast einer der bekanntesten Late-NightTalkshows bejubelt. Am nächsten Tag wird selbiger dann „die größte Gefahr seit des Zweiten Weltkrieges“ beschimpft. Dennoch wählen ihn die Menschen, allein schon aus „Protest gegen Hillary Clinton“. Ich selbst war erstaunt, wie einige amerikanische Bekannte von mir Trump als „volksnah“ bezeichneten. Zu meiner Beruhigung hatten die meisten amerikanischen Freunde dann doch eher für die Konkurrenz gestimmt und machen sich nun aber darüber Gedanken, ob Kalifornien sich nicht von der USA als ei-

gener Staat abspalten könnte. Das alles fühlt sich wie im Film an, doch es ist die Realität, in der Stadt, in der die Film-Welthits entstehen: Täglich finden hier Premieren von großen Filmen statt. Gerade noch fuhr Leonardo DiCaprio mit mehreren Limousinen im Gefolge in Hollywood vor, um seine neue Dokumentation „Before the Flood“ über die Folgen des Klimawandels vorzustellen. An selbiger Stelle schlagen Obdachlose zu späterer Stunde ihr Nachtlager auf. Im Restaurant sollte man sich über die Attraktivität der Bedienungen nicht wundern: Nur 5 % aller Schauspieler können von ihrer Kunst leben, der Rest kellnert sich größtenteils eher schlecht als recht durchs Leben. Hier wird mir immer wieder vor Augen geführt, dass gutes Aussehen und sogar absolutes Talent noch lange nicht genügen, um ein Filmstar zu werden. Vitamin B und das richtige Netzwerk verkürzen nicht nur Wege, sondern machen sie überhaupt erst möglich. Häufig stehe ich mit potenziellen Meryl Streep-, Angelina Jolie- oder Charlize Theron-Nachfolgerinnen im Casting. Wir fiebern um die nächste Rolle, die vielleicht der erhoffte Durchbruch sein könnte. Beispiele wie Arnold Schwarzenegger oder Christoph Waltz lassen uns daran glauben und die Hoffnung nicht aufgeben. Um dem täglichen Erfolgsdruck und den Herausforderungen standzuhalten, starten 80 % der hier Lebenden ihren Tag mit Sport einhergehend mit extremen Ansichten zur Ernährung: kein Brot, kein Fleisch, Frühstück nur in Saftform … Dabei wimmelt es hier nur so von tollen Restaurants jeglicher Nationalität. Ich habe mich neuerdings ins mexikanische Essen verguckt. Gute mexikanische Restaurants gibt es in Los Angeles so zahlreich wie bei uns Italiener und Dönerbuden. Ich finde in Amerikas Traumfabrik jedoch einige Parallelen zu meiner alten Heimat: Los Angeles ist – wie das Ruhrgebiet – eine Ansammlung von Städten. Keine gleicht der anderen und trotzdem gehören irgendwie alle zusammen: das Künstlerparadies Venice Beach, Beverly Hills mit seinen teuren Einkaufspassagen oder Hollywood, das nachts zur Partymeile wird. Gerüchten zufolge seien Los Angeles und das Ruhrgebiet die hellsten Punkte am Erdball. Beides sind ein Konglomerat, in beiden braucht man schon mal zwei Stunden, um eine Strecke von 30 km zurückzulegen, und beide sind rau, aber liebenswert.

Oft werde ich gefragt, was ich an LA besonders liebe: das ganzjährige gute Wetter. Regentage sind rar. Es scheint, als ob hier einfach jeder Tag gleich ist. Kann in einer solchen Stadt überhaupt ein Weihnachtsgefühl aufkommen? Die Third Street Promenade, die ShoppingFußgängerzone in Santa Monica, erstrahlt schon frühzeitig im Glanze von Weihnachtskugeln und Lametta. Und da die Amerikaner ja einfach auf nichts verzichten wollen, gibt es ab 1. November auch jedes Jahr eine Outdoor-Eislaufbahn. Wer will, schaltet dann noch den Radiosender ein, der 24 Stunden nonstop Weihnachtsmusik spielt. Da sollte doch einer mal sagen, Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad Celsius lassen keine Weihnachtsstimmung aufkommen! Und trotzdem vermisse ich den Pott: Weihnachtsmärkte bei Nieselregen, laufwarmer Glühwein und das Pöbeln im Fußballstadion bekommen auf einmal eine andere Bedeutung. Weihnachten feiere ich deshalb definitiv zu Hause! Eure Birte

Birte Glang – Schauspielerin, Model, Juristin. Aufgewachsen im Kreis Recklinghausen, nun Pendlerin zwischen Berlin, Los Angeles und dem Ruhrpott. 2010 wurde sie mit ihrer Rolle in „Unter Uns“ (RTL) bekannt. Zwei Jahre später feierte sie bereits als weibliche Hauptrolle ihr Kinodebüt neben Comedian Kaya Yanar und Hollywoodstar Rutger Hauer. Aktuell stand sie für „Alarm für Cobra 11“ und „Letzte Spur Berlin“ in Episodenhauptrollen vor der Kamera. Im Kino ist Birte mit einem Gastauftritt in der Ruhrpott-Komödie „Radio Heimat“ zu sehen.

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AUS ESSEN AN DIE SPITZE DER ZEITSCHRIFTENVERLEGER Dr. Stephan Holthoff-Pförtner ist Gesellschafter der Funke-Mediengruppe und seit November auch der neue Spitzenrepräsentant des Verbandes der Deutschen Zeitschriftenverleger Fotos: Ralf Schultheiß

Dr. Stephan Holthoff-Pförtner aus Essen ist als Nachfolger von Hubert Burda der neue Präsident des Verbandes der Deutschen Zeitschriftenverleger

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Eine starke publizistische Stimme ist die FunkeMediengruppe geworden, dafür steht Dr. HolthoffPförtner zur Verlagerung der Zentralredaktion aus Essen nach Berlin

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Herr Dr. Holthoff-Pförtner, Mitte Oktober wurde bekannt, dass Sie als Nachfolger Hubert Burdas für das Amt des VDZPräsidenten kandidieren. Was hat Sie dazu bewogen? Dr. Stephan Holthoff-Pförtner: Zunächst einmal: Es ist eine große Ehre, für dieses Amt von der Delegiertenversammlung gewählt worden zu sein. In Zeiten des radikalen Umbruchs, wie wir sie gerade erleben, kommt Verbänden eine besonders wichtige Rolle zu. VDZ und BDZV vertreten die publizistischen, wirtschaftlichen und kulturellen Interessen unserer Branche vor allem gegenüber der nationalen, europäischen und internationalen Politik, aber zum Beispiel auch gegenüber anderen Unternehmen wie Google oder Facebook. Bei Themen wie Novellierung des Kartellrechts, Urheberschutz und Leistungsschutzrecht oder auch Werbeverboten kommt man nur im Zusammenschluss der Verlage voran. Ich würde gerne einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unserer Branche leisten. Sie haben viele Jahre lang die Funke-Seite der damaligen WAZ-Gruppe als Sprecher gegenüber der damaligen Brost-Seite vertreten. Seit 2000 sind Sie als Erbe von Frau Holthoff selbst Verleger. War der Rollenwechsel in irgendeiner Weise problematisch? Dr. Stephan Holthoff-Pförtner: Nein, es hat sich eigentlich weniger verändert, als Sie glauben. Ich bin schon seit den Achtzigerjahren in diesen Gremien, auch in der Vertretung der Interessen der Familie Holthoff. Dann gab es die Funke-Seite und die Funke-Sitzungen, und es gab die BrostSitzungen. Der Unterschied ist jetzt, dass sich eben eine Familie trifft und auch im Ton sehr familiär miteinander umgeht. Wie hat man sich die Zusammenarbeit zwischen den zwei Verlegerinnen und Ihnen vorzustellen? Dr. Stephan Holthoff-Pförtner: Sehr kollegial. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir in den drei Jahren, in denen wir diese neue KGaA haben, einmal kontrovers abgestimmt haben. Wenn wir keine Mehrheit finden, lassen wir es. Oder wir finden einen Konsens und einigen uns in der Sache. Wie verstehen Sie Ihre Rolle als Verleger? Dr. Stephan Holthoff-Pförtner: Das Wichtigste für mich ist, dass Funke als Marke für journalistische Unabhängigkeit, für verlässliche Recherche, für gesellschaftliche Verantwortung steht.

Der Begriff der Marke ist in der Medienwelt noch etwas Neues … Dr. Stephan Holthoff-Pförtner: Ich kaufe das Produkt einer bestimmten Marke, weil ich weiß, was ich da bekomme. Ich liebe Vergleiche aus der Gastronomie: Sie können in einer bestimmten Weise kochen. Sie können bürgerlich kochen, südlich, französisch, was auch immer. Egal, was Sie kochen, eines dürfen Sie nie tun: Die Erwartung, die Sie wecken, enttäuschen! Das Wichtigste ist, dass Sie bei jedem Produkt Qualität liefern. Genauso ist es mit Zeitungen und Zeitschriften: Wir müssen bei allem, was wir tun, Qualität liefern. Ich wäre stolz darauf, wenn unsere Leserinnen und Leser sagen würden: „Das habe ich bei ,Funke' gelesen, das stimmt, das erwarte ich da auch“. Oder: „Bei Funke-Zeitschriften werde ich gut unterhalten.“ Oder: „Auf den Funke-Plattformen bekomme ich guten Rat.“ Je nachdem, was das Produkt verspricht, muss es stets auf dem Niveau sein, das dem Anspruch der Marke gerecht wird. Das kann in den Inhalten sehr unterschiedlich sein. Aber es muss immer eine bestimmte professionelle Qualität besitzen. Darauf muss man sich verlassen können.

gebrochen, der Hintergründe aufzeigt, Analysen liefert, in die Tiefe geht. Aber was nützt es mir, wenn ich eine Information zwar sehr schnell bekomme, aber ihre Bedeutung nicht verstehe, weil ich die Hintergründe und Implikationen nicht kenne? War das eine private Meinungsäußerung, die Ihr eigenes, persönliches Mediennutzungsverhalten charakterisiert? Dr. Stephan Holthoff-Pförtner: Das war meine eigene Meinung. Ich bin vor einigen Tagen angerufen worden, der König von Thailand sei gestorben. Das ist die Nachricht, die kann ich auch auf dem Smartphone lesen. Aber was dadurch an Problemen entsteht, welche Schwierigkeiten auf die Bevölkerung zukommen und was das etwa für das Stadt-Land-Gefälle oder das Verhältnis von Militär zur Bevölkerung bedeutet, das erfahren Sie dann in Ihrer Zeitung. Sie liefert Hintergründe, Analyse, Einordnungen – ganz gleich übrigens ob Print oder Digital. Will sagen: Print und Digital ergänzen sich wunderbar. Ich will keinen Glaubenskrieg daraus machen. Ich möchte sicher sein, dass die Information tatsächlich anteilsmäßig von mir bezahlt wird und nicht von irgendwelchen Mächten, die ihre ganz eigenen Interessen verfolgen.

Die Gemeinschaftsmarke höre ich morgens im Radio: „…wie Frau Merkel gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe erklärte.“ Was hat Sie bewogen, in diese Richtung zu gehen? Dr. Stephan Holthoff-Pförtner: Ich höre oft: „Das mit dem Funke, was soll das eigentlich? Funke kann man doch am Kiosk gar nicht kaufen.“ Das ist natürlich nur begrenzt wahr. Natürlich kann man das. Wenn man den jeweiligen Titel unserer Mediengruppe zuordnet, dann wissen unsere Leserinnen und Leser: „Ja, das ist ein Titel von Funke – und der ist gut.“ Auch die Wirkung nach innen ist wichtig: Ich sitze in Erfurt, der andere arbeitet in Dinslaken, der dritte in Ismaning. Trotzdem arbeiten alle an einem gemeinsamen Projekt – unter denselben Verpflichtungen, unter denselben Qualitätsansprüchen. Dieses gemeinsame Verständnis ist ganz wichtig.

Was bedeutet das für die Strategie Ihres Hauses bei diesem Thema? Dr. Stephan Holthoff-Pförtner: Für unser Haus bedeutet es, dass wir guten Journalismus auf allen Wegen unseren Lesern, Hörern und Nutzern anbieten. Wichtig ist aber auch, dass der Journalist von seiner Leistung leben kann. Denn das ist sein Beruf, davon leben Familien. Das muss so sein, sonst ist er nicht frei. Sobald er eine Stiftung oder einen Sponsor hinter sich hat oder irgendeinen, der ihn in seiner PR-Abteilung einsetzt, ist er nicht mehr frei und wird nicht mehr das schreiben, worauf seine Leserinnen und Leser einen Anspruch haben.

Herr Dr. Holthoff-Pförtner, Sie haben mal gesagt, die vierte Gewalt sei für Sie die spannendste, die es gibt … Dr. Stephan Holthoff-Pförtner: Ja, für mich persönlich ist sie das. Sie haben im September auf der Grosso-Tagung in Baden-Baden eine Lanze für einen Journalismus

Das ist ein hervorragendes Stichwort. Sie haben in Baden-Baden zu Ihrem Selbstverständnis gesagt, dass das grundlegende Ziel für Ihre verlegerische Tätigkeit sei, gute Bedingungen für hochwertigen Journalismus zu schaffen. Dr. Stephan Holthoff-Pförtner: Ja, in der Tat. Die Funke-Mediengruppe ist in der Wahrnehmung der Fachöffentlichkeit in den vergangenen Jahren auch durch Kostensenkungsmaßnahmen hervorgetreten. Es gibt eine Zentralredaktion, es wurden Lokalausgaben eingestellt.

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Das weist ja auf einen gewissen Zielkonflikt hin: Einerseits hochwertigen Journalismus produzieren zu wollen und die Bedingungen dafür zu schaffen, andererseits sich gewissen wirtschaftlichen Erfordernissen auch zu stellen. Welche Lösungsmöglichkeiten sehen Sie für diesen Zielkonflikt? Dr. Stephan Holthoff-Pförtner: Die Zentralredaktion bedeutet zunächst einmal eine Steigerung der journalistischen Qualität, nicht in erster Linie eine Kostenersparnis. Da ist eine neue, starke publizistische Stimme entstanden. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Zentralredaktion leisten hervorragende Arbeit. Aber natürlich müssen wir die Voraussetzungen dafür schaffen, dass wir erfolgreich am Markt sind: Wir müssen Produkte anbieten, die nachgefragt werden, und wir müssen unsere Kosten im Griff behalten. Nur so können wir auch künftig guten Journalismus anbieten. Wir haben im Printsegment ein funktionierendes In-between (vgl. die Verbindung von Print und Digital der Editorial-Media-Kampagne des VDZ). Wie beurteilen Sie das? Dr. Stephan Holthoff-Pförtner: Wenn wir das nicht in den Griff bekommen, werden sich unsere Gesellschaften völlig verändern. Wir werden einen kleinen, sehr gut informierten Kreis haben. Und es wird eine große Mehrheit in der Bevölkerung geben, die das Neueste immer als erste weiß, aber letztlich nichts oder wenig damit anfangen kann. Das kann in einer Demokratie nicht gut sein – denn natürlich muss man für eine Wahlentscheidung über ein gewisses Maß an Grundwissen verfügen, sonst wird dem Populismus Tür und Tor geöffnet. Pegida ist in gewisser Weise nichts anderes als eine Facebook-Party. Da kommen Menschen zusammen, die sich überwiegend über die Posts ihrer gleichgesinnten „Freunde“ informieren, und dann mit einer verengten und vereinfachenden Sichtweise auf die politischen Verhältnisse schauen. Das wird die Freiheit in unsere Gesellschaft einschränken. Ohne Freiheit ist aber alles nichts. Wenn die Gesellschaft sich ins Unfreie verändert und wir das erste Mal Schnappatmung haben, wissen wir, was wir verloren haben. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass unabhängiger Journalismus existenziell wichtig ist für die Freiheit unserer Gesellschaft. Die Fragen stellten Peter Strahlendorf und Stefan Golunski von Der Neue Vertrieb (DNV)

„Funke steht für journalistische Unabhängigkeit“

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Vertrauen ist einfach. Wenn man sich mit der richtigen Anlagestrategie auch bei niedrigen Zinsen Wünsche erfüllen kann.

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So schön kann Schenken sein – und das nicht nur zu Weihnachten. Ein Hemd mit Krawatte ist immer ein toller Tipp, sagt Adrian Adolphs vom edlen Essener Herrenausstatter Klasmeyer. Hemd mit Haifischkragen und dazu eine Krawatte aus Seide im Paisley-Muster oder auch in Strickoptik ist immer der richtige Look für den Mann von heute. Oder der Herr greift mal zur Schleife – nicht nur zum Anzug, auch ganz sportlich.

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tertainment. Maria-Luise und Erhard Vennemann haben das Geschäft 1999 gegründet und geben es nun in die bewährten und erfahrenen Hände ihres ehemaligen Shopmanagers Arndt Michaelis, der bereits vor drei Jahren – gemeinsam mit seiner Frau Veronika – von Vennemanns das Bochumer Geschäft „Bang & Olufsen im Quartier“ übernommen hat und seither erfolgreich führt. Die Essener Kunden können weiterhin auf die fachliche Expertise und die individuelle Beratung von Erhard Vennemann

und seinem langjährigen Team setzen. Von der Planung bis zur Kaufentscheidung werden Sie – wie gewohnt – kompetent unterstützt, die eigene Werkstatt und voll ausgestattete Servicefahrzeuge garantieren optimalen Kundendienst. Absolutes Top-Modell und im gesamten Ruhrgebiet überhaupt nur in der Essener Theaterpassage live zu erfahren: BeoLab 90, unser High-End-Lautsprecher. Er lässt sich nicht beschreiben – man muss ihn persönlich erleben. Dazu sind Sie herzlich eingeladen.

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Edel und hell – der Karin Glasmacher-Shop in der Essener Theaterpassage

Klare Linie, beste Materialien und das Qualitätsmerkmal „Made in Germany“, das alles zeichnet Karin Glasmacher aus. In der Essener Theaterpassage bietet der Karin Glasmacher-Shop nun seit mehr als zehn Jahren Mode für die Kundin mit Anspruch. Im hellen freundlichen Ambiente ist dazu bester Service mit individueller Beratung garantiert. Nachhaltige Mode, gefertigt im Bergischen Land, in den Größen von 38 bis 56 hat in der Theaterpassage

längst einen treuen Kreis an Stammkundinnen. Aus gutem Grund kommen diese auch immer wieder gerne zu Karin Glasmacher, denn die Collection lässt sich in jeder Saison durch ein neues Lieblingsstück ergänzen, das sich in die bisherigen Stücke einfügt. Die klassischen Farben von Schwarz über Grau bis Blau werden mit kräftigen Trendfarben wie Stahlblau oder Burgundertönen ergänzt. Das gilt für die klassische Linie „Collection Karin Glasmacher“ ebenso wie für die neuere mu-

tigere Linie „Fabelhaft“. Das aktuelle Angebot für die Saison Herbst/Winter zeichnet sich durch einen vielfältigen Mix von Strukturen und Jacquards aus. Strick in zweifarbigen Mustern in Harmonie mit großflächigen Karos oder Farbverläufen und passende, wertige Unis bieten für jeden Anlass die richtige Mode. Unkomplizierte und authentische Styles, offene Jacken und Strick-Mäntel sowie ausgefallene Outdoor-Modelle in softem, leichtem Walk verbinden Zeitgeist und Individualität.

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Einsatz für die Schönheit Tolles Styling lässt Menschen strahlen. Darum bietet Friseurmeisterin Natalie Feustel eine komplette Imageberatung Die individuelle Beratung ihrer Kunden steht dabei für Natalie Feustel und ihr Team im modernen Salon in Duisburg, Am Inzerfeld, immer im Mittelpunkt. Das Geschäft gibt es nun schon seit 113 Jahren, bereits in der 4. Generation ist die Friseurmeisterin hier im Dienste der Schönheit im Einsatz und folgt Urgroßvater, Großvater und Mutter nach. Der helle Salon genügt dabei natürlich längst modernsten Ansprüchen und präsentiert sich als absoluter Wohlfühlort. Am Inzerfeld macht das Team um seine Chefin Natalie Feustel auf höchstem fachlichen Niveau Wünsche wahr: Eine klassische Frisur oder ein trendiger Haarschnitt, modernste Haarfarben und dazu ein Make-up für jeden nur denkbaren Anlass schaffen ein unverwechselbares Styling – und das mit den hochwertigen Produkten von La Biosthétique. Denn neben Typberatung mit dem sicheren Gespür für den individuellen Stil des Menschen gehört bei Natalie Feustel auch beste und natürliche Pflege zum Konzept für die perfekte Schönheit. „Wohlbefinden und Sinnlichkeit eines Menschen spiegeln sich durch sein Äußeres wieder“, weiß die Chefin. Dabei hilft das Team stilsicher aber auch abwechslungsreich. „Einfach mal den Typ verändern, wünschen sich Kunden immer häufiger. Wir helfen Ihnen dabei durch gekonnte Kreation, ihre persönliche Ausstrahlung positiv zu verändern“, verspricht Natalie Feustel, die für eine Stil- und Outfitberatung auf Wunsch auch jeden Einzelnen zu Hause besucht.

Natalie Feustel hat das richtige Gespür, um den persönlichen Stil mit Frisur, Kosmetik und Farben zu unterstreichen

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Friseur Natalie Feustel Am Inzerfeld 61 • 47167 Duisburg Tel.: 0203.584215 Öffnungszeiten: Di: 8:00 – 20:00 Uhr, Mi/Do/Fr: 8:00 – 18:00 Uhr, Sa: 8:00 – 15:00 Uhr und nach Vereinbarung


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Spezial

P O P - A RT F Ü R D I E K R E U Z E S K I R C H E

Kirchenfenster sind besondere Fenster. Sie bieten in der Regel keinen Blick nach außen, sondern nach oben. Berühmte Künstler haben ihre Handschriften dazu beigesteuert: Chagall (Kathedralen von Metz und Reims), Meistermann (Alt-St.Ulrich in Frechen), Gerhard Richter (Kölner Dom). In diesem Jahr feierte die Essener Kreuzeskirche die Einweihung der  weltweit einzigen Kirchenfenster  des  New Yorker Pop-Art-Stars James Rizzi, zwei strahlend bunte Pop-Art-Fenster. Wer ist Rizzi? Ganz so berühmt wie Andy Warhol ist er zwar nicht, aber mindestens so originell, als Kirchenfenster-Künstler eine Ausnahme, zumal seine Kunst keine abstrakte Andacht verströmt, sondern mit praller Farbenpracht und fröhlich-naivem Realismus daherkommt, mit Sonne, Mond und Herzchen. Genau dieser Stil hatte Steffen Hunder, dem Pfarrer der Kreuzeskirche so gut gefallen, dass er den Kontakt zu den Verwaltern des Rizzi-Erbes knüpfte. Denn für Hunder war klar: Für die Kreuzeskirche ist es genau das Richtige. 1950 in Brooklyn geboren, studierte Rizzi Kunst an der University of Florida und zeigte bereits kurz nach Studienende Arbeiten im New Yorker Brooklyn Museum.

Rizzis Vorbilder wurden Picasso und Hundertwasser. 1977 erfand Rizzi, was ihn berühmt gemacht hat, die dreidimensionale Druckgrafik, ein Durchbruch: Er wurde zur Ausstellung „Thirty Years of American Printmaking“ ins Brooklyn Museum eingeladen. Dort hing ein Rizzi als einzige dreidimensionale druckgrafische Konstruktion neben Andy Warhol. Damit war er in der Kunstwelt angekommen. James Rizzis Bilder spiegeln New York: Wolkenkratzer, Autoschlangen, Leuchtreklame, Hudson Bay, Guggenheim-Museum, Central Park, Brooklyn Bridge, Broadway. Lächeln sollen die Betrachter. James Rizzis Werke sind heute rund um den Globus verteilt. 2008 in Deutschland die Rizzi-Stamps, vier Sonderbriefmarken. Das stellt allein in der Auflagenhöhe jedes andere Projekt an Kunsteditionen in den Schatten – mehr als eine Milliarde Rizzi-Marken wurden gedruckt. Es war das erste Mal, dass die Werke eines lebenden Künstlers mitsamt Signatur auf deutschen Briefmarken erschienen. Rizzi starb im Alter von 61 Jahren 2011 in seinem New Yorker Studio. Der Verlag Art 28 (Stuttgart) verwaltet sein künstlerisches Vermächtnis.

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Das Werk hat einen Titel: „JESUS IS LIFE“ heißt dieses Pop-Art-Kirchenfenster von James Rizzi. Die Kreuzeskirche im Essener Norden hat damit ein weltweites Alleinstellungsmerkmal.

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James Rizzi hat vor über 15 Jahren die Entwürfe angefertigt, die nun von den Derix Glasstudios für die Kreuzeskirche umgesetzt wurden. Dieses Motiv trägt den Titel „FATHER AND SON“.

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Liudger, der „Speer des Volkes“ gab der St.Ludgerus-Kirche Werden den Namen. 1199 wurde der Ursprung durch einen Brand zerstört, der heutige Bau stammt von 1275.

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Spezial

DER SPEER DES VOLKES

S

ie ist eines der ältesten historischen Gebäude einerseits und gleichzeitig Stein gewordene Erinnerung an einen ganz besonderen Heiligen: In Essen-Werden steht die St. Ludgerus-Kirche, benannt nach „Liudger“, an der Schwelle vom 8. zum 9. Jahrhundert Priester, Missionar und schließlich ab 805 auch erster Bischof von Münster. Die Kirche, die in Werden seinen Namen trägt, entstand im 9. Jahrhundert, weist die Chronik aus, als Abteikirche des Benediktinerklosters. Der erste Kirchenbau wurde demnach zwischen 800 und 808 errichtet: 30 Meter lang und mit drei Schiffen. Sie gilt als eine der bedeutendsten spätromanischen Kirchenbauten. Darüber hinaus ist sie die letzte Ruhestätte ihres Namensgebers: Liudger, dem im Kirchenschiff ein Hochaltar gewidmet ist, ruht in der Krypta vor dem Chor. Er wurde 809 bestattet – bis heute sind Teile der Grabkammer vorhanden. Die Kirche wurde im 13. Jahrhundert neu gestaltet, seit Aufhebung der Abtei Werden 1802 dient sie als katholische Pfarrkirche und trägt seit 1993 den Ehrentitel „Basilica minor“, den der Papst besonderen Kirchengebäuden verleiht.

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Das erhabene Mittelschiff mit Blick auf den Hochaltar: Die Wände sind durch Doppelarkaden der Emporen aufgebrochen

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Der barocke Hochaltar der Kirche zeigt Liudger, umgeben von Engeln, flankiert von Karl dem GroĂ&#x;en und noch einer Statue des Namensgebers

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Essens Bischof Franz-Josef Overbeck segnet die Gemeinde in der Werdener St. Ludgerus-Kirche als die Gebeine des Namensgebers Liudger nach einer Prozession in die Basilika zurĂźckkehren. Seit 1128 gibt es diese Prozession am 1. Wochenende im September.

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Spezial

Er kannte Karl den Großen, lernte in England, pilgerte nach Rom, er war als Botschafter seines Glaubens auf Helgoland und legte als Missionar den Grundstein für das heutige Münster. Dies alles in einer Zeit, in der solche Reisen wahrlich Herausforderungen waren – im 8. und 9. Jahrhundert. So gerät die Lebensgeschichte des Heiligen, der der Werdener St. Ludgerus-Kirche seinen Namen gab, zu einem spannenden Kapitel der Geschichte. Die erste Biographie des Heiligen Ludgerus verfasst gute 30 Jahre nach seinem Tod sein Neffe Altfrid. Laut der Chroniken wird Liudger „um 1742“ im niederländischen Utrecht geboren, als Sohn seiner christlichen Eltern, Vater Thiadgrim und Mutter Liafburg. Sie zählen zu der Zeit zu den vornehmen Adels-Geschlechtern Friedlands. Ihrem Sohn Liudger ist schon früh eine geistliche Laufbahn bestimmt, darum besucht er in der Jugend die Utrechter Domschule von 756 bis 767. Hier vermittelt ihm Gregor von Utrecht die Disziplinen der sieben freien Künste, die noch im Mittelalter als die klassische Vorbereitung für die Fakultäten Theologie, Jurisprudenz und Medizin gelten. Danach geht der Schüler nach York, um dort bei einem Gelehrten namens Alkuin seine Studien zu vervollständigen. Yorks Erzbischof Ethelbert weiht ihn im gleichen Jahr zum Diakon. In England bleibt Liudger bis 772, um dann noch einmal an die Domschule in Utrecht, das Martinsstift, zu seinem ersten Lehrer Gregor zurückzukehren. Der stirbt im Jahr 775, sein Schüler wird sein Biograph und verfasst seine Lebensbeschreibung, die Vita Gregorii. Von da an wirkt Liudger, dessen Name im Althochdeutschen „Speer des Volkes“ bedeutet, als Missionar in seiner Heimat Friesland. Im Jahr 777, am denkwürdigen Datum 7.7.777, wird er schließlich in Köln zum Priester geweiht. Friesland ist inzwischen von den Franken erobert und Liudger kehrt erneut als Missionar in seine Heimat zurück. 784 allerdings fallen dann die Sachsen unter Widukind in diesem Land ein und vertreiben auch Liudger. Der pilgert nach Rom, verbringt dann ab 785 im italienischen Kloster Montecassino zwei Jahre bei den Benediktinern. Dort, notieren die Geschichtsschreiber, seien sich Priester und König begegnet, Liudger und Karl der Große. So ist es der Frankenkönig, der Liudger

Bis auf das 9. Jahrhundert geht die St. Ludgerus-Kirche in Werden zurück. Auf dem Hügel oberhalb der Altstadt von Werden ist sie weithin sichtbar und prägt das Stadtbild.

787 zum Missionsleiter für das mittlere Friesland bestellt. In dieser Rolle bereist der Missionar auch Helgoland, das wohl im Jahr 791. Schon 792 überträgt Karl der Große ihm dann die Missionsleitung für das westliche Sachsen, das heutige westliche Westfalen. Hier gibt es zu der Zeit unzählige Stämme, sie alle gewinnt Liudger durch Predigten und Überzeugungsarbeit friedlich, nicht mit „Feuer und Schwert“. In diese Zeit, 793, fällt überdies eine besondere Gründung Liudgers: Das Benediktinerordenkloster Monasterium in Mimigernaford - dem die daraus gewachsene Stadt Münster ihren Namen verdankt. 12 Jahre später, 805, wird Liudger zum ersten Bischof von Münster berufen. Eines aber treibt den „Speer des Volkes“ längst vorher um – die Gründung einer eigenen Mönchs-Gemeinschaft, inspiriert durch die Benediktiner. Dafür, sagen die Überlieferungen, „sammelt“ er förmlich Land im seinerzeit selbstständigen Werden an der Ruhr und 799 wird dort die Abtei gegründet. Schon 800 soll der Bau des ersten Gotteshauses in Werden, der heutigen St. Ludgerus-Kirche, begonnen haben. Hier wünscht sich Luidger sein Begräbnis, dafür wird die Krypta errichtet. Als er 809 im März, kurz vor Ostern, bei einer Bereisung seines Sprengels stirbt, bettet man seine Gebeine in Werden, wo sie bis heute bewahrt werden.

Die Echtheit der Gebeine An den Namensgeber der St. LudgerusKirche in Werden erinnert in jedem Jahr eine große Prozession, in der Gebeine im Schrein feierlich durch den Ort getragen werden. Und es besteht kein Zweifel an der Echtheit dieser Reliquien – die 1200 Jahre alten Knochen haben einer Überprüfung auf Authentizität erst vor wenigen Jahren standgehalten. Durch die Erschütterungen bei den Prozessionen und dazu Schäden am inneren Zinksarg wuchsen Sorgen um die Werdener Reliquien. So ließ der Essener Bischof 2007 den Sarg des Heiligen öffnen. Experten und Restauratoren prüften den Inhalt mit diesem Ergebnis: „Die anthropologische Bestandsaufnahme der Reliquien ergab, dass das Skelett größtenteils vollständig war. Es handelte sich um einen über 60-jährigen, eher sogar über 65-jährigen Mann von etwa 1,82 m Größe und eher grazilem Körperbau, der vermutlich Rechtshänder war. Die Zähne waren besser erhalten als nach dem biologischen Alter der Person zu erwarten (…). Degenerative Veränderungen am Skelett bestanden nicht, sodass auf einen gehobenen sozialen Status des Verstorbenen geschlossen werden konnte. Das Sterbealter wie auch der soziale Status decken sich mit Liudger“.

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Auto

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Etwas ganz Besonderes haben Mallorca und das Ruhrgebiet gemeinsam: Die Faszination für Autos, vor allen Dingen für hochwertige automobile Schätzchen. Während sich im Revier die Liebhaber zum Besipiel bei der Essen Motor Show, der Techno-Classica oder der Tour de RÜ treffen, geben sich auch auf der Balearen-Insel regelmäßig gepflegte Oldtimer ein Stelldichein. Die stolzen Besitzer der Raritäten aus aller Herren Länder von Aston Martin und Bentley bis zu Jaguar, Lancia und Porsche nutzen das milde Klima, um ihre Klassiker über die Straßen schnurren zu lassen. Entweder bei einer organisierten Ausfahrt wie der Mallorca Classic Week im September oder auch bei selber im privaten Rahmen organisierten Treffen. Ralf Schultheiß hat sich auf der Balearen-Insel in diesem Herbst exklusiv auf die Spuren der automobilen Leidenschaft begeben. Er hat auch abseits der organisierten Club-Ausfahrten so manche Rarität auf vier Rädern entdeckt und für TOP RUHR festgehalten. 40

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Eine absolute Rarität aus Großbritannien – voraussichtlich gibt es noch ganze drei von diesem Bentley Speed Six Bitsa Tourer Gurney Nutting-Rep. Das Modell stammt aus dem Jahr 1927 und holt 180 PS aus einem Hubraum von 6597 ccm. Damit bringt es der Oldtimer wenigstens auf dem Papier auf eine Geschwindigkeit von 160 km/h.

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Auto

Wer teure edle Autos und bei den Ausfahrten Luxus mag, findet auf Mallorca eine neue Anlaufstelle: Seit Sommer 2016 gibt es das Park Hyatt Mallorca an der Ostküste in Canyamel. Ein neues Fünf-Sterne-Luxus-Resort, das mit seiner Anlage im Villenstil zudem den perfekten Rahmen für die wertvollen automobilen Schätzchen bietet.

Mercedes Benz 280 SE 3,5 Cab. Die Cabrio-Legende von Mercedes-Benz war auch in zahlreichen Filmen und Fernsehserien ein Star, so in John Schlesingers „Marathon Man“ (mit Dustin Hoffmann); im „Großstadtrevier“ wurde er von Polizist Dirk Matthies alias Jan Fedder gefahren und in „Liebling Kreuzberg“ von Manfred Krug.

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Über 60 Jahre hat dieser Sportwagen auf dem Tacho. Jaguar baute den C-Type von 1951 bis 1953 als Rennwagen. Das „C“ steht bei dem sportlichen Zweisitzer für Competion. Schon in den 1950er-Jahren schaffte der sportliche Flitzer ohne jeden Wetterschutz gute 230 Stundenkilometer.

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Auto

Aston Martin DB 5 – oft als das „berühmteste Auto der Welt” betitelt, wurde als James Bonds mit Gadgets vollgepackter Silver Birch DB5 aus Goldfinger für so manchen zum Objekt der Begierde. Der DB5, für viele der schönste Aston Martin aller Zeiten, hat einiges mit dem DB4 gemeinsam – aber unter der Motorhaube fand eine ganz entscheidende Veränderung statt. Der Hubraum des Motors konnte auf vier Liter vergrößert werden, indem der Durchmesser auf 96 mm erweitert wurde. Das Fahrzeug verfügte wie der auslaufende DB4 Vantage über drei SU-Vergaser und teilte mit diesem auch die schräggestellten Frontscheinwerfer.

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Heute einer der begehrtesten Lancia-Modelle überhaupt, 1950, bei der 1. Präsentation schon eine Besonderheit: Der Lancia Aurelia ist als Straßenauto so gebaut, wie bis dahin nur echte Rennwagen. Dieses Modell, ein Lancia Aurelia Spideramerica B24 S, Cabriolet mit Linkslenkung stammt aus dem Jahr 1955.

Der Chevrolet Corvette Stingray C3 gehört zur 3. Corvette-Generation, die ab 1967 gebaut wird. Ab 1969 steht auch „Stingray“ auf dem vorderen Kotflügel, in der Variante gibt es den Flitzer bis 1976. Die Corvette C3 wird bis 1982 gebaut.

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Nie hat es mehr Freude gebracht, in die Jahre zu kommen. Entdecken Sie unsere umfangreichen Leistungen für Ihr Porsche Classic Modell bei uns im Porsche Zentrum Essen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Porsche Zentrum Essen Gottfried Schultz Sportwagen GmbH & Co. KG Altendorfer Straße 52 45143 Essen Tel.: +49 201 63400-0 Fax: +49 201 63400--90 E-Mail: info@porsche-essen.de www.porsche-essen.de

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Nicht einfach ein Porsche: Ein Porsche 911 Carrera 2.7 RS Touring von 1973, die wahrscheinlich am meisten beachtete Ikone der zweitĂźrigen Sportwagen

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Auto

Er gilt als Sportwagen des 20. Jahrhunderts, und er ist ein absoluter Klassiker unter den Sportwagen und den Oldtimern: Der Mercedes 300 SL. Neben dem berühmten Flügeltürer präsentierte Mercedes den sportlichen Zweisitzer auch als Roadster – wie dieses Modell aus dem Jahr 1959.

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Auto

Der 300 SL wird ab 1954 gebaut – vor allem, weil Amerika sich solch ein Auto wünscht. Der Flitzer basiert auf dem erfolgreichen Rennauto von 1952.

Der Jaguar E-Type 42 Roadster. Ab 1964 wird der Nachfolger des Rennwagens D-Type mit der 4,2-Liter-Maschine angeboten.

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Auto

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Levante fahren wie der Wind DAS IST ITALIENISCHE ELEGANZ AUF VIER RÄDERN – UND DIE ROLLT NUN AUCH DURCHS REVIER: BRANDNEU SEIT DIESEM JAHR HAT MASERATI AN DER RUHR EINE HEIMAT IM HAUSE LUEG GEFUNDEN. HIER STEHT DER LEVANTE BESONDERS BEI FRAUEN HOCH IM KURS – ER IST EBEN ETWAS BESONDERES Fotos: Ralf Schultheiß

Ein ganz besonderes Erlebnis ist der neue Maserati Levante. Seit April 2016 hat die Firma Lueg Sportivo den Maserati-Betrieb eröffnet und lädt nun zur Probefahrt ein.

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Auto

Er heißt wie ein mediterraner Wind, Levante. Und er vermittelt das absolut exklusive Lebensgefühl sonnenverwöhnter Locations, durch die erfrischend der Wind rauscht. Vor allen Dingen der Damenwelt hat es dieser frische Wind, der nun durch das Ruhrgebiet weht, angetan – schließlich ist dieser SUV alles andere als massentauglich, sondern repräsentiert eine neue Generation an Luxus. Außerdem kommt er als der sportlichste SUV, der derzeit überhaupt zu haben ist, daher. Das Auto kombiniert charmant allerhöchsten Komfort mit einem tollen Platzangebot und überzeugender Leistung. So kommt man mit dem Levante wirklich überall hin, das intelligente Allradsystem erlaubt auch mal eine Spritztour abseits der normalen Straßen. Ganz italienisch überschwänglich. Auch dann hat der Levante eine ganz außergewöhnliche Performance.

Von milder Kraft zu einem Sturm – Maserati verspricht den Fans des neuen Levante Fahrspaß in jeder Situation

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Auto

Er ist angekommen im Revier, und er macht sich gut bei einer Tour in der Stadt. Der Maserati Levante hat in seiner neuen Heimat schon viele Freunde gewonnen. Autofreunde im Ruhrgebiet wissen den schicken Italiener zu schätzen. Schließlich ist es ein ganz besonderes Gefühl, mit solch einem Auto vorzufahren. Oder es einfach mal Probe zu fahren. Um es selber zu erleben.

Den Maserati Levante kann man sich leisten: Den sportlichen SUV gibt es ab 70500 Euro. Außerdem hält die Firma Lueg attraktive Leasingangebote bereit.

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Gesundheit

Große Chance für kleine Füße 55 Prozent der Kinder bis sechs Jahren tragen zu kleine (35,7 Prozent) oder zu große Straßenschuhe (19,5 Prozent). Das ergab die bundesweite Fußmessaktion „Große Chance für kleine Füße!“, bei der im Auftrag von elefanten und der Dietrich Grönemeyer Stiftung 3000 Paar Kinderfüße in Kitas und DeichmannFilialen in 30 Städten gemessen wurden. „Kinderfüße sind sehr weich. Zu kleine oder zu große Schuhe im Kindesalter können daher zu schwerwiegenden Fußdeformationen, Rücken- und Hüftbeschwerden führen“, erklärt Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer, Rückenexperte aus Bochum und Schirmherr der Aktion. Wie wichtig gesunde Füße für die weitere Entwicklung von Kindern sind, wird jedoch unterschätzt – das verdeutlichte eine ergänzende Befragung von YouGov unter Müttern und Erzieher/innen zum Thema „Passende Kinderschuhe“.

Daumen runter für die Daumenprobe: 59 Prozent der Mütter nutzen falsche Methoden. Ohne ein verlässliches Messsystem lässt sich aber die korrekte Schuhgröße bei Kindern nicht ermitteln. Keinesfalls sollten Eltern die Größe des Schuhs mit dem Daumen überprüfen. „Die sogenannte Daumenprobe ist keine verlässliche Methode zur Messung von Schuhgrößen. Kinder ziehen ihre Zehen beim Druck auf den Schuh reflexartig zurück. Das geschieht unbewusst und ist nicht spürbar“, erklärt Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer. Bei der Befragung der Eltern zeigte sich jedoch, dass 59 Prozent der befragten Mütter, die neue Schuhe für ihr Kind kaufen, die Daumenprobe nutzen. Kinder unter sechs Jahren können nicht einschätzen, ob der Schuh passt Ein weiterer Indikator zur Ermittlung der Schuhgröße bei den befragten Müttern ist die Einschätzung des Kindes: 56 Prozent glauben, dass Kinder unter sechs Jahren beurteilen können, ob ihr Schuh passt. Dies ist ein Trugschluss, da Kinder in diesem Alter nicht verlässlich sagen können, ob der Schuh drückt. „Zur Ermittlung der Schuhgröße von Kindern sollte das extra für Kinderfüße entwickelte Weiten-MaßSystem (WMS) genutzt werden. Das WMS ist ein Qualitätssiegel des Deutschen Schuhinstituts, das nur an qualifizierte

Die Kinder vergnügen sich mit dem Schirmherrn der Fußmessaktion, Prof. Dr. Grönemeyer, auf dem BarfußParcours

Kinderfüße wachsen sehr schnell: Zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr um zwei oder drei Schuhgrößen im Jahr und vom Kindergartenalter bis zum Schulalter ein bis zwei Größen im Jahr. Laut Empfehlung des Deutschen Schuhinstituts (DSI) sollten die Füße von Kindern daher alle drei Monate gemessen werden. Dies sieht auch ein Großteil der befragten

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Mütter so: 41 Prozent sind der Meinung, dass Kinderfüße alle zwei bis drei Monate vermessen werden sollten. Die Realität sieht anders aus: Weniger als die Hälfte der befragten Mütter (47 Prozent) nutzt ein Fußmessgerät zum Ermitteln der Schuhgröße ihres Kindes. Insbesondere bei älteren Kindern wird das Messen seltener durchgeführt als empfohlen.

Prof. Dr. Grönemeyer zeigt im Kindergarten, wie man Kinderfüße richtig vermisst


Gesundheit

Schuhhändler vergeben wird. In allen Deichmann-Filialen können Kinderfüße kostenlos mit einem WMS-Fußmessgerät gemessen werden“, sagt Michèle Leyendecker, Deichmann-Sprecherin. Noch viel Aufklärungsbedarf beim Thema Kinderfußgesundheit Mehr als die Hälfte der Erzieher/innen unterschätzt laut Befragung, wie wichtig gesunde Kinderfüße sind: Für lediglich 48 Prozent ist die Gesundheit von Kinderfüßen äußerst oder sehr relevant. Gleichzeitig sieht fast die Hälfte der Erzieher/ innen auf jeden Fall oder eher Klärungsbedarf bei den Eltern in puncto gesunde Kinderfüße (45 Prozent). „Sowohl die Ergebnisse der Messung als auch die Befragung zeigen deutlich, dass es noch viel Handlungsbedarf gibt und Eltern noch stärker aufgeklärt werden müssen, welche Auswirkungen falsches Schuhwerk auf die weitere Entwicklung ihrer Kinder hat. Hier haben wir mit der Aktion ‚Große Chance für kleine Füße!‘ hoffentlich einen ersten wichtigen Schritt getan“, so Michèle Leyendecker. „Erkrankungen an den Füßen haben Auswirkungen auf den

Erst Füße messen, dann Schuhe kaufen: Prof. Dr. Grönemeyer geht mit gutem Beispiel voran und zeigt, dass die Daumenprobe unzuverlässig ist

ganzen Bewegungsapparat. Ein gutes und vor allem passendes Schuhwerk sollte daher Teil der Prävention und Therapie von Rückenerkrankungen sein“, fordert Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer. Messen als Grundlage für gesunde Füße Die Aktion „Große Chance für kleine Füße!“ soll Eltern informieren und motivieren, die Füße ihrer Kinder regelmäßig zu messen. „Dies ist eine wichtige Grundlage dafür, dass die Füße der Kinder sich gesund entwickeln können“, so Grönemeyer.

Um die Gesundheit von Kindern weiter zu unterstützen, spendet elefanten pro gemessenem Paar Füße 1 Euro an die Dietrich Grönemeyer Stiftung für Prävention und Gesundheitsförderung. „elefanten“ unterstützt Maßnahmen zur Förderung von Kindergesundheit Die Traditionsmarke elefanten setzt sich seit ihrer Gründung vor fast 90 Jahren für die Gesundheit von Kinderfüßen ein. Die erste umfassende Fußmessaktion in Deutschland wurde 1959 von elefanten ins Leben gerufen. Die Ergebnisse wurden damals der gesamten Branche zur Verfügung gestellt und bildeten die Grundlage für die Entwicklung neuer Maßtabellen zur Herstellung von Kinderschuhleisten. Neben regelmäßigen Fußmessaktionen wurden in den letzten Jahren auch Studien und Initiativen zum Thema Kindergesundheit gefördert. „Auch wenn die Fußgesundheit bei uns im Mittelpunkt steht, spielen Themen wie gesunde Ernährung, Bewegung und allgemeine Gesundheit bei elefanten ebenfalls eine wichtige Rolle“, sagt Michèle Leyendecker.

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Zwei Experten, die wissen, worauf es in der Altersmedizin ankommt: Die beiden Geriatrie-Chefärzte der Evangelischen Kliniken, Dr. Hans Christoph Heuer (l.) aus Steele und Dr. Dag Schütz aus Werden helfen ihren Patienten, selbstständig den Alltag zu bewältigen

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HOCHBETAGT UND DABEI FIT – DAS SCHAFFT DIE GERIATRIE Wirklich alt werden und dabei möglichst fit den eigenen Alltag bewältigen – das ist eine Kunst, bei der oft Spezialisten helfen müssen und auch können. Die medizinischen Experten aus den Kliniken Essen-Mitte und dem Evang. Krankenhaus Essen-Werden wissen genau, wie das funktioniert und worauf es ankommt, damit Senioren ihre Selbstständigkeit behalten oder zurückgewinnen können. Ihr Zukunftskonzept: Die Altersmedizin übernimmt dabei die Lotsenfunktion. Es ist eigentlich der absolut klassische Fall: Die betagte Dame stürzt und zieht sich einen Oberschenkelhalsbruch zu. Das versorgen die Chirurgen in der Klinik perfekt. Doch oft ist damit für ältere Menschen die Genesung nicht abgeschlossen. Sie brauchen mehr Zeit und dazu eine besondere Pflege, um buchstäblich wieder auf die Beine zu kommen. „Älter werdende Menschen haben besondere Bedürfnisse“, weiß Dr. Hans-Christoph Heuer, der in Steele Am Deimelsberg die Klinik für Geriatrie und Altersmedizin leitet. Genau auf diese besonderen Bedürfnisse sowie der Betreuung der Betroffenen ausgerichtet ist die Geriatrie mit interdisziplinärem Blick und ganz eigenen Leistungen in der Pflege und auch Betreuung der Betroffenen eben ausgerichtet. „Ein Sturz zum Beispiel hat für ältere Menschen nicht nur körperliche sondern auch seelische Folgen“, erklärt Dr. Dag Schütz, Chefarzt der im Jahr 2014 in Essen-Werden gegründeten Klinik für Geriatrie. So wird mit einem multiprofessionellen Team in der Altersmedizin Ursachenforschung betrieben: „Wie kam es überhaupt zu dem Sturz? Ist vielleicht das Gleichgewicht gestört? Woher kommt diese Störung? Hat das mit der Ernährung zu tun, die vielleicht durch Schluckbeschwerden eingeschränkt ist?“ All dem gehen die Spezialisten auf den Grund, um dann die richtige und umfassende Therapie zu entwickeln, so dass der ältere oder sogar hochbetagte Mensch selbstständig und sicher seinen Alltag bewältigen kann, wenn er in die eigenen vier Wände zurückkehrt. Das alles braucht neben bester medizinischer Fachkenntnis oftmals vor allen Dingen eines: Zeit. Mehr Zeit, die Folgen einer Erkrankung aus-

zuheilen, als bei jungen Menschen. Schon eine kleine Harnwegsentzündung kostet bei alten Menschen manchmal Wochen, bis alles überstanden ist, beschreibt Dr. Schütz. „Wir wollen insgesamt die Funktionalität verbessern. Dazu gehören Ernährungsstrategien, Konzepte zur Gangsicherheit, Schmerztherapien und auch die Behandlung von Demenz und Depressionen.“ In den Kliniken Essen-Mitte und dem Evang. Krankenhaus Essen-Werden versteht sich Altersmedizin als Querschnittsfach mit Lotsenfunktion. „Wir bringen die jeweiligen Spezialisten, die der Patient braucht, zusammen“, beschreibt Dr. Heuer einen Schwerpunkt der geriatrischen Arbeit. Denn in der Gesellschaft, die immer älter wird, haben Menschen immer häufiger mehrere Gesundheitsstörungen. Da setzt das Zukunftskonzept der evangelischen Kliniken in Essen an: „Wenn sich der kardiologische Kollege um das Herz des Patienten gekümmert hat, sorgen wir in der Geriatrie dafür, dass der Patient nach Verlassen des Krankenhauses auch zu Hause gut versorgt ist“, erklärt Dr. Schütz. Und dafür braucht es noch nicht einmal immer einen stationären Aufenthalt: Ergo- oder Physiotherapie, Logopädie, Ernährungsberatung, ärztliche Hilfe und natürlich Pflege gibt es auch in Steele in der Tagesklinik. „Keine Tagesstätte, sondern qualifizierte medizinische Betreuung, orientiert am Bedarf des jeweiligen Patienten“, stellt Dr. Heuer klar. Und doch immer und in erster Linie darauf ausgerichtet, dass die Menschen auch im hohen Alter selbstständig ihren Lebensabend genießen können.

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NEU: DIE GROSSE WELT DER KLEINEN HÖRGERÄTE. Mit „Hörsysteme Wessling Excellence" eröffnet der bekannte Hörakustiker Hörsysteme Wessling eine Spezial-Filiale für ultrakleine Hörgeräte in Bredeney. Seit dem 3. Dezember 2016 gibt es sie: die neue Spezial-Filiale „Hörsysteme Wessling Excellence“ in Bredeney. Es ist die mittlerweile 12. Filiale des Akustikers in Essen. Hier wollen sich Ansgar Wessling und Wim Eckhorn, Inhaber und Geschäftsführer, ganz auf die moderne Generation der kleinen, fast unsichtbaren Hörgeräte konzentrieren. „Die meisten wissen gar nicht, dass man Hörgeräte heutzutage nicht mehr sieht, weil sie vollständig im Ohr verschwinden oder so dezent hinter dem Ohr liegen, dass sie nicht auffallen“, erläutert Gründer und Namensgeber Ansgar Wessling das Konzept der ExcellenceFiliale. Jedes vierte verkaufte Hörgerät: ein ultrakleines Jedes vierte Hörsystem, das die Akustiker von Hörsysteme Wessling verkaufen, gehört mittlerweile in die Kategorie der Ultrakleinen. Warum das so ist, erklärt Wim Eckhorn: „Hörgeräte werden nicht als Accessoires wahrgenommen, so wie z. B.

Brillen. Deshalb werden sie immer noch gern versteckt.“ Das kleinste Hörgerät, das es derzeit auf dem Markt gibt, ist gerade einmal 1 cm groß. Es wird einfach in den Gehörgang geschoben. Etwas komfortabler in der Bedienung und mit 2 cm nur unwesentlich größer sind dagegen Hinterdem-Ohr-Geräte mit einem hauchdünnen Schlauch, der in den Gehörgang führt. Marianne Schubert - Hörakustikermeisterin und

Warum man mit einem Hörgerät nicht zu lang warten sollte Die Ohren müssen viel leisten, viele Geräusche und viel Lärm aushalten. Oft bekommen das Menschen schon in jüngeren Jahren zu spüren: Sie haben Schwierigkeiten, jedes Wort in einem Film zu verstehen oder Gesprächen in größerer Runde zu folgen. „Das sind erste und ernste Anzeichen, die man nicht ignorieren sollte“, so Marianne Schubert, Hörakustikermeisterin und Leiterin der Spezial-Filiale in Bredeney. „Das Beste ist es, umgehend zu einem Akustiker zu gehen und sich beraten zu lassen.“

Leiterin der Spezial-Filiale in Bredeney.

Hörsysteme Wessling Excellence Seit dem 3. Dezember gibt es Hörsysteme Wessling Excellence in Bredeney. Spezialisiert ist die 12. Filiale der führenden Akustiker-Experten in Essen auf ultrakleine Hörgeräte. Kostenlose Hörtests gehören dabei genauso zum Service wie auf die individuellen Bedürfnisse des Kunden angepasste Hörgeräte. Filialleiterin Marianne Schubert berät Interessierte gern.

GROSSE NEUERÖFFNUNG!

Besser hören. Ohne, dass es jemand sieht. HÖRSYSTEME WESSLING EXCELLENCE. Ab 3. Dezember in Essen-Bredeney, Bredeneyer Straße 123.

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Bücher

BUCH TIPPS

EIN JAHR IM SATTEL

…für den Gabentisch und darüber hinaus. Diese Bücher versuchen zu verführen, denn sie stammen alle aus Reihen oder Serien und könnten somit der Beginn einer langen Freundschaft sein. Vielleicht wird nicht nur an den Feiertagen und „zwischen den Tagen“ geschmökert, sondern auch im neuen Jahr. Also Potenzial für Valentins-, Oster- oder Geburtstaggeschenke. Nach der letzten Seite der hier vorgestellten Appetithappen sollte man sich also einmal selbst fragen: „Darf es ein wenig mehr sein?“ Maria Janßen, zuständig bei innogy für die offenen Bücherschränke

DIE FLÜSSE VON LONDON DER SCHATTEN DES WINDES Constable Peter Grant wird zu einem Tatort in Convent Garden gerufen, findet dort zufällig auch einen Zeugen, der sich aber als Geist entpuppt. Und so beginnt eine Mischung aus Fantasy und Krimi Ben Aaronovitch mit skurrilem Humor und jeder Menge Lokalkolorit. Kurzweilig und zugleich herrlich abwegig, wenn man darüber nachdenkt, dass bei der Londoner Polizei eine Sonderausbildung zum Zauberlehrling angeboten wird.

Vom Vater wird Daniel Sempere im Sommer 1945 an einen geheimen Ort in Barcelona geführt. Er erhält Zutritt zum Friedhof der Vergessenen Bücher und entdeckt in Carlos Ruiz Zafón diesem Labyrinth ein Buch, dass alles verändert. Es fesselt Protagonisten und Leser gleichermaßen, es hat Potenzial für schlaflose, weil lesende Nächte. Das Beste aber ist, das es weitergeht mit „Das Spiel des Engels“ und „Der Gefangene des Himmels“.

DIE SCHNÄPPCHEN- AUERHAUS JÄGERIN Im Mittelpunkt steht eine junge Shopaholic, deren Alltag mit Romantik, Chaos und jeder Menge Komik gespickt ist. Modebegeisterte finden genügend „Stoff “, da die Autorin die LaSophie Kinsella bels nur so runterrattert. Auch die anderen Titel versprechen Unterhaltung pur für Shoppingqueens: „vom Umtausch ausgeschlossen“; „fast geschenkt“; „Prada, Pumps und Babypuder“.

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Die Zeit, die rückblickend als die schönste des Lebens bezeichnet wird, kann ganz schön hart sein. Um diese Jahre besser zu ertragen, gründen Jugendliche eine WG – im „Auerhaus“. Bov Bjerg Wie im echten Leben: es ist nicht alles so wie es scheint und erst recht ist nicht alles gut mit 18. Nachgelegt hat der Autor mit 20 kurzen Geschichten in „Die Modernisierung meiner Mutter“. Da fallen mir gleich potentielle Empfänger ein …

Täglich erzählt der Radsportspezialist Giles Belbin eine Geschichte aus der Welt des Radsports. Durch packende, sportliche Momente, lange Aufholjagden und unter Giles Belbin Mitwirkung vieler Helden und Idole werden unterhaltsame Fakten präsentiert. Den Witz fügt der Künstler Daniel Seex durch fantastische, hintersinnige Grafiken hinzu. Wer lieber läuft statt zu radeln, nimmt das Pendant „Ein Jahr in Laufschuhen“.

ERBARMEN Carl Morck ist Leiter des Sonderdezernats Q1 für ungelöste, lang zurückliegende Fälle – also mit längst erkalteten Spuren. Ganz frei ist sein Kopf nach einem desaströsen Einsatz auch nicht mehr, aber es gibt Jussi Adler Olsen ja noch den Assistenten Assad. Diese Thrillerreihe als packend zu bezeichnen ist fast schon untertrieben, denn sie ist grausam und ergreifend, nerven aufreibend und fesselnd, berührend und überzeugend. Es folgen Schändung, Erlösung, Verachtung, Erwartung und Grenzenlos.

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Snörfrid, ein eigentümliches Tierchen mit Vorliebe für Ruhe und Haferbrei, wird unversehens als Held auserkoren. Der Eigenbrötler muss gegen Trolle Andreas H. Schmachtl und den schrecklichen Asgrimur kämpfen, um Prinzessin Gunilla zu retten. So kommt es zu der „ganz und gar unglaublichen Rettung von Nordland“ und „der ganz und gar unglaublichen Reise zu den Nebelinseln“.


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Göttlich relaxen

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Mitten in der zauberhaften Landschaft des österreichischen Innviertels liegt ein unvergessliches Hideaway: Das mehrfach preisgekrönte Geinberg5 Private Spa Villas bietet Luxus, Ruhe und Entspannung im Überfluss.


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Die Seifenschaummassage im Hamam - ein Traum!

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ingebettet in die malerische Hügellandschaft des oberösterreichischen Innviertels in Geinberg – nur rund 30 Minuten von Passau und zwei Stunden von München entfernt – versteckt sich fernab von Menschenmassen und Alltagstrubel ein exklusiver Rückzugsort für das ganz private Wellnesserlebnis: die luxuriö­­ sen Geinberg5 Private Spa Villas. Alle 21 stylischen, bis zu 300 Quadratmeter großen Suiten und Villen punkten mit einem privaten Wellnessbereich. Einzigartig ist auch der Service: Ein Team von Butlern steht rund um die Uhr zur Verfügung und serviert auf Wunsch Haubenküche direkt in die eigene Villa. Das „fabelhafte Wohngefühl“ in den Geinberg5 Private Spa Villas wurde bereits zum vierten Mal in Folge vom „Relax Guide 2017“ mit vier Lilien und 19 Punkten ausgezeichnet – als eines von nur sieben Wellnesshotels in Österreich bei mehr als 1.100 getesteten Häusern. So lassen sich kalte Wintertage entspannt genießen.

Exklusive Spa-Erlebnisse Neben einer hochwertigen und modernen Innenausstattung mit offenem Kamin verfügt jede Suite über eine eigene Wellnessoase mit frei stehender Badewanne, finnischer Sauna, Dampfbad und Außen-Whirlpool mit 36 Grad warmem Thermalwasser. Wer nach dem Saunagang einen Sprung ins kalte Wasser bevorzugt, erreicht einen der beiden 3.300 Quadratmeter großen Naturbadeteiche einfach über seinen privaten Badesteig. Entspannung in Gesellschaft finden die Gäste im Private SPA, dem gemeinsamen Bereich für alle Villenbewohner. Neben großzügigen Indoor- und Outdoor-Schwimmbereichen mit Massagedüsen und stilvollen Ruhe- und Liegebereichen auf zwei Etagen mit traumhaftem Ausblick, können alle Besucher Stunden in angenehmer Gesellschaft in der eleganten Lounge mit dazugehöriger Bar »


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Eines ist sicher „Das Thema der Privatsphäre ist jenes, warum die Gäste vorrangig zu uns kommen“, so Geschäftsführer Manfred Kalcher. „Bei uns findet man Luxus, Ruhe und Entspannung in einzigartiger Weise vereint. Mit Das Herzstück jeder der Private SPA Villen bildet der exklusive Wellnessbereich (großes Foto) mit einer frei stehenden Badewanne, finnischer Sauna, Dampfbad, Außen-Whirlpool und offenem Kamin.

» genießen. Leichte Köstlichkeiten und Getränke werden direkt an die Liege serviert. Das Angebotsspektrum der Massagen und Peelings im Spa-Bereich lässt keine Wünsche offen: Die Gäste können sich entspannen zum Beispiel bei verjüngenden Behandlungen aus der indischen Ayurveda-Welt, bei der ostasiatischen TUI-NA-Massage, deren Anwendung auf einem Heilverfahren der traditionellen chinesischen Medizin basiert, oder etwa bei Treatments, bei denen Murmeltieröl und andere alpine Naturprodukte zum Einsatz gelangen. Massagen können auf Wunsch in der eigenen Suite gebucht werden. Eine Reise wie durch die Märchen aus 1001 Nacht bietet die Orientalische Erlebniswelt. Inspiriert von den aphrodisierenden Produkten und Düften aus dem Morgenland, wie Jasmin, Amber, Rose oder Oran-

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dem Butler-Service, hochklassiger Kulinarik und einer verkehrsoptimalen Lage ist unser Hideaway der perfekte Ort für alle Ruhesuchenden“, so Kalcher abschließend.

genblüte, bietet dieses Refugium einen idealen Ort, um dem Alltag zu entfliehen. Auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt, inszeniert der Hamam-Meister ein individuelles Ritual, welches man alleine oder auch mit Partner erleben kann. Es werden verschiedene türkische oder marokkanische Treatments mit klangvollen Namen wie der „Smaragd des Sultans“, das „Ritual des Sultans“, die „Rose aus Marrakesch“ oder „Ein Tag in der Wüste“ angeboten. Sie enthalten je nach Behandlung reinigende Peelings, wohltuende Teilkörpermassagen und orientalische Ölsalbungen. Die Chai Oriental Teebar offeriert orientalische Tees und kleine Köstlichkeiten. Noch mehr Abwechslung bietet die angeschlossene Thermenwelt des SPA Resorts Therme Geinberg mit einer karibischen Salzwasser-Lagune sowie großzügiger Saunalandschaft. Alle Geinberg5 Gäste haben hier freien Zutritt.

Einzigartiger Service Um ein absolutes Wohlgefühl zu garantieren, wählen alle Gäste bereits vor der Anreise ihre individuellen Matratzen und Kissen aus. Während des Aufenthalts steht ein Butler zur Verfügung, der sich um alle kleinen und großen Wünsche kümmert. Ganz individuell gestaltet sich auch der Speiseplan: Am besten beginnt man den Tag mit einem gemütlichen À-la-carte-Frühstück. Wer sein privates Wellness-Refugium frühmorgens noch nicht verlassen möchte und lieber ganz gemütlich im Bademantel den ersten Cappuccino des Tages genießt, bekommt das Frühstück vom Private Butler in der Suite serviert. Am Abend eignet sich die eigene Villa – beziehungsweise im Sommer die großzügige Terrasse – ideal für ein romantisches Candle-Light-Dinner. Alternativ kann die hochwertige internationale und »


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GESCHENKE, DIE BEGEISTERN ! VARIETE.DE

Verschenken Sie zu Weihnachten eine außergewöhnliche Auszeit vom Alltag. Herausragende Künstler, faszinierende Shows und kulinarische Highlights machen einen Abend im GOP Varieté-Theater zu einem unvergesslichen Erlebnis für die ganze Familie. Verschenken Sie diese einzigartige Mischung aus Entertainment und Genuss und machen Sie Ihre Familie, Freunde oder Kollegen in diesem Jahr so richtig glücklich!

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Luxus pur: der private Zugang zum Naturbadeteich (großes Foto) und ein Whirlpool auf der Terrasse

Exklusive Privatsphäre und wohlige Ruhe

» regionale Küche von 7.30 Uhr bis 22 Uhr etwas geselliger im mehrfach ausgezeichneten Gourmetrestaurant AQARIUM mit Schauküche genossen werden. 2 Hauben im Gault Millau 2016 bezeugen die ausgezeichnete Qualität von Küche und Service.

Einfache Anreise Die Verkehrsanbindung der Geinberg5 Villen ist ideal. Von München kommend (circa 145 Kilometer) geht es via Landshut (A 92) über Deggendorf (A3) nach Passau. Von der Staatsgrenze sind es bis zur Abfahrt Ort/Innkreis nur noch ein paar Minuten, auf der Landstraße dann noch 15 Minuten bis zur Ruheoase. Wer das Flugzeug bevorzugt, den bieten Direktverbindungen nach Salzburg oder Linz gute Möglichkeiten. Von beiden Flughäfen erreicht man das Innviertler Hideaway in einer Stunde.

Green Thinking Das Thema E-Mobility wird in den Geinberg5 Villen großgeschrieben. So kommen im Resort nur Elektrofahrzeuge zum Einsatz – ob beim Gästetransport durch die Butler, beim Roomservice oder bei der Reinigung. Dafür wurde schon im Jahr 2014 der „Klima-Aktiv-Preis“, der Klimaschutzpreis des österreichischen Lebensministeriums, verliehen. Auch bei Eigenanreisen ist man für E-Autos gerüstet: Zwei E-Tankstellen stehen den Gästen direkt beim Resort zur Verfügung, eine eigene Tankstelle für das Tesla Destination Charging ist gerade in Planung. Abseits der E-Mobilität ist der „grüne Gedanke“ auch fester Bestandteil des Villenkonzeptes: So basiert die Wär- »


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Das Innviertel – echt guat! Die Landschaft ist kurvig, die Leute kernig, das Leben köstlich. Österreichischer Charme und karibische Lebensfreude vereinen sich in Geinberg auf ideale Weise. Die Therme Geinberg - ein unvergessliches Erlebnis für alle Sinne: Eindrucksvolle Wasserwelten, wohltuende Erlebnisse und charmante Gastlichkeit versprechen Entspannung auf höchstem Niveau. Die Radwege rund um Geinberg sind mit dem Donauradweg verbunden. Naturliebhaber kommen im Naturschutzgebiet Unterer Inn voll auf ihre Kosten. Sportlich ist vom Fliegenfischen über Schneeschuhwandern und Skispringen alles möglich. Rund um Geinberg bieten elf Golfplätze genügend Möglichkeiten, den Tag ansprechend zu gestalten.

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Chef de Cuisine Peter Reithmayr und sein Küchenteam bieten im Restaurant AQARIUM exquisite Spezialitäten

» meversorgung des ganzen Areals auf geothermischer Wärmenutzung. Die Versorgung der Whirlpools erfolgt durch die eigene Thermalquelle, und die Süßwasser-Schwimmteiche regenerieren sich von selbst.

Wasserfläche aller Thermen Österreichs – je Badegast – vorfinden. Drei Wasserwelten mit Thermal-, Frischund Salzwasser sowie eine Saunawelt mit elf Saunen und Dampfbädern stehen natürlich auch den Villengästen zur Verfügung. Im Sommer ist eine karibische Salzwasserlagune mit Sandstrand das Highlight.

Die Welt des SPA Resorts Therme Geinberg Wer einmal einen „Ausflug“ in die Welt des SPA Resorts Therme Geinberg unternehmen möchte, wird dort die größte

Auszeichnungen Awards gelten häufig als Gütesiegel, in Geinberg5 konnte man solche schon des Öfteren feiern. Highlight waren dabei der dreimalige Gewinn des „World Travel

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Awards“ als Europas bestes Lifestyle Resort in den Jahren 2014, 2015 und 2016, welcher die Einzigartigkeit des Konzeptes, verbunden mit der großartigen Serviceleistung, herausstrich. Stolz ist man im Hause Geinberg auch noch auf den „Seven Star Global Luxury Award“, der Private SPA Villas im Jahr 2013 verliehen wurde – übrigens als einzigem Hotel aus Österreich. Seitdem darf Geinberg5 daher das „Signum Virtutis“ – das Siegel der Außergewöhnlichkeit – führen. Die Nominierung erfolgt durch ein hochkarätiges Komitee internationaler Lifestyle-Experten. n

Geinberg5 PRIVATE SPA VILLAS | Thermenstr. 13 | 4943 Geinberg | Österreich

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Telefon +43 7723 8501 5555  |  www.geinberg5.com

Fotos: SPA Resort Therme Geinberg

Gewinner des „World Travel Awards“


DIE GROSSE FREIHEIT: Sie werden überrascht sein, wie gut wir Ihre Träume verstehen. Genießen Sie einen Urlaub, der sich ganz nach Ihnen richtet. Mit privaten Land-Arrangements und einem Reise Concierge, der Ihre individuellen Wünsche erfüllt. Erleben Sie mit maximal 500 Gästen einen legeren Luxus, der alles übertrifft: 5-Sterne-plus*.

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Wenn der richtige Biss fehlt Kopf- und Rückenschmerzen, Tinnitus oder Sprechstörungen – Fehlstellungen des Kiefers können zu funktionellen und ästhetischen Beeinträchtigungen führen. Top Magazin sprach mit Dr. Dr. Wolfgang Kater, Gesichts-Chirurg in Bad Homburg, der bei Kieferfehlstellungen mit minimal-invasiven Eingriffen große Erfolge verzeichnet. Dr. Dr. Wolfgang Kater

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er zu Dr. Dr. Wolfgang Kater kommt, hat ein gravierendes Problem und zumeist schon einige Stationen hinter sich. Diesen Patienten geht es nicht um eine kleine Schönheits-Korrektur. Was sie brauchen, ist eine technisch perfekt ausgeführte Operation, die nur in die Hände eines ausgewiesenen Experten gehört. Dr. Dr. Kater ist Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg und hat sich auf die Behandlung von extremen und weniger ausgeprägten Dysgnathien spezialisiert. Darunter versteht man zumeist angeborene Fehlstellungen des Kiefers. Sie fallen auf den ersten Blick ins Auge: als Überbiss, fliehendes oder übermäßig großes Kinn, zahnfleischbetontes Lachen oder ineinander verschachtelte Zähne. Die Anomalien treten jedoch nicht nur optisch als ästhetische Mängel in Erscheinung. Sie können auch funktionelle Beeinträchtigungen nach sich ziehen, etwa Schnarchen, Lispeln und eine eingeschränkte Nasenatmung. In seiner Facharzt-Praxis auf dem Bad Homburger Gesundheitscampus nimmt sich Dr. Dr. Kater dieser Fälle an. Behandlungsziel ist die Harmonisierung der Gesichtsproportionen bei gleichzeitig funktioneller Optimierung von Nasenatmung und Beißfunktion. Aus dem In- und Ausland reisen die Patienten nach Bad Homburg, um sich auf Grund seiner hohen Fachkompetenz und der Spezialisierung des gesamten Teams von Dr. Dr. Kater operieren zu lassen. Über 500 solcher Eingriffe führt er pro Jahr durch, mehr als jede andere Praxis in Europa. Eine exzellente, topmoderne technische Ausstattung schafft dabei die Grundlage, um Operationen im Vor-

Kurze Wege auf dem Gesundheitscampus stellen eine stringente Patientenversorgung sicher

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feld perfekt zu planen. Dazu machen Dr. Dr. Kater und sein Team Gebrauch von den technisch neuesten Möglichkeiten der 3D-Diagnostik und -Planung. In einem eigens hierfür eingerichteten Center für Digitale Volumentomographie werden sowohl Operationen im Kieferbereich als auch Implantatsetzungen virtuell simuliert. „Aufbauend auf Fotos vom Patienten und 3D-Scans seiner Kiefer fertigen wir virtuelle dreidimensionale Modelle an“, erläutert der Chirurg, „um das funktionell wie ästhetisch bestmögliche Ergebnis mit dem geringsten Aufwand zu erzielen.“ Die gewissenhafte Vorausplanung bis ins Detail wirkt sich darüber hinaus auch auf die benötigte Dauer der Operation aus. „Aufgrund der exakten, computergestützten Vorbereitung können wir die OP-Dauer und theoretische Komplikationen minimieren.“ Bei seinen Eingriffen legt Dr. Dr. Kater großen Wert auf ein möglichst schonendes Verfahren. „Wir sind heute in der Lage, Dys­ gnathien mit minimal-invasiven Techniken zu korrigieren“, führt er aus. „Damit erreichen wir jeden Bereich der Kiefer und des Gesichtsschädels ohne äußere Hautschnitte. Auch auf Verdrahtungen des Knochens kann dabei verzichtet werden.“ Dr. Dr. Kater beschreibt seine ausgefeilte Methode: „Zunächst wird die spätere Positionierung des Kiefers geplant. Die Korrekturen erfordern lediglich kurze Schnitte in die Schleimhaut. Sie verlaufen im Inneren des Mundes, es bleiben also keine sichtbaren Narben zurück.“ Durch diese Zugänge wird der Knochen mit winzigen Spezialinstrumenten präpariert und optimal ausgerichtet. Klei-


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Kleiner Eingriff, große Wirkung

ne Schräubchen aus Titan fixieren ihn in seiner neuen Stellung. Der für die Patienten weitgehend schmerzfreie Eingriff wird unter Vollnarkose durchgeführt und dauert etwa 60 Minuten. Er zieht dank einer besonders schonenden Operationstechnik kaum Häma­tome nach sich. Essen, Trinken und Zähneputzen sind danach sofort wieder möglich. Schwellungen werden durch Kühlmasken minimiert, was auch die Wundheilung beschleunigt. Vier Tage bleiben die Patienten in der Regel in der Klinik.

Durch eine minimal-invasive OP behebt Dr. Dr. Wolfgang Kater Fehlstellungen des Kiefers. vorher

nachher

Mit Dr. Dr. Kater geht ein renommierter Spezialist ans Werk. Der Werdegang zum Dysgnathie-Experten ist lang und komplex. Zur Ausbildung gehören ein Studium der Medizin, der Zahnmedizin und eine langjährige Facharzt-Ausbildung zum Mund-, Kieferund Plastischen Gesichtschirurgen. Der Bad Homburger Arzt hospitierte bei Koryphäen in den USA, Frankreich und Japan. Diese Erfahrungen kamen ihm bei der Entwicklung eigener Operationstechniken zugute. Sie seien zwar anspruchsvoll, räumt er ein, aber eben auch sehr schonend. Schon vor dem Eingriff weiß der Patient, wie das Ergebnis der Korrektur aussehen wird. Über computergestützte Simulationen nähert er sich gemeinsam mit dem Chirurgen dem gewünschten harmonischen Gesichtsprofil. In den vergangenen Jahren hätten sich Ansprüche und Erwartungen erheblich gewandelt, sagt Dr. Dr. Kater. Sei es früher nur um den korrekten Biss gegangen, werden heute zunehmend ästhetische Verbesserungen angestrebt. Ziel der Operation ist daher immer auch eine Harmonisierung der Gesichtsästhetik – neben der Behebung funktioneller Einschränkungen, die sich auch in mangelnder Beißfunktion, Kiefergelenk-, Kopf- und Rückenschmerzen unangenehm bemerkbar machen können und die Patienten erheblich verunsichern. Denn oftmals sind es diffuse Beschwerden, deren Ursache so lange rätselhaft bleibt, bis der Auslöser in einer Fehlstellung des Kiefers gefunden wird.

Eines der Spezialgebiete des Chirurgen ist die Versorgung von Jugendlichen ab 12 Jahren. Damit widerspricht er anderen Ärzten, die zunächst die Entwicklung des Skeletts abwarten wollen, bevor sie operativ einschreiten. Dr. Dr. Kater hingegen ist der Überzeugung, dass in ausgeprägten Fällen frühes Operieren schwerwiegende Folgeschäden vermeiden könne. Ganz abgesehen von der psychischen Belastung, unter der seine jungen Patienten leiden. „Man darf die Hänseleien nicht unterschätzen, denen Kinder und Jugendliche ausgesetzt sind“, sagt er. „Eine schonende Korrektur ihrer auffallenden Fehlstellung bewahrt sie davor. Das ermöglicht ihnen ohne jeden Zweifel eine ungestörte psychosoziale Entwicklung und eine unbeschwerte Jugend.“ GO n

Fotos: Dr. Dr. Kater

Dass Dr. Dr. Kater, Mitglied in allen relevanten medizinischen Fachgesellschaften, einen renommierten Ruf genießt, schafft bei der Operation Vertrauen und zusätzliche Sicherheit. „Wir planen interdisziplinär“, versichert er. „Von der Begutachtung des Patienten über die Planung und Durchführung der Korrektur bis zur Nachsorge.“ Seine Facharztpraxis im Gesundheitscampus Bad Homburg ist mit den benachbarten Hochtaunuskliniken eng vernetzt. „Diese Nähe optimiert die medizinischen Abläufe und eine stringente Patientenversorgung“, erklärt er.

Fachklinik für Dysgnathie-Chirurgie Dr. Dr. Wolfgang Kater | Zeppelinstraße 24 | 61352 Bad Homburg Telefon +49 (0)6172 -171060 | info@dysgnathie.de  |  www.dysgnathie.de

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Pokern de luxe Kunsthandwerk vom Feinsten

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Die raffinierten Beistelltische Wood von Tingo Living sind in ihrer Form echten Baumstämmen nachempfunden. Basis ist stabiles Kunstharz. Das Finish in Blattgold betont die natürlich Struktur des Holzes. » www.tingo-living.com

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ie setzt Akzente, drängt sich aber nie in den Vordergrund – die Uhr ist der einzig legitime Schmuck für Männer mit Stil. Frauen haben es da einfacher. Sie können sich von ihrem guten Geschmack leiten lassen, weil sie noch unzählig viele andere Möglichkeiten haben, mit schönen Preziosen zu glänzen. Dabei kommt es nicht dar­ auf an, ob das gute Stück aus Gold, Platin oder Edelstahl ist! Entscheidet man sich eher für ein dezentes Lederarmband oder kühles Metall? Oder soll es doch lieber die sportliche Taucheruhr statt eines exklusiven Zeitmessers sein? Interessante Fragen, auf die wir mit Ihrer Hilfe Antworten suchen. Wie sehen Ihre Lieblingsuhren aus? Top Magazin hat eine große Auswahl aus den vier Kategorien Top Beauty, Top Select, Top Class und Top Sport zusammengestellt. Wir sind gespannt auf Ihre Antworten. n

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Ruhrrevier

WAS IST

AN … TOP_Titelschriftzug_SOLO_1508_Versandstrichstärke_ZW.indd 29

08.10.2015 15:52:15

GELSEN KIRCHEN Vor knapp 30 Jahren zog ich nach Gelsenkirchen. Nicht ganz freiwillig, denn mein damaliger Arbeitgeber schickte mich ins Ruhrgebiet, und als Kind der Provinz erlitt ich erst einmal einen gehörigen Kulturschock. Heute bin ich in der Stadt angekommen und kann sagen – hier will ich nicht mehr weg. Die Ruhrmetropole mit all ihren Möglichkeiten und Angebo-

Charly Rinne lebt und arbeitet als Verleger und Herausgeber, u. a. der Stadt-Magazine 100% BUER, 100% VEST, 100% BOTTROP, seit 30 Jahren in Gelsenkirchen

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ten ist meine neue Heimat geworden. Die Menschen hier sind bodenständig, ehrlich und direkt. Es gibt viele gute Gründe, den Charme Gelsenkirchens und der „Ruhrpottler“ zu lieben. Mir fallen auf Anhieb neun TOP-Favoriten ein: 1. Alles unter einem Dach – das bietet das Musiktheater im Revier. Dabei kann sich das MiR durchaus mit großen Häusern in Berlin und München messen. Das Repertoire des Musiktheaters reicht von Ballett und Oper über Konzerte bis hin zu Musicals und Musikbrunches – da ist wirklich für jeden etwas dabei. 2. Die Veltins-Arena ist längst nicht mehr nur das Stadion des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04. Sie ist Zentrum und Bühne pulsierender Rock- und PopKultur. Sämtliche Facetten der modernen Unterhaltungsmusik, mit Gruppen und Interpreten wie Metallica, AC/DC, Udo Lindenberg, Grönemeyer, Depeche Mode, Coldplay, Helene Fischer usw., sind vertreten. Nicht zu vergessen das Tomorrowland, eines der besten ElectroDance-Festivals weltweit, oder Hardwell, die größte DJ Solo-Show. 3. Schlösser und Burgen mitten im Ruhrgebiet. Wir haben sie – und Gelsenkirchen hat gleich drei sehenswerte historische Bauten: Schloss Horst, Schloss Berge und die Wasserburg Lüttinghof. Hier ist immer was los; nicht nur beim jährlichen Kultursommer auf Lüttinghof, sondern auch beim Sommerfestival Schloss Berge. 4. Internationale Küche wird in der

vielfältigen Gastro-Szene von Gelsenkirchen großgeschrieben. Zwar ist in der Stadt kein TV-Sternekoch vertreten, aber den braucht es auch nicht unbedingt. Für die zahlreichen Gastronomen – vom Edel-Italiener bis hin zum Pommesbudenbesitzer – zählen die Gäste. Die kommen oft und gerne und sind die beste Auszeichnung für die eigene Küche. 5. Königsblaue Fans trifft man hier und deutschlandweit an jeder Ecke. Natürlich ist Schalke 04 mein Lieblingsverein. Im Provinzdorf bin ich mit Reinhard „Stan“ Libuda und den Zwillingsbrüdern Erwin und Helmut Kremers aufgewachsen. Das hat mich nicht mehr losgelassen. Später habe ich dann als Verleger verschiedene Buchtitel über den FC Schalke 04 herausgegeben. Für eine Dauerkarte reicht die Zeit häufig leider nicht mehr. 6. Grüne Oase in der City. Ich hatte mir damals nicht vorgestellt, dass das Grün hier sozusagen vor der Haustür liegt. Am Berger See, den Anlagen rund um Schloss Berge, dem Gelände der Bundesgartenschau an der ehemaligen Zeche Nordstern oder im Stadtwald Buer kann ich gut vom Alltag ausspannen. Ich halte mich mit Radtouren sportlich fit. Entlang des Rhein-Herne-Kanals oder rund um Buer und Umgebung trete ich in meiner Freizeit gerne in die Pedale. 7. Tierische Begegnungen rund um die Welt – die gibt es in dieser Form weit und breit nur im ehemaligen Ruhrzoo. Was dort mit der ZOOM Erlebniswelt mittlerweile entstanden ist, finde ich beeindruckend. Das hat eine enorme Strahlkraft in der Region. 8. Gleich zwei große Fußgängerzonen bietet unsere bipolare Stadt mit den beiden Zentren GE-City und Buer. Das heißt Shoppen für jeden Geldbeutel bei reichlich Auswahl bis hin zum hochwertigen Designer-Store. Der immer stark besuchte Wochenmarkt in Buer ist für mich einer der schönsten im Ruhrgebiet! 9. Das Beste zum Schluss. Was wäre Gelsenkirchen ohne sein größtes Pfund, die Menschen. Ich mag ihre Geradlinigkeit. Sie nehmen kein Blatt vor den Mund und tragen ihr Herz am rechten Fleck. Sie sind es, die diese Stadt lebens- und liebenswert machen. Hier bin ich zu Hause!


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Ruhrrevier

MIT FLOTTEN

S P R Ü N G E N

ZUM MEDAILLENSEGEN Chiara ist Gymnasiastin in Gelsenkirchen und Turnerin aus Leidenschaft Medaillen, mehr als sie selber aus dem Kopf sagen kann, und Pokale – rund 20 an der Zahl. Dazu ein Mädel, das gerade 15 Lenze zählt und die Schulbank im Gymnasium drückt. Daneben hat Chiara Crass einfach Sport im Kopf – oder besser: In den biegsamen Gliedern. Sie ist Turnerin und räumt seit zehn Jahren bei ihrem BC Erle in Gelsenkirchen einfach in jeder Vereinsmeisterschaft die Titel ab. Nicht nur erfolgreich in der Turnabteilung des „Box Clubs“, auch auf Bezirksebene und im Turngau Münsterland. Nicht von ungefähr kommen

der Medaillensegen und die Pokalflut im Jungmädchen-Zimmer in Buer, wo Chiara mit ihren Eltern zu Hause ist. Mama Katharina turnte selber als Kind, Bruder Manuel studiert Sport, Papa Dr. Michael Crass ist Zahnarzt in Erle. Und so ist für Chiara immer alles ganz nah beieinander: Das Elternhaus, der Sport und auch das MaxPlanck-Gymnasium. Da geht es im schnellen G8er-Schritt Richtung Abitur. Sport ist dabei als Fach für Chiara gesetzt, viel Gymnastik, Akrobatik und Parkours sind genau ihre Kragenweite. Denn Sport ist Spiel für

Chiara, immer und überall. Kopfstand an der Telefonzelle, mit flotten Sprüngen im Salto und Flicflac durch jede Grünanlage. Damit es so bleibt, haben sich die 15-Jährige und ihre Familie bei allem Talent gegen den „großen Sport“ mit seinem Erfolgsdruck entschieden. Dreimal pro Woche Training beim BC Erle reicht – da steht einfach der Spaß noch im Vordergrund. Und es bleibt Zeit für Schule und Freundschaften. Medaillen und Pokale sammeln sich obendrein an. Bald schon mehr, als Chiara noch zählen kann …

Ein Mädchenzimmer voller Trophäen: Chiara besticht als Turnerin beim BC Erle durch wahrhaft meisterliche Leistungen

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Ruhrrevier

k i s Mu Theater im

r e i v e R

Mit Witz, Charme und überschäumender Erfindungslust hat Rota seine Oper komponiert. In der Geschichte finden sich harmlose Bürger in völlig absurden und urkomischen Verwicklungen wieder.

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„Il cappello di paglia di Firenze“ sorgt in dieser Spielzeit im Musiktheater im Revier für quirliges Leben auf der Bühne. Als „Der Florentiner Hut“ durch den Film mit Heinz Rühmann in Deutschland bekannt geworden, kommt die fröhliche Salonkomödie als Oper des italienischen Komponisten Nino Rota nun in Gelsenkirchen zu neuen Ehren. Und das MiR präsentiert eine veritable Deutsche Erstaufführung: Nino Rotas komische Mini-Oper „Die Fahrschule“ – hier erfährt das Publikum endlich, wie sich Elena und Fadinard kennengelernt haben: zwischen Kupplung, Gas und Bremse. Wer sich ins Getümmel stürzen mag – gespielt wird „Der Florentiner Hut“ noch am 22. und 30. Dezember, 5. Januar sowie am 4. und 12. Februar 2017

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Ruhrrevier

Essen wie bei Muttern geben Thomas Kölsche und

Frederike Notthoff kontrolliert die Zahlen – auch sie

Stefanie Wronski in der MiR-Kantine aus

ist Teil des integrativen Teams

M

Auf der Bühne des MiR ist Pause – Zeit für das Publikum, sich eine Erfrischung zu gönnen. Direkt hinter der imposanten Glasfassade, an der der Innenstadt zugewandten Seite, liegt die Gastronomie. Ein Treffpunkt für die Gäste, der im Vorderhaus absolut beliebt ist. Genauso, wie die dazugehörende Kantine des Musiktheaters. Eine Balletttänzerin mit zwei verschiedenfarbigen Hosenbeinen bestellt einen Joghurt mit Müsli, ein Bühnentechniker Pasta mit Rucola und Walnüssen, ein Mittfünfziger mit tiefblauem Jackett ein Schnitzel. „Mit Reis, nicht mit Pommes, bitte.“ Es herrscht Hochbetrieb. Thomas Kölsche füllt die Teller und gibt sie seiner Kollegin im Service. Er lächelt über die Glastheke hinweg, bis der erste Ansturm vorbei ist. Anschließend geht der 45-Jährige durch die Seitentür in einen kleinen, warmen Nebenraum. Er lässt Wasser über Teller laufen, räumt sie in die Gastronomie-Spülmaschine ein, startet das Gerät. Kurze Zeit später: Aufräumen in der Küche. Hier sortiert der Gelsenkirchener, der als Kleinkind einen Schlaganfall erlitt und seitdem eine schwere Behinderung hat, die sauberen Kellen zurück an die Wand. Thomas Kölsche arbeitet für die AWO Service GmbH,

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i Thomas Kölsche arbeitet vor und hinter den Kulissen in der MiR-Kantine – das integrative Projekt macht es möglich

die die Kantine des Musiktheaters mitten in Gelsenkirchen betreibt. Fünf Menschen mit und sechs ohne Behinderung sind in dem Integrationsunternehmen beschäftigt, das im Jahr 2012 gegründet wurde. Die Kantine hat von 8.30 Uhr bis 23 Uhr geöffnet und gibt neben vielen kleinen Speisen mittlerweile 80 bis 100 Hauptmahlzeiten pro Tag heraus. Carsten Wiegand, Betriebsleiter der Musiktheater-Kantine will hier eines: Einen Treffpunkt mit Qualität zu guten Preisen. Wie gut das läuft, kann Frederike Notthoff jeden Tag sehen. Die Bürokauffrau, die wegen ihrer körperlichen Einschränkungen nicht allzu schwer tragen kann, liest jeden Tag die Kasse aus und trägt die Daten in Tabellen ein. „Das ist so ein bisschen meine Leidenschaft“, sagt sie, während sie am Computer eine Zahlenkolonne herunterscrollt. Es funktioniert, denn die Qualität steht für Wiegand im Vordergrund. Kartoffelpüree wird frisch zubereitet und kommt nicht aus der Tüte, die Schnitzel werden direkt in der Küche paniert. „Wir wollen, so weit das geht, wie bei Muttern kochen“, sagt Carsten Wiegand mit einem Lachen. „Die Gäste finden das super. Stimmt’s?“, ruft er zu einem Tisch hinüber – und die Theaterleute nicken einmütig. Und nicht nur sie sind zufrieden: Inzwischen werden auch die Kantine in der Sparkasse Gelsenkirchen und im Wissenschaftspark gemeinsam von Menschen mit und ohne Behinderung bewirtschaftet.


Ruhrrevier

Gemeinsam am Start für den guten Geschmack – in Gelsenkirchen liegt die Würze in der Integration

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Regelrecht Schule hat das Beispiel der integrativen Arbeit in Gelsenkirchen gemacht. Neben den AWO Services hat sich auch die Firma Werner & Co. Gewürze zu diesem Schritt entschieden – und ihn nicht bereut. Schon an der Eingangstür der Firma strömt den Besuchern der Duft von Kardamom entgegen, dazu mischt sich Pfefferstaub, der in der Nase kitzelt. „Wir selbst riechen das kaum noch“, lächelt Helmut Schulte, Inhaber und Geschäftsführer des Gelsenkirchener Traditionsunternehmens. Kein Wunder: Bis zu 30 Tonnen der verschiedensten Gewürze setzen die 30 Mitarbeiter jeden Tag um, mahlen Pfeffer, füllen Chili, Paprika und Kurkuma ab, bereiten Mischungen zum Grillen oder für die Wurstherstellung zu. Sebastian Vollrath, der heute für die Mühle eingeteilt ist, hebt einen Sack auf die Schulter und kippt weiße Pfefferkörner in einen Trichter. Der 33-Jährige arbeitet zügig und geschickt; dass ihm an beiden Händen jeweils vier Finger fehlen, fällt erst auf den zweiten Blick auf. Seit seiner Geburt hat Vollrath nur seine beiden Daumen. Dank lebenslanger Übung kann er mit ihnen und dem Rest seiner Hände aber ebenso viel leisten wie die Kollegen. Werner Gewürze hat seit 2010 eine Integrationsabteilung: Acht der 30 Mitarbeiter haben eine Behinderung. Sebastian Vollrath ist froh, hier eine Chance bekommen zu haben. Vor gut anderthalb Jahren bewarb er sich initiativ. „Ich bin kein Typ für einen Bürojob, ich brauche immer

André Wilbert war der erste Mitarbeiter mit Handicap bei Gewürze Werner in Gelsenkirchen. Inzwischen gehört er seit 15 Jahren fest zum Team dazu.

Bewegung“, sagt der Essener. Seine Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation hat er nicht abgeschlossen, stattdessen Umschulungen zum Fliesenleger, Maurer und Lageristen absolviert und als Bauhelfer gejobbt. Auf eine Festanstellung hoffte er aber lange vergeblich. „Die Chefs haben mir körperliche Arbeit einfach nicht zugetraut“, sagt er. Helmut Schulte dagegen ging die Sache pragmatisch an. „Ich habe ihm gesagt, dass er beweisen muss, dass er den Job machen kann“, erklärt der 61-jährige Inhaber von Werner Gewürze. „Es lief gut, und seitdem hat Bastian eine unbefristete Stelle.“ Für die Kunden hat die Tatsache, dass bei Werner Gewürze Menschen mit und ohne Behinderung zusammenarbeiten, noch nie eine Rolle gespielt. „Die schauen auf die Qualität, das ist das einzige, was für sie zählt“, sagt der Unternehmer. Ihm selbst ist das Konzept mittlerweile eine Herzensangelegenheit. Dabei hatte Schulte nie geplant, eine Integrationsabteilung zu gründen. „Das Arbeitsamt sprach mich an und fragte, ob ich nicht eine Stelle für einen Menschen mit Down-Syndrom hätte“, blickt der 61-Jährige zurück. „Ich sagte Ja – und dann stand ich zu meinem Wort.“ Dieser Mann der ersten Stunde ist André „Andi“ Wilbert. Schulte stellte ihn vor 15 Jahren ein, trotz anfänglichen Widerstands einiger anderer Mitarbeiter. Wilbert hat das Down-Syndrom und braucht deshalb länger als seine Kollegen, um Arbeitsaufträge zu

verstehen und umzusetzen. Damals stieß das nicht bei allen auf Verständnis, aber Schulte ließ nicht mit sich reden: „Ich habe den Mitarbeitern gesagt, sie können sich an Andi gewöhnen oder sie können gehen.“ Heute gehört André Wilbert ganz selbstverständlich dazu und führt seine Aufgaben routiniert aus. Er ist zufrieden mit seinem Job, und das zählt. „Die Arbeit macht Spaß“, sagt er. „Mit anderen Worten: Es läuft.“

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Kultur

Alexander Eberle dirigiert Chöre in Essen und am MiR Alexander Eberle bleibt Chordirektor des Musiktheaters im Revier und setzt seine Tätigkeit am MiR auch zukünftig in einem Festengagement fort. Der gebürtige Saarländer hatte das Amt in der vergangenen Spielzeit zunächst kommissarisch übernommen, als Vorgänger Christian Jeub kurzfristig einem Ruf an die Universitätsmusik Koblenz folgte. Alexander Eberle, der auch künstlerischer Leiter des ChorForums Essen ist, war zuletzt Chordirektor am Essener Aalto-Musiktheater. Er wurde 1968 geboren und studierte Kirchenmusik, Klavier und Dirigieren an den Hochschulen Mainz und Düsseldorf. Über die Theaterstationen Trier und Osnabrück kam er schließlich 1994 als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung und Assistent des Chordirektors nach Essen. In der Spielzeit 1998/99 wurde er dort mit dem „Aalto-Bühnenpreis“ ausgezeichnet und übernahm die Leitung des Philharmonischen Chores. Als Chordirektor gründete er im Jahr 2004 die Aalto-Kinder- und Jugendchöre sowie den Philharmonischen Kammerchor.

Spender und Stifter aus Bochum haben die Errichtung des Anneliese Brost Musikforums Ruhr ermöglicht

Er rief das Netzwerk „Singen an Essener Grundschulen“ ins Leben und ist zudem Vorsitzender der Chordirektoren-Konferenz. Im Jahr 2007 folgte die Gründung des gemeinnützigen Vereins ChorForum Essen mit dem Satzungsziel der Förderung von Chorarbeit in der Ruhrgebietsstadt. Im Jahr 2011 wurde die ehemalige Kirche St. Engelbert zum Vereinssitz. Neben seiner Theater- und Konzerttätigkeit war Alexander Eberle viele Jahre als Lehrbeauftragter für Korrepetition und Partien-Studium an der FolkwangHochschule in Essen tätig. Seit 2015 ist er außerdem Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

Anneliese Brost Musikforum Ruhr – neuer Ankerpunkt für Kreativquartier

Alexander Eberle ist auch künstlerischer Leiter des ChorForums Essen

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Bochum hat eine neue Heimat für die Musik und die trägt einen besonderen Namen: Anneliese Brost Musikforum Ruhr. Das Anneliese Brost Musikforum Ruhr ist eine auch architektonisch außergewöhnliche Kombination der Spielstätte für die Bochumer Symphoniker

und des künstlerisch-professionellen Schaffensraums für andere musikalische Akteure – von kleinen Ensembles der Musikschule Bochum bis hin zu Jugendsymphonieorchester und Philharmonischem Chor. Über 20000 Spender und Stifter haben die Hälfte der Baukosten durch private Gelder aufgebracht. Besonders dankt die Stadt Bochum Norman Faber, der Brost Stiftung, der GLS Bank, der EU, dem Bund und dem Land NRW. Das Anneliese Brost Musikforum Ruhr wird zum Ankerpunkt und Impulsgeber des Kreativ-Quartiers entlang der Viktoriastraße. Hier werden in räumlicher Nähe zum Schauspielhaus und dem überregional bekannten Gastronomieviertel Bermuda3Eck weitere Theater, Wissenschafts- und Ausbildungsinstitute sowie Kultureinrichtungen angesiedelt und jungen Kreativen günstige Immobilien angeboten – ein lebendiges, attraktives Viertel. Das neue Anneliese Brost Musikforum Ruhr wird zu einem der Grundsteine dieses Kreativquartiers, das auch im Zusammenspiel mit der Zukunftsakademie NRW und den im Quartier bereits tätigen kreativwirtschaftlichen Akteuren eine kulturell einzigartige Infrastruktur bereithält. Ein für Menschen, Sparten und Projekte offenes Haus, verspricht Stadtdirektor Michael Townsend.


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Kultur

Tableau der Gastspiele reicht von Jungstar Jan Lisiecki bis zum 93-jährigen Menahem Pressler – Karten schon jetzt zu haben

Das Klavier-Festival Ruhr 2017 ist im Moment zwar noch Zukunftsmusik, lässt aber schon jetzt die ersten Töne anklingen: Für 18 Konzerte des weltweit renommierten Pianisten-Treffens an der Ruhr gibt es bereits Karten im Vorverkauf. Die Karten für die Konzerte in u. a. Bochum, Duisburg, Dortmund, Essen, Mülheim, Recklinghausen und Wuppertal gibt es bis zum Beginn des offiziellen Vorverkaufs am 14. Januar 2017 mit einem Frühbucher-Preisvorteil von 10 Prozent. Wer anderen eine Freude machen möchte, kann Geschenkgutscheine erwerben – der Beschenkte hat dann die freie Wahl. Unter den Pianisten, für deren Auftritte jetzt schon Karten angeboten werden, sind klangvolle Namen wie Pierre-Laurent Aimard, Rafał Blechacz, Rudolf Buchbinder, Khatia Buniatishvili, Till Fellner, Chilly Gonzales, Katia und Marielle Labèque, Igor Levit, Jan Lisiecki, Radu Lupu, Denis Matsuev, Olli Mustonen, Menahem Pressler, Sir András Schiff oder Anna Vinnitskaya. Prominente Künstler bringt das KlavierFestival Ruhr 2017 in das neue Anneliese Brost Musikforum Ruhr in Bochum. Dort gibt am 26. Juni einer der sympathischs-

Khatia Buniatishvili spielt beim Klavier-Festival 2017 im Konzerthaus Dortmund

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KLAVIER-FESTIVAL 2017 PIANISTENTREFF MIT WELTRUF AN DER RUHR

Pierre-Laurent Aimard spielt im Landschaftspark Duisburg-Nord Ludwig van Beethoven und Charles Ives

ten Jungstars der letzten Jahre, Jan Lisiecki, sein Bochumer Debüt. Am 6. Juli sind die Bochumer Symphoniker unter Steven Sloane Partner von Denis Matsuev, der u. a. die „Rhapsody in Blue“ von George Gershwin spielt. Und am 14. Juli gewährt der dann 93-jährige Gründer und langjährige Pianist des Beaux Arts Trio, Menahem Pressler, dem Festival die Gunst eines seiner seltenen Klavierabende. Bereits vor der Eröffnung des Klavier-Festivals Ruhr finden zwei Sonderkonzerte im Anneliese Brost Musikforum Ruhr statt: in Kooperation mit den Bochumer Symphonikern ein Liederabend am 18. Januar mit Christoph Prégardien und Hartmut Höll und am 9. März ein Klavier-Festival Ruhr Extra-Konzert anlässlich des 70. Geburtstags von Gidon Kremer mit dem weltbekannten Geiger, seiner jahrzehntelangen künstlerischen Partnerin Martha Argerich und der Kremerata Baltica. In der Gebläsehalle des Landschaftsparks Nord in Duisburg tritt am 12. Mai einer der

klügsten Köpfe der Pianisten-Szene auf: Pierre-Laurent Aimard widmet sich Ludwig van Beethoven und Charles Ives. Am 30. Mai haben die Geschwister Katia und Marielle Labèque für die stimmungsvolle Industriehalle Igor Strawinsky und Claude Debussy im Gepäck; dazu ein Auftragswerk des Klavier-Festivals Ruhr, „Four Movements for two Pianos“ des amerikanischen Minimalisten Philip Glass, dessen 80. Geburtstag das Festival 2017 feiert. In Essen gibt es am 8. Juni ein Konzert mit dem kanadischen Jazz-Pianisten Chilly Gonzales in der Philharmonie. Am 21. Juni spielt Rafał Blechacz ein klassischromantisches Programm mit Werken von Bach, Beethoven und seinem Favoriten und Landsmann Frédéric Chopin. Und am 3. Juli kommt der Österreicher Rudolf Buchbinder wieder zum Klavier-Festival. Der finnische Pianist Olli Mustonen führt am 12. und 13. Juni in der Stadthalle Mülheim alle neun Klaviersonaten Sergej Prokofjews auf.


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Kultur

IMMER WENN IM PALAST DER MOND AUFGEHT IST THEATER ANGESAGT 96

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Es ist der Mond von Wanne-Eickel und der ist inzwischen sogar in einem Palast zu Hause. Ein Palast mitten im Revier, der noch dazu weit über die Grenzen hinaus leuchtet – wie ein voller Mond eben die Szene erhellt. So ist der Mond-Palast von Wanne-Eickel Fix-Stern und Tempel für Volkstheater im Pott. Ein Mann macht’s möglich: Christian Stratmann. Erfinder und Gründer, Entrepreneur und Theaterbesitzer. Prinzipal eben, der „Vorsteher“, der Theaterleiter. Und so tritt Christian Stratmann in seinem Mondpalast Abend für Abend als Prinzipal bei seinem Publikum an. Einem Publikum, das zu ihm kommt, um Komödien der Extraklasse zu genießen. Mitten im Pott. Und das nun schon seit zwölf Jahren. Stratmann selber muss schmunzeln, wenn er an die Anfänge denkt. Da stand er nämlich in jenem Bau, den heute jeder als Palast kennt, und war eigentlich ratlos. Genauso ratlos, wie die Stadtväter von Wanne-Eickel, die mit ihrem alten Saalbau nichts mehr anzufangen wussten und jemanden suchten, der die olle Betonhülle aus den 1970er-Jahren buchstäblich bespielen kann. An Christian Stratmann glaubten sie dabei fest – denn der hatte längst seine Visitenkarte für so eine Arbeit in seiner Heimatstadt Essen abgegeben, als er dort das „Amerikahaus“ gemeinsam mit seinem Bruder Dr. Ludger Stratmann als Heimat für Kultur und Theater entdeckte. Nun also Wanne-Eickel – noch mehr Revier geht ja eigentlich gar nicht. Und Stratmann überlegte nicht lange, und rechnete schon gar nicht. Heute ist er sicher, dass es nur so gehen konnte: „Hätte ich das alles damals wirklich richtig durchkalkuliert, so einen Betonbau mit dem riesigen Theatersaal mit 500 Plätzen, hätte ich es nie gemacht“. Schade wär’s gewesen – denn inzwischen lockt der Mondpalast die Fans des Volksheaters selbst aus Ostfriesland ins Revier. Das Erfolgsgeheimnis: Bodenständige Unterhaltungskunst, für die der Prinzipal ganz höchstpersönlich steht. Buchstäblich am Eingang, wo er seine Gäste begrüßt, bevor sie in die dicken Sessel des Theatersaals sinken und des fröhlichen Treibens auf der Bühne harren. Christian Stratmann ist der Prinzipal von WanneEickel und Herten und zieht mit Volkstheater und Travestie-Shows die Menschen ins Revier

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Die Mondpalast-Komödie „Die Wanne-Kopps" mit leichten Jungs und schweren Mädchen rief bei der Premiere mehr Begeisterung hervor, als die Polizei erlaubt

Dort ist ein Ensemble am Werk, das Stratmann gleich zu Beginn der neuen Mondpalast-Zeit angeheuert hat. Und das 2004 gleich mit dem ersten Stück „Ronaldo & Julia“ einen großen Wurf landet. Die Ruhrgebietskomödie hat alle Zutaten, die das Publikum in dieser Region braucht: Fußball, Liebe und ein wenig Anklang an die Literatur. In diesem Fall darf es auch mal Shakespeare sein. Ein wunderbarer Erfolg, den der Vordenker und Vorsteher, der Prinzipal, aber auch vorher nicht dem Zufall überlässt: Als Stückautor verpflichtet er den hoch erfolgreichen Ruhrgebiets-Schreiber Sigi Domke. „Mach mal was mit Fußball“, ist die Grundidee, die aufgeht. Ronaldo & Julia wird förmlich gefeiert und seither denkt sich Domke exklusiv für den Mondpalast liebevoll-ironische Stoffe aus: „Othello, der Schwatte von Datteln“, „Auf der wilden Rita“, „Die Flurwoche“ oder passend zum Spielort „Die WanneKopps“. Es ist Volkstheater, das seinem Standort verpflichtet ist, und es trifft ganz offenbar den Nerv der Menschen auch in

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diesem 21. Jahrhundert. Der große Theatersaal im früheren Saalbau ist zumeist voll, wenn sich der Vorhang hebt, und das Ensemble wird gebucht, um auswärts zu spielen. In Kamen kommen 700 Menschen in die Stadthalle, auf Norderney ankert das komödiantische Schiff „Die wilde Rita“ beim begeisterten Nordsee-

Im Hertener RevuePalast verzaubert Carlos alias Michael Jackson das Publikum

Publikum. Aber in der Regel bleibt der Mond eben in Wanne-Eickel, und so kommen die Menschen in seinen Palast. Aus dem Umkreis, dem Pott, natürlich, aber auch von weit her: Aus dem Sauerund dem Münsterland, aus Ostwestfalen oder vom Niederrhein, aus Köln und Düsseldorf oder eben von der ostfriesischen Nordsee spült die Begeisterung für fröhliches Volkstheater das Publikum ins Revier. Und das mittlerweile nicht nur in den Mondpalast – der hat seit 2009 eine „kleine Schwester“ bekommen: Den RevuePalast in Herten. Wieder ein typischer Stratmann: „Man muss einfach eine Idee haben, um aus dem Raum was zu machen“, sagt der Prinzipal. Und genau diese Idee hatte er in der alten, denkmalgeschützten Heizzentrale der Zeche Ewald. Die ist jetzt Showtempel für Glamour mit zauberhaften Travestie-Shows der Truppe „Femme Fatal“. Anrüchig? Nein. Schließlich bürgt der Prinzipal auch hier für Qualität. Frei nach Marlene Dietrichs berühmten Blauen Engel: „Denn das ist meine Welt. Ich kann halt Theater nur …“.


Kultur

Prinzipal Christian Stratmann mit Jutta Speidel …

… mit Dieter Thomas Heck und Jürgen Drews

… und Manfred Breuckmann

… mit Joachim Hermann Luger

… und Kurt Beck

… mit Fritz Pleitgen

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Söke Dinkla ist die Direktorin des Lehmbruck Museums. Mitten in Duisburg baute der Sohn Manfred einen Tempel für die Kunst seines Vaters Wilhelm.

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Kultur

LEHMBRUCK Der Sohn hat einen Tempel für die Kunst seines Vaters gebaut – Nun steht mitten in Duisburg das erste bedeutende Skulpturenmuseum seiner Zeit – Direktorin Söke Dinkla präsentiert hier die Werke von Wilhelm Lehmbruck und neue Ausstellungen bedeutender zeitgenössischer Künstler Söke Dinkla hütet ein Kleinod. Dabei ist das alles andere als klein. Eher groß und luftig. Aber auch monumental. Und dennoch schiebt es sich fast verschämt unter die schützenden großen Bäume im Park; seine Qualitäten entdeckt, wer genau hinsieht. Außen und innen. Söke Dinkla ist Direktorin des Duisburger Lehmbruck Museums. Erbaut vom Architekten Manfred Lehmbruck. Gewidmet seinem Vater Wilhelm Lehmbruck, dem Bildhauer. Klassisch dem Naturalismus verhaftet, in seiner Epoche um die Wende zum 20. Jahrhundert, mit seiner Kunst Inspiration für Joseph Beuys. Gleichzeitig Kunst für Kenner, nicht Kalenderblattmotiv für die breite Masse. Das haben die Erben verhindert. Doch der Sohn hat der Kunst des Vaters einen eigenen Tempel errichtet. Buchstäblich glasklar und schnörkellos, ganz in der Tradition des klassischen Bauhaus-Gedankens. Da steht es in der Geburtsstadt des Vaters. In Meiderich 1881 geboren, starb Wilhelm Lehmbruck 1919 in Berlin. In der Zeit hat er vielfältige Spuren hinterlassen. Die berühmteste: Die Knieende. Oder passend zur Heimat: Die Duisburgerin. Und den Kopf der Ehefrau Anita. Skizzen, Gemälde und Grafiken dazu. So viel, dass es längst ein ganzes Museum füllt. Viele seiner Werke waren verteilt, versprengt, wurden nach und nach zurückgekauft und sind unter das vom Sohn errichtete Dach heimgekehrt. Ein Bau, der selber schon das Zeug zum kunstgeschichtlichen Kultstatus hat. Und dem Museum weltweit ein Alleinstellungsmerkmal beschert: Die große Halle, drei Wände sieben Meter hoch nur Glas. Keine Säule im Inneren, jede Strebe, die trägt, reckt sich außen an der Fassade empor. Ein einmaliges Schaufenster für die Kunst. Das weiß die Direktorin Söke Dinkla zu schätzen. Ebenso wie den deutlichen Kontrast zur glasklaren Offenheit

– das ist der eigentliche Lehmbruck-Flügel des Hauses. Von außen unscheinbar, eine geschlossene Betonfront, die sich ein Stück ins Erdreich duckt. Ein Bunker, ein Schutzraum für die Kunst des Vaters – so hat Manfred Lehmbruck diesen Teil gedacht. Im Inneren aber inszeniert sich plötzlich dieser Bunker ganz neu, wieder mit viel Licht. Immer erlauben überraschende Perspektiven dem Auge den Weg nach außen, erhascht der Blick einen Baum im Park. Oder ist gebannt von der Lehmbruck’schen Kunst. Nicht (nur) der des Erbauers, insbesondere der des Vaters, dessen Schaffen hier der richtige Raum geboten wird. Mit Lichteinfall aus der scheinbar massiven Decke, der dann genau markiert, wo die Statue zur Geltung kommt. Wie die Duisburgerin, die da so selbstverständlich steht, wie das Museum in dieser Stadt. 1964 eröffnet, ist es damals das weltweit erste relevante Skulpturenmuseum. Gewidmet der Stadt Duisburg, der Industriestadt. Mit dieser geraden Bauhaus-Architektur gedacht auch als eine

Wilhelm Lehmbruck, Kniende, 1911, Gipsguss

Hommage an eine Industriehalle. Ihr Charme und gleichzeitig besondere Aufgabenstellung für ein Museum als Hüter eines Kunstschatzes für die Nachwelt: Es gibt immer Tageslicht. In Hülle und Fülle. Großartige Beleuchtung für die Kunst, die sie gleichzeitig ihrer Vergänglichkeit preisgibt. Das zu verhüten, ist heute eine Aufgabe im Team von Söke Dinkla. Der Bau inszeniert die Kunst, und die Ausstellungsmacher wissen seine Qualitäten zu schätzen. Und kreieren Neues zum angestammten Erbe, das ja dem Haus seinen Namen gibt. Ganz unvergänglich bleibt es das Lehmbruck Museum. In Duisburg. Der Stadt, die nun auch in Wanheimerort Heimat der Grabstätte von Wilhelm Lehmbruck ist. Nach einem bewegten Leben zwischen Meiderich, der Düsseldorfer Kunstschule, Paris, New York, Berlin und zwischen vielen, vielen Frauen, denen er allen mit seiner Kunst ein Denkmal setzte, begraben neben Ehefrau Anita. Der Mutter des Sohnes Manfred. Erbauer des Museums. Das gibt dem Andenken an den Mann, der Joseph Beuys inspirierte, sich genau dieser Kunst zuzuwenden, Licht, Luft und Raum. Den nutzt Söke Dinkla für die Präsentation der neuen Kunst, die neben der angestammten hier ihren Platz hat. Neben den Statuen auch sehr lebendig, so 2014 mit dem Essener Folkwang-Absolventen Tino Seghal. Zwei Tänzer, im unendlichen Kuss gefangen, schlagen mit ihrer Bewegung die Betrachter stundenlang in Bann. Wie eine wirklich lebendige Skulptur. Ein Teil der neuen Zeit. Jedes Jahr präsentiert das Lehmbruck Museum sechs Ausstellungen, das funktioniert auch, weil die zeitgenössischen Künstler diesen ganz besonderen Raum zur Präsentation ihrer Arbeit besonders schätzen. Wie Erwin Wurm. Den hat Söke Dinkla für 2017 gewonnen. Skulpturen und Heute-Bilder der ganz eigenen Art.

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Blick in den Lehmbruck-Flügel

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Lichtinstallation „rota“ von Carsten Nicolai in der Glashalle

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Erwin Wurm – so stellt sich der Künstler zum Portrait

Im Lehmbruck Museum also Heute-Bilder der ganz eigenen Art, wie der Currywurstbus, der Currywurst-Bus, der CurryWurst-Bus?! Es wird hintergründig, ein wenig komisch, wenn das prall-dicke merkwürdig-orange Gefährt anrollt und die Klappe aufmacht. Nicht etwa sinnbildlich, sondern ganz praktisch. Ob es dahinter wirklich diese gewürzte Wurst gibt  …?! Obwohl als Heimat der legendären WürzWurst ja eigentlich Berlin gilt, hat dieser ganz eigene kulinarische Genuss ja durchaus auch seinen Bezug zum Revier. Und so passt es doch gut, dass ein Abglanz dieser Ernährungsphilosophie demnächst in Duisburg ankommt. Mit diesem provokant dicken Bus. Ersonnen von einem Österreicher. Sein Name: Erwin Wurm. Der Großmeister der ironischen Abgründe und des skurrilen Humors kommt ins Ruhrgebiet. In einer gemeinsamen Ausstellung zeigen das Lehmbruck Museum und das MKM Museum Küppersmühle seine Werke. Präsentiert werden Skulpturen, Fotografien, Wandarbeiten, Strickbilder und Rauminstallationen des 1954 geborenen Künstlers. Die gemeinsame Ausstellung in zwei Häusern ist ab dem 7. Juli 2017 zu sehen. Verantwortlich für die Ausstellung im MKM ist die Stiftung für Kunst und Kultur. Ermöglicht wird das Projekt durch die Unterstützung der Evonik Industries AG (für das MKM) und der Sparkasse Duisburg (für das Lehmbruck Museum).

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Erwin Wurm, Curry Bus, 2015, styrofoam, polyurethan, bus, © Erwin Wurm / VG Bild-Kunst, Bonn 2017

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Erwin Wurm, Der Gurk, 2016, Bronzeguss, patiniert, Š Erwin Wurm / VG Bild-Kunst, Bonn 2017

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Erwin Wurm, Kiss, 2013, Bronze, Farbe, Holz, Lehmbruck Museum

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„Vor mir ist nichts sicher!“ sagt Erwin Wurm und hat es sich zur Aufgabe gesetzt, die Skulptur an ihre Grenzen zu führen – und darüber hinaus. Bestrickte Wände, „verfettete“ Skulpturen, Selbstportraits als Essiggurken oder die Inszenierung der Welt als surrealer Zustand: Wurm zelebriert Verwirrung als kreative Strategie. Überall kann eine hintergründige Überraschung lauern. Beim Kreativen, dem Künstler Erwin Wurm, sind die Dinge nicht das, was sie scheinen. Die Wärmflasche, die ist die Mutter. Nein falsch! Sie trägt den Titel „Big Mother“. Wurms Objekte sind grundsätzlich wandelbar: „Ich finde spannend, was passiert, wenn man Alltagsgegenständen den Nutzwert entzieht, bekannte Formen neu interpretiert“, sagt der Künstler. Nun also kommt er nach Duisburg. Mit diesem Bus. Alles Wurst – auch beim ewig umschlungenen Kuss. „Kiss“ heißt dieses Kunstwerk. Die Skulptur an ihre Grenzen führen – die „Abstract Sculptures“ von Erwin Wurm als Sinnfiguren des 21. Jahrhunderts, diesem Thema hat Söke Dinkla als Direktorin des Lehmbruck Museums eine Betrachtung gewidmet: „Über das Scheitern.“ Hier ein Appetithappen – nicht nur leichte Kost. Wie die Curry-Wurst. Aber auch nicht so schwer verdaulich. „Über das Scheitern“ von Söke Dinkla – in Auszügen: Mit der Wurst wählt Erwin Wurm einen alltäglichen Gegenstand, den alle kennen und mit dem jeder persönliche Erfahrungen verbindet. Die Sujetwahl eines Lebensmittels hat synästhetische Qualität: Wir denken an den Biss in eine Wurst, wir fühlen die weiche Konsistenz; wir alle erinnern uns an das Geschmackserlebnis und damit verbundene Situationen. Für Erwin Wurm hat die Wahl des Gegenstands auch eine persönliche Komponente: Würstel sind für ihn Teil seiner Kindheit im Österreich der späten 1950er-Jahre und zugleich sind sie für ihn ein ‚europäisches Sinnbild‘, Charakteristik einer Esskultur, die alle Europäer aller Gesellschaftsschichten miteinander verbindet. In ihrer kaum zu überbietenden Banalität, die sich in den Wortbildern spiegelt, zu denen sie Berichterstatter inspirieren, wirken die Würste als Gegenstand von Skulpturen im Museum deplatziert. Radikaler als jede rebellische Geste der Avantgardebewegungen persifliert die Wurst als Gegenstand der Kunst den über-

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lieferten Kunstanspruch – den Anspruch auf Exklusivität, Originalität und Transzendenz des Alltäglichen. Mit ihren Titeln und ihren Posen erheben die „Abstract Sculptures“ den Anspruch, Kunst zu sein: Sie zitieren bekannte Motive der Kunstgeschichte wie die „Liegende“, den „Schreitenden“, den „Kuss“ oder den „Turm der Sozialistischen Internationale“. Mit dem Zitat wählt Erwin Wurm ein Verfahren, das in der Geschichte der Kunst eine lange Tradition besitzt. Das Zitat ruft die historische Bedeutung dieser Motive in Erinnerung. Die „Liegende“ – beliebtes Motiv der europäischen Malerei von Cezanne über Lehmbruck bis zu Picasso – eine dicke Wurst. Der „Kuss“ – populäres Sujet bekannter Kunstwerke von Gustav Klimt, Constantin Brancusi oder Auguste Rodin – anzüglich und fleischlich in der simulierten Weichheit der sich umarmenden Körper. Im Werk Erwin Wurms geht es um die Grundthemen der Skulptur. Es sind die uralten, existentiellen Fragen an die Kunst, die ihn beschäftigen und mit denen er eine die Zeit überdauernde Form für das aktuelle Menschenbild entwirft. Wenn Erwin Wurm von „Volumen“ spricht, bezieht er sich damit nicht nur auf die klassische Kategorie der Bildhauerei, sondern er hat die Körper der Menschen vor Augen, die ihm tagtäglich in den Städten begegnen. Gestalterische Kraft hat unser eigener Umgang mit dem Körper. Die „Abstract Sculptures“ verkörpern gerade keine Ideale, sie trotzen dem Ideal und können als Modelle des Scheiterns der Ideologien der Moderne gelesen werden. So arbeitet Erwin Wurm an der Auflösung von Ideologien jeglicher Art.

„Über das Scheitern“ ist ein Auszug aus einem Text von Söke Dinkla aus: Sculpture 21st. Positionen der Skulptur des 21. Jahrhunderts. Hrsg. von Söke Dinkla, Texte von Söke Dinkla, Ronja Friedrichs, Antony Gormley, Adam Szymczyk, Wolfgang Ullrich u. a. Deutsch, Englisch, 192 Seiten, ca. 146 Abb., gebunden, ISBN 978-3-7757-3988-7, erscheint im Frühjahr 2017 im Hatje Cantz Verlag


Erwin Wurm, Big Mutter, 2015, Bronze

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Architektur

FRAGMENTS OF METROPOLIS ARCHITEKTUR AN RHEIN & RUHR

Der Expressionismus war oft übersehenes Kind des neuen Bauens und stand im Schatten der BauhausArchitektur. Seine Zeugen an Rhein & Ruhr holt das Buch jetzt gebündelt ins Rampenlicht.

Es sind kühne und formstarke Gebäude und sie zeugen von der Aufbruchstimmung der „Goldenen“ 1920er-Jahre. In einer Zeit, in der Kriegserinnerungen auf die Vision einer besseren Gesellschaft treffen, schließt sich die Baukunst mit expressionistischer Architektur dieser Aufbruchstimmung an. Auch in der Metropolregion Rhein-Ruhr. Bis heute finden sich in den Städten von Bochum über Gelsenkirchen bis Duisburg die architektonischen Spuren dieser Zeit. Das Buch „Fragments of Metropolis“ macht sich nun an die Wiederentdeckung dieses reichen Erbes und holt es aus der Vergessenheit zurück. Winter 2016 · top magazin RUHR

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Architektur

Das Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen wurde zwischen 1924 und 1927 vom Essener Architekten Alfred Fischer an der Ebertstraße errichtet und ist heute eines der Wahrzeichen der Stadt. Es gilt mit seiner backsteinexpressionistischen Fassade als stadtbildprägend.

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Architektur

Bochum, Bürohaus Bochumer Verein Bottrop, Herz-Jesu-Kirche

Wanne-Eickel, Paketpost

Herne, Der rote Block

Oberhausen, Rathaus

Ein gebürtiger Essener hat wesentlich an Rhein & Ruhr zu den Fragments of Metropolis beigetragen: Dr. Christoph Rauhut, Referent des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalpflege bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, hat gemeinsam mit dem Berliner Niels Lehmann die Bauten dokumentiert. 155 beeindruckende Gebäude haben sie entdeckt – darunter das Hans-Sachs-Haus in

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Datteln, Lutherkirche

Essen, Boerse – Haus der Technik

Gelsenkirchen, die Tonhalle in Düsseldorf oder das Dortmunder U. So unterschiedlich die Stadtlandschaft an Rhein und Ruhr ist, so vielseitig sind auch die Bauten: Als der expressionistische Bauboom Mitte der 1920er in der Region einsetzte, wurden längst nicht nur monumentale Stätten der Montanindustrie geschaffen. Auch öffentliche Gebäude, Wohnhäuser und Sakralbauten zeugten von dem neuen

Selbstbewusstsein der rasant wachsenden Industrielandschaft. Und jede Stadt drückte der expressionistischen Architektur noch einmal ihren lokalen Stempel auf. „In Düsseldorf als alter Residenzstadt und Essen als aufstrebendem Industriestandort entstanden beispielsweise völlig andere Gebäude“, erläutern die Autoren. Die beiden Architekten arbeiten ohne Bezahlung – unterstützt von einem rund 20-köpfigen Team aus ehrenamtlichen Autoren, Gestaltern, Zeichnern, Lektoren und Übersetzern. Entsprechend wichtig für die Umsetzung eines solchen Projekts ist die finanzielle Unterstützung: „Fragments of Metropolis“ konnte nur durch Crowdfunding, diverse Förderer und vor allem Hauptsponsor „Kümmerlein – Rechtsanwälte & Notare“ aus Essen realisiert werden. „Das hat uns die Sicherheit gegeben, loszulaufen und das Projekt zu beenden“, bestätigt Rauhut. Mit zeitgenössischen Fotografien und Planzeichnungen dokumentiert „Fragments of Metropolis“ die noch existierenden Bauten zum Beispiel in Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen und Oberhausen. Entstanden ist aber nicht nur ein hervorragender Bildband: Ergänzt durch einen detaillierten Index und übersichtliche Karten, fordert das Buch dazu heraus, auf die Straße zu gehen und in seiner eigenen Stadt nach dem expressionistischen Erbe zu suchen. „Wir hoffen, dass wir die Wahrnehmung des Expressionismus nicht nur in der Fachöffentlichkeit steigern, sondern auch bei den Menschen vor Ort ein größeres Bewusstsein schaffen“, sagt Christoph Rauhut. „Längst gehört der Expressionismus in anderen Kunstformen zum Kulturkanon – ausgerechnet dort aber, wo er jedem zugänglich ist, geriet er in Vergessenheit“, ergänzt Michael Schacke, Partner bei „Kümmerlein“. „Diesen Schatz der Region wieder sichtbar zu machen, bietet eine große Chance auch für die Gegenwart: Nur wenn wir vergangene Epochen verstehen, können wir unsere Zukunft sinnvoll gestalten.“

Zum Buch Niels Lehmann, Christoph Rauhut: Fragments of Metropolis (Hirmer Verlag, ca. 29,90 €). Mit einem Vorwort von Paul Kahlfeldt. Hirmer Verlag, ISBN 978-3-7774-2567-2. Ca. 240 Seiten, ca. 150 Abbildungen in Farbe, 30 Planzeichnungen, Kartenmaterial


Business

duisport auf Platz 40 unter den Häfen der Welt

REKORDJAHR BEI DER VERMARKTUNG VON FLÄCHEN Duisburg, 30. November 2016 – Der Duisburger Hafen ist weltweit die Nummer eins unter den Binnenhäfen der Welt. Aber auch im Ranking aller Häfen steht duisport bereits auf Platz 40. Unter den Top 100 weltweit konnten sich mit Hamburg (Platz 18) und Bremerhaven (Platz 25) zwei weitere deutsche Häfen platzieren. „Es macht mich sehr stolz, dass wir als Binnenhafen mittlerweile in der Liga der großen Häfen dieser Welt mitspielen“, so duisport-Vorstandsvorsitzender Erich Staake. Es ist davon auszugehen, dass sich duisport im Hafen-Ranking weiter nach

vorne schieben wird. Denn im 300. Jubiläumsjahr ist mit insgesamt rund 355000 Quadratmetern so viel Fläche im Hafen vermarktet worden wie nie zuvor. Darauf werden Hallen in einer Gesamtfläche von rund 180000 Quadratmetern gebaut. „Fast 1000 direkte Arbeitsplätze werden geschaffen. duisport ist der Jobmotor in der Stadt und der Region“, so Staake. Fressnapf, Europas Marktführer der Heimtierbranche, errichtet auf dem Rheinhauser logport-I-Gelände auf 50000 Quadratmetern sein neues Importlager für Waren aus Asien und Nordamerika. Ebenfalls auf

Rekordjahr bei der Flächenvermarktung – Nicht nur auf logport I entstehen neue Großprojekte, auch auf den weiteren Flächen konnte duisport erfreuliche Erfolge erzielen.

logport I entsteht auf einem 35000-Quadratmeter-Grundstück das Distributionszentrum für Trinkkontor Bacher-Carina & Stams, das zur Bitburger Braugruppe gehört. Am neuen Standort soll die gesamte Bandbreite der Dienstleistungen für den Getränkegroßhandel erbracht werden. Des Weiteren haben die schon auf logport I ansässigen Unternehmen Greiwing und Rhenus Logistics weitere Hallen für den Umschlag von Gütern gebaut. Neue Arbeitsplätze auf logport I: 320. Vom duisport-Standort Kaßlerfeld schlägt das japanische Unternehmen NGK, weltweit führender Hersteller von Zünd- und Glühkerzen, auf einer Fläche von rund 70000 Quadratmetern seine Produkte um. Neue Arbeitsplätze in Kaßlerfeld: 150. Die Steinhoff-Gruppe, einer der weltweit führenden Anbieter der Möbelbranche mit Sitz in Südafrika, siedelt sich mit ihrer Tochtergesellschaft Global Warehouse als erstes Unternehmen auf einer Fläche von rund 100000 Quadratmetern auf logport IV in Kamp-Lintfort an. Nach Steinhoff konnte das E-Commerce-Unternehmen Chal-Tec gewonnen werden, das ebenfalls auf einer Fläche von annähernd 100000 Quadratmetern seinen Online-Handel abwickeln wird. Neue Arbeitsplätze auf logport IV: 500. Staake ist angesichts der boomenden Flächennachfrage zufrieden darüber, dass auf dem Gelände der ehemaligen Papierfabrik in Duisburg-Walsum logport VI errichtet werden kann. „Dort schaffen wir wie auf allen Logportflächen Raum für die Ansiedlung von Logistikunternehmen. Das schafft Arbeitsplätze. Unsere Erfolgsstory, aus Altem Neues zu machen, setzt sich fort.“

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Architektur

AUS FREUDE AM WOHNEN ESSEN-NORD BAUT AN DER ZUKUNFT DER STADT Neuer Vorstand investiert in neue, komfortable Projekte und steckt Millionen für Umweltschutz und Barrierearmut in den Bestand

So schön kann Wohnen sein: An der Schönebecker Straße 97 bis 101 hat die

Sieben Millionen Euro investiert Essen-Nord in den Wohnungsbestand – für einen

Genossenschaft Essen-Nord den Auftakt zur energetischen Sanierung gemacht

modernen und hochwertigen Wohnstandard wie hier an der Schönebecker Straße

Die Wohnungsgenossenschaft EssenNord setzt in ihrer Stadt neue Akzente: Neben den angestammten, gemütlichen Siedlungen, die sich im Norden nahe der City in viel Grün kuscheln, gibt es jetzt hochmoderne neue Projekte, die in ausgesuchten Lagen wie Kupferdreh und Überruhr ihren Mietern viel Komfort und beste Wohnmöglichkeiten bieten. Damit hat der seit Beginn des Jahres 2016 amtierende neue Vorstand klar die Weichen für die Zukunft gestellt. Juan-Carlos Pulido als Vorstands-Vorsitzendem stehen Andreas Dargegen und Michael Malik zur Seite. Denn die Zeiten der Stadtflucht sind vorbei, die Einwohnerzahlen steigen wieder, weiß Juan-Carlos Pulido. Dieser Verantwortung und Aufgabe stellt sich der neue Vorstand unter seiner Leitung und schafft neuen Wohnraum. Zwei neue Häuser, die modernsten An-

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sprüchen genügen, hat die Genossenschaft in diesem Jahr in Kupferdreh fertiggestellt. An der Kupferdreher Straße und am Möllneyer Ufer sind in viergeschossigen Gebäuden 20 neue Wohnungen zwischen 60 und 110 Quadratmeter entstanden. 3,4 Millionen Euro wurden hier investiert. Die Nachfrage gibt den Verantwortlichen Recht: Für die Wohnungen gibt es eine wirklich große Nachfrage, freut sich Michael Malik, verantwortlich für die Kundenbetreuung. Außerdem erstellt Essen-Nord in Kooperation mit der Bochumer Markus Bau GmbH derzeit in Überruhr zwei Mehrfamilienhäuser. An der Langenberger Straße 484a und 484b entstehen 16 komfortable und barrierearme Mietwohnungen inklusive Tiefgarage. Bei der Planung ist einerseits Wert auf offene Lebensräume, andererseits auf eine gute Möblierbarkeit und praktische Details wie Abstellräu-

me und Gäste-WCs gelegt worden. Dabei wird der ruhende Verkehr in einer Tiefgarage abgewickelt. „Ende 2017 sollen die beiden energieeffizienten und barrierearmen Häuser bezugsfertig sein“, freut sich Essen-Nord Vorstand Andreas Dargegen. Zwei weitere Mehrfamilienhäuser mit bis zu 20 Wohnungen und Tiefgarage plant die Genossenschaft an der Nöggerathstraße 77 in Altendorf. Ein Projekt in Bedingrade ist für das Vorstandsteam derzeit dagegen „noch nicht spruchreif “. Außerdem investiert die Genossenschaft in hochwertige neue Objekte in Dortmund, Düsseldorf und Ratingen. Die hier zu erzielenden deutlich höheren Mieten, verspricht Juan-Carlos Pulido, kommen als Einnahmen natürlich dem Bestand in Essen und damit den Mitgliedern in der Stadt zugute. Denn gleichzeitig investierte die Wohnungsgenossenschaft im 102. Jahr ihres


In sehr guter Lage in Kupferdreh sind moderne neue Wohnungen an der Kupferdreher Straße 260 und Möllneyer Ufer 15 im Laufe dieses Jahres fertiggestellt worden

Bestehens auch sieben Millionen Euro in den Bestand. Ältere Mieter möchten sich nicht verpflanzen lassen, sondern in der angestammten Umgebung bleiben. Darum kommt den barrierearmen Wohnungen eine ganz besondere Bedeutung zu, weiß das Vorstandsteam von Essen-Nord. Und auch der Umweltschutz wird bei der Genossenschaft groß geschrieben. So sind bis 2019 Investitionen von 9,5 Millionen Euro für die energetische Sanierung geplant. Gemeinsam mit den Stadtwerken wird an der Schönebecker Straße und der Franz-Schacht-Straße in Schönebeck ein Nahwärmenetz realisiert, effizient begleitet von Wärmedämmung, neuen Fenstern und Balkonen. Ob Umweltschutz, Barrierefreiheit oder Neubauprojekte – der Vorstand um JuanCarlos Pulido weiß sich dabei immer seinem Anspruch verpflichtet: Essen-Nord – Freude am Wohnen!

Der neue Vorstand v.l.: Michael Malik, Juan-Carlos Pulido und Andreas Dargegen

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Menschen

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& arbeit Möbel, die mehr sind, als einfach Möbel. Die designt sind aus edlem Material und mit viele Liebe zum Detail. Das schafft Heiko Lahne in Essen in seiner Werkstatt Kuban Wood & Metal Werks 120

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Verwegene Baseballkappe, viele kunstvolle Piercings und bunte Tattoos – Heiko Lahne ist ein kreativer Kopf mit einem ganz individuellen Auftritt

Es ist eine Kombination aus fein geschwungenen Linien, Kunstleder und einer farbenprächtigen Lackierung – und sie macht aus einem alten Kleiderschrank einen echten Hingucker, der in puristischen Räumen als opulenter Kontrast perfekt zur Geltung kommt. Der Mann, der das kann, ist Heiko Lahne. Ein gebürtiger Bochumer mit Werkstatt samt Showroom in Essen, erfindet Möbel ganz neu. Seine Werkstoffe sind Holz und Metall, Kuban Wood & Metal Werks heißt seine Firma.


Hochwertiges Material und viele Details machen die Stücke von Heiko Lahne aus

Dort erschafft er einen völlig neuen Stil, verwendet dabei doch gleichermaßen alte Materialien und angestammte Techniken – und das immer mit echter Handarbeit. Das Ergebnis ist eine ganz eigene Formensprache, KW&MW verspricht Möbel- und Wohnaccessoires für Designliebhaber, die das Außergewöhnliche suchen und das Einzigartige finden. Ein individueller Schrank, eine außergewöhnliche Kommode, eine ungewöhnliche Küche – der Kreativität von Heiko

Lahne sind keine Grenzen gesetzt. Einstmals, da baute er ein Bett für sich und verwendete dafür einen alten, rostigen, schmiedeeisernen Zaun. Fast 20 Jahre ist das nun her und seither ist aus ihm ein Spezialist für extravagantes Möbel- und Wohndesign geworden. Auch wenn der Weg dahin nicht unbedingt ganz gerade ist. Denn erstmal lernt der heute 35-Jährige Metallbau, arbeitet bei einem Gasversorger. Zu wenig Spielraum für seine ganz persönliche Kreativität, also wirft er 2009

das Handtuch, denn: „Das wollte ich nicht noch die nächsten 30 Jahre machen!“ Also macht er etwas ganz anderes, schnürt sein Säckel und geht gemeinsam mit seinem Bruder nach Neuseeland zum „Work & Travel“. Aus einem geplanten Jahr werden zwei, und schließlich führt dieses Arbeiten & Reisen Lahne auf seinen heutigen Weg: Am anderen Ende der Welt wird er angeheuert, um aus einem scheinbar unüberschaubaren Altmetall-Lager ein Projekt mit zu entwickeln.

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Es entsteht eine Steampunk-Ausstellung, die sich zu einer der Top-10-Attraktionen in Neuseeland überhaupt entwickelt. Die kurze Idee, in diesem fernen Land zu bleiben, zerplatzt. „Glück für Essen“, schmunzelt er heute, denn nun gibt er hier seinen Ideen, gewachsen auch aus dieser Erfahrung, eigenhändig Form und Gestalt schaffen zu können. 2011 kommt Lahne zurück ins Revier und macht sich selbstständig. Erst in Kettwig bei Gooran, dann wechselt er ins Unperfekthaus. In diesem Kreativzentrum der Essener Nordstadt gibt er Visitenkarten seiner Arbeit ab. Den „Wohnraum“ im Erdgeschoss schmückt er mit Kunstelementen aus Schrott, die viel bestaunte Kugelbahn an der Fassade ist ebenfalls sein Werk. Drei Monate Arbeit hat er da rein gesteckt, damit es wirklich funktioniert. Tüftelarbeit eines Kreativen, die dafür sorgt, dass der Auffangkorb wirklich in der Sekunde zur Stelle ist, wenn die Kugeln anrollen. Tüftelarbeit ist für Heiko Lahne ganz wichtig, auch wenn viele seiner Produkte nicht auf den ersten Blick filigran wirken. „Für mich müssen Möbel geheimnisvoll sein. Wenn ich davor stehe und sofort sehe, wie es funktioniert, finde ich es langweilig“, bekennt er sich zu seinem Anspruch. Also entwickelt und schafft Lahne bei seinen Möbeln geheimnisvolle Details, die entdeckt werden wollen. Die

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Heiko Lahne in seiner außergewöhnlichen Werkstatt im Keller des Unperfekthauses bei der Arbeit

Schreinerei hat sich der gelernte Metallbauer selber beigebracht, verbindet in seiner Arbeit Holz und Metall zu stabilen Stücken – immer mit einem speziellen Design. Das gilt auch für sein Standbein kreativer Messebau. Was unter seinen Händen entsteht ist nicht nur extravagant, sondern in allen Materialien hochwertig, und das hat bei

den handgemachten Stücken seinen Preis. Liebhabern des Besonderen ist es das immer wert, auch weit außerhalb des Reviers. In Dresden zum Beispiel baut Heiko Lahne nun eine eigens entworfene und angefertigte Küche ein. Auch eine Herausforderung für ihn. Und genau die schätzt Heiko Lahne Tag für Tag neu bei seiner Arbeit am Möbel-Design.

Liebevoll erdachte und sorgsam ausgearbeitete

Die Kombination von Metall und Holz macht bei

Vollholz und echtes Metall schaffen eine eigene

Details prägen den Stil

Lahnes Möbeln einen besonderen Charme aus

Faszination

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Ruhrrevier

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Menschen

BÜRGER DES RUHRGEBIETS

2016 Albert Ritter und das Gründerteam Daniel Krahn und Daniel Marx sind die „Bürger des Ruhrgebiets 2016“. Pro Ruhrgebiet ehrt Tradition und Innovation. Pro Ruhrgebiet verleiht die traditionsreiche Ehrenauszeichnung in diesem Jahr an Albert Ritter aus Essen, Schausteller in fünfter Generation, Präsident des „Deutschen Schaustellerbundes“ und Präsident der „Europäischen Schausteller Union“ und an Daniel Krahn und Daniel Marx aus Holzwickede, Gründer des Erfolgsportals urlaubsguru.de. Geehrt und gefeiert werden die neuen „Bürger des Ruhrgebiets“ am 19. Dezember 2016 in Essen mit einer Walking Ceremony: „Ruhrgebiet – Tradition – Innovation -Emotion“.

Er gilt schon lange als „König der Schausteller“ – nun hat pro Ruhrgebiet Albert Ritter auch zum „Bürger des Ruhrgebiets“ nominiert

Vom Schaustellerkind zum Prinzipal: Albert Ritter wurde vom pro Ruhrgebiet Vorstand einstimmig für die diesjährige Auszeichnung nominiert. Er steht – wie kein anderer – für leidenschaftliches Engagement für das Schaustellergewerbe, für das große kulturelle Erbe der Kirchweihfeste, für die oft unterschätzte Wirtschaftskraft von Brauchtumsfesten, Weihnachts- und Jahrmärkten. Die Bildung von Schaustellerkindern ist eine seiner vielen Herzensangelegenheiten, eine andere die Aufnahme deutscher Volksfeste in die Liste der immateriellen Kulturgüter sowie seine Begeisterung für historische Fahrgeschäfte und Zugmaschinen. Seine große Liebe gehört dem Ruhrgebiet, dem Zentrum seines bundesweiten und europäischen Wirkens. Die beiden Daniels (Krahn und Marx) wurden aufgrund einer öffentlichen Ausschreibung, bei der ein Gründer, eine

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Gründerin oder ein Gründerteam gesucht wurde, die mit einer innovativen Geschäftsidee für Wachstum und Zukunftsfähigkeit der Metropole Ruhr stehen, von einer Jury unter Vorsitz von NRW Wirtschaftsminister Garrelt Duin für ihre Unternehmensgründung urlaubsguru.de ausgewählt. urlaubsguru.de, per Klick zum Urlaubsschnäppchen: Was 2012 auf einem Balkon in Unna mit einem kleinen Reiseblog begann, hat sich zu einem einzigartigen Unternehmen gemausert, heißt jetzt UNIQ GmbH mit Sitz in Holzwickede. Das „UN“ im Firmennamen steht für den Kreis Unna, wo die Gründer aufgewachsen sind – Heimatverbundenheit ist ihnen wichtig. Inzwischen verantwortet UNIQ fünf Portale in 12 Ländern und beschäftigt 137 Mitarbeiter. Das Gründerduo ist überzeugt: Die Reise ist längst nicht zu Ende. Die UNIQ

GmbH, ein junges, innovatives Digitalunternehmen, das die Richtung weist für Wachstum und Beschäftigung in der Metropole Ruhr. Und weil die Jury ein Zeichen setzen wollte für die Vielfalt junger innovativer Unternehmen im Ruhrgebiet, hat sie einen Förderpreis ausgelobt, der der logarithmo GmbH & Co.KG, die in diesem Jahr von Dr. Felix Friemann, Dr. Sven Christian Müller, Dr. Sebastian Ruthe, drei Ingenieuren aus der Dortmunder Universität, gegründet worden ist, zugesprochen wurde. Die Geschäftsidee hinter logarithmo: ein AppStore für mathematische Verfahren, mit dem Ziel, Unternehmen bei der Lösung ihrer praktischen Probleme durch direkten Zugang zu aktuellen Forschungsergebnissen zu helfen. Der Förderpreis wird ebenfalls verliehen am Abend der Ehrung der „Bürger des Ruhrgebiets 2016“.


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DIE S.E.T. GMBH SECURITY ESSEN HILFT IHNEN, SICH IN DEN EIGENEN VIER WÄNDEN SICHERER ZU FÜHLEN Im Revier liegen die Einbruchszahlen auf einem Rekordhoch! Winterzeit ist Einbruchszeit! In der dunklen Jahreszeit haben kriminelle Einzeltäter und Banden wieder Hochkonjunktur. Denn mit dem frühen Einbruch der Dunkelheit steigt auch die Zahl der Haus- und Wohnungseinbrüche an. Im letzten Jahr wurden bundesweit rund 167000 Einbrüche registriert. In Essen räumten Täter 3029 Mal Wohnungen aus, in Bochum 1800 Mal. Ein Albtraum für Betroffene, denn es geht meist nicht nur um den Schaden oder den Sachwert. Die emotionale Belastung, das Gefühl, ein Fremder war im Haus, wirkt lange Zeit nach. Bereits simple Maßnahmen können helfen, Diebe abzuschrecken. Eine Analyse der Polizei oder von einem Fachmann gibt Aufschluss über Sicherheitsmängel. Zudem steigt die Nachfrage bei privaten Sicherheitsdiensten an, wie bei der S.E.T. GmbH Security & Event Team aus Essen. Über 3500 erfahrene und kompetente Sicherheitsmitarbeiter sorgen bei verschieden Einsätzen für die Sicherheit ihrer Kunden. Das Unternehmen S.E.T. ist eingebunden in die Stölting Service Group/Stölting Security & Service GmbH mit über 110 Jahren Erfahrung in Punkto Personaldienstleistung. „Wir schauen uns das Haus oder die Wohnung genau an, decken Schwachstellen auf und suchen mit dem Kunden gemeinsam nach geeigneten Lösungen“, erklärt S.E.T. Security Geschäftsführer Frank Berkemeier. „Balkon- oder Terrassentüren und Fenster sind mechanisch nur mangelhaft gesichert. In vielen Fällen reicht zum Aufhebeln ein normaler Schraubenzieher“, so der Experte. „Abschließbare Fenstergriffe, einbruchhemmende Fensterbeschläge und Mehrfachverriegelungen an der Haustür sowie einbruchhemmende Einsteckschlösser erhöhen den Widerstandszeitwert bereits deutlich.“ Zudem sind Lichtquellen sinnvoll. In empfindlichen Bereichen sollten Bewegungsmelder installiert werden. Nähert sich eine Person dem Objekt, geht automatisch Licht an und der Täter wird abgeschreckt. Ein weiterer Schritt zu mehr Sicherheit ist der Einbau einer Alarmanlage.

Hier stehen zig Varianten zur Auswahl. Sie reichen von Bewegungsmeldern über Sirenen bis hin zu einer Fernsehüberwachungsanlage, die Bildinhalte zu einer hilfeleistenden Stelle überleitet. „Bis zu sieben verschiedene Quellen können beim Auslösen eines Alarms informiert werden. Es ist sogar möglich, ein Signal über das eigene Handy zu empfangen“, erklärt Sascha Kindler, Fachmann für mobile Sicherheitsdienste. Die Stölting IBS Service GmbH hat aktuell über 15000 Alarmaufschaltungen, die in der eigene Notrufzentrale eingehen. Das Unternehmen ibs aus Gelsenkirchen zählt zu den führenden Anbietern und Errichtern für Sicherheitstechnik & Videotechnik in Deutschland. Eine weitere Option ist der mobile S.E.T. Sicherungsdienst. Eine Wohngebietssicherung in Form eines Revierwachdienstes kontrolliert eine Region von gut anderthalb Kilometern. Je nach Risikostufe fährt er nachts und tagsüber zu unregelmäßigen Zeiten mehrfach durch das Gebiet. Sieht er etwas Verdächtiges, alarmiert er die Polizei. „Alle besonderen Vorkommnisse werden der Polizei gemeldet. Die Polizei kann darauf basierend Gefahrenschwerpunkte ausmachen. Ein Sicherheitsdienst hat allerdings keine Polizeibefugnisse, sondern die Rechte wie jeder Bürger, der in Notwehr handelt“, erklärt der S.E.T. Security-Fachmann. Durch die Präsenz der Sicherheitskräfte gingen in den kontrollierten Wohngebieten die Einbruchszahlen deutlich zurück. „Eine absolute Garantie, dass nichts passiert, kann keiner geben. Wir helfen aber das Gefahrenpotenzial zu minimieren, sodass sich Bewohner wieder sicherer fühlen.“

Unser Augenmerk gilt Ihrer Sicherheit. S.E.T. – Security FIRST Unser Augenmerk gilt immer und überall Ihrer Sicherheit – Ihrer persönlichen Sicherheit genauso wie der Ihres Unternehmens. Gut ausgebildete, integre und engagierte Sicherheitskräfte verschiedenster Spezialisierung und eine souveräne Führung machen die S.E.T. bundesweit zu Ihrem professionellen Sicherheitsdienstleister.

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OLIVER´S HAIR IN ESSENKETTWIG BEAUTYHOTSPOT MIT ALTSTADTFLAIR Top-Stylist Oliver Schmidt, der bereits 17 Salons im Luxus-, Premium- und TopLifestyle-Segment zählt, hat mit seinem Geschäftspartner Erwin Waeijen einen OLIVER´S HAIR Salon in der Hauptstraße 101–105 eröffnet. „Unser einladendes, modernes Salon-Konzept, der für Kettwig einmalige Beauty-Service und die Top-Lage passen erstklassig zusammen“, begründet Erwin Waeijen die Wahl der neuen OLIVER´S HAIR-Location. Hinter dem denkmalgeschützten Geschäftshaus verbirgt sich auf insgesamt 65 Quadratmetern ein durch und durch harmonisches Salonkonzept. Die Einrichtung mit sieben Bedien- und zwei Waschplätzen folgt dem Zeitgeist: cool, dezent aber dennoch edel. Braune Ledersessel, ausgewählte Holzelemente sowie überdimensionierte Spiegel geben dem Ambiente eine ganz persönliche Note. Absolutes Highlight ist der neue Finish-Platz, an dem der Vorher-Nachher-Effekt per Foto festgehalten wird. Das neue Erfolgskonzept OLIVER´S HAIR steht für beste Stylisten, ein überzeugendes Image und professionellen Service! Die drei Stylisten aus dem Hause Oliver Schmidt beherrschen ihr Handwerk perfekt. Die Style-Experten wissen genau, wie sie die Wünsche ihrer Kunden auf höchstem Niveau erfüllen und gleichzeitig den individuellen Typ unterstreichen. Von der typgerechten Beratung über Schnitt, Farbe und Styling bis hin zum Vorher-Nachher-Look ist ein RundumBeauty-Programm garantiert. Das Team von OLIVER´S HAIR freut sich auf Ihren Besuch!

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Erwin Waeijen bietet jetzt mit Oliver Schmidt‘s Hairdesign in Kettwig eine exklusive Anlaufstelle für Schönheit

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Musik

MUSIK TIPPS Marcus Endres legte früher unter dem Pseudonym „DJ Incognito“ für Partyreihen wie den NOH-Club oder Muschi Club auf, im Les Halles oder der Nachtresidenz in Düsseldorf, dem Essener Essence, dem Kölner Bootshaus oder am legendären Monkey`s Island im Düsseldorfer Hafen. Über 20 Jahre war er zudem als Schlagzeuger diverser Rockbands unterwegs. Aktuell ist er mit seiner Radioshow INCOGNITO IN THE HOUSE 14-tägig mittwochs auf www.ibizaliveradio.com mit groovenden DJ-Sets zu hören. Für das TOP MAGAZIN trägt Marcus neue Sounds – genreübergreifend und meist auch abseits des Mainstream – zusammen und präsentiert auch mal musikalische Weggefährten mit ihren Empfehlungen.

BEACH & CREAM

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ELECTRONIC PEARLS Jamie Jones hat ein gutes Händchen bewiesen, als er Phil Kierans 4. Album „Blinded by the Sun“ für sein Label Hot Phil Kieran – Blinded Creations zeichnete. by the Sun, Label: Hot Das 10-Track-Album ist Creations ein echter „Hinhörer“. Der Mann aus Belfast benutzte dabei keinerlei Samples und überließ die Hauptrolle im Studio Original Sounds und echten Musikern. Das hört man der blitzsauber und sphärisch pulsierenden Produktion auch an.

Das legendäre Space Ibiza ist seit Oktober d. J. Geschichte und nach dem großen finalen Closing mit über 100 DJs, geht der Club Space Ibiza – an der Playa den BosThe Ultimate Best sa ungewissen Zeiten Of – Final Closing im großen Matutes Edition, Label: CR2 / Imperium entgegen. Kontor Kenner der Szene bezweifeln, dass es unter neuer Führung je wieder so wird, wie es einmal war. Daher kann wer mag, sich mit dieser Compilation etwas Classic Space Feeling ins Wohnzimmer holen. Die Mixe von Erick Morillo, Mark Brown und Altmeister Giorgio Moroder werden 27 Jahre Partywahnsinn eine Weile wachhalten.

Das an der ibizenkischen Westküste gelegenen Hostel La Torre bietet neben den legendären Sonnenuntergängen mittlerweiLa Torre Volumen le auch den coolsten Uno, Label: Hostal La neuen balearischen Torre Recordings Sound der Insel. Café Mambo Resident Pete Gooding und International Feels Labelchef Mark Barrot haben der einsam gelegenen Location den passenden Soundtrack verpasst. Mit einem breit gefächerten Stilmix gehen die Protagonisten an die Grenzen dessen, was bislang als Balearic Sound galt und schaffen so ganz nebenbei damit ein Meisterwerk, was bei mir seither in Dauerschleife läuft. Eine Zusammenstellung der Extraklasse, die Lust auf mehr macht.

Nach Ihrem perfekt produzierten, dem Disco und Funk nahestehenden Debütalbum „EFUNK“ aus dem Jahr 2012 legt das Soul Clap -Soul Clap Bostoner ProduzenLabel: Crew Love tenduo nun noch mal eine Schippe drauf. Der Schulterschluss mit Mr. Funkadelic George Clinton und seinen Buddies Sly Stone und Nona Hendrix tut dem Sound wirklich gut. Unter Mitwirkung von Mr. Clinton wurde dann auch der Großteil des zweiten selbstbetitelten Albums produziert. Der Rest entstand in Miami, Manhattan und Brooklyn unter Mitwirkung von Acts wie Wolf + Lamb, Nick Monaco und Greg Paulus von No Regular Play. Soul Clap hat das Spektrum der Housemusik mit diesem Werk wieder einmal erweitert.

Die 1993 von Weltstar Bob Sinclar & DJ Yellow gegründete Pariser Clubmusikschmiede präsentiert ihr Lebenswerk und fasst auf dieYellow Productions: sem Album die groß20 Years of Music, La- artigsten Tracks des bel: Yellow Productions Labels zusammen. Sinclars Klassiker wie „The Ghetto“ oder „My Only Love“ wechseln sich mit den brazilectrolatin infizierten undergroundigeren Titeln ab. Neben betörenden Vocals von Künstlern wie Salome de Bahia oder Tom & Joy bekommt man sogar Karl Lagerfeld bei „SomethingALAMode“ von „Rondo Parisiano“ zu hören. Top!

Permanent Vacation geht mit wunderbar zeitlosen Chill- und Downbeats sowie balearisch gewürztem Deephouse in die 4. Permanent Vacation Runde. Die Tracks ge4, Label: Permanent nügen höchsten ListeVacation ning-Ansprüchen, funktionieren aber auch als Quality Warm-up im Clubkontext. Das Label hat mit Tracks wie z. B. Tensnake`s „Coma Cat“ stets auch den clubbigen Zeitgeist bedient, andererseits auch eine eigene Nische gefunden, die das Münchner Label dauernd in den Focus der Musikfreunde rückt. Tolle Vibes, großes Kino.

Der Berliner BerghainResident Marcel Dettmann ist für die 55. Auflage der DJ-KicksReihe verantwortlich. Dettmann liefert auf DJ KICKS #55 – Marcel seinem Beitrag zu dieDettmann, Label: !K7 ser seit 1995 auf !K7 Records erscheinenden Serie natürlich Techno Sounds ab, allerdings ist seine Musikauswahl variabel und umfasst Musik aus den letzten 25 Jahren. DJ Kicks ist sicherlich die bedeutendste DJMix-Serie der Gegenwart. Die Alben folgen selten Trends, sondern vereinen eine einzigartig gute Titelauswahl mit den kongenialen Mixstyles der jeweiligen Protagonisten.

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Musik

POP GROOVES

ROCKROOTS

SPECIAL GUEST

Die 70er-Jahre waren das Jahrzehnt des Motown Soul und insofern überrascht es nicht, dass diese Ära immer wieder mal als Ben L'Oncle - Under Blaupause herhält. My Skin, Label: Mercury Aber brauchen wir noch mehr Retromusik? Der Franzose Ben L'Oncle macht seine Sache nun verdammt gut und seine Soul Interpretationen sind ganz tanzbare Gegenwart. Ben wurde – wen wundert es – von Motown France entdeckt und unter Vertrag genommen. Pourquoi pas?

Der Sound der US-Boys aus Long Beach, die derzeit als Support Act mit Black Sabbath auf Tour sind, erinnert stark an die glorRival Sons – Hollow reichen Led-ZeppelinBones, Label: Earache Zeiten. Auch wenn eiRecords nige Rockforen dem 3. Album weniger Überzeugungstaten als dem Vorgängerwerk attestieren, strotzt „Hollow Bones“ doch vor ungestümer Power und guten Songs. Genau so sollte es dann auch klingen, wenn man nach guten Retro-Rock-Acts sucht.

DJ, Produzent, Weltenbummler & Radiomacher; der Essener Ingo Vogelmann ist nicht nur viel in der Welt Ingo Vogelmann rumgekommen, sondern hat in und von ihr auch viel gelernt. Neben fremden Kulturen (Ingo lebte 3 Jahre in Südostasien) steht der Mitbegründer des New Yorker Radiosenders „Frisky Radio“ für deep progressive Grooves und liebt zugleich aber auch die Rockroots der 70er.

Der 31-jährige Grammy-Preisträger wird immer wieder mal als Nachfolger von Michael Jackson gehandelt. Neben coolen Moves Bruno Mars – 24K steht Bruno Mars nämMagic, Label: Atlantic lich auch für extrem erfolgreiche, Disco und Funk nahestehende Pop-Musik, die sich immer auch ein Stück an nostalgischen Vorbildern orientiert und das Ganze dann mit dem Turbolader produziert, wie zuletzt schon der Mega Hit „Uptown Funk“ mit Mark Ronson. Die erste SingleAuskopplung des neuen Albums, 24K Magic, ist ein nach RnB der 70er und 80er klingender Song, der direkt mal Erinnerungen an Roger Troutman & Zapp weckt und sicher kein Bein stillstehen lässt. So let's get the Party started!

Steven Wilson, autodidaktisch erlernter Produzent, Gitarrist und Keyboarder – und lange erfolgreich mit der Band „Porcupine Steven Wilson – Tran- Tree“, widmet sich seit sience, Label: K Scope 2010 seiner Solokarriere. Die Musikwelt ist hohen Lobes für das Grammy-nominierte Multitalent, das auch als das Prog-Genie der Gegenwart gilt. Nachdem er mit dem 2015 veröffentlichten Album „Hand.Cannot.Erase“, einen Meilenstein des zeitgenössischen Progressive Rock vorlegte, kommen auf „Transience“ mehr die eingängigen Songs seiner Karriere zum Zuge. Die 14 Titel aus den Jahren 2002–2015 auf dieser persönlich kuratierten Compilation bringen Wilsons Affinität zur PopMusik zu Tage.

Einer Band, die es seit fast 40 Jahren gibt, immer Erfolg hatte, die treuesten Fans in dem Genre hat, Pionier für das MARILLION – F*** Crowdfunding für EVERYONE AND Alben ist, die nach RUN (F E A R) all dieser Zeit noch Label: earMUSIC einen Platz 4 der U K-A l b u m c h a r t s hinlegt, muss man Respekt zollen. Noch mehr, wenn das neue Album ein politisches Protest-Konzeptalbum ist, entgegen sämtlicher Trends, musikalisch on top of the game, als wären die Bandmitglieder alle nicht um die 60 Jahre alt. Marillion zeigen es allen, und zwar mit Anlauf. Anspieltipp: „The Leavers: I. Wake Up in Music“

Yello, das sind seit 38 Jahren Dieter Meier, Jurist, Unternehmer, Weinbauer und eben Yello-Sänger und Partner Boris Blank, zuYello – Toy ständig für die bestänLabel: Polydor dig neuen Klänge des Schweizer Duos. Mit Hits wie „The Race“ das auch in allerlei TV-Serien wie „Miamie Vice“ Verwendung fand, oder „Oh Yeah“ haben die Grandseigneurs der europäischen Elektromusik stets diesen Spagat aus technoiden Elementen und Barjazz-Atmosphäre abgeliefert. Auch auf „Toy“ gelingt dies wieder prächtig. Anspieltipp: „Kiss The Cloud“.

Post Mortum gibt es nun ein umfassendes Box-Set der Großmeisters und das Tolle daran ist das Tolle darin, nämlich u. a. ein bisher unDavid Bowie - Who veröffentlichtes Album Can I Be Now? (1974– aus dem Jahre 1974 1976), Label: Warner mit dem Namen „The Gouster“. Bowie experimetierte auf dem Album mit Funk & Soul, was letztlich ein Jahr später in „Young Americans“ aufging. Natürlich ist auch dieses Werk neben weiteren Studio- und LiveAlben sowie Bonus-Material in der Box vertreten. Mit 129 € ist die Box etwas teuer, aber das wird es wahren Fans wert sein.

Richtig: Das Album hat keinen Titel, „_“ ist offen für Interpretationen. BT (Brian Transeau) ist auch sonst schwer BT – untiteled greifbar, seine MuLabel: Black Hole sik in keine SchubRecordings lade zu packen. Vielleicht „klassische Musik aus der Zukunft“. Aber eins ist sie immer: faszinierend, wie keine andere. Er programmiert seine Musiksoftware, spielt alle Instrumente, und singt selbst. Dem vorbehaltlosen (neuen) Hörer eröffnen sich völlig neue Welten. Anspieltipp: „Artifacture“.

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Menschen

top jobs

AUTOMOBIL

MANAGEMENT Eine Ausbildung zum Automobil-Kaufmann, ein Trainee-Programm im Betrieb und ein Studium – drei Schritte zum Manager in der Automobilbranche Er fährt gerne schöne schicke Autos. Auch gerne mal schnell. Wirklich „autoverrückt“ aber, sagt Fritz Tiemeyer, ist er darum noch lange nicht. Und dennoch gehören Autos jeden Tag zu seinem Leben, sie sind sein Beruf. Der 21-Jährige ist angehender Automobil-Kaufmann. Nicht nur das: Wenn er im Januar seine Ausbildung abgeschlossen hat, geht es weiter. Automotive Management heißt der Studiengang, der aus einem Auto-Verkäufer einen potenziellen Mann im gehobenen Management der Automobil-Branche macht. Dabei ist es gar keine Frage: Schon die Ausbildung zum Automobil-Kaufmann ist absolut spannend, findet Fritz Tiemeyer. Seine Lehre absolviert der junge Mann aus Bochum nach dem Abitur gerade im PorscheZentrum Recklinghausen. Drei Jahre sind es eigentlich, mit Abitur im Vorfeld und guten Leistungen in der Berufsschule können die Azubis aber den Turbo anwerfen und wie Fritz schon nach zweieinhalb Jahren ins Ziel einfahren. Bis dahin gilt es, auf der Tour verschiedenste Streckenabschnitte zu absolvieren – und jede Etappe, findet Fritz, hat ihren Reiz. Der Service mit Telefondiensten, Hol- und Bringfahrten und ersten Kundenkontakten ist interessant. Ein wenig trockener, aber lehrreich: die Disposition. Hier geht es um Verwaltung und viel Aktenarbeit, aber auch um die Bestellung von Autos. Genau so, wie der Kunde sich seinen Traumwagen ausgesucht, wie der Verkaufskollege ihn dementsprechend konfiguriert hat – so lernt man auch schon sehr viel über die Autos, hat der 21-Jährige erfahren. Eine besondere Erfahrung ist für ihn die Station im Marketing: Veranstaltungen

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zu planen und durchzuführen, das kann er bei der Präsentation des Porsche 911 oder des 718 Boxster lernen. Klar, dass das seinen Reiz hat für Menschen, die zwar nicht autoverrückt sind, sich aber schon auch privat besonders dafür interessieren. Weil Fritz genau das tut, entscheidet er sich für eine freiwillige Wahlstation in der Werkstatt, um im Detail zu sehen, wie so ein Auto funktioniert. Die versierten Kollegen zeigen Fehlersuche und Reparaturwege – das bringt für die nächste Station im Verkauf noch mehr Know-how und Sicherheit. Denn gerade Porsche-Kunden sind technisch affin und kommen schon mit viel Wissen zum Autokauf. Und das im gehobenen Segment. Durchschnittlich 90000 Euro investieren die Käufer, in der Spitze bis zu 900000 Euro für einen 918 Spyder. Zweimal hat Fritz Tiemeyer das bisher erlebt. Die Regel aber sind Cayenne oder Macan, die Sportwagenreihen oder auch die Classic-Fahrzeuge. Und so unterschiedlich wie die Autos, sind die Kunden. Viel Input in zweieinhalb Jahren Lehre. Die ist für Fritz die Basis, um weiterzumachen. Erst ein Trainee-Programm mit Stationen im elterlichen Autohaus, dazu ab Winter das Automotive Management Studium in Bergisch Gladbach. Blockweise: Drei Monate Arbeiten, drei Monate Studium. Erst zwei Jahre bis zum Bachelor, drei weitere bis zum Master.

Fritz Tiemeyer macht sich fit mit Sport. Regelmäßig jeden Morgen vor der Arbeit, die den Tag von 8 bis 16.30 Uhr ausfüllt. Dazu Freizeit mit der Freundin. Und erfolgreich Springreiten. Pferdestärken mal ganz anders.


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Infopoint | Messe Essen

HIGHLIGHTS MIT PS BEI DER ESSEN MOTOR SHOW Sie ist das Festival unter den Automobilmessen: Autofreunde und Tuning-Fans aus ganz Europa strömten auch 2016 wieder in Scharen zur Essen Motor Show. Rund 360000 begeisterte Fans besuchten die Automobilmesse. Über 500 hochzufriedene Aussteller zeigten auf dem PS-Festival in der Messe Essen zahlreiche Neuheiten und Premieren. Neben den Auftritten der großen Hersteller und Händler überraschten in diesem Jahr neue Crazy Cars aus den USA die Besucher in Halle 10 der Messe Essen. Mit dabei: ein Pickup mit 4000 PS auf der offenen Ladefläche von Gordon Tronson aus Nevada. Im besten Sinne verrückt: ein VW-Pickup mit Jet-Motor als Antrieb. Der Brite Perry Watkins hat schon oft für ausgefallene Gefährte gesorgt. So baute er das niedrigste Auto (48,26 cm), das je für den Straßenverkehr zugelassen wurde, und einen fahrbaren Esstisch. Beide waren auf der Essen Motor Show zu sehen. Sein neuester Coup ist ein VW Pickup aus dem Jahr 1958, den er komplett renoviert und mit einem RollsRoyce-Viper535-Jet-Motor ausgestattet hat, der 5000 PS leistet. Theoretisch könnte das Auto 430 km/h fahren. Der praktische Beweis steht noch aus. Beim Kauf eines Fahrzeugs ist das Design eines der wichtigsten Auswahlkriterien: funktional, ergonomisch und ästhetisch soll es sein. Auf der Essen Motor Show erlebten die Besucher in

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Der neueste Coup des Briten Perry Watkins ist der Oklahoma Willy, ein umgebauter VW-Pickup mit einem Jet-Motor von Rolls-Royce.

Speedback GT, das erste Auto aus der Manufaktur David Brown Automotive im mittelenglischen Coventry. Als besonderes Extra verfügt der britische Sportwagen über eine ausklappbare Picknickbank im Kofferraum.

Halle 3 mehrere Kreationen weltbekannter Automobil-Designer. Manche der Concept Cars, Prototypen und Studien haben das Zeug zum Trendsetter in der Geschichte des Automobilbaus. Diesmal dabei: David Brown Automotive, Halcón Super-

Sport, Italdesign Giugiaro, Rinspeed und Zagato – ZED Milano. Im Mittelpunkt der Sonderausstellung stand unter anderem der Speedback GT, das erste Auto aus der Manufaktur David Brown Automotive im mittelenglischen Coventry. Von ihm sollen maximal 100 Exemplare gebaut werden. Der Preis beträgt 495000 britische Pfund. Ziel des Firmengründers David Brown war es bei dem Design, die 1960er-Jahre wieder aufleben zu lassen. Und das Auto erinnert in der Tat sehr an den berühmten Aston Martin DB5, den James Bond in mehreren Filmen fuhr. Die Technik des Speedback GT basiert auf dem Jaguar XKR, dessen 5,0-Liter-V8-Kompressor 510 PS leistet. Optisch haben die Designer der Manufaktur einen klassischen, britischen GT erschaffen. Das Concept Car Parcour von Italdesign Giugiaro hat ein neues Outfit erhalten. Zum Gran Premio Valentino in Turin Anfang Juni hatte die weltbekannte Design-Firma einen


Infopoint | Messe Essen

Mit dem Mostro Zagato powered by Maserati erinnert Zagato an den Maserati 450S, der für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1957 mit einer Spezial-Karosse versehen wurde. Model Lara haben die italienischen Designer mit ihrer Kreation überzeugt.

Wettbewerb ausgeschrieben, in dem die beste Lackierung gesucht wurde. Unter den hundert Teilnehmern aus aller Welt gewann der Italiener Enrico Guidi. Der Parcour ist ein zweisitziges Concept Car mit Allradantrieb, Schmetterlingstüren aus Kohlefaser und einem 550 PS starken 5,2-Liter-Lamborghini-V10-Heck-Mittelmotor. Auffallend vor allem: anstelle von Außenspiegeln weist der Parcour auf dem oberen Türrahmen im Schnittpunkt mit der ASäule zwei Kameras auf. Markant ist außerdem das Heckdesign mit einer Glashaube, die freie Sicht auf den Motor gewährt. 2014 gründete sich das Unternehmen Halcón SuperSport in Frankfurt am Main, mit dem Ziel „ein Auto ganz nach eigenen Vorstellungen“ zu realisieren. Das Ergebnis ist der Falcarto – der Supersportwagen soll in 15 Exemplaren in Handarbeit hergestellt werden, wobei Halcón SuperSport individuelle Wünsche der Kunden berücksichtigt. Der Sportwagen verfügt über einen getunten 3,8-Liter-V6-Twin-Turbo-Motor von Nissan. Wie überhaupt die Plattform des Nissan 370Z als Basis gedient hat, wobei die Designer die Front- und Heckpartie vollständig überarbeitet und durch den Einsatz von Kohlefaser erleichtert haben. Mit dem neuen Mostro Zagato powered by Maserati erinnert Zagato an den Maserati 450S, der für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1957 mit einer Spezial-Karosse versehen wurde. Dabei legten die italienischen Designer größten Wert auf optimale Aerodynamik, denn Leistung hatte der 450S mit über 400 PS aus einem 4,5-V8-Liter-Motor genug. Stirling Moss und Harry Schell fuhren den 320 km/h schnellen, von den Fans wegen seiner Kraft und seines Sounds „Mons-

ter“ genannten Boliden. Von dem neuen Mostro Zagato powered by Maserati sind fünf Exemplare vorgesehen. Auf der Essen Motor Show präsentierte Ford zum Start der Automobilmesse den Ranger Great Barrier Reef Beach Patrol. Das Konzept-Fahrzeug für Rettungsschwimmer überzeugt mit sportlich attraktivem Design, ausgeprägten Offroad-Eigenschaften und durchdachten Detaillösungen. Über 500 Aussteller präsentierten auf der Essen Motor Show in der Messe Essen alles rund um sportliche Serienfahrzeuge, Tuning, Motorsport und Classic Cars. Der Schönste unter den „Oldies“ wurde beim Concours d’Élégance gekürt: Sieger wurde dabei ein Alfa Romeo 1900C Sprint „Supergioiello“ by Ghia aus dem Jahr 1953. Eine internationale Fachjury wählte den italienischen Sportwagen mit dem Zusatznamen „Superjuwel“ zum „Best of Show“.

Der Sieger des Concours d’Élégance auf der Essen Motor Show 2016 ist ein Alfa Romeo 1900C Sprint „Supergioiello“ by Ghia aus dem Jahr 1953. Insgesamt wurden nur fünf Fahrzeuge dieses Typs gebaut. Das seltene Vehikel befindet sich im Besitz des Händlers Imbu-Classics.

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Top Hot Spots

MIT WENIGEN KLICKS ZUM FREIZEITVERGNÜGEN FÜR FAMILIEN

Künstler Albert Hien, der 1989 die Skulptur schuf, kam aus München, als die Bürgerinitiative auch OB Thomas Kufen zur offiziellen Illumination eingeladen hatte

LICHTSKULPTUR DER ZOO LEUCHTET WIEDER Der Zoo leuchtet wieder – eine Essener Bürgerinitiative hat das Kunstwerk von Albert Hien aus seinem Dornröschenschlaf erweckt und zum Strahlen gebracht. Auf dem Rüttenscheider Markt ziert die Lichtskulptur nun weithin sichtbar den Kiosk und gibt diesem zentralen Platz im

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Stadtteil seine Note. Die Installation mit den neongelben Pfeilen um die signalrote Doppelnull lag viele Jahre lang brach, bis sich die Initiative „Der Zoo muss leuchten“ für die Restaurierung einsetzte. Die Gruppe um Volker Troche von der KruppStiftung schaffte es, 25000 Euro für die Wiederherstellung des Licht-Kunstwerks zusammenzubringen, auch die innogyStiftung, die Kulturstiftung Ruhr und die Nationalbank haben dazu beigetragen, die Skulptur wieder zum Leuchten zu bringen. Essens OB Thomas Kufen lobte den Einsatz als „strahlendes Beispiel dafür, wie Initiativen unsere Stadt Stück für Stück zu einem lebenswerten Ort machen“.

Wo ist die nächste Realschule für die Tochter? Wo gibt es Indoorspielhallen, die noch ausprobiert werden müssen? Wo ist der nächste Spielplatz, und wie kommt man ohne Auto da hin? Bei diesen und vielen anderen Fragen hilft ab sofort die neue Internetseite www.familie.metropole. ruhr des Regionalverbandes Ruhr (RVR). Dort finden Familien mit wenigen Klicks Bildungseinrichtungen, Freizeitangebote und Servicetipps in der Metropole Ruhr. Grundlage ist eine Übersichtskarte. Die listet in den fünf Kategorien „Tipps der Saison“, „Bildung“, „Freizeit“, „Soziales“ und „Verkehr“ mehr als 39000 Points of Interest (Orte von Interesse, POI) auf, hinter denen unter anderem 1638 Schulen und 2702 Kitas, 363 Museen, 1260 Spielplätze sowie 340 Parkanlagen stecken. RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel ist begeistert: „Die neue Internetseite zeigt eindrucksvoll, wie groß das Angebot für Familien mit Kindern im Ruhrgebiet ist. Sei es bei der Auswahl der richtigen Schule oder bei der Planung eines Ausflugs ins Grüne. Die Karte hilft, bei der Fülle der Angebote nicht den Überblick zu verlieren.“ Neben den fünf Kategorien gibt es regelmäßig Sonder- bzw. Saisonthemen. Den Anfang macht die interaktive Karte „Märchenhaftes im Winter für Kinder und Jugendliche“ mit mehr als 70 Weihnachtsmärkten oder märchenhaften Theateraufführungen. Dank benutzerfreundlicher Anwendungen können Kartenausschnitte ausgedruckt und gespeichert werden. Dazu gibt es noch spannende Beiträge zu Bildungsangeboten in der Metropole Ruhr. Das RVR-Internetportal für Familien ist ein Kooperationsprojekt des Regionalverbandes Ruhr (RVR) mit den Kommunen des Ruhrgebiets. Die Grundlage des Angebots liefert das Geonetzwerk Metropole Ruhr, die Idee stammt aus der Gleichstellungstelle des Verbandes.


Top Hot Spots

GENO BANK BESCHENKT ESSENER MIT KOSTENLOSER APP Das hat es für Essen noch nicht gegeben: Aus Anlass ihres 130. Geburtstags schenkt die GENO BANK den Essenern mit „EssenON“ eine Smartphone-App, die über Veranstaltungen und viele spannende Aktivitäten in Essen informiert. Mit der eingebauten Kalenderfunktion können die Nutzer die eigenen Freizeitaktivitäten perfekt planen, die passende Busverbindung finden und sich den nächsten Geldautomaten anzeigen lassen. Auch Gastronomie-Highlights oder Lifestyleund Beauty-Tipps gehören zum Informa-

tionsangebot, das sich nach eigenem Geschmack individualisieren lässt. Seit dem 22. November 1886, als sich mit dem „Dumberger Spar- und Darlehnskassenverein eG zu Niederwenigern“ die Wurzel der heutigen GENO BANK ESSEN gründete, schenken die Bürger der Bank ihr Vertrauen. Grund genug, zum 130. Geburtstag allen Bürgern Essens etwas zurückzuschenken. Die brandneue App reiht sich nahtlos in andere Aktivitäten der Bank ein: „Seit der Gründung der Bank überzeugen wir mit unserer Philosophie der Nähe“, erklärt Vorstandsvorsitzender Heinz-Georg Anschott. „Dazu gehört auch, dass wir uns für gemeinnützige Zwecke engagieren.“ Bereits im April übergab die GENO BANK eine Spende von 10000 Euro für die Sanierung einer Orgel in Altenessen. Zum Jubiläum von Burgaltendorf im Juni sorgte eine Spende für neuen Glanz des Maibaums. Und 10000 Euro lobt die GENO BANK für förderungswürdige Projekte von

Du bist ein guter

Essener !

Informativ und übersichtlich. Die App EssenON hat mehr als nur Essen in sich.

Vereinen und gemeinnützigen Einrichtungen in Werden aus. Mit der neuen App aber kommen nun noch viel mehr Bürger in den Genuss eines schönen Geschenks.

Werde jetzt ein noch besserer Essener. Mit der EssenON-App erfährst du, was in deiner Stadt so geht! Ab dem 01.12.2016 in den App Stores.

Essen

ON

Ein Geschenk der

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Top Hot Spots

Ernst Ludwig Kirchner, Sitzender Akt auf orangem

zugutekommen und die „Dr. Walter GrieseSammlung“ sinnvoll ergänzen. Der Direktor des Museums, Dr. Tobia Bezzola, ist höchst erfreut: „Eine solch großzügige Zuwendung hat das Museum seit Jahrzehnten nicht gesehen. Wir sind dem Ehepaar zu außerordentlichem Dank verpflichtet.“ Die Sammlung des Museum Folkwang befindet sich seit 1922 im gemeinsamen wirtschaftlichen Eigentum der Stadt Essen und des Folkwang-Museumsvereins zu gleichen Teilen. Erwerbe gleich welcher Seite werden nach gängiger Praxis mit Beschluss des Kuratoriums des Museum Folkwang in das gemeinsame Eigentum eingebracht.

Tuch, 1909: Öl auf Leinwand

MILLIONENERBE ZUGUNSTEN MUSEUM FOLKWANG Das Erbe des Essener Ehepaars Dr. Walter Griese (1914–1999) und Liselotte Griese (1919–2016), das eine außerordentlich wertvolle Kunstsammlung, Immobilien und Wertpapiere umfasst, geht an den Folkwang-Museumsverein. Wie der Vorsitzende des Folkwang-Museumsverein e. V., Dr. Ulrich Blank, mitteilt, kommt der Nachlass wie von den Eheleuten gewollt in vollem Umfang dem Museum Folkwang zugute. Das Ehepaar hatte bereits in 1997 verfügt, dass sein Vermögen dem Folkwang-Museumsverein zufallen, die Kunstsammlung ungeschmälert in die Sammlung des Museums Folkwang einbezogen und das weitere Vermögen in Ankäufe für das Museum fließen solle. Zu den ersten bereits 2001 übertragenen Werken der bedeutenden Sammlung zählen Gemälde von Kirchner, Jawlensky, Heckel und Meidner. Blank: „Der Kirchner reiht sich seither ein in die Spitzengruppe unserer wertvollsten Stücke überhaupt. Ein solch kapitales Werk zu erwerben, läge heute außerhalb unserer Möglichkeiten.“ Weitere Werke aus dem Hause Griese befinden sich nun nach dem Tod der Witwe ebenfalls im Museum. Den übrigen Nachlass, darunter mehrere Immobilien, verwertet derzeit der zuständige Nachlassverwalter Dr. Erik Ehrentraut. Frei werdende Mittel werden dem Museum für Ankäufe

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GOLDENER FINGERHUT FÜR ZIC’N ZAC „Läden mit Seele haben Zukunft“ ist der Leitspruch des Stoff- und NähmaschinenFachgeschäfts ZiC’nZaC im Zentrum Essens. Nach dem Gewinn des Deutschen Handelsinnovationspreises 2011 und des Marketing-Preises Tacken im Jahre 2014, erhielt die Näh-Akademie nun vom „Trendwerk“ den Goldenen Fingerhut verliehen. Vorausgegangen war ein Inkognito-Test einer Profi-Schneiderin in der Näh-Akademie. Auf einer Skala von 1 bis 100 Punkten erreichte ZiC’nZaC die Marke 94. Ab 90 Punkten beginnt die „Königsklasse“. Damit ist der Preisträger im weiten Umfeld rund um Essen der herausragende Anbieter für qualifizierte Nähkurse. Da Guido-Maria-Kretschmer aktuell seine neue Näh-Show „Geschickt eingefädelt“ beim TV-Sender VOX gestartet hat und erfahrungsgemäß so ein Run auf Nähkurse einsetzt, bietet eine solche Auszeichnung den Näh-Eleven eine gute Orientierung.

Der Goldene Fingerhut

THEATERPASSAGE BESCHERT SPRITZTOUR IM AUDI CABRIO Shopping in edlen Geschäften, Genuss in abwechslungsreicher Gastronomie und Kultur haben seit 30 Jahren im Herzen der Essener City eine ganz besondere Adresse: die Theaterpassage. Grund genug, diesen besonderen Anlass gebührend zu feiern. Als Extra-Dankeschön für die treuen Kunden und die Gäste des Jubiläums-Events gab es ein ganz besonderes GeburtstagsHighlight: Gemeinsam mit dem Audi-

Der Centermanager der Theaterpassage Joachim Klinker überreicht dem glücklichen Gewinner des großen Jubiläums-Gewinnspiels einen Gutschein für den Hauptpreis: Ein Wochenende mit einem Audi Cabrio

Zentrum Essen wurde zum 30-jährigen Bestehen ein Wochenende im Audi-Cabrio ausgelost. 700 Teilnehmer bewarben sich bei dem Gewinnspiel um ihr WunschWochenende im Traum-Auto. Nach der Ziehung hatte Werner Zimmnau aus Essen allen Grund zum Jubeln: Er ist der glückliche Gewinner dieses tollen Hauptpreises. Er darf sich nun auf eine Spritztour durch die Umgebung (bis zu 500 Kilometer) im schicken Cabrio von Audi freuen.


Impressum

Thomas Tramp und Kai Wergener haben das Restaurant am Innenhafen zum neuen „Duisburger Wohnzimmer“ gemacht

KÖSTLICHE BESUCHE IN DER KÜPPERSMÜHLE Zwei junge Männer, die auszogen, den Innenhafen kulinarisch zu erobern, haben den Gipfel erklommen: Thomas Tramp und Kai Wergener sind nach nur 18 Monaten mit ihrem Restaurant Küppersmühle aus Duisburg nicht mehr wegzudenken. Mehr als das: Ihr angesagtes Restaurant direkt neben dem berühmten Museum Küppersmühle ist bei Genießern förmlich zum neuen Duisburger Wohnzimmer geworden – und das auch noch direkt an der „Waterkant“. So ist ein Ausflug ins Restaurant am Innenhafen, von seinen Fans auch liebevoll „Kü“ genannt“, immer auch ein kleines Stückchen Urlaub. Mit bestem Service verwöhnt und von Thomas Tramp in der Küche gekonnt bekocht, gönnt man sich hier gerne die Auszeit vom Alltag. Und das gilt für den schnellen Besuch zum Business-Lunch, gemütlichem Kaffeegenuss mit hausgemachtem Kuchen nach dem Museums-Rundgang oder einem echten Fine Dining für anspruchsvolle Genießer in abendlicher Stimmung.

Immer begleitet durch gute Tropfen von namhaften Winzern aus der ganzen Welt. In den kalten Monaten anheimelnd und gemütlich, in der schönen Jahreszeit mit einer einladenden großen Freiluftterrasse direkt am Wasser, bietet sich das Restaurant Küppersmühle auch als idealer Ort für Familienfeiern mit dem ganz besonderen Etwas an. Hier schneidet das Team selbstverständlich alle Angebote maßgerecht auf die Wünsche der Gäste zu. Entweder für ein gelungenes Event im schönen „Kü“ oder aber auch passgenau als neues Catering-Angebot für die gehobene Feier außerhalb des Restaurants. Damit die Gäste auch woanders nicht auf kulinarische Köstlichkeiten aus der Küppersmühle-Küche verzichten müssen.

HARTMANN – PARTNER DER GASTRONOMIE Bereits in vierter Generation versteht sich der Getränkefachgroßhändler aus Bochum nicht nur auf guten Lieferservice von über 7000 bevorrateten Produkten, sondern hat sich zum Generalisten in der Gastronomiebranche entwickelt. Zentraler Mehrwert ist die umfangreiche, individuelle Beratung und Konzepterstellung rund um Getränke, Hygiene, Gastronomieentwicklung und Eventservice. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Übermittlung von aktuellen Gastronomietrends, unter anderem durch den wöchentlich erscheinenden Newsletter und die Mitausrichtung und Gestaltung von Fachvorträgen auf der in der Bochumer Jahrhunderthalle stattfindenden Gastronomiemesse „Dialog Food & Drink“. www.hartmann.ruhr

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Verleger: Klaus Wolff Herausgeber: Ralf Schultheiß Verlagsleitung: Barbara Schüler Chefredaktion: Katrin Kroemer (ViSdP), k.kroemer@top-magazin.de Autoren: Katrin Kroemer, Marcus Endres, Maria Janßen, Eva Valentini, Charly Rinne, Nadine Albach, Birte Glang, Söke Dinkla, Marc-Stefan Andres Verlagsrepräsentanz: Rainer Karp, Marvin Marx, Eva Valentini Fotos:  Ralf Schultheiß, Niels Lehmann, Hirmer Verlag, Wilhelm Kreis, Edmund Koerner, tschulze, Studio Erwin Wurm, Marie-Claire Krahulec, Inge Prader, Dejan Saric, Inge Prader, Deichmann, duisport / Hans Blossey, MESSE ESSEN GmbH, Christian Imbusch, Bettina Engel, Red Dot, Marco Borggreve, Peter Wieler KFR, Messe Werner, AWO Service, Lutz Leitmann / Stadt Bochum, Jürgen Diemer, Carsten Nicolai/VG Bild-Kunst, Bonn 2017, James Visser Verlagsassistenz: Lucie Jendreczek, jendreczek@forma-verlag.de Grafik: Schaber Advertising GmbH, 45219 Essen Lektorat/Druck: druckpartner, Druck- und Medienhaus GmbH, 45307 Essen Verlag: FORMA Verlags- und Marketing GmbH Moltkeplatz 34, 45128 Essen Telefon: 0201/ 17879-41 Telefax: 0201/ 17879-29 E-Mail: info@forma-verlag.de www.topmagazinruhr.de Geschäftsführer: Klaus Wolff, Barbara Schüler Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des jeweiligen Autors und nicht immer die Meinung der Redaktion wieder. Für unverlangt eingereichtes Material (Bilder, Manuskripte, etc.) wird keine Haftung übernommen. Nachdruck von Berichten und Fotos, auch auszugsweise, nur mit vorheriger Genehmigung. Die Urheberrechte der vom TOP RUHR Magazin konzipierten Anzeigen liegen beim Verlag. TOP RUHR Magazin erscheint dreimonatlich, die nächste Ausgabe erscheint im März 2017. Es gilt die Anzeigenpreisliste vom 01.01.2016.

Top10 verantwortlich für die Seiten 67-82 kern&friends gmbh, Wenzelgasse 28, 53111 Bonn, T. (02 28) 96 96-230 F. (02 28) 96 96-242, r.kern@top-magazin.de, www.top-magazin.de Geschäftsführung (ViSdP)/ Anzeigenleitung: Anzeigenrepräsentant: Chefredaktion: Layout/Gestaltung: Druck:

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Top Magazin ist ein eingetragenes Warenzeichen und erscheint in Lizenz der/ verantwortlich für den Titel: Top of the Tops & Top Magazin International GmbH & Co. Verlags und Lizenz KG, Wenzelgasse 28, 53111 Bonn, T. (02 28) 96 96-230, F. (02 28) 96 96-242, info@top-magazin.de www.top-magazin.de Geschäftsführung: Ralf Kern Officemanager: Andreas Herrmann a.herrmann@top-magazin.de Projektleitung: Andrea Volksheimer a.volksheimer@top-magazin.de Grafik: Stephan Förster s.foerster@top-magazin.de Webdesign: Top Magazin online UG (haftungsbeschränkt) Titelbild: Bildportal www.shutterstock.com, Bildnummer 143826508 In Lizenz erscheint Top Magazin mit der Winterausgabe 4-2016 in den Städten und Gebieten: Aachen, Augsburg, Berlin, Bielefeld, Bodensee, Bonn, Brandenburg/Potsdam, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Halle (Saale), Hamburg, Hannover, Heilbronn, Karlsruhe, Koblenz, Köln, Leipzig, Luxembourg, München, Münster, Neuss, Niederrhein, Nürnberg, Regensburg, Reutlingen/Tübingen, Rhein-Neckar, Ruhr, Saarland, Sauerland, Siegen/Wittgenstein, Südwestsachsen, Stuttgart, Thüringen, Trier, Ulm/Neu-Ulm, Würzburg, Wuppertal. Insgesamt 39 Top Magazine mit einer Gesamtauflage von 452.000 Exemplaren.

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Top Hot Spots

SEOUL MACHT RED-DOTERFINDER ZUM EHRENBÜRGER Schon der Bierdeckel zeigt phantasievoll das PottBräu an

POTTBREW DAS BIER AUS OBERHAUSEN Eine alte Tradition wird neu belebt – und Oberhausen hat wieder seine eigene Biermarke: „Pottbrew“ heißt das Craft-Beer der Ruhrpottbrewery, die hauseigene Edelmarke, die seit Oktober im Shop in Sterkrade zu haben ist. Denn neben vielen europäischen und internationalen Craft-Beer-Sorten verschiedener Manufakturen, bietet die Ruhrpottbrewery GmbH hier auch selbstgebraute Spezialitäten an. Alle Biere der Eigenmarke sollen auch für die Gastronomie und den qualitativen Facheinzelhandel vertrieben werden. Aufgrund der maximalen Produktionsmenge von 500 Litern pro Gär- und Lagertank und in Verbindung mit der Auswahl und dem Einsatz erlesener Rohstoffe, werden die Pottbrew-Biere zu einer exklusiven Spezialität. Den Anfang machen ein klassisches Pilsner in böhmischer Tradition und ein innovatives „Honey Pepper Ale“. Weitere Geschmacksrichtungen sollen folgen. Mit dem neuen Gebräu schließt sich ein Kreis: Im Ruhrgebiet mit seiner Jahrhunderte alten Biertradition wurden legendäre Marken gegründet, gebraut und perlten durch die durstigen Kehlen von Stahlarbeitern und Bergleuten. Doch die Liste der geschlossenen Brauereien und verschwundenen Marken ist lang. So wurde auch in Oberhausen schon lange kein Bier mehr gebraut, das Sterkrader Brauhaus schloss schon in den 1950ern seine Pforten. Mit dem aktuellen Craft-Beer-Boom schwappt der Trend zur handwerklichen Brautradition aus den Metropolen zurück in den Pott und in seine Wiege an der Ruhr.

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Zu ihrem Ehrenbürger hat die Stadt Seoul Professor Dr. Peter Zec, Initiator und CEO des Red Dot Awards, ernannt. Den Titel verleiht das Seoul Metropolitan Government seit 1958 an Persönlichkeiten, die ein vorbildliches Engagement für die südkoreanische Hauptstadt zeigen. Zec steht damit auf einer hochkarätigen Liste: Titelträger sind beispielweise auch Christopher Forbes, stellvertretender Vorsitzender des Forbes Magazine oder der holländische Premierminister Mark Rutte. Mit seinem profunden Wissen über Design und dessen ökonomische Relevanz ist Professor Dr. Peter Zec weltweit anerkannter Experte, Redner und Buchautor. Im Rahmen seiner Präsidentschaft des International Council of Societies of Industrial Design (Icsid) und seines anschließenden Wechsels in dessen Senat prägte er die Geschicke des Designs auf globaler Ebene. Da-

bei erkannte er früh das Potenzial der Stadt Seoul. Seinen Beitrag zur Entwicklung Seouls leistete er vor allem im Rahmen seiner mittlerweile 15-jährigen Mitgliedschaft im Seoul International Business Advisory Council (SIBAC), in dem er als Berater des Bürgermeisters agiert. Seine professionelle Hingabe und Unterstützung trugen wesentlich zum heutigen wirtschaftlichen Status der Stadt bei. Als Würdigung dessen erhielt Zec vor Ort die Medaille und Urkunde für die Ehrenbürgerschaft Seouls. Seoul gilt als wirtschaftliches, kulturelles und politisches Zentrum Koreas. Erstarkt durch seinen Aufschwung seit den 1960erJahren, konnte sich die südkoreanische Metropole transkontinental auf Augenhöhe mit Shanghai und Tokio positionieren – nicht zuletzt durch die in Seoul ansässigen Firmensitze von Samsung, Hyundai und Kia. Diese Erfolgsgeschichte spiegelt sich auch im Red Dot Award wider, der als internationaler Designwettbewerb zahlreiche hervorragende Einreichungen aus Südkorea verzeichnet. Dass sich vor allem Seoul dabei in den weltweiten Fokus stellt, zeigte insbesondere die Auszeichnung zum „World Design Capital“ im Jahr 2010, die das International Council of Societies of Industrial Design vergibt.

Prof. Dr. Peter Zec ist neuer Ehrenbürger von Seoul. Die Medaille besiegelt die ehrenvolle Auszeichnung.


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Hochzeit oder Workshop Willkommen auf Schloss Hugenpoet Fünf Sterne Superior Hotel bietet höchsten Komfort und professionelle Begleitung für alle Veranstaltungen an

Stilvoll wird der Tisch im Schloss für jeden Anlass gedeckt

Die neue Direktorin Alexandra Schenk freut sich darauf, viele Gäste im Schloss Hugenpoet zu begrüßen

Wasserschlösser sind immer etwas Besonderes. Ein wahres Kleinod ist gleich in mehrfacher Hinsicht Schloss Hugenpoet in Essen-Kettwig: Die landschaftliche Lage, die Architektur des geschichtsträchtigen Bauwerks, die herausragende Gastronomie des Hotels einschließlich seines renommierten Restaurants mit der Spitzenköchin Erika Bergheim. Und bei einer Einladung, sei es zu einem privaten Anlass, einem Geschäftstreffen, einer Tagung oder einem Workshop steht schon die Adresse für sich – wie die 5 Sterne des Superior-Hotels: August-Thyssen-Straße. Ruhrgebiets-Adel eben.

Die zentrale Anbindung spricht für sich: 20 Minuten zum Flughafen Düsseldorf, fünf Minuten bis Autobahnkreuz A 52/A 3, 25 Minuten bis Düsseldorf, 20 Minuten bis Essen-City, 15 Minuten bis zu beiden Messen. 36 individuell eingerichtete Zimmer und Suiten bieten höchsten Komfort. Bei allen Events verspricht Hugenpoet eine professionelle Beratung und persönliche Betreuung durch das kompetente Veranstaltungsteam. Seit über 60 Jahren werden im Schloss Hugenpoet Hochzeiten gefeiert. Das romantische Ambiente, seine festlichen Räumlichkeiten und natürlich die romantische Suite für die Hochzeitsnacht sind Einladung pur mit gehobener Stimmung inklusive. Die passende Hochzeitstorte kreiert die hauseigene Patisserie. Der zwei Hektar große private Schlosspark lädt zum Flanieren ein, kann aber bei allen Veranstaltungen auch für sportliche Aktivitäten genutzt werden. Die idyllische Umgebung und der gepflegte Park sorgen für eine entspannte Atmosphäre.

Schloss Hugenpoet empfiehlt sich nicht nur als Ort für Feiern und Kongresse, sondern bietet auch eigene Veranstaltungen an. Hier eine Auswahl für die erste Jahreshälfte 2017: 22./29. Januar: High Tea 11. Februar: Bordeaux Gala 12. März: Benimmkurs für Kinder 20. Mai: „Wine & Dine“ mit Theresa Breuer 24. Juni: Club Kohlenwäsche-Ball auf Schloss Hugenpoet

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Mit dem BMW X4 aus Essen bestens angekommen – oben über den Wolken treffen wir als TOP RUHR Team Siegbert Bimmerle, der vor der Lese die Reben genau unter die Lupe nimmt

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Essen & Trinken

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Ganz oben, buchstäblich über den Wolken, da stehen die Reben in Reih und Glied, da reifen die Trauben für ganz besondere Weine. Siegbert Bimmerle ist der Mann, der die erlesenen Früchte in Wein verwandelt. In förmlich himmlische Tropfen, immer reif für eine Goldmedaille. Denn Bimmerle, der Weinmacher, hat einen Anspruch: Die höchste Qualität. Damit hat er aus einem kleinen Familien-Weingut in Baden heute eine Winzer-Familie der besten Güte geschaffen. Mit sieben Landes- und zwei Bundesehrenpreisen, dazu über 400 Goldmedaillen, zählt Bimmerle seit 12 Jahren nun zu Deutschlands TOP100-Weingütern.

Grauburgunder, Riesling und Spätburgunder – die Spitzenqualität der Trauben hält dem Test durch Siegbert Bimmerle stand. Sie sind reif, um als Wein des Jahrgang 2016 vom badischen Winzerverband mit der Goldmedaille ausgezeichnet zu werden.

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Weinlese ist Handarbeit: In Haslach auf einem der angestammten Weinberge seiner Familie überzeugt sich Siegbert Bimmerle persönlich, wie es um die Trauben für seine ausgezeichneten Weine bestellt ist

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Damit der Wein perfekt im Glas schimmert, Zunge und Gaumen betört, muss schon im Weinberg einfach alles stimmen: Der gekonnte Anbau, die sorgfältige Pflege der Rebstöcke und natürlich die Lese. Geerntet werden die Trauben nach alter Väter Sitte bis heute in Handarbeit. Und zwar nicht nach Süße, sondern nach Geschmack, verrät der Mann, der sich als wahrer Künstler der Weinmacher erwiesen hat. Rund und voll muss der sein, die Schale sich fein zerbeißen lassen, ohne ein pelziges Gefühl im Mund zu hinterlassen. Dann stimmt alles, da-

mit aus den grün-gelben, grauen oder satt roten Trauben beste Weine werden können. Oechsle, die Messzahl für den Zuckergehalt der Ernte, gilt für Siegbert Bimmerle dabei eben nicht als das Maß aller Dinge. Wein aus Baden, erklärt er, bekommt in seiner südlichen Lage Niederschläge, viel Sonne und damit Süße. Die allein reicht eben nicht. Riesling oder Burgunder, Sauvignon oder Chardonnay werden gelesen, wenn der optimale Reifegrad erreicht ist. Gesunde Trauben voller Aromen und dabei noch immer frisch im Geschmack. Und das ist schon eine Kunst für sich.

Fachsimpeln am Busseck-Hof: Trauben in Höhenlagen haben eigene Gesetze zum Gedeihen

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Nun haben die Wolken sich gelichtet und geben den Blick ins Renchtal frei. Weinberge, soweit das Auge reicht. Auf den 130 Hektar auf denen die Trauben für Bimmerle-Weine wachsen, stehen 6000 Rebstöcke in Reih und Glied.

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130 Hektar Weinberge und ausschließlich Premiumlagen, die sind das große Kapital des Weingutes Bimmerle. Was einst, vor 80 Jahren, mal mit zwei Hektar Rebanlagen beim Großvater Josef in Erlach begann, erstreckt sich heute in der Weinbauregion Ortenau (Baden) über 90 Kilometer von Nord nach Süd. Möglich macht es die Zusammenarbeit, die Siegbert Bimmerle mit einigen wenigen Premiumwinzern gegründet hat, sodass daraus förmlich eine starke Winzerfamilie gewachsen ist. Sie bringen die Trauben aus den besten badischen Lagen zum Weingut nach Renchen – es liegt genau in der Mitte des Anbaugebietes . Im Norden

beginnt es in Baden-Baden. Die dortigen Arkosesandstein-Böden sind ideal für den Anbau von Riesling und Sauvignon Blanc, erklärt Bimmerle. Daran schließen sich Lagen im Bühlertal an, das sich mit Granitverwitterungsböden optimal für Spätburgunder eignet. Südlich folgen Renchtal und Durbachtal, die Weinberge dort erstrecken sich auch mit Granitverwitterungsböden und Lössböden im Süden bis an den Rand der Ortenau, wo bereits das Breisgau beginnt. Eine ideale Heimat für die Weiß-, Grau- und Spätburgunder-Rebstöcke. So wie ja Baden überhaupt als Land der besten Burgunderweine gilt.

Die Trauben müssen reif sein und voller Aromen. Sie dürfen dabei aber ihre Frische nicht verlieren.

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Essen & Trinken

Wenn Siegbert Bimmerle über das Weinmachen spricht, dann spricht er von seinem ganz eigenen Qualitätsbegriff. Den verfolgt er mit der ihm eigenen Akribie, und dafür hat er handverlesene Produktionsbedingungen für seine Weine geschaffen. Wenn die Trauben nach ihrem sorgfältig begleiteten Wachstum prall voll Saft und Aromen gelesen werden, treten diese wagenweise in kleinsten Gebinden die Reise nach Renchen an. Optimales gesundes Lesegut mit physiologischer Reife wird hier schonend zu bestem Wein verarbeitet. „Wein ist Natur und der Umgang damit braucht moderne Erkenntnisse, gepaart mit Erfahrung“, ist Siegbert Bim-

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merle überzeugt. Die Erfahrung bringt er in dritter Winzer-Generation mit, mit dem Neubau seines Weingutes 2010 hat er qualitätsorientierte, modernste Bedingungen geschaffen. Nach einer schonenden Pressung der Trauben stehen 153 gekühlte Edelstahltanks und mehrere Maischegarbehälter unterschiedlicher Größen bereit, in denen jede Qualität extra reifen kann. Am Ende steht eine Abfüllanlage des neuesten Standes , um die hohen Qualitätsansprüche an Bimmerle-Weine zu erfüllen. So wird bei Siegbert Bimmerle Top-Qualität über die gesamte Menge von den BasisWeinen bis zur Premium-Qualität in der Erzeugung garantiert.

Anlieferung von handverlesenem Lesegut


Höchste hygienische Standards erfüllt das Weingut von Siegbert Bimmerle. Die modernen Edelstahltanks ermöglichen eine temperaturgesteuerte, kühle Gärung für höchste Qualität unterschiedlicher Weine.

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Essen & Trinken

Im badischen Erlach in der Kirchstraße ist der Stammsitz des Weingutes. Nach Großvater Josef und Vater Gerold führt heute Siegbert Bimmerle den Betrieb. Mit Sohn Benedikt steht die 4. Generation bereit.

FÜR TOP-RUHR-LESER gibt es als besonderes Highlight dieses exklusive Angebot: Sechs Flaschen im Probier-Paket: 2015 Riesling Kabinett trocken, 2015 Grauer Burgunder Kabinett trocken, 2015 Chardonnay QbA trocken, 2015 Sauvignon Blanc QbA trocken, 2013 Spätb. Rotwein trocken „im Eichenfass gereift“. 2013 Winzersekt Pinot Brut „klassische Flaschengärung“. Für nur 63,80 €, versandkostenfrei. Es gilt bis zum 28.02.2017 und ist zu bestellen unter Telefon 07843 - 654 Rote und besondere weiße Weine reifen bei Bimmerle in Barrique-Fässern

Heute wurzelt Siegbert Bimmerle in der badischen Familientradition und hat sie mit harter Arbeit zu einem der besten deutschen Weingüter ausgebaut. 1986 tritt er mit gerade 20 Jahren und frischer Ausbildung zum Weinküfer in den kleinen Familienbetrieb ein, den nach dem frühen Tod des Vaters Gerold die Mutter Gisela mit den Schwestern Bernadette und Christiane fünf Jahre lang über Wasser hält. Sein Ansporn von Beginn an: Ein neuer Qualitätsbegriff, den er konsequent verfolgt, der ihn nie ruhen lässt. Ein Ziel hat er heute damit erreicht: Keine Flasche mit dem Namen Bimmerle verlässt das Weingut ohne eine Goldmedaille. Das ist gelungen – die

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Prädikatsweine in den 0,75-Liter-Flaschen sind alle national und international hoch prämiert. Sieben Landes- und zwei Bundesehrenpreise hat sich Bimmerle seit 1999, dem Ausbau seines Betriebes, mit zähem Einsatz erarbeitet. Sein kompromissloses Streben nach immer besserer Qualität hat sich ausgezeichnet – im wahrsten Sinne des Wortes. Trotzdem will er immer noch weiter besser werden. Wie seine Weine, die er selber einfach genießt. Sein Lieblingswein? Das hängt vom Jahrgang ab. 2014 war es Riesling, 2015 Weißburgunder. Und 2016, glaubt er, wird es einen SuperSauvignon geben. Bei Bimmerle ganz gewiss eine Goldmedaille wert.

Bimmerle im Castell Laupendahl Von der Traube bis in die Flasche höchste Qualität – das zeichnet den Wein von Siegbert Bimmerle aus. Längst haben die edlen Tropfen aus dem Badischen echte Fans gefunden – bis hoch zur Insel Sylt wird der hochprämierte Wein gerne getrunken. An der Ruhr sind die Bimmerle-Weine auch zu haben: Für Gastronomen wie auch für private Genießer hält Claudius Pietzka im Castell Laupendahl, Lützowstraße 20, in Essen die jeweils richtigen Angebote bereit. www.castell-laupendahl.de


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