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Ausgabe 1 Frühjahr 2014 3. Jahrgang 4,- €

Mode trifft Matisse

Titelstory: Immobilien

VERNISSAGE SS G IN LINDAU

Konstanzer Konzil BODENSEEMETROPOLE FEIERT JUBILÄUM

Heilendes Licht NICHT ALLTÄGLICHES LEISTUNGSSPEKTRUM

LASERMEDIZIN AUF DEM VORMARSCH w

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EDITORIAL

Liebe Leserin, lieber Leser, F

ür uns, das Redaktionsteam vom TOP Magazin BODENSEE, hat das Jahr sehr rasant begonnen! In keiner Jahreszeit häufen sich die Empfänge und Veranstaltungstermine so, wie im Frühjahr. Wir haben uns große Mühe gegeben, die wichtigsten Veranstaltungen zu besuchen, um Ihnen davon einige Eindrücke zu vermitteln. Einer der glamourösesten Veranstaltungen war sicherlich die Eröffnung der neuen Matisse-Kunstausstellung in Lindau. Eine Reportage zur Ausstellung finden Sie ab Seite 98. Unsere Wein-Serie führte uns dieses Mal ins schweizerische Thurgau – eines der interessantesten Weinanbaugebiete in der Region. Ein gewisser Herr Müller legte dort vor ungefähr 100 Jahren den Grundstein für den Welterfolg „Müller-Thurgau“ – viel Spaß beim „Degustieren“! Mit „heilendem Licht“, also der Lasertechnik in der Medizin, beschäftigen wir uns in der Rubrik „Beauty & Gesundheit“. Hierzu werden wir Ihnen in den kommenden Ausgaben noch weitere, sehr interessante und vielleicht noch nicht so bekannte Anwendungsmethoden dieser Technik vorstellen – vielleicht brauchen wir ja in Zukunft gar keine aufwändigen Operation mehr?

Unter der Rubrik „Kultur“ laden wir Sie zur 600-Jahrfeier des Konstanzer Konzils ein. Wir erzählen Ihnen einige Hintergründe zum Konstanzer Konzil, stellen Ihnen die „Macherin“ dieser mehrjährigen Veranstaltungsreihe, Frau Ruth Bader, vor und laden Sie zu den ersten Veranstaltungsterminen ein. Selbstverständlich werden wir dieses Thema dauerhaft begleiten und Ihnen immer wieder die wichtigsten Ereignisse vorstellen. Ein weiteres Jubiläum feiert dieses Jahr der „Lindauer Segler-Club“. Mit seinen 125 Jahren seit der Gründung, ist der LSC der älteste Segelclub am Bodensee! Wir zeigen ihnen wunderschöne Bilder der „alten Ladies“, wie sie vor über 100 Jahren und zum Teil auch heute noch über den Bodensee segeln.

Mode trifft Martisse

Ganz besonders bedanken möchten wir uns bei unserem Gast-Kolumnisten Herrn Prof. Dr. Roland Doschka, der sich noch im größten Vorbereitungs-Stress der Ausstellung die Zeit nahm, die Kolumne für Sie, liebe Leserinnen und Leser des TOP Magazin Bodensee, zu schreiben – ganz herzlichen Dank!

Rolf Schlett Herausgeber

AU D IN L IN E G A S S VERNIS

l i z n o K r e z n Konsta OLE

Wir wünschen Ihnen viel Freude und eine abwechslungsreiche Lektüre der Frühjahrsausausgabe!

OP R T E M E E S N E BOD UM FEIERT JUBIL Ä

t h c i L s e d n Heile F Susanne Hogl Redaktionsleitung

AU IN IZ D E M R E S LA CH S R A M R O V M DE

TOP MAGAZIN 3


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46 Events Mode trifft Matisse 700 Gäste bei Matisse-Vernissage in Lindau Kunst im MAC Museum Vernissage von Rainer Schoch Spannende Diskussion Podiumsdiskussion des Swiss International Club über den Erfolg von Netzwerken Bregenzer Frühling Meisterlicher Auftakt des Tanzfestivals Bregenzer Frühling IBO Internationale Bodenseemesse feiert 65. Geburtstag mit 2 000 geladenen Gästen

6 58 82 96 108

Mode Marc Cain Ein deutsches Label erobert die Welt

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Bodensee Und ewig lockt der See 125 Jahre Lindauer Segler Club Was für ein unbeschreibliches Gefühl Mit der Performance 1408 über den Bodensee

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Lifestyle Lindauer Gartentage Internationale Kultur und Pflanzen-Vielfalt am Bodensee-Ufer Dinge die Sie schon immer haben wollten Zum Verschenken oder Selberbehalten Klassikwelt Bodensee Klassischer Oldtimerauftritt am Bodensee 12. Tuning World Bodensee Kult für alle Autofans

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Immobilien Engel & Völkers Nicht alltägliches Leistungsspektrum Home Staging Immobilien in Bestform bringen Exklusive Anwesen in und um Lindau Konzog Immobilien in Lindau

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Beauty & Gesundheit Heilendes Licht Die Lasermedizin auf dem Vormarsch Accuratis Sehen par excellence

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Mobil Fahrspaß in der Luxusklasse Der neue Bentley GT V8 S Traumhafte Oldtimer bei den siebten Singen Classics Kurvenreich Power. Zwei Frauen. Edle Oldtimertouren und Genuss pur 4 TOP MAGAZIN

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100

98 Genießen Weingenuss Weinanbau im Thurgau Meckatzer Löwenbräu Brauereierlebnis für Genießer

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TITELSTORY

Reise Reisegewinnspiel Golfen in der bayerischen Toskana Schätze am Bodensee Lassen Sie sich verführen Kitzbühel im Frühling Ein Paradies für Golfer, Wanderer und Genießer

72 74 76

Business Employer Branding Der Arbeitsmarkt im Wandel Suchen und gefunden werden Fachkräfte finden – per Zufall oder mit System? Benefit Agency Marketing, Prozessoptimierung und Gewinnmaximierung im Südwesten Flammbox Ein modulares System zum Mieten

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Charity Mit Pferden stark machen Erfolgsbilanz des Laureus Sport for Good Projekts Ein Stück Schottland am Bodensee Großes Charity-Turnier im GC Steisslingen

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Kultur Matisse im Lindauer Stadtmuseum Konzil zu Konstanz Die Bodenseemetropole im Zeichen des Konzils Miss Konzil Ruth Bader im Portrait Buchempfehlungen Die neuesten Bodensee-Krimis, Koch- und Wanderbücher Termine und News Veranstaltungshighlights aus der Bodenseeregion von April bis Juli Kolumne Wegweisende Kunst von Henri Matisse

98 100 103 112 115 122

Editorial Impressum

3 121

35 Engel & Völkers

Nicht alltägliches Leistungsspektrum Wer sich für anspruchsvolle Immobilien interessiert, der ist mit den Profis von Engel & Völkers bestens beraten. Seit über 30 Jahren mit mehr als 500 Shops weltweit, zählen die Immobilienprofis zu den Großen in der Branche.

TOP MAGAZIN 5


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700 Gäste bei Matisse-Vernissage in Lindau – viel Prominenz und grandiose Marc Cain-Performance

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on wegen Provinz: Zumindest für einen Abend lag so etwas wie Großstadtglamour über der Lindauer Insel. Zur Vernissage der Henri MatisseAusstellung im Lindauer Stadtmuseum waren mehr als 700 Gäste gekommen, etliche versuchten noch eine der begehrten Einladungen zu ergattern. Doch das kleine, aber feine Lindauer Stadttheater war voll besetzt. Mit viel Charme

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und launigen Worten unterhielt Kurator Prof. Dr. Roland Doschka die Gäste. Bereits zum vierten Mal kuratiert der Experte für Kunst der Klassischen Moderne eine Ausstellung in Lindau. Prof. Dr. Doschka war es in diesem Jahr nicht nur gelungen, etliche private Leihgeber der kostbaren Matisse-Exponate zu finden, sondern auch die gesamte Führungsriege des weltbekannten Modelabels Marc


EvEnt

große Freude bei der vernissage zur Matisse-ausstellung in Lindau: Kulturamtsleiter alexander Warmbrunn, Oberbürgermeister Dr. gerhard Ecker, Schauspielerin Suzanne von Borsody, Kurator Prof. Dr. Roland Doschka und Frau gaby (v. l. n. r.) nicht nur Lindaus Schönheitschirug nr. 1: Prof. Dr. Dr. Werner Mang

Kamen in aktueller Marc Cain-Mode: Schauspielerin andrea Sawatzki und Star-Model Franziska Knuppe (r.)

Kunstfreunde: Prof. Dr. Ulrich Schöffel, Chefarzt des Lindauer Krankenhauses, und Frau angela

Mister Marc Cain mit schönen Frauen: Marc Caingründer Helmut Schlotterer mit Ehefrau Ute (r.) und Sandra gräfin Bernadotte von der insel Mainau

Die Lindauer Künstlerin Stefanie Steinmayer war mit Ehemann und Werbeprofi Uwe Steinmayer gekommen.

Marc Cain-verkaufschef norbert Lock, Harald und Eleonore Rau, Marc Cain-Händler in Lindau, und Marc Cain-Chef Helmut Schlotterer (v. l.)

Eleonore Rau (Modehaus Rau, Lindau), Dr. Lisa Federle, gernot Hörr, ingrid Fischer (Brillinger tÜ), Marc Cain-PR-Chefin nina Kron

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Für alle Fälle ... die richtigen Partner. Peter Göhringer Tätigkeitsschwerpunkte: Interessenschwerpunkte:

Straßenverkehrsrecht, Erbrecht, Inkasso Haftungsrecht, Versicherungsrecht

Ines Göhringer Fachanwältin für Verkehrsrecht Tätigkeitsschwerpunkte: Medizinrecht, Versicherungsrecht, Reiserecht Interessenschwerpunkte: Versicherungsrecht, Medizinrecht

Andreas Raab Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht Tätigkeitsschwerpunkte: Verkehrsrecht, Verwaltungsrecht, Inkasso Interessenschwerpunkte: Verwaltungsrecht, Straßenverkehrsrecht, öffentliches Baurecht

Tilo Staudacher Tätigkeitsschwerpunkte: Interessenschwerpunkte:

Strafrecht, Straßenverkehrsrecht (Verkehrsstrafrecht), Erbrecht Wettbewerbsrecht, Internet- und Telekommunikationsrecht

Sabine Prestenbach Fachanwältin für Miet- und Wohnungseigentumsrecht Fachanwältin für Verkehrsrecht Tätigkeitsschwerpunkte: Intererssenschwerpunkte:

Versicherungsrecht, Vertragsrecht Versicherungsrecht, Kaufvertragsrecht

Michael Nobbe Tätigkeitsschwerpunkte: Intererssenschwerpunkte:

Arbeitsrecht, Verkehrsrecht, Vertragsrecht Handelsrecht, Gesellschaftsrecht

Die Anwälte GGG Pforzheimer Straße 21, 76227 Karlsruhe Telefon: 0721.944300 Durchwahlen KFZ-Unfallschaden: 0721.94430-19, -26, -51, -52 E-Mail: info@ggg-kanzlei.de Im Internet finden Sie uns unter: www.ggg-kanzlei.de


Mode

Marc Cain

ein deutsches Label erobert die Welt

Foto: Marc Cain

Wer den namen Marc Cain hört, denkt sofort an italienische Lässigkeit, gepaart mit deutscher Perfektion. das Modeunternehmen Marc Cain, mit Stammsitz im Baden-Württembergischen Bodelshausen präsentiert einmal in der Saison die neuesten Kollektionen auf der Berlin Fashion Week und ist die Premiummarke in Sachen damenmode. dass sich Mode und die Kunst der klassischen Moderne bestens ergänzen, zeigte Marc Cain zum auftakt der Matisse-ausstellung mit einer ganz besonderen Fashionshow im historischen Lindauer Stadttheater für geladene gäste der Vernissage. Wir zeigen auf unseren event-Seiten die schönsten Modelle vom Catwalk und stellen ihnen schon jetzt die Highlights der Marc Cain Herbst/Winter Kollektionen 2014 vor. ■

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MODE

Marc Cain Mode bunt wie der Frühling und die Kunst Der Künstler Henri Matisse hätte seine Freude gehabt an den farbenfrohen und ausdrucksstarken Modellen der Frühjahr/Sommer Kollektionen, deren Namen schon wie Kunstwerke klingen: „Asian Calling“ und „Miami Nice“.

as international erfolgreiche Modeunternehmen Marc Cain wurde 1973 von Helmut Schlotterer, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung, gegründet. Heute ist Marc Cain eine weltweit operierende Premium-Marke für Damenmode mit eigenem Produktionsanteil in Deutschland. Vom Stammsitz Bodelshausen aus betreut Marc Cain das weltweite Geschäft. Seit der Gründung von Marc Cain in Italien pflegt das Unternehmen seinen italienischen Ursprung mit deutscher Perfektion. Höchste Ansprüche an Design, Qualität, Materialien, neueste Verarbeitungstechniken und Passformen sind das Credo von Marc Cain. Deswegen kommen die Stoffe, Gewebe, Jerseys und Strickgarne direkt aus Italien. Das Verstricken der Garne auf hochmodernen Strickmaschinen und auch die Veredelung der Stoffe in den textilen Prozessen geschieht in Deutschland, um die für Marc Cain bekannte Qualität und den gewünschten Tragekomfort herzustellen.

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In der deutschen Produktion liegt die Innovationskraft und Besonderheit der Marc Cain Kollektionen.

Kollektionshighlights Frühjahr/Sommer 2014 Tokio. Die pulsierende Metropole in Fernost diente als eine der Inspirationsquellen für die neuen Frühjahr/Sommer Kollektionen 2014. Die Outfits werden cleaner, die Silhouetten entspannen sich. Die Schnitte sind weich, geradlinig und bleiben dabei dennoch feminin. Die Einflüsse anderer Kulturen werden durch die neuen, puren Shapes aus dem asiatischen Bereich erkennbar. Im Kontrast dazu romantisch schwingende, leichte Styles, die das ultimative Urlaubsfeeling von der AmalfiKüste hervorrufen. Asian lifestyle meets la dolce vita. Die Marc Cain Kollektionen sind in den Marc Cain Stores Ravensburg, Bregenz und Dornbirn sowie im Modehaus Rau in Lindau erhältlich. Weitere Stores finden Sie unter www.marc-cain.com. ■ Fotos: Marc Cain

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Bodensee

Da liegt er, groß, silbern glänzend, scheinbar harmlos. Doch er kann auch anders sein: wild schäumend mit Wellenbergen, grau in grau und schier unbezähmbar. Und doch lockt der Bodensee die Segler schon seit dem 18. Jahrhundert. Waren es damals noch als versnobt geltende Exoten, so hat sich der Segelsport am Bodensee rasch zu einem Breitensport entwickelt. Die ersten Segelvereine wurden gegründet – der allererste am See war 1889 der Lindauer Segler-Club (LSC), Regatten fanden statt, gelernt wurde damals wie heute in Segelschulen rund um den See. In der fünften Folge unserer Serie über den Segelsport am See feiern wir mit dem LSC den 125. Geburtstag und informieren Sie über die wichtigsten Regattatermine am Bodensee. n

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Bodensee

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Bodensee

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er Lindauer Segler-Club (LSC), der in diesem Jahr bereits sein 125jähriges Bestehen feiern kann, gehört zu den ältesten Segelclubs in Deutschland. Der erste Segelclub wurde 1855 in Königsberg gegründet und nach dem Segelkommando „RHE“ benannt. Weltweit war der irische „Water Club of Cork“ im Jahr 1720 der erste Yachtclub überhaupt. Der LSC hatte im Jahr seiner Gründung im 1889 gerade einmal 15 Mitglieder, heute sind es stolze 688. Damit ist der LSC nicht nur der älteste Club am Bodensee, sondern auch einer der wichtigsten. Am 20. Februar 1889 fand im Hotel Bayerischer Hof eine Generalversammlung von „Seglern und Interessierten der Segelei in Lindau und Umgebung“ statt. Damals gab es in ganz Süddeutschland erst einen Verein, den im Jahr 1888 gegründeten Segler-Verein Würmsee, dem späteren bayerischen Yachtclub in Starnberg. Am Bodensee wurde nach dem LSC im benachbarten Vorarlberg 1891 der Bregenzer SegelClub gegründet. Die Gründungsjahre in der Kaiserzeit waren von einer großen Euphorie geprägt: Man hatte endlich seinen eigenen Segelclub und konnte nach

dem Vorbild des Adels auch stilecht dem Wassersport nachgehen. Es gab sogar schon einen, wenn auch provisorischen, Hafen und ein winziges „Clubhaus“ mit gerade einmal zwei Quadratmetern. In den ersten Jahrzehnten kamen die LSCMitglieder überwiegend aus dem gehobenen Bürgertum, dem Adel oder sie waren Militärs. Zehn Jahre nach seiner Gründung stand der LSC den Chroniken nach kurz vor seiner Auflösung. Im Jahr 1911 wurde der erste richtige Hafen gebaut, der in Grundzügen noch immer besteht. Ebenfalls 1911 wurde in Lemwerder bei Bremen in der berühmten Yachtwerft Abeking & Rasmussen die 8mR-Yacht „Bayern II“ gebaut, die damals noch „Woge V“ hieß. Seit 1937 bis zum heutigen Tag gehört die „Bayern II“ dem LSC und mit zu den schönsten Yachten am Bodensee.

Zeit der Weimarer Republik Der verlorene Erste Weltkrieg, die Revolution und der Umbau der Gesellschaft zur Weimarer Republik wirkten sich auch auf den Lindauer Segler-Club aus. 1919 gehörten die Clubmitglieder im Wesentlichen noch zum Bürgertum oder

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Bodensee

Was für ein unbeschreibliches Gefühl... Mit der Performance 1408 über den Bodensee

Vor uns der Bodensee: 536 Quadratkilometer pures, grenzenloses Fahrvergnügen. Er zeigt sich wieder einmal von seiner schönsten Seite. Sanft, leicht gekräuselt, blaues Wasser, glitzernd in der warmen Sonne. In Gedanken gleiten wir bereits dahin, vorbei an malerischen Orten, grünen Hügellandschaften, schilfbewachsenem Ufer. Am Abend ein Treffen mit Freunden in Langenargen. Wir steuern in den Hafen – und ein klein wenig stolz erkennen wir bewundernde Blicke, die unserer eleganten Performance 1408 folgen.

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eine aufsehenerregende erscheinung Design & Technik im Einklang: Bei der Performance 1408 stimmt einfach alles. Der exklusive Offshore-Cruiser sieht genauso aus, wie wir ihn uns vorgestellt haben, eigentlich sogar noch besser: elegant, dynamisch, sportlich, einfach unglaublich stilvoll. Er präsentiert sich uns in einer vollendeten Übereinstimmung zwischen herausragender Technik und unverwechselbarem, aufsehenerregendem Design und besticht durch seinen äußerst extravaganten Auftritt. Wir spüren förmlich die außergewöhnliche Qualität und eine unübersehbare Liebe zum Detail. Perfekte Craftmanship, hochwertigste Materialien, harmonische Farbkombinationen – es ist etwas ganz Besonderes, diese außergewöhnliche Kombination von Fahrkomfort, modernster Technologie und extravagantem Design erleben zu dürfen. Die 1408 ist wirklich einzigartig in Fahrdynamik, Performance und Wohnlichkeit – ein Fahrerlebnis der Extraklasse.

lifestyle in einer neuen Dimension Bereits beim Betreten der 1408 empfängt uns großzügige Geräumigkeit. Das Interieur besticht durch luxuriöse Materialien wie gekonnt eingesetzte Glaselemente, Chrom, edle Hölzer und hochwertigstes Leder. Wir sind beeindruckt von solch geschmackvoller Eleganz und dem Hauch von mediterranem Flair.

Zu den Highlights, die uns ins Auge stechen, zählen beispielsweise eine LED-Unterwasserbeleuchtung in Edelstahl, der hydraulisch versenkbare Cockpittisch oder der Weinkühlschrank im Cockpit. Da jede 1408 als individuelles Einzelstück gefertigt wird, können Ausstattung, Materialien, Farben und das Design des Bootes natürlich ganz nach eigenem Geschmack gewählt werden.

Wir jedenfalls sind beeindruckt von diesem edlen, harmonischen Design, den technischen Feinheiten und der ausgezeichneten Wohnqualität der 1408 – eine außergewöhnliche Wohlfühlatmosphäre für die schönsten Tage auf dem See. Der Sommer kann kommen! n >> www.performance-bodensee.com

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Nicht alltägliches leistuNgsspektrum Wer sich für anspruchsvolle immobilien interessiert, der ist mit den Profis von engel & Völkers bestens beraten. seit über 30 Jahren mit mehr als 500 shops weltweit, zählen die immobilienprofis zu den großen in der Branche. rund um den Bodensee gibt es zehn Büros von engel & Völkers mit ca. 80 Mitarbeitern. somit kann der umfangreiche service flächendeckend rund um den see angeboten werden. nach angaben von sabine Maria Wagner, geschäftsführende gesellschafterin der engel & Völkers Büros in lindau, Friedrichshafen und Überlingen, wurde engel & Völkers, laut der Fachzeitschrift „immobilienmanager“ zum n wiederholten Male der umsatzstärkste Makler in Deutschland.

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TITELSTORy ANzEIGE

eNgel & Völkers Nicht alltägliches Leistungsspektrum

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chöne Immobilien sollte man eigentlich nicht verkaufen – aber wenn, dann richtig! So lautet ein Slogan von Engel & Völkers, ein weltweit führendes Dienstleistungsunternehmen in der Vermittlung von hochwertigen Wohn- und Gewerbeimmobilien sowie Yachten im Premium-Segment. Rund 500 Shops im Bereich hochwertige Wohnimmobilien sowie 49 Gewerbebüros, die Büro-, Einzelhandels- und Industrieflächen, Investmentobjekte, Wohn- und Geschäftshäuser sowie Immobilienportfolios vermitteln, bieten privaten und institutionellen Kunden eine professionell abgestimmte Dienstleistungspalette. Beratung, Vermietung, Verkauf oder Bewertungen rund um Immobilientransaktionen sind die Kernkompetenzen der rund 4.500 Mitarbeiter/innen. Derzeit

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ist Engel & Völkers in 38 Ländern auf fünf Kontinenten präsent. Die Grundlage des Erfolgs basiert auf intensiver Aus- und Fortbildung in einer eigenen Immobilien-Akademie sowie auf einer hohen Qualitätssicherung der systematisch aufgebauten Dienstleistung. Sabine Maria Wagner ist Lizenznehmerin am Bodensee und für drei Residential- und ein Gewerbebüro mit insgesamt 25 Mitarbeitern verantwortlich. „Wir verstehen uns als Marketingunternehmen und sind in der Lage, für die Vermarktung der Immobilien ganz individuelle Konzepte gemeinsam mit den Verkäufern zu erarbeiten. Nicht immer geht es um den schnellen Verkauf. Häufig werden Bewertungen von Immobilien als Grundlage für die optimale Immobilienverwertung genutzt. Mit einem Netzwerk von

Steuerberatern, Rechtsanwälten, Projektierern und Finanzierern etc. beraten wir beispielsweise Erblasser und Erben bei Fragen zur generationsübergreifende Immobilienvererbung.“ „Unser Erfolg ist nicht nur durch unser Top-Netzwerk weltweit begründet, der Anspruch an unsere Tätigkeit ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Heute geht es darum, durchaus komplexe Lösungen zu finden und Nachhaltigkeit zu schaffen. Das geht nur mit sehr gut ausgebildeten Mitarbeitern und einem Netzwerk von hervorragenden Spezialisten“, meint Sabine Maria Wagner aus langjähriger Erfahrung. Die Diplom-Kauffrau berät in allen Fragen rund um die Immobilie. n Text: Susanne Hogl, Fotos: ENGEL & VöLkERS


Geniessen

Dass bereits die alten Römer Genussmenschen waren, ist hinlänglich bekannt: Sie gehörten zu den Ersten, die an den Ufern und in der sanften Hügellandschaft des Bodensees Weinreben kultivierten. Später waren es die Mönche der Reichenau, die erkannten, dass diese oft vom Wetter verwöhnte Region hervorragend zum Weinbau geeignet ist. Derzeit wird rund um den Bodensee auf etwa 900 Hektar Wein angebaut – meistens Weißwein, doch immer mehr Rot- und Roséweine. Im Laufe der Jahre sind am See Weingüter entstanden, deren Weine große, internationale Preise gewinnen und Wein vom Bodensee ist bei Gourmets in ganz Europa geschätzt. In der fünften Folge unserer Serie über den Weingenuss am See zeigen wir Ihnen, welche überraschend große Anzahl an Weingütern und Weinanbaugebieten es im schweizerischen Thurgau gibt, und erzählen die Geschichte über die Entstehung des berühmten Weines Müller-Thurgau. n

...rund um den Bodensee

TOP MaGazin 63


Geniessen

Weinanbau im Thurgau Wissenswertes rund um die berühmte Weißweinsorte D

ie Weißweinsorte Müller-Thurgau gehört nicht nur zu den bekanntesten, sondern ist auch die weltweit am erfolgreichsten angebaute Neuzüchtung mit 42 000 Hektar. „Erfunden“ wurde sie vom Thurgauer Hermann Müller (1850 bis 1927). Er war ein Pflanzenphysiologe, Botaniker, Önologe und Rebzüchter. Er nannte sich nach seinem Heimatkanton Müller-Thurgau. Hermann Müller stammte aus einer Bäcker- und Winzerfamilie, besuchte zunächst das Lehrerseminar in Kreuzlingen bei Konstanz und wurde

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1869 Lehrer an der städtischen Realschule in Stein am Rhein.Von 1876 bis 1890 arbeitete er an leitender Stelle an der pflanzenphysiologischen Versuchsstation der Forschungsanstalt Geisenheim. 1891 erhielt er eine Berufung an die deutschschweizerische Versuchsstation für Obst-, Wein- und Gartenbau in Wädenswil, deren Leitung er übernahm. Müller ist heute vor allem bekannt durch die nach ihm benannte Rebsorte MüllerThurgau, die er als Züchtung aus den Sorten Riesling und Silvaner vorstellte. Aufgrund


Geniessen

gentechnischer Untersuchungen seit 1998 stellte sich heraus, dass es sich tatsächlich jedoch um eine Kreuzung der Sorten Riesling (Mutter) und Madeleine Royale (Vater) handelt. Madeleine Royal ist eine Züchtung aus dem Formenkreis des Chasselas (Gutedel). Im Kellereiwesen erforschte Müller Möglichkeiten zur Steuerung der alkoholischen Gärung, den biologischen Abbau von Säuren sowie Fehlentwicklungen bei Gärung und Reifung des Weins. Er züchtete Gärhefestämme mit speziellen Eigenschaften und arbeitete an Methoden zur Herstellung alkoholfreier Traubensäfte. Müller gilt weltweit als Pionier auf dem Gebiet der unvergorenen pasteurisierten Fruchtsäfte.

Der Thurgau: klein aber fein mit sechs Anbaugebieten In den sechs Weinbaugebieten im Thurgau gibt es rund 160 Weinbauern (darunter auch viele Kleinsterzeuger im Nebenerwerb) und 36 Kellereibetriebe. Dass der Thurgau eine kleine, aber qualitativ hochstehende Weinregion ist, mag für manche noch ein Geheimtipp sein. Dabei liegen Thurgauer Weine im Trend, wie Kenner und Entdecker schon seit einiger Zeit wissen und auch die Statistik beweist: Während der Weinkonsum in der Schweiz seit Jahren rückläufig ist und auch die einheimischen Gewächse davon betroffen sind, zählen Thurgauer Weine neben den Bielersee-Weinen zu

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ReISe

Reise Dass Kitzbühel nicht nur im Winter eine Reise wert ist, zeigen wir in unserem Frühlings-Kitzbühel-Special: Wir stellen Ihnen die vier Golfplätze vor Ort vor und geben Tipps für schöne Wanderungen, Radtouren und die schönsten Plätze zum Genießen. Außerdem gehen wir mit Ihnen auf Schlösser-Tour und verraten, wer als Sieger unseres Reise-Gewinnspieles eine Woche ins Hotel Grischa nach Davos fahren darf. Auch in dieser Ausgabe verlosen wir wieder eine Reise. Diesmal schicken wir den Gewinner nach Bad Füssing in das 4-Sterne-Hotel Mürz. Mitmachen lohnt sich! n

TOP MAGAzIn 71


Wunsch Urlaub

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GOLFEN IN DER BAYERISCHEN TOSKANA Wunsch-Hotel Mürz**** …der Geheimtipp in Bad Füssing

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ie 18-Loch Meisterschaftsanlage des Thermen Golf Club Bad Füssing-Kirchham e. V. erstreckt sich auf einer Gesamtfläche von 90 Hektar zwischen den Orten Bad Füssing und Kirchham und wurde geschickt in die bestehende Landschaft eingebettet. Der naturbelassene Erlbach zieht seine Wege durch die gesamte Golfanlage und bietet damit die Herausforderung eines natürlichen Hindernisses, auf das der Golfer immer wieder trifft. Alter Baumbestand und Junganpflanzungen bieten ein reizvolles Panorama und das Zusammentreffen von Natur und Golf verläuft sehr harmonisch und geht fließend ineinander über. Der absolut ebene und leicht zu begehende Golfplatz geizt nicht mit sportlich anspruchsvollen Herausforderungen für alle Leistungsstärken.

nen entspannten Golfurlaub zu genießen. Es bietet seinen Gästen eine qualifizierte Betreuung in Gesundheit, Beauty und Wellness. Schon bei Eintritt in das Hotel spürt man die Exklusivität des Hauses, die es mit all seinen Vorzügen und Annehmlichkeiten zu genießen gilt.

Das feine, individuell geführte 4-Sterne Wunsch Hotel Mürz ist der ideale Ausgangspunkt in Bad Füssing, um ei-

Genießen Sie fünf Übernachtungen, bei Anreise Sonntag, mit Verwöhn-Halbpension inklusive Vital-Frühstücksbuffet

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Wellness bedeutet hier Erholung und Entspannung auf 4-Sterne-Niveau! Die hauseigene Therme verlockt bereits am Morgen, baden zu gehen. Der Wellnessbereich bietet mit Finnischer Sauna, Dampfsauna, Infrarotsauna, Erlebnisduschen und Fitnessbereich Abwechslung für jeden Gast. Für Golfer hat das Wunsch-Hotel natürlich auch das passende Arrangement: „Golf Driver ...Konzentration & Entspannung“.

und kleinem Kuchenbuffet am Nachmittag. Kulinarisch verwöhnt werden Sie abends mit einem 4-Gang-Wahl-Menü. Im Preis enthalten sind eine Reihe von Mürz-Verwöhninklusivleistungen wie zum Beispiel ein Welcome-Drink in der Lobby, eine Flasche Wasser und kleiner Vitamingruß zur Begrüßung auf dem Zimmer, eine Aromamassage (ca. 20 Minuten), kuscheliger Mürz-Leih-Bademantel, BadeSlipper, Mürz-Badetasche und NordicWalking-Stöcke während Ihres Aufenthaltes oder die 25% Greenfee-Ermäßigung auf dem Thermen Golf Club Bad FüssingKirchham und der Golfregion Donau-Inn und vieles mehr. Ferner sind im Arrangement enthalten: ein GolferbegrüßungsSet, 4x Greenfee auf den Golfplätzen der Golfregion Donau-Inn, eine individuelle Behandlungszeit in der Royal-Beautyund Vitaltherapie im Wert von 50,- € und selbstverständlich ein Pkw-Stellplatz. ■


buSineSS

BUSINESS Der SwiSS international Club diskutierte auf der insel Mainau in einer spannenden und hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion über den erfolg von netzwerken. Zwei business-experten geben wertvolle tipps, wie arbeitgeber heutzutage die richtigen Mitarbeiter finden können und wir erklären ihnen, was es mit dem wandel auf dem arbeitsmarkt auf sich hat und wohin die entwicklung nach n experteneinschätzung gehen wird.

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Business

EMPLOYER BRANDING Der arbeitsmarkt im Wandel

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Business

Um den Wandel des Arbeitsmarktes und damit die sich daraus ergebenden Spannungen besser erfassen zu können, ist es wichtig, sich mit den Ursprüngen des Technologiezeitalters zu beschäftigen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Wirtschaftsstruktur noch stark durch die Landwirtschaft dominiert, welche fast die Hälfte der Erwerbstätigen in Lohn und Brot beheimatete. Rund ein Drittel war im produzierenden Gewerbe tätig und der Bereich von Handel und Dienstleistung führte als kleinster Bereich ein Schattendasein. Im Laufe von etwas über einhundert Jahren verschob sich dieses Bild so stark, dass die Landwirtschaft auf nur noch zwei Prozent zusammenschrumpfte und das produzierende Gewerbe auf ein Viertel abnahm. Die dominante Rolle nahm 2005 Handel und Dienstleistungen mit über 70% ein.

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it dieser Verschiebung der Tätigkeiten und der Wirtschaftsstruktur gingen, neben den Einflüssen der Rezession, Kriege und Wirtschaftswunderzeit, auch starke Veränderungen in der Bevölkerung einher. So galt früher der Taylorismus mit seinen detaillierten, exakten Vorgaben und einer Einwegekommunikation „von oben nach unten“ ohne Mitspracherechte als optimale Lehre. In Deutschland formierten sich Unternehmer in Gegenbewegungen zu Gewerkschaften und Meisterunternehmen wurden aus der Innung geworfen, sobald sie zu Gesprächen mit der Belegschaft über die Arbeitsbedingungen und Entlohnung bereit waren. Aus den Nachkriegsjahren entwickelte sich die Wirtschaftswunderzeit und die Arbeitneh-

mervertretungen gewannen an Einfluss. Ein immer schneller werdendes Auf und Nieder sorgte für Bewegung im Arbeitsmarkt und die Ereignisse der letzten Jahrzehnte wie Computerisierung, Globalisierung, Krisen sowie der demografische Wandel formten ganze Gesellschaften weltweit. Zwei Hauptmerkmale haben hier besondere Beleuchtung verdient. Die langfristige demografische Verschiebung und die eher kurz- bis mittelfristigen Konjunkturzyklen.

Der demografische Wandel Begriffe wie Babyboomer und Generation Y oder Millennials kursieren immer mehr in den Medien. Es sind ganz simpel Namensgebungen für unterschiedliche Generationen. Die Babyboo-

mer, damit sind in Deutschland die Jahrgänge von 1955 bis 1969 gemeint, sind geburtenstarke Jahrgänge. Diese Zahl sank bis 2006 unter 0,7 Millionen pro Jahr, halbierte sich also nahezu innerhalb zwei Generationen. Die Millenials ist die Generation, deren Mitglieder zum Jahrtausendwechsel im Teenageralter waren. Für diese lag die Zahl Neugeborener schon unter 0,9 Mio. im Jahr. Die Effekte aus diesen scheinbar trockenen Zahlen lassen sich durch deren Prägungen in den Menschen erkennen. Babyboomer sind es gewohnt, um ihren Platz in der Gesellschaft zu kämpfen. Ob dies im Job oder der Freizeit ist, der Wettbewerb ist allgegenwärtig. In der Generation Y waren dann die Infrastruk-

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Business

hin zur Dienstleistungsgesellschaft entstand auch eine neue Flexibilität und erhöhte Geschwindigkeit der Veränderbarkeit, denn ein Service-Angebot kann schneller angepasst werden als der Anbau von Getreide auf Kartoffeln umgestellt wird. Die räumliche Beweglichkeit für Reisen, aber auch Standortwahl stieg in den letzten einhundert Jahren enorm. Mit dem Auf und Ab der Wirtschaft ergeben sich in der übergeordneten Entwicklung des demografischen Wandels amplitudenförmigen Wellenmuster. Werden in der einen Phase massenhaft Menschen entlassen, so bekommt man in der anderen nicht genügend her.

Auswirkungen auf die Arbeitswelt

turen geschaffen und ein neuer Zeitgeist durch den Wandel von der technologiebegeisterten Ära zum Informationszeitalter eingezogen. Seit der Verbreitung des Internets, mit der sich die jüngere Generation naturgemäß leichter tut, gilt es Wissen und Informationen zu horten, diese zu teilen und immer und überall verfügbar zu haben. Lernprinzipien wie „man muss nur wissen wo es steht, nicht was dort steht“ veränderten Arbeits- und Lebensstil. Der Blick der beiden Generationen aufeinander gleicht oftmals einem unverständlichen hinüberschielen anstel-

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le eines offenen Blicks in die Augen. Meist kollidiert dies dann auch im Berufsleben, in welchem die Babyboomer die Führungsriege und die Generation Y die vermeintlichen Verfolger sind.

Die Konjunkturzyklen Ohne auf die Ursachen in unterschiedlichen Granularitäten eingehen zu wollen, kennt jeder die fetten und die mageren Jahre. Trends und Mode kommen und gehen, politische und technologische Einflüsse machen sich bemerkbar. Mit dem eingangs erwähnten Mega-Trend

Die beschriebenen Wechsel der Konjunktur, aber vor allem der demografische Wandel führen dazu, dass sich neue Spielregeln ergeben haben. Musste ein Babyboomer noch in der Bewerbung brillieren, so müssen sich heute die Unternehmen verkaufen. Mit der Senkung der durchschnittlichen Arbeitszeit und damit immer mehr Freizeit mit entsprechend steigenden Freizeitangeboten veränderte sich auch die Grundeinstellung weg von „Leben um zu Arbeiten“ hin zu „Arbeiten um zu Leben“. Es entstanden also neue Erwartungshaltungen und Auswahlkriterien – nicht von Seiten der Arbeitgeber, sondern der Arbeitnehmer. Für die Unternehmen war eine Hierarchie mit Sprossen für die Karriereleiter und ein transparentes Gehaltsmodell organisatorisch lösbar. Nun sehen sich diese jedoch mit individualisierten Ansprüchen konfrontiert, welche aus dem privaten Umfeld kommen.


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Das Employer-Branding oder Arbeitgeber-Marketing Dieser Spagat zwischen unternehmensweiten Regelungen und individuellen Angeboten wird nun durch den Wettbewerb um die besten Arbeitskräfte zusätzlich auseinandergezogen. Eine Dehnübung, welche oftmals zur Zerreißprobe wird. Vorweg gesagt sollte ein gutes Arbeitgebermarketing auf dem Leitsatz „Tue Gutes und sprich darüber“ aufbauen und nicht blumige Versprechungen bunt ausmalen, um dann hinterher in die Grauzone zu fallen. Es gibt genügend Beispiele, welche sich mit Marketing-Methoden oder auch ganz simpel mit Werbekonzepten an dieses Thema aufwendig und mühevoll herangearbeitet, damit jedoch das Ziel meilenweit verfehlt haben. Es gilt den Mut aufzubringen, sich authentisch, offen und vertrauenswürdig zu zeigen. Aber Vorsicht: Der „Kunde“ (also der Bewerber) sieht nach seinem „Kauf“ (Arbeitsverhältnis) alle Details der „Ware“ (das Unternehmen), denn er wird ein Teil davon. Diese Referenzen können sowohl bestehende Mitarbeiter als auch

Bewerber selbst sein, denn andere Bewerber interessiert es auch, wie der Bewerbungsprozess läuft. Wird meine Bewerbung, also ich, respektvoll bearbeitet? Erhalte ich Antworten im Dialog oder wird es ein Monolog? Es gibt viele Möglichkeiten, diese Referenzen sichtbar zu machen: ein Bewerber-Blog auf der eigenen Homepage, ein Firmenprofil auf einer Branchenwebsite oder eine der Arbeitgeberbewertungsplattformen im Internet. Viele Unternehmen wissen gar nicht, dass sie bereits be(ver)urteilt wurden. Motivieren Sie möglichst viele Leute zu Einträgen, denn die Zufriedenen tun es nicht von alleine und der Rest verdirbt die Bewertungsnote. Dies fällt wiederum intern leichter, wodurch sich der Kreis wieder schließt. Neben den bekannten Bewertungsplattformen, Best-Of-xxx und TOPxxx-Auszeichnungen, zeigt sich, dass Zufriedenheit und Gesundheit wichtige Aspekte für Arbeitnehmer sind. Von beiden profitieren auch die Unternehmen durch gesteigerte Produktivität und Qualität bei verringerter Fluktuation und erfolgreicheren Probezeiten. n Text: Horst Veitl, Fotos: Mmeemil, Pedroedwards, dblight, kaan tanman - istockphoto.com

ValueProfilePlus definiert Personaldiagnostik 3.0 Die ValueProfilePlus-Suite bietet als professionelles System, welches den aktuellen  Anforderungen an ein modernes Personaldiagnose-Verfahren wirtschaftlich gerecht  wird, die Absicherung Ihrer Entscheidungen. Sie fragen sich, wo Sie ValueProfilePlus einsetzten können? Überall, wo es um Menschen geht!

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SuchEN uND GEfuNDEN WERDEN Fachkräfte finden – per zufall oder mit system? Erfolgreiche mittelständische Unternehmen brauchen regelmäßig neue Fach- und Führungskräfte. Warum das so ist? Weil sie entweder wachsen und deshalb mehr qualifizierte Mitarbeiter benötigen oder weil sie die ganz normale Fluktuation ausgleichen müssen. Was sich allerdings bereits dramatisch verändert hat, ist der Arbeitsmarkt. Es gibt weniger junge qualifizierte Mitarbieter (Stichwort: demographischer Wandel), die Anspruchshaltung potenzieller Mitarbeiter hat sich gewandelt (Stichworte: Generation Y, Work-LifeBalance), die durchschnittliche Verweildauer im Unternehmen nimmt ab (Stichwort: Flexibilisierung). Und was sich ebenfalls dramatisch verändert hat, sind das Informationsverhalten der Menschen und die Informationsmöglichkeiten über Arbeitgeber und Stellenangebote.

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enn Unternehmer beide Hebel der aktiven Rekrutierung (Suchen und Gefunden werden) strukturiert planen und einsetzen, ist zum einen der Aufwand durchaus überschaubar und zum anderen spart es ihnen hohe Folgekosten ein, wenn aus der Not an geeigneten Bewerbern heraus Stellen entweder suboptimal oder im schlimmsten Fall gar nicht besetzt werden.

Aktive Sourcing oder „Die Nadel im heuhaufen finden“ Mindestens 10 Wege stehen Unternehmern heute zur Verfügung, auf denen sie geeignete Kandidaten für ihr Unternehmen finden können. Persönliche Netzwerke: Sprechen Sie in Ihrem persönlichen und geschäftlichen Umfeld über Ihren Personalbedarf. Bitten Sie einfach darum, dass Ihre Kontakte für Sie die Augen und Ohren offen halten. Stellenanzeigen in Printmedien: Der Klassiker bei der Bewerbersuche. Wenn Sie regional suchen, gehört die Anzeige

in der Regionalzeitung einfach dazu. Und nebenbei machen Sie damit in der Region gleichzeitig Werbung für Ihr Unternehmen. Online Karriere- und Jobportale: Im Zeitalter der Digitalisierung ist eine Nutzung der verschiedenen Portale hoffentlich eine Selbstverständlichkeit. Arbeitsagentur: Pflegen Sie den Kontakt zu Ihrer Arbeitsagentur. Fachkräfte in der Region, auch die in einer geförderten Qualifizierungsmaßnahme, werden Ihnen die in aller Regel sehr engagierten und erfahrenen Vermittler dort gerne empfehlen. Personalberater: Viele Mittelständler scheuen wegen der Kosten häufig davor zurück, einen professionellen Personalberater einzuschalten. Zum einen hat ein guter Berater selber eine gut gepflegte Datenbank mit potenziell wechselbereiten Kandidaten, zudem darf er (im Gegensatz zum Unternehmer) auch Kandidaten direkt bei Wettbewerbern ansprechen und er stellt sicher, dass das Auswahlverfahren professionell abläuft.

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Interne Bewerber: Wer von den eigenen Mitarbeitern käme für die offene Position möglicherweise in Frage? Wer hat die nötigen Kompetenzen und wer ist motiviert, eine andere Aufgabe zu übernehmen. Praktika, Studien und Diplomarbeiten: Schulen, Fachhochschulen und Universitäten sind in aller Regel dankbar für Angebote von Praktikumsplätzen. Hier bietet sich Ihnen die Chance, motivierte junge Menschen im eigenen Unternehmen kennen zu lernen und sich gleichzeitig ein Netzwerk von möglichen zukünftigen Mitarbeitern und Empfehlungsgebern aufzubauen. Messen und Fachveranstaltungen: Auch Messen, Gewerbeschauen und ähnliches sind eine sehr gute Gelegenheit, sich zu präsentieren. Sie sollten immer auch genutzt werden, um Stellenangebote zu bewerben und aktiv mit Kandidaten ins Gespräch zu kommen.

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Soziale Netzwerke: Soziale Netzwerke, wie beispielsweise XING (beziehungsweise LinkedIn für den internationalen Bereich) gelten heute bereits als die größten Stellenbörsen. Die eigenen Internetseiten: Auf der eigenen Webseite sollten Sie der Präsentation Ihrer Stellenangebote die gleiche Aufmerksamkeit widmen wie der Darstellung Ihres Angebotes.

Arbeitgeber-Marketing – „Als Nadel im heuhaufen gefunden werden“ Ein gut aufgestelltes Familienunternehmen mit etwa 50 Mitarbeitern im Bereich Schaltschrankbau irgendwo im Bodenseekreises. Das Geschäft läuft erfreulich und eigentlich bräuchte man zwei bis drei zusätzliche Mitarbeiter für die technische Installation bei den Kunden. Die Arbeitsagentur kann nicht helfen, die Anzeige in der Zeitung hat

gerade mal drei wenig qualifizierte Bewerbungen gebracht und auf die Online-Inserate gibt es auch kaum Resonanz. Woran liegt es, dass offenbar niemand Interesse hat? Menschen, die einen Wechsel des Arbeitgebers in Betracht ziehen oder schon konkret planen, nutzen heute ganz selbstverständlich die zur Verfügung stehenden Informationskanäle. Employer-Branding oder auch Arbeitgeber-Marketing nennt der Fachmann das, was das Unternehmen leistet, um im „Heuhaufen der Angebote“ von potenziellen Mitarbeitern gefunden zu werden.


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Personalbeschaffung Personalentwicklung Organisationsentwicklung

TrainArt schafft Werte durch, mit und für Menschen. Wir ermöglichen Menschen in Unternehmen, versteckte Potenziale zu identifizieren und zur Steigerung materieller und immaterieller Werte zu nutzen. Was ist also zu tun? Eigentlich ist es ganz einfach: Sagen Sie der Welt, dass Sie ein attraktiver Arbeitgeber sind. Gut, wenn Sie wissen, welche Vorzüge Sie Ihren Mitarbeitern bieten, aber besser, wenn Sie es klar und nachvollziehbar formulieren und veröffentlichen. Lassen Sie andere sagen, was Sie als Arbeitgeber so attraktiv macht. Die Aussagen von Dritten über Sie genießen in der Regel eine viel höhere Glaubwürdigkeit als Ihre eigenen „Werbetexte“. Sorgen Sie dafür, dass all das dort zu finden ist, wo es Ihre

Bewerber suchen. Seien Sie auch persönlich dort präsent, wo sich mögliche Bewerber oder Multiplikatoren treffen, z.B. auf regionalen Jobmessen, auf Berufsinformationstagen, bei Fachveranstaltungen von Verbänden, Innungen etc. „Tue Gutes und rede darüber“ lautet der alte Marketinggrundsatz. Ihre Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass Menschen über Sie reden, damit man Sie (er)kennt und im „Heuhaufen der Angebote“ findet. n Text: Peter Faidt, Fotos: Bundesagentur für arbeit, by-studio - Fotolia.com

Unsere Mission

Mit einem Team spezialisierter Partner und dem Einsatz innovativer Methoden und Instrumente unterstützen wir unsere Kunden, die selbst gesteckten Ziele zu erreichen.

Ihr Nutzen

Sie finden aufgrund unserer Kompetenzbündelung und der umfangreichen Dienstleistungspalette den Partner, der mit Ihnen gemeinsam die Lösung erarbeitet, die Ihren Kunden den grössten Nutzen - und Ihnen zufriedene Kunden sichert.

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enuss und Design lässt sich bestens in modernen Küchen vereinen. Diesen Wünschen kommt der Konstanzer Kücheneinrichter Zembsch gerne nach, wenn Kunden aus ganz Europa auf ihn setzen. Dass Genuss immer mehr in Gemeinschaft zelebriert wird, lässt sich seit mehreren Jahren an Hotspot-Locations beobachten. Die Rede ist von Kochpartys. Die Firma Zembsch begann damit, bei Kunden ein Fest mit gestelltem Koch zu veranstalten und so die Freude an der neuen Küche gemeinsam zu feiern. Der Name Zembsch steht seit über 40 Jahren für Planung und Gestaltung exklusiver Lebensräume, insbesondere des Küchenbereichs. So entstand

die Leidenschaft, Genuss und Design zu kombinieren. Daraus resultierte 2012 das Projekt FLAMMBOX. Anfang des Jahres startete die zweite Phase, um das Zusammentreffen von Menschen, die Genuss und Event verbinden möchten, zu ermöglichen. FLAMMBOX war geboren, eine mobile Showküche, die an diversen Hotspots für ein besonderes Event sorgt. FLAMMBOX – Ideen und Genuss von 7˚ - 300˚. Das ist Event, Design, Marke und Treffpunkt. Die Showkücheninstallation hat ihre Feuerprobe längst überstanden. Sie wurde in Konstanz mehrfach in Szene gesetzt. Die Gäste der ersten Stunde waren vom neuen Eventcharakter angetan und merkten sich spontan für weitere Events vor. Ihre persönliche Eventanfrage: info@zembsch-konstanz.com Die in Einzelmodule aufgeteilte und mobile Showküche ist durch weitere Bausteine erweiterbar. Eine neue Art der Eventgastronomie, welche mit pfiffigen Kreationen ein besonderes Ambiente schafft, in dem kreiert und kommuniziert wird. Sie buchen die FLAMMBOX, wir kümmern uns um die Kleinigkeiten. So können Sie mit Ihren Gäste genießen und alles in bester Stimmung! n Foto: stiele-Werdermann/Flammbox

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KuLTuR

Kunst und Kultur Das Frühjahr beginnt mit jeder Menge Kultur rund um den See: Die Konstanzer feiern von 2014 bis 2018 – das Konstanzer Konzil, das vor 600 Jahren begann, mit einem interessanten und abwechslungsreichen Programm. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Ereignisse für dieses Jahr vor und portraitieren mit Ruth Bader die Verantwortliche in Sachen Konzilprogramm. Im Zeichen der Moderne steht ab sofort die Inselstadt Lindau, dort gibt es noch bis zum 31. August 37 Werke des Künstlers Henri Matisse im Stadtmuseum zu sehen. In den Frühling getanzt wird auch noch in einigen weiteren hochkarätigen Aufführungen im Rahmen des internationalen Tanzfestivals „Bregenzer Frühling“, der im Bregenzer Festspiellhaus stattfindet. Natürlich n stellen wir Ihnen auch wieder die neusten Bücher vor.

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KULTUR

DIE BODENSEEMETROPOLE IM ZEICHEN DES KONZILS K

onstanz feiert. Und das gut vier Jahre lang. Die „Stadt zum See“ wie sie von Werbestrategen getauft wurde, ist zwar nicht der Nabel der Welt, aber dennoch: Die Bodenseemetropole will durch die Feierlichkeiten zum 600-jährigen Konziljubiläum in den Fokus Europas rücken. Wie damals, als König Sigismund, eine Vielzahl von Kardinälen und „Pfaffen“, Fürsten, Diplomaten, von Begleitern und Dienstleistern, Heerscharen von Schaulustigen und – nota bene – angeblich mehr als 1. 500 Dirnen beim größten Kongress des Mittelalters den Bischofssitz bevölkerten. Am Schauplatz der Papstwahl 1417

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KULTUR

– im ehrwürdigen Konzilgebäude – eröffnet das Badische Landesmuseum Ende April die große Landesausstellung, in der sich die Besucher auf die Spuren des denkwürdigen Geschehens begeben können. Gut vier Jahre hat es auch gedauert, bis von einem Team kreativer Köpfe das Programm für die Feierlichkeiten entwickelt war. Ihnen ging es vor allem darum, an ein einzigartiges Ereignis zu erinnern, das vor 600 Jahren unterschiedliche Menschen aus den entferntesten Ecken Europas an den See gebracht und aus Konstanz einen Ort der Begegnung und der Impulse gemacht hat, die den Kontinent

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Buchempfehlungen

Buchempfehlungen auch dieses mal haben wir wieder eine auswahl der neuesten Bodensee-Krimis wie auch Koch- und Wanderbücher für Sie zusammengestellt. ausgewählt von Susanne hogl. Seit vielen Jahrhunderten hat es Schriftsteller immer wieder an den Bodensee gezogen – in dieser einmaligen Landschaft entstehen auch heute noch spannende, abwechslungsreiche Bücher. Eine kleine Auswahl davon haben wir für Sie gelesen.

simplElegant – Weltmeisterlich kochen

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ung – wild – außergewöhnlich ambitioniert. Zwei kreative Köpfe trotzen der großen Küche und zeigen, dass bewährte Hausmannskost mit der modernen Haute Cuisine kombiniert und auch elegant und kreativ angerichtet werden kann. Der Vorarlberg Kevin Micheli (Restaurant

Guth, Lauterach) zeigt zusammen mit Kevin Zimmermann 45 köstlich-kreative Gerichte, die trotz ihrer professionellen PräsentaErschienen im Bucher Verlag, tion nicht abschrecken sollen, Hohenems, iSBn: 978-3sondern ganz im Gegenteil zum 99018-204-8, für 29,90 euro Nachkochen animieren. n

Vorarlberg Vierjahreszeiten Wanderbuch

Z

einen Kartenausschnitt, einen u allen vier Jahreszeiten Erschienen im Tyroliagenauen Wegverlauf und Högibt es bei unseren VorarlVerlag, iSBn: 978-3-7022hen- und Schwierigkeitsangaberger Nachbarn traumhafte 3067-8, für 22,95 euro ben. Schön ist es auch, dass Wanderungen zwischen Bodensee und Lechtaler Alpen, zusammengetragen der Autor nicht nur an eine Anreise mit dem von Helmut Tiefenthaler. In dem schön bebil- PKW denkt, sondern immer auch öffentliche derten Buch gibt es zu jeder der 52 Touren Verkehrsmittel aufzeigt. n

Donnerwetter – ein Ostallgäu-Krimi

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mystischen Berges, den Esoteicola Förg zählt zu Deutscherschienen im emons Verlag, iSBn: riker und einige wirre Keltenlands erfolgreichsten Krimi978-3-95451-140-2, für 11,90 euro fanatiker als Heiligtum sehen? autorinnen. In ihrem jüngsten Werk taucht aus dem idyllischen Lechsee eine Musste der Mann sterben, weil er eine wissenWasserleiche auf. Was geschah am Fuße jenes schaftliche Sensation entdeckt hat? n

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aus der Bodenseeregion von April bis Juli Wir haben fĂźr Sie eine kleine Auswahl an Veranstaltungen zusammengestellt, die rund um den See in Deutschland, Ă–sterreich, der Schweiz und Liechtenstein in der Zeit von April bis Juli stattfinden. Uns ist klar, dass es an vielen Orten am Bodensee kleine Galerien, Theater- und Musikgruppen gibt, die sehr aktiv sind. Darum: Melden Sie sich bitte einfach bei uns!

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Deutschland

Eric Burdon Til Your River Runs Dry Tour 2014 22. April, 20 Uhr, Milchwerk Radolfzell Weißer Mann, schwarze Stimme: Der ehemalige Animals- und War-Sänger Eric Burdon kommt nach Radolfzell und wird neben großen Hits wie „House Of The Rising Sun“, „Don‘t Let Me Be Misunderstood“ auch neue Songs von seinem ersten Studioalbum seit 2006 präsentieren. „’Til Your River Runs Dry“ heißt das neue Werk von Eric Burdon (72). >> www.koko.de 

Eröffnungskonzert Bodenseefestival 2014 Fazil Say, Klavier und SWRSinfonieorchester

Fazil Say-Silkroad Piano und Kammerorchester

2. Mai, graf-zeppelin-Haus, Friedrichshafen

Dem Kulturamt Lindau ist es erstmals gelungen, den türkischen Ausnahme-Pianisten und Komponisten Fazil Say im Rahmen des Bodenseefestivals 2014 einzuladen. Er kommt mit dem Spitzenensemble CHAARTS, das in Lindau schon für etliche konzertante Höhepunkte (Emma Krikby, Christoph Prégardien) bekannt ist.

Unter dem Motto: „Türk kültürü“ steht das Bodenseefestival 2014: Der türkische Pianist spielt Werke von: G. Ligeti Concert Romanesc | M. Ravel Konzert für Klavier und Orchester G-Dur | F. Say Nietzsche und Wagner | R. Wagner Isoldes Liebestod (Transkription für Klavier von F. Liszt) | C. Debussy Images pour orchestre >> www.bodenseefestival.de

>> www.kultur-lindau.de

Dorniermuseum Internationaler Museumstag 18. Mai, Dornier Museum, ab 11 Uhr Passend zum Motto des Internationalen Museumstags 2014 „Sammeln verbindet – Museum collections make connections” bietet das Dornier Museum Friedrichshafen an diesem Tag zwei Archivführungen für Familien um 11 Uhr und 15 Uhr an. Ingo Weidig, Archivar des Dornier Museum, gewährt einen besonderen Blick hinter die Kulissen und zeigt zahlreiche versteckte Schätze. >> www.dorniermuseum.de

Lange Nacht der Literatur 2. und 3. Mai, 19.30 Villa Lindenhof, Lindau Da das Bodenseefestival 2014 unter dem Motto „Türk kültürü“, türkische Kultur steht, schließt sich Lindau mit seiner Langen Nacht der Literatur diesem an. Ausgewählte Texte türkischer Autoren werden von Schauspieler Mike Maas gelesen und der Autor Nefvel Cumart spricht über die Texte. >> www.kultur-lindau.de

27. Mai, 20 Uhr, Stadttheater Lindau

Samy Deluxe – Testosteron Tour 25. April, Club Vaudeville, 20 Uhr Soviel steht schon mal fest: 2014 wird Deluxe! Denn nach dem grandiosen Mixtape „Perlen vor die Säue“ und einigen exklusiven Release Shows im November gehen Samy Deluxe & DLX BND im Frühjahr 2014 mit dem Album „Männlich“ in die zweite Runde. >> www.koko.de

9. Lindauer Gartentage

Istanbul Sinfonie Klavierkonzert 5. Mai, 20 Uhr, Kulturzentrum Weingarten Südwestdeutsche Philharmonie Fazil Say Klavier | Burcu Karadag Ney | Aykut Köselerli Türkische Perkussion | Hakan Güngör Kanun | Naci Özgüç Leitung. Mit Fazil Say kommt zum ersten Mal ein Artist in Residence zum Bodenseefestival, der nicht nur als Instrumentalist höchstes internationales Renommee besitzt, sondern auch als Komponist. >> www.bodenseefestival.de

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16.-18. Mai, Lindau-insel, Fr. 14-19 Uhr, Sa. 10-19 Uhr, So. 10-18 Uhr Die Gartentage Lindau sind auf dem besten Weg, bei ihrer 9. Auflage mit über 120 Ausstellern aus vielen Nationen den bisherigen Rekord zu brechen. Herzstück der Veranstaltung sind wie immer die zahlreichen regionalen und überregionalen Gärtnereien. Die enorme Vielfalt für Pflanzenliebhaber findet ihre Entsprechung im hochwertigen Angebot an Gartenmöbeln, -geräten und -werkzeugen, kunsthandwerklichen Accessoires und hochwertigen Naturprodukten. >> www.gartentage-lindau.de

Bodensee WeinMesse 26. April, Dornier Museum, Friedrichshafen, 16 bis 21 Uhr Traditionell stellen an diesem Tag die deutschen Winzer aus der Region von Lindau bis nach Hohentengen die Weine des neuen Jahrganges vor. An zahlreichen Einzel- und Gemeinschaftsständen stellen die Weinerzeuger ihre Weine vor und stehen persönlich für alle Fragen zur Verfügung. Als Begleitprogramm zur Messe werden Sensorik-Seminare angeboten. >> www.dorniermuseum.de


Das MEGA Konzert – HMBC 4. Mai, 15 Uhr, Big Box, Kempten Das MEGA Konzert wartet diesmal wieder mit echten Hits auf! Vier Gruppen der Spitzenklasse in einem Konzert! Mit dabei sind diesmal HMBC, Losamol Mundart, Die Innsbrucker Böhmische und Fäaschtbänkler >> www.bigboxallgaeu.de

Bülent Ceylan – Hardrock 12. Tuning World Bodensee 1. bis 4. Mai, Messe Friedrichshafen, tägl. Von 10 bis 18 Uhr

23. Mai, 20 Uhr, Big Box, Kempten Mit langen, wehenden Haaren steht er wie ein Fels in der tosenden Brandung seiner begeisterten und überschäumenden Fans und das macht ihn seit Jahren zu einem echten „Haardrock“-Idol. Ganz oben auf dem Comedy-Olymp, weiß Bülent Ceylan, wie er die Zuschauer begeistern kann.

7. Klassikwelt Bodensee 23. bis 25. Mai, Messe Friedrichshafen, Fr. und Sa.10 bis 19 Uhr, So. 10 bis 18 Uhr

Axel Hacke - Lesung

Dynamische Messe im Herzen Europas zu Lande... zu Wasser... und in der Luft! Von der Airshow bis zu klassischen Booten, vom Rundkurs für historische Rennfahrzeuge bis zum speziellen Händler- und Restaurierungszentrum – die Mischung aus Messe und Event zeigt historische Mobilität in allen Facetten. >> www.klassikwelt-bodensee.de

4. Juni, 20.30 Uhr Stadttheater Konstanz

Oldtimer Traktortreffen

Mehr als 200 Aussteller zeigen „Tuningkunst par excellence“, es gibt mehr als 1  000 Tuning-Boliden zu sehen und die Miss Tunning World 2014 wird gekürt. >> www.tuningworldbodensee.de

Hacke liest – aber was liest er denn? Das lässt sich vorher nicht so genau sagen, denn Hackes Prinzip ist, alle seine Texte mit auf die Bühne zu bringen und erst im Laufe der Lesung zu entscheiden, welche er vorträgt: einige seiner legendären Kolumnen aus dem Magazin der Süddeutschen Zeitung? Ein, zwei Kapitel über Oberst von Huhn und seine irr-poetische SpeisekartenSammlung aus der ganzen Welt? >> www.koko.de Projekt2 07.04.14 15:09 Seite 1

>> www.bigboxallgaeu.de

15. Juni, Bauernhausmuseum Wolfegg, 10 bis 18 Uhr Schau und Moderation von alten Traktoren auf dem Museumsgelände. Historische Landmaschinen sind auf den Museumsfeldern und in den Scheuern im Einsatz, verschiedene Fahrwettbewerbe. Aktionen zur Ernte in Feld und Garten. >> www.bauernhausmuseum-wolfegg.de


Kolumne

Wegweisende Kunst von Henri matisse

denkbar. Sie waren mehr als wegweisend für die weitere Entwicklung der Kunst. Keine geringeren Persönlichkeiten, die ebenfalls Kunstgeschichte geschrieben haben, wie etwa Jackson Pollock, Sam Francis, Frank Stella, Daniel Buren, Blinky Palermo wären hier zu nennen.

E

s wird immer wieder gesagt, alles wiederhole sich im Leben, ja im Grunde sei doch alles nur ein „Déjà-vu“ Erlebnis. Zumindest ich sehe die Dinge differenzierter. Als großer Liebhaber von Gärten und Parks kann ich mich nicht erinnern, dass es in meinem Leben schon einmal einen Nicht-Winter wie im Jahr 2013/2014 gegeben hätte. Bereits am 1. März dieses Jahres blühten in Freiburg die Magnolien, was ich so auch nie zuvor erlebt hatte. Am 5. April nun beginnt die von mir kuratierte Ausstellung „Matisse – Variation-Improvisation“. Auch dieses ist ein Novum in meiner langen Serie von weit mehr als 50 Ausstellungen, die ich in den letzten Jahrzehnten organisiert habe. Nun widme ich zum ersten Mal Henri Matisse eine monographische Präsentation, die Vierte in Folge im Stadtmuseum Lindau. Mit ganz besonderem Enthusiasmus stellte ich mich der Herausforderung, einen der schönsten und bedeutendsten Bilderzyklen des 20. Jahrhunderts präsentieren zu können, die sogenannte „Suite Jazz“. Die farbenfrohen Papier-Gouachen bilden den absoluten Höhepunkt im Spätwerk von Henri Matisse. Ohne sie wären Warhol und die gesamte Pop-Art nicht 122 ToP magazin

Man mag daran erkennen, wie klassisch und zugleich modern das Werk von Henri Matisse zu werten ist. Voller Anerkennung meinte selbst der Jahrhundertkünstler und Rivale von Matisse, nämlich Pablo Picasso: „Wenn Matisse gestorben sein wird, gibt es niemanden mehr, mit dem ich mich unterhalten könnte.“ In der Tat ist das Spätwerk von Matisse dem von Picasso zumindest ebenbürtig. Mit seinem Odalisken und Hauptwerken zum Thema Musik und Tanz hat Matisse Ikonen zur Kunst der Klassischen Moderne geschaffen. Zum ersten Mal empfängt die Bodenseeregion im Rahmen der Lindauer Sommerausstellung im historischen Kunstmuseum „Cavazzen“ exemplarische Arbeiten von Matisse. Ich würde mich sehr freuen, wenn diese außergewöhnliche Ausstellung Ihr ganz persönliches Interesse finden könnte, und sage Ihnen hiermit ein herzliches Willkommen in Lindau oder in unserem mit dem „Europäischen Garten Kultur Schöpfungspreis“ ausgezeichneten Landschaftsgarten. Sowohl in Lindau als auch in unseren Privatgärten erwartet Sie dieses Jahr „une explosion de joie et de fleurs“ wie nie zuvor. n >> Professor Dr. Roland Doschka

Kurator, Präsident europäisches Kulturforum mainau


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