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Suicide Circus Programm Juli 2011 Fr 01.7. ab 24 Uhr - SUICIDE CLUB NIGHT Das jugendlich erscheinende Zeitgeistmagazin NEON ließ es sich in seiner letzten Ausgabe nicht nehmen, der Generation MAYDAY zwanzig Jahre nach deren Inthronisierung mal wieder auf die Finger zu schauen. Was ist aus den frühen Helden und Initiatoren der ersten Mega-Raves geworden? Im Fokus standen Westbam, Marusha, Dr. Motte und, last but not least, Tanith (Foto). Während die Erstgenannten sich mehr schlecht als Recht durch die elektronische Musikwelt 2.0 bewegen, ist Tanith sich und seiner Sache stets treu geblieben. It´s the music, stupid. Ausverkauf und Kommerzialisierung? Das lehnt der gebürtige Rheinland-Pfälzer, den es Ende der 1980er nach Berlin verschlug, bis heute ab. Stattdessen konzentrierte sich Tanith auf seine musikalischen Stärken. Neben der Gründung seines eigenen Labels Timing Recordings (1997), gehört zu denen sicherlich die Verweigerung der Legendenbildung. Den Turm der Vergangenheit durften andere besteigen. Früher war alles besser? Mit Tanith nicht. Auf seinem Blog www.tanith.org, der jedes Jahr in den Leserpolls der elektronischen Fachmedien auf den vorderen Plätzen landet, postet der 48jährige neben neusten Tracks, Wissenswertes aus den Bereichen Musik und der dazu benötigten Technik. Auch das gesellschaftliche Zeitgeschehen, wie das Dauerthema Legalisierung von weichen Drogen, findet hier ein reflektiertes Forum. Tanith – ein Mann mit vielen Gesichtern. Nicht nur dem alten, dass sich grinsend hinter dem DJ Pult versteckt! LINE UP: Tanith, Adam Weishaupt, Arzt Salemski Garten: MERKUR 04 RECORD RELEASE PARTY Im Garten feiert an diesem Abend das Merkur Schallplatten Label seine vierte Vinyl-Veröffentlichung. Das Label des japanischen DJs und Produzenten Shingo Suwa, der seit Ende 2005 in Berlin lebt, hat mittlerweile ein viertel Dutzend Jahre auf dem Buckel und zählt sicherlich zu einem der interessantesten Newcomer im Berliner Technozirkus. Die Katalognummer 04 mit drei depphousigen Minimal Beiträgen von Suwa („A Tale Of Weasels“) und Kai („Welt“; „Signal“) macht das vom ersten Ton an deutlich. LINE UP: Shingo Suwa, Kai, Akira Hawks, DJ Mori

Sa 02.07. ab 24 Uhr - I AM YOU - JUST GIRLS #2 Über die geringe Anzahl weiblicher DJs im Nachtleben wurde schon sooft geredet, dass man allmählig anfängt diese überalterte Mär auch zu glauben. Sicherlich, dass Plattendreher und Electronica Geschäft wird immer noch von Männern dominiert. An der Feststellung „It`s a men world“ hat sich demnsch nicht wirklich etwas geändert, wohl denn aber an der Zahl der weiblichen DJs. Mixen und Cutten ist bei weitem keine maskuline Domäne mehr, wie der heutige Abend beweist. Die zweite Ausgabe der Just Girls Veranstaltung ist gespickt mir äußerst erfolgreichen Damen, denen allen eines gemein ist: Sie wissen welche Knöpfe sie drücken müssen um das Publikum an den Rand des Wahnsinns zu treiben. Anders sind die musikalischen Verquickungen der hier Anwesenden nicht zu erklären: Vera steht dem Leipziger Deephouse Label Moon Harbour Recordings vor und weiß mit dem Luna City Express, Martinez und Matthias Tanzmann charmante Herren um sich versammelt. Rebekah Aff (Foto) wiederum hält seit Jahren die M_nus Fahne hoch und bringt nicht nur ihren Chef mit ihren samtwich ausakzentuierten Klängen in Verzückung. Außerdem: Die Münchner Level Non Zero Abgesandte Alma Gold, Female Pressure Aktivistin MS Elbe und I am You Resident Moniczka. LINE UP: Vera, Rebekah Aff, Alma Gold, MS Elbe, Moniczka

So 03.07. ab 24 Uhr – FREAKS Im Volksmund gilt jemand als Freak, wenn er auf das bürgerliche Leben pfeift und sich für etwas Spezielles begeistert. Damit ist man als Fan des gepflegten sonntäglichen Ausgehens ganz gut umrissen. Musikalische Unterstützung erhalt en eben jene zum Wochenausklang von Freak-Resident Franklin De Costa, sowie den beiden Eat Me! Olivern, Marquardt und Kuss. LINE UP: Franklin De Costa, Oliver Marquardt, Oliver Kuss.


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Mi 06.07. ab 22 Uhr - Well Done Heute bieten sich dem kunstinteressierten Well Done Besucher Einblicke in die Arbeiten der E-Gruppe. Diese ist ein Zusammenschluss emsiger Kunstaktivisten, die es sich seit über 15 Jahren zur Aufgabe machen visuelle getragene Atmosphären zu schaffen, die den Betrachter aus seiner gängigen Sehpräferenzen führen. Entgegen der Alltäglichkeit und Akzeptanz, die man der mediengesteuerten Umwelt entgegenbringt, versucht die E Gruppe mit Hintersinn und Bissigkeit zu sensibilisieren. Auch wen n E`s echt Oldschool sind, sollte man sich diese Chance auf Horizonterweiterung nicht entgehen lassen. Freier Eintritt ab 22 Uhr. Anschließend geht Well Done in gewohnt klangstarker Manier und erstklassigen DJs zu Werke. LINE UP: E-Gruppe, Kotelett & Zadak, Jake the Rapper, The Ascent, Phonomat, Bone

Fr 08.07. ab 23 Uhr – SHITPARADE Seit T. Raumschmiere (Foto) seine elektronische Welt der Öffentlichkeit präsentiert, scheint ein Begriff in Stein gemeißelt: Elektropunk. Dieser Kategorisierung begegnet man immer wieder, wenn man sich mit dem Künstler und ehemaligen Punkrock Schlagzeuger Marco Haas auseinandersetzt. Eine Bezeichnung die ihm selber wohl niemals in den Sinn gekommen wäre. „Ich hasse Schubladen“. Punkt. Mehr gibt es für Marco dazu nicht zu sagen. Vielseitigkeit und Ausprobieren gehören zum unbedingten Elixier seiner Musik. Klischeedenken passt da nicht rein. Und überbordender Egoismus auch nicht. T. Raumschmiere teilt sich die Bühne der Shitparade heute mit: Abe Duque. Der ehemalige Besitzer eines einschüchternden analogen Maschinenparks, der aufgrund mangelnder Einnahmen in den Nuller Jahren, auf Standard Größe zu schruffen drohte, bevor DJ Hell mit „N.Y. Muscle“ an die Produzententür klopfte und neue Folgeaufträge generierte, lebt und arbeitet mittlerweile in Berlin. Mit schlankerem Equipment Portfolio und neuen Eigenproduktionen - wir erinnern uns an sein 2009er Album „ Don`t Be So Mean“ auf Process Recordings - hat sich der Duque im Hier und Jetzt etabliert. Bereit digitalen Nachwuchsmusikern zu zeigen wo der analoge Hammer hängt. Auch Thomas Brinkmann aka Soul Center muss sich keine Sorgen um mangelnde Reputation machen. Seine Studio 1 – Variantionen auf Wolfgang Vogts Profan Label schrieben elektronische Musikgeschichte. Ja, Minimal kommt aus Köln. Sorry Berlin. Der Brinkmann hat es erfunden. Special Guests außerhalb des Shitkatapult Labels sind diesmal: der Berliner Tausendsassa CANDIE HANK sowie Mute Labelgründer DANIEL MILLER. Letzter hat sein Label aus den Fangarmen der EMI befreit und startet voller Labellust einen Neu-Anfang, u.a. mit der Veröffentlichung des kommenden Apparat Albums. LINE UP: T. Raumschmiere, Abe Duque, Soul Center, Schieres, Candie Hank, Daniel Miller, Fenin/Meteo, The Sorry Entertainers, Tom Thiel, Max Montana

Sa 09.07. ab 24 Uhr - EXQUISITE FEIEREI Der Opus „LIVE IS LIFE EDITION!“ verspricht einiges. Das richtige Leben findet nun mal nicht auf Facebook oder Youtube statt, sondern live und direkt vor der eigenen Haustür. Dabei ist das „Zu Hause bleib“-Argument „Überangebot – ich kann mich nicht entscheiden“ nur eine billige Ausrede der Unwissenden. Wer seinen Blick schärft, weiß was er will und vor allem wie er es bekommt, kann gar nicht überdrüssig werden und kommt von ganz alleine drauf, dass an diesem Abend außer dem Suicide Circus nichts der gewünschten Live-Dosis standhalten kann. Der Berliner Alex Krüger aka Dub Taylor ist bekannt für seine nervenaufreibenden Live Set und man kann behaupten bekannter als für seine Platten unter diesem Pseydonym, die er, nach seinen Anfängen vor mehr als zehn Jahren auf dem legendären Force Inc. Label, zuletzt über Apaca und Opossum Recordings verbreitete. Das Manko der Releasearmut kompensierte Krüger übrigens folgenreich unter seinem Zweitpseudonym Tigerskin (Foto), dass ihn seit 2004 in alle Winde verstreut. Besondere „Hier und Jetzt“-Augenblicke und Einblicke in ihre Kunstfertigkeit bieten zudem Leonid Weidemann, FunkenstrØm und der E-Kreisel. Unter anderem an den Decks werden Sportclubberer Axel Bartsch und Falkplatz Gründer Oliver Deutschmann – aktuell zusammen mit Ed Davenport und der 12“ „Trump“ auf clubkulturellem Siegeszug - zu finden sein. LINE UP: Tigerskin aka Dub Taylor (live), Leonid Weidemann (live), FunkenstrØm (live), E-Kreisel (live), Axel Bartsch, Oliver Deutschmann, Cinthie, Michael Placke, Tres Puntos, Mongroove, Monoton


konzeption, kommunikation, beratung, realisierung · zehdenicker str. 8, 10119 berlin t +49 (0) 30 531 63 005, m +49 (0) 176 616 52 913 · info@schaeferkempert.de, www.schaeferkempert.de

So 10.07. ab 24 Uhr - WELL DONE EXTENDED Irgendwann muss ein DJ eigene Releases vorweisen um auf diese Weise im Idealfall seine Popularität zu steigern um die nächste Stufe auf der Bookingleiter zu erklimmen. Gunnar Stiller (Foto) hat dies früh getan. Bereits 2007 legte er mit der „Pluracell“-EP, einer Zusammenarbeit mit seinem Producer Kollegen Andreas Henneberg, erste Zeugnisse seines feinen Gespürs für den techhousigen Moment auf Gastspiel Recordings ab. Weitere schritte Richtung umfangreichen Backkatalog waren 2009 die 12inches „Cubicle“ und „Heideberg“ auf Upon.You und Andreas Hennebergs Voltage Musique Records, sowie die den letztjährigen Releases „Far from UK“ (Upon.You) und „Manaus Madness“ (Voltage Musique). Für 2011 darf man gespannt sein. Die heutige Kollaboration mit dem Voltage Labelkollegen Fabiano B2B lässt allerdings aufhorchen. LINE UP: Gunnar Stiller & Fabiano B2B, Sese, David Goldberg, Crek

Mi 13.07.ab 24 Uhr - KEINE RECHTE RECORD RELEASE PARTY KeinMusik ist ein Verbrechen. KeineRechte ein Skandal. Der neueste Ableger des Musiker/Label/Netzwerkes um Adam Port, David Mayer, Reznik, Rampa und Co. findet sich heute im Circus ein, um mit den neuesten Bootleg Ablegern aus dem Keine Kosmos für ein Maximum an künstlerischer Freiheit zu kämpfen. Artist D.B., der mit seinem Nirvana Sample-Track „Way“ (KeinRechte 001) aufzeigte, wie aus alten Gedanken neue Ideen entstehen können, ohne sich allzu plakativ mit fremden Federn zu schmücken, wird ebenso vor Ort sein wie Nico Stojan, Ex-Kool Savas DJ und heutiges Bar 25 Aushängeschild, der auf dem zweiten Floor seinen mitreißenden Minimalismus intoniert. LINE UP: D.B., R., S., Nico Stojan, Anina

Fr 15.07. ab 24 Uhr - ACID IST FERTIG Das holländische Label DJAX Records, 1989 von Saskia Slegers alias Miss Djax gegründet, war in den 1990er eines der Wortführer technoider Musik Made in Europe. Die Dope Posse, The Kay LC oder die Osdorp Posse, deren 1995er Platte „De Commercieelste Hits“, eher von dem ausgeprägten Humor der Gruppe, als von massengener ierter kommerzieller Größe zeugte, waren die Aushängeschilder der niederländischen Beatfraktion. Der techhousigere Ableger DJAX Up Beats fand da bereits mehr Abnehmer, veröffentlichten auf diesem in den 1990er House Koryphäen wie Like A Tim und Felix Da H ousecat in schöner Regelmäßigkeit ihre elektronischen Sinnbilder. Auch Acid-Fan Mark Hawkins (Foto) durfte 2001 an dieser Stelle seine 12“ „Position Impossible“ veröffentlichen. Es folgten fünf weitere Releases auf DJAX-Up-Beats – zuletzt „Berlin Arrival“ (2005), die offensichtlich inspiriert wurde durch Hawkins Umzug nach Berlin und die Vielzahl neuer Einflüsse, die der Produzent und DJ auch in seinen Li veSets verarbeitete. Bis heute. Mit dabei ist sein britischer Kumpel Jesse Hall, kurz JE:5. Mit dem Hawkins im vergangenen Jahr die „Absurdly Connected Machines Vol:1“ auf Relax 2000 Records veröffentlichte. Geboten wir Acid at it`s best! LINE UP: Mark Hawkins, JE:5, Hanno Hinkelbein, BeNi, DJ Flush

Sa 16.07. ab 24 Uhr - THE WHITEST HORSE ALIVE Wie die Zeit vergeht. Gute 10 Jahre, sprich eine Dekade, ist es mittlerweile her, dass Holger Zilske (Foto) zusammen mit seinem Kollegen Michael Schmidt als Duo Smash TV mit ihrem Album „Electrified“ auf Ellen Alliens BPitch Control Label debütierten. E ine kleine Ewigkeit im elektronischen Musikgeschäft, dass sich, getragen von den heutigen digitalen Vertriebswegen, tagtäglich einer Tsunami ähnlichen Schwemme an Releases ausgesetzt sieht. Gehör zu finden, bzw. nach so vielen Jahren nicht in Vergessenheit zu geraten, ist nicht einfach und liegt in erster Linie natürlich an der Qualität des Abgelieferten. Seine Aktivitäten als Co-Produzent der Allien Alben „Stadtkind“, „Berlinette“ und „Thrills“ festigten Holgers Standing in der schnelllebigen Technoszene bis heute. Nicht zuletzt sein Debütalbum „Holz“ unter eigenem Namen, dass 2009 auf Playhouse erschien, offenbarte wieder einmal die Eleganz und die Geschmeidigkeit mit der Zilske seine Produktionen von dem Gros der Veröffentlichungen abhebt. 2011 ist auf dem Mobilee Ableger Leena Music die Smash TV 12“ „World Wide Wet“ erschienen. LINE UP: Holger Zilske aka Smash TV, Frank Martiniq, Bara Bröst, DJ Jauche, Beddermann & Dahlmann, Fresh Meat, Cinthie und TWHA Residents


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So 17.07. ab 24 Uhr – FREAKS An dieser Stelle möchten wir auf den sehenswerten Spielfilm „Freaks“ aus dem Jahre 1932 hinweisen, der dem Autor erstmals Mitte der 1990 in Hildes wilder Horrorshow auf RTL Plus begegnete. Wikipedia beschreibt die Handlung folgendermaßen: „Der kleinwüchsige Hans ist Teil einer Kuriositätenshow bei einem Zirkus. Er ist mit der ebenfalls kleinwüchsigen Frieda verlobt, hat sich jedoch in die Trapezkünstlerin Cleopatra verliebt. Er macht ihr trotz Friedas Warnung Komplimente und Geschenke, die Cleopatra gerne annimmt, aber hinter Hans' Rücken macht sie sich über ihn lustig. Als Cleopatra erfährt, dass Hans durch eine Erbschaft vermögend geworden ist, schmiedet sie mit ihrem Geliebten, dem Muskelmann Hercules, einen perfiden Plan. Cleopatra heiratet Hans. Auf der Hochzeit macht sich Cleopatra über die Freaks lustig. Doch nicht nur das − sie und Hercules versuchen, Hans zu vergiften. Dieser überlebt, doch sind ihm nun die Augen geöffnet worden. Daraufhin nehmen die Freaks Rache. Wer sich täglich zum Gespött der „Normalen“ machen lässt, hält untereinander zusammen. Und wer einen von ihnen beleidigt, beleidigt alle. Sie töten Hercules und machen die schöne Cleopatra gewaltsam zu einem Freak. Diese wird – derart verstümmelt – schließlich selbst Teil einer Kuriosiätenshow.“ Also obacht, wem man heute Abend seine Berliner Schnauze entgegen schmettert. Es könnte unangenehme Folgen haben. LINE UP: Koljah, Ron Wilson, Adrian Friedrich, Paso, Mareena Sonderbar

Mi 20.07. ab 24 Uhr - Well Done So richtig Fahrt aufgenommen hat die Karriere des Till von Sein 2009 mit seinem „Lied 9“ Track, der in den Top Ten diverser DJ Setlists zu finden war. Der Mann von Trenton Records, wo Till 2007 seine erste 12“ veröffentlichte, ist ein alter Hase im Plattenauflegergeschäft. In Flensburg aufgewachsen zog es den HipHop und Downbeat Fan Mitte der Neunziger ins etwas südlich gelegenere Kiel. Hier machte er sich schnell einen Namen als geschmackssicherer Turntablevirtuose. Doch statt sich in der eigenen Brühe zu wälzen, wählte Till den nächsten Schritt, übersprang Hamburg und trat die Reise nach Berlin an. Hier konzentrierte er sich, neben der DJ-Kunst, auf seine eigenen Produktionen, die sind von solch mitreißender Natur sind, dass man gewillt ist Houseelementesteuer zu erheben und sich fragen muss, wie der Begriff Minimal, jemals im Zusammenhang mit Till von Sein fallen konnte. Zuletzt erschien die Maxi „The Sein Of The Tiger“, die Till zusammen mit Tigerskin aka Dub Taylor alias Alex Krüger 2010 für Stefan Riesens Morris/Audio produzierte. LINE UP: Till von Sein, Chopstick & Johnjon, Matmotor Miquel, Umami (live) Marosh

Fr 22.07. ab 24 Uhr - SUICIDE CLUB NIGHT Dem Iren Funk D`Void (Foto) eine steile Karriere zu attestieren, ist ähnlich gewagt, wie die Behauptung Michael Jackson als den einzig wahren King Of Pop zu bezeichnen. Lars Sandberg hat die Tiefebene des Klinkenputzens ähnlich schnell hinter sich gebracht, wie Michael Jackson in den1980er Jahren, die 20 Millionen Grenze verkaufter Soloalben. Bereits ein Jahr nachdem Sandberg mit dem Produzieren eigener Tracks begann, das war um 1994, landete ein Demo seines Tracks „Jack Me Off“ auf dem Tisch des Soma Labels, dass sich, wie der Zufall so will, ebenfalls in Glasgow befand. Schnell machte das Stück die Runde und landete bei den ganz Großen der Technoszene: Sven Väth, Jeff Mills, Laurent Garnier. Der Anfang war gemacht. Es folgte 1997 das Debüt-Album „Technoir“ das sowohl bei Kritikern, als auch bei Kollegen auf Begeisterung stieß. Funk D`Void machte seinem Name alle Ehre. Seine funkigen Tracks rüttelten ordentlich an der Statik der zuweilen steifen, technoiden Klangwelt. Bis 2009 erschienen auf Soma mehrere Maxis und zwei weitere Alben - zuletzt „Volume Freak“ (2004). Seit 2010 betreibt Lars Sandberg aka Funk D`Void sein eigenes Label Outpost Recording, auf dem im April diesen Jahres die 12“ „Stellar Gardens/Hebrew Anagram“ erschienen ist. Im zur Seite steht Frank Müller aka Beroshima, der in Japan auf einen Superstarstatus verweisen kann. LINE UP: Funk D`Void, Frank Müller, Martin Scharrenbroich, Hawkinson, Steinmüller

Sa 23.07. ab 24 Uhr - Suicide Night Jacek Sienkiewicz (Foto) ist 1976 in Warschau geboren und gibt sich seit nunmehr 15 Jahren der Musik hin. Begonnen mit den Aspekten des HipHop unserer Mixing Skills, führte ihn sein Weg alsbald in die gefährliche Welt des Acid und des Technos. Mit ersterem meinen wir natürlich den Musikstil, der sich Ende der 1980er über Ibiza und Manchester aka Madchester in die ganze W elt verbreitete und neben dem Smiley bleibende Eindrücke bei dem jungen Polen hinterließ. Doch statt sich abgetretener Pfade in seinen eigenen Produktionen zu bedienen, entwickelte Jacek seine eigen Vision eklektischer Tanzmusik die ihn, nach ersten 12inches und einem ersten Album auf seinem eigenen Label Recognition direkt in die Fänge des Frankfurter Cocoon Labels


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katapultierten. Dort stehen bis heute drei Alben zu Buche, das Letzte „On the Road“ das Ende März 2011 erschien. Darüberhinaus veröffentlicht Jacek Sienkiewicz weiterhin auf seinem eigenen Label. Außerdem zu Gast: Peter Grummich, der seit seiner frühes ten Kindheit mit musikalischem Wohlklang in Berührung kam. Der Vater, ein DJ der alten Schule, fand seine Ausdrucksformen im Soul und Funk der 1960er und 1970er Jahre. Das der kleine Peter sich demnach recht früh vor der Workstation eines Diskjockeys wiederfand ist anzunehmen. Über die 1980er, wo der junge Grummich seine Liebe für Discomusik entdeckte, führte sein Weg alsbald in die Sphären der elektronischen Musik. 2001 setzte er seine Koordinaten neu und zog von der westdeutschen Pampa ins quirlige Berlin. Hier findet er schnell Zugang zur Techno-Szene. 2005 veröffentlicht er Grummich sein Debütalbum „Switch Off The Soap Opera“. Zuletzt erschien 2008 die Remix EP „Therapy“ und 2009 die Zweitrack 12“ „Elevation Funk“ auf Aaron Hedges District Of Corruption Label. Zeit für Nachschub. Im Garten des Suicide Circus wird derweil der „Circus Total“ gefeiert. Hierzu werden sich unter anderem Bar25iger Jamadeejay, Klangscheibe Sebastian Albrecht, der Live-Act Turbocake unter freiem Himmel an der Revlaler Straße einfinden. LINE UP: Jacek Sienkiewicz, Peter Grummich, DJ Luke, Jamadeejay, Sebastian Albrecht, Turbocake (live), Sebastian Klenk, La Loc, Arzt Salemski, Georg Fichtenau

So 24.07. ab 24 Uhr - Freaks – Back to Back all Night long Mit den Adjektiven deep, düster, abstrakt, toolig und perkussiv lässt sich der Minimal-Sound des Berliner House und Techno-Labels nur Vakant nur ebenso umschreiben. Umso greifbarer ist die Dancefloor-Durchschlagskraft der schrägen Gestalten, wie Dewaltas, der heute die Vakant Fahne hochhält, die David Koch aka Dewalta (Foto), in Folge seiner dort veröffentlichten „Nightshade“ EP, 2009 von Labelboss Alex Knoblauch überreicht bekam. Seitdem hat Koch seinen Output über sein eigenes Label Meander un d Mike Shannons Cynosure verteilt. Wann der verloren gegangene Sohn wieder heimkehrt in den Vakant Schoß bleibt abzuwarten. Heute ist er erst einmal zusammen mit Hartchef an den Decks des Suicide zu finden. LINE UP: Dewalta, Hartchef

Mi 27.07. ab 24 Uhr - Well Done RONALD CHRISTOPH GEBURTSTAGSSPEZIAL Mit seinem neuen Label Evermore steht Ronald Christoph gerade gespannt in den Startlöchern. W ährend Kollege Sqim die aktuelle Nr. 001 der gemeinsamen Gründung vorgelegen darf, muss sich der Mann mit dem gepflegten Rauschebart, noch bis zum Frühherbst gedulden bis zu der Veröffentlichung seiner ersten eigenen 12“ auf Evermore. Schön, wenn man sich bis dahin noch ein wenig ablenken kann. An diesem Abend bietet Ronalds Ehrentag einen perfekten Anlass zum feiern. Raus aus dem Kellerstudio in der Warschauer Straße, hinein in den Trubel des nächtlichen Zirkus. Zusammen mit Fans, Freunden und Kollegen gilt es ordentlich auf die – ihr wisst schon was – zu hauen. Herzlichen Glück Ronald. LINE UP: Demir & Seymen, Ronald Christoph, Michael Hoffmann, Sqim

Fr 29.07. ab 24 Uhr - MIXWORKS WARRIORS OF RHYTHM TOUR UR – Underground Resistance. Ein Label wie ein Donnerhall. 1989 von Jeff Mills und Mike Banks in Detroit gegründet, hat es sich bis heute seinen Ruf als kompromisslosestes aller Techno-Labels bewahrt. Ausverkauf oder Kommerz fanden und finden bis heute nicht statt. Der industrielle Charme der ersten Technopartys, die sich in alten leerstehenden Fabrikgebäuden und Häuserkellern der Autostadt ihren Weg in die Welt bahnten - und in Berlin im ersten Tresor Club in der Leipziger Straße frühzeitig einen willigen Abnehmer fanden – klingt in jeder Rille der UR Veröffentlichungen mit. Drexciya, Robert Hood, DJ Rolando prägten den Labelsound der Früh- und Mittelphase. Buzz Goree, heutiger Star-Gast und als Gründer der Booking, Promotion und Veranstaltungsagentur Mixworks, die sich um die Belange des Sounds of Detroit und seiner Künstler über die Grenzen der Stadt hinaus kümmert, hat 20 05 mit seiner Mix-Serie „Battlepak Vol.1“ auf UR debütiert auf der das Who is Who des Labels erklingt. Ein Abend der die wahre Seele des Techno offen darlegen wird. Außerdem am Start: A Guy Called Gerald. „Ich bin wohl eine dieser Mumien, die Genres noch immer als eine Art Farbpalette betrachten und gern aus allen vorhandenen schöpfen“. Mit dieser Attitüde rennt der englische Acid House Altmeister heute Abend sicherlich offene Türen ein. LINE UP: Buzz Goree, A Guy Called Gerald, DJ Flush, Klick, Turnvater Josch, Kim Wilde


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Sa 30.07. ab 24 Uhr - CAB DRIVERS NIGHT RIDE Nimmt man das B-Seiten Werk „Sampladelic Relics & Dancefloor Oddities“ und die zuletzt veröffentlichte Deee-Lite „The Very Best Of“- Sammlung hinzu, dann hat es der heutige Gaststar Dmitri Brill alias Super DJ Dimitry mit seiner Pop-Dance Band zwischen 1990 und 2001 auf insgesamt fünf Alben gebracht. So vieler hätte es bei weitem nicht bedurft, denn hängengeblieben ist vor allem ein Song aus ihrem 1990er Debüt „World Clique“, der im Jahr der Deutschen Wiedervereinigung zu den erfolgreichsten seines Jahrgangs zählte: „Groove is in the Heart“. Eine Dance-Hymne der man, trotz erfolgreicher Chartplatzierung, bis heute seine zeitlose Klasse zugestehen muss. Darüber hinaus hat es nur „Power of Love“, ebenfalls vom Debütalbum „World Clique“, dank seiner deepen Extended Maxi Version, im Clubkontext zu größerer Bekanntheit gebracht. Nach der offiziellen Trennung der Band 1996 gelang keinem der drei Mitglieder ein vergleichbarer Erfolg, wie ihr One Hit Wonder „Groove is in the Heart“. Unser Tipp: Das dritte Album der Band „Dewdrops in the Garden“. Trippiger kann man Pop nicht definieren. Den Mushrooms sei Dank. LINE UP: Supa Dj Dimitry (Ex-Deee-Lite), Zky, Daniel Paul Garten: In der dritten Folge seiner RE:3 - Remix Serie, die Mathias Schaffhäuser im vergangenen Jahr veröffentlichte, versammelte der Ware Labelchef zeitnah zueinander entstandene Auftragsarbeiten. Neun Tracks die sich „als in sich geschlossenes Album“ präsentieren. Minimale Strömungen zwischen House und Techno. Souverän verbindet Schaffhäuser Tracks von Künstlern wie Henneberg & Stiller, Patrick Cowley oder Leigh Morgen mit dem ihm typischen Reizen. Funky knarzende Sounds treffen auf lässig gehauchte Vocals. Eine Platte die mit nonchalantem Charme betörte und die große Stärke des Kölners offenbarte: Minimaler Effekte, maximale Wirkung. LINE UP: Mathias Schaffhäuser, Cem Orlow, Farbig

So 31.07. ab 24 Uhr - Well Done Extended Wie der letzte Sonntag im Juli sein Ende finden wird? Lasst euch überraschen. Well Done wird euch nicht enttäuschen. Versprochen!

Für weitere Informationen, Bildmaterial, Medienpartnerschaften oder Verlosungsanfragen wendet euch bitte an: schäfer & kempert - konzeption, kommunikation, beratung, realisierung · zehdenicker str. 8, 10119 berlin t +49 (0) 30 531 63 005, m +49 (0) 176 616 52 913 · info@schaeferkempert.de, www.schaeferkempert.de


Suicide Circus Juli 2011