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Das Magazin der Tobler-Gruppe mit tobler dossier

Nr. 1, April 2008

Fokus Minergie Die kluge Verbindung von Energieeffizienz und Wohnqualität

Werkbesuch Fröling Hightech made in Oberösterreich

Schlagkräftige Struktur So sieht die Organisation der Tobler-Gruppe aus


Editorial

Energieeffizienz, Ästhetik, Komfort – Minergie machts möglich! In der neuen Ausgabe des haustechnik.ch steht das Thema Minergie im Zentrum. In einem Interview erklärt der Minergie-Spezialist Heinrich Huber, was das Qualitätslabel bedeutet, was es bringt und warum es für Installateure, Planer oder Architekten wichtig ist, sich heute fit zu machen für die Zukunft. Für viele ist Minergie noch immer mit dem Makel behaftet, dass der Standard nur mit grossen Kompromissen bei der Architektur zu erreichen ist. Dass es auch anders geht, zeigt unsere Reportage aus Hergiswil, wo eine Erbengemeinschaft MinergieHäuser in modernster Architektur und mit einer Komfortlüftung aus dem Tobler-Sortiment erstellt hat, die ein Maximum an Wohnqualität bieten. Für unsere zweite Reportage ist das Redaktionsteam nach Grieskirchen (A) gereist und hat sich in den Produktionshallen des Holzkessel-Herstellers Fröling von der Präzision der hier gefertigten Produkte begeistern lassen. Nach drei Jahren haustechnik.ch ist es an der Zeit, bei Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, einmal den Puls zu fühlen. In einer Leserumfrage möchten wir von Ihnen erfahren, was am haustechnik.ch gefällt und wo wir uns noch verbessern können. Wenn Sie an unserer Umfrage teilnehmen, geben Sie uns nicht nur wertvolle Inputs für die künftige Auslegung dieses Magazins, sondern sichern sich auch die Chance, einen der Reisegutscheine im Gesamtwert von 4500 Franken zu gewinnen! Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen!

Ivan Widmer Leiter Marketing Services Tobler-Gruppe Impressum haustechnik.ch ist eine Publikation der Tobler Haustechnik AG. Abdruck nur mit Erlaubnis des Herausgebers. Gestaltung/Text: TBS Identity, Zürich Druck: DieStar AG, St.Gallen Gesamtauflage: 20 000 Ex.

Inhalt 3

News Neuheiten und Aktualitäten aus dem Hause Tobler

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Mediterran wohnen am Vierwaldstättersee Minergie-Standard und Komfortlüftung für hohe Lebensqualität

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Minergie auf dem Vormarsch Interview mit dem Experten Heinrich Huber

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Haustechnik aus einer Hand Die Organisationsstruktur der Tobler-Gruppe

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Praxisbericht Wärmepumpe Wärme aus Sonne und Luft geschickt und effizient genutzt

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Werkbesuch bei Fröling Im Brennpunkt der Holzenergie

tobler dossier 21

Grundfos ALPHA2 Energieeffizient und bedienerfreundlich durch Autoadapt-Funktion

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Zubehör für Sole-Wärmepumpen So lässt sich Erdwärme effektiv nutzen

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Te-sa Edelstahlverteiler Für die Fussboden- und Wandheizung

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Frostschutzmittel Tobler JET-FROST Eine Innovation mit Potenzial

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Regenwassernutzung Regenwasser nutzen statt Trinkwasser verschwenden

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Orion Luftheizgerät DESIGN Noch nie war Luftheiztechnik so energiesparend und schön

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Umwälzpumpe Comfort Die Heizungspumpe zum attraktiven Preis


News Die neue Sole/Wasser-Wärmepumpe XP – Enge Zusammenarauf leisen So(h)len beit IGH Interessengemeinschaft DatenDie neuen Sole/Wasser-Wärmepumpen von Sixmadun eignen sich dank hoher verbund und Tobler Vorlauftemperatur bis 70 °C auch hervorragend für Sanierungen. Mit doppelter Schwingungsentkopplung und schallgedämmtem Metallgehäuse sind die Maschinen mit serienmässig eingebautem Sanftanlasser besonders leise. Die mit aussentemperaturgeführtem Wärmepumpenmanager und Economizer ausgestatten Wärmepumpen SMS-XP sind als 1-stufige Modelle von 6,2 bis 11,2 kW und als 2-stufige Modelle von 11,8 bis 36,6 kW erhältlich.

Aussenaufgestellte Luft/Wasser-Wärmepumpe – ruhiger und leistungsstärker Die Mitteltemperatur Luft/Wasser-Wärmepumpe Sixmadun XP ist dank neuem Gehäuse mit geräuscharmen Sichelflügel-Axialventilatoren und Luftumlenkhauben eines der leisesten Aussengeräte überhaupt. Die Wärmepumpe mit dem Kältemittel Propan und einer Vorlauftemperatur von 65 °C ist als 1-stufiges und 2-stufiges Modell erhältlich, wobei die neue, zweistufige SMLA-XP-26P mit zwei Verdichtern eine Leistung von bis zu 18,8 kW erreicht.

Modulierende SATAG Wärmepumpe AWC – kompakt und flexibel An der Hilsa erstmals präsentiert und ab Sommer im Tobler-Sortiment: die modulierende Wärmepumpe SATAG Natura AWC. Mit dem Digital Scroll Compressor lässt sich die Leistung von 2–9 kW stufenlos regulieren. Hohe Energieeffizienz dank elektronischem Expansionsventil, ein hervorragender COP von 3.7 bei Volllast und ge-

räuschreduzierter Nachtbetrieb sind weitere Vorteile der AWC. Die Natura AWC kann innen und aussen aufgestellt werden und lässt sich dank Radialventilator rechts oder links anschliessen. Das macht sie zusammen mit ihrer Kompaktheit äusserst raumsparend. Mehr zur Wärmepumpe AWC erfahren Sie in unserer nächsten Ausgabe.

Roger Glaus neuer Regionalcenter-Leiter Winterthur Im Dezember 2007 hat Roger Glaus (40) die Leitung des Regionalcenters Winterthur übernommen. Der zweifache Familienvater und hervorragende Branchenkenner kann eine erfolgreiche

Laufbahn in der Heizungs- und Kältetechnik ausweisen. Als Projekt- und Bereichsleiter für Grossaufträge hat Roger Glaus für verschiedene Firmen eine führende Stellung eingenommen und beispielsweise Projekte wie die Therme Vals realisiert.

Die Interessengemeinschaft Datenverbund für die Haustechnik IGH stellt mit dem Software-Tool DataExpert standardisierte Normen sowie die Technik für die Kommunikation zwischen Herstellern, Händlern, Installateuren, Planern und Architekten in der Haustechnik sicher. Dies sowohl für Produktkataloge wie auch bei den Verarbeitungsprozessen (Anfrage, Offerten, Bestellungen usw.). Auch Tobler macht bei dieser Plattform mit und stellt seine Daten in Deutsch und Französisch zur Verfügung. Im Offert- und Devisierungsprogramm haben Tobler-Kunden neu zudem die Möglichkeit, direkt Bestellungen an Tobler zu generieren. Im Moment geschieht dies noch per Fax, soll aber so bald wie möglich als Online-Bestellung via e-shop gelöst werden – also ein Grund mehr, sich ein Account für den e-shop zu bestellen. Durch den Datenverbund sparen ToblerKunden Zeit dank kürzeren Verarbeitungswegen und weniger Aufwand und steigern gleichzeitig die Sicherheit.

Messe Corner An folgenden Messen ist Tobler mit einem eigenen Stand vertreten: Bauen und Wohnen, Wettingen Messe für die Bereiche Bauen, Wohnen, Garten und Lifestyle Tägerhard Wettingen Do–So, 17.–20.4.2008 Halle 5, Stand B11 BEA Messegelände BEA bern expo, Publikumsmesse für Gewerbe, Landwirtschaft und Industrie Fr–So, 25.4.–4.5.2008 Halle 210, Stand H025

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Aus der Praxis: Komfortlüftung

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Mediterranes Wohngefühl hoch über dem Vierwaldstättersee Oberhalb von Hergiswil sind vier Terrassenhäuser mit je vier Wohnungen entstanden – allesamt Minergie-zertifiziert. Die von Tobler empfohlene Bonair Komfortlüftung bildet eine der Grundvoraussetzungen zur Erfüllung des Minergie-Standards. Nach anfänglicher Skepsis seitens der Käuferschaft sind heute alle Wohnungsbesitzer überzeugt vom zentralen Lüftungssystem, das ein äusserst angenehmes Klima und hohe Wohnqualität bietet.


Durch die starke horizontale Prägung und die Konzentration auf wenige, aber auserlesene Materialien kommen die Bauvolumen leichtfüssig daher. Fliessende Übergänge zwischen innen und aussen erzeugen eine mediterrane Stimmung.

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n der östlichen Flanke des Pilatus liegt die Gemeinde Hergiswil – perfekt eingebettet zwischen Berg und See. Dort wo der Lopper, einer der Ausläufer des Luzerner Hausbergs, sich bis zum See hinunterzieht, entstand vor kurzem eine Überbauung, die vier Terrassenhäuser umfasst, zu deren Füssen sich das Dorf erstreckt. Von den Architektinnen und Architekten des örtlichen Architekturbüros Niederberger diskret in die vorgegebene Topografie eingefügt, bilden die vier Bauvolumen ein harmonisches Ganzes mit der Umgebung. Die insgesamt 16 Wohnungen mit je zwischen 150 und 230 Quadratmetern Fläche liegen im oberen Preissegment. Der individuelle Ausbau, abgestimmt auf die Wünsche der Käuferschaft, macht aus jeder Wohnung ein Unikat.

Bedingt durch die gegebene Topografie weist jedes der Terrassenhäuser unterschiedliche Versatzmasse auf. Aber nicht nur diese Anpassung ans Gelände unterstützt die gute Integration in die Landschaft, auch die Wahl der Materialien erfolgte sehr bewusst. «Im Innern wie im Äusseren entschieden wir uns für eine sehr konzentrierte, dafür kontrastreiche Materialisierung», erklärt die Architektin Sandra Niederberger. Der glatte Sichtbeton der Fassade kontrastiert mit dem grossflächigen Glas, in dem sich See und Schneeberge spiegeln, und die äusseren raumhohen Sonnenschutz-Lamellen aus Holz schaffen einen engen Bezug zur Natur – zum Grün der umgebenden Landwirtschaftszone und zum Wald, der sich zu beiden Seiten der Überbauung erstreckt. Optisch sehr reduzierte, mit Natursteinen

gefüllte und wasserdurchlässige Gitterkörbe zwischen den einzelnen Einheiten reflektieren das Ursprüngliche, das Gestein des Untergrunds. Im Innern wurde ein ebenso einfaches wie überzeugendes Konzept verfolgt: Sichtbeton für tragende Elemente, weiss für nichttragende. Insgesamt mutet die Architektur mediterran an – dies sowohl wegen dem ungestörten und unverbaubaren Blick auf den Vierwaldstättersee als auch durch die grosszügig angelegten Wohnungen, die sich über je eine Etage erstrecken und die zum See hin in den grossen, lang gezogenen Terrassen ihre Fortsetzung finden. Unterstrichen wird das Ganze von der Glasfront, die einen fliessenden Übergang zwischen innen und aussen schafft.


Aus der Praxis: Komfortlüftung

Überzeugt vom Resultat: Sandra Niederberger, Architektin, und Tobler Aussendienstmitarbeiter Paul Eisele.

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Nähe zur Natur Eine Verbindung zur Natur zu schaffen, war nicht nur bei der Gestaltung ein Thema. Auch die Bauweise inklusive Haustechnik erfüllt höchste ökologische Ansprüche – alle vier Häuser sind Minergie-zertifiziert. «Für uns war es von Anfang an klar, dass wir MinergieHäuser bauen werden», erklärt Sandra Niederberger, die im Architekturbüro des Vaters (der Teil der Erbengemeinschaft ist, die unter dem Namen Hirsern AG als Bauherrin auftritt) arbeitet. Um die Anforderungen des Minergie-Standards zu erfüllen, müssen strenge Kriterien in Bezug auf die Gebäudehülle und die Wärmedämmung beachtet werden. Zudem war es der Wunsch der Bauherrschaft, eine Erdsondenheizung einzusetzen. Und um die ökologischen Vorteile der Wärmedämmung und der dichten Fassade nicht gleich wieder zunichte zu machen, war es auch logisch und notwendig, ein gutes Belüftungssystem einzubauen (auch dies eine Voraussetzung für die Minergie-Zertifizierung). 

Frische Luft ohne Energieverlust Durch Christoph Waser vom Planungsbüro W&P in Stansstad entstand ein erster Kontakt zu Paul Eisele, Aussendienstmitarbeiter der Tobler System AG. Dieser empfahl den Einbau einer Bonair Komfortlüftung, einem Produkt, das sich in den vergangenen Monaten und Jahren, in denen Minergie immer mehr zum Thema wurde, sehr bewährt hat. Das zentrale, äusserst leise Lüftungssystem eignet sich insbesondere zum Einbau in grössere Wohnungen oder Einfamilienhäuser und sorgt Tag und Nacht für Frischluft – ohne dass die Fenster geöffnet werden müssen und ohne störende Zugluft. Der Energieverbrauch ist gering, da sowohl die Umweltwärme via Erdsonde sowie die Abluftwärme maximal genutzt werden. Im Winter wird die Aussenluft über die Sonde auf ca. 2 Grad Celsius vorgewärmt, im Sommer dementsprechend gekühlt. So funktionierts im Detail: Die frische und kühle Aussenluft wird angesaugt, durch einen Luftfilter gereinigt, über den Wärmetauscher gewärmt und in die Wohn- und Schlafräume geführt. Gleichzeitig wird verbrauchte Luft aus Küche, Bad und WC abgesaugt, gefiltert und über den Wärmetauscher ins Freie geführt. Die Wärme der Abluft wird zum Erwärmen der Zuluft genutzt. Dank dieser Wärmerückgewinnung von ca. 90 % reduziert sich der Energiebedarf auf ein Minimum. Alle paar Stunden erneuert sich die Luft komplett, was die Bausubstanz schont, da sich kein Schimmel bilden kann. Im Winter sorgt der eingebaute Sole-Defroster für einen störungs- und frostfreien Betrieb. Über die dreistufige Regelung lässt sich der Frischluftbe-

darf den Bedürfnissen anpassen. Und von Frühling bis Herbst macht ein Pollenfilter das Leben für Allergiker einiges angenehmer, da dieser in der Wohnung pollenfreies Durchatmen erlaubt. Und täglich grüsst das Eichhörnchen Herz der Komfortlüftung ist das Maico Raumluftsystem WS250. Dieses ist perfekt auf die Verteil- und Auslasselemente sowie auf weitere Zubehörteile abgestimmt. Ausserdem ist das Gerät äusserst platzsparend und lässt sich problemlos in einem Einbauschrank unterbringen. «Anfänglich mussten wir einige der Käufer vom Nutzen einer Komfortlüftung überzeugen, die Skepsis war gross. Doch mittlerweile würde sie niemand mehr hergeben», erzählt Sandra Niederberger. Das Wohnklima ist nicht nur behaglich und gesund, der hohe Wohnkomfort kommt auch mit der angenehmen Begleiterscheinung einer markanten Energieeinsparung daher. Nicht nur die Bewohner der neuen Terrassenwohnungen haben am Hirserenrain ihr gemütliches Zuhause gefunden, auch Eichhörnchen und Katzen kommen fast täglich hierher und scheinen die Ruhe zu geniessen. In ein paar Jahren, wenn die Pinien im Garten etwas üppiger sind und in der Wärme der Sommersonne ihren süssen Duft ausströmen, wenn der Blick von der Terrasse über den Vierwaldstättersee wandert, dann wird man sich hier wahrlich vorkommen, als ob man an den Ufern des Mittelmeers wohnt.






Architektur und Bauleitung: Niederberger Architekten Müliweg 2, 6052 Hergiswil/NW www.niederberger-architekten.ch Bearbeitung: Dominik Bieri, Architekt FH; Remi Niederberger, Geschäftsführer; Sandra Niederberger, Architektin FH; Urs Lang, Architekt FH Gebäudetechnik: W&P Engineering Ingenieurbüro für Gebäudetechnik Mühlebach 2, 6362 Stansstad www.wpe.ch Weitere Infos zum Thema Minergie finden Sie im Interview mit Heinrich Huber, Mitglied der MINERGIE® Agentur Bau (Schwerpunkt Komfortlüftung), auf den folgenden Seiten.

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 und  Ein Wandschrank reicht, um die Bonair Komfortlüftung unterzubringen. Mit der dreistufigen Regelung lässt sich der Luftstrom den Bedürfnissen anpassen.  und  Luftein- und -auslass sind diskret platziert.


Das aktuelle Interview

Vom Siegeszug eines Qualitätslabels Was vor wenigen Jahren noch Pioniercharakter hatte, zeichnet heute die Realitäten vor: das Minergiegebäude verändert unsere aktuelle Baukultur. Doch was beinhaltet der viel zitierte Begriff MINERGIE® genau? haustechnik.ch sprach mit einem, der es von Berufes wegen wissen muss.

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Herr Huber, der Begriff Minergie ist in aller Munde. Oft fehlt dem Schlagwort in den Diskussionen aber die präzise Bedeutung. Können Sie unseren Lesern in kurzen Worten eine Definition geben? Minergie ist ein Verein, der den Minergie-Standard definiert und fördert. Vereinsmitglieder der ersten Stunde sind der Bund und sämtliche Kantone. Die öffentliche Hand ist an Energieeffizienz als einem der Hauptpfeiler der Energiepolitik der Eidgenossenschaft hoch interessiert. Einer der anzusetzenden Hebel ist die energetische Sanierung des schweizerischen Gebäudeparks. Der Minergie-Standard ist hier ein wichtiges Mittel der Zielerreichung. Neben der öffentlichen Hand sind zahlreiche weitere Mitspieler des Baubereichs – Verbände, Firmen oder Einzel-

Haus, das lediglich 4 l Heizöl benötigt. Um dies zu erreichen, gibt es verschiedene Wege. Die Minergie Agentur Bau entwickelt die entsprechenden Anforderungen und berät die Minergie-Zertifizierungsstellen (zumeist fungieren dafür die kantonalen Energieämter). Übrigens ist der Minergie-Standard keine statische Grösse, sondern wird – ähnlich etwa wie verschiedene staatlich festgelegte Grenzwerte – laufend dem Stand der Technik angepasst. Bis Ende 2007 galt als zu erzielender Energiewert 42 kWh pro m2 und Jahr. Seit Januar 2008 werden 38 kWh vorausgesetzt. Dies aus dem einfachen Grund, weil sich die entspre«Der Minergie-Standard ist chenden Technologien verkeine statische Grösse, sondern bessert haben und heute mit wird laufend dem aktuellen dem gleichen finanziellen AufStand der Technik angepasst.» wand mehr zu erzielen ist. Üb-

personen – Vereinsmitglieder, wie etwa die Tobler Haustechnik AG, die unser Anliegen damit mitträgt. Minergie heisst auch der Standard selbst, der im Prinzip etwas Einfaches meint: Ein Minergiegebäude bietet bei tiefem Energieverbrauch eine hohe Lebensqualität. Dabei setzt Minergie Ziele und macht keinerlei Auflagen, wie diese zu erreichen sind. Für den Minergie-Standard steht erst einmal eine einfache Zahl: Der Energieverbrauch eines Wohngebäudes darf 38 kWh pro m2 und Jahr nicht übersteigen. Das entspricht einem 4-Liter-Haus, also einem


rigens können besonders ambitionierte Bauherren ihr Gebäude mit dem anspruchsvolleren Minergie-Standard P zertifizieren lassen. Und mit Minergie ECO liegt seit kurzem auch ein Standard vor, der alle Aspekte der Ökologie – also zum Beispiel auch die Umweltverträglichkeit der eingesetzten Materialien, ihre graue Energie, die Berücksichtigung guter Lichtverhältnisse sowie die Schadstofffreiheit – berücksichtigt.

bereits heute eine Erfolgsgeschichte schreiben konnte und in Zukunft noch vermehrt schreiben wird. Ist der Minergie-Standard nur im Neubaubereich relevant? Nein, man kann auch bestehende Gebäude so moderniseren, dass sie dem Minergie-Standard entsprechen. Zwar herrscht in der Schweiz eine Baukultur der kontinuierlichen Renovation in kleinen Schritten. Das hält den Trend sicher etwas auf: Denn um ein beste-

Ist ein Minergiegebäude bezahlbar? Aber natürlich! Der Minergie-Standard bedeutet bei kleinen Neubauten wie Einfamilienhäusern einen finanziellen Mehraufwand von 5 bis maximal 10 %, bei grösseren Gebäuden sind es weniger als 5 %. Dafür schneiden die Minergiebauten hinsichtlich der Betriebsund Wartungskosten hervorragend ab, so dass die Mehrinvestition in der Regel nach etwa sieben Jahren amortisiert ist. Die gute Bausubstanz der Minergiegebäude trägt wesentlich zur

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Gegenwärtig sind rund 9000 Gebäude nach einem der verschiedenen Minergie-Standards zertifiziert. Das ist nicht gerade überwältigend. 9000 Gebäude nach Minergie-Standard, das klingt im ersten Moment eher bescheiden. Schaut man näher hin, so fällt auf: Nach 10-jähriger Aufbauarbeit ist der Trend ganz klar steigend. Im Neubaubereich wird heute bereits in rund 10–15 % nach Minergie-Standard gebaut. Und dabei sind grössere Gebäude mit über 1000 m2 klar überrepräsentiert. Das heisst, flächenmässig liegt der Anteil noch höher. Zieht man dann noch in Betracht, dass sehr viele Trittbrettfahrer zwar nach Minergie-Standard bauen, am Schluss aber auf die eigentliche Zertifizierung verzichten, sieht man, dass Minergie in der Schweiz

Werterhaltung bei. Man kann davon ausgehen, dass ein Minergiegebäude auch nach 20 Jahren den zukünftigen Anforderungen genügt und eine energetische Sanierung nicht nötig wird. Dass dies finanziell interessant ist, zeigt die Tatsache, dass «Der Minergie-Standard ist nicht nur etwas für Idealisten. Er rechnet zahlreiche Banken – unter ihnen etwa die ZKB – günstige sich und kann damit auch hartMinergie-Hypotheken anbiegesottene Realisten überzeugen.» ten. Eine Studie der Zürcher Kantonalbank hat gezeigt, dass Minergiegebäude nach 30 Jahren 9 % ten sind – Tendenz steigend! Sowohl mehr wert sind als konventionelle Gedie kantonalen Energiegesetze wie die bäude. Immer mehr institutionelle Inaktuelle Diskussion zur Energie- und vestoren merken dies und setzen ganz Klimafrage verstärken diesen Trend. bewusst auf den Minergie-Standard. Und zuletzt spricht auch die EntwickSie sehen: Der Minergie-Standard ist lung der Energiepreise ganz klar für nicht nur etwas für Idealisten. Er rechMinergie! net sich und kann damit auch hartgesottene Realisten überzeugen. hendes Gebäude auf Minergie-Standard zu bringen, ist eine umfassende Sanierung nötig. Wir rechnen aber heute damit, dass 10 % der Minergiegebäude Modernisierungen von Altbau-


Das aktuelle Interview Im modernen Gebäude wird der Energiebedarf für die Heizung immer kleiner. Das Null-EnergieHaus ist bereits Realität. Heisst das, die Heizungsinstallateure und Heizungsplaner müssen sich warm anziehen? Das Null-Energie-Haus hat zwar auf der symbolischen Ebene durchaus seinen Wert, um uns vor Augen zu führen, was alles technisch machbar ist. In ökonomischer Hinsicht kann es nicht das Ziel sein, den Energieinput unseres

Und nun zu Ihrem Spezialgebiet: Die Komfortlüftung ist unverzichtbare Voraussetzung für den Minergie-Standard. Warum eigentlich? Die Komfortlüftung ist gewissermassen die Achillesferse des MinergieStandards. Die Forderung nach Energieeffizienz bedingt sowohl eine optimale Wärmedämmung wie auch eine lückenlose Dichte der Gebäudehülle. Damit aber wird die Lufterneuerung im Minergiegebäude verhindert.

gesamten Gebäudeparks auf Null zu drücken. Ich bezweifle sogar, dass dies nachhaltig wäre. So oder so: Die Haustechnik wird in Zukunft nicht an Bedeutung verlieren. Im Gegenteil, sie wird wichtiger und ihr Wertschöpfungsanteil wird steigen. In modernen energetischen Gebäudekonzepten – zum Beispiel bei der Anwendung von Wärmepumpen mit Erdsonden oder Grundwasser – wird zum Beispiel auch das Thema Kühlung aktuell. Das wird hier ohne Energieverschwendung möglich. Kurz und gut: Haustechnikinstallateure wird es auch in ferner Zukunft noch brauchen. Sie müssen sich vermutlich nur öfter auf neue Technologien einstellen und kontinuierlich dazulernen – wie in vielen anderen Berufen ja auch.

Diese Lufterneuerung muss also in kontrollierter Art erfolgen. Wie das zu geschehen hat, dafür stehen mehrere Wege offen. Der empfehlenswerte Stand der Technik ist zweifellos die Komfortlüftung: Sie sorgt für eine kontinuierliche und bedarfsgerechte Luftzufuhr. Ist das System gut ausgelegt, so erfolgt diese Zufuhr ohne jede Zug-

Pollen, sondern auch Feinstäube der Klasse PM10 zurückhält. Für die wachsende Zahl an Allergikern – heute etwa 20 % der Gesamtbevölkerung – ist dies eine Wohltat. Die Komfortlüftung ist ein hervorragendes Beispiel, wie Energieeffizienz und Komfort Hand in Hand gehen können. Viel zu oft stellt man sich heute noch vor, Energiesparen lasse sich nur mit Komforteinbusse erkaufen. Diese Zeiten sind lange vorbei. Nicht zuletzt auch wegen dem Minergie-Standard.

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Wie steht es mit den Kosten? Erweist sich der Aufwand für eine Komfortlüftung aus energetischer Sicht als Investition, die sich zurückzahlt? Der Spareffekt einer Komfortlüftung im Einfamilienhaus beträgt ca. 2500 bis 3000 kWh pro Jahr. Das entspricht rund einem Viertel des Wärmebedarfs. Bei den heutigen Energiepreisen finanziert dies die Betriebs«Wer die Zukunft nicht verpassen und Wartungskosten, kaum will, setzt sich mit dem Minergieaber die Investition. Diese Standard auseinander. Das gilt für zahlt sich vielmehr durch eidie Haustechnikbranche und für nen deutlich höheren Wohnkomfort und Gebäudewert Architekten.» aus. oder Geräuscherscheinung. Zudem wird dafür gesorgt, dass die Wärme der Sie sprechen den Komfort einer Abluft zurückgewonnen und auf die kontrollierten Lüftung an. Nun Zuluft übertragen wird. Die Zuluft pashört man aber oft, bei solchen siert zudem einen Filter, der nicht nur Systemen sei die Luft zu trocken.


Dies ist tatsächlich ein hartnäckiges Vorurteil, das sich in der Praxis nicht belegen lässt. Bei einer richtig dimensionierten Komfortlüftung wird die Luft nicht trockener. Natürlich könnte man die Luft zusätzlich befeuchten. Das empfehlen wir aber nicht. Denn der Schaden zu feuchter Luft ist nicht nur im Hinblick auf die Bausubstanz, sondern auch im Hinblick auf die Lufthygiene eher problematisch: In zu feuchter Umgebung fühlen sich Schimmelpilze, Milben und Keime schlicht zu wohl.

Mehrfamilienhaus werden in Zukunft zentrale Anlagen die Regel werden. Im Rahmen des nachhaltigen Bauens wird sich in der Baukultur generell ein Wandel vollziehen. Unter dem Stichwort «Systemtrennung» wird es darum gehen, die Tragstruktur eines Gebäudes und die Leitungen resp. Kanäle der verschiedenen Haustechniksysteme zu entflechten.

ten. Zahlreiche ausgezeichnete Minergiebauten haben bewiesen, dass dies geht. Bei den Haustechnikplanern und den Installateuren werden jene zu den Gewinnern gehören, die sich heute die Kompetenz aneignen, ohne die das Geschäft morgen nicht mehr läuft. Denn die Zukunft wird Entwicklungen, wie sie das Minergie-Label vorlebt, klar begünstigen. Das sage nicht ich, das sagen namhafte Trendforscher, die sich mit den Energieszenarien der Zukunft auseinandersetzen.

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Ist die Komfortlüftung in technischer Hinsicht heute geboren? Oder stehen hier weitere Entwicklungen vor der Tür? Und wenn ja: Wohin geht die Reise? Die Komfortlüftung ist den Kinderschuhen entwachsen. Sie ist geboren. Natürlich wird sie auch weiterentwickelt. In den vergangenen Jahren richtete sich das Augenmerk vornehmlich auf eine Effizienzsteigerung der Wärmerückgewinnung. Hier haben wir wohl ein Optimum erreicht. Zukünftige Entwicklungen werden der Senkung des Stromverbrauchs der Lüftungsgeräte zugute kommen. Ausserdem werden Steuerungen auf den Markt kommen, welche den bedarfsabhängigen Luftwechsel pro Zimmer gewährleisten, wie dies bei grossen Lüftungsanlagen in Gewerbe- und Bürobauten heute bereits Stand der Technik ist. Und im

Herr Huber, Sie haben hier das letzte Wort: Was würden Sie der schweizerischen Haustechnikbranche vor dem Hintergrund der immer brennenderen energiepolitischen Fragen zu bedenken geben? Oder anders gefragt: Wie sichert sich die Branche heute eine erfolgreiche Zukunft? Die Botschaft ist für mich klar: Wer die Zukunft nicht verpassen will, setzt sich heute mit dem Minergie-Standard auseinander. Das gilt für die Haustechnikbranche und das gilt für Architekten. Gerade in diesem Berufsstand besteht nach wie vor viel unnötige Skepsis. Ich habe eingangs gesagt, dass der Minergie-Standard allein die Ziele festschreibt, nicht die Art, wie diese Ziele erreicht werden. Der Architekt kann seine Gestaltungsfreiheit auch im Rahmen dieser Ziele überzeugend entfal-

Heinrich Huber, ausgebildeter HLK-Ingenieur und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fachhochschule Nordwestschweiz, Institut Energie am Bau in Muttenz, ist Mitglied der MINERGIE® Agentur Bau und hier zuständig für Technik (Schwerpunkt Komfortlüftung) und Weiterbildung.


Die Organisationsstruktur der Tobler-Gruppe

Haustechnik aus einer Hand Die Tobler-Gruppe hat sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt und deckt heute den breiten Bogen der Haustechnik nahezu vollständig ab. Sowohl die ganze Gruppe wie die einzelnen Töchter sind strategisch bestens aufgestellt. Hier ein kurzer Bericht, wie es dazu kam und wohin die Reise gehen wird.

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ls Kurt Tobler im Jahre 1957 in Mutters Waschküche seine Expansionsgefässe zusammenschweisste und zu den ersten Heizungsinstallateuren auf Verkaufstour ging, ahnte wohl auch er selbst nicht, zu was er eben den Grundstein legte. Heute hat sich das Unternehmen unter dem Dach der weltweit tätigen Wolseley Group zur führenden Kraft am Schweizer Haustechnik-Markt gemausert. Das Sortiment reicht vom einfachen Kugelhahnen bis zur Regenwassernutzungsanlage, vom Mehrschichtrohr bis zum Komfortlüftungssystem. Längst hat die Tobler-Gruppe die Zeichen der Zeit erkannt und beliefert mit ihren verschie-

«Wir wollen dem Installateur gute Geschäfte anbahnen!» Heinz Wiedmer, CEO Tobler-Gruppe und Tobler Haustechnik AG

denen Töchtern eine Branche, deren Themen immer näher zusammenrücken. Mit einer klaren Organisationsstruktur (vgl. Kasten) hat Tobler die Weichen der Zukunft zielsicher gestellt. Tobler Haustechnik AG: Der Partner des Installationsgewerbes Die Tobler Haustechnik AG ist das wichtigste Standbein der Gruppe: Historisch gesehen wurzelt es in einem systematisch aufgebauten Sortiment für Heizungsinstallateure. Bald kam der Sanitärbereich dazu. Heute bietet man der Installationsbranche neben dem Thema Wärmeerzeugung alles, was der Heizungs-, Sanitär- und Lüftungsinstallateur sowie der Isoleur bei seiner täglichen Arbeit braucht (bis hin zum Werkzeug und dem Arbeitsschutzartikel). Die gute technische Unterstützung in den sechs Regionalcentern, die ausgebaute Logistik und die flächendeckende Präsenz in der gesamten Schweiz mit heute insgesamt 38 ToblerMarchés machen die Tobler Haustechnik AG zum leistungsfähigsten Partner des schweizerischen Installationsgewerbes. Tobler System AG: Interessant auch für Architekten und Planer Seit jeher hat Tobler den Systemgedanken gross geschrieben. Nicht per Zufall verhalf man mit dieser Haltung in den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts der Fussbodenheizung zum Durchbruch. Heute werden – nicht zuletzt im Zusammenhang mit Energieeffizienz und Minergie-Standard – Haustechniksysteme immer komplexer. Stichworte wie Bauteilaktivierung, das Zusammenrücken der Themen Heizung und Kühlung oder die Komfortlüftung vermö-

«Noch nie war der Systemgedanke im Haustechnikbereich so wichtig wie heute.» André Leder, Geschäftsleiter Tobler System AG

gen dies zu illustrieren. Um ganze Systeme zu vertreiben, braucht es einen sogenannten Vorverkauf bei Architekten und Planern. Auf dieser Grundlage wurde die Tobler System AG aus der Taufe gehoben, die sich heute in zwei Geschäftsfelder aufgliedert: Der Bereich Luft- und Heiztechnik Orion umfasst die Lüftungs- und Klimageräte Orion AT4, die bekannten Orion Luftheizapparate und Deckenlüfter, Orion Türluftschleier, Wärmetauscher sowie Orion Brandschutz- und Entrauchungsventilatoren. Der Bereich Systemtechnik kann mit führenden Flächenheizungen, Kühl-


boten werden die umweltschonenden Kältemittel von DuPont de Nemours, vergleichbare Produkte weiterer Hersteller sowie die natürlichen Kältemittel NH3, Butan, Isobutan und CO2. Bei der Belieferung der Kundschaft mit Kältemitteln kann sich Friosol auf eine breite lokale Präsenz abstützen: Der Kundschaft stehen über 55 Depots in der ganzen Schweiz zur Verfügung. Auch im Systemkomponentenbereich ist das Unternehmen heute stark positioniert: Friosol handelt mit Kälte/KlimaKomponenten namhafter Hersteller und produziert eigene Aggregate und Kälteerzeugungs-/Verbundanlagen.

decken, Fernleitungen, Komfortlüftungs- und Regenwassernutzungssystemen auftrumpfen.

Sixmadun: Perfekter Service für erstklassige Produkte Sixmadun ist der starke Servicepartner für sämtliche von der Tobler-Gruppe vertriebenen Produkte mit Servicebedarf. Dabei bildet der Heizungsservice – die Reparatur und Wartung aller von Tobler verkauften Wärmeerzeuger – den wichtigsten, aber nicht einzigen Kompetenzschwerpunkt. Über 140 bestens ausgebildete Servicetechniker sind rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr im Einsatz.

Friosol: Der Partner der Kälteund Klimabranche Die Friosol ist seit ihrer Gründung im Jahr 1948 auf Kälte- und Klimatechnik spezialisiert und kann namentlich im Handel mit Kältemitteln in der Schweiz eine führende Rolle ausspielen. Ange-

Gute Aussichten Fachleute sagen es der Branche voraus: Was heute noch in verschiedene Bereiche gegliedert ist, wird immer mehr zusammenwachsen. Der Haustechnikbereich wird im Rahmen der Energieverteuerung und der Suche

«Im Servicegeschäft ist nur die höchste Zuverlässigkeit gut genug.» Thomas Mohler, Geschäftsleiter Sixmadun AG

nach einer immer besseren Energieeffizienz zunehmend wichtiger. Der technologische Wandel wird sich hier besonders rasch und nachhaltig vollziehen. Damit wird die Branche auch in Zukunft mächtig auf Trab gehalten. Hier sieht sich die Tobler-Gruppe in einer grossen Verantwortung: Sie will der Branche fortwährend die besten Lösungen bieten – und dabei den gesamten Bereich unter einem Dach gliedern, die Strukturen fortlaufend anpassen und so im Interesse der Kundschaft immer am Puls der Zeit bleiben.

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Die Struktur der Tobler-Gruppe

Wolseley Der weltweit tätige Mutterkonzern

Tobler Gruppe

Tobler Haustechnik AG Handelsgesellschaft: Installationsbedarf, Heizung, Sanitär, Isolation

Tobler System AG Handelsgesellschaft: Systemgeschäft

Friosol Handelsgesellschaft: Klima und Kälte

Sixmadun AG Die Service-Organisation der Tobler-Gruppe


Aus der Praxis: Aussenaufgestellte Wärmepumpe

Wie eine sechsköpfige Familie geschickt die Umweltwärme nutzt Sonnenkollektoren und eine aussenaufgestellte Luft/Wasser-Wärmepumpe – mit dieser Kombination heizt eine Familie im Fricktal ihr Zweigenerationenhaus, in dem sechs Personen wohnen. Rund 70% des Warmwassers lassen sich – übers ganze Jahr gerechnet – mit drei Sonnenkollektor-Modulen abdecken.

häuse und einem korrosionsfreien Edelstahlsockel ausgestattet, trotzt das Gerät Nässe, Wind und Wetter mühelos. Für den Anschluss an die Heizung im Haus wurden zwei wärmeisolierte Rohre für Vor- und Rücklauf sowie die elektrische Kabelverbindung im Erdreich verlegt. Ein doppelt abgesichertes Frostschutzsystem stellt sicher, dass die Wärmepumpe auch bei eisigen Aussentemperaturen betriebsbereit bleibt.

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chon vor Jahrhunderten war die kleine Fricktaler Gemeinde Ueken mit natürlichen Ressourcen reich versorgt. Macht man sich seit dem Mittelalter das Wasser der zahlreichen ergiebigen Quellen zunutze, so kam in jüngswwwter Zeit die Nutzung der ebenso reichlich vorhandenen Sonne hinzu. So auch die Familie Müller-Schmied, deren Haus an einem Sonnenhang auf einer kleinen Anhöhe liegt. In der ersten Hälfte der 1980er-Jahre gebaut, wurde es 2007 durch eine Einliegerwohnung zu einem Zweigenerationenhaus erweitert, in dem heute sechs

Personen wohnen. Wie zahlreiche der Nachbarhäuser im Einfamilienhausquartier werden auch hier die Vorteile der sonnenbeschienenen Lage genutzt: Mit dem Umbau hat die Familie ihr gesamtes Heizsystem erneuert und auf eine Kombination von Sonnkollektoren und Wärmepumpe gesetzt. Die aussenaufgestellte Wärmepumpe des Typs Sixmadun SMLA-XP-20S steht zwischen Eingangstüre und Garage der «Villa Walti» und reiht sich mit seiner Pilzform perfekt zu den Zwergen, Bambis und Schildkröten im Garten. Mit einem pulverbeschichteten Metallge-

Warmwasser zu 70 % durch Sonne abgedeckt Drei Module mit insgesamt 7,5 Quadratmetern Sonnenkollektoren reichen aus, um in den Sommermonaten den gesamten Warmwasserbedarf für die sechs Bewohnerinnen und Bewohner zu decken. Übers Jahr gerechnet, liegt der solare Wärmedeckungsgrad bei 70 %. Sollte die Energie der Sonne fürs Warmwasser einmal nicht ausreichen, schaltet die Luft/Wasser-Wärmepumpe automatisch ein und liefert die restliche Leistung. Gespeichert wird das Wasser in einem 950 Liter Kombispeicher, wovon 320 Liter auf den Integralboiler entfallen. Mehr Komfort durch automatischen Betrieb Bis vor kurzem wurde das Haus mit einem bereits etwas in die Jahre gekommenen Tiba Zentralheizungskochherd geheizt. Dazu waren grosse Mengen an Stückholz erforderlich, das zuerst vom Keller in die Küche gebracht werden musste. Heute lässt sich per Tastendruck heizen, denn die Wärmepumpe läuft vollautomatisch. Dass der Instal-


Arbeiten seit über 20 Jahren zusammen: Heizungsfachmann Thomas Lenzin aus Wölflinswil und Heinz Müller, Aussendienstmitarbeiter bei Tobler

 Mit ihrer Pilzform passt die Wärmepumpe zur kreativen Gartengestaltung.  950-Liter-Wassertank: der solare Wärmedeckungsgrad liegt bei 70 % übers Jahr gerechnet.

lateur Thomas Lenzin, der das gleichnamige Heizungsunternehmen im benachbarten Wölflinswil in zweiter Generation leitet, gerade eine SMLAXP-20S (Wärmeleistung 9–14,9 kW) empfahl, hat gute Gründe: Das Gerät liefert Vorlauftemperaturen bis 55 ° Celsius – ideal für die Fussbodenheizung im neuen Teil und auch ausreichend für die grosszügig dimensionierte Heizungsverteilung mittels Radiatoren im alten Hausteil. Die Aussenaufstellung hat zudem den Vorteil, dass weniger grosse bauliche Massnahmen nötig waren. Der Vorschlag für die Kombination mit Solarenergie kam von den Bauherren selber: «Wir wollten immer schon ein Heizsystem mit Umweltenergie. Nun haben wir unseren ersten Winter damit geheizt und sind sehr zufrieden», sagt Christine MüllerSchmied. Mit ihrer Meinung steht die Bauherrin nicht alleine da. Tatsächlich hat sich der Einsatz von Wärmepumpen in den vergangenen Jahren markant gesteigert. Nicht zuletzt dank der immer effizienteren Nutzung der Umweltwärme, die sich in einer deutlich geringeren Antriebsenergie, sprich niedrigerem Stromverbrauch niederschlägt, wie Thomas Lenzin ausführt. In der Gemeinde Ueken, die einen vergleichsweise hohen Strompreis hat, können 200 Quadratmeter Wohnfläche problemlos mit Stromkosten von etwa 1000 Franken pro Jahr beheizt werden. Nicht wie bei Öl- oder anderen Heizsystemen, fallen hingegen bei einer Wärmepumpe praktisch keine zusätzlichen Kosten etwa für Kaminfeger, Feuerungskontrolle usw. an. Zudem genügt





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es, eine moderne Wärmepumpe etwa alle drei Jahre warten zu lassen: «Ich habe bei mir zuhause seit 15 Jahren eine Wärmepumpe installiert. Seither musste ich lediglich ein einziges Mal ein kleines Teil ersetzen», sagt Thomas Lenzin. In den vergangenen Jahren hat der Absatz von Wärmepumpen bei der Lenzin Heizungen AG, die mittlerweile 9 Personen beschäftigt, kontinuierlich zugenommen. «2005 haben wir erstmals mehr Wärmepumpen als Ölheizungen verkauft», erzählt der Juniorchef. Der Trend, so meint Thomas

Lenzin in Übereinstimmung mit dem Tobler Aussendienstmitarbeiter Heinz Müller, wird weiter anhalten. Je nach Entwicklung bei den Strompreisen, so ihre Hypothese, wird eventuell eine Verlagerung zu den Sole-Wärmepumpen stattfinden. Aber das ist Zukunftsmusik. Und bis dann wird noch viel Wasser aus Uekens Quellen sprudeln.


Werkbesuch bei Fröling

Im Brennpunkt der Holzenergie Fröling ist im Bereich der Holzfeuerung ein europäischer Leader. Mit einem vor kurzem eröffneten neuen Werk reagiert das agile oberösterreichische Familienunternehmen auf den boomenden Markt. haustechnik.ch durfte sich am Stammsitz in Grieskirchen umsehen – und war beeindruckt.

Nähten zu platzen drohte, so dass man sich draussen, auf der grünen Wiese nach Bauland für ein neues Werk umsah. Doch davon später.

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rieskirchen ist ein beschaulicher Ort und die schmucken Häuser des 5000-Seelen-Städtchens geben sich auch im Zentrum meist mit zwei Stockwerken zufrieden. In der Metzgerei prangt zwischen den verlockenden Wurstspezialitäten der Sinnspruch «Qualität im Leben». Vielleicht liegt der Keim zu Frölings Erfolgsgeschichte ja in dieser währschaften Art, im gewerblichen Stolz für das eigene, hochwertige Erzeugnis verborgen? Wer weiss: Auf jeden Fall gruppiert sich um den kleinen Bahnhof ein Industrieareal, das vom Stammsitz des Unternehmens dominiert wird und das noch vor wenigen Jahren aus allen

Boomender Markt Freundlich werden wir von Wolfgang Aichinger, seines Zeichens Managing Director Export, sowie vom Marketingleiter Martin Burgholzer empfangen und sind, kaum haben wir unsere Visitenkarten ausgetauscht, bereits mitten im Gespräch: Ja, die gegenwärtige Energiesituation und die Klimafrage sind dem Geschäft selbstverständlich förderlich. Endlich dämmert allenthalben die Erkenntnis, dass regenerierbare Energien für unseren zukünftigen Energiemix unverzichtbar sind. Da spielt der Brennstoff Holz – oder um es noch etwas weiter zu fassen: die Biomasse – eine ernst zu nehmende Rolle. Warum Österreich nicht nur im Skisport, sondern auch bei der Holzfeuerung der Schweiz um eine Nasenlänge voraus sei, wollen wir wissen. Wolfgang Aichinger schmunzelt und liefert die Antwort: «In Österreich hat die Holzfeuerung eine ungebrochene Tradition. Denn hier war der Brenn-





stoff Holz gegenüber den fossilen Brennstoffen immer deutlich billiger. Und wie überall sonst wird auch dieser Markt über den Geldbeutel des Endkunden gesteuert.» Dass die Holzpreise in Österreich tiefer sind als in der Schweiz, ist primär in der anderen Eigentumsstruktur des Waldes begründet: In der Schweiz ist der Waldbesitz wesentlich kleinräumiger und zerstückelt, was eine rentable Bewirtschaftung potenziell behindert. Wachstumspotenzial Und Aichinger liefert auch gleich die Zahlen zum Befund: In Österreich hat der Brennstoff Holz beim Heizen einen Anteil von gut 16 %. In Deutschland dagegen sind es 6–7 %, in der Schweiz rund 4 % (mit einem Potenzial, das leicht verdoppelt werden könnte). Für einen Hersteller von Holzfeuerungen bietet der gute Binnenmarkt natürlich einen Standortvorteil. Dazu Martin Burgholzer: «Fröling ist der traditionsreichste Anbieter von Holzfeuerungen. Zwar ist das 1961 gegründete Unternehmen noch relativ jung. Fröling war aber von Anfang an ganz auf die Holzfeuerung fokussiert und konnte durch


 Ein Roboter erhält einen Auftrag.  Automatisch wird das richtige Stahlblech vom Hochregallager abgerufen.  Der Laser-Roboter schneidet das Stahlblech zu den benötigten Formstücken.  Die zu schweissenden Teile werden manuell vorfixiert.





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Werkreportage Fröling kontinuierliche Entwicklungsarbeit und durch ein frühes Umsteigen von der gewerblichen in die industrielle Produktion ganz neue Massstäbe setzen.» Und Wolfgang Aichinger doppelt nach: «Holzfeuerungen wurden lange Zeit als eine eher rückwärtsgewandte Technologie belächelt. Dass wir den Imagewandel schafften und dass moderne, vollautomatische Pellets- oder Hackgutanlagen heute als zukunftsweisende Hightech-Produkte bewundert werden, daran hat Fröling einen entscheidenden Anteil. Zahlreiche der technologischen Durchbrüche, die es brauchte, nahmen ihren Anfang in Grieskirchen. Heute sind wir auf unseren Exportanteil von über 70 % stolz. Wir liefern nach ganz Europa, ja mittlerweile auch in die ganze Welt. Aus diesem Grund trafen wir vor einigen Jahren einen mutigen Entscheid und planten etwas ausserhalb von Grieskirchen ein neues Werk mit vollautomatischer Fertigung.»

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Hightech auf der grünen Wiese Damit ist auch das Stichwort zur Besichtigung der neuen Produktionshallen gegeben, welche ihren Betrieb 2006 aufnahmen. Nach einer kurzen Fahrt begegnet uns – tatsächlich inmitten einer grünen Wiese vor den Toren Grieskirchens – ein zu gleichen Teilen imposanter wie leichter und eleganter Bau. Darin verbirgt sich eines der modernsten Stahlblech-Verarbeitungszentren Österreichs. Wolfgang Aichinger ist der Stolz anzumerken, wie er uns die Eckdaten nennt: «Hier haben wir mit grosser Weitsicht geplant. Wir erwarben 90 000 m2 Bauland. Davon belegt das

neue Werk mit einem Investitionsvolumen von rund 20 Millionen Euro 21 000 m2. Wir können hier also auch langfristig wachsen.» Und dann verschafft er uns einen ersten Überblick: «Der neue Produktionsstandort gliedert sich in drei Teile: Die Halle 1 beherbergt das Rohmateriallager sowie die Stahlblechbearbeitung mit Lasern, Nipplern, Kantpressen, Blechtafel-Schlagschere, Sickenmaschinen. In der Halle 2 werden in 2 Doppelschweisslinien mit insgesamt 11 Schweissrobotern die Kessel gefertigt. Halle 3 schliesslich dient der Endfertigung, zum Beispiel der Beschichtung, sowie der Endmontage und der Auslieferung.» Kaum gesagt, betreten wir auch schon die Halle 1. In der Mitte ragt ein vollautomatisches Hochregallager mit insgesamt 1000 Stellplätzen für die verschiedenen zu bearbeitenden Stahlbleche bis zum Hallendach. Stolze 3 Millionen Kilogramm Stahlblech können hier zugriffsschnell gelagert werden. Alles läuft vollautomatisch: An den Terminals geben die Produktionsverantwortlichen die Aufträge ein, und wie von Geisterhand werden die Stahlbleche zu den Schneidlasern und Stanzrobotern geführt, wo sie – als wären die Bleche butterweich – fast lautlos zu den verschiedenen Formteilen des späteren Kessels werden. Qualität als Imagefaktor Ein noch imposanteres Bild zeigt Halle 2, in der Arbeiter die Formstücke vorfixieren, um sie den Schweissrobotern zuzuführen. Diese arbeiten in unübertrefflicher Präzision hinter Schutzwänden. Guckt man durch die kleinen





Schweissblenden, sieht man zuckende Glieder, die mit unglaublicher Präzision den Blechstössen entlang schweissen – und denkt dabei unweigerlich an urweltliche Tiere mit langen Hälsen, kleinen, wachsamen Köpfen und einer unstillbaren Gefrässigkeit. Doch sehen wir wieder nüchterner hin: Es fällt auf, dass in diesem modernen Werk trotz vollautomatischer Abläufe dennoch Menschen an der Arbeit sind. Mehrheitlich widmen sie sich der Qualitätskontrolle. Und die ist nicht an Maschinen delegierbar. Dazu Martin Burgholzer: «Wir hörten schon oft, dass angesichts der Präzision unserer Fertigung unsere aufwändige Qualitätskontrolle eigentlich unnötig sei. Das sehen wir anders. Wir wollen, dass kein einziges schadhaftes Produkt unser Werk verlässt. Qualität ist bei uns eine Imagefrage. Qualität heisst Verlässlichkeit, und diese ist in unserem Geschäft eine unabdingbare Voraussetzung für den langfristigen und nachhaltigen Erfolg. Da sind Kompromisse eben nicht möglich.» 30 000 Kessel pro Jahr Die fertigen Kesselkörper gelangen nun am Förderband in die Halle 3, wo sie sogleich in der Lackierkammer verschwinden, um fertig beschichtet in die Endmontage zu kommen. Mit Türen versehen harren sie sodann der Auslieferung (die Verkleidungen werden vom Installateur erst vor Ort montiert). Hier beeindruckt uns die wohlgeordnete Masse. Aichinger gibt dazu eine Zahl preis: «Im ersten Jahr der neuen Fertigung verliessen hier rund 30 000 Kessel das Werk. Das ergibt stolze Tages-Ka-


Fröling-Produkte im Tobler-Sortiment Stückholzkessel FHG Turbo Eco 15 Klein aber fein: Der FHG Turbo Eco 15 für eine Stückholzlänge von 33 cm bietet einen Leistungs bereich von 5 bis 15 kW. Stückholzkessel FHG Turbo 3000 Heizkomfort bis 70 kW: Der 210Liter-Füllraum des Automatikkessels für Stückholzlängen bis 50 cm sorgt für ein für lange Brenndauer. Zudem bietet die Hochtemperaturverbrennung Werte, die an einen modernen Öloder Gasheizkessel herankommen.

19  Der Schweissroboter arbeitet hochpräzis.  So verlässt der Kessel den Schweissroboter. Pelletkessel P2 Von der Beschickung über die Zündung und Regulierung bis hin zur Entaschung funktioniert beim Pelletkessel P2 alles vollautomatisch.



 Alle Schweissnähte werden auf Dichtheit geprüft. Der Kesselkörper erhält seinen letzten Schliff.


Werkreportage Fröling Das hängt nicht zuletzt mit der Landwirtschaftspolitik der Europäischen Union zusammen, die infolge Überproduktion zahlreiche Agrarflächen stilllegt. Aktuellstes Beispiel ist die Anpflanzung von Miscantus, dem sogenannten Elefantengras. Solche und ähnliche Projekte machen den Landwirt in Zukunft vielleicht auch zum Energiewirten. In Grieskirchen jedenfalls wurde die Sache erforscht und die tauglichen Lösungen für die vollautomatische Miscantusfeuerung sind geboren.

Unsere Gastgeber Führten haustechnik.ch kompetent durchs moderne Werk: Wolfgang Aichinger, Managing Director Export und Martin Burgholzer, Marketingleiter

denzen. Unter der Woche arbeiten wir während der Hochsaison in drei Schichten rund um die Uhr.»

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Landwirte als Energieproduzenten Gewissermassen als Nachspeise unserer Werkbesichtigung schauen wir noch im Heizwerk vorbei: Es dient nicht allein der Beheizung des gesamten Areals – selbstverständlich mit den eigenen Hightechprodukten (1 x 500 kW Turbomat und 1 x 1000 kW Lambdamat). Hier werden auch Dauertests mit verschiedenen Festbrennstoffen durchgeführt. Denn aus ganz Europa gelangt man in Sachen Biomasse-Feuerung mit aktuellen Fragestellungen an Fröling.

Aus einer Hand Zurück im Stammhaus setzen wir uns nochmals zum Gespräch hin. Wir fragen nach der Steuerung. Elektronik spielt auch in der Holzfeuerung eine zentrale Rolle. Kauft man die Regelungen ein? Wolfgang Aichinger winkt ab: «Nein. Die Steuerungen werden in unserer eigenen Elektronikabteilung entwickelt. Wir geben allein den Auftrag für die Platinen. Ich denke, das Bekenntnis, das Produkt vollumfänglich aus eigener Kraft zu definieren und von der marktorientierten Idee über die Forschung und Entwicklung bis zur Fertigung der ausgereiften Serie alles unter einem Dach zu haben: das macht Fröling so stark. Das ist natürlich nur möglich, weil wir uns ausschliesslich auf ein einziges Thema fokussieren, dieses aber ganz beherrschen und auch von A bis Z anbieten. Vor allem die vollautomatischen Holzfeuerungen sind heute komplexe Systeme. Wir können diese Systeme von der Brennstoff-Lagerung und -Förderung über Kessel und Speicher bis zur Regelung aus ei-

ner Hand anbieten. Daher fertigen wir übrigens an unserem Brandenburger Produktionsstandort auch Speicher.» Europäische Ausstrahlung Ein kleiner Rundgang durch den Showraum rundet unseren Besuch ab. Hier stehen jene Stückholz-, Pellets- und Hackgutkessel, die ihren Siegeszug quer durch Europa antreten durften. Mit dem P2, dem FHG Turbo 3000 und dem Eco 15 sind auch die drei Spitzenprodukte zu bewundern, die im ToblerSortiment Aufnahme fanden. Nach einer herzlichen Verabschiedung gehen wir zurück ins Städtchen mit seinem leicht verschlafenen Charme und seinem Stolz auf die Qualität der heimischen Produkte. Der ruhige Lauf der Dinge fällt umso mehr auf, als in unseren Ohren noch der metallene Klang der Industrie nachhallt. Erstaunlich, wie sich hier auf engstem Raum Beschaulichkeit und industrielle Potenz von europäischer Ausstrahlung begegnen!

Jeder Kessel wird vor der Lackierung einer Druckprüfung unterzogen. Nach Lackierung und Endmontage warten die fertigen Kessel auf ihre Auslieferung.


Umwälzpumpen Grundfos ALPHA2: energieeffizient und bedienerfreundlich durch Autoadapt-Funktion Mit ALPHA2 bringt Grundfos die einzige geregelte Kompakt-Rohrverschraubungspumpe mit ECM-Technologie und selbst adaptierender Kennlinie (Autoadapt-Funktion) auf den Markt. Neu ist auch die Option mit Edelstahlgehäuse – damit erfüllt ALPHA2 alle Anforderung der Trinkwasserverordnung und eignet sich somit bestens für die Trinkwarmwasserzirkulation. Autoadapt-Funktion für besten Sollwert Die bereits von der grossen Schwester MAGNA bekannte Autoadapt-Funktion sorgt für eine einfache Bedienung und macht in 80 % aller Fälle sogar die Eingabe eines Sollwertes überflüssig: Denn die ALPHA2 sucht sich auf der Basis eines im Mikroprozessor vorgegebenen Rechen-Algorithmus selbst den besten Sollwert und fördert so am jeweils günstigsten Betriebspunkt. In die ALPHA2 sind auch alle Vorteile der ALPHA Pro-Pumpe integriert: beispielsweise die schnelle und einfache Neuinstallation bzw. der problemlose Austausch durch den bewährten ALPHA-Stecker (ohne den Klemmkasten zu öffnen, wird die Pumpe in kürzester Zeit angeschlossen). Und per automatische Nachtabsenkung spart der Betreiber zusätzlich Energie ein. ALPHA2 wird über lediglich zwei Knöpfe bedient: Der eine Knopf dient zum Ein- und Ausschalten der automatischen Nachtabsenkung. Registriert die Pumpe ein Absinken der Vorlauftemperatur, reduziert sie bei eingeschalteter Nachtabsenkung selbsttätig die Drehzahl. Der zweite Knopf verändert die Regelkurve der Pumpe.

Ersatzteile für Grundfos Standard-Umwälzpumpen in Gas-Wandthermen Für den Service von Standardpumpen in wandhängenden Gasthermen hat Grundfos ein neues Ersatzteilkonzept auf Basis von Austausch-Pumpenköpfen entwickelt. Die angebotenen Ersatzteile decken die Marktanforderungen für 5 m Köpfe ab. Das neue Konzept ist einfach aufgebaut und besteht aus nur zwei Austausch-Pumpenköpfen, die für maximale Flexibilität sorgen und den Leistungsbereich aller der in Gasthermen für Ein- und Zweifamilienhäusern eingesetzten Grundfos Standardpumpen bedienen. Je nach Installation können Sie wählen, ob der Klemmkasten links oder rechts angeordnet sein soll. Verglichen mit den in Gasthermen eingebauten Original-Standardpumpen von Grundfos, gilt für die zwei Grundfos Energiesparköpfe: – Sie bestehen aus denselben Komponententypen – Sie werden mit Hilfe derselben Fertigungstechnologie hergestellt – Sie werden in derselben Produktionslinie hergestellt – Sie haben vergleichbare Leistungsdaten Grundfos hat den Energieverbrauch seiner Energiesparköpfe weiter optimiert. Verglichen mit früheren, in Gasthermen eingebauten Original-Standardpumpen benötigen diese deshalb bis zu 30% weniger Antriebsenergie.

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Zubehör SoleWärmepumpen Erdwärme effektiv genutzt: mit langlebigen Sixmadun Komponenten Neben dem bewährten Pumpenmodul für Sixmadun Sole-Wärmepumpen führt Tobler neu eine Armaturengruppe im Angebot. Gleichzeitig wurde das Zubehörsortiment mit neuen, grösseren Dimensionen bei den Erdsondenverteilern massiv ausgeweitet.

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In Zeiten extrem hoher Erdölpreise entscheiden sich immer mehr Leute für Wärmepumpen. Sie sind eine ökologische Alternative zu mit fossilen Energien betriebenen Anlagen. Seit Jahren führt Tobler Wärmepumpen für Luft, Wasser und Erwärme im Angebot und führt dazu auch eine breite Palette an Zubehörteilen.

Armaturengruppe

Erdsondenverteiler

Hosenstück

Pumpenmodul für Solekreis ohne Druckwächter für Wärmepumpen bis SMS-XP21E Herzstück im Angebot bildet das Pumpenmodul für den Solekreis der Sixmadun SMSXP-21E. Das aus hochwertigem Chromstahl gefertigte Modul wird dampfdicht isoliert und anschlussfertig geliefert. Das Modul besteht aus folgenden Komponenten: Umwälzpumpe, Kugelhahn, Thermometerkugelhahn, Alu-Montagekonsole, Füll-/Entleerungshahn ½”, Anschluss für Sicherheitsgruppe inkl. Manometer, Sicherheitsventil und autom. Entlüfter, Panzerschlauch 500 mm, Expansionsgefäss 12 l, Manometer. Neu: die Armaturengruppe Neu im Sortiment ist die Armaturengruppe. Diese ist aus Chromstahl V4A gefertigt und integriert einen Thermometerkugelhahnen

sowie einen Füll- und Entleerungshahnen und Anschlüsse (Länge 300 mm). Die Armaturengruppe eignet sich für alle Wärmepumpen. Der Anschluss eines Sole-Druckwächters und einer Sicherheitsgruppe mit Expansionsgerät ist möglich. Erdsondenverteiler und Zubehör Das Angebot an Erdsondenverteilern im Tobler-Programm ist mit neuen Dimensionen erweitert worden. Die Verteiler sind aus beständigem und korrosionsfreiem Polyethylen gefertigt und mit Kugelhahnen oder Taco-Setter erhältlich. Jeder Sondenstrang kann somit einzeln abgestellt, reguliert, gefüllt und entlüftet werden. Da im Baukasten-Prinzip aufgebaut, sind sie in jeder Anschlussgrösse verfügbar. Für eine optimale Verbindung verfügt Tobler auch über sämtliche nötigen Zubehörteile wie Elektroschweissmuffen oder Hosenstücke – selbstverständlich in bewährt hoher Qualität.


Heizkreisverteiler Te-sa Edelstahlverteiler: für die Fussboden- und Wandheizung Das Verteilersortiment von Te-sa bietet eine dauerhafte Lösung für die Heizkreisverteilung für Fussboden- oder Wandheizungen, denn es werden ausschliesslich erstklassige Materialien verwendet. Für einen optimalen hydraulischen Abgleich hat Te-sa einen Verteiler mit integriertem Topmeter entwickelt. Hochwertige Materialien, lange Lebensdauer Die Verteiler von Te-sa für Fussboden- und Wandheizungen werden nach modernsten technologischen Kenntnissen gefertigt. Sie bestehen aus hochwertigem Edelstahl und sind darum auch erstklassig in Bezug auf Korrosionsbeständigkeit und Dauerhaftigkeit. Zudem überzeugen sie durch ihr geringes Gewicht, eine schlanke Form sowie durch ein ansprechendes Design. Dank den verschiedenen Anschlussmöglichkeiten sind individuelle Lösungen möglich. Hydraulischer Abgleich mit und ohne Topmeter Die Te-sa Edelstahl-Verteiler 220A2-06 und 220ATT2-06, die Tobler im Sortiment führt, ermöglichen es, die Heizflächen mit sehr hoher Effizienz anzuschliessen. Die Heizkreisverteiler bestehen aus sorgfältig aufeinander abgestimmten Einzelkomponenten und werden für die Verteilung und Einregulierung des Massenstroms der einzelnen Niedertemperatursysteme eingesetzt. Während beim 220A2-06 der hydraulische Abgleich bzw. die Einregulierung der Heizwassermenge direkt am Regulierventil erfolgt, ist beim 220ATT2-06 ein VorlaufTopmeter eingebaut, das sich bei laufender

Umwälzpumpe regulieren lässt. Durch Drehen am Handrad wird die für den Heizkreis berechnete Wassermenge in l/min. eingestellt. Die durchströmende Wassermenge kann am Schauglas abgelesen werden. Ein weiterer Vorteil ist die schallgedämmte Befestigung, durch welche die Verbindungen zum Baukörper entkoppelt werden. Die Verteiler für Fussbodenheizungen lassen sich problemlos in unsere Verteilerkästen einbauen. Technische Daten Te-sa Heizkreisverteiler 220A2-06/220ATT2-06 Temperaturbereich: 0 °C bis +70 °C Medium max. 30 % Glykol Maximal zulässiger Betriebsdruck: 6 bar

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Frostschutz Tobler JET-FROST: eine Innovation mit Zukunftspotenzial

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Der zunehmende Einsatz von Wärmepumpen in vielen Bereichen der Haustechnik ist eine ökologisch sowie ökonomisch erfreuliche Tatsache. Damit verbunden ist auch die vermehrte Verwendung von Frostschutzmitteln. Tobler, seit Jahren zuverlässiger und kompetenter Glykolanbieter, hat nun die neue Produktelinie JET-FROST eingeführt. Beste Qualität für den breiten Einsatz Mit den von der EMPA geprüften Produkten JET-FROST N und L stehen dem Anwender zwei Frostschutzmittel zur Verfügung, die den modernen Anforderungen entsprechen. JET-FROST N ist eine auf Ethylenglykol basierende Qualität, die sich speziell für den Einsatz als Wärme- und Kälteübertragungsmedium eignet. JET-FROST L basiert auf dem physiologisch unbedenklichen Propylenglykol. Diese Qualität findet ihren Einsatz hauptsächlich im Bereich der Lebensmittelkühlung oder überall dort, wo diese Basis verlangt wird. Mischbar oder nicht mischbar? Die Qualitäten JET-FROST N und L bieten sicheren Schutz vor Frost, Korrosion sowie Ablagerungen. Nicht nur Neuanlagen werden mit diesen Produkten befüllt, auch ältere Anlagen, welche mit fremden Stoffen betrieben wurden, können auf diese Qualität umgestellt werden. In diesem Fall ist es gut zu wissen, ob respektive welche Art von Glykol eingesetzt wurde (Ethylenglykol bzw. Propylenglykol). Falls die Basis nicht bekannt ist, besteht die Möglichkeit einer Analyse des Stoffes. Bei

Einhaltung der Glykol-Basis ist JET-FROST mit allen handelsüblichen Frostschutzmitteln auf Basis von Ethylen- bzw. Propylenglykol mischbar. So wird JET-FROST verwendet JET-FROST wird in Konzentrationen von mindestens 20 Vol.% dem Wasser (Trinkwasser) zugegeben. Eine einfache und sichere Art der Konzentrierung bietet Ihnen die Misch- und Füllstation.


Mischen und füllen leicht gemacht Mit der Lancierung von JET-FROST führt Tobler gleichzeitig ein weiteres Novum an: eine mobile Misch- und Füllstation. Die Profi-Füllstation kommt zum Spülen, Füllen und Entlüften von Erdwärme- und Solaranlagen sowie für Rückkühlungen oder Bodenheizungen zum Einsatz. Sie ist auf jeder Baustelle einfach und schnell einsatzbereit für eine saubere und professionelle Frostschutzfüllung. Das Vakuum-Mischgerät dient der perfekten Dosierung des Frostschutzgemischs. Im Profi-Füllcenter sind die Profi-Füllstation sowie das Vakuum-Mischgerät kombiniert erhältlich.

Gefrierverhalten von JET-FROST N-Verdünnungen

Es ermöglicht vier Arbeitsgänge: Mischen, Spülen, Füllen und Entlüften. JET-FROST von Tobler steht für Qualität, Zuverlässigkeit und Innovation! Ab sofort erhältlich in folgenden Gebindegrössen: JET-FROST N BAG-Nr. 286450; Fass 230 kg/Fass 60 kg/Kanister 25 kg JET-FROST L BAG-Nr. 286449; Fass 200 kg/Fass 60 kg JET-FROST N und L sind ebenfalls erhältlich in 1000-kg-Leihcontainern oder als Fertigmischungen in Strassentankwagen.

Gefrierverhalten von JET-FROST L-Verdünnungen

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Regenwassernutzung Regenwasser nutzen statt Trinkwasser verschwenden

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Wasser bildet die Lebensgrundlage aller Organismen und ist somit unsere wichtigste Ressource. Wenn auch in unseren Breitengraden im Gegensatz zu vielen anderen Ländern kein akuter Wassermangel herrscht, ist dennoch ein sparsamer Umgang mit dem wertvollen Nass sinnvoll. So bringt zum Beispiel die Verwendung von Regenwasser zahlreiche Vorteile. Rund 70 % unserer Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt. Davon sind aber lediglich 3 % Süsswasser, der Rest ist Salzwasser. Von den 3 % sind wiederum mehr als zwei Drittel als Eis in den Polargebieten oder als Gletscher und Schnee gebunden. Das übrige Drittel entfällt auf Grundwasser, oberirdische Gewässer (Seen, Flüsse) und Wasser in der Atmosphäre. Schon seit jeher werden neben dem Oberflächenwasser wie Seen oder Flüsse auch Quellen und Regenwasser genutzt, das in grossen Zisternen gesammelt wurde. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörten Nasszellen mit einem Anschluss für fliessendes Trinkwasser zum gängigen Ausbaustandard. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch von Trinkwasser beträgt heute rund 160 Liter pro Tag. Davon entfallen 32,4 % auf die Körperpflege (Baden/Duschen, Körperpflege/Waschen von Hand), 29,5 % auf die Toilettenspülung, 18,6 % auf die Kleiderwäsche und lediglich 15 % aufs Kochen, Trinken und Geschirrspülen. Für 48 % des Wasserbedarfs im Haushalt ist Regenwasser genügend – oder sogar besser geeignet. Die Nutzung von kalkfreiem Regenwasser reduziert die Kosten jedoch nicht nur auf der Verbraucher-, sondern auch auf der Entsorgerseite, weil der Wasseranfall

in Kläranlagen – heute bereits ein grosses Problem – verringert wird. Tobler bietet ideale Lösungen für die Regenwassernutzung Das Angebot von Tobler umfasst eine breite Palette an Produkten für das Gewinnen von Regenwasser. Das aufgefangene Regenwasser wird in speziell entwickelten Filtern, die dem Tank vorgeschaltet sind, gereinigt. Auch die gegen oben weiter werdende Form des Tanks trägt zur Reinigung des Wassers bei. Regenwassertanks werden meist unterirdisch gelagert, das spart Platz, verhindert Algen und aufgrund der konstanten Temperatur von 6–8 °C auch die Bakterienbildung. Nebst den ökologischen bringt die Regenwassernutzung aber auch wirtschaftliche Vorteile, da sich die Rechnung für Trinkwasser deutlich reduziert.


 Filter  Auffangspeicher erdverlegt  RegenwasserversorgungsManagement  Trinkwasserleitung  Überläufe  Regenwasserleitungen

Hier bringt die Nutzung von Regenwasser Vorteile! Toilettenspülung: Die Toilette ist mit ca. 47 l täglich der Wasserverbraucher Nummer 1 in Schweizer Haushalten. Regenwasser – gesammelt, gefiltert und über ein separates Netz verteilt – genügt hier vollends und bietet überdies noch weniger Reinigungsaufwand. Wäschewaschen: Für das Wäschewaschen eignet sich Regenwasser besonders gut, denn der Kalkgehalt ist gleich null und der pH-Wert niedrig. Dies reduziert nicht nur den Waschmittelverbrauch um ca. 50–80 %, sondern macht die Wäsche auch ohne Weichspüler flauschig weich. Zudem verhindert Regenwasser das Verkalken der Maschine. Das Resultat: weniger Reparaturen, längere Lebensdauer. Gartenbewässerung: Regenwasser ist für die Gartenbewässerung das Beste und steht auch nach längeren Trockenperioden zur Verfügung. Es ist nicht nur für die Pflanzen optimal, sondern auch für die Umwelt. Denn das gesammelte Regenwasser gelangt so nicht in die Kanalisation, sondern versickert und entlastet die Kläranlagen. Regenwasser ist aber kein Trinkwasser. Eine entsprechende Kennzeichnung der Bezugsquelle ist deshalb unabdingbar!

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UWO-Umwelttank Classic IT 3500 Monolithischer Kunststoff-Erdspeicher aus Polypropylen mit 3500 l Inhalt. Die glatte Innenwandung verhindert, dass kleine Schwebeteilchen haften bleiben. Mit Intankfilter IT 250. Alle Anschlüsse für Zulauf, Versorgungs-/Entnahmeleitung und Überlauf in DN 100 vorhanden. Einstiegsschacht: 60 cm Gewicht: Konus 45 kg, Unterteil 95 kg Höhe: 2,40 m

ASP-matrix: Regenwasser-Manager für das Einfamilienhaus Die komplette Hausstation zur vollautomatischen Versorgung mit Regenwasser aus einem Speicher sowie zur bedarfsgerechten Trinkwassernachspeisung in das Verbrauchernetz bei erschöpftem Regenwasservorrat. Selbstansaugende, korrosionsfreie und mehrstufige Kreiselpumpe mit Druckund Strömungswächter. Sehr ruhiger und leiser Lauf. Zwischenbehälter mit Schwimmerventil, motorgesteuertem Kugelhahn und Microprozessor-Steuerung UWO-Rewamatik. Manuelle Umschaltung auf Trinkwasserbetrieb möglich. Automatischer Wasseraustausch bei längeren Standzeiten.


Luftheizgerät Orion Luftheizgerät DESIGN: noch nie war Luftheiztechnik so energiesparend und schön

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Der Name Orion steht für energetisch optimierte Luftheizsysteme. Nun kommt mit der neuen Baureihe DESIGN ein Luftheizgeräteprogramm auf den Markt, das sich mit seinem geringen Energiebedarf nicht nur für Minergie-Bauten eignet, sondern auch auf ansprechendes und modernes Design grössten Wert legt. Der Einsatz von Luftheizgeräten hat sich mit den heutigen technischen Möglichkeiten wesentlich ausgeweitet. Betrachtet man die Anwendungsgebiete, in denen Luftheizgeräte eingesetzt werden, wird schnell deutlich, dass dies meist Gebäude mit Publikumsverkehr sind – zum Beispiel Bau- und Supermärkte, Ausstellungshallen, Verkaufsräume, Einkaufszentren sowie alle Arten von Gewerberäumen. Orion Luftheizgeräte sind ausserordentlich gut an den Luftmengen- und Temperaturbedarf solcher Örtlichkeiten angepasst und mit ihrer energieeffizienten Betriebsweise auch ideal für Minergie-Bauten. Allein ein Aspekt kam bislang zu kurz und war vielen Architekten, Planern und nicht zuletzt dem Endkunden ein Dorn im Auge: das Design! Mit dem neusten Programm wurde eine Symbiose aus energetischen Aspekten, Funktionalität und Formschönheit geschaffen: der Orion Luftheizer DESIGN.

Der zugfreie Leiseläufer Noch nie kam Luftheiztechnik ästhetischer daher: Aufgrund seiner Formschönheit und der unterschiedlichen Ausblasvarianten (horizontal und vertikal) lässt das DESIGN-Geräteprogramm weder bei Fachplanern noch Architekten Wünsche offen. Zudem können die Geräte sowohl für den Kühl- als auch für den Heizbetrieb eingesetzt werden, und dies auch in höheren Räumen, wie z.B. Shoppingcentern, Pharmalagern oder Ausstellungs- und Verkaufshallen. Hierzu stehen Wärmetauscher für Warm- und Kaltwasser zur Verfügung. Die Baureihe DESIGN charakterisiert sich zudem durch eine leise und zugfreie Betriebsweise, die durch gleichmässige Temperaturen und ein ansprechendes Äusseres überzeugt.


Ausblasrichtung eingestellt für hohe Räume – vertikal direkt in das Raumzentrum

Ausblasrichtung eingestellt für niedrige Räume – horizontal an den Raumumschliessungsflächen entlang

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Unterschiedliche Ausblasvarianten für jede Raumhöhe Überhohe Räume sind für den Luftheizer DESIGN kein Hindernis. Denn er kann ohne Einschränkungen für Montagehöhen bis 3,8 m eingesetzt werden. Eine weitere Ausführung für Montagehöhen bis zu 5 m ist in Entwicklung. Das an der Decke montierte Gerät saugt die Luft direkt von unten an und verteilt es seitlich in drei Richtungen. Für eher niedrige Räume empfiehlt sich, die Ausblasrichtung zu den Seiten (horizontal) auszurichten. Aufgrund der Thermik kann bei hohen Räumen die Ausblasrichtung nach unten (vertikal) eingestellt werden. Dass der Luftheizer DESIGN sparsamer arbeitet als vergleichbare Modelle, liegt daran, dass das Gerät die sich an der Decke anstauende Wärme ins Raumzentrum einbläst. Selbst wenn die Stauwärme unter der Decke schon etwas abgekühlt sein sollte, muss wesentlich weniger Heizenergie aufgebracht werden, um das gewünschte Raumtemperaturniveau zu erreichen. Bei Bauteilen, die unter der Decke montiert werden, ist Brandschutz ein wichtiges Stichwort. Darum sind die für die Luftheizgeräte DESIGN verwendeten Werkstoffe nicht brennbar und verlöschen im Brandfall von allein.

Regler-Generation Level 4 für noch mehr Komfort Die Regelung Level 4 für das gesamte Orion Luftheizgeräteprogramm bringt zahlreiche Vorteile: Sie optimiert das sanfte Anlaufen und verbessert die Begrenzung der minimalen bzw. maximalen Drehzahl. Zudem erleichtert eine Alarmlampe die Ortung eines allfälligen Defekts. Überdies ist auch die Zahl der angeschlossenen Luftheizgeräte pro Regler nicht mehr begrenzt. Regelung Level 4: Die Vorteile auf einen Blick – Handschalter und Zonengeräte basieren auf einer 4-Stufen-Schaltung – Automatik-Steuergeräte arbeiten stufenlos – Sanftanlauf bei allen Drehzahlen dank Anfahr- und Bremsrampe – Minimale und maximale Begrenzung der Drehzahlen direkt am Heizgerät einstellbar – Alarmlampe erleichtert die Ortung eines Defekts vom Boden aus – Einfache und korrekte Verdrahtung dank Clips-Stecker


Umwälzpumpen COMFORT: die Heizungs-Umwälzpumpe mit dem attraktiven Preis Tobler hat sein Sortiment an Umwälzpumpen erweitert und bietet mit der neuen Heizungs-Umwälzpumpe Comfort ein preiswertes Produkt mit dreistufiger Drehzahlregelung an. Das Fördervolumen kann zwischen 0,5 bis 4 m3/h liegen und erreicht eine maximale Förderhöhe von 6,3 m.

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Technische Daten – Flüssigkeitstemperaturbereich zwischen –10 °C und +110 °C – Höchster zulässiger Betriebsdruck 10 bar (1000 kPa) – Eigenschaften des Heizungswassers: rein, frei von Feststoffen und Mineralölen, nichtviskos, chemisch neutral, ähnlich der Eigenschaften von Wasser (max. 30 % Glycol) – Schutzklasse entspricht IP44 – Isolierklasse F – Kabeldurchführungshülse PG11 – EU-Energiebewertung C

Die Comfort Umwälzpumpe verfügt über eine Hydraulikeinheit aus Gusseisen und ein Gehäuse aus Druckgussaluminium. Das Flügelrad ist aus Technopolymer gefertigt. Die Antriebswelle aus gehärtetem Edelstahl ist auf ein Grafitlager montiert und flüssigkeitsgeschmiert. Rotorhülse, Statorhülse und Ver-

schlussflansch bestehen aus Edelstahl, die O-Ringe aus EPDM und die Keramikdrucklager sowie die Luftauslasskappe aus Messing. Auch die Sicherheit ist bei der Comfort-Pumpe gross geschrieben: Dank einem 2-poligen asynchron nasslaufenden Motor ist das Gerät kurzschlussfest.

Masse und Gewichte Modell

kg CO 25/4(180) CO 25/5(180) CO 25/6(180)

Masse L

L1

L2

B

B1

B2

H

H1

H2

F

Verpackungsmasse L B H

180 180 180

98 98 98

60 60 60

104 104 104

78 78 78

26 26 26

124 124 124

75 75 75

49 49 49

11/2”G 11/2”G 11/2”G

138 138 185

190 190 150

140 140 150

Volumen Gewicht m3 0,0036 0,0036 0,0036

2,8 2,8 3,15

Elektrische Daten Modell

Spannung Mittenabstand 50/60 Hz mm

CO 25/4(180)

1x230 V~

180

CO 25/5(180)

1x230 V~

180

CO 25/6(180)

1x230 V~

180

Verschraubungen Drehzahl auf Wunsch Standard- SpezialN ausführung ausführung r.p.m. 3 /4” F-11/4”M 3 2370 1” F 2 1910 1 1440 3 /4” F-11/4”M 3 2330 1” F 2 1815 1 1330 3 /4” F-11/4”M 3 2100 1” F 2 1460 1 1050

Elektrische Daten P1 MAX in W A 71 0,31 60 0,28 44 0,2 82 0,36 64 0,29 45 0,2 102 0,45 78 0,35 51 0,24

Konden- Mindestsator förderdruck μF Vc t° +90 °C 2 450 mt. 1,5 t° +90 °C 2,5 460 mt. 1,5 t° +90 °C 2,5 450 mt. 1,5

Die hydraulischen Daten der Comfort Umwälzpumpe entnehmen Sie bitte der Preisliste, die dieser Ausgabe beiliegt.


Prospekt-Sonderdrucke: so überzeugen Sie Ihre Kunden! Von den wichtigsten Neuheiten, die wir im Tobler-Dossier vorstellen, liegen jeweils Separatdrucke vor. Vor allem bei klassischen Endverbraucherthemen leisten Ihnen diese Unterlagen wertvolle Dienste bei der Information Ihrer Kundschaft. Mit nebenstehender Karte können Sie die Prospekte kostenlos bestellen.

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COMFORT: die Heizungs-Umwälzpumpe mit dem attraktiven Preis

– Geringes Gewicht, schlanke Form – Langlebigkeit dank hochwertigem Edelstahl – Optimaler hydraulischer Abgleich mit integrierten Topmetern

Prospekt Te-sa Edelstahlverteiler für Fussbodenund Wandheizung, 2 Seiten

– Preiswerte Pumpe mit dreistufiger Drehzahlregelung – Fördervolumen zwischen 0,5 und 4 m3/h – Flüssigkeitstemperaturbereich von –10 °C bis 110 °C

Prospekt Comfort Heizungs-Umwälzpumpen, 2 Seiten


Tobler Haustechnik AG 8902 Urdorf Steinackerstrasse 10 Telefon 044 735 50 00 Telefax 044 735 50 10 Regionalcenter 3053 Münchenbuchsee Moosrainweg 15 Telefon 031 868 56 00 Telefax 031 868 56 10 Regionalcenter 5036 Oberentfelden Industriestrasse 23 Telefon 062 737 60 60 Telefax 062 737 60 61

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